Erwerbsminderungsrente bei fehlender Wegefähigkeit

Begonnen von dagobert, 00:21:02 So. 03.April 2016

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dagobert

"Ich glaube, daß man nichts vom Krieg mehr wüßte,
wenn wer ihn will, ihn auch am meisten spürt."
Udo Jürgens (Ich glaube, 1968)

dagmar

So Leute,
helft Ihr mir mal?

Ich selber muss zur Schmerzbekämfung synthetische Opiate nehmen (die leider nur minimal helfen und extreme Schmerzen mich bei allem begleiten). Diese Opiate verbieten eigentlich (wie auch meine Schmerzen) eine Teilnahme am Autoverkehr. Wie aber soll ich zum Arbeitsplatz gelangen ohne Öffis - wären die da, so würde ich nicht zu Bushaltestelle kommen....
Nur: das wird den Hausarzt nach ein paar Wochen Krankschreibung nicht interessieren...

Zwei Hüftop's sollen folgen - aber erst brauche ich eine weitere Expertenmeinung .... und meine Mutter liegt im Sterben... ich muss ja für deren Beerdigung sorgen (das ich nicht mehr bei ihr sein kann weil es mir selber schlecht geht ist für mich schon schlimm genug) Bis dahin könnte ich die Strecke zu Arbeitsplatz wie im Urteil "nur üblichen alltäglichen Wegstrecken nur noch unter besonderer Gefahr zurücklegen."

Ich habe keine Ahnung, was ich wie machen soll.... erst mal mit der Diagnose klar kommen und dann irgendwie handeln.....

Wenn jemand Infos oder Tip(p)s hat her damit. Außer dem Tip(p) " mich verschrotten" - das könnte ich erst wenn ich den letzten Weg meiner Mutter begleitet habe.

Gruß von Dagmar

Rudolf Rocker

Zum Hausarzt: AU und zwar ab sofort!
Macht dein Hauarzt einen dummen Spruch: Hausarzt wechseln, sofort!

dagmar

Hey Rudolf Rocker,
die Krankmeldung habe ich schon seit gestern. Ich bin mir nur nicht im Klaren, wie lange ein Hausarzt willens ist eine AU auszustellen, wenn man/frau einfach nicht laufen kann. Ob die sagen können - wenn Op-Termini steht, dann schreibe ich weiter krank,.

Meine Mum ist gerade gestorben, und ich kann sie somit versuchen auf der letzten Reise zu begleiten. Wie mir das mit den Schmerzen auf dem Friedhof gelingen soll, weiss ich noch nicht - aber wenigstens vor einer eventuellen OP und wenigstens das kann ich noch machen...

Gruß von Dagmar

dagobert

Zitat von: dagmar am 13:56:46 Mi. 17.Mai 2017Wie aber soll ich zum Arbeitsplatz gelangen ohne Öffis - wären die da, so würde ich nicht zu Bushaltestelle kommen....
Gar nicht, mit zwei kaputten Hüften bist du mindestens bis zum Jahreswechsel AU (grob geschätzt: OP + 6 Monate).
Für Arzttermine ist da ein Krankentransport oder ein Taxi fällig, kostet aber jedesmal Zuzahlung.

Ob die Kasse das auch für sonstige Termine bezahlt, kann ich dir nicht sagen.

Zitat von: dagmar am 15:30:18 Mi. 17.Mai 2017
Ob die sagen können - wenn Op-Termini steht, dann schreibe ich weiter krank.
Was will er denn sonst machen?

Zitat von: dagmar am 15:30:18 Mi. 17.Mai 2017Meine Mum ist gerade gestorben, und ich kann sie somit versuchen auf der letzten Reise zu begleiten.
Mein Beileid.
Wenn's kommt, kommt's dicke.
"Ich glaube, daß man nichts vom Krieg mehr wüßte,
wenn wer ihn will, ihn auch am meisten spürt."
Udo Jürgens (Ich glaube, 1968)

counselor

Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

BGS

Herzliches Beileid und die besten Wünsche.

MfG
BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
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dagmar

Danke!!!

Ja, das Leben schüttet grad so manches aus über meinem Haupt - na ja gerade - schon seit 1 1/2 Jahren ;-)

Weißt Du Dagobert, bevor ich zur OP ja sage will ich noch zwei weitere Orthopäden befragen. Eigentlich hätte ich am letzten Juni Tag einen Termin bei einer Energie-Giropraktikerin, die in BaWü so als Knochen-Wunderheilern gehandelt wird. Eben auch weil sie Menschen, die an der Hüfte operiert werden sollten wieder so eingerenkt hat, dass dieses nicht mehr notwendig war. Aber das wären bis zu dem Termin ja rund 7 wochen.

Entschuldigt,, wenn ich mich dumm anstelle - aber das ist alles so neu für mich und nun auch noch die Beerdigung arrangieren, ist nicht so ganz einfach....

Das Leben überholt mich gerade mal wieder ganz massiv....

lieben Gruß von Dagmar

Danke BGS


dagobert

"Ich glaube, daß man nichts vom Krieg mehr wüßte,
wenn wer ihn will, ihn auch am meisten spürt."
Udo Jürgens (Ich glaube, 1968)

Rudolf Rocker

Herzliches Beileid, dagmar!

ZitatEnergie-Giropraktikerin
Hokuspokus- Geldabzocke- Schwachsinn!


