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Randbereiche - Wenig diskutiert! => Wohnen => Thema gestartet von: humanworld am 23:31:03 Di. 16.März 2010

Titel: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: humanworld am 23:31:03 Di. 16.März 2010
Diese horrend hohen Mieten sind ja auch ein Teil des Problems, warum die hier produzierten Waren nicht mit den Billiglohnländern konkurrieren können und warum die Sozialleistungen so hoch sind, dass der Unterschied zu bezahlter Arbeit im Niedriglohnbereich so gering ist. In England kann sich auch jeder Sozialempfänger seine Sozialwohnung kaufen, sobald er einen festen Job hat. Pikanterweise können hier in Deutschland viele Immobilienbesitzer ihr Wohneigentum noch von der Steuer absetzen, das ihnen aber von Sozialleistungen subventioniert wird, falls Arbeitslose oder Hartz-IV-Empfänger darin wohnen. Also hier ist eine ganz reale Umverteilung von unten (Sozialleistungen) nach oben (Abzahlung einer von der Steuer abgesetzten Immobilie) Warum thematisiert das denn niemand?
Irgendwie muss man da doch auch etwas drehen können. Warum können sich nicht Verwandte oder gute Freunde gegenseitig helfen sagen wir mal einen Lehmbau zu errichten, oder eine Holzhütte auf einem eigenen Stück Land? Das müsste doch hinzukriegen sein, dass diese Bauvorschriften mal geändert werden. So ist es doch klar, dass wir gegenüber den Billiglohnländern mit unseren Löhnen preislich nicht konkurrieren können. Und es wäre auch leichter, Arbeit zu finden, die einen ernähren kann, wenn die Mieten nicht so teuer wären, wenn man billig eigenes Land kriegen könnte und darauf erst mal im Wohnwagen leben könnte.
Habe ich noch nie in den Medien thematisiert gesehen.
 
Titel: Re:Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: besorgter bürger am 16:58:58 Mi. 17.März 2010
Zitat
Warum können sich nicht Verwandte oder gute Freunde gegenseitig helfen sagen wir mal einen Lehmbau zu errichten, oder eine Holzhütte auf einem eigenen Stück Land?

wenn man bereit ist in Goldberg zu wohnen geht das schon ab  3.950,00 €

http://www.immowelt.de/Immobilien/ImmoDetail.aspx?ID=17278116 (http://www.immowelt.de/Immobilien/ImmoDetail.aspx?ID=17278116)
Titel: Re:Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Sachse am 11:08:13 Di. 30.März 2010
Es gibt halt Bauvorschriften und die gibts nicht umsonst.
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: counselor am 21:55:37 Fr. 08.Februar 2019
Zitat
Bundesgerichtshof - Ewige Bindung für Sozialwohnungen ist unwirksam

Der Staat kann Eigentümer nicht verpflichten, Sozialwohnungen unbegrenzt billiger zu vermieten. Die Bindung endet, sobald die staatliche Förderung aufgebraucht ist, hat der Bundesgerichtshof entschieden.

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/sozialwohnungen-bundesgerichtshof-untersagt-unbefristete-bindung-a-1252268.html
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Troll am 09:31:48 Sa. 09.Februar 2019
Rechte des Sozialstaates lassen sich nicht einfach outsourcen, sie versuchen es im Privatisierungswahn seit Jahren, private dürfen kassieren und wenn kaputt, hey Staat, kümmer dich mal um deine Aufgaben! *hand aufhalt*
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 13:17:56 Do. 04.Juli 2019
Zitat
Die Mietkosten in Deutschlands größten Städten stiegen laut einem Regierungsbericht zuletzt um sechs Prozent - pro Jahr. Ärmere Haushalte trifft der Anstieg demnach besonders hart.

Armutsgefährdete Mieter treffen die steigenden Kosten demnach besonders heftig. Haushalte mit einem Nettoeinkommen von unter 1300 Euro müssen bereits 46 Prozent ihres Einkommens für die Warmmiete ausgeben, heißt es im Bericht. Haushalte mit Einkommen von über 4500 Euro monatlich hätten dagegen nur "unterdurchschnittliche Anteile der Mietausgaben in Höhe von 17 Prozent".

Dem Bericht zufolge bekam zuletzt mehr als jeder zehnte Haushalt in Deutschland Hilfen vom Staat bei den Wohnkosten. Wohngeld und Kosten von Unterkunft und Heizung für Hartz-IV-Empfänger summierten sich im Jahr 2017 für den Staat auf rund 17,5 Milliarden Euro, rund 4,4 Millionen Haushalte erhielten Hilfen.

Das Wohngeld soll zum Jahr 2020 reformiert werden. Dann sollen mehr Haushalte profitieren, die Zuschüsse sollen steigen
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/mieten-in-grossstaedten-seit-2016-um-jaehrlich-sechs-prozent-gestiegen-a-1275669.html

"die Zuschüsse sollen steigen", Zuschüsse aus der Staatskasse an die Spekulantenschweine.

Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: milchbrötchen am 08:41:31 Mo. 15.Juli 2019
 
Zitat
Warum können sich nicht Verwandte oder gute Freunde gegenseitig helfen sagen wir mal einen Lehmbau zu errichten, oder eine Holzhütte auf einem eigenen Stück Land?

am Anfang war das Feuer

Soll Mensch sich immer "kleiner" machen, damit genug zum Fressen bleibt? Wieso Menschenrecht aufgeben?
MenschWÜRDIGES Wohnen muss möglich sein!

Es gab mal sowas wie soziale Marktwirschaft. Davon spricht in der Politik keiner mehr.
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 20:05:11 Di. 22.Oktober 2019
Nur wenn die Mietrebellen grundlegendere Forderungen stellen, könnten sie einen Mietendeckel bekommen, der nicht ganz löchrig ist - Ein Kommentar

"Revolution auf dem Mietenmarkt" titelte die Taz, nachdem die Berliner Landesregierung den monatelang diskutierten Mietendeckel verabschiedet hat. Danach sollen die Mieten in Berlin rückwirkend zum 18. Juni für fünf Jahre eingefroren werden. Davon könnten knapp 1,5 Millionen Haushalte in der Hauptstadt profitieren. Wer auf Wohnungssuche ist, darf zudem künftig nicht mehr als der Vormieter zahlen. Liegt dessen Miete über einer in einer Tabellenmiete festgelegten Obergrenze, darf sie auf diese verkürzt werden. Über das Onlineprojekt Mietenwatch kann man beobachten, wie und wo in Berlin die Mieten besonders heftig gestiegen sind.

Käme der Mietendeckel so durch, wäre das nicht die von vielen Medien herbeigeredete Revolution. Allerdings würde es sich um eine Reform handeln, die den Menschen mit wenig Geld und Macht konkrete Verbesserungen bringt. Es wäre damit eine Reform in dem Sinne, wie der Begriff bis Ende der 1970er Jahre verstanden wurde.
(...)
https://www.heise.de/tp/features/Mietendeckel-in-Berlin-eine-Reform-die-die-Einkommensschwachen-nicht-benachteiligt-4563209.html
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 11:35:25 Di. 29.Oktober 2019
(https://abload.de/img/1655554786-lok_wohnrah9koq.jpg) (https://abload.de/image.php?img=1655554786-lok_wohnrah9koq.jpg)
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Frauenpower am 19:59:54 So. 17.November 2019
@Kuddel: die CDU will dagegen klagen, typisch CDU. CDU-CSU ist es egal, ob die Menschen auf der Straße landen!  Und ich glaube, es könnten noch Prüfungen anstehen, ob das mit dem Grundgesetz passt, aber ansonsten finde ich den Mietendeckel super (Seehofer natürlich nicht) und es gibt auch schon Forderungen, einen solchen bundesweit umzusetzen

es gibt hier auf der site einen Aufruf an Frau Merkel gegen die hohen Mietkosten
Zitat
Für viele Menschen ist Wohnen nicht mehr bezahlbar. Wer kein hohes Einkommen hat, zieht bei der Wohnungssuche den Kürzeren oder wird gezwungen, sein Zuhause zu verlassen.
Bundesweit fehlen fünf Millionen Sozialwohnungen. Die Obdachlosigkeit steigt. Während die Mehrheit einen immer größeren Teil ihres Einkommens für die Miete ausgeben muss, wird die Rendite der Immobilienkonzerne immer fetter.

