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Neuigkeiten + Diskussion => (Sozial-) Politikforum & Aktuelles von Chefduzen => Thema gestartet von: Rudolf Rocker am 17:54:54 Di. 20.August 2013

Titel: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 17:54:54 Di. 20.August 2013
Zitat
Belegung des Asylbewerberheims geht trotz Protesten weiter

Die Lage in Hellersdorf bleibt angespannt: Am Dienstagabend soll es neue Demonstrationen gegen und für das Asylbewerberheim geben. Die Polizei muss das Gebäude weiterhin beschützen, die ersten Flüchtlinge sollen aus Angst schon wieder ausgezogen sein. Berlins Flüchtlingsrat hat ein Belegungsstopp gefordert - doch bereits heute sollen neue Bewohner einziehen.

https://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2013/08/fluechtlingsheim-hellersdorf-weiter-bewacht.html (https://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2013/08/fluechtlingsheim-hellersdorf-weiter-bewacht.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 18:12:28 Di. 20.August 2013
Zitat
Der Mob versammelt sich
https://linksunten.indymedia.org/de/node/92935

Zitat
Berlin/Hellersdorf: Der deutsche Mob tobt
https://linksunten.indymedia.org/de/node/92919


An alle in und um Berlin:
Hin da! Die Flüchtlinge schützen!!!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 00:42:43 Mi. 21.August 2013
Um Mitternacht befinden sich noch etwas 100 Menschen bei der Mahnwache in Berlin- Hellersdorf!
Vielen Dank an alle Berliner_innen, die sich mit den Refugees solidarisch erklärt haben und bereit sind sie vor übergriffen durch Neonazis und dummdeutsches Bürgertum zu schützen.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 13:44:30 Mi. 21.August 2013
Es gehört durchaus in die Rubrik "Rechtsruck von oben".
Man scheint hier eins zu eins das zu wiederholen, was vor gut 20 Jahren zu dem Brandanschlag in Mölln und den Pogromen in Rostock geführt hat. Vielleicht steht bereits eine neue NSU in den Startlöchern...

In Krisenzeiten muß ein Sündenbock her, auf den man die wachsende Wut lenken kann.

Zitat
Asylbewerber – Bosbach fordert Krisentreffen

CDU-Politiker Bosbach will das Thema Asyl nicht Rechtspopulisten überlassen und fordert ein Treffen von Bund, Ländern und Kommunen. In der Nacht protestierten NPD-Anhänger in Berlin gegen Flüchtlinge.
http://www.welt.de/politik/deutschland/article119227542/Asylbewerber-Bosbach-fordert-Krisentreffen.html (http://www.welt.de/politik/deutschland/article119227542/Asylbewerber-Bosbach-fordert-Krisentreffen.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Eivisskat am 16:10:05 Mi. 21.August 2013
Es ist wirklich ekelhaft:

https://www.facebook.com/pages/B (https://www.facebook.com/pages/B)ürgerinitiative-Marzahn-Hellersdorf/545616855485388

http://www.stern.de/politik/deutschland/streit-um-asylbewerberheim-in-berlin-hellersdorf-nur-ein-kleines-bisschen-rechts-2052487.html (http://www.stern.de/politik/deutschland/streit-um-asylbewerberheim-in-berlin-hellersdorf-nur-ein-kleines-bisschen-rechts-2052487.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: CubanNecktie am 16:17:46 Mi. 21.August 2013
Ja, und dieses Facebook-Titelbild, Gemeinschaft statt Klassenkampf passt auch nicht, Rassismus ist in meinen irgendwie auch ein Klassenkampf  kotz von oben gewollter Kampf zwischen den den deutschen Abgehängten und zwischen Flüchtlingen  kotz
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 16:40:37 Mi. 21.August 2013
Zitat
Ja, und dieses Facebook-Titelbild, Gemeinschaft statt Klassenkampf passt auch nicht, Rassismus ist in meinen irgendwie auch ein Klassenkampf
Das ist eine Naziseite, falls Du es noch nicht bemerkt hast!




Zitat
Proteste gegen Flüchtlingsheim gehen weiter

Die rechtspopulistische Partei "Pro Deutschland" hat am Vormittag in Berlin-Hellersdorf gegen das neue Flüchtlingsheim demonstriert - allerdings kamen nur wenige Teilnehmer zu der Kundgebung. Zur Stunde gibt es weitere Proteste in Moabit. Hunderte Gegendemonstranten haben sich versammelt, die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort.
http://www.rbb-online.de/politik/thema/streit-um-fluechtlingsheime/beitraege/fluechtlingsheim-hellersdorf-weiter-bewacht1.html (http://www.rbb-online.de/politik/thema/streit-um-fluechtlingsheime/beitraege/fluechtlingsheim-hellersdorf-weiter-bewacht1.html)



Twitter Ticker hier:
https://twitter.com/AntiRa_Info_MH (https://twitter.com/AntiRa_Info_MH)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 20:58:37 Do. 22.August 2013
Asylsuchende bitten um Sachspenden(Kleidung,Schuhe, Kuscheltiere).Kann am Infostand vor ort abgegeben werden. Bitte kein Müll!!!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 09:26:44 Fr. 23.August 2013
Zitat
Diskriminierung im Sonderpostenmarkt

"EU-Bürger sind herzlich willkommen" - auf Deutsch oder Englisch stand das nicht an der Tür, aber auf Arabisch und Albanisch. Gerichtet war er also an die, die in dem Laden in Bramsche nicht willkommen sind: Bewohner eines benachbarten Flüchtlingsheims.
http://www.tagesschau.de/inland/diskriminierung108.html (http://www.tagesschau.de/inland/diskriminierung108.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Eivisskat am 08:29:08 Sa. 24.August 2013
Zitat
Jede Nacht Angst

Rassisten befördern in Duisburg Pogromstimmung gegen Sinti und Roma. Die Hetze der Politik hat dafür erst die Bedingungen geschaffen.

http://www.jungewelt.de/2013/08-24/050.php
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:25:45 Sa. 24.August 2013
Zitat
250 Antifaschist_innen auf Kundgebung in Solidarität mit den Geflüchteten + + + Anschliessende Spontandemo über Einkaufsmeile + + + Gute Stimmung und positives Feedback
https://linksunten.indymedia.org/de/node/93210
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 03:20:14 So. 25.August 2013
Zitat
Linkes Bündnis stellt sich gegen NPD-Kundgebung

Unter dem Motto "Asylflut stoppen" sind am Samstag rund 150 NPD-Anhänger nach Berlin-Hellersdorf gezogen, um gegen das neue Flüchtlingsheim zu protestieren. Dort trafen sie auf über 700 zumeist linke Gegendemonstranten, die ihrem Ärger über den rechten Aufmarsch Luft machten. Um die beiden Gruppen getrennt zu halten, waren rund 400 Polizisten im Einsatz.
https://www.rbb-online.de/politik/thema/streit-um-fluechtlingsheime/beitraege/hellersdorf-npd-demo-gegendemo.html (https://www.rbb-online.de/politik/thema/streit-um-fluechtlingsheime/beitraege/hellersdorf-npd-demo-gegendemo.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 10:17:49 Di. 27.August 2013
Zitat
Es ist genau 20 Jahre her, dass in Solingen fünf Menschen türkischer Herkunft starben, weil Ausländerfeinde ihr Haus angezündet hatten. Drei Tage vor den Morden hatte der Bundestag das Grundgesetz geändert und das Asylgrundrecht in Artikel 16 dramatisch eingeschränkt – weil man die „Ängste der Bevölkerung“ vor zu vielen Flüchtlingen ernst nehmen müsse. Das Kalkül, mit dem Grundrechtsschnitt das Reizthema Asyl den rechten Stammtischen zu entreißen, ging in Solingen grausam in Flammen auf.

2013 ist nicht 1993. Die Asylzahlen liegen extrem weit unter denen von damals, und so wird es auch bleiben. Umso mehr jagt es einem Schauer des Entsetzens über den Rücken, wenn CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach auf die Belagerung des Hellersdorfer Asylheims genauso reagiert wie die Politik vor 20 Jahren: „Man muss die Sorgen der Anwohner ernst nehmen“, das Thema dürfe nicht den Rechtspopulisten überlassen werden, sagt er.
http://www.fr-online.de/meinung/fluechtlingsheim-solingen-und-hellersdorf,1472602,24081370.html (http://www.fr-online.de/meinung/fluechtlingsheim-solingen-und-hellersdorf,1472602,24081370.html)

Der STERN ist auch wieder ganz vorn!
Zitat
...die Linken nerven Anwohner mit Mahnwachen.
http://www.stern.de/politik/deutschland/asylstreit-in-marzahn-hellersdorf-die-qual-der-wahl-2053636.html (http://www.stern.de/politik/deutschland/asylstreit-in-marzahn-hellersdorf-die-qual-der-wahl-2053636.html)

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 15:33:54 Do. 29.August 2013
Zitat
Die sogenannte Residenzpflicht ist eine Schande für den deutschen Rechtsstaat, es ist ein Instrument der Willkür und Kriminalisierung: Überschreitet ein Flüchtling die ihm vorgegebene Grenze, und sei es nur, um seine schwangere Freundin zu besuchen, begeht er eine Straftat. In Bayern und Sachsen existiert die Regelung noch.
http://www.sueddeutsche.de/politik/deutsche-asylpolitik-sieg-des-menschenverstands-1.1757347 (http://www.sueddeutsche.de/politik/deutsche-asylpolitik-sieg-des-menschenverstands-1.1757347)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 11:06:44 Di. 24.Dezember 2013
Zitat
Doppelt so viele Angriffe auf Flüchtlingsheime wie im Vorjahr

Rechtsextreme agieren immer häufiger gegen Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland. Das ergibt eine Kleine Anfrage der Linken im Bundestag. Die Zahl rechtsradikaler Aufmärsche war 2013 im Vergleich zum Vorjahr sogar sechsmal so hoch.
http://www.sueddeutsche.de/politik/fremdenfeindlichkeit-doppelt-so-viele-angriffe-auf-fluechtlingsheime-wie-im-vorjahr-1.1850747 (http://www.sueddeutsche.de/politik/fremdenfeindlichkeit-doppelt-so-viele-angriffe-auf-fluechtlingsheime-wie-im-vorjahr-1.1850747)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: admin am 18:25:16 Di. 28.Januar 2014
Zitat
Warnung vor "herausragendem Gefährdungspotenzial"
Neonazis greifen noch öfter zur Waffe

Nach dem Bekanntwerden des NSU hat die Zahl rechtsextremer Delikte mit Waffen 2012 einen Rekordwert erreicht. Die Regierung warnt vor einem herausragenden Gefährdungspotenzial. Zu den Hintergründen fehlen ihr aber Erkenntnisse.
  :rolleyes:
http://www.tagesschau.de/inland/neonazibewaffneteueberfaelle100.html (http://www.tagesschau.de/inland/neonazibewaffneteueberfaelle100.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 19:25:58 Do. 06.Februar 2014
Zitat
Feuerkatastrophe in Hamburg - Brandstiftung?

Bei einem verheerenden Brand in einem Mehrfamilienhaus in Hamburg-Altona sind eine 33-jährige Mutter und ihre beiden kleinen Söhne ums Leben gekommen. Die Polizei und die Hamburger Staatsanwaltschaft ermitteln inzwischen wegen Brandstiftung. Ein Kinderwagen, der im Hauseingang der Unterkunft für Flüchtlinge und Asylbewerber stand, gilt als mutmaßlicher Brandherd. Allerdings könne auch ein technischer Defekt am Stromkasten als Brandursache noch nicht völlig ausgeschlossen werden, sagte Polizeisprecher Holger Vehren am Donnerstag. Brandbeschleuniger wurden bisher nicht entdeckt. Die Polizei hat eine Sonderkommission eingerichtet.

Haus dient als Flüchtlingsunterkunft

Bei den Toten handelt es sich nach Informationen von NDR 90,3 um Flüchtlinge aus Pakistan, die die Stadt in dem Haus untergebracht hatte. Die Familie lebt seit 2002 in Hamburg. In dem alten Haus aus der Gründerzeit wohnten 46 Menschen - zum Beispiel aus Pakistan, Afghanistan und Russland. Auch einige Obdachlose sind dort untergebracht. Das Gebäude gehört einem Privateigentümer. Wie NDR 90,3 berichtete, hat er es seit August 2010 an Hamburgs Landesbetrieb "fördern & wohnen" vermietet.




http://www.ndr.de/regional/hamburg/feuer1439.html (http://www.ndr.de/regional/hamburg/feuer1439.html)
Titel: Demo gegen Rassistische Morde nach Brandanschlag mit drei Toten
Beitrag von: xyu am 19:46:16 Do. 06.Februar 2014
Zitat
Do. 6.2. Demo 19:30 Uhr Eimsbüttler Straße 75

In Folge einer Brandstiftung auf ein Wohnheim in dem Flüchtlinge untergebracht sind in der Eimsbüttler Straße starben gestern drei Menschen, eine pakistanische Mutter mit zwei Kindern, in den Flammen. Ein Großteil der restlichen 30 Bewohner_innen wurde verletzt. Nachdem gestern ein Verteilerkasten als Brandursache vermutet wurde, gehen die Brandermittler seit heute nachmittag davon aus, dass das Feuer absichtlich gelegt wurde. Das Haus war komplett von Refugees als privatisierte Form einer Flüchtlingsunterkunft bewohnt. Eine andere Form der kasernierten Unterbringung die seit langem kritisiert wird. Auch wegen der Gefahr von Anschlägen auf Bewohner_innen.

Für heute am Donnerstagabend wird daher von unterschiedlichen Gruppen für 19:30 Uhr zu einer Demonstration vor das Haus mobilisiert. Kommt alle, gedenkt den Toten und organisiert Proteste gegen rassistische Morde und die staatliche Abschiebepolitik.

Während in Ceuta und Lampedusa die Menschen durch das europäische Grenzregime ertrinken, wird in Deutschland durch Kontrollen und Sondergesetze eine rassistische Stimmungsmache betrieben, die Tote durch Brandanschläge und Übergriffe zur Folge hat. Biedermänner, wie Olaf Scholz mit seiner Hetze gegen Lampedusa-Flüchtlinge, sind hierbei die Brandstifter.

Gegen den rassistische Flüchtlingspolitik – Bleiberecht für Alle!
Residenzpflicht und Lagerunterbringung abschaffen!
Schluß mit rassistischen und faschistischen Morden!
http://florableibt.blogsport.de/2014/02/06/demo-gegen-rassistische-morde-und-brandanschlag-mit-drei-toten/ (http://florableibt.blogsport.de/2014/02/06/demo-gegen-rassistische-morde-und-brandanschlag-mit-drei-toten/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 12:50:02 Fr. 07.Februar 2014
Sa. 8.2. Trauermarsch für die getöteten Refugees 13 Uhr S-Bahnhof Sternschanze


Zitat
Auf der Versammlung vor dem abgebrannten Haus in der Eimsbüttler Straße wurde heute Abend beschlossen für Samstag den 8. Februar für 13 Uhr zu einem Trauermarsch für die drei getöteten Refugees zu mobilisieren. Treffpunkt ist S-Bahnhof Sternschanze.

In Folge einer Brandstiftung auf ein Wohnheim in dem Flüchtlinge untergebracht sind in der Eimsbüttler Straße starben gestern drei Menschen, eine pakistanische Mutter mit zwei Kindern, in den Flammen. Ein Großteil der restlichen 30 Bewohner_innen wurde verletzt. Nachdem gestern ein Verteilerkasten als Brandursache vermutet wurde, gehen die Brandermittler seit heute nachmittag davon aus, dass das Feuer absichtlich gelegt wurde. Das Haus war komplett von Refugees als privatisierte Form einer Flüchtlingsunterkunft bewohnt. Eine andere Form der kasernierten Unterbringung die seit langem kritisiert wird. Auch wegen der Gefahr von Anschlägen auf Bewohner_innen.

Während in Ceuta und Lampedusa die Menschen durch das europäische Grenzregime ertrinken, wird in Deutschland durch Kontrollen und Sondgesetze eine rassistische Stimmungsmache betrieben, die Tote durch Brandanschläge und Übergriffe zur Folge hat. Biedermänner, wie Olaf Scholz mit seiner Hetze gegen Lampedusa-Flüchtlinge, sind hierbei die Brandstifter.

Gegen den rassistische Flüchtlingspolitik – Bleiberecht für Alle!
Residenzpflicht und Lagerunterbringung abschaffen!
Schluß mit rassistischen und faschistischen Morden!

Bis morgen!! ;)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: xyu am 01:22:09 So. 16.Februar 2014
Unterlassene Hilfeleistung – Geflüchteter stirbt im Lager in Plauen

Zitat
Im Ge­flüch­te­ten­heim auf der Ka­ser­nen­stra­ße in Plau­en ist am Frei­tag (14.​02.​2014) ein li­by­scher Ge­flüch­te­ter ge­stor­ben. Ein Wach­mann hatte sich ge­wei­gert, den Not­arzt zu rufen.

Plau­en. Nach dem Tod eines Ge­flüch­te­ten aus Li­by­en er­mit­teln Po­li­zei und Staats­an­walt­schaft gegen einen Si­cher­heits­dienst-​Mit­ar­bei­ter wegen un­ter­las­se­ner Hil­fe­leis­tung. Dem 43-​Jäh­ri­gen wird vor­ge­wor­fen, kei­nen Ret­tungs­dienst für den Kran­ken ge­ru­fen zu haben. „Wir er­mit­teln gegen ihn, weil er fast zwei Stun­den keine Hilfe ge­holt hat“, sagte Jan Mei­nel, Spre­cher der Po­li­zei­di­rek­ti­on Zwi­ckau.

Der Flücht­ling starb am Frei­tag in den Mor­gen­stun­den vor den Augen sei­ner schwan­ge­ren Frau. Nach Re­cher­chen der „Frei­en Pres­se“ ver­such­ten Heim­be­woh­ner_in­nen be­reits in der Nacht, Hilfe vom dienst­ha­ben­den Wach­mann zu be­kom­men. Der habe sich je­doch ge­wei­gert, den Not­arzt zu alar­mie­ren. Spä­ter soll er ge­äu­ßert haben, er dürfe das nicht. Diese Aus­sa­ge woll­te die Po­li­zei am Frei­tag weder be­stä­ti­gen noch de­men­tie­ren. Mei­nel zu­fol­ge haben die Be­woh­ner_in­nen den Si­cher­heits­mann mehr­fach auf­ge­sucht und schließ­lich ein Fens­ter der Wacht­meis­te­rei auf­ge­he­belt. Erst dar­auf­hin soll der 43-​Jäh­ri­ge die Po­li­zei ein­ge­schal­tet haben. Der Not­arzt konn­te nur noch den Tod fest­stel­len.

Seit drei Wo­chen lebte der Ge­flüch­te­te, 43 Jahre alt, mit sei­ner Frau und sei­nem zehn Mo­na­te alten Sohn in Plau­en. Er­kennt­nis­se zur To­des­ur­sa­che er­hof­fen sich die Er­mitt­ler durch eine Ob­duk­ti­on am Mon­tag. Nach In­for­ma­tio­nen der „Frei­en Pres­se“ soll er unter aku­ten Darm­pro­ble­men ge­lit­ten haben. Be­reits am Diens­tag kam er wegen Bauch­schmer­zen ins Plaue­ner Vogt­land-​Kli­ni­kum, wurde al­ler­dings am sel­ben Abend wie­der ent­las­sen.

Heute, am 15.​02.​2014, fan­den zwei von Men­schen aus Plau­en or­ga­ni­sier­te Mahn­wa­chen für den ge­stor­be­nen Ge­flüch­te­ten statt. Eine 15 Uhr an der Ka­ser­nen­stra­ße und eine 16 Uhr am Thea­ter­platz in Plau­en (Sach­sen).

http://afadresden.blogsport.de/2014/02/15/unterlassene-hilfeleistung-gefluechteter-stirbt-im-lager-in-plauen/ (http://afadresden.blogsport.de/2014/02/15/unterlassene-hilfeleistung-gefluechteter-stirbt-im-lager-in-plauen/)

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Schluepferstuermer am 04:25:28 So. 16.Februar 2014
Dieser Wachmann käme bei mir nicht mehr aus dem Gefängnis heraus. 3x Lebenslänglich
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: dagobert am 21:28:43 So. 16.Februar 2014
Da wird er weit drunter bleiben.

Zitat
StGB § 323c Unterlassene Hilfeleistung
Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm
den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer
wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Wenn es überhaupt zu einer Verurteilung kommt.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 10:20:10 Sa. 22.März 2014
Zitat
Anschläge auf Flüchtlingsheime gibt es immer häufiger - und sie werden immer abscheulicher. Die Medien berichten kaum.
http://www.stern.de/politik/deutschland/was-mich-bewegt-die-anschlaege-auf-fluechtlingsheime-2098061.html (http://www.stern.de/politik/deutschland/was-mich-bewegt-die-anschlaege-auf-fluechtlingsheime-2098061.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 19:32:15 Do. 27.März 2014
Zitat
Attacken aus der Mitte der Gesellschaft

130 Orte in Bayern umfasst die Liste des Flüchtlingsrates: Seit 2010 kam es hier zu Fremdenfeindlichkeit und zu Gewalttaten gegen Asylbewerber. Die rassistischen Parolen stammten oft von ganz gewöhnlichen Bürgern.
http://www.sueddeutsche.de/bayern/angriffe-gegen-asylbewerber-attacken-aus-der-mitte-der-gesellschaft-1.1923332 (http://www.sueddeutsche.de/bayern/angriffe-gegen-asylbewerber-attacken-aus-der-mitte-der-gesellschaft-1.1923332)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: admin am 20:34:51 Mo. 11.August 2014
Noch immer werden in Deutschland 268 Neonazis per Haftbefehl gesucht. Zum Teil entziehen sie sich schon seit Jahren erfolgreich den Strafverfolgungsbehörden.

Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion vor.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 11:40:14 Fr. 26.September 2014
Zitat
Bedrohte Helfer in Hellersdorf

Vor einem Jahr protestierten in Berlin-Hellersdorf Anwohner gemeinsam mit Neonazis gegen ein Asylbewerberheim, in dem viele Menschen lebten, die gerade dem Bürgerkrieg in Syrien entkommen waren. Doch wie sieht es heute in Hellersdorf aus?

Quelle: tagesschau (http://www.tagesschau.de/inland/hellersdorf-101.html)


http://download.media.tagesschau.de/video/2014/0925/TV-20140925-2242-2501.websm.h264.mp4 (http://download.media.tagesschau.de/video/2014/0925/TV-20140925-2242-2501.websm.h264.mp4)

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 09:32:28 Di. 30.September 2014
Zitat
Endlich mal ein lesenswerter Rassismus-Artikel in der taz (http://taz.de/!145007/). Es geht um Raed Saleh, ein Kandidat für den Posten des regierenden Bürgermeisters von Berlin. Presse-Beobachter haben bei ihm mehrfach thematisiert, dass er angeblich eine schlechte Grammatik hat, aber die taz hat mal ein längeres frei gesprochenes Stück transkribiert und es stellt sich raus, dass der sogar weniger Fehler pro 1000 Worte macht als seine Interviewer.

Quelle: Fefes Blog (https://blog.fefe.de/?ts=aad77bbb)

Unabhängig und neutral mit unterschwelligen Ressentiments im Gepäck, statt gegen Vorurteile anzuschreiben sorgt man dafür daß das Feuer nie ausgeht.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:06:28 Di. 30.September 2014
Zitat
Misshandlungen an der Tagesordnung

Die menschenunwürdige Behandlung von Flüchtlingen in der Unterkunft in Burbach soll keine Ausnahme gewesen sein, sondern die Regel. Das sagt ein Mitarbeiter der Sicherheitsfirma, gegen den nun ermittelt wird. Er bezeichnet das Lager als "rechtsfreien Raum".

http://www1.wdr.de/studio/siegen/themadestages/fluechtlinge452.html (http://www1.wdr.de/studio/siegen/themadestages/fluechtlinge452.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Sir Vival am 16:34:00 Mi. 01.Oktober 2014
Das kommt davon, wenn man als Staat solche Verantwortung in "private" Hände gibt. Daß die nach "wirtschaftlichen" Gesichtspunkten agieren, ist wohl klar.
Und was mich dabei sehr ärgert: Was haben denn Aufseher wie diese Sicherheitsfirma mit ihren Nazischlägern in einem Flüchtlingswohnheim zu suchen?
So blöd kann doch kein verantwortlicher solch einer Sicherheitsfirma sein, oder?

Da stellt sich für mich die Urfrage, aus welchem Grund man so etwas INNERHALB des Wohnbereichs bewachen muß? Die Menschen dort wollen doch nur in Sicherheit leben und sind deshalb in D angekommen (inkl. aller anderen EU-Länder).
Bewachung von AUSSERHALB des Wohnheimes zum Schutz vor irgenwelchen Deppen verstehe ich ja noch. Und innerhalb dann Verwaltungspersonal. Aber "Aufseher" sind da fehl am Platz!

Nee, da wird wieder typisch deutsches Lagerdenken aufgetischt und dann auch noch so taktlos mit privaten Sicherheitsfirmen. Nichts gegen Sicherheitsfirmen. Da gibt es schon "Profis" und geschulte Leute, auch für solche Tätigkeiten. Aber man kann doch keine teils vorgestraften und absolut unausgebildeten Leute, für die Empathie eine Party ist, dort schalten und walten lassen!
Wie sieht´s denn da z.B. in anderen Ländern aus? Würde mich interessieren.

Die Sicherheitsfirma hat sich da `nen schönen Namen gemacht. Der wird bestimmt bald geändert und wir hören nichts mehr von denen.
Aber für mich ein Totalversagen der NRW-Politik. Und die lassen sich noch mit "Folterfotos" von der Presse ablichten.

Schande......

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: schwarzrot am 17:21:41 Mi. 01.Oktober 2014
Ich poste das mal hier, hoffe es passt: im SpOn ein seltener bericht, der nicht nur an der oberfläche beschreibt, was in dem bereich passiert.
Zitat
Private Sicherheitsdienste: Verlierer in Uniform

Mit Mütze, Taschenlampe und geborgter Autorität: Wenn staatliche Aufgaben an Privatfirmen weitergereicht werden, bewachen Menschen den Rand der Gesellschaft, die selbst am Abgrund stehen.


...
 Verantwortung in den Händen polizeibekannter Schlägertypen

Hier liegt das grundsätzliche Problem, wenn hoheitliche Aufgaben wie der Schutz von Asylbewerbern - vor sich selbst oder dem Mob vor der Tür - an private Unternehmen ausgelagert wird. Outsourcing wird zum Durchreichen der Verantwortung nach unten, bis sie endlich in den Händen polizeibekannter Schlägertypen liegt. In Burbach wurde vom Regierungspräsidium die, wie man hört, recht günstige Firma European Homecare bestellt. European Homecare wiederum beauftragte die Nürnberger Sicherheitsfirma SKI, die ihrerseits wiederum auf noch billigere Subunternehmer zurückgriff. Dass hier keine ausgebildeten Traumatherapeuten mit Zusatzqualifikation in ambulanter Deeskalation zum Einsatz kommen, liegt auf der Hand.

Es ist, als würde man eine gemietete Wohnung an einen Untermieter weitervermieten, der sie seinerseits an einen Unteruntermieter weiterreicht. Und ein solches System wird derzeit als wichtiger Pfeiler der inneren Sicherheit einer Gesellschaft bezeichnet, die fortschreitende Privatisierung inzwischen als Naturgesetz hinzunehmen gelernt hat. In 20 Jahren hat sich die Zahl der Firmen auf 4.000 verdoppelt, jüngste Erhebungen (2013) gehen von rund 185.000 Mitarbeitern aus. Trotz geringer Gewinnmargen macht die Branche einen Umsatz von mehr als fünf Milliarden Euro.

Ein wachsendes Segment ist die "Betreuung" von Objekten, in denen wie zufällig auch Menschen wohnen - allein zwischen Januar und August 2014 haben 99.592 solcher Menschen in Deutschland Asyl beantragt. Kommunen sind überfordert, Geld ist dafür keines da, die Polizei wird nur dann hinzugezogen, wenn sie gerufen wird. In Burbach zumindest sorgten Leute für Ordnung, die weder einen Bildungsabschluss noch entsprechende Erfahrungen hatten. Dabei können die Übergriffe auch als logische Folge einer Stimmungsmache gelesen werden, wie sie neulich erst wieder die "Bild"-Zeitung betrieben hat. Demnach trügen Sanitäter in Bautzen "aus Angst vor Attacken im Asyl-Hotel" angeblich "schon Schutzwesten". Warum sollte, wer das für bare Münze nähme, sich nicht mit präventiven Folterspielchen den nötigen Respekt verschaffen?

...

Nun werden Zustände wie die in Burbach in Leitartikeln reflexhaft als "unhaltbar" bezeichnet, als handele sich um Fehler im System. Ist nicht das System der Fehler? Ein System, das Bedürftige erst abweist, dann einpfercht und in diesem Pferch einem armseligen Wiedergänger eben jener sadistischen Obrigkeit ausliefert, vor der sie einst geflohen sind? Die Zustände sind eben nicht "unhaltbar", sie sind durchaus tragfähig und gewollt. Sie herrschen, die Zustände. Und daran wird auch ein Korrigieren irgendwelcher "Standards" kaum etwas ändern.


...
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/private-sicherheitsdienste-staat-lagert-verantwortung-aus-a-994647.html (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/private-sicherheitsdienste-staat-lagert-verantwortung-aus-a-994647.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Sir Vival am 12:42:11 Do. 02.Oktober 2014
Danke für diesen Beitrag  :)
So sehe ich das auch.

Wie ist das eigentlich mit der Verantwortung?
Wenn ich eine Wohnung miete (Der Vermieter sei jetzt mal der Staat und ich bin die "European Homecare"). Ich widerum schließe einen Untermietervertrag mit jemandem, der dies widerum tut usw. Ist ja so nicht verboten (in der Wohnungsbranche).
Wenn jetzt der Untervermieter des Untervermieters des Untervermieters (man könnte es fortführen ähnlich wie der Sub des Subs des Subs....usw.) die Wohnung bis zur Decke zusch****t und zumüllt.
Wer ist dann verantwortlich...und vor allem vor wem?

In der Wohnungsbranche hat meist der Wohnungsbesitzer (Erstvermieter) die zugeschissenen Hosen an (mit Hosenträger bitte) und bleibt in der Verantwortung, sprich, der bleibt auf den Kosten sitzen.

In diesem Fall (Burbach) wäre ich auch mal interessiert, wer hier die Verantwortung letztendlich tragen muß. Ich denke NICHT, daß es der "Erstvermieter" ist. Ihr auch nicht?
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 17:07:38 Do. 13.November 2014
Zitat
Alltagsrassismus
Unter Weißen

Unser Autor ist in Leipzig geboren, spricht - wenn er will - Sächsisch und ist schwarz. Fremde Menschen pöbeln ihn an, bespucken ihn. Umstehende tun, als würden sie nichts bemerken. Wie lebt es sich mit Rassismus im Alltag?
....

Quelle: SZ (http://sz.de/1.2202098) via Duckhome (http://duckhome.de/tb/archives/13066-Aufgelesen-und-kommentiert-2014-11-12.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 10:21:42 Sa. 07.Februar 2015
Zitat
Dortmund
Vermummte mit Fackeln rufen rechte Parolen vor Asylbewerberheim

Am Freitagabend wurden 13 Verdächtige in Dortmund festgenommen. Zuvor hatten drei Dutzend Vermummte mit brennenden Fackeln vor einem Asylbewerberheim rechte Parolen skandiert.
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/vermummte-rufen-rechte-parolen-vor-asylbewerberheim-a-1017256.html (http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/vermummte-rufen-rechte-parolen-vor-asylbewerberheim-a-1017256.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 22:08:15 Di. 10.Februar 2015
Zitat
Wut und Entsetzen nach Anschlag in Escheburg
http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Wut-und-Entsetzen-nach-Anschlag-in-Escheburg,brandanschlag194.html (http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Wut-und-Entsetzen-nach-Anschlag-in-Escheburg,brandanschlag194.html)

Zitat
Brandanschlag auf Asylbewerberheim
https://linksunten.indymedia.org/de/node/134455 (https://linksunten.indymedia.org/de/node/134455)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: dagobert am 12:53:39 Mi. 11.Februar 2015
Das war nur eine Frage der Zeit bis sowas passiert. Rostock-Lichtenhagen lässt grüßen.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:14:47 Di. 17.Februar 2015
https://www.youtube.com/watch?v=5Z-L4eyym1k (https://www.youtube.com/watch?v=5Z-L4eyym1k)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 19:53:52 So. 08.März 2015
Zitat
Bei einem Brand in einem Asylbewerberheim in Schwäbisch Hall sind in der Nacht zum Sonntag sieben Menschen verletzt worden, einer von ihnen schwer. Er steht unter schwerem Verdacht.
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/feuer-in-asylbewerberheim-in-schwaebisch-hall-verdacht-auf-brandstiftung/-/id=1622/nid=1622/did=15196040/1lgfr60/index.html (http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/feuer-in-asylbewerberheim-in-schwaebisch-hall-verdacht-auf-brandstiftung/-/id=1622/nid=1622/did=15196040/1lgfr60/index.html)

Aha, einer der Bewohner soll also den Brand gelegt haben!
Erinnert sich noch jemand an den Lübecker Brandanschlag vom 18. Januar 1996?
Lest Euch mal den Wiki- Artikel durch:
http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCbecker_Brandanschlag (http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCbecker_Brandanschlag)

Und so nebenbei fallen einem beim lesen frappierende Gemeinsamkeiten mit den NSU Ermittlungen auf!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:00:25 Sa. 04.April 2015
Zitat
Brand in künftiger Asylunterkunft in Tröglitz

In der künftigen Flüchtlingsunterkunft in Tröglitz im Burgenlandkreis hat es gebrannt. Wie die Polizei am Morgen mitteilte, war das Feuer in der Nacht zum Samstag in einem der beiden Mehrfamilienhäuser ausgebrochen. Wie es zu dem Brand kam, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Brandstiftung.
http://www.mdr.de/nachrichten/brand-fluechtlingsheim-troeglitz100_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html (http://www.mdr.de/nachrichten/brand-fluechtlingsheim-troeglitz100_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: mousekiller am 10:04:20 Sa. 04.April 2015
In der eigenen Familie. Vater nennt seine Tochter unter anderem Hure und schämt sich, weil sie einen Farbigen aus Togo als Verloben erwählt hat.

Tochter distanziert sich von Vater radikal. Ganze Familie zieht mit ihr.

Ich schäme mich. Für meinen Vater.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 11:45:53 Sa. 04.April 2015
Wow Krass! :o
Ich kann mich noch erinnern, als mein Kumpel eine Kenianerin geheiratet hat!
Hier war es die Mutter, die Stress gemacht hat und nicht mal zur Hochzeit kommen wollte.
Heute (ein paar Jahre später) verstehen sich die beiden bestens!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 16:10:11 Sa. 04.April 2015
Tochter distanziert sich von Vater radikal. Ganze Familie zieht mit ihr.

Immerhin das ist wirklich gut.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 18:26:04 Sa. 04.April 2015
Zitat
Brand in künftiger Asylunterkunft in Tröglitz

Schlimm, wirklich widerlich, sind viele Kommentare bei zeit-online
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-04/troeglitz-brandstiftung-fluechtlingsheim?commentstart=9#comments (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-04/troeglitz-brandstiftung-fluechtlingsheim?commentstart=9#comments)


Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 20:45:11 Sa. 04.April 2015
Tröglitz ist kein Einzelfall.   

Übergriffe auf Flüchtlingsheime sind in Deutschland keine Seltenheit. Immer wieder kam es in der jüngeren Vergangenheit zu Sachbeschädigungen, Brandstiftung und Pöbeleien. Allein im vergangenen Jahr verzeichnete die Polizei in Deutschland 150 Attacken. Schon 2013 hatte sich die Zahl mehr als verdoppelt: 2012 waren noch 24 Angriffe gezählt worden, im Jahr darauf 58. 

...

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-04/troeglitz-anschlag-kein-einzelfall-uebersicht (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-04/troeglitz-anschlag-kein-einzelfall-uebersicht)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:05:29 Sa. 16.Mai 2015
Zitat
Rassismus in Deutschland alarmiert UN

"Pegida"-Demos, fremdenfeindliche Parolen, Anschläge auf Asylbewerber: UN-Experten sind besorgt über wachsenden Rassismus in Deutschland - und haben nun mehr Einsatz von staatlicher Seite gefordert. Vor allem Flüchtlinge müssten besser geschützt werden.

http://www.tagesschau.de/ausland/un-rassismus-deutschland-101.html (http://www.tagesschau.de/ausland/un-rassismus-deutschland-101.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 21:26:01 Sa. 16.Mai 2015
Zitat
Brandanschlag auf geplantes Flüchtlingsheim

Wieder hat es in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft gebrannt: In Wünsdorf, einem Ortsteil von Zossen südlich Berlins, legten Täter in der Nacht zum Samstag Feuer in Abfallcontainern eines künftigen Heims. Verletzt wurde niemand - schon kurze Zeit später nahm die Polizei zwei rechtsextreme Tatverdächtige fest.
http://www.rbb-online.de/politik/thema/fluechtlinge/brandenburg/brandanschlag-auf-geplantes-fluechtlingsheim-in-zossen-brandenburg.html (http://www.rbb-online.de/politik/thema/fluechtlinge/brandenburg/brandanschlag-auf-geplantes-fluechtlingsheim-in-zossen-brandenburg.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 14:50:19 Mi. 03.Juni 2015
Zitat
Versuchter Brandanschlag auf Asylbewerberunterkunft

Unbekannte haben in der Nacht zu Mittwoch einen Brandanschlag auf das Asylbewerberheim in Hoyerswerda verübt. Nach Polizeiangaben warfen sie einen Behälter mit brennbarer Flüssigkeit in Richtung der Notunterkunft, in der sich zu diesem Zeitpunkt 27 Asylbewerber aufhielten. Der Brandsatz prallte aber von der Rückseite der Turnhalle ab und fiel auf die Straße. Ein Wachmann löschte den Molotowcocktail. Das Operative Abwehrzentrum der Polizei hat die Ermittlungen übernommen. Weitere Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt.
http://www.mdr.de/sachsen/brandanschlag-asyl-hoyerswerda100_zc-f1f179a7_zs-9f2fcd56.html (http://www.mdr.de/sachsen/brandanschlag-asyl-hoyerswerda100_zc-f1f179a7_zs-9f2fcd56.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 10:43:09 Mi. 01.Juli 2015
Zitat
Zahl rechtsextremer Gewalttaten erreicht neuen Höchststand

Die Zahl der rechtsextremen Gewalttaten ist im vergangenen Jahr um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das zeigt der aktuelle Verfassungsschutzbericht.
http://www.sueddeutsche.de/politik/verfassungsschutzbericht-zahl-rechtsextremer-gewalttaten-erreicht-neuen-hoechststand-1.2544343 (http://www.sueddeutsche.de/politik/verfassungsschutzbericht-zahl-rechtsextremer-gewalttaten-erreicht-neuen-hoechststand-1.2544343)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 09:12:10 Fr. 10.Juli 2015
Zitat
Griechenland, Flüchtlinge, AfD: Deutschlands Neonationalismus
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/deutschlands-neo-nationalismus-lobo-kolumne-a-1042600.html (http://www.spiegel.de/netzwelt/web/deutschlands-neo-nationalismus-lobo-kolumne-a-1042600.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 20:36:26 Mi. 15.Juli 2015
Zitat
Flüchtlinge in Deutschland 
Wenn Helfer zur Zielscheibe werden

Sie lehren Flüchtlingskindern das Schwimmen, bauen als Feuerwehrleute Zelte auf oder helfen einfach nur freiwillig: Viele Menschen in Deutschland wollen einen Teil dazu beitragen, dass sich Flüchtlinge willkommen fühlen. Doch nicht allen schmeckt, was Feuerwehr, DLRG und THW tun: Die Anfeindungen in sozialen Netzwerken nehmen zu.

Ein aktuelles Beispiel kommt aus dem bayerischen Weißenburg. Die 18.000 Einwohner große Stadt liegt eine gute Autostunde südlich von Nürnberg, verschiedene Asylunterkünfte sollen hier in den kommenden Tagen und Wochen entstehen. Auch die DLRG vor Ort will etwas beitragen und bietet einen Schwimmkurs für Flüchtlingskinder an - ehrenamtlich, ohne Bezahlung.
Eigentlich eine schöne Sache - sollte man meinen. Doch die Reaktionen auf der Facebook-Seite der Lebensretter sprechen eine andere Sprache: Die noch harmlosen Äußerungen lauten "Ihr seid wohl total verblödet". Manche melden sich dagegen offen rassistisch zu Wort: "Optimal! Dann können die in Zukunft ja in ihre Heimat zurückschwimmen!", postet ein Facebook-Nutzer auf der DLRG-Seite.

Nicht nur kritisiert, sondern angegriffen
....

Quelle: t-online.de (http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_74726424/fluechtlinge-in-deutschland-wenn-helfer-zur-zielscheibe-werden.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 21:27:38 Mi. 15.Juli 2015
passend dazu:

Zitat
Feuerwehr wird für Flüchtlingshilfe angefeindet
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Panorama/d/6982384/feuerwehr-wird-fuer-fluechtlingshilfe-angefeindet.html (http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Panorama/d/6982384/feuerwehr-wird-fuer-fluechtlingshilfe-angefeindet.html)


Zitat
Flüchtlingsheim in Böhlen beschossen
http://www.mdr.de/sachsen/leipzig/schuesse-boehlen100.html (http://www.mdr.de/sachsen/leipzig/schuesse-boehlen100.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:36:35 Do. 16.Juli 2015
Zitat
Aus Sicht der Oppostion hat die CSU mit ihren "Hetzreden" gegen angeblich massenhaften Asylmissbrauch den Brandstiftern von Reichertshofen die Argumente für ihre Tat geliefert. Am Morgen war in einem geplanten Flüchtlingsheim in dem oberbayerischen Ort ein Feuer gelegt worden.
http://www.br.de/nachrichten/reichertshofen-brand-asylbewerberheim-100.html (http://www.br.de/nachrichten/reichertshofen-brand-asylbewerberheim-100.html)

Zitat
Von Böhlen bis Vorra
http://www.tagesschau.de/inland/hintergrund-anschlaege-asyl-101.html (http://www.tagesschau.de/inland/hintergrund-anschlaege-asyl-101.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 13:12:19 Sa. 18.Juli 2015
Zitat
Rechtsextremismus in Deutschland
Zschäpe war gestern

Während der NSU-Komplex genau untersucht wird, sind Nazis etabliert wie nie. Sie fallen wenig auf, übernehmen zunehmend öffentliche Ämter.

(...)
Die braunen Strukturen, die in Mecklenburg-Vorpommern ausgebaut werden, dürften in der Lage sein, klandestine Zellen zu verstecken und zu versorgen. Mit Wissen, Waffen und Geld.

Während Versäumnisse der 1990er Jahre nun haarklein aufbereitet werden, geraten die aktuellen Tendenzen aus dem Blick. Den Neonazis in Mecklenburg-Vorpommern scheint dies gelegen zu kommen, die Zeiten der großen Provokationen, um in die Massenmedien zu gelangen, sind vorbei.

Stattdessen konzentrieren sie sich auf die praktische Arbeit vor Ort. Etabliert sind die Rechtsextremen in einigen Regionen längst, die braune Graswurzelrevolution verläuft leise.

Und wenn sich in diesen Strukturen einzelne Neonazis so weit radikalisieren, dass sie zu den Waffen greifen und in den verhassten Großstädten zuschlagen, wird die Verwunderung wieder groß sein, wie man so blind sein konnte.
http://www.taz.de/Rechtsextremismus-in-Deutschland/ (http://www.taz.de/Rechtsextremismus-in-Deutschland/)!5211691/
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 14:31:25 Sa. 18.Juli 2015
Zitat
CSU verschärft Asylkurs

   
  • Horst Seehofer will rigorose Maßnahmen in der Asylpolitik ergreifen. Bayern soll als Zuwanderungsland unattraktiv werden.
  • Bei vielen Asylbewerbern, die vom Balkan kommen, handle es sich um "massenhaften Missbrauch".
http://www.sueddeutsche.de/bayern/fluechtlingspolitik-csu-verschaerft-asylkurs-1.2572231?reduced=true (http://www.sueddeutsche.de/bayern/fluechtlingspolitik-csu-verschaerft-asylkurs-1.2572231?reduced=true)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 15:45:58 So. 19.Juli 2015
Zitat
Schauspieler beschimpft Flüchtlingsgegner 
Til Schweiger auf Facebook: "Ihr seid zum Kotzen. Empathieloses Pack!"

Der Schauspieler und Regisseur Til Schweiger ist stinksauer auf manche seiner Facebook-Fans: Auf seiner Seite hatte er die Bewohner Hamburgs dazu aufgefordert, bei einer Hilfsaktion für Flüchtlinge mitzumachen. Das Ergebnis: Jede Menge rassistische Kommentare wurden unter seinem Post abgegeben. Kein Wunder, dass er nun mit deutlichen Worten dagegen hält: "Oh Mann - ich hab's befürchtet!! Ihr seid zum Kotzen! Wirklich! Verpisst Euch von meiner Seite, empathieloses Pack! Mir wird schlecht!!!", schrieb er.
....

Quelle: t-online (http://www.t-online.de/unterhaltung/stars/id_74762070/til-schweiger-beschimpft-fluechtlingsgegner-ihr-seid-zum-kotzen-.html)

Ok, er ist ein mieser Schauspieler und ich halte eigenlich nichts von Schweiger, aber da hat er richtig reagiert, hut ab.

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:52:24 So. 19.Juli 2015
Huiiii, das hätte ich von Schweiger nicht gedacht!
Ich kann den Typen eigentlich auch nicht leiden, weil der sich positiv zu den BW- Einsätzen in Afghanistan geäußert hat.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 17:52:18 So. 19.Juli 2015
Ach, auch ein blindes Huhn findet mal n Korn.

Ich find Schweiger trotzdem scheiße!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Schluepferstuermer am 23:42:32 So. 19.Juli 2015
Zitat
Flüchtlinge in Halberstadt: Jugendliche bewerfen Helfer des Roten Kreuzes mit Steinen
Zitat
Jugendliche haben in Halberstadt eine Notunterkunft für Flüchtlinge angegriffen: Sie bewarfen DRK-Helfer mit Steinen, einer traf eine Mitarbeiterin im Gesicht.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/halberstadt-fluechtlingshelfer-mit-steinen-beworfen-a-1044397.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/halberstadt-fluechtlingshelfer-mit-steinen-beworfen-a-1044397.html)

Da schaut die Politik nur zugerne zu.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:29:21 Mo. 20.Juli 2015
Dieses ekelhafte Rassistenschwein!! >:(

Zitat
Zelte für Zuwanderer?: Seehofer will Flüchtlinge vergraulen
http://www.n-tv.de/politik/Seehofer-will-Fluechtlinge-vergraulen-article15552626.html (http://www.n-tv.de/politik/Seehofer-will-Fluechtlinge-vergraulen-article15552626.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 10:42:23 Mo. 20.Juli 2015
https://pbs.twimg.com/media/CKTH0YQUsAAK9J4.jpg:large
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 11:43:03 Mo. 20.Juli 2015
(https://pbs.twimg.com/media/CKTH0YQUsAAK9J4.jpg:large)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 18:42:18 Mo. 20.Juli 2015
Rassismus interessiert sich nicht für Tatsachen. Er begnügt sich mit Vorwänden.

Trotzem hier ein paar Fakten:

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 14:58:41 Di. 21.Juli 2015
Und noch so ein dreckiges Rassistenschwein!
Diesmal kommt der geistige Brandstifter von der SPD!
Zitat
Weil will Zuwanderer ohne Asylgrund schnell ausweisen
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Weil-Zuwanderer-ohne-Asylgrund-schnell-ausweisen,weil1070.html (http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Weil-Zuwanderer-ohne-Asylgrund-schnell-ausweisen,weil1070.html)

Interessant wie die SPD hier die Forderungen der NPD umsetzt!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Schluepferstuermer am 09:27:57 Mi. 22.Juli 2015
Zitat
Wer abschiebt, wird entlastet
Zitat
Horst Seehofer präsentiert sich in der Asylpolitik als harter Hund. Den bayerischen Landräten schlägt er einen besonderen Deal vor.
http://www.sueddeutsche.de/bayern/seehofers-asylpolitik-wer-abschiebt-wird-entlastet-1.2575695 (http://www.sueddeutsche.de/bayern/seehofers-asylpolitik-wer-abschiebt-wird-entlastet-1.2575695)

Zum  kotz kotz kotz
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:56:35 Mi. 22.Juli 2015
Zitat
Am Montag haben sich die Innenminister der EU mal wieder getroffen, um über die Verteilung von 40 000 Flüchtlingen zu reden, die in Griechenland oder Italien gelandet sind. Und über weitere 20 000, die aus Flüchtlingslagern in Konfliktgebieten kommen sollen. Seit Wochen hatten die EU-Regierungen gezackert und sich gewunden, als ginge es um Menschen mit einer unheilbaren und ansteckenden Krankheit. So kleinlich verlief die Debatte, dass Deutschland mit seiner Aufnahmebereitschaft für 12 100 Personen sich schon ganz schrecklich großzügig fühlt.
http://www.fr-online.de/leitartikel/asyl-politik-abwehrchefin-angela-merkel,29607566,31266648.html (http://www.fr-online.de/leitartikel/asyl-politik-abwehrchefin-angela-merkel,29607566,31266648.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: BGS am 16:57:39 Mi. 22.Juli 2015
Von seiner historischen und heutigen politischen Last aus gesehen, sollte Deutschland mit absolut größter Bereitwilligkeit mindestens 12100000 Flüchtlinge aufnehmen pro Jahr -und in jeder Hinsicht schützen und gut versorgen. Das Geld dafür ist schon lange da, durch den "Exportüberschuss" auf Kosten des Restes der Welt.

MfG

BGS
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Just B U am 19:14:19 Sa. 25.Juli 2015
Hehe... ;D    SEHR gute Idee!
Und SEHR mutig der Mann!
Davon brauchen wir unzählige mehr!!!!
Und Frauen!   ;D


Zitat
FREITAL startet den Tag mit 21 hübschen Plakaten

Bisher meine größte Intervention in einer verhältnismäßig kleinen Stadt, in der ein kleiner brauner pöbelnder Mob so viel unangenehme Aufmerksamkeit herbeiführte. Nun prangen auf der Hauptverkehrsstraße zwischen S Hainsberg und S Potschappel zehn unterschiedliche Motive gegen Rechts.
Das Problem heißt immer noch Rassismus.

FREITAL startet den Tag mit 21 hübschen Plakaten


(http://www.nachdenkseiten.de/upload/bilder/150724-Fundstueck-der-Woche.jpg)

Quelle: Künstler Dies Irae via Facebook

dazu: Künstler trollt Freitaler Fremdenfeinde

In Freital dürfte gerade ein Witz die Runde machen. Er beginnt so: „Ein Banker, ein Bildzeitungsleser und ein Asylbewerber sitzen am Tisch mit 20 Keksen.“ Die Pointe macht nachdenklich. […] Verbreitet hat den Witz ein bisher unbekannter Künstler. Er hat ihn mit schwarzer Farbe auf ein riesiges Plakat geschrieben und in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag an Bushaltestellen in der sächsischen Stadt aufgehängt – zusammen mit 20 anderen Plakaten, die Motive gegen Rechtsextremismus tragen:
Quelle: Süddeutsche


http://www.nachdenkseiten.de/?p=26927#h01 (http://www.nachdenkseiten.de/?p=26927#h01)       und

http://www.sueddeutsche.de/politik/plakat-aktion-kuenstler-trollt-freitaler-fremdenfeinde-1.2580470 (http://www.sueddeutsche.de/politik/plakat-aktion-kuenstler-trollt-freitaler-fremdenfeinde-1.2580470)


Ich bekomme die Bilder leider nicht hier reinkopiert (Wer weiß wie das geht?).

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: dagobert am 19:36:48 Sa. 25.Juli 2015
Ich bekomme die Bilder leider nicht hier reinkopiert (Wer weiß wie das geht?).
Im Antwortfenster Funktion "Bild einfügen" anklicken (über den Smilies, das zweite von links)
Dann erscheint das:
[img][/img]Link einfügen.
[img]LinkzumBild[/img]Fertig.

Hast du das Bild auf deinem Rechner, musst du es erst extern hochladen.
(Wie schön war die Zeit als die Vorschau noch funktioniert hat ...)  ::)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Just B U am 19:50:50 Sa. 25.Juli 2015
 ;D    Danke, Dagobert!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Hochseefischer am 19:54:38 Sa. 25.Juli 2015
Und was ist, wenn Krümelmonster mit am Tisch sitzt?  ;D
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: schwarzrot am 20:04:25 Sa. 25.Juli 2015
Und was ist, wenn Krümelmonster mit am Tisch sitzt?  ;D

 ::) >:(
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Hochseefischer am 20:07:13 Sa. 25.Juli 2015
schwarzrot, sorry, falls ich wieder nen schlechten witz gemacht habe. ich bin natürlich auf der seite des asylbewerbers. um das klarzustellen.

Sorry.

Nachtrag: oha, wo ist meine Großschreibung hin? liegt wohl daran, weil ich grad in einem chat schreibe, und in chats schreibe ich fast immer klein.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 09:56:27 So. 26.Juli 2015
Zitat
Emnid-Umfrage 
Mehrheit der Deutschen gegen Kürzungen für Asylbewerber

Die Mehrheit der Deutschen ist dagegen, Leistungen für Asylbewerber zu kürzen. 52 Prozent sind gegen diesen Schritt, 33 Prozent dafür. Das geht aus einer repräsentativen Emnid-Umfrage hervor, die die "Bild am Sonntag" veröffentlichte.

59 Prozent sprachen sich dagegen aus, Asylbewerber, die mit großer Wahrscheinlichkeit wieder abgeschoben werden, provisorisch in Zelten oder grenznahen Aufnahmeeinrichtungen unterzubringen. Ebenfalls 52 Prozent der Befragten halten Deutschland für gastfreundschaftlich gegenüber Flüchtlingen eingestellt, 42 Prozent sehen das nicht so.
....

Quelle: t-online (http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/umfragen/id_74840124/umfrage-mehrheit-der-deutschen-gegen-kuerzungen-fuer-asylbewerber.html)

Deses Ergebnis überrascht positiv, ich weiß nicht was ich davon halten soll weil es der eher fremdenfeinlichen Tendenz in Deutschland widerspricht.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Onkel Tom am 14:43:54 So. 26.Juli 2015
Die EMID - Umfrage ist indirekt sehr deutlich..

Von den 59 % die nichts gegen Flüchtlinge haben, sind mit Sicherheit auch
Befragte drunter, die offen nicht zugeben wollen, das ihnen das mit den
Flüchtlingen nicht schmeckt, sie auf zu nehmen.

Die Tendenz droht m.E. zu kippen, falls dies unterschwellig nicht schon
geshehen ist.

Mir macht das Thema auch große Sorgen.. Anfang der Neunziger schwappte
der Rassismus heftig auf und heute bahnt es sich wieder an und wird subtil
von der gegenwärtigen Politik gefördert.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 22:27:38 Mo. 27.Juli 2015
Zitat
Auto von Linken-Politiker explodiert


Zitat
Auf das Auto eines Politikers der Linkspartei in der sächsischen Stadt Freital ist offenbar ein Sprengstoffattentat verübt worden. "Es hat eine Explosion gegeben, dabei wurde ein parkendes Fahrzeug beschädigt", sagte eine Polizeisprecherin. Verletzt wurde niemand. Die Verglasung und die Karosserie des Autos haben den Angaben zufolge schwere Schäden davongetragen - auch ein nebenstehender Wagen wurde in Mitleidenschaft gezogen.
http://www.tagesschau.de/inland/freital-autobrand-101.html (http://www.tagesschau.de/inland/freital-autobrand-101.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 11:37:37 Do. 30.Juli 2015
Zitat
Was sich in Deutschland gerade vollzieht, ist die Geburt eines neuen Terrorismus. Völkisch motivierter, mit "Notwehr" begründeter Terror, beheizt vom Hass im Netz, vorangetrieben von "Aber-Nazis". Es wird Zeit, ihn auch so zu nennen.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/hetze-gegen-auslaender-im-internet-nennt-sie-terroristen-a-1045831.html#ref=rss (http://www.spiegel.de/netzwelt/web/hetze-gegen-auslaender-im-internet-nennt-sie-terroristen-a-1045831.html#ref=rss)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: schwarzrot am 13:03:58 Do. 30.Juli 2015
Zitat
Was sich in Deutschland gerade vollzieht, ist die Geburt eines neuen Terrorismus. Völkisch motivierter, mit "Notwehr" begründeter Terror, beheizt vom Hass im Netz, vorangetrieben von "Aber-Nazis". Es wird Zeit, ihn auch so zu nennen.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/hetze-gegen-auslaender-im-internet-nennt-sie-terroristen-a-1045831.html#ref=rss (http://www.spiegel.de/netzwelt/web/hetze-gegen-auslaender-im-internet-nennt-sie-terroristen-a-1045831.html#ref=rss)
Hab die überschrift vom internet-hipster Sascha Lobo auch gelesen. Im grunde finde ich es aber problematisch, dass mittlerweile alles als 'terrorismus' bezeichnet wird. Man hilft damit m.m.n. nur reaktionären wie Erdogan, De Maizière, Rummsfeld und konsorten, die am liebsten den begriff auf alles ausdehnen wollen.
Finde die bisherigen worte wie rassisten, nazis, blockwarte und rechte schläger, brandstifter und mörder reichen vollkommen für diese gruppen aus, zumindest, solange sie nicht den level des NSU erreicht haben.  :(
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:14:49 Do. 30.Juli 2015
Zitat
Finde die bisherigen worte wie rassisten, nazis, blockwarte und rechte schläger, brandstifter und mörder reichen vollkommen für diese gruppen aus, zumindest, solange sie nicht den level des NSU erreicht haben.

...und Verfassungsschutzmitarbeiter ;D
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 09:36:32 Fr. 31.Juli 2015
Zitat
Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte
Länder melden höhere Zahlen als der Bund

198 Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte vermeldete der Bund jüngst für 2014. Eine erschreckend hohe Zahl. Nur: Offenbar ist die Zahl noch höher. Das belegen Recherchen von NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung".
....

Quelle: tagesschau (https://www.tagesschau.de/inland/fluechtlinge-angriffe-101.html)

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 01:11:00 Sa. 22.August 2015
Zitat
Gewaltsamer Protest gegen Neuankömmlinge
http://www.mdr.de/nachrichten/demo-heidenau100_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html (http://www.mdr.de/nachrichten/demo-heidenau100_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html)


In dem Bericht sprechen sie von "Asylgegnern"! Ich verstehe nicht warum man Rassisten und Faschisten nicht beim Namen nennt!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Strombolli am 12:12:53 Sa. 22.August 2015
Ich schon: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. - Like in GDR.   kotz
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 17:46:21 Mo. 24.August 2015
Es ist Unerträglich, tagtäglich Gewalt gegen Asylanten und brennnende Asylunterkünfte.
Wo leben wir eigentlich?

Nachttag:

Zitat
Gabriel in Heidenau
"Den Typen keinen Millimeter Raum geben"

Er ist der erste Vertreter der Bundesregierung vor Ort: Vizekanzler Gabriels Statement zur Situation in Heidenau klingt wie eine Kampfansage. Auch Kanzlerin Merkel bezog Stellung zu den Neonazi-Krawallen vor einem Asylbewerberheim. Nach langem Schweigen formulierte ihr Sprecher jetzt ein scharfes Urteil.
....

Quelle: tagesschau[/u]]=http://www.tagesschau.de/inland/heidenau-133.htmltagesschau (http://=http://www.tagesschau.de/inland/heidenau-133.html[u)

Eine Kampfansage und ein scharfes Urteil, hätten sie mit dieser radikalen Aussage nicht noch etwas warten können, bis dieses unsägliche Asylproblem gelöst worden ist, von "Patrioten" die von dem einen oder anderen herbeigesehnt werden.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: dagobert am 21:39:50 Mo. 24.August 2015
Zitat
Flüchtlinge

Wer Waffen exportiert erntet Flüchtlinge. Das ist eine altbekannte Tatsache. Deutschland ist einer der größten Waffenexporteure. Jetzt wird die Ernte für die Gewinne unserer Rüstungsindustrie sowie der mit ihnen verquickten Wirtschaft und Banken eingefahren: Die Flüchtlinge kommen. Keiner will sie haben. Das Land ist nicht auf sie vorbereitet, hat das zwangsläufig zu erwartende Problem über die Jahre hinweg bewusst ignoriert. Und anstatt nun diejenigen in die Pflicht zu nehmen, die im Grunde genommen erst für die Flüchtlingsproblematik gesorgt haben, hat Otto Normalverbraucher das jetzt auszubaden.

Doch was für ein Otto Normalverbraucher ist das? Es ist einer, dessen Meinung seit jeher von BLÖD gemacht wird. Der sich seine durchaus rassistische Meinung morgens am Kiosk kauft. Es ist aber auch einer, der seit der Schröder’schen Menschenrechtsverletzung H4 und damit einhergehend den wildwuchernden Minijobs zu Dumpinglöhnen mehr und mehr verarmt ist. Einer, der keine Perspektiven mehr hat. Dem es daher nicht selten an Bildung felt – weswegen er seine “BILDung” ja auch ersatzweise aus der BLÖD schöpft und die “Unter-Adolf-war-alles-besser”-Zeiten herbeisehnt. Mit anderen Worten: Die Flüchtlinge treffen hierzulande auf vorsätzlich verblödeten, sozialen Sprengstoff rechter Gesinnung, der gar nicht mal so selten ein gewisses und von den gleichgeschalteten Medien indoktriniertes Herrenmenschendenken kultiviert.
[...]
Worauf ich hinaus will: Würden die Flüchtlinge bei uns auf einen funktionierenden Sozialstaat treffen, in dem Teilen und Verteilungsgerechtigkeit an der Tagesordnung wären, dann gäbe es das Flüchtlingsproblem und den Fremdenhass gar nicht. So aber treffen sie auf eine durch und durch polarisierte Zweiklassengesellschaft, in der nur noch die Gier und der dadurch verursachte Überlebenskampf regieren. Letzterer schlägt gerade in einer seitens der Medien und der Politik manipulierten Bevölkerung nur allzu schnell in Hass auf die wirklich bedürftigen Neuankömmlinge um. Weil sie sich nicht wehren können. Denn die Absahner, die der Hass eigentlich treffen müsste, sind mittlerweile viel zu mächtig geworden.
[...]
Wir brauchen Verteilungsgerechtigkeit. Nur derjenige, der nicht selbst vom Existenzverlust bedroht ist, wird auch tolerant gegenüber anderen sein. Die Vermögenswerte sind da. Sie konzentrieren sich bei dem Eingangs genannten Personenkreis, der ursächlich für die Flüchtlingsproblematik verantwortlich zeichnet. Warum bittet man die nicht zur Kasse? Das wäre doch mal eine echte politische Herausforderung! Allerdings: Dazu bedürfte es Politikern mit Rückgrat und keiner Lobbyistenmarionetten … – gibt’s solche Politiker eigentlich noch?


http://quergedacht20.square7.ch/?p=12348 (http://quergedacht20.square7.ch/?p=12348)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Strombolli am 21:47:47 Mo. 24.August 2015
Ja, so quer denke ich auch, wenn ich das in dem Wort "hausgemacht" zusammenfasse.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: BGS am 05:41:23 Di. 25.August 2015
Teilen und Verteilungsgerechtigkeit sind absoult wichtig und umabdingbar.

Deutschland wird durch den grenzenlosen Egoismus der Politiker und größer Teile der dumm gemachten Bevölkerung noch bürgerkriegsähnliche Zustände bekommen und das ist schon lange absehbar!

Leider.

MfG

BGS
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: dagobert am 10:28:16 Di. 25.August 2015
Zitat
Rechtsextremer uriniert in S-Bahn auf Kinder - Henkel fordert Konsequenzen

Zwei Rechtsextremisten beschimpften Samstagabend eine Familie in der S-Bahnlinie 41 fremdenfeindlich. Dann uriniert einer der Männer vor den anderen Fahrgästen auf die Kinder. Innensenator Frank Henkel (CDU) hat sich eingeschaltet.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/fremdenhass-in-berlin-rechtsextremer-uriniert-in-s-bahn-auf-kinder-henkel-fordert-konsequenzen/12226488.html (http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/fremdenhass-in-berlin-rechtsextremer-uriniert-in-s-bahn-auf-kinder-henkel-fordert-konsequenzen/12226488.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: mousekiller am 10:58:48 Di. 25.August 2015
Mal was positives zwischen all den Negativschlagzeilen.

Zitat
Zusatzkonzert in Leipzig Tote Hosen rocken Conne Island mit politischer Note

Auch bei ihrem zweiten Auftritt haben „Die Toten Hosen“ in Leipzig Eindruck hinterlassen. Sie solidarisierten sich außerdem mit den Flüchtlingen in der HTWK-Turnhalle. 

http://www.lvz.de/Kultur/News/Tote-Hosen-rocken-Conne-Island-mit-politischer-Note (http://www.lvz.de/Kultur/News/Tote-Hosen-rocken-Conne-Island-mit-politischer-Note)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: schwarzrot am 11:10:34 Di. 25.August 2015
Zitat
Henkel fordert Konsequenzen

Was der staatstragende Artikel des Tagesspitzels verschweigt:
'Innensenator' Henkel ist einer der scharfmacher der berliner Cdu-Spd regierung. Wenn er 'konsequenzen' zeigen will, könnte er auch sofort gerne mal selber zurücktreten.
Damals als die flüchtlinge auf dem o-platz campiert haben, war er einer der hetzer.
Nun, da seine politische hetze gegen flüchtlinge und arme früchte trägt, macht er einen auf saubermann...
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: schwarzrot am 11:57:05 Di. 25.August 2015
Sehr schöner artikel, diesmal in der Taz. Die politiker, ihr schönsprech und wie die systempresse darauf reagiert ...anstatt hinzuschauen, was sie in wirklichkeit sagen:
Zitat
Nach den Ausschreitungen in Heidenau
Endlich scharfe Worte

Politiker äußern sich zu Flüchtlingen und dem rechten Mob in Heidenau – und werden für ihre Deutlichkeit gelobt. Zu Recht?



Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU)

Das sagt er: „Die Proteste waren friedlich angemeldet, unter Einfluss von Alkohol sind sie eskaliert, die Poilzei hat sie die Lage dann in Griff bekommen. Ich finde, wir können jetzt auch nicht jede Demonstration unter Generalverdacht stellen.“ (MDR)
„Diejenigen, die gegenüber Flüchtlingen, egal aus welchen Gründen sie nach Deutschland gekommen sind, Hass und Angst schüren und die Polizeibeamte angreifen und verletzen, stellen sich außerhalb unserer Wertegemeinschaft“
Das meint er: Diese Flüchtlinge sind einfach nach Deutschland gekommen. Und jetzt werden auch noch deutsche Polizisten verletzt. Das passt nicht zusammen mit unserer christlich-demokratischen Wertegemeinschaft.
So reagieren Medien: „Bundesinnenminister Thomas de Maizière verurteilte in scharfen Worten die Angriffe gegen Flüchtlinge in Heidenau“ (Tagesspiegel)

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU)

Das sagt er: „Hier sind Grenzen überschritten worden, die ich kaum noch in Worte fassen kann. Und da werden wir das Gewaltmonopol des Staates auch zum Einsatz bringen. Es kann nicht sein, dass Aslybewerber, Hilfskräfte oder Polizisten angegriffen werden aus blindem Hass.“
Das meint er: Diese Flüchtlinge haben unsere Grenzen überschritten. Und jetzt muss der Staat das ausbaden.
So reagieren Medien: „Dieses mal bleibt es nicht bei den üblichen Betroffenheitsbekundungen. Tillich kündigt erstmals eine harte Hand an.“ (ZDF)
„Um die Aslyantenunterkünft (sic!) wird zur Zeit eine Sonderzone eingerichtet...“ (ZDF)

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU)

Das sagt er: „Es hat Alkohol ‚ne Rolle gespielt, Menschen haben sich hochgeschaukelt. Das hat nichts mit Protest zu tun, wir werden uns das nicht gefallen lassen.“
Das meint er: Wegen so ein paar alkoholisierten Bürgern müsst ihr doch jetzt nicht so einen Aufriss machen.
So reagieren Medien: „Ulbig hatte bereits zuvor die Ausschreitungen scharf verurteilt.“ (Sächsische Zeitung)

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD)

Das sagt er: „Wir dürfen niemals tolerieren, dass Menschen in unserem Land bedroht oder angegriffen werden. Dagegen müssen wir mit aller Härte des Rechtsstaates vorgehen.“
Das meint er: Mit der Vorratsdatenspeicherung wäre das nicht passiert. Außerdem dürfen wir das scheinbar nicht tolerieren, können es aber trotzdem tun.
So reagieren Medien: „Bundesjustizminister Heiko Maas hat die Gewalt in Heidenau scharf verurteilt.“ (MDR)

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD)

Das sagt er: „Eine ernste Situation für uns alle. Wir lassen uns das nicht gefallen. Wir weichen auch nicht zurück.“
Das meint er: Das ist voll fies von den Typen da. Und unfair. Wir haben doch so viel für euch getan, damit ihr alle Jobs habt.
So reagieren Medien: „Dulig hat zu einem stärkeren gesellschaftlichen Engagement aufgefordert.“ (Leipziger Volkszeitung)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 12:27:51 Di. 25.August 2015
(http://up.picr.de/22919401no.jpg)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: schwarzrot am 17:37:25 Di. 25.August 2015
Bei diesen von der journalie hochgejubelten sprüchen vom 'harten durchgreifen' klingeln bei mir immer die alarmglocken, warum?
Darum:
Zitat
Knüppel frei gegen Linke
Heidenau: Polizei prügelt Antifaschisten. Merkel äußert sich endlich zu rassistischer Gewalt und schickt den Vizekanzler nach Sachsen

Von Michael Merz

Nach zwei Nächten des Versagens, ihr Gewaltmonopol durchzusetzen, war die Polizei im sächsischen Heidenau am Sonntag abend mit einer ausreichenden Zahl von Einsatzkräften vor Ort. Doch nicht die durch die Stadt streunenden Neonazis bekamen ihre Knüppel zu spüren. Es waren angereiste Antifaschisten, die – viele mit schweren Verletzungen – die Kleinstadt wieder verlassen mussten.

In Heidenau war es von Freitag abend bis Sonntag morgen zu brutalen Krawallen von Neonazis gekommen. Angestachelt von der NPD, die einen Aufmarsch mit etwa 1.000 Teilnehmern gegen eine Flüchtlingsunterkunft in einem leerstehenden Baumarkt organisiert hatte, tobten sich in der Nacht zu Sonnabend bis zu 600 Rechte auf den Straßen aus, verletzten mehr als 30 Beamte. Der Gewaltausbruch wiederholte sich in der Nacht darauf, die Neonazis – von der Polizei als »Gruppe mit zeitweise rund 250 Personen, die sich asylkritisch äußerten«, bezeichnet – warfen Flaschen, Böller und Steine. Nur eine Person wurde festgenommen. Die Polizei war – auch aufgrund geringer Personalstärke – völlig überfordert und »auch nicht willens, ihrer Pflicht nachzukommen«, wie der Fotojournalist Christian Ditsch berichtete.
...
https://www.jungewelt.de/2015/08-25/035.php (https://www.jungewelt.de/2015/08-25/035.php)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 20:20:38 Di. 25.August 2015
Gewalt gegen Asylanten wird nicht geduldet, wie praktisch wenn Antifa-Prügelknaben anreisen an denen ein Exempel statuiert werden kann.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:08:13 Mi. 26.August 2015
Zitat
Zwei mit einem Messer bewaffnete Männer sind auf das Gelände einer Flüchtlingsunterkunft in Parchim in Mecklenburg-Vorpommern vorgedrungen. Die beiden Männer hätten sich am späten Dienstagabend Zutritt zu dem Gelände verschafft, teilte die Polizei in Rostock mit.
http://www.n-tv.de/politik/Bewaffnete-dringen-in-Fluechtlingsheim-ein-article15793081.html (http://www.n-tv.de/politik/Bewaffnete-dringen-in-Fluechtlingsheim-ein-article15793081.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 18:32:31 Mi. 26.August 2015
Zitat
De Maizière will Asylrecht verschärfen
http://www.tagesschau.de/inland/asylgesetz-101.html (http://www.tagesschau.de/inland/asylgesetz-101.html)

Exakt das gleiche Strickmuster wie in den 1990ern.
Nazis und Bürgermob zünden Flüchtlingsunterkünfte an und der Innenminister fordert ein schärferes Asylrecht.

"Nazis morden, der Staat schiebt ab, das ist das gleiche Rassistenpack!"
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Strombolli am 21:53:58 Mi. 26.August 2015
Exakt das gleiche Strickmuster wie in den 1990ern.

Die können nur eine Denke, weil die in ihnen VERNAGELT ist.

