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Handel & Dienstleistung => On the Road => Transport & Verkehr => Bus => Thema gestartet von: ManOfConstantSorrow am 12:49:49 Sa. 18.Februar 2006

Titel: Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:49:49 Sa. 18.Februar 2006
Heute (18.2.06) gibt es auch erneut Proteste in Schleswig-Holstein - dieses Mal von Busfahrern. Zwischen 500 und 700 Fahrer wollen sich gegen Billiglöhne bei der Firma Autokraft und Stellenverlagerungen zu Subunternehmern wenden. Dazu wollen sie in Kiel mit bis zu 100 Bussen aus nahezu allen Firmen des öffentlichen und privaten Nahverkehrs des Landes demonstrieren. Die Kieler Verkehrsgesellschaft KVG kündigte an, dass ihr Busverkehr bis 11.00 Uhr ruhen werde. In Lübeck gab es am Morgen schwere Behinderungen im Busverkehr. Die Beeinträchtigungen werden voraussichtlich bis 15.00 Uhr andauern. Auch andere Landesteile, darunter Vororte Hamburgs, sind laut ver.di betroffen.

Der Tarifkoordinator von ver.di Nord, Peter Neumann, stellte klar: "Die Aktion ist schwerpunktmäßig gegen Lohndumping und auf tarifliche und politische Ziele gerichtet und darf keinesfalls als Aktion gegen die Firma Autokraft gesehen werden." Autokraft betonte, dass es angesichts wachsenden Marktdrucks großen Handlungsbedarf bei den Wettbewerbsregeln im Nahverkehr gebe. Den Vorwurf des Lohndumpings wies das Unternehmen zurück. Autokraft-Busse sollen am Freitag planmäßig verkehren.

http://www1.ndr.de/ndr/ndr_pages_std/0,,OID2305656,00.html
Titel: Proteste von Busfahrern
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 19:18:58 Sa. 18.Februar 2006
Proteste von der Belegschaft des Personennahverkehrs Riesa aus meiner Heimatstadt gibt's auch. Gestern kam ein Interview im hiesigen Lokalsender von RiesaTV mit der Geschäftsleitung des PNV und des Betriebsratsvorsitzenden.

Einem leipziger Gesellschafter, der sich vor einigen Jahren bei der Privatisierung dieses Unternehmen eingekauft hatte, ist mit den Profiterwartungen des Unternehmens nicht mehr zufrieden. Er stellt der Geschäftsleitung und der Belegschaft ein Ultimatumk bis kommenden Dienstag:

Zum x-ten Mal runter mit den Arbeitsverdiensten oder der PNV geht in die Insolvenz.
Titel: Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:32:38 So. 19.Februar 2006
Lübeck, 18.02.06: Gestern Morgen standen in großen Teilen Schleswig-Holsteins die Busse still, in Lübeck streikten 300 Busfahrer. Der morgendliche Berufsverkehr mit Bussen kam zum Erliegen. 12 Busse aus Lübeck fuhren doch, aber darin saßen Busfahrer auf der Fahrt zur Großdemonstration in Kiel. Dort versammelten sie sich mit ihren Kollegen von weiteren 15 Busfirmen zu einem Korso aus 80 Bussen zur Zentrale von Autokraft, um die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro zu erheben.

Bei diesem Streik ging es nicht um den Tarifstreit im Öffentlichen Dienst.
Grund war vielmehr die Ankündigung der Firma Autokraft, einer Tochter der Deutschen Bahn AG, im Busverkehr des Kreises Stormarn (Bad Oldesloe) ein Subunternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern mit Löhnen in Höhe von 8,32 Euro pro Stunde einzusetzen. Dadurch sollen 32 Busfahrer in Bad Oldesloe arbeitslos werden. Der Dumpinglohn liegt etwa ein Viertel unter dem Tarif von Schleswig-Holstein. Mit Tariflöhnen sei das angeblich nicht möglich gewesen, "um dem Druck des Marktes" widerstehen zu können! Das lässt schon erahnen, was mit der Bolkestein-Richtlinie noch kommen soll.

Die gewerkschaftlich gut organisierten Lübecker Busfahrer hatten schon im Juni 2005 durch einen eintägigen Streik die Pläne der Stadtwerke-Leitung vom Tisch gefegt, sie auf den Lohn der Tochtergesellschaft LVG abzugruppieren. Klar, dass dieser neue Angriff sofort solidarisch zurückgewiesen werden musste und Verdi diesen Streik organisierte.

Die "Lübecker Nachrichten" geiferten dann auch am Morgen des Streiktages in einem Kommentar unter der Überschrift gegen die "illegale Aktion" und versuchten, einen Keil zwischen die Busfahrer und die arbeitende Bevölkerung sowie die Schüler zu treiben. Das gelang so gut wie gar nicht und die Reporter der Zeitung trafen fast nur auf Bürger, die sich solidarisch mit dem Streik erklärten.

Schüler schrieben in einem Leserbrief unter anderem: "Trotz des Streiks kamen wir zur Schule, weil wir es wollten. Wir halten den Streik für absolut gerechtfertigt. Wenn wir ins Berufsleben eintreten, wollen wir ebenso wenig mit Hungerlöhnen abgespeist werden. Der Streik der Busfahrer wird als illegal bezeichnet. Demgegenüber sind wir der Meinung, dass in der Verfassung ein Streikrecht für alle Arbeitnehmer eingeführt werden sollte."

Es ist in diesem System völlig legal, wenn über Lohndumping die Löhne der Busfahrer gesenkt werden sollen. Illegal ist es nach unserer Rechtsordnung jedoch, wenn die Arbeiter dagegen streiken oder gar Solidaritätsstreiks organisieren wie gestern. Weil sich die Kollegen über den Rahmen dieses eingeschränkten Streikrechts hinwegsetzten, hat dieser Streik große politische Bedeutung. Er sollte einen weiteren Anstoß geben, ein vollständiges und allseitiges gesetzliches Streikrecht zu erkämpfen.

aus: rf-news
Titel: Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:43:14 Di. 27.Mai 2008
Warnstreik bei Autokraft trifft Schüler und Pendler
 
(http://www1.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/autokraft12_v-gallery.jpg)

Am Dienstagmorgen sind alle Busse des Unternehmens Autokraft in Schleswig-Holstein in den Depots geblieben. Grund war ein Warnstreik: Die Gewerkschaft ver.di hatte die Beschäftigten aufgerufen, von 4.00 bis 9.00 Uhr ihre Arbeit niederzulegen. Betroffen von dem Ausstand beim größten Busunternehmen Schleswig-Holsteins waren der Gewerkschaft zufolge mehr als 400.000 Fahrgäste, darunter vor allem Schüler und Pendler. Auch die Linien nach Berlin und die Flughafenbusse von Autokraft waren nach ver.di-Angaben lahmgelegt. Ein Sprecher des Unternehmens sagte dagegen der NDR 1 Welle Nord, dass lediglich etwa 100.000 Fahrgäste betroffen gewesen seien.

An 14 Betrieben im Land versammelten sich Streikposten. Nach Angaben von ver.di beteiligten sich etwa 400 Mitarbeiter an dem Warnstreik.
Ver.di fordert Einkommensverbesserungen

Die Gewerkschaft fordert für die 750 Beschäftigten der Deutsche-Bahn-Tochter monatlich rund 240 Euro mehr Lohn und für die Auszubildenden ein Plus von 75 Euro. Die Tarifverhandlungen sollen am Donnerstag weitergehen. Autokraft habe bislang nur eine Einmalzahlung und erst für 2009 tabellenwirksame Erhöhungen angeboten, sagte ver.di-Streikleiter Gerhard Mette. Das Angebot der Arbeitgeber von drei Prozent bei 30 Monaten Laufzeit bedeute real einen Kaufkraftverlust.

http://www1.ndr.de/wirtschaft/autokraft8.html
Titel: Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:33:29 Mi. 28.Mai 2008
Sehr vorbildlich!
Ein Streik, der es daruf anlegt zu wirken und durch die Nichtankündigung den Streikbruch durch andere Privatunternehmen zu verhindern. Auch eine Festgeldforderung (statt Prozenten) ist sehr erfreulich bei einem gewerkschaftlichen Arbeitskampf.

Klar daß da die Kieler Nachrichten anfangen zu hetzen:

Zitat
Empörung über Autokraft-Streik

Kiel – Für den Norden war es ein beispielloser Vorgang: Ohne Vorwarnung traten gestern früh 400 Beschäftigte der Autokraft in einen fünfstündigen Warnstreik. Die Folge: Zwischen 100000 und 450000 Fahrgäste standen vergeblich an den Haltestellen, darunter viele Schüler und Pendler.
Der von der Gewerkschaft ver.di organisierte Streik begann um 4 Uhr früh und endete um 9 Uhr vormittags. Weil sich alle Betriebe der Bahn-Tochter an ihm beteiligten, fielen neben Linienbussen auch Schul- und Flughafenbusse aus.

„Wir wollten ein Signal setzen, dass die Beschäftigten mit dem Verlauf der Verhandlungen nicht zufrieden sind“, kommentiert ver.di-Streikleiter Gerhard Mette den unerwarteten Ausstand. Bewusst habe man darauf verzichtet, das Busunternehmen oder die Medien vorab zu informieren: „Wir wollten der Autokraft keine Chance geben, private Anbieter zu engagieren und die Wirkung des Warnstreiks so zu mildern.“

Arne Voß, Geschäftsführer der Autokraft, zeigt sich von dieser Entscheidung irritiert: „Wir können nicht nachvollziehen, dass ver.di zum jetzigen Zeitpunkt zu einem flächendeckenden Warnstreik aufgerufen hat, da wir mitten in Verhandlungen stehen. Noch unverständlicher ist, dass diese Warnstreiks unangekündigt erfolgt sind und somit zu unserem großen Bedauern auf dem Rücken unserer Kunden ausgetragen werden.“ Autokraft-Pressesprecher Dirk Pohlmann ergänzt, dass ein unangekündigter Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr zumindest in Schleswig-Holstein einmalig sei.

Während Pohlmann von bis zu 100000 betroffenen Fahrgästen ausgeht, spricht Gerhard Mette von 450000. Dass neben den Berufspendlern die Schüler zu den Hauptbetroffenen zählten, hält der Gewerkschaftler für zumutbar: „Es ist schließlich die Aufgabe der Eltern, ihre Kinder sicher zur Schule zu bringen.“

Joachim Witthinrich, Schulelternbeiratsvorsitzender der Käthe-Kollwitz-Schule, sieht diesen Sachverhalt anders: „Mit diesem Vorgehen setzt die Autokraft die Eltern unter Druck. Die Schulen hätten vorher informiert werden müssen.“ Auch Ralf Butenhoff, Elternsprecher der Grund- und Hauptschule im ostholsteinischen Süsel zeigt sich empört: „Hier haben heute weinende und aufgelöste Kinder an den Haltestellen gestanden. Es ist unverantwortlich, einen Streik auf den Rücken von Schülern auszutragen.“

Den Hintergrund des Warnstreiks bilden die laufenden Verhandlungen zwischen ver.di und der Autokraft: Die Gewerkschaft fordert 242,50 Euro mehr Monatslohn für die 750 Beschäftigten des Unternehmens. Die Autokraft hatte zuletzt ein Angebot von 122,50 Euro von 2009 gemacht. Die Verhandlungen werden morgen fortgesetzt.
http://www.kn-online.de/artikel/2366830
Titel: Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:26:22 Mo. 16.Juni 2008
Verhandlungen vertagt: Nun Spitzengespräch bei Autokraft

Keine Einigung zwischen der Gewerkschaft ver.di und der Bahn-Tochter Autokraft: Die Tarifverhandlungen in Kiel sind am Freitag erneut vertagt worden. Ver.di wies ein von den Arbeitgebern vorgelegtes neues Angebot als unzureichend zurück. Den Kunden des größten Busunternehmens Schleswig-Holsteins drohen nun weitere Warnstreiks. Um das zu verhindern, soll es nach Angaben des Unternehmens in der kommenden Woche ein Spitzengespräch zwischen den Tarifpartnern geben. Ein ver.di-Sprecher sagte nach den gescheiterten Verhandlungen, die Tarifkommission habe beschlossen, eine Urabstimmung zu beantragen. Diese soll am 23. Juni stattfinden, wie die NDR 1 Welle Nord berichtete. Die Forderungen der Gewerkschaft liegen bei rund 12 Prozent mehr Lohn und einem Plus von 75 Euro für die Auszubildenden.

