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Wat Noch => Andere Themen => Medienkritik => Thema gestartet von: Klassenkampf am 13:47:28 Mo. 14.November 2005

Titel: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Klassenkampf am 13:47:28 Mo. 14.November 2005
Franziska Augstein, Tochter Rudolfs, äußerte sich vergangene Woche kritisch zum Spiegel. Insbesondere Chefredakteur Aust mußte sich Kritik gefallen - der Fisch stinkt vom Kopf.
Dem aufmerksamen Leser ist der Ruck des Spiegels ins neoliberale Lager nicht verhüllt geblieben - schlimmer noch: Es war förmlich die neue Rolle des Magazines geifbar, welche der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Der Spiegel "mutierte" regelrecht zum neoliberalen Hetzblatt - abhängig und parteilich.

Zitat
Auszug aus der Rede Franziska Augsteins:

"Man kann von dem Chefredakteur des „Spiegel“ halten, was man will. Die Berufsbeschreibung des Chefredakteurs und die des Heiligen decken sich nicht. Ein objektiver Befund ist aber, dass unter der Ägide des jetzigen „Spiegel“-Chefredakteurs das Blatt seinen Platz als Leitmedium verloren hat. (...) Der Akzent auf Wirtschaftsthemen, die Vernachlässigung politischer Entwicklungen und Probleme zugunsten der Personalisierung, die Verlagerung auf die so genannten weichen Themen: All dies kennzeichnet heutzutage den „Spiegel“ und hat das Magazin zu einem geschwätzigen Blatt unter anderen gemacht. Der Fisch stinkt vom Kopf. Sie kennen das Sprichwort. Wenn das Blatt, das bisher Standards setzte, diese Standards freiwillig aufgibt, haben andere Zeitungen und Magazine keinen Grund, sich mehr um Ernsthaftigkeit, Ausführlichkeit und Problemdurchdringung zu bemühen. Der Aufwand an Zeit und Geld lohnt sich nicht: Die Konkurrenz ist ja weggefallen. (...)"

Ob es zur Neuorientierung des Spiegels beitragen wird? - Daran darf gezweifelt werden, zu involviert ist man in die Machenschaften der Mythen, Lügen und Halbwahrheiten, zu abhängig von denen die das neue Weltbild prägen.
Um sich einen Platz an der Sonne zu gönnen, heißt es mitzuschwimmen...
Titel: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Carsten König am 15:58:26 Mo. 14.November 2005
Der Spiegel - die Bildzeitung für die Intellektuellen, Zitat meines ehemaligen Latein- und Philosophielehrers - hat sich wieder als das entblößt, für was man ihn zu Recht hält: Das Kampfblatt neoliberaler Plattitüden.

Interessanterweise hat der Spiegel auf die Franziska-Augstein-Rede auch öffentlich reagiert:

Zitat
Ihre Hauptargumente zeigen, dass sie wenig versteht von dem, wie ein Nachrichtenmagazin im allgemeinen und der SPIEGEL im besonderen zu berichten hat.

Kritik wird vom hohen Rosse abgetan:

Zitat
Rudolf Augstein wollte, dass nach seinem Tod sein Anteil am SPIEGEL-Verlag nicht in vollem Umfang auf seine Kinder übergehen sollte. Rudolf Augsteins Absicht war, seinen Kindern keine publizistische Macht über den SPIEGEL zu vererben.

Quelle: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,384466,00.html

Nicht dass man mich falsch versteht, auch ich lese den Spiegel, aber und vor allem unter dem Vorbehalt, eigenem kritischen Denkens. Er ist leider noch ein wesentlicher Meinungsmacher. Die zum Ausdruck gebrachte Meinung nehme man wahr, aber mache sie nicht zu eigen.
Titel: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: besorgter bürger am 16:00:35 Mo. 14.November 2005
Zitat
Der Spiegel "mutierte" regelrecht zum neoliberalen Hetzblatt - abhängig und parteilich.

und wie reagiert ein neoliberaler auf so eine kritik:

Zitat
...Im Anschluß erklärten die Ressortleiter des Spiegel am Freitag auf Spiegel-Online, das Magazin fahre immer noch »kontinuierlich üppige Millionengewinne« ein,
Titel: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Carsten König am 16:44:11 Mo. 14.November 2005
... üppige Millionengewinne? Klar, gerade ein Preissteigerung von 3,00 auf 3,40 Euro, dann die Hälfte des Heftes eh nur elendig schlechte Werbung.

Aber die Horde der Spiegel-Leser-Wissen-Mehr-Menschen schaltet eben nur zwischen Christiansen und Spiegel hin und her.
Titel: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Klassenkampf am 17:14:21 Mo. 14.November 2005
Zitat
Aber die Horde der Spiegel-Leser-Wissen-Mehr-Menschen schaltet eben nur zwischen Christiansen und Spiegel hin und her.

Man mag mich Wiederholungstäter schimpfen, aber hier wird es doch erneut ersichtlich: Thesen, die uns Medien präsentieren, werden als verbindliche Wahrheit aufgenommen. Es muß wahr sein, wenn der Spiegel den Sozialabbau als einzigen Weg betrachtet; es muß wahr sein, wenn Christiansen immer gleiche Halbwahrheiten mit Politikerhilfe unter die Nase reibt; es muß wahr sein, wenn Magazine mit schwarzen Schmarotzerschafen aufwarten.

Freilich: Gezwungen wird niemand das Mediengepränge für bare Münze zu nehmen, doch dazu bereit sind viele.
Wie bequem es doch erscheint, Gedankengänge verlagern zu können - im Grund eine moderne Dienstleistungsnische, welche die Medien hier abdecken. Nach vollbrachten Tageswerk übernehmen Funk und Fernsehen, Tageszeitungen und Magazine die geistige Tätigkeit.
Warum also selbst noch sinnieren, wäre es doch nur verlorene Zeit den Aufwand der Medien nochmals zu überdenken - auch hier muß, ganz Zeitgeist, Effektivität herrschen.

Böse Ausführungen, könnte man meinen. Doch die Realität zeigt uns, daß viele Menschen ernsthaft glauben, das Berichten und die Vorgabe von Moral und Werten seien einzig und alleine mediengebunden.
Wie auch sonst könnten aus gespaltenen Ereignissen, eindeutige Bewertungen entstehen, die dann kollektiv in eine Richtung verarbeitet werden?

Das Urteil der Medien, bleibt in Augen der Betrachter Urteil. Vorurteil ist ihnen fremd und nur bei fadenscheinigen Medien, unter Hinweis, ein Begriff. Die nötige Neugier, getrieben durch vorurteilendes Bewerten, bleibt ihnen ein Rätsel, über Zweifel sind sie erhaben.
Das moralische Urteil über den Medienmenschen unserer Zeit, kann nur vernichtend sein: Kollektives Medienbewußtsein hat den Menschen aus dem Prozess des Denkens gelöst, ihn zum materiellen Zeitgenossen, ohne jegliche ethische Intelligenz gemacht.

Wie schön das es Dienstleister gibt:
Genieße - kontaktiere den Masseur; genese - konsultiere den Arzt; pflege Dich - besuche Friseur und Nagelstudio; sättige Dich - Restaurants stehen Dir offen; lebe - Umzugsfirmen erledigen körperliche Anstrengungen; denke - Medien übernehmen geistige Qualen...
Titel: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Klassenkampf am 10:57:15 Di. 15.November 2005
Wahr ist es: Aust ist ein journalistischer Platzhirsch, doch ob er der Kopf des stinkenden Fisches (Zitat Franziska Augstein) ist, darf bezweifelt werden.
Mitleid mit einem Mitglied der verdrehenden Meinungsmacher ist fehl am Platze, aber als alleiniger Sündenbock ist das Aust'sche Haupt überfordert...

Flache Stories, unterirdische "Geschichtchen" und historische Banalabhandlungen sind das (Mit-)Werk dieses Mannes, sein Stil mit der Maschinenpistole interne Pressefreiheit zu "erzeugen" stellt ihn zudem ins dunkle Licht. Aber Aust als den Teufel des Spiegels darzustellen, als Alleinschuldigen ist zu einfach. Dahinter steckt mehr, aber das dürfte bekannt sein...

Zitat
Die Spieler beim "Spiegel"

Nach der Kritik von "Spiegel"-Erbin Franziska Augstein ("ein geschwätziges Blatt") eskaliert der Kampf um das Magazin. Aber wer will dort eigentlich was wie erreichen? Fünf Psychogramme.


Die Lage beim Spiegel wird unübersichtlich. Erst wollen Jakob Augstein und die Mitarbeiter KG mit dem Chefredakteur über die politische Ausrichtung des Blattes reden, und als Stefan Aust nicht mag und von einer Gefahr für die innere Pressefreiheit spricht, rudern sie zurück. Stattdessen steigt Franziska Augstein auf ein Podium und erklärt den Spiegel zu einem "geschwätzigen Blatt" unter vielen, das "vom Kopf her stinke". Am Mittwoch ist High Noon in der Gesellschafterversammlung. Vorher lohnt ein Blick auf die Kombattanten.

Stefan Aust

Was will er? Vor allem, dass ihm niemand reinredet - weder die Gesellschafter noch irgendwelche Redakteure, die sein Weltbild nicht teilen. Das dürfte aus restriktiver Innenpolitik bestehen, der Umwandlung von Ackerland in Pferdeweiden und der Bereitstellung eines Privatjets. Auch die teilweise Verschmelzung mit dem Springer Verlag ist möglich. Für Unmut bei den Gesellschaftern sorgt zudem immer wieder Austs Forderung nach einer Beteiligung an Spiegel TV.

Die Strategie: Stefan Aust spielt im Augenblick perfekt die Rolle der Unschuld vom Lande. Die Kritik an seiner Art des Blattmachens lenkte er geschickt auf die Redaktion um ("Die Leistung der Mitarbeiter ist hervorragend"). Dabei weiß jeder, dass beim Spiegel nur noch zwei Männer im politischen Bereich das Sagen haben: Aust und der Berliner Büroleiter Gabor Steingart. Dennoch gibt es plötzlich eine Solidarisierungswelle in der Redaktion, wie sie sonst nur Asterix im gallischen Dorf vergönnt ist. Zu Austs Verteidigungsstrategie gehört auch das exzessive Zitieren des toten Herausgebers, der ihn doch immer gewollt habe. Verschwiegen wird hierbei, dass Rudolf Augstein in seinen letzten Lebensjahren dafür kämpfte, dass eines seiner Kinder die Herausgeberrolle übernimmt.

Die Redaktion

Was will sie? Der Großteil würde sich wahrscheinlich wohler fühlen ohne Aust - schließlich ist die Herrenreiter-Art, wie krude Geschichten über Hitler und gegen Rot-Grün sowie die Einsicht, das der hohe CO2-Ausstoß Hurrikane auslöst, ins Blatt kommen, vielen nicht geheuer. "Bei uns wird jeden Montag die innere Pressefreiheit mit der Maschinenpistole herbeigeführt", heißt es in der Redaktion. Die ist schizophren wie immer. Einerseits hätte sie gern mehr Meinungspluralismus, andererseits ist sie zu feige, sich gegen den Chefredakteur zu stellen.

Die Strategie: Die Ressortleiter haben sich in einer Erklärung ("Eigentum verpflichtet") gegen die Kritik verwahrt. Absurderweise finden sich unter den Unterzeichnenden viele, die als dezidierte Aust-Kritiker gelten. Aber jeder, der diese Erklärung nicht unterschrieben hätte, wäre wahrscheinlich in einem halben Jahr kein Ressortleiter mehr. Denn wie heißt einer von Steingarts Lieblingssprüchen: Die Währung beim Spiegel ist Angst.

Die Erben
 
Was wollen Sie? Im Grunde einen neuen Chefredakteur - mit dem Unterschied, dass es bei Jakob Augstein auch der alte sein kann. Er vertraut auf die Selbstreinigungskräfte des Spiegel, während sich seine Schwester Franziska ein Blatt wie die Süddeutsche Zeitung, bei der sie Redakteurin ist, wünscht: Also weniger Kampagnen und kischpreiseliges Schwadronieren, stattdessen politische Analyse und intellektuellen Tiefgang.

Die Strategie: Sehr unterschiedlich. Während Jakob Augstein durchaus die Nähe zum Verlag sucht und schon mal ein wöchentliches Magazin dafür entwickelt, setzt Schwester Franziska auf Konfrontation und ist damit dem Vater am nächsten. Schon bei der Trauerfeier stellte sie Aust bloß, indem sie über Hasen sprach, die dem toten Löwen an der Mähne zuppeln. Nun hat sie öffentlich geäußert, dass der Spiegel Qualitätsstandards verletze. Ob sie damit Recht hat, wird derzeit nicht gefragt, weil ihr kämpferischer Ton sofort Abwehrreflexe erzeugt hat (s. o.).

Gruner+Jahr

Was wollen die? Vor allem Ruhe, eine gute Rendite und keine schlechte Presse. Das alles hat Aust bisher geliefert, auch wenn er die Verlagsleute vom Hamburger Baumwall (zu 25,5 Prozent am Spiegel beteiligt) zuweilen mit seinen Projekten und Geld-Forderungen nervt. Möglicherweise könnte sich Rolf Wickmann, der ehemalige Zeitschriftenvorstand, auch den Posten des Herausgebers vorstellen.

Die Strategie: Ebenfalls Ruhe bewahren. Schlechtes über Aust ("omnipotent") erfährt man nur hinter vorgehaltener Hand. Umso erstaunlicher, dass G+J nach Franziska Augsteins Vorwürfen eine Pressemitteilung herausgab, in der man sich hinter Aust stellte. Gruner+Jahr war es auch, denen an einer Diskussion über die Ausrichtung des Spiegel am wenigsten gelegen war. Macht doch gute Auflage, sagt man sich dort.

Die Mitarbeiter KG

Was will er? Der Vorsitzende der Mitarbeiter-KG Thomas Darnstädt dürfte den Tag herbeisehnen, an dem Aust und Steingart den Spiegel verlassen. Die wähnten ihn bereits entmachtet, da Darnstädt meistens im fernen Spanien weilt und in der Mitarbeiter KG mit Wirtschaftsressortleiter Armin Mahler mittlerweile einen treuen Aust-Mann als Gegenspieler hat.

Die Strategie: Volatil wie der Spiegel selbst. Einerseits ist Darnstädt einer der wenigen, die Kritik an Aust üben. So sprach er sich gegen ein gemeinsames Fernsehgeschäft mit Springer und Bauer Verlag aus, weil es "unspiegelig" sei. Andererseits ruderte er neulich nach einem Treffen mit Aust zurück und tat so, als hätte es nie Gesprächsbedarf gegeben. Dennoch kann Aust nicht länger ruhen, ehe Darnstädt in Madrid eine Bodega eröffnet.

Quelle (http://www.taz.de/pt/2005/11/14/a0203.nf/text.ges,1)
Titel: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: MichaHB64 am 12:12:27 Do. 17.November 2005
Alle leicht zugänglichen Massenmedien (TV, Radio, Tageszeitungen) in der BRD verbreiten die neoliberale Ideologie.
  Man muß schon über Internet verfügen oder sonstiges, um an alternative, systemkritische Infos zu kommen.
    Beim nächsten Zeitschriftenhändler bekommt man sie nicht.
Titel: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kater am 03:35:55 So. 20.November 2005
Zitat
Heute, am 18.11.2005 wurde das Spiegel-Online-Forum „Hartz IV“ vom SpON-Sysop geschlossen mit der lapidaren Bemerkung:“ Kleine Pause .Neue Diskussion zum Thema folgt.“ http://forum.spiegel.de/showthread....2770#post132770

Das Hartz IV-Forum existiert seit dem 11.04.2004 mit insgesamt 11.490 Beiträgen und erfreute sich lebhaften Zuspruchs. So wurde das (neue) Forum seit dem 01.04.2005 alleine 264.930 Mal angeklickt.

Dieser Schließung vorausgegangen waren zahlreiche Zensurakte des Sysops durch Nichteinstellen von Beiträgen und dem Ausschluss von Usern.