Egal ob einige Millionen übriggebliebener Querdenker und Betroffene daran 20 und mehr Jahre leiden.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 09:56:18 Do. 27.August 2015
Zitat
Die Bundesregierung kennt „Asylmissbrauch“ nicht

Das Märchen vom „Asylmissbrauch“: Besonders der bayrische Teil der Bundesregierung warnt immer wieder vor diesem eingebildeten Phänomen. Hat die Regierung eigentlich Zahlen dazu? Wie viel „Asylmissbrauch“ gibt es in Deutschland?
Ausschnitt aus der BPK vom 24. August 2015
Quelle: Jung & Naiv via Facebook (https://www.facebook.com/jungundnaiv/videos/vb.573823342629618/1086492401362707/?type=2&theater&notif_t=notify_me_page)

Quelle: NDS (http://www.nachdenkseiten.de/?p=27336#h02)

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/einwanderung-de-maiziere-warnt-vor-asylmissbrauch-12792388.html (http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/einwanderung-de-maiziere-warnt-vor-asylmissbrauch-12792388.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Just B U am 10:01:47 Do. 27.August 2015
Aktuelll: Joko und Klaas, "Circus Halli Galli"  zum Thema:

https://www.youtube.com/watch?v=tBHMzCOn2Sk (https://www.youtube.com/watch?v=tBHMzCOn2Sk)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: schwarzrot am 10:41:31 Do. 27.August 2015
Aktuelll: Joko und Klaas, "Circus Halli Galli"  zum Thema:

https://www.youtube.com/watch?v=tBHMzCOn2Sk (https://www.youtube.com/watch?v=tBHMzCOn2Sk)

Man kann echt kotzen was mit den flüchtlingen abgeht und auch darüber, sich plötzlich neben solchen 'anständigen' wie 'Joko', 'Klaas', 'Merkel', 'GabrielPack' und 'DeMaizere' wiederzufinden.  :(
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 11:01:02 Do. 27.August 2015
Danke.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Just B U am 11:01:52 Do. 27.August 2015
Ich kenne die beiden jetzt nicht....hab auch noch nie bewußt irgendwas von denen geschaut,  höchstens mal kurz beim zappen "hängengeblieben".

Ich habe diesen Link zu Ihrem Statement eingestellt weil ich es einfach gut und vor allem in der gegenwärtigen Situation  hilfreich finde, - egal ob man/frau jetzt Moderator oder Schauspieler (T. Schweiger, z. B. ) ist und egal was ich von deren "künstlerischem" Tun halte, wenn Sie mit klaren  Worten zeigen, wo sie stehen angesichts dieser Rassisten-Bewegung in D-land, dann finde ich das gut und es ist stimmig für mich.

Das sollten noch viel mehr hier machen, die im öffentlichen Rampenlicht stehen und somit einen gewissen Einfluß auf Deutsch-MichelIne haben...

Und, Merkel, de Misere, Gabriel und Gauck (und wie sie nicht alle heißen)  sind (dsbzgl.)  ganz andere Kaliber und auch ganz anders einzuordnen, zumindest für mich.
Denen glaube ich KEIN Wort....egal was sie sagen....

Ich finde mich auch nicht neben irgendjemandem von denen oder sonstwem wieder.
Ich habe meine ureingene Sichtweise.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: schwarzrot am 11:08:16 Do. 27.August 2015
Das ging nicht gegen dich, sondern meinte ich generell.  ;)
Ich kenn die auch nicht wirklich, hab nicht umsonst seit mehreren jahrzehnten kein fernseher oder propagandaradio mehr und deren hyper videoeinspieler reicht mir schon, um von denen angewiedert zu sein.

Zitat
Streicheln statt helfen
Bundespolitiker klappern Flüchtlingsheime ab, demonstrieren Betroffenheit. Und wieder gibt es einen Brandanschlag, diesmal in Brandenburg.

(http://www.jungewelt.de/serveImage.php?id=74182&type=l&ext=.jpg)
Gefragt seien jetzt Improvisation und Engagement, sagte Minister de Maizière (CDU) am Dienstag im Erstaufnahmelager Friedland. Er schritt sogleich zur Tat und tätschelte ein Flüchtlingskind am Arm
Foto: Swen Pförtner/dpa

Unter regierenden Bundespolitikern wurde in dieser Woche die Parole »Kuschelkurs« ausgegeben. Weniger Schlagzeilen über schnellere Abschiebungen, die Abschottung der EU-Grenzen oder »massenhaften Asylmissbrauch«, so das offensichtliche Ziel. Den Anfang durfte Sigmar Gabriel (SPD) schon am Montag im von schweren Ausschreitungen rechter Gewalttäter erschütterten Heidenau machen. Den dort wütenden Neonazimob bedachte er mit der Nazivokabel »undeutsch«. Merkel, de Maizière und Gauck wollen auch Menschlichkeit zeigen – in ihren Terminkalendern ist in dieser Woche jeweils ein Besuch bei Flüchtlingen vermerkt. An der repressiven Politik gegenüber Asylbewerbern wird das nichts ändern.

Derweil brannte es erneut: In der Nacht zum Dienstag ging eine Sporthalle in Nauen (Havelland) in Flammen auf – dort sollten in dieser Woche Flüchtlinge untergebracht werden. »Es handelt sich vermutlich um vorsätzliche Brandstiftung«, sagte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD). Darauf deuteten Ausbreitung und Schnelligkeit des Feuers hin. Nicht zuletzt hatte es in Nauen mehrfach rassistische Aufmärsche gegeben, Parteibüros der Linken und der SPD wurden attackiert. Auch beim Feuer in einer potentiellen Flüchtlingsunterkunft in Weissach in Baden-Württemberg hält Landesinnenminister Reinhold Gall (SPD) Brandstiftung für wahrscheinlich. Der Auslöser ist zwar noch unklar. »Gleichwohl sollte es ja schon ein großer Zufall sein, wenn eine andere Brandursache als die, die viele vermuten, in Betracht käme«, sagte er am Dienstag beim Besuch dort. Das Haus hatte am Montag gebrannt. In der Nacht zuvor wurde bereits in Delmenhorst nahe Bremen an der Fassade einer Moschee Feuer gelegt, die Polizei ermittelt.

Dann war da noch das Fanal von Heidenau. Die sächsische Kleinstadt wird sich Angela Merkel am heutigen Mittwoch noch einmal vornehmen. Die Kanzlerin führe Gespräche mit Flüchtlingen, Helfern und Sicherheitskräften, teilte ihr Sprecher Steffen Seibert am Dienstag mit. Sicher findet sie auch jemanden zum »Drücken«. Darin hat Merkel Übung, wie sie vor wenigen Wochen unter Beweis stellte, nachdem sie in einer Diskussionsrunde ein palästinensisches Mädchen mit einem Referat über Abschiebungen zum Weinen brachte.

Staatsoberhaupt Joachim Gauck, gerade aus dem Sommerurlaub zurück, wird ebenfalls heute seinen Pflichtbesuch abstatten. Wie eine Sprecherin des Präsidialamts informierte, habe er sich die Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Wilmersdorf ausgesucht, da sie in der Nähe seines Wohnorts liege: »Der Bundespräsident fährt jeden Tag daran vorbei«. Die Streichung der Geldleistungen für Flüchtlinge war diesmal kein Thema, als Thomas de Maizière (CDU) am Dienstag im Erstaufnahmelager in Friedland auftrat. Zu den Versäumnissen der Regierung bei der Unterbringung von Asylbewerbern erklärte der Innenminister nonchalant: »Es nützt gar nichts, nach hinten zu gucken«.
...
http://www.jungewelt.de/2015/08-26/051.php?sstr=streicheln (http://www.jungewelt.de/2015/08-26/051.php?sstr=streicheln)|statt|helfen


Und wie Rudi schon richtig schreibt:
Zitat
Zuckerbrot fürs »Pack«
Während Angela Merkel und Joachim Gauck Flüchtlingsunterkünfte besuchen und Antirassisten loben, bringt Thomas de Maizière die Forderungen der Brandstifter zu Papier
http://www.jungewelt.de/2015/08-27/054.php (http://www.jungewelt.de/2015/08-27/054.php)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 11:33:48 Do. 27.August 2015
Wie ich schon sagte:
Eine Wiederholung der Ereignisse aus den 90ern.
Merkel wird wohl demnächst den "Aufstand der Anständigen" ausrufen und aktive AntifaschistInnen werden weiterhin kriminalisiert und von den Bullen zusammengeknüppelt.
Gelder für Initiativen gegen Rechts werden weiter gekürzt, die Initiativen selber vom VS beobachtet und die Faschobratzen vom VS unterstützt!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 12:23:12 Do. 27.August 2015
Faschisten und Staat Hand in Hand. Same as it ever was.
Es gibt einen entscheidenden Unterschied: In den 90ern gab es diese dämlichen Lichterketten mit Händchenhalten mit den Bullen.
Heute gibt es eine breite Bewegung, die sich um praktische Unterstützung der Flüchtlinge kümmert.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 13:38:25 Do. 27.August 2015
Zitat
Nach den rechtsextremen Krawallen in Sachsen vergießen Politiker aus SPD und CDU Krokodilstränen. Doch inhaltlich sind sie nicht so weit entfernt vom rassistischen Mob, wie sie meinen
http://www.hintergrund.de/201508263642/politik/inland/die-heuchler-von-heidenau.html (http://www.hintergrund.de/201508263642/politik/inland/die-heuchler-von-heidenau.html)


Zitat
Aufmarsch der Heuchler
http://www.jungewelt.de/2015/08-27/048.php (http://www.jungewelt.de/2015/08-27/048.php)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: dagobert am 21:45:41 Do. 27.August 2015
Ein Lichtblick, aber mehr wohl auch nicht.

Zitat
Knallharte Konsequenzen: Das müssen Nazis zahlen, wenn sie gegen Ausländer hetzen
Die Hass-Kommentare gegen Ausländer und Flüchtlinge bei Facebook bleiben nicht ohne Konsequenzen. Arbeitgeber greifen durch und Gerichte verurteilen Fremdenhasser zu hohen Geldstrafen.
http://www.huffingtonpost.de/2015/08/27/hetze-kommentare-facebook-strafe_n_8049144.html?ir=Germany (http://www.huffingtonpost.de/2015/08/27/hetze-kommentare-facebook-strafe_n_8049144.html?ir=Germany)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Onkel Tom am 22:05:27 Do. 27.August 2015
Die Kommentare sind rar aber echt zum  kotz

Abgesehen davon, das die Seite llaut Ghostery 28 Tracker mitliefert..



Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: xyu am 22:33:58 Do. 27.August 2015
hi zusammen,

werde demnächst an einem solidarischen besuch einer flüchtlingsunterkunft teilnehmen und hatte überlegt, dort nen text/flugblatt mit hinzunehmen.
Im Netz hatte ich schon vor längerem das Flugblatt (entstanden in der zeit der refugee-bewegung 2012/Anfang 2013) einer österreichischen gruppe mit dem Titel "The global proletariat is fighting!" ( https://wotwg.wordpress.com/2013/02/23/flugblatt-das-globale-proletariat-kampft/ )
 gefunden, welches m.e. eine höchst sinnvolle Wortmeldung zur Thematik darstellt, indem es die unterschiedlichen streiks auf der Welt gemeinsam betrachtet und den hartzer & die piloten und die näherin in bangladesh als angehörige der selben klasse begreift.
 
Weitere Überlegung war dann, eine (u.a. aktualisierende) Einleitung voranzustellen. Das Gesamt-Flugblatt würde dann so aussehen wie unten zitiert.

Jetzt gibt es allerdings mehrere Pferdefüsse bei der Geschichte. Der eine ist, dass das Englisch in der Einleitung vermutlich radebrechend ist, dass lässt sich allerdings mit Hilfe von Menschen mit guten Englischkenntnissen sicherlich beheben, gerne auch von jenen unter euch, die sich zu dieser Kategorie zählen :-).

Der andere Punkt ist, ob es bei einem Erstbesuch vermessen rüberkommen könnte, da gleich mit nem ellenlangen leaflet aufzukreuzen.
Womöglich ist es sinnvoll erst nach einer ersten Kontaktaufnahme, zu einem späteren Zeitpunkt Leuten das Flugblatt zu geben.
Andererseits werden ja in der Regel Flugblätter einfach so auf der Strasse an alle die vorbeilaufen verteilt.

Was meint ihr?


Zitat

hi,

printed on the backside is a leaflet, which has been distributed  by an austrian-based  group  of workers in the beginning of the year 2013.
 The circumstances, in which the text was written, appear different today:
2012/2013 there was a big movement of asylum-seekers, which evolved after a man, Mohammad Rahsepar, who fled the facist theocratic regime of iran comitted suicide in an asylum-seekers shelter  in the german town Würzburg.
This movement included a four weeks during march from Würzburg to Berlin.
Also there was a so now disappeared optimistic mood following the „arab spring“.
Today you will see an ever worsening barbarity  with endless wars, rising reactionary rackets, the proved impossibility of substant left reformism in this time and once more the hatred-run „uprising“ of many german „citizens“, which unfortunately make no attempt to hold on for a minute and come to mind.
But there is also a mole digging and emerging worldwide,  the class of people, who have nothing but as the case may be their descendants: the proletariat.
And this is the strongest point, the text below makes: We may live in very different situations, concerning the brutality with which the exploitation of man by man is done, the volume of products we can buy, the danger of live and limb we face and so on.
But the prevailing capitalist mode of production has constitued the worldwide proletarian class as a class which through its work  is the base of the continuning existence of this mode of production but has also the potential power to overcome it.
And being human beings and constituting this class is what we have in common, may we are or have been  good-paid or low-paid workers, doing non-paid houswork or belonging (ever or from time to time) to the „surplus proletariat“ , which for example lives in the non-formal economy of the slums in the so-called „developping nations“  or constitutes the „drinking class“ in german inner-cities.

Signed by: one prol from  ..., contact: http://fpd.blogsport.de (http://fpd.blogsport.de)  
 

And now the announced leaflet from 2013 – please turn over:

Zitat
While capitalists are building their factories all over the world
and may choose the country with the largest subsidies
people cannot choose the country in which they work.

The global proletariat is fighting!

Those who take a look at the world will see that people are fighting everywhere against the impacts of capitalism. Since the last five to six years of crisis, masses in Iceland, North Africa and Eastern Europe have overthrown many governments. One just a few days ago – in Bulgaria! And when will government in Slovenia get dethroned? Only in masses can we overthrow governments!

The refugees´ struggle in Vienna is part of a great number of movements and protests, which sometimes achieve a victory and sometimes are beaten down, then supposed to lose drive and power, nevertheless are again flaming on more powerful somewhere else and in less time they are bringing conditions to waver that seemed to be valid forever.
For the first time in history refugees, clearly visible and audible, are not forced into the role of victims and make confident claims for improvements. But like so often in recent years their protest comes to a standstill.

Something is blocking the numerous fights against the injustices of capitalism. But what?

First, the striving for individual interests: students only demand education, workers only want to defend their jobs (or self-management), refugees »just« demand »human rights«: the right to stay and to work. Second, the limits of nation state thinking: citizens´ protests and square occupations demand a democratic state. But the movements do not carry only one soul in their breast, but also a second – the revolutionary one!

Historically, migration is the making of the working class. People chased away and deprived by the rulers (through land expropriation, colonization) try their luck somewhere else and fight for working conditions and consumption standards – because they have become a collective which can destroy the profit-making system. Accordingly they have turned the globe upside down, chasing the capital over the globe and in the financial sphere.
The refugees want that too, they want to be part of this motley crew of wage earners (nothing else is the demand for »access to the labor market«)! But we all know that the promises of happiness through work are just lies. We work overtime and produce more and more products in less time (and: »nothing gets better!«) – while people outside, the unemployed and refugees, would be happy to do just that. But once again we all know well: labor makes you sick! Everywhere and also in Austria.

It is time to abolish the separation between people who are exploited by them and those who are forced to do nothing on a global scale.

Right now workers of the Peugeot-plant in Paris are on strike, the struggle of the miners in South-Africa already lasts since August, there are strikes in Greece all the time, dockers and the transport workers are striking in the USA and in Egypt, in Germany flight attendants and right now the security workers are on strike, the Foxconn-workers are striking in China, and in Bangladesh, Pakistan, and so on, the workers of the textile-factories are on strike, etc. etc. – strikes here and strikes there which cause capitalism a painful damage (or why do you think the governments use military against collective actions?) and will put it over the edge, in its hopefully last crisis!

»Put capitalism over the edge!« We will need such demands which will bring workers, unemployed, refugees, and so on, together.

Only together with the workers we can make revolution and conquer a world without borders!

Contact: wotwg.wordpress.com
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 06:20:23 Fr. 28.August 2015
Meine persönliche Meinung:
Grundsätzlich ist es ein guter und wichtiger Grundgedanke über rein humanitäre Hilfe hinaus sich Gedanken über die Zusammenhänge zu machen und zu versuchen mit den Betroffenen eine politische Diskussion aufzunehmen.

Ich teile aber auch deine Bedenken: Man sollte behutsam vorgehen und vielleicht nicht beim ersten Besuch mit einem Flugblatt kommen.
Ich bin normalerweise unangenehm berührt von trotzkistischen Gruppen, die sich an viele Auseinandersetzungen ranhängen und sofort mit erklärenden Flugblättern kommen, obwohl sie nur die theorischen Hintergründe kennen, aber nicht die Menschen, nicht die Stimmung und ebensowenig die inneren Strukturen.

Ansonsten fällt mir ein, daß eine französische Übersetzung auch hilfreich sein könnte. In manchem Nordafrikanischen Land ist Französisch die wichtigste Fremdsprache. In wieweit das für die momentanen Migranten gilt, weiß ich nicht.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Hochseefischer am 06:33:51 Fr. 28.August 2015
Die Flüchtlinge haben erstmal andere Probleme, als sich irgendwelchen politischen Gruppierungen anzuschließen:

Die Existenz sichern (Aufenthaltsgenehmigung kriegen, sich mit deutschen Behörden herumschlagen, Dolmetscher finden, Unterkunft/Wohnung besorgen/sicherstellen, Arbeit finden) Deutsch lernen, Integration.

Mal sehen, wem jetzt mal wieder meine Meinung nicht passt. Blökt mich ruhig an  >:(
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 07:45:06 Fr. 28.August 2015
Die Flüchtlinge haben erstmal andere Probleme, als sich irgendwelchen politischen Gruppierungen anzuschließen

Hä? Wer sagte den was von "sich irgendwelchen politischen Gruppierungen anzuschließen"??
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 07:57:30 Fr. 28.August 2015
2. Das Anblöken kannste gerne haben.

Ich hab Leute gefressen, die von Ausländern "Integration" fordern.

Was soll das bitteschön sein? Sollen die sich nen Dackel und Lodenmantel zulegen? RTL 2 gucken und "Wir sind das Pack" gröhlen?

Migranten müssen Deutschkurse und die gleichen Rechte und Möglichkeiten kriegen. Und gut ist.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 08:07:08 Fr. 28.August 2015
3. Natürlich müssen die Widrigkeiten des Alltags bewältigt werden. Es ist aber müßig, wenn man darüber die politischen Zusammenhänge aus den Augen verliert.

Die Fluchtgründe sind politischer Natur. Sie haben mit der Wirtschaftpolitik, der politischen Einmischung der reichen und mächtigen Staaten, sowie den Waffenexporten zu tun. Genauso ist der Rassismus keine gottgegebene Sache und hat ebenfalls politische Ursachen. Wenn man sich weigert, sich mit den Ursachen auseinanderzusetzen, weigert man sich den Migranten wirklich zu helfen. Rein humanitäres Handeln wird weder Flucht, Vertreibung, noch Rassismus verhindern.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Hochseefischer am 08:38:55 Fr. 28.August 2015
2. Das Anblöken kannste gerne haben.

Ich hab Leute gefressen, die von Ausländern "Integration" fordern.

Was soll das bitteschön sein? Sollen die sich nen Dackel und Lodenmantel zulegen? RTL 2 gucken und "Wir sind das Pack" gröhlen?

Das meinte ich natürlich nicht mit "Integration". Wie wär's aber zum Beispiel, wenn sie bei uns keine Zwangsverheiratungen durchführen oder Ehrenmorde begehen? Damit Du mir nicht wieder das Wort im Munde umdrehst: natürlich meine ich damit nicht alle Migranten, sondern eine mögliche Untermenge der Migranten.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 08:52:41 Fr. 28.August 2015
Die Menschen sollten keinen Grund zu flüchten aus ihrem Heimatland haben, alles andere ist Schadensbegrenzung des eigenen wirtschaftens. Nicht nur unsere Überschußproduktion in die Länder verticken die deren Reste der Wirtschaft auch noch ruinieren. Der Geldadel ist doch immer so scharf auf Investitionen, warum nicht mal in eine Firma auf dem (z.B.) Balkan investieren?
Ach ja, die sind ja alle so korrupt, was bei uns längst etabliert ist und keine Probleme mehr bereitet kostet dort zusätzlich Geld, ist also zu unsicher.

In andere/fremde Länder reisen sollte ein Privatvergnügen sein.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 09:06:38 Fr. 28.August 2015
Zitat
Wie wär's aber zum Beispiel, wenn sie bei uns keine Zwangsverheiratungen durchführen oder Ehrenmorde begehen? Damit Du mir nicht wieder das Wort im Munde umdrehst: natürlich meine ich damit nicht alle Migranten, sondern eine mögliche Untermenge der Migranten.
Was haust Du denn hier für eine rassistische Scheiße raus? ??? Geht´s noch? >:(
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Hochseefischer am 09:09:09 Fr. 28.August 2015
Rudi, es gibt also nicht Zwangsverheiratungen und Ehrenmorde unter Muslimen?

Die gibt es also wirklich nicht?

Ich bin kein Rassist, lass das bitte.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 09:26:35 Fr. 28.August 2015
Rudi, es gibt also nicht Zwangsverheiratungen und Ehrenmorde unter Muslimen?

Die gibt es also wirklich nicht?

Ich bin kein Rassist, lass das bitte.
Rassismus ist es auch, wenn man Eigenschaften von Einzelnen einer ganzen Gruppe unterstellt.
Das ist so als würde ich behaupten, alle Deutschen sind Nazis, tragen Lederhosen und fressen Weißwurst mit Sauerkraut. Nagut, nicht alle Deutschen. Es gibt da naturlich auch ein paar Außnahmen!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Hochseefischer am 09:30:52 Fr. 28.August 2015
Rudi, Du  hast nicht zur Kenntnis genommen, was ich in Bezug auf diese Thematik vorhin geschrieben habe:

Zitat
Wie wär's aber zum Beispiel, wenn sie bei uns keine Zwangsverheiratungen durchführen oder Ehrenmorde begehen? Damit Du mir nicht wieder das Wort im Munde umdrehst: natürlich meine ich damit nicht alle Migranten, sondern eine mögliche Untermenge der Migranten.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 09:36:56 Fr. 28.August 2015
Auch diese Einschränkung ändert überhaupt nichts daran, das hier einer gesamten Gruppe bestimmte Eigenschaften unterstellt werden.
Du bist mit dieser Argumentation dichter an Sarrazin, als Du glaubst!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 09:37:41 Fr. 28.August 2015
Zitat
Brandanschlag auf Asylbewerber in Salzhemmendorf

Nach mehreren Brandanschlägen auf meist noch unbewohnte Flüchtlingsunterkünfte in den vergangenen Wochen ist am frühen Morgen auf eine Asylbewerber-Wohnung in Salzhemmendorf (Landkreis Hameln-Pyrmont) ein Brandanschlag verübt worden. Wie die Polizei gegenüber NDR.de bestätigte, warfen Unbekannte um kurz nach zwei Uhr einen Molotow-Cocktail durch das geschlossene Fenster einer Wohnung und setzten damit eine Matratze und einen Teppich in Brand. In einem Nebenraum habe sich eine 34-jährige Mutter mit drei Kindern im Alter von vier, zehn und elf Jahren aufgehalten. Sie wurden wie auch die 30 bis 40 anderen Bewohner der früheren Schulen nicht verletzt, aber nach dem Anschlag psychologisch betreut.
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Brandanschlag-auf-Asylbewerber-in-Salzhemmendorf,brandanschlag218.html (http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Brandanschlag-auf-Asylbewerber-in-Salzhemmendorf,brandanschlag218.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 09:49:37 Fr. 28.August 2015
Oh man, im ersten Zorn sollte man nicht schreiben!
Noch ein Versuch:

Europa erdrückt ärmere, wirtschaftsschwache Länder durch ihre Konkurrenz und jammert jetzt über Flüchtlinge denen sie die Lebensgrundlage in ihrer Heimat entzogen haben. Aber die Diktatoren wurden erfolgreich entmachtet und durch ein Vakuum ersetzt, jetzt ist das entsetzen groß wenn die geschaffene Lücke durch Nationalisten/Fundamentalisten besetzt wird, deren gemeinsamer Gegner der freie Westen/EU ist der den Ländern das Elend eingebrockt hat.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: schwarzrot am 11:56:31 Fr. 28.August 2015
2002:
Zitat
Unsere Analysen lassen erwarten, dass eine Zunahme menschenfeindlicher Einstellungen und Verhaltensweisen davon abhängt, inwieweit immer mehr Menschen in unsichere Arbeits- und Lebensverhältnisse, politisches Ohnmachtsempfindungen und instabile emotionale Situationen, kurz: in prekäre Anerkennungsverhältnisse geraten.
...
http://www.uni-bielefeld.de/ikg/gmf/pdf/ergebnisse_2002.pdf (http://www.uni-bielefeld.de/ikg/gmf/pdf/ergebnisse_2002.pdf)

2010:
Zitat
KAPITALISMUS
Wutgetränkte Apathie

...
SPIEGEL: Herr Heitmeyer, wie fühlen sich die Deutschen mitten in der Krise?

Heitmeyer: Vier von fünf sind der Ansicht, "die Wirtschaftskrise müssen am Ende Leute wie ich ausbaden", und sie haben damit wohl recht. Von der Finanzkrise waren unmittelbar nur ein paar Banker betroffen und Leute, die bei Pleite-Instituten Geld angelegt haben. Die Wirtschaftskrise spüren schon sehr viel mehr Menschen. Eine Million Beschäftigte sind in Kurzarbeit, und die Angst, arbeitslos zu werden, frisst sich durch die Gesellschaft. Das ganze Ausmaß der Krise werden wir aber erst erleben, wenn die Fiskalkrise zuschlägt. Bisher haben wir den Zusammenbruch durch aberwitzige Staatsverschuldung verhindert. Aber diese Verschuldung führt bekanntlich dazu, dass die öffentlichen Haushalte brutal sparen müssen: Schwimmbäder werden geschlossen werden, Bibliotheken werden teurer, Abwasser- und Kitagebühren steigen, am Schluss kommt diese Krise bei jedem Einzelnen an. Und das ahnen die Menschen bereits heute, und die Spaltung der Gesellschaft wird immer größer.

SPIEGEL: Wie groß ist die Zukunftsangst wirklich?

Heitmeyer: Die Mehrheit der Bevölkerung ist erheblich verunsichert. Mehr als 90 Prozent erwarten eine Zunahme von Armut und sozialem Abstieg. Die meisten gehen davon aus, ihren Lebensstandard nicht mehr halten zu können. Vor dem Hintergrund der Erfolgsgeschichte der alten Bundesrepublik ist das ein Drama. Früher ging der Fahrstuhl nach jeder Krise wieder aufwärts, und alle wurden mitgezogen, auch die mittleren und die unteren Schichten. Nun ist der Fahrstuhl außer Betrieb - oder führt eher nach unten. Und vor allem: Die Statusangst macht anfällig für die Abwertung anderer.

SPIEGEL: Mit welchem Resultat?

Heitmeyer: Die Wut ist außerordentlich groß - in allen gesellschaftlichen Schichten. Mehr als 80 Prozent sind wütend über die finanziellen Folgen der Krise. Wütend sind die Menschen aber auch, dass die Politik nichts aus der Krise lernt. Sie erleben, dass die Regierungen nicht die Kraft haben, wirkungsvolle Regeln für den Finanzmarkt durchzusetzen.

SPIEGEL: Diese Wut wird aber nirgends sichtbar.

Heitmeyer: Sie findet kein Ventil. Ob das gut ist, wage ich zu bezweifeln. Wir haben es mit einer wutgetränkten Apathie in der Bevölkerung zu tun. Die Apathie liegt auch daran, dass die Wut kein konkretes Objekt hat.
...
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69821798.html (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69821798.html)

2011:
Zitat
DISKRIMINIERUNG
Die Gesellschaft ist vergiftet

...
SPIEGEL: Professor Heitmeyer, Sie untersuchen seit zehn Jahren den Zustand der Deutschen. Wie geht es uns?

Heitmeyer: Nicht besonders gut. Die zunehmende soziale Spaltung zersetzt das Miteinander, die Gesellschaft ist vergiftet. Soziale Desintegration ist gefährlich, insbesondere für schwache Gruppen. Erhebliche Teile denken, sie seien mehr wert als andere. Nur wer etwas leistet, wer nützlich ist, wer effizient ist, zählt etwas.

SPIEGEL: War das nicht schon immer so?

Heitmeyer: Ja, aber das ökonomische Prinzip, das in der Wirtschaft seine Berechtigung hat, ist mehr und mehr in das Denken eingedrungen und hat sich in den Wohnzimmern, Schulen und sozialen Beziehungen eingenistet. Diese Ökonomisierung der Bewertung von Menschen ist unmenschlich. Zuwanderer, Obdachlose, Langzeitarbeitslose, Behinderte, all diese Menschen sind nach diesen Maßstäben weniger wert.

SPIEGEL: Ist das in Deutschland wirklich schlimmer als anderswo?

Heitmeyer: Auch in Deutschland ist Statusdenken weit verbreitet. Das aktiviert insbesondere in Krisenzeiten eine Spirale der Abwertung. Wer Angst vor dem Abstieg hat, wer befürchtet, morgen nutzlos
zu sein, der wird Schwächere abwerten, um sich damit zu beweisen, dass noch jemand unter ihm auf der Leiter steht.
...
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-82995572.html (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-82995572.html)

Das ergebnis moderiert dann so eine betroffenheitstante des SpOn-TV gespielt entrüstet so:
http://www.spiegel.tv/filme/die-hass-prediger-aus-freital/ (http://www.spiegel.tv/filme/die-hass-prediger-aus-freital/)


http://www.spiegel.de/politik/deutschland/augstein-wir-brauchen-einen-linken-populismus-a-1050085.html#ref=meinunghp (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/augstein-wir-brauchen-einen-linken-populismus-a-1050085.html#ref=meinunghp)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 12:07:14 Fr. 28.August 2015
Rudi, es gibt also nicht Zwangsverheiratungen und Ehrenmorde unter Muslimen?

Die gibt es also wirklich nicht?

Ich bin kein Rassist, lass das bitte.

Hochseefischer, du hast ja komplett einen an der Waffel.
Was für eine Argumentation soll das sein? Ich glaube, in Deutschland werden mehr tote Säuglinge in Kühltruhen gefunden, als es "Ehrenmorde" gibt. Und google doch mal das Wort "Familiendrama". Dann wirst du erschlagen von Meldungen über deutsche Familienväter, die ihre gesamte Familie wegmetzeln, weil sie damit nicht klarkommen, verlassen zu werden. Soll man jetzt die Deutschen integrieren oder besser gleich abschieben?
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: xyu am 12:27:48 Fr. 28.August 2015
zur diskussion um "ehrenmorde" usw., die m.e. nichts mit einer diskussion um "flüchtlingspolitik" zu tun hat:

ich halte nichts daran für "rassistisch" was hsf geschrieben hat. für teilweise blöd ausgedrückt schon. denn was soll das sein, "integration" in diese gesellschaft? der massstab sollte sein: die emanzipation aller menschen von der unfreiheit.

und das ist ebenfalls ein realer kampf, der momentan stattfindet: der kampf von frauen darum, sich nicht von z.b. einem bruder vorschreiben zu lassen, wen man lieben darf.

Aus einem Artikel über einen momentan stattfindenden Mordprozess (aus dem lokalen Drecksblatt, gibt allerdings kein anderes):

Zitat
Im Zuschauerraum saßen auch am Montag wieder mehrere Frauen, die dem türkischen Frauenverein angehören. Sie unterstützen die 18-jährige Tochter von M. S., Nebenklägerin in dem Verfahren. Die Tochter des Opfers habe keinen Rückhalt in ihrer eigenen Familie. Die Frauen kritisierten in einer Verhandlungspause „die Verlogenheit“ vieler türkischer Frauen und Männer. Wenn ein Mann eine Affäre habe, dann werde das akzeptiert. Bei einer Frau wie M. aber nicht.


inwieweit solches Geschehen, was qualitativ fundamental anderes ist als "deutsche" Morde aus Eifersucht, oder familiär erweiterter Suizid aufgrund z.b. Jobverlusts, don't know.


denke ansonsten, dass viele menschen, die nach deutschland gekommen sind aus weltgegenden stammen, in denen industrialiwsierung und individualisierung nicht so weit fortgeschritten sind wie hierzulande und in denen damit die familie als lebensstrukturierende Institution eine viel stärkere Rolle spielt, so wie es auch hier vor noch nicht allzu langer Zeit gewesen war.

Mit "Flüchtlingspolitik" hat das ganze aber wie gesagt nichts zu tun, denn ein "Ehrenmord" ist genauso scheisse und bekämpfenswert, ob er in Afghanistan oder Deutschland stattfindet.
Höchstens könnte man ein Argument draus machen, dass eine positive Seite der Migration beschreibt, nämlich dass die Rahmenbedingungen für einen Kampf gegen solches Geschehen momentan hier bessere sind als in vielen anderen Ländern.

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 12:36:18 Fr. 28.August 2015
Zitat
DISKRIMINIERUNG
Die Gesellschaft ist vergiftet

Ja hoppla lieber Spiegel, woher kommt das nur? Ihr müsst bei der Ursachensuche gar nicht weit gehen, ihr müsst nicht mal das Haus verlassen, lest einfach regelmäßig den Spiegel und der Qualitätsjournalismus wird euch erhellen.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 13:14:58 Fr. 28.August 2015
HSF darf sich nicht wundern, das er hier Kontra bekommt, wenn er sich rassistischer Stereotype bedient.
Dabei glaube ich ihm sogar, das er das unbewusst tut.
Ändert aber nichts daran, das ich solche Aussagen scheiße finde!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Hochseefischer am 13:58:13 Fr. 28.August 2015
Hochseefischer, du hast ja komplett einen an der Waffel.
Was für eine Argumentation soll das sein? Ich glaube, in Deutschland werden mehr tote Säuglinge in Kühltruhen gefunden, als es "Ehrenmorde" gibt. Und google doch mal das Wort "Familiendrama". Dann wirst du erschlagen von Meldungen über deutsche Familienväter, die ihre gesamte Familie wegmetzeln, weil sie damit nicht klarkommen, verlassen zu werden. Soll man jetzt die Deutschen integrieren oder besser gleich abschieben?

Dieses Gegenargument akzeptiere ich.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Hochseefischer am 14:08:54 Fr. 28.August 2015
Zuerst habe ich das Wort "Integration" im Sinne von "Zurechtkommen im deutschen Alltag" (Einkaufen, ÖPNV benutzen, Behördengänge usw.) benutzt. Habe es aber vergessen, das auch so auszudrücken.

Dann kam Kuddel gleich mit der Keule an "Wie kannst Du nur das böse Wort "Integration" benutzen?". Dann habe ich mal etwas weiter über diesen Begriff nachgedacht. Und bin dann eben auf die Begriffe Zwangsverheiratungen und Ehrenmord gekommen. Das hat meiner Meinung nach nix mit Rassismus zu tun oder mit rassistischen Stereotypen.

Denn Migranten sind genau so wenig alle nur gute Menschen wie Einheimische.

Und ich betrachte Migranten nicht als Konkurrenten in Verbindung mit meinem gesellschaftlichen Status, falls man mir das hier unterstellen wollte.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 14:34:34 Fr. 28.August 2015
Ich kann nur beurteilen was Du schreibst und nicht was du denkst!
Und das geschriebene ging nach hinten los!

Zitat
Denn Migranten sind genau so wenig alle nur gute Menschen wie Einheimische.
Das hat hier auch niemand behauptet!


In Salzhemmendorf bei Hameln (Niedersachsen) hat es in der vergangenen Nacht einen Brandanschlag auf ein Haus gegeben, in dem Flüchtlinge leben. Eine Frau und ihre drei Kinder, die im Erdgeschoss wohnten hatten Glück das der Brandsatz in ein unbewohntes Zimmer flog.
Hätte ein Nachbar das nicht bemerkt und sofort die Feuerwehr alarmiert, wäre es vermutlich noch schlimmer gekommen.
Die Bullen faslen wieder was vom "Einzeltäter" und davon das es keine rechten Strukturen im Landkreis gibt.
Also alles wie immer!

Zitat
Rassistischer Angriff in Niedersachsen
In der Nacht zu Freitag warfen Unbekannte einen Brandsatz auf eine Unterkunft in Salzhemmendorf. Die rechtsextreme Szene in der Region ist aktiv.

http://www.taz.de/Brandanschlag-auf-Fluechtlingswohnung/!5227919/ (http://www.taz.de/Brandanschlag-auf-Fluechtlingswohnung/!5227919/)

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Hochseefischer am 14:41:22 Fr. 28.August 2015
Ich kann nur beurteilen was Du schreibst und nicht was du denkst!

Ich schreibe ja auch ganz ganz böse Sachen hier.

Zitat
Und das geschriebene ging nach hinten los!

Ihr (gewisse User) seid überempfindlich.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 14:45:03 Fr. 28.August 2015
Du hast nichts kapiert, überhaupt nichts!
Ich geb es auf!
Zitat
Ihr (gewisse User) seid überempfindlich.
Ja, gegenüber Leuten, die rassistischen Scheiß schreiben kann man nicht überempfindlich genug sein!

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Hochseefischer am 14:50:13 Fr. 28.August 2015
Ich auch.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Strombolli am 14:57:42 Fr. 28.August 2015
Achtung Sarkasmus!

Früher musste Deutschland ganze Züge der Reichsbahn anmieten um Arbeitssklaven zu importieren. Heute reichen geeignete Finanzspielereien in den Frankfurter Bankentürmen und ein paar zornige Polit-Revanchisten und die Leute kommen selber und zu Fuß, per Anhalter ins gelobte Land.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:14:47 Fr. 28.August 2015
Zitat
Zurzeit gibt es eine ganze Serie von Brandanschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte. Die Behörden prüfen jetzt offenbar, ob rechtsterroristische Zellen dafür verantwortlich sein könnten. Und die Grünen wollen, dass sich der Generalbundesanwalt einschaltet.
http://www.n-tv.de/politik/Stecken-Neonazi-Zellen-hinter-Anschlaegen-article15816441.html (http://www.n-tv.de/politik/Stecken-Neonazi-Zellen-hinter-Anschlaegen-article15816441.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 17:19:52 Fr. 28.August 2015
Zitat
Anschlag in Salzhemmendorf bei Hameln: "Eine feige und widerwärtige Tat"
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/salzhemmendorf-brandanschlag-das-war-versuchter-mord-a-1050286.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/salzhemmendorf-brandanschlag-das-war-versuchter-mord-a-1050286.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 18:42:30 Fr. 28.August 2015
Verbot des "Willkommensfestes" in Heidenau vom Tisch - morgen Protestdemo in Dresden

Dresden (Korrespondenz), 28.08.15: In Heidenau fand heute Nachmittag ein großes gemeinsames "Willkommensfest" mit den und für die im dortigen Baumarkt untergebrachten Flüchtlinge statt. Das Bündnis "Dresden nazifrei" stellte sich damit den faschistischen Angriffen und der rassistischen Propaganda des letzten Wochenendes entgegen.

Das Landratsamt Pirna hatte in Absprache mit dem Polizeipräsidium und dem Innenministerium dieses Fest und alle anderen öffentlichen Veranstaltungen von heute 14 Uhr bis kommenden Montag untersagt. Die Behörde begründete diesen skandalösen Vorgang damit, dass sie die Sicherheit für das Willkommensfest nicht gewährleisten könne, weil sie auch die Faschisten begleiten müsse. Ein "polizeilicher Notstand" sei eingetreten.

Die MLPD in Dresden protestierte gegen diese erneute allgemeine Verbotsverfügung für linke, antifaschistische und internationalistische Aktivitäten. Die CDU/SPD-Koalition in Sachsen betreibt eine massive Einschränkung demokratischer Rechte. Das schützt objektiv die  faschistischen Aktivitäten, ihren Terror und ihre Hetze.

Kritik und Protest zahlreicher Demokraten zeigten Wirkung: Heute hat das Verwaltungsgericht Dresden in einer Eilentscheidung das von der Stadt Pirna verhängte Verbot als "offensichtlich rechtswidrig" aufgehoben.

Am morgigen Samstag startet um 14 Uhr am Dresdner Hauptbahnhof eine Protestdemonstration. Sie richtet sich gegen die reaktionäre Flüchtlingspolitik von Landes- und Bundesregierung, protestiert entschieden gegen die faschistischen Übergriffe und fordert eine demokratische, fortschrittliche Willkommenskultur.


Quelle

http://www.rf-news.de/2015/kw35/politischer-skandal-in-sachsen-heute-verbot-willkommensfest-morgen-protestdemo (http://www.rf-news.de/2015/kw35/politischer-skandal-in-sachsen-heute-verbot-willkommensfest-morgen-protestdemo)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Just B U am 19:33:46 Fr. 28.August 2015
De Empfang des sächsischen  IM Ulbig heute beim Willkommens-Fest in Heidenau:

https://www.periscope.tv/w/aLBoxjY5OTUwfDFNbkduUmdsUVlNR09QRPZiRV4NfNtS_O79rtBRWioqPheqaMudE3KL8xUJ1A== (https://www.periscope.tv/w/aLBoxjY5OTUwfDFNbkduUmdsUVlNR09QRPZiRV4NfNtS_O79rtBRWioqPheqaMudE3KL8xUJ1A==)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 20:04:54 Fr. 28.August 2015
...
Dieses Gegenargument akzeptiere ich.

Mensch Hochseefischer, ich weiß, daß du nicht verkehrt bist.
Du hältst dich gern in unsicheren Momenten an Dingen, bzw. Weltanschauungen fest, die derart schlicht und inakzeptabel sind, daß du mich immer wieder ins Erstaunen und derweil in wütende Fassungslosigkeit versetzt...
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 20:08:20 Fr. 28.August 2015
HSF ist damit ja auch nur ein Spiegel der Gesellschaft!
Es ist genau wie bei den Diskussionen hier im Alltag:
Du redest Dir den Mund fusselig und am Ende denkst Du: "Jetzt haben sie es kapiert!"
Aber am nächsten Tag kommen sie wieder mit den selben falschen und dummen Argumenten!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Hochseefischer am 20:12:23 Fr. 28.August 2015
...
Dieses Gegenargument akzeptiere ich.

Mensch Hochseefischer, ich weiß, daß du nicht verkehrt bist.

Danke, Kuddel.
 
Zitat
Du hältst dich gern in unsicheren Momenten an Dingen, bzw. Weltanschauungen fest, die derart schlicht und inakzeptabel sind, daß du mich immer wieder ins Erstaunen und derweil in wütende Fassungslosigkeit versetzt...

Eine Freundin meinte über das von mir hier heute Geschriebene, dass ich mich unglücklich ausgedrückt hätte. Muss da erstmal drüber nachdenken. Aber der ganze Ärger fing doch erst mit dem von mir verwendeten Wort "Integration" an, richtig? Ich habe ja nachträglich klargestellt, was ich unter dem Begriff "Integration" verstehe. Niemand soll seine kulturelle Identität in der Fremde aufgeben.

Seid doch einfach mal etwas entspannter.

Ich weiß, das ist schwierig, vor allem zur Zeit, wo jeden Tag Anschläge auf Flüchtlingsheime passieren und sich der rechte Mob zu mobiliseren scheint, ja die Chance der Meinungshoheit meint zu wittern.

Ich hoffe, dass ich jetzt nicht wieder was "Falsches" geschrieben habe.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Hochseefischer am 20:13:15 Fr. 28.August 2015
HSF ist damit ja auch nur ein Spiegel der Gesellschaft!
Es ist genau wie bei den Diskussionen hier im Alltag:
Du redest Dir den Mund fusselig und am Ende denkst Du: "Jetzt haben sie es kapiert!"
Aber am nächsten Tag kommen sie wieder mit den selben falschen und dummen Argumenten!

Nee, einer von denen bin ich nicht. Du hast mich in die falsche Schublade gepackt, Rudi.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 20:25:11 Fr. 28.August 2015
Zitat
Brandanschlag: Drei Verdächtige festgenommen
Die Polizei hat nach dem Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft in Salzhemmendorf (Landkreis Hameln-Pyrmont) am Abend drei Tatverdächtige festgenommen. Es handele sich um zwei 24- und 30-jährige Männer aus dem Ort sowie um eine 23-Jährige aus der Region Hannover, erklärte Polizeisprecher Jens Petersen NDR.de. "Die beiden Männer sind der Polizei bereits bekannt." Der jüngere der beiden sei zudem wegen politisch motivierter Taten aufgefallen. Im Moment würden die Verdächtigen von der Polizei zu den Vorwürfen vernommen. In der Nacht zu Freitag hatten die mutmaßlichen Täter einen Molotow-Cocktail in die Wohnung einer Familie aus Simbabwe geworfen. Die 34-jährige Frau und ihre vier, acht und elf Jahre alten Kinder blieben unverletzt.
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Brandanschlag-Drei-Verdaechtige-festgenommen,brandanschlag218.html (http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Brandanschlag-Drei-Verdaechtige-festgenommen,brandanschlag218.html)

Zitat
Über 2000 Menschen bei Kundgebung in Salzhemmendorf
http://www.dewezet.de/portal/startseite_Ueber-2000-Menschen-bei-Kundgebung-in-Salzhemmendorf-_arid,735491.html (http://www.dewezet.de/portal/startseite_Ueber-2000-Menschen-bei-Kundgebung-in-Salzhemmendorf-_arid,735491.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 20:54:43 Fr. 28.August 2015
kulturelle Identität

Manometer, du redest dich permanent um Kopf und Kragen.  :rolleyes:
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Hochseefischer am 21:01:58 Fr. 28.August 2015
Kuddel, gut, dann bin ich mit all diesen Begriffen rund um Immigration (noch) nicht wirklich vertraut. Aber deswegen bin ich noch lange kein Rassist.

Besser wäre es außerdem, wenn hier nicht andauernd jeder Begriff, den ich hier anbringe, auf die Waagschale gelegt wird.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 21:44:27 Fr. 28.August 2015
Hach HSF, es geht nicht um die korrekte Benutzung irgendwelcher Vokabeln.
Es geht um einen Umgang mit Menschen.
Ich kann oftmals nicht folgen, warum du in diesem Forum so schlimmen Scheiß redest, obwohl du du keineswegs ein übler Typ bist.

Ich werde mal versuchen ein paar Gedanken dazu zu formulieren, wenn es bei mir zeitlich besser paßt.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: schwarzrot am 04:21:07 Sa. 29.August 2015

Ich kann oftmals nicht folgen, warum du in diesem Forum so schlimmen Scheiß redest, obwohl du du keineswegs ein übler Typ bist.

Ich werde mal versuchen ein paar Gedanken dazu zu formulieren, wenn es bei mir zeitlich besser paßt.
Gut idee.
Und nein, @HSF, du bist kein kein Rassist, nur in weiten teilen so (schlimm? west-) bürgerlich (erzogen), dass es manchmal recht wehtun kann.
Du benutzt oft die vokabeln der bürgerlichen (zu weiten teilen reaktionären) medien, die du ausgiebig konsumierst.

Das macht eigentlich für dich gar keinen sinn, weil deine bürgerlichkeit von niemanden deiner bürgerlichen 'brüder im geiste'  anerkannt werden würde.
Weil als 'nicht-leister' würden die dich ohne frage in jede gaskammer schicken.
Trotzdem verteidigst, oder übernimmst du oft deren positionen.

Versuch doch mal öfter abzuschalten und kritisches hirn einzuschalten, nicht jede position der massenmedien ist objektiv.

Du hast nichts kapiert, überhaupt nichts!
Ich geb es auf!
Ja und deshalb bin ich mittlerweile froh, wenn leute überhaupt was tun, was halbwegs emanzipativen charakter hat, statt die maximalforderung schaffen zu müssen.
Auch hier wieder, leute werden abgestossen, statt positiv begleitet, und zu richtigem ermuntert.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Hochseefischer am 07:27:24 Sa. 29.August 2015
Unabhängig von dem, was @schwarzrot geschrieben hat, werfe ich das hier mal ein, wegen dem Begriff "Ehrenmord", der ja offensichtlich (?) auch was mit Blutrache zu tun hat. Der Begriff "Zwangsehe" kommt auch vor:

Zitat
In Albanien heißt das größte Problem der Frauen Kanun. Das ist ein mündlich überliefertes Gewohnheitsrecht, das man der Einfachheit halber die Scharia der Albaner nennen kann. Demnach ist eine Frau nicht mehr als ein Schlauch, in dem Ware transportiert wird. Wesentliche Elemente des Kanun sind Selbstjustiz, Blutrache und Zwangsehe. Seit dem Ende des Kalten Krieges steigt die Zahl der Opfer. Der Kanun prägt sogar die heutige Rechtsprechung: Erst seit drei Jahren ist häusliche Gewalt eine Straftat. Konsequenzen für die Täter hat das selten. Die allermeisten Frauen ziehen ihren Antrag auf eine Schutzanordnung wieder zurück. Der albanische Staat schafft es auch nicht, seine Bürgerinnen vor Menschenhändlern zu schützen. Albanerinnen werden von Banden entführt und in die Prostitution gezwungen. Außerdem werden inzwischen so viele weibliche Föten abgetrieben, dass sich das Geschlechterverhältnis nachhaltig verschoben hat.

http://www.zeit.de/2015/33/fluechtling-balkan-frauen-gewalt (http://www.zeit.de/2015/33/fluechtling-balkan-frauen-gewalt)

Ein Artikel aus der bürgerlichen Presse. Ist er deswegen schon an und für sich schon schlecht?

Ist der Begriff Ehrenmord/Blutrache/Zwangsehe also ein Stereotyp?

Ich wehre mich gegen den Vorwurf, dass ich (rassistische) Stereotype verwende. Ich wiederhole mich noch einmal: ich behaupte nicht, dass alle Migranten die Prinzipien von Ehrenmord/Blutrache und Zwangsheirat umsetzen. Ich möchte lediglich einen gewissen Aspekt in Bezug auf einen gewissen Teil der Flüchtlinge ansprechen. Nur das wollt Ihr nicht hören. Passt nicht in Euer Weltbild, so kommt mir das irgendwie vor. Vielleicht habe ich ja auch Unrecht mit meiner Vermutung. Die Realität ist komplex.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Hochseefischer am 07:35:52 Sa. 29.August 2015
Hach HSF, es geht nicht um die korrekte Benutzung irgendwelcher Vokabeln.
Es geht um einen Umgang mit Menschen.

Das kann man hier im Forum gut beobachten ...

Zitat
Ich kann oftmals nicht folgen, warum du in diesem Forum so schlimmen Scheiß redest, obwohl du du keineswegs ein übler Typ bist.

Nenne mir bitte ein paar Beispiele, wo ich "schlimmen Scheiß" geschrieben haben soll.

Zitat
Ich werde mal versuchen ein paar Gedanken dazu zu formulieren, wenn es bei mir zeitlich besser paßt.

Au ja. Da bin ich gespannt.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Hochseefischer am 07:56:25 Sa. 29.August 2015
Und nein, @HSF, du bist kein kein Rassist, nur in weiten teilen so (schlimm? west-) bürgerlich (erzogen), dass es manchmal recht wehtun kann.
Du benutzt oft die vokabeln der bürgerlichen (zu weiten teilen reaktionären) medien, die du ausgiebig konsumierst.

Jo, weil ich mir damit ein umfasserenderes Bild von der Realität machen kann, als wenn man nur "Junge Welt" und Taz liest. Beide Medienformen (etablierte/bürgerliche/"staatstragende" Medien und die alternativen Medien) ergänzen sich in meinem Falle gegenseitig. Und ich bin eben nicht so einseitig drauf und sage "der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist scheiße, und deswegen will ich ihn nicht nutzen"

Zitat
Das macht eigentlich für dich gar keinen sinn, weil deine bürgerlichkeit von niemanden deiner bürgerlichen 'brüder im geiste'  anerkannt werden würde.

Ich komme mit Deinem Begriff der Bürgerlichkeit nicht zurecht, schwarzrot. Wir sind alle irgendwie bürgerlich, mal mehr, mal weniger. Sonst müssten wir ja, um mein Beispiel zu wiederholen, nackt in einer Tonne in der Wüste leben und uns von einem Hibiskusstrauch ernähren.

Zitat
Weil als 'nicht-leister' würden die dich ohne frage in jede gaskammer schicken.

Das würden nur die Nazis tun. Und ja, eben auch die Mitläufer der Nazis.

Zitat
Trotzdem verteidigst, oder übernimmst du oft deren positionen.

Schreibe ich hier etwa:

- die Politik der USA ist gut und richtig
- Hartz IV ist gut und richtig und der Slogan "Sozial ist, was Arbeit schafft" auch
- TTIP finde ich gut und richtig

?

Um zwei Beispiele zu nennen.

Zitat
Versuch doch mal öfter abzuschalten und kritisches hirn einzuschalten, nicht jede position der massenmedien ist objektiv.

Mache ich doch, weiß ich ja.

Zitat
Ja und deshalb bin ich mittlerweile froh, wenn leute überhaupt was tun, was halbwegs emanzipativen charakter hat, statt die maximalforderung schaffen zu müssen.
Auch hier wieder, leute werden abgestossen, statt positiv begleitet, und zu richtigem ermuntert.

Richtig.

Zu einem Radikalen werdet Ihr mich nicht machen, das steht fest. Ich bin moderat. Aber auch nicht immer, ich kann mich auch ab und an über Ungerechtigkeiten aufregen.

Schaut Euch mal an, wieviele aktive User hier schreiben. Sehr wenige, im Vergleich zu anderen Foren. Woran kann das wohl liegen?
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 08:51:26 Sa. 29.August 2015
In diesem Thread geht es nicht um "Ehrenmorde" oder "das wird man ja wohl noch sagen dürfen" sondern um Rassismus in Deutschland!
Ist das so schwer zu kapieren?
Also hör bitte auf diesen Thread mit deinem "Ehrenmord- Gesülze" zu schreddern!
Die (katholische) Mafia begeht auch "Ehrenmorde". Sollen jetzt alle Italiener desswegen abgeschoben werden? (Nein, bitte NICHT antworten, das war eine rhetorische Frage.

Zitat
Ja und deshalb bin ich mittlerweile froh, wenn leute überhaupt was tun, was halbwegs emanzipativen charakter hat, statt die maximalforderung schaffen zu müssen.
Auch hier wieder, leute werden abgestossen, statt positiv begleitet, und zu richtigem ermuntert.

@schwarzrot:
Das kannst Du mir schon selber überlassen, ab wann ich entscheide, das es keinen Sinn mehr für mich macht mit Menschen weiter zu diskutieren! Bin nämlich schon groß! ;)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: schwarzrot am 10:55:19 Sa. 29.August 2015
@schwarzrot:
Das kannst Du mir schon selber überlassen, ab wann ich entscheide, das es keinen Sinn mehr für mich macht mit Menschen weiter zu diskutieren! Bin nämlich schon groß! ;)

Es geht hier nicht darum, ob jemand 'schon groß' ist.


[Jo, weil ich mir damit ein umfasserenderes Bild von der Realität machen kann,
'Realität' entsteht (erst) im auge des betrachters.
Zitat
als wenn man nur "Junge Welt" und Taz liest. Beide Medienformen (etablierte/bürgerliche/"staatstragende" Medien und die alternativen Medien) ergänzen sich in meinem Falle gegenseitig. Und ich bin eben nicht so einseitig drauf und sage "der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist scheiße, und deswegen will ich ihn nicht nutzen"
Du kannst mir glauben, dass ich auch ohne öff-propaganda-sender glotzen, noch genügend der bürgerlichen 'nachrichten' mitbekomme.
Zitat
Ich komme mit Deinem Begriff der Bürgerlichkeit nicht zurecht, schwarzrot. Wir sind alle irgendwie bürgerlich, mal mehr, mal weniger. Sonst müssten ...
nackt in einer Tonne ...
 Hibiskusstrauch ...
Darüber hatten wir schon mal diskutiert!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 11:01:43 Sa. 29.August 2015
Na bitte es geht doch!
Wenn man nur will kann man faschistische Anschläge auch aufklären.
Ein Trio bestehend aus zwei Männern und einer Frau; kommt mir irgendwie bekannt vor!
Zitat
Drei Geständnisse nach Anschlag auf Asylbewerber-Haus
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Drei-Gestaendnisse-nach-Anschlag-auf-Asylbewerber-Haus,brandanschlag218.html (http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Drei-Gestaendnisse-nach-Anschlag-auf-Asylbewerber-Haus,brandanschlag218.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 14:40:50 Sa. 29.August 2015
Zitat
Der Norden schaut hin - Die Doku
http://www.ndr.de/nachrichten/dossiers/der_norden_schaut_hin/nordenschauthin105.html (http://www.ndr.de/nachrichten/dossiers/der_norden_schaut_hin/nordenschauthin105.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: BGS am 18:32:14 Sa. 29.August 2015
"Der Norden schuat hin" klingt nach purer Selbsteweihräucherung.

"Duetschland" fördert, wie immer, Nazis. Vermuztlich weltweit.

MfG

BGS
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 00:52:01 So. 30.August 2015
Zitat
Salzhemmendorf: Haftbefehle wegen versuchten Mordes

Nach dem Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft in Salzhemmendorf (Landkreis Hameln-Pyrmont) ist nun gegen alle drei Tatverdächtigen Haftbefehl erlassen worden. "Den Personen wird gemeinschaftlicher versuchter Mord in Tateinheit mit schwerer Brandstiftung vorgeworfen", teilte Kathrin Söfker, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover, am Samstagabend mit. Bereits am Freitagabend hatte die Polizei einen 24-Jährigen, wenig später einen 30-Jährigen aus dem kleinen Ort bei Hameln sowie eine 23-Jährige aus der Region Hannover festgenommen. Das Trio soll einen brennenden Molotow-Cocktail in die Wohnung einer Flüchtlingsfamilie geworfen haben. "Alle drei sitzen nun in Untersuchtungshaft", so die Staatsanwältin.
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Salzhemmendorf-Haftbefehle-wegen-versuchten-Mordes,brandanschlag218.html (http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Salzhemmendorf-Haftbefehle-wegen-versuchten-Mordes,brandanschlag218.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 19:40:28 So. 30.August 2015
Dummdeutschland - Christoph Sieber 27.08.2015
! No longer available (http://www.youtube.com/watch?v=-E7s7xk3KPc#)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: karpfen am 21:14:29 So. 30.August 2015
Zitat
Aktivisten lassen de Maizière keine Ruhe
Protest beim Tag der offenen Bundespressekonferenz / Heidenauer Bürgermeister von Rassisten bedroht / Attacke auf Flüchtlingsunterkunft in Sachsen-Anhalt / Proteste gegen Rassismus in vielen Städten


Update 19.10 Uhr: EU-Innenminister beraten am 14. September über Flüchtlingsfrage
Die Innen- und Justizminister der Europäischen Union kommen am 14. September in Brüssel zu seiner Sondersitzung zusammen, um über die stark gestiegenen Flüchtlingszahlen zu beraten. Dies gab die luxemburgische Ratspräsidentschaft am Sonntag über Twitter bekannt. Ziel sei es, »die europäische Antwort« auf die aktuelle Krise zu stärken. In der EU herrscht seit Monaten Streit darüber, wie die Hunderttausenden Menschen künftig verteilt werden sollen.

Deutschland, Frankreich und Großbritannien hatten das Sondertreffen beantragt. Sie dringen auf die einheitliche Festlegung sogenannter sicherer Herkunftsstaaten und den Aufbau von Registrierungszentren für Flüchtlinge in Südeuropa bis spätestens Ende des Jahres. In diesen »Hotspots« in Italien und Griechenland soll schon bei der Ankunft von Flüchtlingen deren Schutzbedürftigkeit geprüft werden.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) unterstrich am Sonntag in einer gemeinsamen Erklärung mit seinen Kollegen Bernard Cazeneuve (Frankreich) und Theresa May (Großbritannien), die aktuelle Situation erfordere unverzügliches Handeln und Solidarität innerhalb Europas.

Update 18.00 Uhr: Verbrechen an Flüchtlingen stoppen
Papst Franziskus hat dazu aufgerufen, Verbrechen an Flüchtlingen wie zuletzt in Österreich zu verhindern. »Bitten wir um Gottes Barmherzigkeit und bitten wir ihn darum, damit er uns hilft gegen diese Verbrechen an der gesamten Familie der Menschheit«, sagte der Papst am Sonntag nach dem Angelusgebet in Rom. Er rief zudem zum Gebet für die Opfer der Tragödie in Österreich auf, bei der 71 Flüchtlinge in einem Lastwagen umkamen.

Update 17.50 Uhr: Grüne kritisiert »Angstmache« mit Flüchtlingszahlen
Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat Union und SPD vorgeworfen, die Zahl der Flüchtlinge zu instrumentalisieren. »Diese Angstmache mit den hohen Zahlen halte ich für extrem problematisch«, sagte Hofreiter am Sonntag beim Tag der offenen Tür der Bundespressekonferenz in Berlin. Angesichts des Fachkräftemangels dürfe die Zahl der Flüchtlinge nicht immer nur angstbesetzt diskutiert werden. »Man könnte das Ganze als Chance sehen, dass nämlich viele Menschen, insbesondere auch gut ausgebildete Menschen, ihre Zukunft in Deutschland sehen und Deutschland als Land der Hoffnung betrachten«, sagte Hofreiter. Die Regierungschefs von Brandenburg und Hessen, Dietmar Woidke (SPD) und Volker Bouffier (CDU), hatten die Zahl von einer Million Neuankömmlingen in diesem Jahr ins Gespräch gebracht. Die offizielle Prognose geht für 2015 von 800.000 Flüchtlingen aus. Mit Blick auf das Treffen der Unionsspitze, die am Sonntagabend im Kanzleramt unter anderem ihren Kurs in der Flüchtlingsdebatte abstecken wollte, forderte Hofreiter die Bundesregierung auf, dafür zu sorgen, dass die Kommunen ausreichend Geld erhielten, um die Flüchtlingsunterbringung zu gewährleisten. Zudem müsse für ausreichend Personal sowie faire Asylverfahren gesorgt werden. An dem Gespräch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nehmen am Abend neben Kanzleramtschef Peter Altmaier auch der Fraktionsvorsitzende Volker Kauder (beide CDU), CSU-Chef Horst Seehofer, CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt sowie die Generalsekretäre Peter Tauber (CDU) und Andreas Scheuer (CSU) teil.
Jörg Blank

Update 17.45 Uhr: Bundesamt räumt Fehler ein
Der Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Manfred Schmidt, hat Versäumnisse im Umgang mit der hohen Zahl an Asylbewerbern eingeräumt. »Ich glaube, dass wir zu spät angefangen haben, dass wir die Zeichen zu spät gesehen haben«, sagte Schmidt dem Bayerischen Rundfunk in Nürnberg. Anfang des Jahres habe niemand mit so hohen Flüchtlingszahlen gerechnet. Inzwischen habe seine Behörde aber 650 neue Mitarbeiter eingestellt; bis Ende des Jahres sollen 1000 weitere folgen. »Wir haben mittlerweile über 145 000 Entscheidungen getroffen - das ist schon weit mehr als im gesamten Jahr 2014«, sagte Schmidt. Inzwischen sei die Bearbeitungszeit für einen Asylantrag von im Schnitt 7,1 auf 5,4 Monate gesunken. Die Behörde sei aber noch nicht da, wo sie sein wolle.

Update 17 Uhr: Doppelangriff auf Büro der Linkspartei in Apolda
Auf das Bürgerbüro der Linkspartei-Abgeordneten Kersten Steinke wurden am Wochenende gleich zwei Attacken verübt - in zwei aufeinanderfolgenden Nächten. Wie die Partei im Sozialen Netzwerk Facebook mitteilte, gehe man von einem »wohl politisch motivierten Doppelangriff« aus. Die Polizei in Apolda und Jena habe die Ermittlungen aufgenommen. Der Fraktionsvorsitzende der Apoldaer Stadtratsfraktion der Linkspartei, Michael Schade, sprach von »politisch motiviertem Vandalismus«. Wer mit Argumenten nicht ankomme »oder ankommen kann und will, der wirft Steine«, so Schade. Die Täter versuchten »nur eines – nämlich einschüchtern und Angst verbreiten. Das wird aber nicht gelingen«.

Update 15.30 Uhr: Holocaust-Überlebende warnen vor Stimmungsmache gegen Flüchtlinge
Der Präsident des Internationalen Auschwitz-Komitees, Roman Kent, hat sich entsetzt über Gewalt gegen Flüchtlinge geäußert. »Manche Brandattacken und Überfälle erinnern mich an die Pogrome, bei denen wir um unser Leben gezittert haben. Das muss man so hart sagen«, sagte der 86-Jährige, der sich am Sonntag in Oswiecim mit deutschen Jugendlichen traf. »Wie über die Not und die Probleme der Flüchtlinge heute an vielen Orten gesprochen wird, das ist gefühlskalt und hetzerisch.«

Der in Polen geborene Kent, der heute in den USA lebt, hatte am 27. Januar bei der Gedenkfeier zum 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz unter Tränen gesagt: »Wir wollen nicht, dass unsere Vergangenheit die Zukunft unserer Kinder sein wird.« Nun sagte er, er sei sich nicht mehr sicher, »ob die Welt, in die heute Kinder hineingeboren werden, nicht noch weniger vertrauenswürdig ist als die, in die wir hineingeboren wurden. Das ist ein sehr bitteres Fazit für einen alten Mann.«

Kent hatte als 16-jähriger die Befreiung des größten deutschen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau erlebt. Die Diskussionen über die Aufnahme von Flüchtlingen erinnern ihn auch an die Erfahrung der Menschen, die während des Zweiten Weltkrieges vor den Nationalsozialisten flohen. »Damals war das Boot voll und die Herzen waren leer«, sagte er. »Ich hoffe sehr, dass sich das heute nicht wiederholt.«

Christoph Heubner, Vize-Exekutivpräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees, warnte vor einer Unterschätzung rechtsextremer Gefahren in Deutschland. »Für die NPD und andere rechtsextreme Gruppen ist das Geschehen um die Flüchtlinge ein willkommenes Aufmarschgelände«, sagte er. Jeder Brandanschlag auf Flüchtlingsheime sei wie ein Brandbeschleuniger für den nächsten. »Viel zu lange hat man seitens der Behörden und der Politik Strategie und Taktik der NPD unterschätzt und verharmlost.« Die »quälende Langsamkeit« des NPD-Verbotsverfahrens mache sprachlos.

Update 14.35 Uhr: Flüchtlingsprotest beim Tag der offenen Bundespressekonferenz
Linke Aktivisten haben am Sonntag bei einem Auftritt von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) in Berlin gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung protestiert. »Nazis legen Brände, der Staat schiebt ab. Das ist das gleiche Rassistenpack«, skandierten die vier jungen Menschen, während der Minister sich am Tag der offenen Tür der Bundespressekonferenz Bürgerfragen stellte. Die Flüchtlingsunterstützer wurden nach wenigen Minuten von Ordnern aus dem Gebäude geleitet. Polizei war nicht im Einsatz.

Die Bundespressekonferenz, der Verein der Berliner Parlamentsjournalisten, hatte sich am Wochenende parallel zum Tag der offenen Tür der Bundesregierung ebenfalls für die Bürger geöffnet.

Update 14.30 Uhr: Nazis trauen sich mehr
Linksfraktionschef Gregor Gysi hat am Sonntag in Berlin vor einer Zunahme fremdenfeindlicher Gewalt gewarnt: »Der offene Rechtsextremismus ist in Deutschland eben offener geworden. Er traut sich mehr. Er hat die Hemmungen verloren. Und es stehen viel zu viele Leute dabei, die klatschen«, so Gysi.

Update 14.20 Uhr: Berliner Politik wirbt für offene und demokratische Stadt
In einer gemeisamen Erklärung werben die Berliner Landesverbände von SPD, LINKEN, Grünen Piratenpartei und der CDU für eine »demokratische und offene« Hauptstadt. »Auch in Berlin ist es zu menschenverachtenden und abstoßenden Vorfällen gekommen. Wir stellen uns mit aller Macht gegen diesen Terror«, heißt es in dem Aufruf. Die menschenfeindlichen Angriffe richteten sich nicht nur gegen Flüchtlinge, »sondern genauso auch gegen unsere freie und demokratische Gesellschaft«. Menschen in Not besäßen einen Anspruch auf Schutz, Hilfe und Solidarität. Weiter heißt es: »Wir treten entschlossen rassistischer Hetze entgegen. Wir werden keine Freiräume für Rechtsextremisten dulden. Wenn Hemmschwellen verbal und im Internet sinken, dann sinken sie irgendwann auch auf der Straße. Das werden wir in Berlin nicht dulden. Unsere Sicherheitsbehörden werden weiterhin alles daran setzen, die einschlägigen Straftaten aufzuklären.«

Update 11.40 Uhr: Proteste gegen Rechts in Bayern
Knapp 2.000 Menschen haben am Samstag in Bayern gegen Neonazis und Rassisten demonstriert sowie ihre Solidarität mit Flüchtlingen gezeigt. In Rosenheim, Fürth, Neustadt an der Waldnaab und München wandten sie sich gegen Kundgebungen und Aktionen rechter Gruppen. Allein in Rosenheim zählte die Polizei bis zu 1.000 Menschen, die sich einem Aufmarsch der rechtsextremen Partei »Die Rechte« entgegenstellten. Der Demonstrationszug einiger Dutzend Parteianhänger kam nach wenigen Metern zum Stillstand, weil das Bündnis »Rosenheim nazifrei« den Weg blockierte. In Fürth protestierten am Samstag rund 500 Menschen gegen einen Aufmarsch der rechtsextremen Partei »Der dritte Weg«. Im oberpfälzischen Neustadt an der Waldnaab demonstrierten rund eine Woche nach dem Brand in einer Asylbewerberunterkunft etwa 250 bis 300 Menschen gegen Rassismus. Das teilte die Polizei mit. Zur Kundgebung aufgerufen hatte das Weidener Bündnis »Voice of Refugees«. Eine in München angekündigte Demonstration des Anti-Islam-Bündnisses Pegida kam am Samstag nicht zustande. »Das ist auch ein großer Erfolg für die Münchner Stadtgesellschaft«, teilte der Verein »München ist bunt« mit, der eine Gegendemonstration mit mehr als 150 Teilnehmern organisiert hatte.

Update 7.15 Uhr: Attacke auf Flüchtlingsunterkunft in Sachsen-Anhalt
Auf eine Flüchtlignsunterkunft in Sachsen-Anhalt hat es am Samstagabend eine Attacke gegeben: Unbekannt warfen Fensterscheiben des Gebäudes in Helbra ein. Wie der MDR berichtet, wurde zum Glück niemand verletzt, der Staatsschutz habe die Ermittlungen aufgenommen.
Bürgermeister von Heidenau von Rassisten bedroht

Berlin. Der Bürgermeister von Heidenau in Sachsen, Jürgen Opitz, wird wegen seines Engagements für Flüchtlinge von Neonazis mit Gewalt bedroht. »Meine Frau hat am Donnerstag einen Zettel im Briefkasten gefunden, als sie die Zeitung herausholen wollte: Konkrete Gewaltandrohung. Es gibt Möglichkeiten, sich schützen zu lassen. Die nehme ich jetzt in Anspruch«, sagte der CDU-Politiker dem »Sonntag-Express«. Er lasse sich aber nicht unterkriegen. »Ich werde weiter gegen Rassismus sprechen und werde mich weiter dafür einsetzen, dass die Heidenauer Solidarität mit den Asylbewerbern zeigen und sich ordentlich benehmen. Ich habe keine Angst.«

Vor einer Flüchtlingsunterkunft in der Kleinstadt bei Dresden hatten seit vergangener Woche mehrmals Neonazis, »besorgte Bürger« und Rassisten Flüchtlinge bedroht und Polizisten angegriffen. Dagegen richtete sich mehrfach Protest, am Freitag fand ein Willkommensfest für die Flüchtlinge statt, am Samstagabend eine Demonstration. Rund 400 Menschen gingen dabei im Anschluss an eine größere Demo in Dresden in Heidenau für Solidarität mit Flüchtlingen auf die Straße. An der Kundgebung in Heidenau beteiligten sich demnach auch mehrere Flüchtlinge aus der Unterkunft. Anschließend liefen die angereisten Teilnehmer zurück zum Bahnhof.

Laut Polizei gab es am Rande der Demonstrationen in Dresden und Heidenau »keine nennenswerten Ansammlungen von Asylgegnern«, wie es die Deutsche Presse-Agentur formuliert. Gegen 21.30 Uhr wurden auf einem Parkplatz in Heidenau allerdings zwei Fahrzeuge kontrolliert, deren Insassen »dem Lager der Asylkritiker zugerechnet« würden - gemeint sind also entweder Neonazis oder »besorgte Bürger«. Dabei hätten die Polizeibeamten Pyrotechnik gefunden. Die Dresdner Kriminalpolizei übernahm die weiteren Ermittlungen.

Angesichts massiver Anfeindungen und roher Gewalt gegen Flüchtlinge und ihre Unterstützer hat der Kommunikationspsychologie Wolfgang Frindte ein rigideres Vorgehen von Polizei und Justiz gefordert. »Was wir momentan erleben, ist ein Angriff auf unsere Demokratie«, sagte Frindte, der an der Universität Jena lehrt. Um dies abzuwehren, müssten alle juristischen, polizeilichen und politischen Mittel genutzt werden. Es sei zu beobachten, dass sich Neonazis und Rechtspopulisten neu sortieren. Der Experte schätzt den Anteil derer, die rechtsextrem sind oder solche Gewalt befürworten, auf bis zu 30 Prozent.

