Der Plan ist übererfüllt - Arbeitslosigkeit sinkt laut Arbeitsverwaltung durch Hartz IV um 1,7 Milli

Begonnen von Sybilla, 13:37:20 Di. 08.April 2008

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Sybilla

Der Plan ist übererfüllt - Arbeitslosigkeit sinkt laut Arbeitsverwaltung durch Hartz IV um 1,7 Millionen
Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel Vorsitzende der Bundesregierung, Parteivorsitzende der CDU Mitglied des Deutschen Bundestags ist mit Sicherheit über die Mitteilung aus dem Ministerium für Arbeit und Soziales des Herrn Bundesminister für Arbeit und Soziales Olaf Scholz, Mitglied des Bundestags, Mitglied des SPD-Parteivorstands sehr erfreut. Laut Pressemeldungen teilen der Beamtete Staatssekretär Mitarbeiter des Bundesministerium für Arbeit und Soziales Detlef Scheele, Mitglied der SPD, sowie der Vizepräsident der Bundesanstalt für Arbeit; Mitglied des Vorstandes der Bundesagentur für Arbeit (BA) Heinrich Alt und das Geschäftsführende Präsidialmitglied und Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetage Stephan Articus , Gründungsmitglied des Kreis der IZA Policy Fellows (IZA) ehemaliger Verwaltungsrat und Vorstand der Bundesanstalt für Arbeit, sowie im Konjunkturrat des Bundeswirtschaftsministeriums. Klaus Zumwinkel is President of the Institute for the Study of Labor (IZA) and CEO of Deutsche Post World Net, Bonn. teilen folgende Erfolgsbilanz mit:

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen sank in den letzten zwei Jahren um 700.000 auf 2,3 Millionen. Die Arbeitslosigkeit insgesamt ging seit 2005 um 1,7 Millionen zurück
.

In den News – Bänder der Nachrichtsender in den Hauptnachrichtensendungen sowie in Rundfunk und neoliberaler Mainstream Presse wird die frohe Botschaft der politischen Machthaber und hohen Beamten sowie Mitglieder von Wirtschaftsinstituten mit neoliberaler Stilistik wie Aufschwung, Wachstum, robuste Konjunktur von vielen ohne kritische Überprüfung übernommen und wunschgemäß verkündet.
Durch das Verschweigen wichtiger aber negativer Informationen und Zahlen, aber auch durch deren Verhüllung hinter positiven Wortschöpfungen und Zahleninterpretationen sowie durch die Hervorhebung prinzipiell unwichtiger Meldungen wird dem Bürger durch viele Medien ein nicht authentisches Bild der Realität vermittelt. Stattdessen vermitteln die Medien unisono die Bilder und Zahlen die die Bundesregierung sehen möchte die Medien betreiben im Auftrag der neoliberalen Obrigkeiten aus Wirtschaft und Politik Illusionsbau und Wirklichkeitsverdrängung.


Der Vergleich der absoluten Märzahlen der BA Berichte von 2005 versus 2008 spricht eine andere Sprache, als die offizielle Verlautbarung suggeriert.
Die Zahl der Leistungsberechtigten *vorläufige Werte des BA Berichts März Seite 45

*Die Zahl der ALG I Leistungsberechtigten beträgt im März 2008 _1.059.979
*Die Zahl der ALG II Leistungsberechtigten beträgt im März 2008 _5.153.034
*Die Zahl, der Sozialgeld Leistungsberechtigten beträgt im März 2008 _ 1.933.095
= * 8.146.108 Leistungsberechtigte März 2008

versus

= * 8.050.786 Leistungsberechtigte März 2005
(BA Bericht März 2005 Seite 23)
LEISTUNGSEMPFÄNGER (siehe Hinweise)

*- Arbeitslosengeld s 1.966.426
*- Arbeitslosengeld II s 4.493.864
*- Sozialgeld s 1.590.496


Im März 2008 beträgt Arbeitslosigkeit (mit statistisch erfassten Ein Euro Jobs) 3.796.088 . bestehend aus (3.507.436 Arbeitslose (Seite 45 BA Bericht März 08) + * 288.652 Ein Euro Jobs ( BA Bericht März2008 Seite 69 ) 1 Euro Jobs des BA Berichts. *3) Es ist von einer deutlichen Untererfassung auszugehen, ...(z. B. haben für 2007 nur ca. 16% der ARGEn Daten zum Einsatz der flankierenden Leistungen erfasst).
Die Zahl der Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumenten (Seite 69 BA – Bericht 3/08) ist von 1.468.502 Personen im Februar 08 um 43.899 Personen auf 1.512.401 Personen im März 2008 angestiegen. Das heißt rund 40 % des Rückgangs der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit von Februar zu März 08 wurde weder durch die Konjunktur noch durch Nachfrage von Arbeitskräften erreicht sondern durch die Ausweitung der arbeitsmarktpolitische Instrumente.

