Ukrainekrieg - Friedens- und Antikriegsbewegung

Begonnen von admin, 14:18:10 Sa. 12.März 2022

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admin

Der Krieg mag zwar in der Ukraine zu einem Erstarken des Nationalismus geführt haben, aber es gibt auch dort Kriegsdienstverweigerer, bzw. Deserteure.

In Rußland gibt es trotz extremer Repression beeindruckende Antikriegsproteste. In der russischen Armee gibt es auch Deserteure und Menschen, die versuchen die Kriegsmaschinerie zu sabottieren.

Weltweit gibt es Antikriegsproteste.

In diesem Strang können Meldungen zu diesen Themen zusammengestellt und diskutiert werden.

Kuddel

ZitatBei neuen Demonstrationen gegen den Krieg in der Ukraine sind in Russland nach Angaben von Bürgerrechtlern landesweit mehr als 130 Menschen festgenommen worden. Zu den Festnahmen sei es bei Protesten in 21 Städten gekommen
https://www.zeit.de/politik/ausland/2022-03/proteste-gegen-ukraine-krieg-demos-deutschland

BGS

Zitat
Ny demonstration för Ukraina samlade folk i Åbo
13.03.2022 15:05

Under söndagen ordnades en ny demonstration i Åbo för fred i Ukraina.

Demonstranterna vill visa sitt stöd för Ukraina och säga nej till kriget och den ryska aggressionen i Ukraina.

Demonstrationen pågår mellan klockan 14-16.

Uppskattningsvis var några hundra på plats framför domkyrkan strax efter klockan 14.

För två veckor sedan ordnades en liknande demonstration mot kriget i Ukraina. Den samlade tusentals framför Åbo domkyrka.

Dagens demonstration ordnades av den ideella föreningen Toivon solmut som bland annat vill öka finländares kännedom om olika kulturer.

Quellle: https://svenska.yle.fi/a/7-10014130

=

Erneute Demonstration für die Ukraine brachte Menschen in Åbo zusammen
13.03.2022 15:05

Am Sonntag wurde in Åbo erneut eine Demonstration für Frieden in der Ukraine organisiert

Die Demonstrierenden wollen Ihre Unterstützung für die Ukraine deutlich machen und "Nein" zu sowohl dem Krieg, als auch den russischen Agressionen in der Ukraine sagen.

Die Demo findet zwischen 14 bis 16 Uhr statt.

Schätzungsweise ein paar hundert Menschen fanden sich ab 14 Uhr auf dem Platz vor der Domkirche ein.

Vor zwei Wochen  gab es eine ähnliche Demonstration gegen den Krieg in der Ukraine an gleicher Stelle. Es kamen mehrere tausend Leute vor der Domkirche zusammen.

Die heutige Demonstration wurde vom Verein "Toivon solmut" angemeldet, der u. a. das Wissen hinsichtlich verschiedener Kulturen in Finnland erweitern will.

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Kuddel

ZitatEine Friedenspolitik, die ihren Namen verdient, braucht nicht weniger als eine globale Umverteilung, für die ein rechtlicher Rahmen geschaffen werden muss.
aus dem Redebeitrag von Anne Jung (medico international) auf der Antikriegsdemo am 13.3.2022

Kuddel

Man muß sich erstmal die Verwirrung bei den Antikriegsdemos reinziehen.

ZitatNach Angaben der Veranstalter – einem Bündnis aus Gewerkschaften, Kirchen und Friedensgruppen – nahmen insgesamt rund 125.000 Menschen an Demonstrationen und Kundgebungen in Berlin, Frankfurt am Main, Leipzig, Stuttgart und Hamburg teil. Die größte Protestveranstaltung, unter dem Motto ,,Stoppt den Krieg", fand in Berlin mit 60.000 Teilnehmern statt. In Stuttgart versammelten sich rund 35.000 Menschen. Sie hielten Schilder mit Aufschriften wie ,,Stopp Putin" und ,,Russland raus aus der Ukraine" in den Händen. In Hamburg kamen etwa 10.000 Menschen zusammen. Dort wurde die Veranstaltung mit der ukrainischen Nationalhymne eröffnet.
https://www.deutschlandfunk.de/mehr-als-100-000-menschen-protestieren-in-mehreren-deutschen-staedten-gegen-krieg-in-der-ukraine-102.html

Ich kann verstehen, wenn sich Ukrainer von einem Nationaltaumel mitreißen lassen. Ich finde es aber nicht gut oder richtig, sondern kontraproduktiv und gefährlich. Ich würde Ukrainern mit Ukrainefahne keine Prügel androhen. Deutschen "Friedensbewegten" schon. Nationalismus ist Gift. Friedensfreunde, die sich auf die seite einer Kriegspartei stellen? Was soll dieser bekoppte Scheiß? Wir sollten auf der Seite der Ukrainer stehen und aller anderen Menschen, die unter dem Krieg leiden. Wir sollten auch mit den Russen solidarisch sein, die den Krieg nicht wollen, die demonstrieren, desertieren, die Wehrkraft zersetzen und sabottieren!