Mit Blick auf die jüngsten Übergriffe auf Flüchtlinge in Heidenau spricht auch der sächsische Verfassungsschutz von einer neuen Dimension der Gewalt. »Neu ist die Brutalität und die Bereitschaft, Polizisten zu attackieren«, sagte der Präsident des Landesamts für Verfassungsschutz, Gordian Meyer-Plath, der »Welt am Sonntag«. Früher hätten sich »Rechtsextremisten bemüht, als Saubermänner gegenüber der Polizei aufzutreten«. Allein bei den gewaltsamen Ausschreitungen gegen Flüchtlinge in Heidenau waren in der vergangenen Woche mehr als 30 Polizeibeamten verletzt worden. »Die NPD muss sich die gewalttätigen Übergriffe anrechnen lassen«, sagte Meyer-Plath.
Zusammen mit zahlreichen Flüchtl...
Zusammen mit zahlreichen Flüchtlingen tanzten Demonstranten am Samstagabend in Heidenau auf der Straße und riefen zu Solidarität auf.
Foto: dpa/Sebastian Willnow

Trotz der zuletzt dramatisch angestiegenen Angriffe auf Flüchtlinge und deren Unterkünfte geht das Bundeskriminalamt von regional organisierten Straftaten aus. »Aktuell liegen dem BKA keine Informationen auf vernetzte oder bundesweit gesteuerte Aktivitäten vor«, hieß es.

Angesichts der steigenden Zahl rassistischer Übergriffe warnen die ostdeutschen Ministerpräsidenten unterdessen davor, nur ihre Bundesländer an den Pranger zu stellen. Man sollte sich davor hüten, »hier vorschnell von einem ostdeutschen Phänomen zu sprechen«, sagte Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) der »Welt am Sonntag«.

Thüringen Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sagte: »Wir reden von einem gesamtdeutschen Problem, das wir gesamtdeutsch bekämpfen müssen.« Im Moment würden bundesweit Nacht für Nacht Flüchtlingsunterkünfte brennen. »Und die Hotspots der braunen Gewalt liegen in allen Himmelsrichtungen verteilt.«

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sprach von einer »Herausforderung für das ganze Land und die Gesellschaft« und verlangte bundesweite Anstrengungen gegen rechte Gewalt: »Wir müssen uns jeden Tag aufs Neue bemühen, rassistische und menschverachtende Haltungen aus den Köpfen zu bekommen. Hier sind wir alle gefordert, keiner darf wegsehen.«

Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschef Erwin Sellering (SPD), warnte ebenfalls davor, bei diesem Thema »Ost-West-Debatten« aufzumachen. »Die Aufnahme von Flüchtlingen stellt uns in ganz Deutschland vor große Herausforderungen. Und wir stehen in Ost und West gleichermaßen vor der Aufgabe, rechtsextremes Gedankengut entschieden zurückzuweisen und rechtsextreme Straftaten konsequent zu verfolgen«, sagte er der »Welt am Sonntag«. Agenturen/nd

http://www.neues-deutschland.de/artikel/982830.aktivisten-lassen-de-maiziere-keine-ruhe.html (http://www.neues-deutschland.de/artikel/982830.aktivisten-lassen-de-maiziere-keine-ruhe.html)

Das "Neue Deutschland" macht auch einen Unterschied zwischen Nazis und "besorgten Bürgern" ... Ich habe das ND via Twitter mal gefragt, wo denn da ihrer Meinung nach der Unterschied sei ... Eine Antwort habe ich (bisher) nicht bekommen!

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: karpfen am 23:09:45 So. 30.August 2015
http://img.welt.de/img/deutschland/crop145789203/5100199634-ci3x2l-w780/Angriffe-auf-Asylheime.jpg (http://img.welt.de/img/deutschland/crop145789203/5100199634-ci3x2l-w780/Angriffe-auf-Asylheime.jpg)

und anhand dieser karte kann man wieder dem osten schön die schuld für die nazi-problematik in die schuhe schieben ... anstatt zu erkennen, daß das ein gesamtdeutsches problem ist.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Tiefrot am 00:45:58 Mo. 31.August 2015
Passend dazu:

Existenzangst verschärft das soziale Klima (http://www.nationalearmutskonferenz.de/index.php/presse/pressemitteilungen/280-20-02-2014-wo-existenzangst-zunimmt-verschaerft-sich-das-soziale-klima)
Soziale Zerrissenheit nimmt zu (http://www.nationalearmutskonferenz.de/index.php/presse/pressemitteilungen/281-19-03-2015-das-ausmass-der-sozialen-zerrissenheit-hat-eine-neue-qualitaet-erreicht)

Ausländerfeindlichkeit ist eine direkte Folge der Verarmungspolitik (Hartz IV u.a.) hier.
Die Politikerkaste braucht sich nicht über den braunen Sumpf wundern, die haben ihn selbst herangezüchtet.

Gute Nacht Deutschland.  kotz
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 09:40:15 Mo. 31.August 2015
Zitat
Ausländerfeindlichkeit ist eine direkte Folge der Verarmungspolitik (Hartz IV u.a.) hier.
Das halte ich für zu kurz gegriffen!
Ich gebe zu bedenken, das es in den 1990er Jahren, zu Zeiten der Progrome in Rostock- Lichtenhagen, der Brandanschläge in Mölln, Solingen.... noch kein Hartz 4 gab!
Und ebenso war die Verarmung noch nicht soweit fortgeschritten wie heute!
Verarmung mag ein Teil des Problems sein aber genauso ist auch Bildungspolitik ein Teil des Problems.
In den letzten Jahren wurden die Gelder für Initiativen die sich gegen Faschismus wenden immer weiter gekürzt, Vereine die sich gegen Faschismus engagieren wurden/ werden vom VS beobachtet und kriminalisiert (VVN- BdA zum Beispiel). Antifagruppen und Bürger die gegen Faschismus auf die Straße gehen werden von den Bullen weggeprügelt und Faschisten der Weg freigemacht.

Nazis findet man in den verarmten Bevölkerungsteilen genauso wie unter Akademikern und in allem was dazwischen liegt. Grade die Führungskader gehören nicht wirklich zur "Unterschicht". Jürgen Rieger z.B. besaß jede Menge Immobilien, darunter ein Schloss in Schweden.

Außerdem muss man feststellen, das sich Faschisten genau da breit machen können, wo es an entschlossenem antifaschistischen Widerstand mangelt!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Schluepferstuermer am 12:31:46 Mo. 31.August 2015
Gleicher Meinung wie R.R.

Die wirklichen Brandstifter sitzen in der Politik, VS, AGs.
Die Nazis auf der Straße sind dann die Auftragserfüller.
Die wirklichen Brandstifter distanzieren sich dann davor.

Den Kommunen wird Geld vom Staat abgewürgt. Da kein Geld in den Kommunen vorhanden ist, wird wo gespart?
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Tiefrot am 13:03:32 Mo. 31.August 2015
@Rudi, Danke für die Präzisierung. Um einen Anstoß zu geben,
auch in die inländische soziale Richtung zu denken hats ja gereicht.  :D

Und so lange diese Frage nicht abschließend geklärt ist, brennen die Flüchtlingshäuser weiter, befürchte ich.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 13:36:41 Mo. 31.August 2015
Zitat
Die wirklichen Brandstifter sitzen in der Politik, VS, AGs.
Die Nazis auf der Straße sind dann die Auftragserfüller.
Die wirklichen Brandstifter distanzieren sich dann davor.
Ja und Nein!
Ganz sicher tragen solche Politiker wie De Maizière oder Seehofer dazu bei, den Rassismus salonfähig zu machen und können ohne wenn und aber als geistige Brandstifter bezeichnet werden. Ebenso die Medien von Bild bis Lokalzeitung oder die TV Sender. Natürlich auch der VS der faschistische Organisationen überhaupt erst aufgebaut (NPD) oder unterstützt hat.
Aber ich halte es tatsächlich wieder für etwas kurz gegriffen, auf die Politiker zu zeigen und denen die Alleinschuld zu geben. Mal abgesehen davon, das diese Politiker ja alle vier Jahre von jemandem gewählt werden gibt es in der gesamtdeutschen Gesellschaft ein großes Problem mit Rassismus. Die Heitmeyer- Studie hat es ja gezeigt das sich dieses Problem durch alle Schichten zieht.
Es ist also auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sich diesem Problem entgegenzustellen. Dazu muss man aber auch erst mal akzeptieren, das es ein Problem mit Rassismus gibt.
Solange von Einzeltätern gesprochen wird und gefestigte faschistische Strukturen geleugnet werden sind wir da noch lange nicht auf dem Weg der Erkenntnis angekommen.
Und genau desshalb ist es auch die Aufgabe jedes einzelnen von uns gegen Faschismus und Rassismus aufzustehen und entschlossenen Widerstand zu zeigen. Sei es, indem man den Hetzern auf der Straße, in der Kneipe, im Familienkreis wiederspricht, sei es, indem man sich mit Flüchtlingen solidarisiert, ihnen praktische Hilfe anbietet, sei es indem man Faschisten und Rassisten aus der Anonymytät zerrt und ihnen klar macht das ihr Handeln konsequenzen haben wird.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 17:18:47 Mo. 31.August 2015
Zitat
Europa führt Krieg gegen Flüchtlinge. Dieser Krieg ist nicht weit weg, er tobt vor unserer Hasutür. Fluchthelfer_innen und „Schlepper“ werden von Frontex angegriffen, die Grenzen dichtgemacht, Mauern und Zäune gebaut, Gräben ausgehoben, die Grenzen überwacht und Menschen gejagt. In Europa wird das Militär gegen Geflüchtete eingesetzt. „Wie würde die Welt aufschreien, wenn sich das Mittelmeer in ein Massengrab weißer Menschen verwandeln würde“, fragte unlängst eine Aktivistin im französischen Fernsehen. Doch es sind keine Europäer_innen, die dort ertrinken, es sind keine Menschen, die als Einzelne wahrgenommen werden, deren Leben wertvoll und schützenswert erscheint. Es sind Menschen aus Syrien, aus Tunesien, aus dem Irak, aus Afghanistan, Menschen auf der Flucht vor Tod und Elend. Präsentiert werden sie als anonyme Masse von Hungerbäuchen, die eine Belastung für den europäischen Wohlstand darstellen würden. Doch das sind sie nicht.
Mit jeder Ertrunkenen stirbt eine ganze Welt.


Die, die es bis nach Deutschland schaffen, sind neuen Gefahren ausgesetzt. Das, was den Antiflüchtlingseinheiten nicht gelang, wird hier von Neonazis und anderen Rassist_innen fortgeführt – in Deutschland wird wieder gezündelt. Schon im letzten Jahr wurden in ganz Deutschland Unterkünfte von und für Geflüchtete angegriffen. Und es geht weiter. Fast jeden Tag gibt es neue Meldungen von Brandanschlägen auf bewohnte oder unbewohnte Gebäude. Über 200 Angriffe sollen nach „offiziellen“ Zählungen bereits im Halbjahr 2015 stattgefunden haben, mehr als im gesamten Jahr 2014. Momentan lesen wir jeden morgen die neusten Brandgeschichten. An manchen Orten, wie etwa in Freital, finden tagelang anhaltende rassistische öffentliche Agitationen samt Übergriffen statt. Die Geflüchteten mussten unter rassistischen Parolen ihre Unterkunft beziehen. In Escheburg zündete ein rassistischer Anwohner eine unbewohnte Unterkunft an. In Dresden agitieren Nazis und „Bürgerliche“ zusammen gegen eine Zeltstadt. In Heidenau tobt sich der Rassismus aus. Die Bullen schauen zu, wenn sie nicht gerade Antifaschist_innen aus dem Dorf prügeln. In Meißen, Trögliz, Remchingen, Reichertshofen, Roetgen, Waldaschaff wird Feuer gelegt in Unterkünften für Flüchtlinge. Die Liste ist viel zu lang und sie ließe sich zu weit fortsetzen.


Die Neonazipartei Der 3. Weg veröffentlichte unlängst eine Karte der BRD, auf der mehr als 2000 Flüchtlingsheime eingezeichnet sind. Kaum wurde sie gelöscht, wurde die Karte wieder online gestellt – und sie wird weiter mit Daten bestückt. Vorgeblich wollen Neonazis damit auf die Anzahl der Asylsuchenden hinweisen. Aber die Karte enthält Adressen, teilweise Gebäudebeschreibungen. Die Message ist deutlich: Die 2000 Adressen sind Anschlagsziele.
Der 3. Weg ist eine Neonazi-Kleinpartei, die unter anderem als Sammelbecken für das verbotene Freie Netz Süd diente, einer neonazistischen Kameradschaft, die bundesweit über beste Kontakte verfügte. Verbindungen des 3. Wegs führen über Umwege bis in das Netz um den NSU.

Passend zur Karte brachte der 3. Weg einen Leitfaden zur Verhinderung von Flüchtlingsunterkünften erstellt. Die Neonazis empfehlen, Bürgerinitiativen zu gründen, Anwohner_innen anzusprechen, auf Bürgerversammlungen rassistisch aber moderat zu agitieren. Und ihre Strategie geht auf: Teile der deutschen Bevölkerung machen sich zu ihren Kompliz_innen und gründen Bürgerwehren, die mal mit, mal ohne die Unterstützung von Nazis an der Vorbereitung zum Pogrom arbeiten. Die Nazis haben es nicht nötig, offen davon zu sprechen.


Währenddessen hört man aus der Politik, die Grenze der Belastbarkeit sei überschritten. Gemeint sind nicht die rassistischen Anschläge, sondern die Geflüchteten selbst. Am laufenden Band werden Asylrechtliche Verschärfungen diskutiert und teilweise parlamentarisch verabschiedet. Man redet von schnelleren Abschiebungen, separierter Lagerunterbringung, von der Erklärung mehrerer Länder zu „sicheren Drittstaaten“, von verkürzten Asylverfahren, der Wiedereinführung der Residenzpflicht, von Sachleistungen statt Geldleistungen, von Wiedereinreise-Sperren und vom Aussperren geflüchteter Kinder von Schulen. Und man bemüht sich darum, die Fluchtwege noch tödlicher zu gestalten. Gleichsam erklärt man in Politik und Presse rassistische Agitationen von sogenannten Bürgerinitiativen, Pegida&Co zu legitimen Äußerungen der „Sorgen der Bevölkerung“, spricht nicht von Rassist_innen, sondern von „Asylgegnern“, nicht von Angriffen sondern von „Protesten“. Die Sorgen derer, denen mit Abschiebung, Ausweisung und Ermordung gedroht wird, scheinen nicht relevant. Legitime Ängste haben in Deutschland nur die Deutschen.



Und wir? Viel zu sehr hängen wir als radikale Linke noch an den Fragen der Einordnung dieser „Phänomene“. Und viel zu viele Wiederholen gebetsmühlenartig die Formel „So schlimm wie in den 90ern ist es nicht, es ist nicht wie in den 90ern“, als wäre damit irgend etwas gewonnen. Als würde die Gefahr, die sich immer weiter verdichtet hin zum Pogrom, hin zum Abfackeln von Unterkünften, aus denen die Menschen nicht mehr schnell genug heraus kommen oder das Feuer löschen können, dadurch gebannt, dass man sie in der Vergangenheit einsperrt und zu einem abgeschlossenen Teil deutscher Geschichte macht.

Es mag sein, dass es nicht wie in den 90ern ist. Die mediale Stimmung ist nicht durchgängig rassistisch aufgeladen, gewiss, es gibt Orte, an denen rassistische Mobilisierungsversuche nicht greifen und gewiss, in ihren selbst geführten Kämpfen haben sich Geflüchtete den Status als politische Akteur_innen erstritten, etwas, was immer noch viel zu oft in den entmenschlichenden Bildern der Flut, der Masse und des Ansturms verschwindet. Aber egal, ob die Bilder, die wir tagtäglich zu sehen bekommen, die gleichen sind wie in den 90ern: Sie erinnern uns. Sie erinnern uns an Mölln, Hoyerswerda, Rostock, an Lübeck, Mannheim-Schönau und Solingen. Und an so viele andere Orte, an denen Menschen angezündet wurden. An die Ohnmacht, die einsetzte, angesichts der Flut von Übergriffen. An die hoffnungslosen und verheuchelten Lichterketten, mit denen sich die bürgerliche Gesellschaft von den Nazis abgrenzen wollte, ohne sich ihnen entgegen zu stellen. Und auch heute sind die, die des Nachts schützend vor Unterkünften stehen, wie zuletzt in Freital, Heidenau oder in Dresden, auf sich allein gestellt.

In den vergangenen Jahren, in denen wir eine Zunahme von rassistischen Mobilisierungen beobachten konnten, kam es zu einem Anstieg dieser Mobilisierungen im Herbst, die sich dann über den Winter verlief, bis sie im Frühjahr dann einzuschlafen schien. Dieses Jahr war anders, die rassistische Mobilmachung reichte bis weit in das Frühjahr hinein und beginnt bereits im Sommer wieder an unheilvoller Stärke zu gewinnen. Bereits jetzt sind neben den unzähligen lokalen „Bürgerbewegungen“ mehrere Großaufmärsche geplant. Pegida ist wieder in die Startlöcher gegangen und kann gegenüber den Verlusten der Vormonate wieder an Zulauf gewinnen.

Wie in den Vorjahren können wir davon ausgehen: Werden die Tage kürzer, verstärken sich diese Entwicklungen.

Wir wollen nicht länger abwarten. Wir wollen keine Vergleichsdebatten mehr führen, über die Ähnlichkeit zu den 90ern, wenn diese geeignet sind, die aktuelle Situation kleinzureden. Wir wollen nicht wieder zu spät kommen. Wir wollen nicht abwarten, bis die ersten Menschen ermordet wurden, und nicht resigniert und hoffnungslos den Dingen bei ihren Lauf zusehen. Wir wollen uns nicht erst danach fragen, was wir hätten besser machen können. Es reicht schon lange. Und es gibt viel zu tun.


Unsere Ausgangslage ist leider schlecht. Wie so oft. Zwar gibt es an einigen Orten bereits Initiativen, die sich unterstützend und schützend an die Seite der Geflüchteten stellen, aber ein Großteil der alten antifaschistischen Strukturen hat sich aufgelöst, sich umorientiert hin zu internationalen Kämpfen gegen die Krise und hat das urdeutsche Problem mit den Nazis aus dem Blick verloren. Die Antifaschistische Aktion als bundesweite Bewegung liegt am Boden. Und auch wenn es viele immer noch nicht wahrhaben wollen, es ist Zeit, die alten Verbindungen zu erneuern, die alten Kontakte wieder aufzunehmen oder neue zu schaffen, den Blick abzuwenden von dort, wo es spannend und interessant nach Revolte aussieht, und dorthin zu blicken, wo es scheußlich ist: Zu der Mobilmachung deutscher Rassist_innen aller Couleur.


Es ist höchste Zeit, unsere Strukturen zu reorganisieren. Was wir vor allem brauchen, sind eng verbundene antifaschistische und antirassistische, linksradikale und autonome Netzwerke. Was es braucht, ist die einzelne und kollektive Bereitschaft, lokal zu handeln, sich regional zu vernetzen und bundesweit (re)agieren zu können. Nicht mit 250 und auch nicht mit 400 – egal, wo sich das Pogrom ankündigt, und es kündigt sich momentan an vielen Orten an, wir alle müssen aus der falschen Ohnmacht raus. Und es verhindern, wo auch immer.


Was wir brauchen sind lokale Strukturen, die sich mit der aktuellen Situation befassen, Kontakte in die Unterkünfte herstellen, sich untereinander vernetzen, die Nazis im Blick behalten und die anderen Rassist_innen auch. Strukturen, die sich besprechen, was zu tun ist vor und während eines Angriffs, die handlungsfähig sind. Wir brauchen mehr Kommunikation zwischen den Städten und Dörfern, um spontan und aktionsfähig zu sein. Und wir brauchen bundesweite Netzwerke, Verbindungen, Kommunikationsformen. Wir werden alle auf unsre bevorzugten Arten den Nazis, den Rassist_innen, dem Staat und seinen Schergen entgegentreten, es gibt keine richtige Strategie und die Debatten, die darauf zielen, sie doch zu finden, lähmen allzuoft, sie behindern das Handeln. Es gibt viel zu tun, also rein in die Kämpfe!


Schluss mit allem Warten!


Keinen Meter der rassistischen Mobilmachung!


Reorganisiert die Antifaschistische Aktion!


https://linksunten.indymedia.org/de/node/151784
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: BGS am 17:55:08 Mo. 31.August 2015
Wie kann ein Unmensch wie der Maiziere überhaupt von "Solidarität innerhalb Europas" noch zu reden wagen?

Ekelhaft. Und mehr als peinlich.

MfG

BGS
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 18:01:46 Mo. 31.August 2015
Dresden: Mit einer solch großen Beteiligung hatte "Dresden Nazifrei" nicht gerechnet

(http://fs1.directupload.net/images/150831/temp/2tq5smpo.jpg) (http://www.directupload.net/file/d/4096/2tq5smpo_jpg.htm)(http://)
Vor allem Jugendliche folgten dem Demonstrationsaufruf am 29. August 2015 in Dresden (rf-foto)

Dresden (Korrespondenz), 31.08.15: Bis zu 8.000 Menschen folgten am Samstag einem Demonstrationsaufruf von "Dresden Nazifrei". Die Demonstranten wandten sich entschieden gegen faschistische und rassistische Gewalt gegen Flüchtlinge, wie sie vor kurzem in Heidenau und Salzhemmendorf geschehen ist. Zusammen mit der anschließenden Spontandemo mit noch hunderten Teilnehmern zusammen mit Flüchtlingen aus Heidenau war die Aktion ein großer Erfolg des bewussten Versuches einer fortschrittliche Willkommenskultur und Verbrüderung mit Flüchtlingen.

Verbunden war dies mit der Kritik an der Regierung, ihrer Flüchtlingspolitik und dem Gewährenlassen neofaschistischer Umtriebe. Schon am Vortag konnte ein Willkommensfest – nach energischen Protesten gegen das anfängliche Verbot aller Veranstaltungen durch das Landratsamt – durchgesetzt werden.

Mit so vielen Teilnehmern an der Demo am Samstag, wozu doch recht kurzfristig aufgerufen worden war, hatte selbst "Dresden Nazifrei" nicht gerechnet. Insbesondere viele Jugendliche folgten dem Aufruf. Es zeigte sich, dass sich auch viele Dresdner verstärkt herausgefordert fühlen.

Der Aufruf der ICOR zum Antikriegstag wurde interessiert aufgenommen; das Flugblatt war schnell vergriffen. Mindestens 15 Exemplare der "Rote Fahne" wurden verkauft und es gab einige auch tiefgehende Diskussionen und Fragen zur Politik der MLPD. Einige zeigten Interesse an dem Sommerfest, zu dem am 12. September die Wohngebietsgruppe der MLPD im Stadtteil Pieschen und der REBELL einladen.




Quelle

http://www.rf-news.de/2015/kw36/dresden-mit-einer-solch-grossen-beteiligung-hatte-dresden-nazifrei-nicht-gerechnet (http://www.rf-news.de/2015/kw36/dresden-mit-einer-solch-grossen-beteiligung-hatte-dresden-nazifrei-nicht-gerechnet)



Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 23:54:33 Mo. 31.August 2015
Zitat
Die Architekten der Festung Europa heucheln Engagement gegen „Flüchtlingshass“. Dabei wollen sie nur eines: Die Wiederherstellung des Ansehens Deutschlands.
http://lowerclassmag.com/2015/08/stirb-leise/ (http://lowerclassmag.com/2015/08/stirb-leise/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Strombolli am 00:50:10 Di. 01.September 2015
Vielleicht fängt es ja an, dass sich mehr Leuten erschließt, welche letztlich verheerende Rolle Deutschland seit 1990 für Europa und die Welt spielt. Es werden noch viele Blasen platzen, nicht nur Finanzblasen, sondern auch die Idee ewigen Wachstums unter Führung deutscher Konservativer ohne negative Nebenwirkungen auf den Rest der Welt. Und wie 1918 und 1945 wird es wieder eine totale "unwissend sein wollende" Bevölkerung wie aus eitrigem Himmel erwischen... Warte nur balde...

Hittipp: Culcha Candela - Traumwelt (http://www.amazon.de/gp/recsradio/radio/B0106UFDFA/ref=pd_krex_dp_001_006?ie=UTF8&disc=1&track=6)

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 11:46:21 Di. 01.September 2015
Zitat
Nach Einschätzung der ermittelnden Staatsanwaltschaft Hannover hatten die mutmaßlichen Brandstifter von Salzhemmendorf (Landkreis Hameln-Pyrmont) keine Hintermänner
Zitat
Die für Salzhemmendorf zuständige Polizeiinspektion in Hameln bekräftigte am Montag nochmals, dass es im Landkreis keine rechtsextreme Szene gebe
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Salzhemmendorf-Attentaeter-wohl-ohne-Hintermaenner,brandanschlag218.html (http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Salzhemmendorf-Attentaeter-wohl-ohne-Hintermaenner,brandanschlag218.html)
Bullen und Staatsanwaltschaft machen sich zusehend lächerlich!
Schön, das es noch ein paar kritische JournalistInnen gibt:

Zitat
Salzhemmendorf: "Ganz normale Neonazis"?
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Brandstifter-und-braune-Biedermaenner,brandanschlag400.html (http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Brandstifter-und-braune-Biedermaenner,brandanschlag400.html)

Zitat
Spuren in die Neonazi-Szene
http://www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/spuren-in-die-neonazi-szene (http://www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/spuren-in-die-neonazi-szene)

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 19:21:50 Di. 01.September 2015
(http://fs1.directupload.net/images/150901/temp/9ntt4wkr.jpg) (http://www.directupload.net/file/d/4097/9ntt4wkr_jpg.htm)(http://)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: xyu am 02:57:45 Mi. 02.September 2015
ein fortbestehendes und sich gerade wieder manifestierendes (und dringend anzupackendes - wie?) problem:

viele leute, die sich in proletarischer existenzform befinden und gleichzeitig ein "bürger"-bewußtein haben oder auch eine nazi-denke haben oder aber (bzw. und/oder) über nen "einfaches arbeiterbewußtsein" verfügen, welches über den erhalt des eigenen betriebs zwecks lohnerwerb selten hinausgeht und beispielsweise schon die in einer anderen branche streikenden für ihre den normalablauf störenden aktionen verdammt.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Strombolli am 06:52:30 Mi. 02.September 2015
Während mancher über "Neger" und "Zigeunergulasch" fabuliert, werden anderswo reale Menschen, ob deutsch oder nicht, auf subtlie Weise in den Tod getrieben/geschickt, manchmal fahrlässig, manchmal mit nicht nachzuweisendem, weil indirekten Vorsatz.
Oftmals von im Endeffekt genau den oben Genannten.

(Der letzte Satz zeigt, dass eigentlich keine Forenmitglieder gemeint sind.)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Onkel Tom am 08:35:47 Mi. 02.September 2015
Soso, auch Hatz-4 - Epfänger_Innen sollen in das Thema Flüchtlinge
einbezogen werden..

Ich bekam ein Brief vom JC mit folgendem Tenor :

Zitat
...
Um den deutlich erhöten Zugang von Flüchtlingen zu bewältigen, werden sehr kurzfristig
neue Arbeitsplätze in verschiedenen Bereichen geschaffen.
Um diese schnell besetzen zu können, benötigen wir ihre Hilfe und Motivation.
...

Es wird dazu eine "Informationsveranstalltung" zellebriert, bei der nicht vom Erscheinungszwang
Gebrauch gemacht wird..

Weiter dachte ich erst, das sie nur Leute angeschrieben haben, die bereits Erfahrungen im
beruflichen Umgang mit Menschen gemacht haben.
Doch dem ist nicht so. 2 weitere Bekannte, ein Möbelpacker und einer, der kein Berufsabschluss
hat, bekamen auch diesen Brief.

Doof, das beide damit reagierten "Habe ich kein Bock drauf" und "Was soll ich da ?"

Nun ganz neugierig, wissen zu wollen, was sich das JC anbei ausköchelt, werde ich mir diese
Infoveranstalltung antun und schaun wir mal, wie die Katz aussieht, die dort aus dem Sack geholt
wird.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:23:03 Mi. 02.September 2015
Zitat
Verletzte durch Pfefferspray in Massower Flüchtlingsheim

Nach einer Attacke mit Pfefferspray in einem Flüchtlingsheim im brandenburgischen Massow ist ein 28-Jähriger festgenommen worden. Rund 35 Bewohner der Unterkunft erlitten bei dem Vorfall Reizungen der Atemwege und Augen; 14 Menschen kamen ins Krankenhaus. Der Tatverdächtige - ein Bauarbeiter aus Sachsen, der an der Unterkunft arbeitete - stand offenbar unter Drogen.
http://www.rbb-online.de/politik/thema/fluechtlinge/brandenburg/2015/09/pfefferspray-attacke-fluechtlingsheim-massow.html (http://www.rbb-online.de/politik/thema/fluechtlinge/brandenburg/2015/09/pfefferspray-attacke-fluechtlingsheim-massow.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Strombolli am 11:40:48 Mi. 02.September 2015
Da ich morgen einen Termin, bei meiner ausserordentlich begabten un motivierten PAP (Persönliche Ansprechpartnerin) habe und nunmehr für viele Arbeitsaufgaben aufgrund "fehlender körperlicher Fitness) nicht mehr in Frage zu kommen scheine, bin ich gespannt ob sie diesbezüglich (wie oben) etwas aus der Schublade holt.

Unser Kreis muß knapp 350 aufnehmen.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Onkel Tom am 13:04:31 Mi. 02.September 2015
Die Katz, die mir präsentiert wurde, möchte ich nicht mit kuscheln  >:(

Hauptsächlich werden Leute für die Bewachung und Sicherheit gesucht.
3 Schicht - Dienst bei bekannten Firmen, die wie in der Leiharbeit hantieren
zu einem Bruttoluhn von 10,50 bis 11 Euro. Nee Danke, kein Bock drauf,
Flüchtlinge, die von Abschiebung bedroht sind, an ihren Kampf der Selbst-
rettung zu behindern..

Weiter Leute gesucht, die Logistik, Büroarbeit und sonstige Dinge machen,
die halt in den Flüchtlingsstellen so anfallen.

Über die Bezahlung und Firmen, die daran beteiligt sind, wurde so gut wie
möglich geschwiegen und weiter wollte mann uns schmackhaft machen,
sich ehrenamtlich zu beteiligen.

Es wird also nach Kräften gesucht, wo es egal ist, das mann eventuell
dazu noch aufstocken muss.

Naja, mal abwarten, was da nun noch folgt..

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Strombolli am 15:03:08 Mi. 02.September 2015
Das würde dann ja voll auf mich passen. Mehr als 1140 €/Netto darf ich aufgrund meines Regel-Insoverfahrens eh nicht verdienen.

Die würden sich aber eine Laus in den Pelz setzen.  ;)

Bin gespannt, ob mir meine .... PAP sowas vorschlägt.
Einen alten "linken" Mann mit Depressionen, bipolar (kennt ihr ja), eigestelltem Blutdruck, Diabetes I, Schlafapnoe, regelmäßigen Atemwegsinfekten, unheilbarer Hautkrankheit, deutlich zu langem Schwanz, polygam und für sein Alter viel zu gut aussehend ... ;D
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:08:30 Mi. 02.September 2015
Zitat
Innenminister Lorenz Caffier (CDU) verschärft den Kurs bei abgelehnten Asylbewerbern. Abschiebungen sollen künftig in der Nacht und ohne Ankündigung möglich sein. Caffier hat am Dienstag den sogenannten "Nachtabschiebeerlass" vom Juli 1994 aufgehoben. Das bestätigte das Innenministerium. In dem Erlass war geregelt, dass nur in Ausnahmefällen zwischen 21 Uhr und 6 Uhr abgeschoben wird und dass diese Abschiebung den Betroffenen vorher mitgeteilt wird. So sollten Härten vor allem für betroffene Familien vermieden werden. Der Erlass fällt nun weg.
http://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Caffier-verschaerft-Abschieberegeln,abschiebung490.html (http://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Caffier-verschaerft-Abschieberegeln,abschiebung490.html)

Nazis morden, der Staat schiebt ab... >:(
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 19:37:49 Mi. 02.September 2015
ein fortbestehendes und sich gerade wieder manifestierendes (und dringend anzupackendes - wie?) problem:

viele leute, die sich in proletarischer existenzform befinden und gleichzeitig ein "bürger"-bewußtein haben oder auch eine nazi-denke haben oder aber (bzw. und/oder) über nen "einfaches arbeiterbewußtsein" verfügen, welches über den erhalt des eigenen betriebs zwecks lohnerwerb selten hinausgeht und beispielsweise schon die in einer anderen branche streikenden für ihre den normalablauf störenden aktionen verdammt.

Genau das spiegelt sich auch in diesem Forum wieder.

Die MALL OF SHAME Kampagne ist eine der besten Aktionen seit Ewigkeiten, die einen Weg aus diesem Dilemma zeigt. Hier kämpfen in Berlin ausgebeutete Osteuropäer mit Unterstützung der FAU um ihre Rechte.

(http://www.tagesspiegel.de/images/heprodimagesfotos82320141211mall-jpg/11103348/5-format43.JPG)

http://www.tagesspiegel.de/berlin/mall-of-berlin-rumaenische-wanderarbeiter-kaempfen-um-ihren-lohn/11103326.html (http://www.tagesspiegel.de/berlin/mall-of-berlin-rumaenische-wanderarbeiter-kaempfen-um-ihren-lohn/11103326.html)
https://berlin.fau.org/kaempfe/mall-of-shame (https://berlin.fau.org/kaempfe/mall-of-shame)

Im Gegensatz zu HSF bin ich der Meinung, deine Idee ein Flugblatt für Migranten zu erstellen, geht in die richtige Richtung. Hier muß man sich wohl nach der try & error Methode voranarbeiten. Ich wäre jedenfalls an Feedback von einem solchen Versuch interessiert.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: xyu am 19:47:24 Mi. 02.September 2015
hallo kuddel,

ja, der mall of shame kampf ist ist ein sehr gutes beispiel, macht sicherlich sinn, das in so ein flugblatt einzuarbeiten.
das flugblatt kam beim erstbesuch noch nicht zum einsatz, schicke dir noch was dazu per PN.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 09:50:29 Do. 03.September 2015
 (http://www11.pic-upload.de/03.09.15/ou4q13d7bxoy.png) (http://www.pic-upload.de/view-28199951/wettercom.png.html)

Finde ich gut!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 16:18:09 Do. 03.September 2015
Zitat
Feuer in Witten-Bommerholz: Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft
http://www1.wdr.de/studio/dortmund/themadestages/fluechtlingsheim-brand-witten100.html (http://www1.wdr.de/studio/dortmund/themadestages/fluechtlingsheim-brand-witten100.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 17:17:46 Do. 03.September 2015
Zitat
Feuer in Witten-Bommerholz: Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft
http://www1.wdr.de/studio/dortmund/themadestages/fluechtlingsheim-brand-witten100.html (http://www1.wdr.de/studio/dortmund/themadestages/fluechtlingsheim-brand-witten100.html)

Tägliche Nachrichten 2015, live in Deutschland!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 17:41:19 Do. 03.September 2015
...und das ist nur ein kleiner Ausschnitt von dem, was in diesen Land wirklich passiert!
Von der internationalen Situation will ich mal gar nicht erst anfangen!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: admin am 08:13:16 Fr. 04.September 2015
...werde demnächst an einem solidarischen besuch einer flüchtlingsunterkunft teilnehmen und hatte überlegt, dort nen text/flugblatt mit hinzunehmen...

Haben beim Kieler Stammtisch die Idee diskutiert und es gibt großes Interesse an deinen Erfahrungen.
Vorschläge gehen in die Richtung es möglichst wenig gutgemeinst theoretisch zu formulieren, sondern sehr an den praktischen Problemen orientiert. Daß die Flüchtlichge sich in dem Niedriglohnsektor wiederfinden werden und wie man sich dort wehren kann, so in diese Richtung.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 09:14:46 Fr. 04.September 2015
Zitat
Schwerverletzter bei Feuer in Flüchtlingsheim
Bei einem Brand in einer Flüchtlingsunterkunft in Heppenheim sind in der Nacht zum Freitag fünf Bewohner verletzt worden, einer von ihnen schwer. Das Feuer war hinter der Eingangstür ausgebrochen. Die Polizei ermittelt.
http://hessenschau.de/panorama/schwerverletzter-bei-brand-in-fluechtlingsheim-in-heppenheim,brand-heppenheim-100.html (http://hessenschau.de/panorama/schwerverletzter-bei-brand-in-fluechtlingsheim-in-heppenheim,brand-heppenheim-100.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Strombolli am 13:05:12 Fr. 04.September 2015
Was für ein perfides Spiel: Mit Sicherheit werden die Flüchtlinge dazu instrumentalisiert einen neuen Konkurrenzschub in Richtung niedrigerer Sozialstandards und Bezahlung in Gang zu setzten. Parallel dazu der gewünschte Effekt, dass sich die ausgebeuteten Menschen aller Länder und Ethnien gegenseitig bekämpfen ... um Brosamen.

Bekämpft endlich die wirklichen Verweser der Welt!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:45:37 Fr. 04.September 2015
(http://www11.pic-upload.de/04.09.15/bnpefmnp4fiy.png) (http://www.pic-upload.de/view-28211175/FCSP.png.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: xyu am 02:08:44 Sa. 05.September 2015
hier die seit heute aktuelle version des flugblatts: http://fpd.blogsport.de/images/prol.pdf (http://fpd.blogsport.de/images/prol.pdf)

die idee eines flugblatts, dass auf die zu erwartenden arbeitsbedingungen in deutschland eingeht, ist ebenfalls eine sinnvolle sache.


wollte noch eigentlich neben den 3 anderen photos eines vom streik an der charité o.ä. einbauen, war aber unter zeitdruck und die rumbastelei läuft für mich als learning by doing. zu klein komprimiert würden die bilder wahrscheinlich zu unentzifferbar, ein gutes bild eines mehrheitlich von nicht migrierten leuten in deutschland getragenen streiks wäre aber eine sinnvolle ergänzung, vielleicht komme ich noch dazu das hinzubasteln.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Tiefrot am 09:01:12 Sa. 05.September 2015
Zitat
die idee eines flugblatts, dass auf die zu erwartenden arbeitsbedingungen in deutschland eingeht,
ist ebenfalls eine sinnvolle sache.

Dem stimme ich absolut zu.
Fasse es aber weiter: Die ganze Situation, wenn es mit einem Broterwerb nicht hinhaut (Hartz IV).
Außerdem einen Hinweis darauf, daß es hier einen "Mindestlohn" gibt.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 09:25:23 Sa. 05.September 2015
Zitat
Fasse es aber weiter: Die ganze Situation, wenn es mit einem Broterwerb nicht hinhaut (Hartz IV).
Oder Asylbewerberleistungsgesetz.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Tiefrot am 09:27:33 Sa. 05.September 2015
Stimmt, soll ja auch nicht das Gelbe vom Ei sein..  :rolleyes:
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 12:39:48 Sa. 05.September 2015
Zitat
Habt ihr das auch gehört? Wir nehme soooo viele Flüchtlinge auf? Das überlastet unsere Infrastruktur und Ressourcen total krass? Ja?

Nun, dann Guckt mal nach Jordanien (http://de.qantara.de/inhalt/fluechtlinge-in-jordanien-die-barmherzigen-nachbarn-der-samariter).

Anderthalb Millionen Flüchtlinge in einem Land mit rund sechs Millionen Einwohnern – für Deutschland würde das im Verhältnis die Aufnahme von zwanzig Millionen Flüchtlingen bedeuten. Und Jordanien ist ein ressourcenarmes Entwicklungsland; das Pro-Kopf-Einkommen beträgt nur ein Viertel des deutschen.

Dass es hier nicht zu Ausschreitungen oder wenigstens Protesten kommt, grenzt an ein Wunder.

Quelle: Fefes Blog (https://blog.fefe.de/?ts=ab1404c9)

Noch ein beschämendes Armutszeugnis für Deutschland.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: BGS am 00:57:31 So. 06.September 2015
Es müssen so früh, wie möglich nach Ankunft von Einwanderern und Flüchtlingen sehr gute, kostenfreie Sprachkurse inkl. einer detailierten "Lasndeskunde" kostenfrei angeboten werden,  Ausgehend vom jeweiiligen Kenntnisstand der neuen Mitbürger.

Ganz einfach. Ohne Sprach- und Kulturkenntnis ist eine Integration niichtmal im Ansatz möglich.

MfG

BGS
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 19:31:27 So. 06.September 2015
Dortmund
08:07
Zusammenstöße bei Neonazi-Demo gegen Flüchtlinge

Viele Dortmunder brachten in der Nacht Lebensmittel, Decken und Spielzeug für die erwarteten Flüchtlinge zum Hauptbahnhof. Hier kam es zu Zusammenstößen zwischen Rechtsextremen und ihren Gegnern..


Decken, Spielzeug und Schlafsäcke stapelten sich am Nordausgang des Dortmunder Hauptbahnhofs. Seitdem am Abend bekannt wurde, dass über Tausend Flüchtlinge aus Ungarn auch in Dortmund ankommen würden, erfasste die Stadt eine Welle an Hilfsbereitschaft. Freiwillige Helfer bereiteten sich zusammen mit der Feuerwehr auf die Ankunft der beiden Züge vor, die zusammen 1400 Menschen im Laufe des Vormittags in die Stadt bringen werden.

Doch nicht nur Helfer zog es zum Bahnhof. Auch 26 Anhänger der rechtsextremen Partei Die Rechte, angeführt von dem Ratsmitglied Michael Brück, waren zum Bahnhof gekommen. Mit Parolen wie "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus" oder "Nationalismus rein in die Herzen" protestierten die zum Teil alkoholisierten und vermummten Neonazis gegen die Flüchtlinge.

Die Situation eskalierte, als die Dortmunder Polizei gegen den Rat der eigentlich für den Bahnhofsbereich zuständigen Bundespolizei die Rechtsradikalen durch die Bahnhofshalle zur S-Bahn geleiten wollte. Hunderte Gegendemonstranten blockierten den Zugang zu den Gleisen. Es flogen Flaschen und Kaffeebecher. Die Rechtsradikalen traten die Glastür eines Schuhgeschäfts in der Bahnhofshalle ein, um sich in den Laden zu flüchten. Die Polizei setzte Pfefferspray ein.

Polizei war von Gegenprotesten überrascht

Mindestens je ein Rechtsradikaler und ein Nazigegner wurden von Polizeihunden verletzt. Schließlich wurden die Rechtsradikalen aus der Halle herausgeführt und gelangten über einen Nebenaufgang zu ihrem Zug.

Die Stimmung war bereits vor dem Beginn der Neonazi-Demonstration aufgeheizt, nachdem Rechtsradikale gegen 23 Uhr ein Szenelokal in der Innenstadt angegriffen hatten.

Die Dortmunder Polizei war sowohl von der Demonstration der Rechtsradikalen als auch von den Gegenprotesten überrascht worden. Statt einsatzerprobter Hundertschaften der Bereitschaftspolizei kamen eiligst zusammengerufene Polizeibeamte aus ganz Westfalen zum Einsatz, die zum Teil deutlich überfordert waren.


Quelle

http://www.welt.de/politik/deutschland/article146074068/Zusammenstoesse-bei-Neonazi-Demo-gegen-Fluechtlinge.html (http://www.welt.de/politik/deutschland/article146074068/Zusammenstoesse-bei-Neonazi-Demo-gegen-Fluechtlinge.html)

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 09:28:32 Mo. 07.September 2015
Zitat
Brand in Asylbewerber-Unterkunft
Bei einem Brand in einer Unterkunft für Asylbewerber in Rottenburg (Landkreis Tübingen) sind in der Nacht zum Montag fünf Bewohner verletzt worden. Vier von ihnen kamen ins Krankenhaus.
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/fuenf-verletzte-in-in-rottenburg-brand-in-asylbewerber-unterkunft/-/id=1622/did=16111762/nid=1622/pipw4h/index.html (http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/fuenf-verletzte-in-in-rottenburg-brand-in-asylbewerber-unterkunft/-/id=1622/did=16111762/nid=1622/pipw4h/index.html)

Zitat

Feuer in geplanter Flüchtlingsunterkunft in Thüringen


In Thüringen hat es in einer geplanten Flüchtlingsunterkunft gebrannt: Nach Angaben der Polizei standen in Rockensußra im Kyffhäuserkreis die Dachstühle von drei unbewohnten Wohnhäusern in Flammen. Sie sollten für Asylbewerber hergerichtet worden. Inzwischen ist das Feuer weitgehend gelöscht. Nach Polizeiangaben gibt es keine Verletzten. Gemeldet worden war das Feuer in der Nacht zum Montag gegen 3:30 Uhr.
http://www.mdr.de/nachrichten/brand-asylunterkunft100.html (http://www.mdr.de/nachrichten/brand-asylunterkunft100.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Strombolli am 13:16:43 Mo. 07.September 2015
Einfach nur widerlich. Hinterhältige, lügende, schönfärbende Schlangen mit gespaltener Zunge. - Ich wende mich nach wie vor angewidert ab.

Die hier etwa 3 seit Jahren völlig leerstehenden - die Besitzer sind pleite oder heissen Xy-Bank - 6-Familienhäuser a ca. 81 m² pro Wohnung würden für etwa 70 Personen reichen. Mal sehen, wann diese Region hier entdeckt wird. Ich fänd es irgendwie gut.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 17:18:50 Mo. 07.September 2015
Zitat
„Hell-Deutschland“ zeigt sich von seiner besten Seite. Hunderte freiwillige Helfer empfingen am München Hauptbahnhof mit offenen Armen einen der wenigen Flüchtlingszüge, die es aus dem fernen Budapest nach Deutschland geschafft haben. Gutes Deutschland! Auf der anderen Seite verweigern die ungarischen Behörden Tausenden Flüchtlingen am Budapester Westbahnhof die Weiterfahrt und leiten die Flüchtlingszüge nicht nach Deutschland, sondern in Auffanglager in der ungarischen Provinz. Ungarns rechtspopulistischer Präsident poltert derweil in Brüssel und erklärt die Flüchtlingskrise zu einem deutschen Problem. Böses Ungarn! Doch so einfach, wie es sich auch die meisten Medien machen, ist es nicht. Von Jens Berger
http://www.nachdenkseiten.de/?p=27444 (http://www.nachdenkseiten.de/?p=27444)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 18:23:56 Mo. 07.September 2015
Welle der Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge - das doppelte Spiel der Merkel-Regierung


07.09.15 - Das vergangene Wochenende stand ganz im Zeichen einer beispiellosen Welle der Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge. Vor allem in den Bahnhöfen München und Dortmund herrschte geradezu Feierstimmung, wenn die neu aus Ungarn ankommenden Flüchtlinge von tausenden Menschen mit Plakaten und Transparenten, oft mit der Aufschrift "Refugees welcome" ("Flüchtlinge willkiommen"), teils auch mit kurdischen Fahnen, herzlich begrüßt wurden. Viele Helferinnen und Helfer hatten Stunden zuvor Willkommenspakete zusammengestellt und auf die Ankommenden gewartet.

Weitaus mehr Menschen boten Hilfsdienste an, als benötigt wurden, obwohl fast 20.000 Flüchtlinge allein an diesem Wochenende ankamen. Jedes Mal, wenn in München einer der Flüchtlinge nach einem ersten Gesundheitscheck aus dem Zelt des Medizinischen Katastrophen-Hilfswerks herauskam, gab es Beifall. Die Flüchtlinge schauten meist ein wenig verwundert, lächelten oder winkten schüchtern. Viele von ihnen halfen noch bei der gemeinsamen Reinigung der Münchner Bahnhofshalle. Anschließend blieben Helfer, um Nachtwachen durchzuführen. All das war Ergebnis selbstorganisierten Handelns.

In Dortmund ereignete sich aber auch eine empörende faschistische Provokation. Rund 30 Neofaschisten der Partei "Die Rechte" verbreiteten vor dem Hauptbahnhof ihre rassistischen und nationalistischen Parolen. Danach sollten sie unter Polizeischutz durch den Bahnhof zur S-Bahn geleitet werden. Antifaschistinnen und Antifaschisten, die sich entgegenstellten, wurden mit Reizgas attackiert und verprügelt. Nachdem sie damit dennoch nicht durchkamen, wurden sie schließlich zu einem anderen Zug auf einem Abstellgleis gebracht. Erneut gab es am Wochenende Brandanschläge auf mehrere Flüchtlingsunterkünfte.

In einer aktuellen ARD-Umfrage lehnten 87 Prozent der Befragten solche faschistischen Übergriffe und Anschläge auf Flüchtlingsheime ab. Jeder Zweite ist der Meinung, dass die Behörden nicht genug tun, um Flüchtlinge vor solchen Übergriffen zu schützen (mehr dazu). All das zeigt den wachsenden internationalistischen und antifaschistischen Geist unter den Massen. 20.000 demonstrierten auch in Wien für eine solidarische Flüchtlingspolitik, in Großbritannien muss die reaktionäre Cameron-Regierung Zugeständnisse an die breite Kritik an ihrer Abschottungspolitik machen.

Ein wichtiger Faktor dafür ist, dass teils auch die Flüchtlinge verstärkt gegen Repressionen und Schikanen rebellieren. Die meisten der Flüchtlinge, die am Wochenende in Deutschland ankamen, hatten sich die Weiterreise nach Deutschland selbst erkämpft - zuletzt, indem sie sich einfach zu Fuß auf den Weg zu Grenze aufmachten (mehr dazu). Auf der griechischen Insel Lesbos protestierten Flüchtlinge gegen die Hinhaltetaktik der Behörden und die viel zu geringen Schiffskapazitäten für den Transport zum Festland (mehr dazu).

Mit einer spektakulären Antwort auf diese Entwicklung hat Bundeskanzlerin Merkel dafür gesorgt, dass sie nun länderübergreifend in den bürgerlichen Medien als "Flüchtlingskanzlerin" gefeiert wird. Kurzerhand hat die Bundesregierung am Wochenende das Dublin-Abkommen außer Kraft gesetzt, das verpflichtend festlegt, dass Flüchtlinge in den Ankunftsländern registriert werden müssen, um sie jederzeit dorthin wieder abschieben zu können. Allerdings stellte Außenminister Frank-Walter Steinmeier klar, dass dies eine Ausnahme bleiben müsse.

Auch ist das nur eine Seite der Medaille. In einem "Beschleunigungsgesetz" beschloss die Regierung neben der Aufstockung der Geldmittel und der Erstaufnahmeplätze für Flüchtlinge in erster Linie Verschärfungen der Asyl- und Flüchtlingspolitik. So sollen die bisherigen Geldleistungen für Flüchtlinge weitgehend durch Sachleistungen ersetzt werden. Vorgesehen sind 3.000 Neueinstellungen bei der Bundespolizei und die Deklarierung des Kosovo, von Montenegro und Albanien als "sichere Herkunftsländer". Darüberhinaus eine Erleichterung von Abschiebungen und die erneute Verlängerung der sogenannten "Residenzpflicht", die Flüchtlingen den Wechsel des Aufenthaltsorts untersagt.

Sie rechtfertigt das weiterhin mit der Propaganda von den "echten" Flüchtlingen aus Kriegsgebieten wie Syrien und den betrügerischen "Wirtschaftsflüchtlingen", die es umgehend zurückzuschicken gelte. Die meisten dieser Flüchtlinge sind aber Werktätige, die ihr Leben nur fristen können, wenn sie ihre Arbeitskraft verkaufen. Es ist nichts Neues in der Menschheitsgeschichte, dass massenhaft arbeitslose Menschen gezwungen sind, dorthin zu ziehen, wo es Arbeitsplätze gibt.

Das zeigt, wie geheuchelt Merkels angebliche "Willkommenskultur" ist. Die MLPD fordert dagegen Asylrecht für alle Unterdrückten und den Schutz der Flüchtlinge sowie die freie Wahl des Aufnahmelandes. Sie wendet sich entschieden gegen die bürgerliche Migrantenpolitik, nach der nur der willkommen ist, der politisch angepasst und bestausbeutbar für die Monopole ist. Gleichzeitig sagt die MLPD, dass Flucht nicht die allgemeine Lösung sein kann. Es ist vor allem notwendig, im eigenen Land den Kampf aufzunehmen – als Bestandteil eines international koordinierten revolutionären Kampfs zur Überwindung des imperialistischen Weltsystems


Quelle

http://www.rf-news.de/2015/kw37/07.09.15-ueberwaeltigende-solidaritaet-mit-fluechtlingen (http://www.rf-news.de/2015/kw37/07.09.15-ueberwaeltigende-solidaritaet-mit-fluechtlingen)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 18:07:39 Di. 08.September 2015
Wuppertaler setzen ein starkes Signal für Willkommenskultur
(http://fs1.directupload.net/images/150908/temp/gw9rjxha.jpg) (http://www.directupload.net/file/d/4104/gw9rjxha_jpg.htm)(http://)
(ba-foto)

Wuppertal (Korrespondenz), 08.09.15: Es waren gut über 1.000 Leute, die sich am Samstag trotz teils strömendem Regen nicht davon abhalten ließen, ein Signal zu setzen, dass Flüchtlinge willkommen sind und sie den rassistischen Hetzern von "Pro Deutschland" entschlossen entgegentreten. Junge Schüler hatten sich Schilder selbst gemacht "Flüchtlinge willkommen - Nazis verpisst euch!" Diese hatten zu einem Aufmarsch vor einer geplanten Erstaufnahmeeinrichtung aufgerufen. Sie wollten damit ihre "Mobilisierungsfähigkeit" dokumentieren. Statt der angekündigten 100 waren es gerade mal 30 jämmerliche Gestalten.

Die große Zahl der Gegendemonstranten kam zustande, weil sich neue Kräfte, darunter viele aus Heckinghausen, wo die Erstunterkunft steht, richtiggehend herausgefordert fühlten. Es kamen ganze Familien, viele Jugendliche und junge Erwachsene. Aus den Fenstern gab es teilweise Beifall. Man sah massenhaft neue Gesichter im Vergleich zu sonstigen Demos dieser Art.

Die Breite der Aktionseinheit drückte sich in der Liste der Redner aus, vom Bezirksvertreter über Flüchtlingsorganisationen bis hin zu Vertretern der Kirche und der Moscheen.

Die kämpferischen Töne bei den Rednern bekamen sehr viel Beifall. Der Pfarrer und evangelische  Präses im Rheinland griff die Heuchelei vieler Politiker an. Er wies anhand verschiedener  geschichtlicher Ereignisse nach, dass Deutschland schon ganz andere Flüchtlingszahlen gemeistert hat. Er nannte als Beispiele 12 Millionen nach dem II. Weltkrieg, oder 3,5 Millionen nach dem Fall der Mauer.

Die Moderatorin erwiderte nach dem Beitrag des Vertreters des Integrationsrates. der immer wieder betonte "wir schämen uns": "Wir schämen uns nicht wegen der Nazis, sondern wir sind empört!"

Die Leute waren stolz auf diese Demonstration, und es war deutlich zu spüren, dass neue Verbindungen wachsen und verschiedene Kräfte das Bedürfnis haben, enger zusammmenzuarbeiten.

Quelle

http://www.rf-news.de/2015/kw37/wuppertaler-setzen-ein-starkes-signal-fuer-willkommenskultur (http://www.rf-news.de/2015/kw37/wuppertaler-setzen-ein-starkes-signal-fuer-willkommenskultur)


Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Just B U am 13:04:33 Mi. 09.September 2015
So ähnlich geht es mir auch....auch ich betrachte u. a.  diese urplötzliche euphorische "WillkommensKultur" und Freundlichkeit der DeutschenInnen den Flüchtlingen gegenübe sehr skeptisch....und zwie-gespalten.
Natürlich bin ich auch froh darüber aber eben auch äußerst skeptisch...was die Authentizität dessen angeht...und vor allem die Nachhaltigkeit....

Zitat
Das ist so typisch deutsch

[size=12pt]Die Anteilnahme mit Flüchtlingen artet in ein Selbstdarstellungsspektakel aus. Das ist so lächerlich.
Immer diese Extreme. Erst gegen Ausländer sein und alles, was fremd ist, unter Generalverdacht stellen, jahrelang nix mitbekommen, wenn eine Nazibande durchs Land zieht und Leute auf offener Straße killt, und dann Kehrtwende um 180 Grad, und alle Flüchtlinge sind plötzlich gut, der Islam gehört zu Deutschland, Vielfalt ist super, blablabla. Wir singen zusammen im Flüchtlingschor gegen Ausländerfeindlichkeit und den bürgerlichen Nazimob: „Wir lagen vor Lampedusa und hatten keinen Pass an Bord.“

Was kotzt mich mittlerweile dieser Common Sense von Willkommenskultur an. Hauptsache, alles in einen Topf werfen und schön verallgemeinern. Refugees welcome! Wer jetzt? Nur die guten oder auch die bösen? Egal! Hauptsache mitmachen. Letztes Jahr war’s noch die Icebucketchallenge, jetzt sind es die Flüchtlinge. Und so wenig, wie heute noch über den Kampf gegen ALS gesprochen wird, so unglaubwürdig ist die Anteilnahme, wenn sie Teil eines Spektakels wird, bei dem es vielmehr um das Image des engagiertesten Wohltäters zu gehen scheint, als um die Frage, wie man aus den Fehlern der Vergangenheit lernen kann.

Quelle: Serdar Somuncu in der WirtschaftsWoche


Anmerkung JB:
Serdar Somuncu hat vollkommen Recht. Die „Flüchtlingsfreundlichkeit“ der letzten Woche erinnert frappierend an einen kurzfristigen Hype. Morgen – bitte verzeihen Sie mir den Ausdruck – wird aber wieder die nächste Sau durchs Dorf getrieben und die „Refugees-Welcome-Plakate“ verschwinden.
Die Fremdenfeindlichkeit bleibt jedoch, aber dafür haben „wir“ ja immerhin gezeigt, dass „wir“ auch „gut“ sein können. Den Flüchtlingen ist damit jedoch nicht geholfen.
[/size]

Via NDS und
 http://www.wiwo.de/politik/deutschland/fluechtlingspolitik-das-ist-so-typisch-deutsch/12267808.html (http://www.wiwo.de/politik/deutschland/fluechtlingspolitik-das-ist-so-typisch-deutsch/12267808.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:27:32 Mi. 09.September 2015
Zitat
Brand in geplanter Flüchtlingsunterkunft
Am Morgen hat es in einer ehemaligen Schule in Bliesdalheim gebrannt. Das Gebäude war für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgesehen. Die Polizei geht von einer vorsätzlichen Brandstiftung aus. Es entstand ein Sachschaden von 10.000 Euro, Personen kamen nicht zu Schaden.
http://www.sr-online.de/sronline/nachrichten/panorama/brand_schule_bliesdalheim100.html (http://www.sr-online.de/sronline/nachrichten/panorama/brand_schule_bliesdalheim100.html)


Zitat
Nauener Brandstiftung war möglicherweise lange geplant
Die Polizei hat offenbar nähere Erkenntnisse zu dem Brandanschlag von Nauen. Nach einem Bericht der "Potsdamer Neuesten Nachrichten" gehen die Ermittler davon aus, dass das Attentat auf die geplante Flüchtlingsunterkunft seit längerer Zeit vorbereitet wurde.  
http://www.rbb-online.de/politik/thema/fluechtlinge/brandenburg/2015/09/fluechtlingsunterkunft-nauen-hinweise-Taeter-Anschlag-Polizei.html (http://www.rbb-online.de/politik/thema/fluechtlinge/brandenburg/2015/09/fluechtlingsunterkunft-nauen-hinweise-Taeter-Anschlag-Polizei.html)


Was das Bashing gegen Menschen hier soll, die sich aktiv für Flüchtlinge einsetzen (und das zum Teil schon seid 25 Jahren) und ihre Kraft und Freizeit nutzen, um es diesen Menschen so angenehm wie möglich zu machen weiß ich nicht.
Ich finde es ehrlich gesagt zum kotzen und ich beobachte das schon ein paar Tage das dieses Bashing sehr intensiv von den Nachdenkseiten betrieben wird. Dort scheint man sich lieber mit solchen Leuten wie KenFM gemein zu machen.

Natürlich weiß jeder, der hier in diesem Land schon ein paar Jahre Politik macht, das die Situation geanz schnell wieder kippen kann.
Aber wie hätten wir es denn gerne?
So wie in den 1990ern? Als Menschen starben und die Bevölkerung am Straßenrand stand und den Mördern zugejubelt hat. Als die wenigen Menschen, die sich öffentlich für Refugees eingesetzt haben als "Kanackenfreunde" angeschrien, bedroht und angegriffen wurden.
Oder lieber so wie jetzt? Wo Flüchtlinge mit Applaus begrüßt werden und Unterstützung aus der Bevölkerung erfahren.

Echt krass, wenn Menschen die ihre Menschlichkeit entdeckt haben, dermaßen ans Bein gepisst wird! Habt Ihr ein Rad ab oder was? (http://www.smiley-paradies.de/smileys/gefuehle/gefuehle_0424.gif)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 17:05:52 Mi. 09.September 2015
"Bashing gegen die Flüchtlingshelfer" von den NDS,  sehe ich nicht so, sie prangern eher diese plötzliche politische Anerkennung der Helfer an, Ehrenrettung für unsere Politiker, schaut her, so sind wir, die Helfer reißen sich gerade den Arsch auf für SPD/CDU/CSU, diese wollen das ansehen einheimsen.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 17:11:49 Mi. 09.September 2015
Ja, dann darfst Du aber auch keine Erwerbslosenhilfe machen, oder gegen Atomkraft demonstrieren oder gegen Tintenfische im Schreibwarenladen.
Das werden irgendwelche Parteien immer für ihre Zwecke nutzen!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 17:17:03 Mi. 09.September 2015
Habe ich geschrieben das die Helfer ihr Engagement einstellen sollen weil sie politisch vereinnahmt werden?
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 17:44:14 Mi. 09.September 2015
Habe ich geschrieben, das du geschrieben hast, das die Helfer ihr Engagement einstellen sollen weil sie politisch vereinnahmt werden? ;D
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: rebelflori am 17:54:50 Mi. 09.September 2015
Merkwürdig also das habe ich jetzt noch nicht bemerkt. Aber dann kann du ja auch die punkte benennen!
Es wird zwar über denn Zwiespalt geschrieben. Wem es nun gefällt oder auch nicht, so sieht nun mal die Gesellschaft aus. Das merkt man ganz gut, wenn man über das Thema diskutiert.
Manchmal will man am liebsten vom Tisch gehen.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Strombolli am 18:04:47 Mi. 09.September 2015
Manchmal will man am liebsten vom Tisch gehen.

Genau, aber das bringts auch nicht. - Ich kann mich damit nicht abfinden, dass alle Aktionen gegen den "status quo" bedeutungs- und weitestgehend wirkungslos sind und wir von den Trägern und Organisatoren des Systems letztlich verlacht werden. Das macht mich fertig, raubt es mir doch immer wieder jegliche realistisch erscheinende Hoffnung auf erlebbare Änderung.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 18:22:35 Mi. 09.September 2015
Ja, dann darfst Du aber auch keine ... machen, ... .

Hmm, ich habe es so interpretiert.  ;)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: BGS am 18:22:59 Mi. 09.September 2015
Manchmal will man am liebsten vom Tisch gehen.

Genau, aber das bringts auch nicht. - Ich kann mich damit nicht abfinden, dass alle Aktionen gegen den "status quo" bedeutungs- und weitestgehend wirkungslos sind und wir von den Trägern und Organisatoren des Systems letztlich verlacht werden. Das macht mich fertig, raubt es mir doch immer wieder jegliche realistisch erscheinende Hoffnung auf erlebbare Änderung.

Mir geht es derzeit ähnlich. Mehr sage ich nicht.

MfG

BGS
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: rebelflori am 18:49:34 Mi. 09.September 2015
@strombolli Ich finde diskutieren bringen eh nichts soviel. Es ist einfach besser die Menschen kennen zulernen. Das gilt übrigens nicht nur für Flüchtlinge und deutsche oder arm und reich, da gibt's viele Bereiche.  Aber genau diese Orte wo das möglichen ist, werden ja versucht, Immer weiter zu verkleinern.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Just B U am 20:27:03 Mi. 09.September 2015
Ach Rudi,

ich "bashe" hier gar nicht....und niemanden....
Was machst Du für ein Drama ...?
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: admin am 20:42:56 Mi. 09.September 2015
Was das Bashing gegen Menschen hier soll, die sich aktiv für Flüchtlinge einsetzen (und das zum Teil schon seid 25 Jahren) und ihre Kraft und Freizeit nutzen, um es diesen Menschen so angenehm wie möglich zu machen weiß ich nicht.
Ich finde es ehrlich gesagt zum kotzen und ich beobachte das schon ein paar Tage das dieses Bashing sehr intensiv von den Nachdenkseiten betrieben wird.
...
Echt krass, wenn Menschen die ihre Menschlichkeit entdeckt haben, dermaßen ans Bein gepisst wird! Habt Ihr ein Rad ab oder was? (http://www.smiley-paradies.de/smileys/gefuehle/gefuehle_0424.gif)

Ich habe den Text gern gelesen und halte es für sinnvoll einigen der Gedanken zu folgen. Ich sehe darin kein "Bashing", sondern ein Hinterfragen eines Teils der aktuellen Bewegung. Erst wenn wir in der Lage sind zu erkennen, wie dünn manchmal die Basis dieser Bewegung ist, ist es möglich damit umzugehen. Erst mit Anerkennung der chaotischen Situation, kann man gegen eine Vereinnahmung und Unterwanderung dieser Aktivitäten vorgehen. Und vielleicht gelingt es auch dafür zu sorgen, daß es kein Strohfeuer bleibt, daß die Beteiligten es lernen sich produktiv zu streiten, die wohlmeinende Mutti ohne politische Erfahrungen, wie die alten Haudegen politischer Auseindersetzungen, die oftmals zu genau zu wissen glauben, wo es langgehen soll.

Eine kritische Auseinandersetzung kann die Bewegung der Flüchtlingshelfer nur stärken. Dazu hat Just BU in meinen Augen einen guten Beitrag geleistet.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 21:37:28 Mi. 09.September 2015
Mir geht es hier darum das ALLE über einen Kamm geschoren werden.
Die Menschen, die in München die Flüchtlinge begrüßten sind zum großen Teil auch die Menschen die schon bei den großen Anti-Pegida- Demos dabei waren.
Und die Menschen, die sich jetzt mit Flüchtlingen nicht nur auseinandersetzen, sondern sogar zusammensetzen werden garantiert nicht nächste Woche einen Brandsatz in eine Flüchtlingsunterkunft werden.

Zitat
Erst wenn wir in der Lage sind zu erkennen, wie dünn manchmal die Basis dieser Bewegung ist, ist es möglich damit umzugehen.
Das war noch nie anders! Von der Hausbesetzerbewegung (wo ist die jetzt) über eine Friedensbewegung (wo ist die jetzt) über Punk (´s are sowas von dead!) über die radikale Linke, die linken Sozialdemokraten, Kommunisten, Anarchisten....(wo sind sie?)

Mir fällt im Deutschland der letzten 25 Jahre keine Bewegung ein, die an der Basis etwas mehr an Fundament hatte. (Auch nicht die Anti-Atom- Bewegung, die zusammenbrach als die Grünen ihren gefakten Austieg verkündeten).
Und ein Fundament geht auch immer in die Tiefe und genau das machte aus allen Bewegungen dünne Kartenhäuschen. Die brachen beim ersten Wind zusammen, weil die Ursachen in der Tiefe nicht ergründet wurden, weil die Zusammenhänge nicht gesehen wurden!
Das geschieht auch momentan wieder: Es wird überhaupt nicht über die Fluchursachen geredet, es wird heimlich von der Bundesregierung an Verschärfungen des Asylrechts gearbeitet, Mernschen werden weiterhin abgeschoben...usw,usw.

Ich rege mich nicht über JustBU auf und eigentlich nicht über die NDS. Ich hatte erst gedacht das das von Jens Berger stammt, aber es ist ja von dem Selbstdarsteller Serdar Somuncu:
Zitat
Die Anteilnahme mit Flüchtlingen artet in ein Selbstdarstellungsspektakel aus. Das ist so lächerlich.

Okay, wenn der Selbstdarsteller Serdar Somuncu das "lächerlich" findet, wenn plötzlich 15jährige an der Unterkunft stehen und fragen wie sie helfen können und Spendenaufrufe starten und eine ganze Schule geschlossen auf die Straße geht, weil einer ihrer Mitschüler abgeschoben werden soll dann findet er es anscheinend besser, wenn diese Menschen morgen wieder anfangen Flüchtlinge und Migranten mit Steinen und Brandsätzen zu bewerfen.
Und ja, die gibt es auch noch die Faschisten! Aber auch das kapiert ja keiner, das all die Menschen, die sich grade für Flüchtlinge einsetzen auch einen gewissen Schutz bieten vor übergriffen.
Weil Menschen hinschauen, eingreifen, diese Menschen nicht alleine lassen.
Probleme haben wir damit immer noch genug. Aber ich brauch dazu nicht noch irgendwelche dummen Sprüche von Somuncu.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Just B U am 22:14:51 Mi. 09.September 2015
Dies hier sind 2 der prägnantesten Sätze für mich aus dem Text um die es in meinem "Zwiespalt" und meiner Skepsis geht:

Zitat
Darf man weiter Ressourcen und Rechte ausbeuten, Kriege mitfinanzieren und an der Not der anderen verdienen, oder muss man akzeptieren, dass jeder Mensch ein Recht auf ein Leben in Freiheit, Frieden, Wohlstand hat?

Flüchtlinge werden dadurch nicht weniger, dass man zur Abwechslung mal freundlich zu ihnen ist.

Da geht es um die Ursachen.
Und ich weiß nicht, wievielen von den Flüchtlingshelfern und all den Menschen die sie nun an vielen Orten/Stellen willkommen heißen und in irgendeiner Form helfen, diese bewußt sind....
Und die Zusammenhänge zu der D-land-ReGIERung und Politik - vor allem der AUSSENpolitiklitik -  die ja maßgeblich mit zu den Verursachern eben dieser Flüchtlingswelle gehören...
Durch das Bewußtsein dessen und eine daraus resultierende Haltung bei z. B. den nächsten Wahlen, da könnte man auch nachhaltig etwas an den URSACHEN ändern.
So, dass es gar nicht mehr zu solch vielen Kriegen und Krisen kommt....oder halt immer weniger...

Und nicht zuletzt, die Helfer leisten wirklich Beachtliches und das finde ich wirklich klasse, aber gleichzeitig arbeitet diese D-land-Regierung daran, wie man am besten die meisten der Flüchtlinge möglichst schnell wieder abschieben kann....
Das ist der blanke HOHN!!!!

Und angescihts der Tatsache, dass diese Regierung maßgeblich die Flüchtlingsströme mitverursacht hat, an Perversität und Menschenverachtung  kaum zu überbieten... kotz

In meinen Augen.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: dagobert am 00:40:23 Do. 10.September 2015
Aber wie hätten wir es denn gerne?
So wie in den 1990ern? Als Menschen starben und die Bevölkerung am Straßenrand stand und den Mördern zugejubelt hat.
So wird es wieder kommen, und das dauert nicht mehr lange.
Oder lieber so wie jetzt? Wo Flüchtlinge mit Applaus begrüßt werden und Unterstützung aus der Bevölkerung erfahren.
Die wird sehr bald wieder nachlassen.
Zitat
a.Haushaltsdebatte im Bundestag – „Wir können diese Herausforderung meistern“
Alles auf die „schwarze Null“: Finanzminister Schäuble peilt für 2016 einen ausgeglichenen Haushalt an. Daran sollen auch die Mehrausgaben für Flüchtlinge nichts ändern.
Wolfang Schäuble brachte die Dimension der Flüchtlingsfrage gleich auf dem Punkt. Sie sei die „größte Herausforderung seit langer Zeit“, sagte der Bundesfinanzminister am Freitag im Bundestag zum Auftakt der Haushaltsberatungen. Die Bewältigung habe „oberste Priorität“, und zwar ohne die Aufnahme neuer Schulden, sagte der CDU-Politiker. Andere Ausgabenwünsche hätten sich dem unterzuordnen.
Quelle: Handelsblatt (http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/haushaltsdebatte-im-bundestag-wir-koennen-diese-herausforderung-meistern/12290722.html)

Anmerkung WL: Andere Ausgabenwünsche hätten sich der Bewältigung der Aufnahme von Flüchtlingen unterzuordnen. Das ist ein Satz von ungeheurer politischer Sprengkraft. Heißt er doch in die Praxis übersetzt, wenn künftig weniger Geld für Sozialleistungen, Bildung, für ausreichende bezahlbare Wohnungen, für Kitas oder Schwimmbäder in den Kommunen vorhanden ist, dann sind „die Flüchtlinge“ Schuld. Waren früher etwa die „Überalterung“ der Gesellschaft oder die „Globalisierung“, oder die osteuropäischen „Sozialbetrüger“ die Hebel zum Abbau des Sozialstaats oder der Gemeinschaftsaufgaben, so werden es – wenn es bei der Schäuble-Linie bleibt – künftig die Flüchtlinge sein, die für die Kürzungen (bei der bisherigen Bevölkerung) verantwortlich gemacht werden. Hier wird den dumpfen Kampagnen „das Boot ist voll“ der Nährboden bereitet und man kann schon voraussehen, dass hier ein Gegeneinander erzeugt wird und damit wieder einmal die Schwächsten (die Flüchtlinge) gegen die Schwachen (die auf staatliche Transfers angewiesen sind) ausgespielt werden.
Mit solchen Argumenten wird ja derzeit schon – etwa von der CSU – in populistischer Manier gegen die Aufnahme der Flüchtenden Stimmung gemacht. Statt nach Lösungen der auch derzeit schon vorhandenen und sich natürlich durch die Flüchtenden erhöhten Probleme (bezahlbare Wohnungen, ausreichend Kita-Plätze) zu suchen, wird wieder einmal ein Sündenbock angeboten, der für das ganz allgemeine Versagen der Politik geopfert werden kann.
Siehe dazu zum Beispiel schon jetzt: „AfD-Politiker fordert „Schutzanlagen“ gegen Migranten“ (http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/alternative-fuer-deutschland-afd-politiker-fordert-schutzanlagen-gegen-migranten/12292864.html)
http://www.nachdenkseiten.de/?p=27490#h03 (http://www.nachdenkseiten.de/?p=27490#h03)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: BGS am 02:46:02 Fr. 11.September 2015
Einnahmen für den deutschen staat sind unmittelbar + sehr einfach zu erreichen:

Reiche und Superreiche ab sofort  bzw. rückwirkend ein wenig  finanziell beteiligen an ihrer  gesellschaftlichen Mitveranrwotng.

