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Industrie & Handwerk & Agrar => Globalisiert => Thema gestartet von: ManOfConstantSorrow am 14:46:59 Mi. 14.Dezember 2005

Titel: Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:46:59 Mi. 14.Dezember 2005
Streiks legen Griechenland lahm

(http://img.stern.de/_content/55/14/551459/StreikGriechenland250_250.jpg)
 
Demonstration ohne Polizeischutz: Griechenlands Polizisten streiken



Landesweite Streiks haben dazu geführt, dass das öffentliche Leben in Griechenland zum Erliegen gekommen ist. Wer allerdings vor dem heimischen Fernseher seine gewonnene Freizeit genießen will, wird enttäuscht.

Chaos in Griechenland: Landesweite Streiks im öffentlichen Dienst wie im privaten Sektor haben am Mittwoch Griechenland lahm gelegt. Im Inlandsluftverkehr ging so gut wie gar nichts mehr, fast drei Viertel aller Flüge wurden gestrichen. Auch Ministerien, Schulen und Universitäten blieben geschlossen. Die Post, die Elektrizitäts- und die nationale Telefongesellschaft sowie die öffentlichen Verkehrsmittel und die Fähren werden ebenfalls bestreikt.
 
Auch die griechischen Journalisten schlossen sich den Protesten mit einer vierstündigen Arbeitsniederlegung zwischen 11.00 und 15.00 Uhr an. Im Fernsehen und Rundfunk gab es nur Musik oder Videoclips. Der Streik bei den Verkehrsmitteln wird auch am Donnerstag weitergehen, gaben die Gewerkschaften bekannt. In den Flughäfen kam es jedoch nicht zu gestrandeten Reisenden, da alle Linien rechtzeitig ihre Kunden über die Annullierungen benachrichtigt hatten.

Mit den Arbeitsniederlegungen wird gegen die Einkommenspolitik der konservativen Regierung unter Ministerpräsident Kostas Karamanlis protestiert. Zudem wird gegen Reformen auf dem Arbeitsmarkt, für die Sicherung von Arbeitsplätzen und gegen die schwindende Kaufkraft gestreikt. In allen größeren Städten des Landes waren für den Nachmittag Kundgebungen geplant. Zu den Streiks hatten die beiden größten Gewerkschaftsverbände - die GSEE im privaten Sektor und die ADEDY im öffentlichen Dienst - unter dem Motto "Es reicht!" aufgerufen. Es sind die größten Proteste dieser Art seit dem Wahlsieg der Konservativen in Griechenland im März 2004.
 
DPA
Titel: Griechenland streikt!
Beitrag von: manoman am 19:11:21 Mi. 14.Dezember 2005
wie lange brauchen den die deutschen noch bis bemerken was hier gespielt wird.
Titel: Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:05:26 Do. 15.Dezember 2005
Griechenland: Erneut Streiks im öffentlichen Dienst

In Griechenland haben am zweiten Tag in Folge Streiks das öffentliche Leben weitgehend lahm gelegt.
In der Hauptstadt Athen kam es zu einem Verkehrschaos, weil Busse und Bahnen in den Depots blieben und viele Pendler mit dem Auto zur Arbeit fuhren. Auch Bedienstete von Post und Stromversorgern traten erneut in den Ausstand. Zu den Streiks hatten die beiden größten Gewerkschaftsverbände des Landes aufgerufen. Die Proteste richten sich gegen Arbeitsmarkt-Reformen der Regierung in Athen. Unter anderem soll es danach in öffentlichen Unternehmen keine Festanstellungen mehr geben.

dlf nachrichten 15.12.05
Titel: Griechenland streikt!
Beitrag von: regenwurm am 09:23:00 Fr. 16.Dezember 2005
Streik der Betriebe der öffentlichen Hand – Behinderungen vor allem im Personenverkehr

Griechenland / Athen. Am heutigen Donnerstag setzen die Angestellten der Betriebe der öffentlichen Hand, DEKO, ihren gestern begonnenen Streik fort. Daran beteiligen sich auch die Mitarbeiter von Betrieben des öffentlichen Nahverkehrs. Außerdem bleiben die Schiffe in den Häfen, bei der Olympic Airlines und der Aegean Airlines werden viele Flüge gestrichen. Die staatliche Eisenbahngesellschaft OSE hält nur den Betrieb besonders stark frequentierter Zugverbindungen aufrecht.
Quelle: (http://www.griechenland.net/)
Titel: Griechenland streikt!
Beitrag von: manoman am 11:41:15 Fr. 16.Dezember 2005
leider hab ich in den deutschen medien kaum was mitbekommen von der sache in griechenland.
1. ich bin blind und taub
2.es wird verschwiegen oder runtergespielt
Titel: Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:09:11 Sa. 15.April 2006
Zitat
Original von manoman
leider hab ich in den deutschen medien kaum was mitbekommen von der sache in griechenland.
1. ich bin blind und taub
2.es wird verschwiegen oder runtergespielt

Hierzulande ist Griechenland tatsächlich ein weißer Fleck auf der politischen Landkarte. Begeistert mag man nach Frankreich blicken, ähnlich interessante Entwicklungen im Südosten Europas werden einfach übersehen.

An diese Stelle sei auch daran erinnert, daß es in Griechenland auch schon während des Yugoslavienkrieges permanent in unseren Medien verschwiegene Massenproteste gegen die Nato-Einsätze gab.

Hier eine aktuelle Meldung:

Zitat
Kommunistische Gewerkschaften in Griechenland streiken gegen Tarifvertrag

Landesweit waren in Griechenland am Donnerstag die Mitglieder von acht Branchengewerkschaften im Ausstand.

Der Tarifvertrag regelt in erster Linie den verbindlichen Mindestlohn. Dieser soll demnach im Laufe der nächsten zwei Jahre von 591 Euro auf 658 Euro ansteigen. PAME kritisiert diese Regelung als unzureichend. Weder die ausgehandelten Lohnsteigerungen noch der Mindestlohn entsprächen den Bedürfnissen der Werktätigen. Der kommunistische Gewerkschaftsverband fordert einen Mindestlohn von 1300 Euro.

http://www.jungewelt.de/2006/04-15/040.php
Titel: Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 23:27:42 Fr. 12.Mai 2006

11.05.06

Gestern legte ein 24-stündiger Streik in Griechenland das öffentliche Leben lahm. Bestreikt wurde der öffentliche Dienst, d.h. Schulen, Krankenhäuser, staatliche Banken und der öffentliche Nahverkehr. Ziel des Streiks war, die negativen Folgen der Privatisierung auf Löhne und Arbeitsplätze und eine geplante Verschlechterung der Renten abzuwehren sowie Lohnerhöhungen durchzusetzen.
Titel: Re: Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 16:51:32 Mo. 17.November 2008
GR: über 5.000 im Knast-Hungerstreik

Vor einer Woche fing in den griechischen Gefängnissen ein beeindruckender Hungerstreik an. Die Zahlen und Informationen über die Beteiligung variieren aber es scheint dass über 7000 Gefangene die Essensausgabe boykottieren während über 5500 in den Hungerstreik getreten sind (das sind fast die Hälfte aller Inhaftierten!). 17 Gefangene haben sich den Mund zugenäht. Alle Knäste des Landes sind im Ausnahmezustand.




Es gibt einen langen Katalog an Forderungen die grob unter „Verbesserung der Haftbedingungen“ und „Verkürzung der Strafen“ zusammengefasst werden könnten. Die Situation in den griechischen Knästen ist katastrophal und geprägt von drakonischen Strafen v.a. im Bereich des BTM, krasser Überbelegung der Zellen, Gewalt, Todesfällen und Schikane. Einen großen Teil des Knastsystems kann man selbst aus einer bürgerlichen Sicht als archaisch bezeichnen.
Von seiten des Ministeriums kam als Reaktion ein erster Vorschlag einen kleinen Teil der Forderungen zu prüfen. Nach diesem Vorschlag würden immerhin etwa 1500 Leute frei kommen. Allerdings wird der Vorgang als Manöver eingeschätzt um der Bewegung Wind aus den Segeln zu nehmen.
Außerhalb der Knäste gibt es eine zunehmende Unterstützung v.a. aus der Linken, den AnarchistInnen und Menschenrechtsorganisationen. Viele Personen des öffentlichen Lebens wie Mikis Theodorakis oder Manolis Glezos (der Typ der als junger Mann die Hakenkreuz-Fahne von der Akropolis geflückt hatte) erklärten sich solidarisch mit den Forderungen. Eine anarchistische Demo in Athen brachte ca. 2500 Menschen auf die Beine während auch in vielen anderen Städten Demos, Aktionen und Besetzungen laufen.

http://de.indymedia.org/2008/11/232777.shtml
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 17:12:44 Do. 26.November 2009
Zitat
Griechenland: Probleme bei der Müllabfuhr in Athen durch Streik

Griechenland / Athen. Die Stadt Athen ruft auch heute die Bevölkerung dazu auf, Hausmüll nicht zu entsorgen. Grund dafür ist ein 48-stündiger Warnstreik der Vereinigung der Stadtangestellten EEDA, an dem sich auch die Müllabfuhr beteiligt und der heute Mitternacht zu Ende geht.  Der Gesamtgriechische Verband des Personals der Kommunalen Selbstverwaltung fordert u. a. die Dauereinstellung von Angestellten der Stadt mit Zeitverträgen, die unmittelbare Unterzeichnung eines Tarifvertrages sowie den Status „Gesundheitsschädigender Beruf“ für alle Angestellten.
http://www.griechenland.net/news_details.php?siteid=8153 (http://www.griechenland.net/news_details.php?siteid=8153)

Eine Entprekarisierung durch Festeinstellung von Leuten mit Zeitvertrag oder die Übernahme von Leiharbeitern gehört nicht zum Repertoire deutscher Gewerkschaftsforderungen.
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:41:54 Mi. 09.Dezember 2009
Zitat
Weihnachsten in Griechenland
Athen versinkt im Müll

09. Dezember 2009, 10:55

Athen - Griechenlands Hauptstadt Athen droht im Mist zu versinken. Nach fast einer Woche Streik der Müllabfuhr liegen an fast allen Straßen der Vier-Millionen-Metropole stinkende Abfall-Berge.


Bürgermeister Nikitas Kaklamanis appellierte am Mittwoch an die Bürger, ihren Müll zu Hause zu sammeln. "Es stinkt widerlich und das ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit", ärgern sich Bürger in Fernseh- Berichten. "Das ist eine Katastrophe für den Einzelhandel", so ein Ladenbesitzer. Kaum jemand habe zurzeit Lust, einkaufen zu gehen. Überall in der Stadt wühlen streunende Katzen und Hunde im Müll.

Grund für den Streik: Fast jeder Zweite, der bei der Müllabfuhr arbeitet, ist auf Zeit beschäftigt. Die Gewerkschaft fordert, dass es mehr Festeinstellungen gibt. Städte und Regierung weigern sich aber, weil es dafür nicht genug Geld im Haushalt gebe. (APA)
http://derstandard.at/1259281480390/Weihnachsten-in-Griechenland-Athen-versinkt-im-Muell (http://derstandard.at/1259281480390/Weihnachsten-in-Griechenland-Athen-versinkt-im-Muell)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 20:06:49 Fr. 11.Dezember 2009
Die Müllarbeiter von Athen haben nach einer Woche heute ihren Streik beendet. Vorausgegangen war ein Gerichtsurteil, das ihren Streik für illegal erklärte und jedem einzelnen hohe Geldstrafen androhte.

Auch wir sollten uns mit der Tatsache auseinandersetzen, daß wirkungsvolle Protest/Kampfformen kriminalisiert werden, sobald der Staat es für nötig hält.

Unser bestehendes "Streikrecht" ist eh ein Witz, aber es wird nicht lange dauern, bis es angegriffen wird...
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:04:44 Mi. 16.Dezember 2009
Zitat
Streiks in Griechenland nach Sparprogramm

(http://static1.kleinezeitung.at/system/galleries_520x335/upload/0/7/1/2237497/1645870_BLD_Online.jpg)

Nach der Ankündigung eines harten Sparprogrammes durch die sozialistische Regierung sind in Griechenland am Mittwoch die Lehrer für 24 Stunden in den Streik getreten. Am Donnerstag wollen auch die Journalisten landesweit streiken. Daher werde es keine Nachrichten von Donnerstagmorgen bis Freitagmorgen geben, berichtete das Staatsradio. Zudem sollen die Fähren am Donnerstag bestreikt werden.

Viele Inseln ohne Flughafen werden damit von für einen Tag von der Außenwelt abgeschnitten bleiben. Die Streikenden wenden sich hauptsächlich gegen die Sparpolitik der Regierung sowie gegen Pläne, finanziell gesunde Rentenkassen mit defizitären zu fusionieren.

Staatspräsident Papoulias und Ministerpräsident Papandreou hatten alle Griechen eindringlich aufgerufen, "die Reihen zu schließen". Mit 300 Milliarden Euro Schulden liefe das Land Gefahr, praktisch seine Souveränität zu verlieren. Der Premier kündigte an, Korruption, Vetternwirtschaft und Steuerhinterziehung zu bekämpfen. Papandreou will zudem Umwelttechnologien fördern, die Privatisierung von Staatsbetrieben voranbringen und die Rentenkassen sanieren. Für jeden fünften in Pension gehenden Beamten soll nur ein neuer angestellt werden.

Die EU-Kommission begrüßte die Versprechen der griechischen Regierung im Kampf gegen die Schuldenkrise als "Schritt in die richtige Richtung". Wie schwierig der Kampf gegen Korruption und Vetternwirtschaft in Griechenland ist, zeigte sich am Dienstag. Der Staatsminister im Innenministerium, Dinos Rovlias, trat überraschend zurück. Der Grund dafür ist nach Angaben des staatlichen Fernsehens, dass Rovlias Freunde und Bekannte mit Posten bei Militär und Polizei versorgt haben soll.
http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/2237497/streiks-griechenland-nach-sparprogramm.story (http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/2237497/streiks-griechenland-nach-sparprogramm.story)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 20:02:03 Di. 22.Dezember 2009
Zitat
In Griechenland formierte sich bereits heftiger Widerstand gegen die Sparpläne der Regierung. Dabei kam es auch zu Streiks. Die Beamtengewerkschaft Adedy sprach von einem "Angriff durch Marktkräfte" und kündigte für Ende Januar oder Anfang Februar einen eintägigen Streik an.
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Moody-s-prueft-Griechenland-article651680.html (http://www.n-tv.de/wirtschaft/Moody-s-prueft-Griechenland-article651680.html)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:34:29 Fr. 05.Februar 2010
Zitat
Weiterhin Proteste gegen Sparprogramm in Athen

Athen (dpa) - Die massiven Proteste gegen das rigorose Sparprogramm Griechenlands dauern an. Am Freitag setzten Beamte des griechischen Zolls und des Finanzamtes in einen 48-stündigen Warnstreik aus Protest gegen die geplanten Kürzungen fort.

Am 10. und 24. Februar wollen sich die zwei größten Gewerkschaftsverbände mit Warnstreiks gegen die geplanten Lohnkürzungen wenden. Am Vorabend hatte der stellvertretende griechische Regierungschef Theodoros Pangalos nach Berichten der griechischen Presse denjenigen, die bislang Steuern hinterzogen gedroht: «Sie werden das jüngste Gericht (Harmagedon) erleben.»

Die sozialistische Regierung will das Defizit von fast 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2012 unter die erlaubte Marke von drei Prozent drücken. Die EU-Kommission hatte die griechischen Staatsfinanzen am Mittwoch unter ihre Aufsicht gestellt.

Der sozialistische Regierungschef Giorgos Papandreou und EU- Währungskommissar Joaquín Almunia hatten diese Woche einen Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst, Gehaltskürzungen für Beamte und höhere Steuern auf Alkohol und Tabak sowie Treibstoffe angekündigt.
http://www.zeit.de/newsticker/2010/2/5/iptc-bdt-20100205-151-23774192xml (http://www.zeit.de/newsticker/2010/2/5/iptc-bdt-20100205-151-23774192xml)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:31:09 Mi. 10.Februar 2010
Zitat
Test für sozialistische Regierung in Griechenland

Ein Streik im öffentlichen Dienst in Griechenland gegen die Sparpläne der Regierung hat am Mittwoch zu Flugausfällen sowie zur Schließung von Schulen und Ämtern geführt.


Der 24-stündige Ausstand ist der erste große Test für die Entschlossenheit der sozialistischen Regierung, die hohe Verschuldung des Landes zu bekämpfen. Im Laufe des Tages war eine Demonstration vor dem Parlament geplant. Ungeachtet des Streikaufrufs der Gewerkschaften erschienen zahlreiche Beschäftigte dennoch an ihren Arbeitsplätzen. Umfragen zufolge unterstützt eine Mehrheit der Griechen die Pläne der Regierung.

Am Dienstag hatte die Regierung weitere Maßnahmen verkündet, mit denen sie die Verschuldung des Landes abbauen will. Dazu gehört eine weitere Senkung der Lohnsumme im öffentlichen Dienst sowie Steuererhöhungen. Die Gewerkschaften wiederum lehnen Einkommenseinbußen und den geplanten Arbeitsplatzabbau ab. Nach ihrer Ansicht treffen die Sparpläne vor allem die Armen im Land. Die Europäische Union will am Donnerstag auf einem informellen Wirtschaftsgipfel die Lage Griechenland beraten. Die Märkte spekulierten auf eine Unterstützung des hoch verschuldeten Landes durch die EU.
http://www.stern.de/politik/ausland/streiks-gegen-sparplaene-test-fuer-sozialistische-regierung-in-griechenland-1542442.html (http://www.stern.de/politik/ausland/streiks-gegen-sparplaene-test-fuer-sozialistische-regierung-in-griechenland-1542442.html)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 21:31:47 Sa. 20.Februar 2010
Zitat
Risko Geschäftsreisen nach Griechenland
Am 24. Februar wollen Gewerkschaften mit einem landesweiten Streik das gesamte öffentliche Leben in Griechenland lahmlegen. Geschäftsreisen mit Ziel Griechenland sollten besser aufgeschoben werden.
;D

In Griechenland wird wegen des Streiks von Zollbeamten gegen das Sparprogramm der Regierung der Treibstoff knapp, berichten die Medien des kirsengeschüttelten Landes. Hintergrund ist ein maroder Staathaushalt und  Ärger mit der EU. Die angekündigten massiven Sparprogramme führen zu großem Unmut und Arbeitsniederlegungen. Die Medien berichten über die geplante Ausweitung der Proteste der Bevölkerung.U.a. traten am Freitag auch die Taxifahrer in einen 24 Stunden langen Streik.

Während die Gehälter aller Staatsbediensteten ab sofort um 10 % gesenkt werden sollen, wurden die Steuern auf Alkoholika, Tabak und Treibstoff  drastisch erhöht.

Sollte Griechenland wie befürchtet Bankrott gehen, dürfte dies für die gesamte Eurozone eine Schock und ebenfalls gravierende Folgen nach sioch ziehen. Dies umso mehr, als sich am Wochenende herausstellte, dass auch Großbritannien beinahe Pleite ist.
http://dmm.travel/news/artikel/lesen/2010/02/risko-geschaeftsreisen-nach-griechenland-27202/ (http://dmm.travel/news/artikel/lesen/2010/02/risko-geschaeftsreisen-nach-griechenland-27202/)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 12:52:42 Di. 23.Februar 2010
Zitat
Gewerkschafter blockieren Eingang zur Athener Börse
(http://de.reuters.com/resources/r/?m=02&d=20100223&t=2&i=65416067&w=450&r=2010-02-23T102934Z_01_ABEE61M0T5B00_RTROPTP_0_GREECE-EXCHANGE)
Athen (Reuters) - Rund 150 kommunistische Gewerkschafter haben am Dienstag versucht, die Eingänge zur Börse in Athen zu blockieren.

Die Mitglieder der Gewerkschaft Pame protestierten mit ihrer Aktion gegen die geplanten Sparmaßnahmen, mit denen die Regierung das Land vor einem Finanzkollaps retten will. Der Aktienhandel begann trotz der Proteste rechtzeitig.