Mit offenen Augen und analytischen Denken könnte jeder erkennen das der Hartz IV Erfolg nur aus einen bestimmten Denken der Arbeitsverwaltung heraus als Erfolg gewertet werden kann.
Für die Solidargemeinschaft der Steuerzahler (sie finanziert immerhin diesen zweifelhaften Erfolg indem sie die 1,3 Millionen Niedrigstlohnjobs mit ergänzenden ALG II aufstockt) für die Niedrigstlohnjobber und für die von Hartz IV Betroffenen ist Hartz IV alles andere als ein Erfolg!
Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.

Postaldude

@Sybilla
Wird da nicht auch irgendwann die EU Alarmschlagen?
Mir ist nicht bekannt das es in anderen EU Staaten eine ähnliche großflächige subventioniererei der nationalen Industrie gibt, dass stellt doch einen nicht unerheblichen Wettbewerbsvorteil dar.

Mir ist da auch ein Fall bekannt eines Polnischen Betriebes der sich in Deutschland angesiedelt hat da die Löhne hier mittlerweile vergleichbar werden und er aufgrund dieser Subventionspraktiken doch einen beachtlichen Wettbewerbsvorteil hat von ,,Made in Germany" mal ganz zu schweigen.

Gruß

PD
live is a mountain railroad, crossing down the edge


Sybilla

Die neoliberalen Arbeitsmarkt - Reformen bedeuten für viele Arbeitnehmer das früher oder später aufgrund prekärer Arbeitsverhältnisse in Armut abrutschen.

Der Weg in Krankheit und Altersarmut ist vorgezeichnet.

Landesbischöfin: Kinder in Armut bei Einschulung unterstützen

Der Zweiklassenstaat. Wie die Privilegierten Deutschland ruinieren.

Bundesrechnungshof bestätigt DGB-Position: Ein-Euro-Jobs werden missbraucht

Aufschwung nur ein "Scheinsieg"

Mindestlohn, Armutslohn, gar kein Lohn

Working Poor in Deutschland  - Trotz Doppeljobs leben viele Menschen an der Armutsgrenze

Das Burnout-Syndrom -,,Wenn man eine Kerze an beiden Seiten anzündet, mag sie eine Zeit doppelt so viel Licht spenden - aber sie ist auch doppelt so schnell abgebrannt!"   Myron Rush

THEMA: DGB WARNT VOR ALTERSARMUT
Zeitbombe Rente



Die Obrigkeiten der Politik lassen in vielen Medien die frohe Botschaft des gefühlten Wirtschaftswachstum verkünden. Es ist zwar kein Wachstum das im Vergleich zum Vorjahr erzielt wurde. Es ist kein Wachstum dass besonders stark wäre. Nein die Wirtschaft verzeichnet ein Quartalswachstum von enormen 1,5 % ich frage mich wann kommt der Monats- oder Wochenvergleich – Dann heißt es die Wirtschaft ist in der letzten Woche um x,x % gewachsen. Eine gefühlt positive Meldung mit NULL Aussagekraft weil in kurzen Zeiträumen immer wieder Sondereffekt auftreten. So auch im 1. Quartal 2008

Aber wie erleben die Bürger, die Fakten der Lebensrealität die nicht durch statistische Winkelzüge beeinflussbar ist.

 Zuerst ein Blick auf die Kinder

ZitatDie Einschulung eines Kindes kostet mit Schulranzen, Arbeitsmaterial sowie Schreibtisch, Stuhl und Leuchte rund 600 Euro. Wenn ein Kind von Eltern im Niedrigstlohnbereich oder von Eltern die als (Aufstocker) ergänzendes ALG II erhalten eingeschult werden sind diese 600 Euro nur schwer finanzierbar. Falls Eltern nur die Grundsicherung Hartz IV- ALG II erhalten sind sie außer Stande diese Einschulungskosten zutragen.

