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Wat Noch => Andere Themen => Ökologie => Thema gestartet von: Pinnswin am 23:13:43 Mo. 01.Februar 2010

Titel: Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: Pinnswin am 23:13:43 Mo. 01.Februar 2010
Wieso man den Film Plastic Planet sehen sollte

http://www.leben-ohne-diaet.de/blog/wieso-man-plastic-planet-sehen-sollte-02133.html (http://www.leben-ohne-diaet.de/blog/wieso-man-plastic-planet-sehen-sollte-02133.html)
Zitat
Am 25. Februar startet die Dokumentation Plastic Planet in den Kinos. Wenn der Film nur halb so viel hält, wie der Trailer verspricht, muss ich nicht mehr so oft erklären, warum ich keine Plastikflaschen mag. 8-)...
Titel: Plastic Planet
Beitrag von: Petrophaga am 12:18:23 Sa. 19.November 2011
Heute abend, 20:15 auf ZDF Info: Plastic Planet - Die Erde erstickt im Kunststoffmüll (http://info.zdf.de/ZDFde/inhalt/7/0,1872,8366823,00.html)
Titel: Re:Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: Troll am 11:45:13 So. 20.November 2011
Mediathek-Link:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/1488412 (http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/1488412)
Titel: Re:Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: Efeu am 23:46:47 So. 30.November 2014
Zitat
Granaten und Mikroperlen: Unsere Gewässer sind dramatisch vermüllt

Der Zufall hat es mal wieder ans Tageslicht gebracht: Weil für die Reparatur einer Brücke von Offenbach nach Frankfurt der Grund des Main nach gegebenenfalls störenden Objekten abgesucht werden musste, zeigte sich, wie zugemüllt der Fluss doch eigentlich ist. Insgesamt befinden sich unsere Gewässer - vom kleinen Tümpel bis zum Ozean - in einem desolaten Zustand.
[...]
„Zwei Dinge regen mich hier maßlos auf: Zum einen, dass es Menschen gibt, die scheinbar keinerlei Skrupel haben, vom Kinderwagen bis zum LKW alles in der Natur zu entsorgen, und zum anderen, dass Stadt und Land immer nur das reinigen, was für jeden sichtbar ist, wie Straßen und Plätze." Schon als Kind habe er gelernt, dass unter der Wasseroberfläche mehr als nur Fische schwimmen. Mehrere Fahrräder, eine komplette Mülltonne und Unmengen an Plastikmüll und Getränkedosen hätten er und seine Mitschüler in den 1990er Jahren aus einem kleinen Schulteich gefischt. „Das war ein prägendes Erlebnis"
[...]
Der Main ist da kein Einzelfall. Die Donau ist mit 2.857 Kilometern der zweitlängste Fluss Europas. Diese Länge hat ihre Schattenseite: Die Donau sammelt auf ihrem Weg durch zehn Länder nämlich 4,2 Tonnen Plastikmüll an und spült ihn ins Schwarze Meer. Und das jeden Tag.
[...]
„Jedes kleine Stück Kunststoff, das in den letzten 50 Jahren hergestellt wurde und ins Meer gelangte, ist dort immer noch irgendwo"
[...]
Etwa 10 Prozent des Plastikmülls ist herrenlose Fischereiausrüstung. „Defekte Netze werden von den Fischern nach wie vor einfach abgeschnitten und ins Meer geworfen" ... „Eine nachhaltige Fischerei gibt es weder in Binnengewässern noch auf hoher See" ... „Nach wie vor zerschneiden Wände unsichtbarer Netze die Meere. Die gesamte Meeresfläche wird statistisch gesehen mehrmals am Tag umgepflügt. Grundschleppnetze kratzen mit einem Rechen selbst die kleinsten Lebewesen vom Meeresgrund. Ganze Lebensräume, die über Jahrtausende gewachsen sind, werden durch ein Grundschleppnetz in Sekunden vernichtet." Die Fischerei bringe die Lebensräume im Meer aus dem Gleichgewicht und die großen Umweltschutzorganisationen hätten meist nur Delfine und Wale auf dem Schirm, da diese Top-Sympathieträger seien. „Aber ein Seestern - so klein und unbedeutend er wirken mag - ist für das Ökosystem wichtiger als der mächtigste Blauwal."

http://www.huffingtonpost.de/fabio-ornato/mull-in-gewassern_b_5304353.html (http://www.huffingtonpost.de/fabio-ornato/mull-in-gewassern_b_5304353.html)
Titel: Re:Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: Efeu am 17:05:56 Di. 23.Dezember 2014
Zitat
Schluss mit Mikroplastik! Schutz für Meere und VerbraucherInnen!