Busfahrer legen Arbeit nieder

Ende Mai waren rund 400 Autokraft-Mitarbeiter dem Aufruf der Gewerkschaft gefolgt, die Arbeit niederzulegen. Zahlreiche Busse blieben in den Depots. Mehr als 400.000 Fahrgäste, darunter vor allem Pendler und Schüler, waren ver.di zufolge von dem Ausstand betroffen. Auch nicht organisierte Busfahrer sollen sich an dem Warnstreik beteiligt haben.

http://www1.ndr.de/wirtschaft/autokraft100.html
Titel: Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 10:53:41 Mo. 23.Juni 2008
Urabstimmung über Streiks bei Autokraft startet
 
Das Spitzengespräch im Tauziehen um einen Tarifvertrag zwischen der Gewerkschaft ver.di und der Deutsche-Bahn-Tochter Autokraft ist gescheitert. Heute wird ver.di nun mit der Urabstimmung über Streiks beginnen, wie die Gewerkschaft am Freitag in Kiel mitteilte. Die Kunden des größten Busunternehmens Schleswig-Holsteins müssen, falls es zum Ausstand kommt, mit erheblichen Verspätungen rechnen, zumal die Öffentlichkeit offenbar vorab nicht darüber informiert werden soll, wann genau gestreikt wird.

Unternehmen lehnt Vereinbarung ab

Die Gewerkschaft habe der Autokraft vorgeschlagen, im Vorfeld Medien und Fahrgäste über Streiks zu informieren, sagte ver.di-Verhandlungsführer Gerhard Mette. Darüber hinaus sollte in besonderen Fällen, etwa bei Klassenfahrten, auch während eines Streiks die Beförderung sichergestellt werden. Im Gegenzug sollte die Autokraft dann aber auf den Einsatz vom Fremdfirmen und "Streikbrechern" verzichten. Dies lehnte das Unternehmen ab. "Es ist richtig, dass wir die Regelung nicht unterschrieben haben", sagte Sprecher Dirk Pohlmann. Diese hätte dem Unternehmen jegliche Möglichkeit geraubt, "Ersatzmaßnahmen" zu treffen.

Ver.di fordert für die 750 Beschäftigten des Unternehmens rund 12 Prozent mehr Lohn und ein Plus von 75 Euro für die Auszubildenden. Autokraft bot nach Angaben der Gewerkschaft zwischen knapp 2 und 3,2 Prozent mehr Geld an.

Busfahrer legen Arbeit nieder

Ende Mai waren bereits rund 400 Autokraft-Mitarbeiter dem Aufruf der Gewerkschaft gefolgt, die Arbeit niederzulegen, um Druck auf die Arbeitgeber auszuüben. Zahlreiche Busse blieben in den Depots. Mehr als 400.000 Fahrgäste, darunter vor allem Pendler und Schüler, waren ver.di zufolge von dem Ausstand betroffen. Auch nicht organisierte Busfahrer sollen sich an dem Warnstreik beteiligt haben.
Stand: 23.06.2008  

http://www1.ndr.de/wirtschaft/autokraft102.html
Titel: Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:20:12 Mo. 23.Juni 2008
Zitat
Ver.di fordert für die 750 Beschäftigten monatlich 242,50 Euro mehr Lohn und für die Auszubildenden ein Plus von 75 Euro. Die Autokraft hat 122, 50 Euro angeboten, zahlbar ab April 2009, und für 2008 eine Sonderzahlung. Ein Spitzengespräch zwischen Ver.di und dem DB Stadtverkehr über einen neuen Autokraft-Haustarifvertrag ist soeben gescheitert. „Die Zustimmung der Mitglieder vorausgesetzt, werden wir noch in der kommenden Woche in den Erzwingungsstreik eintreten“, kündigte Mette gestern in Kiel an. „Der Streik wird sich über viele Wochen hinziehen, vielleicht über die Sommerpause hinaus.“ Denn die Gewerkschaft verhandele mit dem DB-Konzern, und dessen langer Atem sei aus den Tarifverhandlungen für die Lokführer bekannt.

http://www.ln-online.de/lokales/2412706
Titel: Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:13:11 Mi. 25.Juni 2008
Urabstimmung bei Autokraft: Klare Mehrheit für Streik
 
Die Kunden der Autokraft müssen sich in den kommenden Tagen auf erhebliche Behinderungen einstellen. Dem größten schleswig-holsteinischen Busunternehmen droht im Tauziehen um einen Tarifvertrag ein Arbeitskampf. Mehr als 94 Prozent der Beschäftigten sprachen sich für einen Streik zur Durchsetzung ihrer Forderungen aus, wie ver.di-Verhandlungsführer Gerhard Mette am Mittwoch in Kiel mitteilte. "Die Arbeitskampfleitung wird jetzt das Ergebnis bewerten und entsprechende Beschlüsse fassen." Das könne bedeuten, dass der Busverkehr der Autokraft in den nächsten Tagen weitgehend lahmgelegt werde, sagte Mette. Auch die Schüler müssten sich darauf einstellen, in den kommenden Tagen nicht befördert zu werden.

Ver.di fordert für die 750 Beschäftigten monatlich 242,50 Euro mehr Lohn und für die Auszubildenden ein Plus von 75 Euro. Am Montag hatte ver.di mit der Urabstimmung begonnen.

http://www1.ndr.de/wirtschaft/autokraft102.html
Titel: Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:52:14 So. 29.Juni 2008
20.000 Autokraft-Kunden von Streik betroffen

(http://www1.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/streik108_v-gallery.jpg)
 
Die Gewerkschaft ver.di hat den Streik beim Busunternehmen Autokraft am Freitag ausgeweitet. "Neben dem Busbetrieb in Kiel wurden auch die Betriebe in Rendsburg und Eckernförde in den Ausstand miteinbezogen", sagte ver.di-Verhandlungsführer Gerhard Mette in Kiel. Zudem sei die Zentralwerkstatt der Autokraft betroffen gewesen. Unter den rund 200 Streikenden seien etwa 170 Busfahrer gewesen. Insgesamt seien von den Aktionen am Freitag vermutlich mehr als 20.000 Fahrgäste betroffen, die meisten von ihnen Schüler, sagte Mette der NDR 1 Welle Nord.(...)

Autokraft: Angebot "weitgehend ausgereizt"
 
Mette appellierte am Freitag an die Arbeitgeberseite, endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. "An uns werden Verhandlungstermine nicht scheitern", sagte der Sprecher der Deutsche-Bahn-Tochter Autokraft, Dirk Pohlmann. Allerdings sei das Angebot an die Gewerkschaft weitgehend ausgereizt. "Wir würden von der Gewerkschaft gerne ein Signal bekommen, dass sie bereit ist, von ihrer Ursprungsforderung abzurücken", sagte Pohlmann. Ver.di fordert für die 750 Beschäftigten monatlich 242,50 Euro mehr Lohn und für die Auszubildenden ein Plus von 75 Euro. Nach Autokraft-Angaben besserte das Unternehmen sein Angebot mehrfach nach, zuletzt auf eine monatliche Erhöhung von 127,50 Euro und eine Einmalzahlung von bis zu 1.100 Euro.

Am Donnerstag hatten nach ver.di-Angaben rund 140 Mitarbeiter in Kiel die Arbeit niedergelegt, darunter 60 Busfahrer. Der Gewerkschaft zufolge hatten sich viele Eltern auf die Ausfälle eingestellt und sich um alternative Transportmöglichkeiten für ihre Kinder gekümmert. Insgesamt befördert die Autokraft auf einem Liniennetz von rund 18.700 Kilometern jährlich etwa 45 Millionen Fahrgäste.
Stand: 27.06.2008
http://www1.ndr.de/wirtschaft/autokraft110.html
Titel: Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:52:49 Mo. 14.Juli 2008
Kiel (ddp-nrd). Im Tarifkonflikt beim größten Busunternehmen Schleswig-Holsteins, Autokraft, sind am Montag erneut Beschäftigte in den Streik getreten. Die Gewerkschaft ver.di hatte die die Beschäftigten aller Standorte in Schleswig-Holstein zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Am Vormittag wollten Beschäftigte in Kiel im Vorfeld der Tarifverhandlungen vor der Zentrale des Busunternehmens demonstrieren.

http://www.dernewsticker.de/news.php?id=26196
Titel: Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:00:01 So. 20.Juli 2008
Zitat
Autokraft: Streik auch am Sonnabend

(http://www1.ndr.de/media/ndrde/nachrichten/autokraft130_v-gallery.jpg)

Im Tarifkonflikt zwischen dem Busunternehmen Autokraft und der Gewerkschaft ver.di haben Mitarbeiter auch am Sonnabend in einigen Regionen die Arbeit niedergelegt. Wie Autokraft mitteilte, war ganztägig der Betrieb in Kiel-Wellsee sowie in Lübeck betroffen. Dadurch wurden die Verbindungen von und nach Kiel sowie innerhalb der Landeshauptstadt beeinträchtigt. Der Streik in Lübeck behinderte den Busverkehr im südlichen Ostholstein. Offen blieb, ob die Streiks auch in den Ferien weitergehen. Die Gewerkschaft hatte am Donnerstag ein neues Tarifangebot der Arbeitgeber abgelehnt.

Einem Bericht der NDR 1 Welle Nord vom Freitag zufolge werden Arbeitgeber und Gewerkschaft im Tauziehen um einen Tarifvertrag erst am 1. September an den Verhandlungstisch zurückkehren. Nach Angaben von Autokraft-Sprecher Dirk Pohlmann liegt dies an ver.di und sei "unverständlich". Es treffe vor allem wieder die Schüler.

Warnstreiks auch am Freitag

Am Freitag war es zum wiederholten Male zu Warnstreiks gekommen. Es habe erneut zahlreiche Ausfälle im Schul- und Linienbusverkehr gegeben, sagte Pohlmann. Rund 100.000 Reisende seien betroffen gewesen, 70 bis 80 Prozent davon Schüler. Die Flughafenbusse sowie die Busse von Kiel über Lübeck nach Berlin seien nach Plan gefahren, sagte Pohlmann.
http://www1.ndr.de/wirtschaft/autokraft140.html

Ich bin beeindruckt! Welch Kampfkraft und Durchhaltevermögen. Ich wünsche viel Erfolg! Mögen sich andere Belegschaften von dem Mut und der Solidarität eine Scheibe abschneiden.
Titel: Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 17:57:57 Mo. 21.Juli 2008
Zitat
Kieler Nachrichten vom 21.07.2008


Autokraft wird erst nach den Ferien wieder bestreikt

Kiel (dpa/lno) - Trotz des Scheiterns der Tarifverhandlungen will die Gewerkschaft ver.di ihre Streiks beim Busunternehmen Autokraft in den Ferien aussetzen. "Wir wollen die Verkehre in den Sommerferien weitestgehend unangetastet lassen, um den Touristen und Kindern, die auf die Autokraft angewiesen sind, nicht den Ferienspaß zu verderben", sagte ver.di-Sprecher Frank Schischefsky am Montag in Kiel. "Wir werden die Streiks mit dem Ende der Sommerferien wieder aufnehmen und fordern die Autokraft auf, sich bereits jetzt Gedanken über den Schülerverkehr zu machen." Das Unternehmen müsse zu einem Abschluss kommen oder den Schülerverkehr anderweitig organisieren.