Wer eine EU Fahne trägt, könnte genauso gut eine Nato-Fahne tragen.

Beim Einkauf vorhin war von der Supermarktkette auch alles mit blaugelben Soldiaritätsplakaten behängt.

Unser Stadttheater hat an seiner Außenfront eine Ukraineflagge hängen. Unser städtisches Kulturzentrum ebenfalls. Die Kulturspackos sind scheinbar völlig verblödet. Die könnten von mir aus eine Friedenstaubenfahne hissen, ein Peace-Zeichen, eine Pace-Regenbogenflagge. Aber doch nicht eine Nationalfahne!!!

Ich muß denen wohl ne beleidigende Mail schicken.

Und man ließ auf einer "Friedensdemo" den Transatlantiker Reiner Hoffmann reden. Finde ich so ähnlich, als hätte man bei einer Antifademo einen Nazi auf der Rednerliste. Und der DGB Chef hatte folgendes Versprechen auf Tasche: ""Wir werden dafür sorgen, dass die Zugänge zum Arbeitsmarkt für sie offenstehen." Das will der Unternehmerverband auch. Ukrainer sind schön billig.

Neben diesen verkackten Fahnen machen mich auch die Forderungen nach Sanktionen und Waffenlieferungen fertig. Es sind schon derartige Mengen an Nato-Waffen in dem Kriegsgebiet, daß man bereits von einem Krieg zwischen Nato und Rußland sprechen kann.

ZitatIn Norwegen hat die größte Militärübung der Nato in diesem Jahr begonnen.

An dem Manöver mit dem Namen ,,Cold Response" nehmen rund 30.000 Soldaten aus 27 Nationen teil. Beteiligt sind zudem 200 Flugzeuge und 50 Schiffe. Auch Norwegens Nachbarn und enge Partner der Nato, Schweden und Finnland, beteiligen sich an der Übung. Deutschland ist mit dem Kriegsschiff ,,Berlin" und seiner 200-köpfigen Besatzung vertreten. Trainiert werden soll die Verteidigung Norwegens. Das Manöver dauert bis zum 1. April und war schon lange vor Russlands Invasion in der Ukraine geplant.
https://www.deutschlandfunk.de/in-norwegen-beginnt-groesstes-nato-manoever-102.html

Zitatwurde die Veranstaltung mit der ukrainischen Nationalhymne eröffnet
Seid ihr noch ganz dicht!?!

counselor

ZitatAKTUELLER AUFRUF DES INTERNATIONALISTISCHEN BÜNDNISSES - Für eine neue Friedensbewegung gegen jede imperialistische Aggression!

Der Bündnisrat des Internationalistischen Bündnisses (InterBündnis) hat unter der Überschrift "Bauen wir eine Front auf, um einen 3. Weltkrieg zu verhindern! Für eine neue Friedensbewegung gegen jede imperialistische Aggression!" einen Aufruf veröffentlicht.

Quelle: https://www.rf-news.de/2022/kw11/fuer-eine-neue-friedensbewegung-gegen-jede-imperialistische-aggression
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Onkel Tom

Zitat aus dem rf-Artikel :

Zitat
...
Wir, die Unterzeichnenden, verpflichten uns zu einer aktiven antimilitaristischen und Antikriegspropaganda. (...) Wir bauen gemeinsam über weltanschauliche Grenzen hinweg an einer neuen Front in Deutschland als Teil der internationalen Einheitsfront gegen Rechtsentwicklung, Faschismus und Krieg und zum Kampf um den Weltfrieden.
...

Oh haua.. Wie kann man mittels Fronten Frieden schaffen ? "Front" passt zum Krieg und nicht zum Frieden..  ::)
Lass Dich nicht verhartzen !

counselor

Einheitsfront ist schon der richtige Ausdruck.

Wir leben in einer Klassengesellschaft. Solange es Klassen mit gegenläufigen Interessen gibt, gibt es Klassenkampf mit entsprechenden Fronten.

,,Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen" —  Warren Buffett

Quelle: https://beruhmte-zitate.de/zitate/126606-warren-buffett-es-herrscht-klassenkrieg-richtig-aber-es-ist-mei/

Ich weiß, wo meine beschissenen Arbeitsbedingungen herkommen.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Frauenpower

Fällt mir gerade ein zu # 6/ #7


https://youtu.be/Cyw2vROE-j8

Aber Onkel Toms Einwurf wegen der "Front" finde ich schon passend. Einen Kommunismus wie die mlpd anstrebt sehe ich kritisch. Der Theorie und manchem Engagement auf dem Weg dorthin kann ich gelegentlich was abgewinnen. Mehr aber auch nicht.
https://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/schueler-schlagen-alarm-was-die-mlpd-bei-fridays-for-future-treibt/25496968.html
Allein am Umgang mit FFF der bei mir vor Ort der selbe ist, ist die mlpd sogar ablehnenswert für mich. Es drängt sich mir die Haltung auf: Wer nicht für uns ist ist gegen uns und wird auch so behandelt. Und ob das Schüler_innen sind, interessiert  dabei auch nicht. Die bringen   Massen auf die Straße und die verleiben wir uns ein, komme was da wolle.

