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Sozial & Gesundheitswesen => Soziale Einrichtungen => Thema gestartet von: am 12:55:30 So. 23.November 2003

Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: am 12:55:30 So. 23.November 2003
Die Kirche und das liebe Geld.

Hier einige Infos dazu:

http://www.kirchensteuer.de/
http://www.kirchensteuern.de/
http://www.bund-gegen-anpassung.com/sonstiges/kirchensteuer.htm
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: noch ein Gast ;o) am 18:32:48 Mi. 21.Januar 2004
wie wäre es denn damit?

http://www.kirchenaustritt.de/

 :P
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: am 22:27:05 Do. 04.März 2004
Ich zahle Kirchensteuern bewusst als Mitgliedsbeitrag einer Gemeinschaft, der ich seit meiner Konfirmation angehöre. Ich gehe mit den Leitbildern, welche durch diese Gemeinschaft vermittelt wird weitestgehend konform.
Unsere Werte, die wir tagtäglich leben werden (noch) durch solche Gemeinschaften getragen. Und diese Werte sind eben auch ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur. Kulturen sollte man pflegen um konfliktfrei mit anderen Kulturen umgehen zu können, zumal viele "Kulturen" (Religionen/Kirchen) gemeinsame Wurzeln haben.

Kurzum: Ein Beitrag zur Völkerverständigung (Fundamentalisten mal ausgenommen)

Pandora

PS: So ganz nebenbei...in Extremstlebensphasen hab ich "Kirchen" immer als unvoreingenommene Helfer an meiner Seite erfahren. Egal was war. Nie wurde gefragt: "Bist du in der Kirche..dann helfen wir...sonst nicht...."
Sie helfen einfach aus ihrem Werteverständnis heraus. Eben ein Kultur- und Sozialgut welches wir hegen und pflegen sollten *meinemeinungsei*
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: wuseline am 09:44:52 Fr. 05.März 2004
Na also ich hab 10 Jahre bei einem kirchkichen Träger gearbeitet und musste die Erfahrung mchen das die Kirche die grösste Mafia der Welt ist.

Nächstenliebe---- das Wort kennen die nicht.

Mobbing und vieles mehr das gehört zu deren Wortschatz.

Na eben oben hui und unten pfui.

Gruss wuseline
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: milo am 11:22:05 So. 07.März 2004
Zitat
Original von Anonymous

Ich zahle Kirchensteuern bewusst als Mitgliedsbeitrag einer Gemeinschaft, der ich seit meiner Konfirmation angehöre.

Ich bin BEWUSST aus der Kirche ausgetreten und mir werden trotzdem Kirchensteuern abgezogen, weil ich arbeitslos bin ... "Dank" irgendeines" dubiosen Gesetzes aus der Nazi-Zeit ! ...
Da kann ja wohl irgendetwas nicht stimmen  :evil:
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Sepharim am 17:03:14 Di. 16.März 2004
Die größte u. älteste Sekte der Welt.
Ein haufen Verbrechner an der Menschlichkeit, ich sag nur Ablas Handel. Auch wenn sich die Kirche bis heute sehr verändert hat, so ist sie immer noch der Ausbeuter Nummer1...wie eh und je, die Firma die mit Mafia ähnlichen Methoden arbeitet, bringt Fanatiker wie "Bush" hervor. Von dem ganzen Pfarrern, die doch sogerne Kinder betreuen mal ganz abgesehen.

Leider aber sehnen sich immernoch viele nach einem Leitbild, eben einen Gott. So das es immer Christen, Juden, Islamisten usw. geben wird. Auch wenn die Menschheit ohne diese Götzen schon viel weiter sein dürfte!
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: TV-Junkie am 05:19:08 Fr. 19.März 2004
"Opus Dei" - Speerspitze der heiligen Reaktion

Der Laienorden "Opus Dei" schreckt in Dan Browns "Sakrileg" praktisch vor nichts zurück, um seine Macht innerhalb der katholischen Kirche auszubauen. In einer Stellungnahme hat die sehr verschwiegene Organisation jetzt Browns Darstellung der Praktiken von Opus Dei (zu Deutsch "Werk Gottes") als "reine Erfindung" bezeichnet. Doch die aus Spanien stammende Vereinigung katholischer Fundamentalisten steht auch im realen Leben schon seit Jahrzehnten in der Kritik. 1928 von Josemaria Escriva de Balaguer (1902-1975) gegründet, lehnte sie sich politisch seit dem Spanischen Bürgerkrieg eng an das faschistische Regime des Diktators Franco an, mit dem Escriva auch persönlich beste Beziehungen unterhielt. Ziel der heute etwa 85 000 offiziellen Mitglieder ist es, ein "heiliges, gottgefälliges" Leben zu führen. Ehelosigkeit ist nicht Pflicht, doch wird ein zölibatäres Leben gern gesehen. Dagegen sind regelmäßige finanzielle Zuwendungen und der häufige Besuch der Messe ein Muss. Als äußerster "Akt der Selbstverleugnung" wird angeblich von einem Teil der Mitglieder Selbstzüchtigung durch Auspeitschen und mehrstündiges Tragen eines stachelbewehrten Bußgürtels praktiziert. Opus Dei macht keine Angaben über die Identität seiner Mitglieder - doch sollen etwa der Pressesekretär des Papstes, Joaquin Navarro Valls, die spanische Außenministerin Ana Palacio oder der kürzlich in den USA enttarnte Sowjetspion Robert Hanssen zu den Prominenten im Kader zählen. Papst Johannes Paul II. steht dem Opus Dei äußerst positiv gegenüber. Im Oktober 2002 ließ er ungeachtet heftiger Proteste den Gründer Josemaria Escriva nur 27 Jahre nach dessen Tod heilig sprechen - Escriva ist damit der Heilige der Kirchengeschichte mit der kürzesten Wartezeit.
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Kuddel am 11:47:53 Mo. 05.April 2004
Organisierter Glaube, "Religion" ist nicht etwas archaisches, das nur aus alten Zeiten übrig geblieben ist, es ist ein hochmodernes Herrschaftsinstrument. Hier sitzen auch Vertreter der Kirchen in den Entscheidungsgremien der öffentlich rechtlichen Medien. In den USA gibt es Fernsehprediger in Hülle und Fülle, die die Medien für politische Äusserungen nutzen. Der relegiöse Wahn reicht dort so weit, daß an einigen Schulen im Biologieunterricht nicht mehr die Darwinistische Entwicklungslehre von Planze,Tier und Mensch unterrichtet werden darf, sondern es gilt nur noch die biblische Schöpfungsgeschichte. Die US-Regierung beginnt ihre Sitzungen ganz theatralisch mit einem Gebet.

Aber so wird nicht nur die eigene Bevölkerung verdummt und manipuliert, Religion ist auch ein Mittel der Aussenpolitik.

Islamischer Fundamentalismus war schon mehr als 3 Jahrhunderte verschwunden bis die US-Regierung sich darauf besann sich des reliösen Wahns als Mittel ihrer Politik und man beschloß einen Islamistischen Gürtel um die Sovietunion zu legen. Religiös durchgedrehte Führer wurden unterstützt, ausgebildet und finanziert. Auch ein Bin Laden begann auf diese Weise seine Karriere. Die Sovietunion fühlte sich auch von dem dann über die Grenzen schwappenden Islamismus bedroht und hofften ihn über einen militärschen Überfall auf Afghanistan zurück drängen zu können. Die US-Politik ging hier auf: die SU befand sich in einem aussichtslosen und teuren Krieg und die US-Rüstungsindustrie konnte gleichzeitig kräftig exportieren. Und wenn die Islamisten zu stark wurden spielte man deren Führer gegeneinander aus und man konnte an alle Beteiligten wieder Waffen verkaufen.

Israel zeigte sich beeindruckt. Gegen die politisch zu linke PLO unterstütze man nun die islamistische (also faschistoide) HAMAS,  damit sich linke und rechte Palästinenser in Machtkämpfen gegeneinander aufreiben statt sich gegen Israelische Unterdrückung zu wehren.

Inzischen sehen wir, wie weltweit blutige Auseinandersetzungen zunehmen, bei denen die Religion die Triebfeder zu sein scheint. Dahinter stecken jedoch stets politische und wirtschaftliche Interessen. Auf der Strecke bleiben stets die einfachen Menschen.
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Kuddel am 11:28:27 Mi. 26.Mai 2004
25.05.04 - Brandenburg schließt Staatsvertrag mit "Heiligem Stuhl"
Das Land Brandenburg subventioniert die Katholische Kirche künftig mit jährlich 1 Mio. Euro. Weitere 100.000 Euro werden für die Erhaltung kirchlicher Gebäude und 50.000 Euro für Kirchengemeinden gezahlt. Das sieht unter anderem der Staatsvertrag (Konkordat) des Landes mit dem Vatikan zur "Förderung der karitativen Tätigkeit der Katholischen Kirche" vor. Weiter regelt der Vertrag den Religionsunterricht, eigene katholische Schulen und den Zugang zum Rundfunk.
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: sumpf am 19:09:26 Do. 24.Juni 2004
nichts gegen leute die aus der kirche austreten. i. o. das ist privatsache.
aber das dumme gelaber über faschistoide usw. tut schon weh.
1) menschen haben durch ihren glauben halt.
2) verbrecher gab es überall und immer
3) wer macht den gesellschaftliche arbeit in nennenswerten grössen ohne dafür bezahlt zu werdn? jedenfalls nicht die vertreter von eigenintressen arbeitslosenverband, vereinigung arbeitsscheuer bürger, arbeitgeberverband usw.
4) und klar wer dort arbeitet und bezahlt wird hat das gleiche auszustehen wie im normalen wirtschaftsleben, dafür wird er wenigstens bezahlt
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: milo am 19:50:16 Do. 24.Juni 2004
Zitat
jedenfalls nicht die vertreter von eigenintressen arbeitslosenverband, vereinigung arbeitsscheuer bürger, arbeitgeberverband usw.

