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Wat Noch => Praxisbereich => Angriffe auf ArbeiterInnenvertretungen => Thema gestartet von: Kuddel am 15:24:04 Mo. 23.Oktober 2017

Titel: Abmahnungen gegen Siemens Betriebsrat
Beitrag von: Kuddel am 15:24:04 Mo. 23.Oktober 2017
Zitat
(http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2016/05/felix_weitenhagen.jpg)

... Der Betriebsrat Felix Weitenhagen wurde wegen Informationsgesprächen mit Mitarbeitern von der Geschäftsleitung zweimal abgemahnt. Weil er seine Meinung gegen ein Contischichtmodell (7 Tagewoche, 21 Schichten) vertritt, wird ihm mit Kündigung und Amtsenthebung aus dem Betriebsrat gedroht. Seinen KollegInnen und ihm wurden Informationsgespräche untersagt. Vertrauliche Gespräche mit dem Betriebsrat sind aber ein grundlegendes Recht. Die Amtsausübung von Felix wird behindert. Der Siemens Geschäftsleitung passt es nicht, dass sich Kollegen und Felix gegen die Einführung der Samstag- und Sonntagarbeit stellen. Die anhaltende Kritik wird als Verleumdung und Störung des Betriebsfriedens dargestellt. Mit konstruierten Behauptungen von persönlichem Fehlverhalten versucht Siemens den Kündigungsschutz von Felix Weitenhagen als Betriebsrat zu attackieren. Aktuell wurden ihm eine dritte und vierte Abmahnung übergeben. Damit wird ein Betriebsrat bei Siemens unterdrückt...
http://www.solikreis-felix-weitenhagen.de/ (http://www.solikreis-felix-weitenhagen.de/)
Titel: Re:Abmahnungen gegen Siemens Betriebsrat
Beitrag von: admin am 09:48:54 Di. 14.November 2017

Zitat
Solidaritätskreis Felix Weitenhagen                                                                                           
                                                                         
                                         13.11.17 Pressemitteilung

Siemens verliert erneut gegen kämpferische
Gewerkschafts- und Betriebsratsarbeit


Der Ausgangspunkt für die Abmahnungswelle gegen den Betriebsrat Felix
Weitenhagen seit 2015 war der Kampf gegen die Einführung von Samstags-
und Sonntagsarbeit im Siemens Schaltwerk Berlin. Das Berliner
Arbeitsgericht verurteilte Siemens am 10. November drei Abmahnungen aus
der Personalakte des Betriebsrats zu entfernen. Es sieht die Vorwürfe
von Siemens gegen die Betriebsratsarbeit als haltlos an, wie schon bei
den zwei Abmahnungen zuvor.

Das Arbeitsgericht stellte zu den Abmahnungen klar:
1. Betriebsräte haben Meinungsfreiheit und dürfen geplante Maßnahmen des
Unternehmens sachlich kritisieren
2. Ein Arbeitnehmer, der im Rahmen von betrieblichen
Auseinandersetzungen kritisiert und angegriffen wird, darf sich wehren,
ohne dass dadurch der Betriebsfrieden gestört wird.
3. Gewerkschaftliche Warnstreiks finden innerhalb der Arbeitszeit statt.
Daher ist das „Ausstempeln“ bei Streikteilnahme nicht erforderlich.
Außerdem dürfen Gewerkschaftsmitglieder offensiv Kollegen dazu einladen.

Das Gericht folgte also in wesentlichen Punkten der Argumentation des
Rechtsanwalts Helmut Platow in der Klageschrift. Damit wurden
demokratische Rechte von Betriebsmitgliedern, auch wenn sie eine
Minderheitsmeinung im Betriebsrat vertreten und das Recht auf Warnstreik
von der IG Metall verteidigt. Das Urteil ist eine herbe Niederlage für
die zweijährige Kampagne vom Siemens Management gegen Felix Weitenhagen,
mit 6 Abmahnungen, Strafversetzung, Freistellung von der Arbeit und
Hausverbot.

40 Kollegen und Unterstützer verfolgten die Verhandlung vor dem Berliner
Arbeitsgericht. Der Solidaritätskreis veranstaltete eine Kundgebung mit
der Forderung: Weg mit allen Abmahnungen! Es sprachen Kollegen aus dem
Siemens Schaltwerk und der Turbinenfabrik. Grußworte wurden auch von der
Montagsdemonstration, Solidarität International, der Partei die Linke
und der MLPD gehalten. Weitere Unterstützer kamen vom IG Metall
Arbeitskreis Internationalismus, Verdi und Arbeitsunrecht.