ZitatIch bin mir nur nicht im Klaren, wie lange ein Hausarzt willens ist eine AU auszustellen,...
Solange du eine benötigst! Deine Entscheidung, nicht die des Hausarztes!
Ist dein Hausarzt da anderer Meinung hat er eben eine Patientin weniger und ein anderer Hausarzt eine Patientin mehr!


dagmar

Hey Ihr,
es ist eine Giropraktikerin - jemand, der Deine Knochen wieder zurecht rüttelt. Mein Hausarzt hat diesen Zusatz auch neben dem Dr. - aber so ganz unrecht hat Rudolf Rock nicht! Denn es reicht wohl eine mittlere Reife um in 5 jähriger Ausbildung den Giropraktiker zu machen. Die Lady hat dazu aber noch den Ärztetittel. Aber Hoffnung nimmt man/frau/ ich immer mit.... Vor allem, wenn man nicht mehr kriechen kann.....

Ich weiß, mir fehlt Wissen - aber einfach von einem Arzt zum anderen weil der nicht mehr krankschreibt?

Ich will mich einfach kundig machen bevor ich irgendwo was falsches sage: denn mit der diagnose ist das Thema Job in der nächsten Zeit gelaufen. Mit nstehenden Hüft-OP's stellt mich niemand ein. Aber die SB's vom Jobcenter sehen so was ja immer anders....

Deshalb bitte alles an Infos, was mir in Sachen Wissen weiterhelfen kann.

Lieben Gruß und DANKE von Dagmar


Rudolf Rocker

ZitatIch weiß, mir fehlt Wissen - aber einfach von einem Arzt zum anderen weil der nicht mehr krankschreibt?
Bei deiner Diagnose, ja!

ZitatAber die SB's vom Jobcenter sehen so was ja immer anders....
Was gibt es da anders zu sehen? Krank = krank!


Das Ding heißt übrigens Chiropraktik, vom altgrichischen cheir (Hand). Hat nichts mit dem Girokonto zu tun!
ZitatIn einem Übersichtsartikel zur Chiropraktik vom Mai 2008 kam der Leiter der Abteilung für Naturheilkunde der englischen Universität von Exeter, Edzard Ernst, nach Durchsicht wissenschaftlicher Artikel zum Thema zum Schluss, dass die Chiropraktik auf ,,mystischen Konzepten" basiere. Außerdem basierten die grundlegenden Konzepte der Chiropraktik wie Subluxation und die spinale Manipulation nicht auf ,,solid science" (= ,,fundierter Wissenschaft").[13]

Auch neuere Untersuchungen zeigen, dass es keinen Zusammenhang zwischen Krankheit und Subluxation von Wirbeln durch ungünstige Beeinflussung der angeblich betroffenen Nerven zu geben scheint.[14]

Dem emeritierten Schweizer Professor für orthopädische Chirurgie Max Geiser zufolge hätten weder die Chiropraktik noch die ,,sogenannte manuelle Medizin" bis heute den Beweis geliefert, ,,ernsthafte, nicht spontan remittierende Affektionen des Bewegungsapparates beheben zu können und mehr zu leisten als alle übrigen Scheinbehandlungen der Alternativ- und Komplementärmedizin".[1]

Eine systematische Übersichtsarbeit der Cochrane Collaboration aus dem Jahre 2003, die die Behandlung von Kreuzschmerz mittels spinaler Manipulation zum Thema hatte, zeigte keine Vorteile gegenüber anderen, nicht-kontraindizierten Behandlungsmethoden, wie allgemeinärztliche Behandlung, Schmerzmittel, Physiotherapie, Heilgymnastik oder Rückenschule. Die Autoren hielten es für möglich, dass die spinale Manipulation einer Placebo-Behandlung überlegen ist.[15] In einer Übersichtsarbeit aus dem Jahre 2011 wurden bezüglich Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung bei Patienten mit chronischem Kreuzschmerz keine klinisch relevanten Unterschiede der spinal-manipulativen Therapie zu anderen etablierten Therapien festgestellt. Schwerwiegende Komplikationen konnten in dieser Analyse auch nicht beobachtet werden. Ungeklärt blieb, ob eine Überlegenheit der spinalen Manipulation gegenüber Placebo besteht, weil sich nur wenige und typischerweise mit hohem Verzerrungsrisiko behaftete Studien diesem Aspekt widmen.[16]
https://de.wikipedia.org/wiki/Chiropraktik

dagmar

Deshalb nehme ich ja auch alle Schienen mit - vor allen Dingen höre ich mir noch ein zwei andere Orthopäden an. Heute war ein Chirurg/Unfallarzt an der Diagnose. Allerdings habe ich auch das Röntgenbild gesehen, mit den Abnormitäten an der rechten Hüfte.

Wobei Rudolf Rocker: wenn meine Einbildung reichen würde gesund zu werden, dann hätte ich nichts dagegen.

Ich habe mal einen Freund zu einem Wahlfahrtsort begleitet, zu dem er jedes Jahr (dank seiner wundersamen Heilung als Baby) gefahren ist. Dort hingen Krücken von Menschen, die sie wohl nicht mehr brauchten. Mir ist egal, ob der Ort "heilig" ist, oder die Selbstheilungskräfte etwas bewirkt haben oder was auch immer - es wäre schön, würden diese Menschen wirklich länger auf Krücken verzichten können und gesund werden oder worden sein. Ist doch egal was hilft, wenn es hilft. Und wenn der Glaube Berge versetzt, dann wünsche ich mir für mich und mein Gejammer (sorry dafür) auch eine Menge Berge...

lieben Gru0 von Dagmar

dagobert

Zitat von: dagmar am 17:45:02 Mi. 17.Mai 2017es ist eine Giropraktikerin - jemand, der Deine Knochen wieder zurecht rüttelt.
Und wie soll damit ein verschlissenes Hüftgelenk repariert werden können?

