Politikerbesuche, die die Kampfkraft schwächen

Begonnen von Kuddel, 10:02:46 Sa. 20.September 2025

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Kuddel

In Bremen:

ZitatDie 400 Beschäftigten des Armaturenherstellers befürchten, dass rund 80 Jobs ins Ausland verlagert werden. Die Gewerkschaft droht mit Streik, der Konzern verteidigt die Pläne.
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/bremen-gestra-betriebsversammlung-100.html

Doch dann mischt sich die Politik ein.

ZitatBremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) hat sich bei einer Betriebsversammlung in den Streit zwischen den Beschäftigten und der Konzernspitze des Bremer Amaturenherstellers Gestra eingeschaltet. Der Politiker sicherte den Mitarbeitern auf einer Betriebsversammlung seine Unterstützung zu.

Hier fehlt es an Erfahrung und politischer Bildung. Arbeiter freuen sich meist, wenn Politiker sich auf ihre Seite stellen.

Sie wissen einfach nicht, daß es erfahrungsgemäß eine Schwächung bedeutet. Die Kampfkraft der Belegschaft läßt nach, weil sie erst einmal auf das Verhandlungsgeschick der hohen Herren wartet. Wenn ihnen dann ein Scheißergebnis mit den Worten "mehr ging nicht" aufgetischt wird, ist meist der Schwung raus und die Kampfbereitschaft gesunken.

Wenn den Arbeitern klar ist, daß sie sich nur auf ihre eigene Kraft verlassen können, werden sie bei einem schlechten Angebot nur wütender und wissen, daß sie den Kampf fortführen und verschärfen müssen.

Diese Politikerbesuche sind ein vergiftetes Geschenk.

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