chefduzen.de - Forum der Ausgebeuteten

Wat Noch => Theoriebereich => Thema gestartet von: Kuddel am 12:51:18 So. 24.Juni 2007

Titel: Antifa
Beitrag von: Kuddel am 12:51:18 So. 24.Juni 2007
Es gab stets Zeiten wie damals bei den Rassistischen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen, da stürzten sich alle Medien auf das Thema. Die Rechte Gewalt wächst aber kontinuierlich, es wurde schon längst zur Tagesordung übergegangen. Natürlich existiert eine kontinuierliche Antifaarbeit und es gibt wirklich gute Aktionen. Nicht nur angesichts der wachsenden Gewalt von Rechts sondern auch wegen der zunehmenden Etablierung der Rechten Szene frage ich mich was man gegen die offensichtliche Hilflosigkeit der Antifapolitik unternehmen kann.
Titel: Antifa
Beitrag von: schwool am 13:30:55 So. 24.Juni 2007
linkstextrem = rechtsextrem

das sind beides die gleichen deppen - keine macht den extremen!
Titel: Antifa
Beitrag von: Pinnswin am 16:47:19 So. 24.Juni 2007
@schwool, du bist aber ganz schön extrem in deinen Äusserungen.
Titel: Antifa
Beitrag von: cyberactivist am 15:40:24 Mo. 25.Juni 2007
Möchte die Diskussion übersichtlich und im Rahmen des Themas halten.

Von Kuddel:
ohne Absicht von mir gelöscht:

Zitat

alfred, ich wollte hier nicht Oberlehrerhaft daherkommen.n die rechte Gewalt bereits zahllosen Menschen das Leben gekostet hat (http://www.stern.de/politik/mut/506930.html?eid=502536) und dann diejenigen, die versuchen etwas dagegen zu unternehmen in den gleichen Pott geworfen werden wie das braune Pack, dann reagiere ich schon ungehalten.

Ich bin weiterhin an einer wirklichen Diskussion interessiert.
Natürlich finde ich es gut und richtig, daß mit allen Mitteln versucht wird rechte Aufmärsche, Schulungszentren, Treffpunkte und Buchläden zu verhindern, bzw. zu schließen.

Aber das kann nicht alles sein. Und die Forderung "Nazis raus"...ja wohin denn???

Aber diese Form der Antifapolitik scheint an ihre Grenzen gekommen zu sein. Die Aktivitäten und die Gewalt von rechts nehmen jedenfalls zu. Ich will jetzt nicht die bisherigen Aktivitäten in Frage stellen. Vieles scheint jedenfalls völlig an denjenigen vorbeizugehen, die empfänglich sind für die rechte Ideologie. Es sind ja nicht ein paar arbeitslose Ost-Jugendliche, es geht quer durch die Gesellschaft (wie gesagt, selbst jedes 3. Gewerkschaftsmitglied ist zumindest teilweise von der Ideologie infiziert).
Titel: Antifa
Beitrag von: alfred am 19:20:49 Mo. 25.Juni 2007
Alles was zu schwool zu sagen nötig ist, hat Pinnswin treffend getan.

Zur 'offensichtlichen Hilflosigkeit der Antifapolitik' kann ich nur zum wiederholten Male sagen, lasst die dämliche und nichts bringende Selbstzerfleischung (und die kannst Du realistischer als bei chefduzen.de auch "draußen" nicht finden). Für Sympathisanten (ich zähle mich dazu) ist es schwer zu ertragen, eine Gruppe gegen die andere oder der gegen jenen zu Felde ziehen zu sehen, obwohl alle ja angeblich das gleiche wollen. Ausnahmen davon sind leider extrem selten (z.B. der G8-Protest) und sind NIE von Dauer, bestätigen also die Regel.  

Chefduzen als Beispiel: Wie soll es bei einem Durchschnittsmenschen ankommen, wenn pauschal der Spiegel, die SPD, die Linke, die Gewerkschaften übel niedergemacht werden - ein Betrachter von außen sieht also einen chaotischen Haufen, der wahrscheinlich die Bild, die CDU, die FDP und die Arbeitgeber gut findet, weil alles andere ja pauschal als "geht gar nicht" abgetan wird.

Und ich sage nochmal, die Rechten haben das Problem der Zersplitterung erkannt und gehen ad hoc als relative "Einheit" auf Rattenfang...
Titel: Antifa
Beitrag von: Kuddel am 21:34:58 Mo. 25.Juni 2007
Schwool pimpert derweil wohl andere Foren. Mir egal.

Deinen Eindruck von chefduzen.de als Chaotenhaufen, der von Durchschnittsmenschen nicht verstanden wird teile ich in keinster Weise, ganz im Gegenteil! Aber das hat in dieser Rubrik nix verloren und da können wir auch anderer Stelle drüber streiten.

Es mag ein Problem der Linken sein selbstbezogen zu handeln und aufeinander loszugehen. Das sehe ich bei der Antifa-Szene (mit der kleinen Ausnahme der Antideutschen) jedenfalls nicht. Man mag da unterschiedliche Auffassungen und unterschiedliche Strategien haben, man arbeitet aber nicht gegeneinander.

Es ist aber nicht gelungen die Attraktivität der Rechten bei vielen Verzeifelten zu brechen.
Titel: Antifa
Beitrag von: alfred am 21:54:14 Mo. 25.Juni 2007
Zur 'offensichtlichen Hilflosigkeit der Antifapolitik' kann ich nur zum wiederholten Male sagen, lasst die dämliche und nichts bringende Selbstzerfleischung. Für Sympathisanten (ich zähle mich dazu) ist es schwer zu ertragen, eine Gruppe gegen die andere oder der gegen jenen zu Felde ziehen zu sehen, obwohl alle ja angeblich das gleiche wollen. Ausnahmen davon sind leider extrem selten (z.B. der G8-Protest) und sind NIE von Dauer, bestätigen also die Regel.

Und ich sage nochmal, die Rechten haben das Problem der Zersplitterung erkannt und gehen ad hoc als relative "Einheit" auf Rattenfang...


So mein Statement noch einmal ohne chefduzen.de direkt mit einzubeziehen, da ich hiermit keine Kritik am Forum üben wollte, sondern nur ein Beispiel eingeflochten habe - es ist NICHT einfach, zum Thema Stellung zu nehmen ohne falsch verstanden zu werden, lg alfred
Titel: Antifa
Beitrag von: Kuddel am 12:55:21 Di. 26.Juni 2007
Ich wollte eine Auseinandersetzung über grundsätzliches Vorgehen, über die Grundlagen des Handelns um so die eigene Schwäche zu verstehen und um so (hoffentlich) Konsequenzen daraus zu ziehen.

alfred mit seiner Harmoniesucht scheint aber panische Angst vor dem Hinterfragen der eigenen Grundlagen zu haben. Für ihn ist das "eine nichts bringende Selbstzerfleischung".

So kann man eine Debatte abwürgen.

Wer nicht bereit ist sich schmerzhafte Fragen über den Weg der Antifaszene und den der Gewerkschaftsbewegung zu stellen, der hat bereits akzeptiert, daß rechte Gewalt weiter wächst und Löhne und Sozialleistungen sich weiter im freien Fall befinden werden.
Titel: Antifa
Beitrag von: alfred am 15:26:36 Di. 26.Juni 2007
Zitat
alfred mit seiner Harmoniesucht scheint aber panische Angst vor dem Hinterfragen der eigenen Grundlagen zu haben (...) So kann man eine Debatte abwürgen
Das Ding mit der 'Harmoniesucht' werde ich mal meinem Arbeitgeber und in diversen Arbeitskreisen anbringen, die Reaktionen darauf wird sich der geneigte Leser denken können.

Kuddel, Ziel erreicht, ich ziehe mich aus Deinem Thread zurück, um Deine rege Debatte nicht abzuwürgen. Ich definiere fruchtbare Diskussionen anders als Du - beleidigt bin ich übrigens nicht, ich habe nur keinerlei Lust mehr zu antworten (nur um Deinem kommenden Einwurf vorzugreifen).
Titel: Antifa
Beitrag von: BakuRock am 02:03:39 Sa. 30.Juni 2007
@Kuddel

es wahr wohl schon immer das Problem denkender Menschen, die "Banalitaet des Boesen" (an) zu erkennen. Meines Erachtens liegt genau da die Loesung von solchen Problemen. Die Loesung wird es nicht geben, aber ein Teil der Loesung koennte genau im Erkennen solcher kausaler Zusammenhaenge liegen.

Zum Thema empfehle ich dieses Buch zu lesen (ich war zu faul das abzutippsern, deshalb ein paar Sekunden Geduld - die Bilder passen sich dem Browser an.):

"Der Tod ist mein Beruf"
Robert Merle

(http://[url=http://www.myimg.de][img]http://img11.myimg.de/Tod37fadd41b.jpg)[/url][/IMG]
Titel: Antifa
Beitrag von: Kuddel am 15:57:36 Fr. 13.Juli 2007
BakuRock, du bist auf meine Frage eingegangen und siehst, wenn ich Dich richtig verstanden habe, die Problematik in Dingen wie Philosophie oder Erziehung. Es geht um den Umgang mit Autoritäten und Staat. O.K., ich will da nicht widersprechen.

