Callcenter - Ausbeutung und Verarmung

Begonnen von Classwar66, 11:55:27 Do. 20.März 2008

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Classwar66

Ich arbeite seit über 7 Jahren in der Callcenterbranche.
Und auch noch in der gleichen Firma, weil es hier in Sachsen nicht wirklich die Auswahl gibt.
Ausbeutung und Repression in der Form von Leistungsdruck und (angeblichen) Auftraggebervorgaben sind an der Tagesordnung.
Wer hat denn da in der Form auch Erfahrung?
Würde da gern in Form einer basisgewerkschaftlichen Aktionsgruppe was machen, da uns die DGB-Gewerkschaften eh im Stich lassen!
Unser Leben ist der Mord durch Arbeit - wir hängen 60 Jahre am Strick und zappeln.
Aber wir werden uns losschneiden!

(Georg Büchner, 1835)

mutig123

Hallo, ich habe ähnlich lange Erfahrung in verschiedenen CC's, aber eher im Westen. Und irgendwann bin ich mal in den Betriebsrat nachgerückt und habe mich engagieren wollen.
Ich bin tue es nicht mehr, weil ich die Schnauze voll hatte, von den eigenen Kolleginnen und Kollegen verarscht zu werden. Erst kümmert man sich um Mineralwasser im Hochsommer, wird von der GL dafür nur belächelt und von den Kollegn verscheissert, dass es wohl wichtigere Dinge gäbe. Schönen Dank auch! Und dann wird man gebeten, den Kollegen XY auf die Institution einer Dusche aufmerksam zu machen, weil er ziemlichen Geruch verbreitet. Ich bin doch nicht euer Kindermädchen.
Und dann sitzt du mittendrin und kriegst mit, wie ein Kollege bescheisst dass die Wände wackeln und sollst bei seiner Kündigung auch noch dagegen halten.
Ich wünsche viel Erfolg bei der basisgewerkschaftlichen Aktionsgruppe!

antonov

?

ich glaube nicht das ein betriebsrat dafür zuständig ist mineralwasser zu organisieren

eher sollte der betriebsrat auf missstände hinweisen und sich für die rechte der arbeitnehmer einsetzen, gegenüber dem arbeitgeber

vielleicht sehe ich da auch was falsch hmm

Classwar66

die eigentliche tätigkeit des betriebsrat ist ja leider eine sozialpartnerschaftliche, und frau wird oft gegängelt vom dgb-filz.meine erfahrung ist da leider, daß betriebsrät, die linke politik machen wollen, unterdrückt, rausgedrängt oder teilweise auch verheizt werden.
basisdemokratische arbeit dagegen ist keine stellvertretergeschichte, sondern engagierte kollegen versuchen auf antikapitalistischer grundlage einigermassen arbeitswürdige bedingungen (soweit möglich in dieser gesellschaft) zu schaffen!
Unser Leben ist der Mord durch Arbeit - wir hängen 60 Jahre am Strick und zappeln.
Aber wir werden uns losschneiden!

(Georg Büchner, 1835)

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