Ich fordere Sie auf: Handeln Sie!
https://www.miete-bezahlbar.de/start/

Meldung im September 2019
https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/09/berlin-kauft-6000-wohnungen-zurueck.html
Zitat
Das Land Berlin hat 6.000 Wohnungen in Spandau und Reinickendorf von einem privaten Immobilienunternehmen zurückgekauft. Stadtentwicklungssenatorin Lompscher spricht vom "größten Re-Kommunalisierungsankauf in der Geschichte Berlins".




Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 13:26:41 Mo. 30.Dezember 2019
Zitat
Zahlen des Statistischen Bundesamts
Wohnungen und Häuser verteuern sich stark

Wer in Städten wie Hamburg, München oder Köln eine Immobilie kaufen will, muss dafür deutlich mehr Geld aufbringen als noch vor einem Jahr. Die Trendwende lässt weiter auf sich warten.


Von 2008 bis 2018 sind die Preise für Immobilien in Deutschland um fast 50 Prozent gestiegen, hatten jüngst Daten des Statistischen Bundesamts gezeigt. Seit 2015 hat sich der Boom demnach noch beschleunigt.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/immobilien-wohnungen-und-haeuser-verteuern-sich-stark-a-1303102.html
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Troll am 12:01:05 Mi. 15.Januar 2020
Zitat
Die Berliner CDU muss umziehen (https://www.morgenpost.de/bezirke/tempelhof-schoeneberg/article228142451/Miete-Berlin-CDU-Landesverband-Wittenbergplatz-Umzug.html). Die Miete ist zu stark gestiegen.

*badumm tsssss*

Quelle: Fefes Blog (https://blog.fefe.de/?ts=a0e02c5f)

Schadenfreude hat schon was. (https://www.smilies.4-user.de/include/Froehlich/rtvs9.gif) (https://www.smilies.4-user.de) (https://www.smilies.4-user.de/include/Froehlich/crying-with-laughter.gif) (https://www.smilies.4-user.de) (https://www.smilies.4-user.de/include/Froehlich/happy.gif) (https://www.smilies.4-user.de) (https://www.smilies.4-user.de/include/Froehlich/smilie_happy_011.gif) (https://www.smilies.4-user.de)

Hey @Tiefrot & @Kuddel, jetzt weiß ich was Ihr mit Wichtigkeit von Symbolen meint.
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: counselor am 12:17:40 Sa. 01.Februar 2020
Zitat
BERLIN - "Mietendeckel" beschlossen - Zugeständnis an Mieterproteste

Am Donnerstag, den 30. Januar, beschloss der Berliner Senat mit seiner „rot-rot-grünen“ Mehrheit ein für Deutschland erstmaliges Gesetz zur Deckelung der Mieten für die nächsten fünf Jahre.

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw05/erstmaliger-mietendeckel-beschlossen
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 13:42:28 Sa. 01.Februar 2020
(https://taz.de/picture/3946691/624/22487641-1.jpeg)
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 08:41:10 So. 02.Februar 2020
Zitat
Linke in Baden-Württemberg beschließt Volksantrag für Mietendeckel

Sechs Jahre Stopp für Mietpreiserhöhungen in Städten mit angespanntem Wohnungsmarkt: Die Linke im Ländle nimmt sich die Berliner Politik zum Vorbild.


(https://www.tagesspiegel.de/images/symbolbild-zum-thema-mieterhoehungen-im-staedtischen-raum-zwei-banner-mit-der-aufschrift-miete-ne/25499316/1-format6001.jpg?inIsFirst=true)
https://www.tagesspiegel.de/politik/vorbild-berlin-linke-in-baden-wuerttemberg-beschliesst-volksantrag-fuer-mietendeckel/25499300.html
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Frauenpower am 12:06:31 Di. 04.Februar 2020
yess! Her mit dem Mietendeckel für alle!
https://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/linke-will-mietendeckel-fuers-land--182390640.html
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 11:56:58 Mi. 05.Februar 2020
Zitat
„Quo Vadis“ in Berlin
Initiative ruft zu Protest gegen Immobilienkongress auf
Ab 10. Februar findet im Berliner Hotel Adlon der Immobilienkongress „Quo Vadis“ statt. Eine Initiative hat Proteste angekündigt.


Bereits im Vergangenen Jahr hatte es Proteste gegen die Veranstaltung gegeben. Ein geplantes abendliches Treffen in der Kreuzberger Markthalle Neun musste damals aus Sorge vor Krawalle abgesagt werden.
https://www.morgenpost.de/berlin/article228334431/Initiative-ruft-zu-Protest-gegen-Immobilienkongress-auf.html
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Fritz Linow am 14:17:24 Do. 19.März 2020
Aufruf zu einem internationalen Mietenstreik (mehr Infos gibt es noch nicht wirklich):

(https://abload.de/img/internationaler_miets3tjc2.png) (https://abload.de/image.php?img=internationaler_miets3tjc2.png)
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 14:51:54 Do. 19.März 2020
Die Mieterbewegung bekommt langsam Hand und Fuß!

Zitat
Um dem Menschenrecht auf Wohnen in der BRD zur Durchsetzung zu verhelfen, fordert das Bündnis die Schaffung von mindestens 100.000 Sozialwohnungen jährlich mit dauerhafter Sozialbindung. Am Gemeinwohl orientierte Wohnbauprojekte sollen staatliche Förderung erhalten. Zudem seien »als Ultima ratio« Grundstücke von Privateigentümern, die »mit Wohnraum spekulieren, horrende Mietpreissteigerungen durchsetzen oder Wohnraum verwahrlosen lassen« zu vergesellschaften, wie es in der Handreichung zur Plattform heißt, welche der Paritätische Gesamtverband veröffentlicht hat.

