Die Antideutschen

Begonnen von Kater, 23:31:29 Mo. 21.August 2006

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Kater

ZitatDie Antideutschen
Sie gehören zu einer rätselhaften politischen Subkultur, und sie irritieren nicht nur die Linke im Land - junge Autonome, die US-Fahnen schwenken und für Israel demonstrieren
Frank Nordhausen

BERLIN. Der Berliner Rechtsprofessor Uwe Wesel ist ein Alt-Achtundsechziger, er hat schon einige Wirrnisse erlebt. "Dass ich aber einmal zusammen mit Anarchisten hinter einer amerikanischen Fahne laufen würde, hätte ich nie für möglich gehalten", sagt er. Er lacht. "Das ist skurril. Aber es geht ja um die Sache. Es geht um Israel."

Es sind 600 meist junge Leute, viele mit schwarzen Brillen, schwarzen Baseballkappen und schwarzen Kapuzenshirts verkleidet, die an diesem Sonntag vor zwei Wochen durch die Spandauer Vorstadt im Berliner Bezirk Mitte ziehen. Die dabei den Davidstern und das Sternenbanner schwenken und Transparente tragen, auf denen "Kein Friede mit den Feinden Israels" steht, und darunter "Antifaschistische Aktion". Die lauthals rufen: "Gegen jeden Antisemitismus, nieder mit Deutschland, für den Kommunismus!"

Etwas weiter hinten hat sich Lea Rosh eingereiht, die Initiatorin des Berliner Holocaust-Mahnmals. Sie hat rein akustisch nichts verstanden. "Wie bitte?", fragt sie, "Was brüllen die?" Sie atmet durch. "Also - das müssen Wirrköpfe sein."

Zwei Wochen zuvor wurden solche jungen Leute in einem ähnlichen Aufzug in der West-Berliner City gesichtet. Allerdings waren sie da nicht in der Mehrheit. Die meisten der mehr als tausend Demonstranten, die für Israel zur Gedächtniskirche liefen, waren nicht schwarz gekleidet, nicht vermummt. Viele gehörten zur jüdischen Gemeinde oder zur CDU. Zum Abschluss sprachen die CDU-Politiker Michel Friedman und Eckart von Klaeden. Zahlreiche Teilnehmer glaubten, die jüdische Gemeinde habe die Demonstration veranstaltet - was nur bedingt zutrifft. Die Gemeinde war unter Zugzwang geraten und hatte sozusagen in letzter Sekunde das Kommando übernommen. Denn angemeldet wurde auch dieser Aufzug von Linksradikalen. Von jungen Deutschen, die sich Antideutsche nennen. Deren Slogan lautet: "Bedingungslose Solidarität mit Israel".

Aus Überzeugung

Mit ihrer unbedingten Solidarität drängen sie sich der jüdischen Gemeinde seit einiger Zeit auf. "Ich denke, wir werden mal ernsthaft mit denen reden müssen", sagt der Berliner Gemeindevorsteher Gideon Joffe. Denn da sind sie nun mal.

"Ich bin für Israel. Ich bin Kommunist. Und aus Überzeugung antideutsch", sagt Thomas Sayinski.

Die Antideutschen sind die wahrscheinlich rätselhafteste politische Subkultur in Deutschland. Die politische Bewegung geht auf die Wende von 1989 zurück, als das Motto "Nie wieder Deutschland!" Tausende gegen die Wiedervereinigung auf die Straße brachte. Aus Furcht vor einem "Vierten Reich".

So sagt es Thomas Sayinski, der eigentlich nicht so heißt. Aber seinen echten Namen möchte er nicht genannt haben. Sayinski ist 27 Jahre alt, groß und schlaksig. Er trägt einen Dreitagebart, auf dem Kopf sitzt die Baseballkappe. Ein Autonomer, und einer jener Antideutschen, die die Linke auf ihren Demonstrationen zur Zeit nachhaltig irritieren. Schon während des Irakkrieges wurden Antideutsche von Versammlungen ausgeschlossen, weil sie sich für den Krieg gegen Saddam Hussein aussprachen und die Nahostpolitik von George W. Bush unterstützten. Sie fielen in Dresden auf, wo sie auf Kundgebungen zum Jahrestag der Bombardierung Transparente zeigten, auf denen "Bomber Harris, do it again" stand.

Doch dann gelang den Antideutschen in diesem Sommer ein ganz erstaunlicher Coup. Zu ihren gemeinsamen Kundgebungen mit jüdischen Organisationen gegen den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad kamen im Juni, anlässlich der WM-Spiele des Irans, mehr als dreitausend Menschen; in Nürnberg sprach neben Claudia Roth von den Grünen auch der bayerische CSU-Innenminister Günther Beckstein. Die Antideutschen zeigten Transparente mit dem Slogan "Für die Freiheit - Viva Israel". Thomas Sayinski muss ein bisschen lächeln. "Viele haben nicht kapiert, wie das zusammen geht, wir und Beckstein." Doch wenn man das gleiche Ziel verfolge, seien eben ungewöhnliche Bündnisse möglich. Aber mit Günther Beckstein, der für linke Extremisten schon Vorbeugehaft forderte? "Ich fand es in Ordnung, dass er sprach", sagt Sayinski.