Das Forum wurde seit Bestehen von Befürwortern der „Reform“ durch zahlreiche Versuche, auf Nebenschauplätzen auszuweichen wie VWL, BWL, Globalisierung, Lohnnebenkosten, Steuern, usw. dem Forenthema:
“ Hartz IV Ein vernünftiges Reformpaket? Harte soziale Einschnitte für die Betroffenen, Streitfall zwischen Bund und Ländern: …Ist die Reform wirklich der richtige, zukunftssichere Schritt? Wird Deutschland dadurch wirtschaftlich fitter? Oder wird an den falschen Stellen gekürzt und kassiert und der Sozialstaat langsam beerdigt?“ vollgemüllt.

Viele Poster, darunter auffallend viele „Unternehmer“, verbreiteten unter ihren Pseudonymen in bis zu 35 Beiträgen pro Tag jeweils unter häufiger Diffamierung der angeblich „Linken, Sozialromantiker, Manipulateure usw…“ neoklassisch-neoliberales Gedankengut, wogegen sich die Hartz-Gegner natürlich wehrten.

Diese Verletzung von GG Artikel 5 (1), die zeitgleich/ koinzidär mit der „F.Augstein-Affäre“ stattfindet, empört die ausgesperrten Foristen - wird doch der Eindruck erweckt, dass die kritische Kommentierung der weiteren Einschnitte/Kürzungen/Verschärfungen in SGB II/III und XII unerwünscht ist.

http://forum.ahfd.org/showthread.php?t=12969
Titel: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Klassenkampf am 10:24:13 So. 20.November 2005
Zitat
Heute, am 18.11.2005 wurde das Spiegel-Online-Forum „Hartz IV“...

Dieser Ausspruch läßt Metaphern Spielraum: Der Teufel im Talar, Weihwasser verspritzend, ein "Amen" auf den Lippen...
So in etwa dürfte man die aufklärerischen Absichten des Spiegels ,bezüglich Hartz IV, bezeichnen. Metaphorische Priester "treten dort auf", die das ungläubige Volk bekehren, ihnen den rechten Weg weisen sollen, notfalls auch den mahnenden Zeigefinger erheben.
"Geben ist seliger denn Nehmen", heißt es zwar, aber man könne nicht mehr geben, als vorhanden sei; als für vorhanden vorgegeben wird.

Im Schafsfell gehen intellektuelle Wölfe auf Jagd. Schwer ist es nicht, das gutmütige Schaf zu reißen. Einem Schaf aber Wolfsinstinkte zu vermitteln braucht Geduld - steter Tropfen höhlt den Stein.
Verständnisvoll, voller Mitgefühl und mit der Bereitschaft der Aufklärung gibt man sich, ködert somit Leser fern des eigentlichen Klientels. Natürlich hört man sich auch die Problemfälle an, um dann in gewohnter Manier darauf hinzuweisen: Eigeninitiative, Privatvorsorge, freier Markt seien die eigentliche Fairness - nicht jammern, sondern selbstversorgen.

"Man treibe sie uns in die Arme", mag der Spiegel sich dabei denken, "wir erziehen sie uns schon passend."
Wer also dieses Blatt nutzt, um sich seiner Misere aufklären zu lassen, dabei Freie Markt-Propaganda, Privatisierungs-Anstachelung, Schmarotzer-Berichte, Rentner- und Studenten-Verunglimpfungen, Sozialstaats-Aversion und Kapitalakkumulations-Gebaren ignoriert, dem kann nicht geholfen werden. Zu glauben, der Spiegel heutiger Prägung sei ein Magazin, welches klassenübergreifend informieren möchte, ist einer der größten Irrglauben entfesselter Informationspolitik.

Die BILD-Zeitung mag in vielerlei Hinsicht ein "Proletenblatt" sein, es verunglimpft direkter, nimmt kaum noch Schamesgrenzen wahr - der Spiegel versteckt sich hinter Intellekt, schießt seine Pfeilspitzen verdeckt ab. Erstere Schmierfinken allerdings sind für jedermann einzuschätzen, das Schmierfinkentum des zweiten Kampfblattes allerdings, ist nicht jeden zu enttarnen gegeben - darin liegt die Gefahr.
Titel: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kater am 00:28:00 Mi. 23.November 2005
Zitat
Vom "Sturmgeschütz der Demokratie" zur "Spritzpistole der Angela Merkel"
Kurswechsel in der politischen Berichterstattung beim "Spiegel"
Von Jens P. Rosbach

Franziska Augstein, Tochter des verstorbenen "Spiegel"-Herausgebers Rudolf Augstein, klagte unlängst, das Magazin sei zu einem geschwätzigen Blatt unter vielen geworden. Andere Medienbeobachter schimpfen, der "Spiegel" ergreife immer häufiger Partei für die Konservativen. Doch wie kam es zu dem Kurswechsel des einstmals bei Linken so beliebten Blattes?

Oktober 2003. Der "Spiegel" will eine große Geschichte über Windkraft-Anlagen bringen. Ein Text wird geschrieben, der Ökoprojekte lobt und Energiekonzerne kritisiert. Doch die Chefredaktion verbietet den Artikel - so berichtet einer der beiden betroffenen Autoren. Stattdessen erscheint ein halbes Jahr später eine Titelstory, die Ökoprojekte kritisiert und Energiekonzerne lobt:

"Der Windmühlen-Wahn. Vom Traum umweltfreundlicher Energie zur hoch subventionierten Landschaftszerstörung"

Der "Spiegel" polemisiert gegen den Atomausstieg, regt sich über das Dosenpfand auf und klagt über die Vorsicht der Deutschen bei der Gentechnik. Ex- Redakteur Oliver Gehrs, Autor des Buches "Der Spiegel-Komplex", spricht von einem neoliberalen Trend.

Gehrs: Wenn man sich die letzten Jahre anschaut, da ist der "Spiegel" einfach mal von den Minderheiten weg gerückt oder von den sozial Schwächeren und ist auf die Seite der Wirtschaftskapitäne gerutscht. Und mir sagte ein Redakteur bei den Recherchen: Bei uns ist immer häufiger Goliath der Gute. Und das war früher mal anders.

Der "Spiegel" ergreift immer häufiger Partei für die Konservativen - schimpfen auch andere Medienbeobachter. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet dazu folgende Episode: Kurz vor der Bundespräsidenten-Wahl im vergangenen Jahr habe die SPD-Kandidatin Gesine Schwan einen nicht näher benannten Vize-Chefredakteur des "Spiegel" gefragt, warum das Magazin so viel über den Gegenkandidaten, den CDU-Mann Horst Köhler, schreibe - aber über sie so gut wie nichts. Die Antwort des "Spiegel"-Redakteurs: Rot-Grün müsse weg und da käme eine sozialdemokratische Bundespräsidentin eher ungelegen.

Gehrs: Das merken Sie auch wieder bei Joschka Fischer zum Beispiel, bei dieser Visa-Affäre. Mit welcher Verve sich der "Spiegel" da rein stürzt und gleich zwei Titelgeschichten darüber macht. Das ist sicherlich ein Skandal, aber mit so viel Schaum vor dem Mund ist ansonsten nur Frau Merkel oder Herr Stoiber unterwegs und das hat ein bisschen was mit der Glaubwürdigkeit zu tun, die darunter leidet.

Nicht nur Oliver Gehrs, viele andere Magazinleser konzentrieren ihren Zorn auf den Chef des "Spiegel"-Parlamentsbüros Gabor Steingart. Steingart hat das umstrittene Buch "Deutschland - der Abstieg eines Superstars" verfasst. Darin plädiert er für mehr Tariffreiheit und Sozialabbau.

Weitere Diskussionen löst der Redakteur durch einen Kommentar aus, den er kurz vor der Bundestagswahl im Wall Street Journal veröffentlicht - einen lobenden Kommentar über Angela Merkel, der von vielen als Aufruf zur Wahl der CDU-Politikerin verstanden wird. Taz-Mitbegründer Horst Schimmeck schreibt wütend:

Seine Lässigkeit Sir Steingart sorgt forsch dafür, dass der "Spiegel" heute dem neuen Mainstream vorantrötet und die letzten kulturpessimistischen Bedenkenträger endlich aus ihren Löchern treibt, all diese altlinken Multikulti-Sozialromantiker, Gewerkschafter und andere "Gutmenschen". Steingart hat geholfen, den "Spiegel", das einst so stolze "Sturmgeschütz der Demokratie", umzurüsten zur Spritzpistole der Angela Merkel.

Richtig unangenehm wird es für den "Spiegel", als er das Steuermodell Paul Kirchhofs verteidigt - und eine angebliche Modellrechnung abdruckt. Eine Rechnung, die belegen soll, wie viel Tausend Euro ein Manager künftig mehr zahlen soll - dank Kirchof. Doch schon kurz darauf muss das Medium gestehen: die Zahlen seien falsch, man habe einfach die Daten von Kirchhofs Institut übernommen. Das Antiglobalisierungsbündnis Attac, das die Berechnung als erstes überprüft hatte, empört sich in der "Frankfurter Rundschau":

In der Hochphase des Wahlkampfs stützt der "Spiegel" seine Recherchen zum zentralen Wahlkampfthema im Wesentlichen auf den derzeit wichtigsten CDU-Wahlkämpfer.

Kritik auch von Franziska Augstein. In der vergangenen Woche rechnet die "Spiegel"-Erbin auf einer Zeitungskonferenz in Berlin öffentlich mit "Spiegel"-Chefredakteur Stefan Aust ab. Der Akzent auf Wirtschaftsthemen und die Vernachlässigung politischer Probleme habe den "Spiegel" zu einem geschwätzigen Blatt unter anderen gemacht.

Ein objektiver Befund ist, dass unter der Ägide des jetzigen "Spiegel"-Chefredakteurs das Blatt seinen Platz als Leitmedium verloren hat.

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/438829/drucken/
Titel: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: force am 22:04:28 Mi. 14.Dezember 2005
der spiegel ist nur ein beispiel für die wundersame propagandamaschine, die doch so gar nicht existieren dürfte in unserer demokratischen gesellschaft.

ich frage mich schon seit einiger zeit woher das eigentlich kommt.

ich meine man betrachte sich doch nur mal die masse der sendungen über sozialschmarotzer im fernsehen... wie oft sieht man denn da sozialsherrifs auf ihrem gerechten feldzug gegen den abschaum der gesellschaft?

selbst die berüchtigten nachmittagstalkshows dienen doch teils schon irgendwie dazu den hässlichen "assozialen" (immer wieder gern.. arbeitsloser gegen empörten arbeitnehmer)  vorzuführen.

woran liegt das, dass in einer sogenannten demokratie die medien auf so breiter front versagen und im höchstmaß an der "unteren" hälfte der bevölkerung vorbei berichten?

vom regierungsapparat kann sowas ja eigentlich nicht gesteuert sein.. liegt es also an erfolgreicher lobbyarbeit der neoliberalen thinktanks, an machtkonzentrationen in der branche?

teils ist ja inzwischen die financial-times- deutschland sozialer eingestellt als etwa der spiegel...
Titel: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 01:08:36 Mo. 26.März 2007
(http://www.spiegel.de/img/0,1020,831445,00.jpg)
Titel: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Strombolli am 11:55:46 Di. 27.März 2007
Nach meiner Einschätzung hat sich eine Eigendynamik entwickelt, die sich strikt am scheinbarem Mainstream orientiert. D.h. Journalisten kochen im eigenen Saft, leben in einem Umfeld von vorgefertigten Meinungen und sind auch aufgrund ihrer Ausbildung und Abhängigkeiten nicht mehr in der Lage, selbst vorurteilsfrei zu berichten. Unterschwellige Suggestionen schleichen sich in die Berichterstattung ein. Immer wieder werden Lebensvorgaben: So sollst Du wohnen, kochen, essen, hören.... zum Maßstab erhoben.
Wer davon abweicht, wird verspottet.

Ich rege mich auch immer fürchterlich über die Meinungsmache der Medien auf. Allein, es hat keinen Sinn.

Nach 50 Jahren BI** Zeitung ist die öffentliche Meinung so oberflächlich, kleinbürgerlich verbrämt, dass die Mehrheit der Bevölkerung entsprechend abgestumpft und verbildet ist.

Man sollte sich immer fragen: Wem nützt es?
Das hilft in der Einordnung, wessen Lied der Journalist singt.
Titel: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Stumme Ursel am 17:11:27 Mi. 28.März 2007
Zitat
Original von Strombolli
Nach meiner Einschätzung hat sich eine Eigendynamik entwickelt, die sich strikt am scheinbarem Mainstream orientiert. D.h. Journalisten kochen im eigenen Saft, leben in einem Umfeld von vorgefertigten Meinungen und sind auch aufgrund ihrer Ausbildung und Abhängigkeiten nicht mehr in der Lage, selbst vorurteilsfrei zu berichten. Unterschwellige Suggestionen schleichen sich in die Berichterstattung ein. Immer wieder werden Lebensvorgaben: So sollst Du wohnen, kochen, essen, hören.... zum Maßstab erhoben.
Wer davon abweicht, wird verspottet.

Ich rege mich auch immer fürchterlich über die Meinungsmache der Medien auf. Allein, es hat keinen Sinn.

Nach 50 Jahren BI** Zeitung ist die öffentliche Meinung so oberflächlich, kleinbürgerlich verbrämt, dass die Mehrheit der Bevölkerung entsprechend abgestumpft und verbildet ist.

Man sollte sich immer fragen: Wem nützt es?
Das hilft in der Einordnung, wessen Lied der Journalist singt.

Das Brot der Werbe -und der Konsumgüterindustrie vieleicht?
Titel: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Strombolli am 17:53:45 Mi. 28.März 2007
In erster Linie wohl den Eigentümern des Wurstblattes, oder?
Das Publikationen wie SPIEGEL und Co. vorauseilenden Gehorsam gegenüber den Werbekunden üben, glaube ich nur zu (sagen wir) 40 Prozent.

Sinnvollerweise sind die Journalisten dann noch freiberuflich tätig und arbeiten auf eigenes Risiko um dem Auftraggeber die Abgabenlast abzunehmen.

Irgendwie werde ich schon wieder sauer, denn wenn man nicht gerade Oberfuzzi in D ist, hat man eh die A***karte.
 
Merkt aber keiner, vor Hartz IV.

Weiter so Mehdorn, Ackermann und Co. - ihr seid ja so etwas von Elite...

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Wir treffen uns alle vor dem Sozialamt. Morgen um 7.
Titel: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:34:21 Mo. 23.April 2007
DER SPIEGEL ist bestenfalls die Speerspitze des käuflichen und de facto faschistoiden Journalismus.

Was der Spiegel vorgemacht hat ist inzwischen publizister Mainstream:

Zitat
Während in der Gesellschaft die Idee vom Multi-Kulti-Zusammenleben als naiver Glaube à la Horst Köhler gegeißelt wird, hat sie in den Medien Hochkonjunktur. Der Störfaktor dabei: die permanente Verwechselung von Journalismus und Pädagogik.

http://www.stern.de/unterhaltung/tv/:Die-Medienkolumne-Hallo-T%FCrke%2C-Dich/587623.html
Titel: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: regenwurm am 19:34:11 Do. 26.April 2007
ManOfConstantSorrow schrieb:
Zitat
DER SPIEGEL ist bestenfalls die Speerspitze des käuflichen und de facto faschistoiden Journalismus.

Spiegel-Leser bezahlen ihre eigene Gehirnwäsche - mit 171,60 € im Jahr. Helfen Sie ihnen, sich dieser zu entziehen.

Wir starten zu diesem Zweck eine weitere Aktion zum Aufbau einer Gegenöffentlichkeit: Sie finden unten eine Analyse mit Kommentar zu einem Spiegel-Artikel dieser Woche. Er hat den Titel „Konjunktur. Wirtschaftswunder 2.0“ (Ausgabe Nr. 17 Seite 80 bis 82).
 Der Autor schwärmt von der „Kraft des deutschen Aufschwungs“ und ordnet ihn selbstverständlich vor allem den Reformen zu. An diesem Text kann man gut zeigen, wie systematisch und wie dreist Spiegel-Leser in die Irre geführt werden.
 Eine Reihe von Aussagen stimmen einfach nicht, anderes wird falsch und unsinnig interpretiert.

