Aufruf zumTelekom Protest

Begonnen von hannesmeier, 19:47:45 Mo. 19.März 2007

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hannesmeier

Hallo zusammen,

ich hoffe mal, ich habe die richtige Rubrik getroffen. Es wird zur Aktion gegen den Telekom Jobabbau aufgerufen. Ich weiß, wir müssen gerade alle eine Suppe auslöffeln, die uns nicht schmeckt. trotzdem sollten wir endlich denen da oben zeigen, dass wir gemeinsam zusammen stehen. erheben wir unsere stimme!

hier das video, dass zum protestaufruf.
http://www.youtube.com/watch?v=Thqm6fZ6l7Y ich finde, diese sache sollten man unterstützen. wer will, kann das video also gerne weiterverbreiten, verschicken und posten.


vielen dank im voraus. die telekom arbeitnehmer werden sich freuen.

hannes

Hartzhetzer

Ich habe mir dein Video angeschaut, recht habt ihr!!!
Kannst du aber die Mailadresse nochmal extra reinsetzen, dann schreibe ich den Typ auch ne EMail, Versprochen  :D


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Erwerbsarbeit und Arbeitslosigkeit ist wie Medizin, sie muss bitter schmecken damit sie wirkt.
Die Nazis vollzogen auf ihre Weise, was die Sozialdemokratie sich immer erträumt hatte: eine »ordentliche Revolution«, in der alles ganz anders wird, damit alles so bleiben kann, wie es ist.

Zitat Schwarzbuch Kapitalismus Seite 278

koko

Hier für alle, die wie ich, das Video nicht ansehen können:

presse@telekom.de


Der Protest des Telekom-Mitarbeiters "hannesmeier" ist speziell gegen diesen Herrn gerichtet:

René Obermann


Heuschrecke als Nachfolger
Kai-Uwe Ricke gibt den Chefposten bei der Telekom an René Obermann weiter - eine "Heuschrecke", wie die Kommentatoren der deutschen Tageszeitungen finden. Ein maßgeblicher Impuls, der den Konzern wieder nach vorn bringt, wird nicht erwartet.
Quelle: http://www.ftd.de/meinung/kommentare/131075.html


..bestellte der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom ihn [René Obermann] mit Wirkung zum 13. November 2006 zum neuen Vorstandsvorsitzenden....

...Früher galt Obermann als der Prototyp des jungen und dynamischen, teilweise etwas arroganten Managers. ,,Er ist ein Kapitalist aus dem Bilderbuch", schreibt die ,,Wirtschaftswoche" Ende der 80er Jahre.[3] Obermanns Spitzname lautet seitdem "Bulldozer", doch neben seiner starken Durchsetzungskraft nahm er auch diplomatische Gepflogenheiten an und gilt als fairer Vorgesetzter. Neben großem Fleiß zeigte Obermann auch Interesse an der Lektüre des "Telekom-Hasserbuchs" [4] und sei danach anonym zu verschiedenen T-Punkten gefahren, um Servicemängel selbst zu überprüfen.[5] Seit 12.März 2007 ist Obermann Mitglied des BITKOM-Präsidiums.[6].
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Rene_Obermann

ManOfConstantSorrow

13.000 Telekomler opferten einen Teil ihrer Freizeitansprüche und haben am 28.2.2007 vor der Zentrale in Bonn demonstriert. Das war eine der größten Demonstrationen. Der Tag hat gezeigt, den Beschäftigten bei der Telekom reicht es und sie sind bereit zu kämpfen.


http://www.netzwerk-verdi.de/fileadmin/Material/magentat10.pdf
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

hannesmeier

Super, dass das Video hier gleich Unterstützung findet!

Die oben angegebene Email-Adresse ist richtig. Ihr dürft auch gerne den Link weiterverbreiten ;)

Gemeinsam werden es denen schon zeigen. Da richtet sich nicht nur an die Telekom, sondern an alle Arbeitgeber, die meinen, uns ausnutzen zu können.