Worte wie "Friedenskämpfer_in" oder "Friedenskrieger_in" Die man manchmal allgemein hier und da hört, finde ich auch unpassend. 

Polens Vorschlag einer Nato-Friedenstruppe finde ich auch komisch.  Ich tendier dazu,  mich dagegen zu entscheiden.
https://www.presseportal.de/pm/59019/5172730

@#4 : guter Gedanke. Die Fahne mit der Friedenstaube sollte genügen für Friedensbewegte.
@Kuddel: es muss keine beleidigende Mail sein! Das würde Fronten eher aufbauen und kapiert ist von dem was du mitteilen willst unter Umständen nichts und schnell ist die Schublade von linken Spinnern geöffnet.
Die respektvolle, sachlich-verbale Darstellung deiner Meinung zur Beflaggung reicht! Wir brauchen nicht noch mehr gegeneinander.
Es soll Kommunikation, Austausch, Verständnis  für die jeweiligen Anliegen und Beweggründe entstehen.
Es geht auch darum, in dauerhaften Austausch zu kommen, und nicht mal nur für was spontan  Hingeworfenes.

Allerdings muss es auch nicht gleich Nationalismus-Denke in sich bergen, wenn 🇺🇦 flaggt. Das soll auch heißen: dass man gegen den Angriff Russlands auf die Ukraine ist.

@Counselor: Menschen sind auch individuell veranlagt. Diversität ist das Motto und Ziel der Zeit,das muss gemeinsamen Zielen nicht im Wege stehen,aber es müssen nicht immer alle gemeinsam für alle Ziele sein.

Könnte der Homogenisierungsgedanke kommunistischen Kollektivdenkens nicht auch falsch, sogar rückschrittig sein, zumindest in Teilen?


counselor

Mit dem undemokratischen und grundgesetzwidrigen Verbot, Parteifahnen zu zeigen, nervt die fff-Bewegung ziemlich. Dieses Verbot ist antikommunistisch motiviert. Es geht der MLPD beim Zeigen von Parteifahnen nicht darum, sich fff einzuverleiben. Das kann die MLPD als kleine Partei gar nicht. Es geht vielmehr darum, dass die an der Demo teilnehmenden Organisationen für jedermann offen kenntlich sind. Bei fff würde dann jedem auffallen, dass die Bewegung von den Grünen bzw deren Parteijugend dominiert wird.

Die MLPD hat auch eine Antwort auf den antikommunistischen Tagesspiegel-Artikel von dem Arschloch Sebastian Leber veröffentlicht
https://www.rf-news.de/2020/kw06/schauermaerchen-verschnitt-statt-serioesem-journalismus

Im Kommunismus gilt jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen. Das ist etwas ganz anderes als Homogenisierung bzw Gleichmacherei.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

*seufz*

@Frauenpower, hast du dir das Einheitsfrontlied überhaupt angehört und weißt du, worum es dabei geht?

(Es wurde von Bertolt Brecht (Text) und Hanns Eisler (Musik) geschrieben. Der aus Kiel stammende Ernst Busch war der bekannteste deutsche Interpret von Arbeiterliedern.)

Das Problem der deutschen Arbeiterbewegung war die Spaltung zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten. In einer "Einheitsfront" beider Strömungen hätte man den Faschismus schlagen können und uns wären 2. Weltkrieg und Holocaust erspart geblieben.

Das Lied ruft auf zur Überwindung der ideologischen Gräben und zum Zusammenhalt der Klasse auf. Und weil das Wort "Klasse" oder "Arbeiterklasse" in den Ohren einiger bereits ideologisch klingt, Zusammenhalt der einfachen Menschen:

"Und weil der Mensch ein Mensch ist
Drum braucht er was zum Essen, bitte sehr
Es macht ihn kein Geschwätz nicht satt
Das schafft kein Essen her...
... Drum braucht er auch noch Kleider und Schuh'"

Dieser Zusammenhalt der einfachen Menschen (grenzübergreifend!) sollte die Basis einer Bewegung gegen den Ukrainekrieg sein, der schon längst ein Krieg zwischen zwei Machtblöcken geworden ist.

Aber eine Einheit, ein Zusammenhalt, ist scheinbar auch hier nicht möglich. Der Antikommunismus ist in dieser Gesellschaft derart verwurzelt, da richtet man lieber all seine Wut auf eine Popelpartei wie die MLPD und läßt die Herrschenden in Ruhe an einem 3. Weltkrieg basteln.

Der Antikommunismus treibt sein Unwesen unter Leuten, die sich als "links" bezeichnen und in der Community dieses Forums.