Quelle und mehr zum Mitmachen (http://www.nachdenkseiten.de/?p=2288)
Titel: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:29:58 Mo. 27.August 2007
Es ist ja nicht so, daß der Spiegel immer nur gegen Arbeitslose und Moslems hetzt, er kann auch anders, nämlich sachlichen Journalismus, knallhart recherchiert:
Zitat
Es ist dieser Tage nicht leicht, Britney Spears zu sein: Die glücklose Sängerin kassierte einen Strafzettel wegen zu schnellen Fahrens - und Ärger wegen ihres Schoßhündchens hat sie außerdem.
http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,502127,00.html
Titel: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: alfred am 12:23:33 Mo. 27.August 2007
Die Bilderserie mit Erklärungen zu den Irakkriegveteranen hier (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,501922,00.html) ist "beeindruckend" und das Fazit zur Showveranstaltung in Mügeln ist auch o.k. hier (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,502114,00.html)!

Die China-Titelstory der Printausgabe geht ebenfalls in Ordnung...
Titel: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:48:36 Di. 28.August 2007
alfred,
eigentlich wollte ich Deine permanenten Stichelein übergehen, aber sie nerven mich doch.

Ich könnte hier nun auch Beiträge aus der BILD anführen, die voll in Ordung sind und die ich so unterschreiben würde. Aber was sollte das? Das ändert nix an der "Qualität" des Hetzblattes. Ich habe hier einen aktuelle Spiegelausgabe zitiert um darauf hinzuweisen, daß diesem Medienerzeignis das kaum mehr vorstellbare Unterbieten des eigenen Niveaus gelingt.

Du scheinst noch ein Hühnchen mit mir zu rupfen zu haben. Ich habe Deine Aussagen zu einigen Arbeitskämpfen und zu der Rolle der Gewerkschaften kritisiert. Meine Kritik war recht scharf formuliert und du fühltest Dich persönlich verletzt. Das war wirklich nicht meine Absicht. Das tut mir auch leid. Wir hatten p.n.Kontakt und ich habe die Situation verstanden, die Dich zu Deinen Aussagen gebracht hat. Ich habe wirklich null Interesse daran Dich anzupissen!

Weiterhin finde ich einige Deiner Positionen nicht richtig.

Zu den Medien:
Die mediale Wirklichkeit in diesem Land ist ein Alptraum.
Ich halte es jedoch für schlimmer, wenn SPIEGEL und TAZ neoliberale oder rassistische Propaganda verbreiten, als wenn BILD das tut, denn BILD hat einfach den Ruf ein Lügenblatt zu sein, während die ersteren noch als "seriös" gelten. Trotzdem nutze ich ein weites Spektrum an Informationsquellen und werde auch in Zukunft aus "Spiegel", "Handelsblatt" und "rf-news" zitieren, auch wenn die Ausrichtung der Publikationen nicht die meine ist.

Zu den Gewerkschaften:
Ich bin kein Gewerkschaftsfeind. Ich halte es aber für nötig eine arbeiterfeindliche Politik der Gewerkschaftsführungen öffentlich zu kritisieren. Das ist nicht das Selbe wie die Versuche der CDU die Gewerkschaften zu zerschlagen.

Zu Arbeiskämpfen:
Wenn man Arbeitskämpfe von priviligierten Arbeitern unterstützt, heißt es nicht, daß man auf die prekarisierten Arbeiter scheißt. Wenn ich z.B. einen Streik von Automobilarbeitern unterstütze, falle ich damit nicht dem Kantinenpersonal in den Rücken, das nichts von dem Streik hat. Ich sehe keinen Widerspruch darin mit streikenden Piloten, Ärzten, Lokführern und den Besetzern einer Fahrradfabrik solidarisch zu sein. Dieses Land braucht mehr Arbeitskämpfe, denn der ökonomische Druck ist die einzige Sprache, die die herrschende Clique versteht. Das Gegeneinander zwischen Arbeitskämpfen und von Arbeitern gegen Arbeitskämpfe ist das Letzte, was wir brauchen.

alfred, nochmal, ich will nicht Dich angreifen, sondern nur ein paar Positionen, die ich für wenig hilfreich halte. Falls Du auf irgendwelche meiner Aussagen eingehen möchtest, starte bitte einen neuen Thread in einem anderen Unterforum, die Mediendiskussion zerfranst hier sonst zu sehr.
Titel: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: aian19 am 14:23:24 Di. 28.August 2007
Merke:

TRAUE KEINEM JOURNALISTEN !!!

Erfahrungswerte.... :(
Titel: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: alfred am 09:22:22 Mi. 29.August 2007
Hallo ManOf, ist ein gutes Statement von Dir. Trotzdem werde ich den Spiegel weiter verkonsumieren (mal Probeabo, mal zeitversetzt aus Bibliothek). Das Niveau hat zwar nachgelassen, trotzdem ist er im Vergleich zu anderen Wochzeitschriften qualitativ eben doch am besten...  :(
Titel: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Strombolli am 13:18:43 Mi. 29.August 2007
Zitat
Original von alfred
Das Niveau hat zwar nachgelassen, trotzdem ist er im Vergleich zu anderen Wochzeitschriften qualitativ eben doch am besten...  :(

Der SPIEGEL ist für mich schon seit Jahren ein Aufreger. Das hat mit überparteilichem Journalismus nichts mehr zu tun. Woher soll es denn auch kommen? Die alten Granden sind tot und die nachgefolgten Youngsters sind gezeichnet von BWL. Ideale? Was ist das? Visionen? Alles Quatsch.
Rendite!

Im Übrigen sinkt die Zahl derer, die einen richtigen SPIEGEL verstehen würden rapide! Das weiss doch jedes Kind!

Aber "Fakten, Fakten, Fakten" hole ich mir im Bedarfsfall schon lieber kostenlos nötigenfalls "Online" aus Hamburg, als aus München.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 14:55:51 Sa. 25.Juli 2009
Ich dachte, ich hätte mich an den Gossenjournalismus dieses Wurstblattes gewöhnt.
Eine derart bescheuerte Kriegspropaganda treibt mir doch wieder den Blutdruck hoch:

Schluss mit der Scheckdiplomatie! Leidenschaftlich und kontrovers debattierte der Bundestag vor 15 Jahren erstmals über die Teilnahme der Bundeswehr an einer bewaffneten Friedensmission. Mit ihrem Beschluss öffneten die Abgeordneten der deutschen Armee die Tür zur Welt.
http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/4568/der_lange_schatten_der_wehrmacht.html (http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/4568/der_lange_schatten_der_wehrmacht.html)

Leidenschaftlich quasseln um zu ballern. Den Panzern und Bombern die Tür zur Welt geöffnet...

Go straight to hell boys!!!
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 14:33:10 Mo. 25.Januar 2010
Zitat
Entwicklungshilfe
US-Ökonom empfiehlt Deutschland als Kolonialmacht


Von Laura Himmelreich

Der Plan ist revolutionär: Der US-Ökonom Paul Romer will in der Dritten Welt ganze Städte neu gründen - die Verwaltung sollen ausländische Demokratien wie Deutschland übernehmen. Als Vorbild dient dem Wissenschaftler der Wirtschaftsboom in Hongkong.(...)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,668449,00.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,668449,00.html)

Paul Romer ist einfach dämlich und sein Vorschlag versucht noch nichmal realistisch zu sein.

Es ist aber ein Dammbruch, daß Medien einen solchen Dreck für diskutabel halten. Vorreiter im Marsch zurück: Nach den Neofeudalismus wird nun auch Neokolonialismus hip.

Vorwärts in die Sklaverei!
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Alan Smithee am 15:13:45 Mo. 25.Januar 2010
Tolle Idee...dann bekommen wohl die überflüssigen Hartz IV - Empfänger gleich mal ein Jobangebot aus der Kolonie..

Dort kann man dann gleich neue Gesetze erlassen, das blöde Grundgesetz hat doch in letzter Zeit sowieso nur noch gestört... :O

Und die ARGEn-Mitarbeiter werden mitsamt ihren ARGEn / Jobcenter als Kolonialwächter in die dritte Welt übergesiedelt. :o
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Eivisskat am 07:00:27 Fr. 05.Februar 2010
Zitat
Unterrichten uns die sogenannten Qualitätsmedien noch richtig? Oder sind die Informationen die wir bekommen schlecht recherchiert und interessengesteuert?

http://www.youtube.com/watch?v=xhMJ3wvYip4&feature=player_embedded# (http://www.youtube.com/watch?v=xhMJ3wvYip4&feature=player_embedded#)
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 16:08:05 Sa. 20.März 2010
Das Scheißdreckblatt übertrifft sich mal wieder beim Gossenjournalismus:

Zitat
Die Exportmacht Deutschland verärgert EU-Partner wie Frankreich. Warum sind die hiesigen Unternehmen eigentlich so erfolgreich? Ein EU-Vergleich zeigt: Die Bundesrepublik konnte ihre Wettbewerbsposition radikal verbessern - weil die Arbeitskosten langsamer steigen als bei den Nachbarn.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,684418,00.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,684418,00.html)

Ja, UNSERE Wirtschaft ist so erfolgreich, weil sie die Sklaverei schneller einführt als die Wirtschaft in anderen Ländern. Ja, da haben wir es dem Franzmann mal richtig gezeigt! Der kann ja nicht konkurieren, wenn er weiter so früh verrentet und so hohe Löhne zahlt...
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Strombolli am 23:56:44 Sa. 20.März 2010
Wenn man schon den Spiegel liest, dann nur kostenlos ... ich meine im Wartezimmer der Ärzte, da gibts doch so einen Lesekreis...  ;)
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 11:41:07 Do. 29.April 2010
Eine Sternstunde des Qualitätsjournalismus:

Zitat
Früher brachte Kostas in der Kneipe den Ouzo, jetzt will er 135 Milliarden
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,691933,00.html (http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,691933,00.html)

Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 20:20:19 Mo. 28.Februar 2011
(http://wissen.spiegel.de/wissen/titel/SP/2011/9/312/titel.jpg)

so richtig begeistern kann ich mich dafür nicht.

Ich wäre etwas zufriedener, wenn die BILD nun eine Anti-SPIEGEL Kampagne starten würde, dann könnten Lügner auf Lügner schimpfen und Hetzer Hetzer nennen  :rolleyes:
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 14:04:47 Fr. 03.Juni 2011
Zitat
Wider Käßmanns Polemik
Bomben und beten - ja, das geht!


Käßmann also predigte wieder Politik. Sie ist der Paolo Coelho der Pastoren. Ihr Jesus ist diese langhaarige Kitschfigur mit dem schmachtenden Blick, die alleinerziehenden Müttern hilft und ansonsten mit der PDS gegen Entrechtung und Krieg marschiert.

"Es gibt keinen gerechten Krieg, es gibt nur einen gerechten Frieden", sagt sie weiter. Das ist so wohltönend wie falsch. Es gibt einen faulen Frieden, der puren Terror und Menschen- und vor allem Frauenvernichtung bedeutet wie im Iran. Und es gibt den gerechten Krieg wie den im Kosovo

Es gibt den bellum iustum, den gerechten Krieg. Seit dem heiligen Augustinus dürfen Christen Krieg führen, wenn er dem Frieden dient.

Aber gleichzeitig kann ich versuchen, die Taliban auszuschalten, sollte das Gebet kurzfristig nicht zur Entwaffnung und Verhinderung von Verbrechen führen. Oder, aus gegebenem Anlass, Osama bin Laden töten, wenn es nicht gelingt, ihn in der idealsten aller Welten vor ein Gericht zu stellen. Gott ist nicht nur ein Gott der Liebe, sondern auch ein Gott der Gerechtigkeit. Beten und Bomben, ja, das geht!

Käßmann also hat aus unseren Soldaten, die unter enormen Entbehrungen und Belastungen Dienst tun, wider besseren Wissens kaltblütige Täter gemacht. Das ist ein Anschlag auf die Ehre jener, die ihren Arsch letztlich auch für diejenigen riskieren, die Kirchentage ausrichten, auf denen sie dann als Mörder beschimpft werden.

Mit derartigen demagogischen Verkürzungen arbeitet normalerweise nur Gregor Gysi im Bundestag. Oder Roger Willemsen, wenn er in einer Talkshow punkten möchte.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,766381,00.html (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,766381,00.html)
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Strombolli am 14:19:55 Fr. 03.Juni 2011
Worin unterscheidet sich der Haß der westlichen Welt gegenüber Bin Laden und Co. von dem, den "al-Qaida & Friends" gegen der westlichen Welt hat?
Wer hat das legitimere Recht zu töten?

Ein Journalist, der diese Fragen nicht stellt, ein Chefredakteur, der solche (o.g.) Artikel als Suggestion (also manipulierte Beeinflussung) zulässt, entlarvt sich als Unterstützer des Systems und nicht als dessen Hinterfrager.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: ProgressiveProletarian am 06:35:58 Sa. 04.Juni 2011
Matthias Matussek, gar nicht erst lesen, wenn Du nicht vorhast, ihn argumentativ zu zerpflücken und das auch zu veröffentlichen. Anderenfalls ist es genauso wie bei Henryk M. Broder nur WOT. Waste of time.
Titel: Spitzenjournalismus
Beitrag von: Kuddel am 22:42:14 Mo. 25.Juli 2011
Zitat
Psychogramm eines Attentäters
Tötungsprogramm im Kopf


Was geht in einem Menschen vor, der 90 Minuten lang tötet? Einmal zum Äußersten entschlossen, vollstrecken Killer wie Anders Breivik ihre Morde kalt und unerbittlich. Für Emotionen sind sie unempfänglich, weil ihr Körper auf Jagdmodus umgeschaltet hat, erklärt ein Psychologe.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,776396,00.html (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,776396,00.html)

 8o wow  8o
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 14:46:09 Mo. 09.Januar 2012
Zitat
Investoren schenken Deutschland Geld
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,807979,00.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,807979,00.html)

Spitzenjournalismus!
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Eivisskat am 17:09:26 Mo. 09.Januar 2012
Ich glaube ja inzwischen fest, dass die Bildredakteure gelegentlich zum Spiegel wechseln und die vom Spiegel zur Bild.

Warscheinlich irren sie sich sogar ganz konkret im Gebäude (ist ja nicht weit...), wenn sie morgens aus der U-Bahn steigen und merken den Irrtum erst Tage später...

 ::)
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Strombolli am 18:34:09 Mo. 09.Januar 2012
...und ich glaube Eivisskat.  ;D

Danke! So wird es sein.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Pinnswin am 11:49:19 Di. 10.Januar 2012
Allet eine Wixxe. Und der liebe Wuff gehört auch mit in die
Spiegel-Bild Troyka hinein.

(http://www.smileygarden.de/smilie/Liebe/luv_cloud_angel_03.gif) (http://www.smileygarden.de)

Schreibt er nicht grad ein Buch, welche Spiegel/Bild/rtl-Bestseller wird?/!
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 10:50:18 Di. 24.April 2012
Ich halt's nicht aus!
+++breaking news+++
Zitat
Ex-Sicherungsverwahrte bekommen Schmerzensgeld
SPON

Der sensationsheischende Aufmacher des Onlineportals zielt auf die dumpfen Gefühle in der Bevölkerung.
Dabei geht es nur um die Durchsetzung rechtsstaatlicher Selbstverständlichkeiten.
spon hat null Interesse an einem Rechtsstaat oder demokratischen Verhältnissen. Wenn die herrschende Klasse die Entfesselung eines Lynchmobs für politisch sinnvoll hält, wird spon wohl noch schneller daran arbeiten, als die Springer Presse.

