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Randbereiche - Wenig diskutiert! => Andere Randbereiche => Bloß weg hier! => Thema gestartet von: BGS am 03:14:19 Sa. 25.Dezember 2010

Titel: SOLL MAN AUSGEWANDERTE VOR DER RÜCKKEHR NACH DLAND WARNEN?
Beitrag von: BGS am 03:14:19 Sa. 25.Dezember 2010
Ich spreche hier nicht für mich, da fast zufriedener und sowieso mittelloser ARGE und Deutschland Flüchtling, trotz gewisser Schwierigkeiten, wie Temperaturen um -30°, monatelanges "Holz machen" aus einem gesunden Instinkt heraus (wer hätte jemals ahnen können, dass es in Nord Skandinavien seit ca. 10 Wochen mindestens -5° C warm ist und dass für erträgliche Temperaturen in einem alten Holzhaus sowohl eine 2.000 € teure "Wärmepumpe" (auf Abzahlung), als auch stündliches Holz Nachlegen erforderlich ist, aber es ist nun Mal nicht weit vom Pokarkreis  ...) Na und? FREIHEIT. PLATZ. RAUM. MENSCHENWÜRDE. MENSCHLICHKEIT (DU WIRST VOM NACHBARN ZU WEIHNACHTEN EINGELADEN ;  HAST KAUM KOHLE; KOCHST DAHER EIN EINFACHES GERICHT ALS GESCHENK UND ALLE FREUEN SICH... .)

AUSGEBEUTET WIRD MAN IN GEWISSER WEISE AUCH HIER, ABER ES IST NOCH IM VERHÄLTNIS:

(http://www.abload.de/img/sdc12715jbg8.jpg) (http://www.abload.de/image.php?img=sdc12715jbg8.jpg)

Eine Freundin , die nach ENGland ausgewandert war mit Mann und Familie (3 Kids), nachdem Ihr erster Auswanderungsversuch bei "akademischen Lockangeboten" in Kanada ohne eigenes Verschulden  beendet worden war, will nun scheinbar aus "GREAT BRITAIN" nach D(recksland) , dem Land da das sog. "Minderleister"<wie ich> angeblich schädigen, zurückkehren).

Zitat:
"Wir sind ja aus vielen Gründen nicht so glücklich hier, u.a.
x gefällt die Arbeit nicht so besonders gut, ich finde
die Schule nicht gut und allgemein ist das Leben hier
schwieriger als in Deutschland, besonders wo hier momentan
alles eingespart wird."


Soll man Ausgewanderte vor der Rückkehr nach Deutschland warnen?

MfG + schöne ...Tage

BGS







Titel: Re:SOLL MAN AUSGEWANDERTE VOR DER RÜCKKEHR NACH D(recks)LAND WARNEN?
Beitrag von: DJ1980 am 08:58:11 Sa. 25.Dezember 2010
Na ja, man muß wohl die Relationen sehen, denke ich! Da ich nicht verstehen kann, wie man überhaupt nach England auswandern kann, würd ich in dem Fall sagen: Nein!
In deinem Fall: Ja!
Ich würde auch lieber "dort oben" Leben, leider hab ich aber weder die Mittel und Möglichkeiten, noch den Mut dazu! Auch gibt es noch andere Dinge, die mich daran hindern!
Wünsche dir aber noch viel Glück da oben im "Land der Wikinger"... lol
Titel: Re:SOLL MAN AUSGEWANDERTE VOR DER RÜCKKEHR NACH D(recks)LAND WARNEN?
Beitrag von: Pinnswin am 08:58:39 Sa. 25.Dezember 2010
Moin BGS
...warnen... im Endeffekt muss doch jeder wissen, was er machen will und kann.
Selbsteinschätzung ist in der Euphorie des Neuanfangs und im Hass auf das Alte oft nicht jedermanns Sache und es scheitert mancher an den nicht bedachten Gegebenheiten vor Ort.

