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Wat Noch => Praxisbereich => Thema gestartet von: counselor am 16:04:33 Mi. 09.Oktober 2019

Titel: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 16:04:33 Mi. 09.Oktober 2019
"Betriebspolitik" hört sich irgendwie nach 70er Jahre oder DGB an. Aber jeder von uns, der irgendwo arbeitet, kann unverhofft damit konfrontiert werden. Plötzlich kann sich die Situation am Arbeitsplatz ändern und man ist gezwungen, irgendwie damit umzugehen. Man muß sich positionieren, man kann versuchen die Kollegen zu einem gemeinsamen Verhalten zu bewegen, man muß sich entscheiden. Wir sollten uns nicht nur rein theoretisch mit dem Kapitalismus auseinandersetzen, denn wir leben mitten drin. Wir müssen uns zunehmend darüber austauschen, wie wir mit unserem Alltag umgehen, ob wir nur Spielfiguren in einem bitteren Spiel sind, oder Menschen, die bereit sind, sich gemeinsam zu wehren. Ich fand dieses praktische Beispiel so interessant, daß ich die entsprechenden Beiträge aus dem Thread zur Weltwirtschaftskrise herausgetrennt und in den Praxisbereich verschoben habe.

admin




So, die Überproduktionskrise ist jetzt auch bei mir angekommen. Heute morgen im Betrieb kam die Betriebsleitung in die Abteilung. Die Umsätze sind eingebrochen. Ab November werden die Löhne gesenkt, entlassen wird aber niemand. Wer nicht genug zum Leben hat, soll zum Amt. Wer die Lohnsenkung ablehnt, kann kündigen. Außerdem werden Kantinenpreise erhöht und die Betriebsausflüge fallen weg. Die neue Lohnhöhe wird morgen im Einzelgespräch in der Personalabteilung offen gelegt. Mit der nächsten Lohnabrechnung am 15.10.19 erfolgt dann das Schriftliche.

Eine Kollegin brach in Tränen aus. Ihre Miete würde kürzlich erhöht. Sie weiß nicht, wovon sie ihre Rechnungen zahlen soll und meint, sich gleich den Strick nehmen zu können. Andere meinen, sie müssten den Gürtel enger schnallen. Manche finden es ungerecht, dass Flüchtlinge alles bezahlt kriegen oder H4-Empfänger acht Euro mehr kriegen ab Januar. Ein Kollege sagt, er kann kein H4 beantragen, weil seine Wohnung zu groß ist. Er würde dann vom Amt gezwungen auszuziehen und die Katastrophe am Wohnungsmarkt wäre ja bekannt.

Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: tleary am 15:09:09 Do. 10.Oktober 2019
Wer die Lohnsenkung ablehnt, kann kündigen.
Kündigen muß schon noch der Arbeitgeber. Denn du hast ja (hoffentlich) einen Arbeitsvertrag, in dem dein Lohn in irgendeiner Form fixiert ist. Und der kann bestenfalls nur gesenkt werden, wenn beide Parteien damit einverstanden sind.

Zitat
Die neue Lohnhöhe wird morgen im Einzelgespräch in der Personalabteilung offen gelegt. Mit der nächsten Lohnabrechnung am 15.10.19 erfolgt dann das Schriftliche.
In solche "Einzelgespräche" solltet ihr euch gar nicht verwickeln lassen. Denn da gehen alle dann als Verlierer raus. Da sitzen dann 3 oder 4 Leute von der Arbeitgeberseite vor dir, und du wirst als das "arme Würstchen" behandelt, dem der "Sachzwang" der Lohnsenkung verklickert wird.

Wie wär's wenn ihr euch dazu weigert, und nur als Gruppe bereit seid, mit den Arbeitgebern zu verhandeln? Bzw. die Lohnsenkung gleich ganz ablehnt. - Wo ist überhaupt euer Betriebsrat? Hat der seine Stimme verloren? Oder gibt's den bei euch gar nicht?

Zitat
Die neue Lohnhöhe wird morgen im Einzelgespräch
Dazu wird noch die Überrumpelungstaktik angewandt. Damit niemand Zeit hat, nachzudenken - und ihr nicht, euch abzusprechen und dagegen zu organisieren.

Manche finden es ungerecht, dass Flüchtlinge alles bezahlt kriegen oder H4-Empfänger acht Euro mehr kriegen ab Januar.
Die Debilität ist schon weit fortgeschritten unter Teilen der Arbeiterschaft. Naja, "nach oben buckeln, nach unten treten". Ist wohl die grundsätzliche Lebenseinstellung vieler Malocher. Nur NIE nach oben treten, denn derjenige weiß, daß ihm das nicht bekommt.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 19:21:22 Do. 10.Oktober 2019
War heute zum Einzelgespräch. Die Firma hat ihre zwei lukrativsten Aufträge verloren. Mein Lohn soll um etwa 10 Prozent gekürzt werden. Man wolle weiterhin alle Arbeitsplätze anbieten und wolle sich nicht wegen der Löhne Verschulden. Daher sei die Kürzung unausweichlich. Der Betriebsrat ist auf Tauchstation. Unterschrieben habe ich nichts, aber das Schriftliche soll noch kommen. Bin gerade am Überlegen, nächste Woche zur Verdi-Gewerkschaft zu gehen.

Die Kollegen sind halt wütend darauf, dass die Merkel-Regierung Milliarden für Flüchtlingsdeals mit der Türkei und afrikanischen Staaten ausgibt, aber für uns nie Geld da ist. Manche meinen auch, H4-Empfänger könnten dreimal im Jahr auf Staatskosten Urlaub machen und die Flüchtlinge würden alles kriegen, ohne dass sie dafür einen Finger krumm machen müssen. Teilweise widerspiegelt sich in den Aussagen die jahrelange Medienhetze.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: tleary am 10:44:43 Fr. 11.Oktober 2019
War heute zum Einzelgespräch. Die Firma hat ihre zwei lukrativsten Aufträge verloren. Mein Lohn soll um etwa 10 Prozent gekürzt werden.
Ich hoffe, daß du dann wenigstens auch deine Arbeitszeit um 10 % reduzieren "darfst". - Denn wenn nach Aussage der Geschäftsleitung 10 % weniger Aufträge da sind, kannst du ja auch 10 % weniger anwesend sein. Ansonsten (wenn nicht kürzer Arbeiten) wäre die Aussage "keine Aufträge mehr" von der Geschäftsleitung ja eine glatte Lüge, und nur der Versuch, die Löhne der Arbeiter zu senken.

Zitat
Man wolle weiterhin alle Arbeitsplätze anbieten und wolle sich nicht wegen der Löhne Verschulden. Daher sei die Kürzung unausweichlich.
"Unausweichlich".... der berühmte "Sachzwang" kommt da wieder in Form von Lohnkürzungen daher. Muß ich an die Merkel denken mit ihrem "alternativlos"-Gerede.

Zitat
...wolle sich nicht wegen der Löhne Verschulden.
Außerdem: Kredit gehört zum Geschäft. Das sind schlechte Geschäftsleute, die nicht mit Krediten ihr Geschäft befeuern.