Landesbischöfin: Kinder in Armut bei Einschulung unterstützen

Bildung sei ein zentraler Punkt im Kampf gegen Armut, leider erhalten die Kinder aus armen Familien aufgrund fehlender finanzieller Mittel die schlechtesten Startchancen für eine gute Bildung.

Karl Lauterbach schreibt in den Buch: Der Zweiklassenstaat. Wie die Privilegierten Deutschland ruinieren. ,,Die in Deutschland grundgesetzlich verbürgte Chancengerechtigkeit ist in Wirklichkeit nicht vorhanden."

Falls es in Deutschland etwas zu verteilen gibt das muss das in die Bildung unserer Kinder investiert werden im Besonderen in die Bildung der Kinder aus prekären sozialen Verhältnissen. Aber nicht in die Diätenerhöhung der Bundestagsabgeordneten.

Warum leben in Deutschland so viele Kinder in Armut?

Der Grund dafür findet sich ohne jeden Zweifel in den Arbeitsmarktreformen und der Folgen.

Die Hartz IV Grundsicherung die einen Regelsatz von 347 Euro bei Kindern 80 % bzw 60% des Regelsatzes festlegt, gestattet nur ein Leben mit Grundbedürfnissen kulturelle oder soziale Aktivitäten sind mit diesen Regelsätzen nur sehr eingeschränkt oder gar nicht möglich.

Auch das Konstrukt der Ein Euro Jobs schadet den Arbeitsmarkt mehr als es den einzelnen durch eine Arbeitsgelegenheit nützt.

ZitatBundesrechnungshof bestätigt DGB-Position: Ein-Euro-Jobs werden missbraucht
DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach bezeichnete das Ergebnis der Bundesrechnungshof-Prüfung als "schallende Ohrfeige für die Politik". Sie kritisierte, dass die Bundesregierung nicht tätig geworden sei, obwohl der Rechnungshof die Praxis bei den Ein-Euro-Jobs schon im letzten Jahr bemängelt hatte.
In zwei Dritteln aller Fälle seien die Fördervoraussetzungen nicht erfüllt, meist handele es sich zudem bei den geförderten Tätigkeiten um reguläre Aufgaben der öffentlichen Hand. So sollten reguläre Arbeitskräfte gespart oder haushaltsbedingter Personalmangel ausgeglichen werden, berichtet die Bonner Finanzkontrollbehörde.
Keine Überprüfungen der Maßnahmen
Neben Mitnahme von Fördergeldern in sechs von zehn Fällen, kritisiert der Rechnungshof ferner einen lockeren Umgang mit Geld im Hinblick auf die "Freien Eingliederungsleistungen" - hier flossen 2007 600 Millionen Euro in zumeist nicht innovative Förderungen oder ungeeignete Ausbildungsmaßnahmen. "Die Grundsicherungsstellen", so der Bundesrechnungshof in seinem Prüfbericht, unterließen es grundsätzlich, den Erfolg und die Wirkung der einzelnen Maßnahmen zu überprüfen.
http://www.dgb.de/2008/05/ein_euro_job/

Als ebenfalls völlig fatal zeigt sich das Konstrukt des ergänzenden ALG II (Aufstocker) die Solidargemeinschaft der Steuerzahler wird mit rund  3 Mrd. pro Jahr zur Kasse gebeten nur damit die Grundsicherung von rund 1,3 Mio Aufstockern abgesichert wird.
Das ,,Aufstocker" nur minimale Rentenanwartschaften erhalten ist ein nicht zu vernachlässigender Nebeneffekt.

ZitatAufschwung nur ein "Scheinsieg"
Linke Ökonomen warnen vor Schönfärberei: Deutschland sei viel zu stark von Exporten und damit von der Lage in anderen Ländern abhängig.

Berlin - Die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik sieht Deutschland in eine Rezession abrutschen, wenn kein grundsätzliches Umdenken stattfindet. Den derzeitigen Aufschwung bezeichneten die linken Wirtschaftswissenschaftler, die ihr Memorandum 2008 am Montag in Berlin vorstellten, als ,,Scheinsieg". ,,Es gab quantitative Zuwächse, aber ihre Qualität spottet jeder Beschreibung", sagte Heinz-Josef Bontrup. So sei die Arbeitslosigkeit 2007 gegenüber dem Vorjahr zwar gesunken, dafür bezögen mehr als ein Fünftel aller Erwerbstätigen Niedriglohn. ,,Bei dieser Beschäftigungsart steht Deutschland an der kontinentaleuropäischen Spitze", sagte Karl-Georg Zinn.

