ZitatNürnberg, 17. April: Infoveranstaltung & Diskussion "Team Menschenrechte - Der Widerstand muss breiter werden", Teil 2 (April 2026)
Am Freitag, den 17. April laden wir euch zusammen mit dem AK Antifa / Antira der ver.di Mittelfranken zum zweiten Teil unserer Veranstaltung "Team Menschenrechte - Der Widerstand muss breiter werden" ins Gewerkschaftshaus Nürnberg (Erdgeschoss), Kornmarkt, ein. Wir werden anhand der Ergebnisse vom letzten Mal (Veranstaltung am 6. Februar) Handlungsstränge und Aktionen weiter entwickeln und uns konkret verabreden.
ZitatJobcenter kürzen Bürgergeld deutlich häufigerhttps://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/sozialhilfe-jobcenter-kuerzen-buergergeld-deutlich-haeufiger/100216485.html
Im vergangenen Jahr kürzten die Jobcenter mehr Bürgergeldempfängern als zuvor die Leistungen – obwohl die Gesetze nicht verschärft wurden. Die Neuregelung kommt erst noch.
Zitat"Going Postal" ist ein amerikanischer Slangausdruck und bedeutet soviel wie: extrem wütend werden, bis hin zur Gewaltanwendung. Die Formulierung entstand Ende der achtziger Jahre, als innerhalb weniger Jahre mehr als 40 Mitarbeiter des United States Postal Service von Kollegen beziehungsweise Ex-Kollegen erschossen wurden. Mit den Amokläufen bei der US-Post begann, was seither zum Massenphänomen geworden ist: Massaker an Arbeitsplätzen, Schulen, nun auch Universitäten.https://archive.is/a80fA#selection-2115.1-2115.325
Der US-Autor Mark Ames hat unter dem Titel Going Postal: Rage, Murder and Rebellion ein zorniges Buch veröffentlicht, dessen Grundthese so simpel wie explosiv ist: Die Gründe für die Amokläufe liegen weder in der Persönlichkeitsstruktur der Täter noch in Computerspielen oder fehlenden christlichen Werten. Sie liegen da, wo die Massaker passieren: In unseren Büros und in unseren Schulen.
(...)
Viele der Massaker sind nicht offen politisch - das war bei den Sklavenaufständen ähnlich. Bis vor etwa 200 Jahren dachte jeder, dass Sklaverei normal ist. Jahrtausende lang. Ich vermutete, dass man damals angesichts der Gewaltausbrüche von Sklaven wahrscheinlich ähnlich fassungslos war, wie heute angesichts der Amokläufe.
ZitatWarum Steuererleichterungen für Reiche der Wirtschaft nicht helfenhttps://www.fr.de/wirtschaft/gastwirtschaft/warum-steuererleichterungen-fuer-reiche-der-wirtschaft-nicht-helfen-94262649.html
Der Trickle-down-Effekt ist wissenschaftlich widerlegt. Trotzdem setzen Donald Trump oder die CDU und die AfD weiter auf Steuersenkungen für Reiche statt auf Sozialpolitik.
Die Idee sollte eigentlich längst vom Tisch sein, zu eindeutig ist die Faktenlage. Steuererleichterungen für Vermögende, das steht heute fest, schaffen weder neue Arbeitsplätze noch fördern sie das Wachstum. Dabei klang der Plan doch so schön. Das durch Steuererleichterungen eingesparte Geld würde es Vermögenden und den Anteilseignern von Unternehmen ermöglichen, zusätzliche Investitionen zu tätigen, die das Wachstum in Gang setzten und so schließlich allen zugutekämen. Das Geld würde sozusagen nach unten durchrieseln, im Englischen ,,trickle down". ,,Wenn man einem Pferd genug Hafer gibt, wird auch etwas auf die Straße durchkommen, um die Spatzen zu füttern", spottete der Ökonom John Kenneth Galbraith.
Doch es kam noch schlimmer: ,,Auf diesen ,Trickle-down-Effekt' warten wir nun seit 30 Jahren", so der sarkastische Kommentar des Wirtschaftsnobelpreisträgers Paul Krugman. In Wahrheit sei das Gegenteil der Fall: die Vermögenden wurden reicher, die Armen ärmer. In Deutschland wie in der Welt. Einzig die Haushaltsdefizite der Länder nahmen zu.
Nicht Steuererleichterungen, sondern gerechtere Sozialpolitik fördern Wirtschaftswachstum
Dennoch hält sich die Idee des ,,Trickle-down-Effekts" hartnäckig und treibt offenbar als ,,Zombie der Wirtschaftspolitik" noch heute ihr Unwesen. Noch immer begründen Politiker wie der argentinische Präsident Javier Milei oder Donald Trump, aber auch Parteien wie die CDU und die AfD ihre Forderungen nach Steuersenkungen für Vermögende und Unternehmen mit dem Argument der Wachstumsförderung. Auch Medien schreiben immer wieder von angeblich positiven Effekten.
