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Öffentlicher Dienst => Stadt, Land und Bund => Stillgestanden!!! => Thema gestartet von: ManOfConstantSorrow am 18:16:09 Do. 26.Januar 2006

Titel: Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:16:09 Do. 26.Januar 2006
Im Jahr 2004 haben deutsche Unternehmen Rüstungsgüter im wert von mehr als 6 Mrd. Euro exportiert bzw. Ausfuhrgenehmigungen dafür erhalten. Von der beschworenen Beschränkung der Rüstungsexporte, die die Schröder/Fischer-Regierung angekündigt hatte, wurde praktisch nichts umgesetzt. So wurden Waffen nach Indien und Pakistan geliefert, obwohl beide Länder über Atomwaffen verfügen und praktisch im Kriegszustand waren. Dass während des völkerrechtswidrigen Irak-Kriegs an die USA Waffen geliefert wurden, widersprach offen deutschen Gesetzen.

rf-news 26.1.06
Titel: Re:Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: Kuddel am 11:55:19 Mo. 19.März 2012
Zitat
Der Handel mit Waffen boomt - und die deutsche Rüstungsindustrie verdient kräftig mit. Deutschland ist einem aktuellen Rüstungsbericht zufolge der Exporteur mit den höchsten Zuwachsraten.
http://www.fr-online.de/home/1472778,1472778.html (http://www.fr-online.de/home/1472778,1472778.html)
Titel: Re:Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: Eivisskat am 07:36:06 Fr. 01.Februar 2013
Zitat
Das diskrete deutsche Geschäft mit Waffen

Opposition beklagt fehlende Transparenz der Regierung bei Rüstungsgeschäften. Auch Hamburger Beteiligte sind wenig auskunftsfreudig.

Hamburg. Der Hamburger Hafen ist bekannt für die Touristendampfer. Wenn die "Queen Mary 2" die Landungsbrücken verlässt, winken Tausende am Ufer. Jan von Aken sagt: Nicht nur Kreuzfahrtschiffe verlassen den Hafen.

Sondern auch Kriegsschiffe, Bauteile für Panzer und Kampfjets, Waffen und Munition.
Es seien großenteils in Hamburg produzierte Rüstungsgüter, die sich von der Elbe auf den Weg in die Krisenregionen dieser Welt machen.

Von Aken ist Hamburger Abgeordneter der Linken im Bundestag, seit Jahren kämpft er dafür, dass Deutschland den Handel mit Waffen stoppt. Für Hamburg hat er 2011 einen Rüstungsindex erarbeitet. Knapp 100 Unternehmen mit rüstungsrelevanten Produkten und Dienstleistungen aus Hamburg und dem Umland sind dort gelistet.

Von Aken recherchierte auf Waffenmessen, Internetseiten der Firmen, stellte Anfragen, hatte Informanten. Selten waren die Unternehmen auskunftsfreudig.


http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article113289157/Das-diskrete-deutsche-Geschaeft-mit-Waffen.html
Titel: Re:Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: Troll am 20:32:10 Mi. 04.September 2013
Zitat
Neue WikiLeaks-Enthüllungen
Deutsche Software für Despoten

Deutsche Ingenieurskunst wird weltweit geschätzt. Gleiches gilt auch für die Arbeit deutscher Softwareschmieden: Dokumente der Whistleblower-Plattform WikiLeaks, die dem NDR vorliegen, belegen: Deutsche Unternehmen liefern Überwachungssoftware an Despoten in aller Welt.
....

Quelle: tagesschau.de (http://www.tagesschau.de/inland/spionage-panorama100.html)
Titel: Re:Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: Fritz Linow am 14:03:24 Do. 27.April 2017
Über die gerne verschwiegene Zusammenarbeit der Computerspielehersteller mit der Rüstungsindustrie:

Zitat
Die Kooperation von „Crytek“ mit der Rüstungsindustrie

Im Februar 2017 hat die „Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen“ (DFG-VK) eine Kampagne gestartet, die sich mit den Verbindungen des deutschen Videospiel-Herstellers „Crytek“ und der Rüstungsindustrie befasst. Im April trat die Kampagne erstmals öffentlich auf. Dieser Text liefert den – ausführlich mit Quellen belegten – Hintergrund zur „Crytek“-Kampagne der DFG-VK.
(...)
http://www.crytek.dfg-vk.de/crytek-hintergrund (http://www.crytek.dfg-vk.de/crytek-hintergrund)