und schon gar nicht die MA irgendwelcher AA's :evil:
Aber da wackeln ja jetzt durch das ALG II ganz schön viele Stühle, sowohl dort als auch bei den Sozialämtern. "Man" sieht sich auf der anderen Seite des Schreibtisches !
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Kuddel am 14:40:54 Sa. 31.Juli 2004
Zitat
Original von taz

Wie das neue Verlautbarungsorgan des Vatikans, die Bild-Zeitung, gestern meldete, hat Papst Johannes Paul II. in einem neuen Schreiben den "weltweiten Feminismus" kritisiert. In dem erst heute offiziell veröffentlichten 37-seitigen "Brief über die Zusammenarbeit von Mann und Frau in der Weltkirche", der Bild bereits gestern vorlag, macht der Vatikan dem "Feminismus" zum Vorwurf, die biologischen Unterschiede zwischen Mann und Frau abzuschaffen. Zudem appelliert er an die Regierungen, Bedingungen zu schaffen, unter denen "Frauen ihre Pflichten in der Familie" nicht vernachlässigen müssen, wenn sie berufstätig sind. Laut Bild geht der Brief auch erneut auf das Thema Homosexualität ein. In einem Kapitel werde daran erinnert, dass Gott "eine christliche Ehe" gewollt habe, also eine Ehe zwischen Mann und Frau.

Natürlich darf ein Seitenhieb auf die "Anomalien" nicht fehlen, ohne die jene "Normalität" der Geschlechter gar nicht stattfinden kann, die in dem Papier beschworen wird.
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Fairina am 08:46:12 Mo. 02.August 2004
Hi Sumpf,

die christlichen Kirchen, das Judentum und der Islam sind zusammen und jeder für sich die größten Verbrecherorganisationen seit Tausenden von Jahren. Alles, was es an Übeln in der jetzigen Welt gibt, fußt auf diesen Verbrechern.  Wobei der Islam ja noch gemäßigt ist. Und hör auf mit der Mitleidsmasche, daß die Kirchen eigennützig helfen. Das stimmt nicht, denn auf diese heuchlerische Methode sacken sie sich das Vermögen der von ihnen betreuten alten Menschen z. B ein.
Fairina
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:34:57 Di. 28.Dezember 2004
Bistümer planen Massenentlassungen

Die katholische Kirche verlangt von ihren Beschäftigten bundesweit massive Lohneinbußen und schreckt vor betriebsbedingten Kündigungen nicht zurück. So sollen im Bistum Aachen die Löhne um 17 Prozent gekürzt werden. Bis 2008 sollen 370 Vollzeitstellen wegfallen, das sind 23 Prozent. Am 20. Dezember protestierten in Essen 5.000 Beschäftigte und Ehrenamtliche des Bistums gegen den geplanten Stellenabbau.
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: mr_durchschnitt am 08:36:55 Mi. 29.Dezember 2004
Für Religion sind so viele Menschen auf der Erde gestorben dass man diese Sache eigentlich verbieten müsste.

Religion ist etwas um den Armen ruhig zu stellen - dass er seine Armut im stillen erträgt und nicht die Keule in die Hand nimmt und auf das Kapital dass im Luxus schwelgt einprügelt.

Nichts ist verlogener als Religion - Wasser predigen und selber Wein Saufen mit Dienstwagen und Chauffeur.
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Horch am 12:55:32 Mi. 29.Dezember 2004
Zitat
Für Religion sind so viele Menschen auf der Erde gestorben dass man diese Sache eigentlich verbieten müsste.

Für die Religion sind in der Tat viele Menschen gestorben, aber verbieten, nein.
Nicht nur das dies nicht praktikabel wäre:
Der Sinn es Lebens, des Universums, das Fragen nach dem Warum und Wie bewegt die Menschen.
Sicher gibt es Lehmann und Huber, im Grunde neoliberale Hetzer, dennoch sehe ich niemanden der die vielen sozialen Aufgaben der Kirche übernehmen könnte, außer raffgierigen Kapitalbesitzern, die ganz andere Ziele im Auge haben.

Zitat
Religion ist etwas um den Armen ruhig zu stellen - dass er seine Armut im stillen erträgt und nicht die Keule in die Hand nimmt und auf das Kapital dass im Luxus schwelgt einprügelt.

Religion ist Opium für's Volk, aber nicht nur.
Ich bin ganz und gar nicht der religiöse Typ. Der letzte Gottesdienst liegt Jahrzehnte zurück, beim Gebet sieht es ähnlich aus. Meine Lebenspartnerin ist nicht mal mehr Mitglied der Kirche.
Dennoch: Gott ist für mich eine Frage der Definition und religiöse Fragen nicht unwichtig. Keiner kommt daran völlig vorbei.

Zitat
Nichts ist verlogener als Religion - Wasser predigen und selber Wein Saufen mit Dienstwagen und Chauffeur.

Ja, aber das ist schon etwas zu Alllgemein.
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:38:32 Sa. 08.Januar 2005
Zitat
NDR-Info 8.1.05

Köln: Erzbischof Kardinal Meisner hat seinen Vergleich von Abtreibungen mit den Verbrechen Hitlers und Stalins bedauert. Meisner erklärte, er habe nicht geahnt, dass sein Verweis auf Hitler missverstanden werden könnte. Es tue ihm leid, wenn es dazu gekommen sei. Die Äußerungen Meisners waren auf scharfe Kritik gestoßen. So hatte der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Spiegel, erklärt, wenn der Kardinal den NS-Völkermord mit der heutigen Abtreibung gleichsetze, beleidige er damit Millionen Holocaust-Opfer. Ähnlich äußerte sich auch Grünen-Chefin Roth. Das ökumenische Netzwerk "Initiative Kirche von unten" warf Meisner Volksverhetzung vor.

Man folgt dem erfolgreichen amerikanischen Beispiel:
Das Bildungswesen heruntererwirtschaften und dann die Menschen mit Drecksmedien und christlichem Fundamentalismus manipulieren.

Die Kirchen sind nicht nur riesige Arbeitgeber sondern auch eine politische Kraft. In welche Richtung sie steuert konnten wir hier beobachten.

Auf die Meinung der "Initiative Kirche von unten" wird sowieso geschissen, zum Glück hat aber der Zentralrat der Juden einiges mehr an politischem Gewicht, denn sonst hätten wir vom Erzbishof  keine Worte des Bedauerns vernommen.
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 21:24:11 Fr. 18.Februar 2005
Kurz nach seiner Genesung erscheint das fünfte Buch des Papstes. In dem 224-Seiten-Werk schreibt er Persönliches, aber auch Schwerverdauliches: So vergleicht er Abtreibung mit dem Holocaust.
(...)
In diesem Zusammenhang kritisiert der Papst zudem die Schwulenehe: "Und auch an anderen schweren Formen der Verletzung der Gesetze Gottes fehlt es nicht. Ich denke zum Beispiel an den starken Druck des Europäischen Parlaments, homosexuelle Verbindungen anzuerkennen als alternative Form der Familie. Es ist zulässig und sogar geboten, sich zu fragen, ob nicht hier - vielleicht heimtückischer und verhohlener - wieder eine neue Ideologie des Bösen am Werk ist, die versucht, gegen den Menschen und gegen die Familie sogar die Menschenrechte auszunutzen."
 
http://www.stern.de/politik/panorama/index.html?id=536748&nv=hp_rt
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 11:12:07 Sa. 19.Februar 2005
Ab Einführung von Ag II war man großzügig und hat auf die pauschale Erhebung von Kirchensteuer auf's Alg verzichtet. In Wahrheit bekam die Kirche nicht diese pauschalen Abzüge, sondern die BA hat so durch die Hintertür das Alg querbeet für alle Arbetslose, egal ob konfessionell gebunden oder nicht, gekürzt. Es war eine Unverschämtheit in Wahrheit zweimal zu kürzen:

a) beim herangezogenen Bruttoarbeitseinkommen der letzten 12 Monate wurde schon dieser Arbeitsverdienst mit Steuern und beiträgen belastet.

b) Dieser Arbeitsverdienst diente dann nochmals als Bemessungsgrundlage für "die Kirchensteuer" auf das Alg. Also wurde die Steuer von der Steuer erhoben. Wir wurden zweimal geprellt von verbeamteten Raubrittern und Politikern.

Warum hat man bei Erwerbslosen mit jüdischen oder muslimischen oder buddistischen Glauben nicht auch diesen Abzug durchgepeitscht? Hat man oder hat man nicht?

Lügen, betrügen und bestehlen gehört zum Handwerkszeug von organisierten Kriminellen in der bundesdeutschen Beamtenschaft, bei Politikern und Unternehmern.

Genauso hat man behinderten Erwerbslosen den Behindertenpauschbetrag aufs Alg nicht gewährt. Behinderte waren für die BA immer voll einsatzfähig und belastbar.

Ich zitiere mal aus der 22. Auflage des "Leitfadens für Arbeitslose" von 2004, S. 178/179:

"§ 136 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 SGB III bestimmt, dass - wiederum pauschaliert - der im Vorjahr in den Ländern geltende niedrigste Kirchensteuersatz als gewöhnlicher Lohnabzug zu berücksichtigen ist. Das bedeutet im Jahr 2004 einen Abzug von wiederum 8% der Lohnsteuer.

Streit gibt es seit einigen Jahren um den Kirchensteuerabzug. Gemäß § 111 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 AFG = § 136 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 SGB III soll die Kirchensteuer (noch) zu den Abzügen zählen, "die bei Arbeitnehmern gewöhnlich anfallen". Das hat zur Folge, dass Arbeitslosen, die keiner kirchensteuererhebenden Kirche angehören, höhere Abzüge angelastet werden, als sie vor der Arbeitslosigkeit zu zahlen hätten.