Zitat
Der Betriebsrat ist auf Tauchstation.
Dem Betriebsrat gehört in den Arsch getreten. UND: Sofort abesetzt und/oder bei der nächsten Wahl abgewählt.

Zitat
Unterschrieben habe ich nichts, aber das Schriftliche soll noch kommen. Bin gerade am Überlegen, nächste Woche zur Verdi-Gewerkschaft zu gehen.
Aber du wirst das noch tun, oder? ;)

Zitat
Die Kollegen sind halt wütend darauf, dass die Merkel-Regierung Milliarden für Flüchtlingsdeals mit der Türkei und afrikanischen Staaten ausgibt, aber für uns nie Geld da ist.
Was haben betriebliche Kürzungen mit den Staatsausgaben zu tun? - Richtig: Gar nichts! Aber ich höre das auch immer wieder, daß argumentativ "Haken geschlagen" werden. Das Unrecht, das einem zugefügt wird, wird richtig benannt, nur der Schuldige (in dem Fall deine Geschäftsleitung) wird von den Arbeitern nicht bekämpft, sondern der Haß umgeleitet auf irgendwelche Unbeteiligte (Flüchtlinge und Hartz IV-Empfänger). - Welche Schuld haben denn Hartz-IV-Bezieher und Flüchtlinge an den sozialen Sauereien, die die Unternehmer in euerem Betrieb veranstalten?

Ich hoffe nur, du unterschreibst nichts. Bin mir aber zugleich sicher, daß ALLE dieser Erpressung der Geschäftsleitung nachgeben werden.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 17:07:27 Sa. 12.Oktober 2019
Ja, ich bin mir auch sicher, dass es keinen Widerstand gegen die Lohnkürzung geben wird. Die Denkweise, die das vereitelt, habe ich ja dargestellt. Ich denke, das Ganze ist ein Testballon. Man wollte testen, inwieweit die Belegschaft Widerstand leistet. Es werden weitere Angriffe folgen.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: admin am 18:04:56 Sa. 12.Oktober 2019
War heute zum Einzelgespräch. Die Firma hat ihre zwei lukrativsten Aufträge verloren. Mein Lohn soll...

Ich finde, solche Beschreibungen gibt es viel zu selten im Forum.
BGS und counselor bringen noch am häufigsten Berichte aus ihrer Arbeitsrealität mit der Beschreibung des Spanungsfelds zwischen der Haltung der Kollegen und der des Managements. Oft ist die Situation schwierig und das Resultat deprimierend. Wir müssen aber das schwierige Klima im Betrieb kennen, um es zu verändern.

Ich möchte zu mehr persönlichen Berichten aus dem Betrieb aufrufen!
Sie sind wichtig.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 15:20:02 Fr. 25.Oktober 2019
Nochmals zu der Geschichte mit der Lohnsenkung: Gestern waren nach Ansicht meiner Kollegen an der Misere wieder die Flüchtlinge schuld. Heute kam dann raus, dass der Betriebsrat der Lohnsenkung vorab zugestimmt hatte. Vom Tisch ist allerdings die Streichung der Betriebsausflüge, weil es dagegen Protest in Form einer Unterschriftenliste gab. Nun dämmert es den Kollegen, dass sie sich organisieren müssen, um aus der Opferrolle rauszukommen. Zumindest haben sie realisiert, dass die Unterschriftenliste was gebracht hat. Es kam bei der Diskussion heraus, dass sich viele nicht so Recht trauen, zB auf eine Demonstration zu gehen. Das alles ist ihnen völlig fremd.

Nächste Woche ist dann Betriebsversammlung. Die Lohnkürzung und die Zustimmung des Betriebsrat wird dort sicher thematisiert. Weiterer Klärungsbedarf besteht über die Anhebung der Kantinenpreise. Vielleicht läßt sich da auch was machen.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: tleary am 04:04:56 Mo. 28.Oktober 2019
Dann stehen sie da, die satten Bürger und zeigen mit dem Finger auf die Prolls, die nicht "demokratiefähig" sind.
Die satten Bürger interessieren solche Meldungen am allerwenigsten.

Vom Tisch ist allerdings die Streichung der Betriebsausflüge, weil es dagegen Protest in Form einer Unterschriftenliste gab. Nun dämmert es den Kollegen, dass sie sich organisieren müssen, um aus der Opferrolle rauszukommen.
Das ist ja fast schon Realsatire! - Den lächerlichen Betriebsausflug, wo dann so ein Geschäftsleitungs-Ausbeuter womöglich noch neben einem im Bus sitzt, und man Smalltalk mit dem machen muß, will man sich nicht nehmen lassen. - Aber die 10 % Lohnsenkung, die tausendmal mehr Auswirkungen auf euer privates Leben und eueren jetzigen und späteren Lebensstandard (Rente!) haben wird, geht dagegen in Ordnung, oder wie? Die Verblödung der Arbeiterklasse ist schon weit, weit fortgeschritten...

Aber, Counselor, wieso tust du dich nicht mit ein paar Gleichgesinnten zusammen - und die gibt es immer, weil unmöglich alle verblödet sind - ihr setzt einen offenen Brief auf (mit Unterschriftenfeldern, lasst den rumgehen), in dem der Betriebsrat aufgefordert wird, dieser Lohnsenkung nicht nachzugeben?

Ich mein', ich war ja auch mal sowas wie "Arbeitnehmer" (zu lange sogar), und ich z.B. opponierte damals gegen den Betriebsrat, als der das Outsourcing unserer Abteilung damals unterstützte. Setzte damals ein Schreiben auf, das ihn aufforderte, das zu unterlassen. Einige der Kollegen (vielleicht so 20-25 %) unterschrieben das damals sogar. Allerdings war ich halt zu der Zeit unbeholfen und unsicher, wie's dann weitergehen sollte. Das Schreiben bekam dann zwar der Betriebsrat ausgehändigt - aber der warf es natürlich postwendend in den Papierkorb. Sowas hätte er natürlich nicht abziehen können, wenn man die Korruptheit dieser Arbeiterverräter öffentlich gemacht hätte. Leider war's damals so, daß die Geschäftsleitung wie immer die Salamitaktik anwandte, und unsere Abteilung nur ca. 10 - 15 % der Gesamtbelegschaft ausmachte und wir nur ein Zweigbetrieb weit weg vom Hauptbetrieb waren. Die Branche in der ich damals arbeitete, war EDV (also mehr oder weniger "New Economy"), wo's abteilungsübergreifend auch kaum Solidarität gab. Die Masse hielt sich auch immer für etwas "besseres". Sahen sich also gar nicht als Proleten, sondern wurden sehr gut bezahlt, und hätten nie gegen "ihre Firma" gestreikt.

Weiterer Klärungsbedarf besteht über die Anhebung der Kantinenpreise. Vielleicht läßt sich da auch was machen.
"Betriebsausflug" und "Kantinenpreise" sind nur Nebenkriegsschauplätze. - Wetten, daß darüber bei der Betriebsversammlung bis zum Erbrechen diskutiert wird, und die Lohnsenkung zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung in 1 Minute abgehandelt ist? - Falls sie überhaupt thematisiert wird.

