D-Day

Begonnen von Kuddel, 13:55:22 Mo. 10.Juni 2019

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Kuddel

Vom Umgang mit der Geschichte...

ZitatDer "D-Day" der Alliierten ist im öffentlichen Bewusstsein fest verankert, die schweren Opfer, die die Sowjetunion und viele Widerstandsbewegungen Osteuropas beim Sieg über Hitlerdeutschland brachten, werden souverän ignoriert.
ZitatDie Sowjets haben Deutschland besiegt. ... Ich will nichts kleinreden, was die Alliierten gegen die Achsenkräfte unternahmen, aber Fakt ist nun mal, dass die Deutschen acht von elf Kriegsverlusten durch die Sowjets erlitten.

    Jonathan House
ZitatDie AfD kann etwa ungehindert stolz sein auf die Leistungen einer Wehrmacht, die in Belarus noch effizienter Massenmord betrieb als die SS. Und ein Gauland kann den Vernichtungskrieg Nazideutschlands zu einem "Fliegenschiss" erklären, ohne dass es juristische oder politische Konsequenzen nach sich zöge. Die Rechtspopulisten konnten dabei auf dem Geschichtsrevisionismus aufbauen, der eigentlich schon seit den 90er Jahren in der veröffentlichten Meinung der Bundesrepublik praktiziert wird.
ZitatAngesichts des derzeitigen Aufstiegs der Neuen Rechten lohnt es sich aber, sich in Erinnerung zu rufen, wie diese ungleiche Anti-Hitler-Koalition überhaupt zustande kam, in der ja verfeindete Ideologien und konkurrierende Mächte plötzlich notgedrungen kooperieren: Es war der Siegesmarsch der blanken Barbarei, der alle vorher bitter konkurrierenden Kräfte zusammenarbeiten ließ, die sich diesem genozidalen Wahn nicht hingaben und dessen Angriffsziel wurden. Dieser historische Moment der Anti-Hitler-Koalition, die antifaschistische Zusammenarbeit aller Nichtfaschisten, sollte zumindest im Gedenken daran wieder aufscheinen - trotz aller krisenbedingten Konkurrenz und Ideologie. Wer weiß, vielleicht wird bald, notgedrungen, die praktische Fähigkeit, breite Bündnisse wider die Barbarei zu schließen, wieder sehr gefragt sein.
https://www.heise.de/tp/features/Operation-Bagration-Vergessener-Jahrestag-4442759.html

counselor

Angesichts der weltweiten Rechtsentwicklung der Regierungen nicht undenkbar, dass wir uns gegen Faschisten zusammenschließen müssen.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

Dieses D-Day Spektakel widert mich an.
Ich finde es gut und richtig, daß man daran erinnert, daß der Hitlerfaschismus militärisch zurückgeschlagen worden ist.

Aber mal zur Orientierung:

Zahlen von Wikipedia: Tote des 2.Weltkriegs

Sowjetunion:
Soldaten:13.000.000   
Zivilisten 14.000.000   
Gesamt: 27.000.000

USA:
Soldaten: 407.316
Zivilisten: keine

https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Weltkrieg

Der Blutzoll, den die Sowjetunion geleistet hat, wird unter den Teppich gekehrt.

Der D-Day ist ein Propagandaevent:

ZitatD-Day
Das Gedenken an früher, der Krieg von heute

Vor 80 Jahren landeten die Alliierten in der Normandie. Dass das Gedenken jetzt besonders groß ausfällt, liegt auch am Überfall auf die Ukraine. Das kriegsgeplagte Land verbindet mit den Feierlichkeiten eine ganz bestimmte Hoffnung.
https://www.sueddeutsche.de/politik/d-day-gedenken-80-jahre-lux.CAe8njYiamZqTkZNSFtxGb?reduced=true

ZitatKraft der Erinnerung
Der D-Day muss Teil der deutschen DNA sein

Das Gedenken an die Befreiung Europas durch alliierte Truppen ist wichtiger denn je. Für Olaf Scholz und seine europäischen Kollegen sollte der Tag ein Ansporn sein, intensiver für demokratische Werte zu streiten.
https://www.spiegel.de/geschichte/landung-der-alliierten-in-der-normandie-am-6-juni-1944-warum-der-d-day-teil-der-deutschen-dna-sein-muss-a-245ebbed-2b96-4d91-9b1b-05837ecb904f

Passend: In den Baltischen Staaten werden die Denkmäler zum Sieg über den Hitlerfaschismus geschleift.

dagobert

Die Invasion in der der Normandie hat den Krieg zwar sicherlich um mehrere Monate verkürzt, aber nicht mehr entschieden.

Die wirklich entscheidenden Schlachten im Zweiten Weltkrieg dürften Moskau und Stalingrad gewesen sein.
Aber das passt nicht in die aktuelle antirussische Hetze.
"Sie haben die unglaubwürdige Kühnheit, sich mit Deutschland zu verwechseln! Wo doch vielleicht der Augenblick nicht fern ist, da dem deutschen Volke das Letzte daran gelegen sein wird, nicht mit ihnen verwechselt zu werden."
Thomas Mann, 1936

counselor

ZitatVOR 80 JAHREN - Landung alliierter Truppen in der Normandie am 6. Juni 1944

Als ,,großartigste Aktion dieses Krieges" kennzeichnete der Marxist-Leninist Willi Dickhut 1944 die Invasion US-amerikanischer, britischer und kanadischer Truppen an der nordfranzösischen Atlantikküste. In seinem in der Illegalität angefertigten Anleitungsmaterial für den antifaschistischen Widerstandskampf der KPD hieß es vorausschauend: ,,Der Beginn der Invasion ist gleichzeitig der Beginn des militärischen und politischen Zusammenbruchs Hitler-Deutschlands." (1)

Quelle: https://www.rf-news.de/2024/kw23/landung-alliierter-truppen-in-der-normandie-am-6-juni-1944
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

ManOfConstantSorrow

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