Auf zwei- bis dreitausend Menschen schätzt Sayinski die Zahl der Antideutschen im Land - ihr Einfluss aber dürfte inzwischen deutlich stärker sein. Frühere antideutsche Vordenker schreiben für große Medien wie Spiegel Online oder die Tageszeitung Die Welt. Es sind die Antideutschen, die immer wieder von einem linken deutschen Antisemitismus sprechen, von jenem "gutmenschelnden Judenhass", wie ihn der Publizist Henryk M. Broder nennt. Publizistischer Frontmann der Antideutschen ist Hermann Gremliza, der altlinke Herausgeber des Magazins Konkret. Er hatte früher noch geschrieben, es handle sich bei Israel um "das staatsförmige Eingreifkommando der USA im Nahen Osten". Nun stellt er fest: "Der Antisemit, sagt Sartre, will den Tod der Juden. Der arabische Antisemit will ihn hier und jetzt."

Koalition des Unvereinbaren

Der Verfassungsschutz urteilt in seinen Berichten, die Antideutschen hielten alle Deutschen für latent faschismusanfällig und wollten Deutschland "abschaffen". Deshalb seien sie auch strikt gegen deutsche Truppen in aller Welt. Und dass Israel nun deutsche Truppen wünscht? "Es steht uns nicht an, Israel zu kritisieren", sagt Sayinski dann. Den Widerspruch bemerkt er kaum.

Und nun? Linksradikale für George Bush? Solidarität mit der CDU? Eine Umwertung aller Werte? "Das deutsche Links-rechts-Schema lässt sich nicht einfach auf Israel übertragen", weicht Sayinski aus. Deshalb bereitet es ihm auch nur wenig Bauchschmerzen, dass derzeit die seltsamsten Koalitionen eigentlich unvereinbarer Gruppen stattfinden: Autonome, CDUler, jüdische Gemeindevorsteher vereint hinter dem Davidstern.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/seite_3/579221.html

Carsten König

ZitatUnd nun? Linksradikale für George Bush?

Es geht einfach um die Überlegung, dass der "normale, westliche" Imperialismus - bei aller Abscheulichkeit und Ausbeutung - doch im Vergleich zu seiner blutsorientierten, völkisch-germanischen Variante nur das kleinere Übel darstellt.

Wenn man nicht in der "besten aller Welten" (Leibniz) leben kann, so darf es auch nicht die "schlechteste aller denkbaren Welten" sein. Dies ist - und die Geschichte liefert dazu Anschauungsmaterial - die Welt des Totalitarismus, ob roter oder brauner Farbe, so ändert sich der Kern der Unfreiheit nicht.

Der bürgerlich-imperialistische Staat muß wenigstens formal die Freiheit anerkennen und setzt sich daher von germanischen Räubereien ab. An diese formale Freiheit kann angeknüpft werden, sie perpetuiert den Gedanken der Freiheit. Die innere Dialektik der bürgerlichen Widersprüche treibt die Geschichte weiter: Es gibt in der bürgerlichen Welt eine Entwicklung.

Die totalitären Staaten KONNTEN nur VERNICHTET werden oder UNTERGEHEN. Dort gab es keine Evolution. Der Grund, warum von einer Wende zu sprechen, sich in der DDR/SBZ eigentlich verbat.

An Deutschland ist etwas furchtbares. All das liebenswerte, strahlend der Deutsche Idealismus, war per se kosmopolitisch.

Anti-Deutsch: ist ANALYTISCH zu kurz gefaßt, es geht darum, das Deutsche zu überwinden, POLITISCH-POLEMISCH kann man freilich so formulieren.

Kater

die Antideutschen und die Arbeitswelt (nicht ganz aktuell...)

http://kf.x-berg.de/forum/thread.php?threadid=915

admin

In diesem Forum gibt es zahlreiche Postings, die ich für politisch falsch und kontraproduktiv halte. Sie bleiben im Forum in der Hoffnung, daß sich politische Fehler in der Diskussion klären lassen.

Faschistische und antideutsche Propaganda werden in diesem Forum nicht toleriert. Diese Grundlage des Betriebs von chefduzen.de ist nicht verhandelbar.

Meine politischen Aktivitäten begannen nicht mit dem Start dieses Forums, sie reichen zurück bis in die 70er Jahre. In den letzten Jahren war ich oft gezwungen, mich mit dem Wirken der Antideutschen auseinanderzusetzen. Ich konnte beobachten, wie die "Mitarbeit" von Leuten aus dieser Szene zu einer Handlungsunfähigkeit politischer und kultureller Initiativen führte und oft deren Ende bedeutete.