Zudem setzt sich das Bündnis für eine Verhinderung von Zwangsräumungen, eine wirksamere »Mietpreisbremse« und die deutliche Begrenzung der Umlage von Kosten für »herkömmliche Modernisierungen« auf die Miete ein. Die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen müsse eingedämmt werden. Das Wohngeld für Mieterinnen und Mieter mit geringem Einkommen müsse um eine »Klima- und Energiekostenkomponente« erweitert werden. Schließlich sollen die Beiträge für die Kosten der Unterkunft innerhalb der Grundsicherung sowie der Pauschalen der Ausbildungsförderung nach BaföG an die realen Mietpreise angepasst werden.
https://www.jungewelt.de/artikel/374704.sozialverb%C3%A4nde-f%C3%BCr-enteignung.html
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: counselor am 15:14:50 Do. 19.März 2020
In Nürnberg gab es im Kommunalwahlkampf seitens der Linken Liste die Forderung, dass die Stadt selbst Baugrund kaufen soll und darauf billigen Wohnraum ohne Zwang zum Profit errichten soll.
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Fritz Linow am 12:38:13 Fr. 20.März 2020
In Los Angeles haben sich Obdachlose leerstehende Häuser genommen:
https://www.latimes.com/homeless-housing/story/2020-03-18/homeless-occupy-more-vacant-homes-coronavirus-pandemic-los-angeles

In Raleigh (North Carolina) wird ein Mietstreik organisiert:

(https://abload.de/img/rentstrikeraleighh6jyf.png) (https://abload.de/image.php?img=rentstrikeraleighh6jyf.png)

Auch hier gibt es ähnliche Bestrebungen, zum Beispiel:

(https://abload.de/img/mietstreikrakub.png) (https://abload.de/image.php?img=mietstreikrakub.png)
https://coview.info/

Weitere Möglichkeiten, Materialien und Infos über Streiks und Proteste:
https://solidarischgegencorona.wordpress.com/
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Fritz Linow am 18:59:59 Fr. 20.März 2020
Mit DeepL aus dem Spanischen übersetzt:

Burger King setzt die März-Mietzahlungen aus und fordert die Februar-Miete zurück

Die Restaurantkette rechtfertigt ihre Entscheidung mit der Verpflichtung der Regierung, ihre Restaurants zu schließen und sogar die Februar-Einnahmen an ihre Pächter zurückzugeben.

https://www.elconfidencial.com/empresas/2020-03-20/burger-king-suspende-pago-alquileres-marzo_2507624/

Quelle: https://twitter.com/RaulZelik/status/1241029682990063617

Was Konzerne können, sollte auch für normale Mieter möglich sein.
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 10:17:49 Sa. 21.März 2020
Zitat
Recht auf Wohnung: Erst recht bei einer Epidemie
(https://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/11/cuvry-berlin.jpg)
"Räumung is nich!" Protest für bezahlbaren Wohnraum

Das Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn sagt die Demo unter dem Motto “Wohnen für Menschen statt Profite” ab, um die Ausbreitung des COVID-19 Virus nicht weiter zu fördern. Gerade jetzt wird deutlich, dass ein Recht auf Wohnen lebensnotwendig ist. Deshalb sehen wir uns dazu gezwungen am 20.3. eine Aktion vor dem Roten Rathaus zu veranstalten. Mit themenbezogenen Atemschutz ist zu rechnen. Die Pressekonferenz zur Demo findet wir geplant am 23.3. um 11 Uhr statt, bei gutem Wetter auf dem Hohenzollernplatz neben dem Movimento Kino. Jetzt schon kommt es zu Einkommenseinbußen von Selbständigen, Scheinselbständigen und prekär Beschäftigten. Wer keine Arbeitsrechte hat, wird in dieser Zeit auch sehr viel weniger Einnahmen haben. Menschen mit Hartz IV und ganz besonders Menschen auf der Straße sind aufgrund ihrer sowieso schon schlechten Lebenslage besonders gefährdet.

Republikanischer Anwältinnen- und Anwälte Verein RAV:
Zitat
Zwangsräumungen von Wohn- und Geschäftsräumen aussetzen!
AK Mietrecht im RAV appelliert an Gerichtsvollzieher*innen, Amtsrichter*innen und Vermieter*innen


Der Arbeitskreis Mietrecht im RAV fordert neben den Vermieter*innen auch alle Gerichtsvollzieher*innen auf, angesichts der aktuellen Situation auf Zwangsräumungen von Wohnungen und Geschäftsräumen zu verzichten.

Gerichtsvollzieher*innen handeln bei den ihnen zugewiesenen Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gem. § 1 der Gerichtsvollzieherverordnungen selbstständig und unterliegen hierbei zwar der Aufsicht, aber nicht der unmittelbaren Leitung des Gerichts. Auch die Dienstvorgesetzten der Gerichtsvollzieher*innen, die aufsichtführendem Richter*innen der Amtsgerichte sind unabhängig von Weisungen aus der Politik – seien es die Regierung oder die Parlamente.

Dennoch haben Gerichtsvollzieher*innen und Richter*innen Beurteilungsspielraum, wie sie mit
   
  • Zwangsvollstreckungsmaßnahmen umgehen, insbesondere wann sie Zwangsräumungen terminieren, und
  • ob sie Räumungsschutzanträgen stattgeben. Auf diese Möglichkeit sollten Gerichtsvollzieher*innen derzeit besonders nachdrücklich aufmerksam machen.
   
     
Letztendlich gilt der Appell aber den Auftraggeber*innen der Zwangsräumungen, den Vermieter*innen. »Nehmen Sie laufende Aufträge zur Zwangsräumungen zurück und stellen Sie keine neuen Aufträge«, so der AK Mietrecht im RAV.

Wohnen ist Menschenrecht!

Zwangsräumungen sind damit generell nicht vereinbar. In der jetzigen Krise sind sie die hässlichste Seite der profitorientierten Wohnungswirtschaft.

https://www.labournet.de/?p=164645
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 12:15:03 Sa. 21.März 2020
Zitat
Gekündigt während der Pandemie: Erst nachdem Mieter:innen auf sozialen Netzwerken für Empörung sorgten, nahm Rocket Internet Kündigungen zurück.

Erst nach Medienanfragen und nachdem sich Mieter:innen öffentlich wehrten, nahm die Investment-Firma Rocket Internet zwei Kündigungen zurück, die das Unternehmen am Mittwoch seinen Mieter:innen per Boten inmitten der Corona-Pandemie zugestellt hatte. Denn während die Bundesregierung wegen der Corona-Pandemie einen Schutzschirm für Unternehmen schnürt und Ausgangssperren drohen, wollte die Investment-Firma Rocket Internet Mieter:innen vor die Tür setzen.

Die Mietergemeinschaft aus der Urbanstraße 67 hatte darauf in einer Mitteilung und den sozialen Medien aufmerksam gemacht. Das Grundstück und damit zwei Wohnhäuser und ein Fabrikgebäude im Hinterhof hatte Rocket Internet im vergangenen Herbst gekauft.

„Uns fehlen die Worte. Während ganz Deutschland neue Formen der gegenseitigen Solidarität erfährt, versucht Rocket Internet die Corona-Krise gewinnbringend auszuschlachten und die fehlende mediale Aufmerksamkeit dazu zu nutzen, um Fakten zu schaffen“, sagt Marion G., eine Mieterin der Hausgemeinschaft.

Die Urban67 hatte umgehend gefordert, dass Rocket Internet die Kündigungen angesichts der Ausnahmesituation sofort zurücknimmt und nach Abklingen der Corona-Krise einen runden Tisch einrichtet, an dem gemeinsam mit Bezirk und Mieter:innen eine gemeinsame Lösung gefunden werden soll.

Die Chefs von Rocket, die milliardenschweren Samwer-Brüder, steckten das Kapital der Firma und auch eigenes Geld zunehmend in den Berliner Immobilien-Markt, nachdem sie vor lauter Gewinnen kaum noch wussten, wohin damit. Bei der Übernahme der Urbanstraße 67 waren sie allerdings auf Widerstand gestoßen: Eine von der Hausgemeinschaft eingeforderte Vorkaufslösung scheiterte jedoch.(...)
https://taz.de/Rocket-Internet-kuendigte-trotz-Corona/!5672987/
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: admin am 15:00:14 Sa. 21.März 2020
Wegen der Coronakrise will die Bundesregierung den Schutz von Mietern mit finanziellen Problemen verbessern.

