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Ämterstress - Fragen, Antworten und Erfahrungen => Andere Themen => Rente => Thema gestartet von: ManOfConstantSorrow am 20:22:50 So. 24.Juni 2007

Titel: Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 20:22:50 So. 24.Juni 2007
Zitat
Audi-Mitarbeiter stoppen Produktion

Aus Protest gegen die Rente mit 67 haben Mitarbeiter des Automobil-Herstellers Audi die Arbeit zeitweise niedergelegt.


In der Zentrale in Ingolstadt standen in der Frühschicht zwischen 10.30 und 11 Uhr die Bänder still. „Über den Tag verteilt werden sich 20 000 Leute an den Protesten beteiligen“
http://www.focus.de/finanzen/news/proteste_nid_43752.html
Titel: Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:54:54 Do. 13.Dezember 2007
12.12.07
In Griechenland hat heute Nacht ein 24-stündiger Generalstreik gegen die Anhebung des Rentenalters um zwei Jahre und die Kürzung der Rentenleistungen begonnen. Vom Streik betroffen ist der gesamte Verkehr in der Luft, auf den Schienen und der Nahverkehr, staatliche Banken, Krankenhäuser, öffentliche Verwaltungen und die Medien. Außerdem streiken Journalisten und Lehrer, Richter und Rechtsanwälte sogar insgesamt für 48 Stunden.
Titel: Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Krokos am 18:40:36 Do. 13.Dezember 2007
da sieht man mal den Vergleich, hierzulande streiken sie bei einer Anhebung des Rentenalters um 4 Jahre, eine halbe Stunde während der Mittagspause und in Griechenland gibt es einen Generalstreik, wie es sich gehört.
Titel: Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:05:27 Fr. 14.Dezember 2007
Zitat
Generalstreik in Griechenland     
von LZ , 12.12.2007
 
 Heute haben mehr als 2,5 Millionen ArbeiterInnen in Griechenland mit einem Generalstreik das Land lahm gelegt. Das ist fast die Hälfte aller ArbeiterInnen. Sie streikten gegen die geplante Pensionsreform, die eine Anhebung des Rentenalters um 2 Jahre vorsieht sowie Rentenkürzungen. Es war der größte Streik seit Jahrzehnten.

Hundertausende  demonstrierten gegen die Regierungspläne. In Athen demonstrierten nach Schätzungen rund 200'000 Menschen, in Saloniki waren es 90'000,  In der Hauptstadt kam es zu Widerstand gegen die Angriffe der Polizei, die Tränengas einsetzte.

Schon seit Mitternacht wurde der griechische Luftraum geschlossen, weil sich auch die Fluglotsen am Streik beteiligten ebenso wie die ArbeiterInnen im öffentlichen Dienst, die ArbeiterInnen in Banken, Ärzte, Lehrer und Journalisten. Sie alle folgten dem Streikaufruf der Gewerkschaften. In den Häfen ließ der Streik den gesamten Warenverkehr stocken. Es gibt keine Nachrichten in Radio und Fernsehen - morgen werden in Griechenland keine Zeitungen.erscheinen. Das gesamte Transportwesen steht still. Es fuhren nur Züge und Busse, um die Streikenden zur zentralen Demo in Athen zu befördern.
„Nichts geht mehr am Mittwoch" sagte Efstathios Anestis, der Sprecher der Gewerkschaft GSEE (General Confederation of Greek Labor) „ Dies ist der einzige Weg für die Arbeiter, um ihren Protest gegen die Pläne der Regierung auszudrücken".

Ziel der geplanten Reform ist es, mehr als 170 Pensionsfonds in 8 Fonds zusammenzuführen und die ArbeiterInnen zu zwingen über das Rentenalter von 65 Jahren hinaus zwei Jahre länger  zu arbeiten, wenn sie eine unveränderte Rente erhalten wollen. Auf diese Weise will die Regierung erwartete Defizite in der Rentenversicherung ausgleichen.

Die Pensionsreform ist ein erster zentraler Angriff der neuen bürgerlichen Regierung auf die Arbeiterklasse. Wie in Frankreich wird versucht, die steigenden Kosten der Rentenversicherung durch Risikoverlagerung auf die ArbeiterInnen zu finanzieren. Kürzungen der Renten werden verbunden mit Privatisierungen der Rententräger, was insbesondere das Risiko mit sich bringt, daß selbige Pleite gehen und damit lebenslange Einzahlungen der ArbeiterInnen verloren gehen.

Der letzte Angriff auf die Renten erfolgte 2001 durch die „sozialistische" Regierung, was zu Massendemonstrationen führte, die sie beinahe gestürzt hätten.

http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=3886&Itemid=248
Titel: Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 12:51:56 Fr. 14.März 2008
Zitat
Wieder streiken und demonstrieren Griechen gegen soziale Einschnitte

(...)Der Arbeitskampf der DEI-Angestellten ist Teil einer Streikwelle, mit der sich große Teile der Werktätigen gegen drastische Einschnitte im Sozialversicherungssystem wehren.

Der am heutigen Dienstag dem Parlament vorgelegte Entwurf einer »Rentenreform« der konservativen Nea Dimokratia will zum einen die etwa 150 Sozialversicherungskassen des Landes zusammenlegen und so auf auf ein gutes Dutzend reduzieren. Vor allem aber sieht das Papier niedrigere Renten und längere Lebensarbeitszeiten vor. Für jedes vorzeitig in den Ruhestand gegangene Lebensjahr werden künftig 8 Prozent vom Rentenanspruch gekürzt. Nur wer sogar drei Jahre länger arbeitet, soll in Zukunft 80 Prozent des vormaligen Basislohns als Rente beziehen. Gleichzeitig werden die Auszahlungen aus den in Griechenland üblichen Zusatzrentenkassen um teilweise mehrere hundert Euro gekürzt. Dabei muss ein Großteil der Rentner bereits mit monatlich weniger als 700 Euro auskommen.
(...)
vollständiger Bericht im ND (http://www.neues-deutschland.de/artikel/125380.html)
Titel: Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 14:59:13 Fr. 14.März 2008
Schön wäre es,wenn die deutsche Arbeiterklasse auch so kämpferisch wäre die   Werktätigen in Portugal,Griechenland,Frankreich etc.
Aber hier herrschen wohl scheinbar noch die Nachwehen des preußischen Obrigkeitsstaates bzw des deutschen Faschismus vor.
Lesetip:Thomas Mann "Der Untertan" :tongue:
Titel: Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Eivisskat am 15:13:28 Fr. 14.März 2008
Heinrich Mann, bitte! ;)
Titel: Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Arwing am 21:05:13 Fr. 14.März 2008
Oder die Angst, den Couchkonsum zu verlieren. Ich kenne da ein Pärchen, das sich, ohne Witz, wegen einer finanziell schwierigenTV-Gerätanschaffung übelst streitet, da sonst das verdummende Fernsehprogramm ausbleibt.

Aber für die politischen Entwicklungen und das Nachdenken über das eigene Leben ist dann immer keine Zeit da...Nur für den Konsum :rolleyes:
Titel: Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:54:32 Do. 20.März 2008
Generalstreik am Dienstag und Mittwoch...

Zitat
Streik lähmt Griechenland
Proteste gegen geplante Pensionsreform


Athen. Millionen von Griechen haben am gestrigen Mittwoch mit einem Generalstreik das öffentliche Leben lahmgelegt. Am Protest gegen die geplante Pensionsreform der konservativen Regierung nahmen unter anderem Krankenhausärzte, Fluglotsen, Hafenarbeiter, Journalisten, Hotelpersonal und Tankstellen-Mitarbeiter teil. In der Innenstadt von Athen demonstrierten mehr als 10.000 Menschen, in Saloniki waren es an die 8000. Es handelte sich bereits um den dritten Generalstreik seit Dezember 2007.

"Wir marschieren für ein sozial gerechtes Rentensystem", sagte der sozialistische Oppositionsführer und frühere Außenminister Georgios Papandreou in Athen. Die Regierung begünstige Reiche und große Unternehmen, viele einfache Bürger wären nach der geplanten Reform schlechter gestellt.

Bereits am Dienstag waren Eisenbahnbeschäftigte in einen 24-stündigen Ausstand getreten. Auch Banken blieben geschlossen; die Gerichte waren von einem einwöchigen Streik der Anwälte betroffen. In den Straßen türmte sich wegen eines Arbeitskampfs der Müllmänner der Abfall, ein Ausstand beim größten Elektrizitätsversorger führt seit zwei Wochen zu alternierenden Stromausfällen.

Die Regierung von Premier Konstantinos Karamanlis argumentiert, das derzeitige Pensionssystem könnte ohne Reformen in wenigen Jahren zusammenbrechen. Den etwa 170 Rentenfonds in Griechenland droht ein Defizit von 120 bis 400 Milliarden Euro. Die Gewerkschaften befürchten währenddessen niedrigere Alterseinkünfte und höhere Pensionsantrittsalter.

Mittwoch, 19. März 2008
http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3857&Alias=wzo&cob=334983
Titel: Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kater am 08:14:52 Di. 21.Oktober 2008
heute, Dienstag, 21. Oktober 2008, wieder...

Zitat
GENERALSTREIK IN GRIECHENLAND
Flug-, Fähr- und Zugverkehr werden eingestellt
Der Luftraum wird geschlossen, Züge und Fähren fahren nicht: Ein Generalstreik droht Griechenland am Dienstag komplett lahm zu legen. Selbst die Nachrichten in TV und Radio sind gestrichen.

Athen - Griechenland droht am Dienstag still zu stehen. Weitreichende Streiks werden große Teile der griechischen Wirtschaft und des Verkehrs lahmlegen.

Wegen einer Arbeitsniederlegung der Fluglotsen wird zwischen 11 und 15 Uhr der gesamte griechische Luftraum geschlossen bleiben. Aus diesem Grund wurden Dutzende Inlands- und Auslandsflüge gestrichen, berichtete am Montag der staatliche Rundfunk. Die Fluggesellschaft Olympic Airlines, die derzeit privatisiert werden soll, streicht nach eigenen Angaben 75 Flüge, ihr Konkurrent Aegean Airlines 22 Flüge. Auch der Zugverkehr und die Fähren zu den griechischen Inseln werden eingestellt.

