chefduzen.de - Forum der Ausgebeuteten

Öffentlicher Dienst => Schulen, Hochschulen und Berufsausbildung => Thema gestartet von: Bibo am 09:12:28 Di. 08.April 2003

Titel: NuSchool
Beitrag von: Bibo am 09:12:28 Di. 08.April 2003
Hat man nicht immer gesagt, die Schulkids von heute sind gänzlich unpolitisch, interessieren sich nur für Computerspiele, Markenklamotten und Karriere?

Und plötzlich sind die Schüler führend bei der Antikriegsbewegung. Von den blöden Studenten hört man nix. Und Karrieredenken unter Schülern? Mag ja sein. Nur sind die Realitäten nicht mehr so. Man kann büffeln, sich anpassen eine Computerausbildung machen, um dann doch im Jobcenter zu landen.

Wenn in den Schulen nicht nur US-Imperialismus und Krieg diskutiert wird, sondern auch Ausbeutung, können wir wahrlich bewegten Zeiten entgegensehen!
Titel: NuSchool
Beitrag von: am 00:35:16 Sa. 21.Februar 2004
Dein Beitrag ist der beste, den ich in diesem Forum gelesen habe.
Ich bin ein studierter Diplom-Mathematiker, bin ebenfalls arbeitslos aufgrund einer schlechten Auftragslage bei meinem vorherigen Arbeitgeber, habe 50 Bewerbungen ohne Erfolg geschrieben. und mich nun für ein Zweitstudium entschieden. Du schriebst "Von den blöden Studenten hört man nichts.". Mich wundert es ehrlich gesagt auch, daß viele Studenten froh sind, bei einigen Firmen ein unbezahltes Praktikum leisten zu dürfen und dabei auch schon laut einem Bericht der Zeitschrift Young Professional rangenommen werden wie Festangestellte. Das ist in der Tat Ausbeuterei. Wenn ich dieses Thema zur Sprache bringe, sagt meistens keiner was.

In den Schulen von heute wird über US-Imperialismus, Globalisierung und Krieg (insbesondere der 2. Weltkrieg) diskutiert. Ausbeutung in der Marktwirtschaft wird gar nicht angesprochen. Stattdessen wird diese in den Himmel gelobt.
Titel: NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 15:07:15 Sa. 12.Juni 2004
11.06.04
Hamburg: Schüler blockieren Straße
150 Schüler der Ida Ehre Gesamtschule in Hamburg haben gestern für 20 Minuten eine verkehrsreiche Kreuzung besetzt, um gegen die "Streichpläne" des Hamburger Senats im Bildungsbereich zu protestieren. Sie forderten alle Schüler auf, ihren Beispiel zu folgen und Widerstand gegen die Bildungspolitik zu leisten.
Titel: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:39:46 Fr. 25.Februar 2005
25.02.05  
Widerstand gegen Schulschließung im Saarland
Die landesweite Initiative "Rettet die Grundschulen" im Saarland ruft zu einer Großdemonstration in Saarbrücken am 9. April auf. Die Landesregierung will jede dritte Grundschule im Saarland schließen. Bereits am 26. Januar hatten 10.000 in Saarbrücken dagegen protestiert. Mit 30.000 Unterschriften hat das Bündnis aus zahlreichen Eltern- und Schülerinitiativen sowie Gewerkschaftsgruppen bereits den Antrag auf ein Volksbegehren durchgesetzt. Bis zur Großdemonstration sollen jetzt die notwendigen 163.000 Unterschriften für das Referendum (Volksabstimmung) gesammelt werden. Die Landesregierung hat die Verbreitung des Elternaufrufs zur Unterstützung des Referendums an den Schulen verboten.
Titel: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:42:59 Fr. 18.März 2005
18.03.05
Zum zweiten Mal innerhalb von 14 Tagen demonstrierten gestern rund 450 Schüler und Eltern in Neuss und zwangen die Stadtpolitiker, zu skandalösen Zuständen in den Schulen Stellung zu nehmen (Putz fällt von der Decke, 20 Jahre alte Toiletten werden nicht repariert). In Sankt Augustin (Rheinland) organisierten 60 Sechstklässler eine selbständige Demonstration zum Rathaus gegen die "Einsparung" ihrer Lehrerin. In Wolfsburg rufen Schüler- und Jugendorganisationen zur zweiten Demonstration gegen geplante Kürzungen im Jugendbereich auf.
Titel: NuSchool
Beitrag von: Ubu am 12:21:01 Mi. 30.März 2005
Schüler interessien sich durchaus für mehr als nur für Schulprobleme:

http://www.schulstreik.org/
Titel: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 23:25:59 Sa. 09.April 2005
8.04.05 - Sächsische Schüler und Lehrer demonstrieren
Eine Demonstration von rund 2.500 Schüler der Klassen 9 bis 12 aus verschiedenen Schulen zog gestern ab 10 Uhr durch Chemnitz zu einer Protestkundgebung auf dem Marktplatz gegen massive Kürzungen im Bildungsbereich. Rund 1.500 Lehrer aus ganz Sachsen protestierten am Nachmittag in Dresden vor dem Kulturministerium gegen die geplante Streichung von 7.500 Lehrerstellen.
Titel: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 22:39:32 Mo. 11.April 2005
15.000 Lehrer und Schüler demonstrieren in Dresden
Etwa 15.000 Lehrer, Eltern und Schüler demonstrierten am 7.4. gegen die Pläne der Landesregierung Sachsens zum Abbau von 7.500 Lehrerstellen und Schulschließungen. Die Kundgebung wurde von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) organisiert.

Saarbrücken: 8.000 gegen Schulschließungen

Unter dem Motto "Rettet die Grundschulen" hat am Samstag (9.4.) in Saarbrücken erneut eine große Demonstration mit ca. 8.000 Teilnehmern gegen die von der Landesregierung geplante Schließung von 91 Grundschulen statt gefunden. Diesmal hatte auch der DGB aufgerufen und es kamen einige Gewerkschaftsdelegationen mit. Sogar aus Lothringen, wo ebenfalls Schulschließungen anstehen.
Titel: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 17:27:53 Mi. 13.April 2005
12.04.05 - Paris: Polizei räumt besetzte Schule
Erstmals hat am Montag die Polizei eine von 150 Jugendlichen besetzte Schule geräumt. Das als Eliteschule geltende "Lycée Montaigne" wurde von der Polizei weiträumig abgeriegelt, um weiteren Besetzungsversuchen "von außen" vorzubeugen. Seit Wochen protestiert die französischen Schülerbewegung mit Demonstrationen und Schulbesetzungen gegen die von der Regierung beschlossene Schulreform. Zeitweise waren allein in Paris bis zu einem Dutzend Schulen gleichzeitig besetzt.
Titel: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:00:34 Fr. 15.April 2005
Die Auseinandersetzungen des Französischen Staates mit der Schülerbewegung wird heftiger...

(http://www.labournet.de/internationales/fr/lille.jpg)

Das Labournet hat 2 sehr informative Artikel über die Kämpfe der Schüler in Frankreich veröffentlicht:
1.) Bericht vom 11.4.05 (http://www.labournet.de/internationales/fr/schaum.html)
2.) Bericht vom 14.5.05 (http://www.labournet.de/internationales/fr/schulenupdate.html)
Titel: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:29:32 Mo. 18.April 2005
Schülerbewegung in Lüneburg

(http://www.subkontur.de/fotoberichte/20050414/5.jpg)

Hier (http://www.subkontur.de/fotoberichte/20050414/schuelerdemo.html) gibt´s nen Bericht und weitere Fotos.
Titel: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:49:22 Do. 21.April 2005
20.04.05
Sachsens Regierung ermittelt gegen Schülerdemo
Rund 200 Schüler demonstrierten gestern vor dem sächsischen Landtag bei der dritten Runde der Tarifverhandlungen für Sachsens Lehrer gegen den geplanten Abbau von 7.500 Lehrerstellen. Laut Landesregierung dürften Schüler während der Unterrichtszeit nicht demonstrieren. Sie seien "instrumentalisiert" worden, und es werde geprüft, ob eine "Dienstrechtsüberschreitung" der entsprechenden Lehrer vorläge.
Titel: NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 21:17:28 Fr. 03.Juni 2005
Frankreich: Dutzende von Schülern vor Gericht

(http://media.de.indymedia.org/images/2005/06/118725.jpg)

Weiteres bei Indymedia (http://de.indymedia.org/2005/06/118718.shtml)
Titel: NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 18:20:53 Mi. 31.August 2005
Schülerprotest gegen Behördenwillkür

800 Schüler, Lehrer, Eltern und Studenten protestierten in Neumünster/Schleswig-Holstein gegen die Abschaffung der Wahlfreiheit von sogenannten Leistungskursen in den Oberstufen der Schulen. Die große Koalition der neuen Landesregierung in Kiel will das bisherige Kurssystem in den Oberstufen streichen - in dem die Schüler ihren Schwerpunkt selbst wählen konnten -  und durch einige wenige verordnete Schwerpunkte ersetzen.
Titel: NuSchool
Beitrag von: BGS am 00:56:43 Sa. 03.September 2005
Kaiser-Karl-Schule, Itzehoe, Herr Direktor Lange & Co.: wann geht der Protest endlich los, noch vor der Wahl??? Wirklich? Danke.

In stiller, bescheidener Erwartung: BGS
Titel: NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 18:17:20 Do. 23.Februar 2006
...irgendwie traue ich den Schülern mehr zu, als den Studenten...

(http://media.de.indymedia.org/images/2006/02/139780.jpg)


(http://de.indymedia.org/icon/2006/02/139782.jpg)(http://de.indymedia.org/icon/2006/02/139785.jpg)(http://de.indymedia.org/icon/2006/02/139791.jpg)


Bericht bei indymedia (http://de.indymedia.org/2006/02/139779.shtml)
Titel: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:11:30 Do. 30.März 2006
FRANKREICH

Schulen verweigern Wiedereröffnung

Im Streit um den Kündigungsschutz haben hunderte Schulen der französischen Regierung die Stirn geboten. Mehr als fünfhundert Gymnasien blieben trotz einer Aufforderung, wieder zu öffnen, ganz oder teilweise geschlossen. Premier Villepin soll inzwischen mit Rücktritt gedroht haben.

(http://www.labournet.de/internationales/fr/junge4/Bilder/IMG_8542_JPG.jpg)

In Paris wurden rund 50 Schüler festgenommen, die eine Demonstration auf der Stadtautobahn veranstaltet und damit den Verkehr um die Hauptstadt teilweise lahmgelegt hatten. Auch andernorts wurden Straßen oder Bahnhöfe von Schülern besetzt.
Titel: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:45:21 Sa. 13.Mai 2006
Seit Montag halten rund 200 Schüler ihre Schule im brandenburgischen Eberswalde besetzt. Dazu verbringen sie Tag und Nacht in ihren Klassenzimmern und erhalten eine breite öffentliche Unterstützung, auch der Montagsdemonstranten. Ihre Forderung ist, die 7. Klasse fortzuführen. Dazu haben sich 33 Schüler angemeldet, das brandenburgische Bildungsministerium hat eine Mindestzahl von 40 festgesetzt und will mit ihnen nicht darüber verhandeln. Schüler und Eltern befürchten, dass die in einer Plattenbausiedlung mit 25 Prozent offizieller Arbeitslosigkeit gelegene Schule ohne 7. Schuljahr bald geschlossen wird.
Titel: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 23:51:16 Do. 14.September 2006
Tausende Schüler in Berlin auf der Straße

Gestern demonstrierten in Berlin rund 10.000 Schüler gegen Bildungsabbau und Studiengebühren. Die Demonstration war einem Unterrichtsboykott verbunden. Dazu aufgerufen hatten Schülervertretungen und linke Jugendorganisationen. Die Schüler kritisierten den Lehrermangel und die schlechte Ausstattung der Schulen. Es beteiligten sich erheblich mehr Schüler als erwartet. Schulsenator Böger tat die berechtigten Proteste als "Wahlkampf" ab.

http://www.freie-bildung-berlin.de/?p=63#more-63
Titel: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 20:22:54 Fr. 15.September 2006
(http://media.de.indymedia.org/images/2006/09/157051.jpg)

Schülerstreik Berlin
Titel: NuSchool
Beitrag von: regenwurm am 09:43:28 Sa. 16.September 2006
Berlin: SchülerInnen von der Polizei überfallen
Nach der Schülerdemonstration am Mittwoch, an der rund 8.000 Berliner SchülerInnen teilgenommen haben, kam es zu Übergriffen der Polizei auf DemonstratInnen.

"Nach Angaben eines 16-Jährigen habe ihn eine Polizistin im Verlauf dieser Maßnahme in den Unterleib getreten. Ein 21-Jähriger sei mit Pfefferspray besprüht worden und habe einen Schlag mit einem Schlagstock auf den linken Oberarm erhalten.
Ein 21-Jähriger zeigte später an, dass er sich gerade um einen Verletzten gekümmert habe, als er aufgefordert worden sei, den Platz zu räumen. Er entgegnete daraufhin Rettungssanitäter zu sein, ein Polizist habe ihm jedoch Pfefferspray in den Mund gesprüht und ihm gegen den Kopf getreten. Er wurde leicht verletzt. Eine 17-Jährige zeigte an, dass ein unbekannter Polizist ihr im Zuge dieser Maßnahmen, während sie beschwichtigend auf die Teilnehmer eingewirkte, gezielt an die Brust gegriffen haben soll."
Quelle (http://de.indymedia.org/2006/09/157213.shtml)
Titel: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 23:12:13 Mo. 18.September 2006
(http://media.de.indymedia.org/images/2006/09/157404.jpg)
Noch am Abend vor dem Schülerstreik gingen die Organisatoren davon aus, dass 1.000 bis 2.000 SchülerInnen sich beteiligen würden. Doch Mittwoch um 10 versammelten sich rund 10.000 SchülerInnen aus ganz Berlin vor dem Roten Rathaus, um gegen Bildungsabbau zu demonstrieren.

(http://media.de.indymedia.org/images/2006/09/157405.jpg)(http://media.de.indymedia.org/images/2006/09/157406.jpg)

http://de.indymedia.org/2006/09/157403.shtml
Titel: NuSchool
Beitrag von: muffpuddi am 22:29:39 Mo. 16.Oktober 2006
Zitat
Original von Bibo
Wenn in den Schulen nicht nur US-Imperialismus und Krieg diskutiert wird, sondern auch Ausbeutung, können wir wahrlich bewegten Zeiten entgegensehen!

Ich weiss zwar nicht welche Schulform Du hier beschreibst, aber im Wirtschaftsunterricht der Höheren Fachschule haben wir das gemacht....  8o

Fehlt noch: soziale Kompetenz! Das wäre IMHO ein sehr sehr wichtiges Fach, da von immer weniger Elternhäusern eben diese vermittelt werden kann. An ALLEN Schulen, auch an Hauptschulen!

Religion (wobei hier auch Werte vermittelt werden, jedoch hören sich technokratische Jugendliche nicht grade begeistert 2000 Jahre alte Geschichten an) könnte man dafür prima streichen,
und Informatik bei den dies ohnehin selbst lernenden Youngstern ebenfalls (ich jedenfalls hab in Info schon zur 10. Klasse meinen Lehrern Nachhilfe gegeben, was während dem Fachabi nicht anders war)

Oder eben Ganztagsschulen, gäbe auch wieder mehr AP für die vielen arbeitslosen Lehrer, die Eltern würden entlastet werden und die Kids hätten mehr Gelegenheiten, jenseits vom drögen Unterricht (Interessanter Unterricht ermöglicht durch weniger Zeitdruck) für Themengebiete "Feuer zu fangen".  =)

soziale Kompetenz und Medienbelange (quasi: wie erkenne ich versteckte Beeinflussung, wie überprüfe ich Nachrichtenquellen auf Seriosität...) sind wirklich wichtiger als man denken mag, deshalb eigentlich ein Wunder, dass es sie nicht als Unterrichtsfächer gibt.  

Man schaue sich nur die ganzen "Jambageilen" Handyjunkies mit Schuldenberg an, die sich ohne den neusten Kleintechnikhype nicht mehr zur Schule trauen. Keines von diesen Kids weiss mehr, dass man durch andere Eigenschaften und Aktionen "wertvoll" wird, als sich das neueste Handy zu kaufen oder gar von jemand anderem "abzuziehen".
Titel: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 01:07:49 Fr. 01.Dezember 2006
Die rund 1.000 Schüler der Frankfurter Wöhlerschule haben am 27.11.06 den Unterricht boykottiert, um gegen die hessische Bildungspolitik zu protestieren. Statt Unterricht gibt es Arbeitsgruppen und Diskussionen über die Bildungspolitik der CDU-Regierung. Die Gymnasiasten kritisieren vor allem die Umsetzung der sogenannten Unterrichtsgarantie, Abitur nach 8 Jahren und die Einführung von Studiengebühren.
Titel: NuSchool
Beitrag von: TagX am 22:49:57 Mo. 04.Dezember 2006

Zitat
Schülerdemo gegen »Niveauverlust«

Kiel. Mehr als 4000 Schüler haben am Montag in Schleswig-Holstein gegen die geplante Zusammenlegung von Real- und Hauptschulen demonstriert. Mit Transparenten und unter dem Motto »Rettet die Realschulen« zogen allein in Kiel rund 1000 Jungen und Mädchen vor das Bildungsministerium. In Lübeck gingen rund 2000 Schüler auf die Straße, in Itzehoe rund 800. Sie fürchten um ihre Zukunftschancen, wenn, wie von der großen Koalition geplant, die Verschmelzung der beiden Schularten zu einer sogenannten Regionalschule umgesetzt wird.

»Das wird zu einem Niveauverlust führen und den Graben zum Gymnasium weiter vergrößern«, sagte Landesschülersprecher Manuel Orhan in Kiel. Er forderte den weiteren Ausbau der Realschule.

(AP/jW)
Quelle: http://www.jungewelt.de/2006/12-05/041.php
[/FONT]
Titel: NuSchool
Beitrag von: regenwurm am 23:44:19 Mo. 04.Dezember 2006
Tag X

Schülerdemo gegen »Niveauverlust«

ob das was bringt

besser wär es mal einfach nicht mehr die Schule für ein zwei Tage nicht besuchen
Titel: NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 18:14:27 Sa. 13.Januar 2007
SH: 2500 SchülerInnen gegen Bildungsabbau

(http://media.de.indymedia.org/images/2007/01/165895.jpg)

http://de.indymedia.org/2007/01/165893.shtml
Titel: NuSchool
Beitrag von: regenwurm am 19:26:29 Sa. 13.Januar 2007
(in eigener Sache)
Ich denk das bei Indymedia die Gesichter unkenntlich gemacht werden sollen, gilt für unsere Jugend wohl nicht.

Zitat
Der Chef von den Schülern sagte, ihr bekommt die Zeit, wo Ihr demonstrieren seid, als Fehlzeit angeschrieben.
(soviel zu demokratie und demonstrationsfreiheit)


Prima den Thread ham wir hier seit 2004 !

Frage: hat es was gebracht (demos), außer das Mensch nicht alleine mit der Bildungsmisere steht

Vieleicht sollten die Schüler sich mal generell mit den Studenten und Erwerbslosen zusammentun.
(umgekehrt genauso)

is wohl effektiver, als das jeder sein eigens süppchen kocht

Ich fand s trotzdem super, das etwas passierte, für Bildung und Menschlichkeit !
Titel: NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 19:11:38 Di. 30.Januar 2007
Am 13.09.2006 fand in Berlin eine SchülerInnendemo gegen Bildungsabbau statt. Überraschend kamen mehrere tausend TeilnehmerInnen. Um diesem Mobilisierungspotenzial Einhalt zu gebieten greifen Polizei und Justiz hart durch. Heute begann ein Prozess.

http://de.indymedia.org/2007/01/167192.shtml
Titel: NuSchool
Beitrag von: regenwurm am 19:31:16 Di. 30.Januar 2007
Kuddel ich hab mir drei passagen rausgeschrieben !

Zitat
Er habe gar nicht mit der rechten Hand werfen können, so wie es PM Magdanz behauptet, weil er Linkshänder ist. J. kritisierte die über 4 monatige U- Haft von M.

Es stellte sich aber heraus das ein Sanitäter von der Polizei mit Pfeffer und Tritten zu Boden geschickt wurde.

Zitat
Der extrem schlechte Verteidiger von M. hat es seit September nicht geschafft einen Wohnsitz für seinen Mandanten zu besorgen. Das wird jetzt vom Publkum organisiert. Um den Videofilm zu besorgen setzt das Gericht das Verfahren bis zum 20. März aus, Haftverschonung für M. gegen viermal wöchentlich bei der Polizei melden.

Zitat
Blaue Flecken, Pöbeleien, Polizei
Oma Christel (73): Mein Horror mit der BVG
Dabei hatte sie einen gültigen Fahrausweis
Berlin - Es ist eigentlich unbegreiflich. Eine alte Frau wird von BVG-Kontrolleuren angeschrien, aus der U-Bahn gezerrt. So brutal, dass ihr Arm danach blau war. Dabei war mit ihrer Fahrkarte alles in Ordnung. Christel Ahrends (73) aus Lichtenberg ist seit langem treue BVG-Kundin. Aber dieses Horror-Erlebnis kann sie nicht vergessen...

eben,dran bleiben und berichten und weiterhin öffentlichkeit herrstellen,
zusammenhalten
Titel: NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 21:05:54 Mi. 21.März 2007
Der Polizeieinsatz bei der Schülerdemo am 13.09.2006 in Berlin hat ein Nachspiel, für die damals Verhafteten und für die Beamten. Ein Debakel für die 23. Einsatzhundertschaft.

http://de.indymedia.org/2007/03/171500.shtml
Titel: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 16:34:34 Mo. 21.April 2008
21.04.08: Aus ganz Baden-Württemberg waren rund 5.000 Menschen am 19.4. nach Stuttgart gekommen, um gegen die Verschlechterungen im Bildungsbereich zu protestieren. Aufgerufen hatte der im letzten Jahr auf Initiative einer Krankenschwester gegründete Verein "Schule mit Zukunft", unterstützt von GEW und DGB.

Der Protest richtet sich gegen immer größere Klassen durch Einsparung von Lehrern, Reduzierung und teilweise Einstellung von Förderunterricht sowie Arbeitsgemeinschaften und die Folgen der achtjährigen Gymnasialstufe (G8 ), die die Schüler einem ungeheuren Leistungsdruck aussetzen.

Mehr Lehrer, Verringerung des Leistungsdrucks, Schluss mit der verschärften Auslese von Kindern aus "sozialschwachen" Familien - so einige der Forderungen.
Titel: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 09:41:01 Di. 29.April 2008
Schülerproteste in Frankreich

Seit drei Wochen rollt eine Protestwelle von SchülerInnen und StudentInnen durch Paris.


 An bis jetzt sieben Protesttagen gingen zwischen 20.000 und 40.000 SchülerInnen, Studierende, Eltern und LehrerInnen nach Aufruf von Lehrergewerkschaften auf die Straße. Sie protestieren gegen die von Nicolas Sarkozy geplanten Kürzungen im Bildungsbereich ab Herbst diesen Jahres.

Insgesamt sollen 11.200 Stellen an öffentlichen Schulen eingespart werden, davon wären an die 9.000 Lehrerstellen betroffen. Die SchülerInnen müssten massive Verschlechterungen im Lernklima in Kauf nehmen. Durch zu große Klassen und Kursstreichungen haben sie berechtigte Befürchtungen, weniger vorbereitet in die Berufsausbildung oder an die Universität gehen zu müssen. In sozial schwachen Vierteln sind die Klassen bereits heute meist überfüllt. Weitere Lehrerstreichungen wären hier unverantwortlich.

Die Protestierenden boykottieren an vielen Schulen den Unterricht und blockieren Straßen um auf sich aufmerksam zu machen. In bürgerlichen Zeitungen wird immer wieder darauf hingewiesen, dass es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kam. Die Polizei setzte Tränengas ein und verhaftete mehrere Demonstrierende.