Ihnen soll nicht gekündigt werden dürfen, auch wenn sie Mietschulden haben, meldet die Nachrichtenagentur DPA. Sie beruft sich auf einen Gesetzentwurf der Bundesministerien für Justiz, Inneres und Wirtschaft. Gelten soll dies für Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2020. Die Verpflichtung der Mieter zur Zahlung der Miete bleibe aber im Grundsatz bestehen, heißt es. – Bisher haben Vermieter das Recht, eine Kündigung auszusprechen, wenn zwei Monate in Folge nicht gezahlt wird.

Bundesfamilienministerin Giffey hat Familien mit Corona-bedingten Einkommenseinbußen Unterstützung in Aussicht gestellt. Sie wolle Betroffenen den Zugang zum Kinderzuschlag deutlich erleichtern, sagte Giffey der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Ihren Angaben zufolge haben derzeit zwei Millionen Kinder einen Anspruch auf den Kinderzuschlag. Er beträgt bis zu 185 Euro pro Kind und Monat zusätzlich.

https://www.deutschlandfunk.de/bericht-mietern-soll-in-corona-krise-nicht-gekuendigt.2932.de.html?drn:news_id=1112811
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Fritz Linow am 17:40:10 Sa. 21.März 2020
Der #rentstrike ist gut und nicht schlecht:

(https://abload.de/img/rentstrike5z0jn5.png) (https://abload.de/image.php?img=rentstrike5z0jn5.png)

(https://abload.de/img/rentstrike2ppji0.png) (https://abload.de/image.php?img=rentstrike2ppji0.png)

(https://abload.de/img/rentstrike37sk0f.png) (https://abload.de/image.php?img=rentstrike37sk0f.png)

(https://abload.de/img/rentsstrike42ej15.png) (https://abload.de/image.php?img=rentsstrike42ej15.png)

(https://abload.de/img/rentstrike8oko1.png) (https://abload.de/image.php?img=rentstrike8oko1.png)

(https://abload.de/img/rentstrike2uukd0.png) (https://abload.de/image.php?img=rentstrike2uukd0.png)

(https://abload.de/img/rentstrike1yakc9.png) (https://abload.de/image.php?img=rentstrike1yakc9.png)

Weiße Laken hängen als Streikzeichen aus den Fenstern:

(https://abload.de/img/laken1ryjnn.png) (https://abload.de/image.php?img=laken1ryjnn.png)

(https://abload.de/img/laken2vmkrj.png) (https://abload.de/image.php?img=laken2vmkrj.png)

(https://abload.de/img/laken3pqk7w.png) (https://abload.de/image.php?img=laken3pqk7w.png)
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Fritz Linow am 23:20:51 Sa. 21.März 2020
Verdi macht eine Petition:

Miete zahlen trotz Corona! - 90% Kurzarbeit (KuG) jetzt!
https://www.change.org/p/bundesregierung-miete-zahlen-trotz-corona-90-kurzarbeitergeld-jetzt

Naja, gehört wohl eher in den Gewerkschaftsthread im Theoriebereich:
https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,80.0.html

Hauptsache, die Umverteilung nach oben läuft weiter. Mehr Ideen habe ich eigentlich auch nicht erwartet.

Diese nette Zusammenkunft fand in New York während der Spanischen Grippe statt:

(https://abload.de/img/rentstrikesykgd.png) (https://abload.de/image.php?img=rentstrikesykgd.png)

Verdi total im Arsch. (außer sie rufen in den nächsten Tagen zum Mietstreik auf, falls die Online-Bettelei nicht angenommen wird, haha)
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 09:10:10 So. 22.März 2020
(https://abload.de/img/12k8e.jpg) (https://abload.de/image.php?img=12k8e.jpg)

In Berlin nimmt Charlottenburg seit Freitag als einziger Bezirk Abstand von Zwangsräumungen sowie Strom-, Gas- und Wassersperrungen.

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1134585.berlin-protest-mit-sicherheitsabstand.html
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Fritz Linow am 15:58:00 So. 22.März 2020
(https://abload.de/img/rentstrike5x2j1b.png) (https://abload.de/image.php?img=rentstrike5x2j1b.png)

(https://abload.de/img/rentstrike4vek68.png) (https://abload.de/image.php?img=rentstrike4vek68.png)

(https://abload.de/img/renstrike19rjjk.png) (https://abload.de/image.php?img=renstrike19rjjk.png)

(https://abload.de/img/rentstrike3drkoe.png) (https://abload.de/image.php?img=rentstrike3drkoe.png)

(https://abload.de/img/rentstrike28zjtn.png) (https://abload.de/image.php?img=rentstrike28zjtn.png)
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 09:23:58 Mo. 23.März 2020
Verdi völlig plemplem!

(https://abload.de/img/verdicejrs.jpg) (https://abload.de/image.php?img=verdicejrs.jpg)
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Fritz Linow am 16:20:13 Mo. 23.März 2020
Die vielen verschiedenen Aufrufe zum Mietstreik gefallen mir sehr:

(https://abload.de/img/rent800j4y.png) (https://abload.de/image.php?img=rent800j4y.png)

(https://abload.de/img/rent755kul.png) (https://abload.de/image.php?img=rent755kul.png)

(https://abload.de/img/rent6c4jf7.png) (https://abload.de/image.php?img=rent6c4jf7.png)

(https://abload.de/img/rent5z2jji.png) (https://abload.de/image.php?img=rent5z2jji.png)

(https://abload.de/img/rent4vvjam.png) (https://abload.de/image.php?img=rent4vvjam.png)

(https://abload.de/img/rent9dkki2.png) (https://abload.de/image.php?img=rent9dkki2.png)

(https://abload.de/img/rent3iikec.png) (https://abload.de/image.php?img=rent3iikec.png)

(https://abload.de/img/rent22kjc5.png) (https://abload.de/image.php?img=rent22kjc5.png)

(https://abload.de/img/rent13pkzu.png) (https://abload.de/image.php?img=rent13pkzu.png)

Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 19:40:30 Mo. 23.März 2020
Beim großen britischen Bergarbeiterstreik 1984/85 hatten 100.000 Arbeiter die Arbeit niedergelegt. Thatcher ließ die Konten der Gewerkschaft beschlagnahmen. So gab es kein Streikgeld. der Streik dauerte 12 Monate. Es erübrigt sich zu erwähnen, daß die Streikenden so ihre Mieten oder ihre Raten für ihre Bankkredite für ihre kleinen Reihenhäuser nicht mehr zahlen konnten. Sie wurden aber nicht rausgeschmissen. So konnten Vermieter und Banken noch hoffen, in Zukunft von ihnen noch etwas davon in Raten zurückzubekommen. Die leerstehenden Häuser hätte man nicht anderwärtig vermieten können. Nach zu langem Leerstand müßte man sie abreißen. Keine Räumungen, keine Strafverfahren. Ein Großteil der Mieten wurde auch nicht im Nachhinein bezahlt...
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Fritz Linow am 13:15:15 Fr. 27.März 2020
(https://abload.de/img/rent1j7jdq.png) (https://abload.de/image.php?img=rent1j7jdq.png)

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Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 15:39:13 Fr. 27.März 2020
Mietstreik wird auch in Deutschland befolgt!

