Coaching im KO-Plan ohne meine Einwilligung

Begonnen von sarah, 05:53:37 Mo. 18.März 2024

⏪ vorheriges - nächstes ⏩

sarah

Kann mir jemand sagen, ob das unten genannte Coaching ganzheitlich ist und ich es deswegen ablehnen kann? Mein SB hat das einfach in den KO-Plan geschrieben, ohne mich zu fragen. Sollte ich es sofort ablehenen oder kann ich warten, bis eine Zuweisung kommt?Ungültige Dateianhangs-ID.

Draisine

Hallo Sarah,

die Maßnahme ist nicht rein ganzheitlich konzipiert.
Insofern kannst Du nur jene ganzheitlichen Anteile beim Träger widerrufen.

Ist die Bezeichnung der Maßnahme nur "Zukunft"? Denn die vollständige Bezeichnung wäre schon wichtig- um diese Standard Konzeption besser zuordnen zu können, was die Zielsetzung darüber hinaus betrifft.

Das Grundproblem ist der offensichtlich willkürliche Eintrag dessen im KO- Plan.Denn er suggeriert eine freiwillig erfolgte Einschätzung von vermittlungsrelevanten Hemmnissen Deinerseits, was die Aktenlage betrifft.

Das ist eine heiße Kiste, wenn unzutreffend.Die SB kann den Plan aber jederzeit anpassen bzw. ändern.

Dazu bedarf es aber ggf. der Bereinigung der Einträge im Reiter Handlungsbedarf, der in Deinem Bewerberprofil zu finden ist. Dein Bewerberprofil kann SB im System Verbis aufrufen (bei nichtkommunalen JC) .

Dann kannst Du jederzeit einen Auszug dessen anfordern und bei nicht zutreffenden Einträgen eine Gegendarstellung einreichen und die Löschung der unzutreffenden Einfräge verlangen.

Der Träger erhält nämlich auch vorhandene Einträge dessen, um Deinen Bedarf nach dieser Maßnahme zu definieren.

Insgesamt kann der Bedarf auch nur aus Einschätzungen und Vermutungen der SB bestehen..

Dagegen solltest Du Dich generell wehren.Aber auch generell keine persönlichen bzw.privaten Sachverhalte im Jobcenter nennnen, die Dich ggf. bislang an der Arbeitsaufnahme hinderten.

Denn das ist oder wäre immer ein erhöhtes Risiko - daraufhin mit einer Maßnahme beglückt zu werden.

Die Maßnahmekonzeption wird meist als Angebot zugewiesen- also schon mit Rechtsfolgenbelehrung. Ist das bei Dir so?- oder steht das bislang nur im Plan?


Onkel Tom

Es handet sich hierbei um eine Profilanalyse und Coaching, die in
Module münden kann, die "ganzheitlich" also den Privatangelegenheiten
übergriffig werden können..

Welchen Namen hat diese Maßnahme ? Ist auf dem Foto nicht sichtbar.

Wiso konntest Du deine Vorstellungen nicht in den Kooperationsplan (KO-Plan)
einbringen ? Dazu solltest Du dir ein Erinnerungsprotokoll aufsetzen, wie es
zu dem KO-Plan kam. (Ein eventueller Richter muss anbei bemerken können, das
dir beim Zustandekommen des KO-Plan über den Mund gefahren wurde, beziehungs-
weise dir dein Mitspracherecht völlig entzogen/beraubt wurde.
Dies ist dann auch der rote Faden, gegen eine Zuweisung an zu kommen.

Zunächst müsstest Du "unverzüglich" gegen das Zustandekommen des KO-Plan vor
gehen. Da dir der KO-Plan schon ausgestellt wurde, wird ein Schlichtungsverfahren
auch abgelehnt.

Könntest Du diesen KO-Plan mal anonymisiert hier hoch beamen ?

Wie lange bist Du schon im Würgergeldbezug ?

Zunächst gilt nichts weiteres dazu zu unterzeichnen und den aktuellen
KO-Plan an zu greifen, sprich diese einseitige Abmacherei in einem
Dissenz (Unstimmigkeit) zu bringen.

Lass Dich nicht verhartzen !

götzb

Der Dreck müsste zugewiesen werden.

Mit einen Vermittlungsgutschein ist es kein Muss; das jener nicht eingelöst werden muss.
Sabotage als legitimes Mittel gegen Zwangsarbeit und Niedriglohn.

sarah

Danke für die schnellen Antworten. Ich hatte geglaubt, daß mir das egal sein kann, solange ich keine RFB dazu bekomme. Ich wußte gar nicht, daß in dem Gespräch ein KO-Plan erstellt werden sollte. Das stand auch nicht in der Einladung. Ich hänge Einladung und KO-Plan hier auch noch an. Sie hat mir den Plan einfach zum Schluß des Gesprächs in die Hand gedrückt. Zu Hause habe ich erst gesehen, daß da steht, ich würde da teilnehmen wollen. Während des Gesprächs habe ich gesagt, daß ich mir das mal überlegen werde, ob ich teilnehmen möchte. Ich bin seit 3 Jahren in Alg2, bin zwischendurch krank gewesen und inzwischen 55 Jahre alt.

Onkel Tom

Okay, die Maßnahme heißt also "Fit für den Job" und ja, vielen Dank für die
weiteren Infos, die etwas Licht in die Angelegenheit bringt.

Nun, mit dem Alter und schon über einem Jahr im Würgergeldbezug zählen in den
Augen des JC als 2x Vermittlungshemnis und darauf wurde Dir vermutlich dieses
Bewerbungscoaching im Sinne des § 16 SGB II in Verbindung mit § 45 SGB III
verabreicht..