Erinnert an die Marinesimulation Harpoon, die auch zur Schulung eingesetzt wird.
Titel: Re:Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: dagobert am 14:14:07 Do. 27.April 2017
Das erinnert mich an den Film Toys (https://de.wikipedia.org/wiki/Toys_(Film)).
Titel: Re:Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 21:44:58 So. 21.Mai 2017
Zitat
Rheinmetall nutzt türkischen Rüstungskonzern für Mega-Geschäft mit Katar – Rüstungsmesse in Istanbul mit 43 deutschen Rüstungsfirmen – Rüstungsdeals Ukraine, Saudi Arabien, Russland mit Erdogan

Ex-Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) ist jetzt Aufsichtsrat bei Rheinmetall. Ex-Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) ist schon da. Ob nun eine Munitionsfabrik in Saudi Arabien oder die im August genehmigte Ausfuhr einer Panzerfabrik nach Algerien und die Kooperation mit der Türkei und Katar mit dem Unternehmen BMC in der Türkei, die Panzer baut, Rheinmetall ist dort, wo Rüstungsgüter eingesetzt werden. Geschäfte mit Despoten – incl. Rüstungsgüter und Entwicklungshilfe!  Da wo Krisen und auch Kriege stattfinden, werden Rüstungsgüter gebraucht.

Während es in den Medien heißt: Die Verhaftung der deutschen Journalistin Mesale Tolu sorgt für neue Verstimmungen zwischen der Bundesregierung und der Türkei, findet die IDEF2017 – Waffenmesse in Istanbul statt und zwar mit 43 deutschen Rüstungsfirmen. Hier wurde auch ein strategisches Dokument über die Zusammenarbeit zwischen den Verteidigungsministerien der Ukraine und der Türkei unterzeichnet, erklärte in Istanbul der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine, Oleksandr Turtschynow, nach der Unterzeichnung, berichtet die Pressestelle des Sicherheitsrates.

Auch der staatliche Waffenexport-Firma Russlands, Rosoboroneksport, gab am 03. Mai.2017 in einer schriftlichen Erklärung bekannt, dass die Firma eine mögliche Zusammenarbeit in der Waffenproduktion mit ihren türkischen Partnern derzeit bespreche. In der schriftlichen Erklärung hieß es auch, dass Geschäftstreffen mit Vertretern der türkischen Regierung, den türkischen Streitkräften und der Waffenindustrie am Rande der kommenden ‚International Defence Industry (IDEF’17)‘ Messe gehalten werden. Die IDEF ’17 wird mit der Rosoboroneksport zusammen organisiert und fand zwischen dem 9. und dem 12 Mai in Istanbul statt. Schon erstaunlich: Erdogans Familie – Herrscher über Energie, Öl und Wasser – Dokumente bestätigen Beziehungen zwischen Erdogan und IS!...
weiter:  https://netzfrauen.org/2017/05/13/rheinmetall/#more-52133
Titel: Re:Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:00:28 Mi. 14.Juni 2017
Zitat
Rüstungsbericht
Deutschland exportiert mehr Kriegswaffen

Weniger Rüstungsexporte insgesamt, aber mehr Kriegswaffen für Algerien, Katar und Südkorea: Die Bundesregierung hat 2016 Rüstungsausfuhren in Höhe von knapp sieben Milliarden Euro genehmigt.


Eine Zunahme gab es laut der "Bild"-Zeitung allerdings beim Export von Kriegswaffen: 2016 wurden aus Deutschland demnach Kriegswaffen im Wert von rund 2,5 Milliarden Euro exportiert, rund eine Milliarde mehr als 2015. 90 Prozent davon gingen an die drei Staaten Algerien, Katar und Südkorea.

Auch bei den umstrittenen Kleinwaffen-Lieferungen gab es 2016 einen Anstieg: Der Gesamtwert der Genehmigungen belief sich laut "Handelsblatt" auf 46,9 Millionen Euro - rund 15 Millionen Euro mehr als 2015. Der Anstieg gehe jedoch "fast vollständig auf höhere Genehmigungswerte" an Bündnispartner zurück, zitierte die Zeitung aus dem Bericht. Der Wert für Drittländer liege mit 16,4 Millionen Euro "ungefähr auf dem historisch niedrigen Niveau des Vorjahres".
http://www.spiegel.de/politik/ausland/ruestungsexporte-deutschland-verkauft-weniger-waffen-a-1152038.html (http://www.spiegel.de/politik/ausland/ruestungsexporte-deutschland-verkauft-weniger-waffen-a-1152038.html)
Titel: Re:Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: dagobert am 11:59:36 Sa. 12.August 2017
Zitat
Was hat Rheinmetall in der Türkei zu verbergen?

