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Handel & Dienstleistung => Transport & Verkehr => Luftfahrt => Thema gestartet von: ManOfConstantSorrow am 18:01:14 Di. 24.Januar 2006

Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:01:14 Di. 24.Januar 2006
Neben einem Dauerstreik bei der finanziell seit Jahren angeschlagenen Alitalia riefen gestern auch die Piloten der skandinavischen SAS in Dänemark einen wilden Arbeitskampf aus, der schon allein am Drehkreuz Kopenhagen zu mehr als 150 Flugausfällen führte. In Norwegen gab es Solidaritätsaktionen: Rund 50 Piloten der Tochter SAS Braathens meldeten sich krank. Die Aktie der von Dänemark, Norwegen und Schweden betriebenen Fluggesellschaft quittierte die Ausfälle mit einem Minus von fünf Prozent. Alitalia-Aktien verloren zwischenzeitlich mehr als sieben Prozent an Wert.

Die Belegschaften protestieren mit ihren Streiks gegen die Sanierungspläne ihrer Vorstände: Um die Kosten der staatlich geprägten Fluglinien deutlich zu senken und dem Niveau der erfolgreichen Billigkonkurrenz anzugleichen, stehen derzeit quer durch Europa Vertragsänderungen und Personalkürzungen auf dem Plan. Auch die Pilotengewerkschaft der Lufthansa, Vereinigung Cockpit, hat die Tarifverhandlungen Ende 2005 für gescheitert erklärt.
Das Konfliktpotenzial in Italien und Skandinavien ist ungleich größer

 :D "Arbeitskampf nimmt verheerende Züge an" (http://www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&sfn=go&id=1177383)  :D
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: besorgter bürger am 11:03:47 Mi. 25.Januar 2006
Zitat
Rom - Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi überlegt den Einsatz des Militärs, um die wilden Streiks bei der Fluggesellschaft Alitalia zu beenden. "Wir könnten diesen Punkt erreichen. Aber wir werden versuchen, es zu vermeiden, weil wir wissen, dass es zu Tragödien kommen kann", sagte Berlusconi,

http://derstandard.at/?url=/?id=2316983
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:43:20 Mi. 25.Januar 2006
Die skandinavische Fluggesellschaft SAS hat angekündigt, die streikenden Piloten und ihre Gewerkschaften zu verklagen.
Wie ein SAS-Sprecher in Stockholm mitteilte, fordert das Unternehmen von jedem streikenden Mitarbeiter rund 1.000 Euro Schadenersatz. Die Piloten protestieren seit dem Wochenende gegen geplante Entlassungen und schlechtere Arbeitsbedingungen. In Dänemark und in Norwegen wurden deshalb auch heute mehrere hundert Verbindungen gestrichen. - Die italienische Alitalia rechnet wegen Protestaktionen des Bodenpersonals ebenfalls mit weiteren Flugausfällen.
(dlf nachrichten 25.1.05)
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: michael92660 am 19:54:37 Mi. 25.Januar 2006
Sollte man nicht eine eMail an SAS senden, Inhalt:

Sehr geehrte Damen und Herren, gerne übersenden wir ihnen angefordertes Angebot über Fallschirme:

30 Stk. Brüggemann Mod. XYZ  á 2.422,--

Gleichzeitig müssen wir aber mitteilen, dass eine Maximalgeschwindigkeit beim Abspringen <200 kts. IAS sein muss. Die Passform läßt ein Sitzen in normalen Pilotenstühlen durch besonders dünne Bauform ohne weiteres zu!

mfg
bla bla


*lach* die Gesichter hätt ich gerne gesehen, wenn die Piloten dann anrufen und sagen sie wollen unbedingt wieder fliegen.....
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 22:35:31 Sa. 24.März 2007
Spontaner Streik des Kabinenpersonals von SAS

24.03.07  Am Donnerstag organisierte das Kabinenpersonal der skandinavischen Fluggesellschaft SAS in Dänemark einen spontanen Streik. Die Gesellschaft hatte es darauhin sehr eilig, den Streit  schnell zu beenden, um weitere finanzielle Verluste und eine "Rufschädigung" durch Streiks zu vermeiden. SAS will die Arbeitszeit der Piloten und des Kabinenpersonals weiter flexibilisieren, damit die Flugzeuge so wenig Zeit wie möglich am Boden verbringen.
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:00:04 Fr. 04.Mai 2007
In Italien hat ein Streik der Flugbegleiter der italienischen Gesellschaft Alitalia zu massiven Behinderungen im Flugverkehr geführt. Insgesamt wurden über 350 Flüge gestrichen, darunter rund 150 internationale Verbindungen. Auch für morgen wird mit weiteren Ausfällen gerechnet. Mit ihrer Aktion richten sich die Flugbegleiter gegen den Abbruch der Vertragsverhandlungen von Seiten der hochverschuldeten staatlichen Fluglinie.
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:38:41 Mo. 06.August 2007
Ein zweistündiger Warnstreik der Pilotenvereinigung Vereinigung Cockpit hat am Montagmorgen zu Verzögerungen bei den Fluggesellschaften LTU und Air Berlin geführt. Von 15 Flügen in Düsseldorf und München starteten nach Cockpit-Angaben 14 wegen der Arbeitskampfmaßnahmen zwei Stunden später. Die Vereinigung sprach von einem vollen Erfolg.

http://www.handelsblatt.com/news/Journal/Business-Travel-Reise/_pv/_p/202790/_t/ft/_b/1304615/default.aspx/piloten-warnstreik-laehmt-ltu-und-air-berlin.html
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 15:09:21 Mi. 22.August 2007
Zitat
73 wilde Streiks des dänischen Kabinenpersonals in den vergangenen zehn Jahren, unzählige Arbeitsniederlegungen auch in Schweden und Norwegen

http://www.handelsblatt.com/news/Karriere/Koepfe/_pv/_p/200811/_t/ft/_b/1311877/default.aspx/ueber-streit--und-streiklust.html
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Lichtkämpfer am 22:24:45 Mi. 22.August 2007
Endlich Rührt sich mal etwas. Leider streiken die "kleinen" nicht. Da sinda die Lokführer und Piloten. Es wäre spannend wenn es die Putzfrauen,Müllmänner,
Strassenkehrer,das Bäckereipersonal, die Drucker bei Springer und alle Zeitarbeiter/innen das tun würden.
Dann möchte ich die Pressemeldungen falls es da welche gibt mal sehen.
Da wird dann wohl Rundfunk und Fernsehen seiner Gleichschaltung gerecht werden.
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: BakuRock am 00:53:52 Do. 23.August 2007
Zitat
Original von Lichtkämpfer
Endlich Rührt sich mal etwas. Leider streiken die "kleinen" nicht. Da sinda die Lokführer und Piloten. Es wäre spannend wenn es die Putzfrauen,Müllmänner,
Strassenkehrer,das Bäckereipersonal, die Drucker bei Springer und alle Zeitarbeiter/innen das tun würden.
Dann möchte ich die Pressemeldungen falls es da welche gibt mal sehen.
Da wird dann wohl Rundfunk und Fernsehen seiner Gleichschaltung gerecht werden.

Wobei es ueberhaupt nicht wichtig ist, was die "Gleichgeschalteten" dazu "sagen"!

Wichtig waere das gemeinsame solidarische Signal: Wenn die Arbeiterschaft das will, stehen alle Raeder still!

Da braeuchte es keiner "Meldung" mehr, weil es ueberall zu spueren waer!
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 15:17:12 Mo. 26.November 2007
Flugausfälle bei Austrian Arrows
Das fliegende Personal der ehemaligen Tyrolean fordert in überraschend einberufenen Betriebsversammlungen mehr Gehalt


ien - Bei der Austrian-Airlines-Tochter Austrian Arrows (Tyrolean) hat der Betriebsrat am Vormittag überraschend eine Betriebsversammlung einberufen. Grund dafür sind anhaltende Streitigkeiten zwischen dem Management und dem Betriebsrat über ein Übertrittsmodell für Piloten zwischen AUA und Tyrolean.
 
Die AUA hat laut Sprecherin für heute, Montag, kurzfristig zunächst 14 Abflüge aus Wien abgesagt - vor allem Vormittagsflüge innerhalb Österreichs und unter anderem nach Brüssel, London, Prag und Budapest. Die betroffenen Passagiere wurden verständigt und umgebucht, so die Sprecherin.

Begonnen hat die Betriebsversammlung gegen 11 Uhr. Wie lange die Beratungen der Belegschaft andauern werden, ist noch unklar. Zu der Versammlung in Innsbruck sind mehrere hundert Piloten und Flugbegleiter gekommen. Sollten die Betriebsversammlungen noch länger andauern, könnten noch mehr Flüge ausfallen, so die AUA-Sprecherin.
(...)
Tyrolean-Bordbetriebsratschef Peter Danek hatte im August bereits mit Streiks gedroht.
(...)
http://derstandard.at/?id=3126215
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:05:39 Mi. 13.Februar 2008
Zitat
HANDELSBLATT, Dienstag, 12. Februar 2008,  
Erhebliche Störungen

Lotsenstreik lähmt Flugverkehr in Paris

Am zweiten Tag des Fluglotsenstreiks in Paris sind erneut zahlreiche Flüge ausgefallen. Betroffen sind vor allem Inlandsflüge, doch kommt es auch bei Auslandsreisen zu Verspätungen.


PARIS. Am zweiten Tag eines einwöchigen Fluglotsenstreiks in Paris ist es wieder zu erheblichen Störungen gekommen. Wie schon am Tag zuvor wurde nach Angaben der Flugaufsichtsbehörde am Dienstag die Hälfte der Inlandsflüge am Flughafen Orly im Süden der Hauptstadt gestrichen.

Von den Verspätungen waren auch Auslandsflüge betroffen. Am Flughafen Charles de Gaulle nördlich von Paris gab es zunächst keine Beeinträchtigungen. Die Gewerkschaft CGT hat zu dem fünftägigen Streik aufgerufen. Die Angestellten wollen verhindern, dass künftig alle Fluglotsen in einem Kontrollzentrum arbeiten, und nicht wie bisher an beiden Flughäfen.

http://www.handelsblatt.com/News/Journal/Business-Travel-Reise/_pv/_p/202790/_t/ft/_b/1389668/default.aspx/lotsenstreik-laehmt-flugverkehr-in-paris.html
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kater am 21:30:57 So. 27.April 2008
Zitat
Chinas Piloten machen Peking Angst vorm Fliegen
Von Joachim Hoelzgen

Chinas Piloten arbeiten zu viel, zu lang und für zu wenig Geld. Deshalb proben sie derzeit den Aufstand - und bringen ihre Fluggesellschaften und die Kommunistische Partei mit ungewöhnlichen Streikaktionen ins Schwitzen.

(...)

Am Anfang war im Äther das internationale Rufzeichen Shanghai Air nicht mehr so oft zu hören, weil sich 40 Luftkapitäne der Fluggesellschaft Shanghai Airlines plötzlich krank gemeldet hatten. Ebenso schlagartig waren elf Piloten der Inlandsfluggesellschaft East Star Air in Wuhan an das Krankenbett gefesselt. Verspätungen waren die Folge, Maschinen mussten am Boden bleiben.

All das war aber erst der Anfang: Am 31. März und am 1. April erprobten 21 Piloten der staatlichen Gesellschaft China Eastern eine Streikart, die es bisher nirgendwo gegeben hat: Sie starteten zunächst in Kunming, der Hauptstadt der südlichen Provinz Yunnan, zu ihren Zielflughäfen, kehrten dann aber auf halbem Wege unvermittelt um. Die Passagiere staunten - und mussten auf dem Flughafen Kunmings wieder von Bord.

Landen - und gleich wieder umdrehen

Als nächstes hatten sich die Piloten etwas noch Außergewöhnlicheres ausgedacht: Wieder starteten sie in Kunming und landeten auch wie geplant an ihren Zielorten. Aber statt dort zu parken, drehten sie noch auf der Landebahn um, gaben Vollgas und flogen wieder nach Kunming zurück. Am Ende waren in Kunming 1500 Passagiere gestrandet.

Streiks sind in China eine Seltenheit, und das gilt erst recht für die Luftfahrtbranche. Sie wird von Unternehmen wie der China Eastern dominiert, die im Jahr 2002 aus der Gesellschaft China Yunnan Airlines und der Luftlinie China Northeastern hervorging. Heute ist sie die drittgrößte Fluggesellschaft Chinas.
China Eastern versuchte erst einmal, die Vorfälle in Yunnan zu vertuschen. Die Flugzeuge seien wegen schlechten Wetters nach Kunming zurückgekehrt, hieß es aus der Konzernzentrale in Shanghai. Dem aber widersprachen Passagiere der Maschinen. Erst daraufhin räumte das Management ein, dass es sich um einen Pilotenstreik gehandelt habe.
mehr:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,549425,00.html
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: antonov am 18:20:28 Mi. 30.April 2008
:) die sind ja richtig lustig die chinesen

hoffentlich spricht sich sowas nicht rum  :)
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 16:16:11 Do. 15.Mai 2008
Zitat
   Flughafenstreik    

In fünf Städten (Balikpapan, Biak, Makassar, Manado, Ambon) streikte Flughafenpersonal der staatseigenen PT Angkasa Pura I . Die Gewerkschaft will die Verbesserungen bei Gehältern, Renten und Krankenversicherung. Eigentlich sieht ein Tarifabkommen aus dem Jahr 2006 diese Erhöhungen sowieso vor, das Management will aber nicht zahlen.

Quelle: The Jakarta Post, 8.5.07
Zitat
HANDELSBLATT, Donnerstag, 15. Mai 2008

Flüge gestrichen

Fluglotsenstreik in Griechenland
In Griechenland behindert ein Fluglotsenstreik den Luftverkehr. Zeitweise blieb der griechische Luftraum geschlossen, zahlreiche Flüge fielen aus oder mussten umgeleitet werden.


ATHEN. Ein vierstündiger Streik der Fluglotsen hat den Flugverkehr in Griechenland am Donnerstag erheblich behindert. Zwischen 11.00 und 15.00 Uhr Ortszeit (10.00 bis 14.00 MESZ) blieb der Luftraum geschlossen. Rund 50 Inlandflüge fielen deshalb aus. Zudem mussten zahlreiche Auslandsflüge verlegt werden, berichtete der staatliche Rundfunk weiter.

Die Fluglotsen fordern neue Tarifverhandlungen und mehr Personal. Am Donnerstag legten in Griechenland auch die Angestellten der Telefongesellschaft sowie die Hafenarbeiter und die Angestellten zahlreicher Banken die Arbeit nieder. Sie protestierten gegen Privatisierungspläne der konservativen Regierung.
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:33:13 Di. 20.Mai 2008
Flughafen-Streik in Norwegen wird erneut ausgeweitet

Oslo. dpa/baz. Der vor einer Woche ausgerufene Streik auf norwegischen Flughäfen ist am Dienstag erneut ausgeweitet worden. Nach der Verdoppelung der Zahl von sechs auf zwölf Airports strandeten unter anderem auf Norwegens wichtigstem Flugplatz Oslo Gardermoen 8000 Reisende. Insgesamt wurden am Dienstag Flüge für 31'000 Passagieren in dem skandinavischen Land gestrichen.

In den unbefristeten Arbeitskampf gegen den Flughafenbetreiber Avinor sind bisher 400 Beschäftigte einbezogen. Vor allem wegen nicht ausreichender Kapazitäten für Noteinsätze wurde der komplette Flugverkehr unter anderem auf den Flugplätzen von Bergen, Stavanger, Narvik, Molde und mehreren kleineren Städten eingestellt. Der Hauptteil der Starts und Landungen auf dem Osloer Flugplatz Gardermoen sei weiter nicht berührt, hiess es aus der norwegischen Hauptstadt.

http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectID=05F47CCC-1422-0CEF-70DC20D4D79DA9C2
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 10:48:46 Mi. 21.Mai 2008
Pilotenstreik behindert Flugverkehr

Überraschender Warnstreik der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit: Die Piloten von Eurowings, Germanwings und Lufthansa CityLine ließen am Morgen für mehrere Stunden die Arbeit ruhen. Betroffen waren fast alle größeren Flughäfen in Deutschland. Beinahe 100 Flüge wurden gestrichen oder hatten Verspätung.

http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/maerkte/:Tarifstreit-Pilotenstreik-Flugverkehr/621027.html
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 15:06:26 Di. 22.Juli 2008
Zitat
Lufthansa streicht fast 1000 Flüge

Der Streik der Pilotenvereinigung Cockpit zwingt die Lufthansa zu massiven Streichungen im Luftverkehr. Fast 1000 Flüge fallen aus, betroffen sind Flüge innerhalb Deutschlands ebenso wie innereuropäische Verbindungen. Und schon droht dem Unternehmen neues Ungemach.
http://www.handelsblatt.com/journal/business-travel/lufthansa-streicht-fast-1000-fluege;2014222
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kater am 12:16:04 Fr. 25.Juli 2008
Zitat
Boden- und Kabinenpersonal der Lufthansa streikt ab Montag

Berlin (ddp). Bei der Deutschen Lufthansa wird es ab Montag 0.00 Uhr zu weiteren Streiks kommen. In einer Urabstimmung habe sich das Boden- und Kabinenpersonal des Unternehmens mit einer Mehrheit von 90,7 Prozent für einen Arbeitskampf entschieden, sagte ver.di-Bundesvorstand Erhard Ott am Freitag in Berlin. Damit wurde das erforderliche Quorum von 75 Prozent deutlich erreicht. Die 52 000 Beschäftigten am Boden und in der Kabine der größten deutschen Fluggesellschaft wollen mit den Streiks für einen besseren Tarifvertrag kämpfen.

Ott sagte weiter, es handle sich um einen unbefristeten Streik. Daran würden sich die Bereiche Kabine, Technik, Catering, Cargo, Passage und Systems beteiligen. Der Beginn werde jedoch an den einzelnen Standorten abgestimmt und am Montag zeitversetzt beginnen. Bestreikt würden die Standorte Berlin, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart. Mit den Streiks solle das Unternehmen «wirtschaftlich» getroffen werden, betonte Ott.

Die Gewerkschaft fordert 9,8 Prozent mehr Gehalt bei einer einjährigen Tarifvertragslaufzeit für die rund 52 000 Beschäftigten. Die Lufthansa bot zuletzt an, die Gehälter ab 1. Juli um 4,6 Prozent und zum 1. Juli kommenden Jahres noch einmal um 2,1 Prozent anzuheben. Vorgesehen war außerdem eine Einmalzahlung noch in diesem Jahr in Höhe von einem Prozent der Jahresvergütung. Als Laufzeit für den Tarifvertrag bot Lufthansa 21 Monate bis Ende Februar 2010 an. In den bisher vier Verhandlungsrunden waren die Tarifparteien nicht zu einem Ergebnis gekommen.

Lufthansa befindet sich derzeit auch im Tarifkonflikt mit der Pilotenvereinigung Cockpit bezüglich neuer Tarifverträge für die Töchter Eurowings und Cityline. Durch Streiks kam es in der Urlaubszeit bereits zu zahlreichen Flugausfällen.

Die Lufthansa-Aktie reagierte auf die Nachricht mit Kursverlusten und verlor in einem negativen Marktumfeld bis 11.30 Uhr 3,4 Prozent auf 15,09 Euro.

http://de.news.yahoo.com/ddp/20080725/tde-boden-und-kabinenpersonal-der-luftha-e502712.html
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:30:12 So. 27.Juli 2008
Zitat
Streikbrecher aus Österreich

Die Streiksorgen verderben der Lufthansa-Führung das Wochenende, Analysten erwarten nächste Woche enttäuschende Zahlen und der Kurs sackt ab. Nun scheint die Fluggesellschaft beim Nachbarn Anschluss zu suchen.


Und zwar bei einem alten Bekannten, der bereits im jetzt drohenden Streikfall der Lufthansa zur Seite stehen soll. Die Rheinische Post berichtet, dass Austrian Airlines (AUA) Passagierkontingente abnehmen wolle. Und wenn das, was die österreichische Zeitung „die Presse“ berichtet, stimmt, dann bereitet sich die Kranichlinie gleich auf einen Einstieg bei der österreichischen Fluggesellschaft vor.
http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_302960
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kater am 16:30:03 So. 27.Juli 2008
Zitat
SCHWACHSTELLEN: Wann legt ein Lufthansa-Streik einen Flug lahm?
Wenn Anfang der Woche Mitarbeiter der Lufthansa in den Streik treten, müssen sich Passagiere auf massive Flugausfälle einstellen. Nicht bei allen Bereichen des Flugbetriebs führt ein Streik jedoch zwingend zum Ausfall eines Fluges.

Frankfurt/Main - Bis eine Linienmaschine abheben kann, sind zahlreiche Arbeitsschritte notwendig. Check-In, Transport, Wartung, Verpflegung - fehlt ein Bindeglied, ist der Flugbetrieb gefährdet. Ein Streik in einzelnen Bereichen kann die Lufthansa deshalb empfindlich treffen. Jedoch sind viele Aufgaben gar nicht Sache der Fluggesellschaft, sondern werden von Drittfirmen erledigt.

Check-In: Bei der Lufthansa wird dies in der Regel durch eigene Mitarbeiter erledigt. Allerdings gilt der Organisationsgrad hier als eher gering.

Gepäcktransport: Ist in der Regel die Aufgabe der Flughäfen, so dass er von einem Streik bei der Lufthansa nicht betroffen ist.

Piloten: Die Piloten bei der Lufthansa verhandeln unabhängig von der Gewerkschaft Ver.di. Da für die Piloten der Konzernmutter Anfang des Jahres ein neuer Tarifvertrag vereinbart wurde, gibt es hier keine Streiks. Anders kann es bei den Lufthansa-Töchtern sein.

Kabinenpersonal: Beim Kabinenpersonal steht Ver.di in Konkurrenz zu der Gewerkschaft UFO, die deutlich mehr Rückhalt haben dürfte. Inwieweit sich Flugbegleiter an dem Streikaufruf von Ver.di beteiligen, ist unklar.