Diese Drecksmedien sofort enteignen!
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 18:09:38 Do. 21.Juni 2012
Mein heutiges Lieblingzitat von Stürmer-online:

Zitat
Leider reden sich viele Italiener ein, allein die Bundeskanzlerin könne ihr Land retten. Dabei müssten sie endlich die Macht der Gewerkschaften brechen, um ihre Wirtschaft in Schwung zu bringen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/eurokrise-in-italien-jan-fleischhauer-ueber-monti-und-die-gewerkschaften-a-840136.html (http://www.spiegel.de/politik/ausland/eurokrise-in-italien-jan-fleischhauer-ueber-monti-und-die-gewerkschaften-a-840136.html)
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Tiefrot am 19:24:08 Do. 21.Juni 2012
Dann wissen wir ja, was uns blühen soll.
Und die Menschheit pennt weiter...........................................  ::)

[Edith:]
Zitat
Am Ende bezahlte die SPD diese Auseinandersetzung mit dem Regierungsverlust,
weil etliche Gewerkschafter zur Linkspartei überliefern, aber die Früchte der Schröder'schen
Reformpolitik ernten wir noch heute.

Frage nebenbei: Wer erntet welche Früchte ?
Die Masse erntet gar nichts, im Gegenteil.
Dieser Fleischhauer gehört an die Wand.  >:(

Hab eben noch mal das "Sorry" hinter der Wand entfernt.
Bei solchen Typen ist jedes Mitleid fehl am Platz.
[/Edith]
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 14:02:39 Mo. 30.Juli 2012
Bei dem Begriff LÜGENBLATT denkt man unwilkürlich an BILD. Es gibt aber Medien, die versuchen der Bild diesen Titel abzuringen:

Zitat
Mitten in der Euro-Krise können sich die Deutschen über steigende Löhne freuen. Laut Statistischem Bundesamt legten die Tarifverdienste im Frühjahr so stark zu wie zuletzt Anfang 2010. Zudem haben immer mehr Menschen Vollzeitjobs.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/arbeitsmarkt-tarifloehne-steigen-um-2-2-prozent-a-847150.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/arbeitsmarkt-tarifloehne-steigen-um-2-2-prozent-a-847150.html)
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Rudolf Rocker am 14:33:30 Mo. 30.Juli 2012
Zitat
Mitten in der Euro-Krise können sich die Deutschen über steigende Löhne freuen. Laut Statistischem Bundesamt legten die Tarifverdienste im Frühjahr so stark zu wie zuletzt Anfang 2010. Zudem haben immer mehr Menschen Vollzeitjobs.


...und die Erde ist eine Scheibe, die Sonne dreht sich um die Erde, Weihnachtsmann, Osterhase und die Zahnfee gibt es wirklich, Elvis lebt, die Beatles leben in einem gelben U-Boot und die Nazis in einem UFO auf Neuschwabenland, der Dackel meines Nachbarn hat das große Latinum und die Katze meines Kumpels studiert Medizien, aber das sieht mensch alles so schlecht weil die Sonne morgens so früh untergeht und der regen so furchtbar staubt! ;D
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Eivisskat am 17:06:39 Di. 16.Oktober 2012
Kiek' mal die Schreiber-Schweine mal wieder...

Früher war das mal ein seeeehr angesehenes, wichtiges Blatt in HH, kaum zu glauben. Inzwischen arbeitet wohl die halbe Blöd-Zeitung in dessen Redaktion.

Die damaligen Kollegen würden sich bestimmt im Grabe umdrehen über die heutigen üblen Schmierereien und die vermutlich selbst verfassten Leserbriefen zwecks Stimmungsmache.

Da kann mensch nur noch lachen über soviel durchsichtige UN-Seriösität...

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/umfrage-deutsche-haben-vorurteile-gegenueber-hartz-iv-empfaengern-a-861603.html#spCommentsBoxPager (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/umfrage-deutsche-haben-vorurteile-gegenueber-hartz-iv-empfaengern-a-861603.html#spCommentsBoxPager)





Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Tiefrot am 18:19:31 Di. 16.Oktober 2012
Daran haben diese Schmierfinken doch kräftig mit Mitschuld !

----------> Hat mal einer 'ne Kiste Handgranaten da ? So kann das nicht weitergehen.  kotz
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Strombolli am 18:20:43 Di. 16.Oktober 2012
Ich kann über den SPIEGEL nicht mehr lachen. Jede Woche beweist er, das er nicht mehr das Blatt war, was er vor 25 ... 30 Jahren war.
Der endgültige Niedergang begann mit Auftauchen des "focus" wurde mit dem Älterwerden von Augstein immer schlimmer und seit er tot ist, war es das für dieses Blättchen.

Glücklicherweise muß ich wegen der häufigen Arztbesuche dieses konservative Blättchen im Winde des Neoliberalismus nicht mehr kaufen, wenn ich mir mal einen Artikel außerhalb des SPON Angebots reinziehen will.

Das Kopfschütteln weitet sich aus und ist keine Alterserscheinung.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: BGS am 19:40:53 Di. 16.Oktober 2012
Auch ich habe seit ich denken kann den "Spiegel" gelesen, jede Woche. Doch es stimmt, nach Augsteins Ableben und seit "Focus" ist das Niveau langsam aber stetig weiter gesunken, so daß es inzwischen leider geradezu unterirdisch ist.

Die sogenannten "Leserbriefe" bestätigen mich mal wieder in meiner seit Jahren geäusserten Feststellung, daß Deutschland ein (schneller und schneller) sinkendes Schiff ist. Kein Wunder bei solchen "Medien" und "Politikern"" bzw. "Bankern" wie dort.

MfG aus der Ferne

BGS
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 12:54:09 Mi. 17.Oktober 2012
Die Leserbriefecke bei Spiegelonline ist ein Forum der Menschenverachtung geworden.

Der Grat ist schmal zwischen dem Tenor "Wer nicht arbeitet soll auch nicht essen!" und dem Aufruf zum Ausmerzen lebensunwerten Lebens.

Das Leben, das nicht gewinnbringend verwertet werden kann, ist wertlos geworden im Kapitalismus und auch in den Rubriken der publizistischen Schlachtschiffe dieser Wirtschaftsordnung.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Troll am 13:13:53 Mi. 17.Oktober 2012
Da Frage ich mich immer ob das tatsächlich ein Abbild der Gesellschaft ist wo da sein krudes Menschenbild in die Onlinewelt kotzt, ich hoffe nicht, befürchte es aber.
Es ist schon auffällig was wie kommentiert wird, nicht nur bei Spon, es zieht sich wie ein roter Faden durch das Internet.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: admin am 14:36:54 Mi. 17.Oktober 2012
Da Frage ich mich immer ob das tatsächlich ein Abbild der Gesellschaft ist wo da sein krudes Menschenbild in die Onlinewelt kotzt, ich hoffe nicht, befürchte es aber.
Es ist schon auffällig was wie kommentiert wird, nicht nur bei Spon, es zieht sich wie ein roter Faden durch das Internet.

Diese Frage treibt mich auch um und ich habe sie kürzlich auf einer politischen Veranstaltung thematisiert:
Ein "krudes Menschenbild" "zieht sich wie ein roter Faden durch das Internet." Denn das sehe ich genauso!

"ob das tatsächlich ein Abbild der Gesellschaft ist"

Da behaupte ich: Nein!
Ich glaube nicht, daß ein realistisches Abbild des gesellschaftlich verbreiteten Weltbilds uns gefallen würde, denn die Mehrheit der Menschen zieht es vor, das nachzuplappern, was vorgegeben wird, denn so kann man eigenes Denken und die daraus resultierende Eigenverantwortung für die Verhältnisse vermeiden.

Doch das, was sich im Internet widerspiegelt, ist sicherlich nicht 1:1 das, was mehrheitlich gedacht und gefühlt wird. Ich höre sehr viel Radio (Deutschlandfunk und NDR Info) und stelle bei Anrufsendungen dort das genaue Gegenteil fest: In den Rundfunk-Studios sitzen stets ein unfähiger Moderator zusammen mit geschulten Propagandisten der Wirtschaft und Politik und schwätzen einen grauenhaften und unerträglichen Scheiß, doch sobald Anrufer in die Leitung gelassen werden, wird von ihnen sehr vernünftig und wohlinformiert argumentiert, so daß ich 80% der Kommentare unterschreiben könnte.

Ich habe dafür zwei Erklärungen:
Die erste halte ich dabei für nicht entscheidend: Rechte Organisationen rufen ständig ihre Anhanger dazu auf die Leserbriefrubriken der großen Onlinemedien als Plattform für ihre Ideologie zu nutzen.
Weitaus bedeutender ist für mich folgende Erkentnis: Das Internet ist ein Tummelplatz der Gestörten und armen Irren. Je weniger jemand im wirklichen Leben klarkommt und sich wohlmöglich nichtmehr vor die eigene Tür traut, desto eher neigt er dazu sich in seiner virtuellen Erscheinung zum Totaldurchblicker und Terminator zu inszenieren. Diejeingen, die mit echten Menschen nichtmehr klarkommen sind eher ständig im Netz. Superhelden voller Vernichtungsphantasien.

Die ersten Erlebnisse mit diesen Helden bei CD brachten mich ihn echte Entscheidungsnot: Wie kann man als Gegner der Zensur selbst zum Zensor werden? Doch die Erfahrung mit diesen Gestörten lehrte mich einiges und ich kicke diese Spinner inzwischen mit Freude. CD wird von einem kleinen Haufen von Leuten völlig unbezahlt am Laufen gehalten und für mich bedeutet es auch juristisches (und somit ökonomisches) Risiko. Unsere Triebfeder ist der Wunsch im krisengeschüttelten Kapitalismus nicht unter die Räder zu kommen, sondern uns gemeinsam gegen Verarmung und Ungerechtigkeit zu wehren. Wir suchen nach einer Gesellschaftsform, die nicht auf (Selbst-)Zerstörung basiert. Der von uns freigehaltene Diskussionsraum steht nur denjenigen zur Verfügung, die diese Grundlage akzeptieren. Alle anderen sollen sich zum Teufel scheren.

Ich halte es für notwendig diese Diskussion öffentlich und auf breiterer Basis zu führen. Denn bisher ist es so, daß Onlineprojekte, die einen halbwegs aufklärerischen oder humanistischen Ansatz haben, wie taz oder heise, in ihren Foren/Leserbriefspalten ein riesiges Podium für Menschenverachtung stellen. Ich begreife nicht, warum die Betreiber nichteinmal versuchen dies öffentlich zu diskutieren.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:45:03 Mi. 17.Oktober 2012
Zitat
Die ersten Erlebnisse mit diesen Helden bei CD brachten mich ihn echte Entscheidungsnot: Wie kann man als Gegner der Zensur selbst zum Zensor werden? Doch die Erfahrung mit diesen Gestörten lehrte mich einiges und ich kicke diese Spinner inzwischen mit Freude.

Es ist ja auch so, das die "Gegenseite" irgendwann mal erkannt hat, das sich mit massiven Spamattacken Foren wie dieses hier ganz Prima lahmlegen lassen!

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich vermute hinter den Kommentarschreibern in den Onlineportalen einige Personen die dort massiv spammen und sich eben als verschiedene User ausgeben!
Nicht nur aber auch!
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: admin am 17:09:42 Mi. 17.Oktober 2012
Zitat
Es ist ja auch so, das die "Gegenseite" irgendwann mal erkannt hat, das sich mit massiven Spamattacken Foren wie dieses hier ganz Prima lahmlegen lassen!

Die "Gegenseite" braucht nicht viel zu tun. Es gibt genug Bekloppte unter den Ausgebeuteten.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Eivisskat am 17:15:00 Mi. 17.Oktober 2012

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich vermute hinter den Kommentarschreibern in den Onlineportalen einige Personen die dort massiv spammen und sich eben als verschiedene User ausgeben!
Nicht nur aber auch!


Scheint mir auch so! Obendrein hatte das Drecksblatt am gleichen Tag (oder 1 davor/danach) einen 2. Artikel betr. H4 zusammen geschmiert, wo es um die Zunahme der Sanktionen geht. Zum Thema ist hier ja auch verlinkt worden.

Ein ebenso widerlicher Artikel, wie der hier oben und SEHR auffällig die selben krassen, primitiven & dümmlich tendenziösen Leserbriefe im haargenau gleichen Stil, wie zu dem ersten Artikel. Und auch hunderte davon.

Das muss selbst gemacht sein, scheint mir, ganz gruselig!



Aber sei's drum: Am Allerschlimmsten ist natürlich, dass das von dem Magazin so zugelassen & toleriert wird, anstatt diesen Dreck sofort zu löschen.

Das ist so was von unseriös, da fehlen mir die Worte und mich wundert, dass das Spon-Management nicht merkt, was es sich damit SELBST für einen großen, wenn nicht gar den größten Schaden anrichtet.

Denn erst nehmen kann man dieses Blatt und seine Redaktion inzwischen doch absolut nicht mehr...und das merken auch immer mehr Menschen.

 ::)
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Troll am 17:55:18 Mi. 17.Oktober 2012
Die "Gegenseite" braucht nicht viel zu tun. Es gibt genug Bekloppte unter den Ausgebeuteten.

Stimmt, Selbstkasteiung scheint unter Ausgebeuteten weit verbreitet.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Rudolf Rocker am 18:16:48 Mi. 17.Oktober 2012
Zitat
Die "Gegenseite" braucht nicht viel zu tun. Es gibt genug Bekloppte unter den Ausgebeuteten.

Auch wieder war!
Aber durch solche Kommentare lässt sich die Meinung natürlich auch wunderbar beeinflussen, weil sich die Bekloppten dadurch bestätigt fühlen!
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Strombolli am 15:58:29 Fr. 09.November 2012
Aus aktuellem Anlass (SPON Hauptseite vom 09.11.12):

Der SPIEGEL ist ein unlesbares Propagandablättchen geworden!

Ich zitiere mal einige Überschriften von heute:
(....) Auflösung, Erklärung
[....] mein Kommentar

Deutschland fällt als Wirtschaftsmacht zurück (in den kommenden 50 Jahren!)
Exporte sinken so stark wie zuletzt 2009 (Die Schuldenkrise ist in Deutschland angekommen) [Wer den Wind sät...]
Leibwächter stirbt in Residenz des schwedischen Premiers (..nicht von einem Verbrechen aus)
Kauder rüffelt Hollande und Cameron ... Der Vertraute von Angela Merkel (CDU) forderte Präsident François Hollande auf, sich auf die Kanzlerin zuzubewegen. [Was verlangt Herr Oberschlau da eigentlich?]
Oettinger wettert gegen Briten und Franzosen [Und da soll man nicht an deutsche Großmannssucht und Hegemoniestreben denken?]
Schwarz-Gelb drückt Betreuungsgeld durch
Makler dürfen lügen
Religionslehrer soll Fotos von Schülerinnen auf Porno-Seiten gestellt haben
Saufen - und dann in den Kater-Truck am Strip [die Meldung ist alt]
Unsere Obama-Liebe ist infantil [Hauptsache Jan Fleischhauer weiss wie es zu ticken gilt]
Die dümmsten Personen der Welt
EU will Banker-Boni deckeln [Träumer..]
Deutsche stellen Sparrekord beim Wasserverbrauch auf  [...über alles]
Deutschland exportiert so viel Strom wie nie [...über alles]
Warum Augsburg so gut ist wie der FC Bayern [plakative Informationsverkürzung, ganz Augsburg?]
Volksmusik-Eklat Der Verrat des "Spatzenjudas"  [was für ein blöder Vergleich]
Zugbegleiter leben gefährlich - sie werden angepöbelt, bespuckt und manchmal ins Krankenhaus geprügelt [so weit, direkt aus dem Zug ?]
Kein Lohn zum verjubeln (Einstiegsgehälter) ... [denn Lehrjahre sind keine Herrenjahre...]
Ich hau dir vor die Fresse - Job weg
Und dann kamen die Manager
Probenraum aus Chrome [Was für ein plakativer Formulierungsschwachsinn?] es wird auf Googles Browser Bezug genommen
Kaffeeklatsch in der Schneewechte (auf 3440 Metern) Österreichs höchst gelegenes Café
Alaska: Abtauchen in den Champagnerschnee [nicht ohne ein Käffchen.. siehe hierdrüber]
Vibrationstraining: Zittern, bis das Fett schmilzt ["Der viktorianische Vibrator" Literaturtipp Str.]
Geisterfahrer im All [wieder nur plakativer Assoziationsblödsinn]

  und so geht das immer weiter.