Aus dem KO-Plan geht hervor, das Du den KO-Plan bei der Ausgabe nicht verstanden
haben könntest also beim JC-Termin kein Dolmetscher vertreten war. Dies ließe
sich noch bei Zeiten der Eingliederungsvereinbarung (EGV) noch torpedieren, da es
sich bei der EGV um ein Vertrag handelte.

Der KO-Plan selber entzieht sich jeglicher Art vom Vertragsrecht, sollte jedoch
von Erwerbslosen und SB in gleicher Augenhöhe erarbeitet werden, das also beide
mit den Eintragungen im KO-Plan einverstanden sind. So sollte es normalerweise sein.

Weist Du schon wann dieses Bewerbungscoaching los gehen soll und wie lange es geht ?

Gegen diese 3-6 wöchigen Bewerbungstrainings kann man sich dann wehren, wenn man
so was schon mal durch gemacht hat oder die Bewerbungsmappe ok und aktuell ist.

Weiter ist es wichtig, bei Maßnahmen nicht über Dinge zu sprechen, die das Privatleben
betrifft, da der Maßnahmenträger eine Beurteilung fertigt und damit beim JC gepetzt
wird, was mit dem Erwerbslosen so genauer los sei.

Du kannst jedoch Inhalte ablehnen, die zu deinen Privatangelegenheiten übergriffig sind.
Z.B. wie viel Schulden und Haushaltsfinanzprobleme oder Probleme mit Mitbewohner_innen
Du im Haushalt hast etc. gehen dem Maßnahmenträger nichts an und kannst das "ganzheitlich"
ablehnen. Darauf wird dann nur das berufliche durch geackert.

Sprich zu den Fragen des Job-Coaching, die nicht das berufliche betrifft, machst Du keine
Angaben (Im Fragebögen = k.A. für keine Angabe, eintragen.).
Der Maßnahmenträger möchte Dir wohl auch eine Unterschrift dafür abschwatzen wollen, sich
mit Dir auch "ganzheitlich" (auch Privatangelegenheiten) beschäftigen zu dürfen, was Du
jedoch ohne Sanktionsgefahren strickt ablehnen kannst.. Ganzheitliche Dinge dürfen nur
auf Freiwilligkeit des Erwerbslosen angewendet werden.

Am Privatleben, was auch nichts in der Jobcenterakte zu suchen hat, sind Maßnahmenträger
sehr erfinderisch, noch ein drittes und mehr Vermittlungshemnisse hinzu zu spünnisieren,
da sie damit noch mehr Knete verdienen können und den Weg in "Verfolgungsmaßnahmen" frei
machen könnte.
Lass Dich nicht verhartzen !

sarah

Danke für die Tips. Ich habe noch keine Info, wann das losgehen soll. Es liegt ja auch noch keine Zuweisung vor. Wenn ich da tatsächlich eine bekomme, werde ich trotzdem nicht hingehen und lieber eine Sanktion in Kauf nehmen. Wann man denn wirklich sonst nichts machen kann.

Onkel Tom

Du könntest Dich jetzt z.B. beim SB schriftlich nachweisbar beschweren und um
Änderungen im KO-Plan zu fordern..

So, wie ich dich verstanden habe, gab es für dich keine Möglichkeit, eigene
Ideen ein zu bringen oder ?

Hattest Du eigene Ideen ?
Wenn ja, wurden sie sie erörtert ?
Warum wurde das nicht angenommen u.s.w. ?

Setze dir das mal in Zeilen, wie dieser KO-Plan zustande gekommen ist..

Wurdest Du um Mitsprache beschnitten / Das Ding aufgedrückt, bringt die
Beschwerde und Änderungsaufforderung den KO-Plan in Unstimmigkeit (Dissenz)
und ob darauf eine Sanktion vorbereitet werden kann ?, wenn Du Beschwerde
zum KO-Plan und einen Widerspruch gegen die Aufforderung zur Mitwirkung
eingelegt hast, weiß ich nicht, da sich dieses Feld noch als sogenanntes
Pionierland des Bürgergeldes handelt.

Es gibt ein dünnes Haar, an dem sich Elo richten kann. Er kann gegen Teile
oder Inhalte zu Mitwirkungspflichten via "Grenzen der Mitwirkung" begegnen..
Besonders interesannt erscheint der §65 SGB 1 Absatz 1 Satz 2.

Bein ersten Wegbleiben folgt die "Aufforderung zur Mitwirkung" und bei
Widerholung setzt eine Sanktion ein.

Eine Beschwerde müsste "unverzüglich" raus.
(via. Einschreiben mit Bestätigung)

Recherschiere mal bitte im Web, was das für eine Maßnahme ist..
Du brauchst also einen "wichtigen Grund", das ab zu weisen.  ;)

Ich habe nicht gesagt, das Du nix machen könntest.. Was und wie
Du was machen könntest, hängt von deiner Kreativität und den
Umständen ab..

Und bedenke bitte, "ganzheitliche" Teile ab zu lehnen, beziehungsweise
beim Maßnahmenträger nichts zu unterschreiben, sondern einsacken,
um hier weiter zu tüffteln, was man machen kann.

Den Kopf in den Sand stecken,würde nur Sanktionen auslösen..
Lass Dich nicht verhartzen !

sarah

Ich wußte ja gar nicht, daß ein KO-Plan erstellt werden soll. Die Einladung war zur Besprechung der beruflichen Situation. Auch im Gespräch hat sie davon nichts gesagt. Allerdings habe ich auch keinen anderen Plan. Eine Fortbildung könnte vielleicht was sein. Aber was genau weiß ich noch nicht.

Eine Beschwerde wird ja wohl keinen Sinn machen, da eh jeder sagen wird, daß ich in das Coaching muß. Ich nehme da aber lieber eine Sanktion in Kauf. Aber derzeit habe ich ja noch keine rechtsverbindliche Zuweisung. Ich werde also erst mal abwarten.

