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Sozial & Gesundheitswesen => Soziale Einrichtungen => Thema gestartet von: Hartzhetzer am 20:19:15 Do. 08.März 2007

Titel: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Hartzhetzer am 20:19:15 Do. 08.März 2007
Zitat
Seit Kaiser Konstantin

Im Mittelalter haben sich die Leute wenigstens noch darüber aufgeregt: In fast allen Städten gab es Dutzende von Klöstern mit Hunderten von Insassen, mit Ländereien und Kirchensklaven (!) – aber die Kleriker der Klöster und Pfarrkirchen zahlten alle keine Steuern. Das bleibt an den einfachen Leuten hängen. In manchen Städten (z. B. Bamberg, 15. Jahrhundert) gab es deshalb regelrechte Bürgerkriege, die aber meist die Kirchen gewannen.

Schon Kaiser Konstantin hatte im vierten Jahrhundert die Kleriker von allen Steuern befreit und ihnen riesige Schenkungen gemacht. Im Gegenzug durften sie seine grausame Machtpolitik (er brachte sogar eigene Verwandte um) öffentlich absegnen.

Und heute? Steuerbefreiungen gegen „Legitimation“ des Staates durch die Kirchen? Hat man so etwas in einer aufgeklärten Demokratie nötig? Man hätte es nicht – aber die Politiker glauben heute offenbar immer noch, der Segen der Kirche würde ihre Glaubwürdigkeit erhöhen. Dabei haben sich die Kirchen durch ihre blutige Geschichte (Kreuzzüge, Inquisition, Hexenverbrennungen, Unterstützung von Diktatoren usw.) als moralische Instanz schon längst gründlich disqualifiziert.

Heute hat der Staat die Kirchen wieder (oder immer noch) von fast allen Steuern befreit: Körperschaftssteuer, Grundsteuer, Zinsabschlagssteuer, Kapitalertragssteuer usw., was Mindereinnahmen des Staates von ca. 2.500.000.000 (2,5 Milliarden) € jährlich bedeutet. Hinzu kommt, dass die Kirchensteuer in voller Höhe von der Steuer abgezogen werden darf – allein dadurch entgehen dem Staat jährliche Einnahmen von etwa 3.400.000.000 (3,4 Milliarden) €. Schließlich zieht der Staat für die Kirchen die Kirchensteuer ein – und erhält dafür zwar einen gewissen Erstattungsbetrag, der aber in keiner Weise den Kosten entspricht, die den Kirchen tatsächlich entstehen würden, wenn sie diese Aufgabe selbst leisten müssten. Auch die Unternehmen müssen in ihrer Buchhaltung am Einzug der Kirchensteuer mitarbeiten, ohne dafür etwas zu bekommen. Insgesamt geht auch hier wieder unter dem Strich ein geldwerter Vorteil von etwa einer Milliarde Euro an die Kirchen.

Insgesamt lässt sich der Staat allein durch die zahlreichen Steuerbefreiungen und den unterbezahlten Einzug der Kirchensteuer über 7.000.000.000 (7 Milliarden) € im Jahr an Einnahmen entgehen. Was könnte man mit diesem Geld alles anfangen?

Geahnt haben wir es ja irgendwie alle. Aber durch neuste Schätzungen wurde es schwarz auf weiß bestätigt: Die Kirchen sind wirklich steinreich. Sie verfügen über ein Gesamtvermögen von schätzungsweise 500 Milliarden Euro!

In diesem gigantischen Betrag geht fast unter, dass die Kirchen - ganz nebenbei – auch noch die größten privaten Grundbesitzer in Deutschland sind: mit einer Fläche von gut der Hälfte des Bundeslandes Schleswig-Holstein.
Es geht darin auch unter, dass die Kirchen Banken und Versicherungen ihr eigen nennen, dass sie immense Beträge in Aktien angelegt haben – durchaus auch in Unternehmens-Bereichen, die der Rüstung zuarbeiten, der Herstellung umweltschädlicher Chemikalien, der Durchführung von Tierversuchen usw. Beide Kirchen verfügen über satt gepolsterte Rücklagen – die sie aber nicht etwa angreifen, um soziale Probleme zu lösen. Dafür ist ja der Staat als Geldgeber da – und die edlen Spender von „Brot für die Welt“, „Adveniat“, „Misereor“ usw. ...

Die milliardenschweren Subventionen des Staates an die Kirchen

Verzicht auf Einnahmen
Absetzbarkeit der Kirchensteuer 3,50 Mrd. Euro
Befreiung von Zinsabschlags- und
Kapitalertragssteuer 1,40 Mrd. Euro
Befreiung von der Umsatzsteuer 1,20 Mrd. Euro
Sonstige Befreiungen 0,15 Mrd. Euro
Verzicht auf Einnahmen insg. ca. 6,25 Mrd. Euro

Direkte Subventionen (unvollständig)
Konfession. Religionsunterricht 2,45 Mrd. Euro
Ausbildung der Theologen 0,62 Mrd. Euro
Ersparnis durch staatl. Einzug der
Kirchensteuer 1,00 Mrd. Euro
Denkmalpflege 0,04 Mrd. Euro
Militärseelsorge 0,03 Mrd. Euro
Zahlungen der Bundesländer 0,72 Mrd. Euro
Zahlungen der Kommunen (geschätzt)
(v.a. Baubereich, Geschenke, Kultur) 2,50 Mrd. Euro
Baulast-Verpflichtungen 0,05 Mrd. Euro
Zuschüsse an Missionswerke u.a. 0,19 Mrd. Euro
Sonstiges z.B. Orden, Medien, Kirchentage 0,30 Mrd. Euro
Direkte Subventionen ca. 7,9 Mrd. Euro

Staatliche Subventionen an die Kirchen insgesamt: 14,15 Mrd. Euro !!

Wollt ihr mehr wissen, dann: http://forum.digitalfernsehen.de/forum/archive/index.php?t-50254.html

Aber Arbeitslose für 1€ Ausbeuten ihr frommen Kirchen.



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Erwerbsarbeit und Arbeitslosigkeit ist wie Medizin, sie muss bitter schmecken damit sie wirkt.
Titel: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 20:31:05 Sa. 14.Juli 2007
(http://www.whitehouse.org/images/gs/jesusmasturbate.gif)
Titel: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 21:22:41 Sa. 14.Juli 2007
Zitat
Original von Kuddel
(http://www.whitehouse.org/images/gs/jesusmasturbate.gif)

Na und, der hat schon ganz andere Sachen zu Gesicht bekommen.

Die Ungläubigen halten Christen für Idioten, die Gläubigen halten Gott für ein Idioten.
Titel: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Efeu am 12:38:11 Di. 17.Juli 2007
(http://atheismus.ch/_media/02_aktuell/01_werbung/scheisse-ist-gut.jpg)
Titel: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 12:32:22 So. 05.August 2007
Es ist eine Tatsache, daß bei uns die Kirchen beständig Mitglieder verlieren und die Kirchen leer sind wie noch nie (im übrigen sind die Moscheen im Iran auch leer wie noch nie).

Dem ganz entgegengesetzt nimmt der religiöse Wahnsinn eine immer größere Rolle in den Medien und in der Politik ein. In Zeiten wachsender sozialer Spannungen wird sie bewußt eingesetzt. In den USA genauso wie in Afghanistan nimmt der reliöse Fundamentalismus faschistische Züge an. Es ist höchstgradig erschreckend, daß dieser Dreck von"Kreationismus" inzwischen Einzug in den politischen Mainstream in Deutschland gefunden hat.

In den USA formiert sich inzwischen eine Gegenbewegung zu dem Fundamentalistischen Wahnsinn.
Titel: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 17:04:23 Do. 13.September 2007
Ich halte weiterhin die Gefahren für unterschätzt, was aus dem von Medien und Politik gehypten Religionswahn herauskommen kann:

Zitat
Wie das Heimatschutzministerium mithilfe kirchlicher Gruppierungen und Scientology den "Ernstfall" probt

Dem amerikanischen Nachrichtensender [extern] KSLA 12 News zufolge hat die Federal Emergency Management Agency (FEMA), eine Untereinheit des Department of Homeland-Security, damit begonnen, sogenannte "Clergy Response Teams" aufzubauen. Im Falle der Verkündung des Ausnahmezustandes bzw. des Kriegsrechts nach einem B – oder C- Waffen – Angriff auf U.S. Territorium hätten die "Freiwilligentrupps", bestehend aus Pastoren und anderen Repräsentanten kirchlicher Gruppierungen, dann die Aufgabe, an den "Gehorsam" der Bevölkerung gegenüber der Regierung zu appellieren, um so die Durchsetzung staatlicher Zwangsmaßnahmen wie etwa der Entwaffnung der Bevölkerung zu ermöglichen.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26089/1.html
Titel: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 17:16:38 Do. 13.September 2007
Ein Nachschlag zum Thema:

Zitat
Kruzifixe in allen Schulen, Gerichten und Behörden?

Nach Beckstein, Söder, Mißfelder und Co. fordert nun auch der CDU-Generalsekretär die Rückkehr zu konservativen Werten und das "Bekenntnis zum Christentum im öffentlichen Raum"
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26158/1.html
Titel: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 09:37:18 Fr. 14.September 2007
Zitat
Kruzifixe für alle

Zwölf Jahre nach dem sogenannten "Kruzifix-Urteil" des Bundesverfassungsgerichts über das Kreuz in bayerischen Schulen hat sich jetzt CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla für das Anbringen von Kruzifixen in allen Schulen Deutschlands ausgesprochen.

Quelle und mehr: n-tv (http://www.n-tv.de/850201.html)

Zitat
Ronald Pofalla (CDU) in die Psychiatrie stecken!

Quelle: perspektive2010.org (http://www.perspektive2010.org/blog/2007/09/11/ronald-pofalla-cdu-in-die-psychiatrie-stecken/)
Titel: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 22:06:25 Fr. 14.September 2007
Zitat
Meisner warnt vor "entarteter" Kultur
Heftige Kritik an Kölns Erzbischof: In einer Ansprache im Kölner Dom warnte Kardinal Meisner vor einer Entartung der Kultur - und bediente sich damit der Terminologie der Nationalsozialisten.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,505869,00.html

Paßt!
Titel: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 10:11:24 Sa. 15.September 2007
"entartet"

Warum fragen sie nicht jemand der sich damit auskennt? (http://www.welt.de/bayern/article1152827/Katholischer_Pfarrer_missbraucht_erneut_Jungen.html?r=RSS)
Titel: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 18:50:43 So. 30.September 2007
Wie der gesellschaftliche Rollback aussieht, wenn er sich hinter freundlichen Phrasen und pseudoaufgeklärten Ordnungsphantasien versteckt, ist bekannt. Der allgemeine Begriff dafür lautet seit Jahren "Reform". Zunehmend drängen aber auch wieder die harten Freunde des Mittelalters in die Öffentlichkeit, und sie predigen, was sie immer gepredigt haben: den Kampf gegen die Moderne.

Katholiban (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26288/1.html)
Titel: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: flipper am 04:42:31 Mo. 01.Oktober 2007
ja das sind die die mit den babies von ihren heimlichen geliebten die babyklappen füllen und an kleinen jungen rumfummeln  :aggressiv>

"all religion sucks, all religion makes me sick..." "religious vomit", dead kennedys ~1982
Titel: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:18:24 Sa. 24.Mai 2008
Das Kapitalistische System nutzt in zunehmender Krise alte Methoden:

-Ausbau eines repressiven Staates

-Unterstützung faschistischer Gruppen, damit sich die Unterschichten selbst bekämpfen

-Religöser Wahn als Herrschaftsinstrument

Bertelsmann unterstützt die Ausbreitung religiöser Themen in den Medien und verbreitet gefälschte Zahlen über Religiösität der Bevölkerung. BILD Chefredateur besucht uns Papst Ratzinger zur Segnung der Volksbibel. Die Graue Eminenz Peter Hahne ging in die Hauptredaktion „Aktuelles“ des ZDF. Dort arbeitete er als Moderator und Redakteur des heute-journal und der Hauptnachrichtensendung heute. Seit 1999 moderiert Hahne das Politmagazin Berlin direkt und ist stellvertretender Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios in Berlin. Peter Hahne ist seit 1996 außerdem Kolumnist der Bild am Sonntag. Peter Hahne erhielt den Kurt-Magnus-Preis der ARD, 1995 den Preis für Evangelische Publizistik und 2000 den Goldenen Gong für herausragende Hauptstadt-Berichterstattung. Er ist Ehrenkommissar der Bayerischen Polizei und gewann den Bambi-Publikumspreis als beliebtester Nachrichtenmoderator von ARD/ZDF. 2005 war Hahne als Regierungssprecher der Großen Koalition Merkel/Müntefering im Gespräch, blieb jedoch beim ZDF. Als dessen "wichtigsten Mann in Berlin" hat ihn der Intendant Markus Schächter bezeichnet. Peter Hahne ist seit 1992 Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, des höchsten Leitungsgremiums der EKD. In seinen vom Christentum geprägten Büchern (Gesamtauflage über 6 Millionen) tritt er für den Glauben ein. Der pure Horror mit System.

Gleichzeitig versucht man es auch mit Großevents mit Showcharakter und Inszenierungen nach Vorbild Amerikanischer Fernsehprediger...

Zitat
Evangelikale Gruppen
"Du bist dermaßen erlebbar, Jesus!"
(http://pix.sueddeutsche.de/kultur/artikel/806/176275/image_kopf-1211555880.jpg)
Viele Jugendliche suchen ihr Heil in evangelikalen Gruppen. Hinter der betont lockeren Hülle der Alternativkirchen steckt jedoch oft ein fundamentalistischer Kern.
http://www.sueddeutsche.de/,tt8m1/kultur/artikel/806/176275/
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 12:39:51 So. 16.November 2008
Klerikalfaschisten schlagen wieder zu:

Zitat
Bravo - eine Welt von Unmoral   

In was für einer Welt werden unsere Kinder und Enkel aufwachsen, wenn die Flut von Pornographie, Blasphemie und Unmoral in den Medien immer weiter ansteigt?
http://www.aktion-kig.de/kampagne/bravo1.html

Zitat
Warum Tradition, Familie und Privateigentum?

„Eigentum ist Diebstahl“ – hat selbst bei den Nicht-Kommunisten und bei einer großen Anzahl von Katholiken ein schlechtes Gewissen hinsichtlich des Rechts auf Eigentum verursacht.
(...)
Das Eigentum ist ein heiliges Recht, das mit der menschlichen Natur verbunden ist
http://www.tfp-deutschland.de/

Zitat
Homosexuelle Partnerschaft gegen die Natur der Ehe
(...)Homosexuelle Diktatur(...)
http://www.aktion-kig.de/nachrichten/news_neu_211.html


Zur Unterhaltung:

http://www.aktion-kig.de/nachrichten/news_neu_202.html
 ;D ;D ;D
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Hamburgerin am 01:14:03 Mo. 17.November 2008
Zitat
Homosexuelle Partnerschaft gegen die Natur der Ehe
(...)Homosexuelle Diktatur(...)
http://www.aktion-kig.de/nachrichten/news_neu_211.html
Durch homosexuelle Partnerschaften sind meine Kinder in Gefahr?
Aber hierdurch nicht?  (http://www.welt.de/politik/article1990335/Wie_die_Kurie_mit_sexuellem_Missbrauch_umgeht.html)
Gut zu wissen!
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:24:47 Mo. 26.Januar 2009
Zitat
Papst: «Schwule vernichten Gottes Werk»
 
Benedikt XVI. hat die Ausbreitung von Homosexualität mit der Abholzung des Regenwaldes verglichen. Die deutsche Papst-Kritikerin Uta Ranke-Heinemann spricht von einer Drohbotschaft gegen Homosexuelle.


«Die Kirche soll die Menschen auch vor der Selbstzerstörung schützen», erklärte Papst Benedikt XVI.
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Papst-Schwule-vernichten-Gottes-Werk/story/12892989

Zitat
Papst begnadigt notorischen Holocaust-Leugner

Das Oberhaupt der katholischen Kirche macht die Exkommunikation von Bischof Richard Williamson rückgängig. Der Brite behauptet, kein Jude sei je in einer Gaskammer gestorben.


Papst Benedikt XVI. hat gemäss der italienischen Zeitung «Il Giornale» das Dekret bereits unterschrieben. Und dieses hat es in sich. Denn mit seiner Signatur rehabilitiert der Oberhirte der Katholiken vier Bischöfe der vom Marcel Lefèbvre gegründeten ultrakonservativen Priesterbruderschaft St. Pius X mit Sitz in Ecône im Kanton Wallis. Weil Rom diese nicht anerkennt, wurden die vier ehemaligen Würdenträger 1988 aus der Kirche ausgeschlossen.

Diesen Schritt macht Benedikt nun rückgängig. Noch ist das Dekret nicht endgültig verabschiedet. Offiziell bestätigt der Vatikan denn auch nichts, er dementiert aber auch nicht. Eine gut unterrichtete Quelle erklärte jedoch der britischen Tageszeitung «Times»: «Das Thema ist überaus heikel. Aber da tut sich gerade etwas.»

«Nichts als Lügen, Lügen, Lügen»

Das löst bereits jetzt einen Sturm der Entrüstung aus. Denn einer der vier begnadigten Bischöfe ist Richard Williamson. Der Brite ist ein Holocaust-Leugner. Am Mittwoch etwa erklärte er in der Sendung «Uppdrag granskning» im schwedischen Fernsehen: «Es gab keine Gaskammern». Er bestätigte in dem Interview auch eine seiner früheren Aussagen: «Nicht ein einziger Jude wurde durch Gas in Gaskammern getötet. Das sind nichts als Lügen, Lügen, Lügen.» Er glaube, dass «die historischen Beweise, nicht die Annahme bestätigen, dass sechs Millionen Juden planmässig in Gaskammern getötet wurden, nach einem Plan von Adolf Hitler». Lediglich 200'000 bis 300'000 Juden seinen in Konzentrationslagern gestorben.

Der TV-Reporter sprach ihn in der Folge darauf an, dass er von einigen als Antisemit bezeichnet werde. Williamson antwortet kühl: «Es geht hier nicht um Schimpfworte, sondern um die geschichtliche Wahrheit. Und die historische Wahrheit ruht auf Beweisen, nicht auf Gefühlen.»

Gegen Juden und Freimaurer

Schon früher hatte er mit antisemitischen Äusserungen für Aufregung gesorgt. Williamson sagt, die Juden würden die Weltherrschaft anstreben. Zusammen mit den Freimaurern seien sie auch an der Korruption in der katholischen Kirche schuld. Zudem sagt er, die Juden seien «Feinde von Christus» und fordert ihre Bekehrung zum Katholizismus.
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Papst-begnadigt-notorischen-HolocaustLeugner/story/21815945

Zitat
Vatikan attackiert Obamas Abtreibungspolitik

US-Präsident Barack Obama hat der restriktiven Politik seines Vorgängers George W. Bush beim Thema Schwangerschaftsabbruch ein Ende gesetzt. Bischöfe des Vatikans sind empört.


Der Beschluss von Barack Obama, eine Verordnung der Bush-Regierung aufzuheben, die Finanzhilfen für internationale Organisationen, die Schwangerschaftsabbrüche unterstützen oder durchführen, untersagte, löste empörte Reaktionen des Vatikans aus. «Obama hat den schlimmsten Beschluss gefasst: Er wird nicht das Massaker an den Unschuldigen in der Welt stoppen», kommentierte der emeritierte Präsident der päpstlichen Akademie für das Leben, Bischof Elio Sgreccia, nach Angaben italienischer Medien.
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Vatikan-attackiert-Obamas-Abtreibungspolitik/story/19482853

(http://www.pithammann.de/promikatur/images/pics/papst_benedikt_XVI.jpg)

Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:13:28 Mi. 04.Februar 2009
Zitat
Holocaust-Affäre
Pius-Brüder: "Wir müssen einen Kreuzzug beginnen"


von Jan Dirk Herbermann

Kann Papst Benedikt XVI. die rechtsextreme Haltung von Bischof Richard Williamson entgangen sein? Wohl kaum, wie ein Besuch bei der Priesterbruderschaft St. Pius X. im schweizerischen Econe nahelegt, in der auch der Holocaust-Leugner Williamson studiert hat.
http://www.handelsblatt.com/politik/international/pius-brueder-wir-muessen-einen-kreuzzug-beginnen;2140618

Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:07:55 Fr. 13.Februar 2009
Vatikan-Nazi-Connections: Antisemit Williamson - nur ein Einzelfall?
Papst Benedikt XVI. schrieb offenbar für rechtsextremes Magazin mit Kontakten zur NPD

   
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von NPD-Blog

Nach Presseberichten hat der Papst im Jahr 1998 für eine rechtsextreme Zeitschrift geschrieben. Der damalige Kurienkardinal Josef Ratzinger habe im Aulaverlag im Rahmen einer Festschrift “1848 - Erbe und Auftrag” publilziert, berichtete die Tageszeitung ÖSTERREICH. (http://www.oe24.at/welt/weltpolitik/Papst_publizierte_im_rechtsextremen_Aula-Verlag_429339.ece) Der Aula-Verlag werde vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) als rechtsextrem eingestuft.

Ratzingers Beitrag erschien demnach unter dem Titel “Freiheit und Wahrheit” und beschäftigt sich mit dem seiner Ansicht nach falschen Freiheitsbegriff der Gegenwart. Ratzinger schreibt unter anderem: “Ein Verständnis von Freiheit, das als Befreiung nur immer weitere Auflösung von Normen und die ständige Ausweitung individueller Freiheit bis hin zur völligen Befreiung von aller Ordnung ansehen mag, ist falsch”, zitiert die Zeitung.

Das DÖW kommentierte den Artikel so: “Der rechtsextreme Aula-Verlag schmückt sich mit der Autorenschaft des Präfekten der Glaubenskongregation im Vatikan, Kardinal Joseph Ratzinger.” Als Herausgeber der Denkschrift fungierte Aula-”Schriftleiter” Otto Scrinzi, ehemaliger SA-Sturmführer, Ex-NSDAP-Mitglied und dann - FPÖ-Nationalratsabgeordneter. Mitherausgeber der Schrift ist der deutsche Rechtsextremist Jürgen Schwarz. Für den Grünen Abgeordneten Karl Öllinger, der die Schrift entdeckte, muss die Stellung von Benedikt XVI. in der Debatte um die rechte Pius-Bruderschaft jetzt völlig neu bewertet werden.

Kontakte zur NPD

Im Aula-Verlag werden auch CDs angeboten wie “Grüne Teufel - Lieder der deutschen Fallschirmtruppe” oder Bücher, die die deutsche Schuld am 2. Weltkrieg leugnen. Zudem werden Puzzle angeboten, die das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 zeigen. Das Magazin schaltete laut DÖW bereits Anzeigen für die NPD. Im August 2008 veröffentlichte Aula ein Interview mit dem NPD-Landtagsabgeordneten Jürgen Gansel, der für einenTiefpunkt der bundesrepublikanischen Parlamentsgeschichte sorgte, als er vom “Bombenholocaust” in Dresden sprach.

http://www.secarts.org/journal/index.php?show=article&id=824&PHPSESSID=2cf6ed21f8a6ea12fc73958c28b039e5&lang=de
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 16:44:23 Sa. 14.Februar 2009
Die Frage der Woche: Papst Benedikt XVI. steht wegen seiner Personalpolitik in der Kritik. Was soll er machen, um seine Popularität wieder zu steigern?

 

32,5% Für den nächsten Ostersegen ein buntes T-Shirt mit frechem Spruch anziehen, das Berliner Olympiastadion mieten, das ganze als zweiteilige RTL-Show aufplustern und danach auf DVD rausbringen

21,6% Sonntag in die Kirche gehen und beichten

12,1% Nachdem er Holocaust-Leugner Williamson zurückholt, muß er in den Eckkneipen des Vatikana auch wieder Williams-Christ zulassen

9,5% Hoch und heilig versprechen, in den nächsten RTL-Dschungel mitzukommen

1,2% Nichts, gar nichts! Nur weiter so, alter Fahrensmann!
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Ziggy am 21:51:55 Sa. 14.Februar 2009
Kommende Woche wird endlich ausgeführt, was schon lange auf meiner Agenda steht, aber bisher immer aus Bequemlichkeit verschoben wurde: Der Kirchenaustritt.
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 22:44:09 Sa. 14.Februar 2009
Ein Nachschlag zum Thema:

Zitat
Kruzifixe in allen Schulen, Gerichten und Behörden?

Nach Beckstein, Söder, Mißfelder und Co. fordert nun auch der CDU-Generalsekretär die Rückkehr zu konservativen Werten und das "Bekenntnis zum Christentum im öffentlichen Raum"
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26158/1.html (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26158/1.html)

Hängen dann in den Arbeitsagenturen, ARGEn und Sozialämtern auch die Kruzifixe und Arbeitslose werden genötigt, das Vaterunser und den Rosenkranz zwangsverordnet runterzubeten, nur weil es CDU/CSU sich so vorstellt. Na dann kann man gleich die Inquisition wieder einführen und Arbeitslose auf Scheiterhaufen verbrennen. Das dürfte das Merkel und dem Papst so gefallen.

Was sind das nur für mittelalterliche, reaktionäre, machtgeile Unterdrückerparteien, die verboten gehören.

CDU/CSU und Neonazis - der gleiche nationalistisch und reaktionär, geeint angehauchte Schund. Kein großer Unterschied. Und das passt auch so schön zur Unternehmerpolitik.

Katholische Kirche und Nazis - Man erinnere sich immer daran wie Verantwortliche der katholischen Kirche und des Vatikans aktiv nach dem Ende des II. Weltkriegs Nazis schützten und ihnen mit Wissen und Duldung der amerikanischen und britischen Geheimdienste zur Flucht vor der Strafverfolgung verhalfen - Stichwort: Rattenlinien bzw. Klosterrouten (http://de.wikipedia.org/wiki/Rattenlinie) Das waren im Übrigen auch die ersten Anfänge des Kalten Krieges, ausgehend von Seiten der westlichen Alliierten.

Was sollen da die scheinheiligen CDU-Lippenbekenntnisse, die Neonaziaufmärsche in Dresden anläßlich des Gedenktags zum anglo-amerikanischen Bombenangriff zu bekämpfen.

Das die Dresdner gegen die Neonazis demonstrieren ist weitaus gleubhafter, als was diese Partei und in ihrem Fahrwasser schwimmende Ämter und Behörden in diesem Zusammenhang von sich geben. Die Dresdner gedenken genauso ihren Opfern im II. Weltkrieg wie die Einwohner anderer europäischen Städte wie z.B. Coventry, London, Rotterdam, Hamburg, Berlin, Köln, Magdeburg, Leipzig, Chemnitz, ...

Zu allen Überfluß müssen Tiefensee und Müntefering und DGB-Gewerkschaftschef Sommer ihren Dreier dazugeben.
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:42:19 Mo. 16.Februar 2009
Zitat
Österreichische Bischofskonferenz zu Sondersitzung zusammengekommen

Nach dem Amtsverzicht des zum Linzer Weihbischof ernannten Priesters Wagner ist die österreichische Bischofskonferenz in Wien zu einer Sondersitzung zusammengekommen. Der Wiener Erzbischof Schönborn hatte das Krisentreffen einberufen, um - so der Kardinal - über eine Schadensbegrenzung zu beraten. Die Ernennung Wagners durch Papst Benedikt den Sechzehnten hatte zu einer Welle von Austritten aus der katholischen Kirche geführt. Auch die meisten österreichischen Bischöfe lehnten sie ab. - Wagner, der unter anderem Homosexualität als Krankheit sieht, hatte am Wochenende den Vatikan gebeten, seine Ernennung zurückzunehmen. [/quote
http://www.dradio.de/nachrichten/
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Ziggy am 16:05:30 Mo. 16.Februar 2009
Kommende Woche wird endlich ausgeführt, was schon lange auf meiner Agenda steht, aber bisher immer aus Bequemlichkeit verschoben wurde: Der Kirchenaustritt.

Erledigt. Endlich.
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 15:05:16 Mi. 25.Februar 2009
Zitat
Kreationismus im Schulunterricht
Pädagogischer Sündenfall

Die Erde ist 10.000 Jahre alt, Gott schuf sie in sechs Tagen und Eva stammt aus der Rippe Adams: Kreationismus hält Einzug im Biologieunterricht an staatlich anerkannten deutschen Schulen.

(...)
1,3 Millionen Kreationisten in Deutschland

In den USA verkündeten im letzten Präsidentschaftswahlkampf gleich drei republikanische Bewerber, sie bezweifelten die Evolution. 68 Prozent ihrer Anhänger bezeichnen sich als Kreationisten, unter Demokraten und unabhängigen Wählern liegt der Wert immerhin bei 40 Prozent. Für diese Klientel eröffnete der fundamental-christliche Verein "Answers in Genesis" (AiG) im April 2007 in Kentucky das weltweit erste Kreationismus-Museum, das er sich 27 Millionen Dollar kosten ließ. Die Geschichte der Menschheit wird dort so dargestellt: Das Leben begann im Garten Eden, Gott erschuf Eva aus einer Rippe Adams und vor dem Sündenfall lebten die Menschen in Eintracht mit den Dinosauriern.
(...)

In Deutschland ist solch ein Museum bislang undenkbar. Doch kreationistische Ideen finden auch hier immer mehr Anhänger. Glaubt man Ulrich Kutschera, Professor für Evolutionsbiologie an den Universitäten Kassel und Stanford, bekennen sich in Deutschland 1,3 Millionen Menschen dazu.
(...)
Da Religion hierzulande weitgehend als Privatsache gilt und die Menschen frei sind, sogar an ein fliegendes Spaghettimonster zu glauben, können Kreationisten ungestört an Darwin zweifeln. Problematisch ist jedoch der Einfluss der Kreationisten auf das öffentliche Bildungssystem. In den vergangenen zwei Jahren sind mehrere kreationistische Publikationen kostenlos an viele deutsche Schulen verschickt worden, darunter der Band "Vor uns die Sintflut" des ehemaligen Biologielehrers Joachim Scheven. Das Buch enthält eine Art biblische Geologie mit einer Zeittafel, auf der die Entstehung der Erde auf 3000 Jahre zusammengeschrumpft ist.
(...)

Grund genug, die Gegner der Kreationisten in Alarmstimmung zu versetzen. Sie trafen sich am vergangenen Wochenende an der Universität Dortmund zur ersten europaweiten Tagung, die sich mit Wissen und Einstellungen zur Evolution beschäftigt. Dort sprach auch Dittmar Graf, Professor für Biologiedidaktik, der in einer Studie die Einstellung angehender Lehrer gegenüber der Evolution untersuchte.

Steigender Einfluss im Klassenzimmer

Seine Ergebnisse sind überraschend: Lehramtsstudenten, die einen Biologie-Leistungskurs in der Oberstufe besucht hatten, lehnten zu fast acht Prozent die Evolution ab. Von denjenigen, die einen Grundkurs absolviert hatten, waren es 17 Prozent, von denjenigen ohne Biologieunterricht sogar über 20 Prozent.
(...)
Mittlerweile gibt es in Deutschland tatsächlich Schulen und Lehrer, die sich relativ offen dazu bekennen, Kreationismus zu lehren. Dazu gehören die etwa 100 Einrichtungen, die im Verband evangelischer Bekenntnisschulen (VEBS) organisiert sind. Fast alle der Schulen sind staatlich anerkannt und erhalten damit finanzielle Unterstützung vom jeweiligen Bundesland, das etwa die Kosten für das Lehrpersonal übernimmt.

Lehrer werden auf Glaubensfestigkeit geprüft

Die evangelischen Bekenntnisschulen sind auch bei nichtreligiösen Familien aus der Mittelschicht äußert beliebt - stehen sie doch in dem Ruf, keine Disziplinprobleme zu haben, gewalt- und drogenfrei zu sein. Die Lehrerschaft dagegen wird von den Privatschulen auf Glaubensfestigkeit geprüft. "Unsere Lehrer besitzen eine persönliche, christliche Identität", bestätigt Berthold Meier, Generalsekretär des VEBS und selbst Lehrer an einer der Schulen des Verbandes. "Sie sollen sich als Nachfolger Christi sehen und seine Liebe an die Kinder weitergeben."

Auf der Homepage des VEBS wird das Schulprogramm umrissen: Die Unterrichtsinhalte "orientieren sich ganzheitlich am Deutungsrahmen der Bibel", die Schule sei konzeptionell an die Heilige Schrift gebunden.
(...)
Er macht darauf aufmerksam, dass nicht nur Bekenntnisschulen solch wissenschaftlichen Unsinn verbreiten, sondern auch Schüler staatlicher Schulen kreationistische Ideen zu hören bekommen können. So werden etwa im Biologiebuch "Vita Nova", das in der Oberstufe staatlicher Schulen zum Einsatz kommt, die umstrittenen Ideen des amerikanischen Biochemikers Christian Schwabe vorgestellt. Schwabe firmiert häufig als wissenschaftlicher Kronzeuge der Kreationisten. "Entsprechend seiner Vorstellung könnten die genetischen Programme für jedes Lebewesen so alt wie das Leben selbst sein", heißt es im Lehrbuch. Und weiter: "Diese Theorie Schwabes ist noch lange keine allgemein anerkannte Lehrmeinung, sie bietet aber Möglichkeiten, die (...) aufgeworfenen Fragen elegant zu lösen."

Dabei sollte elegante Problemlösung nicht im Zentrum der Wissenschaft stehen - sondern vielmehr gut begründete.
http://www.sueddeutsche.de/,ra7m1/jobkarriere/384/459030/text/
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 19:06:07 Fr. 06.März 2009
Die Katholische Kirche hat in Brasilien eine Neunjährige exkommuniziert, die nach einer Vergewaltigung einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen ließ. Das Kind war bei dem Abbruch in der 15. Woche mit Zwillingen schwanger. Vermutlich war das Mädchen von ihrem Stiefvater vergewaltigt worden. Die Ärzte erklärten, die Schwangerschaft hätte ein ernstes Risiko für das Mädchen dargestellt.
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: BakuRock am 02:20:20 Sa. 07.März 2009
Fuer mich, als Atheisten, vielleicht mal eine Erklaerung?:

Immer wenn Pfarrer den Satz aussprechen: "Hab´ Vertrauen" zucken die Messdiener ungeheuer regelmaessig eigenartig zusammen...........

Warum.......?
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 15:07:19 Sa. 07.März 2009
Zitat
Katholische Kirche nimmt exkommunizierte Anti-Computer-Sekte wieder auf
(http://www.heise.de/bilder/134163/0/0)
Wie erst jetzt bekannt wurde, firmte der Augsburger Bischof Walter Mixa im letzten Jahr 30 Anhänger der Sekte "Marienkinder", was als Akt der Wiederaufnahme in die katholische Kirche gilt. Die Gruppe war neben einem aggressiven Eintreten für die so genannte "Mundkommunion" vor allem durch Broschüren aufgefallen, in denen davon die Rede ist, dass der Satan im Computer "voll und ganz persönlich anwesend" sei: "Sein Geist", so heißt es in einer Telepolis vorliegenden Druckschrift, "durchdringt die Materie des Computers ebenso wie den Bereich der Dateninformation. So sitzt Ihnen das Tier als persönlicher Ansprechpartner in jedem PC gegenüber."

Die genaue Herleitung dieser Behauptung erfolgt über die auch populärkulturell beliebte und in Offenbarung 13 genannte Zahl 666. Tauscht man im Wort Computer nämlich jeden Buchstaben mit seiner "Reihenfolge-Zahl" und addiert diese, dann ergibt dies die Summe 111. Weil die Heilige Dreifaltigkeit aber die einen Gott in drei Personen symbolisierenden Zahlen 1 und 3 "besetzt" halte, so die Sekte, müsse die 111 noch mit der Zahl 6 multipliziert werden, die der "Zweiwille" Luzifer als "Imitation der Gotteszahl" benütze.

Wer deshalb zu seinem Computer Aufforderungen wie "Komm!" oder "Mach schon!" spricht, öffnet den Postulaten der Marienkinder zufolge Satan die "Herzenstüre", was letztlich in "Unglauben und Missachtung der 10 Gebote" münde. Außerdem stehe auch das Internet für das "Tier", weil im Hebräischen die Zahl 6 dem Buchstaben W entspricht: "Somit wird jeder Internetbenutzer gezwungen, mit Satan zu arbeiten."

In die öffentliche Kritik geriet die Sekte überdies durch Aussteiger, die von massiver physischer Gewalt, Schlafentzug und Ausbeutung berichteten. Nach zwei nicht eingetroffenen Weltuntergangsterminen bewegte sich die Gruppe, die ihr Zentrum im bayerischen Schwaben hat, angeblich auf die Kirchenführung zu. Das bischöfliche Seelsorgeamt Augsburg kam in einer im Jahr 2000 veröffentlichten Broschüre (PDF-Datei) zu der Einschätzung, die "Mitglieder der Marienkinder bewegen sich in einer Eigenwelt (...)," die ihrerseits wiederum "garantiert, dass ein Dialog mit der Welt nicht möglich ist." Mittlerweile ist auf der Download-Seite aber auch vermerkt, dass die Marienkinder "seit 2007 dabei sind, sich sich wieder in die Katholische Kirche zu integrieren."
http://www.heise.de/newsticker/Katholische-Kirche-nimmt-exkommunizierte-Anti-Computer-Sekte-wieder-auf--/meldung/134163
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Ziggy am 15:28:25 Sa. 07.März 2009
Zitat
Nach zwei nicht eingetroffenen Weltuntergangsterminen bewegte sich die Gruppe, die ihr Zentrum im bayerischen Schwaben hat, angeblich auf die Kirchenführung zu.

Recht so! Wenn etwas schon zwei Mal nicht geklappt hat, muß man sich starke Verbündete suchen.
Titel: Katholiken demonstrieren gegen Papst
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 20:14:20 Do. 12.März 2009
09.03.09 - 1.500 Katholiken haben gestern in Luzern gegen den reaktionären Kurs von Papst Benedikt XVI. und die Aufhebung der Exkommunikation der Lefebvre-Bischöfe demonstriert. Zur Demonstration hatten verschiedene Basisorganisationen der Kirche aufgerufen.
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 16:40:16 Sa. 14.März 2009
Zitat
"Gott wird dich erschießen - wenn ich es nicht mache"

Die evangelikale Fernsehkirche TBN fordert Spenden von Leuten, die sie sich nicht leisten können, und begleitet Missionare in Afghanistan mit der Kamera.


Das "Trinity Broadcasting Network" (TBN) ist eines der größten Medienunternehmen der Vereinigten Staaten, und der wohl meistgesehene religiöse TV-Sender weltweit. Mit der Verknüpfung von religiösen Inhalten, politischer Ideologie und modernster Technik beschreitet TBN neue Wege ? und erzielt damit hohe finanzielle Profite.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29836/1.html


Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 11:28:14 So. 15.März 2009
Zitat
Vatikan
Du sollst nicht wuchern

von Matthias Oden
Euro-Münzen des Vatikans sind gefragte Sammlerstücke, die Kurie verdient mit der Prägerei viel Geld. Nun will die EU das Geschäft eindämmen.
 
Der einfachste Weg, Geld zu machen, ist seit jeher: Geld zu machen. Eine Erkenntnis, mit der nicht nur das uralte Gewerbe der Münzfälscher gut fährt - sondern auch eine ähnlich traditionsreiche Einrichtung: der Vatikan. Gleich nach dem Drucken von Bibeln und Heiligenbildchen ist die Münzprägerei nämlich der wichtigste Industriezweig des Kirchenstaats. Schließlich sind die Euros mit Papstkonterfei bei Sammlern begehrt und lassen sich entsprechend mit Aufpreis verhökern. Eine durchaus gottgefällige Praxis übrigens, heißt es doch schon in der Offenbarung 3,18: "Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufest."

Mit dem einträglichen Geschäft aber dürfte bald Schluss sein. Die EU-Finanzminister einigten sich kürzlich auf einen für die Münzer Gottes folgenschweren Beschluss: Von 2010 an sollen neue Euros nur mehr zum Nennwert in Umlauf kommen. Lediglich "ein kleiner Teil" der Geldstücke dürfe noch zu einem höheren Preis veräußert werden. Offiziell spricht man in Brüssel von einer gewöhnlichen "Anpassung" bestehender Richtlinien. Unter der Hand aber wird eingeräumt: Die EU will das Geschäft mit den Münzen eindämmen.
 
Auslöser des Beschlusses war ein päpstlicher Münzsatz aus dem Jahr 2005, heißt es. Für die gut zwei Wochen zwischen dem Tod Johannes Pauls II. und der Wahl Benedikts XVI., der sogenannten Sedisvakanz, gab der Vatikan seinerzeit einen neuen Euro-Satz heraus. Nun prägt der Kirchenstaat seit Jahrhunderten Sedisvakanzmünzen - bloß: Gleich einen ganzen Satz herauszugeben, das sei dann doch "ein wenig dreist" gewesen, heißt es selbst in kirchennahen Kreisen. Offensichtlich fand das auch die EU: In den neuen Richtlinien steht ausdrücklich, dass das vorübergehende Fehlen eines Staatsoberhaupts nicht das Recht verleihe, neue Euro-Editionen in Umlauf zu bringen.

Für den Vatikan ist der Beschluss schmerzhaft. Pro Jahr darf der Kirchenstaat Hartgeld im Nennwert von 1 Mio. Euro prägen - das er für eine deutlich höhere Summe losschlagen kann. Für einige Editionen legen Liebhaber bis zu 1000 Euro auf den Tisch. Dieses Geld streicht zwar der Münzhändler ein, nicht der Vatikan. Dessen Marge ist aber immer noch ansehnlich. Nach Auskunft von Fachleuten gibt die Kurie einen Acht-Münzen-Satz à 3,88 Euro für rund 30 Euro an Händler ab. Die päpstliche Schatulle ist auf das Geschäft durchaus angewiesen: 2007, das bislang letzte bilanzierte Haushaltsjahr, schloss der Kirchenstaat mit einem Minus von 9 Mio. Euro ab.

Vom Vatikan war am Donnerstag in der Sache keine Stellungnahme zu erhalten. Das numismatische Amt teilte lediglich mit, dass derzeit keiner der zuständigen Direktoren zu sprechen sei. Die beiden Dottores seien aus Rom abgereist - nach Brüssel.
http://www.ftd.de/politik/europa/:Vatikan-Du-sollst-nicht-wuchern/486873.html
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:47:42 Sa. 28.März 2009
(http://www.spiegel.de/img/0,1020,1476311,00.jpg)
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 14:19:17 Sa. 28.März 2009
(http://www.spiegel.de/img/0,1020,1476311,00.jpg)

Hat das der Pabst auf seiner Afrikareise verteilt, so wie man zum Kölner Karneval die Kamelle unters Volk bringt?

Ist unwahrscheinlich,da er ja behauptet, Kondome würden der Volksgesundheit schaden.

Die Welt: Der Papst, die Kondome und das Beispiel Uganda (http://www.welt.de/politik/article3457599/Der-Papst-die-Kondome-und-das-Beispiel-Uganda.html)

Wer schützt das Volk vor soviel triefenden, unwissenschaftlichen Dogmen eines altersdementen Pabstes.

Eure Unfehlbarkeit. Sie haben recht, die Erde ist eine Scheibe und der Pabst sollte sich am besten ein großes Verhüterli über den eigenen Kopf ziehen, damit die Völker vor einem überflüssigen, teuren Aushängeschild rückständiger, lebens- und weltfremder Religiösität geschützt sind.

Benedikt, die Zeiten sind vorbei,

wo man neue, zahlungskräftige Kirchengänger gegen Glasperlen und Feuerwasser in die Tempel an die Opferstöcke locken konnte oder
ihnen das Seelenheil gegen ein Ablaßbrief käuflich erschien oder
man gern in Leibeigenschaft auf den Feldern die kirchlichen Vorratsspeicher durch lohnlose Arbeit auffüllte, damit die Herren Kirchenfürsten derweil Völlerei und Hurerei ungestraft genießen konnten.

Es gibt ähnliche, ungekürte Schleimspur-Päbste in der CDU, die uns allen mit ihren Reden auf den Geist gehen:

(http://tbn2.google.com/images?q=tbn:ed0KTCVRFhZB1M:http://www.linkezeitung.de/cms/images/stories/Personen2/horst_koehler.jpg) (http://tbn2.google.com/images?q=tbn:gBaCaRXE22LN2M:http://www.n24.de/media/_fotos/1politik/januar_1/080127/wahlstimmen/pofalla.jpg) (http://tbn1.google.com/images?q=tbn:y78JPewNCKMnLM:http://www.bundesregierung.de/Content/DE/AudioVideo/2008/HightechStrategie/Audio/2008-05-01-interview-peter-hintze/sts-peter-hintze,property%3Ddefault.jpg)

Für wie dämlich, dumm und doof haltet ihr eigentlich den modernen Menschen?

Was mir völlig unverständlich und verschlossen bleibt:

Wie paßt es zusammen?

Die gleichen, aufgeklärten, nach Wissen strebenden Menschen, die hochmoderne Technik entwickeln, warten, pflegen und bedienen, sind andererseits immer noch in großen Teilen fromm und religiös, glauben an neues, auferstandenes Leben nach dem Tode und an die Existenz eines oder mehrerer Götter und überirdischer Wesen. Oder tun sie nur so als ob? An der CDU oder CSU kann ich nichts Christliches, nichts Demokratisches oder Soziales finden, sondern mehr Gier nach wirtschaftlicher und politischer Macht, nur Amigobeziehungen und Postenschacherei, Schmiergeld- und Schwarzgeldkontenpolitik.

An überirdische Wesen glaube ich auch - aber nicht im Sinne der Religionen, sondern im Sinne von existierendem Leben im Weltall. Es ist höchst unwahrscheinlich, daß das Leben auf dem Planeten Erde, in diesem speziellem Sonnensystem und dieser speziellen Galaxie ausgerechnet der einzige Ort und die einzige Zeit sein soll, wo Leben sich entwickelt.

Ich kann nicht glauben, sondern ich will es wissen, was es ist, "... was die Welt im Innersten zusammenhält ..." Wir Menschen sind historisch und dialektisch materialistisch betrachtet ein Teil natürlicher, kosmischer Prozeßabläufe des Werdens und Vergehens. Und das war's auch. Das menschliche Bewußsein, die Seele, die Vernunft und der menschliche Verstand existiert nur so lange wie der menschliche Organismus lebt. Die gesammelte Lebenserfahrung dieses Menschen kann auf seine Nachkommen durch Erziehung oder auf andere Menschen durch überlieferte, gespeicherte Wissensverbreitung übertragen werden. Aber ein Weiterleben der Seele nach dem Tod oder eine Wiederauferstehung in Form eines neuen Lebenswesens ist unwissenschaftlicher Humbug. Wir sind mal wieder in einer Gesellschaftskrise und da blüht und gedeiht solch ein Quatsch wie Esoterik, Parapsychologie, Telekinese - Uri Geller läßt grüßen. Der Rechtsmediziner und Sachverständige Prof. Otto Prokop hat sich mit solchen okkult tätigen und pramedizinischen Scharlatanen recht gründlich auseinandergesetzt.

Zum Thema Arbeitslosigkeit, Religion, Volksverarscherei und Berufe - Man schaue sich mal im BerufeNet der Bundesagentur für Arbeit um und wird überrascht sein, was diese Anstalt öffentlichen Rechts für Berufe ernsthaft anerkennt und demnach auch die Erlangung solcher Berufstitel und -qualifikationen aus Steuer- und Beitragsgeldern fördert - Wahrsager zum Beisoiel. Da kann man nur sagen:

Fehlen da den Beamten in der Bundesagentur für Arbeit und im Bundesarbeitsministerium nicht ein paar Rädchen im Kopp?

Die sind geistig auch nicht weit entfernt vom Pabst.
Titel: In ganz Europa geht es seit Jahrzehnten mit der Religiosität bergab
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:08:13 So. 29.März 2009
Die Zahl der Religiösen schwindet, aber bevor die Nichtreligiösen die Mehrheit bildet, wächst die Zahl der "fuzzy" Christen, für die Religion kaum mehr eine Rolle spielt.

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30027/1.html
Titel: Wir sind nicht Papst
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:46:16 Do. 02.April 2009
"Religulous"

Sprechende Schlangen und Empfängnis ohne Sex, Machtgeilheit und jede Menge Kriege. "Religulous" von "Borat"-Regisseur Larry Charles nimmt sich den Glauben vor, stellt einfache Fragen, auf die es immer wieder erschreckende und lächerliche Antworten gibt. Dieser Film ist ein überfälliges, gut gemachtes Stück Aufklärung. Und höllisch lustig.

http://www.stern.de/unterhaltung/film/:Religulous-Wir-Papst/659817.html
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 13:03:45 Do. 02.April 2009
dreiteilige Dokumentation ZDF, Phoenix oder ARTE abgespielt: Terra X - Imperium der Päpste (1/3) (http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/12/0,1872,1021580_idDispatch:7591556,00.html?dr=1)

Mätressen - Die geheime Macht der Frauen - Die Geliebte des Papstes (http://www.swr.de/geschichte/maetressen-die-geliebte-des-papstes/-/id=100754/nid=100754/did=4306148/j4d2es/index.html)

aus der SWR-Reihe "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit": Avignon - Exil der Päbste (http://www.schaetze-der-welt.de/denkmal.php?id=225)

Wikipedia: Pabst (http://de.wikipedia.org/wiki/Papst)

Wikipedia: Gegenpabst (http://de.wikipedia.org/wiki/Gegenpapst)

Die Wesenszüge des Christentums, insbesondere des katholischem:

Wikipedia: Rattenlinie - Die Fluchtrouten der NS-Kriegsverbrecher mit Hilfe der päbstlichen Unterstützung (http://de.wikipedia.org/wiki/Rattenlinie)

Wikipedia: Die 4 Kreuzzüge im Namen der machtgeilen Kirchenfürsten und weltlichen Herrscher des Christentums (http://de.wikipedia.org/wiki/Kreuzz%C3%BCge)

MDR, Geschichtsmagazin "Geschichte Mitteldeutschlands": Deutsche Ostexpansion und Landesausbau 919-1247 (http://www.mdr.de/geschichte/reise/stationen/4069.html)

Wikipedia: Deutsche Ostbesiedlung jenseits Saale, Unstrut, Elbe und Oder durch die Kreuzritter und den Deutschen Ritterorden (http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Ostsiedlung)
- verbunden mit Zwangschristianisierung

Sozusagen der Vorläufer der heutigen, rückständigen, reaktionären Zwangsvereinigung

Wikipedia: Zwangschristianisierung (http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangschristianisierung)

Wikipedia: Inquisition (http://de.wikipedia.org/wiki/Inquisition)

Wikipedia: Hexenverfolgung (http://de.wikipedia.org/wiki/Hexenverfolgung)

Wikipedia: Exzorzismus (http://de.wikipedia.org/wiki/Teufelsaustreibung)

Die Privilegierung der Bildung für die Reichen und Unterdrückung der Bildung für die Armen durch die Kirche:

Wikipedia: Die Dogmen und die Kirchen (http://de.wikipedia.org/wiki/Dogma)

Wikipedia: Geozentrisches Weltbild (http://de.wikipedia.org/wiki/Geozentrisches_Weltbild)

Wikipedia: Heliozentrisches Weltbild (http://de.wikipedia.org/wiki/Heliozentrisches_Weltbild)

Wikipedia: Evolutionstheorie (http://de.wikipedia.org/wiki/Evolutionstheorie)

Wikipedia: Geschichte der Evolutionstheorie (http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Evolutionstheorie)

Wikipedia: Kreationismus (http://de.wikipedia.org/wiki/Kreationismus)

Wikipedia: Materialismus (http://de.wikipedia.org/wiki/Materialismus)

Wikipedia: Historischer Materialismus (http://de.wikipedia.org/wiki/Historischer_Materialismus)

Wikipedia: Dialektik (http://de.wikipedia.org/wiki/Dialektik)

Wikipedia: Dialektik bei Marx und Engels (http://de.wikipedia.org/wiki/Dialektik_bei_Marx_und_Engels)

Wikipedia: dialektischer Materialismus (http://de.wikipedia.org/wiki/Dialektischer_Materialismus)

Leistungen aus denen die Kirche Profite zogen (oben wird die Hexenverfolgung und Inquisition erwahnt: Die Hexenverfolgung war auch gegen reiche, alleinstehende Frauen gerichtet, mit dem Ziel, daß sich die katholische Kirche das Eigentum der verbrannten "Hexe" unter den Nagel reissen konnte. Es ging der Kirche um Machtgier und Raffsucht.)

Wikipedia: Frondienst (http://de.wikipedia.org/wiki/Frondienst)

Wikipedia: Leibeigenschaft (http://de.wikipedia.org/wiki/Leibeigenschaft)

Die Ablieferung des Zehnten - der alte Begriff für die Kirchensteuer (http://de.wikipedia.org/wiki/Zehnt)

Wikipedia: Der Ablass (http://de.wikipedia.org/wiki/Ablass) und Der Ablasshändler Johann Tetzel (http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Tetzel) und der Kritiker des Ablasshandels Wikipedia: Martin luther (http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Luther)

Aus den Einnahmen des Ablasshandels wurden die Fugger und der Vatikan reich. Aus diesen Einnahmen Millionen verarmter und verarschter Christen stammend wurde der Petersdom in Rom errichtet.

Der Ablasshandel des 21. Jahrhunderts - Fundraising und Sozialmaketing, Charity-Parties (http://matthiaswritze.viennablog.at/2008/11/24/der-ablasshandel-des-21-jahrhunderts)
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:30:13 Mo. 13.April 2009
Der Augsburger Bischof Walter Mixa: "Die Unmenschlichkeit des praktizierten Atheismus haben im vergangenen Jahrhundert die gottlosen Regime des Nationalsozialismus und des Kommunismus mit ihren Straflagern, ihrer Geheimpolizei und ihren Massenmorden in grausamer Weise bewiesen." In genau diesen Systemen seien "Christen und die Kirche besonders verfolgt" worden.

Der Bischof weiter: "Wo Gott geleugnet oder bekämpft wird, da wird bald auch der Mensch und seine Würde geleugnet und missachtet." Und: "Eine Gesellschaft ohne Gott ist die Hölle auf Erden."

(http://dvweb.mpf.arcstarmusic.com/image1/4a3e90c4/4a3e90c4-12f7-4cbf-8762-70cdf233b582.BIG.jpg)

(http://liberalslikechrist.org/NaziPriestsSaluteHitler.jpg)

(http://www.alamoministries.com/content/english/Antichrist/nazigallery/1bishopludwig.jpg)

(http://www.alamoministries.com/content/english/Antichrist/nazigallery/2freidrichcoch.jpg)

(http://www.alamoministries.com/content/english/Antichrist/nazigallery/15hitlercatholicnuncio.jpg)

(http://www.alamoministries.com/content/english/Antichrist/nazigallery/19hitlerwithmuller.jpg)

(http://www.alamoministries.com/content/english/Antichrist/nazigallery/28priestssalutehitler.jpg)

(http://www.alamoministries.com/content/english/Antichrist/nazigallery/27CardnalBertram.jpg)

Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Arwing am 13:43:42 Mi. 22.April 2009
Den Kirchenaustritt habe ich glücklicherweise mit den ersten Bezügen meines damaligen ersten Ausbildungsentgeltes hinter mir gebracht.

Die Kirche und ihre Anhängerschar ist genauso verlogen, hinterhältig und gierig wie die Wirtschaft mit ihren Marionettenpolitikern im Ärmel.

Ergo: Der Kirchenaustritt ist die einzig vernünftige Lösung.


Statt sich in schlechten gesellschaftspolitischen- und wirtschaftlichen Zeiten auf Manipulation und Doktrinierung der Obrigkeit einzulassen (Abkehr von logischem und kritischem Denken, Wissenschaft und sozialer Aspekte), sollte sich der Mensch selber Gedanken um seine Existenz machen und den Herrschenden noch weniger glauben wie jemals zuvor.

Denn Kirche, Staat und Wirtschaft fürchten nichts mehr als mündige, aufgeklärte, gebildete und kritisch denkende Bürger.

Wenn wenige für viele denken, hat dies nur zu oft zu Machtmissbrauch, Fanatismus, Unterdrückung und Ausbeutung geführt:


„Die unterschiedlichen Fraktionen dieser im Entstehen begriffenen Bewegung mögen von divergierenden Interessen angetrieben sein, ihre Ideologien mögen unterschiedlich gefärbt sein, aber eines ist ihnen allen gemeinsam: der Hass auf rationales Denken. Kritik ist ihnen zuwider, alles Gute stammt von oben oder ist von gestern; außer Hierarchie, Gehorsam, Form und Tradition zählt nichts.

Wahlweise wird die Soße mehr mit den Gewürzen "Gott", "Vaterland" oder "Abendland" abgeschmeckt, aber die Speisekarte bleibt insgesamt relativ kurz. Das kennt man. Man kennt es nur allzu gut, und in Deutschland sollten schon die Aufwärmübungen dieser Leute alle Alarmglocken läuten lassen. Natürlich ist das Gegenteil der Fall. Der altbackene Unfug findet, wie gesagt, sein Publikum; der Ekel des Menschen vor sich selbst und vor den Fehlleistungen der Moderne hat einen Grad erreicht, bei dem die mottenzerfressenen Parolen von vorvorgestern wie eine Alternative zu wirken beginnen. Der regressive Widerwille gegen die Benutzung des eigenen Verstandes feiert sich als das neue Ding.

Quelle: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26288/1.html (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26288/1.html)
 



Titel: Protest gegen evangelikalen Kongress in Marburg
Beitrag von: Kuddel am 12:42:49 Sa. 02.Mai 2009
http://www.redglobe.de/index.php?option=com_content&task=view&id=3060&Itemid=31
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 13:31:32 Fr. 29.Mai 2009
Abtreibungen seien schlimmer als die tausendfachen Übergriffe auf Kinder in katholischen Kinderheimen in Irland - das sagte ein spanischer Kardinal einem Fernsehsender.

http://www.stern.de/panorama/:Spanischer-Kardinal-Abtreibung-Kindesmissbrauch/702140.html
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Schrubberbude am 14:36:02 Fr. 29.Mai 2009
Zitat
Abtreibungen seien schlimmer als die tausendfachen Übergriffe auf Kinder in katholischen Kinderheimen in Irland - das sagte ein spanischer Kardinal einem Fernsehsender.
Jede Abtreibung ist "ein Oper weniger" welches ihnen in die Hände fallen kann ...


Gruss aus der Schrubberbude.
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 13:12:20 Fr. 26.Juni 2009
(http://www.spiegel.de/img/0,1020,1523980,00.jpg)
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Carpe Noctem am 18:58:57 Sa. 27.Juni 2009
Abtreibungen seien schlimmer als die tausendfachen Übergriffe auf Kinder in katholischen Kinderheimen in Irland - das sagte ein spanischer Kardinal einem Fernsehsender.

(http://bilderupload.de/bild.php/34031,kinderbesuchTKF1N.jpg)

Grüsse - CN
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 18:17:42 Do. 09.Juli 2009
Madonna: Proteste gegen Konzert in Warschau
Zuerst war es nur eine kleine Gruppe katholischer Gegner, die sich an dem Auftritt der Pop-Sängerin in Warschau störte. Nun reiht sich auch politische Prominenz in den Protest ein.


Warschau (jro) - Ausgerechnet den 15. August hat Madonna als Termin für ihr Konzert in Warschau ausgewählt: Dass der Auftritt an Mariä Himmelfahrt stattfindet, verstehen einige polnische Katholiken als Provokation. Sie wollen den Auftritt der Sängerin verhindern.


Ex-Präsident protestiert mit

Polens Ex-Präsident Lech Walesa bestätigte nun der Tageszeitung Dziennik: "Ich unterstütze den Protest". Er störe sich an dem Termin, an der Tatsache, dass das Konzert an Mairä Himmelfahrt stattfinden soll.

Doch der Feiertag steht nicht nur im Zeichen Marias, sondern erinnert auch an einen Militärsieg gegen die Rote Armee im Jahr 1920. Marian Brudzynski, ein katholisch-nationaler Lokalpolitiker, hatte aus diesem Grund die Initiative "Zum Schutz des Glaubens und der nationalen Tradition" gegründet.


Madonna: Anti-Ikone der Gottesmutter?


Gegenüber der dpa bezeichnete er Madonna als "perverse" Sängerin, als eine Anti-Ikone der Gottesmutter, die sich über den christlichen Glauben lustig mache. Tatsächlich war Madonna 2006 in den Niederlanden der Gotteslästerung angeklagt gewesen. Sie hatte sich während der Bühnenshow symbolisch ans Kreuz nageln lassen.


Beim Konzert "nur Kopulationsbewegungen"


"Wenn wir keinen Erfolg haben, wird es eine Kundgebung während des Konzertes geben", drohte einer der Gegner in der Tageszeitung Dziennik. "Wir werden Madonna übertönen." Auch der Chef-Redakteur des TV-Programms Religia.tv, Szymon Holownia, unterstützt laut Tagesspiegel den Protest. Ihn würden Veranstaltungen abstoßen und langweilen, bei denen "von Anfang bis Ende nur Kopulationsbewegungen" gezeigt würden.

Warschaus Bürgermeisterin Hanna Gronkiewicz-Waltz und Polens Präsidenten Lech Kaczynski sehen sich nicht veranlasst, das Konzert zu verschieben oder gar ganz zu verbieten. Auch der Protest, der sich direkt an Veranstalter und Sponsoren richtete, blieb erfolglos. Aufgrund der verschwindend kleinen Minderheit an Gegnern werde man das Konzert nicht verschieben.

Doch die Aktivisten geben nicht auf: Brudzynski will die Gegner zu einem gemeinsamen "Gebetskreuzzug" mobilisieren, um so die Staatsbehörden unter Druck setzen. Im August sollen täglich Gebete und Protestmärsche gegen den Auftritt Madonnas vor dem Warschauer Rathaus organisiert werden.

http://www.laut.de/vorlaut/news/2009/07/08/22456/ (http://www.laut.de/vorlaut/news/2009/07/08/22456/)
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:54:34 Sa. 18.Juli 2009
Die Piusbruderschaft hat erneut für Aufruhr gesorgt: In einem Text ruft die Glaubensgemeinschaft zum Protest gegen den "perversen" Christopher Street Day auf - und vergleicht den Feldzug mit dem katholischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus.
(...)
Die Piusbrüder sprechen von einer "perversen Verstanltung" und einer "offenen Propagierung der sodomistischen Sünde" und appellieren insbesondere an alle Männer und Familienväter: "Stellt euch auf die Straßen und ruft: 'Wir wollen nicht, dass unsere Heimat ein Sodom und Gomorrha wird!'"

Die Glaubengemeinschaft warnt vor einer weiteren Aufweichung des Grundgesetzes: "Die Homosexuellen haben bereits die Strafbarkeit ihres Tuns aus dem Gesetz entfernen lassen." Vor kurzem habe Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, SPD, sogar gefordert, die "geschlechtliche Perversion" in das Grundgesetz aufzunehmen. "Wenn das geschieht, dann wird es in Deutschland für Katholiken eng."

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,634018,00.html (http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,634018,00.html)
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Wilddieb Stuelpner am 12:32:32 Sa. 18.Juli 2009
Die Piusbruderschaft hat erneut für Aufruhr gesorgt: In einem Text ruft die Glaubensgemeinschaft zum Protest gegen den "perversen" Christopher Street Day auf - und vergleicht den Feldzug mit dem katholischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus.
...

Die Piusbrüder kommen mir vor wie Scientology. Den katholischen Widerstand gegen den Nationalismus gab es auch vereinzelt, aber nicht massenhaft. Anzuerkennen ist der christlich geprägte Widerstand z.B. bei Dietrich Bonhoeffer, (im Zusammenhang mit der Euthanasie: Bischof Clemens August Graf von Galen, Sr. Anna Bertha Königsegg, Joannes Baptista Sproll, Friedrich von Bodelschwingh).

Ansonsten wurde die katholische Kirche in Hitlerdeutschland gleichgeschaltet und führende Funktionäre im Vatikan waren zu Ende und nach dem II. Weltkrieg aktiv tätig mit Unterstützung und Mithilfe der amerikanischen Alliierten, daß sich Nazies und Kriegsverbrecher der Strafverfolgung entziehen konnten. (Stichwort: Rattenlinien (http://de.wikipedia.org/wiki/Rattenlinie) und ODESSA (http://de.wikipedia.org/wiki/ODESSA))
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Senor_Ding-Dong am 15:43:59 Do. 01.Oktober 2009
Zitat
Hauptsache unter der Fünf-Prozent-Hürde

Vatikan: 1,5 bis 5 Prozent aller katholischen Geistlichen waren in den letzten 50 Jahren in Missbrauchsfälle verwickelt
Am 22. September beschuldigte Keith Porteous Wood, der Repräsentant der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU), die katholische Kirche vor der UN des Bruchs der Artikel 3, 19, 34 und 44 des 1990 auch vom Vatikan unterzeichneten internationalen Übereinkommens über die Rechte des Kindes (CRC). Unter anderem kritisierte er, dass sie vergangenen Kindsmissbrauch verschleiert und strukturelle Änderungen zur Verhinderung weiterer Fälle verweigert.

Zwei Tage später versuchte Erzbischof Silvano Tomasi, der ständige Beobachter des Vatikan bei der UN, die seinen Arbeitgeber betreffenden Vorwürfe hinsichtlich des Umgangs mit Kindern durch eine Rede zu entkräften, in welcher er zuallererst meinte, es wäre bei 80 bis 90 Prozent der betroffenen Priester nicht "korrekt", von "Pädophilie" zu sprechen. Stattdessen müsse man den auf das "heranreifende" männliche Geschlecht eingrenzenden (und darüber hinaus weit weniger stigmatisierenden) Begriff "Ephebophilie" verwenden.

Anschließend klärte der Erzbischof auf, dass die "zur Verfügung stehenden Studien" zeigen würden, dass 1,5 bis 5 Prozent der Geistlichkeit in den letzten 50 Jahren in Kindsmissbrauchsfälle verwickelt gewesen sei. Außerdem, so Tomasi in einer sichtlich von der Tradition seiner Kirche geprägten Argumentation, beträfen die meisten Anschuldigungen in den USA ohnehin protestantische Kirchen - und auch in jüdischen Gemeinden wäre so etwas ähnlich weit verbreitet. Allerdings gehört in den USA deutlich mehr als die Hälfte der Bevölkerung protestantischen Kirchen an, während die Katholiken weniger als ein Viertel ausmachen. Anzeige
 
Zudem, so der Vertreter einer Glaubenslehre, die stets die Wichtigkeit der Institution "Familie" betont, wäre es für ein Kind wesentlich wahrscheinlicher, von "Familienmitgliedern, Babysittern, Freunden, Verwandten oder Nachbarn" missbraucht zu werden, als von katholischen Geistlichen. An einem Sechstel der Fälle, so der Vertreter des Heiligen Stuhls weiter, wären sogar Kinder selbst die Täter. Unerwähnt ließ der Kirchendiplomat in diesem Zusammenhang, dass sehr viel mehr Kinder regelmäßig von Familienmitgliedern, Babysittern, Freunden, Verwandten und Nachbarn umgeben sind, als von Priestern.

Tomasi schloss seine Stellungnahme mit der Bemerkung, dass die katholische Kirche bereits Anstrengungen unternommen habe, ihr "Haus zu säubern" und nun andere Institutionen an der Reihe wären, es ihr gleichzutun und den Medien eigene Missbrauchsfälle zu beichten.

Keith Porteous Wood bemerkte nach der Rede, dass der Vertreter Roms keine einzige der vorgebrachten Anschuldigungen widerlegt hätte. Staaten und Kinderschutz-NGOs sollten deshalb zusammenarbeiten und Druck auf den Vatikan ausüben, damit dieser im Interesse der Opfer die Akten öffnet und zukünftig Missbrauchsfälle sofort den weltlichen Behörden meldet.