Ich habe niemals Nazis und Antideutsche gleichgesetzt. Ihr Gut-Böse-Schema in der Beurteileung von Menschen verschiedener Nationalitäten ist entgegengesetzt. Doch hat ein Gut-Böse-Schema an Hand von Nationalitäten auf einer Plattform der Ausgebeuteten nichts verloren. Die Spaltungslinien anhand von Nationalitität, Ethnie, Religionszugehörigkeit (und ähnliches) gilt es zu überwinden.

Ich halte die Propaganda der Antideutschen für nicht tolerierbar, eine krude Mischung aus marxistischem Vokabular, Islamophobie, Ausrichting an nationolen Kategorien und heimlicher Krieglüsternheit.

Letzteres ist in meinen Augen am unerträglichsten. Diese beginnt mit der Glorifizierung des Kriegsverbrechers Arthur Harris, in der antideutschen Parole: "Do it again, Bomber Harris!"

ZitatHarris trat 1919 in die Kgl. Luftwaffe ein und diente unter anderem in Britisch-Indien, im Irak und im Iran. Von 1930 an war er im Luftstab für den Nahen Osten tätig, wo er an der blutigen Niederschlagung verschiedener Aufstände der dortigen Bevölkerung gegen die britische Kolonialherrschaft beteiligt war. Dabei setzte er Streubomben, Tretminen und Giftgas gegen die Zivilbevölkerung ein. Er begründete dies damit, dass seiner Ansicht nach Araber und Kurden nur eine Politik der harten Hand verstünden.
(Wikipedia)

Grundsätzlich wird versucht, Kriegsführung als legitimes Mittel in der Durchsetzung politischer Interessen, zu rehabiltieren. Der 2. Weltkrieg wird als Beleg für die Richtigkeit dieser These angeführt, denn dieser habe ja den Faschismus beendet.

Ich möchte an dieser Stelle die Lektüre der aktuellen (Dez. 2008) Sonderausgabe der Gruppe Arbeiterpolitik "Bombenkrieg und Klassenkampf" empfehlen. Da über 60 Jahre nach dem 2. Weltkireg ein US Politiker die verheerenden Luftangriffe auf Deutschland und Japan als Vorbild für heutige Luftangriffe anführt, "Offensichtlich haben wir die Iraker nicht genug schockert. Anders als Deutschland und Japan nach dem 2. Weltkrieg war der Irak nicht ausreichend traumatisiert."(Richard Armitage, Ex-US-Vizeaußenminister) macht man sich daran, dieses Thema aus linker Position zu analysieren. Es wird hier belegt, daß dieser Krieg weniger gegen den Faschismus geführt wurde, denn gegen das Proletariat. Statt Industrieanlangen und mitärische Ziele zu bombadieren, wählte man Wohngebiete.

ZitatDie historische wie rechtliche Qualifizierung der alliierten Luftkriegsstrategie und damit der Position Harris' bleibt umstritten. Nach sachlichen oder militärischen Kriterien war die gezielte Zerstörung von Wohngebieten und Innenstädten zweifelhaft. Die Angriffe waren formal ein schwerwiegender Verstoß gegen das Kriegsrecht.
(Wikipedia)
Wenn das Heft im politischen Buchhandel nicht erhältlich sein sollte, kann man es über die Herausgeber beziehen: www.arbeiterpolitik.de

Es ist nun auch wenig verwunderlich, daß die Antideutschen den "Krieg gegen den Terror" mit all seinen Konsequenzen unterstützen, sei es seitens der USA oder Israels.






alfred

To be is to do (Socrates), To do is to be (Sartre), Do be do be do (Sinatra)

Spiekeroog-Horst

Hab den Stil aus ner Single-Börse

tapp tapp tapp hereinmarschiert:

http://www.youtube.com/watch?v=i7__yCAfxKk&

tapp tapp tapp herausmarschiert.

Abraxas

warum palestina? nach allem was deutsche den jüdischen menschen angetan haben wäre es doch fair ihnen bayern zu geben.
"es ist eine dumme idee menschen schlecht zu behandeln, die mit deinem essen alleine sind"

Hakuna_Matata

Zitat von: Abraxas am 20:02:15 Sa. 10.Januar 2009
warum palestina? nach allem was deutsche den jüdischen menschen angetan haben wäre es doch fair ihnen bayern zu geben.
mensch das war meine idee..

Ziggy

Wenn schon, dann Österreich.
Um seine Liebe zu beweisen, erklomm er die höchsten Berge, durchschwamm die tiefsten Meere und zog durch die weitesten Wüsten. Doch sie verließ ihn – weil er nie zu Hause war.

hanni

Zitat von: Ziggy am 22:28:44 Sa. 10.Januar 2009
Wenn schon, dann Österreich.

Das kannst Du den Israelis doch nicht ernsthaft antun wollen?

admin

Die Antideutschen mögen längst ihren Zenit überschritten haben, doch sie treiben weiter ihr Unwesen.
Es ist das Resultat aus wenig Wissen und fehlender Diskussion innerhalb der Linken. So tummeln sich diese Vollidioten u.a. innerhalb der Antifaszene...