Die zwei wichtigsten Gewerkschaftsverbände des privaten und des staatlichen Sektors (GSEE und ADEDY) haben aus Protest gegen Privatisierungspläne und Sparmaßnahmen der konservativen Regierung unter Ministerpräsident Kostas Karamanlis zu den Streiks aufgerufen. Sie fordern einen Politikwechsel und sprechen sich gegen Privatisierungen, die Sparpolitik und die Rentenreform der Regierung aus. Die Gewerkschaften planen für Dienstag eine Großdemonstration in Athen.

An den Streiks werden sich Angestellte staatlich kontrollierter Banken, Staatsbedienstete und Lehrer sowie Journalisten beteiligen. Aus diesem Grund wird es am Dienstag auch keine Nachrichten im Radio und Fernsehen geben. Ärzte werden Patienten nur in dringenden Fällen behandeln, hieß es. Ebenso sollten viele Schulen geschlossen sein.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,585339,00.html
Titel: Re: Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 13:04:19 Do. 13.November 2008
Wegen eines Pilotenstreiks warnt die Fluglinie Air France vor Ausfällen bei Mittelstrecken- und Langstreckenflügen in den kommenden Tagen. Die Flugkapitäne protestieren gegen eine Anhebung des Rentenalters.

http://www.handelsblatt.com/journal/business-travel/air-france-erwartet-pilotenstreik;2087511
Titel: Re: Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:39:39 Di. 13.Januar 2009
Pension mit 67 - Beamte drohen mit Streik

Stuttgart - Lange Arbeitszeiten, mageres Einkommensplus und jetzt auch noch ein Sonderopfer bei der Pension mit 67 - aus Sicht der Beamten im Südwesten ist das Maß voll. Wegen der geplanten schnelleren Einführung der Pension mit 67 droht der Beamtenbund mit Streik und einem Gang nach Karlsruhe. „Es gibt bereits davon potenziell betroffene Mitglieder, die zu einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht bereit wären“, sagte Verbandschef Volker Stich am Donnerstag in Stuttgart. Das Land Baden-Württemberg will das Pensionsalter bereits bis 2020 auf 67 Jahre anheben, obwohl dies im Bund und anderen Bundesländern erst für 2029 vorgesehen ist.

Zudem malte Stich das Szenario von tausenden außerhalb ihrer Dienstzeit protestierenden Polizisten und Lehrern. „Wir können zwar nicht das ganze Land auf einen Schlag lahmlegen, aber es gibt ja auch empfindliche Verwaltungen.“ Im Südwesten arbeiten derzeit etwa 240 000 Beamte, davon 214 000 beim Land und den Kommunen.

Nach Überzeugung Stichs wäre mit den Planungen der Landesregierung der Verfassungsgrundsatz verletzt, dass Beamte angemessen bezahlt und versorgt werden müssen. Zudem sei eine Ausnahmeregelung für den Südwesten nicht mit dem Grundgesetz zu vereinbaren, nach dem alle Beamte im Dienst der Bundesrepublik Deutschland stünden.

http://stimme.de/suedwesten/nachrichten/art1960,1432232
Titel: Re: Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:29:21 Sa. 18.Juli 2009
Nach dem Spitzengespräch zwischen Landesregierung und Beamtenbund am Mittwoch ist klar: Die CDU/FDP-Regierung muss sich auf Beamtenproteste einstellen, hält sie an ihrer Absicht fest, die Pensionierung erst mit 67 Jahren früher als andernorts einzuführen.
http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/beamte-drohen-mit-protest--17171439.html (http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/beamte-drohen-mit-protest--17171439.html)
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:37:23 Mi. 24.Februar 2010
Zitat
Griechenland erhöht Rentenalter
Regierung kämpft gegen Staatsdefizit – Streik im öffentlichen Dienst

Die griechische Regierung hat am Dienstag erste Einzelheiten des geplanten Sparprogramms zur Überwindung der dramatischen Haushaltskrise vorgestellt. Sozialminister Andreas Loverdos kündigte eine Erhöhung des durchschnittlichen Rentenalters um 2 Jahre auf 63 Jahre an.


(ddp) Griechenland will gegen die enorme Staatsverschuldung vorgehen. Dafür soll ein rigoroser Sparkurs gefahren werden. Ausserdem sollen Gehälter eingefroren und Beihilfen gekürzt werden. Die Gewerkschaften protestieren am Mittwoch mit einem landesweiten Streik der 750'000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst gegen die Pläne.
http://www.nzz.ch/nachrichten/international/griechenland_will_rentenalter_anheben_und_gehaelter_einfrieren_1.4885034.html (http://www.nzz.ch/nachrichten/international/griechenland_will_rentenalter_anheben_und_gehaelter_einfrieren_1.4885034.html)


Zitat
Demonstrationen in Spanien
Massenprotest gegen Zapateros Rentenreform

Ausgerechnet die spanischen Gewerkschaften: Bislang hatten sie als Verbündete des sozialistischen Regierungschefs Zapatero gegolten. Aber mit seiner Rentenreform trieb er bis zu 100.000 verärgerte Gewerkschafter auf die Straße. Und weitere Proteste sollen folgen.


Von Reinhard Spiegelhauer, ARD-Hörfunkstudio Madrid

Zum ersten Mal seit seiner Wiederwahl bläst Ministerpräsident Zapatero der Wind aus ungewohnter Richtung ins Gesicht: Es ist ein Sturm der Entrüstung, den die Regierung mit ihren Plänen entfacht hat. Die sonst eher der Regierung zugeneigten Gewerkschaften haben zu zahlreichen Demonstrationen aufgerufen - den Auftakt haben nun Madrid, Barcelona und Valencia gemacht.

Die Gewerkschaften sprechen von weit mehr als 100.000 Menschen, die auf die Straße gegangen sind, um gegen eine Erhöhung des Rentenalters zu protestieren - nach anderen Angaben haben nur bis zu 100.000 Menschen an den Kundgebungen teil genommen. José Toxo von der Gewerkschaft Comisiones Obreras sieht sich bestätigt: "Es macht überhaupt keinen Sinn, das zum Bestandteil des Sparprogrammes zu machen - und mit der Zukunft der Rente soziale Unruhen zu provozieren."
(http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/spanien188_v-gross16x9.jpg)

Rentenreform sorgt für Ärger

Die sozialistische Regierung will das Renteneintrittsalter von 65 auf 67 Jahre anheben und die Berechnungsgrundlagen für die Altersbezüge ändern. Die Pläne sind Bestandteil eines 50 Milliarden Euro schweren Sparprogramms. Damit will die Regierung das zuletzt stark angestiegene Haushaltsdefizit wieder senken, um bis 2013 die Stabilitätskriterien von Maastricht wieder erfüllen zu können.

Doch für die Rentner, so haben Experten errechnet, würde die geplante Reform faktisch eine Rentenkürzung um etwa zwei Prozent ausmachen - dabei fällt die Durchschnittsrente mit derzeit knapp 800 Euro ohnehin nicht üppig aus.

"Wir antworten hier"

Candido Mendez von der Gewerkschaft UGT ist empört: "Wir antworten hier, das ist was wir tun. Wir beurteilen die Regierung nach ihrem Handeln, nicht nach ihrem Etikett. Die Regierung liegt in dieser Sache völlig falsch, sie ist ungerecht und wir erwarten, dass sie die Pläne ändert." Besonders ärgern musste Ministerpräsident Zapatero die fernsehwirksame Sympathiebekundung einer sozialistischen Abgeordneten am Vortag der Demonstrationen: "Nun, sie sind nicht mit den Vorschlägen einverstanden, also demonstrieren sie. Wir leben in einer Demokratie. Und mehr noch: Wenn ich kann, gehe ich auch hin, um das klar zu sagen."

Ein paar Stunden später siegte dann aber doch die Parteiräson: Isabel Lopez Chamosa, die auch Gewerkschafterin ist, erklärte, sie könne nicht gegen die eigene Regierung auf die Straße gehen. Schön für den Ministerpräsidenten, der trotzdem versprach, er werde sich mit der Kritik auseinandersetzen: "Dies ist, war und wird niemals eine Regierung der Verordnungen sein. Und ganz bestimmt nicht, wenn es um Arbeitspolitik geht."

Weitere Demonstrationen geplant

Die Gewerkschaften wollen Zapatero bis zum Ende der kommenden Woche praktisch täglich an dieses Versprechen erinnern - mit zahlreichen Demonstrationen in Städten im ganzen Land. Statt bei Sozialleistungen zu sparen, müssten vor allem Arbeitsplätze geschaffen werden, so die Gewerkschafter. Denn die Arbeitslosigkeit sei schließlich das vordringliche Problem für die Menschen des Landes.

Doch diese Erkenntnis müsse man der Regierung Zapatero offenbar erst einhauchen, meint Gewerkschafter Jose Toxo : "Ich hoffe, dass die Regierung nach diesen zwei Wochen, besser noch vorher, die Stoßrichtung ihrer Pläne ändert."
http://www.tagesschau.de/ausland/spanien186.html (http://www.tagesschau.de/ausland/spanien186.html)
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 12:10:03 So. 09.Mai 2010
Rentenstreik in Frankreich:
http://www.labournet.de/internationales/fr/rente2010_2.html (http://www.labournet.de/internationales/fr/rente2010_2.html)
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 13:29:57 Di. 25.Mai 2010
Zitat
Gewerkschaften blasen zum Streik
Frankreich kippt Rente mit 60
Die Anhebung des Rentenalters in Frankreich steht augenscheinlich fest. Unklar soll aber noch das genaue zukünftige Renteneintrittsalter sein: 62 oder 63 Jahre - oder noch später.


Trotz massiver Proteste der Gewerkschaften ist die Anhebung des Rentenalters in Frankreich offenbar beschlossene Sache: Die konservative Regierung habe entschieden, das derzeitige Rentenalter von 60 Jahren zu erhöhen, verlautete in Paris. Ob die Arbeitnehmer künftig mit 62 oder 63 Jahren oder noch später in Rente gehen sollen, stehe aber noch nicht fest.