Für Mittwoch haben die Gewerkschaften erneut zu einem landesweiten Streik gegen das Sparprogramm aufgerufen. In den vergangenen Monaten hat es wiederholt solche Proteststreiks gegeben. Dennoch unterstützt Umfragen zufolge die Mehrheit der Bevölkerung die Regierung bei ihren Bemühungen, das massive Haushaltsdefizit abzubauen. Nahezu drei Viertel der Griechen haben sich gegen Streiks ausgesprochen, solange die Schuldenkrise nicht überwunden ist.
http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE61M09Y20100223 (http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE61M09Y20100223)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 10:42:45 Mi. 24.Februar 2010
Zitat
Generalstreik in Griechenland
Eine Streikwelle wegen der geplanten Sparmassnahmen droht Griechenland beinahe ganz lahmzulegen. Schon seit Mitternacht sind sämtliche Flüge von und nach Griechenland ausgefallen. Auch die Fähren zu den griechischen Ineln und die Eisenbahn werden bestreikt. Die U-Bahn und viele Busse in Athen und Thessaloniki fahren ebenfalls nicht. Geschlossen bleiben auch alle Behörden, die meisten Schulen und Universitäten. Das Sparprogramm der Regierung sieht u.a. einen Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst und Gehaltskürzungen für Beamte vor. Die EU hatte die griechischen Finanzen unter Aufsicht gestellt.
http://news.search.ch/ausland/2010-02-24/generalstreik-in-griechenland (http://news.search.ch/ausland/2010-02-24/generalstreik-in-griechenland)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Cronos am 14:20:46 Do. 11.März 2010
Hier gibts ein paar aktuelle Bilder vom heutigen Genaralstreik:

http://www.zougla.gr/page.ashx?pid=2&aid=113101&cid=4 (http://www.zougla.gr/page.ashx?pid=2&aid=113101&cid=4)

Ich wünschte in Deutschland gäbe es so eine Solidarität!
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 16:02:32 Di. 16.März 2010
Zitat
Griechenland: Streik bei Stromversorgern

In Griechenland gehen die Streiks gegen das Sparprogramm der Regierung weiter. Die Beschäftigten des größten Stromversorgers PPC protestieren mit einem zweitägigen Ausstand gegen Lohnkürzungen. Die Bürger müssten mit Stromsperren rechnen, hieß es. Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes planen für den Abend eine weitere Protestkundgebung.
http://www.dradio.de/nachrichten/201003161500/4 (http://www.dradio.de/nachrichten/201003161500/4)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 20:53:43 Di. 13.April 2010
Zitat
Griechische Staatsbedienstete planen am 22. April neuen Streik

Aus Protest gegen das Sparprogramm der Regierung will der Öffentliche Dienst am 22. April in einen 24-stündigen Streik treten.


Die Kürzungen gingen zulasten der Armen und schone diejenigen, die für die Krise verantwortlich seien, sagte der Generalsekretär der Gewerkschaft Adedy, Ilias Iliopoulos, am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Es ist der vierte von Adedy organisierte Streik seit Beginn des Jahres. Die Gewerkschaft hat rund 500.000 Mitglieder. Von den geplanten Arbeitsniederlegungen sind auch die Verkehrsbetriebe betroffen. Die Regierung in Athen will mit ihrem Sparprogramm das enorme Haushaltsdefizit in den Griff bekommen.
http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE63807Q20100409 (http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE63807Q20100409)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Sir Vival am 13:00:17 Mi. 14.April 2010
Mich würde mal interessieren, warum D mal wieder den Löwenanteil von 8 komma nochwas Milliarden Teuro berappen soll, will oder gar muß?
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: antonov am 13:31:14 Mi. 14.April 2010
wegen der HRE angeblich, gut das die verstaatlicht wurde

danke herr ackermann
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: antonov am 10:21:03 Do. 15.April 2010

20.02.2010 | handelsblatt.com
Experten fürchten Domino-Effekt

Die Finanzkrise Griechenlands könnte nach Einschätzung von Experten in einer Art Domino-Effekt auch andere "unsichere Staaten" in Europa in Zahlungsprobleme treiben und damit die europäische Währungsunion und vor allem auch deutsche Banken gefährden. Die Forderungen deutscher Banken gegenüber Griechenland sollen sich ausgerechnet bei den ohnehin schon angeschlagenen Instituten bündeln.

[...]

Hypo Real Estate soll höchstes Griechenland-Portfolio halten

Die Forderungen deutscher Banken gegenüber Griechenland bündeln sich dem Bericht zufolge bei ohnehin schon angeschlagenen Instituten. Das mit Abstand höchste Griechenland-Portfolio habe nach Erkenntnissen der BaFin mit 9,1 Mrd. Euro ausgerechnet die Hypo Real Estate (HRE) in den Büchern. Das mittlerweile zwangsverstaatlichte Institut habe sein Engagement in diesem Land vom März bis September vergangenen Jahres um fast 50 Prozent aufgestockt - genau zu jener Zeit, als es mit erheblichen staatlichen Mitteln gestützt wurde. Die Commerzbank, an der der Bund ebenfalls beteiligt ist, soll Griechenland-Papiere im Volumen von 4,6 Mrd. Euro halten. Auch angeschlagene Landesbanken haben demnach im großen Stil griechische Anlagepapiere gekauft, die LBBW für 2,7 Mrd. Euro, die BayernLB für 1,5 Mrd. Euro. Eine BaFin-Sprecherin wollte den Bericht auf Anfrage am Samstag nicht kommentieren.

[...]

---> Quelle (http://www.handelsblatt.com/politik/international/griechenland-krise-experten-fuerchten-domino-effekt;2533265)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: antonov am 11:25:16 Do. 15.April 2010

26.02.2010 | tagesschau.de

[...]

Die "Financial Times Deutschland" berichtet, die Deutsche Bank wolle nur noch als Investmentbank bei der Platzierung von Anleihen mitwirken, selbst aber auch kein Geld mehr in griechischen Staatspapieren anlegen. Die Deutsche Bank hatte die jüngste Emission von griechischen Staatsanleihen organisiert, selbst aber nie groß in Staatsanleihen jeglicher Art investiert. "Daran hat sich nichts geändert", sagte ein Sprecher. "Wir spekulieren nicht gegen Griechenland", betonte ein anderer Sprecher. Vorstandschef Josef Ackermann sei nach Athen gereist, um sich dort mit Regierungsvertretern zu treffen.

[...]

---> Quelle (http://www.tagesschau.de/wirtschaft/griechenland396.html)

herr ackermann wie immer ganz uneigennützig
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Sir Vival am 13:37:35 Do. 15.April 2010
".......sich dort mit Regierungsvertretern zu treffen......"
und was soll da wieder rauskommen? Kaffekränzchen, Saufgelage, Schweizer-Käse-Wettfressen? Der wird doch nur vorgezogen, damit der Öffentlichkeit weiß gemacht wird, daß er was getan hat. So in der Art:
"Seht ihr? Wir haben´s wenigstens probiert mit den Griechen.....hohoho...is insgeheim sogar für mich noch was rausgesprungen....hohoho."

DEN Reboot brauchen wir auch, sage ich. Zurück zur D-Mark. Das mit der Währungsunion war nix.
Daß es natürlich Staaten gibt, die gewonnen und verloren haben damals, als der Euro eingeführt wurde, war klar.
Deutschland gehört zu den Verlierern, denn wir (und andere) haben die schwächeren Staaten gestützt.
Ich habe damals schon gesagt: Oje, das wird doch wieder nix. Da war ich aber bestimmt nicht der einzige.

Soll doch jedes Land wieder sein eigenes Süppchen kochen. Da war´s doch gut, oder nicht? Ich meine jetzt aber nicht BRD und DDR :-)
Die sollen schön zusammen bleiben.

Wenn Konzerne juristisch staatsgrenzlich unbegrenzt agieren können/dürfen und die Justiz eines Landes hört genau am Schlagbaum auf (für mich eh unverständlich. Simma jetzt EU oder nicht?), dann kann der Konzern doch machen, was er will! Jonglieren und mehr.
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: schwarzrot am 15:33:07 Do. 15.April 2010
Zitat
Sir Vival:
DEN Reboot brauchen wir auch, sage ich. Zurück zur D-Mark. Das mit der Währungsunion war nix.
Daß es natürlich Staaten gibt, die gewonnen und verloren haben damals, als der Euro eingeführt wurde, war klar.
Deutschland gehört zu den Verlierern, denn wir (und andere) haben die schwächeren Staaten gestützt.

Komm mal von der nationalismus-scheisse runter kollege!

Was meinst du, dass du bekommst, wenn sie wieder 'die d-mark' einführen:
2:1 4:1? Oder was?
Dann wird dein einkommen (falls du noch eins hast) wieder halbiert und die preise verdoppelt.
Nicht weil das irgendwas mit 'd-mark' oder 'euro' zu tun hätte, schliesslich ist ja der wechselkurs bekannt und wird eh nach gutdünken festgesetzt, nur...
Die unternehmen werden sich wieder mal mit ihren preisen nicht dran halten.
'Währungsumstellung' ist ein zu tolles mittel mal eben die preise anzuheben.

Und woher willst du wissen, dass dieser staat nicht von der euro einführung profitiert hat?
Belege?
Schau dir mal 'unsere' exportüberschüsse an und schau dir an, wo die herkommen und hingehen! Eben!

Zitat
denn wir (und andere) haben die schwächeren Staaten gestützt
Wo haben 'wir' das denn wirklich getan? Die 'griechen' z.b. haben ihre kredite munter genutzt um in toitschland waren zu kaufen.
Das geld liegt schon längst wieder auf den konten der 5% zu gutensteins und pfützenwelles und anderen hochwohlgeborenen, mit zins und zinseszins!
Da siehst du, wie selbstlos 'wir' so sind.  >:(

Ansonsten empfehle ich zumindest das lesen des 'managermagazins':
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,678880,00.html (http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,678880,00.html)
Zitat
Euro-Krise
"Deutsches Lohndumping sprengt die Währungsunion"

Von Arvid Kaiser und Kai Lange

Maßvolle Tarifabschlüsse, mehr Wettbewerbsfähigkeit: Das deutsche Modell, durch jahrelange Lohnzurückhaltung die Marktposition zu verbessern, gilt als Vorbild für EU-Staaten wie Griechenland. Falsch, sagt Ökonom Heiner Flassbeck. Das deutsche Lohndumping sei schuld daran, dass die Währungsunion nun vor einer Zerreißprobe stehe.
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: admin am 15:44:14 Do. 15.April 2010
Danke, schwarzrot!
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Sir Vival am 14:35:53 Fr. 16.April 2010
Falls das falsch verstanden wurde:
Es war nie meine Absicht oder überhaupt die Einstellung, eine "nationalismus-scheisse" zu verbreiten.
_________________________________________________

Und das mit dem Lohn-Dumping kam ja erst danach, oder?
_______________

edit:
Trotzdem danke, schwarzrot. Ich hab vielleicht vor Wut bissl über die Stränge geschlagen. Und das kommt teils schlecht an.  ::)

Ich sehe eben, wie es vor dem Euro war und danach. Wie es vor der EU war und jetzt.
Da gab es einen Cut. Und was für einen!
Ist vielleicht bissl 1bit-mäßig gesehen (schwarz-weiss), aber so falsch ist es bestimmt nicht.

Und zum Managermagazin: solche Lektüren pflege ich nicht zu lesen.  

Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 19:18:05 Mi. 21.April 2010
Erneut Streik in Griechenland

21.04.10 -Am Mittwoch hat in Griechenland eine neue Streikwelle begonnen, parallel starteten die Gespräche mit der EU und dem IWF über Hilfszahlungen und Krisenprogramme. Der Gewerkschaftsbund PAME hat zu einem 48-stündigen Streik gegen das Kürzungsprogramm der Regierung Papandreu aufgerufen. Als erstes wurde der Fährverkehr lahmgelegt, betroffen sind aber auch Krankenhäuser und Ministerien. Auch zahlreiche Basisgewerkschaft in der Privatindustrie haben sich dem Streikaufruf angeschlossen. Für Donnerstag hat die Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes zu einem 24-stündigen Streik aufgerufen.

http://www.rf-news.de/2010/kw16/21.04.10-erneut-streik-in-griechenland (http://www.rf-news.de/2010/kw16/21.04.10-erneut-streik-in-griechenland)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Hm am 18:10:04 Do. 22.April 2010
Ist doch Super Griechenland geht Pleite, Spanien folgt demnächst und weitere folgen dan auf Spanien.

Nach und nach wird der Euro an wert verlieren und was kommt ?

Genau Inflation , die Staaten entschulden sich ma ebend so bequem,

Sozialleistungen werden gekürzt oder lieber gleich gestrichen .... ist ja kein Geld mehr für da ;)

Und wer darf das ausbaden???

Richtig die kleinen Leute , die Reichen haben ja ihr Kapital in Firmen ,Gebäuden,  Ländereien oder gleich sicherheitshalber in der Schweiz (haben ja keinen Euro ;) ) geparkt .

Na da dürfen wir uns ja noch auf so einiges Freuen  ::)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 12:07:21 Do. 20.Mai 2010
Zitat
Streik gegen Sparpolitik legt Griechenland lahm

Öffentliche Gebäude bleiben geschlossen, Busse und Bahnen im ganzen Land stehen still: Die Sparpläne der griechischen Regierung treiben erneut Tausende Arbeitnehmer auf die Straße. Ausschreitungen wie zu Beginn des Monats blieben bisher aus.


In Griechenland haben am Donnerstag landesweite Streiks gegen die Sparpolitik der Regierung weite Teile des Landes lahmgelegt. Am Morgen liefen keine Fähren aus Piräus zu den Ägäisinseln aus. Die Busse und die U-Bahnen wurden für mehrere Stunden bestreikt.

Geschlossen blieben auch alle staatlichen Behörden wie Ministerien und Steuerämter sowie Schulen und Universitäten. Wegen des Streiks im öffentlichen Nahverkehr bildeten sich Staus auf den Straßen, weil viele Menschen mit ihren Autos zur Arbeit fuhren.

Der internationale Flugverkehr wurde normal abgewickelt, da die Fluglotsen nicht am Streik teilnehmen. Nur einige Flüge zu sechs kleineren Inseln fielen aus, weil dort das Bodenpersonal streikt.

Im staatlichen Fernsehen wurden nur Dokumentarfilme ausgestrahlt. Die privaten Radio- und Fernsehstationen und die Journalisten arbeiteten dagegen normal. Die Ärzte in öffentlichen Krankenhäusern behandelten nur Notfälle.

Die zwei größten Gewerkschaftsverbände des privaten und des staatlichen Sektors GSEE und ADEDY sowie die kommunistische Gewerkschaft PAME riefen abermals zu Demonstrationen im Zentrum Athens und anderer Städte am frühen Nachmittag auf. Bei Ausschreitungen nach einer solchen Demonstration waren am 5. Mai drei Menschen in Athen ums Leben gekommen.

Das Programm der Regierung zur Abwendung eines Staatsbankrotts sieht unter anderem einen Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst und Gehaltskürzungen für Beamte sowie Reduzierung von Sozialleistungen vor. Die Griechen müssen bis Ende 2012 30 Mrd. Euro sparen.
http://www.ftd.de/politik/europa/:drohende-staatspleite-streik-gegen-sparpolitik-legt-griechenland-lahm/50116423.html (http://www.ftd.de/politik/europa/:drohende-staatspleite-streik-gegen-sparpolitik-legt-griechenland-lahm/50116423.html)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 18:09:34 Sa. 19.Juni 2010
Zitat
Athen: Erneute Streiks gegen Krisenprogramm

In Athen hat ein Streik am 17.6. den öffentlichen Nahverkehr lahmgelegt: Im Kampf gegen das Krisenprogramm der griechischen Regierung traten Bus- und Straßenbahnfahrer in einen fünfstündigen Ausstand. Das Programm sieht Gehaltskürzungen und Einschnitte bei Sozialhilfeleistungen im öffentlichen Dienst vor. Aus Protest gegen die mögliche Kündigung von 285 Leiharbeitern legten zudem die Beschäftigten der Athener Metro bereits den zweiten Tag in Folge für 24 Stunden ihre Arbeit nieder. Weitere Streiks sind angekündigt gegen die von der Regierung beschlossene Lockerung des Kündigungsschutzes.
http://www.rf-news.de/2010/kw24/18.06.10-griechenland-wieder-streiks-gegen-krisenprogramm (http://www.rf-news.de/2010/kw24/18.06.10-griechenland-wieder-streiks-gegen-krisenprogramm)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 17:42:56 Mo. 21.Juni 2010
Zitat
Streik-Welle in Griechenland ebbt nicht ab

erschienen am 21.06.2010

Griechenland / Athen. Wegen eines 24-stündigen Streiks wird am kommenden Mittwoch der Fährverkehr im Hafen von Piräus zum Erliegen kommen. Dazu haben mehrere Schiffsarbeiter-Gewerkschaften aufgerufen. Anlass dafür ist eine Protestkundgebung der Gewerkschaft PAME am Mittwoch um 11 Uhr an der S-Bahn-Station in Piräus. Mit diesen Kundgebungen protestieren die der KP nahe stehenden Gewerkschafter gegen das neue Sozialversicherungsgesetz, die Beschneidung von Kollektivverträgen sowie gegen die so genannte Kabotage, die eine Liberalisierung der Arbeitsbeziehungen auf den Schiffen vorsieht.
Darüber hinaus haben die Angestellten der Griechischen Bahn OSE für diese Woche mehrere Arbeitsniederlegungen angekündigt. Dienstag Mittwoch und Donnerstag wird jeweils zwischen 7 und 9 Uhr, 15 und 17 Uhr sowie 22 und 24 Uhr gestreikt. Das hat u. a. auch zur Folge, dass zu diesen Zeiten die Athener U-Bahn zwischen der Station Doukissis Plakentias und dem Flughafen nicht verkehren wird. Schließlich stehen für den 29. und 30. Juni zwei weitere 24-stündige Streiks der OSE auf dem Programm.

Für den 29. Juni haben die größten Gewerkschaften des Landes, GSEE und ADEDY, zu einem 24-stündigen landesweiten Streik aufgerufen. Der Streik der Examensprüfer an den Lyzeen wird unterdessen noch bis zum morgigen Dienstag andauern. Das hat die Mittelschullehrergewerkschaft OLME beschlossen, die damit gegen geplante Gehaltskürzungen protestiert. Schließlich werden die Anwälte  zwischen dem 23. Juni und dem 7. Juli den Gerichtssälen fernbleiben sowie auch andere berufliche Verpflichtungen nicht wahrnehmen.

Der für den heutigen Montag angekündigte Streik bei der Athener U-Bahn wurde am Sonntag unterdessen kurzfristig abgesagt. (Griechenland Zeitung / sr, as)
http://www.griechenland.net/news_details.php?siteid=9451 (http://www.griechenland.net/news_details.php?siteid=9451)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 20:13:33 Mi. 23.Juni 2010
Zitat
Kein Schiff wird kommen

Protestierende Hafenarbeiter legen den größten griechischen Passagierhafen in Piräus lahm, hunderte Touristen sitzen fest.

Zu Beginn der Hochsaison hat ein wilder Streik den größten Passagierhafen in Griechenland lahmgelegt. Hunderte Touristen saßen am Mittwoch in der Stadt Piräus fest, nachdem Hafenarbeiter und Seeleute aus Protest gegen den rigiden Sparkurs der Regierung das Auslaufen der Fähren zu den Urlaubsinseln der Ägäis verhindert hatten.
http://www.sueddeutsche.de/reise/streik-in-griechenland-kein-schiff-wird-kommen-1.964135 (http://www.sueddeutsche.de/reise/streik-in-griechenland-kein-schiff-wird-kommen-1.964135)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 17:39:38 Di. 29.Juni 2010
Zitat
Griechenland: Generalstreik gegen Sparpläne der Regierung

In Griechenland ist das öffentliche Leben erneut durch einen Generalstreik gegen die Sparpläne der Regierung weitgehend zum Erliegen gekommen. Die meisten Busse und Bahnen blieben in den Depots, viele Fähren zu den Inseln konnten nicht ablegen. In den Krankenhäusern gibt es nur einen Notdienst, Radio und Fernsehen sendeten keine Nachrichten. Lediglich die internationalen Flughäfen sind geöffnet. Zu dem Protest hatten zwei große Gewerkschaften aufgerufen. Während einer Kundgebung in Athen kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei, die daraufhin Tränengas einsetzte. Griechenland muss bis Ende 2012 30 Milliarden Euro sparen und plant deshalb unter anderem Kürzungen bei den Beamtengehältern sowie im Sozialbereich.
 