Ein Rheinmetall-Joint-Venture in der Türkei soll Panzer entwickeln. Angeblich ist es nicht aktiv. Am Firmensitz wurde ein Fotoverbot verhängt.


Das unscheinbare dreistöckige Bürogebäude steht in einer Seitenstraße im Regierungsviertel der türkischen Hauptstadt Ankara. Kein Firmenschild verrät, wer hinter den Fenstern arbeitet. An einem Fahnenmast rechts vor dem Haus hängt die türkische Flagge.  Neben dem Eingang sind zwei Metallschilder angebracht: „Zutritt verboten“, sagt das eine. Das andere mahnt, in schwarzen Buchstaben auf weißem Grund: „Fotografieren, Film- und Tonaufnahmen verboten“.

Was auf diesen drei Etagen geschieht, ist also top secret – und unter der Herrschaft von Präsident Recep Tayyip Erdogan wird es kaum ein Journalist wagen, das Verbot zu missachten  und dennoch Aufnahmen zu machen.

Was hier abgeschottet wird, ist der Sitz eines Rüstungsunternehmens - mit deutscher Beteiligung. Es heißt Rheinmetall BMC Defense Industry oder abgekürzt RBSS, nach den türkischen Inititialen des Firmennamens. Der deutsche Konzern Rheinmetall hat es im Oktober 2016 zusammen mit der türkischen Firma BMC sowie malaysischen Partnern gegründet. Seit Februar nennt das Joint Venture offiziell das dreistöckige Haus in der Seitenstraße als Firmensitz. Nach Recherchen des stern, der türkischen Exilredaktion Özgürüz und des Recherchezentrums Correctiv hat RBSS die Räume auch bezogen. Doch den Namen oder das Firmenlogo von RBSS – ein Adler mit zwei wuchtigen Schwingen – sucht man an dem Gebäude vergebens.

Das Joint Venture, das offenkundig gerne im Geheimen arbeitet, hat einen brisanten Auftrag. Es soll sich um den Bau türkischer Kampfpanzer vom Typ Altay bewerben; das hatte die Düsseldorfer Rheinmetall-Zentrale jedenfalls noch im März ausdrücklich bestätigt. Dabei saß schon damals der deutsche Journalist Deniz Yücel in einem türkischen Gefängnis und mit ihm tausende offenkundig ebenso unbescholtene türkische Bürger.

Bereits im Dezember 2015 sprach man bei Rheinmetall in internen Papieren von insgesamt 1000 Kampfpanzern, die man mit dem Joint Venture in der Türkei bauen wolle, zum Preis von sieben Milliarden Euro.

Also einerseits ein gutes Geschäft. Aber andererseits auch ein Deal, der so gar nicht in die politische Landschaft passt. Erst vergangene Woche enthüllten der stern, CORRECTIV und Özgürüz, wie trickreich Rheinmetall die Rüstungskooperation eingefädelt hatte. Präsident Erdogan selbst empfing im November 2015 Manager von Rheinmetall und Vertreter ihrer türkischen und malaysischen Partner im osmanischen Yildiz-Palast in Istanbul zum Abendessen. Die Partner aus Malaysia und Türkei sollten Rheinmetall offenkundig beim Kontakt zum Präsidenten helfen und dazu beitragen - so stand es in einer internen Präsentation - den „politischen Segen“ der türkischen Regierung sicherzustellen.

Inzwischen hat das türkische Verteidigungsministerium die Rheinmetall-Partnerfirma BMC in aller Form eingeladen, sich um den Bau der Altay-Panzer zu bewerben. Es gibt auch weitere Bewerber. Aber BMC gehört dem Unternehmer und Erdogan-Freund Ethem Sancak und gilt darum als Favorit für den Auftrag.

Rheinmetall hat die Kooperation mit den türkischen Partnern bis heute nicht abgesagt. Das Unternehmen lässt nur wolkig erklären, in der Türkei habe sich „vieles“ verändert, „auch für Rheinmetall“ – was immer das heißt. Konkrete Fragen lässt man in Düsseldorf unbeantwortet.

