Lechts oder rinks?

Begonnen von cosa, 15:59:18 Di. 20.März 2007

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cosa

angeregt durch den unten zitierten beitrag von "abgehängtesPrekariat" würde ich gern wissen, ob man mal darüber sprechen sollte was "links" und "rechts" bedeutet(e) und wie sinnvoll/notwendig solche einteilungen heute sind.

Zitat@Stumme Ursel

Ja, da kann ich Dir nur zustimmen!

Hier findet sich die Antwort, weshalb es unmöglich ist eine breite Solidarität und den Linken zu erreichen.

Anscheinend ist es unter den "Linken" üblich geworden, sich den Anspruch links anzuheften aber in Wirklichkeit genauso billig wie alle anderen Gruppierungen zu agieren.

Das Level, auch hier im Forum unterscheidet sich durch nichts mehr von der Bildzeitung.

Eine andere fachliche Meinung, die nicht in das Bild der Linken "Wir gegen alle" passt, wird hier mit Mechanismen bekämpft, die sich durch nichts von denen der Wirtschaft und den Politikern unterscheidet.

Ein Christian Klar würde über solche "ungebildeten Möchtegern-Linken" nur den Kopf schütteln.

Ich für meinen Fall kann Chefduzen nicht mehr als empfehlenswerte politische Plattform einstufen.

besorgter bürger

Zitatwas "links" und "rechts" bedeutet(e) und wie sinnvoll/notwendig solche einteilungen heute sind.

diese einteilungen sind äußerst nützlich um den jeweiligen politischen gegner zu diffamieren und totschlagargumente zu produzieren.

links --> kommunismus-->stalin-->gulag-->millionen tote

rechts-->faschismus-->hitler-->kz-->millionen tote

außerdem brauchen viele menschen ein einfaches weltbild um sich irgendwo dazugehörig zu fühlen.
Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.

cosa

dieses vorgehen finde ich mehr als fraglich. du nimmst bsp. die du auf grund der labels, die ihnen von vielen menschen gegeben wurden, zuordnest und unterscheidest, um letztlich ihre parallelität zu verdeutlichen. diese rangehensweise führt soweit, dass sich selbst an universitäten z.t. die ansicht verbreitet und hält, dass das links-rechts-spektrum eher wie ein kreis gesehen werden sollte, bei dem die äußeren punkte, die es bei der visualisierung als halbkreis oder strecke gibt, sich treffen und so auch die millionen toten und die diktaturen unter hitler und stalin mit ihren labels rechts und links in die theorie passen. anstatt dass gefragt wird, ob dieser "kommunismus" stalins "links" war oder nicht.

mir scheint der gedanke interessant, dass für die qualität der gesellschaftlichen realität bei rechten theorien das ziel der gesamtgruppe und dessen verwirklichung entscheidend ist. wobei sich die einzelnen individuen unter dieses gesamtinteresse unterordnen, das sie auch nicht direkt im detail durch meinungsäußerung festlegen, sondern das durch eine übergeordnete institution interpretiert wird, wie es etwa bei rousseau's "allgemeinem willen" ist.
im gegensatz dazu würden linke theorien für die qualitätsbestimmung die bedürfnisse jedes einzelnen heranziehen und sie versuchen zu ermöglichen so lange sie nicht die anderer einschränken, was bedeutet dass es keine großen sozialen und keine rechtlichen unterschiede, demokratische verfahren mit einem hohen maß an autonomie gibt.

besorgter bürger

Zitatbei rechten theorien das ziel der gesamtgruppe
---
linke theorien für die qualitätsbestimmung die bedürfnisse jedes einzelnen

soweit die links-rechts theorie.

in der praxis muss auch eine linke gruppe, egal ob wohngemeinschaft oder staat, übergeordnete regeln aufstellen um den eigenen zerfall zu verhindern. je stärker der druck von außen oder je ambitionierter das ziel gesellschaftlicher veränderung um so mehr regeln müssen das recht des einzelnen einschränken.
zwangsläufig bildet sich dann eine gruppe von gegnern dieser regeln die irgendwann, natürlich nur im namen der guten und gerechten sache, mit manipulation und drohung zu ihrem eigenem glück gezwungen oder mit überwachung und einschüchterung ruhig gestellt werden müssen.

fazit: ist eigentlich egal ob links, rechts oder sekte. bei extremisten läuft diese gruppendynamik immer gleich ab.
Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.

