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Öffentlicher Dienst => Stadt, Land und Bund => Stillgestanden!!! => Thema gestartet von: Kater am 18:38:30 Fr. 17.Juni 2005

Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 18:38:30 Fr. 17.Juni 2005
Zitat
Prognose: Militär bleibt bis 2020 in Afghanistan
Sicherheitskreise rechnen mit Abzug erst in 15 Jahren
Andreas Förster

BERLIN, 16. Juni. Die Bundeswehr muss sich offenbar auf einen weitaus längeren Einsatz von Streitkräften in Afghanistan einstellen als bislang bekannt. Erstmals hat jetzt ein hoher deutscher Sicherheitsbeamter den Zeitraum beziffert, in dem das Land am Hindukusch nach Einschätzung von Nachrichtendiensten noch eine Unterstützung durch westliche Militärkräfte benötigt. "Wir gehen von zehn bis fünfzehn Jahren aus, bevor die Lage in Afghanistan so stabil ist, dass keine ausländischen Einheiten dort mehr stationiert sein müssen", sagte der Beamte. Ob Bundeswehreinheiten die gesamte Zeit dort stationiert bleiben müssen, ließ er offen. "Das ist eine Entscheidung von Parlament und Regierung", sagte er.

Derzeit sind deutsche Soldaten in drei Provinzen im Norden des Landes - Badakhshar, Takhar und Kunduz - stationiert. Die Region gilt zwar als relativ sicher. In einer internen Analyse der Geheimdienste wird das Risiko, Opfer von Anschlägen zu werden, im Norden und Nordwesten Afghanistans als niedrig bis mittel eingestuft. Dennoch hat es bereits einige Attentate auch auf Bundeswehrsoldaten gegeben, die bislang aber glimpflich ausgegangen sind. Einen Grund zur Entwarnung sehen Berliner Sicherheitsbehörden jedenfalls nicht. "Ein Anschlag mit deutschen Opfern ist keine Frage des Ob, sondern nur des Wann", meint der Beamte.

Schwieriger Guerillakrieg

Aber auch nach einem Abzug der Militärkräfte braucht Afghanistan - so sehen es westliche Geheimdienste - noch viele Jahre lang ausländische Betreuung durch Berater, die im Land stationiert bleiben. "Wir schätzen die Lage so ein, dass eine wirtschaftliche und vor allem politische Stabilität in Afghanistan erst in mindestens vierzig Jahren erreicht wird", sagt der Sicherheitsexperte. Das Land sei erschreckend rückständig. "Machen wir uns nichts vor: Afghanistan lebt nicht im Mittelalter, sondern in der Steinzeit."

Zu den großen Problemen des Landes zählt die fast völlig fehlende Infrastruktur. Befestigte Straßen gibt es nur wenige, in viele Dörfer, die etwa in den Bergregionen liegen, führt nur ein Trampelpfad. "Es gibt Dörfer, da waren seit zwanzig Jahren keine Ausländer mehr. Wenn da jetzt Deutsche oder Amerikaner hinkommen, denken die Leute, das sind sowjetische Soldaten", erzählt ein Geheimdienstler, der kürzlich das Land bereiste.

Die fehlende Infrastruktur, das rauhe Klima mit sehr harten, langen Wintern und die unzugänglichen Bergregionen erschweren auch den Kampf der US-Truppen gegen die militante afghanische Opposition. Zwar sprechen westliche Geheimdienste nur von maximal 1 500 Mann, die in den drei wichtigsten Rebellengruppen - Taliban, die Hizb-e Islami von Gulbuddin Hekmatyar sowie die Gruppe des paschtunischen Stammesführers Haqqani - kämpfen. Deren Rückzugs- und Operationsgebiet ist aber die schwer zugängliche Gebirgsregion im Südosten Afghanistans, an der Grenze zu Pakistan. Hier, im Kernland der Paschtunen, haben die Kämpfer auch großen Rückhalt in der Bevölkerung. "Realistisch gesehen können die Amerikaner den Guerillakrieg dort nur dann erfolgreich gestalten, wenn es ihnen gelingt, dieses Unterstützerpotenzial für sich zu gewinnen", sagt der Sicherheitsbeamte. "Danach sieht es derzeit aber nicht aus."

Den "worst case", den schlimmsten Fall, der das Bemühen um eine politische Stabilisierung Afghanistans entscheidend zurückwerfen könnte, sehen westliche Geheimdienste in einer Ermordung des Präsidenten Hamid Karsai. Er ist daher das Hauptzielobjekt der militanten Opposition. "Karsai ist nicht zu ersetzen, und es gibt bei den Amerikanern auch derzeit keinen Plan B, den man aus der Tasche zieht, sollte der Präsident einem Anschlag zum Opfer fallen", so der Beamte. Zwar sei die administrative Nachfolge geregelt, aber das persönliche Machtvakuum, das Karsai hinterlassen würde, wäre nicht so schnell zu füllen.



http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/458334.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 18:10:10 Mi. 28.September 2005
Zitat
Mittwoch 28. September 2005, 15:53 Uhr
Bundestag weitet in großer Eintracht Afghanistan-Einsatz aus

Berlin (dpa) - Der Bundestag hat den gefährlichen Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr in großer Eintracht ausgeweitet und um ein Jahr verlängert. Die Zahl der deutschen Soldaten wird von 2250 auf 3000 erhöht.

Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) und Außenminister Joschka Fischer (Grüne) sowie Redner von Union und FDP betonten in der letzten Sitzung des alten Bundestags am Mittwoch, ohne die internationalen Schutztruppe ISAF und die Beteiligung deutscher Soldaten liefe Afghanistan Gefahr, wieder zu einer Brutstätte für Terrorismus werden.

Struck sagte in der Sondersitzung: «ISAF ist kein Kriegseinsatz, sondern eine Friedensmission.» So wahre der Bundeswehreinsatz, der ein hohes Risiko für die Soldaten berge, auch Deutschlands Sicherheit. Der Minister erinnerte an die 17 deutschen Soldaten, die in dem bisher fast vierjährigen Einsatz ums Leben kamen.

Nach dem neuen Mandat wird die Bundeswehr als bereits größte Truppenstellerin der ISAF die Zahl ihrer Soldaten von 2250 auf 3000 erhöhen und an einem weiteren Standort die Arbeit der Wiederaufbauteams im Norden des Landes koordinieren. Ferner können deutsche Soldaten bald im ganzen Land - auch im bisher von den USA überwachten unsicheren Osten - eingesetzt werden, wenn die ISAF dort Truppen stationiert hat. Das bis zum 13. Oktober laufende Mandat wurde um ein Jahr verlängert. Die Kosten betragen 319 Millionen Euro.

535 Abgeordnete stimmten für diese Ausdehnung des Einsatzes unter NATO-Dach, 14 dagegen, vier enthielten sich. Unter den Gegnern ist auch der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele sowie die beiden Abgeordneten der Linkspartei, Gesine Lötzsch und Petra Pau. Letztere warf der noch amtierenden rot-grünen Koalition vor, weiter auf dem «Kriegspfad» zu bleiben. Ströbele sagte, für die Mission sei keine Ausstiegsstrategie, sondern vielmehr eine weitere «Eskalation der Bundeswehreinsätze in Afghanistan» in Sicht.

Fischer sagte in seiner letzten Bundestagsrede in dieser Funktion, die Ausdehnung des Einsatzes sei nicht Ausdruck einer Krise. «Es ist das Gegenteil.» Das hätten die ersten Parlamentswahlen in Afghanistan seit 36 Jahren gezeigt. Den Grünen zufolge wäre ein Abzug der Bundeswehr als größte und in der afghanischen Bevölkerung besonders angesehene Truppe ein Rückschlag für die Handlungsfähigkeit der ISAF und damit auch der UN. Auch Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) sagte: «Wer diesen Einsatz ablehnt, nimmt einen Rückfall in alte, schreckliche Zeiten in Kauf.»

Die Sondersitzung war nötig geworden, weil die Vereinten Nationen ihr Mandat für die ISAF erst nach der letzten regulären Sitzung des alten Bundestags verlängert hatten. Die Bundeswehr wird künftig neben ihren bereits bestehenden Standorten der Wiederaufbauteams (PRT) in Kundus und Feisabad im Norden Afghanistans einen weiteren Stützpunkt in Masar-i-Sharif mit rund 300 Soldaten einrichten. Von dort aus sollen die PRT koordiniert werden. An der Drogenbekämpfung sollen sich die deutschen Streitkräfte weiterhin nicht beteiligen. Allerdings sagte Struck: «Der Drogenhandel bleibt ein Riesenproblem.»

Die Vorsitzenden der künftigen Linkspartei-Fraktion, Gregor Gysi und Oskar Lafontaine, sprachen von einer geplanten Verknüpfung von ISAF mit dem «völkerrechtswidrigen Kriegseinsatz der USA in Afghanistan». Die USA führt mit 18 000 eigenen Soldaten den Anti- Terror-Kampf «Enduring Freedom» (OEF) in Afghanistan, an dem auch einige deutsche Elite-Soldaten beteiligt sind. Rechtsgrundlage für «Enduring Freedom» ist eine Resolution des UN-Sicherheitsrates vom September 2001, in der die Terroranschläge auf die USA als Bedrohung der internationalen Sicherheit verurteilt werden. Struck lehnte Pläne in der NATO erneut entschieden ab, ISAF und OEF zusammenzulegen.

http://de.news.yahoo.com/050928/3/4pgid.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Carsten König am 20:24:06 Fr. 07.Oktober 2005
2020...? Wenn das mal reicht!

Oder formulieren wir es mal pragmatischer: Solange die in der Region vorhandenen Ölreseveren sprudeln.
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 21:31:26 Fr. 07.Oktober 2005
Bis 2020!!! Hat Afghanistan auch ein Aufbauprogramm Ost?

Wohl kaum. Es geht eher um die gute geostrategische Lage des Landes ringsum die vielen Förderquellen fossiler Energieträger und Bodenschätze für die USA. Afghanistan ist wie ein großer Wachturm mit Blick nach den Iran, Irak, die Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Kaukasus, Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan, Asherbaidshan, Kaspisches Meer, mit schnellem Zugriff auf die Bodenschätze Sibiriens. Das ist alles Bushs und seiner Vettern seins, so wie der Osten Deutschland Kohls seins war - so von einem Sketch von Thomas Freitag über die Zwangsvereinigung in einem Spottlied treffend dargestellt

Die BRD muß ja als großer Dussel und Büttel für fremde Wirtschafts- und Profitinteressen Wache schieben und diese Schutzleistungen auch noch selber bezahlen statt bezahlt zu werden, damit kein anderer da ran kann und als Dank bekommen wir von den Amis noch fettte Energieabrechnungen für unsere ölabhängige Wirtschaft präsentiert. Die BRD räumt den Schutthaufen auf eigene Kosten weg, den die Amis verursacht und hinterlassen haben.

Terrorismus ist doch nur ein vorgeschobener Grund, um dort frei schalten und walten zu können. Es ist eine Finte. Der Terrorist sind die USA selbst, der sich in die inneren Angelegenheiten jedes anderen Landes einmischt, sobald er für sich neue Profitquellen erschließen kann.

Wenn Struck rumfaselt, das geschehe zu Schutze Deutschlands, dann ist mir noch nicht geläufig, daß Afghanistan ein neues Bundesland der BRD ist und wir uns innerhalb eigener Grenzen als so friedliebendes Land nur verteidigen.

Ich sehe das als Wiederholung des 1. Weltkriegs an. Damals finanzierte die Deutsche Bank weit vor Kriegsbeginn für die Kolonialinteressen des Kaiser Wilhelms den Bau der Bagdad- und Hedschasbahn als militärisches Sprungbrett in den Nahen und Mittleren Osten bis hinunter nach Indien. Die Wiederholung der Eroberungs- und Raubzüge eines Alexander des Großen.

Wikipedia: Die Bagdadbahn (http://de.wikipedia.org/wiki/Bagdadbahn)

Wikipedia: Die Hedschasbahn (http://de.wikipedia.org/wiki/Hedschasbahn)

Wilhelm II. erhoffte sich durch das Projekt als wichtigste Landverbindung zwischen Europa und dem Persischen Golf einen weiteren Einflussgewinn im geschwächten Osmanischen Reich, das im Zuge damaliger Kolonialpolitik schon länger ins Zentrum deutscher Interessen gerückt war. Das Deutsche Reich wollte in Vorderasien expandieren. Zudem sollte der entdeckte Ölreichtum Mesopotamiens durch eine Direktverbindung Deutschlands mit der Golfregion wirtschaftlich genutzt werden, denn eine direkte Eisenbahnverbindung zwischen Berlin und Konstantinopel existierte bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts. Weiterhin sollten neue Absatzmärkte für deutsche Produkte erschlossen und am Persischen Golf ein Stützpunkt für die deutsche Handels- und Kriegsflotte errichtet werden. ...

... Über Bagdad und Kuwait hinaus geführt, hätte die Linie zum schnellsten und wirtschaftlichsten Verkehrsweg zwischen Europa und Indien werden können. Doch die Bahn geriet in den Brennpunkt der Orientpolitik der damaligen europäischen Großmächte Großbritannien, Frankreich und Russland. Durch das Projekt sahen diese ihren Einfluss im strategisch wichtigen Nahen Osten bedroht. Vor allem Großbritannien beargwohnte die Bagdadbahn, stand dieser als Verkehrsweg doch in direkter Konkurrenz zum Sueskanal. Wohl auch deshalb ging das Vereinigte Königreich auf mehrere deutsche Angebote, in das Projekt einzusteigen, nicht ein. Eine weitere Bedrohung für britische Interessen war die geplante Errichtung eines Militärstützpunktes am Persischen Golf. Russland stellte sich vor allem gegen die Bagdadbahn, weil es zu dieser Zeit selbst eigene Eisenbahnprojekte in Persien vorantrieb. Deutschlands Provokation durch die Intensivierung der politischen, wirtschaftlichen und militärischen Beziehungen mit dem Osmanischen Reich führte im Nachhinein zu einer Annäherung der drei Mächte und war einer der vielen Gründe, die zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs im August 1914 führten. ...

... Die Bahn spielte vor allem deshalb eine kriegswichtige Rolle, weil das Deutsch Reich sich mit ihrer Hilfe unabhängig von Ölimporten aus den USA machen wollte. Im Falle einer Seeblockade hätte der Ausfall der Öllieferungen kriegsentscheidend sein können. Bereits 1911 sicherte sich die Deutsche Bank als Führer des Betreiberkonsortiums vom Osmanischen Reich das Recht, Öl- und Mineralvorkommen in einem Streifen von 20 Kilometer Breite um die Bahnstrecke abbauen zu können.

Die deutsch-osmanische Allianz benutzte die bereits fertig gestellten Abschnitte, es waren im Jahre 1914 erst 1.094 Kilometer, während des Krieges zur logistischen Unterstützung. Transportiert wurden vor allem Truppen und Waffen.

Die Bagdadbahn spielte beim Völkermord an den christlichen Armeniern eine nicht zu unterschätzende Rolle. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg stellte der Osmanische Staat unzählige Armenier zu Arbeitseinsätzen beim Eisenbahnbau ab. Mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges wurde die Zwangsarbeit ausgeweitet. Mehrere zehntausend Armenier starben beim Bau der Strecke. Ab Oktober 1915 diente die Bahn mit deutscher Unterstützung auch als Transportmittel für die systematische Deportation der Armenier aus ihren Siedlungsgebieten in Richtung syrische Wüste.

Die aktuelle zweiteilige ARD-Geschichtsdokumentation über die Bagdadbahn:

ARD - Die Bagdad-Bahn – ein Abenteuer in der Wüste (http://www.daserste.de/bagdadbahn/)

1. Teil Die Bagdad-Bahn - Mo, 17.11.2008, 21.00 Uhr: Aufbruch ins Ungewisse
2. Teil: Die Bagdad-Bahn - Mo, 24.11., 21.00 Uhr: Auf gefährlichen Pfaden
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:24:14 Sa. 08.Oktober 2005
...soll die sich zurückziehenden Amis ersetzen.
Zitat
6.10.05 - Nato verdoppelt Truppen in Afghanistan
Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer kündigte die Entsendung von weiteren 10.000 bis 15.000 Soldaten nach Afghanistan an. Die Nato-Truppen sollen die US-Truppen im Süden des Landes ersetzen.
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 02:36:24 So. 09.Oktober 2005
und deshalb ziehen sie sich zurück:

Zitat
Samstag 8. Oktober 2005, 21:24 Uhr
200. US-Soldat seit Beginn der Afghanistan-Mission getötet

Kabul (AFP) - In Afghanistan ist ein US-Soldat durch eine Minen-Explosion ums Leben gekommen. Wie die US-Streitkräfte am Samstag bekannt gaben, ereignete sich der Zwischenfall am Vortag in der Provinz Helmand. Damit erhöhte sich die Zahl der US-Soldaten, die seit dem Beginn des US-Einsatzes in Afghanistan getötet wurden, auf 200.

http://de.news.yahoo.com/051008/286/4pvog.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 17:26:59 So. 09.Oktober 2005
Zitat
200. US-Soldat seit Beginn der Afghanistan-Mission getötet

Diejenige, der sich freiwillig oliv anzieht, sollte sich auch hier schon mal darauf vorbereiten, daß es vielleicht einen Heimflug unter einer Decke in Nationalfarben gibt....
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 22:40:51 So. 09.Oktober 2005
ja, die Finanzierung dafür ist schon gesichert...

http://www.chefduzen.de/thread.php?threadid=3350
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 18:43:53 Mi. 16.November 2005
Zitat
Mittwoch 16. November 2005, 16:44 Uhr
Zeitung: Taliban planten Anschlag auf deutschen ISAF-Kommandeur

Berlin (ddp). Der jüngste Anschlag auf deutsche Soldaten in Kabul galt nach Informationen der Tageszeitung «Die Welt» möglicherweise dem deutschen Kommandeur der ISAF-Schutztruppe. Wie das Blatt in seiner Donnerstagausgabe unter Berufung auf Bundeswehrkreise schreibt, soll Ziel des Anschlags ein Bundeswehr-Fahrzeug gewesen sein, in dem sich der Kommandeur befunden habe.

Die radikal-islamischen Taliban, die sich zu dem Anschlag bekannt haben, sollen den Angaben zufolge konkrete Informationen über die Bewegungen der deutschen Truppen in der afghanischen Hauptstadt besitzen. Nach Darstellung des Blattes haben die deutschen Truppen in Afghanistan bereits seit Beginn ihres Einsatzes ein großes Problem mit einheimischen Spionen.

Die Bundeswehr ist derzeit mit rund 2300 Soldaten in Afghanistan präsent und beschäftigt an den drei Standorten Kabul, Kundus und Faisabad zahlreiche einheimische Hilfskräfte. Dabei würden die Taliban und andere afghanische Terrorgruppen gezielt deutschsprechende Afghanen als Hilfspersonal in die Bundeswehr-Stützpunkte einschleusen, hieß es.

(ddp

http://de.news.yahoo.com/051116/336/4rnku.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 17:33:23 Mi. 28.Juni 2006
Kabul (dpa) - Beim zweiten Anschlag auf die Bundeswehr im nordafghanischen Kundus binnen weniger Stunden sind in der Nacht zu Mittwoch drei deutsche Soldaten leicht verletzt worden.

Zunächst sei ein Bombenanschlag auf eine Patrouille südlich der Stadt verübt worden, sagte ein Sprecher der Bundeswehr im nordafghanischen Masar-i-Scharif. Am Dienstag wurde der erste Selbstmordanschlag verübt. Bei dem Attentat waren keine Soldaten verletzt oder getötet worden.

Die Bundeswehr hatte am 1. Juni das Regionalkommando über die Internationale Schutztruppe ISAF in Nordafghanistan übernommen. Beim ISAF-Einsatz der Bundeswehr wurden bisher 18 deutsche Soldaten getötet. Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verschlechtert.

http://www.gmx.net/de/themen/nachrichten/deutschland/verteidigung/2508868,cc=000000160300025088681hOqQl.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 10:59:26 Fr. 30.Juni 2006
Zitat
SPD nicht gegen mehr Bundeswehrsoldaten in Afghanistan
Freitag 30. Juni 2006, 10:42 Uhr

Frankfurt am Main/Berlin (AFP) - Die SPD ist bereit, mehr deutsche Soldaten in Afghanistan zu akzeptieren. "Wenn die Führung der Bundeswehr die Entsendung spezieller Truppenteile zusätzlich nach Afghanistan fordert, werden wir uns dem nicht verschließen", sagte der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, der "Frankfurter Rundschau". Die Bundeswehr darf nach dem derzeitigen Mandat bis zu 3000 Soldaten an den Hindukusch schicken. Derzeit sind etwa 2700 dort stationiert.

Das parlamentarische Mandat für die deutsche Beteiligung an der  Internationalen Schutztruppe für Afghanistan (ISAF) muss nach Arnolds Einschätzung auch nach den jüngsten Anschlägen nicht verändert werden. Dass die Anschläge in Afghanistan zugenommen hätten, erinnere an die "Methoden des Irak", sei aber "noch keine Irakisierung", sagte der SPD-Politiker.

Der Bundeswehrverband drängt indes angesichts der zunehmenden Anschläge auf Soldaten in Afghanistan darauf, die Entwicklungshilfe für das ehemalige Bürgerkriegsland deutlich aufzustocken. "Die wirtschaftliche und die finanzielle Unterstützung müssen nachhaltig ausgeweitet werden", sagte der Verbandsvorsitzende Bernhard Gertz der "Berliner Zeitung". Die Gewalt nehme zu, weil die Lebensverhältnisse der Bevölkerung sich seit dem Sturz des Taliban-Regimes nicht entscheidend verbessert hätten. Nötig sei daher ein Gesamtkonzept zur Bekämpfung des Drogenanbaus. "Wir brauchen einen Markt für Ersatzfrüchte und marktgerechte Preise, die den Bauern ein Auskommen auch ohne Drogenanbau ermöglichen", sagte Gertz.

Zudem müsse sicher gestellt werden, dass die von der internationalen Gemeinschaft ausgebildeten Polizisten und Soldaten ordentlich bezahlt würden. Wegen des schlechten Lohns liefen diese derzeit zum Teil zu den Truppen lokaler Machthaber über oder seien anfällig für Korruption. Es reiche nicht, für die Stabilisierung des Landes auf die internationalen Truppen zu setzen. "Eine militärische Lösung ist nicht möglich", sagte Gertz.

Zusätzliche Ausrüstung der deutschen Soldaten in Afghanistan hält Gertz nicht für nötig. "Wir haben keinen unmittelbaren Ergänzungsbedarf." In der Nacht zum Mittwoch waren deutsche Soldaten der ISAF zum dritten Mal in drei Tagen Ziel eines Anschlags geworden.

http://de.news.yahoo.com/30062006/286/spd-bundeswehrsoldaten-afghanistan.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 16:49:09 Fr. 30.Juni 2006
Eben, der Großen Koalition trieft schon die dicke Kolonialgeifer aus den Mundwinkeln. Ein teutonisches Großgermanien will großspurig in aggressiver Weise wieder zu einer Kolonialmacht aufsteigen nach der Manier "Deutschland, Deutschland über alles ..." . Die deutsche Wirtschaft braucht die Söhne des deutschen Volkes als Kanonenfutter zum Opfern und der Bundestag verneigt sich tief vor dem Willen der deutschen Wirtschaft der Krupps, Thyssens, Henkels, Hundts und Co.

Marlene Dietrich: Sag mir wo die Blumen sind (Where have all the flowers gone?) (http://de.wikipedia.org/wiki/Sag_mir,_wo_die_Blumen_sind)
Autor: Pete Seeger

Sag mir wo die Blumen sind, wo sind sie geblieben?
Sag mir wo die Blumen sind, was ist geschehen?
Sag mir wo die Blumen sind, Madchen pflückten sie geschwind.
Wann wird man je verstehen, wann wird man je verstehen?

Sag mir wo die Mädchen sind, wo sind sie geblieben?
Sag mir wo die Mädchen sind, was ist geschehen?
Sag mir wo die Mädchen sind, Männer nahmen sie geschwind.
Wann wird man je verstehen, wann wird man je verstehen?

Sag mir wo die Männer sind, wo sind sie geblieben?
Sag mir wo die Männer sind, was ist geschehen?
Sag mir wo die Männer sind, zogen fort; der Krieg beginnt.
Wann wird man je verstehen, wann wird man je verstehen?

Sag mir wo die Soldaten sind, wo sind sie geblieben?
Sag mir wo die Soldaten sind, was ist geschehen?
Sag mir wo die Soldaten sind, über Gräbern weht der Wind.
Wann wird man je verstehen, wann wird man je verstehen?

Sag mir wo die Gräber sind, wo sind sie geblieben?
Sag mir wo die Gräber sind, was ist geschehen?
Sag mir wo die Gräber sind, Blumen wehn im Sommerwind.
Wann wird man je verstehen, wann wird man je verstehen?

Sag mir wo die Blumen sind, wo sind sie geblieben?
Sag mir wo die Blumen sind, was ist geschehen?
Sag mir wo die Blumen sind, Madchen pflückten sie geschwind.
Wann wird man je verstehen, wann wird man je verstehen?

Das Lied entstand stückweise am Ende der 1950er Jahre. Pete Seeger gibt an, die Grundidee einem ukrainischen Volkslied entlehnt zu haben, von dem er drei Verse als Zitat in dem Roman Der stille Don von Michail Scholochow entdeckt hatte:

Ähnlichkeiten mit dem deutschen (ursprünglich litauischen) Volkslied "Wilde Schwäne" sind auffällig, auch hier wird die Botschaft über die Assoziationskette "Natur" - "Brautkranz" - "Mann im Krieg" transportiert. Die Frage "Wo sind sie?" als Stilmittel zur Verdeutlichung von Vergänglichkeit hat eine lange literarische Tradition, etwa im "Ubi sunt"-Motiv der mittelalterlichen Dichtung.

Die Grundidee zur Melodie entstammt laut Seeger dem Song Drill Ye Tarriers Drill.

Der Text hat die Form eines Kettenlieds, bei dem jede Strophe mit dem Schlussgedanken der vorhergehenden Strophe eingeleitet wird. Da die Gedankenkette wieder in die erste Strophe einmündet, könnte das Lied theoretisch unendlich weitergesungen werden. Mit dieser Form symbolisiert Pete Seeger den ewigen Kreislauf des Krieges, der nur durchbrochen werden kann, wenn die Menschheit aus den Fehlern früherer Generationen zu lernen beginnt.

Deutscher Text

Der deutsche Text stammt von dem Liedtexter Max Colpet. Als Vorlage diente ihm neben Seegers Originaltext das Gedicht Nach einem alten Lied (Sagt wo sind die Veilchen hin) von Johann Georg Jacobi aus dem Jahr 1782. Die deutsche Version wurde erstmals 1962 von Marlene Dietrich aufgeführt, die das Lied auch auf englisch und französisch sang und maßgeblich zum Welterfolg des Titels beitrug. Weitere bekannte Interpreten waren u.a. Hildegard Knef, Nana Mouskouri, Joan Baez, Juliane Werding und Hannes Wader. Pete Seeger erwähnte in einem Interview anerkennend, dass der deutsche Text beeindruckender klinge als sein Originaltext, und sich auch besser singen lasse.

Friedrich Kurz verfasste 1993 unter dem Titel Sag mir, wo die Blumen sind ein Musical über das Leben von Marlene Dietrich.

Die Entstehungsgeschichte des Songs (http://www.fortunecity.com/tinpan/parton/2/where.html)

Bob Dylan: Blowin in the Wind (geschrieben im Wind)

wie viele Straßen muß ein Mann gehen
bevor man ihn einen Mann nennt
Wie viele Meere musss eine weiße Taube passieren
bevor sie im Sand schläft
ja, und wie lange muss eine Kanonenkugel fliegen
bevor sie für immer verboten wird

die Antwort mein Freund weiß ganz allein der Wind
die Antwort weiß ganz allein der Wind

JA, und wie lange kann ein Berg existieren
bevor er im Meer verwaschen ist
wie viele Jahre müssen einige Menschen leben
bevor ihnen erlaubt wird frei zu sein
Wie oft kann ein Mann seinen Kopf drehen
und so tun als wenn er einfach nichts sieht

die Antwort mein Freund weiß ganz allein der Wind
die Antwort weiß ganz allein der Wind

Ja, und wie oft muss ein Mann auf blicken
bevor er den Himmel sehen kann
Ja, und wie viele Ohren muss ein Mann haben
bevor er Menschen weinen hören kann
Ja, und wie viele Tote wird es brauchen
bis er weiß, dass zu viele Menschen gestorben sind

die Antwort mein Freund weiß ganz allein der Wind
die Antwort weiß ganz allein der Wind

Aus der einverleibten DDR können die Besatzer nichts mehr herausquetschen, also ist man auf der Suche nach neuen Jagd- und Profitweidegründen bzw. man räumt den Amis ihren Dreck weg, den sie hinterlassen haben, da sie die Gaben der freien westlichen Welt in Form von abgeworfenen Bomben von sehr hochfliegenden B-52-Bombern auf die neuen Kolonien und Kontrollstützpznkte herabregnen lassen. Die Terroristenlegende braucht man nur zum Anlaß, um in andere Länder einzufallen.

Die BRD ist der Hanswurst der USA, für die Drecksarbeit zuständig!
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 15:57:24 Di. 04.Juli 2006
Zitat
Wenn sich die Sicherheitslage weiter verschlechtern sollte, dann wird das auch seine Spuren bei der Motivation der Soldaten hinterlassen.
:D
Oberst Bernhard Gertz,  Vorsitzender des Deutschen Bundeswehr-Verbandes, über Einsatzperspektiven deutscher Soldaten in Afghanistan am Montag im Deutschlandradio
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: aian19 am 13:36:01 Mi. 05.Juli 2006
Bin ja mal gespannt, wieviele nachträglich noch den Wehrdienst verweigern werden, damit sie aus der Geschichte rauskommen.....

Spannend wird´s dann, wenn der Bundeswehr die Nachrücker fehlen...wird dann die Zwangsrekrutierung eingeführt ???

Ich weiß schon, warum ein Großteil meiner Vorgesetzten damals gesagt hat:
"Mein Sohn geht auf keinen Fall zur Bundeswehr !"

Gerade, wenn man jetzt liest: Winterschlafsäcke, falsches Schuhwerk - jeder, der beim Bund war, weiß, VÖLLIG NORMAL !!! :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 10:28:32 Do. 28.September 2006
Zitat
Deutscher Botschafter in Afghanistan warnt vor Katastrophe
Donnerstag 28. September 2006, 08:11 Uhr
von AFP  
 
Die Lage in Afghanistan ist offenbar so bedrohlich wie nie zuvor: Nach Informationen der "Bild"-Zeitung klärte der deutsche Botschafter in Kabul, Hans-Ulrich Seidt, den Auswärtigen Ausschuss des Bundestages am Mittwoch unter strengster Geheimhaltung über die wahre Gefährdungslage auf. Heute will das Parlament das Mandat der 2750 Bundeswehr-Soldaten um ein Jahr verlängern. Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) warnte vor der "falschen Erwartung", dass "diese Aufgabe kurzfristig zu erledigen wäre".

Nach Aussage des Diplomaten könnte es passieren, dass die afghanische Regierung in den kommenden zwölf bis achtzehn Monaten die Kontrolle über das Land verliert. Es könne zur Katastrophe kommen, sollten die Sicherheitskonzepte nicht entsprechend angepasst werden, soll er laut Teilnehmern der Sitzung gewarnt haben. Außerdem sei der Süden Afghanistans von den NATO-Soldaten militärisch nicht zu gewinnen, habe Seidt gesagt.

Die internationale Gemeinschaft habe Mitverantwortung für den Aufbau einer neuen Staatsstruktur übernommen, sagte Wieczorek-Zeul dem "Tagesspiegel". "Wer sich zu früh zurückzieht, der riskiert, dass alles wieder zusammenbricht und das Land wieder zu einem Rückzugsgebiet des internationalen Terrorismus wird."

Wieczorek-Zeul verwies darauf, dass es trotz aller Risiken "große Fortschritte" in dem Land gebe. "Sieben Millionen Kinder gehen wieder in die Schule. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit hat 230 Schulen wiederaufgebaut. Wir haben auch dazu beigetragen, die Versorgung mit Trinkwasser wieder zu sichern. Wir helfen zusammen mit einem Weltbankfonds, staatliche Strukturen und Beschäftigung aufzubauen."

Zugleich gab die SPD-Politikerin zu: "Keine Zweifel, es gibt zunehmende Schwierigkeiten, es gibt zunehmende Gewalt. Doch eine breite Unterstützung der Afghanen für die Taliban sehe ich auch im unruhigen Süden des Landes nicht, eher Enttäuschung, dass der Wiederaufbau die Menschen dort nicht erreicht."

Der CSU-Bundestagabgeordnete Peter Gauweiler sprach sich dagegen für eine grundsätzlich neue Strategie in Afghanistan aus. Gauweiler sagte der "Süddeutschen Zeitung", der Konflikt in Afghanistan könne nicht mehr gewonnen werden - "auch deswegen nicht, weil sich der afghanische Staatsapparat partiell mit Drogenbanden und dem organisierten Verbrechen verbunden hat und von Korruption beherrscht wird." Es drohe "eine Irakisierung" in Afghanistan.

http://de.news.yahoo.com/28092006/286/vermischtes-deutscher-botschafter-afghanistan-warnt-katastrophe.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Troll am 07:52:41 Fr. 29.September 2006
Zitat
hib-Meldung  27.09.2006
Klares Votum für Fortsetzung des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan

Auswärtiger Ausschuss/
Berlin: (hib/BOB) Der Auswärtige Ausschuss hat am Mittwochmittag einer Fortsetzung der deutschen Beteiligung an der NATO-geführten internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe in Afghanistan (ISAF) bis zum 13. Oktober 2007 zugestimmt. Die Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD stimmte ebenso für einen entsprechenden Antrag der Bundesregierung (16/2573) wie die FDP und Bündnis 90/Die Grünen. Die Linksfraktion votierte gegen den Einsatz. Die Kosten für die Mission, so die Regierung, würden in diesem Haushaltsjahr rund 101 Millionen Euro betragen; 2007 werde mit Ausgaben von rund 359 Millionen Euro gerechnet. Der Bundestag hatte bereits im vergangenen Jahr das Mandat so angepasst, dass es der "erweiterten Rolle und Verantwortung Deutschlands in Afghanistan", so der Antrag, entspreche und der Ausdehnung des ISAF-Verantwortungsgebiets auf das ganze Land Rechnung trage. Neben dem operativen Schwerpunkt im Norden Afghanistans könnten deutsche Soldaten nach dem heutigen Beschluss "zeitlich und im Umfang begrenzt" auch in anderen Regionen eingesetzt werden, "sofern dies zur Erfüllung des ISAF-Gesamtauftrages unabweisbar ist". Dies gelte insbesondere für die Logistik und die Sanitätsversorgung sowie Nachrichtengewinnung und Aufklärung. Der Bundestag soll am morgigen Donnerstag über das Mandat für Afghanistan abstimmen. Ein Entschließungsantrag der Linksfraktion (16/2623), in dem unter anderem gefordert wurde, einen Zeitplan für den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan vorzulegen, wurde im Ausschuss mit breiter Mehrheit abgelehnt.
Quelle: hib (http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2006/2006_281/01.html)
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 19:08:53 Di. 28.November 2006
Zitat
Hintergrund: Über 30.000 Soldaten in Afghanistan
Der größte Einsatz macht dem Bündnis Sorge
28. November 2006
Berlin - Das militärische Engagement in Afghanistan stellt die NATO und ihre Verbündeten auf die Probe. Mit dem Befehl über derzeit mehr als 30.000 Soldaten in der Internationalen Schutztruppe für Afghanistan (ISAF) kommandiert die Allianz dort ihren mit Abstand größten Einsatz. Aufgabe von ISAF ist die Zentralregierung in Kabul beim Wiederaufbau und der Stabilisierung des Landes zu unterstützen.

An der Spitze der Ende 2001 beschlossenen ISAF steht die NATO seit August 2003. Die Herausforderung war dabei die schrittweise Ausweitung des Einsatzgebietes von der Hauptstadtregion Kabul auf das ganze Land. Nach dem Norden, Westen und Süden wurde dieser Prozess erst nach drei Jahren im Oktober mit der Übernahme der Verantwortung auch im Osten Afghanistans abgeschlossen. Süden und Osten gelten insbesondere wegen der in jüngster Zeit wieder zunehmenden Angriffe der radikalislamischen Taliban als die gefährlichsten Regionen.

Größter ISAF-Truppensteller sind die USA mit rund 12.000 Soldaten. Großbritannien folgt mit etwa 6.000 Soldaten vor Deutschland mit 2.800, Kanada mit 2.500, den Niederlanden mit 2.000 und Italien mit rund 1.800 Soldaten. Insgesamt beteiligen sich derzeit 37 Länder an der Schutztruppe. Österreich - als Mitgliedsland der NATO-Partnership for Peace (PfP) - ist mit vier Offizieren vertreten.

Seit Oktober unterstehen der NATO auch die Soldaten, die im Südosten des Landes im Rahmen des von der USA geführten Antiterror-Einsatzes "Enduring Freedom" (OEF) dienen. Auch für OEF sind die USA mit etwa 11.000 Mann wichtigster Truppensteller. (APA/AFP)

http://derstandard.at/?url=/?id=2676164

Zitat
Liste der ISAF-Kontingente
USA stellen mit 12.000 Mann die meisten Soldaten - Auch Österreicher in Kabul
Kabul - Die Beiträge der einzelnen Staaten zur Internationalen NATO-Schutztruppe für Afghanistan (ISAF) nach Angaben von deren Hauptquartier in Kabul:


Land                Soldaten
-----------------------------
 USA                   12.000
 Großbritannien         5.200
 Deutschland            2.750
 Niederlande            2.100
 Kanada                 1.800
 Italien                1.800
 Frankreich             1.000
 Rumänien                 750
 Spanien                  625
 Türkei                   475
 Norwegen                 350
 Dänemark                 325
 Belgien                  300
 Ungarn                   200
 Portugal                 180
 Griechenland             180
 Bulgarien                150
 Litauen                  135
 Tschechien               100
 Estland                   90
 Slowakei                  60
 Slowenien                 50
 Lettland                  35
 Island                    15
 Luxemburg                 10
 Polen                     10 Aus Staaten, die nicht der NATO angehören: Schweden                 350
 Australien               200
 Kroatien                 120
 Mazedonien               120
 Neuseeland               100
 Finnland                 100
 Albanien                  30
 Aserbaidschan             20
 Irland                    10
 Schweiz                    5
 ÖSTERREICH                 4
-----------------------------
                  über 31.000

(APA)
http://derstandard.at/?url=/?id=2676164
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 15:10:54 Sa. 24.Februar 2007
Zitat
Afghanistankrieg: Kriegstagebuch eines Bundeswehroffiziers        
von Uwe Lampe , 23.02.2007 -
 
Erfahrungen aus 13 Monaten Balkan und Hindukusch zwischen 2003-2006

Vorbemerkung der Redaktion:

Nachfolgend dokumentieren wir das Kriegstagebuch eines Oberstleutnants der Bundeswehr. Es zeichnet ein realistisches Bild dieser Kriege, macht ihre Sinnlosigkeit deutlich und straft den Eindruck der Regierung und der Mainstreammedien Lügen, daß es sich beim Bundeswehreinsatz um eine Friedensmission handelt, bei der die Soldaten vorwiegend Brunnen bohren, Schulen und Kindergärten errichten oder Straßen bauen.

Auch wenn der Autor den Einsatz der Bundeswehr dort und den Krieg nicht grundsätzlich ablehnt dokumentiert sein Tagebuch doch die ganze Verlogenheit der bisherigen Berichterstattung.

zum Tagebuch:

http://www.linkezeitung.de/cms/content/view/2170/32/
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 15:36:08 Sa. 31.März 2007
Zitat
Bundeswehrsoldaten in Afghanistan beklagen sich bei Beck
Samstag 31. März 2007, 12:33 Uhr
 
Mazar-i-Sharif (ddp-rps). SPD-Chef Kurt Beck will sich für eine bessere Unterbringung und Versorgung deutscher Soldaten bei Auslandseinsätzen stark machen. Bei einem Truppenbesuch im nordafghanischen Mazar-i-Sharif hatten sich Bundeswehrsoldaten bei Beck über ihre Unterkünfte, schlechte Telefonverbindungen in die Heimat und gekürzte Essenzuschüsse beschwert. Beck versicherte am Samstag: «Ich werde die Botschaft weitergeben.»

Die Situation im deutschen Camp werde sich wegen des kommende Woche startenden «Tornado»-Einsatzes noch verschärfen, hieß es. «Wenn die Motivation flöten geht, haben wir ein Problem», sagte ein Soldat zu Beck. Beklagt wurde, dass man inzwischen auf Feldbetten in einem Bürozelt übernachten müsse. Der rheinland-pfälzische Regierungschef räumte ein, hier müsse es eine «Weiterentwicklung» geben. Es könne nicht sein, dass in den für zwei Personen konzipierten Räumen auf Dauer drei Soldaten untergebracht seien.

Mazar-i-Sharif ist die erste Station einer mehrtägigen Afghanistan-Reise von Beck, auf der er sich im Norden des Landes über den zivilen Aufbau sowie den Einsatz der Bundeswehr informieren will. Zudem sind politische Gespräche in Kabul geplant.

http://de.news.yahoo.com/31032007/336/bundeswehrsoldaten-afghanistan-beklagen-beck.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Paul Brömmel am 20:48:35 Sa. 31.März 2007
Wenn Beck sich jetzt noch für Verbesserungen für die Soldaten einsetzt,wäre das eigentlich ein günstiger Zeitpunkt für die Umbenennung der SPD in "Soldaten Partei Deutschlands".

Von mir aus kann auch die ganze Bundeswehr nach Afghanistan.Dann kann sie nicht in Deutschland eingesetzt werden.
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: scalpell am 22:03:53 Sa. 31.März 2007
APROPO Bundeswehr.

Mein Vater hatte das große Pech im Jahre 1938 zur Reichswehr eingezogen zu werden. Ein Jahr später hat Hr. Adolf Hinkel  das Kriegsbeil ausgegraben und mein Vater war natürlich mit von der Partie da er schon in der Uniform steckte.

1950 ist er wieder nach Hause gekommen. Er hat nie darüber gesprochen was er dort alles für Dreck gesehen hat, nur soviel hat er immer gesagt. Von meinen Kindern wird keiner jemals eine Unform anziehen. Als ich dann mit 18 Jahren meinen Musterungsbescheid bekam hat mein Vater geschimpt wie ein Rohrspatz und hat einen sehr langen Brief an das Krieiswehrersatzamt und an den damaligen Verteidigungminister und noch einige andere geschriieben. Ich habe daraufhin keinen weiteren Schreiben vom Krieiswehrersatzamt mehr bekommen. Auch meine beiden Brüder 3 + 7 Jahre jünger wurden daraufhin nicht eingezogen. Danke mein lieber Vater dass du uns vor dieser Scheisse bewahrt hast kann ich da nur sagen (http://img339.imageshack.us/img339/4844/vergissmeiinnichthk5.jpg)
Ob einer der Politiker ihre Kinder auch nach Afghanistan schicken werden?
Scalpell
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Paul Brömmel am 22:17:57 Sa. 31.März 2007
"Ob einer der Politiker ihre Kinder auch nach Afghanistan schicken werden?
Scalpell"
Die Frage ist recht interessant. Aus den USA hört man recht oft,daß keine engen Angehörigen von Kongreßabgeordneten in Kriegsgebieten eingesetzt wären.Bei einem gewissen Herrn Bush sind sogar Militärakten verschwunden.Die Briten betreiben übermäßig viel Aufwand vor dem Kriegseinsatz ihres Prinzen im Irak ...
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Ziggy am 22:53:56 Sa. 31.März 2007
@scalpell
ALLE sollten so einen Vater haben!

Grüße, Ziggy
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: rendolf am 02:49:49 So. 01.April 2007
Zitat
Original von Ziggy
@scalpell
ALLE sollten so einen Vater haben!


Dem kann man nur uneingeschränkt zustimmen
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:23:55 Sa. 21.April 2007
Die Auslandseinsätze der Bundeswehr kosteten im Jahr 2006 893,8 Mio. Euro. Das waren 18 Prozent mehr als geplant. Am teuersten fiel der Einsatz im Rahmen der ISAF in Afghanistan mit über 500 Mio. Euro aus. (http://www.imi-online.de)
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Eivisskat am 17:10:15 Sa. 21.April 2007
Die G8 und ihre kriegerische Un-ordnungsfunktion

Täglich geben die deutschen Steuerzahler/innen allein für den Krieg in Afghanistan ca. 1 Million Euro aus. Gleichzeitig werden den gleichen Steuerzahler/inne/n die Löhne gekürzt und die Arbeitszeiten verlängert. Die Arbeitslosen bekommen immer weniger soziale Unterstützung, Hartz IV trifft immer mehr Menschen und stürzt sie in Armut.

Weltweit gibt es auf Grund der sog. Globalisierung immer mehr Verlierer/innen und wenige GewinnerInnen. Alle, die sich wehren, müssen mit Krieg rechnen, der als Krieg gegen den Terror verkauft wird.

Im Juni treffen sich die RepräsentantInnen der G 8, also der 7 wichtigsten kapitalistischen Länder und Russlands, in Heiligendamm an der Ostsee.

Allein die Sicherungsmaßnahmen für die G 8 - PolitikerInnen werden mit mindestens 10 Millionen Euro veranschlagt.

Mit schönen, die Realität verkleisternden Worten wie “Missionen”, “humanitäre Operationen” und “Krieg gegen den Terror” werden auch den BundesbürgerInnen neue Kriege schmackhaft gemacht, neue Lügen in die Welt gesetzt, weil ca. 30 Milliarden Euro für die jährliche Aufrüstung von Ihnen akzeptiert werden müssen.

JedeR kann sich vorstellen, wie diese ungeheuren Summen, die von uns aufgebracht werden müssen, besser eingesetzt werden können.

Quelle: http://www.bo-alternativ.de 21.04.07

X( ;( 8o
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 16:36:31 Fr. 04.Mai 2007
Zitat
Deutsche Militärausbilder nach Süd-Afghanistan?
Freitag 4. Mai 2007, 15:12 Uhr

Berlin (dpa) - Die Bundeswehr ist nach ZDF-Informationen vom Verteidigungsministerium in Afghanistan gebeten worden, Militärausbilder auch im heftig umkämpften Süden des Landes einzusetzen. Über einen entsprechenden Eil-Antrag solle Verteidigungsminister Franz Josef Jung in den nächsten Tagen entscheiden, berichtete der Fernsehsender.

Bisher sind deutsche Soldaten nur im vergleichsweise ruhigen Norden Afghanistans tätig. Angeblich geht es um 19 deutsche Militärausbilder, die als Teil eines aus 60 Soldaten bestehenden Teams bisher ein afghanisches Infanterie-Bataillon im nordafghanischen Kundus trainieren. Diese Einheit soll an diesem Wochenende in die südliche Unruheprovinz Kandahar verlegt werden. Dort soll dieses Bataillon laut ZDF auf Wunsch der Regierung in Kabul von den deutschen Soldaten in Kampfeinsätze begleitet werden.

Unter Berufung auf Bundeswehr-Kreise meldete der Sender den Eingang einer entsprechenden Anforderung. Derzeit werde der Wunsch geprüft.

http://de.news.yahoo.com/04052007/3/deutsche-militaerausbilder-sued-afghanistan.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 19:02:38 Sa. 05.Mai 2007
Zitat
Sechs deutsche Soldaten gehen zeitweise nach Südafghanistan
Samstag 5. Mai 2007, 15:53 Uhr
von AFP  
 
Sechs Bundeswehrsoldaten sollen im Rahmen von zwei Informations- und Erkundungsmissionen im besonders stark umkämpften Süden Afghanistans eingesetzt werden. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin bestätigte, wurden beide Einsätze von Ressortchef Franz Josef Jung (CDU) genehmigt. Die Obleute des Verteidigungsausschusses seien darüber durch ein Schreiben von Verteidigungsstaatssekretär Peter Wichert informiert worden. Der Einsatz finde im "Rahmen des gültigen Bundestagsmandates statt", schreibt Wichert darin nach einem Bericht der "Welt am Sonntag".
Weitergehende Anfragen von afghanischer Seite hatte Jung zuvor abgelehnt.

Bei dem ersten Einsatz sollen drei Bundeswehr-Soldaten im Süden des Landes bei der lokalen Bevölkerung für mehr Akzeptanz für die Internationale Schutztruppe ISAF werben. So sollten sie den Menschen Sinn und Zweck der Tätigkeit der ISAF-Soldaten erläutern, sagte der Ministeriumssprecher. Die Mission soll in der kommenden Woche beginnen und drei bis vier Wochen dauern. Der Sprecher verwies darauf, dass Deutschland derzeit die Führung des Bereichs operative Information innehat, in deren Rahmen der Einsatz erfolgt. Die Entsendung der drei Soldaten sei vom ISAF-Hauptquartier in Kabul angefordert worden. Auch bisher schon waren deutsche Soldaten an ähnlichen Aktionen beteiligt, laut Ministerium aber noch nie in Südafghanistan.

Bei dem zweiten Einsatz handelt es sich laut Ministerium um ebenfalls drei Soldaten. Sie sollten in Südafghanistan Einsatzbedingungen für ein bislang im Norden des Landes stationiertes Bataillon der afghanischen Streitkräfte erkunden und dabei klären, welche Ausrüstung und Stärke der Truppe erforderlich sei. Dieses Bataillon, an dessen Ausbildung Bundeswehrsoldaten beteiligt sind, solle voraussichtlich demnächst nach Südafghanistan verlegt werden.

Mit gut 3000 Soldaten ist Deutschland der drittgrößte Truppensteller der Afghanistan-Schutztruppe ISAF. Die Bundeswehrsoldaten sind in der Hauptstadt Kabul sowie in den nördlichen Städten Masar-i-Scharif, Kundus und Faisabad stationiert. Im Bundestags-Mandat für das deutsche ISAF-Kontingent heißt es, die deutschen Streitkräfte würden in den ISAF-Regionen Kabul und Nord eingesetzt. Das Mandat sieht aber auch vor, dass die Bundeswehr landesweit begrenzte Hilfseinsätze leistet, sofern diese zur Erfüllung des ISAF-Auftrags nötig sind.

http://de.news.yahoo.com/05052007/286/politik-deutsche-soldaten-gehen-zeitweise-s-dafghanistan.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:40:42 Sa. 19.Mai 2007
Zitat
Afghanistan

Deutsche Soldaten sterben bei Anschlag


Im verhältnismäßig ruhigen Norden Afghanistans sind bei einem Selbstmordanschlag vermutlich drei deutsche Soldaten ums Leben gekommen. Zwei weitere wurden verwundet. Nato und Bundeswehr haben die Opferzahlen bislang nicht bestätigt.
http://www.stern.de/politik/ausland/:Afghanistan-Deutsche-Soldaten-Anschlag/589304.html

Schulen und Krankenhäuser bauen...und mit Luftaufklärung Terroristen fangen...

Unsere Poliker sind nicht nur Lügner, es klebt auch Blut an ihren Händen.

Hier weiterlesen:
http://www.stern.de/politik/ausland/589305.html?nv=ct_mt
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:29:25 Sa. 19.Mai 2007
Endlich gibt es Kritik nicht nur von links, sondern auch aus dem bürgerlichen Lager.

Hier das Wirtschaftsmagazin HANDELSBLATT:

Zitat
HANDELSBLATT, Samstag, 19. Mai 2007, 12:57 Uhr
Anschläge in Afghanistan

Weitere Soldaten in Lebensgefahr
Die Anschläge am Samstagmorgen im nordafghanischen Kundus ziehen weitere Kreise: Während Verteidigungsminister Jung eine Dienstreise abbrach und die „feigen Anschläge“ scharf verurteilte, könnten weitere deutsche Soldaten in Lebensgefahr schweben. Auch die Attentäter haben sich inzwischen zu Wort gemeldet.

http://www.handelsblatt.com/news/Politik/International/_pv/_p/200051/_t/ft/_b/1270384/default.aspx/weitere-soldaten-in-lebensgefahr.html

Es geht ja nicht, daß unsere Jungs sich alle am Hindukusch wegbomben lassen, sie werden noch für Einsätze im eigenen Land gebraucht.
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:21:44 So. 20.Mai 2007
Zitat
Trauer um tote Deutsche - neuer Anschlag auf ausländische Soldaten
Der afghanische Präsident Karsai hat den Familien der drei toten Bundeswehrsoldaten sein Beileid ausgesprochen. Die Verletzten aus Kunduz werden am Abend heimgeflogen - ein Selbstmordattentäter versuchte heute erneut, ausländische Soldaten zu töten.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,483750,00.html

Es ist wirklich notwendig hier die Forderung aufrechtzuerhalten die Besatzertruppen zurückzuziehen! Es ist das eingetroffen, was von Anfang an Prophezeit wurde. Die Besatzer sind keine Freunde und Helfer und werden in dem Land nicht mit Jubel empfangen sonder als feindlich Okkupanten gesehen und behandelt.

Zitat
Generalbundesanwältin Monika Harms hat inzwischen Ermittlungen wegen des Anschlags auf die Bundeswehrangehörigen in Afghanistan aufgenommen.

Was ist das denn!?! Jetzt werden Deutsche Interessen nicht nur am Hindukusch verteidigt, jetzt betrachtet man schon Afghanistan als Deutsches Territorium? Das BKA ist keine militärische Organisation und hat in Afghanistan nichts verloren. (Was nicht heißen soll, die Bundeswehr hätte dort etwas verloren.)
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 21:27:31 So. 20.Mai 2007
Soldatengewerkschaft stellt Afghanistan-Einsatz in Frage

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,483808,00.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:10:23 Mi. 23.Mai 2007
Die Kriegstreiber haben mehr Muffensausen, als man ahnt.
Politiker äussern ihre Angst, daß der ohnein geringe Rückhalt in der Bevölkerung noch weiter wegbricht.

Wir müssen uns auf ein Propagandatrommelfeuer auf allen Kanälen einstellen: Wir dürfen die armen Menschen in Afghanistan nicht allein lassen. Unsere Truppen bringen Bildung, Gesundheit, Frauenrechte, blablabla...
Das Terrorargument zieht in Deutschland ja schon lange nicht mehr.

Und wir dürfen nicht müde werden zu fordern, daß die Bundeswehr sich sofort zurückziehen soll. Besatzer raus!
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 21:41:19 So. 17.Juni 2007
Zitat
Start der EUPOL-Mission von schwerem Anschlag überschattet
Sonntag 17. Juni 2007, 18:19 Uhr
von AFP  
 
Überschattet von einem Anschlag mit 35 Toten in Kabul hat die Europäische Union in Afghanistan ihre Mission zur Polizistenausbildung unter deutscher Leitung gestartet. Bei der Zeremonie zum Start der EUPOL-Mission in Kabul wurden die Flaggen auf Halbmast gesetzt, wie ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte. Die EU und Deutschland verurteilten den Anschlag, bekräftigten aber ihren Willen zu weiterem Engagement. Der Attentäter sprengte sich in einem Bus mit Polizeianwärtern und -ausbildern in die Luft. Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.

Die Explosion ereignete sich an einer belebten Stelle vor der Polizeizentrale. Laut Augenzeugen fehlten vielen Todesopfern Kopf oder Gliedmaßen. Der Sprecher der radikalislamischen Taliban, Saluhuddin Ajobi, sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Attentäter habe die Polizei auf Geheiß des Anführers Dschalaluddin Hakkani infiltriert. Unter den Verletzten waren laut Polizei zwei Japaner, ein Koreaner und zwei Pakistaner. Es handelte sich um den folgenschwersten Anschlag seit dem Sturz der Taliban im Jahr 2001. Bei einem weiteren Anschlag in der südlichen Provinz Kandahar starben drei Soldaten der US-geführten Koalitionstruppen und ein afghanischer Übersetzer.

Der afghanische Präsident Hamid Karsai, die Bundesregierung und die EU verurteilten den Anschlag scharf. Karsai erklärte, trotz solcher Angriffe werde Afghanistan am Wiederaufbau festhalten. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier erklärte, es handele sich um eine "hinterhältige Tat", die er "auf das Schärfste" verurteile. Die Taliban wollten Afghanistan ins Chaos stürzen. "Aber sie werden uns nicht einschüchtern", betonte Steinmeier.

Der EU-Gesandte Fransesc Vendrell sagte bei der Zeremonie, die Tatsache, dass ausgerechnet die Polizei Ziel des Anschlags in der Nacht gewesen sei, zeige die Schlüsselrolle der afghanischen Polizei für die Sicherheit des Landes. Im "Tagesspiegel" räumte er strategische Fehler ein. "Wir haben die Warlords nicht entwaffnet oder zerschlagen, haben schlechte Gouverneur zugelassen und Korruption."

In den vergangenen Jahren war Deutschland in Kabul für die Ausbildung zuständig gewesen, die Europäische Union startete nun unter deutscher Leitung ihre Polizeimission in Afghanistan (EUPOL). Langfristig sollen rund 195 Polizisten aus EU-Mitgliedsländern sowie aus Kanada und Norwegen die Ausbildung afghanischer Kräfte übernehmen. Deutschland stellt mit zunächst 60 Polizisten das größte Kontingent.

http://de.news.yahoo.com/17062007/286/politik-start-eupol-mission-schwerem-anschlag-berschattet.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 17:08:02 Fr. 22.Juni 2007
Nach einem Papier des Verteidigungsstaatssekretärs Thomas Kossendey fliegen die von der Bundeswehr in Aghanistan eingesetzten Tornado-Flugzeuge 50 Prozent ihrer Einsätze in heftig umkämpften Gebieten im Süden und Osten Afghanistans. Die mit hochauflösenden Kameras ausgestatteten Aufklärer geben ihre Fotos an die Besatzungstruppen der Nato weiter. Diese haben in den Gebieten Hunderte von Zivilisten bei Luftangriffen getötet.
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 10:37:59 So. 24.Juni 2007
Bei seinem Truppenbesuch in Afghanistan vor wenigen Wochen ist Verteidigungsminister Jung nach Zeitungsinformationen offenbar nur knapp einem Anschlag entgangen.

http://www.stern.de/politik/ausland/:Afghanistan-Jung-Anschlag/591699.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 21:22:10 So. 24.Juni 2007
Zitat
Mehr Afghanen von ausländischen Truppen getötet als von Rebellen
Sonntag 24. Juni 2007, 20:43 Uhr

Kabul (AP) Bei Einsätzen ausländischer Truppen in Afghanistan sind seit Beginn des Jahres mehr Bewohner ums Leben gekommen als bei Anschlägen und Überfällen der Taliban-Rebellen. Dies ergab eine Erhebung der Nachrichtenagentur AP. Allein innerhalb der letzten zehn Tage seien mehr als 90 Zivilisten getötet worden, kritisierte am Wochenende der afghanische Präsident Hamid Karsai.

Bei Militäraktionen der von der NATO geführten Afghanistan-Schutztruppe (ISAF) sowie im Rahmen des von den USA geführten Anti-Terror-Einsatzes gab es seit dem 1. Januar mindestens 203 Tote in der Zivilbevölkerung. Im gleichen Zeitraum wurden 178 Stadt- und Dorfbewohner von Aufständischen getötet. Die AP-Zählung beruht auf offiziellen Angaben afghanischer und internationaler Stellen sowie auf glaubwürdigen Augenzeugenberichten bis Samstag.