Joseph Potasnik, das Oberhaupt der New Yorker Rabbinerkammer, meinte auf Tomasis Vorwürfe angesprochen, dass mit solchen Vergleichen ein "gefährlicher Weg" beschritten werde, und jede Religionsgemeinschaft besser bei sich selbst anfangen solle, etwas gegen Kindsmissbrauch zu unternehmen, anstatt mit dem Finger auf andere zu zeigen.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31229/1.html (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31229/1.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 17:18:24 Sa. 26.Dezember 2009
Papst-Angreiferin hat bereits mehrere Fan-Gemeinden bei Facebook

Die junge Italo-Schweizerin Susanna Maiolo, die am 24. Dezember den Papst während der Christmette attackierte, hat bereits Fan-Clubs auf Facebook. Innerhalb der ersten Stunden hatten sich über hundert Fans angemeldet.

Maiolo wird unter anderem als "Olympia-Siegerin im Hürdenlauf" bezeichnet, das sie mehrere Absperrungen überwunden hatte, um in die Nähe von Papst Benedikt XVI zu gelangen.

Einige italienische Politiker reagierten entsetzen und verurteilten die Internet-Fan-Gemeinden scharf. Minister Rotondi sagte sogar, dass diese "Dummheiten gestoppt werden müssten".
http://www.shortnews.de/start.cfm?id=806128 (http://www.shortnews.de/start.cfm?id=806128)
 :D
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 20:09:37 Mi. 13.Januar 2010
Ratzinger sorgt für weiteren Rechtsdrall der Kirche

Zitat
Teile des Bistums San Sebastian leisten gegen ihren neuen Bischof Jose Ignacio Munilla weiterhin Widerstand. Nach Presseberichten legten sieben Geistliche des Priesterrats im baskischen Bistum ihre Ämter nieder. Mehr als die Hälfte der Priester in der Diözese hatten Mitte Dezember ein öffentliches Protestschreiben gegen die Ernennung Munillas unterzeichnet. Papst Benedikt XVI. hatte den gebürtigen Basken im November letzten Jahres zum neuen Bischof von San Sebastian ernannt. Munilla gehört dem spanischfreundlichen Flügel an und stellt sich öffentlich gegen die nationalistischen baskischen Tendenzen.
http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=348893 (http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=348893)

Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 12:43:26 Do. 28.Januar 2010
Zitat
Canisius-Kolleg in Berlin
Katholische Eliteschule als Hort sexuellen Missbrauchs

Ein neuer Missbrauchsskandal erschüttert die katholische Kirche: An dem von Jesuiten betriebenen Canisius-Kolleg in Berlin haben sich zwei Priester offenbar über Jahrzehnte hinweg an Schülern vergangen. Der Rektor zeigte sich von der "Wucht der Vorfälle erschlagen".
http://www.stern.de/panorama/canisius-kolleg-in-berlin-katholische-eliteschule-als-hort-sexuellen-missbrauchs-1539160.html (http://www.stern.de/panorama/canisius-kolleg-in-berlin-katholische-eliteschule-als-hort-sexuellen-missbrauchs-1539160.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 17:03:22 Sa. 06.Februar 2010
Zitat
Missbrauch in katholischer Kirche
Täterkreis wird größer

Nach Medienberichten sind in den vergangenen 15 Jahren fast 100 Kirchenmitarbeiter unter Missbrauchsverdacht geraten. Belangt werden konnten die wenigsten.
http://www.sueddeutsche.de/,ra8m1/panorama/178/502413/text/ (http://www.sueddeutsche.de/,ra8m1/panorama/178/502413/text/)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 10:45:32 Do. 11.Februar 2010
Zitat

Intrigantenstadel Vatikan
Aktualisiert am 09.02.2010

Eine Schmutzkampagne gegen den Chefredaktor einer Zeitung dank geheimen Dokumenten: Der Vatikan steht wieder einmal im Zwielicht. Der Papst spricht von «Diffamierungen des Heiligen Stuhls».

...

Die seit Wochen kursierenden Berichte über Intrigen in der katholischen Kirche Italiens haben jetzt ein offizielles Dementi des Vatikans ausgelöst. Es seien falsche Vorwürfe gegen ranghohe Vertreter des Vatikans erhoben worden, und Papst Benedikt XVI. bedauere die «Diffamierungen des Heiligen Stuhls», hiess es in einer Erklärung vom Dienstag. Dabei geht es um die Weitergabe geheimer Dokumente, was zum Rücktritt des Chefredakteurs von «Avvenire» führte, der Zeitschrift der Italienischen Bischofskonferenz.

der ganze Artikel in der Basler Zeitung Online:

http://bazonline.ch/ausland/europa/Intrigantenstadel-Vatikan/story/11340966 (http://bazonline.ch/ausland/europa/Intrigantenstadel-Vatikan/story/11340966)

An ihren Taten sollt ihr sie erkennen, steht doch schon in der Bibel. Das hast du jetzt gründlich vergeigt, Ratzi.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 08:47:00 Mo. 15.Februar 2010
Zitat
Missbrauchsskandal


Zahl der Opfer am Canisius-Kolleg womöglich dreistellig


Der Missbrauchsskandal am Berliner Jesuitengymnasium Canisius-Kolleg weitet sich aus. Der Rektor der katholischen Schule sowie eine Rechtsanwältin gehen davon aus, dass die Zahl der Opfer im dreistelligen Bereich liegt - und schließen Entschädigungszahlungen wie in den USA nicht aus.


...
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,677825,00.html

Da verliert das Fass grade Boden UND Deckel...
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 19:43:59 Mi. 03.März 2010
Es brodelt immer mehr

Zitat
Missbrauchsskandal in der Kirche: Kloster Ettal ruft den Papst zu Hilfe

Jetzt soll Benedikt XVI. es richten: In der Affäre um sexuellen Missbrauch hat die zurückgetretene Führung des Klosters Ettal den Papst um eine Überprüfung der Einrichtung gebeten. Derweil werden in den Bistümern Limburg und Fulda neue Missbrauchsvorwürfe laut.

http://www.stern.de/panorama/missbrauchsskandal-in-der-kirche-kloster-ettal-ruft-den-papst-zu-hilfe-1548092.html

Nach der Razzia dort.

Mann Mann
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Ziggy am 06:23:12 Do. 04.März 2010
Hat der Heilige Vater nicht selbst "alle Hände voll" zu tun ...?
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Pinnswin am 21:23:30 Do. 04.März 2010
... hat ne Kutte Taschen  ???
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 16:27:41 Sa. 20.März 2010
Zitat
Ratzinger deckte offenbar Kinderschänder

Papst Benedikt XVI. hat in einem Schreiben an die irischen Katholiken eine Untersuchung von Missbrauchsfällen durch Geistliche angeordnet. Dabei soll er einem Medienbericht zufolge 1980 selbst als Erzbischof von einem Kinderschänder in den eigenen Reihen gewusst haben.
http://www.handelsblatt.com/magazin/nachrichten/papst-benedikt-xvi-unter-druck-ratzinger-deckte-offenbar-kinderschaender;2549148 (http://www.handelsblatt.com/magazin/nachrichten/papst-benedikt-xvi-unter-druck-ratzinger-deckte-offenbar-kinderschaender;2549148)

Er gibt ja weiter der Sexualisierung der Gesellschaft die Schuld...
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 14:21:57 Di. 13.April 2010
(http://pix.sueddeutsche.de/politik/302/508447/bertone_rtr-1271147784.jpg)
Steile These vom Außenminister des Papstes: Der Missbrauchsskandal in der Kirche hat laut Kardinal Bertone nichts mit dem Zölibat zu tun - sondern mit gleichgeschlechtlichem Sex.

http://www.sueddeutsche.de/,tt6m1/politik/302/508447/text/ (http://www.sueddeutsche.de/,tt6m1/politik/302/508447/text/)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Sir Vival am 13:02:03 Mi. 14.April 2010
Schniedel ab, Kopf ab. Genau in der Reihenfolge.
Und dann noch das Kreuz in den Hintern. Das aber zuerst!

Scheinheilige Schwa**lutscher! Die gesamte Sippschaft von denen.
Titel: Bischof Walter Mixa beichtet Fehler bei Finanzen
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:55:19 Mi. 14.April 2010
Die "Augsburger Allgemeine" hat veröffentlicht, dass Bischof Walter Mixa in seiner Zeit als Pfarrer in Schrobenhausen auch wiederholt Gelder "nicht zweckmäßig" verwendete. Er habe unter anderem auch eigenmächtig Antiquitäten im Wert von 70.000 Mark angeschafft. Erst nach Aufforderung habe er die 70.000 Mark viel später zurückgezahlt. Der Bischof räumt daraufhin ein, dass er sich in der Zeit als Stadtpfarrer von 1975 bis 1996 um finanztechnische Fragen "nicht akribisch" gekümmert habe. Mixa wird auch vorgeworfen, Schüler geschlagen und gequält zu haben.

http://www.rf-news.de/2010/kw15/13.04.10-bischof-walter-mixa-beichtet-fehler-bei-finanzen (http://www.rf-news.de/2010/kw15/13.04.10-bischof-walter-mixa-beichtet-fehler-bei-finanzen)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 16:58:14 Mi. 14.April 2010
(http://files.newsnetz.ch/bildlegende/28263/359304_pic_640x400.jpg)

Ein deutscher Bischof bezeichnete Homosexualität als «eine Sünde, die der Natur widerspreche». Und das ausgerechnet in der ARD-Sendung von Anne Will, die bekanntlich mit einer Frau zusammenlebt.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Eivisskat am 17:41:59 Mi. 14.April 2010
Der ist nur neidisch und würde auch gern mal, Männlein oder Weiblein ist ihm warscheinlich inzwischen egal, so fies, verklemmt und gefrustet wie der aussieht.

Bäh... ::)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Sir Vival am 18:00:01 Mi. 14.April 2010
Der ganze Typ ist eine Sünde, falls es sowas überhaupt gibt.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 18:20:33 Mi. 14.April 2010
Habe mir die Sendung auch angesehen, aber halb durch musste ich wegschalten.

Speziell dieser Priester war einfach zu fies.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Hajco am 09:08:25 Do. 15.April 2010
«eine Sünde, die der Natur widerspreche»

Achtung, genau lesen:

in der  deutschen Gerichtsbarkeit bzw. Strafverfolgung
gibt es keine Sünden - nur Straftaten, etc.
Sünden verfolgt der "liebe Gott" auf Antrag,
ansonsten machen das seine Stellvertreter auf Erden. (sich passend)
Amen
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Sir Vival am 10:32:08 Do. 15.April 2010
"Ein deutscher Bischof bezeichnete Homosexualität als «eine Sünde, die der Natur widerspreche». Und das ausgerechnet in der ARD-Sendung von Anne Will, die bekanntlich mit einer Frau zusammenlebt."

Stimmt nicht!!!
Schaut euch Schnecken an. Die treiben´s mit sich selbst. Das sind Mann und Frau in einem. Sozusagen Frann oder Mau, nicht wahr, Herr Pfarrer?

So ein Klappspaten. Und sowas lädt man in eine Sendung ein. Da kann man doch nicht mehr ganz dicht laufen.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Cronos am 11:26:17 Do. 15.April 2010
Ich bin zwar kein gläubiger Christ, aber ich sehe auch das Homosexualität beim Menschen der Natur widerspricht.
Sowas kann in meinen Augen garnicht normal sein, das ist einfach nur unnormal!
Trotzdem kann natürlich jeder Mensch machen was er will! ;)
Meine Meinung! ;D
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 13:25:23 Do. 15.April 2010
Wenn andere Partnerkonzepte als Heterosexualität in der Natur nicht statt finden würden, dann könnte ich das nachvollziehen.

Lies mal diesen Bericht aus der wohl auch für dich glaubwürdigen 'GEO':

http://www.geo.de/GEO/natur/tiere/287.html (http://www.geo.de/GEO/natur/tiere/287.html)

Tja, Es gibt so ziemlich alles in der Natur.

Nur der Mensch denkt sich Religionen aus, um sich wirklich zu de-naturisieren. In ein gewaltsam übergestülptes Korsett, daß nur zur reinen Fortpflanzung in lebenslangen Produktionseinheiten (vulgo: Ehe) zu gegenerieren.

DAS ist unnatürlich. Nicht die Homosexualität.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 13:25:57 Do. 15.April 2010
Wenn andere Partnerkonzepte als Heterosexualität in der Natur nicht statt finden würden, dann könnte ich das nachvollziehen.

Lies mal diesen Bericht aus der wohl auch für dich glaubwürdigen 'GEO':

http://www.geo.de/GEO/natur/tiere/287.html (http://www.geo.de/GEO/natur/tiere/287.html)

Tja, Es gibt so ziemlich alles in der Natur.

Nur der Mensch denkt sich Religionen aus, um sich wirklich zu de-naturisieren. In ein gewaltsam übergestülptes Korsett, daß nur zur reinen Fortpflanzung in lebenslangen Produktionseinheiten (vulgo: Ehe) dient.

DAS ist unnatürlich. Nicht die Homosexualität.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:42:48 Fr. 16.April 2010
Immer weitere Meldungen über Mixa, Gewalt gegen Heimkinder, Faust- und Stockschläge, Veruntreuung von Geldern...

(http://www.donaukurier.de/storage/scl/afp/journal/eins/1693441_m1t1w600q75v18163.jpg)(http://www.merkur-online.de/bilder/2009/04/22/221953/1201670279-militaerbischof-walter-mixa-links-bundeswehrsoldaten.9.jpg)Mixa bei der Arbeit

Mir ist es aber zuwider mich irgendwelchen "Schwanz ab - Kopf ab!" Forderungen anzuschließen. Es ist auch falsch (und sowieso sinnlos) irgendwelchen Menschen vorzuschreiben oder zu verbieten, woran sie glauben sollen und woran nicht.

Notwendig ist es aber endlich die Forderung zur Trennung zwichen Staat und Kirche auf die Agenda zu stellen! In anderen Staaten längst eine Selbstverständlichkeit.

Soll das Pack doch sehen, wie es sich finanziert. Schluß mit der Kirchensteuer!
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: antonov am 14:31:51 Mo. 19.April 2010

18.04.2010 | heise.de | Peter Muehlbauer
Nicht geschadet?

Der Ex-Chefvolkswirt der Deutschen Bank verteidigt Bischof Mixa und das Prügeln von Kindern

Norbert Walter war bis vor kurzem Chefvolkswirt der Deutschen Bank. Und er war gestern praktisch die einzige Stimme, die dem Augsburger Bischof Mixa nach seinem "Watschengeständnis" öffentlich beisprang – mit einem bemerkenswerten Argument: Er, so Walter, sei von seiner Mutter ebenfalls geprügelt worden, und ihm habe das schließlich auch nicht geschadet. Die Kritiker Mixas bezeichnete das Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken in diesem Zusammenhang als "fundamentalistische Aufklärer".

Fast überall sonst kam Mixas trotziges Geständnis sehr viel weniger gut an: Politiker von SPD und Grünen fordern mittlerweile seine Rücktritt und selbst der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, der CSU-Politiker Alois Glück, lehnte solche Forderungen nur mehr mit der Begründung ab, dass sie "gegenwärtig" falsch seien und erst der Sachverhalt vollständig aufgeklärt werden müsse. Auch die Kommentarspaltungen der Zeitungen waren sich weitgehend einig, dass der Bischof seinen Hut nehmen solle. Die Süddeutsche Zeitung meinte, selbst wenn Mixa sich noch einige Zeit im Amt halte könne, ändere das nichts an der Tatsache, dass das Bistum Augsburg eigentlich keinen Bischof mehr habe: "Da ist nur noch ein Mann im Bischofsornat, aber es fehlt ihm das, was dieses Amt auszeichnen soll: Glaubwürdigkeit, Autorität, Integrität und Würde".

---> Quelle (http://www.heise.de/tp/blogs/8/147457)
kann mal jemand den walter abwatschen alleine schon wegen IKB und HRE
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 19:12:02 Mi. 21.April 2010
Das bayerische Kultusministerium zahlt weiter das Gehalt des Augsburger Bischofs Walter Mixa, dem mehrere Fälle von Gewaltanwendung gegen Kinder vorgeworfen werden. Laut „Panorama“ bezieht er monatlich rund 7.900 Euro. In Bayern wird das bischöfliche Gehalt nicht aus Kirchensteuern, sondern aus dem Staatshaushalt finanziert. Das geht auf Verträge aus dem 19. Jahrhundert zurück, die im Konkordat von 1924 übernommen wurden. Dafür hat der bayerische Ministerpräsident ein Veto-Recht bei der Besetzung der höchsten Kirchenämter in Bayern.

http://www.rf-news.de/2010/kw16/feff20.04.10-2013-bischof-mixa-erhaelt-weiter-einkommen-aus-staatsgeldern (http://www.rf-news.de/2010/kw16/feff20.04.10-2013-bischof-mixa-erhaelt-weiter-einkommen-aus-staatsgeldern)

Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 20:34:38 Mi. 21.April 2010
Monty Python - Silly Vicar (http://www.youtube.com/watch?v=tsb5W0m3S-Y&feature=player_embedded#)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 08:51:27 Do. 22.April 2010
Es ist mal ein Anfang ...

Zitat
Bischof Mixa tritt zurück

Der umstrittene Augsburger Bischof Walter Mixa hat dem Vatikan seinen Rücktritt angeboten. Die Annahme durch den Papst ist reine Formsache. Der katholische Hardliner stolpert damit über die "Watschn-Affäre" und finanzielle Unregelmäßigkeiten in seiner früheren Gemeinde.

...

http://www.handelsblatt.com/magazin/nachrichten/nach-watschn-affaere-bischof-mixa-tritt-zurueck;2566199

Aber natürlich droht er als Bauernopfer instrumenalisiert zu werden, nach dem Motto, seht ihr, nu isser weg, gebt Ruhe.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 18:17:35 Mi. 28.April 2010
Zitat
Gimmick: Das Postillon-Leserkruzifix

Ja, Kruzifix! Kennen Sie das? Sie merken, dass Ihre christlichen Werte (Waisen kloppen, Homos hassen, Egoismus) schon auf Reserve laufen, aber weit und breit ist nirgends ein Kruzifix zum Auftanken oder wenigstens eine niedersächsische öffentliche Schule. Oder noch schlimmer: Plötzlich steht eine Muslima vor Ihnen, die Sie auffordert, sich an das Grundgesetz zu halten und religiöse Symbole aus dem Unterricht zu verbannen und Sie haben weder Kruzifix noch Holzpflock bei sich, um sie zu vertreiben.
Dagegen verschafft der Postillon, der letzte Verteidiger des christlichen Morgen-, Mittag- und Abendlandes, jetzt endlich Abhilfe mit dem original Postillon-Leserkruzifix (Postifix)
......

Quelle , mit exklusiver Bastelanleitung: Der Postillon (http://www.der-postillon.com/2010/04/gimmick-das-postillon-leserkruzifix.html)

So etwas praktisches hätte ich eigentlich auf der CDU-Homepage erwartet.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 13:03:10 Sa. 01.Mai 2010
Kalkofes Mattscheibe - Pfarrer predigt (http://www.youtube.com/watch?v=5pYJMWm9hqQ&feature=related#)
Titel: Prügelvorwürfe gegen Bischof Mixa erhärtet
Beitrag von: Aloysius am 05:54:30 Sa. 15.Mai 2010
Zitat
Prügelvorwürfe gegen Bischof Mixa erhärtet

Schrobenhausen (kna) Der Missbrauchsverdacht gegen den Augsburger Bischof Walter Mixa hat sich nach Feststellung der Staatsanwaltschaft Ingolstadt als unbegründet erwiesen. Die Prügelvorwürfe dagegen haben sich erhärtet – und sie fallen noch drastischer aus als bisher bekannt. Zwar liegen die Vorfälle mehr als 20 Jahre zurück und lassen eine Strafverfolgung nicht mehr zu. Doch der 39 Seiten starke "vorläufige Abschlussbericht" des von der Heimstiftung eingesetzten Sonderermittlers, Rechtsanwalt Sebastian Knott, listet ausführlich die Leiden auf, die Mixa in seiner Zeit als Stadtpfarrer von Schrobenhausen Kindern des Josefsheims zugefügt haben soll.

...

Quelle (http://nachrichten.rp-online.de/wissen/pruegelvorwuerfe-gegen-bischof-mixa-erhaertet-1.75400)

Meine Güte, was für ein Abgrund tut sich da auf.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Sir Vival am 11:48:50 Mo. 17.Mai 2010
(Sarkasmus-Mode: ON)
Geschlagen hat er, aber nicht gef***t. Das ist doch ok, oder?
Also was wollen diese unschuldigen Opfer? Wg. Prügelei ist noch keiner verhaftet worden.
(Sarkasmus-Mode: OFF)

Es heisst ja nur, die Missbrauchsvorwürfe (KiFi-Delikte) wurden "entkräftet" und als unbegründet erwiesen.
Das heisst aber nicht, dass er es nicht doch getan hat.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:51:54 Di. 25.Mai 2010
Zitat
Die üblen Machenschaften der Vatikanbank

Kaum ein anderes Buch hat in Italien 2009 für so viel Wirbel gesorgt wie „Vatikan AG“ von Gianluigi Nuzzi. Es beschreibt die üblen Machenschaften der Vatikan-Bank und wie der Heilige Stuhl damit umgegangen ist. Nun ist die deutsche Ausgabe auf dem Markt. Nicht nur für Katholiken absoluten lesenswert.


"Im Vatikan gibt es niemals nur eine Wahrheit. Nicht einmal bei Zahlen." Eine Aussage, die Gianluigi Nuzzi im Nirgendwo seines Buches versteckt, obwohl hier der Kern der Sache liegt. "Vatikan AG" ist ein glänzend recherchierter, 360 Seiten langer Beitrag, um der Wahrheit möglichst nahe zu kommen.
(...)
Es geht unter anderem um Geldwäsche, Bestechung und Zweckentfremdung von hohen Millionenbeträgen. Beinahe noch interessanter ist aber die Aufarbeitung der Missstände. Nuzzi differenziert sehr genau zwischen Tätern und Mitwissern. Natürlich war nicht jeder Mitarbeiter der Vatikanbank korrupt.
(...)
Nuzzis Buch ist über weite Strecken zwar spannend wie ein Krimi, aber nicht immer leicht zu lesen. Er verzichtet auf einen skandalösen Stil, sondern geht ins Detail und belegt die Vorgänge sehr exakt. Bisweilen wird dem Leser schwindelig vor lauter Namen und Begebenheiten. Aber umso glaubwürdiger ist das Buch. Es bringt die Vatikanbank in die Nähe des organisierten Verbrechens und hat allein schon deshalb eine enorme Relevanz.(...)
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/neue-beweise-die-ueblen-machenschaften-der-vatikanbank;2587524 (http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/neue-beweise-die-ueblen-machenschaften-der-vatikanbank;2587524)

Gianluigi Nuzzi
Vatikan AG
Ecowin Verlag, Salzburg 2010
360 Seiten, 22.50 Euro
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Hajco am 00:18:08 Mi. 26.Mai 2010
...der Heilige Stuhlg...

Das der Laden stinkt, war mir doch schon immer klar.
Aber bis "zum Himmel" scheint er es noch nicht geschafft zu haben?
Denn:
Der Chef lässt seinem irdischen Personal einen sehr großzügigen
Spielraum - und ich glaube (schönes Wort) sogar, dass "ER" sie
der irdischen Gerichtsbarkeit entziehen will.

Meine persönlichen Erfahrungen mit derlei Amts - und Würdenträgern
sind reichlich gedeckt... nach nun 60 Jahren.

Gruß Hajco
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 12:10:59 Do. 27.Mai 2010
Zitat
Ein Deal mit dem Erlöser
Deutschlands erste Mega-Church steht in Stuttgart. Pro Wochenende wollen dort 4.000 Menschen den Heiligen Geist am eigenen Leib erfahren


Kein Kreuz, keine Kerzen, keine Heiligenbilder, dafür übersetzen Helfer die Predigt simultan in 15 Sprachen. Die Gottesdienste in der Biblischen Glaubens-Gemeinde, kurz BGG, haben wenig mit dem zu tun, was man aus den Amtskirchen kennt: Statt in dunklen Gemäuern an jahrhundertealten Melodien zu scheitern, schwelgt man hier sonntags im Wohlfühl-Pop, nur wenige Minuten vom S-Bahnhof Stuttgart-Feuerbach entfernt, in einer 20 Meter hohen Halle aus Glas und Metall.

Der „Lobpreis“ ist in den gut zweistündigen „Celebration-Gottesdiensten“ eine zentrale Größe: Fast die Hälfte der Zeit verbringt der Gottesdienstbesucher in musikalischer Harmonie, unterstützt durch einen Chor und eine fünfköpfige Band. Statt in dünnblättrige Bücher, geht sein Blick nach oben, wo über dem Schlagzeug, die Texte an die Wand geworfen werden. Die Musiker machen ihre Sache professionell, fast ein wenig cool. Nur selten merkt man ihnen an, was für ein Gefühl das sein muss, vor einem leidenschaftlich singenden Publikum Glaubenshymnen zu spielen. Dabei ist die Kraft dieses gemeinsamen Singens auch für einen Außenstehenden geradezu physisch spürbar.

Grenzenloser Glaube

Die Annahme, grenzenloser Gottesglaube spiele in Deutschland keine Rolle mehr, ist ein Irrtum. Außerhalb der großen Landeskirchen entstehen christliche Parallelwelten, die radikale Frömmigkeit mit modernem Entertainment verbinden. Obwohl sie in Fußgängerzonen missionieren und für jeden frei zugänglich sind, ist das Wissen über diese Glaubensformen oft gering. Laut der Apostelgeschichte hat Gott seinen Geist an Pfingsten auf seine Jünger ausgeschüttet. In die womöglich größte Freikirche Deutschlands kommen jedes Wochenende mehr als 4000 Besucher, um diesen Geist am eigenen Leib zu spüren.

Der Großteil des Publikums ist adrett gekleidet und macht den Eindruck, in soliden Arbeitsverhältnissen zu stehen. Die Männer tragen Kurzhaarschnitt und randlose Brillen, die Frauen flache Absätze und unaufdringliches Make-Up. Es sind viele Jugendliche da, die sich nur durch vereinzelte T-Shirt-Aufschriften wie „Salvation“ oder „Geist ist Geil“ von anderen unterscheiden. Eine Gruppe Studenten wippt eher zaghaft im Rhythmus von „God, He Reigns“, den Text können sie auswendig. Eine von ihnen lächelt mit geschlossenen Augen, als würde ihr jemand Zärtlichkeiten ins Ohr flüstern. Hin und wieder singt sie leise mit, die Hände ausgebreitet. Überhaupt spielen die Hände eine große Rolle: Viele strecken sie zur Decke oder halten sie mit geöffneten Handflächen vor sich hin. Ein gleichmäßig gebräunter Mann singt gestenreich mit. Immer wieder ruft er „Ja, Herr!“ und streckt die Faust nach oben, so dass ihm die Uhr vom Handgelenk auf den Unterarm rutscht.

„Jesus ist für Buchhaltung“

„Es gehen vor allem junge Leute dort hin, die fühlen sich in ihren kulturellen Ausdrucksformen ernst genommen”, sagt die evangelische Pfarrerin Annette Kick, „das ist gerade die Klientel, die bei uns vernachlässigt wurde.” Kick ist seit mehr als acht Jahren Weltanschauungsbeauftragte der evangelischen Landeskirche in Württemberg. Über die BGG sagt sie: „Die äußere Form ist modern, aber die Inhalte sind anti-modern.“ Zwar stelle sich die Gemeinde nach außen hin als „ganz normale evangelische Gemeinde“ dar. Aber nach innen sei es eine Pfingstgemeinde, das heißt es werde besonders auf die Erfahrung mit dem Heiligen Geist wert gelegt. Im Vordergrund des Gottesdienstes stünden die so genannten Geistesgaben: Prophetie, Heilung und die Zungenrede, Gebet in einer für den Betenden fremden Sprache. Innerhalb eines dualistischen Weltbildes würden, sagt Kick, „Krankheiten, psychische Leiden und Armut häufig auf dämonische Einflüsse zurückgeführt, die durch Gottes Kraft bezwingbar seien.”

Im Gottesdienst in Stuttgart-Feuerbach geht es aber erst einmal ganz bodenständig zu. Bevor der Prediger auftaucht, werden die Neuigkeiten des Gemeindelebens in merklich schwäbischem Akzent bekannt gemacht. Die Stimmung ist gut, man ist per Du. Nach ein paar Späßen und nachdem die Wichtigkeit der Opfergaben betont wurde, gehen blaue Eimerchen durch die Reihen, für jede Reihe einen.

Mit Absicht wird im Vorfeld nicht verraten, ob Peter Wenz predigen wird oder jemand anderes. Aber Wenz predigt heute. Im strahlend gelben Hemd betritt er die Bühne und schlagartig ist etwas anders.

Aufsichtsrat und Direktor in einem

Wäre die BGG eine Aktiengesellschaft, Peter Wenz wäre Aufsichtsrat-Vorsitzender und Generaldirektor in einem. Statt wie geplant bei der Bundeswehr Medizin zu studieren, hatte der 20 Jahre alte Wenz nach „einer persönlichen Erfahrung mit dem Heiligen Geist“ beschlossen, Pastor zu werden. Sechs Jahre später beginnt er seine Arbeit in Bad Canstatt, in einer Gemeinde mit 100 Mitgliedern, Tendenz fallend. Innerhalb von zwei Jahren verdoppeln sich die Mitgliederzahlen und die Gemeinde muss in immer größere Hallen ausweichen – was auch die nächsten 15 Jahre so bleibt. 2001 wird schließlich das „Gospel-Forum“ eingeweiht, ein Gebäudekomplex mit rund zehntausend Quadratmetern Fläche, der außer der Halle für Gottesdienste auch eine Kindertagesstätte, eine Musikschule, Sportanlagen, einen Jugendclub und Seminarräume beherbergt. Heute hat die Gemeinde nach eigenen Angaben etwa 3000 erwachsene Mitglieder, neben 1500 Kindern und Jugendlichen. „Nicht alte Traditionen“, erklärt Wenz selbst diesen Erfolg, „sondern die erlebbare Nähe Gottes zieht Menschen an.“

Insgesamt steht er an diesem Sonntag mehr als eine Stunde auf der Bühne, aber niemand langweilt sich: Viele schreiben mit, jede Pointe kommt an und in den lächelnden Gesichtern ist Bewunderung zu lesen. Wenz zitiert mehr als ein Dutzend Stellen aus dem Neuen Testament, aber nie mehr als ein bis zwei Verse. Seine Sprache ist einfach, manchmal fast kindlich. Die Bibelverse paraphrasiert er in umgangssprachlichem Ton, bevor er sie mit Alltagserfahrungen in Beziehung setzt: „Ihr Lieben, Gott ist hingegangen, uns eine Wohnung zu bereiten! Und die ist besser als dein Häusle hier im Schwäbischen. Wobei ich dir das gönne.“ Regelmäßig fordert Wenz das Publikum auf: „Wer’s glaubt, sagt Amen“. Und alle sagen Amen.

Die heutige Predigt trägt den Titel: „Jesus und das liebe Geld”. Dabei geht es viel um Praktisches. „Jesus ist für Buchhaltung“, sagt Wenz. Und: „Wenn wir es ernst meinen mit dem Bezahlen von Steuern, wird Gott zum Teil übernatürlich dafür sorgen, dass wir das Geld auch bekommen.“ Obwohl Wenz betont, er halte „keine Opferrede heute“, weist er wiederholt darauf hin, dass „die Gemeinde finanzielle Unterstützung braucht“ und dass, wer reichlich sät, auch reichlich ernten werde. Kurz vor den Fürbitten hält Peter Wenz einen Moment inne. „Mir kommt gerade etwas, das war nicht vorgesehen, ein Impuls“: Er bittet die Ordner, nach dem Gebet, die blauen Eimerchen für ein zweites Opfer herumgehen zu lassen, falls jemand „nach dieser Predigt etwas für das Reich Gottes geben wolle“.

Wechselnde Abhängigkeiten

Gesellschaftspolitisch gewinnt die BGG an Einfluss. Peter Wenz rühmt sich, einen guten Kontakt zum Stuttgarter Oberbürgermeister Wolfgang Schuster zu haben. Der Finanzbürgermeister und Stadträte der CDU werden regelmäßig im Gottesdienst gesehen. Von den sozialen Engagements werden besonders die internationalen Hilfsprojekte und die stationäre Therapieeinrichtung für Drogenkranke „Weg zur Freiheit“ hervorgehoben.

Annette Kick sagt dazu: „Ich bekomme natürlich nicht mit, wem es auf Dauer hilft, aber aus meiner Sicht wird oft einfach eine Abhängigkeit durch eine andere eingetauscht. Gerade in der Seelsorge erzeugt Peter Wenz eine starke Abhängigkeit von seiner Person.“ Aus ihrer eigenen Seelsorge, in der Kick seit Jahren Aussteiger betreut, könne sie zahlreiche Belege nennen. Beispielsweise eine Frau, die bei Wenz persönlich in Seelsorge gewesen und krank geworden sei. „Diese Frau ist sicher nie in psychiatrischer Behandlung gewesen. Und hinterher war sie psychotisch. Sie hat ein ganz extremes Abhängigkeitsverhältnis entwickelt.“

Den Grund dafür sieht Kick in Wenz’ Selbstverständnis: „Bei seinen Eindrücken, Visionen und Worten behauptet er, dass sie direkt von Gott seien.“ Zudem nehme er für sich in Anspruch, Dämonen zu erkennen. Der Dämonenglaube aber sei gerade für psychisch angeschlagene Menschen gefährlich: „Wenn in Belastungssituationen die alten Muster aufbrechen, heißt es: ,Warum hast du den Dämon wieder zugelassen?‘ Die Leute sind dann auch noch Schuld an ihrem Leid.“

Applaus für Gott

Auf sein Selbstverständnis angesprochen, redet Peter Wenz nicht von Dämonen, sondern zitiert Goethes „die Geister, die ich rief“. Er habe festgestellt, „dass es nur einen gibt, der einem hilft, solche negativen Kräfte im Leben loszuwerden, weil er einfach stärker ist als sie und das ist Jesus Christus.“ Auch er, Peter Wenz, erlebe immer wieder, dass der Heilige Geist ihm Dinge zeige, die man mit dem menschlichen Verstand nicht ergründen könne. In seiner Gemeinde gebe es viele, zum Teil ärztlich beglaubigte Wunder. „Diese passieren, wenn wir für Menschen – genau wie es Jesus seine Jünger gelehrt hat – beten, ihnen die Hände auflegen und sie segnen.“

Jede Woche bekomme er zahlreiche Berichte wie den folgenden: „Wir hörten eine CD von Dir und als Du dann sagtest, dass man seine Hände auflegen soll, wo die Schmerzen sind, ist mein Mann geheilt worden. Er hat seit circa einem halben Jahr einen Bandscheibenvorfall und starke Schmerzen, ging ganz krumm und keine Schmerztherapie hat ihm geholfen. Er läuft nun ganz gerade und die Schmerzen sind weg. Wir konnten beide spüren, wie die Kraft Gottes ins Zimmer kam und ich musste weinen.“

Zwar gibt es in den „Celebration-Gottesdiensten“ keine Liturgie, aber dennoch ist der Ablauf immer gleich und detailliert geplant. Nach der Predigt spricht Wenz ein Gebet, das von der Band musikalisch untermalt wird und sich immer weiter steigert. In den Fürbitten gelangt die Dramaturgie dann zu ihrem Höhepunkt. Wenz ruft mit lauter Stimme: „Ich spüre Gottes Kraft fließt überall. Hier ist Heilung, hier ist mächtige Heilung heute morgen.“ Als alle in den Gesang einstimmen, steht er mit ausgebreiteten Armen am Bühnenrand, den Blick zur Decke gerichtet. Die Studenten haben ihre Zurückhaltung aufgegeben, sie tanzen und singen mit erhobenen Händen. Die Stimmung ist auf eine entrückte Weise feierlich. Viele beten hörbar, teilweise in unverständlichen Lauten. Wenz ruft: „Gott ist hier, wir geben ihm nochmal einen richtigen Applaus!“ Dann geht er von der Bühne. In vier Stunden beginnt der Nachmittagsgottesdienst.
http://www.freitag.de/alltag/1020-ein-deal-mit-dem-erl-ser (http://www.freitag.de/alltag/1020-ein-deal-mit-dem-erl-ser)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 21:35:43 Fr. 11.Juni 2010
Zitat
Auch im katholischen Italien sinken die Beiträge für die Kirche stark. Laut einem Dokument der italienischen Bischofskonferenz CEI ist die Zahl jener Steuerzahler, die ihre Solidaritätssteuer der katholischen Kirche gewidmet haben, von 89,82 Prozent im Jahr 2005 auf 85,01 Prozent im Jahr 2007 gesunken.
http://derstandard.at/1276043659048/Bischofskonferenz-schlaegt-Alarm-Immer-weniger-Italiener-zahlen-an-die-Kirche (http://derstandard.at/1276043659048/Bischofskonferenz-schlaegt-Alarm-Immer-weniger-Italiener-zahlen-an-die-Kirche)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 18:28:33 Mo. 14.Juni 2010
(http://media.de.indymedia.org/images/2010/06/283818.jpg)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Sir Vival am 10:33:02 Di. 15.Juni 2010
"Ex-Bischof Mixa wohnt wieder im Bischofspalais"

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,700467,00.html (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,700467,00.html)

"...."Er wohnt nach wie vor hier, zelten kann er nicht." - Ich frage: Warum eigentlich nicht?
Oder Wohnheim/Jugendherberge (da würde er vielleicht noch freiwillig dafür zahlen! LOL)

Soll jetzt kein Baschof-Bishing....äh...Bischof-Bashing werden hier. Aber so geht´s ja nicht. Plädieren die etwa auf die Vergesslichkeit der Öffentlichkeit?
"....der wegen Prügelvorwürfen zum Rücktritt gedrängte Geistliche....." Kein Wort mehr zu den "Missbrauchsvorfällen mehr. Ach ja! Die wurden ja "entkräftet".

Am Ende heisst´s dann: Jooooo, dann lassen wir ihn eben hier weiter wohnen. Rausschmeissen können wir ihn ja nicht......
Schleimscheisser!
Hier, du Mixa! Hier hast du 3 devil´s horns  :evil: :evil: :evil:
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 19:31:20 Mo. 21.Juni 2010
Zitat
Wurde über Mixas Alkoholabhängigkeit bisher nur gemunkelt, wird er inzwischen öffentlich als „Spiegeltrinker“ bezeichnet, der an Realtätsverlust leide und Lügen verbreite.
http://www.abendzeitung.de/politik/193951 (http://www.abendzeitung.de/politik/193951)

Was sollen das denn für Vorwürfe sein!?!
Wäre ein Alkoholproblem ein Ausschlußgrund, wäre die Kirche die hälfte ihrer Priester los.
Wäre Realitätsverlust ein Ausschlußgrund, gäbe es keine Gläubigen mehr.
Wäre die Verbreitung von Lügen Tabu, gäb's keine Kirche mehr.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 10:57:52 Mo. 05.Juli 2010
Zitat
Christliche Gotteskrieger proben den Guerillakrieg

Die militante christliche Gruppe Adullam nations will mit Waffengewalt die Schweiz vor fremden Mächten verteidigen. Hauptfeinde sind EU und UNO.
Stichworte



Die Gruppierung Adullam nations hat sich zum Ziel gesetzt, «den Widerstand gegen die neue Weltordnung aufzubauen», schreibt Pastor Cédéric J. Stoller auf seiner Website. (Er ist nicht zu verwechseln mit dem Radrennfahrer Cédric Stoller.) Aufgabe sei die Bildung von «regionalen Widerstandsgruppen». Den Text ziert ein Emblem mit einem Lorbeerkranz und einem Kreuz, aus dem eine Faust ragt. Auf einem Foto sitzt der junge Pastor im Kampfanzug, in der Hand ein Gewehr, den Finger am Abzug.

Die Spurensuche nach der Widerstandsgruppe verläuft ergebnislos. Kein Wunder, versteht sich Adullam nations doch als «christliche Milizen im Untergrund». Der einzige konkrete Hinweis: Der Hauptsitz ist in Windisch AG. Dass die Organisation tatsächlich einen christlichen Hintergrund hat, zeigt der Hinweis, Adullam nations sei Teil der freikirchlichen evangelikalen Gemeinschaft.

Webseite gelöscht

Gegründet wurde Adullam nations Anfang dieses Jahres. Der Pastor stellte mehrere Texte ins Netz, in denen er seine Strategie erklärt. Als der «Tages-Anzeiger» mit seinen Recherchen begann, wurde die Website (www.christliche-identitaet.ch (http://www.christliche-identitaet.ch)) gelöscht. Ob ein Zusammenhang besteht, lässt sich nicht ausmachen. Verschwunden ist auch die anonyme Mailadresse.

Der Kampf der christlichen Nationalisten gilt den Mächten, die nach dem «(Welt-)Einheitsreich» strebten und unsere nationale Identität zerstören wollen. In dieses Verschwörungskonstrukt werden auch die EU und die UNO gezwängt. Das führe zu einer neuen Weltordnung. Die Einheitswährung des Euro sei ein Schritt in diese Richtung.

Apokalyptische Ideen

Weiter bringt Adullam nations apokalyptische Ideen ins Spiel: In der Johannes-Offenbarung werde die Bildung antichristlicher Einheitsorganisationen als Zeichen der Endzeit gewertet. Adullam nations will aus seinen Kriegern Märtyrer machen: Es brauche Gotteskrieger, die bereit sind, «dem Freiheitskampf mehr Wert zu geben als dem eigenen Leben».

Die Ideologie von Adullam nations besteht aus einer Mischung von Verschwörungsideen, Endzeitfantasien und christlichem Fundamentalismus.

Die moralische Legitimation für seinen bewaffneten Abwehrkampf gegen die angeblichen antichristlichen Kräfte holt der Pastor mit dem kurzen Haarschnitt und dem grimmigen Blick aus der Bibel.

Die Waffenrüstung Gottes


«Die Armee Gottes braucht dich!», titelt Stoller. Schon in der Bibelstelle Epheser 6,13 würden die Christen dazu aufgerufen, «die symbolische Waffenrüstung Gottes anzuziehen, um mit voller Siegesgewissheit in den Kampf zu ziehen und in der Armee Gottes tätig zu sein». Als Vorbild führt der Pastor Jesus Christus an, der in Matthäus 10,34–36 gesagt habe: «Ich bin nicht gekommen, Frieden auf Erden zu bringen, sondern das Schwert.»

Das Rezept von Adullam nations klingt nach einer Art Guerillakrieg. Die Organisation erklärt, sie baue im Geheimen kleine Kampfzellen (Milizen genannt) auf. Sobald eine Miliz ihre Ausbildung abgeschlossen habe, vernichte die Gruppierung aus Sicherheitsgründen jegliche Daten.

Adullam nations behauptet, Gott erfreue sich am aktiven Glaubenskampf, und nimmt dafür die Bibel als Richtschnur (2. Könige 23,25). Deshalb müssten Christen den Kampf «in der Armee Gottes umsetzen, und zwar in aktiver, ja sogar militanter Weise».
http://bazonline.ch/schweiz/standard/Christliche-Gotteskrieger-proben-den-Guerillakrieg/story/31198311 (http://bazonline.ch/schweiz/standard/Christliche-Gotteskrieger-proben-den-Guerillakrieg/story/31198311)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 21:50:22 Sa. 10.Juli 2010
Zitat
Katholische Kirche erhält Negativ-Preis
Das kalte Herz der Kirche


Von Heribert Prantl

Mehr als jede Kirchenkritik der Kirche schaden kann, schadet sie sich selbst, wenn sie sich der Diskussion versperrt: Anlässlich der Verleihung der Verschlossenen Auster eine Laudatio auf die katholische Kirche, den "Informationsblockierer des Jahres".

Es gibt sie überall. In Behörden und Verbänden, in Firmen und Parteien, bei Banken und Vereinen: Die Vertuscher, die Verleugner und die Verheimlicher. Wer sich in diesen Disziplinen im Laufe eines Jahres besonders hervortut, hat gute Chancen, die Verschlossene Auster zu gewinnen, den Kritik-Preis der Journalistenvereinigung Netzwerks Recherche.

In diesem Jahr wird der Preis zum neunten Mal verliehen. Er steht als mahnendes Symbol für mangelnde Offenheit und Behinderung der Pressefreiheit von Personen oder Organisationen gegenüber den Medien.

Dieses Jahr geht der Kritikerpreis an die katholische Kirche für ihren Umgang mit dem Missbrauchsskandal. "Die Deutschen Bischöfe geben bei der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle nur die Tatsachen zu, die sich nicht mehr leugnen lassen. Die katholische Kirche respektiert den Anspruch der Öffentlichkeit auf frühzeitige und vollständige Information nicht und widerspricht damit ihren eigenen Werte-Postulaten nach Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit", sagte Thomas Leif, Vorsitzender von Netzwerk Recherche, zur Jurybegründung.
(...)
http://www.sueddeutsche.de/medien/katholische-kirche-erhaelt-negativ-preis-das-kalte-herz-der-kirche-1.973073 (http://www.sueddeutsche.de/medien/katholische-kirche-erhaelt-negativ-preis-das-kalte-herz-der-kirche-1.973073)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 12:04:51 Sa. 24.Juli 2010
Zitat
Ex-Bischof Mixa erhält Pension von 5.400 Euro monatlich - aus Steuergeldern
Die Kirche hat den gestrauchelten Bischof aus dem Verkehr gezogen, dem Staat liegt er weiter auf Geldbeutel, damit es dem Geistlichen materiell an nichts fehlt


Bayerischer Bischof müsste man sein. Die werden nämlich wie zahlreiche Kanoniker, Vikare oder Direktoren und Erzieher an kirchlichen Schulen nicht etwa von den 1,2 Milliarden Euro bezahlt, die der Staat an Kirchensteuer für die katholische Kirche einzieht. Das bringen alle Steuerzahler auf, um die Kirche und ihre Würdenträger zu unterstützen. Beide Kirchen erhalten jährlich allein 450 Millionen Euro von allen Steuerzahlern zusätzlich zur Kirchensteuer für Personalkosten der Bischöfe, Pfarrer und Theologen. Und allein dem Bistum Augsburg, an dem Mixa tätig war, zahlt der Staat 2010 17,608 Millionen Euro an "Pflichtabgaben". 2009 waren es noch knapp 17 Millionen.

Das gilt selbstverständlich auch für schwarze Schafe wie Bischof Mixa, der wegen Verfehlungen genötigt wurde zurückzutreten, auch wenn er sich lange zierte und lieber versetzt werden wollte. Dabei ging es um Vorwürfe, als Pfarrer Stiftungsgelder missbraucht zu haben, um seine Neigungen zum Alkohol und zum prügelnden Strafen von Heimkindern, aber auch um Falschaussagen. Angeblich soll er zudem junge Priesterseminaristen aus dem "Collegium Willibaldinum" in seine Privatgemächer eingeladen, um mit ihnen in die Sauna zu gehen.

Schwamm drüber, möchte man sagen. Aber der gefallene "Würdenträger" der katholischen Kirche, der als Bischof vom Staat, also von den bayerischen Steuerzahlern, mit vermutlich 8.000 Euro Grundgehalt nicht schlecht honoriert wurde, ist nur von gewissen Ämtern zurückgetreten, wie man hört. Vielleicht auch um sicher zu gehen, dass der umtriebige Ex-Bischof nichts mehr anstellt, wird er seinen Ruhestand in einem Frauenkloster zubringen - nämlich bei den Franziskanerinnen der Maria-Stern-Schwestern in Fünfstetten im Landkreis Donau-Ries. Wenn er will, darf er aber weiterhin seelsorgerisch tätig sein und Sakramente spenden. Man schafft den Mann für die Öffentlichkeit also beiseite und stellt ihn innerkirchlich weitgehend kalt, aber von wirklicher Buße scheint man im Vatikan nichts zu halten, bei Mixa selbst ist davon sowieso keine Rede. Er lässt es sich mit Steuergeldern gut gehen, die ihm ein Einkommen und einen Wohlstand sichern, der weit über das hinausgeht, was die meisten Menschen nicht nur im Ruhestand, sondern auch arbeitend erwarten können. Als Geistlicher schmäht man den Luxus und das Materielle nicht, und die katholische Kirche scheut sich nicht, ihren gestolperten Würdeträger weiterhin vom Staat bezahlen zu lassen, anstatt zumindest hier finanziell einzuspringen. Da sei Gott vor.

Mixa erhält jedoch nicht nur weiter Steuergelder in Höhe von 5.400 Euro monatlich brutto, also 70 Prozent seines früheren Bischofsgehalts, wie das bayerische Kultusministerium bestätigte, sondern auch eine Aufwandsentschädigung als früherer Militärbischof. Die Kosten für den Alterswohnsitz trägt wohl die Kirche und damit auch zum Teil alle Steuerzahler. Es wird Mixa also wahrscheinlich nicht an reichlich Wein, gutem Essen, schönen Reisen und teurem Mobiliar fehlen.
http://www.heise.de/tp/blogs/6/148063 (http://www.heise.de/tp/blogs/6/148063)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Sir Vival am 14:26:01 Sa. 24.Juli 2010
Christlich!! nicht wahr, verehrte CDU?
Naja, das wäre unter den anderen Pfeifenköppen auch passiert.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 18:02:50 Mo. 23.August 2010
(http://d1.stern.de/bilder/Humor/greserlenz/greser_21_10_fitin_615_425.jpg)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 18:39:41 Mi. 29.September 2010
Gerhard Polt - 'Papst-Ansprache' - Bayerischer Kabarettpreis 2010 (http://www.youtube.com/watch?v=EZ1noFE3y_0#ws)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 16:31:10 Do. 14.Oktober 2010
Shake-Hands zweier Faschos:

(http://www.welt.de/multimedia/archive/00655/Sarkozy_beim_Papst__655387p.jpg)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 19:15:51 So. 17.Oktober 2010
Zitat
Glaube und Erziehung
Schläge im Namen des Herrn


Von Florian Götz


Eltern aus evangelikalen Freikirchen schlagen ihre Kinder eher als evangelische oder katholische Christen. Möglicherweise, weil Religion für sie eine wichtige Rolle in der Erziehung spielt.

In evangelikalen Freikirchen ist das Risiko für Kinder, geprügelt zu werden, größer als für den Nachwuchs von katholischen oder evangelischen Eltern. Das geht aus einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen in Hannover zu Gewalt in der Kindheit hervor.
http://www.sueddeutsche.de/kultur/glaube-und-erziehung-schlaege-im-namen-des-herrn-1.1012765 (http://www.sueddeutsche.de/kultur/glaube-und-erziehung-schlaege-im-namen-des-herrn-1.1012765)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 16:10:24 Fr. 22.Oktober 2010
Zitat
Die Laizisten in der SPD haben deshalb den Zorn der Christen-Lobby auf sich gezogen, noch bevor sie sich überhaupt zum Arbeitskreis formieren konnten.

Dabei stoßen sie eine überfällige Debatte an: Wie viel Religion verträgt Deutschland? Angesichts eines zunehmend stärker sichtbar werdenden Islam und christlicher Kirchen, die sich dadurch in ihrem Sendungsbewusstsein noch gestärkt sehen, treibt diese Frage derzeit viele Menschen um.

Doch bislang gibt es keine Partei, die darauf ernsthaft eine Antwort weiß. Höchste Zeit also, dass sich jemand mal auf die Fahnen schreibt, die unvollendete Säkularisierung der Bundesrepublik zu vollenden.
http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/die-unvollendete-saekularisierung/ (http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/die-unvollendete-saekularisierung/)

 :evil: :evil:
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:18:18 Mi. 27.Oktober 2010
(http://d1.stern.de/bilder/stern_5/politik/2010/KW41/Afghanistan_Bundeswehr/Afghanistan_Bundeswehr_7_maxsize_735_490.jpg)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:25:01 Fr. 29.Oktober 2010
Zitat
Laizisten in der SPD:

Dokumentation der Positionen
____________________________________________________________________

Nach unserem Grundgesetz gibt es in Deutschland keine Staatskirche. Der Staat ist zu weltanschaulicher und religiöser Neutralität verpflichtet.

Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus. Durch zahlreiche Privilegien vor allem der beiden großen Kirchen wird diese Neutralitätspflicht des Staates vielfach verletzt.

Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich (Art. Art. 4 GG).

Diese Religionsfreiheit in ihrem vollen Umfang - nämlich als Menschenrecht, eine Religion zu haben und auszuüben, und gleichermaßen als das Recht, keine Religion zu haben und in keiner Weise an religiösen Handlungen teilhaben zu müssen – ist eine der bedeutendsten Errungenschaften im Emanzipationsprozess unserer freiheitlichen Gesellschaft. In enger Verbindung mit der Meinungsfreiheit nach Art. 5 GG ist sie ein schlechthin konstituierendes Merkmal der Demokratie.

Das bedeutet auch, dass der Staat religiösen oder weltanschaulichen Gemeinschaften und ihren Repräsentanten kein Wertemonopol zubilligen darf.

Die Sozialdemokratie hatte einen erheblichen Anteil an dieser Errungenschaft von aufgeklärter Staatsbildung, die wir für ein wertvolles Erbe der sozialdemokratischen Tradition halten.

Heute gehört mehr als ein Drittel der deutschen Bevölkerung keiner Religionsgemeinschaft mehr an. Die Konfessionsfreien stellen damit vor den Katholiken (30%) und den Evangelischen (29%) die größte weltanschauliche Gruppe in Deutschland. Der stetig wachsende Anteil von nicht-religiösen Bürgerinnen und Bürgern und auch die Pluralisierung der religiösen Bekenntnisse erfordern eine Neuausrichtung der Beziehungen zwischen Staat und Religion bzw. zwischen Staat und Bekenntnis- und Weltanschauungsgemeinschaften.

Zur vollen Gewährleistung der Religions- und Meinungsfreiheit bedarf es einer klaren Trennung von Staat und Religion. Der Staat muss sich aller religiösen und weltanschaulichen Bezüge enthalten, um nicht bestimmte Formen von religiösem oder weltanschaulichem Bekenntnis einseitig zu privilegieren.

Das erfordert die konsequente Verwirklichung der in Art. 140 GG festgeschriebenen vollen Gleichbehandlung von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften. Das Staatskirchenrecht ist in geeigneter Weise fortzuentwickeln.

Forderungen
1. Gesetze und öffentlicher Raum müssen neutral bleiben


Verfassungen, Gesetze und öffentliche Bauten gehören allen Bürgern. Im Grundgesetz der Bundesrepublik und in den Landesverfassungen sowie sämtlichen weiteren Gesetzen haben alle Gottesbezüge zu unterbleiben. Zur Wahrung der weltanschaulichen Neutralität gehören religiöse Symbole nicht in Gerichte, Parlamente, Rathäuser, staatliche Krankenhäuser, Kindestagesstätten und Schulen sowie Behörden. Auch sind öffentliche Gebäude und Einrichtungen bei Neuerrichtung nicht "einzusegnen". Die Eidesformel ist neutral zu fassen.

2. Neutrales öffentliches Bildungswesen


Der Staat darf weder religiös bestimmte Erziehungsziele vorgeben noch – wie bisher in Art. 7 GG vorgeschrieben– einen Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach an den Schulen gewährleisten. Statt des bisherigen Bekenntnisunterrichtes sollen alle Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihrer Herkunft und Religionszugehörigkeit einen Unterricht über die ethischen Grundlagen des Zusammenlebens, über die Inhalte der großen Religionen und über die weltanschaulichen Grundlagen unserer Kultur erhalten. Bis zu einer entsprechenden Änderung der Verfassungen und Gesetze muss parallel zum konfessionellen Religions- und weltanschaulichen Unterricht auf allen Schulstufen ein gleichwertiger, neutraler (Religionskunde- und)* Ethikunterricht im Sinne eines Wahlpflichtfaches eingerichtet werden.

(*: Dieser Zusatz ist auf der Gründungsversammlung zu diskutieren und zu entscheiden.)

Religiöse Erziehungsziele für öffentliche Bildungseinrichtungen und Schulen sind in den Landesgesetzen zu streichen. Schulgebete, Schulgottesdienste und dergleichen in öffentlichen Schulen haben zu unterbleiben.

Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe bzw. des öffentlichen Schulwesens müssen überall ein ausreichendes Angebot an neutralen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen (von der Kinderkrippe bis zur Jugendarbeit) bereitstellen. Ein regionales Religionsmonopol (z.B. eine einzige Kindertagesstätte am Ort in religiöser Trägerschaft) muss unzulässig sein.

3. Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen

Die Vorschrift des Grundgesetzes, alle auf Gesetz, Vertrag oder besonderen Rechtstiteln beruhenden Staatsleistungen an die Religionsgesellschaften abzulösen (Art 140 GG i.V.m. Art. 138 Weimarer Reichsverfassung), ist bisher nicht erfüllt. Der Bundesgesetzgeber muss endlich die hierfür notwendigen Gesetze erlassen. Die direkte und indirekte Finanzierung der Klerikergehälter, der Theologenausbildung und des Religionsunterrichts sind zu beenden. Auch die vielfältigen „versteckten“ Leistungen – z.B. der Kommunen für kirchliche Baulasten, kirchliches Personal oder Dienst- und Materialleistungen an kirchliche Einrichtungen – sind abzuschaffen.

4. Abschaffung von Rechtsprivilegien


Alle Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sind nach dem allgemeinen Vereinsrecht zu behandeln. Die quasi-hoheitliche Sonderstellung der Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, die Körperschaften des öffentlichen Rechts sind, ist zu beenden.

Die Notwendigkeit der Austrittserklärung beim Standesamt und oder Amtsgericht ist abzuschaffen. Sie muss gebührenfrei sein.

Das Privileg, dass der Vertreter des Vatikans automatisch der Doyen des diplomatischen Corps ist, ist abzuschaffen. Die katholische Kirche ist in internationalen Gremien als NGO einzustufen, wie es bei allen anderen Religionsgemeinschaften bereits üblich ist.

Der Straftatbestand der „Gotteslästerung“ usw. (§ 166 StGB) ist ersatzlos zu streichen.

5. Abschaffung von Steuerprivilegien


Alle über allgemeine Gemeinnützigkeitsbestimmungen hinausgehenden Steuerprivilegien der Kirchen sind abzuschaffen. Die Einziehung der Kirchensteuer durch den Staat ist zu beenden. Die Kirchen sollen sich um ihre Mitgliedsbeiträge selbst bemühen.

6. Abschaffung von Finanzprivilegien

Über die Kirchensteuern hinaus beziehen bestimmte Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften in den Bundesländern zusätzlich hohe Zuschüsse auf Basis von Konkordaten bzw. Staatsverträgen. Aus diesen Mitteln werden vom Steuerzahler z.B. Gehälter von Bischöfen und anderen Geistlichen, Kosten von Bistumsverwaltungen, Gebäudekosten, „Seelsorge“, theologische Lehrstühle und Hochschulen sowie der Religionsunterricht finanziert. Diese Staatsverträge sind so umzugestalten, dass sie sich auf ein sinnvolles Minimum, z.B. bei der Unterstützung kultureller Angelegenheiten, beschränken, wobei der Grundsatz der Gleichbehandlung aller Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften einzuhalten ist. Die Finanzierung von Pfarrerstellen in öffentlichen Krankenhäusern und ähnlichen Einrichtungen ist zu beenden.

Soweit sich Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaften oder von ihnen getragene oder geprägte Organisationen gemeinnützig betätigen (z.B. als „freie Träger“), müssen bei der staatlichen Finanzierung und für die Beschäftigungsbedingungen die gleichen Maßstäbe wie für alle anderen Träger gelten.

7. Beendigung der Priesterausbildung durch den Staat


Die theologischen Fakultäten an staatlichen Hochschulen sind abzuschaffen. An ihrer Stelle sind religionswissenschaftliche Institute einzurichten. Alle kirchlichen Vorbehaltsrechte z.B. bei der Besetzung bestimmter Lehrstühle sind abzuschaffen. Konkordatslehrstühle sind in ordentliche Lehrstühle umzuwandeln.

8. Gleiche Mitarbeiterrechte

Über die für alle Tendenzbetriebe geltenden Besonderheiten hinaus dürfen die Rechte von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht beschnitten werden. Die Sonderregelungen für religiöse oder weltanschauliche K.d.ö.R. im Betriebsverfassungsgesetz und im Allgemeinen Gleichstellungsgesetz sind abzuschaffen. Den Beschäftigten der Kirchen und ihrer Organisationen sind Mitbestimmung, Koalitionsfreiheit und Tariffreiheit zuzubilligen. Die Religionszugehörigkeit oder das religiöse Verhalten dürfen jenseits eines engen, in herausragender Weise religiös oder weltanschaulich geprägten Kernbereiches von Beschäftigungsverhältnissen kein Einstellungs- oder Entlassungsgrund sein.
Diese Forderung gehört auch wieder in unser Grundsatzprogramm.

9. Keine öffentliche Militärseelsorge


Die staatliche Organisierung und Finanzierung der Militärseelsorge ist zu beenden. Der bisher von den Militärpfarrern gegebene, aber für alle Kriegsdienstleistenden verbindliche „Lebenskundliche Unterricht“ ist in ein neutralen, von einem dafür geeigneten Pädagogen erteilten Ethikunterricht umzugestalten. Öffentlich finanzierte Soldatenwallfahrten und ähnliche Unternehmungen sind nicht statthaft.
Geistliche und Theologiestudenten sind – solange die Wehrpflicht besteht – allen übrigen Wehrpflichtigen gleichzustellen und zum Militär- oder Zivildienst heranzuziehen.

10. Öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist kein Kirchenfunk

Die Rundfunkräte der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten sind so umzugestalten, dass dort keine Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft übermäßigen Einfluss erhält. Solange dort Vertreter der Religionsgemeinschaften sitzen, müssen auch Vertreter der nicht-religiösen Weltanschauungsgemeinschaften berufen werden.

Die Gewährung von Sendezeiten für sogenannte Verkündigungssendungen ist zu beenden. Die Finanzierung von durch kirchliche Medienkonzerne erstelltem Sendematerial ist zu beenden. Öffentlich-rechtliche Kirchenredaktionen wirken in der Regel als verlängerter Arm der kirchlichen Medienarbeit. Die Kirchenredaktionen sind daher aufzulösen und durch Redaktionen zu ersetzen, die sich des gesellschaftlich-kulturellen Themenbereichs von Religionen und Weltanschauungen in journalistisch geeigneter Art und Weise und mit der gebührenden kritischen Distanz annehmen.
http://hpd.de/node/9773 (http://hpd.de/node/9773)

Den Laizisten wurde mit ihren nicht nur vernünftigen, sondern notwendigen Forderungen von der SPD ein Maulkorb verpaßt:

Zitat
Laizisten nicht willkommen in der SPD

Am 16. Oktober 2010 kamen etwa 50 SPD-Mitglieder im Kurt-Schumacher-Haus in Berlin Zusammen um den "Arbeitskreis Laizisten in der SPD" zu gründen. Die Genossen, darunter auch so Prominente Mitglieder wie Ingrid Matthäus-Maier und Rolf Schwanitz, wollen sich für eine Trennung von Staat und Kirche einsetzen.

Doch anscheinend sind sie nicht sonderlich willkommen. Die Website www.spd-laizisten.de (http://www.spd-laizisten.de) ist jedenfalls bereits offline. Laut dem Portal "Der Westen" untersagte der Parteivorstand der Gruppe die Verwendung des SPD-Logos. Sigmar Gabriel hatte die Gruppe zuvor zu einem rein privaten Zusammenschluss erklärt.

"Die Gruppe dürfe das SPD-Logo nicht verwenden, erklärte eine Parteisprecherin dieser Zeitung: „Die Parteispitze macht sich die Ziele einer Gruppe, die ausschließlich auf eine grundsätzliche Veränderung des Verhältnisses zwischen Staat und Religionsgemeinschaften hin zu einer strikten Trennung gerichtet sind, ausdrücklich nicht zu eigen“, sagte sie. Die SPD stehe schließlich zum kooperativen Verhältnis zwischen Kirchen und Religionsgemeinschaften. Dies sehe das Grundgesetz so vor, dies bejahe die SPD in ihren Grundsatzprogrammen, dies habe sich obendrein in der Praxis „im vertrauensvollen Miteinander zwischen SPD und Kirchen bewährt“. Parteichef Sigmar Gabriel hatte zuvor erklärt, es handele sich um einen rein privaten Zusammenschluss. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) begründete die Haltung seiner Partei mit den 73 Prozent der Parteimitglieder, die sich zu einer christlichen Religionsgemeinschaft bekennen" schreibt "Der Westen".

Künftig will sich die Gruppe "Soziale und Demokratische Laizistinnen und Laizisten“nennen.

http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/SPD-Spitze-schmaeht-ihre-Laizisten-id3853001.html (http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/SPD-Spitze-schmaeht-ihre-Laizisten-id3853001.html)
http://www.laizisten.de/ (http://www.laizisten.de/)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: BakuRock am 16:27:36 Do. 18.November 2010
Hier mal was Grunsaetzliches zu den Scheinheiligkeiten aus der Sicht des Atheisten Johann Most:

Zitat
Johann Most (1846-1906) war ein Feuerkopf. In der deutschen Arbeiterbewegung der 1870er und 1880er Jahre gab es keinen Agitator, der ihm an Leidenschaft und Courage gleichgekommen wäre. Sein rastloses Leben begann mit einer bitteren Kindheit und endete in trüber Isolation.

Nach einer Buchbinderlehre und anschließenden Wanderjahren schloss sich Johann Most Ende der 1860er Jahre der sozialistischen Bewegung an. Anfang der 1870er Jahre war er Redakteur und Herausgeber sozialdemokratischer Zeitungen in Chemnitz, Mainz und Berlin. 1874 wurde er zum ersten Mal in den Reichstag gewählt. Zum behäbigen Funktionär war Johann Most jedoch nicht geschaffen. ....

"Die Gottespest" von Johann Most. Gelesen von Wolfram Haack

Hier gibts das auf die Ohren: http://www.dadaweb.de/wiki/DadA-Podcast_1 (http://www.dadaweb.de/wiki/DadA-Podcast_1)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: antonov am 02:33:42 Mo. 06.Dezember 2010

05.12.2010 | heise.de | Peter Muehlbauer
Gutachten zum Sonntag

Das Erzbistum München-Freising vertuschte Kindsmissbrauch durch das "besondere Erpressungspotenzial" sexuell tabuisierter Themen, "umfangreiche Aktenvernichtungsaktionen" und eine "katastrophale Aktenpflege"


In einem letzte Woche vorgestellten, aber nicht veröffentlichten 250 Seiten starken Gutachten kommt die Rechtsanwältin Marion Westpfahl, der im Auftrag der katholischen Kirche Missbrauchsfälle in Oberbayern untersuchen sollte, zu dem Ergebnis, dass unter anderem eine "katastrophale Aktenpflege" im Erzbistum München-Freising, dem von 1977 bis 1982 der jetzige Papst Josef Ratzinger vorstand, dafür verantwortlich ist, dass Verbrechen aus der Vergangenheit nur noch sehr bedingt ermittelt und aufgeklärt werden können. Darüber hinaus seien durch "umfangreiche Aktenvernichtungsaktionen" mögliche Beweisstücke und Indizien unwiederbringlich verloren. Zumindest Teile der Akten wurden der Einschätzung der Gutachterin nach offenbar absichtlich vernichtet, um Missbrauchsfälle zu vertuschen.

Trotzdem fand die Rechtsanwältin Hinweise auf mindestens 365 Missbrauchsfälle nach 1945. Allerdings geht Westpfahl, davon aus, dass dies nur die Spitze eines Eisbergs ist und die Dunkelziffer deutlich darüber liegt. Von 159 in den Akten verbliebenen "auffälligen" Priestern wurden 26 als Sexualstraftäter verurteilt, obwohl ein Missbrauch in deutlich mehr Fällen nachgewiesen wurde. Auch 96 Religionslehrer sind immer noch aktenkundig. Aus dieser Gruppe verurteilte man nur eine einzige Person. Andere körperliche Misshandlungen von Religionslehrern, die nach Ansicht der Gutachterin in 24 Fällen erwiesen sind, führten nicht zu gerichtlichen Konsequenzen.