Ach und im Internet kann ich über eine Maßnahme "Fit für den Job" überhaupt nichts finden.

tleary

Erstmal abwarten, wie die vom JC letztlich agieren. Oft wird viel Druck aufgebaut, und wenn man dem nicht nachgibt, suchen die sich andere Opfer für ihre tollen Programme.

Wichtig ist eigentlich nur, keine Unterlagen zu unterschreiben.
»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
(Autor unbekannt)

tleary

Zitat von: sarah am 19:42:22 Mi. 20.März 2024Ach und im Internet kann ich über eine Maßnahme "Fit für den Job" überhaupt nichts finden.
Handelt es sich vielleicht um diese Massnahme? ....

https://prisma-bp.de/bildungsmassnahmen/fit-fur-den-job
»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
(Autor unbekannt)

MarcoW75

Zitat von: tleary am 03:44:00 So. 26.Mai 2024Handelt es sich vielleicht um diese Massnahme? ....

https://prisma-bp.de/bildungsmassnahmen/fit-fur-den-job

Also wenn es diese Maßnahme ist, wäre das gleich ein Grund,sich noch ein bißchen mehr dagegen zu wehren, wenn man sowas schonmal mitmachen musste. Modul 1 ("Berufsfindung und Bewerbungscoaching") ist der übliche Mist,wo einem gezeigt wird,wie man die Jobbörse der Arbeitsagentur benutzt, die Aufforderung, sich nicht nur nach Jobs im eigenen Beruf umzuschauen usw.

Modul 2 ist im Grunde der obligatorische Bewerberkurs.

Module 3+4 Computerkurs für Anfänger. Wird bei dieser Reihenfolge interessant,wenn die Leute, die noch nie an einem Computer gesessen haben, ERST ihre Bewerbungsunterlagen am Computer erstellen sollen und erst danach gezeigt bekommen, wie man Word bedient.

"Optionales Praktikum ( maximal 6 Wochen) beim Kooperationspartnern in den Bereichen": Optional heißt hier "Du machst das auf jeden Fall!". Und "Kooperationspartner" sind üblicherweise lokale Firmen, die jederzeit Praktikanten nehmen, aber seit Jahren niemanden davon übernommen haben, weil der nächste kostenlos arbeitende Depp schon vor der Tür steht.

Onkel Tom

Zitat von: MarcoW75 am 14:08:46 Fr. 07.Juni 2024"Optionales Praktikum ( maximal 6 Wochen) beim Kooperationspartnern in den Bereichen": Optional heißt hier "Du machst das auf jeden Fall!". Und "Kooperationspartner" sind üblicherweise lokale Firmen, die jederzeit Praktikanten nehmen, aber seit Jahren niemanden davon übernommen haben, weil der nächste kostenlos arbeitende Depp schon vor der Tür steht.

Interesannt wäre es, über solcher Kuscheleien mehr zu erfahren..

Diese Beschreibung klingt zunächst verschwörerisch und so nach "glaube ich nicht",
stellen jedoch in der Realität Schlupflöcher Richtung Vorteilsselbstbeglückung in
der Erwerbslosenindustrie da. Die Steuergeldverschwendung in dem Sektor ist
"unfassbar", da nur durch Beschwerden und Recherchen teils der subversiven Art
überhaupt entdeckt werden.

Hier könnte verantwortungsbewusster Elo seinen Beitrag dazu leisten, wenn es keinen
Weg mehr gibt, um an einer Maßnahme herum zu kommen.

Werde Maulwurf  ;D
Lass Dich nicht verhartzen !

MarcoW75

Zitat von: Onkel Tom am 17:33:21 Sa. 08.Juni 2024
Zitat von: MarcoW75 am 14:08:46 Fr. 07.Juni 2024"Optionales Praktikum ( maximal 6 Wochen) beim Kooperationspartnern in den Bereichen": Optional heißt hier "Du machst das auf jeden Fall!". Und "Kooperationspartner" sind üblicherweise lokale Firmen, die jederzeit Praktikanten nehmen, aber seit Jahren niemanden davon übernommen haben, weil der nächste kostenlos arbeitende Depp schon vor der Tür steht.

Interesannt wäre es, über solcher Kuscheleien mehr zu erfahren..

Diese Beschreibung klingt zunächst verschwörerisch und so nach "glaube ich nicht",
stellen jedoch in der Realität Schlupflöcher Richtung Vorteilsselbstbeglückung in
der Erwerbslosenindustrie da. Die Steuergeldverschwendung in dem Sektor ist
"unfassbar", da nur durch Beschwerden und Recherchen teils der subversiven Art
überhaupt entdeckt werden.

Hier könnte verantwortungsbewusster Elo seinen Beitrag dazu leisten, wenn es keinen
Weg mehr gibt, um an einer Maßnahme herum zu kommen.

Werde Maulwurf  ;D

Naja..im Grunde gibts bei dieser Sache 3 Gewinner und einen Verlierer. Die Arbeitsagentur/das Jobcenter kann sich in der Zeit des Praktikums weiterhin mit einem Kunden weniger in der Statistik schmücken. Der Maßnahmeveranstalter kassiert ja pro Monat der Teilnahme und hat in der Zeit,wo der Teilnehmer im Praktikum ist, weder Aufwand noch Unkosten für ihn (kassiert also für Null Gegenleistung). Und die Praktikumsfirma spart Lohnkosten ein. Naja..und der der Verlierer bei der Sache ist, kann sich jeder denken.

Onkel Tom

Und was bringt das, darüber zu spekkulieren, wer beim normalen Ablauf
einer Maßnahmenteilnahme die Gewinner sind ?

Nichts.. Warum ?