Zur allgemeinen Info:
http://www.operation-endoprothetik.de/huefte/hueftarthrose/

http://www.gaertner-servatius.de/krankheiten/hueftarthrose.pdf

Zitat von: dagmar am 18:04:09 Mi. 17.Mai 2017Deshalb nehme ich ja auch alle Schienen mit - vor allen Dingen höre ich mir noch ein zwei andere Orthopäden an.
Eine zweite Meinung ist grundsätzlich immer gut ...
Zitat von: dagmar am 18:04:09 Mi. 17.Mai 2017Allerdings habe ich auch das Röntgenbild gesehen, mit den Abnormitäten an der rechten Hüfte.
... aber wenn selbst du als medizinischer Laie auf einem Röntgenbild was erkennen kannst, dann dürfte die OP wohl kaum noch zu vermeiden sein.
"Ich glaube, daß man nichts vom Krieg mehr wüßte,
wenn wer ihn will, ihn auch am meisten spürt."
Udo Jürgens (Ich glaube, 1968)

Rudolf Rocker

Zitatwenn meine Einbildung reichen würde gesund zu werden, dann hätte ich nichts dagegen.
ZitatIst doch egal was hilft, wenn es hilft. Und wenn der Glaube Berge versetzt, dann wünsche ich mir für mich und mein Gejammer (sorry dafür) auch eine Menge Berge...
Das ist natürlich richtig! Allerdings ist der Fall in die Verzweiflung und mögliche Depression deutlich größer, wenn die "Wunder" nicht funktionieren, als den Tatsachen ins Auge zu sehen und sich mit den realistischen Möglichkeiten auseinanderzusetzen.
Jedes Jahr pilgern Millionen Menschen zu irgendwelchen Wallfahrtsorten und mir ist nicht ein einziger Fall bekannt, in dem es eine wissenschaftlich nachweisbare Spotanheilung gegeben hätte.
Placeboeffekt hin oder her! Sowas hilft nicht bei kaputten Gelenken! (Beten übrigens auch nicht!)

dagmar

Ach, ich liebe Deine Direktheit, lieber Rudolf Rocker,
bei der ich manchmal schlucken muss :-) und jetzt sogar in der traurigen Situation lächeln!

Deshalb war ich heute beim Chirurg und gehe noch zu zwei Orthopäden - vor Frau Wunderdoktor!

Genau deshalb versuche ich zu planen was da nun übles auf mich zukommt - als dann wieder arbeitsloser Sack - der dann in die Erwerbslosenrente gesteckt wird. Nur gut, dass ich schon zu den Zeiten, als ich in der Pflege war und dadurch Probleme bekam, dieses beim Arzt und der Krankenkasse diagnostiziert worden war. Mit dem VDK - bzw. einem der Mitglieder bin ich schon in Kontakt.

Lieben Gruß von Dagmar

BGS

"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

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dagmar

Bingo: mein freudscher Versprecher - Privatzahlung vom Girokonto für den chiropraktiker.

Gruß von Dagmar

tleary

Zitat von: dagmar am 18:48:13 Mi. 17.Mai 2017
[....] als dann wieder arbeitsloser Sack - der dann in die Erwerbslosenrente gesteckt wird. Nur gut, dass ich schon zu den Zeiten, als ich in der Pflege war und dadurch Probleme bekam, dieses beim Arzt und der Krankenkasse diagnostiziert worden war. Mit dem VDK - bzw. einem der Mitglieder bin ich schon in Kontakt.
Aber wenn ich das richtig verfolgt habe, bist du ja noch nicht arbeitslos, oder? - Gut, der Chef wird dir dann in der Probezeit wohl kündigen. Aber wenigstens bekommst du ja dann weiterhin Krankengeld, anstatt des noch geringeren ALG-2's. - Oder gibt's da beim Krankengeld auch "Wartefristen" zu erfüllen.
Von mir auch noch mein Beileid. Meine Mutter ist nun auch schon fast 85, und ich sag' mir oft, "die wird mich noch überleben". Ihr Mannen (also meinen Vater) hat sie ja nun schon 27 Jahre überlebt. Sie ist auch der einzige Grund, warum ich noch nicht abgehau'n bin aus diesem Land (so wie BGS). Jahr für Jahr wird der Druck auf uns Arbeitslose größer, die Rechte und "Leistungen" mehr und mehr eingeschränkt. - Gut, woanders wird's wohl auch nicht viel besser sein. Stichwort "Weltkapitalismus". Aber hier in der BRD ist es als ELO kaum noch auszuhalten (so isses ja auch gedacht). Demnächst wird dann wieder Merkel und auch ein bißchen SPD gewählt, und mit der GroKo wird es weiter gehen wie bisher. Ich frag' mich wirklich, wann dieses System dann wohl letztendlich zusammenbricht (und ob überhaupt). Momentan läuft's ja besser denn je, nur eben für einen beträchtlichen Teil (ca. 25 %) der Bevölkerung halt überhaupt nicht. Aber die haben halt (noch) irgendeinen Niedriglohnjob, der sie so grade am Leben erhält. Und so lange das der Fall ist, mucken die auch nicht auf, und selbst die wählen (wenn sie denn wählen) weiterhin CDU-SPD-FDP-Grüne-AfD.
»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
(Autor unbekannt)

dagmar

Auch ich habe mich oft gefragt, wie sich so ein System tragen kann. Es kann, wird vielleicht auch noch lange gehen... Aber ich denke viele begreifen, dass diese hohen Steuereinnahmen nicht zum Wohle aller (weder Kinder, noch Bildung, noch sozial Schwache9 verwendet wird.

