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Industrie & Handwerk & Agrar => Globalisiert => Thema gestartet von: Kuddel am 12:19:42 Do. 06.November 2003

Titel: Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 12:19:42 Do. 06.November 2003
Vielleicht ist CHEFDUZEN nicht der richtige Ort für dieses Thema, aber wo wird sonst noch politisch diskutiert?

In der Rubrik "Politisches Bewußtsein" wurde ja schon beklagt, daß es Keine Grundlagen mehr gibt für politische Diskussionen/Aktionen.

Die wohl obskurste Blüte, die das politische Vacum getrieben hat, ist die Szene der ANTINATIONALISTEN. Leute, die ursprünglich aus der linken Szene stammen und heute ultra-reaktionäre Politik betreiben (und dabei noch die rote Fahne schwenken).

Die gesamte Situation in Palästina ist verfahren und das ständige Blutvergießen ist eine Tragödie. Es würde schon Sinn machen sich mit den Hintergründen, den Verschiedenen Interessen und den Machtverhältnissen in der Region auseinanderzusetzen.

Die Grundlage emanzipatorischer Politik sollte sein, daß sich die Unterdrückten gemeinsam gegen die Unterdrücker wehren, die Ausgebeuteten gegen die Ausbeuter. Doch diese klaren Verhältnisse gelten für die Antinationalen nicht, es gibt kein Oben und Unten mehr, keinen Ausbeuter und Ausgebeuteten. Bei ihnen heißen die Trennungslinien Volk und Nation.

Das "gut" und "böse" ist ganz klar: Jeder Deutsche ist ein Nazi und Israel steht auf der positiv-Seite, denn die militaristische Regierungspolitik dient nur dem Zweck die Fortsetzung des Holocausts zu stoppen.

Israel wird sowieso mit der Regierungspolitik gleichgesetzt, obwohl es auch eine Israelische Friedensbewegung gibt, obwohl israelische Militärs sich geweigert haben gegen Palästinenser vorzugehen, obwohl Israelis gegen den Mauerbau demonstriert haben...

Und die wichtigsten Sprachrohre der Antinationalisten sind die BAHAMAS und die KONKRET, die nicht nur die rassistische israelische Regierungspolitik schönreden und ihre Blutbäder rechtfertigen, sie beführworteten auch den Angriffskrieg auf den Irak.

Friedensdemonstrationen wurden als völkische Aufmärsche denunziert und den Demonstranten wurde der Wunsch nach Vernichtung der Juden unterstellt.

Die Kieler Antinationalen Aktivisten versuchten sich sogar noch dadurch hervorzutun Geld für "Waffen für Israel" zu sammeln. Einer von Ihnen bewarb sich sogar darum auf israelischer Seite selbst die Waffe in die Hand nehmen zu dürfen, zumindest aber als Zivilhelfer zu arbeiten.

Ich kenne Leute, die die Strategie der Antinationalen für eine von Geheimdiensten inzenierte Maßnahme zur Schwächung linker Politik halten. Ich gehe eher davon aus, daß die linke Szene eh ein Sammelbecken für gestörte Mittelklassekinder ist und die Ideologie ist einfach perfekt für ihre masochistische Haltung. Ich komme aus dem schlimmsten Land auf dieser Welt und ich muß Abbitte leisten um mich von meiner Schuld befreien.

Es ist es nicht wert sich mit ihnen politisch auseinanderzusetzen, sie haben kein  politisches, sondern ein psychisches Problem. Man kann ihre dadaistischen Aktionen auch mit Humor nehmen, wenn sie mit Israel-Fahne über eine Friedensdemo latschen...

Aber sie sind ein Hinweis darauf, wie trostlos es in den Resten der Politszene aussieht. Dazu werd ich demnächst ein paar weitere Zeilen hier hinterlassen.
Titel: Palästina - Israel
Beitrag von: kumpel am 19:17:06 Do. 06.November 2003
Hallo;

Deine scharfe Kritik trifft gleichermaßen ins Mark wie zu.
(Hinzuzufügen wäre noch das unsägliche "Bomber Harris - do it again" von diesen Drecksäcken.)

Gleichwohl ist Israel-Palästina inhaltlich ein schweres Thema - ich kenn dazu wenigstens zwei lesenswerte Texte - und natürlich find ich nur einen im Netz - dafür übersetzt:

http://www.wildcat-www.de/zirkular/62/z62aufhe.htm


eine gruss an jeden Fuß
Titel: Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 12:13:47 Fr. 07.November 2003
So, und hier nun die aufschlußreichen Auswirkungungen der (meines Wissens 4-köpfigen) kieler Antinationalisten-Gruppe:

Im Subrosa, Kiels einzige (Polit-) Szene - Kneipe liegen Konkret und Bahamas aus.

Die LINX, "sozialistische Zeitung Kiels" verbreitet die Thesen der Antinationalisten. Kein Wunder, der Presserechtlich verantwortliche arbeitet auch für die KONKRET. Man braucht sich nur das Chefduzen-Forum "Medien" anzuschauen um einen Eindruck von der Trostlosigkeit des Journalistenhaufens zu bekommen. Bei den Medien zu arbeiten ist so hip, da verzichtet man nicht nur auf vernünftige Arbeitsbedingungen, man übernimmt auch gleich die Ideologie des Arbeitgebers. Und bei der KONKRET zu arbeiten ist ja der Traum des linken Journalisten über dem nur noch der heimliche Traum steht für den SPIEGEL arbeiten zu dürfen.

Bei dem ursprünglich linken Hamburger Radiosender FSK gab es eine Säuberrungsaktion bei der alle Mitarbeiter rausgeschmissen wurden, die positives über die Palästinenser berichtet hatten. Bei dem Redaktionstreffen kam es auch zu tätlichen Angriffen.

Die Hansastr. 48 war ja mal ein besetztes Haus und würde es nicht als Kommunikationszentrum existieren,wäre es nicht einst durch eine starke linke Bewegung durchgesetzt worden. Heute scheint dort Politik nichtmehr zu zählen. Anything goes. Nach dieser Logik müßten auch der Unternehmerverband oder Naziorganisationen dort Veranstaltungen machen können. Die Antinationalen durften dort jedenfalls eine Propagandaveranstaltung machen und Geld für "Waffen dür Israel" sammeln.

Es hat auch seinen Unterhaltungswert einmal die Bahamas in die Hand zu nehmen. Es macht den Eindruck als hätte man das Kapital von Marx in einen Schredder geworfen und von einem Zufallsgenerator neu montieren lassen. Die fremdwortgespickten Bandwürmsätze sind jedenfalls unverständlich genug, als daß man sie für intelektuell echt heavy hält und gleich nachplappert. So wurde auch prompt auf eine Mauer der ALTEN MEIEREI "Deutschland has gotta die!" (bidde????) gesprüht. Und über dem Eingang hängt das Transparent "Deutsche Leitkultur angreifen!". Nur heißt das Gegenteil von Nationalismus INTERNATIONALISMUS. Aber mal ein Konzert zu organisieren auf das auch türkische Kids oder Schwarze kommen, das wird man in der alten Meierei wohl nie hinbekommen.

So hat diese winzige Deppengruppe doch den Verdienst die Dummheit und Hilflosigkeit der gesamten linken Subkultur aufzuzeigen.
Titel: Palästina - Israel
Beitrag von: DeppVomDienst am 17:54:36 So. 09.November 2003
Hi Kuddel,

auch wenn ich einiges inhaltlich teile (und der Nahost-Konflikt in der Tat ein wichtiges und tragisches Thema ist), ist meine persönliche Meinung, dass Du hier bei chefduzen tatsächlich "off-topic" bist. Wenn ich hier Schoten über jede skurile kleine linke Sekte posten würde, würde aus chefduzen schnell die "Freakshow der linken Szene Kiels" werden.
Ein "linkes" Grüppchen, das sowohl der israelisch-palästinensischen Friedensbewegung, als auch linkem Arbeiterpartei-Flügel und der israelischen Merez-Partei dermaßen in den Rücken fällt, disqualifiziert sich sowieso von selbst. Und dass ein paar (deutsche) "Linke" meinen, es besser zu wissen als die Linke "vor Ort", spricht auch Bände über das eigene Selbstverständnis dieser Leute.

Chefduzen ist das "Forum der Ausgebeuteten", die sich über ihre Arbeitsbedingungungen, Ämterstress, Kapitalismus oder meinetwegen Globalisierung austauschen können. Soweit meine bescheidene Meinung.
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: counselor am 21:57:56 Mi. 08.August 2012
Israelische Soldaten sprechen über ihr Besatzungstrauma - Teil 1/2 (http://www.youtube.com/watch?v=9aNu-8PYONc#)

Das Schweigen brechen: Israelische Soldaten sprechen über ihr Besatzungstrauma

Ehemalige israelische Soldaten reden im Film "Breaking the Silence", von systematischen Übergriffen auf Palästinenser in den besetzten Gebieten: Ziel sei es, die palästinensische Zivilbevölkerung zu kontrollieren. Mit dem Zeugnis zerstören die ehemaligen Soldaten das Bild der moralischen Verteidigungskräfte Israels.
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: counselor am 21:40:23 Do. 09.August 2012
Die frühe Kibbuzbewegung - Zionistischer Sozialismus (http://www.youtube.com/watch?v=mvPZ3YrzGws#ws)

Kibbutz (KIBUZ, haKibúz = der Kibbutz) ist die hebräische Bezeichnung für eine kollektive Siedlung. Der Kibbutz ist ein einzigartiges ländliches Gemeinwesen; eine Gesellschaft, die auf den Prinzipien gegenseitiger Hilfe und sozialer Gerechtigkeit beruht; ein sozialwirtschaftliches System, in dem Menschen Arbeit und Besitz teilen; die Verwirklichung des Gedankens: ,,Jeder gibt nach seinen Möglichkeiten und erhält gemäß seinen Bedürfnissen"; ein Heim derer, die es für sich gewählt haben.

Die Kibbuzbewegung, der Kibbuz und die Kwuzah, ist eine Lebens- und Gesellschaftsform, die unter den besonderen Bedingungen Palästinas -- Erez Israels -- in der Zeit der türkischen und dann der britischen Mandatsherrschaft geschaffen und entwickelt wurde. Sie ist unter den besonderen Bedingungen entstanden, in denen jüdische Arbeiter oder Pioniere in das Land einwanderten, um neue politische, kulturelle und gesellschaftliche (jüdische) Siedlungsformen zu schaffen. In diesen spielte sich in den Anfangsjahren ein Gemeinschaftsleben ab, mit der Idee von einem neuen jüdischen Menschen, befreit von der Last der Diaspora, ohne jedoch den Bezug zur Vergangenheit des jüdischen Volkes mit seinen ihm eigenen Werten verlieren zu wollen; mit den zionistischen Bestrebungen und mit den Ideen des Sozialismus nicht nur zu theoretisieren, sondern ihn praktisch im Leben einer neuen Gemeinschaft zu verwirklichen. So entstand die Kwuzah oder der Kibbuz -- zwei Begriffe, die in ihrer besonderen Form im damaligen Palästina in ihrer weiteren Entwicklung aus den jüdisch-sozialistischen Parteien wie auch den jüdischen Pionier-Jugendbewegungen in aller Welt und auch der etwas älteren Hechaluz (Pionier-Bewegung) ihre Anhänger fanden. In den Jahren nach dem l. Weltkrieg mit der Bildung der jüdischen Arbeiterbewegung (Histadrut) in Erez Israel werden die Kibbuz und die Kwuzoth, die sich später landesweit organisierten, zu einem der aktivsten Teile der Histadrut und überhaupt im ganzen Lande.

Die ersten Kibbutzim (Plural von Kibbutz) wurden bereits 40 Jahre vor der Staatsgründung Israels von jungen, meist aus Osteuropa stammenden Zionisten errichtet. Sie waren nicht nur gekommen, um den Boden ihrer alten Heimat wieder urbar zu machen, sondern auch, um eine neue Lebensform zu finden. Der Weg war nicht leicht: eine feindselige Umwelt, Unerfahrenheit in körperlicher Arbeit, mangelnde landwirtschaftliche Kenntnisse, trostloses, seit Jahrhunderten vernachlässigtes Land und unzureichende Mittel waren nur einige ihrer Schwierigkeiten. Trotz dieser Hindernisse gelang es ihnen, blühende Gemeinschaften aufzubauen, die eine führende Rolle bei der Errichtung und Entwicklung des Staates Israel gespielt haben.

Heute gibt es über 270 Kibbutzim in Israel, deren Mitgliederzahl von 200 bis 2000 reicht. Insgesamt leben ca. 127.000 Menschen in Kibbutzim, die ungefähr drei Prozent der israelischen Gesamtbevölkerung darstellen.

Mehr Informationen:

- http://dadaweb.de/wiki/Kibbuzbewegung (http://dadaweb.de/wiki/Kibbuzbewegung)
- http://deu.anarchopedia.org/Kibbuz (http://deu.anarchopedia.org/Kibbuz)
- http://www.hagalil.com/israel/kibbutz/kibbutz.htm (http://www.hagalil.com/israel/kibbutz/kibbutz.htm)
- http://www.zeit.de/2007/20/Revolte_im_Kibbuz (http://www.zeit.de/2007/20/Revolte_im_Kibbuz)
- www.kibbutz.org.il/tnua/dover/dafdefet_engl.pdf (http://www.kibbutz.org.il/tnua/dover/dafdefet_engl.pdf)
- http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/60-jahre-israel-wie-aus-einer-fern... (http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/60-jahre-israel-wie-aus-einer-fern...)
- http://jungle-world.com/artikel/2008/19/21733.html (http://jungle-world.com/artikel/2008/19/21733.html)
- http://de.wikipedia.org/wiki/Kibbuzbewegung (http://de.wikipedia.org/wiki/Kibbuzbewegung)
- www.kibbutzreloaded.com (http://www.kibbutzreloaded.com)
- www.kibbutz.org.il (http://www.kibbutz.org.il)
- www.kibbutz.org.il (http://www.kibbutz.org.il)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: counselor am 03:29:49 Sa. 25.August 2012
Während die Welt schlief

Das Buch ist ein Roman über eine palästinensische Familie über drei Generationen hinweg. Vor allem ist es die Geschichte der Frauen der Familie.

Die Handlung beginnt 1941 und beschreibt die Vertreibung der Palästinenser durch den neu gegründeten israelischen Staat 1947/48 und endet im Jahr 2002. Die Autorin setzt sich für Palästina ein, sie beklagt, dass es keine palästinensischen Stimmen in der Literatur gibt, was die Intention für ihr Buch ist. Der Titel "Während die Welt schlief" ist ein Aufschrei. Durch das ganze Buch zieht sich die Frage, wo die Weltöffentlichkeit war, als die Palästinenser vertrieben, ihrer Würde, Existenz, Gesundheit und Leben beraubt wurden. Wo war sie bei den Massakern von Jenin und Sabra und Schatila? Doch es ist nicht nur von Gewalt und Elend die Rede, es handelt auch vom Leben und Überlebenskampf der Menschen, ihrer Gefühle, ihrer Kultur, ihrer Lebensart. Durch die Romanform wird das dringend notwendige Wissen über den Kampf der Palästinenser sehr eindringlich vermittelt und die Solidarität geweckt. Es ist ein Geschichtsbuch im besten Sinn, nicht neutral, sondern parteiisch, sehr berührend und in seinen Bann ziehend. Es vermittelt eine besonders schöne Art der Völkerverständigung, nämlich über den Alltag der Kinder und der Frauen.

http://www.thalia.de/shop/home/rubrikartikel/ID30570853.html (http://www.thalia.de/shop/home/rubrikartikel/ID30570853.html)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 09:37:30 Sa. 25.August 2012


Israel TV - Ahmadiyya Khalif warnt Israels Präsident und Iran vor krieg (http://www.youtube.com/watch?v=Qqj2kff--Q0#ws)

Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: counselor am 18:40:32 Mi. 05.September 2012
05.09.12 - Palästinenser: Demos gegen steigende Preise

Am Dienstag gab es in vielen Städten im Westjordanland Proteste gegen die hohen Lebenshaltungskosten, die Arbeitslosigkeit und die anhaltenden Preissteigerungen ...

Quelle: RF News (http://www.rf-news.de/2012/kw36/05.09.12-palaestinenser-protestieren-gegen-hohe-lebenshaltungskosten)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: counselor am 07:54:22 Do. 06.September 2012
Judentum, Judaismus, Zionismus, Israel - Religion als politischer Faktor (http://www.youtube.com/watch?v=jfhlV48opd4#)

Veranstaltung vom Deutschen Freidenker-Verband und von Solidarität International mit dem Referenten Klaus von Raussendorff. Thema "Judentum, Judaismus, Zionismus, Israel - Religion als politischer Faktor". Veranstaltungsjahr 2009
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Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: counselor am 00:20:47 So. 09.September 2012
Zionismus in Palästina (http://www.youtube.com/watch?v=f8rNdytZB-Q#)

Veranstaltung zum Thema "Zionismus in Palästina", vom 15.05.2009; gehalten beim "Deutschen Freidenker-Verband" in Nürnberg. Referent.Andreas Grünwald von der Hilfsorganisation "Solidarität International"
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Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: counselor am 21:12:12 Fr. 14.September 2012
"Palästina-Reise durch ein besetztes Land"

Schwäbisch Hall (Korrespondenz), 14.09.12: Über 60 Menschen verfolgten kürzlich den so angekündigten Bericht über eine Reise im Frühjahr 2012 in die West Bank (http://de.wikipedia.org/wiki/West_Bank), wie die vom israelischen Staat besetzten Siedlungsgebiete am westlichen Ufer des Jordans (http://de.wikipedia.org/wiki/Jordan) genannt werden. Eingeladen hat ein Bündnis von "Solidarität International (http://www.solidaritaet-international.de/)", MLPD (http://www.mlpd.de/), DKP (http://www.dkp.de/), "Die Linke (http://www.die-linke.de/)", Club Alpha 60 e.V. (http://www.clubalpha60.de/)und Dritte-Welt-Laden (http://www.eine-welt-bw.de/whoiswho/whoiswho.php?Maxshow=10&Offset=30&CCDBSearchConf=Suche&Field3=74). Die Begeisterung von der Offenheit und Herzlichkeit der Menschen in Palästina (http://de.wikipedia.org/wiki/Pal%C3%A4stina) in der kleinen Reisegruppe war lebendig zu spüren.

 Die völkerrechtswidrige Besatzung dieser Gebiete mit ihren schlimmen Folgen für das Alltagsleben der Menschen wurde greifbar. Die Erscheinungen einer brutalen Unterdrückung fordern Herzlichkeit und Solidarität offensichtlich heraus. Dort wo nachhaltig Widerstand gegen immer neue Landraubprojekte geleistet wird, gibt es auch Erfolge, hörten wir ...

Quelle: RF News (http://www.rf-news.de/2012/kw37/palaestina-reise-durch-ein-besetztes-land)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: pjotr am 00:06:04 Sa. 15.September 2012
Das Schweigen brechen - israelische Soldaten und die Besatzung
Israelische Soldaten haben Fotos und Aussagen zur Besatzung in Hebron und Gaza gesammelt und ausgestellt. Material und Ausstellung liegen jetzt auch in Deutschland vor.
http://www.ndr.de/info/audio128337_podcast-podcast2990.html (http://www.ndr.de/info/audio128337_podcast-podcast2990.html)

Breaking the Silence. Zeugnisse einer Besatzung.
Der Name ist Programm: Breaking the Silence ist eine Organisation israelischer Reservisten, die als Soldaten die Besatzungsrealitäten -- von struktureller Repression über die stille Kooperation mit extremistischen jüdischen Siedlerinnen und Siedlern bis hin zu alltäglichen Schikanen -- erlebt haben und das Schweigen darüber in der israelischen Gesellschaft brechen möchten. Die alltäglichen Erniedrigungen in den palästinensischen Gebieten sollen öffentlich gemacht und die israelische Gesellschaft soll aufgerüttelt werden.
http://www.youtube.com/medicointernational?gl=DE&hl=de (http://www.youtube.com/medicointernational?gl=DE&hl=de)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: counselor am 12:40:20 Sa. 29.September 2012
Israelische Soldaten sprechen über ihr Besatzungstrauma - Teil 1/3 (http://www.youtube.com/watch?v=MZ0vK7RZolk#ws)

"Breaking the Silence" - Erschütternde Zeugnisse israelischer Soldaten

Sie sind eingesetzt in Gaza, im Westjordanland und in Ostjerusalem. Ihr offizieller Auftrag: Aufrechterhalten der Ordnung, Sicherung der Staatsgrenze und Schutz der israelischen Siedler vor palästinensischem Terror. Doch der Alltag der israelischen Soldaten in den besetzten Gebieten sieht anders aus. Ehemalige Armeeangehörige berichten von gewalttätigen Übergriffen auf die palästinensische Zivilbevölkerung, von Einschüchterung, Plünderung und Misshandlung. Viele kehren traumatisiert zurück.

Ihre in einem Buch zusammengefassten Protokolle, die in Israel und den USA bereits für Aufregung sorgten, erscheinen Mitte September auf Deutsch. Zeitgleich eröffnet eine Ausstellung zum Thema im Willy-Brandt-Haus in Berlin.

Weil er nicht länger über seine Erfahrungen schweigen wollte, gründete der israelische Ex-Soldat Jehuda Shaul gemeinsam mit anderen Reservisten 2004 die Bürgerrechtsbewegung „Breaking the Silence". Sie bietet Armeeangehörigen eine Plattform für ihre Schilderungen. Ihr Ziel ist die Aufklärung über die Realität in den besetzten Gebieten. „Ich fühle mich dazu moralisch verpflichtet", sagt Jehuda Shaul. „Die israelische Gesellschaft muss wissen, was in ihrem Namen geschieht."

Was die Soldaten erzählen, erschüttert das Bild von den israelischen Streitkräften als Verteidigungsarmee. Allzu oft verletzen die Soldaten bei ihrem Einsatz in den besetzten Gebieten Recht und Moral. Palästinensische Zivilisten werden drangsaliert und gedemütigt. Ihr Eigentum wird bei Durchsuchungen mutwillig zerstört. Es herrscht eine Atmosphäre der Einschüchterung und Angst.

So verhängte das Militär während der Zweiten Intifada im Herbst 2000 umfassende Ausgangssperren, die ein normales Leben völlig unmöglich machten. Die Arbeitslosigkeit stieg von 20 auf über 70 Prozent.

Jehuda Shaul zitiert Befehle, nach denen junge Soldaten auch auf bewohnte Gebiete schießen mussten. Während seiner Dienstzeit habe er sich nicht dagegen gewehrt. Doch nach seiner Entlassung seien ihm Zweifel gekommen -- wie vielen anderen auch.

Nachdem „Breaking the Silence" im Juni 2004 in Tel Aviv eine Ausstellung mit Fotos und Videos gezeigt hatte, meldeten sich immer mehr Soldatinnen und Soldaten. Mittlerweile hat „Breaking the Silence" weit über 700 Protokolle gesammelt und veröffentlicht -- alle von mehreren Seiten bestätigt und von der Militärzensur freigegeben.

In Israel stößt die Arbeit der NGO auf ein zwiespältiges Echo. Premierminister Netanjahu hat die Initiatoren in die Nähe staatsfeindlicher Terroristen gerückt und das Ausland aufgefordert, sie nicht länger finanziell zu unterstützen.

Andererseits zeichnete sie die „Vereinigung für Bürgerrechte in Israel" 2008 mit dem Emil-Grünzweig-Menschenrechtspreis aus.

Und Avi Primor, ehemaliger Botschafter Israels in Deutschland, betont: „Diese jungen Frauen und Männer wollen niemanden verleumden, sie wiederholen keinen Tratsch und Klatsch, sie verbreiten keine Gerüchte. Sie erzählen nur das, was sie selbst gesehen haben oder sogar: was sie selbst getan haben."

Eines hat „Breaking the Silence" mit Sicherheit erreicht -- in Israel eine intensive Debatte über den Alltag in den besetzten Gebieten zu entfachen.

Parallel zum Erscheinen des Buches ist vom 14. bis zum 29. September 2012 eine Fotoausstellung mit dem Titel „Breaking the Silence -- Zeugnisse einer Besatzung -- Israelische Soldaten berichten" im Willy-Brandt-Haus in Berlin zu sehen.
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Titel: Strategie der Spannung
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 15:11:45 Sa. 17.November 2012
Als man hierzulande Unruhen als Folgen der sozialen Verwürfnisse befürchtete, wurde mit Unterstützung der Geheimdienste der NSU-Terror aufgebaut, damit ein Klima der Angst und Bedrohung in der Bevölkerung entsteht. Diese Stretgie soll wohl nun auch im Großen Maßstab angewandt werden.

In der Arabischen Welt sind die Unruhen nicht zu stoppen, selbst in Israel kam es zu sozialen Protesten, die ethnische und religiöse Spaltungen überwanden. Die Gegenstrategie der US-Regierung und die der Israels ist übelste Kriegstreiberei. Spaltung, Angst und Blutvergießen. Und wir sollten nicht vergessen, daß auch die HAMAS unter Mitwirkung von Israel und den USA gegründet worden ist als Gegenpol zur Fatah, die ihnen zu links war.

Krieg und Bürgerkrieg sind das genaue Gegenteil von Revolution und Befreiung.
Titel: 100% sofort wirksame Friedenslösung im Palästina- Konflikt
Beitrag von: jobnomade am 00:24:45 So. 02.Dezember 2012
Die Israelis schliessen die Palastinenser, ausgeführt von Arbeitern und Ingenieuren aus den arabischen Bruderstaaten, einfach ans Wasser- und Stromnetz zu günstigen Preisen an und bauen ein gemeinsames Netz auf,

dann ist die Hamas erledigt

und kann künftig Edelfrüchte oder Biosprit anbauen und die Palästinenser leben sehr bald im Wohlstand.

Die Baustellen kann Israel natürlich mit der Armee absichern, aber ich will den Islamisten sehen, der die angreift und wie der das rechtfertigen will,

oder trinken Juden etwa Salzwasser oder funktionieren islamische Lampen nicht mit Strom von Juden?

Die Ausrüstung (Umspann- und Wasserwerke, Sanitär- und Abwassersystem, Solarkraftwerke zur Einspeisung, schöne Wohnhäuser mit guter Infrastruktur) dazu können die reichen arabischen Ölstaaten als Entwicklungshilfe liefern.

Die Absicherung dieser Baustellen können (islamische) UN- Truppen übernehmen.

Da es dann schon bald keinen Grund mehr für Feindseligkeiten geben wird, kann der palästinensische Staat eingerichtet und anerkannt werden und beide Völker werden die noch übrig gebliebenen religiös radikalen Scharfmacher und ihre Sekten nur noch auslachen und gute Geschäfte und Party machen.

Es sei denn natürlich Hamas und Iran &Co lassen die Palästinenser nur aus gemeinsamen religiösen und politischen Interessen mit den religiös- rechten Juden wie Hunde leben und verrecken, das wäre Schade und würde ich mir als Palästinenser nicht länger gefallen lassen.

Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rudolf Rocker am 11:57:38 Fr. 11.Juli 2014
Zitat
Zukunft im Nahen Osten Wir müssen Israel aus seiner Lebenslüge wecken

Ich habe die Familie des ermordeten palästinensischen Jungen besucht und weiß nun, dass der Zeitpunkt für eine moralische Revolution gekommen ist. So darf es nicht weitergehen.
10.07.2014, von Nir Baram

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/der-schriftsteller-nir-baram-zur-zukunft-israels-13036603.html (http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/der-schriftsteller-nir-baram-zur-zukunft-israels-13036603.html)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:15:18 Sa. 19.Juli 2014
Politische und soziale Probleme werden zunehmend mit Blutvergießen "gelöst". Es gibt zur Zeit so viele Schauplätze von Blutbädern, daß man droht abzustumpfen.

Man sollte aber weder wegsehen, noch aufhören sich Gedanken über diese Zustände zu machen.

Ich kann es nicht mehr hören, daß die Diskussion um Israel und Palästina als zu "sensibel" gilt, als daß man sich eine eigene Meinung leisten kann. Ich bin der Meinung, daß man mit einer humanistischen Haltung und gesundem Menschenverstand durchaus recht weit kommt.

Man darf den Konflikt nicht darauf reduzieren, als würden sich allein die Israelische Regierung und die PLO/Fatah, sowie Hamas gegenüberstehen.
Die ach so islamistische und terroristische Hamas ist schließlich ein Gemeinschaftsprodukt der USA und Israels, die die palästinensischen Widerstand spalten und die PLO schwächen wollten. Eine tendenziell reaktionäre religiöse Kraft gegen die PLO, die ihnen zu "links" war. Unter der Bevölkerung bekam die Hamas unter dem Motto "neue Besen kehren gut" einiges an Sympathie, denn die PLO galt als korrupt, und so konnte die Hamas beachtliche Wahlerfolge einstreichen.

Israel ist auch kein einheitlicher Apparat, der sich vollsynchronisiert bewegt. Auch wenn die Regierung von der Mehrheit der Bevölkerung gewählt worden ist, ist die ekelhafte und aggressive Politik der Regierung nicht automatisch im Sinne und nach dem Willen der Bevölkerung. Wir sollten nicht vergessen, daß die Mehrheit der deutschen Bevölkerung gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr, gegen Atomkraft, gegen den Überwachungsstaat und gegen Genfood ist, doch gleichzeitig ging Merkel aus den Wahlen siegreich hervor. Eine solche Widersprüchlichkeit findet man wohl überall. Israel hat hat eine multiethnische Bevölkerung, hat eine Friedensbewegung, es gab "occupy" Sozialproteste, Generalstreiks, es gibt religiös Durchgedrehte und Rechtsradikale. Bei wachsenden sozialen Problemen ist es weltweit ein beliebtes Ablenkungsmanöver die Wut der Bevölkerung auf einen äußeren Feind zu lenken.

Ich sehe nicht die "Unantastbarkeit des israelischen Staates", noch die Gründung eines palästinensischen Staates als die obersten Kriterien jeglicher Diskussion, sondern ein zumindest halbwegs friedliches Zusammenleben der Menschen im Raum Israel/Palästina, bzw. in der gesamten arabischen Welt sollte das Ziel sein. Palästinenser leben in diversen arabischen Staaten. Ich halte es für Schwachsinn, diese alle in einen neu zu gründenden palästinensischen Staat holen zu wollen und auch keinsfalls für realisierbar. Wenn es gelingt die politischen Rechte und die soziale Situation der verschiedenen Bevölkerungsgruppen einander anzugleichen, wird Gewalt und Terror der Boden entzogen. Es geht um soziale und politische Gerechtigkeit und nicht um nationalistischen Klimbim.
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 19:40:56 Sa. 19.Juli 2014
zum Thema Zionismus ist dieses Buch Gold wert....

(http://www11.pic-upload.de/thumb/19.07.14/78t1e6vvmy.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-23953849/51SIzRfopZL._.jpg.html)
(http://)

LENI BRENNER - Zionismus und Faschismus: Über die unheimliche Zusammenarbeit von Faschisten und Zionisten


Gebundene Ausgabe: 350 Seiten
Verlag: Homilius, K; Auflage: 1., Aufl. (April 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3897068737

Mit der Gründungslegende des Staates Israel von 1948 wurden nahezu alle Hinweise auf die vorangegangene Verstrickung zionistischer Kreise in die Kollaboration mit den europäischen Faschisten getilgt bzw. im Nachhinein als unbedingt notwendig zur Rettung der Juden gerechtfertigt. Israel sollte zukünftig ein Heimplatz aller Juden, insbesondere der von den faschistischen Mächten verfolgten sein. Ist es vor diesem Hintergrund vorstellbar, dass jüdische Organisationen nicht nur lukrative Geschäfte mit den Mördern des eigenen Volkes machten, sondern diese auch aktiv und passiv unterstützten? Ist es vorstellbar, dass diese sogar jüdische Widerstandskämpfer an die Gestapo verrieten? Ist es vorstellbar, dass sowohl die Machtergreifung Hitlers als auch die Nürnberger Rassegesetze in jüdischen Medien begrüßt wurden? Ist es vorstellbar, dass der herrschende Antisemitismus missbraucht wurde, um genügend Wehrsiedler für Palästina zu rekrutieren? Lenni Brenner hat recherchiert und ist auf unglaubliche Antworten zu diesen Fragen gestoßen.

Buchrückseite
Was glauben Sie, wer es war, der im März 1912 vor Publikum in Berlin sagte, dass „jedes Land nur eine begrenzte Anzahl von Juden aufnehmen könne, wenn es keine „Magenbeschwerden“ haben wolle. Und „Deutschland habe bereits zu viele Juden“? Nein, es war nicht Adolf Hitler, sondern Chaim Weizmann, der spätere Präsident der Zionistischen Weltorganisation und erste Präsident Israels. Und was glauben Sie, wo Sie folgende Erklärung finden, die ursprünglich im Jahr 1917 entstand, aber erst 1936 veröffentlicht wurde: „Der Jude ist eine Karikatur des normalen, natürlichen Menschen, sowohl physisch als auch geistig. Als Individuum in der Gesellschaft rebelliert er ständig und streift den Harnisch sozialer Verpflichtungen ab, kennt weder Ordnung noch Disziplin“? Nein, das stand nicht in „Der Stürmer“, sondern im Organ der zionistischen Jugendorganisation „Hashomer Hatzair“. Wie anhand der oben angeführten Zitate sichtbar wird, hat der Zionismus den Selbsthass der Juden in der Diaspora noch angestachelt und ihn für seine Zwecke ausgenutzt, indem man zunächst von der Annahme ausging, dass der Antisemitismus ein nicht zu verhinderndes Phänomen ist und dass er, solange er sich gegen Juden außerhalb des Landes Israel richtet, in gewisser Weise sogar gerechtfertigt ist. Es stimmt zwar, dass nur ein ganz kleiner, extrem fanatischer Teil der Zionisten soweit ging, 1941 den Nazis anzubieten, auf deutscher Seite in den Krieg einzutreten, da man hoffte, auf diese Weise die Errichtung des „historischen Judenstaates auf nationaler und totalitärer Grundlage, der in einem Vertragsverhältnis mit dem Deutschen Reich stünde“, erreichen zu können. Unglücklicherweise entschied sich Schamir [der ehemalige Premierminister Israels] dafür, sich eben dieser Gruppierung anzuschließen. Diese Tatsache verleiht diesem Buch … zusätzliche Brisanz… Lenni Brenner zeigt mehrere Fälle auf, in denen die Zionisten mit den anti-semitischen Regimes in Europa, einschließlich des Regimes von Adolf Hitler, zusammengearbeitet haben. Rückblickend ist dieses Vorgehen als widerliches, aber notwendiges Hilfsmittel zur Rettung jüdischen Lebens gerechtfertigt worden, doch Brenner zeigt auf, dass dieses Ziel größtenteils zweitrangig war. Die zionistische Führung stand nie an vorderster Front, wenn es darum ging, den Faschismus in Europa zu bekämpfen. Sie wollten in erster Linie gesunden und kräftigen, gut ausgebildeten jungen Juden dabei helfen, nach Palästina auszuwandern. Dies soll die Alliierten keinesfalls von ihrer Schuld freisprechen. Doch wie Lenni Brenner sagt: „Auch wenn der Vorwurf an Großbritannien, die Juden Europas im Stich gelassen zu haben, berechtigt ist, sind die Zionisten die Letzten, die diesen Vorwurf erheben dürfen“. Edward Mortimer in The Times (London) [Anmerkung: Edward Mortimer wurde später von Kofi Annan zum Director of Communications im Executive Office des Generalsekretärs der Vereinten Nationen berufen und hatte diesen Posten bis Dezember 2006 inne.]
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Vorwort

Die frühe Bereitschaft der Führung der ZVfD zur Kollaboration mit den Nazis
war also nicht nur durch die Umstände aufgezwungen. Sie entsprach der
Stimmung und Haltung des speziellen zionistischen Mainstreams insgesamt.
Nach der sogenannten Machtergreifung der Nazis bemühte sich die ZVfD
dementsprechend, sich mit den Nazis zu arrangieren. In ihrer Erklärung vom
21. Juni 1933 äußerte sie sich „zur Stellung der Juden im neuen
deutschen Staat“ wie folgt:
„Taufe und Mischehe wurden im politischen und im Wirtschaftsleben
begünstigt. So kam es, daß zahlreiche Menschen jüdischer Abstammung die
Möglichkeit fanden, wichtige Positionen einzunehmen und als Repräsentanten
deutscher Kultur und deutschen Lebens aufzutreten, ohne daß ihre
Zugehörigkeit zum Judentum in Erscheinung trat. So entstand ein Zustand,
der heute im politischen Gespräch als ‚Verfälschung des
Deutschtums’ und als ‚Verjudung’ bezeichnet wird.
[...]

