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Andere Themen / Re: Wie sind eure Erfahrungen mit dem Elo-Forum?
« Letzter Beitrag von Tiefrot am Gestern um 18:00:03 »
Zitat
Vorsorglich und nein, ich bin kein Jobcenter-Mitarbeiter, wurde mir lustiger Weise auch schon öfter unterstellt.
Du wirst grinsen, im Elo gabs mal welche.
Aber die haben sich auch zu erkennen gegeben.
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Theoriebereich / Re: Zur Migrationsfrage
« Letzter Beitrag von Kuddel am Gestern um 16:31:41 »
Ein superwichtiges Thema. Ich gehe davon aus, daß die kommenden Kämpfe aus der Migrantenszene zu erwarten sind. Die Kontakte zu Migranten und deren internen Strukturen sind bei deutschen Linken kaum vorhanden. Es ist auch ein schwieriges Feld.

Der FAU (von der man sonst wenig hört) ist es immerhin in zwei spektakulären Fällen gelungen, einen Schulterschluß und gemeinsame Kämpfe mit Arbeitsmigranten zu organisieren.

Beim "Mall of Shame" in Berlin, wird seit 2015 gemeinsam gekämpft:
https://de.labournet.tv/mall-shame-stand-der-dinge-2015
https://de.labournet.tv/video/6737/mall-shame-aufruf-zur-demo-am-6122014
https://de.labournet.tv/mall-shame

Und vor wenigen Wochen was es der Spargelhof in Bornheim bei Bonn.
https://www.radiobonn.de/artikel/wieder-streiks-auf-spargelhof-596281.html
https://jungle.world/artikel/2020/22/wild-streiken-statt-spargel-ernten



Ansonsten halte ich nicht viel von linken Vorstellungen von Rassismus und Antirassismus. Die sind verkopft und verkorkst. Linke Theorien sind so weit entfernt von der Realität von Rassismus und Antirassismus in der Gesellschaft und in den Unterschichten.

Ich war in den 80er Jahren oft im Wendland bei Widerstandsaktionen gegen die Atomindustrie. Man fand die Wendländler ja so toll in ihrer Widerständigkeit. Es waren die Wendländer nicht nur gespalten in ihrer Haltung zur Atomindustrie, viele waren auch ansonsten reaktionär. Es haben sich gegen Ende des Krieges Flüchtlinge aus Ostpreußen und Schlesien in den Dörfern niedergelassen und denen gab man auch noch in den 80ern zu verstehen, daß sie nicht dazugehörten zur Dorfgemeinschaft.

Letzt hab ich Interviews gehört mit Kriegsflüchtlingen, die damals aus Ostpreußen und Schlesien gekommen sind, heute aber keine syrischen Kriegsflüchtlinge akzeptieren wollen.

Ich diskutiere auch online mit deutschen LKW Fahrern, die ausgewandert sind und einen Job in den USA, Kanada oder Südostasien gefunden haben. Alle haben erzählt, wie knallhart es ist, die Einwanderunghürden zu nehmen. Und dann sagen sie, die Hürden können nicht hoch genug sein, man sollte nicht so viele Ausländer ins Land lassen.  :o Und gestern bin ich im Taxi vom Fahrer in gebrochenem Deutsch vollgelabert worden über kriminelle Ausländer, die sich nicht an deutsche Regeln halten könnten, "diese Arschlöcher!".

Natürlich sind Migranten nicht automatisch gut drauf oder unsere Freunde. Es gibt türkische Faschisten und wohl auch Faschisten aus jedem anderen Land der Welt. Zum Teil haben sie die Feindschaften aus den Bürgerkriegen ihrer Heimatländer mitgebracht, zum Teil die Vorurteile, die in der ländlichen Bevölkerung (überall auf der Welt) gepflegt werden. Aber das ist nicht das Ende der Welt und es muß nicht alles so bleiben. Menschen können sich ändern und wenn es erst mit ihren Kindern in der nächsten Generation passiert.

