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Randbereiche - Wenig diskutiert! => Wohnen => Thema gestartet von: Kuddel am 12:17:39 Mi. 04.Juli 2012

Titel: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Kuddel am 12:17:39 Mi. 04.Juli 2012
Zitat
Mann schießt bei Zwangsräumung um sich und nimmt Geiseln

In Karlsruhe ist am Morgen eine Zwangsräumung eskaliert: Ein Mann hat laut Polizei um sich geschossen und dabei möglicherweise eine Person tödlich getroffen. Mehrere Menschen sollen zudem verletzt sein. Der Täter hält sich mit Geiseln im Haus verschanzt.
http://www.sueddeutsche.de/panorama/karlsruhe-mann-schiesst-bei-zwangsraeumung-um-sich-und-nimmt-geiseln-1.1401101 (http://www.sueddeutsche.de/panorama/karlsruhe-mann-schiesst-bei-zwangsraeumung-um-sich-und-nimmt-geiseln-1.1401101)
Titel: Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: dagmar am 12:45:22 Mi. 04.Juli 2012
Ich höre es gerade beständig in den Nachrichten und frage mich, was da wohl dahintersteckt? Private Beziehungsgeschichte oder mal wieder die Tatsache, dass jemand seine Bleibe verlassen muss, die für ihn/sie "my Home is my Castle" bedeutete. Ich hatte ja schon darauf gewartet dass die Schiene kommt "Hartz 4ler".... war aber bisher nicht der Fall.

lieben Gruß von Dagmar
Titel: Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Rudolf Rocker am 12:56:54 Mi. 04.Juli 2012
Zitat
Geiselnahme in Karlsruhe
Mehrere Menschen sind tot

Brandgeruch strömt aus der Wohnung in Karlsruhe, in der sich seit den Morgenstunden ein Geiselnehmer mit seinen Opfern verschanzt. Ein Sondereinsatzkommando stürmt die Räume. Nach dem Einsatz steht fest: Drei bis vier Menschen verlieren an diesem Tag ihr Leben.



http://www.n-tv.de/panorama/Mehrere-Menschen-sind-tot-article6645261.html (http://www.n-tv.de/panorama/Mehrere-Menschen-sind-tot-article6645261.html)


http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=9989302/6adub/index.html (http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=9989302/6adub/index.html)
Titel: Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Nick N. am 00:27:34 Do. 05.Juli 2012
dagmar sagte:
Zitat
Private Beziehungsgeschichte oder mal wieder die Tatsache, dass jemand seine Bleibe verlassen muss, (...)
Ich meine, hier stimmt das "oder" nicht. Von Zwangsräumungen sind sehr viele Menschen betroffen, und eine Zwangsräumung ist selbst schon Gewalt. Je mehr Menschen man dieser Gewalt aussetzt, desto wahrscheinlicher wird es, daß jemand so reagiert.
Die Ersten, die auf diese Weise reagieren, sind halt die, die auch schon andere Dinge an den Hacken haben, die kann man dann hübsch als "persönliche Probleme" in den Vordergrund rücken und dann sagen: "Naaaaaain, mit der Zwangsräumung hatte das nichts zu tun, das war nur der Anlaß, nicht die Ursache! Siehst Du, ein Satz, und die Welt ist wieder in Ordnung, so einfach ist das. Ein Glück, daß wir die Psychologie haben, sonst wäre es ja bei uns wie im finstersten Mittelalter. Neinnein, man darf nicht dämonisieren!"

Statistisch gesehen, kann man ab einer bestimmten Zahl von geräumten Personen als gegeben annehmen, daß eine bestimmte Anzahl sich deswegen umbringen wird, und eine wahrscheinlich viel geringere Anzahl noch einige Leute mitnimmt. Das passiert nicht im luftleeren Raum, sieht nur so aus, wenn isoliert über so ein Ereignis berichtet wird.

Und wenn die Mieten immer weiter steigen, ohne daß die Haushaltseinkommen mit steigen, und gleichzeitig an Gesetzen gearbeitet wird, die die Rechte von Mietern einschränken, das Wohngeld senken und Räumungen erleichtern, dann steuert die Politik genau auf sowas zu.

Ich fände es verfehlt, hier ein Nullsummenspiel aus der Verantwortung zu machen und so zu tun, als würde eine Verantwortung, die man der Politik zuschreibt, automatisch dem Täter abgezogen werden müssen und umgekehrt.

Eine Eingabe der Suchbegriffe "Zwangsräumung Selbstmord" ergibt bei google unter anderem Folgendes:

München 2006
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/selbstmord-wegen-zwangsraeumung-flucht-in-den-tod-1.872682 (http://www.sueddeutsche.de/muenchen/selbstmord-wegen-zwangsraeumung-flucht-in-den-tod-1.872682)

Korschenbroich 2007
http://www.wz-newsline.de/lokales/rhein-kreis-neuss/neuss/korschenbroich-selbstmord-vor-der-zwangsraeumung-1.470514 (http://www.wz-newsline.de/lokales/rhein-kreis-neuss/neuss/korschenbroich-selbstmord-vor-der-zwangsraeumung-1.470514)

Hannover
http://www.hannover-zeitung.net/regionales/47190442-zwangsraeumung-70-jaehriger-hannoveraner-begeht-selbstmord-in-gegenwart-des-gerichtsvollziehers (http://www.hannover-zeitung.net/regionales/47190442-zwangsraeumung-70-jaehriger-hannoveraner-begeht-selbstmord-in-gegenwart-des-gerichtsvollziehers)

indymedia 2006, über mehrere Fälle
http://de.indymedia.org/2006/08/155227.shtml (http://de.indymedia.org/2006/08/155227.shtml)

Taufkirchen 2006
http://www.netzeitung.de/vermischtes/413135.html (http://www.netzeitung.de/vermischtes/413135.html)

Berlin 2010
http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1338217/Mieter-bei-Zwangsraeumung-tot-aufgefunden.html (http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1338217/Mieter-bei-Zwangsraeumung-tot-aufgefunden.html)

Berlin 2000
http://www.welt.de/print-welt/article529352/Tragoedie-in-Wannsee-Doppel-Selbstmord.html (http://www.welt.de/print-welt/article529352/Tragoedie-in-Wannsee-Doppel-Selbstmord.html)

Mehrer H4-Opfer durch Selbstmord sind hier aufgelistet, darunter im Zusammenhang mit Zwangsräumungen
Höxter, 2010 und  Frankfurt (Oder), 2006
http://www.talonserv3d.de/zeitgeist/opferstaat2.html (http://www.talonserv3d.de/zeitgeist/opferstaat2.html)

Und so weiter, und so weiter.
Ich hoffe, daß sie alle Frieden gefunden haben.