Sicherlich ist ein Grund dafür, daß es zu Zeiten des Kalten Krieges kaum möglich war, über die Irrungen und Wirrungen kommunistischer Parteien und die Verbrechen, die im Namen des Kommunismus begangen worden sind, zu diskutieren und diese aufzuarbeiten. Auch heute weigern sich noch einige linke und kommunistische Organisationen, sich damit zu befassen.

Nach dem Kalten Krieg begann mit der Alternativbewegung eine Entpolitisierung, man interessierte sich nicht mehr für Klassenverhältnisse, man wollte nur noch die Alltagskultur oder seine individuelle Lebensweise ändern. Alles sollte irgendwie "alternativ" werden, man wollte "anders" leben, lieben, arbeiten, reisen, etc..

Als der Ostblock kollabierte, wollte niemand so genau wissen, warum. Das Wort "Kommunistisch" wurde mit autoritären, bürokratischen und unbeweglichen Parteien gleichgesetzt. Als es das alles nicht mehr gab, war das Thema vom Tisch, man wußte kaum mehr, was überhaupt noch "links" sein sollte. Toni Negri schwallerte von einer "Multitude", Francis Fukuyama vom "Ende der Geschichte". Da ist man mal kurz mit dem Löschmagneten über historisches und politisches Wissen gegangen.

Vielleicht wird deshalb der in einfachen Worten gehaltene Text des Einheitsfrontlieds nicht verstanden. So ist es auch möglich, daß Leute mehr Angst vor selbsternannten Kommunisten haben, als vor Kriegstreibern.

Kuddel

Zitat von: counselor am 09:59:55 Do. 17.März 2022
Mit dem undemokratischen und grundgesetzwidrigen Verbot, Parteifahnen zu zeigen, nervt die fff-Bewegung ziemlich.

*räusper*
Ich würde in einer solchen Diskussion nicht mit dem Grundgesetz argumentieren. Wenn eine Bewegung etwas in einer demokratischen Abstimmung entscheidet, würde ich es nicht als undemokratisch bezeichnen. Die Bewegung der Indignados (,Empörte'), die in ganz Spanien 2011/2012 mit Zehntausenden Plätze besetzt hat, hatte auch beschlossen, daß bei ihnen Parteifahnen nichts zu suchen hätten. Das finde ich ok. Das hat nichts mit der Ausgrenzung einer politischen Richtung zu tun.

counselor

Das Recht, Parteifahnen zu zeigen, wurde in der Revolution von 1848 erkämpft. Es ist seither ein verteidigungswürdiges grundgesetzlich geschütztes demokratisches Recht, über das sich Bewegungen nicht einfach durch antikommunistischen Beschluss hinwegsetzen können. In der Ukraine ist zum Beispiel das Zeigen kommunistischer Symbole aus antikommunistischen Motiven verboten. Wollen wir das auch in Deutschland?

Mir ist es lieber, wenn ich bei einer Demo sehe, welche Organisationen mitlaufen und wer eventuell die Strippen zieht, als wenn sich die Organisatoren hinter einem Fahnenverbot verstecken.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

Es ist ein Unterschied, ob der Staat etwas verbietet oder eine Bewegung entscheidet, wie sie protestiert.

counselor

Bewegungen sollten es vermeiden, ideengeschichtlich hinter das Grundgesetz zurückzufallen.

Wirkliche Überparteilichkeit einer Bewegung bedeutet gerade die gleichberechtigte Teilnahme von Parteien, Organisationen und Einzelpersonen - auf antifaschistischer Grundlage - mitsamt ihren Fahnen, Emblemen, Transparenten und Werbematerialien.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

Sehe ich anders. Aber hier sollte es um den Kampf gegen den Ukrainekrieg gehen.
Wir sollten bei dem Thema bleiben.

Onkel Tom

@Conselor

Naja, "Klassenkampf" klingt da schon apetittlicher wie "Einheitsfront" aber das lernt die MLPD wohl
nicht mehr und wird diesbezüglich auch gern missverstanden.

Eine "Einheitsfront" bildet sich scheinbar in der Ukraine, wo jeder Mann ran muss oder soll..
"Einheitsfront" empfinde ist auch ein bissel altmodisch und ja, im Krieg muss das wohl so sein.

Überschaubare Gruppen, die an einem gemeinsamen Strang ziehen haben sich z.B. bei
Protesten und Aktionen bewährt und kommen meinen Erfahrungen nach weniger Gruppend-
dynamischer Probleme besser.. Angenehmes Schmunzeln bei der Begegnung einer kleinen
Gruppe, die auf kreative Weise mehr erreichen können wie ein ganzer Demonstrationszug.

Sorry, ich gehöre zu den Euromayday-Infizierten.. Auch etwas altmodisch aber transferierbar  ;)

Bin vor kurzem einem begegnet, der bei Ukrainer_innen Hilfemäßig unterwegst ist und sagte
"Die Ukrainer, die noch in D sind, reisen als Partisan in die Heimat."

Wie schaut das eigendlich bei den ukrainischen Kriegsdienstverweigerern aus ?