Wenn es darum geht nicht Schüler und Urlauber zu treffen, sondern die Wirtschaft, dann ist es nachzuvollziehen.
Titel: Re: Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 15:51:37 Di. 27.Januar 2009
Streik bei Bus und Bahn

Rhein-Main-Gebiet. Bahnfahrer im PV-Land müssen sich am Donnerstag auf Behinderungen einstellen.


Die Gewerkschaften Transnet und GDBA haben Warnstreiks angekündigt und wollen damit den Druck in den festgefahrenen Tarifverhandlungen erhöhen – wesentliches Thema sind die Arbeitszeiten.

Wie lange wird gestreikt?

Wie lange gestreikt wird und welche Bahn-Strecken betrofffen sind, soll morgen bekannt gegeben werden. Und auch Buspendler im Rhein-Main-Gebiet müssen sich Medienberichten zufolge auf Streiks einstellen. Die Verhandlungen über einen Manteltarifvertrag für Busfahrer kommunaler Verkehrsbetriebe in Hessen seien gescheitert, so die Gewerkschaft Ver.di am Abend.

Löhnerhöhungen kämen nicht
Noch in dieser Woche werde man sich mit Arbeitskampfmaßnahmen beschäftigen, gestreikt werden könnte dann Anfang nächsten Monats. Die Gewerkschaft hält den Arbeitgebern vor, bereits ausgehandelte Lohnerhöhungen zu Unrecht vorzuenthalten, die Arbeitgeber wiesen den Vorwurf zurück. (jh)
http://www.aschaffenburg24.de/default.aspx?ID=4853&showNews=339734
Titel: Re: Proteste von Busfahrern
Beitrag von: Kuddel am 11:05:50 So. 15.März 2009
Bad Homburg
Busfahrer drohen mit wildem Streik

http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/1689010_Bad-Homburg-Busfahrer-drohen-mit-wildem-Streik.html
Titel: Wilder Streik von Busfahrern in Dublin
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:40:26 Mi. 29.April 2009
  29.04.09 - Ein dreitägiger selbständiger Streik von rund 100 Busfahrern hat in der irischen Hauptstadt Dublin einen Teil des öffentlichen Nahverkehrs lahmgelegt. Die Busfahrer wehrten sich gegen ein neues Schichtsystem, durch das Arbeitsplätze "eingespart" werden sollen. Der Streik hatte sich am Sonntag schnell ausgebreitet. Jetzt versprach das Unternehmen, nach Streikende die Widersprüche zu klären.
Titel: Re: Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 10:52:18 Di. 14.Juli 2009
Busfahrer-Streik in Koblenz und Trier - Behinderungen beim Moselfest erwartet

Koblenz/Trier In Koblenz und Trier haben am frühen Freitagmorgen die Warnstreiks der Busfahrer begonnen. Nach Mitteilung der Gewerkschaft ver.di blieben von 4.00 Uhr morgens an in Koblenz 100 Busse stehen, mindestens 55 000 Fahrgäste sind betroffen.


In Trier trifft der ganztägige Warnstreik rund 40 000 Menschen, dort fahren 45 Busse nicht. In den Abend- und Nachtstunden wird es in den Sonderverkehren des Moselfestes zu erheblichen Behinderungen kommen.

Hintergrund sind die Tarifverhandlungen für die etwa 27 000 Beschäftigen des privaten Verkehrsgewerbes in Rheinland-Pfalz. Die Gespräche waren am vergangenen Montag ergebnislos abgebrochen worden. Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung von acht Prozent.

Die streikenden Busfahrerinnen und Busfahrer aus Koblenz sind nach Trier gefahren und informierten dort am Vormittag die Trierer Bevölkerung über den Tarifkonflikt und werben um Verständnis für ihre Aktionen. Am Rathaus kam auf die lautstarke Forderung der Streikenden hin ein kurzes Gespräch mit dem Oberbürgermeister zustande. Klaus Jensen (SPD) versprach, sich für eine zügige Wiederaufnahme der Verhandlungen einzusetzen. Bernd Oleynik, ver.di Rheinland-Pfalz: „Wir nehmen dankend an. Wenn der Einsatz des Herrn Oberbürgermeisters nichts bringt, kommen wir mit Verstärkung wieder.“

http://rhein-zeitung.de/on/09/07/10/rlp/t/rzo590522.html (http://rhein-zeitung.de/on/09/07/10/rlp/t/rzo590522.html)
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:40:47 Do. 23.Juli 2009
Küstenbus droht Streik

Der Gewerkschaft ver.di zufolge verweigert die Küstenbus GmbH seit Monaten fällige Tarifgespräche. Ver.di greift auch den Gesellschafter — den Landkreis — an. Letztes Mittel sei der Arbeitskampf, sagt ver.di.


Bad Doberan „Die Geschäftsführerin der Küstenbus GmbH Bad Doberan ignoriert seit Monaten die Aufforderung zu Tarifverhandlungen mit ver.di“, klagt Gewerkschafter Frank Pieper. Ver.di habe die Geschäftsführerin der Küstenbus GmbH schon mehrfach zu Verhandlungen aufgefordert, zuletzt am 23. März — damals mit der konkreten Forderung zur Übernahme des Spartentarifvertrag für den Öffentlichen Personen Nahverkehr in Mecklenburg-Vorpommern (TV-N-MV). Pieper: „Frau Münchow hat es bis heute nicht für nötig erachtet, unser Schreiben zu beantworten. Das zeugt von einer gewissen Arroganz und einer Ignoranz gegenüber den berechtigten Forderungen ihrer Mitarbeiter.“ Pieper kritisiert vor allem die Existenz unterschiedlicher Tarifverträge bei Küstenbus: „Das führt zu unterschiedlichen Löhnen für gleiche Arbeit und zu sozialem Unfrieden.“ Außerdem sei der TV-N-MV ein Flächentarif. Werde der untergraben, sei ein ruinöser Preiskampf der Busunternehmer die Folge — zu finanziellen Lasten der Beschäftigten.

Küstenbus-Chefin Angelika Münchow bestätigt sowohl Forderung als auch Vorwürfe der Gewerkschaft, sieht sich aber im Recht. „Wir haben 68 tariflich gebundene Mitarbeiter bei Küstenbus“, sagt Münchow. 27 seien Mitglieder bei Transnet und im Verband mecklenburg-vorpommerscher Busunternehmen, mit weiteren 29 sei ein Haustarifvertrag abgeschlossen worden. Münchow: „Die übrigen zwölf haben mir die Gefolgschaft verweigert und werden nach einem Alttarif-Vertrag mit ver.di bezahlt.“ Außerdem sei eine Betriebsvereinbarung abgeschlossen worden, die soziale Belange regelt. Die gelte ab 1. August. „Der Abschluss eines weiteren Tarifvertrages ist für ein so kleines Unternehmen einfach nicht handhabbar“, sagt Angelika Münchow.

Gewerkschafter Frank Pieper sieht auch den einzigen Gesellschafter der Küstenbus GmbH, den Landkreis Bad Doberan, in der Pflicht. Der Kreis müsse dafür sorgen, dass Küstenbus-Chefin Münchow in Tarifverhandlungen eintritt, fordert er. Der stellvertretende Landrat, Dr. Wolfgang Kraatz, sieht keinen Gesprächsbedarf: „Tarifverhandlungen sind nicht Sache der Gesellschafter, sondern von Arbeitgebern und Arbeitnehmervertretern“, sagt er. Dem widerspricht Pieper allerdings energisch. Immerhin ist der oberste Verwaltungschef des Landkreises, Landrat Thomas Leuchert, zugleich auch Verbandsvorsitzender des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Mecklenburg- Vorpommern. Leuchert selbst ist für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Grund: Der Landrat befindet sich in seinem Jahresurlaub. Pieper: „Da Leuchert den Spartentarifvertrag TV-N-MV zwischen dem Kommunalen Arbeitgeberverband und der Gewerkschaft ver.di mit unterzeichnet hat, ist diese Reaktion absolut nicht akzeptabel.“ Für den Gewerkschafter ist klar: „Letztes Mittel ist der Arbeitskampf.“ Gebe es nicht unverzüglich Verhandlungen, werde man die Bereitschaft zum Arbeitskampf bei den Küstenbusbeschäftigten erfragen.
KLAUS WALTER

http://www.ostsee-zeitung.de/lokal/index_artikel_komplett.phtml?SID=db4de25c9bf767e7f3b6dadc4f939325&param=news&id=2495918 (http://www.ostsee-zeitung.de/lokal/index_artikel_komplett.phtml?SID=db4de25c9bf767e7f3b6dadc4f939325&param=news&id=2495918)
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:19:41 So. 02.August 2009
Busfahrer scheinen zu einer rebelliche Berufsgruppe zu gehören:

Zitat
Droht Busfahrer-Streik zum Koblenzer "Rhein in Flammen"?

Koblenz Explosive Stimmung schon vor dem großen Feuerwerk: Rund 100 der etwa 130 Busfahrer der Koblenzer Verkehrs-Service GmbH (Kevag) drohen, sich zu "Rhein in Flammen" am 8. August nicht hinters Steuer ihrer Arbeitsgefährte zu setzen. Hintergrund ist der noch immer schwelende Tarifkonflikt im privaten Verkehrsgewerbe.

Um zumindest einen Streik zu Rhein in Flammen abzuwehren, hat die KVS ihren Fahrern zwar mittlerweile ein Angebot vorgelegt. Dieses wurde vom Betriebsrat jedoch abgelehnt und mit Nachbesserungsforderungen zurück an die KVS-Geschäftsführung geleitet. Sollte es bis Mitte nächster Woche zu keiner Einigung kommen, droht Rhein in Flammen ein verkehrstechnisches Chaos zu werden.

Zu dem Großspektakel wird in Koblenz eine sechsstellige Besucherzahl erwartet. Viele davon nutzen auch die Busse. (agh)

Weiterführende Links:

    * rhein-in-flammen.com/

http://rhein-zeitung.de/on/09/08/01/rlp/t/rzo598625.html (http://rhein-zeitung.de/on/09/08/01/rlp/t/rzo598625.html)
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 20:50:34 Mi. 19.August 2009
Busfahrer in Dresden streiken

Rund 150 Busfahrer haben am Mittwochmorgen in Dresden und Umgebung den örtlichen Regionalverkehr weitgehend lahmgelegt. mit dem vierstündigen Warnstreiks bei verschiedenen Busgesellschaften will die Gewerkschaft Verdi Druck auf die Tarifverhandlungen ausüben. Gefordert wird ein Mindeststundenlohn von 10 Euro.

http://www.rf-news.de/2009/kw34/19.08.09-busfahrer-in-dresden-streiken (http://www.rf-news.de/2009/kw34/19.08.09-busfahrer-in-dresden-streiken)
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 20:22:32 Di. 25.August 2009
Busfahrer streiken in Trier den ganzen Tag

ver.di fordert für die Beschäftigten acht Prozent mehr Lohn und Gehalt Die Busfahrer der SWT Stadtbus GmbH in Trier streiken seit Beginn der Frühschicht am Montag. Der Warnstreik, der noch bis Dienstschluss andauern werde, betreffe rund 35 000 Fahrgäste, teilte der ver.di-Verkehrs-Fachbereichsleiter Bernd Oleynik am Montag mit. Der Ausstand in Trier ist nach Angaben der Gewerkschaft der Beginn einer neuen Warnstreikwelle in Rheinland-Pfalz.