Zitat
H&M, Adidas und Deichmann wollen keine Miete mehr zahlen
Weil die Läden wegen der Coronakrise wochenlang geschlossen sind, setzen viele Modehändler ihre Mieten aus. Auch H&M Deutschland zahlt für seine 460 Filialen keine Miete mehr.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/corona-krise-h-and-m-adidas-und-deichmann-wollen-keine-miete-mehr-zahlen-a-427b3103-7b71-4dba-a4af-c7628a7a0421

Wir sollten uns anschließen!
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: counselor am 16:04:44 Fr. 27.März 2020
Laut einer Radiomeldung zahlt Adidas für die Zeit des Lockdowns auch keine Mieten mehr für seine Ladengeschäfte.
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 12:40:19 Sa. 28.März 2020
Zitat
Wie verändert Corona aus Ihrer Sicht die Wohnungsfrage?

Die Pandemie verdeutlicht bereits bestehende Probleme sehr stark. Es gibt ganz unterschiedliche Gruppen, die stark von Corona betroffen sind. Einerseits sind das Menschen, die auf Straße leben, aber auch Geflüchtete, die in Sammelunterkünften untergebracht sind. Diese Gruppen können nicht einfach zuhause bleiben, weil sie kein richtiges Zuhause haben. Dafür werden sie zusammengepfecht, und schließlich unter Quarantäne gestellt. Das ist kein ausreichender Schutz. Dazu gibt es weiter die Wohnungsnot: Viele Leute suchen auch jetzt konkret ein Zimmer, weil etwa ihre Mietverträge auslaufen.

Wie sollte man mit leeren Ferienwohnungen umgehen?


Es gibt keinen Grund – generell, aber besonders jetzt – diese Wohnungen leer stehen zu lassen. Man sollte sie sofort beschlagnahmen und für Menschen nutzen, die beengt in Unterkünften und auf der Straße leben. Ebenso könnten Opfer von sexualisierter und häuslicher Gewalt dort unterkommen. Das lässt sich sicher gut machen mit der Beschlagnahmung von Hotels oder Airbnb. Mann kann auf Landesebene über das Seuchenschutzgesetz sicherlich viele Maßnahmen ergreifen. Derzeit sehe ich noch keine richtigen Maßnahmen vom Land und den Bezirken.

Gerade wird etwa in sozialen Bewegungen ein Mietenstreik diskutiert. Wie sehen Sie das?


Meiner Meinung nach ist es sicherlich ein Mittel, das man in Erwägung ziehen kann. Aber nur unter der Voraussetzung, dass es rechtlich abgesichert ist und Leute nicht ihre Wohnung verlieren. In Kalifornien haben sich viele bereits angeschlossen und in Spanien rufen gerade über 200 Initiativen zum Mietstreik auf.
https://taz.de/Mieten-Demo-in-Berlin-trotz-Corona/!5671034/

Zitat
»Wie sollen sie die Mieten zurückzahlen?«
Folgen des Coronavirus: Wer seinen Job verliert, muss auch um seine Wohnung bangen.


(https://abload.de/img/135658gsjhm.jpg) (https://abload.de/image.php?img=135658gsjhm.jpg)

...gestundete Mieten bringen nicht weiter. Viele haben derzeit unverschuldeten Verdienstausfall. Wie sollen sie also die Mieten zurückzahlen? Hinzu kommt, dass Städterinnen und Städter jetzt schon kämpfen müssen, um die in den vergangenen Jahren aufgrund von Immobilienspekulation ständig gestiegenen Mieten zahlen zu können.
...
Immobilienkonzerne überschütten ihre Aktionäre mit Dividenden. Die gilt es zu enteignen. Eine Wohnung ist keine x-beliebige Ware und sollte nicht dazu da sein, um Geld zu erwirtschaften. Klar gibt es Privatvermieter, die nur eine Wohnung vermieten. Wenn sie ihre Existenz davon abhängig gemacht haben, war das ein Fehler. Wohnen ist ein Menschenrecht. Die Immobilienwirtschaft muss zu ihrer Verantwortung stehen und auf Profite verzichten. ...
https://www.jungewelt.de/artikel/375159.pandemie-trifft-wohnungsnot-wie-sollen-sie-die-mieten-zur%C3%BCckzahlen.html

Zitat
Großkonzerne wie Adidas, H&M oder Deichmann sind in den Mietstreik getreten. Sie wollen ihre Mietzahlungen beispielsweise für Geschäfte in Innenstädten vorerst einstellen – und auch später nicht zurückzahlen. Dafür könnte das billionen-schwere Paket zur Unterstützung der Wirtschaft genutzt werden. Für normale MieterInnen ist das bisher nicht vorgesehen. Sie könnten in einigen Monaten mit einem großen Schuldenberg dastehen. Dagegen gibt es am heutigen „HousingActionDay“ kreativen Protest.

Der deutsche Großkonzern Adidas hat angekündigt, vorerst keine Miete mehr zu zahlen.
https://perspektive-online.net/2020/03/grosskonzerne-treten-in-den-mietstreik-und-zaehlen-auf-den-staat-normale-mieterinnen-koennen-das-nicht/

Zitat
Mietstreik in Hamburg:
Ein Albtraum für Vermieter

Einkommensausfälle während der Coronakrise stellen Mieter*innen vor Probleme. In Hamburg ruft eine Gruppe jetzt zum Mietstreik auf


Was die Gruppe „Mietstreik jetzt“ aber explizit nicht will, ist, dass der Staat die Mieten übernimmt. „Wenn auf diesem Weg Steuergelder an die Privatwirtschaft fließen, befeuert das nur eine Umverteilung nach oben. Wir wollen ja nicht durch die öffentliche Hand Vermieter*innen alimentieren. Profite mit der Miete lehnen wir grundsätzlich ab.“ Vermieter*innen sollten stattdessen auf Renditen verzichten, Mietschulden erlassen und von Mieterhöhungen absehen.

Der Mietstreik sei eine Möglichkeit, in der Zeit, wo man kaum etwas unternehmen kann, handlungsfähig zu bleiben, sagt N. Die Gesetzesinitiative zum Mieterschutz biete eine gute Basis für den Streik. Einen Kündigungsschutz, wenn Mieter*innen die Zahlung aus politischen Gründen verweigern, bietet sie aber natürlich nicht. N. weiß das. „Ein Streik ist immer eine riskante Maßnahme“, sagt sie, „egal ob Arbeits- oder Mietstreik“.

Die Gruppe „Mietstreik jetzt“ rät deshalb jeder und jedem dazu, mit Augenmaß vorzugehen und Rücksprache mit Mietervereinen und Anwält*innen zu halten. Es gehe ihnen auch nicht darum, kleine Vermieter*innen in den Ruin zu treiben. „Wir wollen vielmehr große Immobilienkonzerne daran hindern, von Mieten zu profitieren, die wir nicht mehr bezahlen können“, sagt N.
https://taz.de/Mietstreik-in-Hamburg/!5673132/

Ein Blick in die Geschichte:

Zitat
Das Elend war unübersehbar. Weltwirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit hatten viele an den Rand der Existenz gebracht. Die Vermieter nutzten die Zwangslage schamlos aus. Doch dann passierte, womit niemand gerechnet hatten. Unterstützt von der KPD traten Berliner Mieterinnen und Mieter im August 1932 in einen Streik. „Erst das Essen, dann die Miete“, lautete die Parole.

Es ist eine der ersten Massenaktionen der Berliner Mieterbewegung. Randale und Krawalle hatte es zwar schon seit der Gründung des Deutschen Reichs gegeben. In den Moritzplatz- und Blumenstraßenkrawallen (1863 und 1872) wehrten sich die Betroffenen massiv gegen Zwangsräumungen. Doch ein organisierter Mieterstreik war neu.