Aber ... manche fangen an zu begreifen ... manche von Otto-Normalverbrauchers-Seite beginnen zu registrieren was abläuft. Die Medien nehmen zumindest in den Mund, dass jährlich die Zahl der Teilzeitverträge zunehmen, es wird mittlerweile wenigstens erwähnt.Egal, wie man/frau darüber denken mag, ich für mich empfinde es so, als ob das auch ganz wesentlich durch die linken entstanden ist. Die braven christlichen und sozialen, die finen ja alles ist gut - und das, was weniger gut ist, das fällt unter ein Deckmäntelchen.

Wobei, klar, wir sind hier wenigstens noch zu einem Minimum versorgt, was wohl in anderen Ländern nicht der Fall ist. Aber dafür werden wir auch hier als Erwerbslose menschlich degradiert. Das könnte in anderen Ländern eventuell anders sein.... ich weiß es nicht.

Aber weißt Du was tleary : Immer mal wieder rennt eine Ausnahme herun - immer mal wieder ist auch einer von da oben, der mal nach unten sieht - oder ein (sozial) Starker, der einem schwächelnden hilft. Ganz wenig, und ganz selten, aber die müssen wir sehen können um Kraft für uns zu erhalten. Ich frage mich oft wofür. Vielleicht einfach nur dafür um zu zeigen es geht auch anders... Vielleicht nur um zu zeigen, Du mit Deinem Daimler und Deinen vielen Mäuschen bist eventuell auch nicht glücklicher als ich (natürlich aber beruhigter....) Vielleicht lüge ich mich da auch selber an, aber vermutlich würde ich es mit anderem Gedankengut gar nicht ertragen.

Lieben Gruß von Dagmar

p.s.s schön dass es gute Durchhalter wie Deine Mutter gibt ...die zeigen nämlich, dass man nicht alle und nicht jeden unterkriegen kann!!!!


dagmar


Hallo Ihr,
aktueller Stand: der Chirurg, der den Verschleiß der Hüften per Röntgenbild festgestellt hat war so nett und hat mir (im Gegensatz zur Ärztin in der Praxis meines Hausarztes - in der ich dies die längste Zeit war) Blut abgenommen und dabei eine übelste Entzündung festgestellt und eine gefährliche Medikamentation. Die Diagnose auf der AU war "Unterbauchschmerzen" wie passend .....

Er hat mich die Frage nach Übersendung der Berichte/an die Hausarztpraxis nicht vollständig stellen lassen und sofort festgesetellt, er übernimmt ab sofort meine komplette Versorgung in dieser Angelegenheit. Egal ob weitere Medikation, Krankschreibungen oder anderes. Ein Bericht an die (bald Ex-)Hausarztpraxis wird es deshalb von seiner Seite nicht geben. Ein Chirurg mit übervoller Praxis, sehr guten Bewertungen im Internet und guten Meinungen innerhalb meiner Region übernimmt eine kleine Kassenpatientin, die ihm Zeit und Geld raubt, weil arme Kirchenmaus und dennoch keinen schnellen Umsatz bringt.

Ich bin dem Mann mehr als dankbar, die bereits eingetretenen Folgen der Fehlbehandlung sind laut ihm sehr schwer und einige Wochen Krankzustand sind bereits jetzt klar, es bestand/besteht wohl sehr latente Gefahr für mich, aber da gibt es wohl noch mehr, als er mir sagen wollte.

Seine Medikamente beginnen zu wirken und die extrem hohe Menge an synthetischen Opiation geht in den Prozeß des Ausschleichens (Leute, diese Modedroge habe ich gerade in Großpackung von der Ex-Hausarztpraxis erhalten, wäre ein schlechter Witz zu sagen "Nebeneinkommen"... Wer weiß, wie viele Patienten das Zeug noch kriegen statt Blutuntersuchung). Auch hier ist größte Vorsicht angezeigt weil Entzugserscheinungen möglich wäre und ich alleine lebe (somit also Telefondienst von Freunden von Nöten). So wird dann Ba-Wü mit dem Ruhrpott verbunden und alle lernen sich mal per Telefon kennen :-)
Hallo tleary,
noch bin ich nicht Arbeitslos, müsste auch alle Anwartschaften für Krankengeld erfüllt habe, dem würde dann ALG1 folgen (wo ich noch einen Anspruch von 15 Monaten besituzue).

Nun die Frage: es wird über Wochen/Monate (wenn ich über Orthopäden/Chiropraktiker, Schmerzklinik ect. abkläre ob sich eine OP verhindern lassen kann) sehr große Einschränken von mir geben, jetzt ist es Fahruntüchtigkeit, Opiat ausschleichen und später - bei einer hoffentlichen Besserung - sehr langsame Erhöhung des Fahrstreckenradius. Gibt es nur die Wegeunfähigkeitsbescheinigung oder auch Atteste, die sich an der Belastbakeit des Fahrers (vermutlich auch bei optimierten Gesundheitszustand über einige Monate kaum über 10 km liegen) ,die vor den Mobbern Gültigkeit haben? Wenn/Sollte/könnte durch die lange AU eine Kündigung folgt und nach Wochen wieder Teilgesundheit erfolgen sollte,  wird der Mobverein wieder versuchen mich zu vermitteln und wie bisher Arbeitsplatz-VV's mit 100 km einfacher Entfernung sind nicht machbar.