Es sei in Trier zu erheblichen Behinderungen im Busverkehr in der ganzen Region gekommen. Der von der SWT eingerichtete Notfahrplan habe nur die Hauptlinien im Stundentakt angefahren. Der Streik sei «mit Rücksicht auf die Bevölkerung» lange im Voraus angekündigt gewesen.

Nachdem die Sommerferien vorbei sind, plant ver.di eine weitere Serie von Warnstreiks im Land. Die Gewerkschaft rief die Bürgermeister in den Städten dazu auf, den Arbeitsgeberverband im privaten Verkehrsgewerbe zu einem Lohnangebot zu bewegen.

ver.di fordert für die etwa 27 000 Beschäftigten im privaten Verkehrsgewerbe acht Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens jedoch 200 Euro und 80 Euro mehr Auszubildendenvergütung. ver.do hatte den Tarifvertrag im März gekündigt. Die Arbeitgeber haben bisher kein neues Lohnangebot vorgelegt.

Trier (ddp-rps)

http://www.ad-hoc-news.de/prozent-busfahrer-streiken-in-trier-den-ganzen-tag--/de/Politik/20458012 (http://www.ad-hoc-news.de/prozent-busfahrer-streiken-in-trier-den-ganzen-tag--/de/Politik/20458012)
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:55:46 Sa. 28.November 2009
Zitat
ÜWAG-Busfahrer streiken ganztags - 6 statt 60 Busse unterwegs
(http://www.osthessen-news.de/Media/09/11/News091127_18_P1230726.jpg)
27.11.09 - FULDA - Die Gewerkschaft ver.di hat die Busfahrer in Fulda und Marburg heute überraschend zu einem eintägigen Warnstreik aufgerufen. Um 4:25 Uhr folgten in Fulda etwa 40 Fahrer dem Steikaufruf und versammelten sich vor dem ÜWAG-Bus-Depot in der Daimler-Benz-Straße. Sie verhinderten Aus- und Einfahrt der Busse. Der Streik ist für den gesamten Tag geplant. In Fulda sind nach Angaben der Polizei die öffentlichen Stadtbusse und die Schulbusse der ÜWAG und der ÜWAG-Tochter ÜVG betroffen. Die Busse aus dem Umland in die Stadt werden nicht bestreikt. Von dem Streik betroffen sind vor allem die Schulbusnutzer. In der Bahnhofstraße ist kein einziges Taxi mehr zu bekommen - viele Eltern haben ihre Kinder offenbar mit dem Pkw in die Schule gebracht - der Verkehr staut sich in der gesamten Stadt.

Mit nur sechs statt üblicherweise 60 Bussen konnten die ÜWAG-Verkehrsbetriebe lediglich einige Schüler- und Linienfahrten durchführen. Auch im Tagesverlauf sei mit deutlichen Einschränkungen im Busverkehr für das Stadtgebiet zu rechnen, teilt die ÜWAG mit. „Wir bedauern außerordentlich, dass die Gewerkschaft auf dem Rücken der Fahrgäste versucht, Druck für die laufenden Verhandlungen zwischen dem Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) und ver.di aufzubauen“, sagt Dipl.-Ing. Thomas Lang, Leiter der ÜWAG-Verkehrsbetriebe. Da die nächsten Verhandlungstermine schon vereinbart seien und konkrete Angebote des LHO bei den Doppelverhandlungen zum Mantel- und Entgelttarifvertrag vorlägen, sei der Warnstreik in Fulda und Marburg unverständlich und überraschend.

Die ÜWAG-Verkehrsbetriebe hätten sechs Fahrzeuge besetzen können und damit Schülerinnen und Schüler vom Aschenberg und aus Künzell in die Stadt gebracht, Fahrgäste zu den Werkstätten des Antoniusheims befördert und die Linien 2 (Ziehers-Süd – Städtische Kliniken – Aschenberg-West), 5 (Giesel – Pilgerzell) und 6 (Bronnzell – Lehnerz) bedient. „Wir bemühen uns, einen Notfall-Verkehr auf den am stärksten frequentierten Linien im Stadtbusbereich weiterhin anbieten zu können - allerdings nicht fahrplanmäßig“, sagt Thomas Lang. Mit starken Einschränkungen sei zu rechnen, wenn der Warnstreik, wie von der Gewerkschaft ver.di geplant, den gesamten Tag andauert.
http://www.osthessen-news.de/beitrag_H.php?id=1174794 (http://www.osthessen-news.de/beitrag_H.php?id=1174794)

http://www.osthessen-tv.de/?Kunde=667&ID=9496 (http://www.osthessen-tv.de/?Kunde=667&ID=9496)
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: Alex22 am 15:11:20 Sa. 28.November 2009
Ist das ein politischer Streik?
Wenn, dann ist er nötig, weil die Profipolitiker so jämmerlich versagen.
Meine volle Solidarität.
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 20:19:12 Di. 08.Dezember 2009
Wieder Warnstreiks bei Busbetrieben in Schleswig-Holstein
8. Dezember 2009, 04:00 Uhr

Kiel - Kein Busverkehr im Norden: Viele Fahrer haben sich am Montag in mehreren Städten Schleswig-Holsteins an einem Warnstreik beteiligt. Betroffen seien rund 65 Buslinien in Heide, Marne, Niebüll und Itzehoe, sagte Ver.di-Sprecher Gerhard Mette. "Insgesamt sind rund 10 000 Fahrgäste vom Streik betroffen".

http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/hamburg/article5460754/Wieder-Warnstreiks-bei-Busbetrieben-in-Schleswig-Holstein.html (http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/hamburg/article5460754/Wieder-Warnstreiks-bei-Busbetrieben-in-Schleswig-Holstein.html)
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:59:21 Fr. 11.Dezember 2009
"Hungerlöhne" - der Streik der Busfahrer

Viele Angestellte arbeiten für 2000 Euro brutto - inklusive Zulagen. "Zu wenig, um eine Familie zu ernähren", sagen die Fahrer.


Itzehoe/Kiel. Für Busfahrer Peter Jahn ist Endstation. Der 49-jährige Familienvater lenkt seinen Linienbus oft mehr als 39 Stunden in der Woche durch Itzehoe, kann von seinem Lohn (mit Zulagen um die 2000 Euro brutto) aber nicht leben. "Es ist viel zu wenig, um als Alleinverdiener Frau und Kinder zu versorgen", klagt er. Vor allem der Nachwuchs kostet. Eines seiner beiden Kinder geht noch zur Schule.

Beim Warnstreik im privaten Busgewerbe ist Jahn sofort dabei. Wie seine Kollegen Holger Grütte (60) und Axel Möncke (51). Sie fahren ebenfalls für das Unternehmen Steinburger Linien (Veolia Konzern), und auch bei ihnen reicht das Gehalt vorn und hinten nicht. "Es kann doch nicht sein, dass wir nur mithilfe von Überstunden unsere Familien ernähren können", sagt Grütte. "Wir wollen nur einen Tarif, der wie bei unseren Kollegen im kommunalen Bereich für ein normales Leben ausreicht", ergänzt Möncke.

http://www.abendblatt.de/region/norddeutschland/article1302137/Hungerloehne-der-Streik-der-Busfahrer.html (http://www.abendblatt.de/region/norddeutschland/article1302137/Hungerloehne-der-Streik-der-Busfahrer.html)
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:49:15 Mi. 13.Januar 2010
Zitat
Busfahrer stimmen über unbefristeten Streik ab

Lübeck. Die Fahrer privater Busunternehmen in Schleswig-Holstein haben am Dienstag eine Urabstimmung über unbefristete Streiks begonnen. Hintergrund sei die gescheiterte sechste Runde der Tarifverhandlungen, bei denen die Busfahrer eine einheitliche Bezahlung durchsetzen wollen, sagte Ver.di-Verhandlungsführer Gerhard Mette. In den schon länger laufenden Tarifgesprächen zwischen Ver.di und dem Omnibus Verband Nord (OVN) hat die Gewerkschaft bislang erfolglos eine Anhebung der Löhne und Gehälter auf das Niveau der übrigen Tarifverträge im Omnibusgewerbe gefordert.(dpa) 
http://www.abendblatt.de/region/norddeutschland/article1340100/Busfahrer-stimmen-ueber-unbefristeten-Streik-ab.html (http://www.abendblatt.de/region/norddeutschland/article1340100/Busfahrer-stimmen-ueber-unbefristeten-Streik-ab.html)
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: Kuddel am 20:06:41 Fr. 15.Januar 2010
Zitat
Busfahrer wollen unbefristet streiken - Schüler betroffen

Lübeck - Busfahrer des privaten Omnibusverkehrs wollen in der kommenden Woche in Schleswig-Holstein mit einem unbefristeten Streik beginnen. Das beschlossen sie in einer Urabstimmung, wie die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am Freitag in Lübeck mitteilte. Von 700 Abstimmungsberechtigten seien 92 Prozent für den Streik gewesen.

Ver.di verlangt eine Anhebung der Löhne und Gehälter auf das Niveau der übrigen Tarifverträge im Omnibusgewerbe. Die Unterschiede betrügen bis zu 250 Euro im Monat, sagte Verhandlungsführer Gerhard Mette. Die Verhandlungen mit dem Omnibus Verband Nord (OVN) waren nach sechs Runden gescheitert.

Die Streiks könnten einige Wochen dauern, erklärte Mette. Betroffen seien vor allem Schüler in fast allen Teilen Schleswig- Holsteins und Fahrgäste im Hamburger Randgebiet. Ob die Streiks schon am Montag beginnen und wo, war zunächst unklar.

Der OVN reagierte mit Unverständnis auf die Entscheidung und kündigte eine harte Linie an. „Trotz Streiks ist kein dramatisch verbessertes Angebot zu erwarten“, sagte der Vorsitzende Johannes Rudolf. Der OVN habe zuletzt fünf Prozent mehr Lohn für 20 Monate angeboten. Hinzu seien 400 Euro Einmalzahlung für das letzte Quartal 2009 gekommen. Nach Gewerkschaftsangaben wurde eine Einkommenserhöhung von 2,5 Prozent bei zweijähriger Laufzeit angeboten.
http://www.kn-online.de/top_themen/132685-Busfahrer-wollen-unbefristet-streiken-Schueler-betroffen.html (http://www.kn-online.de/top_themen/132685-Busfahrer-wollen-unbefristet-streiken-Schueler-betroffen.html)
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: rendolf am 10:21:54 Sa. 16.Januar 2010
Bei dem Verkehr heutzutage in der Stadt wie auch ausserhalb, sollten die Busfahrer min. eine 3 vorne bei der Abrechnung stehen haben. Dazu kommt ja noch das ein Busfahrer bei Fehlern immer ein "wenig" mehr zur Kasse gebeten wird als ein PKW-Fahrer.
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: Eivisskat am 10:33:20 Sa. 16.Januar 2010
Busfahrer sind Helden und gehören zu den wahren "Leistungsträgern" unserer Gesellschaft, wie sie stundenlang höchst konzentriert durch die Städte + den schlimmen Verkehr kutschieren, den Bus voll mit Passagieren, die gleichzeitig noch kassiert & beobachtet werden müssen.

