Die Kirche als Arbeitgeber

Begonnen von JohannesPaul, 19:19:47 Fr. 23.Mai 2003

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JohannesPaul

Lohndumping mit Gottes Gnade
Vier amtierende und drei ehemalige Verfassungsrichter diskutieren über die Kirchen als rechtsfreie Räume

BERLIN taz  Es klingt nach Bananenrepublik, es passiert in Deutschland. Der zweitgrößte Arbeitgeber (nach dem Staat) muss sich nicht an das allgemeine Arbeitsrecht halten, ja nicht einmal die Grundrechte seiner Beschäftigten beachten: die Kirchen. In ihren Diensten stehen rund 1,3 Millionen Menschen - ohne Streikrecht, ohne Betriebsräte und mit ungewöhnlichen Loyalitätspflichten. Der Ex-Bundesverfassungsrichter Jürgen Kühling will das ändern.

Als Vorstand der Humanistischen Union, einer altehrwürdigen, aber auch etwas kirchenkritischen Bürgerrechtsorganisation, hat Kühling am Wochenende zum ersten Mal die "Berliner Gespräche zu Staat, Religion und Weltanschauung" organisiert - zur Kirche und ihrem Arbeitsrecht. Bisher haben Gesetzgeber und Gerichte das Selbstbestimmungsrecht der Kirchen fast stets höher gewertet als entgegenstehende Rechte anderer. So darf die Kirche Beschäftigte entlassen, wenn sie aus der Kirche austreten, homosexuell sind, einen Geschiedenen heiraten oder Leserbriefe schreiben, die mit der kirchlichen Abtreibungspolitik nicht konform gehen.

Wenn es nach Axel von Campenhausen, dem führenden deutschen Staatskirchenrechtler, geht, soll sich der Staat auch künftig aus den inneren Angelegenheiten der Kirche heraushalten. "Wer Frauen als Priester will, soll evangelisch werden - aber nicht das bewährte Verhältnis von Staat und Kirche in Frage stellen", sagte er in Berlin.

Der Streit entzündete sich allerdings weniger an den rund 36.000 Geistlichen in Deutschland, sondern vielmehr an den über eine Million Beschäftigten in den Sozialeinrichtungen von Diakonie und Caritas. Hier könnten die Kirchen sicher eher abweichendes Verhalten akzeptieren, ohne dass ihre Glaubwürdigkeit leidet. "Die Gerichte haben bisher allerdings gegenüber den Grundrechten dieser Beschäftigten eine gewisse Blindheit an den Tag gelegt", kritisiert Kühling. Und Dieter Grimm, ebenfalls Exverfassungsrichter, schlägt vor, künftig die Rechte von Kirche und Beschäftigten im Einzelfall "abzuwägen". Derzeit gilt allenfalls eine Kontrolle auf grobe Willkür, wie der kirchennahe Arbeitsrechtler Gregor Thüsing erläuterte.

Sonderregeln gelten für die Kirche bisher auch im kollektiven Arbeitsrecht. Es sei mit dem kirchlichen Verständnis einer "Dienstgemeinschaft" nicht zu vereinbaren, so heißt es, Druck auf den Arbeitgeber auszuüben - weshalb kirchlich Bedienstete nicht streiken dürfen. Jetzt hat der Sparzwang auch die Kirchen erreicht. "Das Fehlen von Druckmitteln führt nun faktisch zu Lohndumping", kritisierte der Rechtsanwalt Bernhard Baumann-Czichon. Das Dumping strahle auf die ganze Sozialbranche aus, schließlich beträgt der "Marktanteil" kirchlicher Einrichtungen in der freien Wohlfahrtspflege rund 80 Prozent.

"Darf der Staat mit seinem Geld überhaupt Institutionen unterstützen, die die Grundrechte zurückdrängen?", fragte die amtierende Verfassungsrichterin Renate Jaeger provokant. Sie erinnerte daran, dass die öffentliche Hand den Kirchen rund 90 Prozent der Kosten ihrer Sozialeinrichtungen erstattet und nur ein kleiner Rest von ihnen selbst finanziert wird. Doch statt seinen Einfluss zu nutzen, reduziert auch der Staat lieber Kosten - und überlässt den günstigen kirchlichen Anbietern immer öfter das Feld. Veränderung, glaubt Kühling, wird darum erst eine Veränderung der Rechtsprechung bringen. " CHRISTIAN RATH (taz)