Mikroplastik befindet sich in vielen Kosmetik-Produkten und verschmutzt unsere Meere! Es zieht Umweltgifte an und gelangt über Muscheln, Würmer und Fische in die Nahrungskette. Viele Unternehmen haben den Verzicht auf Mikroplastik angekündigt oder umgesetzt.

Doch der Kosmetik-Hersteller Yves Rocher verwendet noch immer Mikroplastik – und vermarktet die Produkte auch noch als „Pflanzen-Kosmetik“. Eine Frechheit! Deshalb habe ich einen Appell an Yves Rocher gestartet, in seinen Produkten auf Mikroplastik zu verzichten!

Unterzeichnen Sie jetzt den Appell an Yves Rocher: Kein Mikroplastik in Kosmetik!
http://is.gd/EhAORx (http://is.gd/EhAORx)
Yves Rocher. Die Nr. 1 in Plastik-Kosmetik!
http://www.bund.net/aktiv_werden/aktionen/mikroplastik_in_kosmetik/ (http://www.bund.net/aktiv_werden/aktionen/mikroplastik_in_kosmetik/)

Gemeinsam bauen wir Druck auf für den Schutz der Meere und VerbraucherInnen!

http://www.change.org/p/umweltministerin-hendricks-schweinswale-finden-nichts-mehr-zu-fressen-jungtiere-verlieren-ihre-m%C3%BCtter-schuld-ist-der-einsatz-von-schallkanonen-10-000-mal-lauter-als-d%C3%BCsenjets-einsatz-sofort-stoppen-schallkanonen-verbieten/ (http://www.change.org/p/umweltministerin-hendricks-schweinswale-finden-nichts-mehr-zu-fressen-jungtiere-verlieren-ihre-m%C3%BCtter-schuld-ist-der-einsatz-von-schallkanonen-10-000-mal-lauter-als-d%C3%BCsenjets-einsatz-sofort-stoppen-schallkanonen-verbieten/)
Titel: Re:Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: Troll am 10:17:00 So. 25.März 2018
Zitat
Studie: Mikroplastik überall in unseren Gewässern

Dass die Weltmeere in Plastikmüll nahezu "ertrinken", wissen mittlerweile die meisten Menschen. Weniger bekannt ist, dass auch unsere Binnengewässer mit kleinen Plastikteilchen durchsetzt sind. Das bekräftigt nun eine neue Pilotstudie in fünf deutschen Bundesländern.

Die Studie hat Gewässer in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen untersucht. Von den in den Wasserproben analysierten 19.000 Partikeln waren mehr als 4.300 kleine Plastikteilchen; vor allem Mikroplastik, das z.B. aus Kosmetik-Rückständen stammt.

Die Proben kommen aus 25 Flüssen und Binnengewässern und wurden an 52 Messstellen im Einzugsgebiet von Rhein (37 Messstellen), Donau (16) und der Weser (1) entnommen. Durchgeführt wurde die Untersuchung von den jeweiligen Landesumweltämtern.
...

Quelle: BUND e.V. (https://www.bund.net/aktuelles/detail-aktuelles/news/studie-mikroplastik-ueberall-in-unseren-gewaessern/)


Studie:
Mikroplastik in Binnengewässern Süd- und Westdeutschlands (PDF ~4,8MB) (https://www4.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/274206/mikroplastik_in_binnengewaessern_sued-_und_westdeutschlands.pdf?command=downloadContent&filename=mikroplastik_in_binnengewaessern_sued-_und_westdeutschlands.pdf)
 
Studienquelle: https://www4.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/274206/ (https://www4.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/274206/)

Toll das der Müll so klein ist, der belästigt unsere Augen nicht.
Titel: Re:Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: counselor am 18:26:20 So. 08.April 2018
Zitat
Vermüllung - Mikroplastik: Ein Desaster der Profitwirtschaft!