Viele Ausgewanderte campieren in Spanien u.a. südl. Ländern als Obdachlose, da sie keine Wurzeln mehr in D haben, oder aber beim Abschied so großkotzig rum-tönten, das eine Rückkehr schier unmöglich ist (~ unbezahlte Schulden und Co.), bzw. sie sich nicht trauen, zurückzukehren.
Erstmal ist es wichtig, wenn man Auswandert, ein Scheitern dieses Vorhabens mit einzuplanen. Manchen packt direkt das  Heimweh... es gibt viele Gründe, zurückzukehren. Oder man hat blauäugig das falsche Einwanderungsland erwischt und braucht evtl. ein bisschen Auszeit, in D, um sich neu zu sortieren
und organisieren.



(http://www.fotos-hochladen.net/thumbnail/pict0174ynhwcg_thumb.jpg) (http://www.fotos-hochladen.net/view/pict0174ynhwcg.jpg)
Titel: Re:SOLL MAN AUSGEWANDERTE VOR DER RÜCKKEHR NACH D(recks)LAND WARNEN?
Beitrag von: unkraut am 09:46:56 Sa. 25.Dezember 2010
Ein holländischer Kollege von mir ist mit Fam.( 2 kleine Kinder )  und 2-jähriger Vorbereitung ( 4x4 Wochen auch vor Ort gewesen ) nach AUSTRALIEN ausgewandert .
Eigentlich alles perfekt geregelt gewesen . Job , Haus usw.
Aber es kommt immer anders .
Nun nach fast 2 Jahren ...
Allein der Kindergarten kostet so viel das seine Frau ( Krankenschwester ) eigentlich nur dafür arbeitet .
Sie kommen gerade so knapp mit hängen und würgen über die Runden .

Wir hätten auch schon lange nach NL gehen können aber da ist es alles in allem nicht anders wie in D.
Mal ganz abgesehen davon das wir da nicht mal ( finanziell gesehen ) weder so ein Grundstück geschweige denn Haus bekommen würden . Vlt. gerade ne Doppelgarage .
Hier hat es uns 150T € gekostet . Das selbe vergleichweise in NL 750T € .
Titel: Re:SOLL MAN AUSGEWANDERTE VOR DER RÜCKKEHR NACH D(recks)LAND WARNEN?
Beitrag von: Ziggy am 11:58:04 Sa. 25.Dezember 2010
Nach England auswandern ist ja irgendwie vom Regen in die Traufe zu kommen.

Im Grunde ist das alles eh nur Zeit schinden. Du kannst hingehen, wohin du willst, es ist eine Frage der Zeit, bis die Heuschrecken kommen.

Auswandern ist für uns bislang keine Option, aber ich bin bereit zu kämpfen, und ich bin auch bereit, zu sterben, wenn es sein muß.
Titel: Re:SOLL MAN AUSGEWANDERTE VOR DER RÜCKKEHR NACH D(recks)LAND WARNEN?
Beitrag von: arm+alt2 am 23:54:09 Mi. 09.Februar 2011
Nur, um den Fred mal wieder auszugraben.

Was Ziggy da sagt stimmt leider schon: Man schindet Zeit!
Aber in dieser Zeit kann man dann was auf die Beine stellen, was man in DE nicht gekonnt hätte.

Ich würde heute noch am Gängelband der ARGE hängen, wenn ich nicht die Möglichkeit einer Auswanderung gehabt hätte.
Reich bin ich zwar immer noch nicht und werde es wohl auch nie werden, aber alleine das Gefühl zu haben: "Ich muß nicht zur ARGE gehen" ist mir mehr wert, als in meiner Heimat zu leben.
Lieber schlage ich mich in der Fremde durch, als das ich noch einmal dieses bekackte Gefühl haben will, das man hat, wenn man nen Brief der ARGE bekommen hat.

Also freiwillig gehe ich nicht wieder nach DE zurück. Da muß man mich Zwangsdeportieren und an allen 4en fesseln.
Titel: Re:SOLL MAN AUSGEWANDERTE VOR DER RÜCKKEHR NACH D(recks)LAND WARNEN?
Beitrag von: Alex22 am 13:17:41 Do. 10.Februar 2011
In Deutschland ist Armut wegen des damit verbundenen Sozialmobbings besonders unerträglich.
In den Nachbarländern ist es oft nict besser, aber man wird auf den "Ämtern" nicht gedemütigt. Doch das will das Merkel ja nun ändern lassen.

