Gefährliche US-Atomwaffenlager in Europa

Begonnen von Kater, 11:19:39 Sa. 21.Juni 2008

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Kater

ZitatGravierende Sicherheitsmängel - Gefährliche US-Atomwaffenlager in Europa

Instabile Gebäude und ungesicherte Zugänge: Die meisten US-Atomwaffenlager in Europa weisen angeblich massive Sicherheitsmängel auf. Die Maßnahmen zum Schutz der Bomben sollen nicht einmal den Minimalstandards des Pentagons entsprechen.

Die meisten US-Atomwaffenlager in Europa entsprechen nach einer internen Studie der amerikanischen Luftwaffe nicht den minimalen Sicherheitsstandards des US-Verteidigungsministeriums. Dies berichtet die Organisation Federation of American Scientists (FAS) auf ihrer Webseite.

Als erste Konsequenz plane das US-Militär die Atomwaffen auf weniger Lager in Europa zu verteilen, berichten die Wissenschaftler, die sich dabei auf andere Quellen bezogen. Einer der Standorte, bei denen Probleme festgestellt wurden, sei möglicherweise der Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in der Eifel, hieß es in dem Bericht der FAS.

Die FAS-Militäranalysten hatten die Veröffentlichung von Details der Studie erreicht, die in Auftrag gegeben wurde, nachdem im August 2007 sechs Atomsprengköpfe ohne Wissen der Luftwaffenführung quer durch die USA geflogen worden waren.

Nach Angaben der Wissenschaftler werden in der internen Studie unter anderen Probleme mit dem Sicherheitssystem, der Umzäunung und bei der Stabilität der Gebäude moniert. In einem Fall seien Wehrpflichtige, die nur neun Monate Ausbildung gehabt hätten, eingesetzt worden, um die Atomwaffen gegen Diebstahl zu schützen.

Die FAS schätzt, dass in Europa etwa 200 bis 350 US-Atombomben gelagert werden. Außer in Deutschland gibt es Stützpunkte in Belgien, Großbritannien, Italien, der Türkei und den Niederlanden.

http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/290/181729/

ManOfConstantSorrow

...so heißt es in einem Dialog von Stanley Kubricks Film "Dr. Seltsam - oder wie ich lernte die Bombe zu lieben", welchen er 1964 schuf in der Zeit des kalten Krieges. Jetzt im Jahr 2008 sind noch immer Atomwaffen auf der ganzen Welt gelagert. Immer wieder wurden dise von Friedensorganisationen kritisiert. Nun taucht ein interner Bericht der US-Luftwaffe auf, nachdem diese nur unzureichend gesichert seien.

Noch nicht einmal Minimal-Sicherheitsstandards

Die meisten US-Atomwaffenlager in Europa sollen noch nicht einmal den Minimal-Sicherheitsstandards des Pentagons entsprechen. Das berichtete die Organisation Federation of American Scientists (FAS) am Wochenende auf ihrer Webseite. Die FAS beruft sich auf eine interne Studie der amerikanischen Luftwaffe. Die Bundesregierung wollte aus Sicherheitsgründen keine Auskunft zur Lagerung von US-Atomwaffen in Deutschland geben. Ort der Auseinandersetzung über Stationierung und Abrüstung sei die NATO, erklärten die zuständigen Sprecher in Berlin.

Genaue Anzahl unbekannt

Unter anderem gebe es der Federation of American Scientists nach Probleme mit dem Sicherheitssystem, der Umzäunung und bei der Stabilität der Gebäude. Schätzungsweise lagern in NATO-Militärbasen in Europa 200 bis 350 US-Atombomben. Auf dem Fliegerhorst Nörvenich bei Bonn können bis zu 44 Atombomben gelagert werden. Bekannt ist, dass 1995 von dort 20 Bomben nach Ramstein ausgelagert wurden, wo sie weiterhin zum Abwurf durch deutsche Tornados des Jagdbombergeschwaders 31 bereitgehalten werden, das in Nörvenich stationiert ist. In Ramstein waren dem NRDC zufolge bis 2005 bis zu 130 Atombomben eingelagert. 90 davon waren zum Abwurf durch US-Flugzeuge vorgesehen, weitere 40 konnten an Tornados der Bundeswehr angebracht werden.