Dieser ,,Scheinsieg" zwingt immer mehr Arbeitnehmer in mehrere Jobs/Minijobs (Working Poor)


ZitatWorking Poor in Deutschland  - Trotz Doppeljobs leben viele Menschen an der Armutsgrenze


Working Poor in Deutschland trotz Doppeljobs leben viele Menschen an der Armutsgrenze Um fünf Uhr morgens trägt Tanja Schomann Zeitungen aus. Das ist der erste ihrer beiden Jobs, denn die Frau gehört zu den Millionen Menschen, die heute in Deutschland für einen Billiglohn arbeiten. Um sieben Uhr weckt sie ihre Kinder. Die gemeinsame Zeit ist kostbar, denn schon bald nach dem Frühstück muss die allein erziehende Mutter zu ihrer nächsten Arbeit, einem Vollzeitjob als Putzfrau.

Und auch die Folgen dieses ,,Scheinsieges" werden die Arbeitnehmer und die Beitragszahler teuer bezahlen.

ZitatDas Burnout-Syndrom
 
,,Wenn man eine Kerze an beiden Seiten anzündet, mag sie eine Zeit doppelt so viel Licht spenden - aber sie ist auch doppelt so schnell abgebrannt!"    Myron Rush

Burnout bedeutet "ausgebrannt sein" und ist das Endstadium eines langsam schleichenden Prozesses. Kein kurzfristiger Zustand, sondern eine lang andauernde EMOTIONALE UND GEISTIGE ERSCHÖPFUNG.
Es ist die Folge von dauerhaften negativem Stress und dem Verbrauch der inneren Leistungsreserven. Ein jahrelanges Missverhältnis zwischen den Leistungsanforderungen an sich selbst, den Anforderungen der beruflichen und privaten Umwelt, dem eigenen Energiehaushalt und den erlernten Bewältigungsstrategien. Durch eine härter werdende Arbeitswelt wird dieser Prozess noch unterstützt. Immer mehr Mischen erwischt es.
http://www.das-burnout-syndrom.de/

Natürlich fallen viele der im Niedrigstlohnbereich beschäftigten auch in Altersarmut

Ein heute 40 jähriger der heute 1000 € Rente erworben hat aber heute 1100 € Monatsausgaben hat die er mit der Grundsicherung als Hartz IV Aufstocker abdeckt, hat in 27 Jahren bei einer 2 % igen Inflation einen Rentenbedarf von ca. 1800 € und somit einer Unterdeckung von ca. 800 € durch das arbeiten im Niedrigstlohnbereich als Hartz IV Aufstocker steigt die gesetzliche Rentenhöhe nicht weiter an sondern sinkt aufgrund der Rentenformel weiter ab.
Alleine um die  Rentenlücke von 800 € zu schließen müsste ein heute 40 jähriger bei einer Nettorendite von 5,5 %  rund 400 € pro Monat private Rentensparrate leisten.
Das ist ein für einen Hartz IV Aufstocker nicht zuleisten Altersarmut ist vorprogrammiert.

Rentenrechner:
http://www.mlp-rentenrechner.de/kundenservice

THEMA: DGB WARNT VOR ALTERSARMUT
Zeitbombe Rente


Was hilft diesen Kinder,Arbeitnehmer, Rentner ein Quartalwachstum der deutschen Wirtschaft von 1,5 %?

NICHTS !!!
Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.

BakuRock

...... aber auch unsere "Gegenueber" kennen natuerlich diese Zahlen und die Schicksale, die dahinter stehen.

Dennoch, die "Damen und Herren", die sich z.B. an der Cote àzur aufhalten, fassen sich deshalb nicht mal an den H...tern......



Was denen allerdings wohl nicht egal sein wird ist, dass immer mehr Menschen auf Transferleistungen ohne Gegenleistungen angewiesen sein werden, ja - jetzt schon sind = /"Das viele schoene Geld..........."*/

Was koennen sie dagegen tun? - Die "Ueberfluessigen" beseitigen......lassen..... ?

Nun, wenn es zu Aufstaenden kommen wird, da konnten sie sich auf die deutsche Ratspraesidentin ja voll verlassen - dann koennen sie auf die EU-Regelung vertrauen, dass geschossen/erschossen werden darf.

Zynischer geht es es nicht mehr........................
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