Dieser Beruf hat meine Hochachtung und ich will, dass meine Busfahrer gut bezahlt & mit guten Arbeitsbedingungen anerkannt sind, damit ich auch in Zukunft sicher von ihnen von A nach B gebracht werde.

Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: Kuddel am 15:29:39 So. 17.Januar 2010
Zitat
92 Prozent der Busfahrer für Streik

Die Beschäftigten der Pinneberger Verkehrsbetriebe (PVG) werden für höhere Gehälter streiken - das ist das Ergebnis einer Urabstimmung. Wann die Busse des Unternehmens ihren Dienst einstellen, ist offen. Die PVG bedient mit 200 Bussen 38 Linien auf einem Streckennetz mit mehr als 600 Kilometer Länge. Sie betreibt Linien im Westen Hamburgs und im Kreis Pinneberg, unter anderem auch die Stadtverkehre von Elmshorn, Wedel, Schenefeld, den Airport-Bus Hamburg-Lübeck, HVV-Linien im Westen Hamburgs, wie den Metrobus 3, und die Linie 256 im Hamburger Hafen.

92 Prozent der Beschäftigten stimmten für den Streik. Zurzeit verdienen die Busfahrer maximal 1917 Euro - brutto. Fast alle PVG-Beschäftigten nehmen deshalb gerne die 800 Euro "Aktiv-Prämie" mit, die ihnen im Falle eines Arbeitsjahres ohne krankheitsbedingte Fehltage zusteht. Heißt: Wer krank ist, geht bei der PVG auch gerne mal zur Arbeit, weil ihm sonst für jeden Fehltag ein Teil seiner Prämie abgezogen wird. "Das ist so", bestätigt ein Sprecher des Betriebsrats gegenüber dem Abendblatt, sagt aber auch: "Wer ernsthaft krank ist, geht nicht zur Arbeit."

Das ARD-Magazin "Kontraste" hat in einem Beitrag in seiner vergangenen Sendung genau diese jahrzehntealte Praxis kritisiert. Das wiederum bringt den Personalmanager der PVG, Torsten Bökenheide, in Harnisch: "Es kann keine Rede davon sein, dass wir Arbeitnehmer zwingen, krank zu arbeiten."

Richtig sei aber, dass die Beschäftigten mit der Aktiv-Prämie jedes Jahr fest rechneten, "nach meiner persönlichen Meinung verdienen sie zu wenig. Wir stellen uns selbst die Frage, ob die Prämie noch sinnvoll ist." Sie sei vor 20 Jahren bei der PVG eingeführt worden, um Mitarbeiter zu belohnen, die immer gesund waren. Mit der Einführung dieser Prämie, die auch von den Arbeitnehmervertretern mitgetragen wurde, konnte seinerzeit der Krankenstand erheblich gesenkt werden.(tha)
http://www.abendblatt.de/hamburg/article1344889/92-Prozent-der-Busfahrer-fuer-Streik.html (http://www.abendblatt.de/hamburg/article1344889/92-Prozent-der-Busfahrer-fuer-Streik.html)
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 15:56:35 Do. 21.Januar 2010
Zitat
Busfahrerstreik: Heute trifft es Ahrensburg und Niebüll
(http://www.abendblatt.de/multimedia/archive/00310/streikis_HA_Online__310861c.jpg)
Die Fahrer fordern 10,7 Prozent mehr Geld. Die Gewerkschaft Ver.di hatte zum Ausstand aufgerufen. Zehntausende Fahrgäste sind davon betroffen.
(http://www.abendblatt.de/multimedia/archive/00310/PZ_Busstreik8_HA_On_310860b.jpg)(http://www.abendblatt.de/multimedia/archive/00310/PVGBUSSE_5_HA_Onlin_310866b.jpg)(http://www.abendblatt.de/multimedia/archive/00312/streik_5_HA_Online__312012b.jpg)
http://www.abendblatt.de/region/pinneberg/article1350096/Busfahrerstreik-Heute-trifft-es-Ahrensburg-und-Niebuell.html (http://www.abendblatt.de/region/pinneberg/article1350096/Busfahrerstreik-Heute-trifft-es-Ahrensburg-und-Niebuell.html)
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: Kuddel am 13:31:49 Fr. 22.Januar 2010
Zitat
Unangekündigter Streik - Busse in Niebüll stehen still

Die Busfahrer des privaten Omnibusgewerbes haben am Freitag in Niebüll (Kreis Nordfriesland) ihren Streik fortgesetzt. Der Ausstand legte den kompletten Niebüller Stadt- und Großraumverkehr lahm. "16 Linien wurden bestreikt, es ist kein Bus vom Hof gefahren", sagte Frank Schischewsky, der Sprecher der Gewerkschaft ver.di Nord in Kiel. Zusätzlich war der Schülertransport nach Flensburg eingeschränkt. Nach Angaben der Niebüller Verkehrsgesellschaft (NVB) waren fast 2.000 Fahrgäste betroffen, darunter vor allem Schüler.

Die Gewerkschaft habe den Ausstand nicht angekündigt, weil die Geschäftsleitung der zum Veolia-Konzern gehörenden NVB den Streik in den vergangenen Tagen behindert habe, sagte Schischewsky. Die NVB hatten am Donnerstag einen Notfahrplan aufgestellt und bei einigen Buslinien Subunternehmer eingesetzt. Von der verärgerten Gewerkschaft war dies als Streikbrecher-Aktion aufgefasst worden.

Ver.di spricht von "Vergeltungsmaßnahme"

Während eine NVB-Sprecherin den Streik am Freitag als "nicht nachvollziehbar" bezeichnete, nannte ver.di. die plötzliche Arbeitsniederlegung "eine Vergeltungsmaßnahme". Das Unternehmen müsse sich darauf vorbereiten, häufiger bestreikt zu werden, betonte Schischewsky.

Streiks in Niebüll werden nicht mehr angekündigt


Ob der Streik am Wochenende fortgesetzt werde, entscheide sich im Laufe des Tages. Künftige Streiks - auch am Wochenende - würden in Niebüll nicht mehr angekündigt. Für den Rest des Landes werde die Gewerkschaft Anfang der kommenden Woche bekannt geben, wo Busfahrer in den Ausstand treten.

Nächstes Gespräch am Mittwoch

Vertreter von ver.di und dem Omnibus Verband Nord (OVN) hatten sich am Donnerstag zu einem Gespräch getroffen. Über den Inhalt wurde Stillschweigen vereinbart. "Wir haben aber kein neues Angebot vorgelegt", sagte OVN-Geschäftsführer Walter Koch. Ein weiteres Gespräch sei für den kommenden Mittwoch geplant.

Die Fahrer des privaten Omnibusverkehrs hatten den Streik in einer Urabstimmung beschlossen, nachdem die Tarifverhandlungen zuvor gescheitert waren. Ver.di verlangt eine Anhebung der Löhne und Gehälter auf das Niveau der übrigen Tarifverträge im Busgewerbe. Bis zu 250 Euro im Monat betragen den Angaben zufolge die Unterschiede.
Stand: 22.01.2010 12:54
http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/streik162.html (http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/streik162.html)
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: Kuddel am 12:43:42 Sa. 23.Januar 2010
Zitat
Keine Klagen – Verständnis für streikende Busfahrer

Ahrensburg – Sie streiken für mehr Lohn – etwa 250 Euro brutto mehr. Mehrere Warnstreiks haben die Arbeitgeber bislang nicht überzeugen können. Nun macht Ver.di ernst. Mit Beginn der Frühschicht am Donnerstagmorgen um 4.30 Uhr ging bei der Tochtergesellschaft der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein, der Ahrensburger Busbetriebsgesellschaft ABG, gar nichts mehr.

Lediglich der Behindertenbus am Nachmittag sollte fahren, sagten die 30 Fahrer am Standort Ahrensburg. Der gestrige Streiktag endete erst mitten in der Nacht, als nämlich um 3.29 Uhr der letzte Bus im Depot eintraf.

Ärger wegen der Streikaktion gab es offenbar bislang noch nicht. Die meisten Fahrgäste waren rechtzeitig von Ver.di oder den streikenden Fahrern informiert worden. So konnten viele noch rechtzeitig reagieren und mit dem eigenen Auto oder per Fahrgemeinschaft zur Arbeit kommen. ABG-Betriebshofleiter Andreas Freund musste sich jedenfalls keine Klagen von Fahrgästen anhören. Die meisten Leute verstehen die Forderungen der Busfahrer, dass sie genauso entlohnt werden möchten, wie andere Kollegen in anderen Landesteilen. Sollte es bei den Tarif-Verhandlungen zu keiner Einigung kommen, werden weitere Streiks folgen. Allerdings will die Gewerkschaft dann auf Vorankündigungen verzichten, um Streikbrüche zu vermeiden. jeb
http://www.ln-online.de/regional/2725032 (http://www.ln-online.de/regional/2725032)
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: Eivisskat am 13:33:05 Sa. 23.Januar 2010
Hier war allerdings an den Haltestellen sehr viel unwilliges Gemecker über die Busfahrer zu hören, da hatte kaum Jemand Verständnis und auf die Idee den Unmut statt dessen gegen die PVG-Betriebe zu richten, kam sowieso Niemand, leider...
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:32:39 Di. 02.Februar 2010
Zitat
Streik am Donnerstag - Duisburg steht still

Duisburg, 02.02.2010, Annette Kalscheur

Duisburg. Am Donnerstag wird in Duisburg und Umgebung der Öffentliche Nahverkehr bestreikt. Die Wirtschaftsbetriebe, einige Kitas, die Jobcenter der ARGE und andere städtische Dienststellen beteiligen sich ebenfalls an dem Ausstand, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hat.

Kein Bus, keine Bahn, keine Müllabfuhr - am Donnerstag werden sich in Duisburg viele Räder nicht drehen, weil Verdi zu einem Warnstreik aufruft. Beteiligen wollen sich auch das Jobcenter der ARGE, die Stadtwerke, einige Kindertagesstätten und andere städtische Dienststellen, „minütlich melden sich weitere Einrichtungen”, beschreibt Thomas Keuer, Verdi-Geschäftsführer, die Streikbereitschaft.

Um 9 Uhr ziehen Demonstrationszüge vom Betriebshof der DVG Am Unkelstein sowie vom Betriebshof der Wirtschaftsbetriebe in Hochfeld los und treffen sich um 10 Uhr auf dem Burgplatz zu einer Kundgebung. Hier sollen keine professionellen Redner für Stimmung sorgen, sondern Jugendliche aus den Betrieben heraus berichten. In Sachen Transport der Streikenden hat dann allerdings auch Verdi Pech: „Wir müssen private Busunternehmen nutzen.”
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Streik-am-Donnerstag-Duisburg-steht-still-id2474870.html (http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Streik-am-Donnerstag-Duisburg-steht-still-id2474870.html)
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 17:17:03 Do. 04.Februar 2010
Zitat
Am Freitag stehen noch mehr Räder still

Am Freitag soll es so richtig losgehen mit dem Warnstreik: In allen hessischen Städten und Gemeinden werden die im öffentlichen Dienst Beschäftigten aufgerufen, einen Tag lang die Arbeit niederzulegen. Das bedeutet: Der Nahverkehr wird weitgehend lahm gelegt.
http://www.fr-online.de/top_news/2269111_Streik-geht-weiter-Am-Freitag-stehen-noch-mehr-Raeder-still.html (http://www.fr-online.de/top_news/2269111_Streik-geht-weiter-Am-Freitag-stehen-noch-mehr-Raeder-still.html)
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 21:40:45 Sa. 20.Februar 2010
Zitat
Die Busfahrerstreiks werden am Sonntag fortgesetzt.

