Lechts oder rinks?

Begonnen von cosa, 15:59:18 Di. 20.März 2007

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Kuddel


Fritz Linow

Am Auswurf von diesem Fleischhauer ist so alles falsch, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Genau das weiß er aber auch, denn ganz dumm ist er nicht. Trotzdem kann er es verbreiten, dieser journalistische Landsknecht. Solche Ferkeleien nach bester Herrenrassetradition gibt es tagtäglich zu lesen, allerdings meist in abgeschwächter Form.

Man kann sich zwar prima über Fleischhauer und Konsorten aufregen, -das wollen die ja auch -, aber man sollte auch nicht vergessen, die Strukturen dahinter konkret anzugreifen, Verleger, Besitzer, Gesellschafter usw.

Nebenbei wäre es interessanter, was die BRD vom Nationalsozialismus übernommen hat, so dass sie eben kein Sozialstaat wurde und bis heute nicht ist, um mal auf die Aussage "Hitler hat den deutschen Sozialstaat geschaffen" zurückzukommen. Nipperdey und Springer auf die Fresse!

counselor

Diese These, dass Hitler ein Linker war, waberte auch durch die Pegida-Bewegung.

Man will damit die Linken diskreditieren und die Rechten reinwaschen.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

Eigentlich finde ich die Vertauschung von links und rechts derart plump und dusselig, daß ich mir gar nicht vorstellen konnte, sowas könnte funktionieren. Ich habe mich getäuscht.

Es ist eine erstaunlich wirkungsvolle Nebelgranate, die für Verwirrung sorgt. Ich hatte es auch schon mit Leuten zu tun, die mir erzählten, daß die Antifa faschistisch ist und die NSAP links, das würde man ja schon am Parteinamen sehen, da gibt man sich bereits "sozialistisch".

Eine Grundbildung ist nötig. Sowas müssen wir selbst organisieren. Dieser Coronastillstand ist ja nicht auszuhalten.

Und ja, wir müssen uns um die Medien, ihre Arbeitsweise und die Machtstrukturen hinter ihnen auseinandersetzen. Es ist eine Katastrophe, daß Medienkritik fast nur von rechts kommt.

Ach ja, dieser Fleischhauerfascho war zuvor Kolumnist beim Spiegel.

Kuddel

ZitatNein, die Nazis waren keine Sozialisten

Seit neuestem versuchen Konservative wieder, den »Nationalsozialismus« mit dem Sozialismus gleichzusetzen. Nichts könnte falscher sein.
https://jacobin.de/artikel/nein-die-nazis-waren-keine-sozialisten-geschichtsrevisionismus-nationalsozialismus-hufeisentheorie-historikerstreit/

Onkel Tom

Mit den Link komme ich leider nicht durch. Kann nur Startseite und Manifest einsehen..
Mag das daran liegen, das ich bei denen kein ABO habe ? Cockies habe ich angenommen..
Funzt auf Firefox nicht und Info bleibt mir verschlossen.  :-\
Lass Dich nicht verhartzen !

ManOfConstantSorrow

Ich komme mit dem Link über Firefox problemlos auf den Artikel.
Kein Abo nötig, keine Bezahlschranke.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

dagobert

Bei mir funzt der Link auch.
"Ich glaube, daß man nichts vom Krieg mehr wüßte,
wenn wer ihn will, ihn auch am meisten spürt."
Udo Jürgens (Ich glaube, 1968)

BGS

"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Kuddel

Nebelkerzen und Orientierungslosigkeit

Einerseits tun Medien und Politik alles, zu entpolitisieren und Fronten zu verwischen, andererseits sind Teile der Linken selbst orientierungslos und wirr.
Die Identitätspolitik ist eine Entgleisung auf breiter Front.
Es ist völlig ok, sich über Sprache, Sexualität, Konsum oder Alltagskultur Gedanken zu machen, diese Dinge aber losgelöst von den Macht- und Eigentumsverhältnissen zu behandeln, ist ein politisches Armutszeugnis.

Der Kern der gesellschaftlichen Auseinandersetzung ist die Gegenwehr gegen den Klassenkampf von oben, der Kampf von unten gegen oben, der Habenichtse gegen die Reichen, der Entrechteten gegen die Mächtigen. DAS wäre eine entscheidende linke Position.

Spaltungen entlang Nationalität, Geschlecht, sexuelle Ausrichtung etc. sollten überwunden, statt vertieft werden.

Soziale Selbstverteidigung, ein Kampf der Armen gegen die Reichen ist immer ein Kampf von links. Rechte versuchen manchmal solche Forderungen zu kapern, sie wollen die Verzweifelten für sich gewinnen, doch sie kämpfen nicht gegen soziale Ungleichheit, sie sind der militante Arm der Herrschenden Klasse.

Wenn die Medien jetzt behaupten, die sozialen Proteste kämen von links und rechts oder die sozialen Einschnitte kämen von einer fremden Macht (Putin), dann sind es gefährliche Nebelkerzen.

Damit hat sich auch ein Telepolis Autor beschäftigt:
https://www.heise.de/tp/features/Verarmung-und-Spaltung-neuerdings-nur-durch-Putin-7216949.html

Kuddel

Die Faschos versuchen es schon wieder: Die Umkehrung von links und rechts.

Die Grünen sind neoliberal bis auf die Knochen und in einigen Punkten weiter rechts als die CDU.

Der Spruch "linksgrünversifft" wird weiter gedroschen. Man will nun auf die Sozialproteste die Behauptung tragen, die Grünen Linksfaschisten seien für die Preiserhöhungen verantwortlich. Mit Sprüchen wie "Antifaschisten sind die wahren Faschisten" tun die Rechten so, als wären sie die wahren Antifaschisten.

Wie soll man auf diesen wirren Mist reagieren?


counselor

Wir müssen den Leuten klar machen, dass der Kapitalismus das Problem ist und die Grünen nur den Willen der herrschenden Klasse vollziehen.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

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