Einzelne Sozialgerichte und viele Arbeitslose haben Zweifel an der Verfassungsgemäßheit (Meine Anmerkung - typisch Sprachenflederei in bundesdeutschen Kanzleistuben der Beamten, wo die PISA-Bildungsverluste von Zwergschulen voll durchschlagen - Es muß heißen Verfassungsmäßigkeit!!!) der Regelung: Das BVerfG hat 1994 die Verfassungsgemäßheit bejaht, soweit es um die Alg-Bemessung für das Jahr 1984 ging (Beschluss vom 23.03.1994, BVerfGE 90/226 ff.). Allersdings hat das BVerfG deutlich gemacht, dass die Kirchensteuer nicht mehr zu den gewöhnlich anfallenden Abzügen zählt, "wenn nicht mehr eine deutliche Mehrheit von Arbeitnehmern einer solchen Kirche angehört" (BVerfG, a.a.O., S. 238). Es verlangt deshalb die Entwicklung der Kirchenzugehörigkeit im Auge zu behalten.

Das BSG hat wiederholt, zuletzt mit Urteil vom 25.06.2002 - B 11 AL 55/01 R, die Verfassungsgemäßeit ejaht und den Anteil der Arbeitnehmer, die einer steuererhebenden Kirche angehören müsswen, mit 55% festgerlegt; erst bei Unterschreiten dieses Grenzwertes muss der Gesetzgeber tätig werden.

Beim BVerfG liegt zur Frage der Verfassungsgemäßheit des Kirchensteuerabzugs eine Verfassungsbeschwerde. Das Aktenzeichen - 1 BvR 131/95 - zeigt, dass es sich um einen Fall aus der Zeit vor 1995 handelt. Das BVerfG wird wie das BSG die Regelung (noch) für verfassunmgsgemäß halten.

Ab 01.01.2005 wird die Kirchensteuer nicht mehr als "gewöhnlich anfallend" abgezogen (§ 133 Abs. 1 SGB III n.F.)."

(Meine Anmerkung: Die Erhebung des Abzugs, den man vorsätzlich mit "Kirchensteuer" falsch bezeichnete und verschleierte, hat man sowieso in Form stark herabgesetzten Regelsattzes für Alg II mit 345 € (West) und 331 € (Ost) gleich mit berücksichtigt. Die BA hat zusätzlich an dem Ost-West-Unterschied bei Millionen Arbeitslosen zusätzlich noch verdient.)
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Ordeith am 15:04:05 Do. 31.März 2005
Na das ist ja mal ein Thema das ich schon lange für abgeschlossen hielt. Gerade die Kirche hat doch mit ihrem Machtmissbrauch ganz neue Maßstäbe für Brutalität in der Geschichte der Menschheit gesetzt. Eine Institution rein im Namen Gottes die Menschen runterzuhalten, damit kein Verlangen nach mehr, wie zum Beispiel Selbstbestimmung oder Meinungsfreiheit, entsteht. Na ja inzwischen hat diese Aufgabe nunmehr die Medien übernommen, doch deswegen mehr Vertrauen in die Kirche haben, weil sie durch ihren großen Machtverlust friedlicher geworden ist????
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 21:35:59 Sa. 02.April 2005
Caritas macht sich zum Vorreiter für Ein-Euro-Jobs

Die katholische Caritas will in Zusammenarbeit mit dem Bundeswirtschafts- und Arbeitsministerium 15 Agenturen für Gesundheits- und Sozialwirtschaft einrichten. Diese sollen in den jeweiligen Regionen dazu beitragen, weitere Ein-Euro-Jobs zu schaffen.
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 21:50:20 Sa. 02.April 2005
Ist ja schön, daß man an diesen Bannfluch des Pabstes in der TAZ erinnert. Die päbstliche Beschwörungsformel lautet genauso wie die bürgerliche Politik:

Die 3 Ks für die Frau - Küche, Kind, Kirche.

Was für eine erbärmliche Haltung in den zwischenmenschlichen Beziehungen und was für eine armselige Wertevorstellung.

Man sollte in diesem Zusammenhang wohl eher auf August Bebel verweisen - "Die Frau und der Sozialismus" (http://www.mlwerke.de/beb/beaa/beaa_000.htm).
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Kann das sein? am 14:10:18 So. 03.April 2005
"... Die katholische Caritas will in Zusammenarbeit mit dem Bundeswirtschafts- und Arbeitsministerium 15 Agenturen für Gesundheits- und Sozialwirtschaft einrichten. Diese sollen in den jeweiligen Regionen dazu beitragen, weitere Ein-Euro-Jobs zu schaffen. ..."

steht oben. Kirchlich lizensierte Fronarbeit.

Interessant immer, wenn mal ein kirchliches Werk (Caritas, Diakonisches Werk) oder ein Behindertenheim bzw. Behindertenwerkstatt in der Zeitung inseriert und eine Stelle anbietet. Da steht dann immer als Voraussetzung mit drin:

"Die Mitgliedschaft in einer christlichen Kirche (Religionsgruppe) ist Voraussetzung." (Oder ähnlich formuliert.)

Als Konfessionsloser braucht man sich also gar nicht zu bewerben - oder man lässt sich schnell läutern und tritt kirchensteuerzahlend ein.

Ob man wohl als "Ein-Euro-Jobber" in kirchlichen Diensten auch erst wieder Kirchensteuerzahler werden muss, also Kirchenmitglied sein muss???

Wie zwiegespalten er doch ist, der christliche Glaube - genau so zweifelhaft wie der ganze Rummel um eine irdische Papstfigur. (Was hat denn der Allgemeinheit dieser Papst so positives gebracht? Aber O.K. - jedem sei seine "Buddha-Figur" erlaubt, wer´s braucht.)

Mir ist sowieso zweifelhaft, wie sich die einzelnen kirchlichen Dienststellen und Werke auf Dauer finanzieren. Natürlich, bislang sprudelten reichlich aus Mitgliederbeiträgen, Spenden, Kollekten, Schenkungen und staatlichen Zuschüssen die Gelder. Positiv zu bewerten ist natürlich, wenn sich hieraus Behindertenwerkstätten, Waisenheime usw. finanzieren. Aber wenn ich bei verschiedenen Dienststellen den "Verwaltungs- und Dienststellen-Wasserkopf" sehe (schaut mal z. B. bei Evangelische Kirche bzw. Diakonisches Werk Görlitz nach), da entsteht schon der Eindruck, dass viele, viele Mitarbeiter in der Tat als gute Kirchensteuerzahler aus purer Nächstenliebe beschäftigt werden ... jedoch nicht, weil es wirklich im Sinne der christlichen Arbeit zwingend erforderlich ist.
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Kann das sein? am 09:59:02 Do. 07.April 2005
Ich habe mir von anderer Stelle böse Worte wegen meiner Kirchen- und Papstschelte eingefangen. Bevor das evtl. auch hier passiert nur ein Grund für meine Denkweise, weswegen ich die heutige kath. Kirche bzw. den dahingeschiedenen Papst als mittelalterlich, rückständig und überhaupt nicht positiv empfinde:

Manch einer entsinnt sich an die kriegerischen Handlungen im ehemaligen Jugoslawien der 90er Jahre. U. a. gönnten sich Milizionäre bzw. Soldateska der unterschiedlichsten Glaubensgruppen hier nicht nur das Vergnügen des Massenmordes, sondern auch der Massenvergewaltigungen von "einkassierten" Frauen.
Zahllose Frauen wurden auf Grund dieser Verbrechen schwanger. Gottesfürchtige bzw. kath. Frauen, die schwanger wurden, schlossen sich in Organisationen zusammen und fragten beim Vatikan an ob denn unter diesen Umständen Abtreibungen erlaubt werden sollten.
Persönliche Antwort des jetzt gestorbenen Papstes:
"Ihr sollt den Feind in eurem Leibe lieben, ihn austragen und ihm ins Antlitz schauen, bzw. ihm vergeben."

Mehr sage ich dazu nicht.
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 12:03:00 Do. 07.April 2005
Während des II. weltkrieges war das während der Besetzung Jugoslawiens durch Hitlerdeutschland auch nicht anders bei den nationalistisch eingestellten Ustaschas (http://de.wikipedia.org/wiki/Ustascha) und Tschetniks (http://de.wikipedia.org/wiki/Tschetniks).
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Kann das sein? am 12:15:02 Do. 07.April 2005
Richtig: Der damalige Papst hat sogar die menschenverachtende und menschenvernichtende Diktatur gut geheissen, toleriert bzw. "stumm" darüber hinweg gesehen.
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Martin Mitchell am 05:44:30 Do. 21.April 2005
Heimkinder-Ueberlebende wollen wissen: Werden die Würdenträger der Evangelischen Kirche in Deutschland - sowie die Mächtigen der Diakonie, Bethel, und der Inneren Mission - auf dem 30. Deutschen Evangelischen Kirchentag, der vom 25.-29. Mai 2005 in Hannover stattfindet, nicht nur die anwesende Teilnehmerschaft, aber auch die gesamte Bevölkerung via die Medien, über *die wahre Geschichte der deutschen Jugend in kirchlichen Heimen und Anstalten der Nachkriegszeit (1945-1985)* informieren, und zur gleichen Zeit, sich bei der Vielzahl der Opfer der damaligen fundamentalistischen evangelischen Heimerziehung (die für lange Zeit nach dem Kriege weiterhin auch eugenische und despotische Ideologien beinhaltete), entschuldigen? --- eine Entschuldigung der Reue vorausgeht, und der Sühne tun folgt?