Beste Grüße
Hannes

Hartzhetzer

So, ich habe mein Versprechen gehalten und habe der Bude eine Mail geschickt:

ZitatSehr geehrter Herr René R. Obermann

Wie würden Sie es denn finden als verheirateter Vater zweier Töchter Arbeitslos zu werden?
Leute wie Sie, die Kaltblütig  32.000 Arbeitsplätze vernichten müsste man sofort und fristlos kündigen.
Außerdem wurde den Arbeitern der Telekom mit dem bestehenden Beschäftigungspakt schon massiv ins Portemonnaie gegriffen, indem diese durch Lohnverzicht ihren Beitrag dafür geleistet haben, dass es dem Unternehmen jetzt wieder besser geht.
Leute wie Sie, die am meisten davon Profitieren wenn es der Telekom gut geht, besitzen nun noch die Frechheit, die zu entlassen deren Verdienst es in Wirklichkeit war.
Wie bezeichnet ihr einfache Bürger dieses Landes immer so gern?
Als Schmarotzer und Besitzstandswahrer, die nicht bereit sind 120 % Leistung für ihre Firma zu bringen. Da wird von Menschen gesprochen die nicht flexibel und belastbar genug sind.
Jedoch, wenn es um eueren privaten Geldbeutel geht, wollt ihr von dem was ihr anderen ratet nichts mehr höhren.
Im Schnitt sind doch Leute wie Sie dafür verantwortlich, wenn es einer Firma schlecht geht und nicht die Belegschaft Herr René R. Obermann. Weil Sie es doch unter anderem sind, der sich kräftig an den Gewinnen der Telekom bedient.

Das einzige was ich Ihnen für ihre Zukunft wünschen kann ist Hartz IV, eine monatliche Sozialleistung von ca. 1000€ für Sie und ihre Familie würde Ihnen bestimmt helfen Ihre Gesinnung zu überdenken.

Mit freundlich Grüßen verabschiedet sich hiermit jemand von Ihnen, der durch Leute wie Sie überflüssig geworden ist.
Die Nazis vollzogen auf ihre Weise, was die Sozialdemokratie sich immer erträumt hatte: eine »ordentliche Revolution«, in der alles ganz anders wird, damit alles so bleiben kann, wie es ist.

Zitat Schwarzbuch Kapitalismus Seite 278

hannesmeier

Der Telekom-Mitarbeiter Lutz P. hat dem Management einen Protest-Brief geschrieben, der es echt in sich hat! Nach großer Zustimmung unter den Mitarbeitern, hat er bereits die Presse erreicht. Wir sind auf dem richtigen Weg! Wir müssen jetzt nur noch von außen den Druck erhöhen.

Weiter so!!


ZitatSehr geehrter Herr Obermann, Herr Höttges und Herr Welslau,

sehr geehrte Herren in den Vorstands etagen,

durch Ihre wiederholten Mitarbeiterbriefe verschiedenen (und letztlich doch gleichen) Inhalts haben Sie mich zum Schreiben dieses Briefes motiviert. Im Laufe dieses Briefes werde ich »sie« kleingeschrieben verwenden, weil ich nicht immer Sie (persönlich) meine, sondern viele Manager, Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder, die für unser Unternehmen verantwortlich sind und waren.

Letzter Auslöser war ihre wiederholte Forderung, bei uns Mitarbeitern eine größere Bindung zum Unternehmen zu erzeugen. Dazu kann ich ihnen nur erwidern, daß ich und die meisten meiner Kollegen im kleinen Finger mehr Unternehmensbindung haben als ihre ganze Führungsriege zusammen. Ich werde ihnen auch sagen, warum.

Diese Telekom ist und war immer mein Leben. Ich habe mein Berufsleben hier begonnen und wollte es auch hier beenden. Ich habe gesehen, wie aus der Post die Telekom und aus Teilnehmern Kunden wurden, aber leider auch, wie aus unserer Firma, in der jeder für jeden da war, ein Unternehmen geschaffen wurde, in dem jeder nur noch an sich denkt (denken muß); wo jeder Unternehmensteil nur noch versucht, den eigenen Bereich sauberzuhalten und aus den anderen Teilen soviel wie möglich abzuschöpfen, auch wenn dort viel größere Lücken gerissen werden, als jemals wieder zu stopfen wären. Ich habe erlebt, wie aus uns Mitarbeitern Humankapital wurde und wie wir alle nur noch als Kostenfaktoren angesehen werden, von denen man sich – so schnell es nur geht – trennen muß und will.