Bis Mai gab es nach Angaben der UN-Mission in Afghanistan sowie der Wiederaufbau-Koordinationsstelle ACBAR etwa ebensoviele Todesfälle in der Zivilbevölkerung durch ausländische Soldaten wie durch Aufständische. NATO-Sprecher John Thomas warf den Taliban vor, sich in Wohngebieten zu verstecken, so dass es bei Angriffen auf die Angehörigen der islamisch-fundamentalistischen Miliz auch zu Opfern in der Zivilbevölkerung komme. Dies entbinde die ISAF aber nicht von der «Verantwortung, alles zu tun, um die Zahl der zivilen Opfer möglichst gering zu halten.»

http://de.news.yahoo.com/24062007/12/afghanen-auslaendischen-truppen-getoetet-rebellen.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 21:13:14 Do. 28.Juni 2007
Der deutsche ISAF-Stabschef in Kabul, Kasdorf, hat für eine Aufstockung der Nato-Schutztruppe in Afghanistan plädiert. Einige tausend zusätzliche Soldaten könnten schon einen großen Unterschied machen, erklärte Kasdorf. Die Forderung richte sich an die NATO insgesamt, nicht an ein bestimmtes Land, betonte er.

DLF Nachrichten
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: regenwurm am 14:13:20 Di. 03.Juli 2007
Nach über 60 Jahren gibt es wieder Massaker an der Zivilbevölkerung mit Beteiligung deutscher Truppen.

Diese Luftangriffe werden nach den "Aufklärungen" durch deutsche Tornados durchgeführt. Es gibt also eine deutsche Beteiligung an Massakern an der Zivilbevölkerung.

In Afghanistan haben US-Truppen eine Filmkamera zerstört, mit der das Abschlachten von Zivilpersonen gefilmt worden war.
(http://static.twoday.net/KarlWeiss/images/afghanistan-us-armee-zerstoert-filmkamera.jpg)

US-Soldaten feuerten blindlings auf afghanische Zivilpersonen, die sich in der Nähe aufhielten. 8 Zivilisten wurden getötet und 34 weitere verletzt.
Als die Verantwortlichen der US-Armee bemerkten, dass diese Szene gefilmt worden war, liessen sie Kamera und Filmmaterial beschlagnahmen und zerstören.

Quelle (http://karlweiss.twoday.net/stories/4020066/)
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 16:24:25 Di. 03.Juli 2007
(http://www.labournet.de/krieg/schuften.jpg)
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:48:46 Do. 19.Juli 2007
Zitat
Zwei Deutsche in Afghanistan entführt

In Afghanistan sind nach Angaben von Polizei und Auswärtigem Amt zwei Deutsche entführt worden. Bewaffnete hätten die beiden zusammen mit ihrem afghanischen Fahrer und ihrem Dolmetscher verschleppt.
http://www.stern.de/politik/ausland/:Entf%FChrungsfall-Zwei-Deutsche-Afghanistan/593409.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: aufklaererin am 14:03:13 Do. 19.Juli 2007
Agenda 2020 ode habe ich was falsch verstanden???
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Eivisskat am 08:27:33 Sa. 21.Juli 2007
...auch nicht mittelbar durch das Fotografieren von Landschaften und von Stellungen beteiligen."

Der Linke Co-Vorsitzende Oskar Lafontaine stellte sich heute im RTL-Sommerinterview in seiner saarländischen Heimat den Fragen von Christof Lang.

http://www.elo-forum.net/politik/politik/-20070720880.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Eivisskat am 23:36:39 Di. 24.Juli 2007
Zweite Angriffswelle
 
Geiselnahme in Afghanistan? Da helfen nur Soldaten. Der Militaristenlogik folgte SPD-Generalsekretär Hubertus Heil, als er am Montag in Berlin erklärte: »Wir wollen eine zweite Aufbauwelle in Afghanistan.« Mehr deutsche Truppen schloß er unter Hinweis auf die Ausbildung afghanischer Kräfte nicht aus. Die Idee hatte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) bereits vor Wochen lanciert, beim Kommandeur der sogenannten internationalen Schutztruppe in Afghanistan (ISAF), Dan McNeill, war sie am Sonntag auf positive Resonanz gestoßen.

Die Debatte über die »Landesverteidigung am Hindukusch« soll zu einem bundesdeutsch-konsequenten Ende geführt werden – zu einer zweiten Angriffswelle. Bei den anstehenden Entscheidungen des Bundestages im September und Oktober über die Bundeswehr-Mandate für Afghanistan wird es um mehr, nicht um weniger Militäreinsatz gehen.....

http://www.jungewelt.de/2007/07-25/057.php

Es ist einfach nur noch widerlich... 8o3
LG
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:52:50 Sa. 28.Juli 2007
Beck erwägt Ausweitung des Afghanistan- Einsatzes
(http://www.spiegel.de/img/0,1020,839532,00.jpg)
In der SPD ist der Afghanistan-Einsatz in der Kritik - doch Parteichef Beck geht jetzt in die Offensive: "Wir werden diskutieren, ob wir mehr Soldaten und Polizisten entsenden müssen."

http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,496997,00.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: geschfreak am 20:36:00 Sa. 28.Juli 2007
Ich persönlich finde es entsetzlich, über soetwas nachzudenken, da ich gegen Krieg bin und wir im eigenen Land genug Nöte haben, aber daß scheint Frau Merkel und Herrn Beck gar nicht zu interessieren!

Stimmt ja, Herr Beck ist der Auffassung mit Waschen und Rasieren wäre in 3 Wochen das Arbeitslosenproblem gelöst...
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:48:11 Sa. 04.August 2007
Mittlerweile sind laut "ARD-DeutschlandTrends" von Infratest dimap knapp zwei Drittel der Bundesbürger (64 Prozent) dafür, dass sich die deutschen Truppen möglichst schnell aus dem Land zurückziehen. Das sind zehn Punkte mehr als noch vor zwei Monaten. Lediglich ein Drittel meint, die Bundeswehr sollte weiterhin in Afghanistan stationiert bleiben.
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:41:54 Sa. 04.August 2007
DLF Nachrichten, Samstag, 04. August 2007 14:00 Uhr

Nato-Generalsekretär de Hoop Scheffer hat die Bundesregierung aufgefordert, mehr Militär-Ausbilder nach Afghanistan zu schicken. Deutschland habe in diesem Bereich bereits viel Hilfe geleistet, sagte er der "Bild am Sonntag". Um die Aufstellung gut ausgebildeter afghanischer Sicherheitskräfte zu beschleunigen, müsse aber noch mehr getan werden. Die amerikanischen und britischen Streitkräfte wiesen unterdessen Berichte zurück, denen zufolge bei einem Luftangriff am vergangenen Donnerstag viele Zivilisten getötet wurden. Die Bombardierung in der Provinz Helmand habe einem Treffen von Taliban-Kämpfern gegolten. Über einhundert Militante seien getroffen worden. Die afghanische Regierung unterstützte diese Darstellung und erklärte, die Zahl der zivilen Opfer liege vermutlich unter zehn.
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:21:46 Mo. 06.August 2007
Frank-Walter Steinmeier
Mehr Bundeswehr nach Afghanistan

 
Nach Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Chef Kurt Beck liebäugelt nun auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit der Ausweitung des Afghanistan-Einsatzes.
http://www.stern.de/politik/deutschland/:Frank-Walter-Steinmeier-Mehr-Bundeswehr-Afghanistan/594597.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:13:32 Mo. 06.August 2007
Zitat
Afghanistan liegt laut der Weltbank beim Investitionsklima gerade einmal auf Platz 162 von 175 untersuchten Ländern. Dennoch sind nach Schätzungen deutscher Verbände 60 Unternehmen aus Deutschland am Hindukusch vertreten. Und positive Signale aus Kabul sollen noch mehr Unternehmen ins Land locken.
http://www.handelsblatt.com/news/Unternehmen/Aussenwirtschaft/_pv/_p/302044/_t/ft/_b/1302598/default.aspx/kabul-lockt-deutsche-unternehmen.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Theo Retisch am 22:06:17 Mo. 06.August 2007
Zitat
Original von ManOfConstantSorrow
Mittlerweile sind laut "ARD-DeutschlandTrends" von Infratest dimap knapp zwei Drittel der Bundesbürger (64 Prozent) dafür, dass sich die deutschen Truppen möglichst schnell aus dem Land zurückziehen. Das sind zehn Punkte mehr als noch vor zwei Monaten. Lediglich ein Drittel meint, die Bundeswehr sollte weiterhin in Afghanistan stationiert bleiben.

Das interessiert aber der Regierung nicht. Das nennt sich dann Demokratie. Und - Afghanistan ist nur eines von vielen Beispielen, wo gegen einer Mehrheitsmeinung der Bevölkerung entschieden wird.
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:32:20 Mi. 15.August 2007
Zitat
Bei einem Anschlag in Afghanistan sind drei Deutsche getötet worden - es handelt sich dabei offenbar um zwei BKA-Mitarbeiter und einen Mann vom Sicherheitsdienst der deutschen Botschaft. SPD-Chef Kurt Beck drückte sein Mitgefühl aus, will aber keinen Kurswechsel der deutschen Afghanistan-Politik.

http://www.stern.de/politik/ausland/:Attentat-Drei-Deutsche-Afghanistan/595309.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 16:01:08 Mi. 22.August 2007
(http://www.labournet.de/krieg/afgh_demo.jpg)
http://www.afghanistandemo.de/aufruf.htm
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 17:20:13 Sa. 25.August 2007
Zitat
Verteidigungsminister Jung möchte das Tätigkeitsfeld der Bundeswehr in Afghanistan ausweiten. Damit kämen ab 2008 deutlich mehr Aufgaben als bisher auf die deutschen Soldaten zu.

http://www.handelsblatt.com/News/Politik/International/_pv/_p/200051/_t/ft/_b/1313975/default.aspx/zusaetzliche-aufgaben-fuer-die-bundeswehr.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 09:34:51 Mi. 29.August 2007
Südkorea will im Gegen zug bis Jahresende seine zweihundert Soldaten abziehen und Missionarstätigkeiten stoppen.

http://derstandard.at/?id=3012522
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:40:26 Sa. 01.September 2007
Neuer Zwist über den Einsatz in Afghanistan: SPD-Fraktionschef Struck wirft Kanzlerin Merkel vor, das Bundeswehr-Engagement nicht forsch genug zu verteidigen. Tatsächlich, so Struck im SPIEGEL, müsse die internationale Gemeinschaft noch ein Jahrzehnt am Hindukusch bleiben - mindestens.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,503305,00.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:46:03 Fr. 21.September 2007
Am Donnerstag demonstrierten in der Stadt Herat im Westen Afghanistans mehrere Tausend Einwohner, vor allem Kinder und Jugendliche, für Frieden. Aufgerufen hatte die afghanische Rothalbmond-Gesellschaft anlässlich des heutigen internationalen Friedenstages. Es handelt sich um eine sehr große Beteiligung in einem Land, wo Demonstrationen unter den Bedingungen des Krieges kaum stattfinden.(21.09.07)
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 12:35:44 Di. 25.September 2007
ZDF, 25.09.07, 22:15

Zitat
Ich habe überlebt - Verwundet zurück aus Kabul
Zwei Soldaten nach einem Selbstmordattentat

Tino, Berufssoldat, wurde im November 2005 bei einem Selbstmordanschlag in Kabul schwer verletzt, ebenso wie sein Freund Stefan.

http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/28/0,1872,7006716,00.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 16:15:19 Do. 15.November 2007
Von der Öffentlichkeit fast unbemerkt gab es in den vergangenen zwei Wochen eine Zäsur in der Entwicklung der Bundeswehreinsätze im Ausland. In Nordafghanistan fand zum ersten Mal unter deutschem Kommando eine offensive Militäraktion statt…

http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Afghanistan/geltung.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:35:33 Mi. 21.November 2007
Zitat
Mit dem erneuten Mandat für die Bundeswehr wird willentlich das "System Guantanamo" zementiert

"Auch wenn wir irgendwann sagen können, die Schlachten in Afghanistan oder woanders sind beendet, wird der Kampf gegen den Terrorismus ewig weiter gehen. Der Terrorismus wird überall unser Feind sein. Wir müssen das zur Kenntnis nehmen und dürfen den Kampf gegen ihn nie aufgeben."

Diese pathosgetränkte Propaganda entstammt nicht etwa einer Rede von George Bush - es war der für seine archaische Kämpfer-Rhetorik notorisch bekannte Generalleutnant Hans-Otto Budde, immer noch in Amt und Würden befindlicher Inspekteur des deutschen Heeres, der solches kundtat. Man mag dieses Kriegsgeheul für unerträglich halten. Doch sagt Budde nichts als die nackte Wahrheit. Es zeichnet sich kein Ende im "Krieg gegen den Terror" ab.

http://www.freitag.de/2007/46/07460201.php
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 20:50:31 Fr. 23.November 2007
Zitat
"Es darf keine Tabus geben"
Für die Bundeswehr wird es in Afghanistan gefährlicher - sie soll mehr Aufgaben übernehmen
Daniela Vates

BERLIN. SPD und Union wollen das Engagement der Bundeswehr in Afghanistan ausweiten, verfolgen dabei aber unterschiedliche Ansätze. Folge beider Konzepte kann aber sein, dass deutsche Soldaten künftig vermehrt auch in Kampfeinsätze geschickt werden.

Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Rainer Arnold, sagte der Berliner Zeitung: "Es sollte eine Isaf-Truppe geben, die in ganz Afghanistan verfügbar ist." Diese müsse ein robustes Mandat haben, also auch für Kampfeinsätze ausgerüstet sein. Denkbar sei zum Beispiel der Einsatz von Fallschirmjägern. Die Zusammensetzung einer solchen Truppe müsse in der Nato diskutiert werden. Auch Deutschland müsse sich bereiterklären, Bundeswehr-Soldaten in eine solche schnelle Eingreiftruppe zu entsenden . "Es darf keine Tabus geben", sagte Arnold: "Deutschland darf sich nicht einmauern." Für einen solchen Einsatz müsse der Bundestag ein neues Mandat beschließen.

Mehr Einsätze im Süden denkbar

Die Union lehnte eine spezielle Einsatztruppe ab. "Eine schnelle Truppe im Wartestand halte ich nicht für sinnvoll", sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Andreas Schockenhoff (CDU) dieser Zeitung. Sinnvoll sei es vielmehr, Hilfeanforderungen anderer Nato-Partner mit Soldaten nachzukommen, die sich im regulären Einsatz in Nord-Afghanistan befänden. Diese Nothilfe, die zeitlich beschränkt sei, sei auch durch das geltende Bundeswehr-Mandat abgedeckt. "Unser Angebot ist aber noch nicht mit Leben gefüllt worden", sagte Schockenhoff. Zwar seien immer wieder deutsche Fernmelder in anderen Landesteilen eingesetzt worden. Die Hilfestellungen könnten allerdings ausgeweitet werden. Das könne auch bedeuten, dass die Bundeswehr vor Ort zusätzliche Spezialisten zur Verfügung halten müsse. "Wir müssen den Bündnispartnern mit den schwierigeren Aufgaben zur Seite stehen", sagte Schockenhoff. "Die Bereitschaft zur Hilfeleistung wird glaubhafter, wenn wir auch die nötigen Funktionen bereit halten." Dazu sei es nicht nötig, die Zahl der vom Bundestag für den Einsatz genehmigten 3 500 Soldaten zu erhöhen. Sowohl Schockenhoff als auch Arnold betonten, Einsätze auch im Süden des Landes seien nicht notwendigerweise gefährliche Kampfeinsätze. "Es kann auch darum gehen, mit Armee-Ausbildern oder Pionieren auszuhelfen", sagte Schockenhoff.

Die deutschen Soldaten sind bisher in den nördlichen Provinzen stationiert, wo Deutschland das regionale Isaf-Kommando innehat. Der Norden galt bislang als eine der sichereren Regionen. Es gibt dort weniger Kampfhandlungen als im Süden, wo die Taliban ihre Hochburgen haben. Die Risikoverteilung hat bei den im Süden des Landes stationierten Kanadiern und US-Amerikanern für Unmut gesorgt. Allerdings hat die Zahl der Anschläge und Selbstmordattentate im Norden zuletzt deutlich zugenommen.

Arnold forderte, die in Afghanistan vertretenen Nationen müssten sich im ersten Halbjahr 2008 dazu durchringen, mehr Soldaten zu schicken. "Alle beteiligten Nationen müssen mehr tun, sonst scheitern wir." Derzeit blockierten die Nato-Mitglieder sich gegenseitig. "Es ist ein Teufelskreis. Keiner bewegt sich. Jeder schaut zu erst einmal auf den anderen", sagte Arnold. "Es gibt keinen Mangel an Erkenntnis, aber einen Mangel an Bereitschaft, die Erkenntnis umzusetzen." Es wäre auch sinnvoll gewesen, schon jetzt die Zahl der Bundeswehr-Soldaten von 3 500 auf 4 000 zu erhöhen.

Die afghanische Regierung erklärte, die Taliban bemühten sich inzwischen verstärkt um Frieden. Es gebe eine zunehmende Zahl von Kontakten mit Taliban aus Afghanistan und Pakistan, sagte Präsident Hamid Karsai gestern.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/politik/704094.html

Zitat
Nato: Zivile Opfer sind nicht zu vermeiden
Im Kampf gegen die radikalislamischen Taliban in Afghanistan lassen sich nach Einschätzung von Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer zivile Opfer nicht vermeiden.

Die Allianz habe angesichts einer "zu hohen Opferzahl unter Zivilisten" aber "viel getan", um ihre Strategie entsprechend anzupassen, sagte De Hoop Scheffer gestern in Kabul.

Hilfswerke haben der Nato "unangemessen hartes Vorgehen" vorgeworfen. Nach ihren Schätzungen kamen allein in diesem Jahr mindestens 600 Zivilisten bei Militäreinsätzen um.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/politik/704092.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 18:56:51 Mi. 16.Januar 2008
Zitat
Bundeswehr-Mission in Afghanistan - Von der Verteidigung zum Angriff?

Die Bundeswehr in Afghanistan könnte bald vor einer neuen gefährlichen Aufgabe stehen. Die Nato ist auf der Suche nach einer Eingreifreserve für den Norden. Deutschland wird wahrscheinlich in die Pflicht genommen. Dann wären Kampfeinsätze höchst wahrscheinlich.

Von Alexander Richter, tagesschau.de

Der Einsatz der Bundeswehr im Norden Afghanistans steht vor einer Wende. Ab Sommer könnten rund 250 deutsche Soldaten der Internationalen Afghanistan-Schutztruppe (Isaf) nicht nur Aufbauarbeit leisten, sondern erstmals gezielt in Kampfeinsätze geschickt werden. Die Nato habe bei Deutschland und allen anderen truppenstellenden Isaf-Nationen nachgefragt, ob sie ab dem Sommer eine Eingreifreserve im Norden Afghanistans stellen könnten, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Karl A. Lamers, zu tagesschau.de. Im Laufe des Januars erwarte die Nato eine Rückmeldung.

"Deutschland hat eine besondere Verantwortung"Bislang, so Lamers weiter, sei nicht absehbar, dass eine der anderen Nationen der Aufforderung nachkomme. Der CDU-Politiker wollte nicht ausschließen, dass die Bundeswehr letztendlich die Soldaten stellen werde. "Deutschland hat im Norden Afghanistans eine besondere Verantwortung, weil es dort die Operationsführung stellt." Es sei aber nichts entschieden. "Wir befinden uns in einem Prozess des Nachdenkens und Überlegens."

Lamers teilte nicht die Einschätzung des SPD-Obmanns im Verteidigungsausschuss, Rainer Arnold, der in dem Einsatz eine "neue Qualität" für die Bundeswehr in Afghanistan sah. "Auch bislang nahm die Bundeswehr die wichtige Funktion der Stabilisierung wahr." Lamers' Auffassung zufolge handelt es sich bei der von der Nato angeforderten Truppe nicht um einen Kampfverband.

"Natürlich ist das eine neue Qualität"Das sieht der Obmann der Linken im Verteidigungsausschuss, Paul Schäfer, anders. "Natürlich ist das eine neue Qualität", sagte er gegenüber tagesschau.de. "Die Aufgabe birgt die unmittelbare Beteiligung an offensiven Militäroperationen."

Erster Offensiv-Einsatz im NordenBisher stellt die norwegische Armee die sogenannte "Quick Reaction Force" im Norden Afghanistans. Sie will sich jedoch bis zum Juni zurückziehen. Die Bundeswehr arbeitete mit den Norwegern bereits zusammen. So beispielsweise bei der ersten Offensivoperation im Norden – der Mission "Harekate Yolo II". Dabei bekämpfte die "Quick Reaction Force" gemeinsam mit afghanischen Soldaten stärkere Verbände von Taliban-Kämpfern, die in den Norden Afghanistans eingesickert waren. Deutsche Offiziere hatten seinerzeit die Einsatzführung übernommen und die Bundeswehr stellten Transport, Aufklärung und medizinische Versorgung für die Operation sicher.

"Risiko, in härtere Situationen hineinzurutschen"Der Grünen-Obmann im Verteidigungsausschuss, Winfried Nachtwei, räumte gegenüber tagesschau.de ein, dass "Harekate Yolo II" ein Novum für den Norden Afghanistans war. Sollte Deutschland künftig die "Quick Reaction Force" stellen, dann "wird das Risiko, in härtere Situationen hineinzurutschen, unvermeidbar". Dennoch wollte auch Nachtwei keine "neue Qualität" erkennen, es handle sich allenfalls um eine "qualitative Verschiebung". Auch der bisherige Afghanistan-Einsatz sei für die Bundeswehr-Soldaten gefährlich gewesen. "Das Bild der Brunnenbohrer entspricht nicht der Realität der Bundeswehr in Afghanistan", sagte Nachtwei.

Bundeswehr dürfte noch Soldaten entsenden  
Sowohl Lamers als auch Nachtwei vertraten die Überzeugung, dass die neue Mission gegebenfalls vom Isaf-Mandat des Bundestages abgedeckt wäre. Voraussetzung sei, dass die Einsatzbeschränkung auf den Norden, der Stabilisierungsauftrag und die Obergrenze der eingesetzten Soldaten beachtet werde. Lamers ergänzte, zurzeit seien rund 3200 deutsche Soldaten im Einsatz. Das Bundestagsmandat sehe maximal 3500 Soldaten vor. "Da ist noch Luft", sagte Lamers angesichts des angemeldeten Bedarfs von etwa 250 Soldaten für die Eingreiftruppe.

"Stabilisierungsauftrag wurde immer mehr verwässert"
Schäfer warnte dagegen vor einer Ausdehnung des Isaf-Mandats. "Der Stabilisierungsauftrag wurde im Lauf des Einsatzes immer mehr verwässert." Der Verteidigungspolitiker gab außerdem zu bedenken, dass Einsätze der nun debattierten "Quick Reaction Force" nicht zwingend nur auf den Norden Afghanistans beschränkt sein müssten. Der Kommandeur der Isaf-Mission für gesamt Afghanistan könne in Notsituationen die Truppe anfordern. "Isaf macht vor allem im Süden und Osten seit geraumer Zeit harte Kampfeinsätze", sagte Schäfer.
 
Wie weit reicht das Isaf-Mandat?Auch in der Bundeswehr gibt es Zweifel, ob die "Quick Reaction Force" vom deutschen Isaf-Mandat gedeckt wäre. Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, hatte im November gesagt, er sehe Prüfungsbedarf. Kampfeinsätze seien keine Wiederaufbauhilfe. Sollte der Einsatz beschlossen werden, so zeigte sich Schneiderhan zuversichtlich, dass dafür die vom Bundestag gebilligte Obergrenze von 3500 Soldaten ausreichen werde.

Im Gegensatz zum Isaf-Mandat erlaubt der Bundestagsbeschluss für den Anti-Terror-Einsatz "Operation Enduring Freedom" (OEF) ausdrücklich lang andauerende Kampfeinsätze - auch in Afghanistan. Jedoch ist dieses Mandat auf 100 Soldaten der Spezialkräfte beschränkt. Das Kommando Spezialkräfte war im Rahmen von OEF bereits mehrfach in Afghanistan im Einsatz.

http://www.tagesschau.de/inland/isafeinsatz4.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:00:35 Mi. 16.Januar 2008
Das kommt dabei raus, wenn man den Militärs die Tür zu einem "humanitären" Einsatz öffnet.
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 13:26:54 Fr. 18.Januar 2008
Zitat
Bundeswehr: Gutachten: Afghanistan-Einsatz durchgängig mangelhaft

Deutschland Organisationsweltmeister? Ein Gutachten zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr sieht das anders. Demnach haben die Soldaten am Hindukusch mit bizarrer Bürokratie und inkompetenter Führung zu kämpfen. Auch in anderen Bereichen kommt die Militärspitze äußerst schlecht weg.

Die Auslandseinsätze der Bundeswehr sind einem internen Gutachten des Verteidigungsministeriums zufolge dramatisch schlecht organisiert. Die Einsätze litten von der Basis bis zur Militärspitze unter unsachgemäßer Führung, berichtete die Wochenzeitung "Die Zeit" vorab unter Berufung auf den 55 Seiten starken Bericht. Eine Expertengruppe aus hochrangigen ehemaligen Generälen habe eine Vielzahl von gravierenden Organisationsmängeln geschildert. So leide die Bundeswehr unter einem Mangel an abgestimmter Führung, fehlender strategischer Planung, teilweise bizarrer Bürokratie und einer Kontrollwut des Berliner Ministeriums.

Zudem operiere die Elite-Einheit Kommando Spezialkräfte (KSK) weitgehend an der Einsatzzentrale in Potsdam vorbei, hieß es in der "Zeit" weiter. Dieses Eigenleben der KSK berge "große Risiken für die Sicherheit im gesamten Operationsgebiet und für Leib und Leben der dort eingesetzten Soldaten", zitierte die Zeitung aus dem Bericht. Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Reinhold Robbe (SPD), bestätigte die Eindrücke der Generäle. "Vieles ist sehr zutreffend beschrieben. Ich hätte manches genauso formuliert", sagte er der "Zeit". Nach seiner Auffassung fehle es vor allem an einer ressortübergreifenden Strategieplanung für die Auslandseinsätze der Bundeswehr.

Bundeswehr plant Entsendung von Kampftruppen

Der Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums, Thomas Raabe, sagte in Berlin, der "Zeit"-Bericht scheine ihm "überzeichnet". Er räumte mit Blick auf die Auslandseinsätze aber ein, dass ein neuer Einsatzstab eingerichtet werden solle und dass "Optimierungsbedarf" bestehe. Er bestätigte, dass es eine Arbeitsgruppe unter Leitung des ehemaligen Oberbefehlshabers der Afghanistan-Schutztruppe, Norbert van Heyst, gegeben habe. Der Bericht sei Mitte vergangenen Jahres vorgelegt worden und werde "sehr genau ausgewertet".

Unterdessen plant die Bundesregierung offenbar die Entsendung von 250 weiteren Soldaten nach Afghanistan, die nicht als "Stabilisierungstruppen" eingesetzt werden, sondern "Jagd auf Terroristen" machen sollen. Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD, Rainer Arnold, bezeichnete den Schritt als "neue Qualität" im Engagement der Bundeswehr am Hindukusch.

Vor Monaten waren bereits Mängel an der 20.000 Euro teuren Ausstattung der Soldaten namens "Infanterist der Zukunft" öffentlich geworden. Die Ausrüstung sei viel zu schwer, hieß es damals, was "Beweglichkeit" und "Leistungsfähigkeit" der Soldaten "insbesondere bei großer Hitze" zu sehr einschränke. Die Weste wiederum sei demnach viel zu sperrig, so dass die Soldaten in "äußerst unbequemer Sitzhaltung" in den Geländewagen kauern müssten. Die Schutzbrille sei "nicht nutzbar", da sie schon "bei geringem Schwitzen" anlaufe und "kaum Schutz gegen Fahrtwind" biete.
http://www.zeit.de/news/artikel/2008/01/16/2457417.xml
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:36:38 Do. 24.Januar 2008
„Mit der geplanten Übernahme der Quick Reaction Forces verstrickt sich Deutschland immer tiefer in die Aufstandsbekämpfung am Hindukusch…“

http://www.imi-online.de/2008.php3?id=1685
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Hartzbeat am 12:34:54 Sa. 26.Januar 2008
Richtig kämpfen in Afghanistan?

Zur Absicht der Bundesregierung, die Kampftruppen aufzustocken - Ein Kommentar von Peter Strutynski vom 20. Januar 2008
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Afghanistan/kampf3.html

Ordnung und Tod. Zur Legitimierung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan wird der Opfermythos beschworen (Artikel von Raul Zelik in Freitag vom 25.01.2008
http://www.freitag.de/2008/04/08040102.php)
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:39:39 So. 27.Januar 2008
Zitat
Warten auf den Raketenregen
 
Es ist der bisher gefährlichste Einsatz der Bundeswehr, und die Lage für die Soldaten des internationalen Feldlagers PRT wird immer bedrohlicher: Attentäter und Kriminelle gehören schon jetzt zum Alltag. Doch wenn es wieder wärmer wird, kommen die Raketenangriffe.

http://www.stern.de/politik/ausland/:Afghanistan-Warten-Raketenregen/608678.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:14:43 Di. 29.Januar 2008
Zitat
DLF-NACHRICHTEN, Dienstag, 29. Januar 2008 12:00 Uhr
Verteidigungsminister Jung in Kabul - Kanada droht mit Truppenabzug aus Afghanistan

Die NATO hat die Bundesregierung offiziell um die Bereitstellung von 250 Soldaten für Kampfeinsätze in Nordafghanistan gebeten. Das teilte das Verteidigungsministerium in Berlin mit. Der Einsatz würde im Sommer beginnen, wenn Norwegen seine Schnelle Eingreiftruppe abzieht. Die Bundesregierung will Anfang Februar über die NATO-Anfrage entscheiden. Nach ihrer Ansicht könnte der Einsatz innerhalb des vom Bundestag beschlossenen Afghanistan-Mandats stattfinden. Der nach Afghanistan gereiste Verteidigungsminister Jung kam am Vormittag in Kabul mit seinem Amtskollegen Wardak und Präsident Karsai zusammen. Einzelheiten wurden nicht bekannt. Kanada hat der NATO Bedingungen für den Verbleib seiner Truppen im Süden Afghanistans gestellt. Für eine Verlängerung des Einsatzes in der Provinz Kandahar erwarte er von anderen NATO-Ländern Unterstützung durch mehr Soldaten und eine bessere Ausrüstung, sagte Premierminister Harper in Toronto.
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: schwarzrot am 13:54:42 Di. 29.Januar 2008
Bei den ganzen deprimierenden meldungen mal was zu lachen:
(is nicht afghanistan, da wird wohl seit dem disaster mit den knochenköppen nicht mehr so viel gefilmt)
http://www.spiegel.de/video/video-26308.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:20:53 Do. 31.Januar 2008
Im bürgerlichen Lager gibt es nicht nur ungeteilte Begeisterung für das Afghanistan Abenteuer:

FAZ:
Zitat
Wieder einmal muss zur Begründung die Fiktion einer 'Anfrage der Nato' herhalten, der man sich nicht entziehen könne. Diesmal wurde sogar ein Brief aus dem Nato-Hauptquartier bestellt.

Nach Auskunft von Wolf Langheld, Kommandeur der 1. Panzerdivision, der die Eingreiftruppe angehört, ist man dort jedoch schon seit längerem auf diesen Auftrag eingestellt.  

In Kenntnis der Ablehnung der Bundeswehreinsätze in Afghanistan durch die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung wartete Verteidigungsminister Franz-Josef Jung wohlweislich bis einen Tag nach den Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen mit der offiziellen Bekanntgabe der Pläne.

Es macht die Empfehlung des Kommandeurs der abzulösenden norwegischen Einheiten, Oberstleutnant Rune Solberg, an die Bundeswehr-Führung in den Medien die Runde: "Sie müssen Ihre Soldaten darauf vorbereiten, dass sie ihr Leben verlieren können." Unverblümter formuliert es der Vorsitzende des Bundeswehrverbands, Reinhard Gertz: "... wir müssen damit rechnen, daß nach einem solchen Kampf auch Kameraden in Holzkisten zurück kommen."
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Eivisskat am 15:30:16 Do. 31.Januar 2008
Zitat
Original von ManOfConstantSorrow

 "Sie müssen Ihre Soldaten darauf vorbereiten, dass sie ihr Leben verlieren können." Unverblümter formuliert es der Vorsitzende des Bundeswehrverbands, Reinhard Gertz: "... wir müssen damit rechnen, daß nach einem solchen Kampf auch Kameraden in Holzkisten zurück kommen."

Ich würde gern wissen, ob diese (Berufs-?) Soldaten sich bei Eintritt in die Bundeswehr irgendwie vertraglich verpflichten, an Kampfeinsätzen teilzunehmen oder ob diese - durch den besonderen Status D.'s - sowieso ausgeschlossen wurden/waren.
Und wenn keine vertragliche Verpflichtung bestehen, ob dann nicht...tödliche Kämpfe & Holzkisten von den Soldaten abgelehnt werden können?

 ?(
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Hartzbeat am 17:04:59 Do. 31.Januar 2008
@ all,
zur weiteren Information zum Thema

"Afghanistan braucht keine zusätzlichen Kampftruppen" - Die Bundesregierung "lügt und trickst"
Friedensbewegung und der Arbeitskreis kritischer Soldaten "Darmstädter Signal" lehnen Planung des Verteidigungsministeriums strikt ab. Zwei Erklärungen vom 31. Januar 2008 im Wortlaut beim Friedenspolitischen Ratschlag
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Afghanistan/baf-08-01.html

Bundeswehr-Rutschbahn Afghanistan - Vom Stabilisierungs-Einsatz zur
Kampfmission?

Ein Beitrag aus der NDR-Sendereihe "Streitkräfte und Strategien" von
Andreas Flocken (gesendet am 26.01.2008) beim Friedenspolitischen
Ratschlag
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Afghanistan/kampf4.html

Internationale Soli-Aktion
https://www.dfg-vk.de/thematisches/kriegsdienstverweigerung_im_krieg/2008/155

Soldatengottesdienst im Kölner Dom
Zitat
„Jagt sie zum Teufel! Der christradikale Militarist Kardinal Meisner empfängt
Kriegsoberhaupt Jung mit hunderten von Soldaten im Kölner Dom zur jährlichen Absegnung der aktuellen Kriegspolitik. Dabei blickt er unfreiwillig dem Tod ins Auge, der sich für die gesegnete Ernte bedankt. KriegsgenerInnen werden weiträumig abgedrängt und sind dennoch laut und deutlich zu hören - auch im Dom. Die Feldjäger der Bundesarmy stören den Auftritt der Clowns-Rebel-Army…“
Bericht von bundeswehr-wegtreten vom 10.01.2008 bei indymedia
http://de.indymedia.org/2008/01/204710.shtml

Hierzu auch: Soldatengottesdienst im Kölner Dom und der Protest dagegen am 10.1.2008
– Fotoreportage bei der Arbeiterfotografie
http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/reportage-2008/2008-01-10-koeln-soldatengottesdienst.html

Kardinal Meisners Soldatenvergatterung für die Ziele der Bundeswehr - Mit NATO und Kirchensteuer in das nächste Abenteuer
Bericht von Hans-Peter Keul (pdf)
http://www.labournet.de/krieg/keul.pdf
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Paul Brömmel am 18:04:32 Do. 31.Januar 2008
Nach Afghanistan muß niemand freiwillig, außer zur Ausbildung zum Terroristen.
Was soll das Gejammer um die geldgeilen Söldner ?
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: matten am 19:45:12 Do. 31.Januar 2008
so ist es paul....


                   matten
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: rodion am 20:00:30 Do. 31.Januar 2008
laut jung sind unsere soldaten ja "auch" auf wunsch der afghanischen regierung im lande um aufbauhilfe zu leisten. unabhängig davon, ob diese arbeit von soldaten geleistet werden sollte oder nicht, hält jung es wohl doch für ein erwähnenswertes argument.
heute lese ich in der zeitung, "afghanistans präsident hamid karsai hat die entsendung weitere ausländischer truppen in sein land grundsätzlich in frage gestellt."
ich meine, wenn unser staat entgegen dem wunsch der jeweiligen (sogar von den industriestaaten akzeptierten) regierung, kampfverbände in dessen land schickt, ist der fall doch klar. deutschland erklärt damit afghanistan ganz offiziell den krieg. bis hierhin haben sie sich immer noch mit dem einverständniss der ( eingesetzten?) afghanischen regierung rechtfertigen können, das geht ja nun wohl überhaupt nicht mehr.

@ brömmel und matten
den möcht ich sehen, der sich weigert, wenn er den marschbefehl bekommt! solange sie freiwillige haben, mags gut sein, dann bekommen eben die freiwilligen den marschbefehl. aber marschbefehl ist marschbefehl, ob nu freiwillig oder nicht.
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:45:31 Sa. 02.Februar 2008
Zitat
US-Verteidigungsminister Robert Gates fordert deutsche Kampftruppen für Südafghanistan. Der Feldzug gegen die Taliban wird härter.
Gezieltes Töten (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,532442,00.html)

Zitat
In scharfer Form fordern die USA, dass Deutschland Kampftruppen nach Südafghanistan schicken soll.
USA drohen Deutschland mit Showdown bei Nato-Gipfel (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,532587,00.html)

Zitat
Jetzt hat sich auch Nato-Generalsekretär de Hoop Scheffer für den Einsatz von Bundeswehrsoldaten über den Norden Afghanistans hinaus stark gemacht. US-Generalstabschef Mullen fordert darüber hinaus eine Aufstockung der deutschen Truppen.
Nato- Chef will Ausweitung des Bundeswehreinsatzes (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,532721,00.html)
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Paul Brömmel am 03:10:33 Mo. 04.Februar 2008
"@ brömmel und matten
den möcht ich sehen, der sich weigert, wenn er den marschbefehl bekommt! solange sie freiwillige haben, mags gut sein, dann bekommen eben die freiwilligen den marschbefehl. aber marschbefehl ist marschbefehl, ob nu freiwillig oder nicht."

Es gibt eben Berufe,wo man als junger Schnösel gerne die gute Bezahlung,soziale Absicherung und die fette Pension in Anspruch nimmt.Den Rest muß man eben auch nehmen.Auch wenns eine Holzkiste ist.Man wird ja nicht dazu gezwungen.
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 20:24:44 Mo. 04.Februar 2008
Zitat
SPD-Politiker für Bundeswehr-Einsätze in ganz Afghanistan

Hamburg (AFP) - In der Debatte um Kampfeinsätze deutscher Soldaten hat sich der SPD-Außenexperte Hans-Ulrich Klose für Bundeswehreinsätze auch im umkämpften Süden Afghanistans ausgesprochen. Es könne Situationen geben, in denen dies unvermeidbar sei, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag der "Bild"-Zeitung. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Jürgen Trittin, kritisierte Kloses Äußerungen als "unverantwortlich". Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Klaus Naumann, verteidigte die Forderung der USA, Deutschland solle sein Afghanistan-Engagement ausweiten. Denn die Lastenverteilung sei ungleich.

Deutschland solle die Schnelle Eingreiftruppe (Quick Reaction Force, QRF) im Norden von den Norwegern übernehmen und sie "stark genug machen, dass sie im Notfall in ganz Afghanistan eingesetzt werden kann - auch im Süden", sagte Klose. Die NATO sei eine Allianz, die auf Solidarität aufbaue: "Das bedeutet: Jeder trägt das gleiche Risiko."

In der vergangenen Woche hatte Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) eine schriftliche Forderung von seinem US-Kollegen Robert Gates abgelehnt, Bundeswehr-Soldaten in Kampfeinsätze in Südafghanistan zu schicken. Die Bundesregierung hatte zuvor signalisiert, zur Jahresmitte die im Norden des Landes stationierte Schnelle Eingreiftruppe von Norwegen zu übernehmen.

Klose mache sich zum "Handlanger der untergehenden Bush-Administration", erklärte Trittin. "Kloses Forderung, die Deutschen sollten unverzüglich auch im Süden kämpfen, um die dortige aggressive und kontraproduktive Strategie der USA zu unterstützen, darf von der Bundesregierung keinesfalls befolgt werden." In Afghanistan sei ein Strategiewechsel notwendig, denn wichtiger als die Aufstockung des Militärs sei eine zivile Aufbauoffensive sowie ein "entschiedenes Engagement" beim Polizeiaufbau. "Der Versuch einer rein militärischen Lösung der afghanischen Gewaltkonflikte muss scheitern."

Naumann verteidigte die US-Anfrage. Gates habe lediglich gefordert, "dass alle Partner Lasten und Risiken gleichmäßig tragen müssen, das ist ein uraltes Prinzip der NATO, an das wir uns auch erinnern sollten", sagte der frühere Generalinspekteur der Bundeswehr dem Bayerischen Rundfunk. Die Lastenverteilung in Afghanistan sei ungleich, "solange einige sagen: 'Wir stabilisieren und die anderen kämpfen'."

http://de.news.yahoo.com/afp/20080204/tde-d-afghanistan-streitkraefte-bundeswe-a4484c6_2.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Paul Brömmel am 20:50:13 Mo. 04.Februar 2008
Wieso ist der Hans-Ulrich Klose ein "Außenexperte" ?
Hat der irgendsowas gelernt,studiert oder richtige Berufserfahrung in der Richtung ???

Und was hat "Tritt Ihn" bei solchen Sachen zu sagen ???

Und wer zum Teufel ist dieser Naumann ,na gut,ein früherer Generalinspekteur der Bundeswehr.Wenn er aber nicht von Deppen gewählt worden wär-sondern ganz normal gemustert und als Wehrpflichtiger eingezogen-ob ers wohl zum Gefreiten geschafft hätte ?
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 10:58:09 Fr. 08.Februar 2008
Zitat
BKA rechnet offenbar mit El-Kaida-Anschlag in Deutschland

Berlin (AFP) - Das Bundeskriminalamt (BKA) rechnet damit, dass das El-Kaida-Netzwerk von Osama bin Laden Anschläge in Deutschland vorbereitet. "Wir haben Hinweise, dass es neben den Planungen der Sauerland-Attentäter mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere Planungsstränge gibt", sagte BKA-Vizechef Bernhard Falk der Zeitung "Die Welt". Bei den Führern im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet sei die Entscheidung gefallen, "in Deutschland Anschläge zu verüben", zitierte die Zeitung den mit der Terrorabwehr im Innenministerium betrauten Staatssekretär August Hanning.

"Wir haben die Sorge, dass wir künftig nicht mehr jede Operation verhindern können", sagte Hanning. Nach Erkenntnissen des BKA und des Bundesamtes für Verfassungsschutz habe der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr dazu geführt, dass Deutschland in der Hierarchie der Anschlagsziele weit nach oben gerückt sei, berichtete die Zeitung weiter.

Hintergrund der Warnungen ist dem Bericht zufolge die Entwicklung im südlichen Afghanistan. Die durch den US-geführten Anti-Terror-Einsatz "Enduring Freedom" vorübergehend geschwächte "operative Fähigkeit" El Kaidas sei wiederhergestellt, sagte Hanning. Ganz gezielt würden aus dieser Region Muslime aus Deutschland geworben, um sie in Trainingslagern zu Gotteskriegern auszubilden. Dann würden die Männer, oft Konvertiten oder junge Türken, zurück nach Deutschland geschickt.

Das BKA und die Länder führen dem Bericht zufolge bereits jetzt 184 Ermittlungsverfahren gegen militante Islamisten. 70 Menschen würden als "Gefährder" eingestuft und von der Polizei rund um die Uhr überwacht.

Im vergangenen Jahr hatten die Sicherheitsbehörden im Sauerland den Konvertiten Fritz G. und mutmaßliche Komplizen festgenommen und damit eigenen Angaben zufolge Sprengstoffanschläge in Deutschland vereitelt.

http://de.news.yahoo.com/afp/20080208/tde-d-afghanistan-terrorismus-sicherheit-a4484c6_1.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: mergazil am 14:12:38 Fr. 08.Februar 2008
Im vergangenen Jahr hatten die Sicherheitsbehörden im Sauerland den Konvertiten Fritz G. und mutmaßliche Komplizen festgenommen und damit eigenen Angaben zufolge Sprengstoffanschläge in Deutschland vereitelt.

Dagegen ist wohl auch nichts zu sagen.
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Arwing am 14:16:03 Fr. 08.Februar 2008
Tja, bisher wollte die deutsche Politik nur ein bisschen Krieg spielen. Sie stationiert Truppenverbände der Bundeswehr, im übrigen nicht für Kampfeinsätze wie gefordert ausgerüstet, in Krisenregionen, die "befriedet" erscheinen. Man will sich ja als neues starkes Europa der Welt präsentieren und bei wichtigen Entscheidungen in der Welt "mitreden".

Als Konsequenz muss man dann aber auch den Mut haben, nach den grossen Tönen auch Taten folgen zu lassen. Das wird jetzt ein sehr interessant zu beobachtendes Spielchen werden :)

Deutschland zieht besser mit den Natoalliierten in den Süden von Afghanistan und wahrscheinlich in Zukunft auch in andere Kriegsschauplätze, was wiederrum mit  einer Aufstockung der Bundeswehrgelder verbunden ist, die dann nötig sind und einem stärkeren Verlust der Bundeswehrsoldaten. Ansonsten müsse man sich Enthaltungsvorwürfe und möglicherweise Desinteresse an der Nato und durch die Nato gefallen lassen, was vielerlei Folgen nach sich ziehen kann. Im schlimmsten Falle ein Ausschluß aus selbiger.

Derzeit und in Zukuft kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die deutsche Bevölkerung ihre ablehnende Meinung zu den Auslands- oder Kriegseinsätzen ändert. Ein neuerliches Entsendeaufgebot in Einsätze verringert auch das Personal der Kasernenstandorte Deutschlands, welche dann durch mögliche Einberufungen von Reservisten, kompensiert werden muss? Oder werden dann mehr Wehrpflichtige einberufen?

Kombiniert mit einer Verarmung der Bevölkerung und entsprechendem Unmut über Verarmung, Perspektivlosigkeit, Repressionen der Bezugsämter und den dann ansteigenden Verlusten von Soldatenleben in neuen Entsendegebieten, wie z.B. Südafghanistan, könnte dies ein innenpolitisches Pulverfass bedeuten, dass nur noch einen Funken braucht, um zu zu explodieren. Zumindest steht man dann aber gut bei seinen Alliierten da ;)

Die andere Möglichkeit besteht darin, sich aus Allem rauszuhalten und die daraus resultierenden außenpolitischen Konsequenzen zu tragen.

Wobei es meine persönliche Wertung ist, dass es nur die oberen beiden Optionen gibt, die Deutschland zur Verfügung stehen. Ich denke nicht, dass wir weiterhin diese Hinhalteaußenpolitik gegenüber unseren Alliierten, in Hinsicht auf deren gefordertes verstärktes Engagement unsererseits, werden durchsetzen können.
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Paul Brömmel am 18:36:24 Fr. 08.Februar 2008
"Derzeit und in Zukuft kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die deutsche Bevölkerung ihre ablehnende Meinung zu den Auslands- oder Kriegseinsätzen ändert. "

So ein Humbug.
Wer nach Afghanistan geht,geht da freiwillig (für viel Kohle) hin.
Und dem Rest der Bevölkerung ist Afghanistan viel zu weit,um darüber ernsthaft nachzudenken...Dafür haben sie ja "Vordenker" gewählt...
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: matten am 19:45:52 Fr. 08.Februar 2008
hallo paul...

pro tag knapp 100euro on top ist nicht schlecht...

und es sind freiwillige...


mfg
matten
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Paul Brömmel am 19:54:20 Fr. 08.Februar 2008
Deswegen verstehe ich ja die Aufregung nicht.
Solange Deutsche Söldner am Hindukusch freiwillig Krieg führen,kanns uns doch egal sein.
In den USA gab es auch erst Probleme,als normale Wehrpflichtige nach Vietnam geschickt wurden und starben.Bei den Sowjets war es in Afghanistan genauso.
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: matten am 19:58:15 Fr. 08.Februar 2008
an paul...

sehe ich genau so...

mfg
matten
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: rodion am 21:11:07 Fr. 08.Februar 2008
ich glaub ihr solltet euch mal mit der deutschen verfassung auseinandersetzen und schauen, was dort geschrieben steht über deutsche soldaten und krieg. vielleicht ist es euch dann doch nicht mehr ganz so egal, was deutsche soldaten im ausland so anrichten. und vielleicht wärs auch besser erst mal nachzudenken, bevor man so eine gequirlte sch... , wie "kann uns doch egal sein..." von sich gibt.
klar, alle menschen sind brüder und so, aber deswegen hab ich trotzdem einen deutschen pass, und meine sogenannten landsleute ziehen in den krieg, um angeblich ihre landsleute, also dich und mich, zu schützen. daß heißt, da nehmen menschen mit waffen in den händen das recht für sich in anspruch, für unsere angebliche sicherheit andere menschen zu töten. mir ist das nicht egal, wenn irgendjemand meint, er müsse für meine interessen andere umbringen.

 gg:
http://www.bundestag.de/parlament/funktion/gesetze/grundgesetz/index.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Paul Brömmel am 21:23:41 Fr. 08.Februar 2008
Nicht jeder Deutsche muß Soldat werden,und nicht jeder deutsche Soldat muß nach Afghanistan !
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: matten am 21:43:59 Fr. 08.Februar 2008
hallo radion...

behalte deine belehrungen für dich.
keiner muss dort hin und keiner muss soldat werden.

mfg matten
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: rodion am 23:20:37 Fr. 08.Februar 2008
"keiner muss dort hin und keiner muss soldat werden."

stimmt schon, aber es gibt sie nun mal, du kannst sie nicht wegleugnen.
ist euch das echt so egal, wenn jemand in eurem namen tötet?  
ist euch das echt so egal, wenn jemand behauptet, ihr habt mitentschieden, daß er tötet?
ihr könnt nicht einfach die augen zumachen und sagen, "was ich nicht sehe gibt es nicht". sie benutzen unsere stimmen, obs euch passt oder nicht. und menschen, die behaupten, ihnen könne es egal sein, sind ihnen die liebsten, um mit ihren kriegerischen aktionen weiterzumachen. kriegen ja ein haufen geld dafür - dein geld, mein geld.damit führen sie krieg, also auch du matten, und du brömmel, nehmt teil an diesem krieg, aber - is ja egal.
und matten, so wie du deine wurschtigkeit hier veröffentlichst, nehm ich an, du erwartest auch eine reaktion. wenn sie nicht so ausfällt wie es dir passt, dann kann ich dir auch nicht helfen. warum sollte ich mir von dir den mund verbieten lassen?
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: matten am 07:56:13 Sa. 09.Februar 2008
hallo radion..

mit sicherheit will ich niemand irgendwie den mund verbieten.

so dann wünsch ich einen schönen tag

mfg
matten
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 11:10:27 Sa. 09.Februar 2008
Zitat
Berlin bereitet Ausweitung des Afghanistan-Einsatzes vor

Die Bundesregierung will dem Druck der USA offenbar ein Stück weit nachgeben: Nach Informationen des SPIEGEL wird eine massive Truppenaufstockung in Afghanistan vorbereitet. Außerdem erwägt sie eine Erweiterung des Einsatzgebietes. Damit sollen Forderungen nach einem Kampfeinsatz im Süden abgewehrt werden.

Hamburg - Experten der Bundesregierung planen nach Informationen des SPIEGEL eine massive Ausweitung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan. Die Truppenstärke soll demnach von derzeit 3500 auf bis zu 4500 Soldaten erhöht werden. Gedacht sei auch daran, das Einsatzgebiet beträchtlich zu erweitern und nach Westen auszudehnen. Dazu solle die Provinz Badghis, die bisher zur Westregion unter italienischem Kommando gehöre, dem deutschen Sektor im Norden zugeschlagen werden.

weiter:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,534170,00.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: regenwurm am 21:56:58 Di. 12.Februar 2008
"Die Deutschen verstehen nicht, warum ihre Bundeswehr in Afghanistan im Einsatz sind. Ein erschreckend hoher Anteil der politikmündigen Bürger glaubt, dass hier ein Vasallen-Krieg der USA geführt werden müsse. Viele fragen nach dem Ziel des Einsatzes."

Dass der Leitartikler der "Süddeutschen", Stefan Kornelius, die 80 % der Bundesdeutschen, die den Afghanistan-Krieg ablehnen, "erschreckend" hoch findet, kann nur damit zu tun haben, dass sein IQ zwar über Zimmertemperatur nicht hinauskommt, sich aber gleichzeitig auf dem Höhepunkt globalpolitischer Großanalytik wähnt. Eine Art mentales Dissonanz-Syndrom an dem ja auch der Großmeister des Afghanistan-Debakels - George W. Bush - leidet, und mit ihm jene Horde von Sesselpupern und Labtop-Bombern, die aus der sicheren Stellung ihres Redaktionsbunkers zum Endsieg am Hindukusch blasen. Aber ach, niemand hört auf sie, obwohl sie doch den offensichtlichen und arschklaren "Vasallen-Krieg" seit Jahren brav im Konjunktiv schreiben. Da hilft nur eins, ein Führerbefehl, und wenn nicht vom Ortsgruppenleiter Kornelius, dann wenigstens vom Bundestag:

"Das politische System in Deutschland kennt keinen alleinbestimmenden Außenpolitiker an seiner Spitze, wie in den USA oder Frankreich. Deutschland ist Konsensland, der Bundestag entscheidet über den Einsatz der Soldaten. Aber niemand zwingt die politische Führung, in einer zentralen außenpolitischen Frage genau dies zu zeigen: zu wenig Führung."

http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/539/157121

Quelle: Writersblog von Mathias Bröckers  (http://www.zweitausendeins.de/writersblog/broeckers/index.cfm?mode=day&day=11&month=2&year=2008)
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: rodion am 10:31:27 Do. 14.Februar 2008
wenn die bundesbürger mehrheitlich gegen diesen krieg sind, greift man zu dem ultimativen totschlagargument "die verstehen von der politischen sachlage nix", und schmeißt noch mit ein paar fachausdrücken der wirtschafts-und gesellschaftspolitik um sich. diese handhabung findet auch in anderen fällen gerne anwendung.
fällt dann auch noch die frage nach dem ziel der aktion, wird unterstellt, man habe sich nicht genügend informiert, anstatt seine bisherigen aussagen zu dem thema zu überdenken und mal mit klaren antworten die ziele zu definieren. ich befürchte aber, dies würde bedeuten, den menschen eine wahrheit zu sagen, welche die glaubwürdigkeit der herrschenden sogar bei, ich sag mal volksparteihörigen systemsympathisanten massiv erschüttern würde.
meiner meinung nach, ist das ziel ein rein imperialistisches, nämlich den machtbereich der in den industriestaaten herrschenden geographisch zu erweitern.
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 14:06:59 So. 17.Februar 2008
Zitat
Regierung: Kein Ausstieg aus Operation Enduring Freedom

Berlin (AFP) - Die Bundesregierung hat einen Bericht über einen möglichen Ausstieg aus der US-geführten Anti-Terror-Operation Enduring Freedom (OEF) in Afghanistan zurückgewiesen. Es gebe keine Überlegungen, die Mandate zu OEF und zur internationalen Afghanistan-Truppe ISAF zu verändern, sagte ein Regierungssprecher in Berlin. Er widersprach damit einem Bericht des "Spiegel". Keine Bestätigung gab es auch für Berichte, das neue ISAF-Mandat könnte bereits im Sommer beschlossen werden. Der SPD-Außenpolitiker Hans-Ulrich Klose verlangte eine Ausweitung des deutschen Afghanistan-Engagements.

Laut dem Bundestagsmandat für OEF, das im Herbst fast zeitgleich mit dem Mandat für die Friedenstruppe ISAF endet, dürfen bis zu hundert Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) auch im kriegerischen Süden und Osten Afghanistans eingesetzt werden. Sie wurden jedoch schon seit Jahren nicht mehr angefordert. Im "Spiegel" hieß es dazu, es habe von deutscher Seite Gespräche mit US-Regierungsvertretern über einen Ausstieg aus OEF gegeben. Im Gegenzug dürften die USA demnach jedoch ein verstärktes deutsches Engagement im Süden Afghanistans im Rahmen der ISAF-Truppe verlangen.

Klose sprach sich dafür aus, die Zahl der in Afghanistan eingesetzten Soldaten zu erhöhen. Er widersprach in der Wochenzeitung "Das Parlament" zugleich dem Argument, auf deutscher Seite sei die Grenze der Belastbarkeit erreicht. Wenn die Bundeswehr mit 240.000 Soldaten bei 7000 im Ausland eingesetzten Truppenangehörigen an so etwas glaube, "dann läuft irgendetwas falsch", sagte der SPD-Politiker. Dabei müsse die Bundeswehr grundsätzlich in ganz Afghanistan zur Verfügung stehen, um eine gleichmäßige Belastung innerhalb der Allianz herzustellen.

Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU), Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und die Fraktionschefs von Union und SPD, Volker Kauder und Peter Struck, wollen voraussichtlich am Dienstag darüber beraten, wie die Afghanistan-Mandate über die Wahlen 2009 hinaus verlängert werden können. "Es bleibt dabei, dass über Inhalt und Ausgestaltung der neuen Mandate für die Zeit ab Oktober und November 2008 erst im Sommer entschieden wird", sagte dazu der Regierungssprecher.

In der "Berliner Zeitung" hieß es, die Bundesregierung könnte die Abstimmung über das neue ISAF-Mandat der Bundeswehr auf den Sommer vorziehen. Damit würde verhindert, dass dieses Mandat 2009 etwa zeitgleich mit der Bundestagswahl ausläuft.

http://de.news.yahoo.com/afp/20080217/tde-d-usa-terrorismus-nato-afghanistan-b-a4484c6_1.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ryba am 15:31:13 Do. 21.Februar 2008
Na ja, wenn nun schon die BW nach Meinung unserer Regierung in Afghanistan aktiver werden soll, dann bitte auch etwas  medizynische Hilfe nach US-Art:
http://www.afghanmania.com/en/forums/main/viewtopic.php?t=8406&view=previous
Also bitte ausreichend Zahnärzte mitnehmen! Der gemeine Moslem ist da auch sehr dankbar für.  

Besonders anerkennen die jungen afghanischen Mütter, die Bemühungen, sie vor Ort mit angenehmer radioaktiver Strahlung zu versorgen (DU-Munition), da sie sich ja doch keine teure Kur in einem  Radiumbad leisten können. Sicherlich werden deren Kinder das ´mal (an einem September vielleicht) zurückzahlen!
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 18:17:51 Mi. 12.März 2008
Zitat
Soldatenzahl in Afghanistan wegen Kontingentwechsel überschritten

Berlin (dpa) - Die Mandatsobergrenze von 3500 Bundeswehrsoldaten für den Einsatz in Afghanistan ist erneut überschritten worden. Nach Angaben der Bundeswehr sind derzeit 3740 deutsche Soldaten vor Ort. Begründet wird die Mandatsüberschreitung mit einem Kontingentwechsel. Die «Junge Welt» berichtete, die Obleute der Bundestagsfraktionen seien vom Verteidigungsministerium über den Rechtsbruch informiert worden, aber zum Schweigen verpflichtet. Das Ministerium verwies darauf, dass eine kurze Überschreitung laut Mandat zulässig sei.

http://de.news.yahoo.com/dpa2/20080312/tpl-soldatenzahl-in-afghanistan-wegen-ko-4860fce.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 13:52:42 Mo. 14.April 2008
Bundesverteidigungsminister Jung hat es abgelehnt, das vom Bukarester Nato-Gipfel beschlossene Geheimdokument zum weiteren militärischen Vorgehen in Afghanistan den Abgeordneten des Bundestages vorzulegen. Die Wehrexperten fordern, dass zumindest die Obleute im Verteidigungsausschuss den als geheim eingestuften zehnseitigen Anhang der Nato-Strategie in Afghanistan einsehen dürfen.
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:58:49 So. 27.April 2008
Zitat
Schrecksekunde in Kabul: Bei einem Angriff der radikalislamischen Taliban auf eine Militärparade sind am Sonntag Afghanistans Präsident und seine ebenfalls anwesende komplette Regierungsmannschaft sowie zahlreiche Diplomaten unverletzt geblieben. Opfer gab es dennoch. Darunter sollen auch Parlamentsabgeordnete sein. Auf dem Gelände nahe dem Nationalstadion brach Chaos aus.
http://www.handelsblatt.com/News/Politik/International/_pv/_p/200051/_t/ft/_b/1422872/default.aspx/karsai-entgeht-taliban-angriff-knapp.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:21:59 Mo. 28.April 2008
DLF Nachrichten, Montag, 28. April 2008 14:00 Uhr

Zitat
Anschlag auf Bundeswehr in Afghanistan / Keine Verletzten

Auf einen Konvoi der Bundeswehr in Afghanistan ist ein Anschlag verübt worden. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Berlin wurde keiner der Soldaten verletzt. Der Konvoi war auf dem Weg von Kundus nach Masar-i-Sharif.
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 11:01:17 Fr. 02.Mai 2008
Soziale Lage der Bevölkerung in Afghanistan verschlechtert sich dramatisch...