Der Maßnahmenteilnehmer kann daran außer einer Maßnahme verweigern oder
die gelbe Fahne zu hissen, nichts daran ändern, solange sich gegen diese
Systematik kein Widerstand in Form von Aktionsgruppentätigkeiten bilden
kann..

Dies wird schon im Vorfeld im Keim erstickt, da mittlerweile peinlich
darauf geachtet wird, das Maßnahmen nicht in der Öffentlickeit negativ
auffallen wie z.B. zu Mandalas malen oder 50 jährige Schulstoff aus
der Grundschule 2..3 Klasse lösen sollen.

Es bedarf also andere Wege, dem Maßnahmenklüngel an die Wäsche zu gehen.

Mensch kann auch versuchen über parlarmentarische Tätigkeiten Geheimnisse
zu lüften aber ohne das Elos auch die Finger dazu erheben und versichern
"Ja, in dem Laden wird das so und so gehandhabt", nutzt das geeiere um
ganovenhafter Maßnamen auf dem Keks oder besser den Zulassungsverlust
herbei zu führen, absolut nichts.

Und da könnte ein Betroffener a la "Gehe zur Maßnahme sonst gibt es
JC-Terror" da a la doppeltes Lottchen den Mist mit machen und paralell
Buch darüber führen, was genauer ab geht.. Ist genug zusammen gesammelt,
bedeutet das auch die Maßnahme ohne Sanktionsfolgen vorzeitig abbrechen
zu können  :D

Das wäre eine Möglichkeit, damit zu beginnen, ein Maßnahmenträger zum
"Prüffall" zu machen. Eine weitere und noch bessere Option wäre, das sich
so 3..5 Leidensgenossen zusammen tun und jeder für sich Bericht führt und
dessen Ergebnis als "Beschwerde zur Matrixbewertung der Maßnahme" beitragen.

Anbei ist es voll daneben bedacht, nach Angriff des Maßnahmenträgers
Repressionen durch das JC zu erfahren.
Solch Handeln, wie z.B. einen Teilnehmer, der dazu Zeitzeuge macht zu
sanktionieren, würde den Graubereich in Richtung Kriminalität verlassen,
was für den Betroffenen zwar erst Stress einbringt, jedoch zum Gewinner wird,
wenn er bei seinen "Maulwurferkenntnissen" bleibt.

In der Beziehung ist es mir und einem Teilnehmer einer Maßnahme gelungen,
ein dicken Fisch den Garaus zu machen.. Der Laden hielt ca. 800 Ein-Euro-Jobber
und der Schaden für das Sozialstaatssäckel betrug weit über eine Millionen Euronen.

Wenn ich hier schon schreibe a la "Maulwürfe gesucht",denke ich mir schon
was ernstes dabei und würde von außen her auch Maulwürfe vertraulich unterstützen.

Elos sollten nicht immer Ausreden dazu suchen, warum die Erwerbslosenindustrie
so "Arbeitsmarktfern verdorben" ist, sondern darüber beraten, wie den Ganoven
ans Bein gepisst werden kann.

Tools und Strategien sind da, doch solange sie nicht genutzt werden können,
bleibt es so, wie es ist und verschlimmbessert sich, da selbstverliebte
Maßnahmenträger sich unbehelligt fühlen und ihren Kram weiter als scheinbares
Erfolgsmodell auf die Spitze treiben.. Wie ? = Bewertungsmatrixmanipullation.

Wie diese Maßnahmenträger das genauer fabrizieren, kann ich aus Sicherheitsgründen
nicht beschreiben, da es auch noch korrekte MTs gibt, die besser nicht auf den
Einheitsgeschmack von subtilen Sozialbetrug kommen..  ;)

Ach, ich würde mich tierisch darüber freuen, wenn sich z.B. Teilnehmer dazu
melden würden, die Mut haben Ungereimtheiten auf den Grund zu gehen statt gleich
nach unbeweglichen Sternen wie z.B. der Arbeitslosenstatistik als Übeltäter
angreifen zu wollen..
Dies ist auch ein Schein-Deckmantel dafür, dagegen nicht ankommen zu können..

Weniger ist mehr und erfolgversprechender.. Ein MT nach dem anderen angreifen,
nicht auf das gesammte System zielen, weil die Geschosse und enorme Energie hat
ein Elo nicht..

Schönen Einstieg in die neue Woche  ;)
Lass Dich nicht verhartzen !

götzb

Oder am besten gar nichts erst unterschreiben.
Nicht jeder hat so viel Elan wie jemand aus der Hansestadt.  ;)
Sabotage als legitimes Mittel gegen Zwangsarbeit und Niedriglohn.

Wanderratte

Kann man sanktioniert werden wenn man nichts unterschreibt?

Onkel Tom

Zitat von: götzb am 15:03:26 Mo. 17.Juni 2024Oder am besten gar nichts erst unterschreiben.

Das ist richtig, löst jedoch das Problem nicht.. Es wird nur auf die nächste Runde verschoben
und wenn ein Elo zu viel Ärger bei der Erwerbslosenindustrie gemacht hat, wird sein Name in der
Erwerbslosenindustrie ungern gesehen..
Bei mir fanden sich komischerweise tolle Gründe, warum ich vom MT nicht aufgenommen wurde..
(Natürlich Sanktionsfrei :-) Vermutlich sind Erwerbslosenindustrielle auch vernetzt und tauschen
sich über solche Dinge auch aus..

Zitat von: Wanderratte am 18:35:58 Mo. 17.Juni 2024Kann man sanktioniert werden wenn man nichts unterschreibt?

Ein klares Nein.  :D  Eine fehlende Unterschrift zur Einverständnis einer ganzheitlichen
Maßnahme oder eines Coaching oder 16e/i-Maßnahme kann nicht sanktioniert werden.