DLF- NACHRICHTEN, Dienstag, 29. Juni 2010 16:00 Uhr
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 11:21:09 Do. 08.Juli 2010
Zitat
Griechenland: Landesweiter Generalstreik – Nichts geht mehr

Griechenland / Athen. Zu einem landesweiten Generalstreik haben die zwei größten Gewerkschaften GSEE und ADEDY sowie die der KP-nahe stehende Gewerkschaft PAME für den heutigen Donnerstag aufgerufen. Anlass dafür ist die Debatte und Abstimmung über die Sozialversicherungsreform im Parlament. Beteiligen werden sich auch der Verband der Kommunalangestellten (POE-OTA) und der Panhellenische Verband der Seeleute (PNO). Dadurch werden voraussichtlich keine Fähren verkehren. Wegen des Streiks bricht auch der öffentliche Nahverkehr zusammen, da sich die Mitarbeiter aller öffentlichen Verkehrsmittel dem Protest anschließen wollen. Betroffen sind in Athen sowohl die Busse, die U-Bahn, die Straßenbahn und die Griechische Bahn OSE. Auch mit Stornierungen von Dutzenden Flügen ist zu rechnen, da die Fluglotsen eine vierstündige Arbeitsniederlegung durchführen. Weil auch die Journalistengewerkschaft ESYEA den Streik unterstützt, bleibt Griechenland heute ohne Nachrichtensendungen und am Freitag ohne Zeitungen.
http://www.griechenland.net/news_details.php?siteid=9558 (http://www.griechenland.net/news_details.php?siteid=9558)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 17:13:43 Do. 15.Juli 2010
Zitat
Streik gegen Rentenreform in Griechenland

ATHEN: In Griechenland haben Beschäftigte des öffentlichen Dienstes aus Protest gegen die Pläne der Regierung zur Erhöhung des Renteneintrittsalters für vier Stunden die Arbeit niedergelegt. Da auch die Fluglotsen in den Streit traten, fielen zahlreiche Flüge aus oder verspäteten sich. - Im Rahmen ihres Sparprogramms zur Sanierung der zerrütteten Staatsfinanzen will die Regierung das Renteneintrittsalter von 58 auf 62 Jahre anheben. - Die Arbeitslosigkeit in Griechenland hat infolge der Finanzkrise und des Sparprogramms stark zugenommen. Nach offiziellen Angaben stieg die Arbeitslosenquote im April auf 11,9 Prozent.
http://www.dw-world.de/dw/function/0,,12356_cid_5802202,00.html?maca=de-rss-de-news-1089-rdf (http://www.dw-world.de/dw/function/0,,12356_cid_5802202,00.html?maca=de-rss-de-news-1089-rdf)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:33:09 Mo. 27.September 2010
Zitat
Griechische Eisenbahner im Streik

Die griechischen Eisenbahner haben am Montag mit einem 24-stündigen Streik gegen die geplante Privatisierung der Bahn protestiert. Praktisch alle Züge im Land fielen aus. Auch die Bahnverbindung zwischen dem Athener Flughafen und dem Zentrum der Hauptstadt sowie Verbindungen in die Nachbarländer wurden eingestellt.



Die schwer defizitäre Staatsbahn belastet den Haushalt des hoch verschuldeten Landes nach Regierungsangaben jährlich mit rund einer Milliarde Euro. Das vom Bankrott bedrohte Griechenland konnte im Sommer nur knapp vor dem finanziellen Kollaps gerettet werden. Das Rettungspaket von Internationalem Währungsfonds IWF und Europäischer Union umfasst 110 Mrd. Euro über drei Jahre. Das Land steht unter strikter Aufsicht von EU und IWF und muss sein Defizit von knapp 14 Prozent bis 2014 unter die Grenze von drei Prozent drücken.
http://www.salzburg.com/online/nachrichten/wirtschaft/Griechische-Eisenbahner-im-Streik.html?article=eGMmOI8V4tK8xNwj2h2zoUUCILRAT4MBjj0Z3mq&img=&text=&mode=& (http://www.salzburg.com/online/nachrichten/wirtschaft/Griechische-Eisenbahner-im-Streik.html?article=eGMmOI8V4tK8xNwj2h2zoUUCILRAT4MBjj0Z3mq&img=&text=&mode=&)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 21:05:58 Do. 07.Oktober 2010
Zitat
Beamten streiken gegen Regierung

Athen (RPO). In Griechenland herrscht weiter Unruhe: Die Beamten haben am Donnerstag einen 24-stündigen Streik gegen die rigiden Sparmaßnahmen der Regierung begonnen. Finanzämter und andere Behörden blieben geschlossen, Ministerien und öffentliche Krankenhäuser arbeiteten nur mit einer Notbesetzung.


(http://static.rp-online.de/layout/fotos/Greece_Financial_Crisis_XDM1144c8bddc4184b.jpg)

Im Zentrum der Hauptstadt Athen versammelten sich einige Dutzend Beschäftigte des öffentlichen Dienstes. Sie trugen Banner mit der Aufschrift "Besteuert die Reichen". Flüge von und nach Griechenland sollten am Nachmittag ausfallen. Fluglotsen hatten angekündigt, sich an dem Streik zu beteiligen.

Griechenlands sozialistische Regierung hat die Bezüge im öffentlichen Dienst um rund 15 Prozent gesenkt, Steuern erhöht und Renten eingefroren, um das Haushaltsdefizit des hoch verschuldeten Landes zu reduzieren. Gegen die Reformpläne gab es in der Vergangenheit immer wieder Streiks, allerdings nahm die Beteiligung daran deutlich ab. Während im Mai noch rund 50.000 Griechen auf die Straßen gingen, protestierten im Juli nur noch rund 12.000.
http://www.rp-online.de/politik/ausland/Beamten-streiken-gegen-Regierung_aid_915696.html (http://www.rp-online.de/politik/ausland/Beamten-streiken-gegen-Regierung_aid_915696.html)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 18:30:41 Do. 14.Oktober 2010
Zitat
Streik bei der Eisenbahn am Donnerstag – Arbeitsniederlegungen bei der Post und bei OTE

Griechenland / Athen. Am morgigen Donnerstag führen die Angestellten der Griechischen Bahn OSE einen 24-stündigen Streik durch. Anlass ist die Parlamentsdebatte über einen Gesetzentwurf zur Teilprivatisierung der OSE. Die Eisenbahner haben weitere Proteste angekündigt und drohen mit einer Fortführung ihrer Streiks. Ebenfalls am Donnerstag wollen die Angestellten der Fernmeldegesellschaft OTE sowie der Griechischen Post ELTA für mehrere Stunden ihre Arbeit niederlegen. (Griechenland Zeitung / ak)
http://www.griechenland.net/news_details.php?siteid=10241 (http://www.griechenland.net/news_details.php?siteid=10241)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 14:39:21 So. 12.Dezember 2010
Zitat
Neue Streiks geplant

Gewerkschaften: Ausstände werde es in fast allen Bereichen geben


Athen - Die griechischen Gewerkschaften machen diese Woche erneut mobil gegen die drastischen Sparmaßnahmen der Regierung: Streiks werde es in fast allen Bereichen geben. Der Ausstand soll am Mittwoch mit Streiks in fast allen Bereichen seinen Höhepunkt erreichen. Bereits am Sonntag legten die Bus- und Bahnfahrer in Athen für mehrere Stunden die Arbeit nieder. Am Dienstag und Donnerstag wollten sie für 24 Stunden streiken. Die Bankangestellten wollten am Dienstag und Mittwoch streiken.

Am Mittwoch wollen sich Fluglotsen, Staatsbedienstete und Angestellte öffentlich-rechtlicher Unternehmen wie der Elektrizitätsgesellschaft, sowie Rechtsanwälte und Ingenieure dem Streik anschließen. Wegen des Streiks der Fluglotsen wird es am Mittwoch keine Flüge von und nach Griechenland geben, berichtete das Staatsradio weiter.

Sparpläne

Die Regierung in Athen hat im Parlament den Haushaltsentwurf für das Jahr 2011 und eine Reihe von harten Änderungen im Arbeitsmarkt vorgelegt. Die Entschädigungen für Entlassungen werden ab 1. Januar 2011 halbiert. Die von den Gewerkschaftsverbänden ausgehandelten Tarife gelten nicht mehr. Stattdessen können Arbeitgeber mit den einzelnen Betriebsräten niedrigere Gehälter vereinbaren. Die Löhne der Angestellten bei öffentlich-rechtlichen Unternehmen sollen zwischen zehn und 25 Prozent gekürzt werden.

Das Parlament in Athen wird am 22. Dezember um Mitternacht über den Haushalt abstimmen. Die regierenden Sozialisten verfügen über eine Mehrheit von 157 der insgesamt 300 Abgeordneten. (APA/dpa)
http://derstandard.at/1291454898042/Neue-Streiks-geplant (http://derstandard.at/1291454898042/Neue-Streiks-geplant)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 18:48:55 Di. 14.Dezember 2010
Zitat
Griechischer Streikmarathon erreicht ersten Höhepunkt
Verkehrszusammenbruch in Athen

In Athen ist der Verkehr zu Land und in der Luft weitgehend lahmgelegt worden. Am Mittwoch sollen sich auch Staatsbedienstete sowie Bankangestellte, Rechtsanwälte, Ingenieure und Journalisten dem Streik anschliessen.


(sda/dpa) Die vorweihnachtliche Streikwelle in Griechenland erreicht einen neuen Höhepunkt: Wegen eines 24-stündigen Streiks der Bus- und U-Bahnfahrer brach in der Hauptstadt Athen am Dienstag der Verkehr für mehrere Stunden zusammen.

Zehntausende versuchten mit ihren Privatautos zur Arbeit zu kommen. Auf den Zufahrtsstrassen entstanden dabei noch nie da gewesene Staus, wie das Fernsehen berichtete. Tausende von Pendlern kamen zu spät zur Arbeit.
Am Mittwoch noch schlimmer

Wie die Fluglinien mitteilten, fallen wegen eines Streiks der Fluglotsen alle Flüge aus. Die griechische Presse spricht von einem «vorweihnachtlichen Streikmarathon» und einem «Härtetest» für die Regierung unter Ministerpräsident Giorgos Papandreou.

Alle öffentlichen Verkehrsmittel sollen auch am Donnerstag in Athen bestreikt werden. Tausende Arbeitnehmer demonstrierten am Dienstag vor dem griechischen Parlament gegen die Sparpolitik der Regierung.

Am Mittwoch wollen sich ausser den Fluglotsen auch Staatsbedienstete und Angestellte öffentlich-rechtlicher Unternehmen sowie Bankangestellte, Rechtsanwälte und Ingenieure dem Streik anschliessen. Aus Piräus wird keine Fähre auslaufen.
Journalisten streiken auch

Auch die Journalisten wollen am Mittwoch in den Ausstand treten. Im Fernsehen und Radio wird es keine Nachrichten geben. Die Regierung in Athen hat dem Parlament den Haushaltsentwurf für 2011 und eine Reihe von harten Änderungen im Arbeitsmarkt vorgelegt. So werden die Entschädigungen bei Entlassungen ab 1. Januar halbiert.

Die von den Gewerkschaftsverbänden ausgehandelten Tarife gelten nicht mehr. Stattdessen können Arbeitgeber mit den Betriebsräten niedrigere Gehälter aushandeln. Die Löhne der Angestellten bei öffentlich-rechtlichen Unternehmen sollen zwischen 10 und 25 Prozent gekürzt werden.
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/griechischer_streikmarathon_erreicht_ersten_hoehepunkt_1.8671801.html (http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/griechischer_streikmarathon_erreicht_ersten_hoehepunkt_1.8671801.html)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 17:47:49 Mo. 20.Dezember 2010
Zitat
Erneut Streiks gegen Sparprogramm in Griechenland

Nahverkehr in der Hauptstadt Athen wieder lahmgelegt

Die Streikserie gegen das Sparprogramm der Regierung in Griechenland geht weiter. Am Montag traten erneut Beschäftigte der Athener Bahn-Betriebe in den Ausstand, seit 6 Uhr Ortszeit fuhren in der griechischen Hauptstadt keine U-Bahnen oder Stadtbahnen sowie keine Strassenbahnen.


(sda/dpa) (sda/dpa) Auf allen Zufahrtsstrassen der griechischen Vier-Millionen-Metropole kam es wegen den erneuten Streiks abermals zu kilometerlangen Staus. Tausende kamen zu spät zur Arbeit. Der Streik sollte 24 Stunden dauern.

Seit acht Tagen streiken die Fahrer des Athener Nahverkehrs fast täglich gegen die Kürzung ihrer Gehälter, die im Zuge eines harten Sparprogramms der Regierung, des Internationalen Währungsfonds (IMF) und der EU vorgesehen ist. Die Löhne der Angestellten bei öffentlich-rechtlichen Unternehmen sollen zwischen 10 und 25 Prozent gekürzt werden.
http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/streik_legt_erneut_1.8766498.html (http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/streik_legt_erneut_1.8766498.html)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 14:02:03 Do. 17.März 2011
Zitat
Griechenland erneut von Streik geschüttelt

Athen/München (BoerseGo.de) - Das schuldengeplagte Griechenland wird erneut von Streiks gegen das drakonische Sparprogramm der Regierung gebeutelt. Am Donnerstag traten Fernseh- und Zeitungsjournalisten sowie die Sender-Techniker in den Arbeitsausstand. Außerdem streikten die Athener S- und U-Bahnfahrer. Der Ausstand dauert 24 Stunden.

Grund der Proteste sind Entlassungen sowie das Fehlen allgemeiner Tarifverträge. Die Wirtschaft des Landes ist im vergangenen Jahr um etwa 4,5 Prozent geschrumpft. Zudem stieg die Arbeitslosenquote im vierten Quartal von 12,3 Prozent im Vorquartal auf 14,2 Prozent.

Unterdessen kritisierte der Präsident des Münchener Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, die großzügige Unterstützung des Landes durch die  Eurostaaten. "Hilfe mit Augenmaß", solle die Devise lauten, so Sinn am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. "Sonst fließt Geld grenzenlos aus Deutschland heraus", fuhr Sinn fort.
http://www.boerse-go.de/nachricht/Griechenland-erneut-von-Streik-geschuettelt,a2491517,b79.html (http://www.boerse-go.de/nachricht/Griechenland-erneut-von-Streik-geschuettelt,a2491517,b79.html)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 17:21:11 Fr. 15.April 2011
Zitat
Griechenland: Streik wegen antikem Altar in Athen

In Athen ist heute die wichtigste S-Bahn der Stadt, die Verbindung nach Piräus, über Stunden nicht gefahren.


Aktivisten blockierten die Gleise, um gegen die Zuschüttung einer archäologischen Fundstätte zu protestieren. Unterhalb der Akropolis waren bei Renovierungsarbeiten der S-Bahn Teile eines antiken Altars entdeckt worden. Es handelt sich um den sogenannten «Altar der 12 Götter», den Mittelpunkt Athens im Altertum. Vor einigen Tagen hatte die Regierung beschlossen, die Stätte wegen Geldmangels vorerst zuzuschütten.
http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/nachrichtenticker/oid.d3b8b6136e6539cdc108e61e93824bc7.html?s=in (http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/nachrichtenticker/oid.d3b8b6136e6539cdc108e61e93824bc7.html?s=in)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:14:05 Mi. 11.Mai 2011
Brandgefährliche Proteste in Athen

Griechenland in Verzweiflung: Mit einem 24-stündigen Generalstreik protestieren zehntausende griechische Arbeitnehmer gegen ihre Regierung. Bremsen die heftigen Ausschreitungen das von der EU geforderte Sparprogramm?


Über 40.000 Arbeiter protestieren gegen drastische Sparauflagen und lähmen das öffentliche Leben - mitten in den Beratungen um neue Milliardenhilfen.

(http://www.handelsblatt.com/images/demonstrators-gather-to-march-to-greek-parliament-during-a-genera/4161392/1.jpg?format=format1)

Auch 10.000 Mitglieder der Kommunistischen Partei nahestehenden Gewerkschaft PAME marschieren durch die Hauptstadt.


(http://www.handelsblatt.com/images/violent-clashes-in-athens/4161402/1.jpg?format=format1)

http://www.handelsblatt.com/politik/international/brandgefaehrliche-proteste-in-athen/4161370.html#image (http://www.handelsblatt.com/politik/international/brandgefaehrliche-proteste-in-athen/4161370.html#image)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 18:14:57 Sa. 14.Mai 2011
(http://www.heise.de/tp/artikel/34/34737/34737_3.jpg)

Seit einem brutalen Bullenangriff während der Generalstreik-Demo am 11. Mai in Athen liegt der Fotograf und politische Aktivist Yiannis Kafkas mit schwersten Kopfverletzungen im Koma, hier ein Hinweis auf seinen Blog, welcher eine Reihe seiner photographisch-künstlerischen Arbeiten enthält:

http://diffusedlight.blogspot.com/ (http://diffusedlight.blogspot.com/)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 14:39:31 Mo. 20.Juni 2011
Zitat
Gewerkschaft droht mit Stromausfall in Griechenland

Mitarbeiter der staatlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI) streiken. Deswegen könne es in Griechenland besonders während der Mittagshitze zu Stromengpässen kommen.


(http://www.morgenpost.de/multimedia/archive/00977/1106_griechenland_d_977296b.jpg)

Wegen eines Streiks der Mitarbeiter im wichtigsten Stromkraftwerk des Landes drohen in Griechenland am Montag Stromausfälle. Die Gewerkschaft erklärte, besonders während der Mittagshitze könne es zu Engpässen kommen, wenn die Menschen ihre Klimaanlagen einschalteten.

In Griechenland weiten sich Proteste gegen den geplanten Verkauf von 17 Prozent der staatlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI) aus. Die Beschäftigten gelten als besonders privilegierte Arbeitnehmer.

Die Gewerkschaft der DEI begann am Montag einen als Dauerstreik bezeichneten Ausstand. Zunächst seien sieben Elektrizitätswerke in der nordgriechischen Braunkohleregion um die Stadt Kozani besetzt und vom Netz genommen worden, berichtete das Staatsradio. Gewerkschaftsmitglieder versprachen jedoch, es werde keinen längeren oder gar kompletten Stromausfall geben.

Die DEI-Gewerkschaft macht seit Tagen mobil gegen die Privatisierung. Viele DEI-Arbeitnehmer sind Mitglieder der beiden großen Parteien, der Sozialisten (Pasok) und der Konservativen Nea Dimokratia (ND). Der Staat besitzt zurzeit 51 Prozent der Aktien des Unternehmens, das bis noch vor kurzem Monopolstatus in Griechenland hatte.
http://www.morgenpost.de/politik/article1676644/Gewerkschaft-droht-mit-Stromausfall-in-Griechenland.html (http://www.morgenpost.de/politik/article1676644/Gewerkschaft-droht-mit-Stromausfall-in-Griechenland.html)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 09:16:18 Do. 22.Dezember 2011
Zitat
50 Tage Wilder Streik und Fabrikbesetzung
(http://[url=http://media.de.indymedia.org/images/2011/12/322004.jpg]http://media.de.indymedia.org/images/2011/12/322004.jpg[/url])

Bereits 50 Tage dauert der wilde Streik von 400 Stahlarbeiter_innen im Industriegebiet von Attika und die kompletten Belegschaften des Gebietes zeigten mit einem 24-stündigen Streik ihre Solidarität.

Alles ohne Parteien und Gewerkschaften gegen den Terrorismus der Bosse!
400 wildstreikende Stahlarbeiter besetzen seit 50 Tagen ihre Fabrik und das nordwestlich von Athen gelegene größte Industriegebiet Griechenlands - das Thriassio-Feld - solidarisiert sich mit einem 24-stündigen Generalstreik.
Trotzdem können sie in der argentinischen Lösung der massenhaften Fabrik- und Produktionsübernahme bisher keine Perspektive abgewinnen, weil die Bosse sowohl den Rohstoffmarkt als auch die Transportlogistik in ihrer Hand haben.