ManOfConstantSorrow

ZitatKatholische Kirche in Hamburg will Millionen sparen

Hamburg (dpa/lno) - Die katholische Kirche im Erzbistum Hamburg will mit einem radikalen Sparprogramm ihre jährlichen Ausgaben um elf Millionen Euro senken. Das hat Erzbischof Werner Thissen nach einem Bericht des "Hamburger Abendblattes" (Dienstagausgabe) beschlossen. Allein die jährlichen Personalausgaben sollen um sieben Millionen Euro verringert werden. Dazu will die Kirche Fremdfirmen beschäftigen oder Ehrenamtliche zu kostenlosen Arbeiten - wie dem Säubern von Kirchen - heranziehen.

dpa/regioline vom 29.03.2004

Kommentar erübrigt sich.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

Große Unruhe unter den Friedehorster Beschäftigten - Friedehorst gründet Verleiharbeitsfirma ,,parat"
,,Parat" heisst die Leiharbeitsfirma, die Friedehorst – größter diakonischer Arbeitgeber in Bremen - im Juli als Mehrheitsgesellschafter zusammen mit kleineren diakonischen Einrichtungen gegründet hat. Die Geschäftsleitung begründet ihren Schritt mit der dringenden Notwendigkeit, Personalkosten einsparen zu müssen. Ursprünglich sollten über die Personalservice-Agentur kurzfristige Personalbedarfe in Friedehorst ausgeglichen werden. Jetzt wird die Einstellung bei ,,parat" zum Regelfall, Einstellungen bei Friedehorst zur Ausnahme..."
Presseerklärung von verdi-Bremen vom 16.09.2005(pdf).
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

25.11.05
Allein in Niedersachsen will die größte evangelische Landeskirche von rund 20.000 Stellen über 6.500 streichen. Zahlreiche Bildungseinrichtungen, Kindergärten und Diakoniestationen sollen geschlossen werden. Kündigungen seien nicht ausgeschlossen. Auch die hessische Landeskirche will ihre Stellen um sieben Prozent kürzen. Anfang der Woche protestierten 700 Angestellte der evangelischen Landeskirche in Bayern gegen die dortige Stellenstreichung.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

,,...Die Diakonie ist damit nicht nur einer der größten Arbeitgeber überhaupt, sondern auch einer der größten Niedriglohn-Arbeitgeber. Für Arbeitsplätze in den W-Gruppen dürfte es jetzt schon so sein, daß das Netto-Gehalt kaum attraktiver ist als SGB-II-Leistungen. Fachkräfte wie Krankenschwestern, Altenpflegerinnen oder Erzieherinnen werden zwar noch relativ gut bezahlt im diakonischen Dienst. Aber auch für sie ist in allen Ländern eine Diskussion über die Absenkung der kirchlichen Tarifgehälter im Gange, im Bereich der Landeskirche Hessen-Nassau wurde sie schon umgesetzt. Deshalb könnte die Befürchtung schon zutreffen, daß man bald keine motivierten Bewerber mehr finden kann, falls die Hartz-IV-Leistungen nicht deutlich gesenkt werden..."

http://www.tacheles-sozialhilfe.de/forum/thread.asp?FacId=429230
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Magnus

Ich habe den nicht ganz unbegründeten Verdacht, dass die Kirche Arbeitsleistung am liebsten als Spende entgegennehmen würde.
Und auch die Vermögensverhältnisse der Kirche gehen sowieso niemanden was an...
Wieso eigentlich nicht? ?(

ManOfConstantSorrow

"An die Synodalen: Denkt daran, der liebe Gott sieht alles!"

So stand auf einem Transparent der 4500 Demonstrationsteilnehmer, die sich gestern in Stuttgart trafen, um gegen einen geplanten Lohnraub der evangelischen Diakonie zu protestieren. Mit der Übernahme der Bundes-Arbeitsvertragsrichtlinien soll eine Öffnung geschaffen werden, um die Löhne und Gehälter der Angestellten zu senken. Es war eine tolle Stimmung unter den Demonstranten. Die Teilnehmer waren aus ganz Württemberg gekommen. So wird von der evangelischen Kirche angestrebt, nicht mehr entsprechend der Ausbildung zu bezahlen, sondern nur noch nach Tätigkeitsmerkmalen. Ähnlich wie bei ERA in den Metallbetrieben. Neuregelung auch beim Weihnachts- und Urlaubsgeld. 50% sollen im November ausbezahlt werden, der Rest im Juli. Aber nur, wenn das Betriebsergebnis positiv ist. Nach Angaben der AG Mitarbeitervertretung sind Lohnkürzungen bis 400,00 Euro monatlich im Gespräch. Besonders betroffen sind v.a. die weniger qualifizierten Berufe: Küche, Putzfrauen usw. Aufruf einer Rednerin: "Nicht schlucken, Feuer spucken" .