Der französische Schülerverband UNL erklärte, dass sich die Teilnehmerzahlen mit jedem Protesttag verdoppeln. Es wird versucht, die Proteste auf ganz Frankreich auszuweiten. Es kam bereits in Bordeaux und Grenoble zu Demonstrationen mit 5.000 Teilnehmern. Für den heutigen 24. April ruft die UNL auf ihrer Website zu einem Frankreichweiten Protetstag auf.

Die Ausweitung der Proteste sollen den politischen Druck auf Sarkozy und das Bildungsministerium unter Xavier Darcos erhöhen, die bis jetzt jegliche Zugeständnisse ablehnen.

http://www.sozialismus.info/?sid=2629
Titel: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:51:40 Di. 20.Mai 2008
Schüler wollen am Donnerstag streiken
 
Einen berlinweiten Streik- und Protesttag plant für Donnerstag die Schüler-Initiative „Bildungsblockaden einreißen!“ Die Initiative fordert vom Senat kostenlose Bildung, die Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems, kleinere Klassen und die sofortige Einstellung von 3000 Lehrern. Außerdem solle die Schulzeit bis zum Abitur wieder auf 13 Jahre verlängert werden. In den letzten Jahren beteiligten sich nach den Angaben der Initiative etwa 10 000 Schüler und Studierende an den Protesten.

„Das aktuelle Bildungssystem fördert Chancenungleichheit und soziale Ausgrenzung“, kritisiert Lee Hielscher von der Landesschülervertretung Berlin. Die Gliederung in Gymnasien, Haupt- und Realschulen beispielsweise würde sozial Schwache schon früh aussortieren. „Wir werden uns gegen sämtliche Ungerechtigkeiten des Bildungssystems wehren!“, sagte Hielscher. Start der Demonstration zum Streik und Protesttag am 22. Mai ist um 11 Uhr am Potsdamer Platz. höh


(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 20.05.2008)
Titel: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 16:45:01 Fr. 23.Mai 2008
Schülerdemonstration in Berlin

23.05.08 - Gestern demonstrierten in Berlin 8.000 Schüler gegen die Schulpolitik des von der SPD und der Partei "Die Linke" geführten Senats. In Berlin ist Fronleichnam kein Feiertag. Die Redner kritisierten die "angeblich linkeste Landesregierung" als Spitzenreiter bei den Kürzungen im Bildungsbereich und erklärten sich mit den Streiks im öffentlichen Dienst in der Hauptstadt solidarisch.
Titel: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:42:37 So. 25.Mai 2008
(http://media.de.indymedia.org/images/2008/05/218152.jpg)

(http://media.de.indymedia.org/images/2008/05/218153.jpg)

(http://media.de.indymedia.org/images/2008/05/218154.jpg)

(http://media.de.indymedia.org/images/2008/05/218156.jpg)

(http://media.de.indymedia.org/images/2008/05/218157.jpg)

(http://media.de.indymedia.org/images/2008/05/218160.jpg)

(http://media.de.indymedia.org/images/2008/05/218162.jpg)

(http://media.de.indymedia.org/images/2008/05/218164.jpg)

(http://media.de.indymedia.org/images/2008/05/218165.jpg)
Titel: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:15:14 Do. 12.Juni 2008
Am 12.Juni '08 werden in einigen Städten bundesweit die Schulen bestreikt!
„Bildungsmisere, PISA-Studie, G8-Gymnasium, Eliteklassen, Leistungsdruck, Stundenausfall, perspektivlose Hauptschulen, demotivierte SchülerInnen und soziale Auslese – Schlagwörter einer Krise des deutschen Schulsystems. Alles muss besser werden, soweit sind sich alle einig. Aber wie? Nach jeder Reform wird alles nur noch schlimmer, es herrscht allgemeine Ratlosigkeit. Deshalb ist es an der Zeit, dass sich endlich die Betroffenen selbst zu Wort melden: Wir Schülerinnen und Schüler! …“

 

http://bundesweiter-schulstreik.de/
http://www.jungewelt.de/2008/06-11/042.php
Titel: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:40:52 So. 15.Juni 2008
(http://media.de.indymedia.org/images/2008/06/219841.jpg)

Schülerproteste: 15 000 auf der Strasse (http://de.indymedia.org/2008/06/219840.shtml)
Titel: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:42:00 So. 22.Juni 2008
Massive Randale nach Maturfeier am Eiffelturm

Paris. sda/afp/baz. Bei Maturfeiern am Eiffelturm in Paris ist es in der Nacht zum Samstag zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und der Polizei gekommen. Dabei wurden zwei Polizisten verletzt, einer davon schwer. 19 Menschen wurden festgenommen.

Die Polizisten setzten Tränengas gegen einige der jungen Leute ein, die sich auf dem Champ de Mars am Fusse des Turms zum Feiern versammelt hatten, wie die Präfektur mitteilte. Die Jugendlichen seien daraufhin in eine nahegelegen Strasse ausgewichen und hätten dort Schaufensterscheiben und Windschutzscheiben geparkter Autos eingeschlagen.

Nach Darstellung der Polizei hatten rund fünftausend Maturanden auf der Grünanlage mit alkoholischen Getränken gefeiert, als einige «Störenfriede» begannen, Flaschen auf die Ordnungshüter zu werfen. Auch einige Gymnasiasten seien angegriffen worden. Einige Schüler gaben an, sie seien bedroht worden, dabei seien ihnen MP3-Player und Mobiltelefone weggenommen worden.

http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectID=A9C012AB-1422-0CEF-70D2890F204DB330
Titel: In über 30 Städten wird zum Bildungsstreik am 12. November 2008 mobilisiert
Beitrag von: Kuddel am 18:13:24 Di. 11.November 2008
Zitat
Berliner ErzieherInnen-Streik geht weiter
Seit einiger Zeit streikt in Berlin ja ein teil des öffentlichen Dienstes. Mittlerweile in der angeblich längsten Tarifauseinandersetzung seit dem Bestehen der BRD. Auch die IG-Metall streikt. Doch bisher gibt es keine gemeinsamen Demos mit der IG-Metall. Vielleicht machens ja bald die Lehrer, Erzieher und Schüler gemeinsam?
http://de.indymedia.org/2008/11/232056.shtml



Die GEW ruft auch zum Streik auf!
http://www.gew-berlin.de/17882.htm
http://www.jungewelt.de/2008/11-11/029.php




Zitat
Nachrichten aus Ihrer Region: Kiel Rendsburg-Eckernförde Plön Neumünster Ostholstein Segeberg

Kiel: Erneut Bombendrohung an der Ludwig-Erhard-Schule


900 Schüler müssen Gebäude verlassen - Zwei anonyme Anrufe eingegangen
Kiel - Nach einer Bombendrohung am Dienstag gegen 8 Uhr an der Beruflichen Schule am Schützenpark hat die Polizei am Vormittag den Westring zwischen Autobahn und Hasseldieksdammer Weg gesperrt. Wie eine Polizeisprecherin mitteilte, waren zwei Anrufe im Sekretariat der Schule eingegangen. Etwa 900 Schüler mussten das Hochhaus und angrenzende kleinere Gebäude verlassen.
http://www.kn-online.de/top_news/60875_900_Schueler_muessen_Gebaeude_verlassen_Zwei_anonyme_Anrufe_eingegangen.html
"Top News" der Kieler Nachriten!?! Zu "meinen Zeiten" gehörten solche Späße zum Alltag!

Aktionsübersicht und Landkarte auf der Aktionshomepage: http://www.schulaction.org/

Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 16:56:43 Mi. 12.November 2008
"Hört uns zu": Mehr als 3000 Schüler ziehen durch Kiel

Kiel - Mehrere tausend Schüler haben am Mittwochvormittag in Schleswig-Holstein für bessere Lernbedingungen demonstriert. Allein in Kiel schwänzten mehr als 3000 Schüler den Unterricht und gingen auf die Straße. „Wir fordern, dass man uns endlich zuhört“, sagte eine Sprecher der Landesschülervertretung. „Wir haben überfüllte Klassen und schlechte Ausstattung der Schulen satt.“ Nach der Auftaktkundgebung vor dem Rathaus zogen die Demonstranten mit Trillerpfeifen durch die Innenstadt Richtung Bildungsministerium und machten auf Plakaten und in Sprechchören lautstark ihrem Ärger Luft.[/b]

In Lübeck beteiligten sich laut Polizei gut 2000 Schüler an der Demonstration durch die Altstadt, in Ahrensburg (Kreis Stormarn) waren es 650. Schülervertretungen hatten bundesweit zum Unterrichtsboykott und Protesten gegen die ihrer Ansicht nach verfehlte Bildungspolitik aufgerufen. Mehrere zehntausend Schüler beteiligten sich an den Aktionen in mehr als 30 Städten.
(...)
Die Lehrergewerkschaft GEW appellierte an die Schulen, streikende Schüler nicht zu hart zu bestrafen. „Wenn junge Leute auf Missstände im Bildungssystem aufmerksam machen, ist das kein Schulschwänzen, dass mit Schulstrafen geahndet werden muss“, sagte der GEW- Landesvorsitzende Matthias Heidn.   
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: Troll am 17:55:57 Do. 13.November 2008
Zitat
Schulstreik ein voller Erfolg: Mehr als 100.000 auf der Straße

Polizei prügelt in Hannover auf Schülerinnen und Schüler ein

Von Edith Bartelmus-Scholich

In 40 deutschen Städten sind mehr als hunderttausend Schülerinnen und Schüler für ein besseres Bildungssystem während der Unterrichtszeit auf die Straße gegangen. Zu dem Schulstreik hatte das Bündnis "schulaction" aufgerufen.   Nach Angaben der Organisatoren beteiligten sich bundesweit rund 125.000 Jugendliche an den Protestaktionen. So demonstrierten etwa in Braunschweig, Bremen und Hannover jeweils rund 8500 Schüler, in Hamburg 6000. In Frankfurt am Main, Kassel und Gießen gingen insgesamt knapp 9000 Schüler auf die Straße, in Stuttgart, München und Kiel jeweils rund 5000.

Mit Blick auf den Bildungsgipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Oktober erklärte Niklas Wuchenauer von der Landesschülervertretung Berlin: "Die Politiker haben wieder einmal über die Köpfe von uns Betroffenen hinweg diskutiert." Nun müssten die Schüler ihre Probleme selbst in die Hand nehmen.

Allein in Berlin protestierten rund 10.000 Schüler gegen überfüllte Klassen. In Berliner Gymnasien sind laut der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Durchschnitt 28 Schüler in einer Klasse. An Realschulen sind es 27, an den Grundschulen durchschnittlich 24 Kinder pro Klasse. Die Schülerinnen und Schüler fordern Klassengrößen von maximal 20 Schülern, die Abschaffung des Notendrucks und mehr Geld für Lehrmittel  sowie die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems, das sie für die soziale Spaltung mitverantwortlich machen. Die Polizei sprach von rund 8000 Demonstranten. Tausend Schülerinnen und Schüler stürmten kurzzeitig die Berliner Humboldt-Universität und warfen Bücher und Toilettenpapier aus den Fenstern. Sie verließen das Universitätsgebäude nach rund 20 Minuten wieder.

Auch in Hamburg und in Hannover kam es zu spontanen Abweichungen vom geplanten Demonstrationsablauf. Am Landtag in Hannover zeigten die Demonstrierenden  wie gut sie sich in der Stadt auskennen und umgingen einfach die Bannmeile, um der sichtlich verblüfften Polizei "in den Rücken zu fallen". Leider verhielt sich die Polizei nicht kooperativ und verprügelte nach mehrmaligen Aufforderungen den Platz vor dem Landtag zu räumen minderjährige Schülerinnen und Schüler mit Schlagstöcken. Es gab mehrere Verletzte. Kurz danach wurden Hunderte von Schülerinnen und Schülern, darunter zehnjährige Kinder, zwei Stunden auf dem Opernplatz eingekesselt.

Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Patrick Meinhardt, begrüßte die Proteste. Auch die Linke im Bundestag unterstützt den Protest. Es müsse für die Schüler "wie ein Schlag ins Gesicht wirken", wenn Bund und Länder mehrere hundert Milliarden Euro für die Rettung der Banken habe, für kleinere Klassen, mehr Lehrer und den kostenlosen Zugang zu Bildung jedoch kein Geld da sei, erklärte die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Nele Hirsch.

Edith Bartelmus-Scholich, 12.11.08

Quelle: scharf-links.de (http://scharf-links.de/57.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=2912&tx_ttnews%5BbackPid%5D=56&cHash=c74f65e1e3)
Titel: Kriminalisierung von Schülerprotesten zurückweisen!
Beitrag von: Kuddel am 18:54:55 Mo. 17.November 2008


In einer Pressemitteilung der "Antifaschistischen Aktion Hannover" vom 14. November heißt es dazu:


Zitat
8.500 Menschen demonstrierten am vergangenen Mittwoch in Hannover gegen die zunehmende Verschlechterung im Bildungssektor. In einer Pressemitteilung sprechen Bernd Althusmann (CDU) und Jörg Bode (FDP) davon, dass "die Schülerdemonstration offenbar von extremen politischen Gruppierungen missbraucht" wurde. Dieser Sicht der Dinge schließt sich die Berichterstattung der Donnerstagsausgaben der lokalen Presse ("Neue Presse", "Bild" und "HAZ") an und stellt die Berichterstattung über vermeintliche "Gewalt" von "Linksextremisten" und "der 'Antifa'" in den Vordergrund.

Die Antifaschistische Aktion Hannover [AAH] erklärt dazu: AntifaschistInnen und außerparlamentarische Linke beteiligten sich an der Demonstration. Hierunter auch AktivistInnen der Antifaschistischen Aktion Hannover [AAH]. Auf Höhe des Landtages kam es zu einem spontanen Ausbruch aus der Demo in Richtung Regierungsgebäude. Diese Aktion wurde von SchülerInnen und Studierenden durchgeführt, die ihrer Wut über die zunehmenden neoliberalen Umbau im Bildungssektor Luft machen wollten.

Sonja Brünzels, Sprecherin der AAH dazu: "CDU und FDP wollen politsch-unliebsame Gruppen für das symbolische Eindringen in die Bannmeile verantwortlich machen. Es soll wohl nicht sein, was nicht sein darf: Den Betroffenen ihrer Politik soll die Legitimität des Protests und ihr politisches Bewusstsein abgesprochen werden?"

Kritik übt die Antifa-Gruppe auch an der Berichterstattung der hannöverschen Presse. "Während sich die großen Zeitungen in Hannover an den Spaltungsversuchen in 'gute' und 'böse' Demonstrierende beteiligen, finden Übergriffe der Polizei auf jugendliche DemonstrationsteilnehmerInnen, wie sie von Augenzeugen geschildert werden, keine Erwähnung." Ebenfalls wird ausgeblendet, dass sich SchülerInnen und StudentInnen mit den Opfern der Polizeigewalt solidarisierten.

Die Gruppe geht davon aus, dass die momentane Presseberichterstattung vielmehr das Ziel hätte, eine Entsolidarisierung unter den SchülerInnen voranzutreiben. So wird z.B. die Distanzierung des Landesschülerrats von der Demo in Hannover verbreitet, ohne dass dieser etwas mit der Organisation der Demonstration zu tun gehabt hätte. In Richtung der DemonstrationsteilnehmerInnen sagt Brünzels abschließend: "Wir begrüßen die geschlossene Aktion als ein Zeichen des Protestes gegen die Zustände, denen Studierende und SchülerInnen tagtäglich in Universität und Schule ausgesetzt sind."
Titel: Griechenland: Unis und Schulen besetzt
Beitrag von: Kuddel am 11:45:20 Fr. 12.Dezember 2008
11.12.08 - Schüler und Studenten halten in Griechenland seit Beginn der Woche zahlreiche Hochschuleinrichtungen und rund hundert Schulen besetzt. Die Proteste richten sich gegen die Ermordung eines Jugendlichen durch die Polizei sowie den gesamten Staatsterror und die Regierungspolitik. In zahlreichen deutschen Städten fanden Solidaritätsdemonstrationen statt, so in Oldenburg, Düsseldorf, Konstanz, Rostock, Dortmund, Frankfurt am Main und Leipzig.
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:40:52 Sa. 13.Dezember 2008
Die '68er Bewegung hatte in Frankreich seinen Ursprung als Rebellion der SchülerInnen, die auf Unversitäten und Fabriken übersprang. In Deutschland redet man nur von der Studentenrevolte und verschweigt dabei die Existzenz einer sehr aktiven Lehrlingsbewegung.

Einige sehen im Moment den Beginn einer neuen Rebellion, die sich in Europa ausbreiten wird.

Der Versuch einer Einschätzung aus der Schweiz:


Zitat
Europas enttäuschte Jugend
Seit einigen Jahren mehren sich die sozialen Proteste gerade von Jugendlichen, so waren es vornehmlich junge Menschen welche die Proteste gegen die G8- Gipfel, WEF und WTO mittrugen und es waren viele junge Leute die sich an den Protesten gegen den Krieg im Irak 2003 beteiligten. In Bern fand zu diesem Anlass mit über 10‘000 SchülerInnen gar die grösste Spontandemonstration seit den 1980er statt. Zuletzt formierte sich in Europa aber auch International eine Bewegung von StudentInnen und SchülerInnen, um gegen neoliberale Bestrebungen im Bildungswesen zu demonstrieren. Oftmals kam es zu Zusammenschlüsse von verschiedenen Gruppierungen und so war zuletzt zu beobachten, dass die Bewegung ihren Fokus merklich öffnete und sich selbst im Kontext des allgemeinen Sozialabbaus und Sparmassnahmen seitens der öffentlichen Hand zu sehen begann. So kam es zu gemeinsamen Aktionen und Demonstrationen von StudentInnen- und SchülerInnenvereinigungen mit den klassischen Gewerkschaften.

Nicht selten eskalierten solche Demonstrationen und endeten in Auseinandersetzungen mit der Polizei und es kam zu erheblichen Sachbeschädigungen. Immer wenn die Lage eskaliert, Steine flogen, Barrikaden brannten und wenn Wut und Enttäuschung in Gewalt umschlug, war die Presse und die bürgerliche Politik von links bis rechts schnell mit ihrem Urteil zur Stelle. Hirnlose „Chaoten“ seien da am Werk und handelten in reiner Zerstörungswut ohne Ziel, ohne Hemmungen und letztlich ohne Grund. Sicherlich ist dies aber nicht die ganze Wahrheit und hinter solchen Aussagen steckt eher das nicht eingestehen wollen, der eigenen Fehler. Denn Unruhen und Krawalle als eine Reaktion unbelehrbarer Spasskrawallanten abzutun, ist verständlicherweise einfacher, als diese als Folge von sozialen und gesellschaftlichen Missständen zu betrachten, an denen die Generation der politischen Elite - also sie selbst - massgeblich mitschuldig sind.

Gerade mit der Finanzkrise und dem damit verbundenen Scheitern des neoliberalen Kapitalismus als ganzes und der nun drohenden Rezession dürften die sozialen Konflikte immer deutlicher aufbrechen. Gerade weil auch immer grössere Teile der Gesellschaft von den negativen Auswirkungen betroffen sein werden. Milliardenbeträge wurden in den letzten Monaten von den staatlichen Regierungen den maroden Banken und Industriebetriebe zugesteckt, nicht selten soll nun auf dem Buckel der Bildung ein Teil dessen eingespart werden, was da zur Rettung des Systems investiert wurde. Ein System das eigentlich am Ende ist und einzig, um das eigene Scheitern nicht eingestehen zu müssen, am Leben gehalten wird. Jedenfalls, die Ereignisse haben Kontinuität – hier ein Versuch die Situation zu beleuchten.

Die Banlieue brennt 2005 – Paris brennt 2006
Ende 2005 erhob sich in den Vororten von Paris und anderen französischen Grossstädten jugendliche MigrantInnen. Nacht für Nacht versammelten sie Jugendliche in den Strassen, lieferten sich Strassenschlachten mit der Polizei, setzten Autos, öffentliche wie private Gebäude und ganze Bussdepots in Brand. Auslöser für die Ausschreitungen war auch damals wie heute in Athen ein toter Jugendlicher nach einem Polizeieinsatz gewesen. Über die tieferen Ursachen der Revolte wurde viel geschrieben. Allgemein anerkannt wurde, dass die Marginalisierung der BewohnerInnen der Banlieue ausgelöst durch tief verwurzelte Rassismen innerhalb der Gesellschaft, die Perspektivelosigkeit auf dem Arbeitsmarkt und die komplette Ausgrenzung aus der französischen Gesellschaft massgeblich für die Krawalle verantwortlich seien. Die Unruhen rüttelten tief am französischen Selbstverständnis der gelungenen Integration und die Regierung versprach Besserung. Der damalige Krisenmanager Sarkozy ist mittlerweile französischer Staatspräsident und oberster Feuerwehrmann in der Bekämpfung der Finanz- und Wirtschaftskrise, in den Vorstädten hat sich aber bis heute nichts geändert.

Einige Monate später im März 2006 erneut ähnlich Bilder in Paris, nur hat sich diesmal der Schauplatz der Krawalle von den Vorstädten in das Zentrum verlagert. Auslöser diesmal der Erstanstellungsvertrag für UniversitätsabgängerInnen (CPE Contrat Premier Embauche), welcher nach den Plänen von Jacques Chirac im Zuge einer Gesetzesänderung für mehr Chancengleichheit neu ausgestaltet werden sollte. Stein des Anstosses war die Streichung des Kündigungsschutzes bei Erstanstellungen. Diese Prekarisierung per Gesetz sollte in erster Linie den Jugendlichen aus den Vorstädten den Einstieg in die Berufswelt vereinfachen. Im ganzen Land wurden als Reaktion Schulen und Universitäten besetzt, darunter auch die altehrwürdige Sorbonne im Zentrum von Paris, in deren Nebenstrassen heftige Zusammenstösse mit der Polizei stattfanden, als diese versuchte das Universitätsgebäude zu räumen – was ihnen schliesslich auch gelang. Tagelang flammten die Zusammenstösse auf, Hundertausende StudentInnen und SchülerInnen demonstrierten unterstütz von den Gewerkschaften und der oppositionellen und radikalen Linken Land auf Land ab gegen den CPE, bis am 7. April 2006 die Regierung schliesslich nachgab und die Pläne zurück zog.

Bildungsproteste quer durch Europa
Seither haben sich quer durch Europa die Proteste von SchülerInnen und StudentInnen wie ein Flächenbrand ausgeweitet und es scheint fast, dass sie sich mit dem Ausbrechen der Finanzkrise noch verstärkt haben. Konkrete Auslöser der Proteste waren die Einführung von Studiengebühren, die Umsetzung der Bolognareform, Privatisierungstendenzen im Bildungswesen, massiver Abbau von Bildungsgeldern oder schlicht fehlende Perspektive nach Ausbildungsabschluss. Die Ursachen könnten vielfältiger nicht sein, haben jedoch zwei Gemeinsamkeiten. Einerseits dass auf Kosten der Ausbildung und somit direkt auf Kosten der Jugendlichen und junger Erwachsener gespart werden soll, andererseits, dass das Bildungswesen durch den Ausschluss der weniger wohlhabenderen immer selektiver wird.

So wurde etwa diesen Sommer bekannt, dass die italienische Regierung unter Silvio Berlusconi gedachte 8 Milliarden Euro im Bildungswesen einzusparen und weitere 7 Milliarden im öffentlichen Dienst allgemein. Die Antwort kam unter dem Motto "Vostra crisi non la pagheremo noi" (Eure Krise bezahlen nicht wir) postwendend. Mitte Oktober kam es zu ersten landesweiten Protesten und in dessen Verlauf wurden unzählige Schulen und Universitäten besetzt. Am 17. Oktober mündet die Mobilisierung in einen landesweiten Streik, organisiert durch die Basisgewerkschaften COBAS, RdB-Cub und SdL. Etwa 2 Millionen Menschen schlossen sich dem Streik an. Weite Teile der im Bildungswesen angestellten waren im Ausstand. Es beteiligen sich aber auch Feuerwehrleute, ArbeiterInnen des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs und Angestellte aus Sektoren welche stark von prekären Arbeitsverhältnissen betroffene sind. An der Grossdemonstration in Rom, welche unter den Augen der Polizei von einer Gruppe von Faschisten angegriffen wurde, beteiligen sich über 300‘000 Menschen darunter viele StudentInnen und SchülerInnen.