Ich zitiere jetzt nochmal, was ich bereits vor Jahren in desem Thread geschrieben habe:

Zitat von: admin am 16:18:13 Sa. 10.Januar 2009

Ich halte die Propaganda der Antideutschen für nicht tolerierbar, eine krude Mischung aus marxistischem Vokabular, Islamophobie, Ausrichting an nationalen Kategorien und heimlicher Krieglüsternheit.

Letzteres ist in meinen Augen am unerträglichsten. Diese beginnt mit der Glorifizierung des Kriegsverbrechers Arthur Harris, in der antideutschen Parole: "Do it again, Bomber Harris!"

ZitatHarris trat 1919 in die Kgl. Luftwaffe ein und diente unter anderem in Britisch-Indien, im Irak und im Iran. Von 1930 an war er im Luftstab für den Nahen Osten tätig, wo er an der blutigen Niederschlagung verschiedener Aufstände der dortigen Bevölkerung gegen die britische Kolonialherrschaft beteiligt war. Dabei setzte er Streubomben, Tretminen und Giftgas gegen die Zivilbevölkerung ein. Er begründete dies damit, dass seiner Ansicht nach Araber und Kurden nur eine Politik der harten Hand verstünden.
(Wikipedia)


schwarzrot

Scheisse, die antideutschen ham mal wieder was hinbekommen, die reste der piratenpartei versenken und die progressiven kräfte zwischen den reaktionären 'sozialdemokratischen' konservativen und den (ebenfalls reaktionären) 'antideutschen' (die revolutionäre inhalte nur als pose verstanden haben) zu zerreiben:
ZitatBERLIN taz | Die Piraten diskutieren derzeit darüber, wo die Partei sich im politischen Spektrum verorten soll. Die Vorstände mehrerer Landesverbände werden auf der nächsten Mitgliederversammlung Anträge einreichen, die die Piraten ausdrücklich als ,,sozialliberale Partei" positionieren. Die Landesvorstände reagieren damit auf das ,,Bombergate", das die Piraten bereits seit Tagen beschäftigt.

Am 13. Februar hatten zwei Piratinnen in Dresden dem britschen Luftwaffenbefehlshaber Arthur Harris für die Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg gedankt. Die eine Piratin: Anne Helm, die auf Platz fünf der bundesweiten Liste für die Europawahl kandidiert und einzieht, wenn die Piraten fünf Prozent bekommen. Die andere: Mercedes Reichstein, die in Berlin als Landesvorsitzende kandidiert und am 7. Februar aus Protest gegen Putin eine Brandflasche auf die russische Botschaft in Berlin geworfen hatte.

Die Debatte bei den Piraten nahm zunächst nur langsam an Fahrt auf, denn die beiden Piratinnen waren nicht unmittelbar zu erkennen: Sie hatten sich maskiert und die Aktion nicht unter Piratenflagge, sondern mit dem Femen-Symbol der zwei Kreise mit einem senkrechten Strich (symbolisiert Eierstöcke) ausgeführt.

Femen allerdings distanzierte sich per Facebook von der Aktion: ,,Wir bedauern, dass eine Aktivistin die Initiative ergriffen hat diese Aktion durchzuführen, welche weder mit der Ideologie noch mit dem FEMEN-Hauptoffice übereinstimmt."

Femen wies auch darauf hin, die Gruppe stehe ,,für Frieden und Gewaltlosigkeit und kann den Slogan zur Unterstützung vom dem Tod von tausenden unschuldigen Opfern in Dresden nicht unterstützen. Krieg bedeutet Tod und großes Leid, vor allem für Frauen und Kinder."

...

Linksradikal oder sozialliberal?

Bei der Piraten bricht nun wieder die Auseinandersetzung aus, wie sie sich eigentlich positionieren wollen: Als antideutsche Linksradikale oder als gemäßigte Sozialliberale? Zuletzt kochte die Debatte im Januar hoch, als einige Mitglieder kritisierten, dass in der Veranstaltungshalle eine Antifa-Fahne und die schwarz-rote Fahne des Anarchosyndikalismus hing.

...
http://taz.de/Dresdener-Bombergate/!133432/

So wird das bei der europawahl für die 'piraten', mit ziemlicher sicherheit ein eigentor.

Kann den admin zu dem oben nur zustimmen!

Schlimm auch, dass die FAU (östliche-)syndikate duldet, die von 'antideutschen' dominiert werden und offen den anarchosyndikalistischen grundsätzen widersprechen.
"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht

Rudolf Rocker

ZitatSo wird das bei der europawahl für die 'piraten', mit ziemlicher sicherheit ein eigentor.

Hoffentlich!
Solche Leute wie Marina Weisband die sich auf dem Maidan mit Faschisten solidarisiert und behauptet, das Swoboda doch in keinster Weise mit der NPD vergleichbar wäre, dürfen auf gar keinen Fall irgend ein politisches Mandat ausüben.