Die B***-Zeitung im Heftformat. Pfui Teufel.  kotz kotz kotz

Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Strombolli am 13:13:37 So. 25.November 2012
Journalisten unter Koks! - Anders kann ich mir die dusseligen Schlagzeilen nicht erklären. Ich schrieb ja schon einmal, dass die oberflächlich, plakativen Vergleiche mir unwahrscheinlich auf den Senkel gehen, aber was heite wieder BAMS verzapft ist wieder Blödsinn in Potenz!

"Vettel heute kannst Du Schumi werden!"

Wieviel Dusseligkeit sammelt sich da in den kruden Hirnen dieser selbstverliebten Rechthaber an? Da hilft meiner Meinung nach nur:
Immer in die Fresse rein ... mit dem Sushi!  :evil:
Bestimmte Kugelfischzubereitungen sollen sehr wirksam sein.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 19:55:46 Do. 27.Dezember 2012
Ich weiß, man kann von diesem Dreckmedium nichts anderes erwarten und sollte sich nicht unnütz aufregen...

...aber manchmal platzt mir noch immer der Kragen:

Zitat
Mein Mann des Jahres ist Shinzo Abe

Der frisch gekürte japanische Premier verkörpert die Zukunft der Geldpolitik, denn er stellt das Wachstum der Wirtschaft vor...
alles andere!

http://www.spiegel.de/wirtschaft/rueckblick-2012-person-des-jahres-ist-shinzo-abe-a-874653.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/rueckblick-2012-person-des-jahres-ist-shinzo-abe-a-874653.html)

Und das im Zusammenhang mit:

Zitat
Gleich nach der Amtsübernahme kündigt Japans neuer Premier an, bald wieder Atomkraftwerke ans Netz zu nehmen - und neue Meiler zu bauen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/japan-will-akw-wieder-ans-netz-lassen-a-874753.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/japan-will-akw-wieder-ans-netz-lassen-a-874753.html)

Wolfgang Münchau sollten wir einen Job als Leiharbeiter zur Dekontaminierung bei der nächsten Atomkatastrophe freihalten.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Strombolli am 20:23:33 Do. 27.Dezember 2012
Wie lautet eigentlich die Telefonnummer für ausserirdische, wirkliche Intelligenzen, die man zur Hilfe holen könnte, mit diesen ganzen Figuren aufzuräumen?
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Tiefrot am 03:48:42 Fr. 28.Dezember 2012
Steht im Telefonbuch, Suchbegriff "Nervenklinik".  ;D
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Strombolli am 10:36:28 Fr. 28.Dezember 2012
Die "helfen" doch höchstens dem Anrufer. Ich glaube nicht, dass die Hosenanzüge gegen eine Zwangsjacke tauschen.  ;)
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 13:00:20 Mi. 23.Oktober 2013
Karzai hat über den NATO Einsatz in Afghanistan gesagt, er habe "viel Leid gebracht, den Verlust zahlreicher Leben und keine Vorteile, denn das Land ist nicht sicher".

Der SPIEGEL weiß: "Deutschland verärgert über Kritik"
und die Kritik sei "sehr zum Unmut der Deutschen"

SPIEGEL weiß was "wir Deutschen" so denken.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Strombolli am 13:27:41 Mi. 23.Oktober 2013
An den sowohl für russische, amerikanische oder gar deutsche Gewohnheiten ungewöhnlichen Umstände in Afghanistan wird man immer scheitern.
Es ist eine andere Mentalität. Man sollte sich einfach heraushalten, statt zu bevormunden. Natürlich kann man helfen, aber vorsichtig.

Eben höre ich im TV (ARD-MM) NATO: "Man darf Afghanistan nie wieder sich selbst überlassen."

Da fällt mir nichts mehr ein. ... Doch: Hat man das nach dem II. Weltkrieg nicht auch über Deutschland gesagt?

Marion van Haaren sagte eben: "Militär allein kann das Land nicht verändern."

Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 11:51:36 Do. 27.März 2014
Eine aktuelle Kampagne des Stürmer:
Erzeugen einer Pogromstimming gegen Osteuropäer....

Zitat
Am Hamburger Hauptbahnhof hat eine Familie aus Rumänien ihre Armut zum Beruf gemacht

(https://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/image/SP/2014/13/img-co-sp-2014-013-0552-mq.jpg/web_teaser/4cb2d150129694d93e3dc24e5f3c53fb/919)
https://magazin.spiegel.de/digital/index_SP.html#SP/2014/13/126149122
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Strombolli am 12:10:21 Do. 27.März 2014
Alles das was als "sozialer Abschaum" medial vorgeführt wird, ist letztlich nur die Antwort des Lebens auf die Maßlosigkeit des Kapitalismus und ihrer Protagonisten. Wenn die dagegen polemisieren ist das hart an der Grenze zur Volksverhetzung und der Ideologie des Faschismus, sehr kurz vorm Bau von Konzentrationslagern und Vernichtungsideen. Unterschwellig der Gedanke an Dominanz (und Ausrottung) minderwertiger Menschen.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 21:31:41 Mi. 23.April 2014
Mein Lieblingsjournal schafft nun eine Plattform für bekennende Faschisten:

Zitat
Nationalistenführer Jarosch
"Jeder Ukrainer soll eine Schusswaffe tragen dürfen"

Im Interview spricht er über den Kampf gegen Separatisten - und seine Skepsis gegen den liberalen Einfluss der EU.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-krise-interview-mit-rechter-sektor-kommandeur-jarosch-a-965498.html (http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-krise-interview-mit-rechter-sektor-kommandeur-jarosch-a-965498.html)
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Rudolf Rocker am 08:59:15 Do. 24.April 2014
Ich fasse es nicht!
Was kommt denn da als nächstes?
Ein Interview mit der NPD oder mit Zschäpe?
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Tiefrot am 10:31:39 Do. 24.April 2014
Wundern täte mich das nicht ! kotz
Titel: Re:Der Spiegel - ein faschistisches Blatt
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:43:48 Do. 24.April 2014
Dann müssen wir bald die Thread- Überschrift ändern:

Re:Der Spiegel - ein faschistisches Blatt

Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Tiefrot am 11:20:20 Do. 24.April 2014
Oder auch einfach nur "Ein Blatt".
Wofür der Spiegel eigentlich steht, wird mit der Zeit immer unklarer.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Rudolf Rocker am 11:24:33 Do. 24.April 2014
Zitat
Oder auch einfach nur "Ein Blatt".

...auf der Rolle; zum abreissen! :o
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Tiefrot am 14:28:44 Do. 24.April 2014
Sehr gute Idee.  ;D  ;D  ;D
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: dagobert am 22:36:53 Do. 24.April 2014
Neee, lieber nicht. (nicht saugfähig genug, zu viel Druckerfarbe)
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Tiefrot am 09:32:45 Fr. 25.April 2014
Klar, wenn du es für hinterlistige Zwecke verwenden willst,
muß sich was am Herstellungsverfahren ändern.

Herzlichsten zur 1300. Tapete !  ;D
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 09:34:40 Sa. 28.Juni 2014
Zum Glück klärt der SPIEGEL uns auf: Der Welthunger entsteht durch die Macht der Agrarlobby des kleinen Mannes, die die humanitäre Politik der Investoren verhindert.

Zitat
Kern des Problems ist eine schlechte Logistik und mangelhafte Infrastruktur: Indiens Agrarwirtschaft ist - im Gegensatz von den von Großkonzernen dominierten Märkten in Übersee - fest in der Hand von zigtausenden Klein- und Zwischenhändlern. Sie haben nicht das Geld, moderne Kühlhäuser oder Lagerhallen zu errichten, dafür aber großen Einfluss, wenn es darum geht, in Neu-Delhi hohe Politik zu machen: Von den Bauern bis zu den Marktschreiern haben alle ein Interesse daran, dass das alte System, in dem jeder seinen noch so kleinen Schnitt macht, bestehen bleibt.

Und genau das ist Modis Problem. Große Investoren zu rekrutieren, die ihr Geld beispielsweise in moderne Kühlhäuser stecken und im Gegenzug einen Teil des Markts übernehmen, sei angesichts der Macht der Agrarlobby des kleinen Mannes kaum durchzusetzen, sagt Anna Westenberger vom Germany Trade & Invest Büro in Neu-Delhi.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/indien-lebensmittel-verderben-weil-kleinbauern-investoren-verhindern-a-975097.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/indien-lebensmittel-verderben-weil-kleinbauern-investoren-verhindern-a-975097.html)
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Rudolf Rocker am 14:29:13 Mo. 30.Juni 2014
Zitat
moderne Kühlhäuser oder Lagerhallen zu errichten

Jawoll! Speziealisten bei der Arbeit!
Hab ich erst neulich eine Doku drüber gesehen. Da haben sie ein ganz tolles Kühlhaus in Afrika gebaut.
Steht heute noch leer das Teil; es gibt nämlich keinen Strom in der Gegend! ;D
Titel: Spiegel hält Flaschen-Pfandsammeln für ein sinnstiftendes 'Hobby' einer Gruppe
Beitrag von: CubanNecktie am 18:16:27 So. 06.Juli 2014
Zitat
Sie bleiben an Mülleimern stehen, stecken den Arm tief hinein und wühlen - Pfandsammler verwandeln achtlos weggeworfene Flaschen in bares Geld. Doch eine soziologische Studie zeigt jetzt: Ihnen geht es nicht in erster Linie um die paar Euro.



Warum zieht einer los und wühlt in Mülleimern nach Pfandflaschen? Warum stochert er in Containern, streift über Bahnhöfe und klettert in Straßengräben, um leere Bierdosen aufzuklauben? Geht es dabei nur ums Geld? "Nein", sagt der Freiburger Soziologe Sebastian J. Moser, dessen Dissertation "Pfandsammler. Erkundungen einer urbanen Sozialfigur" nun als Buch erschienen ist (Hamburger Edition 2014).

Moser hat mit Sammlern gesprochen, ihre Routen und Verhaltensweisen untersucht und bei seinen Beobachtungen festgestellt: Nicht die Armut vereint die ansonsten sehr heterogene Gruppe der Flaschensammler, sondern die Sehnsucht nach einer festen Tagesstruktur und einer Aufgabe, die an Arbeit erinnert.

Reich wird sowieso keiner mit der Suche nach Leergut: Moser schätzt den durchschnittlichen Verdienst eines Sammlers, der täglich auf Tour geht, auf etwa 100 bis 150 Euro im Monat. Die Menschen, mit denen er für seine Dissertation sprach, hatten alle noch andere Einnahmequellen wie Rente, oder Mini-Jobs. "Das Pfandsammeln bietet Menschen, für die die Ausfüllung von freier Zeit ein zentrales Problem darstellt, eine Lösung an", schreibt er. Viele wollten durch ihre Streifzüge einfach wieder Teil des sozialen Lebens werden, rauskommen, Leute sehen, mit ihnen reden.

Um so trauriger ist die Stigmatisierung, der die Sammler ausgesetzt sind. Während sie ihre Tätigkeit als ehrliche und sinnvolle Arbeit ansehen, werden sie von anderen oft als "Penner" oder "Schmarotzer" beleidigt, schreibt Moser. Auf YouTube existieren Videos, in denen Leute sich einen Spaß daraus machen, Pfandsammler mit einer an eine Schnur gebundenen Flasche zu demütigen.

Wer den Sammlern ihre Arbeit ein bisschen angenehmer gestalten will, kann das übrigens mit einfachen Mitteln tun: leere Flaschen neben den Mülleimer stellen, statt sie hineinzuwerfen, oder über die Website www.pfandgeben.de (http://www.pfandgeben.de) direkt jemanden kontaktieren, der das Leergut zu Hause abholt. Oder einfach mal nett lächeln, wenn man nach einer leeren Pfandflasche gefragt wird.

Mal wieder manipulierende Meinungsmache, denn die meisten dürften aus purer Not nach Pfandflaschen oder gar nach Essbarem suchen  kotz
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:22:30 Di. 15.Juli 2014
Zitat
Der SPIEGEL des „fröhlichen Biedermeiers“
Verantwortlich: Wolfgang Lieb   

Die SPIEGEL-Titelgeschichte von dieser Woche „Wir sind wieder…wer?“ ist gleichsam ein Spiegelbild der Befindlichkeit der Spiegel-Redaktionslinie: Man nutzt die schwarz-rot-gold unterlegte nationale Fußballeuphorie, um das eigene Bild einer „entkrampften Nation“ zu malen, in der „fröhliches Biedermeier, kühler Nationalismus, egoistische Schonhaltung“ herrsche.
„Egoistisch“ sei die „Schonhaltung“, die eigenen Soldaten zu schonen. So wird die mangelnde Unterstützung für Gaucks (Steinmeiers und von der Leyens) Forderung nach einem stärkeren (militärischen) Engagement in der Welt durch die Deutschen kritisiert. Innenpolitisch seien die Deutschen „weitgehend saturiert“, sie würden von der Großen Koalition „gepampert“. Nur Außenpolitisch fehle ihnen die Orientierung, hier fehle ein Bundestrainer der eine klare Linie findet.
Der „szenische Essay über Deutschland“ ist ein Musterbeispiel dafür, wie sich der SPIEGEL selbst zum „fröhlichen Biedermeier“ degradiert hat. „Wir“ als Fußball-Weltmeister müssten nur noch in der Außenpolitik unsere eigenen Soldaten nicht mehr schonen. Von Wolfgang Lieb.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=22385 (http://www.nachdenkseiten.de/?p=22385)
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Troll am 16:44:39 Do. 17.Juli 2014
Zitat
Ich werde gerade auf ein interessantes Detail hingewiesen. Vergleicht mal den Komplex "Ukraine-Konflikt" (http://www.spiegel.de/thema/ukraine_konflikt/) und den zum "Gaza-Konflikt" (http://www.spiegel.de/thema/gaza_konflikt_2014/). Es fällt auf, dass bei der Ukraine überall Kommentare aktiviert sind, bei Gaza nirgendwo.

Quelle: Fefes Blog (https://blog.fefe.de/?ts=ad390c04)

Wär mir nicht aufgefallen.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Troll am 10:06:14 Mi. 27.August 2014
Zitat
Bye, bye SPIEGEL

Bleibt er oder geht er - der "Spiegel"-Chefredakteur? Landauf, landab berichten deutsche Medien darüber. Vergessen wird, was aus dem Nachrichtenmagazin inhaltlich geworden ist. Ein "Steigbügelhalter der Marktkonformität", sagt Gastautor Jens Berger.

In seinen besten Jahren war der "Spiegel" laut Eigenwerbung ein Sturmgeschütz der Demokratie. Man kann vortrefflich darüber streiten, ob das Magazin je diesem Mythos entsprach, den er seitdem wie eine Monstranz vor sich herträgt. Der heutige "Spiegel" ist - so viel steht fest - von diesem Ideal Lichtjahre entfernt. Mit einer Melange aus zackiger Deutschtümelei, denkfaulem Papageienjournalismus, eitler Geckenhaftigkeit und gnadenlosen Opportunismus hechelt das Blatt einem Zeitgeist hinterher, der stilgebend für die Merkel-Ära ist. Aus dem Sturmgeschütz der Demokratie wurde ein Steigbügelhalter der Marktkonformität.
....

Quelle: kontextwochenzeitung (http://www.kontextwochenzeitung.de/ueberm-kesselrand/178/bye-bye-spiegel-2406.html)
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 12:43:10 Mi. 27.August 2014
Zitat
Mit einer Melange aus zackiger Deutschtümelei, denkfaulem Papageienjournalismus, eitler Geckenhaftigkeit und gnadenlosen Opportunismus hechelt das Blatt einem Zeitgeist hinterher, der stilgebend für die Merkel-Ära ist.
Geht runter wie Öl! ;D
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 11:12:00 Mo. 15.September 2014
Eigentlich ist es nicht mehr notwendig darauf hinzuweisen, das der SPIEGEL ein Drecksmagazin ist.

