chefduzen.de - Forum der Ausgebeuteten

Ämterstress - Fragen, Antworten und Erfahrungen => Andere Themen => Rente => Thema gestartet von: Lefat am 09:31:57 Mi. 27.April 2011

Titel: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Lefat am 09:31:57 Mi. 27.April 2011
Hier mal ein Artikel aus der Jungen Welt

Quelle :

http://www.jungewelt.de/2011/04-27/024.php (http://www.jungewelt.de/2011/04-27/024.php)




Zitat
Massenphänomen Altersarmut
Hintergrund. Dank Ausweitung von Niedriglohnsektor und Prekarität: Immer mehr Menschen stehen vor einem Lebensabend am Existenzminimum
Von Christian Christen
Rentner protestieren gegen die permanente Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen (Demonstration unter dem Motto »Die Krise heißt Kapitalismus« in Berlin, Juni 2010)
Foto: Christian Ditsch/Version

 Noch vor wenigen Jahren schien es nahezu undenkbar, daß die Ära des neoliberalen Optimismus, Marktindividualismus und sozial­technokratischen »Klein-klein« des Parlamentarismus zu Ende gehen könnte. Die sozioökonomischen Grenzen dieser Konstellation wurden jedoch im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2007 offensichtlich. Auf einmal war sogar die finanzielle »Kernschmelze« des globalen Wirtschaftssystems möglich. Zur tatsächlichen Kernschmelze kam es während der jüngsten Reaktorkatastrophe in Japan, womit zugleich die ökologische Fragilität des Systems und die Plan- und Hilflosigkeit zentraler Akteure in den Fokus rückten. Offenkundig waren die »Entscheider« in Politik und Wirtschaft und die sie beratende Wissenschaft zu keiner Zeit in der Lage, das Risikopotential zentraler Entwicklungen– auf ökonomischer wie technologischer Ebene– richtig einzuschätzen. Ebenso wurde die banale Maxime jeder Entscheidungsfindung– auf das Beste hoffen, und auf das Schlimmste vorbereitet sein – sträflich mißachtet, entsprechend konzeptionslos wird seither reagiert.

 Seit geraumer Zeit sind wir Zeuge der gründlichsten Selbstdemontage der »Eliten« in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Es zeigt sich, daß sie überfordert sind, Probleme frühzeitig zu erkennen und in ihrer ganzen Tragweite zu ermessen. Bis weit ins konservative und liberale Lager ist deshalb deren Legitimation erodiert, zugleich sind breite Teile der Gesellschaft stark verunsichert. Statt einen radikalen Politikwechsel einzufordern und durchzusetzen, wird aber nach wie vor darauf gehofft, die Folgen der Reaktorkatastrophe auszusitzen und die der Wirtschafts- und Finanzkrise mit den stets gleichen und falschen Rezepten – Haushaltsdisziplin, Steigerung der »Wettbewerbsfähigkeit« und Rückbau des Sozialstaates – zu überwinden. Nun braucht es sicher keine prophetische Gabe, um zu erkennen, daß diese beiden Krisen noch lange nicht ausgestanden sind. Zugleich wird es neue, andere ökologische Katastrophen, weitere Finanz- und Wirtschaftskrisen und die normale Zuspitzung sozialer und ökonomischer Probleme geben. Letztere ist wiederum oft Ergebnis der zurückliegenden Politik, mit der die Ungleichheit der Arbeits-, Einkommens- und Lebensverhältnisse forciert wurde. Kombiniert mit den Entscheidungen zur »Bewältigung« demographischer Herausforderungen haben die »Eliten« so in den letzten Jahren die Voraussetzungen für eine neue soziale Großkrise geschaffen, nämlich die Rückkehr der Altersarmut als Massenphänomen im 21. Jahrhundert.
Kein Grund zur Sorge?
 Spätestens ab 2007 ist auch in Deutschland die Debatte um die Verteilungsfrage in einen neuen Diskurszyklus getreten. Einerseits zeigten sich die strukturellen Folgen der Sozialstaatsreformen seit Ende der 1990er Jahre (u.a. »Agenda 2010«) so deutlich, daß selbst die etablierte Forschung und Sozialberichterstattung die wachsende soziale Spaltung zur Kenntnis nahm.1 Andererseits führte die nüchterne Beschreibung zu einer bisweilen hysterischen Reaktion, um nur nicht den Grundkonsens dieser Reformen zu gefährden. Meist wurden dazu Pseudoargumente über die relative Bedeutung von Armut und Reichtum, den Sozialneid oder die mangelnde Leistungs- und Integrationsbereitschaft der »Unterschichten« mit großer medialer Wirkung vorgetragen. Dahinter verschwindet, daß sich die Arbeits-, Einkommens- und Lebenssituation für eine wachsende Gruppe stetig verschlechtert.2

 Neben der Ursachenforschung wird mit der Thematisierung der Verteilungsfrage sofort die Frage gestellt, welche Gruppe »arm« bzw. am stärksten vom Armutsrisiko betroffen ist. Ungeachtet der Meßmethoden und abweichenden Definitionen haben vor allem Alleinerziehende ein hohes Armutsrisiko, welches mit der Zahl der Kinder steigt.3 Daneben gelten Arbeitslose, Kinder, Geringqualifizierte und »Ausländer« als Risikogruppen. Die Armutsgefährdung der »Alten« wurde dagegen zuerst eher relativiert und die Möglichkeit der rapide steigenden Altersarmut offiziell verneint.4 Zwar fällt das Risiko der Einkommensarmut für die über 65jährigen Personen (Alte) in Relation zu den anderen Risikogruppen prozentual gering aus, aber die Erklärung dafür ist simpel: Die aktuellen Rentnergenerationen profitieren noch besonders von der gesetzlichen Einführung der im Umlageverfahren finanzierten dynamischen Rente in Deutschland (1957). Zudem herrschte bis weit in die 1970er Jahre Vollbeschäftigung, die Realeinkommen stiegen und die Mitte der 1980er Jahre einsetzenden Kürzungen bei der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) waren moderat. Schließlich existierten relativ gute Vorruhestandsregelungen, und deshalb sind hohe Rentenzahlungen das logische Ergebnis.

 Parallel waren die aktuellen Rentnergenerationen aus den gleichen Gründen in der Lage, zusätzliches Finanz- und Sachvermögen (Wohneigentum) aufzubauen, was ihnen als Einkommensquelle (u.a. Zinsen, Mieteinahmen, mietfreies Wohnen) im Ruhestand zur Verfügung steht. Dennoch sollte die gegenwärtige Lage der Rentnerinnen und Rentner nicht positiv überzeichnet und in den Chor derjenigen eingestimmt werden, die eine »Ausplünderung« der Jungen durch die Alten behaupten und die mediale Darstellung sorgloser, kaufkräftiger Alter in Werbefilmen als Abbild der Realität verstehen.

 Im System der GRV sind rund 52,3 Millionen Bürger versichert, und 25 Millionen Renten werden ausgezahlt, was sich auf 246 Milliarden Euro summiert. Die individuelle Versichertenrente von Frauen liegt aber zu fast 89 Prozent (für Männer 41 Prozent) unter 900 Euro, wobei die Schichtung zwischen West und Ost stark differiert. Nach aktuellen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes verfügen demnach 63 Prozent aller Rentnerinnen und Rentner über weniger als 1300 Euro pro Monat, was unter dem monatlichen Nettoeinkommen von 1360 Euro läge, würde die gewerkschaftliche Forderung nach einem flächendeckenden Mindestlohn erfüllt. Neben den individuellen Rentenzahlungen sind für die Bestimmung des Armutsrisikos die Haushaltsgröße und die dort kumulierten GRV-Zahlungen wie auch die anderen Einkommensquellen (betriebliche Alterssicherung, Lebensversicherung, Einkünfte aus Vermietung und Finanzvermögen, Arbeitseinkommen usw.) entscheidend. Allerdings wird das Budget der Mehrheit der Rentnerhaushalte bis zu 90 Prozent durch die Leistungen der GRV gedeckt, was nach früherem beruflichem Status und der Höhe der Lohneinkommen variiert. Für die Mehrheit der Alten sind die ergänzenden Einkommensquellen also nicht sonderlich ergiebig, so daß Einbußen bei den GRV-Leistungen noch nie problemlos kompensiert werden konnten.

 Jenseits statistischer Größen läßt sich in der Praxis die prekäre Lebenssituation der Alten schon heute an der Klientel der »Tafeln« und anderer karitativer Hilfseinrichtungen ablesen. Auf der einen Seite ist dies den immanenten Schwachstellen der GRV selbst geschuldet. Der deutsche Ansatz bei der Organisation und Finanzierung der gesetzlichen Alterssicherung betont das Äquivalenzprinzip, also die enge Bindung der Entlohnung in der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung mit dem Leistungsniveau der GRV. Garantiert werden soll der einmal erreichte Lebensstandard, dagegen waren die Umverteilungskomponenten im GRV-System nie sonderlich ausgebaut. Bei Bedarf sollten andere Sicherungen (Wohngeld, Sozialhilfe etc.) greifen. In diesem Ansatz schlagen niedrige Löhne, Zeiten außerhalb der lohnabhängigen Arbeit bzw. gebrochene Erwerbsbiographien voll auf die Höhe der Renten durch. Das Rentensystem reproduziert somit die hierarchische Einkommenssituation der Lohnabhängigen und die Primärverteilung zwischen Lohn und Profit, was die seit jeher prekäre Situation bestimmter sozialer Gruppen im Alter erklärt. Von dieser Konstruktion sind die Frauen besonders negativ betroffen, da sie aufgrund ihrer nicht marktentlohnten Arbeit in- und außerhalb der Familien und ihren unterdurchschnittlichen Verdiensten im Beruf nie eine hinreichende Rente aufbauen konnten. Auf der anderen Seite verallgemeinern die sozioökonomischen Umbrüche und Sozialreformen der Vergangenheit diese Problematik, so daß die GRV selbst für große Teile der »Mittelschicht« in naher Zukunft nicht mehr deren Lebensstandard sichern kann.
Atypische Beschäftigung
Zeit- und Leiharbeit haben negative Auswirkungen auf die Absicherung im Alter (Informationsstand auf der Zeitarbeitsmesse Halle/Saale, April 2005)
Foto: ddp

 Unzweifelhaft ist die Einschätzung der Entwicklung der Altersarmut wie jede Prognose schwierig. Allerdings lassen sich die Gründe schon jetzt klar benennen, und es bedarf keiner differenzierten Berechnung, um das Ausmaß der drohenden sozialen Krise abzuschätzen. Es reichen allein der Menschenverstand und die Kenntnis zentraler wirtschafts- und sozialpolitischer Weichenstellungen der Vergangenheit.

 Eine Kernursache für die wachsende Altersarmut liegt in den Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt. Neben der Massenarbeitslosigkeit sind die sinkenden Reallöhne, stark differenzierende Lohnentwicklung sowie das rapide Wachstum der atypischen Beschäftigung (Teilzeit, Leiharbeit, befristet Beschäftigung usw.) gemeint. Diese Elemente gehören zusammen und sind Ergebnis des politischen Willens nach Ausbau des Niedriglohnsektors.5 Zwar sind noch heute bei leicht rückläufigen Anteilen in Relation zu allen Erwerbstätigen neun von zehn Beschäftigten abhängige »Arbeitnehmer« und im Prinzip in der GRV pflichtversichert. Aber seit der deutschen Einheit ist die Zahl der Vollzeitstellen (aktuell etwa 65 Prozent aller Beschäftigten) um sechs Millionen gesunken, parallel hat sich die Zahl der Teilzeitbeschäftigten um sieben Millionen Personen erhöht (zirka 35 Prozent aller Beschäftigten). Weniger als die Hälfte der Teilzeitkräfte ist sozialversichert, wofür der Anstieg der gering entlohnten Beschäftigung (Mini-Jobs) verantwortlich ist. Von den rund 7,3 Millionen Minijobbern Ende 2009 arbeiteten etwa fünf Millionen Personen (zirka 70 Prozent) nur in diesen gering entlohnten Jobs, und etwa 70 Prozent der atypischen Beschäftigten sind Frauen. Die Mehrheit dieser Beschäftigten erwirbt keine oder nur minimale Ansprüche gegenüber der GRV, und je länger die Verweildauer in diesen Verhältnissen, desto größer wird die Lücke bei den Rentenanwartschaften. Diese Lücke kann selbst durch überdurchschnittliche Verdienste später kaum geschlossen werden.

 Parallel hat sich seit 1991 die Zahl der »Selbständigen« auf über 4,2 Millionen Personen erhöht. Nun sind mehr als die Hälfte davon Soloselbständige (ohne Beschäftigte), bei denen die Teilzeitquote und der Frauenanteil ähnlich hoch sind wie bei den abhängig Beschäftigten. Je nach Branche liegen die Nettoverdienste der Soloselbständigen zwischen 54 bis 72 Prozent unter 1100 Euro. Bei den in Vollzeit Arbeitenden verdienen rund 29 Prozent unter diesem Monatseinkommen. Die Verweildauer in der Selbständigkeit ist in der Regel kurz (drei bis fünf Jahre) und die Mobilität zwischen der Arbeitslosigkeit, der abhängigen Beschäftigung und der neuerlichen Selbständigkeit hoch. Im Unterschied zu den Lohnabhängigen sind die Soloselbständigen überwiegend nicht in der GRV pflichtversichert, und sie können auch nicht überproportional privat vorsorgen. Diese Personengruppe vergrößert stetig ihre Rentenlücken, und da sie auf absehbare Zeit nicht »reich« werden, sind sie, wie die Mehrzahl der Minijobber und atypisch Beschäftigten, auf die Grundsicherung im Alter angewiesen.
Lohngefüge unter Druck
 Mit den Änderungen am Arbeitsmarkt und vor dem Hintergrund der Massenarbeitslosigkeit ist schließlich das Lohngefüge flächendeckend unter Druck geraten. Die Tariflöhne und übertariflichen Leistungen sinken bzw. stagnieren seit Jahren. In und zwischen den Unternehmen und Branchen haben sich massive Unterschiede herausgebildet. Immer deutlicher wird das Mißverhältnis zwischen der schrumpfenden Kernbelegschaft und der wachsenden Anzahl der Leih- und Zeitarbeiter, den befristeten und unter Tarif entlohnten Beschäftigten. Diese Entwicklung läßt sich an den sinkenden Reallöhnen und dem Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Lohnquote ablesen. Erstere wirken systemisch direkt bei den Betroffenen als individuelle Rentenkürzung (sinkende Löhne gleich sinkende Beiträge und Renten), letzterer wirkt über die allgemeine Rentenformel indirekt. Denn da die Rentenanpassung (das dynamische Element) sich an der Lohnentwicklung orientiert und die Renten an die Entwicklung der Inflation und der Produktivität angepaßt werden sollten, führen stetig sinkende Lohnquoten und Reallöhne bestenfalls zu stagnierenden Rentenerhöhungen für alle Rentnergenerationen.

 Die zweite Ursache für den Anstieg der Altersarmut findet sich in den Reformen der gesetzlichen Rentenversicherung. Seit 1989 stehen sie allein unter der Zielsetzung, den Beitragssatz für die GRV stabil zu halten oder zu senken. Hier geht die Standortdebatte um die hohen »Lohnnebenkosten« auf und mündet in der schlichten These, sinkende Sozialabgaben würden den Aufbau der Beschäftigung beflügeln. Ergänzt um die in den 1990er Jahren aufkommende Hysterie vor dem demographischen Wandel und die Abwehr jeder rationalen Debatte um die Lastenverteilung und den notwendigen Umbau der Gesellschaft, hat sich ein Konsens gebildet, dessen jüngster Ausdruck die »Rente mit 67« ist. Zum einen galt es, die Unternehmen von den Kosten für die Alterssicherung zu entlasten, zum anderen verlagerte man die Last der Altersvorsorge verstärkt auf das Individuum. Außerdem sollten die im System der GRV angelegten systemischen Elemente der Kostensteigerung reduziert werden, um den über die Gemeinschaft der Steuerzahler bzw. den Staat finanzierten Anteile an der GRV zu reduzieren. Erreicht wurden diese Ziele über die unzähligen Änderungen der Rentenformel, der Berechnung von Rentenanwartschaften, der Reduktion der Komponenten der Umverteilung und die Heraufsetzung des Renteneintrittsalters.6

 Würden alle diese Maßnahmen heute voll greifen, kann die Kernfunktion der GRV – Garantie des Lebensstandards – selbst für die Durchschnittsverdiener nicht mehr gehalten werden. Diesen Befund stellte die wirtschaftsliberale OECD bereits 2007 aus und bescheinigte dem deutschen System mit einer Ersatzrate des letzten Nettoverdienstes von 58 Prozent einen der letzten Plätze in der EU. Werden zudem die 2004 durchgesetzten Änderungen in der Rentenbesteuerung und weitere Detailreformen berücksichtigt, fällt die Nettoersatzrate bis 2023 weit unter 46 Prozent. Alle diese Aussagen rekurrieren jedoch auf dem »Eckrentner«, also einer Person, die im 20. Lebensjahr in den Arbeitsprozeß eintritt und 45 Jahre lang bzw. bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter den Durchschnittsverdienst erhält. Die mangelnde Aussagekraft dieser Modellbetrachtung ist deshalb offenkundig, da bei den Männern nur rund 28 Prozent (West) und 22 Prozent (Ost) diesen Versicherungsverlauf nachweisen. Bei den Frauen liegt die Quote bei zirka 3,5 Prozent (West) und 7,5 Prozent (Ost). De facto hat die Mehrheit der aktuellen Rentnerinnen und Rentner nichts mit dem »Eckrentner« gemein. Vielmehr mußten sogar 50 Prozent aller Rentenneuzugänge von 2000 bis 2009 Rentenabschläge in Kauf nehmen, und auch hier stellten Frauen mit 77,4 Prozent gegenüber den Männern mit 59,3 Prozent die größte Gruppe. Alle diese Personen konnten aus unterschiedlichen Gründen das Renteneintrittsalter nicht erreichen, entsprechend mußten sie Rentenabschläge zwischen 9,5 bis 14 Prozent akzeptieren.
Kurswechsel nötig
 In der Regel wird bis heute die zurückliegende Wirtschafts- und Sozialpolitik medial als notwendige Anpassung an die Globalisierung und den demographischen Wandel verkauft. Während die Folgen dieses euphemistisch als »Reform« beschriebenen Rückbaus des Sozialstaates lange Zeit primär soziale Gruppen am untersten und unteren Rand der Gesellschaft belastet haben, werden in den nächsten Jahren weite Teile der Mittelschicht ihre sozialen Besitzstände verlieren. Während mit »HartzIV« die entsprechende Strukturveränderung in der Phase der aktiven Beschäftigungszeit ad hoc durchgesetzt worden ist, gab es für das Segment der inaktiven Phase des Ruhestandes langfristige Entwicklungen mit den entsprechenden Ergebnissen. Selbst bei optimalen Bedingungen – stetige Beschäftigung mit Durchschnittsverdienst – wird am Ende eines langen Arbeitslebens die GRV-Rente kaum signifikant höher als die Grundsicherung im Alter ausfallen. Wer langfristig gar nur 75 Prozent oder 50 Prozent des Durchschnitts verdient, wird nach 45 Jahren ununterbrochener Beitragszahlung nicht einmal dieses Niveau autonom erreichen. Angesichts der skizzierten Entwicklungen überrascht also auch nicht, daß etwa in Ostdeutschland das Armutsrisiko im Alter bis zum Jahr 2023 rapide steigen wird, da u.a. bis zu 50 Prozent der GRV-Renten der Männer unterhalb der Grundsicherung liegen werden.7 In ähnlichen Größen liegen dann auch die Rentenzahlungen für Frauen in West und Ost.

 Die skizzierte Dynamik der Altersarmut wird schon längst genutzt, um für die private Vorsorge zu werben. Während das Interesse der Finanzdienstleister verständlich ist, sind diese Pseudovorschläge zur Lösung des skizzierten Problems aus der offiziellen Politik und Wissenschaft absurd. Von diesen »Experten« wäre zumindest überzeugend zu erklären, wer bei stetig sinkenden Reallöhnen, steigender atypischer Beschäftigung und wachsender finanzieller Belastung bei der direkten Bedürfnisbefriedigung überproportional vorsorgen soll, um die eklatanten Sicherungslücken und drastischen Niveausenkungen in der gesetzlichen Rentenversicherung zu kompensieren. Nicht erst die Erfahrung mit der »Riester-Rente« zeigen, daß diejenigen, die es im Prinzip am dringendsten nötig hätten, diese Formen der mikroökonomisch ineffizienten und gesamtwirtschaftlich hoch riskanten und kontraproduktiven Vorsorge nicht nutzen können.8 Da sich die Wachstumsdynamik aller Reformen der sozialen Sicherung nie wie erhofft einstellte, wird also ohne den drastischen wirtschafts- und sozialpolitischen Kurswechsel das Phänomen »Armut trotz Arbeit« sich in »Arm im Alter« übersetzen. Und um es klar zu sagen: Die Betroffenen gehören allesamt der heutigen »jungen« Generation zwischen 20 bis 40 Jahren an und kommen aus der Mitte der Gesellschaft.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Pfiffi am 12:20:13 Mi. 27.April 2011
Ist doch nichts neues, jeder kennt den Spruch vom damaligen Minister Blüm, als er sagte "Die Rente ist sicher" , das dann das Mikrofon mit Absicht leise gestellt urde kam erst neulich heraus, denn der Satz war noch nicht zuende, er lautet nämlich vollständig, "Die Rente ist sicher, auf dem Niveau der Sozialhilfe!".

Ja schon vor 20 Jahren war mitdenken, gefragt. ;)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: matten am 13:10:46 Mi. 27.April 2011
stimmt das ist sicher nicht neu
auch wenn lange Texte verfasst werden
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Munin72 am 20:58:19 Mi. 27.April 2011
Hallo :)

Ja das ist bei weitem nichts neues aber danke Pfiffi das du den Satz beendet hattest
wieder was dazu gelernt ;)

Wegen Rente galt es für die meisten eh fast immer keine Zusatzrente, hiess es "Wasser saufen gehen"
(sorry für den Ausdruck aber der passt ;) )

Vielleicht grinst meine nicht mehr hier seiende Oma darüber ;D


Gruß Munin
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Dearhunter am 23:11:29 Mi. 27.April 2011
Blüm hat es geglaubt, ihr tut ihm etwas unrecht!

Damals waren die 64 Prozent Rentenhöhe Konsens in allen Parteien, die Beiträge müssten dazu langfristig bis 25 Prozent steigen, auch das war Konsens in allen Parteien.
Alle Parteien hatten das auch für die Zukunft in ihren Programmen ... es gab nur marginale Unterschiede.

Mich wundert ein wenig, dass Blüm nicht einen ähnlichen Weg ging wie Lafi ... aber nun gut.

Am besten zeiht das dieser Leserbrief von Blüm selbst:

http://dasdenken.blog.de/2008/11/21/leserbrief-norbert-bluehm-fehlinformationen-gesetzlichen-rente-5076205/ (http://dasdenken.blog.de/2008/11/21/leserbrief-norbert-bluehm-fehlinformationen-gesetzlichen-rente-5076205/)

Es ist wirklich nicht der Böse, auch nicht gewesen.



DH
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 07:06:50 Sa. 14.Mai 2011
Zitat
Weil das Geld nicht reicht: Immer mehr Hamburger Rentner werden zu Dieben

Mal sind es die Cracker für 69, mal die Schokokekse für 99 Cent. In den meisten Fällen klaut die 86-jährige Martha K. (Name geändert) jedoch Babynahrung. Die hagere Frau ist eine von etlichen Senioren, die in Hamburg stehlen gehen, weil ihre Rente nach eigener Aussage nicht reiche.

Die Bundespolizei ist alarmiert und warnt: Es werden immer mehr Fälle. Die Zahl der Diebstähle von Senioren (ab 65 Jahre) stieg im Vergleich von 2009 zu 2010 um satte 36 Prozent. Und das nur innerhalb von Hamburgs Bahnhöfen. Dort schlagen die älteren Täterinnen und Täter häufig zu.

Eine von ihnen ist Martha K. Erstmals erwischten die Bundespolizisten die alte Frau Ende 2009. Sie hatte eine Zeitung gestohlen und gab an, dass sie sich diese mit ihrer mickrigen Rente nicht leisten könne. Es folgten immer wieder Diebstähle am Hauptbahnhof. Die 86-Jährige stahl Kartoffeleintöpfe, Linsensuppen, Kekse und immer wieder Babybrei und Fruchtgläschen. „Sie war auffallend mager. Da sie anscheinend nicht ausreichend versorgt war, haben wir das zuständige Sozialamt eingeschaltet“, sagt Rüdiger Carstens, Sprecher der Bundespolizei.

Auch Maria A. (64) fassten die Beamten. Sie hatte Frauenzeitschriften im Bahnhof Altona gestohlen. Die Seniorin entschuldigte sich immer wieder bei den Bundespolizisten. Die verzweifelt wirkende Frau sagte, dass sie die Zeitschriften so gerne lese, sie sie sich aber von ihrer Rente nicht leisten könne.

Von Problemen mit der mickrigen Rente sprach auch ein 67-Jähriger. Er hatte eine Flasche „Klosterfrau Melissengeist“ gestohlen.

„Gerade solche Fälle gehen an den Beamten natürlich nicht spurlos vorüber. Wir versuchen dann umgehend, professionelle Hilfe zu organisieren“, sagt Bundespolizeisprecher Rüdiger Carstens.

In Hamburg haben laut der aktuellsten Zahlen des Statistikamts Nord im Jahr 2009 336.410 Senioren (ab 65 Jahren) gelebt. Davon 17.763 von der so genannten Grundsicherung (zum Vergleich: 2007 waren es noch 16.427, die die Grundsicherung bezogen haben).

Bedeutet: Diese Senioren leben am Existenzminimum. Sie müssen im Monat mit 364 Euro auskommen – sei es für Essen, Kleidung, Medikamente, Telefon, HVV-Karte oder Strom. Zusätzlich werden die Miete (für Alleinstehende von 277 bis 382 Euro) und Heizung übernommen.


„Das Problem ist, dass es tatsächlich auch Senioren gibt, die nicht einmal von der Grundsicherung leben, da sie gar nicht wissen, dass es diese gibt und sie darauf Anspruch hätten“, sagt eine Sozialamts-Mitarbeiterin, die nicht genannt werden möchte.


http://www.mopo.de/hamburg/panorama/polizei/immer-mehr-hamburger-rentner-werden-zu-dieben/-/7730198/8445968/-/index.html (http://www.mopo.de/hamburg/panorama/polizei/immer-mehr-hamburger-rentner-werden-zu-dieben/-/7730198/8445968/-/index.html)

Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Kuddel am 19:42:58 Sa. 21.Mai 2011
(http://www.ilinke.de/rentenhoehe-im-vergleich.jpg)
Titel: Re: Bei Stundenlohn unter zehn Euro droht Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 15:44:21 Sa. 28.Mai 2011
Zitat
Linke fordert Mindestrente von 850 Euro monatlich

Die Bundesregierung hat eingeräumt, dass Arbeitnehmer einen Stundenlohn von über zehn Euro brauchen, um im Alter nicht in die Armutsfalle zu geraten. Auf eine Frage von Linksparteichef Klaus Ernst bestätigte das Arbeitsministerium, dass knapp 29 Entgeltpunkte nötig seien, um eine Rente in Höhe der Grundsicherung im Alter von 684 Euro monatlich zu erhalten.

"Um dies bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 Stunden über 45 Jahre versicherungspflichtiger Beschäftigung hinweg zu erreichen, wäre rechnerisch ein Stundenlohn von rund zehn Euro erforderlich", heißt es in der Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel.

Eine zusätzliche Altersvorsorge sei dabei aber nicht berücksichtigt, heißt es in der Antwort der Regierung weiter. Mit ihr könne eine "deutlich höhere Gesamtversorgung" erzielt werden. Als Beispiel nennt Staatssekretär Fuchtel einen Riester-Vertrag  ::) zur privaten Altersvorsorge.

Dazu erklärte ein Sprecher der Linken, es sei fraglich, ob jemand mit einem Nettolohn von nicht einmal 1200 Euro die mehr als 50 Euro für die Riester-Rente wirklich erübrigen könne.

Beim gegenwärtigen Lohnniveau bekommt nach Angaben von Linksparteichef Ernst inzwischen jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte im Alter nicht mehr als 684 Euro monatlich und ist damit von Altersarmut bedroht. Deshalb bleibe die Linkspartei bei ihrer Forderung nach der Einführung einer Mindestrente in Höhe von 850 Euro im Monat, erklärte Ernst gegenüber der "Rheinpfalz am Sonntag".

http://de.nachrichten.yahoo.com/stundenlohn-zehn-euro-droht-altersarmut-114316182.html (http://de.nachrichten.yahoo.com/stundenlohn-zehn-euro-droht-altersarmut-114316182.html)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Dearhunter am 21:19:59 Sa. 28.Mai 2011
Ich habe es grob nachgerechnet .. stimmt etwa, da komme ich auf um die 700 nach heutigem Wert bei 10 Euro die Stunde.

Allerdings ist das ohne Weihnachts- und Urlaubsgeld gerechnet. FALLS es das gibt, wäre das natürlich auch beitragspflichtig, es käme pro Jahr der angenommenen 45 Jahre 1 bis 2 Eruro dazu, was dann eben 50 bis 100 Euro mehr bedeutet, damit wären wir bei 750 bis 800,

Das ist dann nicht mehr sooo weit von den geforderten 850 entfernt.

In allen Fällen darf aber nicht vergessen werden, dass in JEDEM Fall 10 Prozent Kranken- und Pflegeversicherung runtergehen. Da werden aus den 850 auch nur 765, aus den 684 werden grob 610.

Merkwürdig ist allerdings, dass bei der Beispielrechnung die niedrigeren Werte für den Osten benutzt wurden, diese liegen niediger, bei West-Werten kommen 100 Euro mehr raus.


DH
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Tom_ am 21:49:49 Sa. 11.Juni 2011
Bundesregierung: Altersarmut kein drängendes Problem in Deutschland

Berlin: (hib/TYH) Altersarmut ist derzeit kein verbreitetes Phänomen in Deutschland, dennoch muss die zukünftige Entwicklung sorgfältig beobachtet werden. Dies ging aus einer Unterrichtung des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe durch die Bundesregierung am Mittwochnachmittag hervor. Wer bedürftig sei, erhalte die 2001 eingeführte Grundsicherung, sagte ein Regierungsvertreter. ”Und wer Grundsicherung bezieht, ist nicht arm.“ Seit Ende 2008 empfangen laut Bundesregierung rund 400.000 Menschen eine Grundsicherung. Die Zahl habe sich seitdem nicht nennenswert verändert. Jedoch würden mehr Frauen als Männer die Leistung in Anspruch nehmen, auch sei die Zahl in den neuen Bundesländern höher als in den alten.

Wie sich die Zahl in Zukunft entwickeln werde, könne nicht begründet gesagt werden, betonte die Bundesregierung. Jedoch sehe sie ”durchaus das Risiko eines Anstiegs“, etwa durch die steigende Arbeitslosigkeit in den neuen Bundesländern und die teils unvollständige Absicherung von Selbstständigen. Um der kommenden Entwicklung zu begegnen, werde nach der Sommerpause ein ”Regierungsdialog Rente“ ins Leben gerufen.

In jedem Fall würden die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte durch die Grundsicherung nicht gefährdet, sagte der Regierungsvertreter. Sie sichere das physische und soziokulturelle Grundbedürfnis und gewährleiste eine ”würdige und unabhängige Existenz“.

Angesichts des weltweiten Elends müsse man gleichwohl nachdenklich sein, wenn von Altersarmut in Deutschland die Rede sei, hieß es aus der Unionsfraktion. Mit Grundsicherung sei keiner arm, dennoch müsse die Entwicklung beobachtet werden. Auch werde in mancher Biographie keinerlei Altersvorsorge getroffen.


”Wir dürfen die Situation nicht dramatisieren, trotzdem gibt es Bedürftigkeit im Alter“, betonte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Manchen Personen, etwa in Scheinselbstständigkeit, bliebe am Ende des Monats kein Geld zum Zurücklegen. Diese Personen hätten ihre Situation nicht selbst verschuldet. Für diesen Fall stellte die Fraktion das Modell einer Garantierente zur Diskussion.

Zwar habe sich die Situation seit Einführung der Grundsicherung verbessert, meinte die SPD-Fraktion. Jedoch sei bekannt, dass sich damit keine ”großen Sprünge“ machen ließen angesichts der Mietpreise und ständig steigender Heizkosten. ”Tatsache ist, dass die gebrochenen Erwerbsverläufe in Zukunft eine katastrophale Entwicklung bei der Rente ergeben werden.“

Mit dem geplanten Regierungsdialog werde die Verantwortung für die zukünftige Rentenentwicklung übernommen, betonte die FDP-Fraktion. Jedoch dürfe nicht nur am Ende des Lebens angesetzt werden, sondern schon vorher. So müsse etwa die Situation der Soloselbstständigen verbessert werden.

Die Prognosen seien beängstigend, fand die Fraktion Die Linke. Ende 2009 hätten 7,3 Millionen Menschen Minijobs ausgeübt, 70 Prozent von ihnen Frauen. Diese hätten minimale oder keine Rentenansprüche. Schon jetzt sei gegen Ende des Monats der Anteil älterer Frauen etwa bei Bahnhofsmissionen besonders hoch. ”Sie schämen sich, zu den Ämtern zu gehen.“

Quelle: Deutscher Bundestag - Pressestelle
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 15:55:05 Mi. 13.Juli 2011
Zitat
Altersarmut bisher eine Randerscheinung

Arbeit und Soziales/Antwort - 11.07.2011
Berlin: (hib/CHE) Altersarmut ist für die Bundesregierung gegenwärtig kein verbreitetes Phänomen. Wer im Alter bedürftig sei, dem sichere die Grundsicherung im Alter den Lebensunterhalt, diese Grundsicherung sei zudem nicht mit Altersarmut gleichzusetzen. In ihrer Antwort (17/6317) auf eine Große Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/3139) schreibt die Bundesregierung weiter, dass Ende 2009 rund 764.000 Menschen in Deutschland Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung erhalten haben. Davon seien rund die Hälfte (400.000) im Rentenalter gewesen. Das entspricht einem Anteil von rund zwei Prozent an den über 65-Jährigen.

Die Regierung betont, dass es bisher keine seriösen Studien darüber gebe, ob die Altersarmut in den kommenden Jahren signifikant steigen werde. Dies hatten die Grünen in ihrer Anfrage unterstellt und der Bundesregierung vorgeworfen, das Thema nicht konsequent genug anzugehen. Die Regierung bekräftigte dagegen ihre Auffassung, wonach Altersarmut vor allem aus unterbrochenen Erwerbsbiografien resultiere und deshalb die Integration in den Arbeitsmarkt mit einer dauerhaften Erwerbstätigkeit und entsprechendem Einkommen erstes Ziel zur Vermeidung von Armut im Alter sein müsse.

Aus der Antwort geht weiter hervor, dass im Jahr 2009 rund 20 Prozent der Armutsgefährdeten über 65-Jährigen einen Migrationshintergrund hatten. Außerdem betreffe Frauen das Risiko der Altersarmut weit stärker als Männer. 61,5 Prozent der armen über 65-Jährigen im selben Jahr waren Frauen und 38,5 Prozent Männer. Auch der Unterschied nach schulischen Abschlüssen sei deutlich. 60 Prozent der Betroffenen besitzt einen Hauptschulabschluss, 1,4 Prozent die Fachhochschulreife.

Quelle: hib-Meldungen (http://www.bundestag.de/presse/hib/2011_07/2011_298/01.html)

Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Auferstanden am 16:01:16 Di. 19.Juli 2011
-Grundsicherung sei zudem nicht mit Altersarmut gleichzusetzen- ist "Neusprech in Perfektion".

Die Rente ist so sicher, wie dessen Generationsvertrag einzahlenden Hungerlohnempfängern
oder Null Anwartschaft basierenden Transferbeziehern (die Agenda2010- Lüge) es ermöglichen wird.

Des Weiteren sorgen geburtenschwache Jahrgänge, eine neoliberal forcierte Unsicherheit des
Planungshorizonts für formidabele Rentenbezugsentwicklungen.
Und, um Blüms berühmten Worte abzurunden, sollten die rentenversicherungsfremden Leistungen
aus dem "Altersarmutstopf" ebenso nicht vergessen werden...

Hier von Randerscheinung zu fabulieren oder die Definition Phänomen zu verwenden ist ebenso
realitätsfern, wie dümmlich eine gegenwärtige Altersarmut mit der einer zukünftigen
Rentenentwicklung zu verwechseln...

Und um einmal eine offizielle Statistik zu verwenden:
39,9 Prozent erhalten deutsche Rentner, griechische Ruheständler kommen im Schnitt auf
95,7 Prozent des letzten Gehalts, belegt einmal mehr den gesellschaftlichen Stellenwert von "Senioren"
im heutigen Sklavenstaat.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Kuddel am 19:29:50 Mi. 20.Juli 2011
Zitat
Frauen kommen heute im Schnitt auf 26 Jahre Berufstätigkeit, Männer auf 37. Sie verdienen im Schnitt 20 Prozent weniger als Männer im gleichen Job – wenn sie nicht ohnehin in Teilzeit arbeiten. Ihre Renten fallen daher wesentlich niedriger aus: Die Durchschnittsrente der Frauen, die in den alten Bundesländern 2010 in Rente gingen, betrug laut Deutscher Rentenversicherung 463 Euro, bei den Männern waren es 860 Euro.
Drei Viertel der heute 30- bis 59-jährigen Frauen werden laut einer Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge ihren Lebensstandard im Alter nicht halten können. Schon heute sind zwei Drittel der über 65-Jährigen, die von Grundsicherung leben, Frauen.
http://www.fr-online.de/ratgeber/teilzeit-jobs-reichen-nicht/-/1472794/8675564/-/index.html (http://www.fr-online.de/ratgeber/teilzeit-jobs-reichen-nicht/-/1472794/8675564/-/index.html)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Ratrace am 10:03:32 Fr. 22.Juli 2011
Zur Zeit wird im TV wieder die Riesterscheiße beworben. Noch mal der kleine Hinweis: Sobald man aufgrund einer gebrochenen Erwerbsbiographie oder sonstigen Gründen eine Rente bekommt, die unterhalb des Grundsicherungsniveaus liegt, kommt das Sozialamt ins Spiel und stockt auf, und dann wird der Riester-Rotz mit der Grundsicherung verrechnet. Kurz: Wenn absehbar ist, daß man keine ausreichende Rente kriegt, riestert man für den Staat.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Dearhunter am 14:15:39 Fr. 22.Juli 2011
Es gibt auch Berechnungen, dass Riester - trotz Zulagen - allgemein nicht lohnt in den meisten Fällen.