Zitat
Selbst trockene Brotreste müssen teuer bezahlt werden

Kabul (AP) Der Händler auf dem Markt von Kabul packt eine handvoll harter Brotreste und wiegt sie ab. Vor ihm steht eine Paschtunin mit einer leeren Plastiktüte. Die trockenen Reste, mit denen sie früher nur Schafe und Kühe gefüttert hätte, muss die Frau jetzt teuer bezahlen. Ihr Haushalt mit insgesamt 14 Personen habe frisches Brot schon seit einem Monat nicht mehr gekauft, sagt sie, weil die Preise nicht mehr bezahlbar waren.

Die weltweite Nahrungsmittelkrise hat nur wenige Länder so hart getroffen wie Afghanistan. Die Preise für Weizenmehl sind in innerhalb von drei Monaten um 75 Prozent gestiegen. Der wachsende Unmut richtete sich vor allem gegen die von den USA unterstützte Regierung von Präsident Hamid Karsai. «Karsai ist der König und das ist mein Leben», klagt die verhüllte Paschtunin, deren neunjähriger Sohn Abdul Rahman an einer harten Kruste kaut. «Seit die Amerikaner hier sind, ist nichts mehr billig.»

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) warnt in einem Bericht, gerade für die Ärmsten in Afghanistan sehe es «sehr düster» aus. Es sei zu erwarten, dass die Zahl der Toten durch Unterernährung steigen werde. In mindestens einer Stadt ist es schon zu ersten Protesten gekommen. Selbst die Mittelschicht findet kaum mehr ein Auskommen.

WFP verteilt Lebensmittel erstmals auch in Städten

Der WFP-Direktor für Asien, Anthony Banbury, erklärt, dem 75-prozentigen Preisanstieg für Weizenmehl in diesem Jahr sei schon ein Anstieg um 60 Prozent im vergangenen Jahr vorausgegangen. «Die Menschen verhungern nicht», sagt Banbury. «Sie sterben an Krankheiten, an denen sie nie gestorben wären, wenn ihr Körper vom Hunger nicht so geschwächt wäre.» Zum ersten Mal seit dem Sturz der Taliban verteilt das WFP Lebensmittel auch in Städten und nicht nur in ländlichen Regionen.

Zwei der ärmsten Provinzen Afghanistans, Ghor and Badghis, hatten doppelt zu leiden. Sie wurden nicht nur von der Nahrungsmittelkrise, sondern auch von einer Dürre getroffen, die im vergangenen Jahr 70 Prozent der Ernte zerstörte, sagt Mary Kate MacIsaac von der Hilfsorganisation World Vision. «Wer Besitz hatte, war gezwungen, ihn zu verkaufen» sagt MacIsaac. Sie verwies darauf, dass die Preise für Schafe um die Hälfte gefallen seien, da viele Menschen ihr Vieh verkaufen mussten. «Die Menschen sind verzweifelt und fragen sich angstvoll, was passiert, wenn die Ernte auch in diesem Jahr schlecht ausfällt.»

Geschäftemacher profitieren

Genaue Zahlen sind nur schwer zu bekommen, Handelsminister Amin Farhang schätzt aber, dass Afghanistan 2007 rund 1,2 Millionen Tonnen Getreide weniger als die jährlich benötigten sechs Millionen Tonnen produziert hat. Die Ernte 2008 wird ersten Schätzungen zufolge wohl noch schlechter ausfallen, weil es zu Frühlingsbeginn zu wenig geregnet hat, wie der stellvertretende Landwirtschaftsminister Pir Mohammad Azizi sagt.

Afghanistan ist deshalb auf Hilfe von außen angewiesen, um das Defizit auszugleichen, und dadurch auch besonders anfällig für die weltweiten Preissteigerungen. Die Händler auf dem Markt in Kabul machen vor allem Geschäftemacher für den Preisanstieg verantwortlich. «Wir sind von der Gnade der Geschäftsleute abhängig», sagt der Händler Sajed Hassan Agha.

Krise könnte politische Folgen haben

Da im nächsten Jahr Wahlen anstehen und die Popularität der Regierung Karsai ohnehin auf einem Tiefpunkt ist, könnte die Nahrungsmittelkrise auch politische Auswirkungen haben. «Es gibt viele junge Männer, die keine Arbeit haben, die kein Einkommen haben in ihren Familien, und ihre wirtschaftliche Situation treibt sie den Taliban in die Arme», sagt Nias Mohammad Sarhadi, Chef des Bezirks Schari in der Nähe von Kandahar.

Die Regierung kauft inzwischen Mehl auf, um damit die Beamten und die Ärmsten des Landes zu unterstützen. Die Preise sind dadurch schon leicht gefallen, Handelsminister Farhang erwartet, dass sie im Mai weiter zurückgehen werden und dass sich die Situation leicht dadurch leicht entspannt wird.

Derzeit aber streiken die Lehrer, die eine Erhöhung ihres Monatsgehalts von 3.000 Afghani (32 Euro) fordern. Aus den Dörfern wandern verzweifelte Menschen in die Städte, um dort Arbeit zu suchen. «Schauen sie sich all diese Menschen an», sagt der 35-jährige Fateh Mohammed auf dem Markt in Kabul. «Sie kommen alle aus dem Norden. Sind alle hier, weil ihre Kinder Hunger haben.»

http://de.news.yahoo.com/ap/20080502/tpl-selbst-trockene-brotreste-mssen-teue-cfb2994.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 17:25:32 Sa. 03.Mai 2008
die olivgrüne Meinung zum Wochenende:  :aggressiv>

Zitat
Fischer erwartet Bundeswehr-Einsatz im Süden Afghanistans

Berlin (AFP) - Die Bundeswehr wird nach Ansicht von Ex-Außenminister Joschka Fischer (Grüne) in absehbarer Zeit auch im besonders gefährlichen Süden Afghanistans kämpfen müssen. Nach dem bevorstehenden Regierungswechsel in den USA werde sich die Bundesregierung entsprechenden Forderungen der NATO-Verbündeten nicht mehr länger verschließen können, sagte Fischer dem Berliner "Tagesspiegel" in Toronto. "Mit einer neuen US-Regierung werden wir früher oder später auch im Süden kämpfen."

Ein neuer US-Präsident werde die Deutschen viel stärker in die Pflicht nehmen: "Die nächste amerikanische Regierung wird da ganz anderen Druck machen als es Bush noch vermag", sagte Fischer weiter.

Fischer bezeichnete es als "großen Fehler" der jetzigen Regierung, dass Deutschland sich in den vergangenen zwei Jahren gegen Forderungen von NATO-Partnern wie Kanada und den USA gesperrt hat, die Bundeswehr auch im Süden Afghanistans einzusetzen. Auch wenn dieser Einsatz nun vielleicht künftig angeordnet werde: "Wir werden immer noch die Bösewichte sein, die eine gute Möglichkeit verpasst haben, das aus eigener Initiative zu tun", sagte Fischer bei einem Besuch im Munk-Zentrum für internationale Studien der Universität Toronto.

Die Bundesregierung müsse das Ziel des Afghanistan-Einsatzes offensiver vertreten, forderte Fischer weiter: "In Deutschland hat man vergessen, wieso wir eigentlich da sind." Es müsse wieder deutlich werden, dass der Krieg eine Reaktion auf die Terroranschläge in den USA im September 2001 gewesen sei. Solche Anschläge würden "wieder passieren", wenn der Kampf gegen Taliban und El Kaida keinen Erfolg habe, warnte der Grünen-Politiker.

http://de.news.yahoo.com/afp/20080503/tde-d-afghanistan-militaer-a4484c6.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 21:12:47 Mo. 05.Mai 2008
Dass die Menschen in Afghanistan genug heftige Probleme durch in- und ausländische Krieger aller Art haben, heisst noch lange nicht, dass sie deswegen von den übrigen kapitalistischen Segnungen ausgenommen blieben - im Gegenteil. Innerhalb eines Jahres steigt der Preis für Mehl um exakt 100%, für Reis um 38%. Speziell in deutschen Medien wird - wenig überraschend - kaum etwas über die Reaktionen darauf berichtet: Straßenblockaden bei Jalalabad, wobei von der Regierung Preiskontrollen gefordert wurden; in mehreren Städten gab es Protestkundgebungen und viele Händler beklagen sich über die Explosion organisierten Diebstahls von Lebensmitteln.
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:36:43 Do. 15.Mai 2008
10.05.08 - In der Provinz Nangarhar im Osten Afghanistans blockierten gestern mehrere tausende Menschen die Straße nach Kabul. Sie protestierten gegen die Tötung von drei Zivilisten durch ausländische Soldaten. Die Demonstranten bewarfen die anrückende Polizei mit Steinen, die Schusswaffen gegen Demonstranten einsetze und zwei Menschen erschoss.
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 15:12:15 Do. 15.Mai 2008
Afghanistan-Krieg: Friedensbewegung ruft Soldaten zur Verweigerung auf

Friedensgruppen haben einen Appell an die Panzerbrigade 21 "Lipperland" aus Augustdorf (bei Detmold) gerichtet, den unmittelbar bevorstehenden Einsatz in Afghanistan zu verweigern. Die Panzerbrigade aus der Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne soll auf Beschluss der Bundesregierung ab 1. Juli eine "Quick Reaction Force" (QRF) im Norden Afghanistans bilden, die der NATO auch zu offensiven Kampfeinsätzen zur Verfügung steht. Die Bundesregierung versucht unter Verweis auf diesen risikoreicheren Einsatz der QRF-Elitetruppe, einer von den Bündnispartnern geforderten direkten Kriegsbeteiligung im Süden auszuweichen, die auch im Parlament nicht durchsetzbar wäre…

http://www.labournet.de/krieg/afghanistan.pdf
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 11:46:34 Sa. 17.Mai 2008
Kommando Spezialkräfte weiterhin in Afghanistan aktiv:

Zitat
Elite-Einheit KSK patzt bei Jagd auf Terrorchef

Der Bundeswehreinheit KSK ist bei einem Einsatz im Norden Afghanistans ein womöglich schwerwiegender Fehler unterlaufen. Nach Informationen des SPIEGEL misslang die Festnahme eines als extrem brutal geltenden Taliban-Führers. Deutsche Helfer und Soldaten müssen nun Racheakte fürchten.

Hamburg - Die Elitetruppe hat gepatzt: Die Bundeswehreinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) ist nach SPIEGEL-Informationen beim Versuch gescheitert, einen mutmaßlichen Terroristenführer im Norden Afghanistans gefangen zu nehmen. Der Taliban-Kommandeur gilt als brutaler Extremist mit besten Verbindungen in pakistanische Terrorkreise.

Wochenlang hatten KSK-Leute den Paschtunen observiert. Ende März entschlossen sie sich gemeinsam mit dem afghanischen Geheimdienst und der Armee zum Zugriff in der Region Baghlan, doch der Taliban-Führer entkam.

Für die im Norden stationierten Isaf-Soldaten und internationale Helfer, darunter viele Deutsche, ist die Gefahr terroristischer Anschläge dadurch womöglich gewachsen: Der mutmaßliche Extremist, der für Bombenanschläge verantwortlich sein und Selbstmordattentäter beherbergen soll, ist nun weiter mit seinem Netzwerk aktiv und könnte auf Rache sinnen.

Der militärische Befehlshaber der Taliban in Kunduz, Maulawi Bashir Haqqani, sagte dem SPIEGEL: "Die Deutschen sind der wichtigste Feind im Norden. Sollten sie ihre Lager verlassen, werden auf jeder Straße Sprengfallen und Bomben auf die Deutschen warten. Sie werden noch viele Särge mit Leichen auf ihre Schultern laden, wenn sie nicht zu der realistischen Einschätzung kommen, dass ihre Streitkräfte aus unserem Land abziehen müssen."

Im Isaf-Hauptquartier heizt das Vorgehen der deutschen Spezialeinheit unterdessen den Streit der Verbündeten um die richtige Strategie bei der Terroristenbekämpfung weiter an. Während Briten und Amerikaner gezielte Tötungen grundsätzlich befürworten und dies auch im konkreten Fall für angebracht gehalten hätten, lehnen die Deutschen tödliche Gewalt gegen Terrorverdächtige ab, "solange nicht ein Angriff stattfindet oder unmittelbar bevorsteht", wie es in einem geheimen Weisungspapier der Bundesregierung heißt, das bei der Nato hinterlegt ist.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,553832,00.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 15:22:10 Do. 29.Mai 2008
Preise in Afghanistan explodieren - Hungersnot droht

Kabul. dpa/baz. Afghanistan gehört auch sechseinhalb Jahre nach dem Sturz der radikalislamischen Taliban zu den ärmsten Ländern der Welt. Der dramatische Anstieg der Lebensmittelpreise hat für die Menschen dort besonders schwere Folgen. Aus dem Norden des Landes gibt es erste Berichte über Hungerflüchtlinge. Der Unmut im Volk über die ohnehin unbeliebte Regierung von Präsident Hamid Karsai nimmt zu. Der Konflikt mit den Taliban und die Kriminalität erschweren die Versorgung der Notleidenden. Eine anhaltende Trockenheit deutet zudem darauf hin, dass sich die Situation weiter verschärfen könnte - mit möglicherweise schwerwiegenden Konsequenzen.

Safiullah ist erst 14 Jahre alt, doch er ist bereits der alleinige Ernährer seiner achtköpfigen Familie. Als sein Vater vor zwei Jahren schwer erkrankte, verliess er die Schule. Jetzt ist Safiullah Träger; mit einer alten Schubkarre transportiert er auf dem Markt im Norden Kabuls Säcke voller Reis, Mehl und Zucker - Lebensmittel, von denen seine Familie sich immer weniger leisten kann.

Er verdiene zwei bis drei Dollar am Tag, sagt Safiullah. Die Familie mit Lebensmitteln zu versorgen, koste ihn aber jeden Tag vier bis fünf Dollar. "Wir leihen uns Geld von Verwandten", sagt der Jugendliche. Er und die Seinen haben - wie viele Afghanen - ihre Essgewohnheiten den gestiegenen Preisen angepasst. Statt Brot und Reis gebe es jetzt mehr Gemüse, sagt der 14-Jährige, der eine abgewetzte Jeansjacke und Plastiklatschen trägt. Fleisch, das früher einmal die Woche auf dem Speiseplan gestanden habe, sei gestrichen.

Ganze Gesellschaft betroffen

Und nicht nur Safiullah klagt. Abdullah, der Pächter einer der Läden, für die der Jugendliche Waren schleppt, sagt: "Ich kann mir selber kaum noch Reis leisten. Die ganze Gesellschaft ist betroffen." An einem Sack mit 49 Kilogramm Mehl verdiene er immer noch umgerechnet rund 10 US-Cent. Da der Preis pro Sack innerhalb eines Jahres aber von 12 Dollar auf über 40 Dollar gestiegen sei, kauften die Kunden viel sparsamer ein. Während seine Einnahmen stetig zurückgingen, steige die Ladenmiete immer weiter.

Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Kabul stieg der Verbraucherindex bei Lebensmitteln im April 2008 verglichen mit dem Vormonat um knapp 20 Prozent. Verglichen mit April 2007 legte er um fast 70 Prozent zu. Für Brot und andere Getreideprodukte, die zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln gehören, mussten Verbraucher im April 2008 im Schnitt 62,8 Prozent mehr bezahlen als im Vormonat. Innerhalb von zwölf Monaten zog der Preis um 127,6 Prozent an. Ein Kilo Weizen kostete im April 2008 rund 60 US-Cent, ein Jahr zuvor hatte der Preis bei etwa 26 US-Cent gelegen. Das Ministerium befürchtet, der Preis werde wegen "ungünstiger Produktionsaussichten bei Weizen in diesem Jahr" weiter steigen werde.

Staatengemeinschaft um Hilfe gebeten

Die afghanische Regierung und das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) hatten die Staatengemeinschaft bereits im Januar um Hilfe gebeten. Mit den 77 Millionen Dollar, die dem WFP daraufhin zugesagt wurden, versorgt das Hilfswerk nach eigenen Angaben inzwischen 2,5 Millionen vom Hunger bedrohte Menschen. Trotzdem gibt es keine Entwarnung. Für Millionen Afghanen sei es immer noch "extrem problematisch", ihren Grundbedarf an Lebensmitteln zu decken, sagte der Asien-Direktor des WFP, Anthony Banbury, Anfang des Monats.

Auch die instabile Lage in Teilen des Landes behindert die Hilfe. Immer wieder werden Konvois mit Lebensmitteln von Aufständischen angegriffen oder von kriminellen Banden geplündert. Zuletzt wurden am 17. Mai zwei Lastwagen des Welternährungsprogramms mit Panzerfäusten beschossen, sie brannten vollständig aus. 84 Tonnen Weizen für rund Zehntausend Menschen wurden in den Flammen vernichtet.

Regierungsgegner versuchten, die Not der Menschen für ihre Zwecke zu missbrauchen, sagt Abdul Karim Mirzazada von der Deutschen Welthungerhilfe in Kabul. Aber auch die Regierung ist für Mirzazada und viele andere Afghanen verantwortlich für die dramatische Situation. Der Bau von Bewässerungssystemen und die Förderung der Landwirtschaft seien vernachlässigt worden. Flüsse würden viel zu wenig genutzt, grosse Flächen Ackerland lägen brach. Mirzazada befürchtet: "Wenn die Trockenheit anhält und sich die wirtschaftliche Lage für die Massen nicht verbessert, dann wird Chaos ausbrechen. Dann drohen Hungersnot und Unruhen."

http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectID=32DBDDA4-1422-0CFC-205F523729C90D4A
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 17:45:32 Sa. 31.Mai 2008
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Die Sicherheitslage in Afghanistan wird trotz aller aktuell gemeldeten Erfolge gegen die Taliban immer prekärer. Das bekommen jetzt die Deutschen zu spüren, die im Lande wohnen – Diplomaten und ihre Familien. Sie müssen aufs Gelände der Botschaft in Kabul ziehen. Eine Bewachung ihrer Wohnungen außerhalb reicht offenbar nicht mehr.
http://www.handelsblatt.com/News/Politik/International/_pv/_p/200051/_t/ft/_b/1437382/default.aspx/deutsche-muessen-aufs-botschaftsgelaende-ziehen.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 16:52:04 So. 15.Juni 2008
Tornados über Afghanistan - diese Aufstockung des deutschen Militärengagements aus dem Vorjahr lässt sich noch überbieten. Ab 1. Juli stellt die Bundeswehr am Hindukusch die Quick Reaction Force (QRF). Eine offensive Eingreiftruppe, die im Norden, aber auch überall sonst im Land auf Feindfahrt geschickt werden kann.

Sieben Jahre nun schon dauert der Krieg am Hindukusch, länger als der Zweite Weltkrieg. Die Chancen der NATO auf den Sieg schwinden, die Intensität des Widerstandes wächst.

weiter... (http://www.freitag.de/2008/24/08240601.php)
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 10:54:01 Do. 26.Juni 2008
Die Große Koalition will die Zahl der an der Besetzung Afghanistans beteiligten Bundeswehrsoldaten erneut um 30 Prozent auf 4.500 erhöhen. Das gab Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) bekannt. Damit würde sich die Zahl der eingesetzten Bundeswehrsoldaten seit Beginn dieses Einsatzes vor sechs Jahren nahezu vervierfachen. Der offizielle Beschluss des Bundestags zur Verlängerung des Einsatzes soll erst im Oktober gefasst werden und das Mandat über 14 Monate gehen. Einzig Oskar Lafontaine von der LINKEN erteilte von den im Bundestag vertretenen Parteien der Aufstockung der Truppen in Afghanistan gestern eine deutliche Abfuhr.

Dagegen kam auch von der sogenannten SPD-"Linken" eifrige Zustimmung: "Die Veränderungen sind völlig unproblematisch", so ihr Fraktionssprecher Niels Annen. Und der sicherheitspolitische Sprecher der Grünen, Winfried Nachtwei, beurteilt die Entsendung weiterer Soldaten "aus militärischer Sicht" als "plausiblen Schritt", bemängelt allerdings ein "Missverhältnis zwischen militärischem und zivilem Engagement". Also mehr Schulen - dann können auch mehr Bundeswehr-Soldaten dort Krieg führen? Der von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frank-Walter Steinmeier (SPD) so hervorgehobene "zivile Aufbau" besteht vor allem im Aufbau eines dann eben “zivilen" Unterdrückungsapparats gegenüber dem afghanischen Volk - durch die Schulung und Ausbildung der dortigen Polizei.

Afghanistan ist auf Grund seiner geopolitischen Lage ein strategischer Brückenkopf in der Kontrolle der weltweiten Erdöl- und Erdgasströme. Das ist der wirkliche Hintergrund der imperialistischen Besetzung - und nicht die "Sicherung der Menschenrechte". Genau so verlogen wie diese Begründung ist die Unterscheidung zwischen "hartem" und "weichem" Einsatz im Norden oder Süden Afghanistans. Beides sind Methoden der Besetzung des Landes. Der schon seit vergangenem Jahr stattfindende Einsatz von 40 deutschen Fernmeldern - nur eben unter NATO-Oberbefehl im Süden - dient bereits ganz direkt der Kommunikation und Logistik für den blutigen Krieg.

Bereits zum 1. Juli übernimmt die Bundeswehr mit 200 Soldaten die Führung der schnellen Einsatztruppe im Norden Afghanistans. Dass gleichzeitig die Zahl der Bundeswehrsoldaten in der US-geführten sogenannten Anti-Terror-Operation "Enduring Freedom" (OEF) um 600 Soldaten reduziert werden soll, beweist: Der deutsche Imperialismus wächst in eine Führungsrolle hinein.
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 10:30:59 Di. 01.Juli 2008
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Mehr Nato-Soldaten in Afghanistan getötet als im Irak

Im Juni wurden in Afghanistan laut der Nachrichtenagentur AP mindestens 44 Soldaten der Nato - oder US-Truppen getötet, im Irak 30 internationale Soldaten. Damit ist der Juni der zweite Monat in Folge, in welcher der Krieg in Afghanistan mehr Nato-Soldaten das Leben kostete als der Irakkrieg.
http://www.handelsblatt.com/politik/international/mehr-nato-soldaten-in-afghanistan-getoetet-als-im-irak;2006276
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:24:35 So. 20.Juli 2008
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Isaf-Truppen töten Zivilisten

Isaf-Truppen haben im Südosten Afghanistans nach eigenen Angaben mehrere Zivlisten getötet. Bei Gefechten im Westen kamen mehrere einheimische Polizisten ums Leben.
http://www.sueddeutsche.de/,ra1l1/ausland/artikel/395/186803/
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:54:15 Sa. 26.Juli 2008
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Obama fordert mehr europäische Truppen für Afghanistan

Paris. sda. Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Barack Obama hat die Europäer bei seinem Besuch in Paris zur Entsendung von weiteren Truppen nach Afghanistan aufgefordert.

"Je mehr sich die NATO-Verbündeten engagieren, desto weniger sind die USA verpflichtet, weitere Truppen zu senden", sagte Obama nach seinem Treffen mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy in Paris.

Die USA müssten mindestens zwei weitere Brigaden schicken, fügte er hinzu. Er sprach sich ausserdem dafür aus, die Truppen nicht in ihrem Mandat zu beschränken.

Den Iran forderte Obama auf, noch während der Amtszeit von George W. Bush auf ein Verhandlungsangebot im Atomstreit einzugehen. "Warten Sie nicht auf den nächsten Präsidenten", sagte der Senator aus Illinois. Der Druck auf die Islamische Republik werde nur noch zunehmen.
http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectID=5B559909-1422-0CEF-70FC1F798402CF46

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Vor drei Tagen eroberten die Taliban den Bezirk Agiristan, jetzt folgte der Rückschlag: Bei einem Luftangriff der internationalen Truppen sind mindestens 40 mutmaßliche Taliban-Kämpfer ums Leben gekommen - mindestens 30 wurden verletzt.

Afghanische Regierungstruppen und Nato-Einheiten kämpfen in dem 200 Kilometer südwestlich von Kabul gelegenen Agiristan seit drei Tagen gegen Rebellen, die den Bezirk am Montag erobert hatten. Die Taliban besetzen in Afghanistan immer wieder kurzzeitig einzelne Bezirke, mussten sich dann aber zumeist wieder zurückziehen. Bereits im Oktober 2007 hatten sie für einen Tag die Kontrolle über Agiristan gewonnen.

Besonders in den USA, aber auch in Europa wird die Situation am Hindukusch mit großer Sorge beobachtet: Immer dreister präsentieren die Taliban ihre Macht, immer dichter rücken sie an die Hauptstadt Kabul heran. Die Korruption durchsetzt mittlerweile die Verwaltung und viele Ministerien. Die mehr als schwache Regierung von Hamid Karzai muss um ihre Wiederwahl in einem Jahr bangen – wenn der Urnengang wegen der Sicherheitslage überhaupt stattfinden kann.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,568130,00.html

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Steinmeier zu Überraschungsbesuch in Afghanistan eingetroffen
Bundesaußenminister Steinmeier hält sich zu einem vorher nicht angekündigten Besuch in Afghanistan auf. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes traf er heute früh in der Stadt Herat im Westen des Landes ein. Deutschland unterstützt dort die Restaurierung der Altstadt und die Sicherung der Trinkwasserversorgung. Steinmeier bleibt insgesamt vier Tage in Afghanistan. Es gelten strengste Sicherheitsmaßnahmen. In Afghanistan sind derzeit 3.500 deutsche Soldaten stationiert.
dlf Nachrichten 25.7.07

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Steinmeiers Reise liegt zwischen zwei wichtigen Daten. Anfang Juni hatte eine große Afghanistankonferenz in Paris Kabul Aufbauhilfe von rund 13 Milliarden Euro für die kommenden Jahre zugesagt, Berlin will bis einschließlich 2010 jedes Jahr 140 Millionen Euro zahlen. Im Herbst entscheidet dann der Bundestag über die Verlängerung des Bundeswehr-Mandates in Afghanistan, das zudem von 3500 auf 4500 Soldaten erhöht werden soll. Der CSU-Außenpolitiker Karl-Theodor zu Guttenberg begrüßte „die Reise sehr“, sie komme auch mit Blick auf Kritiker des Afghanistanengagements „zum richtigen Zeitpunkt“.
http://www.tagesspiegel.de/politik/div/;art771,2579649

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Steinmeier zu Gesprächen in Kabul - ISAF erschießt versehentlich mehrere Zivilisten

Bundesaußenminister Steinmeier hat seinen viertägigen Afghanistan-Besuch mit Gesprächen in Kabul fortgesetzt. Dabei traf er am Vormittag zunächst den Chef der Europäischen Polizeimission, den deutschen Brigadegeneral Scholz. Der SPD-Politiker sagte im Anschluss, die Sicherheitslage habe sich im vergangenen Jahr verschlechtert. So sei die Agressivität der Aufständischen im Süden Afghanistans größer geworden. Aus diesem Grund müsse die Ausbildung von Soldaten und Polizisten im Land forciert werden. Soldaten der Internationalen Schutztruppe haben in der Provinz Helmand versehentlich vier Zivilisten erschossen und drei weitere verletzt. Deren Wagen habe an einem Kontrollpunkt nicht gehalten. Die ISAF betonte, sie bedauere diesen unnötigen Vorfall zutiefst.
dlf Nachrichten 26.7.07
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Eivisskat am 22:12:19 Sa. 26.Juli 2008
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Barack Obama hat Deutschland wieder verlassen, die Aufforderung, sein Land beim Kriegführen in Afghanistan stärker zu unterstützen, bleibt. Und der Ruf des Amerikaners der Herzen wurde gehört. Am Freitag bestätigte die Bundesregierung erstmals, daß sich die Bundeswehr bei einem möglichen Einsatz von AWACS-Luftaufklärern am Hindukusch beteiligen wird.

Die absehbare Ausweitung des Kriegsmandats verkündete Regierungssprecher Ulrich Wilhelm in Berlin gerade so, als handle es sich bei den NATO-Maschinen um Luftbrücken-erprobte Rosinenbomber, die der leidgeprüften Bevölkerung Afghanistans Care-Pakete zum Überleben bringen.

Laut Wilhelm wird der AWACS-Einsatz im Militärausschuß der NATO konkretisiert. Es sei mithin noch nicht die Zeit gekommen, sich auf der politischen Ebene damit zu befassen Der Sprecher von Bundeskanzlerin Angela Merkel räumte am Freitag ein, daß die Anfrage des NATO-Oberkommandos von Mitte Juni datiert. Als junge Welt am 5./6. Juli darüber berichtet hatte, wurde in Berlin dementiert, daß es ein entsprechendes Gesuch gibt. In der übrigen Presse und bei den Oppositionsparteien war die mögliche AWACS-Anforderung bisher kein großes Thema. Dabei muß ein Einsatz der Langstreckenflugzeuge mit »Airborne Warning and Control System« vom Bundestag genehmigt werden. Die Besatzungen der High-Tech-Aufklärer bestehen zu 40 Prozent aus deutschen Offizieren.

Die Nachrichtenagentur dpa umriß die AWACS-Aufgaben am Freitag: »Die Maschinen können Flugzeuge oder andere Objekte über Hunderte von Kilometern orten und identifizieren. AWACS-Flugzeuge können den Luftverkehr koordinieren sowie verbündete Kampfflugzeuge im Einsatz leiten.« Konkret heißt das, die AWACS-Besatzungen führen die Kampfjets der  NATO und US-Armee zu ihren Bombenzielen.

Die Bundeswehr sprach davon, bei dem vorgesehenen Einsatz gehe es darum, den Flugverkehr in Afghanistan besser zu entflechten. Wegen der besonderen Topographie sei es schwer möglich, sich dort allein auf bodengestütztes Radar zu verlassen. »Wenn Sie in die Täler mit AWACS-Radar von oben reingucken, haben Sie ein besseres Lagebild«, schwadronierte ein Bundeswehrsprecher.

Am Boden verschafft sich derweil Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier »ein Gesamtbild des deutschen Engagements und der internationalen Einsätze«, wie aus dem Auswärtigen Amt verlautete. Am Freitag reiste der Sozialdemokrat zu einer Inspektion ins afghanische Kriegsgebiet, wo derzeit schon 3500 deutsche Soldaten stationiert sind. Weil die Sicherheitslage am Hindukusch prekär ist, war die bis Montag andauernde Visite vorab nicht angekündigt worden. Der Minister will unter anderem die Restaurierungsarbeiten in der Altstadt von Herat in Augenschein nehmen und Trinkwasseranlagen an die einheimische Bevölkerung übergeben, ließ der PR-Stab am Werderschen Markt wissen.

Südwestlich von Kabul kämpfen derweil NATO-Truppen und Besatzungsgegner um die Kontrolle des Bezirks Agiristan in der Provinz Ghasni. Bei Luftangriffen der Allianz wurden in der Nacht zu Freitag nach Behördenangaben mehr als 40 mutmaßliche Taliban-Kämpfer getötet und mindestens 30 weitere verletzt. Der Gouverneur des betroffenen Bezirks Agiristan sagte, daß auch zwei Zivilisten getötet worden sind. Bei Gefechten in der Provinz Helmand wurden zudem zwei NATO-Soldaten getötet und neun weitere verletzt.

http://www.jungewelt.de/2008/07-26/065.php

Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 19:17:29 Mi. 06.August 2008
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Hintergrund: Bundeswehr im Visier der Taliban

Hamburg (dpa) - Die Lage in Afghanistan wird auch für deutsche Sicherheitskräfte immer gefährlicher. Die jüngsten Angriffe:

30. Juni 2008: Im nordafghanischen Kundus werden drei deutsche Soldaten leicht verletzt, als eine Bundeswehr-Patrouille des Wiederaufbauteams (PRT) mit einem Sprengsatz angegriffen wird.

27. März 2008: Zwei Bundeswehrsoldaten werden schwer, einer leicht verletzt, als eine Patrouille des Wiederaufbauteams in Kundus mit einem geschützten Fahrzeug vom Typ Dingo in eine Sprengfalle fährt. Die beiden Schwerverletzten werden nach Deutschland ausgeflogen.

5. Oktober 2007: Auf einer Patrouillenfahrt westlich von Kundus werden drei Soldaten bei einem Selbstmordanschlag verletzt. Wenige Tage später wird das Bundeswehr-Feldlager bei Kundus mit Raketen beschossen.

15. September 2007: Die radikalislamischen Taliban feuern drei Mörsergranaten auf ein Camp nahe Kundus - keine Verletzten.

15. August 2007: Östlich von Kabul werden drei Polizisten in ihrem Auto bei der Explosion einer Straßenbombe getötet. Einer der Männer war Leibwächter der späteren Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

19. Mai 2007: Beim Selbstmordanschlag eines Taliban-Terroristen in Kundus sterben drei Soldaten einer Fußpatrouille, zwei weitere werden verwundet.

15. April 2007: Unbekannte feuern zwei Panzerfäuste auf das Bundeswehr-Camp in Feisabad (Nordosten) ab. Niemand kommt zu Schaden.

http://de.news.yahoo.com/dpa2/20080806/tpl-hintergrund-bundeswehr-im-visier-der-4860fce.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: flipper am 19:46:29 Do. 07.August 2008
das land der mudshaheddin will nicht westlich kolonialisiert werden, die müssen da raus oder die afghanen legen richtig los. das sind nur warnschüsse.

das ganze gelaber der nichtlinken abgeordneten "ziviler aufbau blablubb" im bundestag ist nichts anderes als die rechtfertigungen des kolonialismus von den vorgängern dieser politiker zu den deutschen kolonialzeiten, steht schwarz auf weiss in den archiven der reichstagsprotokolle. dieselben argumente wie damals!

und ich dachte bei der UN gilt die "oberste direktive" wie bei star trek? nicht im sicherheitsrat anscheinend. völker müssen sich selbst entwickeln. besatzung zerstört sie.
ausnahme: das mörderische deutschland vor und nach dem 2. weltkrieg.

was ist das für eine interessensgesteuerte heuchelei den chinesen die kolonialisierung tibets zu verbieten und gleichzeitig den irak und afghanistan zu kolonialisieren?

der dalai lama sagt dazu nix, sonst versiegen seine geldquellen sofort :D
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 21:41:45 Do. 21.August 2008
Bundeswehr erschießt ersten Bürger in Afghanistan

21.08.08 - Soldaten der Bundeswehr haben in Afghanistan nach Armeeangaben zum ersten Mal einen Bürger des Landes erschossen. Dieser habe sich an einem nächtlichen Angriff auf die Soldaten beteiligt, heißt es offiziell. Allerdings gibt es Berichte, es habe sich um einen Unbeteiligten gehandelt. Die Bundeswehr wird als Besatzungsarmee zunehmend angegriffen.
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 21:07:49 Fr. 22.August 2008
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Schwere Vorwürfe gegen Koalitionstruppen

Bei einem Luftangriff der US-geführten Koalition sind am Freitag nach Angaben des afghanischen Innenministeriums 76 Zivilisten getötet worden, darunter zahlreiche Frauen und Kinder. Der Angriff soll sich in einem Dorf im Distrikt Shindand in der westlichen Provinz Herat ereignet haben. Das Innenministerium habe zehn Experten aus Kabul in die Region entsandt, um den Vorfall zu untersuchen.

Die US-geführten Koalitionstruppen hatten in einer zuvor verbreiteten Mitteilung erklärt, US-Soldaten und afghanische Truppen hätten bei Gefechten in der Region Shindand 30 Aufständische getötet, darunter einen Kommandeur der radikalislamischen Taliban. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Zahir Azimi, bestätigte am Freitag den Vorfall. Er sprach von fünf getöteten Zivilisten.

Zivile Opfer bei Operationen ausländischer Militärs in Afghanistan sorgen für zunehmenden Unmut in der Bevölkerung. Die Regierung von Präsident Hamid Karsai und die Vereinten Nationen haben die internationalen Truppen bereits mehrfach zu größerer Vorsicht aufgerufen. Erst Mitte Juli waren bei einem US-Luftangriff auf eine Hochzeitsgesellschaft in der ostafghanischen Provinz Nangarhar 47 Zivilisten getötet worden, darunter 39 Frauen und Kinder.

Unterdessen starben bei einem Bombenanschlag in der südlichen Unruheprovinz Kandahar drei kanadische Soldaten der Internationalen Schutztruppe Isaf. Die Nato-geführte Isaf in Kabul bestätigte den Vorfall, der sich bereits am Mittwoch ereignete. Nördlich von Kabul wurden am Freitag zudem drei italienische Isaf-Soldaten durch eine Bombe leicht verletzt. Seit Jahresbeginn sind in Afghanistan mehr als 180 ausländische Soldaten ums Leben gekommen.

Erst am Mittwoch waren in der Provinz Ghasni drei polnische Isaf-Soldaten bei einer Minenexplosion getötet worden. Zu Wochenbeginn starben zehn Franzosen bei Kämpfen außerhalb von Kabul. Insgesamt wurden bei Kämpfen und Anschlägen bislang mehr als 3000 Menschen getötet, darunter etwa 1000 Zivilisten.
http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/politik/487/307441/text/
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 14:35:19 Di. 26.August 2008
"Kollateralschäden" vermeiden? - Afghanistankrieg beenden!
Der "Antiterrorkrieg" wird selbst zum Terror. Nach dem Tod von 90 Zivilpersonen: Friedensbewegung fordert Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan

http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Afghanistan/zivilisten-baf.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 11:00:31 Mi. 27.August 2008
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In Nordafghanistan
Bericht: Deutscher Soldat bei Anschlag getötet

Bei einem Sprengstoffanschlag in Afghanistan ist offenbar ein deutscher Soldat ums Leben gekommen. Es war der zweite Anschlag auf Bundeswehrsoldaten in Afghanistan innerhalb von drei Wochen.


HB KABUL. Bei einem Anschlag in Afghanistan ist am Mittwoch offenbar ein deutscher Soldat getötet worden. Das meldet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf gut informierte Kreise. Demnach wurden bei dem Anschlag in der Nähe von Kundus drei weitere Bundeswehrsoldaten verletzt.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa geriet eine Patrouille sechs Kilometer südlich von Kundus-Stadt in eine Sprengfalle. Vor drei Wochen waren weiter südlich drei deutsche Soldaten bei einem Anschlag verletzt worden, zwei davon lebensgefährlich. Zu dieser Tat hatten sich die Taliban bekannt.

Das Einsatzführungskommando in Potsdam bestätigte lediglich, dass es drei Verletzte gegeben haben soll, davon zwei leicht verletzt und einer schwer.

Die Sicherheitslage am Hindukusch hat sich in diesem Jahr erneut verschärft. Besonders Angriffe mit Sprengfallen haben weiter zugenommen. Im vergangenen Mai kamen in Afghanistan erstmals mehr ausländische Soldaten ums Leben als im Irak. Insgesamt wurden nach Angaben von Hilfsorganisationen bei Kämpfen und Anschlägen in Afghanistan in diesem Jahr mehr als 3000 Menschen getötet, darunter etwa 1000 Zivilisten.
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bericht-deutscher-soldat-bei-anschlag-getoetet;2028410
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 22:43:16 Mi. 27.August 2008
Zitat
PRESSEMITTEILUNG Nr. 12-2008
Berlin, 27. August 2008

Berechtigte Kritik wird ignoriert
Kirsch: In Afghanistan nicht nur auf die militärische Karte setzen


Berlin. Zu dem jüngsten Anschlag in Afghanistan vom 27.08.2008, bei dem ein Soldat gefallen ist und drei weitere verwundet wurden, erklärt der Stellvertreter des Bundesvorsitzenden des Deutschen BundeswehrVerbandes, Oberstleutnant Ulrich Kirsch:

„Tod und Verwundung sind für unsere Soldatinnen und Soldaten Teil des Einsatzes geworden – das müssen wir nach dem jüngsten hinterhältigen Attentat auf die deutsche Patrouille erneut mit tiefer Betroffenheit feststellen.

Die internationale Gemeinschaft hat bislang in Afghanistan zu sehr auf die militärische Karte gesetzt, doch die internationale Soldatengemeinschaft kann nur Zeit kaufen.

Der zivile Wiederaufbau und der Aufbau von Polizei, Justiz und Verwaltung finden nur sektoral statt. Die permanente Ignoranz berechtigter Kritik an diesen Defiziten erweist sich als Bumerang und das wird auf dem Rücken unserer Soldaten ausgetragen.“
http://www.dbwv.de/dbwv/interd.nsf/d/starta
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 20:13:12 Fr. 29.August 2008
Zitat
«Freundliches Desinteresse» an Afghanistan
Probleme mit dem Nachwuchs bei der deutschen Bundeswehr

Die Bundeswehr hat Nachwuchsprobleme. Soldaten muss die deutsche Armee aus immer weniger Bewerbern rekrutieren. Einer der Gründe dafür scheint der gefährliche Einsatz in Afghanistan zu sein.


srs. Klagen über Geldmangel und veraltetes Gerät bei der Bundeswehr hört die deutsche Öffentlichkeit öfter. Doch mittlerweile muss sich die Armee auch Sorgen um ihren Nachwuchs machen.
(...)
Erst am Mittwoch war ein deutscher Soldat in der Nähe der Stadt Kundus getötet worden. Damit starben in Afghanistan seit Anfang 2002 insgesamt zwölf deutsche Soldaten bei Angriffen, 16 weitere kamen durch Unfälle oder andere Todesursachen ums Leben. Kundus gilt als derzeit gefährlichste Unruheregion im Norden Afghanistans, für den die Bundeswehr die militärische Verantwortung trägt.
(...)
Offiziersanwärter geben auf
(...)

Die in Düsseldorf erscheinende «Rheinische Post» berichtet zudem, rund zehn Prozent aller Offiziersanwärter verliessen die Bundeswehr schon vor dem eigentlichen Beginn ihrer militärischen Karriere. Als Begründung werde in jüngster Zeit immer häufiger der deutsche Afghanistan-Einsatz genannt, erläutert das Blatt unter Berufung auf Offizierskreise weiter. Ausserdem wanderten Ärzte und Piloten ab.
http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/bundeswehr_nachwuchs_1.818888.html



Zitat
Der Sinn und Unsinn des Afghanistan-Einsatzes werde der Bevölkerung überhaupt nicht vermittelt, entsprechend unbeliebt ist das Mandat am Hindukusch bei den Deutschen.

Es kommt sogar noch schlimmer: Aus Angst vor der eigenen Bevölkerung wird versucht, die politische Diskussion um Afghanistan systematisch zu unterdrücken. Da wird der Zeitpunkt über die Mandatsaufstockung schon mal so gelegt, dass die Diskussion um Afghanistan bloß nicht in die heiße Phase des Bundestagswahlkampfs im kommenden Jahr fällt. Argumentativ will offenbar kaum noch jemand in Bresche springen.

Diejenigen, die unter dieser Politik leiden, sind die Soldaten, die Deutschland in das zentralasiatische Land schickt. Neben mangelnder Ausrüstung und vergleichsweise schlechter Bezahlung, kommt jetzt auch noch der Tod hinzu. Auch im Norden des Landes wächst der Druck der Taliban und anderer "opposing military forces", die durch eine geschickte Guerilla-Taktik versuchen, die Truppen und Gesellschaften des Westens zu demoralisieren.

Es ist deshalb überhaupt kein Wunder, warum die deutschen Soldaten unter diesen Umständen von der Stange gehen.

Was fehlt, ist ein durchgehend gut begründetes Konzept der Politik: Nicht nur die Bundesregierung und der Verteidigungsminister, sondern auch die Parlamentarier sind aufgefordert, in ihren eigenen Reihen und gegenüber der Bevölkerung zu klären, was wir in Afghanistan wollen und welche Opfer wir bringen wollen. Oft zitierte, mittlerweile hohle Phrasen, wie: "Deutschland wird am Hindukusch verteidigt" versteht sieben Jahre nach 9/11 keiner mehr.
http://www.ftd.de/meinung/kommentare/:Kommentar_Konzept_f%FCr_Afghanistan_v%F6llig_unklar/406705.html


Zitat
SPD-Außenpolitiker fordert mehr Geld für Afghanistan
Der SPD-Außenpolitiker Gert Weisskirchen fordert, unabhängig vom militärischen Mandat in Afghanistan müsse "der Akzent des zivilen Aufbaus verstärkt werden", für den das Entwicklungsministerium zuständig sei. Er fordert dafür mehr Geld.
http://www.tagesspiegel.de/politik/international/afghanistan/Entwicklungshilfe;art15872,2603347


Zitat
TOTE ZIVILISTEN IN AFGHANISTAN
Polizeichef erhebt schwere Vorwürfe gegen deutsche Soldaten

Es sind schwerwiegende Anschuldigungen gegen die Bundeswehr in Kunduz: Deutsche Soldaten haben laut afghanischer Polizei zwei Kinder und eine Frau getötet - das Auto der Zivilisten sei auf einen Checkpoint zugefahren, habe gewendet, dann seien die Schüsse gefallen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,575206,00.html

Zitat
Kollateralschaden nennt man so etwas in der zynischen Sprache des modernen Kriegs. Es sind Menschen, die sterben, weil sie zwischen die Fronten geraten, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort sind, weil sie sich – verängstigt oder abgestumpft durch die Präsenz des Militärs – "nicht korrekt verhalten", wie es ihnen die Isaf-Truppe auch noch vorhielt.
zum Thema

Bundeswehrsoldaten erschießen Frau und Kinder: Bei einem Zwischenfall in der Nähe von Kundus wurden eine Frau und zwei Kinder getötet. Vier weitere Kinder wurden verletzt »

Deutschland und vor allem deutsche Politiker sind geschockt. Erst einen Tag zuvor war ein deutscher Offizier bei einem Anschlag getötet worden. Das Bild des "sauberen", friedlichen Einsatzes am Hindukusch bekommt weitere Risse.

Aber dieses Bild war schon immer falsch.
(...)

Deutschland führt mit seinen Nato-Verbündeten und anderen Krieg am Hindukusch. Die Regierung sollte es, wie Ex-Verteidigungsminister Volker Rühe erst unlängst gefordert hat, endlich auch so nennen. Es mag gute Gründe für diesen Krieg gegeben haben und immer noch geben. Es gibt auch gute Gründe für die Einschätzung, dass er nicht zu gewinnen ist und die Nato ihre Truppen deshalb früher oder später abziehen sollte. Aber was überhaupt nicht weiterführt, ist, den Krieg länger zu bemänteln.

Es gibt keinen sauberen Krieg, und schon gar keinen ohne Opfer – ob "schuldige" oder "unschuldige". Der Bundeswehr ist, womöglich aus Nervosität nach dem Anschlag, das passiert, was amerikanische Soldaten im Irak oder Südafghanistan jeden Tag erleben. Die Afghanen aber werden jetzt umso weniger eine Unterscheidung zwischen den deutschen und anderen Soldaten machen. Denn auch die Deutschen bringen nicht nur den Frieden, sondern auch den Tod.
http://www.zeit.de/online/2008/36/afghanistan-kommentar

Besatzertruppen raus aus Afghanistan!!!
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 15:57:19 Sa. 30.August 2008
Zitat
Opposition fordert Ende des Einsatzes

Nach dem Tod dreier Zivilisten bei einem Bundeswehreinsatz in Afghanistan mehren sich Forderungen nach einem Ende des Engagements.


Nach dem Tod dreier Zivilisten an einer Straßensperre der Bundeswehr in Afghanistan fordert die Opposition eine Neuausrichtung des deutschen Engagements am Hindukusch. Die Linken und Grünen-Fraktionsvize Hans-Christian Ströbele verlangten die sofortige Beendigung des Militäreinsatzes.
http://www.sueddeutsche.de/politik/397/308344/text/

Sogar die Leserbriefe in der Springerpresse sprechen eine deutliche Sprache:
Zitat
"Wir haben in Afghanistan nichts zu suchen"
Samstag, 30. August 2008 02:58
Die Stellungnahmen des Bundesverteidigungsministers bei zu Tode gekommenen deutschen Soldaten in Afghanistan sind immer die gleichen: "ein feiger hinterhältiger Anschlag". Wer seine Soldaten mit Kampfauftrag in ein zu befriedendes Land schickt, darf den Tod eigener Soldaten nicht ausschließen. Die Frage ist doch vielmehr, ob der Einsatz von Soldaten in Afghanistan im Bewusstsein geschichtlicher Erfahrungen und unter vertretbaren Zielvorgaben sinnvoll und verantwortbar ist. Die Engländer sind 1852 nach schweren Verlusten aus dem Land vertrieben worden. Die Sowjets haben einen jahrelangen Vernichtungskrieg geführt mit dem Ergebnis, das Land ebenfalls unter großen Opfern verlassen zu müssen. Offenbar unter Verkennung dessen haben die USA den Krieg aus strategischen und wirtschaftlichen Gründen auch auf diese Region ausgeweitet. Daraufhin hat die deutsche Politik den Hindukusch als deutsche Verteidigungslinie bestimmt. Seit dem Afghanistan-Einsatz 2002 haben 28 deutsche Soldaten am Hindukusch ihr Leben verloren. Trotz der bisherigen Verluste erklärt der Minister, dass sich die Bundeswehr nicht von ihrem Auftrag abbringen lassen wird, Stabilität und Entwicklung in Afghanistan zu steigern, obwohl er zugibt, dass sich die Sicherheitslage verschärft hat und man gegen solche Anschläge machtlos sei. Die militärische Führung geht noch von zehn Jahren Aufenthalt in Afghanistan aus. Es ist nur zu hoffen, dass wir nicht mit gleichen Verlusten das Land verlassen müssen, wie sie die anderen Mächte vor uns zu tragen hatten.

Harry Döring, Mariendorf


Wie wollen die Abgeordneten es den Angehörigen erklären, warum ihr Sohn - wie 28 andere - in einem fremden Land gestorben ist? Die Worthülsen unserer Politiker, dass es um den Aufbau des Landes geht und um die Terroristen, sind einfach unhaltbar. Wir haben dort nichts zu suchen, und die Afghanen in der Mehrzahl sehen dies genauso.

Götz Zel, per E-Mail


Nein, Herr Jung! Sie und all diejenigen, die dieses menschenverachtende Abschlachten der Zivilbevölkerung in Afghanistan und dem Irak durch die Amerikaner billigen, sind schuld an dem Tod des Soldaten. Wann endlich hören Sie auf die Forderung des deutschen Souveräns und ziehen unsere Brüder und Schwestern aus diesem völkerrechtswidrigen Krieg ab?

Oliver Marcks, per E-Mail
http://www.morgenpost.de/printarchiv/leserforum/article868332/Wir_haben_in_Afghanistan_nichts_zu_suchen.html


Zitat
Der Minister gerät politisch zunehmend unter Druck. Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Reinhold Robbe (SPD), forderte bereits eine Überprüfung des Sicherheitskonzepts für Afghanistan. Der Bundeswehrverband bemängelte, die Politik drücke sich davor, die Risiken des deutschen Einsatzes klar zu benennen. Anfang Oktober entscheidet das Parlament über eine Verlängerung des Bundeswehr-Mandats. Jung will das deutsche Kontingent der Schutztruppe ISAF von derzeit 3340 auf 4500 Mann aufstocken.

Auch 62 deutsche Polizisten sind in Afghanistan, um beim zivilen Aufbau des Landes mitzuhelfen. „Es stellt sich mittlerweile die Frage, ob man überhaupt noch Zivilpolizei in Afghanistan einsetzen kann“, sagte Josef Scheuring von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) der WAZ. Scheuring gibt zu bedenken: „Die Politik muss den Mut haben, gegebenenfalls das zivile Krisenmanagement zurückzuziehen.“
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2008-08/artikel-11640079.asp
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 15:53:00 Do. 04.September 2008
Zitat
Soldaten gegen Afghanistan-Einsatz - "Wir stecken in einem Krieg"

Deutsche Soldaten in Afghanistan sind laut Bundesregierung nicht im "Krieg", sondern in einer "Krise" eingesetzt. Eine Fehleinschätzung, die deutsche Soldaten das Leben kostet, meinen Insider wie der Bonner Ex-Berufssoldat Helmuth Prieß vom Arbeitskreis "Darmstädter Signal".
 
Die Bundeswehr hat in Afghanistan einen schweren Stand. Immer häufiger kommt es zu Anschlägen und Kämpfen. Ex-Berufssoldat Helmuth Prieß spricht offen von einem Abnutzungskrieg und fordert den Rückzug der Truppen. Seit 25 Jahren wirbt der 69-Jährige aus Swisttal bei Bonn in einem Arbeitskreis mit kritischen Soldaten für den Frieden. Der Gruppe "Darmstädter Signal1" gehören 130 Soldaten an, ein Drittel der Mitglieder ist im aktiven Dienst. Prieß selbst war 32 Jahre Berufssoldat und ist Sprecher des Arbeitskreises.

WDR.de: Welche Erkenntnisse haben Sie über die Lage in Afghanistan?

Helmuth Prieß: Die Situation hat sich erheblich verschärft. Die ausländischen Truppen werden zunehmend nicht mehr als willkommene Wiederaufbauteams wahrgenommen, sondern als Besatzer.

WDR.de: Deshalb drängen Sie auf einen zügigen Abzug aus Afghanistan?

Prieß: Ja, denn der richtige Zeitpunkt für einen Erfolg versprechenden Aufbau ist bereits vertan. Wir haben viel zu sehr auf den militärischen Einsatz geachtet. Aufgrund der Sicherheitslage ist ein Wiederaufbau gar nicht mehr möglich.

WDR.de: Müsste man aber nicht gerade dort bleiben, wenn die Lage schlecht ist?

Prieß: Das ist aussichtslos. Wir stecken mitten in einem Abnutzungskrieg und haben diesen Krieg schon verloren. Es macht überhaupt keinen Sinn, weitere Opfer an Menschenleben zu bringen. Wir werden Afghanistan sehr bald verlassen müssen - und unsichere und unsoziale Verhältnisse hinterlassen. Trotzdem wird von den Soldatinnen und Soldaten erwartet, dass sie ihre Haut zu Markte tragen. Die stellen immer mehr den Sinn dieses Einsatzes in Frage.

WDR.de: Brigadegeneral Jürgen Weigt, Chef des deutschen ISAF-Kontingentes, hat seinen Leuten gesagt, "ob es sich lohnt, für Afghanistan zu sterben", sei die falsche Frage. Soldaten lebten für ihre Aufgabe.

Prieß: Ich finde nicht, dass das die falsche Frage ist. Man kann von niemandem erwarten, sein Leben aufs Spiel zu setzen für etwas, dessen Sinn nicht gesehen wird. Das gilt auch für Soldaten.

WDR.de: Aber müssen Soldaten nicht im Zweifel gehorchen?

Prieß: Mit diesem Leitbild führte Deutschland zwei furchtbare Kriege. Soldaten sollten kritische Bürger sein, die auch die Rechtmäßigkeit ihrer Befehle überprüfen sollen oder müssen.

WDR.de: Und, diskutieren die Soldaten?

Prieß: Es gibt Soldaten, die über das, was sie tun, wenig nachdenken. Es gibt aber immer mehr Soldaten, die aus Afghanistan zurückkommen und sich zu ihren Erlebnissen kritisch äußern. Auch unser Arbeitskreis "Darmstädter Signal" hat seit kurzem einen stärkeren Zulauf von aktiven Soldaten.

WDR.de: Der Arbeitskreis bezeichnet sich selbst als das kritische Sprachrohr aus der Bundeswehr. Geht es für die Soldaten des Darmstädter Signals nicht darum, sich selbst überflüssig zu machen?

Prieß: Jeder Soldat ist ein Soldat zuviel. Die Frage ist, wie kommen wir dem näher. Dass die Friedensbewegung nicht mehr so stark ist, liegt auch daran, dass sich die Bundeswehr in der Öffentlichkeit als Mischbetrieb aus Rotem Kreuz und Katastrophenschutz hat darstellen können. Zynisch gesagt: Es fehlen uns 50 Särge auf dem Militärflughafen in Köln-Wahn, damit unserer Bevölkerung klar wird, was in Afghanistan wirklich los ist.

Das Gespräch führte Christoph Schurian.

http://www.wdr.de/themen/politik/international/afghanistan/interview_080904.jhtml

Arbeitskreis "Darmstädter Signal":

http://www.darmstaedter-signal.de/
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: BakuRock am 16:31:13 Fr. 19.September 2008
Zitat
KABUL, 19. September (RIA Novosti). Soldaten der Internationalen Sicherheitstruppe in Afghanistan (ISAF) haben am Mittwochabend versehentlich Ruzi Han getötet, der Verwaltungschef des Gebietes Chura in der Provinz Uruzgan und Mitkämpfer des afghanischen Präsidenten Hamid Karzai beim Kampf gegen die Taliban war.

Das meldete die afghanische Nachrichtenagentur Bahtar.

Rusi Han war ehemaliger Chef der Sicherheitskräfte der Provinz.

Karzai kondolierte der Familie des Verstorbenen.
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 22:11:58 Sa. 20.September 2008
Die Bundesregierung brüstet sich in einem letzte Woche veröffentlichten Bericht damit, in Afghanistan bereits 22.000 Polizisten ausgebildet zu haben.
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 15:40:08 Sa. 27.September 2008
Zitat
Tausende Kilometer bis zum Tatort

Deutscher Soldat tötet Zivilisten in Afghanistan - die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) ermittelt
Katrin Bischoff und Jens Blankennagel

FRANKFURT (ODER). Der Arbeitsplatz von Staatsanwältin Anette Bargenda befindet sich im Oderturm in Frankfurt (Oder) - das ist das Hauptproblem in ihrem aktuellen Fall. Noch nie musste die 54-Jährige eine Tat aufklären, die so weit entfernt passiert ist. Fast 5 000 Kilometer sind es bis zum Tatort im afghanischen Kundus. Anette Bargenda untersucht den Fall eines Bundeswehrsoldaten, der in Afghanistan drei Zivilisten erschossen haben soll (siehe rechts).

Der Fall gehört zu den spektakulärsten in der Geschichte der Bundeswehr. Vor Bargenda liegen Akten des Verfahrens. Die politische Brisanz ist hoch: Es ist das erste Ermittlungsverfahren, bei dem einem Bundeswehrsoldaten vorgeworfen wird, im Ausland Zivilisten getötet zu haben. "Trotz der Entfernung sehe ich keine unlösbaren Probleme", sagt sie. "Wir versuchen, alles zu recherchieren und ein objektives Bild vom Vorfall zu ermitteln."

Zuständig für Fälle im Ausland

Dass bei einem Tötungsfall in Afghanistan Staatsanwälte aus Brandenburg ermitteln, liegt am Standort des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam-Geltow. Dort werden alle Auslandseinsätze koordiniert. Für mögliche Straftaten von Soldaten im Ausland ist seit 2002 ein Sonderdezernat der Staatsanwaltschaft in Potsdam zuständig. Bislang wurden 35 Verfahren gegen Bundeswehrangehörige eingeleitet. Bei terroristischen Anschlägen übernimmt die Generalbundesanwältin.

"Sobald etwas passiert ist, bekommen wir von der Bundeswehr eine Meldung", sagt der Potsdamer Oberstaatsanwalt Helmut Lange. In diesem Fall waren die Ermittler nach knapp fünf Stunden unterrichtet. Sie schickten noch am selben Tag ein Rechtshilfeersuchen an die afghanischen Behörden. "Wir gehen davon aus, dass die Toten bereits beerdigt waren, als das Gesuch eintraf", sagt er. Erste Ermittlungen bestätigten den Anfangsverdacht. "Das heißt, es könnte eine Straftat sein", sagt er. "Wir ermitteln wegen des Verdachts des Totschlags."