Der Zionismus täuscht sich nicht über die Problematik der jüdischen
Situation, die vor allem in der anormalen Berufsschichtung und in dem
Mangel einer nicht in der eigenen Tradition verwurzelten geistigen und
sittlichen Haltung besteht. Der Zionismus erkannte schon vor Jahrzehnten,
daß als Folge der assimilatorischen Entwicklung Verfallserscheinungen
eintreten mußten, die er durch Verwirklichung seiner das jüdische Leben von
Grund aus ändernden Forderungen zu überwinden sucht. [...]

Der Zionismus glaubt, daß eine Wiedergeburt des Volkslebens wie sie im
deutschen Leben durch Bindung an die christlichen und nationalen Werte
erfolgt, auch in der jüdischen Volksgruppe vor sich gehen müsse. Auch für
den Juden müssen Abstammung, Religion, Schicksalsgemeinschaft und
Artbewußtsein von entscheidender Bedeutung für seine Lebensgestaltung sein.
Dies erfordert die Überwindung des im liberalen Zeitalter entstandenen
egoistischen Individualismus durch Gemeinsinn und
Verantwortungsfreudigkeit. [...]

Wir wollen auf dem Boden des neuen Staates, der das Rassenprinzip
aufgestellt hat, unsere Gemeinschaft in das Gesamtgefüge so einord-nen, daß
auch uns, in der uns zugewiesenen Sphäre, eine fruchtbare Betätigung für
das Vaterland möglich ist. [...]

Für seine praktischen Ziele glaubt der Zionismus auch die Mitwirkung einer
grundsätzlich judengegnerischen Regierung gewinnen zu können, weil es sich
in der Behandlung der jüdischen Frage nicht um Sentimentalitäten, sondern
um ein reales Problem handelt, an dessen Lösung alle Völker, und im
gegenwärtigen Augenblick besonders das deutsche Volk, interessiert sind.
[...]

Boykottpropaganda – wie sie jetzt vielfach gegen Deutschland geführt
wird – ist ihrer Natur nach unzionistisch, da der Zionismus nicht
bekämpfen, sondern überzeugen und aufbauen will.“

Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 19:43:36 Sa. 19.Juli 2014
Israelische Truppen in Gaza einmarschiert: "Den internationalen Widerstand intensivieren!"


18.07.14 - Seit gestern Nacht israelische Truppen mit Panzern, Artillerie und Infanterie-Einheiten eine Bodenoffensive im Gaza-Streifen begonnen haben, hat sich der Terror gegen die dort lebenden Palästinenser erneut verschärft. Seit dem 7. Juli, an dem das israelische Militär mit den Bombenangriffen begonnen hat, bis Donnerstag Abend sind bereits mindestens 229 Palästinenser getötet worden, darunter 44 Kinder. Mit der Begründung, Versorgungstunnels der islamistisch-faschistischen Hamas zerstören zu wollen, hat Israels Premier Benjamin Netanjahu nun den Bodenangriff befohlen. 70.000 Soldaten der israelischen Armee sind dabei im Einsatz.

Im Buch "Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution" heißt es zu diesem Konflikt: "Das israelische Regime hält völkerrechtswidrig den größten Teil Palästinas besetzt und drangsaliert, enteignet und vertreibt, mordet dessen Bevölkerung. Die palästinensischen Arbeiter in Israel unterliegen besonderer Ausbeutung, Gaza wurde in ein 'Freiluftgefängnis' verwandelt."

Vordergründig rechtfertigt sich die israelische Regierung mit den ebenfalls provokativen Raketenangriffen der reaktionär-islamistischen Hamas, die oft von Zivilisten bewohnte Gebiete treffen. In Wirklichkeit versucht sie mit dem Bodenangriff die vollständige Kontrolle über Gaza zu erlangen und den Widerstand - der keineswegs nur von Hamas ausgeht - zu liquidieren. Das ist ihr allerdings trotz mehrfacher Angriffe gegen Gaza bisher nie gelungen.

Tatsächlich stellt das verzweigte Tunnelsystem der Widerstandskämpfer in Gaza Israel vor erhebliche Probleme. Nach Schätzungen israelischer Sicherheitsexperten konnten trotz elftägiger Bombenangriffe nur zwischen einem Drittel und der Hälfte der Raketen der Palästinenser zerstört werden. Israel fürchtet jedoch, wie bereits beim vorletzten Krieg gegen Gaza 2008/2009 nun in opferreiche Straßenkämpfe verwickelt zu werden.

In einer Pressemitteilung ruft die fortschrittliche "Volksfront zur Befreiung Palästinas" (PLFP) zu internationalem Widerstand auf: "Allein heute bombardierten die 'israelischen' Kräfte eine Rehabilitationsklinik, nachdem sie bereits acht Kinder und vier Erwachsene in Gaza getötet hatten. Sie haben ganze Familien ausgelöscht, mehr als 800 Häuser zerstört und über 18.000 schwer beschädigt. ...

Trotz der brutalen Angriff auf Gaza leisten die Palästinenser im Gazastreifen - und im gesamten besetzten Palästina sowie im Exil – Widerstand und widerstehen der Logik der Besatzer, die durch Tod und Zerstörung die Aufgabe und das leise Akzeptieren des Todes erreichen wollen. ... Während dieses Angriffs sind die arabischen Völker und die Menschen auf der ganzen Welt in großer Zahl auf die Straße gegangen. ...

Jetzt ist es Zeit, den internationalen Widerstand zu intensivieren. ... Wie sich der Widerstand in Palästina verbreitert, so muss auch der Widerstand weltweit ausgedehnt werden. Den Besatzern und ihren Unterstützern darf nicht erlaubt werden, ihre kriminelle Schlachtung unseres Volkes weiter fortzusetzen ... . Es ist Zeit, dies zu beenden und dass der weltweite Widerstand zusammen mit dem Widerstand in Palästina gehört wird. Sie dürfen nicht durchkommen! Gaza darf nicht fallen!"

Bei Demonstrationen seit letztem Freitag waren unter anderem in Frankfurt/Main 2.500 und in Dortmund 2.000 Menschen auf der Straße. Im südafrikanischen Kapstadt demonstrierten am Mittwoch 40.000 Menschen für ein Ende der israelischen Angriffe. Auf Transparenten stand unter anderem: "Israel ist ein rassistisches Apartheid-Regime". Die Metallarbeitergewerkschaft Numsa fordert seit Tagen von der südafrikanischen Regierung, den israelischen Botschafter auszuweisen und den eigenen Botschafter aus Israel zurückzurufen. Auch in vielen anderen Ländern gibt es wachsende Proteste.

(Mehr dazu in der aktuellen Druckausgabe der "Roten Fahne" - sie kann hier bestellt werden)

http://www.rotefahne.info/rote-fahne/2014/kw29 (http://www.rotefahne.info/rote-fahne/2014/kw29)


Quelle

http://www.rf-news.de/2014/kw29/krieg-in-palaestina-2013-israelische-tr201ediesem-system-keinen-mann-und-keinen-groschen-201cuppen-sind-in-gaza-einmarschiert (http://www.rf-news.de/2014/kw29/krieg-in-palaestina-2013-israelische-tr201ediesem-system-keinen-mann-und-keinen-groschen-201cuppen-sind-in-gaza-einmarschiert)

(http://www11.pic-upload.de/thumb/19.07.14/m87ypybx7uik.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-23953904/vpv-wq-vq.jpg.html)
(http://)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 18:59:59 Mo. 21.Juli 2014
Die verdrängte Realität des Gaza-Kriegs

500 zivile Opfer bisher. Die Rede vom schmutzigen Krieg, wie sie US-Außenminister John Kerry führt, ist Teil einer Wirklichkeitsverleugnung


Über 500 Tote im Gazastreifen zählte Gaza Youth Break Out heute Morgen und zeigt die verdrängte Realität des Krieges, den die israelische Armee dort führt, in einer langen Kette von Kurzmitteilungen über Angriffe und in brutalen Bildern von den Opfern: Brennende Häuser, Häuser in Schutt und Asche, darin erkennbar Tote, immer wieder Kinderleichen, dazu die andauernde Aufzählung von einzelnen Angriffen auf Häuser, in denen Familien wohnten, dazwischen Nachrichten von der Not der unterversorgten Krankenhäuser, von den Sperren, die Hilfe von Außen, etwa aus Ägypten, verhindern.

Weiter: http://www.heise.de/tp/artikel/42/42323/1.html (http://www.heise.de/tp/artikel/42/42323/1.html)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 19:55:53 Mo. 21.Juli 2014
(http://www11.pic-upload.de/thumb/21.07.14/kcyomt2eukk3.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-23977604/vpv-wq-vq.jpg.html)
(http://)

Solidaritätskundgebung "Stoppt die Bombardierung Gazas" in Essen

Essen (Korrespondenz), 21.07.14: "Solid", die Jugendorganisation der Partei "Die Linke", hatte unter der Losung "Stoppt die Bombardierung Gazas" für den 18. Juli auf dem Weberplatz in der Essener City aufgerufen. Über 2.000 Menschen, vor allem junge Leute arabischer Abstammung, fanden sich zu einer kämpferischen Kundgebung ein. Selbstverständlich beteiligten sich fortschrittliche und revolutionäre Parteien und Organisationen wie unter anderem DIDF, MLPD, REBELL, DKP, die türkisch-kurdische ICOR-Organisation MLKP und die Essener Montagsdemonstration. ...

Zuvor hatten Vertreter aus dem Kreis von Israel-Unterstützern "Solid" aufgefordert, die Kundgebung abzusagen, da die Möglichkeit bestünde, dass Neonazis und fundamentale Islamisten diese missbrauchen könnte. Diesem Ansinnen wurde öffentlich, auch auf der Montagsdemonstration, eine Abfuhr erteilt. Die bürgerlichen Medien und die CDU sahen dies als Steilvorlage, vor "Rechts- und Linksextremismus" zu warnen. Doch die Menschen ließen sich nicht von der Demonstration der internationalen Solidarität und ihres Friedenswillens abhalten. Unter großen Sicherheitsvorkehrungen fand die Kundgebung mit Eingangskontrolle und Genehmigung der Plakate durch die Polizei statt. ...

Die Plakate der MLPD "Freiheit für Palästina und Kurdistan" stießen bei vielen auf große Zustimmung und einige ließen sich mit ihnen ablichten. Es gab aber auch Diskussionen mit türkischen Nationalisten, die die Berechtigung des kurdischen Befreiungskampfes leugneten. Am Ende der Kundgebung wurde die palästinensische Gemeinde zur nächsten Montagsdemonstration eingeladen, um gemeinsam die Solidaritätsbewegung zu stärken.



Quelle

http://www.rf-news.de/2014/kw30/solidaritaetskundgebung-stoppt-die-bombardierung-gazas-in-essen (http://www.rf-news.de/2014/kw30/solidaritaetskundgebung-stoppt-die-bombardierung-gazas-in-essen)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 19:59:46 Mo. 21.Juli 2014
Solidarität gegen Krieg der israelischen Armee in Gaza - Schwerpunkt der heutigen Montagsdemonstrationen


(http://www11.pic-upload.de/thumb/21.07.14/o7o46jsm3g9c.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-23977642/image.jpg.html)
(http://)
Gemeinsamer Protest gegen den Krieg in Gaza bei der letzten Montagsdemo in Gelsenkirchen (rf-foto)

21.07.14 - Die israelische Aggression gegen den Gaza-Streifen und der Terror gegen die palästinensische Bevölkerung haben mit der Ausweitung der Bodenoffensive eine neue Qualität angenommen. Die Zahl der getöteten Palästinenser seit Beginn der israelischen Bombardements am 8. Juli und der Bodenoffensive am 17. Juli stieg auf mehr als 500. Fast 100 Tote kostete allein der Angriff auf den bei Gaza-Stadt gelegenen Vorort Sadschaija.

Heuchlerisch betont das israelische Militär, man unternehme große Anstrengungen, um Zivilisten zu schonen. Augenzeugen aus Sadschaija berichten jedoch, dass das Bombardement die Menschen genau in dem Moment traf, als sie nach israelischen Vorwarnungen per SMS aus ihren Häusern auf die Straße geflüchtet waren.

Im Schifa-Krankenhaus von Gaza-Stadt werden fast im Minutenabstand neue Opfer eingeliefert, darunter viele vor Schmerzen schreiende Kinder, deren Körper von Splitterwunden übersäht sind. Die Führung der palästinensischen Autonomiebehörde warf der israelischen Armee "Massaker an Zivilisten" sowie "Kriegsverbrechen" vor.

Obwohl diese immer wieder Erfolgsmeldungen über angeblich zerstörte Raketenabschussrampen und Tunnel in Gaza verbreitet, sprach Verteidigungsminister Mosche Jaalon von "langen Tagen des Kampfes", die noch bevor stünden. Auf der israelischen Seite übersteigt die Zahl der Toten bereits die Verluste bei der Operation "Gegossenes Blei", die im Januar 2009 endete. Damals waren zehn Soldaten getötet worden, heute sind es bereits 18.

Dass Israels Armee sich auf einen langwierigen blutigen Häuserkampf einlässt, lässt das strategische Ziel des aktuellen Kriegs deutlicher hervortreten: die geplante dauerhafte Besetzung des Gaza-Streifens. Dafür spricht auch die Ankündigung des israelischen Generalstabschefs Benny Gantz: "Wir wollen die Operationen ausweiten und nach unseren Erfordernissen ausrichten."

Weder von der deutschen Regierung noch von einer anderen westlichen imperialistischen Regierung ist nennenswerte Kritik am Vorgehen der israelischen Regierung zu hören. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) beteuerte beim Gespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, dass Israel "das völkerrechtliche, politische und moralische Recht" zu dem jetzigen Vorgehen habe.

Weltweit gab es am Wochenende wachsende Proteste gegen die israelische Terroroffensive. In London demonstrierten über 100.000 Menschen, in Australien und Indien gab es große Proteste genauso wie in den meisten Ländern Europas. Auch in Israel selbst gab es in mehreren Städten Demonstrationen und Kundgebungen.

Tausende Menschen gingen in verschiedensten Städten Deutschlands auf die Straße. In Essen verlangten rund 2.000 Demonstranten ein sofortiges Ende des Kriegs gegen Gaza. Auf Transparenten stand unter anderem "Schluss mit dem Massaker" oder "Stopp dem Völkermord" (siehe "rf-news"-Bericht").

Die MLPD schlägt den Montagsdemonstrationen vor, die neue Qualität des israelischen Angriffs in Gaza zum Anlass zu nehmen, die Solidarität mit Palästina heute ins Zentrum ihrer Aktionen und Demonstrationen zu stellen.

Quelle

http://www.rf-news.de/2014/kw30/solidaritaet-gegen-israels-krieg-gegen-gaza-ein-schwerpunkt-der-heutigen-montagsdemonstrationen (http://www.rf-news.de/2014/kw30/solidaritaet-gegen-israels-krieg-gegen-gaza-ein-schwerpunkt-der-heutigen-montagsdemonstrationen)

(http://www11.pic-upload.de/thumb/21.07.14/8pblfu39afxj.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-23977648/562855_244629105657665_1576953387_n.jpg.html)
(http://)



Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Troll am 10:07:35 Di. 22.Juli 2014
Zitat
ZDF - "Menschliche Verrohung beider Seiten"

Der Nahost-Experte Michael Lüders glaubt, dass die Erweiterung des militärischen Einsatzes Israels die Sicherheit der Israelis nicht erhöht und radikale Bewegungen auf der Gegenseite fördert.

Quelle: heute-journal (http://www.ardmediathek.de/tv/MDR-aktuell/Nahost-Krise-hat-Folgen-f%C3%BCr-Europa/MDR-Fernsehen/Video?documentId=22510526&bcastId=7545132) via NDS (http://www.nachdenkseiten.de/?p=22461#h02)

http://nrodl.zdf.de/none/zdf/14/07/140720_lueders_hjo_2256k_p14v11.mp4 (http://nrodl.zdf.de/none/zdf/14/07/140720_lueders_hjo_2256k_p14v11.mp4)

Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 14:57:11 Di. 22.Juli 2014
Eine vermutlich jüdische Studentin diffamiert Dr. Norman Finkelstein nach seinem Vortrag zur Lage der Palästinenser, wegen angeblicher Beleidigung von Juden und Deutschen.
Dr. Norman Finkelstein ist jedoch selber Jude, seine Eltern waren in Konzentrationslagern und hatten das Warschauer Ghetto erlebt. Seine meisten Verwandten wurden von den Nazis umgebracht und seine Lehre die er daraus zieht, ist dass kein Volk der Welt diese leiden erneut erfahren soll, weshalb er vehement/leidenschaftlich auf die existenzielle Bedrohung der Palästinenser aufmerksam macht.

Prof. Dr. Norman Finkelstein an der University of Waterloo (http://www.youtube.com/watch?v=LqJ4T-U98QY#ws)

(http://www11.pic-upload.de/thumb/22.07.14/t5y3ddryajpy.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-23985540/vpv-wq-vq.jpg.html)
(http://)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:05:35 Di. 22.Juli 2014
Zitat
Wer hat angefangen? Die Bombardierung des Gaza – ein Gefängnis ohne Wärter

http://wolfwetzel.wordpress.com/2014/07/17/wer-hat-angefangen-die-bombardierung-des-gaza-ein-gefangnis-ohne-warter/ (http://wolfwetzel.wordpress.com/2014/07/17/wer-hat-angefangen-die-bombardierung-des-gaza-ein-gefangnis-ohne-warter/)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 19:54:47 Di. 22.Juli 2014
Gelsenkirchener Montagsdemonstration fordert "Ende des Kriegs gegen Gaza"

(http://www11.pic-upload.de/thumb/22.07.14/nt6174xgg3.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-23989117/image.jpg.html)
(http://)
Die Gelsenkirchener Montagsdemonstration zeigt sich am 21. Juli solidarisch mit dem Freiheitskampf in Palästina (rf-foto)

22.07.14 - Die Gelsenkirchener Montagsdemonstration hat anlässlich des israelischen Staatsterrors in Gaza eine Pressemitteilung herausgebracht, in der es heißt:

"'Sofortiges Ende des Kriegs gegen Gaza!' Aus diesem Anlass fand nicht nur wie geplant eine Kundgebung mit rund 100 Teilnehmern und Zuhörern statt. Mit einer kurzfristigen Demonstration durch die Straßen der Innenstadt setzte die Montagsdemo erneut ein klares Zeichen. …

Seit der Bodenoffensive sind weit über 500 Menschen im Gaza-Streifen getötet worden, ein Viertel davon Kinder, viele weitere verletzt. Bis heute ist unbewiesen, dass der Mord der drei Jugendlichen überhaupt von den Palästinensern verübt wurde – aber er dient als Anlass zur Rechtfertigung bis heute. …

Auf der Montagsdemo zogen Rednerinnen und Redner am offenen Mikrofon klar: Wer Kritik an der Politik Israel äußert, ist noch lange nicht antisemitisch. Im Gegenteil ist es eine Lehre gerade aus den Zeiten des Faschismus, für die Freiheit und gegen Unterdrückung aktiv zu werden. ..."


Quelle

http://www.rf-news.de/2014/kw30/494.-gelsenkirchener-montagsdemonstration-bekraeftigt-forderung-201esofortiges-ende-des-kriegs-gegen-gaza-201c (http://www.rf-news.de/2014/kw30/494.-gelsenkirchener-montagsdemonstration-bekraeftigt-forderung-201esofortiges-ende-des-kriegs-gegen-gaza-201c)

Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:55:58 Mi. 23.Juli 2014
Zitat
Rolf Verleger, ehemaliges Direktoriums-Mitglied im Zentralrat der Juden in Deutschland, wundert sich nicht über die neue Welle des Antisemitismus im Land. Im Deutschlandfunk warf er Repräsentanten des Judentums vor, jede Kritik an Israel als antisemitisch zu erklären. Es müsse erlaubt sein, die israelische Politik zu kritisieren.

http://www.deutschlandfunk.de/anti-israelische-proteste-wer-hat-uns-das-denn-eingebrockt.694.de.html?dram:article_id=292408 (http://www.deutschlandfunk.de/anti-israelische-proteste-wer-hat-uns-das-denn-eingebrockt.694.de.html?dram:article_id=292408)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 18:06:41 Mi. 23.Juli 2014
Keine Stimme ist lauter als die Stimme des Widerstands!

(http://www11.pic-upload.de/thumb/23.07.14/sad6nrcrru.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-23999740/image.jpg.html)

Montagsdemo Gelsenkirchen am 21. Juli (rf-foto)

23.07.14 - Die israelische Armee nahm am Sonntag die Peripherie von Gaza-Stadt unter schweren Beschuss. Es gab wieder viele Opfer. Der CNN-Korrespondent Ben Wedeman aus Gaza berichtet: "Es ist die Hölle." Sadschaija im Osten von Gaza-Stadt stand am Sonntagvormittag unter andauerndem Beschuss.

Die Bewohner flüchteten zu Hunderten und standen teilweise unter schwerem Schock. In einer Pressemitteilung berichtet die fortschrittliche "Volksfront zur Befreiung Palästinas" (PLFP) zum Massaker in Sadschaija am 19. Juli:

"Die PFLP stellt fest, dass die zionistische kriminelle Besetzung Tod, Zerstörung und Verwüstung in unsere Stadtteile gebracht hat... Die PFLP grüßt alle tapferen Kämpferinnen und Kämpfer in allen palästinensischen militärischen Organisationen … Die PFLP fordert die offiziellen palästinensischen Autoritäten und Sprecher auf, den Defätismus in Gesprächen/Erklärungen zu beenden und ihn durch den Respekt vor dem Willen des palästinensischen Volkes zu ersetzen, der zeigt, dass keine Stimme lauter ist als die Stimme des Widerstands..."

Quelle

http://www.rf-news.de/2014/kw30/keine-stimme-ist-lauter-als-die-stimme-des-widerstands (http://www.rf-news.de/2014/kw30/keine-stimme-ist-lauter-als-die-stimme-des-widerstands)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 10:22:39 Do. 24.Juli 2014



Überaus deutliche Kritik an der manipulativen und falschen Berichterstattung des ZDF übte gestern selbst ein ehemaliges Direktoriumsmitglied des Zentralrates der Juden im ZDF-Mittagsmagazin.

Prof. Rolf Verleger sagte: "... Gaza ist ein zu verurteilendes Massaker... Ich finde es einen doppelten Standard, was unsere Politiker und unsere Medien, einschliesslich meistens das ZDF, gegenüber Israel anlegen. Das ist einfach ungeheuerlich, was in Gaza passiert, diese hunderte von Toten, und unsere Politiker reden davon, das sei das legitime Verteidigungsrecht Israels. Das kann doch wohl nicht wahr sein..."

Ebenso unmissverständlich ermahnte Prof. Verleger auch die Repräsentanten der Jüdischen Gemeinschaft, die der Ansicht sind, dass Israels Politik nicht zu kritisieren sei.

Bereits am Dienstag hatte er sich im Deutschlandradio ebenfalls sehr kritisch und ausführlich zur aktuellen Politik Israels geäussert: http://www.deutschlandfunk.de/anti-israelische-proteste-wer-hat-uns-das-denn-eingebrockt.694.de.print?dram:article_id=292408 (http://www.deutschlandfunk.de/anti-israelische-proteste-wer-hat-uns-das-denn-eingebrockt.694.de.print?dram:article_id=292408)

Hier geht es zum gruseligen Gesamtbeitrag vom KLEBER-PROPAGANDA-TV:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2203632/mittagsmagazin-vom-23.-Juli-2014#/beitrag/video/2203632/mittagsmagazin-vom-23.-Juli-2014 (http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2203632/mittagsmagazin-vom-23.-Juli-2014#/beitrag/video/2203632/mittagsmagazin-vom-23.-Juli-2014)


(http://www11.pic-upload.de/thumb/24.07.14/8wh7wt8wlxpe.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-24006535/10312621_883403391686383_415832349496552160_n.jpg.html)
(http://)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:41:21 Do. 24.Juli 2014
Zitat
Bereits am Dienstag hatte er sich im Deutschlandradio ebenfalls sehr kritisch und ausführlich zur aktuellen Politik Israels geäussert: http://www.deutschlandfunk.de/anti-israelische-proteste-wer-hat-uns-das-denn-eingebrockt.694.de.print?dram:article_id=292408 (http://www.deutschlandfunk.de/anti-israelische-proteste-wer-hat-uns-das-denn-eingebrockt.694.de.print?dram:article_id=292408)

Ja, hatte ich ja bereits verlinkt, über deinem vorherigen post!
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 18:10:14 Do. 24.Juli 2014
MLPD kritisiert Kampagne zur Verunglimpfung der Massenproteste gegen den israelischen Staatsterror als "antisemitisch"

24.07.14 - Dazu heißt es in einer aktuellen Mitteilung der MLPD für Presse und Öffentlichkeit:

Die MLPD protestiert dagegen, dass die massenhaften Proteste gegen Israels Angriffe auf die palästinensische Bevölkerung ausgehend von Kanzlerin Merkel und Präsident Gauck systematisch verunglimpft werden. In der "Frankfurter Rundschau" vom 22. Juli fand sich ein Gastbeitrag des israelischen Botschafters in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsmann. Er diffamiert die Proteste gegen die israelischen Angriffe auf den Gaza-Streifen und fantasiert von einer "unheiligen Allianz, die hauptsächlich aus drei Gruppierungen besteht: Islamisten, Neonazis und extreme Linke". Als Beispiel nennt er ausgerechnet die Montagsdemo in Gelsenkirchen.

Jeder, der die politische Szene in Gelsenkirchen kennt, weiß, dass dort seit zehn Jahren die MLPD maßgeblich an ihrer Durchführung beteiligt ist. "Dort hat in diesen zehn Jahren noch nie ein Neonazi oder religiöser Eiferer Spielraum bekommen - egal ob Islamist oder fundamentalistischer Christ", so Monika-Gärtner-Engel, stellvertretende Vorsitzende der MLPD und von Anfang an eine Moderatorin besagter Montagsdemonstration.

"Freiheit für Kurdistan und Palästina!" stand auf den Plakaten der MLPD im Europawahlkampf.

Die MLPD bekämpft Antisemitismus und Zionismus wie jede andere Form des Rassismus. Sie kritisiert aktuell ausdrücklich die reaktionär-fundamentalistische Hamas und andere islamistisch-reaktionäre Kräfte.

"Wir wenden uns entschieden dagegen, dass jede berechtigte Kritik und der Widerstand gegen den Staatsterror der israelischen Regierung als antisemitisch denunziert wird", so Stefan Engel, der Vorsitzende der MLPD. "Seit Ende des II. Weltkriegs treten die Kommunisten und andere Revolutionäre für eine gerechte Lösung des Palästina-Konflikts ein, die die Rechte der Palästinenser und der Israelis wahrt und dem Geist der Völkerfreundschaft entspricht. Das erfordert heute eine demokratische 'Zwei-Staaten-Lösung' mit einem souveränen israelischen und einem souveränen palästinensischen Staat. Das ist momentan der wichtigste Schritt auf dem Weg zu einem demokratischen Palästina, in dem Israelis und Palästinenser friedlich zusammenleben."

Quelle

http://www.rf-news.de/2014/kw30/mlpd-kritisiert-kampagne-zur-verunglimpfung-der-massenproteste-gegen-den-israelischen-staatsterror-als-antisemitisch (http://www.rf-news.de/2014/kw30/mlpd-kritisiert-kampagne-zur-verunglimpfung-der-massenproteste-gegen-den-israelischen-staatsterror-als-antisemitisch)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 18:11:00 Fr. 25.Juli 2014
"Antisemitische Proteste"? - Bürgerliche Medien im Dienste der psychologischen Kriegsführung

(http://www11.pic-upload.de/thumb/25.07.14/2891457umoh.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-24023325/image.jpg.html)
(http://)
Weder antisemitisch noch eine Plattform für Judenhass - die berechtigten Proteste gegen Israels Staatsterror (rf-foto)

25.07.14 - Gezielt unterstellt in den letzten Tagen die Berichterstattung der bürgerlichen Massenmedien den Protesten gegen die Angriffe der israelischen Regierung im Gaza-Streifen und zur Solidarität mit dem palästinensischen Befreiungskampf generell "Antisemitismus". So titelt "Bild" heute in direktem Bezug auf die anschwellenden Proteste: "Nie wieder Judenhass"! Dabei wird keinerlei Unterschied gemacht zwischen vereinzelten antisemitischen Ausfällen faschistischer oder islamisch-fundamentalistischer Kräfte und der großen Masse der Protestierenden, die sich davon entschieden distanzieren, sich aber auch in ihrer berechtigten Kritik nicht zensieren lassen wollen.

Die bürgerlichen Massenmedien machen sich damit zum Instrument der psychologischen Kriegsführung der Herrschenden. So schwadronieren Bundespräsident Gauck und Kanzlerin Merkel schon seit Tagen über angeblich "antisemitische Straßenproteste", die der notwendigen "Solidarität mit Israel" in den Rücken fallen würden. Die Kritiker der zionistischen Politik der ultrareaktionären Regierung Israels werden damit demagogisch auf eine Stufe mit Faschisten und Rassisten gestellt.

Mit dieser Medienkampagne der Herrschenden wird die Realität absichtlich verzerrt. Es sind nicht "Israel" und "die Juden", die sich international gegen Faschisten und Antisemiten verteidigen müssen, sondern der israelische Staat ist der Aggressor, der mit Bombern, Panzern und schweren Geschützen eines der am dichtest besiedelten Gebiete der Welt unter Dauerfeuer nimmt. Sein Ziel: eine dauerhafte Besetzung des Gazastreifens, um den Widerstand dort - der nicht nur von der Hamas ausgeht - zu liquidieren. Gestern wurde im israelischen Parlament der ultrareaktionäre Scharfmacher Reuven Rivlin zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Er unterstützt diesen Kurs der Likud-Regierung unter Netanjahu rückhaltlos.

Der Protest dagegen und die Solidarität mit dem mutigen Kampf der Palästinenser ist nicht nur berechtigt, sondern nötig! Das schließt die Kritik am massenfeindlichen Kurs der reaktionär-islamistischen Hamas-Regierung in Gaza keineswegs aus. Mit "Judenhass" hat das nicht das Geringste zu tun. Vielmehr gehen auch in Israel immer mehr Friedensaktivisten und fortschrittliche Kräfte auf die Straße.

Weltweit erheben regierungskritische Israelis wie die Deutschland lebende Autorin Felicia Langer ihre Stimme. Im Interview mit der Tageszeitung "Neues Deutschland" prangert sie den Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser an: "Jeder westliche Politiker trägt hier eine Mitverantwortung. Die sehe ich auch bei Frau Merkel. Sie hat die Bodenoffensive gebilligt und kein Wort des Bedauerns über die zahlreichen zivilen Opfer, die getöteten Kinder in Gaza geäußert." Sie fordert, dass Israel die Siedlungen räumt: "Es gibt eine UNO-Resolution dazu. Man vergisst das alles. Und auch in der Linken sind viele, die das vergessen. Und das ist für mich abscheulich als Jüdin und Israelin."

In ihrem Hass gegen jede Kritik an der israelischen Politik gehen reaktionäre Politiker auch in Deutschland so weit, ein Verbot sämtlicher "antiisraelischer" Demonstrationen nach dem Vorbild Frankreichs zu fordern. Dort hatte das Demonstrationsverbot allerdings wenig Erfolg. Eine Korrespondentin berichtet aus Paris: "Etwa 4.000 Menschen setzten sich am letzten Samstag über das Demonstrationsverbot der Pariser Präfektur hinweg und protestierten aus Anlass des Krieges Israels gegen die Bevölkerung im Gaza-Streifen - ein bewusster Akt zivilen Ungehorsams!" (mehr dazu)

In einer aktuellen Presseerklärung der MLPD heißt es: "'Wir wenden uns entschieden dagegen, dass jede berechtigte Kritik und der Widerstand gegen den Staatsterror der israelischen Regierung als antisemitisch denunziert wird', so Stefan Engel, der Vorsitzende der MLPD. 'Seit Ende des II Weltkrieges treten die Kommunisten und andere Revolutionäre für eine gerechte Lösung des Palästina-Konflikts ein, die die Rechte der Palästinenser und der Israelis wahrt und den Geist der Völkerfreundschaft entspricht.'" (komplette Pressemitteilung)

Die wachsende internationale Solidaritätsbewegung gegen Israels Aggression straft die Diffamierungskampagne von bürgerlichen Massenmedien und Monopolpolitikern Lügen. Zusammen mit fortschrittlichen Kräften in Israel und aller Welt: Freiheit für Palästina und Kurdistan!
Artikelaktionen



Quelle

http://www.rf-news.de/2014/kw30/antisemitische-proteste-buergerliche-medien-im-dienste-der-psychologischen-kriegsfuehrung (http://www.rf-news.de/2014/kw30/antisemitische-proteste-buergerliche-medien-im-dienste-der-psychologischen-kriegsfuehrung)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 18:06:52 Sa. 26.Juli 2014
"Volksfront für die Befreiung Palästinas" (PFLP) kritisiert offizielle palästinensische Autoritäten

(http://www11.pic-upload.de/thumb/26.07.14/q7ilk29r34tn.png) (http://www.pic-upload.de/view-24033982/image.png.html)
(http://)
Emblem der PFLP

26.07.14 - In einer Stellungnahme der PFLP ("Volksfront für die Befreiung Palästinas") vom 19. Juli heißt es zur aktuellen Entwicklung im Gaza-Streifen (eigene Übersetzung aus dem Englischen):

"Die PFLP stellt fest, dass die zionistische kriminelle Besetzung Tod, Zerstörung und Verwüstung in unsere Stadtteile gebracht hat... ." In der Stellungnahme wird Khalida Jarrar - eine führende Genossin der PFLP - zitiert, die die Erklärung von Präsident Abbas bezüglich der Aggression in Gaza kritisiert:

"Sie forderte ein vollständiges und sofortiges Ende der sogenannten Sicherheitszusammenarbeit mit dem Feind; sie sagte, diese Sicherheitsvereinbarungen der palästinensischen Autoritäten machen das palästinensische Volk von der Gnade der Besatzung abhängig. Sie forderte die Regierung der nationalen Einheit auf, anlässlich der Aggression ihren Verantwortlichkeiten gegenüber Gaza nachzukommen, und erklärte, dass die Besatzung versucht, den Gazastreifen von der West-Bank und dem Rest Palästinas abzuspalten – dies darf nicht zugelassen werden."

