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Randbereiche - Wenig diskutiert! => (Schein)Selbstständigkeit => Thema gestartet von: Kater am 12:14:15 Mi. 05.August 2009

Titel: Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Kater am 12:14:15 Mi. 05.August 2009
Zitat
Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen

Die Zahl der Selbstständigen, die ergänzend zu ihren Einkünften Hartz-Vier-Leistungen beziehen, hat sich innerhalb von zwei Jahren mehr als verdoppelt. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit erhielten am Jahresende 2008 rund 114.000 Selbstständige Arbeitslosengeld II; Ende 2006 lag ihre Zahl bei nur 56.000. Der Trend setze sich weiter fort, heißt es in einer Mitteilung der Bundesagentur weiter. Als Gründe wurden Auftragsmangel und die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise angegeben.


http://www.dradio.de/nachrichten/200908051200/3 (http://www.dradio.de/nachrichten/200908051200/3)
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 12:34:13 Mi. 05.August 2009
Sind doch Klasseerfolge mit der Existenzgründung durchs Arschamt gewesen. Nun hört man keine CDU/CSU oder FDP rumtrompeten, was Existenzgründungen doch für eine gute Chance sind, wenn man den Job verliert. Im Gegenteil, jetzt unterstellen genau diese Trompeter den Existenzgründern, die Existenzgründungen nur als Notnagel, als Betrug mißbraucht zu haben, um nicht sofort Alg II beantragen zu müssen. Als Existenzgründer hätte man nur Zeit geschunden und sich vor Alg II gedrückt.

Diesen zynischen, hinterhältigen und arroganten Parteifunktionären sollte man sofort eine kräftig scheuern.
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Alex22 am 19:06:31 Mi. 05.August 2009
Dann gibt es noch die menschen, die von der ARGE aus dem ALG II gemobbt wurden und nun "freiwillig kranken versichert " sind.
Die Außenstände der KK werden immer größer und er Versicherungsschutz ist nicht wirklich vorhanden.
Es wird dann unterstellt, dass man sich die Kosten der KK sparen will.
 ???
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Auferstanden am 13:28:31 Sa. 08.August 2009
Reformen und Veränderungen in einem auf Ausbeutung basierenden Gesellschaftssystem sind immer mit Vorsicht zu genießen.

Ein "gutes" Beispiel ist die "Zwangsmitgliedschaft in einer beliebigen Krankenversicherung.
Erst einmal, oberflächig betrachtet sinnvoll, nur die Realitäten sehen wieder einmall anders aus.
Anstatt das wirklich jedermann/frau pflichtversichert ist, oft genau gegenteiliges. Die öffentlichen beauftragten Verwahranstalten
sorgen nicht zu knapp noch dafür, die schon beschäftigungslos gewordenen Menschen auch noch versicherungslos werden zu lassen.

Der Wahnwitz dabei ist, das nach eine kurzen Frist zwar keine Krankversicherung mehr besteht aber dank der
besten aller toitschen Gesetze laufende Pflichtversicherungskosten auflaufen, die es wiederum zu tilgen gilt. 


 

Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Alex22 am 18:26:13 So. 09.August 2009
.............
Der Wahnwitz dabei ist, das nach eine kurzen Frist zwar keine Krankversicherung mehr besteht aber dank der
besten aller toitschen Gesetze laufende Pflichtversicherungskosten auflaufen, die es wiederum zu tilgen gilt. 

Willkommen im Club.
Ich brauche Marcumar und einige andere Sachen. Ich bin ja einer, der seine KK nicht bezahlt, weil er sich diese ersparen will.
Das ist die Meinung der zu gut bezahlten Sozialschmarotzer in den Vorständen.
Jetzt mit 45 kann ich noch Schuldenmillionär werden. Ganz einfach per Gesetz wurde ich zu Zwangszahlungen verpflichtet. Richter, die sowas einfordern, werden sicher mal erschossen.
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Strombolli am 20:57:54 Di. 11.August 2009
Jahrelang war ich (als Selbsständiger) bei meiner, damals einen Job habenden Frau, mitversichert. Das änderte sich auch nicht als wir beide dann auf ALGII mit geringfügigen Beschäftigungen waren. Erst als mir zum 50. Geburtstag dann seitens der ARGE eine 3 Jahre-KommunalKombi "geschenkt" wurde, hat sich das umgekehrt. Nunmehr ist meine Frau bei mir mitversichert.

Die uns versichernde Krankenkasse hat damals (da war ich übrigens bei der DAK, die nur bis zur Gesamtvollstreckung hält!!!) übrigens den Antrag auf Gesamtvollstreckung gestellt. Es waren vielleicht 4500 DM Beitragsrückstand für meine Beschäftigten. Die Banken hatten die Konten dichtgemacht. War also (mit meinen Schuldnern) der Auslöser meiner Enteignung.

Die gesundheitlichen Folgen dieses Einschnittes: Despression, Diabetes, Zahnersatz, chron. Atemwegserkrankung ... Kosten für diese Behandlungen:
Ein Mehrfaches meiner damaligen Schulden...

Manchmal erwische ich mich dabei, die "Was-wäre-wenn?" Frage zu überschlagen. Was wäre gewesen, wenn ich nicht in Konkurs gegangen wäre?
Hätte ich auch so viel Behandlungskosten verursacht oder hätte ich richtig schick Beiträge abgedrückt? Und auch hier: Was wäre passiert, wenn  mein Unternehmen weiterbestanden hätte? Hätte ich brav Steurn bezahlt und wären die mehr gewesen, als das was meine Frau, Kinder und ich in all den Jahren des Niedergangs und der Ausgrenzung an Sozialleistungen bekommen haben?

Was ist für einen Staat rentabeler?

Fragen, die angesichts der Finanzkrise und deren Verursacher, sowie ihr jetziges Verhalten immer wieder mal hochkommen und die ich nicht wirklich beantworten kann. Ich will auch nicht darüber nachdenken. Habe Angst darüber zum Alkoholiker zu werden, wie so viele andere.

Ich kann nur jedem raten, sich genauestens zu überlegen, ob er (ohne reichlich Kapital) in Deutschland unternehmerisch selbstständig werden will! 

Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: BakuRock am 22:05:28 Di. 11.August 2009
Zitat
Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
........................................
Als Gründe wurden Auftragsmangel und die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise angegeben.

http://www.dradio.de/nachrichten/200908051200/3 (http://www.dradio.de/nachrichten/200908051200/3)

Ja, und heute wurden im "Hintergrund" die Gruende so definiert, dass:

Zitat
..................
Der Wirtschaftspsychologe Professor Heinz Schuler befasst sich an der Universität Hohenheim in Stuttgart mit Berufseignungsdiagnostik. Er glaubt, dass es berufsrelevante Eigenschaften gibt, die den Unterschied zwischen einem Gründertyp und den so genannten getriebenen Gründern ausmachen:

"Nur ein kleiner Teil davon würde zu Gründungsaktivitäten neigen, wenn die Situation eine bessere wäre. Denn was außer der hohen Leistungsmotivation auch noch dazu gehört, ist ein ausgeprägtes Unabhängigkeitsstreben. Richtige, typische Unternehmer wollen sich von anderen eigentlich nichts sagen lassen, wollen selbst die Sache in die Hand nehmen. Das ist nicht typisch für abhängig Beschäftigte eigentlich. Und wenn die Unternehmensgründung mehr oder weniger eine Notlösung aus dem Verlust des Arbeitsplatzes heraus ist, dann fehlt eigentlich diese Komponente des Unabhängigkeitsstrebens."
.....................................................

und so werden, ganz subtil, die Gruende fuer das Scheitern nicht der wirtschaftlichen Situation zugeschrieben, sondern den Charaktereigenschaften der Gruender persoenlich.....

Der ganze "Hintergrund": http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1015077/ (http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1015077/)

Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Strombolli am 23:18:40 Di. 11.August 2009
Dieser Gedanke ist höchst interessant, denn bspw. ich bin ja in eine "Alternative" gerutscht. Es stimmt schon, man will sich nichts sagen lassen, wenn man gewöhnt war, Entscheidungen selbst zu treffen. Hinzu kam 1990 eben die Sondersituation, das man als Ossi von vornherein als Dussel hingestellt wurde. Teilweise irgendwelche verzogenen, arroganten Westbubies vor die Nase gesetzt bekam oder als Berater erhören/befolgen musste, was aus ihren marktwirtschaftlich geprägten, geweihten Mündern kam.

Nach meinem Scheitern (wegen Nichtbezahlung meiner Rechnungen .. bla, bla..siehe irgendwo) habe ich dann 1995 auch sofort in Personalunion weitergemacht. Solange bis das Finanzamt STOP! rief und mir wegen "steuerlicher Unzuverlässigkeit" über das Gewerbe- & Ordnungsamt selbstständige
Tätigkeit untersagte.