MfG

BGS
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Just B U am 10:03:13 Fr. 11.September 2015
So sieht sie-  jenseits der Medienbilder -  aus, die "Willkommens-Kultur" in Deutschland:

Zitat
Abwehr statt Aufnahme: Große Koalition beschließt Maßnahmenpaket gegen Flüchtlinge

Die Bundesregierung hat sich am Sonntag im Koalitionsausschuss auf ein Maßnahmenpaket zur Asylpolitik geeinigt. Unter der Überschrift „Fehlanreize beseitigen“ werden dort mehrere Maßnahmen der Abschreckungspolitik der neunziger Jahre reaktiviert.

Am Samstag hatte die Bundesregierung noch mit einer großzügigen Geste mehreren Tausend am Budapester Hauptbahnhof festsitzenden Flüchtlingen die Einreise nach Deutschland erlaubt, doch schon am Sonntag präsentierte die große Koalition einen Beschluss, der unter anderem zahlreiche restriktive Maßnahmen enthält.

Abschreckungspolitik wie in den Neunziger Jahren

Um angebliche „Fehlanreize“ zu vermeiden, sollen Asylsuchende künftig nicht mehr drei, sondern sechs Monate lang in den Erstaufnahmelagern verbleiben müssen. Die Maßnahme wird flankiert vom Beschluss, die in den Erstaufnahmelagern zusammengepferchten Menschen künftig wieder der Residenzpflicht zu unterwerfen, die ihnen verbietet, sich frei im Bundesgebiet zu bewegen. Dazu sollen die Betroffenen künftig wieder mit Sachleistungen abgespeist werden – nach dem Motto: Gegessen wird, was vom Amt kommt. Damit werden mehrere Instrumente der Abschreckungs- und Ausgrenzungspolitik der Neunziger Jahre reaktiviert, die erst in den letzten Jahren Schritt für Schritt liberalisiert worden waren.

Die sechsmonatige Unterbringung in Erstaufnahmeeinrichtungen wird die ohnehin katastrophale Unterbringungssituation weiter verschärfen. Die doppelte oder dreifache Belegung bestehender Einrichtungen wird unerträgliche Lebensumstände für tausende Menschen schaffen, Konflikte innerhalb der Einrichtungen befeuern und die Betroffenen ausgrenzen und stigmatisieren. Das Versprechen der Bundesregierung, die Kapazitäten der Erstaufnahmeeinrichtungen von ca. 45.000 auf 150.000 aufzustocken, wird kurzfristig nicht zu realisieren sein.

Ausgrenzung, Diskriminierung, Stigmatisierung

Die geplante Ausgabe von Sachleistungen statt Bargeld ist  verfassungswidrig und soll – entgegen der öffentlichen Wahrnehmung – Flüchtlinge aus sämtlichen Herkunftsländern betreffen. Der Barbetrag ist aber keine freiwillige Zusatzleistung, sondern dient dazu, das verfassungsrechtlich garantierte soziokulturelle Existenzminimum – also ein Minimum an Teilhabe am gesellschaftlichen Leben – zu ermöglichen.

Flüchtlingen zu unterstellen, wegen der geringen Bargeldleistungen (143 Euro für Alleinstehende) nach Deutschland einzureisen, ist nicht nur ein Hohn für all jene Menschen, die vor rassistischer Diskriminierung, Krieg und Verfolgung fliehen, dieser Populismus befeuert eine Neiddebatte, die den Nährboden für eine weitere Zunahme der rassistischen Hetze und Gewalt gegen Flüchtlinge schafft.

All dies ist ein fatales Signal angesichts der nicht abebbenden Welle rassistischer Gewalt gegen Flüchtlinge: Auch in der letzten Nacht wurden wieder Flüchtlingsheime angezündet, bei einem mutmaßlichen Brandanschlag in Baden-Württemberg wurden mehrere Menschen verletzt.

Hilfsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger wird konterkariert

Ein fatales Signal sind die Beschlüsse auch angesichts der Tatsache, dass in den letzten Tagen in Deutschland tausende Menschen Flüchtlinge an den Bahnhöfen und anderen Orten mit spontanen Hilfsaktionen begrüßten. Die Welle der Hilfsbereitschaft gegenüber Schutzsuchenden wird zwar von der Bundesregierung in höchsten Tönen gelobt, doch de facto wird das Engagement der Zivilgesellschaft durch das diskriminierende und ausgrenzende Maßnahmenpaket der Bundesregierung deutlich konterkariert.


Den Flüchtlingen, die hoffnungsvoll mit Merkelpostern oder Deutschlandfahnen aus Ungarn nach Deutschland einreisten und hier an den Bahnhöfen von Bürgerinnen und Bürgern mit Hilfsgütern und Applaus empfangen wurden, droht, dass sie schon bald über längere Zeit in zermürbenden überfüllten Lagern festgesetzt werden – ausgegrenzt, entrechtet und stigmatisiert.

Die Solidarität mit Flüchtlingen wird sich daher nicht länger auf Kleiderspenden und Willkommensgesten beschränken können, sondern sich dringend gegen die aktuellen Pläne der Bundesregierung richten müssen – um CDU, CSU und SPD zu verdeutlichen, dass die neunziger Jahre definitiv vorbei sind.

 
[/b][/color]
 

 PRO ASYL zu den Vorschlägen des BMI für „gesetzliche Änderungen zur Eindämmung der Asylmigration“ (03.09.15)

[/b]
l

http://www.proasyl.de/de/news/detail/news/grosse_koalition_schaltet_auf_abwehrpolitik_um/ (http://www.proasyl.de/de/news/detail/news/grosse_koalition_schaltet_auf_abwehrpolitik_um/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Strombolli am 10:12:41 Fr. 11.September 2015
Schauspielerin Renan Demirkan verkündete gestern (09.09.15) bei Lanz im ZDF wie froh sie doch ist in einem solchen Land wie Deutschland zu leben, ...indem Flüchtlinge so positiv aufgenommen werden... (sinngemäß; wörtlich bitte in der mediathek anschauen).

Ich fürchte ich bin im falschen Film. - Allzuoft muß ich daran denken, dass die bundesdeutsche Medienindustrie genau so schönfärbt, wie die DDR-Zeitungen und auch das NSDAP-Propagandaministerium. Zum  kotz

Heute in irgendeinem Online-Wurschtblatt (http://www.focus.de/politik/videos/kamen-wegen-wirtschaftlicher-probleme-abgeschobene-fluechtlingsfrau-erreicht-albanien-das-hat-sie-der-kanzlerin-zu-sagen_id_4939742.html), ach ja: "Huffington-Focus" bedankt sich eine "Flüchtlingsfrau" bei Merkel.
Solchen Scheiß ertrage ich einfach nicht!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Just B U am 10:48:55 Fr. 11.September 2015
Zitat
10. September 2015 um 16:06 Uhr
Den Schalter einfach umgelegt: Von Volksverhetzung auf Willkommenskultur. – Eine gelungene Machtdemonstration der Meinungsführer.
Verantwortlich: Albrecht Müller

Anfang der 1990er Jahre tobte in D. eine Asyldebatte. Als MdB mit Sympathien für die Bewahrung des Asylrechts wurde ich eines Tages von einer Anruferin aus heiterem Himmel übel beschimpft. Das war offensichtlich die Reaktion auf eine Sendung des Bayerischen Rundfunks gegen Asylbewerber – mit Filmaufnahmen von einer gegen einen bayerischen Schlagbaum anstürmenden Menge von Ausländern. Der Bayerische Ministerpräsident Streibl hatte sich zur gleichen Zeit so aggressiv geäußert, dass ich mich zu einer Anzeige wegen Volksverhetzung genötigt sah. Jetzt ist alles anders. Jetzt haben die Meinungsführer umgeschaltet, noch nicht alle Bayerischen, aber insgesamt schon. Jetzt sind wir bewundernswert gastfreundlich. Der NachDenkSeiten-Leser Joachim Schappert findet das bemerkenswert. Albrecht Müller

Seine Mail von heute Nacht ist lesenswert:
Zitat
   „mit großem Interesse lese ich seit langem Ihre erhellenden Beiträge zum Thema „Meinungsmache“ – vielen Dank dafür. Ich möchte Sie gerne auf ein Thema hinweisen, das (zumindest nach meiner Wahrnehmung) bisher etwas stiefmütterlich behandelt wird: die Meinungsmache in Richtung „refugees welcome“.

    Für deutsche Politiker und Meinungsmacher ist es ein alter Hut, über die Ausländer-/Islamisten-/“Asylanten“-Schiene dem geneigten Publikum alles mögliche aufzuschwätzen – von der eher harmlosen Autobahnmaut bis zum „Krieg gegen den Terror“ mit all seinen Freiheits-einschränkenden und auch grausamen Konsequenzen. Spätestens in den letzten Wochen scheint jedoch irgendwie angekommen zu sein, dass man das Aufrühren von brauner National-Soße aktuell besser unterlassen sollte. Denn wenn diese Soße überkocht, wird es für alle gefährlich – auch für die Köche.

    Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um es als konzertierte Aktion wahrzunehmen, wenn plötzlich und gleichzeitig aus nahezu allen medialen Rohren das Ausländer-/Islamisten-/“Asylanten“-Feuer weitgehend eingestellt wird und man auf breiter Medienfront unisono eine deutsche Willkommenskultur lanciert. Wer hätte vor zwei Monaten auch nur im Traum daran gedacht, dass die BILD-Zeitung „refugeeswelcome“-Sticker an ihre Leser verteilen würde?

    Und diese Medienkampagne ist erfolgreich. Sie ist unglaublich erfolgreich: Menschen aus meinem Bekanntenkreis, mit denen ich kürzlich noch über die Gefahr kultureller Unterwanderung in Deutschland streiten musste, unterstützen neuerdings mit Geld und Tat unsere lokale Flüchtlingshilfe! Natürlich freue ich mich darüber und hoffe, dass diese Welle des Verständnisses und der Hilfsbereitschaft nicht genauso schnell wieder abebbt wie 1989, als nach dem Fall der Berliner Mauer die positive Stimmung gegenüber den nach Westen strömenden DDR-Bürgern zumindest tendenziell sehr schnell umgekippt ist.

    Was wir heute jedoch auf der Metaebene erleben, ist eine Machtdemonstration der Meinungsführer in unserem Land, wie sie in ihrer Offensichtlichkeit und Effektivität nur selten zu beobachten ist. Rassismus ist keine Meinung sondern eine menschenverachtende Ideologie, die im Kern davon ausgeht, dass ein vermeintlich anders-rassiges Menschenleben weniger bis gar nichts wert ist. Und wie aktuell bewiesen wird, kann man Rassismus mit vereinten medialen Kräften sehr wirksam bekämpfen – gerade indem man dessen menschenverachtenden Charakter brandmarkt und ein menschenfreundliches Leitbild dagegen setzt: Für die allermeisten deutschen Bürgerinnen und Bürger ist „Menschenverachtung“ ein Etikett, das sie gerne weit von sich weisen möchten.

    Aber könnten etwa die militärische „Logik“, die fast immer zu Eskalation von Gewalt führt oder die neoliberale „Logik“, die Reiche immer reicher und Arme immer ärmer macht, nicht ebenso effektiv als zutiefst menschenverachtend bloßgestellt werden, wie die „Logik“ des Rassismus? Ich denke ja – wenn denn der Wille dazu da wäre. Die vergangenen Wochen haben uns das Ausmaß der manipulativen Kraft unserer Massenmedien eindrucksvoll vor Augen geführt. Und damit ist vielleicht klarer denn je: für die politische Meinungsbildung einer Gesellschaft ist es ganz entscheidend, was die Vierte Gewalt sendet und schreibt. Umso bedenklicher erscheint es, dass die Öffentlichkeit fast nichts darüber weiß, ob und in wie weit diejenigen, die unsere Medienlandschaft ökonomisch besitzen und beherrschen, Einfluss auf Themensetzung und die politische Ausrichtung „ihrer“ Redaktionen nehmen.

    Beste Grüße,
    Joachim Schappert
“[/size]


http://www.nachdenkseiten.de/?p=27517 (http://www.nachdenkseiten.de/?p=27517)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 11:35:17 Fr. 11.September 2015
Ich hab neulich in einer Doku die Bilder von DDR- Bürgern gesehen, wie sie "Helmut, Helmut" gerufen haben!
Das hatte sich dann auch schnell erledigt! Da kann Strombi sicher mehr drüber erzählen als ich.
Spätestens wenn die ersten Flüchtlinge ihren Abschiebebescheid in den Händen halten, wird sich die Euphorie für Merkel erledigen.
Und dann hoffe ich, das genauso viele Menschen bei den Flüchtlingen stehen, um die Abschiebung zu verhindern, wie bei der Begrüßung.

Merkel ist ein Medienprofi, sie hat Berater und Redenschreiber, die genau analysieren was das Volk grade hören will. Und das erzählt sie dann in die Kamera!
Hinter verschlossenen Türen läuft aber eine ganz andere Nummer ab!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Strombolli am 12:20:24 Fr. 11.September 2015
Da kann Strombi sicher mehr drüber erzählen als ich.

Liebe Leser, RR hat Recht, aber ich zweifele seither (Helmut, Helmut Rufe) am Verstand meiner Mitmenschen.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: karpfen am 14:29:58 Fr. 11.September 2015
 kotzich kann mich an diese helmut, helmut - rufe auch noch sehr gut erinnern, ich fand es damals schon gruselig ...  kotz
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Strombolli am 14:46:55 Fr. 11.September 2015
Mit 80 in Rente (http://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/rente-mit-63-abschaffen-ifo-experte-zur-fluechtlingskrise-deutsche-sollen-spaeter-in-rente-gehen_id_4940500.html) .... au, das ist wieder Wasser auf die Mühlen der Flüchtlingsgegner. Kann man diese "verkackten Versuchsmenschen" (Politiker, Wirtschaftsweise, Gier-Manager und Kapitalisten...) nicht einfach mal aus aus unser aler Leben streichen?

(Focus-finanzen Angst Hass Titten und der Wetterbericht)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 11:17:32 Mo. 14.September 2015
Wie ihr sicherlich mitgekriegt habt,hat das brd Regime wieder Grenzkontrollen eingeführt um die Flüchtlinge draußen zu halten! Die Waffenexporte und die Bundeswehreinsätze im Ausland laufen natürlich weiter wie gewohnt..... >:(

(http://fs1.directupload.net/images/150914/temp/c5lyqlqk.jpg) (http://www.directupload.net/file/d/4110/c5lyqlqk_jpg.htm)(http://)


Online spezial

13.09.2015, 18:14:46 / Titel

Ende der Gastfreundschaft
Deutschland sperrt die Grenze zu Österreich. Zugverkehr bis Montag morgen eingestellt

Von Sebastian Carlens

Das Grundrecht auf Asyl für politisch Verfolgte kennt keine Obergrenze; das gilt auch für die Flüchtlinge, die aus der Hölle eines Bürgerkriegs zu uns kommen«, tat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch am Freitag kund. Deutschland, einig Helferland: Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung brachte im Farbdruck arabischsprachige Jubelplakate auf Seite eins, mit Merkel als »mitfühlender Mutter«, der die Herzen der Flüchtenden zufliegen.

Die Obergrenze, die es nicht geben soll, ist am Sonntag schließlich doch erreicht worden. »Deutschland führt in diesen Minuten wieder vorübergehend Grenzkontrollen ein«, sagte Innenminister Thomas de Maiziere am Sonntag abend. Damit ist das Schengen-Abkommen außer Kraft gesetzt. Zunächst gehen an der Grenze zu Österreich die Schlagbäume wieder runter, nur »mit gültigen Reisedokumenten« ist noch Zutritt möglich. Flüchtlinge haben solche Papiere in der Regel nicht, für sie ist in Österreich nun Schluss.

»Ziel ist es, den Zustrom nach Deutschland zu begrenzen«, so de Maiziere. Denn: »Nach geltendem Recht ist Deutschland für den allergrößten Teil der Schutzsuchenden gar nicht zuständig.«

Nun wird Österreich nicht als Auffanglager für alle, die die nackte Not zur Flucht trieb, fungieren können oder wollen. Ein analoger Schritt der Alpenrepublik an seinen südlichen Grenzen ist also zu erwarten. Danach kommen Slowenien und Tschechien. Und in Windeseile wird die Grenze wieder da liegen, wo in den letzten Jahren bereits Zigtausende ertrunken sind: im Mittelmeer.

»Hilfsbereitschaft darf nicht überstrapaziert werden«, so Minister de Maiziere. Die regierende Koalition, die die Maßnahme ebenso wie die Innenminister der Länder gebilligt hat, hat erreicht, was sie will. Das deutsche Image ist aufpoliert, dem ungarischen Premier Victor Orban ist der schwarze Peter zugeschoben worden. Die deutsche Regierung greift nur wenige Tage nach dem Zaunbau der Ungarn zu ganz ähnlichen Methoden.


Quelle

https://www.jungewelt.de/2015/09-14/001.php (https://www.jungewelt.de/2015/09-14/001.php)

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Just B U am 13:12:19 Mo. 14.September 2015
Da isses ja nun endlich (ich hätte es allerdings mit unbeschreiblicher Freude begrüßt, wenn meine Skepsis sich als unbegründet herausgestellt hätte)....so sieht Hilfsbereitschaft in D-land wirklich aus....zumindest die der ReGIERenden und einem überwiegenden  Großteil der DeutschenInnen:


Zitat
Deutschland schottet sich ab
14.09.2015
BERLIN
(Eigener Bericht) - Berlin schließt die süddeutsche Grenze für Flüchtlinge, stoppt die weitere Einreise von Bürgerkriegsopfern und beginnt mit der Abschiebung abgelehnter Asylbewerber nach Südosteuropa. Hatten in den vergangenen Tagen tausende Menschen in der Bundesrepublik ihre Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge in bislang einmaligem Ausmaß demonstriert, nachdem Unstimmigkeiten in der Berliner Politik zur unerwarteten Einreise von Zehntausenden geführt hatten, so lässt die Bundesregierung die Hilfsbemühungen jetzt ins Leere laufen.

Auf dem heutigen Treffen der EU-Innen- und -Justizminister sollen Schritte zur erneuten Abschottung der EU vorangetrieben werden, darunter die Errichtung von Zentren, in denen Flüchtlinge unmittelbar nach ihrer Einreise in Griechenland, in Italien und womöglich auch in Ungarn festgesetzt werden. In Deutschland ist ein erstes Lager eröffnet worden, in dem Flüchtlinge aus Südosteuropa separiert werden; sie sollen dort für eine schnelle Abschiebung bereitgehalten werden. [/color]Vergangene Woche ist ein Abschiebeflug mit 111 Flüchtlingen in das Kosovo gestartet. Die schnelle Deportation droht knapp der Hälfte aller mehr als 250.000 Flüchtlinge, die zwischen Januar und August einreisten. Zugleich werden Forderungen nach einer drastischen Einschränkung staatlicher Leistungen für Flüchtlinge und nach einer Abschaffung des individuellen Grundrechts auf Asyl laut.


(...)

http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59197 (http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59197)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 14:48:49 Mo. 14.September 2015
Das hat hier auch niemand behauptet, das es der Regierung jemals um etwas anderes ging!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Strombolli am 15:50:50 Mo. 14.September 2015
Was auch immer geschieht, den Wahn selbst im süßen, wohlhabenden Leben zu sein, während andere dafür Not leiden, ob im eigenen Land oder im ausgeblutetem Ausland, sollten die Mächtigen um ihr einfaches Leben willen, endlich aufgeben.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 21:11:39 Mi. 16.September 2015
Zitat
Die AfD in Sachsen hat in einer Umfrage so stark zugelegt, dass sie nun gleichauf mit der SPD liegt. Beide Parteien kommen laut dem am Mittwoch veröffentlichen MDR-Sachsentrend auf 13 Prozent. Im Vergleich zum Landtagswahlergebnis von vor gut einem Jahr gewann die SPD 0,6 Prozentpunkte hinzu, viel stärker aber noch die AfD mit 3,3 Punkten. Die rechtsextreme NPD, die im August 2014 knapp am Wiedereinzug in den Landtag gescheitert war, wäre nun mit fünf Prozent wieder drin.
http://www.fr-online.de/politik/umfrage-afd-und-spd-in-sachsen-gleichauf,1472596,31824620.html (http://www.fr-online.de/politik/umfrage-afd-und-spd-in-sachsen-gleichauf,1472596,31824620.html)

 kotz
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 09:35:34 Do. 17.September 2015
Zitat
Rassistischer Brandanschlag auf Geflüchtetenunterkunft in Porta Westfalica
https://linksunten.indymedia.org/en/node/153233
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: dagobert am 20:15:33 Fr. 18.September 2015
Zitat
Neuer Gesetzentwurf: Abschottung, Abschreckung und Obdachlosigkeit

Ein heute öffentlich gewordener Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht zahlreiche Maßnahmen zur Entrechtung, Ausgrenzung und Diskriminierung von Flüchtlingen vor. Unter anderem soll Flüchtlingen, die über andere EU-Staaten kamen, das menschenwürdige Existenzminimum verweigert werden. Ein erster Überblick über den Entwurf des Bundesinnenministeriums.

Die Koalitionsbeschlüsse vom  6. September hatten bereits auf einen asylpolitischen Rollback hingedeutet: Längere Zwangsunterbringung in Massenunterkünften, Abspeisung mit Sachleistungen,  Wiedereinführung der fast abgeschafften Residenzpflicht.

Wie bereits mehrere Medien berichteten, wurde heute dazu der entsprechende Gesetzentwurf bekannt, der noch weitreichendere Einschnitte im Aufenthalts-, Asyl- und Sozialrecht vorsieht, als der Koalitionsbeschluss vermuten ließ.  Ein erster Überblick über die zentralen Punkte des 150-seitigen Gesetzesvorhabens zeigt unter anderem, dass einem großen Teil der Schutzsuchenden künftig drohen könnte, dass sie in Deutschland ohne jede Versorgung auf der Straße landen.

Flüchtlinge sollen ausgehungert werden

Konkret sollen alle Flüchtlinge, die unter die Dublin-III-Verordnung fallen und für deren Asylantrag ein anderer Mitgliedstaat zuständig ist, keine Bezüge mehr aus dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten. Das heißt, dass für sie noch nicht mal ein Platz in einer Unterkunft vorgesehen ist – keine Sachleistungen, kein Barbetrag, keine medizinische Notversorgung mehr – schlicht: Nichts.
[...]
Die Strategie des Aushungerns wird indes nicht dazu führen, dass die Betroffenen das Land verlassen – die Rückkehr etwa nach Ungarn ist für die Betroffenen aufgrund der dortigen Verhältnisse garantiert keine Option. Künftig droht, dass in Deutschland zahlreiche Flüchtlinge in der Obdachlosigkeit landen.

Menschen mittellos zu stellen, um sie außer Landes zu treiben, ist dabei ein ganz klarer Bruch mit dem Grundgesetz: 2012 hatte das Bundesverfassungsgericht in einem Urteil entschieden, dass die Menschenwürde nicht migrationspolitisch zu relativieren ist. Ein Absenken der Sozialleistungen unter das soziokulturelle Existenzminimum ist mit dem Verfassungsrecht unvereinbar.
[...]
Unsinnig, unmenschlich, unrealistisch

PRO ASYL fordert Bund und Länder auf, das Gesetzespaket zu stoppen. Der Entwurf ist angesichts von Tausenden hilfsbereiten Bürgerinnen und Bürgern, der oftmals engagierten lokalen Behörden und der diese Tage unersetzbaren Initiativen der Zivilgesellschaft, die sich alle bemühen, Schutzsuchende menschenwürdig aufzunehmen, blanker Hohn. Er verschärft die Unterbringungsprobleme, statt sie zu lösen. Er bürokratisiert, statt zu vereinfachen. Er grenzt Flüchtlinge aus, statt sie zu integrieren. Und er ist schlicht verfassungswidrig.
http://www.proasyl.de/de/news/detail/news/neuer_gesetzentwurf_abschottung_abschreckung_und_obdachlosigkeit/ (http://www.proasyl.de/de/news/detail/news/neuer_gesetzentwurf_abschottung_abschreckung_und_obdachlosigkeit/)

Zitat
Abschottung, Abschreckung und Obdachlosigkeit werden zum Programm

PRO ASYL zum Gesetzentwurf der Bundesregierung

Heute ist der Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Flüchtlingspolitik öffentlich geworden. Auf den fast 150 Seiten werden weitreichende Einschnitte im Aufenthalts-, Asyl- und Sozialrecht vorgenommen.
http://www.proasyl.de/de/presse/detail/news/pro_asyl_zum_gesetzesvorhaben_der_bundesregierung/ (http://www.proasyl.de/de/presse/detail/news/pro_asyl_zum_gesetzesvorhaben_der_bundesregierung/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Strombolli am 22:23:00 Fr. 18.September 2015
Wir sind wieder beim Burgenbau des Mittelalters in einer "globalisierten" Welt voller feudalistischer Ideale angekommen. Wenn jemand das von mir gezeichnete Bild zu verstehen weiß.

Das wird und kann nicht gut gehen!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: BGS am 23:26:11 Fr. 18.September 2015
Zitat
Abschottung, Abschreckung und Obdachlosigkeit werden zum Programm
Da zeigt die deutsche Regierung endlioch ihr  wahrhaft christlich-soziales Gesicht... . Und handelt akltiv gegen den erklärten Willen der Mehrheit der Bevölkerung. Läßt die Maske fallen.

MfG

BGS
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Schluepferstuermer am 13:34:21 Di. 29.September 2015
Zitat
Dresden: Angriffe auf Journalisten bei Pegida-Kundgebung
http://www.nordbayern.de/panorama/dresden-angriffe-auf-journalisten-bei-pegida-kundgebung-1.4685793 (http://www.nordbayern.de/panorama/dresden-angriffe-auf-journalisten-bei-pegida-kundgebung-1.4685793)

Zitat
Nach Schätzungen der Gruppe Durchgezählt im Anschluss an den Demonstrationszug durch die Dresdner Altstadt lag die Teilnehmerzahl zwischen 7000 und 8500. dpa-Reporter waren bei der Auftaktkundgebung zunächst von etwa 10.000 Pegida-Anhängern auf dem Theaterplatz vor der Semperoper ausgegangen

Wo ist da die Polizei?

Bei mir hätten diese tausende Einzeller den Knüppel gespürt. Dann ab in Flugzeuge in Richtung Syrien oder Afrika. Wenn sie schlauer geworden sind, dann können sie ja wieder als Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Da bin aber skeptisch, dass die schlauer werden.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 17:12:05 Di. 29.September 2015
Der rechte Mob entsteht nicht einfach so. Er wird herangezüchtet, gehegt und gepflegt.
Der Staat hält seine schützende Hand drüber und es gibt interessierte Kreise, die den organisierten Rechtsruck ideologisch, organisatorisch und finanziell unterstützen.

Zitat
Pegida:
Das Volksfest des Rassismus

Pegida hat am Montagabend so viele Menschen auf die Straße gebracht wie lange nicht. Brandanschläge hin, rechte Randale her: Die Organisatoren setzen auf Eskalation.


(http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-09/pegida-dresden-demo/bitblt-820x461-a3e51d71c8dda868e84c15b7e77b675bec3f935b/wide)

... Lutz Bachmann, verliest wie immer die Polizeiauflagen und geht direkt über zu einer Tirade gegen die totalitäre Bundesrepublik, in der jeder mit einer freien Meinung von Verhaftung bedroht sei. Er fordert ein paar Rücktritte und kündigt große Enthüllungen aus dem Verteidigungsministerium an. Dann unterstellt er muslimischen Flüchtlingen fehlende Hygiene und Gewaltbereitschaft und spottet schließlich über Ursula von der Leyens Doktorarbeit. Das Publikum schreit in einem Moment voller Wut "Merkel muss weg" und "Widerstand". Im nächsten bricht es in schallendes Gelächter aus.

Bachmann scheint jede Straftat zu kennen, die Asylbewerber in der Gegend in den vergangenen Wochen begangen haben. Mit keinem Wort aber geht er auf das ein, wovon der Rest Deutschlands wochenlang sprach: Die Brandanschläge und noch mehr die rechtsextremen Randale in Sachsen, unter anderem in Freital, der Heimatstadt von Bachmanns Frau.(...)

Allein das, was in den Tagen vor der Demo geschah, ist beunruhigend. Ein Ausschnitt: Syrische Asylbewerber wurden mit Reizgas angegriffen. Zwei Journalisten wurden während der Demo überfallen. Einen Tag zuvor wurde Eric Hattke, Sprecher des Bündnisses Dresden für Alle, telefonisch und anonym bedroht.

 Es eskaliert in Sachsen. Bachmann und seine Leute haben sich offenbar trotzdem entschieden, den Leuten zu geben, was sie wollen. Die Rednerin Tatjana Festerling agitiert gegen den "Geburtendschihad" und "muslimische Wurfmaschinen". Ein anderer, der Schweizer Rechtspopulist Ignaz Bearth, pöbelt gegen "Pack", "Schmarotzer" und "verdammte Islamisten", die nur die Sprache der Gummigeschosse verstünden. "Europa ist im Krieg gegen die Knechtschaft der Tyrannei", brüllt er von der Bühne, und die Zuschauer jubeln.

Schließlich laufen sie ein paar Hundert Meter durch die Innenstadt, und man ist gerade dabei, den Slogan "Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen" richtig einsinken zu lassen. (...)
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-09/pegida-volksfest-rassismus (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-09/pegida-volksfest-rassismus)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Schluepferstuermer am 19:08:48 Di. 29.September 2015
Auch in Facebook wird nur Quatsch verbreitet. Bin Glücklicherweise nicht bei FB. Da könnte ich mich nur Pausenlos aufregen, was da Blödsinn ist.

Kürzlich eine Schulkameradin (von der Hauptschule) wiedergetroffen. Was die alles über Flüchtlinge weiß.
Mit Siechmar Gabriel (Früher waren Dick und Doof zwei Personen) hat sie auch Kontakt.  ;D
Hat viele Likes für einen Quatsch-Beitrag bekommen.  ::)

"Die Flüchtlinge sind alle kriminell." "Ein Kleinkind bekam ein Federmäppchen, schmiss es in den Abfalleimer. Weil es die falsche Farbe hatte."
"Eine Flüchtlingsfrau will nicht arbeiten. Sie bekommt H4. Das reicht ihr." (Meine Nachfrage, ob sie diesen Job für das gleiche Geld machen würde, blieb unbeantwortet.)
"Ein Gebäude mit einer Firma, wird abgerissen, da dort Flüchtlinge einziehen."
usw.

So ein Quatsch macht mich sprachlos.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 11:24:46 Mi. 30.September 2015
Es handelt sich um eine von oben oragnisierte Kampagne mit dem Ziel, Spaltung in die Bevölkerung zu tragen. Divide et impera!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: BGS am 11:33:50 Mi. 30.September 2015
Es handelt sich um eine von oben oragnisierte Kampagne mit dem Ziel, Spaltung in die Bevölkerung zu tragen. Divide et impera!

So ist es leider.

MfG

BGS
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 13:43:53 Mi. 30.September 2015
Morgen schlagen die PEGIDIOTEN wieder bei uns in N auf. Haupthetzer wird der PI-News-Arsch Michael Stürzenberger sein. Natürlich gibt es eine Gegenkundgebung. Das Problem ist, dass die PEGIDIOTEN eine riesige Lautsprecheranlage dabei haben, so dass die Hetze hunderte von Metern weit in die Fußgängerzone hineinschallt.

Ich frage mich gerade, ob Menschen, die zu PEGIDA-Märschen rennen, psychotizistisch (http://www.verhaltenswissenschaft.de/Psychologie/Personlichkeit/Gesamtsysteme/gesamtsysteme.htm) veranlagt sind?
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 20:12:05 Fr. 02.Oktober 2015
Das braune Pack (in Nadelstreifen) wird wieder laut.

CDU-Vize (Schäuble-Schwiegersohn) Thomas Strobl ("Der Grieche hat jetzt lang genug genervt") :
Zitat
Gesetze macht bei uns in Deutschland nicht der Prophet
http://www.welt.de/politik/deutschland/article147083265/Gesetze-macht-bei-uns-in-Deutschland-nicht-der-Prophet.html (http://www.welt.de/politik/deutschland/article147083265/Gesetze-macht-bei-uns-in-Deutschland-nicht-der-Prophet.html)
Zitat
CDU-Vize Strobl plädiert im SPIEGEL dafür, die Situation mit Soldaten "in den Griff" zu bekommen.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-strobl-will-bundeswehr-in-fluechtlingskrise-einsetzen-a-1055691.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-strobl-will-bundeswehr-in-fluechtlingskrise-einsetzen-a-1055691.html)
Zitat
Die Deutsche Polizeigewerkschaft warnt davor, dass die Lage in den Flüchtlingsunterkünften außer Kontrolle gerät.
http://www.welt.de/politik/article146732114/Gezielte-und-gut-vorbereitete-Auseinandersetzungen.html (http://www.welt.de/politik/article146732114/Gezielte-und-gut-vorbereitete-Auseinandersetzungen.html)
Zitat
Polizei gewerkschafts-Chef warnt
Wendt: Flüchtlinge könnten sich zu Clans zusammenschließen
http://www.focus.de/politik/deutschland/das-hat-man-bereits-in-hamburg-gesehen-dpolg-chef-wendt-warnt-kaempfe-zwischen-fluechtlingen-koennten-sich-auf-die-strasse-verlagern_id_4987746.html (http://www.focus.de/politik/deutschland/das-hat-man-bereits-in-hamburg-gesehen-dpolg-chef-wendt-warnt-kaempfe-zwischen-fluechtlingen-koennten-sich-auf-die-strasse-verlagern_id_4987746.html)
Zitat
Es schließen sich Gruppen nach Ethnien, nach Religion oder Clan-Strukturen zusammen und gehen mit Messern und selbstgebastelten Waffen aufeinander los", sagte der Polizeigewerkschafter der PNP. Es würden religiös und politisch motivierte Konflikte und Kämpfe um die Vorherrschaft ausgetragen.
http://www.pnp.de/nachrichten/politik/1821864_Knallharte-kriminelle-Strukturen-in-Fluechtlingsheimen.html (http://www.pnp.de/nachrichten/politik/1821864_Knallharte-kriminelle-Strukturen-in-Fluechtlingsheimen.html)
Zitat
Wendt [Bundesvorsitzender der Polizeigewerkschaft] sprach von einer brandgefährlichen Rechtslage. „Die Nachsicht von Politik und Justiz wird unter den Tätern als Ermunterung und Einladung verstanden, weitere Straftaten zu begehen. Und wenn sie dadurch im Asylverfahren sogar noch begünstigt werden, hat das mit Rechtsstaatlichkeit nichts mehr zu tun, es ist ein Stück aus dem politischen Tollhaus dieser Tage“, sagte er.
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/kriminelle-fluechtlinge-polizeigewerkschaft-warnt-vor-selbstjustiz-gegen-asylbewerber/12385768.html (http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/kriminelle-fluechtlinge-polizeigewerkschaft-warnt-vor-selbstjustiz-gegen-asylbewerber/12385768.html)
Zitat
CSU erwägt Aufnahmestopp für Flüchtlinge
http://www.sueddeutsche.de/bayern/fluechtlinge-csu-erwaegt-aufnahmestopp-fuer-fluechtlinge-1.2669729 (http://www.sueddeutsche.de/bayern/fluechtlinge-csu-erwaegt-aufnahmestopp-fuer-fluechtlinge-1.2669729)
Zitat
Söder fordert Einschränkung des Asylrechts
In einem Gastbeitrag für die F.A.Z. plädiert er für eine Verfassungsänderung.
http://www.faz.net/aktuell/politik/europaeische-union/fluechtlingskrise-soeder-fordert-einschraenkung-des-asylrechts-13793604.html (http://www.faz.net/aktuell/politik/europaeische-union/fluechtlingskrise-soeder-fordert-einschraenkung-des-asylrechts-13793604.html)
Zitat
Söder schließt Zäune an deutschen Grenzen nicht aus
http://www.sueddeutsche.de/bayern/fluechtlinge-soeder-schliesst-zaeune-an-deutschen-grenzen-nicht-aus-1.2673488 (http://www.sueddeutsche.de/bayern/fluechtlinge-soeder-schliesst-zaeune-an-deutschen-grenzen-nicht-aus-1.2673488)
Zitat
De Maizière: "Bis zum Sommer waren die Flüchtlinge dankbar, bei uns zu sein.""Jetzt gibt es schon viele Flüchtlinge, die glauben, sie können sich selbst irgendwohin zuweisen." "Sie bestellen sich ein Taxi, haben erstaunlicherweise das Geld, um Hunderte von Kilometern durch Deutschland zu fahren." "Sie streiken, weil ihnen die Unterkunft nicht gefällt, sie machen Ärger, weil ihnen das Essen nicht gefällt …" "Sie prügeln in Asylbewerbereinrichtungen."
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-10/de-maiziere-fluechtlinge-zdf (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-10/de-maiziere-fluechtlinge-zdf)
Zitat
„Wer vollziehbar ausreisepflichtig ist, hat keinen Anspruch mehr auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz“, erklärte de Maizière
http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/asyldebatte-seehofer-attackiert-merkel-abermals-13833633.html (http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/asyldebatte-seehofer-attackiert-merkel-abermals-13833633.html)
Zitat
Gabriel zur Flüchtlingskrise: "Wir nähern uns den Grenzen unserer Möglichkeiten"
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sigmar-gabriel-zur-fluechtlingskrise-belastungsgrenze-bald-erreicht-a-1055747.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sigmar-gabriel-zur-fluechtlingskrise-belastungsgrenze-bald-erreicht-a-1055747.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 12:35:46 So. 04.Oktober 2015
Zitat
Brand an Flüchtlingsunterkunft

In Thüringen hat es an einer bewohnten Flüchtlingsunterkunft gebrannt. Das berichtet MDR THÜRINGEN unter Berufung auf die Polizei. Demnach zündeten in der Nacht zum Sonntag Unbekannte an einer Turnhalle in Friemar im Landkreis Gotha mehrere mobile Toiletten an, die unmittelbar an der Halle standen. Das Feuer habe dann die Fassade der Turnhalle erfasst, in der zehn Flüchtlinge schliefen, sechs Kinder und vier Erwachsene. Es sei gegen 1:30 Uhr in der Nacht gemeldet worden, die Feuerwehr habe es schnell löschen können. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen. Die zehn Asylbewerber wurden der Polizei zufolge noch in der Nacht in eine andere Unterkunft im Landkreis Gotha verlegt.

http://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/brand-in-fluechtlingsunterkunft-gelegt100.html (http://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/brand-in-fluechtlingsunterkunft-gelegt100.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 09:55:30 Mo. 05.Oktober 2015
Zitat
Dieser Minister ist widerlich

Klären wir erst einmal das Wesentliche: Was Thomas de Maizière am Donnerstag zum Thema „Dankbarkeit“ und Benehmen geflüchteter Menschen von sich gegeben hat, ist widerlich, niederträchtig, verlogen, arrogant, menschenfeindlich, ressentimentgeladen und so dumm, dass man sich damit eigentlich nicht weiter beschäftigen möchte.

Geht aber nicht. Denn de Maizière ist ja nicht irgendein Pegida-Vollpfosten oder anonymer PI-News-Kommentator. Er ist noch nicht einmal CSU-Chef. Wie auch immer es dazu kommen konnte, der Mann ist amtierender Bundesinnenminister, zuständig für die Sicherheit aller in Deutschland lebenden Menschen.

Schon qua Amt sollte ihm also aufgefallen sein, dass nahezu jeden Tag in Deutschland Flüchtlinge angegriffen werden. Und zwar nicht, weil sie durch ihr Verhalten provozieren. Sondern weil die Angreifer genau den Mist im Kopf haben, dem de Maizière am Donnerstag das Wort redete.

„Jetzt gibt es schon viele Flüchtlinge, die glauben, sie können sich selbst irgendwohin zuweisen“, empört sich der Minister. Na sowas, sie kümmern sich um ihr eigenes Schicksal! Wo kommen wir da nur hin! „Sie gehen aus Einrichtungen raus, sie bestellen sich ein Taxi, haben erstaunlicherweise das Geld, um Hunderte von Kilometern durch Deutschland zu fahren.“ Woher zum Teufel, haben die Geld? Wir erklären andauernd, dass es sich bei „einem Großteil“ um Armuts- und Wirtschaftsflüchtlinge handelt, und die fahren einfach Taxi? Das muss geklaut sein, da haben wir‘s.
Wie kommen diese Leute dazu?

Und wie kommen diese Leute überhaupt dazu, nicht dankbar die Massenunterkunft für 1.000 Geflüchtete, ohne Privatsphäre, mit 30 Duschen und schlechtem Essen zu akzeptieren, sondern sich einfach selbstständig etwas besseres zu suchen?

Machen ja nicht alle, möchte man de Maizière beruhigen, die meisten bleiben brav, wo der deutsche Staat sie hinbringt, und manche versuchen sogar, sich dort für bessere Bedingungen einzusetzen. Ach, das hat der Minister auch schon gemerkt: „Sie streiken, weil ihnen die Unterkunft nicht gefällt, sie machen Ärger, weil ihnen das Essen nicht gefällt.“ Ist also auch nicht recht.

Eine „Ankommenskultur“ fordert De Maizière: Die Flüchtlinge hätten die deutschen Rechtsnormen und Werte zu akzeptieren, sagt er im Bundestag mit besorgtem Oberlehrerblick.

Das ist ungefähr so, wie wenn sich jemand hinstellt und fordert, in deutschen Sternerestaurants müsse gefälligst mit Messer und Gabel gegessen werden. „Jawoll!“ möchte man rufen – bis man kurz überlegt und merkt, dass es dort eigentlich meist recht gesittet zugeht. Jedenfalls merken das die, die es sich leisten können, in Sternerestaurants zu essen. Bei allen anderen bleibt hängen, dass es dort offenbar Zustände herrschen wie bei Hempels unterm Sofa.

Und was sind denn bitte die deutschen Werte und Rechtsordnung? Richtig, zum Beispiel die Verfassung. Artikel 1: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Wer in den letzten Wochen auch nur einen einzigen Tag lang beobachtet hat, wie das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales die Registrierung von Flüchtlingen (nicht) organisiert, gerät bei diesem Artikel in hysterisches Kreischen.

Oder Artikel 5: Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. „Lügenpresse auf die Fresse“ brüllen jene, die sich durch de Maizières Äußerungen bestärkt fühlen, zuletzt am Mittwoch Abend in Erfurt, wo dann gleich noch im Anschluss an die AfD-Kundgebung Gegendemonstranten von Nazis durch die Straßen geprügelt wurden. Mit Vorsatz übrigens, nicht aus einem Lagerkoller heraus, wie die Streits in manchen Flüchtlingsunterkünften entstehen.
Mitläufer de Maizière

Aber es nutzt nichts, de Maizière zu widerlegen. Der Mann hat zwar keine Doktorarbeit abgeschrieben, aber er ist ja trotzdem nicht dumm. Er weiß, was er tut.

Er ist Teil jener, die ein Gespür dafür haben, dass die Stimmung in Deutschland zuungunsten der Kanzlerin und vor allem der Flüchtlinge kippen könnte. Und da will er dabei sein und auch gern ein bisschen mithelfen.

Die Vorschläge aus seinem Haus – strengere Sicherung der EU-Grenzen, Verlängerung des Aufenthalts in Erstaufnahmestellen auf sechs Monate, Asylschnellverfahren an den Außengrenzen – bedeuten tatsächliche Eingriffe in die deutschen Verfassungsrechte, gravierende Menschenrechtsverletzungen bzw. erschweren jegliche Integrationsbemühungen. Sie schaffen jene Probleme, deren Existenz dann wieder besorgt beklagt und wiederum gegen die Flüchtlinge eingesetzt wird.

Eigentlich müsste ein deutscher Innenminister den Rechtsstaat gegen den Mob verteidigen und nicht andersherum. De Maizière aber zündelt. Die Kanzlerin müsste ihn eher heute als morgen hinauswerfen. Macht sie aber nicht. Da ist zu viel Angst vor den rechten Dumpfköppen – auf der Straße und in der eigenen Koalition.

Und tatsächlich ist diese Angst, anders als jene vor geflüchteten Menschen, nur allzu berechtigt.
http://www.taz.de/Kommentar-de-Maiziere-zu-Fluechtlingen/ (http://www.taz.de/Kommentar-de-Maiziere-zu-Fluechtlingen/)!5238323/
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 12:58:28 Mo. 05.Oktober 2015
Zitat
Geplante Flüchtlingsunterkunft abgebrannt
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Geplante-Fluechtlingsunterkunft-abgebrannt,brand4038.html (http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Geplante-Fluechtlingsunterkunft-abgebrannt,brand4038.html)


Zitat
In mehreren Flüchtlingsunterkünften in NRW hat es am Wochenende gebrannt. In einem Fall handelte es sich wohl um Brandstifung, in den anderen Fällen laufen die Ermittlungen noch. Das und mehr in unserem Logbuch "Fluchtort NRW".
http://www1.wdr.de/themen/politik/fluechtlinge/logbuch-fluchtort-nrw-120.html (http://www1.wdr.de/themen/politik/fluechtlinge/logbuch-fluchtort-nrw-120.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 18:22:36 Mo. 05.Oktober 2015
Wo wir grade bei faschistischen Anschlägen sind:

Zitat
Angriffsversuch auf Hausprojekt in Dresden Übigau
https://linksunten.indymedia.org/de/node/154888

Zitat
Brandanschlag auf die Liebig34
https://linksunten.indymedia.org/de/node/154884

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:24:47 Di. 06.Oktober 2015
Zitat
BERLIN
(Eigener Bericht) - Im deutschen Polit-Establishment wird die Forderung nach einem "Aufnahmestopp" für Flüchtlinge immer lauter. Schon seit Tagen verlangen immer mehr ranghohe Politiker aus den Unionsparteien, die Grenzen für Flüchtlinge zu schließen. Am Wochenende hat sich auch der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion für einen "Aufnahmestopp" ausgesprochen und erklärt, es gebe "Grenzen der Aufnahmekapazität". Führende Medien publizieren Beiträge, in denen ein prominenter Historiker besorgt fragt, ob "wirklich keine Analphabeten", sondern nur nützliche "Ärzte und Ingenieure" in die Bundesrepublik kämen, oder in denen ein Schriftsteller vor einer "Flutung des Landes mit Fremden" warnt. Derartige Äußerungen werden von Demonstranten, die gegen Flüchtlinge protestieren, mit Genugtuung rezipiert. Allein am Wochenende gingen fast zehntausend Personen im Bundesland Sachsen gegen Flüchtlinge auf die Straßen. Die rassistische Gewalt nimmt weiter zu; die Zahl der Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte liegt bei über 60 seit Anfang 2015. Am gestrigen Montag wurde der erste tote Flüchtling in einem brennenden Flüchtlingsheim gefunden; Brand- und Todesursache war den Behörden zufolge noch unklar. Der Europarat warnt vor der Zunahme von Rassismus in Deutschland.
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59218 (http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59218)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Schluepferstuermer am 12:24:47 Mi. 07.Oktober 2015
Ich "verstehe" diese Propaganda gegen die Flüchtlinge nicht.

Wir könnten sogar 20 Millionen oder mehr aufnehmen. Kein Problem.

Natürlich sollen die Behörden, wie jetzt, nicht so Planlos agieren.
Aber dazu brauch es auch einen Paradigmenwechsel in den Behörden.
Das ist aber bei diesen verkrusteten Nazi-Apparaten nicht möglich.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: dagobert am 12:39:21 Mi. 07.Oktober 2015
Ich "verstehe" diese Propaganda gegen die Flüchtlinge nicht.
Kleiner Denkanstoss aus nem anderen Thread  ;):
DH, durch sein "Aholen wo sie stehen" (also potentielle Wähler) hat er lediglich die Lage komplett Lösungsfrei verschärft, aber immerhin weiter von den eigentlichen Problemen (TTIP, Lobbyismus usw) abgelenkt.
http://www.chefduzen.de/index.php?topic=15620.msg310511#msg310511 (http://www.chefduzen.de/index.php?topic=15620.msg310511#msg310511)

Das ist zwar mit Sicherheit nicht die ganze Erklärung, aber doch ein wichtiger Teil davon.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Just B U am 12:49:42 Mi. 07.Oktober 2015
Zitat
Ausgelagert

06.10.2015
ANKARA/BRÜSSEL
(Eigener Bericht) - Berlin und die EU bereiten sich auf den Bau von Lagern für Flüchtlinge in der Türkei vor. Entsprechende Pläne sind am gestrigen Montag bei einem Treffen des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan mit der EU-Spitze in Brüssel besprochen worden.

Demnach ist die EU bereit, bis zu einer Milliarde Euro für den Bau von sechs Lagern in der Türkei zu zahlen, in denen Flüchtlinge vorzugsweise aus Syrien festgesetzt werden sollen. Kern der Gesamtplanung ist das Vorhaben, gemeinsame griechisch-türkische Patrouillen unter Aufsicht der EU-Grenzabschottungsbehörde Frontex im Mittelmeer Flüchtlinge aufgreifen zu lassen, um sie direkt zurück in die Türkei zu deportieren. Auf diese Weise soll jegliche Flucht über die Türkei in die EU unmöglich gemacht werden. Allerdings ist es dazu unumgänglich, die Türkei trotz des neu entflammten Bürgerkriegs zum "sicheren Drittstaat" zu erklären.


(...)

weite (via NDS)r:  http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59217 (http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59217)


dazu:

Zitat
Zynisches Geschäft mit Erdogan

Türkischer Präsident in Brüssel empfangen. EU braucht Ankara für weitere Abschottung Europas

Es sind grausame Bilder: Ein Fahrzeug des türkischen Militärs schleift einen gefesselten jungen Mann durch die Straßen von Sirnak. Wie die kurdische Nachrichtenagentur ANF berichtete, soll es sich bei dem Opfer um den 24jährigen Haci Lokman Birlik gehandelt haben, der am Freitag von Soldaten hingerichtet worden sei. Birlik war demnach bei einem Angriff der Armee auf Sirnak verwundet worden. Die Soldaten erschossen ihn, sprangen auf seinen Kopf und banden ihn schließlich an ihren Lastwagen.

Der Chef der prokurdischen Partei HDP, Selahattin Demirtas, machte die Regierung in Ankara direkt für das Verbrechen verantwortlich. ANF zitierte ihn am Montag mit den Worten: »Wenn sie das mit einem Toten machen – was würden sie einem Lebenden antun!« Auch Parlamentsabgeordnete der deutschen Linkspartei verurteilten am Montag die grausame Tat: »Die Weisung für eine derartige Zuspitzung des Konflikts kommt von Staatspräsident Erdogan. Die Bundesregierung und die EU sind gefordert, endlich Konsequenzen zu ziehen.«
Doch die EU-Kommission will die Türkei weiter zu einem »sicheren Herkunftsland« erklären. Das hatte sie schon Anfang September per Pressemitteilung angekündigt. Am Montag wurde nun Recep Tayyip Erdogan in Brüssel empfangen.

Quelle (NDS): https://www.jungewelt.de/2015/10-06/053.php (https://www.jungewelt.de/2015/10-06/053.php)



[quote] Flüchtlinge : Trugbild mit Merkel
 Von Stephan Hebel
Gauck und Merkel bei der Einheitsfeier in Frankfurt.  Foto: dpa

Angela Merkel und Joachim Gauck reden schöne Worte von der lohnenden Anstrengung, die Flüchtlingsaufnahme anständig zu bewältigen. Aber durch die Hintertür betreiben sie das Gegenteil. Ein Kommentar.

Die Paarung des Monats: Auf der guten Seite Kanzlerin Angela Merkel (total!) und Bundespräsident Joachim Gauck (ein bisschen). Das Traumduo der Politik gewordenen Willkommenskultur. Auf der bösen Seite: die CSU und an ihrer Seite neuerdings die SPD. Das sind diejenigen, die das Ende der deutschen Aufnahmefähigkeit für Flüchtlinge beklagen – so laut, als wollten sie den Teufel an alle verfügbaren Wände malen.

Entspräche das von vielen Medien gezeichnete Bild der Wirklichkeit – es wäre schlimm genug. Und man müsste Angela Merkel wünschen, ihren zunehmend herbeigeredeten Existenzkampf um das weltoffene Deutschland und die eigene politische Zukunft zu gewinnen.

Aber ganz so ist es eben nicht: Merkel wie Gauck haben am Wochenende der Einheitsfeiern wieder eine stärkere „Sicherung der europäischen Außengrenzen“ verlangt. Das ist eine neutral klingende Umschreibung des Versuchs, die Nutzung des Asylrechts schon weit vor den deutschen Grenzen zu unterbinden. Und es war Merkels Regierung, die die Rechte von Flüchtlingen gerade wieder eingeschränkt hat.

Ja, sie reden auch schöne Worte von der großen, aber lohnenden Anstrengung, die Flüchtlingsaufnahme anständig zu bewältigen. Aber durch die Hintertür betreiben sie gleichzeitig das Gegenteil.

[/quote]

http://www.fr-online.de/kommentare/fluechtlinge--trugbild-mit-merkel,31705342,32083678.html (http://www.fr-online.de/kommentare/fluechtlinge--trugbild-mit-merkel,31705342,32083678.html)


Genau so,... von Anfang an nur Lügen und Verarsche....
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 08:42:10 Do. 08.Oktober 2015
Zitat
Feuer in Asylbewerberheim
http://www.sueddeutsche.de/bayern/ingolstadt-feuer-in-asylbewerberheim-1.2682790 (http://www.sueddeutsche.de/bayern/ingolstadt-feuer-in-asylbewerberheim-1.2682790)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 10:55:45 Do. 08.Oktober 2015
Daß das bedrohlich doof dumpfe gesellschaftliche Klima nun auch einen organisatorischen Überbau kriegt, ist wirklich gefährlich.

Zitat
AfD-Demo in Erfurt
8.000 „Aber-Nazis“ unterwegs

Was für Dresden Pegida ist, scheinen in Erfurt die Demonstrationen der AfD zu sein. Tausende protestierten gegen die Flüchtlingspolitik.
http://www.taz.de/AfD-Demo-in-Erfurt/ (http://www.taz.de/AfD-Demo-in-Erfurt/)!5240338/
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: dagobert am 00:24:49 Fr. 09.Oktober 2015
Zitat
NDR veralbert Pegida-Demonstranten: Facebook kocht
http://derstandard.at/2000023393267/NDR-veralbert-Pegida-Demonstranten-Facebook-kocht (http://derstandard.at/2000023393267/NDR-veralbert-Pegida-Demonstranten-Facebook-kocht)

Was auf Fakebook los ist weiß ich nicht, aber das Video ist klasse!  ;D
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 07:43:51 Fr. 09.Oktober 2015
Danke für den Hinweis.
http://youtu.be/bOn0oRiY4wQ (http://youtu.be/bOn0oRiY4wQ)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Tiefrot am 12:42:05 Fr. 09.Oktober 2015
Herrlich !  ;D
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 17:10:58 Fr. 09.Oktober 2015
Zitat
Pegida Nürnberg? LÄUFT NICHT AM SAMSTAG 24.10.!

14.10. 14 Uhr: Pegida Nürnberg? LÄUFT NICHT AM SAMSTAG 24.10.! Ort: Wird noch bekannt gegeben. Wird durch Bündnis Nazistopp angemeldet werden.

BitteTEILEN & kräftig Freundinnen und Freunde EINLADEN!

Die Bemühungen von Pegida Nürnberg Anmelder Gernot Tegetmeyer werden immer verzweifelter, Menschen zur Nazi- und RassistInnen Veranstaltung in Nürnberg zu gewinnen. Zum Neustart in den dunklen Herbst trauten sich nur ganze 80 „gefährliche Bürger“ heraus auf den Nürnberger Jakobsplatz. Bürger Nürnbergs? Nun, Anmelder Tegetmeyer lebt in Fürth, Co-Organisator Enriko K. in Georgensgmünd im Landkreis Roth. Einzig Co-Organisatorin Kareen W. scheint wirklich in Nürnberg zu leben. So wie die VeranstalterInnen, so auch die MitmarschiererInnen! Die NürnbergerInnen dürften dort fast an einer Hand abzählbar gewesen sein.

Die Verquickung von Pegida Nürnberg & München – Wer ist Teil der „Terroristischen Vereinigung“?

Die Technik, die Plakate, die Transparente werden von Pegida München geliefert. Eine mehrköpfige Delegation des Pegida München Führungskaders nimmt regelmäßig an den Pegida Nürnberg Aufmärschen teil. Gegen ein Vorstandsmitglied von Pegida München wird wegen Bildung einer „terroristischen Vereinigung“ ermittelt. Falls es eine solche rechtsterroristische Vereinigung geben sollte, fordern wir die Nürnberger Behörden auf, die einzelnen Pegida Nürnberg TeilnehmerInnen bezüglich einer Mitgliedschaft in dieser terroristischen Vereinigung zu überprüfen. Alle Pegida Nürnberg TeilnehmerInnen werden regelmäßig auf Foto und Video gebannt. Aufgrund der geringen TeilnehmerInnenzahl sollte eine schnelle und unkomplizierte Überprüfung problemlos möglich sein! Es kann nicht sein, dass heute, 2015, bekannte Rechtsterroristen öffentlich in der Stadt der ehemaligen Reichsparteitage aufmarschieren!

Weite Anreise für Großteil der Pegida Nürnberg Nazis & RassistInnen!

Weitere TeilnehmerInnen bei Pegida Nürnberg kommen aus ganz Mittelfranken, Oberfranken, der Oberpfalz bis hin zu Baden Württemberg und Hessen. Um die Menge der „Schlechtmenschen“ zu mehren, wird nun ein Marsch an einem Samstagnachmittag versucht. Dabei scheut doch der westdeutsche Pegidist ebenso wie ein Vampir das Licht so wie der Teufel das Weihwasser. Keine guten Voraussetzungen für einen kraftvollen Aufmarsch.

Enge Zusammenarbeit zwischen Pegida Nürnberg und Nazipartei „Die Rechte“?

Schon des Öfteren wurde Meldungen des Neonaziportals „Dortmund Echo“, das Sprachohr des Dortmunder Ablegers von „Die Rechte“, von Pegida Nürnberg geteilt. Siehe z.B. https://www.facebook.com/NOnueglda/photos/a.617683995026035.1073741827.617680711693030/758516100942823/?type=3 (https://www.facebook.com/NOnueglda/photos/a.617683995026035.1073741827.617680711693030/758516100942823/?type=3) Im März redete ein vermeintlicher Russe bei Pegida Nürnberg, der im September ein Transparent von „Die Rechte Nürnberg“ bei deren Parteikundgebung neben der Lorenzkirche hielt. Die Übereinstimmung ist inzwischen geklärt. https://www.facebook.com/NOnueglda/posts/758688460925587 (https://www.facebook.com/NOnueglda/posts/758688460925587) Inzwischen postet Pegida Nürnberg Anmelder Tegetmeyer auf seiner Politikerseite einen Link von nordbayern.de über eine Auseinandersetzung zwischen Neonazis und linke DemokratInnen, zwischen „Gutmenschen“ und „Schlechtmenschen“. Pegida Nürnberg selbst postete denselben Artikel mit einem Text von der Facebook Seite „Die Rechte Nürnberg“, ohne deren Text zu teilen, d.h. als eigenen Text. In dem Text ist in der Wir-Form die Rede von „unsere Partei“. Gemeint ist „Die Rechte“. D.h. mindestens für den postenden Admin scheint die Nazipartei „Die Rechte“, seine Partei zu sein. https://www.facebook.com/NOnueglda/photos/a.617683995026035.1073741827.617680711693030/761514560642977/?type=3 (https://www.facebook.com/NOnueglda/photos/a.617683995026035.1073741827.617680711693030/761514560642977/?type=3) Tegetmeyer selbst geht inzwischen auf Distanz zu „Die Rechte“.

Zu dumm zum Planen – Wie Pegida Nürnberg eine Demo über die Nürnberger Fischtage plant & scheitert! Dumm – Dümmer – Pegida!

Zur gleichen Zeit wie die Nürnberger Fischtage am Jakobsplatz meldet Gernot Tegetmeyer für selbigen Platz den Start und Endpunkt eines Marsches von Pegida Nürnberg an. Bei Nichtgenehmigung drohte er in seiner letzten Rede zu klagen! https://www.facebook.com/NOnueglda/photos/a.617683995026035.1073741827.617680711693030/761290657332034/?type=3 (https://www.facebook.com/NOnueglda/photos/a.617683995026035.1073741827.617680711693030/761290657332034/?type=3) Ob die Händler dabei Verlust Einfahren oder nicht scheint den immer weiter abdriftenden Politaktivisten nicht zu interessieren. Sollten sie sich zwischen die Fischerbuden wagen, dürften sie dort statt Applaus eher den Beifall fliegender toter Fische erwarten dürfen! Jeder Sänger im Seemannschor dürfte sich auch die Haare raufen über die Version der Deutschen Nationalhymne, die bei Pegida Nürnberg aus den Kehlen schallt! Am 1. Oktober hörte sich deren Gesang jedenfalls eher nach einer verballhornenden Punkversion an! https://www.facebook.com/NOnueglda/photos/a.617683995026035.1073741827.617680711693030/760846067376493/?type=3 (https://www.facebook.com/NOnueglda/photos/a.617683995026035.1073741827.617680711693030/760846067376493/?type=3)

Jetzt stellt sich uns die Frage: Wurde der Fischmarkt gar schon letzten Herbst geplant, um einen Aufmarsch von Pegida Nürnberg dieses Jahr am Jakobsplatz am 24.10. zu verhindern? Ist das Ganze ebenso eine Verschwörung der #Volksfahrräder und der #Lügenpresse wie die #Mondlandung, die #Chemtrails oder die #Reichsflugscheiben der #HohlenErde? Sind die Fische der Fischtage gar RassistInnen fressende Reptiloide, die Pegida Nürnberg den Garaus machen sollen? Das alles und noch viel mehr können wir alle zusammen erleben und sehen, am 24. Oktober, um 14 Uhr nahe des neuen Kundgebungsortes von Pegida Nürnberg (wird noch bekannt gegeben!). Bring alles mit, was Laut ist und Krach macht! Zeigen wir Pegida Nürnberg, was Nürnberg ist bunt bedeutet: Jeder bringt einen Menschen und einen Reptiloiden mit! Wir sagen nicht nur #refugeeswelcome wir sagen auch #alienswelcome – aber #pegidistenNotWelcome!

Bildquelle: http://buntesamt.blogspot.de/ (http://buntesamt.blogspot.de/)…/10/wir-sind-das-packchen.html

https://www.facebook.com/events/757852237693784/ (https://www.facebook.com/events/757852237693784/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Nikita am 18:44:35 Mo. 12.Oktober 2015
Tilo Jung fragt auf der Bundespressekonferenz, ob die Flüchtlingsunterkünfte winterfest sind.

Zitat
Realsatire: Die Bundesregierung hat noch letzte Woche versprochen, dass alle Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland winterfest sein werden "bis es kalt wird". Nun ist es kalt, der Winter ist da und die Bundesregierung weiß nicht, ob, wie versprochen, alle Flüchtlingsunterkünfte winterfest sind...

Ausschnitt aus der BPK vom 12. Oktober 2015 (Link folgt)
https://www.youtube.com/watch?v=QJ85x6PuGmM (https://www.youtube.com/watch?v=QJ85x6PuGmM)

Die Regierung mauert und erklärt die Info für vertraulich.
Dr. Johannes Dimroth, Sprecher des Bundesinnenministeriums,  ist so überfordert, dass er den gleichen Satz wiederholt bis Tilo Jung aufhört zu fragen.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: admin am 19:30:43 Mo. 12.Oktober 2015
Zitat
Dem stern liegen exklusiv Zahlen der Bundesregierung vor. Sie zeigen, wie sehr die rechte Gewalt zunimmt. Rechte Parteien spornen Brandstifter und Schläger an.
http://www.stern.de/investigativ/anschlaege-gegen-fluechtlinge--mindestens-30-angriffe-auf-asylunterkuenfte-in-diesem-jahr-6484644.html (http://www.stern.de/investigativ/anschlaege-gegen-fluechtlinge--mindestens-30-angriffe-auf-asylunterkuenfte-in-diesem-jahr-6484644.html)
Zitat
500 Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland: So lautet die erschreckende Bilanz des Jahres 2015.
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Geplante-Notunterkunft-in-Boizenburg-in-Flammen,brand4082.html (https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Geplante-Notunterkunft-in-Boizenburg-in-Flammen,brand4082.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 20:15:05 Di. 13.Oktober 2015
Zitat
Zunahme der Gewalt:
Fast 50 rechte Straftaten pro Tag

Die Zahl rechter Straftaten steigt in Deutschland rasant an. Allein im August waren es 1450 - das sind 300 mehr als im Vormonat.


Brennende Asylbewerberheime, rechte Parolen an Flüchtlingsunterkünften, verprügelte Schutzsuchende: All dies ist inzwischen in Deutschland wieder alltäglich. Die Zahl rechter Straftaten in Deutschland hat erneut zugenommen. Die Polizei hat allein im August gut 1450 solcher Delikte festgestellt - das sind fast 50 pro Tag. Diese Angaben veröffentlichte das Innenministerium am Dienstag auf Anfrage von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau von der Linken.

Mehr als 600 der Straftaten hatten demnach einen fremdenfeindlichen Hintergrund, 100 waren Gewaltdelikte. Damit sei der bisherige Jahreshöchstwert von knapp 1150 rechts motivierten Straftaten im Juli überschritten.

Die Linke gab die Zahl der entsprechenden Delikte im ersten Halbjahr 2015 unter Berufung auf das Innenministerium mit insgesamt gut 8100 an - darunter 518 Gewalttaten. Knapp 400 Menschen seien dabei verletzt worden. Die meisten Gewaltdelikte, insgesamt 319 mit 244 Verletzten, waren fremdenfeindlich motiviert, erklärte das Innenministerium.

Den Angaben zufolge gab es allein im August 62 Verletzte. Die Zahlen stellten aber noch "keine abschließende Statistik dar", sondern könnten sich aufgrund von Nachmeldungen noch "teilweise erheblich" erhöhen.

Laut "Tagesspiegel" wurden in den ersten sechs Monaten des Vorjahres knapp 7000 rechts motivierte Delikte registriert. Dabei hätten die Behörden 315 Gewalttaten mit knapp 280 Verletzten gezählt.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/statistik-zahl-rechter-straftaten-in-deutschland-gestiegen-a-1057650.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/statistik-zahl-rechter-straftaten-in-deutschland-gestiegen-a-1057650.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Nikita am 21:58:36 Di. 13.Oktober 2015
Dann wird der Innenminister ja bald wieder eine Pressekonferenz zu Links-(!)Terrorismus abhalten.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 07:09:51 Mi. 14.Oktober 2015
Ja, und die ganzen islamistischen Anschläge jeden Tag!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 09:49:41 Do. 15.Oktober 2015
Zitat
Dachauer Tafel will Flüchtlingen kein Essen geben

  • Die Dachauer Tafel will an Flüchtlinge keine Lebensmittel ausgeben - sie sollten lernen, mit ihrem Geld umzugehen, sagt der BRK-Kreisvorsitzende. Die Leiterin spricht von schlechten Erfahrungen mit "Migranten und Moslems".
  • Die Landesgeschäftsstelle des Roten Kreuzes verteidigt die Absage hingegen und warnt vor einer Benachteiligung einheimischer Bedürftiger.

Vergangene Woche war bekannt geworden, dass Asylbewerber bei der Dachauer Tafel keine Lebensmittel holen können, weil sie die dafür benötigten Ausweise nicht bekommen. Diese Entscheidung haben die Mitarbeiter der Tafel gemeinsam mit dem CSU-Landtagsabgeordneten Bernhard Seidenath gefällt, ohne dass bisher nur ein einziger Asylbewerber zur Tafel gekommen ist.
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/asylbewerber-dachauer-tafel-will-fluechtlingen-kein-essen-geben-1.2688652 (http://www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/asylbewerber-dachauer-tafel-will-fluechtlingen-kein-essen-geben-1.2688652)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 10:08:04 Do. 15.Oktober 2015
Sie vergewaltigen unsere Frauen, nehmen uns unsere heiligen Arbeitsplätze und jetzt nehmen sie uns unsere knappen Lebensmittel.

Morgen sind wir dann  wieder über die wachsende Fremdenfeindlichkeit empört, woher kommt die nur bei so viel Aufklärung?
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 11:31:15 Do. 15.Oktober 2015
Der Rassismus ist etabliert und institutionalisiert.
Er ist Teil der Politik der sogenannten großen Volksparteien. Angeblich kommt der Druck und Ruck nach rechts von "der Basis".

Zitat
Wegen Flüchtlingspolitik
Magdeburger Bürgermeister verlässt die SPD

Er will sich in der Flüchtlingskrise "nicht den Mund verbieten" lassen.


Der Kommunalpolitiker - seit 2001 im Amt und seit 1990 SPD-Mitglied - hatte sich zuletzt für eine Begrenzung der Flüchtlingszahlen ausgesprochen und Äußerungen der SPD-Landesspitze zu dem Thema als realitätsfern kritisiert.
http://www.tagesspiegel.de/politik/wegen-fluechtlingspolitik-magdeburger-buergermeister-verlaesst-die-spd/12452540.html (http://www.tagesspiegel.de/politik/wegen-fluechtlingspolitik-magdeburger-buergermeister-verlaesst-die-spd/12452540.html)

Zitat
Vorwürfe, Ängste, Horrorszenarien: Beim Auftritt an der ostdeutschen CDU-Basis muss sich Angela Merkel zum Teil scharfe Kritik an ihrer Flüchtlingspolitik anhören.

(http://cdn2.spiegel.de/images/image-909105-panoV9free-jilx.jpg)

Ein CDU-Mitglied erklärt am Saalmikrofon, man sei doch gekommen, um Klartext zu reden. Los geht's:

  • Viele könnten Merkels Leitsatz "Wir schaffen das" nicht mehr hören, sagt der Mann. Er fordert eine Obergrenze für die Flüchtlingsaufnahme im Grundgesetz. "Wenn Sie meinen, dass das nicht politisch umsetzbar ist, dann muss ich an Ihrer Politikfähigkeit zweifeln."
  • Ein Christdemokrat wirft Merkel vor: "Sie haben die Schleusen geöffnet." Er habe Angst, "dass der Staat kapituliert, dass das ganz böse Folgen hat für meine Kinder und Kindeskinder" und fordert von Merkel: "Machen Sie die Grenzen dicht!"
  • Michael Weickert, CDU-Stadtrat in Leipzig: "Viele bei uns sagen, die Merkel-CDU ist nicht mehr unsere CDU."
  • Ein anderer trägt besonders dick auf, ruft den "nationalen Notstand" aus. "Sie haben als Regierungschefin versagt." Mit christlicher Nächstenliebe allein lasse sich keine staatliche Ordnung erhalten. "Wenn wir den Prozess nicht stoppen, wird Deutschland in eine nationale Katastrophe schlittern."
  • Der ehemalige Landtagsabgeordnete Volker Schimpff warnt: "Der Souverän ist nicht dumm." Bevor sich das Volk verändern solle, müsse man erst einmal das Volk fragen, ob es das überhaupt wolle.
  • Manfred Kolbe, bis 2013 für die CDU im Bundestag, nennt die Bekämpfung der Fluchtursachen eine "Illusion". Merkel solle "ihren Fehler korrigieren", alle Flüchtlinge nach Deutschland einzuladen. "Zu mir sagen immer mehr Bürger: Das ist nicht mehr meine Kanzlerin."
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/merkel-an-der-cdu-basis-in-sachsen-sie-haben-versagt-a-1057858.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/merkel-an-der-cdu-basis-in-sachsen-sie-haben-versagt-a-1057858.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:54:51 Sa. 17.Oktober 2015
Zitat
Attacke auf Kölner OB-Kandidatin: Täter handelte aus Fremdenhass
http://www.n-tv.de/politik/Taeter-handelte-aus-Fremdenhass-article16156951.html (http://www.n-tv.de/politik/Taeter-handelte-aus-Fremdenhass-article16156951.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 09:42:17 So. 18.Oktober 2015
(http://cdn2.spiegel.de/images/image-908969-galleryV9-atnm.jpg)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 20:24:13 Do. 22.Oktober 2015
Zitat
Ausländerfeindliche Attacke in NRW
Mann sticht Albaner nieder

Erst beschimpfte er ihn als "Ausländerschwein", dann zückte er ein Messer: In Nordrhein-Westfalen hat ein 52-Jähriger auf einen Albaner eingestochen.
http://www.sueddeutsche.de/politik/auslaenderfeindliche-attacke-in-nrw-mann-sticht-albaner-nieder-1.2704658 (http://www.sueddeutsche.de/politik/auslaenderfeindliche-attacke-in-nrw-mann-sticht-albaner-nieder-1.2704658)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 17:00:57 Fr. 23.Oktober 2015
NEURECHTE AFD UND NEONAZIS VON DIE RECHTE STOPPEN – SAMSTAG 24.10. 10 UHR HALLPLATZ / Kornmarkt NÜRNBERG

Diesen Samstag wird um 11 Uhr einer der größten Naziaufmärsche der letzten Jahre in Nürnberg stattfinden. Die Neurechte AfD ruft zur Demonstration! Angekündigt hatten sich Mitglieder und Anhänger der Neonazipartei "Die Rechte". Einige von ihnen wie der Nürnberger Nügida Initiator Dan Eising wurden im Rahmen einer Razzia gegen eine mutmußliche kriminelle Vereinigung mit rechtsterroristischen Zieln am 21.10. festgenommen. Wir erwarten einige Hundert TeilnehmerInnen - darunter zahlreiche Stiefelnazis und Nazihools. Überlassen wir den Nazis und den Neurechten nicht die Straße! Durch den AfD Marsch bedingt ist die TeilnehmerInnenzahl bei Pegida Nürnberg auf inzwischen über 130 hochgeschnellt. Vor allem bayernweit mobilisierende Neonaziorganisationen dürften beide Kundgebungen als einen willkommenen Anlass zu einer Reise in die Stadt der Reichsparteitage sehen. Machen wir den 24.10. zum Nürnberger Aktionstag gegen Rechts! Raus auf die Straße! 14 UHR
https://www.facebook.com/events/1659048914363255/ (https://www.facebook.com/events/1659048914363255/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 19:58:34 Fr. 23.Oktober 2015
Zitat
Razzia gegen Neonazis in Mittel- und Oberfranken:  „Wir fordern Verbot des 1. Mai Marsches 2016 von „Die Rechte“ durch Nürnberg! ‪#‎Rechtsterroristenstoppen
 
Unter dem Verdacht der „kriminellen Vereinigung“ sowie womöglicher geplanter Bombenattentate auf  bewohnte Flüchtlingsunterkünfte wurde die stellvertretende bayerische Landesvorsitzende von „Die Rechte Bayern“ Nadine H. am 21.10.15 in Bamberg festgenommen. Der Landesverband Bayern will am 1. Mai 2016 eine Demonstration auf den Spuren der Nazis durch Nürnberg veranstalten. Angekündigt als Rednerin ist die bekannte Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck. Da der Charakter von „Die Rechte“ in Richtung Terrororganisation auch in Bayern immer deutlicher zu Tage tritt, fordern wir sowohl ein Verbot dieser Veranstaltung als auch der Nazipartei „Die Rechte“.
 