Kiel/Hamburg (dpa/lno) - Die Busfahrerstreiks im Norden werden auch am Sonntag fortgesetzt. Dann kommt es vor allem im Hamburger Umland wieder zu etlichen Verspätungen. Wie die Gewerkschaft ver.di Nord am Sonnabend mitteilte, streike erstmalig nicht die erste Schicht, sondern die Beschäftigten werden aus dem laufenden Betrieb heraus die Arbeit niederlegen. Aufgerufen sind ab 12.00 Uhr die Beschäftigten der Elmshorner Verkehrsgesellschaft (EVG), ab 13.00 Uhr die Mitarbeiter der Pinneberger Verkehrsbetriebe, und der Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg (KViP). Der Tarifkonflikt im privaten Omnibusgewerbe zieht sich schon seit Monaten hin: Bereits Anfang November 2009 hatte es die ersten Warnstreiks gegeben.
http://newsticker.welt.de/index.php?channel=wir&module=dpa&id=23893016 (http://newsticker.welt.de/index.php?channel=wir&module=dpa&id=23893016)
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: Kuddel am 12:59:01 Di. 23.Februar 2010
Zitat
Busfahrer-Streik im Norden: Kein Ende in Sicht

Erstmals soll der Streik nicht nach 24 Stunden beendet sein. 120.000 Pendler im Norden sind betroffen, 300 Busse stehen still.

Pinneberg. Seit 3 Uhr nachts streiken die Busfahrer im Hamburger Umland - und es sieht erst einmal nicht danach aus, als könnten die Busse morgen wieder fahren. "Es klingt ziemlich sicher so, als ginge der Streik morgen weiter", sagt Susanne Rieschick-Dziabas, Sprecherin der Pinneberger Verkehrsbetriebe (PVG), zu abendblatt.de. "Wir wissen aber noch nichts Genaues." Fest steht: Bis mindestens in die Nacht dauert es noch. „Wir werden erstmalig einen Arbeitskampf ausrufen, der länger als 24 Stunden andauern soll“, hatte ver.di-Pressesprecher Frank Schischefsky angekündigt.

220 Busfahrer der PVG, der Elmshorner Verkehrsgesellschaft (EVG) und der Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg (KViP) treten im Laufe des Tages in den Streik, 300 Busse bleiben in den Depots, 120.000 Pendler sind betroffen. Damit verschärft die Gewerkschaft den Arbeitskampf weiter. Schon seit November hatte es immer wieder Warnstreiks gegeben.
http://www.abendblatt.de/hamburg/article1394013/Busfahrer-Streik-im-Norden-Kein-Ende-in-Sicht.html (http://www.abendblatt.de/hamburg/article1394013/Busfahrer-Streik-im-Norden-Kein-Ende-in-Sicht.html)
Titel: Warnstreiks im Busverkehr
Beitrag von: Kuddel am 17:28:51 Fr. 18.März 2011
Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG)

Warnstreiks im Busverkehr


Kiel - Schleswig-Holsteins Verkehrsbetriebe werden am Montag bestreikt. Allein in Kiel und Region sind etwa 35.000 Fahrgäste der Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) betroffen, die sich in der Zeit ab vier Uhr bis 9 Uhr nach anderen Fahrmöglichkeiten umschauen müssen.



Eine davon könnte das Angebot der Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK) sein, die ihren Probebetrieb für den Frühjahrsfahrplan auf den 21. März vorzieht: So fahren Fördeschiffe um 6.35 Uhr, 7.35 Uhr und 9 Uhr  ab Laboe über die Stationen Friedrichsort, Möltenort, Mönkeberg, Reventlou, Seegarten und legen etwa eine Stunde später an der Bahnhofsbrücke Kiel an. Informationen finden Sie im Internet unter www.kvg-kiel (http://www.kvg-kiel) und www.sfk-kiel.de (http://www.sfk-kiel.de).

Hintergrund der Warnstreiks in Kiel, Lübeck und Flensburg sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen im öffentlichen Nahverkehr:  Die Gewerkschaft ver.di fordert eine Erhöhung der Löhne um 200 Euro für alle Tarifgruppen bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Der Kommunale Arbeitgeberverband bietet eine Erhöhung um 2,5 Prozent für 18 Monate an.

http://www.kn-online.de/schleswig_holstein/wirtschaft/223308-Warnstreiks-im-Busverkehr.html (http://www.kn-online.de/schleswig_holstein/wirtschaft/223308-Warnstreiks-im-Busverkehr.html)
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: Kuddel am 14:49:39 So. 27.März 2011
Zitat
Durchbruch bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Nahverkehr in Kiel, Lübeck und Flensburg: „Wir haben einen Kompromiss erzielt, der beiden Seiten nicht leicht gefallen ist und der auch nicht ganz einfach zu vermitteln ist, aber Kompromisse haben das gelegentlich so an sich“, sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft ver.di, Gerhard Mette, am Donnerstag in Kiel. Demnach sollen die Löhne und Gehälter der Busfahrer rückwirkend zum 1. Januar 2011 um 103 Euro steigen. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von 15 Monaten haben. Am kommenden Montag werde dieses Ergebnis mit der großen Tarifkommission beraten und bewertet. Danach stehe fest, ob aus dem Verhandlungsergebnis ein neuer Tarifvertrag wird. In der vergangenen Woche war es in allen drei Städten zu ersten Warnstreiks gekommen.
http://www.kn-online.de/lokales/kiel/224253-Tarifeinigung-bei-den-Busfahrern.html (http://www.kn-online.de/lokales/kiel/224253-Tarifeinigung-bei-den-Busfahrern.html)

Egal was man von der Höhe des Abschlusses halten mag: Es geht doch! Man kann Festgeldforderungen durchsetzen statt der beschissenen Prozentforderungen, von denen hauptsächlich die Besserverdienenden profitieren.
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: Kuddel am 17:22:38 Di. 06.September 2011
Zitat
Busfahrer streiken - auch Schulbusse betroffen

Busfahrer der Streinburger Linien stehen vor einem Warnstreik-Plakat. Fotograf: Bodo Marks Detailansicht des Bildes Die Fahrer des privaten Omnibusgewerbes verlangen eine Angleichung ihres Gehalts an das anderer Busunternehmen. Tausende Fahrgäste waren am Dienstag von Warnstreiks der Busfahrer in Schleswig-Holstein betroffen. Von Schichtbeginn an bis zum Vormittag fielen rund 200 Verbindungen aus, oder die Busse kamen später. Betroffen waren Linien- und Schulbusse in Dithmarschen, Flensburg, Lübeck und Hamburg-Bergedorf. Auch die Steinburger Linien in Itzehoe und Glückstadt fuhren nicht. Rund 200 Fahrer des privaten Omnibusgewerbes legten nach Angaben von ver.di ihre Arbeit nieder, um für mehr Geld zu protestieren.

Ver.di: Alle Busunternehmen sollen gleich zahlen

Die Fahrer des privaten Omnibusgewerbes verlangen eine Angleichung ihres Gehalts an das anderer Busunternehmen in Schleswig-Holstein. Momentan bestehe beim Bruttogehalt ein Unterschied von rund 200 Euro monatlich, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft. Das sei teilweise auch bei Fahrern der Fall, die auf den gleichen Strecken wie ihre besser bezahlten Kollegen unterwegs seien. Die nächste Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern ist für den 13. September geplant.

Gemischte Reaktionen

Einige sind sauer, weil Busse nicht fahren. Andere können die Busfahrer verstehen.
Audiobeitrag starten (00:33 min)http://www.ndr.de/wellenord/audio85155.html

Bei Schülern und Arbeitnehmern, die auf den Bus angewiesen sind, war die Reaktion auf den Streik gemischt. Viele zeigten sich genervt, dass nun nach den Bahnstreiks auch viele Busse ausfallen und sie erneut die Schule oder den Arbeitsplatz mit Verspätung erreichen. Andere konnten die Situation der Busfahrer verstehen, warteten geduldig oder wichen aufs Auto aus. Die Busfahrer waren genervt und enttäuscht. Seit Monaten wird über den Lohn verhandelt - bisher ohne Ergebnis.

Vielen Busfahrern fehlt das Geld zum Leben

Viele haben immer mehr Schwierigkeiten, ihre Familie zu ernähren. Im Schnitt erhält ein Busfahrer im privaten Omnibusgewerbe, zum Beispiel bei der Autokraft, 1.968 Euro brutto. Davon bleiben in den meisten Fällen etwa 1.400 Euro übrig. Kollegen von öffentlichen Busbetrieben erhalten ein deutlich höheres Bruttogehalt, sagt Jürgen Reimer von Verdi an der Westküste: "Vergleichbare Kollegen im Bereich der großen Städte liegen durchaus bei 2.200 bis 2.300 Euro." Ver.dis Forderung: "Ein Land, ein Lohn. Für die gleiche Tätigkeit."
Omnibusverband: Warnstreik belastet Verhandlungsklima

Der Omnibus Verband Nord (OVN) nannte die Warnstreiks kontraproduktiv. "Wir befinden uns mitten in Sondierungsgesprächen für eine neue Lohnstruktur, die extra auf Wunsch der Gewerkschaft einberufen wurden und inhaltlich bereits zu Fortschritten geführt haben", sagte der Verhandlungsführer des OVN, Christian Schmidt. Vor diesem Hintergrund belasteten Warnstreiks das Verhandlungsklima.
http://www.ndr.de/regional/schleswig-holstein/busfahrerstreik109.html (http://www.ndr.de/regional/schleswig-holstein/busfahrerstreik109.html)
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: Kuddel am 19:36:03 Mo. 14.Mai 2012
Zitat
Kiel und Flensburg
Streikende Busfahrer legen Nahverkehr lahm

Auch am Montag haben in Schleswig-Holstein wieder viele Bürger vergebens auf ihren Bus gewartet. Zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen hatte die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten der Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG), der Aktiv Bus Flensburg und der Stadtwerke Lübeck zum Warnstreik aufgerufen.


(http://www.kn-online.de/var/storage/images/kn/lokales/kiel/streikende-busfahrer-legen-nahverkehr-lahm/21128594-2-ger-DE/Streikende-Busfahrer-legen-Nahverkehr-lahm_ArtikelQuer.jpg)

Lübeck. Während in Kiel und Flensburg nach Gewerkschaftsangaben die Busse vom Betriebsbeginn bis 12.00 Uhr in den Depots blieben, legten in Lübeck die Beschäftigten in der Verwaltung und den Werkstätten bis zum Mittag die Arbeit nieder.

 Auch diese Taktik der Gewerkschaft sei nicht ohne Wirkung geblieben, sagte der für Verkehr zuständige Gewerkschaftssekretär Gerhard Mette vom Verdi-Landesbezirk Nord. „Weil in der Werkstatt nicht gearbeitet wurde, konnten defekte Busse nicht repariert werden. Vom Warnstreik der Angestellten in der Verwaltung war die Planung des neuen Liniennetzes betroffen, das am 10. Juni in Kraft treten soll“, sagte Mette. Einschränkungen gab es nach Angaben des Stadtverkehrs auch bei der Fähre zur Halbinsel Priwall in Lübeck-Travemünde. In Kiel zogen die Beschäftigten der KVG durch die Stadt zum Hauptbahnhof und verteilten Flugblätter, in denen sie über ihre Situation informierten. Landesweit beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben rund 400 Beschäftigte an dem Warnstreik.