Kuddel

besorgter bürger,
auch wenn ich Deine Argumente zu weiten Teilen nicht widerlegen kann und will, Du begibst Dich auf gefährliches Terrain.
links = rechts ist in etwa das was die Mainstreammedien sagen. Und damit treffen sich alle in der Mitte, bei der schweigenden Mehrheit.

Alles Extremistische ist böse?

Extreme Verhältnisse erfordern extreme Antworten.

besorgter bürger

radikale(!) linke und rechte meine ich. und auch nicht ihre ziele sondern die methoden mit denen sie diese ziele durchsetzen wollen.

die ausgangsfrage war doch wie sinnvoll/notwendig die rechts-links einteilung ist. ihmo sollte man sich von diesem zweidimensionalen bild verabschieden.

so macht das eher sinn:

Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.

Kater

Ernst Jandl - lichtung

manche meinen
lechts und rinks
kann man nicht velwechsern
werch ein illtum

cosa

besorgter, nicht nur, dass du da politische spektren und den aufbau einer gesellschaft in verschiedene schichten etc. (wo du dann auch noch eine für europa veraltete grafik heranziehst) durcheinander haust, du konstruierst dir auch vollkommen beliebig irgendwelche abläufe zusammen -->

Zitatje stärker der druck von außen oder je ambitionierter das ziel gesellschaftlicher veränderung um so mehr regeln müssen das recht des einzelnen einschränken.
zwangsläufig bildet sich dann eine gruppe von gegnern dieser regeln die irgendwann, natürlich nur im namen der guten und gerechten sache, mit manipulation und drohung zu ihrem eigenem glück gezwungen oder mit überwachung und einschüchterung ruhig gestellt werden müssen.

ich weiß nicht mal wo ich da anfangen soll nachzufragen, wie du jeden schritt in dieser kette, die du da konstruiert hast, beweisen willst. das ist eben keine beweisführung. du kannst nicht einfach ein beispiel wie russland nehmen und anhand dieses ablaufes verallgemeinern (für die linke - die rechte klammere ich an dieser stelle erstmal aus). den ablauf in russland zu erkennen ist eine sache, dann aber zu fragen weshalb es so und so kam, zu schauen, ob andere theorien oder historischen praktiken antworten auf die "fehler" fanden oder die fehler dort gar nicht vorkamen, ist der punkt, an dem eine analyse beginnt, die erst aussagekräftige ergebnisse bringen kann.

cosa

vor nicht langer zeit las ich eine diskussion zum gleichen thema und eine meinung war, dass es egal wäre, welches label eine idee hat, es ginge einzig darum die idee zu prüfen. das ist selbstverständlich grundsätzlich richtig. dennoch schließt das nicht aus, dass man sie irgendwo einordnen könnte, wenn man dafür allgemeine kriterien findet. die genannte meinung entstand dadurch, dass einige "links" als besser ansehen (mag es sein, weil jugendidole als links bezeichnen oder weil damit antifaschismus, antirassismus etc. verbunden wird), sich deswegen als links sehen und verschiedene linke ideen ohne prüfung übernehmen, sie nicht durchdenken und immer diese schwammigen ideen behalten.
ich denke, dass man diese links-mitte-rechts-einteilung auch aus anderen pragmatischen gründen ablehnen kann. zum einen fällt es der "mitte" sehr einfach alles radikale und extreme einfach aufgrund ihrer bezeichnungen als radikal und extrem mit ihren gesellschaftlichen konnotationen als falsch, unvernünftig und letztlich auch gewalttätig zu brandmarken und sich selbst als ausgewogenes, vernünftiges wahres sehen zu lassen (und schließlich wissen wir alle, dass "die wahrheit meist irgendwo in der mitte liegt"). da spielt es dann auch keine rolle mehr, ob denn die mitte nicht gewalttätig, unvernünftig etc. ist.
zum anderen glaube ich auch kaum, dass man "die menschen" von der im großen und ganzen gesellschaftlich anerkannten und immer wieder vom einzelnen übernommenen meinung wegbewegen kann, dass bestimmte theorien und historische praktiken (bspw. marxismus-leninismus und der ostblock) links sind/waren und somit landen josef stalin,  anton pannekoek, oskar lafontaine, rudolf rocker, karl marx und che guevara immer im gleichen topf.