PFLP-Vertreter Khaled Barakat sagt anlässlich des Massakers von Sadschaija: "Wir haben keinen Zweifel, dass Israels technische militärische Kapazitäten viel höher als die Palästinas sind, wie die von allen Kolonialmächten, die massive militärische Gewalt und Tötungsmaschinerien gegen das unterdrückte Volk nutzen, das um sein Leben kämpft. Aber in der Auseinandersetzung auf dem Schlachtfeld liegt die Wahrheit – hier wurden mehr israelische Soldaten getötet und verwundet als palästinensische Widerstandskämpfer."

(Mehr dazu in der nächsten Druckausgabe der "Roten Fahne" - sie kann hier bestellt werden)


http://www.rotefahne.info/abonnement (http://www.rotefahne.info/abonnement)

Quelle

http://www.rf-news.de/2014/kw30/volksfront-fuer-die-befreiung-palaestinas-pflp-kritisiert-offizielle-palaestinensische-autoritaeten (http://www.rf-news.de/2014/kw30/volksfront-fuer-die-befreiung-palaestinas-pflp-kritisiert-offizielle-palaestinensische-autoritaeten)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 20:41:36 Mo. 28.Juli 2014
Zitat
Der Gazastreifen ist Teil der Palästinensischen Autonomiegebiete und steht im Inneren formal unter Verwaltung der Palästinensischen Autonomiebehörde
http://de.wikipedia.org/wiki/Gazastreifen (http://de.wikipedia.org/wiki/Gazastreifen)

Israel schfft Palästinensergebiete ohne Palästinenser:
Zitat
Gaza-Krieg
Israel fordert Zivilisten zur Flucht auf

Die israelische Armee fordert die Einwohner mehrerer Wohngebiete im Gazastreifen zur sofortigen Räumung ihrer Häuser auf. Die Zivilisten sollen sich in das Zentrum der Stadt Gaza begeben. Die Armee sendet solche Mitteilungen für gewöhnlich vor massiven Angriffen.
http://www.fr-online.de/home/1472778,1472778.html (http://www.fr-online.de/home/1472778,1472778.html)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Troll am 20:47:00 Mo. 28.Juli 2014
(https://pbs.twimg.com/media/BtAyjQFCEAAT2Hr.jpg)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rudolf Rocker am 23:44:07 Mo. 28.Juli 2014
Ich fürchte das wir diese Kriegsverbrecher niemals in Den Haag auf der Anklagebank sehen werden. >:(
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Troll am 09:55:31 Di. 29.Juli 2014
Zitat
Ich fürchte das wir diese Kriegsverbrecher niemals in Den Haag auf der Anklagebank sehen werden. >:(

Das ist für mich das Amerikaprinzip, sie wehren sich nur, Amerika und Israel sind ständig Opfer einer bösen Welt.
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rudolf Rocker am 11:24:28 Di. 29.Juli 2014
Stell Dir mal vor Russland würde das machen!
Was dann wohl los wäre!
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:32:16 Di. 29.Juli 2014
Zitat
Das einzige Kraftwerk des Gazastreifens brennt

Nach einem israelischen Angriff steht das einzige Kraftwerk im Gaza-Streifen in Flammen. Zuvor hat Jerusalem einen "langen Feldzug" angekündigt und die Bevölkerung zur Flucht aufgefordert.
http://www.welt.de/politik/ausland/article130654336/Das-einzige-Kraftwerk-des-Gazastreifens-brennt.html (http://www.welt.de/politik/ausland/article130654336/Das-einzige-Kraftwerk-des-Gazastreifens-brennt.html)

Kriege sind nicht das, was sie vorgeben zu sein.
Dies ist ein Krieg gegen die Bevölkerung. Es ist kein Krieg gegen die Hamas. Die Hamas hatte kein hohes Ansehen in der Bevölkerung des Gazastreifens. Durch diesen Krieg bekam die Hamas großen Zulauf und eine wachsende Autorität.

Die Bevölkerung wird in die Verarmung getrieben und gleichzeitig in die Arme autoritärer Kräfte.

Das ist kein Zufall. Es wurde schon oft praktiziert. In einem Angriff der NATO auf Belgrad wurden auch Kraftwerke bombardiert. Auch dies war ein Angriff auf die Bevölkerung.

Zitat
Die Nato hat den Umfang von Angriffszielen in Jugoslawien erneut ausgeweitet. Nato-Sprecher Jamie Shea sprach am Freitag morgen in Brüssel "von der höchsten Zahl der Einsätze bisher" in den letzten 24 Stunden.Begünstigt durch gutes Wetter und klare Sicht hätten die Nato-Flugzeuge eine "überragende Reihe" von strategischen Zielen angegriffen.

Shea ergänzte, daß insgesamt 792 Einsätze geflogen wurden, wobei 402 gezielte Angriffe waren.Dazu gehörten vier Hochspannungsmasten und zwei Umspannwerke bei Belgrad.
http://www.tagesspiegel.de/politik/belgrad-ohne-strom/79002.html (http://www.tagesspiegel.de/politik/belgrad-ohne-strom/79002.html)
Zitat
Operation Allied Force (OAF, ungefähre Übersetzung: „Unternehmen Bündnisstreitmacht“) war der Deckname einer militärischen Operation der NATO gegen die damalige Bundesrepublik Jugoslawien, die sie im Rahmen des Kosovokrieges vom 24. März bis 10. Juni 1999 durchführte. Die im Wesentlichen von den Vereinigten Staaten geführte Militäroperation war der erste Krieg, den die NATO sowohl außerhalb eines Bündnisfalls, dessen Ausrufung bis dahin als Grundlage eines NATO-weiten Vorgehens galt, als auch ohne ausdrückliches UN-Mandat führte.

Die Operation konzipierte die NATO in Form eines Luft-Boden-Krieges, den sie ohne weitläufige Gefährdung eigener Truppen ausschließlich über die militärtechnische Nutzung weltraum- und luftgestützter Methoden führte. Insgesamt warf die NATO im Rahmen der Operation, von Marschflugkörpern abgesehen, 28.018 Sprengkörper ab, wobei 83 Prozent der Abwürfe durch Flugzeuge der Vereinigten Staaten erfolgten.

Human Rights Watch geht davon aus, dass Operation Allied Force den Tod von 400 bis 530 Zivilisten verursacht hat. Von der U.S. Air Force und von der Royal Air Force wurden dabei auch die später international geächteten Streubomben eingesetzt. Die NATO selbst geht von einem Anteil von mindestens 10 % an Blindgängern aus, die eine immer noch andauernde starke Gefahr für die Zivilbevölkerung darstellen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Allied_Force (http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Allied_Force)

Dieser Text aus dem Jahr 2003 bleibt aktuell:
Zitat
Krieg ist immer Krieg gegen die Ansprüche, die Wünsche, die Hoffnungen und Kämpfe der Menschen. Nicht nur im Kriegsgebiet. Es hatte wieder begonnen: die Hoffnungen auf eine bessere Welt. Diktaturen sind von den Menschen beseitigt worden, von Südkorea über Südafrika bis hin nach Indonesien. Bewegungen sind entstanden, die die Herrschaft des Geldes und des Kapitals in Frage stellen - von den Demonstrationen gegen den Internationalen Währungsfond und die Weltbank bis hin zu den ArbeiterInnen- und Bauernkämpfen in Asien, Afrika und Nord- und Südamerika.. Hunderte Millionen Menschen sind in die Städte gezogen auf der Suche nach dem Glück, das ihnen die kapitalistische Propaganda versprochen hat. Und viele Millionen sind weltweit auf Achse, um wenigstens ansatzweise ein bißchen Wohlstand abzukriegen. Krieg jedoch verändert Maßstäbe. Man ist schon froh, wenn es nicht schlechter wird...

Krieg soll Angst und das Gefühl der Ohnmacht erzeugen. Angesichts der anrollenden Militärmaschine scheint jeder Widerstand zwecklos. Es sieht so aus, als sei es Absicht, daß die Bush- und Blair-Regierungen ihren Krieg propagandistisch so schlecht vorbereiten. So, als ob sie uns sagen wollten: Wir brauchen keine Rechtfertigung mehr, eure Proteste beeindrucken uns nicht.

Krieg ist gut für die Religion.
Wenn man sonst schon nichts machen kann, dann bleibt immer noch Gott, egal welcher. Ob es der Papst ist, der diesmal auf der Friedenswelle reitet oder der Islam, der den Menschen einen Ausweg ins Paradies anbietet. Kriege wie dieser werden die Bedeutung der Religion in Teilen der Welt, in denen dieser Wahn bereits nachgelassen hatte, wieder stärken.

Krieg erzeugt Nationalismus, Ethnizismus und Haß. Aus der Angst vor der Willkür der Mächtigen speist sich nicht nur Rassismus als Haß auf die jeweils anderen Ohnmächtigen, seien es die Flüchtlinge, die Migranten, die Jugendlichen, die Arbeitslosen... sondern die nationale oder ethnische Zugehörigkeit werden wieder zur Kennzeichnung von jeweils Freund oder Feind.

Krieg verroht in dramatischer Weise die Gesellschaft.
Ganz selbstverständlich führt er massenhaften Mord und Totschlag ein. Militarisierung, Polizeipräsenz, Festigung der Grenzen, Überwachung werden zum kleineren Übel. Krieg stärkt Staat nicht nur mit der Einführung von offen erklärtem oder nur de facto ausgeübtem Kriegsrecht auf allen Seiten, sondern er fördert die Ansicht, daß nur die Regierung die Sache regeln kann: entweder wird an den Staat appelliert ("Gerhard, bleib hart") oder der Staat wird als Retter seiner Bevölkerung unterstützt oder herbeigesehnt.

Krieg rechtfertigt den kapitalistischen Frieden. Ein Frieden, in dem jeden Tag Hunderte den kleinen Kriegen zum Opfer fallen, Tausende verhungern oder an heilbaren Krankheiten sterben. Ein Frieden, in dem wir nur als Arbeitskräfte oder Konsumenten respektiert werden und jeden Tag gegen unsere Bedürfnisse leben müssen
http://www.umwaelzung.info/golfkrieg.html (http://www.umwaelzung.info/golfkrieg.html)


Ich möchte an dieser Stelle auch auf die Broschüre "Bombenkrieg und Klassenkampf" verweisen.
http://www.arbeiterpolitik.de/Zeitungen/PDF/2008/arpo-5-2008-Bombenkrieg.pdf (http://www.arbeiterpolitik.de/Zeitungen/PDF/2008/arpo-5-2008-Bombenkrieg.pdf)

Hier wird historisch fundiert nachgewiesen, daß die Alliierten im 2. Weltkrieg nicht so antifaschistisch motiviert waren, wie vielfach noch geglaubt wird. Es wurden deutsche Waffenproduktion und andere militärisch bedeutende Ziele verschont und stattdessen Arbeiterstadtteile bombardiert. (Das deutsche Militär war wichtig für den Kampf gegen den Kommunismus, gegen die Sowjetunion. Diesen Kampf wollte man nicht vorzeitig beenden.)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 01:20:36 Mi. 30.Juli 2014
(http://www11.pic-upload.de/thumb/30.07.14/omngniqnsun.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-24074477/625596_288066624661157_1497593104_n.jpg.html)
(http://)


 Stoppt die imperialistische Aggression Israels gegen das palästinensische Volk! Für eine gerechte und demokratische Lösung des Palästina-Konflikts!
Resolution der ICOR, 29.07.2014


Die Internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen (ICOR) verurteilt die Aggression des zionistisch-imperialistischen Israels gegen Palästina und vor allem die palästinensische Bevölkerung des Gaza – Streifens und Westjordanlands. Mit brutalem Bombardement, Angriffen von See und dem Einsatz von Bodentruppen wurden bereits über 1000 Palästinenser insbesondere Frauen und Kinder umgebracht, 3.000 verletzt und Zehntausende obdachlos. Die israelische Regierung behauptet, sie würde einen begrenzten „Vergeltungsschlag“ durchführen. In Wahrheit wurden die militärischen Angriffe von langer Hand und mit Rückendeckung der USA und EU vorbereitet und ständig Vorwände gesucht, um den imperialistischen Krieg gegen das palästinensische Volk zu beginnen und zu rechtfertigen. Das ist die provokative Reaktion der israelischen Regierung auf die vor kurzem gebildete gemeinsame palästinensische Regierung von Hamas und Fatah. Israel will auf dem Rücken der Völker aus der Nahost-Krise einen strategischen Vorteil ziehen. Es strebt eine völkerrechtswidrige, dauerhafte Besetzung des Gaza-Streifens an, braucht Territorium und Gas und begeht dazu mit Völkermord an Zivilisten ungeniert Kriegsverbrechen.

Wir verurteilen die imperialistischen Länder, die Israel unterstützen und verteidigen und alle Kritik und Proteste gegen den Staatsterror der zionistischen Regierung in ihren eigenen Ländern als antisemitisch diskriminieren und unterdrücken.

Wir verurteilen die Unterstützung Israels durch imperialistische Mächte, die Lügenpropaganda von Grenzschutz, einem sogenannten „Selbstverteidigungsrecht Israels gegen terroristische Angriffe“ und der Rechtfertigungslinie des „göttlichen Rechts“. Der eindeutige Aggressor ist der zionistische Staat Israel, der große Teile Palästinas besetzt hält, ein brutales Embargo gegen den Gaza-Streifen durchführt, neue Siedlungen im palästinensischen Gebiet zulässt etc. Wir verurteilen zugleich die Einflussnahme der reaktionären Regionalmächte Türkei, Saudi-Arabien, Katar oder des islamistisch-faschistischen Iran (obwohl diese Länder keine einheitliche Beziehung zu Israel haben), die auf Kosten des palästinensischen Volkes ihre Regionalmachtinteressen durchzusetzen versuchen.

Wir verurteilen die antisemitischen Ausfälle und Tendenzen in der palästinensischen Befreiungsbewegung und in der Solidaritätsbewegung mit dem palästinensischen Volk. Der Antisemitismus ist ebenso wie der Zionismus eine rassistische Ideologie im Dienste der kapitalistischen Ordnung, die darauf ausgerichtet ist, die fortschrittlichen und revolutionären Kräfte auf der Welt zu spalten und die Volksmassen und besonders die Werktätigen Israels und Palästinas gegeneinander aufzubringen. Wir weisen die Verwirrmanöver durch die demagogische Gleichsetzung von Antizionismus und Antisemitismus zurück.

Seit dem Ende des II. Weltkriegs treten die Kommunisten und andere Revolutionäre für eine gerechte Lösung des Palästina-Konflikts ein, die die Rechte der Palästinenser und der Israelis wahrt und dem Geist der Völkerfreundschaft entspricht. Das erfordert heute eine demokratische „zwei-Staaten-Lösung“ mit einem souveränen israelischen und einem souveränen palästinensischen Staat. Das ist ein Zwischenschritt auf dem Weg zu einem gemeinsamen demokratischen Staat Palästina, in dem das israelische und palästinensische Volk im gegenseitigen Respekt und Vertrauen ohne Diskriminierung und Unterdrückung zusammenleben. Das kann nur durch den Kampf um nationale und soziale Befreiung erreicht werden.

Der Nahe und Mittlere Osten ist neben der Ukraine ein Zankapfel der imperialistischen Rivalität um die Neuaufteilung der Macht- und Einflusssphären und zu einem gefährlichen Brandherd der verschärften allgemeinen Kriegsgefahr geworden. Wir rufen die Arbeiter, die Frauen und die Jugend, alle Demokraten und alle friedliebenden Menschen dazu auf, ihre Proteste, Demonstrationen und Widerstand zu intensivieren und zu steigern, besonders am 6. August, dem asiatischen Antikriegstag und dem 1. September, dem europäischen Antikriegstag.

Stoppt die israelischen Angriffe auf den Gaza-Streifen!

Für eine demokratische und gerechte zwei-Staaten-Lösung auf dem Weg zu einem freien demokratischen Palästina!

Gegen Imperialismus, Zionismus, arabische Reaktion und islamistischen Faschismus!

Solidarität mit dem Kampf um nationale Befreiung und soziale Emanzipation in Palästina!

Kampf für Frieden, Völkerfreundschaft – Sozialismus!


Hoch die internationale Solidarität!

 

Unterzeichner (Stand 29.07.2014, weitere Unterzeichnungen möglich):

    ORC Organisation Révolutionnaire du Congo (Revolutionäre Organisation des Kongo), Demokratische Republik Kongo

    MMLPL Moroccan Marxist-Leninist Proletarian Line (Marokkanische Marxisten-Leninisten - Proletarische Linie)

    PPSR WATAD Parti Patriote Socialiste Révolutionnaire WATAD (Patriotische Sozialistische Revolutionäre Partei Tunesiens), Tunesien

    CPSA (ML) Communist Party of South Africa (Marxist-Leninist) (Kommunistische Partei Südafrikas (Marxisten-Leninisten))

    MLOA Marxist-Leninist Organization of Afghanistan (Marxistisch-Leninistische Organisation Afghanistans)

    CPB Communist Party of Bangladesh (Kommunistische Partei von Bangladesch)

    CPI (ML) Communist Party of India (Marxist-Leninist) (Kommunistische Partei Indiens (Marxisten-Leninisten))

    PCC CPI (ML) Provisional Central Committee Communist Party of India (Marxist-Leninist) (Provisorisches Zentralkomitee Kommunistische Partei Indiens (Marxisten-Leninisten))

    Ranjbaran Hezb-e Ranjbaran-e Iran (Proletarische Partei des Iran)

    CPN (Unified) Communist Party of Nepal (Unified) (Kommunistische Partei Nepals (vereinigt))

    NCP (Mashal) Nepal Communist Party (Mashal) (Nepal Kommunistische Partei (Mashal))

    Krasnyj Klin Gruppa Kommunistov-Revoljucionerov „Krasnyj Klin“ (Gruppe kommunistischer Revolutionäre "Krasnyj Klin" [Roter Keil]), Weißrussland

    БКП Българска Комунистическа Партия (Bulgarische Kommunistische Partei)

    БРП(к) Българска Работническа Партия (комунисти) (Bulgarische Arbeiterpartei (Kommunisten))

    MLPD Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands

    RC Reconstrucción Comunista (Kommunistische Rekonstruktion), Spanien

    BP (NK-T) Bolşevik Parti (Kuzey Kürdistan-Türkiye) (Bolschewistische Partei (Nordkurdistan-Türkei))

    KOL Kommunistische Organisation Luxemburg

    RM Rode Morgen (Roter Morgen), Niederlande

    MLP Marksistsko-Leninskaja Platforma (Marxistisch-Leninistische Plattform), Russland

    MLGS Marxistisch-Leninistische Gruppe Schweiz

    PR Partija Rada (Partei der Arbeit), Jugoslwawien

    VZDOR VZDOR - hnutie práce (Widerstand - Arbeiter Bewegung), Slowakei

    MLKP Marksist Leninist Komünist Parti Türkiye / Kuzey Kürdistan (Marxistische Leninistische Kommunistische Partei Türkei / Nord-Kurdistan)

    PCC-M Partido Comunista de Colombia – Maoista (Kommunistische Partei von Kolumbien - Maoistisch)

    PC (ML) Partido Comunista (Marxista Leninista) (Kommunistische Partei (Marxistisch-Leninistisch)), Dominikanische Republik

    PC/ML Partido Comunista (Marxista-Leninista) de Panamá (Kommunistische Partei (Marxistisch-Leninistisch) von Panama)

    PML del Perú Partido Marxista Leninista del Perú (Marxistisch-Leninistische Partei von Peru)

    PPP Partido Proletario del Perú (Proletarische Partei von Peru)

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International Coordination of Revolutionary Parties and Organizations

- Office of the ICC -

Buerer Strasse 39

D-45899 Gelsenkirchen

Germany

Phone: + 49-209-3597479

Email: coordinationint@yahoo.co.uk

Website: www.icor.info (http://www.icor.info)


Quelle

http://www.icor.info/2014-1/stoppt-die-imperialistische-aggression-israels-gegen-das-palaestinensische-volk-fuer-eine-gerechte-und-demokratische-loesung-des-palaestina-konflikts (http://www.icor.info/2014-1/stoppt-die-imperialistische-aggression-israels-gegen-das-palaestinensische-volk-fuer-eine-gerechte-und-demokratische-loesung-des-palaestina-konflikts)

(http://www11.pic-upload.de/thumb/30.07.14/td7mifovjde1.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-24074446/icor_on.jpg.html)
(http://)





Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Troll am 10:04:28 Mi. 30.Juli 2014
Zitat
Gaza-Streifen: Dutzende Zivilisten sterben bei israelischen Angriffen

Bei Schlägen Israels gegen Ziele im Gaza-Streifen starben erneut Dutzende Menschen. Eine Waffenruhe scheint in weiter Ferne: Der Militärchef der Hamas sagt, seine Kämpfer seien "begierig zu sterben".

Gaza-Stadt - Die israelische Luftwaffe hat am frühen Mittwochmorgen neue Ziele im Gaza-Streifen bombardiert. Nach Medienangaben aus Israel wurden zu Beginn des 23. Tags der Militäroperation gegen palästinensische Extremisten Dutzende "Terrorziele" bombardiert.
Zugleich gab es Meldungen, dass beim Beschuss einer Schule der Uno-Hilfsorganisation UNRWA mindestens 15 Menschen im Flüchtlingslager Dschabalia im nördlichen Gaza-Streifen getötet wurden. Mehr als 50 seien verletzt worden, sagte der Sprecher der palästinensischen Rettungsdienste, Aschraf al-Kidra. Die Menschen aus der Region hätten in der Schule Zuflucht gesucht.

Bei einem anderen Angriff Israels starben im Gaza-Streifen nach palästinensischen Angaben elf weitere Menschen, mehr als 20 wurden verletzt. Andere Quellen gingen von noch mehr Toten aus, diese Meldungen konnten jedoch zunächst nicht bestätigt werden.
Wie der Sprecher des palästinensischen Rettungsdienstes sagte, sind seit Beginn der israelischen Militäroperation gegen die radikalislamische Hamas am 8. Juli mehr als 1240 Menschen getötet und über 7000 verletzt worden.
....

Quelle: spon (http://spiegel.de/article.do?id=983544)

Terrorziele = Schule und Flüchtlingslager
Freunde dürfen das, erst bezeichnet man das gewünschte Ziel als Hort von Terroristen und dann Feuer frei, man wehrt sich nur.
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 10:24:04 Mi. 30.Juli 2014
Die Bundesregierung beweist mal wieder, daß sie auf Recht um Moral scheißt. Moralische Empörung gibt es nur, wenn es zu den eigenen geostrategischen Interessen paßt. Es hat nicht die leiseste offizielle Kritik der Bundesregierung an dem Völkerrechtswidrigen Vorgehen der israelischen Armee gegeben, nicht einmal als eine deutsche Familie bei den gefechten in Gaza umkam.

Die deutschen Medien legen ihren Schwerpunkt darauf, die Antikriegsproteste zu diffamieren.
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Troll am 11:07:52 Mi. 30.Juli 2014
Letztens hab ich von einer Interviewerin (ÖR) das "Argument" im Bezug auf die Angriffe Israels auf Gaza gehört, "Das ist ja etwas anderes, Israel ist schließlich eine Demokratie".  ?(  Ich dachte ich bin im falschen Film.
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 11:29:59 Mi. 30.Juli 2014
Och Troll. Dazu brauchtest du eine Journalistin des ÖR?
Wir haben doch durch die jahrelange politische Praxis lernen können, daß Demokratien den Rest der Welt bombardieren dürfen, um ihnen Freiheit und Rechtsstaatlichkeit zu bringen.
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Troll am 13:12:03 Mi. 30.Juli 2014
Ich kann es einfach nicht lassen, wider besseren Wissens.
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 13:03:57 Do. 31.Juli 2014
Die Berichterstattung über den Gazakonflikt ist eine Katastrophe.

Zitat
Israels Ex-Botschafter Primor
"Wir haben keine Alternative"
http://www.tagesschau.de/ausland/israel-gaza-primor-100.html (http://www.tagesschau.de/ausland/israel-gaza-primor-100.html)
Zitat
Gazakrieg
"Israel hat die Hamas-Tunnel unterschätzt"
http://www.tagesschau.de/ausland/interview-gazakonflikt-100.html (http://www.tagesschau.de/ausland/interview-gazakonflikt-100.html)
Zitat
RICHTIG IST: Die Militäraktion Israels richtet sich ausschließlich gegen Terroristen der Hamas und ihre Infrastruktur (Waffenlager, Tunnelsystem).
http://www.bild.de/politik/ausland/nahost-konflikt/fuenf-luegen-ueber-den-konflikt-zwischen-israel-und-der-hamas-36967204.bild.html (http://www.bild.de/politik/ausland/nahost-konflikt/fuenf-luegen-ueber-den-konflikt-zwischen-israel-und-der-hamas-36967204.bild.html)
Zitat
Nahostkonflikt
Israel muss sich wehren
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article129936877/Israel-muss-sich-wehren.html (http://www.welt.de/debatte/kommentare/article129936877/Israel-muss-sich-wehren.html)
Zitat
Antisemitismus
Wenn Linke gegen Israel demonstrieren
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-07/demonstration-nahost-konflikt-russland (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-07/demonstration-nahost-konflikt-russland)
Zitat
Proteste gegen Israel
Warum der „neue Antisemitismus“ alles andere als neu ist
http://www.focus.de/politik/experten/wolffsohn/proteste-gegen-israel-warum-der-neue-antisemitismus-alles-andere-als-neu-ist_id_4023450.html (http://www.focus.de/politik/experten/wolffsohn/proteste-gegen-israel-warum-der-neue-antisemitismus-alles-andere-als-neu-ist_id_4023450.html)
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Jüdische Bürger in Angst
Hass-Demo gegen Israel in der City
http://www.bild.de/regional/bremen/bremen-regional-politik-und-wirtschaft/hass-demo-gegen-israel-in-der-city-36922524.bild.html (http://www.bild.de/regional/bremen/bremen-regional-politik-und-wirtschaft/hass-demo-gegen-israel-in-der-city-36922524.bild.html)
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Proteste gegen Israel
Gewaltbereiter Antisemitismus
http://www.sueddeutsche.de/politik/proteste-gegen-israel-gewaltbereiter-antisemitismus-1.2056733 (http://www.sueddeutsche.de/politik/proteste-gegen-israel-gewaltbereiter-antisemitismus-1.2056733)

Zuallererst wäre es notwendig eine Waffenruhe und Verhandlungen zu erreichen statt mit Schuldzuweisungen vorzupreschen!
Ist man Meldungen und Bildern über den Beschuß von Flüchtlingslagern, Schulen, Krankenhäusern und einem Markt ausgesetzt ohne ein Wissen über die Hintergünde und Ursachen des Konflikts, bleiben unsachliche emotionale (auch falsche und gefährliche) Reaktionen nicht aus.


Wollte man ernsthaft etwas gegen den Krieg in Gaza und gleichzeitig einen wachsenden Antisemitismus tun, müßte man Informationen liefern und eine offene Diskussion ermöglichen. Daran zeigen unsere Medien wenig Interesse.




Weltweit befinden sich die westlichen Vorzeigedemokraitien in schweren politschen und wirtschaftlichen Krisen.
Es ist eine überall beliebte Methode von den eigenen Problemen abzulenken, indem man die nationalistische Karte ausspielt und auf einen gemeinsamen Feind verweist.

Israel befindet sich in einer schweren wirtschaftlichen Krise. Der Feind von außen war bisher der Iran. Die Situation hat sich jedoch verändert und der Iran wird zu einem neuen Bündnispartner der USA. Es muß dringend ein neuer Feind her.

Der Gazastreifen ist ein riesiger Knast mit 1,8 Millionen Insassen. Keiner darf rein oder raus. Auch der Warenverkehr ist abgeschottet, denn Israel bezeichnet Warenlieferungen als Unterstützung des Terrorismus. Zu den verbotenen Waren gehören z.B. Medikamente oder Zement. Wie überall, wo es ein starkes Bedürfnis gibt, das nicht legal befriedigt werden kann, werden illegale Wege geschaffen. Weltweit gibt es genug Bespiele: Alkohol zu Zeiten der Prohibition, Drogen, Migration bei abgeschotteten Grenzen. All das funktioniert nach kapitalistischen Prinzipien. Je größer das Bedürfnis und je schwerer das zu legal befriedigen ist, desto höher die Profitspanne. Je größer die Profite, desto zynischer werden die Schmuggler, Schlepper, Mafiosi. Die Schmugglertunnel sind für die Bevölkerung des Gazastreifens überlebenswichtig. Für die Betreiber gleichzeitig ein hohes Risiko und eine sprudelnde Geldquelle. Es werden durch die Tunnel Notwendigkeiten des alltäglichen Lebens transportiert, auch Luxusgüter und Waffen. Hauptsache Profit. Schlichte Marktwirtschaft.

Die Hamas ist ein Kind der USA und Israels und wurde als Konkurrenzorganisation zu der in ihren Augen zu linken PLO aufgebaut.
Die Hamas ist eine reaktionäre Organisation, militaristisch und mit einem religiösem Dachschaden.

Durch diesen Krieg kriegt die Hamas unter den Palästinensern Aufwind, in Israel profitieren nationalistische und rechte Kräfte. Dieser Krieg hat somit nicht nur militärische (bzw. zivile) Opfer, es leiden auch die politischen und gesellschaftliche Verhältnisse. Dieser Krieg ist eine Katastrophe.
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 13:57:09 Do. 31.Juli 2014
Dringender Spendenaufruf aufgrund des gegenwärtigen Nahost-Konflikts in Palästina/Gaza

Datum: 30. Juli 2014

Anlässlich der gegenwärtigen Lage in Palästina/Gaza möchte Humanity First einen entsprechenden Spendenaufruf um finanzielle Unterstützung für die Opfer des Nahost-Konflikts, starten.

Alle Infos zur Spendenaktion finden Sie unter

 www.humanityfirst.de/spenden (http://www.humanityfirst.de/spenden)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 17:36:10 Do. 31.Juli 2014
 Donnerstag, 31. Juli 2014
"Es ist entsetzlich in Gaza"UNRWA-Sprecher bricht in Tränen aus

Wieder trifft die israelische Armee eine UN-Schule in Gaza. Hunderttausende sind auf der Flucht und suchen den Schutz der Uno. In einem Fernsehinterview zeigt der Sprecher des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge, wie sehr das Erlebte auf ihm lastet.

Der langjährige Sprecher des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA), Chris Gunness, ist angesichts der schlimmen Zustände im Gaza-Streifen bei einem Live-Interview mit dem arabischen Sender Al-Dschasira in Tränen ausgebrochen. "Die Rechte der Palästinenser, sogar ihrer Kinder, werden völlig verwehrt, und es ist entsetzlich", sagte Gunness und begann verzweifelt zu schluchzen. Das Interview musste daraufhin abgebrochen werden.

Auf Twitter schrieb Gunness später: "UNWRA ist in Gaza total überfordert, wir stehen vor den Zusammenbruch, unsere Mitarbeiter werden getötet, unsere Schutzräume quellen über. Wo soll das enden?" Zu seinem Interview äußerte er sich ebenfalls auf Twitter. Es gebe Momente, in denen Tränen mehr sagten als Worte. Doch seine hätten wenig Bedeutung angesichts der Tränen in Gaza, so Gunness.
220.000 auf der Flucht

Bei einem neuerlichen Angriff auf das Flüchtlingslager Dschabalija im Norden des Gazastreifens sind am Morgen mindestens 15 Palästinenser verletzt worden, die in einer Schule der Vereinten Nationen Zuflucht suchten. Nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte griff die israelische Armee aus der Luft eine Moschee in der Nähe der Schule an. Bei der Attacke hätten Trümmer die Schule getroffen. Zwei Menschen trugen demnach schwere Verletzungen davon.

Bei dem Beschuss der Schule der Vereinten Nationen in Dschabalija waren am Mittwochmorgen zwei Klassenräume von Panzergranaten verwüstet worden, wie das UNRWA mitteilte. Etwa 3300 obdachlose Palästinenser hatten dort Zuflucht gesucht. 16 Menschen starben. Der israelische Angriff wird international scharf kritisiert.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat das Palästinensergebiet zum "humanitären Katastrophengebiet" erklärt. Er forderte die Vereinten Nationen auf, alles zu unternehmen, um den Menschen in der Küsten-Enklave am Mittelmeer zu helfen. Nach UN-Angaben haben bereits rund 220.000 Menschen in dem blockierten Palästinensergebiet Schutz in UN-Schulen gesucht.

Quelle: n-tv.de , nsc/dpa/AFP

Quelle

http://www.n-tv.de/politik/UNRWA-Sprecher-bricht-in-Traenen-aus-article13341336.html (http://www.n-tv.de/politik/UNRWA-Sprecher-bricht-in-Traenen-aus-article13341336.html)

hier der Link zum Video

UNRWA Christopher Gunness Breaks Down In Tears On Live TV After Attacks On Schools In Gaza | VIDEO

https://www.youtube.com/watch?v=cu3lYK6OmMI (https://www.youtube.com/watch?v=cu3lYK6OmMI)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rudolf Rocker am 22:06:52 Do. 31.Juli 2014
Zitat
Eine Spielzeugpistole schwimmt in einer Blutpfütze. In einer anderen
Blutlache liegt in paar Sandalen, das einem der acht Kinder gehörte, die
bis vor wenigen Minuten noch lebten und in dem kleinen Park des Beach
Refugee Camps vielleicht gerade Fangen spielten oder Fußball. Durch die
Wasserrinne auf der Straße rinnt Blut. Die Bäume haben keine Blätter mehr.
Sie liegen auf der Straße, auf den Dächern der zerstörten Autos, in den
Blutlachen. Das Blut, das die grünen Blätter rot färbt, ist von acht toten
Kinder und von drei Erwachsene, die am späten Montagnachmittag gegen 17.00
Uhr Ortszeit bei einer starken Explosion am Eingang des Parks gestorben
sind. Mindestens weitere 40 Personen wurden zum Teil sehr schwer verletzt.
Der Ort der Explosion ist ein Ort des Grauens, an Häuserwänden kleben
Überreste menschlichen Gewebes. Ein Vater rennt mit einer Plastiktüte in
der Hand zu dem Rettungswagen, in dem seine tote Tochter liegt. Der Vater
zeigt dem Sanitäter Gehirnmasse seiner Tochter, indem er den Boden der
Plastiktüte behutsam anhebt. “Nimm das mit für die Bestattung”, sagt er zum
Sanitäter. Ein anderer Vater trägt seinen toten Sohn zu der Ladefläche
eines Pritschenwagens. Er wird von Männern begleitet, die den Tekbir
“Allahu Akbar”, “Gott ist groß”, rufen und dabei Handyfotos von der
verstümmelten Leiche aufnehmen. Anwohner versuchen eine schreiende Frau,
die ihre Schwester verloren hat, zu beruhigen. Ein Mann liegt bewußtlos auf
der Straße. Ein Arzt versucht ihn wiederzubeleben. Szenen eines ganz
normalen Nachmittags in Gaza Stadt.


http://martin-lejeune.tumblr.com/post/93200194706/martin-lejeune-dieser-text-handelt-von (http://martin-lejeune.tumblr.com/post/93200194706/martin-lejeune-dieser-text-handelt-von)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 09:25:37 Fr. 01.August 2014
27.07.14

Solidarität gegen den Krieg der israelischen Armee in Gaza! Für das Selbstbestimmungsrecht des palästinensischen Volkes!