 Mit der Aktion wollte Verdi ihren Forderungen in den ins Stocken geratenen Tarifverhandlungen Nachdruck verleihen. Die Gewerkschaft hatte ein Angebot der kommunalen Arbeitgeber nicht akzeptiert, weil es laut Verdi einen Reallohnverlust bedeuten würde. Verdi fordert für die Busfahrer 150 Euro mehr im Monat. Wann die Verhandlungen fortgesetzt werden, steht noch nicht fest.
http://www.kn-online.de/Lokales/Kiel/Streikende-Busfahrer-legen-Nahverkehr-lahm (http://www.kn-online.de/Lokales/Kiel/Streikende-Busfahrer-legen-Nahverkehr-lahm)
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: xyu am 13:38:13 Di. 02.Oktober 2012
Zitat
Aufruf zur Solidarität mit den BusfahrerInnen

Sağliniza, Santé, Gesundheit…
Gesundheit, bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne für alle BusfahrerInnen!


Das Aktionsbündnis basta! und die Initiative Roter Punkt Wuppertal rufen zur Solidarität mit den Wuppertaler BusfahrerInnen auf.

Seit einiger Zeit fallen in Wuppertal und Umgebung zahlreiche Busfahrten aus. So waren zeitweise 120 der ca. 750 BusfahrerInnen von WSW mobil und der VSG Verkehrsservice GmbH wegen Krankheit nicht zum Dienst gekommen. Die 15 „Springer“, die kurzfristig Linien erkrankter Kollegen übernehmen, reichten nicht aus, um die dadurch entstandenen Engpässe aufzufangen. Offensichtlich sind die Arbeitsbedingungen und die Löhne im öffentlichen Nahverkehr so beschissen, dass viele FahrerInnen krank werden und sich eine Auszeit nehmen müssen.

Mehrere BusfahrerInnen hatten sich anonym bei Radio Wuppertal gemeldet und auf schlechte Tarif- und Arbeitsbedingungen hingewiesen: „Wir sind nicht alle krank, wir protestieren gegen die Stadtwerke!“ Kritisiert werden u.a. zu lange Arbeitszeiten, eine schlechte Informationspolitik und dreckige Toiletten. Außerdem verdienen einige aufgrund verschiedener Tarifverträge 1.000 Euro weniger im Monat als andere, obwohl sie täglich den gleichen Job machen. Angeblich beteiligen sich 120 Busfahrer an dem Protest durch Krankmeldung. Die Stadtwerke sagten gegenüber Radio Wuppertal, dass sie davon nichts wüssten. Bei der Gewerkschaft Verdi heißt es, man habe Gerüchte darüber gehört. Ein paar Tage später, sieht Martin Orthen von der Gewerkschaft Verdi laut WZ keinen Zusammenhang zwischen dem Krankenstand und der Unzufriedenheit von Busfahrern. „Dass sie grundsätzlich unterbezahlt sind, steht außer Frage“, sagt er. Das sei aber ein generelles Problem und betreffe nicht nur Wuppertal.

Solidarität!

Wir begrüßen diese Form des informellen Arbeitskampfes ausdrücklich. Da der Betriebsrat und die zuständige Gewerkschaft Verdi sich offensichtlich nicht (mehr) ausreichend um die Probleme der BusfahrerInnen kümmern, haben diese zu dieser kreativen Form des Arbeitskampfes gegriffen. Mit Erfolg: Zum ersten Mal wird in Wuppertal über die schlechten Arbeitsbedingungen und miesen Löhne breit diskutiert. Wir hoffen, dass der Druck ausreicht und dass sich was zum besseren ändert!

Wir fordern alle Fahrgäste und NutzerInnen von Bussen und Schwebebahnen der WSW auf, diesem Protest mit Verständnis und Solidarität zu begegnen. Denn wenn die Fahrerinnen und Fahrer sich gegen ihre Arbeitsbedingungen wehren, dann tun sie das zu Recht – und sie tun es für uns alle!!!

Beschissene Bedingungen…

Warum das so ist, beschrieb Harry Gohr, der bis vor sechs Jahren selbst Busfahrer bei den WSW war und überdies 21 Jahre dem Betriebsrat dort angehörte, der WAZ: „Seit der ÖPNV in verschiedene Tochterunternehmen liberalisiert wurde, verdienen die Busfahrer mindestens 1.000 Euro weniger als früher. Hinzu kommt, dass sie bis zu 14 Stunden im Dienst sein können, aber nur noch bezahlt werden, wenn sie auch tatsächlich fahren.“ Da passiere es, dass man im Verstärkungsverkehr morgens und mittags eingesetzt werde und dazwischen unbezahlte Wartezeit habe. Auch er kennt aus seiner aktiven Zeit Probleme mit den hohen Krankenständen „Im Busbereich wird immer am Limit gefahren, zehn Prozent Ausfall sind da normal.“ Auch warum heute kaum noch jemand den Beruf des Busfahrers ergreifen will, kann er sich vorstellen: „Die verdienen bei einer 38,5 Stunden-Woche brutto um die 1.800 Euro.“
Ein weiteres großes Problem ist die Eingruppierung der alten BusfahrerInnen der vormaligen Subunternehmer. So werden erfahrene Busfahrer als Neueinsteiger entlohnt und verlieren dadurch viel Geld.

Die vielen und in zahllosen LeserInnenbriefen dokumentierten Bus-Ausfälle und Verspätungen sind zurückzuführen auf eine rücksichtslose Verdichtung von Arbeitszeiten und die Personalpolitik der WSW seit der Teilprivatisierung.Obwohl ein Teil der Daseinsvorsorge, wird der Öffentliche Nahverkehr mehr und mehr ausgedünnt und vor allem kosteneffizient gemacht. Die Buslinien werden ausgedünnt oder komplett eingestellt, und die Fahrer und Fahrerinnen fahren absolut an der Belastungsgrenze, was Pausen- und Ruhezeiten anbelangt. Diese Unternehmenspolitik ist fahrlässig und geht zu Kosten der Sicherheit und der Lebensqualität, sowohl der Fahrer und Fahrerinnen als auch der NutzerInnen des ÖPNV in Wuppertal und Umgebung!!!

Der Widerstand gegen diese Politik ist richtig und notwendig.

Das sehen wir in Wuppertal, aber auch in anderen Städten und Landkreisen. Nicht zuletzt und in besonders brutaler Form findet dasselbe in Südeuropa statt, wo die von der EU-Troika durchgeknüppelte Kürzungspolitik Existenzen vernichtet und Menschen in Armut stürzt.

In Athen traten praktisch zeitgleich zum „wilden“ Streik der WSW-mobil GmbH
-FahrerInnen die Bus- und BahnfahrerInnen gegen die dortigen Fahrpreiserhöhungen um 25 % in den Ausstand. Sie fordern eine Rücknahme der Fahrpreiserhöhungen – und auch einen kostenfreien Nahverkehr für Arme und StudentInnen. Es wäre an der Zeit diese Kämpfe zu verbinden.

Kann Umverteilung Sünde sein?

Auch hier in Wuppertal müssen wir weitere Zusammenhänge begreifen. Wenn man über die schlechten Löhne der BusfahrerInnen spricht, darf man nicht vergessen, welche Lohnerhöhungen sich die klammen Stadtwerke noch 2011 für ihre Führungskräfte genehmigt haben. Nach WZ Recherchen verdienten die Vorstände 2011 folgende Bezüge: Andreas Feicht, 323.000 Euro im Jahr, Wolfgang Herkenberg 257.000 Euro, Peter Storch 245.000 Euro, Markus Schlomski 270.000 Euro und Ulrich Jaeger 192.000 Euro. Da die Summen offensichtlich nicht ausreichten, griff der Aufsichtsrat der WSW nocheinmal richtig in die Kasse und setzte gegen die Stimme des Vertreters der Linken im Aufsichtsrat durch, dass die Vorstandsmitglieder eine erfolgsabhängige Vergütung zusätzlich zum Grundgehalt erhalten. Die Erhöhung soll 20 % für den Vorstandsvorsitzenden Andreas Feicht und fünf Prozent für die anderen Vorstandsmitglieder betragen. Ob und wann die Erfolgsbeteiligung ausgezahlt wird, hängt vom Erfolg der Stadtwerke ab… Ob die zahlreichen Gaspreis- und Strompreiserhöhungen, die schlechten Löhne der BusfahrerInnen und die hohen Fahrpreise dabei wohl als Erfolg gewertet werden?

Solidarität ist keine Einbahnstraße!

Lasst uns die Kämpfe miteinander verbinden! Unterstützen wir die kritischen Geister in der WSW und VSG -Belegschaft! Solidarität mit den Menschen, die Strom- und Gasabsperrungen in Wuppertal erleiden müssen, Solidarität mit den Leuten, die wegen Schwarzfahren im Knast sitzen.


Solidarität mit schlechtbezahlten BusfahrerInnen in Wuppertal, Athen und überall! Für kostenlosen Nahverkehr für alle!
Für dezentrale und ökologische Energieversorgung! Sozialtarife statt Strom- und Gassperrungen!
Gegen die Kriminalisierung von sog. SchwarzfahrerInnen! Keine Bußgelderhöhung!
basta! Aktionsbündnis gegen das Totsparen und für das Recht auf Stadt - www.basta-wuppertal.de (http://www.basta-wuppertal.de)
Die Initiative Roter Punkt in Wuppertal - www.roterpunkt.basta-wuppertal.de (http://www.roterpunkt.basta-wuppertal.de)
so_ko_wpt - Soli-Komitee-Wuppertal - www.soli-komitee-wuppertal.mobi (http://www.soli-komitee-wuppertal.mobi)
http://de.indymedia.org/2012/10/335699.shtml (http://de.indymedia.org/2012/10/335699.shtml)
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: Kuddel am 12:09:41 So. 14.Oktober 2012
Zitat
Regiobus
Warnstreik trifft zehntausende Pendler

Die Busfahrer in der Region Hannover haben gestern für 24 Stunden ihre Arbeit niedergelegt. Dazu hatte Verdi aufgerufen. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ lautet ihre Forderung – Regio-Bus-Fahrer sollen so viel verdienen wie ihre Kollegen bei der Üstra in Hannover. Vom Warnstreik waren etwa 20.000 Pendler betroffen.
http://www.neuepresse.de/Hannover/Meine-Stadt/Warnstreik-trifft-zehntausende-Pendler (http://www.neuepresse.de/Hannover/Meine-Stadt/Warnstreik-trifft-zehntausende-Pendler)
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: admin am 20:08:49 Mo. 16.Januar 2017
Es gibt seint Jahren eine wachsende Streikbewegung bei Busfahrern. Es gibt sie in den Metropolen und auch in der Pampa, wo sonst nie gestreikt wird.

Zitat
Landesweiter Arbeitskampf
Busfahrer streiken auch Dienstag - Zoff vor Straßenbahn-Depot


(http://hessenschau.de/wirtschaft/collage-heag-busse-100~_t-1484568417659_v-16to7.jpg)

Keine Entwarnung für Pendler und Schüler: Die Busfahrer streiken auch am Dienstag. In Darmstadt sorgt der Straßenbahn-Stillstand für zusätzlichen Zündstoff - und für erhöhte Aufmerksamkeit der Polizei.

"Der Busfahrerstreik geht weiter." Was die Gewerkschaft Verdi am Montagnachmittag schon fast routinemäßig auch für Dienstag ankündigte, raubt Berufspendlern, Schülern und anderen Fahrgästen, aber auch den für den Nahverkehr verantwortlichen Verkehrsbetrieben zunehmend den Nerv. In Darmstadt ist die Stimmung zu Beginn der zweiten Streikwoche besonders gereizt: Hier fährt schon seit Tagen auch keine Straßenbahn mehr.