Der Umgang mit dem vielseitig einsetzbaren Stoff Plastik hat eine enorme Bedrohung für unsere Lebensgrundlagen hervorgebracht. Neue Untersuchungen belegen: Mikroplastik ist global verbreitet. Das hat schwerwiegende Folgen.

Quelle: https://www.rf-news.de/2018/kw14/mikroplastik-ein-desaster-der-profitwirtschaft (https://www.rf-news.de/2018/kw14/mikroplastik-ein-desaster-der-profitwirtschaft)
Titel: Re:Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: counselor am 14:21:21 Mo. 21.Mai 2018
Zitat
Appell an Bundesregierung - EU wirbt für Plastiksteuer

Eine Steuer auf Plastik - Strafe oder doch Anreiz für weniger Plastikverbrauch? Darüber wird zwischen Berlin und Brüssel gerungen.

Quelle: https://www.zdf.de/nachrichten/heute/bei-der-bundesregierung-eu-wirbt-fuer-plastiksteuer-100.html (https://www.zdf.de/nachrichten/heute/bei-der-bundesregierung-eu-wirbt-fuer-plastiksteuer-100.html)
Titel: Re:Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: Troll am 09:49:20 Di. 22.Mai 2018
Die Grünen haben es vor Jahren begonnen, "Umweltpolitik" über den Geldbeutel der Massen, an die Wirtschaft direkt scheint sich keiner mehr zu trauen.
Titel: Re:Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: Kuddel am 10:04:38 Di. 22.Mai 2018
an die Wirtschaft direkt scheint sich keiner mehr zu trauen

So lange das nicht passiert, wird sich in der Gesellschaft nichts verbessern. Weder in ökologischen Fragen, noch im Sozialen.
Das Wirtschaftssystem und die Verteilungsfrage sind die zentralen Probleme und so lange die nicht angegangen werden, bleibt eine noch so gut gemeinte Politik reine Makulatur.
Titel: Re:Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: Troll am 10:39:44 So. 27.Mai 2018
Sag doch so etwas nicht, die Lösungen für unser "weiter so" stehen in den Startlöchern, Plastikfischende Gerätschaften die über die Meere schippern, Plastikfressende Mikroben wurden auch schon entdeckt, die Zukunft sieht rosig aus, und wir können uns zurück lehnen, ach ja, Seegras fressende Kühe furzen 99% weniger Methan, na bitte, alles super.
Titel: Re:Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: counselor am 10:57:15 So. 27.Mai 2018
Zitat
EU-Kommission will Plastik-Besteck verbieten lassen

Offenbar will die EU-Kommission neue Pläne gegen Plastikmüll vorlegen. Insbesondere Plastikgeschirr, Strohhalme und Wattestäbchen könnten einer Regulierung zum Opfer fallen. Dazu kommt eine geplante Plastikmüllabgabe.

Quelle: https://www.welt.de/politik/ausland/article176707420/Messer-Gabel-und-Co-EU-Kommission-will-Plastik-Besteck-verbieten-lassen.html (https://www.welt.de/politik/ausland/article176707420/Messer-Gabel-und-Co-EU-Kommission-will-Plastik-Besteck-verbieten-lassen.html)
Titel: Re:Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: Kuddel am 09:04:41 Do. 18.Oktober 2018
Zitat
Die Recyclingquote in Deutschland ein einziger Betrug

Der Abfallwirtschafts-Experte Quicker ist davon überzeugt, dass sich die Siedlungs-Abfälle in Deutschland letztlich um 90 Prozent reduzieren ließen.