Transport: Die Passagiere besteigen die Flugzeuge entweder direkt am Gate, oder werden mit Bussen zu den Maschinen gebracht. Dieser Transport läuft in der Regel in Regie der Flughäfen. Dagegen wird die Crew-Besatzung von Lufthansa-Fahrern zu den Maschinen gebracht.

Wartung: Ohne die gesetzlich vorgeschriebenen Wartungen darf kein Flugzeug starten. Daher gilt der Bereich Lufthansa Technik als der neuralgische Punkt bei einem Streik. Allerdings könnte Lufthansa einige Wartungsarbeiten auch im Ausland ausführen lassen.

Catering: Die Versorgung ganzer Flugzeugflotten mit Essen und Getränken gilt als logistische Herausforderung. Letztendlich muss immer der Kapitän entscheiden, ob er notfalls auch ohne die gewohnte Verpflegung der Gäste startet. Gerade auf den Langstrecken dürfte aber ein Mindestangebot notwendig sein. Hier könnte Lufthansa auf Drittfirmen setzen.

Tanken: Ohne Kerosin geht an den Flughäfen nichts - in den Streik sind die Tankwarte aber nicht einbezogen, weil sie nicht von der Lufthansa angestellt sind.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,568141,00.html
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kater am 07:53:12 Mo. 28.Juli 2008
Zitat
Chronologie: Streiks im deutschen Luftverkehr

Hamburg (dpa) - Mitten in der Urlaubszeit hat die Gewerkschaft ver.di bei der Lufthansa zu einem unbefristeten Streik von Boden- und Kabinenpersonal aufgerufen. Bereits vor einigen Tagen fielen rund 1000 Flüge bei zwei Lufthansa-Töchtern wegen eines Piloten-Streiks aus.

In den Vergangenheit kam es durch Arbeitskämpfe nur selten zu schweren Behinderungen im deutschen Luftverkehr.

In Erinnerung geblieben ist das Chaos auf den Flughäfen beim Fluglotsen-Streik vor 25 Jahren. Mehrfach legten die Fluglotsen nach gescheiterten Tarifgesprächen den Luftverkehr mit Arbeitskämpfen lahm. Auf einen mit zu großer Arbeitsbelastung begründeten siebenwöchigen Bummelstreik 1971 folgte zwei Jahre später ein sechs Monate andauernder «Dienst nach Vorschrift». Von Mai bis November 1973 wurden insgesamt 47 000 Flüge gestrichen. Die Fluggesellschaften schätzten ihre Verluste auf 500 Millionen D-Mark. 1974 wurde das Pensionsalter für Fluglotsen per Gesetz von 65 auf 52 Jahre gesenkt.

Im Juni 1984 wehrte sich die Gewerkschaft DAG gegen ein ihr zu gering erscheinendes Lufthansa-Angebot für das Cockpit-Personal. Wegen der Warnstreiks gab es Verspätungen und Flug-Annullierungen. Drei Jahre zuvor war eine DAG-Urabstimmung wegen zu geringer Beteiligung gescheitert. Warnstreiks, mit denen im Dezember 1980 bessere Arbeitsbedingen erzwungen werden sollten, wurden gerichtlich gestoppt.

Der erste gemeinsame Streik von Bord- und Bodenpersonal in der deutschen Fliegerei endete bei der LTU im August 1989 nach drei Tagen. Hatten die Fluggäste am ersten Streiktag noch mit langen Verspätungen zu kämpfen, konnte LTU den Verkehr danach über andere Gesellschaften nahezu reibungslos abwickeln. Die DAG erreichte, dass die Jobs abgesichert und Mitbestimmungsrechte ausgebaut werden. Zudem wurde eine Gehaltserhöhung um 2,8 Prozent vereinbart.

Der erste Pilotenstreik in der Geschichte der Lufthansa führte im Mai 2001 auf allen großen deutschen Flughäfen zu erheblichen Behinderungen. Betroffen waren 350 von 1120 geplanten Flügen. Die Streiks, erstmals von der Pilotenvereinigung Cockpit ohne direkten Kontakt mit DAG und ÖTV eigenständig organisiert, wurden in den folgenden Wochen fortgesetzt. Im Juli einigten sich die Tarifparteien auf Einkommensverbesserungen von rund 28 Prozent.

http://de.news.yahoo.com/dpa2/20080728/tde-chronologie-streiks-im-deutschen-luf-b33f0ce.html
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kater am 11:43:34 Mo. 28.Juli 2008
Zitat
Analyse: Machtkampf bei der Lufthansa

Frankfurt/Main (dpa) - Bei der Lufthansa tobt ein Machtkampf: Die Gewerkschaft ver.di will von heute an mit einem unbefristeten Streik beim Boden- und Kabinenpersonal ein verbessertes Tarifangebot für rund 50 000 Beschäftigte durchsetzen.

Notfalls werde es mitten in der Urlaubszeit nur noch einen «marginalen Flugbetrieb» gebe, drohte ver.di-Verhandlungsführer Erhard Ott in der «Bild»-Zeitung. Auch beim unabhängig davon laufenden Tarifkonflikt bei den Piloten zweier Töchter zeichnet sich keine Einigung ab. Hier ist die Vereinigung Cockpit der Tarifpartner. Und die dritte wichtige Gewerkschaft bei Lufthansa, die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO), kündigte an, sie werde sich zwar nicht am ver.di-Streik beteiligen - wolle aber in der nächsten Tarifrunde 2009 eine deutlich größere Lohnsteigerung als ver.di durchsetzen.

Ähnlich wie bei der Bahn im vergangenen Jahr muss sich Lufthansa gleich mit mehreren Gewerkschaften auseinandersetzen. Zunächst will nun ver.di, die vor allem beim Bodenpersonal Mitglieder hat, die Flugpläne durcheinanderwirbeln. Die Positionen beider Seiten liegen weit auseinander. ver.di verlangt 9,8 Prozent mehr Geld. Die Lufthansa hat zwar gestaffelt 6,7 Prozent plus eine Einmalzahlung angeboten - doch ein Knackpunkt sind die Laufzeiten. Die Gewerkschaft will für ein Jahr abschließen, Lufthansa nennt eine Laufzeit von 21 Monaten. Unter dem Strich liege das Arbeitgeberangebot damit kaum über der Inflation, klagt die Gewerkschaft. Sie verweist auf die Rekordgewinne des vergangenen Jahres und die Einbußen der Mitarbeiter nach der Krise infolge der Terroranschläge vom 11. September 2001.

Für ver.di dürfte der Arbeitskampf aber noch aus ganz anderen Gründen wichtig sein: In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Mitglieder zu den Spezialgewerkschaften für Cockpit und Kabine abgewandert. Die Piloten werden mehrheitlich von der Vereinigung Cockpit vertreten, auch wenn ver.di noch einige Piloten in den eigenen Reihen weiß und sich zuletzt für die Piloten bei den Töchtern stark machte. Das Kabinenpersonal ist mehrheitlich bei der Spezialgewerkschaft UFO organisiert, wie diese am Wochenende betonte. «Für so wenig mehr gehen wir doch nicht streiken», gab UFO am Wochenende die Einschätzung eines Mitarbeiters zur ver.di-Forderung wider. UFO kündigte zugleich an, kommendes Jahr gleich 15 Prozent mehr Geld zu fordern. Damit überbietet sie ver.di deutlich.

Tarifkonflikte wie jetzt bei der Lufthansa bringen ver.di allerdings wieder Zulauf, wie der hessische ver.di- Landesbezirksleiter Jürgen Bothner jüngst berichtete. Im ersten Halbjahr stieg die ver.di-Mitgliederzahl in Hessen um 0,62 Prozent auf rund 175 000. «Die Durchsetzung berechtigter wirtschaftlicher Interessen wird von Beschäftigten und Mitgliedern deutlich akzeptiert und führt zum klaren Bekenntnis der Gewerkschaftsmitgliedschaft», sagte Bothner. Doch wie viele Mitarbeiter bei Lufthansa ver.di zum Arbeitskampf bewegen kann, ist unklar. Das Unternehmen geht davon aus, dass die überwiegende Mehrheit nicht an der ver.di-Urabstimmung teilgenommen hat und nur ein Bruchteil der Belegschaft streiken wird.

Für Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber sind die Konflikte nicht einfach lösbar. Zwar erzielte die Lufthansa vergangenes Jahr einen Rekordgewinn, aber die massiv gestiegenen Kerosinpreise Lasten wie Blei auf den Bilanzen vieler Airlines. Und neben dem Konflikt im eigenen Haus stehen Herausforderungen im Ausland an: So wird damit gerechnet, dass sich weitere Fluggesellschaften in Europa zusammenschließen. Ein Angebot für die Übernahme der italienischen Alitalia hatte Lufthansa nicht abgegeben - unter anderem wohl auch aufgrund der starken Position der streikerprobten Gewerkschaften bei Alitalia, die schmerzliche Umstrukturierungen hätten verhindern können.

http://de.news.yahoo.com/dpa2/20080728/tde-analyse-machtkampf-bei-der-lufthansa-b33f0ce.html
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: alfred am 12:54:30 Mo. 28.Juli 2008
Zitat
Und die dritte wichtige Gewerkschaft bei Lufthansa, die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO), kündigte an, sie werde sich zwar nicht am ver.di-Streik beteiligen - wolle aber in der nächsten Tarifrunde 2009 eine deutlich größere Lohnsteigerung als ver.di durchsetzen.

Und solch eine Argumentation ist so etwas von krank! Bei aller Glorifizierung von GdL, Cockpit, Marburger, UFO usw. sollte man solche Äußerungen NIEMALS vergessen!!!

alfred
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 11:30:03 Di. 29.Juli 2008
Ich weiß nicht, wie es wirklich funktioniert bei Tarifauseinandersetzungen, wenn verschiedene Gewerkschaften beteiligt sind. Es wird ja nicht ein Lohn für die jeweiligen Gewerkschaftsmitglieder erkämpft. Wenn es aber so sein sollte, daß die Gewerkschaft, die den kleinsten Organisierungsgrad hat, auch die niedrigste Forderung hat und deren Abschluß aber am Ende für alle gelten soll, dann verstehe ich gut, wenn die Mehrheit, die mehr fordert, sauer ist und dabei nicht mitziehen will. Für mich sieht es so aus, als wenn verdi beim Flughafenpersonal die Rolle übernimmt, die die Christlichen Gewerkschaften in der Zeitarbeit haben. Falls ich dies falsch sehe, lasse ich mich gerne eines besseren belehren.
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: alfred am 11:47:19 Di. 29.Juli 2008
Naja, zumindest mitgliedermäßig wirst Du wohl falsch liegen - die ungefähre Anzahl der ad hoc streikenden Bodenleute kannst Du doch den Tagesnachrichten (das Nichtgewerkschafter mitstreiken glaubt ja wohl auch hier niemand) entnehmen und Flugbegleiter gibt es sicher nicht Hundert pro Flugzeug.

Außerdem liegt es in der Natur derer die sich selbst für die Elite halten, den Mitgliedskreis eng limitiert zu halten - sonst wäre man selbst keine Elite per Definition mehr. Ist doch eigentlich logisch, oder nicht?

Und was den Organisierungsgrad betrifft, solltest Du nur das jeweilige Unternehmen betrachten und nicht die deutsche Gesellschaft. Bei Lufthansa, Bahn, VW ist der Organisationsgrad traditionell nahe hundert. Gibt es Leute die noch nicht gemerkt haben, dass nur dort gestreikt wird, wo auch eine Basis zur Verfügung steht?

Komisch das hier in meiner Gegend nicht gestreikt wird - @Kuddel, könnten daran eventuell meine Mitbürger selbst schuld sein???

Zitat
Original von Kuddel
Ich weiß nicht, wie es wirklich funktioniert bei Tarifauseinandersetzungen, wenn verschiedene Gewerkschaften beteiligt sind. Es wird ja nicht ein Lohn für die jeweiligen Gewerkschaftsmitglieder erkämpft.

Bei der Bahn war das so - es sorgte bei chefduzen.de ja für einen Aufruhr, als die Bahn es wagte schriftlich nach der Gewerkschaftszugehörigkeit zu fragen...
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Strombolli am 19:35:23 Di. 29.Juli 2008
In einem Beatles-Film wurde mal über einen Weltgewerkschaftsbund gelästert.
Egal.

Solche Schlagzeilen: "Der Streik bei Lufthansa frustriert Tausende Passagiere - und entzweit die Belegschaft." werden uns untergejubelt. (SPIEGEL-Online)

Verdammt, ein Streik soll ja auch wehtun. Er ist ein Mittel der abhängig Beschäftigten, Forderungen durchzusetzen, die die Chefetage anders nicht erfüllen will. Ob der Bahn- oder Flugkunden frustriert, ist sowas von egal!

Die Belegschaft könnte ja eine einheitliche Gewerkschaft haben. Aber dieser Zug ist ja durch die "Eingliederung der Gewerkschaften in das Schweinesystem" längst abgefahren. Es ist ja, ähnlich wie in der Wirtschaft, ganz wichtig viele Einheiten zu haben in denen es Chefs zu bezahlen gibt.

Bei den zersplitterten Einzelgewerkschaften haben dann die Unternehmer den Vorteil, nur immermit kleinen Trüppchen zu kämpfen.

Einigkeit würde stark machen. Aber eben dies wird ja in allen Ordnungsstufen dieser Gesellschaft mit allen Mitteln verhindert.
Und die Unternehmerschaft lacht sich ein drittes Ei.
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kater am 20:45:49 Di. 29.Juli 2008
Zitat
Hintergrund: Beschäftigte bei der Lufthansa

Frankfurt/Main (dpa) - Am Streik bei der Lufthansa beteiligt sich nur ein Teil der gesamten Konzernbelegschaft. Insgesamt zählte Lufthansa zum Jahresende 2007 rund 105 000 Beschäftigte.

In dieser Zahl sind allerdings auch die Mitarbeiter im Ausland enthalten, etwa bei der Lufthansa-Tochter Swiss, die nicht von den Tarifverhandlungen von ver.di betroffen sind. Laut Konzernbericht sind insgesamt fast 40 Prozent des Personals im Ausland beschäftigt.

In Deutschland hat Lufthansa rund 64 500 Mitarbeiter. Davon fallen laut Unternehmen rund 52 000 unter einen Konzerntarifvertrag. Die übrigen arbeiten bei Töchtern wie CityLine und Germanwings oder sind - wie zum Beispiel Manager - außertariflich bezahlt.

Die Zahl der tariflichen Beschäftigten in Deutschland unterteilt sich in rund 34 000 Bodenmitarbeitern und 14 000 Kabinenmitarbeiter. Daher spricht Lufthansa davon, dass es im aktuellen Tarifstreit mit ver.di um die Bezahlung von 48 000 Menschen geht. Abweichend davon spricht ver.di von rund 52 000 Beschäftigten. Die Mitarbeiter am Boden sind zum Beispiel an den Lufthansa-Schaltern, beim Catering, in der Technik oder auch beim Frachttransport beschäftigt. Daneben gibt es bei der Lufthansa AG und der Lufthansa Cargo noch über 4000 Piloten, für die die Vereinigung Cockpit Tarifabschlüsse aushandelt.

http://de.news.yahoo.com/dpa2/20080729/tde-hintergrund-beschftigte-bei-der-luft-b33f0ce.html
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Strombolli am 21:07:46 Di. 29.Juli 2008
Interessant.... aber letztlich sch***egal.

Wichtig wäre, das alle Menschen ihr Auskommen mit dem Einkommen haben, wie ein gewisser Herr Ex-Bundeskanzler - der Name kommt mir nur noch unter Zwang über die Lippen - öffentlichkeitswirksam im Wahlkampf verkündete.

Schande über ihn. Den Realisator kühnster FDP und CDU Träume.
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: alfred am 09:50:10 Mi. 30.Juli 2008
Zitat
Original von Strombolli
Interessant.... aber letztlich sch***egal.


Es ist eben NICHT 'scheißegal'!

Wenn bei einem Unternehmen mit gerade mal ca. 50.000 Festangestellten schon mehr als drei Arbeitnehmervertretungen existieren, die dann auch noch untereinander heftigst intregieren - dann ist das einfach nur noch traurig. Mir kann keiner erzählen, dass das ein für den Arbeitnehmer positiver Zukunftstrend sein soll.

Es entspricht einzig und allein dem modernen neoliberalen Gesellschaftsbild, nämlich jeder für sich und den Kräftigen und Schönen das Meiste!
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Strombolli am 10:55:33 Mi. 30.Juli 2008
Zitat
Original von alfred

Es ist eben NICHT 'scheißegal'!

Wenn bei einem Unternehmen mit gerade mal ca. 50.000 Festangestellten schon mehr als drei Arbeitnehmervertretungen existieren, die dann auch noch untereinander heftigst intrigieren - dann ist das einfach nur noch traurig. Mir kann keiner erzählen, dass das ein für den Arbeitnehmer positiver Zukunftstrend sein soll.

Es entspricht einzig und allein dem modernen neoliberalen Gesellschaftsbild, nämlich jeder für sich und den Kräftigen und Schönen das Meiste!

Mir ist es auch nicht scheissegal! Kannste glauben. - Aber dem Zeitgeist.
Leider ist aber die von Westerwelle und Co. geforderte, von SPD Bonzen beförderte Entmachtung und Zersplitterung der Gewerkschaften schon soweit fortgeschritten, dass eine Umkehr zu einer machtvollen Gewerkschaft mir fast unmöglich erscheint.

Dafür gibt es weder Pläne noch Protagonisten. Aus Angst bestehendes Lebensniveau (und seien es nur Puffbesuche) zu verlieren, werden die Gewerkschaftsbosse, dank ihrer Verstrickungen mit dem Kapital (Aktienbesitz, mit im Vorstand...) den Teufel tun, sich zusammenzuschließen. Geht ihnen doch gut.

Die Initiative muß von unten kommen und dort regiert die BILD.
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: alfred am 10:01:31 Fr. 01.August 2008
Verdi und Lufthansa haben sich geeinigt - ich tippe auf 8 Prozent mehr.

Und Bsirske war doch wohl immer klar, das die Bildzeitung das (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,569442,00.html) als Aufmacher bringen wird. Warum macht er es trotzdem?
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Strombolli am 10:48:21 Fr. 01.August 2008
die Ärzte singen so treffend in ihrem Lied: Lasse reden

"Lass die Leute reden und lächle einfach mild,
Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der Bild. Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht, aus: Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht!

Quelle (http://www.magistrix.de/lyrics/Die%20Aerzte/Lasse-Reden-229523.html)
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Hamburgerin am 23:20:44 Fr. 01.August 2008
Zitat
Original von Strombolli
die Ärzte singen so treffend in ihrem Lied: Lasse reden

"Lass die Leute reden und lächle einfach mild,
Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der Bild. Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht, aus: Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht!

Quelle (http://www.magistrix.de/lyrics/Die%20Aerzte/Lasse-Reden-229523.html
)

Das Lied ist  :cheer:
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: BakuRock am 01:22:49 Sa. 02.August 2008
Zitat
Original von alfred
Verdi und Lufthansa haben sich geeinigt - ich tippe auf 8 Prozent mehr.

Und Bsirske war doch wohl immer klar, das die Bildzeitung das (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,569442,00.html) als Aufmacher bringen wird. Warum macht er es trotzdem?

Koruppte Scheisse  :kotze>
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: alfred am 01:29:03 Sa. 02.August 2008
Zitat
Koruppte Scheisse  :kotze>

Ich verstehe das wirklich nicht. Da macht ver.di in letzter Zeit streikmäßig alles richtig - kurz und schmerzhaft, aber der Chef macht sich WISSENTLICH angreifbar. Und ich dachte immer Porschefahrer Manfred Schell, der im Tarifkonflikt mit Ausstand mal schnell einen Kuraufenthalt einschiebt, wäre die Ausgeburt an Peinlichkeit...
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: BakuRock am 01:56:25 Sa. 02.August 2008
Es scheint den Typen scheissegal - Torschlusspanik?

Aber Panik vor welchem Torschluss?..........

Die Wolkenkratzer brechen ein wie Kartenhaeuser - Diktatoren basteln an Atombomben - Terroristen sprengen hungrige Familien auf Wochenmaerkten ins Jenseits - Kids betaeuben sich die Hirne wegen Perspektivlosigkeit - Atomabfaelle strahlen ins Grundwasser - Bienen sterben weg und sorgen dafuer, dass die Menschheit vier Jahre danach verhungert -

....... oder aber Taeuschung: Wirtschafts-, Gewerkschafts-, Parteienfuerer und die Medien nicht vergessen, lassen sich an sauberen Straenden in der Haengematte liegend tolle Drinks servieren, sinnieren gemeinsam ueber die "Banalitaet des Boesen" und ueber die Bereitwilligkeit ihrer naeheren Umgebung, Speichel zu lecken und Arsch zu kriechen, und wie einfach es ist, diese dazu zu bewegen.

Geld machts moeglich!

Die brauchen Geld, um das am Laufen zu halten -

Wir brauchen das nicht, wenn wir uns gegenseitig am Laufen halten.

Torschlusspanik? - bei denen, oder bei uns? Das liegt an uns!
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: alfred am 09:47:59 Sa. 02.August 2008
Zitat
Der Lufthansa-Streik ist beendet - doch bei Ver.di brodelt es. Teile der Belegschaft reagieren mit Wut, Enttäuschung und Austrittplänen auf den Kompromiss. Vor allem die Flugzeugmechaniker denken über Alleingänge bei künftigen Arbeitskämpfen nach.
link (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,569627,00.html)
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kater am 17:15:19 Sa. 02.August 2008
"Guten Flug"  :aggressiv>

Zitat
Verdi bestätigt Gratis-Flug Bsirskes nach Los Angeles

Berlin (AFP) - Der Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat einen Gratis-Flug seines Chefs Frank Bsirske nach Los Angeles bestätigt. Bsirske sei im Rahmen der für Aufsichtsräte üblichen Regelungen für Freiflüge erster Klasse von Frankfurt nach Los Angeles geflogen, sagte Harald Reutter im WDR. Von dieser Möglichkeit mache Bsirske äußerst zurückhaltend Gebrauch. Den Anschlussflug zu seinem Zielort habe der Verdi-Chef aus eigener Tasche bestritten. Den durch den Freiflug entstandenen finanziellen Vorteil werde er ordnungsgemäß versteuern. Rücktrittsforderungen an Bsirske lehnt Reutter als "absurd" ab.