Ich werde ihn demnächst fragen, wie er sich meine nächsten Wochen/Monate vorstellt, aber die Praxis ist immer rappelvoll und er rennt von einem zum anderen, betreut gut und ich habe ihm wohl einiges zu verdanken, da will ich nicht nerven. Vielleicht unverständlich, weil dafür ist ein Arzt da, aber bis vor kurzem habe ich vor Schmerzen nicht gewußt ob ich den nächsten Tag erleben will.....

Gruß von Dagmar

Rudolf Rocker


dagmar

Keine klare Aussage - keine Bezeichnung (die bei mir angekommen wäre) Die Stelle liegt aber im Übergang Becken/Oberschenkelpfanne. Der Beschreibung nach gut möglich - Überlastung volles Rohr, Arbeit in der Pflege, zu pflegende Mutter und Wohnungsauflösung wie auch lockere 5 to Holzbriketts diesen Winter.

Die Stelle zumindest - wo die Entzündung selber ist, sieht man ja nicht auf dem Röntgenbild sondern das sagt uns nicht das Licht sondern die Blutwerte.
Schmerz ist vom Becken unterhalb zum Oberschenkelknochen. Es ist Sand im Getriebe ... Jede - egal welche Bewegung schmerz - jede Belastung egal wo und wie.

An der Hüfte hat mir der Doc (allerdings so geschockt wie ich war habe ich alles nicht korrekt aufgenommen) mir etwas von rechts einem 3 cm Spalt erklärt, der da nicht sein dürfte, und die linke sehe nicht besser aus .... aber ich glaube, dem hat mein Blick gereicht um nicht mehr erzählen zu müssen. Das gehen wir an, wenn die Entzündung hoffentlich in den Griff zu kriegen ist.

Gruß von Dagmar

Rudolf Rocker

Zitatdas sagt uns nicht das Licht sondern die Blutwerte.
Ja, die Entzündungswerte. Antibiotikagabe läuft?

dagmar

Ja, Antibiotika und Cortison laufen - letzters an drei tagen 3 Stück - an 2 Tagen 2 Stück und dann 2 x 1.
Es schlägt auch an. Es gab tatsächlich mal 3 Minuten ohne Schmerzen - ob es so passt oder Dosierungen verändert werden müssen steht auf einem anderen Blatt. Aber da seit der Ersteinnahme gestern eine Verbesserung zu spüren ist (was bisher bei selbiger Schmerzmitteldosis nicht der Fall war bei Diclo75 ) ist jetzt wieder Hoffnung da.

Lieben Gruß von Dagmar

dagobert

Zitat von: dagmar am 08:01:07 Sa. 20.Mai 2017Er hat mich die Frage nach Übersendung der Berichte/an die Hausarztpraxis nicht vollständig stellen lassen und sofort festgesetellt, er übernimmt ab sofort meine komplette Versorgung in dieser Angelegenheit. Egal ob weitere Medikation, Krankschreibungen oder anderes.
Klingt nach einem Arzt, der seinen Beruf ernst nimmt.
Zitat von: dagmar am 08:01:07 Sa. 20.Mai 2017Gibt es nur die Wegeunfähigkeitsbescheinigung oder auch Atteste, die sich an der Belastbakeit des Fahrers (vermutlich auch bei optimierten Gesundheitszustand über einige Monate kaum über 10 km liegen) ,die vor den Mobbern Gültigkeit haben?
Wenn dem JC ein Attest nicht reicht, solltest du auf einem Termin beim Amtsarzt bestehen.
Zitat von: dagmar am 08:01:07 Sa. 20.Mai 2017wird der Mobverein wieder versuchen mich zu vermitteln und wie bisher Arbeitsplatz-VV's mit 100 km einfacher Entfernung sind nicht machbar.
... und damit auch nicht zumutbar.
"Ich glaube, daß man nichts vom Krieg mehr wüßte,
wenn wer ihn will, ihn auch am meisten spürt."
Udo Jürgens (Ich glaube, 1968)

dagmar

Hey Dagobert,
am Mittwoch hatte ich keine Hoffnung mehr, da hätte ich am liebsten aufgegeben.....

In Sachen Wissen hat überzeugt, dass die Medis bereits heute wirken - natürlich immer noch viel Schmerz, aber Linderung - das bedeutet für mich Hoffnung und das ist derzeit viel. Auch rein menschlich hat die Art der Reaktion mir sehr gut getan. Das war nämlich eine ganz klare Ansage: ich übernehme jetzt die Verantwortung und ich versuche aktiv zu helfen!

Ich denke, ich habe auch erst durch dieses überdeutliche Verhalten und die Aussage über eine sehr böse und nicht ungefährliche Entzündung realisiert, dass da vermutlich etwas nicht so ganz ohne ist. Er will mich jeden zweiten Tag sehen, seit ich dort bin. Ja, das ist für mich Verantwortung, so wünschte ich mir Menschen mit sozialer Kompetenz ... aus dem Bereich Medizin ... aus dem Bereich Verwaltung ... bei den Mobbern, da wünsche ich es mir nicht mal mehr, da würde mir reichen in Ruhe gelassen zu werden.