Mehrere französische Zeitungen hatten berichtet, dass das Rentenalter den Gewerkschaften zufolge ab kommendem Jahr auf 62 oder 63 Jahre festgelegt werden solle, was die Regierung umgehend abgestritten hatte. Die Gewerkschaften rufen für Donnerstag zu Streiks und Demonstrationen auf, um gegen die Rentenreform zu protestieren.

Der Vorsitzende der Mehrheitspartei UMP, Xavier Bertrand, der Tageszeitung "Le Parisien", kein anderes Land in ganz Europa habe ein derart niedriges Eintrittsalter wie Frankreich. Selbst der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, der als Präsidentschaftskandidat der französischen Sozialisten in zwei Jahren gehandelt wird, rüttele "am Dogma der Rente mit 60", betonte der Parteichef. Arbeitsminister Eric Woerth hatte dieser Tage erklärt, dass die umstrittene Reform ab Januar schrittweise in Kraft treten solle, nachdem Staatschef Nicolas Sarkozy sie im Frühjahr angekündigt hatte.

Ohne eine Reform würden in der französischen Rentenkasse bis zum Jahr 2050 jährlich rund 100 Milliarden Euro fehlen. In Frankreich liegt das gesetzliche Renteneintrittsalter derzeit bei 60 Jahren; um eine volle Rente zu erhalten, müssen Arbeitnehmer ab dem Jahr 2012 gleichzeitig 41 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt haben.
http://www.n-tv.de/politik/Frankreich-kippt-Rente-mit-60-article887855.html (http://www.n-tv.de/politik/Frankreich-kippt-Rente-mit-60-article887855.html)
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 22:49:30 Sa. 29.Mai 2010
Zitat
Frankreich: Proteste gegen Rentenreform

Paris (afp). Mit Streiks haben Hunderttausende Beschäftigte im öffentlichen Dienst und der Privatwirtschaft gegen die anstehende Rentenreform in Frankreich protestiert. Der landesweite Protest richtete sich gegen die Pläne der konservativen Regierung, das Rentenalter von derzeit 60 Jahren heraufzusetzen. Betroffen war auch die Staatsbahn, wo nach Gewerkschaftsangaben ein Viertel der Beschäftigten streikte. In ganz Frankreich beteiligten sich eine Million Menschen an den Protesten, zu denen sechs große Arbeitnehmerbündnisse aufgerufen hatten.
http://nachrichten.rp-online.de/politik/frankreich-proteste-gegen-rentenreform-1.76708 (http://nachrichten.rp-online.de/politik/frankreich-proteste-gegen-rentenreform-1.76708)
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 20:16:49 Do. 24.Juni 2010
Zitat
Ganz Frankreich auf der Strasse – vereint gegen Sarkozy

Mit dem bisher grössten Streik- und Protesttag gegen die Rentenreform haben die französischen Gewerkschaften den Druck auf den Staatschef erhöht.


(http://files.newsnetz.ch/story/1/4/0/14012183/9/topelement.jpg)

Zahlreiche Lehrer, Eisenbahner und sonstige Beamte, aber auch viele Beschäftigte der Privatwirtschaft, legten am Donnerstag die Arbeit nieder.

Die Gewerkschaften gingen von bis zu zwei Millionen Teilnehmern bei rund 200 Kundgebungen im ganzen Land aus. Die konservative Regierung von Sarkozy will das Renteneintrittsalter von 60 auf 62 Jahre erhöhen – eine im europäischen Vergleich immer noch grosszügige Regelung. Die umstrittene Reform soll im Herbst vom Parlament verabschiedet werden.

Die grösste Kundgebung begann am Nachmittag in Paris. «Rührt meine Rente nicht an», hiess eine der Parolen der Teilnehmer. «1789 kommt!!!», schrieb ein 45-jähriger Elektriker auf ein Plakat in Anspielung auf den Beginn der Französischen Revolution.

Proteste in ganz Frankreich

Am Vormittag beteiligten sich laut Gewerkschaften schon mehr als 120'000 Menschen an einer Kundgebung in Marseille - 40'000 mehr als beim letzten Protesttag.

Fast ein Drittel der Grundschullehrer streikten landesweit, bei den Pariser Verkehrsbetrieben und bei der Post streikten ein Fünftel der Belegschaft und bei der Staatsbahn SNCF 40 Prozent der Mitarbeiter - dort war es die höchste Beteiligung an einem Streiktag seit den Protesten gegen die Rentenreform von 2003.

Zug- und Flugverkehr betroffen

Am Donnerstag fielen nach Angaben der SBB auch mehrere TGV-Verbindungen nach Genf, Lausanne und Bern aus. Betroffen waren auch Züge zwischen Basel, Strassburg und Brüssel. Nicht tangiert war der TGV «Lyria» von Basel/Zürich nach Paris und zurück.

Der Streik hatte auch Auswirkungen auf den Flugverkehr zwischen der Schweiz und Frankreich. So mussten in Genf-Cointrin nach Angaben der Flughafenbetreiber 27 Flüge gestrichen werden. Auch am EuroAiport in Basel und am Flughafen Zürich wurden einzelne Verbindungen annulliert.

Sarkozys Treffen mit Henry in der Kritik


Vom Streik betroffen waren in Frankreich auch Radio- und Fernsehsender, mehrere Zeitungen erschienen nicht. Er sei «sicher», dass bis zum Abend «zwischen ein und zwei Millionen» Menschen an den Protesten teilnehmen würden, sagte der Generalsekretär von Frankreichs mitgliederstärkster Gewerkschaft CFDT, François Chérèque.
http://bazonline.ch/ausland/europa/Ganz-Frankreich-auf-der-Strasse--vereint-gegen-Sarkozy/story/14012183 (http://bazonline.ch/ausland/europa/Ganz-Frankreich-auf-der-Strasse--vereint-gegen-Sarkozy/story/14012183)
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Strombolli am 10:10:13 Sa. 26.Juni 2010
Kürzung (http://www.jungewelt.de/2010/06-26/055.php), nichts sonst! - wie die Junge Welt bemerkt.

Genau dies reden wir hier schon lange.

Vielleicht sollte chefduzen ein "Best-Of" als für alle leicht zugängliche, elektronische Pflichtlektüre statt BILD gebastelt werden? Es würde oftmals zur Erhellung der vernebelten Köpfe beitragen.
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Sir Vival am 11:33:18 Sa. 26.Juni 2010
Klar ist das Kürzung. Das war schon bei den 1. Rentenanhebungen klar!

Volle Rente garantiert!

Bedingung (die immer härter wird):
Wenn man bis zum Rentenalter arbeitet, egal, wie oft es wie hoch auch immer angehoben wird.

Ein "Bürohengst" kann ohne weiteres bis 70 arbeiten, während ein Facharbeiter/Handwerker/körperlich Arbeitender nicht so ohne weiteres bis in ein solch hohes Alter seinen Beruf ausüben kann.
Was bleibt? Kürzung! "Gehst du "früher" (!!), kriegst du weniger!" (und wir haben euch wieder mal gef***t!)
Ein körperlich Arbeitender kann gar nicht anders. Das ist ja die Absicht und das gemeine!
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 17:40:25 Sa. 25.September 2010
Zitat
Renten-Streik soll Frankreichs Regierung weichklopfen

Paris (Reuters) - Zum zweiten Mal innerhalb eines Monats haben Frankreichs Gewerkschaften mit einem 24-Stunden-Streik die Regierung herausgefordert.

Von den Demonstrationen gegen die umstrittene Rentenreform waren am Donnerstag Schulen, Airlines und Bahngesellschaften betroffen. Fast die Hälfte aller Flüge und jeder zweite Fernzug fielen aus. Die Gewerkschaften wollen die Regierungspläne kippen, das Renteneintrittsalter von 60 auf 62 Jahre anzuheben. Nach Angaben der Gewerkschaften nahmen 2,9 Millionen Menschen an den Protestaktionen teil. Die Polizei sprach von knapp einer Million Teilnehmer.

Mit der Reform will Präsident Nicolas Sarkozy das Rentensystem am Leben erhalten, die ausufernde Staatsverschuldung senken und Frankreichs Top-Kreditrating halten, um eine günstige Kapitalversorgung an den Finanzmärkten zu sichern. Die Regierung zeigt sich entschlossen, die Reform trotz aller Proteste durchzusetzen. Zwei Drittel der Wähler halten sie Umfragen zufolge für ungerecht. Für Sarkozy ist die Rentenreform das Kernstück seiner Amtszeit und könnte als Visitenkarte für eine mögliche neue Bewerbung in zwei Jahren dienen.

Der Chef der Gewerkschaft CGT, Bernard Thibault, kündigte indirekt neue Proteste an: "Sollte die Regierung ihre kompromisslose Haltung nicht ändern, müssen wir neue Initiativen ins Auge fassen." Arbeitsminister Eric Woerth zeigte sich erneut unbeugsam. "Wenn wir nicht reformieren, wird das Rentensystem nicht überleben, und wir können keine Pensionen mehr auszahlen." Die Nationalversammlung hat der Reform bereits zugestimmt. Der Senat soll im kommenden Monat über das Vorhaben beraten. Zwar hat die rechtskonservative Regierung auch hier eine Mehrheit, einige konservative Senatoren haben aber geringfügige Konzessionen angekündigt.
http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE68M0N720100923 (http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE68M0N720100923)
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 16:35:23 Mo. 27.September 2010
Drei Millionen beim Streiktag in Frankreich

Am gestrigen landesweiten Streiktag gegen die Anhebung des Renteneintrittsalters von 60 auf 62 Jahre beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaften rund drei Millionen Menschen, gegenüber 2,7 Millionen am 7. September. Das Schwergewicht lag im öffentlichen Dienst und bei den Verkehrsbetrieben. Auch die Beteiligung aus der Industrie, dem Handel und von anderen privaten Konzernen nimmt zu. Automobilarbeiter von Renault und Peugeot waren dabei, Stahlarbeiter von ArcelorMittal, Beschäftigte aus der Rüstungsindustrie von Eurocopter oder Thales, von IBM oder Schneider Electric aus der Elektro- und Elektronikindustrie, von Handelsketten wie Auchan oder Monoprix, vom Carlton-Hotel in Cannes oder vom Champagner-Produzenten Piper-Heidsieck.

http://www.rf-news.de/2010/kw38/24.09.2010-streiktag-gegen-die-franzoesische-regierung-mit-wachsender-beteiligung (http://www.rf-news.de/2010/kw38/24.09.2010-streiktag-gegen-die-franzoesische-regierung-mit-wachsender-beteiligung)
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 14:15:05 Sa. 02.Oktober 2010
(http://d.yimg.com/i/ng/ne/afp/20101002/06/1461157382-kundgebungen-rentenreform-frankreich.jpg)




Zitat
Frankreich: Landesweite Demonstrationen gegen Rentenreform
In Frankreich geht das Kräftemessen zwischen Regierung und Gewerkschaften weiter – das Thema: Rentenreform.


