Der Kleinvermieter - Mensch wie du und ich

Begonnen von counselor, 11:35:44 So. 14.September 2025

⏪ vorheriges - nächstes ⏩

counselor

Der Kleinvermieter - Mensch wie du und ich

Vielleicht bist du gerade verzweifelt, weil es mit der Wohnungssuche in Berlin, München, Frankfurt oder Düsseldorf nicht so gut läuft und du dich auf deine bevorstehende Wohnungslosigkeit vorbereitest. Oder weil du zwar eine Wohnung hast, für diese aber 50% deines Einkommens als Miete zahlen musst. Wenn dem so sein sollte, lass dich vom Gedanken daran trösten, dass andere aber noch viel schlimmer dran sind als du - bspw. die armen Kleinvermieter.

Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Frauenpower

Mietnomaden - auch Menschen wie du und ich! Und sog KleinvermieterInnen bleiben auf sämtlichen Kosten sitzen!!



krapotke

Ich möchte hier gerne das folgende Familienmodell hinzufügen:

Eine junge Familie baut ein Haus. Die Großeltern beteiligen sich an den Baukosten. Im Gegenzug wird das Haus um zwei Einliegerwohnungen erweitert, die den Großeltern als familiennaher und kostenfreier Alterssitz dienen sollen, wenn sie auf Unterstützung angewiesen sind. Vor dem Einzug der Großeltern und nach deren Auszug stehen die Wohnungen dann leer. Wie soll die junge Familie diesen Wohnraum nun nutzen? tatsächlich liegt hier die Vermietung nun nahe.
,,Das habe ich getan" sagt mein Gedächtnis. "Das kann ich nicht getan haben" sagt mein Stolz und bleibt unerbittlich. Endlich gibt das Gedächtnis nach.        Friedrich Nietzsche

counselor

ZitatMietnomaden - auch Menschen wie du und ich! Und sog KleinvermieterInnen bleiben auf sämtlichen Kosten sitzen!!

Studien und Branchenangaben gehen davon aus, dass echte vorsätzliche "Mietnomaden"-Fälle selten sind. Die öffentliche Wahrnehmung dieses von den Medien aufgebauschten Problems ist völlig verzerrt. Gesamtgesellschaftlich ist es eher ein Randproblem. Die eigentlichen Probleme am Wohnungsmarkt sind:

  • Wohnungsmangel
  • steigende Mieten
  • hohe Baukosten
  • fehlender sozialer Wohnungsbau
  • Konflikte zwischen Mieterschutz und Investitionsanreizen

ZitatEine junge Familie baut ein Haus. Die Großeltern beteiligen sich an den Baukosten. Im Gegenzug wird das Haus um zwei Einliegerwohnungen erweitert, die den Großeltern als familiennaher und kostenfreier Alterssitz dienen sollen, wenn sie auf Unterstützung angewiesen sind.

So verfährt meine Cousine mit ihrer Mutter, meiner Tante. Sie baut ein Haus, in dem meine Tante dann ein großes Zimmer bekommt und meine Tante beteiligt sich im Gegenzug an den Baukosten.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

Mein Mitleid mit "Kleinvermietern" hält sich in Grenzen.

Ich halte Eigentum an Wohnraum grundsätzlich für ein Problem.
In den Städten werden massenhaft Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt.
Ich halte auch den Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern am Stadtrand für problematisch, nicht nur aus ökologischen Gründen.

Das Sein bestimmt das Bewußtsein.
Diese ganze Eigentumsscheiße vergiftet das Denken. Leute glauben, man könne aus Geld mehr Geld machen. In Wirklichkeit wird das Geld jemandem weggenommen. Die Profite von Unternehmern werden den Arbeitern vorenthalten. Die Profite von Vermietern gehen auf Kosten der Mieter. Spekulantenpack.

Genossenschaftliches Wohnen ist eine Alternative. Genossenschaften haben nicht die Maximierung des Gewinns zum Ziel.

Kuddel

Zitat von: krapotke am 09:41:18 Do. 07.Mai 2026kostenfreier Alterssitz

Das Problem ist die sich verschlechternde Altersversorgung.

ZitatMerz kippt Renten-System – Risiko wandert vom Staat zum Einzelnen
https://www.merkur.de/wirtschaft/staat-zum-einzelnen-merz-kippt-renten-system-risiko-wandert-vom-zr-94292332.html

Die Angst der Menschen vor Altersarmut ist berechtigt und der Versuch, dagegen vorzusorgen, ist verständlich.

Die Zerschlagung der sozialen Absicherungen ist das eigentliche Problem. Man kann dem Einzelnen keine Vorwürfe machen, individuelle Lösungen zu suchen. Als politisch denkende Menschen sollten wir wissen, daß ein kollektiver Kampf gegen den Sozialkahlschlag die notwendige Konsequenz ist.

Frauenpower

Es gibt aber auch  dieses Modell: Handwerkerberuf, Selbstständigkeit, Arbeit von morgens bis abends, Kredit(e) aufnehmen, ein "günstiges" , ("gebrauchtes") Haus kaufen, ggf muss das Haus bzw der Kredit abgezahlt werden, man vermietet und irgendwann kommt die Miete nicht mehr, es wird aber weiter Strom und Wasser verbraucht..

Das die Miete nicht kommt, weil jemand zuviel Geld hat ist schon klar.

Sicherlich sollte da ungedacht werden. Finde es auch komisch, wenn Privatleute dafür zuständig sein sollen, dass Menschen das notwendige Dach über dem Kopf erhalten. Und wenn es der Staat macht, dann frei von sonstigen Einmischungen.

Oder kommunalen Wohnungsbau fördern.

  • Chefduzen Spendenbutton