  • Opel Rüsselsheim: 6 Monate Kurzarbeit
  • Saarland: Massenentlassungen in der Stahlbranche
  • Handelskrieg bremst Industrie aus
  • Continental schließt Werke
  • BMW kürzt Gehälter
  • Bei Opel: Statt 220 Autos pro Schicht nur etwa 90
Naja, jedenfalls wird's beim Arbeitsamt demnächst wieder etwas "kuscheliger"...
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: Kuddel am 09:48:40 Mo. 28.Oktober 2019
Das ist ja fast schon Realsatire! - Den lächerlichen Betriebsausflug...

"Betriebsausflug" und "Kantinenpreise" sind nur Nebenkriegsschauplätze.

Es ist völlig richtig, daß man ständig auf Zusammenhänge und Ursachen hinweisen muß und versuchen sollte, die Diskussion in diese Richtung zu lenken.

Aber linke Schlaumeier sollten im Betrieb nicht zu überheblich werden mit ihrer Durchblickerei. Kämpfe werden nicht "gemacht", sondern sie entstehen meist spontan und es beginnt fast immer an Nebenkriegsschauplätzen. Bei den Gelbwesten war es der Spritpreis, der zu einer Massenbewegung um die Soziale Frage führte, in Chile entwickelte sich ein Protest um eine Erhöhung der U-Bahntickets um 4 Cent zu einem Volksaufstand gegen die herrschenden Eliten.

Wir sollten als Linke nicht glauben, es läge in unserer Hand, wann und wo gekämpft wird. Das entscheiden die Leute immernoch selbst. Wir können solche Auseinandersetzungen/Kämpfe nur mit Rat und Tat unterstützen und auf Fehler hinweisen und vor Spaltunglinien warnen und sollten uns jegliche Überheblichkeit verkneifen.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 15:48:00 Mo. 28.Oktober 2019
Ganz so lächerlich sind der Betriebsausflug und die Kantinenpreise auch nicht. Der Betriebsausflug war schon eine kleine Reise mit zwei Übernachtungen. Dieses Jahr waren wir drei Tage in Lam im Bayerischen Wald. Die Firma hat Übernachtungen und das Essen bezahlt. Und auch die geplante Verdoppelung der Kosten des Mittagessens trifft viele hart.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: tleary am 23:53:10 Mo. 28.Oktober 2019
Ganz so lächerlich sind der Betriebsausflug und die Kantinenpreise auch nicht. Der Betriebsausflug war schon eine kleine Reise mit zwei Übernachtungen. Dieses Jahr waren wir drei Tage in Lam im Bayerischen Wald. Die Firma hat Übernachtungen und das Essen bezahlt. Und auch die geplante Verdoppelung der Kosten des Mittagessens trifft viele hart.
Trotz allem ist das gegen die geplante 10 %-ige Senkung euerer Löhne "Peanuts". Die beiden obigen Posten (Betriebsausflug + Kantinenpreise) machen vielleicht 10 % der geplanten Einsparungen aus, die restlichen 90 % entfallen auf die Lohnsenkung. Ich bin überzeugt, die Geschäftsleitung wäre zufrieden, Betriebsausflug und Kantinenpreise unangetastet zu lassen, wenn nur ihr (und der Betriebsrat) die Kröte mit den Lohnsenkungen schluckt.

In eine Verhandlung geht man eben immer mit einer Maximalforderung, und wenn man davon 90 % durchbekommt, ist man in jedem Fall auch zufrieden. Mehr wollte die GL insgeheim wohl gar nicht erreichen.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 07:01:14 Di. 29.Oktober 2019
Das mag sein. In meiner Abteilung schlucken die Kollegen die Kröte mit der Lohnsenkung. Wie die Stimmung in der gesamten Belegschaft ist, werde ich auf der Betriebsversammlung sehen.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: Kuddel am 11:11:14 Di. 29.Oktober 2019
Könnte es nicht Sinn machen, daß ein Aussenstehender ein Flugblatt an die Beschäftigten verteilt?
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 16:11:25 Di. 29.Oktober 2019
Könnte es nicht Sinn machen, daß ein Aussenstehender ein Flugblatt an die Beschäftigten verteilt?
Das habe ich mir auch schon überlegt. Wäre sinnvoll. Derjenige, den ich da im Auge hatte, ist aber im Moment krank.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 17:01:05 Mi. 30.Oktober 2019
Heute war Betriebsversammlung. Die Kröte mit der Lohnsenkung schlucken die Kollegen offensichtlich. Es gab aber kritische Nachfragen an die anwesende Geschäftsleitung. Diese begründete die Maßnahme damit, dass man nicht mehr als 70% der Produktionserlöse an die Mitarbeiter ausschütten könne, weil die Firma ansonsten bezüglich Gebäuden und Maschinen auf Verschleiß gefahren würde am man spätestens in fünf Jahren dicht machen könne. Und die Produktionserlöse wären eben eingebrochen. Man hätte wertvolle Aufträge ins Ausland verloren, wo billiger produziert wird. Ich hatte das Gefühl, dass die sich am Anfang des Jahres kräftig verkalkuliert haben.

Bezüglich des Mittagessens hat die Geschäftsleitung ihre Preisvorstellungen genannt. Auch das bisher kostenlose Frühstück soll einen Preis erhalten. Es soll aber so sein, dass wer das Mittagessen bezahlt, das Frühstück weiter kostenlos erhält und nur diejenigen das Frühstück bezahlen müssen, die nicht zu Mittag essen. Hierüber ist.aber das letzte Wort noch nicht gesprochen. Der Betriebsrat würde beauftragt, eine Unterschriftensammlung dagegen durchzuführen.

Außerdem hat die Firma ein Grundstück für €900000 gekauft und will nächstes Jahr anfangen, dort eine neue Zweigstelle zu bauen. Dort sollen dann Kollegen einziehen, die bisher in einem angemieteten Gebäude arbeiten.

Ich werde morgen sehen, wie der Rest meiner Kollegen in der Abteilung die Neuigkeiten aufnimmt.

PS: Habe gerade mit einer Kollegin telefoniert. Die war heilfroh, dass die Geschäftsleitung keine Entlassungen durchzieht. Alles andere könne man ja schultern.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 13:27:42 So. 03.November 2019
Ein weiteres Thema auf der Betriebsversammlung waren die Einzahlungen des Betriebs in die Rentenversicherung und die Auswirkungen auf die Rentenhöhe. Die Kollegen fürchten Altersarmut. Am Rande ging es dann noch um Arbeitssicherheit. Die Kollegen beklagten ua alte Stühle, die sich nicht mehr in der Höhe verstellen lassen und in der Folge zu Kreuzschmerzen führen.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: dagobert am 01:10:56 Sa. 09.November 2019
Wer die Lohnsenkung ablehnt, kann kündigen.
Falsch, genau andersrum muss das laufen.
http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Kuendigung_Aenderungskuendigung.html

Denn du hast ja (hoffentlich) einen Arbeitsvertrag, in dem dein Lohn in irgendeiner Form fixiert ist. Und der kann bestenfalls nur gesenkt werden, wenn beide Parteien damit einverstanden sind.
Da ist aber auch Vorsicht angebracht.
Eine einvernehmliche Vertragsänderung mit anschließendem Gang zum JC gibt Ärger.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 08:46:40 Sa. 09.November 2019
Wer die Lohnsenkung ablehnt, kann kündigen.
Falsch, genau andersrum muss das laufen.
http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Kuendigung_Aenderungskuendigung.html

Theoretisch. Praktisch können sie jeden hinausmobben.
Denn du hast ja (hoffentlich) einen Arbeitsvertrag, in dem dein Lohn in irgendeiner Form fixiert ist. Und der kann bestenfalls nur gesenkt werden, wenn beide Parteien damit einverstanden sind.
Da ist aber auch Vorsicht angebracht.
Eine einvernehmliche Vertragsänderung mit anschließendem Gang zum JC gibt Ärger.