"Solidaritätsstreik" nannte die Gewerkschaft Verdi das vergangene Woche zum Auftakt der Aktion. Aber das trifft die Sache längst nicht mehr ganz. Der Solidaritätsbereitschaft wird kräftig nachgeholfen. Sonst hätten Tramfahrer auf Geheiß des Nahverkehrsunternehmens HEAG mobilo die Arbeit vermutlich wieder aufgenommen. Doch Busfahrer blockieren an den Ausfahrtsstoren der Depots am Böllenfalltor und in Eberstadt die Gleise.

Hingesetzt und weggetragen


Laut Verdi gibt es aber gar keine Blockade mehr. Dazu sei es nur am Donnerstag kurzfristig gekommen, als sich ein Aktivist auf die Gleise setzte und weggetragen wurde. Dafür, dass am Montag noch immer keine Straßenbahn fuhr, sei HEAG mobilo ganz alleine verantwortlich. Denn das Unternehmen habe die Tore geschlossen. "Es gibt noch immer Blockaden“, konterte eine Sprecherin der Verkehrsgesellschaft diese Darstellung. Die Schließung sei eine reine Reaktion und wegen der anhaltenden Blockaden wirtschaftlich notwendig, heißt es gereizt.

Für die Darstellung des Unternehmens sprechen nicht nur die Streikposten mit Verdi-Fahnen, die auch am Montag noch neben der Ein- und Ausfahrt am Depot beim Böllenfalltor postiert waren und die ein Partyzelt aufgebaut hatten. Im Widerspruch zur Gewerkschaftszentrale sagte ein Aktivist am Eingang auch: "Wenn eine Straßenbahn raus will, halten wir sie auf".
http://hessenschau.de/wirtschaft/busfahrer-streiken-auch-dienstag---zoff-vor-strassenbahn-depot,busfahrerstreik-tramblockade-darmstadt-100.html (http://hessenschau.de/wirtschaft/busfahrer-streiken-auch-dienstag---zoff-vor-strassenbahn-depot,busfahrerstreik-tramblockade-darmstadt-100.html)

Die Entwicklungen erscheinen ziemlich spannend. Falls hier kein Busfahrer mitliest, hier nun die Frage, ob nicht jemand aus dem Bekanntenkreis in der Brache arbeitet? Es wäre Interessant ein paar persönliche Berichte zu kriegen und nicht allein von Presseberichten abhängig zu sein.

Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: Kuddel am 15:54:46 Sa. 21.Januar 2017
Zitat
Busse fahren auch für Fußball-Fans nicht

(http://www.fr-online.de/image/view/2017/0/11/35073980,39246252,dmFlashTeaserRes,dpa_14945200B78F9382.jpg)

Die Busfahrer in Hessen streiken weiterhin und werden ihre Fahrzeuge am Samstag auch nicht für die Fußball-Fans starten.

http://www.fr-online.de/verkehr/streik-der-busfahrer-in-hessen-busse--fahren---auch-fuer-fussball-fans-nicht,23914936,35098886.html (http://www.fr-online.de/verkehr/streik-der-busfahrer-in-hessen-busse--fahren---auch-fuer-fussball-fans-nicht,23914936,35098886.html)
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: Kuddel am 12:59:42 Fr. 29.September 2017
Ich suche gern Meldungen über Arbeitskämpfe heraus, um sie im Forum zu posten.

Bei den Busfahrern bin ich überfordert. Die scheinen derart oft zu streiken und an so vielen Orten gelichzeitig, daß ich gar nicht hinterherkomme und es dann ganz lasse.

Wie kommt es, daß ihnen so viele Arbeitsniederlegungen gelingen? Gibt es ein Netzwerk untereinander jenseits der Gewerkschaft?
Kennt sich jemand in der Branche aus? Hat jemand Kontakte?
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: Kuddel am 10:04:29 Di. 20.Februar 2018
Zitat
Region Augsburg
Streik: Heute fallen Regionalbusse aus

Auf den Linien der Regionalbus Augsburg GmbH (RBA) werden am Dienstagmorgen Busse ausfallen. Fahrgäste müssen wegen des Warnstreiks mit deutlichen Einschränkungen rechnen.


Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat die Beschäftigten am Standort Augsburg zu einem Warnstreik von 4 bis 10 Uhr aufgerufen.
Busausfälle in der Region Augsburg: Fahrer fordern mehr Lohn

Hintergrund sind stockende Tarifverhandlungen. „Die Angebote, die die Arbeitgeberseite bisher vorgelegt hat, sind absolut unzureichend“, so EVG-Verhandlungsführer Sven Langensiepen in einer Pressemitteilung. Die EVG fordert 4,5 Prozent mehr Lohn und die Wahlmöglichkeit, ob die Erhöhung in Geld oder Urlaub gewährt werden soll.

Die RBA-Geschäftsführung sei bisher nur bereit, ein Wahlmodell im Wert von 1,3 Prozent zu vereinbaren. Für die verantwortungsvolle Arbeit der Busfahrer sei das „ein Witz.“ Streikleiter Rainer Bauch sagte auf Nachfrage, er rechne damit, dass bis zu 50 Fahrer in den Warnstreik treten werden.
...
http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Streik-Heute-fallen-Regionalbusse-aus-id44270666.html (http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Streik-Heute-fallen-Regionalbusse-aus-id44270666.html)
Titel: Re:Proteste von Busfahrern
Beitrag von: Kuddel am 17:05:19 Di. 06.November 2018
Zitat
Nicht auszumalen! Größter Busfahrer-Streik der Saar-Geschichte droht!

Am Mittwoch und Freitag laufen noch einmal Gespräche mit den private Busunternehmern und dem kommualen Arbeitgeberverband. Wenn diese scheitern und auch die Mitglieder bei der Urabstimmung für Streik stimmen, wovon auszugehen ist, kann es zum kompletten Erliegen des Busverkehrs im Saarland kommen.

Nicht auszumalen was dies für Schüler, Studenten, Rentner und Pendler zu bedeuten hätte.

Vorallem kann es dann auch zu einem unbefristeten Streik kommen, der sich über mehrere Tage hinziehen kann. Ende der Woche werden wir schlauen sein. Bis dahin bleibt nur zu hoffen, dass sich Gewerksschaft, die privaten Busunternehmer und auch der kommunale Arbeitverband aufeinader zu bewegen.
http://www.cityradio-saarland-news.de/2018/11/05/nicht-auszumalen-groesster-busfahrer-streik-der-saar-geschichte-droht/ (http://www.cityradio-saarland-news.de/2018/11/05/nicht-auszumalen-groesster-busfahrer-streik-der-saar-geschichte-droht/)
Titel: Re: Proteste von Busfahrern
Beitrag von: Kuddel am 09:20:29 Sa. 28.September 2019
Die Arbeitsbedingungen der LKW Fahrer sind noch furchtbarer als die der Busfahrer.
Während die LKW Fahrer mal hier, mal dort sind, sehen sich die Busfahrer regelmäßig im Depot.
Das ist wohl der Grund, daß sie die Kämpfe hinbekommen, von denen die LKW Fahrer nur träumen.

Zitat
Busfahrer streiken

Der Streik von hessischen Busfahrern privater Unternehmen ist laut Angaben der Gewerkschaft ver.di planmäßig angelaufen. Von den zum Streik aufgerufenen Betrieben beteiligen sich 95 Prozent an der Arbeitsniederlegung.
https://www.oberhessische-zeitung.de/lokales/vogelsbergkreis/landkreis/busfahrer-streiken_20479042#

Zitat
Hessens Busfahrer streiken

(https://www.hessenschau.de/tv-sendung/hs_busfahrer-100~_t-1569608313677_v-16to9.jpg)

Allein in Darmstadt sind über 60.000 Menschen betroffen: Der Weg zu Arbeit und Schule ist am Freitag für viele Hessen zur Geduldsprobe geworden. Der Warnstreik der Busfahrer trifft aber auch Frankfurt, Kassel, Gießen und viele weitere Orte.
https://www.hessenschau.de/tv-sendung/hessens-busfahrer-streiken,video-103330.html

Zitat
Rund 95 Betriebe beteiligen sich an dem hessenweiten Warnstreik. In vielen Regionen sind die Busdepots blockiert. So zum Beispiel in Frankfurt, Offenbach, Gelnhausen und Gießen. Auch Maintal und Wächtersbach ist betroffen.
https://www.op-online.de/offenbach/frankfurt-grosser-verdi-streik-hessen-zehntausende-betroffen-zr-13038146.html
Titel: Re: Proteste von Busfahrern
Beitrag von: Kuddel am 17:42:01 Di. 01.Oktober 2019
Dieser Streik scheint es in sich zu haben:

Zitat
Busfahrerstreik dauert an
(...)
Eine Ende der Streiks ist noch nicht absehbar.
(...)
Die Streikmaßnahmen laufen bereits seit vergangenem Dienstag. Die Mitglieder der Gewerkschaft Verdi hatten dem unbefristeten Arbeitsausstand am Mittwoch fast einstimmig beschlossen. Im Tarifstreit mit den Arbeitgebern fordert Verdi ein Einstiegsgehalt von 2800 Euro für die Busfahrer und eine Lohnerhöhung von 427 Euro monatlich für alle Beschäftigten, bei einer Vertragslaufzeit von zweieinhalb Jahren.
https://www.sr.de/sr/home/nachrichten/politik_wirtschaft/busstreik_saarland_100.html

Hier auch noch ein Hinweis auf die neue Strategie der Arbeitgeber Tarifverhandlungen auf eine lange Laufzeit auszurichten.
Zitat
Die Arbeitgeber wollen die Erhöhung hingegen über einen längeren Zeitraum strecken, sie schlagen eine Laufzeit von fünf Jahren vor.
Damit würde die Gewerkschaft ein Streikverbot über 5 Jahre akzeptieren.
Titel: Re: Proteste von Busfahrern
Beitrag von: Kuddel am 13:48:25 Mo. 07.Oktober 2019
Zitat
Busfahrerstreik geht jetzt in die zweite Woche

Saarbrücken Trotz des Angebots der Arbeitgeber, die abgebrochenen Tarifverhandlungen wieder fortzuführen, bleiben die meisten Busse im Depot.
https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saar-wirtschaft/busfahrerstreik-im-saarland-zweite-woche-im-ausstand_aid-46309901
Titel: Re: Proteste von Busfahrern
Beitrag von: Kuddel am 18:29:23 Sa. 02.November 2019
Zitat
Neun von zehn Busfahrern in Hessen streiken

(https://www.fr.de/bilder/2019/11/01/13187262/215891410-reg-busstreik-dpa002_021119-X1DHAIVJ2a7.jpg)

Seit Monaten fordern Busfahrer in Hessen mehr Lohn und Urlaub. Mit dem Warnstreik am Freitag erhöhen sie den Druck .Die nächste Eskalation könnte bald folgen.
https://www.fr.de/rhein-main/neun-zehn-busfahrern-hessen-streiken-13187262.html

Es geht voran und endlich sieht man wieder Arbeiter mit geballten Fäusten!!
Titel: Re: Proteste von Busfahrern
Beitrag von: Kuddel am 16:43:37 Fr. 08.November 2019
Zitat
Nun drohen unbefristete Busfahrer-Streiks in Gießen

Nach dem Streik am vergangenen Freitag stehen nur unbefristete Streiks der Busfahrer im Raum.
https://www.giessener-allgemeine.de/giessen/giessen-drohen-unbefristete-busfahrer-streiks-hessen-13184152.html