Präsident Nicolas Sarkozy will die Franzosen erst mit 62 in Rente gehen lassen, statt mit 60. Die wichtigsten Gewerkschaften haben für heute zu Großkundgebungen aufgerufen – zum drittenmal in diesem Herbst.

Zum erstenmal machen auch die Studentengewerkschaften mit.

Ein Student:
“Es wird noch mehr junge Arbeitslose geben – wenn die Älteren später in den Ruhestand gehen, dann werden auf dem Arbeitsmarkt weniger Posten frei. Was noch dazukommt – unsere eigene Rente ist doch alles andere als sicher.”

Die Organisatoren hoffen landesweit auf bis zu drei Millionen Teilnehmer.
Die Mobilisierung von Teenagern findet François Chérèque vom Gewerkschaftsbund CFDT allerdings etwas weit hergeholt:

“Junge Leute haben das Recht zu demonstrieren – aber trotzdem, ich finde, Oberschüler haben auf einer Rentendemo nichts verloren. Das sieht mir ein bisschen nach letztem Aufgebot aus.”

Worum geht es ?

Wenn sich nichts ändert, droht sich das aktuelle Defizit der Rentenkassen von gut 30 Milliarden Euro innerhalb einer Generation zu verdoppeln, mindestens.

Damit wackelt dann auch Frankreichs gute Bonität auf den Finanzmärkten.

Ein weiterer Streik- und Protesttag ist für den 12. Oktober angesetzt.
http://de.euronews.net/2010/10/02/frankreich-landesweite-demonstrationen-gegen-rentenreform/ (http://de.euronews.net/2010/10/02/frankreich-landesweite-demonstrationen-gegen-rentenreform/)
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 15:35:38 Mo. 11.Oktober 2010
Zitat
Frankreich: Weitere Proteste zu Rentenpolitik

Die Gewerkschaften in Frankreich haben für den 16. Oktober zu einem weiteren Streik- und Protesttag gegen die Regierungspläne zur Erhöhung des Renteneintrittsalters angekündigt. Das ist der gleiche Tag, an dem in Berlin die große Herbstdemonstration der Montagsdemo-Bewegung gegen die Regierungspolitik stattfinden wird. Bereits Anfang nächster Woche werden Streiks bei der Eisenbahn, im öffentlichen Nahverkehr usw. beginnen.
http://www.rf-news.de/2010/kw40/09.10.10-frankreich-widerstand-wegen-renten-haelt-an (http://www.rf-news.de/2010/kw40/09.10.10-frankreich-widerstand-wegen-renten-haelt-an)
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 18:26:57 Di. 12.Oktober 2010
Zitat
Gewerkschaften bringen Verkehr zum Stillstand
Massive Streiks gegen die Rentenreform in Frankreich

In Frankreich machen die Gewerkschaften erneut gegen die umstrittene Rentenreform von Präsident Nicolas Sarkozy mobil. Zahlreiche Betriebe des öffentlichen Verkehrs haben die Arbeit niedergelegt. Dabei kam es zu Ausfällen und Verzögerungen im Nah- und Fernverkehr.


(ddp) / aj. In Frankreich machen die Gewerkschaften erneut gegen die umstrittene Rentenreform von Präsident Nicolas Sarkozy mobil. Zahlreiche Betriebe des öffentlichen Verkehrs haben die Arbeit niedergelegt. Dabei kam es zu Ausfällen und Verzögerungen im Nah- und Fernverkehr. Die Gewerkschaften planen für Dienstag 244 Streiks im ganzen Land.

«Diese Woche ist entscheidend. Die Demonstrationen sind eine der letzten Gelegenheiten, die Rentenreform der Regierung doch noch kippen zu können», sagte der Generalsekretär des Gewerkschaftdachverbands CFDT, Francois Chérèque, am Montag dem französischen Fernsehsender Canal Plus.

Unbefristete Streiks

Im Gegensatz zu früheren Protestaktionen, die nach einem Tag beendet wurden, sind diesmal einige Streiks zeitlich nicht befristet. Den Auftakt machten am Montagabend die Zugführer mit einem unbefristeten Ausstand. Die Luftfahrtbehörde empfahl den Fluggesellschaften wegen der zu erwartenden Personalknappheit bereits, 30 Prozent ihrer Flüge am Pariser Grossflughafen Charles de Gaulle und 50 Prozent der Verbindungen am Flughafen Orly zu streichen.

Nur ein Drittel der TGV-Hochgeschwindigkeitszüge waren laut Bahnbehörde am Dienstag in Betrieb. Auch im Nahverkehr fuhren die Linien der Metro nur eingeschränkt.

Breite Unterstützung der Proteste

Auch Schüler und Studenten beteiligten sich an der landesweiten Protestaktion. Knapp sieben Prozent der rund 4300 Gymnasien in Frankreich waren laut Bildungsministerium am Dienstagmorgen betroffen. 61 Prozent der Franzosen haben sich laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts CSA für die Protestaktion der Gewerkschaften ausgesprochen, 69 Prozent unterstützten die Demonstrationen am Dienstag.

Die ersten Streikumzüge starteten um 10 Uhr in Toulouse und Rouen. Laut Streikplan der Gewerkschaften CGT und CFDT setzen diese ab 11 Uhr auch in Rennes und Bordeaux und ab 13 Uhr 30 in Paris ein.

Schon 5. Protest seit Mai

Die landesweiten Streiks sind bereits die fünften seit Mai. Allein im September legten Gewerkschaftsmitglieder zwei Mal die Arbeit nieder, hinzu kamen Protestmärsche mit mindestens einer Million Teilnehmer.

Im Streit um die Rentenreform geht es um die Erhöhung des Rentenalters von 60 auf 62 Jahre sowie um die Anhebung der Alterslimite, die zum vollen Bezug der Pension berechtigt. Der Senat will die umstrittene Vorlage noch in dieser Woche endgültig beschliessen. Am Montagabend verabschiedete er einen besonders umstrittenen Passus des Gesetzes. Das Alter, ab dem Franzosen künftig die volle Rente unabhängig von den Beitragsjahren beziehen können, soll schrittweise von 65 auf 67 Jahre erhöht werden.
http://www.nzz.ch/nachrichten/international/gewerkschaften_bringen_verkehr_zum_stillstand_1.7966075.html (http://www.nzz.ch/nachrichten/international/gewerkschaften_bringen_verkehr_zum_stillstand_1.7966075.html)
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: jambon1 am 22:54:14 Mi. 13.Oktober 2010
Ein Gespenst geht um in Europa ... aber diesmal eines, das den Völkern das fürchten lehrt.

Rente mit 67

Die so genannte Gesundheitsreform

Stuttgart 21

AKW-Laufzeiten

Hartz IV

... und was noch so alles in diesem Lande passiert. ES REICHT!

Schliessen wir uns mit Franzosen und Griechen kurz.

Wann streiken wir? Zur Not Generalstreik.

Es wird Zeit!

Prekarier aller Länder vereinigt euch!
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 12:18:13 Sa. 16.Oktober 2010
Drecksblätter wie der SPIEGEL versuchen stets einen Keil zwischen Jung und Alt zu treiben, behaupten, aus demographischen Gründen könnten die Jungen die Kosten der alten nichmtmehr tragen. In Wirklichkeit sind es Politik und Wirtschaft, die die Lebensbedingungen von Jung und Alt angreifen. In Frankreich kommt es nun zu vorbildlichen Konsequenzen. Auch die Jugend kämpft für die Rechte der Alten!

Zitat
Erstmals waren in dieser Woche auch viele Schüler und Studenten auf die Straße gegangen. Sie glauben, dass durch die Verlängerung in der Zukunft für sie weniger Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Laut Erziehungsministerium war der Unterricht an rund 300 Schulen eingeschränkt, laut Schülervertretung UNL an rund 900 Schulen.

Am Freitag kam es zudem am Rande der Proteste in einigen Städten zu gewalttätigen Zusammenstößen mit der Polizei, etwa im Stadtzentrum von Lyon und in einigen Pariser Vororten. Müllcontainer wurden angezündet, die Beamten setzten Tränengas ein. Ein Polizeisprecher sagte aber, bei den jugendlichen Gewalttätern habe es sich nicht um Gymnasiasten gehandelt.

Das Innenministerium teilte mit, es seien 22 Beamte verletzt worden. Die Polizei habe 264 Randalierer festgenommen.

Der Schüler, der am Donnerstag während eines Polizeieinsatzes gegen eine Schulblockade bei Paris schwer verletzt wurde, sollte am Freitag operiert werden. Die Polizeidirektion von Paris verbot nach dem Unglück den Einsatz von Gummigeschossen. Innenminister Brice Hortefeux rief die Polizei nach den Ereignissen auf, "den Einsatz von Gewalt zu begrenzen".

