Meuterei, Putschversuch in Rußland?

Begonnen von Kuddel, 13:10:04 Sa. 24.Juni 2023

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Kuddel

Was ist da los?
Es beweist ja, daß nichts für ewig ist und auch Machtstrukturen, die als unerschütterbar gelten, ins Wanken geraten können.
Alles kann sich schneller verändern als man denkt.
Prigoschin statt Putin?
Ein Arsch ersetzt einen anderen. Mir egal.

Was mich nervt ist die Vorstellung, daß diese Entwicklungen im Sinne des Pentagons sein könnten. Blackrock will nicht nur die Ukraine übernehmen, man hat schon Pläne für das große Rußland in der Schublade.

Ferragus

Wagner scheint zu improvisieren, gut vorbereitet war der Putschversuch jedenfalls nicht, sonst wäre er überrumpelnd in der Hauptstadt losgebrochen. die zeit spielt für Putin, der noch viele Machtmittel in der Hand hat. Die frage ist jetzt: wie wirkt sich das auf die Frontsoldaten aus, gehen sie heimwärts? Und was passiert in den Großstädten unter den einfachen Leuten.

götzb

Ich hoffe mal der Koch bewirkt das der größere Müll in die Tonne gekippt wird.
Und auch es zur Beendigung des verschissenen Krieges kommt.
Denn gerade das wäre auch im Sinne von Russland.

Das man auch an Prigoschin mal was positives erkennen darf.  ;D

Sabotage als legitimes Mittel gegen Zwangsarbeit und Niedriglohn.

Hosenscheisser

Russland hat gerade einen Bürgerkrieg.

counselor

Ich mag weder Putin noch Prigoschin. Meiner Meinung nach beides Faschisten.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Frauenpower

Mir ist es nicht egal, ob ein Arsch einen anderen ersetzt.
Ich finde es krass, dass die Wagner Gruppe eine Stadt besetzt, dort, wo ein Stützlager der russischen Armee sein soll.
Gespannt, was jetzt weiter geschieht.

Ich höre gerade, dass es die "Moral" russischer Soldaten schwächen könnte, wenn diese erführen, was in Russland geschieht was die "Moral" der ukrainischen Soldaten stärken könnte. Aber der Krieg ginge in der Ukraine weiter.
(Tagesschau)

Hosenscheisser

Zitat von: Frauenpower am 15:46:33 Sa. 24.Juni 2023Mir ist es nicht egal, ob ein Arsch einen anderen ersetzt.
Ich finde es krass, dass die Wagner Gruppe eine Stadt besetzt, dort, wo ein Stützlager der russischen Armee sein soll.
Gespannt, was jetzt weiter geschieht.

Ich höre gerade, dass es die "Moral" russischer Soldaten schwächen könnte, wenn diese erführen, was in Russland geschieht was die "Moral" der ukrainischen Soldaten stärken könnte. Aber der Krieg ginge in der Ukraine weiter.
(Tagesschau)
Natürlich wird die Moral der russischen Armee geschwächt.
Für einen sinnlosen Krieg sein Leben zu lassen ist halt nicht so toll.

Nikita

Die Wagner-Truppen haben viel Material gebunkert und skrupellos wie effektiv Geländegewinne für Russland erreicht. Bei einem Vormarsch sollen zu 90 % entlassene Gefangene verheizt worden sein.
Für Putin ist der Bruch eine Katastrophe und massive Schwächung. Nach eigenen Aussagen wollen sie bis Moskau marschieren. Vielleicht kapern sie unterwegs Atomwaffen, die sie aber nicht einfach einsetzen können.
Es kann den Krieg verkürzen, was nicht heißt, dass danach etwas besser wird.
Wie es weitergeht ist reine Spekulation.

Frauenpower

@ Hosensch*:niemand soll von mir aus im Kampf sein.

https://orf.at/stories/3321501/
ZitatAnkara: Putin muss mit Vernunft handeln
Das türkische Präsidialamt bestätigte das Telefonat. Erdogan habe Putin aufgefordert, mit Vernunft zu handeln, erklärte das türkische Präsidialamt. Erdogan habe Putin mitgeteilt, dass die Türkei bereit sei, ihren Teil zu einer friedlichen Lösung der Situation beizutragen.