Die Proteste in Italien waren kein Einzelfall und längst hatte sich die Bewegung, welche die wachsenden Probleme klar mit den neoliberalen Bestrebungen des GATS (General Agreement for Trade in Services) koppelt, global vernetzt. Zu einem europaweiten Aktionstag gegen Bildungsabbau war es schon im April 2004 gekommen, damals versammelten sich auch in Bern (CH) 3000 Auszubildende. In Deutschland hatte die Mobilisierung im Kontext der Agenda 2010 schon länger angehalten und Ende 2003 waren diverse Universitäten besetzt worden und es kam zu grossen Demonstration mit bis zu 60‘000 TeilnehmerInnen. 2008 wurde erneut für den 5. November zu einem globalen Aktionstag „für eine freie und emanzipatorische Bildung“ aufgerufen. Weltweit kam es zu Protesten darunter auch in vielen europäischen Städten. Unter Anderem demonstrierten StudentInnen und SchülerInnen in Argentinien, Ägypten, Bangladesh, Bulgarien, Deutschland, England, Frankreich, Irland, Kanada, Kolumbien, Kroatien, Liberia, Mazedonien, Niederlande, Österreich, Serbien, Sierra Leone, Türkei und USA.

In Deutschland etwa wurde mit den Worten „Die Kommerzialisierung von Bildung ist Teil eines internationalen Prozesses, angetrieben durch eine ´neoliberale Ideologie` sowie den unersättlichen Hunger nach Profiten. Die Devise sollte lauten: Lernen für's Leben anstatt für den Arbeitsmarkt!“ zu dem Aktionstag mobilisiert. Im ganzen Bundesgebiet beteiligten sich etwa 100‘000 SchülerInnen wie StudentInnen und bestreikten Universitäten und Schulen. Der Aktionstag war aus Sicht der OrganisatorInnen ein voller Erfolg und die grosse Mobilisierung hatte deutlich aufgezeigt, dass die angesprochenen Probleme auch von den SchülerInnen und StudentInnen selbst als Bedrohung wahrgenommen werden.

In Frankreich wird zurzeit gegen eine weitere Reform des Bildungswesens des französischen Bildungsminister Xavier Darcos mobil gemacht. Im Zuge der Sparreform waren seit diesem Schuljahr landesweit bereits 11‘200 Stellen gestrichen worden, und gemäss Vorgaben sollen im nächsten Jahr nochmals 13‘500 Arbeitsplätze abgebaut werden. Weshalb es Ende Oktober mehrere 10‘000 SchülerInnen, LehrereInnen und StudentInnen erneut auf die Strasse trieb. Zu Beginn dieser Woche war es zu erneuten Protesten gekommen, in dessen Verlauf es auch zu Auseinandersetzungen mit der Polizei kam. Die Vereinigung de Schulrektoren in Frankreich bekundete öffentlich ihre Besorgnis, da die Proteste gewaltsamer ausgefallen seien als bisher und äusserte die Befürchtung, dass die Situation im Januar endgültig eskalieren könnte. In Italien steht am 12. Dezember ein neuerlicher Generalstreik an, an welchem sich auch wieder 10‘000 SchülerInnen und StudentInnen beteiligen werden, da der Konflikt um die Sparpläne der Regierung noch immer nicht gelöst ist. Und auch in Deutschland bahnt sich eine neuerliche Protestwelle an. So rüsten sich StudentInnen und SchülerInnen für eine weitere Runde im Kampf um Recht auf Bildung und Chancengleichheit. Welchen Einfluss der Aufstand in Griechenland auf die kommenden Aktionen und sozialen Kämpfe haben wird bleibt abzuwarten, fest steht aber, dass das Signal gehört wurde und die geäusserte Solidarität für die Proteste gross ist.

In Griechenland tobt ein Aufstand
Die Geschehnisse der letzten Tage in Griechenland bedeuten in einem europäischen Kontext eine enorme Zuspitzung der Situation. Denn auch wenn der Tod des 15- Jährigen Alexis Grigoropoulos durch einen Polizeikugel in der Nacht vom 6. zum 7. Dezember letztlich der direkte Auslöser für die heftigen Krawalle gewesen war, die bis heute andauern, so liegen auch in Griechenland die Ursachen tiefer. Die Bewegung umfasst auch dort StudentInnen, SchülerInnen, ArbeitnehmerInnen die Gewerkschaften, die Eltern der Kinder, Linksaussenparteien bis hin zu anarchistischen Gruppen. Eine Erklärung der Vollversammlung der besetzten Theaterschule von Thessaloniki verdeutlicht die Situation:

Seit Wochen und Monaten brodelt es in der griechischen Gesellschaft. Vor dem Hintergrund der Krise und der Korruption der politischen Klasse, reichen sich die unterschiedlichsten Formen von Protest die Hände. Tausende von Häftlingen befanden sich im Hungerstreik, auf Corfu wehren sich BewohnerInnen mit allen Mitteln gegen eine Giftmülldeponie. Krankenschwester demonstrieren und setzen den Gesundheitsminister fest. ArbeiterInnen, die um ihre Löhne geprellt wurden, ziehen in die Hauptstadt, um dort zu demonstrieren. An den Schulen und Universitäten tobt seit Wochen eine Welle von Besetzungen und Protestaktionen einer Generation ohne Perspektive.

Auch der griechische Schriftsteller Petros Markaris betont in einem Interview gegenüber dem „Tages Anzeiger“ am 9. Dezember, dass ein grosser Teil der Frustration, welcher nun zu diesen Ausschreitungen geführt habe, seine Ursache im Scheitern des Bildungssystems habe. Ein Grundproblem sei, dass viele UniversitätsabgängerInnen keine Anstellung finden würden, aber auch die jahrelange Korruption in Politik und Wirtschaft werde nun gerade unter dem Vorzeichen der Finanz- und Wirtschaftskrise zunehmend angeprangert.

Eine neue Qualität
Auch wenn Entrüstung und Unverständnis ab der Zerstörungen in vielen Äusserungen der Kommentatoren der internationalen Presse gross sind. So ist es nicht das Ausmass der Krawalle als alleiniges Phänomen, welche die neue Dimension auszeichnet. Sondern den Wechsel der Dimension auszeichnend sind die TrägerInnen der Revolte. Waren es 2005 in den Pariser Vorstädten, die seit Jahren marginalisierten Kinder von MigrantInnen die sich erhoben, so hat der jetzige Aufstand in Griechenland das Zentrum der Gesellschaft erreicht. Die Revolte hat den Ursprung in jenen Kreisen, die es sich lange gewohnt waren, einigermassen gut über die Runden zu kommen. Es sind die Kinder von LehrerInnen, ÄrztInnen, und BürokratInnen, welche hier die Luxusmeilen, Banken und Nobelhotels der griechischen Städte in Brand stecken.

Genau dieser Umstand sollte aber nicht nur die griechischen Politik Besorgnis bereiten, sondern sollte auch ein Mahnmal für die ökonomische und politische Elite von ganz Europa dafür sein, was passieren kann, wenn die gesellschaftliche Solidarität derart erodiert, die Ungleichheit immer stärker zunimmt und immer grössere Kreise der Gesellschaft von den negativen Mechanismen des Finanzkapitalismus betroffen sind. Die beständige Ausbeutung der Menschen als Humankapital, die konsequente Unterstellung der menschlichen Bedürfnisse unter jene der Gewinnmaximierung, die alltägliche Entsolidarisierung der Gesellschaft wird auf Dauer keinesfalls folgenlos bleiben. Die sich aktuell abzeichnende Wirtschaftskrise, auch wenn schnell bewältig, wird VerliererInnen hervorbringen, die den Anschluss verpassen werden.

Der Umstand, dass Gleichzeitig mit dem sozialen Leistungsabbau Milliardenbeträge in marode Banken und schwächelnde Industriebetrieb gepumpt werden, ist nur noch ein weitere Tropfen in ein Fass, das ohnehin beinahe überläuft und im Fall von Griechenland mit der Ermordung von Alexis übergelaufen ist. Die Frage ist demnach nicht ob, sondern nur noch wann und wo das nächste Fass überläuft.
http://contrainfo.twoday.net/stories/5381993/
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 19:37:48 Mi. 17.Dezember 2008
Polizist schoss nicht in die Luft
600 Schulen bleiben besetzt


In Griechenland haben Schüler und Studenten am zwölften Tag in Folge friedlich aber auch gewalttätige gegen Polizeigewalt und Willkür in Griechenland protestiert. Rund 50 Aktivisten hängten am Mittwochmorgen auf der Akropolis - dem Wahrzeichen der griechischen Hauptstadt - ein weithin sichtbares Transparent mit der Parole: "Widerstand" in griechischer, englischer, spanischer und deutscher Sprache auf. Zudem sind rund 600 Schulen nach Angaben der Demonstranten weiter besetzt, auch mehrere Universitätsgebäude in Athen und Thessaloniki seien betroffen.
 
In Athen attackierten rund 20 Vermummte einen Polizeibus mit Brandflaschen. Der Fahrer, der allein im Bus war, habe sich in "letzter Minute" aus dem brennenden Fahrzeug retten können, berichtete das Fernsehen. Eine Gruppe von rund 40 Autonomen besetzte zudem die Büros des größten Gewerkschafts-Dachverbandes (GSEE) im Zentrum der griechischen Hauptstadt. Bereits am Dienstag hatten Jugendliche in der Stadt im Nordwesten Griechenlands das Gebäude des Lokalradios und ein Kulturzentrum gestürmt. Über den Radiosender verbreiteten die Protestierenden ihr eigenes Programm.
 
Schuss in Richtung Opfer
 
Derweil wurden weitere Ergebnisse der ballistischen Untersuchung der Polizeikugel bekannt, die am 6. Dezember den 15-Jährigen Alexandros Grigoropoulos tötete. Laut staatlichem Rundfunk bestätigen sie zwar, dass es sich um einen Querschläger handelte. Die Untersuchung zeige aber, dass der wegen Morde angeklagte 37-jährige Polizist, aus dessen Waffe die Kugel kam, in Richtung des Opfers und nicht wie von ihm behauptet in die Luft geschossen habe. Der Tod des Schülers hatte die teils gewalttätigen Proteste ausgelöst.
 
Auf einem zweiten auf der Akropolis aufgehängten Banner riefen die Protestierenden für diesen Donnerstag zu europaweiten Protestdemonstrationen auf. In Athen und anderen Städten wollen gleichzeitig erneut Schüler, Studenten und Lehrer gegen Polizeigewalt und für Reformen im Bildungssystem auf die Straße gehen.

http://www.n-tv.de/1070150.html
Titel: 150.000 Schüler demonstrieren in Frankreich
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:07:13 Fr. 19.Dezember 2008
19.12.08 - In Frankreich haben gestern rund 150.000 Schüler in zahlreichen Städten gegen die vom Bildungsministerium geplante Reform des Gymnasiums demonstriert. Die Schüler blockierten zahlreiche Schulen und verschiedene Züge. Angesichts der durch Griechenland fegenden Protestwelle hatte der Bildungsminister eine Verschiebung seiner Pläne um ein Jahr angekündigt, die Pläne zur Streichung von 13.500 Lehrerstellen und von Schulstunden aber nicht zurückgezogen.
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 11:52:47 Sa. 03.Januar 2009
Zitat
Jugend in Frankreich

Die Lust an der Rebellion

 Frankreich fürchtet, dass sich die Wut der Vorstädte mit dem Frust der Schüler vereinen könnte. Auftakt zu der neuen Serie über Jugendbewegungen in Europa


Knapp Tausend Kinder stürmten am 17. Dezember den Élysée-Palast. Sie wollten das Königspaar, nein: den Präsidenten und seine Gattin sehen. Mitsamt ihren Gärtnerinnen tobten sie durch den Ehrenhof des Élysées, vorbei an der neun Meter hohen Ökotanne, um am traditionellen Kinderempfang teilzunehmen.

 Unter ihnen waren auch Abgesandte aus den armen Vorstädten, deutlich zu erkennen an ihren Hautfarben und vor allem daran, dass sie sich besonders hübsch gemacht hatten, und die Erzieherinnen erst recht.

 Tags darauf waren ihre älteren Geschwister unterwegs. ?Ich liebe meine Lehrer,? stand auf einem Transparent, ?entlasst sie nicht!? diesmal demonstrierten Frankreichs Schüler, nachdem sie tagelang Schulen bestreikt oder besetzt hatten; es gingen rund 150.000 auf die Straße.

 Die Jugendlichen waren unterwegs, um - erstens - gegen eine (unwesentliche) Reform zu protestieren, die vom Bildungsminister kurz zuvor um ein Jahr verschoben worden war: auf Geheiß seines Präsidenten, der sehr gut weiß, dass sich in Frankreich noch kein Politiker lange gegen Massenproteste der Schüler und Studenten gehalten hat.

 Zweitens hatten sie sich unter Fahnen und Transparenten eingefunden, um diesen Erfolg ihrer Proteste zu feiern. Drittens ging es gegen die schmerzhaften Personaleinsparungen an den Schulen. Viertens aber und vor allem demonstrierten sie, weil die Aussichten für Schulabgänger schlecht sind und schlechter werden.
(...)
http://www.zeit.de/online/2008/52/jugend-bewegung-frankreich





Zitat
Jugendbewegung in Italien

Protest mit Wucht

In Italien gehen die Studenten und Schüler gemeinsam mit den Leih- und Zeitarbeitern des Landes auf die Straße


(http://images.zeit.de/bilder/2008/52/international/jugend-protest-italien/jugend-protest-italien-artikel-410.jpg)

Ironie der Geschichte: Gerade in dem Jahr, als sich die ins Reich der Mythen erhobene 68er-Studentenrevolte zum 40. Mal jährt, entstand die neue, junge italienische Protestbewegung wie Phönix aus der Asche. Neue Welle nennt sie sich selbstbewusst und wehrt sich gegen Stellenabbau und soziale Kürzungen. Die Bewegung betont zwar immer, überparteilich zu sein. De facto sind die Studenten jedoch jenem Mitte-Links-Lager zugehörig, das sich als Opposition zur Berlusconi-Regierung versteht.

 Die Proteste der Neuen Welle sind massiv. Die Bewegung schreckt nicht einmal davor zurück, die Bannmeile um den italienischen Senat oder die Abgeordnetenkammer zu brechen. Wie im Oktober und November mehrmals geschehen. Die protestierenden Mailänder Studenten organisierten gar einen Marsch auf Rom, an dem 100.000 Studenten teilnahmen.

 1968 bildeten Arbeiterschaft und Studenten eine geschlossene Front. Heute ist die Situation ähnlich: Die Studenten und Oberschüler marschieren Seite an Seite mit den "precari", dem Millionenheer der Leih- und Zeitarbeiter, also jenen Arbeitnehmern, die durch die Wirtschaftskrise und Kürzungen der Regierung um ihre prekären Stellen fürchten. Und auch die Lehrer und Eltern der Studenten gehen mit auf die Straße.

 Anlässe gibt es genug. 15 Prozent der italienischen Bevölkerung schaffen es mit ihrer Rente oder dem kläglichen Einkommen nicht bis ans Monatsende. Fünf Prozent haben gar kein Geld, um Lebensmittel zu kaufen. Das sind Daten des nationalen Statistikamtes. Dabei sollte man wissen, dass es in Italien für diejenigen weder Sozialhilfe noch Arbeitslosengeld gibt, die nicht eine Mindestzahl von Tagen gearbeitet haben. Die Familie muss in Notsituationen in die Bresche springen, um die Betroffenen sozial nicht vollends abgleiten zu lassen.

 Um Milliarden kürzen wollte die Regierung Berlusconi beispielsweise den Schul- und Universitätsetat. Damit keine Proteste aufkommen, hatte sie das raffiniert eingefädelt. Die Einsparungen wurden in ein Dekret verpackt, das die Regierung im Juli diese Jahres erließ. Zu jener Zeit also, in der sich das Land normalerweise am Meer tummelt und keinen Gedanken an die Politik verschwendet.

Die Wucht der Proteste erschrak die Mitte-Rechts-Regierung in Rom so sehr, dass sie keinen anderen Ausweg sah, als klein beizugeben. Das Dekret wurde vorerst zurückgezogen. "In diesem Moment kulturellen Niedergangs stellt die Bewegung der 'Welle' für Italien eine große Hoffnung dar. Sie setzt jene Energie frei, die in den letzten Jahren gänzlich fehlte", sagt Samuel, Sänger der Turiner Electro-Rocker Subsonica, einer Alternativ-Band, die in Italien zu den Stars zählt.

 Um den Protest im Keim zu ersticken, taktiert die Berlusconi-Regierung nun mit versteckter Repression. So geschehen beispielsweise beim letzten deutsch-italienischen Gipfeltreffen Mitte November in Triest. Die regelmäßigen Konsultationen zwischen Silvio Berlusconi und Angela Merkel nahmen Studenten der Triester Dolmetscherschule "Scuola Interpreti" zum Anlass, gegen die Streichung einer Deutschlektorenstelle zu protestieren.

 Der versprengte Haufen skandierte an die Adresse des Ministerpräsidenten vergleichsweise harmlose Protestrufe wie "Lieber gebräunt als verurteilt!" (in Anlehnung an Berlusconis Kommentar zur Wahl Obamas) oder "Für eine öffentliche Bildung!". Es dauerte nicht lang, bis sich eine Antiterroreinheit namens "Digos" um die protestierenden Studenten kümmerte und zunächst die Personalien aufnahm. Ein Vorgang, der von mehreren TV-Teams im Bild festgehalten wurde.

 Nur wagte es danach kein Fernsehsender, die Bilder des Protestes und des Digos-Einsatzes auszustrahlen. Wenig später wurde bekannt, dass die protestierenden Studenten von der Triester Staatsanwaltschaft angezeigt wurden: wegen der Teilnahme an einer nicht genehmigten politischen Demonstration.

Erst im September schwante den meisten das wahre Ausmaß der Kürzungen: ein Abbau von 130.000 Stellen allein im Schulwesen und die Streichung einer ähnlich großen Zahl von Zeitverträgen an den Universitäten und in der Forschung. Rund 1,2 Milliarden Euro will die Regierung bis 2012 allein in der Forschung einsparen, die ohnehin wie ein Stiefkind behandelt wird. Gerade jedoch als das Regierungsdekret vom Parlament in ein ordentliches Gesetz umgewandelt werden sollte, explodierte der massive Protest ? von Mailand bis Palermo. Versuche des Staatsschutzes, die Protestwelle in Misskredit zu bringen, liefen ins Leere.
http://www.zeit.de/online/2008/52/jugend-bewegung-italien


Insbesondere der Italienbericht lohnt bis zur letzten Zeile durchgelesen zu werden!

Titel: Protest gegen "gläsernen Schüler" in Berlin
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:33:35 So. 11.Januar 2009



Bei einer Anhörung im Abgeordnetenhaus in Berlin sprachen sich am Donnerstag Schüler- und Elternvertreter, Bürgerrechtler und Datenschützer gegen die vom SPD/Linke-Senat geplante Schülerdatei in Berlin aus. Der Senat will vom kommenden Schuljahr an die Schüler in Berlin durchnummerieren und 16 persönliche Informationen in einer zentralen Datenbank speichern.
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:08:27 Di. 13.Januar 2009

Schülervertreter kündigt Streik für 2009 an
Initiative "Bildungsblockaden einreißen" erhofft sich Teilnahme von Schülern und Studenten

Der Mitbegründer der Schülerinitiative "Bildungsblockaden einreißen", Niklas Wuchenauer, hat für Mitte 2009 einen weiteren "Bildungsstreik" angekündigt. Im Deutschlandradio Kultur sagte Wuchenauer am Montag, am nächsten Bildungsstreik sollten sich nicht nur Schüler, sondern dieses Mal auch Studenten beteiligen. Der Streik solle im gesamten Bundesgebiet stattfinden. Zuletzt hatte ein solcher Streik im November 2008 stattgefunden.

Wuchenauer kritisierte die Zustände an deutschen Schulen scharf. Den Schülern werde ein "riesiges Pensum an Arbeit aufgehalst", ohne dass sie bei Problemen mit den Lehrern Rücksprache halten könnten. "Es findet (…) überhaupt keine individuelle Förderung statt", sagte er. Stattdessen sei es so, "dass die Lehrer den Schülern sagen, was sie zu lernen haben, und die Schüler dann (…) auf sich selbst gestellt damit klar kommen müssen". Das sei für viele Schüler der Grund, warum Schule "keinen Spaß macht".

Die Bildungskosten würden immer mehr auf Eltern und Schüler umgelegt, kritisierte Wuchenauer. Als Beispiel nannte er die Studiengebühren. Wenn jetzt im Rahmen des Konjunkturpakets Schulen renoviert werden würden, sei das zwar eine "schöne Sache", sagte der Schüler: "An einigen Schulen ist es tatsächlich so, dass dort schon der Putz von der Decke kommt." Dennoch wäre es sinnvoller, das Geld für die Betreuung der Schüler einzusetzen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund habe einen jährlichen Mehrbedarf von 30 Milliarden Euro für das Bildungssystem errechnet, betonte Wuchenauer. An der finanziellen Situation scheitere derzeit vieles an den Schulen, sagte er. Sportlehrer hätten manchmal nicht mal mehr das Geld für neue Basketbälle.

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/902381/
Titel: Schülerprotest gegen Schulzeitverkürzung
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:53:49 Sa. 28.März 2009
27.03.09 - Gestern demonstrierten in Braunschweig mehr als 1.000 Schüler, Eltern und Lehrer einer Gesamtschule in Braunschweig gegen die Pläne der niedersächsischen Landesregierung, die Schulzeit bis zum Abitur an Gesamtschulen auf acht Jahre zu verkürzen. Bis zur landesweiten Demo am 9. Mai in Hannover wollen Schüler, Eltern und Lehrer weitere Aktionen starten. Die Schüler hatten die Demo innerhalb einer Woche organisiert.
Titel: 60.000 Schüler demonstrieren in Österreich
Beitrag von: Kuddel am 14:32:24 So. 26.April 2009
Am Freitag haben in Österreich über 60.000 Schüler während der Unterrrichtszeit an Demonstrationen gegen die Streichung von schulautonomen Tage und für ein besseres Bildungssystem teilgenommen. Allein in Wien gingen 25.000 Schüler auf die Straße, in Linz waren es 20.000. Aufgerufen zu dem Protest hatten verschiedene vor allem linke Schülerorganisationen.

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Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:55:29 Mo. 27.April 2009
Mir hat das Transparent RECHT AUF FAULHEIT sehr gut gefallen. :D
Da wird dieses ganze erbärmliche Herumgerenne in dem Hamsterrad in Frage gestellt, das nicht nur für Schulen gilt. Dieses ewige "Schneller! Schneller!" muß ein Ende haben.

Für Juni sind wieder Kämpfe an Schulen und Unis (in Deutschland) geplant.
Wenn die mit anderen Kämpfen zusammenkommen, dürften bewegte Zeiten auf uns zukommen.
In den 60er Jahren haben die Kämpfe an den französischen Schulen auf Universitäten und Fabriken übergeriffen.
Kürzlich haben in Italien Schüler, Studenten und Leiharbeiter gemeinsam demonstriert...
Titel: Re: Kinder bewußt verdummen lassen: Laien-Lehrer im Unterricht
Beitrag von: Eivisskat am 09:25:50 Mi. 29.April 2009
Zitat
Notstand im Klassenzimmer - Hilfslehrer müssen einspringen


An deutschen Schulen fehlen nach Einschätzungen von Experten mehr als 20.000 Lehrer, Unterrichtsstunden fallen aus. Doch statt neue Lehrer einzustellen, werden in einigen Bundesländern immer häufiger pädagogische Laien eingesetzt. Sogar Schüler müssen als Aushilfslehrer ihre eigene Klasse unterrichten.

[...]