Politiker die dumm wie 10 Meter Feldweg sind haben wir schon mehr als genug!! >:(

schwarzrot

Zitat von: Rudolf Rocker am 10:29:31 Fr. 21.Februar 2014
Hoffentlich!
Solche Leute wie Marina Weisband die sich auf dem Maidan mit Faschisten solidarisiert und behauptet, das Swoboda doch in keinster Weise mit der NPD vergleichbar wäre, dürfen auf gar keinen Fall irgend ein politisches Mandat ausüben.

Politiker die dumm wie 10 Meter Feldweg sind haben wir schon mehr als genug!! >:(
Da weisst du mehr als ich. Da ich ja leute mag, die informiert sind: Kannst du mir deine infos zeigen, für welches 'piraten'-amt sie in der europa-wahl kandidiert, bzw. von welchem 'mandat' du sprichst?

Zitat
Was denkt Deutschland?

Zu den aktuellen Themen | Impressum
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Bild, Mo 14.01.2013 22:21 politikerin
Playboy-Wahl - Marina Weisband heißeste Politikerin Deutschlands

2012 zog sie sich aus der aktiven Politik zurück: Doch noch immer lässt Marina Weisband Männerherzen höher schlagen.Foto: dapd Nachricht lesen...
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Statistik Hamburger Abendblatt, Fr 21.12.2012 12:48 weisband, piraten
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Statistik Shortnews, Fr 21.12.2012 11:03 weisband
Ex-"Piraten"-Politikerin Marina Weisband kandidiert nicht für Bundestag

Sie war das Zugpferd der Piratenpartei, doch nun hat sich Marina Weisband endgültig dazu entschlossen, der Politik den Rücken zu kehren. [...] Nachricht lesen...
http://www.weltflimmern.de/marina%20weisband
"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht

Rudolf Rocker

Danke, schwarzrot, wenn ich Dich nicht hätte!
Ich hab den Unterschied zwischen "war" und "ist" mal wieder überlesen! ;D ;D

Vieleicht sollte ich bei denen mal anheuern. Ich bin ja auch nicht schlauer! ;D

Aber mal im ernst!
Sie ist 2012 bei den Piraten ausgetreten, weil sie die rechten Strömungen nicht tolerieren konnte (was sehr, sehr löblich ist) und zwei Jahre später verharmlost die gleiche Frau die Swoboda?
Kann ich nicht nachvollziehen!

PS:
Ok, zur Strafe schwimme ich jetzt einmal nackt durch die Spree und wieder zurück! ;D ;D

ManOfConstantSorrow

ZitatMercedes Reichstein, die in Berlin als Landesvorsitzende kandidiert und am 7. Februar aus Protest gegen Putin eine Brandflasche auf die russische Botschaft in Berlin geworfen hatte.
Will sie sich bei John Kerry und Steinmeier beliebt machen?
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Rappelkistenrebell

Albino - Ein falsches Spiel

,,Ein falsches Spiel"
Rapper Albino mit einem neuen Song gegen ,,antideutschen" Neokonservatismus und das affirmative Schweigen der deutschen Linken



Albino - Ein falsches Spiel//http://



Die Bandbreite: Der Anti-Deutsche

Wie kommt man als Linker dazu, Kriege gut zu heißen und menschenverachtender und rassistischer Politk sein Ok zu geben? Dieser Track gibt euch die Antwort.
Anti-Deutsche glauben, dass alle Deutschen genetisch so veranlagt sind, dass sie früher oder später zu Nazis mutieren und deshalb ausgerottet werden müssen. Rechtsradikale gibt es eben nicht nur bei der NPD.


Die Bandbreite: Der Anti-Deutsche//
Gegen System und Kapital!


www.jungewelt.de

admin

ZitatSchlimm auch, dass die FAU (östliche-)syndikate duldet, die von 'antideutschen' dominiert werden und offen den anarchosyndikalistischen grundsätzen widersprechen.

Das ist ja entsetzlich und war mir nicht bekannt.

Ich hatte mich ja schon genug geärgert über eine antideutsche Veranstaltung in der Alten Meierei, einem Kieler autonomen Treffpunkt.
Die Erben der Hausbesetzerbewegung trampeln auf dem herum, wofür ihre Vorgänger gekämpft haben.
Ich dachte, das seien die letzten Zuckungen einen schrumpfenden Szene.

Die letzten Hochburgen habe ich allein in Leipzig und Hamburg vermutet.
In Leipzig mit dem Conne Island, dem Zentrum, in dem Bands ihre Songtexte dem Zensurbüro vorlegen müssen und wenn sie sich weigern auf beispielsweise "antiamerikanische" Songs zu verzichten, gibt es Auftrittsverbot.