In das Vereinigte Königreich zu gehen ist eine schlechte Entscheidung. Dort haben es die Leute noch schwerer mit Arbeit als in D.
In Italien ist es ähnlich, doch das Wetter ist gnädiger und die Menschen sind oft toleranter.

Ich komme zurecht. Nur einfach den Koffer packen und "Hallo, hier bin ich", das geht nicht.
Wer kein Geld oder keinen Beruf oder keine Freunde vor Ort oder gesundheitliche Probleme hat, oder alles zusammen, der kann nur eine Reise antreten und die kann man mit Hartz IV buchen.
Titel: Re:SOLL MAN AUSGEWANDERTE VOR DER RÜCKKEHR NACH D(recks)LAND WARNEN?
Beitrag von: BGS am 22:11:00 Do. 10.Februar 2011
... Was Ziggy da sagt stimmt leider schon: Man schindet Zeit!
Aber in dieser Zeit kann man dann was auf die Beine stellen, was man in DE nicht gekonnt hätte.


GENAU DAS IST DER PUNKT. Was gibt es noch versuchen in einem Land, WO MAN ENDGÜLTIG AUSSORTIERT WERDEN SOLL.

Auch ich würde heute noch am Gängelband der ARGE hängen müssen, wenn ich nicht die Möglichkeit einer Auswanderung gehabt hätte. Mit verdammt wenig Geld, das ich mir auch noch privat leihen musste. Die Banken? Kein Kommentar.

Vor Zeugen bin ich von Sachbearbeiterinnen der ARGE PLÖN bei jedem Termin nur falsch "beraten" und letzten Endes systematisch meiner wenigen verbliebenen Rechte beraubt worden.

...
Also freiwillig gehe ich nicht wieder nach DE zurück. Da muß man mich Zwangsdeportieren und an allen 4en fesseln.

In Skandinavien. ohne hier die garantiert zu erwartenden Schwierigkeiten für Auswanderer/innen (finanziell, sprachlich etc.) verleugnen zu wollen, gewinnt man endlich etwas Zeit, in dieser Zeit kann man dann was auf die Beine stellen, Platz finden für eigene Ideen, sich positiv weiterentwickeln - was in DE als "Armer" inzwischen wohl völlig ausgeschlossen ist. Doch wird hier im Norden vorausgesetzt, dass man erstmal sich selbst versorgen kann (bis Arbeit gefunden / selbstständig gemacht), die Landessprache lernt (wird wirklich gefördert in teuren + sehr guten Sprachkurs).

Es geht den Erhalt der Menschenwürde, wenn man sich gezwungen sieht, auszuwandern.

MfG

BGS


Titel: Re:SOLL MAN AUSGEWANDERTE VOR DER RÜCKKEHR NACH D(recks)LAND WARNEN?
Beitrag von: arm+alt2 am 19:28:14 Fr. 11.Februar 2011
[...]
In den Nachbarländern ist es oft nict besser, aber man wird auf den "Ämtern" nicht gedemütigt. Doch das will das Merkel ja nun ändern lassen.
[...]

Wie nu? Werden die ungedemütigten "Kunden" jetzt in den Kellern der ARGEN in die Duschen gebracht?
Bekommen die Sachbearbeiter Redeverbot?
Oder werden Flyer verteilt: Günstig kochen bei Hartz4, Erhobenen Hauptes verhungern, Wanderwege ins Elend etc.?
Titel: Re:SOLL MAN AUSGEWANDERTE VOR DER RÜCKKEHR NACH D(recks)LAND WARNEN?
Beitrag von: Alex22 am 12:19:13 Sa. 12.Februar 2011
Nein, Das Merkel will das Hartz IV Modell exportieren.
Von Duschen weiß ich nichts.
Hier noch mal etwas von unserer großen Demokratin