Vor allem in der Gegend um die Swinemünder Straße traten ganze Häuser in den Ausstand. Die KPD-Zeitung Rote Fahne schrieb: „Jeden Tag schließen sich neue Häuser dem Kampf gegen die hohen Mieten an. In den Amtsgerichten herrscht Hochbetrieb. Aber dieser Hochbetrieb wird bei weitem von dem übertroffen, der auf der Straße herrscht, wenn ein erwerbsloser Prolet exmittiert werden soll. In der zweiten Septemberhälfte wurden in Berlin nicht weniger als 300 Exmittierungen infolge des Protests der werktätigen Bewohner zurückgenommen.“
...
„Zum widerständigen Wohnen gehörten nicht nur die Krawalle in der Blumenstraße oder der Mietstreik 1932, dem sich auf dem Höhepunkt 3.000 Häuser angeschlossen hatten, sondern auch die stillen Besetzungen in der DDR“, so Maier.
https://taz.de/Neue-Ausstellung-ueber-das-Wohnen/!5614057/
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 16:47:34 Sa. 28.März 2020
(https://tkkg.noblogs.org/files/2020/03/Miete_aussetzen-1024x1024-1.png)

(https://abload.de/img/90987163_14479820653742j1z.jpg) (https://abload.de/image.php?img=90987163_14479820653742j1z.jpg)
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 16:41:10 So. 29.März 2020
Zitat
Kieze veränderten sich, aber nicht zum Guten, sagt sie.

Um dem Einhalt zu gebieten, haben die Aktivist*innen klare Forderungen: »Profitorientierte Konzerne müssen radikal gestoppt werden«, bringt es eine Sprecherin der »Vernetzung der Berliner Akelius-Mieter*innen« auf den Punkt. Dies solle etwa durch Enteignung und Vergesellschaftung geschehen. Mieter*innen dürften nicht die Kosten der Krise tragen, darin sind sich die Aktivist*innen einig. Deswegen denken einige von ihnen auch über einen organisierten Mietstreik nach, bei dem Mietzahlungen ausgesetzt werden.

Die Zeit birgt eine Chance für die wohnungspolitische Bewegung: Im Licht der Coronakrise erscheinen ihre Forderungen dringender denn je.
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1134864.mietenwahnsinn-scheppern-gegen-die-wohnungskrise.html
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 11:59:36 Di. 31.März 2020
Zitat
Coronavirus-Krise:
Ab Mittwoch sollen die Mieter auf Mallorca streiken
Im ganzen Land rufen Mieterbünde die Menschen dazu auf, die Aprilzahlungen nicht zu leisten, wenn sie infolge der Pandemie in Not geraten sind


Genau ein Jahr alt ist der erste Mieterbund auf Mallorca - und ab Mittwoch (1.4.) ruft er zu einem Streik der Mieter auf, um für eine Aussetzung der Mietzahlungen im Zuge der Coronavirus-Krise zu demonstrieren. In allen spanischen Städten sollen am Mittwoch Mieter dieser Forderung Nachdruck verleihen. Die verantwortlichen Organisatoren des Streiks, die Mieterbünde in Madrid und Barcelona, sprechen von einer "neuen Krise am Wohnungsmarkt", weil Tausende von Familien am 1. April ihre Mieten für diesen Monat nicht zahlen können werden. Die Forderung an die Zentralregierung lautet, den Mietern, die mit sinkenden Einnahmen zu kämpfen haben oder ihren Job verloren haben, die Mieten zu erlassen.

Von Seiten der Zentralregierung habe man bisher keine Unterstützung erhalten, so die Organisatoren. Die einzige Lösung könne somit nur ein Streik sein, um auf die Probleme aufmerksam zu machen. Und wenn schon ein überwiegender Teil der Wirtschaft des Landes zum Stillstand komme, dann logischerweise auch die Mieten, so die Schlussfolgerung der Initiatoren. In den Fällen, dass Vermieter die Mieteinnahmen dringend benötigen, um über die Runden zu kommen, fordern sie staatliche Untertstützung.
https://www.mallorcazeitung.es/lokales/2020/03/30/ab-mittwoch-mieter-mallorca-streiken/75132.html
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 13:49:29 Mi. 01.April 2020
Zitat
Im April keine Miete bezahlen - spanienweiter Streik

Mieterverbände in ganz Spanien und damit auch auf Mallorca raten Bürgern, die durch die Corona-Krise in finanzielle Not geraten sind, dazu, jetzt im April keine Miete zu bezahlen. Initiiert wurde die Protestaktion von Mieterverbänden in Madrid und Barcelona. Dort spricht man von einer neuen Krise am Wohnungsmarkt.

Tausende Familien können die Aprilmiete aufgrund fehlender Einnahmen nicht bezahlen.
Die spanische Regierung hatte erst gestern Hilfen für Mieter beschlossen:
Zum Beispiel verbietet die Regierung Zwangsräumungen bei ausfallenden Hypotheken- oder Mietzahlung. Weiter sollen zinslose Mikrokredite bewilligt, und Mietverträge, die während des Alarmzustandes auslaufen, automatisch verlängert werden.
https://www.inselradio.com/aktuell/news/lokales/2020/04/im-april-keine-miete-bezahlen---spanienweiter-streik
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 18:18:30 Mi. 01.April 2020
Zitat
Auch Galeria Karstadt Kaufhof zahlt keine Miete mehr
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/auch-galeria-karstadt-kaufhof-zahlt-wegen-corona-keine-miete-mehr-16706667.html
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Troll am 19:47:07 Mi. 01.April 2020
Zitat
Klinik ohne Wohnungen

In der Corona-Krise reißt die SWSG, die Wohnungsgesellschaft der Stadt Stuttgart, ihre Klinikums-Personalwohnungen ab. Dabei werden Pflegekräfte dringend gesucht, und bezahlbare Wohnungen sind kaum zu finden. Ein Skandal mit Ansage.

Kontext hat schon vor drei Jahren darauf hingewiesen, doch es ist ein Kampf mit Windmühlenflügeln. Jetzt in der Corona-Krise tritt der ganze Wahnsinn der auf "schwarze Zahlen" fixierten Wohnungs- und Krankenhauspolitik der Stadt Stuttgart offen zutage. Dringend werden am Klinikum MitarbeiterInnen gesucht, das war schon vor Corona so. Aber Pflege- und Hilfskräfte finden auf dem freien Markt keine für sie bezahlbare Wohnung. Bis 2004 standen dem Klinikum für diesen Fall 1.590 Personalwohnungen zur Verfügung. Doch die wurden vor drei Jahren an die städtische Wohnungsgesellschaft SWSG verkauft. Nun könnte die ihrer originären Aufgabe nachkommen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen oder wenigstens zu erhalten. Aber nein: Die SWSG reißt ab. Von den 1.590 Wohnungen soll nur noch die Hälfte bleiben.

...

Quelle: kontextwochenzeitung (https://www.kontextwochenzeitung.de/politik/470/klinik-ohne-wohnungen-6621.html)

Juchhu, fenster auf und den Heldinnen und Helden Beifall klatschen für ihre unermüdliche Leistung in Krisenzeiten. Mist, von der vermeintlichen Anerkennung/Würdigung  durch Politik und Gesellschaft bekommen die Pflegekräfte keine Wohnung und wenn doch, noch lange nicht bezahlt.  (https://www.cosgan.de/images/midi/verschiedene/c025.gif)
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: schastar am 14:56:32 Sa. 04.April 2020
Laut einer Radiomeldung zahlt Adidas für die Zeit des Lockdowns auch keine Mieten mehr für seine Ladengeschäfte.