Weiterhin geht aus den verbliebenen über 13.200 Akten und aus Gesprächen hervor, dass sich die Kirchenmitarbeiter in der Vergangenheit viele Gedanken um den Ruf ihrer Organisation, aber relativ wenige um die Schicksale der Missbrauchsopfer machten, was sich unter anderem an einer euphemismengeprägten Sprache zeige. Zudem, so Westpfahl, hätte die Kirche zur Vertuschung von Missbrauchsfällen auch gezielt sexuelle Tabus und ein "besonderes Erpressungspotenzial" solcher Themen genutzt.

Kardinal Reinhard Marx, der amtierende Erzbischof von München und Freising, zeigte sich in einer Pressemitteilung angesichts der Ergebnisse "schockiert" und sprach von der Untersuchungszeit als den "schlimmsten Monaten (s)eines Lebens". Nun, so Marx, bitte man "als Kirche um Vergebung für das, was Mitarbeiter der Kirche getan haben".


---> Quelle (http://www.heise.de/tp/blogs/6/148875)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Pinnswin am 10:28:53 Di. 07.Dezember 2010
Bistum Osnabrück entpflichtet Priester
http://www.noz.de/lokales/49613994/kinderpornografie-bistum-osnabrueck-entpflichtet-priester-aus-dem-emsland (http://www.noz.de/lokales/49613994/kinderpornografie-bistum-osnabrueck-entpflichtet-priester-aus-dem-emsland)
Zitat
hav/rav Steinbild/Osnabrück. Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode hat einen Priester aus dem nördlichen Emsland mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entpflichtet. Der Seelsorger soll im Internet auf Seiten mit kinderpornografischen Dateien zugegriffen haben. Die Polizei ermittelt. In einem ausführlichen Gespräch mit dem Bischof habe der Geistliche am Samstagnachmittag entsprechende Vorwürfe eingeräumt, teilte die Bischöfliche Pressestelle in Osnabrück mit.
Trauer, Schock und Entsetzen in den Emslanddörfern Steinbild, Wippingen und Renkenberge: Die Kirchenbesucher reagierten verwundert, als Domkapitular Ansgar Lüttel den Gottesdienst am zweiten Advent mit ihnen feierte. Lüttel ist als Personalreferent für die Priester des Bistums Osnabrück zuständig.

Gleich zu Beginn erfuhren sie den Grund für den Besuch, als der Personalchef erklärte, dass ihr Pastor vom Dienst entpflichtet worden ist. Erst im August hatte der 38-Jährige den Dienst als Pfarradministrator der Kirchengemeinden St. Georg Kluse/Steinbild, St. Bartholomäus Wippingen und St. Antonius Renkenberge angetreten. Drei Gemeinden, die in einigen Jahren benachbarten Pfarreien angeschlossen werden sollen.

Totenstill war es in den Kirchen, als der Personalreferent die Ursache für die Entpflichtung erläuterte: „Wegen polizeilicher Ermittlungen im Zusammenhang mit der Nutzung kinderpornografischer Inhalte im Internet.“ Für Lüttel war die Nachricht, wie er sagte, „ein Schock“. Bis dahin habe es keine Anhaltspunkte gegeben. Wieder einmal sei Vertrauen in Kirche und Priester erschüttert worden. Wiederholt rang Lüttel nach Luft, als er die Botschaft überbrachte.

Erst nach dem Gottesdienst löste sich die Sprachlosigkeit. „Blankes Entsetzen und tiefe Trauer“ habe die Erklärung bei ihr ausgelöst, sagte eine 74-Jährige. „Nicht für möglich gehalten“, war immer wieder zu hören. „Ich kann es nicht glauben“, sagte eine Frau, den Tränen nahe. „Ich verstehe das alles nicht“, bekannte eine Jugendliche.

„Restlos enttäuscht und bis ins Mark erschüttert“ zeigte sich Heiner Bojer, Organist und Bürgermeister von Renkenberge. „Ein solcher Schlag trifft unsere Gemeinden ganz besonders“, sagte er mit Blick auf die vielen Wechsel der Seelsorger in jüngster Zeit.

Auch sein Bürgermeisterkollege aus Kluse zeigte sich sprachlos: „Nein, damit habe ich nicht im Entferntesten gerechnet“, erklärte Hermann Borchers, der Vizevorsitzender des Kirchenvorstandes ist und auf die gute Zusammenarbeit zwischen Pastor und politischer Gemeinde verwies.

Der Priester gilt als dem Opus Dei nahestehend. Der 38-Jährige nutzte offenbar intensiv das Internet. So betrieb er zwei Blogs: Eines unter seinem Namen zeigt Landschaftsbilder. Im zweiten Blog unter der Bezeichnung „fortes fide“ äußerte sich der katholische Geistliche anonym zu zahlreichen kirchenpolitischen Fragen und vertrat dezidiert konservative Positionen. So kritisierte er etwa, dass eine Frau das Seelsorgeamt des Bistums Osnabrück leitet.

Die Polizei hatte am Donnerstag einen Rechner des Priesters in seiner Wohnung in Steinbild sichergestellt. Der Computer wird vom Zentralen Kriminaldienst der Polizei Lingen ausgewertet, wie ein Sprecher der Polizeiinspektion Emsland sagte. Die Ermittlungen dauern an.

Unabhängig davon leitete die Osnabrücker Bistumsleitung eine kirchenrechtliche Voruntersuchung ein. Der Priester bleibt bis auf Weiteres von seinen seelsorglichen Aufgaben entpflichtet. Die Bistumsleitung will in den nächsten Tagen schnell klären, wer ihn vertritt.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 09:41:31 Mo. 13.Dezember 2010
Zitat
US-Botschaft: Kardinäle "technophob und ignorant"

"Wikileaks"-Dokument: Papst Benedikt versuchte, EU-Beitritt der Türkei zu verhindern


London -Laut einer Einschätzung der US-Botschaft in Rom ist eines der Hauptprobleme des Vatikans die Kommunikationspolitik. Die Kardinäle seien "technophob und ignorant", nur wenige hätten eine Email-Adresse und ein einziger Papst-Berater verfüge über ein "Blackberry"-Smartphone, ist in einem vom "Guardian" veröffentlichten Dokument zu lesen.

In dem Bericht der Botschaft in Rom an das US-Außenministerium werden die Berater ("generell Männer über 70") des Papstes als "italozentrisch" beschrieben, in Benedikts Umfeld finde sich niemand, der moderne Kommunikations- und Medientechnologien verstehe. Außerdem umgebe sich der Papst mit Jasagern, so dass sich oft niemand finde, der ihm schlechte Nachrichten überbringt.

Außerdem habe die Kirche ein Kommunikationsproblem: öffentliche Erklärungen seien oft in "altmodischer, kodifizierter" Schreibweise abgefasst, die kaum jemand versteht. So soll sich der israelische Botschafter beklagt haben, dass er in einer Stellungnahme des Vatikans, die eine positive Nachricht für Israel enthalten sollte, diese nicht gefunden habe.

Auch die Rehabilitierung des Holocaust-Leugners Richard Williamson wurde als Beispiel für eine Kommunikationspanne angeführt. Selbst die Abteilung des Vatikans, die für die Beziehungen zu jüdischen Vertretern zuständig sei, habe von den Absichten des Papstes aus den Medien erfahren. Die Entscheidung, die Exkommunikation des konservativen Bischofes aufzuheben, hatte 2009 für Empörung in vielen Ländern gesorgt. Der Vatikan erklärte später, er habe nicht gewusst, dass Williamson das ganze Ausmaß des Holocausts geleugnet habe.

Papst gegen Türkei-Beitritt

Außerdem soll Joseph Ratzinger, damals einflussreicher Kardinal im Vatikan und seit 2005 Papst Benedikt XVI., jahrelang Politik gegen einen EU-Beitritt der Türkei gemacht haben. Die Zeitung beruft sich auf einschlägige diplomatische Geheimdokumente, die sie von der Aufdecker-Website Wikileaks erhalten habe.

So habe sich Ratzinger im Jahr 2004 als Präfekt der Glaubenskongregation dagegen ausgesprochen, dass ein muslimischer Staat der Europäischen Union beitrete. Offiziell verhielt sich der Vatikan in dieser Sache natürlich politisch neutral. Der Vatikan-Diplomat Monsignore Pietro Parolin, heute Nuntius in Venezuela, wertete Ratzingers Einstellung als "persönliche Aussagen", die nicht der offiziellen Position es Vatikan entsprechen würden.

"Schwächung für die christlichen Wurzeln in Europa"

Die US-Diplomaten gingen davon aus, dass Ratzinger mit seinen Kommentaren einen Beitrag zur damals geführten Debatte um die Aufnahme eines "christlichen Gottesbezuges" in die EU-Verfassung leisten wollte. Der "Guardian" zitiert aus den Dokumenten einen US-Diplomaten, demzufolge es "für Ratzinger klar ist, dass es eine weitere Schwächung für die christlichen Wurzeln in Europa bedeuten würde, wenn ein muslimisches Land in die EU aufgenommen würde".

2006, als Parolin für den nunmehrigen Papst arbeitete, wurden dessen Aussagen vorsichtiger. "Weder der Papst noch der Vatikan haben eine türkische EU-Mitgliedschaft per se unterstützt", zitiert der damalige US-Geschäftsträger den Vatikan-Diplomaten. "Der Heilige Stuhl war aber immer offen für einen Beitritt, mit der Betonung darauf, dass die Türkei die Kopenhagener Kriterien der EU erfüllen muss, um ihren Platz in Europa einnehmen zu können."

Eine große Sorge sei laut Parolin, dass die Türkei der EU beitreten könnte, ohne notwendige Fortschritte bei der Religionsfreiheit gemacht zu haben. Die EU und die USA sollten demnach in dieser Hinsicht auf Ankara weiter Druck ausüben. In der Türkei stehe man kurz vor der "offenen Verfolgung" der Christen, es könnte gar nicht mehr viel schlimmer für die Christen in dem Land werden, zitierte der US-Diplomat seinen vatikanischen Informanten.

Vatikan empört


Als "äußerst gravierend" hat der Vatikan die Veröffentlichung bezeichnet. Man wolle den Inhalt der Depeschen nicht kommentieren, war in einer am Samstag veröffentlichten Presseaussendung zu lesen. "Die Depeschen spiegeln lediglich die Meinung derjenigen wider, die sie verfasst haben", heißt es in der Pressesendung.

Die von Wikileaks veröffentlichten Dokumenten seien keineswegs Ausdruck der Position der Heiligen Stuhls. Auch die Aussagen der Vatikan-Vertreter, die in den Depeschen zitiert sind, seien ungenau, ihre Zuverlässigkeit sei bestreitbar, hieß es. (red/APA/Reuters)
http://derstandard.at/1291454874230/Kirchenkritik-US-Botschaft-Kardinaele-technophob-und-ignorant (http://derstandard.at/1291454874230/Kirchenkritik-US-Botschaft-Kardinaele-technophob-und-ignorant)

Zitat
US-Diplomaten in Sorge
"Überbleibsel antisemitischer Einstellungen" im Vatikan

Bertone reagiert gelassen auf Depeschen: "Bin stolz, als 'Ja-Sager' bezeichnet zu werden"


London - Die "New York Times" hat aus weiteren von Wikileaks veröffentlichten Depeschen zitiert, worin US-Diplomaten ihre Sorge über "Überbleibsel anti-semitischer Einstellungen" unter Mitarbeitern des Vatikan äußerten. Demnach hieß es in einer US-Depesche von 2002, dass ein nicht genannter älterer Mitarbeiter französischer Abstammung sich beschwert habe, dass das starke Interesse der US-Regierung am modernen europäischen Antisemitismus aus dem "exzessiven Einfluss von Juden in euren Medien und eurer Regierung" stamme.

Die Veröffentlichung sorgt für Debatten im Vatikan. Der vatikanische Staatssekretär Tarcisio Bertone reagierte betont gelassen auf die "Cables" von US-Diplomaten, in denen er als "Ja-Sager" bezeichnet und wegen seiner mangelnder Sprachkenntnisse kritisiert wird. "Ich bin stolz, als 'Ja-Sager' bezeichnet zu werden. Dieser bunte Ausdruck spiegelt meinen Einklang mit der pastoralen Linie des Papstes wider", kommentierte Bertone.

Der Vatikan hatte am Samstag die Wikileaks-Enthüllungen, zu denen auch Berichte der US-Botschaft beim Heiligen Stuhl an das US-Außenministerium gehören, als "extrem schwerwiegend" bezeichnet. Die Depeschen aus der Vatikan-Botschaft spiegelten nur die "Wahrnehmungen und Meinungen" der Schreiber wider, hieß es in einer Mitteilung der vatikanischen Pressestelle am Samstag. Die Inhalte könnten weder als Äußerung des Heiligen Stuhls noch als genaue Zitate von Kurienmitarbeitern betrachtet werden.

Irritationen

In der Nacht auf Samstag waren über die britische Tageszeitung "The Guardian" mehrere den Vatikan betreffende Depeschen veröffentlicht worden. Sie handeln unter anderem vom Verhalten des Heiligen Stuhls zu den Missbrauchsfällen in Irland, aber auch vom Beitrag, den der Papst zur Befreiung 15 britischer Matrosen im Iran geleistet habe. Irritationen löste auch die inoffizielle Türkei-Politik von Josef Ratzinger - seit 2005 Papst Benedickt XVI. - als einflussreicher Präfekt der Glaubenskongregation aus.

Im Vatikan konnte man den Ärger wegen der Wikileaks-Enthüllungen jedoch nicht zur Gänze verbergen. "Die Bewertungen über den Heiligen Stuhl bezeugen, auf welchen Tiefpunkt die US-Diplomatie gesunken ist. Sie verliert allmählich an Glaubwürdigkeit", wurde ein anonymer Purpurträger von der römischen Tageszeitung "La Repubblica" am Sonntag zitiert.

Die Wikileaks-Enthüllungen versetzen den US-Botschafter beim Heiligen Stuhl, Miguel Diaz, in Verlegenheit. "Wir verurteilen die Veröffentlichung von Dokumenten, die angeblich Geheiminformationen des US-Departments sind", hieß es in einer Presseaussendung. (APA/AFP)
http://derstandard.at/1291454887132/US-Diplomaten-in-Sorge-Ueberbleibsel-antisemitischer-Einstellungen-im-Vatikan (http://derstandard.at/1291454887132/US-Diplomaten-in-Sorge-Ueberbleibsel-antisemitischer-Einstellungen-im-Vatikan)
Titel: Geschichtsfälscher des Vatikan
Beitrag von: Kuddel am 11:59:20 Di. 14.Dezember 2010
Seligsprechung von Papst Pius XII durch Ratzinger. Dann muß nur noch die Geschichte umgeschrieben werden. Darin hat die Kirche einige Erfahrung.


Zitat
Papst Pius XII.
Die Legende vom Retter der Juden


Papst Pius nahm die Absagen reaktionslos zur Kenntnis. Weder ließ er insistieren noch unternahm er weitere Schritte. Die Situation war ihm zu heikel. Eine Eskalation mit Berlin wollte er unbedingt vermeiden. Zur selben Zeit lief die Razzia im alten Ghetto und überall in Rom wie von den Nazis geplant weiter. Die berüchtigte „Liste Dannecker“, die der SS-Judenjäger zusammengestellt hatte, wurde bürokratisch akkurat abgearbeitet. Gegen 14 Uhr fuhr der letzte Lastwagen mit Verhafteten in den Hof des Collegio Militare. Das Gebäude diente als vorübergehendes Sammellager. Mehr als eintausend Menschen jeden Alters hatten die Häscher zusammengetrieben. Viele Juden auf der Liste waren geflüchtet; zusätzlich waren die Meldedaten sehr lückenhaft. Außerdem lebten die meisten der vermuteten zehntausend Juden illegal in der Stadt.

Die Behauptung, Papst Pius hätte einen Abbruch der Razzia erreicht und damit neun Zehntel der römischen Juden gerettet, ist nachweislich falsch. Sämtliche Dokumente zur SS-Aktion sowie alle Zeugenaussagen und Erinnerungen unmittelbar und mittelbar Beteiligter bestätigen, dass die Razzia so wie von der SS geplant ablief und beendet wurde.

Die gegenteilige Behauptung wird aus einer kurzen und unklaren Telefonnotiz Bischof Hudals hilflos konstruiert.
http://www.fr-online.de/kultur/debatte/die-legende-vom-retter-der-juden/-/1473340/4919704/-/item/1/-/index.html (http://www.fr-online.de/kultur/debatte/die-legende-vom-retter-der-juden/-/1473340/4919704/-/item/1/-/index.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 12:52:09 Sa. 18.Dezember 2010
Zitat
Christen und die Prügelstrafe
Glaube, Liebe, Züchtigung

Zwei Erziehungsratgeber evangelikaler Christen empfehlen das Züchtigen von Kindern und rechtfertigen die Prügelstrafe mit der Bibel
http://www.sueddeutsche.de/wissen/glaube-liebe-pruegel-hoert-auf-damit-1.1036245 (http://www.sueddeutsche.de/wissen/glaube-liebe-pruegel-hoert-auf-damit-1.1036245)
Titel: Welle von Kirchenaustritten hält an
Beitrag von: Kuddel am 19:07:36 Mi. 22.Dezember 2010
Die Skandale verbreiteter sexueller Gewalt und insbesondere die Affäre um den Augsburger Bischof Walter Mixa haben in diesem Jahr zu einer anhaltenden Welle von Austritten aus der katholischen Kirche beigetragen. Besonders groß ist der Aderlass im Bistum Augsburg, wo bis Mitte Dezember 11.351 Menschen die katholische Kirche verließen. Im Vorjahr waren es 6.953 gewesen. Das ist eine Steigerung um 62 Prozent.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 08:53:58 Fr. 31.Dezember 2010
Zitat
Das ist eine Steigerung um 62 Prozent.

Und da unken so viele, es gäbe keine guten Nachrichten mehr...

Aber vorsichtig, viel zu viele springen von der Pfanne ins Feuer:

Zitat

...

Zulauf bei den Protestanten im Süden

In evangelischen Landeskirchen stiegen dagegen die Eintrittszahlen, und zwar besonders im mehr von Katholiken bevölkerten Süden: In Bayern traten laut "Süddeutscher Zeitung" bis November bereits mehr als 5.000 Menschen der lutherischen Landeskirche bei; in den Vorjahren pendelte die Zahl um 3.500. "So 200 dürften noch dazukommen", sagte Kirchen-Sprecher Johannes Minkus.

In Baden wuchs die Eintrittszahl der evangelischen Landeskirche dem Bericht zufolge insgesamt um 20 Prozent. Oberkirchenrätin Karen Hinrichs nannte als Gründe sowohl die Popularität der früheren EKD-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann als auch "das Bekanntwerden der vielen Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche". Die Eintritte (1.660) konnten die Austritte (5.910) allerdings nicht aufwiegen, wie der Meldung der Landeskirche zu entnehmen ist. In der Stuttgarter Eintrittstelle ging die Zahl der katholischen Übertritte von 19 (2009) auf 57 in diesem Jahr hoch. Der Trend dürfte auf die gesamte Landeskirche übertragbar sein, so ein Kirchensprecher.

...

http://www.evangelisch.de/themen/gesellschaft/2010-viel-mehr-austritte-aus-der-katholischen-kirche29657 (http://www.evangelisch.de/themen/gesellschaft/2010-viel-mehr-austritte-aus-der-katholischen-kirche29657)

Na ja, trotzdem schon mal ein kleiner Fortschritt...
Titel: Ordensbruder vergeht sich sexuell an Behinderten
Beitrag von: Aloysius am 12:13:53 Di. 18.Januar 2011
Zitat
Ordensbruder vergeht sich sexuell an Behinderten

In einem Behindertenheim im Landkreis Cham hat sich ein Betreuer an Bewohnern sexuell vergangen. Es ist nicht der erste Fall dieser Art im Bistum.

...

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-01/regensburg-reichenbach-misbrauch

Tja, die Regensburger Domspatzen kommen ja auch aus der Ecke, und haben inzwischen traurige Berühmtheit erlangt aufgrund vieler Berichte von ehemaliger Betroffener, die von zahllosen Übergriffen Zeugnis abgelegt haben.

Natürlich ist und war das dem Papst komplett unbekannt, das sein eigener Bruder die Domspatzen angeführt hat, tut nichts zur Sache. Das waren bestimmt alles nur 'eine kleine Watschn'
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 14:46:59 So. 06.Februar 2011
Trennung zwischen Staat und Kirche??

Bundestag: Papst Benedikt strebt politische Rede in Berlin an
http://www.focus.de/politik/ausland/bundestag-papst-benedikt-strebt-politische-rede-in-berlin-an_aid_576232.html (http://www.focus.de/politik/ausland/bundestag-papst-benedikt-strebt-politische-rede-in-berlin-an_aid_576232.html)

Parlamentarier wollen Papst im Bundestag hören
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,734105,00.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,734105,00.html)

Streit über Papst-Rede - Thierse: Kritiker "kleinkariert"
http://www.evangelisch.de/themen/religion/streit-%C3%BCber-papst-rede-thierse-kritiker-kleinkariert29593 (http://www.evangelisch.de/themen/religion/streit-%C3%BCber-papst-rede-thierse-kritiker-kleinkariert29593)

Künast stoppt grüne Papst-Kritiker
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,735434,00.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,735434,00.html)

(http://www.smileygarden.de/smilie/Kotzen/2.gif)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Pinnswin am 19:02:14 Di. 08.Februar 2011
"...Rebellion im Altenheim..."
http://kath.net/detail.php?id=30063 (http://kath.net/detail.php?id=30063)

Zitat
...Die Kirche kann nicht bleiben, wie sie ist. Es geht um Reinigung... Hier ist eine konzertierte
Aktion neoliberaler Kräfte am Werk, die einen Umbau forcieren, der die katholische Kirche ihres Wesens
und damit ihres Geistes und ihrer Kraft berauben würde...„Es wird eine Zeit kommen, in der man die
gesunde Lehre nicht ertragt, sondern sich nach eigenen Wünschen immer neue Lehrer sucht, die den
Ohren schmeicheln; und man wird der Wahrheit nicht mehr Gehör schenken, sondern sich Fabeleien
zuwenden“ (2 Tim 4,3)...
(http://s20.rimg.info/1a58b06312541270fd93703dbcd5ab52.gif) (http://smiles.rc-welt.com/smile.172921.html)
...
dass sich die Kirche in Deutschland der wirklichen Probleme annimmt... Wer Wind sät, kann Sturm ernten.
...
Das theologische Establishment paart sich mit so charismatischen und integren
Politikern wie Althaus und Schavan... Als morsche Äste können sie freilich noch Schaden anrichten, wenn
sie vom Baum herunterfallen. ...Kirche ist nicht da, wo die Gegenpäpste in den Medien sind; ... Der Zölibat
ist kein Dogma... usw.usf...

(http://s20.rimg.info/c021eaabfb251fe1359f2e768c00aecb.gif) (http://smiles.rc-welt.com/smile.172919.html)

Fazit: Unglaublich tolles Interview! - Danke!
Vor allem eines kann man nur unterstreichen: An der ewigen Zölibatsdiskussion zeigt sich immer mehr wie
sich die Spreu vom Weizen trennt.

 O0

Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 20:00:24 Mi. 09.Februar 2011
Sieht so aus, als ob selbst die Saubermänner gar nicht so sehr sauber sind...

Zitat
Kardinal Marx – Krisenmanager oder Intrigant?

Marx hat einen möglichen Missbrauchsfall zurückgehalten – und informierte das Kloster Ettal erst drei Monate später darüber.

Am Ende durfte sich Reinhard Marx als Sieger fühlen. Seine Strategie, mit harter Hand den Chefaufklärer im Missbrauchssumpf zu geben, ging auf. Wie der Münchner Erzbischof dabei vermeintliche Schuldige aus dem Weg räumte, stieß zwar viele Kirchenmänner vor den Kopf. Marx verärgerte sogar den Heiligen Vater. In Rom munkelte man schon, das könne ihn den ersehnten Kardinalshut kosten. Aber alles klappte wunderbar: Heute ist Marx mit seinen 57 Jahren der jüngste Kardinal der Welt. Und sein Image als einer der wenigen ehrlichen Aufklärer von Kirchenmissständen strahlt heller denn je. Der „Focus“ kürte den beliebten Gottesmann zu einem der besten Krisenmanager des Jahres 2010. Heute steht Reinhard Marx auf dem Gipfel seiner Macht und seines Ansehens.

...

http://www.welt.de/politik/deutschland/article12492022/Kardinal-Marx-Krisenmanager-oder-Intrigant.html
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 18:17:21 Mo. 28.Februar 2011
http://www.youtube.com/watch?v=WeLJbk3zi8g&feature=player_embedded#at=73 (http://www.youtube.com/watch?v=WeLJbk3zi8g&feature=player_embedded#at=73)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 19:45:39 Mi. 16.März 2011
Demonstration
Bündnis plant Proteste zum Papstbesuch im September

In Berlin schließen sich Vereine und Verbände für Proteste während des Papstbesuchs im September zusammen. Wenn Benedikt XVI. die Hauptstadt besucht, soll unter anderem eine große Demonstration für sexuelle Selbstbestimmung werben.


http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1574522/Buendnis-plant-Proteste-zum-Papstbesuch-im-September.html (http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1574522/Buendnis-plant-Proteste-zum-Papstbesuch-im-September.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Efeu am 21:22:10 Fr. 18.März 2011
Zitat
Keine Macht den Doofen!
Eigentlich sollte klar sein, dass eine Menschheit, die über Satelliten kommuniziert und das Atom spaltet, die dafür erforderliche Reife besitzen sollte. Doch davon sind wir weit entfernt! Einer der Gründe dafür liegt in der epidemischen Ausbreitung der „Religiotie“ („religiöse Idiotie“). Darunter verstehe ich eine selten diagnostizierte (wenn auch häufig auftretende) Form der geistigen Behinderung, die durch intensive Glaubensindoktrination vornehmlich im Kindesalter ausgelöst wird. Religiotie führt zu deutlich unterdurchschnittlichen kognitiven Leistungen sowie zu unangemessenen emotionalen Reaktionen, sobald es um glaubensrelevante Sachverhalte geht – etwa um das Anerkennen der empirischen Belege der Evolutionsbiologie.

Religiotie ist sicherlich die am leichtesten zu erkennende Form einer weltanschaulich bedingten, partiellen Denkschwäche. Andere Varianten dieses Syndroms sind weniger offensichtlich, politisch jedoch nicht weniger bedeutsam: etwa die „Ökonomiotie“ („ökonomische Idiotie“) oder die mit ihr eng verwandte „Ökologiotie“ („ökologische Idiotie“). Uns ist es doch tatsächlich gelungen, ein Finanzsystem zu etablieren, das soziale Spannungen automatisch verstärkt, indem es Reiche fast zwangsläufig reicher und Arme ärmer macht. Darüber hinaus haben wir eine Wirtschaftsform entwickelt, die ökonomischen Wohlstand über die Produktion ökologischer Katastrophen erkauft, welche jeglichen Wohlstand in der Zukunft zunichtemacht. Intelligent ist das sicher nicht!
Bei genauerer Betrachtung fragt man sich wirklich, wer das intelligentere Lebewesen ist: die gemeine Ameise oder der Mensch? Immerhin übersteigt die Biomasse der Ameisen die Biomasse der Menschen um ein Vielfaches. Und obwohl die Ameisen Tag für Tag wie die Weltmeister produzieren und konsumieren, gibt es bei ihnen weder ein Überbevölkerungs- noch ein Müllproblem. Offensichtlich verstehen es die Ameisen, intelligenter zu wirtschaften als jene stolze Primatenart, die sich in ihrem Hang zur Selbstüberschätzung einst die Bezeichnung „Der weise Mensch“ („Homo sapiens“) gab.

Das heißt nicht, dass wir Menschen prinzipiell zu dumm wären, Produktion und Konsumtion intelligenter zu gestalten. Schon lange liegen Konzepte vor, die zeigen, wie wir vernünftiger mit unseren Ressourcen umgehen könnten. Es gibt auch Entwürfe für eine neue Ökonomie, die allen Menschen nützen würde – nicht bloß einigen wenigen Wohlhabenden, die mit ihrem exorbitant gestiegenen Reichtum in der Regel ohnehin nichts mehr anzufangen wissen. Doch werden diese Vorschläge aufgegriffen? Werden sie breit in den Medien und in der Politik diskutiert? Nein, das Gegenteil ist der Fall: Kaum ist eine Krise notdürftig überstanden, machen wir weiter, als sei nichts geschehen. Dass die anwachsenden Müllberge die Umwelt verpesten, dass die Rohstoffe zuneige gehen, dass weltweit Tag für Tag 30.000 Kinder unter fünf Jahren sterben müssen, scheint kaum jemanden zu interessieren.

Früher dachte ich, hinter dieser kolossalen menschlichen Verbohrtheit stünden mächtige Interessensgruppen, Lobbyisten, die sich in ominösen Hinterzimmern treffen und für den geheiligten Profit notfalls über Leichen gehen. Doch das ist, wenn überhaupt, nur ein Nebenaspekt eines sehr viel größeren Problems: So anregend und subjektiv entlastend es sein mag, anzunehmen, dass die Geschicke der Menschheit von einem Grüppchen finsterer Verschwörer gelenkt wird, in Wahrheit steckt hinter der ganzen Misere eine einzigartige, gigantische, weltumspannende RIESENBLÖDHEIT!
[...]
http://hpd.de/node/11296 (http://hpd.de/node/11296)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 11:38:10 So. 20.März 2011
Bei religiöser Belästigung gibt's für mich nur eines:

Bibel ab!
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 19:15:11 Mi. 30.März 2011
(http://d1.stern.de/bilder/Humor/Mette/mette_oh_gott/gott_oh_gott_6_fitin_615_425.jpg)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Judy am 20:05:11 Mi. 30.März 2011
Bei religiöser Belästigung gibt's für mich nur eines:

Bibel ab!

dann aber vielleicht Tolstoi an?
In seinem Buch "Auferstehung" gibt es eine gute Stelle, wo er Gottesdienste damit kritisiert, dass er erklärte wie bescheuert das Abendmahl doch ist, genau deswegen ist Jesus doch gekreuzigt worden, weil er gegen die Gottesdienste in Gebäuden  von heuchlerischen und meist auch korrupten Priestern gepredigt hatte und nun machen sie aus Jesus auch noch wieder so einen Gottesdienst, der von bezahlten Predigern eben wegen diesem sicheren Lebensunterhalt abgehalten wird.
Gegen Tolstoi kann man doch eigentlich nichts haben, er ist ein zutiefst religiöser Mensch. Liest halt leider kaum mehr einer die Klassiker.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Judy am 21:01:35 Mi. 30.März 2011
Oder die Kinski-Version, zwar nicht gerade die vernunftgeborene Reaktion eines Menschen, der seine Mitte gefunden hat, wenn man das mal so sagen darf.
Passt aber ganz gut als heftige Reaktion auf eine heftige Scheinheiligkeit.

Klaus Kinski und das scheiß Gesindel (http://www.youtube.com/watch?v=NJ4feWhLGuE#)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 12:37:58 Mi. 06.April 2011
Zitat
Zahl der Kirchenaustritte steigt um 40 Prozent

"Persönliche Form des Protests und der Abscheu": 180.000 Katholiken haben ihrer Kirche als Folge des Missbrauchsskandals den Rücken gekehrt. Besonders viele Austritte gab es in den bayerischen Bistümern.
http://www.sueddeutsche.de/politik/katholische-kirche-in-der-krise-zahl-der-kirchenaustritte-steigt-um-prozent-1.1081955 (http://www.sueddeutsche.de/politik/katholische-kirche-in-der-krise-zahl-der-kirchenaustritte-steigt-um-prozent-1.1081955)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 09:49:18 So. 10.April 2011
Schöner Artikel zum Thema der Formalitäten und Kosten beim Austritt:

Gebühren bei Kirchenaustritt

Wenn Religionsfreiheit unbezahlbar ist

von: Thomas Traub

Jedes Jahr kehren mehr als 200.000 Gläubige den großen christlichen Kirchen den Rücken. Viele von ihnen zahlen dafür eine Gebühr. In NRW sorgt ein Fall für Aufsehen, in dem der Kirchenaustritt eines Hartz-IV-Empfängers an den Kosten in Höhe von 30 Euro scheitert. Thomas Traub über den rechtlichen Hintergrund solcher Gebühren und eine einfache Lösung für besondere Fälle.

...


http://www.lto.de/de/html/nachrichten/2924/gebuehren_fuer_kirchenaustritt_wenn_religionsfreiheit_unbezahlbar_ist/ (http://www.lto.de/de/html/nachrichten/2924/gebuehren_fuer_kirchenaustritt_wenn_religionsfreiheit_unbezahlbar_ist/)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Judy am 10:12:47 So. 10.April 2011
hab ich neulich der Bibliothek meiner Stadt angeguckt:

Der Antikatechismus - 200 Gründe gegen die Kirchen und für die Welt
von  Karlheinz Deschner und Horst Herrmann

die erste Rezension auf amazon sagt auch schon viel:
Das Buch sollte Pflichtlektüre für alle Menschen werden, und vor allen Dingen für diejenigen, die sich römisch-katholisch nennen.
Endlich wird mal die Wahrheit veröffentlicht. Da die Kirche es nicht geschafft hat, das Buch zu verbieten, war wohl doch zu viel Wahrheit vorhanden.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Judy am 19:20:49 Mo. 11.April 2011
Neulich im Stern war ja auch ein Artikel, wo es darum ging, dass bei Caritas und Diakonie Arbeitnehmerrechte ganz schwer verletzt werden. Dort wurde von Seiten der Wohlfahrtsorganisationen damit argumentiert, dass sie sonst Konkurs anmelden müßten, wegen der Billigkonkurrenz (und das obwohl die Kirchen Riesenvermögen haben!!!)

Derlei üble Machenschaften sind aber nicht neueren Datums, siehe Beitrag heute auf SpOn:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,756370,00.html (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,756370,00.html)

Irgendwie scheinen die Medien sich richtig auf Caritas und Diakonie einzuschießen, vielleicht doch ein Zeichen, dass immer mehr Leute aufwachen und sich fragen, ob das denn tatsächlich sein kann und darf.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 10:40:47 Mi. 13.April 2011
Zitat
Bischof Mixa will Auszeit offenbar beenden

Walter Mixa will wieder offensiver als Seelsorger wirken. Das kündigte der nach Prügelvorwürfen zurückgetretene ehemalige Bischof von Augsburg in einem Interview an. Dabei will er insbesondere junge Menschen ansprechen - auf Facebook und mit einer eigenen Homepage.
http://www.stern.de/panorama/katholische-kirche-bischof-mixa-will-auszeit-offenbar-beenden-1674120.html#utm_source=sternde&utm_medium=zhp&utm_campaign=panorama&utm_content=snippet-links (http://www.stern.de/panorama/katholische-kirche-bischof-mixa-will-auszeit-offenbar-beenden-1674120.html#utm_source=sternde&utm_medium=zhp&utm_campaign=panorama&utm_content=snippet-links)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 11:48:29 So. 17.April 2011
Zitat
Kirche für strengere Kontrollen zum Tanzverbot

Karfreitag tanzen gehen könnte dieses Jahr problematisch werden. Eigentlich sind öffentliche Tanzveranstaltungen an den Ostertagen verboten. Doch lange hat das niemanden interessiert. Nun drängen die Kirchen auf die Durchsetzung des Verbots.
http://www.fr-online.de/rhein-main/kirche-fuer-strengere-kontrollen-zum-tanzverbot/-/1472796/8351804/-/index.html (http://www.fr-online.de/rhein-main/kirche-fuer-strengere-kontrollen-zum-tanzverbot/-/1472796/8351804/-/index.html)

Mit welchem Recht wollen diese Wichser auch Andersgläubigen und Atheisten verbieten zu tanzen? Die können sich gleich mit der Taliban zusammentun.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Just B U am 20:15:22 So. 17.April 2011
Aus dem Artikel:

Zitat
Der Bischof sprach von „Verfallserscheinungen einer Gesellschaft, die gar nicht mehr verzichten kann und keine Ehrfurcht vor dem hat, was anderen wichtig ist“

Dass der noch die stumpfe zynische Dreistigkeit besitzt derartiges von sich zu geben....und nicht auf der Stelle tot umfällt....unglaublich!!!!

Angesichts von tausenden von kinderfi****nden sogenannten katholischen "Priestern" ....und der Mafia genannt "kath. Kirche" die in so vielen verbrecherischen Machenschaften ihre Finger im Spiel hat und hatte...um nur einige Auswüchse von deren fehlender "Erhfurcht" und fehlendem "Verzicht" zu nennen....

Is mir schlecht!
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 13:41:02 Mo. 18.April 2011
Zitat
«Piss Christ» zerstört

(http://files.newsnetz.ch/story/2/9/8/29805917/8/topelement.jpg)
Ein in Urin getauchtes Kruzifix: Fotokünstler Andres Serrano
vor seinem von Vandalen zerstörten Werk «Piss Christ».


«Piss Christ» zeigt ein in Urin getauchtes Kruzifix, «The Church - Soeur Jeanne Myriam» den Schoss und den Oberkörper einer meditierenden Nonne. Zwei Besucher fühlten sich durch diese Werke von Andres Serrano provozierten und beschädigten sie massiv. Drei Museumswärter, die einschreiten wollten, wurden von den Tätern mit Gewalt bedroht.

Bereits am Samstag hatten nach Museumsangaben rund 800 Ultra-Konservative und junge Integristen gegen die Schau im Kunstzentrum Lambert der südfranzösischen Stadt Avignon demonstriert. Das Museum für zeitgenössische Kunst schloss deswegen vorübergehend die Tore.

Intoleranz ist nicht hinnehmbar


Neben Werken von Serrano, der sich in seinen Arbeiten immer wieder mit Religion und Sexualität auseinandersetzt, sind in der Ausstellung «Ich glaube an Wunder» mehr als hundert Werke grosser zeitgenössischer Künstler wie Cy Twombly, Anselm Kiefer und Miquel Barceló zu sehen.

Der französische Kulturminister Frédéric Mitterrand nannte den Angriff auf die Bilder inakzeptabel. Er könne verstehen, dass das Bild «Piss Christ» schockieren könne, aber wer sich verletzt fühle, müsse sich an die Justiz wenden. «Jede Art von Gewalt, Zerstörung und Intoleranz ist nicht hinnehmbar», sagte Mitterrand.
http://bazonline.ch/kultur/ausstellungen/Piss-Christ-zerstoert/story/29805917 (http://bazonline.ch/kultur/ausstellungen/Piss-Christ-zerstoert/story/29805917)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 14:22:25 Fr. 22.April 2011
Kommunion des Kirchenaustritts
Peter Mühlbauer 20.04.2011
In Mainz wollen einige Dutzend Personen gemeinsam ihren amtlichen Abschied von steuereintreibenden Religionsgemeinschaften begehen

(http://www.heise.de/tp/artikel/34/34591/34591_1.jpg)

http://www.heise.de/tp/artikel/34/34591/1.html (http://www.heise.de/tp/artikel/34/34591/1.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Judy am 21:15:45 Fr. 22.April 2011
Hab eine interessante Fotostrecke gefunden. Bißchen OT, es sei denn man will vermuten, dass da weniger echte Reue und mehr Gusto am extremen Outfit vorliegt, insofern passt es doch wieder ein wenig.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-04/fs-semana-santa-2 (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-04/fs-semana-santa-2)

Gruselig, weiter lieber kein Kommentar von mir.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 15:50:07 Sa. 23.April 2011
1.500 protestieren gegen Tanzverbot

Das hessenweite Tanzverbot rund um Karfreitag sorgt vor allem in Frankfurt für Streit. Geschätzte 1.500 "stille Tänzer" protestierten am Nachmittag dagegen - bei einem "Smartmob" auf dem Römerberg.


Über das Internet-Netzwerk Facebook hatten Gegner des Tanzverbots in Frankfurt zu der Spontan-Demo vor dem Rathaus Römer aufgerufen. Nach Angaben der Veranstalter kamen etwa 2.000 Teilnehmer. Die Polizei sprach dagegen von 800 bis 1.000 Demonstranten. Die meisten von ihnen tanzten "still" zur Musik, die sie über Kopfhörer von mitgebrachten MP3-Playern hörten.
(http://www.hr-online.de/servlet/de.hr.cms.servlet.IMS?enc=d3M9aHJteXNxbCZibG9iSWQ9MTIyNjExODImd2lkdGg9NTg1JmhlaWdodD00MzkmaWQ9NDEzNTA3NDE_)(http://www.hr-online.de/servlet/de.hr.cms.servlet.IMS?enc=d3M9aHJteXNxbCZibG9iSWQ9MTIyNjExODcmd2lkdGg9NTg1JmhlaWdodD00MzkmaWQ9NDEzNTA3NTk_)(http://www.hr-online.de/servlet/de.hr.cms.servlet.IMS?enc=d3M9aHJteXNxbCZibG9iSWQ9MTIyNjExODEmd2lkdGg9NTg1JmhlaWdodD00MzkmaWQ9NDEzNTA3Mzk_)(http://www.hr-online.de/servlet/de.hr.cms.servlet.IMS?enc=d3M9aHJteXNxbCZibG9iSWQ9MTIyNjExODgmd2lkdGg9NTg1JmhlaWdodD00MzkmaWQ9NDEzNTA3NjM_)(http://www.hr-online.de/servlet/de.hr.cms.servlet.IMS?enc=d3M9aHJteXNxbCZibG9iSWQ9MTIyNjE2NjQmd2lkdGg9NDM3JmhlaWdodD01ODUmaWQ9NDEzNTE1MjM_)(http://www.hr-online.de/servlet/de.hr.cms.servlet.IMS?enc=d3M9aHJteXNxbCZibG9iSWQ9MTIyNjE4ODImd2lkdGg9NDM3JmhlaWdodD01ODUmaWQ9NDEzNTE1ODM_)
http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&key=standard_document_41350391&seite=1 (http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&key=standard_document_41350391&seite=1)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Judy am 11:08:30 So. 24.April 2011
@Kuddel: ich erinnere mich da gerade an den Thread über die Obrigkeitshörigkeit. Es gibt scheint's doch ne ganze Menge Ausnahmen, ob es an der Anonymität der Demo liegt (keine Sanktionsdrohung)? Oder sind das überwiegend Leute, die Jobs haben? Es ist ja doch verwunderlich, dass gerade bei Hartz-IV die meisten dann doch wieder EGVen und anderen Mist unterschreiben und sich zu unbezahlter Arbeit verpflichten lassen...
Sind doch ganz viele junge Leute auf den Bildern, danke übrigens, das stellt richtig gut auf, jetzt zu Ostern.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 14:06:33 Mo. 25.April 2011
Darauf eine Liebfrauenmilch! Und nachher eine Watschn :)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 10:22:46 Do. 26.Mai 2011
An dem vom Lesben- und Schwulenverband (LSVD) initiierten Netzwerktreffen nahmen am Donnerstag 60 Vertreter von mehr als 20 Organisationen teil, darunter etwa die Grünen und die Organisation Pro Familia. Der beschlossene Protestmarsch soll vom Nollendorfplatz in Schöneberg über den Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor führen (...)

(...) In einer Resolution erklärte das Bündnis: "Der Papst steht für eine menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik. Sie grenzt Menschen aus und diskriminiert." Das Oberhaupt der katholischen Gläubigen sei einer "der Hauptverantwortlichen für die Unterdrückung von Lesben, Schwulen und Transgender auf der Welt" (...)

(...) Kritisiert wird auch die antidemokratische Haltung des Pontifex, der die freie Gesellschaft als "Diktatur des Relativismus" diffamiert. In seinen Reihen duldet er dagegen sogar extremistische Positionen: So hat er etwa vor zwei Jahren die Pius-Bruderschaft rehabilitiert, die Holocaust-Leugnern eine Heimat gibt (...)"  www.schwulissimo.de/regional/berlin/46807/Anti-Papst-Demoangemeldet.htm (http://www.schwulissimo.de/regional/berlin/46807/Anti-Papst-Demoangemeldet.htm)


(http://img859.imageshack.us/img859/9339/papstkarikaturvonralfkn.jpg)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 12:54:34 Do. 26.Mai 2011
Ein Berater des Papstes scheint selbst als Pädophiler aktiv zu sein... Laut diesem Artikel in der Time hat er bei einem marokkanischen Drogendealer 14-jährige Jungs angefordert, 'am besten in Nöten mit Familienproblemen'

Zitat
Priest Sex-Abuse Case Hits Church of Pope's Adviser

(GENOA) — The latest sex-abuse case to rock the Catholic Church is unfolding in the archdiocese of an influential Italian Cardinal who has been working with Pope Benedict XVI on reforms to respond to prior scandals of pedophile priests.

Father Riccardo Seppia, a 51-year-old parish priest in the village of Sastri Ponente, near Genoa, was arrested last Friday, May 13, on pedophilia and drug charges. Investigators say that in tapped mobile-phone conversations, Seppia asked a Moroccan drug dealer to arrange sexual encounters with young and vulnerable boys. "I do not want 16-year-old boys but younger. Fourteen-year-olds are O.K. Look for needy boys who have family issues," he allegedly said. Genoa Archbishop Angelo Bagnasco, who is the head of the Italian Bishops Conference, had been working with Benedict to establish a tough new worldwide policy, released this week, on how bishops should handle accusations of priestly sex abuse.

...
Read more: http://www.time.com/time/world/article/0,8599,2072613,00.html#ixzz1NSFRZfMy (http://www.time.com/time/world/article/0,8599,2072613,00.html#ixzz1NSFRZfMy)






Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 10:17:58 Do. 09.Juni 2011
Ich weiß nicht, ob es schlimmer ist, daß der Riccardo Seppia, Berater des Papstes in Sachen Pädophilie sich Jungs bestellt, oder das fehlende Presseecho in deutschen News-Publikationen

Ich habe mal eine Suche gestartet bei Google-News, und suche da Seite für Seite (Bin gerade auf Seite 6) - englischsprachige, italienischsprachige... NULL deutsche Artikel

Mensch muss die Bischofskonferenz eine Lobby in der Journaille haben
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Judy am 11:06:27 Do. 09.Juni 2011
Ich glaube aber schon, dass die Leute langsam anfangen mit den Füßen zu wählen. Die massenhaften Kirchenaustritte sprechen dabei eine deutliche Sprache. Und je mehr aus der Kirche draußen sind, desto mehr werden dann immer hellhöriger, wenn man bekannt macht, was die sich für riesige Summen aus Steuergeldern immer noch abzocken, zum Teil aus alten mittelalterlichen Privilegien hergeleitet. Siehe hier irgendwo im Thread. Die wollen dann sicherlich nicht auch noch für ne Religion abdrücken, die ihnen gar nichts mehr nützen könnte.

Na dann machen wir das halt auf unseren Foren etwas bekannter...
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 11:50:48 Do. 09.Juni 2011
Absolut!

Im Wiki gibts unten eine schöne Übersicht

http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchenaustritt (http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchenaustritt)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 15:02:00 Mi. 22.Juni 2011
Zitat
Katholische Ärzte wollen Homosexuelle mit Homöopathie kurieren
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,766184,00.html (http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,766184,00.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Judy am 09:23:22 Do. 23.Juni 2011
Fragt sich dann nur, mit welchem homöopathischen Mittelchen man den Katholizismus kurieren kann...
Also irgendein Mittel finden, das religiösen Wahn verursacht, und das dann schütteln und verdünnen und verdünnen und schütteln und schwupps ist der Katholizismus geheilt....

Geht doch ganz einfach!
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 09:40:09 Do. 23.Juni 2011
Ich bin für den Scheiterhaufen schon der geliebten Tradition wegen, daß wird  dann über Facebook angekündet, ja, man muß auch mit der Zeit gehen. 100% Erfolg garantiert, was bei Hexen und Heiden geklappt hat wird bei homosexuellen sicher auch funktionieren.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 12:23:22 Fr. 22.Juli 2011
Zitat
Psychoterror im Namen Gottes
Stalking: Erstmals verurteilte ein österreichisches Gericht Demonstranten gegen legale Schwangerschaftsabbrüche. 


(http://kurier.at/mmedia/2011.07.21/1311256273_5.jpg)

Diese Demonstrationen vor Frauenarztpraxen und Kliniken sind hinlänglich bekannt: Betende Frauen und vor sich hinmurmelnde Männer, mit Embryopupperln und Transparenten gegen legalen Schwangerschaftsabbruch bewaffnet.

Patientinnen sollen so überzeugt werden, keinen falschen Weg einzuschlagen. Was auf Frauen mitunter ziemlich insistierend wirkt, wird beim Verein HLI (Human Life International) und seinem österreichischen Ableger "Christliche Allianz" sowie dem "Lebenszentrum Graz" als Beratungsgespräch bezeichnet.

Ein Grazer Gynäkologe hat sich das nicht gefallen lassen. Dr. Johannes Hanfstingl erstattete Strafanzeige. "Als die sogenannten Lebensschützer eine Wohnung über meiner Praxis gekauft haben, ist mir mulmig geworden." Auch Patientinnen hätten sich von den Demonstranten belästigt gefühlt.

Präzedenzfall

Im April fällte der Grazer Strafrichter Erik Nauta ein bemerkenswertes Urteil. Der 59-jährige Geschäftsführer der HLI, ein 41-jähriger Theologiestudent, und zwei weibliche Lebensschützerinnen, 31 und 41 Jahre alt, wurden wegen Stalkings verurteilt.

Sollte dieses Urteil im Instanzenzug halten, ist es ein Präzedenzfall: Unter beharrlicher Verfolgung in Zusammenhang mit Schwangerschaftsabbrüchen lief bisher nichts. Zwangsmaßnahmen nach dem Sicherheitspolizeigesetz, wie Betretungsverbot und Wegweisung, sind in Wien, nicht aber in Graz möglich.

Geldstrafen wurden gegen das Quartett verhängt: 450 bis 7200 Euro. Der Richter wird im Gloria-TV, einem ultrakonservativen Sprachrohr, angegriffen. An seiner Urteilskraft wird gezweifelt.

"Der Fall ist nun beim Oberlandesgericht anhängig. Ich bin überzeugt davon, dass das Urteil inhaltlich bestätigt wird", sagt Erik Nauta. Auch Gerichtsvizepräsident Helmut Krischan blickt unaufgeregt auf die Stimmungsmache gegen Nauta. "Das ist Teil unseres Berufes. Wir sind kein Kaufhaus und haben kaum zufriedene Kunden. Es gibt auch Personen, die durch Ideologien eine Ausrichtung haben. Da kommt der Richter immer in ein Getriebe."

Der Grazer Frauenarzt wird nun in Ruhe gelassen. Der Tatzeitraum erstreckte sich von 2009 auf 2010. "Meine Lebensqualität war sicher beeinträchtigt - und die meiner Patientinnen auch."

"Notbremse"

Schwangerschaftsabbrüche seien definitiv eine Notbremse. "Keine Frau macht das gerne." Unschlüssige Patientinnen schicke er an das soziale Beratungszentrum SBZ, sagt Hanfstingl. Im Übrigen werde er älter, seine Patientinnen auch. "Zwei Drittel der Frauen, die zu mir in die Ordination kommen, sind nicht mehr im gebärfähigen Alter."

Die Gegner bezeichnen Hanfstingl als "Abtreiber". Der Arzt kanzelt sie als "scheinheilige ultrakatholische Organisation" ab. Vertreten wird die verurteilte Gruppe von Ewald Stadler, auch Abgeordneter des BZÖ. Ein Termin für den Berufungsprozess beim OLG steht noch nicht fest.
http://kurier.at/nachrichten/4062954.php (http://kurier.at/nachrichten/4062954.php)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 09:15:27 Di. 09.August 2011
Zitat
Die Empörten in Spanien trotzen dem Papst

Alle Versuche, den zentralen Platz in Madrid vor dem Besuch von Benedikt XVI. zu räumen, sind gescheitert


Es ist heiß im spanischen Urlaubssommer, doch die Hitze hält die "Empörten" nicht von neuen massiven Protesten ab. Sie haben den zentralen Platz in der spanischen Hauptstadt Madrid nun wieder in Beschlag genommen. Die Polizei ist damit gescheitert, die "Indignados" vom "Puerta del Sol" fern zu halten. Dort werden auf den Massenversammlungen die Proteste für die kommende Woche vorbereitet, denn dann wird Papst Benedikt XVI. die spanische Hauptstadt zum katholischen Weltjugendtag besuchen.
http://www.heise.de/tp/artikel/35/35266/1.html (http://www.heise.de/tp/artikel/35/35266/1.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Eivisskat am 09:31:07 Di. 09.August 2011
Zitat
Die Empörten in Spanien trotzen dem Papst

Alle Versuche, den zentralen Platz in Madrid vor dem Besuch von Benedikt XVI. zu räumen, sind gescheitert


Es ist heiß im spanischen Urlaubssommer, doch die Hitze hält die "Empörten" nicht von neuen massiven Protesten ab. Sie haben den zentralen Platz in der spanischen Hauptstadt Madrid nun wieder in Beschlag genommen. Die Polizei ist damit gescheitert, die "Indignados" vom "Puerta del Sol" fern zu halten. Dort werden auf den Massenversammlungen die Proteste für die kommende Woche vorbereitet, denn dann wird Papst Benedikt XVI. die spanische Hauptstadt zum katholischen Weltjugendtag besuchen.
http://www.heise.de/tp/artikel/35/35266/1.html (http://www.heise.de/tp/artikel/35/35266/1.html)


Eine mehr als angemessene und notwendige Haltung vom Pabst & Konsorten wäre es jetzt, sich ebenfalls über die Zustände in ES und global zu empören, die "Die Empörten" in ihren Zielen zu unterstützen, wo es nur geht und sich einen anderen Veranstaltungsort für den Weltjugendtag zu suchen.

Allein, es fehlt ihm an Bewusst-sein, wie schade...

Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Judy am 14:26:31 Do. 18.August 2011
http://www.allmystery.de/themen/gg26013 (http://www.allmystery.de/themen/gg26013)

Auszug:
Das Engelwerk: Schreie hinter Klostermauern
Das Engelwerk, Werk der heiligen Engel, Schutzengelbruderschaft oder Opus SanctorumAngelorum ist eine katholische Vereinigung, die sich die nähere Verbindung von Menschenund Engeln zur Aufgabe gemacht hat. Sie stellt die Gegenwart von Engeln und Schutzengelnin ihren Veröffentlichungen besonders heraus und spricht von einem in der Gegenwartvermuteten endzeitlichen Kampf zwischen Engeln und Dämonen.

Die Gemeinschaftgeht zurück auf angebliche Privatoffenbarungen der als "Mutter" verehrten TirolerinGabriele Bitterlich (1896 - 1978), die angeblich schon als Vierjährige zum ersten Malihren Schutzengel sah; ihre Aufzeichnungen wuchsen mit der Zeit auf angeblich über 80.000Manuskriptseiten. Bitterlichs wichtigstes Anliegen war es, die Existenz von Engelnstärker ins Bewußtsein zu rufen. Besonders wichtig dabei war die Beziehung des Einzelnenzu seinem persönlichen Schutzengel, die durch eine sogenannte Engelweihe gestärkt werdensollte.

Das "Werk der hl. Engel" wurde 1949 von einer Gruppe von Priestern undTheologiestudenten in Innsbruck gegründet. 1951 wurden Schutzengelweihe, Engelweihe undSühneweihe vom Innsbrucker Diözesanbischof Dr. Paulus Rusch anerkannt. Es erhielt einenkirchlichen Rahmen in der 1961 von Diözesanbischof Dr. Paulus Rusch in Innsbruck-Wiltenkanonisch errichteten Schutzengelbruderschaft. 1965 erwarb die Schutzengelbruderschaftdie mittelalterliche Burg St. Petersberg bei Silz (Tirol). 1976 belebten einigeMitglieder des Engelwerks den Orden der Regularkanoniker vom Heiligen Kreuz, der 1131gegründet und 1903 untergegangen war, wieder, was 1979 durch den Heiligen Stuhl bestätigtwurde. Seit ebendiesem Jahr ist St. Petersberg ein Kloster der Regularkanoniker. DerOrden ist offiziell mit der Betreuung des Engelwerks beauftragt.

Im Laufe derZeit wuchs die Kritik an der selbst von Sektenbeauftragen und einigen Bischöfen innerhalbder katholischen Kirche als fundamentalistisch eingestuften Vereinigung, der auchgeheimbündlerisches Auftreten und der kirchlichen Lehre widersprechende Praktikenvorgeworfen wurde. Der Vorwurf der extremen Sexualmoral und einer autoritär geprägtenIdeologie wird bis heute aufrechterhalten.

Die Glaubenskongregation untersagteder Gemeinschaft im Juni 1992 einige zentrale Riten und Lehren, u.a. die umstrittenenEngelsweihen, obwohl bis dahin gerade die Schutzengelweihe eine Grundvoraussetzung fürdie Aufnahme in die Gemeinschaft war. Der Ritus von 1951 sah dafür vor, dass dieMitglieder feierlich "unseren heiligen Schutzengeln alle Macht über uns geben und unsfeierlich an sie binden". Außerdem dürfen die Offenbarungen über die Welt der Engel undauch die von Bitterlich genannten Namen der Engel innerhalb der Katholischen Kirche (undinnerhalb des Engelwerkes) nicht weiter verbreitet werden.

Der Sohn derGründerin, Pater Hansjörg Bitterlich, bis dahin Leiter des St. Petersberger Klosters,äußerte vehemente Kritik an diesen Entscheidungen der Glaubenskongregation und wurdedaraufhin abgesetzt und vom Orden exklaustriert.

Am 31. Mai 2000 wurde ein neuesGebet zur Schutzengelweihe von der Glaubenskongregation für den Gebrauch im OpusAngelorum genehmigt. Seit dem 3. September 2001 hat es wieder die kirchlicheDruckerlaubnis (Imprimatur) und darf verteilt werden.

Das "Werk der HeiligenEngel" gibt seine Grundlagen wie folgt an: Sinn und Ziel des Werkes der heiligen Engelist nicht nur eine Vertiefung und Ausweitung des Glaubenswissens über die heiligen Engel,die Gott am Anfang der Zeit zusammen mit der sichtbaren Welt erschaffen hat (vgl. KKK325-327) Das Werk bezweckt darüber hinaus eine starke Bindung des gläubigen Menschen andie hl. Engel und ihre übernatürliche Hilfe: „Sind sie nicht alle nur dienende Geister,ausgesandt, um denen zu helfen, die das Heil erben sollen?“ (Hebr 1,

Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 16:06:16 Mo. 29.August 2011
Zitat
Proteste bei Papst-Besuch sollen verboten werden

Düsseldorf (RP). Zahlreiche Gruppen haben Proteste gegen den Besuch von Papst Benedikt XVI. in Deutschland angekündigt. Doch die Behörden wollen offenbar nicht tatenlos zusehen. Laut "Spiegel online" soll in Berlin aus Sicherheitsgründen die "Karawane zum Papst" am Brandenburger Tor unterbunden werden. Dort will die Initiative "Der Papst kommt" nach der Ankunft des Heiligen Vaters am 22. September gegen die "menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik des Papstes" demonstrieren. Der Berliner Lesben- und Schwulenverein werde gegen ein Demonstrationsverbot rechtlich vorgehen, kündigten die Veranstalter an. "Eine friedliche Demonstration in Hörweite des Bundestages muss möglich sein", heißt es mit Blick auf die geplante Rede des Papstes im Bundestag.

Auch in Freiburg und Erfurt, den weiteren Stationen von Benedikt XVI., formiert sich Protest, doch die geplanten Aktionen sind anscheinend noch nicht genehmigt worden. Das Aktionsbündnis "Freiburg ohne Papst" will verhindern, dass sich das Kirchenoberhaupt in das Goldene Buch der Stadt einträgt.
http://nachrichten.rp-online.de/titelseite/proteste-bei-papst-besuch-sollen-verboten-werden-1.1694073 (http://nachrichten.rp-online.de/titelseite/proteste-bei-papst-besuch-sollen-verboten-werden-1.1694073)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 20:04:46 Mi. 31.August 2011
Irland geht mit gutem Beispiel voran

Zitat
Meldepflicht für Hinweise auf Kindesmissbrauch

Irland will Beichtgeheimnis aufheben - Kirche läuft Sturm


In Irland soll es künftig unter Strafe stehen, Hinweise auf Kindesmissbrauch nicht umgehend zu melden - auch eine solche Beichte muss gemeldet werden. Auslöser ist die Untersuchung eines Vertuschungsskandals in der Diözese Cloyne. Doch die katholischen Priester wollen nicht kooperieren.

...

http://www.tagesschau.de/ausland/beichtgeheimnis100.html (http://www.tagesschau.de/ausland/beichtgeheimnis100.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 17:29:36 Do. 15.September 2011
Kündigung des Chefarztes einer katholischen Klinik wegen Wiederverheiratung
http://juris.bundesarbeitsgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bag&Art=pm&Datum=2011&nr=15406&pos=0&anz=69 (http://juris.bundesarbeitsgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bag&Art=pm&Datum=2011&nr=15406&pos=0&anz=69)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 11:06:24 So. 25.September 2011
Tim Minchin - Pope Song (http://vimeo.com/11338327)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 18:47:51 Mo. 03.Oktober 2011
Zitat
(http://files.newsnetz.ch/bildlegende/42965/538643_pic_970x641.jpg)

Am 5. Januar diesen Jahres betrat ein elegant gekleideter Mann die Solothurner St.Ursenkathedrale, entleerte zwei Benzinkanister vor dem Altar und entzündete das Benzin mit einer Kerze. «Das hat es jetzt mal gebraucht», sagte er noch zum perplexen Sakristan, bevor er das brennende Gebäude verliess. Der Innenraum der Kathedrale wurde durch das Feuer massiv verwüstet, der Sachschaden beläuft sich auf 3,5 Millionen Franken. Letzte Woche, als das Amtsgericht Solothurn über seine Tat zu befinden hatte, sagte der 61-jährige Schweizer mit Stolz: «Solche Kunst macht man nur einmal.» Er habe mit seiner «massgeschneiderten» Aktion die «Bevölkerung aufrütteln» wollen, so der Mann.
http://bazonline.ch/kultur/kunst/Duerfen-Kuenstler-wirklich-alles/story/30358635 (http://bazonline.ch/kultur/kunst/Duerfen-Kuenstler-wirklich-alles/story/30358635)

 ;D
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 12:49:09 Di. 18.Oktober 2011
Aber diesmal scheint Hollywood-Star Susan Sarandon die Grenzen der Meinungsfreiheit doch arg ausgereizt zu haben. Während eines Interviews mit einem Schauspiel-Kollegen betitelte die 65-jährige Oscar-Gewinnerin Papst Benedikt XVI. ganz freizügig und ungeniert ungebildet als einen "Nazi".

(http://d1.stern.de/bilder/stern_5/lifestyle/2011/KW42/Susan_Sarandon_maxsize_420_280.jpg)

http://www.stern.de/lifestyle/leute/eklat-um-schauspielerin-susan-sarandon-beschimpft-papst-benedikt-als-nazi-1739888.html (http://www.stern.de/lifestyle/leute/eklat-um-schauspielerin-susan-sarandon-beschimpft-papst-benedikt-als-nazi-1739888.html)

"ungeniert ungebildet" sind ja wohl eher solche STERN Schreiberlinge.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 17:19:01 Sa. 29.Oktober 2011
Zitat
Fundamentalisten im Netz
Gottes Vorschlaghammer

Eine Website hetzt gegen Andersdenkende. Dass sie sich katholisch nennt, ärgert die Kirche. Der Verfassungsschutz bleibt machtlos: Die Server stehen im Ausland.


Wenn der Papst Protestanten trifft und etwas reserviert Hände schüttelt, dann macht das den einen Hoffnung. Es gibt aber auch einen Ort, an dem Gott über solche Annäherungsversuche wütend ist.

"Der Ökumenismus ist ein Werk des Teufels", schreibt da ein anonymer Autor am 23. September auf der Seite kreuz.net, gefolgt von Tiraden gegen homosexuelle Priester, die gemeinsam das Abendmahl in einer evangelischen Kirche feiern.

Schwule Priester, und dann auch noch bei der Konkurrenz – für die Macher der katholisch-rechtsextremen Website ist es das vielleicht schlimmste Szenario. "Gomorrhismus" sei das, schimpft der Autor, die Priester schändeten ihre Leiber. Es ist eine Sprache, die mancher aus mittelalterlicher Literatur kennt. Wörter aus einer vergangen geglaubten Zeit, in der man überall Ketzerei vermutete. Eine Ideologie, die alles, was anders ist, als Verrat denunziert.

Das deutsche Strafrecht? "Naziwahn-Ideologie"

Texte wie der über die beiden Priester kommen bei der Leserschaft gut an. 139 Leserkommentare sind aufgelistet, die abwechselnd sich gegenseitig und die Homosexuellen beschimpfen. Missliebige Kommentare werden in der Regel schnell gelöscht; Ganz oben hat es trotzdem ein Beitrag geschafft, stehen zu bleiben. "Wie sie Herr Autor dieses Artikels über Anderen sprechen … ist überhaupt nicht menschlich und christlich! ... Sie sind verrückt!!! verzeihen Sie mir…", schrieb ragazzo30 da.

Abgesehen von den üblichen Beleidigungen erscheinen auf dem Portal auch Beiträge, die unter den Tatbestand der Volksverhetzung fallen. So wurden wiederholt die Thesen von dem Piusbruder Richard Williamsons verteidigt, der den Holocaust leugnet. Im Zweifel erklärt die Redaktion das deutsche Strafrecht einfach zur "Naziwahn-Ideologie." Die Redaktion kann das, weil der deutschen Strafverfolgung die Hände gebunden sind: Die Server stehen in den USA, dort sind die Gesetze weniger streng. Zudem sind im Impressum keine Personen genannt, lediglich der Name eines Vereins. "Sodalicium for 'Religion and Information'", eine Kameradschaft für Religion und Information. Dort steht auch, dass die Seite anonym eingereichte Informationen akzeptiert. Den Schutz von Informanten betrachte man als Ehrensache.

Die Justiz ist machtlos


"Wir haben die Seite im Auge", sagt eine Sprecherin des Verfassungsschutzes, aber bis jetzt waren die deutschen Behörden bei Verstößen machtlos. 2008 mussten sie ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung einstellen, weil sie die Namen der Tatverdächtigen nicht herausfanden.
http://www.fr-online.de/die-neue-rechte/fundamentalisten-im-netz-gottes-vorschlaghammer,10834438,10911680.html (http://www.fr-online.de/die-neue-rechte/fundamentalisten-im-netz-gottes-vorschlaghammer,10834438,10911680.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 11:36:14 So. 30.Oktober 2011
Zitat
Katholische Kirche macht mit Pornos ein Vermögen

"Anwaltshure" oder "Schlampen-Internat": Obwohl der "Weltbild"-Verlag der Kirche gehört, verkauft er Porno-Bücher

"Weltbild" ist der größte deutsche Buchhändler. Was aufgrund des Verkaufsangebots nicht zu erkennen ist und daher viele nicht wissen: Dieser Medienkonzern gehört zu 100 Prozent der katholischen Kirche.


...

http://www.welt.de/vermischtes/article13679586/Katholische-Kirche-macht-mit-Pornos-ein-Vermoegen.html (http://www.welt.de/vermischtes/article13679586/Katholische-Kirche-macht-mit-Pornos-ein-Vermoegen.html)

Wie war das, 'Wasser predigen und Wein saufen'?
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Nick N. am 21:51:43 So. 20.November 2011
Das ist ja irre!

Im Zusammenhang mit sexuellem Mißbrauch wäre das eigentlich die eine Nachricht mit der grössten Sprengkraft, denn schliesslich haben diese Spezialisten ja offenbar selber die zunehmende Sexualisierung des Alltags (oder der Gesellschaft oder wie war das? Ich les jetzt nicht nochmal den ganzen thread durch) verantwortlich gemacht für die Fälle sexueller Gewalt. Da schliesst sich der Kreis, denn Verursacher der Sexualisierung sind sie auch selber...