Französische Medien vergleichen die Situation häufig mit früheren Protestbewegungen. Sowohl 1994 als auch 2006 haben massive Jugendproteste in Frankreich die Regierung letztlich zum Einknicken gebracht. Allerdings ging es in beiden Fällen um Gesetze, die die Jobaussichten von Jugendlichen direkt betrafen. In den Protesten gegen die Rentenreform – die letztlich die Schuldenlast der jungen Generation verringern soll – entlädt sich dagegen nach Ansicht von Beobachtern nicht zuletzt der allgemeine Unmut über den elitenorientierten Regierungsstil von Präsident Sarkozy.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-10/frankreich-rentenreform-streiks?page=2 (http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-10/frankreich-rentenreform-streiks?page=2)

Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 21:06:22 Sa. 16.Oktober 2010
(http://diepresse.com/images/uploads/2/3/f/602687/frankreich_will_nicht_laenger_frankre20101016182200.jpg)
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Troll am 18:01:02 Di. 18.Januar 2011
Was der Spiegel kann, kann die SZ schon lange.

Zitat
Sie kann’s einfach nicht lassen…

Von Jürgen Voß

So oder ähnlich müsste man überschreiben, was sich die Süddeutsche Zeitung seit nunmehr über 20 Jahren in Sachen Demografie an Unfug zusammenschreibt.

Ob „Wir schrumpfen dramatisch!“ (obwohl die Bevölkerungszahl in den letzten 20 Jahren um über 4 Millionen gestiegen ist), ob „Heute ernähren 4 Erwerbstätige einen Rentner, morgen wird es nur noch einer sein!“ (bei gerade noch 20 Mio. sozialversicherungspflichtigen Vollzeitstellen und fast 21 Mio. Renten), all dies vielfach widerlegt und immer wieder als pure Legitimationsideologie für neoliberales Sozialdumping entlarvt, es schien so, als gäbe es keine Steigerung mehr an Plumpheit und Irrationalität in der Demografiedebatte, so, als hätten sich die Alarmisten und Dramatisierer endgültig ausgetobt.

Bis am letzten Samstag in der Wochenendausgabe der SZ Petra Steinberger mit „Endstation Jugend“ zu einem Rundschlag ausholen durfte (bezeichnenderweise trägt der Titel das Bild eines boxenden Jungen), der alles an Irrsinn in den Schatten stellt, was die Süddeutsche (und nicht nur sie!) in den letzten beiden Jahrzehnten in Sachen Demografie ihren Lesern zugemutet hat.
......

Quelle und vollständiger Artikel: Oeffinger Freidenker (http://oeffingerfreidenker.blogspot.com/2011/01/sie-kanns-einfach-nicht-lassen.html)
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 20:47:54 Fr. 04.Februar 2011
Zitat
Dänen streiken gegen schärfere Pensionsregeln

(http://static3.kleinezeitung.at/system/galleries_520x335/upload/5/7/3/2666363/3537923_BLD_Online.jpg)

Aus Protest gegen die geplante Abschaffung des Vorruhestandes und die Heraufsetzung des Pensionseintrittsalters auf über 70 sind am Donnerstag Zehntausende Dänen für mehrere Stunden in den Streik getreten. Auf dem Kopenhagener Flughafen Kastrup sowie im öffentlichen Nahverkehr, bei der Post und in mehreren Häfen kam es zu erheblichen Behinderungen.

Die Mitterechtsregierung von Ministerpräsident Rasmussen will das Recht auf vorzeitige Pensionierung ab 60 schrittweise ganz abschaffen sowie das gesetzliche Rentenalter je nach Verlängerung der durchschnittlichen Lebenserwartung auf über 70 Jahre anheben. Sie begründet dies mit der demografischen Entwicklung und dem zu erwartenden Mangel an Arbeitskraft. Die Gewerkschaften kritisieren vor allem die Abschaffung des Vorruhestandes als "Raub" lang erworbener Rechte für hart arbeitende Berufsgruppen in unteren Einkommensgruppen
http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/2666363/daenen-streiken-gegen-schaerfere-pensionsregeln.story (http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/2666363/daenen-streiken-gegen-schaerfere-pensionsregeln.story)
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Strombolli am 05:40:03 Sa. 05.Februar 2011
Ich weiß, bin wieder OFF TOPIC, aber dieser ganze Rentenscheiß geht mir auf den Sack. Wenn die so weitermachen werde ich 1. nicht so alt, das ich die Rente erreiche und wenn doch lande ich in der Grundversorgung (wenn es die dann noch gibt).

Soeben eingetroffen für mein Frauchen. 47 Jahre alt, immer gearbeitet, teilweise als "mithelfende Ehefrau" (ein DDR-Konstrukt) dann in den beschissen bezahlten BRD Beschäftigungsverhältnissen.

Zitat des Briefes:

"Ihre Renteninformation

Sehr geehrte Frau Strombolli,

in dieser Renteninformation haben wir die für Sie vom 1992 bis zum 2010 gespeicherten Daten und das geltende Rentenrecht berücksichtigt. Ihre Regelaltersrente würde nach Erreichen der Regelaltersgrenze 2030 am ........2030 beginnen. Änderungen in Ihren persönlichen Verhältnissen und gesetzliche Änderungen können sich auf Ihre zu erwartende Rente auswirken. Bitte beachten Sie, dass von der Rente auch Kranken-und Pflegeversicherungsbeiträge sowie gegebenenfalls Steuern zu zahlen sind. Auf der Rückseite finden Sie zudem wichtige Erläuterungen und zusätzliche Informationen.

Rente wegen voller Erwerbsminderung

Wären Sie heute wegen gesundheitlicher Einschränkungen voll
erwerbsgemindert, bekämen Sie von uns eine monatliche Rente von:   233,71 EUR

Höhe Ihrer künftigen Regelaltersrente

Ihre bislang erreichte Rentenanwartschaft entspräche nach heutigem Stand
einer monatlichen Rente von:                             186,14 EUR

Sollten bis zur Regelaltersgrenze Beiträge wie im Durchschnitt der letzten fünf
Kalenderjahre gezahlt werden, bekämen Sie ohne Berücksichtigung von
Rentenanpassungen von uns eine monatliche Rente von:             391,32 EUR

Rentenanpassung

Aufgrund zukünftiger Rentenanpassungen kann die errechnete Rente in Höhe von 391,32 EUR tatsächlich höher ausfallen. Allerdings können auch wir die Entwicklung nicht vorhersehen. Deshalb haben wir - ohne Berücksichtigung des Kaufkraftverlustes - zwei mögliche Varianten für Sie gerechnet. Beträgt der jährliche Anpassungssatz 1 Prozent, so ergäbe sich eine monatliche Rente von etwa 470 EUR. Bei einem jährlichen Anpassungssatz von 2 Prozent ergäbe sich eine monatliche Rente von etwa 560 EUR.

Zusätzlicher Vorsorgebedarf

Da die Renten im Vergleich zu den Löhnen künftig geringer steigen werden und sich somit die spätere Lücke zwischen Rente und Erwerbseinkommen vergrößert, wird eine zusätzliche Absicherung für das Alter wichtiger ("Versorgungslücke"). Bei der ergänzenden Altersvorsorge sollten Sie - wie bei Ihrer zu erwartenden Rente - den Kaufkraftverlust beachten.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre ......"

Wisst ihr, liebe Rentenberechner, wickelt das Geld einfach in einen besch.... Lappen und haut es Herrn Ackermann um die Ohren.
Das Rentenproblem ist in der Tat ein demographisches.  Mittlerweile müssen nämlich soviele Pensionsansprüche von ollen Beamten und Politikern, Managern finanziert werden, das es für das doofe Fußvolk einfach nicht mehr reicht.

Möge euch der Blitz treffen und alle Verwaltungen um 70% schrumpfen lassen.
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: matten am 08:34:45 Sa. 05.Februar 2011
moin

habe mal im November 2010 über meine
Rente gepostet...

matten
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Troll am 09:32:10 Sa. 05.Februar 2011
Ich weiß, bin wieder OFF TOPIC, aber dieser ganze Rentenscheiß geht mir auf den Sack. Wenn die so weitermachen werde ich 1. nicht so alt, das ich die Rente erreiche und wenn doch lande ich in der Grundversorgung (wenn es die dann noch gibt).

....

Zusätzlicher Vorsorgebedarf

Da die Renten im Vergleich zu den Löhnen künftig geringer steigen werden und sich somit die spätere Lücke zwischen Rente und Erwerbseinkommen vergrößert, wird eine zusätzliche Absicherung für das Alter wichtiger ("Versorgungslücke"). Bei der ergänzenden Altersvorsorge sollten Sie - wie bei Ihrer zu erwartenden Rente - den Kaufkraftverlust beachten.

Aber es ist doch schön das gleich die Lösung des Rentenproblems mitgeliefert wird, spar Dir die zusätzliche Riesterrente vom Mund ab und erhalte im Rentenfall eine Grundsicherung wobei der Staat sich Deine angesparte "Zusatzvorsorge" einverleibt, zumindest das was der Versicherer noch übrig lässt.
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 09:23:27 Do. 22.Dezember 2011
Zitat
Wilder Streik in Belgien
Von Arne Baillière

In Belgien sind die Beschäftigten des öffentlichen Bahnverkehrs am Mittwoch in einen »wilden Streik« getreten. Ohne Vorankündigung hatten die Angestellten der staatlichen Eisenbahngesellschaft SNCB die Arbeit niedergelegt, wodurch vor allem im französischsprachigen Landesteil der Zugverkehr nahezu vollständig zusammenbrach. Am heutigen Donnerstag wollen die Beschäftigten im öffentlichen Dienst die Arbeit niederlegen, für den 31. Januar ist ein landesweiter Generalstreik angekündigt.