Seither liege ich dem Staat mit innerem Genuss und äusserem Verzicht auf der Tasche.

Die Bänker durften das Millionenfache meiner (nicht selbst gemachter) Schulden verjubeln und die Großen durften alles an persönlichem Besitz behalten.
Ich und Millionen anderer Klein-Unternehmer nicht! Sie wurden enteignet, wie man es fast mit den Zuständen der Juden um 1933 (III. Reich) oder der Grundbesitzer 1946 oder Privatfabrikanten 1972 (DDR) vergleichen könnte.

Es ist Unrecht. Unrecht mit System!
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Alex22 am 13:04:44 Mi. 12.August 2009
Zitat
ist ein ausgeprägtes Unabhängigkeitsstreben.
Stimmt!

Aber diese Eigenschaften braucht man auch im Kampf gegen die Neoliberalen Staatsfeinde.
Dieser Kampf ist ein Unternehmen.
Ich hoffe wir haben bald viele autonome Außenstellen, die "unternehmerisch" tätig werden.

Natürlich sind die Selbstüberschätzung oder Falscheinschätzung Gefahren für die Selbstständigkeit. Das ist ohne Frage.
Eine Wettbewerbsgesellschaft ist jedoch schon deshalb abzulehnen, da sie nicht die eigentlichen Leistungen als Kreterium der Stärke gelten lässt, sondern nur den finanziellen Erfolg als Maßstab anerkennt.
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: inline am 00:46:35 Fr. 14.August 2009
Zitat
Richtige, typische Unternehmer wollen sich von anderen eigentlich nichts sagen lassen, wollen selbst die Sache in die Hand nehmen. Das ist nicht typisch für abhängig Beschäftigte eigentlich.

Dem kann ich nur voll zustimmen.

Genau aus diesem Grunde treffen Welten aufeinander, wenn jemand der schon selbständig ist zur ARGE tigert.
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Strombolli am 00:58:01 So. 16.August 2009
SPIEGEL Nr. 34 - G E S U N DH E I T
Schmerzhafte Lücke - In Not geratene Selbständige dürfen vorerst nicht auf zusätzliche Unterstützung hoffen, damit sie ihre Krankenversicherung bezahlen können. Dasgeht aus der Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Frage des Linkspartei-Abgeordneten Frank Spieth hervor. Zwar räumt die Bundesregierung erstmals offiziell ein, dass ihr bei der jüngsten Gesundheitsreform ein Fehler unterlaufen ist. Eine „gesetzliche Neuregelung zur Behebung“ sei in dieser Legislaturperiode jedoch nicht mehrmöglich. Von der Gesetzeslücke betroffen
sind vor allem gescheiterte Kleinunternehmer und Freiberufler, die Hartz IV beziehen und seit der Gesundheitsreform gezwungen sind, sich privat
zu versichern. Für den ermäßigten Mindesttarif ihrer Krankenkasse müssen sie etwa 285 Euro im Monat bezahlen. Die staatliche Unterstützung beträgt aber nur etwa 130 Euro. Den Differenzbetrag müssen die Betroffenen aus eigener Tasche zahlen, obwohl sie am Existenzminimum leben. Das Problem war bei den Verhandlungen zur Gesundheitsreform bereits bekannt, allerdings konnten sich Union und SPD auf keine gemeinsame Lösung einigen.

Zitatende.

Typisch für dieses Land. Erstmal abzocken ... solang es geht. Ob Handytarife, Stromrechnung, Spritpreise, Löhne nach unten ...
Zeigt ihnen bloß am Wahltag die rote Karte!

siehe natürlich auch hier (http://www.chefduzen.de/index.php/topic,19408.msg176648.html#msg176648)! (Ja ich habs gelesen)
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Kuddel am 10:38:23 Di. 14.Juni 2011
Zitat
Selbstständige bauen vermehrt auf Hartz IV

Die Zahl der Chefs in Eigenregie, die ihr Einkommen mit Staatsgeld aufbessern, steigt stetig. Doch nicht nur Selbstständige mit mangelndem Umsatz wenden sich offenbar an die Agentur für Arbeit, sondern auch solche die es nicht nötig haben.


Immer mehr Selbstständige in Deutschland sind laut Medienberichten auf Hartz IV angewiesen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) sei die Zahl der Selbstständigen, die ihre Einkünfte mit Hartz IV aufstocken, von 2007 bis 2010 um mehr als 50.000 auf im Jahresdurchschnitt etwa 125.000 gestiegen. Das berichtet die "Süddeutschen Zeitung" unter Berufung auf Statistiken der Nürnberger Behörde.

Im Februar 2011 zählte die BA dem Bericht zufolge knapp 118.000 selbstständige Aufstocker. Rund 85.000 von ihnen hätten über ein Einkommen von weniger als 400 Euro verfügt, 25.000 bis zu 800 Euro verdient, der Rest etwas mehr. Arbeitsvermittler in den Jobcentern würden dieses Phänomen mit Sorge beobachten, weil sie einen Missbrauch des Sozialstaates befürchteten. Denn Selbstständige könnten ihr Einkommen so herunterrechnen, dass sie auf dem Papier Anspruch auf die Hilfe zum Lebensunterhalt hätten, obwohl sie auf das Geld gar nicht angewiesen seien.

Nach Recherchen der Zeitung tauchen in den Jobcentern immer wieder sogar Firmeninhaber mit mehreren Mitarbeitern auf, beantragen Hartz IV und bekommen es auch. Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur, sprach sich für eine Debatte darüber aus, ob sich die Bezugsdauer von staatlichen Grundsicherungsleistungen für Selbstständige zeitlich begrenzen lasse.

"Irgendwann muss man schwarze Zahlen schreiben oder - so weh es tut - die Selbstständigkeit aufgeben", sagte er dem Blatt. "Der Steuerzahler kann nicht auf Dauer eine nicht tragfähige Geschäftsidee mit finanzieren."
http://www.ftd.de/politik/deutschland/:arbeitsmarkt-selbststaendige-bauen-vermehrt-auf-hartz-iv/60064751.html (http://www.ftd.de/politik/deutschland/:arbeitsmarkt-selbststaendige-bauen-vermehrt-auf-hartz-iv/60064751.html)
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: schwarzrot am 11:43:37 Di. 14.Juni 2011
Danke Kuddel.

Dieser artikel ist ja an unverschämtheit nicht zu überbieten:
Er verschweigt geflissentlich, dass meissten dieser ALGII-'selbstständigen' erst durch Alt, Hartz und Co., aus dem HartzIV, in die 'selbstständigkeit gedrängt wurden. Ohne die sonst bei selbstständigen üblichen mittel, kontakte, geschäftsfachwissen und ohne meisst überhaupt klar zu erfassen, was sie sich da aufhalsen (es gibt auch hier im forum, leute, die sich vorstellen, mit 'selbstständigkeit' würden sich ihre probleme lösen).

'Florida-Rolf'-taktik:
Es handelt sich da eben meisst nicht um *'Chefs'*, sondern um arme schlucker, die das ewige zwangs-sinnlosbewerbungen/absagen-spielchen der 'JC' durchbrechen wollen, indem sie mit ihrem bischen wissen, kenntnissen und verschärfter selbstausbeutung versuchen, sich selbst aus der job-misere zu ziehen. Das ist nichts anderes als die perfide story von 'Florida-Rolf', der dann für alle erwerbslosen stehen soll, zum beweis, dass es viel zu vielen, viel zu gut geht, auf 'kosten' der 'allgemeinheit'.

Wer sich ein bischen in der sache informiert, der weiss (wie die 'ftd' es wohl nicht recherchieren wollte), dass das angesprochene 'Einkommen herunterrechnen' heftig von den SBs kontrolliert wird, die teilweise sogar bei wichtigen geräten dies nicht genehmigen.

Nein, es geht hier um etwas anderes, darum dass hier ein paar betroffene lieber sich ihre ausbeutung selber suchen, statt entsprechend mit 1-eus/'bürgergeld', 'minijob' bei richtigen ausbeutern und ähnlichem, die zeit totzuschlagen. Und das möchte Alt nun am liebsten wieder auf linie bringen.

Der artikel soll wohl das terrain dafür ebnen.

Mich würde wirlich mal interessieren von wieviel prozent denn hier wirklich die rede ist, die angeblich 'Nach Recherchen der Zeitung tauchen in den Jobcentern immer wieder sogar Firmeninhaber mit mehreren Mitarbeitern auf, beantragen Hartz IV ' und es auch bekommen.

Oder, anders: Wer ist denn wirklich so blöd, sich mit dem 'JobCenter' rumzuschlagen, wenn er es nicht wirklich muss?!

Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: schwarzrot am 14:55:41 Di. 14.Juni 2011
..auch SpOn schiesst sich auf die kampagne von Ede Alt ein:
Zitat
Sorge um Sozialstaat: Mehr als 100.000 Selbständige beziehen Hartz IV
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,768262,00.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,768262,00.html)

Interessanterweise scheint der quatsch aber bisher nicht in dem spiegeleigenen forum zu verfangen. Die leute sind zum glück etwas schlauer und glauben nicht jeden scheiss.  ;D
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Pfiffi am 15:40:23 Di. 14.Juni 2011
Zitat
Oder, anders: Wer ist denn wirklich so blöd, sich mit dem 'JobCenter' rumzuschlagen, wenn er es nicht wirklich muss?!

Danke Schwarzrot, hast meinen Tag gerettet. Aber das ist wirklich ein perfides Spiel was da gespielt wird.

Konkret hat meine Frau sich selbständig gemacht, es läuft gut bis sogar sehr gut, allerdings sollte man nicht vergessen, das wir eine BG von insgesamt 6 Personen sind. Und das ist auch bei + 240 Stunden meiner Frau beim besten Willen nicht zu schaffen.
Und mir sind als Vermittlungshemmnisse, 4 schulpflichtige Kinder von denen 2 behindert sind und doch einer erhöhten Aufmerksamkeit bedürfen, die Hände gebunden, meinen Arbeitskraft in Schichten oder bundesweit einzusetzen. Bei Bewerbungsgesprächen ist dann immer zu hören, aber da können sie ja nur von 7 - 17 Uhr arbeiten, ja das ist Tatsache und ich möchte und will ja auch und was wäre an einer halbstags Stelle für einen Mann so schlimm?
Nein die winken dann immer dankbar ab. So sieht es konkret aus, nein hier wird wie bei allen immer alles über einen Kamm geschoren.

Perfide und hinterhältig.
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: schwarzrot am 17:54:57 Di. 14.Juni 2011
...und weiter gehts. Auch in der Taz wird das undifferenzierte geschwafel (oder sollte ich hetze sagen?) von Ede H. Alt abgedruckt.
Ausnahmsweise bringen die, nicht wie SpOn oder ftd, sogar gegenstimmen:
Zitat
Alexander Herzog-Stein, Arbeitsmarktexperte der Hans-Böckler-Stiftung, hält dagegen eine Missbrauchsdebatte für gefährlich: "Hier werden ganze Personengruppen stigmatisiert - auf Basis weniger Einzelfälle." Die Bezugsdauer von Grundsicherungsleistungen für Selbstständige generell zu befristen, sei zu pauschal. "Wenn es keine Alternative auf dem Arbeitsmarkt gibt, dann ist es besser, sich als kleiner Selbstständiger etwas dazuzuverdienen", sagte Herzog-Stein.

Kümmerexistenzen, die gerade so über die Runden kommen
Angesichts der bisherigen Arbeitsmarktpolitik sei es außerdem wenig überraschend, dass es immer mehr Aufstocker unter den Selbstständigen gebe. Schließlich fördere die Politik seit 2005 Existenzgründer, die vorher arbeitslos waren. Oft handelt es sich gerade bei diesen Selbstständigen um Kümmerexistenzen, die mit ihrem Geschäft gerade so über die Runden kommen oder zusätzliche Hilfe vom Staat benötigen.

Viel Lärm um nichts also? Nicht ganz. Dass unter den Aufstockern auch Selbstständige mit Mitarbeitern sein sollen, beunruhigt auch Herzog-Stein. Hier sei die Politik gefragt. "Jobcenter und Finanzämter sollten im erforderlichen Umfang zusammenarbeiten dürfen, um Missbrauch zu verhindern."

Im Bundesarbeitsministerium sieht man derzeit keinen Handlungsbedarf: Es gebe "keine Überlegungen, die Rechtslage zu ändern", sagte eine Sprecherin zur taz. Auch die FDP sieht dafür keinen Bedarf. Das Problem ist auch verhältnismäßig klein: Von 1,3 Millionen Aufstockern sind gerade einmal 125.000 selbstständig - das ist knapp ein Zehntel.
http://taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/grundlos-anspruch-auf-hartz-iv/ (http://taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/grundlos-anspruch-auf-hartz-iv/)

Spassig ist auch 'Jobcenter und Finanzämter sollten im erforderlichen Umfang zusammenarbeiten dürfen, um Missbrauch zu verhindern'.

Manchmal frag ich mich, wo diese 'experten' bisher gelebt haben.   ;)
Ich hatte das bisher so verstanden, dass die 'JC's, bei selbstständigen in ALGII, einmal pro jahr die einkommensteuererklärung vom finanzamt sehen wollen.
Aber vielleicht war das ja bisher gar nicht erlaubt?  ;D

@Pfiffi, die sollten eigentlich froh sein, denn immerhin bringen ALGII-'selbstständige' und 'aufstocker' dem amt geld, statt wie in 1-eu jobs und massnahmeschwachsinn zusätzliche kosten einzufahren. Oder mit zwangsbewerbungsmüll die postfächer von mitarbeitersuchenden unternehmen zu fluten!  >:(
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Pfiffi am 20:10:35 Di. 14.Juni 2011
Leider ist in diesem Land die "Selbst" ständigkeit von den Behörden nicht gern gesehen, das so ist meine Vermutung liegt einfach in der "Überwachungswut" des Staates.
Alter Spruch, was eine "Alte Oma, der Polizei nicht erzählt, das weiß sie auch nicht", und ungefiltert trifft dies auch auf andere staatliche Behörden zu.

Natürlich wollen die vom JC den Einkommensteuerbescheid sehen, auch wenn dieser schon lange hintenherum abgeglichen wurde. Das ist nur Show und Verarsche, die wollen die Menschen am "arbeiten" halten, Sie könnten ja sonst auf Gedanken kommen sich aus die "Umklammerung (Verfolgungsbetreuung)" befreien.

Das Problem sind mehrere Sachen, die SB beurteilen einen nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten geführten Betrieb, das passt nicht zusammen, dann sind die SGB Gesetze der Selbständigkeit mehr im Weg als das sie in irgendeiner Art und Weise unterstützend sind, Beispiel gefällig, SB lädt meine Frau zu Öffnungszeit des Unternehmens ein, kurzes Schreiben, das dieser Termin aufgrund Öffungzeiten und bestellten Kunden nicht wahrgenommen werden kann, okay gab es neuen Termin, andere SB (Vertretung), weil ja die zuständige SB nur Halbtagsa arbeitet usw.. Mittlerweile haben sie das aber geschnallt.
Es gibt viele kleine Sachen, am besten war der Spruch des Teamleiters, die Selbständigkeit können wir ihnen nicht verbieten. Meinen Teil als Beistand habe ich mir gedacht.

Wenn man mal genau überlegt wird man draufkommen, warum Hetze gefahren wird, es geht um Einsparungen um nichts anderes, und jeder Euro der die Regelleistung erhöht wird, umso mehr werden Aufstocker oder ALG II Bezieher es schwer haben daraus zu kommen.

In meinen Augen gibt es nur eine Lösung, Regelsatz auf soziokulturelles Minimum anheben und Sanktionsparagrafen abschaffen.
Alles andere ist "Kinderkacke", daher streite ich auch mit keinem SB mehr, es bringt nichts, die haben Anweisung und sind stur wie die Ochsen.
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: schwarzrot am 17:39:48 Mi. 15.Juni 2011
Hier mal ein super kommentar darüber (in der taz!), wow! Wenn die mehr solche beiträge hätten, würd ich sogar taz bezahlen, nur leider gibts sowas dort nur ganz vereinzelt (oder zum glück für meine schmale briefbörse). Aber immerhin. Endlich hat den clownsvorstoss von Alt mal einer richtig beurteilt:
Zitat
Wortklauberei
Die Ärmsten der Armgerechneten

Und um wie viele Millionen haben Sie die Agentur für Arbeit heute schon wieder betrogen?
 

KOLUMNE VON Josef Winkler

Haben Sie's gehört? Die Agentur für Arbeit ist total aus dem Häuschen. "Die Agentur für Arbeit schlägt Alarm", dräute es aus der "Tagesschau" heraus. Ja, was ist denn nur passiert? Hat sich die Leyen um eine Kommastelle vertan letztens oder hat gar mal einer von denen einen wachen Blick auf den Leiharbeitsmarkt geworfen, und es hat ihm gleich dermaßen den Vogel rausgehauen?