Sogar die bekannt renditearme Lebensversicherung schneidet meist besser ab.



DH
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 09:25:24 Fr. 26.August 2011
Zitat
»Rentenniveau sinkt bis 2030 um etwa 25 Prozent«

Immer mehr Ruheständler müssen nebenher jobben, um über die Runden zu kommen. Ein Gespräch mit Alfred Spieler
Interview: Gitta Düperthal

Alfred Spieler ist Referent für Sozialpolitik des Bundesverbandes der Volkssolidarität

Nach aktuellen Zahlen des Bundesarbeitsministeriums ist die Zahl der 65 bis 74jährigen Rentner, die nebenher jobben, seit 2000 von 416000 auf 660000 gestiegen. Im Ministerium hält man das für ein Zeichen, daß Ältere gern arbeiten möchten– aber ist das nicht vielmehr ein Hinweis darauf, daß die Alterarmut zunimmt?
....

Quelle: Über die NDS (http://www.nachdenkseiten.de/?p=10550#h10) zu jungeWelt (http://www.jungewelt.de/2011/08-25/057.php)

Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: HDMax am 10:11:54 Fr. 26.August 2011
Die Altersarmut wird unvorstellbar hoch werden wenn die Gerburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen, aber vorher wird das Rentenalter nochmals heraufgesetzt werden von 67 Jahre auf 70 Jahre z.B.

Der Punkt wird dann auch erreicht sein, das Sozialzahlungen nur noch kurz gezahlt werden und dann eingestellt werden wie in Amerika, da diese BRD GmbH das nicht mehr zahlen kann. Der Demografiefaktor schlägt natürlich auch noch zu, da es nicht mehr genügend junge Leute gibt, die das ganze überhaupt noch erwirtschaften können. Das ist den hohen Herren im Bundestag auch alles bewußt, doch aus Geldmangel wird es einfach weiter ignoriert und es soll sich die nächste Generation damit beschäftigen.

Für diesen Eurowahn und die Kosten die Deutschland dafür zahlt werden etliche Menschen sterben müssen weil sie sich das nötigste nicht mehr leisten können.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: El Loco am 10:44:16 Fr. 26.August 2011
Die "Birne" hat in den 16 Jahren Amtszeit die Kassen geplündert. Somit standen und stehen die Nachfolger vor der Frage, wie werden die Kassen wieder gefüllt. Da den Politprofis das eigene Hemd näher ist als die Jacke, wird das Interesse nicht auf das Füllen der Kassen verwendet.
Wer noch mit Erreichen der Altersrente noch einen Job nachgehen kann, hat meistens nie körperlich schwere Tätigkeiten ausgeübt. Personen mit körperlich schwerer Erwerbstätigkeit landen, weit vor dem Erreichen der Altersrente, im Sozialnetz.
Früher war es die Arbeitslosenhilfe, die zeitlich ziemlich unbefristet beansprucht werden konnte und sich aus dem letzten Lohn errechnete. Diese "Hilfe" war den Politprofis zu teuer, es wurde das ALG II geschaffen.
Von ALG II leben bedeutet, schaffe dich selber ab. Esse das, was du dir leisten kannst, keine gesunden Nahrungsmittel, denn deine Kohle läßt es nicht zu.
Der ALG II Empfänger hat in die Kassen über Jahrzehnte eingezahlt und nach dem Verlust des Arbeitsplatzes ist er überflüssig. Eben kein Leistungsträger mehr!

Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 10:45:10 Fr. 26.August 2011
Zitat
»Rentenniveau sinkt bis 2030 um etwa 25 Prozent«

Immer mehr Ruheständler müssen nebenher jobben, um über die Runden zu kommen. Ein Gespräch mit Alfred Spieler


Es ist wohl eher so: Immer mehr Rentner würden gern (weil's hinten und vorn nicht reicht...) zusätzlich jobben, WENN sie denn diesen Job FÄNDEN.

Da das aber leider nicht so ist, bleibt nur der Gang zum Grusi-Amt, das genauso gruselig (daher der Name vermutlich...) ist, wie die Arge, genau wie der Armutsfaktor sich nicht ändert, was für Ältere durch die Aussicht aufs Lebenslänglich besonders schwierig ist.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: HDMax am 11:50:39 Fr. 26.August 2011
Arbeiten bis ins Grab

Auch wer sein ganzes Leben gearbeitet hat, dem reicht die Rente nicht mehr zum Leben.

"Arbeiten bis ins Grab" Teil 1 von 5 (http://www.youtube.com/watch?v=0GgPNnLbP4A#)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: reefshark am 13:15:09 Mi. 31.August 2011
Moin, moin

Altersarmut wird definitiv verschärft zum Problem werden
zumindest bei denen, die nicht in lückenloser Erwerbsbiographie saugut
verdient haben oder andere Einkunftsarten aufweisen

http://www.n-tv.de/politik/Rentenniveau-sinkt-und-sinkt-article4179611.html (http://www.n-tv.de/politik/Rentenniveau-sinkt-und-sinkt-article4179611.html)

Die Inflation ist höher als offiziell verlautet, die Niedriglohn - Sch...... tut
ein übriges, Hartzer kriegen keinen Mini - Rentenbeitrag mehr gezahlt, etc, etc....

Aussichten sind das

reefshark
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 17:31:33 Mo. 05.September 2011
Zitat
Das Rentensicherungsprogramm

Kernstücke einer Gesundung der zielgerichtet deformierten, gesetzlichen, solidarischen Rentenversicherung, hier zur Verhinderung der planmäßig betriebenen Erosion derselben.

So kurz und knapp wie möglich, nach jahrelangen Recherchen, hat der

Bohrwurm.net (http://www.bohrwurm.net/)

 zehn Punkte zusammengestellt, die absolut notwendig sind, um der gesetzlichen Rentenversicherung zu dem zu verhelfen, was ihre originärste Aufgabe ist und um die politisch gewollte Zerstörung zugunsten der Finanz- und Versicherungsdienstleister zu beenden:
....

Quelle und vollständiger Artikel: duckhome (http://duckhome.de/tb/archives/9466-Das-Rentensicherungsprogramm.html)

Daraus: Die nachweisbare Lüge um die Demographie von Flegel (http://www.flegel-g.de/2011-08-17-Demographie-Luege.html)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 10:28:01 Mi. 14.September 2011
Zitat
Von der Leyens „Rentenreform“: Eine Verhöhnung armer Rentner

Von Sybille Fuchs
14. September 2011


Die jüngsten „Reformpläne“ der Bundesarbeits- und Sozialministerin Ursula von der Leyen sollen angeblich künftige Altersarmut verhindern. Sie sind das Papier nicht wert, auf das sie geschrieben sind.

Die vorgeschlagene steuerfinanzierte Zuschussrente für Geringverdiener wird die Altersarmut nicht verhindern. Sie trägt vielmehr alle Anzeichen eines plumpen Täuschungsmanövers. Sie soll verdecken, dass die Regierung und ihre Vorgängerinnen alles getan haben, um die Sozialsysteme auszuhöhlen und zu zerstören, durch die Alte und Kranke früher vor dem vollkommenen Absturz in die Armut bewahrt wurden.

Die „Reform“, die 2013 in Kraft treten soll, garantiert angeblich vor allem Frauen, die Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt haben, eine monatliche Rente von 850 Euro. Aber erstens ist es schon heute kaum möglich, mit einer so geringen Rente über die Runden zu kommen. In zwei Jahren wird dies angesichts von Preissteigerungen sowie der ständigen Erhöhung von Mieten und Gebühren für Energie, Wasser, öffentlichen Nahverkehr usw. noch weniger möglich sein.

Zweitens würde von den gegenwärtig etwa 400.000 Alten, die sich mit den dürftigen 650 Euro Grundsicherung durchschlagen müssen, weil ihre Rente nicht ausreicht, sowie von den zukünftigen Rentnerinnen und Rentnern kaum jemand von der „Reform“ profitieren. Denn die Voraussetzungen für den Bezug dieser Zuschussrente sind derart ausgestaltet, dass sie kaum jemand erfüllen kann. Sogar von der Leyen selbst geht von gerade einmal 17.000 Menschen aus, die in den Genuss ihrer groß angekündigten Reform kämen.

Wer Anspruch auf die 850 Euro anmelden will, muss nämlich nicht nur 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt und 35 Jahre gearbeitet, sondern auch noch eine private Riesterrentenversicherung abgeschlossen haben. Die Ministerin wies die Kritik an dieser Vorrausetzung mit dem Argument zurück, dass der Mindestbeitrag für eine Riesterrente bei nur fünf Euro liege. Abgesehen davon, dass auch fünf Euro für Arme viel Geld sind, wenn es am Monatsende kaum noch für eine warme Mahlzeit reicht, haben viele Geringverdiener keine Riesterrente abgeschlossen, weil sie ihnen nach den bisherigen Regelungen keinen Cent über die Grundsicherung hinaus eingebracht hätte.
....

Quelle und vollständiger Artikel: wsws.org (http://www.wsws.org/de/2011/sep2011/rent-s14.shtml)

Immer die alte Leyer.
Nur zwei Milliarden Euro stehen zur Verfügung um die Altersarmut einzugrenzen, da braucht es schon ein gehöriges Maß an asozialer Kreativität dies in eine "Reform" zu packen.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 12:59:08 Mi. 14.September 2011
Renteneintrittsalter ab 82 (http://www.youtube.com/watch?v=oalMWBZXzm0#ws)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Strombolli am 13:32:19 Mi. 14.September 2011
Es geht nicht um das Renteneintrittsalter sondern um eine Kürzung der Renten für diejenigen die welche beziehen wollen und um die Erhaltung der Pfründe die durch die "händische" Arbeit der richtig arbeitenden, politik- und systembedingt den Sesselfurzern zugeschustert werden.

Die Antwort kann nur ein deutliches, laut schallendes "Sich wehren" (um kein anderes Wort zu gebrauchen) sein!
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Ratrace am 13:44:56 Mi. 14.September 2011
Strombolli hat es auf den Punkt gebracht. Jede Erhöhung des Renteneintrittsalters ist nichts weiter als eine reale Rentenkürzung, da der Arbeitsmarkt für ältere Menschen - und das beginnt ja durchaus schon mit vierzig, spätestens fünfzig Jahren - nicht mehr zugänglich ist. So wird die Rentenkasse mit jedem Jahr, um welches der Renteneintritt nach hinten verschoben wird, "entlastet", und die Menschen ohne Erwerbseinkommen oder Rente müssen sich halt mit dem Existenzminimum vom Jobcenter oder dem Sozialamt zufriedengeben.

Mit etwas Glück darf sich der Staat auch daran erfreuen, daß mit höherem Renteneintrittsalter die Leute noch vor der ersten Rentenüberweisung sterben werden. Wieder Geld gespart.

Hinzu kommt noch, daß die Menge der arbeitslosen Alten, zur freien Verfügungsmasse für die Zwangsarbeitseinsätze der Jobcenter herabgewürdigt, vergrößert wird, weil der Rentnerstatus dem Status als Arbeitsloser weicht, bis die Rente greift. Das sind viele billige Arbeitskräfte für den Staat.

Dazu fällt mir nur ein, daß Laternen nicht nur zum Lichtmachen da sind.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: anti-hartz4 am 13:46:44 Mi. 14.September 2011
Sollte mich nicht wundern,wenn dieses Pack in Berlin noch auf ganz andere Gedanken kommt oder schon gekommen ist.
"Soylent green" wird auch noch kommen!
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 14:13:23 Mi. 14.September 2011


Hinzu kommt noch, daß die Menge der arbeitslosen Alten, zur freien Verfügungsmasse für die Zwangsarbeitseinsätze der Jobcenter herabgewürdigt, vergrößert wird, weil der Rentnerstatus dem Status als Arbeitsloser weicht, bis die Rente greift. Das sind viele billige Arbeitskräfte für den Staat.


Bzw. die älteren Elo's bei jeder sich bietenden Gelegenheit von der Arge zwecks Einsparung in die Erwerbsminderung und EU-Rente abgeschoben werden, wo sie dann auf zusätzliche Grusi angewiesen sind und NIE wieder einen "normalen" Rentensatz erreichen können.

Minirente plus Grusi lebenslänglich bedeutet das...

Aber es kommen andere, bessere Zeiten, schon bald.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 14:16:38 Mi. 14.September 2011
Andere Zeiten werden kommen! Ob diese besser sein werden ist ungewiß! Erstmal sieht es nicht danach aus....aber diese Zeiten können besser werden wenn wir uns organisieren und uns diese erkämpfen!
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 14:25:50 Mi. 14.September 2011
Es sieht schon danach aus, denn mit jeder neuen Ungeheuerlichkeit (wie sie sich in der letzten Zeit stetig häufen) wachen immer mehr Menschen auf und beginnen nachzudenken. Das ist bereits überall zu merken.

Und wenn das Umdenken gut funktioniert und entsprechend organisiert wird, braucht es plötzlich keine Kämpfe mehr, denn die Dinge ordnen sich automatisch zum Guten.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: antonov am 14:29:11 Mi. 14.September 2011
ha ha, der kreienbaum, noch son dampfplauderer, wieso brauch der schäuble eigentlich 7 sprecher ?

---> Falco - The Sound of Musik  (http://www.youtube.com/watch?v=BHK1erAT5AQ#)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: antonov am 15:04:10 Mi. 14.September 2011
nachschlag

---> Falco - Hinter uns die Sintflut  (http://www.youtube.com/watch?v=_IhltWpmW2M#)

---> Falco - Einzelhaft  (http://www.youtube.com/watch?v=QIFMG4UjA84#)
Titel: Re: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Strombolli am 18:13:13 Sa. 24.September 2011
und mit dieser tagesschau.de-Meldung entlarvt sich der ganze Müll unserer Regierenden:

IMMER MEHR RENTNER NEHMEN ABSCHLÄGE IN KAUF (http://www.tagesschau.de/wirtschaft/renten136.html)

daraus:

"Mehr Menschen als jemals zuvor sind im vergangenen Jahr mit Abschlägen in Rente gegangen. 2010 nahmen von rund 856.000 Neurentnern, die in Altersruhestand oder Erwerbsminderung gingen, knapp 496.000 Abschläge in Kauf."

Dann geht die Rechnung doch auf. Zählt man noch die Leute hinzu, die vorfristig durch Krebs, Herzinfarkt oder Lach-/Wutanfälle über Merkel & Co. den Löffel abgeben. Das eingesparte Geld kann man dann den Bänkern geben, damit sie es in ihr Privatvermögen umwandeln.   
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 15:00:36 Sa. 01.Oktober 2011
Matthias W. Birkwald, DIE LINKE: Ruhestand war gestern -- Malochen bis zum Tode droht als Schicksal! (http://www.youtube.com/watch?v=7ThQx8XPJYM#ws)


Zitat
Rede von Matthias W. Birkwald, MdB (DIE LINKE) zur Beratung der GA der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen "Altersarmut in Deutschland" (BT-Drs. 17/6317) am 30.09.2011 im Plenum des Deutschen Bundestages

http://www.scharf-links.de/ (http://www.scharf-links.de/) vom 30.09.11


Gute Rede!
Die Reaktion der Koalition mal wieder absolut zum Kotzen... ::)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 17:48:29 Sa. 03.Dezember 2011
Zitat
Was ist faul an unserem Rentensystem?

Eine Aufarbeitung von Immanuel Schaich zu seinem

Schwarzbuch Rente (link auf Duckhome)

1.Vortäuschung falscher Tatsachen in großem Stil

a. Bundeszuschuss


Die Zahlungen des Bundes an die Renten-Versicherung (RV) werden als "Bundeszuschuss" bezeichnet, obwohl es kein Zuschuss ist, sondern eine ungenügende Ersatzleistung für die Rentenzahlungen ohne Beitragseinnahmen. Man nennt diese Renten "beitragsfremde Leistungen" (bfrL). Es handelt sich im wesentlichen um Kriegsfolgelasten (Wehrdienst, Vertriebene, Spätaussiedler, DDR-Renten, Leistungen nach dem Fremdrentengesetz usw.) sowie Kinderzulagen und ähnliches.

versicherungsfremde Leistungen (link auf Duckhome)

Die Zahlungen des Bundes haben in den letzten 50 Jahren in keinem Jahr die Aufwendungen der RV für die bfrL gedeckt. Die Verwaltung der RV hat auch noch nie eine genaue Höhe dieser Ausgaben ermittelt und diese mit den erhaltenen Zahlungen verglichen.
Ein grobes Versäumnis, weil dies zu den vornehmsten Aufgaben einer gewissenhaften Verwaltung der Beitrage gehören dürfte. In einem Schreiben vom 16.9.2008 behauptet die DRV Bund sogar, dass die Ermittlung der bfrL nahezu unmöglich sei.
siehe hier (link auf Duckhome)

Im Zeitalter des Computers ist dies eine faule Ausrede und ein Zeichen der Unfähigkeit und des Mangels an gutem Willen. Bei entsprechender Programmierung des Riesen-Rechners der RV müssten die Zahlen auf Knopfdruck vorliegen. Das will man offensichtlich gar nicht, weil es sonst kaum möglich wäre, die Rentenkasse so zu plündern wie das über die ganzen Jahre geschehen ist.
Dahinter steckt also System.
Nach §§ 290 ff. 5GB VI ist festgelegt, dass bestimmte Leistungen durch den Fiskus zu ersetzen sind. Die Verwaltung der RV ermittelt aber diese Leistungen gar nicht und fordert sie auch nicht an. Die Zahlungen des Bundes werden nach § 213 5GB VI berechnet und sind völlig unabhängig von den tatsächlichen bfrL.
Durch § 213, Abs. 3, wurde einfach bestimmt, dass die bfrL durch einen zusätzlichen Zuschuss abgedeckt seien, jedoch ohne dies zu beweisen.
....

Quelle und vollständiger Artikel mit Links: Duckhome (http://duckhome.de/tb/archives/9677-Was-ist-faul-an-unserem-Rentensystem.html)

So wird schön langsam unser Rentensystem zerstört.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 18:49:59 Do. 08.Dezember 2011
Zitat
Bundesregierung sieht keine Alternative zur Rente ab 67

Arbeit und Soziales/Antwort - 08.12.2011
Berlin: (hib/CHE) Die Bundesregierung steht zur Rente ab 67. Das macht sie in ihrer Antwort (17/7966) auf eine Große Anfrage der Fraktion Die Linke (17/5106) deutlich. „Die Entscheidung von damals bleibt auch heute richtig“, betont die Regierung. Denn der demografische Wandel verändere den Altersaufbau der Bevölkerung tiefgreifend, künftig würden weniger und durchschnittlich ältere Erwerbstätige Wohlstand und soziale Sicherung erwirtschaften müssen. Schon in wenigen Jahren drohe ein Arbeitskräftemangel. Aber, so schreibt die Regierung weiter: „Die Folgen der Veränderung des Altersaufbaus der Bevölkerung sind gestaltbar – auch deshalb, weil die heutigen und künftigen Älteren nicht nur länger leben als Ältere früherer Generationen, sondern auch länger gesund und aktiv sind. Eine längere Erwerbsdauer ist Chance und Herausforderung zugleich.“

Aus der Antwort geht weiter hervor, dass der Beitragssatz zur Rentenversicherung von heute 19,9 Prozent bis auf 22 Prozent im Jahr 2030 ansteigt. Würde auf die Anhebung der Altersgrenzen verzichtet, fiele der Beitragssatz im Jahr 2030 um 0,5 Prozentpunkte höher aus. Gleichzeitig wäre das Sicherungsniveau vor Steuern um 0,6 Prozentpunkte geringer, heißt es in dem Schreiben.

Die Bundesregierung schreibt außerdem, dass am 31. Dezember 2009 etwa 8,5 Millionen Menschen eine Rente von rund 684 Euro monatlich aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhielten. Das seien rund 48,2 Prozent aller Renten wegen Alters zu diesem Stichtag. Allerdings seien diese Angaben zur Beurteilung der konkreten Einkommenssituation im Alter nicht aussagekräftig, da weder weitere Alterseinkommen noch der Kontext des Gesamthaushaltes dabei berücksichtigt werden. „Geringe Renten sind kein Indiz für geringes Gesamteinkommen im Alter“, so die Regierung. Die Nettogesamteinkommen von Rentnerhaushalten lägen deutlich über den durchschnittlichen Renten. So verfügten alleinstehende Männer im Alter über durchschnittlich 1.451 Euro monatlich, bei alleinstehenden Frauen seien es rund 1.188 Euro. Rentnerehepaaren stünden monatlich etwa 2.248 Euro zur Verfügung. Tatsächlich liegt der Anteil jener, die ab 65 Jahren Leistungen der Grundsicherung im Alter beziehen, nur bei 2,5 Prozent. Damit seien 97,5 Prozent dieser Altersgruppe nicht bedürftig, heißt es in der Antwort weiter.

Quelle mit Links zu den Dokumenten: hib-Meldungen (http://www.bundestag.de/presse/hib/2011_12/2011_510/03.html)

Schon diese Pressemitteilung treibt mit die Zornesröte in's Gesicht, ich glaube ich werde das aus Gesundheitsgründen nicht vollständig lesen.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 17:20:37 So. 08.Januar 2012
Zitat
Demographische Horroszenarien
Warum wir positiv in die Zukunft blicken können

Ein Gastbeitrag von Gerd Bosbach

Die Deutschen sterben aus, die Rente ist nicht sicher: Mit solch düsteren Ausblicken machen Politik und Wirtschaft den Menschen Angst - und rechtfertigen soziale Einschnitte in der Gegenwart. Wir sollten kritischer mit den Zukunftsprognosen umgehen, die uns da vorgelegt werden. Das zeigt auch ein Blick in die Vergangenheit.

Das Wort Demographie ist populär, vor allem, wenn es um Einschnitte ins soziale Netz geht. Dann wird es von Politikern, Wissenschaftlern und Unternehmern benutzt, um zu belegen, dass es keine Alternative zu dieser oder jener Kürzung gibt. Demographie gilt als Zukunftsthema. Dabei ist die Angst vor der demographischen Entwicklung viel älter, als man ahnt.
....
Der Blick in die Vergangenheit macht das plausibel. Seit der Wiedervereinigung ist die wirtschaftliche Leistung Deutschlands nach Angaben des Statistischen Bundesamts um knapp 30 Prozent gestiegen. Nötig waren dazu vier Prozent weniger Arbeitsstunden. Und das alles innerhalb von 20 Jahren, bei vergleichsweise mäßiger Produktivitätsentwicklung, trotz Arbeitslosigkeit, trotz der Finanzkrise mit ihren fünf Prozent Minus beim Bruttosozialprodukt im Jahr 2009. Wenn diese 30 Prozent nicht im Portemonnaie angekommen sind, hat das offensichtlich nichts mit Demographie zu tun, sondern mit der Umverteilung zu Lasten der Arbeitnehmer.
....

Quelle und vollständiger Artikel: SZ (http://www.sueddeutsche.de/politik/demographische-horroszenarien-warum-wir-positiv-in-die-zukunft-blicken-koennen-1.1248564)

Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Strombolli am 19:05:13 So. 08.Januar 2012
Beispielsweise durch den Lohnunterschied zwischen West und Ost!
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 10:44:51 Mo. 09.Januar 2012
Der Titel des Bosbachartikels ist falsch gewählt, "können" sollte durch "könnten" ersetzt werden.


Beispielsweise durch den Lohnunterschied zwischen West und Ost!

Es sind alle Puzzleteilchen die das Gesamtbild ergeben.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 16:14:23 Mi. 08.Februar 2012
Zitat
Linke fordert "Solidarische Mindestrente"

Arbeit und Soziales/Antrag - 08.02.2012
Berlin: (hib/CHE) Die Fraktion Die Linke macht sich in einem Antrag (17/8481) für eine „Solidarische Mindestrente“ stark. Sie begründet dies damit, dass die Rentenpolitik der schwarz-gelben Koalition das Ziel verfehlt habe, Altersarmut zu verhindern. Vielmehr sei das Ziel der Lebensstandardsicherung aufgegeben und festgelegt worden, die politisch aufgerissene Versorgungslücke durch private Zusatzvorsorge zu schließen. Als „beschönigend“ kritisieren die Abgeordneten die Bezeichnung „Drei-Säulen-Modell“ für diese Lastenverschiebung.


Sie fordern deshalb einen Gesetzentwurf für eine „moderne Rentenpolitik“. Ausgehend von der Forderung nach guter Arbeit im Sinne von geregelten und Existenz sichernden Beschäftigungsverhältnissen müsse dieser das Sicherungsniveau der Rente nachhaltig verbessern, heißt es in dem Antrag. Zum Ausgleich bereits durchgeführter Rentenkürzungen sollen die Rentenwerte sofort um mindestens 4 Prozent angehoben werden. Die Beitragsobergrenzen sollen unverzüglich abgeschafft und die sogenannten Dämpfungsfaktoren in der Rentenanpassungsformel sowie der Nachholfaktor gestrichen werden. Weitere Bestandteile des Gesetzentwurfes müssten nach den Vorstellungen der Fraktion unter anderem ein Verzicht auf die Rente mit 67 und ein besserer Schutz bei Erwerbsminderung sein.

Quelle: hib-Meldungen (http://www.bundestag.de/presse/hib/2012_02/2012_066/03.html)

Antrag als PDF (98KB) (http://dip.bundestag.de/btd/17/084/1708481.pdf)

Ist natürlich völlig utopisch, eine auskömmliche Rente basierend auf auskömmlichen Löhnen zu fordern und das ganze noch solidarisch aufgebaut, so geht das gar nicht, damit wären Jahre der "erfolgreichen" Regierungsarbeit zunichte gemacht.

Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Strombolli am 17:01:00 Mi. 08.Februar 2012
Wie setzt sich denn so eine Rente für Ex-ALGIIer und/oder geringfügig Beschäftigte dann nachher zusammen? - Kommt man dann wenigstens auf ALGII-Niveau?
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 17:22:09 Mi. 08.Februar 2012
Zitat aus "Antrag als PDF (98KB)"


Zitat
Dies alles zeigt: Es ist höchste Zeit für ein anderes Konzept. Es ist Zeit für eine
solidarische Rentenversicherung, die dem Ziel der Lebensstandardsicherung
ebenso folgt wie dem der Armutsvermeidung. Die Rentenversicherung muss
Erwerbstätigen, welche lange eingezahlt haben, garantieren, dass sie im Alter
oder bei Erwerbsminderung ihren Lebensstandard ohne erhebliche Einbußen
aufrechterhalten können.

Gleichzeitig bedürfen jene der Solidarität, die wegen Kindererziehung, Pflege,
Arbeitslosigkeit oder Zeiten niedriger Erwerbseinkommen nur geringe oder
zum Teil gar keine eigenen Beiträge einzahlen und somit auch nur spärliche
Rentenansprüche aufbauen können. Daher müssen auch Zeiten der Kinder-
erziehung, Pflege oder Erwerbslosigkeit zu eigenen Rentenansprüchen führen,
wie jede Form der Erwerbsarbeit auch, sei sie nun abhängig oder selbstständig.

Altersarmut muss aktiv bekämpft werden. Niemand soll im Alter von weniger
als 900 Euro leben müssen. Deswegen ist es Zeit für eine solidarische Min-
destrente.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Strombolli am 17:38:23 Mi. 08.Februar 2012
Zitat aus "Antrag als PDF (98KB)"
Zitat
... Deswegen ist es Zeit für eine solidarische Min-
destrente.

Nicht mit den jetzigen ideologisch verbiesterten Knasterköppen, die jetzt noch das Sagen haben.

Dieselbe Kiste wie Mindestlohn, Renten-/Ostlohn-/ALGII-Anpassung, bedingungsloses Grundeinkommen. Von den jetzt regierenden Figuren erwarte ich nur Verschlechterungen. Die werden ihnen aber letztlich (natürlich im übertragenen Sinn) den Kopf kosten.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: schwarzrot am 17:57:08 Mi. 08.Februar 2012
Wie setzt sich denn so eine Rente für Ex-ALGIIer und/oder geringfügig Beschäftigte dann nachher zusammen? - Kommt man dann wenigstens auf ALGII-Niveau?
Yup.
http://www.helpster.de/mindestrente-so-stellen-sie-einen-antrag_23660 (http://www.helpster.de/mindestrente-so-stellen-sie-einen-antrag_23660)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: counselor am 18:09:17 Mi. 08.Februar 2012
Yup. http://www.helpster.de/mindestrente-so-stellen-sie-einen-antrag_23660 (http://www.helpster.de/mindestrente-so-stellen-sie-einen-antrag_23660)
Wobei dieser Mist, der "Grundsicherung" nennt genauso schlimm ist wie Hartz-IV. Da muß man dann regelmäßig seine Kontoauszüge beim Amt und es kommen einem die Sozialdetektive ins Haus. Das Mobbing geht also mit dieser sogenannten "Grundsicherung" weiter.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Strombolli am 18:47:53 Mi. 08.Februar 2012
Dann nehme ich mir meinen Salzheimer und schreibe an Adenauer!  ;)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Kuddel am 12:11:19 Mi. 28.März 2012
Zitat
Millionen Frauen droht die Altersarmut
140 Euro Rente nach 45 Jahren Arbeit

Millionen Frauen müssen fürchten, im Alter arm zu werden. Laut einem Bericht haben Frauen, die jahrelang in einem Minijob arbeiten, selbst nach 45 Versicherungsjahren nur Anspruch auf 140 Euro Rente.

http://www.stern.de/wirtschaft/news/millionen-frauen-droht-die-altersarmut-140-euro-rente-nach-45-jahren-arbeit-1806053.html (http://www.stern.de/wirtschaft/news/millionen-frauen-droht-die-altersarmut-140-euro-rente-nach-45-jahren-arbeit-1806053.html)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: jacha am 10:23:36 Do. 29.März 2012
...Wobei dieser Mist, der "Grundsicherung" nennt genauso schlimm ist wie Hartz-IV. Da muß man dann regelmäßig seine Kontoauszüge beim Amt und es kommen einem die Sozialdetektive ins Haus. Das Mobbing geht also mit dieser sogenannten "Grundsicherung" weiter.
Noch sind keine "Eingliederungsvereinbarungen" vorgesehen. Das ist doch schon was. Die kommen aber noch: Diese Frau vdL will ja Zuverdienstgrenzen fuer Rentner anheben. Nach der naechsten Wahl wird sie daraus vll. eine Zuverdienstpflicht für Sozialrentner machen, deren Erwerbsfaehiogkeit die eines Halbtoten uebersteigt - wenn man sie laeßt.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 10:26:41 So. 01.April 2012
Zitat
SWR Tele-Akademie
Prof. Dr. Gerd Bosbach

Die instrumentalisierte Zukunftsangst:
Gesetzliche oder private Rentenversicherung, wer hat den Nutzen?


Müssen wir die demographische Entwicklung wirklich fürchten?
Warum wird seit der Jahrtausendwende so viel über Bevölkerungsstatistik gesprochen? Wieso soll die private Rente „demographiefest“ sein? Und wem nutzt das alles?
Gerd Bosbach kennt durch seine langjährige Tätigkeit als Statistikberater in der Politik und im Gesundheitsbereich die Kraft scheinbar objektiver Zahlen - und deren interessengeleitete Interpretation. Aus dieser Erfahrung heraus beschreibt er oft übersehene, wichtige Zusammenhänge. So zeigt der Blick in das letzte Jahrhundert eine massive Alterung ohne Einschnitte in das soziale Netz, ganz im Gegenteil. Bestimmt die Demographie wirklich das Wohlergehen von Gesellschaften oder übernimmt sie nur die Rolle des Sündenbocks, um von anderem abzulenken?

Quelle: SWR (http://www.tele-akademie.de/begleit/ta120401.htm)

Vortrag (Video) (http://www.tele-akademie.de/begleit/video_ta120401.php)

Link zum video geändert, jetzt dort auch zum Download als mp4-Datei (257MB)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: telefonfreak am 00:49:02 Mo. 16.April 2012
Am 17.4 um 22.15 Uhr gibt es im ZDF einen Beitrag zum Thema Altersarmut. Das Video ist nach der Ausstrahlung abrufbar:
http://37grad.zdf.de/ZDFde/inhalt/24/0,1872,8507192,00.html (http://37grad.zdf.de/ZDFde/inhalt/24/0,1872,8507192,00.html)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: counselor am 13:47:40 Mo. 23.April 2012
Rentenerhöhung und „Zuschussrente“ - Deutschland künftig ein Rentnerparadies?

23.04.12 - „Gute Nachricht für die 20 Millionen Rentner in Deutschland. Renten steigen ab Juli um gut zwei Prozent.“ So oder ähnlich lauten dieser Tage die Schlagzeilen. Und Sozialministerin Ursula von der Leyen lässt verkünden, „die kräftige Rentensteigerung, die mit Rücklagen gut gefüllte Rentenkasse und die Beitragssenkung sind zusammen Ausweis des stabilen, demografiefesten gesetzlichen Rentensystems.“ Deutschland also künftig ein Rentnerparadies? Von wegen.

Die Kritik des Sozialverbandes VdK, dass die aktuelle Rentenerhöhung nicht einmal die Inflation ausgleicht und seit 2004 die Renten real um 9 Prozent gekürzt wurden, wird von der Rentenversicherung lapidar zurückgewiesen: „Die gesetzliche Rentenversicherung berechnet bei der jährlichen Rentenanpassung keine Geldentwertung ein.“ Aber nicht nur die Inflationsrate frisst die Rente systematisch auf. Laut offizieller Berechnung der Rentenversicherung müsste die Rente 80 Prozent des letzten Lohns betragen, um im Ruhestand den bisherigen Lebensstandart zu halten. Heute beträgt die so genannte Durchschnittsrente nur noch 47 Prozent und sinkt bis zum Jahr 2030 automatisch weiter auf 40 Prozent. Millionen der heutigen Werktätigen werden also im Alter arm sein, obwohl sie arbeiten ...

Quelle: RF News (http://www.rf-news.de/2012/kw17/rentenerhoehung-und-201ezuschussrente201c-deutschland-kuenftig-ein-rentnerparadies)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 09:48:51 Di. 24.April 2012
"Kräftige" Rentenerhöhung unterhalb der Inflation, "kräftige" Lohnerhöhungen unterhalb der Inflation, eine Demographiefeste Rente für die Aussterbenden Deutschen, die deutschen starben das erste mal 1930 aus, dann 1950, dann 1990 und jetzt (~20xx) erst recht, scheinbar sind wir alle schon längst ausgestorben, kein Wunder das wir keine Rente mehr bekommen.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 10:47:55 Di. 24.April 2012
Zitat
"Geringe Renten sind kein Indiz für geringe Gesamteinkommen im Alter"

Arbeit und Soziales/Antwort - 23.04.2012

Berlin: (hib/BOB) Geringe Renten sind kein Indiz für geringe Gesamteinkommen im Alter. Darauf weist die Bundesregierung in ihrer Antwort (17/9117) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/8928) hin. Die Nettogesamteinkommen von Rentnerhaushalten lägen deutlich über den durchschnittlichen Renten. Alleinstehende Männer verfügten im Alter im Durchschnitt über rund 1.451 Euro monatlich, bei alleinstehenden Frauen seien es rund 1.188 Euro. Rentnerehepaaren stehe durchschnittlich ein Nettogesamteinkommen von rund 2.248 Euro im Monat zu Verfügung. Tatsächlich liege der Anteil der Bevölkerung im Alter ab 65 Jahren, der Leistungen der Grundsicherung beziehe, nur bei knapp 2,5 Prozent. Rund 16,4 Millionen Menschen in dieser Altersgruppe– das seien rund 97,5 Prozent – sei nicht bedürftig.

Quelle: hib-Meldungen (http://www.bundestag.de/presse/hib/2012_04/2012_195/06.html)

Isch abe gar kein Auto, ups, es gibt kein Indiz für Altersarmut, wenigsten dürfen wir darüber lesen das es uns hervorragend geht.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Strombolli am 21:58:53 Di. 24.April 2012
Alle Lügner und Statistiktrickser ab in den Knast!
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 18:05:09 Mo. 28.Mai 2012
Zitat
Alterarmut - Status quo und Reformvorschläge

Vortrag von Martin Staiger, Diakonisches Werk Württemberg

Quelle und Download (pdf od. ppt) (http://www.diakonie-wuerttemberg.de/presse-und-aktuelles/publikationen/liste-aller-publikationen/detail/artikel/alterarmut-status-quo-und-reformvorschlaege/back/292/)

Über Duckhome (http://duckhome.de/tb/archives/10117-Altersarmut.html) darauf gestoßen, bin noch nicht ganz durch ist bisher sehr informativ.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 16:23:30 Sa. 02.Juni 2012
Zitat
Schuften bis 80 - Wenn die Rente nicht reicht
Samstag, 02.06.2012, 15:30 Uhr im Ersten


Sie sind längst im Ruhestand, doch sie putzen Treppenhäuser, tragen Zeitungen aus oder arbeiten als Hausmeister, weil ihre Rente kaum zum Leben reicht. 660000 Senioren haben laut Bundesarbeitsministerium einen Nebenjob und Wirtschaftsexperten warnen: Niedriglöhne, Scheinselbstständigkeit und unterbrochene Erwerbszeiten werden die Altersarmut in Zukunft noch massiv verschärfen. NDR-Autorin Ute Jurkovics wollte wissen: Wer sind die älteren Menschen, die noch arbeiten müssen, um über die Runden zu kommen? Eine von ihnen ist Renate Eberhard. Sie gehört zu den rund acht Millionen Senioren in Deutschland, deren Rente weniger als 600 Euro beträgt. Die 73-jährige Hamburgerin zieht an drei Tagen in der Woche mit ihrem Hackenporsche auf Flohmärkte und verkauft gebrauchte Armbanduhren, alte Barbiepuppen und Schmuck. Wenn sie Pech hat, bekommt sie an einem Tag für stundenlanges Rumstehen bei Wind und Wetter gerade mal 15 Euro. Auch Marianne Kreil verdient sich auf Flohmärkten ein paar Euro dazu. Außerdem putzt sie werktags in einer Zahnarztpraxis und am Wochenende in einem Büro. Obwohl sie 40 Jahre lang als Reinigungshilfe gearbeitet und eingezahlt hat, liegt ihre Rente nur knapp über dem Sozialhilfeniveau. Mit Flohmarktgeschäften halten sich auch Rudi Meissner und seine Frau über Wasser. Weil er als Möbelpacker seine Bandscheiben ruinierte, wurde er schon mit 60 verrentet. Heute bekomm...