Ich suche aber nach Kritik, bzw. Erweiterung antifaschistischer Praxis. Ich mag es einfach nicht hinnehmen, daß wir nur versuchen eine wachsende rechte Szene zurückzuschlagen, wir müssen Voraussetzungen Schaffen ihre Grundlagen und damit ihnen auch die Möglicheiten weiteren Wachstums zu entziehen.

Das ist mein Interesse und meine Hoffnung. Deshalb habe ich versucht hier die Diskussion über die Antifapolitik zum thema zu machen.
Titel: Antifa
Beitrag von: BakuRock am 17:21:59 Fr. 13.Juli 2007
Zitat
Original von Kuddel
"...............................
Ich suche aber nach Kritik, bzw. Erweiterung antifaschistischer Praxis. Ich mag es einfach nicht hinnehmen, daß wir nur versuchen eine wachsende rechte Szene zurückzuschlagen, wir müssen Voraussetzungen Schaffen ihre Grundlagen und damit ihnen auch die Möglicheiten weiteren Wachstums zu entziehen.
............"

Im Forum habe ich an verschiedensten Stellen schon mehrfach darauf hingewiesen, dass es dringend notwendig ist, VOR einem evtl. TagX oder BigBaeng oder einer Revolution in der Lage sein zu muessen, allen plausibel erklaeren zu koennen, was danach kommt - also das zu erreichen wollende Ziel muss genau definiert werden koennen. Dazu bedarf es ausfuehrlicher theoretischer Arbeit. Das alles muss aber dem "Normalbuerger" auch "normal verstaendlich" erklaert werden koennen. Das ist sehr viel Arbeit und das ist unbequem.

Man kann die Menschen nicht zu ihrem Glueck zwingen!
Titel: Antifa
Beitrag von: admin am 19:58:51 So. 15.Juli 2007
Ich weiß nicht von welcher Zersplitterung und Selbstzerfleischung alfred redet. Es gibt wohl keinen anderen Bereich linker Politik wo ein so breites Bündnis gut funktioniert wie bei antifaschistischen Aktivitäten.

Es sind zum Glück die Zeiten vorbei in denen der DGB Spalterdemos schön "weit vom Schuß" organisierte. Heute rufen Autonome, Pastoren, Gewerkschafter und Vertreter bürgerlicher Parteien gemeinsam zu Antifaschistischen Protesten auf und es demonstrieren auch Punks, Anarchisten, Kommunisten, Christen und Ottonormalverbraucher gemeinsam gegen die rechte Pest.

An einer Spaltung kann die eigene Schwäche wohl kaum liegen. Das Problem ist, man versucht nur zu reagieren auf die Angriffe der Rechten. Angesprochen fühlen sich nur die Menschen mit politischem Bewußtsein oder besonderen moralischen Werten. All das geht aber einem Großteil der Bevölkerung am Arsch vorbei.

So lange es uns nicht gelingt Anworten auf die sozialen Probleme eines Großteils der Bevölkerung zu finden, so lange werden die Rechten weiteren Zulauf erhalten, die zumindest den Haß verkörpern, den viele in sich spüren.

So lange wir uns nur mit Nazis auseinandersetzen ohne das Wirtschaftsystem in Frage zu stellen, das für einen Großteil der Bevölkerung nur eine Verschlechterung des Lebens zu bieten hat, so lange sind wir in der Defensive. Wir und unsere Aktivitäten sind dann unattraktiv für die Entrechteten und Verarmenden.

Die Schwäche der Linken (und nicht der Antifaszene) halte ich für den Grund für den Zulauf bei den Rechten. Ich habe bereits vor längerer Zeit einen Artikel zum Thema verfaßt:
http://www.labournet.de/diskussion/rechten/opfer/chefduzen.html
Titel: Antifa
Beitrag von: seiko am 21:52:52 Mo. 16.Juli 2007
Also im internet steht was anderes!!
Ganz aktuell!!

http://jungle-world.com/seiten/2007/28/10227.php

\"Bereits zwei Wochen zuvor hatte derselbe Personenkreis einen Vortrag
gestört, in dem die linke Szene der Landeshauptstadt mit der Kritik
des antiimperialistischen Weltbildes konfrontiert werden sollte. Etwa
15, teilweise mit Mundschutz und Handschuhen ausgestattete Angehörige
der autonomen und antiimperialistischen Szene waren vor dem
Veranstaltungsort erschienen und hatten versucht, sich gewaltsam
Zutritt zu verschaffen. Zwei Personen aus dem Umfeld der
Veranstalter, des »Antifa-Infoportals« in Magdeburg, wurden mit
Schlägen traktiert.\"

Schade das die autonomen immer GEwalt ausüben müsen!!!
Sowas ist scheiße!!!
Titel: Antifa
Beitrag von: jensen-ex am 22:05:42 Mo. 16.Juli 2007
Zitat
Original von seiko
Also im internet steht was anderes!!
Ganz aktuell!!

http://jungle-world.com/seiten/2007/28/10227.php

\"Bereits zwei Wochen zuvor hatte derselbe Personenkreis einen Vortrag
gestört, in dem die linke Szene der Landeshauptstadt mit der Kritik
des antiimperialistischen Weltbildes konfrontiert werden sollte. Etwa
15, teilweise mit Mundschutz und Handschuhen ausgestattete Angehörige
der autonomen und antiimperialistischen Szene waren vor dem
Veranstaltungsort erschienen und hatten versucht, sich gewaltsam
Zutritt zu verschaffen. Zwei Personen aus dem Umfeld der
Veranstalter, des »Antifa-Infoportals« in Magdeburg, wurden mit
Schlägen traktiert.\"

Schade das die autonomen immer GEwalt ausüben müsen!!!
Sowas ist scheiße!!!

Zitat
Schade das die autonomen immer GEwalt ausüben müsen!!! Sowas ist scheiße!!!

warum?
Titel: Antifa
Beitrag von: BakuRock am 01:28:55 Di. 17.Juli 2007
Zitat
Original von admin
"............................
So lange es uns nicht gelingt Anworten auf die sozialen Probleme eines Großteils der Bevölkerung zu finden, so lange werden die Rechten weiteren Zulauf erhalten, die zumindest den Haß verkörpern, den viele in sich spüren.

So lange wir uns nur mit Nazis auseinandersetzen ohne das Wirtschaftsystem in Frage zu stellen, das für einen Großteil der Bevölkerung nur eine Verschlechterung des Lebens zu bieten hat, so lange sind wir in der Defensive. Wir und unsere Aktivitäten sind dann unattraktiv für die Entrechteten und Verarmenden.
............................"

Yepp Karsten, die (sehr unterschiedlichen) Antworten der (nicht zu zu ordnenden) Linken sind fuer "Fritzchen Normalverbraucher" total un(attraktiv)benutzbar. Das theoretische GeQuacksalbere von den Unterschieden zwischen Muehsam und Lenin, Marx und Stalin und so, auch das geht o.g. voll am Arsch vorbei. Im Gegenteil - es reizt zur Abwehr und Abkehr!

Menschen brauchen aber Ordnung! Eine Mutter muss wissen, wer sie und ihre Kinder ernaehrt und wie. Oder, wie sie ihre Kinder ernaehren und beschuetzen kann. Wie sieht die Welt aus, in der sie und ihre Kinder in Ruhe und Frieden leben koennen? Wer ordnet ihre Welt? Der Alltag soll "ordentlich" sein.

Ganz praktische Fragen (und Antworten) sind es, welche die Menschen hoeren wollen.

Wir Linken koennen sie geben - aber nur, wenn wir uns Gedanken darueber machen, wie die Welt geordnet werden kann. Wie praktikabel ist die "Welt von Unten"? -

Wenn ich kein Geld habe - was kann ich mir denn dann noch "leisten"? (Eine der haeufigsten Fragen. - Meine Lieblingsfrage, da steige ich voll ein in die Diskussion)

Heute (jetzt) nicht mehr, ich bin zu muede - aber genau diese Fragen beantworten zu koennen, ist des Raetsels Loesung!

........ Ein "Rechter" fasst den Familienvater an der Schulter: "Reichen dir 2000? Ja?. - Dann komm zu uns - Ruesten!"
Titel: Antifa
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:23:05 Di. 24.Juli 2007
Hier mal ein praktischer Erfolg:

Vor wenigen Monaten wurde von IGM-Kollegen im DaimlerChrysler-Werk Untertürkheim aufgedeckt, dass der freigestellte Betriebsrat Oliver Hilburger von der Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM) Mitglied der Neo-Nazi-Band "Noie Werte" ist.

Infolgedessen musste Oliver Hilburger jetzt die Konsequenzen ziehen. Anfang letzter Woche hat er sein Betriebsratsmandat niedergelegt und ist von all seinen Ämtern im Vertrauenskörper und Landesvorstand des CGM zurückgetreten.
Titel: Antifa
Beitrag von: BakuRock am 00:43:36 Fr. 03.August 2007
Zitat
Original von Kuddel
"......................
Ich suche aber nach Kritik, bzw. Erweiterung antifaschistischer Praxis. Ich mag es einfach nicht hinnehmen, daß wir nur versuchen eine wachsende rechte Szene zurückzuschlagen, wir müssen Voraussetzungen Schaffen ihre Grundlagen und damit ihnen auch die Möglicheiten weiteren Wachstums zu entziehen.