Die OECD weiß es besser. Mit einer bereits Ende 2014 veröffentlichten Studie wies sie nach, dass es nicht Steuererleichterungen für Vermögende sind, die das Wachstum fördern, sondern eine gerechtere Sozialpolitik. Also verbesserte Bildungsangebote, Schutz vor Armut, Chancen- und Einkommensgleichheit.
Und so entpuppt sich die ganze Komplexität der Verhältnisse, von der heute so gerne die Rede ist, als doch recht einfach. Ginge es wirklich um Wohlstand für alle (und nicht um Klientelpolitik), müsste zwingend die im Zuge der letzten Jahrzehnte dramatisch angewachsene soziale Ungleichheit verringert werden. Dafür müssten auch Vermögende zum Steueraufkommen beitragen.
Der Autor war viele Jahre lang Geschäftsführer von Medico international. Zuletzt ist von ihm erschienen: ,,Hilfe? Hilfe! – Wege aus der globalen Krise" (mit Ilija Trojanow).
ZitatBlockade der Straße von Hormus: Das sind die Folgen – Gewinner zeichnet sich schon abhttps://www.fr.de/wirtschaft/ab-blockade-der-strasse-von-hormus-das-sind-die-folgen-gewinner-zeichnet-sich-schon-zr-94260703.html
Die Straße von Hormus ist erneut gesperrt – erst durch den Iran, jetzt durch die USA. Für die Weltwirtschaft drohen massive Folgen. Doch es gibt auch Gewinner.
[...]
Die wirtschaftlichen Auswirkungen einer dauerhaften Blockade wären erheblich. Über die Straße von Hormus wird nicht nur Rohöl aus Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait und dem Irak transportiert, sondern auch Flüssiggas aus Katar. Ein Ausfall dieser Route würde Energiemärkte weltweit unter Druck setzen und Lieferketten empfindlich stören.
Mitchell vom German Marshall Fund erklärte, dass China über ,,große strategische Öl- und Gasreserven" verfüge, eine Verknappung sich ,,mit der Zeit aber bemerkbar machen" werde. Gleichzeitig verwies er auf die geopolitische Dimension: Peking könnte ,,Vorteile darin sehen, dass sich die USA in einen möglicherweise aussichtslosen Krieg verstricken, während China als berechenbarer Akteur erscheint." Kurzfristige wirtschaftliche Nachteile könnten aus dieser Sicht ,,langfristige politische Gewinne" wert sein.
Verdacht auf Marktmanipulation: Auffällige Trades vor Trumps Ankündigungen
Am 24. März 2026 – rund 15 Minuten bevor Trump auf Truth Social ankündigte, keine Angriffe auf iranische Energieinfrastruktur mehr zu führen – wurden ungewöhnlich viele Öl-Terminkontrakte gehandelt. Zwischen 10:49 und 10:50 Uhr GMT wechselten 734 Ölkontrakte den Besitzer. In der folgenden Minute schnellte die Zahl auf 2168 – das 16-Fache des bis dahin beobachteten Tagesdurchschnitts. Bloomberg bezifferte den Wert der gehandelten Ölkontrakte in diesem Zeitraum auf 650 Millionen US-Dollar, berichtete das Finanz- und Investmentanalyseportal Barrons der Dow Jones & Company.
[...]
Dabei blieb es nicht bei einem Einzelfall. Laut Barrons hatten sechs Konten auf der Wettplattform Polymarket bereits 1,2 Millionen US-Dollar mit Wetten gewonnen, dass die USA den Iran am 28. Februar 2026 – dem Tag, an dem der Krieg begann – angreifen würden. Die Wetten seien laut einer Analyse der Blockchain-Analysefirma Bubblemaps nur Stunden vor den Bombenangriffen platziert worden. Einen ähnlichen Fall gab es bereits Anfang Januar: Eine Person gewann über 400.000 US-Dollar auf Polymarket mit einer Wette, dass Venezuelas Präsident Nicolás Maduro gestürzt werde – nur Stunden, bevor US-Kräfte ihn tatsächlich festnahmen.
[...]
Während die USA und der Iran um die Kontrolle der Straße von Hormus ringen, schaut China zu – und rechnet. Mitchell vom German Marshall Fund bringt es auf den Punkt: Peking könnte die Krise als Chance nutzen, sich als stabiler, berechenbarer Akteur auf der Weltbühne zu positionieren, während Washington mit sich selbst und einem militärischen Abenteuer beschäftigt ist. Kurzfristige wirtschaftliche Nachteile könnten aus Pekings Sicht langfristige politische Gewinne wert sein.