ManOfConstantSorrow

Es ist schon irre: Die größten Feinde der Demokratie blasen zum Kampf gegen Links.
DEMOKRATIE STÄRKEN – LINKSEXTREMISMUS VERHINDERN


Die Wirtschaft kommt bei Wirtschaftskrisen, die die Fundamente des Kapitalismus erschüttern, eigentlich immer mit den gleichen Lösungsrezepten:
- Abschaffung bürgerlicher Freiheiten und der Demokratie
- Hetze gegen "innere und äußere Feinde"
- Anzetteln von Kriegen

Einige Wirtschaftsleute haben sich wieder zusammengetan:

Bernd M. Michael, Präsident des Deutschen Marketing-Verbandes
Hanns-Eberhard Schleyer, Ehem. Generalsekretär Zentralverband des Deutschen Handwerks
Harald Weber, Geschäftsführer WHP Steuerberatungsgesellschaft mbH
Nikolas Woischnik, Internet-Unternehmer

Die haben den Schulterschluß gesucht mit Prof. Dr. Dieter Stolte, dem ehem. Herausgeber "Die Welt", dem Flaggschiff des Springer Verlags. http://www.zeitbild-stiftung.de/
Sie sehen den Feind links.

Und dieser Dreck wird nicht aus den Kassen der Wirtschaft finanziert, sondern durch die Bundesregierung,

unter Kristina Schröder... mit Steuergeldern.  
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Nick N.

"Viele Lehrkräfte stellen sich die Frage, ob ihre Schülerinnen und Schüler für extremistische Gedanken anfällig sind.
...
Linksextreme Positionen wurden in diesem Zusammenhang bislang zu wenig beachtet"


Brrrrr. 
Satyagraha

Ratrace

ZitatHanns-Eberhard Schleyer
Ist, nebenbei gesagt, sicherlich auch äußerst praktisch, wenn man sich mit der Entführung des Vaters zweckdienlich und ohne notwendige Erwähnung umgeben und noch als warnender Zeigefinder und vor allem OPFER der "bösen Linken" die Kameras mit sich vollmachen kann. Vielleicht erhofft man sich ja so eine Verstärkung der Kampagne durch die Heraufbeschwörung alter Feindbilder. So kann man darauf vertrauen, daß sich niemand trauen wird - zumindest in den Mainstreammedien - den Kampagneros ans Bein zu pissen, denn das wäre ja "pietätlos", wenn unmittelbar vor einem das natürlich völlig zufällig herausgegriffene, lebende "Mahnmal und Symbol" für die "Niedertracht der Linken" steht. Da hat Doppelrippdeutschland reflexhaft gleich wieder alte Feindbilder parat. Denn der Deutsche, das wissen wir mittlerweile, denkt gerne an alte Zeiten zurück.