Werden ukrainische Männer überhaupt in die EU gelassen oder ist die ekelige Frontex anbei auch mit
Pushbacks am Werk ? Russen sollen sie ja angeblich rein lassen, wo sich vermutlich gleich MAD und
Co drauf stürzen.. (Könnten ja was wissen, was millitärisch von Interesse sei..)
Lass Dich nicht verhartzen !

ManOfConstantSorrow

Antikriegsbewegung praktisch: Arbeiter gegen den Krieg!

Das Labournet hat über zahlreiche Aktionen berichtet, in denen Arbeiter Waffenlieferungen an Rußland verhindert haben.
https://www.labournet.de/?p=198737

Hier wurde auch eine Lieferung an die Ukraine verhindert:
ZitatProtest am Flughafen Pisa und im Hafen von Livorno

Arbeiter verweigern Waffenlieferung an die Ukraine


Arbeiter am Flughafen Galileo Galilei in Pisa weigern sich seit Montag, eine Luftfracht zu beladen, die als »humanitäre Hilfslieferung« für die Ukraine getarnt wird. Die Kisten enthielten keine Lebensmittel und Medikamente, sondern Waffen, Munition und Sprengstoff, teilte die Gewerkschaft Unione Sindacale di Base (USB) mit. »Wir verurteilen diese offenkundige Betrugsaktion auf das Schärfste, die auf zynische Weise die ,humanitäre Hilfe' als Vorwand benutzt, um den Krieg in der Ukraine anzuheizen«, erklärte die Gewerkschaft.

Bereits Anfang des Monats war aufgedeckt worden, daß der Flughafen von Pisa als Umschlagplatz für Waffen und Munition, darunter Stinger-Raketen und Panzerabwehrwaffen, genutzt wird, die über den polnischen Flughafen Rzeszów in die Ukraine geschickt werden.

Inzwischen schlossen sich die Hafenarbeiter im nahe gelegenen Livorno dem Protest an. Die USB-Sektion von Porto Livorno erklärte: »Wir stehen an der Seite des Volkes der Ukraine, des Donbass und Rußlands, und wir wollen uns nicht in diesen Konflikt einmischen.« Außerdem rief die Gewerkschaft alle Beschäftigten auf, die Verladung von Waffen und Sprengstoff zu verweigern, und forderte einen sofortigen Waffenstillstand und Friedensgespräche zur Beendigung des Konflikts in der Ukraine. Für Samstag wird zu einer Manifestation für den Frieden am Flughafen Pisa aufgerufen.
https://www.zlv.lu/db/1/1496558836205
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

BGS

Zitat von: ManOfConstantSorrow am 16:44:38 Do. 17.März 2022
Antikriegsbewegung praktisch: Arbeiter gegen den Krieg!

Das Labournet hat über zahlreiche Aktionen berichtet, in denen Arbeiter Waffenlieferungen an Rußland verhindert haben.
https://www.labournet.de/?p=198737

Hier wurde auch eine Lieferung an die Ukraine verhindert:
ZitatProtest am Flughafen Pisa und im Hafen von Livorno

Arbeiter verweigern Waffenlieferung an die Ukraine


Arbeiter am Flughafen Galileo Galilei in Pisa weigern sich seit Montag, eine Luftfracht zu beladen, die als »humanitäre Hilfslieferung« für die Ukraine getarnt wird. Die Kisten enthielten keine Lebensmittel und Medikamente, sondern Waffen, Munition und Sprengstoff, teilte die Gewerkschaft Unione Sindacale di Base (USB) mit. »Wir verurteilen diese offenkundige Betrugsaktion auf das Schärfste, die auf zynische Weise die ,humanitäre Hilfe' als Vorwand benutzt, um den Krieg in der Ukraine anzuheizen«, erklärte die Gewerkschaft.

Bereits Anfang des Monats war aufgedeckt worden, daß der Flughafen von Pisa als Umschlagplatz für Waffen und Munition, darunter Stinger-Raketen und Panzerabwehrwaffen, genutzt wird, die über den polnischen Flughafen Rzeszów in die Ukraine geschickt werden.

Inzwischen schlossen sich die Hafenarbeiter im nahe gelegenen Livorno dem Protest an. Die USB-Sektion von Porto Livorno erklärte: »Wir stehen an der Seite des Volkes der Ukraine, des Donbass und Rußlands, und wir wollen uns nicht in diesen Konflikt einmischen.« Außerdem rief die Gewerkschaft alle Beschäftigten auf, die Verladung von Waffen und Sprengstoff zu verweigern, und forderte einen sofortigen Waffenstillstand und Friedensgespräche zur Beendigung des Konflikts in der Ukraine. Für Samstag wird zu einer Manifestation für den Frieden am Flughafen Pisa aufgerufen.
https://www.zlv.lu/db/1/1496558836205

Endlich mal eine gute Nachricht, tausend Dank! Vorbildlich!!!