Nein: "Die Agentur für Arbeit schlägt Alarm!", weil die Agentur für Arbeit es "mit Sorge beobachtet", dass immer mehr Freiberufler Hartz IV in Anspruch nehmen. Jetzt muss ich zunächst mal sagen: Wenn ich immer gleich Alarm schlagen würde, wenn ich etwas mit Sorge beobachte, dann tät aber wirklich überhaupt keine Ruh nimmer werden. Das würde kein Schwein aushalten. Aber nun gut.

Die Agentur für Arbeit beobachtet es jetzt halt mit Sorge, dass so viele, ja: sogar "immer mehr!" Freiberufler Hartz IV beziehen. Nicht, weil die Agentur für Arbeit den Freiberuflern das viele, viele Geld nicht gönnen und sich lieber selber davon ein Eis kaufen würde. Sondern weil die Agentur für Arbeit einfach nicht g-l-a-u-b-e-n k-a-n-n, dass so viele Leute so scheiße wenig Kohle haben, dass sie sich freiwillig das Getue mit Hartz IV antun.

Da muss was nicht mit rechten Dingen zugehen, so viele können nicht einfach mir nichts, dir nichts so arm sein, die müssen sich wohl künstlich "arm rechnen"! Sicher gibts schon bald Schätzungen, was Experten einer Studie zufolge meinen, um wie viele Milliarden sich deutsche Freiberufler allein im letzten Jahr arm gerechnet haben, und die Dunkelziffer ist noch viel höher! Systematisches massenhaftes Armrechnen befürchtet die Agentur für Arbeit, Selbstständige könnten ihr Einkommen herunterrechnen, vermutet die Agentur für Arbeit, und ihr fehlen die Mittel und Behufe, diesen skrupellos-systematischen Armrechnern auf die Schliche zu kommen - und das macht sie ganz fuchsig, die Agentur für Arbeit, und drum schlägt sie jetzt Alarm.
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Pfiffi am 19:28:29 Mi. 15.Juni 2011
Ja der Artikel ist sehr gut. Gestern hatte ich diesen link hier gesucht.

http://argbook.de/index.html (http://argbook.de/index.html)

Sehr aus der Praxis. ;)
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Kuddel am 13:12:41 Mo. 10.Dezember 2012
Hartz IV für Selbständige: Deutsche arbeiten wie verrückt und es reicht doch nicht

„Die Zahl der Selbstständigen, die ihr Einkommen mit Hartz 4 aufstocken, hat sich seit 2007 verdoppelt. Dabei arbeitet fast die Hälfte von ihnen in Vollzeit. Obwohl sie in den härtesten Branchen wie Gastgewerbe und Gesundheit praktisch rund um die Uhr arbeiten, reicht ihr Gehalt nicht zum Leben. 16 Prozent der Betroffenen sind Akademiker…“

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/12/04/hartz-iv-fuer-selbstaendige-deutsche-arbeiten-wie-verrueckt-und-es-reicht-doch-nicht/ (http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/12/04/hartz-iv-fuer-selbstaendige-deutsche-arbeiten-wie-verrueckt-und-es-reicht-doch-nicht/)

http://doku.iab.de/kurzber/2012/kb2212.pdf (http://doku.iab.de/kurzber/2012/kb2212.pdf)
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Strombolli am 22:17:13 Do. 13.Dezember 2012
Bloß mal so angenommen, man macht sich selbstständig und rackert wie doof gegen eine Konkurrenz, die es sich leisten kann, billiger anzubieten. Erst nach zwei Jahren hat man mitbekommen, welche Kosten "nebenbei" so staatlicherseits, eigenversicherungstechnisch, haftungsmäßig noch kommen. Bis dahin bist Du krachen gegangen. Schon weil dich der Aufwand jeden Furz beim Jobcenter zu melden, kaputtmacht.
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Troll am 10:07:21 Fr. 14.Dezember 2012
Hartz IV für Selbständige: Deutsche arbeiten wie verrückt und es reicht doch nicht

Und da fang ich an mich zu ärgern, oftmals sind es genau die Nasen welche über den überbordenden Sozialstaat klagen welcher ihnen das Selbständigendasein unmöglich macht, sie blasen ins gleiche Horn wie diejenigen die den Sozialstaat tatsächlich nicht brauchen und ihn deshalb als unnütz diskreditieren. Die vielen Gernegroß die sich mit den dicken Geldbeuteln gemein machen, in der trügerischen Hoffnung auch mal ein ganz Großer zu werden.
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:42:41 Fr. 14.Dezember 2012
Und dann verkaufen die sich auch noch für´n Appel und ´n Ei und machen sich mit dem gegenseitigen Unterbieten die Preise kaputt!
Beispiel: MyHammer
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Bowie am 10:43:42 Fr. 14.Dezember 2012
Es gibt eine allgemeine Tendenz zur Verblödung. "Hauptsache Arbeit" und das gesellschaftliche Mobbing gegen diejenigen, die nicht produktiv sind, setzt sich fort bis ganz unten. Und je verzweifelter man ist, desto mehr neigt man dazu an die Lügen zu glauben, die einem angeboten werden. Die armen Würste, die für Ranger Klinken putzen gehen, glauben ja oftmals, sie wären Yuppies, denen alle Türen nach oben offenstehen. Da schützt manchmal auch Bildung nicht vor. Ich hatte einen kleinen Ex-Spediteur kennengelernt, der eher mit vage linker Hippieideologie Umzüge und Spezialtransporte gefahren hat. Durch einen unerwarteten Maschinenschaden bei einem neuen LKW, kam es zu einem fianziellen Engpaß, und da das Finanzamt zu keiner Stundung der Anstehenden Zahlungen bereit war, verlor er alles. Die Erniedrigungen durch das Jobcenter hielt er nicht aus. Er schlägt sich mit irgendwelchen Schwarzjobs durch und ist nichteinmal mehr krankenversichert. Seine Gesundheit ist auch ziemlich durch. Er schimpft auf die Hartz IV Bezieher, die noch etwas selbstangebautes Gras verticken und denen es damit besser geht, als ihm.
Die Armut bringt es mit sich, daß die Menschen einander zunehmend hassen.
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Strombolli am 11:39:44 Fr. 14.Dezember 2012
....
Die Armut bringt es mit sich, daß die Menschen einander zunehmend hassen.

Und das regierende Gesindel, samt ihrer Geldgeber und Strippenzieher, reibt sich zufrieden die Hände. Das ganz alte Spiel seit Menschengedenken.
Aber es geht ja nur noch eine Woche!  :evil:   (denk, denk ... Maya-Kalender  ;D )I
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: inline am 18:29:31 So. 16.Dezember 2012
Zitat
Hartz IV für Selbständige: Deutsche arbeiten wie verrückt und es reicht doch nicht

nee, so läuft es ja auch nicht, die Konkurrenz unterbieten, wie blöd in Vollzeit arbeiten und mit ALG II aufstocken.

Es ist eigentlich mehr so, man hat nur sporadisch  Aufträge, bzw. man arbeitet daher nur weniger Monate oder Wochen in Vollzeit.

Wenn es überhaupt nicht läuft, dann macht man auch mal einige Stunden was unter dem Preis oder probiert was neues aus um wenigstens in  dem Monat die 100 € als Freibetrag zu haben.

Bei so manchen franchise unternehmer, dem die Spitze das Blaue vom Himmel verspricht, mag das aber anders sein.

Zitat von:  "Rudolf Rocker "
Und dann verkaufen die sich auch noch für´n Appel und ´n Ei und machen sich mit dem gegenseitigen Unterbieten die Preise kaputt!
Beispiel: MyHammer

ok , wenn man es so macht, kann man natürlich auch mit Vollzeitarbeit  verarmen.
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Rudolf Rocker am 19:03:05 So. 16.Dezember 2012

Zitat
ok , wenn man es so macht, kann man natürlich auch mit Vollzeitarbeit  verarmen.

Offenbar kriegen einige Unternehmer, das mit dem Kalkulation nicht hin!

In meiner Branche gibt es hohe laufende Kosten durch Maschieneneinsätze.
Wer da zu knapp kalkuliert, kann durch den Ausfall der Maschiene oder eine teure Reparatur ganz schnell in Schwierigkeiten kommen.

Wir hatten hier Unternehmer, die Mitte des Monats nicht weiterarbeiten konnten, weil sie kein Geld mehr für den Sprit hatten!

Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: J. Anus am 11:29:39 Mo. 17.Dezember 2012
Der einzige, wirklich einzige halbwegs gangbare Weg wäre, dass man versucht, eine Marke (Klamotte, oder was auch immer) an den Markt und an den Mann zu bringen.
Aber da beginnen schon die Probleme.
Die Kurse, die man vom Amt bezahlt bekommt, bereiten einen in keiner Weise auch nur ansatzweise
auf die Selbstständigkeit vor und wiegen die Leute nur in falscher Sicherheit.
Die Vermittlung von kaufm. Grundlagenwissen wie Buchhaltung (EÜR), die Tücken des Onlinehandels,... Fehlanzeige.
Die Lehrenden dort, sind oft genug Selbstständige am Existenzminimum krauchende Menschen, die in den Selbständigen in spe evtl. potenzielle Kunden sehen. Beibringen können einem diese Lehrkörper nichts!