Aber selbst wenn der Konsument alles trenne, werde das nicht gelingen, sagte der Aachener Professor Deutschlandfunk Nova. Grund sei die Verwendung von Verbundstoffen. Zum Teil seien zehn bis 20 Kunststoffe in einem Produkt verbaut. Es sei die Aufgabe der Industrie, dies zu ändern, verlangte der Professor. Die offiziell in Deutschland genannte Wiederverwertungsquote von 66 Prozent sei hingegen ein einziger Betrug.
https://www.deutschlandfunk.de/aachener-professor-die-recyclingquote-in-deutschland-ein.2932.de.html?drn:news_id=935295 (https://www.deutschlandfunk.de/aachener-professor-die-recyclingquote-in-deutschland-ein.2932.de.html?drn:news_id=935295)

Im Übrigen: In der DDR gab es ein System des Recyclings, das dem des Westens überlegen war. Es mußte dem "Grünen Punkt" weichen.
Titel: Re:Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: Troll am 16:46:00 Do. 18.Oktober 2018
In der DDR ging es aber nicht um unzählige Kunststoffarten sondern eher um Naturnahe Rohstoffe, Holz, Stein, Glas, Papier, Metalle, da ist Recycling bekannt leichter machbar, und die DDR war mit Rohstoffen auch grundsätzlich umsichtiger, wir produzieren lieber neu und lassen zig Beteiligte nochmal verdienen bevor das wirtschaftliche Aushängeschild deutsche Innovation aktiv wird, es muss lukrativer sein als Neuproduktion oder Abbau.
Titel: Re:Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:43:48 So. 21.Oktober 2018
Abfallvermeidung war schon immer besser, als Recycling!
Das Problem beim Kunststoff- Recycling ist zum einen, das nicht alle Kunststoffe recyclebar sind und das es eben viele Verbundstoffe gibt.
Zum anderen ist es schier unmöglich die Masse an anfallendem Kunststoff zu recyclen!
Laut Aussage meines damaligen Dozenten im 1. Semester Umweltschutztechnik landen 80 bis 90% aller Gelben Säcke auf der Deponie bzw. in der Müllverbrennung, weil es einfach nicht genug Kapazitäten gibt, um alles zu recyclen!
Titel: Re:Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: Kuddel am 08:41:05 Sa. 27.Oktober 2018
Die in Deutschland verbreitete Mülltrennerei ist hauptsächlich eine psychologische Übung. Man glaubt weiterhin "führend" beim Umweltschutz zu sein. Nicht nur, daß viel aus der gelben Tonne nicht dort landet, wo man hofft, die Produktion von (Plastik-)Müll hat hier derart rasant zugenommen, daß Deutschland alles andere als ein Musterschüler im Umweltschutz ist:
Zitat
Deutsche häufen den meisten Müll in EU an

Wer einkaufen geht, bringt nicht nur Lebensmittel nach Hause, sondern auch haufenweise Plastik. Die Deutschen sind mal wieder Spitzenreiter in Europa, was den Verpackungsmüll angeht.
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Deutsche-haeufen-den-meisten-Muell-in-EU-an-article20546648.html (https://www.n-tv.de/wirtschaft/Deutsche-haeufen-den-meisten-Muell-in-EU-an-article20546648.html)

Es nervt mich, daß vor zwei Jahren (vor einem Jahr) Plastikmüll weder in den Medien, noch in der Politik ein Thema war. Es ist ja nicht so, daß die globale Verseuchung mit Plastikmüll von heut auf morgen ein Problem geworden ist.

Es gab bereits in den 70er Jahren die hervorragenden Kampagne "Jute statt Plastik". Das besondere an der Kampagne war, daß man sich nicht allein mit der okologischen Frage beschäftigte, sondern auch mit der sozialen. Die Alternative zu Plastiktüte wurde in Bangladesch hergestellt, um dort den Menschen die Möglichkeit zu geben, eine Arbeit zu besseren Konditionen zu finden, als es dort üblich war.