Wie solch eine erwartete Entschuldigung genau aussehen sollte, und was ihre Vorausetzungen sind, kann hier genau festgestellt werden @ http://www.heimkinder-ueberlebende.org (es werden sogar auch Beispiele von vollständigen anständigen Entschuldigungen dort aufgeführt) (für gebildete Leute, die auch Englisch verstehen).

Besonders auch zu empfehlen auf dieser Webseite Heimkinder-Ueberlebende.org (Care-Leavers Survivors [Germany].org) ist der Link http://www.heimkinder-ueberlebende.org/Fuersorgeerziehung_im_Vaterland_-_1924-1991.html , und alle weiteren in diesem Link aufgeführten Links (alles in deutscher Sprache).
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Kuddel am 13:08:00 Mo. 16.Mai 2005
Zitat
Original von ManOfConstantSorrow
Caritas macht sich zum Vorreiter für Ein-Euro-Jobs

Die katholische Caritas will in Zusammenarbeit mit dem Bundeswirtschafts- und Arbeitsministerium 15 Agenturen für Gesundheits- und Sozialwirtschaft einrichten. Diese sollen in den jeweiligen Regionen dazu beitragen, weitere Ein-Euro-Jobs zu schaffen.

Und so sieht sowas praktisch aus:
"Interessante Arbeitsgelegenheiten für HochschulabsolventInnen“. Selbstverständlich alle im „öffentlichen Interesse“ und „zusätzlich“:
http://www.khg-frankfurt.de/sose2005/frameunten/gesellschaftethik/hartz_iv.htm
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:55:07 Mi. 22.Juni 2005
»Mitarbeiter mußten in die Kirche eintreten«

Caritas und Diakonie bekommen nur 1,8 Prozent ihrer Gelder von den Kirchen. Die restlichen 44 Milliarden Euro berappt der Steuerzahler. Ein Gespräch mit Carsten Frerk, freier Autor. Er hat jetzt das Buch »Caritas und Diakonie in Deutschland« veröffentlicht und nennt darin erstmals exakte Zahlen und Details zur Finanzierung dieser beiden christlichen Wohlfahrtskonzerne.
 Interview in junge Welt (http://www.jungewelt.de/2005/06-22/022.php)
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:15:20 Di. 16.August 2005
Wir erleben gerade ein Trommelfeuer der Verblödungspropaganda, die BILD-Bibel bei Aldi, Ratze kriegt Besuch von Hunderttausendenden durchgebllert Grinsenden und das Ganze permanent in allen Medien.

(http://img.stern.de/_content/54/42/544203/pap10_600.jpg)

Hierzu mal ein paar Fakten:
NRW: Kirchenaustritte halten an
Ein Hintergrund für die verstärkten Bemühungen zur Aufwertung der Kirchen ist deren anhaltender Mitgliederrückgang. Im Jahr 2003 gehörten von den 18 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen 7,8 Millionen (43,4 Prozent) der katholischen und 5,2 Millionen (28,7 Prozent) der evangelischen Kirche an. Damit war die Zahl der Katholiken um etwa 61.000 und die der Protestanten um etwa 58.000 niedriger als ein Jahr zuvor. Insgesamt 36.710 Menschen traten 2003 aus der katholischen, 34.730 aus der evangelischen Kirche aus. Ergebnisse für 2004 liegen noch nicht vor.
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 17:43:29 Mi. 08.März 2006
Papst unterstützt Berlusconi im Wahlkampf

Papst Benedikt XVI. empfängt mitten in der heißen Phase des italienischen Wahlkampfs demonstrativ  führende Politiker der regierenden ultrarechten "Forza Italia" und mischt sich damit direkt in den Wahlkampf ein. Ende März will er Ministerpräsident Berlusconi empfangen. Dieser liegt zur Zeit in Umfragen deutlich hinter dem Oppositionsbündnis.
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:11:31 Di. 28.März 2006
Kirchenaustritt nur noch gegen Gebühr?

Am 21. März hat die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen über die Einführung einer Gebühr von 30 Euro für Personen beraten, die aus der Kirche austreten wollen. Diese Gebühr soll angeblich die Kosten für die Annahme der Austrittserklärung und die Meldung an die Kirchen decken. Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Fraktion der Linkspartei.PDS im Bundestag sieht darin auch einen weiteren Verstoß gegen die notwendige Trennung von Kirche und Staat. Verschiedene Organisationen von Konfessionslosen und Atheisten haben bereits energisch gegen die Pläne protestiert.
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Ragnarök am 17:46:55 Mi. 12.Juli 2006
Jesus, Mohammed und Co, sind Märchen und die Bibel oder der Koran eine Sammlung von Lügen und perversen Fantasien.

Die Relegionsführer sind nichts anderes als geistige Brandstifter und gehören alle aufgeknüpft, sämtliche Kirchen und Moscheen verkauft und das Geld an die Armen der Welt verteilt.

--> http://www.politikforum.de/forum/showthread.php?s=&threadid=140420&goto=nextnewest

--> http://www.netzpolitik.org/2006/warum-osama-bin-laden-linux-nutzt/

Als Nitzsche sagte: ,,Gott ist tot!", sprach jener Gott: ,,Du Vollidiot!" Ich bin solange nicht verstaubt, solange ihr nur an mich glaubt!

 8) :D :P
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Troll am 18:21:47 Mi. 12.Juli 2006
Zitat
Jesus, Mohammed und Co, sind Märchen und die Bibel oder der Koran eine Sammlung von Lügen und perversen Fantasien.

Wow, Du bist Kenner der Bibel und des Koran, nicht schlecht. Mit Kenner meine ich, Du hast sowohl die Bibel als auch den Koran gelesen um eine derartige Behauptung aufzustellen.

Zitat
Die Relegionsführer sind nichts anderes als geistige Brandstifter und gehören alle aufgeknüpft

Da kann ich Dir zustimmen.
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Ragnarök am 18:27:32 Mi. 12.Juli 2006
Zitat
Original von Troll
Zitat
Jesus, Mohammed und Co, sind Märchen und die Bibel oder der Koran eine Sammlung von Lügen und perversen Fantasien.

Wow, Du bist Kenner der Bibel und des Koran, nicht schlecht. Mit Kenner meine ich, Du hast sowohl die Bibel als auch den Koran gelesen um eine derartige Behauptung aufzustellen.

Zitat
Die Relegionsführer sind nichts anderes als geistige Brandstifter und gehören alle aufgeknüpft

Da kann ich Dir zustimmen.

Muss ich auch nicht mir reicht das was ich sehe und höre.
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: regenwurm am 18:30:34 Mi. 12.Juli 2006
Glaube ist der Gegner des Wissens


...Ragnarök
Zitat
Jesus, Mohammed und Co, sind Märchen und die Bibel oder der Koran eine Sammlung von Lügen und perversen Fantasien.
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Troll am 18:33:21 Mi. 12.Juli 2006
Jaja ist schon ein Kreuz mit diesen pauschalisierten Aussagen.

Arbeitslose sind Faul und somit Sozialschmarotzer fällt in die gleiche Kategorie, hab ich nämlich auch gehört und sogar in Zeitungen gelesen.
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Ragnarök am 18:34:34 Mi. 12.Juli 2006
Wer ist der größere Narr? Der Narr oder der, der ihm folgt?
(Obi Wan-Kenobi).
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Troll am 18:56:48 Mi. 12.Juli 2006
Zitat
Original von Ragnarök
Wer ist der größere Narr? Der Narr oder der, der ihm folgt?
(Obi Wan-Kenobi).

Wäre die richtige Frage, wenn man Deiner vorigen Aussage folgen würde.
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Ragnarök am 08:16:32 Do. 13.Juli 2006
Mir hat das gereicht was ich an "Christenmenschen" während meines Zivildienstes erlebt habe.

Ich bin Rettung gefahren und habe mehr erlebt als mir lieb war, die Bibel oder den Koran muss und werde ich nicht lesen um mir eine Meinung über Religionen zu bilden.

Nihilist trifft es am ehesten.  :D
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: uwenutz am 18:54:46 Do. 13.Juli 2006
Man hat so sein "Kreuz" mit der lieben Kirche

Vor einigen Tagen, vernahm ich aus unserer lokalen Presse
"Armut in einem reichen Land ist mehr als nur eine Herausforderung,
sie ist ein Skandal" und ich dachte bei mir:
Was für Pharisaer, da schreien Täter sie seien Opfer denn, ist nicht
gerade die reiche Kirche, diejenige welche selbst vehement am
Sklavenmarkt beteiligt ist?, beipielhaft sind die kirchlichen Träger
getarnten gGmbH`s zu nennen. Harz IV als kirchlicher Labsal
sozusagen.Oder, ist nicht gerade die Kirche selbst vor Reichtum
strotzend, gerade diejenige, die bei der Ausbeutung der Beschäftigten
am Hungerlohn partizipierend festhält, wenn man sich den
 Leihüberlassungstarif der Kirche, um mal zwei Beipiele zu nennen,
näher ansieht.
 

Meine Meinung, diese Institution gehört entsorgt.
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Troll am 09:37:26 Fr. 14.Juli 2006
Zitat
Original von Ragnarök
Mir hat das gereicht was ich an "Christenmenschen" während meines Zivildienstes erlebt habe.

Ich bin Rettung gefahren und habe mehr erlebt als mir lieb war, die Bibel oder den Koran muss und werde ich nicht lesen um mir eine Meinung über Religionen zu bilden.