ARD-Mediathek (Video) (http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/799280_reportage-dokumentation/10726942_schuften-bis-80-wenn-die-rente-nicht-reicht)

Zukunftsaussichten!
Alle selbst Schuld, weil sie so faul waren.  kotz

Es ist eindeutig, wir werden von asozialen Verbrechern regiert.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Kuddel am 14:26:23 Mi. 08.August 2012
Jetzt ist mal wieder stürmer-online dran und ruft auf zum Sozialdarwinismus:

Zitat
Die Alten leben auf Kosten der Jungen. Höchste Zeit, dass die Jugend gegen ihre Eltern auf die Barrikaden geht.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/warum-die-euro-krise-ein-generationenkonflikt-ist-a-848758.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/warum-die-euro-krise-ein-generationenkonflikt-ist-a-848758.html)

Ich finde Neonazis noch harmlos gegen die Schreibtischtäter in den Massenmedien.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Rudolf Rocker am 14:56:56 Mi. 08.August 2012
Die ältere Generation hatte noch die Chance, 45 Jahre zu arbeiten und dabei auch einen guten Lohn zu bekommen!
Das dies heute nicht mehr der Fall ist, ist aber nicht die Schuld der älteren Generation, sondern die der jetzigen!

Dieser Drecksartikel will nur von den echten Verursachern dieses Problems ablenken!
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: counselor am 15:17:43 Mi. 08.August 2012
Die Alten leben auf Kosten der Jungen. Höchste Zeit, dass die Jugend gegen ihre Eltern auf die Barrikaden geht.
Die versuchen mal wieder, die Einheit von jung und alt in den sozialen Kämpfen zu spalten.

"Neben den erwachsenen Kämpfern, deren Pflicht es ist, zu wägen, müssen jugendliche Elemente stehen, die wagen wollen." (Clara Zetkin, Ausgewählte Reden und Schriften, Bd. 1, S. 439).

Ohne den aktiven Beitrag der Jugend können wir nicht siegen, deshalb ist die Herstellung der Aktionseinheit von jung und alt von Bedeutung.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 19:42:45 Sa. 01.September 2012
Zitat


Immer mehr Rentner müssen arbeiten - Arbeiten weil die Rente nicht reicht

Immer mehr Menschen im Rentenalter müssen zusätzlich arbeiten, weil die Rente zum Leben nicht ausreicht. Für den Sozialverband VdK ist daher die stark gestiegene Zahl an Minijobbern unter den Rentnern ein Hinweis für die wachsende Altersarmut in Deutschland. Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der über 65-Jährigen mit einem Minijob um fast 60 Prozent auf 761.000 gestiegen. 120.000 von ihnen sind 75 Jahre und älter.

120.000 der über 75-Jährigen müssen arbeiten
Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK: "Diese Zahlen sind alarmierend. Ich glaube nicht, dass Rentner Zeitung austragen, im Wachdienst arbeiten oder Regale im Supermarkt einräumen, weil Sie den Kontakt zu Menschen suchen oder Erfüllung in ihrer Arbeit finden wollen. Sie üben diese wenig attraktiven Jobs aus, um ihre karge Rente aufzubessern. Bei den 120.000 über 75-Jährigen Minijobbern wird es sich nicht um Universitätsprofessoren oder Banker handeln."

Die Zahlen spiegeln laut VdK wider, "dass immer mehr Menschen Probleme haben, mit ihrem Alterseinkommen auszukommen und mit Hilfe von Minijobs versuchen, sich finanziell über Wasser zu halten." Für diesen Trend macht der VdK die Rentenentwicklung der letzten Jahre verantwortlich. "Man erkennt, dass das Absenken des Rentenniveaus, nicht spurlos an der Lebenswirklichkeit der Rentner vorbei geht", erklärte Mascher.

Die durchschnittlichen Rentenzahlbeträge bei den Neurentnern gehen ständig zurück. Besonders deutlich ist dies bei den Erwerbsminderungsrenten. Diese liegen jetzt bereits auf Grundsicherungsniveau. Hinzu kommt, dass seit 2004 die Rentner vier Nullrunden und drei Mini-Anpassungen von 0,5 Prozent bzw. 1 Prozent hinnehmen mussten.

Kaufkraftverlust von neun Prozent
Somit haben die Rentner seit 2004 einen Kaufkraftverlust von neun Prozent verkraften müssen. Ältere sind von den Preissteigerungen für Lebensmittel und bei den Energie- und Stromkosten besonders betroffen. Auch Medikamente und Hilfsmittel, die aus eigener Tasche bezahlt werden müssen, schmälern bei Rentnern das Haushaltseinkommen mehr als bei anderen. Dass auf der anderen Seite Handys und Computer billiger geworden sind, hilft den Älteren wenig.

Mascher: "Die Armut unter den Rentnerinnen und Rentnern wächst, bleibt aber häufig im Verborgenen. Nach wie vor scheuen sich viele alte Menschen zum Sozialamt zu gehen, weil sie sich schämen oder glauben, dass ihre Kinder dann herangezogen werden. Deshalb bleibt vielen Rentnern nichts anderes übrig, als einen Minijob zu suchen, um gerade so über die Runden zu kommen und vielleicht den Enkelkindern auch einmal etwas zum Geburtstag schenken zu können." (Michael Pausder)


http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/immer-mehr-rentner-muessen-arbeiten-9001091.php (http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/immer-mehr-rentner-muessen-arbeiten-9001091.php)


Zitat
Na, was bin ich doch rüstig

 Ich, der Rentner/die Rentnerin, ich strotze vor Rüstigkeit. Ich bin fit wie ein Turnschuh, ein Markenturnschuh natürlich, nicht so ein ausgelatschter von Aldi. Der Traum meines Lebens ist es, am Arbeitsplatz zu sterben. Ich bin so hoch gebildet, dass es mir Spaß macht Zeitungen auszutragen.

 Nein, nein, ich mache das nicht, damit ich mit meiner Rente so über den Monat komme. I wo, wer denkt denn so was.

 Mein Berufung ist es, Werbung in die Briefkästen zu stecken, Flaschen zu sammeln, die andere wegwerfen, oder Zeitungspapier aufzuklauben. Ich liebe es!

 Es ist auch voll cool, wenn ich im Supermarkt Waren auffülle, so 2 Stunden am Tag oder Wächter zu spielen. Das macht mich noch fitter. Fit, fitter am fittesten! Den Superlativ gibt es wirklich. Und der trifft dann auf mich zu.

 Es ist so geil, arbeiten zu gehen.

 Ich habe soviel Geld, ich bräuchte das eigentlich gar nicht. Rentner sind eben reich. Die kennen keine Armut. Ich reise nicht, leiste mir kaum einen Gaststättenbesuch, gehe nicht ins Konzert, nichts ins Theater oder kleiner: ins Kino. Ich arbeite aus Lust an der Freude.

PS: Die Zahl der Minijobber über 65 ist um 60% gestiegen. 60% mehr glückliche Menschen, die sich um Arbeit reißen, die unqualifiziert ist? 60% mehr, die es eigentlich gar nicht nötig hätten, zu arbeiten? So jedenfalls meint es das Institut der deutschen Wirtschaft.

 Reicht es nicht langsam mit der Propaganda? Es ist nur Propaganda und es ist ätzend. Es ist wieder einmal ein DDR-déjà-vu. Vom Regen in die Traufe gekommen!


http://heut-schon-gedacht.blogspot.de/ (http://heut-schon-gedacht.blogspot.de/)

Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 11:03:26 So. 02.September 2012
Zitat
Berechnungen zum Rentenniveau
Risiko von Altersarmut höher als gedacht

Das Armutsrisiko künftiger Rentnergenerationen ist nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" erheblich höher als bislang bekannt. Ab dem Jahr 2030 erhielten selbst Arbeitnehmer, die 2500 Euro brutto im Monat verdient und 35 Jahre Vollzeit gearbeitet haben, nur eine Rente in Höhe des Grundsicherungsbetrags von 688 Euro. Die Zeitung beruft sich dabei auf neueste Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums.

Quelle und mehr: tagesschau.de (http://www.tagesschau.de/inland/altersarmut116.html)

Und wieder, "Hoppla, wer hat denn mir in die Hose geschissen?", erst zerstöre ich wissentlich das Umlagerentensystem und nachher bin ich über die Ruinen erstaunt. Es ist nicht auszuhalten.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 13:07:22 So. 02.September 2012

Und wieder, "Hoppla, wer hat denn mir in die Hose geschissen?", erst zerstöre ich wissentlich das Umlagerentensystem und nachher bin ich über die Ruinen erstaunt. Es ist nicht auszuhalten.

Inzwischen MUSS es einfach eine Satire sein...  ::) :o

Zitat
Arbeitsministerin von der Leyen warnt vor Altersarmut

http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article2388308/Arbeitsministerin-von-der-Leyen-warnt-vor-Altersarmut.html (http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article2388308/Arbeitsministerin-von-der-Leyen-warnt-vor-Altersarmut.html)


Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: antonov am 13:19:48 So. 02.September 2012
nein. die wollen sehen wie verblödet die menschen schon sind
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Strombolli am 14:23:42 So. 02.September 2012
Eben wollte ich genau das schreiben (jedenfalls vom Kerngedanken) wie Troll. Kann mich meinen Vor"schreibern" nur anschliessen!

Jegliches hat seine Zeit. Es ist für die Leute, die jetzt Deutschland kaputtreagieren, höchste Zeit zu gehen. - Was sie wollen nicht? Dann müssen wir helfen!
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Dearhunter am 17:37:36 So. 02.September 2012
Zitat
Berechnungen zum Rentenniveau
Risiko von Altersarmut höher als gedacht

Das Armutsrisiko künftiger Rentnergenerationen ist nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" erheblich höher als bislang bekannt. Ab dem Jahr 2030 erhielten selbst Arbeitnehmer, die 2500 Euro brutto im Monat verdient und 35 Jahre Vollzeit gearbeitet haben, nur eine Rente in Höhe des Grundsicherungsbetrags von 688 Euro. Die Zeitung beruft sich dabei auf neueste Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums.

Quelle und mehr: tagesschau.de (http://www.tagesschau.de/inland/altersarmut116.html)

Und wieder, "Hoppla, wer hat denn mir in die Hose geschissen?", erst zerstöre ich wissentlich das Umlagerentensystem und nachher bin ich über die Ruinen erstaunt. Es ist nicht auszuhalten.

Diese Rechnung ist nominell richtig, aber dennoch falsch ...

Sie geht davon aus, dass es 35 Jahre lang 2500 bleiben. Dann stimmt es. Keine Erhöhungen über 35 Jahre würde aber auch bedeuten, dass nach Inflation die 2500 in 35 Jahren kaufkraftmäßig nur noch (geschäzt) ein Drittel bis ein Viertel wert sind, also am Ende nur noch 600 bis 800 Kaufkraft vom Anfang.
Die Rentenformel geht aber danach, welcher Anteil am Durchschnittsverdienst erzielt wurde. 2500 wären momentan 30 000 im Jahr, das sind etwa 90 Prozent des Durchschnittes. Ergibt also 0,9 Rentenpunkte, das sind nach momentanem Wert so 26 Euro im Monat. Bei Niemals-Erhöhung sind das am Ende natürlich nur 0,2 bis 0,3 Punkte nach 35 Jahren. Bleibt dagegen der Anteil am Durchschnitt über 35 Jahre erhalten durch regelmäßige Erhöhungen, so wären es am Ende immer noch 0,9 Punkte pro Jahr. Das sind dann insgesamt um die 32 Punkte und ergäbe eine Rente von etwa 1100 Euro.

Die "Wahrheit" dürfte irendwo dazwischen liegen ... und auch meien Berechnungen basieren auf "heutigen Werten", was in Zukunft noch passiert, weiß ich natürlich auch nicht.

Es ist Statisktik und Musterrechnung ... wurde auch schon gesagt, man muss es aber lesen können. Und DIESES Szenario ist eben auch nur hingebogen ... wer bekommt denn schon 35 Jahre lang keine Erhöhung und ist am Ende dadurch eh unter der Grundsicherung, auch wenn er noch arbeitet?


DH
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: matten am 18:59:28 So. 02.September 2012
moin

also habe mal einen Thread aufgemacht

Gedanken zur Rente...

mit einem Beispiel an mir....

also mir ist das schon länger klar bei brauche ich keine

Frau von der Leyen
LG
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 12:17:32 Mo. 03.September 2012
Zitat
Ein Stück aus dem Tollhaus Deutschland

 Ein Mitglied der deutschen Regierung warnt vor Altersarmut. Wohlgemerkt: Ein MITGLIED DER DEUTSCHEN REGIERUNG. Jeder weiß, dass es die Leyenspielerin war. Mit ihren Kulleraugen, die sie nicht hat, schaute sie bedeutsam in die Kameras und pienzte.

 Tja mein Gott (obwohl ich nicht an ihm glaube, fehlt mir ein adäquater Ausdruck), tja mein Gott Frau von der und so weiter und so fort. SIE sind Regierung. SIE haben das mit zu verantworten. Wer, wenn nicht die Regierung kann das ändern!

 Wurde nicht das Renteneintrittsalter erhöht? Heißt das nicht, dass Tausende so ungefähr ab dem 50. Lebensjahr plus/minus als Langzeitarbeitslose, Minijobber, Niedriglöhner ihr Leben fristen müssen und nichts oder kaum noch etwas in die Rentenversicherung einzahlen können (natürlich trifft das auch für andere zu und nicht nur für ältere Arbeitnehmer)?

 Wurde nicht durch die deutsche Regierung der Rentenanspruch gekürzt, so dass er jetzt gerade mal so über 50 % liegt und später ein ganzes Stück unter 50 % dessen, was als 100 % angesetzt wird? Heißt das nicht zwingend: Altersarmut, wenn jemand mit weniger als die Hälfte dessen auskommen muss, als er verdient hat? Und alles - nicht zu vergessen - bei steigenden Preisen und Abgaben.

 Und dann will man den meisten Menschen nicht mal helfen. Die sogenannte Grundsicherung von 850 EUR sollen ja nur die bekommen, die einen Dschungel von Bedingungen erfüllt haben.

 Sie rechnen aus, dass diejenigen die 2.500 EUR Brutto verdienen, gerade mal das sogenannte Existenzminimum von 680 EUR erhalten.

 Das Lustige oder besser gesagt, das Traurige daran ist das Herunterrechnen des Existenzminimus.Das deutsche, statistische Existenzminimum beträgt etwas unter 1000 EUR. Das ist der Betrag, ab dem eigentlich nichts mehr gepfändet werden darf. Es variiert von Jahr zu Jahr etwas, beträgt aber nie nur 680 EUR. Auch die 850 EUR sind weit unter dem statistischen Existenzminimum.


 Liebe Frau von der und so weiter und so fort. Ist es nicht die deutsche Regierung die, begonnen mit Schröder, den Niedriglohnsektor ausweitet. Ist das nicht ein Lieblingssport der deutschen Regierung mit ihren Gesetzen und Verordnungen, Menschen dorthineinzuzwängen? Werden die Menschen nicht mit Saktionen bis Null bestraft, wenn sie keinen Job unterhalb ihrer Qualifikation annehmen wollen? Jubelt nicht die deutsche Regierung darüber, wenn die Zahl der Arbeitslosen angeblich sinkt und die Menschen dabei nur in prekäre Arbeitsverhältnisse gezwungen werden?

 Gehören Sie nun zur Regierung oder nicht?

 Was haben Sie dagegen getan?

 Waren Sie etwa für einen Mindestlohn, der Altersarmut verhindert könnte?

 Wieso sagen Sie nichts dagegen, dass die Unternehmen, für die die Menschen ihre Arbeitskraft hergeben, sich aus der rentenversicherungspflichtigen Verantwortung herausziehen? Ist das nicht auch ein Grund der Ungleichgewichte in Europa? Gehört es nicht auch zur Verantworung von Unternehmen, sich um ihre Profitgeber zu kümmern? Heißt es nicht: Reichtum verpflichtet? Oder wie, Frau von der und so weiter und so fort?

 Habe ich etwas von Ihnen gegen die Absenkung des Rentenniveaus gehört?

 Ist es nicht logisch, dass, wenn das Rentenniveau gesenkt wird, sehr viele Menschen Renten erhalten werden, mit denen sie nicht leben können? Oder sind Sie schon so weit weg von der Basis? Besser gesagt: Haben Sie sich schon mal überhaupt darum gekümmert, wie Menschen außerhalb Ihrer Schicht leben? Leben müssen? Was die für Sorgen haben? Als wohlbehütete Tochter mit Kindermädchen für ihre Kinder und einem Papa, der Ihnen den Weg geebnet hat, wissen Sie sicherlich nicht, wie teuer das Leben eigentlich ist. Indiz für mich ist, dass sie für Kinder beim HartzIV-Satz viel zu wenig an Essen, Spielzeug und Kleidung angesetzt haben.

 Mir scheint, dass Sie fröhlich in den Tag hineinleben ohne Ahnung vom wirklichen Leben. Sie wollen nicht mal das wirkliche Leben kennenlernen. Sicherlich, es ist Ihnen zu laut, oft zu schmutzig, nicht fein genug, oft gewalttätig, tätowiert, gepierct, mit Havy-Metal oder Rap "verseucht". Oder es kommt verschämt daher, sich kleinmachend, nicht wollend, dass die Armut offensichtlich ist.

 Sie wissen gar nichts! Aber Sie greifen in das Leben von Menschen ein, die sich nicht wehren können. Ich denke gar, Sie verachten oder hassen diese Menschen, die nicht so sind wie Sie, die nicht aus Ihren Kreisen kommen. Die Ihr Leben abarbeiten sollen oder dahinvegetieren. Eine humanistische Einstellung ist nicht die Ihre.

 Warum also pienzen Sie wegen Armutsrenten? Sie hätten es in der Hand, wenn Sie es den wirklich wollten.

 SIE SIND REGIERUNG!


http://heut-schon-gedacht.blogspot.de/ (http://heut-schon-gedacht.blogspot.de/)  am 03.09.2012
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 18:49:00 Mo. 03.September 2012
Zitat
„Renten-Schock-Tabelle“ – ein logisches Ergebnis der neoliberalen Schock-Strategie

„Die neue Renten-Schock-Tabelle: z.B.: Wer 2500 Euro brutto verdient, bekommt in Zukunft nach 35 Jahren Arbeit nur noch 688 Euro raus“. In Riesenlettern machte „Bild am Sonntag“ gestern damit ihre Seite 1 auf. Auch alle anderen Medien waren offenbar so schockiert, dass sie den siebenseitigen Brief der Arbeitsministerin an die Mitglieder der „Jungen Gruppe“ in der Unionsfraktion – geradezu paralysiert – nachplapperten.
Doch von der Leyen will den durch die Renten-„Reformen“ verursachten Schock gar nicht bekämpfen, sie will ihn nur als politischen Hebel zur Durchsetzung ihrer sog. „Zuschussrente“ nutzen und vor allem auch, um der Versicherungswirtschaft weitere Riester-Verträge zu verschaffen. Dabei ist die „Renten-Schock-Tabelle“ nur das logische Ergebnis der neoliberalen Renten- Schock-Strategie. Statt auf den nächstliegenden Gedanken zu kommen, die zurückliegenden Renten-„Reformen“ zu revidieren, verharrt auch die veröffentlichte Meinung in einer rentenpolitischen Schockstarre.
Von Wolfgang Lieb.
....
....
Ein Musterbeispiel wie gut verdienende Journalisten, für die die gesetzliche Rente bestenfalls ein Zubrot darstellt, normalen Arbeitnehmern Wasser predigen, war wieder einmal der gestrige ARD-Presseclub. Keine/r der eingeladenen Journalist/inn/en verschwendete auch nur einen Gedanken an eine Reform der Renten-„Reformen“. Selbst der von Moderator Volker Herres wohl als Vertreter einer „linken“ Position eingeladene Michael Sauga vom Spiegel hielt es „für fatal“, wenn die Rentenreform wieder „aufgemacht“ würde. Außer „arbeiten in jedem Alter“ und „17 Jahre Rentenbezug kann nicht der Normalfall sein“ (Dorothea Siems, Welt), „länger arbeiten“ und „freiwilliges soziales Jahr“ für Ältere (Eva Quadbeck, Rheinische Post), „niedrigere Abgabenbelastung“ für geringe Einkommen (Sauga, Siems), einer aus Steuermitteln bezahlte Grundrente und Mindestlöhne (Thomas Öchsner, Süddeutsche Zeitung) hatte diese Runde nichts anzubieten, um die Altersarmut zu bekämpfen – ein intellektuelles Armutszeugnis angesichts der real drohenden Armutsfalle. Selbst ein „Renten-Schock“ kann offensichtlich die rentenpolitische Schockstarre der herrschenden Kreise nicht lösen.

Quelle und vollständiger Artikel: NDS (http://www.nachdenkseiten.de/?p=14316)

Ob deren Paläste mal brennen werden?
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 15:23:04 Mi. 05.September 2012
Zitat
Im Bundestag notiert: Rentenentwicklung
Arbeit und Soziales/Antwort - 05.09.2012
Berlin: (hib/VER) Die Bundesregierung schreibt in ihrer Antwort (17/10545 (http://dip.bundestag.de/btd/17/105/1710545.pdf)) zur aktuellen Rentenentwicklung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/10439 (http://dip.bundestag.de/btd/17/104/1710439.pdf)), dass Rentenkürzungen in Deutschland gesetzlich ausgeschlossen sind. Insofern könne sich die Vorbemerkung der Fragestellung hinsichtlich „beständig sinkender Renten“ nicht auf die Bundesrepublik beziehen. Ferner schreibt die Regierung, dass die Rentenzahlbeträge im Vergleich zum Jahr 2000 „deutlich zurückgegangen“ seien, dies „jedoch nicht gleichbedeutend mit einer rückläufigen Entwicklung des Wohlstands der neu zugehenden Rentnerinnen und Rentner“ sei.

Quelle: hib-Meldungen (http://www.bundestag.de/presse/hib/2012_09/2012_380/03.html)

Auf jeden Fall ist alles anders als es auf den ersten Blick aussieht, also lasst Euch nicht von dem niedrigen Betrag im Rentenbescheid täuschen, so ist es nämlich gar nicht.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: bodenlos am 15:35:31 Mi. 05.September 2012
Zitat
Im Bundestag notiert: Rentenentwicklung
Arbeit und Soziales/Antwort - 05.09.2012
Berlin: (hib/VER) Die Bundesregierung schreibt in ihrer Antwort (17/10545 (http://dip.bundestag.de/btd/17/105/1710545.pdf)) zur aktuellen Rentenentwicklung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/10439 (http://dip.bundestag.de/btd/17/104/1710439.pdf)), dass Rentenkürzungen in Deutschland gesetzlich ausgeschlossen sind. Insofern könne sich die Vorbemerkung der Fragestellung hinsichtlich „beständig sinkender Renten“ nicht auf die Bundesrepublik beziehen. Ferner schreibt die Regierung, dass die Rentenzahlbeträge im Vergleich zum Jahr 2000 „deutlich zurückgegangen“ seien, dies „jedoch nicht gleichbedeutend mit einer rückläufigen Entwicklung des Wohlstands der neu zugehenden Rentnerinnen und Rentner“ sei.

Quelle: hib-Meldungen (http://www.bundestag.de/presse/hib/2012_09/2012_380/03.html)

Auf jeden Fall ist alles anders als es auf den ersten Blick aussieht, also lasst Euch nicht von dem niedrigen Betrag im Rentenbescheid täuschen, so ist es nämlich gar nicht.


Richtig, es ist noch schlimmer.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 10:04:40 Mo. 10.September 2012
Volker Pispers erklärt das marode, deutsche Rentensystem (http://www.youtube.com/watch?v=xp5H52quEYg#ws)

Volker Pispers erklärt das marode, deutsche Rentensystem.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 19:46:23 Mo. 10.September 2012
Klasse!  ;D
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: counselor am 00:30:11 Mo. 17.September 2012
Chronologie des Rentenkahlschlags

Im Memorandum "Sozialstaat vor dem Umbau. Leistungsfähigkeit und Finanzierbarkeit sichern" des BDA vom Oktober 1994 finden sich bereits folgende Forderungen der Kapitalisten:

o Absenkung des Rentenniveaus von 71 auf 65 Prozent des Nettogehalts; keine Anpassung an die Entwicklung der Nettoentgelte, mehr private Altersvorsorge
o Beitragszahlung während der Schul-, Fachschul- und Hochschulausbildung; Verkürzung der Rentenbezugsdauer durch Verlängerung der Lebensarbeitszeit
o Kürzung der Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten durch stärkere Anrechnung anderer Einkommen
o Beteiligung der Beschäftigten an der betrieblichen Altersversorgung; Absenkung der Rentenanpassung auf die Hälfte des Inflationsausgleichs

24.10.1994 - Sozialstaat - DAS TEMPO DER SCHNECKE

Radikale Schnitte in das überdehnte soziale Netz fordern die Unternehmer. Doch sie mobilisierten einhelligen Widerstand bei Gewerkschaften und Politikern. Dabei sind Reformen dringend erforderlich - weil Sozialschmarotzer, aber auch Arbeitgeber und Regierung den Sozialstaat mißbrauchen ...

Quelle: SPON (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13684105.html)

In dem Perspektivkonzept "Für ein attraktives Deutschland in einem weltoffenen Europa" aus dem Jahr 1998 forderte der BDI:

o Elemente der Kapitaldeckung müssen in der Altersvorsorge eingeführt werden.
o Die Krankenversicherung muss mit Wahltarifen den Versicherten mehr Freiheit lassen.
o Arbeitslosengeld und Sozialhilfe sollten vor allem auf die Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess ausgerichtet sein.
o Löhne und Arbeitszeiten sind marktgerechter zu gestalten.
o Die Betriebe brauchen deutlich größere Gestaltungsspielräume bei der Festlegung der Arbeitsbedingungen.«

9.11.1989 - Verabschiedung des "Rentenreformgesetzes 1992"
 
Wichtigste Punkte:

o Bewahrung eines bestimmten Lebensstandardes im Alter wird erstmals der Erhaltung der Beitragsstabilität untergeordnet. Kosten der RV für die Kapitalisten werden gesenkt
o Änderung der Rentenanpassung von der Bruttolohn- auf die Nettolohnentwicklung, d.h. nach den geringer steigenden Nettolöhnen durch steigende Steuern und Sozialversicherungsbeiträge.
o Anhebung der Altersgrenzen 60 (Frauen, Arbeitslose) und 63 (langjährig Versicherte) auf 65 Jahre. Stufenweise über 12 Jahre, vom Jahr 2001 an, mit Vorbehalt, dass 1998 die Arbeitslosigkeit keine große Rolle mehr spielt.
o Für jedes Jahr der vorzeitigen Inanspruchnahme ab 62 mindert sich die Rente um 3,6% (sogenannter versicherungsmathematischer Abschlag). Regelungen wurden in Folgejahren mehrfach geändert.
o Kürzung der schulischen Anrechnungszeiten auf insgesamt maximal sieben Jahre, von vorher maximal 13 Jahren (max. 4 Jahre Schule ab dem vollendeten 16. Lebensjahr, max. 4 Jahre Fachschul- und max. 5 Jahre Hochschulausbildung), sowie geringere Bewertung: Mit höchstens 75% des Durchschnittseinkommens pro Jahr 

BAnZ: 18.12.1989 - Gesetz zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung (Rentenreformgesetz 1992 - RRG 1992) - aus Nr. 60 vom 28.12.1989, Seite 2261, PDF: 15,4 MB (http://www.bgbl.de/Xaver/media.xav?SID=anonymous3478218998&bk=Bundesanzeiger_BGBl&name=bgbl%2FBundesgesetzblatt%20Teil%20I%2F1989%2FNr.%2060%20vom%2028.12.1989%2Fbgbl189s2261b.pdf)
Quelle: Die Rentenreform 1992   -   Anmerkungen zum  Rentenreformgesetz 1992 (http://www.rentenreform-alternative.de/rr1992.htm)

1997 - Wachstums- und Beschäftigungsförderungsgesetz (WFG)

Wichtigste Punkte:

o Stufenweise Anhebung der Altersgrenzen auf das 65. Lebensjahr: Für Frauen (bisher 60) bereits ab 1997, für langjährig Versicherte (bisher 63) bereits ab 2000; bei vorzeitiger Inanspruchnahme der Rente versicherungsmathematische Abschläge von 3,6 v.H. pro Jahr, und zwar für die gesamte Rentenlaufzeit.
o Anerkennung von Ausbildungszeiten erst ab dem 17. Lebensjahr (bisher 16) und nur noch bis zu maximal 3 Jahren auf Basis von höchstens 75 v.H. des Durchschnittsentgelts - auch wenn (z.B. behinderungsbedingt) Schulzeit, Ausbildung und Studium deutlich länger dauern.
Bis Ende 1991 wurden noch bis zu 13 Jahre mit 100% des Durchschnittsentgelts berücksichtigt, 1992 erfolgte eine stufenweise Absenkung auf 7 Jahre bei max. 75 v.H. des Durchschnittsentgelts. Im Vergleich zu 1991 bedeutet dies für Studierende im Durchschnitt einen monatlichen Rentenverlust von 470 DM, im Vergleich zum RRG 1992 von immerhin 170 DM monatlich.
o Nur Arbeitsförderungsgesetz: Abschaffung des Rechtsanspruchs auf berufsfördernde Leistungen zur Rehabilitation und auf übergangsgeld durch Umwandlung in eine "Kann-Leistung"; Ausnahme nur für Schwerbehinderte (Rehabilitandenanteil 8%!) und Behinderte im Eingangsverfahren und Arbeitstrainingsbereich der Werkstätten für Behinderte; gilt auch für Ausbildungsgeld, Unterhaltsgeld für Behinderte und Berufsausbildungsbeihilfe für Behinderte. (ab 1.4.97 durch AFRG wieder teilweise korrigiert)
o In der Rentenversicherung Kürzung des übergangsgeldes von 90 (medizinische Rehabilitation) bzw. 80 (berufliche Rehabilitation) auf einheitlich 75 v.H. für Versicherte mit Kind ober bei Pflegebedürftigkeit und von 75 bzw. 70 auf einheitlich 68 v.H. für die übrigen Versicherten.
o In der Unfallversicherung (RVO) Kürzung des übergangsgeldes von 80 auf 75 v.H. bzw. von 70 auf 68 v.H. und des Anschluss-Übergangsgeldes von 68 auf 67 v.H. bzw. von 63 auf 60 v.H.
o Absenkung der Berechnungssätze auch im Rehabilitationsangleichungsgesetz, und zwar beim Übergangsgeld von 90 bzw. 80 auf einheitlich 75 v.H. (Behinderte mit Kind bzw. bei Pflegebedürftigkeit) und von 75 bzw. 70 auf einheitlich 68 v.H. (übrige Behinderte) sowie beim Anschluss-Übergangsgeld von 68 auf 67 v.H. bzw. von 63 auf 60 v.H.
o Nur Arbeitsförderungsgesetz: Aussetzung der Anpassung des Übergangsgeldes im Jahre 1997; gilt generell für alle Lohnersatzleistungen nach dem AFG.

BAnZ: 25.09.1996 - Gesetz zur Umsetzung des Programms für mehr Wachstum und Beschäftigung in den Bereichen der Rentenversicherung und Arbeitsförderung (Wachstums- und Beschäftigungsförderungsgesetz - WFG) - aus Nr. 48 vom 27.09.1996, Seite 1461, PDF: 1,3 MB (http://www.bgbl.de/Xaver/media.xav?SID=anonymous34782384343&tocf=Bundesanzeiger_BGBl_tocFrame&tf=Bundesanzeiger_BGBl_mainFrame&qmf=Bundesanzeiger_BGBl_mainFrame&hlf=Bundesanzeiger_BGBl_mainFrame&bk=Bundesanzeiger_BGBl&name=bgbl%2FBundesgesetzblatt%20Teil%20I%2F1996%2FNr.%2048%20vom%2027.09.1996%2Fbgbl196s1461.pdf)
Quelle: SoVD - Sozialverband Deutschland - Sozialstaat - August 1997 - Dokumentation (http://www.sovd.de/805.0.html)

1999 - Rentenreformgesetz 1999

Wichtigste Punkte:

o Die Altersgrenze für Schwerbehinderte (mindestens 50%-ige anerkannte Schwerbehinderung) wird in Monatsschritten vom 60. Lebensjahr auf das 63. Lebensjahr angehoben. Die Anhebung beginnt ab dem Jahr 2000. Damit sind zuerst Versicherte betroffen, die im Januar 1940 geboren sind. Die ersten Versicherten, für die die Altersgrenze 63 (ungekürzter Bezug dieser Rente) gilt, sind die im Dezember 1942 geborenen. Eine Inanspruchnahme dieser Altersrente vor Vollendung des 63. Lebensjahres ist dann weiterhin möglich. In diesem Fall muß jedoch ein Rentenabschlag von 0,3% für jeden Monat vor Vollendung des 63. Lebensjahres (maximal 10,8%) in Kauf genommen werden. Betroffen von dieser Maßnahme sind alle schwerbehinderten Versicherten.
o Ab dem 01.01.2000 wird das derzeitige System der Berufsunfähigkeitsrenten und Erwerbsunfähigkeitsrenten durch ein einheitliches und abgestuftes System der Erwerbsminderungsrente abgelöst. Das Vorliegen der Erwerbsminderung richtet sich zukünftig ausschließlich nach dem Gesundheitszustand des Versicherten. Die Rentenversicherung soll zukünftig also nur noch für den Ausfall des Einkommens, der durch die gesundheitliche Einschränkung verursacht wird, Ersatz leisten. Die Arbeitsmarktsituation wird also nicht mehr berücksichtigt.
o Die Rentenformel wird um einen demographischen Faktor ergänzt. Durch diesen Faktor wird die jährliche Rentenanpassung verringert, zwar so, daß das Rentenniveau von 70 % (heute) auf 64 % (2030) sinkt.

BAnZ: 16.12.1997 - Gesetz zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung (Rentenreformgesetz 1999 - RRG 1999) - aus Nr. 85 vom 22.12.1997, Seite 2998, PDF-Dokument (4,0 MB) (http://www.bgbl.de/Xaver/media.xav?SID=anonymous347825478119&bk=Bundesanzeiger_BGBl&name=bgbl%2FBundesgesetzblatt%20Teil%20I%2F1997%2FNr.%2085%20vom%2022.12.1997%2Fbgbl197s2998.pdf)
Quelle: Rentenreformgesetz 1999 (http://www.versicherung-vergleiche.de/lexika/rentenlexikon/rentenreformgesetz_1992.htm)

2000 - Haushaltssanierungsgesetz 2000

Wichtigster Punkt:

o Die Renten werden in 2000 und 2001 nicht an die Lohnentwicklung, sondern lediglich an die Inflationsrate angepasst.

Quelle: Rentendemontage (http://www.rentenreform-alternative.de/rentendemontage.htm)
BAnZ: 22.12.1999 - Gesetz zur Sanierung des Bundeshaushalts (Haushaltssanierungsgesetz - HSanG -) - aus Nr. 58 vom 28.12.1999, Seite 2534, PDF-Dokument (90,3 KB) (http://www.bgbl.de/Xaver/media.xav?SID=anonymous347825478119&bk=Bundesanzeiger_BGBl&name=bgbl%2FBundesgesetzblatt%20Teil%20I%2F1999%2FNr.%2058%20vom%2028.12.1999%2Fbgbl199s2534.pdf)

2001 - Altersvermögensergänzungsgesetz

Wichtigste Punkte:

o Verminderung der Rentenanpassungen; ("Korrekturfaktor", "Altersvorsorgefaktor")
o Verringerung des Hinterbliebenenversorgungssatzes;
o verstärkte Einkommensanrechnung bei Hinterbliebenen.
o Aufhebung der Rentenanpassungen in Höhe der Inflationsrate (wurde erst am 22.12.1999 wieder eingeführt!)