Die Kampagne wurde verlacht und medial runtergemacht. Man machte sich lustig über die Ökospinner.
Titel: Re:Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: counselor am 08:57:43 Sa. 27.Oktober 2018
Man kann sich kaum erretten vor Plastikverpackungen. Schuld ist aber nicht der Verbraucher, sondern die Industrie und der Handel.
Titel: Re:Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: Rudolf Rocker am 14:53:02 Sa. 27.Oktober 2018
Die Doku Plastic Planet (https://de.wikipedia.org/wiki/Plastic_Planet) hat das alamierende Ausmaß der Plastikvermüllung ja schon im Jahr 2009 dargestellt und schon lange vorher war das Problem bekannt.
Aber lange, lange ist nichts passiert und jetzt wird so getan als wäre das Problem grade erst bekannt geworden.
Titel: Re:Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: Troll am 17:37:28 Sa. 27.Oktober 2018
So geht man doch schon lange mit Problemen um, ein bis zwei Entdeckungen die es vor vielen Jahren mal in eine Veröffentlichung geschafft hat schläft erst mal bis es in einer sauren Gurkenzeit (oder unter Ablenkungssachzwang) wieder genug Klicks generieren kann um Wichtigkeit zu erlangen, hoppla, der Planet geht ja tatsächlich vor die Hunde, hätten wir doch nur früher davon gewusst.
Titel: Re: Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: Troll am 13:51:42 Sa. 19.Januar 2019
Zitat
Trennt ihr auch artig euren Müll? Das ist praktisch völlig sinnlos (http://spiegel.de/article.do?id=1248715). Eigentlich sogar mehr als das.

Setzt man die Ausgangsmenge von gut 14 Millionen Tonnen ins Verhältnis zu den 800.000 Tonnen Gebrauchtmaterial, die wieder in die Plastikproduktion fließen, kommt man auf eine harte Recyclingquote von nur 5,6 Prozent.

Quelle: Fefes Blog (https://blog.fefe.de/?ts=a2bdc8ae)

Gar nicht so unpraktisch, "der dort(?) war es!".
So grundsätzlich, nicht produziertes Plastik hat eine astreine Ökobilanz.  ;D


Aus dem Spiegel-Artikel:
Zitat
... In der ersten Stufe des langen Recyclingprozesses, dem Sammeln, seien die Deutschen noch sehr gut, sagt Wilts. "Danach tun sich Abgründe auf."
...

Na also, wir sind "GUT", danach "lalalala ich hör nix", die deutsche Umwelt ist nur dort schön wo lila Kühe weiden.
Titel: Re: Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: BGS am 14:00:50 Sa. 19.Januar 2019
Immerhin werden  5,6 Prozent des Plastik recycled. In Nordeuropa bestimmt weniger. Da es hier reichlich "Umwelt" zu geben scheint, ist das Umweltbewusstsein oft sehr mangelhaft.

MfG

BGS
Titel: Re: Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:34:07 Sa. 19.Januar 2019
Dieses Duale System Deutschland sollte mal jemand genauer unter die Lupe nehmen.
Seit September 2018 gehören die zu Remondis und vergeben fröhlich Aufträge an ...na...richtig...Remondis!
Und das Kartellamt pennt vor sich hin! >:(
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/remondis-kauft-gruener-punkt-gruppe-a-1230372.html
Titel: Re: Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: Nikita am 21:15:53 Sa. 19.Januar 2019
Also ist der Grüne Punkt und der Gelbe Sack für die Tonne. Zig Millionen Menschen haben Jahrzehnte lang umsonst getrennt. Natürlich sind alle Kritiker immer nur Verschwörungstheoretiker gewesen und natürlich war nur das schlechte Sammeln, die Fehlwürfe, Schuld. Nein, der Grüne Punkt war immer eine große Geldvernichtungsmaschine, die Betonköpfe am Leben gehalten haben. Das Plastik wird verbrannt, im Meer versenkt und exportiert. Ein großer Betrug.
Wer geht dafür jetzt in den Knast?

Meine Vorschläge:

Geschäftsführung
DSD – Duales System Holding GmbH & Co. KG

Michael Wiener
Geschäftsführender Gesellschafter
Chief Executive Officer (CEO)

Tobias Ketterle
Geschäftsführer
Chief Financial Officer (CFO)

Haucke Schlüter
Geschäftsführer (Sprecher)

Jörg Deppmeyer
Geschäftsführer

Dr. Markus Helftewes
Geschäftsführer

Vorsitzender des Beirats
Karl-Heinz Holland
Titel: Re: Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: Rudolf Rocker am 23:38:41 Sa. 19.Januar 2019
Zitat
Natürlich sind alle Kritiker immer nur Verschwörungstheoretiker gewesen...
Nee, das war schon 1999 wissenschaftliche Lehrmeinung und einer der ersten Sätze unseres Dozenten für Abfalltechnik: "Meine Damen und Herren, verabschieden sie sich von der Vorstellung das der Inhalt der Gelben Säcke recycelt wird!"
Und dann hat er die verschiedenen Kunststoffarten aufgelistet und erklärt das sich die wenigsten davon überhaupt recyceln lassen.