(rf-news)
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Strombolli

Meine Frau ist seit Sept 06 arbeitslos. Ehemals Gemeindepädagogin.
Ihre Arbeit wird mehr schlecht als recht von einer oftmals kranken ehemaligen Kollegin übernommen.
Sparzwang, Mobbing und Einbeziehung der Pfarrersfrauen führten zur "betriebsbedingten Kündigung".
Resultat: Umzug, Trennung von den Kindern, Sozialtransfer, Ärger...

Wohin ich auch sehe. Immer wieder die gleichen Muster: Sparzwang, Entlassung, Verlagerung der Erarbeitung des Unterhaltes zu Sozialtransfer,
Verwaltung bleibt weitestgehend bestehen Unternehmen wird insgesamt als erfolgreich hingestellt und die kleinen Mitarbeiter fallen hinten herunter.

Das (eigentlich) unternehmerische Risiko wird an den Staat weitergereicht, dem man dann selbst auch weniger Steuern zahlen will.

Das kann alles auf Dauer nicht gut gehen!
Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig

Kater

lese gerade einen Artikel über das Mitbestimmungsrecht von Personalräten bei der Einstellung von Ein-Euro-Jobbern und stoße dabei auf folgende Institution  8o (lese ja viel, aber davon habe ich noch nie was gehört):

Zitatim November hatte der katholische Arbeitsgerichtshof der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn ein Mitbestimmungsrecht für Ein-Euro-Jobber bei der katholischen Kirche und der Caritas abgelehnt.

Strombolli

Es verwundert mich immer wieder, wieviele "Schreibtische" mit bezahlten Tätern dahinter in D so existieren.

Damit bestätigt sich die Aussage, dass wir viel zu viel Verwaltung haben, die Regeln absondert, welche ihre eigene Existenz rechtfertigen.

Ich glaube nicht, dass IM ERNSTFALL viel Recht für den kleinen Mitarbeiter bleibt. Weder bei den Evangelen, wie bei meiner Frau, noch bei den Katholen.
Schade eigentlich. Die 10 Gebote lehren etwas anderes!

Aber schon bspw. "Du sollst nicht begehren, Deines Nachbarn Hof... usw"
steht im krassen Gegensatz zu unserer Wirtschaftsordnung und ist deshalb eigentlich unvereinbar.

Deshalb ist auch der überwiegende Teil der CSU/CDU Polemik blanke Heuchelei und Doppelmoral.
Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
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CiÄsEy

ich möchte doch auch einmal zu dem ersten Posting was sagen. In einem anderen Thread hab ich ja schon geschrieben, dass ich kirchlich sehr aktiv bin. Und zwar in der kath. Jugendarbeit. Ich bin ein Ehrenamtlicher der Kirche und ab und zu kriege ich etwas mit, von denen, die dort arbeiten.

Und ich kann nur sagen, dass es in den unteren Führungsbereichen ähnlich ist, wie in einem kleinen Handwerksbetrieb, wo der Chef meint, er sei der allmächtige Herrscher. "MAV (Mitarbeitervertretung=Betriebs-/Personalrat) braucht man nicht" und die Arbeit wird zum Teil genau so behindert, wie in großen Konzernen auch.
Der weitere Fehler: Laien werden zu Chefs gemacht. So ist der Kirchenvorstand zwar gewählt, setzt sich aber zusammen aus allen möglichen Bereichen. So fängt unten die Frustration an.

Und woran liegt das? An den Gesetzen. Wie im Ausgangsposting ja schon geschrieben wurde, macht Kirchens seine Gesetze selber. Kein parlamentarisches Gremium mit Oppositionen und großer Öffentlichkeit stimmt über die Gesetze ab. So werden die MAV'en immer noch schlechter gestellt, als die "normalen" Betriebsräte. Ein großer Sprung war es vor einigen Jahren, dass die Arbeit der MAV endlich als Arbeitszeit angerechnet wurde, sofern sie außerhalb der "normalen" Dienstzeit erfolgt. Was blieb einer MAV denn auch anderes übrig, als sich am Abend mit den MAV der anderen Gemeinden mal zu treffen? Hätten sie es während der Dienstzeit getan, hätten sie sich den Spott und Unmut der Chefin aussetzen müssen.
Auch das neue AGG (Gleichbehandlungs Gesetz) ist für die Kirchenmitarbeiter kein großer Wurf. So ist mal wieder Diskriminierung wegen der Religionszugehörigkeit erlaubt worden (§9 AGG).

