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Neuigkeiten + Diskussion => (Sozial-) Politikforum & Aktuelles von Chefduzen => Thema gestartet von: counselor am 10:48:33 Fr. 28.Dezember 2018

Titel: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 10:48:33 Fr. 28.Dezember 2018
Zitat
Eine neue Weltwirtschaftskrise?

Zehn Jahre nach Ausbruch der Finanzmarktkrise 2008 wird die Möglichkeit bzw. Wahrscheinlichkeit einer neuen Krisebreit diskutiert. Diese Frage kann allerdings ohne Bezug zur Entwicklung der ‚realen‘ Produktion kaum beantwortet werden. Daher sei zunächst der Konjunkturzyklus der entwickelten Länder betrachtet, an ihrer Spitze der USA: Dort geht der 2009 eingesetzte Aufschwung in sein zehntes Jahr, eine lange, aber relativ flache Expansionsperiode. Das US-amerikanische „Business Cycle Dating Committee“ sieht in seinem jüngsten Risiko-Bericht Zeichen einer Wachstumsverlangsamung, rechnet aber nicht mit einer Rezession. Dies deckt sich mit Prognosen für die übrigen Länder des entwickelten Blocks.

Quelle: http://www.zeitschrift-marxistische-erneuerung.de/article/3404.eine-neue-weltwirtschaftskrise.html (http://www.zeitschrift-marxistische-erneuerung.de/article/3404.eine-neue-weltwirtschaftskrise.html)

Zitat
Keine frohen Weihnachten an den US-Börsen

Die Wall Street rauschte am Weihnachtstag weiter in die Tiefe. Der Dow Jones-Index sackte an dem verkürzten Handelstag ab – und das alles nach den schlimmsten fünf Tagen in Serie in der Vorwoche seit der Finanzkrise 2008.

Die Talfahrt setzte sich ungebremst fort. Der Dow Jones-Industrial sackte unter 22.000 Punkte ab und verlor zum Schluss 2,91% auf 21.792,20 Zähler. Marktteilnehmer berichten über ein für Heiligabend ungewöhnlich schwankungs- und volumenreiches Geschäft. Die Wertpapierbörse steuert damit auf den schwärzesten Dezember seit der damaligen Weltwirtschaftskrise 1931 zu.

Quelle: https://www.sozialismus.de/kommentare_analysen/detail/artikel/keine-frohen-weihnachten-an-den-us-boersen/ (https://www.sozialismus.de/kommentare_analysen/detail/artikel/keine-frohen-weihnachten-an-den-us-boersen/)
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 19:02:11 Sa. 14.September 2019
Zitat
Joachim Bischoff: Angst vor wirtschaftlichem Abschwung - Rezession am Horizont

Die Weltwirtschaft ist im Bremsmodus. Für das wirtschaftlich bedeutendste Land der Eurozone, Deutschland, warnt die Bundesbank vor einer Rezession. Auch in den USA nehmen die Befürchtungen vor einer deutlichen Abschwächung der Akkumulationsdynamik zu.

Quelle: https://www.sozialismus.de/kommentare_analysen/detail/artikel/rezession-am-horizont/
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Troll am 20:04:54 Sa. 14.September 2019
"Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten."
oder "Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.” (Albert Einstein?)

Irgend wann bekommen sie das tote Pferd geritten, echt jetzt.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Troll am 10:16:40 Di. 17.September 2019
Zitat
BlackRock - Die unheimliche Macht eines Finanzkonzerns

Keiner verfügt über mehr Geld als der amerikanische Finanzinvestor BlackRock. Über sechs Billionen Dollar verwaltet der Konzern. Wer über so viel Geld verfügt, hat großen Einfluss. Doch was genau bedeutet das für uns alle? Längst gibt es Experten, die in der unfassbaren Größe von BlackRock eine Bedrohung für den freien Wettbewerb und die Stabilität der Finanzmärkte sehen.

Es ist das geliehene Geld der Kunden, das BlackRock immense Macht verleiht. Denn BlackRock entscheidet darüber, was mit den Billionen Dollar geschiehthttps://www.nachdenkseiten.de/?p=54880#h10. Mit ihnen hat sich der Finanzinvestor bei führenden Weltkonzernen eingekauft. Derzeit ist BlackRock Großaktionär bei Apple, Microsoft, Facebook, McDonald's, Siemens, BASF, Bayer und vielen, vielen mehr. BlackRocks Einfluss geht jedoch weit über Unternehmensbeteiligungen hinaus. Der Investor berät Notenbanken und Finanzminister, hat Zugang zu Staatschefs. Kein anderer Konzern und keine Behörde der Welt besitzt heute einen so umfassenden Einblick in die globale Finanzwelt wie BlackRock. In diesem Zusammenhang warnen Experten auch vor "Aladdin", dem computergestützten Analyseprogramm des Konzerns. Dessen Algorithmen sind längst nicht mehr nur für das Risikomanagement bei BlackRock verantwortlich, sondern auch für das anderer Investoren. Dadurch wird der Markt mehr und mehr gleichgeschaltet – und anfälliger für Krisen. Finanzexperten fragen sich: Wie groß darf der Einfluss von BlackRock noch werden? Sie treibt die Sorge um, dass die wachsende Dominanz des amerikanischen Finanzinvestors bei einer zukünftigen Börsenkrise zu einem gefürchteten "Run for the Exit" führen könnte, zu einer Panik, bei der alle ihre Aktien nur noch verkaufen wollen.

91 Min., verfügbar vom 16/09/2019 bis 15/12/2019
Nächste Ausstrahlung am Dienstag, 17. September um 20:15


HTML5: https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/082000/082800/082807-000-A_EQ_0_VOA-STA_04530544_MP4-1500_AMM-PTWEB_1D6rwzrGuo.mp4
Quelle: Arte (https://www.arte.tv/de/videos/082807-000-A/blackrock-die-unheimliche-macht-eines-finanzkonzerns/)

Via NDS (https://www.nachdenkseiten.de/?p=54880#h10)

bzw.

Zitat
Deutschland, ein Wirtschaftsmärchen
...

Quelle: ARD-titel-thesen-temperamente (https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/sendung/sendung-vom-15092019-104.html)

Zum gleichen auch:

Zitat
Mythen der Ökonomie – Ulrike Herrmann

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 16.09.2019 | 24:09 Min. | Verfügbar bis 15.09.202 | WDR 5

HTML5: https://wdrmedien-a.akamaihd.net/medp/podcast/weltweit/fsk0/200/2003524/wdr5neugiergenuegtredezeit_2019-09-16_mythenderoekonomie_wdr5.mp3

Quelle: WDR (https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-neugier-genuegt-redezeit/audio-mythen-der-oekonomie--ulrike-herrmann-100.html)


Via NDS (https://www.nachdenkseiten.de/?p=54880#h06)
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 12:55:32 Mi. 18.September 2019
Danke Troll für diese Links.
Es ist ja tatsächlich erwähnenswert, wenn Journalisten mal in der Lage sind 1+1 zusammenzuzählen und nicht nur den Mist zusammenschreiben, den man von ihnen erwartet. Dabei ist es nicht sonderlich schwer, das zu beschreiben, was ist.

Ich zitiere die einfachen Feststellungen gern nochmal:
Zitat
Und der Vater des Wirtschaftswunders, Ludwig Erhard? Nur ein viertklassiger Ökonom, sagt Ulrike Herrmann. Und: ein Nazi-Profiteur. "Ludwig Erhard war direkt mit dem NS-Regime verwoben und er hat von diesem Grauen persönlich monetär enorm profitiert. Und aus meiner Sicht ist es einfach ein Skandal, dass Ludwig Erhard immer noch gefeiert wird als wäre er der Held Deutschlands." Selbst Grünen-Politiker lassen sich fast zärtlich mit Erhard ablichten.

Zitat
Soziale Marktwirtschaft – da glauben viele Deutsche, wenn sie das hören, dass das Marktwirtschaft wäre mit Sozialpolitik. Aber in Wahrheit war die Idee von Erhard, dass der Markt an sich schon sozial sei. Was natürlich nichts anderes bedeutet, als dass angeblich jeder verdient was er verdient. Was nichts anderes sagt als: die Reichen sind zu Recht reich, wir brauchen hier auch gar keine Gewerkschaften. Erhard war auch strikt gegen Gewerkschaften und hat immer erzählt, man müsste die Löhne jetzt mal wieder senken.

Zitat
Schröder war stolz darauf, den größten Niedriglohnsektor Europas geschaffen zu haben – in einem der reichsten Länder der Welt. Das Argument: Unternehmen müssten entlastet werden, dann würde auch die Wirtschaft florieren – und alle vom Wohlstand profitieren. "Die ganze Philosophie hinter dem Niedriglohnsektor", so Herrmann, "ist ja schon absurd. Weil dahinter steht die Behauptung: Man wird reich dadurch dass man arm ist. Erst werden die Leute künstlich arm gemacht durch niedrige Löhne und dann soll das zu Reichtum führen. Das ist völliger Quatsch. Armut kann nicht reich machen."
https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/sendung/sendung-vom-15092019-104.html
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 11:33:44 Mi. 25.September 2019
Das Spekulantencasino dreht durch:
Zitat
Anleger ziehen Milliarden aus Hedgefonds ab

Hedgefonds erzielen so hohe Renditen wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Doch Investoren reicht das nicht – denn Aktienkurse steigen noch stärker.
https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/fonds-etf/investoren-anleger-ziehen-milliarden-aus-hedgefonds-ab/25044864.html
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: tleary am 03:46:17 Fr. 27.September 2019
Jeden Morgen wenn ich aufstehe, wundert es mich, wie gut doch dieser Kapitalismus noch funktioniert. Zumindest dem äußeren Anschein nach. Es ist immer noch sehr ruhig hierzulande. Alle gehen noch schön zu ihrem "tollen Job", der bei näherer Betrachtung wohl doch nicht so toll ist. Manchmal, wenn ich von einer meiner "Touren" erst frühmorgens zurückfahre, wundere ich mich über den starken Verkehr. Viele Proleten müssen sich da scheinbar schon ab 4 Uhr in der früh auf den Weg zur ihrem Sklavenjob machen. Zu einer Zeit, in der ich noch nicht mal im Bett war. ;)

In den Randgebieten, also der 3. Welt, brodelt es ja gewaltig. In Süd- und Mittelamerika nehmen Armut, Flucht und wirtschaftliche Verelendung dramatisch zu. Venezuela, eines der ölreichsten Länder der Welt, wurde durch die US-Sanktions- und Destabilisierungspolitik ruiniert.

Argentinien befindet sich wieder vor dem Staatsbankrott, mit den für die Bevölkerung auferlegten Folgen wie Lohnsenkung durch Hyperinflation.

In Afrika gerät ein ganzer Kontinent aus den Fugen. In Südostasien versuchen Boatpeople dem wirtschaftlichen Elend durch die Flucht nach Australien zu entkommen. Und werden natürlich postwendend zurückgeschickt oder - wenn sie "Glück" haben - jahrelang auf einer Gefängnisinsel interniert.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 06:20:27 Fr. 27.September 2019
Hier in D erfüllt der Kapitalismus die Mindestanforderungen, die die Bevölkerung an das Soziale stellt.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Troll am 09:11:55 Fr. 27.September 2019
Es brodelt schon auffällig in der gesamten kapitalistischen Welt, auch wird viel bzw. immer mehr Aufwand betrieben dies unter dem Teppich zu halten.
Die gnadenlose Ausbeutung wird nach hinten los gehen, die die nichts mehr zu verlieren haben werden immer mehr.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 10:08:20 Fr. 27.September 2019
...dem wirtschaftlichen Elend durch die Flucht nach ...

Ich freue mich immer, wenn die Menschen dort, wo sie sind, anfangen für bessere Bedingungen zu kämpfen und nicht Migration für die einzige Lösung halten. Deshalb verfolge ich gerade die Auseinandersetzungen im nordafrikanischen und arabischen Raum mit besonderem Interesse.

Ja, es rappelt weltweit im Karton. Ich denke, Thomas Cook ist nur ein frühes Opfer der anrollenden Krise, weitere werden folgen. Der Kapitalismus enteignet nicht nur große Teile der Mittelschicht, selbst einige Reiche werden ihren Reichtum verlieren.

Zur Enteignungsdiskussion: Der Kapitalismus enteignet permanent massenhaft Menschen. Zu den Opfern gehören viele Kapitalismusbefürworter.

Wenn wir die herrschenden Ungerechtigkeiten nicht akzepteren und "das System" angreifen wollen, müssen wir die Besitzverhältnisse in Frage stellen. Wir dürfen den Besitz der Reichen und die Macht der Wirtschaft nicht akzeptieren. Erst damit kriegen wir die Verhältnisse zum Tanzen. Erst dann wird eine Wirtschaftskrise zu einer Krise des herrschenden Systems.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 19:35:17 So. 06.Oktober 2019
Zitat
HERBSTGUTACHTEN - Wirtschaftsinstitute fordern drastische Abwälzung der Krisenlasten

Diese Woche legten die fünf führenden deutschen Wirtschaftsinstitute ihr Herbstgutachten vor. Claus Michelsen vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung spricht von einer "sehr rapiden Abkühlung der Konjunktur". Einen "Abschwung" wollen diese angeblichen "Wissenschaftler" aber nicht ausmachen, obwohl Deutschland bereits mitten in einer Überproduktionskrise steckt.

Quelle: https://www.rf-news.de/2019/kw40/herbstgutachten-der-wirtschaftsinstitute
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 21:15:03 So. 06.Oktober 2019
Krisenlasten werden immer nach unten abgewälzt. Es fragt sich, wann der Tropfen kommt, der das Faß zum Überlaufen bringt. Die Krise machte sich erst breit in der Perepherie, in den Entwicklungsländern, bevor sie uns erreicht. Dort brodelt es bereits:

Zitat
In Haiti ist das öffentliche Leben wegen andauernder Proteste und Krawalle auf den Strassen weitgehend zum Stillstand gekommen. Die Hauptstadt Port-au-Prince steht gemäss Medienberichten vor einer humanitären Krise. Seit rund drei Wochen sind die wichtigsten Zufahrtsstrassen blockiert. Nahrungsmittel werden knapp. Spitäler und Ambulanzen seien nur bedingt einsatzfähig. So fehle es an Benzin und sauberem Wasser, teilte das UNO-Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten mit. Die Proteste richten sich gegen den Präsidenten von Haiti, Jovenel Moïse. Ihm wird unter anderem Korruption vorgeworfen.
https://www.zentralplus.ch/unruhen-in-haiti-greifen-um-sich-1626211/

Zitat
In Ecuador hat Präsident Moreno die Preise für Benzin und Diesel erhöht. Die Folge: Unruhen mit brennenden Straßensperren, Streiks und Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften. Die Bilder erinnern an die Gelbwesten-Proteste aus Paris.
https://www.welt.de/wirtschaft/article201426748/Ecuador-Strassenkaempfe-um-hoehere-Diesel-und-Benzinpreise.html

Zitat
Die Zahl der Toten bei den mehrtägigen Protesten im Irak ist weiter gestiegen. Seit Beginn vor vier Tagen seien 93 Menschen ums Leben gekommen, teilte die staatliche Menschenrechtskommission in Bagdad am Samstag mit. Demnach wurden fast 4.000 Menschen verletzt. Bei der überwiegenden Zahl der Opfer handele es sich um Demonstranten. Außerdem seien Dutzende Gebäude beschädigt worden.

In der Hauptstadt sowie in mehreren anderen Provinzen vor allem im Süden des Landes waren am Dienstag Proteste gegen Korruption und Misswirtschaft ausgebrochen. Sicherheitskräfte gingen mit Tränengas und Schüssen gegen die Demonstranten vor. 75 Prozent des Landes wurden komplett vom Internet abgeschnitten. Die Unruhen waren die schwersten seit 2017
https://taz.de/Unruhen-im-Irak/!5631337/

Zitat
Der ecuadorianische Präsident Lenín Moreno hat wegen heftiger innenpolitischer Unruhen eine Reise nach Deutschland verschoben. Der Bundesregierung sei mitgeteilt worden, dass Moreno wegen der "aktuellen Lage" lieber in Ecuador bleiben wolle, teilte Außenminister José Valencia am Samstag (Ortszeit) mit.

Moreno hätte am kommenden Mittwoch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und am Donnerstag mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Berlin zusammenkommen sollen. Der Besuch werde zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt, sagte Valencia.

Moreno hatte am Donnerstag für 60 Tage den Ausnahmezustand über Ecuador verhängt. Die sozialen Unruhen der vergangenen Tage entzündeten sich vor allem an einem drastischen Anstieg der Treibstoffpreise.

Die Demonstranten machen Moreno für den Anstieg der Preise verantwortlich, da er im März ein Abkommen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) abgeschlossen hatte. Ecuador sicherte sich damit IWF-Kredite im Umfang von 4,2 Milliarden Dollar (gut 3,8 Milliarden Euro).

Bei den Kundgebungen und Straßenblockaden wurden nach Regierungsangaben 59 Polizisten verletzt. Die Sicherheitskräfte nahmen 379 Teilnehmer der Proteste fest. Auf der Seite der Demonstranten gab es nach amtlichen Angaben 14 Verletzte.
https://www.tah.de/welt/afp-news-single/ecuadors-praesident-verschiebt-wegen-sozialer-unruhen-reise-nach-deutschland.html

Und wann geht's bei uns los? Wir sollten schonmal Streichhölzer bereitlegen.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Schluepferstuermer am 23:49:50 So. 06.Oktober 2019
Es gibt nur einen Krieg, "Arm gegen Reich, die Reichen haben ihn begonnen, ..."
Wer hats gesagt? Warren Buffet
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: BGS am 05:35:11 Mo. 07.Oktober 2019
Es gibt nur einen Krieg, "Arm gegen Reich, die Reichen haben ihn begonnen, ..."
Wer hats gesagt? Warren Buffet

Nicht ganz korrekt.

Zitat
„Wenn in Amerika ein Klassenkampf tobt, ist meine Klasse dabei, ihn zu gewinnen.“ - ...

Englisch: "If class warfare is being waged in America, my class is clearly winning."

Quelle:  Focus-Money online 25.03.2004 (http://Focus-Money online 25.03.2004),  berkshirehathaway.com (http://berkshirehathaway.com), Seite 7

Zitat
„Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen."

Quelle:  nrhz.de/flyer 29. Juli 2011 (http://nrhz.de/flyer 29. Juli 2011)

Zitat
„Es herrscht Klassenkampf, meine Klasse gewinnt, aber das sollte sie nicht“

Quelle: cnn.com (http://cnn.com), Interview mit Lou Dobbs, CNN, 19. Juni 2005

MfG

BGS
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Troll am 09:11:00 Mo. 07.Oktober 2019
Das einzig "gute" daran ist daß Buffet den tobenden Krieg bestätigt hat und kein linker Verschwörer.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 09:36:39 Mo. 07.Oktober 2019
Es herrscht im Kapitalismus permanenter Klassenkampf.
In den Zeiten des Wachstums in den 70er/80er Jahren hatte der DGB so eine Art Waffenstillstand ausgehandelt, es gab ein paar Lohnerhöhungen, dafür sorgte die Gewerkschaft für Ruhe in den Betrieben. Die deutsche Wiedervereiningung war teuer und seit dem geht es im Bereich der Löhne und Arbeitsbedingungen nur noch bergab. Das liegt auch daran, daß man verlernt hat zu kämpfen, sich gemeinsam zu wehren. Der DGB ist nicht bereit dazu, es haben sich keine tauglichen anderen Gewerkschaften und sonstigen Strukturen der Gegenwehr entwickelt. Deshalb kriegen wir nur noch auf die Fresse.
Das wird so weitergehen und nicht aufhören bis wir zu krank oder tot sind.
Oder wir lernen, uns kollektiv zu wehren.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Troll am 18:57:49 Mo. 07.Oktober 2019
Zitat
Die New York Times hat mal die Entwicklung der Steuersätze visualisiert (https://www.nytimes.com/interactive/2019/10/06/opinion/income-tax-rate-wealthy.html). Ergebnis: Wie man es erwarten würde.

Quelle: nytimes (https://www.nytimes.com/interactive/2019/10/06/opinion/income-tax-rate-wealthy.html) via Fefes Blog (https://blog.fefe.de/?ts=a365ed59)

Ich Spoiler ein wenig: The Rich Really Do Pay Lower Taxes Than You
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Tiefrot am 21:33:02 Mo. 07.Oktober 2019
Zitat
The Rich Really Do Pay Lower Taxes Than You
Ja, und bei solch einer Schreibe krieg' ich Augenkrebs.  >:(
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Troll am 10:48:32 Mi. 09.Oktober 2019
@Tiefrot
Was meinst du damit?

Zitat
Es ist kontraproduktiv, Wachstum zu verteufeln – auch und gerade im Rahmen der Klimadebatte

...

Quelle: NDS (https://www.nachdenkseiten.de/?p=55332)

Zitat
Leserbriefe zur Wachstumsdiskussion

...

Quelle: NDS (https://www.nachdenkseiten.de/?p=55464)

Erinnert mich an die BGE-"Diskussion", ich kann da für alle ein gewisses Verständnis auspacken und doch phantasieren alle beteiligten Gruppen vor sich hin.
Hier ist es ähnlich, es gibt ein Wachstum das nicht auf Ressourcenabbau gründet, nur wird in Diskussionen das jeweilig sehr einseitig wahrgenommen, nur das was ins eigene Schema passt und schon ist eine stundenlange Disskussion für die Katz.
Ein vernünftiges BGE passt leider überhaupt nicht in eine Zeit wo Wirtschaft und Politik gemeinsam ausschließlich nach billigsten Arbeitskräften gieren.
Und mit der Wachstumsdiskussion verläuft es ähnlich, Wirtschaft, Politik und Konsument bauen gerade nur auf billigsten Ressourcenabbau, da spielt ein Wachstum jenseits davon keine Rolle und wird damit angegriffen.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Tiefrot am 18:25:03 Mi. 09.Oktober 2019
@Troll, mein Kritikpunkt an der Schreibe ist, das jedes Wort anfangs groß geschrieben wird, ohne Sinn und Verstand.
Hab es (zu) oft gesehn, unabhängig von der Sprache. Es mag ja kleinkariert erscheinen, aber mich stört sowas,
macht längere Texte dieser Art nahezu unlesbar.

counselor sagte:
Zitat
Andere meinen, sie müssten den Gürtel enger schnallen. Manche finden es ungerecht, dass Flüchtlinge alles bezahlt kriegen oder H4-Empfänger acht Euro mehr kriegen ab Januar.
Den Gürtel enger schnallen, wo schon nichts mehr geht ? Sieht Optimismus heute so aus ?
Und was hat das mit den Flüchtlingen zu schaffen ? Die kriegen auch nicht alles bezahlt,
wer hat solchen Gehirnfurz verbreitet ?
H4 Bezieher können auch so schon keine großen Sprünge machen. Die +8 € ändern daran
auch nichts groß. Erstmal schlau machen, dann geifern.  >:(

Das mal als Denkanstoß für die Kolln.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Troll am 19:04:44 Mi. 09.Oktober 2019
@Tiefrot
Ok, danke!