Auch die Welle der landesweiten Solidarität rollt weiter- Sammlungen, Supermarkt plündern und die Waren den kämpfenden Arbeiter_innen schicken oder ein Soli-Konzert veranstaltet vom Freien Radio 98FM:
 http://en.contrainfo.espiv.net/2011/12/16/athens-benefit-event-in-solidarity-to-the-steelworkers-strikers-1712/ (http://en.contrainfo.espiv.net/2011/12/16/athens-benefit-event-in-solidarity-to-the-steelworkers-strikers-1712/)
 
Übersetzungen ins Englische von Indymedia Athen:
 http://en.contrainfo.espiv.net/2011/12/13/aspropyrgos-attica-the-%E2%80%98greek-steelworks%E2%80%99-strike-continues-%E2%80%94closely-flirted-by-authoritarian-political-forces/ (http://en.contrainfo.espiv.net/2011/12/13/aspropyrgos-attica-the-%E2%80%98greek-steelworks%E2%80%99-strike-continues-%E2%80%94closely-flirted-by-authoritarian-political-forces/)
 http://www.occupiedlondon.org/blog/2011/12/09/solidarity-with-the-struggle-of-the-striking-workers-of-steelworks-lets-go-for-indefinite-wildcat-strikes/ (http://www.occupiedlondon.org/blog/2011/12/09/solidarity-with-the-struggle-of-the-striking-workers-of-steelworks-lets-go-for-indefinite-wildcat-strikes/)

Proletarischer Einkauf


Am Mittwoch, den 30. November wurde eine weitere Supermarktenteignung im südlich gelegenen Athener Viertel Nea Smyrni durchgeführt. Wie die KollegAs, die an der direkten Aktion teilgenommen haben, in ihrem Kommunique schreiben:

Vereint duch gemeinsame klassenbewusste Interessen, müssen die WeltproduzentInnen des Wohlstands jeden Tag auf jene reagieren, die unser Leben beherrschen.

Mit wilden Streiks, Besetzungen, Auseinandersetzungen mit uniformierten Schweinen und kollektiven Enteignungen von Supermärkten und multinationale Unternehmen und durch Wiederaneignung der Bedeutung der Produktion und Durchführung allgemeiner Sabotage werden wir deutlich machen, dass der Wohlstand der AusbeuterInnen das Blut der Ausgebeuteten ist.
 http://de.contrainfo.espiv.net/2011/12/08/3455/ (http://de.contrainfo.espiv.net/2011/12/08/3455/)
 
http://de.indymedia.org/2011/12/322003.shtml (http://de.indymedia.org/2011/12/322003.shtml)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 17:16:45 Sa. 21.Juli 2012
Zitat
Ausschreitungen bei Streik nahe Athen

(http://static2.kleinezeitung.at/system/galleries_520x335/upload/3/7/6/3072254/8699838_BLD_Online.jpg)

Die griechische Polizei ist am Freitag mit Tränengas gegen streikende Arbeiter vor einem Stahlwerk nahe der Hauptstadt Athen vorgegangen. Es habe mehrere Zusammenstöße mit den Demonstranten gegeben, sieben seien festgenommen worden, teilte die Polizei mit.

Im vergangenen Monat hatte ein Athener Gericht den Streik für illegal erklärt. Ministerpräsident Samaras habe sich persönlich für eine Wiedereröffnung des Stahlwerks eingesetzt, das seit Ende Oktober vergangenen Jahres bestreikt wird, berichtete der staatliche Fernsehsender NET. "Das Gesetz wird durchgesetzt und das heilige Recht der Menschen zu arbeiten  ?( wird garantiert", zitierte der Sender den konservativen Regierungschef.
http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/3072254/ausschreitungen-bei-streik-nahe-athen.story (http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/3072254/ausschreitungen-bei-streik-nahe-athen.story)

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Griechische Polizei greift streikende Stahlarbeiter an

(http://www.redglobe.de/images/stories/2012/120720greece.jpg)
Spontane Solidarität
mit den Streikenden

Die griechische Polizei ist am Freitag morgen mit Tränengas gegen die Stahlarbeiter vorgegangen, die sich seit 263 Tagen im Streik befinden. Als Antwort darauf mobilisierte die kommunistisch orientierte Gewerkschaftsfront PAME zu einer grossen Solidaritätskundgebung vor dem Toren des Stahlwerks. Die Kommunistische Partei Griechenlands (KKE) verbreitete eine Stellungnahme, in der sie die griechische Regierung für die Eskalation der Lage verantwortlich machte. Wir dokumentieren nachstehend den Wortlaut dieses Kommuniqués.



Mitteilung des Pressebüros des ZK der KKE über den Angriff der Polizeisonderkräfte auf die streikenden Stahlarbeiter

Die KKE verurteilt die Regierung von ND – PASOK – DIMAR als die Hauptverantwortlichen für die Erstürmung des Stahlwerks »Chalyvourgia Ellados« durch Polizeisonderkräfte auf Anordnung der  Staatsanwaltschaft. Wir verurteilen den Einsatz von Tränengas und Pfeffergas, das Verprügeln und die Festnahmen von Streikenden, um den Streikbrecher-Apparat vom Industriellen Manesis zu schützen.

Es bestätigt sich zum wiederholten Mal, dass dieser Staat, die Kapitalisten und ihre Regierungen vereint gegen die Arbeiter, gegen alle um ihr nacktes Überleben kämpfenden Volksschichten vorgehen.

Der Schlag, der in den frühren Morgenstunden nach Gangsterart ausgeführt wurde, zielt nicht nur auf die kämpfenden Stahlarbeiter, die seit neun Monaten für ihre Elementarrechte streiken. Es ist ein Angriff auf die gesamte Arbeiterklasse, um sie zu bezwingen, die barbarische volksfeindliche Politik zu erdulden.

Die KKE fordert den sofortigen Rückzug der Polizeikräfte aus dem Stahlwerk und die Freilassung aller Festgenommenen.

Die KKE ruft zur Stärkung der Solidarität mit dem Kampf der Stahlarbeiter. Der Terror gegen unser Volk darf nicht durchgehen!

Athen, 20.7.2012
http://www.redglobe.de/europa/griechenland/5367-griechische-polizei-greift-streikende-stahlarbeiter-an (http://www.redglobe.de/europa/griechenland/5367-griechische-polizei-greift-streikende-stahlarbeiter-an)

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Solidarität mit den griechischen Stahlarbeitern !
von Stefan Waltherin

Stahlwerk in Aspropirgos von Spezialeinheiten gestürmt – Solidarität notwendig!
Kategorie: Griechenland2012


Soeben teilte Jordanis Georgiou, einer der Organisatoren der Solidarität mit den griechischen Stahlarbeitern in Deutschland, „Solidarität International“ mit:


Das von den griechischen Stahlarbeitern bestreikte Werk in Aspropirgos wurde von Sondereinsatzkräften der Polizei (MAT = „Einheiten für die Wiederherstellung der Ordnung“) gestürmt. Neun Streikende wurden festgenommen. Grundlage dafür soll ein Gerichtsurteil sein, das den Streik für illegal erklärt. Es sind 10 bis 15 Streikbrecher im Werk, die von der Polizei geschützt werden. Der Stahlwerksbesitzer ruft ständig die Streikenden zur Wiederaufnahme der Arbeit auf. Gerüchte werden gestreut, Drohungen ausgesprochen usw. Den streikenden Arbeitern wird der Zugang zum Werk verwehrt. Sie fordern den sofortigen Rückzug der Polizeieinheiten und die Freilassung der Verhafteten. Es versammeln sich immer mehr Menschen aus Solidarität mit ihnen vor dem Werk, obwohl die Polizeieinheiten eine wichtige Zugangsstraße gesperrt haben. Auch landesweit beginnt sich der Protest und die Solidarität zu entwickeln. Für 17.30 Uhr soll eine große Solidaritätsdemonstration organisiert werden.

Der seit über 260 Tagen andauernde Streik ist international ein Symbol des entschlossenen Widerstands gegen die EU-Krisendiktate und ihre Folgen. Ausdrücklich haben die Stahlarbeiter von Aspropirgos erklärt, dass es ihnen nicht nur um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und die Verteidigung ihrer Löhne geht, sondern um die Zukunft aller Arbeiter und ihrer Familien. Offenbar sind die Herrschenden in der EU nach dem Marsch der spanischen Bergarbeiter auf Madrid und den seitdem dort anhaltenden Massenprotesten nervös geworden.

Obwohl sie an der Streikfront dringend gebraucht wurden, reisten die Sprecherin der Stahlarbeiterfrauen, Sofia Roditi, und Gewerkschaftssekretär Panagiotis Katsaros Ende Mai auf Einladung mehrerer Organisationen und zahlreicher Einzelpersonen durch Deutschland. Panagiotis Katsaros rief den Teilnehmern des 7. Internationalen Automobilarbeiterratschlags in München zu: „Wir kämpfen gegen die Konzernherrn, gegen die griechische Regierung und gegen die Troika. Aber auch gegen Widerstand innerhalb der Gewerkschaftsführung. Wir sind mit den Streikbrechern fertig geworden – und wir sind uns so einig wie am ersten Tag. Wir werden unseren Kampf fortsetzen, bis wir die Kapitalistenklasse besiegt haben.“

Jetzt brauchen die griechischen Stahlarbeiter umso dringender die internationale Solidarität. Organisiert Protest- und Solidaritätserklärungen! Rückzug aller Polizeikräfte aus dem Werk in Aspropirgos! Sofortige Freilassung aller Verhafteten! Weg mit dem Streikverbot! Für freie gewerkschaftliche und politische Betätigung!


Adresse der zuständigen Gewerkschaft PAME:

E-Mail: international@pamehellas.gr

FAX Somatio (Direkt Stahlarbeiter): 0030 210 55 78 360


Kopien bitte an buero(at)solidaritaet-international.de
http://www.giessener-zeitung.de/linden/beitrag/69218/solidaritaet-mit-den-griechischen-stahlarbeitern/ (http://www.giessener-zeitung.de/linden/beitrag/69218/solidaritaet-mit-den-griechischen-stahlarbeitern/)


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Bestreiktes Werk der griechischen Stahlarbeiter gestürmt

Im Morgengrauen des 20. Juli stürmten Bürgerkriegseinheiten der griechischen Polizei (MAT) brutal das seit über 260 Tagen bestreikte Stahlwerk Helliniki Halivourgia in Aspropirgos bei Athen. Mit Knüppeln und Tränengas überfielen sie die Streikposten, verhafteten neun Kollegen, darunter mehrere Streikführer. Den streikenden Arbeitern wird der Zugang zum Werk verwehrt. Seit dem Vormittag versammeln sich immer mehr Menschen vor dem Werk. Sie fordern den sofortigen Rückzug der Polizeieinheiten und die Freilassung aller Verhafteten. Noch am gleichen Abend haben sich über 15.000 an einer Solidaritätsdemonstration und -kundgebung vor dem Werk beteiligt.

Die marxistisch-leninistische KOE (Kommunistische Organisation Griechenland), Mitglied der ICOR, schreibt: "Die Regierungsparteien ND, Pasok und Dimap ... wollten die Moral der Streikenden brechen, die Moral der Arbeiter, die kämpfen, die Moral des ganzen griechischen Volkes, das Widerstand leistet. Doch in diesem Fall täuschen sie sich. ... Die Herzen und Hirne von uns allen sind in Aspropirgos. Es ist unser Kampf. Gestern waren es die Madrider und die Bergarbeiter in Spanien. Heute sind wir es."

Die Fackel der spanischen Mineros

Der Versuch der gewaltsamen Unterdrückung des Streiks der griechischen Stahlarbeiter erfolgt nicht zufällig einen Tag nach landesweiten Massenprotesten in Spanien. Mehrere Millionen protestierten in 80 Städten gegen das vom Parlament beschlossene Krisenprogramm, das Kürzungen von 65 Milliarden Euro vorsieht. Allein in Madrid demonstrierten 800.000 Menschen. In den vordersten Reihen marschierten Polizisten und Feuerwehrleute in Uniform, um die Demonstration vor den paramilitärischen Aufstandsbekämpfungseinheiten zu schützen. Rote Fahnen wehten überall und gemeinsam wurde die "Internationale" gesungen. Nachdem Sicherheitskräfte brutal gegen Demonstranten vorgingen und 39 von ihnen verletzten, errichteten Zehntausende Barrikaden im Stadtzentrum.

Seit die spanischen Bergarbeiter Ende Mai gegen die EU-Pläne zum vorzeitigen Bergbau-Ende in den Streik traten und ihren "Marsch auf Madrid" durchführten, hat sich der politische Wind in Spanien gedreht. Sie setzten sich an die Spitze des Volkswiderstands gegen das von der EU diktierte Krisenprogramm im Auftrag des allein herrschenden internationalen Finanzkapitals. Seit dem 11. Juli, als die Mineros von 100.000 Menschen in Madrid begeistert begrüßt wurden, erschüttern Massenkämpfe mit den Industriearbeitern an der Spitze das ganze Land. In den Regierungszentralen Europas geht die Angst um, dass daraus ein Flächenbrand entsteht, der Geist des Klassenkampfs europaweit um sich greift.

Wer steckt hinter der Werksstürmung?


Der neunmonatige Streik der griechischen Stahlarbeiter ist ein Hauptsymbol für den länderübergreifenden Übergang zur Arbeiteroffensive auf breiter Front. Er hat enge Verbindung zum Kampf der Mineros in Spanien. Die ICOR organisiert in Europa die Solidarität mit diesem Kampf. Deshalb wird er jetzt vom Staatsapparat attackiert.

Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras brüstet sich damit, dass er den Einsatz der Sondereinheit der Polizei höchstpersönlich angeordnet hat. Offensichtlich geschah das in Absprache oder auf Anordnung der Troika aus EU, EZB und IWF, die die Politik in Griechenland diktiert. Jedenfalls hat man von Bundeskanzlerin Merkel kein Wort der Kritik an dem Polizeiterror gehört, während sie sich sonst gerne als "Verteidigerin der Menschenrechte" ausgibt.

Samaras droht, er werde "keine Gesetzesbrecher mehr dulden". Während es in diesem System völlig legal ist, für die "Rettung" des internationalen Bankensystems ganze Völker in Massenarbeitslosigkeit und Armut zu stürzen, werden Arbeiter, die sich gegen Massenentlassungen und Lohnkürzungen zur Wehr setzen, als "Gesetzesbrecher" kriminalisiert! Das zeigt nur, wem die herrschenden Gesetze und der bürgerliche Staat dienen.

Betrug, Lügen, Erpressung

Die Medien in Griechenland behaupten, im Werk würde bereits wieder gearbeitet. In Wahrheit waren am Abend des 20. Juli gerade mal zehn von 400 Beschäftigten im Werk, die meisten davon Angestellte. Verbreitet wird auch, die "radikal Streikenden" würden die Arbeitsplätze gefährden. Dabei ist es der Stahlkapitalist Manesis, der mit einer Schließung des Werks droht, um den Streik zu beenden. Er hatte zuvor schon 120 Arbeiter entlassen und will die Löhne um 40 Prozent senken, um seine Profite zu erhöhen.
http://www.rf-news.de/2012/kw29/bestreiktes-werk-der-griechischen-stahlarbeiter-gestuermt-jetzt-ist-die-internationale-arbeitereinheit-gefordert (http://www.rf-news.de/2012/kw29/bestreiktes-werk-der-griechischen-stahlarbeiter-gestuermt-jetzt-ist-die-internationale-arbeitereinheit-gefordert)

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Bestreiktes Werk der griechischen Stahlarbeiter gestürmt - Solidarität entwickelt sich

20.07.12 (17 Uhr) - Im Morgengrauen stürmten heute Sondereinsatzkräfte der Polizei (MAT = "Einheiten für die Wiederherstellung der Ordnung") das seit 263 Tagen bestreikte Stahlwerk von Helliniki Halivourgia in Aspropirgos bei Athen. Mit Knüppeln und chemischen Keulen überfielen sie die Streikposten, verhafteten neun Kollegen, unter anderem Streikführer, um ganze 15 Streikbrecher ins Werk zu bringen (siehe auch Bericht von heute Mittag).

Den streikenden Arbeitern wird der Zugang zum Werk verwehrt. Sie fordern den sofortigen Rückzug der Polizeieinheiten und die Freilassung aller Verhafteten. Seit dem Vormittag versammeln sich immer mehr Menschen aus Solidarität mit ihnen vor dem Werk. Auch landesweit beginnt sich der Protest und die Solidarität zu entwickeln. Für 17.30 Uhr ist eine große Solidaritätsdemonstration geplant.

Der Versuch der gewaltsamen Unterdrückung des Streiks der griechischen Stahlarbeiter erfolgt nicht zufällig einen Tag, nachdem in Spanien Millionen von Menschen gegen das dort verabschiedete Krisenprogramm der Regierung protestierten. Die Nervosität in den Regierungen wächst. Sie reagieren damit auf die Tendenz des Übergangs zum Klassenkampf im eigentlichen Sinne, der mit dem Marsch der streikenden spanischen Bergleute auf Madrid und den daraufhin anhaltenden Massenprotesten von Zehn- und Hunderttausenden in ganz Spanien ein neues Niveau erreicht hat. Die Bergleute haben schon erklärt, dass sie, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt werden, nach Madrid zurückkehren werden, dann aber "mit Dynamit".

Der Einsatz einer Sondereinheit der Polizei in Griechenland ist auf höchster Ebene abgestimmt. Die Anordnung soll direkt vom Ministerpräsidenten stammen, denn diese Spezialeinheit darf nur auf direkte Anordnung des Innenministeriums eingesetzt werden. Solche weitgehenden politischen Maßnahmen sind sicherlich auch mit der Troika abgesprochen bzw. können von ihr ausgehen.
http://www.rf-news.de/2012/kw29/haende-weg-vom-streik-der-griechischen-stahlarbeiter (http://www.rf-news.de/2012/kw29/haende-weg-vom-streik-der-griechischen-stahlarbeiter)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 18:52:09 Sa. 21.Juli 2012
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Streikversammlung beschloss Fortsetzung des Streiks

21.07.12 (17 Uhr) - Auf ihrer heutigen Versammlung beschlossen die griechischen Stahlarbeiter des Stahlwerks Aspropirgos mit überwältigender Mehrheit in geheimer Abstimmung, ihren Streik fortzusetzen - vor den Toren und den Fahrzeugen der Spezialeinheit MAT des Inneministeriums. Sie werden erst dann wieder die Arbeit aufnehmen, wenn ihre Forderungen durchgesetzt sind.

Gewerkschaftssprecher Panagiotis Katsaros und die Sprecherin der Stahlarbeiterfrauen, Sofia Roditi, schickten heute eine E-Mail an die Solidaritätskundgebung in Gelsenkirchen, in der sie schrieben: "Vielen Dank für die Solidarität, die sich entwickelt! Wir halten durch!"
http://www.rf-news.de/2012/kw29/aktuell-streikversammlung-beschloss-fortsetzung-des-streiks (http://www.rf-news.de/2012/kw29/aktuell-streikversammlung-beschloss-fortsetzung-des-streiks)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: counselor am 21:52:57 Mo. 23.Juli 2012
Polizei greift erneut griechische Stahlarbeiter an - heute bundesweit Proteste und Solidaritätsaktionen

23.07.12 (15 Uhr) - Die streikenden Stahlarbeiter im griechischen Aspropirgos teilen mit, dass MAT-Sondereinheiten der Polizei sich heute bereits mitten in der Nacht um 3.30 Uhr vor dem Werk postiert haben. Sie wollten LKWs ins Werk einschleusen, damit Ware abtransportiert werden kann. Die streikenden Arbeiter versuchten, dies zu verhindern. Es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, bei denen mehrere Arbeiter verletzt wurden. Die Solidaritätsbewegung hat dazu aufgerufen, sofort vor das Tor zu kommen und die Streikenden zu unterstützen.
Der Protest gegen das erneute gewaltsame Vorgehen der Sondereinheiten des Innenministeriums muss heute auch zu einem Thema der Solidaritätsaktionen gemacht werden, die auf vielen Montagsdemos geplant sind. Auch vor Konsulaten in größeren Städten wie Frankfurt/Main, Düsseldorf und München waren für heute Protestkundgebungen geplant (siehe auch aktuelles Flugblatt der MLPD). Aus München berichtet ein Korrespondent:
"Heute Vormittag um 11.30 Uhr übergab eine Delegation griechischer und deutscher Kollegen sowie Vertreter fortschrittlicher Organisationen im griechischen Konsulat in München eine Protesterklärung gegen die Unterdrückung des Stahlarbeiterstreiks in Aspropirgos. Griechische Kolleginnen und Kollegen in der Warteschlange und am Eingang zum Konsulat verfolgten aufmerksam und gespannt das Geschehen. Mehrere bedankten sich ausdrücklich für die Solidarität auch deutscher Kollegen und von Marxisten-Leninisten.
 Die Vertreterin des Konsuls nahm die Protesterklärung entgegen, die im Namen der Teilnehmer unter anderem von MLPD, DKP, SDAJ, KKE und Ver.di übergeben wurde. Kaum war die Delegation aus dem Konsulatsgelände wieder auf dem Bürgersteig angekommen, forderte die Polizei die Ausweise sämtlicher beteiligter Personen. Angeblich hätte das Konsulat die Polizei gerufen, was aber ein Vertreter des Konsulats gegenüber dem Polizeieinsatzleiter und der Delegation abstritt.
 Das gemeinsame Warten der Delegationsteilnehmer auf dem Bürgersteig vor dem Konsulat auf den Termin beim Konsul soll nun gegebenenfalls als "unangemeldete Versammlung" ausgelegt werden. Die Delegationsteilnehmer protestierten entschieden gegen diese undemokratische Behinderung, wurden aber von Polizeikräften am Verlassen des Orts gehindert und mussten ihre Personalien feststellen lassen. Teilnehmer der Delegation überlegen nun weitere gemeinsame Schritte in der Solidarität mit den griechischen Stahlarbeitern und gegen jeden Kriminalisierungsversuch des Staatsapparats."