Und was macht die Politik?
Einen Gesetzentwurf zur vereinfachten Räumung, wo man schon gerade dabei ist, auch die Kosten für die Klimapolitik den Mietern aufs Auge zu drücken, kann ja sein, daß sich das nicht jeder leisten kann...
als pdf:
http://gesetzgebung.beck.de/sites/gesetzgebung.beck.de/files/RegE_Gesetz_ueber_die_energetische_Modernisierung_von_vermietetem_Wohnraum_und_ueber_die_vereinfachte_Durchsetzung_von_Raeumungstiteln.pdf (http://gesetzgebung.beck.de/sites/gesetzgebung.beck.de/files/RegE_Gesetz_ueber_die_energetische_Modernisierung_von_vermietetem_Wohnraum_und_ueber_die_vereinfachte_Durchsetzung_von_Raeumungstiteln.pdf)      kotz

Die Initiative lag offenbar bei der Immobilienwirtschaft kotz, denn die Betroffenen wissen ja am Besten, was gut für sie ist, ne.
http://gesetzgebung.beck.de/node/1014978 (http://gesetzgebung.beck.de/node/1014978)
Denn, Zitat aus dem Gesetzentwurf:
Zitat
Auch im Hinblick auf Mieter, die ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, wird das bestehende Recht den Erfordernissen eines modernen und effizienten Mietrechts nicht mehr uneingeschränkt gerecht.
Titel: Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Eivisskat am 08:56:11 Do. 05.Juli 2012
Mir tut der arme Mann und überhaupt alle Zwangsgeräumten auch seeehr leid, denn meistens gehts dabei doch um irgendeine Art der Bereicherung seitens des Vermieters, die der Mieter einfach nicht mehr leisten kann.

Die Gesetze schützen absolut NICHT unser Recht auf Wohnraum und machen es uns inzwischen immer schwerer überhaupt ein "Dach über dem Kopf" zu haben und nicht unter der Brücke schlafen zu müssen.

Der Anstieg der Obdachlosigkeit zeigt das deutlich und ich kann mir sehr gut vorstellen, wie ein Mensch unter diesem (meist völlig unnötigen) Druck ausflippen kann.

Irgendwie hat man fast das Gefühl, dass durch die strikten Regelungen schon fast ein Amoklauf (nebst dem immensen, gruseligen & mal wieder filmreifen Polizeiaufwand, Hubschraubern u.a....) provoziert werden sollte, zumindest jedoch billigend in Kauf genommen wurde, anstatt die Probleme schon lange vorher zu auf menschenwürdige Weise zu klären.

Sehr perfide & gruselig an dem ganzen Durcheinander von "Vollzugs-Personen"^^ fand ich obendrein die Anwesenheit des neuen Mieters, der die Frechheit besaß und es offenbar gar nicht abwarten konnte, gleich bei diesem so peinlichen, traurigen Akt persönlich dabei zu sein, um seine neue Wohnung zu übernehmen.

Bäh, wie armselig das Ganze...

 ::)

Titel: Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Rudolf Rocker am 12:25:38 Do. 05.Juli 2012
Stichwort: Gentrifizierung!
Wurde lange Zeit unterschätz das Thema!
Titel: Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Onkel Tom am 13:46:33 Do. 05.Juli 2012
Wenn so ein sensationsgeiler Spacken nicht behauptet hätte, das er eine
Handgranate hätte, wäre es eventuell anders gelaufen.  >:(

Was nicht ist, wird wohl erfunden.. Medienmache und Blutrünstigkeit  kotz
Titel: Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: carrol am 14:23:47 Mo. 20.August 2012
Ich finde es sehr schwer, mir eine persönliche Meinung zu bilden, solange mir selbst nur eine Seite der Medaille bekannt ist - wer hier der "Bösewicht" ist, liegt eh nur im Auge des Betrachters!
Titel: Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Nick N. am 23:43:25 Do. 04.April 2013
Zitat
Berliner wollte Vermieter wegen Zwangsräumung töten

Ein 52 Jahre alter Mann führte einen jahrelangen Rechtsstreit um seine Mietwohnung - erfolglos. Daraufhin soll er seinen Vermieter mit einem Messer angegriffen haben. Vor Gericht schweigt er.

(...)

Am 20. August 2012 soll der zuletzt arbeitslose Mann vor Wut und Ärger zunächst seine vier Wände in einem Altbau an der Simon-Dach-Straße in Berlin-Friedrichshain in Brand gesetzt haben. Anschließend soll der Mann im Treppenhaus seiner Wohnung seine Vermieter mit zahlreichen Messerstichen angriffen haben.

Die damals 66 Jahre alten Eheleute kamen schwer verletzt ins Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten zweifachen heimtückischen Mordversuch vor.

(...)

Der erbitterte Rechtsstreit um die Miete der Wohnung endete mit der Zwangsräumung. Der Industriekaufmann hatte die Miete gemindert. Durch den Lärm der über Jahre dauernden Sanierung sei der Mann total genervt gewesen, argumentierte sein Anwalt.

Zudem sei der Berliner nach dem Verlust seines Arbeitsplatzes in ein soziales Loch gefallen, erklärte der Anwalt am Rande des Prozesses. Der Angeklagte als normaler, kleiner Mieter fühlte sich von den Eigentümern vertrieben mit dem Ziel, in dem sehr begehrten Wohnviertel an lukrative Neumieter zu kommen, betonte der Anwalt. Der Mann habe seit dem Jahr 2000 in dem Seitenflügel des Altbaus gelebt.
http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article114830702/Berliner-wollte-Vermieter-wegen-Zwangsraeumung-toeten.html (http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article114830702/Berliner-wollte-Vermieter-wegen-Zwangsraeumung-toeten.html)
Titel: Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Onkel Tom am 13:06:42 So. 07.April 2013
A.. ja, ob alles mit üblen Nebenwirkungen von Gentrifikation begonnen hat ?