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, gibt der Politik die Schuld an der zum Teil dramatischen Situation in vielen Schulen: Sie habe es versäumt, differenzierte Bedarfsprognosen zu entwickeln. Darüber hinaus wollen viele Länder sparen und stellen deshalb immer weniger ausgebildete Lehrkräfte ein. In Baden-Württemberg beispielsweise werden zunehmend so genannte pädagogische Assistenten an Grund- und Hauptschulen beschäftigt, die keine berufliche Qualifikation benötigen.

Viele Länder wollen sparen

Michael Gomolzig vom Verband Bildung und Erziehung in Baden-Württemberg ist über solche Zustände empört. Im letzten und vorletzten Jahr seien rund 75 Prozent aller Grund- und Hauptschullehrer, die eine fertige Ausbildung hinter sich hatten, auf die Straße geschickt worden. Dafür hole man pädagogische Assistenten an die Schulen zum Billiglohn und meine, damit sei alles getan.
 
weiter + Video: http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/17/0,1872,7559185,00.html
 
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: vampyrella am 10:11:28 Mi. 29.April 2009
Erinnert mich an die Simpsons:

"Wer aus dem Fenster sieht,kriegt eine gepaddelt. Wer schwätzt kriegt auch eine gepaddelt.,
Titel: Los Angeles: Schüler protestieren
Beitrag von: Kuddel am 00:07:29 So. 24.Mai 2009
Freitagmorgen gingen in Los Angeles während der Schulzeit Hunderte von Schülern von 10 Schulen auf die Straße, um gegen die angekündigten Mittelkürzungen für die Schulen im Bezirk zu demonstrieren. In Los Angeles sollen 2.500 Angestellte des Bezirks entlassen werden, davon auch Hunderte von Lehrern. Am Abend demonstrierten 3.000 Menschen gegen die von Gouverneur Schwarzenegger verfügten Kürzungen.
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 11:20:55 So. 24.Mai 2009
Schülerproteste in L.A.:

(http://la.indymedia.org/uploads/2009/05/v-high-1.jpgmid.jpg)
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Lehrerproteste in L.A.:

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Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:13:11 So. 07.Juni 2009
Niedersachsen
Protest am Landtag gegen "Turbo-Abi"

(http://www1.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/turboabi112_v-gallery.jpg)
Eltern und Schüler protestieren in Hannover gegen
die Einführung des verkürzten Abiturs nach zwölf Jahren an

Mehrere Hundert Eltern und Schüler haben am Dienstag am Niedersächsischen Landtag gegen die Einführung des verkürzten Abiturs nach zwölf Jahren auch an Gesamtschulen demonstriert. Die Veranstalter sprachen von 1.000 Teilnehmern, die Polizei von etwa 500. Die Demonstranten bildeten eine Menschenkette in der Nähe des Parlamentsgebäudes in Hannover. Protest gegen die Schulpläne von CDU und FDP kam auch von der CDU-Basis. Die Initiative "CDU-Wähler für Gesamtschulen" richtete sich an die Adresse von Ministerpräsident Christian Wulff (CDU). "Wir werden ein sehr langes Gedächtnis haben, das mindestens bis zu nächsten Landtagswahl reichen wird", sagte der Gründer der Initiative, Hubertus von Wick. Die CDU-Basis stehe nicht geschlossen hinter der CDU-Landtagsfraktion.

http://www1.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/schulreform136-magnifier_i-0_p-0.html

Titel: Kiel: Schüler demonstrieren für kleinere Klassen
Beitrag von: Kuddel am 11:25:13 Do. 11.Juni 2009
Vorestern gingen in Kiel rund 2.500 Schüler und Studenten während der Unterrichtszeit auf die Straße und forderten ein besseres Bildungssystem, u.a. maximal 20 Schüler pro Klasse. Die Polizei trat in Kampfaufrüstung an, sprühte Pfefferspray und nahm friedliche Clowns vorübergehend fest. Eltern kritisieren die Aggressivität von Polizisten und die einseitige Berichterstattung der Lokalpresse.

Zitat
Am Donnerstag steht bereits die nächste Demo an, wenn ab 12 Uhr ein „überparteiliches Bündnis“ für die Abschaffung der Profiloberstufe eintritt.
http://www.kn-online.de/lokales/kiel/96133_Kiel-2500-Demonstranten-machten-ihrem-aerger-ueber-Bildungsdefizite-Luft.html
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:04:10 Fr. 19.Juni 2009
Zitat
Demonstranten stürmen Landtag in Mainz
Nach einer friedlichen Demonstration von 3000 Schülern und Studenten im Rahmen des Bundesweiten Bildungsstreiks in Mainz haben Demonstranten das Abgeordnetenhaus des rheinland-pfälzischen Landtags gestürmt und erhebliche Schäden angerichtet.
http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/bildungsstreik-demonstranten-stuermen-landtag-in-mainz_aid_409000.html

Zitat
Düsseldorfer Landtag gestürmt

Während den Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag des Landes NRW haben ca. 50 SchülerInnen und Studierende den Landtag in Düsseldorf besetzt. Damit protestierten sie gegen die Einführung von Studiengebühren und gegen das von der Landesregierung geplante ‚Hochschulfreiheitsgesetz’. Die Studiengebühren seien im höchsten Maße unsozial, so die BesetzerInnen. Sie forderten, dass das Studiengebührengesetz zurückgenommen wird, und dass der NRW-Landtag den CDU/FDP-Entwurf des neuen Hochschulgesetzes ablehnt.

Die Studierenden hatten auf dem Balkon und dem Dach des Landtags Transparente mit der Aufschrift „Studiengebühren und Hochschulunfreiheitsgesetz stoppen!“ und „Rüttgers ist Rückschritt“ befestigt. In einer Rede vom Balkon erklärten sie: „60 Jahre NRW ist für uns nicht nur ein Grund zu feiern. Die Politik, die derzeit in unserem Bundesland gemacht wird, zerstört Biographien und grenzt große Teile der Bevölkerung aus.“
http://www.asta-uni-mainz.de/index.php?option=com_content&task=view&id=583&Itemid=145

Zitat
Landtag gestürmt

4000 Thüringer Hochschüler demonstrieren in Erfurt


Plötzlich scheint die bis dato friedliche Stimmung unter den Teilnehmern zu kippen. Wenige hundert von ihnen stürmen in den Landtag und missachten damit den Aufruf aus dem Lautsprecherwagen, doch die Bannmeile um das Parlamentsgebäude zu achten. Ein Sympathisant aus Reihen der Parlamentarier soll wohl die Türen geöffnet haben.

Zitat
Zehntausende Schüler und Studenten proben in dieser Woche den Aufstand. Bildungsstreik in Deutschland. Allein in Nordrhein-Westfalen protestierten an diesem Mittwoch 50.000. Ihr Problem: Es gibt niemanden, der gegen Bildung ist. Die bundesweiten Demos haben daher den Anstrich eines fröhlich-anarchischen Blaumachens. Dabei gibt es durchaus berechtigte Anliegen.

Die Organisatoren haben diesen Mittwoch zum Höhepunkt ihrer Bildungsproteste auserkoren. Sie erwarten insgesamt 150.000 Teilnehmer. 240.000 sollen es am Ende nach den Berechnungen der Veranstalter geworden sein. 20.000 in Berlin, 11.000 in Hamburg, 8000 in Stuttgart und weitere Tausende in rund anderen großen deutschen Städten.

Landtag gestürmt
Teilweise laufen die Proteste auch aus dem Ruder. In Mainz stürmen und verwüsten Demonstranten gar den rheinland-pfälzischen Landtag. In Bielefeld wird der Straßenverkehr durch eine Blockade des Straßenbahndepots lahmgelegt. In Berlin räumte die Polizei das besetzte Präsidium der Freien Universität.
http://www.ngz-online.de/public/article/aktuelles/wissen/721167

Zitat
Ausschreitungen auch in Dortmund

In Dortmund wurden die Proteste durch randalierende Demonstranten überschattet, die im Dortmunder Rathaus Ausstattungsgegenstände zerstörten und Wände beschmierten. Der Randale im Dortmunder Rathaus war ein Protestzug mit rund 5000 Teilnehmern durch die Innenstadt vorangegangen. Bei der Schlussversammlung auf dem Friedensplatz in der Innenstadt löste sich eine Gruppe von rund 200 Demonstranten und drang ins nebenstehende Rathaus ein.

Dort skandierten sie Parolen und verteilten sich auf allen Ebenen des Hauses. Nach Angaben der Polizei rissen sie unter anderem einen Wandbehang von der Wand, zerstörten ein Lampenglas, zerbrachen Blumenständer, brachten Aufkleber an, malten Graffiti und warfen Fußmatten und Teppiche in den überdachten Innenhof.
Schließlich ließen sie vier Großfahnen mitgehen. Die Polizei will nun die Täter ermitteln.
http://www.fr-online.de/top_news/1800566_Bildungsstreik-Hunderte-besetzen-FU-Berlin.html

Zitat
In Konstanz, Köln, Dresden, Leipzig, Osnabrück und Bielefeld wurden Straßen und Plätze besetzt. In Mainz drangen die Streikenden in den rheinland-pfälzischen Landtag ein. An der Uni Göttingen wurde - wie bereits am Vortag an der FU Berlin - das Präsidium besetzt. Am morgigen Freitag soll vor der KMK-Tagung in Berlin demonstriert werden.
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/1801045_Bildungsstreik-Weckruf-der-Strasse.html

(http://www.bildungsstreik-muenster.de/fckdata/images/auftaktdemo_bildungsstreik.jpg)

(http://www.fr-online.de/_em_daten/_hermes/2009/06/17/090617_wibi_krawalle_ddp.jpg)

(http://www.fr-online.de/_em_daten/_hermes/2009/06/17/090617_wibi_fuberlin_ddp.jpg)

(http://www.bildungsstreik-muenster.de/fckdata/images/demostart.jpg)

(http://bs.risiko09.de/wp-content/uploads/2009/05/heidelberg_sponti.jpg)

Titel: Berlin: "Bildung für alle, sonst gibt es Krawalle"
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:08:43 Sa. 27.Juni 2009
26.06.09 - Am Donnerstag demonstrierten in Berlin vor dem Abgeordnetenhaus rund 4.000 Kinder, Eltern, Lehrer und Erzieher aus rund zwei Dutzend Schulen gegen zu große Klassen in "sozialen Brennpunkten". Aufgerufen zu diesem Protest hatten auch MIgrantenorganisationen. Im Mittelpunkt stand die Forderung, dass generell keine Klasse mehr als 24 Schüler haben darf, in sozialen Brennpunkten nicht mehr als 20.
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:16:43 Do. 16.Juli 2009
Taipeh, Taiwan: Mehr als 1000 Schüler und ihre Eltern demonstrierten für die Abschaffung von Eliteoberschulen, um den Druck auf die Studenten zu reduzieren. Taiwan had neun kostenlose Pflichtschuljahre, die Demonstranten fordern eine allgemeine 12-jährige Schulpflicht, damit die Schüler nicht so hart lernen müssen, um in die Oberschule zu kommen.

Quelle: Shanghai Daily, 13.7.09
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:10:01 Mi. 16.Dezember 2009
Erneut Schule in Wiesbaden besetzt

Nach dem Versuch, vor 3 Wochen durch eine Besetzung der Aula in der
Carl-von-Ossietzky-Schule einen Raum des Protests gegen die momentane Bildungsmisere zu schaffen, versuchten an diesem Montag erneut Schülerinnen und Schüler Wiesbadens eine Aula zu besetzen. Dieses Mal besetzten sie die Aula des Leibnitzgymnasiums Wiesbaden.

Obwohl die Mitglieder der parallel stattfindenden StadtschülerInnenratssitzung umgehend ihre Solidarität mit den BesetzerInnen bekundeten, indem sie einstimmig beschlossen, ihre Sitzung aus dem Pressehaus des Wiesbadener Kuriers in die besetzte Aula zu verlegen, zeigte die Schulleitung der Leibnitzschule keinerlei Gesprächsbereitschaft. Stattdessen versuchte sie, die etwa 60 anwesenden SchülerInnen mit der direkten Androhung einer polizeilichen Räumung einzuschüchtern. Daraufhin wurde die Besetzung bereits nach anderthalb Stunden wieder beendet. Geplant waren mehrere Tage um eine Plattform zu schaffen die es ermöglichen sollte, in Arbeitsgruppen und Plena Inhalte erarbeiten zu können und Öffentlichkeitsarbeit zu leisten.
Wie schon bei der Besetzung der Carl-von-Ossietzky-Schule zeigte die Schulleitung keinerlei Interesse an Inhalten und Gründen der Besetzung, was die BesetzerInnen sehr enttäuschte. Schließlich sollte sich die Besetzung klar für und in gar keinem Fall gegen die jeweilige Schule richten.
Bei einem anschließenden Treffen merkten die beteiligten SchülerInnen aber auch selbstkritisch, dass ihnen eine breite Mobilisierung im Vorfeld nicht ausreichend gelungen war. Dies lag wohl auch an dem Versuch, den Plan der Besetzung im Vorhinein so geheim zu halten, dass die Schulleitung die Besetzung nicht verhindern könne. Trotz der kurzen Dauer werteten die beteiligten SchülerInnen die Besetzung als Erfolg, da das Interesse von Schülerinnen der Leibnizschule sehr groß und die Zahl der Beteiligten doppelt so groß wie bei der Besetzung der CvO vor drei Wochen war. Leider hinderte die Schulleitung weitere interessierte SchülerInnen daran, die besetzte Aula zu betreten um sich zu informieren und zu beteiligen.
Einig waren sich die SchülerInnen darin, dass der Protest gegen die schlechten Lernbedingungen weiter gehen werde und kündigten eine Spontandemonstration für Freitag, den 18.12.09 um 11:00 Uhr am Luisenplatz an, zu der sie alle Wiesbadener Schülerinnen und Schüler einladen.

http://de.indymedia.org/2009/12/268852.shtml (http://de.indymedia.org/2009/12/268852.shtml)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 20:05:06 Di. 22.Dezember 2009
Zitat
SALZGITTER BAD. Es ist etwas faul im deutschen Bildungssystem. Dieser Meinung sind die Schüler des Gymnasiums Salzgitter-Bad. Gestern Morgen gingen sie deshalb in einen zweistündigen Streik.

Vor der Schule an der Braunschweiger Straße versammelten sich um 7.30 Uhr bei dichtem Schneetreiben und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt 150 Schüler, vom Siebtklässler bis zum Abiturienten. Zwei Streifenwagenbesatzungen der Polizei sicherten den Bereich vor dem Gymnasium weiträumig ab.
(...)
Schüler solidarisieren sich mit streikenden Studenten

"Wir machen weiter" so das Motto der Organisatoren. "Der heutige Protest war nur ein Aufrüttler, wir wollten Aufmerksamkeit wecken", betonte Schunke. Er habe bereits Kontakt zu anderen Schulen in Salzgitter geknüpft, ganz konkret sei der zum Kranichgymnasium. "Wir werden einen neuen Protest organisieren. Dann nicht an einem festen Ort vor einer Schule, sondern als Zug durch die Innenstadt."

Ein Termin indes stehe noch nicht fest. "Es darf nicht so kalt sein wie diesmal. Denn dann kommen nicht so viele Leute", so Schunke. Die Organisatoren hatten ursprünglich mit 500 Teilnehmern an ihrem Protestauftakt gerechnet. Wegen der Minusgrade zogen viele den Weg ins nahe Schulgebäude vor.
http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2163/artid/11462084 (http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2163/artid/11462084)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 18:52:41 Sa. 09.Januar 2010
Zitat
Schüler und Studenten wollen Bildungsstreik fortsetzen
(http://www.derwesten.de/img/2352051-81940694/0273_543_0024096609-0055546568.JPG.jpg)
Essen. Bildungsstreik trifft Wahlkampf: Nach den Protesten Zehntausender Schüler und Studenten im vergangenen Jahr planen die Organisatoren neue Aktionen gegen Turbo-Abi, Studiengebühren und Bachelor-Abschlüsse. Vor der NRW-Wahl im Mai soll es unter anderem wieder eine landesweite Demo geben.
(...)
http://www.derwesten.de/nachrichten/campus-und-karriere/Schueler-und-Studenten-wollen-Bildungsstreik-fortsetzen-id2350384.html (http://www.derwesten.de/nachrichten/campus-und-karriere/Schueler-und-Studenten-wollen-Bildungsstreik-fortsetzen-id2350384.html)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:20:29 Di. 26.Januar 2010
Zitat
Schüler-Proteste gegen beabsichtigte Berufskolleg-Schließungen

Mit Transparenten wie diesem machten Schüler auch des Bertolt- Brecht-Berufskollegs in Huckingen vor der Pressekonferenz von OB Adolf Sauerland zum Haushaltssicherungskonzept im Rathaus ihrem Ärger über Pläne Luft, die Schule zu schließen.


In dem Papier selbst taucht der Name der Schule indessen nicht auf. Vielmehr ist dort davon die Rede, dass rund 2 250 Schüler an Duisburger Berufskollegs von außerhalb der Stadt kommen und man ohne sie theoretisch eine Schule einsparen könnte. Ihr Anteil solle verringert und damit nach 2013 jährlich drei Mio Euro, davon 162 000 Euro für Schulsekretärinnen, gespart werden. 
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/sued/Schueler-Proteste-gegen-beabsichtigte-Berufskolleg-Schliessungen-id2440188.html (http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/sued/Schueler-Proteste-gegen-beabsichtigte-Berufskolleg-Schliessungen-id2440188.html)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Aloysius am 17:07:15 Di. 09.Februar 2010
Zitat
G 8: Gymnasiasten protestieren gegen Leistungsdruck
09.02.2010 15:25 Uhr

Am Freitag erhalten mehr als 1,3 Millionen Schüler in Bayern ihr Zwischenzeugnis. Das wollen die Gymnasiasten zum Anlass nehmen, um gegen den ihrer Meinung nach unmenschlichen Leistungsdruck am achtjährigen Gymnasium G8 zu demonstrieren.

In Augsburg, München, Würzburg, Bayreuth, Bamberg und Kempten wollen sie auf die Straße gehen und erneut eine Reduzierung der Lehrpläne fordern. Die Schüler fordern auch eine Verringerung der wöchentlichen Stundenzahl, weniger Abituranforderungen, mehr Lehrer und kleinere Kurse.

Bei der zentralen Kundgebung auf dem Münchner Odeonsplatz werden unter anderem Präsident Klaus Wenzel vom Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) und Ulrike Köllner sprechen, die Vorsitzende der Gymnasialeltern Bayern.

Auch Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) traut sich in die Höhle des Löwen: Er hat die Einladung der Veranstalter angenommen und wird bei der Kundgebung sprechen. (dpa)

http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Bayern/Artikel,-G8-Gymnasiasten-protestieren-gegen-Leistungsdruck-_arid,2066632_regid,2_puid,2_pageid,4289.html (http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Bayern/Artikel,-G8-Gymnasiasten-protestieren-gegen-Leistungsdruck-_arid,2066632_regid,2_puid,2_pageid,4289.html)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 20:25:21 Fr. 12.Februar 2010
Zitat
Pfiffe und eine Tomate für den Kultusminister

Bayernweit sind am Freitag rund 4500 Schüler auf die Straßen gegangen, um gegen das achtjährige Gymnasium zu protestieren. Allein in München machten in der Mittagszeit nach Angaben der Polizei rund 2500 Jugendliche ihrem Ärger über das „Experiment G 8“ Luft.
http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Bayern/Artikel,-Pfiffe-und-eine-Tomate-fuer-den-Kultusminister-_arid,2069742_regid,2_puid,2_pageid,4289.html (http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Bayern/Artikel,-Pfiffe-und-eine-Tomate-fuer-den-Kultusminister-_arid,2069742_regid,2_puid,2_pageid,4289.html)
Titel: Ihr zahlt nicht für unsere Bildung? Wir zahlen nicht für eure Krise!
Beitrag von: Kuddel am 17:50:54 Do. 25.Februar 2010
Politik und Medien bemühen sich den Bildungsstreik als einen Protest darzustellen, bei dem Studierende mit der Unterstützung von SchülerInnen nur für ein angenehmeres Studium demonstrieren. Es liegt in ihrem Interesse den Bildungsstreik möglichst elitär aussehen zu lassen und so zu tun, als hätte er mit der Krise, ihren Auswirkungen und anderen Bewegungen nichts zu tun. Jedoch zeigt die Zusammenarbeit der Bildungsstreikbewegung mit Gewerkschaften, Erwerbsloseninitiativen und Gruppen aus der sozialen Bewegung bei der gemeinsamen Blockade der Kultusministerkonferenz am 10. Dezember letzten Jahres die Stärke und Tiefe unseres Protest, sowie die gesellschaftliche Verankerung…

http://de.indymedia.org/2010/02/274172.shtml (http://de.indymedia.org/2010/02/274172.shtml)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 12:08:44 So. 25.April 2010
Zitat
Streik für bessere Bildung

Der Bildungsstreik am Königin- Luise-Gymnasium endete gestern nach nur kurzer Zeit mit einem Polizeieinsatz.


Erfurt. "Wir wollten nicht mit einer Demo auf die Straßen gehen, sondern haben uns für einen dezentralen Aktionstag mit vielen Informationen entschieden", sagt Carolin Wenzel, Schülersprecherin an der Integrierten Gesamtschule. Treff war für alle Aktiven im Bildungsstreik zwischen 7 und 11 Uhr die Aula des Königin-Luise-Gymnasiums. Unter dem Motto "Politiker quatsch'n, wir lassen's krachen" verteilten die Schüler vor der Schule Flyer, besetzten die Aula, hingen Transparente aus den Fenstern und bereiteten Workshops vor. "Wir kritisieren die zu großen Klassen, fordern ein kostenloses Schulessen, die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems", nennt Carolin Beispiele. Und weiß, dass sich Eltern und Lehrer solidarisieren.

Am 9. Juni wird bundesweit gestreikt. Die offensichtlich überforderte Schulleitung verschloss sofort alle Eingänge zur Schule, als sich abzeichnete, dass die Aktion unter der Schülerschaft großen Anklang finden würde. Schulleiter und CDU-Kreisvorstandsmitglied Jürgen Kornmann erstattete gegen alle Schüler, die von anderen Schulen gekommen waren, Anzeige wegen Hausfriedensbruchs, schilderte Schüler Herrmann Hellwig. Von vier Schülern wurden die Personalien aufgenommen. Dass die Schülerforderung nach mehr Demokratie an Schulen nachvollziehbar scheint, zeigen seiner Meinung nach "die überzogene Reaktion der Schulleitung und der Polizeieinsatz auf dem Schulgelände." "Die Schüler hatten sich in der Aula verschanzt", bestätigte die Schulleitung den Polizeieinsatz. Ab der zweiten Unterrichtsstunde hätte sich aber alles wieder normalisiert.
http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Streik-fuer-bessere-Bildung-1342221507 (http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Streik-fuer-bessere-Bildung-1342221507)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 17:43:55 Fr. 07.Mai 2010
Zitat
  Tausende Schüler, Studenten und Auszubildende demonstrieren vor dem Düsseldorfer Landtag

07.04.10 - Zum vierten Mal innerhalb eines Jahres protestierten in Düsseldorf Studenten, Schüler und auch Auszubildende gemeinsam mit einigen Lehrern und Eltern am 5. Mai mit einer landesweiten Demonstration gegen die herrschende Bildungspolitik. 1.000 Teilnehmer hatte das aufrufende Aktionsbündnis gegen Studiengebühren und das „Bündnis Bildungsstreik“ erwartet. Zum Schluss zählten die Veranstalter gut 3.500, die Polizei nannte 2.500. Der Demonstrationstermin, vier Tage vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, war bewusst gewählt. Mit Sprechchören wie „Bildung für alle, nicht nur für eine Klasse“ wurde insbesondere die Bildungspolitik der Rüttgers-Regierung in NRW angeprangert. Die selbst gemachten Schilder wie „Rüttgers – hier kommen die Jungwähler“ oder „Schwarz-Gelb = Chancentod“ zeigten, was die Demonstranten von der Schwarz-Gelben Landes- und Bundesbildungspolitik halten.