Du willst auf die Nachrangigkeit bzw auf eine selbstverschuldete Notlage hinaus. Die meisten haben dann Wohngeldanspruch. Sicher werden sich die Ämter bedanken ...
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 18:42:39 Sa. 14.Dezember 2019
Der Unmut über die Erhöhung der Kantinenpreise trägt jetzt Früchte. Der Anstieg fällt nicht so heftig aus, wie von der Geschäftsleitung geplant. Die Kosten für das Mittagessen steigen nur noch um 50%, statt wie geplant um 70%. Außerdem bleibt das Frühstück kostenlos, wenn man zu Mittag ißt (was ja schon auf der Betriebsversammlung gesagt wurde).
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: Kuddel am 20:06:39 Sa. 14.Dezember 2019
Gab es nur informelle Diskussionen in der Belegschaft, gab es kämpferische Reden bei der Betriebsversammlung oder gar anderes, wie ein Flugblatt?
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 20:28:15 Sa. 14.Dezember 2019
Es gab auf der Betriebsversammlung sehr empörte Wortmeldungen. Die Geschäftsleitung bat die Kollegen, sich im Ton zu mäßigen. An meinem Standort (der Betrieb hat drei Standorte im Stadtgebiet) gab es informelle Diskussionen. Ein Flugblatt gab es nicht. Was an den anderen Standorten los war, weiß ich nicht.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: admin am 19:25:06 Do. 28.Mai 2020
Ich wünschte mir, dieser Bereich wäre lebendiger.
Viele schreiben erst dann von den Zuständen auf Arbeit, wenn sie echte Probleme haben und nicht mehr weiter wissen. Dieses Forum kann und soll auch dafür genutzt werden, über den Job zu reden, wenn man noch nicht am Verzweifeln ist. Berichte vom Alltag, lustige Situationen mit Kollegen, kleine Rebellionen und Niederlagen, all das kann nicht nur unterhaltsam sein, sondern auch Grundlage für wichtige Diskussionen.

Der Jour Fixe der Gewerkschaftslinken Hamburg hat uns gebeten, Berichte rund um Job und Corona zu schicken. Verschiedene Berichte wurden auf ihrer Homepage inzwischen veröffentlicht. https://gewerkschaftslinke.hamburg/category/aktuell/corona/
Ich mußte ein wenig nachhelfen und Leute anschubsen. Nun sind jedoch einige Berichte der Sammlung von chefduzern.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 13:25:20 Do. 18.Juni 2020
Ich bin ja immer noch wegen einer coronarelevanten Grunderkrankung im Corona-Urlaub. Gestern kam ein Anruf vom Betrieb, in dessen Verlauf man mir ua mitteilte, dass der Betrieb sich dieses Jahr wegen der Corona-Krise außer Stande sieht, Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld zu zahlen.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 10:35:02 Di. 21.Juli 2020
Gerade hat der Betrieb bei mir angerufen. Ich bin ja immernoch wegen Corona daheim. Ich wurde nochmals darauf hingewiesen, dass es dieses Jahr keine Prämien gibt. Außerdem gibt es das Problem, dass aufgrund der monatelangen behördlichen Betriebsschließung und der andauernden Betretungsverbote sich der Resturlaub bei vielen Beschäftigen und auch bei angetürmt hat. Deswegen hat die Geschäftsleitung die Gruppenleiter ermächtigt, einseitig Urlaub anzuordnen.

Eine Arbeitsaufnahme ist im Moment nur möglich, wenn ich entweder ein Fall für die Einweisung in die Psychiatrie wäre, oder wenn ich eine fachärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung betreffend meiner coronarelevanten Grunderkrankungen bringe. Das habe ich erstmal nicht vor.

Ende nächster Woche erfahre ich dann, wie es mit meinem Betretungsverbot weitergeht.

Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 15:43:07 Mo. 27.Juli 2020
Meine Sachbearbeiterin hat mich vorhin angerufen. Nach Lage der Dinge endet mein Corona-Urlaub nun nach 19,5 Wochen am 2.8.20 und ich muß nächsten Montag wieder arbeiten gehen.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 14:25:57 Fr. 31.Juli 2020
Der Betrieb hat nochmals angerufen und bestätigt, dass ich ab 3.8.20 wieder arbeiten muss. Habe noch fast den ganzen Jahresurlaub und bin gespannt, ob ich mich mit den Vorgesetzten darüber einigen kann, wie ich den nehme oder ob es irgendwann Zwangsurlaub gibt.

Auch mal sehen, wie arbeiten unter Corona-Bedingungen so ist.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 17:47:04 Mo. 03.August 2020
Hatte heute meinen ersten Arbeitstag. Der Tag begann nach der vorgeschriebenen Desinfektion der Hände mit einer Belehrung über das Hygienekonzept. Im ganzen Haus herrscht Maskenpflicht. Und natürlich gilt eine Abstandsregel von 1,5 Metern. Auf den Fluren ist eine Laufrichtung vorgeschrieben. Auch hängt an jeder Tür ein Schild, auf dem steht, wie viele Leute sich im jeweiligen Raum aufhalten dürfen. Fast alle Türen stehen offen und die Räume müssen mindestens viermal am Tag für 15 Minuten durch Öffnen der Fenster belüftet werden. Wie das im Winter umgesetzt werden kann, ist noch unklar. Im Sommer ist es auf jeden Fall kein Problem.

Bei der Maskenausgabe ist zu beachten, dass die Masken nur mit Einweghandschuhen aus dem Karton entnommen werden dürfen. Der Sportraum und der Ruheraum sind gesperrt. Die Pausenzeiten wurden so entzerrt, dass man im Speisesaal alleine an einem Tisch sitzen kann.

Das Arbeiten mit der Baumwollmaske ist gewöhnungsbedürftig. Die Maske war nach zwei Stunden klatschnass und sie ist beim Heben von schweren Kartons mehr als hinderlich. Jedenfalls mußte ich mich danach erst mal unter der Maske nach Luft japsend etwa 10 Minuten hinsetzen. Auch meine Brille rutschte immer wieder von der Nase.

Ansonsten war der Tag geprägt vom Hallo mit den KollegInnen und vom Austausch über die vergangenen vier Monate. Meine direkte Kollegin in der Wäscherei war froh, dass ich wieder da bin, weil das bedeutet, dass sie nicht mehr alles alleine machen muss. Es gab auch eine Diskussion über die Demo der Corona-Rebellen in Berlin. Diese Demo wurde als irrational und rechts angesehen, was auch meiner Meinung entspricht.