Menschen sind crazy, bekloppt, komisch, haben Bedürfnisse, Witz, sind manchmal berechenbar und manchmal undurchschaubar. Wenn man diese faschstoiden, rassistischen oder frauenverachtenden Alltäglichkeiten, Ideologien und Traditionen durchbrechen will, kann man nicht einfach "gegen Faschisten kämpfen", sondern man muß sich ins Getümmel schmeißen und sich mit den anderen Verrückten auseinandersetzen und auch ihren Alltag teilen. Die Leute sind nicht zu bekämpfen, sondern falsche und menschenverachtende Vorstellungen und Ideologien. Man muß sich da durchaus streiten. Man muß dazu aber ernstgenommen werden. Man sollte sich schon ein wenig kennen und es hilft, wenn man gemeinsam gefeiert oder sich irgendwo im Alltag gegenseitig geholfen hat. Aber niemand kann Klugscheißer ab.

Die linke Szene wird sol lange völlig wirkungslos bleiben, so lange sie eine "Szene" bleibt, die nur den Zusammenhalt mit ihresgleichen sucht und sich deshalb diverse subkulturelle Mode- und Sprachcodes zugelegt, um einander zu erkennen. So lange sie vor den schmuddeligen und politisch unkorrektem Proletariat (egal ob migrantisch oder deutsch) Schiß haben und nur unter Gleichgesinnten klarkommen, stellen sie keinerlei Gefahr für das System dar. Der Staat hat sich darauf eingerichtet, der linken Subkultur ein wenig Hauerei mit den Bullen am Wochenende zu bieten, wodurch sich die Szene wichtig und voll ausgelastet fühlt.

Warum sollten sich Migranten einer solchen Szene anschließen wollen? Es sind die Parties und Konzerte der Linksradikalen denkbar unattraktiv für Migranten. Diese Szene ist verkrampft, unerotisch und hat nen Stock im Arsch. Man quatscht von Antirassismus, ist aber nicht in der Lage antirassistisch zu leben. Man labert und labert, ein besonders bescheuertes aktuelles Steckenpferd linker Laberrunden ist "Critical Whiteness", worauf ich nicht näher eingehen möchte.

Anfang der 70er entstanden in UK die Skinheads als Gegenbewegung von Kids der Arbeiterklasse gegen die Hippies, deren endloses Gelaber und die ebenso endlosen Getarrensoli ihrer Musik einfach nur als totlangweilig empfunden wurden. Sie schnitten sich die Haare radikal kurz und hatten Spaß daran, gemeinsam mit den afrokaribischen Einwanderkids gegen Bullen zu kämpfen und zu Skamusik zu tanzen. Leider gelang es den Rechten, diese vielversprechende proletatrische Jugendbewegung für sich zu kapern. Die Linken konnten das Phänomen nicht verstehen und überließen den Faschos das Feld.

Im Ernst: Ich halte die migrantischen Szenen für entscheident für die Kämpfe der näheren Zukunft.
Ob Linke darin eine Rolle spielen, hat damit zu tun, ob sie von den Migranten ernstgenommen werden, ob sie als Freunde und Mitstreiter erlebt wurden. Ich denke schon, daß wir uns überlegen müssen, wie wir gemeinsam feiern und gemeinsam kämpfen können.

Ich war auf einer Geflüchtetenveranstaltung, auf der sich einige Migranten massiv über die herablassende Haltung von "Helfern" beschwert haben, von kopftätschelnden Muttis bis hin zu Leuten, die ihre Altkleider abgeladen haben und Dankbarkeit dafür erwarteten. Sie erwarten, daß man ihnen zuhört und erst einmal fragt, was die Bedürfnisse und Probleme sind.

Wir haben da wohl noch einen weiten Weg vor uns.
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Andere Themen / Re: Wie sind eure Erfahrungen mit dem Elo-Forum?
« Letzter Beitrag von Sunlight am Gestern um 16:11:50 »
Ich sehe keinen Informationsaustausch.

Ich auch nicht, eher einen undifferenzierten Rundumschlag ohne wirklich erkennbare Problematik. Dazu fehlen immer noch entsprechende Fakten.

Keine weiteren Infos oder Belege. Stattdessen ein Ausfragen der chefduzen-User, Unterstellungen und ein pampiger Umgangston. Wem soll das weiterhelfen? Ich hoffe, Kaufmann ist zumindest seinen Frust losgeworden.

 ;) Da wir bekanntlich selten einer Meinung sind, hier schon.


Glaskugelblick lässt grüßen, solange Kaufman nicht mit seinem Anliegen genauer raus kommt.
@Kaufmann. Was war denn im Elo-Forum los, was Dich dazu veranlasste diesen Thread zu starten ?