Demonstration geplant

Am 30 August ist eine Demonstration vor dem Atomwaffenlager Büchel angemeldet. Unter dem Motto "Deutschland soll atomwaffenfrei werden!" rufen verschiedene Gruppen auf die Atomwaffen in die symbolischen Tonne kehren. Zu dieser Aktion sollen alle Teilnehmer Besen mitnehmen, heißt es in der Aufforderung. Die Prominenten Barbara Rütting und Nina Hagen haben ihre Teilnahme angekündigt. Letztere will am Abend ein Benefizkonzert geben. Auf dem Fliegerhorst Büchel sind 20 US-Atombomben gelagert, die insgesamt einer Sprengkraft von 150 Hiroshima-Bomben entsprechen dürften schätzen die Veranstalter der Demonstration. Deutschland stelle mit den Tornado-Kampfflugzeugen des Jagdbombengeschwaders 33 das Trägersystem für die Atomsprengköpfe B 61 bereit.



Mehr Informationen unter:
 http://www.atomwaffenfrei.de/vor_der_eigenen_tuere_kehren/index.html



http://de.indymedia.org/2008/06/220925.shtml
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ManOfConstantSorrow

ZitatProtest gegen Atomwaffen in Büchel



Büchel (dpa) - Etwa 2000 Bürger haben in der Eifel gegen die wahrscheinlich dort gelagerten amerikanischen Atomwaffen demonstriert. Mit Plakaten mit Aufschriften wie "Waffenvernichtung statt Massenvernichtung" zogen sie vom Rande des Ortes Büchel zu einem Gelände am Fliegerhorst der Bundeswehr, wo Kundgebungen und ein Benefizkonzert auf dem Programm standen.

Die Demonstranten forderten den Abzug und die Vernichtung der Atomwaffen. Die Polizei war mit einigen Hundert Beamten im Einsatz. Einige Demonstranten hatten angekündigt, den Zaun zu dem Fliegerhorst überwinden zu wollen.

Mehrere Friedensinitiativen hatten zu der Demonstration unter dem Motto "Vor der eigenen Türe kehren" aufgerufen, nachdem im Juni ein Bericht über angebliche Sicherheitsrisiken in den meisten amerikanischen Atomwaffenlagern in Europa bekannt geworden war. Büchel im nördlichen Rheinland-Pfalz soll der letzte in Deutschland verbliebene Standort von amerikanischen Nuklearwaffen sein.

Kritische Soldaten fordern Gewissensprüfung

Nach Darstellung der Atomwaffengegner sind auf dem Fliegerhorst 20 Sprengköpfe gelagert. Offizielle Stellen bestätigen das aber nicht. Jedoch verweisen Beobachter auf indirekte Beweise. So stehe Büchel auf einer Liste der Standorte, die von amerikanischen Fachleuten für Nuklearwaffensicherheit besucht werden.

Jürgen Rose vom Darmstädter Signal, einem Zusammenschluss kritischer Bundeswehrsoldaten, rief die Soldaten in Büchel dazu auf, ihr Gewissen zu prüfen und mögliche Befehle zum Einsatz der Atomwaffen zu verweigern. "Für all jene Soldaten, die sich an der nuklearen Massenvernichtung beteiligen, gilt das bekannte Verdikt des scharfzüngigen Publizisten und leidenschaftlichen Pazifisten Kurt Tucholsky: Diese Soldaten sind Mörder." Die Rocksängerin Nina Hagen sagte, Deutschland müsse sich von den Atomwaffen trennen, um einen Anfang zu machen. Dann würden sich anderen anschließen, und es gehe "Schritt für Schritt ins Paradies".

Bevölkerung gegen Atomwaffen

Der Friedensaktivist und Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter sagte, die Bürger müssten sich wieder stärker in der Friedensbewegung engagieren. Einige Menschen glaubten anscheinend, dass Atomwaffen sie schützten. Dies sei falsch. "Atomwaffen sind Ausrottungswaffen. Sie können nur Leben ausrotten in einem unvorstellbaren Umfang", sagte er. Eine Umfrage des Forsa-Instituts Anfang Juli unter etwa 1000 Bundesbürgern habe ergeben, dass 84 Prozent der Deutschen für einen Abzug der Atomwaffen sei. Die deutschen Politiker beachteten diese Forderung aber nicht in ihrem Handeln.