Von Anfang an haben wir den Nürnberger Pegida Ableger „Nügida“ als „Nazigida“ bezeichnet. Getragen wurde diese Gruppierung von dem stadtbekannten Nürnberger Neonazi Rainer Biller sowie dem am 21.10. im Rahmen einer großangelegten Razzia in Ober- und Mittelfranken festgenommenen Dan Eising. „Nügida“ selbst benannte sich von einiger Zeit auf Facebook in „Nügida in die Rechte Nürnberg“ um, um dann vor einigen Wochen vollkommen zu verschwinden. Mit dem Verschwinden der „Nügida-Seite“ erhielt die Seite von „Die Rechte Nürnberg“ einen Zuwachs von gut 2.000 Likes, was der Anzahl der „gefällt mir“ Angaben von „Nügida“ entsprach. D.h. die beiden Seiten „Nügida“ und „Die Rechte Nürnberg“ wurden zusammengeführt und werden nun unter dem Logo der Nazipartei weiterbetrieben.
 
VertreterInnen von „Die Rechte“ nahmen sowohl an Aufmärschen von Pegida Nürnberg teil als auch an AfD Veranstaltungen. Dan Eising, Thomas R. und Alexander P. waren am 12. September Teilnehmer einer AfD-Veranstaltung mit Parteivize Gauland in Nürnberg (https://www.facebook.com/NOnueglda/posts/757261807734919 (https://www.facebook.com/NOnueglda/posts/757261807734919)). Eisung und andere AnhängerInnen von „Die Rechte“ haben auf der Facebookveranstaltung der AfD Nürnberg ihre Teilnahme an der Kundgebung der AfD diesen Samstag um 10 Uhr am Hallplatz mit dem NPD-Scharnier Höcke zugesagt.
 
Wir rufen alle Menschen auf, sich am Nürnberger Aktionstag gegen rechts zu beteiligen. Um 10 Uhr auf die Straße am Kornmarkt gegen den Aufmarsch der AfD um 11 Uhr am Hallplatz. NOpegida Nürnberg heißt es um 14 Uhr am Rathenauplatz. Nürnberg ist bunt nicht braun! Bring alles mit was laut ist! Zeigt eure Meinung auf  Plakaten und Transparenten auf den Marschrouten!
 
Unsere aktuellen Meldungen und Informationen:
Facebook: https://www.facebook.com/NOnueglda (https://www.facebook.com/NOnueglda)
Twitter: https://twitter.com/NOnuegida (https://twitter.com/NOnuegida)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 13:45:15 Mo. 26.Oktober 2015
Zitat
Polizei muss Flüchtlinge schützen
Hunderte Menschen haben im sächsischen Freiberg Busse mit durchreisenden Flüchtlingen angegriffen. Die Polizei musste diese mit einem Großaufgebot schützen. Sie sollten von Bayern aus auf Unterkünfte in Sachsen verteilt werden.
http://www.tagesschau.de/inland/freiberg-101.html (http://www.tagesschau.de/inland/freiberg-101.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Onkel Tom am 15:08:51 Mo. 26.Oktober 2015
A Ja, da haben wir es ja schon  >:(

Angriffe auf den Flüchtlingsrouten wurden vom BKA als Beichspiele dargestellt.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 18:39:19 Di. 27.Oktober 2015
Die HALLOWEEN PARTY mit HERZ - NOPEGIDA NÜRNBERG 31.10. 14:30h Weißer Turm

Bitte kräftig TEILEN & FREUNDiNNEN einladen!

Demonstration gegen Rechtsterroristinnen, Neonazis & RassistInnen! Treiben wir die bösen Geister mit Action und Krach aus unserer Stadt! Feiern wir die größte Straßenhalloween Party Nürnbergs!
Pegida Nürnberg radikalisiert sich zunehmend – so wie andere Pegida Ableger auch. Die Nürnberger haben enge Verbindungen zu Pegida München. Gegen ein Mitglied dieser Vereinigung laufen Ermittlungen wegen Beteiligung an einer Rechtsterroristischen Vereinigung. Enger Kontakt besteht zum verurteilten Rechtsterroristen Martin Wiese. Den ersten Marsch in Nürnberg richteten Tegetmeyer, Stürzenberger & Co. zusammen mit Dan Eising – einem führenden Mitglied des Nürnberger Kreisverbandes der Neonazi Partei die Rechte – aus. Bei Eising fand wie bei vielen andere Beteiligten an der 1. Nürnberger Pegida Demonstration – u.a. Ordner – am 21.10. eine Razzia statt wegen der Vermutung der Bildung einer Kriminellen Vereinigung. Die Gruppe steht im Verdacht, Bombenanschläge gegen Bewohnte Flüchtlingsunterkünfte geplant zu haben. Dies zeigt auf, es sind gefährliche Bürger, es sind im Gegensatz zu uns, die wir als Gutmenschen verschimpft werden, wirkliche und reale Schlechtmenschen bis hin zu Rechtsterroristen, die sich unter dem Deckmantel der vermeintlichen Bürgerlichkeit und Besorgnis auf die Straße wagen. Es sind Menschen, die sich teils in Tradition der Kreuzritter oder des Rechtsterroristen und Massenmörder Breivik sehen, die Hass, Hetze und Unsicherheit auf Nürnbergs Straßen tragen wollen! Setzen wir ein eindeutiges Zeichen: Nürnberg ist bunt! Nürnberg ist laut! Nürnberg überlässt seine Straßen keinem rechten Terrormob! Angemeldet vom Nürnberger Bündnis Nazistopp

https://www.facebook.com/events/893935373988225/ (https://www.facebook.com/events/893935373988225/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: hege am 16:55:48 Do. 29.Oktober 2015
Flüchtlinge:


Heute versuchen Hunderttausende Migranten ohne sich zu integrieren,,,
xxxxxxxx
Diese selbstzerstörerische Bunkermentalität wird Deutschland in den Abgrund treiben.
xxxxx
Nächstes mal wenn ich in den Schengenraum einreise und mich jemand kontrollieren will, sage ich nur noch: "Meinen Ausweis wollt ihr sehen? Was fällt euch ein? Ich bin Flüchtling und eure Chefin Merkel hat mich eingeladen! Ach, die Einladung und den Freifahrtschein gilt für mich nicht?"

Watn Dreck!

admin
  

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 17:09:06 Do. 29.Oktober 2015
Ja unerhört oder! Das Dreckspack!
Was fällt denen eigentlich ein, einfach so vor Krieg und Elend zu flüchten! Sowas sollte verboten werden und zwar sofort!
Und dann dürfen die hier einfach so zu Fuß reinkommen, ohne vorher am Flughafen einchecken zu müssen. Das geht einfach nicht. Da braucht es Ordnung und Zucht!
Was sind denn das für Zustände? Keine ordentlichen Passkontrollen auf den Schlepperbooten? Das versteht der ordentliche Deutsche nicht!
Die sollen sich gefälligst vorher ein Visum besorgen, so wie die Waffenfirmen sich vorher eine Ausfuhrgenehmigung besorgen müssen, bevor sie irgendwelche Länder beliefern...ach nee müssen die ja nicht.... aber Firmen wie Bayer und BASF müssen sich eine Ausfuhrgenehmigung besorgen, wenn sie Komponenten an Syrien liefern wollen, aus denen man Giftgas herstellen kann...ach nee, auch nicht.
Egal, die wollen uns alle nur unsere Gartenzwerge wegnehmen und unsere Frauen, wenn die erst gemerkt haben, was für verdammt kleine Pimmel deutsche Männer haben!
*Heul! Buhhuuu! Schluchts!*
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: schwarzrot am 17:18:29 Do. 29.Oktober 2015
Was? Du und 'hege' haben kleine pimmel?!  ;D

Und 'hege': zweimal den selben text posten (foren fluten) mögen wir hier gar nicht! Genauso wie reaktionäre texte.
http://www.chefduzen.de/index.php?topic=27428.msg311423#msg311423 (http://www.chefduzen.de/index.php?topic=27428.msg311423#msg311423)
http://www.chefduzen.de/index.php?topic=28405.msg311421#msg311421 (http://www.chefduzen.de/index.php?topic=28405.msg311421#msg311421)
Ausserdem hast du den selben absatz dann im posting auch noch zweimal kopiert. Warst wohl ziemlich aufgeregt beim copy&paste?

Wenn ich nun noch diese ergüsse auf Ndp-, Afd, oder naziseiten finde, dann schonmal tschüß.  :)
Mal schauen...

Ah, da kommts her:
http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2015/10/der-gesetzesbruch-wegen-der.html (http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2015/10/der-gesetzesbruch-wegen-der.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 17:25:56 Do. 29.Oktober 2015
@hege:
Wenn Du schon zu blöd bist, eigene Texte zu verfassen, dann Kennzeichne diese wenigstens mit einer Quellenangabe!
Geklaut hier:
http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2015/10/der-gesetzesbruch-wegen-der.html (http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2015/10/der-gesetzesbruch-wegen-der.html)

Zu dieser Seite:
https://www.psiram.com/ge/index.php/Alles_Schall_und_Rauch (https://www.psiram.com/ge/index.php/Alles_Schall_und_Rauch)

Du verbreitest hier also rechten Verschwörungsdreck vom allerfeinsten!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Just B U am 19:11:57 Do. 29.Oktober 2015
Aus der Rubrik:

"Hätten Sie's gedacht?

Man und Frau höre lese und staune:"



Zitat
27.10.2015
Tachertinger Ratsmitglied verlässt CSU: Asylpolitik nicht christsozial

von Thomas Thois

[size=11t]"Der CSU ist das Christliche und Soziale abhanden gekommen": Gemeinderat Tobias Gerauer ist aus der Partei ausgetreten, weil er deren Flüchtlingspolitik der CSU für verfehlt und populistisch hält. − Foto: privat/dpa

Finanzminister Wolfgang Schäuble schätzt die Stimmung an der CDU/CSU-Basis als "dramatisch" ein. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer sieht gar die Existenz der Union bedroht, wenn die Asylpolitik nicht korrigiert wird. Doch dass in der Zerreißprobe, vor die die Flüchtlingskrise die Partei stellt, eine Kurskorrektur nicht automatisch einen Rechtsruck bedeuten muss, zeigt ein Beispiel aus Tacherting. Dort hat Gemeinderat Tobias Gerauer sein Parteibuch zurückgegeben, weil er es für "brandgefährlich" hält, wie die CSU-Spitze in der Flüchtlingsfrage agiert, wie sie "in rechten Gewässern fischt" und der Partei "das Christliche und das Soziale, das sie im Namen trägt, abhanden gekommen ist".

Die CSU biete keine Lösungen an, sondern gieße nur Öl ins Feuer, sagt der Steuerberater. "Es bringt nichts, Zäune oder Transitlager an der Grenze aufzubauen." Dass sich Flüchtlinge nicht durch Zäune aufhalten lassen, habe man in Ungarn gesehen. Die Menschen in ohnehin schon überforderte Länder wie Italien und Griechenland abzuschieben, nur weil das Dublin-Verfahren das so vorsehe, sei der falsche Weg. Hier müsse Deutschland als starker europäischer Partner den Druck von diesen Ländern nehmen und mit gutem Beispiel vorangehen. "Nur wenn die Regierung eine einheitliche Meinung vertritt, lassen sich auch osteuropäische Länder überzeugen und Nationen wie Großbritannien und die USA, die eine große Mitschuld an der derzeitigen Situation tragen, in die Verantwortung nehmen."

In Gerauers Augen schüren die populistische Tonart, die die CSU anschlage, und der Versuch, die Zuwanderungshürden zu erhöhen, die Ängste bei den Bürgern. "Und es ist auch unsinnig, Obergrenzen festzulegen. Wenn dann doch 500.000 Menschen mehr als festgelegt auf ihr Grundrecht auf Asyl pochen, können wir diese auch nicht einfach in ihre von Krieg, Unterdrückung und Armut geplagten Heimatländer zurückschicken."
[/size]

http://www.heimatzeitung.de/lokales/landkreis_traunstein/1852126_Tachertinger-Ratsmitglied-verlaesst-CSU-Asylpolitik-nicht-christsozial.html (http://www.heimatzeitung.de/lokales/landkreis_traunstein/1852126_Tachertinger-Ratsmitglied-verlaesst-CSU-Asylpolitik-nicht-christsozial.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 14:33:24 Mi. 04.November 2015
Deutschland erlebt eine Welle der politisch motivierten Gewalt. Flüchtlinge werden überfallen, ehrenamtliche Helfer angegriffen, Polizisten, Politiker und Journalisten attackiert. Ein Überblick:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-liste-fremdenfeindlicher-gewalt-a-1060847.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-liste-fremdenfeindlicher-gewalt-a-1060847.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 18:15:21 Fr. 06.November 2015
25. NONAZI KUNDGEBUNG 2015 IN NÜRNBERG - NOPEGIDA!
Donnerstag 19.11.18:15h U-Bahn Wöhrder Wiese
Mit Liedermacher Werner Lutz & Unterstützung und einer Rede von Günter Pierdzig (VVN-BdA Bamberg und Nordbayerische Bündnisse gegen Rechts
VeranstalterIn im Rahmen des Rotationsprinzips: ver.di

Bitte Veranstaltung TEILEN & FREUNDiNNEN einladen!

Die antisemitische Nazi & RassistInnentruppe von Pegida Nürnberg will mal wieder über die Stolpersteine marschieren. Am 26. März verlachten sie eine Angehörige mit Musik, die auf der Gegenkundgebung ihrer ermordeten und verschleppten Großeltern gedachte, an die mit Stolpersteinen in der Theodorstr. gedacht wird!

Liebe AnwohnerInnen und Anwohner: Gestaltet eure Straßen mit Plakaten, Transparenten, lauter Musik und allem, was euch einfällt!
Bringt alles mit, was laut ist und Krach macht! Das Nürnberger NOpegida Krachorchester treibt die Nazis aus unserer Stadt! Nie wieder Pegida!

Danke an alle - die auf der einen oder anderen NOnazi-Veranstaltung dieses Jahr waren. Danke an alle, die auch diesen Donnerstag wieder gegen Pegida Nürnberg auf die Strasse gehen!

https://www.facebook.com/events/1044501662268442/ (https://www.facebook.com/events/1044501662268442/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 18:39:58 Fr. 06.November 2015
Zitat
Nürnberg, 7. November: Nazi-Veranstaltung am Hauptmarkt, dem früheren Adolf-Hitler-Platz? Wie wird die Stadt agieren? - Stadt verbietet! - Verwaltungsgericht Ansbach: Nazis dürfen auf den ehemaligen Adolf-Hitler-Platz (November 2015)
- mehrfach aktualisiert -

Für kommenden Samstag, den 7. November haben der Nügida- und "Die Rechte"-Aktivist Rainer Biller sowie der "Die Rechte"-Funktionär Philipp Hasselbach von 17 Uhr bis 19.30 Uhr eine Kundgebung am Nürnberger Hauptmarkt angemeldet. Motto: "Überfremdung stoppen, Fluchtursachen bekämpfen". Mit Blick auf die historische Belastung des Platzes als Nazi-Aufmarschort, als Ort der Bücherverbrennung, aber auch als Ort der Vertreibung und Ermordung der Nürnberger Jüdinnen und Juden im Jahr 1349, haben wir die Stadt Nürnberg aufgefordert, alle Möglichkeiten zur Verhinderung der Nazi-Hetze am oder auf dem Hauptmarkt auszuschöpfen.

Verbotsforderungen an die Adresse des Ordnungsamtes kommen nun auch aus der SPD (Nürnberger Nachrichten, Printausgabe 4.11.15). "Ich erwarte vom Ordnungsamt, dass es diese Kundgebung verbietet", so die SPD-Stadträtin Gabriele Penzkofer-Röhrl. Wie die in Sachen Naziverbote traditionell herumeiernden und nicht selten komplett versagenden Nürnberger Behörden, mithin die Stadtspitze, agieren, wird sich zeigen. Falls nicht per Verbot eingegriffen wird, wird sich eine überregionale Blamage der "Stadt des Friedens und der Menschenrechte" nicht vermeiden lassen. Denn: Hinter dem juristischen Agieren stehen in letzter Instanz politische Positionen.

Wir melden dieses Mal keine Gegenkundgebung an und sehen die Stadt am Zug. Dass es auch anders geht, zeigt zum wiederholten Mal München. Dort hat das zuständige Kreisverwaltungsreferat einen Pegida-Marsch zur Feldherrnhalle am 9. November verboten (Süddeutsche Zeitung, 5.11.15).

Update 1: Die Stadt Nürnberg hat die Kundgebung der "Rechten" am Hauptmarkt verboten. In der Begründung heißt es unter anderem, es bestünden "zeitliche, personelle und thematische Zusammenhänge" mit der jüngst aufgeflogenen Bombenlegertruppe, die Anschläge auf Flüchtlingsheime und einen Studententreffpunkt geplant haben soll. In einer Presseerklärung der Stadt (5.11.15) heißt es zudem, es bestehe die "unmittelbare Gefahr, dass die Versammlung eine kriminelle Vereinigung und deren Anschlagsvorhaben und Gewalttaten unterstützt und Sympathisanten hierfür mobilisieren und rekrutieren will". Auch der historische Kontext (Hauptmarkt als historischer NS-Aufmarschplatz) wird erwähnt.

Update 2: Am Freitagmittag klagten die Neonazis vor dem Verwaltungsgericht Ansbach gegen das städtische Verbot und bekamen Recht (Stand 6.11.15, 18 Uhr). Das heißt, die Nazis dürfen auf den ehemaligen Adolf-Hitler-Platz. Das VG habe dem Vernehmen nach die von der Stadt Nürnberg vorgebrachten Gründe abgelehnt (dennoch war das Verbot politisch richtig) und macht den Weg für die radikalen Nazis frei. Hinter der abstrakten Juristerei versteckt sich der in Teilen des Staatsapparates zu beobachtende Unwille, gegen Nazis und radikale RassistInnen entschieden vorzugehen.

(Stand 6.11.15)

Quelle:  Bündnis Nazistopp (https://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Just B U am 13:57:09 Mo. 09.November 2015
Zitat
Pegida und Flüchtlingsandrang


Kanada warnt vor Reisen nach Ostdeutschland


 Dietmar Neuere, r30.09.2015

Kanada sorgt sich um seine Bürger. Eine Reisewarnung der Regierung sorgt in Sachsen für Empörung.

Berlin.
Die Regierung in Kanada hat eine Reisewarnung für Ostdeutschland herausgegeben. Darin ist die Rede von extremistischen Jugendbanden, die in Teilen Ostdeutschlands eine Bedrohung darstellten. Mitglieder solcher Gangs seien bekannt dafür, Personen wegen ihrer Rasse oder ihres ausländischen Aussehens zu belästigen oder direkt zu attackieren. Auch habe es schon Brandanschläge auf parkende Fahrzeuge gegeben.

In den Hinweisen wird auch vor Demonstrationen gewarnt, die „plötzlich“ in gewalttätige Auseinandersetzungen umschlagen können. „Meiden Sie alle Demonstrationen und Großveranstaltungen, befolgen Sie die Hinweise der Behörden und verfolgen sie die Berichterstattung in lokalen Medien.“

Die Regierung weist zudem auf einen „signifikanten Anstieg“ der Zahl von Migranten und Flüchtlingen in Europa hin. Einige Länder, darunter auch Deutschland, hätten bereits Störungen im Personenzugverkehr gemeldet. Auch Fährhäfen und Bahnhöfe seien betroffen. Große Verzögerungen gebe es auch an den Grenzübergängen.

Hunderttausende von Flüchtlingen werden dieses Jahr in Deutschland Asyl beantragen. Was denken sie? Was wollen sie? Weil die Neuankömmlinge noch immer vielsprachig sprachlos sind, will das Handelsblatt ihnen eine Stimme geben: Auf 50 Seiten sprechen und schreiben Künstler und Unternehmer, Schriftsteller, Ärzte und Ingenieure, Männer und Frauen aus Afghanistan, Iran und und Irak, Syrien, Eritrea aber auch dem Kosovo über Merkel und Europa, Heidenau und das Schleppergeschäft, ihre Schicksale und ihre Träume – aber auch die Sorgen der Deutschen, mit denen sie nun konfrontiert werden.

Die Situation stelle auch ein Nährboden für Demonstrationen dar, die in gewalttätige Auseinandersetzungen münden könnten - vor allem an Bahnhöfen und anderen Verkehrsknotenpunkten. „Wenn Sie in der Region unterwegs sind, informieren sie sich in den lokalen Nachrichten und befolgen Sie die Hinweise der lokalen Behörden, und kontaktieren Sie Ihren Reiseveranstalter, um zu klären, ob Ihre Reise beeinträchtigt werden könnte“, heißt es in dem Hinweis der Regierung.

Die Sachsen-CDU reagiert empört auf die Reisewarnung. „Das entspricht nicht der Realität und ist extrem rufschädigend“, sagte der Generalsekretär der sächsischen CDU und Vize-Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Michael Kretschmer, dem Handelsblatt. „Deutschland muss dieser Beurteilung entschieden entgegen treten.“

Der Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz kritisierte die Warnung als zu pauschal und undifferenziert. „Aber eines stimmt: Rechtsextreme, Rassisten und Nazis agieren nicht nur verwerflich, sie schaden Deutschland“, sagte von Notz dem Handelsblatt. „Man sieht, dass es für unser Land sehr wichtig ist, sich gesamtgesellschaftlich und mit aller Kraft und Entschiedenheit dem Rassismus und der rechter Gewalt entgegenzustellen, ob sie nun in Ost- oder Westdeutschland auftritt.“

Erst vor zwei Wochen warnten auch die USA ihre Bürger vor Behinderungen bei der Ein- und Ausreise nach Deutschland wegen der Flüchtlingskrise. In einer Mitteilung der US-Botschaft in Berlin wurde darauf verwiesen, dass zusätzliche Kontrollpunkte errichtet und Grenzübergänge auch vorübergehend geschlossen werden könnten. Auf Straßen und Schienen sei auch kurzfristig eine Unterbrechung des Verkehrs möglich. „Dies könnte Verzögerungen und Unannehmlichkeiten für Reisende mit sich bringen, die Deutschland per Bus, Auto oder Zug betreten oder verlassen wollen.“ Die Botschaft empfahl deshalb, die Verkehrsnachrichten aufmerksam zu verfolgen und über Ausweichstrecken oder andere Transportmittel nachzudenken.

Die Warnung aus Kanada konkret für Ostdeutschland kommt nicht von ungefähr. Die ausländerfeindliche Pegida-Bewegung verzeichnet in Dresden in Sachsen weiter Zulauf. Kurz vor dem ersten Jahrestag ihrer Gründung Mitte Oktober brachten die selbst ernannten Patrioten gegen die Islamisierung des Abendlandes am Montagabend nach Schätzungen von dpa-Reportern etwa 10.000 Menschen auf die Straße
.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/pegida-und-fluechtlingsandrang-kanada-warnt-vor-reisen-nach-ostdeutschland/12388274.html (http://www.handelsblatt.com/politik/international/pegida-und-fluechtlingsandrang-kanada-warnt-vor-reisen-nach-ostdeutschland/12388274.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 16:06:05 Mo. 09.November 2015
Selbst wenn es stimmen sollte, daß in Ostdeutschland der Rassismus etwas verbreiteter wäre als im Westen, halte ich den Fingerzeig nach Osten für falsch und bewußt von den Medien vorangetrieben.

Die rechten Einpeitscher der höheren Ebene kommen aus dem Westen, De Maizière, Schäuble, Frauke Petri, Stefan Herre (PI-News) oder Elsässer rühren die Propagandatrommel für die sozial Abgehängten.

Es ist dem DGB gelungen das Lohngefälle zwischen Ost und West aufrecht zu erhalten. Wenn man sich nicht darum kümmert, daß die soziale Situation der Menschen dort verbessert wird und versucht Kämpfe in dieser Richtung zu organisieren, werden aus unterbelichteten und verwirrten Prolls bald aufrechte und organisierte Faschisten.

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Onkel Tom am 08:07:27 Di. 10.November 2015
Man, da hattu wahr. Selbst in der sooo weltoffenen Stadt Hamburg durfte ich erleben,
was Sache ist. Dazu habe ich ein Thread mit der Überschrift "Flüchtlinge ansperchen
verboten !!" gestartet. Ich gehe davon aus, das dies in ein Verfahren mündet, was mir
auch sehr entgegen kommt  ;D
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Just B U am 11:03:29 Di. 10.November 2015
Wißt Ihr, mir gehts hier nicht um Ost-, West-, Nord- oder Süddeutschland...sondern einfach darum, das diesem Land endlich so nach und nach die schöngefärbte Maske vom Gesicht gerissen wird.
Auf die dieses Land sich so viel einbildet...

Dazu gehört z. B.  auch, dass ich mich freue darüber, dass solche ungeheuerlichen  Tatsachen wie die "Saubermann-und-Aushängeschild" VW Korruptions-Skandal ans Licht kommen, ebenso wie endlich OFFIZIELL die oberkoruppte FIFA und deren koruppte -seit jahrzehnten währende- Machenschaften (hoffentlich) aufgedeckt werden...

Weiter so....alles demontieren, alles ans Licht!

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 10:27:39 So. 22.November 2015
(http://cdn4.spiegel.de/images/image-924743-galleryV9-qdfh-924743.jpg)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 12:04:20 Di. 24.November 2015
Zitat
Brand in Woldegk: Staatsschutz ermittelt
http://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Brand-in-Woldegk-Staatsschutz-ermittelt,brand4174.html (http://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Brand-in-Woldegk-Staatsschutz-ermittelt,brand4174.html)

Ahh, jetzt wird hoffentlich wegen des Verdachts auf einen terroritischen Anschlag ermittelt!
Zitat
Ob das Haus gezielt in Brand gesteckt wurde, weil dort auch Flüchtlinge wohnen, ist laut Polizei noch unklar. Sie ermittelt wegen gefährlicher Brandstiftung.
Oder vielleicht auch nicht! >:(
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Just B U am 19:29:35 Mi. 25.November 2015
Und wieder einmal mehrt sich meine Verachtung für dieses Land, bzw. für Teile der Bevölkerung und "Politik"....

Meine Hochachtung vor dem Intendanten und den Sängern!
Gute Idee!
Weiter so!
 ;D


Zitat
24. November 2015

AfD-Kundgebung in Mainz

Staatstheater übertönt AfD mit Beethoven - Polizei erstattet Anzeige



120 Mitarbeiter des Mainzer Staatstheaters singen während einer AfD-Kundgebung "Ode an die Freude" - und das sehr laut.
Ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz?

Von Esther Widmann

Die Polizei hat Strafanzeige gegen das Staatstheater Mainz erstattet - wegen Störung einer AfD-Demonstration. 120 Mitarbeiter des Theaters hatten am vergangenen Samstag im Foyer des Gebäudes Beethovens "Ode an die Freude" gesungen, während die "Alternative für Deutschland" draußen eine Kundgebung unter dem Motto "Gegen das Asylchaos" abhielt.

Etwa 300 AfD-Anhänger standen vor der Bühne, die vor dem Staatstheater auf dem zentralen Gutenbergplatz, schräg gegenüber des Doms, aufgebaut war. Die Fenster waren geöffnet, Verstärker oder Lautsprecher nach draußen gab es nicht - die waren auf Anweisung der Polizei abgebaut. Trotzdem war der Gesang draußen so laut, dass die AfD ihre Reden unterbrechen musste.

"Das ist ein formaler Verstoß, das ist ganz klar geregelt", sagt eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Mainz. Nach Paragraph 21 des Versammlungsgesetzes wird, wer "in der Absicht, nichtverbotene Versammlungen oder Aufzüge zu verhindern oder zu sprengen grobe Störungen verursacht, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft." Die Sänger seien drei- oder viermal von der Polizei angesprochen und verwarnt worden, was ihnen drohe. Sie hätten weitergemacht, also habe die Polizei Anzeige erstattet.
Der Intendant steht zu seiner Idee

"Wenn man dafür eine Anzeige bekommt, dann ist das eben so", sagt Intendant Markus Müller. Die Aktion war seine Idee. In einer Hausmail lud er die Belegschaft ein, die "besonderen akustischen Gegebenheiten des Foyers auszutesten", und zwar bei einer Probe des berühmten Schlusschores aus Beethovens 9. Symphonie. "Alle Menschen werden Brüder", heißt es darin in den Worten Friedrich Schillers.

Müller wehrt sich gegen Vorwürfe, die Aktion sei "undemokratisch" gewesen. Zwischen den mehrfachen Wiederholungen des Stücks hätten die Sänger jeweils eine Viertelstunde Pause gemacht, sagt er: "Auf der Versammlung konnte jeder sagen, was er wollte. Wir wollten sie auch nicht unmöglich machen, sondern nur stören - aber nicht grob stören." Unkommentiert könne man aber die Thesen, die die AfD vertrete, nicht stehen lassen - und im Falle eines Theaters habe die Kommentierung natürlich auf "theatrale Weise" zu erfolgen.

Andere Gegendemonstranten versuchten, den Zugang zu dem Platz zu blockieren. Darüber, ob auch sie strafrechtlich belangt werden sollen, konnte die Polizei keine Auskunft geben.


http://www.sueddeutsche.de/politik/afd-kundgebung-in-mainz-staatstheater-uebertoent-afd-mit-beethoven-polizei-erstattet-anzeige-1.2752198?utm_campaign=socialflow&utm_medium=social (http://www.sueddeutsche.de/politik/afd-kundgebung-in-mainz-staatstheater-uebertoent-afd-mit-beethoven-polizei-erstattet-anzeige-1.2752198?utm_campaign=socialflow&utm_medium=social)


Der Vorwurf die Aktion sei "un-demokratisch" gewesen ist schon hart an der Grenze des Irrsinns wie ich finde!
Was ist denn dann eine "Pegida- oder AFD-Kundgebung" ? ? ?
Bringen die Idioten dort nur ihre "demokratischen Ansichten und Einstellungen" vor?
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 20:00:02 Mi. 25.November 2015
Nur schade, daß wir in einem Land mit rechtsgerichteten Behörden leben.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:03:50 Mi. 16.Dezember 2015
Zitat
Großfeuer zerstört Flüchtlingsunterkunft: Feuerwehr findet Leiche
Kreis Harburg -In der Nacht auf Mittwoch zerstörte ein Großfeuer eine Flüchtlingsunterkunft in Klecken (Kreis Harburg). Ein Bewohner wird derzeit noch vermisst, im Haus fanden Einsatzkräfte der Feuerwehr einen Toten.
http://www.mopo.de/umland/klecken-grossfeuer-zerstoert-fluechtlingsunterkunft--feuerwehr-findet-leiche-23235226 (http://www.mopo.de/umland/klecken-grossfeuer-zerstoert-fluechtlingsunterkunft--feuerwehr-findet-leiche-23235226)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:32:23 Do. 24.Dezember 2015
Zitat
Ausländerfeindliches Motiv möglich: Menschen nach Brandanschlägen verletzt
http://www.n-tv.de/politik/Menschen-nach-Brandanschlaegen-verletzt-article16639111.html (http://www.n-tv.de/politik/Menschen-nach-Brandanschlaegen-verletzt-article16639111.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 12:01:17 Do. 24.Dezember 2015
"möglich", "kann nicht ausgeschlossen werden" oder noch besser und besonders eifrig "politischer Hintergrund wird ausgeschlossen", was muß noch passieren, Bekennerschreiben die nicht schnell genug geschreddert werden?

Rechtsterrorismus passiert erstmal nur vielleicht, es gibt also noch so etwas wie ein Unschuldsvermutung wenn es den Strafverfolgunsbehörden bzw. der Politik gerade passt.

Jeden Tag brennt irgendwo in Deutschland eine Asylbewerberunterkunft und es wird verzweifelt an nichrassistischen Gründen gebastelt.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 12:49:13 Do. 24.Dezember 2015
Danke Troll! Es ist Dir auch aufgefallen!
Das gleiche Spiel hatten wir in den 90ern auch schon mal.
Da waren es dann plötzlich die eigenen Bewohner, die das Haus angesteckt haben sollen (Jahre später kam raus, das es doch Nazis waren) oder "unpolitische Einzeltäter".
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: dagobert am 19:19:40 Do. 24.Dezember 2015
Jeden Tag brennt irgendwo in Deutschland eine Asylbewerberunterkunft und es wird verzweifelt an nichrassistischen Gründen gebastelt.
Da war einem kalt und deshalb hat er ein kleines Feuerchen gemacht um sich zu wärmen.
Und weil er gesehen hat dass andere auch frieren hat er in seiner christlich-sozialen Nächstenliebe das Feuer etwas größer werden lassen.

Rassisitisch motivierte Brandstiftung? Gibt es nicht, wir sind hier schließlich in Deutschland, welches vor einigen Jahrzehnten Millionen Soldaten losgeschickt hat um andere Länder kennen zu lernen.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 11:03:15 Fr. 25.Dezember 2015
Zitat
Feuer in Neubau für Flüchtlingsheim
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/brandstiftung-in-schwaebisch-gmuend-vermutet-feuer-in-geplantem-fluechtlingsheim/-/id=1622/did=16713188/nid=1622/1dq477b/index.html (http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/brandstiftung-in-schwaebisch-gmuend-vermutet-feuer-in-geplantem-fluechtlingsheim/-/id=1622/did=16713188/nid=1622/1dq477b/index.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 16:12:20 Mo. 28.Dezember 2015
Zitat
Angriffe auf Wohnungen von Asylbewerbern in Guben
  http://www.rbb-online.de/politik/thema/fluechtlinge/brandenburg/2015/12/angriff-auf-wohnung-asylbewerber-guben.html (http://www.rbb-online.de/politik/thema/fluechtlinge/brandenburg/2015/12/angriff-auf-wohnung-asylbewerber-guben.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 14:18:49 Mo. 04.Januar 2016
Zitat
Verletzter in hessischer Unterkunft: Syrer berichtet von fünf Schüssen
http://www.n-tv.de/politik/Syrer-berichtet-von-fuenf-Schuessen-article16686696.html (http://www.n-tv.de/politik/Syrer-berichtet-von-fuenf-Schuessen-article16686696.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 13:38:23 Di. 05.Januar 2016
Zitat
Brand in Flüchtlingsheim in Gleidingen
Unbekannte haben am frühen Silvestermorgen versucht, ein Feuer in dem Flüchtlingswohnheim an der Hildesheimer Straße zu legen. Gegen 3.50 Uhr bemerkte eine Nachbarin die Flammen in einem Kellerschacht des ehemaligen Hotels und alarmierte die Feuerwehr.
http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Region/Laatzen/Nachrichten/Die-Polizei-geht-nach-einem-Brand-an-einem-Fluechtlingsheim-in-Gleidingen-am-Silvestermorgen-von-Brandstifung-aus (http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Region/Laatzen/Nachrichten/Die-Polizei-geht-nach-einem-Brand-an-einem-Fluechtlingsheim-in-Gleidingen-am-Silvestermorgen-von-Brandstifung-aus)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 16:47:36 Fr. 08.Januar 2016
Pegida Nürnberg? Läuft nicht am 16.1.2016!
13:30 Uhr HERZ SCHLÄGT HASS! Weißer Turm Nürnberg

Bitte TEILEN & FREUNDiNNEN EINLADEN!

Samstag 16. Januar will Pegida Nürnberg zum 1. Mal in diesem Jahr durch die Nürnberger Innenstadt marschieren! Wir sagen: „Es reicht!“ Wir sagen: „2016: Herz schlägt Hass“ Gehen wir alle gemeinsam auf die Straße und zeigen den Nazis und RassistInnen von Pegida Nürnberg, dass sie in unserer Stadt nicht erwünscht sind! Flüchtlinge sind willkommen – Pegida Nürnberg nicht! Pegida Nürnberg will mit ihrer Route wiede die halbe Innenstadt lahmlegen: Jakobsplatz - Kornmarkt - Grasersgasse - Frauentorgraben - Plärrer - Ludwigstraße - Jakobsplatz. Die Gegenveranstaltung ist wie bei jedem Pegida Aufmarschversuch angemeldet. Bringt alles mit, was laut ist und Kracht macht! Das NOnügida Krachorchester spielt auf!

https://www.facebook.com/events/1097218796989359 (https://www.facebook.com/events/1097218796989359)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 14:28:54 Mo. 11.Januar 2016
Staat, Medien und Faschisten Hand in Hand.
Es ist gelungen ein rassistisches Klima zu erzeugen, wie in den frühen 90ern.

Zitat
Mehrere Gewalttäter haben in Köln gruppenweise Menschen mit pakistanischer und syrischer Staatsangehörigkeit angegriffen und verletzt. Eine Gruppe von etwa 20 Menschen sei am Sonntagabend in der Nähe des Hauptbahnhofs auf sechs Pakistaner losgegangen, teilte die Polizei mit. Zwei der Angegriffenen wurden nach der Auseinandersetzung verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Wenig später hätten fünf Täter einen 39-Jährigen mit syrischer Staatsangehörigkeit angegriffen und leicht verletzt. Die Polizei ermittele wegen gefährlicher Körperverletzung. Ob ein Zusammenhang zwischen den Taten besteht, war zunächst unklar.

Nach Informationen des Kölner Express hatte sich eine Gruppe aus Rockern, Hooligans und Türstehern über Facebook verabredet, um in der Kölner Innenstadt gezielt Ausländer anzugreifen.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-01/fremdenfeindlichkeit-koeln-angriffe-auslaender (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-01/fremdenfeindlichkeit-koeln-angriffe-auslaender)

Zitat
Migrantenorganisationen und muslimische Verbände beklagen nach den Silvester-Übergriffen von Köln eine zunehmende Feindseligkeit gegenüber Muslimen. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, sagte dem Kölner Stadt-Anzeiger: "Wir erleben eine neue Dimension des Hasses." Seit Jahresbeginn habe die Zahl der Anfeindungen und Drohungen gegen seinen Verband zugenommen.

Allein am vergangenen Donnerstag, als bekannt geworden war, dass unter den mutmaßlichen Tätern auch Asylbewerber aus muslimischen Ländern waren, seien in der Geschäftsstelle des Islamverbands 50 Drohanrufe sowie Hunderte Hassmails und -briefe eingegangen – so viele wie sonst in zwei Wochen. Dazu gebe es Hetze im Internet. Inzwischen habe man die Telefonanlage abstellen müssen.

"Der braune Mob tobt in den sozialen Medien, sieht seine Vorurteile bestätigt und endlich die Chance, seinen Hass auf Muslime, Ausländer, Andersaussehende und Andersdenkende freien Lauf zu lassen", sagte Mazyek.

Rassistische und antimuslimische Haltungen nähmen bereits seit einer ganzen Weile zu. "Solche Ereignisse wie in Köln fachen dann die Islamfeindlichkeit nochmals weiter an, weil Muslime dann unter Generalverdacht gestellt werden", sagte Mazyek.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-01/silvester-uebergriffe-koeln-muslime-fremdenhass (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-01/silvester-uebergriffe-koeln-muslime-fremdenhass)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 10:40:45 Sa. 16.Januar 2016
Die AfD- und Pegidaspastis haben uns gewarnt! Dresden ist nun islamisiert! RTL2 zeigt uns den Beweis... (http://fs5.directupload.net/images/160116/temp/b23j52w2.jpg) (http://www.directupload.net/file/d/4235/b23j52w2_jpg.htm)(http://)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 11:22:16 Sa. 23.Januar 2016
Flüchtlingskrise
Essener SPD-Ortsvereine planen Demo: „Der Norden ist voll“


weiter im Text hier

http://www.derwesten.de/staedte/essen/essener-spd-ortsvereine-planen-demo-der-norden-ist-voll-id11487719.html (http://www.derwesten.de/staedte/essen/essener-spd-ortsvereine-planen-demo-der-norden-ist-voll-id11487719.html)


die Sarazzin Partei marschiert immer strammer zum Sozialfaschismus....die AfD ist in vielen Punkten ja jetzt schon programmatisch links von der SPD.... ???


(http://fs5.directupload.net/images/160123/temp/uwg9vzom.png) (http://www.directupload.net/file/d/4242/uwg9vzom_png.htm)(http://)

Auch hier dazu ein Text

SPD in Essen ruft zu Straßenblockaden gegen Flüchtlingsunterkünfte auf


https://www.metronaut.de/2016/01/spd-in-essen-ruft-zu-strassenblockaden-gegen-fluechtlingsunterkuenfte-auf/ (https://www.metronaut.de/2016/01/spd-in-essen-ruft-zu-strassenblockaden-gegen-fluechtlingsunterkuenfte-auf/)

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 09:56:12 So. 24.Januar 2016
Zitat
Barsinghausen: Geplantes Flüchtlingsheim angezündet
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/fluechtlinge/Barsinghausen-Geplantes-Fluechtlingsheim-angezuendet,barsinghausen176.html (http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/fluechtlinge/Barsinghausen-Geplantes-Fluechtlingsheim-angezuendet,barsinghausen176.html)

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Onkel Tom am 11:35:53 So. 24.Januar 2016
Oh, das wäre doch echt lekker, wenn die SPD-Essen-Nord nach ihrer Demo
einen wegen des Eingriff in den Straßenverker am Hintern kriegen würden  ;D
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 19:01:13 So. 24.Januar 2016
In vielen Städten haben heute Angehörige der PegidaParallelgesellschaft demonstriert.....was Viele nicht wissen,ausländerfeindliche Russen bzw Rußlanddeutsche gibt es hier zuhauf....nicht nur der Arbeitskreis Rußlanddeutsche in der NPD uns sonstige skurrile rechte Rußlanddeutschevereine in der brd....


Augsburg
Russlanddeutsche protestieren gegen die Flüchtlingspolitik

Am Augsburger Rathausplatz trafen sich am Sonntag rund 200 Russlanddeutsche, um gegen die Einwanderungspolitik zu demonstrieren. Sie forderten, "deutsche und christliche Werte" zu verteidigen. Von Christian Mühlhause


http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Russlanddeutsche-protestieren-gegen-die-Fluechtlingspolitik-id36704307.html (http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Russlanddeutsche-protestieren-gegen-die-Fluechtlingspolitik-id36704307.html)


Berlin
Mutmaßlicher Missbrauch: Hunderte demonstrieren für deutsch-russisches Mädchen vorm Kanzleramt
23.01.2016 • 22:35 Uhr

https://deutsch.rt.com/kurzclips/36452-mutmasslicher-missbrauch-hunderte-demonstrieren-fur/ (https://deutsch.rt.com/kurzclips/36452-mutmasslicher-missbrauch-hunderte-demonstrieren-fur/)


Osnabrück


Russlanddeutsche demonstrieren in Osnabrück gegen Gewalt durch Migranten

von Heiko Pohlmann am 24. Januar 2016

Teils hoch emotionale Beiträge der Teilnehmer.



http://www.hasepost.de/russlanddeutsche-demonstrieren-in-osnabrueck-gegen-gewalt-durch-migranten-10072/ (http://www.hasepost.de/russlanddeutsche-demonstrieren-in-osnabrueck-gegen-gewalt-durch-migranten-10072/)



ACHJA,die Vergewaltigung gab es nicht, die rassistische Haltung der Rußlanddeutschen aber schon

Hunderte demonstrieren gegen Vergewaltigung, die es nie gab

https://mopo24.de/# (https://mopo24.de/#)!nachrichten/berlin-demonstration-vergewaltigung-erfunden-42635
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 11:13:27 Fr. 29.Januar 2016
Zitat
Handgranate auf Flüchtlingsunterkunft geworfen
Bei dem auf eine Flüchtlingsunterkunft in Villingen-Schwenningen (Baden-Württemberg) geworfenen Sprengkörper handelte es sich nach Angaben der Polizei um eine Handgranate. Zuvor war von einem Sprengkörper die Rede gewesen. Die Granate war mit Sprengstoff gefüllt, explodierte aber nicht. Sie wurde vom Entschärfungsdienst des Landeskriminalamtes (LKA) kontrolliert zerstört. Unklar ist noch, ob überhaupt ein Zünder vorhanden war.
http://www.tagesschau.de/inland/anschlaege-fluechtlingsunterkuenfte-101.html (http://www.tagesschau.de/inland/anschlaege-fluechtlingsunterkuenfte-101.html)


Zitat
Angriffe auf Flüchtlingsheime verfünffacht
Das Bundeskriminalamt hat 2015 mehr als 1000 Straftaten gegen Asylunterkünfte registriert, das sind fünf Mal so viele wie im Jahr zuvor. Viele Täter ließen sich durch gut gemachte Propaganda anstecken, sagt Konfliktforscher Andreas Zick. Nur jeder vierte Fall wird aufgeklärt.
http://www.tagesschau.de/inland/angriffe-fluechtlingsunterkuenfte-103.html (http://www.tagesschau.de/inland/angriffe-fluechtlingsunterkuenfte-103.html)
Titel: Regierung sieht keinen Handlungsbedarf trotz exzessiver Gewalt gegen Flüchtlinge
Beitrag von: Nikita am 15:30:22 Sa. 30.Januar 2016
Bundesregierung sieht keinen Handlungsbedarf trotz exzessiver Gewalt gegen Flüchtlinge

Tilo Jung BPK

https://www.youtube.com/watch?v=cED34A0gugM (https://www.youtube.com/watch?v=cED34A0gugM)

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 13:49:00 Mi. 03.Februar 2016
Zitat
Nürnberg, 31. Januar: "Flüchtlingskriminalität nimmt täglich zu" - Rassistische Hetzveranstaltung auf dem Hauptmarkt vereint extrem rechte Spektren - Massive logistische Unterstützung durch Pegida Nürnberg - Extrem rechte Veranstaltergruppe hält sich bedeckt (Januar 2016)
- aktualisiert -


Oberflächlich betrachtet trafen sich am Sonntagnachmittag etwa 300 "besorgte BürgerInnen" mit deutsch-russischem Hintergrund und beklagten die Flüchtlingszuwanderung nach Deutschland, klagten über damit verbundene Ängste und Unsicherheiten. Bei genauerem Hinsehen entfaltete sich etwas anderes: Eine infame extrem rechte Hetzveranstaltung unter Beteiligung einiger rechter Spektren, zusätzlich aufgeheizt durch kremlnahe Blogger und Medien, die derzeit Deutschland als ein durch die Flüchtlingsbewegungen zerfallendes Land darstellen.

Kein Problem hatten die RednerInnen und Redner mit dem Wegfallen des ursprünglichen Mobilisierungsanlasses, nämlich der angeblichen Vergewaltigung und Entführung einer 13-jährigen Berlinerin mit deutschem und russischem Pass durch eine Gruppe von Flüchtlingen. Gehetzt wurde dennoch, was das Zeug hielt, eine frühere gute Bundesrepublik wurde beschworen, während derzeit jeden Tag "eine arabische Kleinstadt" nach Deutschland komme. Die "Deutschen" wurden wiederholt als diskriminierte Gruppe dargestellt, eine Verdrehung der realen Verhältnisse. Eine "europäische, christliche Kultur" wurde beschworen. "Deutschland ist nicht das Sozialamt der Welt", hieß es auf einem Schild. Diese Parole wurde in der Vergangenheit bereits von Ministerpräsident Seehofer verwendet, aber auch von der NPD.

Die politische Einbindung von RednerInnen und sichtbaren Akteuren unterstrichen diesen Befund: Der Nürnberger AfD-Funktionär Martin Sichert durfte genauso auf der Bühne schwadronieren wie Pegida-Nürnberg-Boss Gernot H. Tegetmeyer. Neonazis der Partei "Die Rechte" um Rainer Biller und Dan Eising fehlten nicht im Publikum. Am Rande verteilte ein mutmaßlicher Neonazi einen Flyer der neonazistischen "Europäischen Aktion". Auf einem Schild wurde mit antisemitischem Unterton vor "Fremdherrschaft" gewarnt und auf "Anti-Zensur info!" hingewiesen, die Homepage der "Anti-Zensur-Koalition", die ein rechtsgerichtetes verschwörungstheoretisches Weltbild vertritt. Ein flüchtlingsfeindlicher Flyer aus dem Kreis der mutmaßlichen MitveranstalterInnen wurde ohne Organisationsangabe und ohne Angabe einer presserechtlich verantwortlichen Person herumgereicht.

Und last but not least: Der Abtransport des Bühnenlastwagens und eines Kleintransporters erfolgte durch Pegida-Tegetmeyer und einen Mann aus seinem Umfeld. Überhaupt war die gesamte Veranstaltung logistisch gut aufgestellt. Ein eigenes Kamerateam filmte ModeratorInnen, Reden usw.

Es ist klar, dass die nächste derartige Veranstaltung energischen Widerstand verdient hat. Auf der Bühne wurde ein Nachfolgetermin in zwei Wochen angekündigt.

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: xyu am 20:13:25 Fr. 05.Februar 2016
Eine Begebenheit neulich in einem größtenteils eher spielhallenähnlichem Spielcasino. Ein Mann hat sich den Tag über wohl schon reichlich der aus Animiergründen gratis zu bestellenden Getränke eingeschenkt. Nun steht er an einem Tisch an dem mehrere Menschen gleichzeitig auf ein computeranimiertes Roulettespiel setzen können und redet in Dauerschleife auf die Anwesenden ein: "Ich bin Deutscher, also adlig. ich habe mein Blut testen lassen seit 30 Generationen deutsch! Es gibt was neues, wisst ihr das schon, wir Deutschen und Russen haben eine Verbindung. Das ist die neue Grenze, Deutschland und Russland gegen den Westen! Aber alle Deutschen hassen Merkel, diese Pissnelke!"  Taktisch motiviert sage ich "Ich find Merkel gut!", worauf er aber nicht groß reagiert. Als auch eine Frau etwas positives über die Bundeskanzlerin sagt fängt er an sie zu beschimpfen. Jemand anderes fordert ihn auf, höflich gegenüber Frauen zu bleiben, worauf er weiter an die Frau gerichtet sagt:"Ahahaha, die Frauen! Wenn die ganzen Moslems kommen, die machen euch kaputt!" Ich frage ihn, ob er jetzt mal die Fresse halten könne.
Derweil war die angepöbelte Person aufgestanden und holte das Casinopersonal, welches den Herrn dann bat, den Ort zu verlassen.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Just B U am 13:33:08 Sa. 06.Februar 2016
Wenn ich sowas lese taucht in mir automatisch die Frage auf (seit einiger Zeit immer öfter), wie tief nach unten in Richtung NULL-Intelligenz und drunter (also Minusbereich)  bzw. Dummheit die Menschheit noch sinken kann....
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: dagobert am 23:24:46 Sa. 06.Februar 2016
Frag den alten Einstein:
Zitat
„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
http://www.zitate-online.de/stichworte/zwei-dinge-sind-unendlich-universum-menschliche/ (http://www.zitate-online.de/stichworte/zwei-dinge-sind-unendlich-universum-menschliche/)

Da ist also noch sehr viel Platz nach unten ... kotz
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 16:40:04 So. 07.Februar 2016
Zitat
NOnazis & RassistInnen – Wolf im Schafpelz PEGIDA II STOPPEN!

Sonntag, 14. Februar 2016, 13:30 Uhr, Nürnberg, Ort wird noch bekannt gegeben!
Bitte TEILEN und FREUNDiNNEN EINLADEN!
Die Grenzschusspartei AfD, die Neonazipartei „Die Rechte“, die HolocaustleugnerInnen von der Europäischen Aktion, die vom Verfassungsschutz beobachtete Pegida Nürnberg wollen wahrscheinlich alle wieder am 14. Februar erneut unter dem Deckmantel des Wolf im Schafpelz von Russlanddeutschen – aka Pegida II – in Nürnberg aufmarschieren! Setzen wir gemeinsam mit einem breiten Gegenprotest ein Zeichen. Im Rahmen des Rotationsprinzips wird die Gegenveranstaltung vom Fürther Bündnis gegen Rechts angemeldet werden.

Am 31. Januar bejubelte die Neonazigruppe um Dan Eising, Rainer Biller und Thomas R. von "Die Rechte Nürnberg" den Kreisvorsitzenden der AfD Nürnberg, Martin Sichert, bei seiner Rede vor dem extrem rechten Publikum der von Russlanddeutschen veranstalteten Hasskundgebung auf dem Nürnberger Hauptmarkt. Praktisch als Hauptact durfte dieser zu Beginn der Kundgebung eine lange Rede halten und hielt sich bis lange nach Schluss direkt am Kundgebungswagen in engem Kontakt mit den VeranstalterInnen auf. Dagegen war die Rede von Pegida Nürnberg Organisator Tegetmeyer ziemlich kurz gehalten. Dafür hält dieser scheinbar die Organisation dieser Kundgebung fest im Griff. Generator und Soundanlage verfrachtete dieser in seinen Kleinbus. Ein weiterer Pegida Nürnberg Organisator half wie Tegetmeyer fleißig beim Abbau. Dieser fuhr dann auch den Kleinbus vom Hauptmarkt. Tegetmeyer selbst saß am Steuer der Bühne, sprich des LKW, der als Bühne des extrem rechten Aufmarsches am Nürnberger Hauptmarkt diente. Auf der Kundgebung selbst durften Flyer der Neonaziorganisation "Europäische Aktion" verteilt werden. Diese arbeitet in einigen Bereichen eng mit dem inzwischen verbotenen "Freien Netz Süd" bzw. der in Bayern daraus hervorgegangenen Kleinstpartei "Der III. Weg" zusammen. Ihr Gründer ist der Holocaustleugner Bernhard Schaub. Dieser trat z.B. auch bei der Anti-Zensur-Konferenz (AZK) in der Schweiz auf. Die Vertraute Horst Mahlers und Holocaustleugnerin Sylvia Stolz wurde erst vergangenes Jahr wegen ihrer Rede auf der AZK erneut wegen Holocaustleugnung zu einem Jahr und 8 Monaten verurteilt. Auch für die AZK wurde bei der Kundgebung auf einem Plakat geworben. Alles in allem: Keine Versammlung wirklich besorgter Bürger um das Schicksal einer 13jährigen. Diese inzwischen geklärte Thematik wurde unserem Wissen nach auf der Veranstaltung kein einziges Mal angesprochen. Es ist vielmehr eine Wiederauflage von Nügida und Pegida Nürnberg, vereint, zusammen mit der AfD und weiteren Nazis und RassistInnen. Am Sonntag, den 14. Februar, wollen sie wieder in Nürnberg aufmarschieren! Hier vereint sich die extreme Rechte Nürnbergs! Setzen wir mit einem breiten Gegenprotest ein Zeichen gegen Rassismus und Faschismus!

https://www.facebook.com/events/1727459464166537/ (https://www.facebook.com/events/1727459464166537/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Isnogud am 20:26:22 So. 07.Februar 2016
aus Frankreich und von 1975:
Der gute alte Methusalix hat über Fremde im Band "Das Geschenk Cäsars" auf Seite 16 seine ganz eigene Meinung. Dort spricht er mit seiner Frau über Orthopädix und dessen Familie, die über eine Fügung in das Dorf gekommen sind: "Du kennst mich doch, ich hab' nichts gegen Fremde. Einige meiner besten Freunde sind Fremde. Aber diese Fremden da sind nicht von hier!" :-)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 15:28:06 Di. 09.Februar 2016
Zitat
Bamberg / Bayreuth: "Russlanddeutsche" Auftritte mit extrem rechter Ausrichtung - "Das sind Juden" (Februar 2016)

Nach Nürnberg liegen nun auch genauere Berichte extrem rechter Auftritte mit "russlanddeutscher" Beteiligung in anderen Städten vor.

In Bamberg störten "Russlanddeutsche" am 24. Januar eine Holocaust-Gedenkfeier der VVN-BdA. Ein Bericht aus Bamberg: "Während eines Musikbeitrages zur Flüchtlingssituation näherte sich zunächst eine Dreiergruppe fremder Personen dem Rednerpult. Einer von diesen nahm dem Sänger das Mikrofon weg und fragte, ob dessen Kind auch vergewaltigt worden sei. Die Personengruppe wurde sofort durch die anwesenden Ordner vom Rednerpult weggedrängt und an den Rand der Veranstaltung verwiesen, wo sich mittlerweile auf beiden Seiten der Veranstaltung eine Gruppe von uns unbekannten Leuten gesammelt hatte (beidseitig jeweils etwa 20 Personen). Am Rande unseres dann weitergeführten Gedenkens wurde von diesen Personen heftig mit einer anwesenden Polizistin diskutiert und diese umringt. Die Leute gaben sich als Russlanddeutsche aus, die hier das Recht hätten, gegen Vergewaltigung zu protestieren.
Um der in Bedrängnis geratenen Polizistin zu helfen, begab sich der Versammlungsleiter zu dem zweiten anwesenden Polizeibeamten, um ihn um Verstärkung zu bitten. Auf dem Weg dorthin musste sich der Versammlungsleiter den Weg durch die zweite Gruppe Russlanddeutscher bahnen. Dabei hörte er die Bemerkung "Das sind Juden!". Nach Eintreffen der polizeilichen Verstärkung wurden die beiden Personengruppen durch die Polizei des Platzes verwiesen".

In Bayreuth versammelten sich laut nordbayerischer-kurier.de (7.2.16) am 6. Februar etwa 50 Menschen, mehrheitlich Männer, darunter "Russlanddeutsche". Auch hier wurde das Thema Angst vor sexueller Gewalt hervorgehoben, das Verschweigen von Straftaten und die angeblich mangelnde Sicherheit beklagt. Ein "russlanddeutscher" Redner sei aus Nürnberg angereist, auf einem im Internet verbreiteten Foto ist auch eine Rednerin zu erkennen, die in Nürnberg am 31. Januar auf der Bühne stand. Last but not least sprach auch Neonazi Karl Richter (BIA München, NPD). Als dann "Nazi raus"-Rufe laut wurden, habe einer der Ordner gedroht, einem Gegendemonstranten "die Pfeife ins Maul zu stopfen". Die örtliche Vorsitzende der Landsmannschaft der Russlanddeutschen distanzierte sich von der Veranstaltung. Sie sei wegen einer Rede angefragt worden und habe abgelehnt.

(8.2.16)

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 18:27:21 Di. 09.Februar 2016
Hmm. Vor etwas über 10 Jahren hatten Rußlanddeutsche in Weimar gern Nazis vermöbelt und vertrieben...
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 08:04:16 Mo. 15.Februar 2016
Zitat
Nürnberg, 14. Februar: 300 gegen rassistische Kundgebung auf dem Lorenzer Platz (Februar 2016)

In der Spitze 300 Menschen protestierten am Lorenzer Platz gegen die mittlerweile dritte rassistische Kundgebung der Initiative "Sichere Heimat". Dort hielten sich maximal 200 Menschen auf, darunter Funktionäre von AfD, Pegida Nürnberg, NPD und der militanten Neonazipartei "Die Rechte". Gesehen wurden unter anderem AfD-Sichert, Karl Richter (NPD), Dan Eising und Rainer Biller (jeweils "Die Rechte"). Beim Bühnenaufbau und Transport half Gernot H. Tegetmeyer von Pegida Nürnberg. Ein Teilnehmer schlang sich eine ungarische Armeeflagge um den Körper. Auf einigen Schildern wurde die aktuelle CSU-Politik gelobt: "Seehofer ist unser Kanzler".

Auf der vom Fürther Bündnis gegen Rechts organisierten Gegenkundgebung wurden unter anderem die rassistischen Positionen der Initiative "Sichere Heimat" und die Passivität der Stadt Nürnberg kritisiert.

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 11:31:35 Sa. 20.Februar 2016
Zitat
Nürnberg: Wer nicht hören will, muss fühlen - Nazis und RassistInnen funktionierten städtische Infoveranstaltung in Langwasser um - 50 Prozent RassistInnen im Saal - Rechte "Russlanddeutsche" rund um die Initiative "Sichere Heimat" verließen gemeinsam mit Neonazis den Saal (Februar 2016)

Die Stadt Nürnberg führte am Donnerstag, den 18. Februar im Gemeinschaftshaus Langwasser eine Infoveranstaltung für "Russlanddeutsche" durch, offensichtlich als Reaktion auf die mittlerweile drei rassistisch geprägten Kundgebungen der Initiative "Sichere Heimat". Neonazis und bekannte RassistInnen wurden wie immer nicht ausgeschlossen.

Der weitere Verlauf war diesmal vorhersehbar: Der Nürnberger Sozialreferent Prölß, ein auf dem Podium sitzender Polizist sowie weitere PodiumsteilnehmerInnen wurden durch agitatorisches rechtsgerichtetes Gebrüll gestört. Neonazi Rainer Biller schrie ungefragt seine rassistischen Parolen ins Publikum und "Sichere Heimat"-Aktivistin Elena Roon wiederholte die Mär von unsicheren Schulen und migrantischen Männerhorden. Das war kein Dialog - Feilgeboten wurden Koreferate extrem rechter AktivistInnen. Als ob das alles noch nicht reichen würde, wurde auch noch Neonazi Biller das Wort erteilt; der durfte in der Folge mutmaßliche Falschmeldungen über Sexualdelikte in der Region verbreiten.

Nach diversen Tumulten wurden schließlich einige bekannte Nazis des Saales verwiesen (laut BeobachterInnen waren mindestens acht aktive Neonazis anwesend). Ihnen schlossen sich zahlreiche weitere Menschen an. Insgesamt verließ die Hälfte der etwa 100 Anwesenden den Saal, darunter auch die Aktiven der Initiative "Sichere Heimat". Letztere verteilten laut nordbayern.de (19.2.16) vor dem Gebäude Flyer und wiesen auf ihre nächste öffentliche Protestveranstaltung am 6. März hin.

Seit Jahren predigen AntifaschistInnen immer wieder, Neonazis und radikale RassistInnen von Veranstaltungen auszuschließen, um deren Wortergreifungsstrategie zu durchkreuzen ("Einlassvorbehalt" nach Artikel 10 des Bayerischen Versammlungsgesetzes). Ein Dialog mit diesen Kräften ist sinnlos und sogar gefährlich, wie sich nun erneut zeigte. Im Fadenkreuz der Rechten stehende MigrantInnen werden durch diese scheinbare "Neutralität" des Veranstalters de facto ausgeschlossen, da sie sich durch radikale und potenziell gewalttätige Nazis bedroht fühlen müssen. Die rechte Saat geht auf...

Die Stadt Nürnberg scheint in dieser Hinsicht jedoch unbelehrbar zu sein und behauptet seit Jahren entweder, der Ausschluss extrem Rechter wäre rechtlich nicht möglich oder, wie in Bezug auf die oben geschilderte gescheiterte Dialog-Veranstaltung, man habe "ausdrücklich andere Meinungen zulassen" wollen (Friedrich Popp, Geschäftsführer des Integrationsrats der Stadt Nürnberg).

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 17:45:49 Sa. 20.Februar 2016
Aus den Medieninformationen, die ich habe, ergibt sich folgendes Bild von den Vorfällen von Clausnitz:

Behörden beschließen die Unterbringung von Flüchtlingen in dem sächsischen Kaff Clausnitz.
Der Heimleiter ist das rassistische AfD Mitglied Thomas Hetze.
http://www.sueddeutsche.de/politik/thomas-hetze-clausnitz-heimleiter-demonstrierte-gegen-asylchaos-1.2872663 (http://www.sueddeutsche.de/politik/thomas-hetze-clausnitz-heimleiter-demonstrierte-gegen-asylchaos-1.2872663)

Es sind wohl auch Rechtsradikale angereist, sie fielen in dem lokalen rassistischen Mob kaum auf.
Auch das Busunternehmen fiel durch den nur als zynisch zu verstehenden Spruch "Reisegenuss" als rassistisch auf.
(http://img.welt.de/img/videos/crop152425113/7669276742-ci3x2l-w300/Bus.jpg)
Selbst ein Teil der Bullen trat durch rassistisches Auftreten hervor und wurde vom Mob angefeuert und beklatscht.
Erste Rechtfertigungen der Behörden besagen, eine Frau im Bus hätte in Richtung des Protests gespuckt. Es gab bedrohliche Gesten seitens der Flüchtlinge.

Aha.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 12:00:27 So. 21.Februar 2016
Zitat
Bautzen in Sachsen
Geplante Asylunterkunft brennt, Schaulustige jubeln

Mit "unverhohlener Freude" kommentierten Schaulustige in Bautzen den Brand eines geplanten Flüchtlingsheims. Sachsens Ministerpräsident Tillich ist erschüttert.
....

Quelle: tagesspiegel (http://www.tagesspiegel.de/politik/bautzen-in-sachsen-geplante-asylunterkunft-brennt-schaulustige-jubeln/12993480.html)

Jeden Tag ein neuer Höhepunkt!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Wernichtsweissmussallesgl am 18:34:41 So. 21.Februar 2016
Einfach wiederlich diese Ossis.Erinnert mich an Rostock Lichtenhagen.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 19:17:18 So. 21.Februar 2016
Ich halten den Vorwurf an die Ossis für politisch falsch.
Zu Zeiten von Lichtenhagen gab es Möln und Hafenstr. Lübeck, beides im Westen.
Die geistigen Brandstifter kamen zu einem Großteil aus dem Westen.
Der organisierte Terror in Thüringen und Sachsen ist ohne Unterstützung des Verfassungsschutzes nicht denkbar.

(http://www.verfassung-schuetzen.de/wp-content/uploads/2014/04/Plakat-Summe-NSU-VS-c-III-Netz.jpg)

Die propagandistischen Scharfmacher heute heißen Seehofer, Gabriel und de Maiziere, der heutige Stürmer hat auch ein neues Gesicht und heißt FAZ, Spiegel, Zeit oder Talkshow.

Es geht wieder die Saat auf, die bewußt gesäht und beständig gegossen und gedüngt wurde.

Und das Gefälle zwischen menschlichem Umgang und faschistoidem Grauen liegt in meinen Augen weniger zwischen Ost und West.
Sie liegt oftmals im Stadt - Land Gefälle. Ein der saudoofen Provinzpampa gibt es kaum anderes zu tun als Katzen quälen, Fllüchtlinge jagen oder sich totsaufen. Niedersachsen ist teilweise derart braun, das ist kaum zu toppen. Da ist aber noch nicht die Armut so weit ausgebreitet wie im Osten, deshalb liegt noch das bürgerliche Häkeldeckchen über der braunen Scheiße.

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 20:15:44 So. 21.Februar 2016
Der Osten wurde ausgeblutet, die Menschen und ihre Grundlagen vernachlässigt, ist ein bißchen wie in den demokratisierten Gebieten in denen sich ISIS und ähnliches jetzt eingerichtet haben, das Interesse galt dem eindrucksvollen besiegen der DDR, die Menschen waren scheissegal, die "Befreiung" war für die westlichen Geschichtsbücher, wir klopfen uns heute noch regelmäßig dafür auf die eigene Schulter.
Der Osten wurde zu großen Teilen einfach den Rechten überlassen.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: dagobert am 01:37:51 Mo. 22.Februar 2016
Einfach wiederlich diese Ossis.
Danke.  :(
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 09:08:00 Mo. 22.Februar 2016
Ach komm, es ist doch schön befreiend wenn man auf den braunen Dreck vor entfernten Haustüren zeigen kann, womöglich dann noch AfD wählen, selbstverständlich aus komplett  anderen Gründen wie diese Rassistenossis, so lange uns nur nicht die Prügelknaben ausgehen.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Wernichtsweissmussallesgl am 17:30:45 Mo. 22.Februar 2016
Mir reicht es jetzt. Ich kann diese Pegidakanackenossis nicht mehr sehen.An den Sachsen ist die Integration in die Deutsche Gesellschaft gescheitert.
Die lassen sich nicht integrieren. Der Rest der Republik muss vor diesem Rechtspöbelnden Mob geschützt werden.
Von daher wähle ich ja auch schon nur noch `die Partei`die zum Ziel hat die Mauer wieder aufzubauen. Alle Rechtskanacken werden herübergeworfen oder dorthin ausgewiesen und sich selbst überlassen. Wer von den Ossis nochmal rüberwill hat erst einmal ein Visum zu beantragen mit einem ordentlichen Zwangsumtausch wie bei mir damals.Ich kann diese Dynamösprecher mitö nicht mehr sehen. Ich habe die Schnauze gestrichen voll von Ossis. Laufen da in Trainingshosen rum und bepissen sich. Weg mit diesem assozialen Pöbelpack. Sowas lernen die da schon im Kindergarten und in den Schulen.
Sollen die doch nach Polen ziehen, da hamse dann eine Nationalkonservative Regierung.
Ich hatte einmal die Wahl im Osten oder im Westen zu übernachten, ich habe den Westen genommen. Dem Pack stecke ich nicht einen Cent in den Arsch.
Drecksoosis, wobei es wenige Ausnahmen geben mag.
So jetzt könnt Ihr mich steinigen.
Wernichtsweissmussallesglauben
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 17:37:37 Mo. 22.Februar 2016
Ob Ost, ob West...nieder mit der Nazipest!

! No longer available (http://www.youtube.com/watch?v=BxYWayqYsdc#)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Wernichtsweissmussallesgl am 17:58:11 Mo. 22.Februar 2016
Schönes Video.
Ich hatte mir heute nur die Tageszeitung mitsammt Leserbriefen kommplett durchgelesen.
Der Seehofer giessst noch jedesmal Öl ins Feuer. Kein Wunder das die Ossis das dann zum Anlass nehem und das in die Tat umsetzen.
Kanacke Seehofer kann sich das mit an seine Fahne schreiben.
wernichtsweissmussallesglauben
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Sunlight am 18:06:55 Mo. 22.Februar 2016
Ein schönes und wahres Video! Erweitere es um einen Text:

Zitat
„10 Zeilen in der Zeitung, wenn ein Flüchtlingsheim brennt“ – Neonschwarz blicken zurück auf ein Jahr geprägt von rassistisch motivierten Brandanschlägen, von tausenden Menschen, die auf der Flucht vor Krieg, Folter und politischer Verfolgung an den Außengrenzen Europas ertrinken, von Pegida-Demos und ihren Ablegern, Politiker*innen, die Ängste schüren und von Attacken auf geflüchtete Menschen, die bei weitem nicht nur von Neonazis, sondern oft von „normalen“ Bürger*innen ausgehen. Auf der anderen Seite gibt es übernächtigte Helfer*innen, die da einspringen, wo der Staat eine klaffende Versorgungslücke lässt.

„Hat sich viel verändert? Alles nur noch schlimmer!“ Bei einer derartigen Anschlagsdichte ist es umso wichtiger, dass die Wut nicht der Resignation weicht und dass menschenverachtende Angriffe nicht zur Normalität werden. Großer Respekt geht an die Initiativen und Einzelpersonen, die praktisch helfen und sich solidarisch zeigen, haltet durch! Refugees Welcome!

http://endofroad.blogsport.de/2016/01/27/10-zeilen-in-der-zeitung-wenn-ein-fluechtlingsheim-brennt/

Hervorhebung durch mich!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 18:09:56 Mo. 22.Februar 2016
Jupp, wir erleben grade die 90er Jahre reloaded!
Die derzeitige Entwicklung gefällt mir gar nicht! Ganz und gar nicht! :(
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Sunlight am 18:33:37 Mo. 22.Februar 2016
Mir auch nicht, finde es beänstigend, das hohe Gewalt-Potenzial! Hier Karte von mut-gegen-rechte-gewalt.de

Zitat
Karte flüchtlingsfeindlicher Vorfälle

Die gemeinsame Chronik der Amadeu Antonio Stiftung und PRO ASYL dokumentiert Übergriffe und Demonstrationen gegen Geflüchtete und ihre Unterkünfte. Die Datengrundlage der Chronik sind öffentlich zugängliche Berichte in Zeitungsartikeln, Pressemitteilungen der Polizei sowie Meldungen lokaler und regionaler Register- und Beratungsstellen für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.