Und warum? ich sehe ein, dass ein evangelischer Christ kaum katholischer Pfarrer werden kann. Auch gibt es bei leitenden Posten durchaus eine gewisse Loyalität, die es einzuhalten gilt und die man auch verlangen kann. Aber was ist ein Problem daran, wenn eine evangelische Erzieherin in einem katholischen Kindergarten arbeitet? Das einzige Problem kommt doch wohl nur dann auf, wenn die Kinder fragen, woher die Menschen kommen und man wider seines Gewissens die darwinistische Lehre verleugnen muss und mit Adam und Eva beginnen soll. Aber sonst? Gute Pädagogen kann man nicht am Glauben festmachen - jedenfalls nicht zwischen evangelisch und katholisch.

Schließlich macht man ja schon Ausnahmen, auch wenn sie total schräg klingen: Eine evangelische Erzieherin darf für ein Jahr in einem kath. Kindergarten arbeiten. Mehr nicht, da ist dann der Chef dagegen.

Ein Vorschlag wäre doch, ein Arbeitsgesetz für alle! Also wirklich ALLE. Und da darf man sich das beste von allen zusammenschreiben. Zum Teil sind die "Landespersonalvertretungs Gesetze" (noch) besser als das BetrVG. Natürlich nur, wenn unser NRW-Innenminister sie nicht wieder abschaffen oder auswaschen will ;-)
Die MAVO (MAV-Ordnung) sind dagegen ein Witz, also weg damit. Die Kirche muss sparen? Dann kann sie hier gleich anfangen. Sie spart sich damit einen ganzen Verwaltungsapparat und damit hat der Bischof dann auch mehr Zeit, weil er nicht in Konferenzen irgendwelche Gesetze ausknobeln muss. Und endlich dürfen auch die Geschiedenen wieder in der Kirche arbeiten. Und der arbeitslose evangelische Handwerker darf endlich den Hausmeister-Job in der St. Sowieso Gemeinde annehmen, für den sich gerade kein katholischer findet. Und die lesbische Reinigungsfrau auch.
"Wenn man schon auf der Titanic fährt, sollte man zumindest Hein Blöd nicht ans Ruder lassen" Aus: Stromberg
-
"Man muss doch ein auch ein Unternehmen führen können ohne zu einem Arschloch zu mutieren" ("Julian Herzog", RTL-Serie "Alles was zählt")

Schraubenwelle


Efeu

Was haltet ihr von der ACK-Klausel?

"Die ACK-Klausel gilt bindend für leitende Mitarbeiter/innen und Mitarbeiter/innen die in die Mitarbeitervertretungen gewählt werden wollen/sollen, ansonsten gilt sie als Zielvorstellung. Darüberhinaus gilt Sie aber noch weiter: Sie gilt auch für Mitarbeiter/innen, die (bei der Einstellung) einer ACK-Kirche angehörten, diese aber später aus welchen Gründen auch immer verlassen möchte. Ein solcher Austritt wird als grobe Dienstpflichtverletzung gesehen und kann zur fristlosen Kündigung führen." (Zitat von hier.)

Für mich ein grober Verstoß gegen das Antidiskriminierungsgesetz. Zugehörigkeit zu irgendeiner Religion sollte in keinem Fall Kriterium für einen Arbeitsplatz sein.
Finde es ohnehin unmöglich, dass man z. B. in einem sozialen Beruf fast immer gezwungen ist, in der Kirche zu bleiben (sehr viele Krankenhäuser sind z. B. "christlich" geführt). Und das obwohl so viele Verbrechen auf das Konto der Kirchen gehen (//www.kirchenopfer.de) -hiervon ganz zu schweigen...

geschfreak

ZitatOriginal von ManOfConstantSorrow
ZitatKatholische Kirche in Hamburg will Millionen sparen

Hamburg (dpa/lno) - Die katholische Kirche im Erzbistum Hamburg will mit einem radikalen Sparprogramm ihre jährlichen Ausgaben um elf Millionen Euro senken. Das hat Erzbischof Werner Thissen nach einem Bericht des "Hamburger Abendblattes" (Dienstagausgabe) beschlossen. Allein die jährlichen Personalausgaben sollen um sieben Millionen Euro verringert werden. Dazu will die Kirche Fremdfirmen beschäftigen oder Ehrenamtliche zu kostenlosen Arbeiten - wie dem Säubern von Kirchen - heranziehen.

dpa/regioline vom 29.03.2004

Kommentar erübrigt sich.