Noch während der Demonstration, aber von ihr fern innerhalb des Landtagsgebäudes, trat die gescholtene Regierung vor die Presse, um ihre Politik zu rechtfertigen: Die Abschaffung der Studiengebühren gefährde die Qualität an den Hochschulen und Hunderte Arbeitsplätze, weil dann die Bibliotheken früher geschlossen werden müssten. Der schulpolitische Sprecher der Landesregierung hetzte demagogisch, dass überhaupt während des Wahlkampfs demonstriert wird und behauptete, dass „die Demos sind offensichtlich politisch angeordnet und Demonstranten missbraucht und vorgeschoben“ werden. Die Bildungsmisere ist nicht vorgeschoben, sondern Realität und die haben doch sie zu verantworten!Auch die bürgerliche Opposition bekam ihr Fett weg. Sprechchöre waren zu hören: „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten! Wer war mit dabei? Die grüne Partei!“ Mit Empörung reagierten viele, als der Grünen-Bundesvorsitzende Özdemir sich kurz zu den Demonstranten bemühte, nur um schnell ein paar „Protest-Fotos“ für die Werbung der Grünen machen zu lassen.“

Die Liste der Forderungen reichte von kleineren Schulklassen, mehr Lehrer, keine Kopfnoten, weg mit den Studiengebühren bis zu mehr Lehrstellen. Beachtung und Solidarität fanden Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, die ihr Recht auf gemeinsames Lernen in „einer Schule für alle“ einforderten. Obwohl eine entsprechen UN-Konvention bereits vor 25 Jahren verabschiedet wurde, werden heute noch in NRW rund 85 Prozent aller Kinder mit Behinderungen an Sonderschulen verwiesen. Auch Auszubildende waren dabei und solidarisierten sich. So stand die Bildungs- und Ausbildungspolitik am Pranger.
http://www.rf-news.de/2010/kw18/feffjugend-ist-hartnaeckig-wieder-demonstrieren-tausende-schueler-studenten-und-auszubildende-vor-dem-duesseldorfer-landtag (http://www.rf-news.de/2010/kw18/feffjugend-ist-hartnaeckig-wieder-demonstrieren-tausende-schueler-studenten-und-auszubildende-vor-dem-duesseldorfer-landtag)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 18:27:07 Do. 14.Oktober 2010
Zusammenstöße zwischen Schülern und Polizei in Frankreich

Paris — Erstmals seit Beginn der Massenproteste gegen die Rentenreform in Frankreich ist es zu Zusammenstößen zwischen Schülern und der Polizei gekommen. Landesweit blockierten Jugendliche hunderte Schulen, wobei am Rande auch Steine geworfen und Autos beschädigt wurden. Gestreikt wurde erneut bei der Bahn und im Energiesektor, wo Benzin-Engpässe befürchtet werden.

Tausende Schüler gingen, teils zusammen mit Arbeitnehmern, in ganz Frankreich aus Protest gegen die Politik der konservativen Regierung von Präsident Nicolas Sarkozy auf die Straße. Laut Erziehungsministerium waren 342 der rund 4300 Schulen betroffen, der Schülerverband UNL sprach von 500 Schulen, von denen etwa die Hälfte blockiert worden sei. Die meisten Demonstrationen verliefen friedlich.

Zu Zwischenfällen kam es unter anderem in einigen Vorstädten von Paris, was die Angst vor einer Neuauflage von Jugend-Unruhen schürte. So wurden Polizisten in Montreuil und Saint-Denis mit Wurfgeschossen angegriffen, wie die Präfektur mitteilte. Ein 16-Jähriger wurde leicht im Gesicht verletzt, als die Polizei Gummigeschosse einsetzte.

Auch im südostfranzösischen Chambéry und in Lyon kam es zu Auseinandersetzungen. Dort wurden wie auch andernorts mehrere Demonstranten festgenommen, nachdem es zu Steinwürfen beziehungsweise zur Demolierung von Bushaltestellen und Autos gekommen war. Im westfranzösischen Rennes blieb die Universität 2 geschlossen, weil laut Leitung etwa 50 Autonome nachts Barrikaden errichtet hatten.

Erziehungsminister Luc Chatel appellierte an die "Verantwortung jedes Einzelnen". Er habe bereits vor einer unkontrollierbaren Ausweitung gewarnt. Einige wollten womöglich "einfach destabilisieren oder eine Guerilla-Stimmung verbreiten", sagte er dem Sender RTL. Die Jungsozialisten vom MJS und Grünen-Vertreter warfen hingegen der Polizei ein absichtlich hartes Vorgehen gegen die Jugendlichen vor, um die Situation zu eskalieren.

Speerspitze der Streikbewegung der Gewerkschaften blieb der Energiebereich. Zehn der zwölf Raffinerien des Landes waren weiter lahmgelegt, Demonstranten blockierten die Zugänge zu Öl-Lagern unter anderem in Bassens im westfranzösischen Département Gironde, wo sich Sarkozy zu einem Besuch aufhielt. Die Vereinigung unabhängiger Ölimporteure warnte, dass mehr und mehr Tankstellen "trockengelegt" seien. Verkehrsstaatssekretär Dominique Busserau hob aber hervor, dass die Vorräte für einen Monat reichten. Er warnte im Fernsehen vor Hamsterkäufen: "Ich sage allen Autofahrern: füllt eure Tanks nicht vorsorglich und legt keine Vorräte an, denn ihr braucht sie nicht."

http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5jcKHOgdPmML6RSCesxQ0yFrZ5CiA?docId=CNG.c6f896be49b5a2c0ba999191bac5364e.901 (http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5jcKHOgdPmML6RSCesxQ0yFrZ5CiA?docId=CNG.c6f896be49b5a2c0ba999191bac5364e.901)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 19:00:02 Do. 14.Oktober 2010
http://iptv.orf.at/stories/2020082/ (http://iptv.orf.at/stories/2020082/)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 14:55:51 Sa. 16.Oktober 2010
Zitat
(http://www.n-tv.de/img/17/1725411/Img_16_9_450_2010-10-15T122627Z-01-NIC02-RTRMDNP-3-FRANCE-PENSIONS.JPG5395159472478781791.jpg)
Immer mehr Jugendliche beteiligen sich an den Protesten
gegen die Rentenpläne der Regierung Sarkozy

Frankreichs Jugend in Aufruhr
"Sarkozy, Du bist am Ende"
Der Konflikt über die in Frankreich geplante Rentenreform eskaliert. Die Gewerkschaften schüren mit der Blockade von Raffinerien und Treibstoffdepots die Angst vor einer bewegungsunfähigen Nation. Schüler tragen immer öfter Gewalt in die Proteste.


Es sind die Bilder und Szenen, die jede Regierung vermeiden will: Jugendliche, die Steine auf Polizisten werfen, durch Gummigeschosse verletzte Schüler, blockierte Straßen und Tankstellen ohne Sprit. Zudem tägliche Großdemonstrationen und immer lauter werdende Forderungen nach einem Generalstreik. Die französische Regierung sieht sich wegen ihrer umstrittenen Rentenreform immer stärker unter Druck. Der Kampf mit den Gewerkschaften scheint härter zu werden als angenommen.

Schuld daran sind nicht zuletzt diejenigen, die gar nicht unmittelbar von den Reformplänen betroffen sind. Schüler und Studenten beteiligen sich seit Tagen mit überraschendem Eifer an den Protesten - immer wieder kommt es zu Ausschreitungen mit Verletzten. Zeitungen und TV-Sender zeigten am Freitag das mitleiderregende Bild eines schwer am Auge verletzten 16-Jährigen. Ein Gummigeschoss der Polizei hatte ihn am Vortrag bei einer Protestaktion getroffen.

Jugend mit Zukunftsängsten

Auch auf der anderen Seite gibt es Opfer. Im südfranzösischen Cannes und in anderen Städten flogen am Freitag Steine gegen Sicherheitskräfte. Mehrere Polizisten wurde verletzt. "Sarkozy, Du bist am Ende, die Jugend ist auf der Straße", lautet eine der Parolen, die bei den Demos gebrüllt werden.

(http://www.n-tv.de/img/17/1725416/O_1000_680_680_2010-10-15T090846Z-01-PAR05-RTRMDNP-3-FRANCE-PENSIONS.JPG5141661209374190663.jpg)
Ein Soziologe befürchtet einen neuen Pariser Mai. 1968 legte wochenlanger Generalstreik das ganze Land lahm.
(Foto: Reuters)

Die Jugendlichen begründen ihre Beteiligung an den Protesten mit Zukunftsängsten. "Arbeitslos mit 30 - Rente mit 80 - Nein Danke" oder "Die Rente - ein Thema der Jugend" steht auf ihren Plakaten. Sie befürchten, dass sie noch schlechtere Aussichten auf einen Job haben, wenn alle für ihre Rente länger arbeiten müssen. Manche verweisen auch auf ihre Eltern. Sein 45 Jahre alter Vater, der als Maurer arbeite, sei am Abend völlig fertig, erzählt ein Jugendlicher der Zeitung "Libération". Er selber wolle deswegen auch nicht bis 62 arbeiten.

Ausschreitungen nicht ausgeschlossen

"Die Generation fühlt sich im Stich gelassen", erklärt der Soziologe Michel Fize. Selbst die Gefahr schwerer Ausschreitungen sei nicht ausgeschlossen. "Das kann einen neuen Mai 1968 geben", warnte der Wissenschaftler und verweist auf die Spannungen zwischen der Jugend und der Polizei. Die Pariser Behörden verboten am Freitag den Sicherheitskräften den weiteren Einsatz von Gummigeschossen.

Neben weiterer Gewalt droht dem Land außerdem ein massives Transportproblem: Am Freitag waren alle zwölf Raffinerien des Landes von Arbeitsniederlegungen betroffen, sogar die Treibstoffversorgung des Pariser Flughafens Charles de Gaulle wurde unterbrochen. Mehrere hundert Tankstellen mussten mangels Nachschub schließen.

Wie die Machtprobe zwischen Sarkozy und Jugend sowie Gewerkschaften ausgeht, werden die nächsten Tagen zeigen. Die Regierung hofft, die Reform bis Ende des Monats endgültig durchs Parlament bringen zu können. Für diesen Samstag und den nächsten Dienstag sind allerdings schon wieder Großdemonstrationen geplant.

Ansgar Haase, dpa
http://www.n-tv.de/politik/Sarkozy-Du-bist-am-Ende-article1725436.html (http://www.n-tv.de/politik/Sarkozy-Du-bist-am-Ende-article1725436.html)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 16:33:21 Di. 19.Oktober 2010
Zitat
Neue Massenproteste in Frankreich - Schule abgebrannt

Paris (dpa) - Die Proteste in Frankreich gegen die Rentenreform weiten sich aus. Zehntausende gingen wieder auf die Straße. Hinzu kommen gewalttätige Krawalle. Für viele Franzosen und Urlauber bedeutet der Streik auch, dass sie ihr Auto nicht mehr volltanken können.

In Frankreich werden die tagelangen Proteste gegen die umstrittene Rentenreform nach Ansicht von Ministerpräsident François Fillon zunehmend radikaler. Seine Regierung gab die Zahl der festgenommenen Jugendlichen seit Beginn der Protestwelle vor einer Woche mit über 1100 an. Zwei Tage vor der erwarteten Abstimmung im Senat über die Rentenreform standen in Lyon und anderen Orten nach Jugend-Krawallen am Dienstag erneut Autos in Flammen. Mehrere Polizisten und ein Fotograf wurden bei Auseinandersetzungen verletzt. Ein nach einem Brand explodierender Motorroller verwundete in Paris eine 15-Jährige so schwer, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden musste.

In der Stadt Le Mans brannte am Morgen eine Schule ab, die zuvor blockiert worden war. Der Bürgermeister vermutete einen kriminellen Hintergrund, nachdem Ermittler Reste von Brandsätzen fanden. Unklar ist aber noch, ob das Feuer im Zusammenhang mit den Protesten stand. Die Regierung drohte Randalierern mit der vollen Härte des Gesetzes.
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1055279 (http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1055279)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 18:03:46 Di. 19.Oktober 2010
Zitat
Die Streiks in Frankreich werden immer heftiger. Wieso zieht das Thema Rentenreform derart viele Jugendliche auf die Strassen?
Das ist eine Frage, die sich Frankreich grundsätzlich auch stellt. Wider Erwarten beschäftigt das Thema der Rentenreform die jugendlichen Gemüter sehr stark. Auffallend ist, dass hauptsächlich Gymnasiasten gegen die Reform protestieren und weniger die ansonsten politisch aktiveren Studenten. Zurzeit werden 400 Gymnasien bestreikt. Die Streiks sind sehr gut organisiert.

Wer steckt hinter den Protesten, wie gehen die Drahtzieher vor?
Die treibende Kraft hinter den Protesten ist die Gewerkschaft Union Nationale Lycéenne (UNL). Sie hat es offensichtlich verstanden, die Massen zu mobilisieren. Dabei machen die Gymnasiasten starken Gebrauch von neuen Medien wie Facebook oder Twitter und schicken sich SMS. Facebook bietet auch die Möglichkeit, grundlegende Inhalte zu vermitteln. Noch nie wurden in Frankreich die neuen Medien so stark eingesetzt wie bei diesen Protesten. Hinzu kommt, dass ein junger Mann, der 16-jährige Chef der linken Gewerkschaft der Gymnasiasten, Victor Colombani, überall in den Medien auftritt und so die Slogans der Bewegung prägt.

Die Sicherheitskräfte gehen zunehmend repressiv gegen die Schüler vor. Sie verwenden Tränengas und Gummischrot.

Die Regierung ist zunächst einmal überrascht vom Ausmass dieser Proteste. Dabei kam es zu Überreaktionen. Im Pariser Vorort Montreuil schoss die Polizei einem Jugendlichen mit Gummischrot ins Gesicht. Er brach sich mehrere Knochen, musste operiert werden. Nachdem diese Bilder sich in den Medien verbreiteten, rief der Innenminister, Brice Hortefeux, die Sicherheitskräfte zur Zurückhaltung auf. Doch manche Märsche der Gymnasiasten werden auch von Leuten des Black Block infiltriert. Das macht die Situation recht unkontrollierbar – und auch gefährlich.

Die Rentenreform betrifft die Jugendlichen erst in etwa 50 Jahren. Kann es sein, dass sie nicht nur gegen die Reform protestieren?
Da ist natürlich auch viel Testosteron und Spass an der Mobilisierung im Spiel. Es läuft ein politischer Sozialisierungsakt. Viele Jugendliche setzen sich zum ersten Mal mit einem politischen Thema auseinander. Die Proteste sind aber auch ein Zeichen einer grundsätzlichen Unzufriedenheit mit der Situation im Land. Die Jungen kriegen ja auch viel davon mit, was die Eltern zu Hause erzählen über die sozialen Ungerechtigkeiten. Und Sarkozy hat in der Bevölkerung mittlerweile einen Rückhalt von gerade mal noch 26 Prozent.

Wird die Regierung aufgrund der anhaltenden Proteste einknicken?
Sarkozy wird wohl versuchen, hart zu bleiben, die Proteste aussitzen. Er möchte sich als harter Reformer profilieren. Falls er dies nicht tut, könnte er auch noch den Rückhalt in den eigenen Reihen verlieren. Doch Prognosen sind schwierig. Vieles wird davon abhängen, ob die Regierung es schafft, die Blockaden der Raffinerien und Benzindepots aufzulösen. Sonst wird es kritisch. Bereits sind mehr als 2500 Tankstellen auf dem Trockenen. Und es kommen jede Stunde Dutzende mehr hinzu. Es wird sich zeigen, ob Sarkozy auch diesem Druck standhält.

Nächste Woche beginnen die Herbstferien. Was bedeutet dies für die Proteste?

Die Regierung sehnt sich diesen Termin herbei. Es ist wahrscheinlich, dass die Proteste nachlassen und viele Schüler mit ihren Eltern in den Urlaub verreisen
http://bazonline.ch/ausland/europa/Ein-16Jaehriger-orchestriert-die-Krawalle-der-Gymnasiasten/story/18031692 (http://bazonline.ch/ausland/europa/Ein-16Jaehriger-orchestriert-die-Krawalle-der-Gymnasiasten/story/18031692)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 19:52:18 Di. 19.Oktober 2010
Wer sich für Hintergründe und weitere Details interessiert, Augenzeugenberichte und Einschätzungen gibt's hier:
http://www.undergrounddogs.net/phpbb/viewtopic.php?t=4633&postdays=0&postorder=asc&start=180&sid=de47ee44fd554805917e62e857fc0779 (http://www.undergrounddogs.net/phpbb/viewtopic.php?t=4633&postdays=0&postorder=asc&start=180&sid=de47ee44fd554805917e62e857fc0779)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 20:21:45 Mi. 20.Oktober 2010
26.11: Schulstreik und Bundestagsbelagerung

(http://media.de.indymedia.org/images/2010/10/292398.jpg)

Am 26.November will die Bundesregierung ihr "Sparpaket" im Bundestag zur Abstimmung stellen. Gestrichen wird natürlich vor allem im Sozialen Bereich. Damit wollen CDU und FDP die Kosten für die milliardenschweren Rettungspakete für Banken und Konzerne und die Finanzspritzen zur Stabilisierung des Euro endgültig auf den Schultern der Lohnabhänigen, Rentnern, Schülern und Studierenden abladen. Diese Sparpaket stellt einen weiteren umfassenden Angriff der Politik und der Wirtschaft auf die Lebensbedingungen der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung dar. Doch gegen diese Sozialpolitik der Herrschenden formiert sich langsam Widerstand.

Great Crisis Riseup - Internationaler Widerstand gegen Sparpakete und Sozialabbau! (http://www.youtube.com/watch?v=oPPyJg0hpQM#ws)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 14:33:05 Sa. 23.Oktober 2010
Zitat
[Wien]SchülerInnendemo gegen Abschiebung

Am Dienstag, dem 19.Oktober, versammelten sich nahezu 1000 Schüler_innen am Ballhausplatz, um gegen die geplannte Abschiebung einer ihrer Mitschülerin zu protestieren. Dort gab es bereits eine Kundgebung, die sich gegen die geplannte Verschärfung des Asylrechts wandte


Die Demo ging ungewöhnlich pünktlich los, was unter anderem dazu führte, dass sich viele Schüler_innen sich noch während des ersten Teiles der Demo anschlossen. Bei der Zwischenkundgebung zwischen Rathaus und ÖVP-Zentrale waren es zwischen 2000 und 3000 Menschen.

Organisiert wurde die Demo von der SPÖ-nahen Aktion kritischer SchülerInnen, die auch die Rolle der Einpeitscher und OrdnerInnen übernahm. Die Demo war dadurch sehr lautstark, wirkte aber auch etwas autoritär. Optisch bestimmmend waren die vielen roten Fahnen, vor allem von trotzkistischen Gruppen.

Die am gehasste person auf der Demo war die Innenministerin Maria Fekter, die sowohl durch Plakate als auch durch Slogans direkt für den Abschiebeversuch verantwortlich gemacht wurde. Aber auch der gesammtgesellschaftliche Rassismus sowie Abschottungspraxis der Festung Europa wurden kritisiert.

Die Demo ging weiter zum Landesgericht und über den Schottenring zum Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände. Dort löste sich die Demo nach einigen Redebeiträgen und nach insgesammt 2 Stunden dauer auf.

Die Polizei war mit massiven kräften vor Ort, beschränkte sich jedoch hauptsächlich auf das Absperren unbequemer Routen, zb. zur SPÖ- und ÖVP-Zentrale oder direkt vor das Schubhäfn.

Am Donnerstag gab es in Steyr einen Fackelzug unter dem Slogan "K. come home", an dem sich auch mehr als 1000 Menschen beteiligten. Aufruf, Fotos sowie einen Pressespiegel gibt es unter  http://komani-come-home.at.tf/ (http://komani-come-home.at.tf/) Am gleichen Tag konnt die zuvor abgeschobene Familie K. nach massiven Protesten nach Wien zurückkehren. Auch die Abschiebung der Mitschülerin wurde fürs erste aufgehoben.

Es ist für Österreich durchwegs ungewöhnlich, dass sich soviele Menschen aus den unterschiedlichsten Zusammenhängen an so viele Demos beteiligen; und dass viele Medien den Druk dann noch verstärken. Auch wenn hier immer noch ein gewisser Rassismus im Spiel ist(es wird zwischen gutintegrierten Familien und kriminellen Ausländern unterschieden), so zeigt sich doch, dass antirassistisches Engagement zumindest punktuelle Veränderungen erzielen kann.
http://de.indymedia.org/2010/10/292622.shtml (http://de.indymedia.org/2010/10/292622.shtml)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 17:56:01 Di. 01.Februar 2011
Protest an Berliner Oberstufenzentren

(http://media.de.indymedia.org/images/2011/01/298935.jpg)

300 LehrerInnen und SchülerInnen von Berliner Oberstufenzentren (OSZ) haben sich am Donnerstag vor der Universität der Künste versammelt, um gegen LehrerInnenversetzungen zu protestieren. Insgesamt sollen 80 LehrerInnen an den berufsbildenden Schulen versetzt werden. Damit strebt die Schulverwaltung eine genau 100prozentige Lehrerausstattung an jedem der 35 OSZ an – was im Fall von Krankheit oder Schwangerschaft nur den ersatzlosen Unterrichtsausfall bedeuten kann.

Eine kürzere Version des Artikels in der jungen Welt:
 http://www.jungewelt.de/2011/01-28/028.php (http://www.jungewelt.de/2011/01-28/028.php)

Ein weiterer Bericht von der SAV:
 http://www.sav-online.de/?sid=4078 (http://www.sav-online.de/?sid=4078)

"chaOSZeitung" - gegen chaotische Zustände im Ausbildungssystem:
 http://www.revolution.de.com/chaoszeitung/index.html (http://www.revolution.de.com/chaoszeitung/index.html)
  http://www.revolution.de.com (http://www.revolution.de.com)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 12:04:10 Mo. 13.Juni 2011
Zitat
Schüler protestieren in ganz Chile

Erneute Proteste gegen schlechte Bedingungen an den Bildungseinrichtungen. Auch Studierende kündigen Aktionen an


Santiago de Chile. In Chile haben Schüler am heutigen Montag erneut zu landesweiten Protesten aufgerufen, um von der Regierung des konservativen Präsidenten Sebastián Piñera mehr staatliche Unterstützung des maroden Bildungssystems zu erzwingen. Die Protestteilnehmer – unter ihnen auch Lehrer und Dozenten – weisen seit Monaten mit zunehmender Vehemenz auf die Probleme vor allem in der mittleren Bildung hin. In Chile ist der Zugang zu Universitäten in hohem Maße von dem sozialen Stand der Aspiranten abhängig.

In Interviews mit Medien erklärten die Schüleraktivisten, dass sie bei den landesweiten Protesten erneut auch Gebäude von staatlichen Bildungsinstitutionen und Schulen friedlich besetzen werden.

Chilenische Medien sprechen angesichts der anhaltenden Protestbewegung bereits von einem Wiederaufleben der "Revolution der Pinguine". Gemeint sind damit massive Proteste von Schülern im Jahr 2006. Den Namen hat die Bewegung damals wegen der typischen schwarz-weißen Schuluniformen der jungen Demonstrierenden bekommen.

Damals wie heute wenden sich die Proteste gegen die Privatisierungen im Bildungswesen und sprechen sich für staatliche Stipendienprogramme für Kinder aus sozial benachteiligten Familien sowie allgemeine Verbesserungen in den Bildungseinrichtungen des südamerikanischen Landes aus.

Studierendenorganisationen haben sich den Protesten indes angeschlossen und formulieren weitergehende Kritik auch an dem politischen, wirtschaftlichen und sozialen System Chiles. Am kommenden Donnerstag wollen nach den Schülerprotesten auch Jungendliche aus der universitären Bildung landesweit mobilisieren.