Auch Russland zählt zu den stillen Profiteuren der Krise: Laut dem Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA) stiegen Russlands tägliche Exporteinnahmen aus fossilen Brennstoffen eine Woche nach den israelisch-amerikanischen Luftangriffen auf geschätzte 510 Millionen Euro pro Tag – 14 Prozent mehr als der Februardurchschnitt. Je länger die Straße von Hormus gesperrt bleibt, desto wertvoller wird russisches Öl als Ersatzlieferant für Asien.
Denn das eigentliche Kalkül Chinas ist nicht nur wirtschaftlicher Natur – es ist strategisch. Je tiefer sich die USA in den Konflikt um die Meerenge verstricken, desto stärker profiliert sich Peking als verlässliche Alternative in einer zunehmend unberechenbaren Weltordnung. Am Ende könnte ausgerechnet jene Macht als Sieger aus der Hormus-Krise hervorgehen, die nie ein einziges Schiff in die Meerenge geschickt hat.
Zitat von: Onkel Tom am 09:30:09 Mo. 04.November 2024Ich sehe es so, das Chefduzen und das Elo-Forum nur noch wenig Gemeinsamkeiten haben.
Das bemerkt man ja schon an die unterschiedlicher Reaktionen auf das Thema "Recht auf Faulheit".
Hier wird dazu Mut gemacht und im Elo-Forum gibt es Protest, wenn sich Ratsuchende dazu bekennen,
kein Bock auf Maloche zu haben.
Gegen die kapitalistische Linientreue "Hauptsache Arbeit" zu kämpfen, ist hier ausgeprägter wie
im Elo-Forum und das Thema "Soziale Notwehr", was meines Erachtens viel Platz für Kreativität bietet,
kann ich mich im Elo-Forum nur schwer "austoben".
Aber es ist wiederum auch ein Stimmungsbarometer unter den Erwerbslosen..
Gemeggert wird gerne und viel, der zweite Schuh "was draußen zu machen" gehört meines Erachtens
auch dazu. Haben vermutlich einige noch nicht begreifen wollen, das es sich auf einem Bein schlecht
stehen lässt. Stichwort "Habe keinen Beistand".. Naja :-/Zitat von: Projekt Unsinn am 23:26:14 So. 03.November 2024Also, hier und im Elo-Forum geht es viel einfach um Hierarchien. Das hat (auch mal) keinen bis kaum sachlichen Hintergrund, und wenn es Mißverständnisse in der Kommunikation gibt, tun beide Seiten sich schwer, das klarzubekommen, so dass es wieder klappt. Diese Beobachtungen müssen schon seit ner Weile raus.
Beschreibe doch mal bitte ein Beichspiel von hier und einen Beichspiel vom Elo-Forum..
Kommt mir gegenwärtig so verständlich rüber, wie beide Foren in einem Topf geworfen.
Vor 2010 war das noch ok. Danach machten sich unterschiedliche Positionen bemerkbar.
Aber eine Schnittmenge gibt es doch.. Dem Interesse, den Erwerbslosen nicht unter die
Räder geraten lassen zu wollen. In der Beziehung reiße ich dann auch meine Klappe im
Elo-Forum auf.
Meinungsverschiedenheiten gibbet immer, die auch teils mit viel Energie verteidigt
werden und da sehe ich doch deutliche Unterschiede im Umgang damit.
Hier kann es rauhbeinig aber auf der Suche nach Lösung werden, womit man sich im
Elo-Forum nicht wirklich "abkaspern" mag.
Hinzu kommt, das Chefduzer auch draußen auf der Straße was organisieren.
Dieser Part wurde 2010 beim Elo-Forum mit ihrem letzten "Zahltag" eingestellt
und bewegt nur noch was via Monitor.
Zitat Proteste gegen die Zementindustriehttps://taz.de/Proteste-gegen-die-Zementindustrie/!6169621/
Sie wollen Zement beenden
Klimaaktivist:innen rufen zum Protest gegen Heidelberg Materials auf. Der Baustoffkonzern ist der größte CO₂-Emittent Deutschlands.
Denn die Zementindustrie ist weltweit für gigantische CO₂-Emissionen verantwortlich: 8 Prozent des globalen Treibhausgasausstoßes sind auf sie zurückzuführen. Unter allen DAX-Konzernen ist Heidelberg Materials seit Jahren der größte Luftverpester überhaupt.
Doch anders als etwa in Frankreich, wo die Gruppe Aufstände der Erde (Les Soulèvements de la Terre) schon länger mit spektakulären Aktionen gegen die Zementindustrie kämpft, gab es in Deutschland bisher vergleichsweise wenig Protest gegen die Branche. In Heidelberg will das ein breites Bündnis aus lokalen Initiativen ändern. Unter dem Motto ,,It's time to end cement" mobilisiert das Bündnis für die kommende Woche zum inzwischen zweiten Protestcamp ,,gegen die dreckigste Industrie, über die niemand spricht".

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