Wie soll so eine friedliche Lösung aussehen?

counselor

ZitatWIDERSPRÜCHE INNERHALB DER HERRSCHENDEN KLASSE - Faschistischer Putschversuch gegen Putin-Regime

In Russland eskaliert der Machtkampf zwischen dem faschistischen Staatspräsidenten Wladimir Putin und der offiziellen russischen Armee einerseits und dem gleichfalls faschistischen Chef der paramilitärischen Wagner-Gruppe andererseits und damit den dahinter stehenden Monopolen bzw. Oligarchen.

Quelle: https://www.rf-news.de/2023/kw25/faschistischer-putschversuch-gegen-faschistisches-putin-regime
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Onkel Tom

Der Wagner-Trupp hat seine Tournee nach Moskau abgebrochen.
Der Belarussiche OberIndianer soll sich eingemischt haben und 200km vor
Moskau machten die Soldaten wieder Hacken kehrt Richtung Ukraine..
(Erkentnisse durch Info aus D-TV Tagessau 22 Uhr)
Lass Dich nicht verhartzen !

Nikita

Offensichtlich alles eine Frage der Verhandlungsmasse.

CubanNecktie

War wohl in meinen Augen nur ein Fake-Putsch und man wollte halt schauen, wer loyal zu Putin steht?! Oder wollte Schwäche Vortäuschen, damit die Ukraine in eine Falle tappt?! Ist nur meine Meinung.
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Frauenpower

Vielleicht ist Prigoschin aber auch Geld vom Präsident aus Belarus zugesagt worden, wenn er abbricht. Ob Prigoschins Söldner, falls dem so ist auch was erhalten, ist ungewiss. Wahrscheinlich nicht.

CubanNecktie

Ja, man kann nur spekulieren, auch wurden mit der Aktion Truppen verlegt. Mal sehen, was demnächst passiert. Für meine Augen ein aufwendiges Täuschungsmanöver.
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Nikita

Im Gegensatz zu ein paar Reichen in einer Büchse, die sich zum letzten Mal gelangweilt haben, war das wenigstens die Nachrichten wert.

Frauenpower

Das "Rebelliönchen" ist Thema im ARD Presseclub - für die, die es interessiert.

CubanNecktie

Vielleicht doch kein Fake Putsch?! Gefunden bei Alexander Kalex
ZitatVorbemerkung: Es gefällt mir ganz und gar nicht, dass der Tod der gestern von Wagners ermordeten russischen Soldaten wohl nicht gesühnt werden wird. Aber es gab wohl keine andere Wahl, um Schlimmeres zu verhindern. Soll Prigoschin in der Hölle schmoren. Der Feindsender schreibt:
Aufräumen und Gott danken: Russland am Tag nach der Wagner-Meuterei
Am Morgen nach der Wagner-Meuterei überwiegen in Russland die Erleichterung und das Aufatmen über den glimpflichen Ausgang. Die politischen Analysen behält man den kommenden Wochen vor. Getrübt wird die Erleichterung dadurch, dass im Zuge der Meuterei offenbar mehrere Piloten und im Flugzeug transportierte Soldaten getötet wurden.
Einen Tag nach der Meuterei der "Wagner"-Söldner, die durch Vermittlung des weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko abgebrochen wurde, hat in den von ihr betroffenen Gebieten Russlands die Rückkehr zur Normalität begonnen.

Die gestern verhängten Einschränkungen werden nach und nach aufgehoben, die gewohnten Verkehrsverbindungen, die am Sonnabend unterbrochen wurden, funktionieren wieder weitgehend und Tiefbauunternehmen haben mit der Wiederherstellung des zerstörten oder beschädigten Straßenbelags begonnen.

Der Gouverneur des Gebiets Woronesch, Alexander Gussew, hat am Morgen bestätigt, dass die Einheiten von Wagner die Region verlassen. Dies verlaufe nach seinen Angaben "normal und reibungslos". Alle Busbahnhöfe in Woronesch seien normal in Betrieb, die Busse verkehren planmäßig, teilte die Gebietsregierung mit. Der Zugverkehr war auch gestern nicht betroffen.
Ähnlich sieht es im Gebiet Lipezk aus: Auch hier teilten die örtlichen Behörden mit, dass alle Busverbindungen wieder planmäßig bedient werden. Die Autobahn M4 sei jedoch noch nicht durchgängig befahrbar.