Quelle: Reform 2001 - Altersvermögensergänzungsgesetz (http://konzepte-fuer-vermoegensaufbau.de/index.php/av/problematik/grv/75-grv-rentenreformen/379-reform-2001-altersvermoegensergaenzungsgesetz.html)
BAnZ: 21.03.2001 - Gesetz zur Ergänzung des Gesetzes zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung und zur Förderung eines kapitalgedeckten Altersvorsorgevermögens (Altersvermögensergänzungsgesetz - AVmEG) - aus Nr. 13 vom 26.03.2001, Seite 403, PDF-Dokument (72,0 KB) (http://www.bgbl.de/Xaver/media.xav?SID=anonymous347825478119&bk=Bundesanzeiger_BGBl&name=bgbl%2FBundesgesetzblatt%20Teil%20I%2F2001%2FNr.%2013%20vom%2026.03.2001%2Fbgbl101s0403.pdf)

2002 - Altersvermögensgesetz

Wichtigste Punkte:

o Das umlagefinanzierte System der gesetzlichen Rentenversicherung soll durch freiwillige, staatlich geförderte Beiträge ergänzt werden. Diese Beiträge dienen im Wesentlichen der Schließung der neu entstehenden Versorgungslücke im Alter, also der Kaschierung der Einschnitte in die gesetzliche Rente durch zusätzliche "Riester-Verträge"

Quelle: Altersvermögensgesetz (http://www.fondsvermittlung24.de/altersvermoegensgesetz.html)
BAnZ: 26.06.2001 - Gesetz zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung und zur Förderung eines kapitalgedeckten Altersvorsorgevermögens (Altersvermögensgesetz -- AVmG) - aus Nr. 31 vom 29.06.2001, Seite 1310, PDF-Dokument (144 KB) (http://www.bgbl.de/Xaver/media.xav?SID=anonymous347825478119&bk=Bundesanzeiger_BGBl&name=bgbl%2FBundesgesetzblatt%20Teil%20I%2F2001%2FNr.%2031%20vom%2029.06.2001%2Fbgbl101s1310.pdf)

2002 - Beitragssicherungsgesetz

Wichtigste Punkte:

o Anhebung des Beitragssatzes von 19,1 % auf 19,5% und
o Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze
o Senkung der Lohnnebenkosten für Kapitalisten auf 19,5% (statt der bisherigen 19,9%)

Quelle: Beitragssicherungsgesetz (http://konzepte-fuer-vermoegensaufbau.de/index.php/av/problematik/grv/75-grv-rentenreformen/378-reform-2002-beitragssicherungsgesetz.html)
BAnZ: 23.12.2002 - Gesetz zur Sicherung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung und in der gesetzlichen Rentenversicherung (Beitragssatzsicherungsgesetz BSSichG) - aus Nr. 87 vom 30.12.2002, Seite 4637, PDF-Dokument (34,3 KB) (http://www.bgbl.de/Xaver/media.xav?SID=anonymous347825478119&bk=Bundesanzeiger_BGBl&name=bgbl%2FBundesgesetzblatt%20Teil%20I%2F2002%2FNr.%2087%20vom%2030.12.2002%2Fbgbl102s4637.pdf)

2004 - Zweites Gesetz zur Änderung des SGB VI

Wichtigste Punkte:

o Rentner zahlen den vollen Beitrag zur Pflegeversicherung
o Aussetzung der Rentenanpassung für das Jahr 2004

Quelle: RECHTSGUTACHTERLICHE STELLUNGNAHME für den Sozialverband Deutschland (SoVD) (http://www.sovd.de/884.0.html)
BAnZ: 29.04.2004 - Viertes Gesetz zur Änderung des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch - aus Nr. 20 vom 05.05.2004, Seite 678, PDF-Dokument (49,4 KB) (http://www.bgbl.de/Xaver/media.xav?SID=anonymous347825478119&bk=Bundesanzeiger_BGBl&name=bgbl%2FBundesgesetzblatt%20Teil%20I%2F2004%2FNr.%2020%20vom%2005.05.2004%2Fbgbl104s0678.pdf)

2005 - RV-Nachhaltigkeitsgesetz

Wichtigste Punkte:

o Anrechnung wegen schulischer Ausbildung nach vollendetem 17. Lj. (bis zu drei Jahre) entfällt für Rentenzugänge ab 2009.
o Einführung von Nachhaltigkeitsfaktor und Parameter a => Renten werden gekürzt, wenn die Zahl der Beitragszahler sinkt

Quelle: Rentendemontage (http://www.rentenreform-alternative.de/rentendemontage.htm)
BAnZ: 21.07.2004 - Gesetz zur Sicherung der nachhaltigen Finanzierungsgrundlagen der gesetzlichen Rentenversicherung (RV-Nachhattigkeitsgesetz) - aus Nr. 38 vom 26.07.2004, Seite 1791, PDF-Dokument (158 KB) (http://www.bgbl.de/Xaver/media.xav?SID=anonymous347825478119&bk=Bundesanzeiger_BGBl&name=bgbl%2FBundesgesetzblatt%20Teil%20I%2F2004%2FNr.%2038%20vom%2026.07.2004%2Fbgbl104s1791.pdf)

2006 - Alterseinkünftegesetz

Wichtigste Punkte:

o Alle Renten mit Beginn bis 2005 werden zu 50 % besteuert. Der steuerpflichtige Rentenanteil steigt in Schritten von 2 %-Punkten von 50 % im Jahre 2005 auf 80 % im Jahr 2020 und in Schritten von einem 1 %-Punkt ab dem Jahr 2021 bis 100 % im Jahre 2040 an. Der steuerpflichtige Rentenanteil beträgt somit 50 % bei Rentenbeginn im Jahr 2005, 52 % bei Rentenbeginn 2006 usw. und schließlich 100 % bei Rentenbeginn ab 2040.

Quelle: Rentenbesteuerung ab 2005 (http://de.wikipedia.org/wiki/Rentenbesteuerung#Rentenbesteuerung_ab_2005)
BAnZ: 05.07.2004 - Gesetz zur Neuordnung der einkommensteuerrechtlichen Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbezügen (Alterseinkünftegesetz - AltEinkG) - aus Nr. 33 vom 09.07.2004, Seite 1427, PDF-Dokument (199 KB) (http://www.bgbl.de/Xaver/media.xav?SID=anonymous347825478119&bk=Bundesanzeiger_BGBl&name=bgbl%2FBundesgesetzblatt%20Teil%20I%2F2004%2FNr.%2033%20vom%2009.07.2004%2Fbgbl104s1427.pdf)

2007 - Altersgrenzenanpassungsgesetz

Wichtigste Punkte:

o Schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 Jahre zwischen 2012 und 2015 => Rentenkürzung, da nur wenige bis 67 Jahre arbeiten können

BAnZ: 20.04.2007 - Gesetz zur Anpassung der Regelaltersgrenze an die demografische Entwicklung und zur Stärkung der Finanzierungsgrundlagen der gesetzlichen Rentenversicherung (RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz) - aus Nr. 16 vom 30.04.2007, Seite 554, PDF-Dokument (191 KB) (http://www.bgbl.de/Xaver/media.xav?SID=anonymous347825478119&bk=Bundesanzeiger_BGBl&name=bgbl%2FBundesgesetzblatt%20Teil%20I%2F2007%2FNr.%2016%20vom%2030.04.2007%2Fbgbl107s0554.pdf)

2008 - Rentenanpassungsgesetz

Wichtigste Punkte:

o Um für 2008 und 2009 eine höhere Rentenanpassung zu erreichen, hat der Bundestag das Gesetz zur Rentenanpassung 2008 verabschiedet. Mit diesem Gesetz wird der Riesterfaktor in den Jahren 2008 und 2009 ausgesetzt und erst 2012 und 2013 nachgeholt. Durch die Aussetzung des Riesterfaktors fällt die Rentenanpassung 2008 um 0,64 Prozentpunkte höher aus und beträgt daher 1,1 Prozent (0,46 Prozent + 0,64 Prozent).
o Wegen der Anhebung des Beitragssatzes zur Pflegeversicherung um 0,25 Prozentpunkte werden die 1,1 Prozent teilweise wieder aufgezehrt. Anders als die Beschäftigten müssen Rentnerinnen und Rentner den Pflegeversicherungsbeitrag allein tragen. Bei einigen Rentnerinnen und Rentnern kommen von den 1,1 Prozent noch weniger an, wenn die Krankenkasse ihren Beitragssatz erhöht.
o Auch wenn nach steigenden Beitragssätzen zur Kranken- bzw. Pflegeversicherung noch ein kleines Plus übrig bleibt, wird dies bei weitem nicht für einen Ausgleich der hohen Inflation ausreichen. Schätzungen gehen nämlich davon aus, dass die durchschnittliche Inflationsrate in diesem Jahr bei 2,6 Prozent liegen wird. Dabei sind die Preistreiber vor allem Grundnahrungsmittel und Energie, was Menschen mit geringem Einkommen besonders stark belastet.

Quelle: Rente - Die Rentenanpassung 2008 - Weitere Inflationsverluste trotz außerplanmäßiger Rentenerhöhung (http://www.sovd.de/1323.0.html)
BAnZ: 26.06.2008 - Gesetz zur Rentenanpassung 2008 - aus Nr. 26 vom 30.06.2008, Seite 1076, PDF-Dokument (28,7 KB) (http://www.bgbl.de/Xaver/media.xav?SID=anonymous347825478119&bk=Bundesanzeiger_BGBl&name=bgbl%2FBundesgesetzblatt%20Teil%20I%2F2008%2FNr.%2026%20vom%2030.06.2008%2Fbgbl108s1076.pdf)

2009 - Rentenschutzklausel

Wichtigste Punkte:

o Ein Absinken des Rentenwertes ist nun auch dann ausgeschlossen, wenn die für die Rentenentwicklung maßgebliche Berechnungsbasis, die Entwicklung der Bruttolöhne und -gehälter, rückläufig ist. Damit wird im Fall sinkender Löhne ein nominales Sinken der Renten verhindert. Die Rentenzahlbeträge bleiben dann gleich, es gibt eine sogenannte "Nullrunde". Die unterbliebene aber rechnerisch notwendige Rentenkürzung wird gemäß § 68a (wie oben erläutert) mit späteren Rentenerhöhungen verrechnet, bis die unterlassene Rentenkürzung nachgeholt wurde.

Quelle: Rentenanpassungsformel - Schutzklausel (http://de.wikipedia.org/wiki/Rentenanpassungsformel#Schutzklausel)
BAnZ: 15.07.2009 - Gesetz zur Änderung des Vierten Buches Sozialgesetzbuch, zur Errichtung einer Versorgungsausgleichskasse und anderer Gesetze - aus Nr. 42 vom 21.07.2009, Seite 1939, PDF-Dokument (107 KB) (http://www.bgbl.de/Xaver/media.xav?SID=anonymous347825478119&bk=Bundesanzeiger_BGBl&name=bgbl%2FBundesgesetzblatt%20Teil%20I%2F2009%2FNr.%2042%20vom%2021.07.2009%2Fbgbl109s1939.pdf)

Das BMAS prognostiziert folgendes:

o Nach den Modellrechnungen steigen die Renten bis zum Jahr 2025 um insgesamt rund 35 % an. Dies entspricht einer durchschnittlichen Steigerungsrate von gut 2 % pro Jahr. Das Sicherungsniveau vor Steuern sinkt von 50,2 % im Jahr 2011 auf 47,8 % im Jahr 2020 und weiter auf 46,2 % im Jahr 2025 ab.
o Beitragssatz wie auch Sicherungsniveau vor Steuern bewegen sich damit im Rahmen der im Gesetz vorgesehenen Grenzen von 20 % bzw. 46 % bis zum Jahr 2020 und von 22 % bzw. 43 % bis zum Jahr 2030.
o Der Rückgang des Sicherungsniveaus vor Steuern macht deutlich, dass die gesetzliche Rente zukünftig alleine nicht ausreichen wird, um den Lebensstandard des Erwerbslebens im Alter fortzuführen. In Zukunft wird der erworbene Lebensstandard nur erhalten bleiben, wenn die finanziellen Spielräume des Alterseinkünftegesetzes und die staatliche Förderung genutzt werden, um eine zusätzliche Vorsorge aufzubauen. Zentrale Säule der Altersversorgung wird aber auch weiterhin die gesetzliche Rente bleiben.

Quelle: Bericht der Bundesregierung über die gesetzliche Rentenversicherung, insbesondere über die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben, der Nachhaltigkeitsrücklage sowie des jeweils erforderlichen Beitragssatzes in den künftigen 15 Kalenderjahren gemäß § 154 Abs. 1 und 3 SGB VI - (Rentenversicherungsbericht 2011) (http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/rentenversicherungsbericht-2011.pdf?__blob=publicationFile)

Das Rentenniveau vor Steuern berücksichtigt nicht die individuelle unterschiedliche Besteuerung seit 2005. Aufgrund des aufgezeigten Rentenkahlschlags werden die realen Renten in vielen Fällen noch unter der Prognose des BMAS liegen.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: counselor am 00:48:09 Mo. 17.September 2012
Altersarmut jetzt bekämpfen, Rentenniveauabsenkung stoppen - Sozialverband VdK kritisiert Rentenkonzepte von SPD und CDU-Arbeitsministerin

"Endlich ist das Thema Altersarmut auch bei den beiden großen Volksparteien angekommen. Aber um Altersarmut in Deutschland jetzt einzudämmen und künftig zu vermeiden, reichen weder das Zuschussrentenkonzept von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen noch das aktuell vorgelegte Rentenpapier der SPD aus", so Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland.

Beide Papiere seien für viele heutige Rentner "eine große Enttäuschung", denn alle angekündigten Verbesserungen sollen erst für künftige Rentner greifen. "Altersarmut ist aber heute bereits ein großes Problem. Bundesweit beziehen 400.000 Rentnerinnen und Rentner Grundsicherung im Alter, nach seriösen Schätzungen liegt die verborgene Armut um mindestens ein Doppeltes höher", erläuterte die VdK-Präsidentin. "Nimmt man noch die enorm gestiegene Zahl der Mini-Jobber unter den Rentnern hinzu, haben wir es mit der Dimension von mindestens einer Million alter Menschen zu tun, die um ihre Existenz kämpfen müssen. Von einer Mindestrente von 850 Euro, die jetzt immer wieder genannt wird, können sehr viele nur träumen."

Positiv an den SPD-Vorschlägen ist aus Sicht des VdK, dass einige zentrale VdK-Forderungen aufgegriffen wurden. Dazu gehören die Anrechnung von drei statt einem Jahr für Kindererziehungszeiten für Mütter, die vor 1992 Kinder geboren haben, die Wiedereinführung der Rente nach Mindesteinkommen, also einer Höherbewertung niedriger Einkommen für die Rente, die Aufwertung der Grundsicherung im Alter und der Wegfall der Abschläge für Erwerbsminderungsrenten. "Bitter ist und bleibt aber, dass Bestandsrentner leer ausgehen sollen", kritisierte Mascher. "Am bittersten ist dies für viele arme Rentnerinnen heute, die ihre Kinder vor 1992 geboren haben."

"Nicht zu Ende gedacht" sei das SPD-Rentenpapier auch im Hinblick darauf, dass selbst die positiven Effekte der geplanten Neuregelungen für die künftigen Rentnerinnen und Rentner durch das sinkende Rentenniveau mittel- und langfristig wieder zunichte gemacht werden, erläuterte Mascher: "Das ist kein zukunftsfestes Konzept. Es würde nur funktionieren, wenn die Rentenniveauabsenkung gestoppt wird."

Derzeit beträgt das Rentenniveau 51 Prozent, bis 2030 soll es auf 43 Prozent sinken. "Bei 50 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns muss Schluss sein.
Wir fordern, das Rentenniveau bei 50 Prozent einzufrieren", machte Mascher den VdK-Standpunkt deutlich. Dies sei umso dringlicher, weil der Trend zu Niedriglöhnen und damit perspektivisch zu Niedrigrenten ungemindert anhält.

Nach den neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes arbeitet heute schon jeder fünfte Arbeitnehmer für einen Niedriglohn. "Das verschärft unser künftiges Altersarmutsproblem erheblich", warnte Mascher. (Michael Pausder, Pressesprecher)

Quelle: Sozialverband VdK Deutschland (http://www.vdk.de/cgi-bin/cms.cgi?ID=de28048&SID=02yzxLShQGhcqJhDUt2a58GquvHPtw)

Arbeitsbedingungen

Die Bundesregierung hat das Renteneintrittsalter auf 67 Jahre angehoben. Wer sich keine drastische Kürzung seiner Rente leisten kann, muss sich auf eine lange Lebensarbeitszeit einstellen. Werden künftig über 60-Jährige am Fließband stehen und in den Büros arbeiten?

Schauen wir uns an, wie es heute aussieht: In der Metall- und Elektroindustrie sind nur vier Prozent der Beschäftigten zwischen 60 und 64 Jahre alt. Auch bei den 55- bis 59-Jährigen sieht es kaum besser aus: Nur jeder zehnte im Betrieb gehört zu dieser Altersgruppe ...

Quelle: IGM - Gut in Rente (http://www.gut-in-rente.de/kampagne/arbeiten-im-alter/)

SPD legt Konzept gegen Altersarmut vor - "Solidarrente" tritt gegen Zuschussrente an

Im Streit um die richtigen Maßnahmen gegen Altersarmut setzt die SPD der Zuschussrente des Arbeitsministeriums jetzt ein Konzept für eine "Solidarrente" entgegen. Kernpunkt des Papiers, das den Nachrichtenagenturen dpa und Reuters vorliegt und über das der Parteivorstand am Montag erstmals beraten will, ist eine Mindestrente von 850 Euro im Monat. Sie soll allen Rentnern gezahlt werden, die 40 Jahre Vollzeit gearbeitet haben ...

... Stärkung der betrieblichen Vorsorge

Außerdem soll die betriebliche Altersversorgung gestärkt werden. Mit einer "Betriebsrente Plus" soll die gesetzlich gewollte Absenkung des Rentenniveaus auf 43 Prozent "so weit wie möglich kompensiert werden", zitieren die Agenturen aus dem Papier. Die Stärkung der Betriebsrente soll Vorrang vor der Riester-Rente haben.

So soll eine betriebliche Vorsorge für jeden Arbeitnehmer bei Einstellung zur Pflicht werden - Befreiungen wären nur mit Widerspruch möglich. Dabei sieht das Konzept eine Steuerbezuschussung vor, wenn Arbeitnehmer zwei Prozent des steuerpflichtigen Bruttolohns umwandeln ...

Quelle: Tagesschau (http://www.tagesschau.de/inland/rentendebatte108.html)

Da die Kapitalisten nach Gabriels Vorstellungen nichts zusätzlich zahlen sollen, der Arbeiter aber 2% seines steuerpflictigen Bruttolohns abdrücken soll, handelt es sich um einen weiteren Angriff auf die paritätischen Finanzierung der Rentenversicherung und um ein staatlich gefördertes Lohnsenkungsprogramm. Und an den die Armut verursachenden oben genannten Rentenbeschlüssen und Hartz-Gesetzen wollen die Vertreter aller "Volksparteien" festhalten!

Und alle singen wieder das verlogene Lied vom "demografischen Wandel" und verschleiern damit, dass die sprunghaft gestiegene Arbeitsproduktivität dennoch die Finanzierung einer wachsenden Zahl von Rentnern ohne Probleme möglich macht, auch ohne dass diese den Jüngeren zur Last fallen. Außerdem hat die zunehmende Diskrepanz von Geburten- und Sterberate gesellschaftliche Ursachen, wie z.B. stärkere Einbeziehung von Frauen in die Produktion, Massenarbeitslosigkeit und Abbau sozialer Reformen.

Wir müssen wieder zu einer Art solidarischen Dreierverbindung der jüngeren, mittleren und älteren Generation kommen, also dem Gegenteil von dem, was wir jetzt praktizieren.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 10:25:19 Do. 20.September 2012
Zitat
10. Private Vorsorge schützt nicht vor Altersarmut

Der Journalist Holger Balodis über die Fallstricke privater Altersvorsorge
Wie in Deutschland zukünftig Menschen davor bewahrt werden können, im Alter ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten zu können, ist in diesen Wochen Thema intensiver politischer Debatten. Dabei wird immer auch auf die Notwendigkeit privater Altersvorsorge verwiesen. Die Journalisten Holger Balodis und Dagmar Hühne haben sich Privatrenten genauer angesehen. Sie stellen fest: “Die von der Versicherungswirtschaft angebotenen Formen der Privatrente sowie Riester- und Rürup-Rente taugen nicht als Ersatz für die gesetzliche Rente. Im Gegenteil: Kunden verlieren Milliarden, weil private Rentenversicherungen systematisch zu ihrem Schaden konstruiert sind.” In Neugier genügt erläutert Holger Balodis das Ergebnis der Recherche.
Quelle: WDR 5 Neugier genügt, Podcast (http://www.wdr5.de/sendungen/neugier-genuegt/s/d/19.09.2012-10.05/b/redezeit-private-vorsorge-schuetzt-nicht-vor-altersarmut.html)
 
Quelle: NDS (http://www.nachdenkseiten.de/?p=14488#h10)

Sicherheitshalber werden Riesterrentner mindestens 10 Jahre älter (ist variabel, es gibt auch Auserwählte die >20 Jahre älter werden) als der statistische Durchschnitt. Wer also ein langes Leben haben will sollte unbedingt eine Riesterrente abschließen, die Versicherer rechnen auf jeden Fall mit methusalemschen Verhältnissen bei der Riestergeneration.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:38:58 Do. 20.September 2012
Zitat
"Von der Leyen spricht nicht für uns": Rösler lehnt Armutsbericht ab
In Deutschland werden die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer, von der Lohnentwicklung profitieren meist die Besserverdienenden. Das belegt eine Analyse des Bundesarbeitsministeriums, die als Vorlage für den Armutsbericht der Bundesregierung dienen sollte. Das FDP-geführte Wirtschaftsministerium verweigert dem Bericht die Zustimmung.


http://www.n-tv.de/politik/Roesler-lehnt-Armutsbericht-ab-article7268836.html (http://www.n-tv.de/politik/Roesler-lehnt-Armutsbericht-ab-article7268836.html)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 23:20:08 Do. 20.September 2012
Sicherheitshalber werden Riesterrentner mindestens 10 Jahre älter (ist variabel, es gibt auch Auserwählte die >20 Jahre älter werden) als der statistische Durchschnitt. Wer also ein langes Leben haben will sollte unbedingt eine Riesterrente abschließen, die Versicherer rechnen auf jeden Fall mit methusalemschen Verhältnissen bei der Riestergeneration.
Das sichert die Gewinnspanne.  ;D  kotz
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 18:22:32 Fr. 21.September 2012
Zitat
Alle im Blick: Kampf gegen Altersarmut: Linke fordert 900 Euro »Rente zum Leben« und hofft auf Unterstützung von Sozialdemokraten in der SPD

 Kein Wunder, daß Die Linke weiter munter vom Verfassungsschutz beobachtet werden soll: Als einzige im Bundestag stellt sich die Partei dem Klassenkampf von oben entgegen, macht gegen Altersarmut und für eine höhere Besteuerung von Spitzenverdienern mobil (siehe Spalte).

»Der Millionär braucht keine gesetzliche Rente, aber die gesetzliche Rente braucht den Millionär«, erklärte Fraktionschef Gregor Gysi am Mittwoch bei der Vorstellung des Linke-Konzepts gegen Armut im Alter. Was radikal klingt, ist realpolitisch geerdet.

In dem zusammen mit den Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger in Berlin präsentierten, siebenseitigen Papier >>  http://www.linksfraktion.de/positionspapiere/rente-leben/ (http://www.linksfraktion.de/positionspapiere/rente-leben/)  heißt es, das Rentenniveau müsse so hoch sein, daß es langjährigen Beitragszahlern »auskömmliche Renten« gewährleistet und den »Lebensstandard im Alter sichern« kann:

»Es darf deshalb nicht weiter gesenkt, sondern muß wieder auf 53 Prozent angehoben werden« – die rot-grüne Bundesregierung unter dem damaligen Kanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte beschlossen, das Rentenniveau bis 2030 auf 43 Prozent abzusenken.

Streichen will die Linke die Rente erst ab 67 und die ungerechten Abschläge für Erwerbsgeminderte. Darüber hinaus müßten die ostdeutschen Renten an das Westniveau angeglichen werden. Das »ist eine Frage der Leistungsgerechtigkeit und muß stufenweise innerhalb der nächsten fünf Jahre erfolgen«.


http://www.jungewelt.de/2012/09-21/030.php (http://www.jungewelt.de/2012/09-21/030.php)

Mir wäre eine Art "Einheitsrente" trotzdem lieber, denn ich glaube nicht, dass dieser Vorsatz "Gute Rente durch gute Arbeit" noch zu erreichen ist, wenn es doch einfach nicht mehr genug "Arbeit" für Alle gibt.

Zitat
[...] Eine »gute Rente« sei ohne »gute Arbeit« nicht zu erreichen, steht im Linke-Papier weiter. Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik müßten deshalb »zusammengedacht und zusammengebracht werden«. Prekäre Beschäftigung müsse eingedämmt und ein flächendeckender Mindestlohn von zehn Euro eingeführt werden.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Strombolli am 19:02:11 Fr. 21.September 2012
Leider muß ich Dir bei "wenn es doch einfach nicht mehr genug "Arbeit" für Alle gibt." widersprechen.

Es gibt genug Arbeit, jedoch will sie keiner bezahlen. - Bestimmt meinst Du das auch so.

Wenn man allein überlegt, welch Blödsinn allerorten entsteht, allein durch die bescheurten Eigentumsverhältnisse in Deutschland bzw. der kapitalistischen Welt. Auf was man alles verzichten könnte, wenn Arbeit korrekt bezahlt werden würde und nicht alles profit- und zinsorientiert wäre.
Ganze Branchen würden verschwinden. - Wenn die Produktivität steigt, dann muß sich das auf alle auswirken. Nicht bloß auf einige Erlauchte.

Das Wettbewerbsmotto "Jeder gegen jeden" ruiniert die Welt. Aber zu meinen Lebzeiten wird das kein weltweites Gedankengut. Da ich nun schon etliche Jahre "auf hohem Niveau" jammere und sowieso nicht sein kann was FDP/CSU/CDU nicht wahrhaben wollen, werde ich, wie viele andere Milliarden Menschen vor mir in recht bescheidenen Verhältnissen abtreten. Was solls? Selbst wenn ich sowas wie Rente erleben sollte, habe ich mich mit dem uns zugestandenen Satz "Stütze" abgefunden.

Es rechnet ja doch keiner nach, was ich in den letzten 17 Jahren allein dem "gemeinschaftlichen" Gesundheitswesen gekosten habe und wiederum Profit gebracht habe. Vielleicht ist ja auch das ein Gedanke: Mach die Menschen kaputt und krank, dann können "WIR" [also DIE] selbst die Kranken usw. noch mal abzocken. Und sei es über den Umweg der Kassen.

Ein perfides, schäbiges, verachtenswertendes System!  

Es ist doch sowieso egal was in den Lebensjahren eines Menschen im Gehirn als vermeintliche Realität abgebildet wurde. Was bleiben wird sind Erinnerungen an diese Menschen, ihre Äußerungen, ihr Verhalten anderen gegenüber, zum Teil, wenn sie Glück haben ihre Erkenntnisse...
Alles andere, auch Geld und Eigentum vergehen!

In diesem Sinne fällt mir gerade wieder ein: Prost Kater! (und alle Unbekannten)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 19:36:03 Fr. 21.September 2012
Wobei dieses "Stütze statt Rente" mir auch keineswegs sicher erscheint und schon gar nicht "lebenslang" bzw. für die nächsten Jahrzehnte. Gar nicht zu reden vom jetzigen Rentensystem...

SEHR unsichere Zeiten, schlecht für Nerven und gesellschaftl. Fort-Entwicklung... ::)

Aber diese Horden in Berlin und Brüssel sind ja nun auch keine unabänderlichen Naturgewalten, die Dinge können (und werden sich vermutlich) auch ändern.

Hoffentlich zum Besseren, wenn noch mehr Menschen einsehen, dass es SOOO nicht mehr geht. Wenn endlich anders gelebt, konsumiert, gegessen, gelehrt und gelernt wird, die Umwelt respektiert wird, Menschen, Kinder und Alte ebenso, Kriege & Hunger & künstliche Krankheiten abgeschafft, Eigentumsverhältnisse geändert, die Landwirtschaft umgestellt usw., usw, wir wissen es ja...

Zitat
Auf was man alles verzichten könnte, wenn Arbeit korrekt bezahlt werden würde und nicht alles profit- und zinsorientiert wäre. Ganze Branchen würden verschwinden.

Dann wird es ganz schnell weniger "Arbeit" geben und die Menschen könnten wieder ihren wahren Neigungen nachgehen, um sich nützlich zu machen.


***Träum' weiter; Eivisskat***  ;)

...die sich übrigens nicht für den Rest ihrer Tage weder mit "Stütze statt Rente" noch mit "Mindestrente" a la DiLi zufriedengeben wird, sondern meint, dass JEDER Mensch, egal ob 40 J. gearbeitet oder nicht, ein Recht auf ein würdiges Auskommen hat, als Rentner genau wie als jüngerer Mensch.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Strombolli am 20:31:15 Fr. 21.September 2012
abgefunden und abgefunden ....

...naja, ihr wisst doch wie. Im Grunde habe ich mit meinem Leben abgeschlossen. Kämpfe aber recht aussichtslos gegen ein System, welches so perfide strukturiert ist, dass mir permanent der Boden unter den Füßen weggezogen wird.

Zufriedengeben werde ich mich nicht. - Abfinden mit diesen Fuzzies, die unser Land und ganz Europa kaputtmachen, nie!
Aber ich glaube eben nicht mehr an eine Änderung der Verhältnisse zu meinen Lebzeiten.

Kürzlich waren die "Ärzte" mit ihrer neuen CD im TV. Eine sehr politische Band. Wieviel Prozent ihrer Fans verstehen sie?
Natürlich unterschreibe ich nicht jeden Satz von ihnen, aber in vielen Grundansichten stimme ich mir ihnen überein. In der Kunst ist es eben auch wichtig
zu interpretieren, das nicht Gesagte zu erdenken. Schon mal wieder schwierig für heutige Deutsche.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 21:02:03 Fr. 21.September 2012
"Stütze statt Rente" sehe ich als Zwischenschritt bei der weiteren Demontage der Umlagerente, ist "Stütze statt Rente" mal eingeführt wird dies dank grundgesetzlicher Schuldenbremse und sonstigen Maßnahmen die den Staatshaushalt unfinanzierbar machen vollends abgeschafft, einzig die Möglichkeit zur privaten Vorsorge wird übrigbleiben.

Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 23:43:50 Fr. 21.September 2012
"Stütze statt Rente" sehe ich als Zwischenschritt bei der weiteren Demontage der Umlagerente, ist "Stütze statt Rente" mal eingeführt wird dies dank grundgesetzlicher Schuldenbremse und sonstigen Maßnahmen die den Staatshaushalt unfinanzierbar machen vollends abgeschafft, einzig die Möglichkeit zur privaten Vorsorge wird übrigbleiben.




Das ist leider durchaus möglich...wollen wir hoffen & dafür sorgen, dass es anders kommt.

 http://www.karl-weiss-journalismus.de/?p=1698 (http://www.karl-weiss-journalismus.de/?p=1698)

Zitat
Doch es gab immerhin noch einen Bundehaushalt, der neben Militärausgaben auch noch Dinge enthielt, die dem Volke dienen: Schulen, Universitäten, Lehrerausbildung, öffentliche Schwimmbäder, staatliche Firmen mit Arbeitsplätzen, Renten, Arbeitslosengeld, öffentliche Krankenstationen und Krankenhäuser und so manches andere.

Wenn es keinen Bundeshaushalt mehr geben wird, weil alles Geld nach Europa geflossen ist, wird man sich das alles abschminken müssen.

Wir, wir, werden die eine Trillion zahlen müssen.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 13:23:02 So. 14.Oktober 2012
Zitat
Senioren in Deutschland
Rentner verlieren drastisch an Kaufkraft

In den vergangenen zwölf Jahren haben die Rentner in Deutschland ein Fünftel ihrer Kaufkraft verloren. Vor allem die Senioren im Osten können sich immer weniger leisten. Die Linke warnt vor einer Lawine der Altersarmut.

Vor allem die steigenden Verbraucherpreise sind schuld: Seit der Jahrtausendwende haben die deutschen Rentner etwa ein Fünftel ihrer Kaufkraft verloren. Im Westen sank sie um etwa 17 Prozent, im Osten um knapp 22 Prozent.
....

Quelle und vollständiger Artikel: SZ (http://www.sueddeutsche.de/politik/senioren-in-deutschland-rentner-verlieren-drastisch-an-kaufkraft-1.1495187)

Zur Erinnerung, schon die Vorbemerkung der Bundesregierung spricht für sich.
Zitat
Vorbemerkung der Fragesteller
Beständig sinkende Renten, steigende Zahlen in der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sowie bei den minijobbenden Menschen im Rentenalter haben eines gemeinsam: Sie sind die Vorboten einer neuen Altersarmut.

Vorbemerkung der Bundesregierung
Die Vorbemerkung der Fragesteller im Hinblick auf „beständig sinkende Renten“ kann sich nicht auf die Bundesrepublik Deutschland beziehen. In der Bundesrepublik Deutschland sind Rentenkürzungen gesetzlich ausgeschlossen.

Hier noch einmal der komplette Spaß:
http://dip.bundestag.de/btd/17/105/1710545.pdf (http://dip.bundestag.de/btd/17/105/1710545.pdf)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 00:57:34 Mo. 22.Oktober 2012
Zitat
Armut im Alter – Schicksal oder gesellschaftliches Versagen? Absicht! Und weitgehend vermeidbar.
[...]
Fazit 2:
Der liebe Gerhard Schröder rühmt sich des Aufbaus des besten Niedriglohnsektors in Europa. Damit meinte er nicht, dass unsere Niedriglöhner am besten bezahlt werden; er meint, dass wir hierzulande die durch niedrige Löhne, durch Leiharbeit, durch Hartz IV und durch unsichere Arbeitsverhältnisse erzeugte Armut am perfektesten vorangetrieben haben.
[...]
Zusammengefasst:
■Armut im Alter ist das Ergebnis einer gezielten Rentenpolitik, die die Leistungsfähigkeit der Gesetzlichen Rente systematisch senkte, um so Raum für die Privatvorsorge zu schaffen.
■Armut im Alter ist die Folge der Ausweitung der Niedriglöhne und der ungesicherten Arbeitsverhältnisse.
■Armut im Alter ist auch die Folge der systematischen Vermehrung der Arbeitslosigkeit und des Nichtstuns zu Gunsten der Vollbeschäftigung.
■Armut im Alter ist absichtlich erzeugt worden. Politische Korruption spielte dabei eine maßgebliche Rolle.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=14782 (http://www.nachdenkseiten.de/?p=14782)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 10:35:14 Mo. 22.Oktober 2012
Zitat

"Wir müssen uns um die Altersarmut kümmern. Die beste Gegenmaßnahme ist ein Job."

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) im Interview mit Bild am Sonntag



Zitat des Tages bei http://www.jungewelt.de/ (http://www.jungewelt.de/)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:56:55 Mo. 22.Oktober 2012
Zitat

"Wir müssen uns um die Altersarmut kümmern. Die beste Gegenmaßnahme ist ein Job."

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) im Interview mit Bild am Sonntag



Zitat des Tages bei http://www.jungewelt.de/ (http://www.jungewelt.de/)


Ich möchte diesem Vollidioten einfach nur auf die Fresse hauen!!

Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Kuddel am 11:48:55 Mo. 22.Oktober 2012
(http://ts1.mm.bing.net/th?id=I.4660087537600228&pid=15.1)(http://fotogaleri.ntvmsnbc.com/Assets/PhotoGallery/Pictures/0000036255.jpg)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 15:19:42 Mo. 22.Oktober 2012
Ich möchte diesem Vollidioten einfach nur auf die Fresse hauen!!

Viel Spaß, ich werde dich nicht daran hindern ... der hat's mehr als verdient.   ;D
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 16:21:56 So. 28.Oktober 2012
Zitat
Alte: Flucht ins Ausland?

...oder billige Pflegekräfte importieren? Alten-und Pflegeheime in Deutschland werden für die meisten unbezahlbar.

Altenheime können enorm teuer sein; monatliche Kosten von 3.000 bis 5.000 Euro sind keine Seltenheit. Wer hat das Geld dafür?

Machten Zahlen des Statistischen Bundesamts erst kürzlich auf einen merklichen Anstieg der Empfänger von Grundsicherung im Alter im Zeitraum von 2005 bis 2010 aufmerksam, so zeugen neue, bislang unveröffentlichte Destatis-Zahlen jetzt, dass immer mehr Ältere auf Unterstützungsleistungen vom Staat angewiesen sind, um Pflege und Betreuung in einem Heim leisten zu können.

[...]

Alternativmodelle mit billigeren Pflegekräften

So denkt man anscheinend in den Führungsetagen der Kranken-und Pflegeversicherung darüber nach, die billigeren Löhne, welche die Alten-und Krankenpflege in Osteuropa preiswerter macht, in größerem Stil zu nutzen.

Entweder, indem man mit weniger teuren Alten- Pflegeheimen außerhalb Deutschlands kooperiert oder, was privat längst im rechtlichen Graubereich praktiziert wird, Pflegekräfte aus Osteuropa beschäftigt. Dazu müsste aber die Gesetzeslage geändert werden.

Wie das Alten-und Pflegesystem in Deutschland weniger kostenintensiv gestaltet werden könnte, dazu werden leider keine neuen Ideen bekannt.

Der Akzent in der Diskussion liegt auf den Löhnen, welche die Heime so teuer machen. Anderseits beklagen sich die in den Pflegeberufen Arbeitenden, dass sie zu wenig Geld bekommen.

Aus dieser Sackgasse suchen nun anscheinend auch Krankenversicherer den Ausweg im lohnkostenbilligeren Ausland. Mit Rehakliniken außerhalb Deutschlands gebe es bereits vertragliche Kooperationen, heißt es. Krankenversicherer hätten auf Anfrage "Offenheit für Modelle signalisiert, in denen Deutsche im Ausland versorgt" würden. Sozialversicherungsexperten plädieren angeblich für Modellversuche, Pflegekräfte aus Osteuropa oder Asien zu importieren.

Gedacht wird auch daran, dass Ältere in südeuropäische Länder ziehen, weil dort die Pflegekräfte billiger sind. "Gerade Spanien sei angesichts seiner Wirtschaftskrise ein logischer Partner, um deutsche Pflegebedürftige aufzunehmen", heißt es in dem Bericht. Ob die Älteren das auch in dieser einfachen Logik sehen?



Nach Spanien ins Pflegeheim... http://www.heise.de/tp/blogs/8/153077 (http://www.heise.de/tp/blogs/8/153077)

Oder lieber gleich: http://www.buch-ratschlag.de/der-hundertjaehrige-der-aus-dem-fenster-stieg-und-verschwand (http://www.buch-ratschlag.de/der-hundertjaehrige-der-aus-dem-fenster-stieg-und-verschwand)

Oder gibt's vielleicht sogar eine 3. Möglichkeit?  ;)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Dawid74 am 10:41:29 Mo. 29.Oktober 2012
renteneintrittsalter 82? die haben se doch nicht alle  ?(
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 16:31:48 Mo. 29.Oktober 2012
Zitat
„Schröder fand Gefolgsleute auch in den Gewerkschaften“ – Im Gespräch mit Ursula Engelen-Kefer

Ursula Engelen-Kefer über den Abriss des Sozialstaates und Voraussetzungen für dessen Rettung. Dr. Ursula Engelen-Kefer war von 1990 bis 2006 stellvertretende DGB-Vorsitzende und von 1984 bis 1990 Vizepräsidentin der damaligen Bundesanstalt für Arbeit. Von 1980 bis 1984 leitete sie die Abteilung Arbeitsmarktpolitik einschließlich der Internationalen Sozialpolitik beim DGB. Heute arbeitet sie als Publizistin in Berlin (www.engelen-kefer.de (http://www.engelen-kefer.de)). Ursula Engelen-Kefer ist schon häufiger als Autorin bei Wirtschaft und Gesellschaft in Erscheinung getreten und hat den Aufruf “Farbe bekennen – gegen entwürdigende Hartz IV Praxis und für berufliche Förderung“ als Erstunterzeichnerin unterstützt.
....

