Jede Familie wirft Essen für 400 Euro weg

Begonnen von Eivisskat, 15:40:49 Sa. 03.September 2011

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Eivisskat

Zitat

Erschreckende Statistik - bis zu 50 Prozent aller Lebensmittel landen auf dem Müll. Das sind ein Drittel der globalen Nahrungsmittelproduktion.

www.abendblatt.de: Hamburg.  Die Bilder von hungernden Menschen wie in Somalia, von ausgemergelten Kindern mit riesigen Augen, gehen uns ans Herz. Immer mehr Menschen leiden unter extremer Unterernährung - längst ist die Grenze zu einer Milliarde überschritten. Ihnen steht eine skandalöse Zahl gegenüber: Mehr als eine Milliarde Menschen in reichen Staaten sind übergewichtig.

Und sie essen nicht nur zu viel - sie vernichten derart viele Lebensmittel, dass alle Hungernden dieser Erde davon überreich ernährt werden könnten. Jede deutsche Familie wirft rechnerisch für 400 Euro im Jahr Essensreste weg. Insgesamt landen mindestens 1,3 Milliarden Tonnen - ein Drittel der globalen Nahrungsmittelproduktion - auf dem Müll; in den Industrieländern wie Deutschland sind es bis zu 50 Prozent. Gegen diese Verschwendung wird in der kommenden Woche zu bundesweiten Aktionstagen aufgerufen.

Allein in Deutschland werden pro Jahr bis zu 20 Millionen Tonnen Nahrungsmittel in den Abfall gekippt. Ein Viertel des weltweiten Wasserverbrauchs geht in den Anbau von Nahrungsmitteln, die anschließend auf der Müllkippe enden.

Jede zweite Kartoffel, jeder zweite Kopfsalat und jedes fünfte Brot werden weggeworfen. Dabei handelt es sich nur zum Teil um verdorbene und zu viel eingekaufte Ware. Schon bei der Ernte werden zum Beispiel Kartoffeln aussortiert, die zu klein, seltsam gewachsen oder mit grünen Flecken versehen sind. Auf Geschmack und Qualität hat dies keinen Einfluss - aber die Knollen gelten als "nicht verkaufsfähig". Krumme Gurken werden zum Ausschuss, weil sie nicht so gut in die Kisten passen, Tomaten, wenn sie nicht die gewünschte Rotfärbung aufweisen.

Jetzt wächst dagegen der Widerstand. Am 8. September läuft der Film "Taste the Waste" (Koste den Abfall) in den Kinos an; gleichzeitig erscheint das Buch "Die Essensvernichter".

Die Aktionstage werden in Kooperation mit Verbänden wie dem Evangelischen Entwicklungsdienst, Slow Food, Brot für die Welt oder den Tafeln (*ausgerechnet... ::) *) organisiert. Geplant sind unter anderem bundesweit kostenlose "Eat-ins", bei denen (tadellose) Essensreste serviert werden - in Hamburg am 11. September.

(Infos unter: www.tastethewaste.de )



Troll

Ein Abbild der Gesellschaftlichen Entwicklung, einerseits dekadenter Überfluß und andererseits Armut und Not, auch in Deutschland darf ja wieder verhungert werden, "nicht verkaufsfähig" und damit "Abfall", es geht nicht mehr zynischer.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

BGS

"Jede Familie wirft Essen für 400 Euro weg "

Im Jahr, was sich zum Teil wohl nicht immer vermeiden lässt.

Aber wiviel Lebensmittel werden wohl an einem einzigen Tag in einem einzigen "Supermarkt" weggeschmissen?

Und wer bezahlt das? Etwa der eist gut betuchte Großhändler, Importeur, Kaufmann?

Nein, mal wieder die "Verbraucher" im Inland (unnötig hohe Preise entstehen durch das Vernichten noch gut essbarer Lebensmittel), und auch die
"Hersteller" im In- und Ausland (unnötig niedrige Abnahmepreise und Löhne der Beschäftigten werden gefördert durch das bereits eingerechnete spätere Vernichten noch gut essbarer Lebensmittel).

MfG
BGS

"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Troll

Statistik ist immer auch eine Lüge wenn wie hier von "Jede Familie" gesprochen wird, ein bekannter bayrischer Verbrecher sagte über Statistik mal folgendes:
"Zwei Männer sitzen im Wirtshaus. Der eine verdrückt eine ganze Kalbshaxe, der andere trinkt zwei Maß Bier. Statistisch gesehen ist das für jeden eine Maß Bier und eine halbe Haxe, aber der eine hat sich überfressen, und der andere ist besoffen."

Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

Isnogud

Statistiken sind eine Sache. Natürlich wird in den Tafeln das verteilt was "über" ist. MHD, außerhalb der Toleranz in Form, Farbe, Gewicht....Es ist Fakt, das Essen vernichtet wird und es ist eigentlich ne Sauerei, das jemand bestraft wird, wenn dieser jemand aus dem Müll eines anderen Essen mitnimmt. Und es ist auch Fakt, das ich garnicht gegen die Äpfel und Birnen anessen kann, die hier derzeit von den Bäumen fallen auf den Streuobstwiesen. Wieviel Brombeerkuchen soll ich denn noch essen, nur damit nichts mehr verdirbt. Das ist dann die andere Seite der Statistik. Werden diese Tonnen von Lebensmitteln in die Statistik eingerechnet?
Und wenn ich dann höre, das ich Brot im Auto verbrenn.....das ist ganz weit weg. Niemand wird Getreide verheizen. Das sollte man sich mal auf den Homepages der Ofenhersteller schlau machen. Da wird Mais zu Verpackung gemacht. Aber diesen Mais kann man nicht essen. Da wird Kartoffelstärke zu Verpackung gemacht.....da werden riesige Monokulturen angelegt um Palmöl zu erzeugen...
Statistiken
wer bei Regen Sonnenmilch kauft, weiß, das der Stuhl ein Baum war.

Ziggy

Rein ökonomisch betrachtet macht das alles Sinn.

Essen wird nicht produziert, um Hungernde zu nähren, sondern um Geld zu verdienen (oder hab ich das Prinzip Kapitalismus nicht verstanden?) Außerdem ist Wachstum nur noch durch Verschwendung möglich, deswegen  sollst du dir auch alle 3 Jahre ein neus Auto kaufen, alle paar Monate einen neuen Computer, Fernseher, BluRayPlayer etc.

Im Überfluss konsumieren und schnell wieder wegwerfen ist im Plan so vorgesehen.

Also alles im Lot.

Zynismus Ende.
Um seine Liebe zu beweisen, erklomm er die höchsten Berge, durchschwamm die tiefsten Meere und zog durch die weitesten Wüsten. Doch sie verließ ihn – weil er nie zu Hause war.

Pinnswin

Also, ikke werf nix für 400,-€ weg.
Auch nix Anteiliges für 200,- oder 100,- €uronen.
Damit das mal klar iss. Tz.
Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski

unkraut

Wegwerfer ist die Chickeria  . Buffetts im Überfluß ....
Wir könnten uns das gar nicht leisten . Es wird nur das gekauft was das Wochenbudget zu läßt und das wird auch aufgegessen . Vlt. mal ne trocken gewordene Stulle aber sonst ... nichts . Und die bekommen die Hühner vom Nachbarn .
Noch Fragen Hauser ? Ja Kienzle , wer ist eigentlich Unkraut ?

Wir wagen es nicht weil es schwierig ist sondern es ist schwierig weil wir es nicht wagen .

Mein Buchtip als Gastautor :  Fleißig , billig , schutzlos - Leiharbeiter in Deutschland  > ISBN-10: 3771643945

Onkel Tom

Oh Manomann..

Ich habe mich Ende Januar gegen 6 Bulletten durchboxen müssen,
wurde auch dementsprechend verdonnert..

Nu habe ich richtig "Sozialstunden" verbüßt und in einer gemeinützigen
Großküche geakkert..
Was da alles so in der sogenannten "Schweinetonne" gelanded ist..

Ein Alg-II - Empfänger würde sich es niemals erlauben, 1 Kilo Kasslerbraten
zu kaufen und davon gut 400 Gramm (frisch) weg zu schmeißen..

Ich habe Sozialstunden verbüßt und nebenbei genossen, mich in der
Großküche mal richtig voll zu fressen... Dort war es möglich, ohne
gleich ein Schwein zu sein.. Ich fühlte mich nicht bestraft.. (Gegenteil..)