Sein "sweet Home" zu verlieren ist ja eine extentielle Bedrohung und führt
schnell in Stress-Situationen, bei der schnell die Eigenkontrolle hops gehen
kann.
Titel: Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Nick N. am 23:59:23 Fr. 03.Mai 2013
Komisch, gell, daß dabei völlig untergeht, daß Zwangsräumungen selbst krasse Gewaltanwendung sind ...
Titel: Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Onkel Tom am 22:17:12 Sa. 04.Mai 2013
Ja, leider findet die Gewaltbereitschaft von Räumungskomandos in den Medien
kaum Erwähnung. In "legalisierter" Arbeitsumgebung findet Gewalt gegen Mieter_Innen
statt, bis sie mit sammt Hab und Gut vor der Haustüre stehen und dann wird sich
noch darüber das Maul zerrissen, das sich ein Mieter gegen Räumung wehrt ?

Die Folgen einer Räumung sind nur ganz schwer zu überwinden.

Die Haushaltsgegenstände werden meist gegen hoher Kosten eingelagert und wandern
nach einer gewissen Zeit auf dem Müll, falls der Geräumte nicht schnell genug eine neue
Wohnung findet. In Hamburg oder Berlin steigen die Mieten so rasannt, das es so gut
wie aussichtslos ist, als ALG-II-Empfänger eine neue Wohnung zu finden.

Übel, das meist eine Jahre andauernde Unterkunft in Obdachlosenheime oder unter der
Brücke folgt und der Geräumte ein massiven Haufen an Schulden, sowie den Verlust seiner
persönlichen Habe erleidet.

Die Obdachlosigkeit steigt und steigt.. Immer mehr Menschen werden so aus der Gesellschaft
soweit entfernt, das es kaum noch Wege zurück gibt.
Alternativ nur noch den Zwang, sich mit anderen Leidensgenossen zusammen zu tun und
gemeinsam Zelt- oder Brettersiedlungen zu schaffen ?

Kapitalismus tötet.. kotz
Titel: Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Kuddel am 13:42:45 Sa. 18.Juli 2015
Zitat
Mietkündigung!
Ehepaar verbrennt sich in Wohnung

47 Jahre lebte das Ehepaar in seiner Wohnung, dann kam die Kündigung. Am Freitag brannte die Wohnung aus, die beiden Senioren kamen dabei ums Leben. Vorher hatte der Ehemann im Fernsehen Suizid angekündigt.


Der Brand wütete im 6. Stock eines Mehrfamilienhauses, in der Wohnung, die das Ehepaar seit fast einem halben Jahrhundert bewohnte. Einer Sanierung der Räume hatten die betagten Eheleute nicht zugestimmt, offenbar fühlten sie sich dem Stress nicht gewachsen. Im April kündigte die Wohnungsgenossenschaft daraufhin das Mietverhältnis.

Das Feuer soll auf eine Brandstiftung des Ehemannes zurückzuführen sein. Er soll einen Abschiedsbrief hinterlassen haben, in dem er die Hintergründe seiner Tat beschreibt.

In einem Beitrag, den "Spiegel TV" am 28. Juni ausstrahlte, hatte der Mann gesagt: „Die ganzen Belastungen, das ist einfach zu viel für mich. Ich könnte jetzt einen Herzinfarkt kriegen und fall um. Was ist dann mit meiner Frau? Die kann sich alleine nicht helfen, die ist auf mich angewiesen. Das ist einer der Gründe, warum ich mir ganz klar überlegt habe, dass wenn wir hier raus müssen dann machen wir das so, dass wir woanders hingehen wo uns keiner kriegen kann. – Das ist Suizid, ganz einfach."
http://www.mopo.de/nachrichten/farmsen-mietkuendigung--ehepaar-verbrennt-sich-in-wohnung,5067140,31245036.html (http://www.mopo.de/nachrichten/farmsen-mietkuendigung--ehepaar-verbrennt-sich-in-wohnung,5067140,31245036.html)
Titel: Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Kuddel am 19:59:28 Mi. 22.Juli 2015
Ein Filmbeitrag zu obigem Artikel:

http://spon.de/vgQRd (http://spon.de/vgQRd)
Titel: Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Kuddel am 13:30:34 Do. 25.August 2016
Zitat
Schießerei bei Zwangsräumung: Drei Verletzte in Sachsen-Anhalt

Ein Polizeieinsatz zur Zwangsräumung eines Hauses in Sachsen-Anhalt hat mit mehreren Verletzten geendet. Ein 41 Jahre alter Mann, dessen Haus zwangsgeräumt werden sollte, wurde bei einem Schusswechsel mit Polizisten schwer verletzt, wie eine Polizeisprecherin sagte. Zwei Beamte des SEK erlitten leichte Verletzungen. Der 41-Jährige sei Anhänger der sogenannten Reichsbürger, die die Bundesrepublik nicht anerkennen. Die Polizei war am Morgen zu dem Gelände in Reuden bei Zeitz mit Großaufgebot und SEK ausgerückt, um bei der Zwangsräumung zu unterstützen.
http://www.fr-online.de/newsticker/schiesserei-bei-zwangsraeumung--drei-verletzte-in-sachsen-anhalt,26577320,34674318,view,asTicker.html (http://www.fr-online.de/newsticker/schiesserei-bei-zwangsraeumung--drei-verletzte-in-sachsen-anhalt,26577320,34674318,view,asTicker.html)
Titel: Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: shitux am 08:51:21 Fr. 26.August 2016
Ich erzähl mal ein bißchen wie es früher bei einer Wohnungskündigung ablief:

Würde eine Kündigung ausgesprochen und nach einem gewissen Zeitraum dann bei Gericht eine Zwangsräumung beantragt, wurde gleichzeitig das Sozialamt benachrichtigt. Das hat sich dann eingeschaltet  um die drohende Obdachlosigkeit zu verhindern. Bei mir haben die mal die kompletten Mietschulden übernommen. So was hatte allerdings die Voraussetzung das ich mich auch beim Sozi zu melden hatte und die Hilfe annehme. In meiner Erinnerung war das auch recht unkompliziert, sobald man selber diesen inneren Schweinehund überwunden hatte.
Ferner hatte der Vermieter lt. Gesetz, wenn das Sozi die Mietschulden übernommen hatte, die Kündigung zurück zu nehmen. Auch da gab es damals kein Vertun.
Ich weiß es nicht so genau, aber anscheinend ist das alles nicht mehr die Regel ?????