Interview: Wirtschaft und Gesellschaft (http://www.wirtschaftundgesellschaft.de/?p=6220)

Auch eine kleiner Geschichtsunterricht in Sachen Sozialabbau, lesenswert.
Titel: Riestern fürs Sozialamt
Beitrag von: jobnomade am 07:34:13 Fr. 09.November 2012
Hahaha, goldig unsere "Kirchenvereins-" Ursula von der Leyen:

http://www.tagesspiegel.de/politik/koalitionsgipfel-beschluss-die-tueckischen-details-der-lebensleistungsrente/7353908.html (http://www.tagesspiegel.de/politik/koalitionsgipfel-beschluss-die-tueckischen-details-der-lebensleistungsrente/7353908.html)

 ;D

Verbabbelt die doch glatt, dass wer aus der Friseusen- und Paketboten- und Leiharbeits- und Befristungsklasse diesen Allianz, ERGO, Postbank, etc Vertretern nen Riester- Renten- Vertrag unterschreibt

nicht nur nur Sozialhilfe als Rente bekommt ( 850€ inkl. Miete in München z.B. wer in M wohnt weiss ja dass die nicht langt.)

sondern die dem Sozialamt auch noch bezahlt!  >:(

Was die "40 Jahre gearbeitet" betrifft: Hat irgendjemand schon einmal jemals eine Friseuse mit grauen Haaren gesehen (ausser der selbstständigen Chefin)?

Ist diese "Marketingempfehlung" an die Branche die "Wirtschaftskompetenz" der FDP, Rösler?

40 Jahre Pakete sortieren oder schleppen überlebt auch kein Mensch, die meisten nichtmal 4 Jahre!  ::)

Weiss irgendwer von welchem Land die bürgerlich-rechten Politiker ihre "Renten- Mathematik" abgeleitet haben und die reden?

Aus der Realität der deutschen Arbeitswelt jedenfalls nicht.

Mit Riester kann man nicht mal mehr Leute verarschen, die Schavan auf ihren Hauptschulen dumm hält, denn selbst mit diesen mathematischen Grundlagen können die sich ausrechnen wie alt sie werden müssen um Leyen's "Zuschussrente" zu bekommen
wenn zu den 40 Jahren arbeiten sagen wir mal ab dem 20. Lebensjahr bei den üblichen 4 Jahren Lehrstellensuche

noch die längst üblichen 20 Jahre Jobsuche dazukommen,

nämlich 80 Jahre! Haha!  ::)

Das "Renteneintrittsalter" ist also das Ziel der ganzen Aktion.

Aber natürlich sorgt FDP- "Krankenminister" Bahr heute schon dafür, dass seine Ärzte keinen Geringverdiener so alt werden lassen. Und Rösler mit Stromsperren. Sichere Sache für Sozialämter und Rentenkassen also.

Und "Zuschussrente" trifft es ganz genau, der "Zuschuss" kommt nämlich zu 100% vom künftigen Sozialhilfe- Renter auch noch vom Hungerlohn selbst im Voraus bezahlt!

Riester- Rente ist also modern ausgedrückt übler als der übelste Internet- und Handyvertrag den es gibt: Eine

Prepaid- Renten- Flatrate!

weil hier die Leistung "flat" ist und nicht die monatliche Beitrags- Zahlung, die wird stark steigen, die angeblichen "staatlichen Zuschüsse" kassiert natürlich die "Schuldenbremse" spätestens nach der nächsten Bundestagswahl, darauf könnt Ihr Gift nehmen.

Hauptziel der Bürgerlichen und Neoliberalen ist die von der SPD begonnene Abschaffung der Renten- und Kranken- Sozialversicherung und Ersatz durch idiotische amerikanische "Privatvorsorge" die Obama doch gerade abschaffen will, (Wieviele 100.000 deutsche Omas haben Ihre Lebensersparnisse mit Lehmann verloren?)
mit der Hauptlüge vom angeblichem "demographischem Wandel",der nach dem Krieg doch 3x so stark war!

Die CDU / FDP erdreistet sich also vor die Presse zu treten und den Geringverdienern und Jungen zur Altersarmut zu verkünden, dass es gar nichts gibt! Null und Nichts! Das ist doch der Gipfel der Frechheit und Volksverachtung von einer Regierung der chinesischen Art! Allerdings gehen sogar die letzten noch regierenden Kommunisten offener mit Korruption um und engagierter in den eigenen Reihen dagegen vor, man höre die Rede des scheidenden Regierungschefs.

Das halbe Hemd aus der dämlichen Postbank- Riester- Werbung sieht mir jedenfalls nicht wie ein Paketbote aus, und seine Klugscheisser- Tochter hat auch keine Friseurlehre nötig und sein Riesen- Haus mit dem Riesen- Wohnzimmer finanziert ein Bürgerlicher wie der

mit richtigen Fonds,

doch nicht mit "Proleten- Fonds", wie richtige Börsenbroker und Finanzprofis am Mittagstisch diesen Quatsch zur Verarsche des kleinen Mannes in ihren Kreisen nennen

und Riester- Fonds opfern die als erstes zum Abfackeln in der nächsten Finanzkrise!

Das Grundstück hat der natürlich auch nicht mit Riester finanziert, sondern von seinen bürgerlichen Eltern dank der CSU steuerfrei geerbt!

"Unterm Strich zähl ich" gilt bei der Postbank nur für Leute wie den mit monatlichem Gehaltseingang über 1300€! Hallo! Das "Pennersternchen" nicht gesehen im Kleingedruchten? Gebt denen keinen Cent!

Vielleicht sollten die bürgerlichen Politiker "das Volk auflösen und sich ein neues [aus]wählen" zu dem ihre neoliberalen Hirngespinste passen... Dümmer als Leute die Riesterverträge unterschreiben sind aber wohl nur noch Amerikaner.

Also anders kann man Von der Leyen's "christliche Sozial- Fantasien" von der Marktfähigkeit eines "Mehrgenerationen"- Friseursalons mit runzligen, grauhaarigen 68- Jährigen Friseusen doch wirklich nicht mehr bezeichnen! Das kann doch ned wahr sein!
So "sozial" ist keine "Marktwirtschaft", das hätte sogar in der Planwirtschaft der DDR Ärger mit den Frauen gegeben, wenn dort Omas frisiert hätten! Die "Jugendwahn- und Antifalten"- Werbung der Kosmetikindustrie aus dem Westfernsehen hat sogar bis dorthin voll gewirkt. Das ist doch unglaublich, das muss "Genossin" Merkel doch noch wissen und ihre Ministerin mal fragen ob sie noch ganz gebacken ist!  :o

Das soll die Regierungs- Elite der Vertreter der bürgerlichen Marktwirtschaftsideologie sein? Soviel Verständnis vom Marketing müssten die doch dann haben? Nicht die Bohne.
Tatsächlich hat doch keiner aus Merkel's, Kauder's, Seehofer's und Rösler's Politik- und Wirtschaftsfilz sich je in seinem Leben der Marktwirtschaft oder gar einem Wettbewerb, die sie den Massen heilspredigen, stellen müssen, sonst kämen die nicht auf solche Furzideen. Damit blamiert man sich doch international!

Diese Bundesregierung und die Kommerz- Versicherungen verscheissern uns doch schon wieder!  kotz

Von der SPD hört man nichts gefährliches dagegen, die hat Riester ja erfunden, damit Schröder und Steinmeier &Co das Geld aus der Rentenkasse der Werktätigen den Reichen als Steuersenkungen schenken konnten.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 09:36:23 Fr. 09.November 2012
Zitat
14 Millionen Deutsch haben einen Riester-Vertrag. Doch jeder fünfte Riester-Sparer hat die Zahlung seiner Beiträge gestoppt. Wir fragen nach den Gründen.

ARD-Mediathek (http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/435054_morgenmagazin/12396390_riester-rente-auf-eis?buchstabe=M)

"Aber gibt es denn gar keine positive Nachrichten in Sachen Riester?
Ne, keine!"

Also muß man Druck aufbauen, ein Zubrot zur kärglichen Rente ala vdLeyen oder ala SPD gibt es nur für Riesterer, hach, ich liebe unsere Versicherungsvertreter im Bundestag.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Rudolf Rocker am 11:15:21 Fr. 09.November 2012
Ich kann mich noch an diese dämliche SB beim JC erinnern, die vor ein paar Jahren zu mir sagte: "Ich empfehle ihnen dringend, eine Riester- Rente abzuschließen!"

Ich hab´s natürlich nicht gemacht, weil ich den Mumpitz damals schon durchschaut habe.
Vermute mal, das die Tante auch noch einen Bonus bekommen hat, für jeden dem sie diesen Blödsinn aufschwatzt.
Da schließe ich doch lieber eine Katzen- Unfallversicherung ab! ;D
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 22:06:50 Fr. 09.November 2012
Zitat
Altersarmut in einem reichen Land

Die Logik eines scheinbaren Widerspruchs haben Gerd Bosbach und Jens Jürgen Korff analysiert.
Altersarmut erscheint in der öffentlichen Diskussion oft als unausweichliche Folge der gesellschaftlichen Alterung. Ein Blick ins vergangene Jahrhundert zeigt allerdings, dass eine solche Entwicklung nicht zwangsläufig ist: Die Lebenserwartung stieg in Deutschland von 1900 bis 2000 um über 30 Jahre, der Anteil der Über-65-jährigen stieg von unter 5 auf über 17 Prozent und zugleich halbierte sich der Anteil der Jugendlichen. Gleichwohl nahm die Altersarmut in dieser Zeit nicht zu, sondern sank sogar rapide; auch wuchs der Wohlstand der Erwerbstätigen, und das trotz kürzerer Arbeitszeiten. Wer ohne Scheuklappen in die Zukunft schaut, wird erkennen: Altersarmut ist keine Folge der demografischen Entwicklung, sondern einer gesellschaftlichen Umverteilung von unten nach oben. Das belegen wir in diesem Aufsatz mit zwei einfachen, leicht nachvollziehbaren Überlegungen...
[...]
Zuweilen ist es aber schlichte Dummheit, die für ein demografisches Zerrbild verantwortlich ist: „Im Osten droht extreme Alterung – Studie: 2050 in Brandenburg 90 Prozent Rentner“ – so oder ähnlich lauteten im Juli 2009 die Schlagzeilen, etwa in der Frankfurter Allgemeinen vom 1.7.2009. Eine groteske Vorstellung: Auf einem ganz normalen Marktplatz sind samstags 100 Menschen unterwegs; davon sind 90 Rentner/innen, 2 Kinder und 8 jüngere Erwachsene. Auf einen jüngeren Erwachsenen kommen über 11 Rentner/innen. Wie kam es zu dieser Horrormeldung? Der „Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen“ hatte im Rahmen einer Langzeitprognose für Brandenburg im Jahr 2050 einen Altenquotienten von 90 angenommen. Das bedeutet: Auf 100 Menschen im erwerbsfähigen Alter kommen 90 Senior(inn)en. Selbst unter der unrealistischen Annahme, dass es 2050 in Brandenburg kein einziges Kind mehr gibt, wäre der Anteil der Senior(inn)en an der Bevölkerung dann 90 von 190, also 47 Prozent. Das wäre nicht schön, aber ewig weit von den behaupteten 90 Prozent Rentner(inne)n entfernt!
Quelle und vollständiger Text (http://www.nachdenkseiten.de/?p=15029#more-15029)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Strombolli am 05:06:24 So. 11.November 2012
Ist wieder sehr allgemein, bringt aber Alles auf einen Punkt: Wir lassen zu, dass wir gelebt werden und vergessen unser eigenes Leben zu leben. Die technische und gesellschaftliche Entwicklung hat sich in der (gegenwärtig vorherrschenden) kapitalistischen Welt auf das ICH konzentriert. Auf die scheinbare Selbstverwirklichung. Hilf dir selbst, dann ist damit allen geholfen. Ein Motto, genau so blödsinnig und ideologisch wie viele HIER (http://www.forum-ddr-grenze.de/t1500f45-losungen-parolen-und-redewendungen-aus-dem-ddr-alltag.html) aufgelistete.
Z.Bsp.: Mein Arbeitsplatz ist mein Kampfplatz für den Frieden.

Wann begreifen wir endlich, dass Machthaber ihr Volk generell verscheissern, belügen und betrügen um an der Macht zu bleiben? Hey, wir leben angeblich in einer Informationsgesellschaft und lassen uns in jeder nur denkbaren Beziehung "empfehlen" wie wir zu leben haben?

Im Porno, wie wir Sex haben sollen. Bei RTL/SAT ... wie wir keine Schulden machen, Beziehungen gestalten, in der WG leben, überhaupt leben (Berlin Tag und Nacht), Nannys, Philosophie, Wettbewerb immer (St. Raab), Frohsinn (Mutantenstadel), Ironie und Hintergründigkeit (Dieter Nuhr).
Herrn Fleischhauer und Frau Berg, wie wir die Welt zu sehen haben, Maischberger, Will und Konsorten wie es ist und warum alles eigentlich ganz gut ist.
Spiegel, Focus und BLIND rotzen uns mit hyperwitzigen, doppeldeutigen, sensationsgeilen, niedrigste Instinke ansprechenden Headlines zu...
Und die Rente ist sicher...

Einzig in der "heute-show" wurde mal letztens Klartext gesagt: Wie stark die Rentner, die nicht 40 Jahre am Stück gearbeitet und geriestert (oder vergleichbares) haben, denn von der "Von-der-Leyen-Rentenfummelei" profitieren? Null.

Nein, wir müssen wieder anfangen selbst zu denken. Verantwortung zu übernehmen. Eigene Lösungen suchen, statt ne App zu nutzen oder sich aufs Navi zu verlassen. Darüber nachdenken, wie teuer ein CD-Player in der Einführungsphase war und wie teuer jetzt. Wann wollten wir uns also ein Schmartfohn zulegen? Darüber nachdenken, ob eine Pastorentochter, die in der FDJ zweckmäßigerweise mitlief, nobelpreisverdächtige Physikerin war, schaumgebremstes Quoten-Mädchen von Birnes Gnaden ... tatsächlich 2012 die mächstigste Frau der Welt sein kann.

Ja, verdammt nochmal: Sind denn alle Journalisten von Goldman & Kacks gekauft? - Wir benehmen uns wie Tom Hanks und Halle Berry. Sitzen erschrocken in der Szene flüstern miteinander, lassen uns eine Tiermütze verpassen und spielen für das Sackhüpfen des Moderators die Begrenzungspfosten, die Staffage. Wie wäre es gewesen, wie könnte es sein, wenn WIR den Moderatoren, Gagschreibern einfach in den Arsch treten würden und die Szene/Sendung verlassen?

Unser Leben und unsere Freizeit mit eigenen Ideen gestalten? Unser Leben wirklich selber leben, statt Vermutungen fabulierender Demoskopen und Wirtschaftsweisen zu glauben? Deren erstes Ziel ist es Geld zu verdienen in diesem unmenschlichen System der Irrungen und Wirrungen.

Es ist nicht deine Schuld, das die Welt ist wie sie ist. Es ist nur deine Schuld wenn sie so bleibt!  (Die Ärzte)
 
Und deshalb ist die Altersarmut nicht als gottgegeben hinzunehmen, sondern im hier und heute geeignet, mit unseren Mitteln zu bekämpfen!
Gebt ihnen den Laufpass und fallt nicht auf einäugige, verkleidete Zampanos herein. Wählt deutlich eine Crew MIT der man positiv gestalten muss!  
Um das mal auf ein fiktives Bundestagsergebnis "aus der Wut heraus" zu fixieren:
  
CDU     25%
CSU       6%
FDP       4%
SPD     27%
Grüne  18%
Piraten  3%
Linke   15%  
sonstige  2%

So, nun packt euch in die Ecke und lacht mal wieder herzlich.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: CubanNecktie am 15:04:05 Fr. 30.November 2012
Strombi, ich liebe es deine Texte zu lesen. Wäre das alles nicht traurig, könnte man drüber schmunzeln  kotz kotz kotz kotz kotz
Selbst mein/e FM meinte letztens "SIE BEWEGEN SICH IM KREISE" ... ja richtig erkannt, hangele mich von Maßnahme zu Arbeitslosigkeit und zu nem Teilzeitjob* und wieder zurück die Leier ....  ohne wirkliche Perspektive  kotz kotz kotz kotz ... tut aber so, als ob es an mir liegen würde. ALTERSARMUT ist bei mir daher auch vorprogrammiert  kotz kotz kotz kotz und ne gute Umschulung zu finden ist wohl auch das gleiche, wie eine Nadel im Heuhaufen zu suchen.

*viele würde auf diesen Job k*cken, aber ich bin auf das etwas mehr Geld angewiesen  kotz kotz kotz und mache auch schon etwas Agitation ... sage auf Arbeit auch schon offen und das mich 'notgedrungen' nach ner besseren Arbeit mich umschaue, dass ich zB keine EGV mehr ungeprüft unterschribseln werde usw........
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 16:34:21 Mo. 10.Dezember 2012
Zitat
Wir müssten diesen Riester-Unfug stoppen

Holger Balodis hat das Buch “Die Vorsorgelüge” geschrieben und ist ausgewiesener Rentenexperte. Er meint, das Problem der Altersarmut wird sich in Zukunft noch verschärfen. Denn die private Absicherung, wie sie unter Schröder eingeführt wurde, reicht nicht.
Quelle: BR Quer (Interview Video) (http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/quer/121206-quer-studiogespraech-102.html)

Quelle: NDS (http://www.nachdenkseiten.de/?p=15405#h10)

Die Schreier in der Wüste.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 11:52:16 Di. 05.Februar 2013
Zitat
Neuer Trend: Deutsche Rentner werden kriminell

Bereits sechs Prozent aller Straftäter sind über 60 Jahre alt, 70 Prozent von ihnen werden im Alter zum ersten Mal straffällig. Der Bund Deutscher Kriminalbeamten will nun mildere Strafen für die Rentner – weil sie, wie die Jugendlichen aus Geldmangel in der Straftat ihren letzten Ausweg sehen.

Der Bundesvorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), André Schulz, fordert ein „Seniorenstrafrecht“: Rentner, die eine Straftat begehen, sollen weniger hart bestraft werden als normale Bürger. Der BDK-Vorsitzende sagte der Hamburger Morgenpost“, dass bei der Bestrafung von Rentnern die steigenden Altersarmut zu berücksichtigen sei. Viele Rentner könnten nur noch überleben, indem sie sich all kriminelle Weise ein Zubrot verschaffen. ....
....
Offenkundig ist die Kriminalität bereits ein regelrechter Modesport unter den deutschen Senioren: Mehr als sechs Prozent aller Straftäter sind über 60 Jahre alt. ....
....
BDK-Mann Schulz glaubt, dass die Rentner aus Not handeln, weil sie ihre Miete oder sogar ihre Lebensmittel nicht mehr bezahlen können. „Diese besonderen Bedingungen, die Senioren zu Tätern werden lassen, müssen im Strafrecht Beachtung finden“, sagte Schulz.
....
....

Quelle: Über Duckhome (http://duckhome.de/tb/archives/10540-Aufgelesen-und-kommentiert-2013-02-04.html) zu DWN (http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/02/02/neuer-trend-deutsche-rentner-werden-kriminell/)

Schon wie es geschrieben ist, ist eine Frechheit, "Trend", "Modesport", Armut ist anscheinend ein "Event" das man mild bestrafen soll, eine Aufforderung an die Politik für Armutsfeste Renten zu Sorgen damit so ein Dreck wie "milde Bestrafung" nicht mal Angedacht werden muß, auf so eine vermessene Forderung kommt Hr. Bundesvorsitzender nicht. Wie wäre es mit einschläfern, mild und Präventiv gegen weiteres dahinsiechen in Altersarmut wirkend?
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Chiefmaster am 11:31:59 Fr. 15.Februar 2013
Ist doch nichts neues, jeder kennt den Spruch vom damaligen Minister Blüm, als er sagte "Die Rente ist sicher" , das dann das Mikrofon mit Absicht leise gestellt urde kam erst neulich heraus, denn der Satz war noch nicht zuende, er lautet nämlich vollständig, "Die Rente ist sicher, auf dem Niveau der Sozialhilfe!".

Ja schon vor 20 Jahren war mitdenken, gefragt. ;)

Wenn man zynisch ist kann man sagen, das die Rente sicher ist , nur sie fällt halt klein aus  ;D
Gruß, Chiefmaster
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Strombolli am 14:07:02 Fr. 15.Februar 2013
Merkwürdigerweise regt mich das alles gar nicht auf, denn 1.) weiss ich nicht, ob ich eine Rente erlebe, wenn das Rentenalter nach oben korrigiert wird und 2.) ob bis dahin überhaupt noch die gegenwärtige Bundesrepublik existiert. Woher kommt das? - Nun, meine Freiwillige Zusatzrente in der DDR wurde schon mal von Schäuble und Co. kassiert. Die Rentenversicherung meines Vaters nach dessen frühem Tod, mit meinen Schulden verrechnet. Meine Gesundheit...nunja mein Arzt meinte schon vor 12 Jahren, dass ich nur noch 5 Jahre lebe.  ;)

Und da in unserer BG seit 2006 anscheinend nur immer einer arbeiten darf (natürlich nur zum Billiglohn) sind wir geübt, hart an der Grenze zu leben.
Warum sollte sich das bis zu unserem Tod ändern?

Wenn der Papst in seinem Gottesglauben schon aufhört............
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 19:30:52 Mi. 06.März 2013
Gregor Gysi, DIE LINKE: »Die Riester-Rente ist ein Hohn« (http://www.youtube.com/watch?v=Wnb1XaDpR2I#ws)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 19:59:32 Mi. 06.März 2013
Sie sehen es und sie wissen es, nur wollen sie keine Änderung, jahrelang wurde Armut wissentlich ausgeweitet und verfestigt, sie werden einen Teufel tun dies zu ändern. Armutsbekämpfung ist höchstens eine PR-Floskel für den Wahlkampf, mehr nicht (die Linke ausgenommen).
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Strombolli am 20:13:36 Mi. 06.März 2013
Je reicher die Reichen werden, je mehr kann man ihnen irgendwann wegnehmen und ihr Schmerz wird größer sein.  :evil:
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Rudolf Rocker am 09:07:04 Do. 07.März 2013
Und dann kommt  Röselbrösel und erzählt uns: "Deutschland ging es nie so gut wie heute"

Da fällt mir auch nichts mehr zu ein!
Wenn mich jemand fragt: Der hat ´ne Meise der Vogel!  :o


http://www.tagesschau.de/inland/armutsbericht138.html (http://www.tagesschau.de/inland/armutsbericht138.html)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 13:50:31 Do. 07.März 2013
Und dann kommt  Röselbrösel und erzählt uns: "Deutschland ging es nie so gut wie heute"
Vielleicht sollte ihm mal jemand den Unterschied zwischen FDP und Deutschland erklären?
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 15:00:56 Do. 07.März 2013
Hat er eigentlich keine Angst, diese infamen Lügen so öffentlich auf
der Bühne zu äussern? Wie naiv muß man sein?

 ???
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 16:34:04 Do. 07.März 2013
Umfairteilen statt Vertuschen! (http://www.youtube.com/watch?v=yImZkNV0Zo8#ws)

Zitat
Umfairteilen-Aktion zum Armuts- und Reichtumsbericht 6. März 2013 vor dem Bundeskanzleramt.

Kommt alle zum Aktionstag am 13. April, bundesweit finden viele Veranstaltungen statt!

www.umfairteilen.de (http://www.umfairteilen.de)
http://umfairteilen.de/start/info/aktuelles/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=84 (http://umfairteilen.de/start/info/aktuelles/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=84)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Strombolli am 17:44:42 Do. 07.März 2013
Hat er eigentlich keine Angst, diese infamen Lügen so öffentlich auf
der Bühne zu äussern? Wie naiv muß man sein?   ???

Nun, Eivisskat, eine Frau weiss doch eigentlich die Sprüche vieler Männer einzuschätzen, wenn sie ihre (sexuellen) Ziele realisieren wollen. Nichts anderes ist das Gelabere von Sprullifatz: Lügen zum Machterhalt. Das ist sein Sex.


Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 19:02:05 Do. 07.März 2013
Hat er eigentlich keine Angst, diese infamen Lügen so öffentlich auf
der Bühne zu äussern? Wie naiv muß man sein?   ???

Nun, Eivisskat, eine Frau weiss doch eigentlich die Sprüche vieler Männer einzuschätzen, wenn sie ihre (sexuellen) Ziele realisieren wollen. Nichts anderes ist das Gelabere von Sprullifatz: Lügen zum Machterhalt. Das ist sein Sex.


@Strombolli, wie üblich komplett over-sexed... ;) ;D


Wenn dem Sprullifatz & family mal nicht demnächst seine Lügerei aber sowas von um die Ohren fliegen.  ::)

Mich wundert tatsächlich, wie er/SIE es immer weiter ausreizen. Ist das vorsätzlich?

Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 07:46:29 Fr. 12.April 2013
Zitat
[...]
Diese kam zu einem überraschenden Ergebnis:
Die Tatsache, dass in Deutschland die Bevölkerung schneller altere als in anderen europäischen Ländern, verschaffe der hiesigen Wirtschaft einen Vorteil.

Schließlich könnten solche Unternehmen, die sich schon jetzt auf dem Markt für Seniorenprodukte positionierten, "einen internationalen Wettbewerbsvorteil" erringen – sprich: Ihre Produkte später auch in anderen EU-Ländern an den Greis bringen.


http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article115214433/Bei-Senioren-geht-der-Trend-zum-Zweit-Rollator.html (http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article115214433/Bei-Senioren-geht-der-Trend-zum-Zweit-Rollator.html)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 10:32:48 Fr. 12.April 2013
Und wieviele Senioren können sich diese Seniorenprodukte leisten? Angesichts zunehmender Altersarmut ist der Wettbewerbvorteil dann nämlich ganz schnell wieder weg.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Kuddel am 11:27:43 Mi. 24.April 2013
Zitat
Wie die Bundesagentur die Altersarmut "fördert"

Bereits jetzt haben nach einer am 17. April veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen in den meisten Bauberufen über 40 Prozent der Beschäftigten vor dem Renteneintritt keinen Arbeitsplatz mehr. Neben der Baubranche trifft die Arbeitslosigkeit und anschließende Altersarmut vor allem Beschäftigte im Hotel- und Gaststättengewerbe, in Reinigungsberufen, im Transportwesen und in der Landwirtschaft. Dessen ungeachtet startet die Bundesagentur ein "Pilotprojekt", bei dem sie für drei Jahre die "Lohnkosten" übernimmt, um "Arbeitslose, die zwei Jahre und länger ohne Beschäftigung sind, keinen Berufsabschluss und gesundheitliche Einschränkungen haben, und älter als 35 Jahre sind“, in eine so genannte "dauerhafte Anstellung" zu vermitteln.

Zurecht vermuten Betroffene, dass sie damit in den Niedriglohnbereich abgeschoben werden sollen. Das trifft bundesweit auf rund 50.000 Langzeitarbeitslose zu. Sollten nach Ende der "Förderung" die Betriebe die Betroffenen nicht dauerhaft übernehmen, sei eine dauerhafte Erwerbsminderung zu prüfen. Heinrich Alt von der Bundesagentur: "Wir müssen dann sehen, ob diese Menschen überhaupt als arbeitsfähig anzusehen sind oder eventuell aus dem Arbeitsleben ausscheiden und in Rente gehen." Auf deutsch: erst in den Niedriglohnbereich abschieben und danach in die Altersarmut entlassen, indem man die Menschen für erwerbsunfähig erklärt. Die menschenfeindlichen Hartz-Gesetze müssen zu Fall gebracht werden.
http://www.rf-news.de/2013/kw17/wie-die-bundesagentur-die-altersarmut-foerdert (http://www.rf-news.de/2013/kw17/wie-die-bundesagentur-die-altersarmut-foerdert)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 21:01:11 Sa. 27.April 2013
Zitat
Viele Senioren in Hamburg nehmen kaum am Leben teil

Die Zahlen sind erschreckend. 21.329 Senioren im Alter von 65 Jahren und mehr sind in Hamburg auf Transferleistungen zur Armutsbekämpfung angewiesen, weil die Rente allein zum Leben nicht reicht.

http://www.abendblatt.de/hamburg/von-mensch-zu-mensch/article115573925/Viele-Senioren-in-Hamburg-nehmen-kaum-am-Leben-teil.html

Zitat
Sie können sich gesellschaftliche Teilhabe, Kaffeefahrten, Vereine nicht leisten. "Das Schlimmste ist die Vereinsamung", sagt Hildegard Stahl. Es gebe einfach keine Lichtblicke mehr.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Strombolli am 01:24:35 Di. 11.Juni 2013
"Jede zweite Rente war 2012 laut «Bild» niedriger als Hartz IV" LINK (http://www.pnp.de/nachrichten/deutschland_und_welt/829267_Jede-zweite-Rente-war-2012-laut-Bild-niedriger-als-Hartz-IV.html)

"Die gesetzliche Rente allein sichert für viele Ruheständler kaum das nötigste zum Leben. Laut einer Statistik der Deutschen Rentenversicherung belief sich im vergangenen Jahr fast jede zweite Rente auf weniger als 700 Euro. Das berichtet die «Bild»-Zeitung. Fast die Hälfte der Rentner erhielt demnach 2012 weniger als die Summe, die Senioren im Schnitt als Grundsicherung im Alter inklusive Miete und Heizung zusteht. Besonders hoch sei der Anteil der Renten unter 700 Euro bei Altersrentnerinnen im Westen."

Na bitte. Geschafft. - Ein Musterbeispiel wie eine freiheitliche, regulär gewählte, demokratisch legitimierte Regierung mehr Gleichmacherei erreichen kann, als pöse Kommunisten der DDR. Und wenn das gerade die B*** Zeitung (http://www.bild.de/news/aktuell/news/jede-zweite-rente-war-2012-laut-bild-niedriger-30794442.bild.html) als Aufhänger benutzt.

Naja, noch ist nicht September und ob Mutti die Flut bis dahin für sich drehen kann? Eigentlich nur mit Dusseligkeit von Peer. Und der gibt sich ja reichlich Mühe nicht die Qual den Karren aus dem Dreck ziehen zu müssen, zu haben. Wieder auf Kosten der Kleinen. Wie immer.

Die falschen Fährten sind gelegt: AfD, Piraten ...

Haut ihnen doch endlich mal auf die Klaufinger!
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Rudolf Rocker am 09:16:19 Di. 11.Juni 2013
Zitat
Jede zweite Rente in Deutschland beläuft sich 2012 auf weniger als 700 Euro - und liegt damit unter dem Niveau der Grundsicherung. Hunderttausende Rentner arbeiten als Minijobber auch im Ruhestand.

http://www.n-tv.de/politik/Immer-mehr-Rentner-arbeiten-article10798416.html (http://www.n-tv.de/politik/Immer-mehr-Rentner-arbeiten-article10798416.html)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 09:23:40 Di. 11.Juni 2013
Zitat
Jede zweite Rente in Deutschland beläuft sich 2012 auf weniger als 700 Euro - und liegt damit unter dem Niveau der Grundsicherung. Hunderttausende Rentner arbeiten als Minijobber auch im Ruhestand.

http://www.n-tv.de/politik/Immer-mehr-Rentner-arbeiten-article10798416.html (http://www.n-tv.de/politik/Immer-mehr-Rentner-arbeiten-article10798416.html)

...bzw. müssten ganz dringend etwas dazu verdienen zur völlig ungenügenden Rente, aber finden Nix!
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 17:08:13 Di. 11.Juni 2013
...bzw. müssten ganz dringend etwas dazu verdienen zur völlig ungenügenden Rente, aber finden Nix!
... oder können nicht mehr.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Rudolf Rocker am 17:20:15 Di. 11.Juni 2013
Hmm, also die logische Konsequenz müsste eigentlich lauten:
Wozu 40 Jahre malochen gehen, wenn es am Ende nicht mal für eine Rente reicht, die zum Leben reicht!

Da habe ich hier so einen tollen Anstecker von meiner Gewerkschaft bekommen: "Rente muss zum Leben reichen!" und dann fordern die einen Mindestlohn von 8,50€ ? Irgednwas passt doch da nicht!

Normalerweise müsste in ganz Deutschland der Rauch brennender Barrikaden aufsteigen und die Bonzen schon auf der Flucht in Richtung Liechtenstein unterwegs sein....
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Strombolli am 17:37:10 Di. 11.Juni 2013
In Deutschland werden noch Sandsäcke gebraucht. Ich kenne in Berlin, Spreebogen noch eine Ecke wo welche zu finden sind.

Meine Prophezeihungen werden schon eintreffen... Früher oder etwas später.
Ich würde es eben nur gerne sehen, wenn die Großklappen-, Täusch- und Lügenelite noch zur derben Verantwortung gezogen würde.

-----
Eine Brotsuppe für "fried"liche "Angel" ... alle zwei Wochen!
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Dümpler am 05:38:25 Mi. 12.Juni 2013
Da kannst Du lange warten, von denen wird keiner zur Verantwortung gezogen.
Sieh doch nur den Partykönig in Berlin, und sein lächerlicher Flughafen.
Damit hat er ja nun nichts mehr zu tun, aber Verantwortung übernehmen?
Fehlanzeige.

Ich habe damals bei meinem alten Arbeitgeber mal eine dicke Schramme in den Firmenbus gefahren.
Dafür wurde mir das Weihnachtsgeld gestrichen, weil es seiner Meinung nach grob fahrlässig war.

So viel zur gerechtigkeit in Deutschland.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Strombolli am 07:48:53 Mi. 12.Juni 2013
Über Gerechtigkeit in Deutschland kann sich man wahrlich nur schämen und angewidert wegdrehen. Wir leben nun mal im Kapitalismus und da ist es erstes und heiliges Ziel sich auf Kosten anderer zu bereichern.

Im Falle des Flughafens ist es müßig sich über Wowi zu ärgern und seinen Kopf zu fordern. Ebenso die Bürgermeister von Stuttgart oder Hamburg.
Wenn in Deutschland eine "Sache" hinzustellen ist, verdienen daran viele Unternehmen. Alle haben einen Lottogewinn, denn das Schema ist immer gleich.

Ausschreibung mittels Absprache, Korruption und Lobbyismus mit "günstigen" Kostenvoranschlägen gewinnen und dann mit ständigen toll begründetem Kostensteigerungen (die natürlich alle durch Gutachten und Rechtsanwälte untersetzt und sicher sind) verteuern. Gleichzeitig durch Verwendung von
billigerem Material (Autobahn - Betonkrebs) und billigen Sub-Sub-Scheinunternehmern aus dem Ausland, die man für Pfusch auch nicht zur Verantwortung ziehen kann, Geld sparen.

All dies kann man Wowi und Co. nicht wirklich anlasten. Das ist ein Sytemfehler!
Die parteiübergreifende Großkotzigkeit der Provinzfürsten leistet der Verschwendung lediglich Vorschub.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 14:15:52 Mi. 17.Juli 2013
DAS MÄRCHEN DER DEUTSCHEN - TRAILER (http://www.youtube.com/watch?v=fhujcqBOwAI#ws)



Das Märchen von der segensreichen Wirkung der Privatisierung - Ein Film spricht die Themen an, die in Deutschland auch im Vorwahlkampf kaum diskutiert werden

Zitat
[...]
Über die alltägliche Überwachung, der beispielsweise alle Hartz IV-Bezieher ausgesetzt ist, für die es kein Bankgeheimnis gibt, die ihre Reisepläne offenlegen müssen und im Verdachtsfall von Sozialdetektiven ausgeforscht werden können, hingegen ist nicht die Rede. Dabei hat diese Art der Überwachung sicherlich für die Betroffenen viel konkretere Auswirkungen als alle Ausspähversuche des Datenstaubsaugers NSA.

Das Verschweigen dieser alltäglichen Überwachung in Deutschland ist nur ein Beispiel dafür, dass zumindest zwischen den größeren Parteien - aller Rhetorik um Mindestlöhne und soziale Kälte zum Trotz - weitgehend Einigkeit darin besteht, dass alles, was der Wirtschaft nützt, gut für den Standort Deutschland ist und oberste Priorität hat.

Wie mit diesem Dogma seit mehr als einem Jahrzehnt der Sozialstaat demontiert wird, zeigt der Regisseur Rolf T. Niemeyer in seinem seit kurzem vollständig im Netz verfügbaren Film "Das Märchen der Deutschen" mit zahlreichen Interviews in 70 Minuten. Dass es der Film in keinen Fernsehsender geschafft hat, liegt sicher nicht nur an manchen handwerklichen Mängeln, die vor allem dem schmalen Budget geschuldet sein dürften.
    
Da der Film die wirtschaftsliberalen Mythen gnadenlos zerstört, die in fast allen Parteien trotz des häufigen Krisengeredes weiterhin hegemonial sind, findet eine solche Auseinandersetzung auch in öffentlich-rechtlichen Sendern keinen Platz. Dabei werden in dem Film die Themen behandelt, über die eigentlich in der Republik nicht nur im Vorwahlkampf gestritten werden müsste. Doch die Frage, warum auch die grüne und sozialdemokratische Opposition daran kein Interesse zeigt, beantwortet der Film gleich mit.

Diese Parteien haben die wesentlichen Weichenstellungen für die Deregulierung und Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen mit veranlasst. Die Rolle des gegenwärtigen SPD-Kanzlerkandidaten als Minister der großen Koalition kommt dort ebenso zur Sprache, wie der Umbau des Sozialstaats unter Rot-Grün. Da fällt dem SPD-Politiker Walter Steinmeier nicht viel mehr ein, als vor einer Legendenbildung zu warnen, die er schon in den kritischen Fragen des Regisseurs erkennen will.

Anschlag auf die Rentenversicherung
Wenn Niemeyer dann mit der kürzlich geschassten Hamburger Jobcenter-Mitarbeiterin Inge Hannemann, mit Erwerbslosen aus Höxter und Berlin spricht, dann wird ein Ausschnitt der sozialen Realität in diesem Lande deutlich, der im Märchen vom boomenden Wirtschaftswunderland Deutschland nicht vorkommt.

Vieles, was Niemeyer in dem Film behandelt, hat man in den letzten Jahren so oder ähnlich auf den NachDenkSeiten gelesen, in dem die letzten Verteidiger des rheinischen Kapitalismus eine verzweifelte Abwehrschlacht gegen den Wirtschaftsliberalismus führen. Die Interviews, die Niemeyer im Film mit dem Mitbegründer der NachDenkSeiten Albrecht Müller und den ehemaligen christdemokratischen Bundesarbeitsminister Norbert Blüm führte, gehören zweifellos zu den Höhepunkten.

weiter:
http://www.heise.de/tp/blogs/6/154647 (http://www.heise.de/tp/blogs/6/154647)
http://www.nachdenkseiten.de/?p=16280 (http://www.nachdenkseiten.de/?p=16280)
http://www.nachdenkseiten.de/?p=16171 (http://www.nachdenkseiten.de/?p=16171)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Strombolli am 16:08:17 Mi. 17.Juli 2013
Wißt ihr, ich will einfach, dass diese Bande, die Deutschland seit Jahrzehnten kaputtmacht: Westerwelle, Lindners, Hundt, Merkel, Schäuble usw. usf. auch die ganze Banken- und Wirtschaftsleute die vorsätzlich Deutschland für sich zum Selbstbedienungsladen erkläre, wie damals die SED-Bonzen in der DDR, die KPdSU-Bonzen in der UdSSR ... alle gemäß bestehenden deutschen Gesetzen in den Knast abwandern und ihr sämtliches Vermögen eingezogen
wird.