Der Frage schließe ich mich gleich an, denn ohne eine entsprechende Information ist hier nichts zu machen. Habe auch noch nie erlebt, dass
jemand im Forum ein Thema so einstellt:

Hallo,

die Frage steht in der Überschrift. Erbitte Meinungen.

Dann ernsthaft erwartet, dass hier eine vernünftige Diskussion zustande
kommt. Im Eingangs-Thema fehlt Alles und Keiner kann Rätselraten, was
das soll. Allgemein stellen Benutzer ein Thema mit ausreichenden Informationen zur Verfügung und jeder kann sich sofort ein Bild von der Problematik machen.


Was mir an der Sache allerdings so missfällt ist die Tatsache, dass es sich dabei um einen JC-Mitarbeiter handeln soll. Klar, in einem Forum ist man anonym und jeder kann sich als JC-Mitarbeiter, Fachanwalt, ZAF-Dispo, usw. ausgeben.

Steile These, steht das auf dem Nick im Forum, dass es sich um einen
Jobcenter-Mitarbeiter handelt? Das wäre mir neu, deshalb halte ich diese Behauptung für eine reine Unterstellung.

Selbst wenn ein Forum einen Anwalt hätte, einen Jobcenter-Mitarbeiter im
Team hätte, wird das mit Sicherheit nicht gegenüber Benutzern bekannt gemacht. Warum auch, denn es hat keinerlei Auswirkungen auf die Antworten, wenn sie sich am SGB orientieren und man die jeweiligen Chancen bei der Problematik anhand von Gerichtsurteilen und weiteren Informationen für den Hilfesuchenden abschätzt.

Sicher, der Hilfesuchende kann grundsätzlich gegen Alles klagen, kein Problem. Aber was bringt das, wenn man ihn als Helfender in eine Klage treibt bei der er sich nur eine blutige Nase holt und noch mehr Frust.

@Onkel Tom hat da auch ein sicheres Gespür, wann was falsch läuft und man etwas dagegen tun kann.

Es ging jedoch um Grundwissen in puncto "Sanktionen" und wenn man solch simple Dinge als JC-Mitarbeiter nicht weiß, dann ist das ein Armutszeugnis.

Dann mal raus mit dem Fachwissen in Bezug auf Sanktionen. Welche Befähigung
hast du, dass du hier Fehler erkennst?  ;) Das wird sicher spannend! Bitte auch den Link zu entsprechenden Thema in dem betroffenen Forum diesmal nicht wieder vergessen. Damit wir uns alle eine Bild von der vermeintlichen Falschberatung machen können.

Vorsorglich und nein, ich bin kein Jobcenter-Mitarbeiter, wurde mir lustiger Weise auch schon öfter unterstellt.
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Wohnen / Re: Wohnen osteuropäischer Arbeitssklaven
« Letzter Beitrag von Kuddel am Gestern um 14:17:00 »
Zitat
Müllproblem vor Containerdorf
Erste Maßnahmen gegen Bornheimer Spargelhof Ritter



Vor dem Containerdorf für Saisonarbeiter stapelt sich der Müll, der seit mehreren Monaten nicht mehr abgeholt wurde.
https://www.express.de/bonn/muellproblem-vor-containerdorf-erste-massnahmen-gegen-bornheimer-spargelhof-ritter-36269304
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@Kuddel: da müsste ich nochmal drüber nachdenken. Das hier finde ich nicht zahnlos!
https://www.tagesspiegel.de/politik/beihilfe-durch-unterlassen-zum-mord-linke-stellen-nach-toetung-soleimanis-anzeige-gegen-merkel/25589212.html

Viele Forderungen und Anliegen sind nicht zahnlos.
Zumindest kann es auch bei Abgeordneten der Linken  zu Wahlkreisbuero- Durchsuchungen kommen, die angeblich verfassungswidrig waren.
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020-06/michel-brandt-abgeordnetenbuero-polizeiaktion-verfassungswidrig

Ich persönlich will auch keine Radikalisierung, bin absolut gegen jegliche Form von Gewalt. Die Linke ist eine Mitmach- Partei, pflegt niederschwellige Hierarchien wie im Gegensatz zur CDU bspw, da soll Vorgesetztenkult herrschen Und gegen Vorgesetztenkult soll die Linke auch sein. Zu Konkurrenz kann es bei der Linken trotzdem kommen manchmal das liegt in der Natur des Parteiengesetz und Aemterwahlregolarien usw.