Ich muss runter kommen verarbeiten was mit meiner Gesundheit ist, Beerdigung arrangierenn und Trauer doch zulassen um dann Schritt für Schritt meine Zukuft, Erbschaftsklärungen ect. in Angriff zu nehmen. Da helfen sozial kompetente Menschen, solche die Anteilnahme besitzen oder einem mit Information weiter helfen. Es ist schon viel zu wissen, nicht ganz alleine da zu stehen...

Lieben Gruß von Dagmar


tleary

Zitat von: dagmar am 16:11:04 Sa. 20.Mai 2017
Ich denke, ich habe auch erst durch dieses überdeutliche Verhalten und die Aussage über eine sehr böse und nicht ungefährliche Entzündung realisiert, dass da vermutlich etwas nicht so ganz ohne ist. Er will mich jeden zweiten Tag sehen, seit ich dort bin.

Lieben Gruß von Dagmar

Dagmar, wusstest du, daß viele die an der Hüfte, dem Knie oder sonstwelchen Gelenken operiert werden und wurden, in Wirklichkeit eine bakterielle Infektion (sehr, sehr häufig sind es Borrelien) für deren Beschwerden verantwortlich ist? - Rudolf Rockers Tipp, diese Gelenkentzündungen mit Antibiotika zu bekämpfen, könnte daher der richtige Hinweis sein! Ich z.B. hatte bis vor 2 Jahren auch totale Gelenk- und Muskelschmerzen, Entzündungen in der Ferse und den Knien, Schmerzen im Rücken, und den Fingergliedern. Nach dem Aufstehen am frühen Morgen war es besonders schlimm. Ich fühlte mich wie "ein steifer alter Mann". Manchmal ging es besser, aber meist nur sehr schlecht, und des wurde immer schlimmer. Ich war dann im Lauf der 3 Jahre, die ich nach einer Ursache suchte, bei insgesamt 4 Ärzten (und das, obwohl ich bevor ich einen Arzt aufsuche, immer schon halb tot sein muß), während mein Gesundheitszustand immer schlechter wurde. Die Borrelien überwinden ja auch die Blut-/Hirnschranke im Lauf der Jahre, d.h. sie verteilen sich auch ins Gehirn. Alles geht im Zeitlupentempo bei dieser Krankheit, weshalb ich auch vieles einfach aufs Älterwerden schob. Man bekommt davon sogar Panikattaken, Alpträume, das Kurzzeitgedächtnis lässt nach und hat Orientierungsschwierigkeiten. KEINER der Ärzte hatte jemals von sich aus eine Untersuchung auf Borrelien ins Auge gefasst. Natürlich machte ich mich auch auf eigene Faust im Internet nach der möglichen Ursache dieser Gelenksentzündungen und restlichen Krankheitbeschwerden. Ich war auch immer nach jeder leichteren körperlichen Anstrengung sofort "außer Atem" und total grogi. - Und weißt du was es letztendlich war? - Eben diese BORRELIOSE!! Also die "Zeckenkrankheit". Rückblickend konnte ich mich auch an eine Zecke, die sich damals am Bauch festbiß, erinnern (das muß so um 2007 gewesen sein). Ich entfernte sie damals, leider erst am Tag darauf, als ich mir eine Zeckenzange besorgt hatte. Eine Wanderröte entstand auch nicht, und ich machte mir damals dann auch keine weiteren Gedanken mehr darüber. Erst 3 oder 4 Jahre später merkte ich dann, daß es mir körperlich immer schlechter ging. Weitere Jahre vergingen. Anfang 2014 suchte ich dann den 1. Arzte auf und wies ihn auf die Möglichkeit, daß es "Borre" sein könnte, hin. Er wollte er dies nicht so richtig ernst nehmen. Jedenfalls ließ er damals dann doch auf mein Drängen mein Blut auf Borreliose-Antikörper, die sich bilden, wenn der Körper verzweifelt versucht sich gegen diese Bakterien zur Wehr zu setzen, untersuchen. Und das Ergebnis war dann auch wirklich "positiv", d.h. es konnten Antikörper im Blut nachgewiesen werden. Er tat das dann ab, daß ich dies schon seit Kindheitstagen hätte, und es deshalb "ausgeheilt" wäre, was nachweislich falsch ist, weil es keine sogenannte "Spontanheilung" bei Borreliose gibt (hat man die Borrelien erst im Körper, schafft es die Immunabwehr des Körpers niemals mehr, diese Borreliose-Bakterien wieder zu zerstören. Naja, ums kurz zu machen, ich war dann noch bei 3 weiteren Ärzten und erst der letzte, ein sogenannter "Borreliose-Arzt", konnte mir dann helfen. Ich bekam dann für 8 Wochen Antibiotika in Tablettenform (jeden Tag 2 oder 3 Stück) zum Einnehmen, und schon nach wenigen Tagen ging es mir merklich besser. Bis die Fersen- und Gelenksentzündungen dann komplett weg waren, dauerte es dann aber trotzdem noch fast 9 Monate. Aber jetzt fühle ich mich - zumindest in dieser Hinsicht - wieder gesund.
Glaub' mir, Borreliose ist eine Volksseuche und sehr, sehr weit verbreitet! Das haben mehr Menschen, als man es gemeinhin vermuten möchte. Leider wird aber die Borreliose häufig nicht erkannt (eben weil es kein effizientes Untersuchungsverfahren gibt), z.B. weil keine Borreliose-Antikörper mehr im Blut feststellbar sind. Das von dir erwähnte Kortison vernichtet diese Antikörper, die als Hauptnachweis der Krankheit dienen, weil Kortision eben ein Immunsupprresivum ist (also ein Mittel, das die Immunabwehr des Körpers gezielt schwächt). Wenn die Ärzte dann keine eindeutige Ursache feststellen können, gibt es "Verlegenheits- und Fehldiagnosen" z.B. ist es dann "Gelenkrheuma", "Gelenkverschleiß", ein "Tennisarm" (wie bei mir => ich kam dann zum Orthopäden) oder als letzte Möglichkeit, wenn sie gar nicht mehr weiter wissen, "Multiple Sklerose".
Vor allem wir im Süden (Bayern/Ba-Wü), und insbesondere die Menschen in ländlichen Gegenden, die viel stärker der Natur und dem ganzen "Getier" ausgesetzt sind, sind davon besonders häufig betroffen (Großstädter bis zu 10mal seltener).
Nur noch so als Tipp: BEVOR du dein Geld bei einem "Chiropraktiker" zum Fenster rauswirfst, laß dich auf Borreliose hin untersuchen, und vor allem bevor du eine "2. Meinung" sowie letztlich die Operation wagst, geh zu einem Experten. Geh' nicht zu einem "normalen" Allgemeinarzt (die haben von dieser Krankheit leider keinen Schimmer und behandeln nach veralteten Richtlinien), sondern such' dir einen "Borreliose-Arzt". Eine Liste von denen gibt es von Dr. Hopf-Seidel (Ansbach), zu finden über Google. In deiner Gegend, dem Hohenlohekreis, bist du in der glücklichen Lage, daß es dort in der Nähe 1 oder 2 davon gibt. In manchen Regionen gibt's davon so gut wie überhaupt keinen.
Und ein letztes: Die Antibiotika, die mich davon heilte, war Minocyclin, Metronidazol, Tinidazol (das bekommt man aber nur auf Privatrezept aus Frankreich, Italien und Polen innerhalb Europas). In D nicht zugelassen. Von den Ärzten wird leider auch viel Antibiotika verschrieben, die nicht gegen die Borrelien hilft, weil sie (die AB) nicht "gewebedurchdringend" ist. Und die Borrelien befinden sich im Spätstadtium (das schon nach 1 bis 2 Jahren erreicht wird) dann nicht mehr im Blut, sondern ziehen sich ins Muskelgewebe und die Knorpel sowie das Rückenmark und Gehirn zurück.
Sorry, daß ich jetzt so weit in den medizinischen Bereich abgeschweift bin, aber ich habe den Verdacht, daß es bei dir evtl. gar kein "Gelenkverschleiß" (oder "Bandscheibenvorfall") ist, sondern eben diese bakterielle Infektion in Form von Borrelien dich so krank macht.
»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
(Autor unbekannt)