Nihilist trifft es am ehesten.  :D

Zitat
regenwurm
Glaube ist der Gegner des Wissens
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Ragnarök am 13:53:26 Fr. 14.Juli 2006

*WISSEN UND GLAUBEN*

Durch Wittgensteins letzte Aufzeichnungen in UEBER GEWISSHEIT
zieht sich als ein Hauptthema - angeregt durch die "Common Sense"-
Philosophie von G.E. Moore - die Unterscheidung von WISSEN und
GLAUBEN *1*. Im folgenden soll diese Unterscheidung primaer
"beschrieben" werden - denn der spaete Wittgenstein zieht ja die
Deskription von Paradigmen einem einseitigen Vorgehen durch
Definitionen, Thesen oder Hypothesen vor. Ueber das Verhaeltnis
von Glauben und Wissen heisst es in UEBER GEWISSHEIT: "Man kann
sagen 'Er glaubt es, aber es ist nicht so', nicht aber 'Er weiss
es, aber es ist nicht so'. Kommt dies von der Verschiedenheit der
Seelenzustaende des Glaubens und des Wissens? Nein. (...) Zu
meinen, den Worten 'glauben' und 'wissen' muessten verschiedene
Zustaende entsprechen, waere so, als glaubte man, dem Worte 'ich'
und dem Namen 'Ludwig' muessten verschiedene Menschen entsprechen,
weil die Begriffe verschieden sind" (G 42). Diesem Aphorismus des
spaeten Wittgenstein - die Aussage soll wegen der Namensnennung
des Philosophen selbst nicht kommentiert werden - seien weitere
Paradigmen angefuegt, welche die Unterscheidung von Glauben und
Wissen verdeutlichen: "'Ich weiss es', sage ich dem Andern; und
hier gibt es eine Rechtfertigung. Aber fuer meinen Glauben gibt es
keine"; "Was ich weiss, das glaube ich": aber was ich glaube,
weiss ich nicht - so waere hier wohl Wittgensteins Auffassung
vorerst zu beschreiben. Schliesslich: "Es waere richtig zu sagen:
'Ich glaube...' hat subjektive Wahrheit; aber 'Ich weiss...'
nicht"; "Oder auch: 'Ich glaube...' ist eine Aeusserung, nicht
aber 'Ich weiss...'" (G 175, 177, 179f.). Vorlaeufig ist hier im
Sinn der traditionellen Subjekt-Objekt-Trennung festzuhalten, dass
Glauben offenbar eine subjektive oder subjektiv relevante Wahrheit
ist; nicht aber Wissen, wie Wittgenstein hier via negationis
abgrenzt. Wahrscheinlich waere dann Wissen eine objektive Wahrheit
oder vielmehr eine "Tatsachen"-Wahrheit im Sinn des fruehen
Wittgenstein des TRACTATUS (T 1-2) *2*. Jedenfalls ist Glauben -
und erst recht religioeser Glauben - nicht begrifflich,
wissenschaftlich oder philosophisch im bisherigen Sinn zu
erfassen.

Nach diesen Einleitungspassagen sollen weitere Bemerkungen
Wittgensteins zur Unterscheidung von Wissen und Glauben
herangezogen werden, die den entwickelteren Passagen aus dem
Mittelteil von UEBER GEWISSHEIT entstammen: "'Ich weiss...' sagt
man, wenn man bereit ist, zwingende Gruende zu geben. 'Ich weiss'
bezieht sich auf eine Moeglichkeit des Dartuns der Wahrheit. Ob
Einer etwas weiss, laesst sich zeigen, angenommen, dass er davon
ueberzeugt ist. Ist aber was er glaubt von solcher Art, dass die
Gruende, die er geben kann, nicht sicherer sind als seine
Behauptung, so kann er nicht sagen, er wisse, was er glaubt"; -Es
gibt keine subjektive Sicherheit, dass ich etwas weiss. Subjektiv
ist die Gewissheit, aber nicht das Wissen" (G 243, 245). Verfolgt
man die Aufzeichnungen an dieser Stelle weiter, so kann gelten:
WISSEN beruht auf einer zwingenden Begruendung durch Fakten und
Tatsachen und macht damit fuer den spaeten und letzten
Wittgenstein eine spezifische Form von szientifischer Wahrheit und
greifbarer Wissenschaft aus *3*. Eine solche wissenschaftliche
Wahrheit muss sich also belegen und beweisen lassen. GLAUBEN
hingegen beruht auf einer Gewissheit, die letztlich begrifflich
oder wissenschaftlich nicht aussagbar ist. Sie bliebe
subjektivistisch und dogmatisch - jedenfalls ohne religioese und
ethische Verbindlichkeit - wenn sie sich nur mit
wissenschaftlichen Fakten oder philosophisch-theologischen
Gruenden belegen und beweisen liesse. Dann waere eine solche
Glaubensgewissheit nicht ueberzeugender und sicherer als eine
blosse wissenschaftliche Behauptung, These oder Hypothese, als das
weltanschauliche Dogma einer Kirche oder die Doktrin einer
politischen Partei. Werden Glauben und Wissen beim spaeten und
letzten Wittgenstein nicht in dieser Weise unterschieden, so kommt
es zu einer Vermischung und Verwirrung, die letztlich auf Kosten
des aufgeklaerten Wissens und der Interpretation des
Wittgensteinschen Werkes ueberhaupt geht. Sie fuehrt dann zu einer
falschen Gewissheit, Foerderung des Aberglaubens und Irrtums und
schliesslich einer Mystifizierung des Werkes Wittgensteins selbst.
Einen solchen Irrtum aber bezeichnet Wittgenstein als etwas
Unerlaubtes und Schimpfliches ("opprobrium"): "Ist nicht der
Zweck, ein Wort wie 'wissen' analog mit 'glauben' zu konstruieren,
dass dann der Aussage 'Ich weiss' ein Opprobrium anhaftet, wenn,
wer es sagt, sich geirrt hat. Ein Irrtum wird dadurch zu etwas
Unerlaubtem" (G 367). Gaebe es den "erlaubten Irrtum" einer
Vermischung und Analogisierung von Wissen und Glauben, so wuerde
er zur blossen Einbildung eines fiktiven Wissens fuehren: "Kann es
denn nicht sein, dass ich mir EINBILDE, etwas zu WISSEN?" (G 442).

Die Vermischung von Glauben und Wissen, mangelnde Unterscheidung
und undeutliche Trennung, laesst sich schon rein aeusserlich und
"oberflaechengrammatisch" (PU 664) an Moores Saetzen ablesen *4*.
Wittgenstein macht fuer diese Vermischung offenbar ein
subjektivistisches Moment in der traditionellen Philosophie
verantwortlich, das dem Irrtum und Aberglauben bis in spekulative
Abwege des "Solipsismus", und der "Privatsprache" (T 5.62, 5.64;
PU 4O2f., 243ff.) Tuer und Tor oeffnet: "Moore hat ein gutes Recht
zu sagen, er wisse, dass vor ihm ein Baum steht. Natuerlich kann
er sich darin irren. (Denn es ist ja hier nicht wie mit der
Aeusserung 'Ich glaube, dort steht ein Baum'.) Aber, ob er in
diesem Fall recht hat oder sich irrt, ist philosophisch nicht von
Belang. Wenn Moore die bekaempft, die sagen, so etwas koenne man
nicht eigentlich wissen, so kann er es nicht tun, indem er
versichert: ER wisse das und das. Denn das braucht man ihm nicht
zu glauben. Haetten seine Gegner behauptet, man koenne das und das
nicht GLAUBEN, so haette er ihnen antworten koennen 'ICH glaube
es'" (G 520). Wie faktitiv ueberpruefbar, belegbar oder beweisbar
eine wissenschaftliche Gewissheit auch sein mag, so
unerschuetterlich, unwiderlegbar und unbeweisbar ist sie als
Ausdruck eines persoenlichen Glaubens; und erst recht eines
RELIGIOESEN Glaubens und einer ethischen Gewissheit angesichts des
Problems, "etwas ueber den letzten Sinn des Lebens, ueber das
absolut Gute, das absolut Wertvolle zu sagen" *5*.

Geht es also um konkretes wissenschaftliches WISSEN, so muessen
"unerbittliche" Tatsachen und Beweise geliefert werden, wie
Wittgenstein immer wieder betont *6* : "Wenn Einer etwas glaubt,
so muss man nicht immer die Frage beantworten koennen, 'warum er
es glaubt'; weiss er aber etwas, so muss die Frage 'Wie weiss er
es?' beantwortet werden koennen" (G 550). Der Beweischarakter des
faktischen Wissens ist die Einsicht in das methodische, ja mit
Einschraenkung auch "systematische" Fragen des spaeten und letzten
Wittgenstein *7*; waehrend die Frage nach dem "Warum" letztlich in
eine unbelegbare und unbeweisbare "Metaphysik" fuehrt - so der
traditionelle Ausdruck - oder mit den Worten des TRACTATUS: ins
"Undenkbare", "Unsagbare" und "Unaussprechliche"; oder ethisch
gewendet: "Es ist klar, dass sich die Ethik nicht aussprechen
laesst. Die Ethik ist transzendental" (T 4.113f., 6.421f., 6.522).
Das "Was" und "Dass" des glaubenden Argumentierens - nicht aber
das wissenschaftlich-methodische "Wie" - gehoert auch fuer den
spaeten und letzten Wittgenstein zu jener Art religioeser und
ethischer Gewissheit, die sich jedem szientifischen Beweisen oder
Belegen des objektiven Wissens einer Wissenschaft oder
traditionellen Begrifflichkeit der Philosophie entzieht. Die
religioese Gewissheit des Glaubens und die ethische Gewissheit des
Handelns gehoeren in einen Bereich, in dem auch der skeptische
ZWEIFEL der Philosophie und das rationale Wissen der Wissenschaft
nichts mehr zu suchen haben und daher fuer Wittgenstein auch nicht
von letzter entscheidender Bedeutung sind.


Quelle: http://www.phil.uni-passau.de/dlwg/ws01/07-1-94.txt
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 14:05:56 Fr. 14.Juli 2006
Zitat
Original von ManOfConstantSorrow
Kirchenaustritt nur noch gegen Gebühr?

