DLF

Begonnen von Kuddel, 13:48:28 So. 30.August 2009

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Wanderratte

Zitat von: Kuddel am 08:46:11 Sa. 24.August 2024Ich stehe auf guten Journalismus, der immer schwerer zu finden ist.
Das sehe ich auch so. Doch nur wenn ich mich mit einem Thema bereits beschäftigt habe und eine Meinung dazu habe, kann ich realistisch einschätzen, ob es sich um guten Journalismus handelt oder nicht. Okay, ich kann erkennen, ob der journalistische Stil gut ist. Ich kann auch erkennen, ob die Grundprinzipen der journalistischen Darstellungsformen eingehalten werden, usw. Das alles sagt aber noch nichts über das Inhaltliche aus, was die Situation mit dem mangelhaften Journalismus nochmals besonders problematisch macht, da nicht immer sofort durchschaubar.


Zitat von: Kuddel am 08:46:11 Sa. 24.August 2024Ich kritisiere öffentlich rechtliche Medien, nicht weil ich sie abschaffen will, sondern weil ich die Nischen für guten Journalismus erhalten möchte.
Ja, die öffentlich rechtlichen Medien sollte man unbedingt kritisieren, gerade wenn man weiterhin guten Journalismus möchte. Da man Gebühren zahlen muss, kann der Konsument nicht einfach weglaufen, was zur Folge hat, dass die öffentlich rechtlichen Medien ihr eigenes Ding machen können. Okay, sie müssen sich zwar an gewisse Grundsätze halten, dass diese jedoch sehr einfach umschifft werden können, konnte man am obigen Beispiel mit dem unfähigen Interviewer sehr gut sehen.

Private Medien stehen da schon mehr unter Druck, da sie auf Werbeeinnahmen angewiesen sind. Meist sind es wohl die Einschaltquoten, die dann vorrangig interessieren. Diese stehen jedoch zumeist nicht mit gutem Journalismus im Zusammenhang, was alles noch viel schlimmer macht. Guter Journalismus interessiert dann nämlich noch weniger. Deswegen besser die Nischen für guten Journalismus erhalten!


Zitat von: Kuddel am 08:46:11 Sa. 24.August 2024Diese komischen Pro-Demokratie Demonstranten hätten ja die Verbesserung der Medien fordern können, statt die Medienkritik allein den Querdenkern und anderem rechten Gesocks zu überlassen.
Ja, das ist leider nicht geschehen. Ich hatte sowieso den Eindruck, dass es bei diesen komischen Pro-Demokratie-Demos sowieso kaum um echte Inhalte ging. Von daher passt es doch, wenn die berechtigte Medienkritik dort ignoriert wurde. Ich fand alles sehr oberflächlich. Meiner Meinung nach ging es wohl eher um einen Hype, der künstlich produziert und hochgepusht wurde. Mittlerweile hört man so gut wie nichts mehr von diesen Demos.

counselor

ZitatIch hatte sowieso den Eindruck, dass es bei diesen komischen Pro-Demokratie-Demos sowieso kaum um echte Inhalte ging. 

Diese Demokratie-Demos waren eine Reaktion auf die "Remigrationspläne" der Faschisten bzw der AfD. Da war sehr viel Empörung und Spontanität dabei. Um Medienkritik ging es dabei nicht. Aber es zeigte sich, dass viele Menschen diese faschistischen Deportationspläne ablehnen.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

Bei mir läuft oft der Deutschlandfunk.
Heute:

6:05 Nikolaus Blome kommentiert das "Manifest" der SPD.

Nikolaus Blome ist ein übler Hetzer aus dem Springer-Konzern (dann Spiegel, macht aber keinen Unterschied) und ein Nato Sprachrohr.

06:50 Konflikt Israel-Iran: Rolle der USA. Interview Cathryn Clüver-Ashbrook
Cathryn Clüver-Ashbrook?? Sie leitet das Deutsch-Amerikanische Zukunftsforum, Expertin für transatlantische Beziehungen, Young Leader der Münchener Sicherheitskonferenz, Bertelsmann Stiftung.
Bertelsmann Stiftung??
https://forum.chefduzen.de/index.php?topic=6735.0

Kuddel

Da ich so oft den DLF bei mir laufen habe, rege ich mich hier auch oft über den Sender auf.

Am Montag läuft immer die Anrufsendung zu oftmals interessanten Themen. Normalerweise ist am Studio eine Überzahl an Vertretern wirtschaftsfreundlicher oder staatstragender Meinung und ein Feigenblatt mit anderer Sicht auf die Dinge.

Heute ist es wieder besonders fies. Es fängt beim Thema an:

"Freiwilliger Wehrdienst oder Wehrpflicht: Was braucht es zur Verteidigungsfähigkeit?"

Die "Verteidigungsfähigkeit" wird als Grundvoraussetzung genommen und man darf nur noch über das "wie" reden?

Doch im Moment der Verteidigung ist bereits alles vorbei, was akzeptabel ist. Es ist scheißegal, wer bei der Auseinandersetzung gewinnt, die "Verteidigung" selbst macht das Leben zur Hölle. Punkt. Und kommt mir nicht mit, die "Verteidigungsfähigkeit" verhindert die militärische Auseinandersetzung. Und wenn nicht!?! Je mehr alle Seiten hochrüsten, nur zur "Verteidigung", desto mehr ist der Frieden in Gefahr!

Die Zusammensetzung der Studiogäste spricht für sich:
Falko Droßmann, SPD, Obmann im Verteidigungsausschuss und verteidigungspolit. Sprecher, Thomas Erndl, CSU, verteidigungspolit. Sprecher, Mitglied im Verteidigungsausschuss, Niklas Wagener, B90/GRÜNE, Mitglied im Verteidigungsausschuss.

Wahrscheinlich ist der Grüne als Feigenblatt-Gegenstimme gemeint. Doch die Grünen sind kriegsbegeisterter als die anderen Parteien zusammen.

Am Mikrofon: Dirk-Oliver Heckmann, der für seine staatstragende Haltung berüchtigt ist.

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