Das ist mein Interesse und meine Hoffnung. .............................."

Sie wachsen:

Zitat
Neonazis bauen Infrastruktur weiter aus

In Brandenburg sorgt der NPD-Funktionär Molau zurzeit für Aufregung. Auf einem erworbenen Gut will er ein Waldorf-Schulheim eröffnen. Bundesweit gibt es nach einer Analyse der Innenminister inzwischen 26 Immobilien von Rechtsextremen, die als Treffpunkt, Veranstaltungsort oder Schulungsstätte dienen.

Von Patrick Gensing, tagesschau.de

Großansicht des Bildes Grafik: Die Parteizentrale der NPD in Berlin]
Den Sicherheitsbehörden "sind bundesweit rund 20 Objekte bekannt, die sich im Eigentum von Rechtsextremisten befinden" und als Treffpunkte oder Schulungsorte genutzt werden. So hieß es Ende 2006 in einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Diese Zahl liegt nach jüngsten Erkenntnissen der Innenminister noch höher. Aus einem Lagebericht, den eine Arbeitsgruppe der Innenministerkonferenz erarbeitet hat, geht hervor, dass es in Deutschland sogar 26 solcher Zentren gibt.

"Diese Zahlen machen die nachhaltige regionale Verankerung der Nazi-Szene deutlich", betonte Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, gegenüber tagesschau.de. Die Immobilien seien wichtig, um die Rechtsextremisten von öffentlichen Räumen und Protesten unabhängig zu machen. Außerdem gehe es um die sichtbare Präsenz in bestimmten Orten und damit um wichtige Schritte auf dem Weg zu einer angestrebten kulturellen Hegemonie in einzelnen Regionen, sagte Jelpke. So sei es kein Zufall, dass viele solcher Immobilien in ländlichen Regionen und Kleinstädten zu finden sind. Spitzenreiter bei den Neonazi-Zentren ist Thüringen, wo es nach Angaben der Bundesregierung drei solcher Immobilien gibt.

In der Lageanalyse der Innenministerkonferenz heißt es dazu: "Immobilienkäufe wurden bereits 1999 im Parteiorgan "Deutsche Stimme" unter der Überschrift 'Befreite Zonen - aber wie?' diskutiert. Die Schaffung eines Netzwerkes von Immobilien wurde dort als zentrale Aufgabe des 'gesamten nationalen Widerstandes' beschrieben."
NPD-Waldorfschule in Brandenburg?

Und dementsprechend versuchen die Rechtsextremisten weiter, ihre Infrastruktur auszubauen.
............................................."

Alles: http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID7217144_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html

Sagt mal, sind landwirtschaftliche Gueter nicht meistens mit allem (un)Moeglichem kontaminiert? Kann man die ueberhaupt noch benutzen? Oder muessen da nicht erst mal horrente Summen fuer die Altlastenbeseitigung ausgegeben werden? Das kann aber lange dauern, habe ich mal in so einem Zusammenhang erfahren........
Titel: Antifa
Beitrag von: Kater am 12:39:51 Fr. 17.August 2007
kennt jemand die  ?(

Zitat
Die Front Deutscher Äpfel (F.D.Ä.) ist eine 2004 in Leipzig gegründete satirische Organisation, die rechtsextreme Parteien, insbesondere die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD), parodiert. Sie unterteilt sich in die Front Deutscher Äpfel und das Nationale Frischobst Deutschland (NFD).

http://de.wikipedia.org/wiki/Front_Deutscher_%C3%84pfel
Titel: Antifa
Beitrag von: Kuddel am 12:41:42 Mi. 22.August 2007
Schaut man sich bei indymedia um so scheint es nur noch folgende Themen zu geben: Faschoaktionen und Antifaaktivitäten.

Da scheinen die Strategien der Herrschenden aufgegangen zu sein. Die Unterstützung von Teilen der Wirtschaft und des Staates (V-Leute des Verfassungsschutzes in der NPD) sorgen nun dafür, daß sich das einfache Volk gegenseitig auf die Glocke haut und die Linken sich fast nur noch mit den Rechten beschäftigen. Das Kapital hat währenddessen freie Hand. X(
Titel: Antifa
Beitrag von: unGeDuLdig am 03:59:41 Mo. 07.Januar 2008
Ich möchte hier meinen mittelscharfen Senf beitragen. Die hässlichen Faschisten, denen man auf Antifademos gegenübersteht, sind meiner Ansicht nach nur der extremste Auswuchs einer rassistischen und nationalistischen Grundtendenz, die mit verschiedener Stärke von der gesellschaftlichen Mitte, den SPD-CDU-Grün-FDP-Linkswählern, auch von den Kirchen und Gewerkschaften, den Interessenverbänden und den Intellektuellen in den Medien ausgeht. Ich könnte hier zum Beweis einen ganzen Roman an Beweisen dafür schreiben. Auch diejenigen, die sich Antifaschisten nennen, leiden unter autoritärem, schablonenhaftem Denken und müssen stets misstrauisch gegen die eigenen Reflexe sein.

Die Nazis kennen dieses Problem nicht. Sie müssen nur an die einfachsten Instinkte der Bürger appellieren. Wenn es überhaupt noch eine Chance gibt, das Abgleiten der Gesellschaft in den Faschismus zu verhindern, dann besteht sie nicht in gewaltsamen oder -losen Aktionen gegen die immer mehr Zulauf kriegenden Neonazis. Das soll nicht heissen, dass man ihnen auch nur einen Fussbreit geben soll. Nur: Die klassische Antifa kann immer nur den Ersatzpolizisten spielen und das schlimmste verhindern. Viel interessanter ist da jeder Ansatz, der auf die Erziehung und Bildung von jungen Menschen zielt, die noch keine Nazis sind. Man muss also den antifaschistischen Kampf nicht nur auf den Strassen vor den Thor-Steinar-Läden führen, sondern dort, wo sich faschistisches Gedankengut bildet. Das sind die Schulen, Sportvereine, Jugendcliquen, Stammtische usw. Im Bereich Fussballfans ist z.B. einiges Interessante passiert, obwohl es natürlich auch dort nicht rosig aussieht.
Titel: Antifa
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 21:21:35 Do. 17.Januar 2008
Folgendes gehört eher inden Praxis- denn in den Theoriebereich, trotzdem will ich es Euch nicht vorenthalten:

3.500 VW-Azubis gegen die faschistische NPD
17.01.08 - Erstmalig fand gestern in Wolfsburg eine Azubi-Vollversammlung mit Auszubildenden aus allen deutschen VW-Werken statt. Die IG Metall hatte dazu aufgerufen, um mit dieser Aktion gegen die Kandidatur der neofaschistischen NPD zu den niedersächsischen Landtagswahlen am 27. Januar zu protestieren. Im Anschluss nahmen ca. 3.500 Azubis an einer Demo durch die Wolfsburger Innenstadt teil, auf der unter anderem das Verbot aller faschistischen Organisationen gefordert wurde.
Titel: Antifa
Beitrag von: Nestor am 21:28:32 Mi. 30.Januar 2008
Welche Aufgaben hat denn eigentlich die Antifa?
Nur (Gegen)Demos zu machen, kann ja nicht alles sein.
Ich glaube, dass es dort auch Leute gibt, die bereit sind gegen gewaltätige Nazis selbst mit Gewalt vorzugehen. Eine Art Miliz.
Titel: Antifa
Beitrag von: handkey am 22:12:33 Mi. 30.Januar 2008
Siehe Rostock-die Attacke auf den Naziklamottenladen, der ja doch nur ein Scheisshaufen-Treffpunkt war, das war Kommandomäßig.Respekt.
Titel: Re:Antifa
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 03:34:33 Di. 10.Juni 2014
Die Antifa Politik war stets sehr naiv den herrschenden Verhältnissen gegenüber.
Die Rolle von Staat und Wirtschaft wurden nie wirklich in Frage gestellt.

Die an die Oberfläche kommenden Informationen über die NSU belegen jedoch, daß der braune Terror ohne die aktive Hilfe des Staates nicht möglich gewesen wäre.

Bei diesem "Birlikte" Spektakel in Köln stieß mir das wieder übel auf.
Ein Haufen unerträglicher Arschlöcher auf der Bühne. Allen voran Joachim Gauck als oberster Vertreter des Staates, der so tief verstrickt ist in diese Verbrechen.

(http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/files/2014/06/5.jpg)
Das mehrere Meter hohe Bild an der Brandmauer eines Hauses in der Manteuffelstraße war erst am Morgen vom Bündnis gegen Rassismus angebracht worden. Polizeibeamte beobachteten die Aktion und stellten wegen des Satzes “NSU: Staat & Nazis Hand in Hand” Anzeige wegen “Verunglimpfung des Staates”.

Die Polizei, die die Täter in Ruhe ließ und gegen die Familien der Opfer ermittelte und nun wieder gegen Antifaschisten und deren Öffentlichkeitsarbeit vorgeht, darf mit ihrem Orchester auf der Birlikte Bühne spielen.
Titel: Re:Antifa
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:40:31 Sa. 19.September 2015
Aus aktuellem Anlaß:

Ich halte eine Antifapolitik, die sich allein in der Gegnerschaft zu Nazis definiert, für hilflos und zu begrenzt.