Seit dem 8. Juli führt die israelische Regierung einen blutigen und zerstörerischen Krieg gegen die palästinensische Bevölkerung im Gaza-Streifen.

Bis heute sind mehr als 600 Menschen, darunter Dutzende Kinder, ums Leben gekommen, um die 4.000 Zivilisten sind verletzt und ca. 6.500 Häuser sind zerstört. Selbst Krankenhäuser sind von der nötigen Infrastruktur wie Wasser- oder Stromversorgung abgeschnitten, es fehlt an den grundlegendsten Dingen. Die Menschen sind innerhalb des Gaza-Streifens auf der Flucht, die meisten von ihnen von Krieg und Zerstörung traumatisiert.

Gaza ist ein Gefängnis!

Leider muss man sagen, dass dieser offen gegen die Palästinenser im Gaza-Streifen geführte Krieg nur eine Fortsetzung der seither bestehenden rassistischen Politik der israelischen Regierung gegen das palästinensische Volk ist.

Der Gaza-Streifen ist von Israel besetztes Gebiet, die Grenzen sind dicht, keiner kommt hinein oder heraus. Die Menschen sind den willkürlichen Angriffen durch das israelische Militär ausgeliefert. Das ist offener Staatsterror, der bereits ohne Bomben täglich getötet hat.

Ist jetzt jeder, der diese Apartheids-Politik kritisiert ein Antisemit?

Dieses Totschlag“argument“ muss dafür herhalten, dass man die aggressive israelische Politik nicht zu kritisieren habe. Doch vielmehr wird mit dem Vorwurf des Antisemitismus die Geschichte im Sinne der Besatzungspolitik und der strategischen Interessen von Europa, den USA und Israel umgedichtet. Daher wird auch berechtigte Kritik an dieser Politik von ihren Interessensvertretern in Politik und Wirtschaft als „antisemitisch“ diffamiert. So wird die rassistische Unrechtspolitik in Palästina, deren ideologisches Fundament der politische Zionismus ist, als Folge des Völkermordes an den europäischen Juden gerechtfertigt. Das erschwert die Aufarbeitung der Geschichte und tatsächliche Rassisten und Antisemiten wittern Morgenluft und werden zur Hetze gegen Andersdenkende ermuntert.

Solidarität üben heißt nicht, fanatische Islamisten zu unterstützen!

SI distanziert sich klar vom religiösen Fundamentalismus, der unterdrückerische antidemokratische Strukturen aufrecht erhält.

SI steht auf der Seite des palästinensischen Volkes, das um sein Recht auf Selbstbestimmung kämpft.

SI mischt sich nicht ein, mit welchen Mitteln dieser Kampf geführt wird. Das muss das palästinensische Volk selbst entscheiden.

SI steht auf der Seite jedes friedliebenden Menschen, der sich gegen Unterdrückung, für demokratische Rechte und gegen die Verletzung von Menschen- und Völkerrecht wendet.

Aktion, Information und Spenden sind Hilfe!

Wir fordern dazu auf, sich nach Kräften an den Demonstrationen zu beteiligen.

Dabei muss auch die Kriegspolitik Deutschlands kritisiert werden, die aktuell an Israel ein weiteres U-Boot geliefert hat.

Zudem „fördert (SI) den Austausch zwischen Israel, Palästina und Europa durch die Organisation von Reisen, durch Veranstaltungen und Informationsaustausch. In Deutschland unterhält SI freundschaftliche Kontakte zu zahlreichen Menschen und Gruppen, die helfen, den Gedanken der Völkerfreundschaft und der internationalen Solidarität zu verbreiten.“

(aus dem Text des beschlossenen Arbeitsschwerpunkts Palästina/Israel vom 10.11.13).

Kenner der Situation aus erster Hand können über das Büro von SI für Vorträge oder Reiseberichte angefragt werden.

SI sammelt Spenden für das in Jenin von Al-Jaleel unterhaltene Zentrum für Menschen mit physischen und psychischen Behinderungen. Das ist ein Zentrum mit Therapie- und Behandlungsräumen für Menschen mit Kriegs-Traumata und -verletzungen in Folge von Überfällen durch die israelische Armee oder für Menschen, denen der Zugang zu Medikamenten und medizinischen Geräten erschwert ist.

Spenden bitte auf das Spendenkonto von SI e.V.

Stichwort Jenin

IBAN DE86 5019 0000 6100 8005 84

Frankfurter Volksbank BIC FFVBDEFF

Helfen wir mit, die internationale Solidaritätsbewegung für das Selbstbestimmungsrecht des palästinensischen Volkes zu stärken!

Stoppt die Bombardierung Gazas!

Hoch die internationale Solidarität !

Bundesvertretung SI

Renate Radmacher, Axel Kassubek, Jutta Seynsche

- SprecherInnen -

(Die Erklärung ist als PDF zum Herunterladen angehängt)

Dateien:
   
http://solidaritaet-international.de/uploads/media/Erklaerung_zu_Gaza_2014-07-24_01.pdf (http://solidaritaet-international.de/uploads/media/Erklaerung_zu_Gaza_2014-07-24_01.pdf)

Quelle

http://solidaritaet-international.de/index.php?id=26&tx_ttnews (http://solidaritaet-international.de/index.php?id=26&tx_ttnews)[year]=2014&tx_ttnews[month]=07&tx_ttnews[day]=27&tx_ttnews[backPid]=3&tx_ttnews[tt_news]=609&cHash=c9f3b9c173877701a9301229892ea52b

Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 17:59:26 Fr. 01.August 2014
Gelsenkirchener Montagsdemo: „Solidarität mit dem palästinensischen Freiheitskampf"

(http://www11.pic-upload.de/thumb/01.08.14/rj32e62qo58.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-24101659/image.jpg.html)
(http://)
Seit Wochen bewegt das israelische Staatsterror gegen Gaza die Menschen zur Montagsdemonstration zu kommen (rf-foto)

01.08.14 - Die Moderatoren der Gelsenkirchener Montagsdemonstration Monika Gärtner-Engel und Thomas Kistermann, laden mit folgender Pressemitteilung zur 495. Gelsenkirchener Montagsdemo ein, die am 4. Augus um 17.30 auf dem Preuteplatz stattfindet:

"Unser Brennpunkt ist auch dieses mal 'Solidarität mit dem palästinensischen Freiheitskampf'. Unsere hauptsächlichen Leitlinien, die wir auch auf den letzten drei Montagsdemos ins Zentrum gestellt haben: Freiheit für Palästina! Schluss mit der Aggression des Staates Israel! Solidarität mit der Friedensbewegung in Israel! Sofortiger Stopp der militärischen und moralischen Unterstützung der israelischen Regierung durch die Bundesregierung!

Unsere Spielregeln sind: Gleichberechtigte Teilnahme auf überparteilicher Grundlage! Demokratische Streitkultur! Wir akzeptieren keine Erpressung durch den unberechtigten 'Antisemitismus'-Vorwurf mit dem Ziel der Unterdrückung berechtigter Kritik am Staate Israel! Ausschluss von Faschisten, religiös-funadamentalistischen Kräften und jeglichem Antisemitismus! “


Quelle

http://www.rf-news.de/2014/kw31/gelsenkirchen-montagsdemo-unter-dem-motto-201esolidaritaet-mit-dem-palaestinensischen-freiheitskampf (http://www.rf-news.de/2014/kw31/gelsenkirchen-montagsdemo-unter-dem-motto-201esolidaritaet-mit-dem-palaestinensischen-freiheitskampf)



Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 18:42:18 Di. 05.August 2014
Montagsdemos: Volle Solidarität mit dem Volkswiderstand der Palästinenser

(http://www11.pic-upload.de/thumb/05.08.14/u7ht9nouq6ol.png) (http://www.pic-upload.de/view-24147879/image.png.html)
(http://)
Die Montagsdemo Recklinghausen bei ihrer Aktion (Foto: Montagsdemo Recklinghausen)

05.08.14 - Auch am gestrigen Montag war die Solidarität mit dem palästinensischen Freiheitskampf der Brennpunkt bei den deutschlandweit stattfindenden Montagsdemonstrationen:

Aus Herne wird berichtet: „Heute war die Beteiligung in Herne schon breiter als letzte Woche; oft waren es so um die 30 bis 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, mehrere hundert Menschen wurden erreicht. Auch verschiedene Migranten nahmen teil und weitere sicherten die Teilnahme nächste Woche zu.“

Ein Korrespondent aus Essen schreibt: „Bis zu 100 Menschen nahmen an der heutigen 493. Montagsdemonstration vor der Marktkirche auf der Porschekanzel teil. Im Mittelpunkt stand dabei der Protest gegen den israelischen Staatsterror gegen die Bevölkerung in Gaza. Besonders in der Kritik stand die Heuchelei und Doppelmoral der Bundesregierung, die einerseits Waffengeschäfte mit Russland stoppt, weil sie sich angeblich um die Menscherechte sorgt, die aber andererseits Israel aufrüstet und kein Wort über die Kriegsverbrechen des Netanjahu-Regimes verliert."

Aus Recklinghausen stammt folgender Bericht: „… In einem Halbkreis waren große Transparente aufgestellt mit Forderungen zum Stopp des Kriegs. In der Mitte auf dem Boden stilisierte eine große weiße Fläche mit schwarzen Särgen und Blumen die Trauer und Empörung der über 1.800 Todesopfer. ... Dann kamen Hintergründe und Ziele des Krieges zur Sprache. Ein Vertreter der Palästinensischen Gemeinde führte aus, dass hierzu in einer einzigen Kriegswoche 80 kg TNT-Sprengstoff pro Einwohner abgeworfen wurde - flächendeckend mit verheerenden Folgen vor allem für Frauen und Kinder. Er widerlegte auch die Rechtfertigung des Krieges durch Raketenbeschuss der Hamas als Kriegslüge: 'Nach der Ermordung der drei Jugendlichen hat die israelische Luftwaffe sofort eine Nacht GAZA bombardiert; und danach hat die Hamas mit Raketenbeschuss auf Israel begonnen. Der Krieg war längst beschlossen.'“


Quelle

http://www.rf-news.de/2014/kw32/montagsdemos-volle-solidaritaet-mit-dem-volkswiderstand-der-palaestinenser (http://www.rf-news.de/2014/kw32/montagsdemos-volle-solidaritaet-mit-dem-volkswiderstand-der-palaestinenser)

Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:44:02 Sa. 09.August 2014
https://vimeo.com/50531435
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 14:04:58 Do. 14.August 2014
“Wir Deutsche sind verpflichtet, uns einzumischen”
Publiziert 14. August 2014 | Von Evelyn Hecht-Galinski


BZ-INTERVIEW mit der Publizistin Evelyn Hecht-Galinski über den Gaza-Konflikt und antisemitische Hetze gegen Juden.

Evelyn Hecht-GalinskiFREIBURG. Der Krieg zwischen Israelis und der Hamas im Gazastreifen hat auch in Deutschland zu heftigen Debatten geführt. Der Zentralrat der Juden in Deutschland beklagte antisemitische Hetze bei pro-palästinensischen Demonstrationen. Annemarie Rösch sprach darüber mit der Publizistin Evelyn Hecht-Galinski, die zu den Kritikern israelischer Politik in Deutschland zählt.

BZ: Frau Hecht-Galinski, Sie haben auch an pro-palästinensischen Demonstrationen teilgenommen. Haben Ihnen die antisemitischen Töne keine Probleme bereitet?

Hecht-Galinski: Ich habe an einer Demonstration der Montagsmahnwachen auf dem Potsdamer Platz teilgenommen und dort auch eine Rede zu Gaza gehalten, über die leider nichts berichtet wurde. Es waren dort 7000 bis 8000 Menschen friedlich versammelt. Ich habe dort keine antisemitischen Töne wahrgenommen. Es gab keine Äußerungen, wie “Kindermörder Israel”. Aber auch das ist aus meiner Sicht nicht antisemitisch, trifft es doch zu. Im Gazakonflikt sind 449 Kinder von der jüdischen Verteidigungsarmee getötet worden. Von den mehr als 1970 getöteten Palästinensern waren 73 Prozent Zivilisten. Die Armee des jüdischen Staates, das sage ich bewusst, weil sich Israel ja als jüdischer Staat definiert und als solcher ausdrücklich auch anerkannt werden will, hat die äußerst tödliche Dime-Munition eingesetzt, die eine hohe Sprengkraft besitzt und gerade bei Kindern verheerend wirkt. Die Langzeitfolgen können auch Krebs sein.

BZ: Der Präsident des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann, sprach von den schlimmsten Anfeindungen der Juden seit dem Zweiten Weltkrieg.

Hecht-Galinski: Selbst wenn es vielleicht bei der einen oder anderen Demonstration Töne gegeben haben mag, die politisch nicht korrekt waren, so kann man doch die heutige Zeit nicht mit der Nazizeit vergleichen. Das damals war eine menschenverachtende Zeit. Es gab eine Diktatur, die das Ziel hatte, die Juden auszurotten. Heute aber leben wir in einer gut funktionierenden Demokratie. Daher ist dieser Vergleich unanständig.

BZ: Gerade von israelischer Seite wird beklagt, dass Israel immer wieder heftig für seinen Umgang mit den Palästinensern kritisiert wird, während die Menschenrechtsverletzungen etwa in Syrien viel weniger Beachtung fänden.

Hecht-Galinski: Natürlich fühle ich mich als deutsche Bürgerin mit jüdischen Wurzeln in Mithaftung genommen, wenn der jüdische Besatzerstaat Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen begeht. Dagegen opponiere ich. Hinzu kommt, dass wir natürlich an einen Staat höhere Ansprüche anlegen, der für sich selbst in Anspruch nimmt, die einzige Demokratie im Nahen Osten zu sein und die moralischste Armee der Welt zu haben. Dieser jüdische Staat, der 1948 über 750 000 Palästinenser vertrieben hat, kontinuierlich Land raubt und seit 1967 Besatzungsmacht ist, verhindert die Gründung eines Palästinenserstaates. Das ist ein Verbrechen, das wir nicht hinnehmen dürfen.

BZ: Im jüngsten Konflikt ging aber klar die Gewalt von der Hamas aus, die immer wieder Raketen nach Israel schickte.

Hecht-Galinski: In diesem Konflikt darf man nicht Ursache und Wirkung miteinander verwechseln. Die Ursache ist die Blockade des Gazastreifens durch Israel. Wenn man 1,8 bis zwei Millionen Menschen in einem Ghetto hält, muss man sich nicht wundern, dass sie sich wehren. Ich kann nur sagen, wenn Besatzung zu Recht wird, dann wird Widerstand zur Pflicht. Ich möchte mal sehen, was bei uns los wäre, wenn wir unter solchen Bedingungen wie die Palästinenser im Gazastreifen vegetieren müssten. Man hat diese Menschen in die Hoffnungslosigkeit gestürzt, was unweigerlich zur Radikalisierung führt. Die Blockade des Gazastreifens und die Besetzung des Westjordanlandes müssen sofort beendet werden. Sonst kann es nie einen gerechten Frieden geben. Israel ist heute ein Apartheidstaat, in dem Palästinenser Bürger zweiter Klasse sind. Eigene Kritiker werden heute von rassistischen jüdischen Bürgern angegriffen.

BZ: Was kann Deutschland tun, um zu einer Lösung des Konflikts beizutragen?

Hecht-Galinski: Deutschland darf nicht länger den jüdischen Staat unterstützen: das heißt keine Waffen, keine Bundeswehrsoldaten, die dort skandalöserweise im Häuser- und Tunnelkampf ausgebildet werden sollen. Sanktionen und Boykott sind die einzige Lösung, die den jüdischen Staat zur Besinnung bringen können. Gerade wir in Deutschland dürfen auch nicht zu dem Unrecht schweigen, das der jüdische Staat den Palästinensern antut. Ich habe mir das Lebensmotto meines Vaters zu eigen gemacht: Ich habe Auschwitz nicht überlebt, um zu neuem Unrecht zu schweigen. Gerade wir Deutsche sind wegen unserer Geschichte verpflichtet, uns einzumischen. Und wegen unserer Geschichte tragen wir auch den Palästinensern gegenüber Verantwortung. Ich kann nicht akzeptieren, dass jüdische Kriegsverbrechen besser sein sollen als muslimische oder christliche und nicht angeprangert werden dürfen.
Evelyn Hecht-Galinski (65) aus Marzell ist Autorin und Publizistin. Sie schreibt Artikel für die Neue Rheinische Online-Zeitung (NRhZ.de). Ihr Vater, Heinz Galinski, war der erste Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland
http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/ausland/wir-deutsche-sind-verpflichtet-uns-einzumischen (http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/ausland/wir-deutsche-sind-verpflichtet-uns-einzumischen)–88690761.html


Quelle

http://sicht-vom-hochblauen.de/wir-deutsche-sind-verpflichtet-uns-einzumischen/ (http://sicht-vom-hochblauen.de/wir-deutsche-sind-verpflichtet-uns-einzumischen/)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 17:52:33 Mo. 18.August 2014

Israel lässt nichts unversucht, um die fortgesetzte Spaltung sicherzustellen"

18.08.14 - Der Journalist Martin Lejeune hatte Gelegenheit ein ausführliches Interview mit Emad Abu Rahma zu führen. Emad Abu Rahma ist Mitglied des Zentralkomitees der Volksfront zur Befreiung Palästinas (Popular Front for the Liberation of Palestine - PFLP). Die PFLP ist eine palästinensische fortschrittliche und revolutionäre Organisation mit marxistisch-leninistischem Anspruch, die 1967 gegründet wurde.

Emad Abu Rahma berichtet unter anderem über die Vorgeschichte des aktuellen Konflikts: „Israel ließ nichts unversucht, um die fortgesetzte Spaltung innerhalb der palästinensischen Führung sicherzustellen und die gegenwärtige Situation herbeizuführen, in der es eine vollständige Trennung zwischen dem Gazastreifen und dem Westjordanland, zwischen Hamas und PLO gibt. Die aktuelle Eskalation durch Netanjahu und seine Regierung wurde genau in dem Augenblick betrieben, in dem die palästinensischen Fraktionen eine Versöhnung einleiteten und wieder eine Einheitsregierung bildeten, die alle Herausforderungen der Palästinenser in ein Ende der Spaltung überführen könnte.“

Spannend ist auch seine Antwort auf die Frage: Wie ist das Verhältnis zwischen der PFLP und den anderen Parteien insbesondere der regierenden Hamas in diesem Krieg wie auch generell und unabhängig von der aktuellen Lage? Wo gibt es Gemeinsamkeiten im Widerstand, wo bestehen Differenzen und wie gravierend sind letztere?

Das ganze Interview bei "Schattenblick" lesen.


http://www.schattenblick.de/infopool/politik/brenn/p1ga0072.html (http://www.schattenblick.de/infopool/politik/brenn/p1ga0072.html)



Quelle

http://www.rf-news.de/2014/kw34/israel-laesst-nichts-unversucht-um-die-fortgesetzte-spaltung-sicherzustellen (http://www.rf-news.de/2014/kw34/israel-laesst-nichts-unversucht-um-die-fortgesetzte-spaltung-sicherzustellen)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 19:03:40 Mi. 03.September 2014
Liebe Leserinnen und Leser,
 

anbei möchten wir Ihnen ein Interview der Redaktion von ProMosaik e.V. mit Herrn Jörg Weidemann, Pressesprecher der MLPD und Mitglied des Zentralkomitees vorstellen. Wir möchten ihm nochmal unseren herzlichen Dank für seine hilfreichen Informationen und vor allem für seine Zeit aussprechen.

(http://www11.pic-upload.de/thumb/03.09.14/w6wru99r8bo1.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-24483807/1.jpg.html)
(http://)

Die Fragen von ProMosaik e.V. betrafen u.a. Israel und Palästina und den Zionismus sowie die Menschenrechte, Rüstungsindustrie und Imperialismus, Themen die dem Verein ProMosaik e.V. sehr wichtig sind.

(http://www11.pic-upload.de/thumb/03.09.14/iowhfmr4gfca.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-24483828/2.jpg.html)(http://)

Wir identifizieren uns sehr mit seiner Position, vor allem wenn es darum geht, die imperialistischen Hintergründe des Krieges gegen Gaza aufzuzeigen und im positiven Sinne auszudrücken, wie wichtig der Kampf im Namen der Selbstbestimmung, der Freiheit und der Würde des palästinensischen Volkes ist.

(http://www11.pic-upload.de/thumb/03.09.14/ujq67c1ty64i.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-24483833/3.jpg.html)
(http://)

Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften zu diesem höchst interessanten Interview, über das wir nicht mehr verraten möchten.
 
Dankend
 
Dr. phil. Milena Rampoldi
Redaktion von ProMosaik e.V.
 
 
1.      Wie sehen Sie die Angriffe der Israelischen Armee gegen Gaza in einem weltpolitischen Kontext?
 
Die Widersprüche zwischen den großen imperialistischen Ländern und Blöcken verschärfen sich. Auf der einen Seite stehen NATO/USA/EU. Ihnen gegenüber Russland/China. Daneben kommen neue imperialistische Rivalen auf, wie Indien, Brasilien oder Südafrika. Einige arabische Staaten haben massenhaft Kapital angehäuft und verfechten regionale Großmachtinteressen, wie Saudi-Arabien oder Katar. Auf der Grundlage der Verknappung von Rohstoffen und Absatzmärkten sowie dem Ende der Weltwirtschafts- und Finanzkrise verschärfen sich diese Widersprüche. Die ungleichmäßige Entwicklung der verschiedenen imperialistischen Ländern und Gruppen hat stark zugenommen. Das setzt die Neuaufteilung der Macht- und Einflusssphären auf die Tagesordnung und verstärkt die allgemeine Kriegsgefahr auf der Welt. Das ist der Hintergrund verschiedener derzeit offener politischer Kriegsherde auf der Welt. Neben dem Nahen Osten gilt dies vor allem für die Ukraine. Hier stehen sich die imperialistischen Rivalen direkt gegenüber Hier ist derzeit sogar der gefährlichste Brandherd.
 
2.      Welche Kritik sprechen Sie gegen Israel heute aus?
 
Unserer Partei hat seit jeher die völkerrechtswidrige Besatzung palästinensischer Gebiete, deren Vertreibung und Rechtlosigkeit kritisiert. Die palästinensischen Arbeiter in Israel unterliegen besonderer Ausbeutung, Gaza wurde in ein »Freiluftgefängnis« verwandelt. Reaktionäre Zionisten rechtfertigen die Politik des Staates Israel mit der rassistischen Ideologie, die Juden wären »Gottes auserwähltes Volk«. Wir fordern einen sofortigen und bedingungslosen Stopp der Bombardierungen von Gaza und die Räumung der unrechtmäßigen israelischen Siedlungen in allen Teilen Palästinas. Als aller erstes ist die Blockade von Gaza aufzuheben.
 
3.      Wie unterscheiden Sie zwischen Judentum und Zionismus?
 
Das Judentum ist eine Religion, wie es zahlreiche auf der Welt gibt. Ihre Ausübung sehen wir als durch die Religionsfreiheit nicht minder geschützt, wie die des Islam, des Christentums oder anderer Religionen. Der Zionismus ist eine rassistische Ideologie und Praxis. Er geht von der chauvinistischen Annahme aus, die Juden seien ein »auserwähltes Volk«. 1975 hat die XXX. UNO-Vollversammlung mit der Resolution 3379 den Zionismus als eine Form des Rassismus und der rassistischen Diskriminierung verurteilt. Sie richtet sich vor allem gegen die arabischen Völker. Die Entscheidung der UNO war richtig. Falsch war dagegen, diese Resolution später zurückzunehmen.
 
4.      Welche Ziele verfolgt Ihre Partei im Bereich der Menschenrechte?
 
Die MLPD setzt sich für den Erhalt und den Ausbau der demokratischen Rechte und Freiheiten ein. Sie steht in Deutschland zum Beispiel für die Forderung nach gleichen Rechten für alle dauerhaft in Deutschland lebenden Menschen. Sie setzt sich für ein uneingeschränktes Asylrecht für Demokraten, Revolutionäre und Marxisten-Leninisten ein und den Schutz von Flüchtlingen. Sie erachtet es dagegen nicht als Menschenrecht, Produktionsmittel, Grund und Boden sowie Fabriken privat zu besitzen und so andere Menschen ausbeuten zu können. Sie bekämpft Ausbeutung und kapitalistische Unterdrückung.
 
5.      Was muss sich in der Mediendarstellung in Deutschland hinsichtlich Gaza dringend ändern?
 
Viele bürgerliche Medien stellen die aktuelle kriegerische Auseinandersetzung wie auch ihre Vorgeschichte und Hintergründe zu Gunsten des israelischen Zionismus dar. Es gibt eine starke Propaganda ausgehend von der Regierung aber auch verschiedenen bürgerlichen Leitmedien, jeden Protest gegen die israelische Regierung und den Zionismus pauschal als Antisemitismus zu diffamieren.
 
6.      Wie sehr sehen Sie hinter diesem Konflikt imperialistische Interessen?
 
Das israelische Streben nach Vormacht in der Region ist der Hintergrund für die aktuelle Zuspitzung. Der Bombenterror gegen Gaza war die provokative Reaktion der israelischen Regierung auf die kurz zuvor gebildete gemeinsame palästinensische Regierung aus Hamas und Fatah. Um diese Einheitsregierung zu torpedieren und die Anerkennung eines palästinensischen Staates durch die UNO zu verhindern, will die israelische Regierung den aktiven Widerstand nachhaltig liquidieren.
 
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 19:04:14 Mi. 03.September 2014
7.      Wie stark beeinflusst die Schuld der Deutschen an der Verfolgung der Juden im 2. Weltkrieg die Haltung der Deutschen Bundesregierung zu Israel heute?
 
Wir lehnen die bürgerliche Theorie der »Kollektivschuld der Deutschen« ab. Auch Kommunisten tragen eine Mitverantwortung für das Scheitern der antifaschistischen Einheitsfront gegen den Hitler-Faschismus 1933. Aber die Theorie der »Kollektivschuld« setzt Täter und Opfer gleich, nimmt das Finanzkapital als Drahtzieher des Hitler-Faschismus aus dem Schussfeld und verleugnet und diffamiert den mutigen und opferreichen Widerstand zahlloser Kommunisten, Sozialdemokraten und Christen. In seinem Buch »Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution« hat Stefan Engel, der Vorsitzende der MLPD geschrieben: »Unter der heuchlerischen Flagge der „Wiedergutmachung“ der Verbrechen, die deutsche Faschisten am jüdischen Volk verübt haben, missbrauchen die Herrschenden heute die berechtigte Ablehnung des Antisemitismus, um die imperialistische Politik des Staates Israel zu rechtfertigen. Zynisch soll so der Völkermord an den Juden die brutale Unterdrückung des palästinensischen Volkes rechtfertigen.« Kanzlerin Merkel hat in diesem Sinne die Solidarität mit Israel sogar zur Staatsräson erhoben.
Man muss unterscheiden zwischen der antifaschistischen Grundeinstellung der überwiegenden Mehrheit in Deutschland. Der Antisemitismus ist in Deutschland bei einer breiten Mehrheit die Bevölkerung absolut und völlig zurecht verhasst. Das ist sogar ein Grund, dass einige Menschen nicht gegen den aktuellen Bombenterror von Israel demonstrieren. Sie lassen sich verunsichern durch die Diffamierung, Protest gegen Israel wäre pauschal »antisemitisch«. Die Bundesregierung hat eigene imperialistische Ziele. Ihr „Antifaschismus“ ist geheuchelt. In der Ukraine akzeptiert Sie zum Beispiel die Zusammenarbeit der mit ihr verbundenen Regierung auch mit faschistischen Kräften.
 
8.      Was muss dringend politisch für Palästina getan werden?
 
Alle fortschrittlichen Menschen auf der Welt müssen den sofortigen Stopp des Bombenterrors in Gaza fordern. Dafür sind Massendemonstrationen, aber auch Streiks, Elemente des aktiven Widerstands wichtig. Die Bundesregierung und alle anderen Länder, die dies nicht getan haben müssen Palästina als Staat anerkennen. Die völkerrechtswidrigen Angriffe und Zerstörungen der Infrastruktur bis hin zu zahlreichen UN-Einrichtungen müssen international geächtet werden.
 
9.      Wie sehen Sie die Zukunft des Nahen Ostens im Allgemeinen?
 
Auch wenn derzeit eine Waffenruhe herrscht, sind die zu Grunde liegenden Probleme in keinster Weise gelöst. Die MLPD tritt für eine Lösung des Palästina-Konflikts im Sinne der Völkerfreundschaft ein: Für einen einheitlichen, demokratischen und gemeinsamen Staat des jüdisch-israelischen und palästinensisch-arabischen Volkes. Als Zwischenschritt dazu ist eine demokratische „Zwei-Staaten-Lösung“ notwendig, mit je einem souveränen israelischen und palästinensischen Staat.
Die MLPD steht für die Perspektive vereinigter sozialistischer Staaten der Welt. Das ist auch für den Nahen Osten die richtige und revolutionäre Perspektive, um in Völkerfreundschaft leben zu können. Dazu muss sich die Region von allen imperialistischen Einflüssen frei kämpfen. Dafür steht derzeit besonders der antifaschistischen Widerstandskampf verschiedener kurdischer Organisationen in Syrien, Irak und der Türkei. Bemerkenswert ist derzeit dabei eine breite antifaschistische Aktionseinheit von revolutionären, fortschrittlichen aber auch bürgerlichen Kräften.
 
10.    Wie sehr sind die USA verantwortlich für die Unstabilität der gesamten Region?
 
Der 2001 von G.W. Busch ausgerufene »New War« auch als »Anti-Terror-Krieg« bezeichnet, war der Versuch, die  eigene Vorherrschaft über die Region des Nahen und Mittleren Osten zu sichern. Das ist vollständig gescheitert und hat maßgeblich zur weiteren Destabilisierung der Region geführt. Hinzu kommt der verschärfte Konkurrenzkampf um die Vormacht über bestimmte Länder. So erklärt sich die Lage in Syrien nur wenn man versteht, dass die USA/NATO und EU mit der Beseitigung des Assad-Regime den Einfluss Russlands und Chinas auf Syrien Schwächen bzw. beenden wollen.
 
11.    Wie stehen Sie zur deutschen Rüstungsindustrie und zu ihrer Verantwortlichkeit in diesem Konflikt?
 
Die MLPD lehnt Waffenlieferungen an reaktionäre Regime strikt ab. Das bedeutet, dass sie gegen sämtliche Waffenlieferungen an Israel eintritt. Selbstverständlich Macht die deutsche Rüstungsindustrie, immerhin die drittstärkste der Welt, einen enormen Profit aus diesem Konflikt. Im so genannten militärisch-industriellen Komplex gibt es eine engste Verflechtung von Staat und Rüstungsmonopolen. Mit Hilfe des Staates und seiner Außenpolitik verschaffen sich die Monopole Rüstungsaufträge aus aller Welt. Hier bedeutet jeder Krieg wachsende Profite.
Gleichzeitig lehnen wir Waffenlieferungen auch nicht generell ab. So fordern wir aktuell, dass die kurdischen Kräfte, vor allem die fortschrittlichen und revolutionären Kräfte wie die der PKK oder die YPG-Einheiten in Syrien in ihrem antifaschistischen Kampf gegen IS/ISIS auch mit Waffenlieferungen unterstützt werden.
 
12.    Wie können wir als Zivilgesellschaft den derzeitigen Antisemitismus und die steigende Islamophobie in Deutschland als paralleles Phänomen bekämpfen?
 
Der Religionskonflikt wird in aller Regel missbraucht, um andere Interessen dahinter zu verbergen. Die MLPD tritt für internationale Solidarität ein und fördert unter den Belegschaften die Kampfeinheit ausländischer und deutscher Kolleginnen und Kollegen. Eine Spaltung der Arbeiterklasse in Deutschland nach Religionen, Rassen und Nationen nützt nur den Herrschenden. In ihrem Interesse wird Antisemitismus und Islamphobie verbreitet. Hätten sie wirklich ein Interesse, dies zu bekämpfen, müssten längst alle faschistischen Organisation und ihrer Propaganda verboten sein. Dies wäre nach dem Grundgesetz in Verbindung mit dem Potsdamer Abkommen sogar notwendig geboten. Die MLPD bekämpft aktiv jede Spielart von Rassismus oder Faschismus. Sie fordert das Verbot aller festlichen Organisationen und ihrer Propaganda. Das betrifft ausdrücklich auch Kräfte wie IS/ISIS.
 
13.    Welche Methoden des Protestes sind im Moment in Deutschland die angebrachtesten, um die Selbstbestimmung des palästinensischen Volkes zu unterstützen?
 
Wir halten Demonstrationen, Kundgebungen aber auch andere Formen des aktiven Widerstands für berechtigt und unterstützen dies. Diese Aktionen sind auf strikt antifaschistischer Grundlage zu organisieren. Faschistische oder antisemitische Kräfte jeder Couleur sind davon auszuschließen. Das gilt selbstverständlich auch für Kräfte wie IS/ISIS. Wir halten es für ein wichtiges Prinzip, dass auf solchen Demonstrationen und Kundgebungen Deutsch als gemeinsame Sprache akzeptiert wird. Das heißt keine Transparente oder Reden in Sprachen, die nur ein Teil der Demonstranten versteht. Das ist auch wichtig, um das gegenseitige Vertrauen zu stärken. Es gibt im Bereich des Islam sicher ebenso wie im Christentum und allen anderen Religionen reaktionäre, ultrarechte und faschistische Kräfte, denen man ein Einschleichen in die fortschrittlichen Bewegungen verwehren muss.
 
14.    Noch was, was mir persönlich am Herzen liegen würde … Wie sehen Sie eine mögliche Zusammenarbeit Ihrer politischen Bewegung für den Kampf um soziale Gerechtigkeit, Antiimperialismus, Antiliberalismus und Antikolonialismus mit den muslimischen sozialen Bewegungen? Welche sind nach Ihrer Sicht die Gemeinsamkeiten, welche die Unterschiede?
 