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass eine Marke in einem möglichst kurzen Zeitraum zu etablieren richtig Geld kostet.
Inkl. Materialeinkauf und Einkauf von externem Sachverstand sollte man m.A.n. schon 10.000 € im Rücken haben.
Ansonsten wird das eine never-ending-story.
Selbst Start-ups mit solventen Geldgebern und Know-how im Rücken brauchen oft ein Jahr um so eine Unternehmen zu wuppen.

Gebraucht Dinge auf Ebay verticken (gerne ehemals als Ich-AG), einen Imbißstand aufmachen
oder ähnlichen Scheiß kann man knicken (hey, reimt sich sogar).
Da schaufelt man sich monetär und gesundheitlich das eigene Grab.

Ich will keinem von der Selbstständigkeit abraten, allerdings sollte man sich keinesfalls auf das JC verlassen. Denn die Vorgabe
der JC die Selbstständigkeit innerhalb von 6 Monaten (dauerhaft!!!) zum Laufen zu bringen, halte ich für utopisch.
Es geht darum die Leute aus der Statistik zu bringen. Das sollte man sich immer ins Gedächtnis rufen.
Ob man sich dabei finanziell den Hals bricht oder nicht, interessiert das JC einen Scheißdreck.
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Rudolf Rocker am 11:41:28 Mo. 17.Dezember 2012
Zitat
Es geht darum die Leute aus der Statistik zu bringen. Das sollte man sich immer ins Gedächtnis rufen.
Ob man sich dabei finanziell den Hals bricht oder nicht, interessiert das JC einen Scheißdreck.
   

Genau so ist es!


Auf die, als leuchtende Beispiele angeführten Selbstständigen, die es "geschafft" haben, kommen 10.000 die den Bach runtergegangen sind und sich tief verschuldet haben.

Und sich ohne Eigenkapital selbstständig machen zu wollen halte ich eh für utopisch.
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Strombolli am 11:49:24 Mo. 17.Dezember 2012
...
Es geht darum die Leute aus der Statistik zu bringen. Das sollte man sich immer ins Gedächtnis rufen.
Ob man sich dabei finanziell den Hals bricht oder nicht, interessiert das JC einen Scheißdreck.


Danke J. Anus. - Es hört sich immer alles so verlockend an. Man kennt sich, hat evt. ein paar Freunde, die einen unterstützen und dann gibt es die Sirenen der Regierung, die singen von der persönlichen Tüchtigkeit und Selbstständigkeit... Unabhängigkeit, von Freiräumen und Nischen, vom Aufschwung und Ende der Flaute. April, April.
Zielsetzung siehe oben. Der Staat will potenzielle Selbstständige auch ins eigene Risiko auslagern. Und bestimmt auch im Hinterkopf schon die Verwertung des bischen Eigentums, was derjenige noch hatte.

Ich könnte durchaus mit meinem Hobby Geld verdienen... wenn da nicht der kaputtgemachte Markt wäre. Potenzielle Auftraggeber sterben den Unternehmertod und deren Kunden haben kein Geld mehr. Die technische und gesellschaftliche Entwicklung geht in eine Richtung in der meine Branche fast überflüssig wird. "Ge...... wird immer!" Diese Regel gilt nicht mal mehr für den Geschlechtsverkehr, geschweige denn für meinen ehemaligen Job, dem ........-Handel oder meinem musischen Hobby der Unterhaltung von Menschengruppen.

Die Claims sind abgesteckt und ohne Vitamin B (Beziehungen) Netzwerke der wohlmeinenden (wirklich?) Freunde, kann man es knicken. Schwarzarbeit?
Vergiß es! Es gibt tausend Trottel, die diese Dienstleistung billig anbieten, wenn auch schlechter. Einen Pfarrer (bloß so als Beispiel) braucht man auch nur hin und wieder. Und selbst hier gibt es schon Zeitarbeiter. Die Zeiten von Pater Brown sind vorbei.
Es ist kein Hereinkommen. Ich sehe es doch selbst. Seit 12 Jahren tue ich "Gutes" an Weihnachten. Schließlich bin ich ja der Weihnachtsmann.
Die zu denen ich komme, fragen diese Leistung jedes Jahr nach.

Das Jobcenter kennt mich und mein typisches Aussehen. Glaubt ihr, da hat einer mal gefragt ob ich den Santa mache? Lieber kleben sie ner Kindergärtnerin oder dem Hausmeister einen künstlichen Bart an. Und von diesem Weihnachtsmannjob und auch meinem Hobby als selbstständige Tätigkeit angenommen, kann man nicht leben.

Bei einem bedingungslosen Grundeinkommen wäre mir das Wurscht. Der Staat zahlt an mich 1500 Eu und ich mache meine Dinge, kann sogar Werbung machen, was mir ja jetzt verwehrt ist. Aber das riecht nach Sozialismus, obwohl es nur (kurzzeitig) den Kapitalismus stabilisieren würde.

Nee, nicht mit Mutti Merkel. Da gilt der trotzige konservative Kurs des Stillstands, des Aussitzens und Verschiebens auf den Skt. Nimmerleins-Tag.
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: J. Anus am 12:02:49 Mo. 17.Dezember 2012
Und sich ohne Eigenkapital selbstständig machen zu wollen halte ich eh für utopisch.


Dummerweise befördert das JC aber genau dies.
Okay, zugegebenermaßen jetzt nicht mehr so massiv, da man sich hinsichtlich der Arbeitsbeschaffung ausgeklingt und diese vertrauensvoll in die Hände der ZAF übergeben hat und man nur noch als Mittler fungiert.
Gerade habe ich wieder 2 VV von ZAF auf dem Tisch  kotz.

Das verpisste Überbrückungsgeld reicht sowieso hinten und vorne nicht.
Also kommt der Gang zur Hausbank, wo man freundlich auf die nicht vorhandene Kreditwürdigkeit hingewiesen wird.
Danach kommt das Anpumpen der Eltern und Freunde und es folgt als finaler Akt die grandiose Pleite.
Übrig bleibt der Arsch voller Schulden, eine zerüttete Familie, ein gesprengter Freundeskreis (sofern man als Hartz IV-Asi überhaupt noch Freunde hat), eine angeschlagene Gesundheit und als Sahnehäubchen ein zerstörtes Selbstbewußtsein....der perfekt ZAF-Anwärter also!!!!
Klingt fast wie den US- Marines. Erst brechen und dann zur willenlosen Zeitarbeitsschlampe aufbauen, die jede Sauerei klaglos mitmacht.  :D

Wie Du schon angemekt hast, ist eine Selbstständigkeit ohne, für unsere Verhältnisse, üppiges Finanzpolster, ein Himmelfahrtskommando mit ähnlichen Erfolgsaussichten wie die chance einen Sechser im Lotto zu erhalten.
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: schwarzrot am 12:29:53 Mo. 17.Dezember 2012
Danke, dass hast du sehr gut auf den punkt gebracht.

Es geht darum, kleinsparerkapital zu verbrennen (schulden des einen, sind die guthaben des anderen, geld verschwindet ja nicht, es hat dann nur ein anderer  ;) ) und möglichst die bankenkrise auf die armen zu verlagern.
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Dearhunter am 13:03:05 Mo. 17.Dezember 2012
Danke, dass hast du sehr gut auf den punkt gebracht.

Es geht darum, kleinsparerkapital zu verbrennen (schulden des einen, sind die guthaben des anderen, geld verschwindet ja nicht, es hat dann nur ein anderer  ;) ) und möglichst die bankenkrise auf die armen zu verlagern.


Doch ... bei Insolvenz verschwindet auch ein großer Teil, nämlich der, der letztendlich nicht bedienbar ist.

Aber das nur am Rande ... prinzipiell ist nämlich die Geldmenge das große Problem DIESES Kapitalismus. Denn Geld kann in diesem System nie mehr verschwinden, ABER es kann aus dem Nichts entstehen ... was Banken auch reichlich nutzen. Ein Kapitalismus mit "gedecktem Geld" oder einer Geld/Kreditquote von maximal 1 zu 1 müsste langfristig stabiler sein. Momentan liegt diese Quote aber bei 1 zu 10 oder gar 1 zu 20 oder noch höher.