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

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CubanNecktie

Vorstellungsgespräch bei einer Leihbude?
ZAF Fragebogen
Passwort: chefduzen.de

Frauenpower

@Kuddel: ja, ich kenne das Lied und es gefällt mir. Melodie, Stimme, Text.
Und ich habe es unabhängig zu meiner Meinung zur mlpd gepostet. Das Lied gefällt mir, die Vorgehensweise der mlpd nicht. Die selben Probleme gibt es hier vor Ort auch mit der mlpd. Wenn Kommunismus den Mensch in den Mittelpunkt stellt, dann bitte auch dann, wenn er eine Auflage in einer Bewegung aufstellt, die für alle gilt. Oder wie soll sonst die angestrebte rote Selbst-Organisation ablaufen? Selbst organsieren ja, aber nur nach den Maßstäben und Vorgaben von Herr Engel, oder wie?
Der mlpd Fahnenzwang entpuppt sich ansonsten als Kommunismus zum abgewöhnen.
Viele Gruppen lehnen ein Mitmachen der mlpd ab. Erfolgreich scheint ihre Methode also nicht zu sein. Und Freund_innen machen sie sich keine, auch wenn sie sich mal wieder wo reingeklagt haben, wenn sie als unerwünscht ausgeladen oder gleich gar nicht erst eingeladen wurden.

Und es ist sehr wohl ein einverleiben, auch wenn das permanent von mlpd Leuten bestritten wird. Hauptsache sie können wie die Zeugen Jehovas ihre Flyer verteilen und am besten verkaufen.
Das ist respektlos. Und das auch noch Jugendlichen gegenüber! Und die wollen, das etwas getan wird, und das ist nicht Parteipropaganda was die wollen, dass getan wird!
Links ist ein Spektrum verschiedener Richtungen. Die Linke steht für demokratischen Sozialiasimus. Ob die Soli-Faust auf Schulterhöhe hebt ist absolut freiwillig. Faust ist schließlich auch nicht unbedingt ein gewaltfreies Symbol. 
Anarchie gibt es auch noch.
Links ist das, was machen will, dass es Menschen gut geht, auch den Benachteiligten. Niemand soll benachteiligt sein. Oder von Teil habe ausgeschlossen. Allen soll es gut gehen.
Braucht es dafür wirklich eine Fahne?
Macht die Zwangs-Fahne der mlpd etwas linker? Oder sind einzig Menschen diejenigen, die eine linke Alternative aufzeigen und vorleben?


dagobert

Zitat von: CubanNecktie am 18:29:20 Do. 17.März 2022Lesenswerter Artikel, wie Yanis Varoufakis den jetzigen Krieg befrieden / beenden würde.
Mit einer neutralen Ukraine hätte man m.A.n. diesen Krieg schon im Vorfeld verhindern können.
Aber das wollten ja die Scharfmacher in NATO und EU nicht.
"Ich glaube, daß man nichts vom Krieg mehr wüßte,
wenn wer ihn will, ihn auch am meisten spürt."
Udo Jürgens (Ich glaube, 1968)

Nikita


Frauenpower

Denke ich an Schwarzenegger, denke ich auch an die Hinrichtung(en)  mit ihm als Gouverneuer, die Entsetzen und Kritik auslöste.
https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/arnold-schwarzenegger-der-terminator-schlaegt-zurueck-1279882.html
Er soll das Gnadengesuch abgelehnt haben.
https://www.vol.at/kritik-an-schwarzenegger-aus-alter-heimat/2551335

@Nikita: Das verlinkte Video kann  ich gerade nicht ganz sehen. Kommt da noch was anderes, als das geschilderte, schöne Erlebnis mit ihm als Junge und dem Schwergewichtler, der vermutlich Russe war, habs auf die Schnelle nicht ganz verstanden?

Das niemand gegen Russ_innen ist, die diesen Krieg nicht wollen ist klar. Man sollte immer von der russischen Regierung sprechen.

Aber Schwarzenegger soll inzwischen "zum Kampf gegen russische Propaganda und Desinfirmation" aufrufen.
https://www.weser-kurier.de/deutschland-welt/schwarzenegger-ruft-russen-zum-kampf-gegen-propaganda-auf-doc7k5x8iautzbslppjdm9

Was die mutige Moderatorin Marina Owsjannikowa schon versucht hat!
https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/ukraine-krieg-russische-moderatorin-ist-eine-heldin-der-wahrheit-17879585.html

Derweil Elon Musk Putin zum Duell herausgefordert haben und es inzwischen auch schon eine "Runde 3" geben soll.
https://www.bravo.de/elon-musk-vs-putin-duell-runde-3-diktator-droht-schlag-dich-zu-brei-399934.html

Elon Musks SpaceX  Warn App vor Luftangriffen, für die ukrainische Bevölkerung sei auf Platz 1.
https://www.t-online.de/digital/id_100005872/musks-starlink-app-ist-die-nummer-1-in-der-ukraine.html



Kuddel

Zitat von: dagobert am 22:01:18 Do. 17.März 2022
Zitat von: CubanNecktie am 18:29:20 Do. 17.März 2022Lesenswerter Artikel, wie Yanis Varoufakis den jetzigen Krieg befrieden / beenden würde.
Mit einer neutralen Ukraine hätte man m.A.n. diesen Krieg schon im Vorfeld verhindern können.
Aber das wollten ja die Scharfmacher in NATO und EU nicht.