Am 21. März hat die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen über die Einführung einer Gebühr von 30 Euro für Personen beraten, die aus der Kirche austreten wollen. Diese Gebühr soll angeblich die Kosten für die Annahme der Austrittserklärung und die Meldung an die Kirchen decken. Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Fraktion der Linkspartei.PDS im Bundestag sieht darin auch einen weiteren Verstoß gegen die notwendige Trennung von Kirche und Staat. Verschiedene Organisationen von Konfessionslosen und Atheisten haben bereits energisch gegen die Pläne protestiert.

Das ist nicht anderesals die Fortsetzung des Ablaßhandels - Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt!"

Nur diesmal ist es nicht die Seele des Abtrünnigen, sondern die eines Kirchenfürsten, weil er was an den Pabst zu seiner Prunksucht abführen kann.
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Pyroskop am 23:48:09 Fr. 01.September 2006
Keine Ahnung.

Ich weiß, dass die Mehrheit Links gegen die Kirche ist.

Ist mir aber egal.

Ich mag Kirche in einem bestimmt zu verstehenden Sinn, auch wenn ich gleich vermutlich mit Tomaten beworfen werde. Auch Opus Dei ist für mich nicht schlimmes. Wird ja keiner gezwungen beizutreten. Hab auch nicht das Gefühl, dass heute da noch "gepeitscht" wird... Auch nicht die Kritiker. Natürlich bin ich gegen eine Pflichtgebühr. Nur fairerweise muss man vielleicht mal sagen, dass die Kirche schon was für Menschen tut.

Der Sinn der Kirche, der sich mir offenbart, ist der WIDERSTAND gegen Ungerechtigkeit.

Jesus war gewissermaßen ein Außenseiter, wurde belächelt.
Ein Freak vielleicht?
Vielleicht gar Sozialist?
Links?
Anders als die anderen?

Ich bin für Kirche und Glauben im herkömmlichen Sinn. Wer mag, kann ja mal die Bibel (Neues Testament) nach menschenfeindlichen Äußerungen durchforsten. Im Prinzip gilt da: Was du nicht willst was man dir tut, das tue auch keinem anderen an.

-Hartz4?

 ;)

Ich bin (vom Glauben) überzeugte Christin, trotzdem bin und war ich Links... irgendwie. Ich kann mich auch in dem Rahmen für soziale Projekte einsetzen.
Schade nur, wenn man deshalb öfter mal ausgelacht wird.
Andersherum gefragt: Welche Leben auf der Welt wünscht Ihr euch denn als Alternative?

() ohne Kirche
() Kirche ja, mächtige Kirche nein
() ohne christliche Religion
() ohne jede Religion
() ohne Religion und ohne Philosophie
() ohne Denkkraft
() ohne Gehirn

to be continued...
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Marko S. am 10:35:24 Mi. 13.September 2006
Hallo Pyroskop,

ich bin gestern über diesen Artikel von dir in der Suchmaschiene gestolpert und das lässt mich hier mehr umschauen.

Es ist wirklich so wie du beschreibst, deine Ansichten zu Kirche sind zur Zeit nicht mehrheitsfähig, ich find es aber sehr schön, daß es Menschen wie dich gibt, denn dann bin ich mit meinen Ansichten auch nicht allein.


Alle anderen würde ich gern mal fragen, seit ihr in eurem Bereich sozial aktiv und spielt Seelsorge bei euch eine Rolle und wird in eurem Bereich auch seelsorgerlich ausgebildet?




Eines schmeckt mir bei Kirche allerdings auch nicht richtig, Kirche ist mir zu oft gegen "Links" schon im Grundsatz dagegen, aber ich erkenne es ändert sich.



Mit freundlichen Grüßen Marko
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: jensen-ex am 11:11:36 Mi. 13.September 2006
Irrenhaus

Baudelaire ging
als psychiater
verkleidet ins irrenhaus.
Er blieb
zwei monate,
und als er ging
mochte ihn das
irrenhaus so sehr,
dass es ihm durch
ganz kalifornien
folgte,
und baudelaire
lachte, wenn sich
das irrenhaus
an seinem bein
rieb wie eine
seltsame katze.

(aus: der galiläa-tramper von richard brautigan)
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Marko S. am 11:28:05 Mi. 13.September 2006
Hallo jensen-ex,

ich hab mir zur Angewohnheit gemacht das anzuschauen, worüber ich rede, dein Beitrag soll ja irgendwie mit diesem Thread zusammenhängen, wie ist es zu verstehen?

Deinen Beitrag kann ich auf viele Institutionen anwenden, welche Institution meinst du?
Eine Verallgemeinerung würde auf Engstirnigkeit schließen lassen, es würde mir für dich leidtun, aber ich glaub da werde ich wohl was falsch verstanden haben?



Mit freundlichen Grüßen Marko
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: jensen-ex am 11:49:53 Mi. 13.September 2006
'tschuldige, war nur poesie ...
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: jensen-ex am 00:03:10 Fr. 15.September 2006
Zitat

aus tom robbins: Salomes siebter Schleier

Frühe Religionen waren wie schlammige, mit Laub bedeckte Teiche. In ihren Tiefen tummelten sich die Seelenfische, dort fanden sie ihre Nahrung. Doch im Laufe der Zeit verwandelten sich die Religionen in Aquarien. Dann in regelrechte Zuchtbecken. Vom kleinen Fisch zum tiefgefrorenen Filet ist es nur ein Flossenschlag.

Natürlich werden die allgegenwärtigen Verteidiger der Religion sich beeilen, auf den Trost zu pochen, den sie Kranken, Geschlagenen und Enttäuschten spendet. Mag sein. Aber Gott vertrödelt seine Zeit nicht mit Trostspenden. Wer danach trachtet, das Gesicht des Göttlichen zu erblicken, muß aus dem Aquarium ausbrechen, der Fischzucht entfliehen, wilde Wasserfälle bezwingen, in tiefe Fjorde tauchen. Er muß das Labyrinth des Riffs, die Schatten der Wasserlilien erforschen. Wie beschränkt und welche Beleidigung, sich Gott als gütigen Vater vorzustellen, als einen fernen Manager der Zucht, der uns im "Trost" künstlicher Teiche gefangen hält, wo seine Vertreter keimfreie Flocken industriell hergestellten Futters auf unsere Gewässer streuen.

Die Sehnsucht nach dem Göttlichen ist tief im Homo Sapiens verwurzelt. Wir nähern uns dem Göttlichen, indem wir unsere Seelen öffnen und uns erleuchten lassen. Diese beiden Ziele zu erreichen könnte der Sinn unseres Lebens sein.

Gut und schön. Doch solcherlei Aktivitäten laufen den Bestrebungen von Kommerz und Politik zuwider. Politik ist die Wissenschaft von der Herrschaft, und Menschen, die nach Erweiterung ihres Bewußtseins und Erleuchtung streben, sind für ihre Unbeherrschbarkeit bekannt. Um mithin ihre ureigenen Interessen zu schützen, haben sich Politiker vor langer Zeit die Religion dienstbar gemacht. Könige bestachen Priester mit Land und Schmuck. Gemeinsam legten sie die schattigen Teiche trocken und ersetzten sie durch Zuchtbecken. Die Wände der Becken bestanden aus Ignoranz oder Aberglauben und wurde mittels Angst und Schrecken zusammengehalten. Man nannte diese Becken "Synagogen", "Kirchen" oder "Moscheen". Kaum waren diese Becken da, redete man nicht mehr viel von der Seele. Stattdessen sprach man jetzt vom Geist. Die Seele ist heiß und schwer. Der Geist ist kühl, abstrakt und distanziert. Die Seele steht in Verbindung mit der Erde und ihren Wassern, der Geist dagegen mit dem Himmel und seinen Gasen. Aus den Gasen entspringt das Feuer. Feuerkraft. Jemand hat mal gesagt, Krieg sei die logische Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Als die Religion politisiert worden war, konnte man absehen, daß ihre Ausübung früher oder später ebenfalls zum Krieg führen mußte. "Krieg ist die Hölle". Daher stürzten uns religiöse Überzeugungen kopfüber in die Hölle. Die Geschichte scheint diese Ansicht immer wieder zu belegen. (Jede moderne Religion protzt damit, daß sie und sie allein mit der Gottheit auf du und du steht, und ihre Anhänger waren stets bereit zu sterben - oder zu töten -, um ihre hochtrabenden Behauptungen zu untermauern.

Natürlich konnte nicht jede verborgene Wasserstelle trockengelegt werden. Die Seelenfische, die in den wenigen vergessenen Tümpeln blubbernd nach Luft schnappen, wurden "Mystiker" genannt. Sie galten als Außenseiter, exotisch und minderwertig. Wenn sie zuviel herumplanschten, hielt man sie für bedrohlich und versuchte sie auszurotten. Die furchtsamen Flundern in den Becken, die mittlerweile von den süchtigmachenden Geistesflocken psychisch abhängig waren, hatten vergessen, daß sie vor langer Zeit selbst einen Sinn für das Mystische besessen hatten. In dem Augenblick, da wir versuchen, den Mystizismus zu organisieren, zerstören wir seine innere Natur. Religion ist also Mystizismus, in dem das Mystische abgebaut wurde.


Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 00:22:09 Fr. 15.September 2006
Ach,
dieses abgelutschte Thema...

...das Gros der Bevölkerung ließt eher BILD und das abergläubische Volk empfängt Benedetto-johlend ihren rechtsradikalen Führer aus dem Vatikan.

Das sind so Trends aus dieser Zeit...
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Marko S. am 00:41:02 Fr. 15.September 2006
Hallo jensen-ex,

deine Kritik ist berechtigt, aber ich hoffe du siehst in Stalin und Hitler auch Menschen die sich als Religionszentrum errichten wollten.