Bank für Dummys: Du hast 100 Euro, daher kannst du einen Kredit von 2000 Euro vergeben. Bei 5 Prozent Zinsen hast du das Eigenkapital in einem Jahr zurück, in 2 Jahren hast du dein Eigenkapital verdoppelt. Wenn der Kredit zurückgezahlt ist, verbleiben aber die Zinsen im System, eben deine 200 nach 2 Jahren. Nur, dass Banken das mit "etwas mehr" Geld praktizieren.

Merke: Neues Geld kommt nur über Kredite ins System, es wird einfach erzaugt als Zahl. Ist der Kredit zurückgezahlt, bleiben die Zinsen im system und erhöhen die Geldmenge. Bei den derzeitigen Verhältnisse von Krediten zum "Bestand" ist das aber oft mindestens eien Verdoppelung.

DH
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Strombolli am 13:33:32 Mo. 17.Dezember 2012
Ja ... und was ist das für ein Geld?

Selbständiger geht krachen. S(m)eine Schulden sind mittlerweile in € so hoch, wie einstmals in D-Mark. Als Krönung entstehen gerade jetzt Kosten für ein Gerichtsverfahren. Einfach mal so, per Festsetzung gemäß einer Tabelle nach dem nicht eintreibbaren Streitbetrag. Quasi auch aus dem Nichts.
Mir ist es zwar sch****egal, da ich ja eh in Regelinsolvenz bin.

Welche Veranlassung hat nun das Inkassounternehmen, wissend ich mache die Regelinso, die Kosten mit rechtlichen Maßnahmen noch mal höherzujubeln?
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: schwarzrot am 13:49:57 Mo. 17.Dezember 2012
Merke: Neues Geld kommt nur über Kredite ins System, es wird einfach erzaugt als Zahl.

Seh ich nicht so, dieses geld wird vom schuldner erzeugt (wenn alles glatt geht), dann schafft er nämlich durch seine arbeit mit dem für seine produktionsmittel geliehenem geld und dem verkauf seiner waren/dienstleitungen mehrwert.
Das geld alleine erzeugt gar nix. Geld 'arbeitet' nicht!

Ausserdem sind die zinsen zusätzlich daran angepasst, wie hoch das risiko und die erwartete gewinnschöpfung ist.

Auch das mit der regelinsolvenz ist nicht so einfach. Und versuch mal, als jemand, der keine mittel hat, dir was zu leihen, bzw einen kredit zu bekommen.  ;)
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Dearhunter am 14:13:37 Mo. 17.Dezember 2012
Ja, es ist vereinfacht, aber Tatsache ist nun mal, dass Kredite als Zahl/Geld erzeugt werden, bevor der Schuldner etwas daraus macht ... wenn es gut geht. Und es ist eben Tatsache, dass nach Rückzahlung die Zinsen als erhöhte Geldmenge verbleiben. Und beim Verhältnis 1 zu 20 ist das "mal eben" eine Verdoppelung des Kapitals in wenigen Jahren.


DH
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Rudolf Rocker am 14:18:41 Mo. 17.Dezember 2012
Es gab dazu mal einen Themenabend bei arte: Banken, Banker, Bankster
Da wurde dieses System ziemlich gut erklärt.

Der Tanz der Geier - Banken, Banker, Bankster (http://www.youtube.com/watch?v=Vd-9N6YShug#ws)

Der grosse Reibach und Der Tanz der Geier 2 Teile 02.10.2012 ARTE Banken Banker Bankster DOKU (http://www.youtube.com/watch?v=WYWfQC9RpkA#ws)
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Dearhunter am 14:19:54 Mo. 17.Dezember 2012
Ja ... und was ist das für ein Geld?

Selbständiger geht krachen. S(m)eine Schulden sind mittlerweile in € so hoch, wie einstmals in D-Mark. Als Krönung entstehen gerade jetzt Kosten für ein Gerichtsverfahren. Einfach mal so, per Festsetzung gemäß einer Tabelle nach dem nicht eintreibbaren Streitbetrag. Quasi auch aus dem Nichts.
Mir ist es zwar sch****egal, da ich ja eh in Regelinsolvenz bin.

Welche Veranlassung hat nun das Inkassounternehmen, wissend ich mache die Regelinso, die Kosten mit rechtlichen Maßnahmen noch mal höherzujubeln?

Kommt auf das Inkassounternehmen an. Zumindest im "Privatbereich" arbeiten nicht wenige einfach nur nach Statistik. Die Schulden werden "aufgekauft" (kein Witz) für sagen wir mal 30 Prozent des Wertes, ist Verhandlungssache. Dann müssen sie statistisch gesehen also ein Drittel eintreiben können, um Gewinn zu machen. Die haben dann große Tabellen und Programm, die denen dann sagen, wann es statistisch gesehen lohnt oder nicht. Über 50 Prozent, bei denen es nicht klappt, sind bereits einkalkuliert, wenn aber über alles die Statistik stimmt, wird es bis zum Ende gebracht.

Taugt auch als Steuersparmodell, die rein fiktiven Kosten können vermutlich bei der Steuer berücksichtigt werden, in dem Bereich bin ich aber nicht ganz so firm.


DH
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: bodenlos am 14:23:55 Mo. 17.Dezember 2012
...
Und versuch mal, als jemand, der keine mittel hat, dir was zu leihen, bzw einen kredit zu bekommen. ...

Schon Millionenfach und Milliardenfach passiert, die Amis sind wohl Weltmeister darin.

War mit der Hauptgrund  bei der Immobilien-induzierten Finanzkrise. Und in der Pipeline ist eine Kreditkartenkrise.

Als die Banken in DE vor Großkotzigkeit kaum laufen konnten, haben zumindest einige nur so um sich geschmissen
mit Krediten an Mittellose, ja diese gradezu animiert und angesprochen. Ich sach nur Citibank (gibts nicht mehr :D)... .

Jetzt sieht die Sache natürlich anders aus und die Banken gewähren sich untereinander kaum Geld.
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: bodenlos am 14:28:36 Mo. 17.Dezember 2012
... es ist eben Tatsache, dass nach Rückzahlung die Zinsen als erhöhte Geldmenge verbleiben.

Nicht nur die Zinsen dürften die Geldmenge (die Frage ist immer, welcher Art Geldmenge?) erhöhen.

"Geld " ist letztlich die Summe aller Schulden
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Dearhunter am 14:45:04 Mo. 17.Dezember 2012
Ja .. NACH Rückzahlung. Genau lesen!

Dann sind die Schulden weg, die Zinsen existieren weiter.

Und natürlich ist das nur ein Beispiel für absurde Geldpolitik .. und das muss man grundsätzlich vom Kapitalismus trennen, es gehört nicht zwingend dazu. Aber es wird natürlich genutzt und ausgenutzt.

DH
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Rudolf Rocker am 14:52:34 Mo. 17.Dezember 2012
Zitat
Als die Banken in DE vor Großkotzigkeit kaum laufen konnten, haben zumindest einige nur so um sich geschmissen
mit Krediten an Mittellose, ja diese gradezu animiert und angesprochen. Ich sach nur Citibank (gibts nicht mehr Cheesy)... .

Ich hatte im Verwandtenkreis selbst zwei Kreditsachbearbeiter_innen zweier verschiedener "seriöser" Banken.
Beide haben vor einer Kreditvergabe an Unternehmensgründer (und genau darum geht es hier im Thread und nicht um Millionen und Milliarden Kreditkarten und Privatkredite) sehr genau geprüft, ob die Geschäftsidee überhaupt Chancen auf Erfolg hat und ob der Kreditnehmer entsprechende Sicherheiten hat, sollte er in Konkurs gehen.

Mit anderen Worten: Ohne entsprechendes Eigenkapital gibt es keine Sicherheit und somit keinen Kredit.

Das mögen andere Kreditsachbearbeiter auch anders handhaben. Ich bin mir aber ziemlich sicher, das die ihren Job nicht lange machen, wenn ihre Kunden ständig Kredite platzen lassen und nicht zurückzahlen können.


Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Strombolli am 15:05:39 Mo. 17.Dezember 2012
Die letzten Worte des gerade noch gewendeten, alten DDR-Chefs der "Bank mit dem grünen Band der Sympathie" (gibt auch nicht mehr, ha ha) an mich (als ich den Kredit zu Wucherzinsen bekam, mein Wohnhaus als Sicherheit) waren: "Herr Strombolli, überlegen sie gut auf was sie sich einlassen. Wenn irgendetwas nicht klappt, sind sie ihr Haus los." - Und Recht hatte er. Ich wollte doch nicht hören. Konnte mir nicht vorstellen, das alte DDR Betriebe mit ihrer GmbH-Konstruktion und DDR-Verstrickung weitergeführt wurden. Von den alten Chefs. Vertraute auf Start-Hilfe vom Westen, die ehemals Gearschten Privat-Betriebe des Ostens zu bevorzugen und auf den immer wieder herbeigeredeten Aufschwung.