Wenn Mensch mal wirklich Hunger erlitten hat, dann sieht die Sache schon
ganz anders aus.. Und wenn Mensch aus Grund verdorbener Lebensmittel
aus einem Kinderheim flüchten musste, weis zu schätzen, was 100 Gramm
frisch gebratener Kasslerbraten bedeutet..
Ich war 11 Jahre alt, wie ich mir die Seele ausgekotzt habe, mal abgesehen
von den grauen dünflüssigem ekeleregenden Dünnschiss, der meine Fresse
beim Schei.en auchg noch grün anlaufen ließ, so, das Mensch selbst noch mit
einem Groaahh die Keramik anbetete..

Naja, lang ist es her, hat jedoch geprägt und wenn ich was auf dem Teller
habe, wird er entweder leer gemacht oder ich mache den Koch zur Sau.

Sorry, musste einfach raus und für die ganz harten wüsche ich einen guten
Appetit.

Ach so.. die gefähligsten Bazillen im Fraß verrecken nach spätestens 20
Minuten unter mindestens  74 Grad.. Also lange durchköcheln lassen,
dann kann "weniger" schhief gehen..
Gefundenes ist natürlich von Kitschen oder faulen Stellen zu befreien.
Brot mit Schimmel kannst Du gleich ins Lagerfeuer ballern, weil es unsicht-
bar komplett verseucht ist und der Gesundheit unerträglich ist..

Ich schäme mich nicht für meine finanzielle Armut, ich habe sie nicht gewollt.



Lass Dich nicht verhartzen !

Eivisskat


DIVE - Trailer English - Nominiert Cosmic Angel 2012

ZitatDeutschlandpremiere auf dem Cosmic Cine Filmfestival 2012 am
12. April 2012 - (m)athäser Filmpalast München

weitere Premierentermine
19. April 2012 - Universum City Karlsruhe
26. April 2012 - Kinopolis Bonn-Bad Godesberg
03. Mai 2012 - Citydome Darmstadt
10. Mai 2012 - Kinopolis Main-Taunus Frankfurt / Sulzbach

INHALT
DIVE! Living Off Americas Waste ist ein humorvoller und kurzweiliger Dokumentarfilm mit Aha-Effekt. Kopfschüttelnd wird der Zuschauer mit den Unmengen an Abfall, welchen die Industrienationen produzieren, konfrontiert.
Der Film öffnet die Augen für die tatsächlichen Ursachen von Hungersnot und zugleich für die Fülle an Lebensmitteln auf dem Planeten Erde.
Kaum zu glauben, dass der Film hungrig macht wenn ,,the next Generation" aus Protest im Abfall surft und sich dadurch ein 4-Sterne Menue höchster Kl... mehr



Efeu

ZitatLebensmittelverschwendung: Der Verbraucher soll es richten

Am Dienstag hat Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner eine Studie zur Verschwendung von Lebensmitteln ( --> http://www.bmelv.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/2012/66-AI-LMStudie.html ) in Deutschland veröffentlicht. Das Ergebnis: Elf Millionen Tonnen an Lebensmitteln landen jedes Jahr im Müll. Der Hauptbeschuldigte ist der Verbraucher. Er soll für 61 Prozent der Lebensmittelverschwendung verantwortlich sein. Industrie und Handel kommen mit 17 bzw. 5 Prozent erstaunlich gut weg. Die Verluste in der landwirtschaftlichen Produktion wurden in der Studie komplett ausgespart. Dabei wird ein großer Teil an Obst und Gemüse direkt auf dem Feld aussortiert. Bei Kartoffeln schaffen es in der Regel nur 60 Prozent in den Einzelhandel. Der Rest ist zu groß, zu klein oder zu buckelig.

Natürlich ist es wichtig die Verbraucher über Lebensmittelverschwendung im Haushalt aufzuklären und dieser entgegenzuwirken. Doch die Industrie und der Handel dürfen nicht aus ihrer Verantwortung entlassen werden. Auf Kosten von Mensch, Tier und Umwelt produzieren und verkaufen sie Lebensmittel zu Dumping-Preisen, die dann später im Müll landen, weil sie vom Verbraucher keine Wertschätzung mehr erfahren. Zusätzlich animieren Werbung, Super-Spar-Preis-Angebote und XXL-Packungen die Verbraucher mehr zu kaufen, als sie tatsächlich brauchen.

Erst ein Systemwechsel weg von uniformer Billigware hin zu menschen- und umweltfreundlichen Produkten packt das Problem der Lebensmittelverschwendung an der Wurzel.

http://umweltinstitut.org/

schwarzrot

Zitatproduzieren und verkaufen sie Lebensmittel zu Dumping-Preisen, die dann später im Müll landen, weil sie vom Verbraucher keine Wertschätzung mehr erfahren. Zusätzlich animieren Werbung, Super-Spar-Preis-Angebote und XXL-Packungen die Verbraucher mehr zu kaufen, als sie tatsächlich brauchen.