Diese Denke wurde jahrelang in die Köpfe gepflanzt, die Ernte läuft, und den scheiß mit den Flüchtlingen die alles bezahlt bekommen hab ich auch schon mehrfach gehört, es bleibt dabei, wenn anderen genommen wird scheint es sich mit immer weniger besser zu leben.  :o
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Tiefrot am 21:36:45 Mi. 09.Oktober 2019
Nuja, auch ich habe materialmäßig stark abgespeckt. Tat auch nicht schlecht.
Einem bin ich aber treu geblieben: Wenn ich schon arbeite,
muß ich mich auch selber davon komplett finanzieren können.

Plus was an Wohlstandskram. Das Ende hab ich nicht abgelegt.  ;)
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: BGS am 10:20:32 Do. 10.Oktober 2019
Nuja, auch ich habe materialmäßig stark abgespeckt. Tat auch nicht schlecht.
Einem bin ich aber treu geblieben: Wenn ich schon arbeite,
muß ich mich auch selber davon komplett finanzieren können.

Plus was an Wohlstandskram. Das Ende hab ich nicht abgelegt.  ;)

Geht mir genauso. Von Krise ist im Hafen noch nix zu merken, im Norden.

MfG

BGS
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: tleary am 15:02:16 Do. 10.Oktober 2019
Wenn's allen plötzlich dreckig ging, könnten die Herrschenden auch einpacken. Auch wenn's vielleicht nicht beabsichtigt ist, es gibt von oben immer eine Art "Salamitaktik" in Sachen Verarmung der Arbeiterklasse.

Also: Niemals alle auf einmal verarmen, sondern immer nur einen kleinen Teil. Das dafür kontinuierlich. "Salamitaktik".

Genauso lief und läuft es ja auch beim Sozialabbau: Immer nur einen Teil der Betroffenen direkt verarmen, dann - mit längeren Übergangsfristen - den Rest. Und schon hat man den Gegner gespalten: In einen größeren Teil, der noch nicht von irgendwelchen Kürzungen betroffen ist, und einen kleineren, der sofort unter den neuen Gesetzen leidet.

"Teile und herrsche", nur in auf die heutige Zeit angepasster und perfektionierter Form. So wird heute Klassenkampf von oben geführt!
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Tiefrot am 21:24:06 Do. 10.Oktober 2019
counselor sagte:
Zitat
Manche meinen auch, H4-Empfänger könnten dreimal im Jahr auf Staatskosten Urlaub machen und die Flüchtlinge würden alles kriegen, ohne dass sie dafür einen Finger krumm machen müssen. Teilweise widerspiegelt sich in den Aussagen die jahrelange Medienhetze.
Die Medienhetze ist nur die eine Hälfte.
Die Andere ist die Verweigerung, das Gehirn einzuschalten. 
Wie blöd kann ein Mensch eigentlich sein ? >:(
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 21:38:59 Do. 10.Oktober 2019
Jaja, Klassenkampf heißt auch, daß wir uns nicht nur mit dem Klassenfeind auseinandersetzen müssen, sondern auch mit den Idioten in unseren eigenen Reihen.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Tiefrot am 21:48:46 Do. 10.Oktober 2019
Oft genug bekomme ich den Eindruck, das den Leuten die Phantasie fehlt,
sich über ein anderes, besseres Leben Gedanken zu machen. Finde das traurig.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 21:51:47 Do. 10.Oktober 2019
...sich über ein anderes, besseres Leben Gedanken zu machen...

Ich finde, das sollten wir zum Motto dieses Forums machen!!
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Tiefrot am 21:55:17 Do. 10.Oktober 2019
Danke für die Blümchen.  :)

Am Anfang meiner Zeit hier hatte ich ja einiges an Unsortiertem
zum Thema geäußert, und ziemlich schnell einsehen müssen,
das mehr als vielleicht 100 Menschen nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen.

Genau dies macht die Sache ziemlich kompliziert.
Immerhin hats dazu gereicht, das ich irgendwann dazu lieber die Fresse gehalten habe.  ::)
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: BGS am 05:30:04 Fr. 11.Oktober 2019
Oft genug bekomme ich den Eindruck, das den Leuten die Phantasie fehlt,
sich über ein anderes, besseres Leben Gedanken zu machen. Finde das traurig.

Dito. Nagel auf den Kopf getroffen, Danke.

MfG

BGS
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Schluepferstuermer am 07:54:40 Fr. 11.Oktober 2019
Wie wäre es, solche Gehirnflüchtlinge zu Smombies (Smartphone & Zombies in einem Wort) zu bezeichnen?
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Troll am 09:18:20 Fr. 11.Oktober 2019
Eine Mammutaufgabe in einer Welt voll "Smombies".
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 18:16:43 Sa. 12.Oktober 2019
Zitat
"Kurzarbeit wird massiv zunehmen"
Die Industrie steckt in der Rezession, es fehlen Aufträge und jetzt droht auch noch eine Verlagerungswelle...
https://www.zeit.de/2019/42/roman-zitzelsberger-ig-metall-kurzarbeit-industrie-rezession
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: tleary am 15:41:25 Mo. 14.Oktober 2019
Das Interview kann man leider nur mit Premiumzugang lesen.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 15:52:03 Mo. 14.Oktober 2019
Ich weiß. Wir werden bald überall vor der Tür bleiben.

In keinem anderen Land Europas ist der Zugang zu Bildung so eng mit dem sozialen Status verknüpft wie in Deutschland.
Die Bezahlschranke wird zur Normalität. Jetzt werden die Hebenichtse noch ausgeschlossen von den wichtigsten Informationen, Infos über Politik und über die Welt. 

Dann stehen sie da, die satten Bürger und zeigen mit dem Finger auf die Prolls, die nicht "demokratiefähig" sind.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Tiefrot am 16:11:05 Mo. 14.Oktober 2019
Zitat
In keinem anderen Land Europas ist der Zugang zu Bildung
so eng mit dem sozialen Status verknüpft wie in Deutschland.

Erschwerend kommt hinzu, das in diesem Fall auch noch
ein Arsch voll Spekulanten seine Rendite sehen will.  >:(
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:11:40 Di. 22.Oktober 2019
Opel Rüsselsheim: 6 Monate Kurzarbeit
https://www.jungewelt.de/artikel/364031.opelwerk-r%C3%BCsselsheim-in-kurzarbeit.html

Saarland: Massenentlassungen in der Stahlbranche

https://www.jungewelt.de/artikel/364146.industrie-abk%C3%BChlung-f%C3%BCr-stahlbranche.html

Handelskrieg bremst Industrie aus
https://www.jungewelt.de/artikel/364126.konflikt-ohne-sieger-handelskrieg-bremst-industrie-aus.html

Continental schließt Werke

https://www.jungewelt.de/artikel/364095.automobilbranche-in-die-krise-geführt.html

BMW kürzt Gehälter

https://www.jungewelt.de/artikel/364169.bmw-k%C3%BCrzt-arbeitszeit-und-gehalt.html

Bei Opel: Statt 220 Autos pro Schicht nur etwa 90

https://www.jungewelt.de/artikel/364306.automobilindustrie-mutterkonzern-streicht-geld.html
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: dagobert am 02:18:39 Sa. 09.November 2019
Auch wenn's vielleicht nicht beabsichtigt ist, es gibt von oben immer eine Art "Salamitaktik" in Sachen Verarmung der Arbeiterklasse.
Es ist beabsichtigt, denn anders würde es nicht funktionieren.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 18:39:03 Mo. 09.März 2020
Zitat
KOALITIONSAUSSCHUSS - Regierung will die Massen für ihr Krisenmanagement zur Kasse bitten

Sieben Stunden lang tagte gestern der Koalitionsausschuss der Bundesregierung, bevor in der Nacht seine Ergebnisse verkündet wurden.

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw11/krisentreffen-des-koalitionsausschusses-welches-virus-hat-die-welt-befallen
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Troll am 19:06:12 Mo. 09.März 2020
Und Unternehmen sollen entlastet werden bzw. wegen der Krise geholfen werden. Also Standardprogramm der Unfähigen, Gas geben bei der Umverteilung, hilft scheinbar durch jede Krise der von akuter Armut bedrohten Wirtschaft.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Schluepferstuermer am 20:21:23 Mo. 09.März 2020
Es muß doch wachsen.
Jetzt haben wir einen stagnierende Seitwärtswert.
Wir brauchen jetzt ein Wirtschaftswachstumsgesetz. Bezahlt ja der Staat.
  :'(
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: dejavu am 20:57:10 Mo. 09.März 2020
Schwarzer Montag am Ölmarkt: Zum Wochenauftakt sind die Rohölpreise so stark abgestürzt wie seit fast 30 Jahren nicht mehr.
(https://images.finanzen.net/mediacenter/unsortiert/oelpreis-archigraf-254.jpg)
Frackingblase? :o :o
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 21:08:37 Mo. 09.März 2020
Nebenbei: Der Koalitionsausschuss kommt mir vor wie das Politbüro der Kapitalistischen Einheitspartei Deutschlands (KED).
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: BGS am 23:29:45 Mo. 09.März 2020
Im Norden wird eine Krise schlicht geleugnet, man tut so als ob es keine gäbe.

MfG

BGS
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 18:44:15 Di. 10.März 2020
Zitat
WELTWIRTSCHAFTS- UND FINANZKRISE - Börsencrash: "Es herrscht die nackte Angst"

“Wir werden es nicht zulassen, dass das Virus die deutsche Wirtschaft infiziert“, so beschwor Wirtschaftsminister Peter Altmaier panisch den sich am Montag ausbreitenden weltweiten Börsencrash.

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw11/krisenmanager-in-der-krise
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Onkel Tom am 12:35:57 Mi. 11.März 2020
Tjo, da wird uns nun Mutter Natur wohl etwas auf die Sprünge helfen, sich und "sein System" zu überdenken..
In Bankfurt könnten sie glatt ne Sendepause einlegen.. (Nachdenk-Emoi)
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 16:04:33 Mi. 11.März 2020
Sehe ich auch so. Der Kapitalismus darf ruhig mal pausieren. Über eine Schließung meiner Arbeitsstätte für zwei Wochen würde ich mich freuen.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Wood am 16:24:23 Mi. 11.März 2020
Hallo, seid gegrüßt!

Ich wäre auch sehr darüber erfreut, wenn mein Betrieb für zwei Wochen schließen würde. Ich habe nur den Eindruck, dass man bis zum absoluten Gehtnichtmehr Schließungen hinauszögern will. Man merkt bereits an den Äußerungen von Spahn, Merkel, Seehofer und Co., dass die in erster Linie nur an ein möglichst schonendes Vorgehen zu Gunsten der Wirtschaft interessiert sind. Menschenleben sind denen scheißegal, nur kommunizieren die das nicht so, sonst würden denen die Wähler massenweise abspringen.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Strombolli am 11:15:15 Do. 12.März 2020
Angesichts der gegenwärtigen "Situation" möchte ich Adenauer zitieren: "Meine Herren, die Situation ist da!" (angesichts der Berlin-Blockade)
Da ich immer darauf hingewiesen habe, dass dieses kapitalistische System, die Welt ... eine Natur-Katastrophe, eine großen Krieg, oder "sowas" braucht um zur Besinnung zu kommen, meine ich mit "Corona" könnte dies eintreffen. Es wäre höchste Zeit, sich von diesem zerstörerischen System zu trennen.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Troll am 18:16:40 Do. 12.März 2020
"Besinnung" des kapitalistischen Systems, nein, dieses System kennt keine Besinnung im menschlichen Sinn, das produzierte Elend (Kollateralschaden) sieht es als "Chance" für mehr, neue Märkte, Krise als Chance usw. usf. das ganze neoliberale Standardgeschwurbel.
Kapitalismus ist der der Toten die Goldzähne rausreißt.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: BGS am 21:37:39 Do. 12.März 2020
... . Es wäre höchste Zeit, sich von diesem zerstörerischen System zu trennen.

Das ist die Sache.

MfG

BGS
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: dagobert am 00:19:02 Di. 17.März 2020
Der Koalitionsausschuss kommt mir vor wie das Politbüro der Kapitalistischen Einheitspartei Deutschlands (KED).
Passt.

Tjo, da wird uns nun Mutter Natur wohl etwas auf die Sprünge helfen, sich und "sein System" zu überdenken..
Ja wer konnte denn ahnen, dass auch Viren sich globalisieren würden? Das war doch von den wirtzschaftsliberalen Vor- und Nichtdenkern niemals nicht eingeplant.

sonst würden denen die Wähler massenweise abspringen.
Wenn die Hilfen für die Wirtschaft so kommen wie bisher geplant, springen auch so jede Menge Wähler ab.
Freiberufler und Solo-Selbständige bleiben außen vor, sollen Sozialleistungen beantragen.

Alg1-Anspruch dürften viele mangels Beitragszahlungen nicht haben, und über die Vermögensprüfung bei Alg2 brauch ich hier keinem was erzählen.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 09:09:35 Fr. 20.März 2020
Zitat
Der schnellste Börsencrash der Geschichte
In nur 28 Tagen hat der Dax fast 40 Prozent eingebüßt. Das ist der schnellste Absturz des Aktienmarkts, den es in Deutschland je gab.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/corona-krise-der-schnellste-boersencrash-aller-zeiten-a-2b6cde01-966d-4aa4-b7b9-90f2c4886415
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Troll am 09:49:57 Fr. 20.März 2020
Die Ruhe aus der Wirtschaftliberalen Marktschreierreihe ist angenehm und bezeichnend, hoppla, außer Geldraffen können wir gar nichts. Sonst fragt man diese Experten zu allem, aus gutem Grund werden sie derzeit nicht gefagt, weil jeder merken würde das man stattdessen eine Parkuhr befragen könnte.

Hoffentlich wird zukünftig gefragt wo sie denn waren und was ihr Beitrag in der Krise war außer nach dem verhassten Staat um Wirtschaftshilfe zu betteln.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: tleary am 01:25:45 Sa. 21.März 2020
Was wäre überhaupt, wenn Corona komplett ignoriert würde? - Es wäre doch am besten für die Leute, die "die Wirtschaft" heißen, wenn einfach so weiterproduziert und gedealt wird wie bisher. Die paar zehn- (oder hundert)tausend, die durch Korona sterben, könnte man doch getrost ignorieren. Bei den Hungertoten dieser Welt wird ja genauso gehandelt. Bei Flüchlingen ebenso. Zumal es in der Mehrheit eh nur Alte und Kranke sind, die für den kapitalistischen Produktionsapparat ohnehin keine große Bedeutung haben.

Ich glaube trotzdem nicht, daß dieser Virus dieses Wirtschaftssystem zu einer Läuterung bringt. Ist die Epidemie erst überwunden, wird man versuchen, genau so weiterzumachen, wie man vorher aufgehört hat.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 03:36:12 Sa. 21.März 2020
Ich hoffe ja, dass die herrschende Klasse die Krise nicht unter Kontrolle kriegt und die Massen infolge dessen diesen Verbrecherstaat wegfegen.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Strombolli am 07:21:43 Sa. 21.März 2020
Ich hoffe ja, dass die herrschende Klasse die Krise nicht unter Kontrolle kriegt und die Massen infolge dessen diesen Verbrecherstaat wegfegen.

Da hoffen wir gemeinsam. - Allein die Diskrepanz zwischen der Zugehörigkeit zu einem scheinbar allgemein positiv denkenden Volk und das tägliche Erleben einfältigen Wahnsinns, dumpfen Sozialdarwinismus gepaart mit der über jahrzehntelang eingebleuten Blödheit der Menschen hierzulande, lässt mich zweifeln, ob meine Ansichten einer vernünftigen Menschheit jemals Wirklichkeit werden können. ... "Wenn Träume sterben...
Dann wirst du alt, Du bist dein eigener Schatten nur und du holst dich nicht mehr ein...Wenn Träume sterben, Dann wird es kalt,Du bist ein Mensch zwischen toten Dingen und bist allein." (Puhdys, DDR, 1977)
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 08:30:18 Sa. 21.März 2020
"Wenn Träume sterben..." (Puhdys, DDR, 1977)

77 bedeutete in der BRD "Deutscher Herbst" ("bleierne Zeit"), im Osten DDR Tristesse.
Es war das Unabänderliche, die scheinbare Unumstößlichkeit der Verhältnisse, die für eine kollektive Depression sorgten.
Im Moment ist viel zu viel in Bewegung und unvorhersehbar, als dass ich es als ähnlich unabänderlich und trist empfinde.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Strombolli am 19:11:56 Sa. 21.März 2020
So interpretiert jeder wie er denkt.  :D - Ich meine "Wenn Träume sterben.." das sehr persönlich und demzufolge anders!
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 18:36:06 Di. 24.März 2020
Zitat
REGIERUNG - Ein gigantisches Krisenprogramm

Gestern, am 23. März, verkündete die Bundesregierung ein angebliches „Corona-Hilfspaket“ mit einem Volumen von 750 Milliarden Euro.

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw13/stabilisierungsprogramm-der-bundesregierung-ein-hilfspaket-fuer-die-internationalen-monopole
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: BGS am 21:09:20 Di. 24.März 2020
Zitat
Die an Eurostat für 2018 gemeldete Verschuldung [Deutschlands] betrug 2069 Milliarden Euro und damit 61,9 % des Bruttoinlandsprodukts.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Staatsverschuldung_Deutschlands (https://de.wikipedia.org/wiki/Staatsverschuldung_Deutschlands)

MfG

BGS
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: FrankWhite am 15:08:04 Mi. 25.März 2020
Jetzt mit dem Stillstand der Wirtschaft erst recht. Viele Händler werden verdrängt. Es kommt eine heftige Rezession auf uns. Darauf folgt dann natürlich wieder Boom und Konsum..
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: BGS am 15:10:45 Mi. 25.März 2020
... . Darauf folgt dann natürlich ... .

Niemand weiss, was kommt.

MfG

BGS
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Wernichtsweissmussallesgl am 23:33:13 Sa. 28.März 2020
Ich sehe gerade Bericht aus den USA, ich gehe davon aus das der Kapitalismus in diesem Land vernichtet wird, die werden die höchsten Todesfallzahlen haben.aber wer Handelskriege anführt wie gegen China oder Kuba.wird über kurz oder lang vernichtet. Der einzige sicherer Ort werden die Osterinseln sein oder Pitcain island.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: BGS am 23:54:42 Sa. 28.März 2020
Wäre gern in Spitzbergen ;D

MfG

BGS
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Strombolli am 09:43:40 So. 29.März 2020
Hat nicht jemand ne Zeitmaschine? Bin so gespannt, wie es ausgeht!
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 10:10:29 So. 29.März 2020
Ich sehe gerade Bericht aus den USA, ich gehe davon aus das der Kapitalismus in diesem Land vernichtet wird...

Der Kapitalismus zerstört "sich" nicht. Er hinterläßt eine Schneise der Verwüstung. Er produziert Faschismus und Barbarei.

Er findet erst sein Ende im Widerstand der Menschen, in Aufständen und einer Selbstorganisierung, die sich nicht dem System der Profimiximierung unterwirft.

Die Menschen in den USA haben es schwer, das Bewußtsein der Bevölkerung ist vernebelt, das Bildungssystem ist schlecht, die Massenmedien sind gräßlich und die Rolle der Prediger und TV-Kirchen ist übel.

Elend und Gewalt werden in dem Land zunehmen. Kollektiver Widerstand muß dort wieder erlernt werden.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Troll am 10:17:55 So. 29.März 2020
Elend und Gewalt werden in dem Land zunehmen. Kollektiver Widerstand muß dort wieder erlernt werden.

Waffenentzug!?
Oder Klassendenken lernen?
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 10:20:20 So. 29.März 2020
Erst Klassendenken, dann die Waffen auf die Richtigen richten.
Dann braucht man nicht abzudrücken.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: BGS am 10:36:30 So. 29.März 2020
"Klassendenken" - müsste einem, der im Zelt ohne ärztliche Versorgung und Arbeitslosengeld vegetieren darf, im Dreck - solches nicht wie Schuppen von den Augen fallen?

MfG

BGS
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 10:45:10 So. 29.März 2020
Vorurteile, Verwirrung und Rassismus sind große Probleme.
Die positiven Entwicklungen sehe ich bisher eher bei Black Lives Matter, den Kämpfen der Automobilarbeiter, prekärer Beschäftigter wie Burgerbräter oder Hotelpersonal und vielleicht in einem entstehenden Mieterkampf.
Diese Bewegungen sind enorm wichtig, doch bisher sehr überschaubar.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: BGS am 23:10:11 Do. 02.April 2020
Zitat
Die Corona-Angst und die kommende Wirtschaftsdepression

31. März 2020, Christian Kreiß (Professor für Finanzierung und Wirtschaftspolitik an der Hochschule Aalen)

Der Börsencrash von 2020 und die bewusst herbeigeführte Finanzpanik von 1907. Gibt es Parallelen?

Der Absturz an der Wallstreet zwischen dem 20.Februar und dem 23. März 2020 um etwa 33 Prozent1 ist wirtschaftsgeschichtlich einzigartig, was Geschwindigkeit und Wucht angeht. In den letzten 100 Jahren gab es keinen solch starken Absturz in solch kurzer Zeit. Um die Panik an den Börsen heute zu verstehen, kann ein Blick auf die Panik von 1907 erhellend sein.