Im Rückblick auf die 90er Jahre, die offene rassistische Gewalt, die Pogrome und die Taten des NSU, sollten wir Konsequenzen ziehen.
Heute wissen wir, daß Kohl das rassistische Klima wollte und brauchte, um die sozialen Verwerfungen der deutschen Vereinigung nicht in offen ausgetragene soziale Konflikte münden zu lassen. Es gelungen einen sozialen Widerstand zu verhindern und die Unterschichten gegeneinder auszuspielen. Linke und rechte Jugendliche hauten einander auf die Glocke. Sozial Abgehängte tobten ihren Frust an sozial noch schwächeren Migranten aus. Einige vereinfachten es noch weiter und machten daraus einen Konflikt Ost gegen West. An diesem Klischee stricken Politik und Medien weiter:
Zitat
Gewalttaten aus Fremdenhass werden überproportional in den östlichen Bundesländern und Berlin verübt - zu diesem Ergebnis kommt laut einem Bericht der "Mitteldeutschen Zeitung" das Bundesinnenministerium.
https://www.tagesschau.de/inland/rassismus-gewalttaten-101.html (https://www.tagesschau.de/inland/rassismus-gewalttaten-101.html)
Wir sollten dabei nicht vergessen, daß die wichtigsten rechtsradikalen Führer und Ausbilder aus dem Westen kamen.
Zitat
Die Rechten von Heilbronn und Jena
Ein rechtsradikaler „Geheimbund“ in Heilbronn, dessen Mitglieder es verstärkt nach Jena zieht – die Akten zu den NSU-Morden werfen nach wie vor jede Menge Fragen auf.
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.nsu-affaere-die-rechten-von-heilbronn-und-jena.eadc0dcb-0b8d-4183-94df-3216efca92f0.html (http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.nsu-affaere-die-rechten-von-heilbronn-und-jena.eadc0dcb-0b8d-4183-94df-3216efca92f0.html)
Wir hatten zu der Zeit auch noch die schrecklichen "Menschenketten", in denen Sozialarbeiter, Lehrer, Pfaffen, Ottonormalspießer und Bullen händchenhaltend ein "Zeichen gegen Rechts" setzten. Jugendliche, die gegen die Elterngeneration und die Gesellschaft rebellioeren wollten, hatten damit ihre ideale Gegenkultur bei den Rechten gefunden, womit man all die Vertreter der verhaßten Gesellschaft wunderbar provozieren konnte.

Am schlimmsten empfand ich die Definition eines Faschos als glatzköpfige, prollige Hohlbirne. Genau da liegt vielleicht der größte Fehler der Antifapolitik der 90er und ich befürchte, dieser Fehler wird  gerade wiederholt. Ein Autor des Freitag teilt diese Einschätzung:
Zitat
Der Naziproll- ein dankbares Opfer

Über die Teilschuld der Politik, Gesellschaft und Kultur an dem aktuellen Aufschwung des rechten Terrors


Der Mob, das Pack und die Rechtsradikalen sind nur einige der Bezeichnungen, die diese Menschen, die dort prügeln und anzünden, bekommen. Anti-Nazi-Seiten wie Hooligans Gegen Satzbau machen bei Facebook auf die geringe Intelligenz der Nazis aufmerksam – als wäre eine hohe Intelligenz der Verdienst einer Person.

Natürlich –  auf das Bild des dummen Nazis ist sich schnell geeinigt. Angela Merkel verurteilt diese Taten ähnlich wie Sigmar Gabriel, ohne sich selbst zu einer Teilschuld zu bekennen. Bekannte Entertainer engagieren sich gegen "den Mob" und sogar der ein oder andere Kolumnist der "die Welt" lässt durchblicken, dass es nicht zu tolerieren ist, Asylheime anzuzünden.

Doch macht man es sich mit diesem Bild sehr einfach. Der Mob hat Angst. Das Pack hat Angst vor der spätestens seit den Hartz- Reformen einsetzenden Entsolidarisierung. Es hat Existenzangst vor dem Verschwinden in der vermeintlichen Bedeutungslosigkeit.

...die Sozialdemokratie hat sich seit Anfang des Jahrtausends in den Urlaub verabschiedet und das Proletariat bleibt, von einer sich medial aufspielenden Minderheit diskreditiert, mit seinen Ängsten zurück.

Doch wie eine Facebook-Freundin letztens treffend formulierte, jedes arme Schwein sucht sich ein noch ärmeres Schwein, auf das es mit dem Finger zeigen kann.

Und so kam es wie es kommen musste. Durch das Schauspiel der Politik und Medien der letzten Jahre wurden neue Feindbilder geschaffen, die scheinbar selbst dem Proletariat gefährlich werden könnten, das geht von Ausländer über nichtmännliche Geschlechter bis hin zu Homosexuellen, die jetzt sogar heiraten wollen.
https://www.freitag.de/autoren/nberliner/der-naziproll-ein-dankbares-opfer (https://www.freitag.de/autoren/nberliner/der-naziproll-ein-dankbares-opfer)

Eine Antifapolitik, die ihre Arbeit als Kampf von links gegen rechts versteht, ist zum Scheitern verurteilt. Es ist notwendig einen Kampf von unten gegen oben zu organisieren. Wenn es nicht gelingt den Kampf gegen rechts mit dem Kampf gegen soziale Angriffe zu verbinden, werden wir nicht weiterkommen.

Gerade in dem Netzwerk verschwörungstheoretischer und (manchmal getarnter) rechtsradikaler Netzprojekte ist es gelungen ein Welbild zu zeichnen, in dem die Medien, die Bildungsinstitutionen und "die Politik" (inklusive Merkel) als "links" dargestellt werden ("linker Mainstream").  So sehen die sozial Abgehängten in den aggressiv auftretenden Rechten ihren logischen Bündnispartner gegen ihr Unwohlsein in den herrschenden Verhältnissen.

Wir müssen nicht nur verbal klarmachen, daß die Angriffe auf die einfachen Menschen von Kapital, Staat und den Rechten gleichzeitig kommen. Wenn es uns nicht gelingt eine soziale Notwehr mit dem Kampf gegen Rechts zu verbinden, sehe ich die Rechten weiter im Aufwind.



Zum Abschluß ein weiterer Auszug aus dem Feitag Artikel:
Zitat
Bei Dieter Nuhr ist klar, dass der Islam der Barbarei entspricht, die zwangsläufig zu Tod, Kriminalität und Unordnung führt. Durch ständige Reproduktion dieser Feindbilder, verfestigten sie sich zunehmend im kollektiven Gedächtnis.

Genau diese Skizzierungen des Ausländers, geprägt durch Presse und Politik haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass das passiert, was passieren musste. Die ärmsten zeigen auf Jene, die noch weniger, als sie selbst haben und verdammen sie. Unterstützt in ihren Feindbildern und allein gelassen mit ihren Sorgen von Politik und Presse.

Wenn wir die Schuldigen für die brennenden Flüchtlingsheime suchen wollen, sollten wir vielleicht nicht auf den Naziproll mit Pipi in der Hose schauen, auch nicht auf Ralph Ruthes skizzierte "Dummel" oder auf die schimpfende Omi in Freital.

Stattdessen sollten diese Bilder lieber von einem Horst Seehofer, einem Bernd Lucke, einem Dieter Nuhr und einer Angela Merkel geziert sein, durch deren Ideologien und Reden diese vorurteilsbehafteten Feindbilder überhaupt erst entstehen konnten.

Etwas tiefgründiger möchte ich bei dieser Argumentation noch auf diesen Radiobeitrag hinweisen: http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/kolumnen-sendungen/generator/warum-unsere-gesellschaft-die-armen-verachtet-100.html (http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/kolumnen-sendungen/generator/warum-unsere-gesellschaft-die-armen-verachtet-100.html)

Titel: Re:Antifa
Beitrag von: Rudolf Rocker am 13:35:50 Sa. 19.September 2015
Du sprichst jetzt von bürgerlicher Antifapolitik, oder?
Die linkradikale Antifa hat immer auf den Zusammenhang zwischen Staat, Kapital und Faschismus hingewiesen.

Zitat
Linke und rechte Jugendliche hauten einander auf die Glocke.
Scheinbar hast Du in den neunziger Jahren keinen aktiven Widerstand gegen Faschisten geleistet (und zwar im Westen).
Ich hab es getan und hatte mit 18 Jahren zwei Mordanschläge hinter mir. Also erzähl mir hier nichts von "auf die Glocke hauen"! >:(
Titel: Re:Antifa
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:11:37 Sa. 19.September 2015
Scheinbar hast Du in den neunziger Jahren keinen aktiven Widerstand gegen Faschisten geleistet (und zwar im Westen).
Tolle Ferndiagnose.  :rolleyes: Bin von 2 Faschos krankenhausreif getreten worden, weil ich ihren Marsch mit deutschen Gruß durch den Bus kommentiert habe. Die wurden gefaßt, kamen vor Gericht. Einer von ihnen ging dafür in den Knast. Das Schmerzensgeld hab ich nie von ihnen gekriegt. Haben einfach nicht gezahlt. War nicht pfändbar, da sie arbeitslos waren. Ich habe keine Lust dir aufzulisten, bei welchen praktischen Aktionen mit dabei war. Es waren nicht wenige.