Ich mag es aber nicht hinnehmen, daß das selbsternannte "Sturmgeschütz der Demokratie" (Rudolf Augstein) sich immer aktiver auf die Reste der Demokratie einschießt:
Zitat
Kommentar zu AfD-Triumphen
Lasst die AfD mal richtig arbeiten
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-triumphe-setzen-union-und-spd-unter-druck-a-991580.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-triumphe-setzen-union-und-spd-unter-druck-a-991580.html)

In meiner Hilflosigkeit kotze ich mich hier mal wieder aus.
Diese Schreibtischtäter in der hippen hamburger Redaktion sind gefährlich.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Troll am 12:01:26 Mo. 15.September 2014
Und die Kommentare zu dem Kommentar geben einem den Rest.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 13:37:49 Di. 16.September 2014
Das "Sturmgeschütz der Demokratie" mal wieder:

Zitat
Doch im internationalen Vergleich hat dem bundesdeutschen Parteienspektrum eine Partei wie die AfD gefehlt.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/kommentar-zu-afd-so-normal-wie-republikaner-und-tories-a-991793.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/kommentar-zu-afd-so-normal-wie-republikaner-und-tories-a-991793.html)

Deutschland muß in allem Führer sein und in puncto Berlusconi, Orban und Le Pen gibt es noch einiges aufzuholen.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 12:10:17 Mo. 29.September 2014
Inzwischen geben selbst konservative Politiker zu, daß die Mietpreise außer Rand und Band geraten sind. Auf der einen Seite Spekulation mit Wohnraum, auf der anderen Seite unbezahlbare Mieten und Mieterverdrängung.

Doch der SPIEGEL weiß es besser:
Zitat
Immobilien als Kapitalanlage:
Drei Millionen Vermieter verdienen nichts

Wie rentabel sind Eigentumswohnungen und Häuser? Wirtschaftsforscher kommen zu ernüchternden Ergebnissen: Drei Millionen Vermieter verdienen mit ihren Immobilien nichts, rund 500.000 machen sogar Verlust.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/immobilien-3-millionen-vermieter-verdienen-kein-geld-a-991949.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/immobilien-3-millionen-vermieter-verdienen-kein-geld-a-991949.html)
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Rudolf Rocker am 12:22:47 Mo. 29.September 2014
Ohh, die armen machen Verluste! Buhuu! :'(
Diese "Verluste" können die dann auch noch von der Steuer absetzen.
Ein guter Steuerfachmann rechnet das denen schon so hin das es passt! >:(
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 11:39:16 Mo. 21.Dezember 2015
Zitat
Erfolgreiches Jahr 2015:
Kaufkraft stieg im Rekordtempo

Arbeitnehmer haben in diesem Jahr spürbar mehr Geld zur Verfügung als in den Jahren zuvor. Besonders die Geringverdiener
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/statistisches-bundesamt-kaufkraft-stieg-2015-im-rekordtempo-a-1068867.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/statistisches-bundesamt-kaufkraft-stieg-2015-im-rekordtempo-a-1068867.html)

Ich schätze mal, daß die Nichtverdiener noch viel mehr profitieren und das Jahresende 2015 in Badewannen voller Krimsekt feiern. Ich muß derweil mal meine Kauflaune ausleben.

Nicht zu fassen, die geben sich nichteinmal mehr ein Fünkchen Mühe, uns zu belügen. Die hauen einfach die neoliberale Plörre raus, die die Vorgesetzten ihnen vorsetzen.

Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Strombolli am 13:02:52 Mo. 21.Dezember 2015
Mich würde mal die Zahl der SPIEGEL und Co. Exemplare interessieren, die über die Jahre verteilt so WIRKLICH von normalen Menschen gekauft wurden. Also ohne Lesezirkel, Institutionen und sowas. Geht die Kurve nach unten?

Mir kommt keine Zeitung (außer gelegentlich Junge Welt und Regionalpostille) oder Zeitschrift  mehr ins Haus. Das Motto: Alles Lüge (Rio Reiser)
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Strombolli am 00:04:08 So. 17.Januar 2016
Im Sommer 1989 habe ich "Westzeitschriften" vom Magdeburger Domplatz abgeholt und in die Provinz gefahren. Dann habe ich etliche Jahre diese Zeitung gekauft. Sogar gesammelt. Dann kam mein Konkurs und ich konnte sie mir nicht mehr leisten. Zum Glück gab es spendierfreudiges Internet und das pdf-Format. Es gehörte dazu, sich dieses Blatt wöchentlich herunterzuladen. Ich hatte gar keine Zeit das alles zu lesen. Bis dann die Artikel immer rechtslastiger wurden, machtunterstützend... Dann lud ich ihn auch nicht mehr herunter. Der gegenwärtige Status, dass ich auf die Online-Seite gehe, wird auch nicht mehr lange dauern. Ich mag einfach die Auswahl und die Grundstimmung der Artikel nicht.

Und so ist das mit Focus, stern, Zeit usw. - Ich bin mit dem deutschen Journalismus der Gegenwart fertig.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 15:01:52 So. 17.Januar 2016
Egal wohin man schaut...
schön koordiniert überall das gleiche Bild,
Schüren von Ängsten und einer Hysterie...

Zitat
Globalisierung und Terror
Die neue Welt ist brutal
(http://cdn1.spiegel.de/images/image-925138-breitwandaufmacher-ruse-925138.jpg)
Stabil und friedlich sollte die globalisierte Welt sein, das war die Hoffnung. Sie hat sich nicht erfüllt. Die Globalisierung schafft nicht nur ihre eigenen Gegner - sie bedroht sich am Ende sogar selbst.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/muellers-memo-die-globalisierung-schafft-ihre-eigenen-gegner-a-1072385.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/muellers-memo-die-globalisierung-schafft-ihre-eigenen-gegner-a-1072385.html)

Nicht der Kapitalismus ist brutal, sondern offene Grenzen bedeuten Terror. Aha.




Weitere Erkenntnisse des Starjournalisten Henrik Müller:
Zitat
Job- und Konjunkturboom: Deutschland läuft heiß

Die deutsche Konjunktur nimmt Tempo auf, Jobs gibt's in Hülle und Fülle.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutschlands-wirtschaft-steht-vor-neuen-risiken-a-1066283.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutschlands-wirtschaft-steht-vor-neuen-risiken-a-1066283.html)

Zitat
Arbeitslosigkeit: Wie der Mindestlohn Flüchtlinge ausgrenzt

Das neue deutsche Wirtschaftswunder neigt sich dem Ende, die Arbeitslosigkeit wird bald wieder steigen - denn viele Zuwanderer suchen einen Job. Höchste Zeit, den Mindestlohn zu reformieren!
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/wie-der-mindestlohn-fluechtlinge-ausgrenzt-a-1059446.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/wie-der-mindestlohn-fluechtlinge-ausgrenzt-a-1059446.html)

Zitat
Die Deutschen sind gefährlich satt

Wirtschaftswachstum, Jobs, schönes Wetter: Die Deutschen sind hochzufrieden.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/zuwanderung-ttip-grosskonzerne-die-deutschen-sind-zu-satt-a-1047355.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/zuwanderung-ttip-grosskonzerne-die-deutschen-sind-zu-satt-a-1047355.html)


Irre wie Henrik Müller kommen nicht in die Psychiatrie, sie machen Karriere.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Just B U am 15:27:18 So. 17.Januar 2016
Na klar, weil sie irre Teile (Rädchen) des Irren-Systems sind....ohne die - mehr oder weniger Irren und/oder Gehirngewaschenen  - würde das System ja nicht laufen bzw. anfangen immer mehr zu stottern und zu zerfallen....

Wie ich dass sehe, besteht derzeit noch die Mehrheit der Menschheit aus Irren und/oder Gehirngewaschenen....
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 19:09:09 Mi. 02.März 2016
Ich glaube, schwarzrot hat sich  bereits irgendwo zu "bento" geäußert.
Dieses besonders jugendliche spon. Da dürfen die Praktikanten, die sowieso die Print- und Onlinemedien zusammenkloppen, jetzt ihren Namen drunter schreiben. Jetzt sind die Welterklärungen noch mehr auf Hipness, Lifestyle und Sexyness getrimmt. Noch ekliger geht's kaum.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 21:46:43 So. 07.August 2016
Nochmal was zum Spiegel-Ableger "bento".

Die Titanic sagte: Das einzige Magazin, bei dem die Redakteure noch dümmer sind, als die Leser.

Treffender geht's nicht.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Strombolli am 05:33:51 Mo. 08.August 2016
Wißt ihr, früher habe ich ja ganz gerne SPON und Co. gelesen, aber heute Feind- und Angstbilder gefolgt von unnötigen Tipps oder sinnlosen Videos, wo man sich hinterher, wie bei der B***-Zeitung fragt, warum habe ich jetzt diese Scheiße bei Focus/HuffPo überhaupt angesehen?

Für mich haben also diese "LeiD-Medien" ihren Reiz verloren, ähnlich wie die TV-Sender.

Warum? Weil mein Leben andere existenzielle Fragen aufwirft, als ein Erdogan, Ausländer usw. Existenzielle Fragen, die von Leuten verursacht wurden, die
in ihrer ideologischen Verbohrtheit ganz Europa zugrunde richten: die Finanzmanager Deutschlands, die Populisten aus Bayern und der AfD, Schäuble und dessen Marionette Merkel...und die ganzen mitlaufenden, dmpfbackigen Jubelfuzzies, denen es leider noch viel zu gut geht.

Ich bin der festen Überzeugung, daß meine Familie und ich genau das jetzt schon durchleben, was unserer tollen Bevölkerung noch bevorsteht und das ist erst der Anfang. Eine gute, schöne Zukunft wird mit jedem Tag, der mit der gegenwärtigen Denkens- und Lebensart ins Land geht, immer mehr irreversibel verbaut. Danke dafür!  Und die Journalistentruppe hilft dabei fleissig mit.

Und Erdogans Minister hat doch recht, wenn er von gesteuerten BRD-Medien spricht! Nicht viel besser, wie früher in der DDR. Nur mit mehr Farbe!
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 15:07:40 So. 07.Januar 2018
In den führenden Medien haben geschulte Rechtspropagandisten ihren festen Platz.
Henrik Müller hatte ich schonmal weiter oben namentlich genannt.
Zitat
Henrik Müller studierte Volkswirtschaftslehre an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und promovierte bei Thomas Straubhaar an der Universität der Bundeswehr Hamburg (heute Helmut-Schmidt-Universität). 2006 veröffentlichte er eine Studie über den Zusammenhang von nationaler Identität und ökonomischer Prosperität „Wirtschaftsfaktor Patriotismus“.
https://de.wikipedia.org/wiki/Henrik_M%C3%BCller (https://de.wikipedia.org/wiki/Henrik_M%C3%BCller)

Sowas kommt dabei raus:
Zitat
Deutschland ist cool, diese Stimmung trägt das Land dank des wirtschaftlichen Dauerbooms. Doch Überschwang und Aufschwung könnten kippen, weil die Politik das neue Deutschlandgefühl verspielt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/sondierungsgespraeche-warum-das-regierungs-vakuum-den-boom-bedroht-a-1186584.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/sondierungsgespraeche-warum-das-regierungs-vakuum-den-boom-bedroht-a-1186584.html)
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 12:03:34 Di. 13.Februar 2018
Spitzenjournalismus!

Zitat
Milliardär Bill Gates kämpft weltweit gegen Armut und Krankheit.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bill-gates-ueber-donald-trump-wichtig-dass-wir-andere-laender-respektieren-a-1193162.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bill-gates-ueber-donald-trump-wichtig-dass-wir-andere-laender-respektieren-a-1193162.html)
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: counselor am 12:42:15 Di. 13.Februar 2018
Dann soll Bill Gates sein Vermögen hergeben und es den Armen spendieren!
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Strombolli am 12:50:35 Di. 13.Februar 2018
Es ist so schlimm, mit seinen Prognosen meist richtig zu  liegen.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 10:17:00 Sa. 19.Mai 2018
Und wieder mal mein Lieblingsmedium spon:

Zitat
Umweltschutz
Boomt die Wirtschaft, wächst auch der Wald

Je besser es einem Land wirtschaftlich geht, desto mehr Waldfläche hat es
.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/wald-boomt-die-wirtschaft-waechst-auch-der-wald-a-1207684.html (http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/wald-boomt-die-wirtschaft-waechst-auch-der-wald-a-1207684.html)

Mehr Wirtschaft. Mehr Wachstum. Mehr Profit.
Und alles wird gut.
Jawoll!
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: BGS am 06:34:44 Mi. 23.Mai 2018
Mehr Bäume = mehr "Profit", nichts als Lebensqualität gar?

Ist mir bislang noch nicht aufgefällen. Ach so, gilt nicht f.d. Norden... .

Die Schicht ruft. Leider.

MfG

BGS
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Rudolf Rocker am 21:25:36 Sa. 01.September 2018
Und wieder mal mein Lieblingsmedium spon:

Zitat
Umweltschutz
Boomt die Wirtschaft, wächst auch der Wald

Je besser es einem Land wirtschaftlich geht, desto mehr Waldfläche hat es
.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/wald-boomt-die-wirtschaft-waechst-auch-der-wald-a-1207684.html (http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/wald-boomt-die-wirtschaft-waechst-auch-der-wald-a-1207684.html)

Mehr Wirtschaft. Mehr Wachstum. Mehr Profit.
Und alles wird gut.
Jawoll!

Doof nur, das es auf die Qualität des Waldes und nicht auf die Quantität ankommt!
100.000 Hektar Weihnachtsbaumkulturen sind auch 100.000 Hektar Wald ersetzen aber keine 100 Hektar naturnahen Wald!
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: dagobert am 21:41:29 Sa. 01.September 2018
Jetzt komm doch nicht mit solchen Haarspaltereien, da muss man ja denken.  :evil:
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Rudolf Rocker am 18:17:48 So. 02.September 2018
 ;D ;D
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: BGS am 16:27:11 Di. 04.September 2018
Ich glaub, ich bin im Wald hier ;D

MfG

BGS
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Troll am 17:16:50 Di. 04.September 2018
OT

Heute hab ich einen Goldkäfer gesehen, lebendig und aus nächster Nähe, da kommen einem ja fast schon Tränen.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 19:16:18 Di. 04.September 2018
Weitere Innovationen bei dem Qualitätsmedium:

Zitat
Neoliberaler Nachfolger für abgesetzten Spiegel-Chefredakteur

Das Chefredakteur-Karussell beim Spiegel dreht sich erneut. Die relevanteste Frage bleibt ungestellt: Wovon leben die Massenmedien?

...
Clickbait, Boulevard, Werbemaximierung

Mit "Spiegel+" führte Spiegel Online kostenpflichtige Artikel ein, die mit Clickbait-Teasern Leser zum Kauf bewegen sollen. Wie bei Clickbait üblich, nutzt sich dieser Effekt jedoch schnell ab, da die Artikel in der Regel nicht halten, was die Teaser suggerieren. Vor der Betrachtung von Videos müssen die Leser 20-30 Sekunden Werbung über sich ergehen lassen, mit Fotostrecken treibt man die Klickzahlen künstlich hoch, und selbst ausführliche Berichte über das Dschungelcamp sind nicht unter der Würde von Spiegel Online.

Spiegel Online betreibt und verlinkt "bento", ein Online-Magazin für Twens, das mit innovativen Artikeln besticht wie "Marisa ließ sich die Schamlippen verkürzen - was das mit ihrem Leben gemacht hat" oder "Kristina hat sich seit zwei Jahren am gesamten Körper nicht mehr rasiert". Werbung ist bei bento so dominant, dass man selbst auf dem Smartphone teilweise nur 6 Zeilen Text zwischen zwei Werbeblöcken lesen kann. Oder besser gesagt: Man kann es versuchen, denn Text ist schwierig zu erfassen, wenn direkt darunter oder darüber ein Autostart-Video läuft.
...
Das gilt auch für Spiegel Online selbst, wo nervtötende bewegte Werbeflächen ein konzentriertes Lesen der Texte erheblich behindern. Um lesen zu können, müssen Leser das Browserfenster auf die Breite der mittleren Spalte reduzieren. Adblocker sind nicht mehr möglich. Statt sich zu fragen, warum die Leser Adblocker nutzen wollen, sperrt Spiegel Online deren Nutzer aus.