Bei Ermittlungen gilt das Tatort- oder Wohnortprinzip, bei Soldaten zählt ihr Stationierungsort. Deshalb gaben die Potsdamer den Fall nach Frankfurt (Oder). Im Zuständigkeitsbereich der dortigen Staatsanwaltschaft liegt Storkow - dort war der 26-jährige Soldat vor seinem Auslandseinsatz bei einem Feldjägerbataillon stationiert.

Anette Bargenda ist bereit, über die Probleme bei den Ermittlungen zu sprechen. "Aber zum eigentlichen Fall sage ich nichts." Vor allem die Entfernung erschwere die Arbeit. Bargenda nimmt gewöhnlich immer die Tatorte in Augenschein. "Ich werde aber nicht nach Afghanistan reisen", sagt sie. Denn weder sie noch die deutsche Polizei habe die Befugnis, dort zu recherchieren. Doch die Feldjäger der Bundeswehr hätten am Tatort Tatwaffen sichergestellt und die Fahrzeuge der Opfer untersucht. "Wir haben gute Ermittlungsergebnisse bekommen, die Unterstützung durch die Bundeswehr ist sehr gut", sagt sie. "Ich kann mit allen Leuten reden, mit denen ich reden muss." Auch mit dem Tatverdächtigen könne sie sprechen. Er befindet sich noch in Afghanistan.

Aber sonst ist vieles anders als üblich: Ob und wann die Fragen der deutschen Ermittler von den Afghanen beantwortet werden, ist unklar. Anette Bargenda kann nicht ihre erfahrenen Kriminaltechniker nach Spuren suchen lassen. Auch wurden die Opfer nicht obduziert, denn in islamischen Ländern werden Tote innerhalb von 24 Stunden beigesetzt. Obduktionen oder Exhumierung sind nur ganz selten möglich. Gleichzeitig arbeitet sich Bargenda intensiv in die deutschen und völkerrechtlichen Bestimmungen zu dem Auslandseinsatz ein.

"Wer auf ein Fahrzeug schießt, nimmt billigend in Kauf, dass jemand stirbt", sagt sie. Sie will wissen, warum der Soldat zur Waffe gegriffen hat, wie die Verhaltensvorschriften für die Soldaten in einem solchen Fall sind. Aber sie will auch die politische Situation vor Ort ergründen, denn am Vortag töteten Terroristen einen Bundeswehrsoldaten. "Würden wir nicht ermitteln, hieße es, wir schauen weg", sagt sie. Ermittelt wird nach deutschem Recht. "Unser Strafgesetzbuch gilt. Egal, ob Frieden oder Krieg." Militärstaatsanwälte gebe es nicht. Auch Verbrechen aus der Nazi-Zeit seien nach dem deutschen Strafgesetzbuch abgeurteilt worden.

Staatsanwältin Bargenda hat schon früher Bundeswehrfälle bearbeitet. Da ging es aber meist um Fahnenflucht oder Körperverletzungen. Sie hat aber auch Erfahrungen mit Fällen, bei denen Polizisten auf Fahrzeuge geschossen haben. "Ich kenne mich damit aus", sagt sie. Und sie sagt auch, es sei besonders traurig, dass Zivilisten sterben mussten und dann auch noch Kinder. "Aber ich bin Staatsanwältin, ich ermittle fachlich-sachlich." Sie lasse sich nicht von Gefühlen oder politischen Debatten leiten. "Selbst wenn die Verwandten der Opfer oder die afghanische Regierung sagen würde, der Fall interessiert uns nicht mehr, wäre das für uns unerheblich. Wir würden ermitteln, bis der Fall abgeschlossen ist."

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0927/brandenburg/0015/index.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 17:22:44 So. 05.Oktober 2008
Zitat
Britischer Top-General: Krieg in Afghanistan nicht zu gewinnen
 
Der Kampf gegen die Taliban könne nicht gewonnen werden, meint der ranghöchste britische Befehlshaber in Afghanistan. Stattdessen müsse man mit den Islamisten verhandeln. Die Kritik bei Militär und Regierung wächst.

"Wir werden diesen Krieg nicht gewinnen", sagte der Brigadegeneral der britischen Luftwaffe in Afghanistan, Mark Carleton-Smith, der "Sunday Times". Es sei notwendig, die "Erwartungen herunterzuschrauben". Die Briten sollten sich auf ein mögliches Abkommen mit den Taliban einstellen.

Seine Truppen hätten den radikalislamischen Taliban für das Jahr 2008 zwar "den Stachel gezogen", sagte Brigadegeneral Carleton-Smith im Interview mit der "Sunday Times". Es sei aber "unrealistisch", dass die internationalen Truppen das Land von den Rebellen befreien könnten. Es gehe vielmehr darum, "den Aufstand auf ein kontrollierbares Maß zu reduzieren, das keine strategische Bedrohung darstellt und von der afghanischen Armee beherrscht werden kann".

Eine Lösung: Gespräche mit den Taliban

Das könne auch bedeuten, Gespräche mit den Taliban in Betracht zu ziehen, sagte Carleton-Smith. Die Briten sollten sich auf ein mögliches Abkommen einstellen. Wenn die Rebellen bereit seien, "auf der anderen Seite des Tisches Platz zu nehmen" und über eine politische Einigung zu sprechen, sei das "eine Art Fortschritt". In Afghanistan sind 7800 britische Soldaten stationiert, die meisten in der Unruheprovinz Helmand. Seit Beginn des Einsatzes 2001 kamen rund 120 britische Soldaten ums Leben.

Eine andere: ein "akzeptabler Diktator"

Noch deutlicher argumentiert der britische Botschafter in Afghanistan, Sherard Cowper – jedenfalls wenn stimmt, was der französische Kollege Cowpers der Regierung in Paris mitgeteilt hat. Das französische Wochenblatt "Canard Enchainé", dem das Schreiben der Botschaft vorliegt, berichtet, Cowper halte die aktuelle Strategie für falsch. Nach Meinung des Botschafters wäre es gut, wenn "in fünf bis zehn Jahren" ein akzeptabler Diktator in Kabul regieren würde. "Dies ist der einzige realistische Weg, und man muss unsere Öffentlichkeit darauf vorbereiten, das zu akzeptieren."

Die Lage verschlimmere sich nach seiner Meinung und die westliche Militärpräsenz sei "ein Teil des Problems". Nach Ansicht Cowper müsse man die USA unterstützen, aber die US-Strategie sei "zum Scheitern verurteilt". Die korrupte Regierung in Kabul habe jeden Kredit verspielt. "Die Verstärkung der militärischen Mittel hätte perverse Effekte: Sie würde uns noch klarer als Besatzungsmacht hinstellen und die Zahl der Ziele (für die radikal-islamischen Taliban) vervielfachen."

Widerspruch zu Browns Politik

Mit der offiziellen Politik Großbritanniens haben diese Äußerungen allerdings wenig gemein: Erst im August hatte der britische Premierminister Gordon Brown die Entschlossenheit Großbritanniens im Kampf gegen den Terrorismus bekräftigt. Gleichzeitig versprach er, mehr in die Ausbildung der afghanischen Armee zu investieren. Zwei Monate zuvor hatte der britische Verteidigungsminister Des Browne angekündigt, die Zahl der britischen Soldaten auf mehr als 8000 zu erhöhen.

Auch andere Nato-Vertreter und Diplomaten haben sich wiederholt für Verhandlungen mit den Extremisten ausgesprochen und betont, dass die Taliban alleine mit militärischen Mitteln nicht in den Griff zu bekommen seien. Am Freitag wies ein hochrangiger Taliban-Kommandeur jedoch eine Versöhnung mit der afghanischen Regierung, die er als Marionetten-Regierung bezeichnete, zurück. Die Gewalt in dem Land hat mittlerweile den höchsten Stand erreicht seit dem Sturz der Taliban-Regierung durch US-geführte Truppen 2001. (mag)

http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,3691786,00.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 12:34:23 Di. 07.Oktober 2008
Zitat
Verlängerung des ISAF-Einsatzes - Wachsende Zweifel auch unter Soldaten

Seit Januar 2002 sind Bundeswehr-Soldaten im Rahmen der Internationalen Schutztruppe ISAF in Afghanistan stationiert. Nun will die Bundesregierung weitere 1000 Soldaten entsenden. Dies hat das Kabinett mit dem neuen ISAF-Mandat beschlossenen. Noch heute soll auch der Bundestag darüber beraten. Kommende Woche soll das Parlament ein weiteres Jahr des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan billigen. Doch bei Hilfsorganisationen, Soldaten und Parlamentariern wächst die Skepsis.

Von Alexander Richter, tagesschau.de

In den vergangenen sechs Jahren ist der ISAF-Einsatz der Bundeswehr kontinuierlich ausgebaut worden. Allein der Personaleinsatz hat sich fast verdreifacht: Billigte der Bundestag in seinem ersten ISAF-Beschluss die Entsendung von maximal 1200 Soldaten, so sind es schrittweise inzwischen 3500 geworden. Nun sollen die Parlamentarier eine Aufstockung um bis zu 1000 weitere Männer und Frauen beraten.

Anlass für den Wunsch nach mehr deutschen Soldaten, ist die Tatsache, dass die Bundeswehr in Afghanistan immer mehr Aufgaben übernommen hat. Hier nur einige Stichworte: zeitweise Übernahme des ISAF-Kommandos, Erweiterung des Mandatsgebiets in den Norden Afghanistans, Entsendung deutscher Aufklärungstornados und die sogenannte Quick Reaction Force – ein Kampfverband, der seit dem Sommer erstmals von der Bundeswehr gestellt wird.

Die Bundesregierung rechtfertigt den steigenden Personalbedarf aber auch mit Aufbauerfolgen in Afghanistan. Im deutschen Verantwortungsbereich seien etwa Straßen, Schulen oder Krankenhäuser gebaut worden. Auch Erfolge bei der Emanzipation oder eine wachsende Medienlandschaft wären ohne die ISAF-Truppen undenkbar, so die Argumentation.
 
Welthungerhilfe: Arbeit ist schwieriger geworden
Private Hilfsorganisationen schließen sich dieser Sichtweise nicht ohne weiteres an. Die Deutsche Welthungerhilfe beispielsweise, die seit 20 Jahren in Afghanistan aktiv ist, warnt vor der Praxis der Bundeswehr, dass Militärs sich auch in Entwicklungsprojekten engagieren.

Die Arbeit vor Ort habe sich dadurch erschwert, bemängelt Timo Christians, der die Projekte der Deutschen Welthungerhilfe in Afghanistan koordiniert: "Für uns als Hilfsorganisation ist wichtig, dass wir als neutral und unabhängig von der politischen und militärischen Entwicklung Afghanistans wahrgenommen werden können, um weiterhin unsere Hilfsaktivitäten leisten zu können." Es bestehe die Gefahr, dass sowohl in der Bevölkerung als auch bei den Aufständischen mittelfristig nicht mehr zwischen zivilen Helfern und Soldaten unterschieden werde. "Und das bringt unsere Arbeit in Gefahr."

Im Gegensatz zu privaten Hilfsorganisationen, so Christians weiter, verhielte sich die Bundeswehr eben nicht neutral. Sie verfolge eigene Ziele. Beispielsweise würden Aufbauprojekte bevorzugt, die entlang der Patrouillenrouten deutscher Soldaten lägen. Für Christians ein grundsätzlich falscher Ansatz: "Wir denken, dass zivile Hilfe, strikt nach dem Kriterium des Bedarfs, also wo sie am wirkungsvollsten und am nötigsten ist, eingesetzt werden sollte. Und nicht nach Aspekten, wie schützen wir oder wie erhöhen wir die Sicherheit unserer Truppe."

Zahl der Gewaltakte steigt
Betrachtet man nackte Zahlen, so scheint die Bundeswehr-Strategie nur bedingt zu fruchten: Im Verantwortungsbereich der deutschen Streitkräfte steigt die Zahl der gewaltsamen Zwischenfälle. In den vergangenen drei Monaten nahmen sie im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Drittel zu.

Soldaten zweifeln an ihrem Auftrag  
Angesichts dieser Entwicklung werden Zweifel an der Afghanistan-Mission lauter - offenbar auch unter den Männern und Frauen der Bundeswehr. Der Grünen-Verteidigungspolitiker Winfried Nachtwei, der vergangene Woche von einer Afghanistan-Reise zurückkehrte, warnt vor einer wachsenden Kluft zwischen den Soldaten im Einsatz einerseits sowie der militärischen und politischen Führung andererseits.

Nachtwei erinnert sich an alarmierende Gespräche mit Soldaten: "Die erste Frage an uns Abgeordnete ist, was ist der Sinn dessen, was wir tun? Was bringt es konkret, wo doch die Situation nur schwieriger und schlimmer wird?" Viele Anordnungen oder Entscheidungen aus Berlin würden nicht begründet, seien für Soldaten vor Ort nicht nachvollziehbar. Dadurch verliere die Bundeswehr in den eigenen Reihen viele Köpfe und Herzen, sagt Nachtwei.

http://www.tagesschau.de/inland/isafmandat100.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 23:42:57 Di. 21.Oktober 2008
Zitat
GETÖTETE AFGHANISTAN-SOLDATEN
"Das ist, wie wenn jemand aus der Familie gerissen wird"
Aus Zweibrücken berichtet Katharina Peters

Trauer in Zweibrücken: Innerhalb weniger Monate sind fünf Soldaten aus der Kaserne in Rheinland-Pfalz getötet worden. Ihre Kameraden und Bekannten sind erfüllt von Schmerz - und Wut. Afghanistan ist zwar weit weg. Doch die Angst um die Freunde ist ganz nah.

Zweibrücken - An diesem lauen Herbsttag muss Oberstleutnant Holger Bonnen wieder von toten Kameraden in Afghanistan sprechen. Fünf Soldaten der Zweibrücker Kaserne wurden innerhalb von fünf Monaten getötet. Die Flagge weht auf Halbmast. Gefasst spricht Bonnen über die Zeit der Trauer, die nun anbreche. Doch er redet auch über Wut. Über die Wut der Soldaten auf Taliban-Attentäter, die als Zivilisten verkleidet Soldaten und Kinder töten.

Ein Selbstmordattentäter hat in der Nähe der nordafghanischen Stadt Kundus zwei Angehörige des Fallschirmjägerbataillons 263 mit in den Tod gerissen, einen 25-jährigen Stabsunteroffizier und einen 22 Jahre alten Stabsgefreiten. Viel mehr ist über die beiden nicht bekannt. Offenbar stammen sie aus dem Saarland und aus Brandenburg. Im Juni wurden sie nach Afghanistan versetzt, vier Monate sollten sie bleiben. Morgen werden ihre Leichen nach Deutschland überführt.

Die Fallschirmjäger gehören zu dem Bataillon, dessen Aufgabe darin besteht, das Camp in Kundus zu sichern. Sie suchen nach Verdächtigen, sie sichern Konvois, sie sind auch nachts im Einsatz. Erst letzten Monat haben die Zweibrücker Fallschirmjäger einen Kameraden beerdigt, der bei einer Patrouille in eine Sprengfalle geraten war.

"Das ist schon stramm, wenn schon wieder welche aus Zweibrücken getötet werden", sagt ein Fallschirmjäger. Er scheint wenig geschlafen zu haben. "Wir sind Kameraden. Das ist, wie wenn jemand aus der Mitte deiner Familie gerissen wird."

Nicht einmal hundert Meter entfernt, links neben dem Eingang zur Kaserne, stehen die Baracken der Luftlandeaufklärungskompanie 260. Vor der Tür lagen im Juni Trauerkränze für zwei Kameraden, die bei dem Absturz eines Hubschraubers in Bosnien starben.

Aber der Auftrag geht weiter. Die Gefahr gehört zum Berufsrisiko, und sie wird größer. Vergangenen Donnerstag hat der Bundestag das Mandat für den Afghanistan-Einsatz verlängert und die Truppen um 1000 Mann aufgestockt. Vor ihren Auslandseinsätzen müssen die Soldaten ihr Testament machen.

80 Soldaten aus Zweibrücken sind in Afghanistan

"Darüber möchte ich gar nicht nachdenken", sagt Michaela Piechota und presst die Lippen aufeinander. Die 35-Jährige arbeitet in der Kneipe "Coyote Café" im Zentrum von Zweibrücken, einem Café mit geschwungener Holztheke und bunten Postern, in der viele Soldaten sich abends treffen. Am Montagabend, nach dem tödlichen Anschlag, kamen nur zehn Soldaten anstatt der üblichen dreißig, Alkohol bestellten einige gar nicht erst. Sie sind um acht nach Hause gegangen.

Viele von Piechotas Bekannten sind in Afghanistan im Einsatz. Einige haben sich darauf gefreut, auch das Geld lockte sie und das Abenteuer, andere sind nur widerwillig gegangen. Etwa 80 Soldaten aus Zweibrücken sind zurzeit in Kundus. Auch Michaelas Freund ist Fallschirmjäger, aber er hatte einen schweren Autounfall und liegt seit Juni im Krankenhaus. "Mein allererster Gedanke nach dem Anschlag war, zum Glück ist er nicht dabei", sagt Piechota und korrigiert sich sofort, dass sie das eigentlich gar nicht sagen dürfte. Ein Bekannter ist nach Afghanistan geschickt worden, er hat ihr im September eine SMS geschickt: "Sind gut angekommen in Afghanistan". Piechota hat seit Montag keine Nachricht, wie es ihm geht.

Zweibrücken hat 33.000 Einwohner, in der Kaserne sind 2500 Soldaten stationiert. Stadt und Militär gehören zusammen, und dann doch wieder nicht. Blumen und Kerzen sucht man nach den Anschlägen vom Montag vergeblich. Ein "Meer der Trauer" wird nicht durch Zweibrücken schwappen, glaubt der evangelische Pastor Victor Meyer, "man ist ja an einiges gewöhnt."

"Die wissen schon, worauf die sich einlassen, sie sind mit einem Fuß im Grab", sagt eine ältere Frau in der Fußgängerzone über die Soldaten. Ihr Vater war selbst in Mannheim stationiert. "Aber ich denke immer, das könnte mein Sohn sein." Sie wendet sich ab, presst ihre Hand auf die Brust und bricht in Tränen aus.

"Viele fragen sich, wie das weitergehen wird"

Auch den Oberbürgermeister Helmut Riechling lässt der Krieg im fernen Afghanistan, der für seine Stadt so nah ist, nicht los. Riechling hat eine tiefe Stimme, ein großer, ernster Mann, der hinter einem massiven Schreibtisch sitzt, in den das Wappen von Zweibrücken geschnitzt ist. Ein Löwe und eine Brücke. Auf der Fahne, die die Soldaten mit nach Afghanistan nehmen, prangt dieses Wappen. "Wenn ihr die Fahne zurückbringt und alle sind dabei, mache ich ein großes Fest mit Schwenkbraten, Bier und Würstchen", hat er vor dem Abschied versprochen. Nun muss er der Bevölkerung von Zweibrücken erklären, dass der Einsatz am Hindukusch kein "Quatsch" ist, den die Politiker beschließen. Dass die Soldaten auch für die Bevölkerung in Deutschland kämpfen.

Doch in der Stadt sind nur wenige seiner Meinung. "Viele fragen sich, wie das weitergehen wird", sagt der katholische Pfarrer Wolfgang Emanuel: "Das sind doch nicht die letzten, die in Afghanistan sterben." In den Geschäften, auf den Straßen fragen viele Zweibrücker: "Warum werden die nicht abgezogen?" Einige stehen vor dem Schaufenster der örtlichen Zeitung und lesen den Artikel über die getöteten Soldaten. "Ich war selbst bei den Fallschirmjägern", sagt ein Mann im Vorruhestand. "Ich bin quasi selbst betroffen." Dann sagt er: "Die schicken uns in einen Krieg, der uns nichts angeht."

Die Trauerfeier für die getöteten Soldaten findet am Freitag statt - in der Alexanderskirche der evangelischen Gemeinde. Wie schon im Juni werden zwei Särge vor dem Altar mit dem großen Messingkreuz und drei bunten Kirchenfenstern aufgebahrt. Wieder wird Oberbürgermeister Riechling sprechen, wieder wird ein Militärpfarrer eine Predigt halten.

Wahrscheinlich wird es nicht das letzte Mal sein.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,585626,00.html
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Irrlichtprojektor am 00:23:52 Mi. 22.Oktober 2008
muß das sein....Fullqoute ?

Ich bekomme da das Kotzen beim lesen !  X(
Titel: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 08:20:22 Mi. 22.Oktober 2008
@Irrlichtprojektor

der Artikel ist schwer zu kürzen, besonders die "Stimmen aus der Bevölkerung" in Zweibrücken fand ich interessant...
und, irgendwann ist der Artikel beim SPON nicht mehr aufrufbar so wie der hier zitierte über die Saarlandbrigade: http://www.chefduzen.de/thread.php?threadid=6290 nicht mehr bei der ursprünglichen Quelle auf yahoo.de

Gruß, Kater
Titel: Re: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Arwing am 10:50:18 Di. 25.November 2008
Es gelinge den NATO-Truppen nicht, die Guerilla in den Griff zu bekommen, sagt der deutsche Generalmajor Hans-Lothar Domröse, Chef des Stabes im ISAF-Hauptqurtier in Kabul in der Loyal 11/08. „Die Annahme, dass man die Aufständischen auf konventionelle Weise leicht schlage könne, war falsch."

Der Chefredakteur war für einen Bericht in Afghanistan vor Ort und kommentiert die Situation wie folgt: „Dabei stehen die mehr als 20000 internationalen Soldaten [...] gemeinsam mit vier Brigaden der afghanischen Armee in den endlosen Weiten des afghanischen Südens auf verlorenem Posten. Sie haben Kampfpanzer wie den deutschen „Leopard 2" A6M und Artilleriesysteme wie die Panzerhaubitze 2000 ins Einsatzgebiet geschafft. Doch was sie auch tun, der Gegner hat eine Antwort darauf."
Titel: Eingreiftruppe in Afghanistan wird verstärkt
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:57:53 Sa. 06.Dezember 2008


Berlin: Die Bundesregierung schickt möglicherweise mehr Soldaten nach Afghanistan. Die von der Bundeswehr gestellte Schnelle Eingreiftruppe soll nach übereinstimmenden Informationen der Magazine FOCUS und SPIEGEL auf 600 Mann aufgestockt werden. Damit wäre sie dreimal so stark wie ursprünglich geplant. Das Bundesverteidigungsministerium nahm zu den Berichten vorerst keine Stellung. Hintergrund sollen die allgemein schlechte Sicherheitslage und die bevorstehenden Wahlen in Afghanistan sein. Offen ist den Berichten zufolge die Frage, ob die Bundeswehr die offenen Stellen selbst füllt. Alternativ könnten auch Soldaten aus anderen Ländern integriert werden. Globalisierte Söldnertruppe des Kapitals.
Titel: Transportstreik blockiert Nato-Truppen
Beitrag von: Kater am 18:48:23 So. 21.Dezember 2008
Zitat
Transportstreik blockiert Nato-Truppen
Von Susanne Koelbl

In Peschawar zündeten Extremisten Militärdepots der westlichen Truppen an, nun treten auch noch pakistanische Lkw-Fahrer in den Streik, die sonst den Nato-Nachschub über die Grenze nach Afghanistan bringen. Den internationalen Streitkräften droht ein Versorgungsengpass.

Erst brannten in der pakistanischen Grenzstadt Peschawar vergangene Woche mehrere große Nachschublager mit militärischer Ausrüstung für das westliche Militär und die afghanische Armee in Afghanistan. Kämpfer der Taliban hatten die Depots mit Granatwerfern und Raketen überfallen und angezündet. Nun stellt die Vereinigung der Transportindustrie am Khyber-Pass auch noch die Beförderung der Güter für die Nato und die US-Militärbasen im Nachbarland ein.

Erst wenn die Amerikaner die Drohnen-Angriffe gegen mutmaßliche Terroristen in den Stammesgebieten stoppen, so fordert der Präsident der Khyber Transport Vereinigung, Shakir Afridi, wollen die fast 4000 Lkw-Fahrer wieder fahren: "Unsere Fahrer sind nicht mehr sicher, und als Stammesleute sind wir über die häufigen Attacken durch die US-Drohnen besorgt." US-Militärs attackierten mit ihren bewaffneten Hightech-Drohnen in diesem Jahr bereits mehr als 30-mal Top-Taliban und Qaida-Mitglieder in den Federally Administered Tribal Areas, den pakistanischen Stammesgebieten an der Nordwest-Grenze zu Afghanistan.

Die Fahrer, selbst Stammesangehörige, kooperieren in dieser Region seit jeher eng mit den Taliban und verfolgen möglicherweise auch diesmal ein doppeltes Spiel: Ihr Streik zielt darauf ab, die Preise in die Höhe zu treiben, gleichzeitig wollen die Truck-Fahrer die Interessen der Taliban und ihrer Verbündeten von al-Qaida befördern, die durch die tödlichen Attacken aus der Luft zunehmend in Bedrängnis geraten.

Einige Stammesführer bieten den Taliban ihr Territorium als Ruhe- und Rückzugsraum an. Dafür kämpften die radikal-islamischen Extremisten den Händlern schon in ihren Anfängen der Taliban-Bewegung in den neunziger Jahren die Fahrwege nach Zentralasien frei. Die Lkw-Fahrer mussten dann keine teuren Zölle mehr an örtliche Warlords bezahlen.

Junger Taliban-Kommandeur steckt hinter den Anschlägen

Der Mann hinter den Brandanschlägen gegen die Nachschub-Depots in Peschawar ist der Taliban-Kommandeur Hakimullah Masud. Der erst 26-jährige Extremisten-Führer des Grenzgebiets am Khyber-Pass kündigte jüngst großspurig an, den "Besatzern" in Afghanistan den Nachschub durch das wichtige Nadelöhr, den Grenzposten Torkham-Gate, abzuschneiden: "Wir zerstören alle Versorgungslinien der Amerikaner und der Nato", erklärte er vor der örtlichen Presse in der entlegenen Stammesregion Orakzai und präsentierte dabei zum Beleg zwei auf dem Torkam-Highway gekaperte amerikanische Humvees.

Die pakistanischen Sicherheitskräfte von Peschawar sehen sich angeblich außer Stande, die Lager zu sichern und dafür ausreichend Personal abzustellen. Bisher wurde lediglich ein Unterkommandeur Hakimullahs festgesetzt.

Die Versorgung der Truppen ist die Archillesverse der Mission in Afghanistan. Die Nato sucht deshalb händeringend nach Alternativen, um Treibstoff, Ausrüstung und Lebensmittel auf dem Landweg zu ihren Stützpunkten zu bringen. Würden die beiden Hauptrouten von Pakistan über Chaman im Süden und Torkham im Osten auf längere Zeit unterbrochen, bliebe zumindest den Amerikanern nur der Weg einer Luftbrücke zu ihrer größten Hauptbasis in Bagram.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,597488,00.html
Titel: Re: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Abraxas am 19:52:14 Mo. 22.Dezember 2008
hat die bundesrepublick nicht seineerzeit die olympischen spiele in moskau boykotiert weil die sowjets in afganistan gegen die taliban kämpften? wie blöd muß den ein deutscher soldat sein jetzt das gleiche zu machen wie die russen? so kommt olympia nie zu uns
Titel: Afghanistan: neuer Höchststand an US-Verlusten
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 06:15:06 Mi. 07.Januar 2009
Im Jahr 2008 starben nach Angaben der Website icasualies.org in Afghanistan 155 US-Soldaten. 2007 lag die Zahl noch bei 117. Außerdem kamen in Afghanistan 2008 weitere 138 ausländische Besatzer ums Leben. Zur Zeit sind 70.000 ausländische Soldaten im Land, die USA wollen ihre Truppe deutlich aufstocken.
Titel: Re: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: gutholz am 03:24:59 Fr. 09.Januar 2009
hi all

mich freut jeder neue anschlag in afh.........

um endlich diese sinnlose aktion zu stoppen

der einzigste der agh besetzten konnte war alexander der große...

engänder nicht geschafft..... russen nicht geschafft... und jetzt deutsche ?????

gruss und kuss
Titel: Harte Fragen aus Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 20:20:32 Fr. 09.Januar 2009





Mit dem Regierungswechsel in den USA werden auch die EU-Staaten stärker in den Krieg am Hindukusch eingebunden werden

Hier weiter:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29484/1.html
Titel: CDU vs. SPD
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:25:52 Mo. 09.Februar 2009
Zitat
Jung gegen weitere Truppenaufstockung in Afghanistan

Berlin: Bundesverteidigungsminister Jung hat sich erneut gegen eine Aufstockung der internationalen Truppen in Afghanistan ausgesprochen. Nach Angaben des CDU-Politikers werden bis Ende des Jahres 163.000 ausländische Soldaten in dem Land sein. Das sei ausreichend, um die Aufgaben zu erfüllen, sagte Jung der MITTELDEUTSCHEN ZEITUNG. Wichtig sei jetzt, dass in Afghanistan das zivile Element gestärkt werde. Jung zog zugleich eine positive Bilanz der Münchner Sicherheitskonferenz. Die Tagung war gestern mit einer Diskussion über die weitere Strategie der Nato in Afghanistan zu Ende gegangen.(NDR Nachrichten) 

Zitat
Staatsminister des Auswärigen Amtes, Erler: Deutschland wird Engagement in Afghanistan verstärken

Der Staatsminister des Auswärtigen Amtes, Erler, hat sich zufrieden mit den Ergebnissen der Münchner Sicherheitskonferenz gezeigt. Vor allem die Erklärung der USA, künftig stärker auf die Bündnispartner eingehen zu wollen, sei ein positives Signal, erklärte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. Die damit einhergehenden höheren Erwartungen der US-Regierung werde die Bundesrepublik erfüllen. So wolle man zum Beispiel in Afghanistan das Engagement bei der Ausbildung der Polizei und der Soldaten verstärken. Erler betonte, das trage dazu bei, dass sich die neue Gesellschaft selbst verteidigen könne. Auch Bundesverteidigungsminister Jung zog eine positive Bilanz des Treffens vom Wochenende. Der CDU-Politiker sagte in der "Mitteldeutschen Zeitung", besonders die neuen Impulse für die NATO und Russland seien ein Erfolg.(DLF Nachrichten) 

SPD für größere Teilhabe am Afghanistankrieg, CDU dagegen...
Titel: Ablehnung der Besatzer in Afghanistan wächst
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:54:12 Mi. 11.Februar 2009
In Afghanistan zeigt eine aktuelle Umfrage, dass erstmals eine knappe Mehrheit von 51 Prozent sich für einen schnellen Abzug der ausländischen Soldaten ausspricht. In heftig umkämpften Gebieten sind es sogar 71 Prozent. Hintergrund sind vor allem die steigenden Zahlen der zivilen Opfer. Nur noch 40 Prozent geben an, ihr Land bewege sich in die richtige Richtung. Zwei Drittel sprechen sich für Verhandlungen mit den Taliban aus.
Titel: Mehr Zivilisten bei alliierten Angriffen als von Taliban getötet
Beitrag von: Kater am 00:13:11 So. 01.März 2009
Zitat
Mehr Zivilisten bei alliierten Angriffen als von Taliban getötet

Kabul (AP) In Afghanistan sind in den ersten zwei Monaten dieses Jahres mehr Zivilpersonen bei Militäraktionen der alliierten Truppen als bei Angriffen der Taliban getötet worden. Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AP kamen bei Angriffen von US- und NATO-Soldaten sowie afghanischen Streitkräften seit Jahresbeginn 100 unbeteiligte Zivilisten ums Leben. Die Taliban töteten der Zählung zufolge etwa 60 Zivilpersonen.

Die Zahl der getöteten US-Soldaten stieg sich in den ersten beiden Monaten 2009 gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres um mehr als das Dreifache von acht auf 29. Es kamen auch mehr Soldaten aus anderen NATO-Staaten ums Leben als vor einem Jahr. Die Zahl erhöhte sicht von 13 im Januar und Februar 2008 auf 18 in diesem Jahr. Allein zwölf der Getöteten sind Briten.

Die AP stützte sich bei ihrer Zählung auf Angaben von US- und NATO-Vertretern sowie der afghanischen Regierung. Mehr als sieben Jahre nach dem gewaltsamen Sturz des Taliban-Regimes im Gefolge der Terroranschläge vom 11. September 2001 sind derzeit 37.000 US-Soldaten in Afghanistan stationiert gegenüber 27.000 vor einem Jahr. Präsident Barack Obama hat kürzlich die Stationierung weiterer 17.000 Soldaten angekündigt.

http://de.news.yahoo.com/1/20090228/tpl-mehr-zivilisten-bei-alliierten-angri-cfb2994.html
Titel: Massendemo gegen US-Besatzer in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 11:04:42 Mi. 04.März 2009
Am Montag demonstrierten in Dschalalabad mehrere Tausend Menschen für den Abzug der US-Besatzungstruppen und gegen die von ihnen am Leben gehaltene Marionettenregierung unter Hamid Karsai. Dschalalabad ist eine der größten Städte Afghanistans. Nach offiziellen Angaben der NATO wurden in den letzten Tagen allein 25 Zivilisten von den Besatzern getötet.
Titel: Re: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 20:27:46 Mi. 29.April 2009
n Afghanistan ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums ein deutscher Soldat in einen Hinterhalt geraten und ums Leben gekommen.

Nach einem Treffen mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai bekräftigte Steinmeier seinen Appell an das benachbarte Pakistan, den Kampf gegen die "zunehmend selbstbewusst auftretenden" Taliban zu verstärken. "Pakistan muss ohne Zweifel mehr Anstrengungen unternehmen, um die islamistischen Kräfte im Norden zurückzudrängen", sagte Steinmeier. "Solange das nicht der Fall ist, werden auch unsere Bemühungen in Afghanistan nur begrenzt erfolgreich sein", sagte er.

http://www.sueddeutsche.de/,tt1m1/politik/368/466946/text/
Titel: Re: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:40:52 Do. 30.April 2009
Huch!?!
Jetzt wendet sich die bürgerliche Presse gegen den Afghanistaneinsatz...

Zitat
Raus aus Afghanistan!

Und wieder ist ein deutscher Soldat in Afghanistan gestorben. Für was? Für eine verfehlte Außenpolitik.

http://www.stern.de/politik/deutschland/:Weimers-Woche-Raus-Afghanistan%21/662603.html
Titel: Afghanistan: Unruhen nach Tod von Zivilisten
Beitrag von: Kater am 12:32:08 Do. 07.Mai 2009
Zitat
Afghanistan: Unruhen nach Tod von Zivilisten

In Afghanistan ist es nach dem Tod von möglicherweise rund 100 Zivilisten durch US-Luftangriffe zu Ausschreitungen gekommen. Nach Berichten von Augenzeugen versammelten sich zunächst hunderte Menschen in der Zentral-Moschee von Farah-Stadt und skandierten Parolen gegen die amerikanischen Truppen und die Regierung in Kabul. Anschließend sei die aufgebrachte Menge zum Büro des Gouverneurs gezogen. Bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften wurden mehrere Menschen verletzt. - US-Außenministerin Clinton hatte gestern eine Untersuchung des Falls zugesagt.


http://www.dradio.de/nachrichten/200905071200/7
Titel: Demonstration in Kabul gegen US-Luftangriffe
Beitrag von: Kater am 14:13:46 So. 10.Mai 2009
Zitat
Demonstration in Kabul gegen US-Luftangriffe

Nach dem Tod zahlreicher Zivilisten bei US-Luftangriffen in Afghanistan haben in Kabul hunderte Menschen gegen die Vorfälle demonstriert. Etwa 1000 Studenten zogen durch die afghanische Hauptstadt. Sie riefen Parolen wie "Tod den USA" und "Lang lebe der Islam" und hielten Transparente mit Aufschriften wie "Die USA sind der größte Terrorist der Welt" hoch. Mit ihrem Protest wendeten sie sich gegen den Tod zahlreicher Zivilisten bei US-Luftangriffen gegen Taliban-Kämpfer in der westafghanischen Provinz Farah Anfang der Woche.

Die Zahl der zivilen Opfer der US-Bombardements im Bezirk Bala Buluk sind umstritten. Laut Staatschef Hamid Karsai kamen bei den Kämpfen vom Dienstag bis zu 130 Zivilisten ums Leben. Das US-Militär wies jedoch Berichte über mehr als 100 Tote, darunter zahlreiche Zivilisten, als "übertrieben" zurück. Eine gemeinsame Untersuchungskommission von US-Armee und afghanischen Sicherheitskräften bestätigte den Tod "einer Reihe von Zivilisten", ihre genaue Zahl sei aber nicht mit Sicherheit feststellbar. Vertreter der Vereinten Nationen schätzten die Opferzahl am Samstag sogar auf bis zu 167.

http://de.news.yahoo.com/2/20090510/tpl-demonstration-in-kabul-gegen-us-luft-ee974b3.html
Titel: Re: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:26:45 Sa. 16.Mai 2009
Dr. Matin Baraki, afghanischer Politikwissenschaftler:


http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=6722&Itemid=1
Titel: Deutscher Soldat wird für tödliche Schüsse auf Zivilisten nicht bestraft
Beitrag von: Kater am 13:20:32 Di. 19.Mai 2009
Zitat
Deutscher Soldat wird für tödliche Schüsse auf Zivilisten nicht bestraft
Von Ulrike Demmer

Er tötete bei einem Zwischenfall in Afghanistan eine Frau und zwei Kinder in einem Auto - jetzt wird das Ermittlungsverfahren gegen den Bundeswehrsoldaten nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen eingestellt. Sein Verteidiger spricht von einem wichtigen Signal für den Afghanistan-Einsatz.

weiter:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,625646,00.html
Titel: Re: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Abraxas am 18:35:29 Di. 19.Mai 2009
na klasse, darf man jetzt auch einen uniformierten angreifen weil man eine angespannte nacht hatte und mehrere demonstranten verletzt wurden?
Titel: Re: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:40:57 Fr. 12.Juni 2009
Zitat
Gewalt erreicht neuen Höhepunkt
In Afghanistan hat die Gewalt wieder einen neuen Höhepunkt erreicht. Wie das US-Militär mitteilte, sind allein in der vergangenen Woche mehr als 400 Angriffe von Aufständischen registriert worden.


Dies ist der höchste Wert, seit der militärischen Niederschlagung des Taliban-Regimes im Jahre 2001. Im selben Monat des vergangene Jahren wurden "lediglich" 250 Taliban-Angriffe gezählt.

Zwei Drittel dieser Angriffe verteilen sich nach Angaben des US-Militärs auf etwa zehn Prozent der Bezirke des Landes. In jenen Gebieten sollen die zusätzlichen 20.000 US-Soldaten, die im Zuge von Barack Obamas Strategiewechsel für Afghanistan in das Land entsandt werden, die bereits dort stationierten Einheiten verstärken. Somit würde die US-amerikanische Präsenz in Afghanistan bis zum Herbst des Jahres auf 68.000 Mann anwachsen. (svp / dpa)
http://www.noows.de/gewalt-erreicht-neuen-hohepunkt-8613
Titel: Drei Bundeswehrsoldaten in Afghanistan getötet
Beitrag von: Kater am 15:21:12 Di. 23.Juni 2009
Zitat
Drei Bundeswehrsoldaten in Afghanistan getötet

Bei einem Gefecht in der Nähe der nordafghanischen Stadt Kundus sind drei Bundeswehrsoldaten getötet worden. Das teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit. Eine Bundeswehrpatrouille war bei Kundus beschossen worden und hatte daraufhin Luftunterstützung angefordert.

Die Bundeswehrsoldaten waren im Rahmen einer gemeinsamen Operation deutscher und afghanischer Sicherheitskräfte unterwegs, als sie angegriffen wurden und daraufhin das Feuer erwiderten. Das Bundeswehr-Feldlager im nordafghanischen Kundus ist immer wieder das Ziel von Angriffen islamistischer Taliban-Rebellen. Zuletzt war Ende April ein Bundeswehrsoldat nordwestlich von Kundus in einen Hinterhalt geraten und getötet worden.

http://de.news.yahoo.com/2/20090623/tts-drei-bundeswehrsoldaten-in-afghanist-c1b2fc3.html

und zu der Eskalation des Krieges und der steigenden Zahl der Verluste paßt auch diese Meldung:

Zitat
Merkel verleiht erste Tapferkeitsorden

Berlin (AP) Bundeskanzlerin Angela Merkel will die ersten vier der neu eingeführten Ehrenkreuze der Bundeswehr für Tapferkeit selbst verleihen. Ein Sprecher bestätigte am Wochenende einen Bericht der «Bild»-Zeitung, wonach die Zeremonie am 6. Juli im Kanzleramt stattfinden soll. Verteidigungsminister Franz Josef Jung werde daran teilnehmen.


http://de.news.yahoo.com/1/20090621/tde-merkel-verleiht-erste-tapferkeitsord-808bb34.html
Titel: Re: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:07:09 Fr. 26.Juni 2009
(http://www.spiegel.de/img/0,1020,1549416,00.jpg)
Titel: US-Botschafter will von Berlin mehr Geld oder Zehntausende Soldaten
Beitrag von: Kater am 19:58:18 Mi. 01.Juli 2009
Zitat
US-Botschafter will von Berlin mehr Geld oder Zehntausende Soldaten

Harsche Worte an die Bundesregierung: Die US-Regierung verlangt mehr Engagement in Afghanistan, zwei Milliarden Dollar statt 50 Millionen Euro – oder 135.000 Soldaten

Ivo Daalder, US-Botschafter bei der Nato, sagte am Mittwoch in Berlin, die Deutschen sollten die zur Verstärkung für die Wahlen am 20. August in Afghanistan vorgesehenen Soldaten nicht wieder abziehen, sondern dauerhaft stationieren.

Deutschland will 600 zusätzliche Soldaten schicken, 200 davon als Wahlverstärkung für einige Monate. "Es gibt im Moment keine andere Position", hieß es dazu aus dem Verteidigungsministerium.
 
Daalder ließ durchblicken, dass die USA von Berlin auch mehr Geld für den Trust-Fund zum Aufbau der afghanischen Armee erwarten. "50 Millionen Euro von Deutschland sind großartig. Wir brauchen zwei Milliarden Dollar." Er fügte hinzu: "Sie können zwei Milliarden zahlen, um 135.000 Soldaten auszubilden, oder sie verlegen 135.000 eigene Soldaten. So einfach ist das.“

Der Afghanistan-Einsatz hat den deutschen Steuerzahler bis Ende 2008 drei Milliarden Euro gekostet. Minister Franz Josef Jung (CDU) rechnet mit einem Ende des Einsatzes "in fünf bis zehn Jahren", wollte dies aber nicht als Abzugstermin verstanden wissen.

Einer Forsa-Umfrage zufolge sind 61 Prozent der Deutschen für einen Abzug. Heute stimmt der Bundestag über den Einsatz von Aufklärungsfliegern ab.

http://www.zeit.de/online/2009/27/usa-deutschland-muss-in-afgha
Titel: Größter Einsatz der US-Marines seit Vietnam
Beitrag von: Kater am 13:02:12 Do. 02.Juli 2009
Zitat
Vorstoß der US-Truppen in Afghanistan - Großoffensive gegen die Taliban

Es ist eine der größten Militäroperationen seit dem Einmarsch der alliierten Truppen in Afghanistan: Tausende US-Soldaten gehen seit dem frühen Morgen in der Provinz Helmand im Süden des Landes gegen die radikalislamischen Taliban vor.

Von Sabina Matthay, ARD-Hörfunkstudio Südasien

4000 amerikanische Marineinfanteristen und 650 afghanische Soldaten sind an "Operation Khanjar" beteiligt. Sie sollen den Taliban die Kontrolle über die Provinz Helmand abnehmen. Die Aufständischen beherrschen dort den Schlafmohnanbau und Opiumschmuggel - wichtige Geldquellen des radikalislamischen Aufstands in Afghanistan.

Lufteinsätze gefährden Zivilisten 
Die Provinz gilt als eine der gefährlichsten des Landes. Großbritannien, das die Internationale Schutztruppe (ISAF) im Süden Afghanistans führt, hat bis heute 169 Soldaten am Hindukusch verloren, die meisten in Helmand. Dort gelingt es den radikalislamischen Aufständischen immer wieder, die Briten in Hinterhalte zu locken, in Gefechte zu verwickeln und sie mit Sprengsätzen und Granaten anzugreifen. Weil die Briten nicht über ausreichende Truppen verfügen, um gegen die Militanten und deren Verstecke vorzugehen, setzen sie meist auf Lufteinsätze. Das gefährdet jedoch Zivilisten, deshalb hat diese Strategie zu Spannungen mit der Bevölkerung der Provinz geführt.

Provinz "flächendeckend sichern"
"Operation Khanjar" stellt nun den bisher größten Vorstoß der gerade aufgestockten amerikanischen Truppen am Hindukusch dar. Beobachter sprechen vom größten Einsatz der Marines seit Vietnam. Anders als nach vorangegangenen Operationen sollen sie nach der Vertreibung der Taliban auch Stützpunkte in solchen Teilen Helmands errichten, in denen ISAF und afghanische Truppen bisher nicht ständig präsent sein konnten. So soll das erneute Einsickern der Aufständischen verhindert werden. Die Marines sollen die Provinz flächendeckend sichern, um auch mit Blick auf die Präsidentschaftswahlen im August die Stabilität in der Region langfristig herzustellen.
 
Appell an europäische Verbündete
Die schiere Anzahl der Soldaten macht das möglich. In den vergangenen beiden Monaten haben die USA etwa 8500 Marineinfanteristen nach Helmand entsandt. Sie sind Teil der ingesamt 21.000 amerikanische Soldaten umfassenden Aufstockung der US-Truppen für Afghanistan. Damit stellen die Vereinigten Staaten nun fast die Hälfte der ISAF - etwa 17.000 Amerikaner werden außerdem im Rahmen der Anti-Terror-Mission Operation Enduring Freedom in dem Land eingesetzt. Gerade hat der neue US-Botschafter bei der NATO an die europäischen Verbündeten appelliert, ihr militärisches und finanzielles Engagement in Afghanistan zu verstärken.

http://www.tagesschau.de/ausland/afghanistan992.html
Titel: Re: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: besorgter bürger am 13:02:32 Do. 02.Juli 2009
Zitat
"Sie können zwei Milliarden zahlen, um 135.000 Soldaten auszubilden, oder sie verlegen 135.000 eigene Soldaten. So einfach ist das.“

Jawoll, mein Führer!

Die Merkel sollte den Daalder mal richtig schocken und sagen "Ok, dann schicken wir lieber unsere Soldaten!"
Titel: Re: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 09:52:42 Fr. 10.Juli 2009
Zitat
Afghanistan und die Medien

(http://media.de.indymedia.org/images/2009/07/255483.jpg)

Die etablierten westlichen Medien, gerade die deutschen Medien, sonnen sich gerne im Nimbus ihrer angeblichen Objektivität, Seriosität und journalistischen Qualität. Natürlich fühlt man sich völlig anders als zur Zeit der Deutschen Wochenschau. Unsere Presse feierte sich sogar als vierte Säule der Demokratie. Doch wenn man genau hinschaut, findet man heute ausgelutschte, dumpfe Kriegsrhetorik des US-Militärs völlig kritiklos abgedruckt in den deutschen Zeitungen.
Hochwirksame Kriegspropaganda der bösen Art kommt nett und rhetorisch gut aufgemacht daher und nutzt allgemein verbreitete positive moralische Werte, die zur Legitimation der Militäreinsätze dienen.
Dazu kommt meist eine moralische Entwertung des Gegners, für den keine (Menschen) Rechte gelten sollen. Nach drei Millionen Ziviltoten in Vietnam, für die das US-Militär verantwortlich ist zelebriert man immer noch das Image von Freiheit und Demokratie für „unsere“, die westliche Seite.
Die neue militärische Offensive der USA des neuen US Präsidenten Obama wird von einer weltweiten Medienkampagne begleitet, welche den Krieg gegen die Bevölkerung rechtfertigen soll.
Krieg gegen die Bevölkerung: Dies ist beispielsweise der Einsatz von Bomben mit dem zynischen Namen „Daisy Cutter“ (Gänseblümchen-Schneider) in Afghanistan belegt. Es handelt sich um einer der größten konventionellen Bomben (Foto 1), die alles menschliche Leben im Umkreis von mehreren Quadratkilometern vernichtet (Foto 2 und Foto3) und bereits in Vietnam zur Massenvernichtung in dicht besiedelten Gebieten vom US-Militär eingesetzt wurde.

Rechtfertigung

Der Krieg des Westens in Afghanistan wurde und wird mit einer Argumentationssuppe unterschiedlicher Rechtfertigungen legitimiert, in der jeder irgendetwas finden soll und findet, um diesen Einsätzen etwas positives abzugewinnen:

Kampf gegen den Terrorismus
Zerschlagung der Terror-Ausbildungslager
Schutz der humanitären Helfer und Hilfsorganisationen
Militärische Absicherung des Wiederaufbaus
Militärische Absicherung des Baus von neuen Schulen
Militärische Absicherung von Mädchen und Frauenprojekten
Bundeswehreinsätze als humanitäres Gegenbeispiel zur US-Kriegsführung
Kampf gegen Drogenanbau

Ganze Abteilungen des US-Militärs und der deutschen Hilfstruppen sind heute damit beschäftigt, diese Argumente aufzufinden, in leicht verdauliche Häppchen für die Medien mit entsprechendem Bild- und Tonmaterial bereitzustellen. Auf der Medienschiene gibt es dann sowohl direkt vom CIA bezahlte Journalisten in Schlüsselpositionen, eingebundene „embedded“ Journalisten die als Gegenleistung für exklusive, vermarktungsfähige Exklusivinformationen eine Pro-Kriegshaltung einnehmen und schließlich eine kleine Armee von Journalisten, die schon damals beim Vietnamkrieg angesichts von mehreren Millionen Toten niemals zu einer ätzenden Kritik am Vorgehen des US-Militärs fähig waren sondern dies kleingeredet haben zum „humanitären Elend auf beiden Seiten“.
Schauen wir uns einmal kurz die Argumente an:

Die Taliban und ihre Truppen wurden von den USA selbst mit 4,5 Milliarden US-Dollar unterstützt. Die im Fernsehen oft gezeigten s.g. Terror-Ausbildungslager, bei denen sich vermummte Soldaten von Stange zu Stange hangeln oder Hindernisse überwinden wurden größtenteils von den USA finanziert. Es handelt sich um übliche Einrichtungen, um Soldaten auszubilden.
Eine Terrorausbildung im wahren Sinne des Wortes erhielten bestimmte islamistische Gruppen in den USA selbst. Denn die US-Regierung förderte Terrorgruppen, welche gegen die sowjetische Besatzung in Afghanistan kämpfte. Der Westen und die USA hat mit Terrorismus keine Probleme, sofern er den eigenen Interessen nützt.

Die militärische Absicherung von humanitären Helfern wurde von den internationalen Hilfsorganisationen anfangs selbst weitgehend abgelehnt, da diese den Anspruch hatten unabhängig von den Konfliktparteien überall Hilfe zu leisten, also auch auf Taliban-Gebiet.

Das US- und deutsche Militär konnte mit der gezielten finanziellen Förderung natürlich auch Hilfsorganisationen finden, welche dann in ihr militärisches Konzept passte.
Zusammen mit dem Militär wird eine Hilfslogistik mit Nahrung, Wohnung und medizinischer Hilfe exklusiv für die Gebiete aufgebaut, die sie unter Kontrolle hat. In den gegnerischen Gebieten wird dagegen den Einsatz von humanitärer und medizinischer Hilfe untersagt bzw. durch militärische Absicherung aller Zufahrtswege verhindert mit dem zynischen Argument, dass diese Helfer nicht geschützt sind.

Comprehensive Approach

Damit wird ein ungeheurer ziviler Leidensdruck in den bombardierten gegnerischen Gebieten aufgebaut, um dort die Bevölkerung in die Knie zu zwingen. Perfiderweise wird bei dieser engen Arbeitsteilung zwischen Militär und eingebetteter Hilfsorganisation diese dann letztlich zum verlängerten Arm des Militärs und wird von der Bevölkerung mit Recht nicht als unabhängig angesehen.
Dieses Eindringen militärischer Operationen in das Zivilleben ist als „comprehensive approach“, d.h. umfassender Ansatz in der westlichen Kriegsführung bekannt und beinhaltet auch die Umgestaltung der bäuerlichen Lebensweise. Diese Strategie ist nicht neu, sondern aus Vietnam bekannt. Dort sollten die Bauern nach den US-Vorstellungen in mit Mauern oder Zäunen abgegrenzten Parzellen arbeiten, so dass jedes Verlassen der eigenen Parzelle registriert und kontrolliert werden kann.

Hinsichtlich der militärischen Absicherung des Wiederaufbaus ist zu sagen: Es ist absurd, zuerst ein Land zu zerstören, um dies dann noch als Rechtfertigung einer darauf folgenden militärischen Besatzung unter der Fahne des Wiederaufbaus zu nutzen.

ARD und ZDF

Am Freitag dem 3. Juli wurde im Frühstücksfernsehen von ARD und ZDF ein Potpourri von bildunterlegten Argumenten für und gegen den Afghanistaneinsatz ausgestrahlt. Hierbei wurden die Frauen- und Mädchenprojekte, insbesondere Mädchenschulen genannt, die bei der „Rückkehr der Taliban“ keine Chance hätten.
„Vom deutschen Wesen soll die Welt genesen“, nach zwei Weltkriegen – beide von Deutschland ausgehend – ist man nicht zu blöd, dies nochmals im deutschen Fernsehen zu senden. Mit dem gleichen Argument könnte man in viele Länder einmarschieren um dort den Mädchen zu helfen, z.B. in Indien um dort die Mädchen von der Kinderarbeit in den Webereien zu befreien, in der die Jeans für unsere Angebote gewebt werden.

Kampf gegen den Drogenanbau

Wer sich mit dem Drogenanbau in Afghanistan beschäftigt stellt fest, dass der Drogenanbau untere den Taliban weitgehend verboten war und seit der Besetzung Afghanistans durch das westliche Bündnis Rekordernten an Heroin eingefahren werden. ( http://www.tagesschau.de/ausland/meldung18846.html (http://www.tagesschau.de/ausland/meldung18846.html)). Über 90 Prozent des zur Heroinherstellung verwendeten Opiums stammen aus Afghanistan, stündlich starten dort mit Opium vollgepackte Flugzeuge in die Abnehmerländer. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die vom Westen eingesetzte Marionettenregierung Karzai und die CIA tief in die Opiumproduktion verstrickt ist. Die Drogenbosse sitzen in der Regierung, für die die Bundeswehrsoldaten notfalls verrecken dürfen.
(  http://info.kopp-verlag.de/news/die-nato-mission-in-afghanistan-den-karzai-heroin-clan-schuetzen.html, (http://info.kopp-verlag.de/news/die-nato-mission-in-afghanistan-den-karzai-heroin-clan-schuetzen.html,)  http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,423134,00.html (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,423134,00.html)).
Die Verstrickung der CIA in den Opium und Heroinhandel ist öffentlich vielfach nachgewiesen worden. Eine zusammenfassende Betrachtung findet sich z.B. in dem Buch „Die CIA und das Heroin: Weltpolitik durch Drogenhandel“ von Prof. McCoy, Historiker an der Universität Wisconsin, das unter diesem Titel auch in deutscher Sprache erhältlich ist und ausführlich auf Afghanistan eingeht.
Im Zusammenhang mit der Aufrechterhaltung der Heroinproduktion unter westlicher Herrschaft machen Jungs Worte vom Stabilisierungseinsatz Sinn.

Ausgelutschte Kriegspropaganda von vorgestern

In der Rhein Main Presse (Mainzer Allgemeine, Wiesbadener Kurier und weitere Zeitungen) findet sich in der Ausgabe vom 3.Juli unter dem Titel „Blickpunkt“ eine ganze Seite, die nur eine Botschaft kennt: ja zum Krieg des Westens in Afghanistan, ja zur neuen Militäroffensive. Autor dumpfer Propaganda ist u.a. der Journalist Can Merey, der mit den kriegsführenden Geheimdiensten zusammenarbeitet. Unter anderem wurde ihm vom afghanischen Geheimdienst gestattet, Gefangene zu verhören ( http://www.lob.de/cgi-bin/work/outputexpert?id=aMY34mpMAqqT&frame=yes&flag=new&menupic=no&mode=viewone&titnr=249700721 (http://www.lob.de/cgi-bin/work/outputexpert?id=aMY34mpMAqqT&frame=yes&flag=new&menupic=no&mode=viewone&titnr=249700721)).
Was hat uns dieser Mann zu sagen: „Nirgendwo in Afghanistan haben die Taliban mehr Macht als in Helmland, und nirgendwo in der Welt werden mehr Drogen angebaut als in der südlichen Provinz – mit dem Rauschgifthandel füllen die Aufständischen ihre Kriegskasse. Gestern strömten Tausende amerikanische Soldaten in die Taliban-Hochburg, um die Gegend am Helmand-Fluß unter ihre Kontrolle zu bringen …“.
Dies suggeriert, die USA würden gegen den Drogenanbau vorgehen. Tatsächlich ist es aber so, dass unter der Herrschaft der Taliban der Opiumanbau faktisch zum Erliegen kam ( http://blog.hintergrund.de/tag/drogenanbau/ (http://blog.hintergrund.de/tag/drogenanbau/)). Abbildung 3 zeigt dazu einen Auszug aus dem Bericht der Vereinten Nationen über Drogenanbau und Kriminalität aus dem Jahre 2004. Den Bericht können Sie von der Seite der Vereinten Nationen herunterladen unter www.unodc.org/pdf/WDR_2004/Executive_Summary.pdf (http://www.unodc.org/pdf/WDR_2004/Executive_Summary.pdf).
Wie Sie sehen weist die Grafik einen Absturz der Opiumproduktion im Jahr 2001 aus. Dies liegt daran, dass im Jahr 2000 der Opiumanbau in Afghanistan von den Taliban verboten wurde und dieses Verbot offensichtlich auch umgesetzt wurde.

Damit wird deutlich, dass sich die Redaktion der Rhein Main Presse mit einer Umkehr der Faktenlage und Manipulation der Leser hinter PR-Maschine der deutschen Kriegsführung gestellt hat: politisch korrekt staatstreudoof mit einer erbärmlichen inhaltlichen Substanz.
http://de.indymedia.org/2009/07/255482.shtml (http://de.indymedia.org/2009/07/255482.shtml)

Titel: Re: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Workless am 10:17:08 Fr. 10.Juli 2009
Zitat
Eine Bundeswehrpatrouille war bei Kundus beschossen worden und hatte daraufhin Luftunterstützung angefordert.
Schlimm dabei ist, dass die Luftunterstützung von den Verbündeten kommen muss. Der TIGER wird immer noch nicht ausgeliefert - und wenn, dann mit der falschen Bewaffnung.
Natürlich ist das so nicht richtig, behauptet zumindest der BW-Obermotz Jung. Die Bewaffnung ist ok, schließlich müssen immer noch russische Panzer aus dem Kalten Krieg bekämpft werden.
Außerdem wäre die deutsche Rüstungsindustrie ja davon betroffen, würde der Tiger nicht mit der Rakete ausgeliefert werden...
Kontraste-Beitrag (http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste_vom_09_07/afghanistan___soldaten.html)

Mal abgesehen davon, dass unsere Jungs und Mädels nicht für Öl am Hindukusch bluten sollten.
Wenn sie schon von diesem feinen Pinkel nach Afghanistan geschickt werden, dann auch mit dem bestmöglichen Schutz vor ein paar durchgeknallten Taliban.
Titel: Re: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Eivisskat am 10:38:58 Fr. 10.Juli 2009
Zitat
Mal abgesehen davon, dass unsere Jungs und Mädels nicht für Öl am Hindukusch bluten sollten.
Wenn sie schon von diesem feinen Pinkel nach Afghanistan geschickt werden, dann auch mit dem bestmöglichen Schutz vor ein paar durchgeknallten Taliban.