Das sehe ich auch so.

Überhaupt, wir sollten auch über ein blockfreies Deutschland nachdenken. Forderungen, sich von der US Anbindung zu lösen, kommen meist von den Faschos. Das Thema sollten wir nicht einfach verdrängen.

Frauenpower

# 18: Zustimmung: toller Artikel!

Andererseits: Die Ukrainer_innen können sich hauptsächlich nur mit Waffen, die ihnen zur Verfügung gestellt werden, wehren.

Frauenpower

@mlpd nochmal ganz kurz: nicht FFF oder wo sie sich sonst noch rein  zwängen / "kämpfen"  an Bewegungen sollte ihr Feld sein, auf dem sie Erfolge erkämpfen wollen, also bei denen, die zumindest thematisch sowieso schon in die selbe Richtung ziehen.
Sondern das Feld, dass in der jeweiligen  Parteipolitik als problematisch erkannt wird und angegangen / zum Positiven verändert werden soll! Für sowas zu klären.. Das macht doch eher Sinn!??

Kuddel

Karl-Heinz Roth und die Erstunterzeichner der folgenden Erklärung sind von mir sehr geschätzte engagierte Linke (nicht Linkspartei).

ZitatManifest gegen den Krieg

Das Ungeheuerliche ist geschehen: Der Krieg ist endgültig in unseren Alltag in Europa zurückgekehrt. Derzeit werden die großen Städte in der Ukraine zu Schlachtfeldern. Friedliche Menschen werden von Granaten und Raketen zerfetzt oder unter den Trümmern ihrer Behausungen begraben.

Wer die barbarischen Angriffe in den Kellern oder U-Bahnschächten überlebt, wird durch Hunger, Kälte, Wasserentzug und Dunkelheit in die Flucht getrieben. Die Barbarei hält wieder Einzug.

Seit mehr als 20 Jahren hat sich dieses Inferno angebahnt und immer mehr ausgebreitet: Zuerst in Tschetschenien und Jugoslawien, dann in Afghanistan, im Irak und bis heute in Jemen, Syrien und anderen Regionen des Nahen Ostens.

Nun hat es erneut Europa erreicht und mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine katastrophale Ausmaße angenommen. Die überbauten und von Millionen Menschen bewohnten großstädtischen Agglomerationen wurden zur wichtigsten Kampfzone der beiden Armeen.

Die Brutalisierung der militärischen Konflikte hat vielfältige Ursachen. In ihr kam die wachsende Rivalität der imperialistischen Großmächte zum Ausdruck, die sich in den letzten Jahrzehnten hinter den Fassaden der weltwirtschaftlichen Globalisierung aufbaute.

(...)

Auswege aus der Logik der Kriegshetzer

Aber wir dürfen unsere Identität, unsere Orientierung an den sozialen und emanzipatorischen Kämpfen für Gleichheit und Selbstbestimmung nicht an die Logik des imperialistischen Kriegs und den Zynismus der Kriegshetzer auf allen Seiten abtreten.

Wir sind dafür mitverantwortlich, dass das militärische Gemetzel, das Töten von Zivilisten, die Bombardierungen, die Aushungerung und die Massenvertreibung der ukrainischen Bevölkerung sofort aufhören und die Zerstörung der sozialen Infrastrukturen gestoppt wird.

Wir dürfen nicht zulassen, dass die Nato und der Westen die Ukraine bis zum letzten wehrfähigen Ukrainer verteidigen lassen und der russische Generalstab das Sterben zigtausender Soldaten – überwiegend Wehrpflichtige – in Kauf nimmt.

Wir wollen aber auch nicht später von unseren Kindern und Enkeln gefragt werden, warum wir nichts gegen die Ausweitung des Ukraine-Konflikts zu einem europäischen Großkrieg oder gar zu einem nuklearen Armageddon unternommen haben.

Diese Gefahr ist aufgrund der massiven militärischen Unterstützung seitens der USA und der Nato sowie der umfassenden Wirtschaftssanktionen ständig gewachsen. Wir sind keine passiven Zuschauer. Wenn noch weiter an der Eskalationsschraube gedreht wird, könnten wir in den nächsten Wochen genauso mit den Schrecken des Kriegs konfrontiert sein wie gegenwärtig der ukrainischen Zivilbevölkerung.