Mehrere Politiker hatten den Rücktritt des Verdi-Chefs gefordert, nachdem die "Bild"-Zeitung am Freitag berichtet hatte, Bsirske und seine Frau seien kurz vor Beginn des Verdi-Streiks bei der Lufthansa mit der Fluggesellschaft in die Südsee gejettet. Verdi hatte zunächst lediglich bestätigt, dass der Gewerkschaftschef im Urlaub sei. Zum Ziel und den Konditionen der Reise wollte die Verdi-Pressestelle erst keine Angaben machen.

http://de.news.yahoo.com/afp/20080802/tde-d-luftfahrt-unternehmen-gewerkschaft-a4484c6.html
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Pittiplatsch am 20:52:53 Sa. 02.August 2008
Zitat
Original von BakuRock
Es scheint den Typen scheissegal - Torschlusspanik?

Aber Panik vor welchem Torschluss?..........

Die Wolkenkratzer brechen ein wie Kartenhaeuser - Diktatoren basteln an Atombomben - Terroristen sprengen hungrige Familien auf Wochenmaerkten ins Jenseits - Kids betaeuben sich die Hirne wegen Perspektivlosigkeit - Atomabfaelle strahlen ins Grundwasser - Bienen sterben weg und sorgen dafuer, dass die Menschheit vier Jahre danach verhungert -

....... oder aber Taeuschung: Wirtschafts-, Gewerkschafts-, Parteienfuerer und die Medien nicht vergessen, lassen sich an sauberen Straenden in der Haengematte liegend tolle Drinks servieren, sinnieren gemeinsam ueber die "Banalitaet des Boesen" und ueber die Bereitwilligkeit ihrer naeheren Umgebung, Speichel zu lecken und Arsch zu kriechen, und wie einfach es ist, diese dazu zu bewegen.

Geld machts moeglich!

Die brauchen Geld, um das am Laufen zu halten -

Wir brauchen das nicht, wenn wir uns gegenseitig am Laufen halten.

Torschlusspanik? - bei denen, oder bei uns? Das liegt an uns!

Hi Baku
Ich würde mehr Geld vorziehen. ;) Gruß Pitti
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: BakuRock am 00:49:23 So. 03.August 2008
Ach ja! @pittiplatsch, du schrubst:

Zitat
Hi Baku
Ich würde mehr Geld vorziehen. Augenzwinkern Gruß Pitti

Was wuerdest du mir denn fuer Geld anbieten?

Du fragst, was ich denn will?

Ich will den Grund und Boden deines Nachbarn! Und, ich lege noch was drauf (nicht unwesentlich), wenn du mir die Nachbarn gleich mit verkaufst........... - ich brauche Sklaven zum Bewirtschaften des Grund und Bodens ...................  :evil:
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: alfred am 14:42:28 So. 03.August 2008
Richtig so! Warum soll auch ein Flugbegleiter mehr wert sein als ein Mechaniker am Boden! Wenn ein Unternehmen Ungleichbehandlung bei seiner Belegschaft zulässt, dann haben gefälligst die Fetzen bei den Betroffenen zu fliegen!!!

Zitat
Aufstand bei Ver.di: Unzufriedene Mitglieder protestieren gegen die Einigung im Tarifstreit des Lufthansa-Bodenpersonals. Eine Gruppe ruft Kollegen dazu auf, den als zu niedrig empfundenen Abschluss bei der geplanten Urabstimmung abzuschmettern.

Berlin - Der Protest hat schon einen Namen: Ein "Netzwerk für eine kämpferische und demokratische Ver.di" fordert das Boden- und Kabinenpersonal auf, in der Urabstimmung zum Tarifabschluss mit Nein zu stimmen. Das Netzwerk teile "voll und ganz die Empörung von Lufthansa-Kollegen, wie der Mechaniker in München, über den Tarifabschluss", hieß es in einer Mitteilung. Die Ver.di-Führung habe den Streik abgebrochen, als er begonnen habe, Wirkung zu zeigen, so lautet der Vorwurf.

Am Freitag hatten sich Ver.di und die Lufthansa nach tagelangem Ausstand auf einen Kompromiss für die 34.000 Bodenmitarbeiter geeinigt. Sie erhalten nun rückwirkend ab Juli ein Gehaltsplus von insgesamt 7,4 Prozent in zwei Stufen zuzüglich einer Einmalzahlung. Der Vertrag läuft 21 Monate bis Ende Februar 2010. Ursprünglich hatte Ver.di fast zehn Prozent Erhöhungen gefordert - bei einer Vertragslaufzeit von nur zwölf Monaten.

Die nun rebellierenden Ver.di-Mitglieder monieren, der Kompromiss bedeute keinen Ausgleich für die enormen Preissteigerungen der letzten Monate und schon gar nicht für die Reallohnverluste der vergangenen Jahre. Zudem sollte in einer Zeit, in der jeden Monat die Lebenshaltungskosten in die Höhe schössen, keine Vertrags-Laufzeit von mehr als zwölf Monaten vereinbart werden.

Vor allem unter den Technikern in München kann das Netzwerk wohl mit Unterstützung rechnen. Dort hatten viele Streikende bereits am Freitag ihrer Wut freien Lauf gelassen. Die Einigung wurde als "Frechheit" gewertet: ""Menschen, die sich kaufen lassen, gibt es überall. Doch wir brauchen die hier nicht", polterte einer der Mitarbeiter. Ver.di habe sich "über den Tisch ziehen lassen".

Die Lufthansa wird der Abschluss nach eigenen Angaben rund 100 Millionen Euro kosten. Zudem werden die Auswirkungen des Arbeitskampfes noch etwa zwei Wochen zu spüren sein. Weil vor allem in der Wartung und der Technik während des Streiks nicht gearbeitet wurde, sind viele Reparaturen und Checks aufgeschoben worden - nun muss nachgearbeitet werden. Zudem hat die Lufthansa einen Notfallflugplan aufgestellt, der so kurzfristig nicht aufgehoben werden konnte und noch bis Montag gelten wird.

Obwohl der Streik am Samstag beendet wurde, fielen deshalb am Wochenende bundesweit täglich rund 130 Flüge aus und damit genauso viele wie in den letzten Tagen. Am Montag werden einem Lufthansa-Sprecher zufolge weitere 130 Flüge ausfallen. Ab Dienstag werde täglich noch mit 40 Streichungen bei insgesamt rund 2000 Flügen gerechnet.

Nach dem Ende des Arbeitskampfs beim Bodenpersonal rollt auf die Lufthansa aber bereits die nächste Streikwelle zu. Die Piloten der Unternehmenstöchter Cityline und Eurowings planen nach SPIEGEL-Informationen einen erneuten Ausstand. Fürs erste plant die Vereinigung Cockpit (VC) einen dreistündigen Warnstreik, an dem sich nun auch direkt beim Konzern beschäftige Piloten beteiligen wollen.

Zuletzt hatten die rund 1100 Piloten der beiden Töchter 36 Stunden lang gestreikt - mit durchschlagendem Erfolg. Fast 1000 Flüge mussten gestrichen werden. Die Flugzeugführer wollen eine Angleichung ihrer Gehälter an die der Kollegen beim Mutterkonzern. Personalvorstand Stefan Lauer hatte am Freitag von einem neuen Angebot berichtet, laut VC laufen Gespräche im Hintergrund.

Auch von Seiten der Gewerkschaft Ufo, die das Kabinenpersonal vertritt, droht der Lufthansa weiterer Ärger. Bei der Einigung mit Ver.di hieß es, der Abschluss solle auch auf die Flugbegleiter übertragen werden - vorbehaltlich der Zustimmung von Ufo. Die Gewerkschaft kündigte allerdings bereits an, ihr Ja zu verweigern. Sie fordert 15 Prozent mehr Lohn für ihre Klientel. Ende des Jahres stehen Verhandlungen dazu mit der Lufthansa-Geschäftsführung an.
quelle (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,569758,00.html)
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 12:51:18 Di. 05.August 2008
Zitat
Die Lufthansa und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di haben nach mehrtägigen Arbeitsniederlegungen ihren Tarifstreit beigelegt. Sie einigten sich für die 34.000 Beschäftigten des Bodenpersonals auf eine Einmalzahlung sowie rückwirkend zum 1. Juli 5,1 Prozent mehr Lohn. Am 1. Juli 2009 sollen die Bezüge dann um weitere 2,3 Prozent steigen. Für das Kabinenpersonal sieht die Lufthansa einen ähnlichen Abschluss vor. Die dafür zuständige Gewerkschaft UFO teilte aber bereits mit, sie verlange für ihre Mitglieder ein Plus von 15 Prozent. Da der Tarifvertrag für die Flugbegleiter noch bis Ende 2008 läuft, ist mit Verhandlungen erst zu Beginn des kommenden Jahres zu rechnen.
dlf Nachrichten 1.8.08

Hmmm, ist es hier also doch so, daß beim Kabinenpersonal die Mitgliederschwächere Gewerkschaft verdi mit ihrem Abschluß (unter der Teuerungsrate, während die Lufhansa folgendes verkündet:
Zitat
…Die Deutsche Lufthansa AG setzt ihren Kurs mit einem verbesserten operativen Ergebnis fort: In den ersten sechs Monaten des Jahres 2008 hat das Unternehmen Angebot und Absatz gesteigert. Der Konzern verbesserte das operative Ergebnis auf 705 Millionen Euro, ein Plus von 219 Millionen Euro im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007. Die neu konsolidierte SWISS hatte daran einen Anteil von 157 Millionen Euro. Der Konzerngewinn wird mit 402 Millionen Euro ausgewiesen; im Vorjahreszeitraum betrug dieser 992 Millionen Euro, allerdings war darin ein Gewinn von 503 Millionen Euro aus dem Verkauf der Anteile an der Thomas Cook AG enthalten sowie ein Ertrag in Höhe von 71 Millionen Euro aus dem Rückkauf eigener Aktien durch die WAM Acquisition S.A…
....)
sich nicht durchsetzt, sondern UFO nachverhandeln wird.

Warum können sich dann die Christlichen Gewerkschaften bei der Leiharbeit gegen die IGM durchsetzen????
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 12:59:33 Di. 05.August 2008
Sorry alfred,
jetzt reichts aber! Es reicht, wenn Arbeitgeber, Medien, Gerichte und zum Teil sogar Gewerkschaftsfunktionäre gegen streikende Arbeiter sind.

Es geht aber wirklich nicht, wenn Arbeiter gegen streikende Arbeiter sind. Wenn dies leider viel zu oft passieren mag, so ist es völlig daneben, wenn im"Forum der Ausgebeuteten" dazu applaudiert wird!

Es ist kein Konflikt UFO gegen verdi, es ist ein Konflikt Verdifunktionäre gegen Verdimitglieder:

http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/tw/lh/netzwerk_tarif08.html
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/633/304608/text/
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/617/304592/text/
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: alfred am 15:48:24 Di. 05.August 2008
Zitat
Original von alfred
Richtig so! Warum soll auch ein Flugbegleiter mehr wert sein als ein Mechaniker am Boden! Wenn ein Unternehmen Ungleichbehandlung bei seiner Belegschaft zulässt, dann haben gefälligst die Fetzen bei den Betroffenen zu fliegen!!!

Bei den Mechanikern haben die 'Fetzen zu fliegen' - was ist an dieser Aussage nicht korrekt? Die Mechaniker sollen rebellieren - gegen die Lufthansa und gegen ver.di! Keine Ahnung, was Du da noch hinein interpretierst.

Wenn es die nächste Abspaltung von ver.di gibt, dann ist das doch in Deinem Interesse, oder?

Erst nachdenken Kuddel, dann in die Tasten hauen...
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Aloysius am 15:53:44 Di. 05.August 2008
Ich habe vor zwei Jahren glaub ich war's einen Post gemacht hier, ich zitiere mich mal selber:

Jedesmal, wenn so Berichte in den Gazetten zu lesen sind, dann schüttet man sich im Clubzimmer bei Milljohnärs und Bonzentum einen Dujardin ein und lacht sich die feiste Wampe weg vor lauter Freude.

Tun wir ihnen doch nicht den Gefallen und zerfleischen uns gegenseitig.
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 21:44:27 Di. 05.August 2008
Da habe ich Dich wohl falsch verstanden, alfred. Sorry.
Ich habe kein Interesse daran, daß verdi sich spaltet. Ich habe daran Interesse, daß sich die Beschäftigen (egal welchen Betriebs/welcher Branche) effektiver wehren können und nicht von ihrer eigenen Organisation im Stich gelassen oder gar torpediert werden.

Ich hoffe, die Diskussionen sind fruchbar, korrupte Gewerkschafter wie Bsirske oder Hansen werden in Zukunft nicht mehr das Ruder herumreißen können... eine Selbstzerfleischung unter Belegschaften und Gewerkschaftern würde niemandem helfen...

Zitat
Debatte um Rechte von Aufsichtsräten nach Bsirske-Freiflug
Auch Transparency International fordert Streichung solcher Vergünstigungen (http://www.dradio.de/aktuell/826856/)

P.S.: Ich weiß, daß Hansen nicht mehr Gewerkschaftsführer ist, "Gewerkschafter" ist er noch immer... Kein auch noch so großer Skandal scheint zu einer Selbstreinigung der Organisation zu führen...
...same as it ever was...
*seufz*
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 20:41:58 Do. 07.August 2008
ver.di-Chef Bsirske räumte ein, mit seiner Erste-Klasse Südsee-Reise einen Fehler gemacht zu haben. Jetzt muss die ver.di-Spitze den zweiten Fehler korrigieren: Die Akzeptanz des Angebots der Lufthansa:
http://www.netzwerk-verdi.de/99.0.html
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: flipper am 22:03:53 Do. 07.August 2008
Zitat
Original von Kuddel
ver.di-Chef Bsirske räumte ein, mit seiner Erste-Klasse Südsee-Reise einen Fehler gemacht zu haben.

der is auch nicht der hellste, ich hätt das als "bezahlstreik" deklariert  :]
hätte man die kundschaft auch dazu auffordern können, buchen und nicht bezahlen oder FA-widerrufen am letzten tag, das hätte die LH in die knie gezwungen :D

aber so demontiert durch den eigenen gewerkschaftschef streikt sichs schlecht weiter.
das war ne atombombe für die bürgerspresse und ruckzuck fiel die streikfront.

aber gut, 1 grüner (danke, Kater) weniger in gewerkschaftsführungen.
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kater am 23:15:15 Do. 07.August 2008
Bsirske ist bei den Grünen und weiterhin Vorsitzender von Verdi  :rolleyes:
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: flipper am 23:59:44 Do. 07.August 2008
danke, korrigiert. wann läuft seine amtsperiode aus?
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: alfred am 11:58:01 Mo. 11.August 2008
Oh Flipp ist wieder da - welcome back alter Haudegen!

Zur Erinnerung: Morgen läuft die Urabstimmung über die Annahme des Tarifkompromisses ab. Bin echt gespannt, wie erfolgreich das Wirken der Mechaniker war! Aber andererseits sind 25% Mindestzustimmung nicht viel und die könnten durchaus erreicht worden sein...
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kater am 18:22:16 Mi. 13.August 2008
Zitat
STREIK BEENDET - In Brüssel sind 20.000 Gepäckstücke herrenlos

Die Gepäckarbeiter am Brüsseler Flughafen haben ihren Streik beendet. Nach drei Tagen Ausstand werden Koffer und Taschen wieder in und aus den Flugzeugen geladen. Tausende Gepäckstücke müssen jetzt ihren Besitzern zugestellt werden.

Brüssel - Der Streik ist vorbei. "Alle Gepäckarbeiter am Flughafen Brüssel sind wieder zur Arbeit gekommen", teilte die Betreibergesellschaft des Flughafens am Mittwoch mit. Die Gepäckfirmen und die Gewerkschaften hätten sich zuvor geeinigt.

Am Mittwoch fielen, anders als zu Wochenbeginn, nur noch wenige Flüge aus. Allerdings hätten rund 20.000 Gepäckstücke noch nicht wieder ihren Besitzern zugeordnet werden können - dies könne bis zu einer Woche dauern.

Die Gepäckarbeiter waren Sonntagabend in den Streik getreten, um bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Am Flughafen Brüssel werden jedes Jahr 17,8 Millionen Fluggäste und 780.000 Tonnen Fracht abgefertigt.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,571966,00.html
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kater am 10:54:51 Fr. 22.August 2008
KATASTROPHE IN MADRID
Piloten protestierten vor Jet-Absturz gegen Sparkurs
Aus Madrid berichtet Andreas Klinger

Überlastung des Personals, permanenter Druck, Missachtung der Vorschriften: Die Pilotengewerkschaft hat unmittelbar vor der Tragödie von Madrid gegen die Arbeitsbedingungen bei Spanair protestiert, wie jetzt bekannt wurde. Erstmalig äußern sich nun auch Überlebende des Unglücks.

Madrid - Die Wut der Piloten entlud sich am Mittwoch um 12.13 Uhr - nur 152 Minuten bevor Spanair-Flug JK5022 auf einem Feld kurz hinter der Madrider Startbahn zerschellte und in Flammen aufging. Die Gewerkschaft der Flugkapitäne, die Sepla, verbreitete am Mittag eine Protestnote: Bei Spanair herrsche "Organisationschaos", das Management überlaste die Besatzungen massiv. Seitens der Geschäftsführung werde "permanenter Druck" ausgeübt, damit "Crews und Wartungspersonal die Normen missachten, inklusive der vorgeschriebenen Ruhezeiten".

Flugkapitäne der Spanair hatten wiederholt mit Streik gedroht, wenn das Unternehmen, das der skandinavischen Fluggesellschaft SAS gehört, nicht endlich Abhilfe schaffe - und, wie im April vereinbart, die Flotte modernisiere. Damals hatte Sepla-Sprecher Javier Navas Verspätungen wegen mangelnder Wartung und zu wenig Besatzung kritisiert.

SAS versucht seit 14 Monaten ohne Erfolg, Spanair zu verkaufen. Das Geschäft der Tochterfirma hatte sich zuletzt drastisch verschlechtert, die Ergebnis sank von 62 Millionen Euro Gewinn im Jahr 2007 auf 25 Millionen Euro Verlust seit Jahresbeginn. Das Management setzt daher auf einen rigiden Sparkurs und beschloss kürzlich, gut ein Drittel der rund 3000 Angestellten zu entlassen, Routen zu streichen und 15 Flugzeuge vom Typ der Unglücksmaschine stillzulegen.

Vergangenen Dienstag konnte eine Spanair-Maschine erst mit 14 Stunden Verspätung starten, weil sich die Besatzung aus Protest zu fliegen geweigert hatte.

Auch die Unglücksmaschine, die auf dem Weg nach Gran Canaria war, hatte Verspätung. 105 Minuten: Der Pilot hatte sich entschieden, zum Terminal zurückzurollen - weil er ein technisches Problem festgestellt hatte. (mehr...)

Inzwischen hat das Unternehmen die Ursache bekanntgegeben: Der Jet hatte vor dem Absturz Probleme mit einem Messfühler. Das Ventil sei beim ersten Startversuch überhitzt gewesen, sagte Sprecher Javier Mendoza. Dieser Fehler habe jedoch behoben werden können.

Beim zweiten Versuch hob die Maschine dann ab - und ging Sekunden später mit einem brennenden Triebwerk zu Boden. Die mit 22.100 Litern gefüllten Kerosin-Tanks explodierten, 153 Menschen kamen um, nur 19 entkamen dem Inferno lebend.

mehr:

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,573497,00.html
Titel: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 14:50:51 Di. 26.August 2008
Zitat
Die Airlines zwingen Piloten, mit immer weniger Kerosin im Tank zu fliegen. Jetzt schlagen die Piloten Alarm - weil sie um die Sicherheit der Fluggäste fürchten.
http://www.bazonline.ch/panorama/vermischtes/Knapp-befuellte-Flugzeugtanks-Piloten-fuerchten-um-Sicherheit/story/26502545
Titel: Re: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 10:22:49 Mi. 12.November 2008
Wilder Streik gegen Zerschlagung von Alitalia

Am 10.11. hatte eine Gruppe von 600 Beschäftigten der italienischen Fluglinie Alitalia auf einer Versammlung für Streik gestimmt. Der Beschluss wurde sofort ohne Vorankündigung in die Tat umgesetzt. Auf dem römischen Flughafen Fiumicino kam es zu chaotischen Zuständen. Im Unterschied zu vier Gewerkschaften, deren Führung einer Privatisierung von Alitalia verbunden mit 3.250 Entlassungen schon zugestimmt hat, lehnt ein Teil der Beschäftigten das ab.
Titel: Re: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 19:44:34 Mo. 17.November 2008
Wilder Streik fortgesetzt
Zum sechsten Tag in Folge mehrere Flüge gestrichen - Weiterhin mit Flugausfällen zu rechnen

Wegen der wilden Streiks und der Einführung der Kurzarbeit für Teil der Belegschaft hat die italienische Fluggesellschaft Alitalia am Montag über 100 Flüge streichen müssen. Allein auf dem römischen Flughafen Fiumicino wurden am Montag 70 Flüge gecancelt. Dabei kam es zu heftigen Passagierprotesten. Mehrere Ausländer, die über die Protestaktion nicht informiert waren, mussten stundenlang auf ihre Flüge warten.

Fünf der neun Alitalia-Gewerkschaften, darunter die Organisationen der Piloten und Flugbegleiter, wenden sich gegen die neuen Arbeitsverträge, die von den Übernahmeinteressenten des Investorenbündnisses CAI vorgelegt worden sind. Angeführt wird der Protest von einer radikalen Minderheit der Alitalia-Mitarbeiter, die seit einer Woche den Dienst arbeitswilliger Kollegen behindern.