Die Solidaritätsbewegung war stärker als das Mobbing von Siemens!
Herzlichen Glückwunsch an Felix Weitenhagen, seine Kollegen und
Unterstützer!

Im Namen von Felix Weitenhagen bedankt sich der Solidaritätskreis für
die zahlreiche Unterstützung und Berichterstattung.

Wir gratulieren!
Titel: Re: Abmahnungen gegen Siemens Betriebsrat
Beitrag von: Kuddel am 16:08:08 Mo. 11.Mai 2020
Presseerklärung des Solidaritätskreis Felix Weitenhagen


Neue Repressalien von Siemens gegen das Betriebsratsmitglied Felix Weitenhagen


Felix Weitenhagen wird erneut mit 6 Abmahnungen schikaniert. Wegen angeblichen Fehlverhaltens hat er damit inzwischen 13 Abmahnungen von Siemens erhalten. Versucht die Siemens Energy GmbH & Co KG durch die Abmahnungen die Kündigung eines langjährigen kämpferischen Betriebsratsmitglied aus dem Berliner Schaltwerk vorzubereiten?

Scheinbar wirkt bei Siemens nach, dass bereits 6 Abmahnungen gegen Felix zurückgenommen werden mussten und Felix an seiner gewerkschaftlichen Arbeit festgehalten hat. Mit konstruierten Vorwürfen wird jetzt versucht Felix zu diskreditieren und ihn zu zermürben. Aber nicht nur das. Mit den Abmahnungen wird auch versucht das Recht als Betriebsrat  u.a. zur Nutzung von Computern einzuschränken.

Bereits 2015/16 erhielt Felix für seine gewerkschaftliche Betriebsratstätigkeit 6 Abmahnungen, als er mit Kolleginnen und Kollegen erfolgreich gegen die Einführung der Wochenendarbeit eintrat.
Ein Solidaritätskreis von Kolleginnen und Kollegen hat mit Felix 2016/17 zwei Prozesse gegen die Abmahnungen von Siemens geführt. Das Ergebnis war 5:0 gegen Siemens. Die Abmahnungen mussten aus der Personalakte entfernt werden.

Alle weiteren Abmahnungen müssen vom Tisch. Verteidigen wir die Betriebsratsrechte und das Recht auf freie gewerkschaftliche Arbeit!

Felix ist ein klassenkämpferischer Gewerkschafter. Er vertritt konsequent die Interessen der Belegschaft und IG Metall Mitgliedern und sagt offen seine Meinung zur Politik des Siemens Konzernvorstands.
In der Corona - Pandemie fordert Felix die Durchsetzung eines konsequenten Arbeits- und Gesundheitsschutzes für alle Beschäftigten und ihre Familien.
Seit einem Jahr kritisiert er den Konzernbeschluss zur Aufspaltung der Belegschaft der Siemens AG durch die Abspaltung des Energie- und Kraftwerksbereich mit einem Börsengang und die damit verbundene Arbeitsplatzvernichtung.
Felix setzt sich für eine schnelle und radikale Umstellung auf eine CO 2 – freie Energieerzeugung ein.

Wir brauchen mehr aktive Kolleginnen und Kollegen wie Felix. Macht mit gegen Schikane und Mobbing. Werdet Mitglied (und aktiv) in der IG Metall! Die IGM gewährt Felix Rechtsschutz.

Schreibt Solidaritätsschreiben an den Solidaritätskreis Felix Weitenhagen
(E- Mail: solikreis-f.weitenhagen@posteo.de) und den Betriebsrat
Siemens Energy GmbH & Co KG, Nonnendammallee 108, 13629 Berlin.
Titel: Re: Abmahnungen gegen Siemens Betriebsrat
Beitrag von: counselor am 16:37:31 Fr. 10.Juli 2020
Zitat
PRESSEMITTEILUNG DES SOLIDARITÄTSKREISES FELIX WEITENHAGEN - „Siemens versucht aktiven Gewerkschafter zum Schweigen zu bringen“

Felix Weitenhagen erhält in wenigen Wochen sieben Abmahnungen. Die Geschäftsführung von Siemens/Siemens Energy versucht mit einer weiteren Abmahnung den kritischen IG-Metall-Betriebsrat zum Schweigen zu bringen.

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw28/siemens-versucht-aktiven-gewerkschafter-zum-schweigen-zu-bringen