Vielleicht habe ich es ja auch bloss nicht mitgekriegt, aber meines Wissens ist gerade dieser Aspekt nie gebührend skandalisiert worden in den Medien.

Und da meine persönliche Verschwörungstheorie ja darauf hinausläuft, dass zu viele Leute zu viele Dinge einfach nicht auf dem Schirm haben, mache ich für das Ignorieren dieser Nachricht die Tatsache verantwortlich, dass die Welt auch meldet, dass diese Kritik von aufgebrachten Katholiken kommt. Daraus, wette ich, schliessen viele, dass sie nur den Katholizismus unterstützten, würden sie diese Kritik weitertragen.

Was natürlich nicht stimmt, wenn man als Leser Nachricht und Kommentar auch dann unterscheidet, wenn die Nachricht darin besteht, über den Kommentar Andersdenkender unterrichtet zu werden. Das muss einen doch eigentlich nicht abhalten, einen eigenen, ganz anderen Kommentar zur ursprünglichen Sache zu machen?

Und natürlich fehlt diesem Aspekt der ganzen Sache der „human touch“. Ausser in dem einen Kommentar über den katholischen Buchhändler. Den Opfern medial nachzusteigen, finden manche, Leser wie Schreiber, bestimmt geiler.
Doch da könnte man ersatzweise die abgebrühte Scheinheiligkeit der Kirchenoberen als negativen „human touch“ thematisieren. Das ist doch eigentlich ein guter Aufreger, fast schon Bild-Niveau, in seiner gelebten Plattheit.

Das Zensur-Argument mancher Kommentatoren mag auch Einige beeindruckt haben, zumal solche, die selber der puplizierenden Zunft angehören, drum sei es in aller Kürze widerlegt: Wenn ein Verlag oder Buchhändler ein komplettes Themenspektrum nicht abdeckt, zum Beispiel Pornographie, dann ist das keine Zensur, sondern eine normale Auswahl von Sparten. Jeder Verlag und Buchhändler hat das Recht, zu entscheiden, wir decken eine bestimmte Sparte nicht ab, oder wir befassen uns überhaupt nur mit einem Themenspektrum, oder mit ein paar wenigen. Es gibt auch Verlage und Buchhandlungen mit einer klaren weltanschaulichen Ausrichtung, die natürlich nicht nur dadurch entsteht, dass man bestimmte Dinge pupliziert, sondern auch dadurch, dass man es unterlässt, bestimmte andere Dinge zu veröffentlichen.

Solange man dazu steht, und nicht so tut, als sei das Angebot alles, was existiert, und somit alternativlos, und solange insgesamt der Pluralismus gewahrt ist, von allen zusammen, ist das kein Problem und keine Zensur. Und selbst wenn es so wäre, ist der Buchhandel ja sowieso nicht das originäre Kerngeschäft der katholischen Kirche, und selbst dann wäre die Kirche also nicht genötigt, Pornographie zu vertreiben, sondern könnte eben ganz auf das Geschäft verzichten.

Letztens sagte jemand zu mir:
Hilf Dir selbst, sonst hilft dir Gott!


Und ich finde auch: Wenn Du Deine Feinde lieben sollst, musst Du ja erstmal welche haben!

Und da muss man doch einfach mal anerkennen, dass die katholische Kirche für viele Zielgruppen einen massgeschneiderten Service liefert: Für Demokraten, Menschenrechtler, Agnostiker, Laiizisten, Freunde der Aufklärung, Anhänger des Rechtsstaats, Homosexuelle, Feministinnen, Gegner von sexueller Gewalt oder Gewalt gegen Schutzbefohlene oder Gewalt ganz allgemein, und auch übrigens die arbeitende Bevölkerung:

http://www.derwesten.de/wirtschaft/leiharbeiter-in-christliche-gewerkschaft-gedraengt-id4388053.html (http://www.derwesten.de/wirtschaft/leiharbeiter-in-christliche-gewerkschaft-gedraengt-id4388053.html)

Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Nick N. am 23:39:27 Sa. 26.November 2011
Hätte ich die Zeit, die Energie, das Know-How, eine Digicam und Kabelzeug und was man sonst noch so dafür braucht, und Zugang zu den Archiven mit entsprechendem Bild- und Tonmaterial, dann würde ich einen kleinen Clip drehen und bei youtube einstellen.

So, wie es ist, kann ich ihn nur mal beschreiben:

Als erstes würde ich ein paar von den Pornosachen abfilmen, die ich vorher bei Weltbild bestellt habe (und hinterher aufgrund des Rückgaberechts wieder zrückschicke).

Dann würde ich die Rechnung von Weltbild zeigen, Adresse schwärzen nicht vergessen.

Dann würde ich Belege dafür zeigen, wem dieser Versandhandel gehört.

Natürlich alles mit einem entsprechenden Kommentar auf der Tonspur.

Und dann würde ich die Brüder zeigen, wie sie die Sexualisierung des Alltags für ihre sexuellen Übergriffe verantwortlich machen.

Das wäre bloss ein Clip von maximal drei Minten, schätze ich.
Wenn ich den schon nicht selber machen kann, dann würde ich ihn zumindest gerne mal sehen!
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 13:51:53 So. 27.November 2011
Nun ist es schon bei den Pfaffen agekommen, daß das ein wenig scheinheilig ist und auch wirkt, jetzt wollen sie raus aus diesem speziellen Geschäft...

Zitat
Katholische Kirche

Autor: Ileana Grabitz und Andre Tauber| 24.11.2011

Weltbild-Verlag wird zum Objekt der Begierde

Weil ihr das Sortiment zu schlüpfrig ist, steigt die katholische Kirche beim Weltbild-Verlag aus. Die Folgen für den deutschen Buchmarkt sind immens.

...

http://www.welt.de/wirtschaft/article13731874/Weltbild-Verlag-wird-zum-Objekt-der-Begierde.html (http://www.welt.de/wirtschaft/article13731874/Weltbild-Verlag-wird-zum-Objekt-der-Begierde.html)

Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Eivisskat am 15:05:19 So. 27.November 2011
Hätte ja auch gereicht, wenn man die Pornos aus dem Sortiment genommen hätte, oder?

Bestimmt stecken da wieder ganz andere üble Manipulationen & Tricksereien dahinter um die komplette Firma zu zerschlagen, alle Arbeitsplätze und was alles noch so dran hängt.

Und die Kunden haben mal wieder das Nachsehen & einen Laden weniger, in dem gern gekauft wurde. Hier sind die Filialen immer proppevoll (und garantiert nicht wg. der Pornos...)  und selbst ich habe dort oft ein Buch vom Wühltisch ergattert...

Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Nick N. am 01:03:52 Mo. 28.November 2011
Naja, die wollen das jetzt ungeschehen haben, nach dem Motto, jaja, wir sprechen mal ein bisschen davon, den Laden zu verkaufen, also darf uns jetzt keiner mehr kritisieren. Weil: Wir haben es ja eingesehen.

Ich vermute, es geht um diesen Status, dass sie "Umkehr" demonstriert haben. Das können sie dann wie eine Keule jedem um die Ohren hauen, der immer noch wagt, sie deswegen zu kritisieren.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 14:33:43 Do. 08.Dezember 2011
Zitat
Sexueller Missbrauch
Er mag es, wenn man um Hilfe schreit

Jahrelang wurde eine Ministrantin von ihrem Pfarrer sexuell missbraucht. Der Täter leugnet – und die katholische Kirche zeigt, was ihre vollmundigen Versprechen wert sind.
http://www.fr-online.de/panorama/sexueller-missbrauch-er-mag-es--wenn-man-um-hilfe-schreit,1472782,11276340.html (http://www.fr-online.de/panorama/sexueller-missbrauch-er-mag-es--wenn-man-um-hilfe-schreit,1472782,11276340.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Siebdruck am 10:18:31 So. 11.Dezember 2011
Zitat
Hätte ja auch gereicht, wenn man die Pornos aus dem Sortiment genommen hätte, oder?

Es hätte auch gereicht, das Kirche und Co endlich einmal anerkennen, das Sexualität nichts böses ist. Und poppen Spaß macht. Und Frauen nicht grundsätzlich Huren sind. Und das die unbefleckte Empfängniss außerhalb der Märchenwelt eine sehr große Schmarrn ist.
Aber, ich glaube, eine Bekehrung zur Menschlichkeit ist von seiten der Kirchen  wohl nicht zu erwarten.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Pinnswin am 17:54:14 Mi. 14.Dezember 2011
Katholische Kirche verwechselt Websites

Jaja ~verwechselt~ pffffhhhhh

Zitat
...

Was ist denn mit dem neuen Erzbischof passiert? Das fragten sich
philippinische Katholiken, als sie die Amtseinführung von Luis Antonio
Tagle live im Internet verfolgen wollten. Denn unter der Adresse,
die die Diözese angegeben hatte, waren ausschließlich Transvestiten
zu sehen.
...
der Geistliche auch seine Amtseinführung als Live-Stream ins Netz
stellen wollte. Unter dem Link „tvmaria.com”
...
Doch unter der angegebenen Domain waren weder Tagle noch eine
Kirche zu sehen – sondern mehrere Transvestiten. Der Grund: „tvmaria.com“
ist eine Porno-Website. Der richtige Link zur bischöflichen Amtseinführung
hätte „tvmaria.net“ gelautet.
...

(http://www.smileygarden.de/smilie/Liebe/Angeln und kuss0.gif) (http://www.smileygarden.de)

~ wer´s glaubt, wird seelig, wer´s backt, wird mehlig.

http://de.nachrichten.yahoo.com/transvestiten-statt-erzbischof--katholische-kirche-verwechselt-websites.html (http://de.nachrichten.yahoo.com/transvestiten-statt-erzbischof--katholische-kirche-verwechselt-websites.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 13:48:07 Do. 15.Dezember 2011
Zitat
Als Pfarrerin zu arbeiten, war ihr Traumjob. Doch weil Carmen Häcker ihren muslimischen Freund heiratete, suspendierte die evangelische Kirche die Vikarin von ihrem Dienst.
http://www.stern.de/tv/sterntv/vikarin-heiratet-muslim-kuendigung-wenn-die-liebe-den-job-kostet-1762717.html (http://www.stern.de/tv/sterntv/vikarin-heiratet-muslim-kuendigung-wenn-die-liebe-den-job-kostet-1762717.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 11:42:29 Fr. 16.Dezember 2011
Zitat
Katholische Kirche in USA

Zwei Millionen Amerikaner sind aus der katholischen Kirche ausgetreten, weil immer neue Fälle sexuellen Missbrauchs bekannt werden. In Geheimarchiven fanden Online-Aktivisten nun Beweise, dass auch Bischöfe die Vorfälle systematisch vertuschten - und die Täter so schützten.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,803687,00.html (http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,803687,00.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 14:55:58 Fr. 16.Dezember 2011
Zitat
Katholische Kirche 
Zehntausende Missbrauchsfälle in der niederländischen Kirche

In den Niederlanden sind nach Erkenntnissen einer Untersuchungskommission seit 1945 Zehntausende Kinder sexuell missbraucht worden. Viele der Täter sollen noch leben.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-12/kirche-missbrauch-niederlande (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-12/kirche-missbrauch-niederlande)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 15:18:58 Sa. 31.Dezember 2011
Mal  etwas eher lustiges:

Zitat
Bethlehem

Priester prügeln sich in Geburtskirche

Armenische und griechisch-orthodoxe Priester sind sich beim Putzen der Geburtskirche in Bethlehem gehörig in die Haare geraten. Zahlreiche Priester beider Gemeinschaften begannen ausgerüstet mit Besen aufeinander einzuprügeln. Der Grund war denkbar nichtig.

...

http://www.fr-online.de/panorama/bethlehem-priester-pruegeln-sich-in-geburtskirche,1472782,11365860.html (http://www.fr-online.de/panorama/bethlehem-priester-pruegeln-sich-in-geburtskirche,1472782,11365860.html)

Mann, mann, wie irre ist denn das
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 15:35:11 Fr. 06.Januar 2012
Ein weiterer von Rechtsausßen in den innersten Kirchenzirkel...

(http://d1.stern.de/bilder/stern_5/panorama/2012/KW01/0601_Woelki_fitwidth_420.jpg)
                                                  Rainer Maria Woelki
Titel: sorry
Beitrag von: Kuddel am 16:13:52 Fr. 06.Januar 2012
(http://polpix.sueddeutsche.com/polopoly_fs/1.1252011.1325854984!/image/image.jpg_gen/derivatives/860x860/image.jpg)

das Bild mußte noch sein.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 16:18:12 Fr. 06.Januar 2012
Manchen steht's im Gesicht geschrieben.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Eivisskat am 19:42:19 Mo. 09.Januar 2012
Ausgerechnet... typisches Spiegel-Prinzip... ::) ;D

Zitat
Papst eifert gegen Homosexualität

9.1.2012 – Heute hat Papst Benedikt XVI die 179 im Vatikan vertretenen Diplomaten zur traditionellen Neujahrsansprache empfangen. Das katholische Kirchenoberhaupt nutzte seine Rede nicht nur, um über die Religionsfreiheit und die Wirtschaftskrise zu sprechen sondern äußerte sich auch ungewohnt deutlich zum Thema Homosexualität.

Während sich der Papst einerseits gegen die Verfolgung von Christen in der ganzen Welt einsetzt bringt es ihn nicht in einen moralischen Konflikt, Homosexuelle zur „Bedrohung für die Zukunft der Menschheit“ zu erklären.


weiter: http://jacobjung.wordpress.com/2012/01/09/papst-eifert-gegen-homosexualitat/#more-4158 (http://jacobjung.wordpress.com/2012/01/09/papst-eifert-gegen-homosexualitat/#more-4158)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 18:46:18 Mi. 25.Januar 2012
Der Startschuss für die Aktion in Sachsen fiel auf einem Regionaltreffen am 17. Januar im "Hotel Stadt Dresden" in Nossen, im kommenden März will sich die selbsternannte "Basisbewegung" um Marc und Thomas Schneider aus Breitenbrunn an gleicher Stelle erneut zusammensetzen. Das erklärte Ziel ihrer Initiative ist es, "die christlich-konservativen Kräfte innerhalb der CDU zusammen[zu]führen" und "ihren politischen Einfluss auf kommunaler, Landes- und Bundesebene aus[zu]bauen".

(http://media.de.indymedia.org/images/2012/01/323573.jpg)

http://de.indymedia.org/2012/01/323572.shtml (http://de.indymedia.org/2012/01/323572.shtml)

Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 16:17:54 So. 29.Januar 2012
Zitat
Die Bestsellerautorin Donna Leon hat der katholischen Kirche vorgeworfen, sich nicht eindeutig von der Mafia zu distanzieren. In ihrer Wahlheimat Italien sei den Menschen sehr wohl bewusst, welcher Priester auf der Seite der Mafia stehe.
http://www.ksta.de/html/artikel/1327500710884.shtml (http://www.ksta.de/html/artikel/1327500710884.shtml)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Pinnswin am 09:09:07 Sa. 17.März 2012
Endlich mal einer, der den Vatikan verklagt, wenn auch
nur im Roman http://www.die-hand-gottes.com/ (http://www.die-hand-gottes.com/)
Völkermord, Sklaverei, Prostitution, Folter...

(http://www.smileygarden.de/smilie/Schilder/vergisses.gif) (http://www.smileygarden.de)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Nick N. am 23:05:25 Sa. 17.März 2012
Oh, interessant. Hast Du's schon gelesen?
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 15:47:56 Mo. 19.März 2012
Und weiter gehts...

Zitat
Katholische Kirche

Bistum Trier will pädophile Pfarrer weiter beschäftigen

Das Bistum Trier wird mehrere pädophile Priester weiter beschäftigen. Der SPIEGEL hatte berichtet, dass mindestens sieben als pädophil aufgefallene Männer unter Bischof Stephan Ackermann als Pfarrer arbeiten. Laut eines Bistumssprechers haben sie keinen Kontakt zu Minderjährigen.

...

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,822229,00.html (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,822229,00.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Nick N. am 16:49:27 Mo. 19.März 2012
Deswegen darf man sie auch "Kinderficker-Sekte" nennen...

http://www.lawblog.de/index.php/archives/2012/02/11/katholische-kirche-darf-kinderficker-sekte-genannt-werden/ (http://www.lawblog.de/index.php/archives/2012/02/11/katholische-kirche-darf-kinderficker-sekte-genannt-werden/)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 18:45:36 Di. 20.März 2012
Endlich mal Konsequenzen.

Zitat
Kirchengemeinde pocht auf Moral - und verliert Kita

Nach Rauswurf von Erzieherin kündigt Königswinter Trägervertrag


Rigorose Reaktion auf Kirchenmoral: Die Stadt Königswinter hat einer katholischen Gemeinde die Trägerschaft einer Kita aufgekündigt. Der Grund: Die Kirche hatte die Leiterin entlassen, weil sie nach der Trennung von ihrem Mann einen neuen Mann hat.

...

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/24/0,3672,8497208,00.html (http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/24/0,3672,8497208,00.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Bowie am 20:20:59 Fr. 06.April 2012
Zitat
Kirche für strengere Kontrollen zum Tanzverbot

Karfreitag tanzen gehen könnte dieses Jahr problematisch werden. Eigentlich sind öffentliche Tanzveranstaltungen an den Ostertagen verboten. Doch lange hat das niemanden interessiert. Nun drängen die Kirchen auf die Durchsetzung des Verbots.
http://www.fr-online.de/rhein-main/kirche-fuer-strengere-kontrollen-zum-tanzverbot/-/1472796/8351804/-/index.html (http://www.fr-online.de/rhein-main/kirche-fuer-strengere-kontrollen-zum-tanzverbot/-/1472796/8351804/-/index.html)

Mit welchem Recht wollen diese Wichser auch Andersgläubigen und Atheisten verbieten zu tanzen? Die können sich gleich mit der Taliban zusammentun.

Die Piratenpartei ist beim Bundesverfassungsgericht mit dem Vorhaben gescheitert, doch noch Demonstrationen gegen das Tanzverbot durchzusetzen. Ein Formfehler ist der Grund. Dennoch soll es Flashmob-Aktionen geben.
http://www.fr-online.de/rhein-main/tanzverbot-in-hessen-piraten-scheitern-in-karlsruhe--,1472796,14687338.html (http://www.fr-online.de/rhein-main/tanzverbot-in-hessen-piraten-scheitern-in-karlsruhe--,1472796,14687338.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Nick N. am 02:05:48 Sa. 07.April 2012
Ich glaube, "strengere Kontrollen zum Tanzverbot" wird es schon deshalb nicht geben, weil CxUFDPSPDGrüne (gibt es nicht irgendeine Abkürzung dafür?) der Kirche letztlich nicht erlauben werden, sich derart selbst ins Knie zu schiessen und völlig unpolitische Spaß- und Partyversessene Leute gegen sich aufzubringen ;D ;D ;D ;D
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Ziggy am 09:14:42 Sa. 07.April 2012
Zu dem Königswinter-Fall ist anzumerken, daß die Kita von der Stadt (!) zu 100 % (!) finanziert wurde und wird. Höchste Zeit, daß man die Klerikalschmarotzer da raushaut.

Dazu gab es auch einen schönen Beitrag von Jürgen Becker in den Mitternachtsspitzen am 31.03.2012

Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:36:15 Sa. 07.April 2012
Bei tagesschau.de läuft grade eine Umfrage zum Thema Tanzverbot!
Es steht so ziemlich 50/50!

http://www.tagesschau.de/inland/karfreitag192.html (http://www.tagesschau.de/inland/karfreitag192.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: BGS am 19:34:50 Sa. 07.April 2012
Nichts geht mehr.

"
Was denken Sie? Ist das Tanzverbot noch zeitgemäß?

Hinweis:
Die Umfrage ist geschlossen, ein weiteres Abstimmen ist nicht mehr möglich.
Ja1393849.3%
Nein1393449.3%
Dazu habe ich keine/eine andere Meinung3821.4%
Stimmen gesamt28254
"
MfG + angenehme Feiertage

BGS
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Strombolli am 20:11:33 Sa. 07.April 2012
Besonders toll ist das im atheistischen Osten, wenn solche Westgesetze, von den neuen Regional-Regierenden (entweder West-Importe oder folgsame Wendehälse, die aus unterwürfiger Folgsamkeit strenger als ihre Dienstherren sind, deutsch eben!) sehr rigoros vorgehen.

Als Fahrer meines Kumpels, dem DJ, habe ich es oft erleben dürfen, wie er Anweisung bekam, nur leise oder nicht zum Tanzen animierende, nicht zu fröhliche Untermalungsmusik zu machen. Gebunden an bestimmte Zeiten natürlich. Das Ordnungsamt kontrollierte hin und wieder sogar. Es kommt aber eben immer auf den Regional-Statthalter an.

Manche Veranstalter lassen gleich ganz zu, manche handeln bis zur ersten Bestrafung nach dem Motto: Leckt mich....

Persönlich empfinde ich es als Zumutung, wenn irgendeine Religion Menschen anderer Gesinnung Lebenseinschränkungen vorschreibt!
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 22:35:18 Sa. 07.April 2012
Ein säkularer Staat der so einen Schwachsinn in Gesetze gießt und auch noch das ganze Kirchenpersonal von unseren Steuergeldern bezahlt!
Wo bleiben eigentlich die Entschädigungszahlungen für die Opfer der Verbrechen die diese Kirchen angerichtet haben und immer noch anrichten?

Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Nick N. am 01:34:46 Mo. 09.April 2012
Teilweise kann man das im Heimkinder-Thread nachlesen: Die Entschädigungen für ehemalige Heimkinder werden nicht als Geld- sondern als Sachleistungen ausgegeben, und die Leistungen werden von den Kirchen erbracht!!!
Das heisst, soweit es überhaupt ein läppisches Almosen gibt, für das die betroffenen dann auch noch auf alle weiteren Ansprüche verzichten müssen, und zwar schon bei Antragstellung, das bekommen am Ende. DIE TÄTER!!!
Und die wollen uns das Tanzen verbieten!!!
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Siebdruck am 10:19:58 Mo. 09.April 2012
Zitat
... Der Papst-Besuch auf Kuba hinterlässt einen bleibenden Erfolg. Zumindest ...
http://www.n-tv.de/panorama/Kuba-feiert-Karfreitag-article5921656.html (http://www.n-tv.de/panorama/Kuba-feiert-Karfreitag-article5921656.html)

 ??? bleibender Erfolg? Hört sich nach einer Krankheit an.

Bei wem? Und was soll das "Zumindest"? ... hat dann irgendjemand einen freien Tag mehr im Jahr?
Das könnte man aber doch auch "un"-religiös einrichten.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Nick N. am 20:23:21 Mo. 09.April 2012
Die Wendung "hinterlässt einen bleibenden Erfolg" gibt es nicht wirklich so richtig ;D

ntv hat nochn weiteren Artikel über den Papstbesuch in Kuba:
http://www.n-tv.de/politik/Papst-fordert-offenere-Gesellschaft-article5905731.html (http://www.n-tv.de/politik/Papst-fordert-offenere-Gesellschaft-article5905731.html)

Da heisst es: "Papst fordert offene Gesellschaft ... Zum Abschluss seiner Kubareise hat Papst Benedikt XVI. erneut eine Öffnung der kubanischen Gesellschaft angemahnt"
Har har har, Scheinheiliger geht es wirklich nicht!

"Die Regierung forderte er indirekt auf, alle Kubaner an der Erneuerung ihrer Gesellschaft zu beteiligen."
Ausser natürlich die Schwulen und Lesben, Abtreibungsärzte, Opfer von katholischen Kinderfickern und noch so ein paar andere.

"Als die Sprache auf die Schwierigkeiten der Menschheit heute gekommen sei, habe Benedikt auch auf das Problem der Gottlosigkeit hingewiesen und seine Sicht der Beziehungen zwischen Glauben und Vernunft erläutert."
Ich vermute, es ist eines der grossen Probleme der Menschheit, wenn Staatschefs sich von dem Anführer einer internationalen Kinderfickersekte die "Beziehungen zwischen Glauben und Vernunft" erläutern lassen.

"Damit erinnerte er noch einmal an seine Worte auf dem Flug nach Lateinamerika, als er den in Kuba herrschenden Marxismus kritisiert und die Hilfe der Kirche bei der Suche nach neuen Modellen angeboten hatte."
"Hilfe"? Hilfe!
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 21:25:47 Mo. 09.April 2012
Zitat
"Damit erinnerte er noch einmal an seine Worte auf dem Flug nach Lateinamerika, als er den in Kuba herrschenden Marxismus kritisiert und die Hilfe der Kirche bei der Suche nach neuen Modellen angeboten hatte."
"Hilfe"? Hilfe!

Aus der Fresse vom Hitlerjungen Ratzinger hört sich das doch eher wie eine Drohung an!
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Pinnswin am 07:35:06 Mi. 11.April 2012
Zitat
... Flug nach Lateinamerika...
Früher sind die wahren Gläubigen zu Fuß gegangen.
Decadentes PfaffengesoXz.

(http://www.smileygarden.de/smilie/Autos/209.gif) (http://www.smileygarden.de)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 09:50:09 Fr. 13.April 2012
Meldung von Radio Vatikan:

Zitat
Niederlande: Kastrationen untersuchen

Das Parlament will eine Untersuchung darüber eröffnen, ob in den fünfziger Jahren Jungen zwangsweise kastriert worden sind. Das „Handelsblad“ hatte von solchen Fällen berichtet. Mit der Kastrierung hätten die Leiter einer katholischen Schule die Jungen von Homosexualität heilen wollen, so die Zeitung. Ein Kirchensprecher sagte nach der Parlamentsdebatte, die Kirche sei mit einer Untersuchung einverstanden und wolle mit einem entsprechenden Ausschuss zusammenarbeiten. Ein großer kirchlicher Bericht über Missbrauchsfälle hatte letztes Jahr von Tausenden von Missbrauchten seit dem Jahr 1945 gesprochen, das Thema Zwangskastration aber ausgespart. Nach Angaben des „Handelsblad“ war die kirchliche Kommission zwar auf solche Fälle gestoßen, hielt die Hinweise aber nicht für ausreichend.
http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/articolo.asp?c=573227 (http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/articolo.asp?c=573227)

Mir reicht's wirklich. Warum ist noch immer die Trennung zwischen Staat und Kirche nicht durchgesetzt!?! Warum treibt der Staat weiterhin Kirchensteuern ein? Warum sitzen die Pfaffen noch immer in den Gremien, die bestimmen, das in den öffentlich rechtlichen Medien läuft, was in den Schulbüchern und Lehrplänen steht?
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Nick N. am 20:28:41 Sa. 14.April 2012
Weil die Pfaffen dem Staat so schön helfen, sich ein hübsches Mäntelchen umzuhängen!
Themenbereich "Christliche" Werte, sonst Gottlosigkeit, Unmoral, Verfall des Abendlandes etc.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 09:39:52 So. 15.April 2012
Zitat
Tanzverbot in Frankfurt
Flashmob trotzt dem Tanzverbot

Mit acht Einsatzwagen rückt die Polizei am Opernplatz an, um das Tanzverbot zu kontrollieren.
http://www.fr-online.de/rhein-main/tanzverbot-in-frankfurt--flashmob-trotzt-dem-tanzverbot-,1472796,14691910.html (http://www.fr-online.de/rhein-main/tanzverbot-in-frankfurt--flashmob-trotzt-dem-tanzverbot-,1472796,14691910.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Efeu am 16:34:05 Mo. 16.April 2012
Zitat
Das Feiertagsgesetz ist bis Ende 2014 befristet. [...] „Es kann nicht sein, dass die Mehrheit wegen einer religiösen Minderheit eingeschränkt wird.“

Dem kann Passantin Renate Schmitz nicht zustimmen. „Wir sind ein christliches Land, da kann man schon Rücksicht nehmen.“

http://www.fr-online.de/rhein-main/tanzverbot-in-frankfurt--flashmob-trotzt-dem-tanzverbot-,1472796,14691910.html (http://www.fr-online.de/rhein-main/tanzverbot-in-frankfurt--flashmob-trotzt-dem-tanzverbot-,1472796,14691910.html)
Wer "wir"? Das mit dem "christlichen Land" und den "christlichen Traditionen" höre ich immer wieder. Aber es gibt keine "christlichen" Länder, es gibt höchstens christliche Menschen. Und die sollen die anderen mit ihrem Zeug in Frieden lassen. Ich fände es auch besser, wenn es religionsunabhängige Feiertage (wie beim Tag der deutschen Einheit) und Ferien gäbe, einfach Sommer-/Winter-/Frühlings-/Herbstferien. Und überhaupt, auf wen nehmen die Rücksicht mit ihrer restiktiven ACK-Klausel (http://www.christ-werden.de/hinterstube/kirche.html) und ihrem sch*** Glockengebimmel? >:(
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 18:13:21 Mo. 16.April 2012
Diese Scheinheiligkeit der Kirche ist nur noch lächerlich!
Wieso ist am Karfreitag Tanzverbot, am Totensonntag auch aber nicht am 27. Januar? (http://de.wikipedia.org/wiki/Tag_des_Gedenkens_an_die_Opfer_des_Nationalsozialismus (http://de.wikipedia.org/wiki/Tag_des_Gedenkens_an_die_Opfer_des_Nationalsozialismus))
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Efeu am 20:59:41 Mo. 16.April 2012
Wieso ist am Karfreitag Tanzverbot, am Totensonntag auch aber nicht am 27. Januar? (http://de.wikipedia.org/wiki/Tag_des_Gedenkens_an_die_Opfer_des_Nationalsozialismus (http://de.wikipedia.org/wiki/Tag_des_Gedenkens_an_die_Opfer_des_Nationalsozialismus))

Vielleicht, weil sie selbst genug Blut an den Händen haben und sich auch da zum Teil an die eigene Nase fassen müssten, statt sich als Moralapostel aufzuspielen...
Zitat
Die katholische Kirche in Deutschland war in den Jahren 1930 bis 1933 vielfach als Kritikerin des Nationalsozialismus aufgetreten. Nachdem sich jedoch Hitler mehrmals kirchenfreundlich äußerte und in seiner Regierungserklärung am 23. März 1933 die beiden großen christlichen Kirchen als "wichtigste Faktoren zur Erhaltung unseres Volkstums" bezeichnete, relativierte die katholische Kirche ihre bisherige Kritik. Ihr Ziel war nun die rechtliche Sicherung ihrer institutionellen Sonderrechte. [...]

http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/innenpolitik/kirchen/index.html (http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/innenpolitik/kirchen/index.html)


Ich wünsche dem Führer nichts sehnlicher als einen Sieg. (Papst Pius XII.)

Lieber Freund, vergessen sie nicht, dass in den deutschen Heeren Millionen Katholiken sind. Soll ich sie in Gewissenskonflikte bringen? (Antwort Pius XII. auf die Frage, warum er nicht gegen die Judenvernichtung protestiert)

Wir verkennen manches Gute der neuen Weltanschauung (der Nazis) nicht. Wir finden aber beim näheren Zusehen, dass es in ihrem Besten Kopie des Christentums ist. (Der Erzbischof von Freiburg Konrad Gröber an den Papst, 1944)


http://www.kirchenopfer.de/dieopfer/konzilsbeschluesse/index.html (http://www.kirchenopfer.de/dieopfer/konzilsbeschluesse/index.html)
http://www.kirchenopfer.de/dieopfer/index.html (http://www.kirchenopfer.de/dieopfer/index.html)
(http://www.motifake.com/image/demotivational-poster/0905/resistance-is-futile-christians-borg-asimilated-demotivational-poster-1242291943.jpg) (http://www.kirchenopfer.de/dieopfer/index.html)
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Strombolli am 21:40:18 Mo. 16.April 2012
http://www.merkur-online.de/nachrichten/politik/bayern-lockert-tanzverbot-stillen-feiertagen-2280021.html (http://www.merkur-online.de/nachrichten/politik/bayern-lockert-tanzverbot-stillen-feiertagen-2280021.html)

Zitat RR: "Wieso ist am Karfreitag Tanzverbot, am Totensonntag auch aber nicht am 27. Januar?" - Eben. Und die ganzen anderen Feiertage der anderen Glaubensrichtungen?

Mir geht es unglaublich auf den Sack die Nerven, dass laufend unterschwellig Katholizismus aus dem TV schwappt. Ob nun bei Gottschalk (heute mit dem Obercomedian Mario Barth (kotz) oder bei Harald Schmidt, sowie anderen Gelegenheiten. Überall kommt die Messdiener-Karriere zur Sprache.

Ich finde das unerträglich!

Zitat Wiki: Das Bild der Religionen in Deutschland ist derzeit von je 30 % Katholiken und Protestanten (zum größten Teil durch die Evangelische Kirche in Deutschland bzw. ihre Mitgliedskirchen vertreten) geprägt. Die Gesamtzahl der Christen in Deutschland beträgt ca. 62 %.Dabei haben die Katholiken ihren Schwerpunkt im Süden und Westen des Landes, die Protestanten im Norden und die Konfessionslosen im Osten.

Die Zahl der Muslime wird je nach Quelle auf 3,3 bis 4,3 Mio., was 4 bis 5 % der Gesamtbevölkerung entspricht, geschätzt. Andere Religionsgemeinschaften spielen in Deutschland, gemessen am Anteil an der Gesamtbevölkerung, nur eine untergeordnete Rolle.

Darüber hinaus sind rund 37% der Menschen in Deutschland konfessionslos.

aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Religionen_in_Deutschland (http://de.wikipedia.org/wiki/Religionen_in_Deutschland) 
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 14:08:09 Fr. 25.Mai 2012
Zitat
Das umstrittene Geldhaus des Heiligen Stuhls hat Ettore Gotti Tedeschi hinausgeworfen. Papst Benedikt XVI. hatte den ehemaligen McKinsey-Berater erst 2009 geholt, um das Institut zu modernisieren - zuletzt war der Chef aber selbst im Visier der Geldwäsche-Ermittler.
(...)
Tedeschi war erst 2009 von Papst Benedikt XVI. mit dem Auftrag eingesetzt worden, die Bank zu reformieren und transparenter zu gestalten. Der streng katholische ehemalige McKinsey-Berater und Italienchef der spanischen Bank Santander sollte das Institut so umbauen, dass es nicht mehr ständig internationale Bankenregeln bricht. 2010 jedoch geriet Tedeschi persönlich ins Visier italienischer Ermittler, als die Behörden 23 Mio. Euro auf einem Konto der Vatikanbank einfroren. Die Ermittler hatten den Verdacht, die Vatikanbank habe das Geld auf Konten in Deutschland und Italien überweisen und dabei die Identität der Empfänger verschleiern wollen.
(...)
Der 66-Jährige arbeitet auch als Professor für Ethik an der Katholischen Universität von Mailand und soll Medienberichten zufolge dem konservativen katholischen Geheimbund Opus Dei nahestehen.

Die Vatikanbank wird spätestens seit den Ermittlungen über ihre Rolle bei der Pleite der Banco Ambrosiano im Jahr 1982, bei der auch der Mafiaverdacht geäußert wurde, immer wieder mit schmutzigen Geschäften in Verbindung gebracht. Zuletzt hatte das Buch "Vatikan AG" des Journalisten Gianluigi Nuzzi Diskussionen angefacht. Nuzzi zufolge soll das "Institut für die religiösen Werke", wie die Bank offiziell heißt, über geheime Nummernkonten lange Schmiergeldzahlungen an Spitzenpolitiker sowie Geldwäsche gedeckt haben. Zudem hatte 2009 die römische Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen undurchsichtiger Kontoverbindungen zur italienischen Großbank Unicredit bekannt gegeben.

Noch immer werden Bilanz und Geschäfte des Hauses geheim gehalten. Schätzungen zufolge soll die Vatikanbank über ein Vermögen von rund 5 Mrd. Euro verfügen. Zuletzt überwies das Institut 50 Mio. Euro an den Papst - knapp ein Fünftel aller Einnahmen des Heiligen Stuhls. Das IOR, 1942 von Papst Pius gegründet, verwaltet nach eigenen Angaben vor allem Gelder von religiösen Institutionen sowie Priestern und Nonnen. Allerdings sollen auch Privatpersonen Konten unterhalten.
http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:institut-unter-geldwaesche-verdacht-vatikanbank-feuert-chef/70041987.html (http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:institut-unter-geldwaesche-verdacht-vatikanbank-feuert-chef/70041987.html)

Zitat
Opus Dei

Seit den 1950er Jahren wurde das Opus Dei eine wichtige Stütze des politischen Systems des Franquismus, wobei es die nationalistische Falange verdrängte. In Francos letzten Regierungsjahren gehörten 10 der 19 Kabinettsmitglieder dem Opus Dei an, auch einige im Übergangskabinett nach Francos Tod. Ebenfalls starken Aufwind erfuhr das Opus Dei in Chile unter Augusto Pinochet; der Organisation wird ein großer Einfluss auf den Entwurf der Verfassung von 1980 nachgesagt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Opus_Dei (http://de.wikipedia.org/wiki/Opus_Dei)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 18:55:17 Mi. 30.Mai 2012
(http://www.fr-online.de/image/view/2012/4/30/16144814,12752024,dmData,h,300,maxh,300,maxw,808,w,808,1481760098DE90DB.jpg.jpg)

Wer sich für die Machenschaften eines ultrareaktionären Zwergstaates interessiert, kann ja mal unter folgenden Links stöbern:

http://www.heise.de/tp/blogs/8/152075 (http://www.heise.de/tp/blogs/8/152075)
http://www.fr-online.de/politik/vatikan-duestere-palastintrige-,1472596,16138822.html (http://www.fr-online.de/politik/vatikan-duestere-palastintrige-,1472596,16138822.html)

 (http://www.fr-online.de/politik/kirchen-reformer-im-interview-vatikan--keine-gemeinschaft-der-heiligen,1472596,16142900.html[/url)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 10:35:33 Mo. 11.Juni 2012

Zitat
Rätsel um die Geschäfte der Vatikanbank
Räumte der Vatikanbankchef zu forsch auf?

Bei der Suche nach den Gründen für die Abberufung des Vatikanbankchefs Gotti Tedeschi sind neue Dokumente aufgetaucht. Berichte legen nahe, er sei im Bemühen um Transparenz intern an Grenzen gestoßen. Derweil ermittelt die Staatsanwaltschaft weiter - der Vatikan blockt ab.

...

http://www.tagesschau.de/ausland/vatikanbank108.html (http://www.tagesschau.de/ausland/vatikanbank108.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 13:12:53 Di. 12.Juni 2012

Zitat
Die brisante Beichte des Vatikanbankers

Geheimkonten, Mafia- und Bestechungsgelder: Dem Vatikan droht neues Ungemach. Derzeit packt der geschasste Ex-Chef der Vatikanbank pikante Details aus, die sicher in der Öffentlichkeit landen werden.

...


Vatikan will auf die "White List"

...

http://www.stern.de/panorama/skandal-im-kirchenstaat-die-brisante-beichte-des-vatikanbankers-1839575.html (http://www.stern.de/panorama/skandal-im-kirchenstaat-die-brisante-beichte-des-vatikanbankers-1839575.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 16:58:46 Fr. 15.Juni 2012
Weiter im Text...

Zitat
Bistum Augsburg

Kirche will lesbischer Erzieherin kündigen

Es ist eine Frage der Moral: Weil sie lesbisch ist, bangt eine Erzieherin in Augsburg um ihre Stelle. Ihr katholischer Arbeitgeber will ihr kündigen - obwohl sie derzeit in Mutterschutz ist. Bei dem Prozess geht es um nicht weniger als einen Kampf der Systeme. Kirche gegen Rechtsstaat.

Die Leiterin eines katholischen Kindergartens liebt eine Frau - und geht mit ihr eine Lebensgemeinschaft ein. Ihr ist bewusst, dass sie dies ihren Job kosten kann. Tatsächlich greift der kirchliche Arbeitgeber hart durch und will der 39-Jährigen kündigen. In der katholischen Kirche kommen solche Arbeitsstreitigkeiten immer wieder vor.

...

http://www.sueddeutsche.de/bayern/bistum-augsburg-kirche-will-lesbischer-erzieherin-kuendigen-1.1383595 (http://www.sueddeutsche.de/bayern/bistum-augsburg-kirche-will-lesbischer-erzieherin-kuendigen-1.1383595)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 17:37:07 Fr. 15.Juni 2012
Ich kann absolut nicht verstehen warum die italienische Justiz nicht endlich einen Haftbefehl gegen den obersten Mafiaboss ausstellt.
Jetzt wo endlich bekannt ist, wo der wohnt und wie er heißt:
Joseph Ratzinger

(http://www.3quarksdaily.com/.a/6a00d8341c562c53ef0134802be29e970c-800wi)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 18:10:55 Fr. 15.Juni 2012
Für die Leutchen, die Englisch können

http://www.vatileaks.com/ (http://www.vatileaks.com/)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 11:17:09 So. 24.Juni 2012
Zitat
Fox-Journalist soll päpstliche Öffentlichkeitsarbeit verbessern

Maßnahme nach Vatileaks-Panne - US-Amerikaner Greg Burke gehört dem Opus Dei an


(http://images.derstandard.at/t/12/2012/06/23/1339674007121.jpg)
Fox News und Opus Dei: Greg Burke


Rom - Nach der Preisgabe vertraulicher Dokumente hat der Vatikan im Bemühen um bessere Kontakte zu den Medien einen Journalisten des US-Nachrichtensenders Fox News engagiert. Vatikan-Sprecher Federico Lombardi bestätigte am Samstag die Verpflichtung. Der Amerikaner Greg Burke werde als Kommunikationsberater im Vatikanischen Staatssekretariat tätig sein, ergänzten Gewährsleute.

Burke gehört der ultrakonservativen Opus-Dei-Bewegung an und arbeitete zuletzt für den rechtsgerichteten Sender Fox News als Korrespondent in Rom. Im sogenannten "Vatileaks"-Skandal waren hunderte Dokumente aus dem Umfeld des Papstes veröffentlicht worden.
http://derstandard.at/1339638777295/Fox-Journalist-soll-paepstliche-Oeffentlichkeitsarbeit-verbessern (http://derstandard.at/1339638777295/Fox-Journalist-soll-paepstliche-Oeffentlichkeitsarbeit-verbessern)


Zur Erinnerung:
Zitat
Erst unter der Diktatur Francos konnte Escriva sein Imperium aufbauen. Dank geschickter Verhandlungen mit der Römischen Kurie gelang es Escriva, dem Opus Dei einen neuen Rechtsstatus zu verschaffen. Das nun unter dem Begriff „Säkularinstitut“ (später als „Personalprälatur“) firmierende „Werk Gottes“ unterstand direkt dem Papst, war also der Kontrolle der örtlichen Bischöfe entzogen.

Aufgrund seiner radikal antiliberalen und antikommunistischen Ausrichtung fand Escrivas Orden in den folgenden Jahren einflussreiche Bündnisgenossen (u.a. die CIA). Die finanziellen Ressourcen wurden immer üppiger. Escriva konnte Niederlassungen in mehr als achtzig Ländern der Welt gründen. Als der „ehrwürdige Vater“, wie Escriva in Opus Dei-Kreisen genannt wurde, 1975 in Rom starb, hinterließ er eine kampfstarke Eliteorganisation, die Führungspositionen innerhalb wie außerhalb der katholischen Kirche innehatte.

Wertung: 1992 wurde der Ordensführer, der mehrfach seine Bewunderung für Hitler und Franco ausgesprochen hatte, selig gesprochen - der schnellste Seligsprechungsprozess in der langen Geschichte der katholischen Kirche.
http://www.schmidt-salomon.de/scientopus.htm (http://www.schmidt-salomon.de/scientopus.htm)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 19:05:10 So. 24.Juni 2012
Zitat
Kirchliche Protestwochen gegen Obamas Gesundheitsreform

Katholiken sehen Religionsfreiheit gefährdet und planen zahlreiche Veranstaltungen

(http://images.derstandard.at/t/12/2012/06/22/1339669497550.jpg)
http://derstandard.at/1339638664604/USA-Kirchliche-Protestwochen-gegen-Obamas-Gesundheitsreform (http://derstandard.at/1339638664604/USA-Kirchliche-Protestwochen-gegen-Obamas-Gesundheitsreform)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Nick N. am 20:59:55 Di. 26.Juni 2012
Worüber ich bisher noch nie nachgedacht hatte:
Zitat
Hochrangiger US-Kirchenvertreter in Missbrauchsskandal verurteilt

In einem aufsehenerregenden Prozess ist ein hochrangiger Kirchenvertreter in den USA wegen seiner Rolle bei der Vertuschung sexuellen Missbrauchs verurteilt worden. ...
Sowas ist doch eigentlich auch Strafvereitelung, oder?
Also immer, wenn die Kirchen versuchen, "das intern zu regeln", durch Versetzen von Tätern und sonstiges Vertuschen?

http://de.wikipedia.org/wiki/Strafvereitelung (http://de.wikipedia.org/wiki/Strafvereitelung)
http://dejure.org/gesetze/StGB/258.html (http://dejure.org/gesetze/StGB/258.html)
Lange Hintergrundgeschichte zum Prozeß in Philadelphia, leider auf Englisch:
http://www.vatileaks.com/_blog/Vati_Leaks/post/'The_Catholic_Church's_Secret_Sex-Crime_Files'/ (http://www.vatileaks.com/_blog/Vati_Leaks/post/'The_Catholic_Church's_Secret_Sex-Crime_Files'/)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 17:18:10 Do. 28.Juni 2012
Natürlich ist das Strafvereitelung, aber finde mal ein Gericht, daß einen Haftbefehl für den Papst ausstellt.

Der ehemalige Gouverneur von Minnesota, Jesse Ventura (http://de.wikipedia.org/wiki/Jesse_Ventura (http://de.wikipedia.org/wiki/Jesse_Ventura)), hat das in einigen Interviews gefordert, aber passierte leider nichts, außer das es ordentlich Gezeter gab.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 19:28:52 Di. 10.Juli 2012
Zitat
Unheiliger Stuhl
Papst erwirkt Bilderverbot gegen"Titanic"

Exkremente statt Sakramente: Die aktuelle Ausgabe der "Titanic" missfällt dem Vatikan, denn sie zeigt seiner Ansicht nach einen Papst Benedikt, der sich vorn und hinten beschmutzt hat. Nun erging im Namen des Heiligen Vaters eine einstweilige Verfügung gegen das Satiremagazin.

Quelle: spon (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/papst-benedikt-geht-gegen-titanic-vor-a-843608.html)

Nicht ganz dicht!?
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 16:20:12 Mi. 08.August 2012
Zitat
Katholiken
Frankreichs Kirche betet gegen Homo-Ehe
http://www.fr-online.de/politik/katholiken-frankreichs-kirche-betet-gegen-homo-ehe,1472596,16833760.html (http://www.fr-online.de/politik/katholiken-frankreichs-kirche-betet-gegen-homo-ehe,1472596,16833760.html)

Gibt es den keine wirkungsvolle Strategie gegen die größte reaktionäre Organisation der Welt?
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 19:34:07 Mi. 22.August 2012
(http://cdn2.spiegel.de/images/image-391469-galleryV9-lfky.jpg)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 12:44:54 Fr. 26.Oktober 2012
Zitat
Tanzen gegen Tanzverbot bleibt verboten

Tanzen bleibt am Karfreitag verboten - das gilt auch für Demonstrationen, urteilt das Verwaltungsgericht Gießen. Ein Mitglied der Piratenpartei hatte geklagt. Der will jetzt vor ein anderes Gericht ziehen.
http://www.fr-online.de/rhein-main/urteil-tanzen-gegen-tanzverbot-bleibt-verboten,1472796,20716228.html (http://www.fr-online.de/rhein-main/urteil-tanzen-gegen-tanzverbot-bleibt-verboten,1472796,20716228.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Efeu am 17:18:52 Di. 30.Oktober 2012
Gerhard Polt als Papst (http://www.youtube.com/watch?v=gK-p_OZd24k#ws)

VENTILAZIONE! ;D

Übersetzung:
Liebe katholische Freunde,
Heute ist ein Tag der Freude :
Ich habe dieses kleine Maschinchen gekauft,
ein sogenanntes Blasrohr,
Auf deutsch heisst es Laubbläser.
Ich hab es bei der Firma Obi gekauft,
aber auch Praktikermarkt und Hagebaumarkt
haben mir ein Angebot gemacht.
Aber nur Obi war bereit mir 5 % Skonto nachzulassen
Na los, wir kommen, Belüftung !

Ich bin nur ein kleiner Erdarbeiter im Weinberg des Herrn.
Ich will diesen Garten verteidigen,
wo es soviele Schädlige gibt,
Parasiten, die keine Früchte bringen.
Auch will ich den Garten pflegen
wo es diese Protestanten auf frischer Tat gibt,
die ich erwischen will, vorwärts !
Belüftung !

Meine Rede in Regensburg hat soviel Wirbel verursacht.
Deshalb will ich nicht mehr deutsch reden,
auch kein italienisch.
Ich spreche nur noch lateinich:
(Schnitt:)
„Sie suchen (uns) zu verleumden
Gehen wir, Belüftung !
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Siebdruck am 10:07:22 Do. 01.November 2012
Abtreibung ist Kindermord.
http://www.kreuz.net/article.16120.html (http://www.kreuz.net/article.16120.html)
Zitat
Kirchensteuer für Kinderblut

Das ‘Corpus Catholicum’ zahlt der angeblichen Schwangeren-Beratung ‘Adebar’ jährlich 15.000 Franken.

‘Adebar’ vermittelt schwangeren Müttern auf Wunsch auch Kinderabtreibungen.

Schon seit Jahren opponiert Prälat Grichting deshalb gegen eine Unterstützung von ‘Adebar’.

Am Mittwoch schlug er im Namen des Bischofs vor, das Geld oder eine höhere Summe der katholischen und moralisch einwandfreien Vereinigung ‘Ja zum Leben Region Ostschweiz und Graubünden’ zukommen zu lassen.

Ein Mord genügt, um aktiv zu werden

Prälat Grichting führte aus, daß es nicht um die konkrete Zahl von Abtreibungen gehe, die ‘Adebar’ verschuldet, sondern um die moralische Qualifikation der Handlung:

„Unsere Staatsanwaltschaften ermitteln nicht erst beim fünften oder zehnten Mord, sondern schon beim ersten“ – zitiert ihn die lokale Tageszeitung ‘Südostschweiz’

 Weiters kritisierte Prälat Grichting, daß ‘Adebar’ im Widerspruch zur Moral und zur kirchlichen Lehre die Kinderverhütungsmittel, die ‘Tötungspille danach’ und die Spirale propagiert...
... man könnte denken, wir lebten noch in der hinterletzten Steinzeit.  :P
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Dearhunter am 13:01:58 Do. 01.November 2012
Hier in D ist man da konsequenter.

"Kirchliche Einrichtungen" geben natürlich noch Beratungen und bieten auch sonstige Hilfen (alles "lebensbejahend"), aber sie stellen den Beratungsschein nicht aus. Dies ist grundsätzlich verboten worden, letztendlich auch vom Papst, dnn dieser Schein könnte zum Mord verwendet werden.


DH
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Strombolli am 20:16:17 Do. 01.November 2012
Gäbe es einen Gott, hätte er dafür gesorgt, dass ab einer gewissen Populationsgröße Mensch, der menschliche Sexualtrieb deutlich nachlässt um der Welt ein erträgliches Maß an Menschheit zu erhalten. Bisher richtete ja alles die Natur ... irgendwie. Im Laufe von Millionen und aber Millionen Jahren.

Entweder die Erde hat genug Ressourcen für alle vielen Milliarden, wir müssen doch nicht die ganze Welt McDoof fressen lassen, wenn man anderswo mit Eingeweiden und Insekten zufrieden ist. Oder wir Menschen machen da was falsch in unserer Entwicklung.

Da ja Gott gerade Skifahren ist oder mit George Harrisson Sitar übt, bleibt also bloß unser eigener Kopp, den wir uns nicht blödmachen lassen sollten.
Soviel Selbstbestimmung hat uns Gott nämlich gelassen.  ;)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 20:00:22 Mo. 05.November 2012
Zitat
Der eine oder andere denkt sich ja, naja, das C bei CDU und CSU, das ist da nur aus historischen Gründen, das sind keine wirklichen Fundichristen. Und dann spricht die Merkel beim Kirchenparlament und haut so Kracher raus wie:

Für das Luther-Jahr 2017 erhofft sie eine "missionarische Komponente".

Wait, WHAT?!

Oh und geht noch weiter:

Keine Glaubensgemeinschaft werde weltweit stärker verfolgt als Christen, sagte die Bundeskanzlerin. Der Schutz verfolgter Christen sei deshalb ein wichtiger Teil deutscher Außenpolitik.

Und dann zur Abrundung noch dieser hier:

"Die Bundesrepublik Deutschland ist ausdrücklich nicht laizistisch gegründet worden", sagte die CDU-Chefin mit Blick auf den Gottesbezug in der Präambel des Grundgesetzes.

Quelle: Fefes Blog (http://blog.fefe.de/?ts=ae66ca6d)
Titel: Tierelend mit religiösen Wurzeln
Beitrag von: Efeu am 12:26:08 Di. 06.November 2012
Zitat
Tierelend mit religiösen Wurzeln - 4. November 2012
 
>>> Bitte großzügig weiterverteilen <<<
 
 
Liebe Freunde der Tiere,

zur Zeit finden vielerorts wieder Hubertusmessen statt. Am 03.11.2012 hat dazu pro iure animalis wieder vor dem Mainzer Dom protestiert. Viele Passanten informierten sich bei dieser Aktion, nahmen gerne das angebotene Infomaterial an. Auch zeigten einige Jägerinnen und Jäger wieder ihr wahres Gesicht: undifferenzierte Pöbeleien forderten die Geduld der Tierschutzaktivisten heraus.
Lesen Sie dazu den Bericht hier: http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1144&Itemid=108 (http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1144&Itemid=108)
 

 
In den letzten Monaten eines jeden Jahres häufen sich Tiermassaker, die auf religiöse Vorstellungen unterschiedlichster Glaubensrichtungen zurückzuführen sind. Wir listen zur Verdeutlichung nochmals einige Anlässe auf.

- Den Auftakt bildet In Peru jedes Jahr am 21. September in San Luis de Cañete (138 km südlich von Lima) ein großes Fest genannt "Curruñao" zu Ehren der schwarzen Heiligen Ifigenia.
Katzen werden zuerst in einem Rennen eingesetzt und danach getötet und von den Bewohnern und Touristen als Delikatesse verzehrt!
Diese Katzen werden von den Bewohnern des Ortes durch das Jahr hindurch speziell für diesen Anlass gezüchtet. Obwohl das peruanische Tierschutzgesetz das Quälen und unnötige Töten von Haustieren verbietet, wird diese barbarische Tradition seit Jahren aufrechterhalten und die zuständigen Autoritäten dulden diesen unsäglichen und grausamen Missbrauch der Katzen.
http://tierschutznews.ch/index.php?option=com_content&view=article&id=2293 (http://tierschutznews.ch/index.php?option=com_content&view=article&id=2293)
    
- Die Fortsetzung findet in Europa dann im November statt. Ein Großmassaker an den Gänsen in Erinnerung an Martin von Tour, ein Mann, der zwar einem Bettler seinen halben Mantel schenkte, gleichzeitig aber Herr über 20.000 Sklaven war. Millionen von Gänsen - meist aus Qualzucht osteuropäischer Produzenten - sterben jährlich inzwischen zu seinen Ehren.

Aufklärung tut not - deshalb auch eine kleine Anmerkung zum Martinstag, auszugsweise aus der "Kriminalgeschichte des Christentums" von Karl Heinz Deschner.
Der berühmte hl. Martin von Tours (gest. 397), Schutzpatron Frankreichs und Patron der Gänsezucht, der noch als Soldat einem nackten Bettler am Stadttor von Amiens seinen halben Mantel schenkte (warum nicht den ganzen?), hat als Bischof  20.000 Sklaven gehalten - wer wüsste es!
Martin von Tours, vom Bischof Hilarius von Poitiers zum Exorzisten ernannt, vollbringt im späten 4. Jahrhundert ein Wunder nach dem anderen:
- Eine bereits fallende, vom Heidentum hochverehrte Fichte hielt Martin durch ein bloßes Kreuzeszeichen von sich ab und lenkte sie auf die andere Seite.
- Einmal befreit er eine Kuh von einem bösen Geist. Die Kuh sinkt danach aufs Knie und küsst dem Heiligen die Füße.
- Ein andres Mal lässt er eine ganze Prozession, die er für eine "Götzenprozession" hält, versteinern, bis er seinen Irrtum erkennt und sie wieder in Bewegung setzt.
- Nachdem er gar einen Gehängten wieder lebendig gemacht hat, ist er berühmt.

Auch einer der wildesten Heidenbekämpfer im Westen wurde Martin von Tours. Trotz heftigen Widerstands der Bauern riss er mit Hilfe einer Mönchshorde die Tempel nieder, stürzte Druidensteine und oft erbittert verteidigte heilige Eichen. "Mit den Füßen zertrat er die Altäre und die Götterbilder" (Sulpicius Severus). Zur Vernichtung des Paganismus brachte der Glaubensheld freilich beste Voraussetzungen mit. Hatte er doch eine Laufbahn als Haudegen im römischen Heer Kaiser Julians beendet, seine christliche als Teufelsaustreiber begonnen. Bezeichnend, dass er den Teufel in Gestalt Jupiters, Merkurs und auch der Venus und Minerva zu sehen glaubte, war er ja überhaupt der festen Überzeugung, in den "Götzenbildern" stecke Satan.

Infolge seiner "Totenerweckungen" wurde Martin Bischof, dann karolingischer Reichsheiliger, schließlich Schutzpatron der Franzosen; 425 Dörfer Frankreichs tragen noch heute seinen Namen, den Namen eines Brandstifters, Diebes, der noch mit den Füßen der Heiden Heiligstes ruinierte, sämtliche Tempel niederriss und zu dessen "Ehren und Erinnerung" jährlich Millionen Gänse getötet werden.
    
- Diesem Fest ging das Islamische Schächt-Opferfest "Kurban Bayrami" vom 25. bis 28. Oktober vorraus, dem die Beinahe-Opferung Isaaks (Gen 22,1-19) durch Abraham zugrundeliegt. Nach islamischem Glauben ist jeder wirtschaftlich Bessergestellte dazu verpflichtet, ein Opfer zu bringen. Als Opfertiere dienen Schafe, Rinder oder Kamele, denen bei vollem Bewusstsein die Kehle durchschnitten wird und einem minutenlangen, grausamen Todeskampf ausgesetzt werden.

Siehe hierzu detailliert unser Rundmail vom 18.10.2012: http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1134&Itemid=92 (http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1134&Itemid=92)
    
- Einer Unzahl von Büffeln, Ziegen, Hühnern und Tauben werden in Nepal von Hindus mit Schwertern die Kehlen durchgeschnitten. Die rituellen Opfer sollen Wohlstand bringen und das Böse fernhalten. Das Fest zu Ehren der Göttin Gadhimai wird alle fünf Jahre in der Nähe eines Tempels im Bezirk Bara gefeiert.
Gläubige Hindus töten im Rahmen eines zweitägigen Opferfests mehr als 200.000 Tiere vor einer Menschenmenge mit mehreren hunderttausend Gläubigen, so dass die Felder im Blut schwimmen.
    
- Gehen wir auf die andere Seite des Atlantiks, finden wir das Thanksgiving, ein staatlicher Feiertag, der in den USA am vierten Donnerstag des Monats November begangen wird. Zum traditionellen Thanksgiving-Essen gibt es einen gebratenen und gefüllten Truthahn mit einer reichhaltigen Auswahl an Beilagen. Das Thanksgiving-Essen wird oft von einem Dankgebet begleitet. Ungefähr 10 Millionen Truthähne fallen jährlich diesem Massaker zum Opfer.
    
- Den Höhepunkt des Gemetzels bildet dann das christliche Weihnachtsfest, wobei die Tiere nicht als Opfer dargebracht werden, sondern dem allgemeinen Brauch des Familienfestes als "Grosses Fressen" zum Opfer fallen. Millionen unterschiedlichster Tiere werden zu diesem "Freudentag" jährlich geschlachtet.

Übrigens ist Weihnachten als kirchlicher Feiertag mit dem 25. Dezember erst seit 336 in Rom belegt. An diesem Tag wurde in Rom die Sonnenwende und die Geburt des Sonnengottes Mithras gefeiert.

Da unsere europäische Welt im Wesentlichen vom Christentum geprägt ist, stellen wir im Nachfolgenden einige christliche Aussagen zusammen, um das uns umgebende Tierleid zu verstehen. Die Zitate geben wohlgemerkt den heutigen sowie den historischen Standpunkt der christlichen Amtskirchen wieder.
 
Ausdrücklich sei darauf hingewiesen, dass es inzwischen zahlreiche, engagierte und hervorragende Tierschützer jeglicher Glaubensrichtung gibt, die zwar einem Glauben anhängen, sich aber von der Brutalität der offiziellen Lehre distanziert haben und vorbildlichen Tierschutz praktizieren.
 

Tierelend und Kirche
 
Am 4.Oktober 1993 erschien ein gemeinsames Papier der beiden großen christlichen Kirchen mit dem Titel "Die Verantwortung des Menschen für das Tier".
Seit dem Erscheinen dieser Ausarbeitung ist das Tier aus dem Blickfeld der Kirchen nahezu verschwunden und findet keine Beachtung mehr bei den Amtskirchen.  Das Tierelend wird seither von den professionellen Verkündern der Religion der "Nächstenliebe" toleriert und akzeptiert.
 
Was aber sind die Ursachen für die Missachtung und barbarische Ausgrenzung unserer Mitlebewesen?
 
Es ist das dreistufige System des Christentums - übrigens auch des Judentums und des Islams –

- erst Gott, dann Mensch, zuletzt Natur und Tierwelt - das unseren Planeten in ein Schlachthaus verwandelt.
- Es ist zusätzlich die Vorstellung der Ebenbildlichkeit des Menschen mit Gott, eine nicht zu überbietende Überheblichkeit und Anmaßung.
- Nur der Mensch besitzt eine unsterbliche Seele und kann ewiges Leben erhoffen.
- Nur dem Menschen ist tiefgreifende Begabung zur Vernunft gegeben.
- Der Mensch ist die Krone der Schöpfung, ihr letztendliches Ziel und ihm ist eine Würde immanent, die vorrangig vor jeder anderen Lebensform steht.

Die Eskalation des Leides der gesamten Tierwelt ist in unserer Zeit uferlos, der Athropozentrismus christlicher Prägung hat jegliche Hemmung gegenüber unseren Mitwesen hinweggespült. "Das Elend der Tiere, dieser permanente Massenmord, der eigentlich auch nur jeden halbwegs Sensiblen um den Verstand bringen müsste, resultiert im jüdisch-christlichen Raum aus der ebenso albernen wie anmaßenden Bibellehre von der  Gottesebenbildlichkeit des Menschen, aus jenem arroganten Anthropozentrismus also, wonach dicht auf Gott der Mensch kommt und dann erst der Rest der Welt" resümiert Karlheinz Deschner.
Schopenhauer konstatiert  "Die christliche Moral hat ihre Vorschriften ganz auf den Menschen beschränkt, die gesamte Tierwelt rechtlos gelassen. Man sehe nur, wie unser christlicher Pöbel gegen die Tiere verfährt, sie völlig zwecklos und lachend tötet, oder verstümmelt, oder martert, seine Pferde im Alter bis auf's äußerste anstrengt, um das letzte Mark aus ihren armen Knochen zu arbeiten, bis sie unter Streichen erliegen. Man möchte wahrlich sagen: die Menschen sind die Teufel der Erde und die Tiere ihre geplagten Seelen."
 
Aber bilden Sie sich ihr eigenes Urteil und lesen Sie in kurzen Auszügen die Geschichte der Tierentrechtung, die Historie der endgültigen Manifestation des anthropozentrischen Denkens und die Förderung der Tierqual anhand christlicher Originaltexte und schockierender, lebensverachtender Lehrmeinungen.
 
Grundaussagen der Bibel:

- Furcht und Schrecken vor euch sei über alle Tiere auf Erden und über alle Vögel unter dem Himmel, über alles, was auf dem Erdboden kriecht, und über alle Fische im Meer; in eure Hände seien sie gegeben.
Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das grüne Kraut habe ich's euch alles gegeben. Gen 9, 2-3
    
- Alles, was feil ist auf dem Fleischmarkt, das esset, und forschet nicht, auf dass ihr das Gewissen verschonet. 1Kor 10,25

Lehrmeinungen von Kirchenlehrern:

- "Wenn wir also das Verbot des Tötens nicht auf das Pflanzenreich anwenden, weil es da keine Empfindung gibt, desgleichen nicht auf die unvernünftige Tierwelt mit ihren fliegenden, schwimmenden, laufenden und kriechenden Geschöpfen, weil ihnen im Unterschied von  uns keine Vernunft verliehen ist, weswegen auch nach der gerechten Anordnung des Schöpfers ihr Leben und Tod unserem Nutzen dienen muss, so bleibt nur übrig, das Gebot "Du sollst nicht töten" ausschliesslich auf den Menschen zu beziehen, und zwar sowohl auf den anderen als auch auf dich selbst."
Augustinus, Heiliger und Kirchenlehrer, (354-430), De civitate Dei, I,21
    
- "Die Tierseele ist nicht fähig des Immerseins, im Tier findet sich keinerlei Verlangen nach Immersein, nur nach artlicher Dauer...
In Tieren gibt es keine Sehnsucht nach Ewigkeit … Deshalb ist die Seele eines Tieres unfähig, an der Ewigkeit des Seins teilzuhaben", "... also geht sie mit dem Körper zugrunde"
Die Tiere seien "sprachlos" und es gebe nichts in ihren Seelen, das "möglicherweise ohne einen Körper weiter existieren könne".

Thomas von Aquin, Heiliger und Kirchenlehrer, (1225-1274), Summa contra gentiles /summa theologica

Aussagen der Amtskirchen in der Neuzeit:

- "... der Mensch hat doch, was Tiere betrifft, keinerlei Pflichten ..."
Pius IX. (1792-1878), Papst von 1846 bis 1878
    
- "Tiere haben keine geistige Seele und kennen kein Fortleben nach dem Tode. Darum haben sie auch keinerlei Würde, auf die sie Rechte bauen könnten. Und in der Tat, Tiere haben keine Rechte. Sie haben keinen Anspruch auf Dasein und Gesundheit, auf Eigentum und guten Ruf."
Bischof Josef Machens, Hildesheim, Fastenbrief, 8.3.49
    
- Im neuen Evangelischen Erwachsenenkatechismus (1993) spielen die Tiere keine Rolle. Auf den fast 900 Seiten steht kein Wort über Tierhaltung, Verzehr von Tieren, Tiertransporte, Tierversuche, Jagd usw. Er spricht von Tieren nur als "nicht-personalen Kreaturen".
    
- 2417 ... Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen ...
 2418 ... Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt.

Katholischer Kathechismus
    
- "So gibt es ein esoterisches Gedankengut, das dem Tier nach dem Bild des Menschen sogar eine unsterbliche Seele zusprechen möchte. ... Dagegen bleiben die Tiere auf der Stufe des triebhaften, unbewußten, sich stets wiederholenden Lebens ... Es fehlt den Tieren der Geist. ... Die Antwort auf unsere anfangs gestellte Frage kann darum nur lauten: Nein. Tiere besitzen keine Seele nach der Art des Menschen. ... Darum kann es weder ein Jenseits für Tiere geben noch dürfen einem Tier menschliche Eigenschaften zugesprochen werden."
Hw. Dr. theol. Adolf Fugel , http://www.kreuz.net/article.2921.html, (http://www.kreuz.net/article.2921.html,) 27.3. 2006
    
Wir bitten Sie eindringlich, zeigen Sie Ehrfurcht vor  j e d e m  Leben, denn jedes Tier empfindet Freude, Schmerz, Leid, Angst und Qual wie der Mensch, wie Sie persönlich - zeigen Sie Mitgefühl und Barmherzigkeit!
Behandeln Sie die Tiere wie Ihre Kinder und helfen Sie mit, den Respekt vor Leben und Würde  a l l e r  leidensfähiger Wesen zu fördern!
 