Zitat
Die linkradikale Antifa hat immer auf den Zusammenhang zwischen Staat, Kapital und Faschismus hingewiesen.
Verbal, ja.
In Italien gab es in den 70er und 80er Jahren militante Jugendgruppen, die Hinterhofausbeuter und Leiharbeitsklitschen aufgemischt haben, wenn sie ihre Mitarbeiter um den Lohn betrogen haben. Solch einen praktischen und handfesten Widerstand kenne ich aus Deutschland nicht.
Titel: Re:Antifa
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:15:52 Sa. 19.September 2015
Zitat
In Italien gab es in den 70er und 80er Jahren militante Jugendgruppen, die Hinterhofausbeuter und Leiharbeitsklitschen aufgemischt haben, wenn sie ihre Mitarbeiter um den Lohn betrogen haben. Solch einen praktischen und handfesten Widerstand kenne ich aus Deutschland nicht.

Weil sie in den 90ern permanent Angriffen von Nazis ausgesetzt waren? Wer hat da noch Zeit für sowas?
Titel: Re:Antifa
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 15:20:33 Sa. 19.September 2015
Es hat im Moment wenig von einer Diskussion, sondern eher von einem angepißten Kontern.
Zitat
Weil sie in den 90ern permanent Angriffen von Nazis ausgesetzt waren? Wer hat da noch Zeit für sowas?
Wenn wir für etwas anderes "keine Zeit" mehr haben, haben wir bereits verloren.
Titel: Re:Antifa
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 15:25:23 Sa. 19.September 2015
P.S.:
Zitat
In Italien gab es in den 70er und 80er Jahren militante Jugendgruppen, die Hinterhofausbeuter und Leiharbeitsklitschen aufgemischt haben, wenn sie ihre Mitarbeiter um den Lohn betrogen haben.
Gleichzeitig gab es härteste Auseindersetzungen mit Faschos, bei denen Blut floß.
Titel: Re:Antifa
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:39:51 Sa. 19.September 2015
Zitat
Gleichzeitig gab es härteste Auseindersetzungen mit Faschos, bei denen Blut floß.
Tödlicher Hass - 137 Todesopfer rechter Gewalt
http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/toedlicher-hass-137-todesopfer-rechter-gewalt-0166 (http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/toedlicher-hass-137-todesopfer-rechter-gewalt-0166)





Titel: Re:Antifa
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 17:12:59 Sa. 19.September 2015
Rudi, das ist mir nicht unbekannt. Das waren zumeist tödliche Überfalle von Rechten auf Migranten, Obdachlose und Behinderte.
In Italien gab es eine ganze Reihe Toter bei Zusammenstößen zwischen Rechten und Antifas.
In Griechenland wird ständig Blut vergossen von den Rechten. Nicht nur den Deutschen Medien ist das keine Erwähnung wert, es wird auch von den griechischen Medien totgeschwiegen. Es sind zumeist nur namenslose Migranten. Erst bei dem Tod eines "Weißen", dem giechischen Rapper Killah P. (Pavlos Fyssas) gab es eine breitere Berichterstattung.

Wir sollten aufhören einander zu belehren. Ich habe nie etwas gegen den militanten antifaschistischen Kampf gesagt.
Ich versuchte im wesentlichen 2 Dinge klarzustellen:
Rassismus und faschistische Tendenzen sind nicht nur beim gewöhnlichen Straßenfascho gefährlich, sondern mindestens ebenso bei der vom sozialen Abstieg bedrohten Mittelschicht, bei Hetzkommentaren der Mainstreammedien, Typen wie Schäuble und de Maiziere, Unternehmerverbänden etc..

Wenn aber die verwirrten Menschen der Unterschicht von Linken angepöbelt werden, wegen ihre blöden Sprüche und idiotischen Grundhältung, ohne daß es von Linken Angriffe gegen unmenschliche Sachbearbeiter, Vermieter und Ausbeuter gibt, so lange werden die Linken als Gegner gesehen und die Rechten haben weiter Zulauf.
Titel: Re:Antifa
Beitrag von: Rudolf Rocker am 18:00:03 Sa. 19.September 2015
Ich glaube wir meinen sowieso das Gleiche, drücken uns aber unterschiedlich aus und ich mach grade ein Fass auf wo gar keins ist! (http://www.smilie.ws/smilies/wirr/1677.gif)
Titel: Re:Antifa
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:11:25 Sa. 19.September 2015
Zitat
ich mach grade ein Fass auf wo gar keins ist!
Die Fähigkeit hätt ich aber auch gern! (http://www.brummionline.com/forum/images/smilies/smilies.gif)
Titel: Re:Antifa
Beitrag von: Rudolf Rocker am 19:10:35 Sa. 19.September 2015
Dafür braucht man jahrelanges Training!
Auf jeden Fall sollten wir dieses Thema mal bei einem echten Fässchen im Real- Live besprechen! (http://www.smilie.ws/smilies/nahrung/0927.gif)
Diskussionen im Internet krieg ich einfach nicht hin!  :-[

! No longer available (http://www.youtube.com/watch?v=F71xHuo4nBI#)
Titel: Re:Antifa
Beitrag von: Kuddel am 13:24:41 So. 18.Dezember 2016
Der rechte Sumpf ist nicht zu ignorieren. Er wird zum Teil des Mainstreams und die Herrschende Klasse scheint ein interesse an einem Erstarken faschistischer Bewegungen zu haben.

Wir sollten weiter über Strategien der Gegenwehr diskutieren.
Ich hoffe, daß es möglich ist, ohne sich bei ständig in die Wolle zu kriegen.
Ich halte eine Vielfalt an antifaschistischen Vorgehensweisen für notwendig.
Neben dem militanten Antifaschismus muß es auch eine Auseinandersetzung um die Köpfe geben.
Man muß sich mit den Leuten auseinandersetzen, die gelegentlich Scheiße quatschen, aber noch längst keine eingefleischten Nazis sind.
Es wäre dumm, wenn wir diese Leute den rechten Propagandisten überlassen würden.
Den Verirrten und Verwirrten muß man eine Chance geben, ihre Meinung und ihr Weltbild zu ändern.

Hier ein Extrembeispiel (Artikel von mir gekürzt):

Zitat
(http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/509265/thumbs_text_fullwidth/90220.jpg)

Es ist schwer, Daryl Davis nicht zu mögen. Der Schwarze mit dem breiten Grinsen und dem gemütlichen Burger-Bauch ist ein geborener Entertainer. Er hat oft mit Größen wie Muddy Waters, Chuck Berry und Little Richard gespielt. Wenn er sich ans Klavier setzt und loslegt, ist es unmöglich, sich von seinem Boogie Woogie und seinem Blues nicht mitreißen zu lassen. Sogar eingefleischte Rassisten wippen dann mit den Füßen, und so kommt es, dass Daryl Davis seine erste Bekanntschaft mit den Geheimbündlern des Ku Klux Klans macht: Bei einem Konzert mit seiner Country-Band in der »Silver Dollar Lounge« in einem Truck Stop in Maryland ist er nicht nur der einzige Schwarze auf der Bühne, sondern im ganzen Lokal. »Schwarze gehen da normalerweise nicht rein«, sagt Daryl Davis, 58. Umso überraschter ist er, als ein Mittvierziger aufspringt, ihm die Hand auf die Schulter legt und sagt, nie zuvor habe er einen Schwarzen gehört, der so gut Klavier spiele wie Rock'n'Roll-Legende Jerry Lee Lewis. »Na, was glaubst du denn, von wem Jerry das Spielen gelernt hat?« entgegnet Davis, »Natürlich von schwarzen Musikern! Ich bin mit Jerry befreundet, seit ich 13 bin.«

Dass der Pianist sein Idol kennt, beeindruckt den Mann so sehr, dass er ihn auf einen Drink einlädt. Der neue Fan gesteht, er habe noch nie mit einem Schwarzen an einem Tisch gesessen. »Warum nicht?« fragt Davis. Seine Barbekanntschaft zieht seine Ku-Klux-Klan-Karte aus der Tasche. Davis vergeht das Lachen. »Oha, jetzt wird es Ernst«, erinnert er sich an den Moment. Die beiden tauschen trotzdem Telefonnummern aus, der Musik-Fan kommt fortan zu seinen Konzerten und bringt seine Klan-Freunde mit.

Es ist der Beginn einer Freundschaft, die den gesamten Ku Klux Klan in Maryland erledigen wird, aber das wissen sie damals, Anfang der Achtzigerjahre, noch nicht.

Davis lädt Kelly auf seine Konzerte ein, und Kelly kommt mit seinen Klan-Freunden. Davis bringt seine eigenen Freunde mit, um Kelly in Dialoge zu verwickeln. »Ich wollte, dass er mit anderen Leuten spricht; dass er versteht, dass ich nicht der einzige bin. Ich war nicht darauf aus, mit den Klan-Leuten Freundschaft zu schließen, sondern herauszufinden: Warum hasst ihr mich, obwohl ihr mich nicht kennt?«  

Es ist eben schwer, jemanden zu hassen, den man gut kennt. Kelly kehrt schließlich dem Ku Klux Klan den Rücken; Davis wird sogar Patenonkel seiner Tochter. »Er glaubt heute nicht mehr, was er damals gesagt hat«, erklärt Davis. Kelly gibt Davis seine Klan Roben, die Roben des Imperial Wizard. Davis freundet sich mit allen drei Klan-Führern von Maryland an, und sie alle hängen ihre Roben an den Haken, als sie den Klan verlassen, genau wie zwei Dutzend weitere Klan-Leute. »Das war das Ende des Klans in Maryland«, freut sich Davis. »Es gibt dort heute keinen KKK mehr. Immer wieder versucht mal einer, den Klan dort wiederzubeleben, aber das hält nie lange.«  

 Die Begegnungen hätten ja auch anders ausgehen können – Davis hätte seine Dialogbereitschaft durchaus mit dem Leben bezahlen können.