Rheinmetall-Chef Armin Papperger verlegt sich offenkundig auf eine Doppelstrategie: Vorsichtig weitermachen in der Türkei – und kräftig verharmlosen in Deutschland. Jedenfalls verbreitete das Unternehmen in jüngster Zeit allerlei scheinbar harte Dementis. Die „Süddeutschen Zeitung“ zitierte einen Rheinmetall-Sprecher vor einigen Tagen gar mit der Behauptung, die Gemeinschaftsfirma in Ankara gebe es nur auf dem Papier: „Das Unternehmen ist im Moment nicht aktiv", behauptete der Konzernsprecher demnach.

Dabei schreibt das Joint Venture  seit Februar immer wieder Stellen aus. RBSS hat eine eigene Website freigeschaltet und – wie gesagt – die Büros im Regierungsviertel von Ankara bezogen. Gäbe es das Joint Venture dort wirklich nur auf dem Papier, wäre kaum ein Foto- und Filmverbot notwendig – weil es ja nichts zu verbergen gibt.
[...]
Die Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel – die eigentlich einen härteren Kurs gegenüber Präsident Erdogan angekündigt hat - hilft dem Unternehmen dabei, den Skandal kleinzureden.  Sie tut so, als habe sie wenig mit den Rheinmetall-Plänen zu tun.  Die seien einfach „eine unternehmerische Entscheidung“ – wenngleich Rheinmetall natürlich „in Einklang“ mit deutschen Vorschriften vorgehen müsse, so ein Regierungssprecher.
https://correctiv.org/recherchen/wirtschaft/artikel/2017/08/11/was-hat-rheinmetall-der-tuerkei-zu-verbergen/
Titel: Re:Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: Troll am 12:56:07 Fr. 18.Mai 2018
Zitat
"Mir saget nix"

Acht Jahre ist es her, dass der Friedensaktivist Jürgen Grässlin eine Anzeige gegen Heckler und Koch wegen illegalen Waffenexports nach Mexiko erstattet hat. Nun beginnt in Stuttgart der Prozess gegen den Oberndorfer Waffenhersteller wegen des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontroll- und das Außenwirtschaftsgesetz. Ein Ortsbesuch in Oberndorf.

Vor dem Landgericht Stuttgart halten am Dienstag Rüstungsgegner eine Mahnwache ab und erinnern an die 43 ermordeten Studenten in Mexiko, mutmaßlich erschossen mit Heckler-und-Koch-Gewehren. Drinnen beginnt unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und großem Medieninteresse einer der wichtigsten Prozesse seit Jahrzehnten. Der gegen die Waffenfirma Heckler und Koch aus Oberndorf.
...
...

Quelle: kontextwochenzeitung (https://www.kontextwochenzeitung.de/gesellschaft/372/mir-saget-nix-5093.html)

Zitat
Killer spielen auf der Messe

Nehmen Sie Platz im virtuellen Panzer. Und eliminieren Sie per Sturmgewehr digitale Terroristen. Alles machbar auf der Militärmesse Itec, wo sich Rüstungsindustrie und Videospielhersteller vernetzen. Auch die Nato ist mit einem Stand dabei.

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Digitales Töten erleichtert den Übergang von Theorie zu Praxis

Immersives Training könne "Lernenden helfen, die Lücke zwischen einem akademischen Umfeld und der realen Welt zu überbrücken". Das erfährt der geneigte Gast am ansonsten eher unspektakulären Nato-Stand. Das transatlantische Bündnis ist auf der Itec als einer von gut 120 Ausstellern vertreten, was dem Messeveranstalter Clarion Events geradezu zwingend scheint. Schließlich seien seine Sicherheitsevents "anerkannt als das weltweit führende Forum, auf dem sich ranghohe Regierungsmitglieder und leitendes Militärpersonal näherkommen". Und dieses Podium nutzt die Nato für den expliziten Ratschlag, Schüler durch die Verwendung von Gaming-Elementen in Beschlag zu nehmen ("engage students by using gaming elements"). Die Trainingssimulatoren dienen demnach dazu, den Übergang von Theorie zur Praxis zu erleichtern. Und Videospiele als ein Türöffner.