Es war Lüge, Kalkül, Vorspiegelung falscher Tatsachen (allen voran die Wirtschaftspresse, die IHK). Alles letztlich nur Maßnahmen uns endgültig zu enteignen, abzustrafen für 40 Jahre entgangenem Profit. Aber die Zeit holt sie alle noch ein... irgendwann.

Ich stehe jedenfalls nicht mehr in diesem Hamsterrad des Kleinunternehmers. Nur noch in der HartzIV-Falle mit Insolvenzhintergrund.
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: bodenlos am 15:19:13 Mo. 17.Dezember 2012
... Kreditvergabe an Unternehmensgründer (und genau darum geht es hier im Thread und nicht um Millionen und Milliarden Kreditkarten und Privatkredite) ..

Mir (und anderen) ging es um Kredit im allgemeinen. So what?

Zitat
Ich bin mir aber ziemlich sicher, das die ihren Job nicht lange machen, wenn ihre Kunden ständig Kredite platzen lassen und nicht zurückzahlen können....


Der Großteil der Kreditsinstitute, die mit Kredite  nur so um sich geschmissen haben, existiert immer noch und auch deren Sachbearbeiter.

Es kommt auch nicht jeder zu Tante Trutchen von der Sparkasse. Solange die Kreditvergabeparxis von oben gedeckt ist, dann
läuft das wie geschmeirt. Was galubst du, was noch vor gut 10 Jahren so alles über die Banktheke lief.
Da gabs auch auch auf Aktiendepots Kredit, aber Hallo. Brauchtest nur aufs Knöpfchen zu drücken.


Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:22:25 Mo. 17.Dezember 2012
Zitat
Ich sach nur Citibank (gibts nicht mehr Cheesy)... .

...in Deutschland. Da wurde sie von der Targobank übernommen

http://de.wikipedia.org/wiki/Targobank (http://de.wikipedia.org/wiki/Targobank)


Ansonsten ist die Citibank, die zur Citigroup gehört, auf Platz 3 der Top 50 holding companies!

http://www.ffiec.gov/nicpubweb/nicweb/Top50form.aspx (http://www.ffiec.gov/nicpubweb/nicweb/Top50form.aspx)

Es gibt also leider keinen Grund zur Freude! ;)
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:31:15 Mo. 17.Dezember 2012
Zitat
Es kommt auch nicht jeder zu Tante Trutchen von der Sparkasse. Solange die Kreditvergabeparxis von oben gedeckt ist, dann
läuft das wie geschmeirt. Was galubst du, was noch vor gut 10 Jahren so alles über die Banktheke lief.
Da gabs auch auch auf Aktiendepots Kredit, aber Hallo. Brauchtest nur aufs Knöpfchen zu drücken.

Du musst es ja wissen!
 Meine Familie voller Banker hat da natürlich keine Ahnung von!
Frage: Was hast Du denn studiert und wie lange hast Du bei einer Bank gearbeitet um da so toll aus dem Nähkästchen plaudern zu können?


Zitat
Mir (und anderen) ging es um Kredit im allgemeinen. So what?

Wollten aber ich (und andere) gar nicht wissen! So what?


Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: bodenlos am 15:47:00 Mo. 17.Dezember 2012
Wollten aber ich (und andere) gar nicht wissen! So what?

Mit dir hatte ich mich gar nicht "unterhalten", was mischst du dich ein und trötest rum,
was angeblich Thema des  threads sei und was andere vorgeblich wissen wollen?
Lass die mal für sie selbst sprechen. Bist wohl größenwahnsinnig geworden?


Zitat
Meine Familie voller Banker....

Ist wohl Zeit dir mein Beileid auszusprechen. :D
-
Und seit wann kommt der stolze Vorzeigeproletarier daher und fordert Referenzen a la Studium,
um hier mitdiskutieren zu können/dürfen? Sonst alles heile bei dir?





Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:53:48 Mo. 17.Dezember 2012
Heul doch!
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: bodenlos am 16:04:37 Mo. 17.Dezember 2012
Heul doch!

Nee, heul DU doch. Und geh meinetwegen studieren, dann lernst du vielleicht  noch was.
Wenigstes agemessenes soziales Verhalten.
 
Und hoffentlich mehr als Ackermann, oder Fitschen oder Sanio oder Weidmann... oder... der, die haben
nämlich auch studiert und sind bekanntermaßen Banker.
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: schwarzrot am 16:38:02 Mo. 17.Dezember 2012
...
Und versuch mal, als jemand, der keine mittel hat, dir was zu leihen, bzw einen kredit zu bekommen. ...

Schon Millionenfach und Milliardenfach passiert, die Amis sind wohl Weltmeister darin.

War mit der Hauptgrund  bei der Immobilien-induzierten Finanzkrise. Und in der Pipeline ist eine Kreditkartenkrise.

Naja, thread-titel war 'Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen '.
Und bei den amis klappte das auch nur, wenn die armen ein haus hatten (=sicherheit), auf deren wertzuwachs spekuliert wurde.
Alles andere in der immobilienkrise waren bankunternehmen. Da gelten, wie du weisst andere regeln, als für die armen schlucker auf der strasse.  ;)

Aber wie gesagt, war ja eigentlich nicht thread-titel. Da hat RR ein bischen recht.  ;D
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: hanni reloaded am 16:46:26 Mo. 17.Dezember 2012

Mit dir hatte ich mich gar nicht "unterhalten", was mischst du dich ein und trötest rum,
was angeblich Thema des  threads sei und was andere vorgeblich wissen wollen?
Lass die mal für sie selbst sprechen. Bist wohl größenwahnsinnig geworden?


Lang dir mal an den Schädel, ich glaub, dir brennt der Hut.






Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: bodenlos am 17:03:40 Mo. 17.Dezember 2012
...
Lang dir mal an den Schädel, ich glaub, dir brennt der Hut.

...

Mein Kopf istsoweit  in Ordnung ,auch ohne Hut. Was ist dein (!) Probelm?
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Rudolf Rocker am 17:04:41 Mo. 17.Dezember 2012
Sorry bodenlos!
Das war nicht ok von mir, Dich persönlich anzugreifen!
Ich möchte mich hiermit bei Dir entschuldigen!

Zurück zum Thema:

Ursprünglich bewegte sich die Diskussion hier tatsächlich um die Frage: Als Selbsständiger auf H4 angewiesen und was sind die Ursachen dafür.
Dann kamen wir auf die Frage zu sprechen, wie sinnvoll es ist, aus H4 heraus eine Selbstständigkeit zu starten und landeten dann bei der Internationalen Finanzoligarchie.
Irgendwie hängt ja auch alles mit allem zusammen.
Zitat
Da gabs auch auch auf Aktiendepots Kredit, aber Hallo

Den Sinn oder Unsinn dieses Systems wollte ich auch gar nicht bewerten, sondern nur mal anmerken das es bedeutende Unterschiede gibt.
Aktiendepots als Sicherheit sind allerding genauso Spekulativ wie alle anderen Sicherheiten auch.

Wenn die Bank für einen Kredit ein Haus als Sicherheit nimmt, das, sagen wir mal 500.000 € Wert haben soll und dieses Haus brennt plötzlich ab ist die Sicherheit auch weg.
Natürlich können sich Banken auch gegen sowas versichern und sie können ihre Kredite auch verkaufen, usw., usw.

Die ganzen Geschichten mit Derivatehandel und wie das alles funktioniert, habe weder ich, noch die meisten Banker, noch Wirtschaftswissenschaftler wirklich kapiert!

Und wenn wir von Privatkonten und Krediten für namenlose Habenichste reden, dann muß ich mal kurz erwähnen, das ich bei meiner Bank früher einen Dispo- Kredit hatte.
Dieser wurde genau an dem Tag von meiner Bank gekappt, als ich in H4 rutschte. Und ohne Sicherheit (z.B. geregeltes Einkommen, Eigentumswohnung, trallala) habe ich auch keine Chance da jemals wieder einen Kredit zu bekommen.
Das diese Meßlatte bei einem Herrn Maschmeyer oder einem Herrn Wulff (zumindest noch vor ein paar Jahren) ganz anders angelegt wurde ist klar.
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: bodenlos am 17:12:48 Mo. 17.Dezember 2012
Naja, thread-titel war 'Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen '.

Ist mr bekannt, offenbar schwang das Thema um oder erweiteteret sich und alle die jetzt hier rummosern
- außer" Hanni". die gerne mal ihren unsachlichen Senf dazugibt, wenn es setwa Stress gibt, habe alle
das Thread-Thema verlassen, nicht wahr?

Und  R.R. hat eben  nicht recht, er der schon lange vor mir das Thema verlassen hatte.

Es stünde manchem sehr gut sich mal an die eigene Nase zu fassen.