Nächste Woche habe ich fünf Tage Urlaub. Für die Woche vom 5.10. bis 9.10.20 ist Urlaub zugesagt, so dass ich jetzt noch 10 Tage Resturlaub verplanen muss.

Ach ja - eine neue Vorgesetzte habe ich auch noch. Die machte einen netten Eindruck. Und ihre Vorgängerin ist im siebten Monat schwanger und gab auch ein kurzes Stelldichein und es wird innerhalb der nächsten zwei Wochen Kaffee und Kuchen zum Ausstand geben.

Meine Sachbearbeiterin erklärte mir übrigens, dass wir voraussichtlich noch ein Jahr mit den Hygieneregeln produzieren müssen und dass die Betriebsleitung nicht mit einem zweiten Lockdown mit Betriebsschließung im Falle einer zweiten Corona-Welle rechnet. Das würde sich die Regierung nicht mehr trauen.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 17:14:00 Do. 19.November 2020
Vorgestern hat die Betriebsleitung bekannt gegeben, dass es dieses Jahr wegen Corona und der Betriebsschließung im Frühjahr kein Weihnachtsgeld gibt. Außerdem steigen die Kantinenpreise ab 1. Januar 2021. Der Betriebsrat hat natürlich zugestimmt. Entsprechend mies ist die Stimmung in der Belegschaft. Ein Kollege aus meinem Team hat heute frustriert gekündigt, eine weitere Teamkollegin überlegt sich, für ein Jahr Pause einzulegen. Mich hat gestern die Wut gepackt, weil ich lauter Deppenarbeiten zugewiesen bekommen habe. Ich hätte am liebsten meine Vorgesetzte erschlagen. Überhaupt geht es mir auf den Senkel, dass ich mir jede Arbeit wie bei einer Befehlsausgabe abholen muss. Der ganze Autoritarismus ist zum Kotzen. Andere Kollegen sprachen heute von Ausbeutung.

Nächste Woche habe ich Gott sei Dank Urlaub und der Drecksladen kann mich mal.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 15:21:39 Fr. 20.November 2020
Heute hat die im Vorpost erwähnte Kollegin aus einer Mischung aus Frust und familiärer Probleme gekündigt und will sich ein halbes Jahr Auszeit nehmen.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 09:22:39 Di. 01.Dezember 2020
Bin jetzt aufgrund einer Allgemeinverfügung der Bayerischen Staatsregierung bis 28.2.2021 aufgrund einer coronarelevanten Grunderkrankung im Corona-Urlaub (Betretungsverbot für den Betrieb). Der Lohn für Dezember 2020 ist sicher, aber wie es im Januar oder Februar 2021 mit Lohnfortzahlung aussieht, konnte man mir noch nicht sagen.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 15:33:18 Do. 10.Dezember 2020
Der Betrieb hat heute angerufen. Sieht so aus, als ob mir für die Monate der Abwesenheit ab Januar 2021 der Lohn gekürzt wird, also für Januar und Februar. Es befinden sich verschiedene Modelle der vorübergehenden Lohnsenkung in Abstimmung mit dem Betriebsrat.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: Kuddel am 15:42:14 Do. 10.Dezember 2020
In so einem Moment ist ein rückgratloser Betriebsrat das Letzte, was man braucht.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 16:17:43 Do. 10.Dezember 2020
Stellt sich auch die Frage, ob eine vorübergehende Lohnsenkung wegen des Betretungsverbots rechtmäßig ist. Ich habe da so meine Zweifel.

Laut meiner Sachbearbeiterin soll wohl nur der Grundlohn bezahlt werden und die Steigerungsbeträge wegfallen. Was genau kommt, hängt von den Verhandlungen mit dem Betriebsrat ab.

Eine weitere Frage ist, ob ich für die zwei Monate einen Anspruch auf Erhöhung meines Wohngeldes habe.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 09:53:26 Di. 15.Dezember 2020
Gerade habe ich wieder mit dem Betrieb telefoniert. Er ist jetzt vom 16. Dezember 2020 bis 10. Januar 2021 auf Anordnung der Staatsregierung ganz geschlossen. Wie es mit den Löhnen weitergeht, konnte man mir noch nicht sagen.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 12:56:04 Fr. 15.Januar 2021
Der Lohn wurde jetzt doch nicht gekürzt, wenn man von der Fahrtkostenerstattung absieht.

Seit dem 11. Januar hat der Betrieb wieder geöffnet. Nur die Mitarbeiter mit coronarelevanten Grunderkrankungen bleiben weiterhin daheim.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 22:32:38 Mi. 20.Januar 2021
Heute rief mich eine Kollegin an, mit der ich normalerweise eng zusammenarbeite. Sie ist ebenfalls wegen coronarelevanter Grunderkrankungen vom Betretungsverbot für den Betrieb betroffen. Ihr wurde der Lohn drastisch gekürzt. Die Kriterien für die Lohnkürzung sind nicht wirklich klar. Sie würde deswegen und weil sie es mit ihrer Mutter daheim schwer aushält, gerne wieder arbeiten gehen. Das dafür notwendige Attest bekommt sie nicht von ihrem Hausarzt, weil dieser ihr bescheinigen müsste, dass sie trotz der Erkrankungen kein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf bei einer Covid19 Infektion hat und damit quasi die Haftung für einen schweren Verlauf übernehmen müsste.

Falls auf mich so eine Lohnkürzung zukommen sollte, werde ich meinen Arbeitsrechtsschutz beim DGB in Anspruch nehmen und mich dort beraten lassen.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 11:00:41 Fr. 22.Januar 2021
Der Betrieb hat gerade angerufen. Wir werden bevorzugt gegen Covid-19 geimpft. Entsprechend werde ich in den nächsten Tagen einen Brief mit der Impfaufklärung und einem Anmeldebogen erhalten. Außerdem gibt der Betrieb zwei FFP2-Schutzmasken pro Woche kostenlos an die Mitarbeiter aus für die Anfahrt mit dem ÖPNV.

PS: Ich werde mich natürlich impfen lassen.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 14:14:28 Mi. 03.Februar 2021
Im Betrieb gab es jetzt einen Coronafall in der Verwaltung. Die Kollegen -auch die aus meiner Abteilung- müssen in Quarantäne. Zunächst bis Montag, dann erhalten sie die Testergebnisse. Bin ich froh, dass ich nicht arbeiten musste.

Soll mir nochmal jemand erzählen, die Krankheit gäbe es nicht und es handle sich um eine "Plandemie"....