Quelle: RF News (http://www.rf-news.de/2012/kw30/polizei-greift-erneut-griechische-stahlarbeiter-an-heute-bundesweit-proteste-und-solidaritaetsaktionen)

Griechische Stahlarbeiter wehren sich gegen Tränengas und Knüppel

23.07.12 (16.30 Uhr) - Die griechischen Stahlarbeiter berichten aktuell, dass zur Zeit richtige Schlachten mit der Polizei statt finden. Diese setzt Tränengas und Knüppel ein. Ein Arbeiter wurde so schwer verletzt, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste (siehe Video 1 und Video 2 dazu). Die Sprecherin der Stahlarbeiterfrauen, Sofia Roditi, schreibt per SMS:
"Hier ist die Hölle los. Wir werden mit Tränengas und Knüppeln angegriffen. Wir wehren uns dagegen, dass die MAT-Einheiten Lkw's reinschleusen, um den Stahl weg zu bringen. Der Arbeitsminister hat gestern erklärt, das ab morgen drei Tage lang Gespräche über die Forderungen der Stahlarbeiter statt finden sollen. Als Bedingung stellte er, dass das Tor frei ist und keine Polizei mehr da ist. Was für ein Heuchler? Wer schickt denn die Polizei dahin? Seine Regierung! Derzeit ist der Arbeitsminister nicht erreichbar. Meldet das in der ganzen Welt, damit sie erfahren, wie dieses System mit den Arbeitern umgeht, wenn sie unbeugsam sind und kämpfen!"

Quelle: RF News (http://www.rf-news.de/2012/kw30/schlachten-mit-den-polizei-sondereinheiten-vor-dem-stahlwerk-in-aspropirgos)

Newsbeast.gr - Ασθενοφόρο στη χαλυβουργία (http://www.youtube.com/watch?v=_spJlRFcKCI#ws)
http://www.facebook.com/video/video.php?v=4363445606540&oid=112660025463166# (http://www.facebook.com/video/video.php?v=4363445606540&oid=112660025463166#)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Nick N. am 00:47:29 Di. 24.Juli 2012
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"Pleite-Griechen''-Debatte kommt Deutsche teuer
Sprachwissenschaftler: Spiel mit Feuer macht Empathie unmöglich
http://www.pressetext.com/news/20120723016 (http://www.pressetext.com/news/20120723016)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: counselor am 18:39:41 Di. 24.Juli 2012
Greek steelworkers protest after police force end to strike (http://www.youtube.com/watch?v=0SKotzAR1UQ#ws)

"Der Streik geht weiter - wir werden kämpfen, bis wir unser Recht erhalten!"
 
24.07.12 (17 Uhr) - Diese Losung stand auf einem riesigen Transparent, mit dem die griechischen Stahlarbeiter gestern an der Spitze einer Demonstration zum Omoniaplatz im Zentrum von Athen marschierten. Tausende Menschen beteiligten sich an dieser Solidaritätsdemo. Die Demonstranten verurteilten den brutalen Angriffen der MAT-Sondereinheiten der Polizei. In Aspropirgos begleiteten diese heute unter großem Protest der Streikenden zwei Lkw mit Ladungen aus der Fabrik zum Hafen. Dazu wurde zeitweise die gesamte Autobahn gesperrt.
 In 70 weiteren Städten fanden gestern in Griechenland ebenfalls Demonstrationen statt, deren Teilnehmer sich mit den Stahlarbeitern solidarisierten. Auch weltweit gab es zahlreiche Solidaritätsdemonstration und -kundgebungen. In Melbourne und Sydney (Australien) genauso wie in Pakistan, wo sich unter anderem Beschäftigte der Zuckerindustrie und Bahnarbeiter daran beteiligten, und weiteren Ländern.
 In Deutschland machten die Montagsdemonstranten in über 100 Städten die Solidarität zu ihrer Sache und in München, Düsseldorf und Frankfurt/Main gab es Protestkundgebungen vor den griechischen Konsulaten.

Quelle: RF News (http://www.rf-news.de/2012/kw30/der-streik-geht-weiter-wir-werden-kaempfen-bis-wir-unser-recht-erhalten)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: counselor am 20:38:01 Do. 26.Juli 2012
Streikleitung der Stahlarbeiter von Aspropirgos: "Wir streiken weiter!"

25.07.12 (22 Uhr) - Die Streikleitung der Stahlarbeiter von Aspropirgos wandte sich heute an die Öffentlichkeit und verurteilte die Regierung, weil sie zulässt und unterstützt, dass Lkw die Arbeitsprodukte, die sie vor neun Monaten hergestellt haben, heute wieder um 9.30 Uhr weg transportiert haben. In ihrer Botschaft heißt es:

"Wir sagen es nochmals: Unsere Versammlung hat beschlossen, dass wir den Streik fortsetzen. Wir streiken weiter! Heute ist der 269. Tag. Die Arbeit wird dann aufgenommen, wenn sich die Stahlarbeiter dazu entschließen. Wir wissen, dass Manesis (Besitzer der Stahlfabrik - Anm. der Red.) ohne uns keine Öfen fahren kann. Seine Leute, die er jetzt im Werk hat, können nur putzen."

 Sofia Roditi, Sprecherin der Stahlarbeiterfrauen, und Panagiotis Katsaros von der Gewerkschaft der Stahlarbeiter schreiben: "Vielen Dank Euch allen für Eure Solidarität. Ich hoffe, dass ihr einverstanden seid, wenn wir Eure Solidaritätserklärungen übersetzen und allen zur Verfügung stellen. Sie helfen uns in diesen schweren Stunden, die wir gerade erleben.

 Sie haben heute mit einer größeren Verstärkung der Polizei weitere Transporte von Stahl durchgeführt. Sie nehmen die Produkte, die wir erarbeitet haben. Mit den 20 Angestellten im Werk (davon hat die Hälfte noch nie die Produktionsstätte gesehen) können sie nicht arbeiten. Sie brauchen uns. Ohne uns läuft nichts. Stahl herstellen kann man nicht so einfach wie Brötchen backen. Wir melden uns bald und informieren Euch weiter.

 Heute fand eine Versammlung der Stahlarbeiter statt und es wurde festgelegt, dass das Treffen mit dem Arbeitsminister am Freitag stattfinden soll, mit den bekannten Forderungen. Am Samstag um 11 Uhr wird dann mit allen Stahlarbeitern über die Ergebnisse beraten und das weitere Vorgehen festgelegt."

Quelle: RF News (http://www.rf-news.de/2012/kw30/streikleitung-der-stahlarbeiter-von-aspropirgos-wir-streiken-weiter)

http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video1154024.html (http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video1154024.html)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 11:18:22 Fr. 26.April 2013
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Proteste und Streiks ab heute und bis Ostersonntag

Auf Grund von neuen Sparmaßnahmen der Regierung kommt es in diesen Tagen zu Protestaktionen vor allem im öffentlichen Dienst. In den Streik treten heute Kommunalangestellte und Angestellte der Drogenentzugsanstalten. Am 1. Mai streiken die Gewerkschaften des Öffentlichen Dienstes und des Privatsektors.


Zu mehreren Protesten kommt es heute vor allem im öffentlichen Sektor in Griechenland. Hintergrund ist eine Multi-Gesetzesnovelle der Regierung, die am Sonntag verabschiedet werden soll. Festgelegt werden soll darin u. a. das Verfahren, durch das der öffentliche Bereich entschlankt werden soll. Die Angestellten der Kommunalverwaltung mit befristeten Verträgen, die besonders von dieser Regelung betroffen sind, streiken deshalb heute ganztägig. Die übrigen Kommunalangestellten legen ab 11.30 Uhr und bis Dienstende ihre Arbeit nieder. Ab 12.00 Uhr versammeln sie sich zu einer Kundgebung am Karaiskaki-Platz. Es folgt ein Protestmarsch bis vor das Ministerium für Verwaltungsreformen. Ebenfalls um 12.00 Uhr hat die Dachgewerkschaft Öffentlicher Dienst (ADEDY) zu einer Protestkundgebung vor dem Finanzministerium aufgerufen. Heute Vormittag haben die Angestellten der Drogenentzugsanstalten OKANA (siehe Foto) eine Protestaktion vor dem Athener Parlament durchgeführt. Damit wollen sie eine großzügigere Finanzierung ihres Bereiches erreichen. Für den 1. Mai hat die ADEDY in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft der Privatangestellten (GSEE) zu einem 24-stündigen Streik aufgerufen. An diesem Tag werden ganztägig auch die Seemänner in den Ausstand treten. Die Regierung hat hingegen beschlossen, dass die Feierlichkeiten der Arbeitnehmer anlässlich des offiziellen Mai-Feiertages, auf Dienstag, den 7. Mai verschoben werden. Grund dafür ist, dass der diesjährige 1. Mai in die Karwoche der orthodoxen Ostkirche fällt.

Am Karsamstag, dem 4. Mai, werden die Angestellten bei der Athener Vorortbahn „Proastiakos“ ab 18.00 und bis Dienstende ihre Arbeit niederlegen. Am darauffolgenden Ostersonntag (5. Mai) werden sie ganztägig streiken. Offiziell begründen sie das damit, dass sie mit diesem Protest die Unterzeichnung von Rahmentarifverträgen durchsetzen und Privatisierungen in ihrem Bereich verhindern wollen.
http://www.griechenland.net/news_details.php?siteid=14557 (http://www.griechenland.net/news_details.php?siteid=14557)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 14:08:56 Mi. 18.September 2013
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Protest gegen Entlassungen:
Streikwelle im öffentlichen Dienst in Griechenland beginnt

Tränengas gegen demonstrierende Schulwarte: Zu Beginn der Streikwelle in Griechenland soll die Regierung um Antonis Samaras hart gegen Protestierende vorgegangen sein. Der Arbeitskampf wird sich in den kommenden Tagen weiter zuspitzen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/in-griechenland-hat-streikwelle-im-staatlichen-bereich-begonnen-a-922441.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/in-griechenland-hat-streikwelle-im-staatlichen-bereich-begonnen-a-922441.html)

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Weitere Streiks gegen Stellenabbau in Griechenland

In Griechenland gibt es weitere Protestaktionen gegen das Sparprogramm der Regierung. Heute früh traten auch Mitglieder der größten Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes in einen 48-stündigen Ausstand. Schulen blieben geschlossen, Krankenhäuser arbeiteten nur mit Notbesetzungen, Bedienstete von Stadtverwaltungen und der Zoll- und Finanzbehörden blieben der Arbeit fern. - Die am Montag begonnenen Proteste richten sich vor allem gegen den Stellenabbau im öffentlichen Dienst Griechenlands. Hier sollen bis Ende des nächsten Jahres insgesamt 15.000 Arbeitspätze abgebaut werden.
http://www.dradio.de/nachrichten/ (http://www.dradio.de/nachrichten/)  Mittwoch, 18. September 2013 14:00 Uhr
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 13:20:47 So. 31.Januar 2016
Syriza und Tsipras wurden von der EU/Deutschland in die Knie gezwungen und vorloren damit ihre Bedeutung.
Der Widerstand geht weiter.
Direkte Aktionen sind ein wichtiges Kampfmittel.

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Brandanschlag auf Tsipras-Berater

Griechenlands Regierung kämpft um die Rentenkürzung. Doch die Proteste werden härter. Brandsätze werden auf das Haus eines Beraters von Ministerpräsident Tsipras geworfen. Auf der Insel Lesbos sitzen Tausende Menschen fest. Die Regierung will die Reformen verlangsamen.


Unbekannte haben im Athener Stadtteil Exarchia mehrere Brandsätze auf das Haus des griechischen Staatsministers Alekos Flabouraris geworfen. Nach Angaben der Polizei entstand Sachschaden, verletzt wurde niemand. Ein Fahrzeug des Personenschutzes des Beraters von Ministerpräsident Alexis Tsipras sei ausgebrannt, ein zweites schwer beschädigt, sagte ein Polizeisprecher am Samstag.

Angriffe gegen Politiker, Banken und Geschäftsleute haben seit Verhängung der unpopulären Sparmaßnahmen als Gegenleistung für die Rettungspakete der internationalen Gläubiger des Krisenlandes erheblich zugenommen.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland/renten-streit-in-griechenland-brandsatz-auf-alekox-flabouraris-14042760.html (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland/renten-streit-in-griechenland-brandsatz-auf-alekox-flabouraris-14042760.html)

Statt in den Parlamenten, wird wieder in den Betrieben gekämpft:
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Streik wegen Fraport-Einstieg

Aus Protest gegen die Verpachtung von 14 griechischen Regionalflughäfen an ein deutsch-griechisches Konsortium unter Führung des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport will die Gewerkschaft der griechischen zivilen Luftfahrt (OSYPA) an diesem Freitag die Arbeit für 24 Stunden niederlegen. Der Ausstand wird nach Angaben der griechischen Fluglinien keine Auswirkungen auf den internationalen Flugverkehr haben. Dagegen fallen die meisten Inlandsflüge am Freitag aus, hieß es.

Fraport hatte vor knapp einem Monat einen Konzessionsvertrag über 40 Jahre für die Übernahme von 14 Regionalflughäfen im EU-Krisenstaat mit dem griechischen Privatisierungsfonds abgeschlossen. Gemeinsam mit dem griechischen Partner Copelouzos Group will der Konzern die Flughäfen im Herbst übernehmen.

Die griechische Luftfahrtgewerkschaft klagte beim obersten griechischen Verwaltungsgericht. Die Verhandlung beginnt an diesem Freitag. Die Gewerkschaft befürchtet harte Einsparungen seitens der neuen Betreiber. Juristen gingen jedoch davon aus, dass das Gericht die Verpachtung genehmigen wird.

Für die 14 Flughäfen - unter anderem auf den Inseln Rhodos, Santorini und Mykonos - zahlt das Fraport-Konsortium einmalig 1,234 Mrd. EUR, verpflichtet sich zu Investitionen an den Flughäfen (330 Mio. EUR bis 2020) und führt eine jährliche Konzessionsabgabe von 22,9 Mio. EUR an den griechischen Staat ab.
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Streiks und Proteste in Griechenland dauern an

30.01.2016 Athen. Athen (dpa) - Als Protest gegen die geplante Rentenreform blockieren griechische Landwirte auch heute wieder viele wichtige Verbindungsstraßen des Landes. Der Streik der Seeleute dauert ebenfalls an. Noch bis morgen Früh sollen die Fähren in den Häfen liegen bleiben, so dass die meisten Inseln vom Festland abgeschnitten sind. Besonders problematisch ist das für die Inseln, an deren Küsten täglich weitere Flüchtlinge von der Türkei aus anlanden. Auf Lesbos sitzen bereits mehr als 7000 Menschen fest.


Als Protest gegen die geplante Rentenreform blockieren griechische Landwirte auch heute wieder viele wichtige Verbindungsstraßen des Landes. Der Streik der Seeleute dauert ebenfalls an. Noch bis morgen Früh sollen die Fähren in den Häfen liegen bleiben, so dass die meisten Inseln vom Festland abgeschnitten sind. Besonders problematisch ist das für die Inseln, an deren Küsten täglich weitere Flüchtlinge von der Türkei aus anlanden. Auf Lesbos sitzen bereits mehr als 7000 Menschen fest.
http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/ticker/Streiks-und-Proteste-in-Griechenland-dauern-an-article3164888.html (http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/ticker/Streiks-und-Proteste-in-Griechenland-dauern-an-article3164888.html)

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Streiks gegen Rentenreform in Griechenland verlängert

Der Links-Rechts-Regierung unter Alexis Tsipras stehen schwierige Zeiten bevor: In Griechenland nehmen die Proteste gegen eine geplante Rentenreform immer größere Dimensionen an. Landwirte, Seeleute, Freischaffende und bald auch die Staatsbediensteten streiken und protestieren auf der Straße. Eine Pattsituation zeichne sich ab, werteten griechische Medien: Ohne die Rentenreform kann Tsipras nicht mit weiteren Hilfen der Gläubiger rechnen. Die Gewerkschaften zeigen sich aber zum Kampf entschlossen.

Am Freitag liefe den dritten Tag in Folge keine Fähren aus Piräus aus. Der Streik werde bis Sonntagmorgen andauern, teilte die Gewerkschaft der Seeleute mit. Ursprünglich sollte dieser Streik am Freitag enden. Das hat auch Folgen für die Migration: Auf den Inseln der Ostägäis sitzen Tausende Migranten fest, weil sie nicht nach Piräus fahren können. Allein auf der Insel Lesbos sollen mehr als 4000 Migranten auf ein Schiff warten.

Auch die Rechtsanwälte verlängerten ihren seit mehr als einer Woche andauernden Streik bis einschließlich Montag. Aufgebracht sind auch die griechischen Bauern: An mehreren Stellen sperrten sie vorübergehend wichtige Straßenverbindungen und Grenzübergänge mit ihren Treckern. Rund 25 000 Trecker sollen nach Schätzungen griechischer Medien auf den Straßen sein. Die Polizei leitete den Verkehr auf Alternativstrecken um. Auch die Straße zum Flughafen Athens wurde am Freitag etwa eine Stunde lang mit Traktoren gesperrt. Die Landwirte ließen aber hier Flugreisende und Notfälle durch, berichtete das griechische Fernsehen. Am 4. Februar sind umfangreiche Streiks angesagt, von den Gewerkschaften als "Generalstreik" eingestuft.

Die geplante Rentenreform sieht im Schnitt Kürzungen von 15 Prozent für alle künftigen Rentner vor. Zudem sollen die Rentenbeiträge für Landwirte und Freischaffende erheblich angehoben werden. Regierungschef Alexis Tsipras hat wiederholt gewarnt, das Rentensystem könnte ohne diese Reform bald zusammenbrechen.
http://www.faz.net/agenturmeldungen/unternehmensnachrichten/roundup-streiks-gegen-rentenreform-in-griechenland-verlaengert-14041138.html (http://www.faz.net/agenturmeldungen/unternehmensnachrichten/roundup-streiks-gegen-rentenreform-in-griechenland-verlaengert-14041138.html)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 16:26:06 So. 31.Januar 2016
Bereitschaftspolizei in Einsatz gegen die Streikenden!

Die Regierung von SYRIZA – ANEL setzte am Samstag den 21.11 in der Morgendämmerung die Bereitschaftspolizei in Einsatz gegen die Arbeiter des Geflügelzuchtbetriebs  „Sura“ in Thessaloniki gemäß der Anforderung der Arbeitsgeber, weil die Arbeiter wagten, mit Streik ihre seit mehreren Monaten ausstehenden Zahlungen einzufordern!