Sie und ihre Vorgänger jedoch geben sich im Vorstand die Klinke in die Hand; sie kommen und gehen. Von Unternehmensbindung kann hier wohl kaum die Rede sein. Sie kommen, strukturieren um, und das mit einer Arroganz und Selbstherrlichkeit, ohne auf warnende Hinweise zu hören, daß sich so die Qualität und die Zuverlässigkeit nicht mehr halten lassen kann, geschweige denn besser wird. Es kümmert sich auch niemand von ihnen um die Folgen ihrer Entscheidungen. Sie ziehen mit vollgestopften Taschen weiter, um im nächsten Unternehmen das Gleiche zu tun, und sie hinterlassen skrupellos einen immer größer werdenden Scherbenhaufen.

Wenn wir, die wir immer gute, kompetente und hochmotivierte Arbeit geleistet haben, immer die Wünsche der Kunden zu erfüllen wußten und wir lange Zeit das mit Abstand beste Kommunikationsunternehmen waren und uns dann von ihnen sagen lassen sollen, daß wir zu schlecht, zu teuer, nicht motiviert, faul und unproduktiv seien, dann steigt ob dieser Unverschämtheit eine ungeahnte Wut in uns auf.

Doch als wenn es ihnen nicht reicht, uns so zu beleidigen, verbreiten sie das auch noch in aller Öffentlichkeit und fügen so unserem Ansehen und somit natürlich auch unserem Aktienkurs einen immensen Schaden zu. Sie beschmutzen rücksichtslos das eigene Nest, nur um kurzfristig ihre (oder wessen auch immer) Abbau- und Auslagerungspläne durchsetzen zu können und von den Fehlern ihrer Vorgänger abzulenken. Das ist eine Unglaublichkeit sondergleichen und ein Vertrauensbruch, der durch nichts zu entschuldigen und wiedergutzumachen ist.

Sie vermissen Respekt in diesem Brief? Wem gebührt denn Respekt? Uns Mitarbeitern, die wir uns unser Leben lang für die Telekom und unsere Kunden engagiert haben, die wir immer und immer wieder unser Privatleben den Interessen der Telekom und der Kunden untergeordnet haben und dies noch tun? Uns, die wir die Telekom zum besten, kompetentesten, kundenfreundlichsten und leistungsfähigsten Kommunikationsunternehmen gemacht haben?

Oder erwarten sie allen Ernstes Respekt dafür, was sie und ihre Vorgänger uns und unserer Telekom angetan haben?

Sie und ihre Vorgänger haben uns im Laufe der letzten Jahre immer mehr Fesseln angelegt, sie haben uns funktionierender Werkzeuge beraubt und uns blind gemacht, indem sie uns Systeme aufgezwungen haben, die nicht die Arbeit erleichtern, sondern nur die Kontrolle verbessern, dafür aber massiv die Effektivität einschränken. Sie haben die interne und die externe Kommunikation zerstört, indem sie funktionierende Rufnummern und Hotlines rigoros abgeschaltet und durch nicht funktionierende Sammelnummern und unsinnige Überlaufkonzepte ersetzten, und sie haben so die interne und externe Erreichbarkeit gegen Null gefahren. Sie haben massiv Wissen, Kompetenz und Arbeitsplätze an Stellen vernichtet, wo das alles unverzichtbar war, indem sie durch Umstrukturierung hochqualifizierte Mitarbeiter in gänzlich neue und unbekannte Arbeitsbereiche oder nach Vivento (Auffanggesellschaft – d. Red.) versetzt haben oder sie zum Vorruhestand, zur Altersteilzeit oder einer Abfindung »überredet« haben.

Ihre Vorvorgänger haben (natürlich wieder entgegen aller Warnungen der Fachleute) durch die Schließung Hunderter T-Punkte und den Abbau Tausender qualifizierter Mitarbeiter diese kompetenten Schnittstellen zum Kunden vernichtet und unsere Kunden so in Scharen in die Arme unserer Konkurrenz getrieben, und jetzt rühmen sie sich mit der Schaffung neuer T-Punkte und der Einstellung von ein paar hundert neuen Kräften, jetzt, wo das Kind längst in den Brunnen gefallen ist, wo wir viele Kunden längst verloren haben. Halten Sie uns wirklich für so dumm, daß wir ihnen dafür Anerkennung zollen?