Unklar ist, wie viele Opfer unter den Militärangehörigen der gestrige Tag forderte. Kriegsreporter und Militärblogger berichten von mehreren durch die Wagner-Söldner abgeschossenen Hubschraubern und belegen dies teilweise mit Fotos. Zum Schicksal der Piloten gibt es keine Angaben.
Berichtet wird außerdem der Abschuss eines IL-22-Transportflugzeugs. Der Militärexperte Boris Roschin schreibt dazu, Prigoschin habe hierzu gesagt, die IL-22 sei "von einem Dummkopf" versehentlich abgeschossen worden, und habe den Familien der getöteten Piloten und Soldaten 50 Millionen Rubel Entschädigung angeboten. In dem Flugzeug seien nach Informationen von Roschin zehn Menschen ums Leben gekommen.

In den Militärblogs und Kommentarspalten großer Medien überwiegen das Aufatmen und die Erleichterung, dass ein größeres Blutvergießen mit Potenzial zu einem Bürgerkrieg vermieden werden konnte. Auch wird häufig die Meinung geäußert, dass man die Entwicklungen der nächsten zwei Wochen abwarten müsse, bevor man die politischen Folgen der Meuterei abschätzen könne.
In Moskauer Kirchen wurden am Morgen während der Liturgien Dankgebete für die Abwendung des Blutvergießens dargebracht.

https://www.facebook.com/profile.php?id=100088398641970
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krapotke

Zitat von: Nikita am 11:42:22 So. 25.Juni 2023Offensichtlich alles eine Frage der Verhandlungsmasse.

Diese Erklärung halte ich auch für die aktuell wahrscheinlichste. Söldner- und militärische Dienstleistungsfirmen sind ein Geschäftsmodell, um Profite zu erwirtschaften. Ich denke, dass Prigoschin seine wirtschaftlichen Interessen durch die Bestrebungen des Kreml, seine Truppen in die russischen Streitkräften zu integrieren, massiv bedroht sah. Ich vermute,  er wollte seine Trümpfe ausespielen, solange er sie noch in der Hand hatte. Offenbar scheint der Deal unter Vermittlung von Lukaschenka, die Bedürfnisse von Prigoschin hinreichend befriedigt zu haben.

Ich glaube nicht, dass er seine Truppen aus humanistischen Motiven (um Blut zu sparen) zurückgerufen hat, sondern weil ein weiteres Vorstoßen sich für ihn nicht gerechnet hätte.

Das ganze hat für mich eher etwas von bewaffneten Auseinandersetzungen krimineller Banden, als von politisch bzw. idiologischen Gruppierungen. Ob sich die Aktion für Prigoschin persönlich langfristig lohnt, wird sich zeigen.
,,Das habe ich getan" sagt mein Gedächtnis. "Das kann ich nicht getan haben" sagt mein Stolz und bleibt unerbittlich. Endlich gibt das Gedächtnis nach.        Friedrich Nietzsche

counselor

ZitatDer gescheiterte Putsch in Russland: Ursachen und Folgen

Ein Putschversuch unter der Führung von Jewgeni Prigoschin, dem Chef der russischen Söldnertruppe Wagner, ist am Samstagabend gescheitert. Im Rahmen einer vom weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko vermittelten Vereinbarung hat Prigoschin Russland verlassen, und der russische Geheimdienst (FSB) hat die gegen den Wagner-Führer eingeleiteten Ermittlungen wegen Meuterei eingestellt. Unbestätigten Berichten zufolge wurde außerdem vereinbart, dass Verteidigungsminister Schoigu ebenso wie der Vorsitzende des Generalstabs Waleri Gerassimow abgesetzt und die Wagner-Gruppe nach Afrika verlegt wird.

Quelle: https://www.wsws.org/de/articles/2023/06/25/pers-j25.html
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel


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