Die Demonstranten reisten zumeist aus anderen Regionen Deutschlands an. Aus Büchel nahmen kaum Menschen teil. Wie Elke Koller vom Initiativkreis Büchel sagte, glauben viele Bürger, dass ihre Arbeitsplätze von den Atomwaffen im Fliegerhorst abhängig seien.
Die rheinland-pfälzische SPD-Landesregierung hatte im Juni mitgeteilt, die Lagerung amerikanischer Atomwaffen in Deutschland sei angesichts der heutigen Bedrohungslage nicht mehr gerechtfertigt. Sie betonte jedoch auch, dass das Jagdbombergeschwader in Büchel erhalten werden müsse, da es eine hohe Bedeutung für die Region habe.
http://www.fr-online.de/top_news/1586746_Protest-gegen-Atomwaffen-in-Buechel.html
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Lustig

Da regt man sich nun über andere Länder wie den Iran oder Nord Korea künstlich auf.
Selber aber will mann auf den Dreck vor seiner Türe nicht verzichten.
Anscheinend gibt es friedliche und terroristische  Atombomben.
Jeder sollte den Müll vor seiner eigenen Tür erst einmal weg kehren, bevor er auf andere zeigt.
Wer auf Massenvernichtungswaffen nicht verzichtet, braucht auch nicht von Frieden und Demokratie sowie Abrüstung zu predigen.
Was will man eigentlich damit verteidigen?
Rohstoffe besitzt Deutschland nicht, und die Deutschen Politiker kann keiner gebrauchen. Hartz IV will auch kein anderer auf der Welt.
Was zu verteidigen ist könnte man also auch im Rucksack heim tragen.


Lustig

ManOfConstantSorrow

Büchel/Cochem (ddp-rps). Ein kleines Zeltdorf steht seit drei Wochen auf einer Wiese nahe dem Fliegerhorst des 33. Jagdbombergeschwaders der Bundeswehr in Büchel. Es ist das Basislager für rund 50 Friedensaktivisten, die mit Mahnwachen, Straßentheater und demonstrativen Aktionen an der Kaserne gegen die dortige Lagerung von rund 20 Atombomben protestieren. Den Abschluss der Protestaktionen soll eine große Kundgebung vor dem Haupttor des Fliegerhorstes am Gedenktag des Atombombenabwurfes der US-Luftwaffe auf die japanische Stadt Nagasaki (9. August 1945) bilden. Unter dem Motto «Vor der eigenen Tür kehren - unsere Zukunft atomwaffenfrei» werden dazu mehrere hundert Demonstranten erwartet.

«Wir gehen davon aus, dass Büchel der letzte Atomwaffenstandort in Deutschland ist und dass dort amerikanische Bomben des Typs B-61 lagern», sagt die Koordinatorin der Aktionen, Marion Küpker, von der «Gewaltfreien Aktion Atomwaffen Abschaffen» (GAAA). Die Demonstranten fordern nicht nur den Abzug der Bomben, sondern auch den offiziellen Verzicht Deutschlands auf die sogenannte «Nukleare Teilhabe» in der NATO, nach der deutsche Tornado-Piloten im Ernstfall amerikanische Atomwaffen an Bord nehmen und einsetzen könnten.

Am System der Nuklearen Teilhabe beteiligen sich nach Kenntnis des Berliner Informationszentrums für Transatlantische Sicherheit (BItS) in der NATO neben Deutschland nur noch die Niederlande, Belgien und Italien. Der Abzug der Bomben aus der Eifel wird laut BItS-Chef Ottfried Nassauer auf Bundesebene auch von der FDP, den Grünen, der Linkspartei und einzelnen SPD-Politikern gefordert.

Die Lagerung von Atombomben in Büchel gilt als offenes Geheimnis - trotz fehlender offizieller Bestätigung deutscher und amerikanischer Behörden. Der Standort des Jagdbombergeschwaders ist deshalb bereits seit mehr als elf Jahren Ziel von Protesten. «Mit den diesjährigen Protesten wollen wir die Bundeswehr etwas verunsichern, die Bevölkerung gewinnen und Druck auf die Politiker im Vorfeld der Bundestagswahl ausüben», erklärt Küpker.