Nun ist die Unterstellung Unfug, dass alle Spieler von Ego-Shootern automatisch zu kriegslüsternen Gewaltfetischisten mutieren würden. Doch glorifizieren Serien wie Call of Duty ("Die Pflicht ruft") Militarismus, indem das Töten von Personen das zentrale Ziel der Handlung darstellt und dabei die Exekution des Feindes (meist böse Russen) als patriotische Pflicht präsentiert wird. Zudem lässt sich die Wirklichkeit durch eine Drohnenkamera in tausenden Metern Höhe kaum vom Virtuellen unterscheiden. "Es war sehr pixelig und es sah nicht real aus", sagte Brandon Bryant im Oktober 2013 über das erste Opfer einer von ihm abgefeuerten Hellfire-Rakete. In seinen sechs Jahren als Drohnenpilot tötete er im Auftrag des US-Militärs knapp 1700 als Feind klassifizierte Menschen. Dafür ist ihm Ruhm gewiss.

Clarion, die Kriegsfanfare
...


Quelle: kontextwochenzeitung (https://www.kontextwochenzeitung.de/politik/372/killer-spielen-auf-der-messe-5103.html)
Titel: Re:Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:06:01 Mi. 01.August 2018
Zitat
Rüstungsexporte
Deutschland treibt den Krieg im Jemen an

Die Deutschen spenden für die humanitäre Hilfe im Jemen, die Bundesregierung genehmigt unterdessen weitere Rüstungsexporte. Aber die zynische Rechnung geht auf: Die Einnahmen der Rüstungsfirmen lagen etwa 600.000 Euro höher.
http://www.fr.de/politik/ruestungsexporte-deutschland-treibt-den-krieg-im-jemen-an-a-1554631 (http://www.fr.de/politik/ruestungsexporte-deutschland-treibt-den-krieg-im-jemen-an-a-1554631)
Titel: Re:Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: Fritz Linow am 16:09:55 Di. 20.November 2018
Zitat
20.11.18
Whistleblower-Suche: Flugblattverteiler verurteilt

Gerade einmal fünf Minuten benötigte Richterin Penschow, um nach knapp zweistündiger Verhandlung im Amtsgericht Celle am Dienstag das Urteil gegen Hermann Theisen zu formulieren. Das Resultat: Der 54 Jahre alte Mann aus Heidelberg muss 1.800 Euro Geldstrafe zahlen - in 60 Tagessätzen zu jeweils 30 Euro. Die Tat, um die es ging, war in der Verhandlung unstrittig: Er habe am 3. Mai 2018 seine Flugblätter vor den Toren des Rüstungsherstellers Rheinmetall in Gemeinde Unterlüß (Landkreis Celle) verteilt, um auch innerhalb der Mitarbeiterschaft eine Debatte unter anderem über Rüstungsexporte auszulösen, sagte Theisen am Dienstag im Gericht. Er sehe sich dabei im Recht, denn sein Handeln sei vom Grundrecht auf Meinungsfreiheit gedeckt.(...)
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Whistleblower-Suche-Flugblattverteiler-verurteilt,flugblaetter104.html (https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Whistleblower-Suche-Flugblattverteiler-verurteilt,flugblaetter104.html)
Titel: Re:Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:51:23 Di. 04.Dezember 2018
Zitat
Rheinmetall:
Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien laufen indirekt weiter

Die Bundesregierung genehmigt derzeit keine Waffenexporte nach Saudi-Arabien. Der Rüstungskonzern Rheinmetall umgeht das laut Medienberichten jedoch über einen Umweg.
https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2018-12/ruestungskonzern-rheinmetall-saudi-arabien-munitionslieferung-exportstopps-lieferungen (https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2018-12/ruestungskonzern-rheinmetall-saudi-arabien-munitionslieferung-exportstopps-lieferungen)
Titel: Re: Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: counselor am 17:19:05 Mi. 23.Januar 2019
Zitat
Rüstungslieferungen - Rheinmetall will Schadensersatz für Lieferstopp nach Saudi-Arabien

Nach der Ermordung des Journalisten Khashoggi stoppte Kanzlerin Merkel alle Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien. Waffenhersteller Rheinmetall droht nach SPIEGEL-Informationen der Bundesregierung nun mit einer Klage.