Hamburg ist auch schlimm. In den sogenannten Freiräumen, wie Bauwagenplätze und auch in der Roten Flora sind die Verhältnisse zwischen linken und antideutschen Positionen etwa fifty-fifty. Beim Radio FSK (dem aus dem Piratenradio der Hafenstraße hervorgegangenen Radioprojekt) haben sie mit z.T. physischer Gewalt die zentralen Positionen übernommen und Widersachern schlichtweg den Zugang zum Sendestudio verwehrt. Daß in Hamburg die FAU zu einem Teil antideutsch ist, hat ja überregional Schlagzeilen gemacht.

Ich kann mich nur wiederholen: Es fehlt an einer ernsten politischen Auseinandersetzung. Es geht um eine politische Grundlage. Es reicht ein subkulturelles Gruppengefühl, das sich auf ein gemeinsames Vokabular, einigen modischen Accessoires und bestimmten Konzerten und Demos auf denen man sich trifft, für einen lockeren Zusammenhalt, hat aber nichts mit Politik zu tun. Politisch gibt es keine gemeinsame Basis. Leute, denen das egal ist, beweisen auch nur, daß es ihnen nicht um politische Inhalte geht.

Man kann einfach nicht gleichzeitig Antifa und islamophob sein.
Man kann auch nicht in einer linken Basisgewerkschaft Mitglied sein und gleichzeitig den Klassenkampf negieren.

Ich habe mehrfach versucht mit Aktivisten der FAU darüber zu diskutieren. Mir wurde nur gesagt, ich hätte das Prinzip der FAU nicht verstanden und es sei unmöglich in die Autonomie der einzelne Syndikate einzugreifen.

Wenn die FAU tatsächlich unfähig ist, sich mit diesem grundlegendem Problem auseinanderzusetzen, dann ist sie als Gewerkschaft unbrauchbar.
Eine Gewerkschaft, die neoliberale Positionen akzeptiert, ist keine.

Rudolf Rocker

Och, nö! Nicht die FAU auch noch! >:(

Hier bei uns in der Region, haben die Antideutschen es geschafft, Antifastrukturen, die seid vielen Jahren bestanden zu spalten.
Als Folge lösten sich viele Gruppen auf und übrig blieben die Antideutschen- Strunzblöd- Kiddies.

Rappelkistenrebell

"Antideutsche" sind philosemitische Faschisten und somit sind sie als Verbrecher zu behandeln!

Hier mal zwei ihrer Beispiele:

Einmal politisch korrekter Rassismus




und dann ein Beispiel politisch korrekten Feminismus als Aufruf zur Massenvergewaltigung deutscher Frauen.....





wie wir sehen, gibt es Faschisten nicht nur in der NPD. Ich behaupte sogar, daß die meisten Faschisten in Deutschland in anarchistischen Strukturen organsiert sind....
Gegen System und Kapital!


www.jungewelt.de

Kuddel

ZitatIch behaupte sogar, daß die meisten Faschisten in Deutschland in anarchistischen Strukturen organsiert sind....
Ach Rappelkistenrebell  :rolleyes:

schwarzrot

Zitat von: admin am 13:02:36 So. 23.Februar 2014
Ich habe mehrfach versucht mit Aktivisten der FAU darüber zu diskutieren. Mir wurde nur gesagt, ich hätte das Prinzip der FAU nicht verstanden und es sei unmöglich in die Autonomie der einzelne Syndikate einzugreifen.
Die autonomie der syndikate wäre nicht das problem. Die FAU bekommt es ja auch hin, dass keine nazis in der FAU und auch die sexisten und homophoben sich in der FAU in grenzen halten.

Zitat von: Rappelkistenrebell am 13:40:48 So. 23.Februar 2014
Ich behaupte sogar, daß die meisten Faschisten in Deutschland in anarchistischen Strukturen organsiert sind....
Jaja, Rappel. Dass du das behauptest, wundert mich nicht!  ;D
Die MLPD-sekte hält vermutlich auch Stalin für den verkanntesten humanisten europas.  :D
"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht

Kuddel


Rappelkistenrebell

Natürlich war meine These sehr provokant. Aber die FAU-Sekte sowie die anderen Anarchistensekten müssen sich die Frage stellen lassen, wieso sie Rassisten und Faschisten in ihrern Reihen dulden!  ;D

Gegen System und Kapital!


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Rudolf Rocker

Zitatwie wir sehen, gibt es Faschisten nicht nur in der NPD. Ich behaupte sogar, daß die meisten Faschisten in Deutschland in anarchistischen Strukturen organsiert sind....

Hää?
Warum steht dann auf dem Transpi von denen "Kommunismus?"
Und warum schreiben die Antideutschen immer "für den Kommunismus"?

Scheinen wohl doch Leute von der MLPD zu sein!

Mit abstand Lächerlichste Partei Deutschlands!

admin

Liebe Leute,
kriegt euch mal wieder ein. Die Anpisserei bringt niemanden weiter.
Ich bin erstmal glücklich darüber, daß dieses Forum von Leuten unterschiedlicher politischer Ausrichtung genutzt wird und halte das für eine Stärke der Plattform.