PS: Habe gerade mit einer Kollegin telefoniert. Der ganze Standort unseres Betriebes wurde vom Gesundheitsamt heute getestet und bis zur Bekanntgabe der Testergebnisse unter Quarantäne gestellt.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 18:17:25 Do. 04.Februar 2021
Gerade noch mit einer Kollegin telefoniert: Der Betrieb ist jetzt bis 16.2.21 auf Anordnung des Gesundheitsamtes geschlossen und die Kollegen müssen so lange in ihren Wohnungen in Quarantäne ausharren.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 15:00:30 Fr. 05.Februar 2021
Habe jetzt mit meiner Sachbearbeiterin telefoniert: In der Buchhaltung ist vor 1,5 Wochen die hochansteckende britische Virusmutante ausgebrochen. Die Buchhaltung befindet sich daher schon seit 1,5 Wochen in Quarantäne. Der Nachweis der Mutante dauerte 1,5 Wochen und da niemand weiß, wie lange die Inkubationszeit bei dieser Mutante ist, wurde die gesamte Belegschaft getestet und bis 16.2.21 quarantänisiert. Eine Vorsichtsmaßnahme sozusagen. Es gibt aber zur Zeit außer in der Buchhaltung keine Kranken.

Auf mich hat das Ganze keine Auswirkung.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 15:09:19 Sa. 13.Februar 2021
Wie ich gerade erfahren habe, wurde bei meinen Kollegen gestern vom Gesundheitsamt eine zweite Reihentestung auf Corona vorgenommen. Einige Kollegen sind wohl durch die Quarantäne zum Fall für die Psychiatrie geworden.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: Kuddel am 10:23:55 So. 14.Februar 2021
Einige Kollegen sind wohl durch die Quarantäne zum Fall für die Psychiatrie geworden.

Ich persönlich habe relativ wenig Prolbleme mit dem Lockdown. Ich weiß aber, daß andere damit überhaupt nicht klarkommen. Deshalb plädiere ich dafür, nach Alternativen zu suchen, damit man den Lockdown zumindest lockern kann.

Der Mensch ist nicht nur ein Organismus, der durch chemische Prozesse lebt (und vor gefährlichen Viren geschützt werden muß), der Mensch ist ein Soziales Wesen. Er geht vor die Hunde ohne Kontakte und ein Miteinander.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 22:17:19 So. 14.Februar 2021
Auf jeden Fall ist die Quarantäneanordnung kritikwürdig. Man hat hier nämlich körperlich gesunde psychisch kranke Kollegen einfach weggesperrt. Mit dem Argument, man wisse bei der britischen Mutante die Inkubationszeit nicht. Das dürfte unverhältnismäßig gewesen sein.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 16:01:07 Mi. 17.Februar 2021
Die Quarantäne wurde wieder aufgehoben. Die Kollegen sind froh, dass sie seit Montag wieder arbeiten können. So manch einer verträgt die Einsamkeit nicht und manch einer lebt mit Personen im Haushalt, mit denen er/sie sich nicht versteht.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 13:50:58 Mo. 22.Februar 2021
Leider weiß ich immer noch nicht, ob ich in einer Woche wieder arbeiten muss. Bin gespannt, wann die neue Allgemeinverfügung herauskommt.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 15:45:10 Do. 25.Februar 2021
Gerade Anruf vom Betrieb: Wahrscheinlich wird mein Coronaurlaub bis April verlängert. Sicher ist es aber noch nicht ganz, da die Staatsregierung noch keine Allgemeinverfügung verkündet hat. Es handelt sich um eine mündliche Auskunft unter Vorbehalt des Ministeriums. Positive Nachrichten gibt es auch in punkto Coronaimpfung: Alle Beschäftigten werden noch im März mit AstraZeneca durch ein mobiles Impfteam geimpft. Ich werde mich auch impfen lassen.

Der Betrieb will beim Ministerium erreichen, dass vollständig geimpfte Beschäftigte künftig von den Betretungsverboten ausgenommen werden.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 12:52:05 Fr. 26.Februar 2021
Laut der neuen Allgemeinverfügung bin ich bis 15.4.21 im Coronaurlaub. Ob ich nach der Impfung wieder arbeiten gehen kann, ist noch nicht raus.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 13:13:01 Di. 02.März 2021
Der Termin zur ersten Coronaimpfung steht fest: Donnerstag, 4.3.21 um 12 Uhr im Betrieb.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 13:38:09 Do. 04.März 2021
Habe gerade die erste Impfung bekommen. Die zweite Dosis erhalte ich dann am 6.5.21. Mein leichter Schnupfen stand der Impfung nicht entgegen. Hoffe, dass ich keine Nebenwirkungen bekomme. Die Impfärztin empfahl mir im Falle von Kopfschmerzen oder Fieber Paracetamol zu nehmen. Bei stärkeren Nebenwirkungen soll ich zum Hausarzt.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 12:23:31 Fr. 05.März 2021
Bisher keine Nebenwirkungen. Nur ein leichtes Kribbeln an der Einstichstelle. Hoffe, das bleibt so.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 16:20:05 Do. 11.März 2021
Habe gerade mit dem Betrieb telefoniert. Ich war wohl einer der wenigen, die ganz ohne Nebenwirkungen durch die Impfung waren. Die meisten hatten leichte Beschwerden. Nun macht meine Sachbearbeiterin etwas Druck, dass ich mir vom Internisten bzw dem Hausarzt ein Attest hole, aus dem hervorgeht, dass ich aufgrund der Impfung kein erhöhtes Risiko mehr habe, an einem schweren Covid19-Verlauf zu erkranken und entsprechend dann wieder arbeiten kommen kann. Ich werde das am Montag beim Internisten einmal abklären und den Betrieb am Dienstag vom Ergebnis in Kenntnis setzen.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 18:40:26 Mo. 15.März 2021
War gerade beim Internisten. Das vom Betrieb gewollte Attest gibt er mir nicht, da ich -trotz erster Impfung- aufgrund diverser internistischer Erkrankungen zu gefährdet bin. Ich soll daheim bleiben und Distanz zu anderen Leuten halten. Das Attest gibt es erst, wenn ich die zweite Impfdosis bekommen habe.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: Onkel Tom am 07:56:35 Di. 16.März 2021
Zitat
...
Nun macht meine Sachbearbeiterin etwas Druck..
...

AfA/JC - Krampen ?

Wenn ja, können wir denen den Spaß verderben.. Ganz bestimmt..  ;D
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 14:21:13 Di. 16.März 2021
Nein, keine AfA oder JC-Krampen, sondern Personalabteilung. Habe gerade mit ihr telefoniert und ihr mitgeteilt, dass mein Internist das Attest nicht ausstellt. Das hat sie eingesehen.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 14:02:24 Do. 15.April 2021
Gerade hat der Betrieb angerufen. Mein Coronaurlaub wird verlängert, und zwar theoretisch bis zum 31.5.2021. Allerdings werde ich am 6.5.21 zum zweiten Mal im Betrieb mit Biontech/Pfizer geimpft. Da dann 14 Tage danach der volle Impfschutz einsetzt, wird noch abgeklärt, ob ich dann um den 20.5.21 wieder arbeiten kann. Denn dann besteht wohl keine Gefahr mehr, dass ich einen schweren Verlauf einer Covid-19 Erkrankung erleide, so die Argumentation des Betriebes.

Geklärt werden muss auch noch, ob Geimpfte der betrieblichen Corona-Testpflicht unterliegen, die ja jetzt kommen soll.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 16:52:09 Do. 06.Mai 2021
Ich wurde heute das zweite mal mit Biontech/Pfizer geimpft.