Die Dokumentation unterscheidet folgende Vorfälle bzw. Arten von Übergriffen: Brandanschläge (auf Asylunterkünfte oder Einrichtungen, die sich unmittelbar für Geflüchtete engagieren), rechte Kundgebungen/Demonstrationen, "Sonstige Angriffe" (z.B. Böller- oder Steinwürfe, rechte Schmierereien etc.) sowie Körperverletzungen. ......

https://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/chronik-karte (https://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/chronik-karte)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Wernichtsweissmussallesgl am 19:34:29 Mo. 22.Februar 2016
Die entgültige Teilung Deutschlands, das ist unser Auftrag.
Gebt der Partei die Stimme.Wer sich das Programm mal durchlesen will
die -partei.de
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Sunlight am 19:52:07 Mo. 22.Februar 2016
 ::)  Wenn es das ist, dann kann das nicht dein Ernst sein ...

https://www.die-partei.de/

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 19:54:17 Mo. 22.Februar 2016
Danke Sunshine, insbesonders für die von dir hervorgehobenen Worte (Nachtrag: einige Posts zuvor).

Jupp, wir erleben grade die 90er Jahre reloaded!

Es deprimiert mich, daß auch die Antifapolitik da stehengeblieben ist.

Wenn Menschen lange genug wie Tiere behandelt werden, verhalten sie sich irgendwann wie Tiere.

Als die DDR anektiert wurde, gröhlte der DGB brav nationalistisch mit, daß endlich zusammenwächst, was zusammengehört.
Bis zum heutigen Tag hat der DGB nicht den gleichen Lohn für gleiche Arbeit durchgesetzt, nichteinmal ernsthaft gefordert. Der Ossi ist 2. Wahl und wird auch so behandelt.
http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-10/loehne-ost-west-bda (http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-10/loehne-ost-west-bda)
http://www.focus.de/finanzen/karriere/gehalts-check-das-sind-die-einkommen-von-150-berufen-im-vergleich_id_4325644.html (http://www.focus.de/finanzen/karriere/gehalts-check-das-sind-die-einkommen-von-150-berufen-im-vergleich_id_4325644.html)

Gerade in den ländlichen Randzonen fühlen sich die Menschen, wie überflüssige, nutzlose Fresser behandelt.
Sie laufen jetzt Amok, haben Spaß am SA-Spielen. Sie sehen sich als Opfer der herrschenden Eliten. Und jetzt wehrt sich der Mob gegen "Merkels Flüchtlinge".


Vielleicht gab es mal eine Zeit, wo sie sich orientieren wollten, wissen wollten, wie es besser geht und wer Schuld an der Misere ist. Es gab da aber keine Linken, die für den Erhalt ihrer Würde, die Verteidigung ihrer Interessen eintraten. Die Situation ist nun voll verkackt. Ich sehe auch nicht, daß man jetzt noch vernünftge Gedanken in diese Hohlbirnen kriegt.

Es ist leicht, diese häßlichen und ekelhaften Idioten zu hassen. Wir sollten es uns aber nicht so leicht machen und mit in den Chor der reaktionären Politiker und Biederbürger einstimmen. Die Wirtschaftseliten, die Politiker, die Biederbürger,  sie alle tragen eine Mitschuld an den Kriegen in Nordafrika und dem Nahen Osten, an dem Auseinanderdriften der Gesellschaften in einige Superreiche und verarmende Massen, an die Zertrümmerung des  Bildungswesens und der Kultur.

Sie tragen eine Mitschuld an den Waffenexporten und den Blutbädern, an der Flucht, an Tausenden ertrunkenen Flüchtlingen, an der Tristesse und dem Rechtsruck in Medien, Politik und Gesellschaft. Und mit denen jetzt gemeinsam den Fingen auf eklige, dumme Prolls richten?

Sich für einem Moment besser fühlen, weil man noch nicht da unten angekommen ist, ohne dabei zu bemerken, daß man sich im Schulterschluß mit den Verbrechern in Nadelstreifen befindet? Unter dieser Form von Antifaschimus werden sich weitere Abgehängte mit dem braunen Mob solidarisieren.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Wernichtsweissmussallesgl am 20:13:00 Mo. 22.Februar 2016
@Sunlight das ist mein Ernst.
die haben sich sogar mit Plakaten unter die Pegida gemischt und die aufs Korn genommen als Nazi Wilders sprach.
Einen Säxit erachte ich auch als erstrebenswert. Aber wer das nicht ernstnehmen will?
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 20:53:36 Mo. 22.Februar 2016
Zitat
Es gab da aber keine Linken, die für den Erhalt ihrer Würde, die Verteidigung ihrer Interessen eintraten.
Was für ein Schwachsinn! Natürlich gab es Linke!
 Die sind aber leider von den Faschos und ihren bürgerlichen Freunden weggeprügelt oder ermordet worden! Die Linken hatte in den 90ern leider auch genug damit zu tun Flüchtlingsheime vor Angriffen zu schützen, weil es die Bullen nicht gemacht haben!
In Sachsen gibt es eine geschlossene neofaschistische Struktur vom "Stiefelnazi" über die Anwälte, Bullen bis hin zu den Bürgern! Einzig in Dresden sehe ich noch einen Ansatz von linken Strukturen; in der Provinz sieht das noch viel düsterer aus, dunkelbraun sozusagen.
Dein sozialarbeiterischer Ansatz hat schon in den 90ern nicht funktioniert; wurde eher als Bestätigung gesehen!


Zitat
Unter dieser Form von Antifaschimus werden sich weitere Abgehängte mit dem braunen Mob solidarisieren.
Ja nee ist klar! Die Antifaschisten sind schuld, das es soviele Nazis gibt! Selten so einen SCHWACHSINN gelesen, der mich so unglaublich wütend macht!! >:( >:(
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 20:59:00 Mo. 22.Februar 2016
Natürlich gab es linke. Linke Subkulktur.
Aber kaum welche, die sich für Ostprolls in der Pampa interessiert haben.
Kaum welche, die in der Lage waren, gesellschaftliche Alternativen aufzuzeigen.
Die Schwäche der Linken gegen den Angriff des Kaptials, ist der Nährboden der Rechten.
Antifapoltik bleibt immer begrenzt, wenn man sich darauf beschränkt, Faschos zu bekämpfen und zu den gesellschaftliche Problemen keine Lösungsmöglchkeiten aufzeigt.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: rebelflori am 21:13:25 Mo. 22.Februar 2016
Kaum welche, die in der Lage waren, gesellschaftliche Alternativen aufzuzeigen.
Die Schwäche der Linken gegen den Angriff des Kaptials, ist der Nährboden der Rechten.
Antifapoltik bleibt immer begrenzt, wenn man sich darauf beschränkt, Faschos zu bekämpfen und zu den gesellschaftliche Problemen keine Lösungsmöglchkeiten aufzeigt.
Das hat doch auch nichts mit der Antifa zu tun, dass die sich nun mal auf denn Kampf mit Faschos spezialisiert haben.
Das hat doch eher was mit der Gesamten Linken zu tun. Nicht auf der sachlichen Ebene die Vorderungen passen, sondern auf Problem besteht  auf der Vertrauens Ebene.
Viele kennen noch die Auswirkungen der Agenda 2010 und Syriza wird nun mal als links radikal angesehen.
Weiter denken die meisten doch eh nicht.



Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 21:50:49 Mo. 22.Februar 2016
Sorry, bin grad etwas dünnhäutig und drei Tage Dauerregen haben auch nicht grade zu einer Verbesserung meines Gemütszustandes beigetragen! ?(

Zitat
Der Rechten ist es gelungen eine Bewegung auf die Straße zu bringen
https://linksunten.indymedia.org/de/node/169608 (https://linksunten.indymedia.org/de/node/169608)
Zitat
Antifaschistische Aktion – Für die konsequente Intervention
https://www.antifainfoblatt.de/artikel/antifaschistische-aktion-%E2%80%93-f%C3%BCr-die-konsequente-intervention (https://www.antifainfoblatt.de/artikel/antifaschistische-aktion-%E2%80%93-f%C3%BCr-die-konsequente-intervention)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Wernichtsweissmussallesgl am 21:53:52 Mo. 22.Februar 2016
Wo ist der Aufschrei der Ossis für gleiche Löhne? Das muss wohl zu links sein um dafür zu demonstrieren.
Das braune Pack aus Sachsen gehört aus der Republik ausgeschlossen.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: BGS am 00:00:02 Di. 23.Februar 2016
Wo ist der Aufschrei der Ossis für gleiche Löhne? Das muss wohl zu links sein um dafür zu demonstrieren.
Das braune Pack aus Sachsen gehört aus der Republik ausgeschlossen.

Wer soll das braune Pack aus Sachsen denn aufnehmen?

MfG

BGS
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 12:46:22 Di. 23.Februar 2016
Zitat
Wer soll das braune Pack aus Sachsen denn aufnehmen?
Hmm, nach Majak (https://de.wikipedia.org/wiki/Kerntechnische_Anlage_Majak) vielleicht, oder nach Prypjat (https://de.wikipedia.org/wiki/Prypjat_%28Stadt%29), gerne auch nach Sibirien, in einem aktiven Vulkan verdampfen, mitten in der afrikanischen Wüste aussetzen, das Gerücht verbreiten, das es am Südpol einen Eingang zu "Neuschwabenland" gibt und dann am Südpol eine Nachricht hinterlassen, das es einen Irrtum gab und es doch der Nordpol war (das gleiche Schild wird dann auch amNordpol aufgestellt, mit dem Hinweis, das es doch der Südpol war).
Das Gerücht verbreiten, das der Führer in einer Unterwasserbasis überlebt hat und das man dort unter Wasser ohne Probleme atmen kann.

OT:
Wow...tolles Statement für meinen 10.000. Beitrag!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: CubanNecktie am 14:26:44 Di. 23.Februar 2016
Am Besten auch noch das NEOLIBERALE PACK mitausweisen. Was viele dumme Stiefelnazis auch nicht wissen, die AFD ist ebenfalls absolut neoliberal...

Zitat
Ist die ‪#‎AfD‬ wirklich eine soziale Partei?

Mindestlohn abgelehnt
Wahl-O-Mat der BZ f. pol. Bildung:
„Es soll ein gesetzlicher flächendeckender Mindestlohn eingeführt werde.“ AfD: Nein. Begründung der Partei:„Für viele (aber nicht alle) Bereiche ist die Arbeitsnachfrageelastizität der Lohnhöhe relativ gering, so dass ein Mindestlohn nicht wesentlich die Arbeitslosigkeit erhöht. Aber dies ist von Sektor zu Sektor und von Region zu Region unterschiedlich, so dass auch der Mindestlohn nach Regionen und Branchen unterscheiden sollte.”

Frauke Petry im Interview mit der Thür. LZ (28.8.13):
Wie stehen Sie zu den Hartz-IV-Gesetzen?
Dazu haben wir uns als Partei noch nicht geäußert. Klar ist aber, dass wir gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen sind. Unserer Meinung müssen aber Löhne gezahlt werden, von denen man leben kann.
Das klingt doch fast nach Mindestlohn oder?
Wir sind gegen einen gesetzlich festgelegten allgemeinen Mindestlohn. Für eine Übergangszeit könnte das aber eine Krücke sein. An dieser Stelle gebe ich aber meine persönliche Meinung wider.
http://www.tlz.de/ (http://www.tlz.de/)…/AfD-Weniger-Macht-fuer-Bruessel-und-kei…

Petry gegen Mütterrente und Rente mit 63:

29.01.2014 | 13:26
Petry: Neue Familienpolitik statt Rentenpaket
Berlin (ots) - Die Bundesregierung wird auf Betreiben von Arbeitsministerin Nahles das teuerste Rentenpaket in der Geschichte der Bundesrepublik zu verabschieden. Bis 2030 wird die Reform rund 160 Mrd. Euro kosten. Nahles hatte sich gegen den Widerstand aus Teilen der CDU und der Arbeitgeber durchgesetzt und nimmt damit eine drohende Frühverrentungswelle billigend in Kauf. Was dies für unsere Volkswirtschaft bedeutet, kann man sich an den Fingern abzählen. Die Rentenreform, deren Kernelement die Rente mit 63 ist, setzt die undurchsichtige Mischfinanzierung aus Beiträgen und Steuern fort, daher ist es aberwitzig von Reform zu sprechen. Der Bundesregierung fehlt schlicht der Mut, sich selbst und den Bürgern einzugestehen, dass die solidarische Rentenfinanzierung in Deutschland vor dem Scheitern steht, weil es eine aktive Bevölkerungspolitik zur Steigerung der Geburtenzahlen in der Bundesrepublik Deutschland bisher nicht gegeben hat. Dieses Ergebnis muss allen Bundesregierungen der vergangenen Jahrzehnte angelastet werden. Die Bundesregierung soll statt eines weiteren Rentenpakets endlich die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts umsetzen und für ein umfassendes steuer- und beitragsfreies Existenzminimum der Familien sorgen. So muss die Famlienpolitik der Zukunft aussehen, konstatiert die Sprecherin Frauke Petry von der Alternative für Deutschland. Nahles´ Pläne sind das genaue Gegenteil von dem und nichts Anderes als Klientelpolitik ohne Rücksicht auf die Beitrags- und Steuerzahler, die das eigentliche Rückgrat der Rentenkasse darstellen.
Pressekontakt: Christian Lüth

http://www.presseportal.de/ (http://www.presseportal.de/)…/petry-neue-familienpolitik-sta…

Der neue Vorsitzende – ein Marktradikaler

Jörg Meuthen ist die große Unbekannte im neuen Vorstand. Er soll als angeblich „liberaler“ Wirtschaftsprofessor den Exitus des neoliberalen-konservativen Flügels verhindern. „Neoliberal“ ist bei Meuthen eher noch untertrieben. „Wirtschaftspolitisch will sich Meuthen mit der AfD für einen Rückbau des Staates einsetzen … Das Steuersystem sollte vereinfacht werden, dafür orientiere sich die AfD an dem vom ehemaligen Verfassungsrichter Paul Kirchhof entwickelten Steuerkonzept. Er selbst sei Anhänger einer ‚Flat Tax’, also einer flachen Einheitssteuer. Auch das deutsche Sozialsystem sollte vereinfacht werden.“ (FAZ, 7.7.)

Das Kirchofsche Steuermodell sieht Steuerstufen von 15, 20 und 25 % vor – davon würden insbesondere Großverdiener profitieren, weil sie wesentlich weniger Steuern zahlen müssten als heute (s. Link). Eine „flache Einheitssteuer“ ist allerdings noch krasser, da alle den gleichen Steuersatz entrichten müssten. Hier wäre die Entlastung hoher Einkommen noch dramatischer. Das ganze wird als „Steuervereinfachung“ verkauft, weil das besser klingt als „Reiche entlasten“.

Ähnlich sieht es beim Rückbau des Staates aus. Im ökonomischen Bereich heißt das nichts anderes, als dass der Staat sich aus seiner sozialen Verantwortung zurückzieht. Das wäre nachteilig für alle, die auf staatliche Hilfen angewiesen sind. Diesbezüglich wird zu Recht gesagt, nur Reiche können sich einen schwachen Staat leisten.

Was es mit der Bemerkung, das Sozialsystem solle vereinfacht werden, auf sich hat, wird leider nicht ausgeführt. Wenn man sich aber überlegt, wie viel weniger der Staat mit Meuthens Steuerplänen einnähme, kann man sich schon vorstellen, worauf das hinausliefe. Weniger Sozialausgaben. Das aber sagt Meuthen nicht. Wohl aus gutem Grund.

http://www.spiegel.de/ (http://www.spiegel.de/)…/steuerkonzept-wer-von-kirchhofs-pla…

Interview mit Björn Höcke, 21.7.14, Thüringische Landeszeitung:
HÖCKE WILL DEN SOZIALSTAAT SCHLEIFEN:
„Auf Dauer werden wir … Abstriche am Sozialstaat … machen müssen.“
„Sind Sie der Meinung, dass wir in Deutschland zu hohe Sozialausgaben haben?
Wir haben in den vergangenen Jahren unseren Sozialstaat zu sehr aufgebläht. Auf Dauer werden wir - vor allem vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung - Abstriche am Sozialstaat in der bisherigen Form machen müssen. Wir werden wieder mehr gemeinschaftlich orientierte Werte leben müssen, wir brauchen eine lebendige Bürgergesellschaft, in der sich die Menschen stärker engagieren und sich nicht nur auf Leistungen der öffentlichen Hände verlassen.“
(Vor einem Jahr in einem Interview – heute morgen hatten wir die falsche Zeitung angegeben, daher hier noch mal der richtige Link zum Teilen.)
http://www.tlz.de/ (http://www.tlz.de/)…/AfD-Kandidat-Hoecke-im-Interview-Drei-K…

Seltsames von der AfD Sachsen-Anhalt

Zur Arbeitsmarktpolitik fordert sie das Folgende:
„Die Wirtschaftsverbände haben ein natürliches Interesse an einem großen
Arbeitskräfteangebot. Jede Arbeitsmarktpolitik dagegen kann nur das Ziel
verfolgen, die Arbeitslosenquote zu verringern, was aber die Auswahl für
personalsuchende Unternehmen schmälert. Aufgabe einer vernünftigen
Wirtschaftspolitik ist es, beide Interessen zu beachten.“

? Heißt das, weniger Arbeitslosigkeit ist schlecht, weil es die Auswahl für Unternehmen schmälert? D.h., mehr Arbeitslosigkeit wäre für die Unternehmen gut? Wirtschaftspolitik nach AfD-Art!

Sonst schreiben die Sachsen-Anhaltiner lediglich, dass der Einkommensunterschied zwischen Arbeitnehmern in Zeitarbeit und Hartz IV-Beziehern größer werden müsse. Das ist alles zum Thema Arbeits- und Sozialpolitik im Landtagswahlprogramm.

Aber das ist viel mehr als ihre Kollegen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zu Papier brachten: Deren Landtagswahlprogramme enthalten dazu nämlich genau NICHTS.

Also nicht nur kackbraun, sondern auch noch kotzgelb.

Quelle Facebook, auch wenn man keinen FB Zugang hat abrufbar:
https://www.facebook.com/GegenDieAlternativeFuerDeutschland/posts/782632811841783:0 (https://www.facebook.com/GegenDieAlternativeFuerDeutschland/posts/782632811841783:0)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 15:20:53 Di. 23.Februar 2016
Am Besten auch noch das NEOLIBERALE PACK mitausweisen. Was viele dumme Stiefelnazis auch nicht wissen, die AFD ist ebenfalls absolut neoliberal...

Warum war die AfD anfänglich ein gerne gesehener Liebling der entsprechenden Medien?
Jetzt traut man sich nicht mehr weil es doch keine reinen Wirtschaftsfaschisten sind die man gerne unterstützt hätte, sondern übelste Faschisten in allen Bereichen.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 09:56:17 Mi. 24.Februar 2016
Zitat
Anschlag auf Unterkunft für Asylbewerber

In der Flensburger Asylbewerberunterkunft in der Straße am Dammhof haben Unbekannte offenbar einen Anschlag mit Chemikalien verübt. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, ereignete sich der Vorfall bereits am Freitagabend. Zwei Männer aus Syrien erlitten Verletzungen. Sie hielten sich im Duschraum des Hauses auf, als jemand eine ätzende Flüssigkeit durch ein gekipptes Fenster schüttete. Die Chemikalie führte bei den 21 und 28 Jahre alten Syrern zu brennenden Augen und Hustenreiz.
http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Anschlag-auf-Unterkunft-fuer-Asylbewerber,anschlag226.html (http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Anschlag-auf-Unterkunft-fuer-Asylbewerber,anschlag226.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 17:24:58 Mi. 24.Februar 2016
NOpegida Nürnberg – FÜR FRIEDEN & TOLERANZ!
Freitag 11.03.2016 - 18:30h U-Bahn Wöhrder Wiese #Nürnberg

Bitte Teilen und Freundinnen und Freunde einladen!

Unter den Deckmantel des Friedens will Pegida Nürnberg am 11. März erneut seinen Hass gegen Flüchtlinge auf die Straße tragen und den rassistischen Lynchmob aufhetzen. Gezielt versucht diese extrem rechte Gruppierung, einzelne Gruppen gegeneinander aufzuhetzen und Ängste zu schüren. OrganisatorInnen von Pegida Nürnberg beteiligen sich begeistert an der Diskussion auf Anti-Antifa-Seiten der Nürnberger Neonazis – mit denen sie gemeinsam marschieren – und versuchen so, die demokratische Zivilgesellschaft einzuschüchtern. Besonders hervorgetan hat sich dabei die ehemalige Superadministratorin des HoGeSa-Forums und Pegida Nürnberg Organisatorin Kareen W.. Pegida Nürnberg ist schon längst eine vom Verfassungsschutz beobachtete Organisation. Die staatliche Behörde benötigte dazu allerdings ein knappes Jahr. Dabei war schon beim ersten Auftritt von Nügida mit Tegetmeyer, Biller, Stürzenberger, Eising und Co. deutlich, welch brauner Mob wieder einmal durch die ehemalige Stadt der Reichsparteitage marschieren will. Teile der MarschiererInnen sollen sich nach aktuellen Pressemitteilungen in einer kriminellen Vereinigung zusammen gefunden haben. Gegen sie wird wegen des Verdachts von geplanten Bombenanschlägen auf bewohnte Flüchtlingsunterkünfte sowie wegen eines geplanten Angriffs auf ein StudentInnentreff in Bamberg ermittelt.

Wieder wollen sie die AnwohnerInnen des Prinzregentenufers mit ihren Hass- und Hetztiraden quälen. Wieder will der braune Marsch über die Stolpersteine deportierter und ermordeter Jüdinnen marschieren. Der Judenhass, der Antisemitismus wird bei Pegida Nürnberg immer offener sichtbar. So verbreitete erst kürzlich der Pegida Nürnberg Gänger und Videodokumentar Jens J. seine antisemitischen Phantasien auf der Facebook-Seite des NPD-Kaders Karl Richter. Wir wissen, diese Hassmenschen werden von den AnwohnerInnen des Prinzregentenufers mit Transparenten und vielfältigen Aktionen empfangen werden! Niemand liebt die Brandstifter, die Keimzelle künftiger rechtsterroristischer Zellen! Wehret dem Ist-Zustand, denn die Anfänge sind schon vorbei! Bringt alles mit was Lärm macht und laut ist! Topfdeckel, Pfeifen, Instrumente, Kuhglocken, … Seid kreativ! Angemeldet ist die Kundgebung dieses Mal im Rahmen des Rotationsprinzips von ver.di.

https://www.facebook.com/events/521765041329735/ (https://www.facebook.com/events/521765041329735/)

 
NOpegida Nürnberg – FÜR FRIEDEN & TOLERANZ!
11. März um 18:30 Uhr
U-Bahn Wöhrder Wiese

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 12:25:25 Do. 25.Februar 2016
Ich möchte an diese einige Beiträge zuvor hochschwappende Diskussion anknüpfen.
Es ging mir nicht darum, hier nur herumzuprovozieren und meinen Frust abzulassen.

Ich bin angeekelt von dem aktuellen geheuchelten Antifaschismus der Politiker und Medien, die allesamt selbst zu den geistigen Brandstiftern gehören.
Ich kann es nicht fassen, wie wenig die Antifaszene in den letzten drei Jahrzehnten dazu gelernt hat und wie unpolitisch sie geblieben ist.
Ein Teil der Diskussion in diesem Forum (über "die Ossis" oder "die Sachsen") ist gefahrlich und kontraproduktiv.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 14:40:27 Do. 25.Februar 2016
Zitat
Ich bin angeekelt von dem aktuellen geheuchelten Antifaschismus der Politiker und Medien, die allesamt selbst zu den geistigen Brandstiftern gehören.
Jupp, da sind wir wohl komplett einer Meinung

Zitat
Ich kann es nicht fassen, wie wenig die Antifaszene in den letzten drei Jahrzehnten dazu gelernt hat und wie unpolitisch sie geblieben ist.
Ich glaube wir hatten das schon mal diskutiert. "Die Antifa" gibt es nicht. Es gibt unterschiedliche Gruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und unterschiedlichen Vorstellungen in der Ausführung. Alles also sehr heterogen.
Wenn wir beide zusammen eine Antifagruppe gründen würden, hätte diese sehr wahrscheinlich einen anderen Schwerpunkt als eine Antifagruppe, die von 16jährigen Schülern gegründet wurde. Daher ist es auch komplett unsinnig, hier zu behaupten das Antifaarbeit generell unpolitisch ist/war!  Auch wenn du es immer wiederholst wird es dadurch nicht wahrer.
Aber darüber streiten wir uns ja jetzt schon seid 6 Jahren! ;D Ich glaube wir sollten das noch mal ausführlich bei einem Bier beschnacken!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 17:24:50 Do. 25.Februar 2016
Aber darüber streiten wir uns ja jetzt schon seid 6 Jahren! ;D Ich glaube wir sollten das noch mal ausführlich bei einem Bier beschnacken!
Gern!
(https://media.giphy.com/media/113JWfVDR9p5PG/giphy.gif)

Aber vielleicht, wenn meine Zeit es zuläßt, kann ich versuchen meine Gedanken nochmal etwas ausführlicher zu formulieren, ohne daß es als Anmache rüberkommt. Von einem vernünftigen Streitgespräch, hätten auch andere Leser etwas.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 18:02:22 Do. 25.Februar 2016
Zitat
Von einem vernünftigen Streitgespräch, hätten auch andere Leser etwas.
Stimmt!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 16:04:04 Fr. 26.Februar 2016
Zitat
Nürnberg: Fünfzehn Nazikundgebungen in Langwasser am 27. Februar geplant - Gegenkundgebungen in Vorbereitung - Auf die Straße! (Februar 2016)

Neonazis der Partei "Die Rechte" haben für Samstag, den 27. Februar insgesamt dreizehn Kleinkundgebungen im Nürnberger Stadtteil Langwasser unter dem Motto "Schluss mit dem Asylwahnsinn - Langwasser braucht keine Heime" angemeldet. Mit einem Bus sollen im Laufe des Nachmittags und Abends, zwischen 12 Uhr und 18.30 Uhr, verschiedene Orte angefahren werden: Planetenring, Neuselsbrunn, Zugspitzstraße (zweimal), Dr.-Linnert-Ring, Trebnitzer Straße, Görlitzer Straße, Langwasser-Süd, Julius-Leber-Straße, Imbuschstraße, Giesbertstraße, Gemeinschaftshaus, Langwasser-Mitte. Nach aktuellem Stand (26.2.16) hat das Ordnungsamt die Nazi-Anmeldungen weitgehend durchgewunken. Zu den Flüchtlingsunterkünften in der Breslauer Straße soll es zwar einen Mindestabstand von 100 Metern geben, dies ist jedoch sehr unbefriedigend. Aus dem Kreis der freiwilligen FlüchtlingshelferInnen wird Unverständnis und Entsetzen geäußert: "8 Stunden lang ist Langwasser die fahrbare Bühne für die menschenverachtende Polemik der 'Rechten'".

Gegen die Naziaktion wird es Widerstand geben. DIDF / Junge Stimme haben angemeldet, der AK Buntes Langwasser sowie das Stadtteilforum Langwasser unterstützen und rufen mit auf. Auch unser Bündnis ruft zu den Gegenkundgebungen auf.

Das Koordinatoren-Team der Flüchtlingshilfe plant Präsenz vor den Gemeinschaftsunterkünften in Langwasser: "Wir wollen den Rechten nicht ungehindert die Breslauer Straße mit den drei Not-GUs [Gemeinschaftsunterkünften] überlassen".

Angemeldet sind nun Gegenkundgebungen von 11.30 Uhr bis 20 Uhr an folgenden Orten, jeweils in der Nähe der Kundgebungsorte der "Rechten":

Planetenring (11.30 Uhr, Auftakt, Schwerpunktort)
Neuselsbrunn (12.30 Uhr)
Zugspitzstraße (zweimal, 13 Uhr)
Dr.-Linnert-Ring (13.30 Uhr, Schwerpunktort, vor einer Flüchtlingsunterkunft)
Trebnitzer Straße (14 Uhr)
Görlitzer Straße (14.30 Uhr)
Langwasser-Süd (15 Uhr, Schwerpunktort)
Julius-Leber-Straße (15.30 Uhr)
Imbuschstraße (16 Uhr)
Giesbertsstraße (16.30 Uhr)
Gemeinschaftshaus (17 Uhr, Schwerpunktort)
Langwasser-Mitte (17.30 Uhr, Schwerpunktort)

Die angegebenen Zeiten sind ungefähre Anhaltspunkte. Die genauen Standplätze werden vor Ort von der Polizei festgelegt.

Laut AK Buntes Langwasser und Stadtteilforum Langwasser sollen an allen oben genannten Orten Gegenaktionen stattfinden. An fünf ausgewählten Orten soll es Schwerpunktaktionen geben. Dorthin sollen sich auch diejenigen begeben, die nicht überall dabei sein können.

Bitte achtet auf aktuelle Informationen auf unserer Homepage sowie auf der Seite des Stadtteilforums Langwasser.


Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/), http://www.stadtteilforum.org/langwasser/ (http://www.stadtteilforum.org/langwasser/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Wernichtsweissmussallesgl am 17:29:30 Fr. 26.Februar 2016
Wohin soll man Sachsen abschieben?
Ich bin für einen Säxit. Einen   eigenen Sachsenstaat. Mit einer grosssen Mauer, Wachtürmen und Selbstschussanlagen.
Zumindest wird nicht mehr gegen die Flüchtlinge ermittelt in Clausnitz. Das Ansehen der Sachsen in der Rest BRD ist schwer angeschlagen und ich will mit den Pegidaaffen nichts zu tun haben. Sachsen gehören aus den Betrieben entlassen und Heim ins Reich geschickt. Ausweisen, abschieben zur Not mit Waffengewallt und sich selbst überlassen. Sachsen das ist die neue "Zone". Vollbepisste Ossizone. Vollproll dieser Mob.
Die einzige Partei die Mauern baut
"die-Partei"
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: schwarzrot am 18:03:03 Fr. 26.Februar 2016
Die einzige Partei die Mauern baut
"die-Partei"
Das stimmt so nicht ganz: Die idee, die mauer wieder aufzubauen/ doitschland wieder in mehrere zonen aufzuteilen, ist m.m.n. ganz klar von der APPD geklaut (oder übernommen, 'die Partei' hat früher mit der Appd zusammengearbeitet. Eigentlich sollte 'die partei nur der steigbügelhalter der Appd sein. Die geschichte hat aber leider anders entschieden.):
http://www.youtube.com/watch?v=_vLMlqw9hrg
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Wernichtsweissmussallesgl am 18:12:08 Fr. 26.Februar 2016
Wer ist die APPD?
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Wernichtsweissmussallesgl am 18:25:42 Fr. 26.Februar 2016
Bier trinken ist doch super. Habe jetzt ne Einladung der "Partei " bekommen. Zur Aufnahme und auch zum Antreten zur nächsten Wahl.
Wir nehmen nicht alles so ernst. Auch ich habe vor 30 nicht gearbeitet und nur gesoffen und auf kosten Anderer gelebt.
3 Zonen halte ich jedoch für Schwachsinn. Ossis reichen schon.Im Moment lebe auch ich mal wieder seit einem halben Jahr auf kosten anderer,Und trinke Bier.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Wernichtsweissmussallesgl am 18:34:51 Fr. 26.Februar 2016
Ich trete in Krefeld an und habe dann schon 1,7% der Stimmen.Weil wir in Altersheimen 0% der Stimmen bekommen treten wir für eine Begrenzung des Wahlalters ein auf 52 Jahre ein.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: rebelflori am 18:55:22 Fr. 26.Februar 2016
Auch ich habe vor 30 nicht gearbeitet und nur gesoffen und auf kosten Anderer gelebt.
Also ich habe das fast genau so gemacht. Jetzt 2 Jahre Umschulung und dann bin ich 31. ;D ;D
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Wernichtsweissmussallesgl am 18:57:16 Fr. 26.Februar 2016
Jeder sollte bis 30 chillen. Arbeit was ist das?
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: admin am 18:58:00 Fr. 26.Februar 2016
Sind das Beiträge, die unter diese Überschrift gehören?
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Wernichtsweissmussallesgl am 19:04:15 Fr. 26.Februar 2016
Ne, danke für die Zurechtweisung.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Sunlight am 18:36:18 Sa. 27.Februar 2016
 ;D ;) Es hat hier im Forum alles seinen Platz, völlig korrekt.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 19:23:37 Sa. 27.Februar 2016
Zitat
Gräfenhainichen
Schüsse auf geplantes Flüchtlingsheim
Unbekannte haben in der Nacht zu Sonnabend Schüsse auf das geplante Flüchtlingsheim in Gräfenhainichen abgegeben. Das teilte die Polizei mit. Mehrere Fensterscheiben in dem leerstehenden früheren Bürogebäude gingen zu Bruch. Polizeihauptkommissar Ralf Moritz sagte MDR SACHSEN-ANHALT, es handele sich um eine neue Qualität. So etwas habe er noch nie erlebt.
http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/dessau/schuesse-auf-unterkunft-100.html (http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/dessau/schuesse-auf-unterkunft-100.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 16:44:08 Mo. 29.Februar 2016
Zitat
Von einem vernünftigen Streitgespräch, hätten auch andere Leser etwas.
Stimmt!

Ich will es hier nochmal versuchen.

Es war ja nicht einfach nur aus einem allgemeinen Frust heraus dahergesagt. Ich habe mir einen Haufen Gedanken dazu gemacht. Es verstehe es nicht als herabblickende Kritik von außen, sondern ich sehe mich selbst als ein Mensch nicht nur mit einer antifaschistischen Haltung, sondern auch einer solchen Praxis. Ich habe Flugblätter mitverfaßt und verteilt, ich habe Veranstaltungen mitorganisiert.

Anfang der 80er war ich dabei, als Faschos einen Marsch durch Flensburg anläßlich Führes Geburtstag geplant hatten. Lokalpolitiker hatten Leuten mit ausländischen Namen empfohlen, für den Tag am Türschild ihn mit einem deutschen zu überkleben. Teilweise mußten wir selbst Fersengeld zahlen, als die Faschos in Polizeibegleitung auf uns zustürmten, aber sie sind später auch kräftig vermöbelt worden.

Mitte der 80er hab ich nicht weggesehen und nicht die Klappe gehalten, als 2 Faschos mit deutschem Gruß durch einen Bus marschierten. Ich hab dafür auf die Fresse gekriegt und auf dem Boden liegend, wurde ich richtig zusammengetreten. Sie wurden später festgenommen, ich habe gegen sie ausgesagt, beide sind dafür in den Knast gegangen.

Anfang der 90er war ich in London mit dabei, als ein Screwdriver Konzert verhindert wurde. 1992 war ich in Rostock zum Antifamarsch nach den Pogromen von Rostock Lichtenhagen. Mich hat das Auftreten der westlichen Antifas derart angeekelt, daß ich nicht an dem Marsch teilgenommen habe und wieder nach Westdeutschland zurückgefahren bin.

Irgendwann in den Nullerjahren war ich mit dabei am ersten Mai in Bremen einen Nazimarsch zum Werkstor von Daimler-Bremen zu verhindern.

Das was ich in Rostock erlebt habe, wurde nie kritisch hinterfragt und es läuft weiter und zieht sich auch durch dieses Forum. Hamburger Punks, die zuhaus wie Dreck behandelt werden, führten sich in Rostock auf wie Herrenmenschen. Endlich können sie die "die Ossis" so behandeln, wie sie sonst selbst behandelt werden. Genau der selbe Dreck, wie er hier von Wernichtsweissmussallesglauben verbreitet wird.
Zitat
Vollbepisste Ossizone. Vollproll dieser Mob.

Das hat für mich nichts mit Antifaschismus zu tun.

Ich will nochmal klarstellen, daß ich kein Problem mit Militanz habe.
Ich bin der Meinung, daß faschistischen Strukturen (Schulungszentren, Klamottenläden, Rechte Medien, Treffpunkte, Veranstaltungsorte) mit allen Mitteln zerschlagen gehören, daß alle rechten Aufmärsche und Kundgebungen verhindert werden müssen, und daß führende Faschisten Angst haben sollten, auf die Straße zu gehen.

Jetzt geht es aber darum, wer nun eigentlich alles "Faschist" oder "Nazi" ist. Und wie man mit Mitläufern umgeht. Wenn man jeden, der mal irgendwelche Nazischeiße quatscht, zum Faschisten macht, dann stehen wir einer Mehrheit von Faschisten gegenüber. Wenn wir nicht davon ausgehen, daß Leute ihre Meinung ändern können und wenn wir nicht versuchen, genau das zu erreichen, dann haben wir aufgegeben und hören auf Politik zu machen. Dann sind Antifademos nur noch popkulturelle Phänomene, in denen "wir" sagen, daß "ihr" scheiße seid.

Für jugendliche Subkulturen ist es normal und auch sinnvol sich gegen den verkackten Rest der Welt abzugrenzen. Aber Politik ist das nicht.

Natürlich ist die Antifaszene keine homogene Organisation. Es gibt die Kids, die Nazis doof finden und Spaß an Action haben, es gibt alte Hasen aus der Politszene, schon klar. Es gibt Antifa Aktivisten oftmals auch da in der Pampa, wo es keinerlei linke Strukturen gibt. Das ist cool. Und es gibt diverse Antifapublikationen, gedruckt und online. Die hätten die Möglichkeit diese Szene zu erreichen, auch die Kids in der Pampa. Es könnte hier die Diskussion vorangetrieben und die Leute politisiert werden.

Und wir müssen uns ansehen, was die Leute in die Arme von Pegida und Co. treibt. Wenn das z.b. sinkende Löhne, Renten und Wohnungsnot sind, dann sollten wir das aufgreifen, uns für bessere Renten, Sozialleistungen, Löhne und eine andere Wohnungspoltik einsetzen, und klarmachen, daß diese Probleme nicht dadurch löst indem man sich gegen Ausländer wendet, im Gegenteil. Und in einer Pißpampa wie Clausnitz muß man auch sehen, ob es nicht linke Unterstützung gegen die Schließung einer Dorfschule, einer Bücherei oder den Bau einer Schnellstraße gibt.

Eine Antifaszene, die sich derart unpolitisch verhält, sollte sich nicht wundern, wenn sie erfolglos bleibt und sogar benutzt wird. Sehen wir einmal von der Militanz ab, unterstützen selbst Typen wie Gauck diesen unpolitischen Antifaschismus.

Ich behaupte, es fehlt der Klassenstandpunkt. Das klingt hölzern und nach Rappelkistenrebell, doch es beschreibt das Problem treffend. Da viele diese Begriffe nicht verstehen wollen, will ich es anders formulieren: Die gesellschaftliche Grundhaltung nach oben zu Buckeln und nach unten zu treten, wird von den Faschisten am konsequentesten gelebt und durchgesetzt. Ein politischer Antifaschismus müßte diese Haltung angreifen und umkehren. Dieses "Vollbepisste Ossizone. Vollproll dieser Mob." tritt weiter schön nach unten. Im besten Falle kämpfen Leute aus den Unterschichten gegeneinander. Die Herrschenden können sich ins Fäustchen lachen.


Mir geht auch die Lieblingsparole der Antifa- und Antiraszene auf den Sack:
"Das Problem heißt Rassismus!"

Überall gibt es Leute, die für Rassismus empfänglich sind und Rasismus gibt es an unterschiedlichsten Orten in unterschiedlichsten Formen. Letztes Jahr  machten südafrikanische Schwarze Jagd auf Einwanderer aus anderen afrikanischen Staaten. Hongkongchinesen und Festlandchinesen mögen einander nicht. Die wirklichen Probleme entstehen aber erst dann, wenn Leute da sind, die diesen Rassismus nutzen, ihn vorantreiben und organisieren und davon profitieren.

Wenn wir aufhören würden nach oben zu buckeln und nach unten zu treten, dann würde sich der Protest gegen die Ideologen, geistigen Brandstifter und Hintermänner geben, dann wären die Bertelsmannstiftung oder die SPD Parteizentrale Ziele. Dann würde gegen Reinigungsunternehmen und Leihbuden gekämpft werden, die ihren migrantischen Beschäftigten nicht einmal den Mindestlohn zahlen. Solche Arbeitgeber gibt es überall.

Erst wenn soziale Kämpfe und der Angriff auf Nazis und Nazistrukturen zusammenkommen, wird daraus Antifapolitik mit Hand und Fuß!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 18:40:52 Mo. 29.Februar 2016
Ich hab gestern mit meiner Mutter telefoniert. Sie erzählte mir, das ihr erster Gedanke, nachdem sie die Bilder aus Clausnitz im Fernsehen gesehen hatte, war, die Mauer möglichst schnell wieder aufzubauen!
Das was ich in meinem Beitrag vorher erzählt habe, all diese Geschichten über die Hilfsbereitschaft der Bewohner gegenüber den Gegendemonstranten gibt es in Sachsen nicht!
Genau das unterscheidet Sachsen vom großen Rest Deutschlands! In Sachsen sind es die Nazis, die von der Bevölkerung mit O-Saft und Benzin versorgt werden!
Du schreibst das immer so schön, das es Linke in Clausnitz geben sollte, die sich für den Erhalt von Dorfschulen und Büchereien einsetzen sollten. Ja, die sollte es geben. Gibt es aber nicht: Weil jeder, der sich dort als Links outet, ernsthafte Probleme bekommt.
Du kannst keine politische Arbeit machen, wenn Du 24/7 damit beschäftigt bist, dich um dein eigenes Überleben zu kümmern!
Fairer Weise muss man dazu sagen das es sowas im Westen auch gibt. Ich selber komme aus der Westdeutschen Pampa und habe in den 90ern erlebt, was es bedeutet, sich klar zu positionieren, sich für Flüchtlinge und gegen Nazis auszusprechen. Ich hatte damal keine Ahnung das es sowas wie eine Antifa gab und baute mit einigen wenigen Freunden eine eigene Struktur auf, die im Grunde unserem Eigenschutz diente. Für andere Dinge hatten wir keine Zeit mehr, als wir bei den Nazis im wahrsten Sinn des Wortes ins Schussfeld gerieten. Danach sicherten wir uns mit Sandsäcken und die ballistischen Schutzwesten hatten noch nicht die Qualität die sie heute haben...es gab mehrere Angriffe von Nazis die wir erfolgreich abwehren konnten, aber dann musste ich aus meinem Wohnort evakuiert werden.
Mit sowas bin ich groß geworden...wo sollte denn da noch Platz für soziale Kämpfe sein?

Aber ansonsten gebe ich Dir natürlich recht: Antifaarbeit kann und darf nicht im "luftleeren Raum" stattfinden. Das habe ich in späteren Gruppen, in denen ich aktiv war, aber auch nie so erlebt. Da gab es immer breite Bündnisse, die diese Antifaarbeit immer neben ihrer eigentlichen politischen Arbeit gemacht haben, quasi im "Nebenerwerb".
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 18:57:58 Mo. 29.Februar 2016
Zitat
Ich hab gestern mit meiner Mutter telefoniert.
Und warum hat sie diese Schlüsse gezogen? Weil sie die Informationen dazu aus den Medien hat und welche Rolle die spielen, hattest du selbst beschrieben.

Ich habe kein Lösungskonzept aller Probleme liefern können oder wollen. (Naja, wollen schon aber halt nicht können.)
Ich weiß, daß man einige Menschen und Gegenden (aber sicherlich nicht Sachsen oder Ossiland) aufgeben muß, wegen der jahrzehntelangen Defizite. Zumindest für eine Zeit. Nach dem verlorenen Krieg wurde Nazideutschland schließich in den 60ern von den Kindern der Nazis aufgemischt.

Mein Hauptgedanke bleibt: Daß das nach oben Buckeln, nach unten Treten, nicht in Frage gestellt und im antifaschistischen Kampf umgekehrt wird, halte ich für das wesentliche Problem.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 19:46:30 Mo. 29.Februar 2016
Zitat
Und warum hat sie diese Schlüsse gezogen? Weil sie die Informationen dazu aus den Medien hat und welche Rolle die spielen, hattest du selbst beschrieben.
Nöö, weil sie sich vermutlich daran erinnert hat, wie scheiße sie selber als Flüchtling in Deutschland behandelt wurde!
Ich weiß jetzt aber ehrlich gesagt nicht, was die Bilder aus Clausnitz mit der Rolle der Medien zu tun haben. Das ganze wurde von irgendwem per Smartphone gefilmt und ins Netz gestellt. Erst als das ganze im Netz schon hohe Wellen schlug brachte die tagesschau die Bilder auch auf ihrer Homepage und in den Nachrichten.
Naja, egal, ich hab meiner Mutter dann nebenbei auch noch erklärt, das sie in DER Nazihochburg in Westdeutschland lebt und es dort keinesfalls viel besser aussieht, als in der DDR.
Ich hab ja auch nichts gegen die Sachsen, ABER guck dir die doch mal an! Die wollen sich doch gar nicht integrieren! Da leben die schon seid fast 30 Jahren in Deutschland und können immer noch kein verständliches Deutsch! Die wollen uns doch nur die Kohle aus der Tasche ziehen, mehr wollen die doch gar nicht! ;D ;D ;D
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: dagobert am 01:09:24 Di. 01.März 2016
Da leben die schon seid fast 30 Jahren in Deutschland und können immer noch kein verständliches Deutsch!
Die Bayern auch nicht, und die sind schon weit länger in Deutschland.  ;D
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 09:37:01 Di. 01.März 2016
Shitstorm bei TRIGEMA nach Valentinstags-Post
Am Valentinstag postete TRIGEMA ein Foto von einem schwarz-weißen Paar auf seiner Facebook-Seite. Was dann passiert, ist allerdings ziemlich haarsträubend.

http://pd-ondemand.swr.de/swr-fernsehen/landesschau-bw/aktuell-1/844927.m.mp4 (http://pd-ondemand.swr.de/swr-fernsehen/landesschau-bw/aktuell-1/844927.m.mp4)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Onkel Tom am 09:45:00 Di. 01.März 2016
A ja, nicht nur die Klasse der Lohn-Erwerbsabhängigen ist unter sich gespalten..
Nun auch D in Natiönchien..

 ::)

Kuddesl`s Beitrag "ich versuche es nochmal" beleuchtet eine Ecke, die noch
ein Ansatz offen lässt, dem gegenwärtigen Zustand entgegen zu treten.

Zitat
...
Ich behaupte, es fehlt der Klassenstandpunkt. Das klingt hölzern und nach Rappelkistenrebell, doch es beschreibt das Problem treffend. Da viele diese Begriffe nicht verstehen wollen, will ich es anders formulieren: Die gesellschaftliche Grundhaltung nach oben zu Buckeln und nach unten zu treten, wird von den Faschisten am konsequentesten gelebt und durchgesetzt. Ein politischer Antifaschismus müßte diese Haltung angreifen und umkehren. Dieses "Vollbepisste Ossizone. Vollproll dieser Mob." tritt weiter schön nach unten. Im besten Falle kämpfen Leute aus den Unterschichten gegeneinander. Die Herrschenden können sich ins Fäustchen lachen.
...

Da knabbern (auch ich) ja einige schon Jahre dran und erst wenn Erwerbslose, Leiharbeiter,
Normalarbeiter, Flüchtlinge etc. begreifen und umsetzen, das sie alle im gleichen Boot sitzen,
besteht die Chance, "die Macht des Volkes" der verlobbten Regierung deutlich zu machen..

Die Entsolidarisierung ist die derbste Waffe, die von den Herrschenden benutzt wird und da
fängt die begegnung und bewegung an..

Hoffentlich kracht die Handlung nach oben kriechen und nach unten treten endlich zusammen.
Es ist wie eine Hühnerleiter.. Von Oben bis unten beschissen.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:39:46 Mi. 02.März 2016
Zitat
Ein Land, in dem Angela Merkel, die Architektin zweier Asylrechtsverschärfungen und eines Abschottungsdeals mit dem Erdogan-Regime in der Türkei, als Flüchtlingsfreundin gilt, hat ein Problem. -

Ein Kommentar von THOMAS EIPELDAUER, 1. März 2016 -
http://www.hintergrund.de/201603013865/politik/inland/die-humanistin.html (http://www.hintergrund.de/201603013865/politik/inland/die-humanistin.html)


und Sachsen einmal anders:
Zitat
Ein sächsisches Dorf zeigt Größe
https://www.freitag.de/autoren/frankfehlberg/ein-saechsisches-dorf-zeigt-groesse (https://www.freitag.de/autoren/frankfehlberg/ein-saechsisches-dorf-zeigt-groesse)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 07:03:06 Do. 03.März 2016
Zitat
Nürnberg, 6. März: Keine "Sichere Heimat" auf dem Jakobsplatz! Rassistische Propaganda stoppen! Öffentlicher Gegenprotest ist notwendig! / "Sichere Heimat" lädt auf Facebook Neonazis ein (März 2016)

Unter dem Motto "Sichere Heimat" rufen erneut extrem rechte Kräfte zu einer rassistischen, gegen Flüchtlinge gerichteten Kundgebung auf, diesmal auf dem Jakobsplatz zwischen 14 und 16 Uhr. Weiterhin wird versucht, unter einem "russlanddeutschen" Label verunsicherte Menschen zu agitieren (wir berichteten mehrfach).

In der Vergangenheit wurde die Gruppierung von bekannten extrem rechten Kräften unterstützt, von der AfD bis hin zur Neonazipartei "Die Rechte". Logistische Hilfe kam von Pegida Nürnberg.

Wir halten dagegen und klären auf! Das Nürnberger Bündnis Nazistopp hat eine Gegenkundgebung angemeldet: Sonntag, den 6. März, 13.30 am Jakobsplatz. Kommt alle!

Als Redner haben wir unter anderem Thomas Zeitler gewonnen, der als Pfarrer im Lorenzer Laden arbeitet.

Update: Über Facebook lädt die Initiative "Sichere Heimat" mehrere bekannte Neonazis zur Kundgebung am 6. März ein.

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 19:07:37 Mo. 07.März 2016
Zitat
Nach Morddrohungen: Pfarrer aus oberbayerischem Zorneding tritt zurück

Rassistische Beleidigungen durch Lokalpolitiker, Morddrohungen - jetzt hat Olivier Ndjimbi-Tshiende genug: Der Pfarrer der oberbayerischen Gemeinde Zorneding tritt zurück.

Fünf Morddrohungen hat der katholische Pfarrer der oberbayerischen Gemeinde Zorneding, Olivier Ndjimbi-Tshiende, in den vergangenen Monaten erhalten. Zuvor hatte er sich fremdenfeindliche Äußerungen eines CSU-Lokalpolitikers gefallen lassen müssen. Jetzt ist der 66-jährige Geistliche von seinem Amt zurückgetreten ...

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/pfarrer-aus-oberbayerischem-zorneding-tritt-zurueck-a-1080947.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/pfarrer-aus-oberbayerischem-zorneding-tritt-zurueck-a-1080947.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 14:35:29 Mi. 09.März 2016
Zitat
Nürnberg, 11. und 13. März: Nürnberg als Aufmarschgebiet extrem rechter Gruppierungen. Wehren wir uns gegen den rechten Ansturm! Auf die Straße gegen Pegida und AfD! - Studierendenvertretung der Ohm-Hochschule ruft zum Protest gegen Pegida und AfD auf (März 2016)
- aktualisiert -


Dass Nürnberg als Aufmarschgebiet extrem rechter Gruppierungen fungiert, ist nicht neu. Seit Anfang letzten Jahres geht der rassistische Teil der Bevölkerung vermehrt auf die Straße, zum Glück halten viele NürnbergerInnen (mit Unterstützung aus Nachbarorten) dagegen.

Kommendes Wochenende wird anstrengend: Am 11. März demonstriert die rassistische Gruppierung Pegida Nürnberg erneut am Prinzregentenufer. Zwei Tage später, am 13. März, geht die immer weiter nach rechts rückende AfD auf die Straße und will die mutmaßlichen Wahlerfolge in anderen Bundesländern abfeiern.

Dagegen ist Widerstand angesagt! Überlassen wir den rechten AgitatorInnen nicht die Straße!

Gegen Pegida Nürnberg: Am Freitag, den 11. März wird eine Gegenkundgebung am Prinzregentenufer durch ver.di organisiert. Beginn: 18.30 Uhr.

Update: Auch der AStA (Studierendenvertretung) der Ohm-Hochschule ruft zu den Gegenaktionen am Freitag und am Sonntag auf. In Bezug auf Pegida Nürnberg heißt es in einem Rundschreiben: "Wir als Studierendenvertretung können nicht akzeptieren, dass Pegida Nürnberg versucht in Hochschulnähe ihre kruden Thesen zu verbreiten und positionieren uns klar gegen diese Organisation".

Gegen die AfD-Großdemo wird es am Sonntag, den 13. März zwei Gegenaktionen geben. Das Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg mobilisiert für 14 Uhr zum U-Bahnhof Bärenschanze. Die Allianz gegen Rechtsextremismus hat an diesem Tag eine Kundgebung ab 14.30 Uhr vor dem Justizgebäude in der Fürther Straße organisiert.

(Stand 9.3.16)
Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 17:32:44 So. 13.März 2016
Zitat
Anschlag in Eisenach: Rohrbombe vor Flüchtlingshaus gezündet
http://www.n-tv.de/politik/Rohrbombe-vor-Fluechtlingshaus-gezuendet-article17210051.html (http://www.n-tv.de/politik/Rohrbombe-vor-Fluechtlingshaus-gezuendet-article17210051.html)

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 16:42:50 Di. 15.März 2016
Zitat
Anmerkung Jens Berger: Scotty, beam me up. Die Menschen werden systematisch von einer neoliberalen Politik ihrer Lebensperspektive beraubt und wovor haben sie Angst? Vor dem Islam! Das ist so absurd, da fehlen mir selbst als harten Hund die Worte.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=32142#h01 (http://www.nachdenkseiten.de/?p=32142#h01)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 18:22:06 Di. 15.März 2016
Zitat
Ein Betrunkener hat in der schleswig-holsteinischen Gemeinde Timmendorfer Strand einen Mann mit einem Messer angegriffen. Der Grund für die Attacke: Er hielt ihn laut Polizei offenbar für einen Flüchtling.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/timmendorfer-strand-mann-greift-vermeintlichen-fluechtling-an-a-1082498.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/timmendorfer-strand-mann-greift-vermeintlichen-fluechtling-an-a-1082498.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 18:27:05 Di. 15.März 2016
Zitat
Nürnberg: Nazikundgebung vor dem SPD-Haus am kommenden Samstag angemeldet - Gegenkundgebungen angekündigt (März 2016)

Samstag 19.3. 15h Karl-Bröger-Str. #Nürnberg
Gegen Nazis, Rassismus & Nationalismus! Für Freiheit, Demokratie & Menschenrechte!

Bitte Veranstaltung TEILEN & FREUNDiNNEN einladen!

"Am Samstag, den 19. März 2016 wollen die Neonazis der Partei "Die Rechte" und "Nügida" um 16.00 Uhr in Nürnberg vor dem SPD-Haus in der Karl-Bröger-Straße eine Kundgebung durchführen, die gegen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und die Gewerkschaften gerichtet ist. Sie fordern ein Verbot dieser Parteien und "linker" Gewerkschaften. Als RednerInnen sind angekündigt der Münchner Stadtrat der "Bürgerinitiative Ausländerstopp" und ehemalige NPD-Landesvorsitzende Karl Richter sowie Sigrid Schüssler, Spitzenkandidatin der NPD bei den letzten Landtagswahlen.

Damit marschieren 83 Jahre nachdem das Karl-Bröger-Haus 1933 - damals noch Sitz der sozialdemokratischen Zeitung "Fränkische Tagespost" - von SA-Horden gestürmt, das Inventar zerstört und das Gebäude besetzt wurde, wieder Nazis vor diesem Haus auf. Und es ist die gleiche Zielrichtung wie 1933: gegen demokratische Parteien, gegen Gewerkschaften. Und damit gegen die Freiheit in Deutschland, gegen Demokratie und Menschenrechte.

Das werden wir nicht widerstandslos hinnehmen! Wir stellen uns Rassismus und Rechtsradikalismus entgegen, wir sagen Ja zu einer solidarischen Stadtgesellschaft. Nürnberg ist eine bunte Stadt, Nürnberg hält zusammen.

Wir rufen deshalb zu einer Kundgebung am 19. März um 15 Uhr vor dem Karl-Bröger-Haus auf: Gegen die Nazis, gegen Rassismus und Nationalismus, für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte!" VeranstalterIn: SPD Nürnberg

https://www.facebook.com/events/783012658498959/ (https://www.facebook.com/events/783012658498959/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 19:52:34 Di. 15.März 2016
Wir haben es mit wutschäumenden Medien zu tun, bei denen aus Böllern, die in der Nähe von Polizisten explodieren, Sprengstoff wird und wenn privates Eigentum (Schaufenster, Autos) oder öffentliches (Polizeiautos) im Mitleidenschaft gezogen wird, dann handelt es sich natürlich um Terror.
Zitat
Nach Anschlag in Nordhausen:
Politiker sehen neue Qualität linker Gewalt


Zum ersten Mal haben offenbar Linksextremisten in Thüringen einen Brandanschlag auf das Fahrzeug eines mutmaßlichen Rechtsextremisten verübt. „Das ist eine neue Qualität linksextremer Gewalt in Thüringen“, sagte der Innenexperte der CDU-Fraktion im Landtag, Wolfgang Fiedler, gestern unserer Zeitung.
http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Nach-Anschlag-in-Nordhausen-Politiker-sehen-neue-Qualitaet-linker-Gewalt-1026179780 (http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Nach-Anschlag-in-Nordhausen-Politiker-sehen-neue-Qualitaet-linker-Gewalt-1026179780)

Zitat
Eskalation in Berlin
Maskierte zünden Luxus-Autos an

28 beschädigte Autos und zahlreiche eingeschlagene Fenster an Geschäfts- und Wohnhäusern sind das Ergebnis einer Gruppe vermummter Randalierer, die durch Berlin-Kreuzberg zogen.
http://www.focus.de/regional/berlin/eskalation-in-berlin-maskierte-zuenden-luxus-autos-an-bekenner-schreiben-auf-linken-website_id_5265407.html (http://www.focus.de/regional/berlin/eskalation-in-berlin-maskierte-zuenden-luxus-autos-an-bekenner-schreiben-auf-linken-website_id_5265407.html)

Zitat
Tag der Gewalt
Linker Mob lässt Leipzig brennen
Proteste gegen einen Demonstrationszug von Rechten und Neonazis, der im alternativen Stadtteil Connewitz enden sollte und als Provokation angelegt war, sind von linksextremen Autonomen vereinnahmt worden. Leipzig erlebte einen Samstag der Gewalt.
http://www.nzz.ch/international/aktuelle-themen/linker-mob-laesst-leipzig-brennen-1.18662402 (http://www.nzz.ch/international/aktuelle-themen/linker-mob-laesst-leipzig-brennen-1.18662402)

Und die gedanklichen Überschläge der Kommentatoren sind beeindruckend:
Zitat
Mancher alte Antifaschist, der seine Haltung im Kampf gegen das Hitlerregime ausgebildet hat, würde sich im Grabe umdrehen, könnte er beobachten, zu welchen Aktionen sich seine vermeintlichen Erben von der «Antifa» hinreissen lassen. Leipzig gab dafür am Samstag das böse Beispiel.

Daß Brandanschlage gegen Flüchtlingsheime, Schüsse und Messerattacken auf Migranten, Morddrohungen zur Einschüchterung politisch Andersdenkender zum Alltag geworden sind, bringt die Medien nicht in Rage. So lange der Terror von rechts kommt, ist er Ausdruck der Unzufriedenheit der unverstandenen Bevölkerung und bestefalls eine Meldung wert, es gibt keinen Grund zu kommentieren und Konsequenzen zu fordern.

So werden solche Meldungen zu Randerscheinungen:
Zitat
Die Bürgermeister in Neu-Isenburg und Dreieich erhalten fast wortgleiche Drohbriefe. Darin werden sie aufgefordert, sich nicht weiter für Muslime einzusetzen - ansonsten würden Menschen sterben, schreiben die Täter.
http://www.fr-online.de/rhein-main/neu-isenburg-und-dreieich--morddrohungen-gegen-lokalpolitiker-,1472796,33953614.html (http://www.fr-online.de/rhein-main/neu-isenburg-und-dreieich--morddrohungen-gegen-lokalpolitiker-,1472796,33953614.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: dagobert am 14:53:27 Mi. 16.März 2016
Zum vollständigen Kopieren bin ich grad zu faul  ;), aber vorenthalten will ich euch diese Info auch nicht:
Zitat
AsylbLG: 10 Euro Kürzung ab 17. März 2016‏
http://www.alg-ratgeber.de/aktuelles-aus-politik-wirtschaft-arbeitsmarkt-hartz-f19/asylblg-euro-kurzung-marz-2016-t17157.html (http://www.alg-ratgeber.de/aktuelles-aus-politik-wirtschaft-arbeitsmarkt-hartz-f19/asylblg-euro-kurzung-marz-2016-t17157.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 13:09:03 Fr. 18.März 2016
Zitat
NO „Sichere Heimat“ NO Nazis!
SONNTAG 3. APRIL 13:30h Weißer Turm #Nürnberg


Die Initiative „Sichere Heimat“ – von vermeintlichem Russlanddeutschen gegründet – hat sich zu einer weiteren in Nürnberg aktiven RassistInnen- und Nazigruppierungen entwickelt. Auf ihren Kundgebungen wird besonders dreist gelogen! Es wird dort in übelster und ekelhafter menschenhassender Manier über Flüchtlinge als Bedrohung hergezogen. Die „Sichere Heimat“ ist gekommen, um Unsicherheit zu schüren. Unserer Einschätzung nach ist sie ein Medium Putins, um Hass, Wut und Gewalt in die bundesdeutsche Gesellschaft zu tragen.

Neben Pegida Nürnberg, die ihnen schon mehrmals die Technik und Bühne gestellt haben, sind sie ganz eng mit der Neonazi-Gruppierung von „Die Rechte“ um Rainer Biller und Dan Eising verbunden, wie das Posting aufzeigt: „Danke euch !“ (im Plural) – also nicht nur Rainer Biller sondern dem gesamten Nazitrupp von „Die Rechte“ – für die Teilnahme an ihrer Kundgebung schreibt die „Sichere Heimat“ auf ihrer FB-Seite. Nicht nur mit der vom Verfassungsschutz beobachteten Pegida Nürnberg und der Neonazipartei „Die Rechte“ ist die „Sichere Heimat“ ganz eng. Die Beziehungen zum bundesweit extrem rechten Kreisverband der AfD sind Bestens. So durfte ein Vertreter der „Sicheren Heimat“ auf der Kundgebung der AfD am 13.3. vor dem Nürnberger Justizpalast sprechen. Unter den Zuhörern: Dan Eising, Rainer Biller, Thomas R. und weitere Vertreter von „Die Rechte“ sowie Pegida Nürnberg Organisator Tegetmeyer mit Anhang. Anwesend beim AfD Aufmarsch war auch der rechtskräftig verurteilte Holocaust Leugner Ittner.

Während der Großteil der RussInnen und Russlanddeutschen längst gut in die Gesellschaft integriert ist und sich von solchen Veranstaltungen fern hält, läuft hier das russische desintegrierte „< 1 Prozent“ verbündet mit dem braunen Bund der extremen Rechten Nürnbergs zum inzwischen 5. Mal in unserer Stadt auf! Im Rahmen des Rotationsprinzips wird die Veranstaltung dieses Mal von „Die Linke Nürnberg-Fürth“ durchgeführt.

https://www.facebook.com/events/232839780402547/ (https://www.facebook.com/events/232839780402547/)
 
NO „Sichere Heimat“ NO Nazis!
3. April um 13:30 Uhr
Weißer Turm in Nürnberg
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 20:19:21 Fr. 18.März 2016
Ermittlungen nach Polizeieinsatz gegen Flüchtlingsfamilie in Warburg
http://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/warburg-polizei-fluechtlinge-100.html (http://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/warburg-polizei-fluechtlinge-100.html)
ACAB >:(
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: dagobert am 23:59:32 So. 20.März 2016
4. AsylbLG: 10 Euro Kürzung ab 17. März 2016
=====================================
Norbert Hermann und Claudius Voigt zu Kürzungen beim AsylbLG ab 17. März, alles weitere hier: http://www.harald-thome.de/media/files/Bochum-Prek-r---NH-16.03.2016.pdf (http://www.harald-thome.de/media/files/Bochum-Prek-r---NH-16.03.2016.pdf)


5. CDU/CSU und SPD setzen AfD-Programm um/Eine Bewertung von Claudius Voigt, GGUA Flüchtlingshilfe
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Dann möchte ich noch dringend auf eine Bewertung von Claudius Voigt zu den im Feb. im Bundestag beschlossenen Änderungen zum Flüchtlingsrecht eingehen. Ich halte die Wertung von Claudius für absolut zutreffend.
Am 24.02. haben CDU/CSU und SPD im Bundestag zwei Gesetzespakete beschlossen, die ihnen die AfD, PEGIDA und andere Menschenfeinde in die Feder diktiert haben. Zusammen mit dem Asylpaket I aus dem Herbst 2015 werden sie das Gesicht Deutschlands strukturell verändern: Sammellager für einen Großteil der Geflüchteten (und zwar längst nicht mehr beschränkt auf Menschen aus den so genannten "sicheren Herkunftsstaaten"!) werden zu einer weitreichenden Entsolidarisierung und Entrechtung führen. In zwei "Pilotprojekten" in Bayern lässt sich die Strategie der Isolation und Zermürbung schon betrachten. … . Es wird viele Jahre dauern, den aktuellen nationalen Rollback wieder umzukehren, denn spätestens heute ist er für lange Zeit gesetzlich zementiert worden.
Die Einschätzung gibt es hier: http://www.harald-thome.de/media/files/Clauius-Voigt-Asylpaket-II-26.02.2016.pdf (http://www.harald-thome.de/media/files/Clauius-Voigt-Asylpaket-II-26.02.2016.pdf)
Dazu auch Beck Online: Asylpaket II und Verschärfung des Ausweisungsrechts treten in Kraft
http://rsw.beck.de/aktuell/meldung/asylpaket-ii-und-verschaerfung-des-ausweisungsrechts-treten-in-kraft (http://rsw.beck.de/aktuell/meldung/asylpaket-ii-und-verschaerfung-des-ausweisungsrechts-treten-in-kraft)



Quelle: Thome-Newsletter vom 20.03.16
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 17:10:18 Di. 22.März 2016
Zitat
DONNERSTAG 7.4. 18:30 U-Bahn RENNWEG HERZ SCHLÄGT HASS – NopegidaNürnberg
Wird dieses Mal im Rahmen des Rotationsprinzips von DIDF organisiert!

Bitte Veranstaltung TEILEN & FREUNDiNNENN EINLADEN!

Pegida Nürnberg – ein geschrumpfter Haufen mit stetig wachsender Neonazi Beteiligung. Beim letzten Mal erreichten organisierte Neonazis knapp 20 Prozent. Doch nicht wegen der Neonazis, wegen ihrer menschenvernichtenden Hassreden gegen Flüchtlinge und Muslime, wegen ihrer RednerInnen und OrganisatorInnen wird Pegida Nürnberg inzwischen schon vom Verfassungsschutz beobachtet. Dieser ist ja nicht gerade dafür bekannt, besonders schnell und intensiv gegen die extreme Rechte vorzugehen. Erst kürzlich erhielt Pegida Chef Tegetmeyer bei einer Veranstaltung mit Bundespräsident Gauck in Bamberg Seitens des BKA eine Gefährderansprache. Trotz „1, 2, 3, danke Polizei“ Gegröle wissen die Verantwortlichen im Sicherheitsapparat scheinbar um eine drohende Gefährlichkeit aus dem Pegida Nürnberg Umfeld! Der extremen Rechten darf in Nürnberg nicht die Straße überlassen werden. Ob sie unter der Flagge von Pegida, Die Rechte, AfD oder Sichere Heimat auftritt, der Kern der Nazi- und RassistInnen MarschiererInnen ist jedes Mal der gleiche! Wir rufen alle NürnbergerInnen, alle FürtherInnen und alle Menschen aus dem Umland auf, sich den Hassmenschen entgegen zu stellen. Sie sind mindestens die geistigen Brandstifter von Anschlägen auf Flüchtlingsheime! Das Leben von Flüchtlingen zu schützen heißt auch, Nazi- und RassistInnen Auftritte zu verhindern! Bringt alles mit was Lärm macht und laut ist! Schmückt die Straßen des braunen Aufmarsches mit Protesttransparenten! Nürnberg ist bunt, nicht braun!
https://www.facebook.com/events/804328799711128/ (https://www.facebook.com/events/804328799711128/)

 
HERZ SCHLÄGT HASS – NopegidaNürnberg
7. April um 18:30 Uhr
U-Bahnhof Rennweg

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 12:04:59 Do. 07.April 2016
Zitat
Sechs Verletzte nach Brand in Binger Hotel
Offenbar fremdenfeindlicher Hintergrund
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/mainz/sechs-verletzte-nach-brand-in-binger-hotel-offenbar-fremdenfeindlicher-hintergrund/-/id=1662/did=17232514/nid=1662/yqxtuy/index.html (http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/mainz/sechs-verletzte-nach-brand-in-binger-hotel-offenbar-fremdenfeindlicher-hintergrund/-/id=1662/did=17232514/nid=1662/yqxtuy/index.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 16:57:45 Fr. 08.April 2016
Samstag 9. April Weißer Turm:
12h Gegenkundgebung gegen 1. Mai Werbeaufmarsch "Der III. Weg" am Jakobsplatz!
14:30 Gegenkundgebung gegen Aufmarsch "Die Rechte" am Jakobsplatz
Bitte TEILEN & FREUNDiNNEN einladen!
VeranstalterInnen bei beiden Kundgebungen: Ver.di
Weitere extrem rechte Veranstaltungen ohne Gegenkundgebung an diesem Samstag:
10 bis 14h AfD Infostand Pfannenschmiedsgasse vor Citypoint
15h AfD-Chef Meuthen in der städtischen Meistersingerhalle

https://www.facebook.com/events/1751374078426027/ (https://www.facebook.com/events/1751374078426027/)

 
NOderIII.Weg NOdieRechte
Morgen um 12:00 Uhr
Nürnberg Weißer Turm


Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 11:42:51 Sa. 16.April 2016
Genau das unterscheidet Sachsen vom großen Rest Deutschlands! In Sachsen sind es die Nazis, die von der Bevölkerung mit O-Saft und Benzin versorgt werden!
Du schreibst das immer so schön, das es Linke in Clausnitz geben sollte, die sich für den Erhalt von Dorfschulen und Büchereien einsetzen sollten. Ja, die sollte es geben. Gibt es aber nicht: Weil jeder, der sich dort als Links outet, ernsthafte Probleme bekommt.

Ich möchte hier nochmal was zu einer antifaschistischen Praxis sagen.
Es ist ja richtig, daß das alles nicht leicht ist. Natürlich bedrohen Rechte in ihren Hochburgen jegliche linke Aktivität. Deshalb dürfen wir uns aber nicht zurückziehen und aufgeben.

Was ich auch die ganze Zeit zu sagen versuchte, war, man darf nicht nur den Verzweifelten, Verirrten und Verwirrten in der Pampa an den Kopf werfen, sie seien alle Nazis. Man treibt sie damit nur weiter in die Arme der Rechten. Es muß gleichzeitig ein positives Angebot von Links kommen.

In der Beziehung halte ich Aktionen wie
(https://rebellischesfestival.files.wordpress.com/2016/04/rmf2016_logo_antifa.gif?w=620)

für einen Schritt in die richtige Richtung. Da ist es mir auch nicht so wichtig, daß ich die Organisation, die hinter dem Festival steht, nicht so doll finde.

In London gab es auch mal eine Antifakampagne, in der linke Bands in "rechte Stadtteile" gingen, um dort in den Pubs zu spielen und zu beweisen, daß die Linken die bessere Musik haben.

In Griechenland studierte man die deutsche Geschichte und schloß daraus, daß die Poltik der reinen Straßenkonfrontation gescheitert ist, in der sich Kommunisten und SA regelmäßig Straßenschlachen lieferten. Das vermochte nicht den Aufstieg der Nazis zu verhindern.

Man beschloß, neben der militanten Antifapolitik, sich den Menschen zuzuwenden, die das Klientel der rechten Rattenfänger sind. Man bemüht sich darum, den sozial Abgehängten, bei der Bewältigung der Alltagsprobleme zu helfen. Es mag auf den ersten Blick nicht sonderlich politisch wirken, doch es erwies sich als recht erfolgreich. Das Organisieren von Treffpunkten zum Klönen und Kaffetrinken, Suppenküchen, Beratungsangebote und eine medizinische Notversorgung für diejenigen, die durch das "Soziale Netz" gefallen sind, sorgten dafür, daß der Zulauf zu den Rechten ausblieb.

Während die AfD bei uns schon längst zweistellig bei den Wahlen abschneidet, krebst Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) beständig bei 7% in weitaus radikaleren sozialen Verhältnissen.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 04:12:25 Sa. 30.April 2016
Freitag, 6. Mai, 18:30 Rathenauplatz - „HERZ STATT HASS" – Nopegida Nürnberg!“

Bitte TEILEN - FREUNDiNNEN EINLADEN!