Weil die Verzweiflung offenbar groß und die Werbeflächen immer noch nicht genug Umsatz bringen, führte Spiegel Online die Werbung über die gesamte Seitenbreite ein - quer über die mittlere Textspalte. Erstmalig am 07.07.2018 stellte Spiegel Online eine solche Maximalwerbung für den BMW i8 Roadster in den oberen Bereich der Startseite. Vom ersten Artikel war nur noch ein 2-Zeiler zu sehen, dann folgt die riesige Werbefläche, und erst nach dem Herunter-scrollen ging es redaktionell weiter.

Bemerkenswert bei dieser Werbung: Versteht sich Spiegel Online als Medium für die Zielgruppe potentieller Käufer von 155.000 € - Autos? Das würde die wirtschaftspolitische Ausrichtung erklären. Andererseits zeigte Spiegel Online am 27.08. eine ebenso bildschirmfüllende Werbung für eine Casting Show, die die entgegengesetzte Zielgruppe anspricht. Nach der Devise "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing" erklärt das viele Werbekunden-orientierte Minnesänger Artikel - und fehlende kritische Inhalte.
...
"Innere Zensur" und Verlust der Glaubwürdigkeit

Symptomatisch für den journalistischen Niedergang des Spiegel ist die Kündigung des vielfach preisgekrönten Journalisten Harald Schumann. Dieser erlebte seit 1999, dass Artikel abgelehnt wurden, die "zu kritisch, zu links, nicht angepasst genug" waren. So schrieb Schumann u.a. einen positiven Artikel über Windkraft, den Chefredakteur Aust ablehnte. Dass Fass lief über bei der berühmt-berüchtigten Spiegel Ausgabe 14/2004 "Der Windmühlenwahn" mit einer "haarsträubend falschen und manipulierten Titelgeschichte mit gefälschten Fotos und gefälschten Zitaten". Chefredakteur Aust, der "seine Pferdezucht im Landkreis Stade von Windrädern bedroht sah" gab die Anweisung, die Windkraft niederzuschreiben.

Beim Berliner Journalistenpreis 2010 erläuterte Schumann auch, wie Banken / Konzerne / Anzeigenkunden Druck auf Redaktionen ausüben, um kritischen Journalismus zu verhindern.
...
So tickt der neue Chefredakteur

Chefredakteure sind - wie Harald Schumann oben erklärte - neben den Herausgebern die entscheidenden Personen für die inhaltliche Ausrichtung eines Mediums. Eine Neubesetzung ist also immer eine Entscheidung über die künftige Ausrichtung.

Der neue Redaktionschef Steffen Klusmann war zuvor Chefredakteur des Manager Magazins, das einer Vertretung gesamt-gesellschaftlicher Interessen unverdächtig ist. Wie er tickt, lässt sich den Themen und Aussagen des Manager Magazins und seinem Editorial entnehmen: Zur Untersuchungshaft von Ex-Audi-Chef Rupert Stadler schrieb Klusmann: "Untersuchungshaft wünscht man keinem Manager." Das steht nicht: Untersuchungshaft wünscht man keinem", sondern "keinem Manager". Wie soll man das anders verstehen als eine Befürwortung von Klassenjustiz? Gefängnis ist etwas für die Mittelschicht und Unterschicht, aber Manager sollten möglichst eine Amnestie erhalten?

Wenn in Shanghais historischem Viertel Laoximen "Tausende Alteingesessene ausquartiert werden, weil sich dort internationale Stararchitekten austoben", fragt Klusmann: "Wie weit darf die Weltherrschaft des Kapitals unsere Ästhetik bestimmen?" Er fragt nicht: " Wie weit darf die Weltherrschaft des Kapitals bestimmen, wer wo wohnen darf?" Im Editorial 3/2018 kombiniert er die übliche Verehrung für CEOs mit der Aufforderung, doch endlich die Bahn an die Börse zu bringen und dem freien Markt zu überlassen.

Das Primat der Politik über die Verkehrsinfrastruktur nennt er "rückwärtsgewandten Staatskapitalismus". Seinen Minnegesang für Anzeigenkunden und Manager nennt er "unabhängigen, erstklassigen Wirtschaftsjournalismus".
...
https://www.heise.de/tp/features/Neoliberaler-Nachfolger-fuer-abgesetzten-Spiegel-Chefredakteur-4153348.html?seite=all (https://www.heise.de/tp/features/Neoliberaler-Nachfolger-fuer-abgesetzten-Spiegel-Chefredakteur-4153348.html?seite=all)
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 14:29:08 Fr. 14.Dezember 2018
Die mediale Niedergang setzt sich allerorten fort und ist scheinbar so unaufhaltbar, daß er achselzuckend hingenommen wird.

Ich kann es nicht lassen, da herumzustochern. Es ist nicht hinnehmbar!

Die Entwicklungen bei Stern Online sind hier schon mehrfach dokumentiert worden.
SPON hat sich der Eleminierung des Jornalismus angeschlossen und bringt solche Berichte:
Zitat
Wie Privatversicherte ihre Beiträge deutlich senken können
Zitat
So viel Frust schieben junge Banker
Zitat
Wieder keine weiße Weihnacht, es sei denn...
Zitat
Letzte Geschenke besorgen - so geht's stressfrei
Zitat
Der Mann, der das Schredderbild verkaufte
Zitat
Baby kommt auf Linienflug zur Welt
Zitat
Singende Klofrau begeistert Hamburg: Von wegen stilles Örtchen
Zitat
Tigerente sucht neues Zuhause
Zitat
Intimchirurgie - Warum so schmallippig?
Zitat
Warum "Soft Bras" Freiheit für Brüste und Frauen bedeuten
Zitat
SEK stürmt versehentlich die Wohnung einer Seniorin - sie reagiert wunderbar
Zitat
Chris Pratt und Katherine Schwarzenegger sind ein Paar
So siehts aus beim Sturmgeschütz der Demokratie.

Der Rest, der irgendwie journalistisch aussieht, ist im allgemeinen neoliberale Plörre.

Ein besonderer Hinweis gilt jedoch der Berichterstattung über "kriminelle Clans". Soweit ich weiß, eine Erfindung von Spiegel TV.
Es geht keinsfalls um die Quandts, die Pierchs, den Porsche-Clan, die Aldi Sippe oder andere Vertreter schwerwiegender Kriminalität.
Anfänglich ging es um alles was irgendwie migrantisch ist, gern Roma als "Bettelmafia" oder mit dem "Enkeltrick". Heute geht es eher um "arabische Clans". Diese rassistische Berichterstattung war derart erfolgreich, daß sie von allen kopiert wird, von allen Qualitätsmedien, von der AfD, der NPD und der Bundesregierung. Dieser Dreck ist unwidersprochen in die allgemeine Diskussionskultur eingegangen.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Troll am 11:29:28 Mo. 17.Dezember 2018
Ach Kuddel, jetzt fixt Du mich mit unzähligen epochalen Schlagzeilen an und ich muß mich jetzt Tagelang auf die Suche begeben um meine Neugierde zu befriedigen.

Naja, jetzt sind halt Clans die Prügelknaben, Rassisten-AfD-Bonus "Ausländische"-Clans, ohgott, unsere armen teutschen Verbrecherclans.
Wird letztlich wohl so ein unbegreifliches globales Wettbewerbs, Konkurrenz, der Markt kann alles besser Ding sein, achja, wahrscheinlich etwas Wettbewerbs verzerrendes, deshalb der Aktionismus.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Fritz Linow am 13:58:40 Mi. 19.Dezember 2018
Endlich wird der SPIEGEL wieder besser:
Zitat
Manipulation durch Reporter
SPIEGEL legt Betrugsfall im eigenen Haus offen
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/fall-claas-relotius-spiegel-legt-betrug-im-eigenen-haus-offen-a-1244579.html (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/fall-claas-relotius-spiegel-legt-betrug-im-eigenen-haus-offen-a-1244579.html)
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 13:03:45 Mo. 24.Dezember 2018
Die Scheiße schwappt jetzt hoch. Shit hits the fan.

Jetzt heulen sie alle, die Qualitätsmedien. Wie kann es denn bloß angehen? Zusammengeschriebener Quatsch wurde mit diversen Journalismuspreisen ausgezeichnet. Ach, jetzt wird gejammert. Man sieht dadurch eine Krise der Medien schlechthin aufziehen, eine Krise der Glaubwürdigkeit. Der Spiegel selbst weint die größten Krokodilstränen, man gelobt Besserung und versteht nicht, wie das bei den hohen Qualitätsstandards und Qualitätskontrollen hat passieren können.
Zitat
Relotius ist es gelungen, sämtliche im Haus üblichen Sicherungsmechanismen zu umgehen und außer Kraft zu setzen.
Oha!

Aber jetzt mal ehrlich. Ich verstehe nicht, warum sich alle über die zusammenphantasierten Ammenmärchen von Relotius so aufregen? Die konnte man zumindest schön schmökern. Das eigentliche Problem sind doch all die Berichte, die Relotius nicht geschrieben hat.

Hier nochmal eine Kostprobe: Schlagzeilen der heutigen Spon-Weihnachtsausgabe:
Zitat
Maria Magdalena, die erste Päpstin?
Zitat
"Rudi Völler hält nicht viel vom Fest der Liebe"
Zitat
Wie Steinzeitbauern Scarlett Johansson zum Sexsymbol machten
Zitat
Wie fanden Sie den Schizophrenie-"Tatort"
Zitat
Mit diesen Filmen kommen Sie durch die Festtage
Zitat
Feiern Sie Weihnachten spannender als der Durchschnitt?
Zitat
"The Voice Senior" Unpeinlich, aufrichtig
Zitat
Mir reicht's - ich nehm jetzt ab
Zitat
Muss ich an Gott glauben, um Heiligabend in die Kirche zu gehen, Herr Pastor?
Zitat
Quiz zum Heiligabend: Hier weihnachtet es
Zitat
Erste Weihnachten im All: Der Tag, an dem die Erde aufging
Zitat
Umweltdebatte: Sei kein Nimby, sei ein Nomp
Zitat
Große Downloads, langsames Internet: O du fröhliche, o du nervige Wartezeit
Zitat
"Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" Wo Sie den Weihnachtsklassiker sehen können
Zitat
Pfarrer über Weihnachten "...dann wäre die Erde ein cooler Ort"
Zitat
Santa Claus oder Papa Klaus?
Zitat
"Es ist wichtig, dass das Gehör beim Essen mit angeregt wird"
Zitat
Asia-Sauerbraten vom Edelrind: Zum Feste nur das Beste
Zitat
Erkennen Sie diese Weihnachtsfilme an nur einem Zitat?
Zitat
Warum die Tübinger Boris Palmer lieben
Zitat
Könnten Sie noch ohne Amazon leben? Ja? Aber möchten Sie auch?
So siehts aus beim "Sturmgeschütz der Demokratie". So einen Mist faß ich doch nichtmal mit der Kneifzange an, auch wenn ich so nie erfahre, ob ich ein Nimby oder ein Nomp bin. Ungenießbarer Buchstabensalat.

Wenn sich der Spiegel aber journalistisch versucht und Politik kommentiert, wird es noch schlimmer:
Zitat
George H.W. Bush, der 41. US-Präsident und Vater des 43. US-Präsidenten, war ein stiller Staatsmann. Lange verkannt, symbolisierte er jene Courage und Demut, die dem Amt heute so schmerzlich fehlen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/george-h-w-bush-ist-tot-der-unterschaetzte-staatsmann-nachruf-a-1241449.html (http://www.spiegel.de/politik/ausland/george-h-w-bush-ist-tot-der-unterschaetzte-staatsmann-nachruf-a-1241449.html)

Es sollte bei solchen Dingen wohl kaum um Stilfragen gehen. Mir ist es scheißegal, ob ein US Präsident mit rotem Basecap rumprollt oder ein Gentlemanpräsi sich mit grauen Schläfen staatsmännisch gibt. Es sollte um politische Inhalte gehen und der olle Bush (Senior) war 1976 bis 1977 Direktor der CIA. 1989 befahl er  eine Militäroperation gegen Panama und startete 1990 den Golfkrieg (Operation Desert Shield, dann Operation Desert Storm). So ein Typ fehlt mir keineswegs schmerzlich.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Troll am 16:10:09 Mo. 24.Dezember 2018
Da siehst Du mal, ne nackige Bildzeitungsfrau hatte oder hat seine Vorteile.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Rudolf Rocker am 11:21:25 Di. 25.Dezember 2018
Da siehst Du mal, ne nackige Bildzeitungsfrau hatte oder hat seine Vorteile.
Als hätten die das Internet noch nicht erfunden! ::)
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Troll am 10:15:34 Mi. 26.Dezember 2018
Wenn mich Bilder von nackten Frauen von obigen Schlagzeilen fernhalten ok, nehm ich!

Ich glaub die spärlich bekleideten Bildzeitungsfrauen gab es schon vor dem Internet für alle. Mensch ist und bleibt ein Tier mit seinen Instinkten die er im Zaum halten kann oder eben Bildzeitung kaufen geht.
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Rudolf Rocker am 11:23:08 Mi. 26.Dezember 2018
Nee, die Bildzeitung haben alle nur wegen dem "Sportteil" gekauft! ;D
Für die Fans von leicht bekleideten Frauen gab es schon immer ausreichend Alternativen (sogar in Farbe!)
Titel: Re:Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Troll am 11:53:47 Mi. 26.Dezember 2018
Stimmt, die Legende spricht von einem Sportteil der angeblich vor oder nach der nackten Frau existieren soll.
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 10:28:22 Fr. 22.Februar 2019
Die Ekelhaftigkeit ist scheinbar weiter steigerbar.

Zitat
Warum indische Krankenhäuser viel billiger sind als deutsche - und dabei oft besser

Eine Herzoperation kostet in Indien nur knapp 1000 Euro, eine neue Augenlinse 70 Euro - und das bei hervorragender Qualität. Wie geht das?
http://www.spiegel.de/plus/indien-warum-indische-krankenhaeuser-viel-billiger-sind-als-deutsche-a-93f4638f-ce8a-4e63-81f2-244800480590

Die Antwort ist ganz einfach: Weil man als Bezahlung fürs Personal kaum mehr als eine Schale Reis übrig hat.

(http://tnlabour.in/wp-content/uploads/2017/12/IMG_20171129_164423-768x432.jpg)
Indische Krankenhaus-Leiharbeiterinnen im Streik.

Der SPIEGEL träumt von 3.Welt Arbeitsbedingungen.

Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Troll am 18:54:43 Fr. 22.Februar 2019
Der feuchte Traum der Neoliberalen, kosten von Indien deutsch vergütet, und die glauben tatsächlich das geht auf Dauer. Dort wo es sich abzeichnet das die Abwärtsspirale dann doch bei ihnen einschlägt und anfängt die Gewinne abknabbern drehen sie durch und fangen an politisch totalitäre Heilbringer zu favorisieren.
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 08:46:59 Sa. 02.März 2019
Zitat
Behördenversagen
Wie Deutschland daran scheitert, abgelehnte Asylbewerber abzuschieben

Polizisten und Verwaltungsbeamte verzweifeln am deutschen System: Warum ist es so schwer, abgelehnte Asylbewerber und straffällige Ausländer auszuweisen?