Die MLPD hat den Kampf um Freiheit und Demokratie in allen arabischen Ländern seit jeher unterstützt. Sie arbeitet über die revolutionäre Weltorganisation ICOR auch mit revolutionären Kräften in arabischen Ländern zusammen. Die soziale Befreiung und die Beseitigung von Ausbeutung und Unterdrückung von Mensch und Natur kann nur das gemeinsame Werk des Proletariat aller Länder im Bündnis mit den Unterdrückten aller Länder sein. In dieser Bewegung sollte die Religion die Privatangelegenheit eines jeden sein.

Quelle

http://www.promosaik.com/cms/?p=2470&cat=8 (http://www.promosaik.com/cms/?p=2470&cat=8)

(http://www11.pic-upload.de/thumb/03.09.14/bpt77gda6v9.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-24483842/303037_452261831528492_36883791_n.jpg.html)
(http://)

(http://www11.pic-upload.de/thumb/03.09.14/xlpwsovgis9.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-24483845/vpv-wq-vq.jpg.html)
(http://)
 
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 20:40:04 Mi. 03.September 2014
Rappel, krieg dich mal wieder ein!

Die Gewalt und das Blutvergießen im Nahen Osten sind ein Alptraum.
Es ist ok sich verschiedene Positionen und Meinungen zum Thema anzuschauen um sich eine eigene Meinung zu bilden. Die 1:1 Wiedergabe von Positionen deiner Lieblingspartei im Volltext geht mir allmählich auf die Nüsse. Ein Link dorthin würde genügen für die Interessierten.

Einige Positionen, die dort vertreten werden, halte ich für höchst zweifelhaft. Die Idee der Nationalen Befreiungsbewegungen, die in den 60er bis 80er Jahren sehr populär war, lebt dort noch weiter. Ich finde diese politische Herangehensweise nicht nur für überholt, sondern für untauglich und kontroproduktiv bei der Lösung der Probleme.

Zitat
die Selbstbestimmung des palästinensischen Volkes
Hier klingt es langsam völkisch und negiert einen Klassenstandpunkt...

Und das Posten von Schockfotos ist nicht aufklärerisch, sondern ekelhaft!
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Perestroika am 10:43:51 Sa. 06.September 2014

Rappel, krieg dich mal wieder ein!

(...)

Einige Positionen, die dort vertreten werden, halte ich für höchst zweifelhaft. Die Idee der Nationalen Befreiungsbewegungen, die in den 60er bis 80er Jahren sehr populär war, lebt dort noch weiter. Ich finde diese politische Herangehensweise nicht nur für überholt, sondern für untauglich und kontroproduktiv bei der Lösung der Probleme.

Zitat
die Selbstbestimmung des palästinensischen Volkes
Hier klingt es langsam völkisch und negiert einen Klassenstandpunkt...

(...)


Ja da will ich dich ausnahmsweise mal unterstützen, Kuddel.

Als wäre so ein "Volk" aus einem Guß! Hier dieses "Volk" dort jenes "Volk". Das klingt nicht nur völkisch, es ist völkisch. Und man darf sich auch nicht von der Bezeichnung "Marxistisch Leninistisch" beirren lassen. Schließlich ist dieser "Marxismus Leninismus" gemeinfrei, jeder kann sich damit schmücken.

Interessant an diesem "Selbstbestimmungsrecht der Völker" ist auch die pavlowsche Verbindung mit dem "eigenen Staat". Wenn es denn so ein Selbstbestimmungsrecht -quasi als Naturrecht- geben sollte, enthält es eigentlich auch das Gegenteil, selbstbestimmt können "Palästinenser" auch beschließen, oder anstreben, in einem israelischen Staat als israelische Bürger zu leben. Aber genau das darf nicht sein, aus der Sicht der völkischen "Marxisten-Leninisten"?

Ähnliches gilt übrigens für die "Kurden" in der Türkei, unter denen viele gar nicht mehr wissen (und oft gar nicht wissen wollen), dass sie "Kurden" sind. Man landet schnell in die nationalsozialistische Rassenkunde, denn wie "definiert" man "Kurde", "Palästinenser", "Deutscher" oder auch "Russe", "Tibeter" usw. Nebenbeibemerkt, diese Rassenkunde scheint ein großes Anliegen unsere deutschen Wikipedianer zu sein, dort gibt es bereits eine "Kategorie"
https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Person_nach_Ethnie (https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Person_nach_Ethnie)

Ein großes Problem machen dann die "Mischlinge" oder Mischehen! Hier z.B. eine jüdisch-muslimische Hochzeitsfeier in Israel:
http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_politik/article131357254/Hochzeit-mit-Polizeischutz.html (http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_politik/article131357254/Hochzeit-mit-Polizeischutz.html)

Grundlage dieses mysteriösen "Selbstbestimmungsrecht des Volkes" ist auch ganz profan das "Selbstbestimmtungsrecht des Menschen". Oder etwa nicht?
Personen, die sich nicht "volksgemäß" verhalten, z.B. türkische Bürger mit kurdischen Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern, oder eben Palästinenser, die auch heute schon in Israel leben (und leben wollen) erscheinen dann als Supergau, als Verräter?

"Wir" sind hier nicht von dem Problem betroffen. Umso merkwürdiger solche Gestalten, wie Rappelkiste, die sich in dieser einseitigen Weise in den Konflikt einmischen. Andere dürfen dafür dann "kämpfen" und bezahlen es mit ihren Leben, im doppelten Sinne des Wortes: Sie kommen um oder sie haben bis zum Lebensende kaum eine Chance ein halbwegs "normales" Dasein zu führen. Als "Außenstehender" kann man und sollte man anderes tun!

Völkisch auch der inhaltsleere Ruf nach einem "eigenen" Staat. Egal was für einer, er muß nur "unabhängig" sein. Übrigens anders als in den 60er, 70er Jahren, wo es immerhin um einen unabhängigen sozialistischen Staat ging. Obendrein haben z.B. die US-Amerikaner entsprechende Staaten nur verwüstet, die Bevölkerung ermordet und nicht (wie jetzt bei der "brutalen" Krimannexion) die entsprechenden Staaten als x-ten US-Bundesstaat einverleibt und den Bewohnern die US-Bürgerschaft gegeben...

Damit komme ich zum Kern der Frage -vor allem für Außenstehende: Können "nichtjüdische" Menschen in Israel als gleichberechtigte Bürger in Israel existieren, können sie leben wie sie wollen? Das muß man wohl mit Ja beantworten, zumindest, fallen sämtliche Einschränkungen weg, würde das auch von außen geschürte Kriegsbeil, nach 70 Jahren begraben werden. Israel ist -anders als die rechten Socken bei Wikipedia verkünden, kein "jüdischer" Staat, sondern ein Multikultistaat:

https://de.wikipedia.org/wiki/Israel (https://de.wikipedia.org/wiki/Israel)

(Isael ist ein "jüdischer" Staat, wie die BRD ein "christlicher" oder die Türkei ein "islamischer" Staat ist. D.h. bestimmte "Interessierte" machen aus diesen Gebilden propagandistisch-ideologisch entsprechende Staaten, um andere zu vereinnahmen oder auszuschließen. Fakt ist, dass wir in alle drei Fällen keine "Gottesstaaten" haben! Wie auch immer, ehe "man" als Außenstehender nach einem "eigenen Staat" ruft, sollte man erstmal die gottesstaatlichen Reste, vorhandende Diskriminierungen usw angehen.)

Zu ähnlichen Überlegungen kommt man auch, wenn man einen "eigenen unabhängigen" Staat Palästina voraussetzt und sich -anders als heutige "Marxisten Leninisten" inhaltlich fragt, was das denn für ein Staat sein oder werden soll. Soll das einer werden, wo dann im Sinne  "völkischer Selbstverwirklichung" (alle dürfen, es, so auch wir) Atombomben gebastelt werden, um damit die Nachbar"völker" zu bedrohen, oder ein friedlicher Staat, in dem friedliche Zusammenarbeit mit dem Rest der Welt auf der Tagesordnung steht? Im letzteren Falle stünde nicht mal einem friedlichen Zusammenschluss mehrerer solcher Staaten -ähnlich der EU- etwas im Wege: Demonatage von Mauern, Todestreifen, diverser Grenzanlangen, wirtschaftliche, kulturelle Kontakten, Bewegungsfreihheit für alle.
Wären unsre Leute in der EU nicht so elendig kleinkariert, besserwisserisch und borniert, wäre eine Mitgliedschaft Isreals in der EU ein Thema. Ab und zu tauchte das Thema durchaus schon auf, u. a. (2012):
http://derstandard.at/1326503572277/Lieberman-wuenscht-sich-EU-Beitritt (http://derstandard.at/1326503572277/Lieberman-wuenscht-sich-EU-Beitritt)

In einem solchen Falle hängt dann der "unabhängige palästinensische" Staat völlig in der Luft, wird der dann auch irgendwann EU-Mitglied? Warum nicht? Wenn die Leute das wollen...

Der "eigene" Staat löst sich also dann wieder in Luft auf, sobald seine Bewohner friedliche Politik mit Nachbarstaaten anstreben. Wie in Jugoslawien: einem völlig friedlichen Staat, der faktisch von "außen" (vorneweg die schlauen "Selbstbestimmungseuropäer") in "eigene" Staaten zerlegt wurde (mit dem Versprechen: wenn ihr erstmal von den bösen Serben unabhängig seit, könnt ihr auch in die EU aufgenommen werden, eine "Idee", die den Bürgerkrieg erst richtig anfachte). Bekanntlich werden heute die blutig erkämpften Grenzpfähle wieder aus der Erde gezogen, die getrennten Familien mühsam zusammengeführt und die einzelnen "unabhängigen" Staaten werden EU-Mitglieder. Bürgerkriege, Verwüstungen, Vertreibungen und Flüchtlinge, Wunden, die noch Jahrzehnte zur Heilung brauchen, völlig überflüssig, hätte "man" (=vor allem eine Linke) bereits am Anfang 1989 "gesehen" wo es lang geht, wo es lang gehen könnte, und dem "jugoslawischen Volk" als ganzes die EU-Mitgliedschaft angeboten! "Billiger" wärs obendrein gewesen...

Na ja, das Thema ist bei weitem nicht erschöpft. Sorry, auch, aber man kann das Thema "Palästina - Israel" schlecht isoliert vom Weltganzen angehen...
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 11:49:22 Sa. 06.September 2014
Schöner Beitrag, danke!

Zitat
Ja da will ich dich ausnahmsweise mal unterstützen, Kuddel.
Nanana...  :D
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:33:26 Sa. 06.September 2014
Ja, die MLPD dürfte politisch irgendwo in den 70ern oder 80ern stehengeblieben sein!
Aber immerhin hat Rappelkistenrebell eine interessante Diskussion angestoßen!
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 19:44:24 Sa. 06.September 2014
Ja, die MLPD dürfte politisch irgendwo in den 70ern oder 80ern stehengeblieben sein!

80er? Nee, so modern sind die nich. 70er paßt schon. Die waren da bereits total Retro und beriefen sich auf die 20er.
Deshalb hat auch die MLPD einen Schwerpunkt auf Bergbau. Eigentlich fehlen als 2.Schwerpunkt die Stahlkocher um sich an den Zeiten der kommunistischen Klassiker zu orientieren...
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rudolf Rocker am 20:56:17 Sa. 06.September 2014
Zitat
Deshalb hat auch die MLPD einen Schwerpunkt auf Bergbau

Jou, das Gewerbe der Zukunft! ;D ;D
Ich kenne bei uns aus´m Dorf ein paar Leute von der DKP.
Die sind mindestens genau so schlimm! ::) :o
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 16:24:50 Mi. 10.September 2014
www.youtube.com/watch?v=hTyzO-8islg (http://www.youtube.com/watch?v=hTyzO-8islg#)

JEWISH MONKEYS
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rudolf Rocker am 19:20:36 Fr. 12.September 2014
Zitat
Israels Elite-Reservisten verweigern

http://www.tagesschau.de/ausland/nahost-172.html (http://www.tagesschau.de/ausland/nahost-172.html)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 19:57:16 Fr. 12.September 2014
Ich habe einen Mordsrespekt vor dem Mut dieser Menschen!
Es verlangt eine Menge Rückgrat sich gegen die Mehrheitsmeinung zu stellen, gerade in Zeiten militärischer Auseinandersetzungen.
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 12:48:17 Mi. 17.September 2014
Mit Logik kann man sich dem Horror im Nahen Osten kaum mehr nähern. Ein palästinensischer Filmemacher hat es mit Galgenhumor versucht:

"...ein plästinensisches Flüchtlingscamp aus dem meine Familie stammt. Meine Freunde in Europa haben nie verstanden, wie ich meinen Urlaub an einem solchen Ort verbringen kann. Doch für mich ist es aufregender dorthin zu gehen, als nach Disneyland..."

Filmtrailer:
http://bcove.me/nmr5843z (http://bcove.me/nmr5843z)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Efeu am 16:35:21 Sa. 20.September 2014
This Land is Mine (http://www.youtube.com/watch?v=-evIyrrjTTY#ws)
This video tells the story of the wars in the land called Israel/Palestine/Canaan/the Levant, since the cavemen until today.
Who’s Killing Who? A Viewer’s Guide:
http://blog.ninapaley.com/2012/10/01/this-land-is-mine/ (http://blog.ninapaley.com/2012/10/01/this-land-is-mine/)

Zitat
Desmond Tutu zu den Israelis: Befreit euch

Liebe Freundinnen und Freunde,

dies ist das erste Mal, dass ein Meinungsartikel an unsere Gemeinschaft gesendet wird, aber er ist von historischer Bedeutung.

Erzbischof Desmond Tutu hat gerade in einer israelischen Zeitung einen kraftvollen Appell an das Gewissen der Menschen veröffentlicht. In seinem Artikel schließt sich Nobelpreisträger und Anti-Apartheid-Legende Tutu den 1,7 Millionen von uns an, die Unternehmen zum Boykott und Kapitalabzug aus der israelischen Besetzung und Unterdrückung Palästinas aufrufen. In seinem Appell, der von Herzen kommt, fordert er die Israelis (von denen 87% die Bombardierung des Gazastreifens befürwortet haben) dazu auf, sich *selber* von diesem fürchterlichen Status quo zu befreien. Verpassen Sie es nicht, den Artikel zu lesen:

https://secure.avaaz.org/de/tutu_to_israelis_free_yourselves/ (http://secure.avaaz.org/de/tutu_to_israelis_free_yourselves/)

Der Beitrag wurde exklusiv in einer israelischen Zeitung veröffentlicht, legitimiert jedoch auf eindrucksvolle Weise eine Position, die von einigen Regierungen nach wie vor als kontrovers eingestuft wird. Der Rest der Welt sollte den Artikel ebenfalls lesen und das kann nur geschehen, indem er verbreitet wird. Teilen wir ihn also weit und breit!

Diese Kampagne gewinnt an Fahrt. Russell Brand hat ein Video aufgenommen, in dem er unsere Kampagne unterstützt, und die Unternehmen auf die wir abzielen wenden sich allmählich ans Avaaz-Team und bitten um ein Treffen. Avaaz-Mitglieder im Vereinigten Königreich haben eine Kampagne gestartet, um Waffenverkäufe an Israel zu beenden, während die Regierung dort ihre bestehenden Regelungen überprüft. Erstaunlicherweise hat sogar die US-Regierung eine Lieferung von Hellfire-Raketen an Israel gestoppt!
http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-08/usa-israel-hellfire-raketen (http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-08/usa-israel-hellfire-raketen)

Der Druck zeigt Wirkung und wir sollten nicht nachlassen! Wenn Sie es noch nicht getan haben, dann unterzeichnen Sie hier die Petition:
http://secure.avaaz.org/de/israel_palestine_this_is_how_it_ends_loc/ (http://secure.avaaz.org/de/israel_palestine_this_is_how_it_ends_loc/)
Oder klicken Sie hier
http://secure.avaaz.org/de/israel_palestine_this_is_how_it_ends_pa_3/ (http://secure.avaaz.org/de/israel_palestine_this_is_how_it_ends_pa_3/)
um weiterhin Nachrichten an die Unternehmen zu senden, auf die unsere Kampagne abzielt. Sorgen wir dafür, dass sie nicht denken, sie könnten diese Sache einfach aussitzen. Falls es eine örtliche Kampagne gibt, die Sie starten könnten, um sicherzustellen, dass Ihre Stadt, Ihre Universität oder Ihre Gemeinde Investitionen in die Unterdrückung der Palästinenser zurückzieht, dann starten Sie hier Ihre eigene Kampagne:
http://secure.avaaz.org/de/petition/start_a_petition/ (http://secure.avaaz.org/de/petition/start_a_petition/)

Es ist großartig, dass unsere Gemeinschaft wieder einmal an der Seite von Erzbischof Tutu steht - einem der wahrhaftig großen Anführer der gewaltfreien Bewegung. Denn in einer Welt, die von Extremisten auseinander gerissen wird, die “die anderen” erfolgreich dämonisieren, kann gewaltfreie Stärke einen Wandel bewirken: Die Stärke, im Streben nach Gerechtigkeit standhaft und sogar hartnäckig zu sein, aber dennoch eine Liebe für alle Menschen zu zeigen -- jene Kraft, die sich der Angst und der Unwissenheit widersetzt, die uns allen im Weg steht. Eine Liebe, die erkennt, dass all unsere Schicksale und Freiheiten ineinander verflochten sind. Das ist die besondere Denkweise, die große Persönlichkeiten wie Gandhi und Tutu uns beigebracht haben und die unsere Gemeinschaft mit jeder einzelnen Kampagne zu verkörpern versucht.

Voller Hoffnung,

Ricken, Alex, Fadi, Jeremy, Ana Sofia, Ari und der Rest des Avaaz-Teams

PS - Bei dieser Kampagne geht es darum, die Bedingungen für anhaltenden Frieden zwischen Israel und Palästina und eine sichere Heimat für Juden und Palästinenser zu schaffen. Sowohl Antisemitismus als auch Rassismus gegenüber Palästinensern sind grotesk und sollten, ebenso wie alle Arten von Hass, bekämpft werden. Letztendlich sind es Extremisten auf beiden Seiten, die zusammen daran arbeiten, eine friedliche Zukunft zu gefährden. Unsere Aufgabe ist es, vernünftige Menschen von allen Seiten zusammenzubringen, um die nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um sowohl Israel als auch Palästina zu retten. Sollten Sie diese Kampagne für einseitig halten, dann können Sie sich hier die Antworten und Erklärungen des Avaaz-Teams durchlesen:
http://avaaz.org/de/israel_palestine_this_is_how_it_ends_qa/?TuTu (http://avaaz.org/de/israel_palestine_this_is_how_it_ends_qa/?TuTu)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 19:08:51 So. 28.Juni 2015
Zitat
Solidaritätsflotte auf dem Weg nach Gaza
Israels Militär will Flotte stoppen

Mehrere Schiffe mit pro-palästinensischen Aktivisten wollen die Seeblockade vor dem Gaza-Streifen brechen.
http://www.taz.de/Solidaritaetsflotte-auf-dem-Weg-nach-Gaza/ (http://www.taz.de/Solidaritaetsflotte-auf-dem-Weg-nach-Gaza/)!5207441/
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Troll am 10:13:37 Mi. 30.September 2015
Zitat
Milliarden für den Stillstand
Die Rolle der EU im Nahostkonflikt

Palästina erhält so hohe Summen an Hilfsgeldern wie kaum eine andere Region der Welt. Ihr Zweck: Hilfe beim Aufbau eines unabhängigen Staates. Doch ein Staat Palästina ist ferner denn je, und die Situation in den besetzten Gebieten spitzt sich katastrophal zu. Die EU schickt Unsummen und ersetzt damit Politik durch Geld. Befördert die EU so den Stillstand im Friedensprozess?
....

Quelle: Arte (http://www.arte.tv/guide/de/055180-000/milliarden-fuer-den-stillstand)

http://arte.gl-systemhaus.de/am/tvguide/EUR_DE_FR/055180-000-A_HQ_1_VA-STA_01979972_MP4-800_AMM-Tvguide.mp4 (http://arte.gl-systemhaus.de/am/tvguide/EUR_DE_FR/055180-000-A_HQ_1_VA-STA_01979972_MP4-800_AMM-Tvguide.mp4)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:56:17 Di. 24.November 2015
Die Welle der Messerattacken durch Palästinenser sind eine absolute Katastrophe!

Wir sollten, wenn wir die herrschenden Zustände verändern wollen, auch die Kämpfe kritisch diskutieren, die anderswo stattfinden.
In linken Kreisen war man mal begeistert von allen "Nationalen Befreiungsbewegungen", wie in Nordirland, im Baskenland oder Palästina. Der Zenit der Antiimps, ist mit den 80er Jahren wohl längst überschritten.

Bei mir klingen inzwischen alle Alarmglocken, wenn irgendwo "national" drauf steht.
Bei der MLPD scheint sich jedoch das alte Gedankenmodell erhalten zu haben. Es wird die ICOR bejubelt, der Dachverband der stehengebliebenen Organisationen. Man ignoriert, daß sich die Dinge weiterentwickelt haben. Die PLO hat bei der palästinensichen Bevölkerung an Autorität verloren, weil sie korrupt ist.

Ich mag auch nichts mehr hören von Zionismus und Antizionismus. Bescheuertes Wortgeklimper. Ideologien für die Doofen. Ein Schrott wie Islamismus und diverser Fundamentalismus.

Es geht um Ausbeutung und Unterdrückung. Und genau die muß man bekämpfen. Es geht nicht darum Israelis zu bekämpfen. Die Messerangriffe auf Israelis sind falsch und zutiefst reaktionär.

Man muß sich den Zustand Israels nur ansehen: Im Kibbuz wollte man einst fortschrittlich zu arbeiten mit gemeinsamem Eigentum und basisdemokratischen Strukturen. Solche Werte hat man längst aufgegeben und stinknormale Betriebe draus gemacht. Erst wurde das Isrealische Personal durch palästinensische Billigarbeiter ersetzt. Man hat dann entdeckt, daß es noch billiger geht und auch die entlassen, weil Philippinos es billiger tun. Ein israelischer Durchschnittslohn reicht gerade um eine Familie durchzubringen. Selbst das funktioniert immer weniger, weil die explodierenden Mieten den Lohn auffressen. Es gab in diesem Zusammenhang gemeinsame Proteste von arbischstämmigen und israelischen Betroffenen. Das sind zukunftsweisende Protestansätze, die von dem nationalistischen Scheiß der PLO wieder zunichte gemacht werden.

Überhaupt, was soll der ganze Mist mit den Palästinensichen Flüchtlingen? Warum sollen die aus den riesigen Flüchtlingslagern zurück nach Palästina, obwohl sie schon in der 3. Generation in einem anderen Land leben? Eine richtige Forderung wäre es, gleiche Rechte und gleiche Möglichkeiten dort einzufordern, wo sie gerade sind. Die Unterdrückten sollten sich mit den Unterdrückten zusammenschließen und nicht mit denen einer gleichen "Nationalität". Neben den bereits erwähnten Wanderarbeitern aus dem asiatischen Raum gibt es dort eine beachtliche Community von Sudanesen. Die stehen noch niedriger, werden für die schmutzigste Schwarzarbeiten eingesetzt.

Gegen Ausbeutung, Entrechtung und Unterdrückung, gemeinsam, egal ob arabischstämmig, israelisch, asiatisch oder afrikanisch.
Schluß mit dem reaktionären Spaltungen an ethnischen Linien.


Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: BGS am 12:12:56 Mi. 25.November 2015
Die Welle der Messerattacken durch Palästinenser sind eine absolute Katastrophe!

Wir sollten, wenn wir die herrschenden Zustände verändern wollen, auch die Kämpfe kritisch diskutieren, die anderswo stattfinden.
In Linken Kreisen war man mal begeistert von allen "Nationalen Befreieungsbewegungen", wie in Nordirland, im Baskenland oder Palästina. Der Zenit der Antiimps, ist mit den 80er Jahren wohl längst überschritten.

Bei mir klingen inzwischen alle Alarmglocken, wenn irgendwo "national" drauf steht.
Bei der MLPD scheint sich jedoch das alte Gedankenmodell erhalten zu haben. Es wird die ICOR bejubelt, der Dachverband der stehengebliebenen Organisationen. Man ignoriert, daß sich die Dinge weiterentwickelt haben. Die PLO hat bei der palästinensichen Bevölkerung an Autorität verloren, weil sie korrupt ist.

Ich mag auch nichts mehr hören von Zionismus und Antizionismus. Bescheuertes Wortgeklimper. Ideologien für die Doofen. Ein Schrott wie Islamismus und diverser Fundamentalismus.

Es geht um Ausbeutung und Unterdrückung. Und genau die muß man bekämpfen. Es geht nicht darum Israelis zu bekämpfen. Die Messerangriffe auf Israelis sind falsch und zutiefst reaktionär.

Man muß sich den Zustand Israels nur ansehen: Im Kibbuz wollte man einst fortschrittlich zu arbeiten mit gemeinsamem Eigentum und basisdemokratischen Strukturen. Solche Werte hat man längst aufgegeben und stinknormale Betriebe draus gemacht. Erst wurde das Isrealische Personal durch palästinensische Billigarbeiter ersetzt. Man hat dann entdeckt, daß es noch billiger geht und auch die entlassen, weil Philippinos es billiger tun. Ein israelischer Durchschnittslohn reicht gerade um eine Familie durchzubringen. Selbst das funktioniert immer weniger, weil die explodierenden Mieten den Lohn auffressen. Es gab in diesem Zusammenhang gemeinsame Proteste von arbischstämmigen und israelischen Betroffenen. Das sind zukunftsweisende Protestansätze, die von dem nationalistischen Scheiß der PLO wieder zunichte gemacht werden.

Überhaupt, was soll der ganze Mist mit den Palästinensichen Flüchtlingen? Warum sollen die aus den riesigen Flüchtlingslagern zurück nach Palästina, obwohl sie schon in der 3. Generation in einem anderen Land leben? Eine richtige Forderung wäre es, gleiche Rechte und gleiche Möglichkeiten dort einzufordern, wo sie gerade sind. Die Unterdrückten sollten sich mit den Unterdrückten zusammenschließen und nicht mit denen einer gleichen "Nationalität". Neben den bereits erwähnten Wanderarbeitern aus dem asiatischen Raum gibt es dort eine beachtliche Community von Sudanesen. Die stehen noch niedriger, werden für die schmutzigste Schwarzarbeiten eingesetzt.

Gegen Ausbeutung, Entrechtung und Unterdrückung, gemeinsam, egal ob arabischstämmig, israelisch, asiatisch oder afrikanisch.
Schluß mit dem reaktionären Spaltungen an ethnischen Linien.




Sehe ich ganz genauso. Herzlichen Dank für diesen Beitrag. Allen Ausgebeuteten alles Gute!

MfG

BGS
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 17:20:10 Sa. 20.Februar 2016
(http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/02/lehrer-ramallah.jpg)

Zu Beginn der Woche demonstrierten rund 20.000 palästinensische LehrerInnen in Ramallah: Bereits 2013 war eigentlich – eigentlich – ein Tarifvertrag abgeschlossen worden, der ihre Situation verbessern sollte, allein danach geschah: Gar nichts. Was die massive Mobilisierung hinreichend erklärt. Dabei galt ihre vehemente Kritik sowohl der Autonomiebehörde als auch der Gewerkschaft, die drei Jahre lang tatenlos blieb – die Forderung nach Neuwahlen innerhalb der Organisation war eine der am verbreitetsten erhobenen. Die wirtschaftliche Grundlage dieser Protestwelle sowohl an der Westbank als auch am Gazastreifen lässt sich leicht erklären: Im Durchschnitt ist das Gehalt im Lehrerberuf bei etwa 770 Dollar – während die offiziellen durchschnittlichen Lebenshaltungskosten einer Familie bei rund 1.300 Dollar im Monat liegen. In dem Artikel „Teachers protest in Ramallah for union rights“ am 16. Februar 2016 bei den Maan News wird diese gesamte Ausgangslage ausführlich dargestellt.

http://www.maannews.com/Content.aspx?id=770310 (http://www.maannews.com/Content.aspx?id=770310)
http://www.labournet.de/internationales/palaestina/akampf/die-palaestinensische-regierung-versucht-protestierende-lehrerinnen-einzuschuechtern-mit-festnahmen/ (http://www.labournet.de/internationales/palaestina/akampf/die-palaestinensische-regierung-versucht-protestierende-lehrerinnen-einzuschuechtern-mit-festnahmen/)


Tja, man kann nicht alles an einer nationalen Frage festmachen, böses Israel, tolles Palästina.
Über allem steht die Klassenfrage. Doch da sehe ich wenige praktische Ansätze.


Also nochmal:

Gegen Ausbeutung, Entrechtung und Unterdrückung, gemeinsam, egal ob arabischstämmig, israelisch, asiatisch oder afrikanisch.
Schluß mit dem reaktionären Spaltungen an ethnischen Linien.
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 12:28:21 Mi. 08.Februar 2017
Zitat
Wilde Siedlungen im Westjordanland
Israels Parlament legalisiert Landraub

In der Logik dieses Gesetzes könnte auch Ladendiebstahl erlaubt werden, zumindest durch bestimmte Leute in bestimmten Läden. In der Knesset herrscht derzeit Narrenfreiheit.


In einer Demokratie haben die Parlamentarier die gesetzgebende Gewalt, doch in der israelischen Demokratie nutzen sie das, um mit Gewalt Gesetze durchzusetzen. So hat die Knesset nun ein Paragrafenwerk verabschiedet, das Landraub legalisiert.

Wenn Siedler im besetzten Westjordanland ihre Häuser auf palästinensischem Privatgrund gebaut haben, müssen sie diese Häuser künftig nicht mehr abreißen. Bestraft werden vielmehr die Palästinenser, denen das Land gehört. Es wird von der Regierung konfisziert, die Siedler dürfen bleiben.

Schaurig, aber wahr. In der Logik dieses Gesetzes könnte man als Nächstes vielleicht den Ladendiebstahl legalisieren, oder besser noch den Diebstahl durch bestimmte Leute in bestimmten Läden. Der Fantasie sind nach einem solch absurden Gesetz keine Grenzen mehr gesetzt. Am Ende findet sich in Jerusalem vielleicht auch noch eine Mehrheit dafür, die Zehn Gebote zu modifizieren.

Im israelischen Parlament herrscht derzeit offenbar Narrenfreiheit, und beflügelt wird das noch durch den Amtswechsel in Washington. Die Hoffnungen ruhen nun darauf, dass es noch Richter gibt in Jerusalem.

Das Oberste Gericht könnte der Umetikettierung von Unrecht zu Recht noch einen Riegel vorschieben. So müssen die Richter jetzt die stets von außen bedrohte einzige Demokratie im Nahen Osten vor der eigenen Regierung schützen.
http://www.sueddeutsche.de/politik/wilde-siedlungen-im-westjordanland-israels-parlament-legalisiert-landraub-1.3367365 (http://www.sueddeutsche.de/politik/wilde-siedlungen-im-westjordanland-israels-parlament-legalisiert-landraub-1.3367365)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 20:55:09 So. 28.Mai 2017
Zitat
Tausende Israelis demonstrieren für Zweistaatenlösung

In Tel Aviv haben 15.000 Menschen für eine friedliche Lösung im Nahostkonflikt protestiert. Sie fordern die Freigabe der seit 50 Jahren besetzen Palästinensergebiete.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-05/israel-demonstration-zwei-staaten-loesung-tel-aviv (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-05/israel-demonstration-zwei-staaten-loesung-tel-aviv)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 09:23:33 Sa. 27.Januar 2018
Zitat
Afrikanische Flüchtlinge protestieren in Israel gegen Massenabschiebung

38.000 afrikanische Flüchtlinge sollen am 1.4.2018 entweder abhauen - oder ins Gefängnis...„Je näher der Stichtag für die Zwangsvertreibung afrikanischer Flüchtlinge aus Israel rückt, desto stärker regt sich der Protest. Tausende Migranten zogen in den letzten Tagen vor das Parlament und die Botschaft von Ruanda, einem der möglichen Drittländer, die Vertriebene aufnehmen könnten. Männer legten sich Ketten auf die Oberkörper und simulierten einen Sklavenmarkt. Ab 1. April, so entschied die Regierung von Benjamin Netanjahu, müssen die rund 40.000 Afrikaner entscheiden, ob sie „freiwillig“ Israel verlassen oder auf unbestimmte Zeit ins Gefängnis gehen. Menschenrechtsaktivisten kündigten an, die Betroffenen bei sich zu Hause zu verstecken. El-Al-Piloten wollen den Transport der Menschen ins Ungewisse verweigern, und renommierte Autoren, darunter Amos Oz und David Grossman, appellieren an die Regierung, „moralisch, menschlich und mit Mitgefühl“ zu handeln“ – so beginnt der Beitrag „Protest gegen Vertreibung“ von Susanne Knaul am 25. Januar 2018 in der taz http://www.taz.de/Fluechtlinge-in-Israel/ (http://www.taz.de/Fluechtlinge-in-Israel/)!5477599/, worin auch über den sich ausbreitenden Widerstand israelischer BürgerInnen berichtet wird. Siehe dazu auch zwei aktuelle Beiträge über den Widerstand gegen die Vertreibungspolitik der israelischen Regierung, sowie ein kurzes Video über eine Protestaktion – und die Erinnerung daran, dass diese reaktionäre politische Offensive keineswegs neu ist…
http://www.labournet.de/?p=127143 (http://www.labournet.de/?p=127143)
Zitat
„Israelische Piloten weigern sich afrikanische Flüchtlinge zu deportieren“
 „Piloten der israelischen Luftfahrtgesellschaft EL AL verweigern ihre Aufgabe, abgelehnte Asylbewerber aus Eritrea und Sudan zurück in ihre Heimat zu fliegen.
https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/64062-israelische-piloten-weigern-sich-afrikanische-fluechtlinge-abzuschieben/ (https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/64062-israelische-piloten-weigern-sich-afrikanische-fluechtlinge-abzuschieben/)

Zitat
„Protest gegen Abschiebung afrikanischer Flüchtlinge“ am 10. Januar 2018 im Israelnetz, worin berichtet wird: „Aktivisten haben am Dienstagabend in Tel Aviv gegen die Abschiebung eritreischer und sudanesischer Migranten demonstriert. Die rund 200 Menschen gerieten laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ in ein Handgemenge mit Gegendemonstranten, welche die geplante Maßnahme der israelischen Regierung unterstützen.
...
Mann aus Eritrea namens Johnny: „Ich kann nicht in mein Land zurück. Wenn ich nach Schweden gehen könnte, würde ich das tun. Aber ich bin hier, weil ich keine Wahl habe. Lasst mich in Israel sein, weil ich sonst nirgendwo sein kann.“ Als Grund, nicht zurückzukönnen, gab er an, dass in seiner Heimat ein Diktator an der Macht sei“.
http://www.labournet.de/internationales/israel/soziale_konflikte-israel/afrikanische-fluechtlinge-protestieren-in-israel-gegen-massenabschiebung/ (http://www.labournet.de/internationales/israel/soziale_konflikte-israel/afrikanische-fluechtlinge-protestieren-in-israel-gegen-massenabschiebung/)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 09:28:29 Sa. 27.Januar 2018
Aus: Ausgabe vom 27.01.2018, Seite 2   / Inland

»Israel hatte an Zweistaatenlösung nie Interesse«
Die Jerusalem-Entscheidung der USA und die Möglichkeit einer demokratischen Vereinigung von Palästina und Israel. Gespräch mit Ilan Pappé
Interview: Peter Schaber


(http://up.picr.de/31645171wx.jpg)(http://)
Ein Demonstrant posiert an der Stelle einer Auseinandersätzung zwischen israelischen Truppen und Palästinensern nahe Gaza (19. Januar)
Foto: REUTERS/Mohammed Salem

Der Entschluss der US-Regierung, ihre Botschaft in Israel nach Jerusalem zu verlegen, hatte dramatische Auswirkungen auf die dortige Situation. Die israelische Regierung scheint sich sicherer denn je zu sein, die Rechte der Palästinenser missachten zu können, und umgekehrt hat die palästinensische Autonomiebehörde angekündigt, die Anerkennung Israels zurückziehen zu wollen. Um die Zweistaatenlösung steht es nicht gut, oder?