Lieber nimmt man heute anscheinend die viel folgenschwereren Konsequenzen in Kauf.

Bringe ich jetzt noch die Möglichkeit überein, dass eine W-Kündigung nach zwei Monaten möglich ist, eLB jedoch mit 3 Monaten Sanktionen belegt werden können, dreht sich mir der Magen nochmals um.

Der Kapitalismus ist einfach toll ..... kotz







Titel: Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: dagobert am 15:29:47 Fr. 26.August 2016
Ferner hatte der Vermieter lt. Gesetz, wenn das Sozi die Mietschulden übernommen hatte, die Kündigung zurück zu nehmen. Auch da gab es damals kein Vertun.
Ich weiß es nicht so genau, aber anscheinend ist das alles nicht mehr die Regel ?????
Werden die Mietschulden bezahlt, wird die Kündigung unwirksam.
Allerdings funktioniert das nicht, wenn es in den letzten zwei Jahren schonmal so einen Vorfall gab.

Wobei ich dem Artikel nicht entnehmen kann, ob es dort um Miete geht. Ein Haus kann auch ein Eigenheim sein, welches z.B. wegen nicht gezahlten Kreditraten zwangsversteigert wird.
Titel: Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Onkel Tom am 00:56:28 Sa. 27.August 2016
Bei der Räumung, die in einer Schießerei endete, gibt es bei Youtube genug
zu sehen, doch möchte ich kein Link angeben, da die Vorgehensweisen von
"Reichsbürgern" und ihre Ideale nicht mein Ding ist.
Gokkelt man nach "Staat Ur", wird man fündig.

Habe die Filme 1-3 gesehen und bei der Räumung ging es wohl um 4000
Euro an Restschulden für das Haus (Eigentum)..
Naja, mein Eindruck ist, das anbei "Vernunft" völlig auf der Strecke geblieben
ist..

Titel: Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: dagobert am 01:06:11 Sa. 27.August 2016
Also mit Mietrecht hatte das Ganze nix zu tun:
http://www.deutschlandfunk.de/sek-einsatz-in-sachsen-anhalt-ermittlungen-gegen.1818.de.html?dram:article_id=364191 (http://www.deutschlandfunk.de/sek-einsatz-in-sachsen-anhalt-ermittlungen-gegen.1818.de.html?dram:article_id=364191)
Titel: Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Onkel Tom am 01:23:37 Sa. 27.August 2016
Jo Volltreffer und die Youtube-Filme sagen alles..  ::)
Titel: Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Kuddel am 10:54:32 Mo. 21.Mai 2018
Zitat
Zwangsräumung vor der Eskalation
Mieter drohte jeden Eindringling „abzustechen“


Dem besonnen Handeln der Polizeibeamten ist es offenbar zu verdanken, dass am Dienstagmorgen die Zwangsräumung einer Sangerhäuser Wohnung nicht eskaliert ist. Ein 51-jähriger Mieter hatte sich in der oberen Etage eines Mehrfamilienhauses in der Kyselhäuser Straße der Kreisstadt verbarrikadiert und gedroht, jeden Eindringling abzustechen, schildert Heiko Prull, Sprecher des Polizeireviers Mansfeld-Südharz, die brisante Situation.
https://www.mz-web.de/30410892 (https://www.mz-web.de/30410892)
Titel: Re:Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Kuddel am 11:44:34 Mo. 21.Mai 2018
Zitat
Brandstiftung in Dehäuser Wohnhaus?

Ein beinah unglaublicher Verdacht steht nach einem Wohnungsbrand in Dehausen in Raum: Haben die aus Bayern stammenden Mieter kurz vor ihrer angedrohten Zwangsräumung Feuer in ihrer Wohnung gelegt?

Der unter Atemschutz vorrückende Löschtrupp stellte schnell fest, dass die Wohnung leer war und dass es gleich mehrere Brandstellen gab.

Dieser Räumung sei die Familie in der Nacht wohl zuvorgekommen und habe möglicherweise absichtlich noch Schaden angerichtet.
https://www.wlz-online.de/waldeck/diemelstadt/brandstiftung-in-dehaeuser-wohnhaus-9839603.html (https://www.wlz-online.de/waldeck/diemelstadt/brandstiftung-in-dehaeuser-wohnhaus-9839603.html)
Titel: Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Kuddel am 17:54:44 Fr. 15.Februar 2019
Zitat
Bei der Zwangsräumung seiner Wohnung in Schafhausen im Emmental erschoss ein Mann im Mai 2011 einen Polizisten und verletzte einen weiteren am Arm.
https://www.bernerzeitung.ch/region/emmental/armee-traegt-mitschuld-am-tod-des-polizisten/story/11556132

Zitat
Tübingen
Zwangsräumung eskaliert - Bewohner verunglückt tödlich

Er schoss laut Polizei auf einen städtischen Mitarbeiter und legte mutmaßlich Feuer: In Tübingen hat sich ein Mann mit aller Kraft gegen eine Zwangsräumung gewehrt. Dann stürzte er vom Balkon.


Zu dem Vorfall kam es demnach, als ein Gerichtsvollzieher und ein Mitarbeiter des Ordnungsamts die Zwangsräumung vollstrecken wollten. Der Bewohner soll das Gebäude in Brand gesetzt - und mit einer Pistole in Richtung eines Mitarbeiters des Ordnungsamtes geschossen haben. Der städtische Angestellte blieb unverletzt, der Schuss verfehlte ihn knapp und streifte seine Jacke.