Zitat
Und bei den amis klappte das auch nur, wenn die armen ein haus hatten (=sicherheit), auf deren wertzuwachs spekuliert wurde.
Alles andere in der immobilienkrise waren bankunternehmen. Da gelten, wie du weisst andere regeln, als für die armen schlucker auf der strasse.  ;)
...

Inwiefern andere Regeln, das seh ich nicht so. Was unterscheidet im Wesentlichen ein wertloses Haus von
einer "Bankenbilanz" in  der Schrottpapiere stehen?


Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: bodenlos am 17:18:26 Mo. 17.Dezember 2012
Sorry bodenlos!
Das war nicht ok von mir, Dich persönlich anzugreifen!
Ich möchte mich hiermit bei Dir entschuldigen!
...

Nun gut, angenommen. Dass fällt mir zugegebenermaßen aber nicht so leicht,da du dich desöfteren nicht im Griff hattest,
nicht nur mir gegenüber.  Irgendwnn  ist es dann mal gut. Ich denke du solltest da zukünftig runterfahren bevor du zur Sache ! gehst.
Dann brauchen wir kein Gedöns machen.
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Rudolf Rocker am 17:20:20 Mo. 17.Dezember 2012
ich glaube ich ziehe meine Entschuldigung zurück!
Deine letzte Aussage zeigt doch recht eindeutig worum es Dir wirklich geht!
Ich scheine also richtig gelegen zu haben.
Wenn Du mir vorwirfst, dass ich mich " desöfteren nicht im Griff habe" solltest Du vielleicht anfangen dir
Zitat
mal an die eigene Nase zu fassen.
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: bodenlos am 17:57:14 Mo. 17.Dezember 2012
ich glaube ich ziehe meine Entschuldigung zurück!
Deine letzte Aussage zeigt doch recht eindeutig worum es Dir wirklich geht!
Ich scheine also richtig gelegen zu haben.
Wenn Du mir vorwirfst, dass ich mich " desöfteren nicht im Griff habe" solltest Du vielleicht anfangen dir
Zitat
mal an die eigene Nase zu fassen.

Und ich hatte mich schon gewundert.

Mein Vorwurf ist absolut berechtigt und gut belegbar.

Aber da dieser thread - wie ich vorhin erst sah - mal von jemand eröffnet wurde, der nicht mehr unter uns Irdischen weilt, vermutlich und zu Recht
irgendwo nur entäuscht den  Kopf ob der Entwicklung hier schüttelt -  und da ich diese Person  nach allem was ich von ihr gelesen habe,  wohl
(wert) schätzen kann, lasse ich es "gut" sein,

Sorry "Kater"!!
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Rudolf Rocker am 18:14:17 Mo. 17.Dezember 2012
Zitat
...lasse ich es "gut" sein
Gibts hier irgendwo einen Ignore- Button?

Ich halte dieses Gesülze nicht mehr aus! Aaaaaaaaaaaaargh! kotz kotz kotz kotz kotz kotz
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: schwarzrot am 18:41:15 Mo. 17.Dezember 2012
Sorry "Kater"!!

Lass bitte Kater aus dem spiel!  >:(
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: J. Anus am 11:15:45 Mi. 19.Dezember 2012
Zitat
Ich hatte im Verwandtenkreis selbst zwei Kreditsachbearbeiter_innen zweier verschiedener "seriöser" Banken.
Beide haben vor einer Kreditvergabe an Unternehmensgründer (und genau darum geht es hier im Thread und nicht um Millionen und Milliarden Kreditkarten und Privatkredite) sehr genau geprüft, ob die Geschäftsidee überhaupt Chancen auf Erfolg hat und ob der Kreditnehmer entsprechende Sicherheiten hat, sollte er in Konkurs gehen.

Mit anderen Worten: Ohne entsprechendes Eigenkapital gibt es keine Sicherheit und somit keinen Kredit.

Richtig, einen Kredit bekommt man dann, wenn man ihn nicht braucht oder wenn man durch kriminelle Machenschaften die Bank soweit involviert hat, dass diese schon fast nicht mehr anders kann, als dauern Geld nachzuschießen (s. Flow-Tex, Bauunternehmer Schneider,...).
Möglich wären evtl. Kreidte oder Förderprogramme:

https://gruenden.kfw.de/html/finanzierungsangebote/gruenderkredit-startgeld-067/?kfwmc=VT.SbS.067
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:13:05 Mi. 19.Dezember 2012
Zitat
Möglich wären evtl. Kreidte oder Förderprogramme

Oder aber eine ordentliche Portion krimineller Energie (siehe Schneider, Maschmeyer, usw.usw.) ::)
Titel: Re:Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: inline am 17:25:48 Fr. 21.Dezember 2012
Zitat
Ich hatte im Verwandtenkreis selbst zwei Kreditsachbearbeiter_innen zweier verschiedener "seriöser" Banken.
Beide haben vor einer Kreditvergabe an Unternehmensgründer (und genau darum geht es hier im Thread und nicht um Millionen und Milliarden Kreditkarten und Privatkredite) sehr genau geprüft, ob die Geschäftsidee überhaupt Chancen auf Erfolg hat und ob der Kreditnehmer entsprechende Sicherheiten hat, sollte er in Konkurs gehen.

Mit anderen Worten: Ohne entsprechendes Eigenkapital gibt es keine Sicherheit und somit keinen Kredit.

Das Fazit bzw. den letzten Satz würde ich aber noch mal differenzieren.
Es werden halt die Sicherheit und die Geschäftidee in einer Waagschale geworfen.

Es ist dann so , taugt die Geschäftsidee vermutlich nicht bzw.hat ein  extrem hohes Risikopotenzial, aber der Typ hat ein pfändbares Haus, dann kann er denn Kredit ggf. trotzdem bekommen.

Hat jemand eine geniale bzw. wasserdichte Geschäftsidee inkl. Business und Rentabilitätsplan. Ist da also alles stimmig , die Prognose für sein Vorhaben gut, dann kann er auch mit wenig (ich sage aber nicht ohne) Sicherheiten, Geld von der Bank bekommen.


Die Banken wollen aber keine Kleinkredite vergeben über die Kfw  < 100 000 (die laufen immer auch über die Hausbank) , weil denen die Bürokratie bzw. der Aufwand zu groß ist, im Verhältnis zum Gewinn.

Dann gibt es noch die Mini-Kreditite oder Mikrokredite wird auch schon mal Startgeld genannt,
Die laufen nicht über die Hausbank, geanu weiß ich es nicht, aber es scheint staatlich dafür vorgesehenes Geld zu sein.

Die sind scheinbar extra für Gründer aus der Arbeitslosigkeit vorgesehen.
(gilt auch nur für Gründer in den ersten 3 Jahren)
Die  Hürden für die Prüfung des Businessplans sollen dabei auch nicht so hoch sein.


Ich traue dem aber nicht, denn wenn das unternehmen nicht gleich gut anläuft, muss ja  ggf. der Unternehmer über das JC früher oder später aufstocken. Ja und wie ich das System verstehe, wird ein Kredit dann als Einkommen berechnet.

Auch das Einstiegsgeld (gibt es das eigentlich noch) könnte jemanden verwehrt werden, weil er sich das Geld ja anderweitig besorgen kann,
Das heißt er bekommt letztendlich indirekt das Einstiegsgeld als Kredit.

Titel: Re: Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: Kuddel am 09:35:19 Mo. 29.Juli 2019
Die Medien sind voll mit diesem Hype um "Gründer", "Start-ups" und "sein eigener Chef sein". Und das plappern viele nach.

Die Realität ist weniger cool.

Zitat
Plan von Minister Heil
Wie Selbstständige vor Altersarmut bewahrt werden sollen

Arbeitsminister Hubertus Heil will Selbstständige per Gesetz verpflichten, für ihren Ruhestand vorzusorgen. Betroffene fühlen sich gegängelt und fürchten um ihre Existenz.
https://www.spiegel.de/plus/hubertus-heil-wie-selbststaendige-vor-altersarmut-bewahrt-werden-sollen-a-00000000-0002-0001-0000-000165100975

Es ist ein riesiges selbstständiges Prekariat entstanden. Sie arbeiten bis zum Anschlag, oftmals am Rande zum Burnout, sind vereinzelt, können nicht streiken und sind von ihren Auftraggebern abhängig.

Zukunft: Altersarmut. Dagegen hilft auch dieses Gesetz nicht.
Titel: Re: Immer mehr Selbstständige auf Hartz IV angewiesen
Beitrag von: tleary am 10:04:27 Mo. 20.April 2020
Nö. Aber es erhöht die Insolvenzquote. Man sollte wirklich zum Gerichtsvollzieher umschulen. Das ist momentan so ziemlich die einzige Branche, die Zukunft hat. :)