ZitatUnd dieser Dreck wird nicht aus den Kassen der Wirtschaft finanziert, sondern durch die Bundesregierung
Schmickler hat schon ganz recht: Der Staat wird nun mit aller der Lächerlichkeit anheim fallender Verve versuchen, die Nazimorde aus dem Fokus der Öffentlichkeit zu bekommen, was am besten mit der Betonung der "Gefahr von links" geht. Schließlich könnten ernsthafte Ermittlungen in der rechten Szene, um die man all die Jahre trefflich herumgekommen ist, unangenehme Beweise für die tiefe Verstrickung des Verfassungsschutzes und anderer Behörden in die braune Scheiße ergeben. Und das ginge ja wirklich nicht. Da drückt man, ganz Herrenmensch, lieber mal bei ein paar "Dönermorden" die Schweineäuglein zu. Der Staatsraison wegen.

Und nebenbei: Danke, Springer-Verlag. Die Rechte könnte ohne Dich nicht leben.

Das einzig Freie im Westen sind die Märkte.

Eivisskat

Das Aller-gruseligste ist für mich dabei immer diese Reflexhaftigkeit in diesem Land, mit der schon wieder ALLES was nur ganz leicht "links" klingt, verächtlich abgetan wird, bzw. auf Durchzug gestellt wird, während eindeutig faschistische Denkweisen & Handlungen als normal & geläufig bewertet wird und Niemand sich dran stößt.

Siehe diese dumme Gans (viel zu freundliche Bewertung...) Illner neulich erst in ihrer unsäglichen Show, als sie die scheussliche & tödliche Folterung Gaddafis als akzeptabel hinstellte und das öffentlich vor dem ganzen Land.

Kann mich nicht erinnern, irgendwo eine Gegendarstellung oder gar Entschuldigung gelesen zu haben...und diese Aussage macht sie auch Dank unser aller Gelder, genauso wie die andere dumme Gans vom Familienministerium, s.o.

>:(

admin

Die TAZ berichtete letztes Jahr:

ZitatKristina Schröder will offenbar bei den Programmen gegen Rechtsextremismus Mittel kürzen – und zwar über eine Zusammenlegung aller Töpfe gegen Extremismus.
(...)
Im Haushaltsplan 2010 wurden bereits erstmals 2 Millionen Euro für Projekte gegen Linksextremismus und Islamismus eingeplant.
(...)
nach taz-Informationen, sollen 5 Millionen in Programme gegen Linksextremismus fließen.
http://taz.de/!53923/


ZitatBernd M. Michael, Präsident des Deutschen Marketing-Verbandes
Hanns-Eberhard Schleyer, Ehem. Generalsekretär Zentralverband des Deutschen Handwerks
Harald Weber, Geschäftsführer WHP Steuerberatungsgesellschaft mbH
Nikolas Woischnik, Internet-Unternehmer
Liest sich ja, wie das Who-is-Who der Korruption. Da weiß man, wo die Fördergelder abbleiben...

Linux

Zitat von: Eivisskat am 17:52:08 Sa. 17.Dezember 2011
Siehe diese dumme Gans (viel zu freundliche Bewertung...) Illner neulich erst in ihrer unsäglichen Show, als sie die scheussliche & tödliche Folterung Gaddafis als akzeptabel hinstellte und das öffentlich vor dem ganzen Land.

Kann mich nicht erinnern, irgendwo eine Gegendarstellung oder gar Entschuldigung gelesen zu haben...und diese Aussage macht sie auch Dank unser aller Gelder, genauso wie die andere dumme Gans vom Familienministerium, s.o.

>:(

Ja, wirklich die blöde Maybrett, was die in fast jeder Sendung raushaut, unglaublich doof. Und dabei dieses bescheuerte Grinsen.
Wieso sagt ihr keiner, sie solle es mit dem politischen Talk sein lassen.
Selbst für die Sportschau war sie zu dämlich.
Die möchte ich noch nicht einmal in der Sesamstraße sehen.
Aber war es wirklich die Illner? Ich hatte die Info, Maischberger hätte sowas gesagt.