dagmar

Hallo tleary,
danke für Deine ausführliche Erklärung, die in sehr vielen Punkten mit meinem Krankheitsbild einher geht (ich denke auch in Verbindung mit den üblen Parasiten an mein schlechtes sehen, Lichtempfindlichkeit ect.) Einen Test werde ich in jedem Fall machen (wobei die Röntgenaufnahmen auch eindeutig sind, was aber noch keine zwingende OP bedeutet - aber eine andere Lebensweise Ernährung, Gewichtsreduzierung, Orthopäde gehen evtl. Einlagen ect. einfach mit sich bringen muss, damit alle Belastungen der Hüfte vermieden werden).  Auch wenn die Hüfte noch so defekt und zerschlissen ist - auch wenn sie nach einer OP rufen sollte - dann müssen die Schmerzen nicht von ihr kommen und können sehr wohl auch nach einem Zeckenbis (habe ich mir hier schon geholt) gekommen sein können.

Der behandelnde Chirurg gilt in der Gegend und im Netz als ausgesprochen fähig und ich habe den Eindruck (er redet nicht viel) er hat diverse Tests gemacht, deshalb auch sein schnelles einbestellen und die 2tägigen Kontrollbesuche.

Ich bekomme OFLOX 200. Nachdem der Arzt die Blutwerte hatte und sofort reagiert hat war der Hüftknochen für ihn kein Thema mehr. Er sei zukünftig der beahndelnde Arzt, der Hausarzt ist raus und die starke Entzündung - die langwierig werden würde - sei mit allen Facetten nun in seinen Händen. Ich habe da ganz klar (gilt wenigstens für den Moment und die letzten Besuche) feststellen dürfen, dass die Operateur tatsächlich Schaden von Patienten fern halten will und versucht sofort gegen den Schmerz anzugehen ...  Du kannst Dir vielleicht ein bischen vorstellen, wie es ist einmal 3 Minuten lang keinen Schmerz zu spüren und 5 m laufen zu können, ohne sich an der Wand abstützen zu müssen. Gut, ich will niciht jammern, denn ich bin einfach nur dankbar!!!