Der Gewerkschaftsbund für den öffentlichen Dienst, CGSP, verteidigte die spontane Protestaktion: »Wenn man den Leuten sagt, daß sie mehr arbeiten sollen, um weniger zu verdienen, bekommt man direkt eine solche Reaktion. Wir kämpfen für alle Bürger gegen diesen Angriff auf die Renten.« Der Streik werde bis zum heutigen Donnerstag weitergehen und sich dem Ausstand der anderen Staatsbediensteten anschließen. Aber auch darüber hinaus könne die Aktion weiterlaufen, warnte die Gewerkschaft: »Wir sind bereit, bis zum Jahresende weiterzustreiken, also auch während der Weihnachtsfeiertage.«

Noch am Freitag will die belgische Regierung in für das Land ungewohnter Eile das neue Rentengesetz im Parlament abstimmen lassen. Es sieht eine allgemeine Erhöhung des Rentenalters auf 65 Jahre und eine drastische Kürzung der Rentenzahlungen vor. Der liberale Rentenminister Vincent van Quickenborne verkündete bereits vor zwei Wochen gegenüber Journalisten, »der Zug der Reformen« sei »unhaltbar in Schwung gekommen« und werde sich nicht mehr aufhalten lassen. Doch die Kritik an seinem Vorgehen reicht inzwischen bis in die Regierungskoalition. Er habe als relativ junger und unerfahrener Minister die Krise selbst verursacht, heißt es hinter vorgehaltener Hand.

Der Druck der Gewerkschaften, die eigentlich erst für den 31. Januar zu einem Generalstreik aufgerufen hatten, sich aber von der Schnelligkeit des Ministers nicht überrumpeln lassen wollten, scheint bereits erste Erfolge nach sich zu ziehen. So kündigte das Kabinett Ausnahmen für Bahnarbeiter, Polizisten und das Militärpersonal im neuen Gesetz an. Dadurch soll es den Angehörigen dieser Berufe möglich bleiben, schon mit 55 Jahren in den Vorruhestand zu gehen. Außerdem wurde eine außerordentliche Konsultationsrunde zwischen der belgischen Sechsparteienregierung und den Gewerkschaften einberufen, die zeitgleich mit dem Streik am heutigen Donnerstag stattfinden soll. Der Vorsitzende des sozialdemokratisch orientierten Gewerkschaftsbundes ABVV/FGTB, Rudy De Leeuw, drohte dennoch mit weiteren Aktionen: »Der Streik ist eine Warnung an die öffentlichen und privaten Unternehmer, damit sie uns zu den Reformen konsultieren.« Es gehe nicht nur um die Renten, sondern auch um Themen wie die Lohnindexierung, die Anpassung der Einkommen an die Steigerung der Lebenshaltungskosten. »Wir stehen vor einem entscheidenden Tag«, so De Leeuw. Es stelle sich die Frage, ob die Regierung das nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffene belgische Sozialmodell zerstören will.

Vor allen in der Wallonie, dem französischsprachigen Landesteil, würde die Rentenreform Hunderttausende Menschen in Armut stürzen, obwohl Ministerpräsident Di Rupo noch bei seinem Amtsantritt erklärt hatte, »die Witwen und Waisen des Landes« nicht seinem Sparkurs unterwerfen zu wollen.
http://www.jungewelt.de/2011/12-22/054.php (http://www.jungewelt.de/2011/12-22/054.php)
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Endii am 18:00:30 Do. 22.Dezember 2011
Schön wäre es,wenn die deutsche Arbeiterklasse auch so kämpferisch wäre die   Werktätigen in Portugal,Griechenland,Frankreich etc.
Aber hier herrschen wohl scheinbar noch die Nachwehen des preußischen Obrigkeitsstaates bzw des deutschen Faschismus vor.
Lesetip:Thomas Mann "Der Untertan" :tongue:

Dafür geht es uns leider noch viel zu gut!

Es wird Zeit das wir endlich lernen etwas zu unternehmen BEVOR es zu spät ist. Aber solange es noch allen einigermaßen gut geht wird da nichts passieren. Vielleicht übersehen einige, dass es ihnen in Deutschland noch besser gehen könnte. Aber wer nicht kämpft hat schon verloren.

Wir Deutsche sind Weltmeister im "Weggucken".
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 18:15:46 Do. 22.Dezember 2011
Zitat
Dafür geht es uns leider noch viel zu gut!

Sorry, diese Verelendungstheorie ist der allerletzte Schwachsinn!

Es gab ein hohes Niveau an sozialen und politischen Kämpfen, große Streikwellen und Wilde Streiks in den 60er bis 80er Jahren wo der ökonomische Druck nicht annähernd so fies war. Es gab Klassenbewußtsein und politisches Bewußtsein.

Die Forderung, daß die Menschen Hunger leiden sollen, damit sie kämpfen, ist keine politische Forderung, sondern Mist.
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Strombolli am 19:32:58 Do. 22.Dezember 2011
Die Forderung, daß die Menschen Hunger leiden sollen, damit sie kämpfen, ist keine politische Forderung, sondern Mist.

Naja Kuddel, ein bischen ist da schon dran. Irgendwo (glaube in einem irrwitzigen Spiegel-Forum oder so) gab es den Gedanken über die wechselseitigen Bezüge eines guten Sozialsystems zum Ausmaß der Armut. Der rechte Gedanke dabei: Ein gutes Sozialsystem befördert den Nichtarbeitswillen der Bevölkerung und das Verharren in Armut.

Für mich stelle ich fest: ehe die Menschen nicht mehrheitlich ALTERNATIVLOS Sch***, äh... Fensterkitt (huch, den gibts ja gar nicht mehr) fressen müssen, werden sie sich nicht wehren.
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Eivisskat am 19:48:11 Do. 22.Dezember 2011
In Spanien, Frankreich, Belgien etc. fressen sie ja nun auch nicht gerade Fensterkitt und wehren sich trotzdem wesentlich mehr als hier...
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Strombolli am 20:58:04 Do. 22.Dezember 2011
Das sind ja auch andere, lockerere Menschen, Eivisskat.  ;)

(@ Eivisskat: PN und OT: der Postmann hat noch nicht geklingelt)
Titel: Re: Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Strombolli am 16:11:24 Mi. 28.Dezember 2011
Neben den erhellenden Informationen über die Effektivität der sog. Riester-Rente gibt es heute wieder einen Bericht (http://www.stern.de/wirtschaft/job/trotz-finanzieller-einbussen-flucht-in-die-fruehrente-1767513.html) über die "Flucht in die Frührente", welcher die offiziellen Entäusserungen der Politik insbesondere des Hauses "von der Leyen" Lügen straft. Gerade jetzt, wo es losgeht mit der Rente mit 67, und das Stichwort Armutsgrenze zum wabernden Reizwort in allen sozialen Schichten wird.

Nee, lange geht das nicht mehr gut.
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Strombolli am 15:06:37 So. 01.Januar 2012
"Horst Seehofer stellt Rente mit 67 in Frage"
Faktische Rentenkürzung (http://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/rente/faktische-rentenkuerzung-csu-chef-seehofer-stellt-rente-mit-67-in-frage_aid_698595.html)

frei nach Rumpelstylzchen: "Das hat ihm der Teufel gesagt!"

Mann oh Mann, wie lange doch die Wirklichkeit zu Politikern ins Gehirn braucht. Unfassbar!

Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Pinnswin am 10:31:02 Mo. 02.Januar 2012
H. Seehofer spricht grad aus reiner Berechnung son Zinnober, den
er selbst nicht glaubt. Er möchte seine Rentner-Wähler friedlich
stimmen. Das der nur Worthülsen absondert, merken die dann gar nicht.

gelt?

(http://www.smileygarden.de/smilie/Games/shitflagsniper-001.gif) (http://www.smileygarden.de)
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 17:56:57 Di. 14.Februar 2012
(http://www.handelsblatt.com/images/pensioners-protest-in-central-athens/6208574/2.jpg?format=format3)

Rentnerdemo in Athen

Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 15:27:46 Di. 31.Juli 2012
Zitat
Deutsche müssen sich auf Rente mit 70 vorbereiten

Die Rente mit 67 ist nur ein Zwischenschritt, da sind sich Experten einig. Der Grund dafür: Die Lebenserwartung steigt immer weiter – und macht eine weitere Anhebung des Rentenalters unabdingbar.
http://www.welt.de/politik/deutschland/article108391615/Deutsche-muessen-sich-auf-Rente-mit-70-vorbereiten.html (http://www.welt.de/politik/deutschland/article108391615/Deutsche-muessen-sich-auf-Rente-mit-70-vorbereiten.html)
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:41:14 Di. 31.Juli 2012
Diese Scheiß Hackfressen, die so einen Müll fordern, sind diejenigen die nicht mal eine Woche auf dem Bau überleben würden, wenn die dort arbeiten müssten!
Ich kriege blanken Hass, wenn ich sowas lese! Richtigen bösen Hass!

Wieviele Menschen sind denn heute schon psychisch und/oder physisch am Ende, bevor sie das reguläre Rentenalter erreichen!

Und überhaupt: Warum wollen uns solche verkackten Wichser erzählen wie lange wir zu arbeiten haben? Die haben doch selbst noch nie einen Finger gerührt!

Ich muss aufhören, sonst platzt mir gleich die Carotis!! >:(
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Strombolli am 20:13:42 Di. 31.Juli 2012
Da kann ich RR nur zustimmen, mit der Einschränkung, dass mich das alles nicht mehr tiefgreifend aufregt. Ich bin jetzt 54 und habe in den letzten Jahren soviele (zu viele!) Altersgenossen und um etliche Jahre Jüngere, Gesündere und Sportlichere die letzte Ehre auf dem Friedhof oder nur in Gedanken erweisen müssen.

Also was soll der Scheiss? Sind die Deutschen zu blöd um ein für alle Mal zu begreifen, dass es sich bei dem Rentenpalaver um eine weitere Show handelt sie nachhaltig zu verarschen? - Gib mir dein Geld jetzt, Michel, damit ich (Staat, Versicherungen, Banken) jetzt gut leben kann. Nach mir die Sintflut! Lebe selbst in Einschränkungen und verdeckter Armut (zum eigenen Landes-Lebensniveau). Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit ist angesichts der Jugendarbeitslosigkeit und Millionen Scheinarbeitsverhältnissen (der ganze Pseudo Beamten- und Verwaltungsapparat zuzüglich HartzIV/Arbeitslosen-Industrie) einfach nur typisch deutsche Verkleisterung der Tatsachen für Dumpfbeulen-Deutsche.