Es wäre zudem rechtsbeugend und eine massive Verletzung vom (informationellen)
Selbsbestimmungsrechten.

Wenn SB was anderes sagt, ist das nur ein Bluff, um eine Unterschrift zu ergaunern..  ;) 
Lass Dich nicht verhartzen !

Wanderratte

@ Onkel Tom, vielen lieben Dank für Deine Antwort!

Und wie sieht das mit Maßnahmen aus, die nicht ganzheitlich sind (Bewerbungs-Coachings, Ein-Euro-Jobs usw.)? Darf ich da auch sämtliche Unterschriften verweigern? Ich habe nämlich Angst, dass ich demnächst wieder irgendwas, was ich nicht will, machen soll. Bisher habe ich zwei Bewerbungs-Coachings besucht. Beide waren so mies und teilweise auch demütigend, dass ich kein drittes besuchen möchte.

Onkel Tom

Nun, da Du ein Mist schon 2x durchlaufen hast, kannst Du dir aus diesen Erfahrungen
was basteln, einen "wichtigen Grund" zu haben, das dritte Mal ab zu weisen oder ?

Mit bissel Hausaufgaben und Kreativität funzt das schon und Angst hat da nix zu
suchen,weil diese nur dem SB nützlich ist und dich selbst nur blockiert..

Zu den sogenannten "Ermessensfragen" ob eine Maßnahme passt oder nicht, kommt auch
anbei immer auf die Vorgeschichte des Betroffenen an..

Einen Allgemeiner Rat a la "Unterschreibe nie etwas sofort, sondern einsacken und
darüber prüfen/beraten, kann sich jeder Elo so hinter die Ohren schreiben..
Damit sind schon mal gut die Hälfte der möglichen Mausefallen außer Gefecht gesetzt.

Die andere Hälfte geht dann in das Individuelle über.. (Erwerbslosen-Profil etc..)

Bei Zuweisungen, wo keine Einverständnis/Datenschutzeinverständniserklärung
unterzeichnet werden muss, kann ein Widerspruch Abhilfe verschaffen..

Demütigend ? Glaube ich dir auf Wort  ;)
Lass Dich nicht verhartzen !

götzb

Wenn der Erwerbslose nicht unterschreibt und die Maßnahme seitens des Trägers deshalb abgelehnt wird, sind es eher Einzelfälle, das Jobcenter dann erneut in andere Maßnahmen zuweisen. Trotzdem hilft es diese Träger auch als Gegner und Feinde anzusehen und die Dozenten als Bullshit Job Inhaber.
Sabotage als legitimes Mittel gegen Zwangsarbeit und Niedriglohn.

Wanderratte

Zitat von: Onkel Tom am 01:15:40 Di. 18.Juni 2024Nun, da Du ein Mist schon 2x durchlaufen hast, kannst Du dir aus diesen Erfahrungen
was basteln, einen "wichtigen Grund" zu haben, das dritte Mal ab zu weisen oder ?

Mit bissel Hausaufgaben und Kreativität funzt das schon und Angst hat da nix zu
suchen,weil diese nur dem SB nützlich ist und dich selbst nur blockiert..

Zu den sogenannten "Ermessensfragen" ob eine Maßnahme passt oder nicht, kommt auch
anbei immer auf die Vorgeschichte des Betroffenen an..

Einen Allgemeiner Rat a la "Unterschreibe nie etwas sofort, sondern einsacken und
darüber prüfen/beraten, kann sich jeder Elo so hinter die Ohren schreiben..
Damit sind schon mal gut die Hälfte der möglichen Mausefallen außer Gefecht gesetzt.

Die andere Hälfte geht dann in das Individuelle über.. (Erwerbslosen-Profil etc..)

Bei Zuweisungen, wo keine Einverständnis/Datenschutzeinverständniserklärung
unterzeichnet werden muss, kann ein Widerspruch Abhilfe verschaffen..

Demütigend ? Glaube ich dir auf Wort  ;)

@ Onkel Tom, vielen lieben Dank für die sehr ausführliche Antwort! Sie ist für mich sehr hilfreich.

Okay, da werde ich mir etwas überlegen, um den Mist abzuweisen. Aktuell habe ich glücklicherweise noch keinen Termin. Der kommt vermutlich im Juli. Könnte es sinnvoll sein, über die Missstände in den Maßnahmen zu berichten? Allerdings habe ich keine Beweise. Protokoll habe ich auch nicht geführt. Ich war damals einfach noch zu naiv und gutgläubig.

Ich werde versuchen, weniger Angst zu haben. Es ist auch schon ein wenig besser geworden, da ich weiß, dass ich nun nicht mehr alleine mit dem ganzen Mist dastehen muss.

Nicht sofort unterschreiben, sondern einsacken, das mache ich auf jeden Fall, falls mir eine Maßnahme droht. Falls notwendig, werde ich auch einen Widerspruch machen.

Ist mit dem Erwerbslosen-Profil all das gemeint, was ich auch auf ,,Jobcenter Digital" (Lebenslauf usw.) finde?

Es war schon echt krass, was ich in diesen beiden Maßnahmen erlebt habe. Doch scheinbar ist das normal. Nur wusste ich das damals noch nicht. Auf das erste Bewerbungs-Coaching habe ich mich sogar gefreut. Ich ging davon aus, dass ich dann eine super tolle Bewerbungsmappe haben werde. Bei so vielen Terminen und bei dem vielen Geld, was das Ganze dem Staat gekostet hat. Nur leider wurde daraus nichts. Stattdessen hat die Coaching Frau gegenüber meiner damaligen SB einfach behauptet, dass ich einen Ein-Euro-Job machen möchte. Obwohl ich schon Wochen zuvor gesagt habe, dass ich doch keinen Ein-Euro-Job machen möchte. Darauf angesprochen, meinte sie sinngemäß, ja, aber ich könnte mich dort ans Arbeiten gewöhnen. Glücklicherweise konnte ich die Maßnahme noch abwehren.