So einfach ist das, wenn ich was zu sagen hätte. Und das meine ich jetzt ausnahmsweise mal SEHR ernst.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Dümpler am 18:28:54 Mi. 17.Juli 2013
Ach Strombolli, wer will das nicht?
Aber leider sind die Gesetze so gemacht, dass sie fast immer straffrei davon kommen.
Und wird einmal die Immunität aufgehoben, dann gibt es lächerliche Strafen.
Beispielweise einen Klapps auf den Hintern.

Aber gebe ich meine Steuererklärung nicht pünktlich ab, wird gleich mit einem Bußgeld gedroht.
Liebes Finanzamt, ihr könnt mich mal.
Bei diesem Wetter habe ich keinen Bock die bescheuerte Erklärung zu machen.
Ausserdem habe ich nicht so viele Bierdeckel im Haus.
Obwohl ja einer reichen sollte.
Wird also nix mit dem neuen Rolli für Schäuble.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 14:07:39 Mo. 09.September 2013
Zitat
Immer mehr Alte in Hamburg auf Grundsicherung angewiesen

In Hamburg sind immer mehr alte Menschen auf Grundsicherungsleistungen für die laufende Lebensführung angewiesen. Zum Jahresende 2012 bekamen 20.925 Männer und Frauen im Alter von mehr als 64 Jahren diese Finanzhilfe. Das waren sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Damit setzte sich der Zuwachs der Vorjahre fort, teilte das Statistikamt Nord am Montag mit. Im Vergleich zu 2007 stieg die Zahl der Unterstützten sogar um 27 Prozent.

Rund 57 Prozent der Hilfebezieher waren Frauen, sieben Prozent lebten in Einrichtungen und 75 Prozent erhielten die Hilfe ergänzend zur Altersrente.

28 Prozent der Hilfeempfänger waren unmittelbar aus dem Bezug von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) in die Grundsicherung gerutscht. 29 Prozent erhielten zuvor Sozialhilfe.

Bezogen auf die Hamburger Bevölkerung waren am Jahresende 2012 sechs Prozent der über 64-Jährigen auf staatliche Hilfe angewiesen.


http://www.abendblatt.de
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 17:03:39 Mi. 18.September 2013
Zitat
Ex-Flughafengeschäftsführer Rainer Schwarz klagt auf Millionen-Gehalt

....
Es geht aber um rund 1,8 Millionen Euro, die Schwarz (bisheriges Jahresgehalt: 355 000 Euro plus 178 000 Euro Altersvorsorge plus 22 000 Euro sonstige Bezüge) bis zum regulären Ende des Vertrages 2016 zustünden.
....

Quelle: tagesspiegel (http://www.tagesspiegel.de/berlin/ber/flughafen-ber-ex-flughafengeschaeftsfuehrer-rainer-schwarz-klagt-auf-millionen-gehalt/8803180.html)

178000 Euro im Jahr Altersvorsorge! Die Frauen und Herren Entscheider plädieren für private Altersvorsorge, so geht man mit gutem Beispiel voran, wie die Entscheider aus der Politik, man gönnt sich zig tausend Euro zusätzlich im Jahr weil privat vorgesorgt werden muß. Wo bleiben die Lohnzuwächse für die "normal" Arbeitenden die permanent zur privaten Vorsorge aufgerufen werden, ~50% mehr Lohn wären da doch auch nicht schlecht, welcher Politiker plädiert da dafür um erst mal die Grundlage zu schaffen.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 19:23:37 Mi. 23.Oktober 2013
Zitat
....
Finanziell fällt Rösler weich. Als Bundesminister bekommt er bis zu zwei Jahre Übergangsgeld, später für seine vier Jahre als Gesundheits- und Wirtschaftsminister eine Pension von rund 4000 Euro pro Monat. Auch seine Zeit als Landtagsabgeordneter und Fraktionschef in Niedersachsen wird angerechnet werden. ...
....

Quelle: t-online (http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_66144188/das-neue-leben-des-philipp-roesler.html)

4000 Euro Rente/Pension im Monat für vier Jahre "Arbeit"!
Und ich bin mir ziemlich sicher, daß er mit gutem Beispiel vorangegangen ist und privat vorgesorgt hat, im Gegensatz zum "spätrömisch dekadenten" Pöbel hat er das nötige Kleingeld dazu.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Strombolli am 19:47:27 Mi. 23.Oktober 2013
Macht euch weniger Gedanken.  >:D Es kommt eine saftige Geldentwertung zu der gegenwärtig, schleichenden dazu. Ich weiss nicht, wie sie genau aussieht, aber auch er wird betroffen sein. Keiner weiß, genau wie es wird, keiner von "Hartgeld.at", kein Börsenkenner ... alle reden aber davon.
Um mit ihren Hiobsbotschaften (Bücher) oder Ratschlägen (irgendwelche Anlagen) noch mal richtig Kohle abzugreifen, die dann auch nichts wert ist, wenn sie selbst nicht irgendwo ANDERS investiert haben. - Und wenn alle globalen Wirtschaftsbeziehungen krachen gehen, herrscht sowieso erstmal wochenlang Chaos.

Aber, wenn es kommt, kommts! Auch für Flipsi.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 20:00:21 Mi. 23.Oktober 2013
Flipsi geht mir aus der Sicht am Arsch vorbei, es sind die Millionen von Menschen die in verordneter Armut bzw. Altersarmut dahinsiechen bevor es irgendwann zusammenbricht.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Strombolli am 20:16:15 Mi. 23.Oktober 2013
CDU/CSU leben doch schon jahrzehntelang das Aussitzen, das bewusste Verpennen und letztlich Eskalieren von Problemlösungen. Und die biologische Lösung des Wegsterbens der Problembürger wird doch durch Armut forciert, durch HartzIV befördert. Es ist ein abgekartertes Spiel, es sind Verbrecher.
Verbrecher mit 80% Mehrheit im gegenwärtigen Bundestag. - Und nur eine Minderheit regt sich drüber auf.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Kuddel am 08:01:40 Mi. 27.November 2013
Zitat
Deutschland droht große Altersarmut

Fast jeder vierte deutsche Arbeitnehmer arbeitet für einen Niedriglohn. Damit ist Altersarmut programmiert, warnt nun die OECD. Künftige Rentner müssen hierzulande relativ gesehen mit weniger Geld rechnen als Ruheständler in allen anderen Industrienationen.


Jeder vierte Arbeitnehmer verdient weniger als 9,54 Euro pro Stunde – und gilt damit als geringfügig beschäftigt. Vor allem ältere Arbeitnehmer, die zwischen 54 und 64 Jahre alt sind, droht ein großer Einkommensverlust im Rentenalter.

Wer jetzt wenig verdient, wird auch im Alter arm sein. Davor warnt nun die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in einem neuen Rentenbericht. Darin werden Entwicklungen in 27 wichtigen Industrieländern verglichen.

Besonders für Menschen, die nicht ihr ganzes Leben durchgängig voll gearbeitet haben, werde es immer schwieriger, mit dem Geld aus der Rentenversicherung über die Runden zu kommen, heißt es in dem Bericht. Zudem sei die Wahrscheinlichkeit gering, dass Geringverdiener privat Altersvorsorge betreiben können.

Weniger als in allen anderen Industrienationen


Wer nur die Hälfte des durchschnittlichen Einkommens verdient, wird im Alter netto auch nur noch 55 Prozent seiner heutigen Bezüge erhalten. Das sei weniger als in allen anderen Industrienationen, rechnet der OECD-Rentenbericht vor. Dort bekommen Rentner durchschnittlich 82 Prozent ihrer früheren Bezüge. Ein Grund dafür ist die Abhängigkeit der Rentenhöhe von Versicherungsjahren und Beitragshöhe in Deutschland. Andere Staaten hätten bei der Alterssicherung Umverteilungssysteme zugunsten von Geringverdienern eingeführt. In Deutschland waren diese Anfang der 1990er Jahre abgeschafft worden.
http://www.n-tv.de/politik/Deutschland-droht-grosse-Altersarmut-article11799986.html (http://www.n-tv.de/politik/Deutschland-droht-grosse-Altersarmut-article11799986.html)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: BGS am 13:18:18 Mi. 27.November 2013
Aus welchen Gründen auch immer: Die "Altersarmut" wird in Deutschland den Ausgebeuteten aufgezwungen, ohne jede Not.

Es handelt sich um gewollte Alters- und sonstige Armut, nicht etwa um ein "Phänomen".

Mögen die dafür Verantwortlichen zur Recvhenschaft gezogen werden!

MfG

BGS
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 13:28:40 Mi. 27.November 2013
Richtig!

Erstens handelt es sich keineswegs um ein "Phänomen", das irgendwie vom Himmel gefallen ist, weil ausserirdische Kräfte dies so wollten.

Und zweitens MUSS es auch nicht zwanghaft für immer hier bleiben, es ist NICHT in Stein gemeißelt.

Wenn man sich allerdings so auf der Straße umhört, scheinen die meisten Menschen es genauso SO zu bewerten: als leider alternativlos eben, kann man Nichts machen, müssen wir durch.

Genau wie die Haltung zu der Gesundheits -"Reform".

Ich fass`es immer nicht, wenn ich die Diskussionen & Klagen dazu höre.

 ::) :-X
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 16:02:04 Mi. 27.November 2013
Jeder vierte Arbeitnehmer verdient weniger als 9,54 Euro pro Stunde – und gilt damit als geringfügig beschäftigt.
???
Zitat
Wer jetzt wenig verdient, wird auch im Alter arm sein. Davor warnt nun die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in einem neuen Rentenbericht.
Mann oh Mann, die merken das aber schnell ...  ::)
Und zweitens MUSS es auch nicht zwanghaft für immer hier bleiben, es ist NICHT in Stein gemeißelt.
Stimmt, brauchbare Lösungsvorschläge gibt es immer wieder, unsere kaptial- und selbstverliebten Politiker wollen sie bloß nicht umsetzen.
Zitat
Wenn man sich allerdings so auf der Straße umhört, [...]
Ich fass`es immer nicht, wenn ich die Diskussionen & Klagen dazu höre.
Tja, die Propaganda wirkt ... und wirkt ... und wirkt ...
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 20:52:03 Mi. 27.November 2013
Zitat
Lange gestritten, aber für die meisten Rentner nix erreicht

Im Klartext: Alle, die 45 Versicherungsjahre nicht erreichen, schauen in die Röhre.

Ihnen werden ihre ohnehin niedrigeren Renten weiter gekürzt!

Keine Rede im Koalitionsvertrag von einer notwendigen Anhebung des Rentenniveaus für alle Rentenversicherten.

Keine Rede von einer Streichung von Riester- und Nachhaltigkeitsfaktor in der Rentenformel.

Dafür die Ankündigung einer Geringverdienerrente in Höhe von 850 Euro.

Ab 2017.

Womöglich auch aus Beitragsmitteln der Rentenkasse finanziert.

Das wäre dann nichts anderes als eine Subventionierung der staatlichen Grundsicherung zu Lasten der Rentenversicherten.

Und der Anfang vom Ende einer armutsvermeidenden und beitragsgerechten Rentenversicherung.



bei: http://www.duckhome.de/tb/archives/11474-Rentenkompromiss-Sargnagel-fuer-gesetzliche-Rente.html (http://www.duckhome.de/tb/archives/11474-Rentenkompromiss-Sargnagel-fuer-gesetzliche-Rente.html)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Rudolf Rocker am 21:20:29 Mi. 27.November 2013
Zitat
Alle, die 45 Versicherungsjahre nicht erreichen, schauen in die Röhre

Alle, außer dieses verkackte Dreckspack, die diesen Scheiß beschlossen haben.
Die bekommen nämlich ihre Rente schon viel früher:

Zitat
Bundestag

Abgeordnete erhalten im Monat 7960 Euro Entschädigung, ab Januar 2013 sind es 8252 Euro. Hinzu kommen eine Kostenpauschale von 4029 Euro etwa für die Wahlkreisbetreuung sowie maximal 14 712 Euro im Monat für Mitarbeiter. Nach einem Jahr beträgt die Abgeordneten-Rente 2,5 Prozent der Entschädigung. Mit jedem weiteren Jahr im Bundestag steigt sie um 2,5 Prozent an. Nach 10 Jahren bekommen Parlamentarier 1990 Euro Pension. Die vollen Altersansprüche, die 67,5 Prozent der Entschädigung ausmachen, erreichen sie nach 27 Jahren: derzeit 5373 Euro.

http://www.derwesten.de/politik/politiker-diaeten-was-abgeordnete-in-bund-laendern-und-eu-verdienen-id6330669.html (http://www.derwesten.de/politik/politiker-diaeten-was-abgeordnete-in-bund-laendern-und-eu-verdienen-id6330669.html)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 11:13:12 Fr. 29.November 2013
Zitat
Teure Beschlüsse
Rentenpläne der Koalition kosten 130 Milliarden Euro
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/teure-beschluesse-rentenplaene-der-koalition-kosten-130-milliarden-euro-12685922.html (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/teure-beschluesse-rentenplaene-der-koalition-kosten-130-milliarden-euro-12685922.html)

Wirtschaftsverbände attackieren Rentenpläne
http://www.sueddeutsche.de/politik/schwarz-roter-koalitionsvertrag-wirtschaftsverbaende-attackieren-rentenplaene-1.1831061 (http://www.sueddeutsche.de/politik/schwarz-roter-koalitionsvertrag-wirtschaftsverbaende-attackieren-rentenplaene-1.1831061)

Wirtschaftsverbände: Schwarz-rote Rentenpläne gefährlich
http://www.stern.de/politik/deutschland/wirtschaftsverbaende-schwarz-rote-rentenplaene-gefaehrlich-2074317.html (http://www.stern.de/politik/deutschland/wirtschaftsverbaende-schwarz-rote-rentenplaene-gefaehrlich-2074317.html)

Geldgeschenke für Senioren
http://www.stern.de/politik/deutschland/rentenplaene-der-grossen-koalition-geldgeschenke-fuer-senioren-2070803.html (http://www.stern.de/politik/deutschland/rentenplaene-der-grossen-koalition-geldgeschenke-fuer-senioren-2070803.html)

Rentenpläne der möglichen Koalition: "Beobachter dürften sich die Augen reiben"

Ob die geplante Mütterrente der Union oder das Bestreben der SPD, ohne Abschläge früher in Pension gehen zu können: Die Rentenpläne einer möglichen schwarz-roten Koalition stoßen den Kommentatoren der deutschen Zeitungen sauer auf. Sie warnen vor einem Griff in das Reserven-Sparschwein der Rentenkassen - auch wenn die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage bis Jahresende weiter anwächst.
http://www.n-tv.de/politik/pressestimmen/Beobachter-duerften-sich-die-Augen-reiben-article11630591.html (http://www.n-tv.de/politik/pressestimmen/Beobachter-duerften-sich-die-Augen-reiben-article11630591.html)

Welcher Eindruck mihilfe solcher Schlagzeilen wohl erweckt werden soll!?
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 11:30:49 Mi. 04.Dezember 2013
Zitat
»Solidarische Lebensleistungsrente« – Rentenniveausenkung konterkariert Armutsvermeidung

In der 18. Wahlperiode will eine Koalition aus CDU, CSU und SPD endlich »Altersarmut verhindern«. Mit einer »solidarischen Lebensleistungsrente« sollen ab dem Jahr 2017 niedrige Versichertenrenten auf bis zu 30 Entgeltpunkte angehoben werden. Dieser Höchstwert entspricht in den alten Ländern derzeit einer Bruttorente von 844,20 Euro – netto verbleiben davon nach Abzug der individuellen Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung rund 756 Euro. Von der geplanten Anhebung werden jedoch nur Zugangsrenten erfasst – der Rentenbestand bleibt außen vor.
Das Vorhaben stimmt in weiten Teilen überein mit dem Konzept der Zuschussrente, das die Bundessozialministerin schon in der letzten Wahlperiode propagierte. Die Zugangsvoraussetzungen (Wartezeiterfordernis) werden allerdings leicht modifiziert: Statt am Ende 45 Versicherungsjahre – davon 35 Beitragsjahre aus Beschäftigung, Kinderberücksichtigung oder Pflege – sieht der Koalitionsvertrag eine Wartezeit von 40 Beitragsjahren vor; hierbei können bis zu fünf Jahre Arbeitslosigkeit wie Beitragsjahre berücksichtigt werden. Für eine Übergangszeit bis einschließlich 2022 sollen insgesamt 35 Beitragsjahre reichen. Zudem ist für Rentenzugänge ab 2023 neben den dann 40 Beitragsjahren in der gesetzlichen Rentenversicherung noch der Nachweis zusätzlicher privater oder betrieblicher Altersvorsorge erforderlich.
Quelle: Portal Sozialpolitik (http://www.portal-sozialpolitik.de/info-grafiken/solidarische-lebensleistungsrente)

Quelle: NDS (http://www.nachdenkseiten.de/?p=19521#h16)

Zitat
Die solidarische Lebensleistungsrente – nur ein Fake?

Der Joker gegen Altersarmut: die solidarische Lebensleistungsrente. So steht es auf Seite 73 im Koalitionsvertrag. Nur: Wie viele Bezieher von Mini-Renten kommen wohl in den Genuss dieser Leistung? Eigentlich reicht ein Blick auf die geplanten Haushaltsansätze und jedem wird klar: Aus dem Heer der Mini-Rentner wird damit nur wenigen geholfen. Anfangs sind nur 100 Millionen Euro pro Jahr vorgesehen. Das reicht gerade mal, um rund 50.000 Durchschnittsrentner von 690 Euro (so hoch war der durchschnittliche Zahlbetrag für die 22,2 Millionen Rentner zum 31.12.2012!!) auf das versprochene Niveau von 850 Euro monatlich aufzustocken. Viele Millionen Rentner gehen komplett leer aus. Der Grund: Die Bedingungen werden so hart gestrickt, dass sie von den Betroffenen kaum jemand erfüllen wird: 40 Beitragsjahre, Zwang zur privaten Altersvorsorge und da steht auf Seite 73 noch ein ganz gefährliches Wort: „Bedürftigkeitsprüfung“. Es reicht also nicht aus, vier Jahrzehnte malocht und sich die private Altersvorsorge vom Munde abgespart zu haben. Man darf so gut wie nichts auf der hohen Kante haben und der Lebenspartner auch nicht! „Hosen runter“ lautet das Motto der Großkoalitionäre. Davon war vor der Wahl keine Rede. Weder von der Union noch von den Sozialdemokraten.
Quelle: Newsletter „Vorsorgelüge.de“ (http://www.vorsorgeluege.de/)

Quelle: NDS (http://www.nachdenkseiten.de/?p=19521#h16)

Und die Koalitionäre sind unglaublich Stolz über ihr Zukunftsweisendes Konzept gegen steigende Altersarmut.
Sozial und Christlich wie es nicht anders zu erwarten war von CDU/CSU/SPD.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 01:49:51 Fr. 20.Dezember 2013
Zitat
Regierung bekämpft Altersarmut durch neue Definition der Altersgrenze – Alt ist man in Zukunft ab 80
[...]
Man müsse sich von der Renteneintrittsgrenze als Kriterium für die Definition, wann jemand alt sei, verabschieden und beides voneinander entkoppeln.

Die scheidende Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder (CDU), freut sich. Man könne die Altersarmut um einen Schlag um 39,6 % senken, ohne dass dafür nennenswerte Kosten anfallen werden, so die Ministerin, die Menschen müssten auch keineswegs länger arbeiten. Es gehe ja nicht um ein höheres Rentenalter.

„Bereits im nächsten Armuts- und Reichtumsbericht sowie Renten- und Alterssicherungsbericht der Bundesregierung wird die neue Altersgrenze von 80 Jahren umgesetzt und berücksichtigt“, so Schröder
http://www.xnews.eu/blog/?p=368 (http://www.xnews.eu/blog/?p=368)

Realität und Satire wohnen nah bei einander. (http://www.chefduzen.de/index.php?topic=12013.msg289342#msg289342)  ;D
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Eivisskat am 00:26:06 Sa. 25.Januar 2014
http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2014/01/undarmbistdu.pdf (http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2014/01/undarmbistdu.pdf)    

 Allgemeines zur (Armuts)Rente » “… und arm bist Du…”  Die 20seitige Broschüre der Initiative zur Vernetzung der Gewerkschaftslinken ist ab sofort als pdf-File verfügbar!
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 13:35:09 Do. 30.Januar 2014
Zitat
Im Dschungel der Altersvorsorge
Was tun für die Rente?

Reicht die gesetzliche Rente? Und die Alternativen: Riester? Lebensversicherung oder Immobilie? Und was bliebt am Ende netto übrig? Kaum jemand blickt durch. "betrifft" begleitet drei Berufstätige beim Versuch, ihre Altersvorsorge zu ordnen.

Die gesetzliche Rente allein wird im Alter nicht mehr ausreichen. Diese Botschaft ist inzwischen bei allen Bundesbürgern angekommen. Um den gewohnten Lebensstandard zu erhalten, muss man zusätzlich vorsorgen - die Frage ist nur wie? Mit einer Riester Rente? Über den Betrieb? Oder doch mit einer Immobilie? Die meisten Bürger fühlen sich angesichts der Vielzahl an komplexen Angeboten heillos überfordert.

Die meisten wissen nicht einmal, wie viel sie vorsorgen müssen, um die Rentensenkung auszugleichen; geschweige denn, welcher Weg am rentabelsten ist. Und vor allem: Was am Ende vom Ersparten wirklich übrig bleibt. "betrifft" begleitet eine Erzieherin, einen Facharbeiter und einen Altenpfleger bei ihrem Versuch, fürs Alter vorzusorgen. Ihnen steht der renommierte Experte Peter Schramm zur Seite, einer der wenigen Versicherungsmathematiker, die nicht im Dienste der Finanzwirtschaft stehen. Er analysiert und rechnet die Angebote durch.

Was sind die Versprechen der gesetzlichen und privaten Rentenversicherungen wirklich wert? Und er hat wertvolle Tipps, worauf man beim Weg durch den Rentendschungel achten muss.

Quelle: SWR (http://www.swr.de/betrifft/betrifft-rente-altersvorsorge-riester/-/id=98466/nid=98466/did=12585170/16l8ckb/index.html)

Alternativ: Dailymotion-Video (https://www.dailymotion.com/video/x1alweg_was-tun-fur-die-rente)


http://pd-ondemand.swr.de/swr-fernsehen/betrifft/20140129-2100.l.mp4 (http://pd-ondemand.swr.de/swr-fernsehen/betrifft/20140129-2100.l.mp4)


Verarsche von A bis Z, und unsere Versicherungsvertreter im Bundestag "reformieren" weiter.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Kuddel am 20:29:45 Mi. 05.Februar 2014
Zitat
Kampagne des Arbeitsministeriums
1,15 Millionen Euro für die Rentenwerbung

Das Rentenpaket der Bundesregierung hat noch nicht mal den Bundestag erreicht. Trotzdem macht die Arbeitsministerin und frühere SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles reichlich Geld locker, um das Ganze als ihren Erfolg zu bewerben.
http://www.sueddeutsche.de/politik/kampagne-des-arbeitsministeriums-millionen-euro-fuer-die-rentenwerbung-1.1880734 (http://www.sueddeutsche.de/politik/kampagne-des-arbeitsministeriums-millionen-euro-fuer-die-rentenwerbung-1.1880734)

Keine Satire.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 10:08:28 Do. 06.März 2014
Zitat
Die vergessenen Rentner

Erhielten Arbeitsunfähige 2000 im Schnitt 706 Euro Rente, sind es heute nur gut 600 Euro. Vom Rentenpaket der Großen Koalition fällt für sie wenig ab [...]
Seit einigen Jahren bereits liegt der Wert der Durchschnittsrente unter dem amtlichen Existenzminimum. Viele, die arbeitsunfähig werden, landen beim Sozialamt.
Verantwortlich dafür ist nicht zuletzt die rot-grüne Reform von Anfang der 2000er Jahre. Seither bestraft man auch Menschen, die wegen einer Krankheit aus dem Berufsleben ausscheiden müssen, mit Rentenkürzungen: Über 95 Prozent der 179.000 neuen Erwerbsminderungsrentner des Jahres 2012 waren davon betroffen. 78 Euro gingen ihnen im Schnitt pro Monat verloren. Zudem lassen längere Phasen der Arbeitslosigkeit und der gewachsene Niedriglohnsektor die Renten insgesamt schrumpfen.
....
...Während die höhere Mütterrente derzeitigen und künftigen Rentnerinnen zugutekommt, gelten die Verbesserungen bei Erwerbsminderung nur für jene, die ab 1.Juli 2014 in Rente gehen.
....
Quelle: taz (http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&dig=2014%2F03%2F05%2Fa0091&cHash=a80cc815fc5e5e7408f4ad76bd9ff123)

Quelle: NDS (http://www.nachdenkseiten.de/?p=21000#h09)

Erst Erwerbsminderungsrentner ab 1. Juli 2014, super, da haben die vorher Erkrankten die Arschkarte gleich doppelt gezogen.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 19:49:02 Mo. 16.Juni 2014
Zitat
Die niedrige Rente ist sicher

Für Bert Rürup war die private Altersvorsorge die Lösung. Jahrelang hat er dafür geworben. Doch jetzt räumt selbst der Rentenexperte ein, dass die von ihm gepriesene Zusatzrente die Altersarmut nicht verhindern kann.
O-Ton Bert Rürup, ehemaliger Vorsitzender der Rürup-Kommission:
‘Das ist völlig richtig. Und das ist eine der zukünftigen Aufgaben der Rentenpolitik, nämlich die Vermeidung von Altersarmut. Und die Vermeidung von Altersarmut kann nicht durch die kapitalgedeckte Systeme erfolgen, das ist eine genuin staatliche Aufgabe. Und da wird man sich was überlegen müssen.’
Eine erstaunliche Antwort. Denn eigentlich sollte der Systemwechsel genau das auch vermeiden.”
Quelle: ZDF Frontal 21 [PDF - 52,1 KB] (http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/blob/33585138/1/data.pdf)

Quelle: NDS (http://www.nachdenkseiten.de/?p=22062#h11)

Frontal 21 Rente (http://www.dailymotion.com/video/x1zmcq7)


Nicht das Umlagesystem ist per se schlecht, es wurde zur Profitmaximierung der Unternehmen erst schlecht gemacht bzw. ruiniert.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Strombolli am 02:45:04 Do. 19.Juni 2014
Man muß sich einfach verinnerlichen, dass jeder Furz den die Politiker im Auftrage der Industrie und damit der Banker lassen, nach Ausbeutung der kleinen Leute zum Zwecke der Bereicherung der schon Reichen stinkt. DAS muß beseitigt werden. Deshalb nannte sich die DDR auch Diktatur des Proletariats (GEGEN die Bourgeoisie).
Jetzt haben wir eine offene Diktatur des Geldes bzw. ihrer Verwalter, der Großbourgeoisie. Eine Finanzoligarchie.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 17:05:26 Fr. 12.Juni 2015
Zitat
Wenn Wahnsinn zur Methode wird – Die Nahles-Rente, Riester und der GDV

Mittlerweile muss man ganz offen fragen dürfen, ob die führende SPD-Politikerin und Bundesministerin für Arbeit und Soziales Andrea Nahles jeden Sinn für die Stärkung der staatlichen Sozialsysteme in Deutschland aus den Augen verloren hat und stattdessen mit den Lobbyisten der Lebensversicherer gemeinsame Sache macht, ganz gleich ob bewusst oder unbewusst. Plant Arbeitsministerin Nahles hier gerade gemeinsam mit dem GDV die letzten Vorbereitungen zum endgültigen Kahlschlag der gesetzlichen Rentenversicherung?
Wieder einmal – diesmal nach dem Willen von SPD Ministerin Andrea Nahles – soll die betriebliche Altersversorgung (bAV) „verschlimmbessert“ werden. Der GDV macht angesichts des zusammengebrochenen Neugeschäfts und rückläufiger Bestandszahlen ebenfalls lustige Vorschläge zur bAV und zu Riester gleich mit.
Dabei hat mittlerweile selbst die Verbraucherzentrale endlich erkannt, dass eine bAV nur dann Sinn macht, wenn der Arbeitgeber wenigstens 20% der Beiträge übernimmt. Eine bAV ausschließlich im Sinne der Gehaltsumwandlung lohnt sich bei in der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern dagegen so gut wie nie. […]
Dieses „Wegnahme-System“ soll nun nach dem Willen NDSdes Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) unter Ministerin Andrea Nahles und nach Willen des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft (GDV) weiter ausgebaut werden. Kein Wunder, dass Einige das BMAS schon umgetauft haben in „Bundesministerium für Altersarmut und Sozialabbau“. […]
Sozial gerecht wäre es, wenn alle Bürgerinnen und Bürger in die gesetzlichen Systeme einzahlen müssen. Mithin darf es keine Befreiungsmöglichkeit aus der gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung geben. Dies gilt für Selbständige und höher verdienende Arbeitnehmer ebenso wie für Beamte und Politiker. Gerade als Mitglied der angeblich so Arbeitnehmer nahen SPD sollte Ministerin Andrea Nahles das eigentlich sehr genau wissen.
Quelle: Versicherungsbote (http://www.versicherungsbote.de/id/4820455/Wenn-Wahnsinn-zur-Methode-wird---Die-Nahles-Rente-Riester-und-der-GDV/)

Anmerkung AT: Und das in einer Fachzeitschrift für Versicherungsmakler. Respekt!

Quelle: NDS (http://www.nachdenkseiten.de/?p=26399#h08)

Tja, Nahles hat in ihrem Leben noch nie gearbeitet und hat mit der GRV eigentlich gar nichts zu tun, sie ist also die Richtige für den sozialen Kahlschlag für Arbeitnehmer und Rentner, in der entsprechenden Partei ist sie dazu noch, perfekt.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: hardbitter am 21:27:27 Do. 30.Juli 2015
ich habe mein eigenes mittel gegen altersarmut
jetzt schon sicher das ich da reinrutsche
habe schlafapnoe und lasse die nicht behandeln
iregendwann falle ich einfach tot um
macht mir weniger angst als im alter zu verelenden
bin eh schon voll depressiv und scheisse auf mein leben

Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 10:36:33 Mi. 26.August 2015
Zitat
Das Drei-Säulen-Modell in der Altersvorsorge funktioniert nicht

Ingo Schäfer über die Illusion von der Lebensstandardsicherung durch zusätzliche private und betriebliche Altersvorsorge. Ingo Schäfer ist Referent bei der Arbeitnehmerkammer Bremen, er hat kürzlich eine Studie zum Thema veröffentlicht. Das Interview führte Patrick Schreiner.
....

Quelle: NDS (http://www.nachdenkseiten.de/?p=27322)

Eigentlich nichts neues von der Rentenfront.
Bestätigung über Bestätigung aber es kann nicht sein, was nicht sein darf.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 14:21:30 Mi. 26.August 2015
Zitat
Das Drei-Säulen-Modell in der Altersvorsorge funktioniert nicht

Eigentlich nichts neues von der Rentenfront.
Bestätigung über Bestätigung aber es kann nicht sein, was nicht sein darf.
Hier kommen die Links die in dem NDS-Beitrag fehlen:
http://www.arbeitnehmerkammer.de/presse/pressearchiv/20150820_rentenstudie.html (http://www.arbeitnehmerkammer.de/presse/pressearchiv/20150820_rentenstudie.html)
http://www.arbeitnehmerkammer.de/cms/upload/Publikationen/Politikthemen/ArbeitSoziales/ANK_Drei_Saeulen_Modell.pdf (http://www.arbeitnehmerkammer.de/cms/upload/Publikationen/Politikthemen/ArbeitSoziales/ANK_Drei_Saeulen_Modell.pdf)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 10:18:44 Fr. 11.September 2015
Zitat
Video: Altersarmut trotz privater Vorsorge

09.09.15 | 06:08 Min. | Verfügbar bis 08.09.2016
Seit Jahren wird es uns eingebläut: Nur wer privat vorsorgt, kann seinen Lebensstandard im Alter halten. Eine ausreichende gesetzliche Rente sei unbezahlbar. Nun aber zeigt sich, auch mit der privaten Vorsorge klappt es nicht wie geplant.

Quelle: DasErste (http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/videos/altersarmut-trotz-privater-vorsorge-100.html)

http://mvideos.daserste.de/videoportal/Film/c_560000/565432/format661191.mp4 (http://mvideos.daserste.de/videoportal/Film/c_560000/565432/format661191.mp4)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 08:50:55 So. 18.Oktober 2015
Zitat
Garantiert beschissen? Ein neues Buch über den Betrug mit Lebensversicherungen

Die Lebensversicherung ist das beliebteste Vorsorgeprodukt der Deutschen. Rund 90 Millionen Verträge gibt es hierzulande. Damit hält jeder Bundesbürger statistisch gesehen 1,1 Policen. Wer von all den Versicherten jedoch vorhat, das neue Buch von Holger Balodis und Dagmar Hühne zu lesen, der braucht starke Nerven. Denn was die beiden Kölner Journalisten in „Garantiert beschissen! Der ganz legale Betrug mit den Lebensversicherungen“ zusammengetragen haben, lässt einem die Haare zu Berge stehen. Demnach ist die Qualität der Lebens- und Rentenversicherungen ein Desaster, über 80 Prozent der Kunden würden damit effektiv Geld verlieren, die versprochene Altersvorsorge sei nichts anderes als eine Geldvernichtungsmaschine. Von Thomas Trares

Quelle: NDS (http://www.nachdenkseiten.de/?p=27935)

Zum gefühlten 1000en mal, aber es kann nicht sein was nicht sein darf, und weiter hät die Politik inkl. unverzichtbarer externer Sachverstand daran fest und trommelt für die Geldvernichtung zugunsten privater Versicherer.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Kuddel am 11:47:03 Fr. 30.Oktober 2015
Zitat
„Mit 8,50 Euro lösen Sie das Problem der Altersarmut in diesem Land überhaupt nicht.“ Mit diesen Worten wetterte der Linkspartei-Abgeordnete Klaus Ernst letztes Jahr im Bundestag bei einer Diskussion über den Mindestlohn in Richtung von SPD-Arbeitsministerin Andrea Nahles.

Dazu zitierte er die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage seiner Fraktion aus dem Jahr 2011. Diese hatte ergeben, dass für eine Nettorente über der Grundsicherungsschwelle mindestens ein Stundenlohn von 10 Euro erforderlich wäre. Einen Mindestlohn in ebenjener Höhe fordert die Linkspartei seit Langem.

Nun stellt sich heraus: Auch mit 10 Euro die Stunde löst man das Problem Altersarmut nicht. Erneut hat die Linke im Bundestag, genauer gesagt ihr rentenpolitischer Sprecher Matthias W. Birkwald, eine solche Anfrage an die Regierung gestellt – und die Antwort erhalten, dass es unter den derzeitigen Bedingungen schon 11,50 Euro Stundenlohn für einen Lebensabend ohne den Gang zum Sozialamt bräuchte. Wie schon in der Antwort aus dem Jahr 2011 verweist die Bundesregierung auf die Möglichkeit, mit einer zusätzlichen Altersvorsorge der Armut im Alter vorzubeugen. Damit könne man eine „deutlich höhere Gesamtversorgung“ erzielen.
http://www.taz.de/Mindestlohn-und-Altersarmut/ (http://www.taz.de/Mindestlohn-und-Altersarmut/)!5242614/
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 21:00:42 So. 01.November 2015
Zitat
8,50 Euro Mindestlohn führen in Altersarmut!
http://www.matthias-w-birkwald.de/article/1163.8-50-euro-mindestlohn-fuehren-in-altersarmut.html (http://www.matthias-w-birkwald.de/article/1163.8-50-euro-mindestlohn-fuehren-in-altersarmut.html)

Dort gibt's auch die erwähnte kleine Anfrage.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: tleary am 12:23:02 So. 08.November 2015
Zitat
8,50 Euro Mindestlohn führen in Altersarmut!
[/quote]
Deshalb hätte ich auch für 18,50 € als Mindestlohn plädiert.Aber das hat sich dann nicht 'mal Die Linke getraut, da ordentlich auf den Putz zu hauen. Die 10-Euro-Forderung war ja auch ein Witz! Die Arbeitgeber haben darüber bestimmt auch herzlich gelacht. Die Entrüstung und Empörung der Kapitalisten (und deren Vasallen im Bundestag) wäre da bei einer 18,50 €-Forderung viel größer gewesen. Aber man wollte sich ja nicht das Etikette "Politikfähigkeit" und "Rot-Rot-Grün" verspielen. Bei 18,50 hätten auch jene, auf die bisher immer herabgeblickt wird wegen mangelndem Ansehen des Jobs wie Putzfrau oder Wurstthekenfachangestellte endlich 'mal ein höheres Ansehen "spendiert" bekommen. Denn das gesellschaftliche Ansehen eines Berufes korreliert immer auch mit dessen Bezahlung.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 10:00:49 Di. 09.Februar 2016
Zitat
„Der größte legale Betrug der Geschichte“

Zurzeit wird der Ruf nach einem „starken Staat“ immer lauter. Strengere Gesetze oder zumindest die strengere Einhaltung von Gesetzen erscheinen als probate Mittel zur Regulierung von Verhältnissen, die manche als chaotisch empfinden. Doch wird dabei nicht vergessen, dass Recht und Gesetz noch nie allen gleichermaßen nützlich waren? Wie duldsam der Staat systematischen Verbrechen zugunsten einiger weniger zuschaut, wusste schon Brecht zu sagen:

„Es gibt viele Arten zu töten. Man kann einem ein Messer in den Bauch stechen, einem das Brot entziehen, einen von einer Krankheit nicht heilen, einen in eine schlechte Wohnung stecken, einen durch Arbeit zu Tode schinden, einen zum Suizid treiben, einen in den Krieg führen usw. Nur weniges davon ist in unserem Staat verboten.“

Man könnte meinen, seit Brechts Zeiten hätte sich da einiges getan. Doch ist dem wirklich so, wenn die Politik im Lande gemeinsam mit den mächtigsten Versicherungskonzernen „den größten legalen Betrug der Geschichte“ wider die eigene Bevölkerung organisiert, wie Holger Balodis dies im Gespräch mit Jens Wernicke kritisiert?