Der Bewohner wollte der Polizei zufolge über den Balkon vor den Flammen fliehen und stürzte dabei ab.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/tuebingen-zwangsraeumung-eskaliert-mann-stirbt-bei-sturz-von-balkon-a-1139534.html

Zitat
Brand im Soester Süden:
Zwangsräumung stand bevor

Als die Feuerwehr eintraf, schlugen die Flammen bereits aus dem Fenster des Schlafzimmers bis zum Dach. Ein Übergreifen des Feuers auf das gesamte Haus konnte noch rechtzeitig verhindert werden.


Soest - Gegen den 71-jährigen Soester, der in der Nacht zu Montag offenbar seine Wohnung im Soester Süden in Brand gesetzt hat, hat die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl erlassen. Seine Wohnung sollte zwangsgeräumt werden.

Die 61 Jahre alte Vermieterin, die in der Obergeschoss-Wohnung über dem mutmaßlichen Brandstifter wohnte, hatte ihm das Mietverhältnis gekündigt. Um die Kündigung durchzusetzen, sollte am Montag um 9 Uhr eine Zwangsräumung der Wohnung vollzogen werden.
https://www.soester-anzeiger.de/lokales/soest/haftbefehl-nach-brand-soest-sueden-sabine-rosenbaum-weg-10841944.html

Zitat
70-Jährige begeht bei Zwangsräumung Suizid

Porta Westfalica (mt/nas). Bei der geplanten Zwangsräumung ihrer Wohnung hat sich eine 70-jährige Frau aus Porta Westfalica am Mittwochvormittag in den Tod gestürzt. Die Rentnerin sprang aus dem siebten Stock eines Mehrfamilienhauses an der Georg-Rost-Straße in Lerbeck, teilt die Polizei mit.
https://www.mt.de/lokales/porta_westfalica/22247961_70-Jaehrige-begeht-bei-Zwangsraeumung-Suizid.html


Zitat
Zwangsräumung endet tödlich

Derschlag. Die Durchsetzung einer Zwangsräumung endete am Donnerstagmorgen (10. Januar) mit dem Tod des 56-jährigen Wohnungsinhabers. Eine Gerichtsvollzieherin war mit der Räumung eines Hauses an der Kölner Straße beauftragt und hatte die Polizei zur Unterstützung hinzugezogen. Nachdem das Haus gegen 08.45 Uhr gemeinsam betreten worden war, traf man in einem Zimmer auf den 56-jährigen Bewohner. Dieser erhob drohend eine Faustfeuerwaffe, woraufhin sich Polizei und die Gerichtsvollzieherin aus dem Haus zurückzogen. Kurz darauf fiel in dem Haus ein Schuss, wobei der Geschehensablauf zu diesem Zeitpunkt völlig unklar war. Um eine Gefährdung für Unbeteiligte auszuschließen, zog die Polizei eine Vielzahl von Kräften aus dem Oberbergischen Kreis zusammen und sperrte das Umfeld des Hauses ab. Davon betroffen war auch die Bundesstraße 55, so dass es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kam.
Ein hinzugezogenes Spezialeinsatzkommando drang gegen 11.00 Uhr in die Wohnung ein und fand den 56-Jährigen tot auf. Nach ersten Ermittlungen hat sich der Mann mit einer manipulierten Gaspistole das Leben genommen. Eine Gaspistole kann nach Erreichen des Mindestalters von 18 Jahren erlaubnisfrei erworben werden. Der Mann war polizeilich bisher nicht in Erscheinung getreten.
https://www.rheinische-anzeigenblaetter.de/region/oberberg/blaulicht-obk/zwangsraeumung-endet-toedlich-abschliessende-mitteilung-der-polizei-31854856

Zitat
Ludwigshafen:
Bei Zwangsräumung Gerichtsvollzieher mit Messer verletzt

Bei einer geplanten Zwangsräumung in Ludwigshafen bedrohte ein Mann mehrere Personen mit einem Messer. Der 47-Jährige verletzte dabei einen der Gerichtsvollzieher leicht. Die insgesamt drei Gerichtsvollzieher sollten am Morgen die Wohnung räumen lassen. Ebenfalls anwesend war der Wohnungsinhaber. Mit der Räumung war der Mieter offenbar nicht einverstanden, er wurde festgenommen.
https://www.rnf.de/ludwigshafen-bei-zwangsraeumung-gerichtsvollzieher-mit-messer-verletzt-197301/

Zitat
Zwangsräumung in Bramfeld
Mieter droht mit Messer – SEK rückt an


Menschlich tragisch: In Bramfeld drohte am Mittag ein Mann damit, sich selbst zu verletzen, um die Zwangsräumung seiner Wohnung zu verhindern. Das SEK musste anrücken.

Der Mieter hatte sich zunächst geweigert, der Gerichtsvollzieherin Zutritt zu seiner Wohnung zu gewähren, drohte dann damit, sich mit einem Messer zu verletzen und forderte, seinen Anwalt zu sehen.

(https://www.mopo.de/image/32028888/max/600/450/93d3682657eaa3a8e7be21b7c976c0c0/ID/sek-bramfelder-ch-.jpg)
SEK-Einsatz an der Bramfelder Chaussee.

Da der Mann bereits zuvor als psychisch auffällig galt, rief die Gerichtsvollzieherin zunächst die Polizei zur Unterstützung, später wurden die schwer bewaffneten Spezialeinsatzkräfte (SEK) hinzugezogen.

Nach MOPO-Informationen wurde der Mann von den Beamten auf seinem Bett sitzend vorgefunden und aufs Kommissariat begleitet, wo über die weitere psychische Betreuung entschieden wird.
https://www.mopo.de/hamburg/zwangsraeumung-in-bramfeld-mieter-droht-mit-messer---sek-rueckt-an-32028226
Titel: Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Kuddel am 21:46:54 Fr. 22.März 2019
Zitat
Wohnhaus explodiert in Birkenau - Bewohner wird vermisst

Ein Haus brennt nach einer Explosion in Südhessen bis auf die Grundmauern ab. Es sollte zwangsversteigert werden.