Jeden Morgen gegen 6.30 Uhr - dem Dienstbeginn der Soldaten auf dem Fliegerhorst - ziehen die Atomwaffengegner vom Camp vor das Tor der Kaserne, um eine Mahnwache abzuhalten. Auf Fahrten durch die umliegenden Dörfer verbreiten sie ihre Abzugsforderungen per Megaphon. Die Reaktionen in der Bevölkerung im Großraum Büchel seien sehr unterschiedlich, sagt Carsten Orth, der das Camp mit aufgebaut hat. Einige fürchteten um Arbeitsplätze in der Region, wenn die Atomwaffen und mit ihnen die Bundeswehr abziehe, andere hätten Zustimmung signalisiert.

Auch in Städten wie Mainz, Trier, Koblenz und Mayen versuchen die Friedensaktivisten die Bevölkerung zu sensibilisieren. Mit einem Straßentheater zum Thema «Overkill» wollen die Friedensinitiativen der Eifel die Menschen zur Teilnahme an der Abschlussdemonstration am 9. August in Büchel bewegen.

Bei der Demonstration vor der Hauptkundgebung werden unter anderem die Schauspielerin und Friedensaktivistin Barbara Rütting, die Trägerin des rheinland-pfälzischen Friedenspreises 2009, Elisabeth Bernhard, sowie Vertreter der Aktion «Darmstädter Signal» und weiterer Friedensinitiativen als Redner auftreten. Am Vorabend soll zudem ein Rockkonzert gegen Atomwaffen mit mehreren Bands vor den Toren des Fliegerhorstes stattfinden.

Bei der Bundeswehr gibt man sich angesichts des Protestpotenzials gelassen. Der Dienstbetrieb sei nicht gestört, sagt der Sprecher der 2. Luftwaffendivision in Birkenfeld, Hauptmann William Damerius. Man sei vorbereitet auf eventuelle Störungen und habe für das Konzert und die Demonstration am Nagasaki-Gedenktag zusätzlich Feldjäger angefordert.

(ddp)

Url zum Artikel: http://www.ad-hoc-news.de/protest-gegen-atomwaffen-am-bundeswehrfliegerhorst-in--/de/Politik/20397865
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ManOfConstantSorrow


Protest vor CDU-Zentrale gegen Atomsprengköpfe in Deutschland


Mit einer Aktion vor der CDU-Parteizentrale in Berlin will die Kampagne «Unsere Zukunft atomwaffenfrei» am kommenden Dienstag (1. September) gegen die Lagerung von US-Atomsprengköpfen in Deutschland protestieren. Die Union halte als einzige Partei an den letzten rund 20 in Büchel (Rheinland-Pfalz) stationierten Atomwaffen fest, teilte ein Sprecher des Bündnisses am Dienstag mit.

Mit dem Protest anlässlich des Antikriegstages am 1. September solle kurz vor der Bundestagswahl Druck auf die CDU ausgeübt werden. Die Aktiven wollen in speziell angefertigten Kostümen die Waffen mit dem Besen aus Deutschland hinauskehren.

Die Gefahr der derzeitigen atomaren Bedrohung ist nach Angaben des Bündnisses auch das Thema des «Weltweiten Marsches für Frieden und Gewaltfreiheit», der am 2. Oktober 2009 in Neuseeland startet und am 2. Januar 2010 in Argentinien endet. Zum ersten Mal in der Geschichte werde ein internationales Team in 90 Tagen über 120 Städte auf allen Kontinenten besuchen, um für sofortige nukleare Abrüstung zu werben. Das Team von «Welt ohne Kriege» wird am 6. und 7. November 2009 Berlin erreichen und an verschiedenen Friedensveranstaltungen teilnehmen.

http://www.berlinonline.de/aktuelles/berlin/detail_ddp_2511969060.php
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counselor

ZitatBÜCHEL - Geburtstagsfeier - Protestaktionen gegen nukleare Aufrüstung und Atomkrieg - Vertiefende Diskussionen

Das Camp der Internationalen Ärzte gegen Atomkrieg (IPPNW) und der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) startete am letzten Dienstag vor den Toren des Atomwaffenstützpunkts im rheinlandpfälzischen Büchel. In Büchel sind etwa 20 US-Atombomben stationiert.

Quelle: https://www.rf-news.de/2022/kw27/geburtstagsfeier-protestaktionen-gegen-nukleare-aufruestung-und-atomkrieg-vertiefende-diskussionen-1
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

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