Die Aktivisten aller Bereiche weisen unter anderem darauf hin, dass die Probleme des Bildungs- und Sozialsystems ein Erbe der Diktatur von General Augusto Pinochet (1973-1990) sind.
http://amerika21.de/nachrichten/2011/06/34481/schueler-protest-chile (http://amerika21.de/nachrichten/2011/06/34481/schueler-protest-chile)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 17:14:37 Mo. 13.Juni 2011
Zitat
Berlin: Demo für mehr Geld für Schulen

Rund 5.000 Schüler, Lehrer und Eltern demonstrierten am Donnerstag während der Unterrichtszeit in Berlin für mehr Geld und Personal für die Schulen. Gefordert werden kleinere Klassen und eine bessere Ausstattung der Schulen mit Material, Putzkräften und Lehrern. Der Berliner Senat hatte im Vorfeld die Schuldirektoren, Lehrer und Schüler vor einer Teilnahme während der Unterrichtszeit gewarnt. Aufgerufen zu dem Protest, der am 10. September fortgesetzt werden soll, hatten unter anderem Schülervertretungen und GEW.
http://www.rf-news.de/2011/kw23/10.06.11-schueler-lehrer-und-eltern-in-berlin-fordern-mehr-geld-fuer-schulen (http://www.rf-news.de/2011/kw23/10.06.11-schueler-lehrer-und-eltern-in-berlin-fordern-mehr-geld-fuer-schulen)

Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 10:27:56 Fr. 17.Juni 2011
Zitat
Chile: Kundgebungen für Bildungsreform

In Chile haben mehr als 100.000 Menschen für Reformen im Bildungssystem demonstriert. Allein in der Hauptstadt Santiago forderten etwa 70.000 Schüler, Studenten und Lehrer höhere Bildungsausgaben und eine bessere Ausstattung staatlicher Schulen. - Bereits seit Wochen kommt es in Chile immer wieder zu Kundgebungen für Bildungsreformen. Landesweit halten Schüler mehr als 270 Schulen besetzt. Bildungsminister Lavín räumte ein, dass die Probleme seit Jahren nicht angegangen worden seien.
 
http://www.dradio.de/nachrichten/ (http://www.dradio.de/nachrichten/) Freitag, 17. Juni 2011 10:00 Uhr
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 20:25:26 Mi. 24.August 2011
Sorge um Schülerin nach 35-tägigem Hungerstreik für Bildungsreform

Santiago de Chile — In Chile wächst die Sorge um eine 19-jährige Schülerin, die seit 35 Tagen aus Protest gegen die Bildungspolitik der Regierung im Hungerstreik ist. Die Gymnasiastin Gloria Negrete aus Buin, einem Vorort der Hauptstadt Santiago de Chile, hat seit Beginn ihres Hungerstreiks zwölf Kilo verloren, weigert sich aber weiterhin, außer Wasser etwas zu sich zu nehmen. Sollte die an Asthma leidende Schülerin ihren Protest fortsetzen, drohten ihr bleibende Schäden an Nieren und Nervensystem, warnte der stellvertretende Gesundheitsminister Luis Castillo am Montag. Nach Angaben des Krankenhauses ist der Zustand des Mädchens aber "nicht kritisch".

Gloria und eine weitere Handvoll Schüler befinden sich seit mehr als einem Monat im Hungerstreik, um die Forderungen der Studenten nach einer erschwinglicheren Bildung zu unterstützen. Dutzende schlossen sich inzwischen ihrer Aktion an. In Chile demonstrieren Schüler, Lehrer und Studenten seit Monaten für eine stärkere finanzielle Beteiligung des Staates an der Bildung sowie für eine bessere Ausstattung der staatlichen Schulen. Für Mittwoch und Donnerstag rief die wichtigste Gewerkschaft des Landes, CUT, zu einem 48-stündigen Generalstreik auf.

http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5gFB0fdDCoXOW3_AOy1xVxQoOwVBQ?docId=TX-PAR-FAZ27 (http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5gFB0fdDCoXOW3_AOy1xVxQoOwVBQ?docId=TX-PAR-FAZ27)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:32:58 Fr. 26.August 2011
Zitat
Generalstreik
14-Jähriger bei Protesten in Chile erschossen

Bei einem Generalstreik sind die Proteste gegen die chilenische Regierung eskaliert. Ein Jugendlicher starb an seinen Schussverletzungen.


(http://www.welt.de/multimedia/archive/01447/streikchile_frau_a_1447675p.jpg)

Bei Ausschreitungen am zweiten Tag des Generalstreiks in Chile ist ein 14-Jähriger erschossen worden. Ein weiterer Jugendlicher schwebe mit Schussverletzungen in Lebensgefahr, berichtete die Tageszeitung "El Mercurio" in ihrer Online-Ausgabe.

Die Umstände der beiden Schüsse waren zunächst unklar. In der Nacht war es erneut zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei gekommen.

Polizei vertreibt Demonstranten mit Tränengas

Tagsüber verliefen die zahlreichen Kundgebungen gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung jedoch friedlich. Nach Schätzungen der Gewerkschaft nahmen an dem zweitägigen Ausstand in zahlreichen Städten etwa 600.000 Menschen teil.

(http://www.welt.de/multimedia/archive/01447/streikchile_frauen_1447676p.jpg)

Die Regierung gab die Zahl der Demonstranten mit 175.000 an. Am zweiten Tag des Streiks wurden nach offiziellen Angaben 27 Menschen verletzt und 210 festgenommen. Am Vortag hatte die Regierung mehr als 40 verletzte und 348 Festnahmen gezählt.

Gegen Pinochets Verfassung

Laut Gewerkschaft beteiligten sich an dem Streik 80 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Auch Zehntausende Studenten und Schüler gingen erneut auf die Straße.

Sie demonstrieren seit Juni wöchentlich für höhere öffentliche Ausgaben für das Bildungssystem. Sie warfen der Polizei am Donnerstag Brutalität vor. Bei der Privatwirtschaft stieß der Aufruf der Arbeitnehmer nur auf geringe Resonanz.

Die Gewerkschaften fordern eine höhere Besteuerung von Unternehmen, eine Rentenreform und mehr staatliche Mittel für das Bildungs- und Gesundheitswesen. Außerdem machten sich viele Demonstranten für eine neue Verfassung stark. Bildungssystem und Verfassung stammen aus der Diktatur von Augusto Pinochet (1973-1990).
http://www.welt.de/politik/ausland/article13567584/14-Jaehriger-bei-Protesten-in-Chile-erschossen.html (http://www.welt.de/politik/ausland/article13567584/14-Jaehriger-bei-Protesten-in-Chile-erschossen.html)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 18:59:00 Do. 01.September 2011
Zitat
Chile: Schüler stürmen das Amt des Ministers für Bildung

Eine Gruppe von 50 Schülern der Sekundarstufe hat das Büro des chilenischen Ministers für Bildung gestürmt und mehrere Fensterscheiben eingeworfen. Sie skandierten Parolen gegen die Regierung und forderten den Rücktritt von Innenminister Rodrigo Hinzpeter.

Letzte Woche forderten die Proteste in Chile ihr erstes Todesopfer. Der 16 –jährige Manuel Gutierrez wurde während des 48-stündigen Generalstreiks am 25. August von einer Kugel getroffen und verstarb am darauffolgenden Tag. Leitende Beamte unter der Führung von Präsident Sebastián Piñera werden sich am Samstag (3.) mit Studentenführern treffen, um den Konflikt in einem Klima der Entspannung zu diskutieren.
http://latina-press.com/news/103455-chile-schueler-stuermen-das-amt-des-ministers-fuer-bildung/ (http://latina-press.com/news/103455-chile-schueler-stuermen-das-amt-des-ministers-fuer-bildung/)

Zitat
Vorbild Schülerproteste in Chile
Proteste schwappen nach Brasilien

Auch in Brasilien gehen die Studenten jetzt auf die Straße und fordern mehr Geld für Bildung. In Chile haben Schüler und Studenten für zwei Stunden das Erziehungsministerium besetzt.

(http://www.taz.de/uploads/images/684x342/brasilia_reuters.jpg)

SANTIAGO DE CHILE/BRASÍLIA dpa/afp | In Chile haben Studenten und Schüler am Mittwoch vorübergehend das Erziehungsministerium besetzt. Die rund 40 Jugendlichen forderten den Rücktritt von Innenminister Rodrigo Hinzpeter. In Brasilia gingen rund 2500 Studenten auf die Straße und forderten höhere Ausgaben für Bildung.

Hintergrund ist der Tod eines 16-Jährigen, der bei Studentenprotesten am vergangenen Freitag vermutlich von einer Polizeikugel getroffen worden war. Die Studenten brachen nach Angaben des Ministeriums Türen auf und schlugen Fensterscheiben ein. Nach zwei Stunden hätten sie sich wieder zurückgezogen.

Zugleich scheiterte am Mittwoch die Opposition im Parlament mit dem Versuch, Hinzpeter wegen der Polizeieinsätze gegen Demonstranten in den vergangenen Wochen zum Rücktritt zu zwingen. Ein entsprechender Antrag wurde in der Abgeordnetenkammer zurückgewiesen.

Am Samstag werde sich Präsident Sebastián Piñera mit Vertretern der Studentenbewegung treffen, bestätigte die Regierung in Santiago. Schüler und Studenten fordern eine Reform des Erziehungssystems, unter anderem auch die Abschaffung der hohen Studiengebühren.
Proteste in Brasilien

Inspiriert von den Protesten der Studenten in Chile sind auch in Brasilien am Mittwoch tausende Studierende auf die Straße gegangen. Rund 2500 Studenten versammelten sich in der Hauptstadt Brasília vor dem Gebäude der Zentralbank, um ihrer Forderung nach einer Erhöhung der Ausgaben für Bildung Gehör zu verschaffen.

"Chile, Freund, Brasilien ist bei dir", riefen die Demonstranten und leerten in einer symbolischen Aktion gegen Korruption einen mit Wasser gefüllten Tankwagen aus.
http://www.taz.de/Vorbild-Schuelerproteste-in-Chile/ (http://www.taz.de/Vorbild-Schuelerproteste-in-Chile/)!77267/
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 19:05:01 Do. 01.September 2011
Zitat
Ferkel grunzen in Russlands Bildungsministerium
Proteste gegen Reform


MOSKAU, 01. September (RIA Novosti).

Drei junge Männer haben nach Angaben einer Quelle in der Moskauer Polizei am Donnerstag in das Gebäude des russischen Bildungs- und Wissenschaftsministeriums in Säcken sechs Ferkel gebracht und diese im Haus herumlaufen lassen. Damit wollten die Jugendlichen gegen die Bildungsreform in Russland protestieren.

Wie eine Quelle in der Polizei der RIA Novosti am Donnerstag mitteilte, betraten drei junge Männer heute Nachmittag das Gebäude des Bildungsministeriums, verstreuten in der Eingangshalle Flugblätter gegen die Bildungsreform und ließen sechs Ferkel laufen, die sie in Säcken mitgebracht hatten.

Die Jagd nach den ungeladenen Gästen begann. Schließlich gelang es den Wächtern und den später angekommenen Polizisten, alle Störenfriede festzunehmen. Die jungen Männer wurden in das Polizeirevier des Stadtbezirkes gebracht. Dem Hausverwalter gelang es, die Ferkel einzufangen.

Am 1. September beginnt in Russlands Mittel- und Hochschulen das neue Schuljahr. Dieser Tag wird in allen Bildungseinrichtungen als „Tag des Wissens“ gefeiert.
http://de.rian.ru/society/20110901/260370759.html (http://de.rian.ru/society/20110901/260370759.html)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 12:54:03 Di. 21.Februar 2012
Zitat
Polizeigewalt in Spanien
Schülerdemo gegen unbeheizte Schule brutal aufgelöst

Bei Protesten gegen die Sparbeschlüsse der spanischen Regierung sind in Valencia Polizei und jugendliche Demonstranten aneinandergeraten. Sicherheitskräfte setzten am Montag Schlagstöcke ein und nahmen rund zehn Menschen fest, wie Reporter vor Ort berichteten. Die Schüler hatten sich vor einer Schule versammelt, um gegen ungeheizte Klassenräume zu protestieren.

Ein Polizeisprecher bestätigte, dass es Festnahmen gegeben habe, konnte aber keine genaue Zahl nennen. Die Demonstranten seien "aggressiv“ gewesen.
Am Sonntag hatten laut Veranstaltern rund 500.000 Menschen in Madrid gegen die Arbeitsmarktreformen der konservativen Regierung demonstriert. Die Polizei sprach dagegen von 50.000. Auch in zahlreichen anderen Städten wurde demonstriert.

Spanien ist derzeit unter den Industriestaaten mit einer Arbeitslosenquote von knapp 23 Prozent das Schlusslicht. Die von der Regierung beschlossenen Maßnahmen werden jedoch von den Kritikern als „ungerecht, ineffizient und unnötig“ betrachtet. Dazu zählt unter anderem eine Verringerung der Abfindungszahlungen bei Entlassungen, eine Lockerung des Kündigungsschutzes und die Erleichterung von Lohnkürzungen. (APA)

(http://images.derstandard.at/2012/02/21/1329708385112.jpg)

(http://images.derstandard.at/2012/02/21/1329708385363.jpg)

(http://images.derstandard.at/2012/02/21/1329708385437.jpg)

(http://images.derstandard.at/2012/02/21/1329708385570.jpg)

(http://images.derstandard.at/2012/02/21/1329708385645.jpg)

(http://images.derstandard.at/2012/02/21/1329708385737.jpg)

(http://images.derstandard.at/2012/02/21/1329708385977.jpg)

(http://images.derstandard.at/2012/02/21/1329708386116.jpg)

(http://images.derstandard.at/2012/02/21/1329708386190.jpg)
http://derstandard.at/1329703191898/Polizeigewalt-in-Spanien-Schuelerdemo-gegen-unbeheizte-Schule-brutal-aufgeloest (http://derstandard.at/1329703191898/Polizeigewalt-in-Spanien-Schuelerdemo-gegen-unbeheizte-Schule-brutal-aufgeloest)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Troll am 17:01:57 Mi. 07.März 2012
Zitat
Chile: Rache der Rektoren

Mittwoch, 07. März 2012
Dutzende Schüler ausgesperrt, weil sie sich an Protesten beteiligten

Böse Überraschung für Dutzende Schüler in Chile. Als am Montag nach den Sommerferien in dem südamerikani­schen Land in den meisten Bildungseinrichtungen der Unterricht wieder aufgenommen wurde, mußten an meh­reren Gymnasien Dutzende Jugendliche draußen bleiben. Ihnen wird von den Rektoren vorgeworfen, sich im vergan­genen Jahr an den Protesten der Schüler und Studenten gegen die Bildungspolitik der chilenischen Regierung beteiligt zu haben.

Damals hatten Tausende Jugendliche monatelang die Institute besetzt gehalten, Hunderttausende Menschen beteiligten sich an den Großdemonstrationen. Der Pro­test gipfelte im August in einem Generalstreik, zu dem neben Schüler– und Studen­tenorganisationen auch linke Parteien und der Gewerkschaftsbund CUT aufgerufen hatten.
....

Quelle und vollständiger Artikel: womblog.de (http://womblog.de/chile-rache-der-rektoren)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 19:04:21 Mi. 28.März 2012
Zitat
Mehr als 20.000 Schüler protestieren gegen Lehrermangel

In Sachsen haben Tausende Schüler gegen Lehrermangel und Unterrichtsausfall im Land protestiert. In Leipzig, Dresden, Bautzen und Chemnitz nahmen am Mittwoch nach Angaben der Veranstalter insgesamt weit mehr als 20.000 Schüler an den Protesten teil.


"Mit den Aktionen haben wir ein klares und deutliches Zeichen gesetzt, dass es so nicht weitergeht", sagte Andreas Tietze vom Aktionsbündnis "Macht?Schule.Bildung!" auf dapd-Anfrage in Dresden. Unterstützt wurden die Proteste von Gewerkschaften, Elternvertretungen und Lehrerverbänden.

Der Landesschülerrat hatte zu den Aktionen unter dem Motto "Bildet die Rettung - Rettet die Bildung!" aufgerufen, um auf die prekäre Situation an den Schulen aufmerksam zu machen. An insgesamt 60 Schulen verliehen die Schüler ihren Forderungen mit bunten und zum Teil lauten Aktionen Ausdruck. Den Auftakt machten am Morgen rund 700 Schüler des Kant-Gymnasiums in Leipzig. Sie hatten einen Sarg mit dem Schriftzug "Bildung" versehen und trugen symbolisch die Bildung zu Grabe, wie es hieß.

In Dresden machten mehrere Hundert Schüler eine Minute lang mit Tröten, Pfeifen und Ratschen Krach. Dabei bekamen sie Unterstützung von ihrem Direktor, der zur Einstimmung den Feueralarm betätigte, wie der Sprecher des Landesschülerrats, Jonathan Wachler, sagte. "Bisher sind die Aktionen perfekt gelaufen", sagte er. Der Landesschülerrat fordert mehr Lehrer- und Referendariatsstellen.

Am Nachmittag wollten mehrere hundert Schüler in Chemnitz und Dresden für ihr Anliegen auf die Straße gehen. Auf der Abschlusskundgebung in der Landeshauptstadt wollten auch Finanzminister Georg Unland (CDU) und die neue Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos) zu den Schülern sprechen.

DGB-Landesvorsitzende Iris Kloppich sagte, es sei überfällig, dass die Regierung ihre Bildungspolitik überdenke. Sie lobte zugleich das Engagement der Schüler. Auch die Grünen begrüßten die Aktionen. "Was unzureichende Bildung langfristig kostet, steht in keinem Vergleich zu den nötigen Investitionen, die jetzt anstehen", sagte die bildungspolitische Sprecherin der Grünenfraktion, Annekathrin Giegengack. Die sächsische Linksfraktion sprach von einer "verfehlten Personalpolitik" der Staatsregierung in der Vergangenheit.
http://nachrichten.t-online.de/mehr-als-20-000-schueler-protestieren-gegen-lehrermangel/id_55183080/index?news (http://nachrichten.t-online.de/mehr-als-20-000-schueler-protestieren-gegen-lehrermangel/id_55183080/index?news)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 20:18:53 Di. 24.April 2012
Zitat
Schülerprotest gegen Bibliotheksschließung

In Daun in der Eifel haben gestern 1.500 Schüler aus verschiedenen Schulen gegen die Schließung der Kreisbibliothek demonstriert. Aufgerufen hatte die Schülervertretung des Kreises. Es beteiligten sich auch Lehrer, Eltern und Rentner. Die Kreisverwaltung will die Kreisbibliothek schließen, um "notwendige Einsparungen" vorzunehmen.
http://www.rf-news.de/2012/kw17/24.04.12-schueler-protestieren-in-daun-gegen-bibliotheksschliessung (http://www.rf-news.de/2012/kw17/24.04.12-schueler-protestieren-in-daun-gegen-bibliotheksschliessung)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 18:07:12 Do. 26.April 2012
Zitat
Schüler- und Studentendemo in Kiel
„Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut“

„Landesweiter Aktionstag Bildung“: Gemeinsam haben Schüler, Studenten und Professoren der vier Hochschulstandorte des Landes in Kiel vor dem Landtag mehr Geld für die Bildung gefordert: „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut“, skandierten sie.


(http://www.kn-online.de/var/storage/images/kn/lokales/kiel/wir-sind-hier-wir-sind-laut-weil-man-uns-die-bildung-klaut/20692658-1-ger-DE/Wir-sind-hier-wir-sind-laut-weil-man-uns-die-Bildung-klaut_ArtikelQuer.jpg)

Mit einem „Landesweiten Aktionstag Bildung“ haben Schüler, Studenten und Professoren gemeinsam in Kiel gegen die vom Sparkurs geprägte Bildungspolitik des Landes protestiert. Zehn Tage vor der Landtagswahl am 6. Mai forderten die Demonstranten vor dem FDP-geführten Bildungsministerium und dem Landtag, trotz knapper Kassen nicht an der Bildung zu sparen, sondern mehr zu investieren. Die Demonstranten waren mit Bussen, Zügen oder Mitfahrgemeinschaften aus den Hochschul-Standorten Lübeck, Heide und Flensburg zu dem zentralen Protest nach Kiel gekommen.

„Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut“, riefen die Demonstranten. Die Polizei sprach von mehr als 600 Teilnehmern, Yvonne Dabrowski, Vorsitzende der Landes-Asten-Konferenz, von rund 1000. Die Demonstranten kritisierten Lehrermangel, zu große Klassen und marode Schulen. Nach dem Demonstrationszug am Vormittag durch Kiel gab es am Nachmittag bildungspolitische Workshops in dem Veranstaltungszentrum Pumpe.

Die Landes-Asten-Konferenz forderte die Landesregierung auf, eine Unterfinanzierung der Hochschullandschaft Schleswig-Holsteins von 40 Millionen Euro jährlich durch eine entsprechende Erhöhung zu beenden. Außerdem sollten Studiengebühren ausgeschlossen und der Übergang zwischen Bachelor und Master selbstverständlich werden. Bislang ist der Zugang zum Masterstudiengang nach dem Bachelor nur einem Teil der Absolventen mit guten Noten möglich. Zudem sollten Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Studium und Familie geschaffen werden.

Die Landesrektorenkonferenz hatte der Landesregierung kürzlich vergeblich einen „Zukunftspakt Hochschulen“ vorgeschlagen. Gefordert wurden zusätzliche Finanzmittel von 35 Millionen Euro jährlich auf zehn Jahre, also insgesamt 350 Millionen Euro. Umgekehrt würden sich die Hochschulen in dem Pakt verpflichten, die Qualität des Studiums deutlich zu verbessern. CDU, SPD und Grüne zeigten Verständnis, verwiesen aber auf fehlende finanzielle Möglichkeiten des Landes.
http://www.kn-online.de/Lokales/Kiel/Wir-sind-hier-wir-sind-laut-weil-man-uns-die-Bildung-klaut (http://www.kn-online.de/Lokales/Kiel/Wir-sind-hier-wir-sind-laut-weil-man-uns-die-Bildung-klaut)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 20:53:04 Mi. 23.Mai 2012
Spanien streikt für Bildung
Massenproteste gegen die geplanten Kürzungen der konservativen Regierung

In Spanien streikte jetzt erstmals das gesamte Bildungssystem - von der Vorschule bis zur Universität, vom Schüler bis zum Dozenten. Protestiert wurde gegen die tiefen Einschnitte. »Die Bildung ist kein Kostenfaktor, sondern eine Investition«, lautete das Motto des Streiks.


(http://www.neues-deutschland.de/img/o/58642)

Der lesenswerte Bericht:
http://www.neues-deutschland.de/artikel/227686.spanien-streikt-fuer-bildung.html (http://www.neues-deutschland.de/artikel/227686.spanien-streikt-fuer-bildung.html)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 20:42:37 Sa. 23.Juni 2012
Zitat
Erneute Protestwelle an Unis und Schulen in Chile
Studierende privater Unis protestieren. Schüler kündigen Radikalisierung ihrer Proteste an


Von Kristin Schwierz

(http://amerika21.de/files/a21/imagecache/artikel_vollansicht/img/2012/la_educacion_no_se_vende.jpg)
"Bildung nicht zu verkaufen":
Proteste gegen die Bildungspolitik in Chile

Santiago. Mehrere tausend Studierende privater Universitäten sind am Donnerstag in Santiago de Chile auf die Straße gegangen um gegen die unregulierte und ausufernde Geschäftemacherei an ihren Universitäten zu protestieren. Eine parlamentarische Untersuchungskommission hatte dieses Problem kürzlich in einem Bericht aufgedeckt. Gegenüber Medien berichten Studierende über Immobilienhandel an ihren Universitäten, ohne dass zuständige Behörden bisher interveniert hätten.

Die Studierenden beklagen die fehlende staatliche Regulierung und fordern das Bildungsministerium auf, dazu klar Stellung zu beziehen. Sie wollen mit der Mobilisierung eine öffentliche Diskussion über die Probleme an den privaten Universitäten anstoßen, die klar auf das chilenischen Bildungssystem zurückzuführen seien, das defizitär, ungleich und diskriminierend sei.