Merkel plädiert für totale Überwachung (http://www.youtube.com/watch?v=wcVRlzP6SQA#ws)
Titel: Re:SOLL MAN AUSGEWANDERTE VOR DER RÜCKKEHR NACH D(recks)LAND WARNEN?
Beitrag von: arm+alt2 am 10:53:32 Mi. 16.Februar 2011
Na da bin ich mal gespannt, was da die Leute in z.B. Italien, Spanien oder auch hier in Litauen dazu sagen werden  ;D
Da gibts dann keine Demos... die würden anfangen Behörden- und Regierungssitze abzureissen. Das geht ganz fix.
Titel: Re:SOLL MAN AUSGEWANDERTE VOR DER RÜCKKEHR NACH DoofLAND WARNEN?
Beitrag von: BGS am 20:16:49 Sa. 24.September 2011
Diesen Monat sind meine Bekannten, von denen in diesem Thread die Rede ist, aus England nach Lübeck zurückgekehrt.

Ihre Route war in den letzten Jahren Deutschland - Kanada - Deutschland - England - Deutschland.

Weitere Kommentare erspare ich mir vorerst.

MfG
BGS
Titel: Re:SOLL MAN AUSGEWANDERTE VOR DER RÜCKKEHR NACH D(recks)LAND WARNEN?
Beitrag von: Wernichtsweissmussallesgl am 21:01:52 Fr. 03.August 2012
Hy BGS

Ich habe schon immer überall hier und dort gewohnt und gearbeitet.
Benelux halt.
Die allergrössten Vorteile sehe ich zur Zeit in Belgien. Dort zu leben an der Gileppestaumauer wo der Löwe den Kopf gen Preussen brüllt wie der Hermann gen Frankreich. Die A4 Richtung D zu arbeiten, sein Geld in der BRD zu versteuern (wegen der bestgeschützten Minderheit in Europa, sonst wäre das Niemandsland) und bei Arbeitslosigkeit (2 Jahre Arbeitslosengeld und den belgischen Wohlfahrtsstaat nutzen zu dürfen ohne überhaupt eingezahlt zu haben)
Ich dachte auch unglaublich, habe jetzt ein weisses Kennzeichen mit roten Buchstaben und werde argwöhnisch von meinen Kollegen betrachtet im "Drecksland" mit Blick in die Ardennen.
Wer sich mit geringen unzulänglichkeiten abfinden kann wie keine Radwege, fehlende Kläranlagen, taghelle Autobahnen auch bei Nacht, riesigen Schlaglöchern, korruppte Polizei und ....., dafür Gas aus der BRD und auch Telefon und Netz, mutet zuweilen Museumshaft an, wie bei uns in den 60-70 Jahren.
Mir ist das egal und lebe gut so.
In den Niederlanden sieht das ganz anders aus, die arbeiten auch komplett anders, dazu gäbe es in D die sofortige Entlassung. 1. Frühstück, 2. Frühstück, Mittag, Kuchen, und zur letzten Frage wieviele Std. benötige ich mit dem PKW zurück nach Hause oder doch besser Wohnwagen? Es ist immer Stau vor allem Freitags, das Land ist so klein da kann keiner mehr Strassen bauen aber alles ist verstopft, immerzu und täglich eine durchfahrt unmöglich und ein Auto besser abzuschaffen.

Titel: Re:SOLL MAN AUSGEWANDERTE VOR DER RÜCKKEHR NACH D(recks)LAND WARNEN?
Beitrag von: arm+alt2 am 10:15:33 Sa. 04.August 2012
Ich verstehe den Titel des Threads ehrlich gesagt nicht so ganz:
SOLL MAN AUSGEWANDERTE VOR DER RÜCKKEHR NACH D(recks)LAND WARNEN?

Wenn jemand zurück will, dann wird derjenige schon handfeste Gründe haben.
Sei es Arbeitslosigkeit, Heimweh, familiäre Gründe, Fremdenfeindlichkeit, whatever...

Derjenige wird volljährig sein und somit schon wissen, was er (sich an)tut.