Also: MEINE Jungs und Mädels  ::) sind das mit Sicherheit nicht, bitte!!!
Und ich will auch nicht für deren Schutz zahlen, bestmöglich oder nicht...

 :o
Titel: Re: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: schwarzrot am 12:02:00 Fr. 10.Juli 2009
Zitat
Die Bundeswehrsoldaten in Afghanistan benötigen dringend Kampfhubschrauber, die ihnen im Kampf gegen die Taliban helfen. Diese Hubschrauber namens „Tiger“ wurden vor 25 Jahren in Auftrag gegeben. Doch bislang fliegen nur Testmodelle. Aber: Auch wenn die „Tiger“ demnächst ausgeliefert werden, sind sie sind für den Einsatz nicht tauglich.

Scheint mir nicht der einzige fall zu sein:

Zitat
"Puma" für die Bundeswehr bewilligt

Die Bundeswehr wird mit dem neuen Schützenpanzer "Puma" ausgestattet. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat die Mittel dafür bewilligt.
Berlin - Der "Puma" soll den 30 Jahre alten "Marder" ablösen. Für die Beschaffung der ersten Exemplare musste der Ausschuss 364 Millionen Euro freigeben. Insgesamt will die Bundeswehr 410 Stück im Gesamtwert von drei Milliarden Euro bestellen. Die Firmen Rheinmetall sowie Krauss Maffei Wegmann, deren gemeinsame Tochter PSM den Schützenpanzer herstellt, begrüßten die Freigabe der Mittel.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,330678,00.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,330678,00.html)

Zitat
Ohne Fremdeinwirkung
Milliardenteure Schützenpanzer der Bundeswehr schrottreif. Die Linke kritisiert Geldgeschenke an Rüstungskonzerne, aber freut sich über untaugliches Kriegsgerät


Das Verteidigungsministe­rium will bei der Rüstungsindustrie 405 Schützenpanzer Puma bestellen, obwohl keines der Testfahrzeuge so funktioniert wie erwartet. In einem Sachstandsbericht, der dem Verteidigungsausschuß des Bundestages Ende der Woche vorgelegt wurde, räumt das Ministerium ein, »daß der Nachweis der vertraglich für den Puma vereinbarten Leistungen mit den fünf bisher bestellten Vor­serienfahrzeugen noch nicht erbracht werden konnte«. Der endgültige Kauf sollte eigentlich erst vereinbart werden, wenn die fünf Testpanzer abgenommen wurden. Davon will die Bundeswehr jetzt abrücken, weil sie die damit verbundene Zeitverzögerung von zwei bis drei Jahren »nicht für zielführend« hält. Statt dessen will sie »zur Beschleunigung« gleich in die Serienproduktion einsteigen. Versprechungen der Industrie, nachzubessern, sollen für den Deal genügen.

Das Ministerium kompensiert die technischen Pleiten mit euphemistischer Wortwahl. So habe die Industrie »die technischen Lösungsansätze« aufgezeigt und diese »mit guten Teilergebnissen weitergeführt«. Geradezu brillant ist die Formulierung, daß die Testpanzer zwar »nicht einzeln, aber zusammen das geforderte Leistungs- und Funktionsspektrum des Waffensystems« abbilden. Auf einen Autokauf übertragen: Das eine hat keine Bremsen, dafür hat das andere kein Licht – beide zusammen würden aber einwandfrei fahren.
...
Der Verteidigungsausschuß nahm den Bericht wohlwollend zur Kenntnis, mit Ausnahme der Linksfraktion. Deren abrüstungspolitische Sprecherin Inge Höger schwankt im jW-Gespräch zwischen Fassungslosigkeit und Belustigung: Einerseits seien funktionsuntaugliche Panzer ganz nach ihrem antimilitaristischen Geschmack. Andererseits schockiert sie die irrsinnige Verschwendung. Der Puma sei eine klare Angriffswaffe, das Geld wäre besser in soziale und Bildungsprojekte oder in die Entwicklungshilfe investiert, so Höger. Kommende Woche befaßt sich der Haushaltsausschuß mit dem Vorhaben.

http://www.jungewelt.de/2009/05-09/052.php (http://www.jungewelt.de/2009/05-09/052.php)

Zum glück braucht es die bundes'wehr' im moment nicht. Könnte mensch locker auf ca 5000 mann/frau reduzieren, wenn nur diese kostspieligen auslandsabenteuertouren von Jung/Merkel/Fischertruppe und co nicht wären.

Allerdings erinnert mich die wortwahl im ersten artikel an ganz andere zeiten.
Sooo 'schutzlos', menno! (Haben die taliban etwa kampfhubschrauber?) Dann blos raus aus diesem schlimmen land.
Zu eins nochmal:
Zitat
Wie wichtig solche Kampfhubschrauber sind, zeigt dieses Einsatzvideo der Verbündeten. Noch bevor diese Taliban die Patrouille aus dem Hinterhalt angreifen können, werden sie von dem Hubschrauber entdeckt und aus der Luft bekämpft. So verhindert der Kampfhubschrauber, dass die Soldaten am Boden in tödliche Gefahr geraten.
Echt spassige militärprosa, genau so wird das aussehen, vielleicht beim ersten mal...
Titel: Re: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Blackbeard am 13:49:42 Fr. 10.Juli 2009
Zitat
Mal abgesehen davon, dass unsere Jungs und Mädels nicht für Öl am Hindukusch bluten sollten.
Wenn sie schon von diesem feinen Pinkel nach Afghanistan geschickt werden, dann auch mit dem bestmöglichen Schutz vor ein paar durchgeknallten Taliban.

Also: MEINE Jungs und Mädels  ::) sind das mit Sicherheit nicht, bitte!!!
Und ich will auch nicht für deren Schutz zahlen, bestmöglich oder nicht...

 :o

Jedem seine Meinung ! Wenn schon der Staat Meinungsdiktatur einführt, muss das bei CD noch lange nicht der Fall sein. Es ist workless´Meinung und Aussage und die kann man auch so stehen lassen. Vielleicht hilt dir das hier weiter:

Zitat
Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.   

Voltaire, 21.11.1694 - 30.05.1778
frz. Philosoph
Titel: Re: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Eivisskat am 14:43:35 Fr. 10.Juli 2009
Lass' seine Meinung ruhig so stehen - vielleicht dient's der Abschreckung  ;) - aber er soll mir bitte nicht  die Soldaten in Afghanistan als "meine" bzw. "unsere Jungs und Mädels" unterjubeln, da bin ich ganz empfindlich, denn ich unterstütze die Bundeswehr und deren Machenschaften nun garantiert nicht.
Titel: Re: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: besorgter bürger am 16:30:00 So. 12.Juli 2009
wessen Jungs/Mädels sinds denn nun?

hier ein kleiner Anhaltspunkt:

Zitat
Inzwischen sind die Zeitsoldaten aus Ostdeutschland überproportional stark an Auslandseinsätzen beteiligt. Das heißt aber auch, dass sie häufiger Opfer von Taliban-Anschlägen werden. Der Wandel der Armee zeigt sich zudem in den Kasernen. Ganze Standorte werden bereits von ostdeutschen Soldaten geprägt.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article4100653/Bundeswehr-wird-zunehmend-ostdeutsch.html (http://www.welt.de/politik/deutschland/article4100653/Bundeswehr-wird-zunehmend-ostdeutsch.html)

demnächst beim Bund:

Kein Ostdeutsch (http://www.youtube.com/watch?v=27wkJ6KDolk#lq-lq2-hq)
Titel: Re: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:36:30 Do. 16.Juli 2009
Proteste von Gefangenen in Bagram

KABUL: Nach Angaben des internationalen Roten Kreuzes protestieren seit Anfang des Monats mehrere hundert Insassen des größten US-Gefängnisses in Afghanistan gegen ihre Haftbedingungen. Die Gefangenen auf dem Militärstützpunkt in Bagram weigerten sich, ihre Zellen zu verlassen, um etwa an Video-Konferenzen mit ihren Angehörigen teilzunehmen, teilte die Organisation mit. Der Protest soll sich gegen die von den Häftlingen als unabsehbar empfundene Haftdauer und ihren rechtlichen Status richten. Das US-Militär gewährt weder Anwälten noch Menschenrechtsorganisationen, noch Vertretern der afghanischen Regierung Zugang.  - Das Gefängnis Bagram, in dem rund 600 zumeist terrorverdächtige Gefangene einsitzen, liegt rund 50 Kilometer nördlich der afghanischen Hauptstadt Kabul.
Titel: Re: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: schwarzrot am 11:56:14 Di. 21.Juli 2009
http://www.spiegel.de/video/video-1012936.html (http://www.spiegel.de/video/video-1012936.html)

entlarvende videos

http://www.spiegel.de/video/video-1010895.html (http://www.spiegel.de/video/video-1010895.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 10:26:28 Mi. 22.Juli 2009
Zitat
Angriff auf Taliban
Bundeswehr an Großoffensive beteiligt


Soldaten der Bundeswehr sind im Norden Afghanistans an einer Großoffensive gegen die Taliban beteiligt. Dabei setzen sie auch Schützenpanzer vom Typ Marder und Artillerie-Geschütze ein. Unterdessen wurde bekannt, dass der Juli der mit Abstand tödlichste Monat für die US-Truppen in Afghanistan war.
http://www.stern.de/politik/ausland/:Angriff-Taliban-Bundeswehr-Gro%DFoffensive/706882.html (http://www.stern.de/politik/ausland/:Angriff-Taliban-Bundeswehr-Gro%DFoffensive/706882.html)

Zitat
Angst vor Kriegen wächst

Obwohl noch niemand weiß, wann die Wirtschaftskrise wirklich endet, hat sie in den Augen der Deutschen ihren Schrecken verloren. Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan dagegen versetzt die Deutschen zunehmend in Angst.
http://www.stern.de/politik/deutschland/forsa/:stern-Sorgenbarometer-Angst-Kriegen-/706873.html (http://www.stern.de/politik/deutschland/forsa/:stern-Sorgenbarometer-Angst-Kriegen-/706873.html)




(http://einestages.spiegel.de/hund-images/2009/07/21/75/d6f71ec3a66c5d1774d3f0050ffc96bb_image_document_large_featured_borderless.jpg)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:37:09 Do. 23.Juli 2009
Zitat
Die Bundeswehr packt ihr Arsenal aus

(http://www.ftd.de/asset/Image/dpa-infoline-images/jpe/jpeg-2le84147-20090722-img_21873338.onlineBild.jpg)

Es bleibt dabei: Weder der Verteidigungsminister noch der Generalinspekteur der Bundeswehr wollen von einem Krieg in Afghanistan sprechen. Dabei hat der Einsatz eine Eskalationsstufe erreicht, wie es sie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gab.

Das Wort Krieg hält Verteidigungsminister Franz-Josef Jung für die Ereignisse in Afghanistan noch immer für unangemessen.
(...)
Wenn die Bundeswehr nun mit Schützenpanzern, Mörsern und amerikanischer Luftunterstützung in einer Großoffensive mit insgesamt weit über 1000 Soldaten gegen die Taliban vorgeht, dann ist das eine Eskalationsstufe, die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht erreicht worden ist. Es ist auch die höchste Eskalationsstufe eines asymmetrischen Krieges: Die Armee packt ihr Arsenal an schweren Waffen aus, um die Aufständischen zu bekämpfen.

Wenn Jung und Schneiderhan nun davon sprechen, dass keine qualitativ neue Lage in Kundus erriecht worden ist, dann ist das mindestens beschönigend, wenn nicht falsch. Denn zum einen haben die Aufständischen, wie auch Jung zugibt, ihr Vorgehen militärisch professionalisiert und in ganzen Landstrichen um die Provinzhauptstadt herum wieder die Macht übernommen.
(...)
http://www.ftd.de/meinung/kommentare/:Kommentar-Die-Bundeswehr-packt-ihr-Arsenal-aus/543489.html (http://www.ftd.de/meinung/kommentare/:Kommentar-Die-Bundeswehr-packt-ihr-Arsenal-aus/543489.html)

Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 21:45:45 Mo. 27.Juli 2009
Zitat
Einsatz in Afghanistan
Bundeswehr darf schneller schießen
(http://img.stern.de/_content/70/73/707348/bundeswehr-afghanistan_250.jpg)
Nun hat es jeder deutsche Soldat in Afghanistan schriftlich: Er darf ab sofort sogar vorbeugend schießen, um das Mandat der Bundeswehr durchzusetzen. Die überraschend schnell überarbeiteten Einsatzregeln kommen passend zu einer Groß-Offensive gegen die Taliban, an der auch die Bundeswehr beteiligt ist.

http://www.stern.de/politik/deutschland/:Einsatz-Afghanistan-Bundeswehr/707348.html (http://www.stern.de/politik/deutschland/:Einsatz-Afghanistan-Bundeswehr/707348.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:32:35 Mo. 03.August 2009
Zitat
Isaf-Chef fordert mehr Einsätze der Bundeswehr

(http://img.stern.de/_content/70/78/707890/afghanistan_250.jpg)

Rund zwei Wochen vor der Präsidentenwahl spitzt sich die Lage in Afghanistan zu: Bei einem schweren Anschlag in Herat sind mindestens zwölf Menschen getötet und 20 weitere verletzt worden. Derweil fordert der Chef der internationalen Schutztruppe vor Ort, dass die Bundeswehr häufiger gegen die radikal-islamischen Taliban ausrückt.
http://www.stern.de/politik/ausland/:Afghanistan-Isaf-Chef-Eins%E4tze-Bundeswehr/707890.html (http://www.stern.de/politik/ausland/:Afghanistan-Isaf-Chef-Eins%E4tze-Bundeswehr/707890.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:07:28 Di. 11.August 2009
Zitat
Kampfflugzeuge des US-Militärs haben am Donnerstag, den 23.7.09, eine 300 Tonnenladung von Schlafmohnsamen in der südlichen Provinz Helmand in Afganistan bombardiert. Die Streitkräfte haben etwa 450 kg Sprengstoffe abgeworfen, um auch wirklich sicherzugehen, dass die Samen tot sind.

Dieser Publicitystunt wurde designt, um die Herzen und Köpfe der Afghanischen Mohnbauern zu gewinnen, sagte ein Staatsoffizier der CNN. “Es gibt eine Verbindung zwischen Rebellen und Drogenhändlern die wir unterbrechen müssen” sagt Tony Wayne von den Behörden. “Es ist auch Teil davon, die Herzen und Köpfe der Bevölkerung zu bekommen, denn in einigen Fällen werden die Bauern eingeschüchtert um Opium herzustellen.”

Die USA haben ihren Ansatz, mit den Mohnkulturen in Afghanistan umzugehen, vor kurzem geändert. In Afghanistan werden 90% des Welt-Opiums hergestellt, sowie das Derivat Heroin. Die USA haben die Ausrottungsprogramme gestoppt und zielen anstelle dessen auf Drogenhändler, insbesondere diejenigen welche mit den Taliban in Verbindung gebracht werden. Es wird geschätzt dass die Taliban mehrere hunderte Millionen Dollar durch den Schwarzmarkt erhalten.

Die USA und ihre NATO-Verbündeten (darunter auch Deutschland) versuchen auch den Opiumanbau mit alternativen Entwicklungsprogrammen entgegenzuwirken. Diese Programme sind aber sehr schwer durchzuführen in einer Gegend, in der es keine effektive Kontrolle der Afghanischen Regierung oder Westmächten gibt.

Die Attacke auf den Samenhafen kommt für die USA und die NATO in dem bisher blutigsten Monat in ihrer nahezu achtjährigen Invasion und Besetzung von Afghanistan. Nach dem Kriegsopferzähler I Casualities (  http://www.icasualties.org/oef (http://www.icasualties.org/oef) ) sind im Monat Juli bislang 63 westliche Soldaten getötet worden.

via Drug War Chronicle,
 http://stopthedrugwar.org/chronicle/595/US_war_planes_bomb_opium_poppy_seeds (http://stopthedrugwar.org/chronicle/595/US_war_planes_bomb_opium_poppy_seeds)

Es sind zur Zeit über 700 Bundeswehrsoldaten in Afghanistan stationiert, zusätzlich ist die sogenannte Quick Reaction Force seit Monaten im Lager.
  http://www.hanfplantage.de/afghanistan-wir-bomben-die-scheisse-aus-einer-handvol (http://www.hanfplantage.de/afghanistan-wir-bomben-die-scheisse-aus-einer-handvol)
http://de.indymedia.org/2009/08/257863.shtml (http://de.indymedia.org/2009/08/257863.shtml)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 13:36:38 Di. 11.August 2009
Zitat
Kampfflugzeuge des US-Militärs haben am Donnerstag, den 23.7.09, eine 300 Tonnenladung von Schlafmohnsamen in der südlichen Provinz Helmand in Afganistan bombardiert. Die Streitkräfte haben etwa 450 kg Sprengstoffe abgeworfen, um auch wirklich sicherzugehen, dass die Samen tot sind.

Dieser Publicitystunt wurde designt, um die Herzen und Köpfe der Afghanischen Mohnbauern zu gewinnen, sagte ein Staatsoffizier der CNN. “Es gibt eine Verbindung zwischen Rebellen und Drogenhändlern die wir unterbrechen müssen” sagt Tony Wayne von den Behörden. “Es ist auch Teil davon, die Herzen und Köpfe der Bevölkerung zu bekommen, denn in einigen Fällen werden die Bauern eingeschüchtert um Opium herzustellen.”...

Mit Bomben erobert Barak Obama die Herzen und Köpfe afghanischer Bauern? Hat doch George W. Bush auch nicht anders gemacht. Was für andere Alternativen des Lebenserwerbs haben diese Bauern in den trockenen Hochlandregionen des afghanischen Berglands noch?

Darüber hätten sich mal die Befehlsgeber von diesem Bombenterror machen sollen.

Was ist denn das Hauptnahrungsmittel der Afghanen und wie sieht's mit der Bewässerung und Düngung der landwirtschaftlichen Nutzflächen aus?

Reis, Weizen, Hülsenfrüchte, Fladenbrot sind in der Gegend das Hauptnahrungsmittel und daran mangelt's hinten und vorn, zumal die Landwirtschaft durch Kriegseinwirkungen , auch vom US-Militär ständig verwüstet wird.

Darüber sollten sich mal die US-Amerikaner eine Birne machen sollen. Statt Militärberater, Truppen und Waffentechnik hätten die USA Landwirtschaftsexperten, Saatgut, Düngemittel, Landwirtschaftstechnik nach Afghanistan liefern sollen.

NZZ-Online vom 13.08.2008: Sträflich vernachlässigte afghanische Landwirtschaft - Nahrungsmittelnot wegen fehlender Mittel und Korruption (http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/straeflich_vernachlaessigte_afghanische_landwirtschaft_1.805044.html)

Der Preis von Weizen hat sich in Afghanistan im letzten Jahr mehr als verdoppelt. Ungefähr jeder siebte Afghane ist mittlerweile von Lebensmittelhilfe abhängig. Doch diese schafft nur kurzfristig Abhilfe. Experten sind sich einig, dass für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung dringend mehr Geld in den Agrarsektor investiert werden muss.

Von unserer Indien-Korrespondentin Andrea Spalinger

Kabul, Ende Juli

Enayatullah sitzt auf einem dicken afghanischen Teppich in seinem Lebensmittelgeschäft am Muslim Zaki Market im Zentrum Kabuls und wartet auf Kundschaft, doch die ist rar geworden. An diesem Vormittag lassen sich überhaupt keine Käufer blicken. Nur ein paar Bettler bitten um Almosen. Der 24-Jährige verscheucht sie missmutig. «Wie soll ich etwas verschenken, wenn ich den ganzen Tag nichts verkaufe? Irgendwie muss ich meine drei Kinder auch ernähren», schimpft er. Eine ältere Frau in Burka bettelt mit weinerlicher Stimme so lange, bis er doch weich wird und ihr ein bisschen Öl mitgibt. Enayatullah hat den kleinen Laden zusammen mit seinem Vater nach dem Sturz der Taliban 2001 eröffnet. In den ersten drei Jahren sei das Geschäft gut gelaufen, erzählt der bärtige junge Mann. Damals sei die Wirtschaftslage noch nicht so prekär gewesen, und die Leute hätten genug Geld gehabt, um Lebensmittel zu kaufen. Doch im letzten Jahr seien die Preise in die Höhe geschossen, und seine Kundschaft sei extrem geschrumpft.

Hohe Inflation, stagnierende Löhne

Der Lebensmittelhändler macht nicht die Regierung verantwortlich für die Krise. Afghanistan sei stark abhängig von Importen. Die meisten Produkte, die er verkaufe, wie etwa Mehl, Reis und Linsen, kämen aus Pakistan, das Öl aus Dubai. Die Inflation in Afghanistan sei eine logische Folge der hohen Weltmarktpreise für Grundnahrungsmittel. So differenziert wie Enayatullah sehen es allerdings nur wenige. Die Mehrheit der Afghanen sind frustriert darüber, dass sie von der Milliardenhilfe, die in den letzten sechs Jahren ins Land floss, kaum profitiert haben.

Tatsächlich ist ein grosser Teil der Hilfsgelder in den Taschen korrupter Politiker und Beamter verschwunden. Fast die Hälfte der ausländischen Gelder ist zudem laut Wirtschaftsexperten zurück in die Herkunftsländer geflossen – in Form von Salären oder Materialkosten. Ein paar wenige Afghanen, die einen Job bei einer ausländischen Hilfsorganisation oder der Uno bekamen, verdienen heute gutes Geld. Die Mehrheit der Bevölkerung ist jedoch weiterhin bitterarm. Im Gegensatz zu den Preisen haben sich die Löhne in den letzten Jahren nämlich kaum verändert. Zivile Staatsangestellte verdienen umgerechnet 50 $ im Monat, Polizisten und Soldaten 100 $. Das reicht bei weitem nicht, um eine Grossfamilie zu ernähren, denn wer Arbeit hat, muss meist neben den Eltern und den Kindern auch noch Geschwister, die keinen Job haben, und deren Familien durchbringen.

In einem Land, in dem aus Mangel an exakten Daten selbst über die Bevölkerungszahl nur spekuliert werden kann – sie wird auf zwischen 28 und 35 Mio. geschätzt –, existieren keine Arbeitslosenstatistiken. Die Erwerbslosenquote dürfte aber sehr hoch sein. Das lassen nicht nur die vielen Bettler in Kabul erahnen. Auf dem Kote-Sangi-Platz im Westen Kabuls warten jeden Tag Tausende von Tagelöhnern auf einen Job. Gul Agha ist einer von ihnen. Er ist aus der zentralafghanischen Provinz Wardak nach Kabul gekommen, in der Hoffnung, hier eher Arbeit zu finden. Nach jahrzehntelangem Krieg hat kaum einer der Männer hier eine praktische Ausbildung. Für 4 $ am Tag sind sie bereit, jeden Job zu übernehmen. Doch das Angebot an Arbeitskräften ist gross und die Nachfrage gering. Höchstens zwei bis drei Tage in der Woche bekomme er einen Job, meistens auf einer Baustelle, erklärt Gul Agha. «Selbst wenn wir nur Brot essen, reicht mein Einkommen nicht aus, um meine siebenköpfige Familie zu ernähren», klagt der 37-Jährige. Die rund fünfzig Tagelöhner, die sich um uns versammelt haben, fangen an zu schimpfen. «Wir haben erwartet, dass unter der gewählten Regierung das Leben besser wird», meint ein älterer Mann. «Doch Präsident Karzai hat nichts für uns getan. Die Mächtigen stecken die ganzen Hilfsgelder ein, und wir wissen nicht mehr, wie wir unsere Kinder ernähren sollen.»

Der Chef des Büros des World Food Programme (WFP) in Kabul, Richard Corsino, bestätigt, dass die Lage prekär ist. Der Weizenpreis habe sich bereits 2007 mehr als verdoppelt. In diesem Jahr sei er zwischen Januar und April nochmals um 60% gestiegen (der Weizenpreis ist entscheidend, weil Brot das Hauptnahrungsmittel der Afghanen ist). Eine Entspannung an der Preisfront ist nicht absehbar, da die diesjährige Ernte wegen anhaltender Trockenheit noch schlechter ausfallen dürfte als die letzte. Gleichzeitig haben die Nachbarländer Pakistan und Iran, aus denen Afghanistan den grössten Teil der Nahrungsmittel importiert, wegen Engpässen im eigenen Land ihre Exporte stark eingeschränkt.

Von Hilfe abhängig

Ende Mai gab es erste Meldungen über Hungertote in der Provinz Samangan. Aus dem bergigen Norden des Landes sind bereits ganze Dorfschaften ins Tal geflüchtet, weil ihnen die Nahrung und das Wasser ausgingen. Die Regierung und das WFP hatten nach einem Hilfsappell Anfang 2008 77 Mio. $ bekommen und damit in den letzten sechs Monaten 2,5 Mio. vom Hunger bedrohte Menschen versorgt. Doch dadurch wurde die Krise nicht entschärft. Nach Angaben des Afghanistan's Center for Research and Policy Studies können sich mittlerweile 35% der Haushalte nicht mehr ausreichend ernähren. Das WFP will laut Corsino einen neuen Hilfsappell lancieren, um in den kommenden zwölf Monaten 4,5 Mio. bedürftige Afghanen unterstützen zu können. Experten weisen jedoch warnend darauf hin, dass Nothilfe keine nachhaltige Lösung und die Förderung der Landwirtschaft für die Entwicklung des Landes unabdingbar sei. Bisher wurde dieser Sektor – von dem 80% der Bevölkerung leben – beim Wiederaufbau sträflich vernachlässigt. Von 15 Mrd. $ ausländischer Hilfe in den letzten sechs Jahren wurden nur 300 Mio. $ in den Landwirtschaftssektor investiert. Laut Tekeste Ghebray Tekie, dem Leiter des Büros der FAO in Kabul, könnte sich Afghanistan selbst versorgen und mittelfristig sogar wieder zum Exporteur landwirtschaftlicher Produkte werden, wenn mehr Geld in den Bau von Bewässerungssystemen, die Verteilung von ertragreicherem Saatgut und die Ausbildung von Bauern investiert würde. Allein durch die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen im Norden und Westen des Landes (momentan wird nur im Süden bewässert, der Rest des Landes hängt von Regenfällen ab) könnte die Produktivität laut Tekie mehr als verdoppelt werden.

Laut Arian Sharifi, Sprecher des Finanzministeriums, ist sich die Regierung der Versäumnisse bewusst. Er erklärt, die bei der Geberkonferenz in Paris vorgelegte Afghanistan National Development Strategy (ANDS) behandle die Landwirtschaft als Priorität. Für die kommenden fünf Jahre stünden diesem Sektor 4,5 Mrd. $ zu Verfügung. Durch eine stärkere Förderung der Landwirtschaft liesse sich längerfristig auch etwas gegen das hohe Handelsbilanzdefizit machen. Laut Handelsminister Amin Farhang beliefen sich die Importe des Landes im letzten Fiskaljahr (bis März 2008) auf 3 Mrd. $, die Exporte auf 454 Mio. $. Dass die Exportwirtschaft am Boden liege, sei nach 30 Jahren Krieg nicht erstaunlich, meint der Minister zur Rechtfertigung der Lage. Die Regierung sehe in der ANDS die Schaffung von neun Exportzonen vor, in denen der Anbau und die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte gefördert werden sollten. Farhang hofft, dass Afghanistan in einigen Jahren wieder traditionelle Güter wie Obst und Nüsse und weiterverarbeitete Produkte wie Trockenfrüchte, Marmelade und Fruchtsäfte exportieren kann.

Versickernde Gelder

Der Chef des FAO-Büros ist jedoch skeptisch. Die Regierung und die Geberländer anerkennten in der Theorie heute zwar die Bedeutung der Landwirtschaft für die Entwicklung des Landes, in der Praxis hätten sich die Prioritäten aber kaum geändert. Der Sektor erhalte weiterhin einen Bruchteil des in Afghanistan investierten Geldes. Auch Wirtschaftsexperten äussern sich kritisch. Wegen der gegenwärtigen Nahrungsmittelkrise konzentrierten sich die Geber nun zwar etwas mehr auf den Landwirtschaftssektor, meint ein Regierungsberater. Da der Sektor aber jahrelang vernachlässigt worden sei, gebe es im betreffenden Ministerium weder gute Beamte noch gute Berater. Erst müssten die nötigen Strukturen aufgebaut werden, bevor mehr Geld effizient eingesetzt werden könne. Das in Paris für den Landwirtschaftssektor gesprochene Geld könnte – richtig eingesetzt – viel bewirken. Wegen der weitverbreiteten Korruption werde aber nur ein kleiner Teil davon überhaupt ankommen.
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 16:05:25 Mi. 12.August 2009

Zitat
Kampfflugzeuge des US-Militärs haben am Donnerstag, den 23.7.09, eine 300 Tonnenladung von Schlafmohnsamen in der südlichen Provinz Helmand in Afganistan bombardiert. Die Streitkräfte haben etwa 450 kg Sprengstoffe abgeworfen, um auch wirklich sicherzugehen, dass die Samen tot sind.

Dieser Publicitystunt wurde designt, um die Herzen und Köpfe der Afghanischen Mohnbauern zu gewinnen, sagte ein Staatsoffizier der CNN.

Zitat
Tonnenweise Opium bei Hamid Karsais Halbbruder

Bei einem Halbbruder des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai ist tonnenweise Rohopium gefunden worden.

Bei einem Halbbruder des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai ist tonnenweise Rohopium gefunden worden. Britische Eliteeinheiten hätten den Grundstoff zur Heroin-Herstellung auf einem Gehöft von Ahmed Wali Karsai in der südafghanischen Provinz Kandahar beschlagnahmt, berichtet der "stern".

Der Halbbruder des Präsidenten werde von britischen und US- amerikanischen Experten seit Jahren mit Drogengeschäften in Verbindung gebracht. Er hatte eine Verwicklung aber stets bestritten.

Die britischen Soldaten hätten am 22. Juli zunächst eine Gruppe von Taliban-Kämpfern beim Opium-Transport erwischt und verhaftet, schreibt das das Hamburger Magazin. unter Berufung auf internationale Ermittler. Wenig später sei bekanntgeworden, dass es sich um das Karsai-Anwesen handelt. Ahmed Wali ist auch Vorsitzender des Provinzrates in der Provinz Kandahar. Protokolle und Videos von Verhören lägen dem Präsidenten Hamid Karsai und dem afghanischen Innenministerium seit geraumer Zeit vor. Es seien aber keinerlei Maßnahmen ergriffen worden. Die britische Botschaft in Kabul wollte dem Bericht zufolge bisher nicht Stellung nehmen.

http://www.stern.de/panorama/tonnenweise-opium-bei-hamid-karsais-halbbruder-1503039.html (http://www.stern.de/panorama/tonnenweise-opium-bei-hamid-karsais-halbbruder-1503039.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 16:17:45 Mi. 12.August 2009
Wir erinnern uns: Die Afghanische Marionettenregierung um Karsai wurde einst in Deutschland eingesetzt:
am 4. Dezember 2001 wurde er auf der Afghanistan-Konferenz auf dem Petersberg bei Bonn auf Betreiben des Westens und der Vereinten Nationen zum Präsidenten der Übergangsregierung ernannt. Ausbildung in den USA und war dort kurze Zeit als Berater des Unocal-Konzerns tätig, der in den 90er Jahren den Bau einer Pipeline von den Öl- und Erdgasfeldern des Kaspischen Meeres durch Afghanistan plante.

(http://www.fr-online.de/_em_daten/_hermes/2009/06/16/090616_1359_koeln190507_dpa.jpg)

Trotz aller medialer Propaganda sinkt die Unterstützung der Deutschen Bevölkerung für den Kriegseinsatz stätig.
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Irrlichtprojektor am 23:45:12 Mi. 12.August 2009
(http://www.fr-online.de/_em_daten/_hermes/2009/06/16/090616_1359_koeln190507_dpa.jpg)

Trotz aller medialer Propaganda sinkt die Unterstützung der Deutschen Bevölkerung für den Kriegseinsatz stätig.

Zitat
Frisches Blut

Die deutsche Bundeswehr sucht Nachwuchs und bedient sich dabei massiv ziviler Jugendmedien

"Liebst du das Abenteuer? Bist du topfit?" – Mit diesen Fragen wirbt die Bundeswehr seit einiger Zeit auf einer [extern] Webseite von Deutschlands größtem Jugendmagazin BRAVO für "tolle Tage im Ausbildungscamp der Einzelkämpfer" in der Luftlande- und Lufttransportschule der Bundeswehr im oberbayerischen Altenstadt. Nicht das erste Mal, dass sich die Bundeswehr ziviler Medien bedient um neuen Nachwuchs zu gewinnen.

Ab dem 3. August können 30 Teilnehmer ab 16 Jahren am dreitägigen Geländespiel "Bundeswehr Adventure Games" (BAG) teilnehmen. Präsentiert wird der [extern] Event vom Personalamt der Bundeswehr und dem Jugendmagazin BRAVO: Die eine Hälfte der jungen Teilnehmer rekrutiert sich dabei aus Mitgliedern der "Community" des Bundeswehr-Rekrutierungsforums [extern] treff.bundeswehr.de, die andere Hälfte musste sich über ein Gewinnspiel auf der BRAVO-Website bewerben.

Das deutsche Jugendmagazin verspricht auf seiner Website "Fußmärsche und Orientierungsläufe, [einen] Seilgarten, Schlauchboot fahren & mehr", und wer sich vom "Sprungturm der Fallschirmjäger" stürzen möchte kann auch dies bei den "Adventure Games" erleben. Die Jugendlichen sollen – ganz nach militärischem Drill - in drei Teams in einem Vergleichswettkampf gegeneinander antreten. Bei den "BAG'09" soll aber auch die Lagerfeuerromantik nicht zu kurz kommen, versprechen die Veranstalter. Kosten entstehen für die jungen Teilnehmer nicht: "Ihr bekommt sogar Gutscheine für die Bahn, mit denen ihr von eurem Wohnort nach Schongau und wieder zurück fahren könnt", heißt es dazu auf der Bundeswehr-Website.

Seit [extern] 2007 führen Armee und Jugendmagazin das Spektakel [extern] gemeinsam durch – die Olivgrünen zahlen dabei allerdings drauf. Laut BRAVO-Pressesprecherin handelt es sich bei dem Gewinnspiel auf der BRAVO-Website um einen von der deutschen Armee bezahlten Promotion-Artikel in redaktionellem Gewandt. Das kleine Wort "Promotion" über dem Artikel soll dann auch darauf hinweisen, dass es sich nicht um einen normalen Artikel auf der bunten Website handelt. Dass sich die BRAVO durch die Werbung zum Steigbügel für die Rekrutierung Minderjähriger macht, wird von dem im Bauer-Verlag erscheinenden Jugendmedium nicht kritisch gesehen – bei den "Bundeswehr Adventure Games" gehe es um "Spaß und sportlichen Wettkampf", so die BRAVO-Sprecherin. Die Verantwortlichen der Bundeswehr waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Die Nutzung von zivilen Jugendmedien zur Nachwuchsgewinnung ist kein Einzelfall: auch in der bundesweit mit einer Auflage von einer Million Exemplaren erscheinenden Schülerzeitung SPIESSER wirbt die Bundeswehr regelmäßig ([local] Armee umwirbt Kinder). Zwar heißt es im Redaktionsstatut, dass der SPIESSER "Gewalt als Mittel zum Erreichen sozialer, politischer oder gesellschaftlicher Ziele" ablehnt, das hindert die Schülerzeitung jedoch nicht daran mit ganzseitigen Bundeswehr-Anzeigen für den Dienst an der Waffe zu werben – sogar mit Afghanistan-Motiv ([extern] SPIESSER 116, November 2007). Stellung dazu möchte die SPIESSER-Redaktion nicht nehmen. Mit dem Studierendenmagazin der Wochenzeitung DIE ZEIT, der [extern] ZEIT-Campus, hat die Bundeswehr sogar gleich eine dauerhafte "Partneranzeige" auf der Website vereinbart. Auch in der gedruckten Ausgabe (Nr. 4, Juli/August 2009) wirbt die Armee zielgruppengerecht für eine höhere Armee-Laufbahn bzw. ein Bundeswehr-Ingenieursstudium um später für das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung zu arbeiten.

Massive Bundeswehr-Werbung findet sich ebenfalls in Medien für Schüler, die kurz vorm Abitur stehe und oft noch nicht wissen was sie danach machen wollen: das bundesweite Schülermagazin Unicum brachte in ihrer [extern] Ausgabe zum Abitur 2009 eine Werbeanzeige der Bundeswehr und auch auf der [extern] Website der Zeitschrift wird ausführlich für eine vermeintliche "Karriere mit Zukunft" geworben – dabei scheint es sich um bezahlte Werbung in redaktionellem Gewandt zu handeln, die aber nicht als solche gekennzeichnet ist. Das wäre ein Verstoß gegen den [extern] Pressekodex. Gekennzeichnete Bundeswehr-Werbung findet sich außerdem noch in der Abiturienten-Ausgabe des Handelsblatt-Magazins "Junge Karriere" (Juni-Ausgabe), in dem "Karriere-Magazin für die Klassen 11, 12 + 13", [extern] absolut karriere (Ausgabe 02 - 2009) und im [extern] Magazin der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen für das kommende Wintersemester.

Auch im Radio bemüht sich die Bundeswehr um Präsenz: "Das Personalamt der Bundeswehr möchte durch den Einsatz von bundesweiten HF[Hörfunk]-Spots qualifizierten Nachwuchs gewinnen", ist seit einigen Monten auf der [extern] Website der Solinger Werbeagentur "Von Mannstein" zu lesen. Die Agentur ist vom Erfolg ihrer Radioproduktion [extern] überzeugt:

Der Hörfunkspot nutzt akustische Signale um Aufmerksamkeit zu erregen: Rotorgeräusche moderner Helikopter, Code-Wörter über Funk. Die Botschaft lautet "Action". Die Schlagwörter "Leistung", "Verantwortung", "die Besten für unser Team" sorgen für die notwendige polarisierende Ansprache.

Im vergangenem Dezember hatte die Agentur den Millionen Euro teuren Auftrag zusammen mit dem Unternehmen "Zenithmedia" vom deutschen Verteidigungsministerium [extern] erhalten. Das Düsseldorfer Unternehmen "Zenithmedia" wurde erst im November 2008 zusammen mit einer weiteren "Kreativagentur" für einen Rekrutierungsradiospot der Bundeswehr [extern] prämiert. Ausgestrahlt werden die Bundeswehr-Radiospots der jungen Zielgruppe entsprechend auf Sendern wie [extern] Einslive, dem Jugendradio des Westdeutschen Rundfunk, oder [extern] Radio Fritz vom Rundfunk Berlin-Brandenburg.

Neben Printanzeigen und Hörfunkspots übt sich die Bundeswehr auch an der Eroberung von Kinos um einige der [extern] jährlich benötigten "20.000 jungen Frauen und Männern" vom Dienst an der Waffe zu überzeugen. Besonders an [extern] Hubschrauber- und [extern] Kampfflugzeug-Piloten scheint es der Armee zu mangeln.

Die Bundeswehr zieht immer öfter in Auslandseinsätze und soll – geht es nach einigen Regierungspolitikern – bald auch im Inland verstärkt zum Einsatz kommen. Für die immer umfassenderen Aufgaben benötigt das Militär immer mehr Soldatinnen und Soldaten. Der Konkurrenzkampf um neue Köpfe – besonders um Akademiker – mit der zivilen Wirtschaft ist groß. Daher wirbt die Armee mittlerweile massiv in Jugendmedien für den Dienst an der Waffe – dabei werden auch Kinder umworben. Wann die ersten Bundeswehr-Rekrutierungsspots im alltäglichen Fernsehprogramm laufen werden scheint nur noch eine Frage der Zeit.

Quelle: heise.de / Telepolis (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30845/1.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 20:25:37 Sa. 22.August 2009
Zitat
Mordanschläge in Afghanistan durch US-Söldner

Mit Fernlenkwaffen, den so genannten "Drohnen" werden gezielt Führer der Taliban und Zivilisten ermordet. Die unbemannten "Drohnen" werden mit 250 Kilo-Bomben oder Raketen bestückt und ferngesteuert gegen Personen und ihre Familien eingesetzt. Das erledigen vorrangig Söldner der privaten Sicherheitsfirma "Xe Services LLC". Besser bekannt ist diese unter ihrem früheren Namen: "Blackwater". Ihr Einsatz im Irak brachte der Söldner-Firma Milliarden-Aufträge der US-Regierung ein. Diese Leute können nachträglich nicht belangt werden.
http://www.rf-news.de/2009/kw34/22.08.09-soeldner-der-us-army-setzen-ferngesteuerte-drohnen-in-afghanistan-ein (http://www.rf-news.de/2009/kw34/22.08.09-soeldner-der-us-army-setzen-ferngesteuerte-drohnen-in-afghanistan-ein)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: besorgter bürger am 13:45:26 Fr. 04.September 2009
Mad Max in Afghanistan

Zitat
Nach Berichten der Bundeswehr haben die Taliban nachts gegen 1.50 Uhr Ortszeit in der Nähe von Kunduz an einem vorgetäuschten Checkpoint zwei beladene Tanklastzüge gekapert. Sie hätten den Treibstoff in den Unruhedistrikt Char Darah bringen und selbst nutzen wollen, teilte das Einsatzführungskommando am Freitag auf seiner Internetseite mit. Die Extremisten seien dabei entdeckt und gegen 2.30 Uhr Ortszeit erfolgreich bekämpft worden.
...
Alle Toten seien Zivilisten gewesen, sagte der Taliban-Führer des Distrikts Char Darah, Mullah Schamudin. "Die Taliban haben die Tankwagen der armen Bevölkerung übergeben und die Gegend dann sofort verlassen." Erst danach seien die Bomben gefallen und hätten 150 Zivilisten getötet, behauptete Schamudin weiter.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,646926,00.html (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,646926,00.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Abraxas am 20:00:27 Fr. 04.September 2009
in deutschland gesetz auser kraft?
das strafgesetzbuch schreibt ich glaube im § 80 daß jeder der einen angriffskrieg plant oder daran beteiligt ist mit gefängniss nicht unter 5 jahren bestraft wird.
Vieleicht sollten wir massenhaft anzeigen gegen die soldaten stellen?
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: besorgter bürger am 15:08:33 Sa. 05.September 2009
Zitat
in deutschland gesetz auser kraft?

wie bei Animalfarm: kein Tier darf ein anderes Tier töten (ohne Grund)

Zitat
Der Generalbundesanwalt antwortete auf Rückfragen zu diesen Sachverhalten in einem Brief an die "Kooperation für den Frieden" vom 21. Januar 2006:

Nach dem eindeutigen Wortlaut der Vorschrift [Bezug: Art. 26 GG; § 80 StGB] ist nur die Vorbereitung an einem Angriffskrieg und nicht der Angriffskrieg selbst strafbar...

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22686/1.html (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22686/1.html)

Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 10:18:42 Do. 17.September 2009
Zitat
Zu wenig Soldaten, zu schlechtes Material
Bundeswehr in Kundus sieht Einsatz gefährdet
von Michael Renz und Frederic Ulferts

Die Bundeswehr in Afghanistan schlägt Alarm: Um gegenüber den Taliban nicht ins Hintertreffen zu geraten, fordert die Führung in Kundus nach ZDF-Informationen, die Truppe aufzustocken. Auch an der Ausrüstung und Ausbildung der Soldaten hapere es.

Die Bundeswehr gerät in Afghanistan immer mehr in Bedrängnis. Neben der steigenden Zahl von Angriffen der Taliban-Kämpfer sind auch Mängel bei Ausrüstung und Ausbildung für diese Entwicklung verantwortlich. Im jüngsten internen Kontingentbericht der Bundeswehr vom August 2009, der dem ZDF-auslandsjournal vorliegt, fordert Brigadegeneral Jörg Vollmer, der Kommandeur des 19. Kontingents in Afghanistan, eine Aufstockung der deutschen Kampftruppen im Raum Kundus.

Mit den momentanen Kräften sei dort "eine sofortige und raumgreifende Lageverbesserung in der gesamten Provinz Kundus (...) nicht zu erreichen", heißt es in dem Bericht. Die deutsche Bundeswehr-Führung in Afghanistan verlangt die zusätzliche Stationierung von mindestens einer zusätzlichen Kompanie Infanterie, um so "die Initiative wiederzuerlangen". Eine Kompanie besteht aus etwa 150 Soldaten.

Mangelhafte Ausrüstung
In dem Bericht verweist das Militär auch auf Mängel bei Ausrüstung und Ausbildung. Zu wenig gepanzerte Fahrzeuge, kaum Hubschrauber und viele Soldaten, die nur schlecht Englisch sprechen - den mehr als 4.000 Bundeswehrsoldaten in Afghanistan fehlen grundlegende Vorraussetzungen, um dauerhafte Erfolge gegen die Taliban zu erzielen. Auch die individuelle Ausstattung der Soldaten weist offenbar große Lücken auf, die die Soldaten nach Berichten aus der Truppe oft durch den privaten Kauf von Ausrüstungsteilen wie Navigationsgeräten oder Sanitäterwesten kompensieren müssen.
 
Konkret beanstandet Brigadegeneral Vollmer, dass"die Mobilität nicht ausreicht, um alle übertragenen Aufgaben zu erfüllen". Zudem seien die geschützten Fahrzeuge, wie zum Beispiel das Transportfahrzeug Dingo, nicht voll geländetauglich. Im Bericht heißt es "durch die alleinige Bindung an das Straßen- und Wegenetz sind die Kräfte der PRT (Wiederaufbauteam, Anm. d. Red.) aufklär- und berechenbar". Im Einsatz habe dies zur Folge, dass die Taliban die deutschen Truppen sehr leicht entlang der wenigen Straßen angreifen könnten. Außerdem hätten sie die Möglichkeit, sich in schwer zugängliche Regionen zurückzuziehen, ohne befürchten zu müssen, von der Bundeswehr am Boden verfolgt zu werden.

Mehr afghanische Soldaten?
Das Bundesministerium der Verteidigung erkennt die Forderung nach mehr Truppen im Raum Kundus an. Allerdings müsse man darüber nachdenken, ob nicht Truppen anderer Länder oder mehr afghanische Soldaten zur Verstärkung herangezogen werden könnten, so Christian Schmidt (CSU) Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung. Die Ausrüstung der Soldaten sei über die Jahre kontinuierlich besser geworden, so Schmidt weiter. Trotzdem müsse über weitere Verbesserungen nachgedacht werden. "Die circa 900 geschützten Fahrzeuge, die wir in Afghanistan haben, reichen noch nicht aus." Gerade das Transportfahrzeug Dingo habe das Leben von Soldaten gerettet.

Krieg oder Friedensmission?
Der ehemalige Bundeswehrgeneral Klaus Reinhardt äußert sich im "ZDF-auslandsjournal" kritisch über die Situation der Bundeswehrsoldaten. "Ich habe mit sehr vielen Soldaten in Kundus gesprochen und einheitlich habe ich gehört: Wir haben nicht genügend Kräfte, wir haben vor allem keine Reserven, wenn es mal irgendwo brennt." Man müsse grundsätzlich darüber nachdenken, ob die eingesetzten Kräfte für den Auftrag noch ausreichten, so Reinhardt weiter.

In Interviews mit dem "auslandsjournal" bestätigen Soldaten der Bundeswehr, die in Afghanistan stationiert waren, den Bericht. Die teilweise mangelhafte Ausstattung führe im Einsatz zur Gefährdung der Soldaten oder dazu, dass die Soldaten ihre Aufgabe nicht ausführen könnten. Auch Elke Hoff, FDP, Mitglied des Verteidigungsausschuss des Bundestags, bestätigt die mangelhafte Ausstattung und die zunehmende Gefährdung der deutschen Soldaten.

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/2/0,3672,7894274,00.html?dr=1 (http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/2/0,3672,7894274,00.html?dr=1)
Titel: Zu Gast bei einer Geisterarmee
Beitrag von: Kater am 19:16:32 Do. 17.September 2009
Zitat
Zu Gast bei einer Geisterarmee

Am Hindukusch wird unsere Sicherheit nicht verteidigt, sondern aufs Spiel gesetzt. Ein Besuch bei den Taliban / Von Jürgen Todenhöfer

Dort drüben hatte Osama bin Laden sein Versteck", erklärt uns der 19-jährige Esmatullah leise. Er zeigt auf einen gegenüberliegenden Berghang. "Zu Fuß sind das zwei Stunden", fügt er hinzu. Zusammen mit seiner zwölfjährigen Schwester Spogmai stehen wir an der Lehm- mauer ihres kleinen Gartens im Dorf Landa Kheil. Der Flecken, in dem etwa 50 Familien leben, gehört zur Hindukusch-Region Tora Bora. Esmatullah ist ein schmächtiger, in sich gekehrter Junge. Die kleine, in einen lichtgrünen Schleier gekleidete Spogmai ist noch scheuer als er, sehr anmutig, mit großen dunklen Augen. Die beiden bitten uns in ihr Lehmhaus. Hier ist es kühl und still. Nur das Meckern einer kleinen Ziege dringt in das Halbdunkel des kargen Gästeraums. Spogmai bringt uns frisches Wasser. Spogmai und ihr Bruder trinken nichts. Es ist Ramadan, Fastenzeit.

Im Morgengrauen war ich mit einem afghanischen Fahrer und einem Übersetzer Richtung Tora Bora aufgebrochen. Schon nach wenigen Minuten wurde uns vor Augen geführt, dass hier trotz der freundlichen Gelassenheit der meisten Afghanen ein unerbittlicher Krieg tobt: In den Vororten Kabuls kommt uns ein Militärkonvoi mit 20 riesigen Tiefladern entgegen. Sie transportieren schrottreife amerikanische Militärfahrzeuge, Humvees und Schützenpanzer aus der Provinz Kunar. Eine Kurzfassung des Krieges auf Tiefladern!

Am Ortsausgang von Djalalabad steigt, wie verabredet, ein ortskundiger Afghane zu. Der 40-jährige, freundlich lächelnde Paschtune trägt einen schwarzen Turban mit feinen weißen Streifen. Er ist unser Mittelsmann zu den Taliban. Wir haben ihn aus Sicherheitsgründen engagiert. Wir sind im Land der Taliban. Sie sind hier überall und nirgendwo. Eine Geisterarmee, kaum zu orten wie jene amerikanischen Tarnkappenbomber, gegen die sie kämpfen. Unser paschtunischer Wegbegleiter lächelt mir weiter freundlich zu. Wir nähern uns Landa Kheil. Die Straße geht in einen unebenen, staubigen Lehmweg über. Wir werden kräftig durchgerüttelt. Aber nicht nur deshalb sind alle hellwach, sondern auch wegen der zunehmend düsteren Blicke, die uns folgen. Ausländer sind hier selten und unbeliebt. Sie haben dem Land immer nur Not und Leid gebracht. Egal, woher sie kamen.
weiter:

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0916/feuilleton/0001/index.html (http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0916/feuilleton/0001/index.html)
Titel: Luftangriff in Afghanistan - Deutscher Oberst beging offenbar schwere Fehler
Beitrag von: Kater am 11:02:51 Sa. 19.September 2009
Zitat
Luftangriff in Afghanistan - Deutscher Oberst beging offenbar schwere Fehler

Der Bundeswehr-Oberst Georg Klein hat bei dem verheerenden Luftangriff in Afghanistan anscheinend schwere Fehler begangen. Nach SPIEGEL-Informationen lehnte es der Offizier ab, in der Nähe der entführten Tanklastwagen befindliche Zivilisten vor der Bombardierung zu warnen.

Hamburg - Die mit der Bombardierung der beiden entführten Tanklaster beauftragte Besatzung der F-15-Jagdbomber hatte nach SPIEGEL-Informationen den deutschen Oberst Klein und seinen Fliegerleitoffizier in Kunduz gefragt, ob sie mit ihren Jets nicht zunächst im Tiefflug über die Tanker donnern sollten.

Eine solche Demonstration der Stärke, im Militärjargon "Show of Force" genannt, hätte möglicherweise Taliban-Kämpfern, aber auch Zivilisten eine Chance zur Flucht gegeben. Klein lehnte dies aber anscheinend ab.

Auch die Frage der Piloten, ob eine akute Bedrohung, ein sogenannter "imminent threat", vorliege und die eigenen Truppen Feindberührung ("troops in contact") hätten, ließ der Oberst mehrfach durch seinen Fliegerleitoffizier mit einem knappen "confirmed" bestätigen.

Afghanistan wird in Gefahrenzonen unterteilt

Tatsächlich waren aber nach derzeitigem Kenntnisstand keine Truppen aus dem Feldlager in Kunduz ausgerückt, um die Lage im rund sechs Kilometer entfernten Flussbett zu erkunden, in dem sich die Tanker bereits Stunden vor dem Luftangriff festgefahren hatten.

Unterdessen forderte US-General Stanley McChrystal in seinem 60-Tage-Report, den er in der vergangenen Woche im Nato-Rat vorstellte, eine Verstärkung des zivilen Engagements.

Außerdem plant der General nach SPIEGEL-Informationen eine Einteilung Afghanistans in Gefahrenzonen von Stufe eins bis drei. Als klares Ziel benennt McChrystal auch die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte. Bis zum Jahr 2013 sollen rund 25.0000 afghanische Soldaten und 16.0000 Polizisten ausgebildet werden.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,650011,00.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,650011,00.html)
Titel: General klagt über Ausrüstungsmängel in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 12:34:46 Sa. 19.September 2009
Zitat
General klagt über Ausrüstungsmängel in Afghanistan

Berlin (AP) Der scheidende Kommandeur der Bundeswehr im Norden Afghanistans beklagt gravierende Mängel bei Stärke und Ausrüstung seiner Truppe. So seien die für den Einsatz unverzichtbaren Hubschrauber «nur bedingt zur wirksamen Operationsunterstützung geeignet», schrieb Brigadegeneral Jörg Vollmer in seinem «Erfahrungsbericht Einsatz» des 19. deutschen ISAF-Kontingents, aus dem das Magazin «Focus» und die «Bild»-Zeitung am Samstag zitierten. Insgesamt umfasst die Mängelliste demnach 155 Einzelpunkte.

Im schwierigsten Gebiet - der Region um die Stadt Kundus - sei mit der derzeitigen Zahl von Kampftruppen «die sofortige und raumgreifende Lageverbesserung in der gesamten Provinz Kundus ... nicht zu erreichen», zitierte der «Focus». Das deutsche Kontingent brauche «mindestens eine zusätzliche Infanteriekompanie, um die Initiative wiederzuerlangen». Am Mittwoch hatte bereits das ZDF-Auslandsjournal aus dem internen Bundeswehr-Bericht zitiert. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte der AP am Samstag, man gehe dem Bericht natürlich nach.

Laut «Bild» weist Vollmer unter anderem auf einen Mangel an geschützten Fahrzeugen hin, der dringend abzustellen sei: «Das Fehl an geschützten Fahrzeugen ist unverzüglich aufzufüllen», wird der Kommandeur zitiert. Von den 38 Fahrzeugen, die zwischen Januar und Juli 2009 ausgefallen seien, sei keines ersetzt worden.

Dazu hieß es im Ministerium, mit insgesamt 875 geschützten Fahrzeugen vor Ort müsse die Bundeswehr den internationalen Vergleich nicht scheuen. Allein in diesem Jahr seien 100 zusätzliche Fahrzeuge nach Afghanistan gebracht worden, weitere 150 sollten nachkommen.

Laut «Focus» weist Vollmer zudem darauf hin, dass im Schützenpanzer «Marder» die Temperaturen im Innenraum wegen fehlender Klimaanlage auf 80 Grad stiegen.

Steigerung der Waffenwirkung gefordert

Weiter klagt der General über Probleme mit der Munition für das Sturmgewehr G36: «Die Hartkernmunition für das G36 ist aufgrund der fehlenden Mannstoppwirkung ungeeignet», zitierte «Bild». Die Folge sei ein «höherer Munitionsansatz zur Bekämpfung von Zielen». Grundsätzlich sei eine Steigerung der Waffenwirkung auf allen Fahrzeugen zwingend erforderlich. Die Maschinengewehre MG3 und MG4 reichen nicht aus, um die landestypischen Häuser und Wälle zu durchschlagen.

Die Englisch-Kenntnisse der Soldaten stufe der Bericht als teilweise grenzwertig ein, Probleme träten bei der Verständigung mit Dolmetschern sowie Verbündeten auf, hieß es.

Die FDP-Verteidigungsexpertin Elke Hoff zeigte sich laut «Bild» entsetzt über den Bericht. «Die Ausbildung der Soldaten und die Ausstattung mit geschützten Fahrzeugen ist immer noch mangelhaft. Die Bundesregierung muss endlich ihre Beschönigungen aufgeben und handeln», wurde sie zitiert.
http://de.news.yahoo.com/1/20090919/tde-general-klagt-ber-ausrstungsmngel-in-808bb34.html (http://de.news.yahoo.com/1/20090919/tde-general-klagt-ber-ausrstungsmngel-in-808bb34.html)
Titel: Nato-Kommandeur - Ohne Verstärkung droht Niederlage in Afghanistan
Beitrag von: Arwing am 15:51:31 Mo. 21.September 2009
Nato-Kommandeur:

„Ohne Verstärkung droht Niederlage in Afghanistan"

Der oberste Nato-Kommandeur in Afghanistan, der amerikanische General Stanley McChrystal, hat eine deutliche Aufstockung der Truppen gefordert, um ein Scheitern des Einsatzes zu verhindern. Sollte in den nächsten zwölf Monaten keine Trendumkehr erreicht werden, riskiere man „ein Ergebnis, bei dem ein Sieg über den Aufstand nicht länger möglich ist“, heißt es in einer am Montag von der „Washington Post“ in weiten Teilen veröffentlichten Lageeinschätzung McChrystals für Verteidigungsminister Robert Gates. „Unzureichende Kräfte werden vermutlich zu einem Scheitern führen“, schreibt der General (McChrystals Bericht im Internet).

Der amerikanische Präsident Barack Obama will erst dann weitere Truppen nach Afghanistan schicken, wenn die richtige Strategie im Kampf gegen die Taliban feststeht. „Jeder muss verstehen, dass man keine Entscheidungen über Ressourcen trifft, bevor die Strategie fertig ist“, sagte Obama in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview des Senders ABC. An der neuen Strategie werde noch gearbeitet. Auch habe er keinen Zeitplan für einen Abzug aus Afghanistan, sagte Obama weiter. „Aber ich bin bestimmt nicht jemand, der die unbefristete Besetzung anderer Staaten befürwortet.“

Der Kommandeur der Internationalen Schutztruppe Isaf und der amerikanischen Truppen in Afghanistan mahnt, auf kurze Sicht sei es realistisch zu erwarten, dass die Zahl der Opfer unter den afghanischen und den internationalen Sicherheitskräften ansteigen werde. „Dies ist eine wichtige - und vermutlich entscheidende - Periode dieses Krieges.“ Die Isaf-Truppen müssten verstärkt werden, da die afghanischen Sicherheitskräfte (ANSF) noch nicht in der Lage seien, den Kampf anzuführen. „Der Status quo wird zu einer Niederlage führen, wenn wir darauf warten, dass die ANSF wachsen.“ In dem Anschreiben McChrystals an Gates heißt es, zu den notwendigen Ressourcen werde zu einem späteren Zeitpunkt Stellung genommen.

Neben einer Stärkung der Isaf spricht sich McChrystal für einen schnelleren Aufbau der afghanischen Sicherheitskräfte aus, deren Zahl auf insgesamt 400.000 Soldaten und Polizisten ansteigen sollte - und damit deutlich stärker als bisher geplant. McChrystal übt in der Lageeinschätzung Kritik an der afghanischen Regierung. Weit verbreitete Korruption, Machtmissbrauch durch Regierungsvertreter, aber auch Fehler der ISAF „haben den Afghanen wenig Grund gegeben, ihre Regierung zu unterstützen“. Trotz aller Anstrengungen der afghanischen Regierung und der Isaf „haben die Aufständischen derzeit die Initiative“.