Will bei dieser gelegenheit nochmal drauf hinweisen, dass die meissten packungen familienpackungen sind. D.h. bei normalem einkauf esse ich teilweise drei tage an sowas.
Ein wechseln zu kleinpackungen (so es sie gibt) ist auch keine lösung, weil nur grossmengen noch halbwegs AGLII-konform sind.
Weiterhin sind viele lebensmittel (vor allem gemüse) im discount gerade so noch haltbar, d.h. dass sie schnell verderben, wenn sie nicht sofort verarbeitet werden, besonders dann, wenn sie grad mal etwas billiger sind.

Die wegwerfmentalität gerade den verbrauchern vorzuwerfen, ist der gipfel der verlogenheit. Kein verbraucher  (besonders grade die mit weniger geld) schmeisst gerne was weg.
Ausserdem glaube ich den zahlen, genau wie der artikel oben es schon beschreibt auch nicht.
Wer sich mal anschaut, wie reich gedeckt der tisch für leute ist die 'containern', der weiss dass das nicht nur 5-10% sind, was der handel wegschmeisst.
Und da ist nicht mal die entmündigung von zu wenig geld in verbindung mit der menschlich zweifelhaften 'tafel'-allimentierung mitgerechnet, die dem handel ebenfalls als müllschlucker zur verfügung steht. Natürlich ohne, dass diese massen von abgelaufenen lebensmitteln in irgendeiner statistik auftauchen.
>:(
"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht

Rudolf Rocker

Ich glaube auch, dass die hier einfach das was der Handel weghschmeisst auf den Endverbraucher umrechnen!

Guter Film dazu:  We feed the world!

Galenit

Zitat von: Rudolf Rocker am 11:35:11 Mo. 19.März 2012
Ich glaube auch, dass die hier einfach das was der Handel weghschmeisst auf den Endverbraucher umrechnen!

Guter Film dazu:  We feed the world!

Nicht nur das sie es auf den Verbraucher umlegen, sie spenden es zum guten Teil auchnoch, natürlich gegen eine absetzbare Spendenquittung, den Tafeln. Typisch McKinsey, wir machen auch aus Müll noch Geld und kassieren doppelt.

H4 und die Tafel sind bestandteil eines Gesamtkonzeptes, dazu kommt noch die Verfolgung von Leuten die Containern und die Anweisung an Mitarbeiter Sachen die weggeworfen werden unbrauchbar zu machen (Joghurtbecher aufzureißen, ...).

G.S. ehemaliger Bundeskanzler der B(ananen) R(epublik) D(eutschland):
"Was wir machen ist gut, die Menschen verstehen es nur nicht!"

Efeu

Zitat von: Galenit am 16:06:52 Mo. 19.März 2012
H4 und die Tafel sind bestandteil eines Gesamtkonzeptes, dazu kommt noch die Verfolgung von Leuten die Containern und die Anweisung an Mitarbeiter Sachen die weggeworfen werden unbrauchbar zu machen (Joghurtbecher aufzureißen, ...).
Ich hab mal gehört dass ALDI grundsätzlich den Müll schreddert oder zusammenstampft, damit keiner mehr was damit anfangen kann.

Rudolf Rocker

Zitatch hab mal gehört dass ALDI grundsätzlich den Müll schreddert oder zusammenstampft, damit keiner mehr was damit anfangen kann.

Ich glaube, das machen die einfach, damit mehr in den Container passt! (Ist ja billiger!)

Das dann keiner mehr was mit dem Müll anfangen kann ist für die natürlich ein toller Nebeneffekt!!
Geht aber auch anders:

Ich habe mal gesehen, wie in HH 100 Leute einen ALDI besucht haben!
Jeder hat was mitgenommen und das wurde dann vom Dach aus an die Menge verteilt!! ;D

Onkel Tom

Zitat von: Rudolf Rocker am 17:24:49 Mo. 19.März 2012
...
Ich habe mal gesehen, wie in HH 100 Leute einen ALDI besucht haben!
Jeder hat was mitgenommen und das wurde dann vom Dach aus an die Menge verteilt!! ;D

Hmm.. Ich erinnere mich da auch an die Superhelden und andere Internetseiten..
Habe grade gegokkelt, aber nix mehr da.. schnüff
Lass Dich nicht verhartzen !