Leider ist es bei der Kirche mit am schlimmsten siehe EEJ

 :aggressiv>
MFG

geschfreak

Efeu

ZitatOriginal von geschfreak

Leider ist es bei der Kirche mit am schlimmsten siehe EEJ

 :aggressiv>

Wundert mich kein bisschen. Erinnert mich an frühere Zeiten, als die dem hungernden Volk die "Nächstenliebe" predigten und selbst Wein aus goldenen Kelchen soffen. Die Kirche ist einfach nur scheinheilig und falsch -spart sie euch.



ManOfConstantSorrow

Kapitalistische Diakonie

,,Die Namen sind wohlklingend: "Bolero", "Auxilia", "Parat" oder "Dia Logistik". Es sind Leiharbeitsfirmen, mit denen gemeinnützige Unternehmen aus dem diakonischen Bereich ihre Lohnkosten um zehn Prozent und mehr drücken. Jetzt hat die Mitarbeitervertretung der Bremer Stiftung "Friedehorst" sich mit einer Petition an den Bundestag gewand und um Abhilfe gebeten..."
http://www.taz.de/regional/nord/bremen/artikel/?dig=2008%2F02%2F08%2Fa0266&src=UA&cHash=e10a48f80b


Kirchliche Sozialwerke am Scheideweg: McPflege auf evangelisch?

Jeder, der Familienangehörigen in Pflegeeinrichtungen unterbringen muss, stöhnt über die hohen Kosten. "McPflege" findet in der Realität statt, nur sagt es niemand so offen, weil das pietätslos wäre.
http://www.taz.de/regional/nord/bremen/artikel/?dig=2008%2F02%2F08%2Fa0269&src=UA&cHash=114f827e5a
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

,,...Anstatt sich für eine faire Bezahlung einzusetzen verhindern die kirchlichen Arbeitgeber in den Arbeitsrechtlichen Kommissionen die Lohnerhöhungen, die in anderen Branchen und im öffentlichen Dienst schon längst gezahlt werden. Zur Erinnerung: Für die Arbeitsvertragsrichtlinien des Diakonischen Werkes der EKD gab es die letzte Lohnerhöhung im Juli 2004. In 2007 ist das Entgelt sogar im Rahmen der ,,Novellierung" noch weiter abgesenkt worden, viele Kolleginnen und Kollegen bekommen heute noch eine Ausgleichszahlung (Besitzstand). Weitere Verschlechterungen können wir uns nicht leisten – ES REICHT! Wir brauchen eine kräftige Einkommensverbesserung! Wir brauchen endlich einen Tarifvertrag! Wir sind mehr wert! Kommt zur Kundgebung in die selbst ernannte ,,Hauptstadt der Diakonie"! Kundgebung am Mittwoch, den 6. Mai 2009, 12 bis 13 Uhr u.a. mit dem ver.di-Vorsitzenden Frank Bsirske vor dem Johanneswerk, Bielefeld-Schildesche"

http://www.labournet.de/news/2009/dienstag0505.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

In Hannover sollen verschuldete katholische Seniorenheime vom evangelischen Johannesstift übernommen und dabei die Löhne auf Ostniveau gesenkt werden. Nun ist die Aufregung groß. Artikel von Michael Quasthoff in der Taz-Hamburg vom 13.07.2009. Aus dem Text:
ZitatKonfessionelle Übernahmen sind in Deutschland eher selten, doch das soll sich ändern. Wenn alles läuft wie geplant, werden im Spätsommer fünf defizitäre Heime plus eine ambulante Pflegestation der Caritas-Seniorendienste-Hannover gGmbH (katholisch) in den Besitz des Berliner Johannesstiftes (evangelisch) übergehen. Betroffen sind 580 Mitarbeiter und 530 Senioren. Die Protagonisten streiten heftig, ob es sich dabei um ein Schurkenstück oder eine ökumenische Romanze in Moll handelt. ..
http://www.taz.de/regional/nord/hamburg/artikel/?dig=2009/07/13/a0109&cHash=fa78baab1e
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

ZitatKirche unterbietet KircheWarum in der Pflege noch immer keine gerechten Löhne bezahlt werden

In der Politik, im Sport, in der Wirtschaft – da wird mit harten Bandagen gekämpft, und wenn es nach Recht und Gesetz geht, kann man schwer etwas dagegen sagen. Aber in der Kirche, so die Hoffnung vieler, da geht es anders zu. Begriffe wie Lohndumping haben in dieser Welt nichts verloren, oder etwa doch?

In Hannover tobt zur Zeit ein Streit um fünf katholische Altenheime. Und nicht nur die Landesbischöfin Käßmann befürchtet, dass am Ende die kirchliche Glaubwürdigkeit auf der Strecke bleiben könnte. Gottlob Schober berichtet.
http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=4965150/2hqfci/index.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

Zitat,,Der Druck ist kaum auszuhalten!"