Der General warnt: „Die Lage in Afghanistan ist ernst; weder Erfolg noch Scheitern können als Selbstverständlichkeit angenommen werden.“ Zur Isaf meint der im Juni angetretene Kommandeur, die Truppe sei zu sehr mit dem Schutz der eigenen Soldaten beschäftigt. „Wir haben in einer Art und Weise operiert, die uns - physisch und psychologisch - von den Menschen entfernt hat, die wir beschützen wollen. Zusätzlich riskieren wir eine strategische Niederlage, indem wir taktische Siege verfolgen, die zu zivilen Opfer oder unnötigem Kollateralschaden führen.“


Wenn der Natogeneral schon eine so schlechte öffentliche Einschätzung der Situation in Afghanistan abgibt, was sollen dann erst die vor Ort stationierten Truppen denken? Insbesondere bezüglich ihrer Kampfmoral.
Titel: «Die NATO muss sofort abziehen, mit allem drum und dran!»
Beitrag von: Kater am 10:28:51 Mi. 23.September 2009
Zitat
«Die NATO muss sofort abziehen, mit allem drum und dran!» Interview mit dem afghanischen Journalisten Hussain Mosawe über die Zukunft seines Landes

Frankfurt (AP) Durch den verheerenden Luftschlag gegen zwei von den Taliban gekaperte Tanklastwagen ist der Bundeswehreinsatz am Hindukusch massiv in die Kritik geraten. Der afghanische Journalist und Mitgründer des unabhängigen Informationsportals afgazad.com (Freies Afghanistan), Hussain Mosawe, sieht hinter der Bombardierung eine «Politik der verbrannten Erde». Frieden finde sein Land erst, wenn sich die NATO «mit allem drum und dran, ihrem Geld, ihren Waffen, ihren Taliban und ihrem Karsai» zurückziehe. Im Folgenden das Interview im Wortlaut:

AP: Herr Mosawe, nach dem Abzug der Sowjetunion vor zwanzig Jahren ist ihr Land im Bürgerkrieg versunken. Würde das gleiche passieren, wenn sich jetzt die NATO zurückzöge?

Hussain Mosawe: Afghanistan war das Kampfgebiet zwischen NATO und Warschauer Pakt. Während der Besatzung haben der Westen, Pakistan und Saudi-Arabien die Fundamentalisten mit Waffen und Geld ausgerüstet. Massud, Hekmatjar, Mullah Omar, sie alle waren Stücke eines fundamentalistischen Kuchens. Als die Taliban an die Macht kamen, hatten sie schon 14 Jahre ausländischer Unterstützung hinter sich, auch aus Deutschland.

AP: Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 kämpft die NATO gegen die Taliban. Ist das aus Ihrer Sicht keine aufrichtige Absicht?

Mosawe: Seit acht Jahren führt der Westen nun Krieg bei uns. Seitdem sind viele Tausend Afghanen getötet worden. Zuletzt hat Deutschland einen Angriff befohlen, in Charda. Dann heißt es, es war ein Fehler. Sie bringen unsere Leute um, machen unser Land kaputt, und dann war es ein Fehler? Wer ist dafür bestraft worden, außer uns? Das ist kein Fehler, das ist eine Politik der verbrannten Erde.

AP: Bundeskanzlerin Angela Merkel steht, wie US-Präsident Barack Obama, wegen des Militäreinsatzes erheblich unter Druck. Warum sollte sie eine «Politik der verbrannten Erde» führen, wenn sie das ihren Job kosten könnte?

Mosawe: In Charda steckten zwei Tanklastwagen im Schlamm. Vier Personen sind ins Dorf gegangen, mit ihren Waffen, und haben gesagt: 'Helft uns!' Als die Dorfbewohner die Wagen nicht aus dem Wasser ziehen konnten, haben die Taliban verlangt, Eimer und Wannen zu holen, um Benzin abzuzapfen, damit die Tanker leichter werden. Von der einen Seite waren Waffen auf die Menschen gerichtet, dann kam der Befehl zur Bombardierung. Da sehen Sie die deutsche Politik. Die Zeit der Ruhe für die Bundeswehr ist damit vorbei.

AP: Ziel Deutschlands und der NATO ist doch die Stabilisierung ihres Landes, oder bestreiten Sie das?

Mosawe: Will die NATO denn wirklich gegen die Taliban kämpfen? Oder suchen die Staaten nicht einen Vorwand, um in unserem Land zu bleiben, um ihren eigenen Einfluss zu wahren? Die Briten zum Beispiel haben in der südlichen Provinz Helmand praktisch Frieden mit den Taliban geschlossen. Sie haben dort Schulen aufgebaut und Waffen geschickt. Sie wollen ihren Einfluss nicht verlieren und die Früchte ihrer Präsenz nicht den USA auf den Tisch legen. Deswegen arrangieren sie sich mit den Extremisten.

AP: Im Süden wird aber doch heftig gekämpft. Was müsste die NATO denn tun, um ihrem Land wirklich zu helfen?

Mosawe: Wenn ich NATO-Chef wäre, würde ich meine Soldaten sofort abziehen. Mit allem drum und dran. Mit dem Geld und den Waffen, mit den Taliban und mit Karsai. Ich würde Pakistan klarmachen, dass es mit der NATO zu tun bekäme, wenn es nicht die Unterstützung der Taliban stoppen würde. Ich würde dafür Sorgen, dass die Extremisten und die reaktionären Kräfte wie Karsai keine Rückendeckung mehr bekommen. Die Afghanen müssen freie Hand bekommen, um ihre Probleme selbst zu lösen, und die ganze Welt kann schauen, ob die Afghanen dazu fähig sind oder nicht. Wir würden kämpfen, und dann unsere Häuser, unsere Straßen und Schulen wieder aufbauen. Wir sind mühsame Menschen.

AP: Haben Sie noch Hoffnung auf eine Chance für ihr Land?

Mosawe: So lange der Westen mit all dem Schlimmen, was er mitgebracht hat, hierbleibt, so lange werden die schwarzen Tage fortdauern. Bis unser eigenes Volk so mächtig wird, dass es gegen den Westen und gegen die Taliban kämpfen kann. Wir werden auf diese Zeit warten. Vielleicht bin ich dann nicht mehr am Leben, aber unsere Geschichte hat vorausgesagt, dass das passieren wird.

(Die Fragen stellte Tobias Schmidt)

http://de.news.yahoo.com/1/20090923/tde-die-nato-muss-sofort-abziehen-mit-al-f1128fc.html (http://de.news.yahoo.com/1/20090923/tde-die-nato-muss-sofort-abziehen-mit-al-f1128fc.html)
Titel: raus aus Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 04:08:12 Mi. 04.November 2009
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/bewegung/afgh/abst-leitfaden.html (http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/bewegung/afgh/abst-leitfaden.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: admin am 11:03:46 Sa. 21.November 2009
Zitat
Umfrage in Afghanistan
Es ist die Armut, nicht der Talib

Ergebnis einer Umfrage in Afghanistan: Drei Viertel der Afghanen sehen die Unruhen im Land in Armut und Arbeitslosigkeit begründet, nur jeder Dritte im Kampf der Taliban.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2009-11/umfrage-oxfam-afghanistan (http://www.zeit.de/politik/ausland/2009-11/umfrage-oxfam-afghanistan)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 13:17:50 Mo. 23.November 2009
Zitat
Der eine spart, die anderen fordern mehr: Arbeitsminister Jung braucht 2010 nach SPIEGEL-Informationen sieben Milliarden Euro weniger als geplant. Doch die Regierung will den Spielraum nutzen, um zusätzliche Ausgaben zu finanzieren (...)
Außenamtschef Guido Westerwelle (FDP) will einen Zuschlag in Höhe von 140 Millionen Euro, Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) begehrt 300 Millionen Euro - beide Ressortchefs rechtfertigen ihre Mehrforderungen vor allem mit zusätzlichen Aufgaben in Afghanistan.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,662603,00.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,662603,00.html)
Titel: Einsatzkosten
Beitrag von: MizuNoOto am 15:48:34 Di. 24.November 2009
Die Kosten des deutschen Afghanistaneinsatzes sind weiterhin unbekannt. Das Bundesverteidigungsministerium veröffentlicht zwar für jedes Haushaltsjahr einen Bericht, der ist aber komplett unglaubwürdig. Der Kostenpunkt Grundsold (ohne Zulagen) kommt darin z. B. überhaupt nicht vor.

Heute steht in der SZ (http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/491551):

Zitat
Mit einer Million Dollar im Jahr pro Soldat rechnet inzwischen das Weiße Haus. Also 40 Milliarden Dollar für 40 000 GIs. Im Irak lag der Preis des Krieges pro Kopf und Jahr nicht einmal bei der Hälfte.

Deutschland hat permanent 4 500 Soldaten in Afghanistan (quelle (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,661938,00.html)). Wären die Einsatzkosten pro Soldat genau so hoch wie für Amerika, kostete der Afghanistaneinsatz jährlich 2,5 Milliarden.

Zum Vergleich: Eine Erhöhung des AlgII-Eckregelsatzes um einen Euro kostet den Bund jährlich 40,25 Millionen(s. hier (http://www.chefduzen.de/index.php/topic,19903.0.html)). Das heißt also, Afghanistan kostet jährlich so viel wie ein um 62 Euro höherer Eckregelsatz ( 2 500 Mio / 40,25 Mio).

Nicht eingerechnet dabei die nicht einsatzbezogenen Verteidigungskosten für Investitionen, die Deutschland überhaupt erst fit für einen Angriffskrieg in der Fremde machen, wie die 4 Mrd. für den luftverlegbaren Puma.
Man muss einfach anerkennen: Ein toter Taliban ist diesem Staat mehr Wert als das Existenzminimum seiner Untertanen.
Titel: Kosten...
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 20:14:27 Mi. 25.November 2009
(http://www.spiegel.de/images/image-28779-galleryV9-vqgk.jpg)

Laut einem Zeitungsbericht könnte der Bau der Militärmaschine gut fünf Milliarden Euro teurer werden als ursprünglich vorgesehen. Das Unternehmen wollte sich dazu nicht äußern.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,663512,00.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,663512,00.html)

(nur halb-topic im Afghanistan-Thread)
Titel: Schneiderhan tritt zurück
Beitrag von: Kuddel am 10:42:26 Do. 26.November 2009
Berlin: Bundeswehr-Generalinspekteur Schneiderhan tritt zurück. Verteidigungsminister zu Guttenberg sagte im Bundestag, Schneiderhan habe selbst um seine Entlassung gebeten. Der Generalinspekteur zieht damit die Konsequenzen aus den Vorwürfen, das Verteidigungsministerium habe der Öffentlichkeit und der Staatsanwaltschaft Informationen über zivile Opfer bei dem Luftangriff auf einen Tanklaster in Afghanistan vorenthalten. Auch Staatssekretär Wichert werde aus dem Amt scheiden. Die "Bild"-Zeitung hatte geschrieben, eine Untersuchung von Feldjägern zu der Militäraktion sei nicht an die ermittelnde Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden. Schon kurz nach dem Angriff habe es Hinweise gegeben, dass auch Kinder verletzt worden seien. Der damalige Verteidigungsminister Jung hätte bereits viel früher über das Geschehen informiert sein müssen. Der Bundestag beschäftigt sich zur Stunde mit der Verlängerung des Mandats für den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan.

http://www.ndrinfo.de/nachrichten/nachrichten2_con-09x11x26x09y45.html (http://www.ndrinfo.de/nachrichten/nachrichten2_con-09x11x26x09y45.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: MizuNoOto am 15:38:28 Sa. 28.November 2009
Die Kosten für den A400M sind doch voll der Witz.

Anschaffung und Unterhalt dieses Flugzeuges wird das Pentagon eine Billion kosten (kein Übersetzungsfehler).
Siehe Spiegel (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,541002,00.html). Stand: März 2008.

(http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/70/F35A_Prototyp_AA1_3.jpg/300px-F35A_Prototyp_AA1_3.jpg)
Titel: Makabre T-Shirts über Tanklaster-Bombardement aufgetaucht
Beitrag von: Kater am 09:54:55 Mo. 30.November 2009
Zitat
Makabre T-Shirts über Tanklaster-Bombardement aufgetaucht

Der verheerende Luftangriff auf zwei von Taliban entführte Tankwagen wird in Afghanistan als T-Shirt-Design missbraucht. Die Hemden tauchten im Lager Masar-i-Scharif auf - sie zeigen zwei Tanklaster, darüber den Bibelvers "Thou shalt not steal" - zu Deutsch "Du sollst nicht stehlen".

Berlin - Im Bundeswehr-Feldlager im afghanischen Masar-i-Scharif sind T-Shirts mit Bezug auf die verheerende Tankwagen-Bombardierung und das christliche Gebot "Du sollst nicht stehlen!" aufgetaucht. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums vom Sonntag wurden sie in einem nicht von Deutschen betriebenen Laden auf dem Lagergelände verkauft. Das Lager wird neben der Bundeswehr noch von 14 weiteren Nationen genutzt.

Bei der Bombardierung zweier von Taliban entführter Tanklaster waren Anfang September bis zu 142 Menschen verletzt oder getötet worden. Der US-Luftangriff war von einem deutschen Oberst angefordert worden. Unvollständige Informationen darüber haben zum Rücktritt des damaligen Verteidigungsministers Franz Josef Jung (CDU) von seinem Amt als Arbeitsminister geführt.

Auf den Shirts sind zwei in unterschiedliche Richtungen fahrende Tanklaster zu sehen, darüber der englische Bibelvers "Thou shalt not steal!", Exodus 2.15". Der deutsche Chef des Regionalkommandos Nord hat den Verkauf nach Angaben eines Ministeriumssprechers umgehend stoppen lassen und den Bundeswehr-Angehörigen das Tragen der Shirts verboten. "Sollten deutsche Soldaten bei der Erstellung des T-Shirts beteiligt gewesen sein, werden disziplinare Maßnahmen ergriffen werden", teilte die Bundeswehr mit.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,664141,00.html (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,664141,00.html)
Titel: Umfrage: Deutsche misstrauen Regierungsangaben zum Afghanistan-Einsatz
Beitrag von: Kater am 11:32:27 Fr. 04.Dezember 2009
Zitat
Umfrage - Deutsche misstrauen Regierungsangaben zum Afghanistan-Einsatz

Die Regierung kann gar nicht so schnell reagieren, wie die Zustimmung für den Afghanistan-Einsatz sinkt. Zwei von drei Bürgern wünschen inzwischen einen baldigen Abzug, und angesichts jüngster Pannen schwindet das Vertrauen in die schwarz-gelbe Informationspolitik rapide.

Köln/Düsseldorf/Berlin - Der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr stößt bei den Bundesbürgern auf wachsende Ablehnung. Das hat der aktuelle ARD-"Deutschlandtrend" ergeben. Demnach sprechen sich 69 Prozent der Bürger dafür aus, dass die Bundeswehr möglichst schnell aus Afghanistan abziehen sollte, das sind zwölf Prozentpunkte mehr als im September. Nur noch 27 Prozent sind der Meinung, die deutschen Soldaten sollten weiterhin am Hindukusch stationiert bleiben, das bedeutet minus zehn Punkte.

Drei Viertel gaben an, das Vertrauen in die Afghanistan-Informationspolitik der Bundesregierung verloren zu haben. Lediglich 19 Prozent sind der Ansicht, dass die unterschlagenen Informationen zu zivilen Opfern beim Luftangriff am 4. September in Kunduz "ein Einzelfall war und die Bundesregierung ansonsten umfassend und ehrlich über den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan informiert". 77 Prozent meinen nicht, dass dies eine Ausnahme war.

Zudem denkt jeder zweite Befragte, dass die Bundeswehr noch maximal fünf Jahre in Afghanistan stationiert bleiben wird, während 39 Prozent von fünf bis zehn Jahren ausgehen. Zehn Prozent meinen, der Einsatz werde sogar noch länger als zehn Jahre dauern.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,665107,00.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,665107,00.html)
Titel: Einsatzkosten
Beitrag von: MizuNoOto am 12:11:55 Fr. 04.Dezember 2009
In seiner Westpointrede sagte Obama

Zitat
Alles in Allem betrugen bis zu dem Zeitpunkt, als ich dieses Amt übernahm, die Kosten der Kriege im Irak und in Afghanistan rund eine Billion Dollar  quelle (http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3856&Alias=wzo&cob=453847)

Obama übernahm sein Amt im Januar 2009, der Irakkrieg begann im März 2003. Demnach wäre die Billion zwischen März 03 und Januar 09 angefallen.

Bilmes/Stiglitz schätzen 2006 die reinen Kriegskosten der USA auf 1 bis zwei Billionen (03 - 06)

In dem ein Jahr später erschienenen "Joseph E. Stiglitz/Linda J. Bilmes: Die wahren Kosten des Krieges" wird ein erweiteter Begriff der Kriegskosten verwendet, der etwa auch die Hinterbliebenenversorgung nach Kriegsende als Kriegskosten betrachtet. Kriegkosten 03 bis 08 danach: 3 Billionen. Gesamtkosten: mindestens 6 Billionen  quelle (http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Irak/geld.html)

2003 hatte Bush die vorraussichtlichen Gesamtkosten des Irakkrieges (ohne Afghanistan) auf 50 Milliarden Dollar geschätzt. Diese Summe wird mittlerweile in weniger als einem Monat verbraten.
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Ziggy am 14:59:54 Sa. 05.Dezember 2009
Zitat
US-Kampfpiloten warnten schärfer vor Luftangriff als bisher bekannt
Fünfmal empfahlen sie warnende Tiefflüge über den Tanklastern, den Abwurf von sechs Bomben lehnten sie ab - nach SPIEGEL-Informationen standen US-Kampfpiloten dem umstrittenen Luftangriff bei Kunduz deutlich kritischer gegenüber als bisher angenommen. Sie hinterfragten den Einsatzauftrag der Deutschen mehrfach.

Weiterlesen ... (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,665331,00.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 21:13:43 Do. 10.Dezember 2009
Zitat
Afghanistan: Frauen führen Protestdemo an

Mehrere Hundert Frauen haben gestern in Kabul demonstriert und von der Karsai-Regierung ein Ende der Korruption, der Terrors und des Drogenhandels gefordert. Sie forderten auch Aufklärung über die Tausende, die während des Krieges verschwunden sind. Rund 500 Männer folgten den Frauen. Die Demonstranten kritisierten auch den Beschluss der US-Regierung, weitere 30.000 Soldaten nach Afghanistan zu schicken, weil dies noch mehr zivile Opfer bedeute.
http://www.rf-news.de/2009/kw50/10.12.09-afghanistan-frauen-fuehren-protestdemo-an (http://www.rf-news.de/2009/kw50/10.12.09-afghanistan-frauen-fuehren-protestdemo-an)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:43:57 Fr. 11.Dezember 2009
Zitat
Bundeswehr wollte Taliban töten

Neue Erkenntnisse über den Luftschlag von Kundus: Anders als bislang behauptet, hatte der Angriff nicht primär zwei Tanklastzüge zum Ziel, sondern sollte eine große Gruppe von Taliban und ihre Anführer treffen. Der deutsche Kommandeur Oberst Klein "wollte die Menschen angreifen, nicht die Fahrzeuge", heißt es im Isaf-Untersuchungsbericht.
http://www.sueddeutsche.de/politik/61/497367/text/ (http://www.sueddeutsche.de/politik/61/497367/text/)

Zitat
Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr sollen am umstrittenen Luftangriff auf zwei entführte Tanklaster beteiligt gewesen sein. Welche Rolle spielt die streng abgeschottete Truppe?
(...)
Der Eliteverband hatte offenbar maßgeblichen Anteil an dem Luftangriff auf zwei von den Taliban entführte Tanklastzüge am Kundus-Fluss, bei dem auch zahlreiche Zivilisten getötet worden sein sollen. "Bild" berichtet, im deutschen Feldlager Kundus sei der gesamte Einsatz aus dem eigenen Gefechtsstand einer "Taskforce 47" geführt worden. Ihr hätten KSK-Soldaten angehört.
(...)
Das KSK operiert dazu – teils in enger Zusammenarbeit mit Geheimdiensten – unter strengster Geheimhaltung, was regelmäßig die Opposition im Bundestag stark verärgert.
(...)
Auch über die Aktivitäten in Afghanistan wird nur wenig bekannt. So hatte der "Bremer Taliban" und Guantanamo-Häftling Murat Kurnaz behauptet, er sei 2002 nach der Gefangennahme in Kandahar von KSK-Männern gequält worden.
(...)
http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Deutschlands-geheime-Krieger_aid_794275.html (http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Deutschlands-geheime-Krieger_aid_794275.html)



Zitat
Verteidigungsminister Guttenberg versteht die Debatte über den Angriff von Kundus nicht. Was er als hysterisch abtut, ist die Reaktion einer Öffentlichkeit, die diesen Krieg mehrheitlich ablehnt.
http://www.sueddeutsche.de/politik/98/497404/text/ (http://www.sueddeutsche.de/politik/98/497404/text/)

Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 16:47:40 So. 13.Dezember 2009
Es gibt zwar ein wenig öffentliche Diskussion, doch ist es nach meiner Meinung nur ein Furz in Anbetracht des gigantischen Skandals, den die letzten Meldungen beeinhalten.

Die erste Katastrophe war ja die Änderung der Verfassung mit Hilfe von Joschka Fischer und seinen GRÜNEN, die es nun ermöglicht die Bundeswehr in alle Welt zu schicken, obwohl es doch eine Armee für den Verteididungsfall sein soll. Der sozialdemokratische Kriegsminister Struck erklärte uns dann sofort, "Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt".

Bei dem Volkerrechtswidrigen Afghanistan Krieg wurden Politiker und Medien nicht müde uns zu erklären, alles sei rein HUMANITÄR, es ginge darum Brunnen zu bohren und Schulen für Afghanische Mädchen zu bauen. Bei Feuergefechten ging es dann logischerweise nur um die Selbstverteidigung unserer Jungs im Krisengebiet.

Jetzt kommt heraus, es wird bewußt und gezielt getötet. Und das wahrscheinlich nicht als Resultat einer überforderten Armee, sondern im Auftrag der Bundesregierung.

Die Bevölkerung wurde darüber zu keinem Zeitpunkt aufgeklärt. Bei uns sollten spätestens jetzt alle Alarmglocken klingeln, denn hier wird vorgeführt wie mit der eigenen Bevölkerung umgegangen wird und wie man jetzt Kapitalinteressen in aller Welt durchzusetzen gedenkt. Mit Truppen und Bomben...
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 10:39:25 Mi. 16.Dezember 2009
Seinerzeit haben die Medien sich überschlagen im Verbreiten von Statements wie "besonnen" der Befehlshaber für das Bombardements war.

Und nun?

Zitat
Oberst Klein behinderte Ermittlungen

Er steht ohnehin schon unter Druck - nun tauchen neue Vorwürfe gegen Oberst Georg Klein auf. Der Offizier behinderte nach dem Luftangriff nahe Kundus die Ermittlungen
http://www.stern.de/politik/ausland/luftangriff-nahe-kundus-oberst-klein-behinderte-ermittlungen-1529650.html#utm_source=sternde-homepage&utm_medium=buehne&utm_campaign=link-tracking-buehne (http://www.stern.de/politik/ausland/luftangriff-nahe-kundus-oberst-klein-behinderte-ermittlungen-1529650.html#utm_source=sternde-homepage&utm_medium=buehne&utm_campaign=link-tracking-buehne)
Titel: "Ich habe kein Verständnis mehr"
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:25:28 Mi. 16.Dezember 2009
Obama stockt die US-Truppen in Afghanistan auf, um den Krieg schnell zu beenden. Doch der US-Diplomat Mathew Hoh hielt jedes weitere Engagement für sinnlos und quittierte deshalb den Dienst.- Sein Abschiedsbrief:

Zitat
US Foreign Service Officer Matthew P. Hoh,
Senior Civilian Representative, Afghanistan
September 10, 2009
Ambassador Nancy J. Powell
Director General of the Foreign Service and Director of Human Resources
U.S. Department of State
2201 C Street NW
Washington, D.C. 20520

Sehr geehrte Frau Botschafterin,


mit großem Bedauern quittiere ich hiermit den diplomatischen Dienst und trete von meiner Stellung als Vertreter des Außenministeriums in der Provinz Zabul zurück. Von meinen letzten zehn Dienstjahren habe ich sechs Jahre im Ausland verbracht; darunter waren Einsätze als Offizier des US-Marine Corps sowie als Angestellter des Verteidigungsministeriums im Irak in den Jahren 2004-2005 und 2006-2007. Beim Antritt meiner gegenwärtigen Stellung war ich mir über die Schwierigkeiten bewusst und machte mir auch keinerlei Illusionen darüber, dass es wohl eine Zeit der Mühen, Aufopferung und Enttäuschungen werden würde.

Aber nach fünf Monaten Dienst sowohl im Osten als auch im Süden des Landes, ist mir das Verständnis für den strategischen Nutzen von amerikanischer Truppenpräsenz in Afghanistan abhanden gekommen. Ich habe ernsthafte Zweifel an unserer derzeitigen Strategie und an dem für die Zukunft geplanten Vorgehen. Der Grund für meinen Rücktritt liegt jedoch nicht darin, wie dieser Krieg geführt wird, sondern vielmehr darin, dass mir nicht klar ist, warum er geführt wird und zu welchem Nutzen. Einfacher ausgedrückt: Ich sehe keinen Sinn darin, weiter amerikanische Verluste hinzunehmen und Ressourcen zu vergeuden, um die afghanische Regierung bei einem Konflikt zu unterstützen, der im Grunde ein seit 35 Jahren andauernder Bürgerkrieg ist.

Ist Obamas Afghanistanstrategie sinnvoll?

US-Präsident Barack Obama nimmt heute in Stockholm den Friedensnobelpreis entgegen. Kurz nachdem bekannt wurde, dass das Nobelkommitee ihn als Preisträger auserkoren hatte, gab er seine Afghanistanstrategie bekannt: Sofortige Aufstockung der US-Truppen um 30.000 Mann. Abzug der Truppen ab 2011. Doch dafür steht er nun mehr denn je in der öffentlichen Kritik. Glauben Sie, dass Obamas Strategie der Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis gerecht wird?

Ja, denn er wird seine Truppen bald aus Afghanistan abziehen.
Nein, die Truppen um 30.000 Mann aufzustocken bedeutet mehr Tote und ist sinnlos.
Ist mir egal, in Afghanistan herrscht so oder so seit Jahrzehnten Krieg.

Wir sind jetzt seit acht Jahren in Afghanistan und versuchen Einfluss zu nehmen auf die Regierung und die Entwicklung des Landes. Im nächsten Herbst werden wir als Besatzungsmacht ebenso lang dort gewesen sein wie die Sowjetunion. Und genau wie die Sowjets unterstützen wir weiterhin einen erfolglosen Staat, eine Ideologie und ein Regierungssystem, die vom Volk nicht gewollt werden.

Wenn man die Geschichte Afghanistans als Theaterstück betrachtet, spielen die USA höchstens eine kleine Nebenrolle. Eine Rolle (die zuvor von vielen anderen besetzt war) in einer Tragödie, in der nicht nur Stämme, Dörfer, Clans und Familien gegeneinander aufgehetzt werden, sondern auch, spätestens seit dem Ende der Herrschaft von König Mohammed Sahir, ein äußerst gewaltsamer Konflikt geschürt wurde zwischen den städtischen, säkularen, gebildeten und modern eingestellten Afghanen einerseits und den ländlichen, religiösen, ungebildeten und traditionsbewussten Bevölkerungsteilen andererseits. Letztere Gruppe ist es vor allem, aus der sich die paschtunischen Aufständischen zusammensetzen.

Die Paschtunen-Rebellion, die ihre Kämpfer aus den vielen verschiedenen lokalen Gruppen bezieht, richtet sich gegen die andauernde Gewaltherrschaft, die dem paschtunischen Volk, seinem Land, seiner Kultur und Religion sowohl von inneren wie auch von äußeren Feinden schon seit Jahrhunderten aufgezwungen wird. In den paschtunischen Gebieten stellt die Anwesenheit von US- und Nato-Truppen und von afghanischen Militär- und Polizeieinheiten, deren Soldaten und Beamten nicht paschtunischer Herkunft sind, eine Besatzungsmacht dar, gegen die ein Aufstand gerechtfertigt ist. Bei meinen Einsätzen sowohl im Osten als auch im Süden des Landes fiel mir auf, dass der Großteil der Aufständischen nicht für die Taliban kämpft, sondern gegen die Anwesenheit von ausländischen Soldaten und gegen die Steuern, die ihnen von einer für sie nicht repräsentativen Regierung in Kabul auferlegt werden.

Die Präsenz von US-Truppen in Afghanistan trägt maßgeblich zur Legitimation des Paschtunen-Aufstandes bei. Genauso wie unsere Unterstützung der bestehenden afghanischen Regierung weiterhin zur Entfremdung des Volkes von einer solchen Regierung beiträgt. Die Mängel dieser Regierung sind – insbesondere, wenn man den Verlust von amerikanischen Leben und Dollars berücksichtigt - zahlreich:

- Korruption und unverhohlene Bestechung

- Ein Präsident, dessen engste Mitarbeiter und Berater aus Drogenbaronen und Kriegsverbrechern bestehen, die unsere Rechtsstaatlichkeit und unsere Anti-Drogen-Aktionen verhöhnen

- Ein regionales Führungssystem, in dem lokale Machthaber und Opportunisten regieren, die sich mit den USA nur verbunden haben, um von unseren Entwicklungsprojekten zu profitieren, und deren eigene politische und wirtschaftliche Interessen einer Konfliktlösung diametral entgegenstehen

- Die jüngste Wahl, die durch Betrug und niedrige Wahlbeteiligung zur Farce wurde, war für unsere Feinde ein voller Erfolg und soll jetzt zu einem Volksboykott ausgeweitet werden, was weltweit unseren militärischen, wirtschaftlichen und diplomatischen Einsatz für eine unfähige und unrechtmäßige afghanische Regierung in Frage stellen wird

Unser Einsatz erinnert mich an Süd-Vietnam

Unsere Unterstützung dieser Regierung in Verbindung mit dem Unverständnis für den Aufstand und dessen Beweggründe, erinnert mich leider an unsere Intervention in Süd-Vietnam: eine unbeliebte und korrupte Regierung, die wir auf Kosten des inneren Friedens unseres eigenen Landes unterstützten gegen Aufständische, deren nationalistische Gesinnung wir in unserer Arroganz und Unwissenheit als eine Gefahr für unsere Ideologie des Kalten Krieges ansahen.

Es gibt meiner Ansicht nach keinen triftigen Grund, unsere jungen Männer und Frauen in Afghanistan ihr Leben riskieren zu lassen. Wenn es in Afghanistan tatsächlich darum ginge, El Kaida zu zerschlagen, dann müssten wir konsequenterweise auch in West-Pakistan einmarschieren sowie in Somalia, Sudan, Jemen etc. Unsere Anwesenheit in Afghanistan hat aber stattdessen zur Destabilisierung und Rebellion in Pakistan geführt, wo wir ernsthaft fürchten müssen, dass eine geschwächte oder sogar gestürzte Regierung die Kontrolle über ihre Atomwaffen verliert. Wenn es uns also wirklich um al-Quaida ginge, müssten wir Pakistan besetzen und nicht Afghanistan.

Hinzu kommt, dass die Angriffe vom 11. September und auch die Bombenattentate in London und Madrid hauptsächlich in Westeuropa geplant und organisiert wurden. Diese Tatsache macht deutlich, dass die Bedrohung nicht auf traditionelle Weise geographisch oder politisch eingegrenzt ist. Und wenn es uns wirklich um die Rettung eines Landes geht, in dem Korruption und Armut herrschen, weil Verbrecherbanden und Drogenbarone sich breit gemacht haben, dann sollten wir vielleicht auch einen Einsatz in Mexiko in Erwägung ziehen.

Wir führen seit acht Jahren Krieg, und wir haben eine Armee, die weltweit ihresgleichen sucht, was Ausbildung, Erfahrung und Disziplin angeht. Aber der Einsatz in Afghanistan gestaltet sich als ein unendlich komplexes, undurchsichtiges und frustrierendes Unterfangen. Die taktischen und kämpferischen Fähigkeiten unserer Soldaten, Matrosen, Flieger und Marines stehen dabei außer Frage. Dennoch handelt es sich hierbei nicht um die Schlachtfelder des Zweiten Weltkrieges, sondern um ein Kriegsgeschehen, für das unsere Kämpfer und Kämpferinnen von den uniformierten, zivilen und politischen Führern unseres Landes nicht hinreichend vorbereitet und ausgerüstet wurden.

Unsere treu ergebene Armee wurde auf unbestimmte Zeit und ohne rechte Planung in einen Konflikt geschickt, der inzwischen zu einer nur noch politisch nützlichen, aber ansonsten gescheiterten und überaus unglückseligen Unternehmung geworden ist. Desgleichen sind sowohl fähige zivile Mitarbeiter der Regierung als auch private Personen und Firmen involviert, die an die Mission glauben und dafür bereitwillig Opfer bringen, die aber unzureichend vorbereitet wurden und deren Einsatz eher durch das politische Klima in Washington motiviert und gelenkt ist als durch die tatsächliche Lage in den Städten, Dörfern, Bergen und Tälern Afghanistans.

Wir werfen unser Geld zum Fenster raus

"Wir werfen das Geld zum Fenster hinaus." Das sagt einer unserer fähigsten und intelligentesten Kommandanten den Besucherdelegation und hohen Amtsträgern. Wir verpfänden unsere Wirtschaftsleistung für einen Krieg, der selbst bei verstärktem Einsatz auf Jahre hinaus ein Patt bleiben wird. Ein Erfolg und Sieg, wie auch immer der aussehen soll, liegt nicht nur einige Jahre in der Zukunft, sondern würde noch Jahrzehnte und Generationen dauern und weitere Milliarden kosten. Der Preis für einen solchen Sieg ist für die Staatskasse der USA zu hoch.

Ich bitte, mir den vielleicht manchmal etwas gereizten Tonfall dieses Schreibens nachzusehen. Ich bin sicher, dass Ihnen klar ist, was dieser Krieg für so viele Menschen zuhause bedeutet. Familien, die von ihren Söhnen und Töchtern getrennt sind, die unser Land verteidigen. Familien, die zuhause die verheerenden Folgen unserer Kampfeinsätze mittragen.

Tausende unserer Soldaten sind nach Hause zurückgekehrt mit physischen und seelischen Wunden, von denen manche nie verheilen oder sich mit der Zeit sogar verschlimmern werden. Die Toten werden ihren Familien übergeben, denen man versichern können muss, dass ihre Lieben ihr Leben, ihre Zukunft, ihre Träume nicht umsonst gelassen haben. Ich glaube inzwischen nicht mehr daran, dass man diesen Familien guten Gewissens gegenüber treten kann. Aus diesem Grund reiche ich hiermit meine Kündigung ein.


Hochachtungsvoll,
Matthew P. Hoh

Senior Civilian Representative
Zabul Province, Afghanistan
Cc: Mr. Frank Ruggiero
Ms. Dawn Liberi
Ambassador Anthony Wayne
Ambassador Karl Eikenberry
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/2134813_US-Diplomat-kuendigt-Ich-habe-kein-Verstaendnis-mehr.html (http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/2134813_US-Diplomat-kuendigt-Ich-habe-kein-Verstaendnis-mehr.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 15:58:23 Fr. 18.Dezember 2009
oh wow   :o

Gedenken an die gefallenen Soldaten in Afghanistan V. 01 (http://www.youtube.com/watch?v=PEE_qrhvyRI&feature=related#)

Gedenken an die gefallenen Soldaten in Afghanistan / August 2009 (http://www.youtube.com/watch?v=I9eflSVEl-U&annotation_id=annotation_640409&feature=iv#)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 14:38:19 Di. 29.Dezember 2009
Zitat
UNO: Mehr getötete Zivilisten in Afghanistan

In Afghanistan steigt die Zahl der getöteten Zivilisten. Wie die Vereinten Nationen mitteilen, starben in den ersten zehn Monaten dieses Jahres 2.038 Zivilisten - im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 1.838. Das ist ein Zuwachs von fast 11 Prozent. Die UNO-Mission für Afghanistan UNAMA erklärte, die meisten zivilen Opfer habe es bei Angriffen von Aufständischen und bei Anschlägen gegeben. Die internationalen Truppen und die einheimischen Soldaten hätten 468 Zivilisten getötet. Die Zahlen für das gesamte Jahr 2009 will die UNO im Januar veröffentlichen.

dradio.de/nachrichten 20.12.09
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 20:16:21 Mi. 13.Januar 2010
Zitat
Afghanistan: ISAF-Soldaten schießen auf Demonstranten

12.01.2010 | 13:45 |   (DiePresse.com)

Gegen ISAF-Truppen fliegen bei einer Demonstration Steine, die Soldaten schießen scharf zurück und töten mindestens zehn Demonstranten, lautet der Vorwurf. Die ISAF verspricht Aufklärung.



Soldaten der internationalen Schutztruppe ISAF hätten in einem Ort in der südafghanischen Provinz Helmand nach Angaben von Bewohnern auf Teilnehmer einer Demonstration geschossen. Die Schüsse seien gefallen, nachdem Steine auf die Soldaten geworfen worden seien, sagte Haji Jan Gul, der sich als Teilnehmer an dem Protest in Garmsir bezeichnete. Etwa zehn Menschen, darunter sein Sohn, seien getötet und weitere verletzt worden. Ein Arzt im wichtigsten Krankenhaus der Provinzhauptstadt Lashkar Gah berichtete, elf Männer seien aus Garmsir mit Schussverletzungen in die Klinik gebracht worden.
ISAF kündigt Untersuchung an

Ein Nato-Sprecher bestätigte, dass es in dem Ort nach einer Razzia Proteste gegeben habe, äußerte sich aber zunächst nicht zu den Angaben über Schüsse auf Demonstranten. Auslöser der Proteste waren Dorfbewohnern zufolge Berichte, dass ausländische Soldaten während einer Razzia einen Koran geschändet hätten. Ein ISAF-Sprecher wies dies zurück. Die Vorwürfe würden aber sehr ernst genommen, sagte er. Die ISAF befürworte eine gemeinsame Untersuchung des Vorfalls mit den afghanischen Behörden. Während der ursprünglichen Razzia seien weder Schüsse gefallen noch Menschen festgenommen worden, sagte der Sprecher.
http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/532462/index.do?_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/index.do (http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/532462/index.do?_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/index.do)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 11:42:52 Sa. 16.Januar 2010
Zitat
Oberst Klein gibt gezielte Falschinformationen zu

Der für den Angriff auf Tanklaster bei Kunduz verantwortliche Bundeswehroberst hat gezielt die Unwahrheit gesagt, um US-Piloten zu dem Bombenabwurf zu bewegen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,672261,00.html (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,672261,00.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kater am 07:22:28 Mo. 25.Januar 2010
(http://666kb.com/i/bg4fgbn8atbjuuyf6.jpg)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Strombolli am 19:22:26 Mo. 25.Januar 2010
Also ich bin dafür, dass die Bundeskanzlerin einen geeigneten Beauftragten ernennt, der den Anbau von Rohopium in Kolchosen/LPG optimiert. Damit hätten dann die Taliban und deren Kinder richtig was zu tun, die Einkünfte würden es überhaupt nicht nötig machen, dass Frauen was lernen müssen. Sie könnte dann die Einkünfte ihrer Kerle in europäischen, angeschlagenen Modemarken auf den Kopp hauen. Die gerade dann noch da seienden Militärangehörigen können ihre Waffen an die Taliban verkaufen oder gegen Koks direkt eintauschen, den Aussen-Grosshandel des Rauschgifts logistisch bewältigen und dann in ihren Heimatländern die aufmüpfigen Bevölkerungsanteile mit Drogen auf Krankenschein (vielleicht würde dann auch unser Gesundheitssystem wieder finanzierbar, in den USA durchsetzbar) ruhigstellen und die Elite im Dauertrip.

Was für eine verko(r)kste Vorstellung....

(Ich habe übrigens nichts genommen. Meine kranke Fantasie arbeitet von alleine so.  ;D )
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 12:58:12 Do. 28.Januar 2010
Zitat
Abneigung gegen Afghanistan-Einsatz wächst
(...)
Kurz vor der Londoner Afghanistan-Konferenz an diesem Donnerstag lehnen nach einer repräsentativen Umfrage für den stern vier von fünf Deutschen (79 Prozent) eine Truppenaufstockung ab. Auch unter den Anhängern der Regierungskoalition ist der Widerstand enorm – 77 Prozent der Unions- und sogar 86 Prozent der FDP-Wähler sind gegen eine Truppenverstärkung.

Überraschend hoch ist die Zahl der Bundesbürger, die einen sofortigen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan verlangen: Fast jeder Dritte (32 Prozent) der 1002 Befragten plädiert in der stern-Umfrage dafür. Vor allem die Wähler der Linken (52 Prozent) fordern dies, bei den Unions- und SPD-Wählern sind es je 27 Prozent. Den Rückzug bis spätestens Ende 2011 wünscht rund ein Viertel aller Befragten (24 Prozent). 14 Prozent sind dafür, spätestens Ende 2015 abzuziehen, ein Viertel (25 Prozent) meint, die Bundeswehr solle bei Bedarf noch länger bleiben.
Lesen Sie mehr zum Einsatz in Afghanistan...

Die Umfrage zeigt auch, wie gering der Rückhalt der Bevölkerung für die Afghanistan-Mission ist. Auf die Frage, ob sie persönlich hinter dem Einsatz der deutschen Soldaten stehen, antwortete knapp die Hälfte (49 Prozent) der Befragten mit "Nein". Sogar ein Drittel (36 Prozent) der Unions- und fast die Hälfte der FDP-Wähler (47 Prozent) erklärten, sie stünden nicht hinter dem Einsatz. Mit "Ja" antworteten 47 Prozent.
http://www.stern.de/politik/ausland/stern-umfrage-abneigung-gegen-afghanistan-einsatz-waechst-1538698.html (http://www.stern.de/politik/ausland/stern-umfrage-abneigung-gegen-afghanistan-einsatz-waechst-1538698.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Strombolli am 00:29:56 Fr. 29.Januar 2010
Jedenfalls zeigt der Aussteigergedanke, wie realitätsfern die Politiker sind. Auf Wolke 7 ... nein das muß schon Nr. 14 sein.
Taliban mit Geld überzeugen???  :rolleyes:

Aber was rege ich mich auf? - Der Horizont geht eben in der Dimension nur soweit, wie man sie durch die eigene Erkenntnis und Befindlichkeit zu begreifen imstande ist.
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Arwing am 15:39:49 Fr. 29.Januar 2010
Die Nato scheint in Afghanistan vermehrt in die Zwickmühle zu geraten, wenn man schon so verzweifelt ist und versucht die Taliban zu kaufen, die man vorher um jeden Preis bekämpfen wollte ;D

In der Rolle der Taliban würde ich dies nun als ein Zeichen der Schwäche werten.
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Strombolli am 18:12:01 Fr. 29.Januar 2010
Genua! ... Äh, genau!
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 17:18:34 Sa. 06.Februar 2010
Zitat
Grenzpolizei erschoss sieben Zivilisten

Ermittlungen eingeleitet - Vorfall ereignete sich bereits am Donnerstagmorgen


Kandahar - An der Grenze zu Pakistan hat die afghanische Grenzpolizei sieben Zivilisten erschossen, die sie offenbar für Aufständische hielt.
http://derstandard.at/1263706880536/Grenzpolizei-erschoss-sieben-Zivilisten (http://derstandard.at/1263706880536/Grenzpolizei-erschoss-sieben-Zivilisten)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 13:23:59 Mo. 15.Februar 2010
Zitat
Welche Rolle spielte der BND beim Massaker am Kundus?

13.02.10 - Es ist wie bei den deutschen Waffenexporten: zuerst wurden die nach dem II. Weltkrieg noch vorhandenen gesetzlichen Beschränkungen schrittweise in der Praxis ausgehöhlt, anschließend wurde diese Praxis in einem Untersuchungsausschuss des Bundestags weniger untersucht als gerechtfertigt und dann die Gesetze angepasst und die Beschränkungen aufgehoben.

Bis vor kurzem hatte die deutsche Regierung mit unbeschreiblicher Heuchelei den Kriegseinsatz der Bundeswehr gegen das afghanische Volk als "Stabilisierungsoperation zur Friedenssicherung" bezeichnet. Während der derzeitigen Untersuchung des Massakers von Kundus im September 2009 kam es nun offiziell zur sogenannten "Neubewertung" durch Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und Außenminister Guido Westerwelle (FDP). Demnach findet der Bundeswehreinsatz jetzt in einem "nicht internationalen bewaffneten Konflikt" statt, was wiederum eine Umschreibung für Bürgerkrieg ist.

Seit dem Regierungswechsel hat zu Guttenberg auf diese neue Begrifflichkeit hingearbeitet. Damit erhalten die Militärs offiziell Spielraum für die Tötung von Zivilisten, "sofern dies in einem angemessenen Verhältnis zum erwarteten militärischen Vorteil stehe". Der Trick besteht darin, dass Bundeswehroperationen in Afghanistan nunmehr nach dem Völkerstrafrecht und nicht mehr nach deutschem Straf- und Polizeirecht zu bewerten seien, das die Tötung Unbeteiligter (noch) verbietet.

Die Lebenslüge von der angeblichen Aufbauhilfe wird so weiter ausgehöhlt. Am Donnerstag lehnte der Hauptpersonalrat der Bundespolizei die weitere Entsendung von Polizei-Ausbildern nach Afghanistan ab mit der Begründung, in einem Kriegsgebiet habe die Polizei nichts zu suchen.

Nach der Befragung des Bundeswehr-Oberst Georg Klein durch den Kundus-Untersuchungsausschuss am Mittwoch gibt es offenbar eine Reihe unangenehmer offener Fragen. Oberst Klein hatte die Operation am 4. September von einem Gefechtsstand der "Task Force47" geleitet, wegen der dort vorhandenen "besseren Kommunikationsmöglichkeiten". Nach offiziellen Angaben starben bei der Bombardierung 142 Menschen, darunter zahlreiche Zivilisten, u. a. auch 26 Kinder. Die "Task Force47" ist eine in Kundus operierende Sondereinheit, die zur Hälfte aus Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) besteht und den Auftrag hat, Aufstandsführer aufzuspüren.

Offenbar befanden sich bei den entführten Tanklastern vier Taliban-Führer, die seit langem auf der Fahndungsliste der Task Force standen. Der Verdacht, dass Angehörige der Task Force Klein deswegen zu dem Bombardierungsbefehl gedrängt haben, konnte nicht ausgeräumt werden. Zumal sich nach Aussage von Klein in dem Gefechtsstand eine Reihe von Personen befunden haben, die er gar nicht gekannt habe. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung waren darunter zwei Agenten des Bundesnachrichtendienstes. Diese wiederum hatten behauptet, sie hätten erst am nächsten Morgen von der Bombardierung erfahren.

Die guten Kommunikationsmöglichkeiten auf dem Gefechtsstand konnte Oberst Klein offenbar wenig nutzen. So hat er angeblich nichts davon mitbekommen, dass die beiden US-Piloten, die die Bomben abwarfen, insgesamt fünfmal abschreckende Tiefflüge vorgeschlagen haben, um die Leute an den Tanklastern zu warnen. Auch die telefonische Kommunikation zwischen einem afghanischen Späher und Mitgliedern der Task Force hat er nicht mitgekriegt. Die Taskforce soll sogar von der Straßensperren, an der die Taliban die Tanklaster entführten, gewusst haben. Zudem sei bekannt gewesen, dass die Tanklaster in der Nacht zum 4. September von Kundus-Stadt weggebracht werden sollten - die angebliche Gefahr für das deutsche Camp also gar nicht bestanden habe.

Fragen über Fragen. Es spricht alles dafür, dass die Bundesregierung über den BND und die Task Force unmittelbar an dem Massaker an den afghanischen Zivilisten beteiligt war. Lückenlose Aufklärung und sofortiger und bedingungsloser Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan!
http://www.rf-news.de/2010/kw06/thema-fuer-samstag-welche-rolle-spielte-der-bnd-beim-massaker-am-kundus (http://www.rf-news.de/2010/kw06/thema-fuer-samstag-welche-rolle-spielte-der-bnd-beim-massaker-am-kundus)
Titel: Wie am Reißbrett
Beitrag von: Kuddel am 18:38:58 Di. 16.Februar 2010
Zitat
Bei der aktuellen Bundeswehr-Offensive in Afghanistan dürfen die deutschen Soldaten ungehemmter Gewalt anwenden als zuvor. Seit der deutsche Außenminister am Mittwoch die Kämpfe in Afghanistan offiziell zum "nichtinternationalen bewaffneten Konflikt" erklärt hat, gilt dort de facto Kriegsrecht; damit ist etwa die Tötung von Zivilisten als "Nebenfolge" zulässig, wenn sie nicht "unverhältnismäßig" ist. Die aktuelle deutsche Offensive wird von Berichten begleitet, denen zufolge sich das Kommando Spezialkräfte (KSK) schon seit letztem Jahr an einem "Geheimkrieg" in Nordafghanistan beteiligt - an Operationen zur gezielten Ausschaltung von Anführern der Aufstände. Den Berichten zufolge war der Luftschlag von Kunduz am 4. September 2009 Teil dieses "Geheimkrieges". Während die Kämpfe weiter eskalieren, schreitet die Debatte um die Modalitäten eines künftigen Abzugs vom Hindukusch voran. Wie es in der Zeitschrift Internationale Politik, der führenden Publikation der deutschen Außenpolitik, heißt, sollen am Hindukusch nicht länger zentralstaatliche Strukturen, sondern stattdessen lokale Anführer unterstützt werden - miteinander rivalisierende Warlords. Auch eine faktische Teilung Pakistans wird nicht ausgeschlossen.
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57736 (http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57736)
Titel: Bundesweiter Protest gegen den Afghanistan-Krieg am 20. Februar in Berlin
Beitrag von: Kuddel am 19:26:18 Mi. 17.Februar 2010
Die Friedensbewegung ruft zu einer bundesweiten demonstrativen Aktion am Samstag, 20. Februar, in Berlin auf:


Zitat
Kein Soldat mehr! Dem Frieden eine Chance – Truppen raus aus Afghanistan!

Deutsche Soldatinnen und Soldaten sind keine Entwicklungshelfer in Uniform. Die Bundeswehr tötet am Hindukusch. Nach dem Bombenabwurf in Kunduz wissen das alle.

Heute sind über 100.000 ausländische Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan. Die Menschen in Afghanistan fühlen sich dadurch nicht befreit, sondern besetzt. Das nährt den bewaffneten Widerstand.

Jetzt sollen noch 40.000 weitere Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan Krieg führen. Davon 850 aus Deutschland. Die Bundesregierung will im Bundestag beantragen: Truppenaufstockung für Afghanistan.

Mit der Mehrheit der Bevölkerung sagen wir dazu Nein. Wir fordern die Bundestagsabgeordneten auf: Stimmen Sie mit Nein! Schicken Sie keine weiteren Truppen, sondern ziehen Sie diese ab! Nur dann hat der Frieden eine Chance, können die humanitären Hilfsorganisationen ungefährdet arbeiten.

Wir rufen auf: Protestiert am 20. Februar gemeinsam gegen den Krieg. Macht den Abgeordneten klar: Gegen unseren Willen schickt die Bundesregierung weitere Truppen an den Hindukusch. Gegen unseren Willen werden weitere Milliarden für den Krieg ausgegeben. Gegen unseren Willen werden neue Waffen eingesetzt. Afghanistan braucht zivilen Aufbau, der verstärkt werden muss. Afghanistan braucht kein Geld für den Krieg.

Deutschland steht erneut vor der Entscheidung. Mehr Soldatinnen und Soldaten und mehr Waffen, damit mehr Tote und mehr Verletzte. Oder: Waffenstillstand, Truppenabzug und zivile Hilfe. Dafür demonstrieren wir. Dafür brauchen wir Unterstützung. Am 20. Februar und darüber hinaus.

Keine Erhöhung der Truppen – Frieden und Aufbau statt Unterstützung für den Krieg!

Am 20. Februar gemeinsam gegen den Afghanistan-Krieg!

Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 21:26:57 Sa. 20.Februar 2010
Zitat
Hunderte demonstrieren gegen Afghanistan-Einsatz

Hunderte Demonstranten aus ganz Deutschland haben in Berlin gegen den Einsatz der Bundeswehr und anderer Armeen in Afghanistan protestiert. Unter dem Motto "Kein Soldat mehr. Dem Frieden eine Chance - Truppen raus aus Afghanistan" fand eine Kundgebung auf dem Bebelsplatz in Berlin-Mitte statt. Kirchenkritiker Eugen Drewermann forderte ein sofortiges Ende des Militäreinsatzes. Afghanistan habe in 3000 Jahren seiner Geschichte kein einziges anderes Land angegriffen, so Drewermann. Die Veranstalter, zu denen verschiedene Friedensinitiativen und die Linkspartei gehören, sprachen von bis zu 2000 Demonstranten. Die Polizei schätze 1500 Teilnehmer.

Westerwelle warnt Demonstranten vor Naivität

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) warnte die Demonstranten in einer Mitteilung davor, "naiv zu sein", wenn es um Militäreinsätze geht. Wenn die internationalen Truppen kopflos abzögen und Afghanistan sich selbst überließen, würden keine Brunnen gebohrt und würde kein Mädchen zur Schule gehen. Außerdem bedeute ein Abzug ein "erhebliches Risiko" für die Sicherheit in Europa.

Das neue Afghanistan-Mandat der Bundesregierung sieht vor, die Zahl der deutschen Truppen zunächst von 4500 auf 5350 Soldaten zu erhöhen. 350 davon sollen eine flexible Reserve bilden, um zeitlich befristet auf besondere Situationen reagieren zu können, wie etwa die Absicherung der für dieses Jahr vorgesehenen Parlamentswahlen. Daneben wird die Hilfe für den zivilen Wiederaufbau auf 430 Millionen Euro fast verdoppelt. Der Bundestag muss dem Mandat in der kommenden Woche noch zustimmen. Das gilt jedoch auf Grund der schwarz-gelben Mehrheit im Parlament als gesichert.
http://www.tagesschau.de/inland/afghanistan1694.html (http://www.tagesschau.de/inland/afghanistan1694.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Irrlichtprojektor am 10:49:30 So. 21.Februar 2010
Zitat
......, würden keine Brunnen gebohrt und würde kein Mädchen zur Schule gehen.

Westerwelle warnt Demonstranten vor Naivität

Und wer verwarnt Schwesterwelle?
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 09:47:45 Mo. 22.Februar 2010
Zitat
Mehr als 20 Zivilisten bei Nato-Angriff in Süd-Afghanistan getötet

Bei einem NATO-Luftangriff im Süden Afghanistans sind 21 Zivilisten ums Leben gekommen. Wie das Innenministerium in Kabul mitteilte, waren unter den Opfern auch Frauen und Kinder. ISAF-Kommandeur McChrystal bedauerte den Vorfall und erklärte, die Nato sei sehr traurig über den Tod Unbeteiligter. Ziel des Angriffs sei eine Gruppe von Fahrzeugen gewesen, in denen man Aufständische vermutet habe.
www.dradio.de (http://www.dradio.de) NACHRICHTEN Montag, 22. Februar 2010 09:00 Uhr
Titel: Holland: Regierung kaputt, Aufgrund Afghanistan-Mandat
Beitrag von: Pinnswin am 13:31:46 Mo. 22.Februar 2010
Niederlande: Regierung stolpert über Afghanistan-Streit
Zitat
Die Niederlande stehen vor Neuwahlen: Nach stundenlangem Streit über die Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes gab der christdemokratische Ministerpräsident Balkenende gestern Früh das Scheitern seiner Dreierkoalition bekannt. Die Sozialdemokraten (PvdA) scheiden aus dem Bündnis aus. "Es wird Neuwahlen geben", kündigte der stellvertretende Verteidigungsminister De Vries an. Die PvdA, aber auch die dritte Bündnispartei, die Christen-Union, hatten sich vehement gegen eine Verlängerung des Afghanistan-Mandats gestellt. Unter Balkenende scheitert bereits die vierte Regierung...

Die protestantisch-konservative Christen-Union (CU), kleinste Partei in der Koalition in Den Haag, sprach sich wie die Sozialdemokraten gegen eine Verlängerung des Afghanistan-Mandats aus....
http://orf.at/100220-48255/?href=http%3A%2F%2Forf.at%2F100220-48255%2F48256txt_story.html (http://orf.at/100220-48255/?href=http%3A%2F%2Forf.at%2F100220-48255%2F48256txt_story.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Eivisskat am 19:28:36 Fr. 26.Februar 2010
Zitat
Christine Buchholz, DIE LINKE: "Sie entscheiden heute über Leben und Tod"

Lammert wirft DIE LINKE wegen stillen Gedenkens für die Kundus-Opfer raus

DIE LINKE hat geschlossen gegen die Verlängerung des Kriegseinsatzes und gegen die Truppenaufstockung gestimmt, die heute mit der Mehrheit von Union, SPD und FDP beschlossen wurde - bei 429 Ja-, 111 Nein-Stimmen und 46 Enthaltungen. Am Ende der Rede von Christine Buchholz haben die Mitglieder der Fraktion DIE LINKE still der Opfer des NATO-Bombardements bei Kundus am 4. September 2009 gedacht. Buchholz unterstreicht in ihrer Rede: Ohne die Unterstützung der NATO-Soldaten wäre die Karsai-Regierung nichts. Militärische Aufstandsbekämpfung und Schutz der Bevölkerung sind unvereinbar. Die Bombardierung der Tanklaster wird nicht die letzte dieser Art bleiben, wenn Sie heute die Verlängerung des Mandats beschließen. Deutschland ist an einem Krieg gegen die einfache Bevölkerung in Afghanistan beteiligt.





http://www.youtube.com/watch?v=WDTcL2_SUO4# (http://www.youtube.com/watch?v=WDTcL2_SUO4#)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 22:50:14 Mi. 10.März 2010
Zitat
Freiheit ist kein Ziel mehr
AFGHANISTAN Deutsche Politiker wollen nicht mehr für Menschenrechte, sondern nur noch für westliche Interessen kämpfen lassen.
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=me&dig=2010%2F03%2F04%2Fa0133&cHash=e318ba1c21 (http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=me&dig=2010%2F03%2F04%2Fa0133&cHash=e318ba1c21)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 14:24:31 So. 14.März 2010
Zitat
Nach der Entlassung eines Generals, weil dieser kritische Fragen stellte, mehrt sich die Kritik am deutschen Verteidigungsminister. Grünen-Sprecher Nouripour wirft Guttenberg vor, andere Meinungen nicht zuzulassen.
(...)
Der stellvertretende Linke-Fraktionschef, Jan van Aken, sagte der Zeitung: "Herr zu Guttenberg scheint seine Generäle noch schneller zu wechseln als seine Meinung. Falls die Entlassung von General Hars etwas mit dessen kritischen Fragen zum Bombenangriff von Kundus zu tun hat, ist auch zu Guttenberg reif für den vorzeitigen Ruhestand." Der verteidigungspolitische Grünen-Sprecher Omid Nouripour sprach von "atemberaubenden Zuständen" im Ministerium. "Es sieht so aus, als würden unliebsame Querköpfe einfach deshalb rollen, weil sie eine andere Meinung vertreten als der Minister", sagte Nouripour der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung.(...)
http://www.sueddeutsche.de/,tt4m1/politik/688/505875/text/ (http://www.sueddeutsche.de/,tt4m1/politik/688/505875/text/)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Troll am 18:30:12 Sa. 27.März 2010
Zitat
Neues von der Heimatfront
Von Stefan Sasse

Ich habe bisher noch nie auf Wikileaks zurückgegriffen und auch noch nicht darüber gebloggt, aber durch einen Hinweis bei Fefe (http://blog.fefe.de/?ts=b5522080) bin ich auch ein internes CIA-Memorandum (http://file.wikileaks.org/file/cia-afghanistan.pdf) (vier Seiten) gestoßen, das durchaus interessant ist, beschäftigt es sich doch mit der Unterstützung des Afghanistaneinsatzes durch die deutlich kritische deutsche und französische Öffentlichkeit und wie man Abhilfe schaffen kann. Das Dokument ist äußerst interessant, da es die Bedeutung aufzeigt, die die öffentliche Meinung hierzulande in den Augen der US-Stellen hat. Es ist auch deswegen interessant, weil diese Einschätzungen und Handlungsanweisungen auf furchtbare Weise zutreffend sind. Man sollte sich deswegen bewusst machen, auf welche Weise hier manipuliert werden soll, um gegen die Propagandaoffensive gewappnet zu sein.