Kurzarbeit für die Mitarbeiter


Die rund 17.000 Mitarbeiter der Alitalia sind auf Kurzarbeit gesetzt worden, berichtete der Insolvenzverwalter der Fluggesellschaft, Augusto Fantozzi, nach Medienangaben vom Montag. Die Alitalia-Belegschaft wurde schichtweise auf Kurzarbeit gestellt, da die Alitalia wegen ihrer finanziellen Probleme Dutzende von Flugverbindungen streichen musste.

Die Investorengruppe CAI, die von der EU die Genehmigung für die Übernahme der "alten" Alitalia erhalten hat, startet zugleich mit der Anstellung des Personals für die neue Fluggesellschaft, die aus der Fusion mit der privaten Airline Air One entstehen soll. Die neue Alitalia soll am 1. Dezember aus der Taufe gehoben werden. Über 12.000 Mitarbeiter soll die neue Fluggesellschaft beschäftigen. Der CAI-Plan sieht die Streichung von über 3.250 Jobs vor. Die Regierung in Rom hat den von der Kündigung bedrohten Beschäftigten bereits Entschädigungszahlungen für die kommenden sieben Jahre zugesichert.

Gläubiger wollen Geld


Die Gläubiger der Alitalia drängen inzwischen auf die Rückzahlung ihres Geldes. Die Schulden der Alitalia betragen 2,3 Mrd. Euro, teilte Insolvenzverwalter Fantozzi mit.

Inzwischen verhandelt die Investorengruppe CAI, die der Regierung Berlusconi einen Plan zur Alitalia-Übernahme eingereicht hat, weiterhin um einen ausländischen Partner. Als aussichtsreichster Kandidat gilt die Gruppe Air France-KLM. Die Franzosen sollen Indiskretionen zufolge eine 25-prozentige Beteiligung an der "neuen" Alitalia übernehmen, die aus der Fusion der bankrotten Airline mit der privaten italienischen Fluggesellschaft Air One entstehen soll. Eine Einigung könnte bereits in den nächsten Tagen erzielt werden. (APA)

http://derstandard.at/?url=/?id=1226396861350
Titel: "Bin nicht qualifiziert für Landung"
Beitrag von: Kuddel am 22:41:22 Mi. 17.Dezember 2008



Er war schon fast im Landeanflug, doch dann drehte er ab: Der Pilot einer britischen Fluggesellschaft hat kurz vor Paris die Landung verweigert und ist samt Passagieren zum Abflugort Cardiff zurückgekehrt. Der Grund: Er sei nicht qualifiziert, erklärte der Pilot.

Kurz vor der geplanten Landung im nebligen Paris ist der Pilot einer Verkehrsmaschine wieder zu seinem Heimatflughafen ins walisische Cardiff zurückgekehrt. "Leider bin ich nicht qualifiziert, die Maschine in Paris zu landen", verkündete der Pilot der britischen Billigfluggesellschaft Flybe mit Blick auf den dichten Nebel am Flughafen Charles de Gaulle seinen Passagieren.
 
Ein Sprecher der Airline bestätigte am Mittwoch, dass der Pilot mit 30 Jahren Flugerfahrung seit kurzer Zeit eine größere Maschine fliegt und für diesen Typ noch nicht die Ausbildung für eine Landung bei schlechter Sicht komplett abgeschlossen habe. Daher sei seine Entscheidung richtig gewesen.

http://www.stern.de/panorama/:Pilot-Bin-Landung-/649486.html
Titel: Re: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:37:44 Do. 25.Dezember 2008
24. Dezember 2008

Wilde Streiks bei Alitalia in Rom
Hunderte Passagiere gestrandet - Protest des Personals ruiniert Weihnachtsgeschäft


Rom - Keinerlei Weihnachtsstimmung herrschte am Dienstag am römischen Flughafen Fiumicino. Hunderte Passagiere mussten hier ihre Nacht verbringen, da ihre Alitalia-Flüge abgesagt wurden. Am Montag wurden mehr als 100 Flüge, am Dienstag weitere 25 gestoppt. Das Boden- und Flugpersonal hatte unerwartet die Arbeit niederlegten. Die Begründung: Die Alitalia Nachfolgegesellschaft CAI habe bei der Selektion des Personals nicht ihre kürzlich gemachten Versprechen gehalten.

Bekanntlich hat CAI bei der Akquisition der Flugsparte Alitalia nur zwei Drittel des Personals übernommen. Nun schien die Auswahl nicht nach den mit den Gewerkschaften festgesetzten Kriterien erfolgt zu sein. Unter anderem sollten Ältere bei der Einstellung bevorzugt werden.

Arbeitsminister Maurizio Sacconi ist über die neuen Schwierigkeiten wütend und forderte das CAI- Management auf, sich an die Abmachungen zu halten. Die Hoffnung, dass bis zu den Weihnachtstagen Ruhe eintritt, waren gering.

Der nicht angekündigte Streik widerspricht dem italienischen Streikkodex. Danach darf unmittelbar vor, während und nach den Feiertagen nicht gestreikt werden. Der Schaden für Alitalia droht immer größer zu werden. Abgesehen von den zwei Millionen Euro täglichen Verlusts droht der Fluggesellschaft nun noch ein gerichtliches Verfahren. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat erst kürzlich die Rechte von Flugpassagieren gestärkt. Laut Urteil müssen Fluggesellschaften auch dann eine Entschädigung zahlen, wenn "technische" oder personelle Probleme zum Ausfall eines Fluges geführt haben.
(Thesy Kness-Bastaroli aus Rom/DER STANDARD, Printausgabe, 24.12.2008)
Titel: Re: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:34:53 Di. 13.Januar 2009
Zitat
Wilde Streiks und Streit um Partner
Am Dienstag soll die neue Alitalia ihren Betrieb aufnehmen - noch herrscht aber in vielen Dingen Ungewissheit


(http://images.derstandard.at/t/12/2009/01/09/1231169020043.jpg)

Rom - Wilde Streiks und Tauziehen um den ausländischen Partner: Die neue Alitalia nimmt am kommenden Dienstag ihren Betrieb auf, doch größte Ungewissheit herrscht noch um den Start der italienischen Fluggesellschaft. 135 Alitalia-Flüge wurden am Donnerstag wegen einer Arbeitsniederlegung auf dem römischen Flughafen Fiumicino gestrichen. Außerdem kam es zu Chaos bei der Gepäckausgabe. Rund 400 Alitalia-Beschäftigte des Bodenpersonals organisierten einen Protest-Umzug. Hauptvorwurf der Streikenden war, dass die versprochenen Neueinstellungen der Investorengruppe CAI, die die Alitalia übernommen hat, nicht zu den mit den Gewerkschaften vereinbarten Bedingungen vollzogen würden. Weitere wilde Streiks am Wochenende werden nicht ausgeschlossen.

Auch das Rätselraten um den neuen ausländischen Partner der Alitalia ist noch nicht gelöst. Das Alitalia-Eigentümerkonsortium CAI und die italienische Regierung sprachen sich für eine Zusammenarbeit mit der französisch-niederländischen Airline aus, die Medienberichten zufolge bis zu 300 Mio. Euro für einen Alitalia-Anteil von maximal 25 Prozent auf den Tisch legen will. Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi erklärte am Donnerstagabend, die Gespräche zwischen Alitalia und Air France-KLM seien weit fortgeschritten. Falls die Lufthansa ein gutes Angebot vorlege, würde sich CAI jedoch auch damit befassen.

Lufthansa, die in Österreich die angeschlagene Austrian Airlines (AUA) übernimmt, versicherte am Freitag, dass Gespräche mit CAI noch im Gange seien. "Bisher haben wir Alitalia noch kein offizielles Angebot vorgelegt, dies bedeutet jedoch nicht, dass wir es nicht noch tun können. Wir sind nicht aus dem Rennen", sagte Lufthansa-Sprecherin Claudia Lange.

Politische Fragen

Die mit Berlusconi verbündete Regierungspartei Lega Nord drängt weiterhin auf den Einstieg der Lufthansa bei der Alitalia. Die deutsche Fluggesellschaft gebe im Gegensatz zum Rivalen Air France-KLM Garantien, dass sie den Mailänder Flughafen Malpensa aufwerten und die Jobs der dort beschäftigten Mitarbeiter retten wolle. Lufthansa sei der einzige Partner, der Beschäftigung, Service auf internationalem Niveau und die zwei Hubs Malpensa und Fiumicino garantieren könne, meinte die Lega Nord. "Malpensa ist für ganz Norditalien ein lebenswichtiger Flughafen, der um jeden Preis gerettet werden muss", sagte der Vize-Verkehrsminister und Spitzenpolitiker der Lega Nord, Roberto Castelli, am Freitag.

Die neue Alitalia soll am 13. Jänner den Betrieb aufnehmen. Sie besteht aus den Resten der pleitegegangenen Alitalia und Italiens zweitgrößter Fluggesellschaft Air One. Die private Investorengruppe CAI hatte in ihrem Übernahmeplan der maroden Luftlinie Alitalia einen Abbau von mindestens 3.500 Arbeitsplätzen angekündigt, die restlichen 12.500 sollten von der neuen Alitalia übernommen werden. Italien ist der viertgrößte Markt in der europäischen Luftfahrt und vor allem wegen der Industrieregion im Norden und der Touristenziele interessant. (APA)
http://derstandard.at/?url=/?id=1231151407648


Zitat
Bummel-Streik bei Iberia sorgt für Chaos auf Madrid-Barajas
Kaum ist das Schneechaos überwunden, da sorgen erneute Bummel-Streiks von Iberia-Piloten für ähnliche Verhältnisse. Es geht immer noch um Besitzstandswahrung, die die Piloten im Falle einer Fusion von Iberia mit British Airways abgesichert haben möchten.

Heute Vormittag, wurden laut der spanischen Tageszeitung „El Pais“ zahlreiche Iberia-Flüge annuliert. Alleine gestern wurden 56 Iberia-Flüge gestrichen, und alle anderen Flüge hatten mindestens eine Stunde Verspätung.

Iberia machte die Pilotengewerkschaft Sepla für das Chaos verantwortlich und warf ihr vor, zu einem illegalen Bummelstreik aufgerufen zu haben. Iberia will deshalb Sepla auf 13 Millionen Euro Schadensersatz verklagen. Allerdings bestreitet die Gewerkschaft den Streikaufruf vehement.  ;D
http://www.airline-bewertungen.eu/airlinenews/airlinenews-1209.html
Titel: Re: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 20:21:35 Sa. 17.Januar 2009
Flugbegleiter drohen Lufthansa mit Warnstreiks

Frankfurt (Reuters) - Im Tarifstreit bei der Lufthansa droht die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO dem Unternehmen nach der dritten ergebnislosen Verhandlungsrunde mit Warnstreiks.

"Wir haben die Verhandlungen abgebrochen und reden jetzt über Arbeitskampfmaßnahmen", sagte UFO-Verhandlungsführer Joachim Müller am Freitagabend zu Reuters. Bereits in der kommenden Woche könne es zu ersten Arbeitsniederlegungen kommen. Wann und wo diese stattfinden könnten, solle in den kommenden Tagen entschieden werden, sagte Müller. Die Friedenspflicht ist zu Jahresbeginn ausgelaufen.

Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) verlangt für die rund 16.000 Beschäftigten ein Lohn- und Gehaltsplus von 15 Prozent für zwölf Monate. Diese Forderung setzt sich aus einer tabellenwirksamen Gehaltserhöhung und besseren Arbeitsbedingungen zusammen. Die Lufthansa hatte ihr Angebot am Freitag inklusive einer Ergebnisbeteiligung und besseren Arbeitsbedingungen auf bis zu 10 Prozent von zuletzt bis zu 9,1 Prozent erhöht.

http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE50G00N20090117
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:40:15 Mi. 16.Dezember 2009
Zitat
Der angekündigte Streik bei British Airways könnte die Airline bis zu 30 Millionen Pfund am Tag kosten.

Der für nächste Woche angesagte Streik der Mitarbeiter der British Airline soll zwölf Tage dauern und ein beträchtliches Loch in die Kasse der Airline reissen. Dies könnte anderen Airlines, allen voran den Low-Cost-Carrier, einen Vorteil bringen, so Analist Andrew Fitchie von Collins Stewart. Fitchie rechnet damit, dass die Buchungen durch die Streikdrohung im Januar zurück gehen und die Kunden dafür mit easyJet, Ryanair, Flybe, Lufthansa oder Air France reisen werden. Alleine easyJet könnte dadurch in den Monaten Dezember und Januar bis zu 400.000 zusätzliche Passagiere gewinnen und ihren Umsatz um bis zu £60 Millionen steigern. British Airways versucht heute ein letztes Mal, der Gewerkschaft Unite den Streik auszureden.
http://www.fliegerweb.com/airliner/news/artikel.php?show=news-5113 (http://www.fliegerweb.com/airliner/news/artikel.php?show=news-5113)


Zitat
British Airways will Streik durch Gericht unterbinden

Die Fluggesellschaft British Airways (BA) hat gerichtliche Schritte gegen den geplanten Streik des Kabinenpersonals eingeleitet


London (Deaf News Magazin) - Informationen des US-Nachrichtensenders "CNN" zufolge will BA per Gerichtsbeschluss erwirken, dass der zwölftägige Streik unterbunden wird. Die Fluglinie habe Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Streikbeschlusses. So hätten auch Mitarbeiter abgestimmt, die zum Zeitpunkt des Streiks das Unternehmen bereits verlassen hätten. Gleichzeitig sollen auch Gespräche mit den Gewerkschaftsführern begonnen werden. Das BA-Kabinenpersonal hatte am vergangenen Montag angekündigt, noch vor Weihnachten in den Streik zu gehen und die Airline über die Feiertage lahm zu legen. Bei einer Abstimmung unter den Mitarbeitern gab es eine entsprechende Mehrheit. Insgesamt arbeiten weltweit rund 13500 Menschen als Kabinenpersonal für British Airways, etwa jeder dritte Mitarbeiter des Unternehmens.
http://www.deaf-deaf.de/presse/wirtschaft/28558-british_airways_will_streik_durch_gericht_unterbinden.html (http://www.deaf-deaf.de/presse/wirtschaft/28558-british_airways_will_streik_durch_gericht_unterbinden.html)

Ich bekomme den Eindruck als müßten wir uns grundsätzlich darauf einstellen, daß wir in Zunkunft bei Arbeitsniederlegungen nicht nur das Unternehmen, sondern den Staat mit seinen Gerichten als Gegner bekommen...
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 21:37:43 Sa. 20.Februar 2010
Zitat
Streiks bei der Lufthansa
Zoff - und ''deutliche Missverständnisse''


Es wäre der größte Streik in der Geschichte der Lufthansa
: Die Pilotenvereinigung Cockpit (VC) hat für Montag bis Donnerstag mehr als 4000 Kapitäne und Co-Piloten der Fluggesellschaft zum Streik aufgerufen.

Zwar äußerten beide Seiten am Samstag die Hoffnung, doch noch zu einer Annäherung zu kommen. Von ihren grundsätzlichen Positionen rückten sie aber nicht ab. Die VC pocht weiter darauf, dass auf angestammten Lufthansa-Strecken keine Piloten der dazugekauften Tochtergesellschaften zu günstigeren Konditionen fliegen dürfen.

Der Konzern lehnt dies als Einmischung in unternehmerische Entscheidungen ab. Ein von der VC angeregtes Spitzengespräch mit Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber kam deshalb zunächst nicht zustande.

"Wir können nicht dabei zugucken, wie deutsche Arbeitsplätze ins Ausland ausgelagert werden und genau das versucht die Lufthansa", sagte ein VC-Sprecher. "Wir wollen eine Abgrenzungsvereinbarung haben zu den Auslandstöchtern."
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/612/503831/text/ (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/612/503831/text/)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:07:54 Di. 23.Februar 2010
Zitat
Chronologie: Streiks im europäischen Luftverkehr

- Februar 2010: Aus Protest gegen das drastische Sparprogramm der Regierung treten in Griechenland unter anderem die Fluglotsen in den Streik. Der Luftraum über Griechenland bleibt für 24 Stunden geschlossen. Die Fluglinien konnten die meisten ihrer Kunden jedoch vorwarnen.

- November 2009: Weil das Kabinenpersonal streikt, muss die spanische Gesellschaft Iberia hunderte Flüge streichen. Betroffen sind rund 40 000 Passagiere. Die Gewerkschaften wollen Gehaltserhöhungen für die Beschäftigten und eine Verbesserung des Tarifvertrages.

- November 2008: Wegen eines Pilotenstreiks muss die französische Air France hunderte Flüge streichen. Der Arbeitskampf der Piloten richtet sich gegen die Anhebung des Renteneintrittsalters von 60 auf 65 Jahre.

- November 2008: Ein «wilder» Streik bei der insolventen italienischen Fluggesellschaft Alitalia führt zum Ausfall vieler Flüge. Der illegale Ausstand war von einer kleinen Gewerkschaft ausgerufen worden, die sich gegen den von einer Investorengruppe vorbereiteten Rettungsplan stemmt. Die großen Gewerkschaften schließen sich dem Streik nicht an.

- September 2006: Piloten der Swiss European Air Lines (Swiss) streiken, Dutzende Flüge fallen aus. Betroffen ist aber nur die Avro- Flotte der Swiss, die etwa die Hälfte der Europaflüge abwickelt. Die ehemaligen Piloten der früheren Regionalfluggesellschaft Crossair, aus der die Swiss entstanden ist, kämpfen um Gleichbehandlung mit den Europapiloten der ehemaligen Swissair. Diese war 2001 insolvent zusammengebrochen.

- August 2005: 70 000 Passagiere sitzen wegen eines Streiks am Londoner Flughafen Heathrow fest. Auslöser ist die Entlassung von etwa 600 Mitarbeitern einer Cateringfirma, die inoffiziell gestreikt hatten. Der Konflikt eskaliert, als Mitarbeiter der Gepäckabfertigung und des Bodenpersonales aus Solidarität spontan die Arbeit niederlegen.

- Oktober 2003: Piloten und Bordpersonal der Austrian Airlines protestieren gegen geplante Sparmaßnahmen. Wegen Umbuchungen müssen die Passagiere lange Verspätungen in Kauf nehmen.

- Dezember 2001: Ein 36-Stunden-Streik der Fluglotsen gegen die Liberalisierung der Luftraumüberwachung legt den Flugverkehr in Frankreich fast vollständig lahm. Etwa 85 Prozent der Flüge von Air France fallen aus, auch andere Gesellschaften sind erheblich betroffen.

- September 2001: Die Piloten der angeschlagenen belgischen Fluglinie Sabena legen die Arbeit nieder. Hintergründe sind die Auseinandersetzung über die Sanierung der halbstaatlichen Gesellschaft und der geplante Abbau von Arbeitsplätzen. Hunderte Flüge fallen aus. Zwei Monate später beantragt Sabena Konkurs.

- Mai 2001: Der erste Pilotenstreik in der Geschichte der Lufthansa führt auf allen großen deutschen Flughäfen zu Behinderungen. Betroffen sind 350 von 1120 geplanten Flügen. Die Streiks werden in den folgenden Wochen fortgesetzt. Im Juli einigen sich die Tarifparteien auf Einkommensverbesserungen von rund 28 Prozent. In den 90er Jahren hatten die Piloten im Zuge der Konzernsanierung auf anstehende Gehaltserhöhungen verzichtet.
http://www.zeit.de/newsticker/2010/2/22/iptc-bdt-20100221-228-223984314xml?page=1 (http://www.zeit.de/newsticker/2010/2/22/iptc-bdt-20100221-228-223984314xml?page=1)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 16:37:07 Sa. 20.März 2010
Zitat
Flugbegleiter von British Airways beginnen dreitägigen Streik

London (Reuters) - Bei British Airways hat das Kabinenpersonal in der Nacht auf Samstag mit den angedrohten Streiks begonnen.


Am Londoner Flughafen Heathrow hob am späten Freitagabend die letzte BA-Maschine in Richtung Tel Aviv ab, bevor die Flugbegleiter um Mitternacht die Arbeit niederlegten. Die Streiks sollen drei Tage dauern und dürften am Wochenende die Reisepläne Tausender Fluggäste durchkreuzen. Trotz des Ausstands sollen nach Angaben des Unternehmens mehr als 60 Prozent der geplanten Flüge dennoch abheben.

Das Kabinenpersonal stemmt sich gegen die Kürzungspläne des Managements: BA will rund 70 Millionen Euro einsparen, während der Konzern mit rückläufigen Passagierzahlen, schwankenden Kerosinkosten und wachsender Konkurrenz durch Billigflieger kämpft. Bei der Deutschen Lufthansa hatte ein eintägiger Pilotenstreik im Februar zu einem Einbruch der Passagierzahlen geführt. Die BA-Flugbegleiter planen zudem eine zweite Arbeitsniederlegung über vier Tage ab dem 27. März - kurz vor Beginn des Oster-Reiseverkehrs.
http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE62J00D20100320 (http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE62J00D20100320)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 16:38:53 Sa. 20.März 2010
Zitat
Eurowings-Piloten wollen kämpfen
Lufthansa droht schon wieder ein Streik

VON THOMAS REISENER

(RP) Auch bei der Lufthansa-Tochter Eurowings blasen die Piloten zum Sturm: Nachdem die Lufthansa-Classic-Kapitäne bereits vor drei Wochen 2000 Flüge der Airline ausfielen ließen, wollen jetzt auch die Eurowings-Piloten streiken. 99 Prozent von ihnen sprachen sich bei einer Urabstimmung der Regionalfluggesellschaft für Arbeitsniederlegungen aus, wie die Pilotenvereinigung Cockpit mitteilte.

Seit Montag erlebt Deutschland den wohl größten Piloten-Streik aller Zeiten. Betroffen ist die Fluggesellschaft Lufthansa und das Tochterunternehmen Germanwings.
Auch in Frankfurt verheißt ein Blick auf die Anzeigetafel nichts Gutes.
Zahlreiche Verbindungen wurden gestrichen. So auch die beiden Lufthansa-Flüge nach München.
Lufthansa-Streik: der erste Tag

"Der Streik kann nur noch verhindert werden, wenn die Lufthansa sich endlich bewegt", sagte gestern ein Cockpit-Sprecher unserer Redaktion. In den festgefahrenen Verhandlungen ginge es um eine sozial verträgliche Lösung bei Eurowings. Die Lufthansa will unter dem wachsenden Druck der Billigflieger 19 von 34 Eurowings-Maschinen stilllegen.