Zitat
Geldvernichtungsmaschine
Für manche eher eine Gelddruckmaschiene.
Titel: Re: Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: counselor am 04:10:35 So. 20.Januar 2019
Zitat
Kälterecycling von Kunststoffen
Warum eine innovative Technik seit über 10 Jahren auf Eis liegt

Technik. – Kunststoffgemische einfach tiefgefrieren, kleinmahlen und das Pulver dann auftrennen. Die Idee des Kryo-Recycling ist so einfach wie wirkungsvoll, und obendrein, davon sind ihre Verfechter nach wie vor überzeugt, sogar wirtschaftlich. Dennoch liegt die die tolle Idee des Professors Harry Rosin seit Mitte der 1990er Jahre auf Eis.

Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/kaelterecycling-von-kunststoffen.676.de.html?dram:article_id=26543
Titel: Re: Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: Kuddel am 09:36:14 So. 20.Januar 2019
Ein gute Idee, dieses Thema offensiv zu diskutieren.
Bei mir ist das Mülltrennen auch in Fleisch und Blut übergegangen und ich ärgere mich, wenn Nachbarn etwas falsches in die Gelbe Tonne werfen. Ich glaube etwas gutes zu tun und lasse mich nur verarschen.

Ja, dieses individuelle "die Welt etwas besser machen" ist eine Illusion, wie dieser ganze Quatsch vom mündigen Konsumenten, der sich eine bessere Welt beim Shopping macht.

Wenn wir die Besitz- und Machtverhältnisse und deren Vertreter dabei nicht im Blick haben, erreichen wir gar nichts.
Titel: Re: Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: Troll am 10:11:06 So. 28.April 2019
Zitat
Bioplastik
Warum gibt es nicht mehr kompostierbares Plastik?

Bioplastik ist Plastik, das nicht aus Erdöl besteht und kompostierbar ist. Sein Anteil macht ein Prozent aller Kunststoffverpackungen in Deutschland aus. Mehr Bioplastik wäre besser für die Umwelt. Das kann aber nur gelingen, wenn Kompostieranlagen, Recyclingbetriebe und Supermärkte zusammenarbeiten.

HTML5: http://cdn-storage.br.de/MUJIuUOVBwQIbtCCBLzGiLC1uwQoNA4p_AQS/_-9S/_ANG52gf9U1S/efde93d8-c37e-4ded-ba22-a818e1db0071_C.mp4
Quelle: BR (https://www.br.de/mediathek/video/bioplastik-warum-gibt-es-nicht-mehr-kompostierbares-plastik-av:5cc2ff19014ac50013804936)

Bekommt die fortschrittlichste Industrienation mit der besten Regierung aller Zeiten überhaupt noch irgend etwas wichtiges gebacken?
Titel: Re: Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: BGS am 20:57:23 So. 28.April 2019
Sie loben sich selbst voreinander. Wofür bloss?

MfG

BGS
Titel: Re: Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: counselor am 18:42:43 Do. 02.Mai 2019
Zitat
Umwelt - Plastikmüll – oder wie die Profitwirtschaft zum Himmel stinkt

Vom 11. bis 15. März tagte die Umweltkonferenz der UN in Nairobi. Sie konnte sich nicht auf verbindliche Regelungen zur Bekämpfung von Plastikmüll einigen. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) will nun angeblich den Export erschweren.

Quelle: https://www.rf-news.de/2019/kw18/plastikmuell-ein-truebes-kapitel-in-der-kriminalgeschichte-des-kapitalismus
Titel: Re: Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: Wampel am 15:49:02 Mi. 08.Mai 2019
Bekommt die fortschrittlichste Industrienation mit der besten Regierung aller Zeiten überhaupt noch irgend etwas wichtiges gebacken?
Die Diätenerhöhungen kommen jedes Jahr.
Titel: Re: Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: BGS am 19:43:38 Mi. 08.Mai 2019
Wie das "Amen" in der Kirche.