Quelle: NDS (http://www.nachdenkseiten.de/?p=30991)

http://www.nachdenkseiten.de/upload/podcast/160208_Der_groesste_legale_Betrug_NDS.mp3 (http://www.nachdenkseiten.de/upload/podcast/160208_Der_groesste_legale_Betrug_NDS.mp3)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 10:25:58 Mo. 04.April 2016
Christian Ehring - GroKo im Ruhestand - Heute Show 1.04.2016 1.4.16 ZDF

! No longer available (http://www.youtube.com/watch?v=nrKgo_FHXPM#)

Via NDS (http://www.nachdenkseiten.de/?p=32680#h07)

Von der Lebensleistung gefickt!
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: shitux am 09:27:50 Mi. 06.April 2016
Wenn Rente = Altersarmut ist, dann  ist keine Rente = keine Altersarmut.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=32763#h07 (http://www.nachdenkseiten.de/?p=32763#h07)
Zitat
So rät die OECD etwa zur Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters, das bereits bis 2029 stufenweise auf 67 steigt.

Ausserdem ist längeres knüppeln dafür geeignet
Zitat
die Lebenszufriedenheit in einer rapide alternden Gesellschaft zu erhöhen
Hurray, hurray- Problem gelöst.

Und uns wird vor Glückseligkeit bald die Sonne so dermaßen aus dem Ars** scheinen, dass das Ziel einer  Spaßgesellschaft bald Wirklichkeit wird. 




Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 10:52:22 Fr. 08.April 2016
Zitat
Kristina Schröder wirft hin (http://www.tagesspiegel.de/13416832.html).

Wenn die nächste Wahl wie geplant im Jahr 2017 stattfinde, sei sie dann 15 Jahre im Bundestag gewesen. "Ich möchte mich daher beruflich neu orientieren", teilte Schröder mit.

Das muss ein tolles Gefühl sein, mit 35 Jahren die Pensionsansprüche sicher zu haben. Und man musste gar nichts groß dafür tun!

Quelle: Fefes Blog (https://blog.fefe.de/?ts=a9f9acf9)

Der erworbene Pensionsanspruch liegt zwischen 3500-4000€/Monat aber nicht neidisch werden, die Regierung diskutiert ja derzeit eine "Lebenleistungsrente" und wenn 15 Jahre teilweiser Anwesenheit am Arbeitsplatz zu so einer Pension führt kann die Lebensleistungsrente nur in Altersreichtum enden.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 18:09:02 Fr. 08.April 2016
Zitat
Vorschläge für Reform der Altersvorsorge
Seehofer entdeckt die Rente

Die Union will im Bundestagswahlkampf offenbar auf das Thema Rente setzen. CSU-Chef Seehofer schlägt vor: Höhere Altersbezüge für alle - und Stopp der Riester-Rente. Die 2001 beschlossene Kürzung müsse rückgängig gemacht werden. Aus der SPD kam Zustimmung.

Mit Blick auf die Bundestagswahl im kommenden Jahr wollen CDU und CSU offenbar wieder enger zusammenrücken und dabei auch die Rentenpolitik in den Blick nehmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer hätten bei ihrem Treffen am Mittwoch im Kanzleramt vereinbart, gemeinsame Vorhaben zu definieren, um das Thema Flüchtlinge in den Hintergrund zu drängen, berichtete der "Spiegel". Seehofer und Merkel hätten besprochen, dass die Reform der Altersvorsorge eines der Kampagnenthemen werden solle.

Warnung vor Altersarmut

Konkret schlug CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident Seehofer nun vor: Höhere Altersbezüge für alle - und die Rückabwicklung der Riester-Rente. Die Anfang des vergangenen Jahrzehnts beschlossene Kürzung des Rentenniveaus wird seiner Einschätzung nach dazu führen, "dass etwa die Hälfte der Bevölkerung in der Sozialhilfe landen würde". Dies betreffe besonders Frauen, die oft weniger verdienen als Männer und ihre Berufstätigkeit zugunsten der Familie unterbrechen. Bei der Reform müsse der gesetzliche Anteil an der Rente im Zentrum der Überlegungen stehen. Nicht einmal die Hälfte der Bevölkerung sorge privat fürs Alter vor. "Die Riester-Rente ist gescheitert." Details zu einer möglichen Rentenreform nannte Seehofer nicht.

Riester-Rente vor dem Aus?

Bei der Reform 2001 waren die Renten für einen Großteil der gesetzlich rentenversicherten Bürger reduziert worden, die Lücke sollte von einer nach dem damaligen Arbeitsminister Walter Riester (SPD) benannten privaten Zusatzrente geschlossen werden.

Die "Neoliberalisierung" des vorigen Jahrzehnts sei gescheitert, sagte Seehofer. "Wir brauchen beide Lungenflügel, den marktwirtschaftlichen und den sozialen." Vorstellungen von einer Rückabwicklung der Riester-Rente und einer Wiedererhöhung der gesetzlichen Rente kursieren auch in SPD und Gewerkschaften, doch Seehofer ist der erste Parteichef, der das öffentlich fordert.

SPD-Vize Stegner stimmt Seehofer zu

Auch der stellvertretende SPD-Chef Ralf Stegner wandte sich gegen die geplante Absenkung des Rentenniveaus. Dessen drastischen Rückgang "können wir nicht zulassen", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Die Riester-Rente sei nicht die Lösung gewesen. "Wer die Riester-Rente bräuchte, kann sie sich nicht leisten, und wer sie sich leisten kann, braucht sie nicht." Wenn die Politik nicht handele, entwickle sich das Rentenniveau in Richtung von 42 oder 43 Prozent, mahnte er. "Für Gutverdiener mag das okay sein, für Normal- oder Geringverdiener geht das nicht."

Linkspartei-Chef Bernd Riexinger forderte in diesem Zusammenhang von der SPD den Mut zu haben, die von ihr mitbeschlossene Absenkung des Rentenniveaus zurückzunehmen. "Denn ohne eine ambitionierte Anhebung des Rentenniveaus lässt sich eine epidemische Ausweitung der Altersarmut nicht aufhalten", sagte er. Dringend nötig sei die Rückkehr zu einem Rentenniveau von 53 Prozent.

Quelle: tagesschau (https://www.tagesschau.de/inland/seehofer-rente-103.html)

Jetzt kann gar nichts mehr schief gehen, Seehofer macht den mitfühlenden Sozialen und die SPD findet das gut, Umsetzungswahrscheinlichkeit schlagartig auf 0% gestiegen, ich feier schon mal angemessen mit einem frischen Glas Leitungswasser.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 19:24:04 Fr. 08.April 2016
Höhere Altersbezüge für alle
Im Prinzip stimme ich dem zu, denn wenn man das hier
dass es unter den derzeitigen Bedingungen schon 11,50 Euro Stundenlohn für einen Lebensabend ohne den Gang zum Sozialamt bräuchte.
hochrechnet, bräuchte man bei Mindestlohn über 60 Beitragsjahre, um auf eine Rente in Höhe der Grundsicherung zu kommen.
Was mich dabei aber irritiert, ist die Richtung aus der diese Forderungen jetzt plötzlich kommen. Das kann wohl kaum ernst gemeint sein.

"Wer die Riester-Rente bräuchte, kann sie sich nicht leisten, und wer sie sich leisten kann, braucht sie nicht."
Wow, da hat aber mal einer einen lichten Moment gehabt.  ::)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Sunlight am 10:18:30 Sa. 09.April 2016
Steigende Zahlen bei der Altersgrundsicherung:

Zitat
31.12.2005     630 295   
31.12.2010   796 646   
31.12.2011   844 030   
31.12.2012   899 846   
31.12.2013   962 187   
31.12.2014  1 002 168   
März 2015    994 658   

Das muss ein Staat auf Dauer auch verkraften. Die sind jetzt bis März 2015 und zeigen das Elend.
Glaube allerdings nicht, dass da wirklich Einsicht ist. Halte das eher für Vorwahlkampfgeschrei.
Ob die Zahlen wirklich stimmen und nicht höher sind .... Statistiken sind geduldig,  habe meine Zweifel.

Eine Absenkung auf  42 oder 43 Prozent, was für eine Idee überhaupt. Einfach lächerlich, dass die
Menschen bis 2.500 Euro in der Atersicherung landen. Die haben echt de letzten Schuß nicht
gehört. Kein Wunder, dass die Menschen politikverdrossen sind. Die Riesterrente genauso verlogen,
weil unbrauchbar für die Altersvorsorge.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 14:02:31 Sa. 09.April 2016
Glaube allerdings nicht, dass da wirklich Einsicht ist. Halte das eher für Vorwahlkampfgeschrei.
Yep.
Zitat
Ob die Zahlen wirklich stimmen und nicht höher sind .... Statistiken sind geduldig,  habe meine Zweifel.
Aktuell könnte das vielleicht noch hinkommen. Die Leute die jetzt in Rente gehen haben zu einer Zeit angefangen zu arbeiten als das Lohnniveau noch nicht so vollständig im Arsch war, da hat der eine oder die andere wohl noch ein paar Rentenpunkte sammeln können.
Aber das dicke Ende kommt erst noch.
(Ich wage mal die Prognose, dass in etwa 20 Jahren zwei Drittel aller Neurentner in der Grundsicherung landen. Vielleicht auch mehr.)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: BGS am 01:37:18 So. 10.April 2016
Fakt ist schon lange, dass

a) eine skandinavische Krankenschwester nach 40 Jahren des Einzahlens in die hiesige Rentenversicherung (= soll einen versichern gegen "Phänomene" wie Altersarmut) dreimal mehr Rente erhält als in Deutschland

b) ein skandinavischer Betriebsleiter nach 45 Jahren des Einzahlens in die hiesige Rentenversicherung etwa viermal mehr Rente erhält als in Deutschland.

Alles klar?

MfG

BGS
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 07:54:37 So. 10.April 2016
Das "Phänomen" Altersarmut gehört wohl zur nordischen Mythologie, in Deutschland gibt es keine Armut egal welcher Art, basta. Wenn in Deutschland z.B. verhungert oder erfroren wir dann sind die Betroffenen selbst Schuld, der jährliche Armutsbericht ist übelste linke Propaganda die von der erfolgreichsten Regierung aller Zeiten nicht beachtet wird, sonst wäre die Regierung plötzlich nicht mehr erfolgreich was nicht stimmen kann. 

(http://www.cosgan.de/images/smilie/verschiedene/n010.gif)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:00:40 So. 10.April 2016
In Skandinavien verdienen die Leute ja auch drei bis vier Mal so viel wie in Deutschland! Gut Lebenshaltungskosten sind auch höher, aber im Schnitt, ist es wohl immer noch mehr!
*Grübel*
Was mache ich hier eigentlich noch?
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Sunlight am 16:27:27 So. 10.April 2016

*Grübel*
Was mache ich hier eigentlich noch?

 ;) Tja, das frage ich mich jeden Tag, wenn ich die Nachrichten aus Suppenküchenland DE lese.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Rudolf Rocker am 08:05:16 Di. 12.April 2016
Da hat die jW schon 2011 drüber berichtet. Fünf Jahre später ist die TS auch drauf gekommen:

Zitat
Jedem Zweiten droht Altersarmut
http://www.tagesschau.de/inland/altersarmut-101.html (http://www.tagesschau.de/inland/altersarmut-101.html)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 17:25:35 Di. 12.April 2016
Zitat
Gabriel will Rentenformel ändern
Auch die SPD buhlt um die Rentner
....

Quelle: tagesschau (https://www.tagesschau.de/inland/rente-155.html)

Seehofer gefolgt von Gabriel, juchhu, jetzt gehts ab ins Paradies!
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 20:06:38 Di. 12.April 2016
Fragt sich nur für wen ... ?
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: counselor am 05:54:02 Mi. 13.April 2016
Und wie ich gehört habe, wollen auch die Gewerkschaften die Renten zum zentralen Wahlkampfthema der nächsten Wahlen machen ...
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: schwarzrot am 06:58:05 Mi. 13.April 2016
Das rententhema aufzugreifen ist ein gewiefter schachzug der Csu. Rentner und zukünftige sind ihre wählergruppe.
Der Spd wird es nichts nützen, auf den fahrenden zug aufzuspringen, AlgII (ein hauptgrund für die kommende altersarmut) bleibt ihre fusskette.

Statt das übel zu beseitigen, wird hinten was draufgebastelt, um die auswirkungen von HartzIV zu kaschieren.

Aber immerhin ist die Gabriel-Spd nun schon bei 19%. Wenn sie bei den nächsten wahlen bei 15% angekommen ist und da bin ich bei dem gewieften taktiker Gabriel (TTIP, vorratsdatenspeicherung, Edeka, etc...) zuversichtlich, werden sie hoffentlich die Schröder-schranzen rausschmeissen und ihre politik überdenken.
Oder auch nicht, dann wars das mit denen.

Aber leider auch mit möglichen linken mehrheiten.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 19:39:47 Do. 14.April 2016
Zitat
9 hilfreiche Tipps, wie Sie sich vor Altersarmut schützen können

Bis 2030 droht einer aktuellen Studie zufolge jedem zweiten Deutschen Altersarmut. Das bedeutet aber nicht, dass Sie sich ihrem Schicksal fügen müssen. Wenn Sie sich einen oder mehrere dieser von Experten erstellten Tipps zu Herzen nehmen, sind Sie auch an ihrem Lebensabend garantiert vor Geldnot sicher:

[...]

2. Immer weiter arbeiten, bis man stirbt

[...]

8. Einfach voll krass viel Geld verdienen

[...]

9. SPD wählen

Sie wünschen sich würdevolles Altern in einem fairen und gerechten Sozialsystem, das Altersarmut gar nicht erst zulässt? Dann wählen Sie bei der nächsten Bundestagswahl unbedingt die SPD. Immerhin ist die SPD eine absolut vertrauenswürdige sozialdemokratische Partei, die niemals die staatliche Rente zugunsten einer privaten Vorsorge schleifen lassen würde, die uns die ganze Scheiße hier erst eingebrockt hat. (https://de.wikipedia.org/wiki/Riester-Rente#Kritik_an_Konzept_und_Ergebnis) Ganz bestimmt!
http://www.der-postillon.com/2016/04/9-hilfreiche-tipps-gegen-altersarmut.html#more (http://www.der-postillon.com/2016/04/9-hilfreiche-tipps-gegen-altersarmut.html#more)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: BGS am 20:39:44 Do. 14.April 2016
Ach was, wählen Sie statt der verlorenen spd lieber Dr.  Gscheidle, den redlichsten Deutschen an sich oder zumindest die Partei bibeltreuer Chrr...

Das Ende ist nah ;D

MfG

BGS
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: rebelflori am 12:04:38 Fr. 22.April 2016
http://www.wiwo.de/politik/deutschland/rente-bdi-chef-grillo-haelt-rente-mit-85-fuer-denkbar/12514090.html# (http://www.wiwo.de/politik/deutschland/rente-bdi-chef-grillo-haelt-rente-mit-85-fuer-denkbar/12514090.html#)

Das ist doch eine schöne Vorderung! Da könnte man ja gleich das mit der Rente sein lassen.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 14:01:53 Fr. 22.April 2016
Da könnte man ja gleich das mit der Rente sein lassen.
Nee, du hast den Gedanken dahinter nicht verstanden.  ;)
Wer bis 85 arbeitet, hat selbst mit dem mickrigen Mindestlohn die Chance eine Rente in Höhe/geringfüig über der Grundsicherung zu erhalten.
Mit dem jetzigen Renteneintrittsalter schafft das kein Mindestlöhner.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 19:47:56 Sa. 23.April 2016
Zitat
Mindestlohn reicht nicht für Rente oberhalb der Grundsicherung

Ein Gremium von Arbeitgebern und Gewerkschaftern berät über die künftige Höhe des Mindestlohns. Auswirkungen hat die Entscheidung auch auf die Rentenaussichten.
Ein Gehalt auf Mindestlohn-Niveau reicht auch nach 45 Beitragsjahren nicht für eine Rente oberhalb der Grundsicherung. Vielmehr müsste der Stundenlohn dafür bei 11,68 Euro liegen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Heute gilt ein Mindestlohn von 8,50 Euro.


Die 11,68 Euro werden demnach gebraucht, um eine Nettorente aus der gesetzlichen Rentenversicherung nach der ab Sommer geltenden Rente zu bekommen, die über dem durchschnittlichen Bruttobedarf in der Grundsicherung im Alter in Höhe von 788 Euro monatlich liegt. Zugrundegelegt werden bei der Rechnung eine Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden und 45 Arbeitsjahre.
http://www.focus.de/politik/deutschland/rente-mindestlohn-reicht-nicht-fuer-rente-oberhalb-der-grundsicherung_id_5461514.html (http://www.focus.de/politik/deutschland/rente-mindestlohn-reicht-nicht-fuer-rente-oberhalb-der-grundsicherung_id_5461514.html)
Fast wortgleich auch in der FAZ:
http://www.faz.net/agenturmeldungen/unternehmensnachrichten/roundup-mindestlohn-reicht-nicht-fuer-rente-oberhalb-der-grundsicherung-14195135.html (http://www.faz.net/agenturmeldungen/unternehmensnachrichten/roundup-mindestlohn-reicht-nicht-fuer-rente-oberhalb-der-grundsicherung-14195135.html)

Zitat
19.04.2016  – Matthias W. Birkwald
Nahles' Köcher ist erstaunlich leer
http://linksfraktion.de/kolumne/nahles-rente-koecher-leer/ (http://linksfraktion.de/kolumne/nahles-rente-koecher-leer/)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: shitux am 21:46:22 Sa. 23.April 2016
http://www.deutschlandfunk.de/rentendebatte-junge-union-fordert-rente-mit-70.1818.de.html?dram:article_id=351992 (http://www.deutschlandfunk.de/rentendebatte-junge-union-fordert-rente-mit-70.1818.de.html?dram:article_id=351992)

Und hier isser beschrieben:
https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Ziemiak (https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Ziemiak)

Ausser Parteischnöselchen is da nich soooviel

Können wir nicht zusammen legen? Und ihn nach Nordkorea ausliefern? Hammer und Meißel spendiere ich, auf das da mal Blasen, Kreuzschmerzen und Erfahrungen mit Matsch entsteht

Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 10:37:55 So. 24.April 2016
Einigkeit herrscht über den elenden Zustand der Rente, jetzt müssen sich die Experten aus Versicherungslobby, Wirtschaftsverbänden, zugängliche Politiker nur noch auf die Duftnote des Duftbäumchens einigen welches an den Misthaufen getackert wird, ach ja, ein paar zusätzliche Milliönchen für PR/Werbung um den frischen neuen Duft würdig zu feiern fallen zusätzlich an, damit jeder nachlesen kann wie erfolgreiche Verarschung funktioniert.

Die Artikel inklusive diverser Äusserungen der "Experten" lassen schlimmstes erahnen, Altersarmut 2.0.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Rudolf Rocker am 11:22:26 So. 24.April 2016
Zitat
Ziemiak wurde im polnischen Stettin geboren
Was sagt denn Erika Steinbach dazu? :o

Im Grunde lässt sich das Problem doch recht schnell beheben: Gesetzliche Pflichtrentenversicherung in die jeder einzahlt, auch die Beamten, Politiker, Birefkastenfirmenbesitzer und Aktionäre.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 11:49:57 So. 24.April 2016
Zitat
Ziemiak wurde im polnischen Stettin geboren
Was sagt denn Erika Steinbach dazu? :o

Im Grunde lässt sich das Problem doch recht schnell beheben: Gesetzliche Pflichtrentenversicherung in die jeder einzahlt, auch die Beamten, Politiker, Birefkastenfirmenbesitzer und Aktionäre.

Ja genau,wir müssen die Riesterrente stärken, allgemein Kapital gedeckte Zusatzrenten (z.B. Lebensversicherungen u.ä.) subventionieren/stärken.

Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: BGS am 12:34:47 So. 24.April 2016
"...wir müssen das aussitzen." "Herrgott" wirds scho richtn.

Wie wäre es mit der Schlagzeile "Nahles' Kopf" ist erstaunlich leer"? im Sinne authentischer Berichtserstattung?

Seit 2010 ewerben Hartz-IV Bezieher nicht einen Cent Rentenanwartschaft.

MfG

BGS
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Rudolf Rocker am 16:27:42 So. 24.April 2016
Zitat
Ziemiak wurde im polnischen Stettin geboren
Was sagt denn Erika Steinbach dazu? :o

Im Grunde lässt sich das Problem doch recht schnell beheben: Gesetzliche Pflichtrentenversicherung in die jeder einzahlt, auch die Beamten, Politiker, Birefkastenfirmenbesitzer und Aktionäre.

Ja genau,wir müssen die Riesterrente stärken, allgemein Kapital gedeckte Zusatzrenten (z.B. Lebensversicherungen u.ä.) subventionieren/stärken.



Was hat die Riesterrente jetzt mit der gesetzlichen Rentenversicherung zu tun?
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 18:14:27 So. 24.April 2016
Ups, war im Politikermodus, da interessieren naheliegende Problemlösungen außerhalb der politischen Agenda überhaupt gar nie nicht, aber der besorgte Bürger sollte wenigstens das Gefühl haben sein Anliegen würde irgendwie ernst genommen.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: antonov am 18:30:29 So. 24.April 2016
die haben alles verkackt und nun wollen se herumdoktern

INSM im amok-modus

---> Hans-Werner Sinn bei der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft in Berlin  (https://www.youtube.com/watch?v=Flb6TzXhe-U)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Sunlight am 07:16:15 Mo. 25.April 2016
Die SPD und Union betreiben eine falsche Rentenpolitik. Die Rente mit 63 und Mütterrente haben genug Schaden für die langfristige Tragfähigkeit der Rentenkasse angerichtet. Für den Schutz vor Altersarmut hat das gar nichts gebracht. Hier ist die Koalition tief gespalten und handlungsunfähig. Ein bezahlbares Konzept gegen Altersarmut muss bei den Menschen ansetzen, die davon besonders bedroht sind. Das sind leider  viele Frauen und Niedriglöhner. Die Absenkung des Rentenniveaus hat sich als Desaster erwiesen, die Grundsicherung steigt erschreckend.
Das kann die Regierung nicht ignorieren. Ich glaube aber nicht, dass sich tatsächlich etwas ändert.
Die Riesterrente gehört in die (http://www.gif-paradies.de/gifs/gegenstaende/muelltonnen/muelltonne_0008.gif). Alle eingezahlten Beiträge daraus in die gesetzliche Rentenversicherung. Selbstständige, Beamte, alle müssten in die gesetzliche Rentenversicherung mit
einzahlen und die Absenkung des Niveaus sofort aufgehoben werden. Wird wohl bei dieser handlungsunfähigen, merkbefreiten Regierung nicht passieren.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: BGS am 10:58:24 Mo. 25.April 2016
Leider werden wohl in naher Zukunft etliche arm gemachte Rentner um jede  (http://www.gif-paradies.de/gifs/gegenstaende/muelltonnen/muelltonne_0008.gif). bzw deren Inhalt streiten. Kann so etwas wirklich gewuenscht sein?

Von wem und warum?

Denn auch Obdachlose, Kranke, Niedriglöhnet und Leiharbeiter werden aus derselben  (http://www.gif-paradies.de/gifs/gegenstaende/muelltonnen/muelltonne_0008.gif). etwas zum Ueberleben suchen.. .

Schrecklich. Mögen die Verantwortlichen bald dafuer zahlen muessen was sie anrichten.

MfG

BGS
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: shitux am 11:01:30 Mo. 25.April 2016
Die Kolonnen sind ja auch schon wieder unterwegs.

Aber was willste machen?
Die Leute wählen wieder die fdPlump, die die weiterhin so ziemlich alles komplett privatisieren wollen. Darunter natürlich die Rente. afd Gleichschritt.

Die da von " Lebensleistungsrente" faseln. Lebensleistung? Jede Familie, jede Mama und jeder Papa haben mehr geleistet als diese Linnemann´s, Spahn´s oder gar dieser Ziemiak.

Angst und Bange muss einem zusätzlich werden wenn BaNahles einen Entwurf vorlegen will. Eigentlich muss einem Angst und Bange werden wenn die spDoof überhaupt irgend etwas in den Raum wirft. Aber das wäre eher eine grundsätzliche Diskussion über diese erbärmliche Clique- nicht nur speziell Rente.

Höhere Lebenserwartung? Joho. Das Entscheidende steckt schon im Wort. Erwartung. Daraus kann man natürlich auch zwingend Schluss folgern, dass alle weiter malochen müssen. So werden Erwartungen in Zwänge umgewandelt.
Und wir werden wieder erleben das diese Erwartungen aus vielen gesundheitlichen Gründen nicht erfüllt werden können. Zumindest bei einem Großteil der Bürger.

Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Kuddel am 11:33:24 Mo. 25.April 2016
Etwas anderes ist hier noch nicht erwähnt. Viele hatten geglaubt "vorsorgen" zu müssen, da man nicht an eine vernünftige Absicherung im alter glaubte und haben sich jeden Pfennig vom Mund abgespart und zurückgelegt. Wenn bei ihnen nun im Alter Heimaufenthalt oder Pflege anstehen, werden erstmal die Ersparnisse des ganzen Lebens einkassiert. Und wenn es danach zu einer Kostenübernahme durchs Amt kommt, geht es nur noch um die köstengünstigste Variante.

Und da wären wir wieder bei diesem Thema:

[Behinderten/Altenheime] Ein Blick in den Abgrund
http://www.chefduzen.de/index.php?topic=242.0 (http://www.chefduzen.de/index.php?topic=242.0)

Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 15:11:09 Mo. 25.April 2016
Die Absenkung des Rentenniveaus hat sich als Desaster erwiesen, die Grundsicherung steigt erschreckend.
Das kann die Regierung nicht ignorieren.
Natürlich können die das. Die Ausgaben für die Grundsicherung im Alter belasten doch nur die Kommunen, im Bundeshaushalt schlägt sich das nicht nieder. Demzufolge ist die schwarze 0 ncht gefährdet, also alles in bester Ordnung.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:42:26 Mo. 25.April 2016
Die ignorieren das nicht, die haben das genau so geplant!
Privatisierung ist doch DAS neoliberale Dogma schlechthin!
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Wampel am 13:59:12 Di. 26.April 2016
Wer bis 85 arbeitet, hat selbst mit dem mickrigen Mindestlohn die Chance eine Rente in Höhe/geringfüig über der Grundsicherung zu erhalten.
Mit dem jetzigen Renteneintrittsalter schafft das kein Mindestlöhner.
Wer länger arbeitet, erspart sich damit den entwürdigenden Besuch beim Sozialamt.
Da kann man das Rentenalter ja noch weiter hochsetzen.  >:D
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 20:15:04 Mi. 27.April 2016
Zitat
Viel Lärm um wenig - Auswertung schriftliche Frage Lebensleistungsrente

„Von der sogenannten „Lebensleistungsrente“ würden zukünftig maximal 40.000 Zugangsrentnerinnen und -rentner profitieren. Sozialministerin Andrea Nahles’ Projekt ist nichts anderes als viel Lärm um wenig“, kritisiert Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. Birkwald wollte anhand der Aussagen im Koalitionsvertrag von der Bundesregierung wissen, wie groß der mögliche potentielle Berechtigtenkreis der sogenannten „Lebensleistungsrente“ im Rentenzugangsjahr 2014 gewesen wäre.
weiterlesen:
http://www.matthias-w-birkwald.de/article/1274.viel-laerm-um-wenig.html (http://www.matthias-w-birkwald.de/article/1274.viel-laerm-um-wenig.html)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Kuddel am 19:02:42 Mi. 26.Oktober 2016
Zitat
Alterssicherungsbericht der Regierung
Wer arm ist, wird im Alter ärmer

Das Arbeitsministerium warnt Geringverdiener davor, sich auf die gesetzliche Rente zu verlassen. Beamte müssen sich keine Sorgen machen.


Beamte können sich freuen: Sie brauchen keine Angst vor Altersarmut zu haben. Das geht aus dem Entwurf des „Alterssicherungsberichts 2016“ hervor, den das Bundesarbeitsministerium gerade in die Ressortabstimmung gegeben hat. Danach beträgt das „überdurchschnittliche Alterseinkommen“ für pensionierte Beamte durchschnittlich 2.300 Euro netto.

Für diejenigen, die keine Pension, sondern nur eine Rente zu erwarten haben, sieht es weniger gülden aus. Das Versorgungsniveau im Alter werde ohne „zusätzliche Altersvorsorge in den kommenden Jahren deutlich zurückgehen“, heißt es in dem Bericht, der voraussichtlich Ende November im Kabinett beraten und beschlossen wird.

Besonders düstere Aussichten haben Geringverdiener: „Wird in diesem Einkommensbereich nicht zusätzlich für das Alter vorgesorgt, steigt das Risiko der Bedürftigkeit im Alter stark an.“ Wovon die Betroffenen die Vorsorge bezahlen sollen, verrät das Dokument nicht. Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat angekündigt, im Laufe des kommenden Monats ein umfassendes Konzept zur Altersicherung vorzulegen.

Den Alterssicherungsbericht erstellt das Bundesarbeitsministerium alle vier Jahre. Aus dem aktuellen Entwurf geht hervor, dass die gesetzliche Rente immer noch die größte Bedeutung für die Versorgung älterer Menschen hat. 2015 erhielten 90 Prozent der Menschen über 65 Jahre eine Versichertenrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung.

Es sei „Zynismus pur, wenn die Bundesregierung die Bürger vor den Folgen ihrer eigenen Politik warnt, statt endlich zu handeln“, kritisierte die Linkspartei-Vorsitzende Katja Kipping. Der Verweis auf private Altersvorsorge sei „eine politische Bankrotterklärung“.
Männer bekommen 600 Euro mehr

Als „dramatisch“ bezeichnete Kipping überdies die im Alterssicherungsbericht festgestellten beträchtlichen Einkommensunterschiede. So haben Männer mit einem Alterseinkommen von netto durchschnittlich gut 1.700 Euro fast 600 Euro mehr als Frauen. Notwendig sei „eine solidarische Rentenversicherung, in die alle einzahlen, auch Manager und Einkommensmillionäre“. Außerdem müsse eine Mindestrente in Höhe von 1.050 Euro eingeführt werden.

Frauen haben durchschnittlich 600 Euro weniger Alterseinkommen als Männer

„Wenn Altersarmut droht – und hier ist die Analyse des Alterssicherungsberichts richtig – muss die Politik handeln, um das zu verhindern“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. Die Lücken, die durch das sinkende Niveau in der gesetzlichen Rentenversicherung gerissen würden, könnten gerade Geringverdiener nicht über private Altersvorsorge ausgleichen. Buntenbach forderte einen Kurswechsel zur Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung.

Die Rente wird auch eines der Themen auf dem an diesem Donnerstag beginnenden Sozialstaatskongress der IG Metall in Berlin sein. Bereits im Juli hatte die Gewerkschaft ein eigenes Konzept für den „Neuaufbau einer solidarischen Alterssicherung“ vorgelegt. Für Freitag hat auch Andrea Nahles ihr Kommen zugesagt.
http://www.taz.de/Alterssicherungsbericht-der-Regierung/ (http://www.taz.de/Alterssicherungsbericht-der-Regierung/)!5349354/
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 11:10:02 Mo. 28.November 2016
Zitat
Chef der Wirtschaftsweisen gibt zu: Seine Vorschläge zur Rente kommen ohne Fachwissen aus

Der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Christoph M. Schmidt, war am 24.11. bei Maybrit Illner um über die Rente zu diskutieren. In einem Einspielfilm wurde (ab Min. 29) das österreichische Rentensystem vorgestellt, das eine sehr viel bessere Rente gewährt als das deutsche. Wie geht das?, war die Frage. Christoph Schmidt und die anderen Rentenkürzungsexperten hatten keine Ahnung.
Es war eine Talkshow-Sternstunde, die Maybrit Illner da produzierte. Auf ihre Frage, warum in Österreich geht, was bei uns angeblich unmöglich ist und zum Zusammenbruch der Wirtschaft führen würde, sagte die http://norberthaering.de/de/27-german/news/720-illner-schmidt#weiterlesenSPD-Ministerpr (http://norberthaering.de/de/27-german/news/720-illner-schmidt#weiterlesenSPD-Ministerpr)äsidentin Malu Dreyer, die die Kürzungen im deutschen System im Großen und Ganzen verteidigte: „ Das kann ich jetzt auch ad hoc nicht nachvollziehen … (und) … es ist sehr schwer, solche Vergleiche abstrakt zu fassen.“ Deshalb wollte Illner von Paul Ziemiak von der Jungen Union wissen, warum wir ein System der gesetzlichen Rente (wie in Österreich) kaputt gemacht haben, wenn es vielleicht viel effizienter und einfacher wäre, als das, was wir jetzt haben. Er hatte keine Antwort: „Ich kann ihnen das jetzt nicht vorrechnen, warum …“
Dann kam der Chef der Wirtschaftsweisen, Christoph M. Schmidt, dran, die hartnäckig wiederholte Frage zu beantworten. Der Sachverständigenrat für Wirtschaft hat unter seiner Ägide gerade erst wieder ein Jahresgutachten vorgelegt, nicht zum ersten Mal mit einem Kapitel zur Rente, in dem die vier arbeitgebernahen Weisen gegen ein gewerkschaftsnahes Minderheitsvotum für späteren Renteneintritt, geringere gesetzliche Rente und mehr kapitalgedeckte Rente eintreten. Er muss es also wissen, warum das in Österreich mit der gesetzlichen Rente so gut funktioniert. Oder?
„Ich glaube, dass Frau Dreyer schon recht hatte, als sie sagte, wir müssten schon mehr wissen über das österreichische System als die Zahlen, die wir hier vorliegen haben.“
Ganz recht, Herr Schmidt. Ein Sachverständigenrat, der jahrelang über dieses Thema scheinbar wissenschaftlich schreibt, sollte nicht nur, er MUSS sogar mehr wissen über dieses System. Tut er aber offenbar nicht.
Quelle: Norbert Häring (http://norberthaering.de/de/27-german/news/720-illner-schmidt)

Via NDS (http://www.nachdenkseiten.de/?p=36005#h01)

! No longer available (http://www.youtube.com/watch?v=g9vcdhhxk1E#)

Hier bitte eine ausführliche schriftliche Schimpftirade vorstellen, übelste Ausdrücke sind erlaubt
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 17:52:10 Mo. 28.November 2016
Solche Schimpfworte wie sie hier angemessen wären kenne ich gar nicht.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Rudolf Rocker am 17:59:05 Mo. 28.November 2016
Die ganze Sendung!!!!!! :o
Das tue ich mir nicht an!
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 18:20:33 Mo. 28.November 2016
Der Österreich-Teil beginnt ca. bei Minute 39.
Etwa bei Minute 51/52 kommt Hartz-4-Bashing a la Bild-Zeitungs-TV.

Allgemein kommt von den Herrschaften das, was man bei SPD, junge Union und Wirtschaftsweisen erwartet.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Rudolf Rocker am 18:30:32 Mo. 28.November 2016
Ich hab grade gegessen und wollte es eigentlich bei mir behalten! Desshalb gucke ich es lieber gar nicht erst!
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 18:36:03 Mo. 28.November 2016
Du weißt doch:
Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen.  >:D
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Kuddel am 10:07:52 Sa. 24.Dezember 2016
Zitat
Jeder zweite Beschäftigte in Deutschland muss im Alter mit einer gesetzlichen Rente unter dem Grundsicherungsniveau rechnen.

Das geht aus einer aktuellen Datenübersicht der Bundesregierung und des Statistischen Bundesamtes hervor, aus der die "Saarbrücker Zeitung" zitiert. Demnach ist ein monatliches Bruttogehalt von 2.330 Euro nötig, um im Laufe eines durchschnittlich langen Arbeitslebens eine Rente in Höhe der staatlichen Altersgrundsicherung zu erzielen. Jedoch verdiene rund die Hälfte der Beschäftigten weniger. Deshalb bekämen diese Arbeitnehmer im Alter eine Rente unter dem durchschnittlichen Grundsicherungsbedarf von 795 Euro.

Die Daten hatte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken, Zimmermann, angefordert. Sie verlangte, die gesetzliche Rente so zu stärken, dass niemand Armut im Alter fürchten müsse. Bundesarbeitsministerin Nahles hatte hingegen zuletzt darauf hingewiesen, dass die Senioren neben der gesetzlichen Rentenversicherung meist noch andere Altersbezüge wie etwa aus Betriebsrenten oder durch Lebensversicherungen erhielten.
http://www.deutschlandfunk.de/zeitungsbericht-jeder-zweite-beschaeftigte-muss-mit-rente.447.de.html?drn:news_id=692086 (http://www.deutschlandfunk.de/zeitungsbericht-jeder-zweite-beschaeftigte-muss-mit-rente.447.de.html?drn:news_id=692086)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: admin am 10:55:18 Di. 27.Dezember 2016
Rente rauf!
"Wenn ich an die Rente denke, mache ich mir große Sorgen!", Testimonials zur Rentenkampagne
Kämpfen wir gemeinsam für einen Kurswechsel.
Stärken wir die gesetzliche Rente!
http://bit.ly/2gg5hjZ (http://bit.ly/2gg5hjZ)


Heute Show zum Thema: Rente

https://www.zdf.de/comedy/heute-show/somuncus-rentenclou-102.html (https://www.zdf.de/comedy/heute-show/somuncus-rentenclou-102.html)
Diese Petition wird versendet an: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft
Online-Petition bei change.org: www.change.org/wuerdevolleRente (http://www.change.org/wuerdevolleRente)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 19:41:14 Di. 27.Dezember 2016
Rente rauf!
"Wenn ich an die Rente denke, mache ich mir große Sorgen!", Testimonials zur Rentenkampagne
Kämpfen wir gemeinsam für einen Kurswechsel.
Stärken wir die gesetzliche Rente!
http://bit.ly/2gg5hjZ (http://bit.ly/2gg5hjZ)


Heute Show zum Thema: Rente

https://www.zdf.de/comedy/heute-show/somuncus-rentenclou-102.html (https://www.zdf.de/comedy/heute-show/somuncus-rentenclou-102.html)
Diese Petition wird versendet an: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft
Online-Petition bei change.org: www.change.org/wuerdevolleRente (http://www.change.org/wuerdevolleRente)

Der Heute-Show-Ausschnitt ist super, das nicht gesagte/geschriebene über das andere darf gerne so verstanden werden.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 18:47:20 Mi. 04.Januar 2017


Heute Show zum Thema: Rente

https://www.zdf.de/comedy/heute-show/somuncus-rentenclou-102.html (https://www.zdf.de/comedy/heute-show/somuncus-rentenclou-102.html)
Diese Petition wird versendet an: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft
Online-Petition bei change.org: www.change.org/wuerdevolleRente (http://www.change.org/wuerdevolleRente)

Zitat
Ex-VW-Chef offiziell im Ruhestand: Winterkorn erhält 3100 Euro Rente - pro Tag

Quelle: n-tv (https://www.n-tv.de/wirtschaft/Winterkorn-erhaelt-3100-Euro-Rente-pro-Tag-article19472046.html)

Siehste, "Pimmelkrause" hat recht, "Es gibt keine Altersarmut in Deutschland, sie ist quasi irrelevant". Der deutsche Durchschnittsleistungsträger Winterkorn bekommt 3100 Euro Rente pro Tag, also weit und breit keine Altersarmut in Sicht.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 19:25:38 Mi. 04.Januar 2017
OT

Meine Güte, bin ich ein infantiler Geist, bei "Pimmelkrause" kann ich nicht aufhören zu lachen, "Professor Pimmelkrause", ich schmeiß mich weg.
Es nimmt noch ein böses Ende mit mir! (http://www.smilies.4-user.de/include/Froehlich/smilie_happy_170.gif) (http://www.smilies.4-user.de)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 12:27:43 Di. 31.Januar 2017
Zitat
Ansturm auf Sozialverbände im Ruhrgebiet

Immer mehr Menschen im Ruhrgebiet wenden sich hilfesuchend an Sozialverbände. Dadurch verzeichnen diese in den vergangenen Monaten nach eigenen Angaben einen enormen Zuwachs an Mitgliedern. In Essen und Oberhausen hat sich beispielsweise die Mitgliederzahl des Sozialverbandes VdK fast verdoppelt.