Das zweite Bewerbungs-Coaching war bezüglich meiner Bewerbungs-Unterlagen ein wenig besser. Dafür war der Coach extrem übergriffig bezüglich einiger Bemerkungen, die  er über mich machte, ohne mich zu kennen. Um nur ein Beispiel zu nennen: Er wollte mir den 16e schmackhaft machen. Er erzählte mir von dem Coaching, dass dies dafür da sei, wenn man an der Arbeit Probleme hat. Als ich ihm dann daraufhin sagte, dass doch überhaupt nicht sicher sei, dass ich Probleme bekomme, meinte er einfach so, dass ich Probleme bekäme und dass ich mir das Arbeiten zu leicht vorstelle. Das alles, ohne mich zu kennen! Als ich ihn dann fragte, ob dieser 16e außer dem Coaching noch weitere Nachteile hätte, sagte er nein. Von der fehlenden Arbeitslosenversicherung usw. war keine Rede. Auch die Ganzheitlichkeit hat er verschwiegen. Und die abschließende Evaluation sah dann so aus, dass der Coach, den ich bewerten sollte direkt neben mir saß und dann auch meinen Zettel mitgenommen hat. Beide Coachings waren Einzelcoachings.
 
Nach dem ersten Coaching dachte ich noch, dass ich wohl einfach nur Pech hatte. Nach dem zweiten Coaching hatte ich das Gefühl, irgendwas stimmt nicht und fragte mich, ob das ganze System hat. Daraufhin  begann ich, im Internet zu recherchieren und die Wahrheit kam ans Licht.

Dennoch hatte alles auch sein Gutes. Ohne diesen Mist hätte ich wohl nie zu diesem Forum hier gefunden.

admin

Zitat von: Wanderratte am 16:00:30 Di. 18.Juni 2024Dennoch hatte alles auch sein Gutes. Ohne diesen Mist hätte ich wohl nie zu diesem Forum hier gefunden.

Hehey, danke für die Blumen.
Fühl dich willkommen!
Wir hoffen, das Forum hat für dich mehr zu bieten, als die Geschichten rund um den Jobcenterblues.

Wanderratte

@ admin

Sehr gerne!

Ich fühle mich sehr willkommen.

Ja, das Forum hat auf jeden Fall noch sehr viel mehr zu bieten. Auch wenn ich nicht so viel schreibe, so lese ich sehr gerne und viel im Forum und habe schon sehr viel gelernt und erfahren.

Onkel Tom

Nun ja, ich habe auch den Eindruck, das diese zwei Bewerbungsterrorkurse
nur ein Gewinn für JC und dem Maßnahmenträger waren. Und da Maßnahmenträger
sich nicht für jeden (äh keinen Elo) krumm machen, ist es dann einfach, nur
nach Schwächen des Teilnehmers zu suchen und darauf ein "Du bist deiner
Erwerbslosigkeit selber schuld !! Also funktioniere so, wie wir das wollen."
zu fabrizieren.. (Psychomanipullation, Willen brechen und danach Willi wieder
rein JC-kompatibel aufbauen..)

Ich empfehle immer, das Maßnahmen-Teilnehmer ein handschriftliches Logbuch
schreiben sollten. So, wie man auch in einer Berufsausbildung ein Berichtsheft
führt. Meistens so nach 1..3 Wochen kommen dann Dinge auf, die einen Grund zur
vorzeitigen Beendigung "aus wichtigem Grund" liefern oder konstruieren lassen.

Wenn deine Bewerbungsmappe auf einen aktuellen Stand (vorzeigbar) ist, wäre
das schon mal der erste Grund, eine Aktivierungsmaßnahme als überflüssig zu
interpretieren.. Weiter sind es sogenannte "ganzheitliche" Maßnahmen, die
nicht nur am Bewerbungskonzept rum fummeln wollen, sondern sich auch brennend
für des Elos Privatangelegenheiten interessieren, die am Ende genau so in Form
von Beurteilungen / Berichterstattung beim SB auf den Tisch landen.

Bei ganzheitlichen Maßnahmen ist eine Unterschrift des Elos erforderlich, das
dies freiwillig angetreten wird. Sonst wären diese Maßnahmen illegal, beinhalten
gar Inhalte, die ohne Freiwilligkeit des Teilnehmers strafbar wären, wie z.B.
das ein Coach unbedingt den Elo in seinem Zuhause besuchen will und anbei einen
heißen Schnüffler-Blick hat, zu sehen wie du lebst und das natürlich genau so
dem SB petzt. Coach und gleichzeitig Petze.. Sone unvertrauliche Mischung gibbet
nur im JC und das ist der privaten Coachingbrance ein Dorn im Auge, zumal die
JC-Coaches nur ein engen Handlungsrahmen im Bereich Coahing haben.

Sowas kann man nicht als Coach bezeichnen, eher als "persönlicher in Arsch Treter".

Wenn Du was sinnvolles vom JC haben möchtest, ist es auch besser, den Kampf um X
auf den schriftlich nachweisbaren Wege zu wuppen und beim JC-Termin immer einen
Beistand mit zu nehmen..

Und bis das JC mal was sinnvolles bewilligt, wie z.B. Echter Weiterbildung oder
Umschulung dauert es und 3..5 Besuche vergehen anbei immer. 1x ohne Beistand ?
Kann sein das dann SB alles verwirft und wieder auf Sinnlosmaßnahme verbraten kommt.

Als Begleiter und Beschau einiger SG-Prozesse musste ich nach der Zeit begreifen,
das BA/JC/MT verlogen arbeiten und das Opfer beim Elo zu suchen ist und der sei
alles dann auch noch selber schuld..