Kirche und Religion stehen nicht immer wirklich zusammen, oft eben wie du beschrieben hast ist dann Kirche und Politik zusammen.

Dennoch ging es mir um eine Frage, wo findet ihr das, was Kirche für Notfälle verspricht, eben Hilfe in Not.
Auch noch eine andere Frage, gibt es in euren Traumgesellschaften Schaffung von Kultur, würde die nicht sinnlos?

Wie sieht deine Traumgesellschaft aus, was bietet die?



Mit freundlichen Grüßen Marko
Titel: Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: jensen-ex am 22:31:54 Sa. 16.September 2006
Zitat
Original von Marko S.
Hallo jensen-ex,

deine Kritik ist berechtigt, aber ich hoffe du siehst in Stalin und Hitler auch Menschen die sich als Religionszentrum errichten wollten.

Kirche und Religion stehen nicht immer wirklich zusammen, oft eben wie du beschrieben hast ist dann Kirche und Politik zusammen.

Dennoch ging es mir um eine Frage, wo findet ihr das, was Kirche für Notfälle verspricht, eben Hilfe in Not.
Auch noch eine andere Frage, gibt es in euren Traumgesellschaften Schaffung von Kultur, würde die nicht sinnlos?

Wie sieht deine Traumgesellschaft aus, was bietet die?



Mit freundlichen Grüßen Marko

hallo marko,

was die kirche für notfälle verspricht: schlimmstenfalls das himmelreich, zumal
die gegenwärtige überformung der gesellschaftlichen verhältnisse tatsächlich zum ziel hat, caritativen organisationen den ball der verwaltung sozialen elends zuzuspielen.

 dieses mag in meinen augen kaum als gesellschaftliche fortentwicklung gelten. zumal im selbstverständnis organisierter religiosität der obrigkeitsglaube dominant ist: ein jedes habe seinen platz zu wirken und über allem steht GOtt. GOtt, der jedem sein schicksal zuteil werden lässt: ''Du bist der fußabstreifer der gesellschaft? so sei es. das ist dein schicksal. komm lass dich in meine tröstenden arme nehmen, sei untertan der obrigkeit, es geht in deinem weltlichen leben halt nicht immer so gerecht zu, wie du es dir wünscht. man kann es halt nicht jedem recht machen, aber wenn du schon am boden liegst, dann friss, was ich dir vor die nase setze ...''

Traumgesellschaften:

würdest du meine träume kennen, wüsstest du vermutlich, was du um keinen preis haben möchtest, denn meine träume sind größtenteils alpträume, sind alpträume, genauso wie die von mir erlebte realität und genauso, wie ich meine alpträume zu bändigen versuche, wünsche ich mir die gesellschaft nach meinem maß: mit distanzierter neugierde fragend.
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Kuddel am 13:44:42 Sa. 21.Dezember 2013
Die Heute-Show über das Streikrecht in kirchlichen Betrieben (http://www.youtube.com/watch?v=6QNCt7KGnz4#ws)
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Kuddel am 20:11:56 Fr. 18.Juli 2014
Kirchenaustritte nehmen um mehr als 50 Prozent zu

Die Beliebtheit des neuen Papstes gleicht die Enttäuschung über Ex-Bischof Tebartz-van Elst nicht aus. Die Zahl der Austritte erreicht das Niveau von 2010, als die Missbrauchsfälle bekannt wurden.


(http://img.welt.de/img/deutschland/crop130306804/1158723557-ci3x2l-w620/DWO-IP-Kirchenaustritt-ag.jpg)

http://www.welt.de/politik/deutschland/article130306812/Kirchenaustritte-nehmen-um-mehr-als-50-Prozent-zu.html (http://www.welt.de/politik/deutschland/article130306812/Kirchenaustritte-nehmen-um-mehr-als-50-Prozent-zu.html)
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Troll am 09:23:13 Sa. 19.Juli 2014
Ein paar kluge Reden über die elenden Zustände der Welt reichen halt nicht aus, es hat ja keine Konsequenzen, daß war wie das Verständnis von Merkel für die Blockupy-Bewegung. Eingeständnisse, und dann weiter so wie bisher.  Am Ende bleibt Verarmung und Elend doch nur ein in Kauf zu nehmender Kollateralschaden des vermeintlichen Erfolges.
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:44:12 So. 20.Juli 2014
Na, vielleicht gibt's ja doch sowas wie Evolution! ;D
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Kuddel am 13:36:49 Mo. 08.September 2014
Zitat
ARD-Film über reiche Bistümer:
Die Kohle der Kirche

Jeder Konzern muss seine Bilanzen offenlegen. Nur die Kirche verbirgt ihren Besitz hinter Weihrauch, Purpur und Briefkastenfirmen. Die ARD-Doku "Vergelt's Gott" forscht nach - und legt Obszönes offen.


(...)In Freising etwa halten die Verantwortlichen das Diözesanmuseum für so bedürftig, dass sein Erhalt mit 30 Millionen Euro gesichert ist - während für das katholische Obdachlosenheim der Stadt laut ARD-Recherchen schlappe 64.000 Euro fehlen. Das Heim wird geschlossen.

Im deutschen Handelsregister gibt allein der Suchbegriff "katholisch" 3032 Treffer. Dazu gehören Banken, Immobilienfirmen, Verlagskonzerne, Filmfirmen, Getränkefabriken, Weingüter und Wälder - vor allem Wälder! Die sind zwar ordentlich im Grundbuch eingetragen, können aber nicht einmal von den Ämtern den verwirrend vielen kirchlichen Trägern zugeordnet werden. Schwintowski schätzt alleine in Deutschland den Grundbesitz auf 200 Milliarden Euro. Jährlich fließen fünf Milliarden an Steuergeldern, von denen ein Teil für den Betrieb von Krankenhäusern, Kindergärten, Schulen oder Hochschulen verwendet wird. Hinzu kommen rund 500 Millionen Euro staatlicher Zuwendungen, mit denen unter anderem Reinhard Marx' Gehalt bezahlt wird.

Diese halbe Milliarde geht auf den Reichsdeputationshauptschluss von 1803 zurück, in dem Entschädigungen für enteignete Abteien vereinbart wurden.
(...)
http://www.spiegel.de/kultur/tv/kirche-und-finanzen-vergelt-s-gott-ueber-den-reichtum-von-bischoefen-a-990374.html (http://www.spiegel.de/kultur/tv/kirche-und-finanzen-vergelt-s-gott-ueber-den-reichtum-von-bischoefen-a-990374.html)

Mo, 08.09., 22:45 Uhr

http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/swr/08092014-story-im-ersten-vergelts-gott-100.html (http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/swr/08092014-story-im-ersten-vergelts-gott-100.html)
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Kuddel am 18:38:16 Mi. 17.September 2014
Proteste gegen Millionen Euro teuren Katholikentag in Leipzig

Die Stadt Leipzig steht finanziell nicht gut da und ist deshalb gespalten, was den Katholikentag betrifft, der 2016 stattfinden soll.

Eine Million Euro soll dieser die arme Stadt kosten, weshalb es zu Streit und Protesten kam. Auf dem Marktplatz steht deshalb bereits eine nachgebaute Steintafel des 11. Gebots: "Du sollst deinen Kirchentag selbst bezahlen."

Nun entscheidet der Stadtrat über das heikle Thema.

http://www.shortnews.de/id/1109490/proteste-gegen-millionen-euro-teuren-katholikentag-in-leipzig (http://www.shortnews.de/id/1109490/proteste-gegen-millionen-euro-teuren-katholikentag-in-leipzig)
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Kuddel am 09:15:16 Mo. 03.November 2014
Zitat
Schwaben
Vier Millionen Euro in Kloster gefunden


Im Kloster Neresheim auf der Schwäbischen Alb ist ein bislang unbekanntes Millionen-Vermögen aufgetaucht. Woher das Geld stammt, ist bislang unklar.
Es bestehe der Verdacht der Geldwäsche, berichtet der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe.
http://www.sueddeutsche.de/panorama/schwaben-vier-millionen-euro-in-kloster-gefunden-1.2201938 (http://www.sueddeutsche.de/panorama/schwaben-vier-millionen-euro-in-kloster-gefunden-1.2201938)
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Troll am 10:48:59 Mo. 03.November 2014
Die haben's verpennt, "Den Seinen gibt s der Herr im Schlaf".
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Kuddel am 12:26:39 Sa. 20.Dezember 2014
Zitat
Finanzskandal in katholischem Orden
Franziskaner am Rande der Pleite

Der Generalminister des Franziskanerordens hat in einem offenen Brief über "einen beträchtlichen Betrag an Schulden" informiert.
Die Ordensführung will von den möglichen "zweifelhaften Finanzoperationen" nichts gewusst haben.
Italienische Medien berichten über Investitionen in ein Luxushotel, Drogen- und Waffendeals sowie von beschlagnahmten Schweizer Konten.
http://www.sueddeutsche.de/panorama/finanzskandal-in-katholischem-orden-franziskaner-am-rande-der-pleite-1.2276028 (http://www.sueddeutsche.de/panorama/finanzskandal-in-katholischem-orden-franziskaner-am-rande-der-pleite-1.2276028)
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: BGS am 19:28:22 Sa. 20.Dezember 2014
Daß die "Franziskaner am Rande der Pleite" sind, passt doch gut. Immerhin gibt es dort ein "Armutsgelübde".