Von März bis November 1907 stürzten die Aktienkurse an der Wall Street um etwa 37 Prozent ab.2 Die Folgen der Finanzpanik für die Realwirtschaft weltweit waren katastrophal. Die US-Produktion sank von Mai 1907 bis Juni 1908 um 11 Prozent, die Zahl der Insolvenzen stieg innerhalb eines Jahres um 47 Prozent, und die Arbeitslosenrate verdreifachte sich in den USA von 2,8 auf 8 Prozent.3 Angesichts der damals praktisch nicht existierenden sozialen Absicherungsmechanismen bedeutete dieser Wirtschaftsabschwung Elend, Not und Hunger für Millionen von Menschen weltweit.4

Von dem Crash 1907 haben sich die Börsen über zwei Jahrzehnte nicht erholt. Sieben Jahre später kam es zum Ersten Weltkrieg. Übrigens kam es auch nach dem Ende des nächsten großen Börsencrashs von 1929 bis 1932 ziemlich genau sieben Jahre später zum Krieg.

Stehen uns möglicherweise ähnliche ökonomische und politische Entwicklungen in den kommenden Jahren bevor? Kommt in den nächsten Monaten ein massiver Wirtschaftsabsturz, gar eine Wirtschaftsdepression mit einem Heer von Arbeitslosen? Und anschließend vielleicht sogar Krieg?

... .

Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Die-Corona-Angst-und-die-kommende-Wirtschaftsdepression-4693816.html (https://www.heise.de/tp/features/Die-Corona-Angst-und-die-kommende-Wirtschaftsdepression-4693816.html)

MfG

BGS
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Strombolli am 04:40:10 Fr. 03.April 2020
Zitat

Stehen uns möglicherweise ähnliche ökonomische und politische Entwicklungen in den kommenden Jahren bevor? Kommt in den nächsten Monaten ein massiver Wirtschaftsabsturz, gar eine Wirtschaftsdepression mit einem Heer von Arbeitslosen? Und anschließend vielleicht sogar Krieg?

BGS

Wenn wir auch dieses Mal bei diesem Scheiss-Kapitalismus bleiben, möglicherweise!
Ich musste lernen: Krieg = Neuaufteilung der Welt, weil Länder unzufrieden mit ihrer Macht- und Ressourcensituation waren.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Schluepferstuermer am 14:56:13 Fr. 03.April 2020
MeinenMeinung: Es wird ungefähr so sein, als der 1. Wk. geendet hat. Den Irrtum, es wäre so wie nach dem 2. WK

Wir müssen doch nichts aufbauen (alle Häuser stehen noch, alle haben genügend Hab und Gut).
Die Armen haben wenig, wie nach dem 1. WK, Aber den Reichen gehts doch gut.

Man sieht doch wie panisch die Masse ist.

Deshalb sollten wir jetzt schon schauen, dass die Masse sich dem Kapitalimus abwendet.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Strombolli am 15:04:58 Fr. 03.April 2020
Und ich bescheinige der Masse Dummheit. - Ich entschuldige mich für diese Einschätzung und lasse mich gerne eines Besseren belehren.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: BGS am 16:56:03 Fr. 03.April 2020
Wo Du recht hast, hast Du recht.

MfG

BGS
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 17:10:55 Fr. 03.April 2020
Zitat
Und ich bescheinige der Masse Dummheit.

An der Verblödung arbeiten die Massenmedien seit Jahrzehnten. Viele Leute schenken den Politikern und Wirtschaftskapitänen Vertrauen. Aber es gibt auch eine Menge Leute, die das Ganze satt haben. Außerdem sind die Leute gewöhnt, denen da oben zu gehorchen.

Die Deutschen sind ein wohlerzogenes Volk. Aber es gibt Hoffnung.

PS: Ich höre zur Zeit viel Radio und mir wird schlecht von der Qualität der redaktionellen Beiträge.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Schluepferstuermer am 18:12:37 Fr. 03.April 2020
Welche redaktionellen Beiträge? Nachgeplappere


Was mir totall auf den Sack geht, sind diese dauernden Carona-Sondersendungen, die kurzfristig dazwischengeschaltet werden. Da wird dann 30 Minuten Luft erzählt (BR-Fernsehen - alle darauffolgenden Sendungen werden verschoben). Da schaut man sich zuvor eine informierende Corona-Sendung an (ARD-Alpha), will dann was Lustiges (was vor 60 Minuten im Programm zur regulären Zeit angezeigt wird), aber es kommt stattdessen Luftsondersendung (viel geplappere um nichts).
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Hartzhetzer am 06:41:40 Sa. 04.April 2020
Welche redaktionellen Beiträge? Nachgeplappere


Was mir totall auf den Sack geht, sind diese dauernden Carona-Sondersendungen, die kurzfristig dazwischengeschaltet werden. Da wird dann 30 Minuten Luft erzählt (BR-Fernsehen - alle darauffolgenden Sendungen werden verschoben). Da schaut man sich zuvor eine informierende Corona-Sendung an (ARD-Alpha), will dann was Lustiges (was vor 60 Minuten im Programm zur regulären Zeit angezeigt wird), aber es kommt stattdessen Luftsondersendung (viel geplappere um nichts).

Das lustige sind dabei immer diese Kaffeesatz Fragen an Experten oder vor Ort Journalisten: "Was denken Sie, wird es noch schlimmer werden? Wie schätzen sie es ein, wann wird es vorbei sein? Was würden Sie sagen, müssen wir uns auf noch mehr Maßnahmen einstellen? Wird das Kabinett Merkel eine Mundschutz Pflicht einführen? Werden die Bauern weiterhin in der Lage sein uns mit Obst und Gemüse zu versorgen? Müssen wir mit Preiserhöhungen rechnen?"
Ist es korrekter zu sagen wir haben nicht mehr alle Latten am Zaun oder sagt man besser wir haben nicht mehr alle Tassen im Schrank, denn selbst der dümmste weiß das er nicht weiß was innerhalb der nächsten Stunde passieren wird. Werden solche Fragen gestellt weil das, was Momentan real stattfindet, den ganzen Presse Kaspern noch nicht schlimm genug ist zum Quote machen?
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Hartzhetzer am 08:45:34 Mi. 08.April 2020
https://www.youtube.com/watch?v=BkgAt7UTvls&t=0s (https://www.youtube.com/watch?v=BkgAt7UTvls&t=0s)
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: dejavu am 10:04:14 Mi. 08.April 2020
Zitat
PS: Ich höre zur Zeit viel Radio und mir wird schlecht von der Qualität der redaktionellen Beiträge.
Ist das Fernsehen besser?  ;D
 ;D
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Troll am 11:42:02 Mi. 08.April 2020
An der grundsätzlichen Ausrichtung "Propagandawerkzeug" hat sich auch 2020 nichts geändert, private Sender, nicht staatlich finanziert müssen um Werbung buhlen, d.h. sie sind genau so unfrei, staatlich finanziert hat den gewählten Vertreter an der Backe, aber wenigsten der von einem Teil der Bevölkerung bemächtigten Partei/Gruppe. Die Frage bei privaten ist wem der Senderchef seinen Hintern bevorzugt anbietet, daran richtet es sich programtechnisch aus, es ist kein Zufall das private Sender imo die FDP geliebt bevorzugt haben (jajaja, Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel).
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Schluepferstuermer am 11:59:22 Mi. 08.April 2020
Es gibt auch besonders durch die Privaten ein sehr starkes Wissensvakuum. Viele wissen nicht den Unterschied zwischen einer Ausgangsbeschränkung und einer Ausgangssperre. Da wurde ich schon öfter gefragt, ob man alleine ins Freie gehen darf.. Denn ich Nachmittags immer einen Spaziergang im Wald. Da höre ich dauernd, das darf man nicht. 
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Troll am 12:15:54 Mi. 08.April 2020
Wissen wenn es nützt, aber auch dann nicht übertreiben, privat ist entgegen ihrem Werbeprospekt kein Wunschkonzert. Wissensvermittlung durch Medien hat etwas von Predigen bevor den Menschen erlaubt wurde (die Bibel) zu lesen.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Schluepferstuermer am 12:55:42 Mi. 08.April 2020
Ich meine, man soll Respekt haben, aber keine Angst.
Dies habe ich schon vor vielen Jahren getan (Kreissäge, Flex ...)
Viele fallen in Panik, weil sie wenig wissen. Dauernd wird man von den Medien
Hysterisch gemacht. Wenn man sich aber informiert und dementsprechende Massnahmen
trifft, ist die Angst geringer.
Diejenigen, die sich nicht informierten, keine hygienischen Massnahmen betreiben, geraten jetzt in Panik (wie Trump und die anderen Deppen).
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 13:24:10 Mi. 08.April 2020
Zitat
Viele wissen nicht den Unterschied zwischen einer Ausgangsbeschränkung und einer Ausgangssperre.

In Bayern ist es grundsätzlich verboten, die Wohnung zu verlassen, es sei denn, man hat einen triftigen Grund dazu. Das nenne ich Ausgangssperre. Im übrigen handelt es sich um eine Perversion der Grundrechte, dass man den Grund glaubhaft machen muss. Denn normalerweise hat der Staat sich zu rechtfertigen, wenn er die Grundrechte einschränkt und nicht der Bürger dafür, dass er seine Grundrechte wahrnimmt.

Die Ausgangssperre hat auch nichts mit der Bekämpfung von Corona zu tun, sondern ist eine undemokratische und rein politisch motivierte Notstandsmaßnahme.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Schluepferstuermer am 20:24:51 Mi. 08.April 2020
Nicht ganz

Darf ich noch Fahrradfahren, allein im Park joggen oder allein spazieren gehen? Darf ich mit dem Auto dorthin fahren?
Ja. Sport, Spazieren gehen und Bewegung an der frischen Luft sind gestattet. Allerdings ausschließlich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung. Bitte halten Sie Abstand.

https://www.br.de/nachrichten/bayern/faq-zur-ausgangsbeschraenkung-was-darf-ich-eigentlich-noch,Rtr4ysk

Auch wenn es Nürnberg und München anders handhaben, es ist erlaubt ins Freie zu gehen.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 20:59:22 Mi. 08.April 2020
Sport und Bewegung an der frischen Luft zählen zu den triftigen Gründen, bei deren Vorliegen man die Wohnung verlassen darf, Par. 4 Abs. 3 Ziff. 7 BayIfSMV. Den triftigen Grund muß man gegenüber der Polizei bei einer Kontrolle glaubhaft machen, Par. 4 Abs. 2 Satz 2 BayIfSMV. Das heißt, man muss sich zB mittels einer Eidesstattlichen Versicherung gegenüber der Polizei rechtfertigen, sobald man die Wohnung verläßt.

https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayIfSMV/true

Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Strombolli am 22:55:55 Mi. 08.April 2020
Wenn die Bevölkerung unseres Landes diese Sache über den Mai hinaus hinnimmt, ohne die Regierung zum Teufel zu schicken, ist diesem Land nicht mehr zu helfen.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: BGS am 22:58:00 Mi. 08.April 2020
Wohl wahr.

MfG

BGS
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Schluepferstuermer am 23:14:21 Mi. 08.April 2020
Wie soll das ablaufen?

Dann würde ich ja jeden Tag eine Bestrafung bekommen. Wie oft ist die Polizei beim Wördher See neben mir gewesen. Ich war auch kurz an einer Bank gesessen. Nichts ist passiert.

Was nicht erlaubt ist, längeres sitzen (ca. 1 Std.) oder sich versammeln.

Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 01:14:31 Do. 09.April 2020
Wenn die Bevölkerung unseres Landes diese Sache über den Mai hinaus hinnimmt, ohne die Regierung zum Teufel zu schicken, ist diesem Land nicht mehr zu helfen.

Sehe ich bezüglich der Ausgangssperre auch so.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Schluepferstuermer am 08:06:11 Do. 09.April 2020
Wenn die Bevölkerung unseres Landes diese Sache über den Mai hinaus hinnimmt, ohne die Regierung zum Teufel zu schicken, ist diesem Land nicht mehr zu helfen.

Darum müssen wir uns jetzt kümmern, weil sie sonst den rechten Rattenfängern zulaufen.

Es wird Monate große Einschränkungen geben. Zwar wird nach und nach, Einiges gelockert, aber Großveranstaltungen wird es auf lange Sicht nicht geben.
Die Ausgangseinschränkungen waren eine Notlüge, um die dringend benötigten Mittel zu organisieren (Mundschutz, Desinfektionsmittel für Ärzte, Pflegeheime und so weiter), Intensivstationen auf Fordermann zu bringen, usw. Halt alles, was über Jahrzehnte kaputtgespart wurde.
Beispiel: Die Ergotherapien und Logopädien mussten schließen. Jetzt, als sie Trenn-Plexiglas, Mundschutz, Handschuhe und Desinfektionsmittel haben, dürfen sie wieder aufmachen.

Einige Non-Food Läden, Restaurants, die ihr Geschäftskonzept und rückruderten haben jetzt (nach und nach) findige Ideen (zB. Känguru-Chroniken freigegeben als Stream und gleichzeitig unterstützt man dabei lokale kleine Kinos, Restaurants bei denen man bestellen und später abholen oder liefern lassen kann (Restaurants, die ausschließlich nur zumzusammensitzen benutzt wurden), usw . Klar man muss nicht alles gutheißen. Aber es muß erst bumms machen, damit man sich ändert. Das alles ändert sich nur Step by Step.

Warum diese Notlüge bei uns und in allen Staaten? Weil die Staatenlenker gemeint haben, sie haben Supergene und haben über die. Chinesen gelacht. Nachdem gesehen, dass sie auch vom Virus betroffen sind, gerieten sie Panik und Angst. Denen wurden die Gehirne kurz durchgewaschen, dass ihr wirtschaften so nicht weiter geht.
Wir verstecken uns hinter den Deppen Trump und lachen über ihn, dabei sind bei uns auch genügend Zombies.

Wir müssen das Vakuum beleben und dürfen uns dabei nicht unterbuttern lassen!
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Hartzhetzer am 09:04:46 Do. 09.April 2020
Zitat
Die Ausgangseinschränkungen waren eine Notlüge, um die dringend benötigten Mittel zu organisieren (Mundschutz, Desinfektionsmittel für Ärzte, Pflegeheime und so weiter), Intensivstationen auf Fordermann zu bringen, usw. Halt alles, was über Jahrzehnte kaputtgespart wurde.
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Sehe ich auch so, jedoch vermute ich (eine rein persönlich Vermutung) das Corona auch gelegen kam um die Wirtschaftskrise die auch ohne Corona gekommen wäre zu vertuschen. Man macht Weltweit in sämtlichen Staaten ein Lockdown wegen Corona, die Wirtschaftskrise die anschließend entsteht ist natürlich wegen dem Corona Lockdown entstanden. Das die Wirtschaftskrise die auch ohne Lockdown in spätestens 2 Jahren gekommen wäre jetzt allein Corona angedichtet werden kann und sich die internationalen Konzerne, Großunternehmen und Banken wieder am Steuerzahler gesundstoßen können ist doch sehr praktisch. Noch dazu können sie ihre Hände in Unschuld waschen, an der Wirtschaftskrise ist doch allein das böse Corona Virus schuld.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: BGS am 10:14:31 Do. 09.April 2020
Die Gewinne der grössten hundert an der Börse notierten deutschen Unternehmen betrugen 2019

81.000.000.000 Euro

Die Zahl der Millionäre hat sich von 2000 bis 2018 mehr als verdoppelt.

Höchste Zeit, reichlich zurückzugeben!

MfG

BGS
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 10:55:33 Do. 09.April 2020
Zitat
Noch dazu können sie ihre Hände in Unschuld waschen, an der Wirtschaftskrise ist doch allein das böse Corona Virus schuld.

So ist es. Corona hat die Wirtschaftskrise nur verstärkt. Den Einbruch der Industrieproduktion gab es aber unabhängig vom Virus schon vorher. Durch die Ausgangssperre wird wirksamer Protest gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die Massen verhindert.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Schluepferstuermer am 11:45:58 Do. 09.April 2020
Sei es so. Es war vllt. so und wir haben die Wirtschaftskrise.
Es nützt wenig, den Kopf in den Sand zu stecken.
Wir sollten nach vorne schauen und es besser machen.
Deshallb müssen wir uns einbringen, um nicht wieder weiter so machen, wie vorher.
Gedanken machen und es Anderen sagen (Demos)!
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 12:41:33 Do. 09.April 2020
Zur Zeit werden nicht mal mehr Infotische genehmigt. Und die kann man wirklich so gestalten, dass keine Infektionsgefahr davon ausgeht.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Schluepferstuermer am 13:35:03 Do. 09.April 2020
Vllt. erst gestalten (so dass die Garantie vorhanden ist, dass der Abstand vorhanden ist)
Wenn die Beschränkung langsam zurückgefahren wird dies der Stadt präsentiert.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 18:39:00 Do. 09.April 2020
In der Krise verdienen einige sich eine goldene Nase.

Zitat
Corona-Krise:
Drägerwerk erhält deutlich mehr Aufträge

Der Medizintechnikkonzern Drägerwerk hat im ersten Quartal im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie deutlich mehr Aufträge erhalten. So habe sich der Auftragseingang mit knapp 1,4 Milliarden Euro mehr als verdoppelt, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Lübeck mit.


Lübeck. Die Nachfrage in der Medizintechnik sei aktuell besonders hoch. So stieg der Auftragseingang dort von 376 Millionen auf rund 1 Milliarde Euro. In der Sicherheitstechnik lag das Neugeschäft bei rund 349 Millionen nach 271 Millionen Euro im Vorjahr.

Der Auftragseingang hat sich den Angaben zufolge nur zu einem geringen Umfang bereits in höheren Umsätzen niedergeschlagen. Die Erlöse stiegen von 602 Millionen auf 640 Millionen Euro. Das vorläufige Ergebnis will Drägerwerk vermutlich Ende der kommenden Woche vorlegen.

Das Unternehmen hatte jüngst von der Bundesregierung einen Großauftrag für Beatmungsgeräte erhalten.
https://www.kn-online.de/Nachrichten/Wirtschaft/Medizintechnik-in-der-Corona-Krise-Draegerwerk-erhaelt-deutlich-mehr-Auftraege
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Schluepferstuermer am 18:55:02 Do. 09.April 2020
Die Falschen profitieren.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Troll am 19:30:49 Do. 09.April 2020
Ein Beatmungsgerätehersteller ist nicht ganz neben der Spur beim profitieren, ich glaube es profitieren sehr viele in der Wirtschaft durch Entlassungen.  (https://www.cosgan.de/images/midi/konfus/d134.gif)

Wer sind die richtigen die profitieren könnten, ach ja, die Coronahelden, die bekommen viel verbalen Durchfall Beifall als anerkennende Bezahlung.
Unser Dank läßt sich offensichtlich mit Geld nicht bezahlen!
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 01:37:10 Mi. 22.April 2020
Zitat
Teurer Imperialismus - Ölpreis auf Rekordtief

Spätestens am Montag abend dürfte dem letzten klargeworden sein, dass der Kapitalismus in einer riesigen Überproduktionskrise steckt. Der Ölmarkt an der New Yorker Rohstoffterminbörse (Nymex) kollabierte. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostete zeitweise nur noch rund elf Dollar. Seit Jahresbeginn ist der Ölpreis um beinahe 85 Prozent abgesackt. An der Nymex werden Terminkontrakte auf Rohöllieferungen – sogenannte Futures – gehandelt. Für die am gestrigen Dienstag fälligen Orders für den Monat Mai bekamen Händler mit einem Kurs von Minus 40,32 Dollar regelrecht nachgeworfen. Wer Öl loswerden wollte, musste also draufzahlen.

Quelle: https://www.jungewelt.de/artikel/376929.teurer-imperialismus.html
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: tleary am 05:52:54 Mi. 22.April 2020
Hier in D erfüllt der Kapitalismus die Mindestanforderungen, die die Bevölkerung an das Soziale stellt.
Die sind dann aber nicht allzu hoch. Naja, das "Anspruchsdenken", also den Wunsch ein menschenwürdiges Leben durch Lohnarbeit führen zu dürfen, hat man der Arbeitklasse ja schon vor Jahrzehnten ausgetrieben.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Troll am 09:11:24 Mi. 22.April 2020
Das Soziale macht eine kapitalistische Wandlung durch, eine Orgie an Umdeutungen -> Kapitalismus ist der bessere Sozialismus.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 18:25:59 Mo. 27.April 2020
Zitat
PETERSBERGER DIALOG - „Grüner Aufschwung“ nach Corona-Pandemie?

Heute und morgen findet auf Einladung von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) der jährliche „Petersberger Klimadialog“ statt. Wegen der Corona-Pandemie per Videokonferenz soll auf Ministerebene das weitere Vorgehen in der Klimapolitik ausgelotet werden, nachdem der diesjährige Weltklimagipfel COP26 abgesagt und auf 2021 verschoben wurde.

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw17/gruener-aufschwung-nach-corona-pandemie
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Tiefrot am 20:33:23 Mo. 27.April 2020
Ökologie und Kapitalismus gehen nicht zusammen, kapiert das endlich.  >:(
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: tleary am 05:17:06 Mi. 29.April 2020
Das Soziale macht eine kapitalistische Wandlung durch, eine Orgie an Umdeutungen -> Kapitalismus ist der bessere Sozialismus.
Man kann es auch so sehen: Der Kapitalismus lädt die sozialen Kosten, die er produziert, wie bei jeder Krise wieder mal auf den Staat (= die Allgemeinheit) ab. Einige Zeit später kommt dann das Einsammeln der staatlich gemachten Krisenausgaben wie immer beim normalen Volk. Höhere Verbrauchssteuern, indirekte Steuern, höhere Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer, CO2-Steuer... Alle Steuerarten, die eben auch der arme Schlucker, der keine Einkommensteuererklärung abzugeben hat, auch meist unbemerkt bezahlt.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 12:33:52 Di. 19.Mai 2020
Zitat
WIRTSCHAFT - Der bürgerliche Blick in ein schwarzes Loch

Schon vor den aktuell veröffentlichten Quartalszahlen des Statistischen Bundesamtes, die den dramatischen Einbruch der Industrieproduktion und des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zeigen, korrigierten die Deutsche Bank wie die Investmentbank Goldman Sachs ihre Prognose über die Entwicklung der Weltwirtschaft weiter nach unten.