Dankbar hier Hilfe und Informationen bekommen zu haben - einen Arzt zu haben, der sagt "ich bin zuständig, ich übernehme ab jetzt die Verantwortung" und eine Wirkung der Medis war schon am Folgetag spürbar. Ich bin jetzt am sehr langsamen Ausschleichen von Tilidin, welches wohl auch in einer gefährlich hohen Dosis verabreicht wurde. Da ich alleine lebe muss ich das ausgesprochen vorsichtig tun und habe mit Freunden eine Telefonkette aufgebaut. Diese Woche schaffen wir es auch alles incl. Beerdigung, Formualitäten/Sterbefall und zwei Arztbesuchen mit Freunden und ohne Taxi (welches dann am Freitag gar nicht den Auftrag entgegennahm, weil zwei Taxen defekt waren und ich 12 km entfernt von zuhause stand) alles erledigen.
Ich bin einfach nur dankbar, dass ich Linderung spüre, Wirksamkeit eintritt, Freunde da sind und übrigens auch der Arbeitgeber auf meinen Zwischenbescheid reagiert hat mit "lass Dir Zeit und werde gesund". Ob das dann alles wirklich so läuft, ob man mir wirklich die Zeit gibt, das wird sich zeigen. Aber es stärkt mir heute und morgen den Rücken ... und das zählt.... das heute und das morgen.

Das hier war ein Warnschuss ! Es wird keinen weiteren geben, wenn ich weiterhin so unverantwortlich mit mir umgehe. Der Chirurg hat mir ganz klar gesagt, mit einer Krankmeldung bis diese Woche Freitag (die ich ja von der ehemaligen Hausarztpraxis habe) ist es nicht getan, es dauert länger. Und ich werde so lange zu hause bleiben (auch wenn es den Job kosten sollte) bis (m)ein Körper wieder funktioniert! Diese Hilfe, die ich durch Arzt und Freunde derzeit bekomme, ist alles andere als selbstverständlich und bedarf allem was von meiner Seite möglich ist diesen Zustand der Hilfsbedürftigkeit abzustellen.

Beim VDK mache ich später den Mitgliedsantrag, sicher ist sicher. Es kann so viel noch erfolgen - auch einfach mit dem Alter - dass es gut und sinnvoll ist weitere Anprechpartner zu haben und eben im Notfall zu Aufpreisen des Mitgliedsbeitrages entsprechende anwaltschaftliche Vertretung zu erhalten. Wenn nicht notwendig: SUPER! Aber das was die Agentur für Arbeit mit mir getrieben hat und die Wohngeldstelle versucht zu betreiben, das zeigt mir dass ich lernen muss mich zu wehren! Auf mich achten - die Menschen, die wertvoll sind und diejenigen, die meinen auf anderen herumtreten zu können in den Hintern zu treten.... Dazu aber muss ich erst wieder Bein und Hüfte hochkriegen ;-) Und ich sag Dir was: wenn ich nur deshalb gesund werde, damit ich einfach mein Rückrat gegen diese Gesellen und Behörden aufbaue!!!

Lieben Gruß und danke für die Mühen Deiner Recherchen,
deckt sich übrigens mit den Erfahrungen einer Freundin von mir, die über einige Jahre durch die Borreliose im Leben zurück geworfen wurde...

recherchiert und fast umgefallen, bei wem ich als Arzt gelandet bin: Die chirurgische Belegabteilung auf der Chirurgie wird von xxx.

Dagmar


tleary

VdK ist auf jeden Fall bei BU-/EU-Anträgen eine sehr gute Adresse. Habe ich schon vor Jahren gehört. Als Laie ist man mit dem fälligen bürokratischen Antragswust ja total überfordert. Außerdem hasse ich JEDES Formular wie die Pest, und lege so etwas so lange wie möglich erst einmal beiseite. Hat man einen Termin beim VdK muß man sich dagegen damit auseinandersetzen. Und ein Angestellter füllt den Antrag dann ja aus. Man muß nur die Fragen, die er stellt beantworten. Sowas hilft unheimlich, kann ich mir vorstellen.
Wegen der Borreliose: Naja, ich kenne deine genauen Beschwerden und Röntgenbilder natürlich nicht. Vielleicht sollte ich nicht immer meine Krankheit auch bei den anderen sehen. Aber selbst hier in meinem Mini-Ort (mit 300 EW), in dem ich wohne, habe ich den Verdacht, daß mindestens 2 oder 3 Leute, deren Krankheitsbild ich von den Schilderungen anderer kenne, auch auf eine Borreliose hindeuten. Die werden natürlich ganz anders (falsch?) behandelt. Z.B. einer auf Rheuma. Naja, egal. Wenn man da Tipps gibt, wird man schnell als "verrückt" abgetan. Schließlich stellt man sich gegen die Diagnose eines etablierten Arztes. Meine Sista hat auch die Diagnose "Multiple Sklerose" und bekommt ein Medikament, daß 2.000 € monatlich kostet (1 Pille pro Tage für 65 € !), und die Immunabwehr unterdrückt. Da frage ich mich auch, ob die Diagnose nicht komplett falsch ist. Dem Arzt und der Pharmaindustrie (vor allem der) nutzt sowas finanziell natürlich ungemein. Nur wenn die körpereigene Immunabwehr dadurch unterdrückt wird, werden die Beschwerden vielleicht die erste Zeit wirklich besser. Mittel- und langfristig hat das Medikament (angenommen es ist bei meiner Schwester wie ich vermute auch eine Spätborreliose) eine fatale Wirkung und macht dann alles erst richtig schlimm. Und richtet Schäden an, die dann auch nicht mehr zu beheben sind.
»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
(Autor unbekannt)

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