Herzliche Grüße
für pro iure animalis
 
Dr. Gunter Bleibohm und Harald Hoos
 
Weitere Infos unter: www.pro-iure-animalis.de (http://www.pro-iure-animalis.de)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Pinnswin am 15:44:24 Mi. 07.November 2012
Diese Tierschutz-Nuppsies sind evtl. ähnlich verstrahlt, wie diese Katholen-Nuppsies. Liegt wohl
in der Wiege der Menscheit.
(http://www.smileygarden.de/smilie/Food/essen26-001.gif) (http://www.smileygarden.de)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Efeu am 14:37:26 Mi. 14.November 2012
@Pinnswin: "The smugness with which man could do with other species as he pleased exemplify the most extreme racist theories: the principle that might is right."

Zitat
Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde; das heißt vermutlich, der Mensch schuf Gott nach dem seinigen.
- Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799)

http://dk3hn.homepage.t-online.de/phirel_gottesbilder.htm (http://dk3hn.homepage.t-online.de/phirel_gottesbilder.htm)
http://de.wikipedia.org/wiki/Gottebenbildlichkeit (http://de.wikipedia.org/wiki/Gottebenbildlichkeit)

http://de.screen.yahoo.com/lobpreisung-%C3%A0-gogo-080000912.html (http://de.screen.yahoo.com/lobpreisung-%C3%A0-gogo-080000912.html)
Dazu ein Stück Christstollen und eine Tasse Jacob's Dornenkrönung ;D
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 15:02:55 Di. 20.November 2012
Zitat
Ein Geistlicher stellt sich dumm

Ein katholischer Geistlicher schreibt auf Kreuz.net. Und tut so, als habe er nicht gewusst, auf was für einer Seite er da unterwegs sei
http://www.fr-online.de/politik/kreuz-net-ein-geistlicher-stellt-sich-dumm,1472596,20912010.html (http://www.fr-online.de/politik/kreuz-net-ein-geistlicher-stellt-sich-dumm,1472596,20912010.html)

http://www.fr-online.de/die-neue-rechte/fundamentalisten-im-netz-gottes-vorschlaghammer,10834438,10911680.html (http://www.fr-online.de/die-neue-rechte/fundamentalisten-im-netz-gottes-vorschlaghammer,10834438,10911680.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 06:31:26 Sa. 08.Dezember 2012
Ratzinger macht Daimlerwerbung!

(http://www.handelsblatt.com/images/papamobile/7494788/3-format20.jpg)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Efeu am 15:12:10 Sa. 22.Dezember 2012
Männerkirche...
http://www.hoffnungsvoll-leben.de/m-nnerkirche-warnung-vor-einer-feminisierung-der-kirche/ (http://www.hoffnungsvoll-leben.de/m-nnerkirche-warnung-vor-einer-feminisierung-der-kirche/)
http://www.kath.net/detail.php?id=34912 (http://www.kath.net/detail.php?id=34912)

"Die meisten Religionen sind nichts weiter als ein feuchter Männertraum." (Hagen Rether)

Zitat
Lauten Widerspruch erntete die Familienministerin jedoch in den eigenen Parteireihen für ihre Erklärung, Gott könne man, wenn man sich denn entschieden habe, sowohl männliche als auch weibliche Attribute zuweisen. Wenn es nach ihr ginge, dann "könnte (man) auch sagen: das liebe Gott". In den Reihen von CDU und CSU hagelte es unmittelbar Hohn und Spott.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-12/familienministerin-schroeder-gott (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-12/familienministerin-schroeder-gott)
Wieso eigentlich, können die das Gegenteil beweisen? Haben die noch die Vorstellung vom "alten Mann mit Bart" oder haben Gottes Lümmel gesehen oder wie? Oder stellt das nur mal wieder keiner infrage, weil es "schon immer" so war (was kein Grund für irgendwas ist)? Außerdem heißt es doch irgendwo "du sollst dir kein Bildnis machen"... ::)

Zitat
Aus den Kommentaren zum Artikel:
Das Machtmonopol der Männer aller Religionen über die Frauen wäre nicht mehr religiös zu rechtfertigen, wenn das Bild eines männlichen Gottes aufgeweicht werden dürfte. Eine seit langem fällige Wahrnehmung Gottes als "das Göttliche" wurde angestoßen, ich finde es ist ein guter Ansatz
Bin zwar absolut kein Fan von der Schröder, aber so weit ich mich erinnern kann ist das so ziemlich das Durchdachteste, was sie jemals losgelassen hat.
Diesen Denkansatz bezüglich eines "Herrgotts" hatte ich nämlich selbst schon sehr oft. ;)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 09:59:41 So. 23.Dezember 2012
Außerdem heißt es doch irgendwo "du sollst dir kein Bildnis machen"... ::)

Aber der Mensch soll doch ein Ebenbild Gottes sein?
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Efeu am 12:19:53 So. 23.Dezember 2012
Zitat
Erst war Eva, dann kam Adam

In der Bibel steht geschrieben: Zunächst schuf Gott Adam, den Mann. Weil der aber nicht alleine bleiben sollte, versetzte Gott ihn in einen tiefen Schlaf, "stahl" ihm eine Rippe und formte daraus Eva, die Frau. Das Christentum leitete aus dieser zeitlichen Abfolge der Dinge einen gleichsam gottgegebenen Herrschaftsanspruch des Mannes ab.
[...]
"Unser inneres Entwicklungsprogramm ist auf die Ausbildung eines weiblichen Körpers gerichtet." Oder, wie der Genetiker Gerhard Jörgensen scherzt: "Nicht Eva ist ein verstümmelter Adam, Adam ist vielmehr eine verstümmelte Eva."
http://www.berliner-zeitung.de/newsticker/ueber-die-dominanz-des-weiblichen-prinzips-in-der-natur-erst-war-eva--dann-kam-adam,10917074,9164390.html (http://www.berliner-zeitung.de/newsticker/ueber-die-dominanz-des-weiblichen-prinzips-in-der-natur-erst-war-eva--dann-kam-adam,10917074,9164390.html)
::)
"Ein Esel stellt sich Gott als Esel vor. Der Papst stellt sich Gott als Mann vor." (Uta Ranke-Heinemann, deutsche Theologin)
Herrgott, "Vater" unser...

Außerdem heißt es doch irgendwo "du sollst dir kein Bildnis machen"... ::)
Aber der Mensch soll doch ein Ebenbild Gottes sein?
Der Mensch oder der Mann? In einigen Sprachen ist Mensch und Mann das gleiche Wort... Hmm, und wenn Gott (falls vorhanden) nun männlich UND weiblich oder gar geschlechtslos ist? Dann passt auch das mit der sündenbehafteten Eva, die den unschuldigen, aufrechten Adam verführt (und danach Menstruations- und Gebärschmerz auferlegt bekam) wieder nicht... (http://www.smileygarden.de/smilie/Schockiert/Looking_anim.gif) Ich glaube... das macht alles keinen Sinn. Aber psssst. ;)

DAS macht Sinn: http://de.wikipedia.org/wiki/Fliegendes_Spaghettimonster (http://de.wikipedia.org/wiki/Fliegendes_Spaghettimonster) ;D

Zitat
„Der Grund, weshalb organisierte Religion offene Feindschaft verdient, ist, dass Religion, anders als der Glaube an Russells Teekanne, mächtig, einflussreich und steuerbefreit ist und systematisch an Kinder weitergegeben wird, die zu jung sind, sich dagegen zu wehren. Kinder sind nicht gezwungen, ihre prägenden Jahre damit zu verbringen, verrückte Bücher über Teekannen auswendig zu lernen. Staatlich subventionierte Schulen schließen keine Kinder vom Unterricht aus, deren Eltern das falsche Aussehen der Teekanne bevorzugen. Teekannen-Gläubige steinigen keine Teekannen-Ungläubigen, Teekannen-Renegaten, Teekannen-Ketzer und Teekannen-Lästerer zu Tode. Mütter warnen ihre Söhne nicht davor, Teekannen-Schicksen zu heiraten, deren Eltern an drei Teekannen statt an eine glauben. Leute, die ihre Milch zuerst einschenken, schießen nicht jenen, die den Tee zuerst einschenken, die Kniescheiben weg.“

    – übersetzt aus Richard Dawkins: A Devil’s Chaplain: Selected Essays[2]

http://de.wikipedia.org/wiki/Russells_Teekanne (http://de.wikipedia.org/wiki/Russells_Teekanne)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 12:38:34 So. 23.Dezember 2012
Dieses patriarchale Gottesbild ist wohl von der römischen Kirche eingeführt worden.

Zitat
Die germanische Bezeichnung *guda- „Gott“ war ursprünglich geschlechtlich neutral, ebenso wie andere germanische Bezeichnungen für Götter. Bei der Übertragung auf den christlichen Gott wurde das Wort zur Zeit der arianischen Christianisierung der Goten im 3. bis 4. Jahrhundert im oströmischen Wirkungskreis[6] und in der fränkisch-angelsächsischen römisch-katholischen Mission unter den Merowingern und Karolingern zum Maskulinum. Das Wort blieb im Gotischen als Bezeichnung der heidnischen Götter wegen der christlichen Ablehnung dieser Götter geschlechtslos. Der Übergang vom Neutrum zum Maskulinum vollzog sich im westgermanischen Bereich etwa vom eingehenden 6. Jahrhundert bis zum ausgehenden 8. Jahrhundert. Im skandinavisch-nordgermanischen Bereich hielt sich das Neutrum länger, da dort das Wort für den persönlichen Gott Ase (óss) lebendig blieb.[7]

http://de.wikipedia.org/wiki/Gott (http://de.wikipedia.org/wiki/Gott)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 16:07:25 Mo. 24.Dezember 2012
Beichtstuhl angezündet (http://derstandard.at/1355460458328/Offensichtlich-Brandstiftung-in-drei-Amstettner-Kirchen.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Aloysius am 00:27:51 Sa. 29.Dezember 2012


Zitat
Wegen zu geringer Nachfrage
Missbrauchs-Hotline der katholischen Kirche vor dem Aus

Zum Jahresende wird die kostenlose Hotline der katholischen Kirche für Missbrauchsopfer abgeschaltet. Der Grund: zu geringe Nachfrage. Die genauen Zahlen will die Kirche im Januar veröffentlichen. Das Gesprächsangebot richtete sich an die Opfer von sexuellen Übergriffen in katholischen Einrichtungen.

...

http://www.tagesschau.de/inland/missbrauchshotline104.html (http://www.tagesschau.de/inland/missbrauchshotline104.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 15:00:05 Mi. 09.Januar 2013
Zitat
Obskure Nummernkonten

Seit Jahren drängen die europäische und die nationale Aufsichtsbehörde die Bankiers des Papstes, die für alle EU-Institute vorgeschriebenen Regeln zur Verhinderung von Geldwäsche auch hinter den Vatikanmauern anzuwenden. Insbesondere anonyme Nummernkonten, deren Inhaber bei Überweisungen, Scheckeinlösungen und ähnlichen Transaktionen nicht erkennbar sind, gelten als verdächtig. In der Vergangenheit sollen sich Drittwelt-Diktatoren und Mafia-Treuhänder ebenso wie korrupte Politiker und reiche Steuerhinterzieher dieser Konten bedient haben. Genaues weiß man nicht - der Vatikan lässt niemanden in seine Geschäftsbücher schauen. Doch für solchen Verdacht sprechen viele Indizien.

Etwa die 30 Jahre alte Geschichte von Roberto Calvi. Der regierte das Geldhaus Banco Ambrosiano, wusch in großem Stil Gelder der Mafia und war zugleich mit Giovanni Battista Montini, dem späteren Papst Paul VI., befreundet. Das verhalf ihm zu besten Kontakten und Geschäften mit der Vatikanbank und zu seinem Beinamen als "Bankier Gottes".

Er transferierte große Mengen Geld aus dem Vatikan illegal nach Polen, zur Unterstützung der Solidarnosc. Im Gegenverkehr leitete er Millionen der südamerikanischen Drogenmafia über die Vatikanbank auf "saubere" Konten. Calvi kümmerte sich auch um das Schwarzgeld von Parteien und das Vermögen korrupter Politiker, oft in enger Zusammenarbeit mit dem damaligen Chef der Vatikanbank, Erzbischof Paul Kasimir Marcinkus. Als das alles aufflog, ging Banco Ambrosiano pleite, der Vatikan zahlte - "ohne Schuldanerkenntnis" - über 200 Millionen US-Dollar an die Insolvenzgeschädigten. Calvi floh nach London. Ein paar Tage später, am 18. Juni 1982, wurde er dort unter der Blackfriars Bridge gefunden - erhängt.

Ein paar Tage zuvor hatte er noch gedroht: "Wenn mir etwas zustößt, muss der Papst zurücktreten." Aber so kam es nicht. Nur Calvis Sekretärin fiel am Tag, als ihr Ex-Chef gefunden wurde, aus dem Fenster. Wie und warum auch immer. Beide Todesfälle wurden nie geklärt.

 Mächtiger Widerstand aus Klerus, Politik und Wirtschaft


Was außerhalb des Vatikan niemand wusste: Einflussreiche Kardinäle kämpften verbissen gegen die Kooperation mit den weltlichen Behörden, angeführt vom zweiten Mann im Vatikan, Staatssekretär Tarcisio Bertone. Anfang 2012 entmachtete ein neues Papst-Dekret die vatikanische Aufsichtsbehörde und unterstellte sie Bertone. Der Datenaustausch mit den EU-Behörden und der italienischen Zentralbank wurde faktisch beendet.

Am 24. Mai 2012 trat IOR-Chef Gotti Tedeschi zurück. Er habe "grundlegenden Anforderungen" nicht genügt, vermeldete das offizielle vatikanische Presseamt, und "bestimmte Aufgaben von vordringlicher Wichtigkeit nicht ausgeführt".

Italienische Medien stellten den Abgang anders dar: Der Vatikanbank-Chef habe Angst um sein Leben gehabt. Auf seitenlangen Schreiben an den Papst habe er dargestellt, dass Politiker und Mafia-Mitglieder noch immer geheime Konten der Vatikanbank nutzten. Und als er nach den Namen hinter den Kontonummern gefragt habe, hätten seine Probleme begonnen.

Kommissarischer Nachfolger und Interimspräsident des Aufsichtsrates wurde das pensionierte Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, Ronaldo Hermann Schmitz - also der Vertreter des Geldhauses, dessen römische Filiale seit Jahren Teile der Vatikanbank-Geschäfte technisch abwickelt. Und dabei ist die deutsche Großbank gelegentlich offenbar sehr hilfreich. So berichtet die italienische Internet-Zeitung "Il Fatto Quotidiano" über einen bemerkenswerten Vorgang: Weil Italiens Banken - die rechtlich selbständige Deutsche Bank-Filiale in Rom eingeschlossen - schon seit einigen Jahren keine Schecks der Kirchenbank mehr annehmen dürfen, schicke das IOR seine Schecks seitdem einfach zur Weiterbehandlung per Post an die Deutsche Bank-Zentrale in Frankfurt. Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte zu dem Vorgang auf Anfrage keine Stellung nehmen.

Auch die jetzt verbotene technische Abwicklung des Kredit- und EC-Kartengeschäfts der Vatikanbank durch die römische Deutsche Bank-Tochter ist nicht ganz unproblematisch. Die Kartenterminals im Vatikan sind so installiert, als stünden sie auf italienischem Staatsgebiet. Das war praktisch für den Kirchenstaat, seine Buchungen wurden wie italienische Zahlungsvorgänge behandelt. Dabei ist der Vatikan nicht einmal EU-Mitglied und seine Bank wird international als wenig vertrauenswürdig eingestuft.

So galten bei der jüngsten Überprüfung der vatikanischen Finanzregeln durch die dafür zuständige Organisation "Moneyval" sieben von sechzehn geforderten Kriterien als nicht erfüllt.

Jetzt, nach dem Eingreifen der italienischen Notenbank, muss Papst Benedikt XVI. als oberster Boss des IOR überlegen, wie es weitergehen soll: Er kann eine Nicht-EU-Bank einladen, im Vatikan eine Filiale zu eröffnen - das würde die Geschäfte freilich sehr kompliziert machen. Oder er kann noch einmal versuchen, dem Kirchenstaat EU-konforme Regeln zu verordnen, die es Geldwäschern und anderen Bösewichtern nicht ganz so leicht machen wie bislang.

Die Frage ist allerdings, ob in dieser Frage andere im Vatikan nicht noch mächtiger sind als der Stellvertreter Gottes auf Erden.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/vatikanbank-die-umstrittene-bank-des-papstes-a-876033.html (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/vatikanbank-die-umstrittene-bank-des-papstes-a-876033.html)
Titel: Vertuschen und Aktenschreddern bei der Katholischen Kirche
Beitrag von: Kuddel am 15:15:06 Mi. 09.Januar 2013
Zitat
Katholische Bischofskonferenz
Missbrauchs-Studie der Kirche vor dem Aus


Es war ein großes Versprechen nach einer großen Katastrophe: Die katholische Kirche verpflichtete sich im Sommer 2011 zur Transparenz. Ein Jahr zuvor hatte der Missbrauchsskandal Gläubige in ganz Deutschland erschüttert, immer mehr Fälle wurden damals bekannt, in denen Geistliche sich an Kindern vergangen hatten - und durch eine Mauer des Schweigens gedeckt wurden.

2011 beauftragte die Deutsche Bischofskonferenz das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) mit der Aufarbeitung der Fälle. In einem Forschungsprojekt sollten die Personalakten der Kirche aus allen 27 Diözesen auf Missbrauchsfälle untersucht - und so verlorengegangene Glaubwürdigkeit zurückgewonnen werden.

Doch nun steht die Aufarbeitung nach Informationen von SPIEGEL ONLINE vor dem Aus. Institutsleiter Christian Pfeiffer beklagt, die Kirche weigere sich zu kooperieren. Ende vergangenen Jahres wandte er sich in zwei Schreiben an die Bistümer. In ihnen mahnte er die versprochene Transparenz und Kooperation an. Außerdem fragte er, ob Hinweise stimmten, wonach in einigen Bistümern aktiv Akten vernichtet worden seien.
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/sexueller-missbrauch-studie-der-kirche-zur-aufarbeitung-vor-dem-aus-a-876442.html (http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/sexueller-missbrauch-studie-der-kirche-zur-aufarbeitung-vor-dem-aus-a-876442.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 12:05:39 Do. 10.Januar 2013
Zitat
Gestoppte Aufarbeitung der Missbrauchsfälle
Katholische Kirche geht juristisch gegen Pfeiffer vor

Nachdem die wissenschaftliche Aufarbeitung des Missbrauchsskandals vorerst gescheitert ist, geht die katholische Kirche nun juristisch gegen den Kriminologen Christian Pfeiffer vor. Er habe von der Kirche eine Unterlassungserklärung erhalten, sagte der Direktor des ursprünglich mit der Studie beauftragten Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) in Hannover. Pfeiffer sah zunächst keinen Anlass von seiner Position abzurücken, wollte sich aber noch juristisch beraten.
....

Quelle: tagesschau (http://www.tagesschau.de/inland/kirche-missbrauchsskandal108.html)

Der Kinderfickerverein geht in die Offensive, und was passiert, es wird an die Verbrecher appeliert, sie sollen doch bitte bitte aufklären. Aaaaaaaahhhhhh!
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 12:54:56 Do. 10.Januar 2013
Warum ermittelt da nicht ganz normal die Staatsanwaltschaft? So wie bei anderen Verbrechen auch?
Sind die Fälle denn schon verjährt?
Warum ermittelt niemand gegen die katholische Kirche wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung? X(
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Eivisskat am 12:58:59 Do. 10.Januar 2013
Absolut köstlich, wie & was Alles sich so entlarvt und zerfällt in letzter Zeit...ganz großes Theater.

 ;D >:D


Fehlt nur noch @Hannis Popcorn-Smiley, bitte!
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 09:30:55 Fr. 18.Januar 2013
Zitat
Beim sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch katholische Geistliche haben die Täter die moralische Autorität ihres Amtes und den religiösen Kontext planvoll ausgenutzt. Erstmals gibt es zudem Hinweise auf Täternetzwerke, die sich potenzielle Opfer nach Art von Pädophilen-Ringen zugeführt haben.
http://www.fr-online.de/missbrauch/missbrauch-in-der-katholischen-kirche-hinweise-auf-paedophilen-netzwerke,1477336,21486762.html (http://www.fr-online.de/missbrauch/missbrauch-in-der-katholischen-kirche-hinweise-auf-paedophilen-netzwerke,1477336,21486762.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Efeu am 15:45:03 Sa. 19.Januar 2013
@Eivisskat: (http://www.smiley-paradies.de/smileys/nahrung/nahrung_0008.gif) --> (http://www.smiley-paradies.de/smileys/nahrung/nahrung_0062.gif)


(http://realitybong.files.wordpress.com/2010/01/ss-catholic-priests-boy-stained-glass.png)

(http://zeldalily.com/wp-content/uploads/2012/06/condom-500x398.jpg)

(http://feuerbringer.files.wordpress.com/2010/04/1erkebiskop.jpg)

(http://www.alibri-buecher.de/images/zwei_saecke.jpg)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 14:06:51 Mi. 30.Januar 2013
Zitat
Deutsche Sekte "Colonia Dignidad" in Chile
Kolonie der Würdelosen


Chiles Justiz sieht es als erwiesen an, dass diese führenden Mitglieder der ehemaligen Horrorsekte an sexuellem Missbrauch in mehreren Fällen mitgewirkt haben. Seewald, Mücke, Schnellenkamp und Schaffrick sind außerdem an der Freiheitsberaubung von Minderjährigen mitschuldig. Bloß der ebenfalls verurteilte frühere Arzt Hartmut Hopp, 68, entkommt der Strafe - vorerst. Er war 2011 nach einem Urteil in erster Instanz nach Krefeld geflohen und lebt dort trotz eines internationalen Haftbefehls, weil Deutschland keine Landsleute ausliefert.

Dennoch konnte sich der Doktor Hopp unbehelligt in die alte Heimat absetzen, nachdem es in seinem Refugium Villa Baviera alias Colonia Dignidad brenzlig geworden war. Er zog in die Region Krefeld, im für ihn einzigen sicheren Land der Welt. Dabei wird gegen ihn in Deutschland sogar wegen des Verdachts auf Mord ermittelt.

Eine Überstellung Hopps nach Chile war aber offenbar kein Thema, als am Wochenende der chilenische Präsident Sebastián Piñera Kanzlerin Angela Merkel empfing. Mit dabei war der frühere Pinochet-Minister Hernán Felipe Errázuriz, der laut Dokumenten über die Schrecken der Colonia im Bilde gewesen war. Bis in die jüngere Vergangenheit genoss das Unternehmen auffälligen Schutz. Jan Stehle vom Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika in Berlin nennt das einen Skandal. Die Colonia habe in Deutschland eine Lobby gehabt, vor allem bei CDU und CSU, sagt er. Der Wissenschaftler erhielt erst Einblick in die Dokumente, nachdem er das Auswärtige Amt (AA) verklagt hatte.
http://www.sueddeutsche.de/panorama/deutsche-sekte-colonia-dignidad-in-chile-kolonie-der-wuerdelosen-1.1586642 (http://www.sueddeutsche.de/panorama/deutsche-sekte-colonia-dignidad-in-chile-kolonie-der-wuerdelosen-1.1586642)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 14:45:38 Mi. 30.Januar 2013
Ich möchte hier nochmal folgende Textausschnitte gegenüberstellen:

Zitat
Paul Schäfer, früherer Leiter der Colonia und ehemaliger Nazi-Offizier, war nach jahrelanger Flucht 2005 in Argentinien gefasst und dann nach Chile überstellt worden. Dort wurde er 2006 wegen sexuellen Missbrauchs von etwa 20 Kindern in der Siedlung zu 20 Jahren Haft verurteilt. Er starb im vergangenen Jahr im Alter von 88 Jahren in einem Gefängniskrankenhaus. Er führte die Kolonie unter dem Einsatz von Psychoterror, Unterdrückung, Zwang zur Beichte und der Pflicht zum absoluten Gehorsam.

In der Colonia Dignidad sollen zwischen 1973 und 1990 politische Gefangene der Militärdiktatur Augusto Pinochets zu Tode gefoltert worden sein. Die Kolonie, die inzwischen Villa Baviera ("Bayerisches Dorf") heißt, diente darüber hinaus als Fluchtburg für Alt-Nazis.

Die menschenverachtende, sadistische Struktur der Kolonie blieb Für der Außenwelt bis zuletzt verborgen: Offiziell wurde Colonia Dignidad als landwirtschaftliches Vorzeigeprojekt präsentiert.
http://www.sueddeutsche.de/panorama/vize-chef-der-colonia-dignidad-in-deutschland-folter-arzt-soll-ausgeliefert-werden-1.1168334 (http://www.sueddeutsche.de/panorama/vize-chef-der-colonia-dignidad-in-deutschland-folter-arzt-soll-ausgeliefert-werden-1.1168334)

Zitat
Die Colonia habe in Deutschland eine Lobby gehabt, vor allem bei CDU und CSU, sagt er. Der Wissenschaftler erhielt erst Einblick in die Dokumente, nachdem er das Auswärtige Amt (AA) verklagt hatte.
Siehe Posting oben.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 10:55:48 Di. 19.Februar 2013
UNO-Bericht: Sorge wegen sexuellen Missbrauchs in religiösen Gruppen

Die US-Behörden verfolgen sexuellen Missbrauch von Kindern in religiösen Gruppen nicht ausreichend. Zu diesem Schluss kommt ein UNO-Komitee zu Kinderrechten in einem Bericht. Darin erklären die Autoren, sie seien tief besorgt, an religiösen Institutionen weitverbreitet Missbrauch vorzufinden - sowohl durch Kleriker als auch durch Mitarbeiter. Diese Fälle würden weder ordentlich untersucht oder verfolgt, noch werde etwas dagegen getan. - Der Bericht war nach seiner Veröffentlichung zunächst unbeachtet geblieben, bis nun eine britische Organisation darauf aufmerksam machte, die für die Trennung von Kirche und Staat eintritt. Sie erklärte, sie hoffe, dass der zukünftige Papst Kirchenakten für Strafverfolgungen öffnen werde.

http://www.dradio.de/kulturnachrichten/201302191000/2 (http://www.dradio.de/kulturnachrichten/201302191000/2)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 12:47:12 Do. 14.März 2013
Propaganda im Namen des Herrn: Die Radikal-Katholiken von Gloria.tv
http://spon.de/vfrLD (http://spon.de/vfrLD)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 13:05:01 Do. 28.März 2013
Ich halte die Forderung nach einer konsequenten Trennung von Staat und Kirche keineswegs für einen Nebenschauplatz.

Mich wundert es wirklich, daß sich bisher niemand an einem Detail bei dem Münchner Gericht gestört hat, das den NSU Prozeß gegen Beate Zschäpe durchführen will...

(http://polpix.sueddeutsche.com/bild/1.1625273.1364358229/860x860/oberlandesgericht-muenchen-nsuprozess-neonazis-akkreditierung-medien-protest.jpg)

Ein Kreuz/Kruzifix im Gerichtssaal bei einem Prozeß, bei dem es um den Mord an hauptsächlich Moslems geht.
Ein Kreuz/Kruzifix im Gerichtssaal eines Gerichts, daß der türkischen Presse nicht die Möglichkeit zur Prozeßbeobachtung garantiert.
Ein Kreuz/Kruzifix in einer staatlichen Institution im Zusammenhang mit einer rechtsterroristischen Mordserie, die unter den Augen (wahrscheinlicher: unter Mithilfe) deutscher Geheimdienste stattfand.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 10:05:50 Fr. 29.März 2013
Hasenfest 2013

(http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2013/03/hasenfest_gr.jpg)

Gläubige Christen dürfen sich an besonders geschützten Feiertagen zu Gottesdiensten und Prozessionen öffentlich versammeln. Das ist auch gut so. Allerdings verbieten die meisten Bundesländer an diesen Feiertagen öffentliche Veranstaltungen jeglicher Art, sofern diese nicht dem „Charakter“ des christlichen Feiertags entsprechen. Dazu gehören neben Sport- und Tanzveranstaltungen sogar politische Demonstrationen! Eines der wichtigsten Grundrechte ist damit in Bezug auf kirchenkritische Themen tageweise faktisch ausgehebelt!

http://hasenfest.org/ (http://hasenfest.org/)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 10:50:44 Sa. 30.März 2013
Zitat
Folter, Kreuzigung, Kannibalismus: Gaga-Sekte feiert bizarres Splatter-Ritual

(dpo) - Man will es sich nicht ausmalen: Mitten in Deutschland feiert eine obskure Kultvereinigung den blutigen Foltertod eines unschuldigen Menschen. Bilder und Skulpturen der Grausamkeiten werden vorgeführt, der widerwärtige Akt auch noch nacherzählt, besungen und befürwortet. Was unvorstellbar klingt, ist grausame Realität – die verrückte Sekte feiert heute ihr krankes Horror-Ritual: die sogenannte "Karfreitagsmesse".
....

Quelle: Der Postilllon (Satire Zeitung) (http://www.der-postillon.com/2013/03/folter-kreuzigung-kannibalismus-gaga.html)

Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Efeu am 19:30:00 Di. 09.April 2013
Schaut euch das mal an, einfach nur genial:
Zitat
http://de.screen.yahoo.com/kalkofes-mattscheibe-rekalked-mit-kohl-073000077.html

Kalkofes Mattscheibe Rekalked: Mit Kohl und Schwert
Der Glaube ist eine schwierige Angelegenheit... Aber wenn man sich Mühe gibt, kann man selbst die komplexesten Zusammenhänge mit einem Kohlkopf und nem Gummischwert an der hauseigenen Hobelbank erklären!
;D ;D ;D
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 11:26:49 Mo. 15.April 2013
In Österreich gibt es ernsthafte Versuche die Macht der Kirche zu beschneiden:

Zitat
Acht Tage für mehr Demokratie und gegen Kirchenprivilegien

Heute Montag beginnt die Eintragungsfrist für zwei Volksbegehren - Ende der Frist am 22. April


Wien - Starttag für zwei Volksbegehren: Heute Montag beginnt die Eintragungsfrist für das Volksbegehren "Demokratie Jetzt!" der Initiative MeinOE sowie das "Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien". Die Eintragungswoche endet am Montag, 22. April, die letzten Eintragungslokale schließen um 20 Uhr.

100.000 Unterschriften werden benötigt, damit ein Volksbegehren im Nationalrat behandelt werden muss.
http://derstandard.at/1363707887680/Acht-Tage-fuer-mehr-Demokratie-und-gegen-Kirchenprivilegien (http://derstandard.at/1363707887680/Acht-Tage-fuer-mehr-Demokratie-und-gegen-Kirchenprivilegien)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 13:24:07 Mo. 15.April 2013
Mich wundert es wirklich, daß sich bisher niemand an einem Detail bei dem Münchner Gericht gestört hat, das den NSU Prozeß gegen Beate Zschäpe durchführen will...
Liest das Bayrische Gericht hier mit?

Zitat
Kurz vor Prozess-Beginn: Das Kreuz im Saal ist weg

Neuer Knatsch im NSU-Prozess: Jetzt erregt auch das abgehängte Kreuz im Gerichtssaal den Unmut einer CDU-Politikerin
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.nsu-prozess-kurz-vor-prozess-beginn-das-kreuz-im-saal-ist-weg.590bb501-8521-41a0-ab87-8fe3686eaade.html (http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.nsu-prozess-kurz-vor-prozess-beginn-das-kreuz-im-saal-ist-weg.590bb501-8521-41a0-ab87-8fe3686eaade.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 13:34:01 So. 26.Mai 2013
Zitat
Kundgebung in Brasilien
100.000 Evangelikale demonstrieren gegen Homo-Ehe
http://www.sueddeutsche.de/panorama/kundgebung-in-brasilien-evangelikale-demonstrieren-gegen-homo-ehe-1.1681024 (http://www.sueddeutsche.de/panorama/kundgebung-in-brasilien-evangelikale-demonstrieren-gegen-homo-ehe-1.1681024)
Titel: Mit Gott für König(in) und Vaterland
Beitrag von: Troll am 11:23:12 So. 02.Juni 2013
Zitat
Innenministerium
Glauben Sie?

Das Bundesinnenministerium bevorzugt christliche Bewerber. Dahinter steckt der Versuch eines Kulturwandels

Der Erste hat im Assessment-Center den Sprachtest mit einer Vier minus vermasselt und somit die zwingende Einstellungsvoraussetzung "gute Englisch-Kenntnisse" gerissen. Den Job bekam er trotzdem. Der Zweite schaffte eine Drei bis Vier in Englisch und hatte im Vorauswahlverfahren unter 470 Bewerbern eher durchschnittlich abgeschnitten – er wurde eingestellt. Eine Dritte kam in Englisch auf ein Ausreichend, ihre Punktzahl im Vorauswahlverfahren war eher bescheiden. Auch sie ist jetzt dabei. Die Bewerberin konnte ihre mäßige Eignung auf eine Art ausgleichen, die den Entscheidern im Bundesministerium des Innern (BMI) offenbar besonders gottgefällig erschien: Als Pfarrgemeinderatsvorsitzende hatte sie die katholische Hochschulgruppe Bonn im Glauben gestärkt. Mit dieser Erfahrung könnte sie nun einer anderen katholischen Gruppe vorsitzen, einer Gemeinde, deren Mitgliederzahl ebenso rasch wächst wie ihr Einfluss: der katholischen Gruppe im Hause von Minister Hans-Peter Friedrich (CSU).
....

Quelle: Über Fefes Blog (https://blog.fefe.de/?ts=af5483c6) zur Zeit (http://www.zeit.de/2013/22/bundesinnenministerium-kulturwandel)

[Bildzeitungsmodus]Bekommen wir bald einen Gottesstaat?[/Bildzeitungsmodus]
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 11:28:19 So. 02.Juni 2013
Bekommen wir bald einen Gottesstaat?

Das ist Bildzeitungsmodus! ;D ;D
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 17:07:21 Sa. 15.Juni 2013
Zitat
Mit Gottes Segen

Was tun, wenn Pazifisten gegen eine Trauerfeier der Bundeswehr protestieren? Die evangelische Landeskirche Hannover empfiehlt: Das Hausrecht den Feldjägern übertragen

(http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/mit-gottes-segen/@@images/6f48da38-08e1-4b41-bc0e-49dc3401a31a.jpeg)

In der Regel freut sich die Kirche über jeden Besucher. Jetzt aber sollen die Friedensaktivisten das Gotteshaus verlassen. Sie haben Schlafsäcke dabei, halten ein Transparent hoch und verteilen Flugblätter. Die Domkirche St. Eberhard in Stuttgart wollen sie besetzen, um ein paar Tage später einen Soldatengottesdienst zu verhindern. Doch der Dompfarrer ruft sofort die Polizei, die Aktivisten werden festgenommen.

Der verhinderte Protest ist knapp drei Jahre her, in Zukunft werden es Pazifisten bei ihren Aktionen gegen die Armee schwieriger haben – wenn in den Kirchen bald nur noch die Bundeswehr das Sagen hat. Vor wenigen Tagen ist ein Brief der evangelischen Militärseelsorge bekannt geworden, der von der Landeskirche Hannover an die Gemeinden weitergeleitet wurde. Bei Trauerfeiern für verstorbene Soldaten sollten die Gemeinden ihr Hausrecht doch bitte an die Bundeswehr abtreten – aus „Gründen der Gefahrenabwehr und um Störungen vermeiden zu können“. Diese Regelung sei „mit der Theologischen Abteilung im Landeskirchenamt abgestimmt“.

Verpflichtend ist die Empfehlung zwar nicht. Damit die Gemeinden aber auch keine Ausrede haben, ist ein Musterschreiben zur Übertragung des Hausrechts an die Feldjäger gleich beigefügt. Datum und Ort einsetzen, unterschreiben, fertig.

Besonders brisant: Solche Maßnahmen sind offenbar in der Geschichte einmalig. „Das Hausrecht der Kirche ist ein ganz hohes Gut, welches selbst in der DDR und in der Nazi-Zeit verteidigt wurde“, sagt Gerhard Biederbeck, der seit Jahrzehnten Kirchenmitglied ist und den Brief veröffentlichte. Die Kirche lasse sich von der Bundeswehr vereinnahmen, kritisiert der Friedensaktivist. Ist dem Militär erstmal das Hausrecht eingeräumt, wären absurde Situationen möglich: „Die Feldjäger könnten rechtlich sogar einem Pfarrer, der sich während eines Gottesdienstes kritisch über das Militär äußert, das Wort entziehen.“
http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/mit-gottes-segen (http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/mit-gottes-segen)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 10:40:30 Do. 20.Juni 2013
(http://www.titanic-magazin.de/uploads/pics/CSD-Vatikan_01.jpg)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 15:16:37 So. 23.Juni 2013
Dunk den Herrn! Kebekus! Feat. Mc Rene, Sister Mary Minaj, DJ Mess-Dee-Naa (http://www.youtube.com/watch?v=4Y3IWFLFHbk#ws)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 10:21:44 Mi. 17.Juli 2013
Zitat
Habt ihr ein paar Sünden auf dem Kerbholz und macht euch Sorgen um die Zeit im Fegefeuer? Gute Nachrichten: Der Papst gewährt Twitter-Followern Ablass (http://www.guardian.co.uk/world/2013/jul/16/vatican-indulgences-pope-francis-tweets)!

Quelle: Fefes Blog (https://blog.fefe.de/?ts=af18ca2c)

Moderner Ablasshandel, nicht schlecht.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 12:20:29 Do. 15.August 2013
Zitat
Katholische Kirche
80-jähriger Priester sagt in der Messe "Sieg Heil"

Zu alt zum Predigen? Im Bistum Trier hat ein Priester während seiner Sonntagspredigt den Nazi-Gruß "Sieg Heil" verwendet. Der Mann wird als "gesundheitlich sehr angeschlagen" beschrieben.
http://www.sueddeutsche.de/panorama/katholische-kirche-jaehriger-priester-sagt-in-der-messe-sieg-heil-1.1746712 (http://www.sueddeutsche.de/panorama/katholische-kirche-jaehriger-priester-sagt-in-der-messe-sieg-heil-1.1746712)

 :baby:
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 13:42:26 Mi. 04.September 2013
(http://files.newsnetz.ch/story/1/9/9/19994221/14/topelement.jpg)

Frankreichs bekanntester Comic-Zeichner Plantu hat die Zeichnung mit dem Titel «Pädophilie: Der Papst nimmt Stellung» vor drei Jahren veröffentlicht. Nun wird ihm der Prozess gemacht.

http://bazonline.ch/kultur/kunst/Wegen-PapstKarikatur-vor-Gericht/story/19994221 (http://bazonline.ch/kultur/kunst/Wegen-PapstKarikatur-vor-Gericht/story/19994221)
Titel: Klerikalfaschisten marschieren auch in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 11:12:14 Sa. 14.September 2013
Zitat
„Marsch für das Leben“: Proteste nehmen zu

(http://www.idea.de/typo3temp/pics/marsch_leben_606_pletz12_01_eb2a41814a.jpg)
Der "Marsch für das Leben" im Jahr 2012.

Berlin (idea) – Die Proteste gegen den jährlichen „Marsch für das Leben“ nehmen zu. Am 21. September wollen Christen in Berlin für einen besseren Schutz des menschlichen Lebens demonstrieren. Der Schweigemarsches beginnt mit einer Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt und endet mit einem ökumenischen Gottesdienst. Veranstalter ist der Bundesverband Lebensrecht. Gegen den Marsch wendet sich ein „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“ aus linken, humanistischen und feministischen Gruppen sowie Schwulen- und Lesbenorganisationen. Es wird auch vom Berliner Landesverband der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen sowie mehreren SPD-Bundestagsabgeordneten unterstützt. Zu ihnen gehören die stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Dagmar Ziegler, und die Fraktionssprecherin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Caren Marks. Nach Ansicht des Bündnisses vertreten die Lebensrechtler „ein reaktionäres, christlich-fundamentalistisches Weltbild, in dem der Schwangerschaftsabbruch als eine ‚vorgeburtliche Kindstötung’ dargestellt wird“. Zu den Forderungen des Bündnisses gehört der uneingeschränkte Zugang zu einem legalen Schwangerschaftsabbruch.

CDU-Senator gratuliert Abtreibungsorganisation

Das Bündnis will sich am 21. September mit einer eigenen Versammlung vor dem Brandenburger Tor zu Wort melden. Geplant sind außerdem „kreative Aktionen“ gegen den „Marsch für das Leben“. Im vergangenen Jahr versuchten Mitglieder des Bündnisses, mit Trillerpfeifen und Beschimpfungen zu stören. Am 18. September soll in der Bildungseinrichtung Urania eine Podiumsdiskussion über den „neuen Einfluss christlicher Fundamentalisten“ stattfinden. Dafür stellt die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Mittel bereit. Mitveranstalter ist das der Organisation „ProFamilia“ nahestehende Familienplanungszentrum Balance, das jährlich rund 1.000 Abtreibungen durchführt. Zum 20-jährigen Bestehen des Zentrums wünschte Berlins Senator für Gesundheit und Soziales, der CDU-Politiker Mario Czaja, „viel Kraft und gutes Gelingen“.
http://www.idea.de/detail/thema-des-tages/artikel/proteste-gegen-marsch-fuer-das-leben-nehmen-zu-889.html (http://www.idea.de/detail/thema-des-tages/artikel/proteste-gegen-marsch-fuer-das-leben-nehmen-zu-889.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 21:06:10 Mi. 09.Oktober 2013
(http://cdn1.spiegel.de/images/image-554240-panoV9free-yvbc.jpg)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 12:27:26 Mi. 11.Dezember 2013
Zitat
Der Feminismus hat sich totgesiegt (Matthias Matussek), und die beklagenswerten Opfer sind naturgemäß männlich. Sie nämlich sind heute der „Sträfling in den Steinbrüchen des großen abendländischen Unglücks“ (Thomas Steinfeld). Deutsche Edelfedern geizen nicht mit Pathos, wenn sie für Geschlechtergerechtigkeit eintreten. Und sie haben ja recht.

Den Beweis liefert jüngst die Katholische Kirche: Die EU-Empfehlung, Sexualkundeunterricht an den Schulen und auch das Recht auf Abtreibung zu garantieren, konnte sie gerade noch kippen. Doch um ein Haar hätte sich die Niederlage, die die Kirche in erklecklichen Nationalstaaten (Deutschland, Frankreich...) nach dem geradezu ewigen Kampf gegen Frauenrechte einstecken musste, auf EU-Ebene wiederholt.

Und wieder wäre der weiße männliche Hetero der Leidtragende gewesen. Denn er hätte das Privileg der sexuellen Selbstbestimmung teilen müssen, was bedeutet, für ihn bleibt weniger übrig. Wehret den Anfängen.

Und so gab der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, sein Bestes gegen den Vorstoß, der auf die portugiesische Sozialistin Edite Estrela im Namen des EU-Frauenausschusses zurückgeht. Die findet, Frauen sei das Recht auf „sichere und legale Schwangerschaftsunterbrechung“ zu gewähren. Außerdem solle die Sexualaufklärung „nicht diskriminierende Informationen“ enthalten und ein „positives Image“ von Homosexuellen, Lesben oder Bisexuellen vermitteln. Pure Blasphemie. 

Immerhin sind die Unterwerfung des weiblichen Körpers unter das Primat der Mutterschaft und die Zähmung der Sexualität zentrale Ziele der Katholischen Kirche, irgendwie muss man die männliche Hetero-Herrschaft ja herstellen. Allein Frauen für die Folgen einer ungewollten Schwangerschaft zur Verantwortung zu ziehen, hat sich da bewährt. Wie sagte Alexander Kluge? Souveränität bedeutet, die größtmögliche Kontrolle über die eigene Biographie zu gewinnen. Ein ungewolltes Kind zur Welt zu bringen bedeutet das Gegenteil. Prima.

Also passen die Katholiken jetzt auf. Das mit der sexuellen Selbstbestimmung, das kriegen sie wieder in den Griff. Zumindest, wenn es um Abtreibung und Homos geht. Ihr Chef in Rom mag sich da gelegentlich etwas vage ausdrücken, aber die Kollegen auf Landesebene haben verstanden, dass die EU und die nächsten Wahlen im März 2014 ihre Chance sind, die vermaledeite Emanzipation wieder loszuwerden.
http://www.taz.de/Kommentar-EU-zur-Abtreibung/ (http://www.taz.de/Kommentar-EU-zur-Abtreibung/)!129170/
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 13:32:29 Do. 19.Dezember 2013
Zitat
US-Umfrage zu Weihnachten
Dreiviertel der Amerikaner glauben an Jungfrauengeburt
http://www.sueddeutsche.de/panorama/us-umfrage-zu-weihnachten-dreiviertel-der-amerikaner-glauben-an-jungfrauengeburt-1.1847156 (http://www.sueddeutsche.de/panorama/us-umfrage-zu-weihnachten-dreiviertel-der-amerikaner-glauben-an-jungfrauengeburt-1.1847156)

 8o  ???  ::)


Die sollte man alle entmündigen!
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 14:12:54 Do. 19.Dezember 2013
Dreiviertel von denen glauben ja auch das die Evolutionstheorie Teufelswerk ist.
Die Erde ist eine Scheibe, der Storch bringt die Kinder, Weihnachtsmann und Osterhasen gibt es wirklich, die Banken wollen nur unser bestes, Krankenversicherungen sind Kommunismus, jeder kann Millionär werden wenn er/sie sich nur stark genug anstrengt, Homosexualität ist eine Krankheit, Abtreibung ist Mord, Waffen bringen Sicherheit, Überwachung ist gut gegen den Terrorismus, an Armut ist jeder selber Schuld, meine Nachbarin ist eine Hexe und mit dem Teufel im Bunde, der Teufel auf der anderen Seite ist mein Nachbar und hat was mit der anderen Nachbarin, deren Brüste nicht echt sind, wie mir der Methodistenpfarrer erzählt hat und Alkaida ist schuld an der schlechten Wirtschaftslage und dem verregneten Sommer in Südkansas!
Die spinnen, die Amis!

Obwohl fairerweise muss man dazusagen:
Eine Umfrage unter 2001 Personen bei einer Bevölkerungszahl von 911 Millionen ist alles andere als repräsentativ!
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Eivisskat am 14:27:34 Do. 19.Dezember 2013
Zitat
Dreiviertel aller in der repräsentativen Studie Befragten (insgesamt 2001) gaben an, dass sie an Marias jungfräuliche Empfängnis glauben - und das gilt nicht nur für praktizierende Christen. Selbst ein Drittel aller Konfessionslosen glaubt daran. Am größten ist der Anteil unter den weißen Evangelikalen - in dieser Gruppe liegt er bei 97 Prozent. Der Anteil ist zudem bei Frauen (78 Prozent) deutlich höher als bei Männern (69 Prozent).

Spaßig auch, dass es - nach immerhin 2000 Jahren - ganz offensichtlich immer noch sehr wichtig ist, ob Maria nun bei der Geburt noch Jungfrau war oder nicht.

Als wäre das ganze Ereignis mit einer nicht-jungfräulichen, sex-erfahrenen Frau/Gebärenden dann vielleicht weniger wert oder würde gar die Gestalt/Idee des Jesus & seine Aussagen & Werke dann irgendwie schmälern.

Was für eine gruselige, mittelalterliche Vermengung vorgefaßter Glaubenssätze...indisches Kastenwesen ist gar nix dagegen.

 ::)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: dagobert am 18:29:13 Do. 19.Dezember 2013
Die Erde ist eine Scheibe,
Ist sie ja auch. (wenn man Terry Pratchett für einen Historiker hält)
(http://seoman-mondkalb.org/blog/wp-content/uploads/2009/11/disk2.jpg)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 19:54:37 Do. 19.Dezember 2013
Die Infos, die wir kriegen, werden zunehmend gefiltert...

Zitat
Laut der BBC blocken die in den letzten Wochen eingeführten britischen Pornofilter nicht nur Pornowebseiten, sondern auch Web-Angebote zur Sexualkunde oder Hilfeseiten für Fälle von Missbrauch. Die Bürgerrechtsgruppe Open Rights Group hatte bereits im Sommer darauf aufmerksam gemacht, dass die Filter über das Ziel hinausschießen könnten.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Britische-Pornofilter-blocken-auch-Sexualkunde-Webseiten-2070120.html (http://www.heise.de/newsticker/meldung/Britische-Pornofilter-blocken-auch-Sexualkunde-Webseiten-2070120.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: BGS am 20:21:49 Do. 19.Dezember 2013
Geht es nur um "Pornographie" oder wird damit das Volk schlicht auf weitere Zensur vorbereitet?

Und was ist mit Seiten aus den Orten  Essex, Sussex und Wessex? Alle vom Netz?

MfG

BGS
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 21:28:00 Do. 19.Dezember 2013
Geht es nur um "Pornographie" oder wird damit das Volk schlicht auf weitere Zensur vorbereitet?

Und was ist mit Seiten aus den Orten  Essex, Sussex und Wessex? Alle vom Netz?

MfG

BGS

Oder der Tittikakkasee oder der Jadebusen. ;D


Nee, mal Spass beiseite.
Wenn man Pornosieten filtern kann, kann man natürlich genauso gut Seiten mit z.B. "linken Inhalten" filtern!
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 16:06:56 Fr. 20.Dezember 2013
Zitat
Die wahren Hintergründe des Friedenslichts zu Betlehem

Jedes Jahr wieder wird das “Friedenslicht zu Betlehem” in die Welt getragen. Angeblich ein Brauch aus Plan (heutige Tschechische Republik).
Im Grunde ist es ein “Nazilicht”, wenn man den historischen Background betrachtet. Dem ORF und anderen Medien ist die Geschichte seit 2008 bekannt, aber es hat sich nichts getan. Aus aktuellem Anlaß daher noch ein Versuch über die wahren Hintergründe aufzuklären. Bitte um Weiterverbreitung. Zeit diesen Brauch zu stoppen!
http://kielkontrovers.wordpress.com/2013/12/16/die-wahren-hintergrunde-des-friedenslichts-zu-betlehem/ (http://kielkontrovers.wordpress.com/2013/12/16/die-wahren-hintergrunde-des-friedenslichts-zu-betlehem/)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 11:49:01 Sa. 21.Dezember 2013
Zitat
Limburger Bischofsaffäre
"Selten, dass Personen so zerstört wurden"

Für Generalvikar Wolfgang Rösch, der den umstrittenen Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst in Limburg vertritt, stellt sich die Lage dar "wie in der klassischen Tragödie". Es sei in der Affäre kaum mehr "zwischen Schuld und Schicksal zu unterscheiden". Im Gespräch mit der katholischen Zeitung "Die Tagespost" betonte er: "Ich bin froh, dass ich nicht der Richter bin."
....

Quelle: t-online (http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_67122952/vertreter-von-tebartz-van-elst-vergleicht-affaere-mit-tragoedie-.html)

Tragisch, ich kann mich nur ganz schwach daran erinnern wie Millionen Personen diffamiert und Existenzen tatsächlich zerstört wurden und werden, wo war das nur, wo war das nur?
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 10:42:22 Fr. 27.Dezember 2013
Zitat
Erschreckende Kontinuität zur NS-Zeit
Unter dem weiten Mantel der Kirche

Die Landeskirchen Schleswig-Holsteins hatten bis weit in die 1960er-Jahre keine echte Entnazifizierung bewerkstelligt. Im kirchlichen Dienst fanden Massenmörder Unterschlupf.


(http://www.taz.de/uploads/images/624/13122608_nord_xx.jpg)
Sieht harmlos aus, hat aber ein Hakenkreuz im Fachwerk: Lutherkirche in Hamburg-Wellingsbüttel.

Ernst Szymanowski-Biberstein hatte ein sehr langes Leben: Er starb 1986 im Alter von 87 Jahren in Neumünster. Von einem sehr langen Leben kann man auch deshalb sprechen, weil der NS-Verbrecher 1948 im Nürnberger Einsatzgruppenprozess zum Tode verurteilt worden war. Szymanowski-Biberstein war 1943 verantwortlich für die Ermordung von 2.000 bis 3.000 Menschen in der Ukraine. Dennoch wurde er 1951 zu lebenslanger Haft begnadigt – und 1958 sogar freigelassen.

Wesentlich dazu beigetragen hatte der Propst von Neumünster. Das war konsequent, denn Szymanowski-Biberstein hatte eine Vergangenheit in der evangelischen Kirche. In der Vita des studierten Theologen war nicht nur der Massenmord verzeichnet, sondern auch Tätigkeiten als Pastor und Propst in Kaltenkirchen, Segeberg und Neumünster, wo er dann nach seiner Entlassung auch Arbeit in der kirchlichen Verwaltung fand – zumindest für kurze Zeit.

Der Name Szymanowski-Biberstein steht für eine der vielen „Gruselgeschichten“ im ersten Teil der Studie „Neue Anfänge? Der Umgang der Evangelischen Kirche mit der NS-Vergangenheit und ihr Verhältnis zum Judentum. Die Landeskirchen in Nordelbien“.

Von „Gruselgeschichten“ spricht der Autor Stephan Linck selbst. Der 49-Jährige ist in Kiel für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland als Historiker und Gedenkstättenbeauftragter tätig, hat aber auch zu anderen Themen veröffentlicht, etwa den Band „Der Ordnung verpflichtet: Deutsche Polizei 1933–1949“.

„Neue Anfänge?“ ist ein Forschungsprojekt im Auftrag seines Arbeitgebers. Der erste Band umfasst die Zeit bis 1964, als das endete, was Linck „die letzte große Ära des Nationalprotestantismus“ nennt. Der hatte sich einst gut mit dem Nationalsozialismus ergänzt und konnte im Antikommunismus der frühen Nachkriegszeit weiterleben. Ein zweiter Band, der die Zeit bis 1989 umfassen soll, ist in Arbeit.

Der Bonhoeffer-Bonus

Die Auseinandersetzung der Evangelischen Kirche in Schleswig-Holstein und Hamburg mit dem Nationalsozialismus – sie bestand nach 1945 vor allem in einer „beachtlichen Verdrängungsleistung“, so Linck. Dass die Kirchen damit davonkamen, hat auch mit den Rahmenbedingungen der Entnazifizierung in der britischen Besatzungszone zu tun. Anders als die Amerikaner, die sich „eine stärkere moralische Haltung“ zur Entnazifizierung leisten konnten, hätten die Briten aus finanziellen Gründen lediglich ein „Sparflammenkonzept“ vorgesehen, wie Linck konstatiert.

Hinzu kam, dass „die Alliierten ein positives Bild von der evangelischen Kirche hatten. Es war geprägt von Widerstandskämpfern wie Martin Niemöller und Dietrich Bonhoeffer, die allerdings alles andere als repräsentativ waren. Dies alles führte dazu, dass die Entnazifizierung den Kirchen im Wesentlichen selbst überlassen blieb. Mehr als eine „überschaubare Selbstreinigung“ sei nicht dabei herausgekommen, meint Linck.

Und mancherorts nicht einmal das. In der Landeskirche Eutin war sogar das genaue Gegenteil der Entnazifizierung zu beobachten: eine Renazifizierung. Zu verdanken war sie der Einstellungspolitik des Landespropstes Wilhelm Kiekbusch.

„Was in anderen Landeskirchen klandestin geschah, hier wurde es öffentlich vollzogen“, schreibt Linck. „Der öffentliche Einsatz für Theologen mit NS-Vergangenheit und ihre Einstellung in der Eutiner Landeskirche sicherte dem Landespropst eine zunehmende Popularität vor Ort.“ So stieg der Nazi-Förderer Kiekbusch 1961 sogar zum Landesbischof auf.

Einer der Profiteure der „Renazifizierung“ in der Landeskirche Eutin war Hugo Rönck, Protagonist einer weiteren „Gruselgeschichte“ in „Neue Anfänge?“. Gewiss, er war kein Massenmörder wie Ernst Szymanowski-Biberstein, er hatte aber derart viel Ungutes getan, dass es nur schwer nachzuvollziehen ist, warum man ihn von 1947 bis 1976 als Pastor wirken ließ.

Rönck war einer der führenden Repräsentanten der nationalsozialistischen „Deutschen Christen“ in Thüringen gewesen, an seinem, wie Linck es nennt, „kirchenzerstörerischen Verhalten“ und seiner „antichristlichen Kirchenpolitik“ konnte es keinen Zweifel geben. So gesehen hat in Eutin mehr als ein Vierteljahrhundert ein Antichrist gepredigt.

Die ausgeprägte Nächstenliebe dürfte auch nicht zu den Eigenschaften des SS-Hauptsturmführers Hans Beyer gehört haben, der in der NS-Zeit in Prag Handlanger von Reinhard Heydrich, dem Leiter des dortigen Reichssicherheitshauptamts, gewesen war. 1947 stellte ihn die Leitung der Evangelischen Kirche in Schleswig-Holstein als Leiter ihrer Landespressestelle ein.

De facto fungierte er zwar nicht als Pressesprecher, vielmehr erinnerte seine Art der „Pressearbeit fatal an nachrichtendienstliche Tätigkeit“, so Linck. Das machte die Sache natürlich nicht besser. Beyer war danach noch ein weiterer Karrieresprung vergönnt: Von 1951 an wirkte er zehn Jahre als Professor für Geschichte und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Flensburg.

In vielen Episoden von Lincks aufschlussreichem Buch spielt Wilhelm Halfmann, der 1964 verstorbene Regionalbischof von Holstein, eine Rolle. Er war eine prägende Figur der schleswig-holsteinischen Landeskirche in der Nachkriegszeit. Seine ideologische Entwicklung ist insofern bemerkenswert, als er 1936 das antisemitische Pamphlet „Die Kirche und der Jude“ verfasst hatte.

Als dieses Werk in der Zeit zwischen 1958 und 1960 wieder in die Diskussion geriet, distanzierte sich Halfmann zwar von Teilen des Inhalts, verteidigte aber weiterhin die Richtigkeit seines „theologischen Ansatzes“, den er in dem Text vertreten hatte. In einem Brief an einen Gleichgesinnten beklagte Halfmann 1960 etwas unelegant, dass man öffentlich über die „antichristliche Beeinflussung“ der „deutschen Arbeiter durch jüdischen Einfluss“ ja mittlerweile nicht mehr sprechen könne, „ohne dass ein fürchterliches Geschrei erhoben wird“ – und das, obwohl solche „Urteile“ doch „richtig“ und „volksgeschichtlich bestätigt“ seien.

Eine nicht unwesentliche Rolle bei der Aufdeckung von Halfmanns Vergangenheit spielte ein Journalist, der sich später in der Bundespolitik einen Namen machen sollte: der Sozialdemokrat Jochen Steffen. Er war damals Landesvorsitzender der Jusos und Redakteur der Wochenzeitung Flensburger Presse. In dieser Funktion schrieb er 1958 einen offenen Brief an Halfmann.

Symbiose mit der CDU

Wer sich mit der Historie der evangelischen Kirche Schleswig-Holsteins beschäftigt, kommt nicht umhin, auch ihre Beziehung zur CDU zu analysieren. Diese sei „symbiotisch“, beziehungsweise stärker ausgeprägt gewesen als in anderen Bundesländern, meint Linck. Es sei „wohl einmalig, dass ein Landesminister auf Empfehlung der Kirchenleitung ernannt wird“, ergänzt er.

So geschah es 1955, es ging um den Posten des Kultusministers, und auch hier spielte wieder die Person Halfmann eine Rolle. Mit einem Schreiben an den Ministerpräsidenten Kai-Uwe von Hassel fädelte Halfmann ein, dass Edo Osterloh, ein Mann aus den eigenen Reihen, den Posten bekam. Der war vor seiner politischen Karriere als Pfarrer und Oberkirchenrat tätig gewesen.

In den folgenden Jahren war Osterloh als Minister in allerlei Skandale verwickelt, ehe er 1964 Suizid beging. In einem anderen zeitgeschichtlichen Zusammenhang spielt Osterloh, nach dem heute ein Studentenwohnheim der Uni Kiel benannt ist, auch eine Rolle: Seine Nichte und Patentochter war Ulrike Meinhof.

Stephan Linck: Neue Anfänge? Der Umgang der Evangelischen Kirche mit der NS-Vergangenheit und ihr Verhältnis zum Judentum. Die Landeskirchen in Nordelbien. Lutherische Verlagsgesellschaft, 2013, 352 Seiten, 17,95 Euro
http://www.taz.de/Erschreckende-Kontinuitaet-zur-NS-Zeit/ (http://www.taz.de/Erschreckende-Kontinuitaet-zur-NS-Zeit/)!129979/
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 08:26:50 Sa. 04.Januar 2014
Zitat
US-Studie: Republikaner werden zur Anti-Wissens-Partei

Religion gewinnt, Bildung verliert - in den USA wird das naturwissenschaftliche Weltbild zurückgedrängt. Eine aktuelle Studie lässt den Hauptgrund erahnen: Die politische Rechte driftet in eine vormoderne Gedankenwelt ab.


Die Republikanische Partei wird offenbar immer stärker durch religiöse Gruppen geprägt. Manche Autoren beobachten ein Abwandern moderater Republikaner und einen Zuwachs an Evangelikalen, die sich vor allem durch die Aktivitäten der sogenannten Tea-Party-Fraktion der Partei angezogen fühlen.

Und die steht wissenschaftlich fundierter Bildung teils offen feindlich gegenüber: Rick Santorum, einer der gescheiterten Kandidaten zur letzten Präsidentenwahl, hatte sich beispielsweise in seinem Wahlkampf explizit gegen wissenschaftliche Bildung ausgesprochen. 62 Prozent aller Universitätsstudenten, behauptete er damals gegenüber dem Sender CBS, verlören im Studium "ihre Hingabe an den Glauben", wissenschaftliche Lehre sei "Indoktrination gegen die Religion". Santorum selbst hatte seine sieben Kinder nicht zur Schule gehen lassen und zu Hause unterrichtet.

Dass sich 2013 satte elf Prozent mehr Republikaner zur biblischen Schöpfungsgeschichte bekannten als 2009, habe nichts mit Umdenken zu tun, meint auch Dana Milbank, Kommentator der "Washington Post". Vielmehr würden die Republikaner zum Sammelbecken erzkonservativer, bibeltreuer und vor allem weißer Christen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/pew-studie-republikaner-in-usa-lehnen-wissenschaft-ab-a-941618.html (http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/pew-studie-republikaner-in-usa-lehnen-wissenschaft-ab-a-941618.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 18:33:48 Fr. 10.Januar 2014
Zitat
Homosexualität im Schulunterricht
Kirchen lehnen "sexuelle Vielfalt" ab
http://www.fr-online.de/home/1472778,1472778.html (http://www.fr-online.de/home/1472778,1472778.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 12:04:20 Sa. 11.Januar 2014
http://www.fr-online.de/politik/homosexualitaet-im-schulunterricht-kirchen-lehnen--sexuelle-vielfalt--ab,1472596,25849470.html (http://www.fr-online.de/politik/homosexualitaet-im-schulunterricht-kirchen-lehnen--sexuelle-vielfalt--ab,1472596,25849470.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Strombolli am 14:03:37 Sa. 11.Januar 2014
Es stimmt nichts in dieser Republik. Es klaffen tiefe Gräben zwischen Schein und Sein, zwischen der Weltoffenheit und den kleinbürgerlichen Gedanken minderwertigkeitskomplexbehafteter, vermeintlicher Christen.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 14:16:41 Fr. 24.Januar 2014
Zitat
Stängle, ein evangelikaler Christ aus einem Nagolder Vorort, kämpft gegen die Indoktrinierung von Schülern durch die Schwulenlobby und ihre "Ideologie des Regenbogens". Aus dem Petitionstext spricht "die Überzeugung, dass Homosexualität nichts Gleichzustellendes ist".

Die Kirchen distanzierten sich nicht etwa, sondern schlossen sich zumindest der Forderung an, Schüler nicht zu indoktrinieren. Die Petition nähert sich inzwischen 160.000 Unterzeichnern. Die relativ meisten Unterstützer kommen laut Petitionswebsite aus dem Schwarzwald.

In Württemberg wohnt der evangelikale Pietismus.
http://www.zeit.de/gesellschaft/2014-01/nagold-evangelikale-homosexualitaet (http://www.zeit.de/gesellschaft/2014-01/nagold-evangelikale-homosexualitaet)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Eivisskat am 23:07:18 Mo. 27.Januar 2014
Zitat
Zitat des Tages

"Aber die Welt ist noch nicht das Reich Gottes und es gibt das Böse als einen realen Machtfaktor."

Nikolaus Schneider, Vorsitzender des Rates der evangelischen Kirche in Deutschland, rechtfertigte am Montag im Deutschlandfunk Kriegseinsätze der Bundeswehr

http://www.jungewelt.de/

(http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/dd/Praeses_Schneider-2.jpg)
http://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_Schneider (http://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_Schneider)


http://www.deutschlandfunk.de/evangelische-kirche-es-gibt-das-boese-als-realen-machtfaktor.694.de.html?dram:article_id=275701 (http://www.deutschlandfunk.de/evangelische-kirche-es-gibt-das-boese-als-realen-machtfaktor.694.de.html?dram:article_id=275701)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Strombolli am 23:39:29 Mo. 27.Januar 2014
Ein Antichrist? - Ich glaube jetzt hakt es endgültig.

Wo ist der NOTAUSSCHALTER?
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 09:54:09 Di. 28.Januar 2014
Interview mit Nikolaus Schneider beim DLF:

Zitat
Evangelische Kirche
"Es gibt das Böse als realen Machtfaktor"

Die Evangelische Kirche in Deutschland sieht den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan kritisch. Im DLF sagte der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider, als Ultima Ratio sei militärische Gewalt in manchen Fällen aber notwendig. Die EKD präsentiert heute ein friedensethisches Positionspapier.

Quelle: deutschlandfunk.de (http://www.deutschlandfunk.de/evangelische-kirche-es-gibt-das-boese-als-realen-machtfaktor.694.de.html?dram%3Aarticle_id=275701)

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2014/01/27/dlf_20140127_0817_a0622668.mp3 (http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2014/01/27/dlf_20140127_0817_a0622668.mp3)


Frieden ist nicht mehr zeitgemäß, heute bombt man sich Rohstoffe und Demokratien herbei, in unserer alternativlos gemachten Welt sind die Sachzwänge groß.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:24:22 Di. 28.Januar 2014
Jaja, "Gott mit uns", oder wie war das?
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 10:33:08 Di. 28.Januar 2014
Jaja, "Gott mit uns", oder wie war das?

"In God we trust"  (http://www.cosgan.de/images/smilie/boese/a010.gif) (http://www.cosgan.de/smilie.php)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 14:22:50 Mi. 29.Januar 2014
Zitat
Kardinal Meisner
"Eine katholische Familie ersetzt mir drei muslimische"

Joachim Meisner hat mit einer Äußerung für Entsetzen gesorgt. Eine katholische Familie sei ihm lieber als drei muslimische, sagte der Kölner Kardinal vor Anhängern einer konservativen Gruppierung.