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw21/der-buergerliche-blick-in-ein-schwarzes-loch-1
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 19:55:24 Di. 09.Juni 2020
Guter Artikel von Susan Bonath
Zitat
Der unheilbare Kapitalismus

Die herrschende Wirtschaftsordnung schafft aus sich heraus Krisen — und macht nun ein Virus zum Sündenbock.

Eine schwere Wirtschaftskrise hat die Welt im Griff — nicht wegen, sondern trotz des Virus SARS-CoV-2. Oder wie es so schön heißt: Mit dem Corona-Virus. Dieses kommt den profitierenden Kapitalfraktionen gar sehr gelegen. Es eignet sich perfekt als Sündenbock für die grausamen Folgen: Eine Massenverelendung großer Teile der arbeitenden Klasse. Die hat längst auch in Europa begonnen. Schuld daran ist aber nicht das Virus. Der Kapitalismus ist selbst dafür verantwortlich, gebiert er doch aus sich heraus immer schwerere Krisen.

Quelle: https://www.rubikon.news/artikel/der-unheilbare-kapitalismus
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Hartzhetzer am 07:09:19 Mi. 10.Juni 2020
Zitat
Naja, das "Anspruchsdenken", also den Wunsch ein menschenwürdiges Leben durch Lohnarbeit führen zu dürfen, hat man der Arbeitklasse ja schon vor Jahrzehnten ausgetrieben.

Und den Wunsch ein menschenwürdiges Leben auch ohne Lohnarbeit führen zu dürfen, hatte man den Menschen schon vor dieser Forderung ausgetrieben.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 13:45:40 Mi. 10.Juni 2020
Krise trifft auch die Edelstahlwerke
https://www.jungewelt.de/artikel/379463.stahlbranche-in-der-brd-zugespitzte-lage.html

Riesige Pleitewelle in der Gastronomie angekündigt
https://www.merkur.de/wirtschaft/corona-deutschland-gastronomie-restaurant-bar-hotel-pleite-oeffnung-lockerung-insolvenz-zr-13778380.html

Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit steigen dramatisch in die Höhe
https://www.welt.de/wirtschaft/article208729189/Arbeitsmarkt-7-3-Millionen-Deutsche-im-Mai-laut-Ifo-Zahlen-in-Kurzarbeit.html

Die Alarmzeichen einer Mammutkrise werden immer deutlicher
https://www.jungewelt.de/artikel/379462.wirtschaftskrise-gravierend-verunsichert.html
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 14:44:48 Mi. 10.Juni 2020
Zitat
Riesige Pleitewelle in der Gastronomie angekündigt

Kenne auch ein griechisches Restaurant, das den Lockdown nicht überlebt hat. Und der Wirt von meinem Stammbistro scheißt auf die groß angekündigte Senkung der Mehrwertsteuer.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 18:17:48 Do. 11.Juni 2020
Zitat
BRD-WIRTSCHAFT - Rekordeinbruch bei den Exporten

Einen Einbruch von minus 31 Prozent meldet das statistische Bundesamt für den April 2020. Das ist der stärkste Exportrückgang in der Geschichte der BRD, der drittgrößten Exportnation der Welt. Weltweit brechen die Exporte ein - mit zum Teil noch höheren Zahlen: Die USA mit 29,5 Prozent, Türkei mit 40,8 Prozent, Indien mit 60,3 Prozent, Südafrika mit 61 und Kolumbien mit 62 Prozent.

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw24/rekordeinbruch-bei-den-exporten
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Troll am 20:03:29 Do. 11.Juni 2020
So ein Quatsch, die gesamte Welt genest gerade am deutschen Wesen, d.h. "exportiert" sich gerade reich, ok, vielleicht auch nicht, es könnte auch sein das sie gerade besseres zu tun haben als ständig unseren Krempel zu kaufen/importieren, in unsere hübschen Exportläden geht gerade keiner einkaufen, so ist das nun mal in sparenden Krisenzeiten, ist wie vor unserer eigenen Tür, immer mehr Niedriglöhner kaufen immer weniger.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 22:16:21 So. 14.Juni 2020
Zitat
WIRTSCHAFTSKRISE - Baisse an der US-Börse

Wall Street mit höchsten Kursverlusten seit März. Notenbank Fed legt düstere Konjunkturprognose vor

Quelle: https://www.jungewelt.de/artikel/380152.wirtschaftskrise-baisse-an-der-us-b%C3%B6rse.html
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: BGS am 05:32:37 Mo. 15.Juni 2020
Im Norden Skandinaviens ist von der Weltwirtschaftskrise bislang fast nichts zu bemerken. Mehr dazu ggfs. später.

MfG

BGS
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 21:00:28 So. 21.Juni 2020
Zitat
Wirtschaftskrise: Jobkahlschlag in vielen Branchen 

BMW und Galeria Karstadt Kaufhof verkündeten in der vergangenen Woche den Abbau tausender Stellen in der Krise. Das dürfte nur der Anfang sein. Der Chef der IG Metall Jörg Hofmann sieht „hunderttausende Stellen“ in Deutschland bedroht. In einem Zeitungsinterview warnte er vor einem „Abwärtsstrudel“, in dem sich die Metall- und Elektroindustrie sowie die Stahlbranche befänden. Auch die Lage in kleineren und mittleren Betrieben ist düster.

Quelle: https://perspektive-online.net/2020/06/wirtschaftskrise-jobkahlschlag-in-vielen-branchen/?no_cache=1
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 19:26:46 Di. 23.Juni 2020
Zitat
Ökonomen: Wirtschaftskrise wird schwerste seit 1945 – drei Millionen Arbeitslose erwartet

Die Wirtschaftsberater der Regierung gehen von der schwersten Wirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte aus. Demnach soll das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 6,5% einbrechen. Die Bundesagentur für Arbeit erwarten drei Millionen Arbeitslose – die reale Zahl dürfte noch höher liegen.

Quelle: https://perspektive-online.net/2020/06/oekonomen-wirtschaftskrise-wird-schwerste-seit-1945-drei-millionen-arbeitslose-erwartet/
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: BGS am 21:06:33 Di. 23.Juni 2020
Wegen eines angeblichen "Einbruchs des BIP um 6,5%" muss im Exportwunderland nun nach so vielen "erfolgreichen" (= auf Kosten der Bevölkerung vieler Länder, auch durch zB. Rüstungsindustrie) Plusjahren die Keule weiter geschwungen werden gegen die Ausgebeuteten?

Gehts noch?

MfG

BGS
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 19:07:55 Di. 30.Juni 2020
Zitat
INSM-Kampagne „Neustart“ will Reichensteuer verhindern und Krise auf Rücken der RentnerInnen abwälzen

Wer dieser Tage große Nachrichtenportale wie „Spiegel“ aufruft, bekommt dort prominent eine große pinke Anzeige mit dem Titel „So gelingt der Neustart“ präsentiert. Dahinter steckt eine Lobbyorganisation deutscher Kapitalisten. Sie präsentieren hier mit viel Geld ihre Vision: Sachgrundlose Befristung bei Wiedereinstellung soll möglich sein, Aufweichung des Arbeitszeitrechts, sowie Abwälzung der Krisenlasten auf RentnerInnen. Eine Reichensteuer soll es nicht geben. Wer steckt dahinter?

Quelle: https://perspektive-online.net/2020/06/insm-kampagne-neustart-will-reichensteuer-verhindern-und-krise-auf-ruecken-der-renterinnen-abwaelzen-2/
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: BGS am 21:09:01 Di. 30.Juni 2020
Was ist denn bitte "sachgrundlose Befristung"?

Gar die Kehrseite von "sachgrundloser Befreiung" von allen Abgaben / Steuern für die meisten  deutschen bzw sonstigen angeblich verarmenden international aktiven Unternehmern/ Kapitalbesitzer?i Indirekte Abzahlung von "cum-ex"-Verlusten? etc.?

Im äussersten Norden gilt weiterhin, dass "Leiharbeiter" selbstverständlich besser entlohnt werden als "Festangestellte" und auch dass jeder,andere, der im Monat mehr als 8 Sunden täglich arbeiten muss, zusätzlich zum eigentlichen Urlaub pro Monat 1,5 Tage Urlaub oder Geld stattdessen erhält.

Von Krise weiterhin absolut nix zu bemerken,  zumal hier so gut wie niemand durch das Virus in Konkurs gegangen ist. Die Horrorstories aus Deutschland werden mehr.

Von den Rentnern ganz zu schweigen.. Bei gleicher Lebensarbeitszeit und Stundenzahl sind in Skandinavien die Renten min. doppelt so hoch, wie in D (war damals einer der Gründe, das sinkende Schiff D. endgültig zu verlassen).

Seit 25 Jahren..

MfG

BGS

 
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 06:03:48 Mi. 01.Juli 2020
Zitat
GEWERKSCHAFTSPOLITIK IN DER BRD - Kapitalistenverbände offensiv

Unternehmerorganisation Südwestmetall und IG Metall in Baden-Württemberg vor Tarifkonflikten. Entlassungen und Betriebsschließungen erwartet

Quelle: https://www.jungewelt.de/artikel/381259.gewerkschaftspolitik-in-der-brd-kapitalistenverb%C3%A4nde-offensiv.html
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 19:27:48 Mi. 08.Juli 2020
Zitat
IWH-Analyse sagt Bankenkrise voraus

Einige Zeitungen haben schon getitelt, dass die deutsche Wirtschaft die Krise gut überstanden habe. Eine Analyse des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) kommt zu anderen Ergebnissen: Unternehmen, die durch Kredite am Leben gehalten wurden, können ihre Schulden nicht mehr tilgen, und so rechnen die ForscherInnen mit der kommenden „Bankenkrise“.

Quelle: https://perspektive-online.net/2020/07/iwh-analyse-sagt-bankenkrise-voraus/?no_cache=1
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 01:25:41 Do. 09.Juli 2020
Zitat
PREKÄR BESCHÄFTIGTE - Ärmste zahlen höchsten Preis

OECD warnt vor sozialer Krise infolge der Coronapandemie. Erwebslosenquote auf Niveau der 1930er Jahre

Als Folge der Coronapandemie rechnet die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) selbst bei günstiger Entwicklung im vierten Quartal mit einer Erwerbslosenquote von durchschnittlich bis zu 9,4 Prozent. Das wäre für die 30 Mitgliedsländer der höchste Wert seit der Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre, wie die OECD am Dienstag in ihrem »Beschäftigungsausblick 2020« mitteilte. Kommt es zu einer zweiten Infektionswelle, rechnen die Experten sogar mit einem Anstieg auf 12,6 Prozent. Ende 2019 lag die Zahl bei durchschnittlich 5,3 Prozent. Aus den Daten gehe zudem hervor, dass die Erwerbslosigkeit Geringqualifizierte, junge Menschen, Migranten und Frauen am stärksten getroffen habe. Menschen mit niedrigem Einkommen zahlen den höchsten Preis. »Während des Lockdown war die Wahrscheinlichkeit, dass hochverdienende Beschäftigte von zu Hause aus arbeiten, um 50 Prozent höher als bei Geringverdienern. Gleichzeitig mussten Beschäftigte mit niedrigem Einkommen doppelt so häufig aufhören zu arbeiten wie Gleichaltrige mit höherem Einkommen«, heißt es in der Studie.

Quelle: https://www.jungewelt.de/artikel/381781.prek%C3%A4r-besch%C3%A4ftigte-%C3%A4rmste-zahlen-h%C3%B6chsten-preis.html
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: BGS am 05:26:25 Do. 09.Juli 2020
Die Krise existierte schon vor dem Virus, auch in Skandinavien kommt es vor, dass kleine und grosse Firmen unter dem Vorwand der Krankheit etliche Mitarbeiter entlässt bzw. entlassen hat.

Es kommt hier auf den Bereich, in dem man arbeitet an, z. B. ist in den Häfen derzeit richtig viel los - dort arbeiten verhältnismässig wenige Menschen und es wird mehr denn je investiert. 2020 etwa soviel wie in den letzten drei Jahren insgesamt.

Muss zur Schicht.

MfG

BGS
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Troll am 09:57:11 Do. 09.Juli 2020
Der westlich industrielle Erfolg basiert nur noch auf prekär, eine Verbesserung für Prekäre ist damit immer ein industrieller Mißerfolg.
Tja, ein Teufelskreis der politisch nicht durchbrochen/erkannt werden möchte /darf.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 20:03:50 Fr. 10.Juli 2020
Zitat
WELTWIRTSCHAFTS- UND FINANZKRISE - Gesamtmetall bereitet Taktikwechsel vor

Gewerkschaftliche Aktionstage wie bei Airbus oder ZF, selbständige Aktionen, wie der Streik dreier Schichten im Kaltwalzwerk bei Thyssenkrupp für die Weiterbeschäftigung eines Kollegen mit einem befristetem Vertrag, sind Ausdruck eines gewachsenen Klassenbewusstseins. Noch versuchen Regierung, Monopole und ihre Verbände möglichst die offene Konfrontation mit den Belegschaften und damit verbundene Kämpfe zu vermeiden.

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw28/gesamtmetall-bereitet-taktikwechsel-vor
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: BGS am 23:29:57 Fr. 10.Juli 2020
Aus eiger Erfahrung halte ich dies persönlich nunmehr für zweifelhaft:

... . Ausdruck eines gewachsenen Klassenbewusstseins. Noch versucquote]WELTWIRTSCHAFTS- UND FINANZKRISE - Gesamtmetall bereitet Taktikwechsel vor... .
Gewerkschaftliche Aktionstage wie bei Airbus oder ZF, selbständige Aktionen, wie der Streik dreier Schichten im Kaltwalzwerk bei Thyssenkrupp für die Weiterbeschäftigung eines Kollegen mit einem befristetem Vertrag, sind Ausdruck eines gewachsenen Klassenbewusstseins. Noch versuchen Regierung, Monopole und ihre Verbände möglichst die offene Konfrontation mit den Belegschaften und damit verbundene Kämpfe zu vermeiden.

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw28/gesamtmetall-bereitet-taktikwechsel-vor
[/quote]

MfG

BGS
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: tleary am 01:25:56 Sa. 11.Juli 2020
Heute und morgen findet auf Einladung von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) der jährliche „Petersberger Klimadialog“ statt. Wegen der Corona-Pandemie per Videokonferenz soll auf Ministerebene das weitere Vorgehen in der Klimapolitik ausgelotet werden, nachdem der diesjährige Weltklimagipfel COP26 abgesagt und auf 2021 verschoben wurde.
[/quote]
Was das Ergebnis war? - 40 Mrd. € für die Kohlekraftwerksindustrie für ihre ohnehin schon abgeschriebenen (heißt: wertlosen) Altkraftwerke, den das als "Extraprofit" von CDU/SPD in den Arsch geblasen wird. Dafür dürfen sie dann noch 18 weitere Jahre Mensch und Umwelt mit Schwermetallen (durch Verbrennung der Stein- und Braunkohle) krank machen.

Tolle "Umweltpolitik" von Merkels GroKo(tz)! Aber am beschissensten finde ich aber die Kumpanei der Umweltverbände, die mit am grünen Tisch saßen, und all diese Maßnahmen kritiklos abnickten. In den Medien die große Klappe, wie sehr sie gegen die Kohleverstromung sind, und dann wenn sie Merkel mal die Meinung sagen dürfen, den großen Kumpel spielen.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 12:05:27 Sa. 11.Juli 2020
Aus eiger Erfahrung halte ich dies persönlich nunmehr für zweifelhaft:

...sind Ausdruck eines gewachsenen Klassenbewusstseins...

Jein. Es wäre naiv zu glauben, daß Malocher sich automatisch progressiv entwickeln und alles nur ein Wachsen und Dazulernen bedeutet.

Das Proletariat bleibt widersprüchlich, verwirrt und plappert gern die Phrasen der Herrschenden nach.

Gleichzeitig machen die Menschen neue Erfahrungen und ändern sich. Es wäre ebenso naiv zu glauben, es bliebe alles wie bisher. Es gibt eine Erosion im Glauben an das immerwährende Funktionieren dieses Wirtschaftssystems. Die Zweifel an allem wachsen. Die "gewerkschaftlichen Aktionstage" halte ich jedoch nur für ein Ventil, damit die Wut nicht in wirkliche Kämpfe umschlägt. Ich glaube schon an die Möglichkeit eines politischen Klimawandels, der ebenso überraschend und explosiv entstehen kann, wie in den USA nach dem Mord an George Floyd.

Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 13:01:23 So. 12.Juli 2020
Zitat
Armut durch Corona-Krise
Viele Millionen Menschen betroffen
Forscher gehen davon aus, dass die Corona-Krise Millionen Menschen in die Armut treiben wird. Die Reichen werden jedoch immer reicher.
https://www.morgenpost.de/vermischtes/article229352678/Studien-Haelfte-der-Weltpopulation-droht-ein-Leben-in-Armut.html

Das ist alles nicht neu. Corona wirkt nur als Brandbeschleuniger.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 19:34:31 So. 26.Juli 2020
Zitat
Wirtschaftskrise: Kommt im Herbst die große Pleitewelle?

Jedes fünfte Unternehmen in Deutschland sieht sich aktuell in seiner Existenz bedroht. Eine historisch beispiellose Pleitewelle könnte im Oktober über die deutsche Wirtschaft rollen, wenn die momentan ausgesetzte Pflicht zum Insolvenzantrag wieder greift. Besonders gefährdet sind laut Handelsblatt Autozulieferer, der Maschinenbau, der Tourismus, der Messebau, die Eventveranstalter, der Einzelhandel und die Gastronomie.

Quelle: https://perspektive-online.net/2020/07/wirtschaftskrise-kommt-im-herbst-die-grosse-pleitewelle/
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 19:36:14 Do. 30.Juli 2020
Zitat
Deutsche Wirtschaft bricht so stark ein, wie seit 50 Jahren nicht

Die deutsche Wirtschaft ist im Zeitraum April bis Juni um 10,1 im Vergleich zum Vorquartal eingebrochen. So stark war der Einbruch noch nie, seitdem die Zahlen seit dem Jahr 1970 erhoben werden.

Quelle: https://perspektive-online.net/2020/07/deutsche-wirtschaft-bricht-so-stark-ein-wie-seit-50-jahren-nicht/?no_cache=1
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 09:11:44 Fr. 31.Juli 2020
Der Einzelne will nicht wahrhaben, wie sich die Verhältnisse entwickeln.
Es erinnert mich schwer an die Agenda 2010. Es haben Leute klipp und klar erzählt, was Hartz IV bedeutet, für den Einzelnen und gesamtgesellschaftlich verändern wird... und niemand wollte es hören/glauben.

Es kam genau so.

Die gesellschaftliche Umbrüche, die mit der Krise auf uns zukommen, werden ungeahnte Ausmaße haben. Es mag sich scheinbar niemand wirklich mit dieser Vorstellung auseinandersetzen. Dem Aufruf zur "Nicht auf unserem Rücken!" Kundgebung folgten nur rund 50 Menschen.

Wir sollen ja nicht nur auf die bösen Folgen einer Krise starren. Wir sollten auch mal unserer Phantasie freien Lauf lassen, was unsere Möglichkeiten angeht. Man könnte sich von der Arabellion oder Chile inspirieren lassen.

Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Fritz Linow am 15:20:58 Mi. 05.August 2020
Unter dem Hashtag #futschi kann man auf Twitter ganz gut verfolgen, was gerade alles so insolvent und pleite geht. Die Kommentare sind zwar ziemlich AFDlastig, es werden aber auch die vielen kleinen Unternehmen und regionalen Entlassungen erwähnt. Das ist schon heftig und wird immer heftiger.
Wenn nun die Leute unter einem diffusen Freiheitsbegriff demonstrieren, dann geht es auch um berechtigte Existenzangst. Die Linken schreiben meist unverständliche Texte und grenzen sich ab, die Rechten demonstrieren einfach mit.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 16:29:33 Mi. 05.August 2020
Bei der Demo am 01.08 in Berlin war es aber so, dass sie von Rechten (Heiko Schrang, Thorsten Schulte, Oliver Janich, Michael Ballweg) organisiert war.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Fritz Linow am 16:42:13 Mi. 05.August 2020
Bei der Demo am 01.08 in Berlin war es aber so, dass sie von Rechten (Heiko Schrang, Thorsten Schulte, Oliver Janich, Michael Ballweg) organisiert war.

Es gibt aber auch jede Menge Kundgebungen, die weniger eindeutig sind und sich die Linken nur abgrenzen. Und selbst wenn, angesichts der Pleitewelle ist es irgendwie zu wenig, sich auf Faschofrettchen einzuschießen.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 17:01:44 Mi. 05.August 2020
Die Linken müssten eigene Kundgebungen organisieren, die sich mit den sozialen Verwerfungen der Krise auseinandersetzen. Bei uns im Betrieb geht die Angst vor einem zweiten Lockdown und einer erneuten monatelangen Betriebsschließung um, weil der Betrieb das vielleicht nicht überstehen würde.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Schluepferstuermer am 21:57:19 Mi. 05.August 2020
Es wäre nicht verkehrt, wenn man die Entlassungen koppeln, ob es rein durch Corona ist, oder andere Gründe hat.
Oft ist es nur der Deckmantel Corona.
Dann sollte auch betrachtet werden, ob es dürch globalisieres Corona (weil es Lieferschwirigkeiten von anderen Ländern gibt), oder ob es durch hiesige politissche Entscheidungen gab.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Frauenpower am 10:51:29 Do. 06.August 2020
ich fand die Reportage gut
https://www1.wdr.de/fernsehen/wdr-dok/sendungen/system-error-108.html

die ist-situation verglichen mit marx zitaten
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 12:37:28 Di. 11.August 2020
Es fängt erst an...