Da die Staatsregierung nichts dazu geregelt hat, wie mein Arbeitgeber mit vollständig geimpften Personen umgehen soll, benötige ich aufgrund des immernoch für mich geltenden Betretungsverbots zur Arbeitsaufnahme ein ärztliches Attest darüber, dass ich im Falle einer Covid-19-Infektion nicht gefährdet bin, einen schweren Verlauf zu erleiden. Der Internist will es mir nicht ausstellen und verweist an den Hausarzt. Beim Hausarzt hat man von einem solchen Attest noch nichts gehört und will mir bis morgen mitteilen, ob ich das Attest bekomme oder nicht.

Der Arbeitgeber hätte es gerne, wenn ich in zwei Wochen wieder zu arbeiten beginne, da dann der Impfschutz voll ausgebildet ist.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 11:52:09 Fr. 07.Mai 2021
Der Hausarzt stellt mir das Attest bis Ende nächster Woche aus. Am Montag kläre ich dann mit dem Betrieb den Arbeitsbeginn.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 11:34:21 Mo. 10.Mai 2021
Habe gerade mit meiner Sachbearbeiterin im Betrieb über den Arbeitsbeginn verhandelt. Mein erster Arbeitstag ist Freitag, der 21.5.21.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 17:23:24 Fr. 14.Mai 2021
Habe gerade festgestellt, dass die Lohnfortzahlung ausgeblieben ist. Werde am Montag im Betrieb anrufen und nach dem Grund fragen. Außerdem habe ich heute vom Hausarzt eine Bescheinigung erhalten, dass ich zwei Wochen nach der zweiten Impfung gegen SARS-CoV2 nur noch ein geringes Risiko habe, im Falle einer Infektion mit SARS-CoV2 einen schweren Krankheitsverlauf zu erleiden. Diese Bescheinigung muss ich dann am 21.5.21 zur Arbeitsaufnahme im Betrieb vorlegen.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: Onkel Tom am 15:05:27 Sa. 15.Mai 2021
Ich hätte Personaler nur informiert, durchgeimpft zu sein, mehr nicht..

Typisch Bürokratismus, die am liebsten Garantiescheine a la "passiert schon nix"
in ihren Akten abheften wollen.. Jo, damit der letzte im Kettenglied "der dumme"
bleibt, falls was schief läuft  :P
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 15:18:21 Sa. 15.Mai 2021
Leider schreibt die Staatsregierung zur Arbeitsaufnahme ein ärztliches Attest mit besagtem Inhalt vor. Die Kosten in Höhe von €12,00 will der Betrieb übernehmen.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 13:58:12 Mo. 17.Mai 2021
Der Lohn war heute auf meinem Konto. Die Bank hatte ihn wohl am Freitag nicht gebucht.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 15:07:42 Fr. 21.Mai 2021
Heute war mein erster Arbeitstag. Leider hat die Firma die Kosten für das Attest doch nicht übernommen. Man könne das nicht refinanzieren. Ansonsten war ich wegen Urlaub und Krankheit alleine in der Waschküche. Es waren körbeweise Geschirrtücher und Mops zu waschen, zu mangeln und zu legen. Zeitweise bekam ich ein wenig Hilfe von einer Kollegin. Desweiteren gibt es zwei neue im Team. Eine recht hübsche junge Kollegin (etwa Mitte 20) und einen neuen Kollegen.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 19:59:08 Do. 12.August 2021
In Kürze sind Betriebsratswahlen. Der bisherige Betriebsrat besteht aus Leisetretern, die letztlich allen Verschlechterungen der letzten Jahre zugestimmt haben. Außerdem ist unser Standort im Betriebsrat nicht vertreten. Das sorgt für Unmut. Jetzt will sich ein Kollege zur Wahl aufstellen lassen, der tatsächlich gegenüber der Geschäftsführung den Mund aufmachen will und was für "seine Leute rausholen" will. Meine Stimme hat er. Ich bin gespannt, ob er gewählt wird.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 18:53:29 Do. 09.September 2021
Unser Betrieb baut derzeit in Nürnberg-Eibach eine größere Betriebsstätte. Vor ein paar Tagen war Richtfest.

Heute hatten wir wegen der damit einhergehenden Reorganisation eine Besprechung. Unsere Abteilung (Küche/Hauswirtschaft) zieht im März 2022 geschlossen nach Eibach in den Neubau um. Die Wäscherei bleibt am bisherigen Standort. Gekocht wird künftig in Eibach. Für mich heißt das, dass sich zeitmäßig betreffend des Arbeitswegs nicht viel ändert. Dass ich nicht mehr Wäsche mangeln muss, schont meinen Rücken. Allerdings ist der Neubau in Eibach laut Aussage unserer Gruppenleitung riesig. Das Gebäude hat zwei Geschosse und der Speisesaal ist für 120 Mann ausgelegt. Die größte Abteilung (Industrienäherei) hat fast 600qm Fläche, unsere Küche wird etwa 100qm Fläche haben. Es gibt also viel zu reinigen. Die Vorgesetzten wollen deswegen mehr Personal anwerben. Die Personalsituation ist aber auch jetzt schon angespannt. Wir Hauswirtschafter müssen ständig in der Küche aushelfen (Urlaub/Krankheit).
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 15:00:03 Fr. 10.September 2021
Der neue Standort wird auch Hauptsitz von Geschäftsleitung und Verwaltung. Überdies bekommen wir zum 1.1.22 eine neue Geschäftsführerin.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 23:52:12 Mo. 13.September 2021
Meine Kollegin will mich als Kandidat für die Betriebsratswahlen vorschlagen. Habe ihr gesagt, dass sie das machen kann. Große Chancen rechne ich mir aber nicht aus, da ich an den Standorten Frankenstraße und Hansapark so gut wie nicht bekannt bin.

Arbeitstechnisch war es heute die Hölle. Wegen Krankheit und Urlaub war kaum jemand da.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 16:07:53 So. 19.September 2021
Habe gestern einen ehemaligen Kollegen in der U-Bahn getroffen. Er hat 2014 mit mir im Betrieb angefangen. Wir waren damals einige Monate in einer Arbeitsgruppe. Er hat vor drei Monaten gekündigt, weil er von den Arbeitsbedingungen nur noch genervt war. Habe ihm gesagt, dass es mir ähnlich geht.

Heute habe ich beschlossen, dass ich mich mit 60 zur Ruhe setze. Werde also zum 31.12.2028 kündigen.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 17:07:16 Do. 14.Oktober 2021
Heute haben wir den neuen Hauptsitz in Eibach besichtigt. Es ist ein riesiger zweigeschossiger Rohbau. Der Speisesaal fasst etwa 120 Mann. Das Gebäude hat lange Flure und 13 Toiletten. Das alles müssen wir reinigen, dh uns geht die Arbeit nicht aus. Die Räume für die Produktion sind ebenfalls riesig.