Der Hauptgrund dafür sei die steigende Armutsgefahr, sagen die Sozialverbände. "Es gibt hier sehr viele Menschen die Probleme haben. Zum Beispiel die typische Malocher-Vita. Viele sind schockiert, wenn sie sehen, was sie an Rente bekommen. Die prekäre Beschäftigung von heute ist ja die drohende Altersarmut von morgen", sagte Matthias Veit vom Sozialverband Deutschland dem WDR.
http://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/run-auf-sozialverbaende-100.html (http://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/run-auf-sozialverbaende-100.html)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: tleary am 01:46:00 Do. 02.Februar 2017
Wobei ich mich frage, inwieweit so ein Sozialverband wie der VdK einem verarmten, vor der Verschuldung und Wohnungskündigung stehenden Rentner, helfen soll. - Außer vielleicht mit ein paar warmen Worten wie "Kopf hoch, wird schon irgendwie weitergeh'n" oder Tipps á la Sarrazin "Dicker Pulli und Heizung auf 15 Grad runterdreh'n sowie Supermarkt-Sonderangebote nutzen" wird's da nicht viel geben.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Rudolf Rocker am 09:32:28 Do. 02.Februar 2017
Schon mal was von Rechtsberatung gehört? Scheinbar nicht!
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Kuddel am 10:55:46 Di. 14.Februar 2017
(http://cdn4.spiegel.de/images/image-1105723-galleryV9-rhbq-1105723.jpg)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: tleary am 07:59:23 So. 19.Februar 2017
Solche Bilder hab' ich auch schon etliche Male sehen müssen in den letzten Jahren. - Leider ist das alles erst der Anfang. Wenn unsereins 'mal in Rente geht, sofern wir das überhaupt erleben, wird das schon der Normalfall sein. Ein Freund von mir starb letzten Monat mit gerade einmal 49 Jahren an Alkoholismus. Vollkommen vereinsamt und allein. Er war vor seiner EU-Rente, die er seit 8 Jahren bekam, auch schon 7 Jahre arbeitslos. Vor seinem Rentenbezug auch schon seit 2005 auf Hartz-IV.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Rudolf Rocker am 09:10:19 So. 19.Februar 2017
Zitat
Armut in Deutschland
 Erst die Arbeit, dann die Tafel

In Deutschland sind immer mehr Menschen arm, obwohl sie arbeiten, meist sind es Teilzeitjobs. In der Statistik werden diese Jobs als Erfolg gefeiert, aber die Tafeln zeigen ein anderes Bild: Dort holen sich immer häufiger Berufstätige Essen.
http://www.tagesschau.de/dev/anthony-103.html (http://www.tagesschau.de/dev/anthony-103.html)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 11:23:04 Fr. 10.März 2017
Zitat
Renten in Österreich – Vorbild für Deutschland?

In Österreich liegt die Durchschnittsrente um 800 Euro höher als bei uns. Dabei ist das Rentensystem ähnlich aufgebaut. Die Angst vor Altersarmut ist viel geringer als in Deutschland. Wie haben die Österreicher das geschafft?

Quelle: Plusminus (http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/rente-oesterreich-vorbild-deutschland-100.html)


http://pd-videos.daserste.de/int/2017/03/08/87514807-7ec8-4582-987c-79ac18289114/512-1.mp4 (http://pd-videos.daserste.de/int/2017/03/08/87514807-7ec8-4582-987c-79ac18289114/512-1.mp4)


HÖHERE ARBEITGEBERBEITRÄGE!? -> Gleich das Hauptargument warum es bei uns keinesfalls so gemacht werden kann.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Rudolf Rocker am 14:30:04 Fr. 10.März 2017
Ahhhhh, dann sind wir nicht mehr konkurrenzfähig und werden alle stäääärben! ;D
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 18:04:36 Fr. 10.März 2017
Mich ärgert diese Dauerthema ohne Ende, überall wo es darum ginge mal einen Griff in die erfolgreich gefüllte Geldschatulle der Industrie zu tun um dringende Probleme der Bevölkerung anzugehen kommen die unsinnigsten Argumente warum nicht. Naja, damit ist alles gesagt und nichts getan auch für die Zukunft, wenn ich mich nicht der von der Bevölkerung geschaffenen Geldberge bediene sondern versuche Armut durch noch mehr Armut zu helfen ist das natürlich für'n Arsch. Seit wie vielen Jahren geht das jetzt schon so? Aaaahhhhh und Nahles reformiert/überlegt derweil wieder um die Rente rum, Nahles(!), die SPD-Plunze, da kommt bei mir tatsächlich Neid auf, ihr Missgönne ihr jeden einzelnen Cent ihrer zukünftigen Pension, ja, sie hätte sich eine elende Altersarmut redlich verdient.
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 18:57:50 Do. 11.Mai 2017
https://www.linksfraktion.de/themen/nachrichten/detail/trotz-anhebung-mindestlohn-liegt-weiter-deutlich-unter-niedriglohnschwelle/ (https://www.linksfraktion.de/themen/nachrichten/detail/trotz-anhebung-mindestlohn-liegt-weiter-deutlich-unter-niedriglohnschwelle/)

https://www.linksfraktion.de/fileadmin/user_upload/PDF_Dokumente/Ernst_Klaus_2017-04-167_-_Antwort.pdf (https://www.linksfraktion.de/fileadmin/user_upload/PDF_Dokumente/Ernst_Klaus_2017-04-167_-_Antwort.pdf)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Kuddel am 18:05:47 Di. 03.Oktober 2017
Zitat
Regierung erhöht Flaschenpfand, um Altersarmut zu bekämpfen

(https://2.bp.blogspot.com/-3KieGqXJP9s/VD7iFlE_iEI/AAAAAAAAcAw/SjuuTd7D474/s1600/Fotolia_50014260_S.jpg)

Berlin (Archiv) - Die Regierung reagiert auf den Anstieg der Altersarmut in Deutschland: Bereits ab 1. Januar soll das Pfand auf Einwegflaschen und -dosen 50 statt 25 Cent betragen. Das Pfand für Bierflaschen ohne Bügelverschluss erhöht sich von 8 auf 16 Cent, das aller übrigen Mehrwegflaschen von 15 auf 30 Cent. Die deutschlandweit über 465.000 Senioren, die nur noch Rente in Höhe der Grundsicherung erhalten, begrüßen den aus ihrer Sicht längst überfälligen Schritt.

(https://1.bp.blogspot.com/-yo4OgIN08HQ/UmeyjxwEV9I/AAAAAAAAXCU/hIOsAL0gVEI/s1600/Fotolia_42129752_XS.jpg)
Bald wieder in der Mitte der Gesellschaft: Flaschensammler über 65

"Wenn Menschen, die ihr Leben lang ehrlich gearbeitet haben, im Alter von ihrer Rente nicht mehr leben können, bleibt ihnen das Wühlen im Müll oft als einzige würdevolle Alternative zum Betteln", erklärte ein Sprecher des Arbeitsministeriums heute die Pläne zur Pfanderhöhung. "Dass das Pfand seit 2003 noch nicht einmal an die Inflation angepasst wurde, bedeutet immerhin einen Realpfandverlust von 15 Prozent."
Dass rüstige Rentner mit einem guten Auge für das "leere Gold" bald wieder imstande sein werden, ihren Enkeln auch einmal eine kleine Freude zu machen, wird immer wahrscheinlicher. Denn das "Gesetz für Alterswohlstand und Seniorenertüchtigung" wird aller Voraussicht nach bereits in den nächsten Wochen verabschiedet.
http://www.der-postillon.com/2013/10/union-plant-erhohung-von-ein-und.html#more (http://www.der-postillon.com/2013/10/union-plant-erhohung-von-ein-und.html#more)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: tleary am 23:32:36 Fr. 06.Oktober 2017
Renten in Österreich – Vorbild für Deutschland?

In Österreich liegt die Durchschnittsrente um 800 Euro höher als bei uns. Dabei ist das Rentensystem ähnlich aufgebaut. Die Angst vor Altersarmut ist viel geringer als in Deutschland. Wie haben die Österreicher das geschafft?
Bei einer Fragestunde im Fernsehen kurz vor der Bundestagswahl, wo die "Österreich-Rente", die annähernd doppelt so hoch ist wie die in Germoney, von einem Fragenden aus dem Publikum angesprochen. Daraufhin kam von Merkel sofort der Einwand, die Ö-Rente wäre zwar höher, aber dafür auch "nicht zukunftsfest". Und ganz allgemein: "In Österreich gibt es auch viele Dinge, die gut wären. Aber wiederum in D auch Dinge, die besser als in Ö wären.". Sozusagen auch rentenmäßig unterm Strich zumindest unentschieden für Deutschland! :)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 10:35:06 Sa. 07.Oktober 2017
Wagenknecht wurde wiederum in der "kleinen" Runde von der Moderatorin auf das NoGo der Ösi-Rente in Deutschland hingewiesen, da musste nicht mal ein Politiker in die Bresche springen, Fr. Moderatorin Sonia Mikich hat ihr Herz für Altersarmut öffentlich gemacht.

http://www.ardmediathek.de/tv/ARD-Sondersendung/Der-F%C3%BCnfkampf-nach-dem-TV-Duell/Das-Erste/Video?bcastId=3304234&documentId=45680912 (http://www.ardmediathek.de/tv/ARD-Sondersendung/Der-F%C3%BCnfkampf-nach-dem-TV-Duell/Das-Erste/Video?bcastId=3304234&documentId=45680912)
Wagenknechts Faktencheck darauf hin:
https://www.team-sahra.de/sites/default/files/Faktencheck.pdf (https://www.team-sahra.de/sites/default/files/Faktencheck.pdf)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: tleary am 11:12:15 Mi. 15.November 2017
Wagenknecht wurde wiederum in der "kleinen" Runde von der Moderatorin auf das NoGo der Ösi-Rente in Deutschland hingewiesen, da musste nicht mal ein Politiker in die Bresche springen, Fr. Moderatorin Sonia Mikich hat ihr Herz für Altersarmut öffentlich gemacht.
Besonders kurz vor anstehender Bundestagswahl wird sowas vom Kapital (und dem ihm dienenden Rundfunkindendanten) immer besonders positiv wahrgenommen. Wirkt sich die kommenden Jahre sicher karrierefördernd aus. - Der Frau ist ein Ehrensold und das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse sicher!
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Kuddel am 18:10:43 Do. 21.Dezember 2017
Zitat
Jeder vierte Tafel-Besucher ist Rentner. Damit habe sich die Zahl der Rentner, die auf die kostenlose Essensausgabe angewiesen sind, innerhalb von nur zehn Jahren verdoppelt. Das teilte der Bundesverband der Tafeln in Deutschland mit.

Für den Sozialverband VdK, ist das ein Zeichen steigender Altersarmut. Denn viele Rentner würden davor zurückschrecken, Grundsicherung in Anspruch zu nehmen, sagt die Präsidentin des Verbands Ulrike Mascher:

"Ich weiß aus vielen Gesprächen, dass gerade alte Frauen, aber auch alte Männer versuchen, so eine fragile Konstruktion aufzubauen, wie sie ihr Leben noch irgendwie organisieren und finanzieren können. Wo sie versuchen, Dinge, die sie zum täglichen Leben brauchen möglichst günstig zu bekommen und da sind die Tafeln ein wichtiger Baustein."

Auch Menschen, die ihr ganzes Leben lang gearbeitet haben, könnten von ihrer Rente oft nicht leben. Dazu komme, so Mascher, dass die niedrigen Renten mit dem Grundsicherungsbetrag verrechnet würden.
http://www.deutschlandfunk.de/altersarmut-immer-mehr-rentner-auf-tafeln-angewiesen.1766.de.html?dram:article_id=406625 (http://www.deutschlandfunk.de/altersarmut-immer-mehr-rentner-auf-tafeln-angewiesen.1766.de.html?dram:article_id=406625)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: counselor am 18:18:07 Do. 21.Dezember 2017
Chronik des Rentenkahlschlags:
https://montagsdemo-nuernberg.jimdo.com/chronik-des-rentenkahlschlags/
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 22:33:14 Mo. 16.April 2018
Mit 66 Jahren ... (Nein, hinter diesem Link wartet nicht Udo Jürgens.)
https://www.youtube.com/watch?v=y3KC2Y0EQoM (https://www.youtube.com/watch?v=y3KC2Y0EQoM)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 18:58:20 Di. 15.Mai 2018
Vor zwei Jahren:
Mindestlohn reicht nicht für Rente oberhalb der Grundsicherung

Ein Gremium von Arbeitgebern und Gewerkschaftern berät über die künftige Höhe des Mindestlohns. Auswirkungen hat die Entscheidung auch auf die Rentenaussichten.
Ein Gehalt auf Mindestlohn-Niveau reicht auch nach 45 Beitragsjahren nicht für eine Rente oberhalb der Grundsicherung. Vielmehr müsste der Stundenlohn dafür bei 11,68 Euro liegen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Heute gilt ein Mindestlohn von 8,50 Euro.


Die 11,68 Euro werden demnach gebraucht, um eine Nettorente aus der gesetzlichen Rentenversicherung nach der ab Sommer geltenden Rente zu bekommen, die über dem durchschnittlichen Bruttobedarf in der Grundsicherung im Alter in Höhe von 788 Euro monatlich liegt. Zugrundegelegt werden bei der Rechnung eine Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden und 45 Arbeitsjahre.


Mit nur geringfügigen Änderungen ist der Text auch heute noch aktuell:
Mindestlohn reicht nicht für Rente oberhalb der Grundsicherung

Ein Gremium von Arbeitgebern und Gewerkschaftern berät irgendwann mal wieder über die künftige Höhe des Mindestlohns. Auswirkungen hat die Entscheidung auch auf die Rentenaussichten.
Ein Gehalt auf Mindestlohn-Niveau reicht auch nach 45 Beitragsjahren nicht für eine Rente oberhalb der Grundsicherung. Vielmehr müsste der Stundenlohn dafür bei 12,63 Euro liegen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Heute gilt ein Mindestlohn von 8,84 Euro.


Die 12,63 Euro werden demnach gebraucht, um eine Nettorente aus der gesetzlichen Rentenversicherung nach der ab Sommer geltenden Rente zu bekommen, die über dem durchschnittlichen Bruttobedarf in der Grundsicherung im Alter in Höhe von 814 Euro monatlich liegt. Zugrundegelegt werden bei der Rechnung eine Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden und 45 Arbeitsjahre.

Quelle der geänderten Daten:
https://www.linksfraktion.de/themen/nachrichten/detail/mindestlohn-zwingt-rentner-aufs-sozialamt/ (https://www.linksfraktion.de/themen/nachrichten/detail/mindestlohn-zwingt-rentner-aufs-sozialamt/)
https://www.linksfraktion.de/fileadmin/user_upload/PDF_Dokumente/Ferschl_Susanne_2018-04-377_-_Antwort.pdf (https://www.linksfraktion.de/fileadmin/user_upload/PDF_Dokumente/Ferschl_Susanne_2018-04-377_-_Antwort.pdf)
Titel: Re:Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:39:34 Di. 11.September 2018
(http://www.seniorenaufstand.de/wp-content/uploads/2018/09/schluss_damit.jpg)

In Österreich führen 2.000 € Nettolohn zu 1.800 € Nettorente.

In Deutschland führen 2.000 € Nettolohn zu 1.000 € Nettorente.

http://www.seniorenaufstand.de/wie-hoch-muessen-die-renten-sein-mehr-mut-fuer-klare-forderungen/ (http://www.seniorenaufstand.de/wie-hoch-muessen-die-renten-sein-mehr-mut-fuer-klare-forderungen/)
Titel: Re: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Kuddel am 09:35:00 Mo. 31.Dezember 2018
Zitat
Laut dem Europäischen Statistikamt Eurostat sind in Deutschland 17 Prozent der Männer und Frauen im Alter ab 65 Jahren von Armut bedroht. In den vergangenen zwölf Jahren stieg die Zahl um knapp eine Million Personen.

Im Jahr 2006 lag die Quote noch bei 12,5 Prozent. In absoluten Zahlen wuchs die Gruppe der armutsgefährdeten Alten von 1,9 Millionen auf 2,8 Millionen.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article186125684/Eurostat-Immer-mehr-Senioren-in-Deutschland-von-Armut-bedroht.html
Titel: Re: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: BGS am 13:39:12 Mo. 31.Dezember 2018
Welch Überraschung... .

MfG

BGS
Titel: Re: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Bowie am 13:55:25 Mo. 31.Dezember 2018
Einen Anstieg von 2 Millionen auf knapp 3 Millionen finde ich extrem und erwähnenswert!
Titel: Re: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: dagobert am 18:17:37 Di. 01.Januar 2019
Einen Anstieg von 2 Millionen auf knapp 3 Millionen finde ich extrem und erwähnenswert!
Stimmt schon, aber angesichts der Rahmenbedingungen hat BGS auch Recht. Es ist keine Überraschung, und es wird auch keine Überraschung sein, wenn wir derartige Meldungen in den nächsten Jahr(zehnt)en immer wieder zu hören und zu lesen bekommen.
Titel: Re: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 18:47:14 Di. 01.Januar 2019
Unbedingt erwähnenswert, man wird dessen aber überdrüssig was wiederum gefährlich, es stumpft einen ab.
Titel: Re: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Kuddel am 16:09:02 So. 27.Januar 2019
übrigens...

Zitat
Daimler-Chef Dieter Zetsche erhält nach Abschied mehr als eine Millionen Euro pro Jahr
Nach seiner Zeit als Daimler-Chef kann sich Dieter Zetsche über ein üppiges Ruhegehalt freuen. Dazu könnten noch weitere Einkünfte kommen.
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/autobauer-daimler-chef-dieter-zetsche-erhaelt-nach-abschied-mehr-als-eine-millionen-euro-pro-jahr/23915094.html

Zitat
Reicher Mann und armer Mann
standen da und sahn sich an.
Und der Arme sagte bleich:
»Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich«.
Bertolt Brecht
Titel: Re: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Kuddel am 09:27:14 Mo. 28.Januar 2019
Zitat
Pflegekosten:
Eigenanteil für Pflegebedürftige steigt

Pflegebedürftige oder deren Angehörige müssen immer mehr für die Unterbringung in Heimen bezahlen. Im Schnitt zahlen sie inzwischen mehr als 1.800 Euro – pro Monat.
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-01/pflegekosten-krankenpflege-pflegeheim-eigenanteil-anstieg-finanzierung

Die Ersparnisse des ganzen Lebens werden einkassiert, die Verwandschaft wird zur Kasse gebeten.
Diese ganzen Meldungen von einem Einkommenswachstum durch "von den Gewerkschaften erkämpfte Lohnerhöhungen" sind ein Lüge. Die meisten spüren den Verlust an Kaufkraft bereits deutlich. Wenn die Mietsteigerungen nicht jegliche Lohnerhöhung aufgefressen haben, wird die Pflegesituation im Alter das Abrutschen in die Armut besorgen.
Titel: Re: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 16:33:00 Di. 19.Februar 2019
Zitat
Die Allgemeinheit muss für die Schulden der FDP haften und der Aufschrei bleibt aus

Niemand dürfe auf Kosten der Allgemeinheit leben. Dies ist seit Jahren das sozial- und rentenpolitische Credo der FDP. Für das eigene Handeln gelten diese Grundsätze jedoch offenbar nicht, wie der bizarre Streit um die Schulden der FDP-Fraktion bei einem Rentenversicherer zeigt. Würde man eine Fraktion rechtlich wie ein normales Unternehmen behandeln, hätten sich die FDP-Granden nach Ansicht der Fachzeitschrift Legal Tribune wohl des Bankrotts strafbar gemacht. Da es hier jedoch offenbar eine Gesetzeslücke gibt, muss nun die Allgemeinheit für rund sechs Millionen Euro nie gezahlter Rentenbeiträge der FDP geradestehen. Von Jens Berger.
...

Podcast: https://www.nachdenkseiten.de/upload/podcast/190219_Die_Allgemeinheit_muss_fuer_die_Schulden_der_FDP_haften_NDS.mp3

Quelle: NDS (https://www.nachdenkseiten.de/?p=49445)
Titel: Re: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 15:03:49 Di. 19.März 2019
Zitat
Die Industrieländerorganisation OECD hat Menschen in 21 Ländern nach ihren größten Sorgen gefragt. In Deutschland landete die Altersvorsorge weit vorn. Das Vertrauen in die Politik ist gering.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/rente-gehoert-laut-studie-zu-groessten-sorgen-der-deutschen-a-1258635.html
Titel: Re: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 15:26:18 Mo. 22.April 2019
Zitat
Immer mehr Rentner leben von Sozialhilfe

Die Zahl der Grundsicherungsempfänger steigt auf 1,08 Millionen. Sozialminister Heil hält daher eine Grundrente für notwendig.

Heike Jahberg

Immer mehr Rentner können von ihrer Rente nicht leben und sind auf Sozialhilfe angewiesen. Gleiches gilt für Menschen mit einer Erwerbsminderung. Das zeigen neue Zahlen des Statistischen Bundesamts. Wie die Behörde am Mittwoch mitteilte, ist die Zahl der Rentner und Erwerbsgeminderten, die Grundsicherung bezogen haben, im vergangenen Dezember auf knapp 1,08 Millionen gestiegen. Das waren 1,9 Prozent mehr als im Jahr davor. Erwerbsminderungen machen 48 Prozent aus, Altersarmut 52 Prozent: Rund 560.000 Menschen jenseits der 65 sind aus finanziellen Gründen ein Fall für die Sozialhilfe – das sind 150.000 mehr als vor zehn Jahren. In Berlin betrifft das knapp 44.000 Bürger.

Trotz des Anstiegs sind nach Meinung von Experten tatsächlich noch viel mehr Menschen von Altersarmut betroffen. „40 bis 50 Prozent der Bedürftigen verzichten auf staatliche Sozialleistungen“, heißt es beim Sozialverband VdK. Viele haben Angst, dass sich das Sozialamt das Geld bei ihren Kindern zurückholt – zu Unrecht, denn das passiert nur, wenn das Einkommen der Kinder über 100.000 Euro im Jahr liegt.

„Je größer die Zahl derer, die Grundsicherung im Alter beziehen, desto größer auch die Zahl derer, die von ihrer Altersrente offensichtlich nicht leben können“, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) dem Tagesspiegel. Heil wertete die jüngsten Zahlen auch als Beleg dafür, dass Deutschland die Grundrente dringend braucht: „Wer jahrzehntelang in die Rentenversicherung eingezahlt hat, dem muss der Gang zum Amt erspart bleiben. Und er muss am Ende mehr haben als die Grundsicherung“, meint der Minister. Die SPD will die Rentenansprüche von Geringverdienern aufstocken und dabei auf eine Bedürfnisprüfung verzichten. Die Union lehnt das ab, seit Wochen sucht die Koalition nach einem Kompromiss.

Altersarmut ist die größte Angst der Bundesbürger

Die Sozialverbände weiß Heil hinter sich. VdK-Präsidentin Verena Bentele nannte die steigende Zahl der Grundsicherungsempfänger einen „Skandal“. Es gebe sehr viele Betroffene , die lange gearbeitet und in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hätten. Deren Renten seien aber dennoch so gering, dass sie staatliche Hilfen wie die Grundsicherung beantragen müssten. Bentele forderte einen Freibetrag von 212 Euro pro Monat für die gesetzliche Rente bei der Grundsicherung: Rentenbezüge bis zu dieser Höhe sollten – anders als heute – nicht mehr angerechnet werden. Bentele plädiert wie der Bundesvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt, Wolfgang Stadler, für die Heil’sche Grundrente.

„Trotz einer positiven Rentenentwicklung wächst die Zahl der bedürftigen Rentnerinnen und Rentner weiter“, gab Stadler zu bedenken. Die Bezüge der rund 20 Millionen Rentner in Deutschland steigen seit Jahren. Am 1. Juli können sich Rentner im Westen auf eine Erhöhung um 3,18 Prozent, im Osten um 3,91 Prozent freuen. Dennoch muss eine immer weiter steigende Zahl von Senioren zum Sozialamt: Betroffen sind Geringverdiener, Langzeitarbeitslose, gescheiterte Selbstständige und Menschen, die aufgrund einer Krankheit oder Behinderung nicht täglich drei Stunden arbeiten können.
https://www.tagesspiegel.de/politik/armut-im-alter-immer-mehr-rentner-leben-von-sozialhilfe/24178122.html

"Die Sozialverbände weiß Heil hinter sich." = ein korrupter sozialdemokratischer Haufen
, der sich nur für die eigene Vermittlerposition und die eigenen Karrieren Interessiert. Heil löst die sozialen Probleme nicht, er ist Teil des Systems des sozialen Niedergangs.
Titel: Re: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: counselor am 19:53:20 Mo. 22.April 2019
Vor allem die AWO. Die AWO ist in der Hauptseite eine große Ausbeuterorganisation, die sich ein soziales Mäntelchen umhängt. Aber es geht bei der AWO nur darum, mit Staatsknete Profit zu machen. Groß im Geschäft ist die AWO mit Werkstätten für behinderte Menschen, Kindergärten und Altenheimen. Außerdem ist die AWO eine Organisation, in der abgehalfterte SPD-Funktionäre in den Chefsesseln Unterschlupf finden. SPD-Mafia. Ein Drecksladen.
Titel: Re: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 09:28:24 So. 18.August 2019
Zitat
Petition: Schluss mit der Geheimhaltungsverpflichtung der Rentenkommission

Die Erfahrungen mit der Rürup-Kommission (Rentensenkungsprogramm), der Hartz-Kommission (Agenda 2010 mit Hartz I bis IV), der Fratzscher-Kommission (Privatisierung staatlicher Aufgaben), oder zuletzt die Kommission zur Erarbeitung des sogenannten Betriebsrentenstärkungsgesetzes, haben die Regierenden gelehrt: Am besten und geräuschlosesten können Gesetze gegen die Interessen von Bevölkerungsmehrheiten durchgesetzt werden, wenn sie durch „unabhängige“ Kommissionen geheim vorbereitet und verhandelt werden.
Die Ergebnisse können dann als ausgewogene von Fachleuten intensiv und ungestört erarbeitete Konzepte verkauft werden. Die Einflussnahme von Interessengruppen und Lobbyistenvertretern bleibt dabei völlig im Verborgenen.
Seit 16 Monaten arbeitet die Rentenkommission „verlässlicher Generationenvertrag“ in völliger Geheimhaltung. Es dringt nichts an die Öffentlichkeit. Das soll bis März 2020 so bleiben, dann soll das Konzept für die Altersversorgung nach 2025 aus dem Hut gezaubert werden. Wie üblich wahrscheinlich wieder mit einem Minderheitenvotum der Gewerkschaftsvertreterin, das, ebenso üblich, keine Bedeutung haben wird.
Dieses Vorgehen ist nicht akzeptabel, es ist schlicht antidemokratisch.
Es geht um nicht mehr und nicht weniger als die Zukunftsinteressen von über 70 Millionen Menschen in diesem Land. Es geht um die Lebensgrundlage der jetzigen und der zukünftigen Rentnerinnen und Rentner. Das erfordert eine intensive und öffentliche gesellschaftliche Debatte um den besten Weg. Die Betroffenen dabei auszuschliessen ist undemokratisch. Ihnen jegliche Information vorzuenthalten kann nur als antidemokratisch bewertet werden.
Quelle: Seniorenaufstand (https://www.seniorenaufstand.de/petition-schluss-mit-der-geheimhaltungsverpflichtung-der-rentenkommission/)

Die Geheimhaltungsverpflichtung der Rentenkommission sofort beenden.
Quelle: openPetition (https://www.openpetition.de/petition/online/die-geheimhaltungsverpflichtung-der-rentenkommission-der-bundesregierung-sofort-beenden)

Via NDS (https://www.nachdenkseiten.de/?p=54191#h02)
Titel: Re: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Kuddel am 19:04:14 Mi. 18.September 2019
(https://abload.de/img/11tvj94.jpg) (https://abload.de/image.php?img=11tvj94.jpg)
Titel: Re: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 10:04:35 Do. 19.September 2019
Zitat
Bertelsmann-Stiftung definiert Altersarmut neu!
...

Seniorenaufstand (http://www.seniorenaufstand.de/bertelsmann-stiftung-definiert-altersarmut-neu/) via NDS (https://www.nachdenkseiten.de/?p=54933)

Na wenn das nicht astrein Gemeinnützig ist, mit einer popeligen Studie katapultieren die gemeinnützigen Bertelsmänner und Bertelsfrauen sehr viele Menschen aus der drohenden Armut heraus, die Politik wird sich bedanken und die Qualitätspresse wird es "lobend erwähnen" (bis um erbrechen).
Titel: Re: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:01:23 Do. 14.November 2019
Zitat
Alte Menschen in Deutschland können ihre Rechnungen oft nicht mehr bezahlen. Innerhalb von nur zwölf Monaten sei die Zahl der überschuldeten Verbraucher im Alter ab 70 Jahren um 44,9 Prozent auf 380.000 gestiegen, berichtete die Wirtschaftsauskunftei Creditreform in ihrem "Schuldneratlas 2019". Seit 2013 habe sich die Zahl der überschuldeten Senioren sogar um 243 Prozent erhöht. Und auch bei den 60 bis 69 Jahre alten Verbrauchern kämen immer mehr nicht mehr mit ihrem Geld zurecht.
https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-11/schuldneratlas-verbraucher-ueberschuldung-ausgaben-bundeslaender
Titel: Re: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: counselor am 18:08:28 Mi. 29.Januar 2020
Zitat
DEMAGOGIE - Wie Faschisten die Empörung über Altersarmut missbrauchen wollen

Im Spätsommer 2019 startete eine Facebook-Gruppe namens „Fridays gegen Altersarmut“, die ab dem Jahreswechsel erstmals zu Mahnwachen am 24. Januar 2020 aufrief.

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw05/fridays-gegen-altersarmut-harmlose-proteste-oder-trojanisches-pferd-der-afd-1
Titel: Re: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 09:31:03 Sa. 11.April 2020
„Betrügerische Propaganda“: Neue Renten-Vorschläge vorgelegt - "Seniorenaufstand" kommentiert

Mitten in der Corona-Krise präsentiert die Rentenkommission der Bundesregierung neue Pläne zur Rente. Daraufhin kündigt Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) noch bis Jahresende eine neue Rentenpolitik an. „Sowohl Rentner als auch junge Menschen profitieren kaum von diesen halbherzigen Ideen“, so Renten-Experte Reiner Heyse im Sputnik-Interview mit Korrespondent Alexander Boos.

Quelle: SNA-Radio (https://soundcloud.com/sna-radio/betrugerische-propaganda-neue-renten-vorschlage-vorgelegt-seniorenaufstand-kommentiert) via NDS (https://www.nachdenkseiten.de/?p=60150#h02)
Titel: Re: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Kuddel am 20:42:59 Do. 25.Juni 2020
Zitat
40 Jahre Arbeit, keine 1000 Euro Rente

40 Jahre oder länger einzahlen und trotzdem weniger als 1000 Euro Rente im Monat herausbekommen: Das ist die Realität für 2,4 Millionen Rentnerinnen und Rentnern. Besonders niedrig sind die Renten von Frauen.
https://www.tagesschau.de/inland/rente-295.html
Titel: Re: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: BGS am 21:09:07 Do. 25.Juni 2020
Leider war das schon min. seit 1986 bekannt, falls man sich denn dafür interessierte. Eventuell länger.

Bereits in der Schule konnten wir genau errechnen, was für Rente uns erwartet.

MfG

BGS

Titel: Re: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 09:44:33 Fr. 26.Juni 2020
Und mit welcher Sturheit dieses Thema ignoriert wird ist beeindruckend, wer will schon etwas gegen Altersarmut machen die keinerlei Beachtung findet, ich habe immer den Eindruck es wäre gar keiner betroffen, alles nur unken von Asozialen faulen Verlierern. Da wählt man wieder und wieder diejenigen die intensiv für Altersarmut eintreten, eine konservativ seriöse Naturgewalt.
Titel: Re: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: counselor am 11:52:29 Fr. 26.Juni 2020
Schon in den 80er Jahren wurde vor einer Lücke in der Altersversorgung gewarnt. Damals wurde geraten, privat vorzusorgen.
Titel: Re: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Kuddel am 13:50:00 Fr. 26.Juni 2020
Die SPD hat auch empfohlen als Mittel gegen gierige Vermieter sich eine Wohnung zu kaufen.
Dieser neoliberale Dreck geht für uns nur nach hinten los.
Titel: Re: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: Troll am 09:09:38 Sa. 27.Juni 2020
Ganz einfache Lösung, wir benutzen die/eine neue Währung, gerade von dem neoliberalen Dreck geliebt, KLATSCHEN, auf zum Bäcker ein frisches Frühstücksbrötchen erklatschen, danach schon mal die erste Hausrate beklatschen, es kommen paradiesische Zustände auf uns zu. Lasst uns uns Reich klatschen!
Titel: Re: Massenphänomen Altersarmut
Beitrag von: BGS am 21:31:51 Mi. 01.Juli 2020
Zitat
... . Wer sich so richtig „amüsieren“ möchte, der sollte mal im Bundeshaushalt nachschlagen wie viel die politische Führung wirklich kostet.“
Heute haben sich die Abgeordneten mal wieder erfolgreich um eine Wahlrechtsreform gedrückt.
Sie wollen ja alle, doch irgendwie müssen dann doch immer mehr gegen entsprechende Vorschläge stimmen, als dafür.

Das Spiel läuft nun seit Jahren so.


Es sind nicht nur die Milliarde für den Bundestag (Diäten, Pauschalen, laufender Sachaufwand, Mitarbeiter – kein Abgeordneter verzichtet auch nur auf einen Cent der großzügig angehobenen Mitarbeiterpauschale von 22.436,– Euro pro Monat plus sämtliche Sozialabgaben, die zusätzlich von der Bundestagsverwaltung übernommen werden – darum Bruttopauschale – der Abgeordnete muss keine Arbeitgebersozialanteile abführen, nein, das kommt noch mit dazu – also beträgt die Pauschale im Grunde wenigstens ca.27.500,– Euro an „Bruttokosten“ .
Zählt man all diese reinen Geldleistungen zusammen kommt man für einen einfachen Abgeordneten auf:

Diät – 10.083,45

steuerfreie Pauschale ohne Nachweise – – 4.418,09

steuerfrei Sachkostenerstattung gegen Nachweis – 1.000,– (max. 12.000,– p.a.)

Bruttopauschale für persönliche Mitarbeiter (sprich

das MdB kann frei entscheiden wer, wie viel, für was) 22.436,– plus wie oben geschildert die Arbeitgeberanteile für die Soz.Versicherung ca. 20% (Minimum – bei Minijobs sind es ca. 30%) 5000,– somit ca. 27.500,–

Also ca. 42.500,– Euro nur laufende Kosten, die auf das Konto des MdB laufen – bzw. auf seine persönlichen Mitarbeiter

(also wer hier persönliches Personal möchte, muss es sich verdienen, sprich, so ein MdB muss wohl nicht einen Brief selber schreiben…..)


Jetzt vernachlässige ich die Reiskosten, die Bahncard 100 (lieber fliegen die lieben – siehe die Grünen….- im Schnitt die höchsten Reisekosten – für die LH), die ganzen geldwerten Leistungen die der MdB natürlich nicht versteuern muss, die für unsereins unbezahlbare Alters- Übergangs- Ruhestandsversorgung – eine solche privat abgeschlossen, käme bei einem 30 jährigen gesunden Mann auf ca. 7000,– Euro p.M. – falls er überhaupt ein solches Paket schnüren kann.

Kurz, die Profis der Politik sind wahrlich großzügig mit sich selbst.

Das noch enorme Kosten durch sonstige Verwaltung entstehen (Staatssekretäre, Top-Beamte der zweiten Ebene, die ganzen einfachen Beamten die das alles verbuchen, dokumentieren, die das Mandatsheer versorgen und verhätschen müssen…. sorry, der wissenschaftliche Dient ist da noch nicht bezahlt….) – kommt beim Posten im Haushalt raus:
6,5 Mrd. für die poltische Führung, 20,6 Mrd. nimmt man noch die zentrale Verwaltung und die Rückstellungen für die Versorgungsansprüche dazu…..

Steigerungsraten auch ohne den zahlenmäßigen Zuwachs an MdB´s über 10 % p.a. in den letzten 8 Jahren (z.B. betrug der Posten politische Führung in 2012 noch 2,5 Mrd. Euro – macht ein plus von 160% in acht Jahren!)

Die Medien empören sich zwar, doch sie nehmen noch immer den untersten Rand der Kosten, tun so als wären nur die Diäten Geld, das der Abgeordnete für sich verbuchen kann.
Das ist ein teuer Zirkus!
... .

Quelle: https://oberham.wordpress.com/ (https://oberham.wordpress.com/)

MfG

BGS