Wir fordern:

1. Einen sofortigen Waffenstillstand und den Abzug aller Kampftruppen aus allen städtischen Agglomerationen

2. Den Rückzug der russischen Truppen aus der Ukraine. Die Entwaffnung und Auflösung aller paramilitärischen Verbände auf dem Staatsgebiet der Ukraine

3. Die sofortige Beendigung der Waffenlieferungen und der verdeckten Beteiligung der Nato am Krieg

4. Die sofortige Aufhebung der Sanktionen und die Beendigung des Wirtschaftskriegs

5. Die Aufnahme von Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine unter der Aufsicht der OSZE. Zusicherung der unbefristeten Neutralität der Ukraine und Abbau der Nato-Infrastruktur in der Ukraine als Gegenleistung für umfassende und international abgesicherte russische Sicherheitsgarantien.

6. Die Etablierung der Ukraine als unabhängiger Brückenstaat zwischen Nato/EU und Russland unter dem Dach der OSZE. Bilaterale Wiederaufbau- und Wirtschaftsverträge der Ukraine mit der EU und der post-sowjetischen Zollunion.

Wir sind uns sehr wohl darüber im Klaren, dass diese Forderungen so lange in der Luft hängen, wie sie nicht von den sozialen Bewegungen, den arbeitenden Klassen und den kritischen Intelligenzschichten in einer international koordinierten Kraftanstrengung erzwungen werden.

Es ist deshalb höchste Zeit zur Mobilisierung eines breiten antimilitaristischen Widerstands, der umfassend und transnational in die sozialen Kämpfe integriert wird. Dieses Vorgehen ist keineswegs chancenlos, wie die Einbeziehung des Widerstands gegen den Vietnamkrieg in die globale Sozialrevolte der späten 1960er-Jahre gezeigt hat.

Wir schlagen deshalb als erste Schritte zur Mobilisierung des Widerstands vor:

1. Den Stopp aller Waffenlieferungen in die Ukraine und die übrigen Kriegsgebiete der Welt durch Boykottaktionen

2. Den Start einer Kampagne zur Verweigerung des Militärdiensts in allen Armeen, die direkt oder indirekt am Ukraine-Krieg beteiligt sind: Missachtung der Einberufungsbefehle, Befehlsverweigerung, Desertion aus den Kampftruppen und Nachschubeinheiten Russlands, der Ukraine und der Nato. Aufbau einer breiten Solidaritätsbewegung für die Kriegsdienstverweigerer

3. Die Beteiligung an den Hilfsaktionen für unterschiedslos alle Geflüchteten aus der Ukraine und den anderen Kriegs- und Bürgerkriegsgebieten

4. Es ist höchste Zeit, gegen die Desorientierung der Friedens- und Protestbewegung Position zu beziehen. Die Massendemonstrationen auf der ganzen Welt und die Interessen der arbeitenden Klassen sind gegen alle imperialistischen Mächte gerichtet und dürfen nicht einseitig Partei ergreifen.

Ihr Ziel war und ist die Überwindung von Ausbeutung, patriarchaler Unterdrückung, Rassismus, Nationalismus, Naturzerstörung und die Durchsetzung der individuellen und sozialen Menschenrechte. Nun ist der Kampf gegen die wieder aufgelebte Barbarei hinzugekommen.

Es ist höchste Zeit, dass sich die Kriegsgegner aller Länder zusammenschließen, bevor es zu spät ist. Die Gefahr des Einsatzes nuklearer Waffen ist real. Wir müssen alles unternehmen, um das zu verhindern. Dies ist unsere Verantwortung gegenüber unseren Kindern und Enkeln!
https://www.heise.de/tp/features/Manifest-gegen-den-Krieg-6549580.html

ManOfConstantSorrow

ZitatAlte Lehren
Die Zapatisten äußern sich zum Ukraine-Krieg - klüger als viele Linke hier



Oldschool, aber richtig: Mitglieder der »Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung« (EZLN) protestieren gegen den Kapitalismus und den Krieg in der Ukraine

Menschen wollen handlungsfähig sein. Aber unter kapitalistischen Verhältnissen sind es die wenigsten von ihnen, und wenn überhaupt, dann nur im Kleinen. Ein bewährtes Mittel zur Kompensation von Ohnmachtsgefühlen ist die Identifikation mit den tatsächlich Herrschenden - und sich dabei einzureden, häufig gegen jede Evidenz, dass deren Handeln auch das eigene Wohl sichern würde. Dieser Reflex plagt seit jeher auch die antikapitalistische Linke; gerade sie kann von Ohnmacht und Handlungsunfähigkeit ein Lied singen. Und so beobachtet man - dennoch entsetzt - auch jetzt, wie sich Leute aus linken Zusammenhängen angesichts des Ukraine-Krieges auf die Seite des stärksten Militärbündnisses der Menschheitsgeschichte schlagen: der Nato, angeführt von der ökonomischen und militärischen Weltmacht, den Vereinigten Staaten von Amerika. (...)
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1162250.zapatisten-alte-lehren.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Frauenpower

Interessanter Artikel! Könnte die Antwort auf die Hin und Hergerissenheit der links orientieren Menschen sein, die zwischen ukrainischer Selbstverteidigung und Frieden schaffen ohne Waffen unschlüssig sind und nach der richtigen Haltung  suchen. 
Allerdings tragen die Zapater@s Waffen.

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