Ich habe hier kritische Worte über die FAU fallen lassen, auch in der Hoffnung, daß Kritik von Außen auch in der Organisation diskutiert wird.
Ich halte auch eine kritische, aber inhaltliche Auseinandersetzung mit der MLPD für sinnvoll. Bisher wurden Ansätze dazu von Rappelkistenrebell ignoriert. Eine reines Auseinandernehmen von außen ist nur eine halbgare Sache, Betroffene sollten auch reagieren können. Aber bitte sachlich. Und in einem anderen Thread.


Fritz Linow

Viel langweilig, viel Geschwurbel, viel lang:
konkret-Kongress 1993 – Was tun?

https://www.youtube.com/watch?v=Q1whzjAbVrI

Es Lohnt sicht trotzdem, hier und dort mal reinzuhören. Für eine Diskussion über eine bedeutungslose Linke am lauschigen Lagerfeuer durchaus brauchbar. Kleiner Lichtblick ist Karl Heinz Roth ab 1:07:50.

Kuddel

Ja, Karl Heinz Roth ist ein wirklich schlauer Kopf, den ich sehr schätze.
Ich frage mich, was er auf einem Konkret Kongress machte.
Wenn ich mich recht erinnere, hielt ich bereits 1993 die Konkret für unlesbar. Das Blatt war der Wegbereiter der Antideutschen.

Das reaktionäre blöde Pack sitzt nicht nur in der Roten Flora oder beim Radio FSK, sondern deren propagandischer Dünnschiß ist Mainstream, er findet sich wieder in der Bildzeitung, in Regierungserklärungen, der SPD oder bei den Grünen. Es dürfte nicht mehr lange dauern, bis alle sozialen Kampfe als antisemitisch denunziert werden. Bei der Gelbwestenberichterstattung gab es die ersten Kostproben davon.

Fritz Linow

Ein Prachtexemplar:

Zitat von: gideon am 16:24:10 Do. 30.Januar 2020
Zitat von: Kuddel am 18:24:38 Mo. 23.Dezember 2019
Hermann L. Gremliza hat auch endlich ins Gras gebissen. Möchte nicht wissen, was für ein Arsch nun die KONKRET führt.
Zitat von: Fritz Linow am 20:25:54 Mo. 23.Dezember 2019
Wer einen Nachruf in der FAZ bekommt, liegt völlig zu Recht in der Grube.
Zitat von: Fritz Linow am 21:49:46 Mo. 23.Dezember 2019
Er hatte zuviel Adorno getrunken und ... maßgeblich dazu beigetragen, dass linke Politik eher eine intellektuelle als eine praktische Angelegenheit ist.
... seiner Rolle als Geburtshelfer der Antideutschen ...
... gleichwohl kann linke Politik nur aus der Schockstarre herauskommen, wenn man Gremliza und Konsorten überwindet.
Zitat von: counselor am 00:48:05 So. 19.Januar 2020
Wer anderen -wie Gremliza- "Antisemitismus" vorwirft, weil sie den Kampf der Palästinenser gegen die imperialistische Politik Israels unterstützen, hat jedenfalls ein ganz schönes Rad ab.
Zitat von: Kuddel am 09:37:35 So. 19.Januar 2020
Wenn du [Antideutscher] das reale Leben nur ein Fünkchen kennen würdest, wüßtest du, daß das einfache Volk schon immer aufgeatmet hat, wenn Tyrannen, deren Lakaien, Sklaventreiber und sonstigen Handlanger der Mächtigen ins Gras gebissen haben. ...
Diese Szene Bekloppter [Antideutscher] interessiert sich nicht für die herrschenden Machtverhältnisse oder die Ungerechtigkeiten dieser Welt. Sie ist einzig und allein darauf fixiert, Linke anzugreifen und emanzipatorische Entwickungen zu lähmen. Die Antideutschen bewegten sich gern im Windschatten ihres großen Fabulierers Hermann L. Gremliza.
Das Aufatmen beim Abtritt eines gefährlichen Schwätzers hat nichts mit "Freude an der Vernichtung" zu tun ...
Zitat von: counselor am 10:12:16 So. 19.Januar 2020
Die Antideutschen sind reaktionär, weil sie die Klassenfrage leugnen. Sie selbst sind weltanschaulich nationalistisch, religiös beziehungsweise rassistisch, weil sie die religiöse und ethnische Herkunft und Zugehörigkeit zur entscheidenden Frage erklären - und nicht die Klassenfrage.
Sie tragen damit wesentlich dazu bei, dass es für viele Menschen immer schwieriger wird, zu unterscheiden, was rechts ist, und was links.
Nach ihrer Lesart ist das israelische zionistische Regime mit allen Mitteln zu verteidigen, nur weil es angeblich jüdisch sei. Die arabischen Massen seien dagegen faschistisch, weil die meisten Menschen dort an den Islam glauben. Die deutschen Arbeiter werden als faschistisch verunglimpft, bloß weil sie deutsch sind. Die faschistoide US-Regierung wird verteidigt, weil sie Israel schützt.