In diesem Zusammenhang werden Kündigungen erwartet. Laut Cockpit sind rund 200 Piloten von den Streichungen betroffen. Die Lufthansa will ihre Kosten bis 2011 um eine Milliarde Euro senken. Regionalfluggesellschaften wie die kürzlich von Dortmund nach Düsseldorf umgezogene Eurowings übernehmen vor allem die Zubringerdienste für die großen Drehkreuze in Frankfurt und München.

Die Durchsetzung der Sparmaßnahmen wird für den Konzern allerdings schwierig angesichts erster Anzeichen für eine Erholung. Ihre Frachttochter Cargo kündigte gestern die Rückkehr in die Gewinnzone an. Sollte die gute Geschäftsentwicklung der vergangenen Monate anhalten, könne Cargo 2010 operativ wieder schwarze Zahlen schreiben, sagte Firmenchef Carsten Spohr.

Spätestens soll dieses Ziel aber 2011 erreicht werden. Im vergangenen Jahr war Cargo mit einem operativen Minus von 171 Millionen Euro einer der größten Verlustbringer im Konzern.
http://www.rp-online.de/wirtschaft/news/Lufthansa-droht-schon-wieder-ein-Streik_aid_834121.html (http://www.rp-online.de/wirtschaft/news/Lufthansa-droht-schon-wieder-ein-Streik_aid_834121.html)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:01:18 Mo. 24.Mai 2010
Zitat
Schlichtung bei British Airways wegen Tumulten abgebrochen

British Airways kann einen fünftägigen Streik seines Kabinenpersonals offenbar nicht mehr verhindern. Es fänden keine weiteren Gespräche statt, zitierte die BBC den Gewerkschaftschef Tony Woodley.


Am Samstagabend war es zu einem abruptem Ende der Verhandlungen gekommen, als verärgerte Mitarbeiter die Gespräche sprengten. Fernsehbilder zeigten, wie BA-Chef Willie Walsh von den Protestierenden bedrängt und schliesslich von der Polizei aus dem Gebäude begleitet wurde.

Walsh zeigte sich zuversichtlich, den Streit über den Sparkurs der Fluggesellschaft doch noch beilegen zu können. Er betonte gegenüber BBC jedoch auch, dass das Unternehmen an einem Ausstand nicht zugrunde gehen werde. "BA wird überleben, und wir werden stärker sein, weil wir die Kernaufgaben angehen."

In dem seit längerem schwelenden Streit geht es um Bezahlung und Arbeitsbedingungen unter dem geplanten Sparkurs der Airline. Die Gewerkschaften waren zuletzt besonders verärgert darüber, dass die BA gegen streikende Mitarbeiter Disziplinarmassnahmen einleitete und Freiflüge strich.

Die vor einer Fusion mit der spanischen Iberia stehende BA will durch die Vereinbarung mit der Gewerkschaft pro Jahr rund 72 Millionen Euro sparen. Ein siebentägiger Streik des Personals im März hatte das Unternehmen rund 50 Millionen Euro gekostet.

Am Freitag hatte BA den höchsten Verlust seit fast 25 Jahren bekanntgegeben: Im vergangenen Geschäftsjahr fiel ein Fehlbetrag vor Steuern von 600 Millionen Euro an.
http://www.sonntagszeitung.ch/home/artikel-detailseite-sda/?newsid=133971 (http://www.sonntagszeitung.ch/home/artikel-detailseite-sda/?newsid=133971)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:21:24 Mi. 26.Mai 2010
Zitat
Streik bei Air India gegen Redeverbot

Rund 20.000 Beschäftigte der Fluglinie Air India streiken seit zwei Tagen unbefristet, was zum Ausfal von zahlreichen Flügen in Indien geführt hat. Sie protestieren gegen Verzögerungen bei der Auszahlung von Gehältern und Personalmangel beim Kabinenpersonal. Auf besondere Wut stieß die Anweisung des Managements von Air India, dass die Angestellten wegen des Flugzeugunglücks in Mangalore nicht mit Journalisten reden dürfen. Bei dem Unglück waren 158 Menschen ums Leben gekommen.
http://www.jungewelt.de/2010/05-22/040.php (http://www.jungewelt.de/2010/05-22/040.php)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 13:05:55 Mi. 29.September 2010
Streik: Flugverkehr in Belgien ist völlig lahmgelegt

In Belgien ist der Flugverkehr nach Angaben der Kontrollbehörde Belgocontrol seit 14 Uhr unterbrochen. Grund ist ein spontaner Streik der Fluglotsen. Die Aktion soll 24 Stunden dauern. Zuvor waren Verhandlungen über die Arbeitsbedingungen gescheitert.


http://www.br-online.de/b5aktuell/belgien-fluglotsen-streik-ID128568112504.xml (http://www.br-online.de/b5aktuell/belgien-fluglotsen-streik-ID128568112504.xml)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 20:51:30 Do. 17.März 2011
Zitat
Betrunkene Piloten flüchten nach Landung
17.03.11
Zwei betrunkene Piloten einer Maschine der Fluggesellschaft Aeroméxico haben sich nach der Landung in Mexiko-Stadt aus dem Staub gemacht. Wie die Zeitung 'Reforma' am Donnerstag berichtete, wollten Sicherheitskräfte die Besatzung des aus Puerto Vallarta kommenden Flugzeugs in einem Beobachtungsraum festhalten. Als die Piloten davon erfuhren, seien sie mit einer Stewardess davongelaufen. Die Stewardess wurde gefasst. Auch sie war dem Bericht zufolge angetrunken. Erst vor wenigen Tagen waren Piloten von Aeroméxico erwischt worden, die ihre Maschine im betrunkenen Zustand von Costa Rica nach Mexiko steuern wollten. Der Flug musste um 24 Stunden verschoben werden.
http://www.rtl.de/medien/information/rtlaktuell/aaac-a3bde-5f19-13/betrunkene-piloten-fluechten-nach-landung.html?nav=ticker (http://www.rtl.de/medien/information/rtlaktuell/aaac-a3bde-5f19-13/betrunkene-piloten-fluechten-nach-landung.html?nav=ticker)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Eivisskat am 07:17:48 Mi. 20.Juni 2012
Zitat
Warnstreik in Hamburg: Lange Schlangen und Verspätungen am Flughafen

Ein Warnstreik des privaten Sicherheitspersonals hat am Dienstagmorgen für riesige Warteschlangen und Verspätungen am Hamburger Flughafen gesorgt. Der unangekündigte Warnstreik habe um kurz vor 6 Uhr begonnen und sei gegen 8 Uhr beendet worden, berichtete eine Flughafensprecherin.

Die Bundespolizei habe nur noch den Betrieb an drei von 21 Kontrollstellen aufrechterhalten können. Viele Passagiere hätten ihren Flug verpasst und müssten umgebucht werden. Wie viele Passagiere betroffen waren, konnte die Sprecherin zunächst nicht sagen. „Die Warteschlange windet sich durch das gesamte Terminal wie eine Schnecke.“
„Alle Leute verpassen ihren Flieger, hier ist echt Chaos“, berichtete eine Passagierin, die am Morgen auf ihren Flug nach Düsseldorf wartete.

Neben Hamburg gab es an fünf weiteren deutschen Flughäfen Behinderungen durch Warnstreiks des privaten Sicherheitspersonals. Die Gewerkschaft Verdi hatte nach eigenen Angaben rund 500 Luftsicherheitsassistenten an den Zugangskontrollen zu Warnstreiks aufgerufen. Der Ausstand an den Flughäfen in Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg, Bremen und Hannover sei zunächst auf zwei Stunden begrenzt worden, erklärte Verdi-Verhandlungsführer Andreas Sander. Damit sollten die Auswirkungen auf die Passagiere möglichst gering gehalten werden, so die Gewerkschaft.

Es gehe um die Arbeitsbedingungen von rund 12.000 Beschäftigten bundesweit, die teils von ihren Arbeitgebern in unsichere Beschäftigungsverhältnisse gezwungen würden. „Der Ausdehnung befristeter Arbeitsverhältnisse muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden“, verlangte Sander. Verdi befindet sich in langwierigen Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDWS). Aktuell stecke man in der zehnten Runde.

Ein weiteres Problem sei Teilzeitarbeit gegen den Willen der Beschäftigten, erklärte der Verdi-Vertreter. So seien in Düsseldorf bereits um die 70 Prozent der Fluggastkontrolleure nur zeitweise an den Gates aktiv. In einem anderen Sicherheitsbereich seien Zwölf-Stunden-Schichten vorgesehen, die auf acht Stunden reduziert werden müssten. Kurzfristige Anforderungen durch die Bundespolizei verhinderten zudem eine vernünftige Schichtplanung und erschwerten es, Familie und Beruf zu vereinen, klagte die Gewerkschaft.



Nicht alle Kontrolleure fallen unter den umstrittenen Tarifvertrag. So besteht für große Teile des Frankfurter Flughafens (Terminal 1) noch ein Haustarifvertrag bei einer Tochter der Fraport. In München sind die Personenkontrolleure im öffentlichen Dienst.


http://www.mopo.de/nachrichten/warnstreik-in-hamburg-lange-schlangen-und-verspaetungen-am-flughafen,5067140,16420682.html (http://www.mopo.de/nachrichten/warnstreik-in-hamburg-lange-schlangen-und-verspaetungen-am-flughafen,5067140,16420682.html)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: unkraut am 21:06:17 Do. 21.Juni 2012
Also ich arbeite auf dem Airport und es wird nix so heiß gegessen wie gekocht .
Aber an den Kontrollstellen sind ständig " Neue " . Ok , es wird auch nach dem Rotationsprinzip dort gearbeitet . Wenn ich morgends durch muß schaue ich zuerst auf die Schuhe . Haben sie neue an weis ich bescheid . Und es sind jeden Tag welche mit neuen Schuhen dabei .
 
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Troll am 11:25:47 Fr. 18.Januar 2013
Zitat
Streik legt Hamburger Flughafen lahm

Am Hamburger Flughafen hat heute früh ein ganztägiger Streik der Sicherheitskräfte begonnen. Bereits am Morgen warteten Hunderte Passagiere vor den Sicherheitskontrollen und Check-in-Schaltern. "Der Ausfall der Sicherheitskontrollen kommt quasi einer Schließung des Flughafens gleich", sagte Airport-Geschäftsführer Michael Eggenschwiler am Morgen. "Passagiere können nach Hamburg kommen, Hamburg aber mit dem Flugzeug nicht mehr verlassen."
....
....

"Staat muss bei Kontrollen einspringen"

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Klaus-Peter Siegloch, sieht den Bund in der Pflicht, die Sicherheitskontrollen aufrechtzuerhalten. Die Kontrolle der Sicherheit sei per Gesetz eine staatliche Aufgabe, die nur stellvertretend an private Firmen weitergegeben werden könne. "Wenn diese ausfallen - sei es durch Streik oder andere Gründe - muss der Staat für Ersatz sorgen", forderte Siegloch. Flughafen-Sprecherin Stefanie Harder entgegnete: "Die Bundespolizei ist machtlos, weil sie die fehlenden Stellen nicht auffüllen kann."

Quelle: NDR (https://www.ndr.de/regional/hamburg/flughafen473.html)

Überbordend, unflexibel, ineffizient und viel zu teuer, so bezeichnen die Marktfetischisten Staatliches Wirtschaften und Daseinsvorsorge, und jetzt schreien sie nach staatlicher Unterstützung, jetzt wollen sie sich dessen bedienen für deren Abschaffung sie seit Jahren plädieren.
Sie sollen daran ersticken!
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Eivisskat am 15:09:24 Fr. 18.Januar 2013
Zitat
Hamburger Flughafen - Hausmeister-Warnstreik: Keine Auswirkungen auf Flugbetrieb

Warnstreik am Hamburger Airport. Heute Morgen haben 50 Beschäftigte der Real Estate Maintenance Hamburg (RMH) von sieben bis neun Uhr die Arbeit niederlegt, teilte die Gewerkschaft Verdi am Donnerstag mit.

Das seien etwa zwei Drittel der anwesenden Mitarbeiter der Real Estate Maintenance Hamburg (RMH) gewesen, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. Nach Angaben der Flughafenpressestelle hatte der Warnstreik keine Auswirkungen auf die Flugbetrieb.

Die Tarifverhandlungen mit der Tochtergesellschaft des Hamburger Flughafens seien ins Stocken geraten, teilte die Gewerkschaft weiter mit. Ein sogenanntes Schlussangebot des Arbeitgebers werde von den insgesamt 160 Beschäftigten abgelehnt.

Die Techniker, Schlosser, Elektriker und Schreiner am Flughafen wollen eine Erhöhung ihrer Löhne um 140 Euro im Monat durchsetzen.

http://www.mopo.de/nachrichten/hamburger-flughafen-hausmeister-warnstreik--keine-auswirkungen-auf-flugbetrieb,5067140,21483472.html

Und noch ein bemerkenswertes Foto der Schafe der Passagiere, die trotz des Streiks des Sicherheitspersonals auf ihren Flug warten:

http://www.mopo.de/nachrichten,5067140,21492810.html (http://www.mopo.de/nachrichten,5067140,21492810.html)

Nett auch die Kommentare in der Mopo... ;)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Strombolli am 15:47:54 Fr. 18.Januar 2013
Verdammt nochmal, ein Streik muß weh tun. Sonst kann man es sein lassen. Dann so zu argumentieren, dass dies auf den Rücken der Passagiere stattfindet ist einfach unredlich und typisch nachrichtenverzerrend, wie es immer von regierungsnahen Medien praktiziert wird. Ob die regierende Partei nun
NSDAP, SED oder eine der heutigen Machthaber ist.

...'s war immer so, 's war immer so  :evil:
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: unkraut am 17:18:45 Fr. 18.Januar 2013
Jedenfalls kam der Streik ohne Vorwarnung . Heute morgen wunderte ich mich das an der Südtorwache nur eine Spur offen war . Ich wollte es mir eigentlich hautnah anschauen aber ich wäre wahrscheinlich nicht mehr aufs Flugfeld gekommen .
Donnerstag erfuhren einige MA von RMH erst durchs Radio das Streik angesagt war . Hier hat Verdi wohl etwas geschlampt ?
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Eivisskat am 08:57:16 Do. 24.Januar 2013
Zitat
Lange Schlangen an größten NRW-Airports: Sicherheitspersonal streikt

 Fliegen wird in diesen Tagen wieder zu einer Geduldsprobe. Wegen eines Arbeitskampfes an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn sind viele Flüge gestrichen. Vor den Terminals gibt es lange Warteschlagen. Der Ausstand soll bis zum Freitag andauern.
 
Ein Streik des Sicherheitspersonals hat den Betrieb an den wichtigsten nordrhein-westfälischen Flughäfen durcheinandergebracht. Bereits am frühen Morgen bildeten sich in Düsseldorf und Köln/Bonn längere Warteschlangen vor den Terminals.

Viele Flüge mussten gestrichen werden. Die ersten Angestellten legten mit Beginn der Frühschicht um 4 Uhr die Arbeit nieder. "Die Zustimmung ist groß", sagte die Fachbereichsleiterin der Gewerkschaft Verdi, Andrea Becker. Die Aktion soll den ganzen Tag andauern und auch am Freitag fortgesetzt werden - wie lange, ließ Verdi zunächst offen.

Die Gewerkschaft hatte die Aktion in der Nacht kurzfristig angekündigt. Sie will den Druck für die Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft erhöhen.

Betroffen sind nach Angaben von Verdi vor allem die Kontrollstellen für Fluggäste. Der Sprecher des Flughafens Köln/Bonn, Walter Römer rechnet mit erheblichen Einschränkungen. Er empfahl Passagieren, sich bei ihrer Airline zu informieren. Allein der Düsseldorfer Airport erwartete am Donnerstag etwa 44.500 Passagiere, in Köln/Bonn sind es im Durchschnitt täglich 25.000.


weiter: http://www.n-tv.de/wirtschaft/Sicherheitspersonal-streikt-article10002061.html (http://www.n-tv.de/wirtschaft/Sicherheitspersonal-streikt-article10002061.html)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Disintegration am 21:47:25 Do. 24.Januar 2013
und im TV werden empörte fluggäste gezeigt, die null verständnis für die streikenden haben. eben dieses blabla vom rücken der passagiere... da sieht man wieder mal was der "fleissige" deutsche unter nem STREIK versteht, wäre wohl am besten, während des nachtflugverbots zu (warn)streiken  ::)

ein streik muss nunmal weh tun! sclimm, wenn man zu spät zum malle-urlaub kommt, tztz....
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Vollstrecker am 12:17:53 Fr. 25.Januar 2013
Hallo Disintegration,

ich finde deine Beiträge ja immer gut undf freue mich auch in dieser Rubrik etwas von dir lesen zu dürfen.

und im TV werden empörte fluggäste gezeigt, die null verständnis für die streikenden haben. eben dieses blabla vom rücken der passagiere...

jaja diese 'armen Passagiere' und die reichen 'Leihsklaven' oder wie oder was ???
Ich habe da gestern/vorgestern den Medien Zahlen entnehmen dürfen das ca. 70% der in der 'Sicherheitsbranche' Beschäftigten am unteren Rand des
dort üblichen Mindestlohnes verdienen.

....

ein streik muss nunmal weh tun! sclimm, wenn man zu spät zum malle-urlaub kommt, tztz....

ich widerspreche dir ungern, manchmal reicht auch der Bauversuch eines Flughafens...., na du weisst schon    ;)

aber selbstverständlich muss und sollte ein Streik weh tun, ich würde mich freuen, wenn bald mal die gesamten Reinigungskräfte (Leihsklaven der Zeitarbeit) in Berlin, die für die Reinigung der dortigen Regierungsgebäude zuständig sind, in den Streik gehen (von der Klo-Frau/Mann über die Küchenreiniger bis zum Müllmann, auch keine Schreibtische + Büro's mehr, kein Aufzug, kein Flur, kein Plenarsaal, nichts darf da mehr gereinigt werden, bevor nicht vernünftig entlohnt wird).

So ähnlich wie die italienische Müllabfur...

dann müssten unsere Politiker erstmal selber den Dreck wegräumen, bevor sie überhaupt wieder über unmögliche 'Reformen' oder sonstige unsoziale Gesetze abstimmen könnten.

Gegebenenfalles sollten die 'Sicherheitskräfte' die diese Regierungsgebäude (be)schützen müssen, den Streik unterstützen.

viele Grüße

V.
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 18:22:38 Mi. 13.Februar 2013
Zitat
Donnerstag erneut Streik am Flughafen Düsseldorf

Am Düsseldorfer Flughafen droht am Donnerstag wieder Chaos. Das Sicherheitspersonal streikt erneut, teilte die Gewerkschaft Ver.di mit. Auch am Hamburger Flughafen soll wieder gestreikt werden.


Die Gewerkschaft Ver.di will Lohnaufschläge von 30 Prozent für die 34 000.Beschäftigten im Sicherheitsgewerbe in NRW durchsetzen: "Wir wollen diesen gesamten Bereich aus dem Niedriglohnsektor herausholen", sagte der Ver.di-Sprecher.
http://www.welt.de/regionales/duesseldorf/article113605553/Donnerstag-erneut-Streik-am-Flughafen-Duesseldorf.html (http://www.welt.de/regionales/duesseldorf/article113605553/Donnerstag-erneut-Streik-am-Flughafen-Duesseldorf.html)

Zitat
Erneut Streik am Hamburger Flughafen

Lange Warteschlangen am Hamburger Flughafen wegen eines Streiks © ddp Fotograf: Philipp Guelland Detailansicht des Bildes Bereits Mitte Januar hatte ein Streik des Sicherheitspersonals den Hamburger Flughafen lahmgelegt. Auf dem Hamburger Flughafen müssen sich Passagiere am Donnerstag wieder auf massive Behinderungen einstellen. Die Gewerkschaft ver.di hat das Sicherheitspersonal erneut zu einem ganztägigen Streik von 3.45 bis 23 Uhr aufgerufen, wie NDR 90,3 am Mittwoch berichtete. Zeitgleich werde auch der Flughafen in Düsseldorf bestreikt.

Hintergrund ist ein langanhaltender ungelöster Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft und dem Bundesverband für Sicherheitswirtschaft (BDSW), die bislang zu keiner Einigung geführt haben. Ver.di fordert für die rund 600 Luftsicherheitsassistenten in Hamburg einen Stundenlohn von 14,50 Euro. Ein Angebot des BDSW von 12,75 Euro ab März und 13,50 Euro ab Januar 2014 hatte die Gewerkschaft abgelehnt. Danach wurde den Angaben zufolge kein neues Angebot vorgelegt.

Der Streik ist zunächst auf einen Tag befristet. Sollten die Arbeitgeber allerdings nicht bis Donnerstag um 14 Uhr ein neues Angebot vorlegen, will ver.di die Streiks ausweiten. Zugleich betonte die Gewerkschaft ihre Dialogbereitschaft. Es sei nicht das Ziel, die Streiks bis in die Hamburger Ferienzeit auszudehnen. Die Hamburger Ferien beginnen am 4. März.
http://www.ndr.de/regional/hamburg/flughafen529.html (http://www.ndr.de/regional/hamburg/flughafen529.html)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: admin am 15:46:36 Do. 14.Februar 2013
Zitat
Streik am Köln/Bonner Flughafen und in Hamburg auch am Freitag

Düsseldorf/Hamburg (dpa) - Flugreisende müssen sich auch am Freitag auf erhebliche Einschränkungen gefasst machen. Die Gewerkschaft Verdi will den Streik des Sicherheitspersonals diesmal an den Flughäfen Köln/Bonn und Hamburg fortsetzen, kündigte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi am Donnerstag an.