Die Studierenden protestieren zudem für die Demokratisierung der privaten Hochschulen. Denn zumeist werden hier selbst grundlegende demokratische Rechte verweigert: "In vielen dieser Einrichtungen musst du bei der Einschreibung eine Klausel unterschreiben, dass du dich nicht organisieren darfst, studentische Organisationen sind strikt verboten innerhalb der Uni-Räumlichkeiten", sagt Studierendensprecherin Fernanda Sandoval von der Universität Diego Portales.

Am Mittwoch gingen auch rund 3.000 Schülerinnen und Schüler in Santiago erneut auf die Straße. Aufgerufen hatte die Schülerkoordination Condes zusammen mit der Schülervollversammlung Aces. Zu Protesten wurde auch in anderen Städten aufgerufen. Mit den Demonstrationen jährt sich der Beginn der Schulbesetzungen. Condes-Sprecher Cristopher Sarabia drohte an, diese Protestform wieder aufleben zu lassen: "Wenn der Minister uns so sehen will, alle Schulen besetzend, und uns keine Antworten liefert, wird es wohl so kommen." Wenn bis August keine Antworten der Regierung auf die Forderungen der Schüler kämen, werde sich die Bewegung radikalisieren.

Die Forderungen betreffen nach wie vor die enormen sozialen Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten des chilenischen Schulsystems. Kritisiert wird auch, dass die betroffenen gesellschaftlichen Gruppen in Gespräche und Verhandlungen zur Bildungsreform nicht einbezogen werden.

Die Studierendenverbände der privaten Universitäten und die Schülervereinigungen wollen auch zum Bildungsstreik am 28. Juni mobilisieren, zu dem der Studierendenverband CONFECH aufruft.
http://amerika21.de/nachrichten/2012/06/52830/studierendenproteste (http://amerika21.de/nachrichten/2012/06/52830/studierendenproteste)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 18:30:37 Fr. 17.August 2012
Zitat
Bildungsproteste in Chile: 139 Schüler festgenommen

Drei besetzte Schulen geräumt - Als Konsequenz besetzen Schüler weitere Schulen


Santiago de Chile - Bei der Räumung von drei besetzten Mittelschulen um die chilenische Hauptstadt Santiago de Chile sind am Donnerstag 139 Schüler festgenommen worden. Als Folge der Räumung sollen Berichten der Zeitung "La Tercera" zufolge Schüler drei andere Schulen besetzt haben. Ende Juli hatten die Schüler begonnen, aus Protest gegen das Bildungssystem nach und nach insgesamt 18 Schulen zu besetzen.

Die Proteste der Schüler finden parallel zu Studentenprotesten in Chile statt, die eine freie Bildung fordern. Die als Anführerin der Studentenproteste bekanntgewordene Camila Vallejos warnte den Bürgermeister von Santiago de Chile, Pablo Zalaquett, vor einer zunehmend Gewalttätigkeit der Proteste, wenn die Behörden nicht eine Lösung des Bildungsproblems anstrebten.
http://derstandard.at/1343745033292/Chile-Bildungsproteste-139-Schueler-festgenommen (http://derstandard.at/1343745033292/Chile-Bildungsproteste-139-Schueler-festgenommen)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: counselor am 16:23:54 Fr. 24.August 2012
Chile: Tausende Schüler beim Bildungsstreik

24.08.2012 07:42

Santiago de Chile. Tausende Schülern haben am  Donnerstag in Santiago de Chile an einem Bildungsstreik teilgenommen, zu dem die Schülervollversamlung ACES aufgerufen hatte ...

Quelle: Amerika21 (http://amerika21.de/meldung/2012/08/55785/bildungsstreik-238)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: counselor am 16:26:02 Mi. 29.August 2012
Ausschreitungen bei Studentenprotesten

Kämpfen für Bildung: Eine Demonstration gegen die Bildungsreform von Präsident Sebastian Pinera endete am Dienstag gewaltsam. Mit Wasserwerfern und Tränengas ging man gegen die Jugendlichen vor ...

Quelle: Stern (http://www.stern.de/panorama/hohe-bildungsausgaben-in-chile-ausschreitungen-bei-studentenprotesten-1886285.html)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 15:39:41 Fr. 19.Oktober 2012
Zitat
Demonstrationen in Spanien

In mehreren Städten sind am Mittwoch in Spanien Schüler und Studierende auf die Straße gegangen um gegen Einsparungen im staatlichen Bildungssektor zu demonstrieren.


(http://www.salzburg.com/nachrichten/uploads/pics/2012-10/41-42936930.jpg)

Viele der demonstrierenden Schüler beklagten die Verringerung der Lehrerzahlen. Universitätsstudenten bemängelten neben der Anhebung der Studiengebühren auch die überfüllten Hörsäle. Die Proteste der Schüler und Studenten erfolgten inmitten eines dreitägigen Streiks, der am Donnerstag mit einer Kundgebung enden soll.

Die spanische Regierung will bis zum Jahr 2012 insgesamt 150 Milliarden Euro einsparen. Um das Ziel zu erreichen soll das Budget im Bildungssektor um eine Milliarde Euro gekürzt werden.

(http://www.salzburg.com/nachrichten/uploads/pics/2012-10/41-42936926.jpg)
http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/politik/sn/artikel/demonstrationen-in-spanien-32460/ (http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/politik/sn/artikel/demonstrationen-in-spanien-32460/)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 12:57:43 Sa. 23.Februar 2013
Zitat
Buchhändlerhaus besetzt

Rund 70 Schüler und Studenten besetzen am Freitagabend das ehemalige Buchhändlerhaus im Großen Hirschgraben 17-21. Motiviert sei die Aktion durch den drohenden Wegfall des Instituts für vergleichende Irrelevanz (IvI).


"Das Institut wurde nicht nur von Studenten, sondern auch von Schülern genutzt. Das fällt oft unter den Tisch“, sagt eine Schülerin. Das besetzte Gebäude soll ein Ort für selbst bestimmtes Lernen werden. Im Plenum wurde außerdem daran gedacht, das Obergeschoss zu nutzen, um Wohnraum für das nächste Semester anzubieten und Filmabende oder Partys zu veranstalten.
http://www.fr-online.de/frankfurt/ivi-protest-buchhaendlerhaus-besetzt,1472798,21918988.html (http://www.fr-online.de/frankfurt/ivi-protest-buchhaendlerhaus-besetzt,1472798,21918988.html)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 18:28:23 Sa. 13.April 2013
Zitat
Chile: 120.000 fordern besseres Bildungssystem

Die erste Großdemonstration von Schülern und Studenten in Santiago de Chile brachte wieder 120.000 Jugendliche auf die Straße. Sie fordern ein kostenloses und qualitativ gutes staatliches Bildungsystem, Schul- und Studiengebühren. So kostet ein Ingenieursstudium locker 40.000 US-Dollar.
http://www.rf-news.de/2013/kw15/13.04.13-chile-120.000-fordern-ein-anderes-bildungssystem (http://www.rf-news.de/2013/kw15/13.04.13-chile-120.000-fordern-ein-anderes-bildungssystem)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 11:02:21 Mo. 15.April 2013
Hier gibt es noch ne lustige Bilderstrecke zu den Protesten:

http://derstandard.at/1363707792200/Chile-120000-demonstrieren-gegen-Studiengebuehren (http://derstandard.at/1363707792200/Chile-120000-demonstrieren-gegen-Studiengebuehren)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 13:09:51 Do. 24.Oktober 2013
Zitat
Spanien: landesweite Proteste von Studenten und Schülern

Studenten und Schüler protestieren in Madrid und 30 weiteren spanischen Städten. Sie sind mit der Reform des Bildungssystems unzufrieden, die eine Kürzung von Lehrergehältern und Stipendien sowie Erhöhung von Studiengebühren vorsieht.

Die Leitung der Studentengewerkschaften forderte den Rücktritt des Bildungsministers.

Am Donnerstag sollen an den Protesten auch die Eltern der Studenten und Mitarbeiter von Bildungseinrichtungen teilnehmen.
http://german.ruvr.ru/news/2013_10_24/Studenten-und-Schuler-protestieren-in-Spanien-1137/ (http://german.ruvr.ru/news/2013_10_24/Studenten-und-Schuler-protestieren-in-Spanien-1137/)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 15:00:01 Sa. 23.August 2014
Zitat
Demo gegen Bildungsreform in Chile
Zehntausende fordern Mitsprache

In Chile demostrieren Tausende gegen den Einfluss rechter Kreise auf die versprochene Bildungsreform. Sie befürchten intransparente Verhandlungen.


(http://www.taz.de/uploads/images/624/14082213_chileprotest_rtr_web.jpg)

In Chile haben am Donnerstag Zehntausende Menschen für eine Mitsprache bei der geplanten Bildungsreform der Regierung der sozialistischen Präsidentin Michelle Bachelet demonstriert.

Allein in der Hauptstadt Santiago gingen laut der aufrufenden Studierendenverbände rund 80.000 Lernende und Lehrende auf die Straße. Die Regierung sprach von 25.000. Es war bereits die dritte Großdemo seit Bachelets Amtsantritt im März. Auch aus den anderen großen Städten des Landes wurden Proteste gemeldet.

Dass es am Rande wieder zu Rangeleien zwischen einigen vermummten Jugendlichen und der Polizei kam, sorgte für die üblichen Schlagzeilen und Ablenkung von den Forderungen. Die Studis sind vor allem mit dem Fortgang der von Bachelet auf den Weg gebrachten Bildungsreform unzufrieden. „Es darf nicht sein, dass die Regierung im stillen Kämmerlein mit der rechten Opposition die Reform auskungelt“, sagte Naschla Aburman, Vorsitzende der Studentenvereinigung der Katholischen Universität in Santiago.

Chile erlebt seit Jahren massive Proteste von SchülerInnen und StudentInnen, die ein kostenloses und staatliches Bildungssystem fordern. Unter der Pinochet-Diktatur (1973–1990) waren die Hochschulen weithin privatisiert worden. Studieren in Chile ist teuer. Die begehrten Plätze an staatlichen Universitäten sind extrem knapp. Gegen eine Reform formiert sich jedoch heftiger Widerstand. Vor allem Eigentümer privater Bildungsstätten und Finanzdienstleister, die Kredite für das Studium bereitstellen, fürchten um ihr Geschäft und um die privilegierte Elitenbildung ihrer Zöglinge.

„Wir brauchen eine klare Entscheidung dafür, dass die Bildung ein Grundrecht ist und nicht vom Markt geregelt wird“, sagte die Vorsitzende der chilenischen Studierendenvereinigung FECH, Melissa Sepúlveda.

Bachelet hatte versprochen, das staatliche und kostenlose Bildungsangebot wieder auszubauen, und sich so auch die Wahlstimmen von Teilen der Studierenden gesichert. An einer Veränderung im Bildungssystem dürfte auch die rechte Opposition im Parlament nicht vorbeikommen. Die Studierenden befürchten, dass die Reform von der Rechten verwässert wird. „Jetzt ist der Moment, in der die Regierung Position beziehen muss. Klar ist, was die Rechte will, klar ist auch die Haltung der Studierendenbewegung, was fehlt, ist, dass sich die Regierung erklärt“, sagte FECH-Vize Sebastián Aylwin.
http://www.taz.de/Demo-gegen-Bildungsreform-in-Chile/ (http://www.taz.de/Demo-gegen-Bildungsreform-in-Chile/)!144663/
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 11:30:49 So. 26.Februar 2017
Zitat
Schüler blockieren Schulen mit brennenden Müllcontainern

Pariser Schüler blockieren in der französischen Hauptstadt insgesamt 16 Schulen mit brennenden Müllcontainern. Damit protestieren sie gegen Polizeigewalt


(http://cdn1.stuttgarter-nachrichten.de/media.media.93263e82-9d23-4157-9557-67abc9f0824e.normalized.jpeg)

Jugendliche haben in der französischen Hauptstadt Paris aus Protest gegen Polizeigewalt 16 Schulen mit brennenden Müllcontainern blockiert. Eine Gruppe von Schülern sei zudem zum Platz der Nation im Osten von Paris marschiert, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Jugendlichen protestierten gegen die mutmaßliche Vergewaltigung eines Schwarzen mit einem Schlagstock der Polizei und andere Arten von Polizeigewalt.

In Sozialen Netzwerken waren Fotos vom Protestmarsch zu sehen. Einige der Schüler trugen Banner mit der Aufschrift „Rache für Theo“ in Anspielung an das mutmaßliche Opfer des Vorfalls vom Januar. Andere Jugendliche trugen Fackeln, manche hatten sich Kapuzen aufgesetzt.
In den armen Vororten kommt es immer wieder Protesten

Neben den 16 blockierten Schulen sei der Betrieb in zwölf weiteren auf andere Weise unterbrochen worden, teilte ein Sprecher der zuständigen Schulverwaltung mit. Seinen Worten zufolge wurden zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Berichte über Festnahmen gab es zunächst nicht.

Im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Vergewaltigung von Theo sind vier Polizeibeamte bereits belastet worden. Seit Bekanntwerden des Vorfalls kommt es immer wieder zu Protesten in armen Vororten von Paris.
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.proteste-in-paris-schueler-blockieren-schulen-mit-brennenden-muellcontainern.06c23f3c-29b5-4ce4-9222-7997f5bdbeb3.html (http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.proteste-in-paris-schueler-blockieren-schulen-mit-brennenden-muellcontainern.06c23f3c-29b5-4ce4-9222-7997f5bdbeb3.html)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 13:16:01 So. 17.Dezember 2017
Demonstration in Kassel :
Schüler streiken und verlangen mehr Geld für Schulen


(http://media0.faz.net/ppmedia/aktuell/rhein-main/45027550/1.5335504/format8_3_breit/kasseler-schueler-fordern-bei-demo-mehr-geld-fuer-schulen.jpg)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 17:16:07 Mo. 22.Januar 2018
(https://abload.de/img/26904673_169437017062vkqrs.jpg) (http://abload.de/image.php?img=26904673_169437017062vkqrs.jpg)

Zitat
Jugendaktion Bildung statt Abschiebung

Die Jugendaktion Bildung statt Abschiebung ist entstanden aus den Protesten gegen die Abschiebung eines Mitschülers an der B11 am 31.Mai 2017. Wir sind ein junges Bündnis aus Schüler*innen, Studis und Unterstützer*innen und Du bist eingeladen bei uns mitzuwirken und mitzugestalten.
An Deiner Schule, auf der Straße, im Bündnis. Schreib uns einfach und/oder komm zu unserem nächsten Treffen!

Unsere Kernforderungen:


    Keine Abschiebungen aus Schulen
    Beendigung der Mitwirkungspflicht von Lehrkräften und Sozialarbeiter*innen bei Abschiebungen
    Vollen Zugang zu Bildung für Alle
    Abschaffungen der Abschiebeknäste
    Bleiberecht für alle
https://jabaaktion.wordpress.com/ (https://jabaaktion.wordpress.com/)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 11:30:58 Sa. 24.März 2018
Zitat
Proteste gegen Abschiebung von Schülern

In der Nacht vom 13. auf den 14. März wurden zwei Schülerinnen der Falkschule im Frankfurter Stadtteil Bockenheim in den Kosovo abgeschoben. Ihre Mitschüler protestieren
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(https://abload.de/img/1074053_928x522-1392wjlpda.jpg) (http://abload.de/image.php?img=1074053_928x522-1392wjlpda.jpg)

Lautstark machten Schüler und Lehrer der Falkschule am Donnerstagmittag vor dem Ordnungsamt in der Kleyerstraße auf sich aufmerksam. Die Jugendlichen der siebten bis zehnten Klassen hielten Plakate in die Luft, pfiffen und riefen in Chören: „Wir sind wütend, wir sind laut, weil man uns die Freunde klaut.“

Der Grund für ihre Wut ist die Abschiebung ihrer Mitschülerinnen Elda und Ema Krasniqi. Die Familie der Mädchen, die in die zehnte und siebte Klasse gingen, wurde in der Nacht vom 13. auf den 14. März von der Polizei in den Kosovo abgeschoben.

Etwa drei Jahre gingen Elda und Ema zur Falkschule, waren laut Schulleiterin Andrea Pohl voll integriert, zeigten ein vorbildliches Sozialverhalten. Dass Elda in der Schule nun nicht mehr neben ihnen sitzen kann, teilte sie ihren Freundinnen Amina Sadikovic und Layla Ujkanovic via Smartphone mit. „Wir stehen kurz vor dem Realschulabschluss, jetzt kann Elda ihren vielleicht nicht mehr machen“, so Sadikovic. „Wir sind geschockt und traurig“, berichtete die 16-Jährige.

Die ganze Schulgemeinde sei entsetzt über die Abschiebung. Zudem habe es dazu keine offizielle Benachrichtigung gegeben. „Wir haben das nur durch die Mitschülerinnen erfahren“, sagt die Leiterin. In einer E-Mail, die der FR vorliegt, berichtet Elda Krasniqi, ihre Familie sei im Januar 2015 auf der Suche nach Arbeit nach Deutschland gekommen. Ihr Vater Shefki Krasniqi habe in Deutschland einen Job gefunden, jedoch keine Arbeitserlaubnis erhalten.

Pohl und Lehrer der Falkschule hatten sich mit einem Schreiben an Bildungsdezernentin Sylvia Weber gewandt. Darin baten    sie um Unterstützung, dass die Krasniqis nach Deutschland zurückkehren und die Mädchen ihre Schullaufbahn in Frankfurt beenden können.

Doch das Gesetz definiert den Kosovo als sicheres Herkunftsland. Jan Pasternack, Referent des Dezernats für Integration und Bildung, erklärte: „Wir wurden erst am Mittwoch durch die Schulgemeinde auf diesen Fall aufmerksam gemacht, können daher noch keine konkreten Aussagen machen.“ Stadträtin Weber wolle aber in naher Zukunft einen Termin mit den Beteiligten der Schule wahrnehmen. „Wir müssen die Situation zunächst prüfen, können erst dann über Möglichkeiten sprechen“, sagt Pasternack.

Elda Krasniqi bedankte sich im Namen ihrer Familie per E-Mail bei Schülern und Lehrern der Falkschule. Es sei „ein großes Glück, eine solche Unterstützung zu bekommen“. Sie, ihre Schwester und ihre Eltern hofften, bald zurückkehren zu können.

Eine Schülerin, die am Donnerstag vor den Protestierenden sprach, sagte: „Viele haben mich gefragt, ob das hier eigentlich was bringt. Aber wenn man nicht kämpft, dann hat man schon verloren.“
http://www.fr.de/frankfurt/stadtteile/frankfurt-west/migranten-in-frankfurt-proteste-gegen-abschiebung-von-schuelern-a-1472659 (http://www.fr.de/frankfurt/stadtteile/frankfurt-west/migranten-in-frankfurt-proteste-gegen-abschiebung-von-schuelern-a-1472659)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 12:56:26 So. 08.April 2018
Nicht so geschichtslos sein.

Ich habe interessante Geschichten in einem politischen Online-Archiv gefunden über das bremer Gymnasium Huckelriede in den frühen 70ern:
Zitat
Beim stadtweiten Berufsverbotestreik scheint das Gymnasium Huckelriede das größte Kontingent an Demonstrierenden zu stellen. Zu den jungen Freunden der CDU und dem an der DKP orientierten Sozialistischen Schülerbund (SSB) gesellt sich bald der Kommunistische Oberschülerbund (KOB), vermag aber beim Streik gegen die Schulverweise zunächst offenbar nur wenige zu mobilisieren, was aber dann doch wieder deutlich anders wird, so dass das Gymnasium Huckelriede vermutlich als eines der Zentren der Bremer Schülerbewegung betrachtet werden kann, so dass auch bei der vom SSB organisierten Urabstimmung beide Fragen bejaht werden.

Vom KOB am Gymnasium Huckelriede wird die breite Palette politischer Schülerorganisationen beleuchtet, die sich auch in teils gemeinsamen Flugblättern äußert.

Beeindruckend ist die ausgefeilte Binnenstruktur des KOB-Schulkollektivs, welches der Disziplinierung trotzt und sich auch immer wieder um die stadtweite Gesamtschülervertretung (GSV) bemüht sowie als Rote Liste zur schulischen Schülervertretung antritt bzw. zu deren Struktur Stellung nimmt und seine Zellenzeitung herausgibt.

Zum Konflikt kommt es anlässlich der Vorbereitung einer Veranstaltung zur Bundeswehr, da die Lehrerin Karin Maier, die bereits bei den Schülerstreiks 1972/73 die Meldung streikender Schüler verweigerte, wozu die Aktionsgruppe Demokratischer Lehrer (ADL) aufgerufen hatte, nun offenbar für die Volksbewaffnung eintritt, was zu ihrem Berufsverbot führt, wogegen der KOB nicht nur am Gymnasium Huckelriede selbst, sondern auch sowohl stadtweit protestiert als auch an den einzelnen anderen Schulen, wie hier vom Alten Gymnasium belegt wird.
https://www.mao-projekt.de/BRD/NS/BRE/Bremen_Gymnasium_Huckelriede.shtml (https://www.mao-projekt.de/BRD/NS/BRE/Bremen_Gymnasium_Huckelriede.shtml)

Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 17:33:44 Do. 19.April 2018
Zitat
„Generation Columbine“
US-Schüler streiken in Gedenken an High-School-Massaker


Am Freitag jährt sich der Amoklauf an der Columbine High School zum 19. Mal. Landesweit wollen Schüler ein Zeichen im Kampf für schärfere Waffengesetze setzen.

An mehr als 2000 US-Schulen organisieren sich Schüler am Freitag zu einem Streik. In Gedenken an die 13 Opfer, die am 20. April 1999 an der Columbine High School in Colorado bei einem Amoklauf ihr Leben verloren, wollen junge Menschen auf die Straßen gehen und damit zugleich für eine Verschärfung der Waffengesetze protestieren.
https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/1194530/streik-schueler-gedenken-columbine-high-school-massaker (https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/1194530/streik-schueler-gedenken-columbine-high-school-massaker)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Troll am 16:39:08 Mi. 09.Mai 2018
Zitat
Über die sogenannte digitale Bildung – und den lernenden Menschen

Vortrag Prof. Dr. phil. Ralf Lankau: "Über die sogenannte digitale Bildung - und den lernenden Menschen"

http://youtu.be/7_i81a-UdQo (http://youtu.be/7_i81a-UdQo)

Via NDS (https://www.nachdenkseiten.de/?p=43869#h08)

Ganz allgemein, es findet eine grundlegende Umerziehung statt die sich durch das ganze Leben zieht, ob jung oder alt ist egal, je jünger desto zugänglicher, unzugängliche Alte werden diskreditiert.
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Troll am 17:53:24 Fr. 26.Oktober 2018
Zitat
Video mit dem 30. Pleisweiler Gespräch. Thema: „Verbaut die digitale Revolution unseren Kindern die Zukunft? – Erkenntnisse aus der Evolutions- und Hirnforschung“

https://youtu.be/fpA5ET0Y0Lc (https://youtu.be/fpA5ET0Y0Lc)

Diskussion
https://youtu.be/5CChRKUIewU (https://youtu.be/5CChRKUIewU)

Quelle: NDS (https://www.nachdenkseiten.de/?p=46702)
Der eigentliche Vortrag ist sehr interessant und beängstigend, es lässt den Kindern für die Zukunft keine Chance.

Das gesamte drumherum um den Vortrag ist naja, muß eigentlich so nicht sein.
Aber allein in den Vortragsraum geschaut, überwiegend ältere Semester, d.h. Alte kritisieren die Moderne, damit schon verloren weil nicht ernst genommen.
Aus der Disskussion noch interessant, https://youtu.be/5CChRKUIewU?t=662 (https://youtu.be/5CChRKUIewU?t=662) , ich hab irgend wann viel übersprungen.


Nachtrag: Also, das Thema finde ich immer noch interessant, nach erneutem anhören des Vortrages ist er für das Sensibilisieren des Themas eigentlich denkbar schlecht, die Reaktionen in der "Disskussion" auf Zuhörerbeiträge -fragen sind unterirdisch, arrogant und ignorant.
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Troll am 12:27:34 So. 11.November 2018
Zitat
Where to Invade Next

In bester Michael-Moore-Tradition political incorrect und parteiisch: Geheime Mission des Filmemachers nach Europa und Nordafrika für das Pentagon, um von dort Ideen und Werte zu entwenden, die die marode Situation in den USA entscheidend verbessern könnten. Er stößt auf Errungenschaften wie Mutterschutz oder Mutter-Kind-Kuren. Dinge, die in den USA weithin unbekannt sind.