Zitat
Autoindustrie
Drohende Pleitewelle: Das Schuldenproblem der Zulieferer
Ratingagenturen nehmen die Zukunftsfähigkeit des Sektors unter die Lupe. Für kleine und mittelständische Unternehmen beginnt der Überlebenskampf.
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/autoindustrie-drohende-pleitewelle-das-schuldenproblem-der-zulieferer/26080696.html

Man macht das Tragen vom Masken zum großen Aufreger und guckt weg beim Anrollen echter Probleme.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Schluepferstuermer am 14:11:10 Di. 11.August 2020
Ablenkungen haben schon immer gut funktioniert.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 17:47:28 Mi. 12.August 2020
Endlich kommt Bewegung in die Sache
Zitat
AktivistInnen drängen auf bundesweite Proteste gegen die Abwälzung der Wirtschaftskrise

Immer mehr politische Organisationen und Bündnisse setzen sich für gemeinsame bundesweite Proteste sozialer Bewegungen und Gewerkschaften gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die arbeitende Bevölkerung ein.

Quelle: https://perspektive-online.net/2020/08/aktivistinnen-draengen-auf-bundesweite-proteste-gegen-die-abwaelzung-der-wirtschaftskrise/
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 18:48:38 Fr. 11.September 2020
Zitat
Rote Welle in Berlin
Coronakrise macht Veranstaltungsbranche zu schaffen. Mehrere tausend Menschen folgen Aufruf von Aktionsbündnis


Nach fast sechs Monaten ohne Geschäftstätigkeit und Umsatzeinbrüchen von 80 bis 100 Prozent hatte das Bündnis »Alarmstufe Rot« zu einer Großdemonstration am Mittwoch in Berlin aufgerufen. In den letzten Wochen hatten sich die einflussreichsten Initiativen, Verbände und Vereine der Branche deutschlandweit zusammengeschlossen, um das Bündnis auf die Beine zu stellen. Dies geschah, nachdem die Politik die Branche dazu aufgefordert hatte, einen zentralen Gesprächspartner zu stellen.

Dem Veranstalter zufolge beteiligten sich rund 15.000 Teilnehmer an der Demonstration. Außerdem brach ein Fahrzeugkorso am Olympiastadion auf. Gemeinsames Ziel war das Brandenburger Tor.
https://www.jungewelt.de/artikel/386065.demonstration-rote-welle-in-berlin.html?sstr=Alarmstufe%7Crot

Andere Medien sprachen von weitaus weniger Teilnehmern. Aber selbst wenn es nur halb so viele Teilnehmer gewesen sein sollten, wäre es die größte Kundgebung mit klaren ökonomischen Forderungen, die es bisher gab. Hierin sehe ich die einzige Perspektive, die aus dem Cornonamist und all der politischen Verwirrung zu ziehen ist. Das ökonomische Desaster hat bisher kaum begonnen. Es deutet sich erst an. Wir müssen uns auf diese ökonomischen Kämpfe vorbereiten.

Die Autoindustrie steht unter der schützenden Hand des Staates, der ihr jede Menge Kohle in den Arsch bläst. Das sieht bei den Zulieferen anders aus. Da knallt es überall. Es wird immer heftiger. Doch da scheint alles unter der Kontrolle der IGM zu passieren. Und schon gehen alle Hoffnungen wieder flöten...
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 22:33:59 Fr. 18.September 2020
Die Abwälzung der Krisenlasten auf die Massen beginnt:
Zitat
ERHÖHUNG DER ZUSATZBEITRÄGE DER KRANKENKASSEN - Weitere Umverteilung von unten nach oben

Wie am Dienstag bekannt wurde, sollen die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) Anfang 2021 von 1,1 Prozent auf 1,3 Prozent steigen. Damit werden den Versicherten zusätzliche 3 Milliarden Euro mehr abgeknöpft. Nachdem es vor kurzem noch Jubelberichte über Überschüsse der Krankenkassen von 1,3 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2020 gab, hat der weitsichtige Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nun eine „Finanzierungslücke“ und ein „Milliardenloch“ von 16 Milliarden Euro 2021 orakelt. Gestopft werden soll dieses Loch neben höheren Zusatzbeiträgen noch durch 5 Milliarden Euro Steuergelder und 8 Milliarden Euro aus den Reserven der Krankenkassen.

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw38/weitere-umverteilung-von-unten-nach-oben
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Fritz Linow am 17:02:21 Mo. 09.November 2020
Unter dem deutschen Radar in den letzten Tagen:

4.11.20
Bei Pressmetall Gunzenhausen rumort es einmal mehr: Das Werk in der Altmühlstadt steht zum Verkauf, 500 Arbeitsplätze stehen laut einer Pressemitteilung des Betriebsrats auf der Kippe.
https://www.nordbayern.de/region/gunzenhausen/bei-pressmetall-gunzenhausen-stehen-500-jobs-auf-der-kippe-1.10577940

5.11.20
Der Konzern SGL Carbon plant, 500 Stellen abzubauen. Nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall sollen am Standort in Meitingen 159 Arbeitsplätze gestrichen werden. Für Freitag ist eine Protestaktion geplant.
https://www.stadtzeitung.de/region/meitingen/politik/stellenabbau-sgl-carbon-159-arbeitsplaetze-meitingen-betroffen-id214891.html

5.11.20
Die Mauser-Werke in Oberndorf (MWO) haben Insolvenz angemeldet. Am Dienstag äußerte sich bereits Georg Faigle, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Freudenstadt, zu den Gründen und dem weiteren Vorgehen. Nun bezieht auch das Unternehmen selbst Stellung.
https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.insolvenz-bei-mauser-oberndorfer-unternehmen-aeussert-sich.27b82509-e7ed-4fc2-b4b2-25eb9fa912a3.html

6.11.20
Der Flughafen steckt seit dem 22. September in einem vorläufigen Verfahren der Insolvenz in Eigenverantwortung. Bis Ende März 2021 will soll er damit nachhaltig aufgestellt werden. Ein Schritt dazu ist, dass die Belegschaft des Airports Paderborn/Lippstadt von vormals 170 auf rund 65 Beschäftigte reduziert wird. «Ohne diesen Einschnitt wäre die Sanierung nicht möglich und die Regelinsolvenz mit drohender Stilllegung unabwendbar», erklärt Sanierungsgeschäftsführer Yorck Streitbörger.
https://www.aerotelegraph.com/paderborn-lippstadt-baut-60-prozent-der-stellen-ab

5.11.20
Die Geschäftsführung von PMG hat den bestehenden Werktarifvertrag (Anerkennungstarifvertrag) mit der IG Metall zum Ende Januar 2021 gekündigt. Die Beschäftigten haben zwar einen Bestandsschutz, profitieren aber nicht von zukünftigen Tarifabschlüssen in der Metall- und Elektroindustrie. "Gerade in einer Zeit in der die Tarifabschlüsse Beschäftigungssicherung und Zukunftsgestaltung in den Vordergrund stellen ist das ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten!" So Dietmar Jansen, Geschäftsführer der IG Metall Allgäu.
https://allgaeuhit.de/Ostallgaeu-Fuessen-PMG-Fuessen-kuendigt-Tarifvertrag-amp;-will-Stellen-abbauen-article10040840.html

5.11.20
Leipziger Fexcom meldet Insolvenz an – Suche nach Investoren
Für den Leipziger Händler von Telekommunikationstechnik Fexcom gibt es offenbar mehrere Investoren. Wie der Insolvenzverwalter mitteilt, stehen die Chancen auf eine nachhaltige Sanierung gut. Die Firma beschäftigt rund 300 Mitarbeiter.

https://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Leipziger-Kommunikationstechnikhaendler-Fexcom-meldet-Insolvenz-an-Suche-nach-Investor-laeuft

4.11.20

Die Belegschaft des Großbäckers Aryzta in Mitteldeutschland kommt nicht zur Ruhe: Nach Kurzarbeit im Frühjahr und zwei Werksschließungen in diesem Jahr werden nun auch einige Stellen im Hauptwerk in Eisleben (Landkreis Mansfeld-Südharz) gestrichen. 

https://www.mz-web.de/eisleben/corona-krise-trifft-grossbaecker-aryzta-schliesst-anlagen-und-streicht-stellen-37573220

3.11.20

Aufgrund von Managementfehlern wird der Hersteller und Zulieferer für Batterieladetechnik Meg Mechanik seine Werke in Gießübel und Brattendorf im Landkreis Hildburghausen zum Jahresende schließen. Die 150 Mitarbeiter haben bereits ihre Kündigung.

https://www.mdr.de/thueringen/sued-thueringen/hildburghausen/meg-mechanik-betrieb-einstellen-100.html

2.11.20

Der Hamburger Flughafen fährt seinen Betrieb angesichts der neuen Corona-Beschränkungen wieder stark herunter. (…) Bis 2023 will der Flughafen 200 Vollzeitstellen abbauen.

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Corona-Einbussen-Flughafen-Hamburg-macht-Terminal-dicht,flughafen2240.html

2.11.20

Jobabbau bei Hoffmann Maschinen- und Apparatebau in Broistedt. Bis zum Sommer sollen 70 von 220 Stellen wegfallen. Grund sei die schlechte Konjunktur, auch bedingt durch die Coronakrise. Das Unternehmen möchte seine Mitarbeiter aber nicht einfach vor die Tür setzen.

https://www.paz-online.de/Kreis-Peine/Lengede-Vechelde-Wendeburg/Sinkende-Umsaetze-Broistedter-Firma-Hoffmann-plant-Stellenabbau

6.11.20

Keine Gummitiere mehr aus Sachsen: Der traditionelle Süßwarenhersteller Haribo schließt zum Ende des Jahres die Pforten seines Werkes im sächsischen Wilkau-Haßlau. Betroffen sind rund 150 Beschäftigte.

https://www.lvz.de/Nachrichten/Wirtschaft/Wirtschaft-Regional/Haribo-schliesst-Werk-im-saechsischen-Wilkau-Hasslau
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: tleary am 16:49:39 Di. 10.November 2020
Bei der Demo am 01.08 in Berlin war es aber so, dass sie von Rechten (Heiko Schrang, Thorsten Schulte, Oliver Janich, Michael Ballweg) organisiert war.
Das mag schon sein. Nur wenn ich als Linker auf eine Anti-Corona-Demo gehe, kann ich nichts dafür, wer sich da noch alles dazugesellt - und wer sie veranstaltet. Wenn irgendwelche Rechte als rechtlich Verantwortliche den Kopf hinhalten wollen, wieso nicht?

Genau das ist ja auch von Regierungsseite beabsichtigt: Möglichst viele Leute von der Teilnahme an so einer Demo gegen die Abschaffung der Bürger- und Freiheitsrechte im Zuge der Corona-"Pandemie" abzuhalten, mit dem Argument "da nehmen ja auch Rechte, Reichsbürger und Verschwörungstheoretiker dran teil". - Die ÖRR-Medien sprachen warfen den Ordnungbehörden ja sogar vor, die Demo in Dresden nicht gleich verboten zu haben. So weit ist es mit dem demokratischen Verständnis der Medien also schon gekommen, daß sie Methoden totalitärer Staaten befürworten im Kampf gegen unerwünschte Opposition.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 17:24:02 Di. 10.November 2020
Zitat
Nur wenn ich als Linker auf eine Anti-Corona-Demo gehe, kann ich nichts dafür, wer sich da noch alles dazugesellt

Es geht darum, dass diese Demos von Ultrareaktionären und Faschisten nach deren Querfrontstrategie organisiert sind. Wer da mitläuft, unterstützt Leute, die 1933 wiederholen wollen. Die faschistischen Drahtzieher solcher Aktionen versuchen gezielt mit der sogenannten Querfront-Politik, die Grenzen zwischen links und rechts scheinbar verschwimmen zu lassen und sich so Zugang zu den Massen zu erschleichen.

Ganz im Sinne der Drahtzieher des Querdenken-Aufmarsches bildeten faschistische Schläger die Speerspitze des Aufmarsches in Leipzig.

Als Linker sollte man halt seine eigene Demo veranstalten.



Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 05:02:20 Mi. 11.November 2020
Hier eine sinnvolle Alternative zu den verantwortungslosen neofaschistischen Querdenken-Demos

https://youtu.be/XmE7pyTyeqY
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 09:13:46 Sa. 14.November 2020
Zitat
Jeder siebte Betrieb sieht Existenz bedroht

Eine Commerzbank-Studie zeigt große Auswirkungen der Corona-Krise auf die Region Frankfurt/Rhein-Main. Viele Unternehmen befüchten das Aus.


Die Corona-Krise hat gut ein Drittel der Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet stark getroffen. Mehr als jedes siebte Unternehmen in der Region sieht sich sogar in seiner Existenz bedroht. Bundesweit liegen die Werte im Durchschnitt jedoch sogar noch höher. Das sind Ergebnisse einer Unternehmerkunden-Studie im Auftrag der Commerzbank, für die das Meinungsforschungsinstitut Ipsos 3500 Selbstständige, Freiberufler:innen und Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 15 Millionen Euro befragte, davon 100 im Rhein-Main-Gebiet.
https://www.fr.de/rhein-main/rhein-main-gebiet-jeder-siebte-betrieb-sieht-existenz-bedroht-90100342.html
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 12:08:31 Sa. 14.November 2020
Zitat
Die Zahl der Selbstständigen, die wegen der Corona-Beschränkungen Grundsicherung beantragt haben, ist einem Medienbericht zufolge stark gestiegen.

Die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet, dass sich von April bis September mehr als 81.000 Selbstständige neu Arbeit suchend meldeten und zumindest vorübergehend Grundsicherung bezogen. Das waren zehn Mal so viele wie im Vorjahreszeitraum. Die Zeitung beruft sich auf Daten der Bundesagentur für Arbeit, die die Links-Fraktion im Bundestag angefragt hatte. Demnach arbeiten die meisten der betroffenen Selbstständigen in den Bereichen Gaststätten, Kultur, Soziales und Gesundheit.
https://www.deutschlandfunk.de/medienbericht-zehn-mal-mehr-selbstaendige-beantragten.2932.de.html?drn:news_id=1194423
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 13:11:14 Mi. 18.November 2020
VON DUNKLEN WOLKEN ZUM ÖKONOMISCHEN ORKAN – CORONA ALS BRANDBESCHLEUNIGER!
Berichte zu Auswirkungen auf die Lage der Arbeiterinnen und Arbeiter und deren Widerstand

Die Strategie von Regierung und Kapital ist es – und die Mainstream-Medien hauen in die gleiche Kerbe – die Tatsachen verschleiernd auf Corona als Grund für die Rezession zu verweisen. Wir können nur immer wieder darauf verweisen, daß Corona nur der Brandbeschleuniger für die Krise ist!

Berichte aus Betrieben, Branchen, Wirtschaft:

Rentner in dramatischer Not

https://www.merkur.de/wirtschaft/corona-altersarmut-rentner-kurzarbeit-pandemie-creditreform-tafeln-senioren-zr-90095735.html
https://www.jungewelt.de/artikel/390301.%C3%BCberschuldung-senioren-in-der-armutsfalle.html

Milliardenverluste bei Siemens-Energy

https://www.jungewelt.de/artikel/390230.milliardenverlust-bei-siemens-energy.html

Molkereiriese Campina plant großen Jobabbau
https://www.jungewelt.de/artikel/390245.kapital-nutzt-krise-jobvernichtung-bei-campina.html

Haribo will Betrieb schliessen
https://www.jungewelt.de/artikel/390302.arbeitskampf-wut-nach-dem-schock.html

Folgen der Krise auf dem ArbeiterInnenmarkt
https://www.jungewelt.de/artikel/390158.folgen-der-coronapandemie-arbeitsmarkt-am-tropf.html

https://gewerkschaftslinke.hamburg/2020/11/17/jfi-56-2020/?utm_source=mailpoet&utm_medium=email&utm_campaign=jfi-56-2020-ruckkehr-der-us-falken-das-netzwerk-von-joe-biden-offener-brief-von-kritikern-des-system-tonnies-an-die-regierungsfraktionen-warum-wird-der-ghb-nicht-mehr-gebraucht-am-3-12-beginnt-rondenbarg-prozess_216#a26
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Strombolli am 16:34:59 Mi. 18.November 2020
Nach meiner (Verschwörungs)Theorie: CORONA als willkommene Begründung!
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 09:34:12 Do. 19.November 2020
Nee, Strombi, keine Verschwörungstheorie.

Die erzkonservative, bzw. wirtschaftsfreundliche FAZ gibt es selbst zu: Die Coronamaßnahmen verschärfen gesellschaftliche Spaltung, nicht nur innerhalb der Gesellschaften, sondern auch zwischen den Staaten. Es läuft das, was der Kapitalismus sowieso macht, nur schneller und brutaler. Corona ist eine schöne Ausrede.

Zitat
Denn die Covid-19-Pandemie ist mittlerweile viel mehr als nur eine Pandemie. Sie ist zu einer Polypandemie geworden – einer globalen und vielschichtigen Krise, in der sich ernsthafte Gefahren für Gesundheit mit zahlreichen weiteren Folgen kombinieren und menschliche Sicherheit, Wohlergehen und Entwicklung von vielen Seiten gefährden. So droht aktuell eine Armuts-Pandemie, die laut Weltbank zur erstmaligen Zunahme weltweiter Armut seit 1990 führt. Es bahnt sich eine dramatische Hunger-Pandemie an. Experten schätzen, dass 130 Millionen Menschen allein 2020 in Hunger und extreme Armut zurückgeworfen werden. Die weltweiten Versuche, das Virus einzudämmen, werden in vielen Ländern bereits für verschärfte staatliche Repressionen genutzt und führen so zu einer Autoritarismus-Pandemie. Und indem sie Großmachtwettbewerb, Protektionismus und Null-Summen-Denken befördert, provoziert die Coronakrise auch eine Pandemie des Nationalismus und Unilateralismus. Diese durch das Coronavirus verursachten Folge-Pandemien verstärken sich wechselseitig und können so Entwicklungsfortschritte der letzten Jahrzehnte zunichtemachen, staatliche Fragilität weiter befördern und sogar zum Brandbeschleuniger für gewaltsame Konflikte werden.

Obgleich die Polypandemie kein Land der Welt verschont, trifft sie manche Staaten mit besonderer Wucht. Zu diesen „Hochrisikopatienten“ zählen insbesondere Länder, die bereits vor Covid-19 von Entwicklungsdefiziten, Fragilität und gewaltsamen Konflikten geprägt waren. Für ihre Bevölkerungen sind die Auswirkungen dramatisch. Länder wie der Libanon, der 1,5 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen hat, stehen vor dem Staatsbankrott. Das heißt: kein Geld für Ärzte, Schulen oder Polizisten.
https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/corona-gastbeitrag-es-droht-eine-armuts-pandemie-17058785.html

Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 12:14:06 Do. 19.November 2020
So plant man die Krisenbewältigung:

Den Armen nehmen, um es den Reichen zu schenken.
Steuergeschenke für die Wirtschaft:
Zitat
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise mit Steuersenkungen bekämpfen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) pocht auf eine coronabedingte Steuerreform und einen "Innovationssprung".
...die Steuerlast der Unternehmen "drastisch" senken, um international wieder auf ein wettbewerbsfähiges Niveau zu kommen. Er nennt eine Zahl von 25 Prozent.
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/soeder-steuersenkung-steuerreform-1.5119549
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: BGS am 13:38:25 Do. 19.November 2020
Kann knapp werden mit der Krisenbewältigung durch die Ausgebeuteten. Denn was will man den Armen noch nehmen?

Zitat
Corona spaltet Arm und Reich

Wer ohnehin wenig verdient, büßt in der Krise besonders oft Einkommen ein. ... .

Die Corona-Pandemie treibt Arm und Reich in Deutschland weiter auseinander. Wer schon vorher wenig verdiente, verlor in der Krise besonders häufig Einkommen. ... .

Quelle; https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/wsi-ungleichheit-corona-1.5120259 (https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/wsi-ungleichheit-corona-1.5120259)

MfG

BGS
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 16:58:13 Do. 19.November 2020
Zitat
Das Virus bringt Elend und Armut in die Welt. Unternehmen gehen Pleite, Arbeitsplätze verloren. Das ist die eine Seite der Pandemie. Auf der anderen Seite steht der Glanz jener Unternehmen, die von der Corona-Krise profitieren. Dies sind vor allem die Vorreiter aus der digitalen Welt, die mit zerstörerischer Kraft lang etablierte Geschäftsmodelle zum Kollaps bringen. Diesen Trend gab es schon vor Corona. Aber das Virus hat ihn beschleunigt.

Ablesen lässt sich das am Vermögen der Milliardäre in aller Welt. Nach einer Studie der Schweizer Großbank UBS und der Beratungsgesellschaft PWC sind die Vermögen der Ultrareichen bis Ende Juli 2020 auf ein neues Allzeithoch von 10,2 Billionen Dollar geklettert. Damit ist der bisherige Höchststand von 8,9 Billionen Dollar, der Ende 2017 erreicht wurde, deutlich übertroffen worden. Die Zahl der Milliardäre ist seither um 31 auf 2189 gestiegen. Davon leben 119 in Deutschland. UBS nennt keine Namen. Nach Schätzungen des Magazins „Forbes“ sind die Aldi-Erben Beate Heister und Karl Albrecht Junior mit einem Vermögen von 41 Milliarden Dollar die reichsten Deutschen gefolgt von Dieter Schwarz (35,6 Milliarden Dollar), dem Eigentümer von Lidl und Kaufland.
(...)
„Die Polarisierung in der Entwicklung der Milliardärsvermögen wird sich weiter verstärken“, folgert Kunkel. Insgesamt betrachtet werden die Reichen aus seiner Sicht in den nächsten Jahren aber nicht ärmer, sondern noch reicher.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/die-reichen-werden-waehrend-der-corona-krise-immer-reicher-16989997.html
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: BGS am 18:10:19 Do. 19.November 2020
Mutti wirds scho richten... .

Zitat
... .
Unsere Wirtschaft wurde und wird europaweit schwer erschüttert. Millionen Beschäftigte haben ihren Arbeitsplatz verloren. Zusätzlich zu den Sorgen um ihre Gesundheit und die Gesundheit ihrer Familien ist bei vielen Bürgerinnen und Bürgern so auch noch die Angst um ihre wirtschaftliche Existenz dazugekommen. Sie alle brauchen jetzt unsere gemeinsame Unterstützung.