Für Hamburg ist es der zweite Streiktag in Folge, Köln/Bonn wurde im Januar bereits bestreikt. Der Ausstand soll um am frühen Morgen beginnen und bis in den Abend dauern.

Zehntausende Reisende hatten am Donnerstag den Arbeitskampf zu spüren bekommen. Am drittgrößten deutschen Airport in Düsseldorf sollte mindestens jeder dritte, in Hamburg sogar jeder zweite Flug gestrichen werden. Nur wenige Sicherheitsschleusen hatten geöffnet, davor bildeten sich lange Warteschlagen frustrierter Reisender. Die Gewerkschaft Verdi will in dem festgefahreren Tarifstreit ein neues Angebot der Arbeitgeber erzwingen.
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12470373/485083/Streik-am-KoelnBonner-Flughafen-und-in-Hamburg-auch.html (http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12470373/485083/Streik-am-KoelnBonner-Flughafen-und-in-Hamburg-auch.html)

Zitat
Auch in Tegel fallen Flüge aus

Der Flugverkehr von und nach Berlin ist von den Streiks des Sicherheitspersonals in Düsseldorf und Hamburg auch betroffen. Etwa 20 Flüge sind bereits gestrichen.
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/streik-auch-in-tegel-fallen-fluege-aus,10809148,21801318.html (http://www.berliner-zeitung.de/berlin/streik-auch-in-tegel-fallen-fluege-aus,10809148,21801318.html)

Es gab Kritik an den fehlenden Informationen seitens der Gewerkschaft während der Streiks des Sicherheitspersonals. In letzter Zeit gab es auch Auseinandersetzungen an verschiedenen Flughäfen, die sich unabhängig von den Gewerkschaften entwickelt haben. Die Beschäftigten der verschieden Airports wissen wenig von dem, was an den anderen Standorten passiert. Um für ein wenig mehr Informationsfluß zu sorgen, wurde von Leiharbeitern eine Extraausgabe der Leihkeule für Flughäfen herausgebracht.

Airport-Leihkeule in A5 (Papier muß geschnitten werden)
http://chefduzen.de/Airport-Leihkeule-DINA5-doppelt.pdf (http://chefduzen.de/Airport-Leihkeule-DINA5-doppelt.pdf)

Airport-Leihkeule als A4 Flugblatt
http://chefduzen.de/Airport-Leihkeule-DINA4.pdf (http://chefduzen.de/Airport-Leihkeule-DINA4.pdf)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: unkraut am 19:25:20 Do. 14.Februar 2013
Nicht nur für die Flugreisenden war es heute in HH ärgerlich . ich mußte gerade heute öfter rein und raus fahren . Schlange stehen . Aber ich habe Verständnis und auch geplaudert mit den Leuten von der Security .
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 13:29:54 Di. 19.Februar 2013
Die Infos machen die Runde!

http://www.labournet.de/branchen/dienstleistungen/bewach/flieger-die-nicht-fliegen-und-die-airport-leihkeule/ (http://www.labournet.de/branchen/dienstleistungen/bewach/flieger-die-nicht-fliegen-und-die-airport-leihkeule/)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 19:07:02 Sa. 23.Februar 2013
Zitat
Hamburg-Airport-Chef: "Streik war rücksichtslos und unfair"

Den Hamburger Flughafen hätten die vier Streiktage bereits mehr als eine Million Euro Umsatz gekostet. Schadenersatzklage wird geprüft.


Den Hamburger Flughafen hätten die vier Streiktage bereits mehr als eine Million Euro Umsatz gekostet. "Das Ergebnis im Februar wird katastrophal sein", sagte der Airport-Chef. Man prüfe, ob sich der Flughafen einer Schadenersatzklage gegen den Bund anschließen werde, denn die Sicherheitskontrollen liegen in der Verantwortung der Bundespolizei.
http://www.abendblatt.de/hamburg/article113819952/Hamburg-Airport-Chef-Streik-war-ruecksichtslos-und-unfair.html (http://www.abendblatt.de/hamburg/article113819952/Hamburg-Airport-Chef-Streik-war-ruecksichtslos-und-unfair.html)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 12:52:22 Di. 12.März 2013
Ich war ja recht begeistert von dem Versuch von VERDI gegen den Niedriglohn vorzugehen für die Leute im Wachgewerbe und dafür auch zu kämpfen mit realem wirtschaftlichen Druck. Da hätt ich fast vergessen können, daß der DGB ja die Aganda 2010 und damit die Ausweitung des Niedriglohnsektors unterstützt hat.

Gestern kam die Meldung: Statt der geforderten 30% Lohnerhöhung hat man sich auf 15% geeinigt in 2 Schritten. Naja.
Dann hieß es jedoch, egal wie die Mitglieder das Ergebnis finden und selbst wenn alle es ablehnen, werde definitiv die Fortführung des Arbeitskampfes ausgeschlossen!

Hackt's?? Sieht so die innergewerkschaftlich Demokratie aus? Scheißt man einfach auf den Willen der Mitglieder? Erwartet man wieder bei Merkel zur Geburtstagsparty eingeladen zu werden?
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Strombolli am 14:46:21 Di. 12.März 2013
Ohne jetzt wieder eine unselige Diskussion anzetteln zu wollen, frage ich mich dabei wieder einmal: Wo sind denn nun die wirklich "freien" Gewerkschaften des Westens geblieben? ... Nee, nee ... mein Resümee nach 23 Jahren BRD-Kapitalismus: In vielerlei Hinsicht "alter Wein in neuen Schläuchen".
Beispiel: Einheitsmedien, Hofberichterstattung, Zentralorgan "Bild dir unsere Meinung", Gewerkschaften nur noch als Name, Personenkult, Abgrenzung der Herrschenden vom Fußvolk, Schönfärberei, territoriale Freiheit nur für die die Geld haben, Nationale Front = CSUCDUFDPSPDGrüne, kaputte Strassen, grosse Klappe nach draussen ...

und so weiter, und so weiter ....
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 19:13:18 Do. 25.April 2013
Zitat
Streik bei El Al und Co.:
Israelische Fluglinien protestieren gegen EU-Abkommen

Angestellte von israelischen Fluglinien sind in einen unbefristeten Streik getreten. El Al, Arkia und Israir protestieren damit gegen das Open-Skies-Abkommen mit der Europäischen Union. Weltweit sind Tausende Passagiere betroffen.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/streik-bei-el-al-arkia-und-israir-protest-gegen-eu-abkommen-a-895703.html (http://www.spiegel.de/reise/aktuell/streik-bei-el-al-arkia-und-israir-protest-gegen-eu-abkommen-a-895703.html)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 13:10:09 Mo. 13.Mai 2013
Zitat
Arbeitskampf:
Gepäckarbeiter streiken am Airport Brüssel


Heute nur leichtes Gepäck: Am Brüsseler Flughafen stehen Bänder still. Viele Arbeiter befinden sich im Ausstand. Die Koffer zahlreicher Passagier müssen deshalb am Boden bleiben.

Brüssel - Am Flughafen Zaventem streiken die Gepäckarbeiter. Passagiere müssen sich in Brüssel am Montag darauf einstellen, dass sie nur mit Handgepäck reisen können, wie der belgische Rundfunk RTBF meldete.

Betroffen sei jener Teil der Fluggesellschaften, die in Brüssel die Dienste des Gepäckabfertigers Swissport nutzten. Darunter ist die belgische Fluggesellschaft Brussels Airlines. Der Flughafen riet Reisenden auf seiner Website, ihre Fluggesellschaft wegen möglicher Auswirkungen des Streiks zu kontaktieren.

Die Angestellten von Swissport klagen über einen Mangel an Personal und eine zu hohe Arbeitsbelastung, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga. Mitarbeitervertreter wollten am Montag mit der Swissport-Leitung zusammentreffen.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/flughafen-bruessel-zaventem-streik-in-der-gepaeckabfertigung-a-899417.html (http://www.spiegel.de/reise/aktuell/flughafen-bruessel-zaventem-streik-in-der-gepaeckabfertigung-a-899417.html)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 13:41:20 Fr. 17.Mai 2013
Zitat
Gepäckarbeiter beenden Streik

Zum Schluss ließ die belgische Regierung Material von Swissport beschlagnahmen, um deren Mitarbeiter wieder zur Arbeit zu bewegen.


Bereits am Mittwoch hatten sich Gewerkschaften und Swissport auf einen Kompromiss geeinigt. Ein Teil der Mitarbeiter war aber wohl nicht an den Arbeitsplatz zurückgekehrt. Der belgische Verkehrsstaatssekretär und die Flughafen-Gesellschaft entschieden, Material von Swissport zu beschlagnahmen. Am Donnerstagabend vermeldete die Flughafen-Gesellschaft, dass die Beschäftigten wieder arbeiteten.

Die Mitarbeiter des Gepäckabfertigers Swissport hatten seit Sonntag gestreikt. Am Montag waren deswegen 50 der 700 Flüge ausgefallen. Passagieren wurde geraten, nur mit Handgepäck zu reisen. Betroffen waren vor allem die Fluggesellschaften, die die Dienste von Swissport nutzen. Die Mitarbeiter beklagen Personalmangel und eine übermäßige Arbeitsbelastung.
http://biztravel.fvw.de/flughafen-bruessel-gepaeckarbeiter-beenden-streik/393/118612/4070 (http://biztravel.fvw.de/flughafen-bruessel-gepaeckarbeiter-beenden-streik/393/118612/4070)

o.k., der Streik wurde als wilder Streik gegen den Willen der Gewerkschaft weitergeführt.
Aber...
Zitat
Der belgische Verkehrsstaatssekretär und die Flughafen-Gesellschaft entschieden, Material von Swissport zu beschlagnahmen.
Wie darf man das verstehen?  ?(  ?(
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 20:33:41 Mo. 02.September 2013
(http://www.handelsblatt.com/images/wieder-streik-der-lufthansa-flugbegleiter/8730920/2-format3.jpg)

Die Lufthansa kappt die Betriebsrenten. Durch das niedrige Zinsniveau wird das Loch in der Rentenkasse der Airline immer größer. Tarifverträge sollen neu verhandelt werden – die Gewerkschaften gehen auf die Barrikaden.


http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/betriebsrenten-werden-gekappt-lufthansa-steht-naechster-krach-ins-haus/8730656.html (http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/betriebsrenten-werden-gekappt-lufthansa-steht-naechster-krach-ins-haus/8730656.html)

Hmmmhmm, die Journalisten mal wieder. Auf die Barrikaden gehen die Betroffenen, die Gewerkschaften organisieren es (im besten Fall).
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 11:29:40 Do. 03.Oktober 2013
Zitat
Chaostag im Oktober
Fluglotsen drohen mit europaweitem Streik


(http://www.manager-magazin.de/images/image-246947-panoV9free-qgry.jpg)
Tower in Düsseldorf: Der dichteste Luftraum der Welt

Der Flugverkehr in Europa könnte Anfang Oktober vor einem Chaostag stehen. Die Lotsen wollen gegen Pläne der EU-Kommission streiken. Brüssel will die Kosten der Luftraumüberwachung senken.

Frankfurt am Main - Die europäische Fluglotsengewerkschaft ATCEUC ruft ihre 14.000 Mitglieder für den 10. Oktober zu Aktionen gegen Deregulierungspläne der EU-Kommission auf. Diese wolle Arbeitsbedingungen Tausender Fluglotsen verschlechtern und die Flugsicherung privatisieren, klagt die Gewerkschaft.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit warnt im Magazin "Focus" vor chaotischen Verhältnissen auf den Flughäfen, sollte es zu einem Streik der Fluglotsen kommen. Selbst ein kurzer Streik hätte "massive Auswirkungen auf den deutschen Luftverkehr", sagte Cockpit-Sprecher Jörg Handwerg dem Nachrichtenmagazin. Deutschland habe den dichtesten Luftraum der Welt.

Die EU-Kommission hatte 2004 den einheitlichen europäischen Luftraum (SES II) auf den Weg gebracht, um die Luftfahrt nach Verkehrsströmen und nicht nach Landesgrenzen auszurichten. Ziel ist neben einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen auch ein besseres Flugverkehrsmanagement - dazu zählen Sicherheitsstandards, aber auch eine Senkung der Kosten.

In Deutschland tritt die GdF inzwischen zahmer auf

Arbeitnehmervertreter wie die deutsche Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) werfen der Kommission vor, sie fordere stetige Gebührensenkungen, die den Airlines zugutekämen. Die Flugsicherungsunternehmen würden dabei so stark unter Druck gesetzt, dass dort ein Überlebenskampf beginne, unter dem letztlich die Sicherheit im Luftraum leiden werde, klagte jüngst GdF-Chef Matthias Maas. Die GdF werde sich an dem Aktionstag "im vollen Rahmen ihrer Möglichkeiten" beteiligen, kündigte die Fluglotsen-Vertretung in ihrem Mitgliedsblatt "Der Flugleiter" an.

Die GdF hatte zuletzt 2011 zweimal fast gestreikt - die Gewerkschaft hatte damals nach monatelangen, zähen Tarifverhandlungen mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) die Fluglotsen in ganz Deutschland zum Ausstand aufgerufen. Diese wurden aber jeweils in letzter Minute abgeblasen.

Später löste erst das Eingreifen des Bundesverkehrsministeriums den Tarifkonflikt - die DFS gehört dem Bund. Die damals verantwortlichen DFS-Vorstände nahmen bald danach ihren Hut. Mit der neuen Führungsriege um Chef Klaus-Dieter Scheurle kommt die kampferprobte GdF Arbeitnehmervertretern zufolge viel besser klar. Deutliches Zeichen dafür ist nicht zuletzt die geräuschlose Tarifeinigung Anfang des Jahres.
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/fluglotsen-drohen-mit-europaweitem-streik-a-925189.html (http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/fluglotsen-drohen-mit-europaweitem-streik-a-925189.html)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 20:44:14 Di. 24.März 2015
Zitat
Nach dem tragischen Flugzeugabsturz über Südfrankreich mit 150 Toten weigern sich offenbar mehrere Crews der betroffenen Airline Germanwings, ihre Flüge mit Maschinen des Unglückstyps von Airbus anzutreten.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/germanwings-crews-in-duesseldorf-und-stuttgart-verweigern-start-a-1025378.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/germanwings-crews-in-duesseldorf-und-stuttgart-verweigern-start-a-1025378.html)

Na, das klingt doch nach einem spontanen wilden Streik.
Geht doch.
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 08:36:30 Mo. 07.September 2015
Zitat
Piloten streiken am morgigen Dienstag

Bei der Lufthansa wollen die Piloten morgen die Arbeit niederlegen.


Betroffen seien alle Langstreckenverbindungen, teilte die Vereinigung Cockpit mit. Der Streik beginne um acht Uhr und dauere bis Mitternacht. Die Pilotengewerkschaft hatte die Tarifgespräche mit der Lufthansa in der letzten Woche für gescheitert erklärt. Der Konzernvorstand habe keine akzeptablen Vorschläge für die Betriebs- und Übergangsrenten gemacht, hieß es zur Begründung. In dem Tarifkonflikt haben die Lufthansa-Piloten seit April 2014 bereits 12 mal die Arbeit niedergelegt.
http://www.deutschlandfunk.de/lufthansa-piloten-streiken-am-morgigen-dienstag.447.de.html?drn:news_id=522120 (http://www.deutschlandfunk.de/lufthansa-piloten-streiken-am-morgigen-dienstag.447.de.html?drn:news_id=522120)

Vernünftige Arbeitskämpfe scheinen nur noch außerhalb des DGB möglich zu sein.
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Troll am 14:16:17 Mi. 09.September 2015
Zitat
Lufthansa-Klage erfolgreich
Landesarbeitsgericht stoppt Pilotenstreik

Das Hessische Landesarbeitsgericht hat den Pilotenstreik bei der Lufthansa vorerst gestoppt. Das Gericht erließ am Mittwoch in Frankfurt eine einstweilige Verfügung gegen die streikende Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit.

Nach anderthalbtägigem Streik ist der Arbeitskampf der Lufthansa-Piloten am Mittwochmittag vorzeitig juristisch beendet worden. Das Hessische Landesarbeitsgericht kam zu der Auffassung, dass es der Vereinigung Cockpit (VC) auch darum gehe, beim Low-Cost-Konzept des Konzerns mehr Mitsprache zu bekommen, erklärte der Vorsitzende Richter. Damit sei der Streik rechtswidrig. Die Kammer hob ein Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt auf, das den Antrag der Lufthansa auf einstweilige Verfügung am Dienstagabend noch abgewiesen hatte.
....

Quelle: hessenschau (http://hessenschau.de/wirtschaft/landesarbeitsgericht-stoppt-pilotenstreik,pilotenstreik-100.html)

Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 20:27:28 So. 08.November 2015
Und mal wieder ein richtiger Arbeitskampf, wo kein DGB im Weg steht.

Zitat
Im längsten Streik der Firmengeschichte erhöht die Kabinengewerkschaft Ufo den Druck auf die Lufthansa. Am Montag weiten die Flugbegleiter ihre Aktionen massiv aus, Passagiere müssen sich bundesweit auf Flugausfälle und Verspätungen einstellen. Wie die Lufthansa am Sonntag mitteilte, fallen 929 Flüge aus. Betroffen seien etwa 113 000 Passagiere.
http://www.fr-online.de/arbeit---soziales/lufthansa-streik-flugbegleiter-weiten-streik-aus,1473632,32364810.html (http://www.fr-online.de/arbeit---soziales/lufthansa-streik-flugbegleiter-weiten-streik-aus,1473632,32364810.html)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Rudolf Rocker am 21:00:41 Di. 26.Juli 2016
Eine ganz bittere Entscheidung des BAG:

Zitat
Fluglotsenstreik 2012 war rechtswidrig
Zitat
Das Bundesarbeitsgericht hat einen Fluglotsenstreik im Jahr 2012 für rechtswidrig erklärt. Damit gaben die Richter einer Millionenklage des Flughafenbetreibers Fraport statt. Die Fluggesellschaften Air Berlin und Lufthansa gehen dennoch leer aus.

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat eine Millionenklage gegen die Lotsengewerkschaft GdF gewonnen. Überraschend erklärte das Bundesarbeitsgericht (BAG) einen Streik der Fluglotsen im Jahr 2012 für rechtswidrig und gab damit der Schadensersatzklage von Fraport gegen die GdF statt. Einen Anspruch der Fluggesellschaften Lufthansa und Air Berlin, die ebenfalls geklagt hatten, wiesen die Bundesarbeitsrichter zurück.
http://www.tagesschau.de/inland/fluglotsen-streik-fraport-101.html (http://www.tagesschau.de/inland/fluglotsen-streik-fraport-101.html)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: dagobert am 21:43:50 Di. 26.Juli 2016
Wieder ein Knüppel zwischen die Beine der wenigen noch verbliebenen kampfbereiten Gewerkschafter.  >:(

Hier die Pressemitteilung vom BAG, der Volltext liegt noch nicht vor:
http://juris.bundesarbeitsgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bag&Art=pm&Datum=2016&nr=18768&pos=0&anz=38&titel=Arbeitskampf_-_Verletzung_der_Friedenspflicht_-_Schadensersatzanspruch (http://juris.bundesarbeitsgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bag&Art=pm&Datum=2016&nr=18768&pos=0&anz=38&titel=Arbeitskampf_-_Verletzung_der_Friedenspflicht_-_Schadensersatzanspruch)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Fritz Linow am 09:33:11 Mi. 27.Juli 2016
Abgesehen davon, dass die gesamte Rechtssprechung zu Streik, Tarif und Friedenspflicht in Deutschland für'n Arsch ist, habe ich eher das Gefühl, dass die GdF einfach gepennt hat.
Aus der Pressemitteilung:

Ein Streik, dessen Kampfziel auch auf die Durchsetzung von Forderungen gerichtet ist, welche die in einem Tarifvertrag vereinbarte Friedenspflicht verletzen, ist rechtswidrig.


Das hätte denen eigentlich bekannt sein müssen. Immer schön für Forderungen streiken, die tariflich entweder ausgelaufen sind oder noch nicht verhandelt wurden. So ist das zwar bitter für die GdF, aber dämlich waren die auch.
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: dagobert am 21:48:35 Do. 28.Juli 2016
Zitat
Streik-Urteil ist fatal für Arbeitnehmerrechte

Die Gewerkschaft der Flugsicherung soll Schadensersatz für einen Streik zahlen, urteilt das Bundesarbeitsgericht. Und schwächt damit Arbeitnehmerrechte.

[...]
Das Urteil ist fatal für Gewerkschaften und Arbeitnehmerrechte. Es schwächt die Arbeitnehmervertreter und kann auf lange Sicht zu einem noch stärkeren Ungleichgewicht zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern auf dem Arbeitsmarkt führen.

Denn auch wenn der von den obersten Arbeitsrichtern ausgedrückte Formalismus juristisch korrekt sein mag, trifft die Rechtsprechung nicht die Realität in der Arbeitswelt. Branchen, Unternehmen und Geschäftsmodelle werden immer flexibler, nicht zuletzt durch den digitalen Wandel. Entsprechend rasant verändern sich die Arbeitsbedingungen, die ebenso agil angepasst werden müssen.

Tarifflucht, um Lohnkosten zu drücken

Darauf müssen Gewerkschaften und Arbeitnehmervertreter aber genau so schnell und flexibel reagieren können, um soziale und materielle Standards für die Beschäftigten abzusichern – etwa in Tarifverhandlungen. Daher sind die Forderungen dort meist ein Paket von Einzelpunkten, die miteinander zu tun haben. Zukunftsforscher sind sich sicher: Das wird durch die Digitalisierung noch häufiger der Fall sein.