Die nächste Bushaltestelle ist ca 10 bis 15 Minuten fussläufig entfernt. Der Bus fährt dann nach Röthenbach zur U-Bahn. Insgesamt ist der Arbeitsweg aber nicht länger als bisher.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 15:14:09 Sa. 16.Oktober 2021
Der Betrieb hat in den Neubau in Eibach ca. 8,6 Millionen Euro investiert. Mit der Investition ist die Schaffung von 60 neuen Arbeitsplätzen verbunden. Damit hat der Betrieb etwa 300 Arbeitsplätze, davon ca 240 in der Produktion.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 16:09:25 Do. 09.Dezember 2021
Heute wurden wir informiert, dass die Geschäftsleitung zum Januar 2022 das Lohnsystem verändern will. Der Grundlohn soll ein wenig steigen, und die leistungsabhängige Lohnkomponente soll künftig anders berechnet werden. Ausschlaggebend für deren Höhe sollen künftig vier Punkte aus der jährlichen Kompetenzanalyse sein. Welche es sind, und wie sich das Ganze auf meine Lohnhöhe auswirkt, werde ich in den nächsten Tagen in einem Einzelgespräch in der Personalabteilung erfahren.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 15:05:19 Fr. 10.Dezember 2021
Die Gespräche wegen der Änderung des Lohnsystems werden nächste Woche stattfinden.

Ab der Weihnachtswoche gilt eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes: Ab dann muss sich jeder Mitarbeiter zweimal die Woche mit einem Schnelltest auf Corona testen lassen.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 12:50:12 So. 12.Dezember 2021
Ende Januar wird es im Betrieb eine weitere Impfaktion zur Booster-Impfung für all diejenigen geben, die es nicht geschafft haben, sich bis dahin durch Hausarzt oder Impfzentrum impfen zu lassen. Es wird wieder eine mobiles Impfteam kommen.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 15:11:05 Fr. 17.Dezember 2021
Habe jetzt das Ergebnis der Neuberechnung meines Lohns: Ich verdiene ab Januar 2022 sage und schreibe sechs Euro brutto mehr. Davon kann ich zweimal in der Kantine essen gehen!
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 16:26:42 Di. 21.Dezember 2021
Heute war Weihnachtsessen im Betrieb. Es gab Ente mit Rotkohl und Kloß. Einige Kollegen hatten ein Puppenspiel vorbereitet, so dass es auch etwas selbstgemachte Kultur gab. Morgen ist der letzte Arbeitstag. Muss leider nochmal früh aufstehen. Graus!
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 15:15:28 Mi. 22.Dezember 2021
Der letzte Arbeitstag ist vorüber. Wir durften eine Stunde früher gehen und jeder hat noch ein kleines Präsent von den Vorgesetzten erhalten. Es gab auch viel Lob für unsere Teamarbeit.

Die Betriebsferien gehen jetzt bis einschließlich 9.1.22.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 13:06:07 Sa. 22.Januar 2022
Gestern gab es eine weitere Impfaktion durch ein mobiles Impfteam. Die Kollegen, die es nicht geschafft hatten, sich privat boostern zu lassen, konnten dies nun über den Betrieb nachholen.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: Kuddel am 19:12:36 Sa. 22.Januar 2022
Und wie lief's? Haben die Kollegen das Angebot genutzt oder hattet ihr viele Impfverweigerer?
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 19:16:14 Sa. 22.Januar 2022
Das Angebot wurde rege genutzt. Die Durchimpfungsrate im Betrieb ist hoch. Es gibt kaum Impfverweigerer.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: Kuddel am 19:17:47 Sa. 22.Januar 2022
Cool.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 20:48:54 Mi. 26.Januar 2022
Ich war heute einen Tag daheim. Ich habe beim Gehen Schmerzen im Bereich der rechten Leiste. Mein Hausarzt hat einen Leistenbruch ausgeschlossen und tippt auf eine Zerrung des Leistenbandes. Eine Hüftgelenksarthrose ist nicht ganz ausgeschlossen. Wenn die Schmerzen in ein bis zwei Wochen noch bestehen, soll ich mich nochmals melden. Dann muss ein Orthopäde zugezogen werden. Für heute hat er mich krankgeschrieben. Morgen muss ich wieder arbeiten.

Das Ganze ist wahrscheinlich Folge eines Sturzes auf dem Weg zur Arbeit bei Glatteis letzten Freitag.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 19:47:02 Di. 01.Februar 2022
Nachdem die Leistenschmerzen nicht besser geworden sind, bin ich nach der Arbeit heute nochmal zum Hausarzt. Er hat mich zum Orthopäden überwiesen. Dort habe ich nächsten Dienstag einen Termin. Das Vorgehen ist auch mit dem Betrieb abgesprochen. Man tippt dort auf eine Hüftarthrose und war der Meinung, ich solle das Gelenk röntgen lassen.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: Onkel Tom am 06:33:39 Mi. 02.Februar 2022
Na denn gute Besserung und hoffe das nicht noch schlimmeres wie Athrose mit dabei ist.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: BGS am 06:35:34 Mi. 02.Februar 2022
Na denn gute Besserung und hoffe das nicht noch schlimmeres wie Athrose mit dabei ist.
Dito.

MfG

BGS
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 09:17:09 Mi. 02.Februar 2022
Danke!
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 16:51:30 Do. 03.Februar 2022
So. Bin jetzt erstmal bis zum Orthopädentermin am Dienstag krankgeschrieben.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 17:24:30 Di. 08.Februar 2022
War gerade beim Orthopäden. Im Röntgenbild war deutlich zu sehen, dass das rechte Schambein leicht angebrochen ist. Das heilt laut Arzt von alleine. Bin froh, dass es keine Hüftarthrose ist. Die Schmerzen haben schon deutlich nachgelassen.

Krankschreibung wurde bis 20.2.22 verlängert.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: Frauenpower am 07:13:22 Mo. 14.Februar 2022
Leg die Beine hoch und mach dich lang undlass es dir gut gehen! Gute Besserung!
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 10:37:25 Mo. 14.Februar 2022
Danke!

Bin mittlerweile auch schmerzfrei.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 20:22:28 Mi. 09.März 2022
Wollte eigentlich diese Woche Urlaub machen. Aber seit heute bin ich wieder krank geschrieben wegen einer Schleimbeutelentzündung am linken Ellenbogen. Wenn die Antibiotikatherapie nicht anschlägt, muss der Schleimbeutel eventuell operativ entfernt werden. Schöne Scheiße!

Am Freitag muss ich wieder zur Kontrolle zum Arzt und werde mehr erfahren.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: cyberactivist am 23:24:03 Mi. 09.März 2022
Gute Besserung!
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 00:35:32 Do. 10.März 2022
Danke!
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: BGS am 16:16:22 Do. 10.März 2022
Gute Besserung!

Dito aus Schnee & Eis.

Habt ihr eigentlich einen Betriebsarzt?

MfG

BGS
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: Onkel Tom am 17:04:27 Do. 10.März 2022
Gute Besserung. Arm im Dreiecktuch oder wie handhabst Du das ?
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 17:09:52 Do. 10.März 2022
Danke.

Wir haben eine Betriebsärztin.

Der Hausarzt hat um den Ellenbogen einen Feuchtverband angelegt.
Titel: Re: Chefduzer und Betriebspolitik
Beitrag von: counselor am 12:46:05 Sa. 09.April 2022
Die Wunde ist nun nach viereinhalb Wochen fast verheilt. Bin nächste Woche noch krank geschrieben und muss ab 19.4.22 wieder arbeiten.