Das Papier beginnt mit einer Einschätzung der Lage. Darin wird festgestellt, dass nur eine winzige Minderheit der Deutschen und Franzosen (0,1-1,3%) "Afghanistan" als wichtigstes politisches Topic einschätzt. 80% seien gegen den Einsatz. Das Papier konstatiert, dass es den Regierungen trotzdem gelungen sei, ihre Beiträge zum Einsatz kontinuierlich zu erhöhen, was allein der "Apathie" der Bevölkerung hinsichtlich des Themas zu verdanken sei. Die Überschrift drückt es treffend aus: "Public Apathy Enables Leaders To Ignore Voters".
......

Quelle und vollständiger Artikel: Oeffinger Freidenker (http://oeffingerfreidenker.blogspot.com/2010/03/neues-von-der-heimatfront.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Abraxas am 17:30:24 Fr. 02.April 2010
Heute wurden wieder 3 Deutsche Agressoren in Afganistan getötet. Wie lange will merkel noch junge Männer für die Interessen der Industrie in Kriegseinsätze schicken? Warum Kommen die Politikerinnen die Soldaten in Kriegseinsätze sowie die Soladten die dort mitmachen nicht in den Knast? Gillt das Strafgesetz nicht mehr? Kann mir mal ein Jurist erklären warum das so ist? Es heist doch daß jeder der einen Angriffskrieg plant oder sich daran beteiligt in Gefängniss muß. Ich hatte Schröder und Fischer schon bei der Staatsanwaltschaft angeschwärzt auch Kohl weil ich dachte sein Handeln beim 1. Golfkrieg währe beihilfe zum Massenmord. Wurde aber keiner verurteilt. Als juristicher laie versteh ich das alles nicht???
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Strombolli am 00:42:29 Sa. 03.April 2010
Bei Adolf wäre auch kein Offizier verurteilt worden und kein Richter hätte Adolf angeklagt. Da muss man in der Regel immer aufs Nachfolgesystem warten.
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Abraxas am 16:23:37 Sa. 03.April 2010
Bei Adolf wäre auch kein Offizier verurteilt worden und kein Richter hätte Adolf angeklagt. Da muss man in der Regel immer aufs Nachfolgesystem warten.
Na dan mal her mit dem Nachfolgesystem
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Strombolli am 09:47:48 So. 04.April 2010
Ach übrigens: Der Focus vermeldet: Zu wenige Truppen, zu schlechte Ausrüstung: Nach dem tödlichen Angriff auf die Bundeswehr bei Kundus wirft Ex-Generalinspekteur Harald Kujat der Regierung vor, die Bedürfnisse der Soldaten zu missachten. Den (http://www.focus.de/politik/ausland/afghanistan-einsatz-ex-generalinspekteur-erhebt-vorwuerfe-gegen-berlin_aid_495660.html) Artikel mag man ja nun lesen oder nicht, aber der zitierte Aufmacher ist wieder einmal eine Offenbahrung:

"wirft der Regierung vor, die Bedürfnisse der Soldaten zu missachten."

Wie die der überwiegenden Bevölkerung, möchte ich hinzufügen. Die Regierung ist in sich selbst gefangen, lebt ihren Traum von Macht und Geld aus, ohne Rücksicht auf das Volk.

Mittlerweile wird ja auch bei Gottschalk, Kohl und Schmidt festgestellt, dass wir in einer langweiligen und gelähmten (ich fasse es mal so zusammen) Gesellschaft/Zeit leben. Wie lange brauchen wir eigentlich noch, um diese Leute "da oben", die erneut ihr Land als Selbstbedienungsladen ohne Bezahlung betrachten, ganz demokratisch  ;) aus ihren Ämtern zu jagen?
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Eivisskat am 10:11:25 So. 04.April 2010
Ihren Bedürfnissen sind die Soldaten dann am gleichen Tag/ einen Tag später (?) ja blitzschnell nachgekommen, indem sie mal wieder einige Afghanen ganz gründlich ermordet haben, gelernt ist gelernt...



Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Strombolli am 11:26:07 So. 04.April 2010
@Eivisskat - Es wird bestimmt bei "den Soldaten" auch so'ne und solche geben.
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Abraxas am 16:31:32 Mo. 05.April 2010
@Eivisskat - Es wird bestimmt bei "den Soldaten" auch so'ne und solche geben.
Soldaten sind sich alle gleich, lebendig und als Leich (Dum Biermann)
Titel: Bundeswehr tötet versehentlich afghanische Soldaten
Beitrag von: Senor_Ding-Dong am 21:54:54 Mo. 05.April 2010
Zitat
Der Einsatz im Hindukusch forderte nicht nur erneut Opfer unter deutschen Soldaten, die von Taliban angegriffen wurden (Merkel: "Der verabscheuungswürdige und hinterhältige Angriff auf unsere Soldaten in Afghanistan"). Wie die Bundeswehr meldete, hatten gestern Abend weitere Soldaten den Stützpunkt in Kundus verlassen, um die angegriffene Einheit abzulösen, die die Stellung weiter hielt. Bei dem Angriff starben 3 Soldaten, 8 wurden teils schwer verletzt.

Auf dem Weg in den Distrikt Schahar Dara fuhren nach Angaben der Bundeswehr "zwei zivile Kraftfahrzeuge auf die deutschen Kräfte zu und hielten auch nach Durchführung aller von deutscher Seite durchgeführten Sicherheits- und Identifizierungsverfahren nicht an. Daraufhin eröffnete ein Schützenpanzer vom Typ Marder das Feuer auf eines der Fahrzeuge."

Nach dem Beschuss habe sich herausgestellt, dass es sich um Fahrzeuge der Afghan National Army (ANA) gehandelt habe. Die Bundeswehr spricht von 5 afghanischen Soldaten, die im "friendly fire" getötet worden sind, der Gouverneur der Provinz von 6 toten Soldaten. Vermutlich werden die deutschen Soldaten hoch nervös gewesen sein, offenbar aber sind die Aktionen auch nicht koordiniert, ebenso wenig scheint es Kommunikation zu geben. Eigentlich sollte man annehmen, dass auch zivile Fahrzeuge des Militärs über Funkverbindung verfügen sollten.

Update: Im afghanischen Verteidigungsministerium scheint man über den Vorfall verärgert zu sein. Wie der Spiegel berichtet, seien die Fahrzeuge eindeutig zu erkennen gewesen. Zudem seien die afghanischen Soldaten von den Deutschen gerufen worden, um sie zu unterstützen. Die beiden Fahrzeuge sollten Nahrungsmittel aus Kunduz für afghanische Soldaten holen. Mohammed Omar, der Gouverneur der Provinz, erklärte gegenüber dem Spiegel ebenfalls, dass sie Fahrzeuge leicht zu erkennen gewesen seien. Die deutschen Soldaten hätten auch keine Warnzeichen gegeben. Die Bundeswehr müsse, so der Gouverneur, vorsichtiger sein, bevor sie zu feuern beginnt.


Die Vorfälle machen erneut klar, dass sich Deutschland in Afghanistan im Krieg befindet. Die Regierung wird endlich zu einer klaren Sprachregelung finden und die Rede von einer Friedens- und Stabilisierungsmission beenden müssen. Zwar hat Verteidigungsminister Guttenberg im November letzten Jahres bereits eingeräumt, dass es sich um ein bisschen Krieg handelt, aber er blieb bei "kriegsähnlich". Und im Februar sprach er bereits von einem "bewaffneten Konflikt im Sinne des humanitären Völkerrechtes", was eigentlich bedeutet, dass sich Deutschland im Krieg befindet. Nur das Wort selbst will niemand in der Regierung in den Mund nehmen. Die Angst ist groß, dass die Ablehnung in der Bevölkerung dann noch größer werden würde, während man es sich bündnispolitisch nicht leisten kann, aus Afghanistan abzuziehen.

Die jüngst von FDP-Entwicklungsminister Niebel geäußerte Vorstellung, militärische Einsätze, Polizei und Entwicklungs- und Aufbauhilfe noch enger als bislang zu "verzahnen", dürfte bei der länsgt fälligen Klärung der Verhältnisse auch nicht hilfreich sein, weil dabei die Entwicklungshilfe als Teil der Krfiegsführung interpretiert würde. Das würde nicht nur die zivile Entwicklungshilfe und die Helfer gefährden, sondern würde auch noch einmal die Situation vernebeln.
Florian Rötzer03.04.2010
http://www.heise.de/tp/blogs/8/147377 (http://www.heise.de/tp/blogs/8/147377)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 08:02:16 Sa. 10.April 2010
(http://d2.stern.de/bilder/stern_5/politik/2010/KW14/Selsingen_Trauerfeier_Soldaten/Selsingen_Trauerfeier_Soldaten_14_maxsize_735_490.jpg)
(http://d2.stern.de/bilder/stern_5/politik/2010/KW14/Selsingen_Trauerfeier_Soldaten/Selsingen_Trauerfeier_Soldaten_16_maxsize_735_490.jpg)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Strombolli am 11:11:34 Sa. 10.April 2010
Wenn mir einer 1987 gesagt hätte, dass 2010 eine ostdeutsche Bundeskanzlerin (bzw. ihre Beauftragten) behauptet, ganz Deutschland verneigt sich...und so, ich hätte ihn gefragt: "Auf welchem Trip bist du denn?" Den Spruch: Welche Drogen nimmst du, gib mir auch davon! gab damals in meinem Sprachgebrauch noch nicht.

Nein ich verneige mich nicht! Ich bedauere den Tod der Menschen als solcher. Wer sich für den "Job" als Soldat entscheidet, muß wissen was er tut.
Das er Handlanger der gerade Machthabenden ist und diese möglicherweise internationalen Zwängen unterworfen wurden.

Ich finde es schändlich, das das eingetreten ist, was 1990 prophezeiht wurde. Deutschland ist "offiziell" wieder eigenständig und hat auch militärische Verpflichtungen gegenüber den machthabenden Führungsgremien der Welt. Schade, dass die uns regieren Wollenden nicht den Schneid hatten und haben, ein deutliches NEIN zu sagen.

Letztlich kann man auch daran verdienen (Forderung nach besserer Ausrüstung) und da sind Menschen, gleich auf welcher Seite, egal. Trotz Heuchelei und symbolischen, relativ kostenfreien Verneigen.

Nein, es ist nicht meine Welt, in der ich zu leben verurteilt bin. Deshalb "piesacke" ich weiter. Vielleicht findet man ja im Laufe der einem verbleibenden
Zeit Verbündete, Mitstreiter, Nachfolger.
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Arwing am 16:45:37 Sa. 10.April 2010
Ich verneige mich vor den toten Bundesehrsoldaten auch nicht. Denn: „Wer das Schwert nimmt, der soll durch das Schwert umkommen". Dieses Zitat soll sich in diesem Kontext natürlich nur auf Angriffskriege beziehen bzw. auf militärische Handlungen jener Mächte, die anderen ihre achso freiheitlichen Werte mit Gewalt aufzwingen wollen.
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Ziggy am 18:18:28 Sa. 10.April 2010
Zitat
Sechs afghanische Soldaten starben am Karfreitag durch Beschuss deutscher Soldaten. Nach SPIEGEL-Informationen haben Nato-Ermittlungen nun ergeben, dass schlechte Licht- und Wetterverhältnisse mit schuld waren.
Aha. Schlechte Licht- und Wetterverhältnisse. Da kann man mal sehen. Ich als unbedarfter Zivilist hätte das jetzt einfach unreflektiert auf die Tatsache geschoben, daß da unten Krieg ist. Aber Gottseidank gibt es ja Fachleute, die das umgehend richtigstellen. Puuuh. Glück gehabt.

Quelle (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,688245,00.html)
Titel: Kanonenfutter, Drogendealer, Kasinoschurken, Spendensumpfer, Geheimdienstler...
Beitrag von: schwarzrot am 20:20:28 Sa. 10.April 2010
Kann ich kaum glauben, ich halt je eigentlich nix von verschwörungtheorien, wär also prima, wenn jemand im forum dies wiederlegen könnte:
Operation Sarkozy:
http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=8349&Itemid=1 (http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=8349&Itemid=1)
System Merkel:
http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_10/LP05810_260210.pdf (http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_10/LP05810_260210.pdf)

Wenn das stimmt, sind die paar im wüstensand krepierten jugendlichen abenteuerer, mit 'gefahrenzulage', in uniform, sehr gut 'angelegt'...  :(

Oder bin ich da irgendwelchen 'infokriegern' auf den leim gegangen?
Titel: Re:Kanonenfutter, Drogendealer, Kasinoschurken, Spendensumpfer, Geheimdienstler...
Beitrag von: Galenit am 10:53:48 So. 11.April 2010
Oder bin ich da irgendwelchen 'infokriegern' auf den leim gegangen?

Das tust Du doch ständig. ;)
Entweder den Öffentlichrechtlichen, die nach Parteienzugehörigkeit berichten oder den Privaten die exklusiv im Sinne von Bertelsmann informieren oder halt den Truthern, den wahren Infokriegern, die sagen das alle anderen Lügen aber genauso die Wahrheit in ihrem Sinne verdrehen wie sie.

Und zu den 3 Toten deutschen Soldaten, wann wird das nächste mal so ein Aufstand gemacht wenn 3 LKW-Fahrer auf der Autobahn bei der Ausübung ihres selbst- und freiwillig gewählten Berufes draufgehen?
Alles verlogenes Heuchlerpack!
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:40:43 Mi. 14.April 2010
(http://www.linkezeitung.de/cms/images/stories/Inland/Militaerpolitik/merkel%20guttenberg.jpg)
Titel: Afghanistan: Protest gegen Nato-Angriff auf Bus
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:56:53 Mi. 14.April 2010
Besatzungssoldaten der Nato haben am Montag das Feuer auf einen Überlandbus eröffnet. Dabei wurden vier Zivilisten getötet, darunter eine Frau, und 18 Personen verletzt. Über 200 aufgebrachte Bewohner des Landes organisierten eine spontane Demonstration, verbrannten Reifen und blockierten die Schnellstraße. "Das ist nicht das erste Mal, dass sie unsere unschuldigen Landsleute töten. Sie machen sich nichts aus dem Leben einfacher Menschen", sagte ein Demonstrant.

http://www.rf-news.de/2010/kw15/13.04.2010-afghanistan-demonstration-gegen-nato-feuer-auf-einen-bus (http://www.rf-news.de/2010/kw15/13.04.2010-afghanistan-demonstration-gegen-nato-feuer-auf-einen-bus)

Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Ziggy am 19:04:01 Fr. 16.April 2010
Das Highlight der Woche war für mich der Auftritt Georg Schramms als "Oberst Sanftleben" in Neues aus der Anstalt am Dienstag.

Einfach großartig. Jeder Schuß ein Treffer!

[RE-EDIT] Neues aus der Anstalt vom 13.04.2010 - Georg Schramm über Afghanistan (http://www.youtube.com/watch?v=ZolBbVtW5NE#)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Halsbandprekari am 13:09:14 Sa. 17.April 2010
Ganz genau: Vor die Särge trete, sich stumm verneigen, abdrehen und nichts sagen. Wo sind Bescheidenheit und Taktgefühl geblieben? Warum kann man nicht auch einfach mal ruhig bleiben?
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 15:40:06 Do. 22.April 2010
Zitat
Freibrief für Luftschlag in Afghanistan
Bundesanwaltschaft stellt Verfahren gegen Oberst Klein ein: "Bombenabwurf zulässig"


Die für den Luftangriff auf Kundus am 4. September 2009 verantwortlichen deutschen Militärs werden juristisch in Deutschland nicht zur Verantwortung gezogen. Die Generalbundesanwaltschaft hat die Einstellung der Verfahren gegen Oberst Klein und Hauptfeldwebel Wilhelm beschlossen.
http://www.heise.de/tp/blogs/8/147468 (http://www.heise.de/tp/blogs/8/147468)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:47:43 Fr. 14.Mai 2010
Hunderte Afghanen protestieren gegen Nato-Angriff

Die Demonstranten trugen die Leichen von neun getöteten Zivilisten durch die Straßen. Sie werfen Nato-Einheiten vor, für ihren Tod verantwortlich zu sein.

(http://diepresse.com/images/uploads/f/2/7/565031/tausende_afghanen_protestieren_gegen_afghanen20100514111516.jpg)

Hunderte Menschen haben am Freitag im Osten Afghanistans gegen einen Militäreinsatz der Nato-Truppen protestiert. Sie warfen den Soldaten vor, bei einer nächtlichen Razzia in der Provinz Nangarhar neun Zivilpersonen getötet zu haben. Die Nato erklärte hingegen, die Soldaten seien von Aufständischen angegriffen worden. In dem darauffolgenden Feuergefecht seien acht Extremisten ums Leben gekommen.

Ein Regierungsvertreter im Bezirk Suhrod sagte, bei den Toten handle es sich um einen Vater, seine vier Söhne sowie vier Mitglieder einer anderen Familie. "Sie waren unschuldig. Sie waren weder Aufständische noch Extremisten", sagte Mohammed Arish. Wütende Demonstranten errichteten am Freitag Straßenblockaden und setzten Autoreifen in Brand. Demonstranten trugen die Leichen und forderten eine Erklärung des Nato-Kommandos.

Karzai: Zivile Opfer reduzieren

Präsident Hamid Karzai hatte am Vortag bei seinem USA-Besuch die Forderung unterstrichen, dass die Zahl der zivilen Opfer bei den ausländischen Militäreinsätzen drastisch reduziert werden müsse. Bei Luftangriffen der US-geführten internationalen Truppen sind in den vergangenen Jahren Hunderte von Zivilpersonen getötet oder schwer verstümmelt worden.

(APA/Reuters/AFP)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Arwing am 19:22:26 Fr. 14.Mai 2010
Scheint so, als sitze Karsai in der Zwickmühle zwischen schwellenden Volkszorn und der eisernen Natofaust :D
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:34:27 So. 23.Mai 2010
Zitat
Taliban greifen Nato-Stützpunkt an

Mit Raketen haben Taliban-Kämpfer die wichtigste Militär-Basis in Kandahar beschossen. Mehrere Menschen wurden verletzt. In den letzten Tagen häuften sich die Attacken.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-05/afghanistan-taliban-angriff (http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-05/afghanistan-taliban-angriff)


Zitat
Britischer Minister will Soldaten abziehen

Neuer Minister, neuer Kurs: Kaum ist der britische Verteidigungsminister Liam Fox im Amt, macht er deutlich, wie er sich Großbritanniens zukünftige Afghanistan-Strategie vorstellt.

(...)
In Afghanistan sind rund 10.000 britische Soldaten im Einsatz. London ist damit nach den USA der zweitgrößte Truppensteller am Hindukusch. Die USA haben in Afghanistan 130.000 Soldaten stationiert und wollen diese vor dem ebenfalls geplanten Rückzug bis zum Sommer um weitere 20.000 aufstocken...
http://www.stern.de/politik/ausland/afghanistan-britischer-minister-will-soldaten-abziehen-1568451.html (http://www.stern.de/politik/ausland/afghanistan-britischer-minister-will-soldaten-abziehen-1568451.html)

Zitat
Köhlers Blitzbesuch in Afghanistan gab den Bundeswehrsoldaten offenbar ein falsches Signal. Der Bundespräsident zog deren Siegeswillen in Zweifel.

Seine Absicht war, mit einem Zwischenstopp in Afghanistan den Soldaten im Camp Marmal den Rücken zu stärken - und in Deutschland mehr Respekt für den Einsatz einzufordern. Seine Wirkung war: Enttäuschung.

Der Besuch von Bundespräsident Horst Köhler im Feldlager Masar-i-Sharif hinterließ bei den Soldaten der Bundeswehr offenbar einen eher schlechten Eindruck.

Nach einem Bericht von Bild am Sonntag stellte der CDU-Mann in einem Gespräch mit  Soldaten indirekt deren Siegeszuversicht in Zweifel. Er habe einige der Truppe gefragt, wie zuversichtlich sie seien. Schweigen. Daraufhin habe Köhler einen US-Presseoffizier angesprochen, der neben ihm stand: "What do you think about Afghanistan?" (Was denken Sie über Afghanistan?). Der Offizier habe geantwortet: "I think we can win this." (Ich glaube, wir können das gewinnen).

Daraufhin habe Köhler sich wieder den deutschen Soldaten zugewandt und gefragt: "Warum höre ich das nicht von Ihnen?"
http://www.sueddeutsche.de/politik/bundespraesident-koehler-in-afghanistan-warum-hoere-ich-das-nicht-von-ihnen-1.948375 (http://www.sueddeutsche.de/politik/bundespraesident-koehler-in-afghanistan-warum-hoere-ich-das-nicht-von-ihnen-1.948375)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 10:43:56 Do. 27.Mai 2010
Kämpft die Bundeswehr auch für wirtschaftliche Interessen? Horst Köhler hat mit einem Interview ein Tabu-Thema berührt. Die SPD zeigt sich empört, die Union verstört - ein Verfassungsrechtler wirft dem Staatsoberhaupt auf SPIEGEL ONLINE gar imperialistische Töne vor.

O-Ton Horst Köhler:
Zitat
Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg.


http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,696982,00.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,696982,00.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:31:26 Do. 27.Mai 2010
(http://polpix.sueddeutsche.com/polopoly_fs/1.950630.1274956527!/image/image.jpg_gen/derivatives/860x860/image.jpg)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 22:57:03 Sa. 29.Mai 2010
Zitat
Die irrtümliche Erschießung von sechs afghanischen Soldaten durch Bundeswehrsoldaten nahe Kundus am 2. April hätte nach "Spiegel"-Informationen verhindert werden können.

Zu diesem Ergebnis komme der geheime Untersuchungsbericht der Nato, berichtet das Magazin. Die Deutschen hätten taktische Informationen nicht ordnungsgemäß verarbeitet. Die afghanischen Soldaten, die dem Konvoi einer deutschen Infanteriekompanie mit einem Geländewagen vom Typ Humvee und einem Ford Ranger entgegenkamen, hätten sich ordnungsgemäß über ihren belgischen Ausbildungsoffizier beim Operationszentrum in Kundus angemeldet. Die Meldung sei aber laut dem Bericht der Internationalen Schutztruppe ISAF dort hängengeblieben.
http://www.fr-online.de/top_news/2699272_Afghanistan-Tod-durch-Informationspanne.html (http://www.fr-online.de/top_news/2699272_Afghanistan-Tod-durch-Informationspanne.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 13:09:11 So. 20.Juni 2010
Zitat
Zahl der Bombenanschläge in Afghanistan fast verdoppelt

New York (dpa) - In Afghanistan hat sich die Zahl der Bombenanschläge zu Beginn des Jahres fast verdoppelt. In den ersten vier Monaten sei die Zahl der Angriffe mit Sprengsätzen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 94 Prozent gestiegen. Das geht aus einem Bericht der Vereinten Nationen hervor. Jede Woche gebe es drei Selbstmordattentate. Pro Monat werden bei zweien solcher Anschläge viele Menschen getötet und verletzt. 2009 gab es im Schnitt nur einen größeren Anschlag pro Monat.
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1003496 (http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1003496)

Zitat
Fünf Bundeswehrsoldaten bei Anschlägen in Nordafghanistan verletzt

Bei mehreren Anschlägen auf Patrouillen der Bundeswehr sind im Norden Afghanistans fünf Soldaten verletzt worden. Wie das Einsatzführungskommando in Potsdam mitteilte, wurde heute früh am Westrand von Kundus ein Bundeswehr-Fahrzeug durch eine Sprengfalle beschädigt. Beim Versuch, es abzuschleppen, detonierte ein weiterer Sprengsatz. Dabei wurden zwei Soldaten leicht verwundet. Bereits gestern waren rund 60 Kilometer südlich des Feldlagers von Feisabad drei deutsche Soldaten und ihr afghanischer Übersetzer durch eine am Straßenrand deponierte Bombe verletzt worden.
DLF -  NACHRICHTEN, Sonntag, 20. Juni 2010 13:00 Uhr
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 13:32:08 So. 11.Juli 2010
Britische Kriegsgegner
Protestzelten im Schatten des Parlaments

(http://www.spiegel.de/images/image-109441-galleryV9-clqb.jpg)
Schandfleck oder gelebte Demokratie? Das Zeltlager der Afghanistan-Kriegsgegner vor dem britischen Parlament entzweit die Londoner. Der konservative Bürgermeister Johnson fürchtet um das Image seiner Stadt und will das Chaoscamp jetzt räumen lassen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,705704,00.html (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,705704,00.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 11:01:17 Mo. 12.Juli 2010
Zitat
Bundeswehr setzt schwere Artillerie gegen Aufständische ein

Blutiges Wochenende in Afghanistan: Aufständische haben Dutzende Menschen getötet, auch die Bundeswehr wurde Ziel eines Angriffs. Erstmals setzten die deutschen Soldaten ihre schwerste Waffe ein - sie beschossen die Angreifer mit einer Panzerhaubitze.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,705848,00.html (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,705848,00.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Irrlichtprojektor am 21:43:42 Mi. 14.Juli 2010
Die Bundeswehrsoldaten welche die Haubitze bedienten, inmitten der Zone "Green" - geschützt hinter Stahl gleich neben dem Camp-Klo, dürfen sich nun Hoffnung machen. Für ihren selbstlosen, heroischen, aufopferungsvollen und einzigartig mutigen Einsatz zum Wohle des Kapitals ...Des Deutschen Volkes ...Frieden/Demokratie/Freiheit ...ach was weiß ich für was die da unten sind würde Köhler vermutlich heute sagen....
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 15:16:07 Fr. 16.Juli 2010
Zitat
Berlin rüstet seine Afghanistan-Truppe auf

Nach den tödlichen Angriffen gegen die Bundeswehr reagiert Deutschlands Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg.


Zu Guttenberg bestätigte in einem am Samstag veröffentlichten Interview des Nachrichtenmagazins «Focus», neben Panzerhaubitzen würden weitere 15 Schützenpanzer vom Typ «Marder», sowie Brückenlege- und Pionierpanzer an den Hindukusch verlegt. «Wir rüsten nicht generell auf, sondern wir reagieren auf die jeweilige Notwendigkeit vor Ort.» Es gebe auch Orte, wo keine Schützenpanzer gebraucht würden.

Für die Zeit nach Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan plädierte Guttenberg für «eine Form der Nachsorge durch die internationale Gemeinschaft», um in Stammesauseinandersetzungen einzugreifen. Speziell ausgebildete und ausgerüstete Kräfte sollten gezielt und punktuell eingesetzt werden. Solche Missionen von Spezialkräften seien ohnehin «generell eine Frage für die Einsatz-Szenarien der Zukunft», sagte der Verteidigungsminister.

Guttenberg äusserte sich optimistisch, dass der Verteidigungshaushalt von Sparmassnahmen weniger hart getroffen werde als bislang geplant. Bei langfristigen Beschaffungen müsse über Schwerpunkte geredet werden. «Aber an einem Punkt hält sich meine Flexibilität in Grenzen: Wir müssen für den Schutz der Soldaten im Einsatz das Notwendige vorhalten. Hier aus kühlen Zahlenerwägungen Geld zu streichen, kann nicht angehen.»
http://bazonline.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Berlin-ruestet-seine-AfghanistanTruppe-auf/story/22614126 (http://bazonline.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Berlin-ruestet-seine-AfghanistanTruppe-auf/story/22614126)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 12:19:05 So. 18.Juli 2010
Zitat
Soldatenmutter will Politiker und Militärs vor Gericht bringen

(http://www.spiegel.de/images/image-112167-panoV9free-ecsf.jpg)
Trauerfeier für Nils Bruns: Am 2.4.2010 wurden der 35-Jährige und zwei Kameraden getötet

Ihr Sohn war der 38. Bundeswehrsoldat, der im Afghanistankrieg ums Leben kam. Jetzt verlangt die Mutter nach SPIEGEL-Informationen, sein Tod solle ein juristisches Nachspiel haben.

Hamburg - Es ist die erste Anzeige einer Angehörigen eines gefallenen Soldaten, die dem Verteidigungsministerium bekannt wurde: Eine Mutter fordert, dass der Tod ihres Sohnes in Afghanistan juristisch aufgearbeitet wird.

Nils Bruns kam am 2. April 2010 ums Leben, es war ihr einziger Sohn. Der 35 Jahre alte Hauptfeldwebel und Vater einer kleinen Tochter war am Karfreitag während eines Feuergefechts mit Taliban durch einen Sprengsatz getötet worden; im selben Gefecht kamen zwei weitere Bundeswehrsoldaten ums Leben.

In dem Strafantrag, den der Anwalt der Mutter verfasst hat und der inzwischen der Staatsanwaltschaft Potsdam vorliegt, heißt es nach Informationen des SPIEGEL: Die Frau sei "nach reiflicher Überlegung und umfassenden Recherchen zu der Überzeugung gelangt, dass der Tod ihres Sohnes zu den gegebenen Umständen hätte verhindert werden können und müssen". Man habe die Einheit ihres Sohnes "unter bewusster Versagung militärischer Hilfe verrecken lassen", heiße es in dem fünf Seiten langen Schreiben weiter.

Zu den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft will das Ministerium nicht Stellung nehmen.


An der Trauerfeier für Bruns und seine beiden Kameraden in Selsingen hatten damals Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) teilgenommen. In ihrer Rede hatte die Kanzlerin damals das Wort Krieg im Zusammenhang mit dem Einsatz in Afghanistan benutzt: "Die meisten Soldaten nennen es Bürgerkrieg oder einfach Krieg. Ich verstehe das gut." Auch Guttenberg hatte erklärt: "Was wir am Karfreitag in Kunduz erleben mussten, bezeichnen die meisten verständlicherweise als Krieg. Ich auch."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,707114,00.html (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,707114,00.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Eivisskat am 20:13:46 Mi. 28.Juli 2010
Zitat
Mord erwünscht

Die Bundesregierung nimmt in Kauf, daß von ihr benannte Personen, die als mutmaßliche Terroristen bezeichnet werden, in Afghanistan von Spezialeinheiten anderer Staaten ermordet werden. Wenn man der Verdächtigen nicht anders habhaft werden könne, sei im Rahmen der Verhältnismäßigkeit »auch die gezielte Tötung im Einklang mit dem Völkerrecht«, behauptete der Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums, Christian Dienst, am Mittwoch in Berlin. »Und so handeln auch die Amerikaner«, ergänzte er. Es gebe keine Überlegung, die Zusammenarbeit einzuschränken. Demgegenüber hatte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Christian Ströbele am Mittwoch im jW-Interview zu dieser Praxis erklärt: »Das ist eindeutig extralegal. Wenn jemand auf so eine Liste kommt, ist das häufig sein Todesurteil, ohne Gerichtsverfahren.«



weiter: http://www.jungewelt.de/2010/07-29/060.php (http://www.jungewelt.de/2010/07-29/060.php)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Troll am 17:37:21 Sa. 31.Juli 2010
Zitat
Traumatisierte Soldaten
Durchs Rost gefallen

Ein Elitesoldat wird in Afghanistan verletzt und als „vorübergehend dienstunfähig“ aus der Bundeswehr entlassen. Inzwischen lebt er von Hartz IV und manchmal auch im Wald. Wen kümmert's?

Von Katrin Hummel

Quelle und vollständiger Artikel: FAZ (http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~EEDDFFC6598104478B941601C5901E83E~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 09:37:12 Mi. 04.August 2010
Kabul: Demo gegen US-Militär und Allierte

Heute haben in Kabul etwa 400 Menschen gegen die wiederholten, zahlreichen zivilen Opfer durch NATO-Truppen in Afghanistan demonstriert. Anlass war eine Bombardierung vor einer Woche in einem Dorf in der Provinz Helmand bei der 52 Zivilisten getötet und zahlreiche weitere verletzt wurden.

(http://media.de.indymedia.org/images/2010/08/287090.jpg)
Frauen haben die Demonstration angeführt und dominiert.
Es wurde ein Haus getroffen, in dem überwiegend Frauen und Kinder Zuflucht gesucht hatten vor dem Angriff, der auf das Nachbardorf vermutet wurde, weil sich dort Taliban aufgehalten hatten. Die Demonstration hat sich für ein sofortiges Ende der Tötung von Zivilisten ausgesprochen und dafür, dass das internationale Militär das Land verlassen soll, wenn sie weiter so handeln.

Es wurden ausdrücklich keine Forderungen an die Regierung oder internationale Institutionen gestellt, sondern die Demonstration richtet sich an die Menschen, sich der Situation bewusst zu werden und zu handeln. Aufgerufen hatte Hambastagi, Solidarity Party of Afghanistan (www.hambastagi.org (http://www.hambastagi.org)). Diese Partei hat sich gerade legalisiert und registrieren lassen, kandidiert aber nicht zu den bevorstehenden Parlamentswahlen. Sie wollen mit den Menschen an der Basis arbeiten.

Die Demonstration hatte die US-Botschaft zum Ziel, durfte diesen Weg aber nicht gehen. (Zwei Tage zuvor war es zu Ausschreitungen in Kabul gekommen, bei der zwei US-Botschaftsfahrzeuge in Brand gesetzt wurden.) Sie führte durch Marktstraßen und die Innenstadt. Die ganze Zeit wurden Slogans gerufen, es gab viele Spruchbänder und Poster, zum Abschluss wurde eine kurze Rede gehalten.
(http://media.de.indymedia.org/images/2010/08/287091.jpg)
(http://media.de.indymedia.org/images/2010/08/287095.jpg)
(http://media.de.indymedia.org/images/2010/08/287098.jpg)

http://de.indymedia.org/2010/08/287088.shtml (http://de.indymedia.org/2010/08/287088.shtml)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:07:50 Mo. 16.August 2010
Zitat
Über 2000 Nato-Soldaten in Afghanistan getötet

Laut der unabhängigen Website icasualties.org starben seit der US-Invasion in Afghanistan 2001 bis heute 2002 Nato-Soldaten, darunter 1.226 US-Soldaten und 331 Angehörige der britischen Streitkräfte. Die Verluste weisen eine steigende Tendenz auf: allein in diesem Jahr starben 434 Soldaten, 2009 waren es insgesamt 521. Zur Zeit sind in Afghanistan 140.000 ausländische Besatzungstruppen im Einsatz.
http://www.rf-news.de/2010/kw33/16.08.10-ueber-2000-nato-soldaten-in-afghanistan-getoetet (http://www.rf-news.de/2010/kw33/16.08.10-ueber-2000-nato-soldaten-in-afghanistan-getoetet)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 18:20:38 Mi. 18.August 2010
Zur Diskussion um die Beteiligung der Bundeswehr an gezielten Tötungsaktionen erklärt Christine Buchholz, Mitglied im Geschäftsführenden Parteivorstand der Partei DIE LINKE:
Zitat
Im Tagesspiegel räumt mit dem Brigadegeneral Josef Dieter Blotz, Sprecher der Isaf-Truppe, erstmals ein hoher Militär in deutlichen Worten ein, dass das Kommando Spezialkräfte (KSK) an Liquidierungsaktionen in Afghanistan beteiligt ist. Die Beteiligung an gezielten Tötungen und die Zuarbeit zu "Joint Priority Effects Lists", sogenannten Todeslisten, sind bisher immer dementiert worden. Offensichtlich ist das eine weitere Kriegslüge. Das KSK ist seit 2001 am Krieg in Afghanistan beteiligt. Selbst Abgeordnete des Bundestages werden über ihre Einsätze nicht informiert. Die Operationen der Spezialkräfte sind nicht wegzudenkender Teil des Krieges in Afghanistan, dessen Ziel die Aufstandsbekämpfung ist. Deshalb muss die Bundeswehr samt ihrer Spezialkräfte unverzüglich abgezogen werden.
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 14:41:30 Mo. 23.August 2010
Zitat
Armee im Chaos und Drogen für Polizei

Das afghanische Heer ist in einem desolaten Zustand: Bei der Offensive in Helmand verlor es nach Medienberichten 60 Prozent der im Kampf engagierten Truppen - durch Verletzte, aber auch durch Deserteure und Demissionen.



Paris. Das afghanische Heer hat nach französischen Berichten bei der Offensive in Helmand 60 Prozent seiner im Kampf engagierten Truppen eingebüßt. Es habe zwar nur wenig Tote gegeben. Dazu kämen aber Verletzte, Deserteure und Demissionen.

Das schreibt das Pariser Wochenblatt "Le Canard enchaîné" unter Berufung auf Berichte französischer Offiziere an Präsident Nicolas Sarkozy.

Wenig ermutigend sind auch französische Militärberichte über die afghanische Polizei. Mehr als die Hälfte der Rekruten nehme Drogen, schreibt das Blatt, das regelmäßig aus geheimen Militärdossiers zitiert. Nur zehn Prozent würden abgewiesen. Die französischen Soldaten berichteten von Desertionen, Korruption, Alkoholismus und Brutalität der Polizisten gegen Bürger. "Mehr als ein Viertel der registrierten Mannschaften sind "Phantompolizisten", was den örtlichen Chefs erlaubt, sich ihren Sold anzueignen."

Der kürzlich in den Ruhestand getretene französische Generalstabschef Jean-Louis Georgelin habe in seinem "Afghanistan-Testament" die Meinung vertreten, dass Frankreich "in dem Saustall nichts zu suchen" habe. Sarkozy widersetze sich nun dem Drängen der USA nach Truppenverstärkung und werde nur 80 zusätzliche Ausbilder schicken. (dpa)
http://www.fr-online.de/politik/spezials/einsatz-in-afghanistan/armee-im-chaos-und-drogen-fuer-polizei/-/1477334/2704156/-/index.html (http://www.fr-online.de/politik/spezials/einsatz-in-afghanistan/armee-im-chaos-und-drogen-fuer-polizei/-/1477334/2704156/-/index.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: admin am 18:35:57 Do. 07.Oktober 2010
(http://polpix.sueddeutsche.com/polopoly_fs/1.1009531.1286464451!/image/image.jpg_gen/derivatives/860x860/image.jpg)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 14:17:42 So. 12.Dezember 2010
Zitat
Afghanen protestieren gegen Nato-Truppen

Der Hass auf die Nato-Soldaten macht sich bei einer Demonstration Luft. Zur gleichen Zeit töten die Koalitions-Truppen 25 Aufständische.


(http://www.welt.de/multimedia/archive/01273/cc_afghanistan_DW__1273143p.jpg)

Die Koalitionstruppen in Afghanistan haben bei einem Luftangriff im Osten des Landes nach Nato-Angaben mehr als 25 Aufständische getötet. Soldaten seien am Samstag im Bezirk Nari in der Provinz Kunar nahe der pakistanischen Grenze von Aufständischen bedroht worden und hätten Unterstützung aus der Luft angefordert, teilte die Allianz mit.

Ebenfalls in Kunar wurde am Samstag eine Nato-Patrouille beschossen. Die Truppen im Bezirk Dara Pech erwiderten laut Nato das Feuer, dabei wurden mehrere Angreifer getötet.

In der Provinz Paktia demonstrierten rund 500 Afghanen gegen die ausländischen Truppen. Sie riefen „Tod den Amerikanern“. Der Grund für die Proteste waren offenbar Berichte, wonach Nato-Soldaten sieben Mitglieder einer privaten Sicherheitsfirma erschossen haben sollen. Der Vorfall werde untersucht, teilte das Bündnis mit. So werde geprüft, wer die Toten waren, warum sie bewaffnet waren und warum sie sich zu diesem Zeitpunkt dort aufgehalten haben.
http://www.welt.de/politik/ausland/article11573374/Afghanen-protestieren-gegen-Nato-Truppen.html (http://www.welt.de/politik/ausland/article11573374/Afghanen-protestieren-gegen-Nato-Truppen.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 10:32:03 Di. 14.Dezember 2010
Zitat
Truppenbetreuung
Good Morning, Afghanistan


(http://www.tagesspiegel.de/images/mcandrews-dpa/3622198/3.JPG?format=format14)
Das britische Model Nell McAndrews zu besuch in Basra.

Die Show für die Truppen ist so alt, wie es Truppen gibt. Warum reist der Verteidigungsminister mit Gattin ins Kriegsgebiet? Eine kleine Geschichte der Truppenbetreuung.

Xavier Naidoo war da, Peter Maffay, Gunter Gabriel, die Coverband Pink Mail und ein Esslinger Polizeiorchester. Bisher war vom Entertainment für deutsche Soldaten im Auslandseinsatz wenig zu hören. Aber nun kommt Stephanie zu Guttenberg.

Das Glamourpaar der deutschen Politik ist mit Talkmaster Johannes B. Kerner im Schlepptau nach Masar-i-Scharif geflogen, dem deutschen Hauptquartier in Afghanistan (siehe S. 1 und 4). Das gibt Fotos von der Verteidigungsministergattin mit Splitterschutzweste und Stahlhelm zur Lederreisetasche, wahlweise mit Tablett in der Kantine, an der Seite einer Soldatin und freundlich beäugt von deren Kollegen in der Essensschlange.

Richtig glamourös ist das nicht, auch ein Kerner-Talk mit Soldaten-Staffage erhöht den Fun-Faktor für die Truppe kaum. Und die Opposition schimpft über die „ministerielle PR-Aktion“ samt Banalisierung der Risiken.

Dabei ist die Show für die Truppen so alt, wie es Truppen gibt. Wer Krieg führt, braucht nicht nur den berühmten Rückhalt in der Bevölkerung, sondern auch Spaß: als Ablenkungsmanöver vom harten Soldatenjob und als Zeichen eben jener Zivilität, die im Krieg nicht selten verteidigt wird. Wer Militäreinsätze organisiert, muss folglich für moralischen Rückhalt sorgen, für seelische Erbauung und erotischen Ausgleich. Party als psychologische Kriegsführung, ein Stück Normalität mitten im permanenten Ausnahmezustand. Auch Soldaten sind Menschen.

Seit altersher gab es die mitreisenden Priester, die Soldatenhure, die Drogen, die Feldpost. Heutzutage sollen nicht nur Armeesender („Good Morning Vietnam“) die Kampfkraft stärken, sondern auch Promis – Präsidenten und Politstars ebenso wie Showgrößen aus Film, Pop und Fernsehen. In Amerika hat das Tradition. Marlene Dietrichs Besuch der gegen Hitlers Wehrmacht kämpfenden US-Truppen ist Legende - und wurde ihr von den Deutschen beschämend lange nicht verziehen. Nicht minder legendär sind Marilyn Monroes Auftritte in Korea, wo sie 1954 in vier Tagen vor über 100 000 Soldaten sang – und dafür eigens ihre Flitterwochen unterbrach.

Auch Fred Astaire und die Marx Brothers gaben sich im Zweiten Weltkrieg die Ehre, nach Vietnam reisten Jayne Mansfield, John Wayne, Sammy Davis jr. – und Bob Hope mit seinen Weihnachtsspecials. Im Kosovo traten Karat und No Angels auf. Die Irakkämpfer wurden unter anderem von Angelina Jolie und Brad Pitt, Jennifer Lopez, Robin Williams, Bruce Willis und dem Rapper 50 Cent versorgt. Den Soldaten zuliebe erinnerte sich Schwarzenegger sogar an sein früheres Leben und brachte einen „Terminator“-Film mit. Je größer die Antikriegsstimmung, desto mehr sank jedoch der Glamour bei der US-Truppenbetreuung. Irgendwann kam nur noch B-Prominenz.

Stars an die Front, eine Prozedur mit Risiken und Nebenwirkungen. Der Patriot Glenn Miller, der seine Jazzkarriere unterbrach, um das Army Air Force Orchestra zu leiten, kam 1944 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben, auf dem Weg zu einem Pariser Konzert mit der Musikertruppe. Xavier Naidoo beteuerte auf seiner Homepage, dass er den Bundeswehreinsatz nicht grundsätzlich befürworte und sich auch nicht in Szene setzen wolle. Pink Mail wiederum durften ihren Song „Afghanistan“ nicht spielen, wegen der Zeile „Auch wenn die Lage scheiße ist, wir bleiben trotzdem hier“. Nur zwei Dosen Bier waren pro Konzertbesucher erlaubt.

Das schrillste Bild für den Wahnsinn, mitten im Kampf den ganz normalen Entertainmentwahnsinn zu veranstalten, hat Francis Ford Coppola in „Apocalypse Now“ gefunden: mit einer Armada von Playboybunnies, die auf Hubschraubern im Dschungel von Indochina einfliegt.

Fazit: Die Deutschen üben noch, was die Truppenbetreuung betrifft. Stephanie zu Guttenberg als unsere Marilyn? „Das ist kein spaßiger Ausflug“, betonte sie nach ihrer Ankunft.
http://www.tagesspiegel.de/kultur/good-morning-afghanistan/3621876.html (http://www.tagesspiegel.de/kultur/good-morning-afghanistan/3621876.html)


(http://d1.stern.de/bilder/stern_5/politik/2010/KW50/Guttenbergs_Afghanistan/Guttenbergs_Afghanistan_11_maxsize_735_490.jpg)(http://d1.stern.de/bilder/stern_5/politik/2010/KW50/Guttenbergs_Afghanistan/Guttenbergs_Afghanistan_12_maxsize_735_490.jpg)(http://d1.stern.de/bilder/stern_5/politik/2010/KW50/Guttenbergs_Afghanistan/Guttenbergs_Afghanistan_8_maxsize_735_490.jpg)(http://d1.stern.de/bilder/stern_5/politik/2010/KW50/Guttenbergs_Afghanistan/Guttenbergs_Afghanistan_14_maxsize_735_490.jpg)(http://d1.stern.de/bilder/stern_5/politik/2010/KW50/Guttenbergs_Afghanistan/Guttenbergs_Afghanistan_15_maxsize_735_490.jpg)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Eivisskat am 10:50:34 Di. 14.Dezember 2010
Kann mal bitte Jemand die Gesichter von Nell McAndrews und der Guttenberg-Gans austauschen, damit's auch  richtig paßt?

 :-X
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: antonov am 17:47:19 Di. 14.Dezember 2010
(http://www.abload.de/img/gutb2ba4d.jpg)

so mal auf die schnelle
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Eivisskat am 17:54:51 Di. 14.Dezember 2010
Siehste, gut gemacht, paßt doch genial... ;D :D ;)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Strombolli am 18:20:01 Di. 14.Dezember 2010
Man kann es nur mit einer Art Humor nehmen, sonst gerät man an den Suff!
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Eivisskat am 21:43:01 Fr. 14.Januar 2011
Gruselig... :o

Zitat
Kampfeinsatz im Landtag

Gespenstische Szenen am Freitag im niedersächsischen Landtag in Hannover: Während Feldjäger und Polizei Kriegsgegner, darunter gewählte Parlamentarier, draußen auf Abstand halten, werden im Plenarsaal von Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg 250 Soldaten mit Tschingderassabum und Nationalhymne in den Krieg verabschiedet.

An der Seite des Freiherrn Generalmajor Markus Kneip, Kommandeur der 1. Panzerdivision, die seit diesem Monat als sogenannte Leitdivision die Führung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr innehat. »Ihre Einsätze sind in ihrer Wichtigkeit kaum zu beschreiben«, rief der Minister den in Sonntagsuniform in den Landtag eingerückten Soldaten zu. Die Situation in Afghanistan dürfe man nicht »weichzeichnen«, sondern müsse sie klar als Krieg benennen.

Ginge es nach Guttenberg, sollten die Truppen künftig immer aus dem Plenarsaal heraus ins Einsatzgebiet geschickt werden – neben Afghanistan nach Bosnien-Herzegowina und in den Kososo. Noch ist Niedersachsen das einzige Bundesland, das ein solches »Festakt« genanntes Spektakel inszeniert. Die »Feier« am Freitag war die fünfte ihrer Art. Guttenberg dankte dem Bundesland für diese »schöne, bewährte Tradition«. An ihr sollten sich andere ein Beispiel nehmen. »Es wäre schön, wenn das Schule machen würde«, so der Bundesminister.

Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister und Landtagspräsident Hermann Dinkla (beide CDU) überreichten – wie in einem schlechten Hollywood-Film – Generalmajor Kneip, jeweils eine Landesflagge für den Einsatz. »Kommen Sie heil nach Hause, wir brauchen sie«, zitierte die Nachrichtenagentur dapd den Regierungschef. Den Uniformen im Parlament hatten neben Vertretern der CDU und FDP auch Abgeordnete von SPD und Bündnis 90/Die Grünen Reverenz erwiesen.

Einzig die reservierten Plätze für Die Linke blieben leer. Deren Abgeordnete protestierten vor dem Landtag mit Friedensaktivisten gegen die Verlängerung des Krieges. Am Ausrollen eines Transparents mit der Aufschrift »Friedenstauben statt Soldaten nach Afghanistan« wurden sie gewaltsam durch Polizei und Feldjäger gehindert.

»Wir wollen, daß sich die Bundeswehr unverzüglich aus Afghanistan zurückzieht«, erklärte der niedersächsische Landesvorsitzende der Linkspartei, Manfred Sohn. »Wir wollen, daß die dort eingesetzten niedersächsischen Soldaten und Polizisten gesund und lebendig in unsere Heimat zurückkommen und nicht im Zinksarg, verletzt, gewalt-gewöhnt oder traumatisiert. Dort werden weder der Frieden noch Frauenrechte verteidigt, sondern deutsche Großwahninteressen.«

Besonders betroffen zeigte sich der niedersächsische Linke-Chef über die Bereitschaft der SPD, der Verlängerung des Kriegseinsatzes im Bundestag Ende des Monats abermals zuzustimmen: »Die SPD hat ihre Wurzeln zur Friedenspolitik Willy Brandts gekappt. Sie bleibt – was wir furchtbar finden – Kriegspartei.« Ernüchternd sei auch, daß die Grünen weiterhin erwägen, der Mandatsverlängerung zuzustimmen oder sich im Bundestag wie im Vorjahr der Stimme zu enthalten. Die Frage Krieg oder Frieden sei »einer Enthaltung nicht zugänglich«, so Sohn.


http://www.jungewelt.de/2011/01-15/060.php (http://www.jungewelt.de/2011/01-15/060.php)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Troll am 10:23:24 Mi. 19.Januar 2011
Zitat
Bundeswehr in Afghanistan
Feldpost systematisch geöffnet

19.01.2011
Briefe deutscher Soldaten in Afghanistan sind in großer Zahl geöffnet in der Heimat angekommen, manchmal waren die Kuverts sogar leer - der Bundeswehrverband spricht von Straftaten.

Quelle und mehr: SZ (http://www.sueddeutsche.de/politik/bundeswehr-in-afghanistan-feldpost-systematisch-geoeffnet-1.1048170)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 12:39:44 Do. 27.Januar 2011
Christian Ströbele über Afghanistan-Einsatz

(http://www.taz.de/uploads/hp_taz_img/smal/stroebele-neu.20110127-08.jpg)

Die Rede, die ich für die Grünen im Bundestag halten will, die sie mich aber nicht halten lassen.

Zitat
Ich lehne eine erneute Verlängerung des Isaf-Mandats der Bundeswehr ab.

Das ehemals fast friedliche Isaf-Mandat für die deutschen Soldaten für den Schutz der Regierung und Verwaltung in Kabul und mit dem Auftrag, Waffen nur einzusetzen zum Schutz der Bevölkerung oder zum Eigenschutz in der konkreten Situation, ist von Nato und Bundesregierung pervertiert worden in ein Mandat zum Krieg. Krieg mit immer mehr Soldaten und mit immer mehr Opfern.

Unter diesem Mandat wurden im letzten Jahr mehr Menschen getötet und verletzt als jemals zuvor unter dem Kampfmandat "Enduring Freedom". Über 10.000 Zivilisten, Polizisten, Staatsangestellte, Soldaten und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen haben ihr Leben verloren. Die Zahl der Nato-Soldaten wurde um mehr als 30 Prozent auf ca. 140.000 erhöht, die der deutschen auf 5.350 aufgestockt. Die neue Strategie heißt "Partnering". Unter dieser Tarnbezeichnung zieht die Nato in Kampfeinsätze Seit an Seit mit Afghanen, zuweilen auch ohne diese. Großoffensiven in Helmand oder Kandahar sowie im Norden, wo die Bundeswehr die Verantwortung trägt. Und die Nato unterstützt die Tötung von Zielpersonen (Targeting).

Die Bundesregierung stellt eine verbesserte Sicherheitslage fest und gibt sich zuversichtlich. Stattdessen aber verschlechtert sich die militärische Lage jedes Jahr dramatisch. So werden trotz Großoffensive aus der Provinz Helmand ein Jahr später schwerste Verluste der Nato gemeldet. Im letzten Monat starben 25 alliierte Soldaten, meist aus den USA. Der UN-Sonderbeauftragte für Afghanistan von 2008 bis 2010, Kai Eide, stellte fest, "aus der "Clear - hold - build"-Strategie sei eine "Clear and again clear"-Übung geworden." Das heißt: Die Regionen werden nicht gehalten oder gar aufgebaut, sondern nur immer wieder gesäubert. In Marja begann im Februar 2010 eine Nato-Offensive, die drei Monate später erfolgreich beendet sein sollte. Heute steht fest, sie ist gescheitert.

Die US-Streitkräfte verstärken den Offensivkrieg im Rahmen der "Counter Insurgency" durch extralegale Hinrichtungen in nie gekanntem Ausmaß. Hunderte von Zielpersonen werden Opfer von Kommandooperationen. Immer mehr unbemannte Drohnen werden in Afghanistan und im angrenzenden Pakistan eingesetzt. Die USA verweigern jede nähere Auskunft zu diesen Operationen. Aber nach Medienberichten sollen nur etwa ein Drittel Aufständischen gegolten haben. Laut New York Times gab es 2010 sechsmal so viele solcher Kommandooperationen. Auch die Bundeswehr benennt Zielpersonen für die Targeting-Listen von Isaf bzw. Nato.

Diese Geheimoperationen treiben den Aufständischen immer mehr Kämpfer zu. Sie verhindern Verhandlungslösungen. Denn wie soll mit denen verhandelt werden, die mit Drohnen gejagt und getötet werden?

Das Ansehen der Deutschen in Afghanistan sinkt rapide, und auch die Bundeswehr wird immer mehr als Besatzer wahrgenommen. Deutsche Hilfsorganisationen meiden deshalb die Nähe zum Militär. Ihre Mitarbeiter verlassen die sicheren Orte möglichst nur noch in besonders gesicherten Fahrzeugen.

Die Fortsetzung des Krieges ein, vier oder mehr Jahre ist unverantwortlich. Nichts spricht für die Zuversicht der Bundesregierung, sondern vieles dafür, dass sich die Sicherheitslage weiter verschlechtern wird, vor allem die Erfahrung der Verschlechterung der letzten Jahre. Jedes weitere Jahr Krieg kann weitere zehntausend Mensch das Leben kosten. Und was ist, wenn auch in vier Jahren die Sicherheitslage den Abzug nicht zulässt? Dann sind Zehntausende zusätzlich getötet und verletzt worden. Der von uns geforderte wirkliche Strategiewechsel sowie Bemühungen, die Gewalteskalation zu beenden, sind nicht erkennbar. Immer weiter Krieg führen macht keinen Sinn. Wir brauchen den wirklichen Strategiewechsel.

Die Bundeswehr stoppt unverzüglich alle militärischen Offensivoperationen. Sie stellt die Beteiligung an Kommandounternehmen ein. Sie beschränkt sich auf Notwehr und Nothilfe. Sie strebt zunächst Waffenstillstandsvereinbarungen mit allen Aufständischen an, die dazu bereit sind. Solche gab es immer wieder örtlich und regional. Auch die nationale Friedens-Jirga hatte sich bereits im Jahr 2009 bereit erklärt, die Gespräche mit Kommandeuren der Aufständischen in der Provinz Kundus jederzeit wiederaufzunehmen.

Es beginnen Verhandlungen mit den Aufständischen und der Regionalverwaltung unter Beteiligung von VertreterInnen der Zivilgesellschaft über die Zukunft dieser Region und des Landes. Ziel sind Vereinbarungen zur Einhaltung der Menschenrechte und der afghanischen Verfassung, zu verstärkten Aufbauhilfen sowie zum raschen Abzug der Bundeswehr. Alle Finanzmittel, die durch die Einstellung der militärischen Operationen und die Reduzierung des Militärs frei werden, werden der Bevölkerung bzw. dort aktiven Nichtregierungsorganisationen (NRO) unter internationaler Aufsicht für den Aufbau zur Verfügung gestellt.

Gleichzeitig setzt sich die Bundesregierung bei den Nato-Partnern und in der UNO dafür ein, dass alle militärischen Offensivoperationen, insbesondere die Drohnenangriffe, in Afghanistan sofort eingestellt werden und Waffenstillstand überall regional, in Provinzen und möglichst landesweit mit den Aufständischen vereinbart wird. Verhandlungen über die Zukunft des Landes unter Beteiligung der Regierung und Vertretern der Zivilgesellschaft werden mit den Aufständischen begonnen. Die Nachbarstaaten Afghanistans werden in die Verhandlungen einbezogen.

Auch der UN-Beauftragte Kai Eide hat am 29. 12. 2010 vorgeschlagen, zu prüfen, wie die militärischen Aktionen zurückgefahren werden können, wie begrenzte Einstellungen von Kampfhandlungen ermöglicht und wie sie zunächst zeitlich und regional begrenzt sowie dann entsprechend ausgedehnt werden können, falls sie sich als erfolgreich erweisen.

Deutschland und die Nato müssen wenigstens versuchen, neue Wege gehen, da die bisherigen in die Irre geführt haben.
http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/aendert-endlich-die-strategie/ (http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/aendert-endlich-die-strategie/)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 09:50:25 Di. 01.Februar 2011
Zitat
Afghanistan
Soldat hält seinem Kameraden Waffe an den Kopf


Von P. Blechschmidt

In der Einheit, in der ein Soldat durch die Kugel eines Kameraden starb, gerät ein Streit zweier Soldaten völlig außer Kontrolle. Politiker fürchten, dass die Truppe den "Respekt vor der Waffe" verliert.

In Afghanistan ist es erneut zu einem Zwischenfall durch vorschriftswidrigen Umgang mit Waffen gekommen. Wie am Montag bekannt wurde, hat ein Soldat mit Mannschaftsdienstgrad einem Kameraden eine geladene Pistole an den Kopf gehalten. Dieser konnte die Waffe beiseiteschlagen. Ein Schuss löste sich nicht, verletzt wurde niemand.

Von Bedeutung ist der Vorfall deshalb, weil er dieselbe Einheit betraf, in der am 17. Dezember ein Soldat durch den Schuss aus der Waffe eines Kameraden getötet worden war. Deshalb sah sich das Verteidigungsministerium am Montag auch veranlasst, die Obleute der Fraktionen im Verteidigungsausschuss des Bundestags frühzeitig und von sich aus über den Zwischenfall zu unterrichten.

Nach dem tödlichen Schuss in einem Zelt des Außenpostens OP North nördlich von Baghlan, von dem aus das in Masar-i-Scharif stationierte Ausbildungs- und Schutzbataillon (ASB) operiert, hatten sich die Parlamentarier über unzureichende Informationen aus dem Ministerium beklagt. Insbesondere war kritisiert worden, dass das Ministerium nicht mitgeteilt hatte, dass zumindest ein Zeuge ausgesagt hatte, die Soldaten hätten sich gegenseitig Waffen "vor die Nase" gehalten.