Gerade da sei der Dialog am allerwichtigsten, findet Davis. »Wenn man nur zu den Leuten predigt, die ohnehin die eigenen Ansichten teilen, was soll dann dabei heraus kommen? Ich kann mich mit anderen Menschen zusammensetzen, die keine Rassisten sind, und wir können uns darüber unterhalten, wie schlimm Rassismus ist, aber verändern tut sich dadurch nichts.«

An dieser Stelle zieht Davis gerne seine zwei Dutzend Klan-Roben aus dem Schrank und sagt: »Schau, das habe ich gemacht, um dem Rassismus einen Denkzettel zu verpassen. Ich habe die Roben und Hauben von mehr als zwei Dutzend Menschen in meinem Schrank, die ihre Ansichten geändert haben, weil ich mich mit ihnen an einen Tisch gesetzt habe.
http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/45368/Ein-schwarzer-Pianist-entmachtet-den-Ku-Klux-Klan (http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/45368/Ein-schwarzer-Pianist-entmachtet-den-Ku-Klux-Klan)

Titel: Re:Antifa
Beitrag von: Kuddel am 18:19:34 Mi. 23.August 2017
Nach Charlottesville, USA:
Zitat
Diese Ausbreitung hat auch dazu geführt, dass über den antifaschistischen Kampf diskutiert wird, auch etwa über die Frage, welchen Beitrag die Gewerkschaftsbewegung dazu leisten kann – und muss. Die ILWU Lokal 10 (San Francisco), Dockergewerkschaft an der Pazifik-Küste Nordamerikas, hat dabei nun eine massive Initiative begonnen. In dem Artikel „San Francisco dockers call strike to confront white nationalist rally“ am 21. August 2017 bei libcom.org https://libcom.org/news/san-francisco-dockers-call-strike-confront-white-nationalist-rally-21082017 (https://libcom.org/news/san-francisco-dockers-call-strike-confront-white-nationalist-rally-21082017) wird von dem entsprechenden Beschluss der Mitgliederversammlung des Lokal 10 berichtet, der unter Verweis auf anwachsende faschistische Umtriebe und die Tradition der Gewerkschaft zum Streik am 26. August aufruft, dem Tag an dem eine neuerliche Provokation stattfinden soll, in Form einer Demonstration, bei der die Oath Keepers den Sicherheitsdienst übernehmen soll: Eine schwerbewaffnete Miliz ehemaliger Soldaten und Polizisten.
http://www.labournet.de/?p=120460 (http://www.labournet.de/?p=120460)
Titel: Re:Antifa
Beitrag von: Kuddel am 18:52:30 Mi. 04.Oktober 2017
Wenn man Antifaschismus mit Hand und Fuß betreiben will, sollte man den Faschismus verstehen.

Es ist das ungezogene, hemmungslose Kind des Kapitalismus.

Zur Geschichte des Faschismus
! No longer available (http://www.youtube.com/watch?v=nTpCEDE2DBk#)
Die Wirtschaftspolitischen Ziele der FDP sind nahezu identisch mit denen der AfD oder NPD.
Die rechtsradikalen Organisationen wollen das gleiche, sie sind bei den Mitteln der Durchsetzung nur weniger wählerisch.
Sie aktivieren auch Straßengewalt und die Mittel des Terrors. Obwohl da die Grenzen zu staatlichen Institutionen sowieso verschwimmen, wie wir seit dem NSU wissen...
Titel: Re:Antifa
Beitrag von: Fritz Linow am 00:05:24 Sa. 04.November 2017
Der ehemalige Bassist der Naziband „Noie Werte“ versucht mal wieder, mit Hilfe von Compact eine nationalsozialistische Gewerkschaft zu initiieren. Da haben sich unter anderem bei Daimler auch schon einige Erfahrungen angesammelt.

Das ist eine höchstgefährliche Saat, die zusammen mit anderen teutonischen „Arbeitnehmervertretungen“ aus dem Umfeld der AfD aufgehen könnte. Deren Ansprache ist schlicht und deutlich und verfänglich. Ob man sich bei der Bekämpfung in den Betrieben auf den DGB verlassen sollte, ist fraglich. Daher ist eine Diskussion darüber notwendig, wie und in welcher Form sich antifaschistische Arbeit positiv auf Betriebe auswirken kann, so dass es erst gar nicht mehr dazu kommt, dass Nazis auf Betriebsratslisten gewählt werden.
Titel: Re:Antifa
Beitrag von: Kuddel am 19:40:08 Mi. 06.Juni 2018
Bei Fußball und Antifa denkt man meist an den FC St.Pauli.

Ich denke an Mo Salah!

Zitat
Auf dem Basar in Kairo gibt es Devotionalien an jedem Stand: Batteriebetriebene Salah-Spielzeugfiguren aus Plastik, Kuschelkissen mit schmachtenden Salah-Augen für weibliche Fans, Sammelbildchen für Kinder. Ein Friseur rasiert den Männern das Konterfei von Mo Salah auf den Hinterkopf. Und die Laternenhändler im Ramadan haben im diesjährigen Fastenmonat quasi nur noch ein Motiv

"Die meistverkaufte Ramadan-Laterne in diesem Jahr ist die mit einem Salah-Bild", erzählt ein Händler. "Die kaufen wirklich alle!"

Selbst britische Hardcore Liverpool-Fans, die normalerweise nicht für ihre Ausländerbegeisterung bekannt sind, grölen angesichts der Torrekorde von Mo Salah: "Wenn du weiter Tore schießt, werde ich auch ein Muslim und will in einer Moschee sitzen".

Übrigens: Bei der ägyptischen Präsidentschaftswahl vor rund zwei Monaten waren auffällig viele Stimmen ungültig: rund eine Million Ägypter, hieß es in Berichten, strichen die Namen des Präsidenten und seines Herausforderer durch und schrieben ihren Wunschkandidaten auf den Stimmzettel: "Mohammed Salah for president".
http://www.deutschlandfunk.de/mo-salah-aegypten-feiert-den-star-der-champions-league.1346.de.html?dram:article_id=418867 (http://www.deutschlandfunk.de/mo-salah-aegypten-feiert-den-star-der-champions-league.1346.de.html?dram:article_id=418867)

! No longer available (http://www.youtube.com/watch?v=b-icmPutQDk#)


! No longer available (http://www.youtube.com/watch?v=3uZzHfwfctc#)
Titel: Re:Antifa
Beitrag von: Fritz Linow am 16:00:18 Di. 12.Juni 2018
Bei Fußball und Antifa denkt man meist an den FC St.Pauli.

Ich denke an Mo Salah!

(...)

Naja, solange diese Bescheidenheit und Hilfsbereitschaft nicht in Größenwahn endet...
Zitat
Für Aufsehen kurz vor dem WM-Start sorgt jetzt Mohamed Salah. Der Superstar der ägyptischen Nationalmannschaft machte Fotos mit dem tschetschenischen Machthaber Ramsan Kadyrow.
http://www.sportbuzzer.de/artikel/agypten-star-salah-macht-fotos-mit-tschetschenischem-machthaber/ (http://www.sportbuzzer.de/artikel/agypten-star-salah-macht-fotos-mit-tschetschenischem-machthaber/)

Ich denke, dass weder Pauli noch irgendwelche Supermillionärstars besonders wichtig für das Thema Antifa und Fußball sind. All die ehrenamtlichen Jugendtrainer, die den Bengels nebenbei verklickern, dass es egal ist, woher jemand kommt, fallen halt leider unter die Aufmerksamkeitsschwelle. 
Titel: Re:Antifa
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:39:57 Fr. 12.Oktober 2018
Antifaschismus wird scheitern, so lange die soziale Frage ausgeblendet bleibt.

Ein paar lesenswerte Gedanken zum Thema:
https://www.heise.de/tp/features/Warum-der-Kampf-gegen-rechts-die-Gesellschaft-weiter-spaltet-4183688.html (https://www.heise.de/tp/features/Warum-der-Kampf-gegen-rechts-die-Gesellschaft-weiter-spaltet-4183688.html)
Titel: Re:Antifa
Beitrag von: Rudolf Rocker am 13:41:46 So. 14.Oktober 2018
Zitat
Antifaschismus wird scheitern, so lange die soziale Frage ausgeblendet bleibt.
Behauptet der Verschwörungstheoretiker und Truther Paul Schreyer
https://www.psiram.com/de/index.php/Paul_Schreyer (https://www.psiram.com/de/index.php/Paul_Schreyer)

Und echt jetzt, ich habe belastbare Beweise, das 9/11 von der Antifa GmbH durchgeführt wurde. Und zwar im Auftrag von George W. Bush!