MfG

BGS
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:42:15 So. 21.Dezember 2014
Sehe ich auch so!
Eigentlich haben die alles richtig gemacht! ;D
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Kuddel am 16:53:14 So. 05.April 2015
Zitat
Der einstige Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat einen neuen Job in Rom - sein opulentes Ruhestandsgeld bekommt er trotzdem weiter.
Die Ruhestandsbezüge sollen bei etwa 6800 Euro liegen
http://www.spiegel.de/panorama/leute/bistum-limburg-prueft-bezuege-von-tebartz-van-elst-a-1027091.html (http://www.spiegel.de/panorama/leute/bistum-limburg-prueft-bezuege-von-tebartz-van-elst-a-1027091.html)
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Troll am 10:37:30 Mo. 11.Mai 2015
Zitat
Story des Tages: Katholischer Priester, der einen Meth-Ring betrieb, kaufte einen Sex-Shop, um das Drogengeld zu waschen (http://www.nbcconnecticut.com/news/local/Priest-Who-Ran-Meth-Ring-to-Be-Sentenced-302893881.html). Und jetzt wurde er zu fünf Jahren Knast verurteilt.

Quelle: Fefes Blog (https://blog.fefe.de/?ts=abaeda3f)

 :D
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Troll am 09:19:53 Sa. 18.Juli 2015
Zitat
Schmerzliche Entwicklung 
Immer mehr Katholiken treten aus der Kirche aus

Neuer Tiefschlag für die katholischen Kirche: Noch nie sind in Deutschland so viele Menschen ausgetreten wie im vergangenen Jahr: 217.716 Menschen kehrten der Kirche 2014 den Rücken. Eine Verwirrung um die Kirchensteuer mag eine Rolle gespielt haben. Aber die Ursachen liegen wohl viel tiefer.
....

Quelle: t-online (http://www.t-online.de/wirtschaft/id_74752462/katholische-kirche-anzahl-der-austritte-steigt.html)

Einzelne gesellschaftliche Entwicklungen geben etwas Hoffnung.
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Kuddel am 21:51:50 Mi. 09.Dezember 2015
Die Schäfchen ins Trockene bringen...

Zitat
Razzia bei Kurienkardinal - Bargeld hinter Würstchendose versteckt

(http://polpix.sueddeutsche.com/bild/1.2134426.1449681005/640x360/gerhard-ludwig-mueller.jpg)
http://www.sueddeutsche.de/bayern/vatikan-razzia-bei-kurienkardinal-bargeld-hinter-wuerstchendose-versteckt-1.2774755 (http://www.sueddeutsche.de/bayern/vatikan-razzia-bei-kurienkardinal-bargeld-hinter-wuerstchendose-versteckt-1.2774755)
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Kuddel am 18:55:02 Di. 12.Januar 2016
Heute, Dienstag, 12. Januar um 20:15 Uhr (75 Min.)

Die evangelische und katholische Kirche in Deutschland erhalten jedes Jahr rund zehn Milliarden Euro an Kirchensteuern. Hinzu kommen staatliche Gelder und Gewinne aus Finanzgeschäften. Der Reichtum führt immer wieder zu Finanzskandalen. Die Kirchen in Frankreich dagegen sind auf Spenden angewiesen, staatliche Zuschüsse gibt es nicht. Wie gehen die Kirchen mit ihrem Geld um?

http://www.arte.tv/guide/de/051618-000/die-kirche-und-das-geld/?vid=051618-000_PWA12034-D (http://www.arte.tv/guide/de/051618-000/die-kirche-und-das-geld/?vid=051618-000_PWA12034-D)
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Troll am 10:10:58 Do. 14.Januar 2016
https://www.chefduzen.de/index.php?topic=27202.msg313575#msg313575 (https://www.chefduzen.de/index.php?topic=27202.msg313575#msg313575)

Mal wieder gepostet bevor gelesen, sorry.
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 17:57:02 Do. 14.Januar 2016
Die Doku ist ganz gut gemacht und zeigt die Sonderstellung der Landeskrichen in der brd und wie findig sie sind um auch ehemaligen Mitgliedern die letzten Groschen rauszupressen, wenn sie ihre Austritturkunde nicht mehr vorweisen können. >:(

Anderseits sind Freikirchen davon nicht betroffen.Sie finanzieren sich nicht über Kirchensteuern sondern über die Mitgliedsbeiträge und Spenden ihrer Mitglieder und Freunde.Also Siebenten-Tags Adventisten, Methodisten,Freie Evangelische Gemeinden, Neuapostolen, Heilsarmee,Baptisten und was es sonst noch alles gibt ....
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Kuddel am 17:18:13 Do. 21.April 2016
Zitat
Der Herrgott scheißt auf den größten Haufen

Die Kirchen erhalten 2016 eine Rekordsumme von 510 Millionen Euro an verfassungswidrigen Staatsleistungen - CDU, CSU und SPD sträuben sich im Bundestag trotzdem gegen eine Abschaffung


Alle Jahre wieder feiert man Ostern und die Auferstehung eines Wanderpredigers namens Jesus. Alle Jahre wieder darf man an diesen Tagen nicht tanzen. Immerhin, das Tanzverbot an den Osterfeiertagen gibt’s für umme. Teurer sind da schon die Millionen, die jährlich in den Klingelbeutel der Kirchen fließen: Alle Jahre wieder erhalten die katholische und die evangelische Kirche ihre sogenannten "Staatsleistungen".

Bis auf Hamburg und Bremen blechen alle Bundesländer an die Kirchen, an der Spitze steht Baden-Württemberg mit über 114 Millionen Euro, es folgen Bayern mit über 93 Millionen Euro und Rheinland-Pfalz mit knapp 55 Millionen Euro.

Aktuellen Zahlen zufolge werden die Kirchen 2016 eine Rekordsumme von 510 Millionen Euro Steuergeldern von den Bundesländern erhalten. Von 1949 bis 2016 haben die Kirchen insgesamt über 16,8 Milliarden Euro nur an Staatsleistungen eingesackt.

Diese Staatsleistungen haben nichts mit den 10 Milliarden Euro Kirchensteuer zu tun, die der Staat von den Steuerzahlerinnen und -zahlern jährlich eintreibt.
http://www.heise.de/tp/artikel/48/48001/1.html (http://www.heise.de/tp/artikel/48/48001/1.html)
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: BGS am 00:10:15 Sa. 23.April 2016
Who the fuck is "Herrgott"?

MfG

BGS
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Kuddel am 10:53:57 Sa. 23.April 2016
  :D
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Troll am 14:37:50 Mo. 20.Juni 2016
Zitat
Kirche legt Finanzen offen
Erzbistum München hat sechs Milliarden Euro Vermögen

Es ist noch ein langer und weiter Weg bis das Vermögen der Erzdiözese München und Freising komplett zusammengerechnet ist. Laut Generalvikar Peter Beer war die heutige Vermögensbilanz ein erstes Zwischenergebnis. Doch schon jetzt geht Peter Beer von einem Vermögen von etwa 6 Milliarden Euro aus.

http://cdn-storage.br.de/MUJIuUOVBwQIbtChb6OHu7ODifWH_-by/_-TS/9A4f_-gG/7369736a-2c5d-4dc1-bedb-021ac46c84cc_2.mp3 (http://cdn-storage.br.de/MUJIuUOVBwQIbtChb6OHu7ODifWH_-by/_-TS/9A4f_-gG/7369736a-2c5d-4dc1-bedb-021ac46c84cc_2.mp3)

Quelle: BR (https://www.br.de/nachrichten/erzdioezese-muenchen-und-freising-zwischenergebnis-100.html)

6 Mrd. und wenn in einer kirchlichen Einrichtung etwas zu reparieren ist soll dafür extra gespendet oder für Gottes Lohn gearbeitet werden. "Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen", die katholische Kirche ist scheinbar Teufels stilles Örtchen.
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:09:56 Mo. 20.Juni 2016
Und die Renovierung ihres Eigentums lassen sie sich auch noch von Steuergeldern bezahlen! >:(
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Baxter81 am 13:22:04 So. 22.Januar 2017
Und neben der Kirchensteuer kommt ja auch noch das Kirchengeld dazu. Aber nicht mehr mit mir. Ich bin ausgetreten, und stehe auch dazu. Von dem gesparten Geld mache ich im Mai mit meiner Frau einen Kurs Yoga für Anfänger. Da weiß ich wenigstens, für was ich mein Geld ausgebe, und was ich dafür bekomme. Unter anderen kann ich mir was anschauen (http://www.stress-auszeit.ch/), und meine Frau ist auch zufrieden
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Kuddel am 19:33:27 Mo. 05.Februar 2018
Zitat
Bistum verliert Millionenbetrag durch Immobilienspekulation

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Ex-Mitarbeiter der Diözese Eichstätt. Er soll auf "höchst fragwürdige Weise" 60 Millionen US-Dollar angelegt haben.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-02/bistum-eichstaett-immobiliengeschaefte-betrug-untersuchungshaft (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-02/bistum-eichstaett-immobiliengeschaefte-betrug-untersuchungshaft)
Titel: Re:Die Kirche und das liebe Geld
Beitrag von: Nikita am 17:05:23 Fr. 11.Mai 2018
Hier in Münster ist große Tagung der Kinderficker-Sekte. Die nennen das aber anders.
Zu einem richtigen Katholikentag gehört auch der offizielle Auftritt der AfD. Das hält dann davon ab, sich mit Kirchen-internen Themen zu beschäftigen.

(https://religionundgesellschaft.files.wordpress.com/2017/08/kinderfickersekte-e1505039448298.jpg?w=574&h=372&crop=1)

Stadt, Land und Bund haben einige Millionen für das Event springen lassen.
Dafür muss unser Staat wirklich vielen Bettlern ihre Spenden abluchsen:
http://www.lokalkompass.de/iserlohn/politik/stadt-iserlohn-die-ausbeutung-der-armen-kennt-offensichtlich-keine-moralischen-grenzen-d890679.html (http://www.lokalkompass.de/iserlohn/politik/stadt-iserlohn-die-ausbeutung-der-armen-kennt-offensichtlich-keine-moralischen-grenzen-d890679.html)