,,Wie bereits berichtet, sollen die fünf Altenheime und der Ambulante Pflegedienst der Caritas Seniorendienste Hannover an das evangelische Johannesstift Berlin übergehen. Bevor dies geschieht, sollen mindestens 90 Prozent der Beschäftigten freiwillig auf 13 Prozent Gehalt verzichten – erst dann will das Johannesstift endgültig entscheiden, ob sie in Hannover einsteigen oder nicht. Die Methoden, mit denen die Chefs der Caritas Seniorendienste Hannover diese ,,freiwilligen" Unterschriften der Beschäftigten unter neue abgesenkte Arbeitsverträge erreichen wollen, hat nichts mehr mit christlicher Ethik zu tun. ,,Die Stimmung und das Klima sind miserabel, es herrscht eine Angstkultur. Beschäftigte wagen nicht mehr an das Telefon zu gehen. Die Methoden, mit denen Druck ausgeübt wird sind unvorstellbar. Bis vor 4 Wochen hätten wir uns nicht vorstellen können, dass so mit Beschäftigten in einer katholischen Einrichtung umgegangen wird", so eine Mitarbeiterin, die ungenannt bleiben möchte..."
https://gesundheit-soziales.verdi.de/branchenpolitik/pflegeeinrichtungen
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

"Wir tanzen nicht nach Eurer Pfeife"


Rund 40 Beschäftigte mehrerer Einrichtungen des Evangelischen
Johanneswerks in Lüdenscheid und Umgebung sind gestern erneut
für mehr Lohn auf die Straße gegangen.


Wie schon Anfang Mai trafen sich die Mitarbeiter vor den Toren der Märkischen Werkstätten am Freisenberg. Regnete es damals noch in Strömen, lachte den Beschäftigten gestern die Sonne vom Himmel. Gleichwohl ist ihnen weiterhin nicht zum Lachen zumute.

Verhandlungen festgefahren

Denn: Schon seit dem vergangenen Jahr seien Verhandlungen über eine an sich längst überfällige Lohnerhöhung ,,festgefahren", bedauerte Michael Pottgießer von der Verdi-Betriebsgruppe des Johanneswerks gestern vor Ort. Während die Löhne für soziale Arbeit anderswo in der Branche bereits deutlich gestiegen seien, weigerten sich die Arbeitgeber in der diakonischen Kommission derzeit beharrlich, Angebote vorzulegen, die mit den Vergütungen im Öffentlichen Dienst oder der Caritas vergleichbar wären.

War es im Mai noch ein handfester Streik, organisiert von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, kamen die Beschäftigten gestern alternativ zu einer ,,Aktiven Mittagspause" zusammen. Sie protestierten also außerhalb ihrer Arbeitszeit.

Immerhin: Der Streik vom Mai habe trotz entsprechender Drohnungen seitens der Arbeitgeber ,,bislang noch keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen" gehabt, berichtet Pottgießer. Faktisch habe man das Streikrecht also durchgesetzt. Und die Proteste sollen weitergehen - voraussichtlich Ende September, dann wieder als richtiger Verdi-Streik.

http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/luedenscheid/2009/8/19/news-129857191/detail.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

diakoniearbeiter

Die Diakonie hat nach 5 Jahren (!) endlich beschlossen, ihren Mitarbeitern eine Lohnerhöhung von 4 % zu gewähren. Grund dafür dürft nicht zuletzt die Warnstreiks u. die erneuten Aktionen während der Aktionswoche ab 22.09 sein, wo wieder gestreikt wird. Damit soll den Mitarbeitervertretern und der Gewerkschaft wohl der Wind aus den Segeln genommen werden. Allerdings sind wir auch nach dieser Erhöhung immernoch weit hinter dem öffentlichen Dienst u. anderen Wohlfahrtsverbänden. Mehr dazu findet Ihr unter dem folgenden link: http://gesundheit-soziales.verdi.de/kirchen_diakonie_caritas?searchBr=&x=18&y=9&branchenlist=0301
In Bielefeld findet am 23.09. eine Demo auf dem zentral gelegenen Jahnplatz statt. Wenn ich die Uhrzeit weiß, melde ich mich wieder.

diakoniearbeiter

......und noch ein kurzer Nachtrag: die Arbeitsgemeischaft der Mitarbeitervertretung sieht in der einseitig durch den Arbeitgeber beschlossenen Lohnerhöhung sogar einen "Generalangriff auf die Rechte der Diakoniebeschäftigten" nach "Gutsherrenart". Den sehr lesenswerten Artikel findet ihr hier:
http://www.ag-mav.de/cweb/home/index.html

Kuddel

ZitatArbeitgeber Kirche
Bei Kirchenaustritt Kündigung


Wenn Religion mehr als Privatsache ist: Nicht nur Pfleger und Erzieher im Dienste der Kirche riskieren ihren Job, wenn sie gegen die christlichen Grundsätze verstoßen.
http://www.sueddeutsche.de/karriere/arbeitgeber-kirche-bei-kirchenaustritt-kuendigung-1.963628

Strombolli

Ich glaube an eine gerechtere Welt. Etliches von dem was einem Mann namens Jesus oder ähnlich, in Sachen menschenwürdiges Leben umtrieb, kann ich nachvollziehen und unterstütze dies.