Ja, die Zweistaatenlösung ist tot. Aber nicht nur wegen Trumps Jerusalem-Entscheidung, die war nur ein weiterer Sargnagel. Da es nie ein wirkliches Interesse der israelischen Seite an einer solchen Lösung gab, war im Grunde nie eine reale Chance vorhanden, die Zweistaatenlösung umzusetzen. Der besondere Beitrag von Donald Trump besteht darin, dass er sich von der diplomatischen Vermittlerrolle der USA in diesem Prozess der Zweistaatenlösung verabschiedet hat. Zusätzlich hat Trump die Chancen, mit diplomatischen Mitteln zur Lösung der palästinensischen Frage beizutragen, ernsthaft beschädigt.

Sie zählen zu den prominentesten Vertretern einer Einstaatenlösung. Wie könnte so ein demokratischer, binationaler Staat aussehen? Ist diese Lösung mehr als eine theoretische Möglichkeit?

Die Prinzipien eines solchen Staates sind klar. Sie basieren auf gleichen demokratischen Rechten für alle Menschen, die im historischen Palästina leben, und auf dem Respekt kultureller und anderer kollektiver Rechte, solange diese nicht die individuellen demokratischen Rechte der Bürger untergraben. Eine solche Lösung muss das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge einschließen und die Umverteilung der Ressourcen auf einem gerechten und vernünftigen Weg.

Ein gemeinsamer demokratischer Staat würde voraussetzen, dass es politische Bewegungen in Palästina und Israel gibt, die in der Lage sind, die tiefen Gräben zu überwinden. Zur gleichen Zeit aber scheint die politische Linke sowohl in Palästina wie in Israel schwächer und schwächer zu werden. Gibt es irgendeine Bewegung, die stark genug sein könnte, eine demokratische Einstaatenlösung durchzusetzen?

Nein, im Moment nicht. Aber im Vergleich zu vor zehn Jahren gibt es einen signifikanten Wandel auf der palästinensischen Seite. Ich würde sagen, dass schon sehr bald die palästinensische Bewegung ihr Projekt der Befreiung neu definieren und es auf die Basis des Respekts für nationale, zivile und Menschenrechte für das gesamte historische Palästina stellen wird. Das würde der Einstaatenlösung neuen Schwung verleihen. Wie im Fall der Apartheid in Südafrika ist zu diesem Zeitpunkt die Zustimmung der Siedlergesellschaft nichts, was erreicht werden kann. Das kann nur nach einer nachhaltigen Kampagne des Drucks von außen und der Standhaftigkeit einer vereinten palästinensischen Befreiungsbewegung erreicht werden, die von progressiven israelischen Juden unterstützt wird.

Welche unmittelbaren Schritte könnten eine Verbesserung der Lage der Palästinenser erreichen?

Während die BDS-Kampagne wächst und eine neue Generation von Palästinensern einen neuen Diskurs entwickelt, beginnt die Welt aufzuwachen und zu sehen, dass die Zweistaatenlösung tot ist. Diese Zukunft ist vielleicht nicht so entfernt, wie man denken könnte – vorhersagbar ist das aber nicht. Das Wichtige ist, diese Vision zu nutzen, um die Unterdrückung der Palästinenser zunächst zurückzudrängen und dann zu beenden.

In Deutschland ist die Diskussion um Israel und Palästina sehr schwierig, gerade auch in der Linken. Begriffe wie »Apartheidsstaat« oder der Vorwurf »ethnischer Säuberungen« werden oft als antisemitisch angesehen …

Zum deutschen Diskurs: Also, ich schätze die Sensibilität, aber ich verstehe die Furchtsamkeit der jüngeren Generation nicht, die nicht für die Verbrechen der Nazis verantwortlich ist. Es ist in der Tat so: Um sicher zu gehen, dass Deutschland in der Zukunft nicht mit Verbrechen in Verbindung gebracht wird, sollte die jüngere Generation die richtigen Begriffe verwenden, um die Verbrechen Israels zu beschreiben. Es ist ein Apartheidsstaat, der ethnische Säuberungen und einen stufenweisen Genozid in Gaza durchführt. Das nicht so zu beschreiben ist nichts anderes, als eine Flucht vor der Realität.

Der israelische Historiker Ilan Pappé lehrt an der Universität Exeter. Er verfasste zahlreiche Bücher zur Geschichte Palästinas und Israels, zuletzt »The Biggest Prison on Earth«, eine Geschichte der besetzten Gebiete Palästinas

Quelle

https://www.jungewelt.de/artikel/326149.israel-hatte-an-zweistaatenl (https://www.jungewelt.de/artikel/326149.israel-hatte-an-zweistaatenl)ösung-nie-interesse.html
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 08:35:52 Sa. 31.März 2018
Zitat
Blutiger «Marsch der Rückkehr» in Gaza
Tausende von Demonstranten sind an der Grenze zu Israel aufmarschiert, um an die Enteignung arabischen Landes 1976 zu erinnern. Damals waren bei Demonstrationen sechs Palästinenser getötet worden. Am Freitag waren es fast dreimal so viele.
https://www.nzz.ch/international/blutiger-marsch-der-rueckkehr-in-gaza-ld.1370886 (https://www.nzz.ch/international/blutiger-marsch-der-rueckkehr-in-gaza-ld.1370886)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 14:09:31 So. 01.April 2018
Zitat
Die israelische Rechtsregierung verteidigt das Massaker am Grenzzaun – und lässt Proteste im eigenen Land niederknüppeln

Demonstration an der Grenze Israels am 30.3.2018„Tausende Menschen hatten am gestrigen Tag der Trauer an die Opfer erinnert. Präsident Abbas machte Israel für die Gewalt verantwortlich. Dagegen erklärte Premierminister Netanjahu, Israel habe seine Souveränität und seine Bürger verteidigt.
http://www.labournet.de/?p=129992 (http://www.labournet.de/?p=129992)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 09:51:27 Fr. 06.April 2018
Zitat
Proteste in Gaza:
Menschenrechtler kritisieren israelische Armee

Nach den Protesten mit 18 Toten hat Human Rights Watch der israelischen Armee "exzessive Gewalt" vorgeworfen. Die Demonstranten seien keine unmittelbare Gefahr gewesen.


Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat das Vorgehen Israels gegen palästinensische Demonstranten kritisiert, bei dem an der Grenze zu Gaza mindestens 18 Menschen getötet wurden. "Israelische Soldaten haben nicht nur exzessiv Gewalt angewendet", sagte der stellvertretende Nahost-Direktor Eric Goldstein. "Sondern sie haben offensichtlich Befehle befolgt, die nichts als eine blutige militärische Antwort auf die palästinensischen Demonstrationen sicherstellten."

Das Ergebnis seien "vorhersehbare Tode und Verletzungen der Demonstranten" auf der anderen Seite der Grenze gewesen, sagte Goldstein. Diese seien keine "unmittelbare Bedrohung für das Leben" der Soldaten gewesen. Goldstein verwies unter anderem auf vorherige Aussagen der Armee, wonach mehr als 100 Scharfschützen an der Grenze postiert werden sollten. Zuvor hatte UN-Generalsekretär António Guterres eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls gefordert.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-04/proteste-gaza-human-rights-watch-kritik-israel (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-04/proteste-gaza-human-rights-watch-kritik-israel)

Zitat
Proteste in Gaza
Angst vor Eskalation wächst

Die Lage vor den neuen Massenprotesten an der Grenze des Gazastreifens zu Israel ist angespannt. Befürchtet wird ein neuerlicher Gewaltausbruch - denn beide Seiten zeigen wenig Zurückhaltung.

(...)
Tausende Reifen haben vor allem palästinensische Jugendliche in den vergangenen Tagen in die Nähe der Grenze zu Israel gebracht.
(...)
Sie sollen vor den Massenprotesten angezündet werden und eine riesige Rauchwand aufsteigen lassen.
(...)
 Zehntausende werden erwartet und die Beteiligung könnte größer sein als vor einer Woche. Die Motivation ist hoch - vor allem unter den jungen Leuten. Rund die Hälfte der zwei Millionen Bewohner des abgeriegelten Küstenstreifens ist 18 und jünger.

Die blutige Bilanz vom vergangenen Freitag mit zahlreichen Toten und mehr als tausend Verletzten hat, so scheint es im Vorfeld der nun anstehenden Demonstration, auf viele offenbar keine abschreckende Wirkung. Die Zeltlager, die an mehreren Stellen nahe der Grenze errichtet wurden, sind zum Anlaufpunkt für die Demonstranten geworden.
(...)
Israelische Armee will weiter scharf schießen
(...)https://www.tagesschau.de/ausland/proteste-gaza-103.html

Es wird wenig über die politischen Hintergründe berichtet. Es handelt sich zum Großteil um SOZIALE PROTESTE. Die Hamas und Fatah haben viel ihrer Autorität bei der palästinensichen Bevölkerung eingebüßt und sind jetzt bemüht sich an die Spitze der Proteste zu stellen.

Es ist an der Zeit, daß die Proteste neue Strukturen und Organisationsformen annehmen. Die nationalistischen Ziele und Spaltungslinien sollten überwunden werden. Hamas und Fatah müssen sich entweder radikal reformieren oder besser: Die Bevölkerung ignoriert sie und baut eigene Organisationsstrukturen jenseits dieser überholten Organisationen.
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 19:29:48 Sa. 14.April 2018
Israelische Scharfschützen brechen das Schweigen

Es ist der dritte Freitag in Folge, an dem Palästinenser in Gaza protestieren. Israelische Soldaten wenden sich gegen Befehle, auf die Demonstranten zu schießen.


Zitat
Völker-, Menschen- und andere Rechte werden von beiden Seiten gebrochen. Jeden Tag. Dafür nur eine Seite zu verurteilen, ist pure Ideologie.

Ein lesenswerter Artikel:
https://www.tagesspiegel.de/politik/proteste-im-gazastreifen-israelische-scharfschuetzen-brechen-das-schweigen/21173404.html (https://www.tagesspiegel.de/politik/proteste-im-gazastreifen-israelische-scharfschuetzen-brechen-das-schweigen/21173404.html)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 20:28:11 Fr. 04.Mai 2018
Zitat
Gaza-Proteste
Mehr als 400 Verletzte an einem Tag


Bei erneuten Konfrontationen mit israelischen Soldaten sind an der Gaza-Grenze 431 Palästinenser verletzt worden, die meisten durch Tränengas. 20 hätten Verletzungen durch scharfe Munition erlitten, 30 weitere durch Gummimantelgeschosse, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium in Gaza mit. Drei Menschen seien durch Schüsse israelischer Soldaten lebensgefährlich verletzt worden.

Seit Ende März sind bei ähnlichen Konfrontationen mehr als 40 Palästinenser getötet worden. Unter ihnen sind drei 15-Jährige und fünf weitere Teenager. Mehr als 7000 Palästinenser wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums verletzt, dabei etwa 2000 durch scharfe Munition.
http://www.sueddeutsche.de/politik/gaza-proteste-mehr-als-verletzte-an-einem-tag-1.3968705 (http://www.sueddeutsche.de/politik/gaza-proteste-mehr-als-verletzte-an-einem-tag-1.3968705)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:50:00 Mo. 14.Mai 2018
Zitat
Immer mehr Tote im Gazastreifen, Lage sehr angespannt

Die palästinensischen Gesundheitsbehörden melden, das israelische Militär habe bislang 25 Menschen erschossen. Den Angaben zufolge gibt es rund 1.000 Verletzte.
http://www.deutschlandfunk.de/nahost-konflikt-immer-mehr-tote-im-gazastreifen-lage-sehr.2932.de.html?drn:news_id=882381 (http://www.deutschlandfunk.de/nahost-konflikt-immer-mehr-tote-im-gazastreifen-lage-sehr.2932.de.html?drn:news_id=882381)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 16:18:40 Mo. 14.Mai 2018
Bodycount:

Zitat
Die israelische Armee erschoss nach palästinensischen Angaben fast 40 Menschen, es gab 1.000 Verletzte. Das israelische Militär erklärte, rund 35.000 gewaltbereite Randalierer hätten sich entlang der Grenze versammelt.
http://www.deutschlandfunk.de/jerusalem-us-botschaft-eroeffnet.2932.de.html?drn:news_id=882419 (http://www.deutschlandfunk.de/jerusalem-us-botschaft-eroeffnet.2932.de.html?drn:news_id=882419)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 18:18:21 Mo. 14.Mai 2018
70 JAHRE ISRAEL
Solidarität mit dem Kampf für Freiheit und Demokratie
Heute feiert Israel seine Staatsgründung. Bei Protesten gegen die damit verbundene Vertreibung Hunderttausender palästinensischer Familien tötete die israelische Armee heute bereits mindestens 50 Demonstranten.

(http://up.picr.de/32686540yy.jpg)(http://)
Solidarität mit dem gerechten Kampf des palästinensischen Volkes (rf-foto)

Vor 70 Jahren, am 14. Mai 1948, wurde der Staat Israel auf dem Gebiet auf dem Gebiet des bis dahin unter britischem Mandat stehenden Palästina gegründet. Juden aus aller Welt begrüßten die Gründung Israels in der Hoffnung auf einen Ausweg aus der jahrhundertelangen Verfolgung in vielen europäischen Ländern - vor allem nach dem millionenfachen Massenmord an Juden durch die Hitler-Faschisten.

 Die damals noch sozialistische Sowjetunion sprach sich nach dem Krieg auch für die Gründung eines unabhängigen, demokratischen arabisch-jüdischen Staates aus. Da dies in der UNO keine Mehrheit fand, unterstützte sie die Schaffung zweier unabhängiger autonomer Staaten. Die Sowjetunion nahm dann auch als erstes Land diplomatische Beziehungen zu Israel auf.

 Der Teilungsplan der UNO von 1947 sah vor, dass in Palästina neben einem israelischen Staat ein fast gleich großer arabischer Staat entstehen sollte. Doch in dem Bestreben, ihre eigene Stellung zu sichern und Israel zu einem im Nahen Osten vorherrschenden kapitalistischen Staat zu machen, schloss sich die israelische Bourgeoisie eng an die imperialistischen Mächte an. Das stand im Gegensatz zu vielen fortschrittlichen, revolutionären und kommunistischen jüdischen Einwanderern, die im Frieden mit ihren Nachbarn leben wollten.

Das israelische Regime hält heute völkerrechtswidrig den größten Teil Palästinas besetzt. Es drangsaliert, enteignet, vertreibt und mordet dessen Bevölkerung. Der Gaza-Streifen wurde in ein Freiluftgefängnis verwandelt. Was für das heute imperialistische Israel ein Feiertag ist, ist für das palästinensische Volk ein Grund der Trauer und des Zorns. „Nakba“ (Deutsch: „Unglück“ oder „Katastrophe“): Die Vertreibung von 700.000 bis 800.000 Palästinensern in ein bis heute andauerndes Exil.

(http://up.picr.de/32686554kv.jpg)(http://)
Foto: Rusty Stewart unter CC BY-NC-ND 2.0

Bis heute geht die völkerrechtswidrige Annexion palästinensischer Gebiete und die Vertreibung der Bewohner weiter. Gegen den berechtigten Protest Zehntausender Palästinenser geht der israelische Staat mit Militär vor. Allein heute wurden bei Demonstrationen von Zehntausenden Menschen über 50 Palästinenser bei Protesten an der Grenze zu Gaza getötet – darunter ein 14 Jahre alter Junge. Rund 1.700 Palästinenser wurden verletzt, davon viele durch Schüsse. Die israelische Luftwaffe flog sogar Angriffe. In den letzten Wochen wurden bereits mindestens 50 Palästinenser bei unbewaffneten Demonstrationen für die Rückkehr in ihre Heimat am Grenzzaun erschossen. Sieht so Präsident Benjamin Netanjahus „Friede, Demokratie und Besserung der Welt“ aus?

 Die Entscheidung des faschistoiden US-Präsidenten Donald Trump, unter diesen Voraussetzungen Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und diese Woche die US-Botschaft dorthin zu verlegen, ist eine blanke Provokation. Sie bedeutet eine Zementierung der Besatzungs- und Unterdrückungspolitik des zionistischen israelischen Regimes und richtet sich gegen eine friedliche und gerechte Lösung der Palästina-Frage.

Massenproteste im Gazastreifen und im Westjordanland
Im Gegenteil lässt sie die Widersprüche erst Recht explodieren: Bei Massenprotesten im Gazastreifen und im Westjordanland erklärt das palästinensische Volk seinen Widerstand. Mit diesem Protest solidarisiert sich die MLPD. Wobei sie betont, dass sich ihr Protest gegen den israelischen Staatsapparat und nicht gegen die jüdische Bevölkerung richtet. Wir rufen alle Unterdrückten auf, sich mit dem palästinensischen Kampf für Freiheit und Demokratie zu solidarisieren. Unser gemeinsamer Feind sind die imperialistischen Machthaber, die ein Interesse an dieser Spaltung haben.

Für eine gerechte Lösung des Palästina-Konflikts
Die MLPD unterstützt den Widerstand gegen die imperialistische Politik solidarisch und arbeitet eng mit fortschrittlichen palästinensischen und israelischen bzw. jüdischen Kräften zusammen. Sie tragen die aktuellen Proteste mit, während in den deutschen Medien meist nur von der ultrareaktionären Hamas die Rede ist. Die MLPD warnt auch vor falschen Freunden des palästinensischen Volkes, wenn sich heute ausgerechnet der türkische Diktator Recep Tayyip Erdogan für Palästina erklärt oder die faschistische Al-Kaida zum Dschihad aufruft.

 Eine Lösung im Interesse der Völker erfordert langfristig ein einheitliches, demokratisches und freies Palästina. Heute ist eine demokratische „Zwei-Staaten-Lösung“ mit einem souveränen israelischen und einem souveränen palästinensischen Staat als Zwischenschritt auf Grundlage des UN-Teilungsplans von 1947 erforderlich. Das erfordert allerdings auch ein sofortiges Ende der israelischen aggressiven Siedlungspolitik und die Rückgabe der dadurch besetzten Gebiete.

 Eine gerechte Lösung kann nicht allein durch die Palästinenser erreicht werden. Sie brauchen den gemeinsamen Kampf um Freiheit und Demokratie mit den arabischen Nachbarn und den Zusammenschluss mit dem Klassenkampf der israelischen Arbeiter. Für den gemeinsamen internationalistischen Kampf um nationale und soziale Befreiung vom Imperialismus.

Eine gerechte Lösung des Palästina-Konflikts muss vor allem die Rechte der durch die Nakba vertriebenen Palästinenser, aber auch der jüdischen Bevölkerung in Israel wahren und dem Geist der Völkerfreundschaft entspreche
Dieter Ilius (MLPD) in Berlin

Dieter Ilius sprach als Vertreter der MLPD auf einer Veranstaltung in Berlin am 12. Mai mit palästinensischen Freunden: „Eine gerechte Lösung des Palästina-Konflikts muss vor allem die Rechte der durch die Nakba vertriebenen Palästinenser, aber auch der jüdischen Bevölkerung in Israel wahren und dem Geist der Völkerfreundschaft entsprechen. ‚Ein Volk, das andere unterdrückt, kann sich nicht selbst emanzipieren – diesen Gedanken entwickelte bereits der kommunistische Vordenker Friedrich Engels. Ein Prinzip, das nichts an seiner Gültigkeit verloren hat."

 Der Freiheitskampf des palästinensischen Volkes ist ein unverzichtbarer Bestandteil des antiimperialistischen Kampfes und der Vorbereitung der internationalen sozialistischen Revolution gegen die Alleinherrschaft und Diktatur des internationalen Finanzkapitals. Dem unbeugsamem Kampf des palästinensischen Volkes gehört die internationale Solidarität! Eine gute Gelegenheit dazu: Morgen, 15. Mai, um 18 Uhr vor der US-Botschaft am Pariser Platz in Berlin.

Monika Gärtner-Engel, ruft dazu auf ...
... "den Protest gegen Trump und die israelische Regierung heute auf die Montagsdemos zu tragen, sich auch in den kommenden Tagen an Protesten zu beteiligen. "Kommt alle am kommenden Wochenende zum Rebellischen Musikfestival nach Thüringen. Dort wird dieser Protest, auch eine gemeinsame Plattform aller fortschrittlichen Menschen finden. Egal, ob sie jüdische oder palästinensische Wurzeln haben", so die Internationalismus-Verantwortliche der MLPD.

Quelle

https://www.rf-news.de/2018/kw20/solidaritaet-mit-dem-kampf-der-palaestinenser-fuer-freiheit-und-demokratie (https://www.rf-news.de/2018/kw20/solidaritaet-mit-dem-kampf-der-palaestinenser-fuer-freiheit-und-demokratie)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 18:43:06 Mo. 14.Mai 2018
Rappel, bitte!
Natürlich ist es gräßlich, was sich die Israelische Regierung unter dem Schutz der US Regierung da gerade leistet.
Das Blutvergießen muß gestoppt werden und man soll auch öffentlich Kritik an der Israelischen Regierungspolitik üben.

Aber das Hochhalten von Nationalfahnen halte ich für absolut falsch!
Es gibt keine nationalen und keine militärischen Lösungen für die Konflikte im Nahen Osten!

Es geht um soziale Konflikte, um politische Entrechtung. Es geht nicht allein um Palästinenser und Israelis.
Die Kämpfe um Frieden, soziale Gerechtigkeit und gleiche Rechte für alle, können erst dann funktionieren, wenn nationale, religöse und ethnische Gräben überwunden werden, wenn Juden, Palästinenser und Migranten aus Afrika und Asien GEMEINSAN für ein besseres Leben kämpfen und nicht für irgendwelche "Völker" oder eine "nationale Sache".

Peace Now!
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 19:50:10 Mo. 14.Mai 2018
»Eher gedenke ich der Nakba«
70 Jahre Israel: In Deutschland parteienübergreifende Jubelstimmung, Kritik kommt von israelischen Linken
Von Peter Schaber


https://www.jungewelt.de/artikel/332454.eher-gedenke-ich-der-nakba.html (https://www.jungewelt.de/artikel/332454.eher-gedenke-ich-der-nakba.html)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: admin am 20:25:47 Mo. 14.Mai 2018
Die palästinensischen Demonstranten wollen den Staat Israel weder abschaffen noch negieren. Sie wollen lediglich, dass ihre Stimme gehört wird

https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/wir-wollen-einfach-eine-zukunft (https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/wir-wollen-einfach-eine-zukunft)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 11:34:41 Di. 15.Mai 2018
Bodycount Update:

Mindestens 59 Palästinenser wurden getötet, mehr als 2.700 verletzt.
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Fritz Linow am 11:58:59 Di. 15.Mai 2018
Zitat
Oase des Friedens
Das an der Autobahn Tel Aviv-Jerusalem oberhalb von Latroun gelegene Dorf wurde von jüdischen und arabischen Staatsbürgern Israels gemeinsam aufgebaut. Sie zeigen, daß Juden und Palästinenser in guter Nachbarschaft friedlich zusammen leben können. Sie setzen sich miteinander für Gleichberechtigung und Verständigung zwischen beiden Völkern ein.
http://wasns.org/-oase-des-friedens- (http://wasns.org/-oase-des-friedens-)

Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 10:54:10 Di. 22.Mai 2018
Zitat
Ich finde vor allem, dass solche Proteste künftig verhindert werden können, indem Israel aufhört, Palästinenser zu unterdrücken.
aus diesem lesenswerten Interview: http://www.sueddeutsche.de/politik/protest-in-gaza-wir-sniper-sind-zum-toeten-ausgebildet-wir-stoppen-keinen-protest-1.3980319 (http://www.sueddeutsche.de/politik/protest-in-gaza-wir-sniper-sind-zum-toeten-ausgebildet-wir-stoppen-keinen-protest-1.3980319)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Fritz Linow am 22:56:43 Di. 22.Mai 2018
(...)
Ich habe die Bilder sehr wohl als Provokatation eingestellt in der Hoffnung, eine Diskussion zu entfachen.
(...)
Deshalb wollte ich eine Diskussion erzwingen.
(...)

Sehe das nicht als Provokation, finde aber Hintergrundinfos dazu ganz gut. Immerhin bilden sich bei dieser neurotischen Reise nach Jerusalem so manche verwirrenden Stilblüten heraus, während das Verbindende und Gemeinsame selten Gehör findet.
Diskussion erzwingen? Womöglich noch in der „Szene“, wa?

(https://abload.de/img/toll1vtun9.png) (http://abload.de/image.php?img=toll1vtun9.png)
(https://abload.de/img/toll2pfuzx.png) (http://abload.de/image.php?img=toll2pfuzx.png)
(https://abload.de/img/toll3jeubu.png) (http://abload.de/image.php?img=toll3jeubu.png)
(https://abload.de/img/toll42autf.png) (http://abload.de/image.php?img=toll42autf.png)
(https://abload.de/img/toll5mluz6.png) (http://abload.de/image.php?img=toll5mluz6.png)
(https://abload.de/img/toll6pxuwx.png) (http://abload.de/image.php?img=toll6pxuwx.png)
(https://abload.de/img/toll7o2upl.png) (http://abload.de/image.php?img=toll7o2upl.png)
(https://abload.de/img/toll8keux9.png) (http://abload.de/image.php?img=toll8keux9.png)


Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 11:16:09 Mi. 23.Mai 2018
Diskussion erzwingen? Womöglich noch in der „Szene“, wa?

Nee, in diesem Forum.



Interessant ist auch, daß die PLO und Hamas zur Zeit die Proteste organisieren, weil ihnen die Anhänger davonlaufen. Es gab interessante und vielversprechende Aktionen und Bewegungen, doch bisher schienen sie recht kurzlebig zu sein. Die natioanlistischen Spaltungen müssen überwunden werden und die Soziale Frage gehört in den Mittelpunkt von Kämpfen und Protesten.

Hier ein Überlblick über die Israel-Palästina Diskussion in Lateinamerka:
https://amerika21.de/2018/05/201394/palaestina-lateinamerika

(https://amerika21.de/files/a21/imagecache/page-grid-6-flexible-height/img/2018/kuba_palaestina_2018.jpg) [/list]
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: NachbarArsch am 12:08:07 Mi. 23.Mai 2018
Ich finds immer eklig wenn religiose und nationalistische Hirngespinnste für irgend nen Herrschaftanspruch genutzt oder missbraucht werden. Das vermischt sich dann mit anderen Dingen wie Rassismus, Sexismus, sozial Chauvinismus usw. In deutschland gibts ja ganzschön wiederliche Gruppen die eine pro-oder contra Position nutzen oder instrumentalisieren (siehe auch Bilder von Fritz). Oft will ich mich vorallem mit diesen nichts gemein haben.
Der Konflikt ist schon sehr lange sehr komplex, mir fehlt da im Einzelnen der Überblick.
Interessant fand ich die Äusserung von einer israelischen Anarchistin von Anarchist against the Wall.
Zitat
Nach unserer Auffassung ist der Kampf in Palästina kein jüdisch-muslimischer oder israelisch-palästinensischer, sondern ein zionistisch-palästinensischer. Um ihn lösen zu können, müssen wir zurück gehen an seinen Ursprung, und das ist der Krieg von 1948. [...]

http://www.graswurzel.net/344/israel.shtml (http://www.graswurzel.net/344/israel.shtml)
Auch spannend was die für Aktionen und Erfahrung gemacht haben....
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Fritz Linow am 11:01:40 Mi. 30.Mai 2018
Diese Palästinademo in Barcelona hängt wohl mit der European Trade Union Initiative for Justice in Palestine zusammen. Die hatten dort im Mai eine Tagung. Das ist ein Zusammenschluss verschiedener Gewerkschaften:
http://www.etun-palestine.org/site/about-us/ (http://www.etun-palestine.org/site/about-us/)

Dass da auch ein irisches Stahlunternehmen aufgeführt ist, liegt wohl eher am guten Guinness.
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: tleary am 06:08:56 Di. 05.Juni 2018
Was soll denn auf einem der Bilder "Jews for BDS" heißen? - Wer oder was ist BDS?

Edit:
Okay, hab's gefunden: "Boycott, Divestment, Sanctions". Also "Boykott, Nichtinvestieren, Sanktionen". Das ist wohl als Unterstützung der Forderungen der Palästinenser gedacht.

Wie ich zu der Sache stehe? - Israel ist ein Staat, der aus einer Religion heraus entstanden ist. Die Trennung von Staatsgewalt und Religion ist aus meiner Sicht schon vom Ansatz her nicht gegeben. Ich glaube, es gibt auch gar keine Palästinener mit israelischem Pass in der Armee (nur so als Beispiel). Wie man den Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis lösen könnte? - Indem man allen Palästinensern einen israelischen Pass ausstellt und ihnen damit zumindest formal die gleichen Rechte wie einem Israeli gewährt. Schließlich war das Gebiet, den der Staat Israel nun als seines deklariert, auch einmal das ihrer palästinensischen Eltern. Noch besser wäre wohl, wenn ein ganz neuer Staat, mit einer anderen Verfassung, der dann auf dem Staatsgebiet des heutigen Israel und den Palästinensergebieten fußt, entsteht. Dieser müsste dann SOZIALISTISCH sein und jegliche Religionsausübung müsste verboten sein. Tut man das nicht, bleibt ein Unterscheidungsmerkmal zwischen den einzelnen Menschen vorhanden, das dann ewig zu kriegerischen Auseinandersetzungen führt. So wäre der einzelne Mensch dann "gleicher unter gleichen". - Sehr utopisch, ich weiß, zumal beide Bevölkerungsgruppen sich fast nur über ihre Religionszugehörigkeit definieren. Aber anders (als mit einem Religionsverbot) wird sich dieser Konflikt nicht lösen lassen.
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 09:15:07 Di. 05.Juni 2018
Diese Palästinademo in Barcelona hängt wohl mit der European Trade Union Initiative for Justice in Palestine zusammen. Die hatten dort im Mai eine Tagung. Das ist ein Zusammenschluss verschiedener Gewerkschaften

Wäre in Deutschland kaum denkbar. In Gewerkschaften wird nicht mehr über Palästina diskutiert.
Unter Linken auch so gut wie gar nicht mehr.

Ein Erfolg der "Antisemitismuskampgne".

Ich bin gegen Antisemitismus und ich bin gegen diese Antisemitismuskampagne. Es ist eine reaktionäre Kampagne.

Zitat
Felix Klein soll für die Bundesregierung Antisemitismus bekämpfen. Warum demonstriert er mit christlichen Fundamentalisten, die von einer Bekehrung der Juden träumen?

Er ist die Antwort der Regierung auf die judenfeindlichen Vorfälle der vergangenen Monate: Der Diplomat Felix Klein wurde am 11. April zum ersten Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung nominiert. Allerdings erscheint es zweifelhaft, ob er sich mit allen Facetten von Judenfeindlichkeit auskennt.

Denn genau eine Woche später, am 18. April, nahm Klein am sogenannten Marsch des Lebens in Berlin teil.
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-06/felix-klein-antisemitismusbeauftragter-bundesregierung-demo-evangelikale (https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-06/felix-klein-antisemitismusbeauftragter-bundesregierung-demo-evangelikale)

Der "Marsch des Lebens" ist eine klerikalfaschistische Veranstaltung.
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 12:37:32 So. 15.Juli 2018
Zitat
Siedlungsbau in Palästinensergebieten
Israel plant, Beduinendorf zu zerstören

Im Westjordanland sollen Palästinenser umgesiedelt werden, um Platz für Israelis zu schaffen. Internationaler Protest verhinderte dies bislang.
http://www.taz.de/ (http://www.taz.de/)!5519111/

Zitat
Syrien meldet Luftangriff durch Israel
Israel hat nach syrischen Angaben Raketen auf Armeestellungen abgefeuert. In Daraa fehlen laut der Hilfsorganisation Oxfam Tausenden Menschen Wasser und Nahrungsmittel.
https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-07/naher-osten-syrien-luftangriffe-israel (https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-07/naher-osten-syrien-luftangriffe-israel)

Zitat
Apartheid in Israel? Gesetzesentwurf „riecht nach Rassismus“

Premier will Gemeinden erlauben, Menschen wegen ihres Glaubens auszuschließen. Eine Analyse.


„Den EU-Botschafter zur Rüge einbestellen“, wies Benjamin Netanjahu seine Diplomaten an. Er war doppelt sauer. Als amtierender israelischer Außenminister wie als Premier.

Nur drei Stunden zuvor hatte EU-Botschafter Emanuele Giaufret das von Netanjahu unterstützte neue Nationalstaat-Gesetz vor israelischen Abgeordneten kritisiert: „Es riecht nach Rassismus.“

Andere Kritiker kann Netanjahu nicht rügen lassen. Etwa den Rechtsberater der Regierung, der vor weltweitem Ansehensverlust warnte.

Selbst Staatspräsident Reuven Rivlin wagte den Schritt ins politische Tagesgeschehen: „Das Gesetz schadet dem jüdischen Volke, dem Staat Israel und es ist eine Waffe in den Händen unserer Feinde.“
https://kurier.at/politik/inland/apartheid-in-israel-gesetzesentwurf-riecht-nach-rassismus/400066235 (https://kurier.at/politik/inland/apartheid-in-israel-gesetzesentwurf-riecht-nach-rassismus/400066235)

Zitat
Syrien-Krieg nähert sich Israel

Der Syrien-Krieg kommt Israel derzeit sehr nah: Nach der jüngsten Offensive der syrischen Armee flohen rund 170.000 Menschen in die westsyrische Provinz Quneitra, die an die Golanhöhen grenzt.
https://www.zdf.de/nachrichten/heute-sendungen/videos/syrien-krieg-naehert-sich-israel-100.html (https://www.zdf.de/nachrichten/heute-sendungen/videos/syrien-krieg-naehert-sich-israel-100.html)

Zitat
Nach gegenseitigem Beschuss
Hamas verkündet Feuerpause mit Israel

Nach schweren Beschuss zwischen militanten Gruppen im Gazastreifen und Israel hat die Hamas eine Feuerpause verkündet. Hamas-Sprecher Barhum teilte mit, ägyptische Vermittlungen hätten Erfolg gehabt.
https://www.tagesschau.de/ausland/nahost-gazastreifen-israel-103.html (https://www.tagesschau.de/ausland/nahost-gazastreifen-israel-103.html)

Alles ist besser, als die Logik des Krieges.
Die Möglichkeit zur Kritik und zur Selbstkritik ist wichtig, wie auch alles, was über Nationalismus und nationale Lösungen hinausgeht.