Einziger Bewohner des Hauses sei ein 59 Jahre alter Mann, dessen Schicksal noch ungeklärt sei. Ob sich der Mann in dem Gebäude befunden hatte oder zum Explosionszeitpunkt gar nicht da war, sei nicht bekannt.
https://www.fr.de/rhein-main/wohnhaus-explodiert-birkenau-bewohner-wird-vermisst-11876839.html
Titel: Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Kuddel am 20:36:34 Fr. 29.März 2019
Zitat
Saarbrücken:
Mann droht bei Zwangsräumung mit Waffengewalt


Als am Montag die Wohnung eines 35-Jährigen in Saarbrücken von einer Gerichtsvollzieherin zwangsgeräumt werden sollte, drohte der Hausbewohner mit Widerstand und kündigte an, sich zu bewaffnen. Dies berichtet die Polizei. Weil man ein aggressives Verhalten des Mannes bereits befürchtet habe, sei die Räumung durch Polizeikräfte unterstützt worden. Diesen gelang es, den Mann zur Aufgabe zu bewegen und sich widerstandslos festnehmen zu lassen. Die Zwangsräumung wurde daraufhin in die Tat umgesetzt. Am Einsatz vor Ort waren Beamte der Operativen Einheit Saarland (OpE) beteiligt.
https://www.rheinpfalz.de/lokal/zweibruecken/artikel/saarbruecken-mann-droht-bei-zwangsraeumung-mit-waffengewalt/
Titel: Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Kuddel am 19:01:46 Di. 14.Mai 2019
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Finningen
Polizeieinsatz: Frau wehrt sich gegen Räumung


Es ist ein gerichtliches Räumungsurteil. Die Frau aus Finningen wehrt sich - auch gegen die Polizeibeamten.


Bei einer Zwangsräumung, die im Rahmen der Vollstreckung eines gerichtlichen Räumungsurteils in Finningen durchgeführt wurde, musste eine Streifenbesatzung der Dillinger Polizei hinzugezogen werden.

Sie leistete körperliche Gegenwehr

Nach Angaben der Polizei weigerte sich die von der Maßnahme betroffene Frau vehement, die Wohnung zu verlassen. Dabei leistete sie körperliche Gegenwehr und beleidigte die eingesetzten Beamten massiv.

Gegen die Frau wurde daraufhin eine Anzeige erstattet.
https://www.augsburger-allgemeine.de/dillingen/Polizeieinsatz-Frau-wehrt-sich-gegen-Raeumung-id54264446.html
Titel: Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Kuddel am 08:30:18 Fr. 26.Juli 2019
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So gefährlich kann es für Gerichtsvollzieher werden

Einen „Kuckuck“ klebt Katharina Bruhn nur noch selten, ihre Kontakte zu Schuldnern bleiben meist sehr friedlich. Doch bei der Zwangsräumung einer Wohnung kann es gefährlich werden. Einmal blickte die Gerichtsvollzieherin plötzlich auf eine Pistole.
https://www.focus.de/finanzen/karriere/perspektiven/arbeit-so-gefaehrlich-kann-es-fuer-gerichtsvollzieher-werden_id_10926537.html

Zitat
Gerichtsvollzieher alarmiert Einsatzkräfte
„Ich bringe euch alle um“: Zwangsräumung eskaliert – Frau droht Polizisten

Eine Zwangsräumung hat in Freising einen Polizeieinsatz ausgelöst: Eine 41-jährige Frau verbarrikadierte sich in ihrer Wohnung - dann eskalierte die Situation.


Freising – Eine Zwangsräumung hat in Freising einen Polizeieinsatz ausgelöst: Der Gerichtsvollzieher klingelte am Dienstag um 10 Uhr morgens an der Wohnung einer 41-jährigen Frau an der Holzgartenstraße. Der Grund für den Besuch war eine zivilrechtliche Zwangsräumung.

41-Jährige verbarrikadiert sich


Doch soweit sollte es nicht kommen: Wie die Polizei berichtet, öffnete die Frau kurz die Tür, schlug sie aber sofort wieder zu. Anschließend hörte der Gerichtsvollzieher in der Wohnung einen lauten Knall und Schreie der Frau, woraufhin er die Polizei alarmierte. „Als die erste Polizeistreife eintraf, schrie die Frau: ,Ich bringe euch alle um und springe vom Balkon‘“, berichtet Polizeihauptkommissar Josef Demmel von der PI Freising.
 
Beamte dringen in Wohnung ein

Die Beamten orderten Unterstützung, anschließend drangen sie in die Wohnung ein und konnten die Frau überwältigen. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Die 41-Jährige wird nun wegen einer psychischen Erkrankung ins Bezirkskrankenhaus Taufkirchen eingewiesen.
https://www.merkur.de/lokales/freising/freising-ort28692/freising-zwangsraeumung-eskaliert-frau-droht-polizisten-mit-mord-12697664.html
Titel: Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Troll am 09:21:29 Fr. 26.Juli 2019
Notwehr!
Titel: Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Kuddel am 13:25:11 Mi. 11.September 2019
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SEK-Einsatz in Hamburg :
Bei Zwangsräumung: Mieter bespritzt Beamte mit Spiritus

Die SEK-Beamten verschafften sich mit gezogenen Waffen per Drehleiter Zugang zum Balkon des Mieters.

Spektakuläre Zwangsräumung in Hamburg-Osdorf: Weil ein Mieter (60) nicht aus seiner Wohnung ausziehen wollte, griff er am Mittwochvormittag Beamte mit Böllern an und bespritzte sie mit Spiritus.
https://www.shz.de/regionales/hamburg/bei-zwangsraeumung-mieter-bespritzt-beamte-mit-spiritus-id25440177.html

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SEK-Einsatz in Hamburg Erst Zwangsräumung, dann muss der Entschärfer anrücken

Schwer bewaffnete Beamte der Spezialeinheit wurden mit einer Drehleiter zum Balkon des verwirrten Mieters hochgefahren.