(http://d1.stern.de/bilder/stern_5/panorama/2014/KW05/Karidnal%20Meisner_fitwidth_489.jpg)
http://www.stern.de/panorama/kardinal-meisner-eine-katholische-familie-ersetzt-mir-drei-muslimische-2086428.html (http://www.stern.de/panorama/kardinal-meisner-eine-katholische-familie-ersetzt-mir-drei-muslimische-2086428.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Eivisskat am 14:32:19 Mi. 29.Januar 2014
Kardinal Meisner: Eine katholische Familie ersetzt mir drei muslimische (http://www.youtube.com/watch?v=5Ax9uoYsZNg#ws)


 :-X  :o
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:32:36 Mi. 29.Januar 2014
Meine Fresse, diese dämlichen Kinderficker! >:(
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: admin am 20:11:16 Fr. 31.Januar 2014
Zitat
Homophober Verein in Sachsen-Anhalt
Töpfern, backen, Schwule heilen

Heilung vom "zwanghaften Gefühl" der Homosexualität: Führende CDU-Politiker Sachsen-Anhalts stehen einem gemeinnützigen Verein nahe, der homophobe Positionen vertritt. Dessen Vorsitzender, ein Pfarrer, kritisiert die Berichterstattung über ihn. Die sei "noch schlimmer als die Stasi".
http://www.sueddeutsche.de/politik/homophober-verein-in-sachsen-anhalt-toepfern-backen-schwule-heilen-1.1876469 (http://www.sueddeutsche.de/politik/homophober-verein-in-sachsen-anhalt-toepfern-backen-schwule-heilen-1.1876469)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 19:54:54 Mi. 05.Februar 2014
Zitat
Uno attackiert Vatikan wegen Verschleierung von Kindesmissbrauch

Mit deutlichen Worten kritisiert die Uno das Verhalten des Vatikans bei der Aufklärung von Missbrauchsfällen. Der Kirchenstaat habe systematisch den Ruf der katholischen Kirche über den Schutz von Kindern gestellt
.
http://www.spiegel.de/panorama/uno-auschuss-fordert-vom-vatikan-aufklaerung-von-missbrauchsfaellen-a-951620.html (http://www.spiegel.de/panorama/uno-auschuss-fordert-vom-vatikan-aufklaerung-von-missbrauchsfaellen-a-951620.html)

Zitat
Vatikan verbittet sich Kritik der UN

Der Heilige Stuhl lehnt Einmischung in die Kirchenlehre ab, wie er nach einem vernichtenden UN-Bericht erklärt.
http://www.welt.de/politik/ausland/article124561310/Vatikan-verbittet-sich-Kritik-der-UN.html (http://www.welt.de/politik/ausland/article124561310/Vatikan-verbittet-sich-Kritik-der-UN.html)

Soso, Kindesmißbrauch gehört also zur Kirchenlehre...


http://www.deutschlandfunk.de/weihwasser-fuer-mafiosi.886.de.html?dram:article_id=276651&dram:audio_id=253052&dram:play=1 (http://www.deutschlandfunk.de/weihwasser-fuer-mafiosi.886.de.html?dram:article_id=276651&dram:audio_id=253052&dram:play=1)
Zitat
Italien
Weihwasser für Mafiosi


Von Thomas Migge

Nicola Gratteri, Staatsanwalt in der mafiadominierten Region Kalabrien, rechnet in seinem Buch "Acqua Santissima", zu deutsch: "Weihwasser", nicht nur mit der Mafia, sondern auch mit katholischen Geistlichen ab. Anhand aktueller Fälle zeigt er die häufig enge Verstrickung zwischen Kirche und organisierter Kriminalität.

Unter den vielen italienischen Sachbüchern zum Thema Kirche und Mafia sticht eines hervor. Der Autor weiß aus eigener Erfahrung worum es geht. Ein Autor, der gefährlich lebt, steht er doch auf der Abschussliste der kalabresischen Bosse ganz oben. Nicola Gratteri ist Staatsanwalt im mafiaverseuchten Reggio Calabria, der Hauptstadt der Region Kalabrien, spezialisiert auf die Vergehen und Verstrickungen der 'ndrangheta. Dazu muss man wissen, dass die 'ndrangheta seit Jahren die gefährlichste und wirtschaftlich umtriebigste Mafia Italiens ist. Der durch Kinofilme wie "Il Padrino" berühmten Cosa Nostra von Sizilien hat die 'ndrangheta in Sachen Drogen-, Menschen- und Waffenhandel längst den Rang abgelaufen.

Staatsanwalt und Buchautor Nicola Gratteri:

"Ein Priester macht sich nicht schuldig, wenn er einen Mafiaboss frequentiert, mit dem Ziel, sich der Justiz zu stellen. Das ist sein Recht als Geistlicher, aber wenn sich dieser Boss nach ein, zwei oder drei Jahren nicht bekehren lässt und der Justiz stellt, dann macht sich ein Geistlicher mitschuldig, dann tut er dem Boss einen großen Gefallen."

Ein solcher Geistlicher, schreibt Staatsanwalt Gratteri in seinem jetzt erschienenen Buch "Acqua Santissima", zu deutsch: Weihwasser, verleiht, je länger er sich an der Seite eines Mafiabosses zeigt, diesem in gewisser Weise den kirchlichen Segen.

Nicola Gratteri schildert in seinem Buch aus erster Hand eine Menge Fälle von katholischen Geistlichen, die verdächtig enge Beziehungen zu kalabresischen Mafiafamilien haben. Immer noch haben, klagt der Anti-Mafia-Staatsanwalt:

"Johannes Paul II. hatte die Bosse dazu aufgerufen zu bereuen, mit dem Töten aufzuhören. Zum ersten Mal überhaupt hatte die Amtskirche Position gegen die Mafia bezogen und viele mutige Geistliche riskieren seit Jahren ihr Leben im Kampf gegen die organisierte Kriminalität. Gleichzeitig aber hat Johannes Paul II. nie Marcinkus verurteilt."

Jenen Erzbischof Paul Marcinkus, der in den 80er-Jahren, als Präsident der Vatikanbank IOR, wegen seiner engen Beziehungen zur Mafia und zu mafiösen Bankiers in die Schlagzeilen geriet. Staatsanwalt Gratteri wirft deshalb der Amtskirche vor, dass sie, bis heute, keine dauerhaft eindeutige und klare Position zur Mafia bezogen hat. Einerseits verurteilt sie zwar die organisierte Kriminalität, andererseits aber schaut sie in vielen Fällen einfach weg. Gratteris Buch sorgt deshalb für soviel Aufsehen in Italien, weil er Fälle von Geistlichen nennt, die nicht Jahre zurückliegen. Es sind aktuelle Fälle, die zeigen, wie sehr immer noch Geistliche mit Mafiabossen verstrickt sind.

Einige wenige Beispiele von vielen. Don Carmelo Ascona, Priester im kalabresischen Rosarno, verteidigte 2012 während eines Prozesses drei Männer, denen Mitgliedschaft in einem Mafiaclan vorgeworfen wird, und die anschließend in erster Instanz verurteilt wurden. Er nannte sie "ehrenhafte Christen". Im vergangenen Jahr sagte in Locri der Pfarrer Antonio Vinci vor Gericht aus, dass der Mafiaboss Cicillo Gattuso "mein Gemeindemitglied ist, dessen Seele ich wie meine Westentasche kenne und so weiß ich, dass er ein guter Christ ist". Der vermeintlich gute Christ, der, so der Geistliche, jeden Sonntag zur Messe erschien, war, wie die Staatsanwaltschaft nachweisen konnte, einer der gefährlichen Bosse der 'ndrangheta. Don Nuccio Cannizaro, Geistlicher und Zeremonienmeister des Erzbischofs von Reggio Calabria und Priester in Condera, gehört zu jenen Geistlichen, die sich sogar persönlich wegen mafiöser Verstrickungen vor Gericht verantworten müssen: Abgehörte Telefonate beweisen, dass er sich mehrfach für die geschäftlichen Belange des Bosses Santo Crucitti eingesetzt hat. Nicola Gratteri:

"Wir haben eine Gruppe einsitzender Bosse befragt, wie sie zur Kirche stehen. Das Ergebnis dieser Befragung erklärt, warum es immer noch Geistliche gibt, die doch tatsächlich davon überzeugt sind, dass ein Boss ein guter Christ sein kann. 98 Prozent aller Bosse erklärten, und das deckt sich mit unseren Ermittlungen, dass sie sich als gläubige Christen bezeichnen und regelmäßig beten."

Das Band zerreißen


Für Staatsanwalt Gratteri gibt es nur eine Möglichkeit das Band zwischen katholischer Kirche und organisierter Kriminalität zu zerreißen: Er fordert eine klare Position gegen die Mafia, nicht nur durch den Papst, sondern auf allen hierarchischen Ebenen der Kirche. Wie im Fall der Pädophilieskandale, so Gratteri, müsse die Kirche auch in Sachen Mafia von sich aus die Initiative ergreifen, um auch dieses kriminelle Phänomen in ihren eigenen Reihen zu bekämpfen.

Genau das aber geschehe nicht, erklärt Gratteri – trotz der zahllosen Appelle nicht nur durch Staatsanwälte sondern auch durch katholische Geistliche, die jeden Tag im Kampf gegen Bosse ihr Leben riskieren.

Die kalabresische Mafia bezeichnet sich selbst als "santa", als heilig. Ein Beiname, erklärte vor einigen Jahren die katholische Bischofskonferenz, der eine Blasphemie bedeute, eine – so hieß es in einem Dokument der Bischöfe – Verhöhnung der Religion. Deshalb müsse, so die Bischofskonferenz, die Mafia als Organisation exkommuniziert werden. Eine Absichtserklärung, mehr ist in diesem Fall bisher nicht geschehen. Genau das wirft Anti-Mafia-Staatsanwalt Nicola Gratteri der Amtskirche Italiens vor: gut klingende Absichtserklärungen gegen die Bosse – aber mehr auch nicht.
http://www.deutschlandfunk.de/italien-weihwasser-fuer-mafiosi.886.de.html?dram:article_id=276651 (http://www.deutschlandfunk.de/italien-weihwasser-fuer-mafiosi.886.de.html?dram:article_id=276651)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 10:15:07 Mo. 03.März 2014
Zitat
„Ökumenische Sozialinitiative“: Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott!

Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland und die Deutsche Bischofskonferenz haben am letzten Freitag eine „Ökumenische Sozialinitiative“ [PDF - 1.0 MB] (http://www.ekd.de/download/gemeinsame_verantwortung_gt_22.pdf) ergriffen. Mit 10 Thesen wollen Erzbischof Robert Zollitsch und der Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider eine breite gesellschaftliche Debatte für eine erneuerte Wirtschafts- und Sozialordnung auf der Suche nach einer „gesellschaftlichen Verbindung von Freiheit und Gerechtigkeit im 21. Jahrhundert“ anstoßen.
Allzu kräftige „Impulse“ dürften von dieser Initiative jedoch kaum ausgehen, denn offenbar haben die beiden Kirchenleitungen ihren Frieden mit den neoliberalen Reformen geschlossen. Die Beschreibung der ökonomischen und sozialen Lage, unterscheidet sich kaum von den beschönigenden Darstellungen der Bundesregierung und die Anstöße, die von dem Papier ausgehen könnten, finden sich auch mit ähnlichem Ton und Inhalt auch in den letzten Wahlprogrammen von SPD und CDU. Zu Recht urteilt Friedhelm Hengsbach: Das Papier „ist eine Ohrfeige gegenüber dem gemeinsamen Sozialwort vor 17 Jahren und es ist auch eine Ohrfeige für das, was Papst Franziskus vor zwei Monaten in seinem Schreiben vorgetragen hat. Es ist gleichsam der Spiegel der Großen Koalition bei den großen Kirchen (http://www.deutschlandfunk.de/sozialwort-der-kirchen-das-papier-ist-weichgespuelt.694.de.html?dram:article_id=278780).
Von Wolfgang Lieb.
....

Quelle: NDS (http://www.nachdenkseiten.de/?p=20918)

Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 09:41:34 Fr. 07.März 2014
Die Menschen sind nicht so abgestumpft, wie man  glaubt. Die Unterstützung für Sportgroßevents ist auf den Nullpunkt gesunken. Und auch die Meldungen über den Zustand der katholischen Kirche blieben nicht ohne Folgen:

Zitat
Die katholische Kirche war mit ihren Organisationen vergangenes Jahr eindeutig größter Verlierer bei der Spendenwerbung. Die Studie verzeichnet einen Rückgang um 2,6 Prozentpunkte oder rund 40 Millionen Euro, wie Bohrer betonte. Diskussionen um dieMissbrauchsskandale, die Verweigerung der Pille danach für Vergewaltigungsopfer in einer katholischen Klinik und die Verschwendungsvorwürfe gegen den Limburger Bischof Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wurden als Gründe angegeben.
http://www.jesus.de/blickpunkt/detailansicht/ansicht/katholische-kirche-ist-der-grosse-verlierer-196873.html (http://www.jesus.de/blickpunkt/detailansicht/ansicht/katholische-kirche-ist-der-grosse-verlierer-196873.html)

Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 14:02:37 Do. 13.März 2014
Ich habe kein Verständnis für den Hype um Papst Franziskus. Jetzt finden ihn sogar Linke schon toll, bloß weil er mal ein wahres Wort über den Kapitalismus geäußert hat.

Und wenn man von den andiskutierten Reformen der Kirche so begeistert ist, dann ist es doch doch ein Armutszeugnis, daß ca. 1,2 Milliarden Mitglieder sie nicht durchgesetzt haben. Ich bin kein Freund von Revolutionen von oben.

Der Papst versucht nur den ekelhaften Apparat "Katholische Kirche" zu reformieren, weil er erkannt hat, daß die Organisation dabei ist in Selbstüberschätzung, Selbstbdienung, Selbstherrlichkeit, Wirklichkeitsfremdheit (also reiner Dekadenz) sich selbst zu zerschießen.

Franziskus will nur eine reaktionäre Organisation durch Modernisierung am Leben erhalten. Er ist gegen die Gleichstellung der Frau, gegen Abtreibung, gegen Verhütungsmittel und gegen Kondome, was angesichts der Verbreitung von AIDS ein Todesurteil für Hundertausende bedeutet (HIV Infizierte: Südliches Afrika: 25,8 Millionen, weltweit: 40,3 Millionen, HIV Todespfer im Jahr: Südliches Afrika: 2,4 Millionen, weltweit: 3,1 Millionen).

Ein Reaktionär mit einem freundlichen Auftreten kriegt meinen Segen jedenfalls nicht.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 16:20:11 Do. 13.März 2014
Ich habe kein Verständnis für den Hype um Papst Franziskus. Jetzt finden ihn sogar Linke schon toll, bloß weil er mal ein wahres Wort über den Kapitalismus geäußert hat.

Ich finde es schon verständlich, "der Einäugige ist König unter den Blinden", Beispiel Bundespräsident, Köhler war schon ein Arsch, so das viele gedacht haben das es nur noch besser werden kann, dann Wulff, der nächste geistige Limbogewinner, hey, diesmal ganz sicher, "schlimmer geht nimmer", -> Gauck!
Und plötzlich sieht Köhler gar nicht mehr so blöd aus, "Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.", so sieht es auch mit Franziskus aus, nach den Erzkonservativen Paul und Benedikt, die am liebsten Mittelalterzustände eingeführt hätten, ist Franziskus wenigstens in Ansätzen bereit etwas innerhalb der Kirche zu ändern.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 13:19:14 Mo. 17.März 2014
Vielleicht passend dazu:

Zitat
Ein Jahr Papst Franziskus

Arte, Dienstag, 18. März
Vor einem Jahr, am 13. März 2013, wählte das Konklave Jorge Mario Kardinal Bergoglio zum Papst. Der argentinische Jesuit nannte sich Franziskus und predigt eine arme, dem Menschen zugewandte Kirche. Der Themenabend untersucht, was Franziskus in seinem ersten Amtsjahr erreicht hat und ob es ihm gelungen ist, die wachsende Kirchenverdrossenheit unter den Gläubigen zu stoppen. Außerdem beleuchtet er die Finanzskandale der katholischen Kirche und deren ambivalentes Verhältnis zum Geld.

Quelle: Arte (http://www.arte.tv/guide/de/sendungen/JT-011018/ein-jahr-papst-franziskus)


Doku
Heiliges Geld!

Die Grundpfeiler des Heiligen Stuhls gerieten durch einen Finanzskandal nach dem anderen ins Schwanken, und Papst Franziskus muss angesichts der damit verbundenen nachhaltigen moralischen und spirituellen Erdbeben Schadensbegrenzung betreiben. In Jesus Garces Lamberts Dokumentarfilm nimmt der britische Historiker John Dickie die katholischen Kirchenfinanzen unter die Lupe.
....

Arte, Dienstag, 18. März um 20:15 Uhr (61 Min.)
Wiederholung am Freitag, 21.03. um 9:45 Uhr

Quelle: Arte (http://www.arte.tv/guide/de/051403-000/heiliges-geld)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Efeu am 18:39:09 Mo. 07.April 2014
(http://i51.tinypic.com/28kr7m0.jpg)

Extra3 - Alle Folgen von Atomi, Medizini und Katholi (http://www.youtube.com/watch?v=NaHY6r9iMk8#ws)
ab 6:55 kommt "Katholi", aber Atomi und Medizini sind mindestens genau so toll ::)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 16:46:30 Do. 22.Mai 2014
Dieser Hoffnungsträger...
...der Obama der Katholen...
und Stellvertreter Gottes...

macht nun Realpolitk. Tebartz-van Elst ist weiter im Amt und Papst exkommuniziert Vorsitzende von "Wir sind Kirche"
http://www.sueddeutsche.de/panorama/oesterreich-papst-exkommuniziert-wir-sind-kirche-vorsitzende-1.1972359 (http://www.sueddeutsche.de/panorama/oesterreich-papst-exkommuniziert-wir-sind-kirche-vorsitzende-1.1972359)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: dagobert am 23:17:42 Do. 22.Mai 2014
Korrektur:
Zitat
Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version dieses Artikels hatte SZ.de getitelt "Papst exkommuniziert Vorsitzende von 'Wir sind Kirche'". Diese Darstellung beruhte auf den von den Nachrichtenagenturen zur Verfügung gestellten Informationen. Diese sind jedoch nicht zutreffend.
http://www.sueddeutsche.de/panorama/oesterreich-papst-exkommuniziert-wir-sind-kirche-vorsitzende-1.1972359 (http://www.sueddeutsche.de/panorama/oesterreich-papst-exkommuniziert-wir-sind-kirche-vorsitzende-1.1972359)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 12:05:42 Mo. 16.Juni 2014
Zitat
Schweden hat jetzt einen weiblichen Erzbischof (Erzbischöfin?) (http://www.thelocal.se/20140615/swedens-first-female-archbishop-sworn-in). Wem das Bild noch nicht trachtenvereinig genug ist: bitte sehr (https://i.imgur.com/grC6OjA.jpg) :-)

Quelle: Fefes Blog (https://blog.fefe.de/?ts=ad6069dd)

Das verlinkte "trachtenvereinig"-Bild:
(http://i.imgur.com/grC6OjA.jpg)

Stilblüten einer fragwürdigen Emanziption. Die Katholen sind einfach die besseren Frauen, tragen schönere, teurere, buntere Kleider und kümmern sich gerne um Kinder.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 13:06:22 Mo. 16.Juni 2014
Das Bild sollte man sich mal in Ruhe und en Detail ansehen.
Im Vergleich dazu ist Dr.Gscheidle einfach harmlos.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:38:47 Mo. 16.Juni 2014
Ahhh, Scheiße!
Die Zombieapokalypse hat begonnen und ich habe keinen Sprit auf der Motorsäge!!
*Renn weg*
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 17:27:32 Mo. 16.Juni 2014
Zitat
Im Vergleich dazu ist Dr.Gscheidle einfach harmlos.

Naja, Beispiel:
Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem hier Diskussionen darüber aufkommen, was für "Substanzen" ich zu mir nehmen würde, muss ich hier doch nochmals darauf hinweisen, dass ich ein absolut redlicher Mensch bin und daher weder Haschgift spritze, noch Extrasi, Geschwindigkeit oder sogar kristallisches Met schnupfe, noch Kokain oder Tabak rauche und natürlich auch kein Heroin und keinen Alkohol oral zu mir nehme! In ganz seltenen Fällen (wenn in einem Kaffee oder einer Gaststätte kein Kaffee Hag erhältlich ist) sündige ich und nehme eine kleine Tasse Kaffee zu mir, aber nicht zu oft, denn auch das nicht-ungefährliche Koffein macht abhängig. Selbstverständlich gehe ich in solchen Fällen dann am nächsten Samstag in den Beichtstuhl und beichte diese Sünde meinem Gemeindepfarrer - ich verstehe allerdings nicht, warum er das dann so herunterspielt, als wäre die Einnahme der Droge "Koffein" keine Sünde!

Ich kann Ihnen versichern: An Getränken nehme ich fast ausschließlich löblichen Kamillentee, leckeren Brennesseltee, keusches Wasser oder ganz selten auch mal einen Gemüsesaft zu mir.
Beim Essen habe ich mich auf vitaminreiches Fleisch aus deutschen Landen und leckere Trüffel, hevorragenden Kaviar oder auch gaumenschmeichelnden, ökologisch in Australien gefangenen Baramundi spezialisiert.
Gerne nehme ich aber auch Streuselschnecken und Knorkeltee zu mir - insbesondere letzterer macht sehr redlich! Bitte nehmen Sie sich daher auch in Ihrer Ernährung ein Beispiel an mir.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Diethelm Gscheidle
(Verkehrswissenschaftler & Dipl.-Musikexperte)

Aber für Dr. Gscheidle ist das Bild sicher der Inbegriff der anzustrebenden Redlichkeit, also für mich nicht wirklich harmlos sondern äußerst bedenklich/befremdlich.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 17:39:51 Mo. 16.Juni 2014
Verdammt wo hab ich die Axt hingelegt?
Die kommen immer näher!
Ahhh, Naaaaaaiiiiiiiiiiiiiiiiiin!! ::)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 18:17:35 Mo. 16.Juni 2014
Bald bist du fällig, dann wirst du bzw. wir alle von Dr. Gscheidle assimiliert, widerstand ist zwecklos. (http://www.smilies.4-user.de/include/Startrek/smilie_startrek_003.gif) (http://www.smilies.4-user.de)
 


 ;D
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 20:27:55 Mo. 16.Juni 2014
(http://www.fact.co.uk/ImageResizer.ashx?path=/media/497038/the_shining_2.png&width=530&height=275&mode=Crop)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: BGS am 21:37:06 Mo. 16.Juni 2014
Zitat

"Jubel bei der Einweihung der Erzbischöfin Jackelén"

"Uppsala. Schwedens erste weibliche Erzbischöfin, Antje Jackelén, wurde mit Jubel och stehendem Applaus (standing ovations, Übersetzzung für den redlichen Herrn Doc.Gscheidle und Gevattern)  während der Einführungsmesse am Sonntag in der Domkirche in Uppsala empfangen.

Fünf Minuten vor Elf nahmen König Carl Gustaf, Königin  Silvia und Kronprinsessin Victoria ihre Plätze in der Nähe des Hochaltars ein. Das Gemurmel in der Kirche erstarb und um Punkt Elf erhoben sich Alle, inklusive der Königsfamilje, als die Procession mit schwedischen und ausländischen Bischöfen und der werdennden Erzbischöfin Antje Jackelén hereinkamen und im Mittelgange nach Vorne schritten.

Vier Mal antwortete Antje Jackelén "ja" zu den Bischofsgelübden, welche sie ermahnt worden war zu erneuern. bevor sie, wie man sagt, vor diesem Hintergrund als Erzbischöfin empfangen wurde in der schwedischen Kirche. Sie versprach ihren Auftrag so auszuführen, daß Gott geehrt würde, sie versprach, fest im Glauben der Kirche zu stehen, ihn zu verteidigen und zu verkündigen, sie versprach, die Ordenunge der Kirche zu schützen und so zu leben, daß sie eine Zeugin von Gottes Liebe und dem Geheimnis der Versöhnung sei.

Erst nach diesen Versprechungen durfte sie die äußeren Zeichen ihrer Erhöhung in Empfang nehmen, das Erzbischofskreuz und die "kräkla" des Stiftes, den Erzbischofsstab.

Es  ertönte gedämpftes, mitfühlendes Lachen seitens des Volkes, als es nicht sofort gelang, ihr die Bischofskette umzuhängen, da die Haare eingerollt worden waren, bevor durch die Bischofsmütze die Ordnung des Haares wiederhergestellt wurde.

Als sie schließlich formal Erzbischöfin geworden war, kam der Jubel, die Versammlung erhob sich und applaudierte stehend der ersten weiblichen Erzbischöfin des Landes. "Applaus bei Bischofseinweihungsceremonien ist ja nicht ganz ungewöhnlich, doch dieses Mal schien der Applaus herzlicher und kräftiger, als sonst", hieß es von Jemandem der bereits öfter bei derartigen Gegebenheiten anwesend gewesen war.

Quer gegenüber unseren derzeitigen gekrönten Häuptern befand sich in einer kleinen beleuchteten Vitrine ein Objekt der Erinnerung an die historisch verpflichtende Verbindung zwischen König und Kirche. Die Verbundenheit gilt noch immer, auch wenn Staat und Kirche nunmehr schon lange getrennt sind. Es handelte sich um die Krone von "Erich dem Heiligen", der ältesten Königskrone. Hier wurde sie zum ersten Mal öffentlich ausgestellt, auch noch nächste Woche in einer besonderen Ausstellung.

In der so gut wie voll besetzten Domkirche waren u. a. der Civilminister Stefan Attefall, verantwortlich für gesellschaftliche Fragen als einziger Repräsentant der Regierung und es fand sich einziger Parteivorsitzender, der Sizialdemokrat Stefan Löfven. Und dort war viel Kirchenvolk, Priester und Bischöfe, geübte und ungeübte Kirchgänger, die die erste Predigt der neuen Erzbischoffin hören wollten:

"– Gott ist nicht eine mathematische Zahl oder ein "sudoku" das gänzlich uninterressant wird, wenn es gelöst ist. Je mehr wir nach Gott fragen, desto faszinierender wird es. Gott ist stets mehrund grüßer als unsere Bilder von Gott" sprach sie neben anderem.

Und nach einer Fürbitte und Abendmahl und einigen Worten seitens des eremittierten Erzbischofs Anders Wejryd ergriff Antje Jackelén ihren Bischofsstab, genauso lang wie sie selbst, und ging in der Procession als Letzte hinaus in die Sonne und die Wirklichkeit außerhalb der Kirche."


Staffan Kihlström

staffan.kihlstrom@dn.se



Ich verkneife mir jegliche Kommentare und freue mich auf die von den anderen Ausgebeuteten hier. :baby:

Übersetzungscopyright: BGS

MfG

BGS

P. S.: Quelle: http://www.dn.se/nyheter/sverige/jubel-nar-arkebiskop-jackelen-installerades/ (http://www.dn.se/nyheter/sverige/jubel-nar-arkebiskop-jackelen-installerades/)

P.P.S.: Hier am Polarkreis (vgl. https://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg294955#new (https://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg294955#new)) is mir noch kein Bischof begegnet... .
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 07:50:02 Di. 17.Juni 2014
Zitat
Übersetzungscopyright: BGS

Super, vielen Dank!
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: schwarzrot am 08:57:39 Di. 17.Juni 2014
Zitat
Übersetzungscopyright: BGS

Super, vielen Dank!
Auch vielen dank für die übersetzung. Für das 'Übersetzungscopyright' aber nicht!
Schon mal was von 'open-source' bzw. 'CC' gehört (z.b. by-nc-nd)?
Bist du nicht auch der meinung, dass wichtige texte, die den politischen und gesellschaftlichen prozess voranbringen, 'gemeinfrei', ohne 'copyright' sein sollten?
Ist es nicht besser, wenn ein wichtiger text, auf möglichst vielen seiten gepostet werden kann, ohne sich um so einen 19jh. schwachsinn wie 'copyright' kümmern zu müssen?
Oder meintest du das nur ironisch?

-> http://de.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons (http://de.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons)
-> https://netzpolitik.org/2010/land-der-dichter-und-denker-nur-mangels-urheberrecht/ (https://netzpolitik.org/2010/land-der-dichter-und-denker-nur-mangels-urheberrecht/)

Zitat
Geschichte: Explosion des Wissens

Hat Deutschland im 19. Jahrhundert einen industriellen Aufstieg erlebt, weil das Land kein Urheberrecht kannte? Mit dieser Analyse sorgt ein Münchner Wirtschaftshistoriker für Aufsehen.
http://www.spiegel.de/spiegel/a-709761.html (http://www.spiegel.de/spiegel/a-709761.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: admin am 10:22:09 Di. 17.Juni 2014
Mönsch schwarzrot,
leg doch nicht jedes Wort auf die Goldwage.
BGS wollte nur sagen, daß er übersetzt hat und ich bin sicher (schließlich kenne ich ihn noch vom Kieler CD-Stammtisch), daß er kein Verfechter der verschissenen herrschenden Copyrightregelungen ist.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:51:13 Di. 17.Juni 2014
Zitat
Schweden hat jetzt einen weiblichen Erzbischof (Erzbischöfin?) (http://www.thelocal.se/20140615/swedens-first-female-archbishop-sworn-in). Wem das Bild noch nicht trachtenvereinig genug ist: bitte sehr (https://i.imgur.com/grC6OjA.jpg) :-)

Quelle: Fefes Blog (https://blog.fefe.de/?ts=ad6069dd)

Das verlinkte "trachtenvereinig"-Bild:
(http://i.imgur.com/grC6OjA.jpg)

Stilblüten einer fragwürdigen Emanziption. Die Katholen sind einfach die besseren Frauen, tragen schönere, teurere, buntere Kleider und kümmern sich gerne um Kinder.

Dachte erst, das ist die Nationalmannschaft vom Vatikan! ;D



Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 10:56:17 Di. 17.Juni 2014
Zitat
Dachte erst, das ist die Nationalmannschaft vom Vatikan! ;D

Du verwechselst kicken mit ficken.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 11:12:07 Di. 17.Juni 2014
Zitat
Du verwechselst kicken mit ficken.

Bei beidem muss man das Ding reinmachen!
Wo ist da also der Unterschied? ::)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 11:22:19 Di. 17.Juni 2014
Zitat
Du verwechselst kicken mit ficken.

Bei beidem muss man das Ding reinmachen!
Wo ist da also der Unterschied? ::)

Der Unterschied, Kinder kicken, Kinder ficken finde ich nicht unwesentlich.

Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 11:38:14 Di. 17.Juni 2014
Kinder kicken ist jetzt aber auch nichtv so die feine Art und dürfte mindestens eine Köperverletzung darstellen.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: schwarzrot am 13:12:25 Di. 17.Juni 2014
Mönsch schwarzrot,
leg doch nicht jedes Wort auf die Goldwage.
Ja, Mutti!  ;D
->
Oder meintest du das nur ironisch?
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: admin am 13:32:03 Di. 17.Juni 2014
Ja, Mutti!  ;D

(http://oi46.tinypic.com/x3bokg.jpg)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: BGS am 19:36:22 Di. 17.Juni 2014
Jeder darf gerne die Übersetzung weiterverwenden, klar ;D.

MfG

BGS
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 10:57:34 Sa. 05.Juli 2014
Zitat
Erich Klausener
Er lobte seine Mörder

(http://images.zeit.de/wissen/geschichte/2014-07/erich-klausener/erich-klausener-540x304.jpg)

Der glühende Katholik Erich Klausener suchte den Schulterschluss mit den Nazis – doch die sahen in ihm einen Mann des Widerstands. Sein Schicksal spiegelt das ambivalente Verhältnis der katholischen Kirche zum NS-Regime.
http://www.zeit.de/2014/26/erich-klausener-katholische-kirche-ns-regime (http://www.zeit.de/2014/26/erich-klausener-katholische-kirche-ns-regime)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 09:43:44 Di. 05.August 2014
Zitat
Die Story im Ersten - Mission unter falscher Flagge

Radikale Christen in Deutschland
Während die traditionellen Kirchen Mitglieder verlieren, sind die sogenannten Evangelikalen im Aufwind. Dahinter verbirgt sich ein breites Spektrum verschiedenster Glaubensgemeinschaften wie Pfingstgemeinden, Freikirchen, Gemeinschaften der charismatischen Bewegung oder Gemeinden evangelischer Landeskirchen. Gemeinsam ist ihnen ihr Glaube an die Irrtumslosigkeit der Bibel und an Jesus Christus als den einzigen Retter. Wer Jesus ablehnt, sei verdammt, wie es in einer Erklärung der Evangelischen Allianz heißt. Sie ist die Dachorganisation der sogenannten Evangelikalen, etwa 1,3 Millionen Gläubige versammeln sich nach eigenen Angaben unter ihrem Dach. Innerhalb der Allianz gibt es verschiedene Strömungen und unterschiedlich radikale Ansichten zu Themen wie Homosexualität oder Abtreibung. An ihren Rändern kämpft die Allianz mit zum Teil fundamentalistischen Gruppierungen. Die stünden aber nicht für die Mitte der Bewegung, wie Jürgen Werth, Mitglied des Hauptvorstandes der evangelischen Allianz, betont.
....

Quelle: ARD (http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/ndr/04082014-story-im-ersten-mission-unter-falscher-flagge-100.html)

Mission unter falscher Flagge (Radikale Christen in Deutschland) (http://www.youtube.com/watch?v=95ESpJn4Szs#ws)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 19:11:40 Mi. 17.September 2014
Zitat
Proteste gegen Fundamentalisten-Demo angekündigt

In Berlin wollen am 20. September mehrere tausend Personen zur Einführung von rigiden Gesetzen sowohl gegen das Selbstbestimmungsrecht von Frauen als auch todkranken Menschen aufrufen. Dabei könnten sie auf deutlichen Widerstand treffen. Die Veranstalter einer Protestkundgebung rechnen ebenfalls mit einer großen Beteiligung.


(http://www.diesseits.de/sites/diesseits.de/files/imagecache/large/images/IMG_9874.jpg)

Daneben haben antifaschistische und radikal feministische Gruppen unter dem Motto „Marsch für das Leben? What the Fuck!“ angekündigt, unabhängige Protestaktionen gegen den Kreuze-Marsch durchzuführen.

Die Initiatoren der autonomen Protestaktionen verweisen auf die große Nähe im rechten politischen Spektrum: „Die unkommentierte Unterstützung des Marsches für das Leben durch Abgeordnete zeigt dabei, dass die oftmals betonte Distanzierung von AfD, CDU/CSU und Junger Union von rechts-reaktionären und fundamentalistischen Kreisen eine hohle Phrase zu sein scheint.“
http://www.diesseits.de/perspektiven/nachrichten/deutschland/1410472800/proteste-gegen-fundamentalisten-demo-angekuendigt (http://www.diesseits.de/perspektiven/nachrichten/deutschland/1410472800/proteste-gegen-fundamentalisten-demo-angekuendigt)

http://whatthefuck.noblogs.org/ (http://whatthefuck.noblogs.org/)

(http://whatthefuck.noblogs.org/files/2014/08/plakatief.jpg)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 10:51:23 Sa. 20.September 2014
Zitat
Rainer Maria Kardinal Woelki ist der neue Erzbischof in Köln. An diesem Samstag wird Woelki offiziell eingeweiht. Auf Großleinwand zeigt die Kirche das Spektakel im Public Viewing auf dem Roncalliplatz, zudem überträgt der Westdeutsche Rundfunk die Messe live im Fernsehen (10.30 Uhr). Danach gibt es für alle Gäste Freibier
http://www.handelsblatt.com/panorama/aus-aller-welt/neuer-erzbischof-von-koeln-wir-reduzieren-niemanden-auf-seine-sexualitaet/10727642.html (http://www.handelsblatt.com/panorama/aus-aller-welt/neuer-erzbischof-von-koeln-wir-reduzieren-niemanden-auf-seine-sexualitaet/10727642.html)

 ;D      ;D
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: admin am 12:45:36 Sa. 20.September 2014
Zitat
Demo der Abtreibungsgegner
Christliches Gewand für Nationalisten

Für das Leben wollen die „Lebensschützer“ sein. Dabei bewegen sie sich gerne in der Nähe menschenverachtender rechtsradikaler Ideologie.


(http://www.taz.de/uploads/images/624/19092014_marsch_fuer_das_leben_berlin_dpa.jpg)
In jedem Jahr gibt es Proteste gegen den „Marsch für das Leben“.  Bild: dpa

Mit einem sogenannten „Marsch für das Leben“ wollen am Samstag Antifeminist*innen, christliche Fundamentalist*innen und Nationalist*innen durch Berlin ziehen. Unter dem Motto „Ja zum Leben – für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie“ fordern sie ein europaweit komplettes Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen und Sterbehilfe.

Organisiert wird der Marsch, der schon seit mehreren Jahren am letzten Septemberwochenende in Berlin stattfindet, vom „Bundesverband Lebensrecht e.V.“, einem Dachverband von derzeit 13 „Lebensschutz"-Gruppen. Unterstützung bekommen die „Lebensschützer“ dabei sowohl von hochrangigen Vertretern der Kirchen und der CDU, als auch aus dem Umfeld der Neuen Rechten.

Die „Lebensschützer“-Szene tritt seit den späten 1960er Jahren öffentlich in Erscheinung. Ihr Kernthema ist die Forderung nach einem gesetzlichen Verbot von Abtreibungen. Zunehmend gerät aber auch Sterbehilfe in den Fokus der Bewegung, die keinen Eingriff in „Gottes Plan“ dulden will. Liberalere Sexualmoral, Geschlechter-Gerechtigkeit, die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften oder selbst den Zugang zu Verhütungsmitteln lehnen sie ab. Dahinter steht oft ein christlich fundamentalistisches Weltbild, das die Säkularisierung der Gesellschaft als die Quelle allen Übels ausmacht.

Demonstrationen und „Gehsteigberatungen“

Neben umfassender Lobbyarbeit und regelmäßigen Demonstrationen versuchen „Lebensschützer“ in den letzten Jahren zunehmend in Form sogenannter „Gehsteigberatungen“, Frauen vor Schwangerschaftsberatungsstellen abzupassen und hinsichtlich ihrer Entscheidung zu bedrängen und zu verunsichern. Beliebte Hilfsmittel dabei sind Embryomodelle aus Plastik, die bei den Frauen Schuldgefühle hervorrufen sollen, aber tatsächlich wenig mit einem Fötus in der zehnten Schwangerschaftswoche gemein haben.

Laut §218 StGB sind Schwangerschaftsabbrüche rechtswidrig, bleiben allerdings bis zur zwölften Woche straffrei, sofern die Frau eine Beratung besucht und eine Bedenkzeit von drei Tagen abwartet. Explizit gesetzlich erlaubt sind sie lediglich bei medizinischer oder kriminologischer Indikation. Feminist*innen kritisieren diese Praxis als entmündigend und bevormundend. So fordern auch beide Bündnisse, die am Samstag zu Gegenprotesten aufrufen, den uneingeschränkten Zugang zum Schwangerschaftsabbruch und die Streichung des §218 aus dem Strafgesetzbuch.

Von „Ja zum Leben" bis „Deutschland treibt sich ab“

Das Auftreten und die Rhetorik der Mitglieder des „Bundesverbands Lebensrecht e.V.“ (BvL) erscheinen auf den ersten Blick moderat. Die Hilfe für Schwangere wird ins Zentrum gesetzt, das „Ja zum Leben“ steht im Mittelpunkt, vielfach ist von „Menschenwürde“ die Rede. Im Onlinebereich zeigt sich jedoch: Oft genügen nur wenige Klicks auf den einschlägigen Seiten, um Verbindungen der „Lebensschutz“-Bewegung zu Teilen der „Neuen Rechten“ zu entdecken.

Hierbei stellen nicht nur Antifeminismus und Homophobie eine ideologische Schnittmenge zwischen christlichen „Lebensschützern“ und dem Weltbild der „Neuen Rechten“ dar. Immer wieder zeigt sich der „Lebensschutz“ offen und anschlussfähig gegenüber nationalistischen und rassistischen Argumentationen. Dabei dient vor allem der demographische Wandel als Ausgangspunkt.

Im Geburtenrückgang der letzten Jahrzehnte erblicken die Vertreter*innen der „Neuen Rechten“ sogleich das drohende Aussterben des „deutschen Volkes“. Während das Selbstbestimmungsrecht von Frauen in der christlichen Rhetorik dem vermeintlichen Dienst an Gott untergeordnet wird, sind es hier Volk und Nation, denen Frauen in ihrer Funktion als Mütter zu dienen haben.

Mit Slogans wie „Deutschland treibt sich ab“ in Anschluss an Thilo Sarrazin Rhetorik oder „Ein Volk stirbt im Mutterleib“ zeigt dann auch so mancher christliche „Lebensschützer“ ein anderes Gesicht. Denn eine eindeutige Trennlinie zwischen christlich-konservativen „Lebensschützern“ und „Lebensschützern“ aus dem Umfeld der „Neuen Rechten“ gibt es keineswegs.

Warnung vor dem „Babycaust“

Martin Lohmann, der Vorsitzende des BvL, schrieb bereits für die rechte Wochenzeitschrift Junge Freiheit. Martina Kempf, die Vorsitzende des Freiburger Regionalverbandes der „Aktion Lebensrecht für Alle e.V.“ (ALfA) und Gründerin der Arbeitsgemeinschaft „Christen in der Alternative für Deutschland" gab 2013 ein Interview für das extrem rechte Magazin Zuerst! Aber auch in eigenen Publikationen der „Lebensschützer“ finden sich rechte Inhalte. So fallen in der Vereinszeitschrift von „Pro Conscientia e.V.“, einem weiteren Mitglied des BvL, Autor*innen wie die AfD-Europaabgeordnete Beatrix von Storch durch Islamfeindlichkeit, aggressiven Antifeminismus und Hetze gegen Sexualaufklärung und Homosexualität auf.

Immer wieder machen „Lebensschützer“ zudem durch die Instrumentalisierung des Holocausts und die Relativierung nationalsozialistischer Verbrechen auf sich aufmerksam. Zentrales Motiv ist dabei der Vergleich von Schwangerschaftsabbrüchen mit dem Holocaust. Slogans wie „Damals: Holocaust – Heute: Babycaust“ (Klaus Günter Annen) sind dabei kein Einzelfall und finden auch bei den „Christdemokraten für das Leben“, einer „Lebensschützer“- Gruppe innerhalb der CDU, Zuspruch.

Der Regionalverband Stuttgart der ALfA instrumentalisierte sogar eine Stolperstein-Verlegung zum Gedenken an ein Mädchen, das im Rahmen des „Kindereuthanasie“-Programmes der Nationalsozialisten umgebracht wurde, um darauf hinzuweisen, dass im selben Haus heute Abtreibungen durchgeführt werden. Dabei gingen „Lebensschützer“ in der Vergangenheit in ihrer NS-Verharmlosung oftmals sogar noch weiter.

So schrieb die katholische Zeitung des Bistums Münster Kirche und Leben in den 80er Jahren: „Die Nazis haben ihren Massenmord immerhin noch mit einer Ideologie versehen. Es war nicht kaltherzige Ichsucht, wie etwa heute bei der Abtreibung. Diese Tötung aus rücksichtsloser Selbstsucht ist darum moralisch niedriger anzusetzen.“ Bei all diesen Anknüpfungspunkten zu einem reaktionären und extrem rechten Weltbild überrascht es nicht, dass bei den Demonstrationen der „Lebensschützer“ immer wieder auch Neonazis mitlaufen.
http://www.taz.de/Demo-der-Abtreibungsgegner/ (http://www.taz.de/Demo-der-Abtreibungsgegner/)!146319/
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 17:11:55 Fr. 26.September 2014
Auf einem Computer Josef Wesolowskis sind mehr als hunderttausend Kinderporno-Dateien gefunden worden. Der Pole, ehemals Gesandter des Vatikan in der Dominikanischen Republik, sagt: "Ich kann das alles erklären."

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/kinderpornografie-josef-wesolowski-soll-tausende-dateien-gehabt-haben-a-993970.html (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/kinderpornografie-josef-wesolowski-soll-tausende-dateien-gehabt-haben-a-993970.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 19:07:11 Fr. 26.September 2014
Zitat
"Ich kann das alles erklären."

Außer involvierten staatlichen Polizeiermittlern in Sachen Kinderpornographie sehe ich keinen plausiblen Grund so etwas auf dem Rechner zu haben, daher wäre ich auf diese Erklärung gespannt.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 21:36:41 Fr. 26.September 2014
Zitat
"Ich kann das alles erklären."
Antwort 1: "Ich hab den Rechner bei Ebay ersteigert. Der Typ von dem ich den habe hieß Editha.. Eduardie...nee Edathy!"
Antwort 2: "Putin war´s!"
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 10:46:50 Sa. 27.September 2014
(http://www.smilies.4-user.de/include/Sonstige/smilie_sonst_109.gif) (http://www.smilies.4-user.de) Ja klar, ich Depp habe nicht an den russischen Teufel Putin gedacht.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 19:39:24 Sa. 27.September 2014
Man sollte mit der Begeisterung für den neuen Papst vorsichtig sein.

Der Opus Dei ist nicht irgendwie rechts, sondern ganz eindeutig klerikalfaschistisch.

Zitat
Wie der katholische Orden Opus Dei seine Kritiker mundtot macht

"Reinbek: Die katholische Geheimorganisation Opus Dei versucht, beim Landgericht München das Jahrbuch 'Welt aktuell '86' des Rowohlt Verlags durch eine Einstweilige Verfügung zu verbieten. Das Jahrbuch erinnert in einem Beitrag über diese katholische Rechtsaußen-Gruppe an die Unterstützung des Pinochet-Putsches 1973 und an die Todesschwadronen, denen seinerzeit Tausende von Menschen zum Opfer fielen.

Hierzu erklärt der Herausgeber der 'Rororo aktuell Reihe', Freimut Duve: 'Wir weisen die Kritik und die juristischen Schritte gegen unser Jahrbuch zurück. Es ist heute unbestritten, daß Opus Dei maßgeblichen Anteil am Widerstand gegen Allende hatte, und es ist in Chile bekannt, daß unter den Förderern der Todesschwadronen auch Personen waren, die zugleich für Opus Dei arbeiteten. Hier wird versucht, ein kritisches Jahrbuch mit Hilfe von Gerichten mundtot zu machen.'"
Zitat
Mitte 1983 tauchten die ersten kritischen Berichte über Opus Dei in westdeutschen Medien auf. Am 5. Mai 1984 beschwerte sich das OD-Informationsbüro erneut wegen einer ARD-Fernsehsendung vom Vortag mit dem Titel: "Opus Dei - Irrenhaus Gottes?"
Zitat
"Waffenhändler im Dienste Gottes"

Am 13. November 1984 sendete das ARD-Magazin "Monitor" Auszüge aus dem Interview von Jürgen Roth mit einem als Opus-Dei-Mitglied vorgestellten Prinzen Miguel de Bourbon, laut Tageszeitung vom 14. November 1984 "einer der größten Waffenhändler Europas": "Heute gehören Waffen, ob in Afrika oder anderswo, zum Tagesgeschehen. Waffen gibt es, seit es Menschen gibt ... Warum sollen wir ihnen die Waffen nicht verkaufen? Nicht die Waffen, nur der Mensch ist gut oder schlecht ... Ich finde, daß die Waffen, die Opus Dei zuläßt oder auch andere Regierungen - denn für mich ist Opus Dei eine Regierung für sich - dem Menschen dienen ... Wenn wir bestimmte Dinge brauchen, dann bekommen wir sie nicht durch eine Predigt, sondern auf andere Weise ... Wenn die Menschen nicht hören wollen, dann ist es wie in der Schule, dann muß man mit anderen Mitteln dafür sorgen, daß sie hören ... Ich bin der Auffassung, Opus Dei muß über ganz Europa herrschen, und Menschen, die meine Vorstellungen von Hierarchie und Disziplin teilen, sollten Opus Dei beitreten. Ich bin überzeugt, das ist das einzige, was Europa retten kann. Opus Dei wird Präsident Reagan folgen ..." (In: Tageszeitung vom 14. November 1984.)
Zitat
"Dunkelmänner der Macht" - ein Buch wird verboten

Am 14. November 1984 veröffentlichte die Frankfurter Rundschau einen Artikel über das Buch "Dunkelmänner der Macht - Politische Geheimzirkel und organisiertes Verbrechen".

Jürgen Roth ließ sich - im Grunde auf sich allein gestellt - nicht einschüchtern und trat der Klageschrift von Opus Dei mit weiteren Details entgegen. Wir zitieren aus der uns zur Verfügung gestellten Erwiderung Roths die wichtigsten Textstellen: "Opus-Dei-Mitglieder waren in der Vergangenheit an einer Vielzahl von Wirtschaftsunternehmungen beteiligt.

"Daß Opus Dei international wegen seiner Unterwanderungspolitik höchster politischer Regierungskreise für gefährlich gehalten wird, insbesondere wegen der illegalen Finanztransaktionen, geht aus einer Vielzahl von Untersuchungen hervor. Beweis: Prof. Jean Ziegler, Geneve." - "In dem Bericht der französischen Nationalversammlung zur Untersuchung über die sogenannten Schnüffelflugzeuge, ein großangelegtes Betrugsmanöver, heißt es: 'Opus Dei, Mitglieder der Loge P2, zusammen mit der bayerischen CSU von Strauß, haben eng zusammengearbeitet, um für ihre antikommunistische Ideologie zu kämpfen.' (Rapport der Kommission, Nr. 2418, Paris.)" - "Selbstverständlich waren die wichtigsten Führer der reaktionären Front gegen die Regierung Allende Opus-Dei-Mitglieder. Und es ist allgemein bekannt, daß der einflußreiche Kardinal Alfonso Lopez Trujillo dem Opus Dei angehörte ... Beweis: Prof. Alberto Moncada, Prof. Norbert Greinacher, Tübingen."

"Die US-Publizistin Penny Lernoux schreibt in ihrem Buch 'Cry of the People': 'Opus Dei und die Organisation 'Vaterland und Freiheit' arbeiteten in Chile während der Allendezeit zusammen, und General Juan Carlos Ongania, argentinischer Diktator von 1966 bis 1970, kam dadurch an die Macht, weil er von Opus Dei gefördert wurde.' Beweis: Penny Lernoux, 'The Nation', New York." - "Über die Verwicklungen des Opus Dei berichten im übrigen mehrere ehemalige CIA-Agenten, die als Zeugen geladen werden können. Was die Verbindungen zwischen Opus-Dei-Mitgliedern und der kriminellen AAA in Argentinien angeht, so kann als Zeuge geladen werden: der ehemalige Kontrolleur im französischen Auslandsspionagedienst unter Mitterand, Frederic Lorent, Paris.

Jürgen Roth schließt seine Klageerwiderung mit einem Zitat des ehemaligen Opus-Dei-Mitglieds John J. Roche, jetzt Dozent an der Universität von Oxford, mit dem auch wir vorläufig unsere Dokumentation beenden: "Opus Dei glaubt, daß die Kirche korrupt ist, daß Opus Dei das neue auserwählte Volk ist und daß man von Gott den heiligen Auftrag hat, indem man versucht, wirtschaftliche, politische und religiöse Macht zu gewinnen. Die Methoden, die dabei zum Einsatz kommen, sind alles andere als ehrenhaft. Man praktiziert Geheimhahtung, Täuschung, ja sogar Betrug. Opus Dei ist ein internationaler Finanzkonzern, dem Banken und Import/Exportfirmen gehören.

Über die Terrororganisation AAA (Alianza Argentina Anticomunista, apostolisch-antikommunistische Allianz, Argentinien) schreibt Jürgen Roth in den »Dunkelmännern der Macht« (S. 139ff.): "Ein weiteres Beispiel für die kriminellen Tätigkeiten des Ordens Opus Dei findet man in Argentinien. Dort arbeitet der Orden sehr eng mit der AAA zusammen. In ihr war auch das Mitglied der Freimaurerloge P2, Stefano delle Chiaie, aktiv. Berüchtigt war diese Organisation in Argentinien als inoffizielle Polizeitruppe und Rekrutierungsstelle der Todesschwadronen. Es war im Mai 1973, als Polizei und Angehörige der AAA die Teilnehmer einer oppositionellen Demonstration mit Maschinengewehren und Handgranaten überfielen. Hunderte wurden getötet, 300 schwer verwundet... Daß die argentinische AAA im Drogenhandel in Lateinamerika tätig war, versteht sich fast von selbst..."

Über den Cercle Violet schreibt Roth in seinem Buch (S. 68ff.): "Illegale Aktivitäten von Parallel-Geheimdiensten und Zusammenarbeit mit konservativen und rechtsradikalen politischen Kräften - das findet sich im Cercle Violet, dem bundesdeutschen Geheimbund mit internationaler Verbindung ... Motor des Cercle Violet und Namensgeber ist der Pariser Rechtsanwalt Jean Violet ... Violet wiederum, ein glühender Antikommunist, baute eine rechte Gruppe auf, die Kontakte zu Franz Josef Strauß unterhielt, zu den Christdemokraten Italiens, mit Verbindungen zur Freimaurerloge P2..."
https://www.ibka.org/artikel/miz86/opusdei.html (https://www.ibka.org/artikel/miz86/opusdei.html)

Und dieser Rechtsradikale Verbrecherverein kriegt nun vom Papst höhere Weihen:

Zitat
Papst Franziskus hebt in Botschaft zur Seligprechung des Opus-Dei-Prälaten die zahlreichen Projekte hervor, die der neue Selige "aus Liebe zu Gott und zum Nächsten förderte".
http://www.kath.net/news/47712 (http://www.kath.net/news/47712)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 09:59:24 Di. 28.Oktober 2014
Zitat
Unter dem Namen "Julia Pink" führte eine Erzieherin der Diakonie Neuendettelsau lange Zeit ein Doppelleben: Tagsüber betreute sie Erwachsene mit Behinderungen. In ihrer Freizeit drehte sie Porno-Filme und veröffentlichte sie im Internet. Als die Diakonie davon erfuhr, wurde der Frau fristlos gekündigt. Pornos seien mit den christlichen Werten der Kirche nicht vereinbar. Julia Pink zog vor Gericht. Das Urteil in der vergangenen Woche: Fristlos kündigen darf ihr die Diakonie nicht, fristgerecht dagegen schon. Ein Gespräch mit Julia Pink über Kirche, Doppelleben und Doppelmoral.

SZ: Können Sie jetzt mit etwas Abstand die Entscheidung der Diakonie nachvollziehen?


Julia Pink: Nein! Ich habe 15 Jahre bei der Diakonie als Erzieherin gearbeitet und es gab nie Probleme. Auch mein Team war immer super. Die Pornos habe ich in meiner Freizeit gedreht. Also nach Dienstschluss. Und ich finde: Das ist mein gutes Recht! Deshalb werde ich in Berufung gehen.

Aber die Diakonie ist ein kirchlicher Arbeitgeber. Es gibt Menschen, die finden, dass Kirche und Porno nicht ganz so gut zusammenpassen.

Warum denn nicht? Ich bin selbst katholisch und gläubig; hin und wieder gehe ich sogar in die Kirche. Trotzdem besuche ich Swinger-Clubs und drehe Pornos. Na und? Für mich besteht da kein Widerspruch. Millionen Menschen schauen Pornos in Deutschland und diejenigen, die Pornos drehen, auf die zeigt man dann mit dem Finger. Das sind dann die Bösen. Was sollen das für Werte sein? Bei uns in der Diakonie arbeiten sehr viele Menschen. Allein statistisch gesehen, müssten da einige dabei sein, die sich zu Hause Pornos anschauen. Aber ich soll dann entlassen werden, weil ich nebenher in Pornos mitspiele. Das ist doch lächerlich!
http://www.sueddeutsche.de/bayern/jobverlust-wegen-pornodrehs-das-ist-doch-laecherlich-1.2193358 (http://www.sueddeutsche.de/bayern/jobverlust-wegen-pornodrehs-das-ist-doch-laecherlich-1.2193358)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 13:37:58 Di. 16.Dezember 2014
Die christlich-abendländische Kultur.

(http://www.fr-online.de/image/view/2014/11/15/29341754,30786249,highRes,POL_MEI_Analyse.JPG.jpg)

Schwarz-rot-gold, die Farben eines fröhlichen Partypatriotismus.

Das Christenkreuz als Keule mit der man die Kanaken aus dem Land prügeln kann...
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 13:42:37 Di. 16.Dezember 2014
Wer sich nicht integriert und der "Leitkultur" anpasst, wird ermordet, angezündet oder aus dem Land gejagt!
Also genau das was der IS auch macht!
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 19:13:36 Sa. 31.Januar 2015
Zitat
Pöbelnder Gottesmann
Der Pegida-Pastor

Genug gezündelt: Selbst die die bibeltreue „Evangelische Allianz“ kritisiert Pastor Latzel für seinen Rundumschlag gegen jede Religion, die nicht seine ist.

Anlass zu öffentlicher Kritik und Konsequenzen gegenüber Martini gibt es freilich seit Jahren, etwa durch das dort herrschende – und durchgesetzte – Kanzelverbot für Frauen. Islam und Buddhismus hat Latzel wiederholt als „Verkleidungen des Satans“ gebrandmarkt, ohne dafür wirklichen Ärger zu bekommen. Latzel weiß: „Die Hölle hat eine große Kleiderkammer“...
http://www.taz.de/Poebelnder-Gottesmann/ (http://www.taz.de/Poebelnder-Gottesmann/)!153865/
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 13:50:19 Fr. 27.Februar 2015
Zitat
In der Zeitschrift des Evangelischen AK der Union wird Homosexualität unkommentiert als „pervers“ und „abartig“ bezeichnet.
http://www.taz.de/Evangelischer-Arbeitskreis-der-Union-/ (http://www.taz.de/Evangelischer-Arbeitskreis-der-Union-/)!155480/
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 11:04:36 Sa. 28.Februar 2015
Evangelikaler Extremismus wird von der Politik hofiert:

Zitat
Prominente Unterstützung für Evangelikale
Mit Plastik-Embryonen gegen Werteverfall

Im CCH findet der "Kongress christlicher Führungskräfte" statt. Innenminister Thomas de Maizière und Bürgermeister Olaf Scholz waren dabei.
http://www.taz.de/Prominente-Unterstuetzung-fuer-Evangelikale/ (http://www.taz.de/Prominente-Unterstuetzung-fuer-Evangelikale/)!155543/
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 19:34:30 Fr. 24.April 2015
"Familienwerte" und "Christliche Werte" werden zu eine argumentativen Speerspitze reaktionärer und faschistischer Politik:

(http://cdn.c.photoshelter.com/img-get2/I0000F63Ka.vTNrw/fit=1000x750/20110312pj09.jpg)(http://www.suedkurier.de/storage/pic/xmlios_import/nachrichten/politik/themensk/9586060_1_G5609J8D_C.jpg?version=1426466987)(http://www.mittelbayerische.de/imgserver/_thumbnails/images/34/1961400/1961404/779x467.jpg)(http://img.welt.de/img/nrw/crop136317383/68701989-ci3x2l-w780/Protest-der-Anti-Islam-Bewegung-Duegida-in-Duesseldorf.jpg)(http://www.fr-online.de/image/view/2015/2/15/30129586,32191500,dmFlashTeaserRes,wuppertal001_160315_4c.jpg)(https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/demo850_v-contentgross.jpg)(http://static.evangelisch.de/get/?daid=nozjtfbVYVQ9jJsKb__35rxR00076942&dfid=i-201)(http://img.welt.de/img/nrw/crop136026488/4799401342-ci16x9-w780/Pegida-Kundgebung-in-Dresden.jpg)(http://www.aerztezeitung.de/img.ashx?f=/docs/2012/02/19/abtreibungsgegner-A.jpg&w=620)(http://www.taz.de/uploads/images/624/marschfu__rdasleben_dapd.jpg)

Zitat
Nach etlichen Auseinandersetzungen haben christlich-fundamentalistische und nationalistische Mitglieder die Hoheit in der »Alternative für Deutschland« übernommen.
http://jungle-world.com/artikel/2014/12/49527.html (http://jungle-world.com/artikel/2014/12/49527.html)

Zitat
Hasskampagne gegen Abtreibungsklinik

Christliche Fundamentalisten und AfD-Mitglieder wollen Baden-Württembergs größte Abtreibungsklinik ins Aus drängen. Der Arzt wird als Massenmörder diffamiert, Vergleiche zu Amokläufen werden gezogen.
http://www.welt.de/politik/deutschland/article134416582/Hasskampagne-gegen-Abtreibungsklinik.html (http://www.welt.de/politik/deutschland/article134416582/Hasskampagne-gegen-Abtreibungsklinik.html)

Zitat
An ihren Rändern verbünden sich AfD und CDU mit Abtreibungsgegnern und fundamentalistischen Christen. Entsteht eine deutsche Tea Party?

Inzwischen sind solche Töne in der AfD häufiger zu hören: „Gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind keine Ehen”, sagt Frauke Petry, die Spitzenkandidatin der AfD in Sachsen, wo in einer Woche der Landtag gewählt wird.

In Sachsen stört das den amtierenden Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich nicht so sehr, dass er Koalitionsverhandlungen mit der AfD ausschließen würde. Der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel rät in dieser Woche sogar ausdrücklich dazu solche Koalitionen mit der Alternative für Deutschland „unvoreingenommen“ zu prüfen.
http://www.taz.de/ (http://www.taz.de/)!144617/

Zitat
In der AfD wächst der Einfluss bibeltreuer Christen

Die Partei Alternative für Deutschland (AfD) richtet sich nach einem Bericht der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.)” stark auf eine christlich-konservative Wählerschaft aus.
https://blasphemieblog2.wordpress.com/2014/03/10/in-der-afd-wachst-der-einfluss-bibeltreuer-christen/ (https://blasphemieblog2.wordpress.com/2014/03/10/in-der-afd-wachst-der-einfluss-bibeltreuer-christen/)


Zitat
Fundamentalistisch und national
AfD in Thüringen schürt Vorurteile und Intoleranz gegenüber Fremden


Er warnt vor dem Zerfall der demokratischen Kultur und sieht in der Einwanderung von Moslems eine Gefahr: Matthias Wohlfarth, Landessprecher der "Alternative für Deutschland" in Thüringen, geht mit christlich-fundamentalistischer Rhetorik und völkischen Ideen auf Stimmenfang.
http://www.deutschlandradiokultur.de/wahlkampf-fundamentalistisch-und-national.1001.de.html?dram:article_id=280051 (http://www.deutschlandradiokultur.de/wahlkampf-fundamentalistisch-und-national.1001.de.html?dram:article_id=280051)

Zitat
Fromme Radikale

Die Bischöfe haben ein Problem mit Wutchristen: Konservative Gläubige und Rechtspopulisten verfolgen gemeinsame Ziele.


Spätling redet nicht nur, er marschiert in Duisburg vorneweg; das altmodische Birett auf dem Kopf, eine Gottesmutter-Ikone in der Hand. "Deutschland, Deutschland!", brüllen die Demonstranten hinter ihm.

Der Priester und die Glatzen: Eine seltsame Allianz hat sich gebildet. Rechtsextreme, Hooligans, NPD-Anhänger und Seelsorger wie Spätling, der den Gottesdienst gern mit dem Rücken zur Gemeinde auf Latein zelebriert. In der rechten Szene wird er als Märtyrer gefeiert, weil ihm sein Bischof nach der Demonstration im Januar umgehend ein Predigtverbot erteilt hat.

Nicht nur in Duisburg finden Rechtspopulisten und konservative Christen beider Konfessionen zusammen. Auf etlichen islamfeindlichen Protestzügen hielten Teilnehmer in den vergangenen Wochen schwarz-rot-golden angestrichene Kreuze hoch, die teilweise elektrisch illuminiert im Dunkeln strahlten. Andere reckten Schilder mit einem schwarzen Kreuz oder der Parole "Dresdner Christen grüßen die Pegida" in den Himmel.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-131927826.html (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-131927826.html)

Zitat
Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat Muslime mit einer kruden Aussage zu Familien beleidigt. "Vielleicht unglücklich" nennt er nun seine Wortwahl - doch dahinter steckt eine klare Haltung: Meisner hat in seiner Amtszeit rechten Kirchengruppen Tür und Tor geöffnet.
http://www.spiegel.de/panorama/kardinal-meisner-kommentar-zu-islamfeindlicher-rede-a-946212.html (http://www.spiegel.de/panorama/kardinal-meisner-kommentar-zu-islamfeindlicher-rede-a-946212.html)

Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 11:01:12 Mi. 27.Mai 2015
Zitat
Harsche Kritik der Kirche  
Vatikan nennt Homo-Ehe "Niederlage für die Menschheit"

Das katholische Irland hat sich für die Homo-Ehe geöffnet. Die katholische Kirche ist von einem ähnlichen Schritt auch unter Papst Franziskus weit entfernt. Die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare sei eine "Niederlage für die Menschheit", heißt es aus dem Vatikan. In Deutschland kommt derweil Bewegung in die Debatte.
....

Quelle: t-online (http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_74146778/vatikan-kritisiert-homo-ehe-als-niederlage-fuer-die-menschheit-.html)

Den "weltoffenen" Papst Franziskus ins rechte/richtige Licht gerückt.

Nachtrag:
Der Artikel wird selbstverständlich nicht mit einem Bild des beliebten Kirchenoberhauptes Franziskus geschmückt, so wie Merkel nichts mit der Regierung zu tun hat so hat Franziskus nichts mit dem Vatikan zu tun.
Titel: Der klerikalfaschistische Mob ist wieder unterwegs!
Beitrag von: Kuddel am 16:53:20 Mo. 22.Juni 2015
Zitat
Demos gegen Gleichberechtigung sexueller Minderheiten

(http://polpix.sueddeutsche.com/bild/1.2532038.1434965585/640x360/stuttgart.jpg)

In Stuttgart sind erneut Tausende Menschen gegen die Politik der grün-roten Landesregierung zur Gleichstellung sexueller Minderheiten auf die Straße gegangen.

CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf äußerte Verständnis für die hauptsächlich konservativ-christlichen Demonstranten.


"Demo für alle". Das ist der Versuch, die französische "Manif pour tous" ins Deutsche zu übersetzen. Millionen gingen 2013 in Frankreich auf die Straße, um gegen die Homo-Ehe zu demonstrieren. Von derartigen Massen kann in Stuttgart nicht die Rede sein. Als offizielle Organisatorin firmiert Hedwig Freifrau von Beverfoerde im Namen der in Berlin angesiedelten "Initiative Familienschutz". Die Freifrau, Mitglied der CDU, beharrt darauf, es handle sich um eine überparteiliche Bewegung.

Die Demo ist offensichtlich das Werk eines deutschlandweiten christlich-konservativen Netzwerks und wird von der AfD unterstützt. Bei vielen Pietisten und Evangelikalen in Baden-Württemberg fällt die Botschaft auf fruchtbaren Boden. Auch am Sonntag beteiligten sich christliche Gruppen von CDU und CSU. "Ehe und Familie vor! Stoppt Gender-Ideologie und Sexualisierung unsere Kinder", lautete das Motto.

Zu den Rednern zählte der Vorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung Rhein-Neckar, Malte Kaufmann, ein Mitglied des CDU-Landesvorstands. Grußworte schickten die CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Bareiß und Thomas Dörflinger, ebenso der katholische Weihbischof Thomas Maria Renz der Diözese Rottenburg/Stuttgart.

Es demonstrierten Geistliche, von Gegendemonstranten im Namen des Regenbogens als "rechte Hetzer" gebrandmarkt.
http://www.sueddeutsche.de/politik/stuttgart-am-ende-des-regenbogens-1.2530844-2 (http://www.sueddeutsche.de/politik/stuttgart-am-ende-des-regenbogens-1.2530844-2)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 12:26:08 So. 04.Oktober 2015
Zitat
Ex-EKD-Chef besorgt über rechtsextreme Tendenzen im deutschen Protestantismus

Der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, hat vor rechtsradikalen Tendenzen im deutschen Protestantismus gewarnt.


"Wie sich Teile der evangelikalen Bewegung mit der politischen Rechten verbinden und dabei die Grenzen zum Rechtsextremismus ausfransen lassen, das beunruhigt mich sehr", sagte Schneider dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstagausgabe). Wer Verständnis für Hetzparolen gegen Flüchtlinge oder sogar für Steinewerfer und Brandstifter mit dem verharmlosenden Argument begründe, man müsse die Sorgen der Menschen ernst nehmen, "der gebraucht eine verhüllende Sprache", monierte Schneider.