Um die Infektionsketten zu durchbrechen, mussten vorübergehend die elementarsten Grundrechte eingeschränkt werden. Das war ein sehr hoher Preis, denn für diese Grundrechte haben Generationen in Europa hart gerungen. Menschen- und Bürgerrechte sind das wertvollste Gut, das wir in Europa haben. Sie dürfen nur aus sehr gewichtigen Gründen und nur sehr kurzfristig eingeschränkt werden. Eine Pandemie darf nie Vorwand sein, um demokratische Prinzipien auszuhebeln. ... .


Aus Merkels Rede zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020 vor dem Europäischen Parlament am 8. Juli 2020 in Brüssel

Quelle: https://www.bundeskanzlerin.de/bkin-de/aktuelles/rede-von-bundeskanzlerin-merkel-zur-deutschen-eu-ratspraesidentschaft-2020-vor-dem-europaeischen-parlament-am-8-juli-2020-in-bruessel-1767368 (https://www.bundeskanzlerin.de/bkin-de/aktuelles/rede-von-bundeskanzlerin-merkel-zur-deutschen-eu-ratspraesidentschaft-2020-vor-dem-europaeischen-parlament-am-8-juli-2020-in-bruessel-1767368)

MfG

BGS
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: tleary am 03:42:17 Fr. 20.November 2020
Aus Merkels Rede zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020 vor dem Europäischen Parlament am 8. Juli 2020 in Brüssel
BGS
Die "Mutti" und deren Nachfolger werden genau das Gegenteil von dem machen, was sie bei solchen Sonntagsreden ankündigen.

Das ist folgendes:
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 04:21:48 Fr. 20.November 2020
Corona wirkt bezüglich der Weltwirtschafts- und Finanzkrise wie ein Brandbeschleuniger. In den Wirtschaftswissenschaften spricht man von der Pandemie als einem exogenen Schock.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: BGS am 20:01:32 Fr. 20.November 2020
Aus Merkels Rede zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020 vor dem Europäischen Parlament am 8. Juli 2020 in Brüssel
BGS
Die "Mutti" und deren Nachfolger werden genau das Gegenteil von dem machen, was sie bei solchen Sonntagsreden ankündigen.

Das ist folgendes:
  • Dauerhafte Durchsetzung eines autoritären Überwachungs- und Kontrollstaates: Exorbitante Erhöhung des Rüstungshaushalts, weitere Rechteausweitung von Polizei und Justiz gegen aufmüpfige Demonstranten (in den Medien als "Querdenker" denunziert), weitere personelle Aufstockung des Polizeiapparates.
  • Weiteres "Gürtel-enger-Schnallen" für die Armen und noch mehr der Mittelschicht, denn man muß ja die Kosten von Korona wieder reinholen. Wobei die eigentliche Ursache wohl die Krisenhaftigkeit des Kapitalismus ist. Der Kapitalismus will einfach nicht mehr den Mittelstand mit Garantie eines auskömmlichen Lebens weiter zum Komplizen machen. Außerdem stehen große Rationalisierungen in der Wirtschaft bevor, die dann tatsächlich große Teile der Beschäftigten überflüssig machen werden. - Korona ist da nur ein wilkommener Vorwand, dies nun alles schneller durchzuziehen.

Alles bekannt. Sarkasmus ist gerade das Einzige, was mir bleibt. Es könnte schon lange triftige Gründe gegeben haben, das sinkende Schiff  Deutschland endgültig verlassen zu haben.

MfG

BGS
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 20:32:30 Fr. 20.November 2020
Zitat
aufmüpfige Demonstranten (in den Medien als "Querdenker" denunziert)

Wo sind denn die Querdenken-Demos aufmüpfig? Die Forderungen, die diese Bewegung aufstellt, sind deckungsgleich mit den Forderungen der Arbeitgeber. Die ganze Querdenken-Scheiße läuft auf Profite vor Gesundheit heraus. Zudem -und das konnte ich gerade in Nürnberg live miterleben- ist diese Bewegung mit gewaltbereiten Neonazis durchsetzt. Damit denunziert sich diese Bewegung selbst: Es handelt sich um eine waschechte neofaschistische Querfront.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 19:58:49 Mi. 25.November 2020
Es wird im Schatten der Pandemie und der allgemeinen Aufregung alles mögliche durchgesetzt, was nichts und rein garnichts mit Pandemiebekäumpfung oder Gesundheitsschutz zu tun hat. Neben dem Ausbau des Überwachungsstaats geht es um die massivsten Eingriffe in die Wirtschaft, die es jemals gegeben hat:

Zitat
Der Bundesrechungshof übt heftige Kritik an den üppigen, insgesamt mehr als 1000 Milliarden Euro umfassenden Finanzhilfen, mit denen der Bund die Folgen der Corona-Pandemie lindern will. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Bonner Behörde am Montag an den Haushaltsausschuss des Bundestags weitergeleitet hat. Er liegt der Süddeutschen Zeitung vor. "Die Corona-Krise hat deutliche Spuren im Bundeshaushalt hinterlassen", schreiben die Prüfer. Die Hilfen erreichten "historische Dimensionen", eine Normalisierung der Bundesfinanzen werde nicht nur länger dauern als nach der globalen Finanzkrise, "sondern auch erheblich größere Anstrengungen erfordern".
https://www.sueddeutsche.de/politik/corona-bundesrechnungshof-haushalt-kredite-1.5102722

Zitat
Die Geldschleusen des Bundes sind durch Corona weit geöffnet. Das lässt die Neuverschuldung massiv steigen, wohl auch im kommenden Jahr. Die Begründung dafür: Kampf gegen die Corona-Folgen. Doch genau das stellt der Präsident des Bundesrechnungshofs, Kay Scheller, gegenüber dem Bayerischen Rundfunk infrage: "Die Neuverschuldung geht erheblich über das hinaus, was für die Krisenbewältigung erforderlich ist."

Schellers Vorwurf: Unter dem Deckmantel der Pandemiebekämpfung baut die Bundesregierung Nebenhaushalte mit geliehenem Geld auf. Das Geld werde auch für andere wichtige Aufgaben eingesetzt, für künstliche Intelligenz oder Digitalisierung. Die hätten aber keinen Bezug zur Krise.
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/rechnungshof-schuldenaufnahme-nicht-vom-grundgesetz-gedeckt,SHB1dqr
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 10:57:28 Mo. 07.Dezember 2020
Zitat
Hungersnot wegen Corona
Armenhaus Amerika
Eine beispiellose Hungerkrise erfasst die USA: Wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie haben mehr als 50 Millionen Amerikaner nicht mehr genug zu essen.
https://www.spiegel.de/politik/ausland/coronavirus-usa-versinken-unter-donald-trump-in-hunger-und-armut-a-77e60ac7-e97b-486e-a1ed-194b4df82feb

Ich denke, es ist wichtig darauf hinzuweisen, daß weder Trump, noch Corona die Ursache dieser Entwicklung ist. Beide haben sie nur beschleunigt. Im Kapitalismus gehört die Umverteilung on unten nach oben zum Prinzip.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 12:22:32 Di. 08.Dezember 2020
Der Kapitalismus dreht frei.
Viele gehen den Bach herunter und andere nutzen das Chaos, um sich eine goldene Nase zu verdienen. Entwicklungen in der Wirtschaft haben nichts mit Sinn und Verstand zu tun, es geht um Profitmaximierung, Zockerei und totalen Irrsinn...
Kaputtes Klima, erwärmte und vergiftete Ozeane, ausgelaugte und vergiftete Böden. Ein Verschwinden geregelter Arbeitsbedingungen, der Arbeitssicherheit, des Gesundheitssystems, der sozialen Absicherung...
Im Moment ist alles im Hintergrund, denn man redet nur noch über Corona. Danach wird es "die Krise" sein.

Das erfolgreichste Wirtschaftssystem aller Zeiten zieht eine blutige Spur mit Millionen Toten und einer Schneise der Verwüstung.

Im großen Casino hat man derweil einen Mordsspaß.

Zitat
Fusionen und Übernahmen
Was kauft Private Equity als nächstes? Finanzinvestoren gehen 2021 auf große Einkaufstour
Die Private-Equity-Fonds strotzen vor Selbstbewusstsein. Kaufpreise in Milliardenhöhe für Unternehmen in Deutschland sind kein Problem.
https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/fusionen-und-uebernahmen-was-kauft-private-equity-als-naechstes-finanzinvestoren-gehen-2021-auf-grosse-einkaufstour/26688164.html

Bei Wikipedia spricht man bei "Private Equity" von Wagniskapital oder Risikokapital, also klassische Zockerei.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Fritz Linow am 12:24:31 Di. 08.Dezember 2020
Zitat
4.12.20
Das Unternehmen Grillo Zinkoxid in Goslar, 1911 gegründet, entlässt zum Jahresende drei Viertel seiner Beschäftigten. Das trifft die Harz-Region in schwierigen Zeiten – und bereitet den Betroffenen schlaflose Nächte.
https://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Goslar-Grillo-Zinkoxid-in-Oker-entlaesst-75-von-100-Mitarbeitern#Echobox=1607084598

Zitat
4.12.20
47 Mitarbeiter der ETI DE GmbH in Hildburghausen sind von der Insolvenz des Unternehmens betroffen. Die Nachricht habe sie aus heiterem Himmel getroffen, berichtet die Gewerkschaft.
https://www.insuedthueringen.de/inhalt.unternehmen-belegschaft-von-insolvenz-ueberrascht.6f704ddb-84fe-4533-bf7a-58d66d871268.html

Zitat
5.12.20
Der fränkische Automobilzulieferer Pressmetall in Gunzenhausen muss nach vielen Versuchen schlussendlich doch Insolvenz anmelden. Die 504 Mitarbeiter werden die Kündigung wahrscheinlich vor Weihnachten bekommen.
https://www.infranken.de/lk/weissenburg-gunzenhausen/gunzenhausen-automobilzulieferer-pressmetall-vor-dem-aus-allen-mitarbeiter-gekuendigt-art-5124870

Zitat
5.12.20
Bremer Saunalandschaft "Oase" schließt endgültig
Die Oase beschäftigte etwa 80 Mitarbeitende, dazu kamen noch rund 50 Teilzeitbeschäftigte. Die Mitarbeitenden seien bereits am 1. Dezember im Rahmen einer Betriebsversammlung über den Schritt informiert worden.
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/gesellschaft/oase-weser-park-insolvenz-bleibt-geschlossen-100.html

Zitat
7.12.20
Hanwha streicht zwei Drittel der Stellen - Stark nachlassende Aufträge bei dem Dietfurter Automobilzulieferer - Außenlager werden geschlossen
https://www.donaukurier.de/lokales/beilngries/dietfurt/Hanwha-streicht-zwei-Drittel-der-Stellen;art394147,4721985

Zitat
8.12.20
Mehrere Dutzend Stellen stehen am Bremer Standort des weltgrößten Brauers AB Inbev auf der Kippe. Betroffen ist die Kundenbetreuung. Betriebsrat und Geschäftsleitung verhandeln über das Ausmaß der Streichungen.
https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-wirtschaft_artikel,-bremer-brauereikonzern-streicht-stellen-_arid,1948060.html

Zitat
7.12.20
Die Messe München baut massiv Stellen ab
Wegen der Corona-Pandemie gehen dem Unternehmen Hunderte Millionen Euro verloren. Nun muss in allen Bereichen gespart werden, etwa 170 Mitarbeiter sollen gehen.
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-messe-stellenabbau-mitarbeiter-1.5140639




Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 12:15:25 Do. 17.Dezember 2020
Zocker und andere Krisenprofiteure

Zitat
Industrie verzeichnet deutlich mehr Aufträge – sogar mehr als vor Beginn der Coronakrise
https://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/lockdown-folgen-industrie-verzeichnet-deutlich-mehr-auftraege-sogar-mehr-als-vor-beginn-der-coronakrise/26727398.html

Zitat
Nicht nur die US-Notenbank Fed und die Hoffnung auf Konjunkturhilfen in den USA versetzen die Anleger in Kauflaune. Ein neuer Rekord ist in Reichweite.
https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/marktberichte/dax-aktuell-vier-gruende-warum-der-dax-auf-rekordkurs-ist-zalando-aktie-mehr-als-drei-prozent-im-plus/26727308.html

Zitat
Bitcoin steigt auf mehr als 23.000-Dollar zu – und hat Kurs seit Jahresbeginn fast verdreifacht
https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/kryptowaehrung-bitcoin-steigt-auf-mehr-als-23-000-dollar-zu-und-hat-kurs-seit-jahresbeginn-fast-verdreifacht/26727350.html

Zitat
Wirtschaftshistoriker Ferguson: „Nach der Pandemie wird es eine Einkaufstour gigantischen Ausmaßes geben“
https://www.handelsblatt.com/politik/international/interview-wirtschaftshistoriker-ferguson-nach-der-pandemie-wird-es-eine-einkaufstour-gigantischen-ausmasses-geben/26723580.html

Die gesellschaftliche Spaltung beschleunigt sich schneller als man gucken kann.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Strombolli am 14:18:33 Do. 17.Dezember 2020
Je höher es nach oben geht, desto tiefer der Fall!
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 09:59:59 Mo. 21.Dezember 2020
Zitat
"Hungerschlangen vermeiden"

In ganz Spanien explodieren Armut und Obdachlosigkeit, da mit der Coronakrise die Wirtschaft des Landes besonders stark abgestürzt ist, doch viele Basisinitiativen kämpfen gegen die Folgen an
https://www.heise.de/tp/features/Hungerschlangen-vermeiden-4995762.html

Zitat
Pandemie des Hungers

Die Zunahme von Mangelernährung und lebensbedrohlichen Elend


Hunger war schon immer ein steter Begleiter des Kapitals in seiner rund dreihundertjährigen Expansionsgeschichte. Vom krassen Elend in der frühen kapitalistischen Neuzeit, das selbst den Versorgungsstand des Hochmittelalters als eine "gute alte Zeit" erscheinen ließ, bis zur gegenwärtigen globalen Hungerkrise: Überproduktion, Nahrungsmittelverschwendung und millionenfacher existenzieller Mangel bilden nur unterschiedliche Momente einer irrationalen und zerstörerischen Wirtschaftsweise, der menschliche Bedürfnisse - sofern sie in die geldwerte Form der Marktnachfrage gepresst werden können - nur als Mittel zum Selbstzweck uferloser Kapitalverwertung dienen.
https://www.heise.de/tp/features/Pandemie-des-Hungers-4995797.html
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Hartzhetzer am 15:28:13 Mo. 21.Dezember 2020
https://www.youtube.com/watch?v=7B6Yhz2Ditg
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Troll am 09:32:46 Sa. 26.Dezember 2020
Zitat
Norbert Häring im Interview: Der “Great Reset” als Instrument der Ablenkung

In letzter Zeit ist häufig vom „Great Reset“ die Rede. Doch was steckt hinter diesem vermeintlichen großen Neubeginn? Darüber habe ich mit dem Journalisten Norbert Häring gesprochen.
Der Begriff „Great Reset“ geht zurück auf Klaus Schwab, den Gründer des Weltwirtschaftsforums, der in seinem Buch „Covid-19: The Great Reset“ ganz offen über den Neubeginn nachgedacht hat.
Ist dieser große Neuanfang tatsächlich eine neue Form des Kommunismus, wie man oft liest? Oder doch eher ein Instrument des Kapitalismus, um eine neue Gesellschaft zu gestalten, in der die Wirtschaft das Sagen hat, nicht die Politik?
Und: Kann womöglich ein “Bedingungsloses Grundeinkommen” der Ausweg aus der wirtschaftlichen Krise sein?
Weiterführende Links in der Videobeschreibung.
Quelle: mehrwutstropfen – neulandrebellen, 22.12.2020 (https://www.youtube.com/watch?v=RMOiwdIF1ds)

Via NDS (https://www.nachdenkseiten.de/?p=68357#h10)
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 09:57:06 Sa. 26.Dezember 2020
Ich kriege eh das Kotzen, wenn jemand mit dem Vorschlag einer "steuerlichen Entlastung" kommt.
Jetzt kommt es im Zusammenhang mit Corona. Und worum geht's?
Geschenke für Gutverdiener!


Zitat
Bescherung für Steuerzahler
Bis zu 2600 Euro mehr im Jahr

Trotz Corona-Krise und der damit verbundenen Belastung des Staates zeigt sich der Fiskus im neuen Jahr großzügig wie lange nicht. Gutverdiener schneiden überdurchschnittlich ab.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/was-sich-zum-jahresende-fuer-steuerzahler-aendert-17117045.html
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 10:16:36 Mo. 28.Dezember 2020
Zitat
"Corona" spaltet die Gesellschaft? Nein, dafür kann das Virus nun wirklich nichts

Was so ein kleines Virus alles anstellen soll: Jetzt ist "Corona" auch noch schuld an der verstärkten Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich. Die Meldungen dazu häufen sich, gerade in der Weihnachtszeit. Dann drücken die Medien traditionell noch mehr auf die Tränendrüsen. Richtiger wird das damit allerdings nicht.
https://www.heise.de/tp/features/Gegen-Armut-hilft-kein-Impfstoff-4999390.html
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Troll am 11:09:21 Mo. 28.Dezember 2020
Zitat
Bestmarke trotz Pandemie
DAX steigt auf Rekordhoch

Stand: 28.12.2020

Der DAX ist auf den höchsten Stand seiner Geschichte geklettert. Mitten in der zweiten Pandemiewelle sorgen die Unterzeichnung des US-Konjunkturpakets und der Brexit-Deal für Zuversicht.
...

Quelle: tagesschau (https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/marktberichte/dax-rekordhoch-allzeithoch-trump-corona-101.html)

Tja, die Schlagzeilen füllenden freischaffenden armen Tröpfe sind leider nicht Börsennotiert, sie interessieren nicht, sie lassen ihr Leben für Größeres.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Troll am 12:54:56 Di. 29.Dezember 2020
Zitat
Jahresbilanz der Wall Street
US-Börsenrekorde trotz Pandemie

Stand: 29.12.2020

Covid-19 und die Folgen der Pandemie haben die Welt in diesem Jahr geprägt. Viele Länder rutschten tief in die Rezession. Warum erreichen die US-Börsen gerade jetzt neue Rekordhochs?

Quelle: tagesschau (https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/boersenrekorde-in-den-usa-101.html)

The same procedure
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 09:22:40 Do. 31.Dezember 2020
Zitat
Wirtschaftsrat schlägt Alarm
Der Sozialstaat stößt an Grenzen
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wie-der-sozialstaat-in-zukunft-an-seine-grenzen-stoesst-17123253.html

Obacht!
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Troll am 10:04:53 Do. 31.Dezember 2020
"Die Krise als Chance!"
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Schluepferstuermer am 17:04:56 Do. 31.Dezember 2020
Der (A)sozialstaat gerät an keine Grenze
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Strombolli am 23:01:16 Fr. 01.Januar 2021
Wir werden alle erstmal Scheiße fressen müssen, ehe wir den "süßen Suggestionen" des Kapitalismus endlich abschwören.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 02:29:24 Sa. 02.Januar 2021
Zitat
Der Sozialstaat stößt an Grenzen

Da gerät wohl die Umverteilung von unten nach oben ins Stocken...
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Schluepferstuermer am 09:45:53 Sa. 02.Januar 2021
Nach unten noch oben §tockt doch gar nicht. Im Gegenteil.
Der "Sozial"staat wird geringer. Was ist damit gemeint?
H4, Armutsrentner, Flüchtlinge, soziale Einrichtungen, Niedrigverdienstler müssen den Gürtel enger schnallen.
Für die Faz kann der Soialstaat weg.

Die Oberschicht ist nicht betroffen. Im Gegenteil

Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 11:09:23 Sa. 02.Januar 2021
Zitat
H4, Armutsrentner, Flüchtlinge, soziale Einrichtungen, Niedrigverdienstler müssen den Gürtel enger schnallen.

Das ist nichts Neues. Da wurde in den vergangenen Jahren doch schon massiv gekürzt, weil deren "Ansprüche" der Umverteilung von unten nach oben im Weg standen. Je weniger diese Gruppen bekommen, desto mehr bekommen die da Oben.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Troll am 10:45:06 Sa. 09.Januar 2021
Zitat
Armut in der Pandemie
Mallorcas Suppenküchen am Limit

Mallorca ist inzwischen der Corona-Hotspot Spaniens. Sonne, Strand und Entspannung haben für Einheimische ihren Wert verloren. Die Zahl der "extrem in Armut" Lebenden verdoppelte sich innerhalb eines Jahres.
...

Quelle: tagesschau (https://www.tagesschau.de/ausland/corona-mallorca-101.html)

Börsen und Armutsrekorde, man könnte auf verschwörerische Gedanken kommen daß das miteinander zu tun haben könnte, wenn man nicht regiert oder für die Presse arbeitet.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Tiefrot am 16:08:55 Sa. 09.Januar 2021
Troll sagte:
Zitat
(...) man könnte auf verschwörerische Gedanken kommen daß das miteinander zu tun haben könnte,
wenn man nicht regiert oder für die Presse arbeitet.
Das haben andere schon erledigt.  ::)
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 13:30:13 Di. 26.Januar 2021
Zitat
Die Reichsten werden noch reicher

Die reichsten Menschen der Welt konnten ihre Vermögen zuletzt erheblich steigern. Am anderen Ende der Vermögensskala wächst wegen des Coronavirus hingegen die Armut.


Trotz der durch das Coronavirus ausgelösten globalen Wirtschaftskrise konnten die reichsten Menschen der Welt ihre Vermögen erheblich steigern. Das kritisiert die Entwicklungsorganisation Oxfam in einer Auswertung, die an diesem Montag veröffentlicht wird. Das Vermögen der im Dezember 2020 zehn reichsten Männer der Welt sei seit Februar 2019 „um fast eine halbe Billion Dollar auf 1,12 Billionen Dollar gestiegen“, schreibt die Organisation und beruft sich dabei auf die jüngsten Daten der „Forbes“-Milliardärsliste. In dem betrachteten Zeitraum, der allerdings schon etwa ein Jahr vor Ausbruch der Pandemie beginnt, habe Tesla-Chef Elon Musk seinen Kontostand um 131 Milliarden Dollar erhöht, Amazon-Gründer Jeff Bezos habe 60 Milliarden Dollar dazugewonnen.