Das gesamte deutsche Staatswesen steht auf tönernden Füßen und ist eine riesige, falsche Show der Illusionen. Aber die breite Masse hält an ihrem Wunderglauben fest, solange bis sie selbst ganz tief auf die Fresse fallen. Dann ist es zu spät.

--

Sorry für die Wortwahl, aber ich bin ähnlich ärgerlich wie RR. Nur das ich mich damit abgefunden habe, diese Welt und ihre mehrheitlich einfältigen Menschen nicht alleine veränder zu können. - Sie gehen lieber an den PC/Smartphone und spielen oder sexen sich das Gehirn weg. Just an illusion


Hörtipp (http://www.youtube.com/watch?v=21VbKgOM0gg#)
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 18:27:47 Mi. 08.August 2012
Brandenburger Polizei: Rente mit 67
In Brandenburgs Polizei brodelt es. Auch ihre Beschäftigten sollen künftig bis 67 arbeiten - was eine Verlängerung um sieben Jahre bedeutet.


Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat zum Protest gegen die Pläne der brandenburgischen Landesregierung aufgerufen, das Pensionsalter für Beamte auf 67 Jahre heraufzusetzen. Am Mittwochnachmittag wollten rund 200 Beschäftigte in Potsdam demonstrieren, kündigte die GdP an. Die bisherige „Besondere Altersgrenze“ für Polizeivollzugsbeamte von 60 Jahren gelte „aus guten Gründen“. Mit der Anhebung des Pensionsalters stelle sich das Land Brandenburg „bundesweit an die Spitze der Liste der Schäbigkeiten gegenüber der Polizei“, kritisierte die Gewerkschaft.

http://www.nordkurier.de/cmlink/nordkurier/nachrichten/brandenburg/proteste-gegen-langere-lebensarbeitszeit-1.469119 (http://www.nordkurier.de/cmlink/nordkurier/nachrichten/brandenburg/proteste-gegen-langere-lebensarbeitszeit-1.469119)
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Sir Vival am 10:21:54 So. 12.August 2012
Zitat
.....Rente mit 70.......

Watten, deß.....?

Das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.

Die beste Begründung für eine weitere Anhebung des Rentenalters kam von einem Dummschwätzer (k.A. von wem genau), die ich die letzte Woche gelesen habe:
"....die mediz. Versorgung wird auch immer besser und die Menschen werden immer älter. Deshalb dieser Diskussionsanstoß...."

Jo, in der Steinzeit wurden wir nur 15-25 Jahre alt und im Mittelalter wurden die Menschen nur 50 bis max. 60 Jahre alt. Das sind Jahrhunderte, gar Jahrtausende oder Jahrhunderttausende große Sprünge in der EVOLUTION.........

OK, seit der Erfindung von Penicillin von Flemming ging es in letzter Zeit auch noch einen Schritt weiter hoch auf der Altersleiter.
Aber keine Ahnung, ob wir in den letzten 30 Jahren einen so großen "giant leap" gemacht haben, daß wir zukünftig noch mit 70 die Leiter hochhüpfen können. Jo, vielleicht auf´m Mond, ja, da wäre das möglich. Aber wer soll das bitte bezahlen?  >:D ;D Sorry, da ist ein wenig böse Komik dabei.

Ich stelle mir gerade einen 67 Jahre alten Polizisten bei einer Verfolgungsjagd am Steuer vor oder zu Fuß einen flüchtigen Dieb.....usw, usw.

Dagegen kann ich mir sehr wohl einen abgeordneten Dummschwätzer im Bundestag vorstellen, der seine senilen Gedanken noch mit 70 oder 75 Jahren unters Volk schwämmt! Gibt es ja heute auch schon einige.
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 17:45:57 Mi. 15.August 2012
Das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.


Zitat
Clement plädiert für Arbeit bis ins Greisenalter

Der frühere Wirtschaftsminister Clement will die Deutschen noch viel länger arbeiten lassen als bisher geplant. Die Rente mit 67 hält er für nicht ausreichend. Wer kann, sollte ruhig bis 80 arbeiten, sagte der Ex-SPD-Mann der "Welt".
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Strombolli am 18:16:47 Mi. 15.August 2012
Ich steh ja nicht auf "BÖHSE ONKELZ" un der Spruch ist ja auch nicht original von ihnen, aber ich muss in dem Zusammenhang mal wieder ganz KOMPLEX loswerden:

Nur die Besten sterben jung!
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: counselor am 12:34:48 Do. 16.August 2012
EURO-KAPITALISMUS: EX-SPD-WIRTSCHAFTSMINISTER CLEMENT WILL GESETZLICHE RENTE GANZ ABSCHAFFEN
von Daniel Neun - https://www.radio-utopie.de (https://www.radio-utopie.de)        16.08.2012

Das 1999 erschienene Schröder-Blair-Papier der in der EU-Partei "Sozialdemokratische Partei Europas" ("Party of European Socialists") zusammenfassten Parteien Labour (Großbritannien) und SPD (Deutschland), nach dem u.a. die Agenda 2010 der Regierung von SPD und Bündnis 90/Die Grünen (1998-2005) unter Kanzler Gerhard Schröder entstand, treibt späte Blüten.

 Das 1999 erschienene Schröder-Blair-Papier der in der EU-Partei "Sozialdemokratische Partei Europas" ("Party of European Socialists") zusammenfassten Parteien Labour (Großbritannien) und SPD (Deutschland), nach dem u.a. die Agenda 2010 der Regierung von SPD und Bündnis 90/Die Grünen (1998-2005) unter Kanzler Gerhard Schröder entstand, treibt späte Blüten.

 Wolfgang Clement, Wirtschafts- und Arbeitsminister der damaligen rot-grünen Regierung von 2002 bis 2005, fordert die völlige Abschaffung der in Deutschland gesetzlich vorgeschriebenen Lebensarbeitszeitbegrenzung. Clement strebt damit die Eliminierung eines elementaren sozialen Mindeststandards der Republik an: die theoretische Möglichkeit von Arbeitenden überhaupt jemals in Rente gehen zu können.

 Clement zur "Welt":

"Wir sollten ein Signal für längeres Arbeiten setzen. Wir sollten die gesetzliche Lebensarbeitszeitbegrenzung abschaffen..Wir sind darauf angewiesen, dass die Menschen in Deutschland länger als bisher arbeiten."

 Begründung Clements: seine Forderung sei " eine logische Folge des demografischen Wandels" ...

Quelle:  Linke Zeitung (http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=14113&Itemid=44)                               
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Strombolli am 16:17:12 Do. 16.August 2012
Ehe nicht der allerletzte Jugendliche einen gutbezahlten Job hat, den er durch eine wirklich umfassende Schulbildung auch auszufüllen in der Lage ist, sollten alte Menschn in Ruhe gelassen werden. Zumal sie ja eh von den Betrieben in der Realität spätestens ab 45 zum alten Eisen gehören.

Wenn ein Herr Clement in seinen verpupsten Sesseln bis 90 arbeiten will, so möge ein gnädiger Gott* das verhindern. Es zeigt sich wieder einmal, beim Lesen aller Schlagzeilen, inkl. der Clement-Show, das mit Schwarzmalerei, Katastrophen, beständiger Verweigerung korrekter Formulierungen (Eurokrise statt Schuldenkrise oder besser Zinskrise) Angst geschürt werden soll, die dazu dienen soll, den status quo möglichst lange zu halten.

Für Alternativen gibt es Denkverbote.

"Liebe wird verboten ... in dieser schönen neuen Welt" (http://www.myvideo.de/watch/6734468/Peter_Maffay_1987_Berlin_16_Liebe_wird_verboten)

Schöne neue Welt (http://www.myvideo.de/watch/6722017/Culcha_Candela_Schoene_Neue_Welt)

Man sollte eben nicht traumatisierte, unförmige, untervögelte Gnatzköppe zur Macht verhelfen...
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 15:58:29 Di. 26.April 2016
Der massive Streik der indischen Textilarbeiterinnen ist erfolgreich: Regierung zieht Veränderung der Rentengesetze zurück!

(http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/04/article-nevtrhlgnm-1461222078.jpeg)

Frauenstreik in Bangalore am 19.4.2016  Die indische Bundesregierung hat ihren Entwurf zur Veränderung der Rentenversicherung zurück gezogen – zurück ziehen müssen: Der massive Kampf der Textilarbeiterinnen, vor allem – aber nicht nur – in Bangalore (Bengaluru), der die drittgrößte Stadt Indiens trotz brutaler Polizeirepression tagelang zum faktischen Stillstand gebracht hatte, zwang sie dazu. An diesem erfolgreichen Kampf sind eine ganze Reihe von Dingen bemerkenswert: Die rapide Ausbreitung des Streiks, der zunächst von rund 10.000 Beschäftigten einiger Betriebe ausging und innerhalb von zwei Tagen über 100.000 mobilisierte – sowie die dazu gehörende Tatsache, dass die meisten Streikenden unorganisiert waren. Und die Tatsache, dass etwa ¾ aller Streikenden Arbeiterinnen waren (was nach dem einigermaßen erfolgreichen Kampf der Erntearbeiterinnen auf den Teeplantagen schon den zweiten erfolgreichen Frauenstreik in kurzer Zeit bedeutet).  Siehe dazu drei aktuelle Beiträge

http://www.labournet.de/internationales/indien/arbeitskaempfe-indien/der-massive-streik-der-indischen-textilarbeiterinnen-ist-erfolgreich-regierung-zieht-veraenderung-der-rentengesetze-zurueck/ (http://www.labournet.de/internationales/indien/arbeitskaempfe-indien/der-massive-streik-der-indischen-textilarbeiterinnen-ist-erfolgreich-regierung-zieht-veraenderung-der-rentengesetze-zurueck/)
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: admin am 12:53:42 Mo. 14.November 2016
Zitat
Landesweite Proteste gegen Rentensystem in Chile

In Chile haben am 4.November nach offiziellen Angaben landesweit 75.000 Menschen gegen das private Rentensystem AFP (Administradoras de Fondos de Pensiones) protestiert. Das Bündnis NO+AFP bringt bereits seit Monaten zehntausende Menschen auf die Straße. Dabei werden die Proteste nicht nur von verschiedenen sozialen Bewegungen getragen, sondern auch von Gewerkschaften. So hat die Gewerkschaft der Finanzangestellten (ANEF) ihren Streik für eine Lohnerhöhung um 3,4 Prozent amTag der großen Demonstrationen beginnen lassen.