Um c.a 4:30 Uhr morgens fand ein massiver, organisierter Eingriff der Bereitschaftspolizei in die Anlagen des Betriebs statt, während dessen vor dem Amtsrichter 28 Arbeiter verhaftet wurden. Gegen sie wurden die Anklagen der „illegalen Gewalt“ und der „ Störung des Betriebsfriedens“ erhoben. Unter ihnen waren Leonidas Stoltidis, Sekretär des Arbeitszentrums in Thessaliniki und Mitglied der Exekutivsekretariat von PAME, Manolis Karandoussas, Vorsitzender des Lebensmittelverbandes, Jannis Tzavaras, Vorsitzender der Betriebsgewerkschaft der Untrenehmensgruppe, 4 Mitglieder des Vorstands der Lebensmittelgewerkschaft in Zentralmakedonien u.a.           
Der Eingriff wurde von PAME verurteilt, während eine Delegation der KKE Einspruch an die Polizeidirektion in Thessaloniki erhob. Während der ganzen Mobilisierung, befanden sich an der Seite der Arbeiter eine erweiterte Delegation der Parteiorganisation  der KKE in Zentralmakedonien,  Sakis Vardalis, Mitglied des ZK der KKE und Abgeordneter sowie Sotiris Sarianopoulos, MdEP der KKE.

IM LINK MIT FOTO UND VIDEO


http://inter.kke.gr/de/articles/Bereitschaftspolizei-in-Einsatz-gegen-die-Streikenden/ (http://inter.kke.gr/de/articles/Bereitschaftspolizei-in-Einsatz-gegen-die-Streikenden/)

Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 17:34:21 Mo. 01.Februar 2016
Zitat
Proteste gegen Rentenreform in Griechenland
Jeden Tag ein neuer Streik

Ohne eine Reform könnte das griechische Rentensystem schon bald zusammenbrechen, sagt Ministerpräsident Tsipras. Dies verlangt vor allem höhere Steuersätze. Die Bevölkerung lehnt das aber ab und droht in dieser Woche mit Streiks.


In Griechenland gehen die Proteste gegen eine neue Rentenreform sowie Steuererhöhungen weiter. Verschiedene Branchengruppen riefen für diese Woche zu Streiks auf, die das Land in den nächsten Tagen beeinträchtigen dürften. In den vergangenen Tagen gab es immer wieder Streiks von Landwirten, die auch in dieser Woche den Anfang machten und viele Straßen und wichtige Knotenpunkte lahmlegten.

(http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/griechenland-streik-zwei-101~_v-modPremium.jpg)
Schon seit einigen Tagen blockieren Landwirte mit ihren Traktoren wichtige Straßen.


 Am Dienstag wollen die Mitarbeiter der öffentlichen Verkehrsmittel - also U-Bahn, Straßenbahnen und Bus - ihre Arbeit niederlegen. Journalisten werden am darauffolgenden Tag für 24 Stunden streiken. Die Gewerkschaften teilten mit, dass für den Donnerstag ein genereller Streik geplant sei, der einer der größten Streiks der vergangenen Jahre sein soll. Dabei sollen Staatsbedienstete, Seeleute und Taxifahrer ihrer Arbeit fernbleiben.

Keine Finanzhilfen ohne Rentenreform


Anlass der Streikwelle ist die geplante Rentenreform. Die Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte angekündigt, Renten zukünftig um durchschnittlich 15 Prozent zu kürzen. Außerdem sollen Arbeitnehmer und Freischaffende laut den Gewerkschaften künftig 70 Prozent ihrer Einnahmen als Renten- und Krankenkassenbeiträge sowie Steuern bezahlen. Kritiker bemängeln, dass das den Menschen nicht genügend Einkommen übrig lasse.

Die Regierung in Athen hatte bereits mehrfach gewarnt, dass das Rentensystem zusammenbrechen könnte. Außerdem ist die Rentenreform eine Voraussetzung dafür, dass das Land eine dritte Finanzspritze von den EU-Ländern bekommt.
http://www.tagesschau.de/ausland/griechenland-streiks-105.html (http://www.tagesschau.de/ausland/griechenland-streiks-105.html)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:32:04 Di. 02.Februar 2016
Zitat
Proteste gegen Rentenreform in Griechenland
"Aufstand der Krawatten"

Die Rentenreform gilt als wichtiger Schritt, um die Finanzen in Griechenland wieder in Ordnung zu bringen. Aber die Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras verspürt immer mehr Gegenwind: Die Proteste von Bauern, aber auch von Anwälten und Ingenieuren nehmen zu. Und die Mehrheit von Tsipras Syriza-Partei im Parlament ist knapp.


Seit Wochen geht das jetzt schon so: Die griechischen Bauern blockieren überall im Land wichtige Straßen – wie hier eine Kreuzung in der Nähe des Athener Flughafens. Der Grund: Die Rentenbeiträge der Bauern sollen deutlich steigen, und das wollen sie sich nicht gefallen lassen. Von seinem Treckersitz herab schimpft dieser Landwirt. "Sie sind dabei, die Landwirtschaft zu zerstören, die Kosten für die Produktion steigen immer weiter, und damit zerstören sie uns und speziell die Viehzüchter."

Er habe Verständnis für die Landwirte, sagte Ministerpräsident Alexis Tsipras vor einer Woche, als er mit einer Rede den Jahrestag seines Regierungsantritts feierte. Aber an der Rentenreform führe kein Weg vorbei. Vier Millionen im erwerbsfähigen Alter, von denen auch noch eineinhalb Millionen arbeitslos seien, könnten nicht auf Dauer zweieinhalb Millionen Ruheständler finanzieren. Dennoch werde er Rentnern möglichst wenig Einschnitte zumuten, versprach der Chef der linken Syriza. "Auch in diesen engen Grenzen, die wir geerbt haben, tun wir alles, um das heutige Niveau der Renten in vollem Umfang und ohne Verluste zu erhalten, indem wir ein System schaffen, das auf sozialer Gerechtigkeit basiert."

"Eine Katastrophe für den Mittelstand"

Rentenkürzungen von bis zu 15 Prozent sieht die Reform aber für Menschen vor, die neu in den Ruhestand gehen. Und Selbstständige sollen höhere Rentenbeiträge zahlen. Ingenieure, Ärzte, Notare und Rechtsanwälte – bisher nicht gerade durch ihre Demonstrationsfreude aufgefallen – gehen dagegen auf die Straße. "Aufstand der Krawatten" heißt das in den griechischen Medien. Eine dieser Krawatten trägt der Athener Rechtsanwalt Kostas Chasomeris.

"Dieser Gesetzesentwurf ist die Katastrophe für den Mittelstand. Es kann nicht sein, dass du 38,5 Prozent deines Einkommens für Sozialversicherungsbeiträge zahlen musst. Und was die Regierung über die angebliche Steuerhinterziehung der Selbstständigen sagt, ist eine Lüge."

Theodoros Paraskewopoulos kann den Aufruhr unter den freien Berufen nur teilweise nachvollziehen. Im Prinzip wolle die Regierung das Rentensystem gerechter machen. Statt eines Pauschalbetrags wie bisher ist in Zukunft geplant, die Beitragssätze nach dem Einkommen zu staffeln. Aber manchen würde nach aktuellem Stand der Reform zu viel abgezogen, meint der wissenschaftliche Mitarbeiter im Sozialministerium. Die Bauern gehörten dazu und Selbstständige mit relativ hohem Einkommen. "Gerecht, Großverdiener stärker zu belasten, aber nicht gerecht, sie ohne Einkommen zu lassen."

Geldgeber prüfen Reformen


Wie die Reform am Ende genau aussehen wird, werden auch die Geldgeber Griechenlands mitbestimmen. Seit dieser Woche sind die sogenannten Institutionen – EU-Kommission, Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds – in die Bewertung der griechischen Reformfortschritte eingestiegen. Die Rentenreform ist dabei das wichtigste Element. Wie es aussieht, könnten die Gläubiger die Regierung zu höheren Rentenkürzungen drängen – um die Beitragszahler nicht so stark belasten zu müssen. Finanzminister Evklidis Tsakalotos hat die Hoffnung auf einen schnellen Abschluss der Prüfung des im vergangenen August vereinbarten Reformprogramms gedämpft. Bis Ende April rechne er mit einer Einigung.

Was aber ziemlich viel Zeit ist für ein Land, das nach wie vor in der Krise steckt. Panos Carvounis, Leiter der Vertretung der EU-Kommission in Athen. "Damit Griechenland wieder einen Aufschwung bekommt, brauchen wir den Abschluss der Bewertung so schnell wie möglich. Wenn die geschafft ist, heißt das: Griechenland ist in der Spur. Und das ist ein gutes Signal für Investoren."

Die Rentenreform will die griechische Regierung Mitte Februar ins Parlament einbringen. Die Opposition macht dagegen mobil. Der neue Chef der größten Oppositionspartei Nea Dimokratia lehnt sie als wirtschaftsfeindlich ab. Wenn Syriza die öffentliche Verwaltung konsequent reformieren würde, müssten Rentenbeiträge nicht so stark steigen, meint Kyriakos Mitsotakis.

Es könnte knapp also werden für Alexis Tsipras. Er verfügt nur über 153 der 300 Sitze – und die Rentenreform ist nicht gerade das Lieblingsprojekt seiner Syriza-Abgeordneten.
http://www.deutschlandfunk.de/proteste-gegen-rentenreform-in-griechenland-aufstand-der.1773.de.html?dram:article_id=344328 (http://www.deutschlandfunk.de/proteste-gegen-rentenreform-in-griechenland-aufstand-der.1773.de.html?dram:article_id=344328)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 15:20:53 Do. 04.Februar 2016
Zitat
Generalstreik legt Griechenland lahm

Fährverbindungen sind unterbrochen, Krankenhäuser im Notbetrieb: In Griechenland hat der zweite landesweite Streik seit dem Amtsantritt der Tsipras-Regierung begonnen.


Aus Protest gegen eine geplante Rentenreform haben am Donnerstagmorgen in Griechenland umfangreiche Streiks begonnen. Am Generalstreik, den die Gewerkschaften ausgerufen hatten, nehmen fast alle Berufsgruppen teil. Es soll eine der größten Aktionen seit Jahren werden.

Bestreikt werden unter anderem Ministerien, Schulen und der Bahnverkehr. In Piräus lief keine Fähre aus, Landwirte blockieren wichtige Straßenverbindungen. Ärzte in staatlichen Krankenhäusern behandeln nur Notfälle, auch die meisten Apotheken und Läden bleiben geschlossen. Da auch die Rechtsanwälte streiken, haben zudem die Gerichte ihre Arbeit eingestellt.

Um die Mittagszeit sind in Athen und anderen Städten zudem Demonstrationen geplant. Aus Angst vor Ausschreitungen zeigte die Polizei im Zentrum der Hauptstadt bereits am Morgen starke Präsenz.
Breite Ablehnung der Reformen

Die Pläne der Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras sehen unter anderem eine deutliche Anhebung der Sozialversicherungsbeiträge vor. Dadurch soll das Minus von 800 Millionen in der Rentenkasse reduziert werden. Sowohl Sozialisten als auch Konservative fürchten allerdings, dass die höheren Abgaben die Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung fördern könnten.

Tsipras hatte die Pläne zuletzt verteidigt. "Die Rentenreform ist notwendig – nicht in erster Linie, weil die Gläubiger sie verlangen, sondern weil das System nicht tragfähig ist", sagte der Ministerpräsident. "Wir haben hier ein Problem, das irgendwann explodieren wird, wenn wir nichts tun."
http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-02/griechenland-streik-rentenreform-steuererhoehung-gewerkschaft-alexis-tsipras?page=2#comments (http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-02/griechenland-streik-rentenreform-steuererhoehung-gewerkschaft-alexis-tsipras?page=2#comments)

Zitat
Generalstreik in Griechenland
Gewerkschaften legen das Land lahm

Ein Generalstreik bringt Griechenland für 24 Stunden zum Stillstand. Verschiedene Gewerkschaften hatten dazu aufgerufen, um gegen die geplante Rentenreform der Regierung zu protestieren, die notwendig für das dritte Hilfspaket der EU ist.


Von Wolfgang Landmesser, ARD-Studio Athen

Es ist nicht die Frage, wer heute in Griechenland streikt - sondern eher, wer nicht streikt. Die Supermärkte und Hotels werden wohl offen bleiben. Ansonsten ist so ziemlich alles geschlossen: Behörden und Schulen sowie viele Geschäfte und kleine Produktionsbetriebe. Die öffentlichen Verkehrsmittel in Athen verkehren nur zwischen 11 und 16 Uhr, damit die Demonstranten in die Innenstadt kommen können. Auch die Taxifahrer sind seit langem wieder mal im Streik.

(https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/generalstreik-athen-103~_v-modPremium.jpg)

 Der Aufruf zum Generalstreik durch die Gewerkschaften der Staatsbediensteten und der privaten Angestellten sei aber nicht das Hauptproblem für Ministerpräsident Alexis Tsipras, meint Christos Katsioulis, Leiter des Griechenlandbüros der Friedrich-Ebert-Stiftung; mit denen liege die Regierung schon länger über Kreuz.

"Viel problematischer sind die Proteste der Bauern und Freiberufler. Das ist was Neues in der Krise und das übt besonderen Druck auf die Parlamentarier aus. Das wiederum macht es schwierig, das durchs Parlament zu bringen", erklärt der Experte.

Die Bauern sind nicht besonders zimperlich

Gerade Abgeordnete aus ländlichen Regionen würden in ihrem Wahlkreis massiv unter Druck gesetzt. Zimperlich sind die Bauern jedenfalls nicht. In den vergangenen Wochen haben sie mit ihren Traktoren immer wieder Straßen und Grenzübergänge blockiert. Nur Pkw ließen sie passieren, an der Grenze zu Bulgarien gab es lange Lkw-Rückstaus. Auch eine Kreuzung vor der mazedonischen Grenze hielten die Landwirte zeitweise besetzt – und das sei nur der Anfang, kündigte einer ihrer Sprecher an: "Wir werden weder dieser noch einer anderen Partei erlauben, uns zu beerdigen. Wir werden hier bleiben, um zu kämpfen. Der Protest heute ist nur eine Warnung, um zu zeigen, wozu wir noch in der Lage sind".

 Auch Selbständige sind wegen der Pläne außer sich. Rechtsanwälte, Ärzte und Ingenieure kamen vor zwei Wochen zu einer großen Demonstration vor der Athener Universität zusammen: "Ich habe ein Ingenieurbüro, meine Frau ist Rechtsanwältin. Also betrifft uns das Problem von beiden Seiten. Die geplanten Beitragserhöhungen sind vielleicht der letzte Schlag für uns, das könnten wir finanziell nicht überstehen", sagt ein Ingenieur bei der Demonstration.

"Ich habe mein Büro, aber im Moment keine Arbeit und kann weder Beiträge noch Steuern zahlen. Wir werden in die Armut gesteuert. Wir sind die neuen Armen", sagt ein weiterer Demonstrant vor der Universität.

(https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/demonstration-athen-101~_v-videowebl.jpg)
"Ihr werdet uns nicht aus dem Land vertreiben" - Demonstration von Ingenieuren, Anwälten und Ärzten Ende Januar in Athen


Rentenreform steht schon lange auf der Agenda


Die Pläne für die Rentenreform sehen für Menschen, die neu in den Ruhestand gehen, niedrigere Renten vor. Gleichzeitig sind höhere Beitragssätze für die arbeitende Bevölkerung geplant.

Anders gehe es nicht, meint Katsioulis von der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung. Ohne Einschnitte sei das griechische Rentensystem nicht überlebensfähig - wegen der langen Wirtschaftskrise und des starken demografischen Wandels in Griechenland. "Im Grunde genommen ist diese Rentenreform der richtige Weg, etwas, was seit 2010 auf der Agenda steht. Die vorherigen Regierungen haben das verschleppt und wir müssen diese Rentenreform angehen, weil es mit das größte Problem in den künftigen Jahren für Griechenland ist", erläutert der Griechenlandbüro-Leiter.

Tsipras plant ein Mindesteinkommen

Die griechische Politik hat es bisher auch versäumt, eine staatliche Hilfe für die ärmsten in der Gesellschaft einzuführen. Menschen, die ihren Job verlieren, bekommen nur ein Jahr Arbeitslosenunterstützung; danach ist Schluss. Die Regierung plant aber jetzt ein Mindesteinkommen. Bis es so weit ist, sollen Neurentner keine Einschnitte hinnehmen müssen. Denn viele Familien leben zu einem großen Teil von den Bezügen der älteren Generation.

Bei allem Druck auf Alexis Tsipras sieht Katsioulis dessen Syriza-Regierung noch nicht am Ende. So groß die Kritik sein mag: Die Oppositionsparteien wissen, dass an der Rentenreform kein Weg vorbeiführt. "Von meinem Gefühl her will die Opposition noch keine Neuwahlen erzwingen, weil sie verhindern möchte, dass Tsipras aus der Verantwortung kommt und nicht mehr gezwungen wird, diese Dinge umzusetzen", sagt der Leiter des Griechenlandbüros der Friedrich-Ebert-Stiftung. Auch wenn sich einige Syriza-Abgeordnete verweigern sollten: Mit Stimmen aus der Opposition könnte die Rentenreform das Parlament dennoch passieren.
https://www.tagesschau.de/ausland/griechenland-streiks-109.html (https://www.tagesschau.de/ausland/griechenland-streiks-109.html)

Es ist ein langer Weg, bis wir einmal so weit sind. Erst die Wahl einer linken Regierung, dann ein NEIN! zur Austeritätspolitk (Politik des Totsparens) und nach dem Verlust der Hoffnung auf einen Wandel durch die Parlamente, einen Generalstreik. Auch der Generalstreik wird nicht den entscheidenden Wandel bringen, doch er ist ein großer Schritt voran.
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:25:26 Do. 04.Februar 2016
Mich ärgert das immer, das die "nur" 24-stündige Generalstreiks machen. Warum machen sie nicht mal einen unbefristeten? ::)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 15:42:07 Do. 04.Februar 2016
Mich ärgert das immer, das die "nur" 24-stündige Generalstreiks machen. Warum machen sie nicht mal einen unbefristeten? ::)

Seh' ich genauso.
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 18:17:53 Do. 05.Mai 2016
Zitat
Griechische Gewerkschaften rufen zu Streik ab Freitag auf

Athen (Reuters) - Griechische Gewerkschaften haben Insidern zufolge kurzfristig für diesen Freitag und Samstag zu einem Generalstreik aufgerufen.
Griechische Gewerkschaften rufen zu Streik ab Freitag auf

Die Proteste richteten sich gegen die von internationalen Gläubigern geforderte Steuer- und Rentenreformen, verlautete am Donnerstag aus Kreisen des Gewerkschaftsdachverbands GSEE. Die Arbeitnehmervertretung Adedy erklärte, sie werde sich dem Ausstand anschließen.

Das griechische Parlament befasst sich derzeit mit Reformplänen, deren Umsetzung die internationalen Geldgeber fordern, um den Weg für weitere Milliardenhilfen für das Euro-Land freizumachen.
http://www.onvista.de/news/griechische-gewerkschaften-rufen-zu-streik-ab-freitag-auf-31823481 (http://www.onvista.de/news/griechische-gewerkschaften-rufen-zu-streik-ab-freitag-auf-31823481)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 18:09:04 Fr. 06.Mai 2016
Aus: Ausgabe vom 07.05.2016, Seite 1 / Titel

Aufruf zum Aufstand
Griechenland: 48 Stunden Generalstreik gegen weitere Kürzungen. »Linksregierung« lobt »sozial ­gerechte Reform«
Von Heike Schrader, Athen


(http://fs5.directupload.net/images/160506/temp/gj5xotqh.jpg) (http://www.directupload.net/file/d/4347/gj5xotqh_jpg.htm)(http://)
Zehntausende Gewerkschafter demonstrierten am Freitag in Athen gegen die Kürzungspolitik der griechischen Regierung
Foto: REUTERS/Alkis Konstantinidis

Mit einem zweitägigen Generalstreik, der am Freitag begann, haben die Gewerkschaften in Griechenland auf einen plötzlichen Schachzug der Regierung reagiert. Diese lässt die eigentlich für nächste Woche geplante Parlamentsdebatte über die mit den Gläubigern ausgehandelte »Steuer- und Rentenreform« bereits an diesem Wochenende stattfinden. Seit Freitag morgen haben Hunderttausende Lohnabhängige die Arbeit niedergelegt. Insbesondere im öffentlichen Dienst herrschte Stillstand: Behörden, Schulen und Universitäten blieben geschlossen, im Gesundheitswesen wurde nur noch ein Notdienst aufrechterhalten. Auch in den unverzichtbaren Versorgungsunternehmen für Wasser und Strom sowie in den Bereichen Telekommunikation und Verkehrswesen trat nur eine Mindestbelegschaft zum Dienst an. Bahnen, Tram- und Metrozüge sowie die Busse des öffentlichen Nahverkehrs standen still, Schiffe werden sogar bis einschließlich Montag in den Häfen bleiben. Bis auf wenige Streikbrecher haben sich auch die Journalisten des Landes dem allgemeinen Ausstand angeschlossen. Zeitungen gibt es dieses Wochenende nicht, und in Rundfunk und Fernsehen soll in zwei Nachrichtensendungen mittags und abends ausschließlich über die Streiks berichtet werden.