Auch die Redensart, "die Politik weiß ja gar nicht mehr, was das Volk wirklich denkt", sei mit einer unausgesprochenen Legitimation verbunden "für Leute, die Probleme mit Gewalt lösen wollen".
http://www.all-in.de/nachrichten/deutschland_welt/boulevard/Ex-EKD-Chef-besorgt-ueber-rechtsextreme-Tendenzen-im-deutschen-Protestantismus;art15814,2087337#sthash.LwliMHvn.dpuf (http://www.all-in.de/nachrichten/deutschland_welt/boulevard/Ex-EKD-Chef-besorgt-ueber-rechtsextreme-Tendenzen-im-deutschen-Protestantismus;art15814,2087337#sthash.LwliMHvn.dpuf)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:37:54 So. 04.Oktober 2015
Dazu liefere ich gerne die passende Doku:
Ist schon ein bißchen älter, aber immer noch aktuell.

Jesus junge Garde - Die christliche Rechte und ihre Rekruten
! No longer available (http://www.youtube.com/watch?v=AV8O3quYN_4#)

Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 20:49:24 Mi. 07.Oktober 2015
Ich reg mich noch immer auf, daß MizuNoOto im Forum gern die Rolle der Kirche herunterspielt und sogar Sympathie für den katholisch-rechtsradikalen Schulterschluß in Frankreich zeigte.

Religion und deren Strukturen spielen eine erhebliche Rolle beim Rechtsruck in den gesellschaftlichen Verhältnissen.

Zitat
Flüchtlingspolitik:
Polens Priester des Hasses
In Polen protestieren Bürger und rechte Gruppen wütend gegen die Aufnahme muslimischer Flüchtlinge. Der Nationalist Jarosław Kaczyński befeuert den Streit im Wahlkampf.


 Die beiden jungen Männer marschieren in der ersten Reihe der Anti-Flüchtlingsdemonstration. Sie heben den Arm zum Hitlergruß und schreien: "Freies Polen ohne Islam!". Der Protestzug fand in Łódź statt, wo die Nazis während des Zweiten Weltkriegs mehr als 145.000 Juden ermordeten. Angeführt wurde er von Hooligans, die sich normalerweise spinnefeind sind und prügeln.

In Wrocław (Breslau) wurde eine ähnliche Demonstration letzte Woche vom sogenannten National-Radikalen Lager veranstaltet, einer rechten Organisation die offen nationalistisch und antisemitisch auftritt. "Das weiße Europa geht den Bach runter! Wir werden von den jüdischen Imperialisten regiert. Die, die jetzt kommen schlachten uns alle ab!", sagte ein junger Mann vor den ungefähr 4.000 Teilnehmern. Eine junge Rednerin rief: "Wenn die Islamisten da sind, dann werden sie nicht zögern, uns Frauen zu vergewaltigen."

Polen ist radikalisiert wie lange nicht mehr. Es ging richtig los, als sich die Regierung in Warschau vor zwei Wochen bereiterklärte, 7.000 Flüchtlinge bis 2017 aufzunehmen. Das löste einen regelrechten Proteststurm aus, bis jetzt gab es 26 Demonstrationen gegen die Entscheidung der Regierung. Mitte September marschierten in Warschau 7.000 Nationalisten durch Warschau. Zur Gegendemo kamen nur halb so viele Teilnehmer.

Und es sind längst nicht nur Ultrarechte, die demonstrieren. Es kommen auch Familien mit Kindern, und sogar Ältere rufen antimuslimische Parolen. Noch heftiger tobt sich der Protest und Hass im Netz aus. Auf vielen Internetforen wimmelt es von Gewaltaufrufen. Die linksliberale Zeitung Gazeta Wyborcza hat von einem Fall berichtet, wo ein User forderte, man sollte die Flüchtlinge, die nach Polen kommen, am ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz unterbringen. Ein anderer schrieb, er kenne sich beruflich mit Gasinstallationen aus, da könne er doch "alles vorbereiten". Die meisten jedoch, die im Netz gegen die Aufnahme von Muslimen wüten, sind keine Rechtsradikalen, sondern einfache, durchschnittliche Leute: Angestellte, Väter, Unternehmer.

"Wir sind nie eine sehr offene Gesellschaft gewesen", sagt der Sozialpsychologe Janusz Czapiński. Er beobachtet, dass sich viele Polen nicht nur von fremden Kulturen distanzieren, sondern auch von Ausländern, die in Polen leben. "Diese Einstellung ändert sich nur dann, wenn die Leute direkt davon profitieren; zum Beispiel von einer Ukrainerin, die als Putzfrau schwarz arbeitet und deshalb billiger als die anderen ist. Dann stört auch niemanden mehr, dass sie aus dem Ausland kommt", so Czapiński.

Theoretisch erklären sich die meisten Polen bereit, Flüchtlinge aufzunehmen. 56 Prozent sagten in einer Umfrage Anfang September, es sei eine Frage der Moral, den Syrern zu helfen. Doch wenn es darum geht, Unterkünfte und konkrete finanzielle Hilfen bereitzustellen, waren nur 16 Prozent dafür.

Eine bedeutende Rolle spielt dabei die Angst vor dem Islam. Offiziell sind noch immer mehr als 90 Prozent der Polen katholisch, das prägt die Gesellschaft bis heute. Und die katholische Kirche verhält sich ähnlich wie der Durchschnittsbürger: Sie ist zwar dafür, den Flüchtlingen zu helfen, wenn es aber um Konkretes geht, dann rufen die Vertreter der Kirche den Staat auf, sich mit dem Problem zu beschäftigen. So sieht das auch der Warschauer Erzbischof Henryk Hoser, der sagte, ohne die Hilfe des Staates gehe es nicht.

 Es fehlt aber auch nicht an Priestern, die offen gegen die Aufnahme von Flüchtlingen aufrufen. "Wenn sie zu uns kommen, werden sie wie wir leben wollen. Sie werden Geld fordern und dass man ihnen Moscheen baut", sagte der Pfarrer Jan Gacek aus Legnica, der seit Jahren für seine Wohltätigkeitarbeit bekannt ist und der keine Muslime in Polen haben will.

Auch die polnische Ministerpräsidentin Ewa Kopacz wollte bis vor Kurzem nichts davon wissen, Flüchtlinge ins Land zu lassen. Erst nach massivem Druck aus Berlin und Brüssel vor dem Flüchtlingsgipfel vor zwei Wochen erklärte sie sich dann doch dazu bereit.

Und nun könnte sie das politisch viel kosten. Denn in drei Wochen wird in Polen ein neues Parlament gewählt, und die Chancen für die regierende liberal-konservative Bürgerplattform, zum dritten Mal hintereinander die Wahl zu gewinnen, standen schon vorher schlecht. Durch die unpopuläre Entscheidung von Kopacz haben sie sich noch weiter verschlechtert. Als Siegerin mit mehr als zehn Prozent Vorsprung wird die national-konservative Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) von Jarosław Kaczyński gehandelt, die höchstwahrscheinlich nach acht Jahren wieder an die Macht kommen wird. Und die am liebsten die Grenze dicht machen würde.

Kaczyński setzt im Wahlkampf ganz auf das Thema, das den Polen gerade am meisten Angst macht: die Ankunft der Muslime. Er scheut auch nicht davor zurück, Halb- oder Unwahrheiten zu verbreiten. So stellte er im Parlament kürzlich die Aufnahme der Flüchtlinge als eine nationale Katastrophe dar. "Seht doch was in Europa los ist", sagte er: "In Italien wurden katholische Kirchen wegen den vielen muslimischen Flüchtlingen zu Toiletten umgewandelt. Und in Schweden gibt es 54 Bezirke, wo nur das Scharia-Recht gilt. Da haben die schwedischen Behörden nichts zu suchen." Die schwedische Botschaft beeilte sich daraufhin klarzustellen, dass in ganz Schweden das schwedische Recht gelte.

Die konservativen Medien folgen bereitwillig dem Ton von Kaczyński. Wie er verbreiten sie die Ansicht, es kämen nicht Flüchtlinge, sondern Migranten die sich einfach ein besseres Leben wünschten und auf Sozialhilfe lauerten. Dabei entgeht ihnen, dass Polen längst nicht das Land ist, nach dem sich Migranten sehnen. Laut Eurostat leben in Polen gerade einmal 45.000 Ausländer, was 0,1 Prozent der gesamten Bevölkerung entspricht.

Dass Polen kein gewünschtes Ziel ist, zeigt auch das Beispiel der 60 katholischen Familien aus Syrien, die von einigen Monaten angekommen sind. Mehr als die Hälfte hat das Land schnell wieder verlassen. Sie leben jetzt in Deutschland.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-10/polen-fremdenfeindlichkeit-muslimische-fluechtlinge-wahlkampf-jaroslaw-kaczynski (http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-10/polen-fremdenfeindlichkeit-muslimische-fluechtlinge-wahlkampf-jaroslaw-kaczynski)

Und das spielte sich vor kurzem in Deutschland ab:

(http://www.tagesspiegel.de/images/marsch-fuer-das-leben-in-berlin/12343546/4-format14.jpg)
Rund 5000 Menschen marschierten schweigend für das Leben, etwa 300 von insgesamt 1500 Gegendemonstranten versuchten, diesen Umzug zu blockieren oder wenigstens zu stören.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/marsch-fuer-das-leben-in-berlin-demonstration-von-abtreibungsgegnern-wurde-mehrfach-unterbrochen/12343156.html (http://www.tagesspiegel.de/berlin/marsch-fuer-das-leben-in-berlin-demonstration-von-abtreibungsgegnern-wurde-mehrfach-unterbrochen/12343156.html)

Das Zahlenverhältnis ist erschreckend.

(http://www.taz.de/picture/143174/948/Marsch_fu__r_das_Leben_2013.jpg)
Zitat
Getragen wurde der Marsch vor allem von christlichen Gruppen, auch der CDU/CSU-Fraktionschef im Bundestag Volker Kauder und Erzbischof Rainer Maria Wölki schickten Grußworte.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/berlin-mitte-aktivisten-stoeren-demo-von-abtreibungsgegnern/10731584.html (http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/berlin-mitte-aktivisten-stoeren-demo-von-abtreibungsgegnern/10731584.html)

Ein gefährliches Gebrau!

Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 21:00:51 Mi. 07.Oktober 2015
Zitat
Religion und deren Strukturen spielen eine erhebliche Rolle beim Rechtsruck in den gesellschaftlichen Verhältnissen.
Dazu liefere ich gerne noch ein Beispiel:
Zitat
Jetzt sprechen auch die Kirchen von Rückführungen

Die Kirchen schlagen in der Flüchtlingskrise neue Töne an. Der EKD-Vorsitzende Bedford-Strohm spricht offen über Rückführung. Kardinal Marx will muslimischen Flüchtlingen "das Christentum erklären".
http://www.welt.de/politik/deutschland/article147136527/Jetzt-sprechen-auch-die-Kirchen-von-Rueckfuehrungen.html (http://www.welt.de/politik/deutschland/article147136527/Jetzt-sprechen-auch-die-Kirchen-von-Rueckfuehrungen.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 10:48:09 Do. 15.Oktober 2015
Zitat
Eltern sollen Sohn in Kirche totgeprügelt haben

Sie sollten ihre Sünden gestehen, deshalb wurden sie geschlagen: Zwei Brüder sind in einer Kirche im US-Bundesstaat New York brutal geprügelt worden, ein 19-Jähriger starb.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/new-york-eltern-sollen-sohn-in-kirche-totgepruegelt-haben-a-1057869.html (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/new-york-eltern-sollen-sohn-in-kirche-totgepruegelt-haben-a-1057869.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 10:04:06 Mi. 30.Dezember 2015
Zitat
Volksverhetzung
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Heidi Mund

Gegen die als radikale Christin bekannt gewordene Heidi Mund ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Volksverhetzung. Sie wurde angezeigt, mit ihren "Gebetsvorschlägen" zum Tag der deutschen Einheit jenen Tatbestand erfüllt zu haben.


Seit Heidi Mund ihre politische Agitation von der Straße ins Internet verlagert hat, vergeht kaum ein Tag ohne eine Botschaft an ihre Anhänger. Die ehemalige Frontfrau der „Freien Bürger“ und „Pegida Rhein Main“ hat hierfür einen weiteren Verteiler -  „Save Europe“ - gegründet, der es sich explizit zum Ziel gesetzt hat, Deutschland vor dem Islam zu retten.

Zum Tag der deutschen Einheit hatte  Mund zu einer Menschenkette um Deutschland aufgerufen, um „als geistliche Mauer,…, und mit der „Autorität Gottes“ den  „Mächten der Finsternis“ zu widerstehen.

„Hand in Hand betend für unser Land“ nannte die radikale Christin ihre Anleitung für jenen Akt des Widerstands, der am 3. und 4. Oktober mit mäßiger Beteiligung stattfand – und auf den bereits am 4.  Oktober eine Anzeige von Privat gegen Heidi Mund folgte. Ihre  „Gebetsvorschläge“ erfüllten den Tatbestand der Volksverhetzung, lautet die Anzeige.

Darin ruft sie zum Gebet auf und fordert unter anderem:

„Wir bitten FÜR die echten Flüchtlinge, dass sie wieder Hoffnung für ihr Leben bekommen, dass unser HERR sie tröstet,…,  gegen die massenhafte Einwanderung von 90 % junger moslemischer Männer, die ihre eigenen Heimatländer aufbauen sollen und hier nicht unsere Mädchen und Frauen vergewaltigen; dass sie mit dem Wort Gottes – der Bibel - wieder zurück in ihre Heimatländer geschickt werden, dort wo sie hingehören. . ... Gegen Krankheiten und Seuchen, die Einwanderer mitgebracht haben, …,. Wir bitten Gott,…, um Engel, die er an die Grenzen Deutschlands und der anderen europäischen Länder stellt.“

Wie die Pressestelle der Kriminalpolizei auf Anfrage erklärt, hat sich mittlerweile die Staatsanwaltschaft Frankfurt der Sache zur rechtlichen Prüfung angenommen. Diese will jedoch zu diesem Zeitpunkt keine Angaben machen.
http://www.fr-online.de/frankfurt/volksverhetzung-staatsanwaltschaft-ermittelt-gegen-heidi-mund,1472798,33011960.html (http://www.fr-online.de/frankfurt/volksverhetzung-staatsanwaltschaft-ermittelt-gegen-heidi-mund,1472798,33011960.html)
Titel: Bis zu 700 Missbrauchsopfer bei Regensburger Domspatzen
Beitrag von: Kuddel am 17:20:00 Sa. 09.Januar 2016
Zitat
Mindestens 231 Kinder sollen zwischen 1953 und 1992 bei den Regensburger Domspatzen misshandelt, weitere 50 sexuell missbraucht worden sein. Fast viermal so viele Opfer wie das Bistum bis dato eingeräumt hatte. Hier noch von Einzelfällen zu reden, wäre zynisch. Es handle sich um ein System, sagt Anwalt Ulrich Weber, den das Bistum vor einem Dreivierteljahr beauftragt hat, den Missbrauch bei den Domspatzen lückenlos aufzuklären. Mehr noch als die Zahlen erschrecken die Ereignisse hinter den Zahlen. Die sexuellen Übergriffe reichten "von Streicheln bis hin zu Vergewaltigungen".
http://www.sueddeutsche.de/bayern/zwischenbericht-bis-zu-missbrauchsopfer-bei-regensburger-domspatzen-1.2809626 (http://www.sueddeutsche.de/bayern/zwischenbericht-bis-zu-missbrauchsopfer-bei-regensburger-domspatzen-1.2809626)

Na, bricht jetzt eine Diskussion aus, die Katholische Kirche abzuschieben?
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 19:20:01 Di. 12.Januar 2016
Zitat
Regensburger Domspatzen
Ratzinger nennt Aufarbeitung des Missbrauchsskandals "Irrsinn"


(http://polpix.sueddeutsche.com/polopoly_fs/1.1326424.1452614553!/httpImage/image.jpg_gen/derivatives/640x360/image.jpg)

    Nach mehr als 40 Jahren sei das Thema für ihn nun erledigt. Unterdessen melden sich immer wieder neue Opfer.
    Ein ehemaliges Mitglied der Regensburger Domspatzen schildert schlimme Prügel-Szenen - und wie Ratzinger darüber gelacht habe.
http://www.sueddeutsche.de/bayern/regensburger-domspatzen-ratzinger-nennt-aufarbeitung-des-missbrauchsskandals-irrsinn-1.2814560 (http://www.sueddeutsche.de/bayern/regensburger-domspatzen-ratzinger-nennt-aufarbeitung-des-missbrauchsskandals-irrsinn-1.2814560)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 12:13:26 Mi. 24.Februar 2016
Zitat
Diskussion über Colonia Dignidad in Chile
Vom Folterkeller zum Freizeitpark

Viele Täter und Opfer der chilenischen Sekte sind Deutsche. Die CSU hatte engen Kontakt zur Führung, die deutsche Justiz blieb lange untätig.


(http://www.taz.de/picture/1021406/624/15369105.jpeg)
Schon 1988 war die Colonia Dignidad ein Thema im Auswärtigen Ausschuss. Demonstranten prangerten Menschenrechtsverletzungen an. 

Sklavenarbeit, Kindesmissbrauch, Waffenhandel, Folter, Mord – es gebe wohl wenige Straftaten, die in der Colonia Dignidad nicht verübt worden seien, ist Winfried Hempel überzeugt. Viele der Verbrechen hat der Jurist selbst miterlebt. Er ist in dieser deutschen „Kolonie der Würde“ am Fuße der chilenischen Anden aufgewachsen. Einer Siedlung, in der Demütigung das Leben bestimmte. Jungen wurden vergewaltigt, Frauen als Feldarbeiterinnen versklavt, Oppositionelle der chilenischen Militärdiktatur gefoltert und ermordet.

Viele Täter sind Deutsche, viele Opfer sind Deutsche. „Warum ist die deutsche Justiz so lange untätig geblieben?“, fragte Hempel auf einer Veranstaltung des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) am Montag in Berlin. Warum hat die Bundesregierung zugeschaut, obwohl schon kurz nach Gründung der Kolonie 1961 klar war, was in der Siedlung des Sektenführers Paul Schäfer passiert? „Erst nachdem Schäfer 2005 in Argentinien verhaftet wurde, hat Deutschland einen Haftbefehl ausgestellt“, kritisiert Hempel, der selbst Opfer vertritt: „Ein Witz.“

Jahrelang hielten CSU-Politiker enge Kontakte zu führenden Mitgliedern der Kolonie. Bis heute lebt die rechte Hand Schäfers, Hartmut Hopp, unbehelligt in Krefeld. Dorthin ist er 2011 geflüchtet, nachdem er in Chile wegen Beihilfe zum sexuellen Missbrauch zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde. Ob der 70-Jährige die Haftstrafe hier absitzen muss oder die deutsche Justiz ein eigenes Verfahren eröffnet, ist unklar. Anwältin Petra Schlagenhauf, die Überlebende vertritt, blickt vorsichtig optimistisch auf die Staatsanwaltschaft, „aber man hätte mehr machen können“.

Dieser Tage erregt das Thema große Aufmerksamkeit wegen des Spielfilm „Colonia Dignidad – Es gibt kein Zurück“, der in den Kinos angelaufen ist. Entlang einer Liebesbeziehung beschreibt der Film, wie Kritiker des Diktators Augusto Pinochet im Kartoffelkeller gefoltert und Bewohner als Versuchskaninchen für lebensgefährliche Medikamentenversuche benutzt wurden. Regisseur Florian Gallenberger verzichtet weitgehend auf Gewaltinszenierungen. Einige Szenen lassen aber erahnen, wie skrupellos Schäfer und seine Leute vorgegangen sind. Im letzten Moment verweist der Film, wenn auch verkürzt, auf die Nähe der deutschen Botschaft zu den Siedlern.

50 Jahre Gehirnwäsche

Bis heute ist die Bundesregierung zurückhaltend, wenn es um ihre Verantwortung geht. „Im Auswärtigen Amt liegen stapelweise Akten unter Verschluss“, kritisiert Politikwissenschaftler Jan Stehle, der sich mit der Rolle der deutschen Außenpolitik in der Affäre beschäftigt. Nach dem Ende von Schäfers Regime finanzierte das Auswärtige Amt (AA) mit jährlich 250.000 Euro das neue Wirtschaftsmodell der 15.000 Hektar großen Siedlung, die sich jetzt „Villa Baviera“ nennt: einen bayerischen Vergnügungspark. Wo früher Menschen gefoltert wurden, gibt es heute Sauerkraut, Schweinshaxen und Blasmusik.

Erst im vergangenen Jahr unterstützte das AA ein Projekt, das sich kritisch mit der Geschichte der Kolonie auseinandersetzt. Damals trafen sich Angehörige deutscher und chilenischer Opfer in Chile. Derzeit findet eine Fortsetzung des Treffen in Berlin statt. Mit dabei sind erstmals Personen, die noch in der Siedlung leben, um über Formen der Erinnerung zu sprechen. 2015 urteilte ein chilenisches Gericht, dass eine Gedenkstätte errichtet werden müsse und die Orte ehemaliger Massengräber öffentlich zugänglich sein sollten.

Angehörige verschwundener politischer Gefangener unterstützen das, die Bewohner halten wenig von einem Denkmal. Nicht nur, weil solche Erinnerungen geschäftsschädigend fürs „Bayerische Dorf“ wären. Sie halten sich für die Kinder der Opfer des Einzeltäters Schäfer. Viele seien rechtsextrem eingestellt, eine Auseinandersetzung über Mitverantwortung sei schwierig, sagt Hempel. „Das Problem ist, dass diese Menschen 50 Jahre Gehirnwäsche hinter sich haben.“
http://www.taz.de/Diskussion-ueber-Colonia-Dignidad-in-Chile/ (http://www.taz.de/Diskussion-ueber-Colonia-Dignidad-in-Chile/)!5280265/
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 10:06:07 Fr. 26.Februar 2016
Zitat
Katholische Kirche
Rektor hat einmal zu oft geheiratet

Die Neuwahl eines Rektors an der Katholischen Hochschule NRW scheitert an moralischen Bedenken. Der Kölner Erzbischof hatte die zweite Heirat als schwerwiegenden Verstoß gegen die Loyalitätspflicht bewertet.
http://www.fr-online.de/home/1472778,1472778.html (http://www.fr-online.de/home/1472778,1472778.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 18:35:06 Mi. 16.März 2016
Zitat
Evangelium des Wohlstands

In Brasiliens Freikirchen folgt der Teufelsaustreibung die Zeche. Denn die Gemeinden müssen an den Mutterkonzern Franchise-Gebühren zahlen.


...
Seit 1980 hat sich die Anzahl aktiver evangelikaler Kirchgänger in Brasilien verdreifacht, jeder siebte ist inzwischen Mitglied einer Freikirche, die Zahl der regelmäßig Praktizierenden dürfte bald vergleichbar sein mit jener unter Katholiken. Unterstützt werden diese „charismatischen Freikirchen“ von 76 Radiostationen, 20 TV-Sendern und 100 Senderbeteiligungen. Evangelikale Abgeordnete repräsentieren mittlerweile den wichtigsten Block im brasilianischen Kongress.

Der neue Papst hat sich keineswegs aus sentimentalen Gründen auf seiner ersten Auslandsreise nach Brasilien begeben; die katholische Kirche ist drauf und dran, hier ihre Marktführung zu verlieren.
...
Während des gesamten Gottesdienstes ist eine Vielzahl von hervorragend geschulten Mitarbeitern, gekleidet wie Stewards und Stewardessen, im Laufschritt in dem Konferenzsaal unterwegs. Ihr Pensum ist beachtlich: geweihtes Wasser in kleinen Plastikbechern verteilen, Blätter einsammeln, auf denen die Gläubigen ihre Sorgen, Nöte, Wünsche notiert haben, Formulare austeilen, auf denen Spenden zugesichert werden, und wieder einsammeln. Der erfolgreichen Teufelsaustreibung folgt die Zeche. Barzahler eilen nach vorne, um ihren Obolus in die weinroten Säckel zu entrichten.

Die Universalkirche des Bischofs Edir Macedo, eines Millionärs, der seinen internationalen Konzern von New York aus leitet, bildet Gemeinden auf kommerzieller Basis, die nach dem Franchise-Prinzip funktionieren: Wer eine neue Filiale eröffnet, muss Lizenzgebühren an den Gründer zahlen. Einige der Gläubigen trugen passenderweise Avon-Taschen, Brasilien ist inzwischen der weltweit größte Markt dieser ähnlich operierenden Kosmetikfirma. Hier herrscht das Evangelium des Wohlstands. Weitere Gesänge heben an. Eine Erleichterung nach vollbrachter Arbeit ist spürbar. Entspannt singen wir dem Ende entgegen.
http://www.taz.de/Kolumne-Schlagloch/ (http://www.taz.de/Kolumne-Schlagloch/)!5057128/
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 17:13:12 Do. 21.April 2016
Gary R. Herbert gehört der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) an.

Zitat
Utah erklärt Pornografie zum Risiko für die Volksgesundheit

Staatssenator sieht Erotikdarstellungen als süchtigmachend an und vergleicht sie mit Tabak, von dem man vor 70 Jahren auch glaubte, dass er harmlos sei

In Deutschland will Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) "sexistische" Werbung verbieten. Gary Herbert, der Gouverneur von Utah, geht noch einen Schritt weiter: Er unterzeichnete am Dienstag die Resolution S.C.R. 9, die Pornografie zu einem "Risiko" für die Volksgesundheit erklärt und die "Aufklärung" von "Individuen und Familien" über angebliche schädliche Effekte als "Notwendigkeit" einstuft.

Schon das Entschlusspapier selbst soll dem Gouverneur zufolge auf die "zahlreichen Gefahren" der Bild-, Film- und Literaturgattung aufmerksam machen...
http://www.heise.de/tp/artikel/48/48015/1.html (http://www.heise.de/tp/artikel/48/48015/1.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 17:17:39 Do. 21.April 2016
Na, da gibt es bestimmt bald entsprechende Warnhinweise auf den Produkten!
Vielleicht auch solche Horrorbildchen wie auf den Kippenschachteln?
´n Typ mit krummen Fingern, oder sowas! ;D ;D
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: dagobert am 21:33:32 Do. 21.April 2016
Zitat
Staatssenator sieht Erotikdarstellungen als süchtigmachend an und vergleicht sie mit Tabak, von dem man vor 70 Jahren auch glaubte, dass er harmlos sei
Pornos sind krebserregend?  :o
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 22:11:46 Do. 21.April 2016
Ja, wenn Du die Verpackung rauchst ist das bestimmt auch krebserregend! ;D ;D
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: BGS am 22:25:51 Do. 21.April 2016
Gary R. Herbert gehört  m. E. schleunigst in Therapie.

MfG

BGS
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:24:24 Fr. 22.April 2016
Ja, der soll sich erst mal ´n schönen Porno angucken! ;D ;D
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 20:05:33 Mo. 04.Juli 2016
Zitat
Proteste bei Colonia Dignidad vor Besuch von Joachim Gauck in Chile

(https://amerika21.de/files/a21/imagecache/page-grid-6-flexible-height/img/2016/colonia_dignidad_chile_protest_joachim_gauck_besuch.jpg)
Protesttransparent vor den Toren der ehemaligen Colonia Dignidad in Chile

Parral, Chile. Angehörige von Verschwundenen und Folterüberlebende aus der Zeit der Diktatur von Augusto Pinochet (1973-1990) haben am Sonntag erneut an den Toren der ehemaligen deutschen Sektensiedlung Colonia Dignidad im Süden von Chile protestiert. Die Protestteilnehmer forderten Wahrheit über die begangenen Verbrechen und Gerechtigkeit für die Opfer des Sektenregimes ein. Auch sprachen sie sich für ein Ende von touristischen Aktivitäten in der Deutschensiedlung aus, die inzwischen in "Villa Baviera" umbenannt wurde. Etwa sechzig Personen befestigten Transparente in spanischer und deutscher Sprache mit der Aufschrift "Geschlossen wegen Menschenrechtsverletzungen" am Eingangstor.

Die Proteste finden zwei Wochen vor der Ankunft von Bundespräsident Joachim Gauck statt, der sich vom 12. bis zum 14. Juli 2016 zum Staatsbesuch in Chile aufhalten wird. Nach dem kürzlichen Eingeständnis von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), nach dem die bundesdeutsche Diplomatie schwerwiegende Fehler im Fall Colonia Dignidad begangen und auf Informationen über Menschenrechtsverletzungen in der Siedlung nicht angemessen reagiert hat, wird in Chile nun erwartet, dass dieses Thema einen zentralen Platz während des Besuch des Bundespräsidenten einnehmen wird.

Die derzeitigen Proteste begannen bereits am vergangenen Freitag mit einer Demonstration durch die Regionalhauptstadt Talca und einem zweitägigen Hungerstreik der Angehörigenorganisation. Dieser fand in den Räumlichkeiten der Lehrergewerkschaft statt und wurde von verschiedenen sozialen und Studierenden-Organisationen unterstützt. Von Talca aus fuhren die Protestierenden gestern gemeinsam zur etwa 40 Kilometer entfernt gelegenen Colonia Dignidad.

Zu einem Austausch zwischen Angehörigen der Opfer und derzeitigen Bewohnern der Siedlung kam es, als die für den Tourismus in der "Villa Baviera" Verantwortliche, Anna Schnellenkamp, auf die Protestierenden zuging. Sie versprach, dieses Jahr kein Oktoberfest durchzuführen und bot den Angehörigen und Überlebenden weitere Gespräche an. Sie merkte jedoch an, dass sie sich gegenüber den Angestellten des Tourismusbetriebes in der Pflicht fühle.

In Vorbereitung der Reise des Bundespräsidenten ist nach Angaben der chilenischen Zeitung La Segunda indes der Beauftragte für Lateinamerika und die Karibik im Auswärtigen Amt, Dieter Lamlé, in das südamerikanische Land gereist. Das chilenische Nachrichtenportal El Mostrador berichtet, dass Lamlé in den kommenden Tagen die ehemalige Colonia Dignidad besuchen will. Lamlé will sich auch mit Adriana Bórquez, einer chilenischen Folterüberlebenden, und Efraín Vedder, einem von der Colonia Dignidad zwangsadoptierten ehemaligen Siedlungsbewohner treffen.
https://amerika21.de/2016/06/155238/joachim-gauck-chile-protest
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 18:46:33 Mo. 29.August 2016
Unbekannter fällt Gipfelkreuze in bayerischen Alpen

(http://media-cdn.sueddeutsche.de/image/sz.1.3141139/940x528?v=1472486917000)
http://www.sueddeutsche.de/bayern/berge-unbekannter-faellt-gipfelkreuze-in-bayerischen-alpen-1.3140236 (http://www.sueddeutsche.de/bayern/berge-unbekannter-faellt-gipfelkreuze-in-bayerischen-alpen-1.3140236)


 :baby: ;D :baby:
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 19:38:56 Di. 30.August 2016
Der Gipfelkreuz- Hacker! ;D
Schöner Titel für einen Horror- Roman!
Wundert mich, das noch keine Sondersendung im Fernsehen kam und das Ganze als Terroranschlag des IS gewertet wurde!
Wo bleiben die Gebirgsjäger und die Drohnen? :o
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Strombolli am 19:11:55 Mi. 31.August 2016
Vielleicht war der Blitzableiter zu kurz?
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 16:00:43 Mi. 12.Oktober 2016
Zitat
Regensburg:
Mehr als 400 Misshandlungs- und Missbrauchsfälle bei Domspatzen

Die Aufklärung der Missbrauchsfälle bei den Regensburger Domspatzen hat ein System der Angst aufgedeckt.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-10/regensburger-domspatzen-sexueller-missbrauch-opfer-rudolf-voderholzer (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-10/regensburger-domspatzen-sexueller-missbrauch-opfer-rudolf-voderholzer)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 11:40:56 So. 30.Oktober 2016
! No longer available (http://www.youtube.com/watch?v=4SKoCXqAlv0#)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 14:53:21 Mi. 30.November 2016
Zitat
Es darf gefeiert werden
Das Bundesverfassungsgericht hat den strikten Schutz von Feiertagen eingeschränkt. So galt der Karfreitag in Bayern bislang als "stiller Feiertag", Feste zu feiern war verboten. So ein Schutz verstößt nach Ansicht der Richter gegen das Grundgesetz.
http://www.tagesschau.de/inland/bverfg-feiertage-101.html (http://www.tagesschau.de/inland/bverfg-feiertage-101.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: dagobert am 22:52:42 Mi. 30.November 2016
Wer es ausführlicher möchte:
http://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2016/bvg16-087.html (http://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2016/bvg16-087.html)
http://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2016/10/rs20161027_1bvr045810.html (http://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2016/10/rs20161027_1bvr045810.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 19:04:22 Fr. 30.Dezember 2016
Zitat
Colonia Dignidad
BND seit Jahrzehnten über „KZ-ähnliche“ Folter informiert

Jahrzehntelang kam es in der von Deutschen gegründeten Siedlung zu Folterszenen. Zuletzt sorgte die Anwesenheit eines damaligen Mittäters bei einem Empfang des Bundespräsidenten für einen Eklat.


1966 will der Bundesnachrichtendienst (BND) erstmals von „KZ-ähnlichen“ Methoden in der von Deutschen gegründeten Sektensiedlung Colonia Dignidad in Chile erfahren haben. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion vom Mittwoch hervor. Allerdings will der BND dies nur aus örtlichen Presseberichten erfahren haben. In der Antwort des Staatssekretärs im Auswärtigen Amt, Stephan Steinlein, wird zudem eingeräumt, dass die Regierung bis 1987 Menschenrechtsverletzungen ignoriert und sich schützend vor die Colonia Dignidad gestellt habe.
http://www.faz.net/aktuell/politik/bnd-ueber-folter-in-colonia-dignidad-seit-1966-informiert-14361387.html (http://www.faz.net/aktuell/politik/bnd-ueber-folter-in-colonia-dignidad-seit-1966-informiert-14361387.html)

Zitat
(http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/colonia-dignidad-105~_v-modPremium.jpg)

Colonia Dignidad
Deutsche Renten für die Sekte

Deutsche Diplomaten haben der Colonia Dignidad bei der Geldbeschaffung geholfen. Deshalb konnten über Jahrzehnte Millionenbeträge aus deutschen Rentenkassen in die Sekte fließen. Erstmals sprechen Diplomaten darüber, die in Chile Dienst leisteten.


 Die Recherchen der ARD-Doku "Die Sekte der Folterer - Deutsche Diplomaten und die Verbrechen der Colonia Dignidad" möchte das Auswärtige Amt nicht kommentieren. Sie sind heikel. Denn sie zeigen, dass deutsche Rentenversicherer die Sekte von 1961 bis 1989 mitfinanzierten - aufgrund unzulänglicher Informationen der deutschen Botschaft in Chile.

(http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/paul-schaefer-101~_v-videowebs.jpg)
Paul Schäfer, der Gründer der Colonia Dignidad, im Jahr 2005

In der Colonia Dignidad herrschten unter dem damaligen Chef, dem Deutschen Paul Schäfer, grausame Zustände: Sklavenarbeit, Selbstjustiz und Folter. Deutsche Staatsbürger wurden an einer Flucht gehindert. Die Botschaft wusste das - und trotzdem flossen die Gelder.

Die etwa 50 Rentenberechtigten in der Colonia Dignidad mussten jährlich mit sogenannten Lebensbescheinigungen nachweisen, dass sie noch leben. Das ist gängige Praxis für den Bezug von Renten im Ausland. Die Botschaft stellte diese Bescheinigungen aus. "Dafür mussten sich im Prinzip die Leute persönlich vorstellen. Das geschah bei der Kolonie aber nicht", erklärt Werner Kaufmann-Bühler, Konsul an der deutschen Botschaft in Chile von 1970 bis 1973.

Kritiker wurde versetzt

Der pensionierte Diplomat äußert sich erstmals öffentlich zu den merkwürdigen Vorgängen in der Botschaft. "Da hatte sich der Brauch eingebürgert, dass jemand mit einem Stoß von Formularen und Vollmachten kam und sich pauschal die Genehmigung geben ließ." Der Diplomat hatte sich 1972 in einem Bericht an das Auswärtige Amt gegen diese Praxis der "Sammelverfahren" gewandt. Vergeblich. Kaufmann-Bühler wurde auf eine andere Dienststelle versetzt, dieser "Brauch" wurde fortgeführt.

 Als Dieter Haller 1984 in der deutschen Botschaft in Chile die Konsularabteilung übernahm, hat auch er "ein paar Verhaltensweisen vorgefunden", die er "nicht gut fand". Dazu gehörte, "dass es nie einen persönlichen Kontakt gab zwischen Angehörigen der Colonia Dignidad und Vertretern der Botschaft". Die Rentenberechtigten hätten "alle ihre konsularischen Dienstleistungen" über einen Stellvertreter - ein Mitglied aus der Führungsriege der Colonia Dignidad - abgewickelt. Dieter Haller, der heute Botschafter in Saudi-Arabien ist, hatte darauf bestanden, diese Praxis abzuschaffen, konnte sich aber offenbar zunächst nicht durchsetzen.

"Dieses System muss beendet werden"

Noch im März 1987 schrieb Konsul Haller in einem vertraulichen Brief an das Auswärtige Amt: "In der Vergangenheit ist ein Verbindungsmann bisweilen mit Sammelvollmachten mit bis zu 40 Unterschriften hier erschienen." Und er mahnte: "Dieses System muss beendet werden." Als wenig später dem damaligen Staatssekretär Jürgen Sudhoff die Sache vorgelegt wurde, schrieb er zornig an den Rand des Dokuments: "Warum haben wir das zugelassen?" Und: "Hier tickt eine Zeitbombe." Auf Hallers Initiative wurden die Sammelverfahren eingestellt, vermutlich erst 1987.

 Dennoch vertrauten bis dahin die Rentenversicherer der deutschen Botschaft in Chile. Was blieb ihnen übrig? Sie zahlten. Es waren Altersrenten, Kriegsversehrten- und Vertriebenenrenten. Die Gelder "wurden voll eingesteckt von der Leitung der Kolonie. Das war der Botschaft bekannt", erinnert sich Kaufmann-Bühler. "Diese Leute hatten keine individuellen Konten, die wussten wahrscheinlich gar nicht, dass es das gab."

Dieter Haller forschte Mitte der 1980er-Jahre nach und fand heraus, dass die Renten "auf ein Sammelkonto der Colonia Dignidad" überwiesen wurden. "Das war eine monatliche Summe von um die 50.000 Mark." Genau lässt sich der Geldfluss nicht mehr rekonstruieren. Wenn diese Angabe zutrifft, ist im gesamten Zeitraum eine zweistellige Millionensumme aus deutschen Rentenkassen an die Sekte geflossen - in begehrten Auslandsdevisen.

Zusammenarbeit mit der Botschaft war schlecht

Norbert Blüm, damals Bundesminister für Arbeit, bestätigt, dass die Renten direkt der Führungsriege der Colonia Dignidad zugute kamen. "Die deutsche Rentenversicherung zahlte auf ein Sonderkonto", sagt er. Und er kommentiert mit drastischen Worten: "Das war ein saftiges Einkommen für einen Folterapparat, mitfinanziert von der Deutschen Rentenversicherung - ohne ihr Wissen."

Als Blüm im Sommer 1987 bei Diktator Augusto Pinochet persönlich die Einhaltung der Menschenrechte anmahnte, hatte er keinen guten Eindruck von der damaligen deutschen Botschaft. "Die Zusammenarbeit mit der Botschaft war schlecht." Der Minister traute nun auch nicht mehr den von der Botschaft ausgestellten Lebensbescheinigungen. Er ließ eigene Mitarbeiter nach Chile reisen. Sie sollten herausfinden, ob die "Rentenberechtigten" in der Colonia Dignidad noch leben. Das Ergebnis: Im Februar 1989 stellten die deutschen Rentenversicherer alle Zahlungen ein.
http://www.tagesschau.de/ausland/colonia-dignidad-deutsche-renten-101.html (http://www.tagesschau.de/ausland/colonia-dignidad-deutsche-renten-101.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 11:01:10 Mo. 02.Januar 2017
Zitat
Kirche und Faschismus
Die Geschäfte des Vatikans mit dem Teufel

Pius XI. begeisterte sich für Italiens "Duce" Mussolini, wie Kirchenforscher David I. Kertzer dokumentiert. Skrupel überkamen den Papst erst kurz vor seinem Tod - wegen Hitler. 


Sein Name kommt nur auf einer Seite vor, gleichwohl ist Rolf Hochhuth in David Kertzers Studie über Papst Pius XI. und den italienischen Faschismus omnipräsent. Sein Drama "Der Stellvertreter" war in den 1960er-Jahren ein Welterfolg; die von Hochhuth provozierten Debatten über Pius XII. und den Holocaust sind seither nicht zur Ruhe gekommen. "Hitlers Papst" garantiert noch immer Schlagzeilen.

Aber gilt das auch für seinen Vorgänger Pius XI.? Kertzers deutscher Verlag knüpft mit dem Titel "Der erste Stellvertreter" jedenfalls an Hochhuths Skandalstück an, und auch der Kirchenhistoriker Hubert Wolf schlägt in seinem Vorwort nicht gerade leise Töne an: "Ohne Römische Kurie kein Faschismus, ohne Achille Ratti kein Benito Mussolini, ohne Pius XI. kein Duce". Pius XI. sei der "erste Stellvertreter" gewesen, "der den Faschismus und damit vielleicht auch den Nationalsozialismus überhaupt erst möglich machte". Geschichte kann so einfach sein.

Achille Ratti war von 1922 bis 1939 Papst. In diese Zeit fielen Ereignisse von welthistorischer Relevanz: die Machtergreifung Mussolinis, die Lateranverträge von 1929, das Konkordat mit dem Deutschen Reich 1933 und die Rassengesetze des faschistischen Regimes 1938. Überall war der Papst - so oder so - beteiligt.

Die Literatur darüber füllt ganze Bibliotheken, ohne dass die Forschung zu einem Konsens gefunden hätte; auch Pius XI. steht schon lange im Zentrum eines zähen Meinungsstreits. Daran hat sich nach der Öffnung der Vatikanischen Archive für die Amtszeit von Pius XI. im Jahr 2006 wenig geändert. Zahlreiche Forscher haben seither Neues über die Politik des Vatikans zutage gefördert.
Mussolinis Agenten saßen überall

Kertzer bereichert diesen Kenntnisstand, während ihm der Faschismus und Mussolini ein Buch mit sieben Siegeln bleiben. Er hat sich nämlich nicht damit begnügt, die neu zugänglichen kirchlichen Akten zu konsultieren. Kertzer zieht auch staatliche italienische Dokumente heran, unter denen die Berichte faschistischer Spitzel im Herzen des Katholizismus besonders brisant sind. Mussolinis Agenten saßen überall, sie hörten mit und schrieben auf, was ihnen in der Gerüchtekirche des Vatikans zu Ohren kam.

Was kann Kertzer nicht alles auftischen! Hinter den Mauern des Kirchenstaates toben erbitterte Machtkämpfe, der Papst wird abgeschirmt, überspielt und ausgeschaltet, in seiner Nähe treiben Päderasten ihr Unwesen.

Moralisches Versagen mag man der Kirche hier vorwerfen und diesen Vorwurf mit guten Gründen erneuern, wenn es um das Verhältnis zum Faschismus geht. Das ist Kertzer aber nicht genug. Angetrieben und mitgerissen von einem rätselhaften Enthüllungsfuror spricht er von "Partnerschaft", gar von einem "geheimen Pakt" zwischen Papst und Mussolini, der namentlich für den "Duce" lebenswichtig gewesen sei.

Die Belege für diese prallen Thesen sind allerdings dünn. Das, was Kertzer und andere vor ihm ausgegraben haben, eignet sich nicht zum Bildersturz. Es dient höchstens der Ergänzung einer alten öffentlichen Debatte über die politischen Do-ut-des-Geschäfte zwischen der katholischen Kirche und dem faschistischen Regime.

Nicht wenige dieser Geschäfte hatten mit weltanschaulichen Affinitäten zu tun; Kirche und faschistischer Staat waren sich einig in der Ablehnung von Kommunismus und Demokratie; beim Papst selbst muss schließlich eine gehörige Portion Patriotismus in Rechnung gestellt werden.

Pius XI. begeisterte sich für Mussolinis Visionen von italienischer Pracht und Größe und räumte dem "Duce" deshalb viel Kredit ein. Mussolini griff der Kirche finanziell unter die Arme, er erlaubte Kreuze in den Schulen und ließ, auf einen Wink des Vatikans, unliebsame Bücher aus dem Verkehr ziehen. Die Kirche revanchierte sich, indem sie kritische Stimmen im eigenen Lager unterdrückte und dem Regime ihren Segen erteilte. Die Verklärung Mussolinis als "Mann der Vorsehung" war nur eine von vielen dieser verbalen Entgleisungen.

Keine Frage: Viele der von Kertzer beschriebenen Geschäfte und Kompromisse waren faul. Namentlich gilt das für die fast wortlose Hinnahme der Rassengesetze von 1938, die Juden das Leben in Italien unmöglich machen sollten. Pius XI. war selbst nicht frei von antisemitischen Ressentiments. Juden zu diskriminieren, brachte ihn nicht um den Schlaf. Er duldete sogar fanatische Judenfeinde in seiner Umgebung, die noch in der zweiten Hälfte der 1930er-Jahre ihr Gift im Osservatore Romano und der Civiltà Cattolica, dem Kampfblatt der Jesuiten, verspritzten.

Von hier aus war es nicht weit zu dem von Kertzer mit Recht angeprangerten Deal vom 16. August 1938. Der Papst verpflichtete sich darin, zur Judenpolitik Mussolinis zu schweigen, während der "Duce" im Gegenzug versprach, die Katholische Aktion in Ruhe zu lassen, jene Laienorganisation, die dem Papst besonders am Herzen lag, weil er in ihr ein wichtiges Instrument zur Rechristianisierung Italiens erblickte.

Das heißt aber nicht, dass die Kooperation zwischen Papst und "Duce" ungetrübt gewesen wäre. Sie stand von Beginn an im Zeichen lauernder Skepsis; man traute einander nicht über den Weg.

Kertzer verschweigt die daraus resultierenden Konflikte nicht, er gibt ihnen aber analytisch kein Gewicht. Dabei kann auch er nicht übersehen: Der Gegensatz zweier Weltanschauungen, die auf je ihre Weise den ganzen Menschen beanspruchten, war unüberbrückbar und durch keinen noch so geheimen Pakt zu entschärfen.

Der seit Längerem bekannte Deal vom August 1938 hielt denn auch nicht lange. Der Papst fand häufig Mittel und Wege, um seine abweichende Meinung kundzutun, und Mussolini träumte nicht nur einmal davon, der Kirche als Konkurrenzinstanz den Garaus zu machen.

Mussolini raste, als der Pontifex maximus schon im September 1938 vor einer Gruppe von Katholiken sagte: "Im geistigen Sinne sind wir alle Semiten." Pius XI. zog aus dieser Einsicht nur halbherzige Konsequenzen.
Eindringliche Warnung vor Hitler

Ganz so viel hatte er für die Juden dann doch nicht übrig, als dass er den großen Konflikt mit dem faschistischen Regime riskiert hätte; er sah im "Duce" immer noch einen Mann, mit dem man reden konnte und der vielleicht sogar Hitler zu bremsen vermochte.

Pius XI. verwickelte die Regierung aber in eine zähe Auseinandersetzung über die Frage, wie mit zum Katholizismus übergetretenen Juden und den Ehen zu verfahren sei, die diese Konvertiten mit Katholiken geschlossen hatten. Außerdem warnte er seine Landsleute und Mussolini eindringlich vor einem Bündnis mit Hitler, den er bereits 1937 scharf angegriffen hatte.

Schließlich bereitete Pius XI. nicht nur einen Weckruf gegen Rassismus und Judenverfolgung, sondern auch eine Enzyklika über diese brennenden Themen vor. Er haderte mit sich und seinen Versäumnissen und wollte am Ende seiner Tage doch noch ein klares Zeichen setzen.

Der Tod nahm dem Papst im Februar 1939 diese Dinge aus der Hand. Aber nicht nur er - das gleiche Geschäft besorgten zuvor seine engsten Berater. Eine besondere Rolle spielte dabei der spätere Pius XII., dessen Seligsprechungsverfahren in die entscheidende Phase getreten ist.

Er verhinderte als Kardinalstaatssekretär alles, was die "Zusammenarbeit des Vatikans mit dem (faschistischen) Regime stören konnte". Und er war es auch, der den bereits gedruckten Weckruf vernichten ließ und die Entwürfe für eine Enzyklika in die Archive verbannte. Zwei Tage nach seiner Wahl zum Papst versicherte er dem deutschen Botschafter, dass er eine Ära der Verständigung mit der NS-Regierung anstrebe. Sein Vorgänger dürfte sich im Grab umgedreht haben.

Neu sind auch diese Einsichten nicht. Kertzer selbst hat bereits vor 15 Jahren darüber berichtet. Sein mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnetes Buch ist keine Sensation und auch kein Musterbeispiel angelsächsischer Geschichtsschreibung.

Mut zur Zurückhaltung und zur ausgewogenen Deutung hätten dem Werk ebenso gutgetan wie weniger historische Detailmalerei, die am Ende alles zu überwuchern droht. Erzählkunst in allen Ehren, sie darf aber kein Selbstzweck sein und kann differenzierte Analysen nicht ersetzen.

David I. Kertzer: Der erste Stellvertreter. Pius XI. und der geheime Pakt mit dem Faschismus. Aus dem Englischen von Martin Richter. Konrad Theiss Verlag, Darmstadt 2016. 608 Seiten, 38 Euro. E-Book: 31,99 Euro.
http://www.sueddeutsche.de/politik/kirche-und-faschismus-die-geschaefte-des-vatikans-mit-dem-teufel-1.3312349 (http://www.sueddeutsche.de/politik/kirche-und-faschismus-die-geschaefte-des-vatikans-mit-dem-teufel-1.3312349)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 12:32:09 Di. 24.Januar 2017
Klerikalfaschisten haben einen neuen Chef:

Zitat
Der Wahlkongress der katholischen Gemeinschaft hat in Rom den Spanier Fernando Ocariz Brana zum Oberhaupt des Opus Dei ernannt.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-01/fernando-ocariz-opus-dei-chef (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-01/fernando-ocariz-opus-dei-chef)

Zitat
Die Ehemaligen berichten einstimmig von einem starken Gefühl von Gemeinschaft und Exklusivität. Ein "geistlicher Leiter" verlangt eine regelmäßige "Gewissenserforschung", die intimsten Gedanken dürfen dem Werk nicht verborgen bleiben.

Nach eigenen Angaben hat die Glaubensgemeinschaft weltweit etwa 92.600 Laien sowie 2.083 Priester. Sie zählt damit zu den einflussreichsten und zugleich konservativsten Gruppierungen in der katholischen Kirche. In Deutschland hängen ihr 600 Menschen an. Opus Dei betreibt auch Universitäten, Krankenhäuser und Sozialstationen. An der Spitze steht ein Prälat mit Sitz in Rom, in Deutschland hat die Regionalleitung ihren Sitz in Köln.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:23:07 Mo. 06.Februar 2017
Zitat
Tausendfacher Kindesmissbrauch in Australien
Sieben Prozent der katholischen Priester haben in den vergangenen 30 Jahren Kinder sexuell missbraucht. So das Ergebnis einer Untersuchungskommission der Regierung in Australien. Das Ausmaß der Taten schockiert.
http://www.tagesschau.de/ausland/australien-kindesmissbrauch-101.html (http://www.tagesschau.de/ausland/australien-kindesmissbrauch-101.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 18:41:32 Mo. 06.Februar 2017
Ups, noch ein religiöser Kollateralschaden!
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: dagobert am 07:16:15 Di. 07.Februar 2017
Zitat
Religionsgemeinschaft Zeugen Jehovas auch in NRW rechtlich aufgewertet
http://www.ksta.de/nrw/religionsgemeinschaft-zeugen-jehovas-auch-in-nrw-rechtlich-aufgewertet-25684404 (http://www.ksta.de/nrw/religionsgemeinschaft-zeugen-jehovas-auch-in-nrw-rechtlich-aufgewertet-25684404)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 19:57:37 Do. 16.Februar 2017
Zitat
Colonia Dignidad:
Bleibt Ex-Sektenarzt Hartmut Hopp unbehelligt?

Von Peter Kurz

Der Krefelder Hartmut Hopp von der Colonia Dignidad ist trotz des Strafurteils weiter in Freiheit. Menschenrechtler sind empört, ein Staatsanwalt erklärt die Verfahrensdauer.


(http://www.wz.de/polopoly_fs/1.2367380.1485971824!/httpImage/onlineImage.jpg_gen/derivatives/landscape_550/onlineImage.jpg)
Hartmut Hopp beim Interview Ende Januar in unserer Krefelder Redaktion.

Krefeld. Nachdem unsere Zeitung am vergangenen Samstag ein Interview mit Hartmut Hopp, dem früheren Sektenarzt der berüchtigten Colonia Dignidad in Chile, veröffentlicht hatte, erreichten uns verbitterte Leseranfragen: Und das lässt die deutsche Justiz so lange laufen? Hopp war schon 2011 in Chile zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt worden, flüchtete aus Südamerika und lebt seither unbehelligt in Krefeld.

Menschenrechtler Kaleck ist verbittert über die Justiz in NRW

Diese Verbitterung teilt auch Wolfgang Kaleck, Generalsekretär des Menschenrechtsverbands „European Center for Constitutional and Human Rights“ (ECCHR). Der ECCHR hatte bereits im Jahr 2011 Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Krefeld gestellt. Jurist Kaleck sagt: „Der erste Skandal ist, dass die Staatsanwaltschaft Bonn seit den 1980er Jahren auf Aktenbergen gesessen und nichts unternommen hat. „So konnte in der Colonia Dignidad die Gruppe um Sektenführer Paul Schäfer und Sektenarzt Hartmut Hopp unzählige Kinder vergewaltigen und Kritiker der Pinochet-Diktatur foltern – unbeeinträchtigt von der deutschen Justiz.“ Auch im Fall Hopp habe die deutsche Justiz zunächst gesagt, dass sie in der Sache nicht aktiv werden könne. Das habe sich erst durch die Strafanzeige des ECCHR im August 2011 geändert.

Kaleck fährt verbittert fort: „Der zweite Skandal ist, dass nun das Verfahren der Vollstreckung des chilenischen Haft-Urteils in Deutschland schon wieder so viele Jahre dauert.“ Das sei auch ein Schlag ins Gesicht der chilenischen Justiz. Chile sei schon lange keine Diktatur mehr und auch kein „failed state“ (gescheiterter Staat, der seine grundlegenden Funktionen nicht erfüllt). Kaleck: „Es geht um Gerechtigkeit gegenüber den Opfern. Und auch um den Ruf der nordrhein-westfälischen Justiz, die nach dem früheren Versagen doch spätestens jetzt das Verfahren gegen Hopp, aber auch weitere Ermittlungen im Zusammenhang mit den Verbrechen der Colonia Dignidad, schnellstens vorantreiben müsste.“ Deutschland könne so nicht nur den Opfern sexueller Misshandlung zu ihrem Recht verhelfen, sondern auch dazu beitragen, die Diktaturverbrechen in Chile juristisch aufzuarbeiten.
http://www.wz.de/home/politik/colonia-dignidad-bleibt-ex-sektenarzt-hartmut-hopp-unbehelligt-1.2367383 (http://www.wz.de/home/politik/colonia-dignidad-bleibt-ex-sektenarzt-hartmut-hopp-unbehelligt-1.2367383)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 17:52:16 So. 28.Mai 2017
Interessiert sich eigentlich niemand mehr für Geschichte?

Dieses Massenspektakel ist unerträglich.

(https://r2017.org/fileadmin/sys/public/media/images/pages/reformation-luther-2017-kirchentag.jpg)
(https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2017/05/Bilder/2017-05-25-kirchentag-merkel-obama.jpg?__blob=bpaTopmeldung&v=1)

Es geht mir nicht nur um den Christenscheiß im allgemeinen, sondern auch um Luther im speziellen, den man ja besonders feiert.

Es hat sich inzwischen ja herumgesprochen, daß Luther ein glühender Antisemit war.
Wie weit er im Arsch der Herrschenden steckte und wie sehr er den Pöbel haßte, scheint den wenigsten klar zu sein.
Er verhandelte mit dem Adel, wenn er Unterstützung erhielt, würde er einige kirchliche Feiertage abschaffen, damit das einfache Volk dann auch schuften kann. Luther kämpfte gegen soziale Erhebungen und für den Erhalt der bestehenden Machtsrukturen.

Er wurde der Gegenspieler des Theologen Thomas Münzer, der sich auf Seiten der Bauern stellte, um mit ihnen für eine gerechtere Gesellschaftsordnung zu kämpfen. Münzer befürwortete die gewaltsame Befreiung der Bauern und betätigte sich in Mühlhausen/Thüringen, wo er Pfarrer in der Marienkirche war, als Agitator und Förderer der Aufstände. Dort versuchte er, seine Vorstellungen einer gerechten Gesellschaftsordnung umzusetzen: Privilegien wurden aufgehoben, Klöster aufgelöst, Räume für Obdachlose geschaffen, eine Armenspeisung eingerichtet.  Bei den sogenannten Bauernkriegen gab es auch eine Beteiligung von Städtern und Bergleuten, die eine „Revolution des Gemeinen Mannes“ anstrebten. Die Veränderung der weltlichen Ordnung lag fernab von Luthers Vorstellungen. Die Obrigkeit ist für ihn göttlich legitimiert.  Er verlangte in seiner Schrift "Wider die räuberischen und mörderischen Rotten der Bauern" die Vernichtung der Aufrührer. Die Schlacht bei Frankenhausen endete mit der Gefangennahme und Hinrichtung von Müntzer. Am 27. Mai wurde er vor den Toren der Stadt Mühlhausen enthauptet, sein Leib aufgespießt, sein Kopf auf einen Pfahl gesteckt. Viele tausend Bauern fanden den Tod.

Tausende Vollidioten feiern diese reaktionäre Drecksau.

Daß führende Poltiker bei diesem Spektakel nicht fehlen, wundert wenig.
 
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 18:14:54 So. 28.Mai 2017
Zitat
Tausende Vollidioten feiern diese reaktionäre Drecksau.
Danke, das das endlich mal wer ausspricht!
Und dieser Scheiß wird dann auch noch Live bei den ÖRs übertragen!
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Onkel Tom am 12:49:25 Mo. 29.Mai 2017
Und da konnten alle wiedermal auf Scheinheilig reden, über Dinge,
die sie im ihren politischen Positionen ignorieren.

 kotz
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 13:05:21 Mo. 29.Mai 2017
ZusammRottung - Heuchelchrist
https://www.youtube.com/watch?v=8cxETU-swMA (https://www.youtube.com/watch?v=8cxETU-swMA)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 13:44:07 Di. 18.Juli 2017
Zitat
Regensburger Domspatzen:
Mindestens 547 Chorknaben wurden missbraucht

"Gefängnis, Hölle und Konzentrationslager": Der Abschlussbericht zum Skandal bei den Regensburger Domspatzen dokumentiert hundertfache Gewalt und sexuellen Missbrauch.


Das Ausmaß des Skandals um die Regensburger Domspatzen ist noch größer als bisher angenommen: Mindestens 547 ehemalige Domschüler sind seit 1945 nach Angaben des Sonderermittlers Ulrich Weber missbraucht worden. Der Anwalt hat nach einer zweijährigen Untersuchung des Missbrauchsskandals bei dem weltberühmten Knabenchor seinen Abschlussbericht vorgelegt. 500 Chorkinder hätten körperliche Gewalt erlitten, 67 sexuelle Gewalt. Es gebe aber eine Dunkelziffer, sagte Weber. Er gehe von mindestens 700 Opfern aus.

Die Opfer beschrieben die Zeiten bei den Domspatzen im Nachhinein als "Gefängnis, Hölle und Konzentrationslager" oder als "schlimmste Zeit ihres Lebens, geprägt von Angst, Gewalt und Hilflosigkeit". Besonders in der Vorschule des Chores seien die Übergriffe umfassend gewesen, sagte Weber weiter.

Alle Taten sind verjährt

Als mutmaßliche Täter seien 49 Personen ermittelt worden, neun von ihnen seien sexuell übergriffig geworden. Die Taten haben sich laut Bericht hauptsächlich in den 1960er und 1970er Jahren ereignet. Bis 1992 sei durchgängig von körperlicher Gewalt berichtet worden. Fast alle Vorfälle waren zu den jeweiligen Zeiten nach den jeweils gültigen Gesetzen strafbar, inzwischen seien sie aber alle nach dem Strafrecht verjährt. Somit ist keine Strafverfolgung mehr möglich.

Weber sprach von einer Kultur des Schweigens. Die Regensburger Domspatzen sollten als Institution vor einer Rufschädigung geschützt werden. So habe auch eine frühe kritische Medienberichterstattung nicht zu Konsequenzen geführt.

Der Opferanwalt erhob auch Vorwürfe gegen den heutigen Kardinal Gerhard Ludwig Müller und den ehemaligen Chorleiter Georg Ratzinger, den Bruder des emeritierten Papstes Benedikt XVI. Ratzinger sei sein Wegschauen und "fehlendes Einschreiten trotz Kenntnis" vorzuwerfen. Im Umgang mit konkreten Fällen habe der Schutz der Institution im Vordergrund gestanden. Opferschicksale seien ignoriert, teilweise sogar Beschuldigte geschützt worden.

Chorleiter Ratzinger war vom Ehrgeiz getrieben

Ratzinger sei von den für die Untersuchung befragten ehemaligen Domspatzen sehr unterschiedlich, positiv wie negativ, beschrieben worden. Er leitete den Chor von 1964 bis 1994 und war nach Aussage ehemaliger Schüler "sehr ehrgeizig" hinsichtlich der Leistung des Chors. Darüber habe er wohl den Blick für die Gesamtverantwortung für die Kinder verloren. Es hätten sich aber keine Erkenntnisse ergeben, dass Ratzinger auch von sexueller Gewalt gewusst habe.

Kardinal Gerhard Ludwig Müller hatte als Regensburger Bischof eine Aufarbeitung in die Wege geleitet, als der Skandal 2010 bekannt wurde. Diese Aufarbeitung sei aber mit vielen Schwächen behaftet gewesen, etwa weil die Ermittler nicht den Dialog mit den Opfern gesucht hatten. Eine klare Verantwortung für die strategischen, organisatorischen und kommunikativen Schwächen müsse Müller zugeschrieben werden.

Im Frühjahr 2010 berichteten ehemalige Domspatzen erstmals von der Gewalt in Regensburg. Über Jahrzehnte hinweg sollen der damalige Direktor und andere Lehrer Kinder misshandelt haben. Die Aufklärung kam zunächst kaum voran. Erst als 2013 Bischof Rudolf Voderholzer das Amt von Müller übernahm, kam Bewegung in die Aufarbeitung. Er beauftragte im April 2015 schließlich Ulrich Weber als unabhängigen Gutachter.
http://www.zeit.de/gesellschaft/2017-07/regensburger-domspatzen-abschlussbericht-misshandlung (http://www.zeit.de/gesellschaft/2017-07/regensburger-domspatzen-abschlussbericht-misshandlung)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 11:01:08 Mi. 19.Juli 2017
Es war aber früher ein beschissenes Verhältnis der Eltern allgemein zur Kirche, Kinder die nach Hause gekomen wären mit dem Hinweis auf Missbrauch durch kirchliche Mitarbeiter hätten meistens eine üble Züchtigung dann durch die eigenen Eltern durchleben dürfen, die Kirche war über jeden Zweifel erhaben.
Dass die Kirche sich diese Zeiten gerne zurückwünscht und dabei den heutigen moralischen Verfall als Argument anführen ist mehr als zynisch.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 11:17:30 Do. 20.Juli 2017
Zitat
„Luther war Antisemit und Arbeitsfanatiker“

Der Philosoph Nikolas Lelle spricht heute Abend in Frankfurt über den Reformator Martin Luther und die Nationalsozialisten.


Es kommt nicht von ungefähr, dass Luther nicht nur Antisemit, sondern auch Arbeitsfanatiker war. Für ihn ist Arbeit keine Mühsal, sondern eine Pflichterfüllung Gott gegenüber. Während Deutsche arbeitsam und fleißig seien, würden Juden ihr Geld mit „Tricks“ wie Wucher, Geldleihen und Handel verdienen und somit vom Reichtum der anderen leben. Luther propagierte diese Idee „deutscher Arbeit“ auf besondere Weise, das prägte auch den Nationalsozialismus: Hitler hält 1920 eine Rede, in der er zum ersten Mal begründet, wie die Nazis über Arbeit nachdenken.

Er sagt, Deutsche arbeiteten gemeinnützig, als Dienst an der Volksgemeinschaft. Demgegenüber stehe der Jude, der eigennützig Geschäfte mache und keine Gemeinschaft im Blick habe. Aber zwischen Luther und Hitler liegen 400 Jahre. Luther ist eine Art Stichwortgeber für die Debatten, die es im 19. Jahrhundert gab und an die Hitler anschließt. Während Luther eher en passant darüber spricht, radikalisiert Hitler das und gibt sogar Kriterien dafür an, welche Arbeit „deutsch“ sei und welche nicht.

Die evangelischen Kirchenverbände wollen mit Luthers Antisemitismus völlig zu Recht nichts zu tun haben. Die Frage ist nur, ob man diesen einfach so von allen anderen Ideen Luthers abspalten kann. Meiner Meinung nach muss man seine Vorstellungen von Arbeit ins Zentrum rücken. Das hat die Konsequenz, dass auch sein Antisemitismus stärker hervortritt. Man kann sich nicht einfach von Letzterem distanzieren, ohne Luthers Äußerungen über Faule oder Müßiggänger miteinzubeziehen. Im Programm des Evangelischen Kirchentags habe ich keine einzige Veranstaltung zu diesem Thema gefunden. Man distanziert sich zwar auf eine Art, doch es findet keine ausreichende inhaltliche Auseinandersetzung statt.
http://www.fr.de/frankfurt/lutherjahr-2017-luther-war-antisemit-und-arbeitsfanatiker-a-1317208 (http://www.fr.de/frankfurt/lutherjahr-2017-luther-war-antisemit-und-arbeitsfanatiker-a-1317208)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 08:23:52 Sa. 22.Juli 2017
Zitat
Christentum:
Kirchen in Deutschland verlieren Hunderttausende Mitglieder
Die Zahl der Christen in Deutschland ist 2016 erneut gesunken.


Die katholische und die evangelische Kirche verlieren in Deutschland weiter an Mitgliedern. Wie die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) mitteilte, gehörten ihr Ende 2016 insgesamt rund 22 Millionen Menschen und damit knapp 1,6 Prozent weniger als im Vorjahr an. Bei den Katholiken verließen im vergangenen Jahr 162.093 ihre Kirche, teilte die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) mit.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-07/kirche-austritt-christentum-katholisch-evangelisch (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-07/kirche-austritt-christentum-katholisch-evangelisch)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: dagmar am 10:06:33 Sa. 22.Juli 2017
Gestern wurde in den Medien verbreitet, dass der Verlust der Mitgliederzahlen daran läge, dass die Kirchensteuerzahler wegsterben. Ja, dem ist so. Als meine Mutter verstarb (die einen Pfarrer als Redner gerne hätte gehabt) da hatte der keine Zeit. Der Bestatter hat - da meine Mutter ja der Kriche angehört - die Sterbeurkunde geschickt.

Ach plötzlich (nach der Beerdigung) hatte der Pfarrer Zeit bei mir (nicht mehr in der Kirche) aufzuschlagen. Hätte ja sein können, dass er mich wieder auf nehmen kann in die Herde der Kirchenbitglieder. Aber nein, er habe nichts vom versterben meiner Mutter gewusst, obwohl nachweislich informiert.

Der freie Redner, den ich gewählt habe, schien lt. Anwesenden sehr gut gewesen zu sein und dass mit dem, was meiner Mutter wichtig gewesen wäre aber ohne dem kirchlichen Besserwissen. Die Zeiten, wo man/frau meinte ohne Pfarrer nicht mehr die letzte Reise antreten zu können, die sind ebenso vorbei wie die guten, ertragsreichen Zeiten der Kirchde.