Nee, mal im Ernst:
Zitat
Antifaschismus bezeichnet alle sozialen Bewegungen und Ideologien, die sich in Theorie und Praxis gegen jede Erscheinungsform von Faschismus wenden.

Der politische Kampfbegriff entstand 1921 als Selbstbezeichnung von Gegnern des Faschismus in Italien und wurde dann auf den aktiven Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Deutschland, gegen den Franquismus in Spanien und ähnliche politische Kräfte in Europa und Lateinamerika übertragen. Aus dieser Widerstandspraxis heraus entwickelten sich seit 1922 verschiedene Faschismustheorien, um eine umfassende politische Alternative zum Faschismus zu begründen. Antifaschismus enthält daher gesellschaftsanalytische und handlungsleitende Aspekte, bezeichnet aber keine einheitliche politische Theorie.[1]

Heute fasst der Ausdruck alle Kräfte zusammen, die Neonazismus, Neofaschismus, Rechtsextremismus und Neue Rechte aktiv bekämpfen und deren gesellschaftliche Ursachen beseitigen wollen. Die Akteure bezeichnen sich als „Antifaschisten“.[2] Die Kurzform „Antifa“ bezeichnete früher die Antifaschistische Aktion der KPD von 1932 und die parteiunabhängigen Antifaschistischen Aktionsausschüsse von 1945/46. Seit etwa 1980 bezeichnen sich organisierte Gruppen der Autonomen in vielen Staaten so, die sich in diese Tradition stellen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Antifaschismus (https://de.wikipedia.org/wiki/Antifaschismus)

Der blinde Veganer, der mir erzählen will, wie ich mein Mettbrötchen zu schmieren habe passt hier ganz gut!

Titel: Re:Antifa
Beitrag von: Fritz Linow am 22:01:44 Mo. 15.Oktober 2018
Zitat
26.3.18
Basisorganisierung statt Spezialstrategie!

In Zeiten des gesellschaftlichen Rechtsrucks stellt sich drängender denn je die Frage, wie linke Perspektiven gestärkt werden können. Wir haben Robert Maruschke und Christian Lelek gefragt, wie eine antirassistische Basisorganisierung aussehen kann und warum sie auf soziale Fragen fokussieren sollte.
(...)
https://www.antifainfoblatt.de/artikel/basisorganisierung-statt-spezialstrategie (https://www.antifainfoblatt.de/artikel/basisorganisierung-statt-spezialstrategie)

Titel: Re:Antifa
Beitrag von: BGS am 22:43:04 Mo. 15.Oktober 2018
Es gibt keinen "Rechtsruck". Die Nazis waren schon immer da und wittern nun Morgenluft.

Leider.

MfG

BGS
Titel: Re:Antifa
Beitrag von: Kuddel am 11:10:35 Di. 16.Oktober 2018
Die Zahl echter Nazis ist überschaubar. Die Zahl der Mitläufer wächst.
Eine Kultur und ein politisches Klima, die Sympathie für die Rechten ermöglichen, wären veränderbar, doch diese Kultur und dieses Klima werden gefördert.
Ich habe seit 1977 ("Deutscher Herbst") noch nie einen so festen Schulterschluß erlebt, in dem Medien und Politik gemeinsam rechte Ideologie verbreiten und faschistische Tendenzen stärken.
Das nenne ich "Rechtsruck".
Titel: Re:Antifa
Beitrag von: Rudolf Rocker am 14:25:03 So. 21.Oktober 2018
Noch mal kurz zu Paul Schreyer:
Im folgenden YT- Beitrag zu sehen bei einer Veranstaltung des rechten Compact- Magazins mit Jürgen Elsässer.

https://www.youtube.com/watch?v=DOEVzKTwqCk (https://www.youtube.com/watch?v=DOEVzKTwqCk)
Titel: Re:Antifa
Beitrag von: Kuddel am 14:32:33 Do. 15.November 2018
(https://www.kontextwochenzeitung.de/typo3temp/_processed_/csm_omas-gegen-rechts_jv_150614-01-6996_940px_f2534f6929.jpg)
Titel: Re: Antifa
Beitrag von: Kuddel am 10:40:14 Mi. 23.Januar 2019
Zitat
"Meine Großmutter schämt sich bis heute, dass sie 1938 nichts gegen die Nazis tat"

Seine Großmutter erzählte ihm aus ihrer Jugend in der NS-Diktatur. Deshalb geht er heute demonstrieren. Ein Gastbeitrag des Prinzen-Sängers.


Ich war ungefähr 15 Jahre alt, als mir meine Großmutter eine Geschichte aus ihrer Jugend erzählte, die mich tief beeindruckt hat. Diese Geschichte trug sich in Leipzig zu, an einen denkwürdigen Tag - es war der 9. November 1938, der Tag, der später als die so genannte „Reichskristallnacht“ unrühmlich in die deutsche Geschichte eingehen sollte.

Meine 19 Jahre junge Großmutter fuhr damals in einer voll besetzten Straßenbahn am Leipziger Zoo vorbei und bemerkte, dass draußen irgendwas ungewöhnliches zu passieren schien.

Sie erzählte mir, dass die Menschen vor dem Zoo aufgeregt durcheinander liefen und dass viele von ihnen in dieses breite, mächtige, massiv gemauerte Flussbett hinein getrieben und von dort aus in Richtung Hauptbahnhof geleitet wurden. Nahezu alle in der Straßenbahn bemerkten, dass da draußen etwas unschönes geschah, dass das, was da vor aller Augen passierte, eine Aktion war, bei der Menschen gegen ihren Willen zu Dingen gezwungen wurden, die sie nicht freiwillig tun wollten. Jeder Mann, jede Frau und jedes Kind in dieser überfüllten Bahn merkte, dass dort Menschen Gewalt angetan wurde, und doch drehten sich die Fahrgäste weg und schauten angestrengt in die andere Richtung. Meine Großmutter sagte mit Tränen in den Augen: „Und weißt du was, Junge, ich habe mich auch abgewandt und wie alle anderen so getan, als ob ich nichts bemerken würde - und ich habe mich so dafür geschämt und ich schäme mich noch heute.“ Das saß - wenn du so was als 15 jähriger Junge von deiner geliebten Großmutter hörst, dann passiert da was mit dir.
https://www.tagesspiegel.de/politik/aufruf2019-leipzig-demonstriert-fuer-demokratie-meine-grossmutter-schaemt-sich-bis-heute-dass-sie-1938-nichts-gegen-die-nazis-tat/23863144.html
Titel: Re: Antifa
Beitrag von: Kuddel am 14:26:00 Fr. 25.Januar 2019
(http://www.dnn.de/var/storage/images/dnn/dresden/lokales/schuelerstreik-in-dresden-mit-geringer-beteiligung/395729324-1-ger-DE/Schuelerstreik-in-Dresden-mit-geringer-Beteiligung_big_teaser_article.jpg)
Titel: Re: Antifa
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 21:34:56 Fr. 25.Januar 2019
Voller Erfolg für Monika Gärtner-Engel beim Landgericht Essen gegen faschistische Morddrohungen und Beleidigungen

https://www.rf-news.de/2019/kw04/pressemitteilung-folgt-in-kuerze?fbclid=IwAR3r70T7UkjfbiX5IBIK10kuzIfeCqk8UlsW4fCT_ZBVFPxZGqYh5qn-sB0

Faschisten attackieren Medienhäuser, Parteieinrichtungen und eine Mitarbeiterin

https://www.rf-news.de/2019/kw03/faschisten-attackieren-medienhaeuser-parteieinrichtungen-und-mitarbeiterin?fbclid=IwAR27cZPGZ9hvFsznpFrvAowfFOGZ8-WBVaAFn4GLIJu6HgwbRVd5bV-kh_w

Faschistische Attacken und professionelle Mordanschläge gegen MLPD-Mitglieder

https://www.rf-news.de/2019/kw02/faschistische-attacken-und-professionelle-mordanschlaege-gegen-mlpd-mitglieder-in-gelsenkirchen-und-marl?fbclid=IwAR1AbzLuihgMTNffu0s_WZ1448g7sdglzUjdcRSxouYirtYOjPaDr-V2foo

Titel: Re: Antifa
Beitrag von: Fritz Linow am 22:53:41 Mo. 04.März 2019
Zitat
4.3.19
Antifa in den USA – Ein Reisebericht (Teil1/3)

Zwei Antifaschist*innen aus Deutschland sind letztes Jahr an der US-Westküste entlang gefahren. In sieben Städten haben sie Vorträge über die antifaschistische Bewegung in Deutschland gehalten und dort unterschiedliche Menschen getroffen: Von der jungen Basisgewerkschafterin zum Knast-Soli-Opa, von der Queer-Aktivist*in in der Kleinstadt bis zur maoistischen Straßengang in LA. (...)
https://lowerclassmag.com/2019/03/04/antifaschismus-in-den-usa-teil-1-autonome-antifa-in-den-usa/
Titel: Re:Antifa
Beitrag von: Kuddel am 10:11:59 Di. 21.Mai 2019
Zitat
Antifaschismus wird scheitern, so lange die soziale Frage ausgeblendet bleibt.
Behauptet der Verschwörungstheoretiker und Truther Paul Schreyer
https://www.psiram.com/de/index.php/Paul_Schreyer (https://www.psiram.com/de/index.php/Paul_Schreyer)

Zitat
In Italien gab es in den 70er und 80er Jahren militante Jugendgruppen, die Hinterhofausbeuter und Leiharbeitsklitschen aufgemischt haben, wenn sie ihre Mitarbeiter um den Lohn betrogen haben. Solch einen praktischen und handfesten Widerstand kenne ich aus Deutschland nicht.