Zur Akzeptanz der Folterung von Gaddafi:
(Sie wird das wohl nicht gesehen haben.)
Die folgenden Videos zeigen noch längst nicht alle schlimmen Details seiner Lynchbehandlung.

http://www.youtube.com/watch?v=PJ07vD-JPec#

http://www.youtube.com/watch?v=nU63RbuDwR0#

http://www.youtube.com/watch?v=p5LURZn8Opg#

Eivisskat

ZitatAber war es wirklich die Illner? Ich hatte die Info, Maischberger hätte sowas gesagt

Welche auch immer, die sind beide gleich schlimm...in einen Sack & draufhauen, triffst immer die richtige  ::) :o


Die Folter-Videos muß ich mir aber jetzt lieber nicht angucken, oder?

Linux

Wenn Du Dir den Abend nicht versauen willst, guck sie nicht.
Santra kann ja mal schauen oder Maybrett.
Also die Maischburger ist von den blöden Talkpunzen noch die Einäugige. :tongue:

counselor

Zitat von: ManOfConstantSorrow am 13:34:42 Sa. 17.Dezember 2011Einige Wirtschaftsleute haben sich wieder zusammengetan:
Die wollen natürlich die Alleinherrschaft der Geldsäcke retten. Denn nur davon profitieren sie. Eine wirklich befreite Gesellschaft wollen die nicht.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Troll

ZitatExtrem undurchsichtig

von Frank Brunner

Seit 2010 finanziert die Bundesregierung Initiativen gegen Linksextremismus und islamischen Extremismus. Auch zwei Vereine in Baden-Württemberg profitieren davon. Doch Experten zweifeln am Sinn des Programms, manche Projekte scheuen die Öffentlichkeit.
....


Quelle und vollständiger Artikel: Kontext

Spiegelfechten!?
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

Nick N.

Selbst heute noch soll es SozialpädagogInnen geben, die behaupten, daß manche der "sozialen" Probleme, die sie an Einzelnen kurieren sollen, in Wirklichkeit strukturelle Probleme der Gesellschaft sind, und zwar im materiellen und nicht im sozialen Bereich.

Damit allein schon kann man ja fast schon als linksradikal durchgehen.

Ich halte es nicht für einen ungeschickten Schachzug, daß man SozPäds dafür bezahlt, Programme gegen Linksradikalismus zu entwickeln. Ich find es perfide.
Satyagraha

Troll

ZitatStudie gegen Wissenslücke der Behörden Keine Ahnung vom Linksextremismus

Gewalt von Links - das überfordert die Sicherheitsbehörden. Denn sie wissen nicht, was sie dagegen tun sollen, weil sie nicht verstehen, warum vor allem junge Menschen linksextrem werden, um gegen den Staat zu rebellieren - ob bei "Stuttgart 21" oder im Hamburger Schanzenviertel. Nun soll eine wissenschaftliche Studie Polizei und Verfassungsschutz helfen, diese Wissenslücke zu schließen.
....
....
Nicht ohne Grund sprechen Deutschlands Sicherheitsbehörden jetzt von einer Besorgnis erregenden Zunahme der Gewaltbereitschaft auch im linksextremen Lager. Das Problem: Verfassungsschutz und Polizei wissen wenig darüber, wie diese gesellschaftlichen Prozesse der Radikalisierung ablaufen, warum sich immer mehr, vor allem junge Menschen in der Auseinandersetzung mit dem Staat militanter Mittel und Methoden bedienen.

"Wir haben ein großes Bedürfnis, mehr über unseren Gegner im Bereich des Linksextremismus zu wissen", räumt Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, gegenüber NDR Info ein.
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Klobürste - Zeichen des Hamburger Widerstands

Eine 17 Seiten lange interne Untersuchung der Polizei, die NDR Info vorliegt, zieht eine für die Behörden katastrophale Bilanz: "Einige Personen des polizeilichen Gegenübers machten sich einen Spaß aus den Kontrollen und wollten die Kontrollen ad absurdum führen. Sie bedienten sich satirischer Mittel."