Angesichts des Vorfalls vom 17. Dezember äußerten Politiker und Offiziere am Montag Unverständnis über den neuen Zwischenfall. Nach den vorliegenden Informationen waren am Freitag voriger Woche in einem Transportfahrzeug des Typs Dingo auf einer Patrouillenfahrt außerhalb des OP North zwei Soldaten der 2. Kompanie des ASB in Streit geraten.

"Von Einzelfällen kann keine Rede mehr sein"

Der Grund war am Montag noch nicht bekannt, es soll sich um eine persönliche Auseinandersetzung gehandelt haben. Im Verlauf des Streits zog ein Stabsgefreiter die Pistole eines Hauptgefreiten aus dessen Halfter und hielt sie dem Kameraden an den Kopf. Dem Soldaten droht nun die Rückführung in die Heimat und schlimmstenfalls die Entlassung aus der Bundeswehr.

Der Links-Abgeordnete Paul Schäfer sagte der Süddeutschen Zeitung, es könne wohl kaum noch die Rede davon sein, dass der Todesschuss vom 17. Dezember ein Einzelfall sei. Hier stelle sich die Frage nach Ausbildung und Führung der Soldaten - unabhängig davon, dass man am besten den Einsatz in Afghanistan ganz beenden würde. Dann würde sich das Problem gar nicht stellen.

Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Rainer Arnold sagte, er sehe sich in seiner Sorge bestätigt, dass die Hemmschwelle im Umgang mit Waffen sinke. Man müsse schon genau hinsehen, wie sich junge Menschen Anfang 20 im Einsatz veränderten und ob sie unter dem Druck des Kämpfenmüssens ihre innere Stabilität wahren könnten. An die Adresse von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sagte Arnold, der Minister täte gut daran, stärker auf erfahrene Abgeordnete zu hören und deren Mahnungen nicht als unbegründete Behauptungen abzutun.

Der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus hatte in der vorigen Woche davor gewarnt, durch den ständigen Umgang im Einsatz könne der "Respekt vor der Waffe" verlorengehen.
http://www.sueddeutsche.de/politik/afghanistan-soldat-haelt-seinem-kameraden-waffe-an-den-kopf-1.1053563 (http://www.sueddeutsche.de/politik/afghanistan-soldat-haelt-seinem-kameraden-waffe-an-den-kopf-1.1053563)
Titel: Friendly Fire
Beitrag von: Kuddel am 12:42:14 Fr. 18.Februar 2011
Zitat
Bundeswehrsoldat getötet

In einem deutschen Außenposten in Nordafghanistan ist am Freitagmorgen ein deutscher Soldat getötet worden. Zugleich wurde ein weiterer Fall geöffneter Feldpostbriefe bekannt sowie das Scheitern eines Strafprozesses gegen Oberst Klein.

(...)
Der Täter, vermutlich ein afghanischer Soldat, sei erschossen worden. (...)
http://www.fr-online.de/politik/bundeswehrsoldat-getoetet/-/1472596/7208800/-/index.html (http://www.fr-online.de/politik/bundeswehrsoldat-getoetet/-/1472596/7208800/-/index.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 13:32:31 So. 20.Februar 2011
64 Zivilisten binnen vier Tagen getötet

Bei Angriffen der NATO und der afghanischen Armee - Fast die Hälfte der Opfer sind Kinder und Jugendliche


Asadabad - Im Osten Afghanistans sind in den vergangenen Tagen nach Angaben eines Regionalgouverneurs 64 Zivilisten bei Einsätzen der afghanischen und NATO-Kräfte ums Leben gekommen. Fast die Hälfte der Todesopfer seien Kinder und Jugendliche, sagte der Gouverneur der Provinz Kunar, Fazlullah Wahidi, am Sonntag der Agentur Reuters. Auch seien unter den Toten 20 Frauen.

Die Zivilisten seien innerhalb der vergangenen vier Tage bei mehreren gemeinsamen Bodeneinsätzen sowie Luftangriffen der afghanischen Armee mit den NATO-Truppen getötet worden. Ein Sprecher der westlichen ISAF-Truppe erklärte, das Bündnis gehe Berichten über sieben verletzte Zivilisten nach. Informationen über getötete Zivilpersonen lägen nicht vor.

Zivile Opfer haben in der Vergangenheit zu Meinungsverschiedenheiten zwischen der afghanischen Regierung und ihren westlichen Verbündeten geführt. Die NATO hatte daraufhin die Einsatzrichtlinien vor allem für Luftangriffe verschärft. Daraufhin ging die Zahl ziviler Opfer zurück.
http://derstandard.at/1297818461147/64-Zivilisten-binnen-vier-Tagen-getoetet (http://derstandard.at/1297818461147/64-Zivilisten-binnen-vier-Tagen-getoetet)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 19:16:53 Sa. 26.Februar 2011
(http://d1.stern.de/bilder/stern_5/politik/2011/KW08/Regen/regen_42_maxsize_735_490.jpg)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 18:03:03 Di. 08.März 2011
Zitat
Afghanistan: Demo gegen US Militaerbases

Diesen Sonntag, 6.3.2011, um 10 Uhr fand in Kabul eine Demonstration statt gegen die (dauerhaften) militaerischen Stuetzpunkte der USA in Afghanistan, die als Sklavenkette beschrieben werden. Mehreren hundert Menschen haben teilgenommen und sind lautstark mit vielen Parolen und kurzen Reden mit Megafon durch die alten Marktstrassen der Stadt gelaufen. Am Ende wurde ein Puppe von Obama verbrannt.
Es gab einen direkten Bezug auf die Aufstaende in Nordafrika/Mittlerer Osten.

(http://media.de.indymedia.org/images/2011/03/301900.jpg)

Auf Transparenten und Schilder war zu lesen: "No to Occuation - No US/NATO Military Bases in Afghanistan", "Neither Occupation, nor Taliban and Fundamentalism - a free, democratic and just Afghanistan", "Permanent US Military Bases = Permanent Slavery of Afghan People", "Down with USA, the guardian and master of ruling mafia in Afghanistan", "US military bases will only serve Afghan criminals, drug dealers, and terrorists".
Es gab einen direkten Bezug auf die Aufstaende in Nordafrika/Mittlerer Osten, sowohl im Aufruf, als auch auf Plakaten, beispielsweise war zu lesen: "We send salutations to brave people of Tunisia, Egypt, Iran, Lybia, Yaman etc. for their heroic uprising against tyranny!"

(http://media.de.indymedia.org/images/2011/03/301902.jpg)

Im Aufruf steht: "Those who cite the estabishment of the US military bases in the country as a guarantee for "freedom and democracy" are the recruits elements who are used to have foreign supporters, otherwise they will be forgotten forever as a result of the people's uprising, just like their brothers Zainul Abidin, Mubarak and Qaddai." "The historical uprising of people in several Arab countries is not only against government authorities who have fabulous lives at the costs of cruelty and imposing poverty on the people, but also against the presence of the US military bases in the Arab countries and the influence of Israel in the region. President Obama's administration must realize the fact that alongside the voices of the courageous people of Egypt, Bahrain, Yemen and other Arab countries for democracy that has struck at the foundations of his government and other governments under the US domination, our people will also not stay calm against him and his Afghan counterparts for establishing military bases in Afghanistan. Mr. Obama's administration that could not prevent the uprising of masses in the Arab world will also not be able to stop the uprising of the suffered Afghan nation in the future." (Solidarity Party of Afghanistn, 6. March 2011, Kabul, Afghanistan, www.hambastagi.org (http://www.hambastagi.org)

(http://media.de.indymedia.org/images/2011/03/301904.jpg)
http://de.indymedia.org/2011/03/301899.shtml (http://de.indymedia.org/2011/03/301899.shtml)
Titel: Treffen mit Volldeppen und einem Diktator
Beitrag von: Kuddel am 11:42:38 So. 27.März 2011
(http://www.fr-online.de/image/view/-/8269924/highRes/5122396/-/maxh/480/maxw/480/-/jpeg-147CF400035C248B-20110326-img_29479324_original.jpg)

Verteidigungsminister de Maizière hat die Bundeswehr in Afghanistan besucht und Präsident Karsai getroffen. Vor der Abreise des Ministers beschloss der Bundestag die Ausweitung des Afghanistan-Einsatzes.
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 20:53:56 Di. 12.April 2011
Zitat
Eine Rakete eines unbemannten Flugzeugs hat in Afghanistan fälschlicherweise zwei US-Soldaten getroffen. Experten befürchten, dass sich diese Drohnen-Unfälle häufen werden.
http://bazonline.ch/ausland/amerika/Erstmals-toetet-USDrohne-eigene-Soldaten/story/12465138 (http://bazonline.ch/ausland/amerika/Erstmals-toetet-USDrohne-eigene-Soldaten/story/12465138)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 11:50:23 Mi. 18.Mai 2011
Zitat
Afghanistan
Tote bei Protesten vor Bundeswehrlager

In Afghanistan haben rund 2000 Menschen vor einem Lager der Bundeswehr demonstriert. Der Protest in der Stadt Talokan eskalierte, elf Demonstranten wurden afghanischen Angaben zufolge getötet, 50 weitere verletzt.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,763275,00.html (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,763275,00.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 19:54:01 Sa. 21.Mai 2011
Zitat
Bundeswehr feuerte gezielt auf Angreifer

Bei den Protesten vor einem Bundeswehrposten im afghanischen Talokan sind zwölf Menschen gestorben. Nun räumte die Bundeswehr ein, dass auch deutsche Soldaten gezielt auf Demonstranten gefeuert habe


(http://d1.stern.de/bilder/stern_5/politik/2011/KW21/bundeswehr_420_maxpane_420_280.jpg)
http://www.stern.de/politik/ausland/tote-bei-demo-in-afghanistan-bundeswehr-feuerte-gezielt-auf-angreifer-1687291.html#utm_source=sternde&utm_medium=zhp&utm_campaign=politik&utm_content=snippet-aufmacher (http://www.stern.de/politik/ausland/tote-bei-demo-in-afghanistan-bundeswehr-feuerte-gezielt-auf-angreifer-1687291.html#utm_source=sternde&utm_medium=zhp&utm_campaign=politik&utm_content=snippet-aufmacher)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 13:37:24 Mi. 25.Mai 2011
Zitat
Bundeswehrsoldaten haben im nordafghanischen Talokan in eine Demonstration gefeuert und möglicherweise abermals Zivilisten getötet. Erneut kommt die Wahrheit über einen Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan nur scheibchenweise ans Licht…
http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Afghanistan/trauerzug2.html (http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Afghanistan/trauerzug2.html)


Zitat
Eskalation nicht ausgeschlossen

Nach den tödlichen Schüssen auf Demonstranten vor dem Bundeswehrstützpunkt im afghanischen Taloqan dauern die dortigen Proteste gegen die NATO an. Am gestrigen Donnerstag gingen in der Stadt erneut mehrere hundert Menschen auf die Straße, um ihrer Wut über einen nächtlichen NATO-Überfall Ausdruck zu verleihen. Am Mittwoch waren bei Protesten mindestens 14 Demonstranten erschossen worden. Die Bundeswehr schließt eine erneute Eskalation ausdrücklich nicht aus. Hintergrund der Proteste ist die weiterhin steigende Anzahl von Zivilisten, die bei Kriegshandlungen der NATO-Streitkräfte umgebracht werden. Untersuchungen afghanischer Menschenrechtler zufolge ist die Zahl ziviler NATO-Todesopfer letztes Jahr auf über 500 gestiegen. Zugleich wurden auch die Proteste gegen die westlichen Besatzungstruppen stärker. Die jüngste Eskalation ist das Ergebnis einer Kriegführung, die seit Jahren zivile Opfer billigend in Kauf nimmt; das gilt auch für die Bundeswehr: Deutsche Soldaten beteiligen sich an der Erstellung von Todeslisten, an nächtlichen Überfällen und an der Vorbereitung von Luftangriffen, bei denen mit großer Regelmäßigkeit Unbeteiligte ums Leben kommen…
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58067 (http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58067)

Zitat
Afghanische Sicherheitskräfte werden zu einer Bedrohung für die Zivilbevölkerung. Schutz von Zivilisten und das Einhalten von Menschenrechten spielen weiterhin keine Rolle in den Konzepten der NATO
http://www.heise.de/tp/artikel/34/34769/1.html (http://www.heise.de/tp/artikel/34/34769/1.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Abraxas am 21:48:36 Fr. 27.Mai 2011
Bundeswehrstand am hessentag in Oberursel, kommt massenhaft zum entwaffnen
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 17:05:06 Sa. 28.Mai 2011
Zitat
Drei Bundeswehrsoldaten bei Anschlag getötet

Bei einem Anschlag in der Provinz Tachar wurden sieben Soldaten getötet, unter ihnen drei Bundeswehrsoldaten. Neun weitere wurden verletzt.
http://www.welt.de/politik/ausland/article13400049/Drei-Bundeswehrsoldaten-bei-Anschlag-getoetet.html (http://www.welt.de/politik/ausland/article13400049/Drei-Bundeswehrsoldaten-bei-Anschlag-getoetet.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 10:04:52 So. 29.Mai 2011
Zitat
Süd-Afghanistan
Nato-Attacke soll Kinder und Frauen getötet haben


Bei einem Einsatz von Nato-Hubschraubern in der afghanischen Provinz Helmand gegen aufständische Taliban sollen 14 Zivilisten getötet worden seien. Laut Angaben der lokalen Behörden handelt es sich um zwölf Kinder und zwei Frauen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,765513,00.html (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,765513,00.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 13:54:00 Fr. 03.Juni 2011
(http://www.handelsblatt.com/images/trauerfeier-fuer-in-afghanistan-getoetete-soldaten/4249522/1.jpg?format=format3)(http://www.handelsblatt.com/images/trauerfeier-fuer-in-afghanistan-getoetete-soldaten/4249526/1.jpg?format=format22)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Strombolli am 21:39:07 Fr. 03.Juni 2011
Wer suchte 1980 noch nach einer Perspektive in der DDR und predigt heute in China Menschenrechte?
Welche Länder boykottierten 1980 eigentlich die Olympischen Spiele in Moskau wegen des Einmarsches der Sowjetunion in Afghanistan?
Wer unterstützte damals in Afghanistan diejenigen Einheimischen, die gegen diesen Einmarsch waren?
Wer zerstörte weshalb die Twin-towers des WTO?
Wer freut sich über den Tod von Bin Laden?

Die Menschen sind alle so vergesslich...
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Aloysius am 22:48:26 Sa. 04.Juni 2011
Wer suchte 1980 noch nach einer Perspektive in der DDR und predigt heute in China Menschenrechte?
Welche Länder boykottierten 1980 eigentlich die Olympischen Spiele in Moskau wegen des Einmarsches der Sowjetunion in Afghanistan?
Wer unterstützte damals in Afghanistan diejenigen Einheimischen, die gegen diesen Einmarsch waren?
Wer zerstörte weshalb die Twin-towers des WTO?
Wer freut sich über den Tod von Bin Laden?

Die Menschen sind alle so vergesslich...

Kannst du dich auch noch an den Abspann von Rambo 3 erinnern (War in der Originalfassung). Da ist er ja auf Kriegspfad in Afghanistan, aber natürlich zusammen mit den tapferen Taliban, die sich gegen die Besatzer wehren. 'This film is dedicated to the gallant people of Afghanistan oder in der deutschen Fassung Dieser Film ist dem tapferen Volk von Afghanistan gewidmet.'

Tja, die wären heute wohl dankbar, wenn der Rambo noch mal gegen die neuen Besatzer aushelfen würde...
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Senor_Ding-Dong am 23:25:44 Sa. 04.Juni 2011
Die Erinnerung ist oft ein verschwommenes Ding; auch bei Cineasten und Schöngeistern wie Aloysius. John Rambo wurde im finalen Gemetzel natürlich nicht von Taliban sondern von berittenen Mudschahiddin unterstützt.
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Aloysius am 01:36:02 So. 05.Juni 2011
Och Mönsch haste mir erwischt. Das ist mir jetzt bissl painlich :)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 10:57:52 Do. 11.August 2011
Zitat
Eine britische Studie enthüllt die wahre Dimension des US-Drohnenkriegs im Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan: Bei Angriffen sind seit 2004 mehr Menschen getötet worden, als Washington bislang einräumt. Unter den Opfern sind demnach Hunderte Zivilisten - und mehr als 160 Kinder.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,779596,00.html (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,779596,00.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 09:15:43 So. 04.September 2011
Zitat
Deutschland drängte sich für Afghanistan-Krieg auf

Beim Afghanistan-Feldzug stand die Bundeswehr von Beginn an fest an der Seite der USA - nach SPIEGEL-Informationen war das gar nicht nötig. Deutschland drängte sich dem Verbündeten vielmehr geradezu auf. Heute sehen selbst Protagonisten von damals das Vorpreschen Berlins kritisch.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,784255,00.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,784255,00.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 19:07:36 Fr. 07.Oktober 2011
(http://d1.stern.de/bilder/Humor/Mette/mette_22_11_03_noscale.jpg)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Eivisskat am 09:50:37 Mo. 28.November 2011
Zitat
Zitat des Tages

"Wir müssen uns als deutsche Gesellschaft jetzt auch wieder daran gewöhnen, daß versehrte Menschen aus dem Afghanistan-Einsatz ins Straßenbild gehören."

Bundeswehrminister Thomas de Maizière (CDU) in Bild am Sonntag
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Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 17:28:58 Fr. 02.Dezember 2011
Widerstand und Protest gegen „Petersberg II“ – Dem Frieden eine Chance, Truppen raus aus Afghanistan!

Widerstand und Protest gegen „Petersberg II“ – Dem Frieden eine Chance, Truppen raus aus Afghanistan!Anlässlich der internationalen Afghanistan-Konferenz der Bundesregierung in Bonn finden Proteste der Friedensbewegung statt. Die Initiatoren planen am 3. Dezember die Auftaktkundgebung um 11.30 Uhr am Bonner Kaiserplatz (Nähe Hauptbahnhof), anschließend eine Demonstration durch die Bonner Innenstadt sowie die Schlusskundgebung ab 14 Uhr auf dem Kaiserplatz, mit Beiträgen aus der internationalen Friedenspolitik.


http://www.ag-friedensforschung.de/bewegung/bonn2011-flyer.pdf (http://www.ag-friedensforschung.de/bewegung/bonn2011-flyer.pdf)
http://de.indymedia.org/2011/11/319451.shtml (http://de.indymedia.org/2011/11/319451.shtml)
http://www.afghanistanprotest.de/ (http://www.afghanistanprotest.de/)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 18:02:32 Fr. 24.Februar 2012
Zitat
Die Bundeswehr hat sich wegen der gewaltsamen Proteste in Afghanistan vorzeitig aus ihrem Camp in Talokan zurückgezogen - gegen den Willen der Provinzregierung.
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1279795 (http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1279795)

Haha!!!

Jetzt sind es nicht die von den Amis militärisch ausgebildeten Taliban, die die Besatzer aus dem Land jagen, sondern die einfache Bevölkerung, bewaffnet mit Steinen, Knüppeln und Mollies.
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 10:57:47 So. 26.Februar 2012
Zitat
NATO zieht Mitarbeiter aus afghanischen Ministerien ab
http://www.fr-online.de/politik/afghanistan-nato-zieht-mitarbeiter-aus-afghanischen-ministerien-ab,1472596,11707358.html (http://www.fr-online.de/politik/afghanistan-nato-zieht-mitarbeiter-aus-afghanischen-ministerien-ab,1472596,11707358.html)

Nochmals: Haha!

Übrigens: Was hatten denn NATO Mitarbeiter in Ministerien des Landes zu suchen??
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 20:08:48 Mo. 12.März 2012
http://vimeo.com/augustinpictures/afghanistan (http://vimeo.com/augustinpictures/afghanistan)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 10:37:07 Di. 20.März 2012
Es wird immer ekeliger:

Zitat
Amoklauf in Afghanistan
Was geschah wirklich in Najib Yan?

In Südafghanistan wurden 16 Menschen getötet, das US-Militär präsentiert den Soldaten Robert Bales als einzigen Täter. Doch in Najib Yan berichten Zeugen von einer ganzen Gruppe amerikanischer Soldaten, die mordend und brüllend durch das Dorf gezogen sein sollen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,822421,00.html (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,822421,00.html)
Titel: Karrieresprung durch Massenmord
Beitrag von: Kuddel am 18:32:30 Mi. 08.August 2012
Zitat
Umstrittener Bundeswehroberst Klein wird General

Die Bombardierung zweier Tanklaster in Afghanistan brachte Oberst Georg Klein massive Kritik ein, Ermittlungen gegen ihn wurden jedoch eingestellt. Nun erhält Klein eines der höchsten Bundeswehrämter.
http://www.stern.de/panorama/kundus-affaere-umstrittener-bundeswehroberst-klein-wird-general-1874701.html (http://www.stern.de/panorama/kundus-affaere-umstrittener-bundeswehroberst-klein-wird-general-1874701.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Eivisskat am 08:02:19 Do. 09.August 2012
Zitat
Umstrittener Bundeswehroberst Klein wird General

Die Bombardierung zweier Tanklaster in Afghanistan brachte Oberst Georg Klein massive Kritik ein, Ermittlungen gegen ihn wurden jedoch eingestellt. Nun erhält Klein eines der höchsten Bundeswehrämter.
http://www.stern.de/panorama/kundus-affaere-umstrittener-bundeswehroberst-klein-wird-general-1874701.html (http://www.stern.de/panorama/kundus-affaere-umstrittener-bundeswehroberst-klein-wird-general-1874701.html)

http://www.jungewelt.de/2012/08-09/065.php (http://www.jungewelt.de/2012/08-09/065.php)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Strombolli am 14:47:41 Do. 09.August 2012
Frage ich mal so: In welcher deutschen Regierung wurden eigentlich nicht bestimmte fehlgetretene Menschen "hochgelobt"?
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: counselor am 19:42:40 So. 02.September 2012
Kinder sollen die Heimatfront halten

Die Klasse 2b der Gemeinschaftsgrundschule Gummersbach-Bernberg in Nordrhein-Westfalen kooperiert mit der Aktion "Schutzengel für Afghanistan" mit der Bundeswehr ...

Quelle: Telepolis (http://www.heise.de/tp/blogs/8/152676)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: counselor am 02:41:00 Di. 18.September 2012
Isaf-Truppe Acht Frauen bei Nato-Luftangriff in Afghanistan getötet

Schwerer Zwischenfall in Afghanistan: Bei einem Luftangriff der Nato sind acht afghanische Frauen getötet worden. Unter den Opfern sollen auch Kinder sein. Die Isaf-Truppe untersucht den Vorfall östlich der Hauptstadt Kabul ...

Quelle: SPON (http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-acht-frauen-bei-nato-luftangriff-getoetet-a-856092.html)

Afghanistan - Nato schränkt Kooperation ein

18.09.2012 ·  Die Nato hat gemeinsame Einsätze mit afghanischen Sicherheitskräften unterhalb der Bataillonsebene vorerst ausgesetzt. Sie reagiert damit auf die sich häufenden Anschläge Uniformierter auf die internationalen Truppen ...

Quelle: Frankfurter Allgemeine (http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afghanistan-nato-schraenkt-kooperation-ein-11894337.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Eivisskat am 13:23:15 Sa. 15.Dezember 2012
Wolfgang Gehrcke, DIE LINKE: Im Krieg stirbt die Wahrheit immer zuerst (http://www.youtube.com/watch?v=BJ7UxfSqi7A#ws)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Troll am 10:36:54 Mo. 17.Dezember 2012
Roger Willemsen bei "Pelzig hält sich" am 4.12.2012 | u.a. Afghanistan
Roger Willemsen bei "Pelzig hält sich" am 4.12.2012 | u.a. Afghanistan (http://www.youtube.com/watch?v=biL5idK6so8#ws)

Thema Afghanistan ab ca. 4:40 min.

Es ist das erste Mal das ich Willemsen sympathisch fand.
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 18:42:34 Mi. 19.Dezember 2012
(http://www.handelsblatt.com/images/bundespraesident-gauck-in-afghanistan/7542530/2-format27.jpg)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 13:09:05 Sa. 22.Dezember 2012
(http://www.jungewelt.de/serveImage.php?id=41891&type=o)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Aloysius am 20:37:45 Do. 27.Dezember 2012
Ja Herr Gauck, was denn nun?

Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 11:54:21 Do. 31.Januar 2013
Der Bundestag hat mit großer Mehrheit den Einsatz der deutschen Soldaten in Afghanistan verlängert. Bis 2014 soll die Bundeswehr bleiben - allerdings mit einer deutlich kleineren Truppe.

http://www.stern.de/politik/deutschland/bundeswehr-in-afghanistan-laenger-bleiben-mit-weniger-soldaten-1963772.html#utm_source=sternde&utm_medium=zhp&utm_campaign=wm1 (http://www.stern.de/politik/deutschland/bundeswehr-in-afghanistan-laenger-bleiben-mit-weniger-soldaten-1963772.html#utm_source=sternde&utm_medium=zhp&utm_campaign=wm1)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 18:55:11 So. 07.April 2013
Zitat
Anti-Terror-Kampf in Afghanistan: Bundeswehr gibt sich ahnungslos über US-Einsätze

Fast jede Nacht operieren US-Spezialeinheiten im Umfeld der deutschen Feldlager in Nordafghanistan, nehmen Verdächtige fest oder töten diese gezielt. Die Bundeswehr aber gibt sich gegenüber dem Parlament nach SPIEGEL-Informationen ahnungslos - und löst damit in der Truppe Verwunderung aus.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-aktionen-in-afghanistan-bundeswehr-gibt-sich-ahnungslos-a-892968.html (http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-aktionen-in-afghanistan-bundeswehr-gibt-sich-ahnungslos-a-892968.html)

Zitat
Nato-Luftangriff soll Kinder getötet haben

Örtliche Vertreter in Afghanistan beschuldigen die NATO, bei einem Luftangriff Frauen und Kinder getötet zu haben. Die NATO räumt den Einsatz ein, spricht aber nur von "bis zu zehn" Verletzten.
http://www.fr-online.de/politik/luftangriff-afghanistan-nato-luftangriff-soll-kinder-getoetet-haben,1472596,22302826.html (http://www.fr-online.de/politik/luftangriff-afghanistan-nato-luftangriff-soll-kinder-getoetet-haben,1472596,22302826.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 13:17:33 Fr. 19.April 2013
Zitat
Bundeswehr-Einsatz nach 2014:
Berlin prescht mit neuer Afghanistan-Mission vor

Mit konkreten Zahlen für die Trainingsmission nach 2014 setzt sich Deutschland innerhalb der Nato an die Spitze. Bis zu 800 Soldaten könnten als Trainer am Hindukusch bleiben. Die Strategen hoffen, dass sich nun rasch weitere Truppensteller dem Beispiel der Bundeswehr anschließen.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afghanistan-mission-deutschland-bietet-soldaten-fuer-post-isaf-mission-a-895260.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afghanistan-mission-deutschland-bietet-soldaten-fuer-post-isaf-mission-a-895260.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: BGS am 23:17:17 Fr. 19.April 2013
Merken wir uns, rechtzeitig vor der Wahl:

Geld ist genug da für jeden Scheiss, außer für uns Ausgebeutete.

MfG

BGS
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 12:59:59 Mo. 13.Mai 2013
Merkel beim Afghanistanbesuch: "Wenn die anderen Nationen mitmachen, dann ist Deutschland bereit, auch nach 2014 in ganz anderer Form weiter Verantwortung zu übernehmen."

(http://www.sherv.net/cm/emoticons/war/soldier-with-gun.gif)       (http://www.sherv.net/cm/emoticons/war/helicopter.gif)       (http://www.sherv.net/cm/emoticons/war/shooting-soldier.gif)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 18:55:27 Sa. 18.Mai 2013
Zitat
Proteste vor Feldlager der Bundeswehr in Kunduz

Vor dem Feldlager der deutschen Bundeswehr in Kunduz haben ehemalige afghanische Helfer für eine finanzielle Unterstützung und die Aufnahme in Deutschland demonstriert.


Reuters Vor dem Feldlager der deutschen Bundeswehr in Kunduz haben ehemalige afghanische Helfer für eine finanzielle Unterstützung und die Aufnahme in Deutschland demonstriert. Rund 20 Afghanen hätten sich bereits am Dienstag vor dem Camp versammelt und eine Gleichbehandlung mit den derzeit dort beschäftigten Helfern gefordert, teilte das Verteidigungsministerium am Freitag mit. Mitarbeiter aus dem Feldlager hätten Gespräche mit ihnen geführt und Fragen beantwortet. Dennoch hätten die Demonstranten mehrere Reifen in Brand gesetzt und die Zufahrt zum Camp versperrt. Afghanische Sicherheitskräfte hätten sie schliesslich mit friedlichen Mitteln und durch Gespräche zur Aufgabe bewegt.

Das Verteidigungsministerium teilte nicht mit, für welche Nation die Afghanen früher tätig waren. Sie hätten für die Nato-Truppe Isaf und die internationale Gemeinschaft gearbeitet, hiess es lediglich. Die Forderung nach Asyl in Deutschland lässt jedoch vermuten, dass die Afghanen bei der Bundeswehr beschäftigt waren. Das Camp in Kunduz steht unter deutscher Führung, dort sind neben Truppen anderer Isaf-Nationen mehrheitlich Bundeswehr-Soldaten stationiert.

In Kundus sind knapp 1000 deutsche Soldaten stationiert. Vergangene Woche hatte die Bundesregierung ihre grundsätzliche Bereitschaft zur Aufnahme gefährdeter afghanischer Helfer erklärt. Jeder Fall soll einzeln geprüft werden. Auch finanzielle Hilfen zum Umzug in eine andere Provinz sind möglich. Die Afghanen wurden darüber über Aushänge und Flugzettel im Camp in Kunduz informiert.

Viele der ehemaligen Helfer fürchten nach dem Abzug der internationalen Kampftruppen Ende 2014 um ihr Leben. Sie berichten über Drohungen der Taliban, die in der Zusammenarbeit mit den westlichen Truppen einen Verrat sehen.
http://www.nzz.ch/aktuell/international/proteste-vor-feldlager-der-bundeswehr-in-kunduz-in-afghanistan-1.18083202 (http://www.nzz.ch/aktuell/international/proteste-vor-feldlager-der-bundeswehr-in-kunduz-in-afghanistan-1.18083202)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 12:49:53 So. 26.Mai 2013
Zitat
Soldat stirbt bei Übung für Afghanistan-Einsatz

Bei einem Training für einen Einsatz in Afghanistan ist ein Bundeswehrsoldat gestorben. Der Unfall ereignete sich auf einem Gefechtsübungsplatz in Sachsen-Anhalt. Laut Informationen von SPIEGEL ONLINE wurde der Oberfeldwebel von einem Schützenpanzer überrollt.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeswehrsoldat-stirbt-durch-unfall-bei-militaer-uebung-bei-magdeburg-a-901936.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeswehrsoldat-stirbt-durch-unfall-bei-militaer-uebung-bei-magdeburg-a-901936.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 20:52:02 So. 04.August 2013
Zitat
Vorwürfe gegen die Bundeswehr

Im Sommer 2010 starb ein deutscher Wachmann bei einem Angriff der Taliban in Kundus. Die "FAS" berichtet nun, der Ex-Soldat habe kurz vor seinem Tod die Bundeswehr um Hilfe gebeten: "Holt mich raus, ich sterbe." Die Truppe rückte dennoch nicht aus.
http://www.fr-online.de/politik/afghanistan-taliban-opfer-vorwuerfe-gegen-die-bundeswehr,1472596,23910356.html (http://www.fr-online.de/politik/afghanistan-taliban-opfer-vorwuerfe-gegen-die-bundeswehr,1472596,23910356.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 10:15:08 So. 06.Oktober 2013
Verteidigungsminister de Maizière und Außenminister Westerwelle sind in dem Bundeswehr-Feldlager eingetroffen, das nach zehn Jahren an die afghanischen Sicherheitskräfte übergeben wird: "Hier wurde geweint und getröstet, getötet und gefallen", sagte de Maizière.

(http://cdn3.spiegel.de/images/image-553142-breitwandaufmacher-woor.jpg)
http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-de-maiziere-und-westerwelle-uebergeben-camp-kunduz-a-926300.html (http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-de-maiziere-und-westerwelle-uebergeben-camp-kunduz-a-926300.html)

Wann werden die Schlipse "fallen"?
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Eivisskat am 10:30:24 So. 06.Oktober 2013
NEIIIIN, De Maiziere mit diesem idiotischen Hütchen, damit ihm die Sonne dort unten nicht noch sein Resthirn wegbrät.

Ich glaubs ja nicht, filmreif!  ::) ;D


Was für eine Symbolik obendrein, die Verbindung von konservativster Wirtschaft & Militär - unten der schaurige Schlips und obendrauf der alberne Tarnhut -

und dann dazu noch die restliche Horde, Uniformen, gestresste Gesichter, kahlgeschorene Köpfe & dunkle Sonnenbrillen, DAS ist Deutschland.

Oh je...


In einem aufgeklärten, fortschrittlichen, menschen-freundlichen, erwachsenem, lebenswerten, usw.  Land/Welt würde es solche absurden, peinlichen Bilder & Situationen mit Sicherheit gar nicht geben.


Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 10:32:02 Mi. 11.Dezember 2013
Zitat
Selbstmordanschlag auf Bundeswehrkonvoi

Während des Besuchs von Verteidigungsminister Thomas de Maizière in Afghanistan ist ein Fahrzeug mit Sprengsatz in einen Bundeswehrkonvoi gefahren. Dabei soll jedoch kein deutscher Soldat verletzt worden sein.


Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag. Ihr Sprecher Sabihullah Mudschahid sagte, zwei deutsche Militärfahrzeuge seien zerstört und zehn Soldaten getötet oder verwundet worden. Die Taliban haben ihre Darstellung von Anschlägen auf ausländische Soldaten meist übertrieben.

Der Sprengstoffanschlag habe sich in unmittelbarer Nähe des Flughafens von Kabul ereignet, der das Fahrziel der deutschen Soldaten gewesen sei, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam. Zwei Fahrzeuge seien beschädigt worden. Der Konvoi habe dennoch seinen Weg zum Flughafen fortgesetzt. In Kabul sind derzeit knapp 300 deutsche Soldaten stationiert.

Derzeit befindet sich der deutsche Verteidigungsminister Thomas de Maiziere in Afghanistan. Auf dem Flug nach Masar-i-Scharif betonte er, dass 2014 das letzte Jahr sein wird, "in dem deutsche Soldaten mit dem Isaf-Mandat in Afghanistan sind". Wenn es kein neues Mandat gibt, dann werden alle deutschen Soldaten Ende 2014 Afghanistan verlassen."
http://www.handelsblatt.com/politik/international/keine-verletzten-soldaten-selbstmordanschlag-auf-bundeswehrkonvoi/9201186.html (http://www.handelsblatt.com/politik/international/keine-verletzten-soldaten-selbstmordanschlag-auf-bundeswehrkonvoi/9201186.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 11:11:49 Sa. 18.Januar 2014
Zitat
In Kabul sind bei einem Anschlag durch drei Taliban-Kämpfer 24 Menschen getötet worden, darunter ein IWF-Mitarbeiter und vier der Vereinten Nationen. Auch Deutsche sollen zu den Opfern gehören.
http://www.welt.de/politik/ausland/article123976030/Vier-UN-Mitarbeiter-bei-Anschlag-in-Kabul-getoetet.html (http://www.welt.de/politik/ausland/article123976030/Vier-UN-Mitarbeiter-bei-Anschlag-in-Kabul-getoetet.html)

"IWF-Mitarbeiter", sowas aber auch!
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 12:36:02 Mi. 09.Juli 2014
Zitat
In Afghanistan steigt die Zahl der getöteten Zivilisten

1.564 Zivilisten sind in der ersten Jahreshälfte in Afghanistan getötet worden, 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Das liegt laut UN an der Ausweitung der Kämpfe am Boden.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-07/afghanistan-zivilisten-tote-kaempfe (http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-07/afghanistan-zivilisten-tote-kaempfe)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: BGS am 00:22:19 Sa. 22.November 2014
Zitat

Publiziert am 20. November 2014 von aikos2309

Opiumhändler atmen auf – Bundeswehr bleibt in Afghanistan

Zwar endet der Kampfeinsatz der Bundeswehr offiziell am 31. Dezember, aber die Bundesregierung plant 850 deutsche Soldaten zu „Ausbildungszwecken“ in Afghanistan zu belassen. Pikant: Auf zwei „Ausbilder“ sollen acht „Schützer und Unterstützer“ kommen. Derweil erreicht die Opium-Produktion ein neues Hoch.

Der aktuelle Mandatsentwurf zur neunen Ausbildungs- und Unterstützungskommission „Resolute Support“ (Entschlossene Unterstützung) der Bundesregierung wurde am heutigen Mittwoch beschlossen und bedarf noch der Zustimmung des Bundestages. Das Mandat wird zunächst auf ein Jahr begrenzt, mit einer Verlängerung wird gerechnet.

Doch liest man den Mandatstext genauer durch fällt auf, dass sich die Mission nicht auf einen „Unterstützungsfunktion“ beschränken wird.

In dem Text heißt es dazu: „Die Resolute Support Mission trägt einen anderen Charakter als der bisherige Isaf-Einsatz. […] Dennoch kann es zu Gefechtshandlungen in Ausübung des Selbstverteidigungsrechts, zum Schutz eigener Truppe oder designierter ziviler Kräfte kommen.“

Zirka 12.000 Soldaten werden an der neuen NATO-Mission teilnehmen. Die Bundeswehr wird innerhalb der Mission weiterhin „eine Führungsaufgabe“ in Nordafghanistan übernehmen. Auch das Feldlager in Masar-i-Scharif wird weiter von ihr betrieben werden.

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg lobte die Bundeswehr-Pläne am Dienstag und sprach den deutschen Soldaten Anerkennung aus: „Sie bewirken wirklich etwas.“ Konkreter führte er sein Kompliment nicht aus, wohl wissend, dass er die positive Wirkung von 13 Jahren Militär-Besatzung kaum mit Fakten belegen könnte.

Insgesamt waren im Verlauf der letzten 13 Jahren 120.000 deutsche Soldaten in Afghanistan stationiert. 55 Bundeswehr-Soldaten ließen während der Mission ihr Leben.

Hinsichtlich des tatsächlichen Kräfteschlüssels von „Resolute Support“ gab am vergangenen Wochenende Viersternegeneral Hans-Lothar Domröse in einem NDR-Interview interessante Einblicke.

Im Interview räumte Domröse ein, dass man es bei der Folgemission durchaus mit einem „Missverhältnis“ zu tun habe. Der Kräfteschlüssel der neuen Mission betrage „grob gesagt 2:8“. Auf zwei Ausbilder sollen acht „Schützer und Unterstützer“ kommen – „Kämpfer, Funker, Sanitäter, Hubschrauberpiloten“.

Dieses Missverhältnis verdeutlicht die aktuelle Sicherheitslage in Afghanistan und die Angst der Bundeswehr um das Leben ihrer “Berater” und “Ausbilder”. Erst am Dienstag war es wieder zu einem Bombenattentat in einer Wohnanlage für westliche Militärberater gekommen.

Im August waren in einer Militärakademie in Kabul sogar ein US-General getötet und ein deutscher Brigadegeneral schwer verletzt worden. Der Attentäter war ein afghanischer Soldat.

Parlamentarische Kritik an der geplanten Fortsetzung des Afghanistan-Einsatzes kam ausschließlich von der Linksfraktion. Deren außenpolitischer Sprecher Jan van Aken, warf der der Bundesregierung vor, dass sie die Öffentlichkeit täusche, wenn sie weiter vom Ausstieg aus dem Krieg in Afghanistan spreche und gleichzeitig die Fortsetzung des Einsatzes beschließe. Die Bundesregierung würde daher „weiterhin auf die militärische Karte setzen, ohne eine politische Strategie zu haben“. Die Linkspartei ist von den im Bundestag vertretenden Parteien die einzige, die eine Verlängerung des Einsatzes grundsätzlich ablehnt.

Zur Erinnerung, der Westen gab bisher rund 900 Milliarden US-Dollar für seine Militärpräsenz in Afghanistan aus. Das macht umgerechnet 30.000 US-Dollar pro Kopf der afghanischen Bevölkerung. Dies entspricht dem lebenslangen Einkommen einer durchschnittlichen afghanischen Familie. Für den zivilen Wiederaufbau hat der Westen dageben weniger als 50 Milliarden Dollar investiert. Die Konsequenzen dieses Missverhältnisses scheint die NATO bis heute zu ignorieren. Einzig für die Opium-Produktion lässt sich ein positives Wachstum belegen. Seit US- und Bundeswehr-Truppen in Afghanistan stationiert sind, hat sich die Opium-Produktion mehr als verdreifacht.

Drogenproblematik: Hintergrund

Afghanistan dominiert seit mehr als zehn Jahren den Weltmarkt für Opiate. Im Jahr 2009 stammten knapp 90 Prozent des weltweit gehandelten Opiums aus dem zentralasiatischen Staat. Obwohl in Afghanistan selbst Opiate konsumiert werden, wird der Großteil der Profite außerhalb des Landes erzielt. Die Haupthandelsrouten verlaufen über die Nachbarstaaten nach Europa oder nach Rußland.(1)

Die Opiumproduktion in Afghanistan geht weitestgehend zurück auf die Zeit der sowjetischen Besatzung (1979-1989). Als die afghanische Regierung zunehmend die Kontrolle über ihre Provinzen verlor, kamen Warlords auf, die gezielt Opium produzierten, um mit den Profiten Waffen zu kaufen.

Die CIA tolerierte die Produktion der illegalen Substanzen mit dem Ziel, den Widerstand gegen die Sowjetunion zu fördern, um sie letztlich zum Rückzug zu bewegen. Der damalige CIA-Direktor Charles Cogan gab offen zu, dem Kalten Krieg den Vorrang gegenüber dem Krieg gegen die Drogenwirtschaft gegeben zu haben. In sowjetischen Geheimdienstkreisen kursierten sogar Gerüchte darüber, dass CIA-Agenten aktiv mit den Drogenschmugglern kooperierten.

Nach dem Abzug der sowjetischen Besatzungsmacht entstand eine Art “Machtvakuum”, in dem sich verschiedene Mujahedin-Fraktionen gegenseitig bekämpften. Der Anbau von Schlafmohn florierte umso mehr. Als 1994 die Taliban an die Macht kamen, erhielt die Drogenproduktion einen großen Dämpfer. Im Jahr 2000 erklärte der Anführer der Taliban den Anbau von Schlafmohn sogar für “unislamisch”. Die Folge war einer der größten Einbrüche in der Geschichte des Schlafmohnanbaus. Die Produktion des Vorjahres wurde um fast 93 Prozent reduziert.

Nach den Ereignissen des 11. Septembers 2001 begann im Oktober die US-amerikanische Offensive gegen die Taliban mit dem Ziel deren Herrschaft zu beenden. Im November kollabierte daraufhin die afghanische Wirtschaft, was viele Kleinbauern wieder zum Anbau von Schlafmohn für den Export zurückbrachte. In den Folgejahren gab es Rekordernten für Schlafmohn. Seither gestaltet sich der Kampf gegen die Drogenwirtschaft in Afghanistan als schwierig. Zum einen gibt es in Afghanistan korrupte Behörden, die aufgrund von Bestechungsgeldern dem Drogenhandel freien Lauf lassen. Zum anderen liegt der Drogenhandel größtenteils unter der Kontrolle der diversen Warlords des Landes. Diese wiederum sind für die US-Truppen äußerst hilfreich, da sie sie mit Informationen über die Taliban versorgen und sogar an militärischen Operationen teilnehmen.(2)

Video: Afghanistan: USA rein – Opiumproduktion hoch: Seit die USA und ihre Verbündeten 2003 in Afghanistan einmarschiert sind, hat sich die Drogenproduktion in Afghanistan um das Dreifache erhöht. Mittlerweile ist das Land für 90 Prozent der weltweiten Heroinproduktion verantwortlich. NATO und USA versuchen die Entwicklung zu verschweigen.



Quelle: http://www.pravda-tv.com/2014/11/opiumhaendler-atmen-auf-bundeswehr-bleibt-in-afghanistan-video/ (http://www.pravda-tv.com/2014/11/opiumhaendler-atmen-auf-bundeswehr-bleibt-in-afghanistan-video/)

MfG

BGS
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Troll am 10:30:37 Sa. 22.November 2014
Zitat
Wie geht es eigentlich der Opiumernte? Prächtig! (http://www.commondreams.org/news/2014/10/21/7-billion-us-eradication-effort-delivers-record-high-poppy-crop-afghanistan) Sieben Milliarden haben die Amerikaner für die Vernichtung des Opiumanbaus ausgegeben. Ergebnis:

"Despite the significant financial expenditure, opium poppy cultivation has far exceeded previous records," he writes, adding that this "calls into question the long-term effectiveness and sustainability of those prior efforts."

Quelle: Fefes Blog (https://blog.fefe.de/?ts=aaa15570)

 ;D
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 10:37:02 Di. 30.Dezember 2014
Zitat
Afghanistan
Dokumente sollen Bundeswehr-Beteiligung an gezielten Tötungen belegen

Deutsche Soldaten haben einem Bericht zufolge darüber entschieden, ob Aufständische gezielt getötet werden sollen. Der BND habe dabei geholfen, diese zu lokalisieren.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-12/bundeswehr-afghanistan-toettungen (http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-12/bundeswehr-afghanistan-toettungen)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 09:52:45 So. 04.Oktober 2015
Zitat
Afghanistan
Fataler US-Angriff auf Klinik in Kundus

19 Menschen sind bei einem US-Angriff auf ein Krankenhaus im afghanischen Kundus ums Leben gekommen. Die Uno spricht von einem möglichen Kriegsverbrechen - das Pentagon von Kollateralschäden.
http://www.sueddeutsche.de/politik/afghanistan-fataler-us-angriff-auf-klinik-in-kundus-1.2675917 (http://www.sueddeutsche.de/politik/afghanistan-fataler-us-angriff-auf-klinik-in-kundus-1.2675917)

Eine bessere Propagandamaßnahme kann der IS sich nicht wünschen.

Ganz passend ist folgende Meldung:

Zitat
"Das Erreichte nicht aufs Spiel setzen"
Deutschland für längeren Afghanistan-Einsatz

Nur mit Hilfe der Nato gelang es der afghanischen Armee, die Taliban aus Kundus zu vertreiben. Deutschland setzt sich daher laut einem Bericht dafür ein, den Einsatz zu verlängern
http://www.n-tv.de/politik/Deutschland-fuer-laengeren-Afghanistan-Einsatz-article16065521.html (http://www.n-tv.de/politik/Deutschland-fuer-laengeren-Afghanistan-Einsatz-article16065521.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:18:29 So. 04.Oktober 2015
Zitat
"Das Erreichte nicht aufs Spiel setzen"
Was wurde denn erreicht? Gar nichts!
Dieser Krieg dauert nun schon 14 Jahre und die Taliban sind so stark wie nie zuvor!
Jetzt haben sie grade ihre eigene Tet-Offensive (https://de.wikipedia.org/wiki/Tet-Offensive) in Kundus durchegzogen und werden wohl auch weitere solcher Aktionen durchziehen.
Ich hab das Gefühl, das es auch gar nicht darum geht, diesen Krieg irgendwie zu beenden, sondern darum das man in Afghanistan ein ganz tolles Testgelände für die Erprobung der asymmetrische Kriegführung (https://de.wikipedia.org/wiki/Asymmetrische_Kriegf%C3%BChrung) hat.
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Rudolf Rocker am 16:26:10 Fr. 16.Oktober 2015
Bundeswehr verlängert in Afghanistan (http://www.tagesschau.de/ausland/afghanistan-355.html)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 13:13:20 Mi. 28.Oktober 2015
Etwas OT, doch passend zum vorletzten Posting:

Zitat
Kunduz: US-Einheit ließ Spital bewusst angreifen

Gespräche zwischen Militär und Ärzte ohne Grenzen am Tag vor Bombardement, bei dem NGO Anwesenheit von Taliban verneinte


Washington – Die US-Spezialeinheit, die den Luftangriff auf das Spital von Ärzte ohne Grenzen (Médecins sans frontières, MSF) in Kunduz in Nordafghanistan angefordert hat, wusste darüber Bescheid, dass es sich um ein in Betrieb befindliches Krankenhaus handelte. Das Militär soll geglaubt haben, dass Kämpfer der Taliban das Gebäude kontrollieren, wie AP berichtet.

Am 2. Oktober, dem Tag vor dem Angriff, waren ein Offizier der Einheit und ein MSF-Vertreter zu Beratungen zusammengekommen, dabei wurde auch die Frage erörtert, ob sich Kämpfer der Taliban in der Klinik aufhalten würden. Dies wurde von Ärzte ohne Grenzen verneint und die Notwendigkeit der Anerkennung der medizinischen Einrichtung durch alle Konfliktparteien betont.

"Von feindlichen Truppen befreien"

Zwei von AP nicht näher bezeichnete Personen, die Einblick in einen Bericht eines führenden Offiziers der Special Forces erhalten hatten, erklären, dass die Ärzte ohne Grenzen mitgeteilt hatten, dass ihr Personal im Spital stationiert sei. Im Bericht stehe weiters, dass die Klinik unter Kontrolle von Aufständischen sei und dass sie am nächsten Tag "von feindlichen Truppen zu befreien" sei.

MSF hatte die Anwesenheit von Taliban ebenso bestritten wie Berichte, dass US-Truppen vom Gelände des Spitals aus beschossen worden seien.

Die Spezialeinheit hatte bei der Luftwaffe Aufklärungsflüge angefordert, wobei sich dem Bericht zufolge beide Einheiten dessen bewusst waren, dass es sich um eine geschützte medizinische Einrichtung handelte.

Der Angriff wurde von einem Flugzeug zur Luftnahunterstützung des Typs AC-130 geflogen. In fünf Attacken wurde das Krankenhaus über den Zeitraum einer Stunde beschossen.

Opferzahl gestiegen

Ende vergangener Woche hatte Ärzte ohne Grenzen berichtet, dass die Opferzahl des US-Luftangriffs auf mindestens dreißig gestiegen ist. Zehn Patienten und 13 Spitalsmitarbeiter wurden identifiziert, die Leichen weiterer sieben Opfer konnten nicht zugeordnet werden.

Im vergangenen Jahr waren in dem Krankenhaus mehr als 22.000 Patienten behandelt und mehr als 5.900 Operationen durchgeführt worden.

Untersuchung als Gelegenheit

Ärzte ohne Grenzen hatte nach dem Bombardement eine Aufklärung durch die Internationale Humanitäre Ermittlungskommission gefordert. Jason Cone, MSF-Direktor in den USA, mahnte in einem Kommentar für die "New York Times" zuletzt erneut, dass die Kommission die einzige Einrichtung sei, die auf Basis der Genfer Konventionen Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht untersuchen könne. Die USA sollten die Forderung von Ärzte ohne Grenzen als Gelegenheit sehen, das Engagement Washingtons für das humanitäre Völkerrecht zu bestätigen, die eigene Glaubwürdigkeit wiederherzustellen und den geschützten Status medizinischer Einrichtungen in Kriegsgebieten zu stärken.

Ein Untersuchungsbericht der Nato über den Zwischenfall verzögert sich unterdessen. Auch das US-Militär hat eine Untersuchung angeordnet. (Michael Vosatka, 27.10.2015)
http://derstandard.at/2000024611797/Kunduz-US-Einheit-liess-Spital-bewusst-angreifen (http://derstandard.at/2000024611797/Kunduz-US-Einheit-liess-Spital-bewusst-angreifen)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: tleary am 12:00:41 So. 08.November 2015
Tja, und was ist jetzt mit Afghanistan und dem Irak? - Die Länder wurden von der "Allianz für den Frieden" fluchartig in dem Moment verlassen, als man technische Methoden entwickelt hatte, aus dem eigenen Boden (zum Schaden von Umwelt und Mensch natürlich) noch etwas mehr Öl rauszuquetschen (Fracking) und sich durch das nun leichte Überangebot an Öl der Ölpreis innerhalb nur eines Jahres mehr als halbieren ließ. Da ist dann das Nahostöl ("unser Öl, wie Kissinger einmal treffend bemerkte) doch nicht mehr ganz so wichtig. - Dazu noch viel weniger Wert als vorher. Die Länder wurden in Schutt und Asche gebombt, die Infrastruktur nachhaltig zerstört, der Staatsapparat liegt ebenfalls am Boden und kann nicht mehr mal die Rolle als "Nachtwächterstaat" erfüllen und Leib und Leben seiner Bürger sichern. Die Zivilbevölkerung - die ersten Jahre vor allem von den Amis auf der Jagd nach "den Terroristen" massakriert ("alles Kollateralschäden"), zeitgleich und aktuell mehr denn je von wirtschaftlich Verzweifelten, die sich Taliban & dem IS anschlossen, mit beinahe täglichem Bombenterror überzogen. Das löste dann die vieldiskutierten Flüchtlingswellen aus, bei der schon tausende im Mittelmeer jämmerlich ertranken. Einerseits gönne ich die den kapitalistischen Kernländern ja, weil da jetzt der gartenbesitzende Wohlstands-Kleinbürger auch 'mal hautnah besichtigen kann, wie dreckig es den meisten Menschen auf dieser Erde mittlerweile geht. Die reagieren natürlich entweder mit Gefühlduselei oder (wohl dauerhafter) mit Pegida & Seehofer'schen Lösungen (einfach Stacheldraht um das eigene Ländle bauen). Doch die Frau Merkel muß sie da vorerst noch enttäuschen, wegen "Völkerrecht, UN-Flüchtlingskonvention und so'n Zeugs". - Aber man unternimmt was: "Einreisezentren", Abweisung gleich an der Grenze ohne irgendein Asylverfahren, die Balkanmenschen bekommen 'ne 100 % Ablehnungsquote reingedrückt, weil sie sich weigern "einfach so" zu verhungern. Ähnliche Werte werden bald wohl die Ablehnungquote bei den Afghanen und Irakern sein, weil die Regierungen dort ja alle so demokratisch sind. Einzig bei den Syrern wird wegen Assad und dem IS (vorläufig) noch ein Auge zugedrückt. Aber "Mutti" (und ihre Bluthunde vom Typ de Maiziere) sind auch da dran: Druck auf & Geld für die Peripheriestaaten wie Griechenland und die Türkei, damit die ihre Grenzen für Flüchlinge endlich absolut wasserdicht machen.
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 13:18:37 Do. 03.Dezember 2015
Zitat
Nato stoppt Truppenabzug vom Hindukusch

Die angespannte Sicherheitslage und Angriffe der Taliban haben die Nato-Staaten zum Umdenken bewogen. Deutschland weitet sein Engagement in Afghanistan sogar aus.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-12/afghanistan-soldaten-abzug-stopp-nato (http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-12/afghanistan-soldaten-abzug-stopp-nato)
.
Es wurde oft genug auch offiziell zugegeben, daß das Problem nicht militärisch zu lösen ist.
Besonders interessant dabei ist, daß das Syrienabenteuer bereits im Vorfeld mit Afghanistan verglichen wird.
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 16:02:22 Fr. 02.Juni 2017
die Bevölkerung in Afghanistan fühlt sich zerrieben, zwischen Islamofaschisten auf der einen Seite und den beschissenen eigenen Eliten, die von den Amerikanischen und Deutschen Besatzern geschützt werden.

Zitat
Mehrere Tote bei Protesten in Kabul
Nach dem Anschlag in Kabul haben viele Afghanen für mehr Sicherheit im Land protestiert. Laut einem Abgeordneten wurden acht Demonstranten von der Polizei getötet.

(http://img.zeit.de/politik/ausland/2017-06/kabul-afghanistan/wide__820x461__desktop)
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-06/demonstrationen-sicherheitsbedingungen-kabul-tote (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-06/demonstrationen-sicherheitsbedingungen-kabul-tote)

Die Afghanische Regierung hängt am Tropf des Westens, aber das gewaltsam zusammengehaltene korrupte System droht ihnen nun um die Ohren zu fliegen.

Zitat
Afghanistan:
"Die Sicherheitslage wird mit jedem Tag schlechter"

Überall Sprengschutzwände, Checkpoints, Soldaten – an Sicherheitspersonal und Ausrüstung fehlt es Kabul nicht. Und doch gelingen regelmäßig verheerende Anschläge.


Viele Polizisten und Militärs schätzen ihre Aufgabe dagegen lediglich, weil sie für ein gesichertes Einkommen sorgt. Viele von ihnen haben nur Basis-Trainingseinheiten durchlaufen, bevor sie auf die Straße geschickt werden. Khan schließt kurz die Augen, als ein Rettungswagen mit Sirene an ihm vorbeifährt. Er hat wenig Hoffnung für die Zukunft seiner Heimat. "Uns stehen noch harte Kämpfe bevor", sagt er.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-06/afghanistan-kabul-anschlag-sicherheit-krieg-taliban (http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-06/afghanistan-kabul-anschlag-sicherheit-krieg-taliban)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 15:08:17 So. 08.Oktober 2017
Zitat
Bundeswehr will offenbar mehr Soldaten für Afghanistan

Die neue Bundesregierung wird sich Berichten zufolge mit einer Aufstockung der Afghanistan-Mission beschäftigen müssen. Laut Bundeswehr sind mehr Soldaten notwendig.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-10/afghanistan-bundeswehr-soldaten-mandat (http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-10/afghanistan-bundeswehr-soldaten-mandat)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: counselor am 15:14:06 So. 08.Oktober 2017
Soso. Ich dachte, Afghanistan wäre ein sicheres Herkunftsland...
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 19:52:29 So. 05.November 2017
Zitat
US-Luftangriffe treffen offenbar Zivilisten in Kundus
Das afghanische Militär geht im Nordosten des Landes verstärkt gegen die Taliban vor. Bei einem unterstützenden US-Angriff sollen mehrere Zivilisten getötet worden sein.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-11/afghanistan-us-luftangriffe-tote (http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-11/afghanistan-us-luftangriffe-tote)
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 12:15:13 Di. 07.November 2017
Zitat
Bewaffneter Angriff auf TV-Sender in Kabul
Unbekannte haben das Büro eines afghanischen Fernsehsenders gestürmt. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" reklamierte den Angriff für sich und meldet rund 20 Tote.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-11/afghanistan-kabul-tv-sender-bewaffnete (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-11/afghanistan-kabul-tv-sender-bewaffnete)

Ein wahrlich sicheres Herkunftsland.
Titel: Re:Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 16:17:50 So. 25.März 2018
Zitat
Afghanistan
Von der Leyen spricht von Einsatz ohne absehbares Ende


Die deutsche Truppe im Norden des Landes soll wegen der anhaltenden Gewalt von bislang 980 Soldaten auf bis zu 1.300 Mann aufgestockt werden.
http://www.deutschlandfunk.de/afghanistan-von-der-leyen-spricht-von-einsatz-ohne.2932.de.html?drn:news_id=865130 (http://www.deutschlandfunk.de/afghanistan-von-der-leyen-spricht-von-einsatz-ohne.2932.de.html?drn:news_id=865130)
Titel: Re: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: Kuddel am 21:14:38 Di. 30.Juli 2019
Zitat
Dem UN-Bericht zufolge haben Regierungstruppen und Nato-Kräfte dabei in diesem Jahr mehr Zivilisten getötet als die radikalislamischen Taliban und andere Aufständische.
https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-07/afghanistan-un-bericht-regierungstruppen-nato-tote-zivilisten
Titel: Re: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:55:47 Di. 24.Dezember 2019
Zitat
In Afghanistan sind bei einem Angriff auf einen Kontrollpunkt der Armee mindestens sieben Soldaten getötet worden.
Drei weitere sowie drei Geheimdienst-Mitarbeiter seien bei dem Anschlag in der Provinz Balkh im Norden des Landes verletzt worden, teilte das Verteidigungsministerium mit.
https://www.deutschlandfunk.de/afghanistan-sieben-soldaten-bei-angriff-auf-kontrollpunkt.2932.de.html?drn:news_id=1083859