Dies machen viele. Viele schlossen sich zu einer sogenannten Kirche zusammen. Das erforderte Verwaltung ... Geld. Und schon hatten sie letztlich gegen die Überlieferungen ihrer Bibel (Moses, Jesus) verstoßen. Sie zogen in Kriege andere zu bekehren, logen um ihres eigenen irdischen Status willen, behinderten Kultur und Wissenschaft, mordeten und folterten um ihre Macht zu erhalten. Mit ihrem über Jahrhunderte bewahrten Bildungsmonopol legten sie für viele Generationen Verhaltensregen fest, die sich ins Unterbewusste einfraßen. Stets schlossen die Kirchoberen Frieden mit denen, die an der Macht waren. Natürlich gab es auch Menschen in der Kirche, die es für überaus fragwürdig hielten, sich von Sünden loskaufen zu können. Aber letztlich war es schon längst zum "Sündenfall" gekommen. Der eigentliche Gott hieß längst Geld und Macht.

Sind Katholiken deshalb so gut drauf und sorglos rotzig frech im Leben (jede Regel hat Ausnahmen!), weil sie daran glauben, sich von ihren Sünden loskaufen zu können?

Egal. - Jedenfalls haben die Kirchenverwalter längst mit ihrem ursprünglichen Gott gebrochen, leben nicht die überlieferten Tugenden von Moses und Jesus, sondern ergeben sich freudig dem Gott Mammon=Geld.

Und so erklärt sich auch das Verhalten aller kirchlicher Derivate, die von den oberen, irdischen Verwaltungsebenen kommen.
Natürlich sollte man sich aus einer solchen Kirche der Heuchelei und Lüge verabschieden, also austreten.

Aber den Glauben an eine bessere Gesellschaft, verbunden mit einem Leben wo genau daran im Realen, greifbar gearbeitet wird, das erscheint mir OK. Man kann sich auch Christ nennen. Ob man nun herauskehrt an einen anderen Gott zu glauben, als an Geld, ist erstmal egal.

Einen Gott zu personifizieren, ihm ein Bild zu geben, ist (abgesehen vom damit schon gemachten Verstoß gegen seine Regeln!) nur für einfache Menschen von vor zweitausend bis zur industriellen Revolution nachzuvollziehen.

Gott kann auch das Synonym für den Urknall sein oder für den unterschwelligen Konsens der Menschheit nach einem vernünftigen, erfüllten Leben oder für Fantasien des Zusammenhangs von Kosmos und Mikrokosmos ... wie auch immer.

Wichtig ist doch: Menschen sollten ohne anderes auszubeuten, vernünftig und erfüllt leben können! Das sollten sie eigentlich lernen. Die breite Masse sollte intellektuell endlich den Sprung von der vorindustriellen Feudalgesellschaft zur Infomationsgesellschaft mit viel weniger händischer Arbeit zur Kopfarbeit schaffen. Und damit natürlich auch ihre gesamte, bisherige Bewertung von Arbeit über Bord werfen und neu ausrichten.

Mit dieser Vision lebe ich, werde täglich aufs Neue enttäuscht ... als unbedeutendes, im allgemeinen Strom beengtes Sandkorn in der Wüste. Aber wer sagt, das diese Vision nicht eines fernen Tages zu irgendeiner positiv bewertbaren Wirklichkeit wird?   




Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

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Ratrace

Wer aus der Kirche austritt, soll diesen Schritt eben überlegen, was ist denn daran so schwer? Diese ganzen Pappmaché-Agnostiker, die aus dem Laden austreten, weil sie es hip finden und in der Antifa neben dem Pali-Tuch auch die Konfessionslosigkeit zur Peergroup-Duftmarke gehört oder weil es später dann als Halbintellektueller chic und en vogue ist, sagen zu können, man sei konfessionslos, die dann aber rumnölen, weil sie keinen Job im Pflegebereich finden, haben dann eben Pech gehabt.