Es wurde weiter (mit der gewohnten Überheblichkeit und wieder gegen alle Warnungen) an der Serviceannahme – der zweiten direkten Schnittstelle zum Kunden – Personal in Größenordnungen abgebaut, sodaß die Abfragewerte auf die schlechtesten Werte sanken, die jemals zu verzeichnen waren. Die billige Lösung war, unmotivierte und unwissende externe Kräfte mit keinerlei Firmenbindung (!) an Stelle der vorher gründlich »entfernten« Kollegen zu setzen und sich dann über das immer größer werdende Chaos und immer unzufriedenere Kunden zu wundern.

Nun wollen sie mit dem Service auch noch die dritte direkte Schnittstelle zu unseren noch verbliebenen Kunden kastrieren, auch hier wieder massiv Personal reduzieren und den Rest mit weniger Gehalt und längeren Arbeitszeiten zu besserem Service motivieren.

Wo das hinführt, liegt wieder einmal auf der Hand, doch da in ihrer Etage Entscheidungen grundsätzlich nie zurückgenommen werden, selbst wenn man weiß, daß man einen großen Fehler begeht, werden der Service und die Leistungsfähigkeit ein weiteres Mal mit dem schon schrottreifen Wagen gegen die Wand gefahren. Auf die Einzelteile, die sie dann hinterlassen, warten schon die Geier, die den dann noch verbliebenen Mitarbeitern den Todesstoß versetzen! Aber das erleben sie sicherlich nicht mehr hautnah, da sie dann schon auf dem Weg zur nächsten Firma sind ...

Sie ziehen immer wieder gerne das »marktübliche Lohnniveau« als Vergleichsgröße heran und vergleichen uns mit meist ungelernten Hilfskräften, mit Dilettanten, die weder diesen Beruf gelernt haben noch irgendeinen Bezug zur Telekom oder zu unseren Kunden haben. Mit viel Glück sind das ehemalige Elektriker, uns sind aber auch schon Rollrasenverleger (keine Lüge) und ähnliche »Spezialisten« im HVt (Hauptverteiler – d. Red.) begegnet.

Das ist, als wenn sie einen Mercedes besitzen möchten, bezüglich des Preises aber einen Trabbi als Vergleich heranziehen und diesen auch nur bezahlen wollen.

Wir würden lieber heute als morgen die Telekom wieder an die Spitze bringen! Wir wissen auch, wie es geht und was verändert werden muß! Wir sind für Veränderungen, die den Service und die Kundenfreundlichkeit verbessern! Wir wissen, was die Kunden wollen und wie wir es ihnen bieten können! Wenn sie es ernst meinen mit der Forderung, wieder das beste Kommunikationsunternehmen zu sein, reden sie mit uns! Ideen haben wir genug, Motivation auch! Wir kennen die Kunden und die Firma und wir wissen, wo es knackt im Gebälk! Wir wissen auch, wo viel zuviel Geld verschwendet wird, wo Personal falsch eingesetzt wird und Wissen sinnlos verpufft oder Prozesse angepaßt werden müßten! Nehmen sie uns mit auf dem Weg zu einer besseren Telekom! Nutzen sie unsere Ideen, unser Engagement, unsere Bereitschaft für Veränderungen und unsere Flexibilität!

So lange ihre Zielvorgaben für Führungskräfte auf Personalabbauzahlen, Entstörindex und schnelle Abfragewerte aufsetzen und nicht auf Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, Generierung neuer Geschäftsfelder (z.B. TK goes IT) und damit auf Steigerung der Einnahmen und Sicherung der Arbeitsplätze, so lange wird es keinen wirklichen Fortschritt bei uns geben und keine Chance, am Markt zu bestehen.

Ich bin mir jedoch (leider) ziemlich sicher, daß das gar nicht ihr Ziel ist, daß alle ihre schönen Sprüche nur Worthülsen sind, um die Ausgliederung vorantreiben zu können und daß sie für sinnvolle Vorschläge gar nicht offen sind, da sie die nächsten und übernächsten Schritte schon in der Schublade haben und auch, daß sie niemals einmal getroffene Entscheidungen überdenken oder gar rückgängig machen wollen oder können.