Dramatische Zwangsräumung in Hamburg: Ein Mieter (60) weigerte sich am Mittwoch seine Wohnung zu verlassen. Er bespritzte die Polizisten mit Spiritus und bewarf sie mit Böllern und selbstgebauten Sprengkörpern mit spitzen Krampen. Das SEK musste anrücken, um den Mann zu überwältigen.

Mieter erhielt Räumungsentscheid schon vor Wochen

Die Räumung seiner Wohnung am Immenbusch war ihm schon vor Wochen zugestellt worden. Am Mittwoch sollte es nun soweit sein. Doch als Gerichtsvollzieher, Vertreter des Vermieters samt Polizei vor der Tür standen, eskalierte die Situation.

Der offenbar verwirrte Mieter bedrohte die Leute, bewarf sie mit Böllern und verschanzte sich in seiner Wohnung. Wegen der Vorkommnisse in Harburg im September 2018 war man sensibilisiert und alarmierte Verstärkung. Damals hatte ein Mann Behördenmitarbeiter mit Spiritus übergossen und angezündet. Ein Sozialmitarbeiter starb.
https://www.mopo.de/hamburg/polizei/sek-einsatz-in-hamburg-erst-zwangsraeumung--dann-muss-der-entschaerfer-anruecken-33116810
Titel: Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: dejavu am 15:05:28 Mi. 11.September 2019
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Er bespritzte die Polizisten mit Spiritus und bewarf sie mit Böllern und selbstgebauten Sprengkörpern mit spitzen Krampen.
So geht es natürlich nicht. Ja wie verroht kann man denn sein?  :'(
Titel: Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Troll am 15:55:24 Mi. 11.September 2019
Oder anders herum, was muss passieren um einen Menschen zu so einem Verhalten zu treiben?
Titel: Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: counselor am 16:01:34 Mi. 11.September 2019
Die drohende Obdachlosigkeit treibt Menschen in die Verzweiflung.

Das gesellschaftliche Klima wird rauher. Da eskaliert dann die Gewalt gegen den von diesem Verbrecherstaat organisierten Rauswurf aus der Wohnung.
Titel: Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Bowie am 17:46:58 Mi. 11.September 2019
Zitat
Der offenbar verwirrte Mieter...

Aha.

"Normal" sind diejenigen, die sich nicht wehren.
Titel: Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Onkel Tom am 20:51:41 Do. 12.September 2019
Am Innenbusch leben viele Erwerbslose oder Leute, die von ihrer Arbeit allein nicht
leben können. Ich vermute, das da das JC im Hintergrund seine Fettfingerchien mit
im Spiel haben könnte.. Aber den Medien interessiert ja nur der reißerische Momment
und wenn sich Mieter wehrt, wird ja alles weitere, wie es sich zum Räumungsbeschluss
entwickelte uninteresannt. 2 Monate Mietschulden wegen 3 Monate Vollsanktion von
ALG 2 ?

Sowas geht leider ratzfatz.. Nach spätestens 6 Monaten ist man raus und Vogelfrei  :(
Titel: Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Kuddel am 17:14:14 Mo. 09.Dezember 2019
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Haus in Münster
Explosion während Zwangsräumung – drei Polizisten verletzt


Ein Gebäude in Münster sollte zwangsgeräumt werden, doch dann kam es zu einer offenbar geplanten Explosion. Rund 60 Feuerwehrleute mussten anrücken. Neben drei verletzten Polizisten gibt es zwei Schwerverletzte und zwei tote Pferde.

Dramatische Szenen in Münster: Die Gerichtsvollzieherin kam am Morgen zu einem Fachwerkhaus am Rande von Münster. Begleitet wurde sie von drei Polizisten – denn es ging um eine Zwangsräumung.

Die beiden Bewohnerinnen wussten, dass es dazu kommen würde und sie hatten offenbar ihren Suizid vorbereitet: Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft lösten die Frau, 67, und ihre Tochter, 38, in dem Moment absichtlich eine Explosion aus. Beide überlebten schwer verletzt.

Die drei Polizeibeamten wurden durch Lärm und Druckwelle leicht verletzt. Die Gerichtsvollzieherin blieb unverletzt.
https://www.welt.de/vermischtes/article200519718/Muenster-Explosion-waehrend-Zwangsraeumung-drei-Polizisten-verletzt-zwei-Pferde-tot.html

Zitat
33-Jährige greift Beamte mit Hammer an
Wegen Zwangsräumung völlig ausgetickt


Eine Streife der PI Erding war zur Unterstützung eines Gerichtsvollziehers angefordert worden. Dieser musste bei einer 33-jährigen Frau die Zwangsräumung ihrer Wohnung durchsetzen. Im Laufe des Einsatzes wurden die Beamten von der Betroffenen mehrfach beleidigt. Als sie schließlich ihre persönlichen Sachen packen sollte, versuchte sie sich im Schlafzimmer einzusperren, was die Beamten durch Blockieren der Türe verhinderten. Unmittelbar danach griff die 33jährige nach einem Hammer und versuchte auf die Polizisten einzuschlagen.
https://www.wochenblatt.de/polizei/erding/artikel/305142/wegen-zwangsraeumung-voellig-ausgetickt
Titel: Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: dejavu am 19:55:17 Mo. 09.Dezember 2019
Ja was für eine sinnlose Gewalt! Die armen Pferde!
Titel: Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Kuddel am 20:51:45 Di. 17.Dezember 2019
Wenn den Menschen ihr Letztes, ihre Bleibe, genommen wird, zerbrechen sie oder sie drehen durch.
Wenn sie durchdrehen und mit blinder Gewalt reagieren, wird das keine politisch bewußte Tat sein, sondern eine zutiefst menschliche Kurzschlußreaktion. Wenn wir die Gewalt im Zusammenhang mit den Eigentumsverhältnissen auf dem Wohnungsmarkt beenden wollen, müssen wir die Gewalttätigkeit des Wohnungsmarktes beenden!