Und Lol.. Da beschweren sich AGs, das sie keine Fachkräfte an die Sonne bekommen ?
Können ja mal als Bündnis den JC-Organismus auf dem Kopf stellen, was sie so für
ein kontraproduktiven Mist bauen, hauptsache sie erhalten ihren eigenen Arbeitsplatz.

Mehr steckt da nicht hinter..  ::) 
Lass Dich nicht verhartzen !

BGS

Auf den Punkt gebracht, Danke dafür.

Solidarische Grüsse an Alle, die mit der BA zu tun haben müssen!

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Wanderratte

@ Onkel Tom, ich bin echt sehr beeindruckt von Deinen ausführlichen Antworten und Deinem großen Engagement, Menschen in schwierigen Situationen zu helfen.

Bewerbungsterrorkurse, genau, das ist der passende Ausdruck dafür. Ich hatte tatsächlich den Eindruck, dass mein Wille gebrochen werden sollte. Aber ohne mich! Ich werde dann erst recht rebellisch. Da ich jetzt weiß, was dahintersteckt. Eigentlich ging ich davon aus, dass die einen ermutigen und motivieren. Doch das Gegenteil war der Fall. Diese Demütigungen haben mich längere Zeit beschäftigt. Und erst jetzt, wo ich die Hintergründe kenne, kann ich damit umgehen und alles richtig einordnen. Ich hatte auch den Eindruck, dass die mir vermitteln wollten, selbst schuld, habe nicht so hohe Ansprüche und sei mit weniger zufrieden.

Weißt Du, ob die Maßnahmenträger auch dann eine Prämie abkassieren, wenn sie in einen Ein-Euro-Job vermitteln?

Das mit dem handschriftlichen Logbuch werde ich gegebenenfalls auf jeden Fall machen.

Ob meine Bewerbungs-Unterlagen okay sind, weiß ich leider nicht so genau. Aber, sollte mir mein SB ein drittes Bewerbungs-Coaching andrehen wollen, dann werde ich fragen, was mit meinen Unterlagen nicht stimmt. Dann käme ja raus, dass im Bewerbungs-Coaching Mist verzapft wurde. Hoffe ich zumindest!

Zitat von: Onkel Tom am Gestern um 00:04:10Bei ganzheitlichen Maßnahmen ist eine Unterschrift des Elos erforderlich, das
dies freiwillig angetreten wird. Sonst wären diese Maßnahmen illegal, beinhalten
gar Inhalte, die ohne Freiwilligkeit des Teilnehmers strafbar wären, wie z.B.
das ein Coach unbedingt den Elo in seinem Zuhause besuchen will und anbei einen
heißen Schnüffler-Blick hat, zu sehen wie du lebst und das natürlich genau so
dem SB petzt. Coach und gleichzeitig Petze.. Sone unvertrauliche Mischung gibbet
nur im JC und das ist der privaten Coachingbrance ein Dorn im Auge, zumal die
JC-Coaches nur ein engen Handlungsrahmen im Bereich Coahing haben.

Sowas kann man nicht als Coach bezeichnen, eher als "persönlicher in Arsch Treter".

Sehr treffend ausgedrückt! Denn das Wort ,,Coach" im Zusammenhang mit dem Jobcenter ist definitiv rufschädigend für echtes Coaching.

Ich hatte vor einiger Zeit wegen einer Weiterbildung gefragt. Leider nur mündlich! Sie wurde abgelehnt. Das hätte mir dieser Maßnahmen Typ eigentlich sagen müssen, dass man so etwas schriftlich macht. Aber na ja, mich erstaunt diesbezüglich nichts mehr.

Ich werde auf jeden Fall dafür kämpfen, keine weitere Maßnahme machen zu müssen.

Und ja, sollte dann trotz aller Anstrengungen dennoch nichts funktionieren, dann könnte ich immer noch, wie Du weiter oben schon vorgeschlagen hast, als Maulwurf fungieren. Damit wenigstens die verschwendete Zeit und die Demütigungen nicht umsonst waren.

Wanderratte

Zitat von: BGS am Gestern um 06:28:05Auf den Punkt gebracht, Danke dafür.

Solidarische Grüsse an Alle, die mit der BA zu tun haben müssen!

MfG

BGS

Dankeschön! Solidarische Grüße auch an Dich, falls Du trotz Auswandern noch irgendwie mit denen zu tun haben musst. Und an alle anderen selbstverständlich auch!

Onkel Tom

@Wanderatte Vielen Dank für die Blumen  :D

Ich weiß, wie das ist, mit dem JC klar kommen zu müssen und ein Bewerbungstraining habe ich
auch hinter mir, vor Harz 4 und war wirklich nur die Bewerbungsmappe aktualisieren und noch
ein bissel blabla, was Bewerber im Vorstellungsgespräch besser machen könnte.

Anbei auch schon Inhalte, die danach klingen "Ja, scheiß drauf wie viel Du verdienst, Hauptsache
findest Fuß in die Arbeitswelt. Also musst Du dich gut verkaufen können."

Fazit: "Biedere dich gefälligst auch den übelsten Ausbeuter an."

Danach habe ich mein Bewerbungskonzept ausgereift, sprich so angepasst, das ich
sie auch vertreten kann.. Schickimiki-Versteckspiel wegen Lücken habe ich erst mal
runter gefahren, das im Lebenslauf auch 2x Arbeitslos-Zeit - Zeilen Platz fanden.

Komisch, das ich danach schon bessere Chancen hatte zu einem Vorstellungsgespräch
eingeladen zu werden. Darauf hatte ich mich speziallisiert..  ;)
Ja, war so.. "Lackaffenmappe durch Ehrlichkeit ersetzt und dann ging das ganze besser,
zumal man Lügen aus der Bewerbungsmappe so schlecht im Kopfe habe.. Watn Kackfeeling.