Genau hier könnte die BAG-Rechtsprechung aber negative Folgen haben: Tarifarbeit wird unmöglich, wenn aus formaljuristischen Gründen für einzelne Details nicht gestreikt werden darf, die sehr wohl wesentlich für das Gesamtpaket sind.
[...]
Die Bundesarbeitsrichter haben den Arbeitnehmern in Deutschland mit ihrem Urteil einen Bärendienst erwiesen und den Neoliberalismus gestärkt. Besser wäre eine Rechtsprechung, die Streiks auch dann für legal hält, wenn die Friedenspflicht für den überwiegenden Teil der Einzelforderungen abgelaufen ist – aber eben nicht für jeden Einzelpunkt. Eine solche rechtliche Praxis würde die Tarifpartner wieder auf Augenhöhe stellen. So wie es auch die Verfassung vorsieht.
http://www.zeit.de/karriere/2016-07/bundesarbeitsgericht-urteil-gewerkschaften-schadensersatz-arbeitgeber-streik/komplettansicht (http://www.zeit.de/karriere/2016-07/bundesarbeitsgericht-urteil-gewerkschaften-schadensersatz-arbeitgeber-streik/komplettansicht)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: dagobert am 14:39:53 Di. 23.August 2016
Zitat
Gewerkschaft haftet für Streikschäden
http://www.bund-verlag.de/zeitschriften/arbeitsrecht-im-betrieb/aktuelles/rechtsprechung/2016-22/E1-BAG-Arbeitskampf-Gewerkschaft-haftet-fuer-Streikschaeden.php (http://www.bund-verlag.de/zeitschriften/arbeitsrecht-im-betrieb/aktuelles/rechtsprechung/2016-22/E1-BAG-Arbeitskampf-Gewerkschaft-haftet-fuer-Streikschaeden.php)

Zitat
Warum das Streikurteil des BAG unzumutbar ist
http://www.bund-verlag.de/blog/betriebsrat/warum-das-streikurteil-nicht-zumutbar-ist/ (http://www.bund-verlag.de/blog/betriebsrat/warum-das-streikurteil-nicht-zumutbar-ist/)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 18:49:24 Sa. 26.November 2016
Es scheint jedenfalls so, daß das Streiken eher da klappt, wo der DGB nicht im Weg steht.

Zitat
Piloten lehnen Tarifangebot ab

Nur kurz lagen neue Verhandlungen zwischen der Lufthansa und ihren Piloten in der Luft. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit lehnte das jüngste Angebot der Airline ab. Das sei nicht neu und nur der Versuch, die Piloten aufs Glatteis zu führen.
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.lufthansa-piloten-lehnen-tarifangebot-ab.d2d776d8-3404-4917-9575-9f4a5198e8e8.html (http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.lufthansa-piloten-lehnen-tarifangebot-ab.d2d776d8-3404-4917-9575-9f4a5198e8e8.html)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Fritz Linow am 22:14:41 Di. 29.November 2016
Zitat
Boden-Betriebsrat ruft zu Demo gegen Pilotenstreik auf

Im zugespitzten Arbeitskampf bei der Lufthansa kommt es zu einem öffentlichen Kräftemessen zwischen den streikenden Piloten und Teilen der übrigen Belegschaft. Für diesen Mittwoch haben sowohl die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) als auch der Betriebsrat des Frankfurter Bodenpersonals zu entgegengesetzten Demonstrationen vor der Lufthansa-Unternehmenszentrale aufgerufen.
(...)
Die Kabinengewerkschaft Ufo distanzierte sich ausdrücklich von der Demonstration gegen die Piloten. Der Aufruf sei ein «bitteres Armutszeugnis» für das Gremium, erklärte Ufo-Tarifvorstand Nicoley Baublies. Verdi distanzierte sich ebenfalls. "Wir halten die Demonstration für falsch und haben unsere Mitglieder aufgefordert, daran nicht teilzunehmen", sagte Bundesvorstandsmitglied Christine Behle der dpa. Die Verdi-Vertreter im Betriebsrat hätten sich ausdrücklich gegen die Aktion gewendet.
(...)
http://www.fr-online.de/wirtschaft/lufthansa--boden-betriebsrat-ruft-zu-demo-gegen-pilotenstreik-auf-,1472780,34975068.html (http://www.fr-online.de/wirtschaft/lufthansa--boden-betriebsrat-ruft-zu-demo-gegen-pilotenstreik-auf-,1472780,34975068.html)

Zitat
(...)
Der Bodenbetriebsrat Frankfurt wird von vier Mitarbeitergruppen geführt. Neben der DGB-Gewerkschaft Ver.di sind die Vereinigung Boden, die Unabhängigen Lufthanseaten sowie die Vereinigung Luftfahrt vertreten. Zum Bodenpersonal gehören etwa die Beschäftigten in der Passagierabfertigung, Ticketabrechnung und Wartung.
(...)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/lufthansa-streik-bodenpersonal-ruft-zu-anti-piloten-demo-auf-a-1123640.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/lufthansa-streik-bodenpersonal-ruft-zu-anti-piloten-demo-auf-a-1123640.html)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Fritz Linow am 10:16:45 Di. 06.Dezember 2016
Zitat
Norwegian: Schlecht qualifizierte Cockpitcrews zum Dumpingpreis?

Am 4. November ereignete sich an Bord einer Norwegian-Maschine ein Zwischenfall, der auf eine offensichtlich nicht korrekt arbeitende und scheinbar völlig überforderte slowakische Cockpitcrew zurückzuführen war - aufgedeckt wurde der Skandal durch den Branchendienst "Aviation Herald". Könnte das ein Vorgeschmack darauf sein, was Passagieren blüht, wenn prekären Beschäftigungsverhältnissen bei Billigfliegern nicht endlich nachhaltig vom Gesetzgeber Einhalt geboten wird? Eine Punktlandung aus gegebenem Anlass.
(...)
Die Arbeitsbedingungen bei Norwegian stehen schon länger in der Kritik - so recherchierte etwa der "Berufsverband Cockpitpersonal Swiss" vor rund einem Jahr folgende Informationen: Im Juli 2015 liefert eine Umfrage der Norwegian Pilot Group erschreckende Ergebnisse: die Hälfte der Piloten der Norwegian ist unzufrieden, darüber hinaus sehen sich 50% der Piloten langfristig nicht mehr in diesem Unternehmen.
(...)
Unglücklicherweise sind die Passagiere zum Teil selbst schuld an dieser äußerst bedenklichen Entwicklung, die nicht nur auf Norwegian beschränkt ist. So lange Reisende nämlich ohne schlechtes Gewissen Flugtickets kaufen, die günstiger angeboten werden, als die Taxifahrt zum Flughafen und dabei noch nicht einmal auf die Idee kommen, dass sie sich damit selbst in Gefahr begeben, weil die Qualität der Cockpitcrews nicht mehr durchgehend gewährleistet werden kann, so lange wird das Geschäft der Billigflieger florieren - und damit werden auch große Netzwerkcarrier, die ihre Piloten streng selektieren und für viel Geld bis weit über das gesetzliche Mindestmaß hinaus qualifizieren, unter Druck gesetzt. Früher oder später werden auch sie gezwungen sein, ihre Qualitätsstandards abzusenken, wenn sie mit den Preistreibern mithalten wollen. Doch ist das wirklich erstrebenswert? Sicherlich nicht.

Im Sinne der Flugsicherheit und zum Schutz der der "Geiz-ist-geil-Mentalität" verfallenen Passagiere vor sich selbst, wären die europäischen Gesetzgeber daher gut beraten, prekäre Arbeitsbedingungen wie bei Norwegian, Ryanair und Co endlich dauerhaft und nachhaltig zu unterbinden. Anderenfalls wird der Wahn der Manager, die Kosten um jeden Preis auf Kosten der Qualität zu drücken, irgendwann zu Unfällen mit Todesopfern führen. Dann aber bitte möge niemand sagen, er sei nicht rechtzeitig gewarnt gewesen.

https://www.austrianwings.info/2016/12/billigflieger-norwegian-if-you-peanuts-youll-get-monkeys/ (https://www.austrianwings.info/2016/12/billigflieger-norwegian-if-you-peanuts-youll-get-monkeys/)
 
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 18:07:16 Mo. 02.Januar 2017
Sachen gibt's...
Zitat

Streikradar
Topaktuell über Streiks im Reiseverkehr informiert bei streikradar.de
http://www.streikradar.de/category/streik/ (http://www.streikradar.de/category/streik/)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 15:31:07 Di. 22.August 2017
Das klingt verdammt nach einem Wilden Streik!

Zitat
Streik der Gepäckabfertiger stört Flugbetrieb in Brüssel

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Mitten in der Ferienzeit hat ein spontaner Streik der Gepäckabfertiger den Betrieb am Brüsseler Flughafen erheblich gestört.

Bis Dienstagmittag waren fast 200 Flüge und rund 10 000 Passagiere betroffen, wie die Nachrichtenagentur Belga meldete. Flüge der Lufthansa -Tochter Brussels Airlines hätten ohne aufgegebenes Gepäck starten müssen. Die Gesellschaft forderte Passagiere auf, nur Handgepäck mitzunehmen.

Mit der Dienstagmorgen gestarteten Aktion von Mitarbeitern des Dienstleisters Swissport soll nach Angaben der Gewerkschaft ACV Transcom gegen die hohe Arbeitsbelastung und zu geringe Löhne protestiert werden. Erste Vermittlungsgespräche endeten am frühen Nachmittag ohne Ergebnis, wie es weiter hieß.
http://www.aktiencheck.de/news/Artikel-Streik_Gepaeckabfertiger_stoert_Flugbetrieb_Bruessel-8074067 (http://www.aktiencheck.de/news/Artikel-Streik_Gepaeckabfertiger_stoert_Flugbetrieb_Bruessel-8074067)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 10:35:43 Mi. 23.August 2017
Zitat
Überraschungs-Streik sorgt für Chaos in Brüssel

Ohne Vorwarnung legten die Gepäckmitarbeiter von Swissport in Brüssel ihre Arbeit nieder. Die Folge sind verspätete und annullierte Flüge


Vorbereiten konnte man sich am Flughafen Brüssel nicht. Am Dienstagmorgen (22. August) um 7.15 Uhr traten die Angestellten des Gepäckbereichs des Bodenabfertigers Swissport spontan in den Streik. Seither herrscht am Brussels Airport Chaos. Koffer werden nicht mehr pünktlich entladen oder eingeladen. Die Mitarbeiter verlangen eine Zulage für Mehrarbeit und die Einstellung von zusätzlichem Personal.

Rund 130 Flüge waren bisher verspätet und 16 wurden annulliert. Swissport fertigt rund 60 Prozent des Gepäcks in Brüssel ab – darunter auch für Austrian Airlines, Brussels Airlines, Lufthansa und Swiss. Der Flughafen empfiehlt Passagieren, sich bei ihren Fluggesellschaften zu erkundigen. Die Probleme werden nach Aussagen des Flughafens am Mittwoch andauern.
http://www.aerotelegraph.com/ueberraschungs-streik-sorgt-fuer-chaos-in-bruessel (http://www.aerotelegraph.com/ueberraschungs-streik-sorgt-fuer-chaos-in-bruessel)

Überraschungsstreiks find ich gut.
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Fritz Linow am 13:40:19 Di. 05.September 2017
Zitat
5.9.17
Erneute lange Warteschlangen am Flughafen

Düsseldorf. Am Düsseldorfer Flughafen hat es schon wieder lange Warteschlangen vor den Personen- und Gepäckkontrollstellen gegeben. Die Bordkarten-Kontrolleure ließen zeitweise wegen Überfüllung sogar die Zugänge zu den Sicherheitsschleusen an drei Flugsteigen schließen, so dass kein Passagier mehr in den Sicherheitsbereich gelangen konnte. "Es ging nicht anders. Es war einfach zu voll", sagte ein Mitarbeiter einer betroffenen Fluglinie. Seit Wochen schon kommt es am Airport Düsseldorf zu den Stoßzeiten oft zu sehr langen Warteschlangen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi führt das auf fehlende Securitykräfte der Firma Kötter an den Kontrollschleusen zurück. "Deshalb müssen die Passagiere zu den Stoßzeiten im Akkord abgefertigt werden. Und das geht auf Kosten der Sicherheit und der Gesundheit der Mitarbeiter", betonte Gewerkschaftssekretär Özay Tarim. Auch gestern sollen wieder rund 70 Mitarbeiter gefehlt haben. Der Zustand könnte noch bis mindestens Mitte Oktober anhalten, vermuten Branchenkenner.
http://www.rp-online.de/wirtschaft/erneute-lange-warteschlangen-am-flughafen-aid-1.7060521 (http://www.rp-online.de/wirtschaft/erneute-lange-warteschlangen-am-flughafen-aid-1.7060521)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 15:39:48 Di. 12.September 2017
Zitat
Flugausfälle
Wilder Streik kostet Air Berlin rund 4 Millionen Euro pro Tag
http://www.bz-berlin.de/berlin/wilder-streik-kostet-air-berlin-rund-4-millionen-euro-pro-tag (http://www.bz-berlin.de/berlin/wilder-streik-kostet-air-berlin-rund-4-millionen-euro-pro-tag)

 ;D ;D ;D
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 16:39:43 Mi. 13.September 2017
Zitat
Bundesarbeitsministerin Nahles hat die zahlreichen Krankmeldungen von Piloten bei Air Berlin als "hochgradig unsolidarisch" bezeichnet.

Die SPD-Politikerin sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die insolvente Fluggesellschaft sei in einer ausgesprochen schwierigen Lage. Die Piloten belasteten einen Verkauf durch ihr Verhalten. Nahles betonte, an dem Unternehmen hingen 8.000 Beschäftigte, die nicht in Mithaftung für die Einzelinteressen einiger Piloten genommen werden sollten.
http://www.deutschlandfunk.de/air-berlin-nahles-kritisiert-krankmeldungen-der-piloten.2932.de.html?drn:news_id=791877 (http://www.deutschlandfunk.de/air-berlin-nahles-kritisiert-krankmeldungen-der-piloten.2932.de.html?drn:news_id=791877)

(https://proll.files.wordpress.com/2013/09/spd-nahles-410.jpg?w=1400)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: counselor am 17:13:40 Mi. 13.September 2017
Klar, dass die Kapitalistenklasse da aufschreit, wenn der gelbe Schein zum Kampfmittel wird.
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 18:38:12 Mi. 13.September 2017
Logo, die ganze Bande ist da pötzlich einer Meinung:

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU):"Es ist durchaus ein riskantes Manöver, was da von einigen Piloten ganz offensichtlich versucht wird. Ich kann deshalb an alle nur appellieren, Vernunft wieder einkehren zu lassen."

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) warnte vor "Störfeuer" - "von welchen Seiten auch immer".

Vorstandschef Winkelmann betonte: "Potenzielle Investoren werden durch die gestrige und heutige Performance verschreckt."

Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) sieht in den Krankmeldungen einen illegalen Arbeitskampf. Diese sogenannten wilden Streiks hielten in der Luftfahrt mehr und mehr Einzug, sagte IW-Volkswirt Hagen Lesch.
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 17:49:37 Do. 21.Dezember 2017
Zitat
Gewerkschaft ruft Ryanair-Piloten zu Streik am Freitagmorgen auf

   Zu einem vierstündigen Arbeitskampf hat die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit alle festangestellten Piloten der deutschen Basen aufgerufen.

   Die Zahl der betroffenen Flüge ist noch unklar.


Unmittelbar vor dem Weihnachtsfest müssen sich die Kunden der irischen Fluggesellschaft Ryanair doch noch auf Streiks der Piloten einrichten.

Zu dem vierstündigen Arbeitskampf von 5.00 Uhr bis 9.00 Uhr an diesem Freitag (22. Dezember) hat die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) alle festangestellten Piloten der deutschen Standorte aufgerufen. Es wäre der erste Streik in der Geschichte der 1985 gegründeten Fluggesellschaft.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/eil-gewerkschaft-ruft-ryanair-piloten-zu-streik-am-freitagmorgen-auf-1.3802188 (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/eil-gewerkschaft-ruft-ryanair-piloten-zu-streik-am-freitagmorgen-auf-1.3802188)

Bravo, Cockpit!!!

Immerhin mal eine Organisation, die die Bezeichnung "Gewerkschaft" verdient.
Cockpit beweist, daß man sehr wohl in den Vorweihnachtstagen streiken kann. Der Verband korrupter Schleimbeutel Verdi behauptet ja das Gegenteil und verriet dieser Tage den Streik der Paketfahrer.
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 20:58:55 Sa. 05.Mai 2018
Zitat
Der Geschäftsführer der französisch-niederländischen Air France-KLM tritt nach der Ablehnung eines Lohnangebots durch die Beschäftigten zurück. Die Gewerkschaften wollen weiterstreiken.
https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/air-france-konzernchef-janaillac-tritt-mitten-im-streik-zurueck/21247506.html (https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/air-france-konzernchef-janaillac-tritt-mitten-im-streik-zurueck/21247506.html)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:46:13 So. 15.Juli 2018
Ein für den Spiegel überraschend guter Artikel:

Zitat
Pilotenstreik bei Ryanair
Die Wut der Billigflieger

Ryanair stand jahrzehntelang für günstige Preise - und schlechte Arbeitsbedingungen. Nun begehren die Piloten erstmals großflächig auf. Mit Streiks zur Urlaubszeit wollen sie das Billigsystem ins Wanken bringen.


(http://cdn3.spiegel.de/images/image-1315356-860_poster_16x9-mgrx-1315356.jpg)
Streikende Ryanair-Piloten in Dublin

 Gewerkschaften? Für die hatte Michael O'Leary bis vor kurzem nur Verachtung übrig. "Ich kümmere mich nicht um Gewerkschaften", erklärte der Chef des Billigfliegers Ryanair im Sommer 2016. In seinem Unternehmen gebe es keine. Und noch vergangenes Jahr bezeichnete der wortgewaltige Ire die europäischen Pilotenvereinigungen als "Rohrkrepierer", die in Sachen Ryanair bloß "Lärm machen" würden und am Niedergang anderer Fluggesellschaften beteiligt seien.

Aber in diesem Sommer muss sich O'Leary mit diesen "Rohrkrepierern" herumschlagen. Am Donnerstag haben knapp 100 Piloten in Ryanairs Heimatland Irland einen 24-stündigen Streik gestartet - zum ersten Mal überhaupt in der 33-jährigen Geschichte der Fluggesellschaft. Laut Ryanair werden 30 der 290 Flüge von Irland aus gestrichen; Verbindungen nach Deutschland sind zunächst wohl nicht betroffen.

Das ist nur der Anfang einer Welle: Für übernächste Woche hat das Kabinenpersonal in Italien, Spanien, Portugal sowie Belgien ebenfalls einen Ausstand angekündigt. Und bei der deutschen Pilotenvereinigung Cockpit läuft gerade eine Urabstimmung über einen Ryanair-Streik.

All diese Arbeitskampfmaßnahmen treffen Europas größten Billigflieger ganz gezielt mitten in der Hauptreisezeit - wenn Airlines ihr größtes Geschäft machen und der Imageschaden durch stornierte oder massiv verspätete Flüge besonders hoch ist.

Der Aufstand des fliegenden Personals bringt eine Stütze des Ryanair-Geschäftsmodells ins Wanken. Jahrzehntelang hat O'Leary die Gewerkschaften draußen und Mitarbeiter klein gehalten. So wurden Hunderte Piloten nicht bei Ryanair angestellt, sondern über ein so genanntes Contractor-Modell beschäftigt. Dabei mussten die Kapitäne eine Art Ich-AG gründen und Verträge mit Personalvermittlungsfirmen abschließen, ehe sie ins Ryanair-Cockpit steigen durften. Allein dadurch sparte der irische Billigflieger Millionen.

"Grundgehalt von weniger als 1500 Euro"

Noch knauseriger ist Miteigentümer O'Leary - der laut dem Wirtschaftsmagazin Forbes neuerdings Dollar-Milliardär ist - seit jeher bei Stewards und Stewardessen. "Selbst Kabinenchefs in den höchsten Vergütungsstufen in Deutschland bekommen ein Grundgehalt von weniger als 1500 Euro", sagt Uwe Hien, Tarifexperte der Kabinengewerkschaft Ufo. Ryanair äußerte sich auf Anfrage dazu nicht, sondern verschickte eine Erklärung, in der es hieß, Crewmitglieder könnten bis zu 40.000 Euro im Jahr verdienen. Dies ist allerdings nur möglich, wenn sie Passagieren an Bord jede Menge Speisen, Getränke und Rubbellose verkaufen. Denn dafür gibt es Provisionen.

(http://cdn4.spiegel.de/images/image-1311233-640_panofree-jlar-1311233.jpg)
Ryanair-Chef Michael O'Leary

Seit einiger Zeit geraten die Machtverhältnisse bei Ryanair ins Wanken. Im Sommer 2016 startete die Staatsanwaltschaft Koblenz Razzien an mehreren Ryanair-Basen in Deutschland. Es ging dabei um Ermittlungen gegen Personalvermittlungsfirmen wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung und Scheinselbstständigkeit.

Im vergangenen Herbst musste Ryanair dann Zehntausende Flüge streichen. Offiziell hieß es, die Urlaubsplanung des Cockpitpersonals sei falsch gelaufen. Tatsächlich lag es wohl auch daran, dass viele Mitarbeiter der Linie davonliefen und zu Wettbewerbern mit besseren Arbeitsbedingungen wechselten. Vor allem Piloten sind in diesen Boomzeiten des Luftverkehrs gerade sehr gefragt.

Vergangenen Dezember gab es dann sogar einen Warnstreik: in Deutschland, ausgerufen von der Pilotenvereinigung Cockpit. Der dauerte nur kurz und war kaum spürbar, war aber der erste Ausstand überhaupt in der Geschichte der Billigairline. Und als Streiks in Südeuropa bevorstanden, vollzog O'Leary eine Kehrtwende. Er leistete öffentlich Abbitte und erkannte am 15. Dezember 2017 erstmals Gewerkschaften als Vertreter seiner Beschäftigten an.

Die Piloten fordern das Ende der prekären Arbeitsverhältnisse

Gerade die Pilotengewerkschaften fühlen sich nun gegenüber Ryanair stark wie nie zuvor. Denn sie sind vereint wie nie zuvor. Mehr als ein Dutzend nationale Pilotenvereinigungen haben sich zur "Ryanair Transnational Pilot Group" zusammengeschlossen. Diese solle ein Gegengewicht zur Unternehmensspitze bilden, die Verhandlungen koordinieren und "verhindern, dass weiter ein Land gegen das andere ausgespielt wird", sagt Dirk Polloczek, Präsident des Dachverbandes der europäischen Pilotenvereinigungen (ECA).