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/rheinmetall-will-schadenersatz-fuer-lieferstopp-nach-saudi-arabien-a-1248824.html

Was das bürgerliche Recht so hergibt ...
Titel: Re: Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: Fritz Linow am 22:52:12 Di. 19.März 2019
Schmierfink salbadert:
Zitat
13.3.19
Rheinmetall stärkt den Standort Kiel

Die steigende Nachfrage nach Militärausrüstung sorgt für gute Geschäfte beim Rheinmetall-Konzern. Das bekommt auch das Kieler Werk zu spüren. Es gibt mehr Aufträge und Personal. Grund sind besonders Aufträge von der Bundeswehr. (...)
http://www.kn-online.de/Nachrichten/Wirtschaft/Wehrtechnikkonzern-Rheinmetall-baut-die-Aktivitaeten-in-Kiel-aus

Kurze Clips vom 19.3.19 von Rheinmetall, was Rheinmetall so eigentlich macht:
https://twitter.com/RheinmetallAG/status/1108081329491578880
https://twitter.com/RheinmetallAG/status/1108066346653442050
https://twitter.com/RheinmetallAG/status/1108063152342814720

Kawumm, Sprotz, Hauptsache Töten. Wer mit einem Banner dagegen protestiert, soll fertiggemacht werden:
Zitat
Wegen angeblichen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte waren Sie und ein zweiter Aktivist am Montag vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten angeklagt. Hintergrund ist Ihr Protest während der Jahreshauptversammlung des Rüstungskonzerns Rheinmetall am 8. Mai 2018 (siehe jW vom 16.3.). Die Staatsanwaltschaft forderte, gegen Sie eine Strafe in Höhe von insgesamt 15.000 Euro zu verhängen.
https://www.jungewelt.de/artikel/351397.kein-fehler-einen-prozess-zu-politisieren.html
Titel: Re: Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: Kuddel am 12:57:07 Mi. 20.März 2019
Was für ein Horror!
Ich hatte das alles irgendwie verdrängt:


Wenn man sich den Twitterkanal https://twitter.com/RheinmetallAG einmal ansieht, stößt man auf ein Weltbild, das ebenso menschenverachtend und krank ist, wie das des Attentäters von Christchurch.

Dieser Verbrecherkonzern gehört zerschlagen. Die Manager sollte man in den Knast, bzw. eine Gummizelle stecken.
Titel: Re: Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: Kuddel am 09:47:20 Fr. 12.April 2019
Zitat
Jemen-Krieg :
Bundessicherheitsrat genehmigt Rüstungsexport nach Saudi-Arabien

Die Bundesregierung hat die Lieferung von Rüstungsmaterial erlaubt, das im Jemen-Krieg eingesetzt werden könnte. Für Saudi-Arabien gilt ein Lieferungsstopp mit Ausnahmen.
https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-04/jemen-saudi-arabien-ruestungsgueter-waffenlieferung-bundessicherheitsrat
Titel: Re: Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: Troll am 20:49:47 Do. 18.April 2019
Zitat
Krieg im Jemen: Die tödlichen Waffen aus Frankreich

Die französische Regierung soll über den massiven Einsatz französischer Waffen durch die arabische Koalition im Jemenkrieg informiert sein – das beweist ein Geheimdienstbericht, der Disclose, einer französischen Plattform für Investigativ-Journalismus, zugespielt wurde. Disclose und ARTE Info gehen in diesem Dossier dem Geheimdienstbericht auf den Grund, zeigen inwiefern die von Saudi-Arabien geführte Koalition mit gezielten Angriffen, die jemenitische Bevölkerung aushungern will und enthüllen, in welchem Maß Deutschland, die USA und Großbritannien weiter Waffen an die Krieg führenden Mächte im Jemen liefern. Ein Land, in dem seit 2015 ein blutiger Krieg herrscht, der das Land die größte humanitäre Katastrophe der Welt gestürzt hat.

Quelle: Arte (https://www.arte.tv/de/videos/RC-017473/krieg-im-jemen-die-toedlichen-waffen-aus-frankreich/)
Direkt zur Recherche Jemen: Waffen made in France (https://www.arte.tv/sites/de/story/reportage/jemen-waffen-made-in-france/?lang=de)
Titel: Re: Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: Kuddel am 09:25:50 Do. 30.Mai 2019
(http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2019/05/rheinmetall_fuer_das_leben.jpg)

Zitat
Aktivist*innen besetzen Podium bei Rheinmetall-Hautptversammlung

Etwa 50 Aktivist*innen haben das Podium der Hauptversammlung des Rüstungsproduzenten Rheinmetall besetzt und Transparente mit Parolen wie „Rheinmetall entwaffnen“ ausgerollt.