Die extreme Rechte, Pegida Nürnberg will am 6. Mai wieder einmal durch Nürnberg, durch die Nordstadt marschieren und ihre Hass- und Naziparolen wie „Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen!“ in von der Polizei abgesperrte Gassen brüllen. Nürnberg hat Herz! Die Nordstadt hat Herz! Ein Herz für Flüchtlinge und Solidarität! Zeigen wir den von Hass blinden Menschenfeinden, dass ihre rassistischen Hetzparolen, ihre Neonazisprüche in Nürnberg unerwünscht sind! Empfangen wir den Neonazi- und RassistInnen Aufmarsch mit Transparenten, mit Pfeifen, Topfdeckeln und allem, was auch immer laut ist und Krach macht! „Herz statt Hass – Nopegida Nürnberg!“
Die Gegenkundgebung wird wie jedes mal im Rahmen des Rotationspinzips angemeldet!

https://www.facebook.com/events/1007015559346093/ (https://www.facebook.com/events/1007015559346093/)

 
HERZ STATT HASS - NOpegida Nürnberg
6. Mai um 18:30 Uhr
Rathenauplatz Nürnberg in Nuremberg

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 19:41:11 Di. 24.Mai 2016
Zitat
Rassistisch beleidigt und geschlagen: Vier Männer aus Syrien, Somalia und Ägypten sind laut Polizei in Frankfurt (Oder) attackiert worden. Mehrere Angreifer verfolgten sie demnach durch die Stadt - angefeuert von Passanten.
http://www.rbb-online.de/politik/thema/fluechtlinge/brandenburg/2016/05/fluechtlinge-frankfurt-oder-angriff-passanten.html (http://www.rbb-online.de/politik/thema/fluechtlinge/brandenburg/2016/05/fluechtlinge-frankfurt-oder-angriff-passanten.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: shitux am 13:25:13 Mi. 25.Mai 2016
Pegida und die Kinderschokolade
http://www.sueddeutsche.de/panorama/fussball-europameisterschaft-pegida-anhaenger-wueten-gegen-nationalspieler-auf-kinderschokolade-1.3006392 (http://www.sueddeutsche.de/panorama/fussball-europameisterschaft-pegida-anhaenger-wueten-gegen-nationalspieler-auf-kinderschokolade-1.3006392)
Zitat
Ferrero bringt eine EM-Edition auf den Markt. Auf den Verpackungen sind auch Kinderfotos von İlkay Gündoğan und Jérôme Boateng zu sehen. Das scheint Pegida-Anhängern zu weit zu gehen.

 kotz
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 15:04:19 Mi. 25.Mai 2016
Flüchtlingsfeindliche Vorfälle in Deutschland
Anstieg von 2014-2016

http://interaktiv.t-online.de/karten/chronik-der-gewalt/torque-map.html (http://interaktiv.t-online.de/karten/chronik-der-gewalt/torque-map.html)

Via t-online (http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_77924844/politische-gewalt-schockierende-grafik-zum-fremdenhass-in-deutschland.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 21:40:57 Mi. 25.Mai 2016
Neue Schokoladensorte....Pegida Edition.....

(http://fs5.directupload.net/images/160525/temp/is7mtgtr.jpg) (http://www.directupload.net/file/d/4366/is7mtgtr_jpg.htm)(http://)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: BGS am 22:15:43 Mi. 25.Mai 2016
Ekelhaft. "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen"

MfG

BGS
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 22:28:40 Do. 26.Mai 2016
Zitat
Nürnberg, 5. Juni: Protest gegen rassistischen Auftritt der "Sicheren Heimat" am Jakobsplatz - Auf die Straße! (Mai 2016)
Nach zwei Monaten Pause gibt es nun erneut einen Auftritt der rassistischen Gruppierung "Sichere Heimat" auf dem Jakobsplatz. Die Gruppe trat zuletzt vor zwei Monaten vor schrumpfendem Publikum an und zeichnet sich durch Schüren von Kriminalitätsängsten und rassistische Tiraden aus. Am 3. April zitierte ein "Sichere-Heimat"-Redner in Nürnberg zustimmend den NS-Dichter, Nazi-Kulturpolitiker und SS-Panzerkommandanten Kurt Eggers (1905 - 1943). Regelmäßig lauschen Neonazis der Partei "Die Rechte" den Ansprachen.

Diese extrem rechte Mischung verdient nach wie vor energischen Widerstand. Wir hoffen wieder auf eure Ausdauer und euren Widerstandsgeist.

Im Rahmen des Rotationsverfahrens wird die Gegenkundgebung am Sonntag, den 5. Juni ab etwa 13 Uhr durch das Forchheimer Bündnis "Bunt statt braun" organisiert. Wir bedanken uns herzlichst für die nachbarschaftliche Unterstützung!

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 08:17:11 Do. 02.Juni 2016
Zitat
Sachsen:
Bürgerwehr geht auf kranken Flüchtling los

Im sächsischen Arnsdorf hat eine Bürgerwehr einen irakischen Asylbewerber aus einem Supermarkt gezerrt und an einen Baum gefesselt. Als die Polizei erschien, ließ sie die Angreifer laufen.


In einem Supermarkt im sächsischen Arnsdorf sind mindestens drei Personen, die offenbar einer Bürgerwehr angehören, auf einen Asylbewerber losgegangen. Der 21-Jährige wurde geschlagen, aus dem Supermarkt gezerrt und anschließend an einen Baum gefesselt.

In den sozialen Netzwerken wird der Vorfall so dargestellt, als habe der Asylbewerber geklaut. Doch die Polizei stellt in dem Bericht, der der "Bild" vorliegt, klar, dass es keinen Diebstahl gegeben und der Mann niemanden verletzt oder etwas beschädigt habe.

 Mit Kabelbindern an Baum gefesselt


Der 21-jährige Iraker sei psychisch krank und in einer Fachklinik untergebracht, heißt es in einer Mitteilung der Polizei Sachsen.

Als die Polizei eintraf, fanden sie den jungen Mann mit Kabelbindern an einen Baum auf dem Parkplatz des Supermarktes gefesselt, wie es in der Mitteilung der Beamten heißt. Demnach gaben die Männer von der mutmaßlichen Bürgerwehr an, sie hätten den Iraker an der Flucht hindern wollen. Die Polizisten forderten sie den Angaben zufolge auf, zu gehen - ohne ihre Personalien aufzunehmen.

Gegen den Asylbewerber werde nun wegen des Verdachts der Bedrohung ermittelt...

Die Polizei ermittelt den Medienberichten zufolge noch gegen unbekannt, im Ort kenne man aber mindestens einen der Beteiligten: Laut der "Sächsischen Zeitung" handelt es sich um ein CDU-Gemeinderatsmitglied.
(gekürzt aus: ) http://www.spiegel.de/panorama/justiz/arnsdorf-in-sachsen-buergerwehr-geht-auf-kranken-fluechtling-los-a-1095388.html (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/arnsdorf-in-sachsen-buergerwehr-geht-auf-kranken-fluechtling-los-a-1095388.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 21:40:33 So. 05.Juni 2016
Zitat
Nürnberg, 5. Juni: "Sichere Heimat" weiter geschrumpft - Rechte Kundgebung mit 35 TeilnehmerInnen bereits nach 20 Minuten beendet - Lautstarker Widerstand (Juni 2016)

Die ursprünglich als "Groß Demo" angekündigte Aktion der rassistischen Gruppierung "Sichere Heimat" am 5. Juni auf dem Nürnberger Jakobsplatz erwies sich als Minikundgebung. Inklusive organisatorischem Kern konnte man nur mehr 35 Menschen mobilisieren, darunter mindestens ein halbes Dutzend Neonazis rund um die Partei "Die Rechte". Konsequenterweise wurde die rechte Veranstaltung nach etwa 20 Minuten beendet.

Etwa 150 Menschen hielten auch am heutigen Sonntag lautstark dagegen. Organisiert hatte die Gegenkundgebung im Rahmen des Rotationsverfahrens das Forchheimer Bündnis "Bunt statt braun".

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de (http://www.nazistopp-nuernberg.de)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 23:27:45 Mo. 13.Juni 2016
Zitat
Schüsse auf Flüchtlinge: "Nerven liegen blank"

"Die Bewohner sind wirklich sehr angeschlagen, die Nerven liegen blank." Christina Johanning und ihre Kollegen vom Katholischen Verein für soziale Dienste (SKM) in Lingen betreuen die rund 15 Bewohner der Flüchtlingsunterkunft, auf die am Sonntag geschossen wurde. Ein 21-jähriger Nachbar steht unter Verdacht, mit einem Luftgewehr auf eine Fünfjährige aus Mazedonien und einen 18-jährigen Syrer gefeuert zu haben. Die beiden wurden an den Beinen verletzt und ambulant behandelt. Dem 18-Jährigen sei es zunächst den Umständen entsprechend gut gegangen, er habe am Montag aber noch einmal zum Arzt gemusst, so Johanning. "Das Mädchen ist sehr auf ihre Mama fixiert, ist sehr viel auf dem Arm und hat Angst Fremden gegenüber." Die Bewohner bräuchten nun Ruhe, um das Geschehene aufzuarbeiten.
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/Nerven-bei-Fluechtlingen-in-Lingen-liegen-blank,lingen406.html (http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/Nerven-bei-Fluechtlingen-in-Lingen-liegen-blank,lingen406.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 18:22:00 Di. 14.Juni 2016
Zitat
Nürnberg, 18. Juni: Protestieren wir gegen den zwanzigsten Pegida-Auftritt in dieser Stadt - Erneut große Demostrecke für rechte Minigruppe (Juni 2016)

Zum zwanzigsten Mal seit Anfang 2015 ruft Pegida Nürnberg zu Kundgebung und Demonstration auf. Am kommenden Samstag, den 18. Juni wollen die RassistInnen am Jakobsplatz starten. Von da aus soll eine Demonstration über Färberstraße, Plärrer und Ludwigstraße zurück zum Jakobsplatz führen. Riesendemo mit Verkehrsblockade für eine Minigruppe! Das Dauerärgernis bleibt!

Auf Facebook zeigt Pegida Nürnberg weiterhin seine deutlich rechtsgerichtete politische Ausrichtung. So wurden in den letzten Tagen inhaltliche Beiträge von Britain First, Identitäre Bewegung Österreich, Junge Freiheit und Sezession gepostet bzw. geteilt.

Die Gegenaktion am Jakobsplatz am 18. Juni ab 13.30 Uhr wird durch ver.di gemeinsam mit dem Nürnberger Bündnis Nazistopp gestemmt. Kommt zahlreich! Weitere Infos folgen!

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 19:13:26 Di. 14.Juni 2016
Aus: Ausgabe vom 15.06.2016, Seite 4 / Inland

»Wer meckert, wird erschossen«
Rassistische Gewalt: Schüsse in Lingen und Stuttgart, Drohaushang in Bielefelder Behörde. Prozesse gegen Brandstifter in Thüringen und Sachsen
Von Susan Bonath


(http://fs5.directupload.net/images/160614/temp/uhrbe7fv.jpg) (http://www.directupload.net/file/d/4386/uhrbe7fv_jpg.htm)(http://)
Zwei Flüchtlinge wurden am Montag vor dem Asylbewerberheim in Lingen mit einem Luftgewehr beschossen
Foto: Herrmann Lindwehr/dpa-Bildfunk

Sechs Kugeln abgefeuert: Im niedersächsischen Lingen ermitteln Staatsschutz und die Staatsanwaltschaft Osnabrück gegen einen 21jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung. Das meldete die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim am Montag nachmittag. Demnach hatte der Mann am Sonntag mit einem Luftgewehr aus dem Fenster seiner Wohnung auf eine Fünfjährige aus Mazedonien und einen 18jährigen Syrer gezielt, die sich hinter ihrer Unterkunft aufgehalten hatten. Sie wurden leicht verletzt. Zeugen hätten den Schützen beobachtet, hieß es. In dessen Wohnung haben Beamte das Gewehr und Munition sichergestellt. Einen Haftgrund sieht die Polizei aber nicht. Sie ließ den Täter auf freiem Fuß.

Den Ermittlern sei nicht bekannt, ob die Tat »politisch motiviert« war. Die Neue Osnabrücker Zeitung berichtete am Dienstag hingegen von »rechtsradikalen Neigungen« des Täters. Er sei mehrfach vorbestraft und habe Verbindungen zur Neonaziszene. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) erklärte am Montag abend auf seinem Facebook-Profil, die Tat habe ihn »entsetzt«. Franz Loth vom Caritasverband, der die Unterkunft betreut, forderte Polizei und Justiz auf, »sämtliche Möglichkeiten ohne jegliche Toleranz« bei der Strafverfolgung auszuschöpfen. Die Schüsse hätten nicht nur die Opfer getroffen, sondern »alle, die vor Gewalt und Verfolgung nach Deutschland geflohen sind sowie jene, die sich für ein friedliches Miteinander einsetzen«, so Loth.

Auch in Stuttgart (Baden-Württemberg) entlud sich Fremdenhass in Waffengewalt. Wie die Polizei mitteilte, wurde ein schwarzer 21jähriger mit deutschem Pass am späten Sonntag abend in der Innenstadt aus einem fahrenden blauen Kleinwagen mit einer Schreckschusswaffe beschossen. Durch das geöffnete Fenster habe der etwa 25jährige Fahrer mit hellen, kurzrasierten Haaren mehrmals auf den Mann gezielt und dabei »Lauf, Schwarzer« gebrüllt. Nach Polizeiangaben saßen in dem Wagen zwei Männer in weißen Deutschlandtrikots. Am Tatort hätten die Ermittler mehrere Platzpatronenhülsen gefunden.

Im nordrhein-westfälischen Bielefeld geriet die Zentrale Ausländerbehörde ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Hier soll aufgeklärt werden, wer ein Schild mit der Aufschrift »Wer hier meckert, wird erschossen!« aufgehängt hatte. Die Flüchtlingshilfe Lippe stellte kurz vor dem Wochenende ein Foto davon ins Internet. Das Schild habe sich in einem nicht öffentlich zugänglichen Raum befunden, sei aber für jeden vorsprechenden Asylsuchenden durch eine Scheibe sichtbar gewesen. Wie das Presseamt Bielefeld am Montag dem WDR sagte, suche die Stadt nach dem Urheber, was »sehr schwierig« sei. Die Bild zitierte am Dienstag Stadtsprecherin Gisela Bockermann, wonach das Schild in einem Büro des behördlichen Wachdienstes hing. Inzwischen sei es entfernt worden. Lina Droste von der Flüchtlingshilfe sprach von einer Todesdrohung, die die aktuelle rassistische Realität im Land widerspiegele.

In Thüringen und Sachsen müssen sich derweil mutmaßliche Brandstifter verantworten. Am Dienstag eröffnete das Landgericht Gera den Prozess gegen zwei 29 und 31 Jahre alte Männer. Sie sollen im Dezember Zeitungen und einen Kinderwagen im Flur einer Flüchtlingsunterkunft in Altenburg angezündet haben. Neun Bewohner, darunter ein Säugling, hatten Rauchgasvergiftungen erlitten. Die Ermittler gingen von einem rechten Motiv aus, beide Angeklagte seien entsprechend vorbestraft. Der 29jährige bestritt am Dienstag laut MDR aber die Brandlegung. Der zweite Beschuldigte räumte das Rufen fremdenfeindlicher Parolen ein.

Vor dem Landgericht Dresden kündigte ein 33jähriger Angeklagter am Dienstag hingegen ein Geständnis an. Er soll im Oktober Molotowcocktails auf eine bezugsfertige Unterkunft in Dresden-Prohlis geworfen haben. Vier weitere Tatverdächtige sollen sich laut Gericht erst später verantworten.

Quelle

https://www.jungewelt.de/2016/06-15/085.php (https://www.jungewelt.de/2016/06-15/085.php)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:58:28 Mi. 15.Juni 2016
http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/studie-103.html (http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/studie-103.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 15:19:11 Mi. 15.Juni 2016
Zitat
Statistik des Tages (http://spiegel.de/article.do?id=1097321):

Deutschland im Jahr 2016: Jeder Zehnte wünscht sich einen Führer, der das Land zum Wohle aller mit starker Hand regiert. Elf Prozent der Bürger glauben, dass Juden zu viel Einfluss haben. Zwölf Prozent sind der Ansicht, Deutsche seien anderen Völkern von Natur aus überlegen. Ein Viertel der U30-Generation in Ostdeutschland ist ausländerfeindlich. Und ein Drittel der Deutschen hält das Land für gefährlich überfremdet.

Quelle: Fefes Blog (https://blog.fefe.de/?ts=a99ff3ab)

Und die Politik kratzt sich verwundert am Kopf wenn sie danach gefragt wird, daß nationalistische "WIR-Gefühl" das vermehrt gefördert/gefordert wird ist ja was gaaaanz anderes.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 15:54:42 Mi. 15.Juni 2016
Und es gehört zur Normalität, daß Rassismus verharmlost und behördlich gedeckt wird:

Zitat
Fremdenhass ganz unpolitisch

Der Lingener Heckenschütze engagiert sich seit Jahren für die NPD, seine Opfer sind Flüchtlinge: Ein politisches Motiv wollen Ermittler nicht unterstellen
http://www.taz.de/Angriffe-auf-Fluechtlinge/ (http://www.taz.de/Angriffe-auf-Fluechtlinge/)!5309293/
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 19:15:23 Mi. 15.Juni 2016
Aus: Ausgabe vom 16.06.2016, Seite 4 / Inland

Autoritäre »Mitte«
Studie: Chauvinismus und Rassismus sind kein Randproblem
Von Susan Bonath


(http://fs5.directupload.net/images/160615/temp/osrapnpr.jpg) (http://www.directupload.net/file/d/4387/osrapnpr_jpg.htm)(http://)
Magnet für Personen mit rechtem Weltbild: AfD-Chefin Frauke Petry trat im Mai im Hofbräukeller München auf
Foto: Andreas Gebert/dpa - Bildfunk

Rechte und autoritäre Einstellungen sind in Deutschland weiterhin kein Randproblem, sondern eines »der Mitte der Gesellschaft«: Zu diesem Ergebnis kommt eine am Mittwoch in Berlin vorgestellte Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung, der Heinrich-Böll-Stiftung und der Otto-Brenner-Stiftung. Oliver Decker, Mitherausgeber und Sprecher des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig, konstatierte dazu: »Wir befinden uns in einer historisch besonderen Situation, die durch eine starke Polarisierung und Radikalisierung gekennzeichnet ist«.

Für ihre Analyse unter dem Titel »Die enthemmte Mitte« stellten die Autoren aktuelle und ältere Fragebögen, die bis 2002 zurückgehen, zusammen. Zwar habe sich der Anteil der Personen mit einem geschlossenen extrem rechten Weltbild seit 2014 kaum verändert. Bei einzelnen Positionen habe es aber teils deutliche Verschiebungen nach oben gegeben. So befürworteten fünf Prozent der Befragten eine rechtsautoritäre Diktatur, 1,4 Prozent mehr als vor zwei Jahren. Einen besonders starken Zuwachs konstatierten die Autoren bei chauvinistischen (von 13,6 auf 17,4 Prozent) und ausländerfeindlichen Einstellungen (von 18,1 auf 20,4 Prozent). Im Westen habe die Zustimmung für diese Positionen stärker als im Osten zugenommen, heißt es. Insgesamt lägen die neuen Werte noch unter denen von 2012. Mitautor Horst Kahrs, Sozialreferent der Rosa-Luxemburg-Stiftung, erklärte in einer Zusammenfassung, klassisch neofaschistische Weltbilder, darunter die Verharmlosung des Naziregimes, würden weniger, »rechtspopulistische« nähmen zu.

Darüber hinaus würden einzelne gesellschaftliche Gruppen deutlich stärker abgewertet, so Kahrs. Betroffen seien Muslime, Asylsuchende, Sinti und Roma. Auch würden mehr Menschen Gewalt als Mittel akzeptieren, um eigene Interessen »gegen Fremde« durchzusetzen. Als offen chauvinistisch und ausländerfeindlich habe sich etwa die Hälfte der AfD-Befürworter bekannt. Der Anteil dieser Positionen habe indes vor allem bei Wählern der Linkspartei, der Grünen und der FDP stark abgenommen, in geringem Maß auch bei SPD und Union. So habe 2010 etwa jeder fünfte Linke-Wähler ausländerfeindliche Einstellungen bekundet, 2016 jeder zwölfte. Die AfD bezeichnete Kahrs als »neuen politischen Akteur«, der »wie ein Magnet« auf Personen mit rechtem Weltbild wirke.

Die »Mitte«, so Kahrs, »zeigt sich nicht als Schutzraum der Demokratie, sondern aus ihr kann ein großes, antidemokratisches Potential erwachsen«. Andererseits konstatierten die Autoren »im Vergleich zu 2006 ein Anwachsen der demokratischen Milieus«. In diesen steige das Vertrauen in staatliche Institutionen, wie etwa Polizei, Justiz, Bundestag und Parteien, heißt es. Die Haltung gegenüber Migranten sei inzwischen ein Kristallisationspunkt, an dem sich unterschiedliche Milieus voneinander abgrenzten, resümierte Kahrs.

Quelle

http://www.jungewelt.de/2016/06-16/016.php (http://www.jungewelt.de/2016/06-16/016.php)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 17:31:20 Fr. 17.Juni 2016
Zitat
Flüchtlinge: De Maizière nennt falsche Attest-Zahlen
...

Quelle: spon (http://spiegel.de/article.do?id=1098265)

Bundesminister phantasiert irgendetwas zusammen, warum macht der so etwas und warum hat es keine Konsequenzen wenn ein Minister einfach vor sich hin lügt, läuft das unter Meinungsfreiheit, ist der Typ krank, eine Politikerversion des Tourette-Syndroms.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Bowie am 18:26:55 Fr. 17.Juni 2016
Ein adliger Law&Order-Arsch. Ein Herrenmensch, der glaubt über dem Pöbel und über dem Gesetz zu stehen. Lügt wie gedruckt. Gefährlicher Typ.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 18:56:47 So. 19.Juni 2016
Zitat
Nürnberg, 18. Juni: 250 gegen Pegida, gegen völkischen Wahn, gegen rassistischen Ausschluss - Danke an euch alle! (Juni 2016)
- aktualisiert -


In aller Kürze: Am heutigen Samstag nachmittag protestierten in der Spitze 250 Menschen gegen den Auftritt von Pegida Nürnberg am Jakobsplatz. Ein gigantischer Polizeiapparat war angetreten - wofür eigentlich? Etwa 65 PegidistInnen, darunter etwa sieben Neonazis, lauschten den rassistisch und völkisch aufgeladenen Reden, gehalten unter anderem von Trauerredner Ernst Cran.

Ein antirassistischer Aktivist, der auf Pegida-Seite ein Schild mit den Parolen "AfD muss weg! / Rassismus stoppen!" zeigte, wurde durch die Polizei abgeführt und nach einer Personenkontrolle rasch wieder freigelassen.

Ergänzung: Der bereits erwähnte Ernst Cran trug zu Melodien à la "Von den blauen Bergen kommen wir" ekelhaft rassistische, flüchtlingsfeindliche Texte vor. Beispiele: "Denn wir rauben euer Land / und ihr fresst uns aus der Hand / Von den Weiten Islamiens kommen wir" und "Statt den deutschen Mietern / ziehen hundert Moslems ein" und schließlich "Wir ham das neuste Handy / und wir sind schick frisiert". Dem "Spaziergang", sprich der rechten Demo, gingen diesmal zwei Menschen mit Bahre voran. Auf der Bahre war eine zusammengelegte Deutschland-Fahne drapiert, denn "Deutschland ist sehr krank". Da durfte dann auch ein jüngerer "Spaziergänger" mit einem T-Shirt mit Aufdruck "Deutsch sein heißt treu sein" in Frakturschrift nicht fehlen. Ein gleichnamiges Lied wurde bei NS-Aufmärschen gesungen. Und last but not least: Wer würdigt Pegida Nürnberg? Natürlich das russische Internetportal sputniknews.org, das in einem englischsprachigen Bericht vom 18. Juni von "hundreds" (hunderten) TeilnehmerInnen an der Pegida-Kundgebung spricht.

(18.6.16, ergänzt 19.6.16)

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 00:30:33 Sa. 25.Juni 2016
Zitat
Nürnberg-Langwasser, 26. Juni: Erneute Nazi-Kundgebungstour am Sonntag - Gegenkundgebungen angemeldet - Auf die Straße! (Juni 2016)

Die Neonazis der Partei "Die Rechte" haben für Sonntag, den 26. Juni erneut eine Kundgebungstour durch den Nürnberger Stadtteil Langwasser angemeldet. Rechte Kundgebungen sollen zwischen 11 und 20 Uhr an folgenden Orten stattfinden: Glogauer Str. ggü. Taxistand - Oppelner Str./ Münsterberger Str. - Münsterberger Str./ Trebnitzer Str. - Glatzer Straße 40 - Glatzer Str. 10 - 14 - Oppelner Str./ Görlitzer Str. - Glogauer Str./ Görlitzer Str. - Glogauer Str./ Striegauer Str. - Heinrich-Böll-Platz - Glogauer Str. ggü. Taxistand.

Das Nürnberger Bündnis Nazistopp hat entsprechend Gegenkundgebungen angemeldet und bittet um rege Teilnahme an den Gegenprotesten. Der Auftakt ist mit der U-Bahn gut zu erreichen: U1, Haltestelle Langwasser-Mitte. Die Entfernungen sind auch zu Fuß zu bewältigen.

Am Sonntag wird es auf unserer Homepage einen Live-Ticker geben, um euch einen zeitnahen Überblick zu verschaffen!

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 20:43:54 So. 26.Juni 2016
Zitat
Nürnberg-Langwasser, 26. Juni: Live-Ticker vom Protest gegen die Nazi-Demo (Juni 2016)

Zusammenfassung des heutigen Protestnachmittags: In der Spitze fünfzehn Nazis führten erneut einen Kundgebungsmarathon im Nürnberger Stadtteil Langwasser durch. In der Spitze 50 AntifaschistInnen boten lautstark Paroli und ließen die Nazipropaganda nicht zum Zug kommen. Ärgerlich bleibt: Die Stadt hat erneut eine Riesen-Demostrecke für ein paar Nazis durchgewunken. Geht's noch? Die städtische Genehmigungspraxis ist an diesem Punkt zum wiederholten Mal skandalös und will einfach nicht zum propagierten Image ("Nürnberg stellt sich seiner Geschichte") passen.

15.15 Uhr: Nazidemo beendet! Danke an alle, die ihren Protest gezeigt haben!

15.10 Uhr: Nazis spielen "Deutschland Deutschland über alles" ab. Ja klar.

14.50 Uhr: Rechte Abschlusskundgebung an der Breslauer Straße, Nähe Franken-Center.

14.40 Uhr: Nazi-Demo wird fortgesetzt und vermutlich nach der nächsten Kundgebung beendet.

14.30 Uhr: Nazi-Kundgebung vor dem Gemeinschaftshaus Langwasser. Nazis mit "Nügida"-Transparent, haben sie wohl wieder mal aus dem Keller geholt.

14.15 Uhr: Dreizehn Nazis gehen jetzt direkt zum Heinrich-Böll-Platz, lassen wieder eine Station aus. Dank an die GegendemonstrantInnen für die Ausdauer!

14 Uhr: Nazis stehen direkt an der Straße, beschallen den Autoverkehr. Sehr gut!

13.50 Uhr: Nazis laufen jetzt zur Ecke Glogauer Straße / Görlitzer Straße. Sonst nix Neues.

13.20 Uhr: Nazikundgebung jetzt Ecke Oppelner Straße / Görlitzer Straße. Lauter Gegenprotest. Nächste U-Bahn-Haltestelle: U1 - Langwasser Gemeinschaftshaus.

13.10 Uhr: Die Nazis demonstrieren weiter zu ihrem nächsten Ziel (vermutlich Oppelner Straße / Ecke Görlitzer Straße).

13 Uhr: Drei Nazis der Partei "Die Rechte" begrüßen den Kameramann von Ruptly TV.

12.50 Uhr: Nazikundgebung auf Höhe Glatzerstr. 10. Offensichtlich wurde eine rechte Kundgebungsstation ausgelassen! Wir sind nach wie vor laut dagegen!

12.45 Uhr: Nazidemo zur nächsten Station (vermutlich Glatzerstraße 40).

12.30 Uhr: Wir sind jetzt 50, einige AnwohnerInnen dabei. Auf Nazi-Seite Transparent "Die Rechte" und NPD-Fahne. Kein sichtbarer Zuspruch seitens der örtlichen Bevölkerung. Einer unserer Redner fordert die Besiedelung der Rückseite des Mondes durch Nazis.

12.20 Uhr: Nazi-Kundgebung in der Trebnitzer Straße. Die mittlerweile 40 AntifaschistInnen sind laut, pfeifen. Auf Naziseite sind eine russische und mehrere deutsche Reichsflaggen (schwarz-weiß-rot) zu sehen. Deutsche Nazis biedern sich an Russland an? Aus einem Fenster hängt ein Transparent "Nazis raus" (Endstation Rechts Bayern Twitter). Polizei erließ einen Platzverweis bei Verlassen der Gegenkundgebung zum Pinkeln, seltsam. Der verwiesene Antifaschist ist wieder bei uns.

11.55 Uhr: Nazis packen ein und machen sich auf den Weg zur nächsten Station (vermutlich Ecke Münsterberger Straße / Trebnitzer Straße).

11.45 Uhr: Inzwischen 30 gegen 15. Anti-Nazi-Sirene ertönt. Laut Nonügida Twitter schwächelt die Nazianlage.

11.35 Uhr: Etwa 20 Nazis haben per Demo die Ecke Oppelner Straße / Münsterberger Straße erreicht und beginnen dort mit einer weiteren Kundgebung.

11.25 Uhr: Ein weiterer Redner der Rechten (Thomas R.) hat gesprochen. Die Nazis brechen jetzt auf zur Demo zu ihrer nächsten Station, formieren sich auf der Breslauer Straße. Wir sind 25.

11.10 Uhr: Wir sind mittlerweile 20. Danke an die AntifaschistInnen vor Ort! Ihr seid großartig! Und jetzt mal zum Mitschreiben: Die Stadt hat eine Riesen-Nazidemostrecke genehmigt, für ein paar Nazis. Das ist mehr als skandalös, aber man kennt es nicht anders in Nürnberg. Wir haben zum Glück davon erfahren, aber eben sehr kurzfristig. Wie lange weiß die Stadt schon davon?

11.00 Uhr, Breslauer Str. / Ecke Glogauer Str.: Etwa 15 Nazis vor Ort, wir sind etwa ebenso viele. Im Moment sieht es so aus, dass es eine Nazidemo gibt, nicht nur eine Serie von Kundgebungen. Dan Eising (Die Rechte) spricht. Mutmaßlich russisches Videoteam (Ruptly) begleitet Nazidemo.

Danke an unsere BerichterstatterInnen vor Ort, an Nonügida Twitter und weitere Twitterer.

(26.6.16)

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 11:33:07 Mi. 29.Juni 2016
Zitat
Die fremdenfeindlich motivierte Gewalt in Deutschland ist im vergangenen Jahr dramatisch angestiegen. Dem am Dienstag in Berlin vorgestellten Verfassungsschutzbericht 2015 (online noch nicht verfügbar) zufolge wurden allein 894 Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte verübt – fünfmal so viele wie im Vorjahr. Rechtsextremes Gedankengut erreicht demnach zunehmend auch die Mitte der Gesellschaft, in Teilen der Bevölkerung gebe es eine "Akzeptanz von Gewalt und Militanz".

Insgesamt erfasste der Verfassungsschutz für das vergangenen Jahr 21.933 Straftaten mit rechtsextremistischem Hintergrund. Darunter seien 1.408 Gewalttaten, ein Anstieg um 42,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der fremdenfeindlichen Gewalttaten verdoppelte sich fast von 512 auf 918. Ziel rechter Gewalt sind den Angaben zufolge immer häufiger Unterkünfte für Flüchtlinge und Asylbewerber. Im Jahr 2014 wurden in diesem Bereich insgesamt 170 Straftaten verübt, davon 25 Gewalttaten. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Verfassungsschutz 894 Straftaten, darunter 153 Gewaltdelikte gegen Flüchtlingsheime. Die Zahl rechtsextremistischer Brandanschläge stieg dabei von fünf auf 75 an.

Hetze im Internet Der Verfassungsschutz beklagte in dem Bericht die "zunehmende Anschlussfähigkeit" des Rechtsextremismus zur Mitte der Gesellschaft. Vor dem Hintergrund der Ankunft von mehr als einer Million Flüchtlingen habe sich eine "Anti-Asyl-Agitation" entwickelt, die sich vor allem in "enthemmter Hetze im Internet" zeige. "Zunächst rein virtuelle Gruppen festigen und radikalisieren sich im Internet, um später Aktionen in der Realwelt durchzuführen", heißt es in dem Bericht. Die Mehrzahl der Täter sei zuvor nicht in rechtsextremistischen Zusammenhängen in Erscheinung getreten.

Im Zuge der Flüchtlingskrise konnte die rechtsextremistische Szene laut Verfassungsschutz deutlich mehr Anhänger und Sympathisanten für ihre Kundgebungen mobilisieren als in den vergangenen Jahren. Im Jahr 2015 hätten insgesamt 95.200 Menschen an rechtsextremistischen oder maßgeblich von Rechtsextremisten gesteuerten Demonstrationen teilgenommen, fast fünfmal so viele wie im Vorjahr. Rund 80 Prozent aller rechtsextremistischen Demonstrationen befassten sich demnach mit den Themen Zuwanderung, Asyl und Flüchtlinge.

"Extremistische Szenen – ganz gleich welcher Ausrichtung – haben in Deutschland Zulauf", erklärte Deutschlands Innenminister Thomas de Maizière (CDU), der weiter ausführte: "Der Verfassungsschutz beobachtet nicht nur eine zunehmende Anhängerschaft, sondern zugleich auch einen Anstieg der Gewaltbereitschaft und Brutalität."
derstandard.at/2000039999400/Deutschland-Uebergriffe-auf-Fluechtlingsheime-verfuenffacht

Es ist hinzuzufügen, daß der Innenminister selbst dem rechtsextremistischen Lager zuzurechnen ist.
Der Verfassungsschutz, der diesen Bericht herausgegeben hat, hatte beim NSU seine schützende Hand über den rechten Terror gelegt und ihn finanziell unterstützt.

Sofortiger Rücktritt von Thomas de Maizière!
Verfassungsschutz auflösen!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 16:48:15 So. 03.Juli 2016
Zitat
Fürth: Pegida-Demo am 7. Juli angekündigt. Gegenproteste werden organisiert! (Juli 2016)

Am Donnerstag, den 7. Juli ab 19 Uhr wollen die RassistInnen von Pegida zum ersten Mal in Fürth demonstrieren. Angekündigt ist ein Demonstrationszug vom Fürther Hauptbahnhof aus, durch die Gebhardstraße zur Jakobinenstraße und wieder zurück. Hinter der Veranstaltung stecken wie bei den zahlreichen Pegida-Auftritten in Nürnberg die Gruppe um Gernot Tegetmeyer & Co.

Das Fürther Bündnis gegen Rechts hat bereits Widerstand angekündigt.

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 16:05:16 Do. 07.Juli 2016
Zitat
Nürnberg-Reichelsdorf, 10. Juli: Erneute neonazistische Kundgebungsserie der Partei "Die Rechte" - Gegenaktionen werden vorbereitet (Juli 2016)

Ganz nach dem Muster der jüngsten extrem rechten Propaganda-Tour durch den Stadtteil Langwasser nimmt sich der hyperaktive regionale Ableger der Neonazi-Partei "Die Rechte" nun den Nürnberger Stadtteil Reichelsdorf vor. Am Sonntag, den 10. Juli will man von 11 Uhr bis maximal 20 Uhr folgende Route beschallen: Reichelsdorfer Bahnhof - Eichstätter Platz/Höhe Nr. 10 - Eichstätter Straße/Ecke Dollnsteiner Str. - Dollnsteiner Str./Höhe Nr. 4 - Am Steinberg/Ecke Heilbronner Platz - Am Steinberg/Ecke Weltenburger Str. - Weltenburger Str./Höhe 104 - Weltenburger Str./Ecke am Steinberg/Kindergarten - Reichelsdorfer Bahnhof.

Die regionalen Pegida- und "Die Rechte"-Ableger scheinen langsam, aber sicher durchzudrehen. Mit Hyperaktivität will man mangelnde Mobilisierungsfähigkeit verbergen. Warum gerade jetzt und warum trotz dauernder Misserfolge? Beide extrem rechte Gruppierungen kämpfen - jede auf eigenem ideologischen Hintergrund - gegen den von ihnen so gesehenen Untergang des "deutschen Volkes". Diese nur aus völkisch-rassistischer Sicht verständliche Hysterie ist vergleichbar mit dem Bewusstseinszustand gefährlicher Weltuntergangssekten.

Gegenaktionen werden vorbereitet, weitere Infos demnächst.

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 21:27:15 So. 17.Juli 2016
Zitat
Zirndorf / Oberasbach: Erneute "Die Rechte"-Neonazi-Propagandatour am 24. Juli angekündigt - Gegenveranstaltungen organisiert (Juli 2016)

Nach dem aus Nürnberg bekannten Muster will die Neonazi-Partei "Die Rechte" nun am Sonntag, den 24. Juli in Zirndorf und Oberasbach eine "Infotour mit 12 Stationen" organisieren. Unter dem Motto "Umvolkung stoppen!! Widerstand jetzt!!" wird ab 11.30 Uhr zum Treffpunkt Zirndorfer Bahnhof mobilisiert. Die rechte Route: Vom Zirndorfer Bahnhof über Fürther und Nürnberger Straße nach Oberasbach, dort über die Rothenburger, die Zirndorfer Albrecht-Dürer- und die Mühlstraße zurück zum Bahnhof (nach nordbayern.de, 15.7.16).

Gegenprotest wird vorbereitet. Ein Bündnis verschiedener Zirndorfer und Oberasbacher Personen und Organisationen hat zwei Kundgebungen organisiert: 11 Uhr Ecke Fürther und Schützenstraße sowie zu einem späteren Zeitpunkt Ecke Nürnberger und Wallensteinstraße, ebenfalls nach nordbayern.de

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 13:21:11 Fr. 29.Juli 2016
Zitat
Nürnberg, 28. Juli: Widerstand gegen Pegida Nürnberg am Prinzregentenufer - Pegida stagniert weiter (Juli 2016)

Protest gegen Pegida am 28. Juli: In der Spitze 200 Menschen protestierten gegen die rassistische Hetze von etwa 50 Pegida-AnhängerInnen. Der Nazi-Trupp um "Die Rechte Nürnberg" war natürlich auch diesmal wieder vor Ort.

Instrumentalisierung islamistischer Attentate, Berichte über gefährliche Koffer in Nürnberg: Nichts nützt dieser extrem rechten Gruppierung. Pegida Nürnberg stagniert.

Danke an alle, die heute gegen das RassistInnen-Pack auf der Straße waren! Unser Widerstand sorgt für die Eindämmung der extrem rechten Welle!

Update: Pegida Nürnberg als extrem rechte Sammlungsbewegung. Eine Rednerin auf der Pegida-Bühne ist laut endstation-rechts-bayern.de (29.7.16) der antisemitischen und völkischen Ludendorff-Bewegung (Bund für Gotterkenntnis) zuzurechnen. Die Frau namens Sonnhild Sawallisch sei bereits im März bei Pegida Nürnberg aufgetreten und engagiere sich bei der rechten baden-württembergischen Initiative "Hohenlohe wacht auf" (hier klicken! oder hier klicken!). Ein weiterer Redner trug ein T-Shirt mit der Aufschrift "einprozent.de". Diese rechte Initiative wird von netz-gegen-nazis.de (hier klicken!) als "NGO der Neuen Rechten" bezeichnet. Und last but not least wurde neben den üblichen Mit-Läufern der Neonazipartei "Die Rechte" auch eine Aktivistin der Neonazis der Partei "Der 3. Weg" gesehen.

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 11:58:54 Mo. 01.August 2016
Zitat
Petra Pau
„Ausmaß rassistischer Gewalt ist alarmierend“


(http://www.fr-online.de/image/view/2016/7/1/34565654,38254010,dmFlashTeaserRes,imago63727026h.jpg)
Petra Pau: "Es ist wichtig, dass wir das ideologische Rüstzeug, mit dem die Täter morden, nicht nur beim militanten Islam zum Thema machen, sondern auch beim militanten Rechtsextremismus."

Petra Pau ist die Obfrau der Linken im NSU-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestags. Mit der FR spricht sie über das Attentat von München, rechtsextreme Radikale und offene Fragen zum NSU-Terror.

Frau Pau, der Attentäter von München hatte anscheinend eine rechtsextreme Einstellung und tötete neun Menschen mit Migrationshintergrund. Wie gefährlich ist Terror von rechts?
Wir haben es landauf landab mit rechtsterroristischen Strukturen und mit radikalisierten Einzeltätern zu tun. Es ist wichtig, dass wir das ideologische Rüstzeug, mit dem die Täter morden, nicht nur beim militanten Islam zum Thema machen, sondern auch beim militanten Rechtsextremismus. Wir müssen darüber sprechen, dass ein junger Mensch bewusst nach dem Vorbild von Anders Breivik, dem rechtsextremen Massenmörder aus Norwegen, gehandelt hat. Das Ausmaß rassistischer Gewalt ist extrem alarmierend, wenn wir uns vergegenwärtigen, dass alleine in 2015 mehr als eintausend politisch rechts motivierte Gewalttaten allein von den Behörden registriert wurden.

Auch die rechtsextreme Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) ermordete neun Menschen mit Migrationshintergrund, dazu eine deutsche Polizistin. Sehen Sie Parallelen?
Unbedingt. Das betrifft nicht nur München. Das gilt für Freital, das gilt für Nauen, das gilt auch für meinen Wahlkreis Marzahn-Hellersdorf. Die NSU-Täter haben sich als legitime Vollstrecker eines vermeintlichen Volkswillens in den 90er und 2000er Jahren gesehen. Sie waren bundesweit vernetzt und agierten nach dem Prinzip des „führerlosen Widerstands“. Heute sehen wir Neonazis, die sich ebenfalls in klandestinen Netzwerken zu militanten, bewaffneten Aktionen zusammenschließen – etwa die so genannte „Old School Society“ oder die Neonazi-Hools, die einen beinahe tödlichen Angriff auf einen Besucher des Autonomen Zentrums Wuppertal im vorigen Jahr verübten. Und dann gibt es andere Fälle, beispielsweise die Brandstifter des Flüchtlingsheims in Altena, in denen sich die Täter durch rassistische Propaganda in den sozialen Medien radikalisieren, ohne Teil einer festen Struktur zu sein, um rassistischen und rechten Alltagsterror zu verbreiten.

Die Taten des NSU liegen zum größten Teil bereits zehn Jahre und länger zurück. Wie weit ist die Aufklärung?
Noch immer sind zentrale Komplexe unaufgeklärt: Die Angehörigen und Überlebenden der Anschläge haben aber ein Recht darauf zu erfahren, warum Ihre Väter, Söhne oder Tochter ermordet wurden. Sie wollen wissen, wie viel Staat in oder hinter dem NSU steckte. Das will ich auch wissen. Deshalb ist es richtig und wichtig, dass wir im Bundestag einen zweiten Untersuchungsausschuss eingesetzt haben. Wir werden uns ab September mit der Frage beschäftigen: Was wussten Mitarbeiter oder auch V-Leute des Bundesamtes für Verfassungsschutz über den Verbleib, die Vorhaben oder gar Taten des NSU? Da sind noch viele Fragen offen, etwa zur Rolle solcher V-Leute wie „Corelli“, „Tarif“ oder Ralf Marschner. Uns wurden im ersten Untersuchungsausschuss von den Geheimdiensten systematisch Akten vorenthalten.

Meinen Sie die Handys von „Corelli“, die jetzt erst aufgetaucht sind?
Ganz egal, wie viele Handys noch in Panzerschränken des Verfassungsschutzes wachsen und „Corelli“ oder anderen V-Leuten zugeordnet werden – wichtiger ist, mit welchem Auftrag diese V-Leute unterwegs waren, welche Informationen sie über das Kerntrio des NSU und dessen Netzwerk geliefert haben und was die Behörden damit angefangen haben.

Bemerkenswert ist die Rolle des früheren V-Mannes Ralf Marschner, der in Zwickau einen rechten Szeneladen betrieb. Was haben Sie herausgefunden?
Marschner war führender Neonazi und zehn Jahre lang V-Mann des Bundesamtes. Wir haben Zeugen gehört, die unabhängig voneinander berichtet haben, dass er Kontakt zu Beate Zschäpe und Uwe Mundlos hatte. Wir haben erfahren, dass Marschner nach dem Mord an einem 17-jährigen Punk in Zwickau offenbar Polizei-Informationen besaß und dieses Wissen an die damals tatverdächtigen Neonazis weitergegeben hat, damit die sich der Fahndung entziehen konnten. Es ist mir völlig unverständlich, warum die Staatsanwaltschaften in Sachsen nach dem Auffliegen des NSU 2011 keine Auslieferung von Marschner aus der Schweiz oder aus Liechtenstein angestrengt haben.

Wäre das heute noch möglich?

Die Ermittlungsbehörden dürfen nichts unversucht lassen, Ralf Marschner in die Bundesrepublik zu bekommen und zu allen Vorwürfen hier einzuvernehmen. Bisher hat es nach unserem Wissen nur Vernehmungen gegeben vermittelt über Behörden der Schweiz. Die Behörden haben uns die ganze Zeit getäuscht und behauptet, dass Marschner nur ein ganz kleines Licht gewesen sei. Das kann ich nach den Aussagen, die wir gehört haben, nicht glauben.

Kanzlerin Angela Merkel hat 2012 versprochen, alles zu tun, um die Morde aufzuklären und die Helfershelfer und Hintermänner aufzudecken. Wie viele Helfershelfer und Hintermänner gibt es aus Ihrer Sicht?
Es gibt offensichtlich ein ganzes Netzwerk. Im Bundestag vertreten alle Fraktionen die Auffassung, dass die These nicht stimmt, wir hätten es hier mit einem aus rassistischen Motiven mordenden und raubenden Trio zu tun, das isoliert gewesen sei von der militanten Neonazi-Szene. Das NSU-Netzwerk war regelrecht umzingelt von mindestens zwei Dutzend V-Leuten des Bundesamtes und der Landesämter für Verfassungsschutz. Das mutmaßliche NSU-Kerntrio war gut vernetzt mit militanten Neonazis, bis in den Urlaub hinein. Das ist aufzuklären, nicht nur rückblickend, sondern auch mit Blick auf die heutige Situation. Wir müssen wissen, welche Neonazi-Netzwerke unterwegs sind, die gefährlich sind für alle diejenigen, denen im rechten Weltbild das Existenzrecht abgesprochen wird. Dazu hat die Kanzlerin leider nichts gesagt, als sie zu dem neunfachen Mord an den migrantischen Jugendlichen aus München Stellung genommen hat. Das gehört aber zu einem realistischen Lagebild hinzu.
http://www.fr-online.de/politik/petra-pau--ausmass-rassistischer-gewalt-ist-alarmierend-,1472596,34563164.html (http://www.fr-online.de/politik/petra-pau--ausmass-rassistischer-gewalt-ist-alarmierend-,1472596,34563164.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 21:21:48 Di. 02.August 2016
Zitat
Rechte Gewalt:
BKA zählt 665 Straftaten gegen Asylbewerberunterkünfte
Die Zahl der ankommenden Flüchtlinge in Deutschland geht zurück, die Zahl rechter Straftaten nicht. Allein 118 Gewaltdelikte auf Unterkünfte zählte das BKA dieses Jahr.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-08/rechte-gewalt-straftaten-fluechtlingsunterkuenfte-bka (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-08/rechte-gewalt-straftaten-fluechtlingsunterkuenfte-bka)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 08:34:12 Do. 04.August 2016
Zitat
Zirndorf: Juristisches Nachspiel nach Anti-Nazi-Blockade? - Bürgermeister Zwingel: "Zivilcourage ist manchmal wichtiger als jedes Einknicken vor Paragrafen" (August 2016)

Laut nordbayern.de erstattete die Neonazipartei "Die Rechte" wegen der Blockade des Naziaufmarschs am 24. Juli in Zirndorf (wir berichteten) Strafanzeigen. Betroffen sind Zirndorfs Bürgermeister Thomas Zwingel, die evangelische Dekanin Almut Held sowie der ver.di Bezirksgeschäftsführer Jürgen Göppner, die in der ersten Reihe der Blockade am Marktplatz gestanden habe sollen.

Die Angezeigten scheinen dem weiteren juristischen Verfahren gelassen entgegenzusehen. Gewerkschaftler Göppner sieht sein Verhalten als legitimen "zivilen Ungehorsam", Dekanin Held wird unter anderem mit folgendem Satz zitiert: "Wenn man sich dieser Hetzpropaganda nicht entgegenstellt, dann fördert man sie indirekt". Bürgermeister Zwingel erklärte laut nordbayern.de: "Wenn ich wegen meines Eintretens für die Demokratie angezeigt werde, macht mich das sogar ein Stück weit stolz. Zivilcourage ist manchmal wichtiger als jedes Einknicken vor Paragrafen".

Auf die Reaktion der in Blockade-Angelegenheiten verfolgungswütigen bayerischen Justiz darf man gespannt sein.

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Schluepferstuermer am 18:14:48 Sa. 13.August 2016
Den Nazis und Rentner (die von nichts gewußt haben und sagen jetzt müsse mal mit den Berichten über Hitler Schluß sein), denen würde ich 24Std.x7 Tage  eine Dauerbeschallung absolvieren.
Heute war ich in Langwasserpark spazieren. Bin am Silbersee (Schilder mit Schwefelsäurehaltigem Wasser) und dem großen See (Blaualgen oder so) vorbeigelaufen. Dann zum Dutzendteich und habe den riesen Schandfleck (Koloseum), die große häßliche Straße (Betonplatten) gesehen.
Mir will keiner weiß machen, das hat er alles nicht mitbekommen und auch noch sagt, dass das was Hitler bauen ließ, gut ist.
Sehr stabil ja, aber extrem häßlich und unter Ausbeutung der Arbeiter und Natur.

Vor einigen Tagen,  habe ich auf Phoenix "Böse Bauten" gesehen. Es war mehr von Berlin und München dabei.
Nichtmal sprengen kann man diese Bauten.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 01:49:21 So. 14.August 2016
den riesen Schandfleck (Koloseum)
Du meinst die Kongresshalle?
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Schluepferstuermer am 08:35:11 So. 14.August 2016
Ja

Wie oft bin ich da schon vorbeigelaufen (beim Volksfest) und habe mich um etwas anderes gekümmert.
Wenn man aber langsam und ringsrum dieses häßliche Monster anschaut, dann begreift man, was dieser wahnsinnige Verbrecher nur alleine "baulich"  (von anderen möchte ich gar nicht reden) angestellt hat.

Dem ist entschieden gegenzutreten.
Die Ableger AfD und Pegida sind da nur die Anfänge.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 21:22:42 So. 14.August 2016
Ja. Und Hitlers Erben wollen wieder marschieren:

Pegida kommt am 22.9.2016 nach Fürth und die Rechte plant am 27.8.2016 einen Marsch durch die Nürnberger Innenstadt.

http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Strombolli am 21:28:03 Mo. 15.August 2016
Ist ja auch kein Wunder, wenn im TV "unser täglich Hitler" gegeben wird! Scheinheiliges Gehopse! Mein immerwährender Hass und Abscheu begleitet diese Propagandaverbrecher!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: shitux am 07:44:59 Mi. 17.August 2016
http://www.focus.de/politik/videos/csu-steht-voll-dahinter-streit-um-erstes-burkini-verbot-bayerischem-hallenbad_id_5613270.html (http://www.focus.de/politik/videos/csu-steht-voll-dahinter-streit-um-erstes-burkini-verbot-bayerischem-hallenbad_id_5613270.html)
Zitat
In einem Hallenbad von Neutraubling dürfen muslimische Frauen keinen Ganzkörperschwimmanzug tragen. Der Bürgermeister führt für das Burikini-Verbot "hygienische Gründe" an. Es habe aber auch "heftige Beschwerden" gegeben.
Während die örtliche CSU voll hinter der Entscheidung steht, kommt massive Kritik von Grünen und SPD.

Das ein Burkini aus dem selben Material hergestellt wird, wie andere Badeklamotten scheint völlig egal zu sein. Auch ist es noch gar nicht nicht so lange her, dass selbst Männer in de Ganzkörperbadezeug´s getragen haben.

Nun offensichtlich kann man solchen Köppen nicht rationell entgegen treten. Weshalb ich die Karrikatur von Stuttmann recht treffend finde:
http://www.stuttmann-karikaturen.de/karikaturen/2016/schamlos_kol_b.jpg (http://www.stuttmann-karikaturen.de/karikaturen/2016/schamlos_kol_b.jpg)

 ;D
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 15:40:55 Mo. 22.August 2016
Zitat
Nürnberg: Nazidemo auf Hitlers Spuren für Samstag, den 27. August angekündigt - Das Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg ruft zu Gegenaktionen auf (August 2016)

- mehrfach aktualisiert -
Die Neonazis der Partei "Die Rechte" haben für Samstag, den 27. August eine Demonstration unter dem rassistischen Motto "Umvolkung stoppen - Für deutsches Leben im Deutschland" angemeldet. Start soll laut Naziangaben um 13 Uhr sein, rechter Treffpunkt um 12.30 Uhr am Äußeren Laufer Platz 24.

Im Gegensatz zu den letzten "Die Rechte"-Demos durch die Stadtteile Langwasser und Reichelsdorf soll es nun zum Teil mitten durch die Nürnberger Altstadt gehen. Auf die Reaktion der Stadt darf man wie immer (nicht) gespannt sein. Die angezeigte Nazi-Route: Äußerer Laufer Platz - Höhe Nr. 24 - Innere Cramer-Klett-Straße, Ecke Laufertorgraben - Höhe Prinzregentenufer - Gewerbemuseumsplatz, Ecke Marientorgraben - Lorenzer Straße, Ecke Königstorgraben - Königstorgraben, Ecke Königstraße - Grasersgasse, Ecke Frauentorgraben - Ludwigstor, Ecke Spittlertorgraben - Jakobsplatz.

Nach neueren Meldungen (16.8.16) starten die Nazis an den Sebalder Höfen. Die rechte Route ist zum Schluss hin leicht verkürzt: Vom Frauentorgraben geht es in die Färberstraße über die Dr.-Kurt-Schumacher-Straße hin zum Jakobsplatz. Die angemeldete Zeit wurde leicht reduziert von 12 auf 18 Uhr. Angeblich besteht eine Beschränkung auf die Gehwege.

Die rechte Route, soweit bekannt: hier klicken!

Die nun bekannt gewordene Route streift zahlreiche Bauten und Gedenkorte mit Bezug auf den historischen Nationalsozialismus, was für Hardcore-Nazis vermutlich ein angenehmes Flair erzeugt: Rathenauplatz (Walter Rathenau wurde 1922 durch einen Angehörigen der antidemokratischen Rechten ermordet), Cramer-Klett-Park (dort lag ein Wohnsitz des ehemaligen Gauleiters Julius Streicher, gleichzeitig Herausgeber der antisemitischen Hetzschrift "Der Stürmer"), die Alte Hauptpost am Hauptbahnhof (wegen des Umbaus bzw. Teilabrisses derzeit ein Politikum bei Neonazis), der Frauentorgraben Höhe U-Bahn Opernhaus (ehemaliges Hotel Deutscher Hof, dort übernachtete einst Hitler), der Frauentorgraben Ecke Essenweinstraße (ehemals Gebäude Deutsche Arbeitsfront, weiter hinten in der Essenweinstraße war die 1938 zerstörte Synagoge Adas Israel), der Frauentorgraben Höhe AOK (Provisorischer Reichstag 1935, dort wurden die Nürnberger Rassengesetze verabschiedet) und schließlich gegenüber am Frauentorgraben das Mahnmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma.

Ganz in der Nähe der Naziroute befindet sich übrigens auch das Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialistischen Untergrundes.

Das Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg (AAB) ruft zu Gegenaktionen am Samstag, den 27. August ab 11.30 Uhr am Rathenauplatz auf.

(Stand 20.8.16)

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Schluepferstuermer am 08:31:50 Mi. 24.August 2016
Jetzt lohnt sich ein Hamsterkauf. ..... Auf rohe Eier, mehrere Farbeimer für die Nazis.
Aber leider werden die Nazis wieder von der Polizei beschützt. Denn Idioten muß die Politik schützen.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Schluepferstuermer am 18:02:02 Sa. 27.August 2016
Bei der heutigen Demo am Rathenauplatz, war einer dem ich es vom äußeren nie zugetraut hätte, ein Nazischweib zu sein.
Hatte einen Pferdeschwanz, Bart und hatte einen Hut auf. Tolle Tarnung  kotz kotz kotz


Zitat
Auch wenn sie mittlerweile die Auflage haben auf dem Gehweg zu laufen, hält es die Stadt Nürnberg nicht für nötig sich irgendwie zum rechten Spuk zu verhalten. So schweigt auch die lokale Presse komplett zu Samstag.
http://www.redside.tk/cms/2016/08/26/gegen-den-naziaufmarsch-am-27-08-infopost-2/#more-13242 (http://www.redside.tk/cms/2016/08/26/gegen-den-naziaufmarsch-am-27-08-infopost-2/#more-13242)

Ist mir auch aufgefallen. Normal war in den Nürnberger Nachrichten es schon mehrere Tage zuvor berichtet. Auch danach war es zu lesen.
Jetzt nichts mehr.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 18:55:47 Sa. 27.August 2016
Zitat
Hatte einen Pferdeschwanz, Bart und hatte einen Hut auf. Tolle Tarnung
Die Zeiten in denen Nazis noch wie Nazis aussahen sind aber schon verdammt lange her!  
Das es immer noch Leute gibt, die glauben das Nazis nur Nazis sind wenn sie wie Skinheads mit Springerstiefeln aussehen, wundert mich doch sehr. Zumal schon immer nur ein sehr kleiner Teil der Naziszene diesem Klischeebild überhaupt entsprochen hat! ::)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Schluepferstuermer am 21:23:13 Sa. 27.August 2016
Dass Nazis sich normal kleiden, das weiß ich. Aber dem hatte ich mich glatt getäuscht. Wenn er noch jesuslatschen usw. getragen hätte,....
Ich war allerdings nicht der Einzige, der sich täuschen ließ. Es gab auch Einen (war zufällig mit Fahrrad gekommen, sah ihn und war sehr empört) beim Namen kennen.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Strombolli am 21:56:31 Sa. 27.August 2016
Manche fahren sogar Rollstuhl, andere machen komische Symbole mit den Händen, die NOCH nicht verfassungsfeindlich sind. :evil:
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Schluepferstuermer am 08:33:04 So. 28.August 2016
Manche machen komische Symbole mit den Händen, die NOCH nicht verfassungsfeindlich sind. :evil:


Ich denke da an Merlina (A. Merkel der weibliche Merlin)  :evil:
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 07:51:15 Fr. 16.September 2016
Zitat
Organisierte Naziangriffe in Bautzen
Am Freitag den 9. September demonstrierten in Bautzen etwa 200 gewaltbereite Nazis unter dem Motto „Remigration statt Immigration“. Bereits seit vielen Monaten sind die braunen Aktivisten des StreamBZ–Zusammenschlusses in Bautzen auch ohne Demonstrationen aktiv und gehen gezielt gegen geflüchtete und linke Jugendliche vor. Ihr selbstgestecktes Ziel ist es aus Bautzen eine „Nazi-Homezone“ zumachen. Widerstand erfahren die organisierten Nazis in der Spreestadt kaum, lediglich ein paar dutzend migrantische und linke Jugendliche trennen die Nazis vom Erreichen ihres Zieles. Die Polizei und die Justiz scheinen sie zudem durch aktives Wegschauen sowie der Kriminalisierung von antifaschistischem Protest zu unterstützen.
Obwohl die Gegenkundgebung für 17 Uhr angemeldet worden war, tauchten die Einsatzkräfte erst mit einer halben Stunde Verspätung und auch nur spärlich besetzt auf, um dann wiederum erst einmal Verstärkung aus Dresden anzufordern. Die 200 Teilnehmer der rechten Kundgebung liefen plötzlich und wie auf Absprache auf den Gegenprotest zu und eskalierten die Situation. Dabei warfen sie Böller auf die Kundgebung und konnten erst im allerletzten Moment von der Polizei abgedrängt werden. Augenzeugen berichten außerdem von Hitlergrüßen, die nicht geahndet wurden, sowie dem Skandieren von „frei-sozial-national“-Rufen. Gegenüber Teilnehmenden des Gegenprotestes wurden dabei Morddrohungen ausgestoßen sowie das Durchschneiden der Kehle gestikuliert.
https://linksunten.indymedia.org/de/node/190498
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 13:25:21 Sa. 17.September 2016
Zitat
25 Jahre nach dem Pogrom in Hoyerswerda und 35 Kilometer von Hoyerswerda entfernt: Rassistische Menschenjagd in Bautzen - Lokalpresse, Polizei und Stadt Bautzen machen aus Opfern Täter
https://linksunten.indymedia.org/de/node/190603
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Schluepferstuermer am 13:37:19 Sa. 17.September 2016
Wahnsinn, was uns da die Nazi-Medien vorgaukeln. 20 Asylanten habendie Nazi angegriffen.

Dazu fällt mir von Urban Priol etwas ein:

"Sachsen-Polizei hält einen PKW an. Machen sie mal den Kofferraum auf. Da waren reihenweise MOLOTOW-COCKTAILS.
Der Polizist: Sie haben wohl noch was vor? Weiterfahren".
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 19:01:46 Di. 20.September 2016
Die geistigen Brandstifter sitzen in den "Volksparteien" und den Medien.
Das Fußvolk, das die Taten ausführt, findet sich überall.

Zitat
In Huchting sind in der Nacht zu Dienstag laut Polizeiangaben mehrere Wohncontainer für Flüchtlinge mit Molotowcocktails in Brand gesetzt worden. Der Staatsschutz ermittelt.

Die Container waren unbewohnt, da sich die Unterkunft an der Obervielanderstraße direkt an der B75 noch im Aufbau befindet. Es seien vier von insgesamt 80 Containern komplett ausgebrannt und zwölf weitere beschädigt worden.

Bundesweit hat sich die Zahl der Anschläge im Vergleich zum Vorjahr verfünffacht

Im vergangenen Jahr zählte Bremen neben dem Saarland und Hamburg zu den Bundesländern mit den wenigsten Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte. Bundesweit ist die Zahl der Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte 2015 deutlich gestiegen: Das Bundeskriminalamt (BKA) zählte insgesamt 1005 Delikte gegen Einrichtungen für Flüchtlinge in Deutschland.
http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadtreport_artikel,-Stahmann-Ganz-feiger-Anschlag-_arid,1461081.html (http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadtreport_artikel,-Stahmann-Ganz-feiger-Anschlag-_arid,1461081.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 20:07:59 Di. 20.September 2016
Die geistigen Brandstifter sitzen in den "Volksparteien" und den Medien.

Absolut, deshalb kommt von dieser Seite auch nur blödsinnige Erklärungen woher denn urplötzlich all die fremdenfeindlichen Idioten herkommen, und zu allem Überfluß werden dann noch Forderungen der AfD möglichst umgesetzt (politisch) mit verbaler Abgrenzung zur AfD oder in anderem Zusammenhang gefordert (Medien), hier sind es vorrangig vernünftige Sachzwänge ohne jeden Bezug zur AfD, die fallen den fachkundigen Journalisten einfach so ein.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 20:49:29 Di. 20.September 2016
Zitat
Fürth: Die rassistische Gruppierung Pegida Nürnberg will am 22. September erneut in der Kleeblattstadt demonstrieren - Gegenaktionen werden vorbereitet - auf die Straße! (August / September 2016)

Die RassistInnen von "Pegida Nürnberg" wollen erneut in Fürth aufmarschieren. Das Fürther Ordnungsamt jedenfalls erhielt für Donnerstag, den 22. September ab 19 Uhr eine entsprechende Demonstrationsanmeldung. Die geplante Route: Bahnhofplatz, Gebhardtstraße, Richtung Jakobinen-/Königswarterstraße/Hornschuchpromenade und zurück.

Die Pegida-GegnerInnen treffen sich am 22. September um 18.30 Uhr am Bahnhofsplatz. Dort hat das Fürther Bündnis gegen Rechts eine Protestkundgeung angemeldet.

Die Stadt Fürth unterstützt den Protestaufruf!

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Schluepferstuermer am 07:05:49 Mi. 21.September 2016
Den Nazi-Deppen (Fregida -wählen u.a. garantiert AfD) sollte man bewußt machen, dass sie den Ast absägen auf dem sie sitzen.
Viele von diesen Deppen, wissen nichts (Bildungsschwache).


Wie die Medien das Volk aufhetžen, wurde mir gestern in einer Sendung gezeigt.
Da wurde berichtet, dass "nur" wegen der Terrorangst, nur Wenige das Oktoberfest besuchen.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 11:33:26 Mi. 21.September 2016
Zitat
Das braune Elend
http://konkret-magazin.de/aktuelles/aus-aktuellem-anlass/aus-aktuellem-anlass-beitrag/items/das-braune-elend-pogrom-in-bautzen.html (http://konkret-magazin.de/aktuelles/aus-aktuellem-anlass/aus-aktuellem-anlass-beitrag/items/das-braune-elend-pogrom-in-bautzen.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Schluepferstuermer am 07:32:27 Do. 22.September 2016
Bild macht fast jeden Tag, Hetze gegen Andere. Heute machen sie Hetze gegen Flüchtlinge und H4-Bezieher.
Gerade vom Wecker (BR3) gehört, dass die Bild wieder etwas aufgedeckt hat.?!
Aktuelle Nachrichten - Bild.de

Viel fehlt nicht zum Stürmer.


-----
Sehr interessant

http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/1133453 (http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/1133453) - Fall Friedrich Kadgien
und
http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/1122667 (http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/1122667)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 10:35:41 Sa. 24.September 2016
Zitat
Rechtsextremisten und Rassisten werden in Deutschland immer häufiger gewalttätig. Von Januar bis Mitte September registrierte die Polizei bereits 507 Fälle fremdenfeindlicher Gewalt. Damit hat sich die Zahl gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt.

Insgesamt wurden in den ersten achteinhalb Monaten des Jahres mehr als 1800 politisch motivierte Straftaten gegen Asylbewerber und Flüchtlinge registriert. Demnach legten Neonazis und Asylgegner in diesem Jahr schon 78 Mal Feuer, die Polizei zählte sieben Tötungsdelikte.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-rechte-gewalt-gegen-auslaender-nimmt-zu-a-1113669.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-rechte-gewalt-gegen-auslaender-nimmt-zu-a-1113669.html)

Sieben Tötungsdelikte?
Was hab ich nicht mitgekriegt? Wer weiß mehr?
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 23:01:45 Sa. 24.September 2016
Zitat
Sieben Tötungsdelikte?

Hör ich auch zum ersten Mal!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:00:03 Di. 27.September 2016
Zitat
Sprengstoffanschläge auf Moschee und Kongresszentrum in Dresden
http://www.mdr.de/sachsen/dresden/sprengstoff-anschlaege-in-dresden-100.html (http://www.mdr.de/sachsen/dresden/sprengstoff-anschlaege-in-dresden-100.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 16:14:08 Di. 27.September 2016
Zitat
Sprengstoffanschläge auf Moschee und Kongresszentrum in Dresden

Alles halb so wild, aus Regierungskreisen wurde sich schon empört und verurteilt.
Gehen sie bitte weiter, hier gibt es nichts zu sehen!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 16:31:51 Di. 27.September 2016
Zitat
Sieben Tötungsdelikte?

Hör ich auch zum ersten Mal!
Nee, hör ich doch nicht zum ersten Mal!
Eigentlich waren es sogar neun!
Vorrausgesetzt man zählt den Amokläufer von München zu den neofaschistischen Taten dazu!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 19:29:36 Mi. 28.September 2016
Zitat
Nürnberg: Proteste gegen rassistische Pegida-Demonstration am 15. Oktober werden vorbereitet (September 2016)

Die rassistische Gruppierung Pegida Nürnberg marschiert erneut durch Nürnberg. Am Samstag, den 15. Oktober wollen sich die extrem Rechten ab etwa 13 Uhr am Jakobsplatz sammeln und dann folgende Route laufen: Dr.-Kurt-Schumacher-Straße, Kornmarkt, Klaragasse, Grasersgasse, Frauentorgraben, Plärrer, Ludwigstor, Ludwigstraße, zurück zum Jakobsplatz. Schauen wir mal, ob die rechten Hetzer diese Route bekommen.

Im Rahmen des Rotationsprinzips gegen extrem rechte Straßenveranstaltungen wird das Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg Gegenveranstaltungen vorbereiten. Wir halten euch wie immer auf dem Laufenden.

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:51:37 Fr. 30.September 2016
Zitat
Bürgermeister von Oersdorf niedergeschlagen
http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Buergermeister-von-Oersdorf-zusammengeschlagen,oersdorf100.html (http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Buergermeister-von-Oersdorf-zusammengeschlagen,oersdorf100.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: admin am 11:43:50 Fr. 30.September 2016
Zitat
In Schleswig-Holstein ist der Bürgermeister einer kleinen Gemeinde offenbar wegen seiner Pläne zur Unterbringung von Flüchtlingen angegriffen worden. Das gab die örtliche Polizei bekannt. Demnach hatte der bislang unbekannte Täter dem Ortsvorsteher von Oersdorf aufgelauert und ihm von hinten mit einem Knüppel oder einem Kantholz auf den Kopf geschlagen. Der 61-Jährige verlor das Bewusstsein und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Die Tat ereignete sich unmittelbar vor Beginn einer Sitzung des Bauausschusses, auf der es auch um die Pläne zur Unterbringung von Flüchtlingen in einem Haus in dem Ort nördlich von Hamburg gehen sollte.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-09/oersdorf-buergermeister-fluechtlinge-attacke (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-09/oersdorf-buergermeister-fluechtlinge-attacke)


Es erinnert alles schwer an die frühen 90er Jahre.
Im Schatten der rassistischen Kampagnen der "Volksparteien" und der Medien entwickelt sich offener faschistischer Straßenterror.

Seinerzeit in Rostock Lichtenhagen:

(http://4.bp.blogspot.com/_-fvKbQVelq4/Sy87jTJh_QI/AAAAAAAAAGM/3uGcVnUU-e4/s320/lichtenhagen_pisser.jpg)
(https://www.antifainfoblatt.de/sites/default/files/public/styles/front_full/public/rostock-molli.jpg?itok=AOm00sFf)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 12:53:36 Fr. 30.September 2016
Zitat
Fürth: Pegida Nürnberg am 14. Oktober erneut in Fürth (September 2016)

Bereits am Freitag, den 14. Oktober will Pegida Nürnberg erneut in Fürth demonstrieren. Hyperaktivismus? Über Gegenproteste werden wir euch rechtzeitig informieren.

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 00:14:03 Fr. 07.Oktober 2016
Zitat
Fürth: Nazidemo am 15. Oktober "gegen Asylmissbrauch" angekündigt (Oktober 2016)

Offensichtlich hat der heiße Nazi-Herbst begonnen. Für Samstag, den 15. Oktober kündigte die Neonazi-Partei "Der 3. Weg" eine Demonstration durch Fürth zum Thema "Gegen Asylmissbrauch" an. Weitere Informationen folgen.

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 18:11:02 Fr. 07.Oktober 2016
Zitat
Jugendliche haben in Sebnitz drei Flüchtlingskinder angegriffen und geschlagen. Wie die Polizei mitteilte, waren die aus Syrien stammenden Jungen im Alter von fünf, acht und elf Jahren am Donnerstagabend mit einem Linienbus unterwegs. Als sie am Busbahnhof an der Schillerstraße in Sebnitz ausstiegen, seien sie dort plötzlich von Jugendlichen mit einem Messer bedroht, beschimpft und geschlagen worden. Dabei sollen die Angreifer auch rechte Parolen gerufen haben.
http://www.mdr.de/sachsen/dresden/angriff-auf-fluechtlingskinder-sebnitz-100.html (http://www.mdr.de/sachsen/dresden/angriff-auf-fluechtlingskinder-sebnitz-100.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 18:42:14 Fr. 07.Oktober 2016
Zitat
Sachsen-Anhalt
Attacke auf Afrikaner - Kind verletzt


Zwei stark alkoholisierte Männer haben in Merseburg einen Liberianer in seiner Wohnung angegriffen. Auch die Freundin des Mannes und deren Enkelkind wurden verletzt. Die Ermittler gehen von einem fremdenfeindlichen Motiv aus.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/sachsen-anhalt-attacke-auf-afrikaner-kind-verletzt-a-1115712.html (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/sachsen-anhalt-attacke-auf-afrikaner-kind-verletzt-a-1115712.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 21:33:11 So. 16.Oktober 2016
Zitat
Nürnberg, 16. Oktober: Nazis akustisch lahmgelegt - Mehrere hundert Menschen gegen Geschichtsrevisionismus und rechte Hetze - Musik vom Literatur-Nobelpreisträger auf der Gegenkundgebung - Polizei forderte GegendemonstrantInnen auf, leiser zu sein und ließ die Presse nicht zum Ort des Geschehens (Oktober 2016)

Das extrem rechte Tripel an diesem Wochenende im Raum Nürnberg endete mit dem heutigen Naziauftritt vor der Nürnberger Lorenzkirche. Den etwa zwanzig Nazis der Partei "Die Rechte" rund um Biller, Thomas R. und Wuttke standen 400 GegendemonstrantInnen aus Nürnberg und Fürth gegenüber. Die Nazis kämpften mehrmals mit ihrer Technik, was auch auf Twitter ironisch kommentiert wurde, z.B.: "Die Rechte ist scheinbar mit einem 33er Volksempfänger angereist, denn bisher funktioniert ihre Anlage nicht".

Einer unserer Redner, der SPD-Politiker und (unter anderem) Bundesvorsitzende der Aktion Humane Schule, Jonas Lanig, kritisierte die Untätigkeit der Stadt Nürnberg in Bezug auf Naziauftritte.

Auf der Gegenkundgebung gabs unter anderem Musik vom aktuellen Literatur-Nobelpreisträger, dem jüdischstämmigen US-Amerikaner Robert Allen Zimmerman, besser bekannt als Bob Dylan.

So weit, so gut. Wir bedanken uns wie immer bei den fleißigen GegendemonstrantInnen! Leider müssen wir schon gleich wieder auf den nächsten antifaschistischen Protesttermin verweisen, nämlich kommenden Donnerstag, den 20. Oktober. An diesem Tag schlägt Pegida wieder in Nürnberg auf. Zeigen wir den RassistInnen erneut, dass sie unerwünscht sind! Genauere Infos demnächst.