Deshalb ein Interview aus dem Kulturbereich:
Zitat
Israelischer Filmemacher Samuel Maoz: "Wir leben in einem ewigen Krieg"

Sein Film "Foxtrot" spaltet in Israel das Publikum. Gemäßigte finden ihn wichtig, Hardliner werfen seinem Macher Verrat vor


Michael und Daphna Feldman werden vom Schicksal hart geprüft. Zuerst erfahren sie von den israelischen Streitkräften, dass ihr Sohn Jonathan im Einsatz getötet wurde. Später kommt jemand, und behauptet das Gegenteil. Und am Ende wirft Samuel Maoz in seinem Film Foxtrot noch einmal alles über den Haufen. 2009 wurde Maoz mit Lebanon bekannt, einem Film, der weitgehend im Inneren eines israelischen Panzers spielte. Der Regisseur ging damals von seinen eigenen Erfahrungen als Soldat aus. Foxtrot ist nun ein surrealer Trip in das Innere der israelischen Psyche. Der Regisseur wurde dafür in seinem Land als Verräter attackiert.


(https://images.derstandard.at/img/2018/07/10/foxtrot.jpg?tc=e494&s=45d715c1)
Der Surrealismus des Krieges: Samuel Maoz platziert die Hauptfigur seines Films "Foxtrot" an einem Kontrollposten in der Einöde. Der geht die Kontrolle mitunter auch verloren. - derstandard.at/2000083200525/Israelischer-Filmemacher-Samuel-Maoz-Wir-leben-in-einem-ewigen-Krieg

STANDARD: Was hat Sie zu Foxtrot inspiriert? Maoz: Es gab zwei Faktoren. Der erste ist eine persönliche Geschichte, die lange zurückliegt. Meine Tochter stand damals immer zu spät auf, wir mussten deswegen jeden Tag ein Taxi rufen, damit sie zur Schule kam. Eines Morgens zwang ich sie, den Bus zu nehmen. Sie sollte lernen, rechtzeitig aufzustehen. Sie nahm also die Buslinie 5 in Tel Aviv, die führt durch das Zentrum. Zwanzig Minuten später hörte ich im Radio, dass es einen schweren Anschlag auf diese Linie gegeben hatte. Eine Stunde später kam unsere Tochter nach Hause. Sie hatte den Bus ganz knapp versäumt und dabei dem Fahrer sogar noch gewinkt, damit er auf sie warten sollte. Das war die schlimmste Stunde meines Lebens. Was kann ich aus dieser Stunde lernen? Nicht viel. Aber das brachte mich zu dem zweiten Faktor: Ich wollte etwas machen über den Spalt zwischen den Dingen, die wir unter Kontrolle haben, und den anderen, die wir nicht beeinflussen können. Diese Geschichte ist also auch Resultat einer philosophischen Überlegung: Ist es der Zufall, der alles entscheidet? Einstein hat gesagt: Der Zufall ist Gottes Weise, anonym zu bleiben.

STANDARD:
In Foxtrot ist Jonathan als Soldat an einem Kontrollpunkt in der Einöde eingesetzt. Die Szenerie wirkt bewusst unrealistisch.

Maoz: Ich wusste, dass ich es mit einem heiklen Thema zu tun habe: den Streitkräften. Man darf seine Erlösungsmaschine nicht kritisieren. Da macht man sich zum Verräter. Die Streitkräfte haben uns von unseren vergangenen Traumata erlöst, der Sechstagekrieg 1967 hat das ganze Land stolz gemacht. Ich wollte eine Allegorie erschaffen. Die Armee sind wir, es ist eine Volksarmee, ich wollte also eine traumatisierte Armee zeigen. Ich wollte eine Allegorie deutlich machen, der ganze Mittelteil von Foxtrot sollte surreal wirken. Die Realität sinkt immer mehr ein, wird immer schiefer. Das ist wie eine intuitive Übersetzung meiner inneren Welt. Wenn man nur schreit, wird niemand hinhören. Wenn aber ein bisschen Humor dabei ist, wird es leichter, etwas zu akzeptieren.

STANDARD: Verarbeiten Sie eigene Erfahrungen als Soldat?

Maoz: Wenn du 18 bist und Soldat, geht es nicht um Rechtfertigung des Kriegs oder um Pazifismus. Es geht nur darum, das zu tun, wofür du hingestellt wirst, und ich habe das getan. Ich wollte das so zeigen, damit ich mir vergeben kann. Eine Situation, aus der es keinen Ausweg gibt. Aber letztendlich sind es meine Finger, meine Entscheidungen. Bis heute ist die bloße Tatsache, dass ich dabei war, das alles Entscheidende. Eines Morgens, nachdem Lebanon herausgekommen war, wurde mir klar, warum wir uns in Israel so verhalten, wie wir das tun. Es ist eine sehr umfassende Antwort, die erklärt, warum das Leben in Israel so teuer ist, warum die Gesellschaft rassistisch ist, warum wir seit 50 Jahren eine Besatzungsmacht sind. Wir sind eine traumatisierte Gesellschaft. Diese instinktive Erinnerung, die sich von Generation zu Generation weitergibt, werden wir nicht los. Wir sind in einem ewigen Krieg. Ich sage nicht, dass Israel nicht bedroht ist. Aber wir sind immerhin eine Atommacht. Das genügt aber nicht. Kürzlich haben wir wieder drei U-Boote gekauft. Warum geht das Geld in die falsche Richtung: wegen des Traumas?

STANDARD: War 1982 ein Sündenfall für Israel?

Maoz: Ich denke, ja. Es ist auch logisch. Die Kriege davor bis zum Sechstagekrieg 1967 waren Selbsterhaltungskriege. Aber vom Jom-Kippur-Krieg (1973) an wurde die Armee immer größer, immer technologischer, die Kriege unklarer in ihrer Motivation. Die Siege der Armee wurden immer unklarer. Der Libanonkrieg fand außerhalb des Staatsterritoriums statt. Normalerweise hat man in einem Krieg zwei Armeen, unterschieden durch Uniformen, und es geht darum, ein Territorium zu erobern oder zu verteidigen. Im Libanon haben die Feinde Jeans getragen, und wir kämpften in Stadtvierteln. Da hat sich etwas verändert. Aber eigentlich schon mit dem Jom-Kippur-Krieg. kinocheck comedy Trailer zu "Foxtrot".

STANDARD: Wie waren die Reaktionen in Israel auf Foxtrot?

Maoz: Die Kulturministerin hat den Film angegriffen, ohne ihn gesehen zu haben. Sie hat sich im Grunde genauso verhalten, wie ich es im Film beschreibe. Sie wollte Foxtrot vertuschen, hat aber das Gegenteil erreicht. Man kann über den Film reden, dann wird man feststellen, dass es sich nicht um ein Dokument handelt. Ich erzähle eine Geschichte, keine objektive Wahrheit. Aber weil ich mich mit der Armee beschäftige, unsere Befreiung von früheren Traumata symbolisiert habe, werde ich des Verrats bezichtigt. Dass ich selber im Libanonkrieg war, dass ich einen schweren Preis dafür gezahlt habe, spielt keine Rolle mehr. Der Vorfall lässt die Spaltung in unserer Gesellschaft erkennen. Wir befinden uns in Israel inzwischen in einem Kampf um Grundwerte: Redefreiheit, künstlerische Freiheit stehen auf dem Spiel.

STANDARD: Wie sehen Sie die Perspektiven für eine liberale, ausgleichende Politik in Israel?

Maoz: Die Perspektiven werden immer schlechter. Das ist auch eine demografische Angelegenheit. Die Religiösen bekommen sieben, acht Kinder, der Durchschnitt in Israel liegt bei zwei Kindern. Das Schicksal ist keine überirdische Macht, es kommt aus dem Kollektiv, und Politiker machen es sich zunutze. Wir bräuchten wieder eine große politische Persönlichkeit. Wir hatten ja einmal jemanden, aber er wurde 1995 ermordet: Yitzhak Rabin. Ich erinnere mich an ein Interview wenige Wochen vor seinem Tod. Er sprach über die Friedenspläne mit den Palästinensern. Eine Mehrheit war dagegen, aber Rabin hielt unbeirrt daran fest: Die Mehrheit irrt sich in diesem Fall, sagte er. Es braucht ab und zu einen mutigen Menschen, der erklärt, dass sich die Mehrheit irren kann.
derstandard.at/2000083200525/Israelischer-Filmemacher-Samuel-Maoz-Wir-leben-in-einem-ewigen-Krieg
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 09:00:04 Mo. 23.Juli 2018
zumal beide Bevölkerungsgruppen sich fast nur über ihre Religionszugehörigkeit definieren. Aber anders (als mit einem Religionsverbot) wird sich dieser Konflikt nicht lösen lassen.

Ich möchte dir widersprechen. Der palästinensische Zusammehalt funktioniert im Wesentlichen über Nationalismus, auch über die gemeinsame Armut, weniger über Religion. Der Nationalismus hat unter Palästinensern nachgelassen, doch da sie benachteiligt sind und angegriffen werden "als Palästinenser", werden sie immer an ihre Nationalität erinnert. Und bei den Israelis sind die Orthodoxen ultrareaktionär religiös durchgeknallt, doch das gilt nicht für "die Israelis". Vielen geht die Religion völlig am Arsch vorbei.

Und: "Religionsverbot".
Ich halte Religionen für einen gefährlichen Aberglauben, doch bin ich gegen ein Religionsverbot. Autoriäres, repressives Vorgehen bewirkt eher das Gegenteil.
Es genügen: Aufklärung, das Heraushalten der Religion aus der Politik, aus dem Bildungssystem und aus den Medien.

Die Nachrichten aus der Region sind schrecklich und werden immer finsterer.
Die USA befeuern diesen fürchterlichen Konflikt, der auf Elend für immer größere Bevölkerungsgruppen und auf Blutbäder hinausläuft.
Die internationale Rüstungsindustrie hat dort auch ihre eigenen Interessen.
Es gibt keine Militärische Lösung für den Konflikt. Es gibt keine Nationalen Lösungen dafür. Die Forderung der Palästineser, in ihre angestammten Gebiete zurückzukehren, macht keinen Sinn mehr. Die Menschen in den Flüchtlingslagern und der der Diaspora, sind bereits in der x-ten Generation dort und kennen ihre sogenannte "Heimat" überhauptnicht. Es muß für ein Zusammenleben gekämpft werden, gegen Benachteiligungen von Bevölkerungsgruppen. Es müssen soziale Kämpfe über ethnische und religöse Grenzen hinweg geführt werden.
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Onkel Tom am 11:58:44 Mo. 23.Juli 2018
...
Vielen geht die Religion völlig am Arsch vorbei.
...

Dem muss ich widersprechen..

1992 gab es ja den Golfkrieg, in dem Ereignisse stattfanden, die sich mit der Symbolsprache
der Bibel identisch interpretieren lassen..

Gegenwärtig nahm ich an Demonstrationen gegen den Golfkrieg a la "Diplomaten statt Waffen"
teil.. Anbei lernte ich einen Menschen kennen, der meinte "Wir leben in einer Zeit, die schon
vorhergesagt ist..". Damit konnte ich erst nix anfangen und dachte er spinnt oder will sich
intelektuell hervorheben. Ich fragte ihn dann, wie er das meint.

Er antwortete darauf, das sich diese Ereignisse in der Bibel wiederfinden lassen.. Er schrieb
mir noch ein paar Verweise aus der Bibel auf und ich wurde zwangsweise neugierig und
besorgte mir die Elberfelder Bibel..

Oh haua, der Typ könnte Recht haben.. Habe darin einige Dinge gefunden, die Interpretationen
zur damaligen Golfkriese zulassen, wie z.B. "Nation wird sich gegen Nation erheben" und
"Es werden Kriege um Öl und Macht geben", und was mich am meisten schokierte "Die Sonne
wird sich verfinstern", was ja durch die Brände der Ölquellen in Kuweit tatsächlich vergleichbar
war..

Wie ich mir weiteres aus diesen Buch rein zog, verstand ich auch, warum die Israelis darauf
bestehen, dort leben zu wollen und kein Problem damit haben andersgläubige zu vertreiben..

Demnach habe ich das so verstanden, das an das "gelobte Land" geglaubt wird und das Recht
bestünde dieses Land mit allen Mitteln zu verteidigen..
Weiter habe ich von woanders her mal gelesen, das die Leute, die in Israel leben, beim
Weltuntergang in den Himmel aufsteigen würden.

Nun gut, will hier keine Religion auf dem Präsentierteller sezieren, aber dessen Interpretationen
halten meiner Ansicht nach diesen Nahost-Konflickt aufrecht und viele Juden und Christen, die
Bibelbelesen sind gehen davon aus, das sie bezüglich Israel alles richtig machen würden und
dazu Gottes Segen hätten.

Dies lässt sich jedoch wiedersprechen, da in der Biebel won einem "himmlichen Israel" die
Rede ist, also auf der Erde somit kein "gelobtes Land" existiert..

Wem so was interessiert, kann sich gern mal das 24.Kapitel von Matthäus rein tun..
Erschreckend, was daraus in der Gegenwart interpretierbar ist..

Der Glauben und dessen Umsetzung von Religion halte ich als Wurzel der Unruhen in Israel
und hin und wieder wird anbei die Bibel in die Hand Hand genommen, um diese "Ewigen
Unruhen" gläubisch zu legitimieren.. Wie der Koran dazu steht, kann ich nicht bewerten..

Fazit: Ich finde es echt zum Kotzen, das Religion im nahen Osten immer wieder als "Gottes
Erlaubnis zum Krieg" missbraucht wird..

Von daher gehe ich davon aus, das denen Religion nicht am Arsch vorbei geht.

 ::)

Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:09:24 Mo. 23.Juli 2018
...
Vielen geht die Religion völlig am Arsch vorbei.
...

Dem muss ich widersprechen..

1992 gab es ja den Golfkrieg, in dem Ereignisse stattfanden, die sich mit der Symbolsprache
der Bibel identisch interpretieren lassen..

Gegenwärtig nahm ich an Demonstrationen gegen den Golfkrieg a la "Diplomaten statt Waffen"
teil.. Anbei lernte ich einen Menschen kennen, der meinte...

Ich finde es ärgerlich, ja falsch und gefährlich, was du da tust. Du hast EINEN Israeli kennengelernt und meinst, es seien ALLE Isralis so drauf wie deser Typ. Das ist einfach kompeltter Bullshit! Massenhaft Israelis halten die Propaganda der Ultraortodoxen und die Politik der Regierung nicht mehr aus. Deshalb gibt es eine so riesige Jüdische Community in Berlin. Die sind geflüchtet vor der reaktionären und intoleranten Athmosphäre in Israel.

! No longer available (http://www.youtube.com/watch?v=hTyzO-8islg#)

"Wir leben in einer Zeit, die schon
vorhergesagt ist..". Damit konnte ich erst nix anfangen und dachte er spinnt oder will sich
intelektuell hervorheben. Ich fragte ihn dann, wie er das meint.

Er antwortete darauf, das sich diese Ereignisse in der Bibel wiederfinden lassen.. Er schrieb
mir noch ein paar Verweise aus der Bibel auf und ich wurde zwangsweise neugierig und
besorgte mir die Elberfelder Bibel..

Oh haua, der Typ könnte Recht haben.. Habe darin einige Dinge gefunden, die Interpretationen
zur damaligen Golfkriese zulassen, wie z.B. "Nation wird sich gegen Nation erheben" und
"Es werden Kriege um Öl und Macht geben", und was mich am meisten schokierte "Die Sonne
wird sich verfinstern", was ja durch die Brände der Ölquellen in Kuweit tatsächlich vergleichbar
war..

Wie ich mir weiteres aus diesen Buch rein zog, verstand ich auch, warum die Israelis darauf
bestehen, dort leben zu wollen und kein Problem damit haben andersgläubige zu vertreiben..

Demnach habe ich das so verstanden, das an das "gelobte Land" geglaubt wird und das Recht
bestünde dieses Land mit allen Mitteln zu verteidigen..
Weiter habe ich von woanders her mal gelesen, das die Leute, die in Israel leben, beim
Weltuntergang in den Himmel aufsteigen würden.

Nun gut, will hier keine Religion auf dem Präsentierteller sezieren, aber dessen Interpretationen
halten meiner Ansicht nach diesen Nahost-Konflickt aufrecht und viele Juden und Christen, die
Bibelbelesen sind gehen davon aus, das sie bezüglich Israel alles richtig machen würden und
dazu Gottes Segen hätten.

Dies lässt sich jedoch wiedersprechen, da in der Biebel won einem "himmlichen Israel" die
Rede ist, also auf der Erde somit kein "gelobtes Land" existiert..

Wem so was interessiert, kann sich gern mal das 24.Kapitel von Matthäus rein tun..
Erschreckend, was daraus in der Gegenwart interpretierbar ist..
Es ist ja ersteinmal völlig ok, sich andere Ideologien, Schriften und Denkgebäude reinzusziehen und zu versuchen sie zu verstehen.
"...was daraus in der Gegenwart interpretierbar ist." In so blumige Sprache läßt sich viel hineininterpretieren. Die dicke Schwarte ist voll mit Geschichten, die in völligem Widerspruch zueinander stehen. Da kann man sich immer etwas herauspicken, was einem gerade paßt. (Übrigens: "Es werden Kriege um Öl und Macht geben" habe ich nirgendwo gefunden.)
Und so sonderlich beeindruckt bin ich nicht von dem Matthäus - Kapitel 24. Solche Prophezeihungen schreib ich dir mit dem Fuß. Ohne LSD.

"...verstand ich auch, warum die Israelis darauf bestehen, dort leben zu wollen und kein Problem damit haben andersgläubige zu vertreiben.."
Das ist doch übelster Unsinn, so etwas zu behaupten. Selbst wenn es so sein sollte, daß eine Mehrheit der Israelis es so sehen würde, dann wäre es noch immer falsch zu behaupten, "DIE Isrealis" hätten kein Problem mit der Vertreibung andersgläubiger.

Zitat
Schalom Achschaw (hebräisch שלום עכשיו, deutsch Frieden jetzt, auch oft auf Englisch Peace Now) ist eine außerparlamentarische Friedensbewegung in Tel Aviv-Jaffa. Sie hat sich nach eigenen Angaben das Ziel gesetzt, die Öffentlichkeit und die israelischen Regierungen von der Notwendigkeit und der Möglichkeit zu überzeugen, „einen gerechten Frieden und eine historische Versöhnung mit dem palästinensischen Volk wie den arabischen Nachbarn zu erreichen, und zwar im Austausch für eine territoriale Abmachung im Sinne der Formel Land gegen Frieden“.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schalom_Achschaw (https://de.wikipedia.org/wiki/Schalom_Achschaw)

Zitat
US-Proteste gegen Israel
Juden gegen den Gaza-Krieg

In New York demonstrieren junge Juden für den Frieden. Sie distanzieren sich von den traditionellen jüdischen Organisationen.
http://www.taz.de/ (http://www.taz.de/)!5036074/

Zitat
In Berlin demonstrierten Israelis und Palästinenser gemeinsam gegen den Krieg
https://www.vice.com/de/article/bnbm5v/in-kreuzberg-demonstrierten-israelis-und-palstinenser-gemeinsam-gegen-den-krieg843 (https://www.vice.com/de/article/bnbm5v/in-kreuzberg-demonstrierten-israelis-und-palstinenser-gemeinsam-gegen-den-krieg843)

 
"Der Glauben und dessen Umsetzung von Religion halte ich als Wurzel der Unruhen in Israel"
Ich sehe es umgekehrt. Die Wurzel sind Macht und Profitinteressen, die Religion ist ein hervorragendes Werkszeug diese durchzusetzen. Religion ist ein mächtiges Werkzeug, wenn es darum geht, Menschen aufzuhetzen.

Wenn man gegen die verheerenden religiösen Ideologien vorgehen will, muß man erkennen, wie unterschiedlich die Menschen, ihre Haltungen und Interessen sind. Es geht nur, indem man die Menschen, die kritisch zu diesen Ideologien stehen, stärkt und zu einer offenen gesellschaftlichen Auseiandersetzung zu diesen Themen aufzuruft. Man verbaut sich diese Möglichkeit, wenn man einfach behauptet, "alle" Israelis seien so, alle Araber aber so etc..

Die Orthodoxen sind da alle verdammt ähnlich und sehnen sich das Armageddon herbei, egal ob Juden, Christen oder Moslems.

! No longer available (http://www.youtube.com/watch?v=gS8bb__1jdU#)

Es gilt, den religiösen Irren und ihrer Propagands das Wasser abzugraben.

"Von daher gehe ich davon aus, das denen Religion nicht am Arsch vorbei geht."
Was Leute im Kopf haben und wie sie sich verhalten, ist nicht in Stein gemeißelt. Beides kann sich verändern. Darum sollte es uns gehen.

Schließlich sind solche Entwicklungen...
Zitat
Kirchenaustritte in Deutschland
Wieder eine halbe Million weniger Christen

Die Zahl der Kirchenaustritte hat sich verringert. Doch auch im vergangenen Jahr kehrten hierzulande Hunderttausende ihrer Religionsgemeinschaft den Rücken.
https://www.tagesspiegel.de/politik/kirchenaustritte-in-deutschland-wieder-eine-halbe-million-weniger-christen/20092970.html (https://www.tagesspiegel.de/politik/kirchenaustritte-in-deutschland-wieder-eine-halbe-million-weniger-christen/20092970.html)

...das Ergebnis einer langwierigen Diskussion und eines kritischem Umgangs mit der Rolle der Kirche.
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Fritz Linow am 17:18:06 Mo. 23.Juli 2018
Zitat
Übrigens: "Es werden Kriege um Öl und Macht geben" habe ich nirgendwo gefunden.
hihi, haha:
Zitat
When first visiting Israel in 1983, I believe that God gave me a scripture (1 Kings 8:41-43), a vision (Oil for Israel) and, as a Christian Zionist and New Covenant believer (Isaiah 65:1), the calling to render assistance to the Jewish people and Nation of Israel, and to aid them in the Restoration of the Land by providing the oil and gas necessary to help the People of Israel maintain their political and economic independence (Leviticus 19:33,34 & Exodus 6:6-8).
https://www.zionoil.com/vision/vision-statement/ (https://www.zionoil.com/vision/vision-statement/)
Zitat
Als John Brown vor 36 Jahren zum Glauben kam, stiess er in der Bibel auf Hinweise, dass für Israel einmal Öl zum Segen wird. Er suchte - und fand.
http://bibelarbeit.privat.t-online.de/_o_oel_in_israel.pdf (http://bibelarbeit.privat.t-online.de/_o_oel_in_israel.pdf)


Zitat
Schließlich sind solche Entwicklungen...
Zitat
Wieder eine halbe Million weniger Christen
...das Ergebnis einer langwierigen Diskussion und eines kritischem Umgangs mit der Rolle der Kirche.
Da werden leider nicht die Zuwächse der durchgeknallten Freikirchen berücksichtigt.

Nebenbei: Es gibt gerade große Proteste gegen ein Gesetz zum Verbot von Leihmutterschaften für homosexuelle Paare, während es diese gegen das neue Nationalstaatsgesetz bisher anscheinend kaum gibt. Kann aber auch sein, dass da die Proteste zusammenkommen.
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Onkel Tom am 21:54:13 Mo. 23.Juli 2018

Ich finde es ärgerlich, ja falsch und gefährlich, was du da tust. Du hast EINEN Israeli kennengelernt und meinst, es seien ALLE Isralis so drauf wie deser Typ. Das ist einfach kompeltter Bullshit!


Ich bin wahrhaftig kein Mensch, der mit der Bibel in der Hand rumwedelt und versuche Dinge
auf biblichen Inhalten zu erklären oder Legitimationen für irgendwas zu deuten..
Weiter war derjenige, der mich darauf hinwieß kein Israeli und weiter schere ich noch lange
nicht alle über einen Kamm !

Sone bescheuerten Antworten können auch nur von jemanden kommen, der mein Beitrag
nicht überprüfen kann, weil das "Märchienbuch" (Bibel) nicht im Hause vorhanden ist..

Erst überprüfen und dann kann man auch haltbar moppern  :P

Edit: Der Vortrag von Schramm scheint meinen Vermutungen ja näher zu liegen, wie Du es dir
vorgestellt hast. Ich glaube auch nicht an den Hamagedon sondern das die Menscheit sich
selber richtet, da sie zu leichtfertig ihre eigene Religion herrichten und meinen, das sie alles
richtig machen würden.. Eher geht die Menscheit zu grunde wie die Erde und Mutter Natur.

Glauben heißt nicht wissen. Das ist halt so  ;)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Fritz Linow am 22:22:05 Mo. 23.Juli 2018
Das Buch der Bücher soll es ganz gut im Internet geben, auch auf klingonisch. Allerdings bringt uns eine Diskussion nach Nostradamusart nicht weiter. Nur ein ziemlich tollpatschiger Prophet würde schreiben, dass die Erde untergeht, während der Himmel leicht bewölkt ist und es vereinzelt zu Regenschauern kommen kann.
Da gab es wohl insgesamt eine Exegeseschwäche von ManOfConstantSorrow. Trotzdem wäre eine Besinnung auf die Frage, welche Bedeutung (auch im Positiven) und welchen Machtmissbrauch Religion bedeuten kann, ganz sinnvoll, am besten ohne Dogmatik, angelesene Klassiker und Vulgäratheismus.

Und das alles mit Bezug auf Israel, ay caramba.
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Onkel Tom am 22:32:59 Mo. 23.Juli 2018
Jo, Dogmatismus kann anbei nur schaden, war auch nicht meine Absicht..

Ich vermute, das Friedensbewegung in Israel so kompliziert erscheint, weil
bei manchen politischen Entscheidungen subtile Einflüsse von Bibelsprüchen
angenommen werden, statt Politik und Religion mal endlich streng voneinander
zu trennen..
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Fritz Linow am 23:28:20 Mo. 23.Juli 2018
(...), statt Politik und Religion mal endlich streng voneinander
zu trennen..

Diese Wunsch nach Trennung von Politik und Religion ist meiner Meinung ein Fehler und geboren aus dem verständlichen Willen in der Zeit der Aufklärung, die Fesseln der Macht zu sprengen. Dabei ging man aber damals davon aus, dass sich der Mensch entsprechend entlang eines Idealtypus entwickelt und er irgendwann einmal schon alleine aufgrund seiner Vernunftbegabung Religion als Mumpitz betrachtet. Seitdem sind 300 Jahre vergangen und die Aufklärung ist für’n Arsch.

Das Bedürfnis nach Religion/Glauben hat sich immer in den bestehenden Machstrukturen eingenistet und wurde dementsprechend missbraucht, egal ob es jetzt als Staatsreligion, als geduldete Religion oder ausdrücklich als entscheidungsferne und somit absolut private Religion behandelt wurde. Selbst bei größtem Widerstand ist Religion auf einmal integrierender Bestandteil der Herrschaftsstrukturen geworden. Gerade beim Christentum gibt es da die dollsten Geschichten. Und ansonsten enstehen halt Strukturen, die trotz aller Religionsferne auch nicht unbedingt geil sind.

Eine bloße Trennung von Politik und Religion hilft da also nicht weiter, weil damit lediglich eine Politik, die nichts anderes als Gier im Sinn hat, die Entscheidungen trifft, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme der Religion. Da aber Religion trotz aller strikten Trennungswünsche immer auch Einfluss auf die Politik hat, macht es Sinn, die Leute mit ihrem Religionsbedürfnis ernstzunehmen. Zumindest in Bezug auf das Christentum wurde da irgendwie ziemlich viel Potential gleich zu Anfang und immer wieder zwischendurch bis hin zu einem marxistisch-leninistischen Vulgäratheismus vergeudet.

Doch nun zurück zu Palästina-Israel
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Onkel Tom am 12:27:25 Di. 24.Juli 2018
Oki, muss mir deine Ansichten dazu mal durch meine Hirnwindungen
zergehen lassen.. Ich musste halt über das "Religion geht denen am
Arsch vorbei " rumhüsteln..

Uuups, hätte nicht gedacht, das der Begriff "Öl" sich im neuen Testament
nicht nur symbolisch auf wertvollen Rohstoff wie z.B Lampenöl bezieht.
Das alte Testament war mir doch zu viel und habe da nur kleine Bröckchien
gelesen.

Das Israel reich an Ölvorkommen ist, ist mir neu und damit wird aus dem
Bibelspruch "Es wird Kriege um Öl und Macht geben" ein Schuh draus, den
man tatsächlich als Vorhersage annehmen könnte..

Soo, Bibel und OT bei Seite..  ;)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 17:47:00 Di. 24.Juli 2018
Ich wollte nicht, daß man sich an Details festhält oder meint, jetzt sein gesamtes Wissen zu dem Bereich zum Besten geben zu müssen.

Ich fand, Onkel Toms Beitrag hatte den Grundtenor, daß das alles festgeschriebene und unabänderliche Tatsachen sind und alles in der Region so laufen muß, wie es läuft.

Ich wollte gegen diese hoffnungslose Behauptung der Unabänderlichkeit gegenanschreiben und darauf hinweisen, daß auch schlimme Situationen und Zeiten Ansätze für Änderung bieten.

Es ist halt nicht richtig, daß die Palästinenser sich in erster Linie entlang der Religion organisieren, noch ist es richtig, daß "die Israelis" alle religiös hirngewaschen sind. Auch der israelischen Regierung ist der religiöse Kram bestenfalls ein Vorwand und Vehikel. Sie verteidigt keinesfalls ihre Religon auf Teufel komm raus. Schwarzhäutige Juden werden diskriminiert und teilweise ausgewiesen, obwohl sie der selben Religion angehören.
https://www.zeit.de/politik/ausland/2015-05/israel-rassismus-polizeigewalt-proteste-aethiopische-juden (https://www.zeit.de/politik/ausland/2015-05/israel-rassismus-polizeigewalt-proteste-aethiopische-juden)
Nichts ist unumstößlich, auch der scheinbar unumstößliche religiöse Scheiß nicht. Es sind weder alle Palästinenser, noch alle Israelis religiös. Orthodox oder fundamentalistisch ist jeweils nur eine Minderheit.


P.S.: In dem Matthäus - Kapitel 24 stand nichts von "Es wird Kriege um Öl und Macht geben".
Wenn ein texanischer Ölmagnat meint, in der Bibel den Auftrag zum Ölbohren in Israel gefunden zu haben, wundert es mich ebesowenig, wie wenn der Coca Cola Hersteller auf göttliches Geheiß braunes Zuckerwasser in alle Welt verkaufen würde.
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Onkel Tom am 11:12:47 Mi. 25.Juli 2018
...
Ich fand, Onkel Toms Beitrag hatte den Grundtenor, daß das alles festgeschriebene und unabänderliche Tatsachen sind und alles in der Region so laufen muß, wie es läuft.
...


Den Tenor wollte ich nicht vermitteln.. Sorry, wenn ich mein Leben für mich so
einrichten würde, wäre es völlig sinnlos sich noch für irgendwas ein zu setzten.

Das finde ich überings sehr wiederlich, wie sich die Kirchen Christlicher Natur
dazu verhalten..

Ich musste mich als Kind im katholischen Kinderheim gegen das Nonnengeschwader
durchsetzen, die in Glauben waren, Wir müssen den Onkel Tom missionieren und
Respekt vor der katholischen Kirche beibringen !"

Als 10 jähriger Heimzögling, der sowiso nur am besten die Fresse hält und nur
parrieren soll, wagt es unser Geschwätz als Lügen und Heuchelein ab zu tun ?

Goil, damit bekam ich endlich ein Hausverbot der Kirche und musste Weihnachten
nicht mehr 3 Stunden in der kalten katholischen Kirche stramm stehen und mir dieses
Geheuchel anhören..

Ich halte nix davon, das sich Menschen allein dazu versammeln um ihren Gott an zu
himmeln und noch weniger dazu hin zu nehmen, "das man sowiso nix gegen machen
könne", was gerade aktuell unter den Nägeln brennt..

Wie die Palästinenser.. Und was sie im Koran finden, kann ich nicht mitreden da ich
da noch nicht meine Nase rein gesteckt habe..

Sie kämpfen um ihr gestohlenes Land und gegen den Alltag, den sie damit haben.

Ich denke, man sollte sich nicht über Religion streiten.. Viel Rauch um (meist) nichts.

Alles gut und schönen sonnigen Tach  ;)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 10:05:53 Do. 26.Juli 2018
Bei den "Troubles" in Nordirland standen sich katholische und protestantische Bevölkerungsgruppen gegenüber. In dem Bürgerkrieg sind mehr als 3000 Menschen ums Leben gekommen. Da erntet man keinen Widerspruch wenn man sagt, das war kein religiöser Konflikt.

Bei dem Palästinakonflikt sehe ich die Situtation kaum anders. In beiden Fällen leben verschiedene Bevölkerungsgruppen in der gleichen Region, sind jedoch mit unterschiedlichen Rechten und unterschiedlichen ökonomischen Bedingungen ausgestattet. Das ist die Grundlage beider Konflikte. Es wird mit allen schmutzigen Tricks gearbeit, gerade im Nahen Osten. Man nutzt Religion, Nationalismus, Rassismus und Waffengewalt. All das sind Methoden und Folgen der Auseinandersetzung, jedoch nicht die Ursachen.

Deshalb wollte ich zurück zu den ökonomischen und politischen Grundlagen. Wenn man den Menschen dort das Hirn vernebelt mit religiösem Scheiß und sie damit gegeneinander aufhetzt, dann sollten wir nicht auch noch auf den Zug aufspringen und einen religiösen Konflikt diskutieren.

Ausserdem ist es nicht hilfreich Bibelzitate zu bringen, die nicht in der Bibel stehen.
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: Onkel Tom am 10:56:24 Do. 26.Juli 2018
Jo, du hast Recht.. Ich habe die Bibel noch mal ausgekramt und habe falsch
zitiert und habe unbewusst das Wort Volk mit Nation ersetzt.. Sorry, mach ich
nie wieder.. Damals hatte ich mir Erklärungen darin gesucht, in wie weit Religion
im Nahostkonflikt negativ mitschwingt. Dazu habe ich das 24.Kapitel von
Mathäus gelesen und war darüber entsetzt, das es so massiv mit dem Golfkrieg
vergleichbar war.. Und später stellte sich es ja auch raus, das es anbei
hauptsächlich um den Zugriff auf Öl ging. Das gab meinen Vermutungen eine
Bestätigung.

Was so ein Buch an Irrtümer auslösen kann  ::) Hab was dazu gelernt..