Ein Artikel von der AfD? Oder der NPD?
Nein, das wurde von spiegel-online veröffentlicht.
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 09:29:06 So. 17.März 2019
Zitat
Greta und Co.
Die Kinder und ihr Kreuzzug

Greta Thunberg, Genesis Butler, Felix Finkbeiner: Sie sind noch Schüler oder Studenten, aber belehren die Welt. Steckt jemand hinter ihnen?
https://www.spiegel.de/plus/der-kreuzzug-der-kinder-a-00000000-0002-0001-0000-000162913136

WI-DER-LICH!
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: counselor am 13:18:36 So. 17.März 2019
Ich meine, die Greta Thunberg sagt schlicht, was sie denkt. Ich glaube nicht, dass jemand hinter ihr steht und sie benutzt. Die Triebkraft für die "Fridays for Future"- Bewegung ist ehr Existenzangst. Das versteht der Spiegel-Schmierfink nicht.
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 09:20:56 Do. 09.Mai 2019
2 x 3 macht 4
Widdewiddewitt
und Drei macht Neune !!
Spon macht sich die Welt
Widdewidde wie sie ihm gefällt ....

Zitat
Historiker über Wirtschaftssysteme
Der Kapitalismus, die Erfolgsgeschichte der kleinen Leute
https://www.spiegel.de/plus/werner-plumpe-ueber-kapitalismus-kuehlschrank-der-herzen-a-00000000-0002-0001-0000-000163724198

 :o
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Troll am 13:02:26 Do. 09.Mai 2019
Schade Paywall, ich hätte so gerne die Tellerwäscher Millionärdlegende aus Historikersicht gelesen, menno.

Liefert der Spiegel die Drogen gleich mit die es für so etwas benötigt?
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 10:06:34 Mo. 24.Juni 2019
Ich habe mich schon oft über Henrik Müller ausgekotzt.
Ein Lohnschreiber des Kapitals, ein Arsch ohne Skrupel.
Wikipedia weiß über ihn: "2006 veröffentlichte er eine Studie über den Zusammenhang von nationaler Identität und ökonomischer Prosperität „Wirtschaftsfaktor Patriotismus“". Er wirbt also für den Rechtsruck, denn der nützt der Wirtschaft.

Die Mieten niedrig zu halten, nützt nicht der Wirtschaft und ist deshalb böse.
Zitat
Mietendeckel
Die Städte verstopfen, die Dörfer veröden

Wer die Mieten in den Metropolen künstlich niedrig hält, verschärft den Konflikt zwischen Stadt und Land. Es wäre ein Drama, sollte diese Art von Wirtschaftspolitik Schule machen.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/mietendeckel-die-staedte-verstopfen-das-land-veroedet-a-1273812.html

Wie sehen die realen Entwicklungen aus?
Die Innenstädte veröden. Die Menschen werden vertrieben, bald kann sich nur das reiche Pack ein Leben in den Städten leisten.

Die Gelbwestenbewegung in Frankreich war eine Reaktion auf diese Entwicklung. Die Menschen wurden in die Pampa vertrieben und stellten fest, daß dort nach und nach die Infrastruktur zerstört wurde. Die Ärzte verschwanden, die Schulen, Freibäder, Bücherreien, Kindergärten und auch die Geschäfte. Ein Leben ohne weite Autofahrten war nicht mehr möglich. Das Geld wurde immer knapper. Die Erhöhung der Spritpreise war dann der Tropfen, der des Faß zum Überlaufen brachte. Man hatte das Gefühl, nun von den Grundlagen des Lebens abgeschnitten zu werden. Man fand sich zusammen zum Protest am Kreisverkehr. Später ging man in die Städte und zertrümmerte dort Banken, Luxusgeschäfte und -Restaurants.

Zitat
Hohe Mieten für Metropolen-Zuzügler setzen deshalb die richtigen Anreize. Kein Bürger hat ein Anrecht darauf, dort, wo er hinziehen möchte, billigen Wohnraum vorzufinden.
Henrik Müller

Henrik  Müller möchte also entscheiden, worauf wir ein Anrecht haben.

Er legt auch in bester AfD Manier nach:
Zitat
Allein wegen der desaströsen Energiewende müssen Privathaushalte eine jährliche Mehrbelastung von 540 Euro gegenüber dem Jahr 2000 tragen, was insbesondere Geringverdiener hart trifft.
Auch hier baut er sich eine eigene Wirklichkeit. Es sind nicht mehr die Energiekonzerne, die uns in die Tasche greifen, nein, die zunehmende Verarmung kommt von der "desaströsen Energiewende".

Dieser Lakai der Bonzen wird von der Wirtschaft gepusht:
Auszeichnungen (u.a.):
Damit auch der Journalistennachwuchs lernt, wie man die Realität im Sinne der Wirtschaft uminterpretiert, schuf man extra für Henrik Müller die Professur für wirtschaftspolitischen Journalismus an der Technischen Universität Dortmund.
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: counselor am 16:12:17 Mo. 24.Juni 2019
Die herrschende Klasse zündet natürlich Nebelkerzen, um die wahren Ursachen für die Explosion der Mieten in den Städten und für die explodierenden Energiekosten zu verschleiern. Wir müssen den Leuten erklären, woran es wirklich liegt. Und wir müssen dafür sorgen, dass die Leute nicht mehr blindlings den Medien vertrauen.
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 17:09:04 Di. 25.Juni 2019
Und wir müssen dafür sorgen, dass die Leute nicht mehr blindlings den Medien vertrauen.

Das Vertrauen geht bereits von selbst baden.
chefduzen ist kein wirkliches Massenmedium.

Es fehlt an guten Alternativen zu den Drecksmedien!
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 10:28:15 Mo. 29.Juli 2019
Journalismus 4.0

(https://abload.de/img/unbenanntgjj7l.jpg) (https://abload.de/image.php?img=unbenanntgjj7l.jpg)
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 12:17:17 So. 11.August 2019
Onlinerätsel: Wo liegt der Unterschied?

(https://abload.de/img/gelbwestennuj6q.jpg) (https://abload.de/image.php?img=gelbwestennuj6q.jpg)

(https://abload.de/img/hk8tjzi.jpg) (https://abload.de/image.php?img=hk8tjzi.jpg)

Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Troll am 12:27:46 So. 11.August 2019
Bilder sagen mehr als tausend Worte, nationalistische Fahnenschwenker versus ein Pfeil Richtung Demokratie, doch, daß ist eindeutig gegen das kommunistische China gerichtet, echt jetzt.
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 12:33:14 So. 11.August 2019
Der Kandidat hat 100 Punkte und damit ein Spiegel+ Abo gewonnen und kann nun den vollen Qualitätsjournalismus genießen ohne Bezahlschranke!
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Troll am 10:30:21 Mo. 12.August 2019
Juchhu, endlich werde ich gebildet, verbildet, verbildert, na egal, mir wird es als wissender einfach gut gehen, dann erkenne ich euch Deppen endlich, die Erleuchtung wird bei mir einziehen und mir wöchentlich die Stirn küssen.
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 12:32:25 So. 01.September 2019
Ich werde oft mit Befremden angeguckt, weil ich mich mit Schaum vorm Maul über die Medien aufrege.

Mein Problem mit den Medien ist, daß sie nicht nur schlecht und lieblos gemacht sind und kaum noch brauchbare Informationen enthalten, sondern sie sind bösartig. Sie sind aktiv daran beteiligt der Gesellschaft eine demokratische und humanistische Grundhaltung auszutreiben.
 
(https://abload.de/img/afd77kze.jpg) (https://abload.de/image.php?img=afd77kze.jpg)

Ich finde den SPIEGEL weitaus widerwärtiger als die AfD.
Die AfD tritt zumindest noch halbwegs ehrlich dummbräsig, spießig und faschistiod auf.
Der Spiegel ist in seiner Verlogenheit so unerträglich. Macht einen auf intelligent, kritisch und Investigativ und ist in seiner Realität eine von seriösem Journalismus befreite Werbezone und selbst aktiv daran beteiligt, Vorurteile und Desinformation zu verbreiten und den Volkszorn hochkochen zu lassen. Wenn man dann naserümpfend über das herzieht, was man selbst angerichtet hat, ohne ein Fünkchen der Selbsterkenntnis, dann ertrag ich es einfach nicht. Der geheuchelte antifaschistische Ton ist letztendlich nur die Arroganz des Bildungsbürgers gegen den AfD Wähler. Ein ernstgemeinter Antifaschismus würde sich für den Einzug von seriösem Journalismus beim Spiegel einsetzen oder für die sofortige Zerschlagung dieses Drecksmediums!
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 10:36:19 Sa. 28.September 2019
Zitat
Berliner Mietendeckel
Einstiegsdroge in die Planwirtschaft
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/mietendeckel-in-berlin-einstiegsdroge-fuer-den-wohnungsmarkt-a-1288730.html

Aha.
Gegendruck gegen Spekulantenschweine = Planwirtschaft
= DDR...
Honnecker
Ulbricht
Stalin
Gulag
Massenmord

(https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/a1/CDU_Wahlkampfplakat_-_kaspl010.JPG/800px-CDU_Wahlkampfplakat_-_kaspl010.JPG)
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 08:35:27 Do. 24.Oktober 2019
Ich weiß, es ist bekannt, daß der Spiegel ein Drecksblatt ist. Er bringt mich aber immer wieder auf die Palme.
Die Lügengeschichten von Claas Relotius sind noch das angenehmste, was das Blatt zu bieten hatte. Die normale Berichterstattung ist der Horror und durch und durch hassenswert!

spon heute...

...über Abschiebung:
Zitat
"Unser Problem ist, dass wir die schweren Straftäter nicht konsequent abschieben"

Polizeihauptkommissar Norbert Hillenbrand hat mehr als 9000 Migranten in ihre Heimat zurückgebracht. Manche mehrfach. Was hat er dabei erlebt?
https://www.spiegel.de/plus/abschiebung-von-migranten-wut-verzweiflung-ich-kann-jede-reaktion-nachvollziehen-a-7a45b61f-76f9-4e79-882e-bfe8c420dcc7

...über den Mietendeckel:
Zitat
Frustrierte Vermieter in Berlin
Wenn der Mietendeckel die Falschen trifft
https://www.spiegel.de/plus/mietendeckel-in-berlin-der-frust-der-kleinvermieter-a-dcbd45bf-c4e9-4b5c-970a-e937034c1ad8

...über den Klimawandel:
Zitat
Klimaforscher kritisiert den Greta-Hype
"Das ist die Sichtweise des reichen Westens"

Der Klimaforscher Hans von Storch warnt im Interview vor Aktionismus. Greta Thunberg rede "dumm Tüch" - dummes Zeug.
https://www.spiegel.de/plus/frueher-war-ein-sturm-einfach-ein-sturm-a-00000000-0002-0001-0000-000166490227

Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: BGS am 21:28:45 Do. 24.Oktober 2019
In der Tat, der Speigel hat schon bessere Tage gesehen. Ist sehr lange her.

MfG

BGS
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Troll am 09:13:20 Fr. 25.Oktober 2019
In der Tat, der Speigel hat schon bessere Tage gesehen. Ist sehr lange her.

MfG

BGS

Ist normal, daß was ich im Spiegel zu sehen bekomme wird auch nicht schöner.  ;)
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 10:20:32 Do. 26.Dezember 2019
Der Spitzenjournalismus versucht sich selbst zu übertrumpfen:

Zitat
Nichtchristen an den Feiertagen
Die Weihnachtsnomadin

Wie schwer ist es, Weihnachten nachzustellen, wenn man es nie zu Hause gefeiert hat? Sehr schwer, findet unsere Kolumnistin. Also suchte sie oft Asyl bei Freunden - und wurde so zur Heiligabendexpertin.
Zitat
Wie die Kirche Geschichte umschrieb
Maria Magdalena, die erste Päpstin?
Zitat
Weihnachtsshow im TV
Helene Fischer, die zweite Päpstin?

Schwer zu toppen!

Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 21:54:18 So. 29.März 2020
Der Spiegel weiß was junge Menschen bewegt:
Zitat
Das Coronavirus lässt die Börsenkurse abstürzen. Sollte man als junger Mensch ausgerechnet jetzt anfangen, Aktien zu kaufen? Ein knapper Leitfaden für Einsteiger.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/warum-jungen-anlegern-der-corona-crash-egal-sein-kann-a-27d9eefa-4b0f-4d08-9b4f-45150e43ae77

Lebenshilfe vom Meister.
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 21:59:25 So. 29.März 2020
Der ist auch nicht schlecht, oder?

Zitat
Immobilien kaufen oder mieten
Sind Sie verliebt und können sich das leisten?
Gerade in der Coronakrise ist Baugeld so günstig wie nie. Lohnt es sich jetzt, ein Haus zu kaufen?
https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/immobilien-kaufen-oder-mieten-was-lohnt-sich-mehr-a-ac9f71b9-b6c1-405d-833f-2239381f0b95
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Strombolli am 22:08:04 So. 29.März 2020
Also ich kann diese ganzen Machthabenden-Blättchen nicht mehr lesen und ich hoffe inständig, dass die gegenwärtige Krise zu einer grundsätzlichen Änderung des gesellschaftlichen Zusammenlebens ... und mehr führt!
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: BGS am 22:41:56 So. 29.März 2020
Dem schliesse ich mich an.

MfG

BGS
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 09:19:11 Fr. 10.April 2020
Es hat wohl jemand die Gummizelle offen gelassen.

Zitat
Der Kapitalismus wird noch dringend gebraucht

Im Kampf gegen die Pandemie rufen alle nach dem starken Staat. Doch sobald das Virus besiegt ist, muss die Regierung sich wieder zurücknehmen und die Wirtschaft entfesseln.

(...)
In exponentiellem Tempo überwindet der Keim des Antikapitalismus Ländergrenzen und ideologische Barrieren.
(...)
https://www.spiegel.de/wirtschaft/corona-rezession-der-kapitalismus-wird-noch-dringend-gebraucht-a-960c86f0-f255-42a2-a690-e918489c1832
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Tiefrot am 13:10:17 Fr. 10.April 2020
Mit jedem Tag den die Pandemie läuft, beweist der Kapitalismus seine Untauglichkeit.
Danach sehe ich zwei Parallelwelten, die der Finanzdaddler und die Realität.
Die Ausgestaltung der Letzten wird interessant.
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Troll am 14:02:46 Fr. 10.April 2020
Muss doch gesagt werden, alles andere würde ihre Lebenslüge offen legen und daß die halbe regierende Welt auf Selbstbetrug basiert wird kaum jemand zugeben.

"Die Wirtschaft entfesseln", ernsthaft, nach dem eindrucksvollen Beweis ihres Totalversagens, den Staat weiter zurück nehmen bzw. entmachten, der der die unfähige Wirtschaft mal wieder am Leben halten mußte, u.a. mit Steuern der Niedriglöhner, dem verachteten Minus in all den Unternehmensbilanzen.
An der Zunahme solcher Artikel wird man den Zustand der Pandemie erahnen können, jetzt kann/muß der Staat wieder weg.
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 08:43:00 Fr. 17.April 2020
Zitat
Reportage, Reportage, Reportage
Der Spiegel ist doch kein Nachrichtenmagazin mehr


Es ist allerhöchste Zeit, ein- für allemal mit einer in den Köpfen festsitzenden Legenden Deutschlands aufzuräumen: Der Mär nämlich, "Der Spiegel" (Print) sei ein Nachrichtenmagazin. Das ist er schon seit vielen Jahren nicht mehr. Doch die Zeiten sind schon seit Langem vorbei.

Heute beginnt eine typische "Spiegel"-Story wie jetzt in Nr. 16 vom 11.4.2020 mit ebenso haltlosem wie gefühligem Geschwafel...
https://www.heise.de/tp/features/Reportage-Reportage-Reportage-4701702.html
Titel: Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
Beitrag von: Kuddel am 10:31:07 Do. 28.Mai 2020
Noch ein Beispiel für unabhängigen Spitzenjournalismus:

Zitat
Kaufprämie - ja, bitte
Konjunkturpolitik ist jetzt wichtiger als Klimapolitik

Sie schadet der Umwelt und begünstigt eine Industrie, die uns den Dieselskandal eingebrockt hat. Trotzdem brauchen wir die Prämie für die Anschaffung neuer Autos.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/kaufpraemie-fuer-autos-konjunkturpolitik-ist-jetzt-wichtiger-als-klimapolitik-a-812f34e0-d786-4a8a-9024-50fe2c2dea77