Bereits am Freitag fanden in vielen Städten des Landes Kundgebungen mit Zehntausenden Teilnehmern statt. In Athen gab es getrennte Züge der Gewerkschaftsdachverbände sowie der kommunistischen Gewerkschaftsfront PAME durch die Innenstadt. Der Generalsekretär der KP Griechenlands (KKE), Dimitris Koutsoubas, erklärte, in der Gesellschaft prallten zwei Welten aufeinander: »Auf der einen Seite die Welt der Arbeit, der Lohnabhängigen, all derer, die seit Jahren leiden und bluten, und auf der anderen Seite die Welt des Reichtums, eines unglaublichen Überflusses, die Welt der Korruption«. Die Auseinandersetzung werde »auf der Straße entschieden«, setzte Koutsoubas hinzu. Nötig seien ein »griechenlandweiter Aufstand, Mobilisierungen des Volkes, organisierte massenhafte und starke Streikaktionen, Demonstrationen im ganzen Land«.

Während sich die Dachverbände auf Demonstrationen am Freitag beschränkten, ruft die PAME auch für Samstag zu Protestkundgebungen auf. Wenn am Sonntag im Parlament die abendliche Abstimmung über die »Steuer- und Rentenreform« vorbereitet wird, holen die Gewerkschaften den wegen des orthodoxen Osterfestes am 1. Mai ausgefallenen Arbeiterkampftag nach.

Die von der Regierung aus Syriza und Anel mit EU, Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Zentralbank (EZB) und Europäischem Stabilitätsmechanismus (ESM) vereinbarten neuen Kürzungen treffen erneut vor allem die ärmeren Schichten, so durch eine erneute Anhebung der Mehrwertsteuer auf nunmehr 24 Prozent. Der nur für Jahreseinkommen bis 20.000 Euro unbeschränkt geltende Steuerfreibetrag von derzeit 9.545 Euro wird auf 9.090, für Kinderlose sogar auf 8.182 Euro gesenkt. Gleichzeitig erhöhen sich die Abgaben für die Rentenversicherung, während das zu erwartende Altersruhegeld zum 14. Mal seit Beginn der »Krise« gekürzt wird. Die Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras verteidigt die Maßnahmen trotzdem als »soziale Reform«, mit der »die Renten gesichert, die sozial Schwachen geschützt und die Lasten bei Steuern und Renten gleichmäßiger verteilt werden«. Arbeitsminister Giorgos Katroungalos bezeichnete die von den Gewerkschaften als »Guillotine des Rentensystems« verurteilte Reform als »sozial gerecht«. Aus Tsipras’ Umfeld hieß es am Freitag morgen zudem, die Maßnahmen seien auf eigene Entscheidungen zurückzuführen und keineswegs von den Gläubigern vorgegeben worden.

Quelle

https://www.jungewelt.de/2016/05-07/010.php (https://www.jungewelt.de/2016/05-07/010.php)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 20:04:59 Mo. 09.Mai 2016
Erneute Massenproteste und Massenstreiks in Griechenland


09.05.16 -  Die Streikwellen reißen in Griechenland seit Wochen nicht ab. Die Werktätigen wehren sich gegen das erneute Diktat der Troika mit weiteren Rentenkürzungen und Steuererhöhungen. Vorläufiger Höhepunkt war der 48-stündige Generalstreik letzten Freitag und Samstag anlässlich der Debatte im griechischen Parlament über die sogenannten "Sparmaßnahmen", der das öffentliche Leben in fast allen größeren Städten lahm legte. Gestern Vormittag gingen in Athen und Thessaloniki nach den offiziellen Angaben 15.000 aus Protest auf die Straße. Zur Abstimmung am Abend marschierten nochmals 20.000 zum Athener Parlament, wo sie von der Polizei brutal mit Tränengas und Schlagstöcken empfangen wurden. Obwohl noch nicht die Millionen-Massen der Griechinnen und Griechen auf der Straße sind, ließ der Syriza-Innenminister Panagiotis Kouroumblis seine Polizeieinheiten unter den Protestierenden wüten. Offensichtlich sitzt Tsipras die Angst vor einer weiteren Radikalisierung der Massen im Nacken.

Die Tsipras-Regierung unterwarf sich erneut widerstandslos und würdelos dem Troika-Diktat. Einstimmig verabschiedeten die 153 Abgeordneten der Regierungskoalition von Syriza und Anel die massiven Rentenkürzungen und Steuererhöhungen. Dass es aber - anders als behauptet - nicht um die Sicherung der Renten der Massen in Griechenland geht, zeigt die Tatsache, dass nur ein geringer Teil der "Hilfs"-Gelder überhaupt in den griechischen Staatshaushalt fließt. Das Gros geht direkt in die Schuldentilgung! Nicht nur mit ihren Schlagstöcken, auch mit ihrer Politik unterscheidet sich die Tsipras-Regierung - einstiger Hoffnungsträger der europäischen Linksreformisten - nur noch marginal von ihren konservativen Vorgängern.

Der griechische Finanzminister flehte in einem Brief an die EU, auf die geforderten "Reserve-Reformen", also weitere Einschnitte in die Lebenslage der Massen auf Vorrat gleich mit zu verabschieden, vorerst Abstand zu nehmen, denn dann sei "die soziale Stabilität Griechenlands gefährdet".

Das sehen die werktätigen Massen anders. "Stoppt das Sparmaßnahmen-Fallbeil für unsere Renten", hieß es auf Transparenten am Wochenende. Was soll auch "stabil" oder gar "sozial" daran sein, dass die Renten seit 2009 bereits um mehr als 30 Prozent gekürzt wurden und nun eine weitere Kürzung um bis zu einem Viertel beschlossen wurde, bei gleichzeitiger stufenweiser Erhöhung der Rentenbeiträge zum Beispiel für Landwirte von sieben auf 20 Prozent? Und gleichzeitig die Mehrwertsteuer auf die für die Massen unabdingbaren Lebensmittel nach der letztjährigen Erhöhung diesmal auf 24 Prozent gesteigert wird.

Nach einer jüngsten Studie des IWF sind lediglich 5 Prozent der Gelder für Griechenland im griechischen Haushaltsplan verbucht, der Rest ist direkt in das "Finanzsystems" geflossen. Die griechischen Werktätigen bis aufs Blut auspressen, da tun sich wieder einmal insbesondere Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble hervor. Selbst Christiane Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), hält die bisherige Erpresserpolitik und den wachsenden Widerstand des griechischen Volks für "möglicherweise kontraproduktiv". Sie fordert in einem Brief an die Regierungen der EU-Staaten Verhandlungen über eine "Schuldenerleichterung" für Griechenland; diese müssten "sofort auf den Tisch". Das wurde von Merkel und Schäuble umgehend und entschieden zurückgewiesen.

In diese unmenschliche Politik reiht sich auch die Flüchtlingspolitik der EU ein. Über 54.000 Flüchtlinge, Frauen, Kinder, Männer überwiegend aus Syrien, dem Irak und Afghanistan, sitzen zwangsweise in Griechenland fest. Ohne die solidarische Hilfe aus der griechischen Bevölkerung könnten vielerort die Flüchtlinge gar nicht überleben. Unter katastrophalen Zuständen in Aufnahmelagern wie Moria oder Idomeni – es fehlt an medizinischer Betreuung, Lebensmittel und sanitären Einrichtungen - werden sie bis zu ihrer zwangsweise Abschiebung über die Türkei zurück in die Kriegsgebiete regelrecht gefangen gehalten. Als Plan B, falls der Deal mit der Türkei platzt, diskutiert die EU nun, die sogenannten Erstaufnahmelager auf die griechischen Inseln zu verlegen und jeglichen Fährverkehr von den Inseln auf das Festland zu unterbinden.

Rund 1.300 Flüchtlinge sind seit Anfang des Jahres bereits im Mittelmeer ertrunken. Mit der Kappung des Fährverkehrs will die EU gezielt den Fluchtweg noch gefährlicher machen. Aber noch so viele und noch so hohe Zäune um die EU können Millionen Flüchtlinge nicht aufhalten. Wer unter Lebensgefahren dem faschistischen Terror, dem Tod oder Hunger in seiner Heimat entkommen ist, findet auch ohne Fähren einen Weg auf das EU-Festland.

Was die Herrschenden fürchten, ist, dass die werktätigen Massen in den imperialistischen Ländern und die Millionen Flüchtlinge nach einer revolutionären Perspektive suchen und den gemeinsamen Kampf aufnehmen. Dazu müssen die griechischen Werktätigen das Scheitern des parlamentarischen Wegs verarbeiten, das seinen Höhepunkt im Kniefall der Tsipras-Regierung vor dem allein herrschenden internationalen Finanzkapital gefunden hat. Und sie müssen die marxistisch-leninistischen Kräfte in Griechenland stärken.

Quelle

https://www.rf-news.de/2016/kw19/erneute-massenproteste-und-massenstreiks-in-griechenland (https://www.rf-news.de/2016/kw19/erneute-massenproteste-und-massenstreiks-in-griechenland)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 11:26:26 Di. 27.September 2016
Zitat
Griechische Seeleute streiken - zwei Tage keine Fähren
Athen (dpa) - In Griechenland hat am Morgen ein landesweiter Streik der Seeleute begonnen. Für zwei Tage, bis Samstag um 6.00 Uhr, sollen die Fähren an den Docks vertäut bleiben. Die Beschäftigten protestierten damit unter anderem gegen Rentenkürzungen und die in ihrer Branche weit verbreitete Schwarzarbeit, teilte die Gewerkschaft der Seeleute mit. Als Folge des Streiks sind zahlreiche griechische Inseln von der Außenwelt abgeschnitten, sofern sie nicht über einen Flughafen verfügen.
http://www.t-online.de/nachrichten/id_79066808/griechische-seeleute-streiken-zwei-tage-keine-faehren.html (http://www.t-online.de/nachrichten/id_79066808/griechische-seeleute-streiken-zwei-tage-keine-faehren.html)

Zitat
Streik in Thessaloniki: Seit elf Tagen kein Busverkehr

ATHEN/THESSALONIKI (dpa-AFX) - Den elften Tag in Folge haben die Beschäftigten des Verkehrsverbundes von Thessaloniki am Dienstag ihre Busse in den Depots stehen lassen und damit den öffentlichen Nahverkehr lahmgelegt. Sie fordern die Auszahlung von drei Monaten ausstehender Gehälter. Nun habe sich der Bürgermeister der Stadt eingeschaltet, berichtete der Fernsehsender Skai am Dienstagmorgen.

In einer Gemeinderatssitzung am Montag machte Giannis Boutaris demnach den griechischen Verkehrsminister Christos Spirtsis für die Situation verantwortlich. "Wir fordern von Herrn Spirtsis die sofortige Zahlung der ausstehenden Verpflichtungen. Kein Minister kann eine Million Bürger in Thessaloniki ignorieren."

Der öffentliche Nahverkehr der nordgriechischen Hafenstadt wird ausschließlich mit Bussen bestritten; eine U-Bahn-Linie befindet sich seit Jahren im Bau, Straßenbahnen gibt es nicht. Durch den Streik der Busfahrer liegt der Transport damit brach.
http://www.finanztreff.de/news/streik-in-thessaloniki-seit-elf-tagen-kein-busverkehr/11558845 (http://www.finanztreff.de/news/streik-in-thessaloniki-seit-elf-tagen-kein-busverkehr/11558845)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 21:48:00 Do. 08.Dezember 2016
Zitat
Generalstreik legt Griechenland lahm

In griechischen Städten demonstrieren Tausende gegen neue Sparmaßnahmen. Mit der Kürzungspolitik erfüllt der linke Premier Alexis Tsipras die Voraussetzungen für weitere Hilfen der Gläubiger.


(http://www.dw.com/image/36694390_303.jpg)
Griechenland Generalstreik (G. Papanikos)   

Ein landesweiter Generalstreik hat das öffentliche Leben in Griechenland weitgehend lahmgelegt. 20.000 Menschen demonstrierten nach Polizeischätzungen in Athen und Thessaloniki gegen die Sparpolitik. Die Proteste hatten mit einem Streik der Seeleute begonnen. Zahlreiche Inseln ohne Flughafen sind seitdem von der Außenwelt abgeschnitten. Auch im Nahverkehr kam es zu mehrstündigen Arbeitsniederlegungen. U-Bahnen, Stadtbahnen und Busse standen in mehreren Städten des Landes still. Ministerien und zahlreiche staatliche Schulen wurden ebenfalls bestreikt. Außerdem gab es keine Nachrichten in Radio und Fernsehen, da auch Journalisten die Arbeit niedergelegt hatten. Es war der erste Generalstreik in Griechenland seit dem Frühjahr.

Sparpolitik entzündet Gemüter

(http://www.dw.com/image/36694405_401.jpg)
Griechenland Generalstreik  

Die größten Gewerkschaften des privaten und staatlichen Sektoren, GSEE und ADEDY, sowie die kommunistische Gewerkschaft PAME hatten zu den Protestaktionen aufgerufen. Sie reagierten auf den geplanten Haushaltsentwurf für das Jahr 2017, der am kommenden Samstag dem Parlament vorgelegt wird. Der Entwurf enthält Steuererhöhungen und Maßnahmen zur Änderung des Arbeitsrechts. So sind Einschränkungen beim Streikrecht sowie erleichterte Entlassungen vorgesehen. Gehälter und Renten werden um 5,7 Milliarden Euro gekürzt. Außerdem soll öffentliches Eigentum privatisiert werden, wie zum Beispiel 14 Regionalflughäfen, darunter Thessaloniki, der an den deutschen Flughafenbetreiber Fraport verkauft wird.

EU-Forderungen

Die umstrittenen Sparmaßnahmen gehen auf Forderungen der internationalen Kreditgeber zurück. Die Euro-Partner hatten sich mit dem hoch verschuldeten Griechenland Mitte 2015 auf ein drittes Hilfsprogramm in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro geeinigt. Nur wenn eingespart wird, sind die internationalen Gläubiger bereit, weiter Kredite herauszugeben. Derzeit belaufen sich Athens Schulden nach EU-Angaben auf 180 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. In absoluten Zahlen sind das 315 Milliarden Euro.

Tsipras unter Druck

Die Regierung des linken Ministerpräsidenten Tsipras gibt sich den Ausständen gegenüber gelassen. Laut der Deutschen-Presse-Agentur wertete ein Regierungsfunktionär die Streiks als "Aktionismus der Gewerkschaften". Eigentlich steht jedoch Tsipras stark unter Druck. Demoskopen messen seit Monaten, dass die oppositionellen Konservativen der Nea Dimokratia (ND) einen Vorsprung von acht bis 15 Prozentpunkten vor Tsipras Syriza-Partei haben.
http://www.dw.com/de/generalstreik-legt-griechenland-lahm/a-36696019 (http://www.dw.com/de/generalstreik-legt-griechenland-lahm/a-36696019)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 18:35:08 So. 18.Dezember 2016
Zitat
Solidarität nötig:
Athener Busreinigungskräften wieder im Streik

Proteste wegen nicht gezahlter Löhne und für Direktanstellung!


Athens BusreinigerInnen befinden sich nun schon in der fünften Streikwoche und halten täglich Proteste ab. Sie sind bei einem privaten Dienstleistungsunternehmen angestellt, dass für die öffentliche Busgesellschaft OSY arbeitet. Seit sieben Monaten warten sie vergeblich auf ihre Löhne. Die Geschäftsführung von OSY hält sie hin. Sie verspricht den Reinigungskräften, dass diese ihr Geld lediglich mit etwas Verzögerung erhalten werden und per Direktvertrag von OSY angestellt würden, nachdem dem aktuellen Dienstleister gekündigt worden ist.

Nach fünf Monaten ohne Lohnzahlung entschlossen sich die Reinigungskräfte sowie ihre Gewerkschaft SERKA, dass jetzt Schluss sein muss. Nach fünf Wochen täglicher Kämpfe, Streiks, Demonstrationen und Proteste vor den OSY-Büros und Ministerien ist es jetzt der siebte Monat ohne Lohnzahlung für die BusreinigerInnen.

Die OSY meint, sie könne bezüglich der Löhne nichts machen. Das Dienstleistungsunternehmen schuldet der Bank Millionen. Die ArbeiterInnen können ja vor Gericht ziehen, wenn sie ihr Geld haben wollen. Die OSY sagt zwar, dass sie die Reinigungskräfte direkt anstellen wird (= also keine externen Dienstleister mehr dafür bezahlen wird). Sie garantiert aber nicht alle Arbeitskräfte zu übernehmen. Sprich sie weigert sich die heutigen ArbeiterInnen anzustellen! Der Grund dafür liegt auf der Hand: Diese ArbeiterInnen haben sich nach jahrzehntelanger Ultraausbeutung gewehrt und werden wieder für ihre Rechte kämpfen, sollten diese verletzt werden! All das passiert unter der von Syriza ernannten, “linken” OSY-Geschäftsführung!

Die Reinigungskräfte kämpfen:

    gegen die Dienstleister-Mafia, welche die öffentlichen Gelder plündert und ArbeiterInnen ausbeutet

    gegen die von Syriza ernannte Geschäftsführung der OSY, welche vollkommen bewusst und zynisch dieses System gedeckt hat, indem jedes Mittel gegen die Reingungskräfte und ihren möglichen Sieg eingesetzt wurde

    gegen die Banker, die dem Dienstleister Millionenkredite für die Sicherheit zukünftiger Löhne gewährten

    gegen die durch Syriza geführte Regierung, welche seit Januar 2015 nicht in der Lage oder nicht willens ist, eine einfache Lösung für das Problem der Lohnzahlungen bzw. den Erhalt von nur 140 Arbeitsplätzen zu finden

Die Reinigungskräfte fordern:

    rückwirkende Zahlung aller bisher nicht gezahlten Löhne

    Direktanstellung durch die Athener Busgesellschaft OSY

Möglicher Protestbrief:

Zitat
We the undersigned are shocked to be informed that the cleaning workers of the public Athens Bus Company, OSY, have not been paid their wages for the past seven months and that the OSY management told the workers that if they want their money they should take the contractor to the courts, as they have no way of pressurizing the contractor to pay.

We are aghast to learn that the contractor has secured loans through the Pireaus Bank in Greece, by using the future wages of the workers as a guarantee. Now the contractor claims to have no money and the bank refuses to pay the workers!

All this indicates to us a completely rotten system which it seems that the present government shows no interest to change. After two years in office, there is no excuse whatsoever for a government that calls itself “left” to allow for such treatment of the poorest and most oppressed section of the working class.

We demand:

The immediate payment of the wages of the Athens bus cleaners

The removal of the contractor and the direct employment of all the cleaners by OSY
Protestbriefe an:

OSY Geschäftsführung: ceo@ethel.gr

SYIZA Generalsekretär: grammateas@syriza.gr

Verkehrsministerium: gram-ypourgou@yme.gov.gr

Kopien an:

Gewerkschaft der Athener ReinigerInnen: serka.osy@gmail.com und th@sav-online.de
https://www.sozialismus.info/2016/12/solidaritaet-noetig-athener-busreinigungskraeften-wieder-im-streik/ (https://www.sozialismus.info/2016/12/solidaritaet-noetig-athener-busreinigungskraeften-wieder-im-streik/)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 18:10:39 So. 12.Februar 2017
Pressemitteilung des ZK der KKE zum Besuch von Alexis Tsipras in der Ukraine

Der Premierminister Alexis Tsipras suchte sich einen Zeitraum für seinen Ukraine-Besuch aus, in dem dort ein Regime herrscht, das mit Unterstützung der USA, der EU und der NATO und dem Einsatz faschistischer Gruppierungen sich an die Macht durchgeputscht hat.
 