Es gibt ganz wenige kirchlich engagierte, denen geht es um die Sache!

Ansonsten ist es eine korrupte Gesellschaft wie jedes Industrieunternehmen auch! Krimineller wohl sogar als manche Unternehmen wenn man sich Missbrauch und Gewalt in den Einrichtungen ansieht. Lange ging es, die Generation vor uns wurde mit Angst vor der Kirche erzogen. Unsere Generationen lassen sich da nicht mehr die Angst machen und erfahren was so alles gelaufen ist.... treten aus ..... und werden so dafür sorgen, dass manch ein Bischofssitz nicht mehr in Gold erstrahlen kann.

Selber verursacht die Austritte aus der Kirche, durch unmenschliches Handeln (welches jetzt langsam ans Licht kommt).

Gruß von Dagmar
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 19:22:59 So. 23.Juli 2017
Und wir zahlen trotzdem.

Dazu noch gefällt mir der Kirchen oder Gottesersatz auch nicht, Konsum und Geldsammeln ist nicht besser als der Kirchenmoloch.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: dagmar am 08:12:31 Mi. 26.Juli 2017
Was Du sagst, lieber Troll, bewegte mich vor vielen Jahren aus der Kirche auszustreten: da stand jemand vor dem Altar und eerhöhte sich in meinen Augen vor den Anwesenden. Wenn es einen "Gott" einen Glauben oder das "Gute" geben sollte, dann dürfte es dabei keine Klassen geben. Dann dürfte nicht einer über den anderen stehen. Ziemlich naiv von mir, ich weiß, ....

Aber was ich von der Kirche vernommen habe geht zumeist nicht über den Kommerz hinaus. Die wenigen Ausnahmen, die ich kennenlernen konnte, die sind dann nach Afrika und haben selber Hand angelegt und wirklich geholfen - mit Taten und nicht mit Worten. Wenn es einen Glauben oder eine MAcht oder was auch immer geben sollte - die fair ist und als solches "verehrt" werden sollte (aus meiner Sicht) dann benötigt diese keine Geldeintreiber. Komisch eigentlich, irgendwie ist die Kirche doch genau selbiges, wie in der Bibbel durch die Gelteintreiber im Tempel verpönt, oder?

Nun gut, ich habe meine eigene Ansicht - ob die gut oder richtig ist - lasse ich dahin gestellt.

Gruß von Dagmar
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 18:28:22 Di. 15.August 2017
Der HErr hats gegeben, der HErr hats genommen.

Zitat
Eiche erschlägt Gläubige auf Madeira
Bei einem religiösen Volksfest auf der portugiesischen Urlaubsinsel Madeira ist ein Baum auf eine Menschenmenge gestürzt und hat zwölf Gläubige in den Tod gerissen, 52 weitere Menschen hätten Verletzungen erlitten.
http://www.fr.de/politik/meinung/kolumnen/iaa-autos-gucken-moepse-gucken-komasaufen-a-1331531 (http://www.fr.de/politik/meinung/kolumnen/iaa-autos-gucken-moepse-gucken-komasaufen-a-1331531)

Amen.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 18:54:15 Di. 15.August 2017
Zitat
Autos gucken, Möpse gucken, Komasaufen
:o
Entweder falscher Link oder Gott hat die Sünder bestraft! ;D ;D
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 19:13:17 Di. 15.August 2017
 :baby:  http://www.sueddeutsche.de/panorama/portugal-eiche-erschlaegt-glaeubige-auf-madeira-1.3628914 (http://www.sueddeutsche.de/panorama/portugal-eiche-erschlaegt-glaeubige-auf-madeira-1.3628914)   :baby:
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 10:44:46 Fr. 08.September 2017
Ihr Kinderlein, kommet nach Unterflossing

Näheres zum angekündigten Wunder:
Merkur.de (https://www.merkur.de/bayern/unterflossing-oberbayern-hunderte-dorfbewohner-warten-dass-ihnen-maria-erscheint-8415549.html)


Samstag 9. September um 16:30 Uhr kommt "Jungfrau" (ich dachte Jungfrauen gibt es ausschließlich in Pornos?) Maria nach Unterflossing, also auf nach Bayern, eine Jungfrau knattern.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:53:23 Fr. 08.September 2017
Naja, wenn die Stones schon nicht kommen, muss es eben Maria tun!
(Und irgendwie muss man die 100.000 € ja wieder reinkriegen)
Fehlt nur noch die Behauptung, der echte Heilige Gral wird in der Kapelle ausgestellt! (Obwohl jeder weiß, das der auf Schloss Dosenschreck aufbewahrt wird!)
https://www.youtube.com/watch?v=DIF_w6Wv0SQ (https://www.youtube.com/watch?v=DIF_w6Wv0SQ)

Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: BGS am 19:45:17 Fr. 08.September 2017
Ihr Kinderlein, kommet nach Unterflossing

Näheres zum angekündigten Wunder:
Merkur.de (https://www.merkur.de/bayern/unterflossing-oberbayern-hunderte-dorfbewohner-warten-dass-ihnen-maria-erscheint-8415549.html)


Samstag 9. September um 16:30 Uhr kommt "Jungfrau" (ich dachte Jungfrauen gibt es ausschließlich in Pornos?) Maria nach Unterflossing, also auf nach Bayern, eine Jungfrau knattern.

Nee, der weg ist mir zu lang und steinig;D
"Jungfrauen" knattern kann man auch abseits von Unterflossing.

Salvatore Caputo interessiert auch nicht.

MfG

BGS
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 08:39:20 Sa. 09.September 2017
Salvatore Caputo

Aber der Name ist schon cool.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 14:57:20 Sa. 09.September 2017
..
"Jungfrauen" knattern kann man auch abseits von Unterflossing.

Salvatore Caputo interessiert auch nicht.

MfG

BGS

Glaub ich nicht, so ein jungfräuliches Fossil gibt es nur in Bayern.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 13:26:30 So. 08.Oktober 2017
Zitat
Polen
Zehntausende Katholiken beten an den Grenzen

Menschenketten und Rosenkranzgebete: Zehntausende Katholiken haben sich an Polens Außengrenzen versammelt. Kritiker sprechen von einer antimuslimischen Aktion.


(http://cdn2.spiegel.de/images/image-1199221-860_poster_16x9-kveq-1199221.jpg)

Zehntausende polnische Katholiken haben am Samstag an den Außengrenzen des Landes Menschenketten gebildet und Gott um die "Rettung Polens und der Welt" gebeten. Die Gläubigen folgten einem Aufruf der Stiftung Solo Dios Basta. Zu der Aktion "Rosenkranzgebet an den Grenzen" hatte auch die polnische Bischofskonferenz eingeladen.

Die Bischöfe bezeichneten die Kundgebungen an der gut 3500 Kilometer langen Landesgrenze als Massengebet für den Weltfrieden. Kritiker sahen die Aktion hingegen als gegen Muslime gerichtet.

In einer live im ultrakatholischen Sender Radio Maryja übertragenen Messe erklärte Krakaus Erzbischof Marek Jedraszewski, er bete "für die anderen europäischen Nationen, damit sie die Notwendigkeit verstehen, zu den christlichen Wurzeln zurückzukehren, damit Europa Europa bleibt".

Mehr als tausend Menschen nahmen in der Kirche der Ortschaft Koden an der Grenze zu Weißrussland an einer Messe teil. Der 64-jährige Adam Hernik, der mit dem Reisebus aus seiner Diözese eintraf, sagte: "Ich kenne die Muslime nicht, aber wir dürfen sie nicht in unser Land lassen. Dann haben wir unsere Ruhe."

Die Aktion fand am Tag des Fests "Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz" statt, das seit der Seeschlacht von Lepanto im Jahr 1571 begangen wird. Damals besiegte die christliche Flotte die muslimische Übermacht und rettete damit "Europa vor der Islamisierung", wie die Stiftung in ihrem Aufruf erklärte. An der Aktion nahmen Hunderte Kirchen aus 22 Diözesen in Grenznähe teil.

Die Organisatoren weisen Vorwürfe, es handle sich um eine islamophobe Aktion, zurück. Das Gebet richte sich nicht gegen jemanden, sondern sei ausschließlich religiös motiviert.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/polen-zehntausende-katholiken-beten-an-den-grenzen-a-1171820.html (http://www.spiegel.de/politik/ausland/polen-zehntausende-katholiken-beten-an-den-grenzen-a-1171820.html)

    Klerikalfaschisten!
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 15:17:33 Fr. 13.Oktober 2017
Wann ist es denn endlich vorüber, dieses scheinheilige Lutherjahr!?!

(https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/cc/Lucas_Cranach_d._J._014.jpg)

Ich ertrage das verlogene Gebrabbel beim Deutschlandfunk von Käßmann, einer buddhistischen Nonne und einem muslimischen Geistlichen über den "goßen deutschen Reformator" einfach nicht mehr.

Warum redet keiner Klartext?



Adolf Hitler über Martin Luther:
"Luther war ein großer Mann, ein Riese. Mit einem Ruck durchbrach er die Dämmerung; sah den Juden, wie wir ihn erst heute zu sehen beginnen" (in: Mein Kampf, 1923).

Hitler:
"Ich tue nur, was die Kirche seit fünfzehnhundert Jahren tut, allerdings gründlicher."


Luther über Herrschaft:
"Christen verzichten darauf, sich gegen die Obrigkeit zu empören."

"Geld, Güter, Land und Leute haben ist an sich selbst nicht unrecht, sondern Gottes Gabe und Ordnung."




Luther über Bauern und Aufstände:

"Drum soll hier erschlagen, würgen und stechen, heimlich oder öffentlich, wer da kann, und daran denken, daß nichts Giftigeres, Schädlicheres, Teuflischeres sein kann als ein aufrührerischer Mensch; (es ist mit ihm) so wie man einen tollen Hund totschlagen muß: schlägst du (ihn) nicht, so schlägt er dich und ein ganzes Land mit dir."




Luther über Juden:
"Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen...; Man sollte ihre Synagogen und Schulen mit Feuer anstecken, ... unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, dass wir Christen seien (...) ihre Häuser desgleichen zerbrechen und zerstören."

Die Reichspogromnacht fand in der Nacht zu Luthers Geburtstag statt und auch bei den Nürnberger Prozessen beriefen sich die Nazis ausdrücklich auf Luthers Anti-Juden-Schriften. Die Judenverfolgung ist also keine Erfindung der Nazis, sondern hat kirchliche Tradition.
Der Thüringer Landesbischof Martin Sasse veröffentlichte wenige Tage später (23.11.) die Schrift „Martin Luther über die Juden: Weg mit ihnen!“ mit folgendem Zitat:
 „Am 10. November 1938, an Luthers Geburtstag, brennen in Deutschland die Synagogen (...). In dieser Stunde muss die Stimme des Mannes gehört werden, der als der Deutsche Prophet im 16. Jahrhundert aus Unkenntnis einst als Freund der Juden begann, der getrieben von seinem Gewissen, getrieben von den Erfahrungen und der Wirklichkeit, der größte Antisemit seiner Zeit geworden ist, der Warner seines Volkes wider die Juden.“ Er stellte ausgewählte Lutherzitate unter dem Leitmotto von Joh 8,44 („Ihr habt den Teufel zum Vater ...“) so zusammen, dass die nationalsozialistische Judenverfolgung als direkte Erfüllung von Luthers Forderungen erschien. Sasse verbreitete dieses Pamphlet auch außerhalb der Kirchen als „Kampfmittel in dem Weltkampf unseres Volkes gegen die Juden“.



Luther über Frauen:
»Die größte Ehre, die das Weib hat, ist allemal, dass die Männer durch sie geboren werden.«

»Denn Gott hat das Weib geschaffen, dass es soll bei dem Manne sein, Kinder gebären und Haushaltung verwalten.«

»Eine Frau hat häuslich zu sein, das zeigt ihre Beschaffenheit an; Frauen haben nämlich einen breiten Arsch und weite Hüften, dass sie sollen stille sitzen.«

»Der Tod im Kindbett ist nichts weiter als ein Sterben im edlen Werk und Gehorsam Gottes. Ob die Frauen sich aber auch müde und zuletzt tot tragen, das schadet nichts. Lass sie nur tot tragen, sie sind darum da.«

»Wo nun eins sich sperrt und nicht will, da nimmt und raubt es seinen Leib, den es dem andern gegeben hat. Das ist dann eigentlich die Ehe, und die Ehe ist zerrissen. Darum muss hier die weltliche Obrigkeit das Weib zwingen oder umbringen.«
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: counselor am 15:55:37 Fr. 13.Oktober 2017
Mich ärgert, dass dieser reaktionäre Luther in den Himmel gelobt wird, aber von Thomas Müntzer keine alte Sau redet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_M%C3%BCntzer (https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_M%C3%BCntzer)
https://www.marxists.org/archive/marx/works/1850/peasant-war-germany/ch02.htm (https://www.marxists.org/archive/marx/works/1850/peasant-war-germany/ch02.htm)
Auch von den Wiedertäufern redet niemand mehr:
https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%A4ufer (https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%A4ufer)
Ansonsten werde ich den Sonderfeiertag "Reformationstag" genießen.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 09:42:24 Sa. 14.Oktober 2017
Beinahe alles was von der westlichen/kaptalistischen Welt mit Ruhm und Ehre bedacht wird sind bei genauerem hinsehen erfolgreiche Amokläufer die es geschafft haben nicht erwischt zu werden, ja, und dafür werden sie geehrt und verehrt.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 18:24:48 Di. 31.Oktober 2017
Zitat
Verdient der Reaktionär und Antisemit Luther einen Feiertag?
https://www.heise.de/tp/features/Verdient-der-Reaktionaer-und-Antisemit-Luther-einen-Feiertag-3876395.html (https://www.heise.de/tp/features/Verdient-der-Reaktionaer-und-Antisemit-Luther-einen-Feiertag-3876395.html)

Und für wen gibt es nächstest Jahr einen Feiertag? Rudolf Hess? Horst Wessel?
Mich wundert in Doitschland gar nix mehr! >:(
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: dagobert am 19:31:21 Di. 31.Oktober 2017
Und für wen gibt es nächstest Jahr einen Feiertag? Rudolf Hess? Horst Wessel?
Was hätten wir denn nächstes Jahr im Angebot:
80 Jahre Reichspogromnacht
85. Jahrestag von Adolf Hitlers Ernennung zum Reichskanzler

Als Feiertag in Deutschland eher unwahrscheinlich:
75 Jahre Niederlage der Wehrmacht in Stalingrad
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: BGS am 19:38:57 Di. 31.Oktober 2017
...
Mich wundert in Doitschland gar nix mehr! >:(

Dito. Meine nicht allzu hohen Erwartungen diesbezüglich werden konstant von der dortigen Realität übertroffen. Leider wallfahren auch aus Skandinavien etliche Irregeleitete und Hirngewaschene nach Wittenburg. Würg.

MfG

BGS
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 20:46:37 Di. 31.Oktober 2017
Zitat
Und für wen gibt es nächstest Jahr einen Feiertag? Rudolf Hess? Horst Wessel?
Was hätten wir denn nächstes Jahr im Angebot:
80 Jahre Reichspogromnacht
85. Jahrestag von Adolf Hitlers Ernennung zum Reichskanzler
Jaja, das ist keine Satire oder Schwarzseherei, sondern nah an der Wahrheit:
Zitat
Proteste gegen Wiederaufbau der Garnisonkirche

Mit einem Festgottesdienst hat die Stiftung Garnisonkirche den umstrittenen Wiederaufbau der einstigen Potsdamer Militärkirche gestartet.


"Nun soll der Turm ein weithin sichtbares Wahrzeichen des Friedens und der Versöhnung werden", sagte der Kuratoriumsvorsitzende und Altbischof Wolfgang Huber in seiner Predigt auf der Baustelle. Etwa 50 Demonstranten protestierten mit einem Megafon und Trillerpfeifen lautstark gegen den Wiederaufbau. Zu den Kritikern zählen zahlreiche Initiativen auch von evangelischen Christen, die in der Garnisonkirche eine Stätte des preußischen Militarismus sehen.

Beim sogenannten "Tag von Potsdam" im März 1933 hatte Reichspräsident Paul von Hindenburg dem neuen Reichskanzler Adolf Hitler in der Kirche die Hand gegeben. Die Proteste richten sich zudem gegen den barocken Wiederaufbau in Potsdams Mitte. Den Befürwortern gilt der Turm dagegen als Wahrzeichen Potsdams, das im Stadtbild fehlt. Der im Krieg schwer zerstörte Turm war 1968 auf Geheiß der DDR-Führung gesprengt worden. Vor dem Aufbau wird nun zunächst das Fundament geschaffen. Für einen sicheren Stand des hohen Turms werden 38 Betonpfähle 38 Meter tief in die Erde versenkt. Von Mai 2018 an soll der Turm dann wachsen.
http://www.deutschlandfunk.de/potsdam-proteste-gegen-wiederaufbau-der-garnisonkirche.2849.de.html?drn:news_id=809977 (http://www.deutschlandfunk.de/potsdam-proteste-gegen-wiederaufbau-der-garnisonkirche.2849.de.html?drn:news_id=809977)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 16:00:21 Fr. 03.November 2017
! No longer available (http://www.youtube.com/watch?v=mcm8VBXdK74#)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 19:38:05 Fr. 03.November 2017
Boa, ist das gruselig!
Eine große evangelikale Sektenshow, finanziert aus GEZ- Gebühren!
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 20:44:44 Fr. 03.November 2017
große evangelikale Sektenshow
Das ist eine der Säulen der Herrschenden Klasse.
Der letzte Leiter der Bundesagentur für Arbeit , Frank-Jürgen Weise  (2007-2017), war nicht nur aus dem Militär, sondern auch aus einer evangelikalen Kirche und Mitglied des Kuratoriums von ProChrist. Er wurde auch Leiter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf). die Süddeutsche schrieb:
Zitat
Er leitet zwei Behörden, die über das Schicksal und die Zukunft von Flüchtlingen entscheiden. Dabei vertraut Frank-Jürgen Weise auf die Bundeswehr und die Bibel.
http://www.zeit.de/2016/25/frank-juergen-weise-fluechtlinge-bundeswehr (http://www.zeit.de/2016/25/frank-juergen-weise-fluechtlinge-bundeswehr)

ProChrist: Im Mittelpunkt stehen mehrtägige christliche Evangelisations-Veranstaltungen mit evangelikaler Prägung, die seit 1993 in Deutschland stattfinden.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 11:01:34 Sa. 04.November 2017
Neonazis hatten lange Zeit versucht sich vom Christentum abzusetzen, propagierten Neuheidentum und versuchten es mit Germanischen Göttern.

Spätestens seit den wochenlangen Straßenschlachten in Frankreich gegen Schwulenrechte von Katholen, Spießern und Faschisten, erkannten sie das weitaus größere Potential in dem Kreuzsymbol.

(https://abload.de/img/kreuz_bayern19j83.jpg) (http://abload.de/image.php?img=kreuz_bayern19j83.jpg)

(http://www.rantlos.de/wp-content/uploads/2015/01/Dresden.jpg)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 11:19:30 Sa. 04.November 2017
Es gab bei den Nazis schon immer mehr als nur eine Strömung!
Der Ku-Klux-Klan zum Beispiel hat sich schon immer als protestantisch verstanden.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 11:56:04 Sa. 04.November 2017
Da hast du natürlich recht.
Ich wollte eher darauf hinaus, daß (christliche) Religion zunehmend zu einem Vehikel reaktionärer bis faschistischer Organisierung wird.
Ich bin da sehr empfindlich und mir fallen Dinge auf, wie, wenn Merkel sagt, "wir schließen die Opfer und ihre Familien in unsere Herzen und Gebete ein." So ein Scheiß war nur bei US Politkern üblich und vor 20 Jahren in Deutschland undenkbar.

Und Politiker und die Kirchenoberen machen mit bei dem Marsch nach Rechtsaußen:

(https://www.rbb24.de/content/dam/rbb/rbb/rbb24/2017/2017_09/Report/Lebensmarsch.jpg.jpg/rendition=cq5dam.web.1280.1280.jpeg/size=708x398.jpg)
7500 Teilnehmer bei dem Marsch für das Leben 2017.

In einem Grußwort dazu erinnerte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, an den Einsatz der Kirche mit dem Ziel, das Leben ungeborener wie geborener Kinder zu schützen.

„Das Lebensrecht und die Würde des Menschen sind unveräußerlich“, so Robert Antretter, ehemaliger Bundestagesabgeordneter der SPD und Ehrenvorsitzender der Bundesvereinigung Lebenshilfe, in seiner Ansprache.

In diesem Jahr wird der "Marsch für das Leben" neben der Deutschen Bischofskonferenz und dem Berliner Erzbischof Heiner Koch auch von mehreren Bundestagsabgeordneten unterstützt. So schickten der Kirchenbeauftragte der Unions-Bundestagsfraktion, Franz-Josef Jung (CDU), der scheidende Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer (CSU) und der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach Grußbotschaften.

Der Berliner Erzbischof Heiner Koch bittet die Teilnehmer der Veranstaltung, ihren Einsatz für den Schutz des Lebens auch in Inhalten und Stil ihres Auftretens angemessen zu vertreten.

Der Schweigemarsch durch Berlin-Mitte endete mit einem ökumenischen Gottesdienst mit dem Vorsitzenden der Evangelischen Allianz in Deutschland, Präses Ekkehart Vetter sowie Bischof Dr. Rudolf Voderholzer.


Ich sehe in einigen bürgerlichen und biederen Bewegungen eine weitaus größere Gefahr, als in glatzköpfigen Stiefelfaschos.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 14:02:29 Sa. 04.November 2017
Christentum und Faschismus sind ja auch kompatiebel!
Beides Führerkulte! Und beide beten Massenmörder an.
"Dein Reich komme, dein Wille geschehe!"
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 13:10:25 So. 17.Dezember 2017
Monty Python - Adventures of Martin Luther
! No longer available (http://www.youtube.com/watch?v=YXzubuENjHk#)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 09:54:27 Mo. 25.Dezember 2017
(http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/509272/thumbs_bildergalerie/95841.jpg)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 11:04:35 Mo. 25.Dezember 2017
Jehova! Jehova!

! No longer available (http://www.youtube.com/watch?v=2haQJ-dfNFE#)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 15:44:51 Mi. 27.Dezember 2017
(http://sz-magazin.sueddeutsche.de/upl/images/user/509272/thumbs_bildergalerie/95841.jpg)


Ah, Ausflug der geschlossenen Abteilung.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Rudolf Rocker am 16:29:02 Mi. 27.Dezember 2017
Hat jemand die 5. von links wiedererkannt? ;D

(https://simpsonswiki.com/w/images/thumb/b/bc/Crazy_Cat_Lady.png/230px-Crazy_Cat_Lady.png)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 16:56:03 Fr. 29.Dezember 2017
Zitat
Weihnachtsbotschaft
Papst beklagt "Kriegsstürme" in der Welt
... (https://www.tagesschau.de/ausland/papst-urbietorbi-109.html)

So langsam begehrt der festsitzende katholische Bodensatz auch schon gegen den Papst auf, der meint es zu Ernst mit seinem Willen zur Veränderung.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 16:24:22 Mi. 21.Februar 2018
Bei den anderen Religionen isses auch nicht besser:
Zitat
Myanmar:
Buddhistischer Geistlicher rechtfertigt Angriffe auf Rohingya
http://www.zeit.de/politik/ausland/2018-02/myanmar-buddhistischer-abt-rolle-massaker-rohingya-islamismus (http://www.zeit.de/politik/ausland/2018-02/myanmar-buddhistischer-abt-rolle-massaker-rohingya-islamismus)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 11:25:53 Mo. 19.März 2018
Rechte Aufmärsche unter dem Kreuz:

Zitat
(http://www.muensterschezeitung.de/var/storage/images/wn/startseite/muenster/3222082-proteste-begleiten-gebetszug-1000-kreuze-fuer-ungeborene/92398255-6-ger-DE/Proteste-begleiten-Gebetszug-1000-Kreuze-fuer-Ungeborene_image_630_420f_wn.jpg)

Als Anwälte für den Schutz des ungeborenen Lebens sehen sich indes die Teilnehmer des Gebetszugs, die an der Aegidiikirche ihre großen weißen Holzkreuze in Position bringen
http://www.muensterschezeitung.de/Lokales/Staedte/Muenster/3222082-Proteste-begleiten-Gebetszug-1000-Kreuze-fuer-Ungeborene (http://www.muensterschezeitung.de/Lokales/Staedte/Muenster/3222082-Proteste-begleiten-Gebetszug-1000-Kreuze-fuer-Ungeborene)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 20:28:28 Fr. 30.März 2018
Zitat
Trennung von Kirche und Staat - jetzt

An Ostern haben sich alle den religiösen Riten einer Glaubensgemeinschaft unterzuordnen.


Kaum ein christliches Fest greift so penetrant in den säkularen Alltag ein wie Ostern. Verlangt die Karwoche im Vorfeld die Haltung in Trauer und Stille nur von den Gläubigen, ist an Karfreitag gesamtgesellschaftlich Schluss mit lustig.

Den religiösen Riten ist sich gefälligst unterzuordnen, immerhin bringen es die Katholiken und Protestanten gemeinsam noch auf 45 505 000 eingetragene Mitglieder (2016). Da ist natürlich jeder Säugling und Entmündigte mitgezählt, und trotzdem verzeichnen beide statistisch beim Kirchenbesuch neue Tiefstände, wie die evangelische Nachrichtenagentur idea.de jammert. Macht nichts, was vor 200 Jahren richtig war, wird wohl in 2018 noch recht sein, weshalb sich auf Teufel komm raus die gesamten 82,8 Millionen anzupassen haben.

Umso irritierender, wenn die christlich-sozialen Vorturner aus dem Bayerischen dem Islam seine Existenzberechtigung in Deutschland absprechen, weil der Islam weder katholisch noch evangelisch ist. Das ist einigermaßen dreist, maßen sich doch die Seehofers eine übergriffige Religiosität an, die auf das Kreuz im Klassenzimmer besteht, die Erzieherin mit Kopftuch aber am liebsten nach Anatolien ausweisen würde. Es ist schlicht eine Scheindebatte, die mit dem populistischen Gezeter einer Sechs-Prozent-Partei von der eigentlichen Aufgabe ablenkt: der De-facto-Trennung von Kirche und Staat.
http://www.fr.de/politik/meinung/kolumnen/ostern-und-religion-trennung-von-kirche-und-staat-jetzt-a-1476280 (http://www.fr.de/politik/meinung/kolumnen/ostern-und-religion-trennung-von-kirche-und-staat-jetzt-a-1476280)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Martin Mitchell am 09:58:24 Sa. 31.März 2018
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Zitat
Kirche für strengere Kontrollen zum Tanzverbot

Karfreitag tanzen gehen könnte dieses Jahr problematisch werden. Eigentlich sind öffentliche Tanzveranstaltungen an den Ostertagen verboten. Doch lange hat das niemanden interessiert. Nun drängen die Kirchen auf die Durchsetzung des Verbots.
http://www.fr-online.de/rhein-main/kirche-fuer-strengere-kontrollen-zum-tanzverbot/-/1472796/8351804/-/index.html (http://www.fr-online.de/rhein-main/kirche-fuer-strengere-kontrollen-zum-tanzverbot/-/1472796/8351804/-/index.html)

Mit welchem Recht wollen diese Wichser auch Andersgläubigen und Atheisten verbieten zu tanzen? Die können sich gleich mit der Taliban zusammentun.

Die Piratenpartei ist beim Bundesverfassungsgericht mit dem Vorhaben gescheitert, doch noch Demonstrationen gegen das Tanzverbot durchzusetzen. Ein Formfehler ist der Grund. Dennoch soll es Flashmob-Aktionen geben.
http://www.fr-online.de/rhein-main/tanzverbot-in-hessen-piraten-scheitern-in-karlsruhe--,1472796,14687338.html (http://www.fr-online.de/rhein-main/tanzverbot-in-hessen-piraten-scheitern-in-karlsruhe--,1472796,14687338.html)

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FR - Frankfurter Rundschau, DONNERSTAG, 29. MÄRZ 2018

QUELLE: http://www.fr.de/politik/meinung/kolumnen/ostern-und-religion-trennung-von-kirche-und-staat-jetzt-a-1476280 (http://www.fr.de/politik/meinung/kolumnen/ostern-und-religion-trennung-von-kirche-und-staat-jetzt-a-1476280)

Jetzt hier in Bezug auf den Zwang uns gefälligst religiösen Riten christlicher Glaubensgemeinschaften unterzuordnen. Solch ein Zwang besteht weiterhin für alle Bürger in der Bundesrepublik Deutschland

Zitat
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Frankfurter-Rundschau

Ostern und Religion

Trennung von Kirche und Staat - jetzt

An Ostern haben sich alle den religiösen Riten einer Glaubensgemeinschaft unterzuordnen. Daher irritiert, wenn christlich-soziale Vorturner dem Islam die Existenzberechtigung in Deutschland absprechen. Die Kolumne.

29.03.2018 12:36 Uhr

Von Katja Thorwarth [ Siehe @ http://www.fr.de/autor.=ktho/ (http://www.fr.de/autor.=ktho/) ]

[ Hier erst einmal ein großes Foto der über drei Meter hohen tragbaren "Prügel-Nonne" im Demonstrationszug der Ehemaligen Heimkinder, am 15. April 2010, for dem Reichstagsgebäude / Bundestagsgebäude, unter deutscher Flagge, in Berlin.

Direkt unter dem Foto die Beschriftung:

Welche Rolle spielt die Kirche in der Gesellschaft? Nicht immer eine gute.“ „Foto: imago]


[ Das Original dieses Fotos is hier zu finden @ https://in.reuters.com/article/idINIndia-47728120100415 (https://in.reuters.com/article/idINIndia-47728120100415) ]

Kaum ein christliches Fest greift so penetrant in den säkularen Alltag ein wie Ostern. Verlangt die Karwoche im Vorfeld die Haltung in Trauer und Stille nur von den Gläubigen, ist an Karfreitag gesamtgesellschaftlich Schluss mit lustig.

Den religiösen Riten ist sich gefälligst unterzuordnen, immerhin bringen es die Katholiken und Protestanten gemeinsam noch auf 45 505 000 eingetragene Mitglieder (2016). Da ist natürlich jeder Säugling und Entmündigte mitgezählt, und trotzdem verzeichnen beide statistisch beim Kirchenbesuch neue Tiefstände, wie die evangelische Nachrichtenagentur idea.de jammert. Macht nichts, was vor 200 Jahren richtig war, wird wohl in 2018 noch recht sein, weshalb sich auf Teufel komm raus die gesamten 82,8 Millionen anzupassen haben.

Wofür zahlen die Gläubigen denn Kirchensteuer, wenn sie nicht regelmäßig demonstrieren können, wer hier nach wie vor die ethische Deutungshoheit besitzt. Und die bezieht sich eben nicht auf die rationale Handlungspraxis nach dem kategorischen Imperativ Immanuel Kants, die das eigene Handeln einer Prüfung der Allgemeingültigkeit unterzieht. Religionen rufen eine „göttliche“ Offenbarung als Quelle von Handlungsnormen auf, die sinnstiftend alleine deshalb ist, weil sie sich einer übergeordneten metaphysischen Geistlichkeit unterordnet.

Entsprechend erklären sich die zehn Gebote weniger aus dem gesunden Menschenverstand, als dass sie vielmehr als Rede „Gottes“ an die Schäfchen verkauft werden. Der duldet zunächst einmal keine anderen Götter neben sich, weshalb dem Verkünder den Rücken kehrt, wer auch nur eines seiner Gebote in Frage stellt. Dass es verwerflich ist, zu morden und zu stehlen, geschenkt. Hingegen den siebten Tag – und damit zwingend nach christlicher Lehre – den Sonntag als Ruhetag zum Gesetz zu erheben, ist so wenig rational fundiert wie das Tanzverbot an Karfreitag.

Pech: Islam ist weder evangelisch noch katholisch

Als Argument wird stets die Notwendigkeit der Ruhe postuliert, wobei die Kirche nach eigener Sinnstiftung den Rhythmus bestimmt. Für die innere Einkehr dürfte jedoch ein jeder für sich selbst Sorge tragen, solange er nicht unter dem Joch eines Sklaventreibers den göttlichen Zeigefinger für Freiräume benötigt. Wenn, wäre die Politik zuständig. Dann aber verbieten sich diesbezügliche religiöse Riten von selbst – und zwar sowohl christliche, islamische als auch scientologische.

„Es werden wohl noch zehntausend Jahre ins Land gehen, und das Märchen vom Jesus Christus wird immer noch dafür sorgen, daß keiner so richtig zu Verstande kommt“, hatte Goethe seiner und unserer Zeit voraus einst formuliert. Natürlich möge trotzdem derjenige, der eine sinnstiftende Göttlichkeit als Rahmen braucht, die eigene Handlungspraxis unterordnen – als Verhaltenszwang unter dem Deckmäntelchen einer moralischen Ethik ist sie dennoch untauglich.

Umso irritierender, wenn die christlich-sozialen Vorturner aus dem Bayerischen dem Islam seine Existenzberechtigung in Deutschland absprechen, weil der Islam weder katholisch noch evangelisch ist. Das ist einigermaßen dreist, maßen sich doch die Seehofers eine übergriffige Religiosität an, die auf das Kreuz im Klassenzimmer besteht, die Erzieherin mit Kopftuch aber am liebsten nach Anatolien ausweisen würde. Es ist schlicht eine Scheindebatte, die mit dem populistischen Gezeter einer Sechs-Prozent-Partei von der eigentlichen Aufgabe ablenkt: der De-facto-Trennung von Kirche und Staat.


Katja Thorwarth Redakteurin
Digitale Redaktion [ Siehe @ Zum Profil der Autorin [ Siehe @ http://www.fr.de/autor.=ktho/ (http://www.fr.de/autor.=ktho/) ]

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Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Bowie am 12:09:09 Sa. 31.März 2018
Die Macht der Kirche in Staat und Gesellschaft ist ein Unding.
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 12:57:40 Mo. 02.April 2018
Zitat
Wie viel Geheimdienst steckt in der Frauenkirche?

Im Nordturm der Frauenkirche befinden sich eine Empfangs- und eine Sendeanlage des Bundesnachrichtendienstes.


Eine Empfangs- und Sendeanlage im Kirchturm ermöglichte Agenten im Einsatz dazu einen besseren Funkverkehr. Darüber hinaus nutzte womöglich noch eine zweite Behörde den Turm. Zudem wurde die Anlage wohl ausgerechnet von einer BND-Truppe verwendet, die illegale Überwachungen durchführte. Während die Kirche schweigt, fordern Katholikenverbände, die Apparate der Geheimdienste abzubauen.

Berichtet hatte über die BND-Funkanlage zuerst der Spiegel, aufgespürt hat sie der Geheimdienst-Experte Erich Schmidt-Eenboom aus Weilheim in Oberbayern. Er sei bei Vorarbeiten für die Performance-Kunstserie "Public Art Munich" darauf gestoßen, sagt er.

Die Kirche habe davon gewusst, ist sich der Geheimdienst-Experte sicher. Eine solche Anlage müsse regelmäßig gewartet und die Reichweite überprüft werden, sagt er. In den Nordturm gelange man aber nicht ohne Kenntnis der Kirche. Diese freilich schweigt.
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchner-dom-wie-viel-geheimdienst-steckt-in-der-frauenkirche-1.3913996 (http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchner-dom-wie-viel-geheimdienst-steckt-in-der-frauenkirche-1.3913996)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 19:42:19 Di. 24.April 2018
Symbol des Reaktionären: Das Kreuz mit und ohne Haken.

Zitat
Bayern
In jeder Behörde muss künftig ein Kreuz hängen

"Symbol der kulturellen Identität": In allen bayerischen Behörden sollen künftig Kruzifixe hängen. Das hat die Landesregierung beschlossen.


(https://abload.de/img/image-1279934-860_pos12uke.jpg) (http://abload.de/image.php?img=image-1279934-860_pos12uke.jpg)
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bayern-in-jeder-behoerde-muss-kuenftig-ein-kreuz-haengen-a-1204523.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bayern-in-jeder-behoerde-muss-kuenftig-ein-kreuz-haengen-a-1204523.html)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 10:26:16 Do. 26.April 2018
(https://files.newsnetz.ch/story/3/1/5/31501612/65/linke_spalte_a_story.jpg)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 18:42:19 Mi. 12.September 2018
Zitat
Sexueller Missbrauch:
Das Ausmaß des Verbrechens

 
 Zum ersten Mal gesteht die katholische Kirche in Deutschland ein, was sie erst jahrelang vertuscht und dann weiter beschönigt hat. Zum ersten Mal ließ sie den Kindesmissbrauch in ihren eigenen Reihen flächendeckend untersuchen. Die Ergebnisse der Untersuchung liegen der ZEIT exklusiv vor. Sie zeigen: 1670 Kleriker wurden zwischen 1946 und 2014 als Missbrauchsbeschuldigte innerhalb ihrer Kirche aktenkundig. 3677 Kinder und Jugendliche wurden nach Lage der Akten mutmaßlich zu Opfern. 4,4 Prozent aller Kleriker sollen im genannten Zeitraum Minderjährige sexuell missbraucht haben. "Diese Zahl stellt eine untere Schätzgröße dar", heißt es in einer offiziellen Zusammenfassung der Studie.

Mit anderen Worten: Hinter den wichtigsten Zahlen, die hier erhoben wurden, steht ein unsichtbares "mindestens".
(...)
 "In einigen Fällen fanden sich eindeutige Hinweise auf Aktenmanipulation." Außerdem habe es "explizit die Information" aus zwei Bistümern gegeben, "dass Akten- oder Aktenbestandteile mit Bezug auf sexuellen Missbrauch Minderjähriger in früherer Zeit vernichtet wurden". Neben der Aktenvernichtung wird auch das Blockieren einer unabhängigen Einsicht in die vorhandenen Bistumsakten belegt. In der Zusammenfassung der Studie steht auf Seite eins: "Das Forschungsprojekt hatte keinen Zugriff auf Originalakten der katholischen Kirche. Alle Archive und Dateien der Diözesen wurden von Personal aus den Diözesen oder von diesen beauftragten Rechtsanwaltskanzleien durchgesehen."
(...)
So belegen sie, dass der Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche nicht mit dem Jahr 2010 endet, als die Aufklärungswelle in Deutschland begann. Es gab auch nach 2010 noch Erstbeschuldigungen. "Das bedeutet, dass sexueller Missbrauch Minderjähriger durch Kleriker der katholischen Kirche kein vergangenes oder abgeschlossenes historisches Phänomen darstellt, sondern trotz der zwischenzeitlich ergriffenen Maßnahmen der Kirche weiterhin stattfindet."
...
https://www.zeit.de/2018/38/sexueller-missbrauch-bischoefe-kirche-studie/komplettansicht (https://www.zeit.de/2018/38/sexueller-missbrauch-bischoefe-kirche-studie/komplettansicht)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: counselor am 18:26:11 Do. 13.September 2018
Zitat
Sexuelle Gewalt in katholischer Kirche - „Lasset die Kindlein zu mir kommen“

In der Zeit zwischen 1946 und 2014 haben 1.670 oder auch mehr Kleriker der katholischen Kirche in Deutschland sexuelle Gewalt gegen mindestens 3.677 Kinder und Jugendliche verübt.

Quelle: https://www.rf-news.de/2018/kw37/lasset-die-kindlein-zu-mir-kommen (https://www.rf-news.de/2018/kw37/lasset-die-kindlein-zu-mir-kommen)
Titel: Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 10:12:44 Mo. 08.Oktober 2018
Zitat
Der Rektor der katholischen Hochschule Sankt Georgen hat sich für Homosexuelle eingesetzt - und deshalb seinen Job verloren.
http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/katholischer-hochschul-rektor-wegen-aeusserungen-zu-homosexualitaet-entlassen-a-1232028.html (http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/katholischer-hochschul-rektor-wegen-aeusserungen-zu-homosexualitaet-entlassen-a-1232028.html)
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: counselor am 11:36:17 Sa. 05.Januar 2019
Zitat
Walter Brandmüller - Kardinal nennt Empörung über Missbrauch in der Kirche Heuchelei

Kardinal Walter Brandmüller versucht, die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche zu verharmlosen: So sei es dort gar nicht schlimmer zugegangen als in der Gesellschaft selbst.

Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/walter-brandmueller-kardinal-nennt-empoerung-ueber-missbrauch-in-der-kirche-heuchelei-a-1246364.html
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 09:50:51 Mo. 07.Januar 2019
Die Kirchen entziehen sich der "weltlichen" Gerichtsbarkeit, ist also schon ein empörender Unterschied, der eine wird weg gesperrt (bis Lebenslang), der Kirchenangestellte wird versetzt, vom wohin versetzt fangen wir lieber nicht an sonst platzt mir der Kragen.
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Fritz Linow am 20:49:19 Di. 05.Februar 2019
Zitat
5.2.19
Finanzskandal Eichstätt: Teures Geklüngel unter Geistlichen

47 Millionen Euro Verlust: Massive "systemische Defizite" haben zum bundesweit größten kirchlichen Finanzskandal im Bistum Eichstätt geführt. Zu diesem Ergebnis kommt der unabhängige Prüfbericht. Ursache seien Intransparenz und Geklüngel. (...)
https://www.br.de/nachrichten/bayern/finanzskandal-eichstaett-teures-gekluengel-unter-geistlichen,RHC7OiP
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: counselor am 18:21:26 Di. 26.Februar 2019
Zitat
Krisengipfel im Vatikan - Von einer ernsthaften Aufarbeitung kann nicht die Rede sein

Am Sonntag ging im Vatikan der sogenannte "Antimissbrauchsgipfel", auch "Kinderschutzkonferenz" genannt, zu Ende - ohne greifbare Ergebnisse.

Quelle: https://www.rf-news.de/2019/kw09/von-einer-ernsthaften-aufarbeitung-kann-keine-rede-seinvom-krisengipfel-nicht-zu-erwarten
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 16:58:19 Mo. 04.März 2019
Zitat
Gottes missbrauchte Dienerinnen

Nach zahlreichen Pädophilieskandalen erschüttert ein weiterer Vorwurf die katholische Kirche: Überall auf der Welt sollen Priester Nonnen schamlos missbraucht haben. Über zwei Jahre stellten die Filmemacher Ermittlungen an. In dem Dokumentarfilm enthüllen nun Opfer eines der bestgehüteten Vergehen der katholischen Kirche.

Nach der Enthüllungsserie über die Vergehen pädophiler Priester tritt jetzt ein weiterer Skandal zutage, den die Kirche bislang noch zu vertuschen sucht: Überall in der Welt werden Ordensschwestern von hierarchisch über ihnen stehenden Klerikern sexuell missbraucht – von Priestern und Würdenträgern bis in den Vatikan hinauf. Den Dienerinnen Gottes, die in Folge dieser Vergehen schwanger werden, droht der Verstoß aus ihren Gemeinschaften oder sie werden zur Abtreibung gezwungen.
Diese systemimmanenten Verbrechen wurden zumeist ignoriert und sündige Priester vom Vatikan-Gericht freigesprochen. In den letzten 20 Jahren fing die Mauer des Schweigens jedoch an zu bröckeln. Trotz expliziter Berichte, die von Hinweisgebern an den Heiligen Stuhl gerichtet wurden, gaben sich drei Päpste die Ferula in die Hand, ohne der systematischen sexuellen Versklavung von Ordensfrauen einen Riegel vorzuschieben.
Die Ermittlungen zu diesem Dokumentarfilm dauerten über zwei Jahre. Zu Wort kommen Opfer, ihre Oberinnen, Priester und engste Mitarbeiter von Papst Franziskus. Ihre Aussagen enthüllen einen der bestverschleierten Skandale der katholischen Kirche.

97 Min.
Verfügbar vom 04/03/2019 bis 03/05/2019
Nächste Ausstrahlung am Dienstag, 5. März um 20:15


HTML5: https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/078000/078700/078749-000-A_EQ_0_VA-STA_04161673_MP4-1500_AMM-PTWEB_16uGTKVMr9.mp4
Quelle: Arte (https://www.arte.tv/de/videos/078749-000-A/gottes-missbrauchte-dienerinnen/)
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Fritz Linow am 22:51:43 Di. 05.März 2019
Redliche Protestanten sind auch nur verlogene Drecksäcke:

Das lutherische Bekenntnis zur Todesstrafe
http://www.ossietzky.net/4-2019&textfile=4687

Im Text ist zwar viel Theologiegedöns drin, aber auch viel Schmiß. Der Verfasser ist als Pastor seit den 60ern mit der Kirche im Dauerclinch. Scheint leider eine aussterbende Art zu sein.
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 09:53:22 Mi. 06.März 2019
Hier im Südwesten treiben sich noch ganz besondere protestantische Exemplare herum, die Pietisten, nach so etwas muss man selbst bei den Katholen länger suchen. Ich dachte mal die wären erledigt, bedeutungslos, aber es gibt Regionen wo sie nach wie vor ihr Unwesen treiben.
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 13:36:37 Di. 26.März 2019
Zitat
Beim Frauenmagazin „Women Church World“, das vom Vatikan herausgegeben wird, ist die gesamte rein weiblich besetzte Redaktion zurückgetreten.

Die Journalistinnen beklagen in einem offenen Brief an Papst Franziskus, sie seien wegen ihrer Berichterstattung über sexuelle Übergriffe gegen Nonnen diskreditiert worden. Die Redaktion sei nach der Veröffentlichung unter die direkte Kontrolle des „L'Osservatore Romano“ und damit unter die Kontrolle von Männern gestellt worden. Der Vatikan äußerte sich bislang nicht zum Entschluss der Journalistinnen.
https://www.deutschlandfunk.de/vatikan-redakteurinnen-des-frauenmagazins-treten-zurueck.2932.de.html?drn:news_id=990554
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Frauenpower am 09:49:53 Mi. 27.März 2019
Die Frauen des Vatikan-Magazins (ist ja schon revolutionär dass es das überhaupt gibt bzw. gab) geben leider auf :( https://www.zeit.de/gesellschaft/2019-03/katholische-kirche-frauenmagazin-ruecktritt-vatikan-missbrauchd
na ja, man kann sich ja auch zusammentun und was Eigenes auf die Beine stellen. Ich finde den Kampf gegen Sexismus im Alltag sehr wichtig! Schrecklich, was man als Frau sich noch alles gefallen lassen muss, und wo man lieber nichts sagt bzw. nichts sagen will, weil einem ansonsten das Wort im Mund umgedreht werden kann bzw. die Situation um der es geht .. schrecklich!


Ich bin dafür, dass auch Frauen Pfarrerinnen in der katholischen Clique werden können sollen! Ansonsten habe ich mit Religion nichts mehr oder nur peripher was am Hut. Man darf auch seinen eigenen Verstand und Inteligenz ("Heiliger Geist") benutzen.
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 09:59:18 Mi. 27.März 2019
Tja, bei Franziskus war ich lange bereit eher positives zu sehen, was ich zu seiner argentinischen Bischofszeit in Bezug auf den dortigen Kindesmißbrauch gelesen habe bzw. auch wieder seine Untätigkeit bringt mich wieder auf den unschönen Boden der Tatsachen.
Nach den letzten Päpsten schien er sich anfänglich positiv zu unterscheiden, wie Friedenspräsi Obama in den USA, tja, ein Satz mit x als Fazit beider "Heilsbringer".
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: counselor am 16:15:16 Mi. 27.März 2019
Die Kirche ist eine der größten Ausbeuter-Organisationen weltweit. Sie hat hierarchische und autoritäre Strukturen. Sie hängt sich gern ein soziales Mäntelchen um, als eine Art Camouflage.
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: BGS am 21:27:08 Mi. 27.März 2019
Und manipuliert in aller Welt schon kleine Kinder.

MfG

BGS
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Frauenpower am 19:42:38 Di. 09.April 2019
auch scheinheilig: konnte die reiche Kirche wirklich nichts für das verfallene Kloster tun, in das jetzt der rechte Steve Bannon einzieht und Rechte heranziehen will?? https://www.fr.de/politik/rechten-herrn-diensten-11846506.html

hätten da nicht lieber Arme und Obdachlose einziehen können? Ach, mensch .. und um das historische Gebäude tut es mir auch leid ..
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 15:47:41 Mi. 10.April 2019
Steve Bannon ist brandgefährlich. Seine Rolle wird gerade von den Medien heruntergespielt.

Hier noch ein weiterer Fall von Rechtsradikalismus, Gewalt und Kirche.
Die Colonia Dignidad in Chile. Kommunistenfresser und Folterspezialisten.
Deren Verfolgung wurde in Deutschland lange Zeit von CDU Politikern be- und verhindert, denn es sei eine christliche Einrichtung und sowas ist ja heilig und schützenswert.

Correctiv
bietet ausgiebige Blicke in den Abgrund:
https://correctiv.org/top-stories/2019/04/05/pruegel-folter-und-gesang/?utm_source=pocket-newtab
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Frauenpower am 15:29:52 Do. 11.April 2019
@Kuddel: mich beschäftigt diese furchtbare Sekte auch, erst letztens eine Fernseh-Doku dazu gesehen, die nichts beschönigte.

Und das die Opfer im Nachhinein keine Entschädigungen erhalten würden:
Zitat
Seit Jahren hoffen die Opfer der Colonia auf finanzielle Unterstützung durch den deutschen Staat. Vor gut einem Jahr schien es so weit: Fraktionsübergreifend gab der Bundestag der Bundesregierung den Auftrag, ein Hilfsprogramm für die Opfer zu erarbeiten. Ein Jahr später ist die Ernüchterung groß: „Im Zentrum des Hilfskonzepts könnte die Errichtung eines Hilfsfonds stehen“, heißt es in dem Entwurf, den die Bundesregierung vorlegte.

„Aus diesem sollen Unterstützungsmaßnahmen finanziert werden, die der Opfergemeinschaft zu Gute kommen. Individualmaßnahmen, insbesondere Geldmaßnahmen an Einzelpersonen, sind dagegen nicht vorgesehen.“ Die Bundesregierung sehe nicht, dass aus den Geschehnissen in der Colonia Dignidad rechtliche Ansprüche gegen die Bundesrepublik entstanden seien.
https://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Borken/Gronau/3426134-Colonia-Dignidad-Sektenopfer-hoffen-auf-Hilfe
wenn es keine rechtliche Berechtigung gibt - dann vielleicht menschliche???

und zudem der Skandal 2016:
https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/chile-colonia-dignidad-mittaeter-bei-gauck-empfang-14341320.html
Zitat
Die Verbrechen der Sekte Colonia Dignidad standen im Fokus des Chile-Besuchs von Bundespräsident Gauck. Dass ein verurteilter Mittäter nun bei einem Empfang Gaucks zugegen war, sorgt nicht nur bei Opferverbänden für Fassungslosigkeit.


@Troll: Papst Franziskus verliert bei mir auch in der Gunst schwer, allein deshalb, weil er Homosexualität als Modererscheinung ansehen soll. https://www.spiegel.de/panorama/leute/papst-franziskus-bezeichnet-homosexualitaet-als-modeerscheinung-a-1241490.html

es gibt soviel, dass die kath. Kirche richtig asozial macht. Bspw. Vergewaltigungsopfer an der Haustür eines kath. Krankenhauses abweisen (was nebst gesundheitl. Vesorgung auch für die Erfassung von Täterspuren doch wichtig ist und ein psychologisches Nachtreten am Opfer ist es auch noch) https://www.spiegel.de/panorama/koeln-vergewaltigungsopfer-von-katholischen-kliniken-abgewiesen-a-878210.html

ein kath. chefarzt gekündigt werden soll wegen ein zweites Mal heiraten usw. - gut, dass das die Richter nicht zulassen ..
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 17:42:32 Do. 11.April 2019
Ach Frauenpower, machmal hab ich das Gefühl, du ziehst dir diesen Mist zu sehr rein. Das ist alles real und schlimm. Ich weiß. Manchmal hilft da der Blick auf die Dinge mit schwarzem Humor. Mich bringen Trolls Kommentare oftmals zum Lachen, auch wenn es um finstere Themen geht.
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 19:07:11 Fr. 19.April 2019
Zitat
Stadt Trier zahlt seit 430 Jahren Hexengeld

Vor 430 Jahren verbrannte die Kirche in Trier den Uni-Rektor und Bürgermeister Dietrich Flade als "Hexenmeister". Wegen eines uralten Vertrags profitiert die katholische Kirche noch heute von der Hinrichtung.


Bis heute kassiert die Pfarrei Liebfrauen in Trier für die grausame Hinrichtung von Dietrich Flade. Jedes Jahr wandern 362,50 Euro aus der Stadtkasse in den Kirchensäckel. Ausgewiesen ist die Zahlung im Stadthaushalt als "Verpflichtungen aus dem Fladeschen Nachlass“.
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/trier/Uralte-Schulden-Stadt-Trier-zahlt-Hexengeld,stadt-trier-zahlt-hexengeld-100.html?utm_source=pocket-newtab
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Frauenpower am 09:35:50 Mo. 22.April 2019
@Kuddel #416: Stephen Bannon löst bei mir aber auch Unbehagen aus. Noch dazu haben die Afder diesen Rechtspopulisten jetzt eingelden und überlegen sogar eine Medienkonferenz daraus zu machen:
https://www.welt.de/politik/ausland/article192207081/Partei-bestaetigt-AfD-laedt-Ex-Trump-Berater-Bannon-in-den-Bundestag-ein.html
Zitat
Die AfD lädt Stephen Bannon in den Bundestag ein. Der ehemalige Chefstratege von US-Präsident Trump soll auf einer AfD-Konferenz einen Vortrag über erfolgreichen Wahlkampf halten. Von den Grünen kommt scharfe Kritik an den Plänen.

Und Colonia Dignidad hätte es schlicht nicht geben dürfen, manche Opfer werden rechts liegen gelassen und erhalten trotz Opferstatus selbst im Rentenalter keine Rente ..

aber ich bemühe mich schon auch, andere Seiten zu sehen. Es gibt schon auch Kirchliches, dass mich an sozialem Engagement beeindruckt. Die tun auch viel in der Flüchtlingshilfe usw. Im Glauben finden manche Kraft Engagement zu leisten, wo es andere nicht mehr schaffen würden. Oder sie bräuchten halt professionelle Ausbildugen ... Bspw.  Schwester Dr. Lea Ackermann. Sie engagiert sich für Frauen in Not, allen voran Frauen, die Prostitution und ähnlich Schlimmem ausgeliefert sind und verhilft ihnen in ein selbstbestimmteres Leben. https://www.solwodi.de/index.php
Zitat
SOLWODI steht für „SOlidarity with Women in DIstress“ – Solidariät mit Frauen in Not. Den Grundstein für diese internationale Menschenrechts- und Hilfsorganisation legte ich 1985 in Mombasa, Kenia.

Seit 1987 engagiert sich SOLWODI in Deutschland mit inzwischen 18 Beratungsstellen, einer Kontaktstelle und sieben Schutzwohnungen.

SOLWODI bietet ganzheitliche psychosoziale Betreuung und Beratung, sichere Unterbringung, Vermittlung juristischer und medizinischer Hilfe sowie Unterstützung bei der Rückkehr in die Heimatländer.

Unsere Homepage ist derzeit in Überarbeitung. In den nächsten Wochen werden wir uns in neuer Optik, mit überarbeiteten Inhalten, topaktuell und in übersichtlicher Gliederung präsentieren.

interessant war dieses Radio-Interview mit ihr: https://www.deutschlandfunk.de/schwester-lea-da-will-ich-helfen-und-der-liebe-gott-soll.1295.de.html?dram:article_id=396854
Zitat
Einst Bankkauffrau, später Nonne und Kämpferin für Frauenrechte: Der Lebensweg von Schwester Lea ist ungewöhnlich. „Ich war abenteuerlustig und ich war fromm“, sagt die Trägerin unzähliger Preise über ihren Beweggrund, ins Kloster zu gehen. Später habe sie „mit Gott einen Deal gemacht“, sich um Frauen in Not zu kümmern. ... Der Katholischen Kirche wirft Lea Ackermann vor, dass sich Frauen dort wie Eindringlinge fühlen, dass man ihnen nicht den Platz zugesteht, den ihnen Staat und Gesellschaft längst einräumen.


Oder Kirchenasyl u.ä.

ja, auf die negativen Seiten kann man hinweisen, die Guten sollte man auch nicht vergessen, im Gegenteil. Tue Gutes und sprich darüber :D

Apropos Scheinheiligkeit:
über die Anschläge in Sri Lanka sind PolitkerInnen entsetzt https://www.tagesschau.de/ausland/anschlaege-srilanka-reaktionen-101.html , Waffen werden aber inzwischen wieder nach Saudi-Arabien die am Jeman-Krieg beteiligt sind weiter verschickt https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-04/saudi-arabien-jemen-peter-altmaier-ruestung-exporte-waffen
Zitat
Peter Altmaier verteidigt neuen Rüstungsexport nach Saudi-Arabien
Der Bundeswirtschaftsminister sieht im Fall jüngster Waffenlieferungen keinen Spielraum für die Bundesregierung. Bei diesen Kooperationen müsse man vertragstreu sein.
weil Deutschland ein Export-PROJEKT mit Grorßbritannien und Frankreich hätte und es um den Frieden in Europa gehe. Gegenfrage: Ginge nicht auch ein gemeinsames NICHT-Waffenexport-Projekt?

Möchte ich noch mit PolitikerInnen an einem Tisch sitzen, die Waffen exportieren lassen gesetzt des Falls es ergäbe sich mal eine Gelegenheit dazu ..??
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 09:42:31 Mo. 22.April 2019
ja, auf die negativen Seiten kann man hinweisen, die Guten sollte man auch nicht vergessen

Da gebe ich dir Recht.

Zitat
Die Welt ist aus den Fugen geraten, sagt der katholische Priester Peter Kossen. Vor allem die Welt von Arbeitsmigranten in Niedersachsen. Seit Jahren beklagt der ehemalige Prälat von Vechta die Ausbeutung von Leih- und Werksarbeitern in der Fleischindustrie. "Moderne Sklaverei" nennt er die Zustände auf vielen niedersächsischen Schlachthöfen.
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Praelat-Kossen-fordert-Lobby-fuer-Arbeitsmigranten,kossen268.html

Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Frauenpower am 09:44:59 Mo. 22.April 2019
@Kuddel: jup - *gimme five* :D
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Kuddel am 09:59:34 Mo. 22.April 2019
(https://media1.giphy.com/media/13wHPKuKou0ndu/giphy.gif?cid=790b76115cbd73aa656b3965494862a9)
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 09:51:43 Sa. 11.Mai 2019
Zitat
Nach Missbrauchsvorwürfen
Polens Kirche gerät in den Wahlkampf

Die katholische Kirche in Polen steht nach Missbrauchsvorwürfen in der Kritik. Dadurch wird sie Thema im laufenden Europa-Wahlkampf. Die Regierung versucht die Kirche zu schützen. Die Opposition ist empört.

 Es ist Europa-Wahlkampf in Polen, und die einflussreiche katholische Kirche des Landes ist mitten hinein geraten. "Ich habe den Eindruck, die Kirche wird hier zum Prügelknaben und auf pädophile Priester reduziert", sagte der PiS-Europaabgeordnete Ryszard Czarnecki in einer Fernsehsendung.

Dabei geht es nicht nur um das Thema Missbrauch. Die Rolle der Kirche in Europa, aber auch das Verhältnis von Kirche und Staat, sind in Polen generell stark den Wahlkampf prägende Themen. Und während Teile der Opposition sich mehr oder weniger deutlich für eine klarere Trennung von Staat und Kirche einsetzen, behauptete PiS-Parteichef Jaroslaw Kaczynski, dass "wer die Hand gegen die Kirche erhebt und sie zerstören will", der erhebe die Hand gegen Polen.

Homosexuellen-Aktivistin stundenlang verhört
...

Quelle: tagesschau (https://www.tagesschau.de/ausland/kirche-polen-101.html)

Na das ist doch mal eine erfreuliche Entwicklung im Umgang mit der Kirche, und dies in Polen, dass ist gleich noch mal eine verschärfte Nummer.

Bananenessende Frau:
HTML5: https://media.tagesschau.de/video/2019/0429/TV-20190429-2255-4501.webm.h264.mp4
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Frauenpower am 17:40:45 Di. 18.Juni 2019
Kirchenleute neben Rechten soll es auch in Polen geben: https://www.zdf.de/nachrichten/heute/unabhaengigkeitstag-in-polen-gott-ehre-vaterland-102.html (aber auch solche, die sich rechten Tendenzen entgegenstellen)
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/unabhaengigkeitstag-in-polen-gott-ehre-vaterland-102.html

Magdeburg:
Zitat
20.000 Euro aus der Pfarreikasse entwendet
Pfarrer zeigt sich wegen Unterschlagung selbst an
Das Bistum Magdeburg wird von einem Finanzskandal in einer seiner Pfarrgemeinden erschüttert: Der Pfarrer einer Gemeinde im Harz hat Selbstanzeige beim Landeskriminalamt erstattet, weil er aus der Pfarreikasse widerrechtlich 120.000 Euro entnommen hat.

Zitat
Das Amtsgericht Quedlinburg hat den früheren katholischen Pfarrer von Ballenstedt wegen Veruntreuung von Kirchengeldern zu elf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Der nunmehr rechtskräftig gewordene Strafbefehl umfasse zudem die Auflage, 100 Stunden gemeinnützige Arbeit zu leisten, teilte der zuständige Pressesprecher des Landgerichts Magdeburg, Christian Löffler, am Dienstag auf Anfrage mit. Überdies müsse der Priester die veruntreuten Gelder in Höhe von rund 110.000 Euro an die Pfarrei zurückzahlen.
https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/priester-wegen-veruntreuung-von-110000-euro-verurteilt

mich würde interessieren, wo er die 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit ableistet, rein interesse halber  :P


Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Frauenpower am 12:13:08 Fr. 12.Juli 2019
Pfarrer in Münster erzeugt mit seiner "Predigt" Eklat im Gottesdienst
Zitat
Ein Teil des Chores und rund 70 Gottesdienstteilnehmer hatten die Münsteraner Heilig-Geist-Kirche während der Predigt des 79-Jährigen über das Thema Missbrauch und Vergebung am vergangenen Sonntag unter lautem Protest verlassen, wie „Kirche-und-Leben.de“ berichtet hatte. Er sei mit seiner Stimme nicht gegen „den schreienden Mob“ angekommen und habe seine Predigt abgebrochen, zitierte das Internetportal den in die Kritik geratenen Pfarrer. Im Gottesdienst, in dem es zum Eklat kam, sollen auch von Missbrauch Betroffene gewesen sein, wie „Kirche-und-Leben.de“ berichtete.
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_86047514/muenster-eklat-um-pfarrer-der-vergebung-fuer-straftaeter-gefordert-hatte.html
ging in dem Gottesdienst um Vergebung für Pfarrer die missbrauchten. Mal sich genauer in den Fall und Artikel und Themen rund um dazu einlesen.

Ich meine: zu entschuldigen ist so eine Tat niemals!
und die Opfer sollten auch an erster Stelle stehen
Vergebung von Tätern würde ich aber auch nicht völlig ausschließen ... wer missbraucht, hat einen Schaden seinerseits von irgendwo her und warum auch immer, sonst würde er Vertrauen nicht ausnutzen - im Fall von sexuellem Missbrauch und Pädophilie setze ich eine Psychotherapie zwingend voraus, und Kapieren, was falsch lief ..
Und vielleicht sollte sich die katholische Kirche endlich auch für Frauen öffnen ..https://www.badische-zeitung.de/freiburg/naechste-maria-2-0-demo-zur-bischofsweihe-des-stadtdekans--174078054.html


Dieser verfluchte sexuelle Missbrauch! Er findet überall statt, in allen denkbaren und undenkbaren Branchen, Sparten, Bereichen - in allen! Bei Vertrauenden finden Grenzverletzungen statt die eine Fehlfunktion im eigenen Fühlen und Wahrnehmen das ganze Leben lang begleiten können ..

Zitat
Wie ein Sprecher des Technischen Hilfswerks dem SWR bestätigt hat, soll sich ein 20 Jahre alter THW-Mitarbeiter wiederholt an Kindern vergangen haben. Der Vater zweier Betroffener hatte die Vorfälle öffentlich gemacht. Zunächst hatten das Magazin "Stern" und das "Badische Tagblatt" darüber berichtet.
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/Staatsanwaltschaft-Baden-Baden-ermittelt-Stern-Missbrauchsvorwuerfe-gegen-THW-Jugendbetreuer,thw-missbrauch-baden-baden-100.html
Zitat
Anwalt der Opfer übt Kritik
Kritik am THW wurde von Seiten der Opfer und ihrer Familien laut. Man hätte die Beschwerden der Eltern über einen möglichen sexuellen Missbrauch nicht ernst genug genommen, so Gerhard Bräuer. Er ist Anwalt und vertritt drei der insgesamt elf geschädigten Jungen. Die von ihm vertretenen Eltern hätten sich seitens des THW Hilfestellung gewünscht, etwa durch die Bereitstellung eines Psychologen.

immer wieder das Gleiche - warum werden Hinweise nicht ernst genommen? Falls man Hinweise erhält und die Angst besteht, dass man jemanden falsch verdächten könnte, was verständlich ist, kann man doch wenigstens mal ein bischen ein Zeit lang mehr ein Auge auf die benannte Person haben !!

@Kuddel #424:  ;D
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 12:15:03 Do. 25.Juli 2019
Zitat
Notre Dame: Verlass dich auf Milliardäre und du bist verlassen

Die von Frankreichs Superreichen mit großer Geste angekündigten Spenden für Notre Dame werden nicht bezahlt. Der Vorgang zeigt erneut, dass auf freiwillige Leistungen von Milliardären kein Verlass ist. Das Prinzip des privaten Kultursponsorings bliebe auch dann problematisch, wenn die Gelder irgendwann fließen sollten: Reichtum darf keinen Einfluss auf die Kulturlandschaft ermöglichen. Kultur darf nicht zur Bühne für leere Posen von Begüterten werden. Von Tobias Riegel.
...

„Die großen Spenden wurden nicht gezahlt. Kein Cent davon. Sie (die ‚Spender‘) wollen erst wissen, wofür genau ihr Geld ausgegeben wird und ob sie damit einverstanden sind, bevor sie es spenden, sie wollen nicht einfach die Gehälter der Arbeitskräfte zahlen.“
...
...

Quelle: NDS (https://www.nachdenkseiten.de/?p=53647)

Das diese Kreise keine Gehälter oder Löhne zahlen wollen dürfte bekannt sein, ist (k)ein Geheimnis ihres Reichtums.
Um Gottes willen, soll/muß ich jetzt Überraschung heucheln?
Titel: Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
Beitrag von: Troll am 19:29:46 Fr. 13.September 2019
Zitat
Böser Brief aus Rom
Vatikan weist Deutsche Bischofskonferenz in ihre Schranken

Nach dem Missbrauchsskandal will sich die katholische Kirche in Deutschland reformieren. Doch jetzt funkt der Vatikan dazwischen – mit einer sehr klaren, fast spöttischen Botschaft.

Angeredet wird Reinhard Marx von seinem römischen Kardinalskollegen Marc Ouellet aus dem Vatikan gestelzt-höflich mit "Eure Eminenz". Aber dann hagelt es Kritik. Trefft keine deutschen Entscheidungen, am Ende entscheidet Papst Franziskus, katholische Kirche ist keine Demokratie – mit so schroffen Feststellungen bügelt Rom den Wunsch in Deutschland nach mehr innerkirchlicher Offenheit ab. In dem Gutachten lässt der Vatikan kaum ein gutes Haar am geplanten Reformprozess der katholischen Kirche in Deutschland.

...
...

Quelle: t-online (https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_86443130/vatikan-weist-deutsche-bischofskonferenz-in-ihre-schranken.html)

Franziskus ist bisher ein Obama für die katholische Kirche.