Doch, sie zahlen. Ist auch richtig so.
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: counselor am 15:34:19 Sa. 04.April 2020
Aber erst auf massive Empörung hin....
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 19:17:48 Sa. 04.April 2020
Auch in der Schweiz wird ein Mietstreik diskutiert:

Zitat
Für viele Corona bedingte Probleme schafft der Staat Lösungen: Kredite, Kurzarbeit, Taggeld für Selbständige und so weiter. Nur die Wohnungsmieten wurden bisher nicht angefasst, doch der Druck nimmt zu.

Der Druck, auch dieses Problem in der Corona-Krise zu lösen, nimmt zu. In kleineren Gruppen formieren sich Aktivist*innen, welche zum Mietstreik, also zum gemeinsamen Nicht-Zahlen der Miete, aufrufen. Insbesondere Mieten an juristische Personen, also Firmen, sollen nicht mehr bezahlt werden.
https://tsri.ch/zh/corona-krise-was-ist-eigentlich-mit-unseren-wohnungsmieten/
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Fritz Linow am 20:01:41 Mi. 08.April 2020
Knapp ein Drittel der Mieter in USA konnte oder wollte keine Aprilmiete zahlen:
https://www.wsj.com/articles/nearly-a-third-of-u-s-renters-didnt-pay-april-rent-11586340000?
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 16:55:15 Do. 09.April 2020
Wow!
Jeder 3.! Das ist der Hammer.
Es ist sicherlich nicht so, daß die Mietboykottkampagne eine so durchschlagende Wirkung hatte, sondern viele schlicht und ergreifend nicht zahlen können.

Es ist aber großartig, daß es die Kampagnen und die Bewegung gibt, die dafür sorgt, daß die Leute sich nicht schämen, sich nicht schuldig und nicht allein fühlen. Sie sind viele und zusammen sind sie eine Kraft.

Es ist ein tolles Beispiel für eine Soziale Bewegung, die sich aus dem Zusammenkommen sozialer Probleme und politischer Ideen speist. Darin liegen enorme Chancen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Nao am 19:12:30 Do. 16.April 2020
Kleine Ladenbesitzer und Beschäftigte aus dem chinesischen Einzelhandel demonstrieren für Mietsenkungen in Wuhan,Hubei.

(https://abload.de/img/mietekekej.jpg) (https://abload.de/image.php?img=mietekekej.jpg)

https://twitter.com/elain938/status/1248828145353887749

Zu den Forderungen von etwa 2000 demonstrierenden Taixfahrern in Hebei gehörte die einer Mietsenkung!

(https://abload.de/img/taxi4rk2n.jpg) (https://abload.de/image.php?img=taxi4rk2n.jpg)

https://mp.weixin.qq.com/s/EghQQFDAQZ_Ta30e52u7ng

Proteste mit entsprechenden Forderungen in Zhuzhou, Hunan:

https://youtu.be/hBAif4yDSmI

http://www.youtube.com/watch?v=p0Abe-mzrVo&feature=emb_title

Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Fritz Linow am 00:29:58 Fr. 17.April 2020
(https://abload.de/img/mietstrei3hejc1.png) (https://abload.de/image.php?img=mietstrei3hejc1.png)

(https://abload.de/img/mietstreik1w9k2l.png) (https://abload.de/image.php?img=mietstreik1w9k2l.png)

(https://abload.de/img/mietstreik2e9jdo.png) (https://abload.de/image.php?img=mietstreik2e9jdo.png)

(https://abload.de/img/mietstreik4scj2w.png) (https://abload.de/image.php?img=mietstreik4scj2w.png)
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 11:58:59 Mi. 22.April 2020
Schweiz

Zitat
Keine Profitsicherung der Immobilienbranche
Coronakrise: Mietstreik jetzt!


(https://www.xn--untergrund-blttle-2qb.ch/fotos/mietstreik-corona_1.png)

Wir schliessen uns zusammen und fordern gemeinsam: Mieterlass für die nächsten drei Monate oder bis die Coronakrise vorbei ist!
https://www.untergrund-blättle.ch/politik/schweiz/coronakrise-mieterlass-mietstreik-1756.html
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: holly5 am 13:33:46 Mi. 22.April 2020
ein mietstreik!? Krass
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Troll am 09:50:42 Do. 23.April 2020
Da haben es die "Helden" der Corona-Krise leicht, ein Päckchen  (https://www.cosgan.de/images/midi/froehlich/a035.gif) in eine Tüte gepackt und dem Vermieter vor die Tür stellen.
Unsere Helden ersticken fast an   (https://www.cosgan.de/images/midi/froehlich/a0701.gif)
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Fritz Linow am 21:46:45 Mo. 27.April 2020
In New York wird zum 1. Mai der größte Mietstreik seit knapp 100 Jahren geplant:

Zitat
(...)Based on mainstream news coverage alone, for instance, you’d likely never know that organizers and tenants in New York are preparing the largest coordinated rent strike in nearly a century, to begin on May 1. (...)
https://theintercept.com/2020/04/25/coronavirus-rent-strike-may/
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Fritz Linow am 12:14:52 Mi. 29.April 2020
Zitat
29.4.20
Mietstreik in Spanien

Das Ziel ist es, die Mieten auszusetzen, solange die Ausgangssperre in Kraft ist.
(...)
Deswegen haben 200 Initiativen und Mietergewerkschaften zu einem Mietstreik aufgerufen. Unter der Parole „No cobramos, no pagamos“, „Ohne Lohn, keine Miete“, organisieren sich Mieterinnen im ganzen Land, um sich wenigstens die monatliche Last der Miete beziehungsweise die drohenden Schulden vom Hals zu halten.
(...)
Die Initiative aus Spanien ist auch interessant, weil auch in Deutschland immer mehr Stimmen aus der starken Mieterinnenbewegung der letzten Jahre laut über die Möglichkeit eines Mietstreiks nachdenken.
(...)
https://solidarischgegencorona.wordpress.com/2020/04/29/mietstreik-in-spanien/
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Troll am 17:50:05 Mi. 06.Mai 2020
Zitat
Union und FDP bringen Mietendeckel vors Bundesverfassungsgericht

...

Quelle: Der Tagesspiegel (https://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-mieterverein-nennt-klage-zynisch-union-und-fdp-bringen-mietendeckel-vors-bundesverfassungsgericht/25803582.html)


Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 14:46:31 Sa. 23.Mai 2020
Zitat
Mietenstreik in Spanien geht in die nächste Phase

"Schluss mit den überhöhten Mieten", "Lassen wir die Blase platzen" - Demonstration der Mietergewerkschaft Barcelona


(https://heise.cloudimg.io/width/1050/q75.png-lossy-75.webp-lossy-75.foil1/_www-heise-de_/tp/imgs/89/2/8/9/9/2/9/5/f2de7fd16b1e2f0b.jpeg)
"In Madrid beträgt die Durchschnittsmiete etwa 600 Euro bei einem Mindestlohn von 950 Euro." Gespräch mit Fernando Bardera

Seit dem 1. April bezahlen Wohnungsmieter, Selbstständige und kleine Gewerbetreibende die Mieten nicht mehr - oft unfreiwillig, da sie die Mieten wegen Ausfällen bei Lohn oder Einkommen nicht mehr bezahlen können. Aus der Situation, verschärft durch die Corona-Krise, hatte sich ein Streik entwickelt, der sozialdemokratischen Regierung wurden fehlende Notmaßnahmen vorgeworfen.