Weil sie in den 90ern permanent Angriffen von Nazis ausgesetzt waren? Wer hat da noch Zeit für sowas?

Ich ärgere mich über so eine politische Dummheit.
Antifaschismus bleibt zahn- und wirkungslos, wenn die Machtverhältnisse und die soziale Frage ausgeklammert bleiben. Das ist eine Tatsache und keine Verschwörungstheorie. Es sollte immer Zeit für kritische Gedanken da sein. Aktivismus ohne Plan kann nicht das Ziel sein.

Ich finde das zweiminütige Videointerview mit Michael Hillebrandt recht hilfreich, um Klassenfrage und Antifaschismus zusammenzubringen.
https://de.labournet.tv/project/luft-zum-atmen
Herunterscrollen, dann ist es das 3. Video von oben.

Österreich ist doch ein hervorragendes Lehrbeispiel für uns.
Hier sieht man, daß die Rechtsradikalen sich als schlagkräftiger Arm der Wirtschaftsinteressen anbieten. Nachdem Österreich eine rechte Regierungskoalition bekam, wurde das Arbeitsflexibilitätsgesetz eingeführt, das den Zwölfstundentag bei einer Gesamtarbeitszeit von maximal 60 Stunden die Woche erlaubt. Die Zahl der Leiharbeitsverträge schoß auch in die Höhe. Der aktuelle Skandal beweist zusätzlich, daß die Rechten mit Geld direkt von der Wirtschaft gepuscht werden.

Die Rechten sind nicht nur gegen Migranten, sie sind gegen Meinungsfreiheit, gegen soziale Absicherungen, gegen Arbeiterrechte. Wenn wir gegen Verarmung und für ein besseres Leben kämpfen wiollen, dann müssen wir gegen die Interessen der Wirtschaft (der Herrschenden Klasse) und gegen ihre Kampfgruppen, die Faschisten, kämpfen. Das gehört zusammen.

Das halte ich für eine vorbildliche Aktion:
Zitat
Pyro überm OWD: Antifa Bielefeld macht sich für Hiro-Streik stark

(https://abload.de/img/190517-1030-hrio2vgk6d.jpg) (http://abload.de/image.php?img=190517-1030-hrio2vgk6d.jpg)
https://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/22458337_Agitprop-und-Pyro-ueberm-OWD-Antifa-Bielefeld-macht-sich-fuer-Hiro-Streik-stark.html

(https://pbs.twimg.com/media/D61i4kRXYAA_aPn.jpg)

Titel: Re: Antifa
Beitrag von: Kuddel am 12:26:23 Di. 21.Mai 2019
Hier nochmal in den Worten von Dominik Piétron und Anne Löscher (AK Ökonomik und Verantwortung):

Zitat
Ein entlarvendes Beispiel sind hier die mutmaßlichen illegalen Großspenden des Immobilien-Milliardär Henning Conle etwa an EU-Spitzenkandidat Jörg Meuthen und die anschließenden Vertuschungsversuche des Parteivorstands. Doch der Meuthen-Skandal ist kein Ausnahmefall. Vielmehr gehören Geldgeschenke von Superreichen bei den europäischen Rechtspopulisten fest zum Geschäftsmodell – wie zuletzt der ehemalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache eindrucksvoll bewies. Dass auch die AfD hier neue Standards setzt, zeigt der Fall des Vereins zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten, über den Millionen Euro in AfD-Wahlkämpfe flossen. Hier führt die Spur der Ermittlungen zum österreichischen Milliardär August von Fink, der – wenig überraschend – wiederum enge Verbindungen zu marktradikalen ThinkTanks wie dem Friedrich-von-Hayek-Gesellschaft und dem deutschen Ludwig-van-Mises-Institut pflegt.
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/von-wegen-alternative
Titel: Re: Antifa
Beitrag von: Kuddel am 09:18:29 Do. 20.Juni 2019
Es sollte klargemacht werden, auf welcher Seite die Rechten stehen.
Faschisten sind der militante Arm des Kapitals.

Wir müssen den Mythos zerstören, sie seien die Stimme des kleinen Mannes.

In Österreich wurden mit der Rechtsregierung die Arbeitszeiten flexibilisiert und damit auch 12-Stunden-Arbeitstage ermöglicht. Die Leiharbeit wurde ausgeweitet.

Am Hambacher Forst unterstützten Faschisten den börsennotierten Energieversorgungskonzern RWE, indem sie Umweltschützer verprügelten.

Aktuell springt die AfD der Tourismusindustrie zur Seite und greift im Landtag die Proteste gegen Umweltverschmutzung und Ausbeutung an:

Zitat
Landtag
Streit um Proteste gegen Kreuzfahrer

AfD: „Innenminister verharmlost den Sachverhalt“


Beantragt hatte die Aktuelle Stunde im Landtag die AfD. „Hier handelt es sich nicht um eine spontane Aktion einiger harmloser Demonstranten - nein, hier waren sogenannte Aktivisten am Werk mit erheblicher krimineller Energie“, sagte Fraktionschef Jörg Nobis. Die Landesregierung müsse ein Konzept vorlegen, wie solche Straftaten künftig unterbunden werden sollen. Dem Innenminister warf er eine Verharmlosung des Sachverhalts vor und sprach von einer „Kapitulation des Rechtsstaats vor Politkriminellen“.
https://www.ln-online.de/Nachrichten/Norddeutschland/Streit-um-Proteste-gegen-Kreuzfahrer
Titel: Re: Antifa
Beitrag von: Kuddel am 19:28:54 Mi. 03.Juli 2019
Das mit einer "Diskussion" hat in diesem Thread nie so recht geklappt.
Rudi Rocker war zwar sehr aktiv in der Antifabewegung, aber Kritik konnte er nicht leiden und reagierte harsch. Zuletzt warf er mir Nähe zu Verschwörungstheorikern vor:
Zitat
Zitat
Antifaschismus wird scheitern, so lange die soziale Frage ausgeblendet bleibt.
Behauptet der Verschwörungstheoretiker und Truther Paul Schreyer
https://www.psiram.com/de/index.php/Paul_Schreyer (https://www.psiram.com/de/index.php/Paul_Schreyer)
Der blinde Veganer, der mir erzählen will, wie ich mein Mettbrötchen zu schmieren habe passt hier ganz gut!
Kuddel ist also der blinde Veganer, der von Fleisch (=Antifaschismus) nichts versteht.

Nun wurde genau das auf einem Antifakongress diskutiert, was in Rudis Augen verschwörungstheoretischer Mumpitz ist.

Zitat
Antifaschismus mit Erfolg: Bei der Nika-Konferenz III in Berlin diskutierten 400 Konferenzteilnehmer*innen Strategien gegen den Rechtsruck

Antifa muss nicht nur bedeuten, einen frustrierenden Abwehrkampf zu führen. Ein antifaschistisches Selbstverständnis kann ebenso umfassen, auf eine solidarische Gesellschaft ohne Gewalt und Ausbeutung hinzuarbeiten - und vielleicht sogar zu siegen. Dies war der Gedanke hinter der dritten bundesweiten Konferenz der antifaschistischen Kampagne »Nationalismus ist keine Alternative« (NIKA)
http://www.labournet.de/?p=143125
Titel: Re: Antifa
Beitrag von: Kuddel am 13:11:31 Sa. 14.September 2019
Kampf gegen Faschismus
Antifa in Hamburg stellt sich neu auf – und plant eine Demo

Die antifaschistische Arbeit in Hamburg bekommt neuen Zuwachs: Die Gruppe Waterkant Antifa will einiges anders machen, als bislang andere Gruppen und kündigt umgehend eine Demonstration an.


Wie sollte es in linken Kreisen anders sein, erklärt die neue Antifa-Gruppe ihre Gründung unter anderem mit einer Kritik an den bisherigen Verhältnissen innerhalb der eigenen Szene.

So bemängeln die Initiatoren von Waterkant Antifa, dass „viele HamburgerInnen aus der linken Bewegung nur noch in Szenestadtteilen“ verkehren würden. „In Hamburg hat sich der Antifaschismus in vielen Bereichen zu einem reinen Lifestyle entwickelt. Man trägt die passenden Shirts, hört die korrekte Musik, klebt die richtigen Aufkleber, aber bekommt den Arsch nicht hoch, wenn es darum geht die Strukturen der Faschisten zu zerschlagen.“

Tatsächlich aber gäbe es in Hamburg, vor allem außerhalb des Innenstadtbereichs, in Fußballvereinen, am Kiosk oder an anderen Orten immer mehr organisierte Rechte. (...)

https://www.mopo.de/hamburg/politik/kampf-gegen-faschismus-antifa-in-hamburg-stellt-sich-neu-auf---und-plant-eine-demo-33164032
Titel: Re: Antifa
Beitrag von: Fritz Linow am 14:47:44 Sa. 14.September 2019
Bleibt zu hoffen, dass es nicht bei einer Heinz-Schenk-Debatte reloaded bleibt:
https://fels.nadir.org/de/heinz-schenk