Der Besuch fällt zeitlich mit einer erneuten Verschärfung der Lage in der südöstlichen Ukraine zusammen, mit einem neuen Blutbad, für dessen Ausbruch der heutige Präsident P. Poroschenko und seine reaktionäre Regierung die Hauptverantwortung tragen. In dieser Zeit läuft außerdem ein Gerichtsverfahren über ein Verbot der KP der Ukraine, die sowjetischen und antifaschistischen Denkmale werden abgerissen und die Nazi-Kollaborateure als „Patrioten“ verherrlicht.

(http://fs5.directupload.net/images/170212/temp/45ktrwpn.jpg) (http://www.directupload.net/file/d/4630/45ktrwpn_jpg.htm)(http://)


Dieses Regime, dem Herr Tsipras einen Besuch abstattete, stellt „schwarze Listen“ für seine politischen Gegner auf, in denen sich unter anderen die KKE-Parlamentarier G. Lambroulis, Vizepräsident des Griechischen Parlaments, sowie S. Zarianopoulos, Mitglied des EU-Parlaments, befinden, weil sie das tatkräftige Interesse und die Solidarität der KKE mit dem Volk der Ukraine zum Ausdruck brachten, das in der Donbass-Region ausblutet.
 
Die Gespräche über die Zusammenarbeit im Rahmen der EU und der NATO, sowie über Geschäftsabschlüsse belegen, dass die sogenannte „multidimensionale Außenpolitik“ der Regierung SYRIZA-ANEL, nichts anderes als ein eindimensionales Handeln im Dienste der Interessen des Kapitals bedeutet, fern der wirklichen Interessen der Völker Griechenlands und der Ukraine.
 
Athen, 9.2.2017

Das Pressebüro des ZK der KKE


Quelle

http://de.kke.gr/de/articles/Pressemitteilung-des-ZK-der-KKE-zum-Besuch-von-Alexis-Tsipras-in-der-Ukraine/ (http://de.kke.gr/de/articles/Pressemitteilung-des-ZK-der-KKE-zum-Besuch-von-Alexis-Tsipras-in-der-Ukraine/)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 17:27:00 Mi. 17.Mai 2017
Zitat
Streiks gegen Rentenkürzungen
Gewerkschaften wollen Griechenland lahmlegen

Rentenkürzungen und neue Steuern: Die griechische Regierung muss auf Druck der Gläubiger ein Sparpaket durchs Parlament bringen. Doch die Gewerkschaften formieren sich zum Widerstand.


(http://cdn2.spiegel.de/images/image-1142849-860_poster_16x9-mzgn-1142849.jpg)
Streikende Medienarbeiter in Athen


Alexis Tsipras und seine Regierung in Athen müssen eine neue Kraftprobe überstehen: Aus Protest gegen weitere geplante Sparmaßnahmen in Griechenland wollen die Fluglotsen, die Staatsbediensteten, die Lehrer und die Ärzte an diesem Mittwoch streiken.

Die Proteste begannen am Dienstag mit einem 48-stündigen Streik der Seeleute der griechischen Küstenschifffahrt. Zudem gab es im Radio und Fernsehen keine Nachrichten. Die griechischen Journalisten legten am Dienstag für 24 Stunden die Arbeit nieder.

Wegen des Streiks der Seeleute lief in der Ägäis und im Ionischen Meer keine Fähre aus, wie die Küstenwache mitteilte. Inseln ohne Flughafen werden demnach auch am Mittwoch von der Außenwelt so gut wie abgeschnitten sein. Wegen des Journalistenstreiks werden dann auch keine Zeitungen erscheinen.

Mit beträchtlichen Folgen müssen auch Reisende rechnen. Die Fluglotsen wollen am Mittwoch zwischen 10 Uhr und 14 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit die Arbeit niederlegen. Dutzende Inlandsflüge fallen deswegen aus. Zahlreiche internationale Flüge werden verschoben.

Die Fluggesellschaften forderten Reisende auf, Kontakt mit ihrer Airline aufzunehmen. Zudem wird sowohl an diesem Mittwoch als auch am Donnerstag mit Streiks in anderen Bereichen wie im Nahverkehr und beim Staat gerechnet. Zahlreiche antike Stätten und Museen werden geschlossen bleiben.

Zu den Streiks haben die drei größten Gewerkschaftsverbände des privaten und staatlichen Bereichs (ADEDY und GSEE) sowie die kommunistische PAME aufgerufen. Grund: Am späten Donnerstagabend soll das griechische Parlament ein neues Sparpaket billigen, das Rentenkürzungen und Steuererhöhungen in Höhe von gut 4,9 Milliarden Euro beinhaltet (mehr dazu lesen Sie hier). Es ist Voraussetzung für weitere Finanzspritzen seitens der internationalen Gläubiger des Landes.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/streiks-gewerkschaften-wollen-griechenland-lahmlegen-a-1147956.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/streiks-gewerkschaften-wollen-griechenland-lahmlegen-a-1147956.html)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: tleary am 13:34:11 Mo. 22.Mai 2017
An Griechenland kann man gut erkennen, wie die Arbeitenden hier auch einmal behandelt werden, wenn die Exporterfolge (z.B. durch zunehmenden Protektionismus) einmal etwas nachlassen. - Ein Blick in die Zukunft, sozusagen. Oder die deutsche Wirtschaft konkurriert alle anderen nieder - was auch denkbar wäre - und die Arbeiterklasse hierzulande bleibt noch lange Trittbrettfahrer. - Bis aufs Prekariat (Leiharbeiter, Niedriglöhner) natürlich. Denen geht's jetzt schon kaum besser als vielen Arbeitnehmern in Griechenland.
Die Tsipras-Regierung wird immer mehr zum willfährigen Vollstrecker der verordneten Verarmungsprogramme der Vertreter der Kapitalistenklasse (EU, Weltbank, EWF) gegenüber dem griechischen Volk.
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 10:08:45 Fr. 15.Dezember 2017
Zitat
Weiterhin problematische Arbeitsmarktsituation und Proteste gegen Sparpolitik

(http://www.deutschlandfunk.de/media/thumbs/b/b73848728f7bd001a6c915ef2cba3276v1_max_720x405_b3535db83dc50e27c1bb1392364c95a2.jpg?key=50fb7a)

In Griechenland geht die Arbeitslosigkeit aufgrund einer leichten Konjunkturerholung langsam zurück.

Die Erwerbslosenquote fiel im dritten Quartal von 22,6 Prozent auf 20,2 Prozent, wie das griechische Statistikamt mitteilte. Das hoch verschuldete Land hat die höchste Arbeitslosenquote unter den Euro-Ländern.
Aus Protest gegen die Arbeitslosigkeit, die Armut im Land und die harte Sparpolitik der Regierung sind die Mitglieder der größten Gewerkschaften des Landes in einen 24-stündigen Streik getreten. Im Rundfunk und Fernsehen gab es keine Nachrichten. Auch der öffentliche Nahverkehr sowie zahlreiche Inlandsflüge waren betroffen.

Griechenlands Premier Tsipras will die Sparmaßnahmen dennoch durchsetzen, um weiterhin Kredite von internationalen Geldgebern zu erhalten.
http://www.deutschlandfunk.de/griechenland-weiterhin-problematische-arbeitsmarktsituation.1939.de.html?drn:news_id=827189 (http://www.deutschlandfunk.de/griechenland-weiterhin-problematische-arbeitsmarktsituation.1939.de.html?drn:news_id=827189)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: Kuddel am 19:32:44 Sa. 16.Dezember 2017
Zitat
Nicht leben wie Sklaven
Zehntausende streiken in Griechenland. Verkehr kommt zum Stillstand. Regierung will nicht nachgeben


(https://www.jungewelt.de/img/700/102953.jpg)
Die Lüge vom »Wohlstand und Wachstum Griechenlands entlarven«: Demonstration am Donnerstag in Athen gegen die Kürzungspolitik

Am gestrigen Donnerstag haben Beschäftigte aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen in Athen, Thessaloniki und anderen Städten Griechenlands ihre Arbeit niedergelegt. Sie wollen damit ein Zeichen gegen die anhaltende Kürzungspolitik der Regierung setzen. Laut dpa schätzt die Polizei, dass allein in Athen mehr als 20.000 demonstrierten. Initiiert wurde der Protest von den größten Gewerkschaftsverbänden des Landes im öffentlichen Dienst (ADEDY) und in der Privatwirtschaft (GSEE). Auch die kommunistisch orientierte Gewerkschaftsfront PAME sowie kleinere Bündnisse und Organisationen hatten zum Ausstand aufgerufen. Es war der 45. Streik dieser Art seit Beginn der Wirtschaftskrise vor knapp sieben Jahren.

Neben der Abwendung weiterer Lohnkürzungen und Steuererhöhungen im Rahmen des dritten »Hilfspakets« der internationalen Gläubiger standen am gestrigen Tag vor allem die Arbeiterrechte im Mittelpunkt: »Was uns alle an diesem Tag eint, ist der Unmut über die geplanten Einschränkungen des Streikrechts«, erklärte Dimitris, ein junger Aktivist der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE), bei einer Kundgebung im Stadtzentrum Thessalonikis gegenüber jW. Zwar sei die Gesetzesinitiative, die eine Mindestbeteiligung von 51 Prozent der Angestellten als Voraussetzung für eine rechtliche Anerkennung von Streiks durchsetzen will, nach heftiger Kritik der Opposition vorerst vom Tisch, dennoch müsse man wachsam bleiben, so die Demonstranten. »Lasst uns nicht wie Sklaven leben«, forderten sie auf Transparenten.
https://www.jungewelt.de/artikel/323583.nicht-leben-wie-sklaven.html (https://www.jungewelt.de/artikel/323583.nicht-leben-wie-sklaven.html)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 16:08:32 Mi. 30.Mai 2018
Zitat
In Griechenland gibt es erneut weitreichende Streiks gegen die Sparpolitik der Regierung.

Behörden und Schulen sind geschlossen. Ärzte in staatlichen Krankenhäusern behandeln nur Notfälle. Arbeitsniederlegungen gibt es auch im öffentlichen Nahverkehr sowie bei den Fähr- und Fluggesellschaften. Zu den Streiks haben mehrere Gewerkschaftsverbände aufgerufen. Die Proteste richten sich gegen Einsparungen im öffentlichen Sektor sowie gegen die Steuer- und Arbeitsmarktpolitik.
http://www.deutschlandfunk.de/griechenland-streiks-gegen-sparpolitik-der-regierung.2932.de.html?drn:news_id=887865 (http://www.deutschlandfunk.de/griechenland-streiks-gegen-sparpolitik-der-regierung.2932.de.html?drn:news_id=887865)
Titel: Re:Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:57:42 Do. 29.November 2018
Zitat
Griechen streiken landesweit gegen Sparpolitik und sorgen für Chaos

Demonstrationen gegen die andauernde Sparpolitik sorgen in Griechenland für ein Verkehrschaos. Die Polizei rechnet mit Ausschreitungen von Autonomen.


(https://www.handelsblatt.com/images/landesweiter-streik-in-griechenland/23693782/2-format2020.jpg)

Athen. Ein 24-stündiger landesweiter Streik gegen die andauernde Sparpolitik hat Griechenland am Mittwoch in weiten Teilen lahmgelegt. Der öffentliche Nahverkehr wurde ebenso wie die Fähren bestreikt, auch die gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter der Privatwirtschaft gingen in den Ausstand.

Das Stadtzentrum Athens war wegen mehrerer Demonstrationen am Vormittag weitgehend gesperrt, es kam zum Verkehrschaos. Unterdessen verkündete Ministerpräsident Alexis Tsipras im Parlament die Senkung von Abgaben und Steuern.

Bei der Parlamentsdebatte versprach Tsipras, die Steuer für Besitzer von Immobilien im Wert von unter 60.000 Euro um 30 Prozent zu senken und stellte außerdem in Aussicht, die Besteuerung von Unternehmen zu verringern. Finanzminister Euklid Tsakalotos sicherte zudem 710 Millionen Euro an sozialen Maßnahmen für das Jahr 2018 zu.

Die Streikenden beruhigte das nicht. Die Dachgewerkschaft GSEE, die rund 2,5 Millionen Beschäftigte vertritt, forderte eine „sofortige Erstattung der rechtswidrigen Kürzung von Grund- und Zusatzrenten sowie des Urlaubsgeldes“.

Auch soll den Gewerkschaftern zufolge das Wohneigentum der Menschen geschützt werden und nicht unter den Hammer kommen, wenn die Besitzer verschuldet sind – zumindest die „erste Wohnung“, in der die Menschen selbst wohnen.

Zudem müsse der Mindestlohn von 586 Euro auf 751 Euro im Monat angehoben und ein nationaler, sozialer Wirtschaftsplan für das Land auf den Weg gebracht werden, forderte die GSEE. „Die Politik der Austerität und damit der Armut muss ein für alle Mal beendet werden“, hieß es in einem Aufruf.

Unterdessen hob der griechische Premier im Parlament die vielen Fortschritte hervor, die Griechenland gemacht habe. Er verwies darauf, dass das Land nunmehr seit 100 Tagen unabhängig von internationalen Hilfsprogrammen sei. „Die Abschaffung sozialer Ungerechtigkeiten und der wirtschaftliche Wiederaufbau werden nun noch schneller und entschiedener fortgesetzt“, sagt er der Tageszeitung „Kathimerini“ zufolge.
https://www.handelsblatt.com/politik/international/griechenland-griechen-streiken-landesweit-gegen-sparpolitik-und-sorgen-fuer-chaos/23693774.html?ticket=ST-4069749-7WRP14ExhHYnszZFQSne-ap1 (https://www.handelsblatt.com/politik/international/griechenland-griechen-streiken-landesweit-gegen-sparpolitik-und-sorgen-fuer-chaos/23693774.html?ticket=ST-4069749-7WRP14ExhHYnszZFQSne-ap1)
Titel: Re: Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 10:51:50 Di. 02.Juli 2019
Zitat
Griechische Seeleute wollen Schiffsverkehr lahmlegen

Dutzende griechische Inseln dürften am Mittwoch nicht ansteuerbar sein: In der Ägäis und im Ionischen Meer werden wohl keine Fähre auslaufen. Grund ist ein 24-Stunden-Streik griechischer Seeleute.
https://www.spiegel.de/reise/aktuell/faehren-in-griechenland-seeleute-kuendigen-streik-fuer-mittwoch-an-a-1275341.html
Titel: Re: Griechenland streikt
Beitrag von: Fritz Linow am 13:48:41 Di. 24.September 2019
Zitat
24.9.19
Streiks gegen Sparmaßnahmen und Privatisierungen

In Griechenland protestieren Arbeiter 24 Stunden lang gegen die Pläne der neuen, konservativen Regierung
(...)
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1126257.griechenland-streiks-gegen-sparmassnahmen-und-privatisierungen.html
Titel: Re: Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:42:20 Do. 26.September 2019
Griechenland war mal bei den Linken hierzulande schwer angesagt, als dort ständig gekämpft wurde.
Es gab förmlich einen Revolutionstourismus. Dann wurde die griechische Bevölkerung vom Verrat der Linkspartei Syriza überrascht und niedergezwungen. Da verloren die meisten Polittouristen das Interesse.

Ziemlich daneben. Griechenland ist DAS Testlabor für Sozialkahlschlag in Europa. Wenn sie dort Erfolg haben, kriegen wir eine Ahnung von dem, was uns blüht. Wir sollten mit den kämpfenden Griechen solidarisch sein, um auch uns selbst zu verteidigen.

Es beginnt  im Land wieder zu rumohren...
Zitat
Fähren bleiben im Hafen, Geschäfte geschlossen, der öffentliche Verkehr steht still – in Griechenland hat der erste große Streik nach dem Wahlsieg von Kyriakos Mitsotakis begonnen. Er richtet sich gegen neue Gesetze...
https://www.dw.com/de/landesweiter-streik-in-griechenland/a-50558540
Titel: Re: Griechenland streikt!
Beitrag von: tleary am 04:09:52 Fr. 27.September 2019
Griechenland ist auch aus dem Blickfeld der hiesigen Medien geraten. Kein Bericht mehr über die soziale Lage dort, geschweige die politischen Kämpfe dort. Alles wird totgeschwiegen.
Titel: Re: Griechenland streikt!
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:48:52 Do. 03.Oktober 2019
Zitat
Streiks gegen neoliberale Politik
Konservative Regierung will Privatisierungen vorantreiben und das Streikrecht einschränken


Aus Protest gegen weitere geplante Kürzungsmaßnahmen und Privatisierungen haben in Griechenland am Mittwoch umfangreiche Streiks begonnen. Es ist der zweite große Arbeitskampf nach dem Wahlsieg der Konservativen unter Regierungschef Kyriakos Mitsotakis. Zum Streik haben die Gewerkschaft des Staatsbediensteten ADEDY, die kommunistische Gewerkschaft PAME und der Dach-Gewerkschaftsverband des privaten Bereichs GSEE aufgerufen. Bereits am 24. September hatten zahlreiche griechische Gewerkschaften einen Arbeitskampf organisiert.

Am stärksten von dem Ausstand betroffen ist der Bereich Verkehr: Zahlreiche Fähren blieben in den Häfen. Die U-Bahnen und die Bahnen fuhren nicht. Die Busfahrer von Athen legten die Arbeit für mehrere Stunden nieder. Zudem werden alle staatlichen Schulen bestreikt; das berichtete das Staatsfernsehen ERT.

Der konservative Mitsotakis hatte am 7. Juli den linken Regierungschef Alexis Tsipras abgelöst und erklärt, er werde die Bürokratie bekämpfen und die Privatisierungen vorantreiben. Obwohl die Regierung dies ausschließt, befürchten die Gewerkschaften Entlassungen. Zudem soll das Streikrecht eingeschränkt werden.

Ein Streik soll nach einem neuen Gesetz nur dann legal sein, wenn mehr als 50 Prozent der Mitglieder der Gewerkschaft ihm zugestimmt haben. Bislang reichte dazu der Beschluss eines Gewerkschaftsvorstandes.
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1126617.griechenland-streiks-gegen-neoliberale-politik.html
Titel: Scharfe Proteste gegen neues Streik- und Demonstrationsgesetz
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:56:31 Do. 02.Juli 2020
Wo Hitler mit Wehrmacht und Panzern Probleme hatte, marschiert Deutschland heute mit Hilfe der EU durch: Griechenland wird Kolonie.
Zitat
Eine geplante Änderung des Streikgesetzes, das in dieser Woche dem dafür zuständigen Parlamentsausschuss übergeben wurde, sorgt für eine heiße Debatte zwischen der konservativen Regierungspartei ND und der Opposition. Bürgerschutzminister Michalis Chryssochoidis rief die Parteien dazu auf, ihre Vorschläge zu unterbreiten.

Auf die Kritik der Opposition antwortete er, dass in der Gesetzesnovelle weder ein Streik- noch ein Demonstrationsverbot vorgesehen seien, wie es einige Medien berichtet hatten. Regierungssprecher Stelios Petsas sagte, dass das neue Gesetz sehr wohl das Recht auf Proteste garantiere, allerdings ohne die Rechte anderer Bürger zu beeinträchtigen.
Vom oppositionellen Bündnis der Radikalen Linken wurde diese Darstellung empört zurückgewiesen. Hier verglich man die Gesetzesnovelle mit einer juristischen Regelung aus den Zeiten der griechischen Militärjunta in den 70er Jahren. SYRIZA verwies darauf, dass entsprechend der Vorlage Teilnehmer an Protestkundgebungen bis zu zwei Jahre ins Gefängnis kommen könnten.
Aus den Reihen der sozialistischen Bewegung der Veränderung wurde der Vorschlag unterbreitet, dass die Polizei künftig kein Tränengas mehr einsetzen dürfe. Vor allem auch die kommunistische KKE läuft Sturm gegen den Vorschlag des Bürgerschutzministeriums und ruft dazu auf, dass dieser komplett und sofort zurückgezogen werden müsse. Seitens der Partei MeRa25 wurde der Gesetzesvorschlag als „autoritär rechtsradikal“ charakterisiert. Selbst die rechtspopulistische Griechische Lösung bezeichnet Teile der Gesetzesnovelle als „nicht realisierbar“. 
https://www.griechenland.net/nachrichten/politik/27481-scharfe-proteste-gegen-neues-streik-und-demonstrationsgesetz