Nick N.

Mal um die Ecke gedacht, weil mir gerade danach ist:
Viele schmeissen sicher auch das weg, was sie von den Tafeln bekommen haben und was dann nicht mehr geniessbar ist/ was schlecht geworden ist, weil sie nicht die ganze Tüte auf einmal essen konnten, die für die ganze Woche gedacht war...
Satyagraha

Galenit

Zitat von: Nick N. am 00:53:13 Mi. 21.März 2012
Mal um die Ecke gedacht, weil mir gerade danach ist:
Viele schmeissen sicher auch das weg, was sie von den Tafeln bekommen haben und was dann nicht mehr geniessbar ist/ was schlecht geworden ist, weil sie nicht die ganze Tüte auf einmal essen konnten, die für die ganze Woche gedacht war...

Sach ich doch!
Spart den "Spendern" die Entsorgungskosten und ist dank Spendenquittung auchnoch absetzbar, also doppelt kassieren (sparen) und der Staat kann auf die Tafeln verweisen und somit H4 klein halten und es gibt nichtmal ne rechtliche Grundlage für den Tafelbezug im Gegensatz zu H4.
Das ist ja das perfiede an den Tafeln ...
G.S. ehemaliger Bundeskanzler der B(ananen) R(epublik) D(eutschland):
"Was wir machen ist gut, die Menschen verstehen es nur nicht!"

Nick N.

Aber der Skandal ist doch in dem von mir genannten Fall:
<zynismus>
Dass die das Essen wegwerfen!!!
Die sollen das aufessen, verdammt, damit es moralisch korrekt entsorgt ist!!!
</zynismus>
Satyagraha

Isnogud

lieber schmeiß ich nen Joghurt für 29ct in die Tonne bevor ich mit Magenverstimmung zum Arzt renn und der mir 10.-€ Praxisgebühr aus dem Kreuz leiert. Von den Medis für meinen Magen, die natürlich nicht voll übernommen werden hab ich noch garnichts erzählt.....
Aber ich kann schon unterscheiden, ob der Apfel noch gut ist oder nicht. Oder Räucherschinken*lach* bei Kaviar geht das nicht, den hab ich noch nie gegessen und deswegen fehlen mir da die Parameter*brüllvorlachen*
Isnogud
wer bei Regen Sonnenmilch kauft, weiß, das der Stuhl ein Baum war.

Pinnswin

Joghurtbecher aufreissen? Hallo?? Da kann ich ja gleich
Plastik fressen. I-e-h.



Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski

Lefat

Also das mit den 5-10 % die hersteller wegschmeißen kann ich so ja mal nicht glauben !
habe vor jahren mal in einer brotfabrik gearbeitet , und da wurde jedes pack , wo ne scheibe schief lag in den schweinecontainer beballert und geschreddert !
mit der tüte drumrum natürlich ! (nur so zur info , was alles durch son schweinedarm geht!)
ich will jetzt kein scheiß erzählen , aber die 2 container wurden meiner meinung nach spätestens alle 2 tage abgeholt , und jeder mit nem geschätzten fassungsvermögen von mindestens 10 kubikmetern ,also gepresst auch mindestens 10 tonnen brot ! eher mehr !

hier wird sugeriert , das jede Familie sich unwirtschaftlich verhält und moralisch krank ist ,weil die für 400 schleifen lebensmittel mit freude wegschmeisst !
meiner meinung nach ist das nicht so , sondern für die dumme und dekadente verschwendung der industrie wird die familie als sündenbock hochgehalten , damit die menschen durch diese propaganda ja auch noch ein schlechtes gewissen haben !

Es ist immer wieder erstaunlich, dass ein Jahr der Arbeitslosigkeit einen ehemaligen Leistungsträger zu einem bildungsfernen Asozialen verkommen läßt..so zumindest die landläufige Meinung.