In Deutschland steigerten die zehn reichsten Personen in den knapp zwei Jahren bis Ende 2020 ihr Vermögen Oxfam zufolge um mehr als ein Drittel – auf nun rund 242 Milliarden Dollar. Den höchsten absoluten Zugewinn verzeichnete hierzulande demnach Dieter Schwartz, der Eigentümer der Schwarz Gruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören. Sein Vermögen ist laut „Forbes“ von 22,6 auf 36,8 Milliarden Dollar gestiegen. Die Aldi-Erben Beate Heister und Karl Albrecht jr. gewannen im selben Zeitraum demnach 6,4 Milliarden Dollar hinzu.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arm-und-reich/oxfam-bericht-die-reichsten-werden-noch-reicher-17162878.html
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Schluepferstuermer am 19:11:03 Di. 26.Januar 2021
Keine Überraschung

Wir hätten für dieses Geld Weltweit mehr Geld für Impfdosen bestellen können.
Aber nein, es wurde um den Preis gespart. Sieht man in Europa (EU).
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 22:24:53 Di. 26.Januar 2021
Seit über 30 Jahren lese ich regelmäßig, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht. Konsequenzen daraus? Keine! Ganz im Gegenteil: Löhne werden angegriffen, Sozialleistungen abgebaut! Wie lange wollen wir das noch ertragen?
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Schluepferstuermer am 05:55:15 Mi. 27.Januar 2021
Das Gleiche mit dem Klimawandel usw.

Es kommt daher, weil sich Viele für nichts interessieren. Nur noch Netflix, Smartphone, Fußball, Auto und Arbeit im Kopf haben. Da ist dann das kleine Hirn schon ausgereizt. Das Wellenspiel von Sebastian Puffpaff bringt es gut daher.

Es sind ja immer nur andere, die es betrifft. Erst wenn man selber betroffen ist, denkt man darüber nach.

Sieht man auch bei Ausflügen bei Corona schön. Da wird sich in Massen im Fichtelgebirge punktuell am Ochsenkopf versammelt. In 20 km Entfernung ist Tote Hose (Niemand ist dort).
Warum? Weil man sich für nichts interessiert und man nur den Ochsenkopf kennt.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 10:25:55 Mi. 27.Januar 2021
Seit über 30 Jahren lese ich regelmäßig, dass die Schere...
 Wie lange wollen wir das noch ertragen?

Das geht uns allen wohl irgendwie so.
Es ist erstaunlich, wie riesig die Angst der Menschen ist. Sie haben nicht nur Angst, zu protestieren oder zu kämpfen, sie haben sogar Angst selbstständig zu denken. Man fürchtet sich, allein zu anderen Schlüssen zu kommen, als das was als "richtig" gilt und was angeblich alle denken.

Ich diskutiere öfter mit prekären Beschäftigten aus der Transportbranche. Wenn ich sie nur auf die Realität hinweise, mit den Reichen, die sich immer hemmungloser bereichern, während es der Mehrheit immer schlechter geht, kriege ich prompt "Kommunist", "DDR" und "Nordkorea" zu hören.

Sie halten sich an FDP Sprüchen à la "Jeder ist seines Glückes Schmiedt" fest und sie geben denjenigen, die ganz unten sind und zu miesen Bedingungen arbeiten die Schuld an schlechten Löhnen. "Wenn die sich nicht so billig verkaufen würden, hätten wir die schlechten Löhne nicht." Oder die Osteuropäer sind schuld.

Es ist zum Mäusemelken!
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Troll am 11:59:45 Mi. 27.Januar 2021
Unsere Gesellschaft ist völlig im Eimer. denken wurde outgesourced bzw. digitalisiert, hier denkt mittlerweile Silicon Valley persönlich, Argumente lassen sich ergoogeln, die Freiheit des alternartivlosen Strickes um den Hals der Menschheit. Traurig!  :(
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: CubanNecktie am 11:45:57 Do. 28.Januar 2021
Dieser Artikel ist eine Rarität in den neoliberalen Zeitungen und lesenswert. Würde auch gut in einem Corona Thread reinpassen. Aber da Armut schon vor Corona politisch gewollt war und durch Hartz IV umgesetzt hier der Link zu dem Artikel:

https://www.spiegel.de/kultur/corona-hilfen-warum-der-staat-kein-rettungspaket-fuer-arme-schnuert-kolumne-a-f82fa391-5fc2-40e3-8142-0e3991296b43?fbclid=IwAR0IKbwyRtj9ec4tHxWtWW_ZJaEjftlM1sjqZa9aFuQSODoHE4q7MKTdDnI (https://www.spiegel.de/kultur/corona-hilfen-warum-der-staat-kein-rettungspaket-fuer-arme-schnuert-kolumne-a-f82fa391-5fc2-40e3-8142-0e3991296b43?fbclid=IwAR0IKbwyRtj9ec4tHxWtWW_ZJaEjftlM1sjqZa9aFuQSODoHE4q7MKTdDnI)

Zitat
Es ist keine Überraschung, dass die Kombination Pandemie plus Kapitalismus diejenigen auf eine besondere Weise hart trifft, die wenig Geld haben. Aber so wenig verblüffend es ist, so skandalös ist es, dass Konzerne von der Bundesregierung lieb geschnürte Rettungspakete bekommen und Hartz-IV-Empfänger*innen nicht. Die offizielle Erklärung dafür lautet natürlich, dass Arbeitsplätze gerettet werden müssen. Die kapitalismuskritische Variante dieser Erklärung lautet, dass in Deutschland Menschenopfer gebracht werden, um Profite nicht zu gefährden. Wenn Lockdown-Maßnahmen so eingerichtet werden, dass es immer noch volle Großraumbüros und U-Bahnen gibt, dann bedeutet das nichts anderes, als dass das Wirtschaften der einen wichtiger ist als das Leben der anderen.

...

Ist besonders für die Armen eine multiple Krise  :'(
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: prica am 16:27:31 Do. 28.Januar 2021
Seit über 30 Jahren lese ich regelmäßig, dass die Schere...
 Wie lange wollen wir das noch ertragen?
Ich diskutiere öfter mit prekären Beschäftigten aus der Transportbranche. Wenn ich sie nur auf die Realität hinweise, mit den Reichen, die sich immer hemmungloser bereichern, während es der Mehrheit immer schlechter geht, kriege ich prompt "Kommunist", "DDR" und "Nordkorea" zu hören.
Leider, bezeichnend für die heutige Egoistische Ellenbogen Gesellschaft.

Diese Spezies, die jeden noch so bescheuerte Arbeitsbedinungen mit sich machen lässt und nichts mehr hinterfragt "Hauptsache Arbeit" die wird dank der Krise wachsen. Was vermutlich auch druck erzeugen wird auf jene die sich "noch" wehren.

Sie halten sich an FDP Sprüchen à la "Jeder ist seines Glückes Schmiedt" fest und sie geben denjenigen, die ganz unten sind und zu miesen Bedingungen arbeiten die Schuld an schlechten Löhnen. "Wenn die sich nicht so billig verkaufen würden, hätten wir die schlechten Löhne nicht." Oder die Osteuropäer sind schuld.
Diese Sprüche hört man doch von JEDEM, ganz egal wo dieser Politisch steht. Das hauen Arbeiter genauso wie Rentner und Manager raus. Wenn man selbst im gemachten Netz sitzt und seine Füße im trockenen hat, ist es immer leicht sich über andere lustig zu machen....die ja per se "selbst schuld" sind. Während man sich selbst natürlich alles schwer erarbeitet hat.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 10:34:51 Fr. 29.Januar 2021
Zitat
Deutsche Wirtschaft wächst im vierten Quartal überraschend
Das Bruttoinlandsprodukt hat Ende des vergangenen Jahres leicht zugelegt.
https://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/konjunktur-deutsche-wirtschaft-waechst-im-vierten-quartal-ueberraschend/26864294.html

Der Wirtschaft und den Reichen geht's besser, dem Rest schlechter.
Das hat nicht Corona gemacht, sondern das herrschende Wirtschaftssystem.
Die Entwicklung wäre auch ohne Corona ähnlich.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 09:44:14 Di. 16.Februar 2021
Gestern zufällig gesehen. Pfandleihhaus bleibt geöffnet. Systemrelevant in diesen Zeiten.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: tleary am 19:47:16 Di. 16.Februar 2021
Seit über 30 Jahren lese ich regelmäßig, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht. Konsequenzen daraus? Keine! Ganz im Gegenteil: Löhne werden angegriffen, Sozialleistungen abgebaut! Wie lange wollen wir das noch ertragen?
Im kapitalistischen Demokratien ist es eben nicht wie in Dikaturen: Es werden durchaus negative Folgen des Wirtschafts- und Sozialsystems fürs gemeine Volk thematisiert und in politischen Talkrunden diskutiert. - Wohl wissend, daß nie irgendwelche konkreten Maßnahmen daraus folgen werden oder - noch schilmmer - das Volk zum Aufruhr aufgefordert wird.

Bei Diskussionsrunden dieser Art im TV wird immer dafür gesorgt, daß eine Mehrheit PRO System vorhanden ist. Und die wirklich schärfsten Systemkritiker wie Kommunisten schaffen es eh NIE dorthin. Höchstens so jemand wie der Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, der ein bißchen rumjammert wie schlimm doch alles geworden ist, und daß die "Grundsicherung" schon lange nicht mehr zum Leben reicht. Was auch alles andere als eine grundsätzliche Systemkritik ist.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Strombolli am 23:20:03 Di. 16.Februar 2021
Ich lebe von der Hoffnung, das alle arroganten, selbstherrlichen Vertreter des entfesselten Kapitalismus noch mal und endgültig, sehr schmerzhaft auf die Fresse fallen und für die Zukunft verschwinden. Leider werde ich es wohl nicht mehr erleben.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Hartzhetzer am 07:08:18 Mi. 17.Februar 2021
Die Gehirnwäsche mittels geschickter Lügenpropaganda funktioniert halt perfekt. Wenn zum Beispiel das Argument kommt das die Armut hierzulande verglichen mit der Armut in 3. Welt Länder doch bloß eine relative Armut ist da hier niemand verhungern muss. Da Problem ist doch wenn man die Agentur für Arbeit als Hartz IV Empfänger um 1000 € betrügt und das ganze auffliegt kann man halt auch schlecht Argumentieren: "Bleibt mal ganz tiefenentspannt, verglichen mit den Panama Papers oder dem Dieselskandal ist doch mein Betrug nur ein relativer Betrug." Oder euer Chef kommt an und sagt ihr arbeitet zu langsam und euer Arbeitsergebnis ist zu mangelhaft dann wird einem das Argument: "In Kalkutta wird noch viel langsamer gearbeitet und in Krasnojarsk da wird noch viel mehr Pfusch bei der Arbeit fabriziert." keine Entschuldigung vom Chef einbringen.

Letzens hatte ich eine Doku in einem dritten Programm über die Unzufriedenheit in der Bevölkerung geschaut, da meinte ein FDP Wähler Sinngemäß das er die Unzufriedenheit von Sozialleistungsbeziehern und verarmten Rentner nicht verstehen kann, schließlich bekämen sie doch ihre Wohnung, ihren Strom und ihr Essen finanziert das reicht doch aus um leben zu können. Vielleicht würden es solche Leute verstehen wenn sie selber die letzten 20 bis 30 Jahre ihres Lebens so leben müssten. Ich denke manch einem dieser Schwätzer hat jetzt der Corona Lockdown von ihrem Ökonomisch hohem Ross geholt. Selbst wenn solche Leute nie Kapitalismuskritiker werden so ist es doch schön zu sehen wie sie von ihrem Lieblingssystem auch mal gefickt werden.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 11:35:59 Do. 25.Februar 2021
Zitat
Hinweise auf einen neuen Crash an den Börsen

Die Börsenkurse sowohl in Deutschland als auch in den USA sind am Mittwoch auf ein Rekordhoch geklettert. Die Partystimmung an den Finanzmärkten könnte jedoch trügerisch sein, denn zuvor war es zu heftigen Schwankungen gekommen.


Die Meldung sagt einiges über die Realität des modernen Kapitalismus aus. Am Dienstag meldeten Medien, Elon Musk sei nun nicht mehr der reichste Mensch der Welt. Grund: Ein sinkender Kurs der Tesla-Aktie und der Digitalwährung Bitcoin, in die Musk stark investiert hatte.

Auf die umgekehrte Weise war Musk vor knapp zwei Monaten zum reichsten Menschen der Welt vor Amazon-Gründer Jeff Bezos geworden. Damals hatte die Tesla-Aktie innerhalb weniger Tage einen enormen Sprung nach oben gemacht.

So schwankend wie die Börsenkurse sich verhalten, verhält sich eben auch die genaue Größe des enormen Reichtums großer Kapitalist:innen. Das ändert selbstverständlich nichts daran, dass Musk einer der reichsten Unternehmer der Welt ist.
(...)
https://perspektive-online.net/2021/02/hinweise-auf-einen-neuen-crash-an-den-boersen/
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 09:12:32 Mi. 03.März 2021
Die momentane Krise wird genutzt, um das Umfeld (Zulieferer) der Autoindustrie unter Druck zu setzen und die Kerne massiv staatlich zu pushen im internationalen Konkurrenzkampf.

Zitat
Der Stuttgarter Autohersteller profitiert von staatlichen Subventionen und vom Kurzarbeitergeld – und macht vier Milliarden Euro Gewinn.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/kritik-von-wagenknecht-daimler-und-das-steuergeld-17223863.html

Nix mit "Freier Marktwirtschaft", sondern staatlich gesteuert.

Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: BGS am 12:35:14 Mi. 03.März 2021
Es ist schon grotesk und erschütternd.

MfG

BGS
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 14:42:51 Mi. 03.März 2021
Diese Subventionen dienen der Sicherung der Gewinne. Sie sind auch eine Form der Umverteilung von unten nach oben, weil die Konzerne zum Steueraufkommen kaum etwas beitragen.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 21:54:55 Fr. 26.März 2021
Hier im Thread war schon vom "Great Reset" die Rede. Das folgende Video analysiert die Veränderungen im internationalen Überbau (UNO usw) und weist eine immer direktere Einflussnahme der Banken und Konzerne auf die Politik nach:
https://youtu.be/451XBacC7mk
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Troll am 09:46:53 Sa. 27.März 2021
Sachzwang BGE ick hör dir trapsen, hurra!
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 12:44:59 Mi. 07.April 2021
Zitat
Weltkonjunktur
Zombie-Kapitalismus: Immer mehr „Untote“ unter den Firmen – droht die nächste Blase?

Fachleute warnen vor betriebswirtschaftlichen Untoten: Firmen, die am staatlichen Geldtropf hängen, aber dem Untergang geweiht sind. Der zugleich weltweit wachsende Finanzreichtum sei ein „Phantom“.
https://www.fr.de/wirtschaft/gespenstischer-reichtum-90316762.html

Ich blicke zwar nicht durch, erwarte aber das Schlimmste.

Fuck the world!
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 20:33:47 Mi. 07.April 2021
https://youtu.be/jcrUYAug760
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 00:38:23 Mo. 10.Mai 2021
Nochmal zum "Great Reset"
https://youtu.be/2WJj6ylwCmM
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 08:17:48 Fr. 28.Mai 2021
Zitat
Industrie und Börse freuen sich auf den Aufschwung nach dem Corona-Tief. Aber der Personalabbau bei Konzernen geht weiter. Bei Daimler und Deutscher Telekom wird auch unter den Führungskräften mit teils rüden Methoden ausgesiebt.
Der Artikel liegt jedoch hinter der Schranke: https://www.manager-magazin.de/politik/daimler-deutsche-telekom-commerzbank-bmw-tuifly-die-jobkiller-der-deutschen-konzernwelt-a-684d9567-0002-0001-0000-000177568800

Aber selbst in diesen Zeilen liegt ein bitterer Kern: Die Entlassungen sind keine Folge wirtschaftlkicher Schwierigkeiten, sondern der Profitgeilheit.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 17:37:20 Mo. 08.November 2021
Zitat
INDUSTRIEPRODUKTION SCHRUMPFT WIEDER - Weltwirtschafts- und Finanzkrise vertieft sich wieder

Noch vor kurzem rauschten die optimistischsten Prognosen über einen wirtschaftlichen Aufschwung durch den bürgerlichen Blätterwald. Stattdessen heißt es nun kleinlaut: „Stimmung im Keller“ oder: „Kommt jetzt der Konjunktureinbruch?“. Trotzdem verkündet Peter Altmaier (CDU) forsch: „Wir werden das Vorkrisenniveau der Wirtschaft spätestens Anfang 2022 erreichen”. Dabei war er schon mit seiner letzten Aufschwungs-Fantasie vom September 2020 krachend gescheitert. Denn die Industrieproduktion erholte sich nur kurz und blieb deutlich unterhalb ihres Höchststandes vom März 2018. Auch seine jetzige Prognose dient nur zur Besänftigung der Masse der Bevölkerung, die sich zu Recht große Sorgen um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze, ihrer sozialen Absicherungen und um ihr sinkendes Einkommen macht.

Tatsächlich schrumpft die Industrieproduktion in Deutschland seit Januar 2021 wieder. Sie ist im August sogar um 4 Prozent eingebrochen, hat sich im September noch einmal um 1,1 Prozent verringert und liegt mit fast 18 Prozent minus weit unter ihrem Vorkrisenstand. Die industriellen Aufträge sackten im August in Deutschland zudem um 8,8 Prozent ab.

Auch weltweit ist die Industrieproduktion erneut rückläufig. In allen alten imperialistischen Ländern liegt sie deutlich unter ihrem Vorkrisenstand. Bei einigen stagniert sie auf diesem Niveau, wie in den USA, in Frankreich oder Italien. Bei den anderen, wie in Großbritannien, Japan oder Spanien, schrumpft sie seit zwei, drei Monaten wieder.

In den meisten neuimperialistischen Ländern wie Brasilien, Mexiko oder Südafrika ist die Industrieproduktion schon seit März 2021 wieder rückläufig und liegt meist weit unter dem Vorkrisenstand. Nur wenige Länder wie China, Südkorea oder die Türkei liegen noch deutlich darüber. Aber auch dort hat die Wachstumsdynamik erheblich nachgelassen.

Diese Entwicklung wird verschärft durch eine bisher einzigartige Rohstoff- und Logistikkrise¹. Außerdem ist die Corona-Pandemie keineswegs ausgestanden. Sie hat nach wie vor erheblich hemmende Auswirkungen auf die globale Produktion und den Welthandel.

Zugleich nimmt die Nervosität an den großen internationalen Börsen zu. Nach der tiefen kurzzeitigen Börsenkrise von März 2020 folgte ein völlig überhitzter Neuanstieg – in der Erwartung eines schnellen Aufschwungs der Wirtschaft und weil der Großteil des "billigen Geldes" von Notenbanken und staatlichen nationalen Krisenprogrammen in die Spekulation wanderte . Das stand in scharfem Gegensatz zu der tatsächlichen Entwicklung der Industrieproduktion. Ende Oktober 21 sanken die weltweiten Börsenkurse zeitweise zwischen 4,5 und 10 Prozent. Das war bedingt durch schwindende Hoffnungen auf einen Aufschwung, durch den deutlichen Anstieg der Inflation und der damit einhergehenden Befürchtung, dass die Zentralbanken die Zinsen für Kredite erhöhen würden. Außerdem durch die Furcht vor dem Platzen einer Immobilienblase in China.

Die Spekulationen belebten sich aber wieder und erreichten bzw. überholten sogar ihre alten Höchststände. Denn die Immobilienblase platzte noch nicht. Die chinesische Zentralbank lies sich die Rettung des strauchelnden „Evergrande“-Monopols umgerechnet 12 Mrd. Euro kosten.² Ausdrücklich und in überheblicher Arroganz über die Preissteigerungen für die Massen halten die Zentralbanken noch an der expansiven Geldpolitik mit Nullzinskrediten fest. Der Rückgang der Börsenkurse im Oktober warf aber deutlich das Menetekel³ eines nahenden Börsencrashs an die Wand.

Zumal die Verdrei- bis Verachtfachung der Bilanzsummen aller großen Zentralbanken⁴ innerhalb eines Jahres besonders in Europa (EZB) und den USA (FED) ohne nennenswerte Erfolge bei der „Ankurbelung der Wirtschaft“ blieb. Das ist Ausdruck der Krise ihrer Geldpolitik. Allerdings haben die „Währungshüter“ auch nur die Wahl zwischen Satan und Beelzebub: Würden sie jetzt die Zinsen erhöhen, um die Inflation zu stoppen, hätte das dramatische Auswirkungen auf ihre hoch verschuldeten Gläubiger, den Staaten und Monopolen. Viele Staatshaushalte könnten zusammenbrechen.

Denn immer umfassender werden die Staatshaushalte durch Schulden finanziert. Die weltweite Staatsverschuldung stieg 2020 um mehr als ein Sechstel auf einen Rekordwert von 62,5 Billionen US-Dollar.⁵ Ende 2021 wird es einen weiteren deutlichen Anstieg um etwa 4 Billionen US-Dollar geben. Bei den meisten Staaten liegen die Schulden heute dicht unterhalb oder über dem Wert des gesamten Bruttosozialprodukts eines Jahres. Im April 21 betrug die durchschnittliche Staatsverschuldung in der Europäischen Union schon 98 Prozent, in den USA stieg sie 2020 von 108 auf 132 Prozent. Auch in China nimmt sie ständig zu und liegt heute bei 69 Prozent.

Von 154 untersuchten Ländern⁶ im „globalen Süden“ (d. h. ohne die OECD- bzw. EU-Staaten, sowie ohne Russland und Australien) sind 132 kritisch verschuldet, das sind elf Länder mehr als 2019. Darunter befinden sich eine Reihe neuimperialistischer Länder wie Brasilien, Argentinien, Indien, Mexiko und Südafrika.

Auch die Anleiheschulden der Unternehmen erreichten schon Ende 2019 ein noch nie dagewesenes Niveau von 13,5 Billionen Dollar. Sie sind seither noch einmal drastisch auf fast 20 Bill. Dollar gestiegen.¹⁰ Weltweit sind viele Unternehmen überschuldet. Auch hier rückt eine offene Krise der Anleihemärkte näher.