MfG

BGS
Titel: Re: Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: counselor am 11:21:53 Do. 30.Mai 2019
Zitat
The West has been dumping tens of millions of tons of trash in Southeast Asian countries for more than 25 years - now they want to send it back

Quelle: https://www.businessinsider.in/the-west-has-been-dumping-tens-of-millions-of-tons-of-trash-in-southeast-asian-countries-for-more-than-25-years-now-they-want-to-send-it-back/articleshow/69543657.cms
Titel: Re: Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: Kuddel am 10:21:02 Fr. 31.Mai 2019
Jetzt auch in deutschen Medien:
Zitat
Philippinen schicken mehr als 1300 Tonnen Abfall nach Kanada zurück

Seit Monaten streiten die Philippinen mit Kanada über 69 Schiffscontainer mit Abfall, die schon seit 2013 in einem Hafen des Inselstaats lagern. Nun soll der Müll auf eine Tausende Kilometer lange Rückreise gehen.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/philippinen-schicken-mehr-als-1300-tonnen-muell-nach-kanada-zurueck-a-1270125.html

Sehr gut!
Titel: Re: Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: Troll am 12:38:44 Fr. 31.Mai 2019
Mülltrennung, Hersteller ermitteln und den ganzen Müll vor die jeweiligen Werkstore kippen, dann gleich noch die Rechnung für die aufwändige Rückführung übergeben.

Nee, der Staat kann das nicht Entsorgen, er spart sich gerade Reich wie die von privater Seite geschickten Berater empfehlen, der Staat ist bulimisch.
Titel: Re: Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: Kuddel am 20:27:32 Fr. 31.Mai 2019
Haha. Ein Schiff voll Müll back to Sender.

Das ist eigentlich ein Staubkorn im Universum, ein Furz, doch die Message kommt an.
Die Medien stehen Kopf. Schock! Wie ist das nur möglich?
Die Dritte Welt-Länder, die können selbständig denken und handeln, diese Kaffer!?!
Ein Weltbild stürzt ein.

Möge das erst der Anfang sein!
Titel: Re: Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: counselor am 14:11:15 Sa. 08.Juni 2019
Zitat
Turns out there's more plastic pollution in the deep ocean than the Great Pacific Garbage Patch

SAN FRANCISCO — The problem of plastic pollution in the ocean is even worse than anyone feared. Tiny broken up pieces of plastic — microplastic — aren’t just floating at the water’s surface but are pervasive down thousands of feet. There’s actually more microplastic 1,000 feet down than there is in the Great Pacific Garbage Patch, research published Thursday found.

Quelle: https://eu.usatoday.com/story/news/nation/2019/06/06/forget-great-pacific-garbage-patch-theres-more-plastic-deep-sea/1349571001/
Titel: Re: Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: counselor am 08:21:09 Do. 13.Juni 2019
Zitat
WWF-Studie - Die wöchentliche Dosis Mikroplastik

Auch wenn noch unklar ist, wie sich Mikroplastik auf die Gesundheit auswirkt: Nach einer WWF-Studie nimmt ein Mensch bis zu fünf Gramm pro Woche davon auf - das entspricht einer Kreditkarte.

Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/mikroplastik-studie-101.html
Titel: Re: Plastik = Wohl bekommts.
Beitrag von: Kuddel am 12:10:26 Do. 13.Juni 2019
Jetzt, wo bereits alles versaut ist, forscht und berichtet man darüber.
Dabei ist das alles nicht neu.
In den 70ern gab es die "Jute statt Plastik" Kampagne, die nicht nur auf Forderungen beschränkt war, sondern eine reale Alternative bot. Gleichzeitig ging es um die Kombination ökologischer und sozialer Problemlösungen. Man sorgte für sinnvolle und halbwegs vernünftig bezahlte Jobs in Bangladesch.