Isnogud

den Schuh zieh ich mir sowieso nicht an. Die Nummer mit dem Durchschnitt haben wir alle Jahre wieder was alle auf dem Konto haben und wie das Geld verteilt ist in D. Wenn die mir was von 400€ erzählen bin ich da nicht gemeint. Ich kauf das was ich ess und gut. Sollte wirklich mal ne Scheibe Brot verschimmeln...dann soll das so sein. Aber da komm ich nicht auf solche Summe im ganzen Jahr. Natürlich seh im Supermarkt, was da Lebensmitteln mit abgelaufenem MHD rausgetragen wird. Aber wie gesagt, den Schuh zieh ich mir nicht an das ich soviel wegwerf. Isnogud
wer bei Regen Sonnenmilch kauft, weiß, das der Stuhl ein Baum war.

Siebdruck

Solche statistschen Familien, die viel Geld (übrig) haben, werfen statistisch etwas für andere statistische Familien mit weg. Ob sie dabei ein schlechtes Gewissen haben (sollten), entscheiden sie eh nicht, dafür gibt es doch (statischtisches) Personal.

Wobei mir die Definition Familie auch nicht wirklich aufgeht. Ist eine 3, 4 oder 5 köpfige Familie gemeint? Alleinerziehende Diabetikerin? Oder mit Schwiegereltern? Oder Statistisch betrachtet nur eine 2,5 köpfige Familie.
Sagt der Foerster zu einem Jungen, der Pilze sammelt:
"Die sind doch alle giftig!"
"Macht nichts", meint das Kind, "die verkaufe ich an der Autobahn."

Eivisskat

***Die Schere klafft immer weiter***^^


http://www.startnext.de/foodsharing

Zitat
Verschenken statt wegwerfen

Julia Fiedler hat die neue Teil-Plattform für Lebensmittel getestet

Wer zuviel eingekauft hat, kann sein Essen getrost verschenken.

An vielen Orten in Deutschland gibt es schon lange sogenannte "Tafeln", die Lebensmittel bei Märkten und Händlern abholen und an bedürftige Menschen weitergeben. Die Aktion Foodsharing will auch Privatpersonen und Haushalte einbeziehen.

Im Jahr wirft jeder Haushalt in Deutschland durchschnittlich rund 40 Kilogramm Lebensmittel in den Müll. Dabei könnten die überschüssigen Möhren, Joghurts oder Zitronen meist noch gegessen werden. Die Internetplattform Foodsharing will genau das möglich machen.
Nichts mehr wegwerfen

Dort kann man einen virtuellen Essenskorb packen und ihn anderen Nutzern kostenlos anbieten oder sich mit Gleichgesinnten zum Kochen verabreden. Die Seite richtet sich an Privatpersonen, Händler und Produzenten von Lebensmitteln. Der Filmemacher Valentin Thurn, der den Film "Taste the Waste" gedreht hat, hat die Plattform mit ins Leben gerufen.
Zu verschenken

Das Prinzip ist einfach: Auf einer interaktiven Deutschlandkarte sieht man, in welchen Städten, welche Personen Essen abzugeben haben. Hat man selbst etwas übrig, füllt man ein Formular aus und wartet, bis sich Interessenten melden. Dann muss man nur noch einen Treffpunkt vereinbaren, um den überschüssigen Porree zu verschenken.

http://wissen.dradio.de/foodsharing-verschenken-statt-wegwerfen.39.de.html?dram:article_id=230252

http://www.startnext.de/foodsharing


Nun ja...: "Communitiy, Apps, Smartphones" ^^...

Eigentlich ja ein gutes Prinzip, dieser bewußtere Umgang mit Lebensmitteln und das  Essen-Teilen, aber diese ganze I-Net Vermarktung im Neusprech für etwas, was im richtigen Leben ganz automatisch laufen sollte, finde ich sehr irritierend.

Und wenn jetzt so viele Menschen aus schierer ARMUT dazu gezwungen werden, Essen anzunehmen, die ohnehin äußerst vorsichtig mit ihren knappen Lebensmitteln umgehen, dann macht sich das ganze Prinzip unglaubwürdig.



Finde ich jedenfalls... ;)



zwitscher

...also bei mir funktioniert das anders:

viele meiner nachbarn (und nicht nur die unmittelbaren) hängen mir nicht verwertete Nahrungsmittel an den Zaun für meine Hühner und Enten.
oft noch tiefgefroren (Haltbarkeitsdatum abgelaufen etcpp).
Vieles ist noch so gut, wird aufgetaut, Geruchsprobe und ab in die Pfanne... 8) 8) 8),
Gruß
Zwitscher
Die Nichtzusammenarbeit mit dem Schlechten gehört ebenso zu unseren Pflichten wie die Zusammenarbeit mit dem Guten." (Gandhi)

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