Die gesamte Verschuldung von Staaten, Unternehmen und Privatpersonen beträgt heute mehr als 350 Prozent des jährlichen Weltsozialprodukts. Das ist doppelt so hoch wie Ende 2008.

Es hat sich also eine neue Dimension der internationalen Verschuldungskrise entwickelt. Sie wird durch die zu erwartende umfassende Abwälzung der Krisenlasten auf die Massen zu dramatischen Auswirkungen auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Milliarden Menschen führen. Schon jetzt haben sich in Deutschland und vielen anderen Ländern vor allem Arbeiter- aber auch andere Massenkämpfe dagegen entwickelt.

Die Vertiefung der Weltwirtschafts- und Finanzkrise verstärkt die objektiven Faktoren zur Herausbildung einer revolutionären Weltkrise.

Quelle: https://www.rf-news.de/2021/kw44/weltwirtschafts-und-finanzkrise-vertieft-sich-wieder
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Schluepferstuermer am 00:14:29 Di. 09.November 2021
https://www.3sat.de/film/dokumentarfilmzeit/oeconomia-100.html

Woher kommt Geld her?
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Tiefrot am 14:44:14 Di. 09.November 2021
Das entsteht durch Druck auf die richtige Taste.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: BGS am 19:42:47 Di. 09.November 2021
Mit der richtigen Vollmacht.

MfG

BGS
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Schluepferstuermer am 22:06:47 Di. 09.November 2021
Es ist der Glaube, dass ein Geschreibsel auf dem Papier etwas Wert ist.
Warum heißt es Geldschein?

Weil es scheint Geld zu sein :-)

Im Ernst ist es wie bei der Buchhaltung: Haben und Soll müssen ausgeglichen sein. Sozusagen Guthaben und Schulden müssen gleich sein.

"Wenn ich nicht Arm wäre, wärst Du nicht Reich" glaube vom Brecht
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Tiefrot am 19:25:47 Mi. 10.November 2021
Wirtschaft ist ein Kreislauf. Und genau das kapieren grade die Geldsäcke nicht.
Die hocken auf der Kohle und wenn was gebraucht wird, hilft nur der erwähnte Tastendruck.

Was ökonomisch gesehen auch kein großes Problem ist.
Geld ist eine Recheneinheit und besitzt keinen inneren Wert.
Oder meint jemand, der Materialwert eines 50 Euronenscheins
liegt bei tatsächlich 50 Euronen ?  ;D

Oder denkt jemand, ein in Griechenland gekauftes Flugzeug wird mit Geld bezahlt ?
Nöpp, die kriegen im Tausch dafür z.B. eine Industrieanlage.
Wie in Zeiten des Tauschhandels.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: BGS am 06:15:15 Do. 11.November 2021
... .

"Wenn ich nicht Arm wäre, wärst Du nicht Reich" glaube vom Brecht

„Reicher Mann und armer Mann standen da und sahn sich an. Da sagt der Arme bleich: Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.“

Quelle: https://gutezitate.com/zitat/117916 (https://gutezitate.com/zitat/117916)

Aus "Herr Puntila und sein Knecht Matti", B. Brecht 1950.

Muss zur Schicht.

MfG
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 12:10:49 Do. 10.März 2022
Krisen und Kriege, die Mehrheit zahlt den Preis und einige verdienen sich eine goldene Nase.

Zitat
Dramatischer Anstieg der Frachtraten: Hapag-Lloyd verneunfacht den Nettogewinn

Hapag-Lloyd will Dividende verzehnfachen
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/container-seefahrt-dramatischer-anstieg-der-frachtraten-hapag-lloyd-verneunfacht-den-nettogewinn/28149458.html
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 08:25:02 Fr. 25.März 2022
Wärend wir unsere Gürtel enger schnallen sollen, geht es Teilen der Wirtschaft blendend:

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Autobranche steigert Gewinne weltweit um 168 Prozent
Weil Halbleiter fehlen, können Fahrzeuge nicht gebaut werden – und dennoch machen Autobauer rund um die Welt enorme Profite.


Mercedes-Benz, Toyota, Volkswagen und andere internationale Autohersteller haben ungeachtet der Chipkrise im vergangenen Jahr deutlich mehr verdient. Der operative Gewinn der weltweit 16 größten Autokonzerne kletterte im Jahresvergleich um 168 Prozent auf insgesamt rund 134 Milliarden Euro...
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/auto-branche-steigert-gewinne-weltweit-um-168-prozent-a-c78ebc78-0c1b-4d42-b8a9-82bfc1eb7d3e

Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 17:30:27 Mo. 09.Mai 2022
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DESTABILISIERUNG DES IMPERIALISTISCHEN WELTSYSTEMS - Sprunghafte Verschärfung der internationalen Verschuldungskrise

Weltweit klafft das Verhältnis von Schuldenentwicklung und Wirtschaftsleistung immer weiter auseinander. Die globale Verschuldung (Schulden von Staaten, Monopolen und privaten Haushalten) belief sich 2018 auf annähernd 250 Billionen Dollar.

Quelle: https://www.rf-news.de/2022/kw19/sprunghafte-verschaerfung-der-internationalen-verschuldungskrise
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 04:52:25 Fr. 20.Mai 2022
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Kurssturz an der Wall Street angesichts einer drohenden weltweiten Rezession

Der massive Ausverkauf an der Wall Street am vergangenen Mittwoch ist eine Reaktion auf klare Anzeichen, dass sich die US- und die Weltwirtschaft rasch auf eine Rezession zubewegen. Die Aktien großer Einzelhandelsunternehmen verzeichneten den stärksten Rückgang seit dem Börsencrash an jenem Schwarzen Montag im Oktober 1987.

Quelle: https://www.wsws.org/de/articles/2022/05/20/mlwr-m20.html
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 22:19:14 So. 22.Mai 2022
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Wirtschaftskrise: Kommt der „perfekte Sturm“?

Erst kam die Überproduktionskrise, dann die Unterbrechung der Lieferketten und jetzt die Entkoppelung von russischen Rohstoffen. Die kapitalistische Wirtschaftskrise ist in eine neue Phase eingetreten, und Deutschlands Industrie ist besonders betroffen. Eine Umfrage unter deutschen Unternehmen legt eine jahrelange Stagnation nahe. Die Rechnung dafür bezahlt die Arbeiter:innenklasse aktuell mit explodierenden Preisen. Doch dies dürfte nur der Anfang sein. Ein Kommentar von Thomas Stark.

Quelle: https://perspektive-online.net/2022/05/wirtschaftskrise-kommt-der-perfekte-sturm/
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 10:09:27 Di. 31.Mai 2022
Zitat
Zahl der Steuerpflichtigen mit Einkünften ab einer Million Euro gegenüber 2017 um 1 500 gestiegen
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/05/PD22_223_733.html

Egal wie stark die Armut wächst, einige werden immer reicher.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: CubanNecktie am 13:58:26 Mi. 01.Juni 2022
So ist es, auch die Vermieter wollen sich bereichern  :Q

Zitat
Vonovia kündigt drastische Mieterhöhungen an ...

Millionen deutscher Mieter müssen sich auf stärker steigende Wohnkosten einstellen: Deutschlands größte Immobilienfirma, der Dax-Konzern Vonovia, hält angesichts der hohen Inflationsraten deutlichere Mieterhöhungen für unausweichlich.
https://www.focus.de/immobilien/wohnen/deutschland-groesster-wohnungskonzern-vonovia-kuendigt-deutliche-mieterhoehungen-an_id_107934918.html?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_campaign=facebook-focus-online-immobilien&fbc=facebook-focus-online-immobilien&ts=202206010831&cid=01062022&fbclid=IwAR1kqiyCH3c2qwIoQqxw_6zFGbrUJLc4YMmYhEUI8c1B5ADyJgqMAkugTRs
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Frauenpower am 19:08:20 Mi. 01.Juni 2022
https://youtu.be/74mXF5N80X8

!!!!!

Energiepauschale für Rentner_innen nicht, für Abgeordnete schon!!! Auch für Scholz!!!

Ölkonzern Shell verkündet 43% Gewinn!!!!! Das ist ein Skandal!!! Wie in Italian, schöpfe  die BRD diese aber für die Menschen  nicht ab!
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/shell-rekordgewinn-gestiegene-oel-gaspreise-101.html

9Euro - Ticket Einführung so chaotisch, als säß Scheuer im Verkehrsministerium) (Wissing ist doch auch nicht besser)

Caren Lay fand heraus, dass die Anzahl nötiger Sozialwohnungen der Regierung gar nicht bekannt ist!!
https://www.caren-lay.de/de/article/1701.neubau-richtig-machen-sozial-gemeinn%C3%BCtzig-von-anfang-an.html

Mich kotzt die Schaffung von Reichen - Wohnungen an! Schluss damit!

Die BRD hãnge mit dem Einfrieren von Oligarchen Vermögen anderen Ländern hinterher.




Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Onkel Tom am 14:41:06 Do. 02.Juni 2022
Jo, das haben Aktive schon 2007 erkannt..

https://www.youtube.com/watch?v=eo0_3h7OBc8
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 08:48:42 Mi. 22.Juni 2022
Zitat
Schwellen- und Entwicklungsländer
„Schuldenkrise mit Dominoeffekt“: Die neue Gefahr für die Weltwirtschaft
https://www.handelsblatt.com/politik/international/schwellen-und-entwicklungslaender-schuldenkrise-mit-dominoeffekt-die-neue-gefahr-fuer-die-weltwirtschaft/28438934.html
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 18:22:08 Do. 23.Juni 2022
Zitat
WELTWIRTSCHAFTS- UND FINANZKRISE VOR NEUEM EINBRUCH? - „Es brennt lichterloh“

Diesmal kam hoher Besuch nach Berlin zum „Tag der Industrie“, der Jahrestagung des BDI, des Bundesverbands der deutschen Industrie. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Finanzminister Christian Lindner (FDP) und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) gaben sich die Klinke in die Hand, um vor den über 1000 geladenen Gästen ihre Politik der Klassenzusammenarbeit von Monopolen und Regierung zu beschwören. Sie nennen das „Schulterschluss“.

Quelle: https://www.rf-news.de/2022/kw25/es-brennt-lichterloh
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: BGS am 21:37:41 Do. 23.Juni 2022
Gegen die Ausgebeuteten ist man sich scheinbar sofort einig.

Dabei kann selbst eine kleine Gruppe Arbeiter ohne Erfahrung und mit wenig Organisation etwas gegen die Ausbeuter bewirken:

Z. B. durch koordinierte Krankschreibungen ganzer Abteilungen, die gemeinsame Verweigerung von Überstunden oder, falls dies nichts bringt, durch einen unbefristeten wilden Streik.

Wir sollten den Spiess endlich umdrehen und den Bossen unsere Macht demonstrieren.

Passiert dies erstmal irgendwo -und spricht sich rum-, kann es sich allerorten wiederholen.

MfG

BGS

Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 18:28:14 Sa. 23.Juli 2022
Zitat
WELTWIRTSCHAFT VOR EINEM NEUEN EINBRUCH - „Die fetten Jahre sind vorbei“?

Rainer Dulger, seines Zeichens Chef des Monopolverbands BDA, kommt aus dem Jammern nicht mehr heraus: "Die fetten Jahre sind jetzt erst mal vorbei". Mit diesen Worten versuchte er, vor dem Treffen der „Konzertierten Aktion“ am 4. Juli im Bundeskanzleramt, die Arbeiterklasse und die Massen auf eine widerstandslose Abwälzung der Kriegs- und Krisenlasten einzustimmen.

Quelle: https://www.rf-news.de/2022/kw29/die-fetten-jahre-sind-vorbei
Titel: Eine neue Weltwirtschaftskrise.
Beitrag von: BGS am 21:02:05 Di. 26.Juli 2022
Zitat
... . So viel Spannung und Action war selten auf den für kapitalistische Verhältnisse gemütlichen Anleihemärkten, die in der EU zuletzt vor rund zehn Jahren während der Eurokrise ähnlich stark unter Druck gerieten.

Der Zinsunterschied, der sogenannte Spread zwischen deutschen und italienischen Staatsanleihen ist stark in den vergangenen Wochen angestiegen. Rom muss höhere Zinsen für seine Staatspapiere zahlen als Berlin, was die enorme Schuldenlast Italiens, das mit rund 150 Prozent seiner Wirtschaftsleistung in der Kreide steht, untragbar zu machen droht – und die gesamte Eurozone sprengen könnte.2 Die EZB sieht sich aufgrund galoppierender Inflation und untragbarer Schuldenlast in der südlichen Peripherie der Eurozone in einer Sackgasse, da sie eigentlich die Zinsen zwecks Inflationsbekämpfung erhöhen und zugleich absenken müsste, um die Schuldenlast in dem Währungsraum erträglich zu halten.

In den USA mussten Beobachter noch weiter zurückschauen, um Parallelen zu den massiven Verschiebungen auf dem Markt für Staatsschulden zu finden. Auf dem Markt für amerikanische Staatsanleihen, für die sogenannten Treasuries, kann eine seltene, als inverse Zinskurve bezeichnete Konstellation beobachtet werden, die als ein sicherer Rezessionsindikator dient. Die Renditen langfristiger Bonds, wie der 10-jährigen Staatsanleihe, sind unter die Renditen kurzfristiger T-Bonds gefallen, wie der Treasuries mit zweijähriger oder sogar dreimonatiger Laufzeit. Für gewöhnlich werden langfristige Anleihen höher verzinst als Schuldscheine mit einer kurzen Laufzeit, um das grössere Risiko zu kompensieren. 

Wenn nun Anleihen mit kurzer Laufzeit als genauso risikoreich gelten wie T-Bonds mit Laufzeiten von zehn Jahren, dann deutet dies auf eine kommende, grosse Erschütterung, auf einen nahenden Krisenschub hin. In den vergangenen 50 Jahren ist diese Marktkonstellation immer einer Rezession vorausgegangen.... .

Quelle: https://www.untergrund-blättle.ch/wirtschaft/theorie/schuldenberge-in-bewegung-6895.html (https://www.untergrund-blättle.ch/wirtschaft/theorie/schuldenberge-in-bewegung-6895.html)

MfG

BGS
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 10:32:24 Mi. 27.Juli 2022
Die einen haben Krise, die anderen nicht.

Zitat
Stärkstes Halbjahr seit 2011
Deutsche Bank überrascht mit weiterem Milliardengewinn

Wirtschaftskrise? Nicht bei der Deutschen Bank: Sie hat im zweiten Quartal überraschend einen weiteren Milliardengewinn erzielt. Auf die Aktionäre entfiel ein deutlich höherer Überschuss als im Jahr zuvor.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bank-ueberrascht-mit-weiterem-milliardengewinn-a-81e9dd10-f5c3-4615-9858-204464d8ea1d

Wir haben derweil den Gürtel enger zu schnallen.

Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 10:12:02 Sa. 30.Juli 2022
Zitat
Audi meldet Rekordgewinn – und übertrifft Mercedes bei der Rendite
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/autohersteller-audi-meldet-rekordgewinn-und-uebertrifft-mercedes-bei-der-rendite/28559134.html
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: counselor am 17:24:33 Sa. 30.Juli 2022
Zitat
US-Wirtschaft auf dem Weg in die Rezession

Die Wirtschaft der USA hat einen weiteren deutlichen Schritt in Richtung Rezession gemacht. Die US-Wirtschaftsleistung ist das zweite Quartal in Folge gesunken, was oft als „technische Rezession“ bezeichnet wird.

Die Ergebnisse des ersten Quartals wurden bei ihrer Veröffentlichung allgemein als unbedeutend und als Ergebnis einer statistischen Abweichung abgetan. Die jüngsten Daten zeigen jedoch, dass sie der Beginn eines Trends waren.

Quelle: https://www.wsws.org/de/articles/2022/07/30/econ-j30.html

Zitat
WIRTSCHAFTSZAHLEN - Erneuter tiefer Einbruch der Weltwirtschafts- und Finanzkrise kündigt sich an

Erschreckt äußern sich zurzeit bürgerliche Ökonomen darüber, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands im Frühjahr leicht gesunken ist. „Droht nun eine Rezession?“¹, fragen sie sich ängstlich. Dabei waren alle bis vor kurzem noch frohgemut, dass es wieder aufwärts gehen würde.

Quelle: https://www.rf-news.de/2022/kw30/erneuter-tiefer-einbruch-der-weltwirtschafts-und-finanzkrise-kuendigt-sich-an
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 20:04:14 Di. 02.August 2022
Zitat
BP verdreifacht Quartalsgewinn durch hohe Ölpreise
Durch den russischen Angriffskrieg sind die Ölpreise gestiegen. Davon profitiert auch BP. Im zweiten Quartal erzielte der britische Konzern einen Milliardengewinn.
https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2022-08/energiekonzern-bp-grossbritannien-quartalsgewinn-oelpreise
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Schluepferstuermer am 00:09:30 Mi. 03.August 2022
Total zynisch. Uns "kleinen" Bürger wird gesagt, wir sollen sparen. Die Indu§trie und Handel verprassen Energie und machen Gewinne.
Z.B. 4 Rolltreppen laufen ohne dass jemand sie benutzt.
Strahler und andere Leuchtmittel sind on. Alles braucht keine Energie für Karstadt. 1 Tag von denen = 1 Jahr Verbrauch von uns.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Onkel Tom am 13:29:54 Mi. 03.August 2022
Hatten wir das nicht schon mal, wo Bevölkerung zu Sparen und Spenden gesellschaftlich
verdonnert wurden, damit "kriegswichtige" noch mehr rum plempern konnten ?

Langsam komme ich in den Glauben, das die Mächtigen das ganz cool finden, das der
Krieg möglichst lange anhält.. V.3.0 des erfolgreichen Ausbeutertum und Tote sind ja nur
Kollaterralschäden.

Ja, mehr als zynisch.. Wie tief hängt D schon im Anus der USA ?

 :Q
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Hartzhetzer am 08:45:41 Do. 04.August 2022
Zitat
Total zynisch. Uns "kleinen" Bürger wird gesagt, wir sollen sparen. Die Indu§trie und Handel verprassen Energie und machen Gewinne.
Z.B. 4 Rolltreppen laufen ohne dass jemand sie benutzt.
Strahler und andere Leuchtmittel sind on. Alles braucht keine Energie für Karstadt. 1 Tag von denen = 1 Jahr Verbrauch von uns.

Ergänzen will ich an der Stelle das meinen eigenen Beobachtungen nach die alten Werbeschilder und Poster aus Pape und Papier zunehmend von Groß und Kleinbild TV Geräten ersetzt werden die den ganzen Tag in Dauerbetrieb hauptsächlich ein Standbild mit irgendeinem einem Produkt anzeigen.
Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Kuddel am 11:07:05 Do. 04.August 2022
Es ist ja ok, daß man darauf hinweist, daß es im Öffentlichen Raum und in der Wirtschaft weitaus größere Einsparpotentiale gibt, als bei uns im Haushalt (weniger Duschen, frieren).

Ich zweifle sogar die angekündigte Energieknappheit an, ich glaube nur an die Notwendigkeit eines reduzierten Energieverbrauchs aus Umweltgründen.

Wenn man sich den Gesamtverbrauch ansieht, sind die Einsparpotentiale im privaten Haushalt verschwindend gering im Vergleich zur von der Wirtschaft verpulverten Energie.

Ich schließe mich da Onkel Tom an.
Zitat
wo Bevölkerung zu Sparen und Spenden gesellschaftlich verdonnert wurden

Wenn ich die Leute schon höre, die in Interviews sagen, daß wir z.B. das W-Lan abschalten sollten, wenn man nicht zuhaus ist, krieg ich das Kotzen. Es ist ok, Energie zu sparen, aber das was gerade in den Köpfen vor sich geht, ist eine Gelichschaltung mit dem Ziel "wir müssen alle den Gürtel enger schnallen!"

Wir alle??

(https://abload.de/img/n0kof.jpg)

Titel: Re: Eine neue Weltwirtschaftskrise?
Beitrag von: Nikita am 11:32:36 Do. 04.August 2022
Sparsamkeitsapelle sind für die Tonne. Reiner Aktionismus, um den schwarzen Peter dem Endverbraucher zuzuschieben. Damit er nicht auf die Idee kommt nachzuschauen, wie sehr die Industrie unsere Ressourcen verballert. Oft zum Nulltarif oder viel zu billig eingekauft.
W-Lan ausschalten ist einfach nur noch peinlich.
Ob Gas, Strom oder Wasser. Die Industrie ist der größte Abnehmer. Bei Wasser bekommt die Industrie Billionen Liter pro Jahr in Deutschland umsonst. Ein sehr kleiner Teil des Wasserverbrauchs wird von Endverbrauchern verursacht. Wenn kein Bürger ab morgen mehr Wasser verbraucht, hätte das einen geringen Einfluss, weil die Industrie unkontrolliert weiter gigantische Mengen zum Nulltarif verschleudert.
Die Sparsamkeitsapelle sind scheinheilig, weil sich niemand traut, der Industrie zu sagen, dass sie sparen muss. Bei allen Apellen habe ich niemanden gehört, der kurzfristig der Industrie sagt, dass sie effizienter produzieren muss und die Produktion runterfahren soll.
Energieeffiziente Konsumgüter sind erst seit kurzer Zeit Thema. Wir können das. Ein Smartphone ist eines der  energieeffizientesten Produkte, das je produziert wurde. Alles darin ist auf energiesparen getrimmt und läuft nur, wenn es unbedingt muss und ist gleichzeitig eine Hochleistungsmaschine, die ein bis zwei Tage für nur einen Cent Strom läuft.
Wir könnten heute ein Tempolimit einführen und viel Benzin und Abgase sparen. Das ist kaum Aufwand.
Wir werden als Gesellschaft immer viel Energie verbrauchen, ob da jemand kurz das W-Lan abschaltet oder kalt duscht, ist völlig egal. Die Solarindustrie wurde in Deutschland gezielt zerstört, während Klimakiller hochsubventioniert werden. Jetzt, da viele Menschen endlich Solaranlagen kaufen wollen, ist der Weltmarkt leergekauft und Handwerksressourcen sind knapp. Der Grund ist, dass E. ON, RWE, EnBW und Vattenfall an Strom aus Solaranlagen zu wenig verdienen. Deshalb wird der Markt sabotiert.