Zitat
Rostock:
Feuer bei drohender Zwangsräumung


Polizei und Feuerwehr haben in Rostock mit einem Großaufgebot am Montagmorgen einen 35-jährigen Mann aus seiner Wohnung gerettet. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler hatte sich der Mann vermutlich selbst verletzt. Ihm drohte die Zwangsräumung seiner Wohnung. Deshalb hatte eine Gerichtsvollzieherin ihn aufsuchen wollen. Als sie an der Tür des 35-Jährigen im Stadtteil Dierkow klingelte, qualmte es bereits in der Wohnung. Die Frau alarmierte die Rettungskräfte.

Der 35-Jährige wurde mit Stichwunden und einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Feuerwehr hat es in der Wohnung erheblich gebrannt. Die Wohnung sei komplett verrußt und deshalb unbenutzbar. Die anderen elf Wohnungen des Hauses seien hingegen nicht betroffen. Die genauen Ursachen des Feuers und für die Verletzungen des Mannes sind von der Polizei bislang noch ermittelt.
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Rostock-Feuer-bei-drohender-Zwangsraeumung,polizei5602.html

Zitat
Toter Stadt-Angestellter
Tat in Dünnwald erinnert an anderen spektakulären Köln-Fall


Ein städtischer Angestellter wird, als er ausstehende Zahlungen eintreiben will, vom – offenbar psychisch kranken – Schuldner getötet. Noch sind die genauen Hintergründe und das Motiv des Messerstechers (60) nicht bekannt.

Explosion am Neumarkt: Mieter sollte Wohnung in der Thieboldsgasse räumen

Und doch: Der Fall von Dünnwald, hier die Verwaltungs-/Staatsgewalt, dort die „bedrängte” Person, die zum Äußersten greift, weckt Erinnerungen an einen Fall aus dem Jahr 2002. Damals im Oktober sollte der Mieter Gustav T. nach 20 Jahren seine Wohnung in der Thieboldsgasse am Neumarkt räumen.

In persönliche Schieflage geraten, konnte der 50-jährige Mann, der sich mit Kellnern über Wasser hielt, seine Miete nicht mehr bezahlen. Eine erste Kündigung wegen der Mietrückstände wurde noch „geheilt”, nachdem T. die Rückstände beglich.

Doch es kam erneut zu Zahlungsproblemen, die zweite Kündigung folgte. Mit schweren Folgen: Der Gerichtsvollzieher setzte für den 18. Oktober 2002 die Zwangsräumung des kleinen Appartements an.

Jetzt fasste Gustav T. einen dramatischen, wohl rachsüchtigen Entschluss. Er manipulierte die Gasleitung seiner Wohnung. Er drehte den Gashahn auf und dichtete die Tür ab, folgerte die Staatsanwaltschaft später.

Als der Gerichtsvollzieher zusammen mit dem Hausverwalter und einem Schlüsseldienstmitarbeiter die Tür öffnete, kam es zur schrecklichen Tragödie. Die Wohnung flog in die Luft.

Durch die Explosion kam der Mieter Gustav T. ums Leben. Auch der Gerichtsvollzieher starb. Am 9. Dezember erlag der Beamte im Alter von 49 Jahren seinen Verletzungen, die er in Ausübung seines Dienstes erlitten hatte. An Heiligabend verstarb auch der 48-jährige Mitarbeiter des Schlüsseldienstes. Der Möbelpacker und der Hausverwalter erlitten schwere Verletzungen, überlebten aber den Anschlag.
https://www.express.de/koeln/toter-stadt-angestellter-tat-in-duennwald-erinnert-an-anderen-spektakulaeren-koeln-fall-33620598

Titel: Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Kuddel am 09:49:35 Sa. 15.Februar 2020
Zitat
Zwangsräumung in Obertshausen eskaliert
Mann (67) schießt auf Gerichtsvollzieher - Vier Verletzte
https://www.rtl.de/cms/obertshausen-zwangsraeumung-eskaliert-mann-67-schiesst-auf-gerichtsvollzieher-4487386.html
Titel: Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: dejavu am 13:18:22 So. 16.Februar 2020
Zitat
Mann (67) schießt auf Gerichtsvollzieher
Immer diese brutale Gewalt! Das ist doch so sinnlos! Ich könnte kotzen :'( :'( :'(
Titel: Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Kuddel am 13:32:06 So. 16.Februar 2020
Natürlich ist das keine politische Strategie sondern Ausdruck der Verzweiflung.
Das schafft Opfer und Leid, doch keine Änderung der Situation.

Ein Rückzugsort ist das letzte, was ein Mensch hat.
Mensch und Tier reagieren aggressiv, wenn man sie dort vertreibt.

Man darf Leuten nicht einfach ihre Bleibe nehmen.
Die Würde des Menschen ist unantastbar (Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz)

So lange auf die Würde der Menschen geschissen wird, kann man nicht auf deren Menschlichkeit zählen.
Titel: Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: dejavu am 16:33:45 So. 16.Februar 2020
Zitat
So lange auf die Würde der Menschen geschissen wird, kann man nicht auf deren Menschlichkeit zählen.
Da hast du natürlich recht.
(https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/23/LAR_Grizzly_Patr_Portrait001.jpg/800px-LAR_Grizzly_Patr_Portrait001.jpg)
Titel: Re: Bewaffneter Widerstand gegen Zwangsräumung
Beitrag von: Kuddel am 10:54:58 Fr. 26.Juni 2020
Zitat
In Bremen
Polizeieinsatz eskaliert: Mann stirbt durch Schüsse der Beamten


Demnach habe es sich bei dem Polizei-Einsatz um eine Räumung gehandelt, die eskaliert sei.
https://www.merkur.de/welt/bremen-polizei-gewalt-schuesse-mann-tod-einsatz-zr-13803005.html

https://twitter.com/search?q=gr%C3%B6pelingen&src=typed_query

https://twitter.com/hashtag/JusticeForMohamed?src=hashtag_click

Zitat
Gerichtsvollzieherin mit Beil bedroht: SEK-Einsatz

Die geplante Zwangsräumung einer Wohnung ist in Leipzig eskaliert. Weil der Mieter zu einem Beil griff, rückte die Polizei mit einem Großaufgebot an.
https://www.freiepresse.de/nachrichten/sachsen/gerichtsvollzieherin-mit-beil-bedroht-sek-einsatz-artikel10904681