(https://pbs.twimg.com/ext_tw_video_thumb/1133291634307866624/pu/img/2Ribds4tYRuLqAgC?format=jpg&name=small)

Etwa 50 Aktivist*innen der iL haben das Podium der Hauptversammlung des Rüstungsproduzenten Rheinmetall besetzt und Transparente mit Parolen wie „Rheinmetall entwaffnen“ ausgerollt. Zunächst war der Rheinmetall-Sicherheitsdienst nicht im Stande, das besetzte Podium zu räumen. Die Aktivist*innen rufen „Deutsche Waffen – Deutsches Geld – Morden mit in aller Welt und „Iran, Irak, Syrien, Türkei bei jeder Schweinerei ist Rheinmetall dabei “.

(https://anfdeutsch.com/uploads/de/articles/2019/05/20190526-20190526-protesto-jpgaa855d-image-jpge704e1-image.jpg)
https://anfdeutsch.com/aktuelles/gegen-rheinmetall-fuer-das-leben-11621

Zitat
(https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/greenpeace-banner-rheinmetal-bomben-100~_v-gseapremiumxl.jpg)

Rheinmetall-Hauptversammlung von Protesten begleitet

Am Rande der Hauptversammlung des Düsseldorfer Konzerns Rheinmetall ist es zu Protesten gekommen: Am Dienstag (28.05.2019) versammelten sich Demonstranten vor dem Hotel in Berlin, in dem Rheinmetall tagte. Mehrere Organisationen, darunter auch Greenpeace, werfen dem Unternehmen vor, dass eine italienische Konzerntochter Waffen nach Saudi-Arabien liefere.

Kritik an Export-"Schlupflöchern"

Für rein deutsche Produkte gilt ein Exportstopp für Saudi-Arabien, das seit Jahren Krieg im Jemen führt. Kritiker sehen Auslandstöchter von deutschen Firmen als "Schlupflöcher", die zu schließen seien. Das Wirtschaftsministerium hatte dies im Januar abgelehnt.

Rheinmetall kritisierte am Dienstag in einer Stellungnahme, die Hauptversammlung sei gestört worden. "Wir respektieren die Meinung Andersdenkender, bitten aber um Fairness in der Auseinandersetzung", hieß es vonseiten des Unternehmens.

Umsatzplus im ersten Quartal

Auf der Hauptversammlung konnten die Düsseldorfer ein Umsatzplus im ersten Quartal verkünden. Der Absatz wuchs um 6,6 Prozent auf 1, 34 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern erhöht sich im ersten Quartal 2019 um 15% im Vergleich zum Vorjahr.

"Der Auftragsbestand erreicht ein neues Rekordniveau", heißt es in einer Mitteilung. Während in der Automobilsparte die Umsätze leicht zurückgingen, stiegen die Absätze im Verteidigungs-Segment um ein Viertel. Die Düsseldorfer Rheinmetall AG stellt neben Autoteilen Panzer, Munition und Flugabwehrsysteme her.
https://www1.wdr.de/nachrichten/wirtschaft/rheinmetall-zahlen-protest-100.html
Titel: Re: Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: Kuddel am 11:00:23 So. 16.Juni 2019
Zitat
Exporte im Wert von einer Milliarde Berlin genehmigte Waffenlieferungen an Jemen-Kriegsparteien

Deutsche Unternehmen haben Rüstungsgüter im Wert von einer Milliarde Euro an Länder geliefert, die am Jemenkrieg teilnehmen. Auch Saudi-Arabien ist Kunde - für das Land gilt eigentlich ein kompletter Exportstopp.
https://www.spiegel.de/politik/ausland/waffenlieferungen-berlin-genehmigt-waffenlieferungen-fuer-eine-milliarde-an-jemen-kriegsparteien-a-1272658.html
Titel: Re: Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: Frauenpower am 16:06:38 Di. 18.Juni 2019
das mit dem Milliarden Euro - Rüstungs-Export hat mich auch geschockt - und dass, obwohl ein Rüstungs-Stopp wegen Khashoggi besteht !!

im September 2019 sind Demos in Unterlüß / Niedersachsen geplant gegen Krieg und Rüstung. "Rheinmetall entwaffnen"
Titel: Re: Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: Troll am 09:49:01 Sa. 22.Juni 2019
BPK zu Waffenexporten an Saudis & Co – Regierungssprecher erleiden erneut rhetorisches Waterloo
https://youtu.be/xrwldch0iUc
Titel: Re: Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: Frauenpower am 17:07:41 Do. 11.Juli 2019
Zitat
Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung hat im ersten Halbjahr 2019 Genehmigungen für Rüstungsexporte im Wert von 5,3 Milliarden Euro erteilt.