Die Klobürste als Instrument des Widerstands war geboren und die Polizei agierte hilflos: Man sei bestrebt gewesen, "diese Handlungsunsicherheit durch eine einsatzbegleitende Fortbildung abzubauen. In der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit war dieses jedoch nur eingeschränkt möglich", heißt es in dem Dokument. Die Folge: eine weitgehend negative öffentliche Berichterstattung und ein massiver Autoritätsverlust der Polizei nicht nur im linken Milieu.
....

Quelle: tagesschau

Aber mit dem organisieren, ausführen und planen im Rechtsextremistischen Lager kennt man sich bestens aus, dank jahrelanger aktiver Unterstützung Beobachtung.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
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Troll

Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
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ManOfConstantSorrow

Ich habe das Gefühl, es wird immer schwamminger, was man sich unter "links" und "rechts" vorstellt.

Man sollte daran erinnern, wie der Faschismus eigentlich entstanden ist. Ich finde den kleinen Clip sehr erhellend, wie die Italienische Faschisten als von Unternehmern bezahlte Prügeltrupps gegen demonstrierende und streikende Arbeiter eingesetzt wurden und so ihren Weg an die Macht starteten. Faschismus ist die radikale und brutale Form der Machtausübung, wenn (insbesondere in wirtschaftlichen Krisen) die Wirtschaft ihre Herrschaft bedroht sieht.
! No longer available

Man kann sehr einfach sagen, daß "rechts" der Schutz der Interessen der Wirtschaft ist, und "links" für die Selbstermächtigung der einfachen Menschen steht, die sich gegen die Interessen der Wirtschaft und die Terror von rechts verteidigen müssen. "Links" ist die soziale Selbstverteidigung und der Versuch der Übernahme der Kontrolle über die Produktion nach den Bedürfnissen der Menschen als Ersatz der Doktrin der Profitmaximierung.

Wenn wir uns danach mal in der Welt umsehen, gibt es fast nichts mehr, was danach als "links" durchgehen könnte.
Die Medien, die mal als "linksliberal galten, wie Stern, Spiegel, FR oder Süddeutsche, sind heute billig zusammengeknallte Anzeigenblätter voller Trashjournalismus und Wirtschaftspropaganda. Die einst linkradikale Taz ist zu einem neoliberalen Drecksblatt für Besserverdienende verkommen.

Und in der Parteienlandschaft sieht es nicht besser aus. Die Grünen, die zu Gründungszeiten sich noch als "ökologisch, pazifistisch, basisdemokratisch und sozial" präsentierten, haben all ihre Grundsätze auf dem Weg zur "Macht"(?) aufgeben, sind auf Wirtschschafts- und Kriegskurs und versuchen die CDU rechts zu überholen. Nicht besser sieht's mit der SPD aus, die zwar in ihrer gesamten Parteigeschichte stets Arbeiterverräter waren, aber zumindest lange die schönen Schein wahren konnten. Jetzt steckt aber Gabiels SPD bis zum Anschlag im Arsch der Wirtschaft und liegt für jeden klar erkennbar rechts von Merkels CDU.

Deshalb frage ich mich, wieso es denn nicht zu einem Aufschrei der Empörung kommt oder zumindest zu einem irren Kichern, wenn man von "rot-rot-gün" als "linkem Bündnis" labert.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Troll

Irr kichern ist mein Alltag geworden. Hier und da ein bißchen rumlesen und schon geht es los, Nachrichten verfolgen, diverse Äusserungen der ganzen alternativlosen, realitätsnahen Mitte-Rechts-Politikern (die gerne auch als links bewertet/tituliert werden) und danach die journalistischen Bewertungen lesen, da kommt es schnell zu einem "Wahnsinns" lachen.
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Troll

ZitatAfD und Linke:
Lechts und Rinks kann man verwechseln

Frauke Petry und Sahra Wagenknecht geben zusammen ein Interview und entdecken überraschend viele Gemeinsamkeiten. Die AfD-Chefin bietet der Linken sogar Kooperation an.
Von Ludwig Greven
....