Michael Moore ist in geheimer Mission für das Pentagon unterwegs. Er soll Länder in Europa und Nordafrika „besetzen“, um von dort Ideen und Werte zu entwenden, die die marode Situation in den USA entscheidend verbessern könnten. Und er wird überall fündig. In Italien trifft er ein frischverheiratetes Polizistenpaar, das eine derartige Anzahl bezahlter Urlaubstage, ein 13. Monatsgehalt und viele weitere Möglichkeiten für ein Dolcefarniente hat, so dass Moore sich nicht mehr darüber wundert, dass in Italien alle Menschen so aussehen, als hätten sie gerade guten Sex gehabt. In Frankreich bringt er Schulkinder, die in ihrer Kantine ihr tägliches Drei-Gänge-Menü genießen, zum Würgen, als er ihnen Fotos von amerikanischem Schulfraß zeigt. Die finnische Kultusministerin sagt ihm, wie wichtig Spielen und Freizeit für Schulkinder ist, und im slowenischen Ljubljana trifft er amerikanische Studenten, die dort ein kostenfreies Studium in englischer Sprache angeboten bekommen. In Deutschland stellt er erstaunt fest, dass die Menschen auf Schritt und Tritt durch die Stolpersteine an die antisemitischen Gewalttaten ihres Landes erinnert werden, während in den USA fast nichts an die Vernichtung indigener Völker und die Gewalt gegen Sklaven erinnert. Andere Errungenschaften findet er in Norwegen, Island, Portugal – und selbst in Tunesien stößt er auf Dinge in der Familienplanung und Frauengleichstellung, an der die USA sich ein Beispiel nehmen könnten.

HTML5: https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/069000/069800/069857-000-A_EQ_0_VA-STA_03947471_MP4-1500_AMM-PTWEB_134WF1D3Tvw.mp4 (https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/069000/069800/069857-000-A_EQ_0_VA-STA_03947471_MP4-1500_AMM-PTWEB_134WF1D3Tvw.mp4)
Quelle: Arte (https://www.arte.tv/de/videos/069857-000-A/where-to-invade-next/)
Titel: Re:NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 09:32:59 Fr. 07.Dezember 2018
Zitat
Schülerproteste in Frankreich
Mehr als 700 Festnahmen

Frankreichs Regierung bekommt die Proteste nicht unter Kontrolle. Auch an Schulen eskaliert die Lage. Doch die größten Krawalle könnten erst bevorstehen.


(https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/frankreich-protest-111~_v-modPremium.jpg)

Die Proteste gegen die französische Regierung haben auch die Schulen erreicht. Am Donnerstag beteiligten sich landesweit Tausende Gymnasiasten und Mittelschüler an Protestaktionen gegen künftig härtere Auswahlkriterien für die Aufnahme an einer Hochschule oder gegen Kürzungen beim Lehrpersonal.

Dabei wurden laut französischem Innenministerium 700 Schüler vorübergehend festgenommen. An 280 Schulen im ganzen Land sei der Betrieb durch den Protest gestört worden, an 45 Institutionen sei er gar nicht mehr möglich gewesen.

Blockaden seit Montag


Seit Montag blockieren nun auch Schüler und Studenten Bildungseinrichtungen. Wenn der Bildungsminister nicht bald eine starke Antwort gebe, werde es Todesfälle geben, sagte der Präsident der Nationalen Schülerunion, Louis Boyard, dem Sender BFMTV. Er befürchte bei den Protesten Gewalt - und rief gleichzeitig zur Ruhe auf.

Nach Angaben des Senders waren im Großraum Paris rund 100 Bildungseinrichtungen von den Aktionen betroffen. Auch an Hochschulen gab es Proteste. Einige Bereiche der Pariser Universität Sorbonne blieben geschlossen. Medienberichten zufolge hatten zuvor mehrere Menschen versucht, Teile der Universität zu besetzen.

In Städten wie Marseille und Bordeaux zündeten Demonstranten Mülltonnen und Autos an und lieferten sich Zusammenstöße mit der Polizei.

Macrons Ankündigung beruhigt nicht


Die Ankündigung von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, die geplanten Steuererhöhungen für Benzin und Diesel für das Jahr 2019 außer Kraft zu setzen, kann die "Gelbwesten" offenbar nicht beruhigen. Dabei hatte sich an diesen Erhöhungen der Protest entzündet.

Frankreich wappnet sich so für weitere Krawalle am kommenden Wochenende. Mehrere 1000 Gewalttäter würden sich gezielt für Krawalle in Paris rüsten, hieß es in einem Kommuniqué aus dem Élysée-Palast, dem Amtssitz des Präsidenten. Auch Premierminister Édouard Philippe warnte in einem Interview mit dem Fernsehsender TF1: "Wir haben es mit Leuten zu tun, die nicht kommen, um zu protestieren, sondern um zu zerstören." Er kündigte an, im ganzen Land sollten am Samstag rund 89.000 Polizisten eingesetzt werden, allein 8000 davon in Paris, ausgerüstet mit einem Dutzend gepanzerter Fahrzeuge.

Aufgrund der erwarteten Proteste soll der Eiffelturm am Samstag für Besucher geschlossen bleiben, wie die Betreiber auf der Internetseite des Wahrzeichens mitteilen. Weitere Museen und Sehenswürdigkeiten, vor allem rund um den Boulevard Champs-Élysées, wollen ihren betrieb ebenfalls aussetzen.

Auch die Französische Fußball-Liga zieht Konsequenzen: Am Wochenende wurden fünf Spiele abgesagt, darunter auch die Top-Partie zwischen Paris Saint-Germain und HSC Montpellier. Laut der Nachrichtenagentur AFP sollen die Polizeikräfte, die in den Stadien eingeplant gewesen waren, nun eingesetzt werden, um bei den Protesten für Sicherheit zu sorgen.

Premierminister Edouard Philippe rief die Franzosen auf, sich nicht an den von den "Gelbwesten" angekündigten Demonstrationen zu beteiligen. "Um nicht das Spiel derjenigen zu betreiben, die sich bereits darauf vorbereiten, Unruhe und Chaos zu verbreiten", sagte er.

Polizeigewerkschaft vigi solidarisch mit "Gelbwesten"

Verstärkt wird die Unruhe in Frankreich durch die Ankündigung der Polizeigewerkschaft vigi, am Samstag in einen zeitlich unbegrenzten Streik zu treten. In einer Pressemitteilung heißt es, es sei "an der Zeit", sich solidarisch mit den "Gelbwesten" zu zeigen.

Der Server der Gewerkschaft brach nach der Ankündigung zusammen. In vigi sind Mitarbeiter der Polizeibehörde und des französischen Innenministeriums organisiert, etwa Handwerker, die die Polizeifahrzeuge warten oder Caterer, die die Polizei während ihrer Einsätze mit Essen versorgen. Vigi ist eine relativ kleine Gewerkschaft. Ihre Ankündigung, sich am Samstag durch einen Streik an den Protesten der "Gelbwesten" zu beteiligen, löste in den französischen Medien dennoch ein verstörtes Echo aus.

Akt Nummer vier

Schon die vergangenen drei Samstage hatten Sprecher der Protestbewegung zu Demonstrationen in Paris aufgerufen. Vergangenen Samstag war es dabei zu den schwersten Ausschreitungen seit Jahrzehnten gekommen.

Nun riefen die "Gelbwesten" zum Akt Nummer vier auf, wie es in den einschlägigen Facebook-Gruppen heißt.

Diesmal wollen sie direkt ins Zentrum der Macht vorstoßen, wie einer ihrer Sprecher, Éric Drouet, in einer Diskussionssendung im französischen Fernsehen in aller Ruhe verkündete. Als Ziel der Demonstrationen gab er den Élysée-Palast vor.

Was sie dort denn tun wollen, wurde er vom ziemlich perplexen Moderator gefragt. "Wir gehen rein. Das ist das Symbol der Republik", antwortete Drouet. "Die Leute wollen da rein gehen, das ist alles." Die Behörden wollen alles an Sicherheitskräften aufbieten, was zur Verfügung steht.
https://www.tagesschau.de/ausland/frankreich-proteste-137.html (https://www.tagesschau.de/ausland/frankreich-proteste-137.html)
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 15:45:26 Fr. 25.Januar 2019
Vor ein oder zwei Jahren gab es im indischen Delhi riesige Schülerstreiks und Demos gegen die vergiftete Luft der Stadt.

Um die Stockholmer Schülerin Greta Thunberg gibt es einen ziemlichen Hype, ich finde ihre Kampagne zu einem Schulstreik (jeden Freitag) gegen die Klimapolitik trotzdem gut. Und der Funke ist auch übergesprungen.

Zitat
Heute gehen in Berlin voraussichtlich Tausende Schüler auf die Straße, um von der Kohle-Kommission einen ernsthaften Vorschlag zu verlangen. Doch dort liegt der Entwurf eines faulen Kompromisses auf dem Tisch

In Brüssel haben am gestrigen Donnerstag 32.000 Schüler und Studenten für effektiven Klimaschutz demonstriert, schreibt der Spiegel. Das war dort bereits die dritte derartige Demonstration in drei Wochen. Es begann mit 3.000 Teilnehmern, letzte Wochen waren es 15.000.
https://www.heise.de/tp/news/Bruessel-und-Berlin-Schueler-streiken-fuers-Klima-4287299.html

Brüssel

(http://ais.badische-zeitung.de/piece/09/cc/bb/c0/164412352-h-720.jpg)

Basel
(https://img.blick.ch/incoming/15135585-v1-klimastreik.jpg?imwidth=1000&ratio=FREE&x=0&y=0&width=960&height=640)

Aargau
(https://cdn-az.allevents.in/banners/f928aa60-14ec-11e9-90b6-594a2ca838ff-rimg-w300-h300-gmir.jpg)

St.Gallen
(https://www.toponline.ch/fileadmin/user_upload/Klimastreik_St.Gallen.jpg)


Lausanne
(https://www.20min.ch/diashow/266333/big/D6B2FEC9782FDE7FA591A79A14F81B2C.jpg)

Sydney
(https://s.w-x.co/de-demo-schuler-australien-klima.jpg)

(http://)

Berlin
(https://pbs.twimg.com/media/DxMjitLWoAIGEje.jpg)

auch Berlin
(https://www.berliner-zeitung.de/image/31931096/2x1/940/470/c9e2123440d80ece4686357d9acb2fce/sQ/71-143111370--null--24-01-2019-16-21-06-019-.jpg)

Freiburg
(https://www.chilli-freiburg.de/wp-content/uploads/700-streik-4.jpg)

Würzburg
(https://abload.de/img/unbenannthyjcs.jpg) (http://abload.de/image.php?img=unbenannthyjcs.jpg)

Lübeck
(http://www.ln-online.de/var/storage/images/ln/lokales/luebeck/schueler-streiken-fuer-das-klima/710189645-2-ger-DE/Schueler-streiken-fuer-das-Klima_big_teaser_article.jpg)

Kiel
(https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/schulstreik154_v-contentxl.jpg)


Cool!
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: counselor am 16:43:53 Fr. 25.Januar 2019
Diese Aktionen sind sehr gut!
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: counselor am 17:42:27 Mi. 30.Januar 2019
Zitat
„Verhaltensgestört“: So bösartig wird Greta Thunberg angefeindet

Greta Thunberg ist für viele Schüler und Erwachsene zum Vorbild geworden – aber nicht jeder findet ihre Klimaproteste gut: Gretas Kritiker posten in den sozialen Netzwerken zurzeit boshafte und beleidigende Kommentare über sie.

Quelle: https://utopia.de/greta-thunberg-beleidigungen-124854/
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:33:57 Fr. 01.Februar 2019
Zitat
Ministerium empfiehlt Geldbußen

Im Bildungsministerium von Sachsen-Anhalt sieht man den Bildungsauftrag in Gefahr, wenn Schüler_innen ihre Meinung während des Unterrichts kundtun.
https://www.taz.de/Schuelerstreiks-fuers-Klima/!5569721/
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 09:19:22 Sa. 02.Februar 2019
Zitat
Allein 3 000 in München, 2 000 in Münster und 1 000 in Bamberg. So viele Jugendliche zog es nach Angaben der Organisatoren am vergangenen Freitag auf die Straßen, um für eine strengere Klimapolitik zu streiken. Auch in Bayreuth, Würzburg, Erlangen und Nürnberg demonstrierten die Schüler bereits.
https://www.np-coburg.de/region/coburg/Schule-statt-Streik;art83420,6551590
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: counselor am 17:50:32 Mi. 06.Februar 2019
Zitat
So stark reagiert Greta Thunberg in einem offenen Brief auf Hass und Gerüchte

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg musste sich zuletzt viel Hass und Gerüchte bezüglich ihrer Person anhören. Nun bezieht sie dazu in einem offenen Brief Stellung.

Quelle: https://ze.tt/so-stark-reagiert-greta-thunberg-in-einem-offenen-brief-auf-hass-und-geruechte/
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 08:51:19 Sa. 16.Februar 2019
Zitat
Ministerium will bei streikenden Schülern hart durchgreifen

Seit Wochen gehen Schüler bei den "Fridays for Future" gegen den Klimawandel auf die Straße. Das nordrhein-westfälische Schulministerium fordert jetzt, dass die Schulen hart gegen die Schwänzer vorgehen.
http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/schueler-streiken-fuer-klima-ministerium-in-nrw-will-hart-durchgreifen-a-1253529.html

Zitat
Schüler planen den weltweiten Klimastreik

Während Eltern sich fragen, wie lange ihre Kinder noch Schule schwänzen, organisieren die den nächsten Aufstand: Am 15. März soll der Klimastreik Millionen Schüler auf die Straße bringen. Das sind die Organisatoren.
https://www.bento.de/politik/so-planen-die-schuelerinnen-und-schueler-den-mega-klimastreik-a-f1698531-d0f9-4b2a-a9c7-62524a0cdb7c#refsponi
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: counselor am 10:18:36 Sa. 16.Februar 2019
Hier in N hatten die Schüler ihre Demo um 14 Uhr angesetzt, also außerhalb der Schulzeit. Das ist gut, denn so können sich auch Berufstätige der Demo anschließen. Gekommen sind auch ca 1000 Teilnehmer. Ich hoffe, die Aktionen gehen weiter.
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 10:23:47 Sa. 16.Februar 2019
Zitat
Gekommen sind auch ca 1000 Teilnehmer
Nicht schlecht!

Dein Argument stimmt schon.
Ich finde aber auch die Symbolik der Protests während der Unterrichtszeit sehr gut, denn das ist ein Streik, eine Verweigerung dessen, was man tun muß. Man bricht bewußt die Regeln.
Die Haltung ist notwendig, wenn man wirklich etwas verändern will.

Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: counselor am 05:03:17 So. 17.Februar 2019
Zitat
Klimaschutz-Demo in Bamberg: 1400 Menschen gehen auf die Straße

Unter dem Motto "Nicht mit uns!" haben Menschen jeden Alters am Samstag in Bamberg gegen die Klimapolitik demonstriert. Das "Fridays for Future"-Orgateam hatte zahlreiche Parteien und Organisationen eingeladen, um Teil der Bewegung zu sein.

Quelle: https://www.infranken.de/regional/bamberg/klimaschutz-demo-in-bamberg-1400-menschen-gehen-auf-die-strasse;art212,4055933?_DONOTCACHE=1
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: counselor am 18:55:06 Di. 19.Februar 2019
Zitat
Fridays for future - "Das kann eine Langzeitbewegung werden"

Tausende Schüler haben gestern wieder für besseren Klimaschutz demonstriert. Mehr als ein Greta-Effekt? Ja, sagt Klaus Hurrelmann. Die Jugend hat politische Kraft wie lange nicht.

Quelle: https://www.zdf.de/nachrichten/heute/klaus-hurrelmann-zu-fridays-for-future-und-den-greta-effekt-100.html
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 16:54:48 So. 10.März 2019
Wenn Demos Gefahr laufen, etwas zu bewirken, denunziert man die Demonstranten als "Schulschwänzer".
Wenn Demos offensichtlich etwas bewirken, gibt man den Demonstranten vorsorglich frei, um sie loszuwerden.

Zitat
In Algerien sollen die Studenten früher als sonst in die Semesterferien gehen.
In einem Erlass des Bildungsministeriums steht, dass die vorlesungsfreie Zeit schon dieses Wochenende anfängt, statt erst in zwei Wochen.
https://www.deutschlandfunknova.de/nachrichten/algerien-frueher-semesterferien-weniger-protest

 
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: counselor am 17:23:54 So. 10.März 2019
Oder man versucht sie zu vereinnahmen, indem man sie mit Lob überschüttet, wie es Merkel und Steinmeier derzeit mit der "Fridays for Future"-Bewegung versuchen.
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: Troll am 10:05:06 So. 12.Mai 2019
Zitat
Von Bits und Brains
Wie das Gehirn mit digitalen Medien umgeht


Mit atemberaubender Geschwindigkeit werden immer mehr Bereiche unseres Lebens digitalisiert. Dabei befürchten viele, dass diese Entwicklung möglicherweise die geistigen Leistungen des Menschen verkümmern lasse oder gar zu Schädigungen des Gehirns führe.
Sind solche Befürchtungen berechtigt und was kann die Hirnforschung dazu sagen?
Michael Madeja beschreibt in diesem Vortrag Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Gehirn und Computer. Er erläutert die Verarbeitung digitaler Informationen im Gehirn und geht schließlich auf die Auswirkungen der Nutzung digitaler Medien auf die Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns ein.

Vortragender:
Professor Dr. Michael Madeja lehrt Neurowissenschaften an der Universität Frankfurt. Er ist außerdem wissenschaftlicher Vorstand der Else-Kröner-Fresenius-Stiftung und Autor mehrerer, auch populärwissenschaftlicher Bücher zur Hirnforschung.
https://www.tele-akademie.de/begleit/ta190512.htm

HTML5: https://pdodswr-a.akamaihd.net/swrfernsehen/swr-extra/2019/05/1118169.l.mp4
Quelle: Tele-Akademie (SWR) (https://swrmediathek.de/player.htm?show=68e1af52-7311-11e9-a7ff-005056a12b4c)
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: Troll am 09:44:20 Di. 11.Juni 2019
Zitat
Psychiater Winterhoff über das Bildungssystem
"18-Jährige mit dem sozialen Reifegrad eines Kleinkindes"

Michael Winterhoff zeichnet in seinem Buch "Deutschland verdummt" ein düsteres Bild des Bildungssystems. Dessen Umkremplung vor 20 Jahren habe dazu geführt, dass jungen Menschen heute wesentliche soziale Kompetenzen fehlten. Einige 18-Jährige hätten die psychische Reife eines Kleinkindes, sagte er im Dlf.
...

HTML5: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2019/06/03/deutschland_verdummt_wie_das_bildungssystem_die_zukunft_dlf_20190603_1436_24a0e010.mp3
Quelle: Dlf (https://www.deutschlandfunk.de/psychiater-winterhoff-ueber-das-bildungssystem-18-jaehrige.680.de.html?dram:article_id=450454) via NDS (https://www.nachdenkseiten.de/?p=52433#h13)

Beteiligte Informanten wollten keinesfalls genannt werden da sie Reppressionen/Nachteile befürchteten, so funktioniert bei uns Zensur, gesellschaftliche Knebelung, digital ist ohne Ausnahnme gut, die Zukunft, also darf ich den Kinderchen nicht diese Zukunft nehmen, billiger als ein guter Lehrer ist es allemal.
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 17:58:18 Mi. 31.Juli 2019
Wenn die Herrschenden Angst vor einer Schülerbewegung haben...

Zitat
Im Sudan sollen alle Schulen auf unbestimmte Zeit geschlossen bleiben.

Das hat der regierende Übergangs-Militärrat für das gesamte Land angeordnet, wie staatliche Medien berichten. Die Führung des Landes reagiert damit auf Proteste von Schülerinnen und Schülern gegen Polizeigewalt. Am Montag hatten Sicherheitskräfte in El-Obeid im Süden des Landes vier Schüler getötet. Die Jugendlichen hatten sich an Demonstrationen gegen die Militärherrschaft und die steigenden Lebenshaltungskosten beteiligt. Die Sicherheitskräfte sollen mit scharfer Munition in die Menge geschossen haben.
https://www.deutschlandfunk.de/sudan-militaerrat-schliesst-alle-schulen.2932.de.html?drn:news_id=1033531
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: Troll am 10:27:56 So. 11.August 2019
Beim Dlf hab ich den Artikel nicht mehr gefunden, Google verweist noch darauf aber der Artikel wurde offensichlich (Bitte weiter gehen, hier gibt es nichts zu sehen) ins Nirwana verschoben.

Ersatz:
Zitat
Schulen im Sudan nach Protesten auf unbestimmte Zeit geschlossen

Bei Demonstrationen am Montag wurden vier Schüler erschossen. Um neue Proteste zu stoppen, bleiben nun alle Schulen des Landes zu
...

https://derstandard.de/privacywall/story/2000106890214/schulen-im-sudan-nach-protesten-auf-unbestimmte-zeit-geschlossen
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 10:28:15 Mo. 02.September 2019
Zitat
Proteste in Hongkong
Berufsverkehr blockiert - Menschenketten vor Schulen

(https://cdn1.spiegel.de/images/image-1464693-860_poster_16x9-imyd-1464693.jpg)

Zwischen Polizeieinheiten und Demonstranten war es in den vergangenen Tagen zu Kampfszenen gekommen. Zu Wochenbeginn störten Aktivisten den U-Bahnverkehr, Schüler knieten vor Unterrichtsbeginn nieder.
https://www.spiegel.de/politik/ausland/hongkong-proteste-bahnverkehr-blockiert-menschenketten-vor-schulen-a-1284768.html
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: Kuddel am 12:00:14 Fr. 25.Oktober 2019
Eine Schülerin in Chile:

Zitat
Alles begann mit der Erhöhung des Fahrpreises der U-Bahn: Die Leute, die U-Bahn fahren, haben meist kein Auto und verdienen weniger Geld. Nur um zur Arbeit und wieder zurück zu fahren, müssen sie monatlich 50.000 Pesos bezahlen, dabei verdienen sie häufig nur 200.000 Pesos. Das ist ein Viertel ihres Monatslohns.

Die Schüler haben das bemerkt und angefangen gegen die Fahrpreiserhöhung zu protestieren. Sie haben das nicht für sich selbst gemacht, der Schülertarif wurde ja nicht erhöht, sondern für ihre Mitmenschen.

Wir Schüler sind zudem schon lange wütend, weil das Bildungssystem ungerecht ist. Nicht alle haben den gleichen Zugang zu guter Bildung. Bildung und Gesundheit sollten vom Staat garantiert werden und nicht privatisiert sein. Eines Tages soll Chile ein Land ohne soziale Klassen sein, wo wir alle die gleichen Rechte auf Wohnen, Essen, Bildung und Gesundheit haben. Das ist mein Wunsch."
https://www.spiegel.de/politik/ausland/chile-demonstranten-berichten-von-ihren-protesten-a-1292970.html
Titel: Re: NuSchool
Beitrag von: Troll am 09:41:12 Sa. 09.November 2019
Andreas Kemper über "Landolf Ladig" alias Björn Höcke (AfD) - Jung & Naiv: Folge 442

Jung & Naiv: Folge 442 […] Andreas Kemper ist Soziologe, der sich mit Arbeiterkindern, Klassismus, Antifeminismus & der AfD beschäftigt. Er hat herausgefunden, dass AfD-Spitzenkandidat Björn Höcke vor seinem Eintritt in die Partei “NS-verherrlichende” Texte unter dem Pseudonym “Landolf Ladig” publizierte und durch einen der gefährlichsten Neonazis in Deutschland erpressbar ist.
...

https://youtu.be/5r1bzvO4E6k

Via NDS (https://www.nachdenkseiten.de/?p=56246#h09)