Die Piloten fordern vor allem ein transparenteres Lohn- und Versetzungssystem, einheitliche Arbeitsbedingungen für die zahlreichen unterschiedlichen Ryanair-Standorte in verschiedenen Ländern - sowie das Ende der prekären Arbeitsverhältnisse. Das Unternehmen hält entgegen, dass Piloten in Irland bis zu 200.000 Euro im Jahr verdienen könnten. In Deutschland stellt es zudem Insidern zufolge auch neuerdings vermehrt Piloten fest an: womöglich aus Sorge, wegen Scheinselbstständigkeit belangt zu werden. Anderswo in Europa läuft das Ich-AG-Modell aber weiter.

Die Kabinengewerkschaften verlangen neben höheren Löhnen unter anderem vergleichbare Konditionen für Festangestellte und mittelbar Beschäftigte. "Das deutsche Recht besagt: Es darf keine unterschiedliche Behandlung bei Arbeitszeiten, Jahresurlaub oder Entlohnung im Krankheitsfall geben", sagt Ufo-Vertreter Hien. Zudem dürfe es nicht länger vorkommen, dass das Management das Personal massiv unter Druck setze, den Passagieren an Bord etwas zu verkaufen. So erklärte O'Leary noch vor zwei Jahren: "Wenn Sie ein schlechter Verkäufer sind, sind Sie weg."

"Wir waren uns einig, dass wir nicht mehr fit waren"

Crews haben es nicht leicht bei Ryanair. Als sich am vergangenen Sonntag ein Flug von Madrid nach Köln massiv verspätete, fühlte sich die Kabinencrew nach achteinhalb Stunden Dienst nicht mehr in der Lage, noch zurück an die Basis in Palma de Mallorca zu fliegen. "Wir alle waren uns einig, dass wir nicht mehr fit waren", heißt es in einem Schreiben der Crew, das dem SPIEGEL vorliegt. Überarbeitung ist im Luftverkehr besonders heikel, schließlich sind Kabinenmitarbeiter für die Sicherheit der Passagiere mitzuständig.

Laut Schreiben nahm ein Ryanair-Manager sich die Flugbegleiter daraufhin am Telefon vor - und bestellte sie dann für den nächsten Morgen zum Rapport nach Dublin ein. Wie das Branchenportal Aerotelegraph.com berichtet, drohte eine Ryanair-Managerin an diesem Mittwoch per Rundschreiben an die Kabinenbesatzungen mit Maßnahmen bis hin zur Entlassung, sollten sich Arbeitsniederlegungen wiederholen. Ryanair kommentierte auf Anfrage die Geschehnisse von Köln nicht.

Wie ernst ist es O'Leary wirklich mit dem Kulturwandel?

Immerhin haben sich Ryanair-Manager zuletzt mehrmals mit Arbeitnehmervertretern getroffen. Doch laut der Gewerkschaftsseite geht es nicht voran. "Die Verhandlungen werden nicht ernsthaft betrieben, sondern in die Länge gezogen", sagt Pilotenvertreter Polloczek. "Es geht offensichtlich darum, das alte Geschäftsmodell so lange am Leben zu halten, wie es irgendwie geht." Und Ufo-Mann Hien berichtet über sein erstes Treffen mit Ryanair-Vertretern: "Die kannten die rechtliche Situation überhaupt nicht oder wollten sie nicht kennen." Ryanair selbst erklärt, man habe mit britischen und italienischen Gewerkschaften Anerkennungsabkommen unterzeichnet, "was zeigt, wie ernst wir Verhandlungen mit Gewerkschaften nehmen."

Den Piloten reicht das nicht. "Die Anerkennung von Gewerkschaften ist kein Selbstzweck, wenn den Worten keine Taten folgen", sagt Janis Schmitt, Vorstand der Vereinigung Cockpit. Und so könnte sich der in Irland bisher relativ moderate Arbeitskampf bald nach Deutschland ausweiten. Die Urabstimmung bei Cockpit läuft. "Viele Kollegen hier sind so frustriert, dass sie ziemlich sicher pro Streik ausgehen wird", berichtet ein langjähriger Ryanair-Mitarbeiter.

Ende des Monats wird ausgezählt. Dann wird es Michael O'Leary wohl oder übel kümmern müssen, was die "Rohrkrepierer" von ihm wollen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/streik-bei-ryanair-die-wut-der-billigflieger-a-1218147.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/streik-bei-ryanair-die-wut-der-billigflieger-a-1218147.html)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 20:47:15 Fr. 27.Juli 2018
Zitat
Streik gegen die Ausbeutung

Endlich erlebt Ryanair Streiks. Über Jahrzehnte hat Michael O’Leary alles getan, um Arbeitnehmervertretungen zu verhindern.  Sein Billigflieger-Modell funktioniert bislang nur so gut, weil er miese Arbeitsbedingungen und Niedriglöhne durchdrücken konnte.


Organisierten Widerstand gab es ja nicht. Inzwischen haben viele Fluggäste gemerkt, dass sie die billigen Tickets nur für den Preis bekommen, dass die Ryanair-Beschäftigten ausgebeutet werden. Das Image der zweitgrößten Fluggesellschaft Europas hat gelitten. Deshalb hat sich Ryanair überhaupt nur auf Gewerkschaften eingelassen. Das Unternehmen gebärdet sich im Tarifstreit aber rabiat und droht mit Stellenabbau. Darauf können die Mitarbeiter nur mit heftigen Streiks reagieren.
https://www.saarbruecker-zeitung.de/wirtschaft/sz-wirtschaft/streik-gegen-die-ausbeutung_aid-24094521 (https://www.saarbruecker-zeitung.de/wirtschaft/sz-wirtschaft/streik-gegen-die-ausbeutung_aid-24094521)
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 20:43:57 Fr. 28.September 2018
Zitat
Ryanair-Beschäftigte streiken europaweit - Zahlreiche Flugausfälle

Berlin/Frankfurt/Brüssel (Reuters) - Beschäftigte von Ryanair erhöhen mit einem 24-stündigen Arbeitskampf in sechs europäischen Ländern den Druck auf den irischen Billigflieger.


Vor Beginn der Herbstferien in vielen Bundesländern forderten Flugbegleiter und Piloten am Freitag nicht nur mehr Geld, sondern auch bessere Arbeitsbedingungen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zeigte sich solidarisch und warf Ryanair vor, fundamentale Rechte wie die Mitbestimmung in Frage zu stellen. Der Billigflieger erwartet, dass europaweit rund 250 von 2400 Flügen ausfallen. Davon wären rund 40.000 Passagiere betroffen. Die Ryanair-Piloten in Deutschland drohten Europas größtem Billigflieger mit weiteren Streiks.

Das irische Unternehmen liegt seit Monaten im Clinch mit Gewerkschaften und musste bisher bereits mehrere Streiks verkraften. Die Arbeitnehmervertreter werfen Ryanair vor, Mitarbeiter in den einzelnen Ländern oft nicht mit lokalen Verträgen auszustatten und nationales Arbeitsrecht nicht anzuwenden. Für die Piloten in Deutschland ist es bereits der dritte 24-Stunden-Streik. "Wir wollen den Wandel des Unternehmens", sagte Tarifexperte Ingolf Schumacher von der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) am Frankfurter Flughafen. "Solange das Unternehmen nicht zumindest mit uns in einen Schlichtungsprozess geht, wird es auch weitere Streiks geben." Die europaweite Aktion zeige: "Ryanair ist hier auf einem Geisterfahrerkurs, kann so nicht weitermachen und muss endlich auch zu konkreten und verlässlichen Tarifverträgen kommen."

Allein an den Berliner Flughäfen wurden 56 Verbindungen gestrichen. Nach Berechnungen des Portals http://www.airliners.de (http://www.airliners.de) dürften 133 Ryanair-Flüge oder rund 40 Prozent der Verbindungen von und nach Deutschland ausfallen. In Belgien beteiligten sich neben dem Kabinenpersonal auch Piloten am Ausstand. Auf Transparenten und T-Shirts forderten die Beschäftigten am Brüsseler Flughafen "Ryanair muss sich verändern". Streikende in Frankfurt verbargen ihr Gesicht aus Angst vor Repressalien des Arbeitgebers erneut mit dem Konterfei von Ryanair-Chef Michael O'Leary und forderten auf Schildern "Behandle uns mit Respekt".
https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/verdi-ruft-ryanair-flugbegleiter-fuer-freitag-zum-streik-auf-6647476 (https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/verdi-ruft-ryanair-flugbegleiter-fuer-freitag-zum-streik-auf-6647476)

(https://arbeitsunrecht.de/wp-content/uploads/2018/08/Ryanair_Facebook_Banner_DE_v2.jpg)
Am 21. September 2017 sagte der Ryanair-Boss Michael O’Leary: „Eher friert die Hölle zu, als dass wir Gewerkschaften zulassen.“
Titel: Re:Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Fritz Linow am 12:06:20 Di. 30.Oktober 2018
Zitat
29.1018
Arbeitskampf über den Wolken

Bei der polnischen Fluggesellschaft LOT Polish Airlines streiken zur Zeit Crewmitglieder und Pilot*innen.

Die finanzielle Situation von LOT ist seit Jahren schlecht. Nachdem das Unternehmen 2012 mit staatlichen Geldern vor der Pleite gerettet wurde, hat der Vorstand 2013 ohne Zustimmung der Gewerkschaften die Gehälter der Mitarbeiter*innen gekürzt. Seit 2014 stellt das Unternehmen keine Festangestellten mehr ein, sondern greift auf Leiharbeiter*innen zurück, wobei diese zu schlechteren Konditionen beschäftigt werden. Das ganze erregte natürlich den Unmut der Beschäftigten. So begann die Auseinandersetzung, die ihren Höhepunkt in den letzten 2 Wochen erreichte.
(...)
 Während die Streikenden von immer mehr Gewerkschaften unterstützt werden, meinte der Pressesprecher der Gewerkschaft Solidarność, Marek Lewandowski: „Solidarność ist nicht Teil dieser Auseinandersetzung und beteiligt sich nicht an diesem Streik.”(...)
https://direkteaktion.org/arbeitskampf-ueber-den-wolken/
Titel: Re: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 09:30:29 Mo. 31.Dezember 2018
Zitat
Ryanair:
Das neue Jahr 2019 beginnt mit Streiks

Bereits zu Beginn des Jahres 2019 drohen Flugausfälle und Verspätungen bei Ryanair. Das Kabinenpersonal der irischen Billig-Airline will an drei Tagen im Januar streiken.
http://www.reisereporter.de/artikel/6767-ryanair-das-neue-jahr-beginnt-mit-streiks-des-kabinenpersonals-in-spanien
Titel: Re: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 13:49:09 Do. 16.Mai 2019
In Belgien scheinen wilde Streiks besonders populär zu sein.
Belgische Flughäfen sind jedenfalls oft für eine entsprechende Meldung gut:

Zitat
Last Minute:
Wilder Streik am Flughafen Brüssel

Das kam plötzlich: Am Flughafen in Brüssel starten und landen heute Vormittag kaum Flüge. Grund ist ein Last-Minute-Streik der Fluglotsen. Den ganzen Donnerstag kann es deshalb zu Verspätungen kommen.


Das kam plötzlich: Am Flughafen in Brüssel starten und landen heute Vormittag kaum Flüge. Grund ist ein Last-Minute-Streik der Fluglotsen. Den ganzen Donnerstag kann es deshalb zu Verspätungen kommen.

Der Streik traf die Passagiere förmlich aus dem Nichts: Erst gegen acht Uhr Morgens hatte der Flughafen mitgeteilt, dass das Kontrollzentrum für den Bereich Brüssel von 9.30 Uhr bis 13 Uhr geschlossen bleibt und der Flugverkehr am Brüssel Airport deshalb stark beeinträchtigt ist.

Auf Twitter entladen zahlreiche Passagiere ihren Frust, auf Anzeigetafeln werden fast alle Flüge als gecancelt angezeigt:
(https://pbs.twimg.com/media/D6rNpRXWkAA_dVH.jpg)

Der Flughafen schreibt in einer Mitteilung, der Grund für das Flug-Chaos seien „industrielle Maßnahmen“ bei Skeyes, der belgischen Fluglotsen-Vereinigung. „Verspätungen und Flugausfälle sind auch im weiteren Verlauf des Tages noch möglich.“

Betroffene Passagiere sollen sich an ihre jeweilige Fluggesellschaft wenden. Wenn Flüge abgesagt wurden, sollten die Passagiere gar nicht erst zum Flughafen anreisen. Denn dort stauen sich bereits die Menschenmassen, wie Twitter-Bilder zeigen:
(https://pbs.twimg.com/media/D6rGLzOWkAwj7Dc.jpg)

Derzeit sollen dem Flughafen zufolge Freiwillige und Flughafenmitarbeiter den Passagieren helfen und kostenloses Wasser und Snacks verteilen. „Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten und werden Sie auf dem Laufenden halten“, heißt es in der Mitteilung.

Fluglotsen-Vereinigung hatte nicht zu dem Streik aufgerufen

Der Flughafen gibt der Gewerkschaft Skeyes die Schuld an dem Streik – die Vereinigung betont ihrerseits, dass sie die Arbeitsniederlegungen als wilden Streik betrachtet. Die Fluglotsen seien lediglich dazu aufgefordert, irgendwann zwischen 10 und 19 Uhr an einer Informationsveranstaltung über ein Sozialabkommen teilzunehmen – das sei aber auch während der Pausen möglich. 
Als sich herausgestellt habe, dass die Ankündigung den Flugverkehr beeinträchtigt, sei die Sitzung abgesagt worden, teilt Skeyes mit.
https://www.reisereporter.de/artikel/8226-streik-am-flughafen-bruessel-keine-fluege-starten-oder-landen-flugausfaelle-und-verspaetungen-wegen-fluglotsen-streik
Titel: Re: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 15:42:09 Mo. 20.Mai 2019
Zitat
Dies sei im Wesentlichen der Entschlossenheit der Streikenden zuzuschreiben, die sich auch von der üblichen medialen Anti-Streik-Propaganda nicht hätten einschüchtern lassen. In dem Bericht wird auch noch darauf verwiesen, dass, wie schon beim erfolgreichen Brüsseler Streik bei Ryanair vor einigen Wochen, die politische Debatte um ein „Flughafen-Statut“ unter der Belegschaft intensiv geführt wurde – ein Vorschlag aus basisgewerkschaftlichen Kreisen mit dem Ziel, allgemeine Mindestbedingungen für alle Beschäftigten in den verschiedenen Bereichen der Flughäfen festzulegen“ – so der Abschluss unseres letzten Streikberichts vom Brüsseler Flughafen, der in einer ganzen Reihe von Streikaktionen an diesem Flughafen stand – eine Reihe, die nun ihre Fortsetzung fand. Am Donnerstag, 16. Mai 2019 streikten die Fluglotsen des „Dienstleisters“ Skeyes für vier Stunden, wobei die (christliche) Gewerkschaft ACV erklärte, sie habe nicht zum Streik aufgerufen. Die am stärksten betroffene Fluggesellschaft Brussel Airlines erreichte eine juristische Verfügung, die weitere Streikaktionen ab Freitag unter Strafe stellte. In dem Bericht „Grève du contrôle aérien en Belgique: Brussels Airlines menace“ am 17. Mai 2019 im Air Journal wird darauf verwiesen, dass diese Aktion eine Fortsetzung des Streiktages vom 13. Februar 2019 sei, als ein neues Tarifabkommen mit Skeyes erreicht worden war, von dem die GewerkschafterInnen nun vermuteten, das Unternehmen wolle dieses Abkommen unterlaufen – woraufhin die Gewerkschaften zur „massenhaften Teilnahme“ an einem Gespräch mit der Unternehmensleitung aufriefen. Bereits bei dem Streik im Februar hatten auch die Fluglotsen sich in die Reihe jener gestellt, die für das oben erwähnte Flughafen-Statut eintreten.
http://www.labournet.de/?p=149041
Titel: Re: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 07:58:49 Mo. 20.Januar 2020
Die interessanteren Arbeitskämpfe finden scheinbar jenseits des DGB statt.

Zitat
"Ausgeweitete Maßnahmen"
Ufo kündigt verschärften Streik bei Lufthansa an
https://www.hessenschau.de/wirtschaft/ufo-kuendigt-verschaerften-streik-bei-lufthansa-an,lufthansa-ufo-streiks-100.html
Titel: Re: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Troll am 18:27:02 Mo. 20.Januar 2020
Zitat
Tarifkonflikt bei Lufthansa
UFO stoppt Streikpläne

Stand: 20.01.2020 14:37 Uhr

Lufthansa-Reisende können aufatmen: Anders als am Wochenende angekündigt, sieht UFO vorerst von neuen Streiks ab. Die Flugbegleitergewerkschaft gab bekannt, ihre Planungen für einen Arbeitskampf gestoppt zu haben.

 Bei der Lufthansa droht vorerst doch kein Streik der Flugbegleitergewerkschaft UFO. Diese brach nach eigenen Angaben ihre Vorbereitungen für den Arbeitskampf ab, nachdem die Lufthansa einen neuen Vorstoß zur Lösung des Tarifkonflikts unternommen hatte.

"Um diesem Versuch eine ernsthafte Chance zu geben, haben wir erst einmal bei allen Vorbereitungen zu Streiks auf Pause gedrückt und werden über die Inhalte des Lufthansa-Vorschlags nicht öffentlich diskutieren", erklärte UFO-Vize Daniel Flohr. Zum Inhalt der neuerlichen Annäherung machten beide Seiten keine Angaben, da noch Details ungeklärt seien.
...

Quelle: tagesschau (https://www.tagesschau.de/wirtschaft/ufo-lufthansa-115.html)
Titel: Re: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Kuddel am 21:11:28 Mo. 20.Januar 2020
Zitat
...werden über die Inhalte des Lufthansa-Vorschlags nicht öffentlich diskutieren", erklärte UFO-Vize Daniel Flohr. Zum Inhalt der neuerlichen Annäherung machten beide Seiten keine Angaben...

die Basis vom Inhalt der Verhandlungen auszuschließen ist völlig daneben und meist der Anfang vom Ende...
Titel: Re: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Fritz Linow am 22:32:35 Mo. 20.Januar 2020
Zitat
...werden über die Inhalte des Lufthansa-Vorschlags nicht öffentlich diskutieren", erklärte UFO-Vize Daniel Flohr. Zum Inhalt der neuerlichen Annäherung machten beide Seiten keine Angaben...

die Basis vom Inhalt der Verhandlungen auszuschließen ist völlig daneben und meist der Anfang vom Ende...

Nicht öffentlich zu diskutieren heißt ja nicht automatisch, dass da nicht auch intern diskutiert und basisdemokratisch entschieden wird. Andererseits weiß man zu wenig über UFO. Entscheidungshierarchien scheint es wohl zu geben.
Titel: Re: Flieger, die nicht fliegen
Beitrag von: Troll am 10:43:31 Do. 21.Mai 2020
Zitat
Ihr habt ja wahrscheinlich gelesen, dass die Bundesregierung die Lufthansa retten will. Die Zahlen laut ehemaligem Nachrichtenmagazin (https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/coronakrise-regierung-einigt-sich-auf-lufthansa-rettung-a-a017ac3b-c1af-4039-b7b9-8b74d376107b):

Die Einigung soll vorsehen, dass der Bund sich mit 25 Prozent plus einer Aktie an der wirtschaftlich schwer angeschlagenen Airline beteiligt und ihr darüber hinaus weiteres Kapital bereitstellt. Zwei Aufsichtsräte sollen demnach von der Bundesregierung besetzt werden. Insgesamt dürfte sich die Beteiligung auf neun Milliarden Euro addieren.

Ist 9 Milliarden jetzt viel oder wenig? Zur Klärung dieser Frage guckt man sich bei Aktiengesellschaften die sogenannte Marktkapitalisierung an, das ist die Anzahl der Aktien mal den aktuellen Aktienkurs.

Die Marktkapitalisierung der Lufthansa AG ist im Moment bei 3,82 Milliarden Euro (https://www.finanzen.net/aktien/lufthansa-aktie).

Wir Steuerzahler zahlen also mehr als doppelt so viel wie der Laden insgesamt wert ist, und kriegen dafür 25% Anteil.

Ich weiß ja nicht, ob ihr Erfahrung als Betriebswirt habt, aber üblicherweise kriegt man für 100% des Preises 100% der angebotenen Ware. Das hat sich über die Jahrtausende so eingebürgert.

Aber Fefe, hör ich euch rufen, der Steuerzahler kriegt doch auch noch zwei Sitze im Aufsichtsrat!!1! Nun, auch hierfür lohnt sich zur Einordnung ein kurzer Blick auf den aktuellen Aufsichtsrat, damit ihr sehen könnt, wie viele Sitze es da im Moment gibt. Und danach könnt ihr euch mal diskret informieren, wieviel Einfluss ein Aufsichtsrat auf die Unternehmensführung tatsächlich hat.

Mir als Steuerzahler wird damit jedenfalls schlagartig klar, wieso wir seit ich denken kann praktisch jedes Jahr einen Rekord bei den Steuereinnahmen hatten, aber der Staat irgendwie trotzdem immer pleite ist. Wenn die so mit dem Geld umgehen, habe ich da keine weiteren Fragen, Euer Ehren.

Quelle: Fefes Blog (https://blog.fefe.de/?ts=a03bbef8)

Ich glaube "Inflation" nennt sich die Ursache des jährlichen Steuerrekordewunders.

Der Regierung gehören solche Aktionen untersagt so lange externe Berater etwas beraten, ohne unabhängige Fachkenntnis darf kein Steuergeld verteilt werden. Bei aktuellen Politikern schlägt scheinbar das sagenumwobene Bildungsdebakel voll zu, die trauen sich nicht mal selbst zu denken, denen muß die externe Fachkenntnis erst anweisen richtig (lobbyiert) zu denken.