M.s.G. Tom  ;)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:00:08 Do. 26.Juli 2018
Kein Problem. Wir haben uns ja nicht übel gestritten. Es waren unterschiedliche Blicke auf eine Situation. Unterschiedliche Einschätzungen. Dazu sind Diskussionen ja da.
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 21:02:56 Fr. 03.August 2018
Zitat
Proteste in Jerusalem
Zehntausende bei Gay-Pride-Parade

(https://www.zdf.de/assets/teletext-dpa-image-gay-pride-parade-in-jerusalem-100~384x216?cb=1533234218138)
Zehntausende haben bei der Gay-Pride-Parade in Jerusalem protestiert. Die Demonstration fordert gleiche Rechte für alle.



Auf der Gay-Pride-Parade in Jerusalem haben nach Angaben der Veranstalter rund 35.000 Menschen demonstriert. Sie forderten gleiche Rechte für Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle (LGBT) sowie eine Änderung des Leihmutterschaftsgesetzes. "Das Gesetz ist diskriminierend gegen schwule Männer", sagte Eran Globus, Vorsitzender des Veranstalters Jerusalem Open House.

Die Polizei setzte nach Medienberichten 2.500 Sicherheitskräfte ein. Zwei Gegendemonstrationen waren zugelassen.
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/proteste-in-jerusalem-zehntausende-bei-gay-pride-parade-100.html (https://www.zdf.de/nachrichten/heute/proteste-in-jerusalem-zehntausende-bei-gay-pride-parade-100.html)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:39:11 Do. 09.August 2018
Zitat
Die Lage rund um den Gazastreifen eskaliert seit Mittwochabend. Die radikalislamische Hamas schoss bis in die Morgenstunden mehr als 150 Geschosse auf Israel ab, erstmals seit dem letzten Krieg 2014 auch auf die Großstadt Aschdod. Israels Raketenabwehr fing zig Geschosse in der Luft ab, dennoch wurden Wohnhäuser und Fabriken direkt getroffen.

„Seit Jahren waren wir einem Krieg mit Gaza nicht so nah wie heute“, sagt ein hochrangiger Offizier der israelischen Armee, dessen Name nach den Regularien der Streitkräfte nicht genannt werden darf.

Israels Luftwaffe bombardierte laut eigenen Angaben mehr als 140 militärische Ziele in Gaza. Insgesamt starben dabei bis zum Morgen mindestens drei Palästinenser, auf israelischer Seite wurden sieben Menschen zum Teil lebensgefährlich schwer verletzt. Die Armee verlegt weitere Raketenabschussbatterien in den Süden und zieht Landstreitkräfte rund um Gaza zusammen.

Erstmals sprechen israelische Offiziere davon, Dörfer in Grenznähe im Vorfeld einer Militäroperation zu evakuieren. „Die Hamas muss in den kommenden Stunden verstehen, was sie die ganzen letzten Monate nicht verinnerlicht hat“, warnte der hochrangige israelische Offizier in Androhung weiterer Militärschläge.
https://www.welt.de/politik/ausland/article180848644/Israel-Seit-Jahren-waren-wir-einem-Krieg-mit-Gaza-nicht-so-nah.html (https://www.welt.de/politik/ausland/article180848644/Israel-Seit-Jahren-waren-wir-einem-Krieg-mit-Gaza-nicht-so-nah.html)

Verdammte Scheiße!

Wir werden um Lichtjahre zurückgeworfen, wenn soziale Konflikte in militärische übergehen.
(Dem Krieg in Syrien gingen soziale Proteste des arabischen Flühlings voraus. Es gab immer mehr Einmischung von außen und die Einschleusung bewaffneter Kräfte. Am Ende ein schreckliches Desaster,  aus dem die Rüstungsindustrie als Hauptprofiteur herausgeht.)
Die Hamas kämpft nicht für die Interessen der Palästinenser, sondern für eigene Interessen.
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: counselor am 13:08:46 So. 12.August 2018
Zitat
Tel Aviv Zehntausende Israelis demonstrieren gegen Nationalstaatsgesetz

Tel Aviv - Die Proteste gegen das neue Nationalstaatsgesetz in Israel dauern an: Zehntausende arabische Israelis und ihre Unterstützer sind am Samstagabend in Tel Aviv gegen das neue Gesetz auf die Straße gegangen. Sie forderten „Gleichberechtigung“ und bezeichneten die israelische Regierung als „Apartheid-Regime“. An der Demonstration nahmen auch israelische Juden teil. Die Teilnehmer riefen abwechselnd auf Arabisch und Hebräisch „Gleichheit, Gleichheit“ und „Apartheid wird nicht durchkommen“.

Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/politik/tel-aviv-zehntausende-israelis-demonstrieren-gegen-nationalstaatsgesetz--31096688# (https://www.berliner-zeitung.de/politik/tel-aviv-zehntausende-israelis-demonstrieren-gegen-nationalstaatsgesetz--31096688#)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:24:37 Fr. 12.Oktober 2018
Zitat
Krise in Gaza: Proteste gegen die Hamas nehmen zu

(https://www.mena-watch.com/wp-content/uploads/2017/01/GAZA_demonstration-600x401.jpg)

(…)Die Demonstranten beschuldigten die Funktionäre und Aktivisten der Hamas der Korruption. Sie würden ihre Unterstützer der Bevölkerung im Allgemeinen gegenüber bevorzugen. Die meisten Bewohner des Gazastreifens sind arbeitslos und angesichts der vielen allwöchentlichen Toten und Verletzten demoralisiert. Es handelt sich um kleine Demonstrationen, doch erinnern sie an die Proteste gegen die Stromsperren im Gazastreifen im Januar 2017, die von den Sicherheitskräften der Hamas brutal unterdrückt wurden. Ein Bewohner von Khan Yunis berichtete Al-Monitor am 2. Oktober, die Proteste in dem Flüchtlingslager im Süden des Gazastreifens hätten vor einem Monat begonnen. Zunächst hätten einige Dutzend Palästinenser nach dem Freitagsgebet, zeitgleich mit den wöchentlichen Ausschreitungen am Grenzzaun zu Israel, spontan demonstriert. In den folgenden Tagen sei die Zahl der Demonstranten auf mehrere hundert gestiegen. (…) Es handele sich nicht um eine kleine Gruppe Unzufriedener, sondern die Mehrheit der Bewohner des Flüchtlingslagers mache die Hamas dafür verantwortlich, dass sie am Rande des Abgrunds stünden. (…)
https://www.mena-watch.com/krise-in-gaza-proteste-gegen-die-hamas-nehmen-zu/ (https://www.mena-watch.com/krise-in-gaza-proteste-gegen-die-hamas-nehmen-zu/)
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 09:45:37 Mi. 05.Dezember 2018
Zitat
Großdemonstration in Israel
Vereint gegen die Männergewalt

Nach dem Mord an zwei jungen Frauen protestieren in Tel Aviv Zehntausende arabische und jüdische Aktivisten gegen häusliche Gewalt.
Eine Frau hält eine andere im Arm, drum herum halten weitere Frauen Schilder hoch


(http://www.taz.de/picture/3114921/624/113055793.jpeg)
Die Wut der Aktivistinnen ist groß – aber auch die Trauer 

TEL AVIV taz | Ihr Anliegen haben die Demonstranten großflächig am Rathaus von Tel Aviv angebracht. Die rot ausgeleuchteten Bürofenster auf der Fassade des Verwaltungsgebäudes ergeben das Wort „Genug“. Die Aktivisten haben genug von Frauenmorden, genug von häuslicher Gewalt in Israel. 30.000 Menschen sind nach Veranstalterangaben am Dienstagabend auf den Rabin-Platz im Herzen der Mittelmeermetropole gekommen, um ihre Stimme zu erheben.

Nachdem zwei junge Frauen getötet worden waren, ist eine landesweite Debatte über Gewalt gegen Frauen entbrannt. In beiden Fällen waren die mutmaßlichen Täter Männer aus dem Umfeld der Opfer. Am Montag vor einer Woche wurde in Tel Aviv ein 12-jähriges Mädchen aus Eritrea mutmaßlich von einem Ex-Partner ihrer Mutter vergewaltigt und getötet. Am selben Tag wurde im arabischen Dorf Jish im Norden des Landes eine 16-Jährige ermordet in einer Mülltonne aufgefunden. Tatverdächtig ist ein ebenfalls aus Jish stammender 28-Jähriger.

Bereits 24 Frauen sind in Israel in diesem Jahr von männlichen Familienmitgliedern oder Partnern getötet worden. Das ist im Verhältnis etwa ein Drittel mehr als in Deutschland. Mehr als die Hälfte der Opfer hatte wegen häuslicher Gewalt zuvor die Behörden eingeschaltet – auch die beiden getöteten Teenager baten die Polizei wenige Tage vor ihrem Verschwinden um Hilfe. Auch deshalb ist die Wut der Demonstranten groß.

Viele Menschen am Rabin-Platz sind rot gekleidet. Über den Tag haben Aktivisten das Wasser in mehreren Brunnen in Tel Aviv rot gefärbt – Symbol für das Blut der ermordeten Frauen. Die 27-jährige Noga hat sich eine rote Mütze aufgesetzt, um ihrer Anteilnahme für die Opfer Ausdruck zu verleihen. Etwas abseits von der Kundgebung verteilt sie Plakate und Klatschstäbe. „Das ist ein historischer Moment“ sagt die frisch diplomierte Wirtschaftswissenschaftlerin mit den kurzen Haaren und der Nickelbrille. „Endlich tun sich Frauen zusammen, die sonst wenig miteinander zu haben – zum Beispiel arabische und jüdische Frauen.“ In der Tat sind Schilder und Slogans auf der Kundgebung zweisprachig arabisch und hebräisch. Auf der Bühne wechseln sich arabische und jüdische Rednerinnen ab.

Kritik an der Regierung


Der Kundgebung vorangegangen war am Dienstag ein landesweiter Frauenstreik, der von mehr als 300 Organisationen, Kommunen und Unternehmen unterstützt wurde. Aktivistinnen blockierten öffentliche Plätze und Straßenkreuzungen in Tel Aviv, Haifa und Jerusalem, sogar am Flughafen Ben Gurion legten Mitarbeiterinnen die Arbeit nieder. Die Stadtverwaltung von Tel Aviv hat ihren Beschäftigten frei gegeben, um an den Veranstaltungen teilnehmen zu können. Man scheint sich der Tragweite des Problems bewusst zu sein. Sogar Staatspräsident Reuven Rivlin schloss sich den Protesten an – nicht aber Premierminister Benjamin Netanjahu.
Zitat

Gewalt gegen Frauen in Israel


Eine Studie der Ben Gurion Universität kommt zu dem Schluss, dass 40 Prozent der 16 bis 48-jährigen Frauen in Israel verbale, physische oder psychische Gewalt durch Partner erfahren haben.

Laut Angaben des Netzwerks gegen sexuelle Gewalt (ARCCI) hat jede dritte israelische Frau sexuelle Übergriffe erfahren, jede siebte wurde demnach vergewaltigt.

In 85 Prozent der Fälle kannte das Opfer den Täter, berichtet ARCCI.
Aktivisten werfen der rechten Regierung unter Netanjahu vor, Gewalt gegen Frauen nicht entschieden genug zu bekämpfen. „Wenn junge Mädchen bei einem Terroranschlag ermordet würden, würde die Regierung das in aller Welt verurteilen. Gewalt gegen Frauen wird aber nicht als Akt des Terrors verstanden“, sagte Orit Sulitzeanu, Direktorin eines Netzwerks gegen sexuelle Gewalt (ARCCI), der israelischen Zeitung Haaretz am Dienstag.

„Die Behörden müssen Beschwerden wegen häuslicher Gewalt ernster nehmen“, fordert auch Aktivistin Noga. Außerdem sollen endlich die knapp 60 Millionen Euro für Präventionsprojekte und Frauenhäuser bereitgestellt werden, die die Regierung seit 2017 verspreche.

Der politische Druck auf Netanjahu dürfte sich durch die Kundgebung am Dienstag erhöht haben. Trotz der großangelegten israelischen Militäraktion gegen die Hisbollah an der libanesischen Grenze berichteten alle großen israelischen Medien prominent über die Anti-Gewalt-Kundgebungen. Auch Aktivistin Noga ist deshalb überzeugt: „Das könnte der Beginn von etwas Großem sein!“
http://www.taz.de/Grossdemonstration-in-Israel/ (http://www.taz.de/Grossdemonstration-in-Israel/)!5556970/
Titel: Re:Palästina - Israel
Beitrag von: counselor am 18:23:24 Do. 27.Dezember 2018
Zitat
Israel - Netanjahu muss auf wachsende Kritik an Rechtsentwicklung seiner Regierung reagieren

Am 24. Dezember gab Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Beschluss zur Auflösung der Knesset (israelisches Parlament) mit 102 von 120 Stimmen bekannt und damit vorgezogene Neuwahlen für den 9. April 2019.

Quelle: https://www.rf-news.de/2018/kw52/netanjahu-muss-auf-wachsende-kritik-an-rechtsentwicklung-seiner-regierung-reagieren (https://www.rf-news.de/2018/kw52/netanjahu-muss-auf-wachsende-kritik-an-rechtsentwicklung-seiner-regierung-reagieren)
Titel: Re: Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 10:48:47 Di. 28.Mai 2019
Zitat
Israel
Proteste gegen Netanjahu


(https://media-cdn.sueddeutsche.de/image/sz.1.4463629/640x360?v=1558890009000)

Tausende Menschen haben in Tel Aviv gegen den rechtskonservativen Regierungschef Benjamin Netanjahu und einen befürchteten Umbau des Justizsystems in Israel demonstriert . Zu dem Protestzug am Samstagabend hatten unter anderen das oppositionelle Bündnis Blau-Weiß von Ex-Militärchef Benny Gantz sowie Bürgerrechtsorganisationen aufgerufen. Nach Medienberichten bemüht sich Netanjahu um ein Gesetz, mit dem das Parlament Entscheidungen des Höchsten Gerichts aushebeln könnte. Damit will er demnach einer Strafverfolgung in mehreren Korruptionsfällen entgehen. Ein Mitglied von Netanjahus Likud wirbt zudem für ein Gesetz, das Abgeordneten und Regierungsmitgliedern Immunität gewährt. Netanjahu drohen in drei Fällen Anklagen. Die Vorwürfe lauten Bestechlichkeit sowie Betrug und Untreue - es geht um den Verdacht der Beeinflussung von Medien und teure Geschenke. Netanjahu streitet alle Vorwürfe ab.
https://www.sueddeutsche.de/politik/israel-proteste-gegen-netanjahu-1.4463284

Zitat
Angst vor Erdoğanisierung

Israels Opposition ist aus der Schockstarre erwacht. Sie protestiert gegen die Aushöhlung der Demokratie und Intoleranz gegenüber Andersdenkenden.


(http://www.taz.de/picture/3461633/624/23057304.jpeg)
Proteste gegen Netanjahu in Tel Aviv. Die Kopfbedeckung Fes steht dabei türkische Verhältnisse

(...)Korruptionsvorwürfe gegen einen Regierungschef sind in Israel nichts Neues. Ex-Ministerpräsident Ehud Olmert musste für Jahre hinter Gitter, weil ihn die Gier bestechlich werden ließ, und er war längst nicht der einzige korrupte Politiker. Den Anstoß für die Massenproteste am Samstag gab nicht der Verdacht gegen Netanjahu sondern erst sein feiger Versuch, den Kopf auf Kosten der Gewaltenteilung per Gesetzesreform aus der Schlinge zu ziehen.
Anzeige

Es war die Skrupellosigkeit des noch amtierenden Regierungschefs, die die Massen mobilisierte. Netanjahus stetes Untergraben der Grundpfeiler der Demokratie – „der einzigen im Nahen Osten“, wie er gern selbst betont – ist Grund zur Sorge. Viele der Demonstranten trugen einen Fes, eine in der Türkei übliche Kopfbedeckung, und zogen damit den Vergleich zum türkischen Präsidenten. „Erdoğan ist hier“, hieß es auf einem Schild.(...)
http://www.taz.de/Kommentar-Netanjahu-Proteste/!5595162/
Titel: Re: Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 10:04:13 Di. 09.Juli 2019
Zitat
Israel
Proteste nach Tod von äthiopischem Juden

(https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/aethiopien-proteste-103~_v-modPremium.jpg)

Ein junger äthiopischstämmiger Jude kommt durch Polizeischüsse zu Tode - kein Einzelfall in Israel, meint die äthiopische Minderheit. Tausende gingen auf die Straßen. Nicht überall blieb es friedlich.


Weinende Angehörige stehen um eine Bahre, bedeckt mit einem schwarzen Tuch, darauf ein weißer Davidstern. Im nordisraelischen Haifa wird Solomon Teka zu Grabe getragen. Vor sechs Jahren war der äthiopische Jude mit seinen Eltern nach Israel eingewandert. Er wurde nur 18 Jahre alt.

Am vergangenen Sonntag gerieten der junge Mann und Freunde in einen Streit mit anderen Jugendlichen. Ein Polizist, der privat mit seiner Familie unterwegs war, kam dazu. Darüber, was dann passierte, gehen die Schilderungen auseinander.

Äthiopische Israelis beklagen Polizeigewalt

Einer der Jugendlichen erinnerte sich in einem Fernsehinterview: "Auf einmal kam dieser Polizist. Er dachte, wir hätten dem Jungen etwas geklaut. Er kam also, zog seine Waffe und sagte: 'Holt alles aus euren Taschen raus'. Wir sagten: 'Es ist nichts passiert. Wir haben nichts gemacht'. Er lud seine Waffe durch, wir begannen zu rennen. Er kam uns nach und begann zu schießen - daneben."

Ersten Ermittlungen zufolge prallte eine Kugel vom Boden ab und traf Teka tödlich. Der betroffene Polizist muss sich nun wahrscheinlich wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Sein Anwalt schilderte den Vorfall so: "Um sich selbst und seine Familie zu verteidigen, sah sich mein Mandant letztlich gezwungen, nachdem er zuvor andere Maßnahmen ergriffen und die Polizei alarmiert hatte, Gebrauch von seiner Waffe zu machen. Zu unserem Bedauern endete der Vorfall mit diesem tragischen Ergebnis."

Für viele Israelis äthiopischer Herkunft ist der Tod von Solomon Teka aber kein tragischer Einzelfall, sondern steht stellvertretend für Polizeigewalt gegenüber einer Minderheit. Vor einigen Monaten starb ein geistig behinderter äthiopischstämmiger Israeli durch Polizeikugeln. Der jüngste Fall führte nun dazu, dass landesweit Tausende auf die Straße gingen.

(https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/israel-aethiopier-101~_v-videowebl.jpg)
Eine junge Frau hält ein Protestplakat mit dem Gesicht des getöteten Solomon Teka im Arm. Nicht überall blieb der Protest so friedlich.

Gewalttätige Proteste in Tel Aviv


Kreuzungen wurden blockiert, auf der Stadtautobahn in Tel Aviv ging zeitweise nichts mehr. Die Proteste verliefen nicht überall friedlich: Im Zentrum von Tel Aviv versuchte ein Autofahrer zwischen Demonstranten hindurchzufahren. Ein junger Mann sprang auf die Motorhaube, schlug auf die Windschutzscheibe ein. Vielerorts brannten Sperrmüll und Autoreifen, eine Polizeiwache wurde angegriffen.

Die Einsatzkräfte setzten Blendgranaten und Tränengas ein. Es kam zu zahlreichen Festnahmen. Viele äthiopischstämmige Juden im Land fühlen sich aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert. Sie werfen vor allem der Polizei Rassismus vor. "Die Polizei lernt nichts", sagt einer der Demonstranten. "Es gibt dort Kriminelle und das System und die Führung tun nichts. Die Folge sind Tote. Zunächst im Januar und jetzt schon wieder. Es wurden auch schon viele durch die Polizei verletzt und wir sind jetzt hier, um das zu stoppen. Reden alleine hilft nicht, aber wenn wir handeln, wird uns zugehört."

(https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/aethiopien-israel-101~_v-videowebl.jpg)
Junge Männer aus der äthiopischen Minderheit in Israel haben in der Küstenstadt Netanya ein Auto in Brand gesteckt.


Äthiopische Minderheit wird Wahlkampfthema

Die Politik hört zu - denn Israel befindet sich im Vorwahlkampf. Das Land wählt Mitte September und die Opposition wirft der Regierung vor, die Ängste der äthiopischen Minderheit zu lange nicht ernst genommen zu haben.

Ministerpräsident Benjamin Netanyahu versprach, der Fall werde restlos aufgeklärt. "Die Einwanderer aus Äthiopien sind uns allen wichtig", sagte er. "In den letzten Jahren waren wir sehr engagiert, sie gut in die israelische Gesellschaft zu integrieren. Wir haben hier noch Arbeit vor uns."

Aus Sicht der äthiopischen Israelis ist aber nicht ihre Integration das Problem, sondern der Umgang der Polizei mit der Minderheit. Es wird erwartet, dass die Massenproteste in den nächsten Tagen weitergehen.
https://www.tagesschau.de/ausland/israel-aethiopier-polizeigewalt-101.html
Titel: Re: Palästina - Israel
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:35:21 Mo. 05.August 2019
Zitat
Dokumente in Israel : Die Massaker sollen wieder Geheimsache werden

Israels Verteidigungsministerium sperrt Dokumente über Vorgehen gegen Palästinenser aus dem Jahr 1948. Die Organisation Akevot veröffentlicht dennoch Texte – und zeigt, wie sich das Narrativ der israelischen Regierung verändert hat.


Palästinenser nennen diese Ereignisse „Nakba“, Katastrophe. Recherchen der Zeitung „Haaretz“ ergaben, dass israelische Behörden Hunderte von Dokumenten, die diese Ereignisse betreffen, seit mehreren Jahren nachträglich verschlossen haben. Das Verteidigungsministerium habe Aussagen von Offizieren über getötete Zivilisten, Vergewaltigungen und die Zerstörung palästinensischer Dörfer als geheim eingestuft wie auch die Vertreibung von Beduinen in den ersten zehn Jahren des israelischen Staats.
https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/wie-israel-berichte-ueber-massaker-an-palaestinensern-nachtraeglich-sperrt-16301027.html

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Ein Appell aus Israel an meine deutschen Freunde

    von Amos Goldberg

Und es gefährdet die Werte der Demokratie, sagt Amos Goldberg im Gastbeitrag.

Oft habe ich wohlmeinende deutsche Freunde sagen hören, dass sie meine Kritik an der Politik der israelischen Regierung gegenüber den Palästinensern verstehen. Manchmal gaben sie sogar zu, sie zu unterstützen. Laut sagen wollten sie das aber nicht. Ihr eigenes Zögern bei der Äußerung von Kritik ist mir verständlich. Die Last der Geschichte kann nicht abgewaschen werden.

Es gibt jedoch Zeiten, in denen der Preis für ein solches Verhalten zu hoch und seine Aufrechterhaltung gefährlich wird, in denen das Versagen, zwischen Antisemitismus und legitimer Kritik zu unterscheiden, zu moralischer und intellektueller Bequemlichkeit, ja Faulheit wird. Wir erleben jetzt solche Zeiten.
Benjamin Netanjahu kündigt Annexion großer Teile der Westbank an

Benjamin Netanjahu hat die völkerrechtswidrige Annexion großer Teile der Westbank angekündigt. Israels Verkehrsminister Bezalel Smotrich hat angedeutet, dass Apartheid die Lösung des Konflikts mit den Palästinensern sein sollte. Bildungsminister Rafi Perez äußerte sich ähnlich.

Es sind aber nicht nur Juden und Palästinenser im Nahen Osten, die den Preis für Passivität zahlen. Die Deutschen bezahlen auch selbst. Mit Hunderten von jüdischen und israelischen Gelehrten beobachte ich, wie das politische System in Deutschland rapide die freie Rede erodiert, wenn es um Israel und Palästina geht, und wie der öffentliche Diskurs in Diffamierung und Rufmord abgleitet.(...)
https://www.fr.de/meinung/appell-meine-deutschen-freunde-12851166.html
Titel: Re: Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 12:27:08 So. 11.August 2019
Zitat
Jerusalem
Spannungen auf dem Tempelberg – mehrere Verletzte

(https://www.deutschlandfunk.de/media/thumbs/3/391fa28ac12e784c3865f0ba81b5977bv1_max_720x405_b3535db83dc50e27c1bb1392364c95a2.jpg?key=428a75)

Auf dem Tempelberg in Jerusalem ist es zu Spannungen zwischen der Polizei und muslimischen Gläubigen gekommen.


Dabei wurden nach Angaben palästinensischer Sanitäter mindestens 14 Menschen verletzt.
https://www.deutschlandfunk.de/jerusalem-spannungen-auf-dem-tempelberg-mehrere-verletzte.2932.de.html?drn:news_id=1037232

Zitat
Gazastreifen
Israelische Soldaten erschießen bewaffneten Palästinenser


(https://www.deutschlandfunk.de/media/thumbs/2/283708ba0613b8883f8f98d4e34cd0b2v1_max_720x405_b3535db83dc50e27c1bb1392364c95a2.jpg?key=6f57d4)

Israelische Soldaten haben einen Palästinenser erschossen, nachdem dieser an der Grenze zum Gazastreifen das Feuer eröffnet hatte.

Das teilte die israelische Armee mit. Das Gesundheitsministerium in Gaza-Stadt bestätigte den Tod eines 26-Jährigen. Gestern hatte das israelische Militär vier Palästinenser getötet, die nach Angaben der Armee schwer bewaffnet waren.

Seit März vergangenen Jahres protestieren Palästinenser an der Grenze regelmäßig gegen die Blockade des Küstenstreifens durch Israel. Seither wurden nach Angaben der Behörden in Gaza mehr als 300 Palästinenser getötet. Auch auf israelischer Seite gab es mehrere Tote.
https://www.deutschlandfunk.de/gazastreifen-israelische-soldaten-erschiessen-bewaffneten.2932.de.html?drn:news_id=1037233
Titel: Re: Palästina - Israel
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 16:44:12 So. 25.August 2019
Zitat
Existiert noch eine Wirtschaft?
Palästina Der Niedergang der Westbank und des Gazastreifens ist gewollt. Er macht die israelische Besatzung unumkehrbar


...Die Westbank und Gaza befinden sich seit 52 Jahren unter israelischer Besatzung, ein Zeitraum, der fast drei Viertel der Geschichte Israels umfasst. Die Folgen sind für beide Gebiete verheerend. Früher galten sie als Regionen mit niedrigem mittleren Einkommen, heute erleben beide ein rückläufiges Wachstum, eine exemplarische Arbeitslosigkeit und Armut, dazu eine nicht nachhaltige Abhängigkeit von (abnehmender) internationaler Hilfe. Dabei ist die Lage in Gaza besonders angespannt, dort befindet sich die Wirtschaft nach dem Urteil der Weltbank „im freien Fall“, ausgelöst durch den Abbau internationaler Hilfe wie die zunehmende Gewalt zwischen Palästinensern und Israelis.

Im Westjordanland lag die Erwerbslosenquote 2018 bei 17,6 Prozent, wäre aber mehr als doppelt so hoch, würden entmutigte Arbeiter berücksichtigt, die nicht mehr nach Jobs suchen, und die Arbeitsplätze in israelischen Siedlungen herausgerechnet. Gegenwärtig sind etwa 900.000 Menschen oder 30 Prozent der gesamten Bevölkerung allein in der Westbank auf humanitären Support angewiesen.

Noch prekärer jedoch ist die Lage in Gaza. ...
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/existiert-noch-eine-wirtschaft
Titel: Re: Palästina - Israel
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 17:24:32 Di. 12.November 2019
Zitat
„Die Gemengelage ist gefährlich“

Nach der gezielten Tötung eines Kommandeurs des „Islamischen Dschihad“ durch die israelische Armee befürchtet Tsafrir Cohen von der Rosa-Luxemburg-Stiftung weitere Vergeltungsmaßnahmen der Extremistengruppe.


Israel greift in einer gezielten Militäroperation ein führendes Mitglied einer militanten Palästinenser-Organisation in Gaza an. Als Reaktion darauf fliegen Raketen auf Israel. Auch in Tel Aviv wird Alarm geschlagen. Menschen suchen Deckung, Explosionen sind zu hören.
(...)
https://www.deutschlandfunk.de/israel-die-gemengelage-ist-gefaehrlich.694.de.html?dram:article_id=463252
Titel: Re: Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 20:31:45 Fr. 13.Dezember 2019
Zitat
Punk gegen den grossen Verrat

Die israelische Punk-Band Helem aus Tel Aviv singt über “Den grossen Verrat” der israelischen herrschenden Klasse.
https://www.untergrund-blättle.ch/kultur/musik/helem-punk-tel-aviv-5807.html
Titel: Re: Palästina - Israel
Beitrag von: Fritz Linow am 20:22:23 Di. 28.Januar 2020
Es ist beruhigend, wenn selbst ein stabiles Genie an Palästina - Israel scheitert:

Zitat
Trump verkündet Friedensplan für Nahost: Palästinenser sollen Waffen abgeben

US-Präsident Donald Trump hat seinen Friedensplan für Nahost vorgestellt. Er spricht von einer „realistischen Zwei-Staaten-Lösung“.
(...)
https://www.fr.de/politik/donald-trump-nahost-konflikt-praesident-zwei-staaten-loesung-zr-13497201.html
Titel: Re: Palästina - Israel
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:11:47 Mi. 29.Januar 2020
Zitat
Trumps Friedensplan: Konstruktion eines Gefängnisstaats

Mit der angestrebten Legitimierung der völkerrechtswidrigen Annexion von großen Teilen des Westjordanlands, die Netanjahu schnellstens umsetzen will, soll sich das Recht des Stärkeren durchsetzen


Es ist schon eine seltsame Veranstaltung, die im Weißen Haus stattfand. Ein amerikanischer Präsident, gegen den ein Impeachment-Verfahren läuft, und der israelische Regierungschef, der gerade der Korruption angeklagt wird, handeln einen Deal aus, der völkerrechtswidrig ist und die Annexion palästinensischer Gebiete beinhaltet, aber - deswegen? - als historischer Friedensdeal gefeiert wird. Die neuen Grenzziehungen würden nicht nur den möglichen palästinensischen Staat zu einer bis auf Gaza vollständig von Israel abhängigen Enklave machen, möglich wäre es auch, überwiegend arabische Städte mitsamt Bevölkerung in den neuen Schrumpfstaat zu verlagern.
https://www.heise.de/tp/features/Trumps-Friedensplan-Konstruktion-eines-Gefaengnisstaats-4647771.html
Titel: Re: Palästina - Israel
Beitrag von: Troll am 10:02:09 So. 23.Februar 2020
Zitat
Kennt ihr den schon? Hey, Katar, könnt ihr bitte diskret Hamas weiterfinanzieren? (https://www.haaretz.com/amp/israel-news/.premium-mossad-chief-visited-doha-urged-qataris-to-continue-gaza-financial-aid-1.8564993)

Ja gut, denkt ihr euch jetzt wahrscheinlich, Terroristen are gonna Terrorist. Das wird irgendein durchgeknallter Araber sein, der Katar um Geld für Hamas gebeten hat.

Nun, … es war der Chef des Mossad. Und geschickt hatte ihn Netanjahu persönlich.

Wir wissen das, weil ein Ex-Verteidigungsminister in einem Fernsehinterview seiner Unzufriedenheit Luft gemacht hat.

Quelle: Fefes Blog (https://blog.fefe.de/?ts=a0af03b8)
Titel: Re: Palästina - Israel
Beitrag von: Kuddel am 17:28:49 Mo. 13.April 2020
Zitat
Ein junger Palästinenser im Gazastreifen organisierte Videokonferenzen mit jungen Israelis. Nun hat ihn die Hamas festgenommen.
https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/israel-skype-mit-deinem-feind-verboten-festnahme-in-gaza-16723265.html

Die Hamas ist voll für'n Arsch!
Titel: Re: Palästina - Israel
Beitrag von: counselor am 18:51:12 Fr. 22.Mai 2020
Zitat
72 JAHRE NAKBA - Erinnerung an die Vertreibung

Palästinenser gedenken Nakba. Neue israelische Regierung kündigt Annexion von besetzten Gebieten an

Quelle: https://www.jungewelt.de/artikel/378714.72-jahre-nakba-erinnerung-an-die-vertreibung.html
Titel: Re: Palästina - Israel
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:28:31 So. 31.Mai 2020
Zitat
Israels Polizei erschießt unbewaffneten Palästinenser
In Tel Aviv und Jerusalem kommt es zu Protesten gegen die Tötung eines Palästinensers, es werden Parallelen zu Polizeigewalt in den USA gezogen.
https://www.sueddeutsche.de/politik/israel-proteste-iyad-halak-1.4923225

Ich finde diesen Vergleich gar nicht verkehrt. Selbstherrliche Arschlochregierungen, bei denen Gewalt und Rassismus zur normalen Machtausübung gehören.
Titel: Re: Palästina - Israel
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:35:35 Mo. 29.Juni 2020
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Protest gegen Annexionspläne: Trump-Brunnen mit Kunstblut rot gefärbt

Die deutsche Botschafterin in Israel, Wasum-Rainer, hat das Land vor einer Annexion von Gebieten im besetzten Westjordanland gewarnt.


(https://www.deutschlandfunk.de/media/thumbs/8/8c6b1f30c1be40c907600ffe63907e62v1_max_720x405_b3535db83dc50e27c1bb1392364c95a2.jpg?key=28232c)

Die Europäische Union werde Änderungen der Grenzen nicht anerkennen, sagte Wasum-Rainer dem Armee-Radio. Aus Protest gegen die Pläne der israelischen Regierung färbten Unbekannte einen Springbrunnen auf dem Donald-Trump-Platz bei Tel Aviv mit Kunstblut rot. Ein Schriftzug auf dem Boden besagte, man werde die Annexion mit Blut bezahlen müssen. Die israelische Polizei nahm Ermittlungen auf.

Der Vorfall ereignete sich zwei Tage vor möglichen ersten Schritten Israels. Die Regierung will auf Grundlage des Nahost-Plans von US-Präsident Trump bis zu 30 Prozent des besetzen Westjordanlands annektieren.
https://www.deutschlandfunk.de/israel-protest-gegen-annexionsplaene-trump-brunnen-mit.1939.de.html?drn:news_id=1146044
Titel: Re: Palästina - Israel
Beitrag von: counselor am 22:44:10 Mi. 01.Juli 2020
Zitat
WESTJORDANLAND - Annexion aufgeschoben

Israel macht Einverleibung palästinensischen Gebiets von USA abhängig. Proteste in Gaza

Im Konflikt um mögliche Annexionen von Teilen des besetzten Westjordanlands zeichnet sich eine Aufschiebung der völkerrechtswidrigen Pläne der israelischen Regierung ab. »Die Ausweitung der Souveränität wird im Juli passieren, aber nicht vor einer Erklärung des US-Präsidenten (Donald) Trump«, sagte Israels Minister für regionale Zusammenarbeit, Ofir Akunis, am Mittwoch dem Armeesender. »Von mir aus hätte es heute passieren können, aber es fehlte die volle Zustimmung der US-Regierung.« Der Koalitionsvertrag der israelischen Regierungsparteien sah für den 1. Juli erstmals die Möglichkeit vor, Annexionsschritte einzuleiten.

Quelle: https://www.jungewelt.de/artikel/381346.westjordanland-annexion-aufgeschoben.html