Die nächste Welle der Bauernproteste 24/25

Begonnen von Kuddel, 09:06:25 Sa. 23.November 2024

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Kuddel

Es war das ganze Jahr über klar: Die nächste Welle der Bauernproteste wird wieder anrollen, wenn die Erntearbeiten abgeschlossen sind.

Es scheint, die Rechte ist sich der politischen Wucht und der Macht kämpfender Bauern bewußt und sich auf eine neue Protestwelle vorbereitet. Sie stellen sich nicht nur an die Spitze unzufriedener Bauern, sie gehören zu den Organisatoren solcher Proteste.

Zitat Unterwanderung der Bauernproteste
Alles, was rechts ist

Die Behörden verharmlosen rechtsextreme Tendenzen bei den Bauernprotesten des vergangenen Winters. Es naht die erste große Demo der Saison.


(...) Tatsächlich konnten Teilnehmer von Bauerndemos vielerorts rechtsextreme Parolen, Symbole und die Fahne einer gewalttätigen Bewegung zeigen. Wortführer äußerten sich rassistisch. (...)
https://taz.de/Unterwanderung-der-Bauernproteste/!6045310/

In den ersten Reaktionen sehe ich wieder die Hilflosigkeit linker und antifaschistischer Kräfte, die nur die rechte Einmischung sehen, doch keinen Plan haben, wie man das Gros der eher unpolitischen, wütendenden und verzweifelten Bauern von den Rechten weg kriegt und nach links bewegt. Statt alle für Nazis zu halten, ist eine Einmischung notwendig. Man braucht gemeinsame Kämpfe, die auch da ansetzen, wo auch die Probleme der Bauern liegen.


Wanderratte

Ein wenig Protest von links gab es ja schon vor ca. einem Jahr. Ich finde das folgende Interview recht interessant. Es zeigt nämlich, dass es geht:

ZitatLinke Bauernproteste: »Wir zeigen klare Kante gegen rechts«

Die Landarbeiterin Sofie Legutke kämpft bei den Bauernprotesten für die Interessen von kleineren Betrieben und Saisonarbeitskräften
Quelle: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1179211.landwirte-linke-bauernproteste-wir-zeigen-klare-kante-gegen-rechts.html .

Daran müsste unbedingt angeknüpft werden. Am besten von den Bauern selbst!

Kuddel

Die Liste der Aufrufenden sprach eine klare Sprache.

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Querdenker, der rechte Flügel der Friedensbewegung, Esos, Rechtspopulisten und Rechtsradikale.

Eine Reihe Bauernorganisationen hat sich im Vorfeld distanziert. Die Großdemo floppte.

Zitat,,Bauerndemo" ohne Bauern
1000 Traktoren zu rechtem Protest in Berlin angekündigt – es kamen 23

Für Samstag hatten rechte Populisten eine ,,Großdemo der Landwirtschaft" am Brandenburger Tor angekündigt, um gegen die Ampel zu protestieren. Die Resonanz war überschaubar.


Es sollte eine ,,Großdemonstration" der Landwirtschaft mit bis zu 1000 Traktoren und 10.000 Teilnehmenden werden. Rechte Populisten hatten zu einem Protest gegen die Ampelregierung aufgerufen und das ganze als Bauerndemo angekündigt. Von einer solchen war am Samstag allerdings wenig zu spüren: Die Polizei zählte bis zum Nachmittag exakt 23 Traktoren vor dem Brandenburger Tor.

Hinzu kamen zahlreiche Autos und ein paar Lastwagen, Reisebusse, Wohnmobile – und mehrere Hundert Demonstrierende, die sich auf der Straße des 17. Juni sammelten. Die Polizei sprach von Teilnehmenden im ,,höheren dreistelligen Bereich".
https://www.tagesspiegel.de/berlin/bauerndemo-ohne-bauern-1000-traktoren-zu-rechtem-protest-in-berlin-angekundigt--es-kamen-23-12758264.html

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Die Veranstalter sprachen von 4000 Teilnehmern. Habe mir diverse Videos vom Geschehen angeschaut. Zum Höhepunkt waren es vielleicht maximal 1000 Leute, meist gerade mal ein paarhundert. Nahezu keine Bauern, ein paar Unternehmer und rechte Pißnelken, die nicht in die rechte Ecke gestellt werden wollen.
Ein trauriges Spektakel.

Das ist immerhin eine gute Nachricht.


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(Bilder von der "Bauern"Demo)

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