Meine Erkenntnis daraus und auch durch Kaffeeklatsch mit Insidern bestätigen, das
aufgepimmte Bewerbungen das Gegenteil erzeugen. Sie werden als Lügenblatt im Lebenslauf
entlarvt und wandern wegen "unreal-Musterbewerbung" in die Absagen-Ablage oder Müll.

Nach einen Bewerbungstraining den Schriftstyle (mit dem Dozent zufrieden war) erst mal
ändern, damit nicht jeder AG sofort die Lampe angeht "Ach so, ein Bewerber, der bei
Träger, kenne ma schon bewerbungsfit gemacht wurde"..

Der zweite Durchlauf war schmerzbefreit.. Wiederholungen zum Einschlafen..

Beim ditten Versuch ein Bewerbungstraining ca.6 Jahre später zu absolvieren, wurde mit
den gemachten Erfahrungen und Vorlage aktueller Bewerbungs-Mustermappe torpediert.
Später war JC klar, "Der nicht mehr zum Bewerbungstraining.."


So eine Maßnahme ließe sich ja "etwas vorbereitet" relativ schmerzbefreit überstehen,
solange man die schwarze Pädagogik/Psychomanipulation nicht an sich ran lässt aber
was bei den Maßnahmen meines Erachten das perfideste ist, ist die Beurteilungspraxis,
die im Sinne des § 61 SGB 2 im Hintergrund statt findet.

Die Anleiterschaft ist dazu vertraglich verpflichtet, BA/JC-SB zu berichten, wie sich
ein Teilnehmer in der Maßnahme macht, beziehungsweise seine Beteiligung wird ausgewertet
und dem SB mittels eines Teilnahmebericht serviert..

Von H4-Anfang an bis zum Jahre 2010 wurde dieser Part auch leichtfertig von Anleiterschaft
als Peitsche an Ein Euro Jobbern eingesetzt a la "Wenn Du jetzt nicht das machst was ich
dir sage, ist das eine Arbeitsverwigerung und ich muss den Jobcenter eine Negativmeldung
schicken.."

Solch H4-Schmutz wirbelte ich via SG/LSG auf.. Hatte Trabbel mit meiner Beurteilung
durch zweiten Ein Euro Job, den ich wegen Anschulungsinhalt (Webdesign) freiwillig
absolviert habe.

Anbei wurden "Verstecktes" gelüftet, die es fett hinter den Ohren hatte. Datenbanken
mussten "repaiert" werden, sprich vom Sammelsorium bedenklicher Begriffe im Datenfeld
"Besonderheiten" bereinigt werden. :D

Weiter ging eine Datenbank hops,  :D (jeah besonders cool) die zur
"rechtssicheren Zuweisungspraxis von Ein Euro Jobs" beitragen soll..
Damals hatte Hamburg (2007-2009) satte 8000 Ein Euro Job - Plätze.
(relativ hoch). Heute schon mal eine Null weniger = 800. Händereib..

Die "Mistral Datenbank" war Elos ein Dorn im Auge, da es nur eine Rückmeldung zum
JC gab, wenn kein EEJ ans Bein getackert werden konnte.
Die Info "Der Kunde hat die Annahme der Arbeitsgelegenheit verweigert" wurde auch
schon bei Nichtunterzeichnung der üblen Datenschutzeinverständniserklärung ans JC
gemeldet was prompt dem Elo (Wegen falscher Rückmeldung) ziemlich hilflos 3 Monate
lang 30% Sanktion bescheerte.  >:(

Nach meinem Urteil beim LSG wurde in der Beziehung aufgeräumt und heutige
Beurteilungsinhalte stehen meinem Urteil gegenüber im Graubereich.. Leider..
Die Tendenz "Dem versaue ich durch Beurteilung die Eintragungen" wurde bekämpft
und mit klaren Spielregeln, wie beurteilt werden soll ersetzt.

Jedenfalls wird es heute so gestaltet, das SB sich ein genaues Bild darüber machen kann,
wie Du als Teilnehmer tickst. Aktuell wird sich gern an dem Begriff "Sozialanamese" vergriffen.
Nett, Maßnahmen mit Doktor-Spiele.. Nu dein SB mit Häubchien und erste Hile-Köfferchien ?
:Q
Aber heute kann man sich gegen Verschmutzungen der Arschamtakte viel besser wehren.
Im roten Bereich, wo es um erneute Grundsatzentscheidungen gehen würde, würde ich
anbei meine Akten dazu frei geben. Das was die Jura-Profs so daraus heraus holten
ist etwas verwirrend, weil soo tiefschürfend.

Und für sowas muss der Beurteiler als Verursacher (Korrektur fordern) mit einbezogen
werden, wofür das Zivilrecht zuständig ist.. Das heißt,es kostet dem Elo und da ist
das doch richtig treffend, die Drecksarbeit der Erwerbslosenindustrie zu überlassen..
Das JC verwaltet doch nur Aktenzeichen und dessen Inhalt.

Das wäre erst mal so ein kleiner Anfang, was ein künftiger Maulwurf zum 61ner reflektieren sollte.

Im Normalzustand also immer nach Beendigung einer Maßnahme die Herausgabe aller
Unterlagen anfordern, die im Sinne des § 61 SGB 2 durch die Maßnahme entstanden sind..

Mit den Zertifikaten kann man Popo putzen. Mit der Beurteilung nicht. Sie sagt, was SB
über dich denkt  ;D Das macht JC-Sitzungen einfacher bis attraktiv..  :D  :D

Lol, was positives, was man aus anderem Blickwinkel aus einer Maßnahme heraus ziehen kann :-)
Lass Dich nicht verhartzen !

  • Chefduzen Spendenbutton