Sie hören lieber auf externe Berater wie z.B. McKinsey, die nicht das geringste Interesse an der Telekom haben und jeder Firma den gleichen Mix aus Zerteilung und Personalabbau überstülpen und immer wieder frustrierte und arbeitslose Mitarbeiter hinterlassen. Wenn das also so ist, dann haben sie wenigstens den Mut, mit offenen Karten zu spielen. Verkaufen sie uns nicht weiter für dumm und stehen wenigstens, so lange sie noch unsere Firma leiten, in der Öffentlichkeit hinter uns Beschäftigten, und treten sie bitte nicht auch noch mit Füßen nach uns.

Als Vorstand und Führungsmannschaft dieses Unternehmens haben sie nicht nur eine Verantwortung gegenüber den Aktionären (der sie mit ihren angekündigten, kontraproduktiven Maßnahmen auch nicht nachkommen), sondern auch eine soziale Verantwortung uns Mitarbeitern gegenüber! Wir Mitarbeiter sind das Unternehmen! Wir haben den Zustand der Telekom nicht zu verantworten. Uns darf man nicht eiskalt in den beruflichen, sozia len und finanziellen Abgrund treiben, das verbietet das soziale Gewissen! Ich befürchte aber, daß dieser Appell bei ihnen und erst recht bei McKinsey verhallt.

Wundern sie sich aber nicht, wenn sie, nachdem sie das immer schneller sinkende Schiff Telekom – wie ihre Vorgänger sicherlich mit einer großzügigen Abfindung für ihre hervorragenden Verdienste für die Telekom – verlassen haben, beim Blick in den Spiegel eine Heuschrecke sehen.

Ich könnte noch lange so weiterschreiben, da mir noch viel am Herzen liegt, doch ich möchte diesen Brief nicht mit bösen Worten beenden. Deshalb biete ich ihnen zum Schluß noch einmal meine/unsere Unterstützung bei der Bewältigung der vor uns liegenden Herausforderungen an. Nutzen sie unsere Kompetenz und unseren Überlebenswillen, um uns am Markt wieder zu etablieren, wir haben daran ein weitaus größeres Interesse als sie, da auf uns keine neuen Vorstands- oder Aufsichtsratsposten, sondern existenzbedrohende Niedriglöhne und/oder Arbeitslosigkeit warten.

Lutz P.

kopiert von jungewelt.de. Über diesen Protestbrief ist auch auf Spiegel.de berichtet worden.

IrishCoffee

Leute lasst euch sagen das ich ein interner bin und NIX aber auch GARNIX wird sich ändern wenn ihr denen eMails schickt.

Es wird umstrukturiert bis alles auf gross "International" steht und das ist das Ziel. Wie es erreicht wird ist zweitrangig wenn sie es erstmal durchgesetzt haben.

eMails sind Schall und Rauch. Oftmals werden die ehe weggefiltert wenn sie einen gewissen ansturm erhalten. Nutzt besser Briefpost denn die müssen die dann in einem extra Lager stapeln und verfaulen lassen. Wenigstens sind sie dann physikalisch sichtbar -.-
+
Ich zähl jetzt schon die Monate bis bei uns was passiert und ich arbeitslos bin....auf gehts...danke Deutschland....

ManOfConstantSorrow

ZitatBei der Telekom wird ab morgen gestreikt. 96,5 Prozent der gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter haben sich für den Arbeitskampf ausgesprochen. Die Beamten des Unternehmens gaben eine Solidaritätsbekundung ab.

Von der Arbeitsniederlegung sollen Privatkunden weitgehend verschont werden. Als Hauptziel hat sich die Gewerkschaft Verdi offenbar den G8-Gipfel in Heiligendamm im Juni ausgeguckt.

Terroristen! :D

http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/:Gewerkschaft-Telekom-Mitarbeiter-Streik/588802.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Aloysius

Streikaktionen beim Gipfel, das passt doch - schliesslich ist die Deutsche Telekom ja längst ein 'Global Player'

Und da wird dann am sichtbarsten deutlich, wie es den Leuten stinkt, immer weiter zusammengestrichen zu werden und dabei noch steigende Begeisterung zu zeigen
Reden wir drüber

alfred

Nur will mir nicht recht klar werden, wen genau ein Telekomstreik während des G8-Gipfels stören/treffen soll - den Pizzadienst vor Ort?

Meine Befürchtung geht eher dahin, dass die verstärkte Medienpräsenz dazu genutzt werden soll magendafarbene Buchstaben in die Kameras zu halten - und das dürfte für die Bewegung eher kontraproduktiv sein!