Quelle: Zeit via Fefes Blog
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Rudolf Rocker

Na, damit hat sich die Wagenknecht ja vollends disqualifiziert! >:( Und ich dachte immer der dämliche Dehm hat einen an der Querfront- Waffel!
Auf die Idee, das die Linke keiner mehr wählt, weil sie der SPD in den Arsch kriecht, anstatt linke Positionen zu besetzen (das macht jetzt die AfD z.B. in der Rentenfrage) kommen die scheinbar nicht! >:(

Kuddel

Das ist doch alles furchtbar.
Das hat alles nichts mehr mit dem Durchsetzen unserer (also der Nichtpreviligierten) Interessen zu tun, das ist ein reines Mitspielenwollen in dem Scheißpolitikbetrieb. Man verbittet sich eine Kritik an Wagenknecht mit dem Argument, damit würde man den "linken Flügel" der Partei schwächen. Wenn DAS der linke Flügel ist, dann ist es mir egal wie schwach er ist.

Und eine Parteispitze Wagenknecht - Bartsch? Schlimmeres kann ich mir kaum vorstellen. Bartsch ist etwa so links wie Gabriel. Man bereitet sich scheinbar auf rot-rot-grün vor. Ist etwa so attraktiv wie grün-schwarz.

Troll

Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
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Jiddu Krishnamurti

Troll

Ohjeh, ich weiß gar nicht mehr was ich von ihr halten soll, ich finde das Interview nicht AfD zugewandt im Gegensatz zu dem FAZ-Kommentator. Aber egal, für die konservativen Antikommunisten ist Wagenknecht Stalins Reinkarnation und in linken Kreisen fragt man sich langsam ob Wagenknecht nicht die Reinkarnation Hitlers ist oder zumindest Eva Braun, beides m.M.n. weit weg von der Realität aber allgemein sehr hilfreich gegen links.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
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Jiddu Krishnamurti

Kuddel

Ich war noch nie ein Wagenknecht Fan, aber daß die Medien sie jetzt als AfD-nahe hinstellen ist völliger Quark.
Wenn massig Wähler direkt von SPD und Linkspartei zur AfD gewechselt sind, muß man sich schließlich Gedanken machen, wie man sie zurückgewinnt.
Und so lange die Antwort nicht lautet die AfD zu Kopieren, ist das in Ordnung.

Die Medien schreiben aber sowieso nur noch Dreck. Sobald etwas annähernd links aussieht, schütten sie ihre Güllekübel drüber aus.
Da wird links für rechts erklärt.

Aber umgekehrt funktionert es auch.
Man behauptet vollen Enrstes, ein rot-rot-grün Wählbündnis sei ein linkes Wahlbündnis.
Dabei ist die Linkspartei nur eine öde sozialdemkratische Partei und SPD und Grüne stehen für neoliberale rechte Politik. Das soll daran "links" sein!?!?!

Diese Scheiße setzt sich in der täglichen Berichterstattung fort:

ZitatBenoît Hamon:
Unbefangen radikal
Grundeinkommen, 32-Stunden-Woche, Ende des Wachstums: Mit Benoît Hamon schicken nun auch Frankreichs Sozialisten einen Radikalen ins Rennen um die Präsidentschaft.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-01/benoit-hamon-frankreich-sozialisten-praesidentschaftskandidat

Seine Parolen:"ein bedingungsloses Grundeinkommen in Höhe von 750 Euro für alle erwachsenen Franzosen", also eine Verschärfung der Armut der Erwerbslosen.
Auch hier sehe ich nur die Wiederholung der Sprüche der Rechten: "Wir wollen ein Frankreich entwickeln, in dem die Menschen gerne arbeiten und gerne Kinder kriegen – wir sind die neue Linke." "Wir sind ein starkes Land."

Das verkaufen uns die Medien als "links" und gar als "radikal".
Es ist nicht auszuhalten.

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