Nun soll der "Mietenstreik" in die nächste Phase gehen...
https://www.heise.de/tp/features/Mietenstreik-in-Spanien-geht-in-die-naechste-Phase-4727340.html
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 09:02:37 So. 24.Mai 2020
Das Pack macht weiter:

Zitat
Wie Anleger jetzt mit Immobilien Rendite machen
Der Markt für Wohnimmobilien zeigt sich bis jetzt stabil. Die Finanzierung ist immer noch preiswert. Investoren können auf verschiedene Weise einsteigen.
https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/trends/fonds-investments-wie-anleger-jetzt-mit-immobilien-rendite-machen/25840414.html
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 12:38:58 Mo. 01.Juni 2020
Zitat
Zahlen oder ausziehen! In den USA droht wegen Corona noch mehr Obdachlosigkeit
Millionen Menschen in den USA können in der Corona-Krise ihre Miete nicht mehr begleichen. In Oklahoma beginnen nun die Räumungsverfahren. Vielen droht die Obdachlosigkeit.
https://nzzas.nzz.ch/international/corona-millionen-us-amerikaner-koennen-ihre-miete-nicht-begleichen-ld.1557865?reduced=true

Zitat
Zwangsräumungen in den USA:
"Dann werde ich wohl auf dem Rücksitz meines Autos schlafen müssen"
Millionen Amerikaner können in der Corona-Krise ihre Miete nicht zahlen. Es drohen massenhaft Räumungen. Etwa im armen Oklahoma, wo die Gerichte jetzt wieder öffnen.
https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-05/zwangsraeumungen-usa-corona-wirtschaftskrise-obdachlosigkeit
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Frauenpower am 12:09:01 Do. 04.Juni 2020
Super Broschuere der Rosa Luxemburg Stiftung:
https://www.rosalux.de/publikation/id/41099/sanierung-ohne-verdraengung

Am Ende der Infoschrift weitere, interessante Infos. Es wird so einiges einem / einer klar. Auch, das Klimaschutzsanierungen nicht gegen Wohnbedarf ausgespielt werden muss!

Nicht eher auf Wohnungssuche oder in die Mieter-inneninitiative ohne RLS Input  ist meine Meinung. Man kann diese Infos bestellen, ich meine sogar kostenfrei.
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 15:07:05 Sa. 13.Juni 2020
Zitat
Kampf für einen bundesweiten Mieterlass nach der Corona-Krise

Eine Initiative knüpft an Kampfmittel an, die in der Weimarer Republik mit Erfolg angewandt wurden
https://www.heise.de/tp/features/Kampf-fuer-einen-bundesweiten-Mieterlass-nach-der-Corona-Krise-4781535.html
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 09:10:00 Di. 16.Juni 2020
Zitat
Wohnen sei die soziale Frage unserer Zeit, hieß es vor Ausbruch der Corona-Krise. Diese Feststellung ist heute genauso richtig wie die Frage, ob ein Konzern wie die Deutsche Wohnen, der mit diesem sozialen Gut seine Geschäfte macht, in den Dax gehört.

Was passieren kann, wenn nicht der Markt, sondern die öffentliche Hand das Wohnen reguliert, kann man in Berlin beobachten. Nach der Einführung des Mietendeckels durch Rot-Rot-Grün sind die Preise teils deutlich zurückgegangen. Die Deutsche Wohnen musste Medienberichten zufolge Tausende Mieten senken. Der Deckel selbst wäre wohl nie ohne den Druck der Mieterinitiativen auf den Weg gebracht worden. Und auch im Angesicht der Krise hat sich zuletzt das bundesweite Bündnis „Wir zahlen nicht!“ gebildet, das einen Mieterlass für die Pandemie-Zeit fordert. Es sieht ganz danach aus, als würden Mieterinnen und Mieter die soziale Frage weiter hochhalten – auch gegen mächtige Konzerne.
https://www.freitag.de/autoren/bennyk/mit-der-angst-unter-einem-dach
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 10:02:43 Fr. 26.Juni 2020
Zitat
Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind im ersten Quartal 2020 gestiegen. Damit setzt sich ein seit Jahren währender Trend for: Der Kauf eines Eigenheimes oder einer Eigentumswohnung wird immer teurer.

Es handelt sich aktuell sogar um das kräftigste Plus seit anderthalb Jahren. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, lagen die Immobilienpreise im ersten Quartal 2020 um durchschnittlich 6,8 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.

In Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf wurde bei Ein- und Zweifamilienhäusern eine Zunahme von 9,5 Prozent ermittelt. Eigentumswohnungen verteuerten sich dort um 7,4 Prozent. In anderen Großstädten ab 100.000 Einwohnern stiegen die Häuserpreise um 8,3 Prozent, die Preise für Eigentumswohnungen um 9,3 Prozent. Auch in dünn besiedelten ländlichen Regionen sind Wohnimmobilien teurer geworden: Dort stiegen die Preise für Häuser um 6,1 und für Wohnungen um 4,9 Prozent.
https://www.deutschlandfunk.de/wohnimmobilien-preise-steigen-weiter.1939.de.html?drn:news_id=1144752
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 10:38:36 Fr. 26.Juni 2020
Zitat
Hartz-IV im Main-Taunus-Kreis:
Mieten viel zu hoch - Empfänger werden „in die Wüste geschickt“

Mit dem Geld vom Jobcenter können sich Hartz-IV-Empfänger die Mieten in der Regel nicht leisten. Das Hartz-IV-Café im Main-Taunus-Kreis fordert die Politik daher auf, die Wohnkosten anzupassen.
https://www.fr.de/rhein-main/main-taunus-kreis/hattersheim-ort87439/hartz-iv-main-taunus-kreis-wohnkosten-zu-niedrig-zr-13808422.html
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Nikita am 11:33:50 So. 28.Juni 2020
In Bonn existiert eine deutsche Handwerker- und Bauunternehmerfamilie, die für ihre bösartige Art im Umgang mit Mietern bekannt ist. Sie besitzen zahllose Objekte. Zum Abschluss eines Gerichtstermins sagte ein Mitglied der Familie, dass sie jeden Mieter vor Gericht bringen, der während der Corona-Krise Mieten nicht pünktlich zahlt. Der Clan verstößt damit vorsätzlich gegen Gesetze. Versuche die Straftaten anzuzeigen, wurden von der Staatsanwaltschaft Bonn mit Ermittlungsverfahren gegen den Anzeigenden quittiert.

Nachdem der Deutsche Bundestag vergangene Woche das Gesetz zur Abmilderung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beschlossen hat, gilt:
"Mietern und Pächtern kann für den Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni 2020 nicht wegen ausgefallener Mietzahlungen aufgrund der COVID-19-Pandemie gekündigt werden. Die Miete bleibt für diesen Zeitraum weiterhin fällig; es können auch Verzugszinsen entstehen. Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni 2020 müssen bis zum 30. Juni 2022 beglichen werden, sonst kann den Mietern wieder gekündigt werden. Mieter müssen im Streitfall glaubhaft machen, dass die Nichtleistung der Miete auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruht."
Titel: Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
Beitrag von: Kuddel am 11:41:14 Do. 09.Juli 2020
Löbtau (nahe Dresden)

(https://pbs.twimg.com/media/EcdiJzMXkAAUwCG?format=jpg&name=medium)