Wer ein bisschen weniger getrunken hätte und stattdessen vielleicht ab und zu mal ein paar Zeilen von Adorno gelesen oder ein paar Minuten Mitschnitte von Radio- oder Fernsehsendungen mit ihm gesehen oder gehört hätte, der könnte im besten Falle nicht nur ein wenig verständiger über die Klassenfrage in unseren Zeiten schreiben und ihm wär mit Glück mehr vom Verhältnis von Theorie und Praxis bewusst. Vielleicht wüsste er dann auch was über das Besondere des Nationalsozialismus, die negative Aufhebung das Kapitals, das Gefährliche von Massenbewegungen, die Herrschaft von Rackets.

Aber das braucht es natürlich alles nicht, ist nur intellektuelles Geschwätz, was lebens- und praxisfremd ist - ja, schlimmer noch: die richtige Praxis/linke Politik behindert und einem nicht mehr erlaubt, das schwarz-weiße Weltbild vom gutem, linken Proleten (und ein paar arbeitsfernen Proletkult-Fetischisten) und bösem, rechten Kapitalisten (und seinem gigantischen Unterdrückungsapparat) aufrecht zu erhalten.

Dabei bräuchte es hier noch nichtmal die Auseinandersetzung mit Adorno oder Kritischer Theorie. Es könnte schon reichen, wenn man den guten alten Marx ein wenig genauer studiert hätte - diesen aufrechten Arbeiter, der Jahrzehnte seines Lebens dem praxisnahen Wälzen und Schreiben von Büchern widmete. Es gibt kein Ausserhalb des Kapitalismus, der Arbeiter produziert auch sich, ist Produkt des Kapitalismus, ist von ihm durchdrungen, so, dass er kapitalistisch denkt, zum kapitalistischen Denken gezwungen ist. Auch wenn er objektiv der Antagonist des Kapitalisten ist, muss das, was er denkt und tut, lange nicht das Richtige sein und auch nicht mit Notwendigkeit auf das Richtige hinauslaufen. Und ebenso kann das, was Kapitalisten tun, auch objektiv zu einem besseren Leben für viele führen. Es ist also leider nicht ganz so einfach. Und es nötigt einem - wenn man es ernst meint - so viel genaues Hinsehen und Verstehen und Abwägen in konkreten Situationen ab; mehr jedenfalls als wenn man mit der Pulle in der Hand über den gut gekleideten upper-class man an der Abendkasse im Theater lästert, der sowieso längst aus der Zeit gefallen ist.

Solange es solche reflexionsfernen Agitatoren wie euch gibt, bin ich froh, dass die viel beschworene Revolution tatsächlich so fern liegt wie sie es tut, dass den Meisten der von euch beklatschten Arbeitern eure "Emanzipation"/das Wohl, was ihr für sie bereit haltet, am Arsch vorbei geht und es ihnen - wenn überhaupt - ganz kapitalistisch-egoistisch um die Verbesserung ihrer eigenen Lebensverhältnisse geht und dass die von euch vorgestellte linke Politik ein Randdasein fristet.

Und auch, wenn es um das geht, was "deutsch" bzw. "antideutsch" ist, könnte ein kleiner theopraktischer Exkurs Wunder wirken. Es gäbe da wenigstens zwei ältere Schriften:
Karl Marx - Die deutsche Ideologie
Theodor W. Adorno - Jargon der Eigentlichkeit. Zur deutschen Ideologie

Und dann z.B. auch dies:
Zitat
"Antideutsch" ist zunächst ein Etikett, das man Leuten aufgeklebt hat, die immer noch nicht davon lassen können, ihren Mitmenschen mit der ständig wiederholten Frage auf die Nerven zu gehen, wie sie es mit dem kategorischen Imperativ halten, alle Verhältnisse umzustoßen, in denen der Mensch ein geknechtetes, ein ausgebeutetes Wesen ist.
Manfred Dahlmann, Antideutsch


Ganz am Rande: Interessant auch das Bedürfnis hier nach "klaren Worten" oder daran, Sachen auf "den Punkt" zu bringen. Endlich mal was haben, was man sich in die Tasche stecken kann ...

Sunlight

Zitat von: Fritz Linow am 19:25:07 Do. 30.Januar 2020
Ein Prachtexemplar:
Zitat von: gideon am Heute um 16:24:10

... hat offensichtlich eine eigene Meinung, ob die nun gleich antideutsch ist?? ..
Wird sich sicher bei weiterer Beteiligung erkunden lassen. Sich mit diesen
Sachen zu beschäftigen zeugt alleine noch nicht davon antideutsch zu sein.

Mensch beschäftigt sich im Laufe seines Lebens mit vielen Sachen zur
Meinungsbildung, um sich überhaupt eine Meinung bilden zu können. Manchmal
wird es auch interlektuell, lässt sich auch oft nicht vermeiden, wenn man den
Dingen in der Tiefe auf den Grund gehen möchte.

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