Die Regierung von Präsidentin Michelle Bachelet reagierte indes mit Hinhalten. Weder das Versprechen einer kritischen Analyse des Rentensystems, noch die Lohnverhandlungen im öffentlichen Dienst können bisher Ergebnisse vorweisen. ANEF erklärte gestern auf Twitter, dass die Gespräche bisher erfolglos verlaufen seien. Weitere Proteste und Streiks sind somit wahrscheinlich.

Chiles Rentensystem gilt als neoliberales Vorzeigeprojekt und stammt noch aus der Militärdiktatur unter Augusto Pinochet. Es zwingt alle chilenischen Bürger, in private Rentenfonds einzuzahlen, die oft in der Hand transnationaler Unternehmen sind. Bereits voriges Jahr wurde in einer von der Regierung beauftragten Studie festgestellt, dass das AFP nicht zukunftsfähig ist und viele Menschen in eine Rente unter dem Mindestlohnniveau entlässt. Gewerkschaften und soziale Bewegungen fordern daher ein solidarisches, öffentliches Rentensystem.
https://amerika21.de/2016/11/164074/rentensystem-chile-proteste
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 19:18:05 Fr. 14.Juli 2017
(https://scontent.ftxl1-1.fna.fbcdn.net/v/t1.0-9/18301324_10211868126711289_6607564689222938804_n.jpg?oh=b5726f14d9d017a6881da37121981eca&oe=59F7EF11)
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: tleary am 11:15:43 Mi. 15.November 2017
(https://scontent.ftxl1-1.fna.fbcdn.net/v/t1.0-9/18301324_10211868126711289_6607564689222938804_n.jpg?oh=b5726f14d9d017a6881da37121981eca&oe=59F7EF11)
Was sollte da kommen?
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Rudolf Rocker am 13:41:44 Mi. 15.November 2017
(https://scontent.ftxl1-1.fna.fbcdn.net/v/t1.0-9/18301324_10211868126711289_6607564689222938804_n.jpg?oh=b5726f14d9d017a6881da37121981eca&oe=59F7EF11)

Wohl mit Scherztinte getippt! ;D
Titel: Re:Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: tleary am 16:53:04 Do. 16.November 2017
War bestimmt eine sogenannte "Sommerlochmeldung" (14.07.). Ursprünglich stand da auch was. Aber das Loch wuchs und wuchs, bis es schließlich zu einem schwarzen Loch mutierte, das alles in sich einsog. Auch die Meldung selbst. :)
Titel: Re: Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 11:00:51 Di. 28.Mai 2019
Zitat
Durch landesweite Streiks ist der öffentliche Verkehr in den Niederlanden zum Erliegen gekommen.

Nach Angaben der Behörden fahren dort seit heute früh keine Busse, Straßenbahnen, Fähren und Züge. Der Ausstand führte zu Staus auf zahlreichen Straßen. Auch der Reiseverkehr nach Deutschland ist behindert. Der Streik soll 24 Stunden dauern. Die Gewerkschaften wenden sich gegen eine Erhöhung des Renteneintrittsalters.
https://www.deutschlandfunk.de/niederlande-streik-behindert-bahnverkehr-nach-deutschland.2932.de.html?drn:news_id=1011746
Titel: Re: Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 19:53:45 Di. 28.Mai 2019
Es wird viel über Verkehrsbhinderungen berichtet, doch Infos über den Arbeitskampf und den Grund für den Streik sind schwerer zu finden. Dann hab ich doch nach was gefunden.
Es ist durchaus heftig:
Zitat
Der öffentliche Nahverkehr in den Niederlanden steht still. Grund hierfür ist der größte Streik, den das Land in den letzten 15 Jahren gesehen hat. Die Gewerkschaften protestieren mit dem ÖPNV-Streik gegen die Rentenpolitik der Vier-Parteien-Koalition in Den Haag. Aktuell steigt das Rentenalter von ursprünglichen 65 Jahren schrittweise auf mindestens 67 Jahren ab 2021. Ab 2022 soll zudem eine neue Rentenformel gelten, nach der sich der Renteneintritt an der Lebenserwartung ausrichtet. Heutige Studierende unter 30 dürften demnach erst mit 71 Jahren in Rente gehen.
Zitat
Anders sieht es jedoch am Flughafen Schiphol aus. Dort wurden rund achtzig Flüge gecancelt, wie der Flughafenbetreiber bestätigt. Viele Flugreisende haben des Weiteren ihre Tickets gratis umbuchen lassen. Dennoch ist die Stimmung am Flughafen vergleichsweise entspannt; besonders aufgeheizt ist die Lage auf dem Weg zum Flughafen: Die Autobahnen A7 und A9, die nach Schiphol führen, versinken im Verkehrschaos. Wer aber sein Auto am Straßenrand stehen lässt und sich zu Fuß auf dem Weg zum Flughafen macht, muss mit einem Bußgeld von 240 Euro rechnen. Allerdings: Viermal pro Stunde fahren Züge nach Schiphol. Dies hat ein Richter vergangene Woche per einstweilige Verfügung angeordnet. Auf diese Weise sollen unbeteiligte Dritte vom Streik verschont bleiben. Für die Gewerkschaften ist das jedoch eine bittere Pille, die es zu schlucken gilt. Rund 325 ÖPNV-Mitarbeiter dürfen aufgrund des Richterspruchs nicht am Streik teilnehmen.
Zitat
Morgen sollen sich, um die Forderung nach einem Kurswechsel in der Rentenpolitik zu unterstreichen, noch 24-Stunden-Streiks anschließen. Betroffen sein werden unter anderem die Metall- und Baubranche.
https://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/aktuelles/archiv/2019/0528-Streik-OePNV.html
Titel: Re: Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 12:14:01 Fr. 13.September 2019
Zitat
Ein massiver Streik gegen die Rentenreformpläne des französischen Präsidenten Macron hat den Nahverkehr in Paris nahezu lahmgelegt.

Nach Angaben der Verkehrsbetriebe RATP fahren zehn der 16 Metro-Linien nicht. Der Betrieb anderer ist stark eingeschränkt, wie bei der wichtigen Schnellbahnverbindung RER. – Die RATP-Mitarbeiter protestieren mit dem größten Streik seit 2007 gegen das Vorhaben Macrons, ihre Sonderbedingungen in der Altersvorsorge abzuschaffen.
https://www.deutschlandfunk.de/frankreich-streiks-gegen-rentenreform-laehmen-pariser.1939.de.html?drn:news_id=1048681
Titel: Re: Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 09:03:29 Sa. 14.September 2019
Zitat
Streiken für die Rente mit 52
Die Pariser U-Bahn-Fahrer dürfen noch mit 52 abschlagsfrei in Rente gehen. Mit der geplanten Rentenreform von Präsident Emmanuel Macron würde sich das ändern.
https://www.zeit.de/video/2019-09/6086006420001/paris-streiken-fuer-die-rente-mit-52

Man sollte daran erinnern, daß es schließlich darum geht, daß man noch etwas vom Leben haben will, bevor die Gesundheit in der Grütze ist. Dafür wird gekämpft und dafür haben andere auch Verständnis.

Hier wird ständig die Propaganda der Wirtschaft nachgeblökt, daß es keine Alternative zum Längerarbeiten gibt.
Wir sollten für unsere Interessen und Bedürfnisse kämpfen und gegen die Wirtschaftspropaganda vorgehen, wo immer sie auftaucht. Wir leben nicht, um zu arbeiten.
Titel: Re: Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:51:43 Di. 29.Oktober 2019
Zitat
Das Betriebsklima bei der Staatsbahn SNCF ist rau, die Streiks werden radikaler. In der Kritik steht vor allem die Rentenreform von Präsident Macron.
https://www.handelsblatt.com/politik/international/sncf-die-streiks-bei-der-franzoesischen-staatsbahn-nehmen-chaotische-formen-an/25164114.html?ticket=ST-60424515-G40KyWYwI1aOpHb3o0rH-ap1
Titel: Re: Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: BGS am 05:39:15 Mi. 30.Oktober 2019
Ach, "... (der Streik-) nimmt inzwischen chaotische Formen an...".

Gut so!

Wenn alle sich mehr gemeinsam wehren würden gegen die unablässigen "neoliberalen" Frechheiten uns Ausgebeuteten gegenüber, wäre das nur recht und billig. Das Mass ist voll!

MfG

BGS

Titel: Re: Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 20:01:21 Sa. 30.November 2019
Angst vor neuen Revolten in Frankreich – Gewerkschaften rufen zu Protesten gegen Macrons Reformen auf
Eine große Rentenreform soll die Alterssicherung sanieren und gerechter machen. Doch der Widerstand dagegen könnte das zweitgrößte Euro-Land ins Chaos stürzen.

https://www.handelsblatt.com/politik/international/serie-global-risk-angst-vor-neuen-revolten-in-frankreich-gewerkschaften-rufen-zu-protesten-gegen-macrons-reformen-auf/25274486.html?ticket=ST-52813553-SS1mIjjcqHJA3qZRjUdY-ap1
Titel: Re: Streik gegen rente mit 67
Beitrag von: Kuddel am 11:28:28 Do. 05.Dezember 2019
Zitat
Macron droht der Renten-Aufstand

Frankreich ist nicht das schlechteste Land für Rentner. "Frankreich ist eines der wenigen Länder in der OECD, in denen es den Rentnern im Lebensstandard besser geht oder gleich gut geht wie der Gesamtbevölkerung"
https://www.tagesschau.de/ausland/frankreich-rentenreform-101.html

Man kann auch kämpfen, bevor man ganz unten angekommen ist!