Was soll Die Linke denn tun?

PS: genderneutrale Toiletten sind ok, , ich fände ein bestehendes Angebot von geschlechtsbezogenen Toiletten aber auch gut, wichtig und richtig.

Ich fände eine Anlaufstelle für Frauen im öffentlichen Raum auch gut. Bspw. Wenn sie wo warten müssen und nicht als Flirt-Subjekt betrachtet werden wollen oder Anderes.
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Theoriebereich / Re: Aufarbeitung von Staatsterror und Faschismus
« Letzter Beitrag von Troll am Gestern um 13:12:53 »
Verstehst du nicht, hat etwas mit Werten und Tradition zu tun. ;)
Nichtwissen hat Tradition.
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Andere Themen / Re: Wie sind eure Erfahrungen mit dem Elo-Forum?
« Letzter Beitrag von rebelflori am Gestern um 12:53:57 »
Dein Hinweis, dass man diejenige/denjenigen darauf aufmerksam machen soll, ist natürlich berechtigt. Das riesengroße Problem ist aber, dass man, selbst wenn man jemanden höflich und freundlich auf seinen Fehler aufmerksam macht, sofort verwarnt, wenn nicht sogar gesperrt wird. Mir fällt auf, dass sich das dortige Klima seit etwa vier Jahren (deshalb auch meine Frage an den User) massiv verschlechtert hat und viele gut informierte Teilnehmer gekickt wurden.
Also ist deine Behauptung, das sich das sich in dem Forum eine Clique gebildet hat.
So welche Meinungen: Kann man am schnellsten, in Faken umwandeln in dem man sich auf die Quellen beruft.
Mir persönlich ist aufgefallen, das viele Menschen noch ein gut funktionierendes Normensystem haben.
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Andere Themen / Re: Wie sind eure Erfahrungen mit dem Elo-Forum?
« Letzter Beitrag von Onkel Tom am Gestern um 12:48:35 »
Jo, wenn Kaufmann hier Hinweise geben würde, wo im Elo-Forum Dinge wie z.B. Falschberatung lief,
hätten wir auch eine Vorstellung, um was es Kaufmann im Elo-Forum geht.

Die Administration vom Elo-Forum ist eigendlich dahinter her, bei Falschberatung ein zu greifen..
Daher verstehe ich das nicht, was Kaufmann hier mit diesem Thread bezwecken will..

Glaskugelblick lässt grüßen, solange Kaufman nicht mit seinem Anliegen genauer raus kommt.

@Kaufmann. Was war denn im Elo-Forum los, was Dich dazu veranlasste diesen Thread zu starten ?
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Termine / Bundesweiter Aktionstag am 18.07.2020 #nichtaufunseremrücken
« Letzter Beitrag von RoterProlet am Gestern um 12:23:53 »
Am 18.07.2020 findet ein bundesweiter Aktionstag unter dem Motto "Krise? Nicht auf unserem Rücken!" statt.


https://nichtaufunseremruecken.noblogs.org/nichtaufunseremruecken-die-reichen-sollen-die-krise-bezahlen/

Auch in Kiel wird es auch dazu eine Veranstaltung geben:

https://roteskollektivkiel.blackblogs.org/gerade-machen-gegen-ihre-krise/

In Hamburg wird es auch eine Veranstaltung geben:
http://www.unten-gegen-oben.de/2020/07/05/18-7-aktionstag-gegen-ihre-krise/

Für Rostock und Lübeck sind ebenfalls Aktionen geplant.
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Landwirtschaft und Agrarindustrie / Re: Billiglöhne im Schlachthof
« Letzter Beitrag von counselor am Gestern um 12:12:03 »
Zitat
„CORONASCHUTZ“ IN DER NRW-FLEISCHINDUSTRIE - Geschützt werden nur die Profite

Wer hat nicht noch die markigen Worte bürgerlicher Politiker, darunter auch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, im Ohr, die angesichts diverser Corona-Ausbrüche in der Fleischindustrie „hartes Durchgreifen“ angekündigt hatten. Die seit dem 1. Juli 2020 geltenden Regelungen für die NRW-Fleischindustrie aus dem Hause Laumann entpuppen sich aber bei genauerem hinsehen nicht nur als „laues Lüftchen“ sondern als handfester Skandal.

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw28/geschuetzt-werden-nur-die-profite
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