PS: Richtig gut wäre es, wenn auch die Mitarbeiter bei Ihren Protesten erwähnen würden, dass der Service einfach besser werden muss!!! Ich will hier lieber nicht anfangen aufzuzählen, was ich mit diesem Beamtenhaufen Telekom so alles erleben musste - selbst gerechtfertigte Solidarität mit den Mitarbeitern der Telekom fällt da äußert schwer...
To be is to do (Socrates), To do is to be (Sartre), Do be do be do (Sinatra)

Paul Brömmel

"Nur will mir nicht recht klar werden, wen genau ein Telekomstreik während des G8-Gipfels stören/treffen soll - den Pizzadienst vor Ort?"
Nicht mal den Pizzadienst können die Telekom-Mitarbeiter während des Streiks stören,wenn der nicht grade zu der Zeit umzieht.
Um sich außer mit Demonstrationen bemerkbar zu machen,können die Telekomiker nur hoffen,daß ausgerechnet zur Zeit des Streiks eine Maus einen wichtigen Lichtwellenleiter anknabbert oder Baggerführer Willibald ein wichtiges Kabel durchhackt.
Eigentlich kann der Streik bloß den Telekom-Mitarbeitern schaden.Jetzt erwischt es dort langsam die (noch) Gutverdienenden,die jahrelang über Zeitarbeiter oder "Outgesourcte" gelacht haben !

Aloysius

Tja, das ist ein echt komplexes Thema.

Einerseits haben die Leut' ja auch Jahrzehnte für ihren Betrieb gearbeitet und da haben sie auch ihre Eigenheime und Ähnliches zu finanzieren, da ist das mit nem Zehntel weniger Geld schon ein Hammer. Vor allem, weil seit Jahren diese Leute auch den Chefs gesagt haben, wo es hapert - ohne Erfolg. Auch dem gehobenen Management war das Problem doch klar. Nur je näher man an den Vorstand kommt, desto weniger konkrete Kenntnisse vom Alltag vor Kunde existiert.

Andererseits werden Leute, die jetzt schon bei Töchtern der Telekom zu den marktüblichen Konditionen leben, in der Tat von den alten Telekomern wie Paria behandelt. Und wenn man da ins Gespräch kommt, äußern die das auch so. Aber wenn man mal dem Kunden helfen will, aber einer zügigen Erledigung der dreifache Antrag vier Wochen vorher entgegensteht, dann stellen sich die Kollegen auf die Hinterbeine und sagen 'So gehts nicht, Ordnung muss sein'.

Also alles in allem: Ich weiß nicht, was ich von dem Streik halten soll... :(
Reden wir drüber

oldshatterhand

wer da in Heiligendamm bestreikt werden soll, weiß ich nicht. Sicherlich
ne tolle Idee mir extrem hoher Aufmerksamkeit. Aber die Jungs vor Ort haben
doch ohnehin wahrscheinlich andere Provider reingenommen um
das Streikthema zu umschiffen. Oder der eine oder andere muß auf seine
Pizza Cipole oder Hawaii den Abend verzichten...Wäre ne Schlagzeile in der Bild wert.

Ich drücke den Telekommitarbeitern fest die Daumen, daß sie nicht zu stark
gebeutelt werden...

OldShatterhand

Aloysius

Richtig lustig wird es erst, wenn Schäuble jetzt konsequent ist und die Gewerkschaft verdi als terroristische Gemeinschaft einstuft und sämtliche Mitglieder in Schutzhaft nimmt.

Zuzutrauen wäre es ihm ja allmählich :)
Reden wir drüber

ManOfConstantSorrow

Bei einer aktuellen Online-Umfrage von "tagesschau.de" haben bisher 68.5% Prozent von rund 20.000 Teilnehmern angeklickt "Ich finde es richtig, dass die Telekom-Mitarbeiter streiken". 30.0% Prozent haben "kein Verständnis für en Arbeitskampf" und 1,5 Prozent haben "keine Meinung dazu". Hier kann man sich an der Umfrage beteiligen:
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6723600_REF1_NAV_BAB,00.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Paul Brömmel

"Ich finde es richtig, dass die Telekom-Mitarbeiter streiken"
Ob die auch mehr für bessere Leistungen zahlen würden ???  ?(

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