Das geht aus einer am Donnerstag verbreiteten Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Außenpolitikers Omid Nouripour hervor. Hauptempfänger war mit Abstand Ungarn mit Lieferungen über 1,76 Milliarden Euro. Danach folgen Ägypten, Südkorea, die USA und Australien. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Kuwait finden sich auf der Liste der 13 Staaten mit den meisten Genehmigungen.
https://de.reuters.com/article/deutschland-r-stungsexporte-idDEKCN1U61QI

also auch wieder an Länder, die am fürchterlichen Jemen-Krieg beteiligt sind, wie Saudi-Arabien .. :(

Und was will das europäische Land Ungarn mit all den Rüstungsgütern?

Titel: Re: Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: Frauenpower am 19:00:45 So. 21.Juli 2019
Im baden-württembergsichem Rottweil, in der Nähe einer Heckler & Koch - Firmenstätte in Oberndorf gab es vor ein paar Tagen eine Aktionärs-Hauptversammlung an der auch der Waffengegner als Mit-Aktionär (Grässlin, "Aufschrei Waffenhandel") teilnahm. Und es gab Friedensproteste von FriedensaktivistInnen (Friedenskooperative).
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/suedbaden/Hauptversammlung-in-Rottweil-Heckler-Koch-will-wieder-in-Gewinnzone,heckler-koch-108.html
Zitat
Auf der Hauptversammlung von Heckler & Koch ist der frühere Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, zum neuen Chefkontrolleur des Waffenherstellers gewählt worden. Vor der Tür protestierten Friedensaktivisten.

Mit bei raus kam, dass ein ehem. Bundeswehrgeneral, Kujat, jetzt eine Aufsichtstelle bei H&K inne haben wird.

Außerdem wird das Verteidigungsministerium fast 6 Milliarden Euro für 350 Schützenpanzer "Puma" zahlen!! Sind ja bloß fast 6.000.000.000.000,00 Euro !!
Zitat
Berlin - Knapp sechs Milliarden Euro muss die Bundesregierung für 350 Schützenpanzer des Typs Puma bezahlen. Das ist fast doppelt so viel wie ursprünglich veranschlagt war. Das hat das Verteidigungsministerium mitgeteilt. Der Abgeordnete Matthias Höhn (Die Linke) hatte im Bundestag eine entsprechende Anfrage gestellt.
https://www.merkur.de/politik/panzer-kosten-verteidigungsministerium-fast-doppelt-so-viel-wie-veranschlagt-zr-12842362.html


Titel: Re: Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: BGS am 05:33:49 Mi. 24.Juli 2019
Deutschland fuehlt sich stark.

MfG

BGS
Titel: Re: Boomender deutscher Rüstungsexport
Beitrag von: Frauenpower am 12:34:38 Mi. 24.Juli 2019
zufällig konnte ich den Sommerpressetermin im TV ansehen, in dem sich Merkel den JournalistInnen des In- und Auslandes ihren Fragen stellte. Der Saal war komplett gefüllt, selbstverständlich achte ich auch immer darauf, wie das Anzahl-Verhältnis der anwesenden Frauen ist, war ok ... ^^ Das Ganze ging anderthalb Stunden angeblich. Es wurden viele Fragen zum Klima gestellt. Und ich meine, dass es nur eine einzige Frage war, die die Rüstungsexporte betraf, wenigstens eine.
Merkels Antwort war die, wie sie auch Wirtschaftsminne Altmeier schon gab: Es gäbe Verträge, die man einhalten müsse, und die Vertragspartner alias Regierungen anderer Länder wie bspw. Großbritannien oder Frankreich sollen sich auf die BRD verlassen können .. auf gut deutsch und in meinen Worten: "eine Hand wäscht die andere"

zu Spahn meinte sie, der täte gut was wegschaffen .. da lachte es im Publikum. Hörte sich halt ziemlich direkt und kumpelhaft von ihr an (ok, wie ich finde) aber ihr erschloss sich die Komik nicht, sagte sie mit einem Grinsen.

ganz wichtig und gut: Merkel solidarisiert sich mit den den von Trump verbal-rassistisch angegriffenen Demokratinnen in den USA und sie distanziere sich (von Trumps Äußerungen)
https://www.tagesschau.de/inland/merkel-pk-sommerpause-101.html