Der Spiegel schrieb 2013
Zitat
Das vor 33 Jahren erdachte Mantra "Jute statt Plastik", "Symbol gegen die Wegwerfmentalität" und "Slogan einer ganzen Generation" politischer Jugendlicher und "engagierter Christen" nur ein Irrtum wohlmeinender Ökosandalen?
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/muenchhausen-check-jute-statt-plastik-a-935161.html

Auch die WELT beschreibt es 2008 als ein eher skurriles kulturelles Phänomen:
Zitat
30 Jahre Ökobeutel
So war das mit der Jutetasche

(https://www.welt.de/img/lifestyle/mobile101388138/0591629987-ci23x11-w960/jute-erstesbild-DW-Wirtschaft-Wuppertal-jpg.jpg)

Sie war braun, kratzig, kostete 2,50 Mark und roch etwas streng. Die Jutetasche aus Bangladesch. Vor 30 Jahren begann sie ihren Siegeszug, Millionen von ihr wurden seitdem verkauft. Inzwischen hat es der Beutel gar in Museen geschafft. Und wieder in die GEPA-Läden.


„Jute statt Plastik“ wurde zum Slogan einer ganzen Generation engagierter Christen, politischer Jugendlicher und Studenten. Der Spruch traf den Nerv der Zeit – die 40 mal 40 Zentimeter große Tasche wurde zum Symbol gegen die Wegwerf-Mentalität, die die Plastiktüte fortan verkörperte, für ein neues Umweltbewusstsein und für die sogenannte Dritte Welt. Initiatoren waren Kirchen, kirchliche Hilfswerke und das Wuppertaler Fairhandelshaus GEPA.

„Man hat die Ungerechtigkeit an vielen Ecken gespürt, es war klar, dass unser Lebensstil zulasten der Dritten Welt geht“, berichtet GEPA-Mitarbeiter Gerd Nickoleit. „Es gab so etwas wie eine Aufbruchsstimmung. Die Jutetasche am Arm war das Zeichen dafür, dass man Teil dieser Bewegung ist. Es war ein neues Lebensgefühl. Es ging nicht mehr nur darum, eine Spende für die Armen zu leisten, sondern selbst zu handeln, aktiv unseren Lebensstil zu verändern.“

1978: In den Innenstädten tauschen Aktionsgruppen Plastiktüten gegen Jutetaschen, gefüllt mit Informationen über den Rohstoffverbrauch bei der Plastiktüten-Produktion und die Lebensbedingungen der Frauen in Bangladesch. Die neuen Taschen gingen weg wie warme Semmeln, erinnert sich Mitinitiator Heiner Grysar vom katholischen Hilfswerk Misereor: „Die Reaktion hat uns völlig überfahren, wir hatten bei weitem nicht mit so viel Nachfrage gerechnet. Die Frauen in Bangladesch kamen sogar in Produktionsnöte, weil wir so viele gebraucht haben.“

Eine Tasche zum Hühner züchten

Insgesamt fünf Millionen Jutetaschen haben die Frauen in Bangladesch für Deutschland hergestellt. Während die Jutetasche in Deutschland das Bewusstsein einer ganzen Generation beeinflusst, veränderte sie in Bangladesch die gesellschaftliche Stellung der Produzentinnen. Mit dem neuen Einkommen konnten sie ihre Familien ernähren und sogar für später vorsorgen, wenn der Juteboom abebben würde. Mit dem verdienten Geld gründeten viele ihre eigenen Kleinunternehmen wie Hühner- oder Fischzuchten.

Der Jutetaschenboom hält sich bis weit in die 80er Jahre. Auf dem groben Stoff verewigten die unterschiedlichen Bewegungen ihre jeweilige politischen Forderungen: Von „Jute statt Plastik“ über „Südafrika wird schwarz“, „Atomkraft - Nein Danke“, „Nicaragua libre“ bis zu „Frieden schaffen ohne Waffen“.

Der ungefärbte Jute-Beutel zieht mit den Grünen in den Bundestag ein und inzwischen auch ins Museum: Das Original hängt im Haus der Geschichte in Bonn und mit Kirchentagsaufdruck ein Exemplar im Deutschen Historischen Museum in Berlin. Zum Jubiläum hat die GEPA in Bangladesch wieder 5000 Taschen mit dem ursprünglichen Aufdruck geordert: „Jute statt Plastik“.
https://www.welt.de/lifestyle/article1734965/So-war-das-mit-der-Jutetasche.html