Wer als Konfessionsloser in einem kirchlichen Verein arbeiten will, ist sowieso schlecht beraten. Laßt die Toten ihre Toten begraben, laßt die Pharisäer unter sich sein. Ein bißchen Stolz und Attitüde darf man doch wohl von jemandem erwarten, der sich beispielsweise auch die Möglichkeit genommen hat, in der Stunde des Todes nach dem Pfaffen zu heulen. Natürlich geht das auch, aber eben das soll ja durchdacht werden. Leute, die ihre Einstellung zu grundsätzlichen Themen nach dem Wind drehen, sind mir zuwider.

Das Problem, daß zu viele soziale Einrichtungen unter der Fuchtel der Kirche sind, steht wieder auf einem anderen Blatt.
Das einzig Freie im Westen sind die Märkte.

Strombolli

Der Argumentation kann ich durchaus folgen, jedoch hat meine Frau es durch für diese Menschen zu arbeiten. Dabei ist zu 90% zu sagen, dass sie nichts mehr mit dem eigentlichen christlichen Gedanken zutun haben. Einen Pfarrer, wie ich ihn in der DDR (!) noch kennenlernen durfte, habe ich in den letzten Jahren vergeblich gesucht. Heuchler und Opportunisten, die ihre Berufung als Job sehen.

In meiner letzten Stunde, werde ich für minimale Zeit wahrscheinlich vor mir selbst stehen und mich fragen: Was hast du aus deinem Leben nun gemacht?
Familienvermögen an betrügerische Drecksäcke verloren, insgesamt zu gutgläubig für diese Welt gewesen, 2 Kinder in die Welt gesetzt, mehr als 25 Jahre mit ner Frau zusammengeblieben, nie in den "Westen" (also über Deutschland hinaus) gekommen [na und?], unzähligen Menschen seit 35 Jahren eine angenehme Zeit beschert, etlichen fiesen Menschen in die Suppe gespuckt ... usw. usw. - Da brauche ich eigentlich keinen Notkonfirmanden als Pfarrer, der eh nicht das ausdrückt was mich bewegt und was ich meiner Familie sagen würde. Wahrscheinlich nehme ich es vorher auf einen Datenträger auf, was ich über mich gesagt haben möchte.

Kirche als Arbeitgeber: Ein ganz böses Kapitel! - Auch sie haben es vergeigt.
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Ratrace

Ich will Dir nicht zu tief reinkriechen, Strombolli, aber ich glaube, Du hast Dir auf dem Sterbebett nix vorzuwerfen, echt nicht. Jedenfalls nicht nach dem zu urteilen, was ich hier von dir bislang gelesen habe und zu kennen glaube.

Mein Ressentiment richtet sich klar gegen Kirchenaustreter, die es unüberlegt tun und auch nicht die Konsequenzen bedenken, die das hat. In meiner Jugend sind die Leute reihenweise ausgetreten, nur um dann, wenn es an einen Job ging, wieder einzutreten. Das finde ich erbärmlich.

Was mein Ableben angeht, so wünsche ich mir nur eines: Wenig Qual, viel Morphium und eine ausgefeilte, gut weiterentwickelte Palliativmedizin. Meine Verachtung für den Klerus ist, ich bin mir da sehr sicher, so sehr ausgeprägt, daß ich nicht der Versuchung erliegen werde, mir eine letzte Ölung verpassen zu lassen. Nee, ich bin da sehr sicher. Für gute Drogen würde ich aber sofort ein paar Jahre der Quälerei eintauschen.

OT: Ich wünschte mir übrigens gesamtgesellchaftlich mehr Nachdenken über Sachen wie Kirche und Glaube auch und gerade in den Momenten, wo plötzlich wieder diese grotesken Massenevents aufgeblasen werden, bei denen dann doch wieder jeder mitmacht. Wenn der Pope wieder mal irgendwo zu einem dieser Jugendtage kommt oder sonst etwas passiert, wo das Event total verschleiert, WER da eigentlich feiert und worum es geht. Zum damaligen Jugend-Kirchentag vor ein paar Jahren, wo Ratzinger anwesend war, möchte ich einfach mal wetten, daß die geforderte Keuschheit weniger vorherrschte als vielmehr ordentliches Gevögel, Pille und Kondom, und das ist erst mal gut so. Falls dem aber so gewesen sein sollte - bei tausenden Jugendlichen schwer anders vorstellbar - dann bitte: Wegbleiben, liebe Kinder, von so einem Event, macht lieber eure eigenen Parties, wo euch keiner diktiert, daß Verhütungsmittel vom Teufel seien.
Das einzig Freie im Westen sind die Märkte.

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