Bedenklich stimmt, dass die Polizei versuchte, parteiisch in das Demonstrationsgeschehen einzugreifen. So wurde eine antifaschistische Tröte polizeilich zum Schweigen gebracht. Die GegendemonstrantInnen wurden aufgefordert, leiser zu sein! Hallo! Wo sind wir denn? Laut einer Mitteilung hinderten die Sicherheitskräfte PressvertreterInnen daran, in die Nähe der Nazis zu kommen. Sollte deren eventuell volksverhetzendes Geschrei nicht dokumentiert werden können? Wir werden nachfragen und ausführlicher berichten, sobald wir neue Informationen bekommen.

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Schluepferstuermer am 21:27:03 Mo. 17.Oktober 2016
20. Oktober
Haben die Nazis eine Flatrate für die zur Schaubildung ihrer Blödheit?
Wie wäre es, wenn diese Nazis im Zoo ausgestellt werden würden?
Aber nicht zu den Affen. Denn Affen sind sehr viel schlauer als die Nazis.

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 09:05:49 Mo. 31.Oktober 2016
Zitat
Altdorf: CSU-Mann zündelt am rechten Rand und erntet Pegida Nürnberg - Gegenkundgebung am 31. Oktober ab 18 Uhr angekündigt (Oktober 2016) - mehrfach aktualisiert -

Rasch zeigte sich, wer die wahren und natürlichen Bündnispartner von CSU-Rechtsauslegern sind: Pegida! Aber von Anfang an: Der dritte Bürgermeister Altdorfs, Johann Peter Pöllot, bekam eine Einladung zu einem "Geistlichen Abend" in der dortigen Laurentiuskirche. Am kommenden Montag, also am so genannten Reformationstag, soll Aiman Mazyek, der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, zu einem interreligiösen Thema sprechen. So weit, so harmlos. Nicht jedoch für Herrn Pöllot. Der sah offentlichtlich das Abendland in Gefahr, schrie dem evangelischen Dekanat erbost auf den Anrufbeantworter, schimpfte unter anderem über die "Islamschweinerei am Reformationstag".

Weiterhin schickte Pöllot "eine Art Hass-Mail wirren Inhalts eines gewissen Dr. Hans Penner" (nordbayern.de) an den evangelischen Dekan weiter. Der Diplom-Chemiker (!) Penner schreibt unter anderem für den rechten Blog "Deutsche ZivilGesellschaft". Er wettert gegen den "verfassungswidrigen Islam", gegen Abtreibungen, warnt vor dem "Austausch der deutschen Bevölkerung", agitiert gegen ökologische Politik und meint zu wissen, "daß Kohlendioxid-Emissionen keinen schädlichen Einfluß auf das Klima haben". Und so weiter und so fort. Da sind die Inhalte von AfD, Pegida und den Identitären nicht weit. Mittlerweile habe sich Pöllot von der "Islamschweinerei" wieder distanziert, heißt es. Aber der rechte Pöbel hat verstanden: Gegen den Altdorfer Dekan wird online gehetzt und gedroht, wie üblich. Und Pegida hat auch verstanden: In Altdorf soll von 18 bis 22 Uhr demonstriert werden. Pegida Nürnberg ruft auf und kündigt den ausgewiesenen Anti-Islam-Hetzer Michael Stürzenberger als Redner an.

Das Altdorfer Bündnis für Toleranz und Respekt versucht nun, Gegenprotest zu organisieren, gleichzeitig aber die Veranstaltung in der Kirche nicht zu stören. Am Montag, den 31. Oktober 2016 wird also ab 18 Uhr eine Kundgebung mit Reden, Musik usw. gegen Pegida stattfinden. Während der religiösen Veranstaltung zwischen 19 und 20.30 Uhr soll die Gegenveranstaltung den Charakter einer "stillen Mahnwache" haben.

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 11:23:07 Do. 10.November 2016
Zitat
Fürth, 11. November: Protest gegen Pegida - Auf die Straße! (November 2016)

Die selbst ernannten Nachfolger von Martin Luther und der Weißen Rose - siehe Altdorf, 31. Oktober - haben für Freitag, den 11. November eine Veranstaltung in der Kleeblattstadt angekündigt, um erneut Rassismus und Hass zu schüren. Die RassistInnen von Pegida Nürnberg starten diesmal am Obstmarkt neben dem Fürther Rathaus und wollen durch die Königsstraße bis zur Stadthalle ziehen.

Das Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus ruft ab 18.30 Uhr vor dem Rathaus/Obstmarkt zu Gegenprotesten auf. Gemeinsam gegen Rassismus! Auf die Straße! Weitere Infos: hier klicken!

Auch die Stadt Fürth ruft zur Teilnahme an der Gegenveranstaltung auf!

Ergänzung: Der Fürther Pegida-Boss besuchte am 7. November das Pegida-"Mekka des Widerstands" in Dresden und trat dort zum wiederholten Mal als Redner auf. Neben Größenwahnsinnigem ("Wir sind das Maß alles Dinge. Wir sind das Volk") und Flüchtlingsfeindlichem ("Zugbrücke hochziehen") versuchte er sich in extrem rechter Umdeutung des 9. November. Zitat: "Und jetzt kommt doch der 9. November, dieser böse Tag. Scheiß drauf. Ich sag euch eins: Für mich ist das der Tag der deutschen Einheit". Wie soll man diesen Satz anders interpretieren als: Weg mit der Erinnerung an die antisemitischen Pogrome von 1938, hin zur positiven nationalen Identität. Konsequenterweise regt er an, "diesen Tag zu feiern" und zu zeigen, "dass wir echte Deutsche sind". Dass er am Schluss seiner Rede zur "Entwicklungshilfe für den Westen" aufrief, d.h., zur massenhaften Unterstützung der vor sich hinmickernden Pegida-Demos im Westen, ausdrücklich auch am 11. November in Fürth, könnte auf eine gewisse Besorgnis Tegetmeyers in Bezug auf die Zukunft der Pegida-Bewegung hindeuten.

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Schluepferstuermer am 08:37:22 Sa. 12.November 2016
http://www.nordbayern.de/region/fuerth/sankt-martin-in-furth-laternenzuge-mussen-pegida-weichen-1.5612529 (http://www.nordbayern.de/region/fuerth/sankt-martin-in-furth-laternenzuge-mussen-pegida-weichen-1.5612529)
http://www.nordbayern.de/region/fuerth/laternenumzuge-pegida-wollte-stadt-furth-erpressen-1.5613391 (http://www.nordbayern.de/region/fuerth/laternenumzuge-pegida-wollte-stadt-furth-erpressen-1.5613391)

Soweit ist es schon gekommen.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 10:56:16 Do. 15.Dezember 2016
Zitat
Fürth, 20. und 21. Dezember: Proteste gegen Pegida-Auftritt. Auf die Straße! (Dezember 2016)

Das Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus ruft zum Protest gegen einen erneuten Auftritt der Rassisten-Truppe Pegida Nürnberg in der Kleeblattstadt auf. Am Dienstag, den 20. Dezember startet eine Demonstration ab 17.45 Uhr im Stadtteil Dambach, Fuchstraße / Ecke Lerchenstraße, um laut Bündnis "auf die Machenschaften von Pegida und Gernot Tegetmeyer hinzuweisen". Am 21. Dezember finden ab 15 Uhr Proteste gegen den Pegida-Auftritt vor dem Fürther Rathaus statt. Auf die Straße!

Wie ernst es Pegida Nürnberg mit der Abgrenzung von extrem rechten Strömungen ist, zeigt sich meist rasch bei einem Blick auf deren Facebook-Seite. So wurden in den letzten Tagen mehrfach Aktionsberichte der extrem rechten Identitären Bewegung geteilt und lobend kommentiert (zum Beispiel: "Kreativer Widerstand der gar so bösen Identitären! Respekt").

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 11:04:38 So. 01.Januar 2017
Zitat
Interview mit Alice Schwarzer und dem Kölner Polizeipräsidenten (http://www.ksta.de/koeln/silvesternacht-am-dom-koelner-polizeichef-wuenscht-sich-boeller-verbot-25386236).

Etwa bei der Hälfte der ersten Seite sagt Schwarzer, man dürfe da nicht pauschalisieren sondern müsse in jedem Einzelfall genau hingucken, und dann die rausschmeißen, die "hier nichts verloren haben". Der Polizeipräsident weist dann darauf hin, dass die Polizei das genau so sieht, aber das Problem hat, dass die Leute keine Papiere dabei haben und die Herkunftsländer die nicht zurück nehmen wollen. Daraufhin passiert das hier:

Schwarzer: Ja, wohl wahr. Algerier, Marokkaner oder Tunesier haben ja eigentlich gar nichts bei uns zu suchen. Deren Länder sind ja keine Kriegsländer.

Whoa, whoa, das ist ja mal harter Tobak. Aber das ist noch gar nicht der schlimmste Teil. Der kommt noch:

Was mich interessieren würde, Herr Polizeipräsident: Gibt es eigentlich eine höhere Gewaltbereitschaft von Männern mit Migrationshintergrund gegen Polizistinnen?

Man ahnt schon, dass es hier nicht um Erkenntnisgewinn sondern um Bestätigung für ein rassistisches Weltbild geht. Die Antwort ist kurz und schmerzlos:

Mathies: Nein.

Schwarzer: Also, das nehme ich Ihnen nicht ab! Ich stelle mir so einen Araber vor, Mitte 20, und dann kommt eine junge Blondine in Uniform daher und will ihm Vorschriften machen. Der sagt doch: „Du kannst mich mal!“

Das trieft nur so vor Rassismus. Was für ein Menschenbild diese Frau hat! Aber der Polizeipräsident lässt sich nicht abbringen:

Mathies: Genau das habe ich in Gesprächen mit Beamtinnen immer wieder abgefragt – und immer nur zu hören bekommen, dem sei nicht so.

Wow. Aber so leicht lässt sich Frau Schwarzer nicht von ihren Vorurteilen abbringen!

Schwarzer: (lacht) Kann es sein, dass Ihre Kolleginnen das nicht zugeben mögen, weil es ihnen peinlich ist, weil es sie schmerzt und demütigt?

Wie kommt es eigentlich, dass solchen fiesen Rassisten immer wieder ein Forum geboten wird? Wieso liegt hier nicht der gleiche Maßstab wie bei der AfD an? Darf man rassistischen Parolen jetzt ein Forum bieten oder nicht?

Quelle: Fefes Blog (https://blog.fefe.de/?ts=a696f2b5)

Na da werden die zwei richtigen interviewt.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 17:19:51 Mo. 27.Februar 2017
Zitat
Gilt das Grundgesetz nicht für Afrikaner?
Wie rassistisch geht Deutschland mit Afrikanern um? UN-Experten haben sich ein Bild gemacht. Einen detaillierten Bericht gibt es zwar noch nicht - eine Tendenz aber schon: Sorge. Vor allem ein ihrer Meinung nach weit verbreitetes "racial profiling" kritisieren sie.
...
Laut einer aktuellen Umfrage halten 63 Prozent der Deutschen Polizeikontrollen, die an die Hautfarbe oder andere ethnische Erscheinungsmerkmale anknüpfen, für weitgehend unproblematisch. Die UN-Arbeitsgruppe erklärte, obwohl dies von offizieller Seite geleugnet werde, sei das "racial profiling" in Deutschland weit verbreitet. Sie beklagte außerdem, es existiere keine unabhängige Beschwerdestelle für die Opfer dieser Form von Diskriminierung.
http://www.tagesschau.de/inland/rassismus-in-deutschland-103.html (http://www.tagesschau.de/inland/rassismus-in-deutschland-103.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 18:35:25 Mi. 01.März 2017
Zitat
Als sie auf der Polizeiwache in Bonn Anzeige erstatten wollten, seien sie trotz gegenteiliger Schilderungen wiederholt gefragt worden, ob es sich bei den Tätern um Nordafrikaner gehandelt habe.

Die zuständige Beamtin habe „mehrfach mit Begriffen wie ‚Nordafrikaner‘“ nachgebohrt – „es war klar, was sie von uns hören wollte“, schreibt Groszinsky auf Facebook. Dann habe die Beamtin „genervt“ festgestellt, „dass die Täter dann wohl ‚Deutsche‘ gewesen seien“.
http://www.taz.de/Uebergriffe-auf-dem-Koelner-Karneval/ (http://www.taz.de/Uebergriffe-auf-dem-Koelner-Karneval/)!5384498/
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 17:19:36 Di. 21.März 2017
Zitat
Flüchtlingsunterkunft in Burbach :
Anklage wegen Misshandlung von Asylbewerbern

Sie sollen Menschen gequält oder einfach weggeschaut haben: Mitarbeiter einer Flüchtlingsunterkunft in Burbach stehen vor Gericht. Der Skandal war 2014 bekannt geworden.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-03/fluechtlingsunterkunft-burbach-misshandlung-anklage-mitarbeiter (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-03/fluechtlingsunterkunft-burbach-misshandlung-anklage-mitarbeiter)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 19:22:10 Di. 21.März 2017
Zitat
Nürnberg, 26. März: Zwei Jahre Pegida Nürnberg sind zwei Jahre zu viel! Radikale AfD-Rednerin auf der Pegida-Bühne! Auf die Straße gegen die rassistische Truppe! (März 2017)
- mehrfach aktualisiert -


Am 26. März sucht Pegida Nürnberg wieder den Jakobsplatz heim und will am Sonntagnachmittag hetzen und Nürnberg zur "Pegida-Stadt im Westen" machen. Neben den üblichen Dauerrednern treten Siegfried Däbritz von der Dresdner Zentrale und die AfD-Politikerin Petra Federau (Stadträtin Schwerin) auf. In einem Interview mit einem extrem rechten Medium sah Frau Federau "deutsche" Schüler pauschal schlechter benotet als "beispielsweise afghanische Schüler" und hetzte auf sattsam bekannte Art und Weise undifferenziert und hasserfüllt gegen Geflüchtete. Im Oktober 2016 trat sie als Rednerin bei der radikalen Pegida-Konkurrenz "Festung Europa" um Edwin Wagensveld und Tatjana Festerling auf. Zitat aus ihrer dumpf-deutschnationalen Rede: "Wir Deutschen wurden mit dem kollektiven Schuldkultbann belegt und zu modernen wehrlosen Untertanen für die halbe Welt gemacht".

Wir gehen davon aus, dass es erneut den üblichen großzügigen rechten Demoparcours rund um die halbe Altstadt geben wird, mal sehen. Zuletzt schwächelten die PegidistInnen personell, Widerstand sei dank, doch darauf können wir uns natürlich nicht verlassen. Wir müssen alles selber machen!

Wichtig ist nach wie vor, dass wir lautstark Präsenz zeigen und gegen diesen rechten Wanderzirkus protestieren. Im Rahmen des Rotationsverfahrens organisiert diesmal die GEW die Gegenkundgebung. Beginn ist um 12.30 Uhr am Weißen Turm (ACHTUNG: GEÄNDERTE ANFANGSZEIT!).

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: admin am 09:01:03 Mi. 22.März 2017
Zitat
Ein Arzt soll versucht haben, die Abschiebung eines psychisch kranken Mannes in den Kosovo zu verhindern. Der Wetteraukreis zeigt ihn an.
http://www.fr.de/rhein-main/abschiebung-von-rom-empoerung-ueber-anzeige-gegen-arzt-a-1244860 (http://www.fr.de/rhein-main/abschiebung-von-rom-empoerung-ueber-anzeige-gegen-arzt-a-1244860)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 10:28:07 Sa. 15.April 2017
Zitat
Nürnberg: Naziaufmarsch für den 22. April angekündigt / Nazis planen Zwischenkundgebung vor dem Gewerkschaftshaus! (April 2017)
- mehrfach aktualisiert -


Wie von Szenekennern erwartet, schlagen die Neonazis der Partei "Der III. Weg" noch vor dem 1. Mai in Nürnberg auf, um für ihren so genannten "Arbeiterkampftag" in Gera zu werben. Die Nazis wollen am Samstag, den 22. April ab 16 Uhr eine längere Demonstration durchführen, Zwischenkundgebungen sind vor dem Gewerkschaftshaus und vor der Bundesagentur für Arbeit geplant. Anmelder sind die Nazikader Kai Zimmermann (Nürnberg) und Matthias Bauerfeind (Arnstein). Die komplette geplante Route: Jakobsplatz, Dr.-Kurt-Schumacher-Straße, Klaragasse, Grasersgasse, Frauentorgraben, Lessingstraße, Tafelfeldstraße, Landgrabenstraße, Wölckernstraße, Schweiggerstraße, Harsdörfferstraße, Regensburger Straße, dann zurück über Harsdörfferstraße, Harsdörfferplatz, Strauchstraße, Allersberger Straße, Hinterm Bahnhof, Nelson-Mandela-Platz.

Diverse Propagandatätigkeiten des III. Weg waren bereits in den letzten 24 Stunden zu beobachten. In der Nacht vom 12. auf den 13. April wurde, soweit bekannt, in den Stadtteilen Gostenhof und Johannis sowie rund um die Nazistrecke plakatiert. Der Eingang zur Jugendkultureinrichtung Luise wurde ebenso zugeklebt wie die Büros der Linken, der KAZ und der DKP.

Über Gegenaktionen informieren wir euch rechtzeitig.

Update: Am Samstag, den 15. April planen die Nazis des III. Wegs auch in Forchheim eine Aktion, und zwar von 10.30 Uhr bis 12.30 Uhr eine Kundgebung auf dem Paradeplatz. Eine Gegenkundgebung, veranstaltet vom Bündnis "Bunt statt braun", soll zeitgleich am Marktplatz stattfinden.

(13.4.17)

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 11:42:17 Fr. 23.Juni 2017
Staatlicher Rassismus:

Zitat
Großrazzia in Gladbecker Hochhaus

In einem Gladbecker Hochhaus mit 120 Wohnungen hat die Polizei am Donnerstagmorgen (22.06.2017) eine Razzia durchgeführt. Das Haus war durchsucht worden, weil immer wieder Ladendiebe bei Straftaten in ganz Deutschland angegeben hatten, in dem Hochhaus im Ruhrgebiet zu wohnen.

Allerdings stimmten die Angaben häufig nicht mit den Meldelisten überein, so die Polizei. Sie wollte deshalb mit der Durchsuchungsaktion herausfinden, wer sich wirklich in den Wohnungen aufhalte.

Hundertschaft riegelte Gebäude ab

Die Polizei hatte das Gebäude am Donnerstagmorgen mit einer Hundertschaft abgeriegelt und die Wohnungen kontrolliert. Das heißt: Die Beamten haben bei allen Wohnungen geklingelt und die Personalien der Anwesenden aufgenommen. Wenn niemand öffnete, haben sie sich Zugang verschafft. Die Wohnungen wurden aber nicht durchsucht.

Bei der Razzia wurden drei Personen festgenommen. Gegen zwei habe ein Haftbefehl vorgelegen, so ein Polizeisprecher. Der dritte wurde wegen des Verdachtes des illegalen Aufenthalts festgenommen.
http://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/razzia-gladbeck-hochhaus-100.html (http://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/razzia-gladbeck-hochhaus-100.html)

Zitat
Großrazzia
Zitat
wollte deshalb mit der Durchsuchungsaktion herausfinden, wer sich wirklich in den Wohnungen aufhalte.
Zitat
Ladendiebe
Zitat
Hundertschaft
Zitat
wegen des Verdachtes des illegalen Aufenthalts

Ich glaub, ich spinne!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 14:12:19 Fr. 23.Juni 2017
Erinnert mich an nationalsozialistische Zeiten!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Fritz Linow am 23:00:26 Sa. 15.Juli 2017
Die Thueringer Polizei hat heute in Themar ein Zelt aufgebaut und veranstaltet nun eine Bewerberrunde. Knapp 6000 interessierte Volksgenossen sind gekommen.
(https://abload.de/img/themarw5ait.png) (http://abload.de/image.php?img=themarw5ait.png)
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1057503.die-lektion-von-themar.html (https://www.neues-deutschland.de/artikel/1057503.die-lektion-von-themar.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 16:03:44 Do. 27.Juli 2017
Zitat
München:
Abschiebehäftling begeht Suizid in JVA Stadelheim
In einem Münchener Gefängnis hat sich Berichten zufolge ein Geflüchteter selbst getötet. Die JVA und das Justizministerium schwiegen mehrere Wochen über den Fall.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-07/muenchen-jva-fluechtling-suizid (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-07/muenchen-jva-fluechtling-suizid)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: MaxManus am 18:07:13 Sa. 29.Juli 2017
Rassismus beginnt da wo es Ausnahmen beim Mindestlohn gibt - da sind Flcühtlinge gut genug - nachdem ihnen Honig ums Maul geschmiert hat.

Mal ne Frage - kann man in Deutschland 6 Millionen Flüclhtlinge aufnehmen ????
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 18:38:01 Sa. 29.Juli 2017
Ja, nachdem wir 6 Millionen Nazis nach Sibirien abgeschoben haben!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 20:14:02 Di. 15.August 2017
Zitat
Wetterau
Peinlicher Rachefeldzug einer Behörde

Ein schwerkranker Flüchtling wird ohne medizinische Hilfe vom Friedberger Landratsamt abgeschoben. Ein Kritiker dieses unmenschlichen Verfahrens soll mit einer Anzeige mundtot gemacht werden.
http://www.fr.de/rhein-main/wetterau-peinlicher-rachefeldzug-einer-behoerde-a-1332052 (http://www.fr.de/rhein-main/wetterau-peinlicher-rachefeldzug-einer-behoerde-a-1332052)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 14:58:16 Mi. 20.September 2017
Zitat
Nürnberg, 21. September: Ein rassistischer Aufmarsch kommt selten allein: Gegen Pegida München am Jakobsplatz (ACHTUNG: NEUER ORT!!)! Auf die Straße! (September 2017)

- mehrfach aktualisiert -
Jetzt schlägt auch noch die stark nazi-beeinflusste Pegida-Fraktion aus München um Heinz Meyer in Nürnberg auf. In den Reihen von Pegida München marschieren regelmäßig die Nazis des III. Wegs und andere neonazistische AktivistInnen mit. Nach Regensburg und Augsburg suchen die radikalen RassistInnen nun auch Nürnberg auf.

Pegida-München Boss Meyer darf laut einem Pressebericht bis zum Jahresende nicht mehr als Versammlungsleiter bei den Münchner Pegida-Veranstaltungen auftreten. Seit einigen Monaten wird zudem gegen die "Bayerische Schießsportgruppe München" ermittelt, deren Chef Meyer ebenfalls ist. Es besteht der Verdacht, dass es sich bei diesem Verein um eine Art bewaffneten Arm von Pegida München handelt (sueddeutsche.de, 9.12.16, 27.4.17).

Gegenprotest ist unbedingt angesagt. Das Nürnberger Bündnis Nazistopp hat eine Gegenkundgebung angemeldet und ruft zum Protest ab 17.30 Uhr am (ACHTUNG: NEUER ORT) Jakobsplatz auf! Auf die Straße!

(Stand 20.9.17)

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 19:53:32 Do. 21.September 2017
Zitat
22.9.: Wir sagen gemeinsam Nein zu Pegida

Am 22. September um 19 Uhr wird Pegida erneut, am Rathaus, durch die Königstraße und am Schluss auch über den Grünen Markt mitten in unserer Stadt seine menschenverachtenden Hetzparolen gegen Muslime und Andersdenkende verbreiten. Sie nutzen den Unmut über soziale Ungleichheit, um Hass auf Flüchtlinge zu schüren. Wir haben es satt.
Zeigen wir Pegida gemeinsam, dass die Mehrheit in Fürth Rassismus ablehnt und dass wir sie nie mehr in unserer Mitte sehen wollen. In unserer Stadt gibt es keinen Platz für diese rechte Propaganda.

Deshalb rufen wir dazu auf vom Obstmarkt entlang der Königsstraße, bis Saturn, in der Angerstraße und am Grünen Markt, mit Transparenten oder auch Präsenz auf der Straße, auf unserer Kundgebung, deutlich zu machen: Pegida ist nicht willkommen, diese Stadt hat keinen Platz für Rassisten.

Unser Protest gegen Pegida beginnt am 22.09.17 ab 18:30 Uhr am Rathaus. Wir wollen aber, nach einer kurzen Kundgebung, den Rassisten von Pegida kein Podium bieten und gemeinsam die Kneipen am Grünen Markt besuchen, die solidarisch hinter unserem Anliegen stehen.

Kontakt zu uns kann unter folgender Mailadresse aufgenommen werden: info@buendnis-fuerth.de

Quelle: http://www.buendnis-fuerth.de/22-9-wir-sagen-gemeinsam-nein-zu-pegida/ (http://www.buendnis-fuerth.de/22-9-wir-sagen-gemeinsam-nein-zu-pegida/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 03:05:47 Mi. 27.September 2017
Zitat
Nürnberg, 3. Oktober: Gegen Pegida Nürnberg am Jakobsplatz - jetzt erst recht! (September 2017)

Gernot Tegetmeyers Pegida-Truppe schlägt am 3. Oktober mal wieder in Nürnberg am Jakobsplatz auf - mehr als drei Monate nach dem letzten Auftritt am Prinzregentenufer.

Die VVN-BdA sowie Geyers Schwarzer Haufen / MC Kuhle Wampe rufen auf zum Gegenprotest. Also: Am Dienstag, den 3. Oktober ab 13.30 Uhr - Auf die Straße gegen Pegida!

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 12:55:29 Fr. 20.Oktober 2017
Staatlicher Rassismus:

Zitat
UN prangert Gesundheitsversorgung in Deutschland an
Auch Asylsuchende müssen Zugang zum Gesundheitssystem haben, fordert der UN-Sozialausschuss. Der Verein Ärzte der Welt hatte in Genf einen kritischen Bericht vorgelegt.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-10/aerzte-der-welt-un-ausschuss-gesundheitsversorgung-deutschland-asylsuchende (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-10/aerzte-der-welt-un-ausschuss-gesundheitsversorgung-deutschland-asylsuchende)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 17:36:54 So. 29.Oktober 2017
Zitat
Nürnberg: Antirassistischer Demonstrant zu Bewährungsstrafe verurteilt - Solidaritätsdemo am 27. Oktober fand mit etwa 400 TeilnehmerInnen statt (Oktober 2017)
- aktualisiert -
Laut verschiedenen Presseberichten (24.10.17) wurde ein 22-jähriger antirassistischer Demonstrant, der im Mai zusammen mit anderen versuchte, die Abschiebung eines afghanischen Berufsschülers zu verhindern (wir berichteten mehrfach), zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Aus Sicht der Verteidigung wurde der nun Verurteilte, der monatelang in Untersuchungshaft saß, zum "dringend benötigten Autonomen" (Süddeutsche Zeitung, Printausgabe 18.10.17) stilisiert, an ihm sollte ein Exempel statuiert werden.

Äußerst bedenklich war in diesem Fall, dass gegen einen mutmaßlich linken Aktivisten unmittelbar Untersuchungshaft angeordnet wurde, während dies bei einem mutmaßlichen Rechtsterroristen wie André Eminger erst in der letzten Phase des jahrelang dauernden NSU-Prozesses in München geschah. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Update: An der Solidaritätsdemonstration am 27. Oktober, initiiert vom "Bündnis Widerstand Mai 31 - Solidarität ist kein Verbrechen", nahmen zwischen 300 und 400 Menschen teil.

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 16:55:46 Fr. 03.November 2017
Zitat
Fürth: Pegida Nürnberg will rechten Aufmarsch parallel zum Gedenken an die Opfer des Naziregimes am 9. November durchführen (Oktober 2017)

Wes Geistes Kind die rassistische Gruppierung Pegida Nürnberg ist, wird durch die Ankündigung eines Aufmarsches in Fürth parallel zum alljährlichen Gedenken an die Opfer des Naziregimes am Mahnmal in der Geleitsgasse am 9. November noch deutlicher als sonst. Pegida will sich "keine Denk- und Sprechverbote auferlegen lassen" und hat sich deshalb speziell diesen Tag ausgesucht. Unter dem Motto "9. November - Tag der Schande - Tag der Freude" wird schon im Vorfeld das Gedenken an die antisemitischen Pogrome 1938 mit deutschnationaler Symbolik überblendet.

Falls die Pegida-Veranstaltung von der Stadt durchgewunken wird - auf das Verhalten der Fürther Stadtverwaltung darf man gespannt sein - wird es laut Auskunft des Fürther Bündnisses gegen Rechtsextremismus und Rassismus auf jeden Fall Gegenprotest geben. Die Gedenkveranstaltung ab 18 Uhr in der Geleitsgasse findet unabhängig von allen Eventualitäten statt.

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 19:07:41 Do. 14.Dezember 2017
Zitat
Fürth, 22. Dezember: Protest gegen seltener werdende Pegida-Auftritte immer noch nötig (Dezember 2017)

Wie im letzten Jahr tritt Pegida Nürnberg wieder kurz vor den Weihnachts-Feiertagen, nämlich am Freitag, den 22. Dezember, im benachbarten Fürth auf. Unter dem Motto "Weihnachtssingen" soll es unter anderem "deftige Reden zur Lage der Nation" geben, also rechte Hetze wie gehabt. Ob der erst kürzlich wieder wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe verurteilte (waz.de, 8.12.17) Dauer-Agitator Michael Stürzenberger auch diesmal in Fürth auftritt, ist unklar. GegendemonstrantInnen sollten darauf achten, sich von diesem Mann, der mit laufender Kamera KritikerInnen provoziert und dies dann ins Netz lädt, nicht manipulieren zu lassen.

Am 10. Dezember forderten die Nürnberger Pegidisten auf ihrer Facebook-Seite die "Zählung der Mohammedaner", den offiziellen Zahlen glaube man nicht. Wie das vonstatten gehen und was dann passieren soll, schreibt Pegida wohlweislich nicht. Zählungen und damit offizielle "Markierungen" von Minderheiten waren jedenfalls in der Vergangenheit häufig der Auftakt von Massenmorden.

Über Gegenaktivitäten informieren wir euch sobald wie möglich. Pegida will laut deren Angaben um 19 Uhr am Obstmarkt starten und hat eine Demonstrationsroute angezeigt.

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Just B U am 18:42:25 Sa. 16.Dezember 2017
Sehenswert finde ich.
Trotz Gruselfaktor.

Zitat
Doku | ZDFinfo Doku

Völkische Siedler – Schattenwelten auf dem Land

13.12.2017
Video verfügbar bis 26.12.2017

Sie halten sich im Verborgenen und sprechen nicht mit der Presse – selbst der Name ist eine Annäherung, um das Phänomen zu fassen: völkische Siedler.

Seit Generationen siedeln Familien mit rechter Gesinnung auf dem Land. Sie betreiben oft ökologischen Landbau, gehen traditionellen Handwerken nach und pflegen altes Brauchtum. Vor allem aber leben sie in allem ihre germanisch-völkischen Ideale.

Die Dokumentation begibt sich auf die Suche nach den völkischen Siedlern, analysiert deren historische Wurzeln und beschreibt ihren Einfluss in der aufblühenden rechten Szene von heute.
 (...)


https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/voekische-siedler-schattenwelten-auf-demland-100.html
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: BGS am 23:15:52 Sa. 16.Dezember 2017
Hezlichen Dank fuers Einstellen, sehr informativ.

MfG

BGS
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 18:24:30 Do. 28.Dezember 2017
Zitat
Duisburg - Drei Monate auf Bewährung für Pegida-Hetzer Stürzenberger

Am 8. Dezember fand der Prozess wegen Volksverhetzung und Beleidigung gegen Michael Stürzenberger statt. Er wurde verurteilt für eine Rede, die er 2015 bei einer Pegida-Demo am Duisburger Hauptbahnhof hielt.

Quelle: https://www.rf-news.de/2017/kw52/drei-monate-auf-bewaehrung-fuer-pegida-hetzer-stuerzenberger (https://www.rf-news.de/2017/kw52/drei-monate-auf-bewaehrung-fuer-pegida-hetzer-stuerzenberger)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 10:03:07 Mi. 03.Januar 2018
Zitat
CSU will Sozialleistungen für Asylbewerber kürzen

Schutzsuchende sollen strikter durchleuchtet und Leistungen deutlich gekürzt werden.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/markus-soeder-csu-will-sozialleistungen-fuer-asylbewerber-kuerzen-a-1185796.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/markus-soeder-csu-will-sozialleistungen-fuer-asylbewerber-kuerzen-a-1185796.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 20:00:02 Fr. 19.Januar 2018
Zitat
Nürnberg, 20. Januar: Entschieden gegen rechte Hetze! Gegen Pegida am Jakobsplatz ab 13.30 Uhr!

Auf die Straße! / Stürzenberger benutzte den Nazi-Begriff "Volksschädling" (Januar 2018)
Im Rahmen des Rotationsverfahrens stemmt diesmal die Linke Nürnberg die Kundgebung gegen die RassistInnen von Pegida. Los gehts am nächsten Samstag, den 20. Januar ab 13.30 Uhr am Jakobsplatz.

Pegida wird neben einer Kundgebung am Jakobsplatz auch eine Demonstration durchführen. Ihre Wunschroute ist: Dr.-Kurt-Schumacher-Str., Grasersgasse, Graben, Färberstraße (evtl. auch Plärrer je nach genehmigung), Ludwigstraße, Jakobsplatz.

Pegida-Agitator Michael Stürzenberger machte jüngst durch eine Rede beim "Neujahrsempfang" der rechtsradikalen Gruppe Pro Köln Furore. Dort nahm er die Berliner Linken-Politikerin Katina Schubert aufs Korn und steigerte sich schließlich in die folgende Tirade hinein: "Das sind Volksschädlinge, das sind Schädlinge am deutschen Volk". Dieser entmenschlichende und originär völkische Begriff wurde in der NS-Zeit in Gesetzesform gegossen: Im Reichsgesetzblatt vom 6. September 1939 wurde die "Verordnung gegen Volksschädlinge" bekannt gegeben. Das Gesetz diente ganz offensichtlich der Bekämpfung tatsächlicher oder vermeintlicher Gegner "an der Heimatfront" nach Beginn des deutschen Angriffskrieges.

Quelle: http://nazistopp-nuernberg.de/ (http://nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 20:11:46 Mi. 24.Januar 2018
Zitat
Cottbus: So weit ist es also gekommen

In Cottbus treffen Flüchtlinge und eine große rechte Szene aufeinander. Nach Gewalttaten wird der Zuzug von Asylsuchenden eingeschränkt. Was ist in der Stadt passiert?

Quelle: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-01/cottbus-fluechtlinge-rechtsextreme-gewalt-zuzug-stopp (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-01/cottbus-fluechtlinge-rechtsextreme-gewalt-zuzug-stopp)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: CubanNecktie am 20:16:02 Do. 25.Januar 2018
ScheixxBraune Nazi Brut, quasi vor meiner Haustüre  kotz -
Aber es gab leider auch üble Zwischenfälle vorher - von einigen wenigen 'kriminellen' Flüchtlingen Aber das berechtigt nicht, selber Scheixxe und kriminell / bzw. n Nazi zu werden. Das NaziProblem ist schon länger ein Problem in CB und Umgebung - zum Beispiel fällt mir das hier ein -
"In der Nacht vom 12. auf den 13. Februar 1999 griffen rechtsextreme Jugendliche in der brandenburgischen Stadt Guben drei Ausländer an. In der Folge starb der 28-jährige algerische Asylbewerber Farid Guendoul." Und Guben ist quasi fast schon Cottbus (20 Autominuten).  
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 15:01:56 Fr. 26.Januar 2018
In den 90er Jahren habe ich in Cottbus gelebt. Die Stadt hatte damals schon ein braunes Problem.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:19:03 Fr. 26.Januar 2018
Cotzbus!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: CubanNecktie am 18:06:48 Fr. 26.Januar 2018
Ja oder Kotzbus, hab grad rückgeblättert - wurde leider hier nicht aufgezählt - aber vor fast einem Jahr - April 2017 wurde ne ägyptische Studentin übern Haufen gefahren -  statt zu helfen gabs rassistische Beleidigungen etc. - einfach mal nach "SHADEN M." + "COTTBUS" recherchieren - kann im Moment keine Links kopieren.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 00:30:34 Sa. 27.Januar 2018
Zitat
Gewalttätige Attacken in Cottbus"Es herrscht ein Klima der Bedrohung"

Gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Einheimischen und Flüchtlingen, eine rechte Demo am vergangenen Wochenende: Cottbus kommt nicht zur Ruhe. Im Interview mit n-tv warnt Rechtsextremismus-Expertin Simone Rafael vor rechter Stimmungsmache und Alltagsrassismus.

Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Es-herrscht-ein-Klima-der-Bedrohung-article20253868.html (https://www.n-tv.de/politik/Es-herrscht-ein-Klima-der-Bedrohung-article20253868.html)

Cottbus ist ein abschreckendes Beispiel dafür, was passiert, wenn man Faschisten Jahrzehnte lang ungestört Strukturen aufbauen läßt.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Schluepferstuermer am 09:27:37 So. 28.Januar 2018
Und wieder in der BW. Wer hätte es NICHT gedacht?

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-01/rechtsextremismus-bundeswehr-verdachtsfaelle-2017 (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-01/rechtsextremismus-bundeswehr-verdachtsfaelle-2017)

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 21:05:02 Sa. 03.Februar 2018
Zitat
Auch Extreme darunter : Rechte Demonstranten in Cottbus in der Überzahl

Hunderte Menschen haben in Cottbus am Samstag für eine weltoffene Stadt demonstriert – zu einer rechtsgerichteten Gegendemo kommen gleichzeitig deutlich mehr Menschen.

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/rechte-demonstranten-in-cottbus-in-der-ueberzahl-15431079.html (http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/rechte-demonstranten-in-cottbus-in-der-ueberzahl-15431079.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 21:17:11 Do. 15.Februar 2018
Zitat
Fürth, 23. Februar: "Diese Stadt hat keinen Platz für Rassisten" - Protest gegen Pegida, auf gehts! (Februar 2018)

Die rassistische Truppe von Pegida Nürnberg um Gernot Tegetmeyer und Michael Stürzenberger sucht am Freitag, den 23. Februar erneut Fürth heim, um dort rassistische und menschenverachtende Parolen zu verbreiten. Das Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus ruft seit Jahren fleißig und unermüdlich zum Gegenprotest auf, so auch diesmal.

Treffpunkt für Gegenproteste: 23. Februar, 18.30 Uhr (Freitag), Obstmarkt. Dort wird es eine "kleine Kunstaktion" geben und wie immer werden auch die eigenen Inhalte und Positionen deutlich gemacht.

Auch entlang der Pegida-Demoroute soll der Protest über Transparente und Straßenpräsenz deutlich werden, "vom Obstmarkt entlang der Königsstraße, bis Saturn, in der Angerstraße und am Grünen Markt". Und last but not least ruft das Bündnis neben dem Gegenprotest zur Teilnahme an einem antifaschistischen Stadtrundgang zu Orten des Widerstands in Fürth auf.

Was gibt es Neues aus dem Pegida-Lager? Erstens schlägt die Gruppe um Michael Stürzenberger jetzt auch mal wieder in München auf und macht dort den Kollegen des stark nazi-dominierten Pegida-Ablegers um Heinz Meyer Konkurrenz. Da kann man nur sagen: Weiter so! Zweitens haben Analysen des Facebook-Auftritts von Pegida Nürnberg ergeben, dass über 90% der Likes von außerhalb der Region stammen und fast ein Viertel aus dem Ausland. Die eigene basismäßige Schwachbrüstigkeit verbirgt sich unter Tausenden von Likes, aber so ist das ja meist bei Facebook!

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
http://www.buendnis-fuerth.de/nopegida-am-23-februar/ (http://www.buendnis-fuerth.de/nopegida-am-23-februar/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 17:46:03 Di. 20.Februar 2018
(http://www.taz.de/uploads/images/624/0753_Cropped21.jpg)

Das Heimatministerium marschiert
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: BGS am 22:51:19 Di. 20.Februar 2018
Wohin?

MfG

BGS
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 09:53:29 Mi. 21.Februar 2018
Mitten in die Herzen aufrechter Deutscher AfD-Wähler.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 19:10:26 Sa. 03.März 2018
Zitat
Nürnberg, 11. März: Drei Jahre Rotationsprinzip gegen rechte Aufmärsche - Drei Jahre Widerstand gegen rassistische Hetze von Pegida. Auf die Straße! (März 2018)

Am Sonntag, den 11. März ist es in Nürnberg mal wieder soweit: Der hiesige Ableger der rassistischen Pegida-Welle, Pegida Nürnberg rund um Gernot Tegetmeyer und Michael Stürzenberger, will erneut in unserer Stadt hetzen.

Wir feiern an diesem Tag unter anderen drei Jahre Rotationsprinzip gegen rechte Aufmärsche. Wir feiern auch drei Jahre Widerstandsgeist. Wir leisten kontinuierlich Widerstand gegen die manchmal übermächtig erscheinende rassistische Welle nicht nur am extrem rechten Rand der Gesellschaft. Unser Beitrag ist die Eindämmung extrem rechter Straßenproteste, um deren Ausbreitung in der Öffentlichkeit zumindest zu erschweren. Nach wie vor gilt das Prinzip: Keine Toleranz für menschenfeindliche und allzuoft verlogene demagogische rechte Hetzkampagnen!

Die Gegenkundgebung am 11. März ab ca. 12.15 Uhr auf dem Jakobsplatz wird von ver.di und dem Nürnberger Bündnis Nazistopp organisiert. Das Motto: "Drei Jahre Pegida - Schluss mit dem Unsinn". Wir versprechen euch eine anregende Moderation und kulturelle Beiträge.

Wir werden mögliche Veränderungen (Ort, Zeit) an dieser Stelle zeitnah bekannt geben!

Quelle: http://www.nazistopp-nuernberg.de/ (http://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 21:56:03 Sa. 03.März 2018
Wir haben ein beschissenes politisches Klima im Land.
Zitat
Kandel – Durch die Rheinstraße in Kandel schallen laute Parolen. «Festung Europa, macht die Grenzen dicht», skandieren die Demonstranten. Über ihnen wehen Deutschlandfahnen, die Stimmung ist aggressiv.

Zu einer Demo hatte die Initiative «Kandel ist überall» aufgerufen, die sich gegen «illegale Massenimmigration» wendet. Zum Auftakt kamen etwa 1500 Menschen auf einen Parkplatz am Ortsausgang - darunter Rentner, Ehepaare und Jugendliche. Minütlich mehr. Hier wollten sie ihrem Groll freien Lauf lassen.
https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article174166520/Tausende-demonstrieren-in-Kandel.html (https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article174166520/Tausende-demonstrieren-in-Kandel.html)

Der Westen ist dabei kein Stück besser als der Osten! (Die Stadt Kandel liegt in Rheinland-Pfalz.)
Es ist an der Zeit eine weitgehend gescheiterte Antifapolitik kritisch aufzuarbeiten.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 01:02:26 Do. 31.Mai 2018
Zitat
Anschlag von Solingen - "Bedauerliche Einzelfälle entsprechen nicht meiner Erfahrung"

Sie haben rekonstruiert, dass das NSU-Trio zielgerichtet durch halb Deutschland mit dem Wohnwagen zu zwei Opfern gefahren ist. Unterschätzen Deutsche die rechtsextremen Unterstützer-Netzwerke?

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/anschlag-von-solingen-die-deutsche-politik-hat-nichts-gelernt-1.3992309-2 (http://www.sueddeutsche.de/politik/anschlag-von-solingen-die-deutsche-politik-hat-nichts-gelernt-1.3992309-2)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 09:33:30 Do. 31.Mai 2018
Zitat
Cottbuser Polizei gesteht
Beamte sahen Ku-Klux-Klan-Kapuzen – erkannten sie aber nicht!

(https://thumbs.picr.de/32843255uf.jpg) (https://show.picr.de/32843255uf.jpeg.html)   
...
...


Quelle: BZ (https://www.bz-berlin.de/berlin/umland/beamte-sahen-ku-klux-klan-kapuzen-erkannten-sie-aber-nicht) via Fefes Blog (https://blog.fefe.de/?ts=a5f1fe6d)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 15:47:26 Sa. 02.Juni 2018
Zitat
Hildburghausen - Gericht kippt Verbot von Neonazi-Festival in Themar

Das Verwaltungsgericht Meiningen hat das Verbot des geplanten Rechtsrock-Festivals nahe Themar gekippt. Das für 8. und 9. Juni Konzert wird nach aktuellem Stand stattfinden. Ob der Landkreis Rechtsmittel einlegt, ist noch unklar.

Quelle: https://www.insuedthueringen.de/region/hildburghausen/Gericht-kippt-Verbot-von-Neonazi-Festival-in-Themar;art83436,6157331 (https://www.insuedthueringen.de/region/hildburghausen/Gericht-kippt-Verbot-von-Neonazi-Festival-in-Themar;art83436,6157331)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 16:31:14 Sa. 02.Juni 2018
Deutsche Juristen schützen die Faschisten!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 17:39:51 Sa. 02.Juni 2018
Es soll in Themar am Freitag ab 19 Uhr und Samstag ab 10 Uhr antifaschistische Aktionen geben.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 12:06:44 So. 03.Juni 2018
Zitat
Nürnberg, 9. Juni: Todestag von İsmail Yaşar, antirassistisches Straßenfest, AfD-Landesparteitag / Auf zum antirassistischen Protest und zum Feiern! (Mai 2018)

- aktualisiert -
Samstag, der 9. Juni ist ein denkwürdiger Tag. Einerseits wurde an diesem Tag vor dreizehn Jahren der Nürnberger İsmail Yaşar durch die RechtsterroristInnen des NSU ermordet. Zudem finden am 9. Juni zwei stationäre Veranstaltungen in Nürnberg statt, die kaum gegensätzlicher sein könnten: Ein antirassistisches Straßenfest, organisiert vom Verein junge stimme und vielen anderen Organisationen sowie der erste Tag des Landesparteitags der immer weiter nach rechts driftenden AfD in der städtischen Meistersingerhalle.

Nun stehen folgende Veranstaltungen fest:

- ab 9.30 Uhr, Start Nelson Mandela-Platz: Kundgebung / Demo der SDAJ ab Nelson Mandela-Platz zur Meistersingerhalle. Weitere Infos: hier klicken!

- ab 10.30 Uhr bis ca. 11.30 Uhr, Platz der Opfer des Faschismus: Kundgebung der Allianz gegen Rechtsextremismus gegen den beginnenden Parteitag. Zum Programm: hier klicken!

- ab 12.00 Uhr bis ca. 14.00 Uhr: Demonstration von DIDF, unterstützt vom Nürnberger Bündnis Nazistopp, ab Meistersingerhalle zum Todestag des NSU-Opfers İsmail Yaşar über die Scharrerstraße zum Aufseßplatz (Straßenfest)

- ab 14.00 Uhr: Internationales Straßenfest mit großem Bühnenprogramm am Aufseßplatz. Zum Programm: hier klicken!

Leider sind die aufgelisteten Aktivitäten nur teilweise aufeinander abgestimmt. Falls es Neues oder Ergänzungen gibt, werden wir euch informieren!

Quelle: https://www.nazistopp-nuernberg.de/ (https://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 08:00:12 Sa. 09.Juni 2018
Zitat
Kreis Hildburghausen - Proteste gegen Neonazi-Konzert in Themar

Rund 1.000 Neonazis sind nach Polizeiangaben am Freitag zu dem zweitätigen Rechtsrock-Konzert in Themar gekommen. Mit einem Friedensgebet und einem Zug durch die Stadt setzten Menschen ein Zeichen dagegen.

Quelle: https://www.mdr.de/thueringen/sued-thueringen/hildburghausen/themar-rechtsrock-konzert-102.html (https://www.mdr.de/thueringen/sued-thueringen/hildburghausen/themar-rechtsrock-konzert-102.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 22:14:03 Sa. 09.Juni 2018
Zitat
Extremismus - Stadt Themar stellt sich gegen die Neonazis

Themar (dpa) – Zum Rechtsrock-Festival im südthüringischen Themar sind deutlich mehr Rechtsextremisten gekommen, als erwartet worden war. Mehr als 1900 Besucher hielten sich nach Polizeiangaben am Samstagabend, dem zweiten Festivaltag, auf dem Gelände auf, weitere waren auf dem Weg dorthin.

Quelle: https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_83909008/extremismus-stadt-themar-stellt-sich-gegen-die-neonazis.html (https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_83909008/extremismus-stadt-themar-stellt-sich-gegen-die-neonazis.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 19:41:58 So. 10.Juni 2018
Zitat
Nürnberg, 17. Juni: Auf die Straße gegen Pegida! (Juni 2018)

Am symbolträchtigen ehemaligen "Tag der deutschen Einheit", dem 17 Juni, will Pegida Nürnberg in der Nürnberger Südstadt hetzen. Der extrem rechte "Spaziergang" startet diesmal vom Aufseßplatz aus und wird unter anderem die hiesige Parteizentrale der SPD, das Karl-Bröger-Haus, ansteuern.

Die Gegenkundgebung hat diesmal im Rahmen des Rotationsverfahrens die GEW Nürnberg vorbereitet. Treffpunkt: Sonntag, der 17. Juni 2018, 12.30 Uhr am Aufseßplatz. Auf die Straße, Leute! Flyer zum Download: hier klicken!

Ursprünglich wollte am 17. Juni gleichzeitig eine weitere extrem rechte Truppe hetzen, und zwar am Hauptmarkt. Wie es zum Rückzug dieser Anmeldung kam, wissen wir nicht. Es geht um den "Marsch" rund um Marco Kurz, der offensichtlich Verbindungen in hiesige AfD-Kreise besitzt. Die Rede war auch von einem "Bürgerbündnis Franken", das zeitweise zu der "Marsch"-Veranstaltung aufrief. Möglich, dass diese Truppe in den nächsten Monaten doch noch hier aufschlägt, wir informieren euch rechtzeitig!

Vorschau auf eine weitere extrem rechte Veranstaltung am 30. Juni (Samstag): Angemeldet ist für diesen Tag eine Demonstration durch die Nürnberger Innenstadt zum Thema "Freiheit für alle politischen Gefangenen. Weg mit Paragraph 130 StGB". Da es hier um den Volksverhetzungsparagraphen geht, kann man mit Fug und Recht annehmen, dass an diesem Tag Ittner- und Haverbeck-Sympathisanten ihr Recht auf Holocaust-Leugnung wiedererlangen wollen. Weitere Informationen folgen rechtzeitig.

Quelle: https://www.nazistopp-nuernberg.de/ (https://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 20:26:51 Do. 21.Juni 2018
Zitat
Nürnberg, 30. Juni: Aufmarsch von HolocaustleugnerInnen und Neonazis. Gegenprotest wird organisiert! (Juni 2018)

Wie das aida-Archiv München berichtete, tritt am 30. Juni in Nürnberg die Neonazi-Multiaktivistin Angela Schaller aus Südthüringen als Veranstalterin einer Kundgebung und eines Demonstrationszugs "Freiheit für alle politischen Gefangenen - Für die Abschaffung des Paragraphen 130 StGB" auf. Beginnen soll das extrem rechte Spektakel um 12 Uhr am Weißen Turm, beantragt wurde eine Route mitten durch die Innenstadt zur Lorenzkirche. Als RednerInnen sind einschlägige Szene-Figuren vorgesehen. Anlass der Neonazi-Aktion, so aida, dürfte u. a. die erneute Inhaftierung des Nürnberger Holocaustleugners Gerhard Ittner im Mai 2018 sein.

In Nürnberg sollen unter anderem Axel Schlimper und Alfred Schaefer auf die rechte Bühne treten. Dazu zwei Artikel: blog.zeit.de.de ("Das mörderische Netz der Holocaustleugner", 25.6.2018): hier klicken! sowie bnr.de ("Revisionistisches Geschwisterpaar", 3.5.2018): hier klicken!

Eine Gegenkundgebung organisiert im Rahmen des Rotationsprinzips die Partei "Mut". Weitere Infos kommen noch!

Quelle: https://www.nazistopp-nuernberg.de/ (https://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 21:29:48 Di. 03.Juli 2018
Zitat
Wirbel um Rechten-Demo: Hitlergruß und Judenhetze

Polizei schritt nicht ein - und nennt dafür auch Gründe - 03.07.2018 05:46 Uhr

NÜRNBERG - Ein inszenierter Hitlergruß, Hetze gegen Juden und Leugnung des Holocaust: Am Samstag ist eine Gruppe von mehr als 200 Menschen durch Nürnberg gezogen, die dem extrem rechten Spektrum angehören. Nahezu ungestört konnte die Gruppe antisemitische Propaganda verbreiten. Die Polizei schritt dagegen nicht ein.

Quelle: http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/wirbel-um-rechten-demo-hitlergruss-und-judenhetze-1.7777698 (http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/wirbel-um-rechten-demo-hitlergruss-und-judenhetze-1.7777698)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 17:20:00 Di. 17.Juli 2018
Zitat
NPD-Mitglieder - Rechtsextreme Bürgerwehr patrouilliert in Berliner S-Bahn

Mit Bürgerwehren will die rechtsextreme NPD in der Berliner S-Bahn patrouillieren. Bundespolizei und S-Bahn untersuchen den Fall.

Quelle: https://www.morgenpost.de/berlin/article214860981/Rechtsextreme-Buergerwehr-patrouilliert-in-Berliner-S-Bahn.html (https://www.morgenpost.de/berlin/article214860981/Rechtsextreme-Buergerwehr-patrouilliert-in-Berliner-S-Bahn.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 17:13:14 Mi. 18.Juli 2018
Zitat
Nazi-Demo in Nürnberg: Stadt gegenüber Rechten zu großzügig

"Stadt sitzt in Zuschauerloge": Bündnis übt scharfe Kritik an der Stadtspitze -

NÜRNBERG - Die Aufarbeitung der rechtsextremen Kundgebung vor zwei Wochen, bei der offen gegen Juden gehetzt wurde, geht weiter. Jetzt übt das Nürnberger Bündnis Nazi-Stopp mit deutlichen Worten Kritik an der Stadtführung.

Quelle: http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/nazi-demo-in-nurnberg-stadt-gegenuber-rechten-zu-grosszugig-1.7832483 (http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/nazi-demo-in-nurnberg-stadt-gegenuber-rechten-zu-grosszugig-1.7832483)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 15:48:49 Mi. 01.August 2018
Zitat
Nürnberg, 18. August: Der nächste extrem rechte Aufmarsch in der Stadt / Wir sehen diesmal die stadtnahen Bündnisse am Zug / Offener Brief unseres Bündnisses an OB Maly (Juli 2018)

Am Samstag, den 18. August 2018 findet der nächste extrem rechte Aufmarsch in Nürnberg statt. Ein ominöses "Bürgerbündnis Franken" ruft zur 65. rechten Demo in unserer Stadt seit Jahresbeginn 2015 auf (Demostatistik: hier klicken!). Auf den Ankündigungen im Internet wird à la Pegida und AfD gegen Geflüchtete gehetzt und "Meinungsfreiheit" gefordert. Welche Meinungen man da ohne strafrechtliches Risiko äußern will, kann man sich denken. Stattfinden soll das Ganze zwischen 14 und 17 Uhr am Jakobsplatz, als Redner sind unter anderem Ernst Cran und Hyperion vorgesehen. Cran ist / war ein Pegida-Nürnberg-Aktivist, treibt sich in letzter Zeit aber auch in anderen rechten Kreisen herum. So wurde er als Teilnehmer der Holocaustleugner-Demo am 30. Juni in Nürnberg gesichtet. Hyperion wird auf Youtube als AfD-naher Aktivist vorgestellt und meint zum Thema Migrationsfolgen unter anderem: "Deutschland wird nicht mehr als solches existieren". Es ist auffällig, dass sich die hiesige AfD bedeckt hält, obwohl die Demo aus AfD-Kreisen beworben wird.

Das Nürnberger Bündnis Nazistopp hat beschlossen, an diesem Tag keine Gegenkundgebung zu organisieren und sieht die stadtnahen Bündnisse am Zug. Zudem haben wir einen Offenen Brief an den Nürnberger OB Maly verfasst ("Holocaust-Leugner-Demonstration in Nürnberg am 30. Juni 2018 und der Umgang mit extrem rechten Veranstaltungen in Zukunft"), der hier nachzulesen ist.

Wir werden die extrem rechte Propagandashow am 18. August beobachten und sind ansonsten gespannt auf die Reaktionen und Nicht-Reaktionen auf unseren Offenen Brief.

Quelle: https://www.nazistopp-nuernberg.de/ (https://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 11:15:00 So. 05.August 2018
Ein wirklich guter Artikel, der sich mit den Hintergründen des Rassismus beschäftigt.

Zitat
"Deutschland wird brutaler"

Wohin driftet der Elitendiskurs?
Berliner Forscherin plädiert dafür, die strukturellen Fragen im Blick zu behalten


Die aufgebracht geführte Debatte um die Themen Flucht, Migration, Integration verdeckt strukturelle Fragen, das ist zumindest die Ansicht einiger Beobachter, unter ihnen die Berliner Migrationsforscherin Naika Foroutan. "Strukturelle Fragen" würden sich unter anderem systemisch auf Heimatlosigkeit (erzeugte Heimatlosigkeit) und politischen Rassismus beziehen. Letzteres ist etwas Anderes als Xenophobie, erläutert der Journalist Timo Al-Farooq. Nicht zuletzt geht es um Herrschaft (um Herrschaftstechniken), hier sind folgerichtig Interessen am Werk.

Al-Farooq untersuchte bereits 2015 in einem Blogbeitrag interessanterweise die Begrifflichkeiten. Er bestreitet, dass Rassismus aus "Angst" resultiere, wie Populisten uns einreden möchten:
Zitat
Rassismus ist nicht Xenophobie, Fremdenfeindlichkeit ist kein Angstzustand. Rassismus IST Fremdenfeindlichkeit, und somit eine aktive Haltung.
Timo Al-Farooq

Rasse als Konstrukt

Rassismus, so Al-Farooq, fußt demzufolge nicht auf Angst, sondern "ist eine politische Haltung. Sie ist historisch entstanden (…) mit der Entstehung von Nationalstaaten, die das Konstrukt der Rasse aus politischer Motivation heraus kreiert und somit Rassismus erst möglich gemacht haben."

Rassistische Einstellungen sind in Deutschland weit verbreitet, das bestätigen uns Wissenschaftler. Ein Beispiel: Die Forderung "Muslimen sollte die Zuwanderung nach Deutschland untersagt werden" fand im Jahr 2009 21,4 Prozent Zustimmung unter Teilnehmern einer repräsentativen Umfrage; 2016 waren es 41,4 Prozent. In demselben Zeitraum kletterte die Zustimmung zu der Aussage "Durch die vielen Muslime hier fühle ich mich manchmal wie ein Fremder im eigenen Land" von 32,2 auf glatte 50 Prozent.1

"Deutschland wird brutaler"

In der Tat ist ein Anstieg physischer Angriffe aus rassistischen Motiven zu beobachten. Laut Auskunft der Bundesregierung wurden 2017 in Deutschland mindestens 950 Angriffe auf Muslime bzw. muslimische Einrichtungen verübt.

"Deutschland wird brutaler", sagt die Migrationsforscherin Naika Foroutan. "Die gesellschaftlichen Entwicklungen weisen in eine präfaschistische Phase", so Foroutan gegenüber dem Berliner "Tagesspiegel", und sie spricht von moralischer Erosion, die direkt zu europäischen Menschenlagern in Nordafrika führe und zur Entwertung des Lebens anderer, die keine Europäer sind:

Zitat
Ob Kind, ob Frau, ob Junge mit Hoffnung im Blick - das spielt keine Rolle. Die Zugangskategorie für Leben ist durch die Geographie bestimmt.
Naika Foroutan, Humboldt-Universität Berlin

Flüchtlinge werden "als Invasoren entmenschlicht". Europa, so ihr Resümee, rutscht gerade in eine Richtung "ohne progressiven sinnstiftenden Endpunkt".

Strategische Entmoralisierung

So plädiert Foroutan dafür, hinter den emotionalen die strategischen Aspekte im Blick zu behalten, sie spricht von einer "strategische Entmoralisierung der Gesellschaften":
Zitat
Die Welt wird instabiler, wenn die globale Ungleichheit anhält. Und unser Lebensstil ist unweigerlich mit der Armut der anderen Weltengegenden verwoben.
Naika Foroutan

Als Triebkraft nennt sie die extreme Rechte. Aber es ist offenbar so, je hysterischer wir auf die Debatten einschwenken, desto eher verdunkelt sich der Gesamtzusammenhang.

Wohin driftet der Elitendiskurs?

Strukturelle Fragen - die beträfen auch Interessenlagen. Fragen nach der Verfasstheit unserer Gesellschaft, nach Akteuren und Profiteuren, nach Herrschaft und Moral. Wir beobachten, wie Teile der Eliten von der Mitte abdriften, das sind auch soziologische Befunde: Es geht Teilhabern des Establishments ganz offenbar darum, den Elitendiskurs weiter nach rechts zu verschieben und dazu die Sprache zu kapern - mit Erfolg?

Auf der Diskursebene erleben wir deren Einflussstrategien ("Kampf um die Köpfe"), unter anderem geht es darum, im öffentlichen Raum Themen und Sendezeiten zu besetzen. CSU-Chef Horst Seehofer ist hier ein Beispiel, etwa wenn er von der "Herrschaft des Unrechts" spricht oder seinen "Masterplan" als Notanker offeriert. Thilo Sarrazin (SPD), der ehemalige Bundesbank-Vorstand, liefert ein weiteres Beispiel dafür, wie rassistische Argumentationsfiguren gesellschaftsfähig gemacht werden sollen.

Insoweit das Thema Migration gepaart mit den Themen Islam, Flucht und Kriminalität die öffentliche Debatte dominiert, begegnen wir laut Foroutan einem emotionalen Narrativ, das die Fragen nach struktureller Veränderung überlagert. Das genau, so lautet ihre Analyse, sei eine manipulative Strategie der Rechten, auf die wir alle hereingefallen sind. "Und ich fürchte", fügt sie hinzu, "da waren auch wir Sozialwissenschaftler zu lange auf einem Nebengleis unterwegs." (Arno Kleinebeckel)
https://www.heise.de/tp/features/Deutschland-wird-brutaler-4129280.html (https://www.heise.de/tp/features/Deutschland-wird-brutaler-4129280.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 13:53:04 Mi. 08.August 2018
Zitat
„Absaufen“-Rufe bei Pegida werden Fall für Staatsanwaltschaft

Die „Absaufen“-Rufe bei einer Pegida-Demonstration auf dem Dresdner Neumarkt, die sich gegen die Dresdner Seenotretter von Mission Lifeline richteten, werden eine Sache für die Staatsanwaltschaft. An sie gibt die Polizei nun das Ermittlungsverfahren ab, zu dem mehrere Anzeigen aus dem ganzen Bundesgebiet geführt haben.

Quelle: http://www.dnn.de/Dresden/Polizeiticker/Absaufen-Rufe-bei-Pegida-werden-Fall-fuer-Staatsanwaltschaft (http://www.dnn.de/Dresden/Polizeiticker/Absaufen-Rufe-bei-Pegida-werden-Fall-fuer-Staatsanwaltschaft)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: ManOfConstantSorrow am 21:02:06 So. 26.August 2018
Zitat
AfD rief zu Kundgebung auf
Nach Messerattacke in Chemnitz: „Gewaltbereite Rechte“ marschieren auf

Nach einem tödlichen Streit in Chemnitz sind am Sonntagnachmittag Hunderte Menschen durch die Innenstadt gezogen, viele von ihnen sind offenbar rechter Gesinnung.


Update vom 26. August, 10.47 Uhr: Nach dem gewaltsamen Tod eines 35-Jährigen in Chemnitz sind hunderte protestierende Menschen durch die sächsische Stadt gezogen. Die Behörden mussten deswegen "zusätzliche Einheiten Bereitschaftspolizei nach Chemnitz" beordern, wie die Polizei am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter schrieb. Laut der Zeitung "Freie Presse" folgten die Demonstranten dem Aufruf einer rechten Ultra-Fußballvereinigung, die auf Facebook dazu aufgerufen hatte, "zu zeigen, wer in der Stadt das sagen hat."
...
Chemnitz -Eine Polizeisprecherin bestätigte den Aufmarsch Hunderter Menschen in Chemnitz. Hintergrund ist der Tod eines 35-jährigen Deutschen nach einem verhängnisvollen Streit zwischen Menschen mehrerer Nationalitäten in der Nacht zum Sonntag nach dem Chemnitzer Stadtfest, bei dem auch Messer zum Einsatz gekommen sein sollen.

Wie die Bild berichtete, seien unter den Demonstranten „gewaltbereite Rechte“, die gegen Ausländerkriminalität protestierten und Sprüche wie „Wir sind das Volk“ skandierten. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtete von Rangeleien. Antifaschistische Aktivisten berichteten in sozialen Medien von Übergriffen auf Migranten. Der Polizei waren zunächst keine Hinweise auf Ausschreitungen bekannt.

Am frühen Nachmittag hatte zunächst die Alternative für Deutschland (AfD) per Twitter zu einer Kundgebung aufgerufen. Diesem Aufruf waren etwa 100 Menschen gefolgt. Diese Veranstaltung blieb laut Polizei störungsfrei. Dem folgte die zweite Kundgebung, der deutlich mehr Menschen folgten.
...
https://www.merkur.de/politik/nach-messerattacke-in-chemnitz-gewaltbereite-rechte-marschieren-auf-zr-10163892.html (https://www.merkur.de/politik/nach-messerattacke-in-chemnitz-gewaltbereite-rechte-marschieren-auf-zr-10163892.html)


Klingt gruselig.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 08:55:46 Mo. 27.August 2018
Zitat
Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Ludwig hat mit Entsetzen auf die gestrigen Vorfälle in der Stadt reagiert.

Dabei waren unter anderem rund 800 Menschen - darunter offenbar zahlreiche Rechtsextreme - durch die Stadt gezogen. Medienberichten zufolge wurden aus der Menge heraus immer wieder ausländerfeindliche Parolen skandiert. Im Netz kursieren Videos, die Übergriffe auf Migranten zeigen sollen.

Oberbürgermeisterin Ludwig sagte dem MDR, wenn sie sehe, was sich in den Stunden am Sonntag entwickelt habe, dann sei sie entsetzt. Zitat: "Dass es möglich ist, dass sich Leute verabreden, ansammeln und damit ein Stadtfest zum Abbruch bringen, durch die Stadt rennen und Menschen bedrohen - das ist schlimm." Die Organisatoren des Stadtfestes hatten zunächst Pietätsgründe für den Abbruch der Veranstaltung angegeben. Hintergrund ist ein gewaltsamer Streit in Chemnitz in der Nacht auf Sonntag.
https://www.deutschlandfunk.de/chemnitz-entsetzen-nach-spontaner-demonstration-mit.2932.de.html?drn:news_id=918420 (https://www.deutschlandfunk.de/chemnitz-entsetzen-nach-spontaner-demonstration-mit.2932.de.html?drn:news_id=918420)

Hier manifestiert sich das, was auf jahrelanger Vorabeit basiert. Es gab in der Politik, in der Verwaltung, in den Medien und in den "Sozialen Netzwerken" einen massiven Rechtsruck. Rassismus gilt mehr und mehr als akzeptable Haltung. Schließlich ist auch der Bundesinnenminister ein Rassist.

Die rechtsextremen Hools riefen auf, "zu zeigen, wer in der Stadt das sagen hat." Die Stadtverwaltung hat das Volksfest nicht aus "Pietätsgründen" abgebrochen, sondern aus Angst, die Kontrolle über das Geschehen auf den Chemnitzer Straßen zu verlieren.

Zitat
Rund 800 Menschen versammelten sich demnach am berühmten Karl-Marx-Monument und zogen danach durch die Innenstadt. Dabei wurden Flaschen in Richtung der Polizei geworfen. Mindestens ein Beamter wurde bei einer Rangelei verletzt, so eine Polizeisprecherin zu AFP.
...
Nutzer des Kurzbotschaftendienstes Twitter schrieben über Jagdszenen auf Migranten. Die Polizeisprecherin konnte diesbezüglich keine Angaben machen.

Offenbar war die Polizei zunächst mit der Situation überfordert.
https://www.merkur.de/politik/chemnitz-deutscher-erstochen-rechte-hooligans-demonstrieren-polizei-ermittelt-zr-10163892.html (https://www.merkur.de/politik/chemnitz-deutscher-erstochen-rechte-hooligans-demonstrieren-polizei-ermittelt-zr-10163892.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 10:53:35 Mo. 27.August 2018
Weitere Pressezitate:

Zitat
Tumultszenen in der Innenstadt von Chemnitz: Hunderte Rechte sind am Sonntagnachmittag durch die Straßen der sächsischen Großstadt gezogen und haben Menschen angegriffen, von denen sie offenbar annahmen, dass diese keine Deutschen sind. Zu Beginn war der rechtsextreme Mob der Polizei überlegen.
...
Polizeistaffeln konnten zunächst nur neben dem Aufmarsch herlaufen. Wenig später versuchten die Beamten, den Mob aufzuhalten – doch die Rechtsextremen durchbrachen eine Polizeikette in der Fußgängerzone.

Es kam zu Schubsereien, die Beamten gaben nach. Der Marsch zog unkontrolliert durch die Innenstadt, schien zwischenzeitlich sogar auf noch mehr Teilnehmer anzuwachsen. Unter ihnen waren viele Jugendliche sowie Familien mit Kindern. Auch eine Polizeikette an der Chemnitzer Zentralhaltestelle wurde sofort überrannt. "Im Verlauf dieser dynamischen Phase war es auch zu Flaschenwürfen in Richtung der Polizeibeamten gekommen", schrieb die Polizei in ihrer Mitteilung.

Die Rechten pöbelten gegen Menschen am Straßenrand, von denen sie offenbar annahmen, dass sie keine Deutschen sind. Aus der Menge waren Parolen wie "Ausländer raus", "Wir sind das Volk" und "Das ist unsere Stadt" zu hören. Auf dem nahe gelegenen Johannisplatz folgte den Sprüchen dann Gewalt. Teilnehmer des rechten Aufmarsches traten auf mehrere Personen ein. Der Polizei gelang es, einige Angreifer auf dem Boden zu fixieren. Währenddessen liefen andere Protestierende auf einem gegenüberliegenden Parkplatz weiteren Menschen hinterher.
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-08/auslaenderfeindlichkeit-rechte-chemnitz (https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-08/auslaenderfeindlichkeit-rechte-chemnitz)

Zitat
Auf Videos ist zu hören, wie Teilnehmer Parolen rufen wie "Das System ist am Ende, wir sind die Wende!" oder "Frei, sozial und national!" Zudem werden andere Personen als "Zecken", "Viehzeug" oder Kanaken" beleidigt und attackiert.

Die Demonstration wurde von der rechten Hooligan-Gruppe "Kaotic Chemnitz" initiiert. Über die sozialen Netzwerke konnten in kurzer Zeit 800 bis 1000 Teilnehmer mobilisiert werden.
https://faktenfinder.tagesschau.de/inland/chemnitz-geruechte-gewalt-101.htmlo (https://faktenfinder.tagesschau.de/inland/chemnitz-geruechte-gewalt-101.htmlo)
Hier ein YOUTUBE Video mit um 90° gedrehten Bildern weil der Filmer zu doof war, sein Handy richtig zu halten.
https://www.youtube.com/watch?v=hVF2Ikzc_6g (https://www.youtube.com/watch?v=hVF2Ikzc_6g)
Die Kommentare sind nahezu 100% faschistisch. Keine Seltenheit bei Youtube.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 16:06:50 Mo. 27.August 2018
Das Problem ist, dass die Faschisten durch die Rechtsentwicklung in der Politik Oberwasser haben und solche Messerstechereien mit Todesfolge begierig aufgreifen. Bürgerliche Politiker und die Verwaltung genehmigen jeden Faschodrecksaufmarsch anstatt Veranstaltungen dieser Verbrecher konsequent zu verbieten. Das alles rächt sich jetzt.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: rebelflori am 16:47:55 Mo. 27.August 2018
Das Problem ist, dass die Faschisten durch die Rechtsentwicklung in der Politik Oberwasser haben und solche Messerstechereien mit Todesfolge begierig aufgreifen. Bürgerliche Politiker und die Verwaltung genehmigen jeden Faschodrecksaufmarsch anstatt Veranstaltungen dieser Verbrecher konsequent zu verbieten. Das alles rächt sich jetzt.

Gehen wir das mal gedanklich durch.
Es werden ab morgen alle Nazi Demos verboten.
Welche Demos werden denn in 6 Monaten verboten???
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 17:19:00 Mo. 27.August 2018
Rebelflori, was willst du?

Das Strafgesetzbuch (StGB) enthält Paragrafen, die es einem verbieten,

    
Soviel zur augenblicklichen Rechtslage. Und wenn der Staat diesen Dreck nicht verhindert, dann müssen wir es tun.

Sprichst du dich jetzt allen ernstes für freie faschistische Aufmärsche aus !?!?
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: rebelflori am 18:12:59 Mo. 27.August 2018
Rebelflori, was willst du?
vor ca. 2 Jahren sind so mehre Nazis Seiten aus dem Internet verschwunden
vor ca. 1 Jahr hat sich der Staat linke Internet Seiten vorgenommen

Genau so würde das mit Demos auch passieren!!!

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 18:34:54 Mo. 27.August 2018
Nichts "passiert" einfach.
Es geht um Interessen und Kräfteverhältnisse.
Die Wirtschaft hat interesse an rassistischer Spaltung der Klasse und an einem autoritären Staat.
Wir müssen sowohl gegen Rassismus kämpfen, alsauch gegen einen autoritären Staat.

Wenn es uns gelingt, den Staat zu zwingen, gegen Rassismus vorzugehen, dann ist es gut. Wenn wir es nicht schaffen, müssen wir trotzdem gegen Rassimus kämpfen. Zu fordern, daß rassistische Aufmärsche erlaubt sein sollten, ist einfach nur gequirlte Kacke!!!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: BGS am 19:41:27 Mo. 27.August 2018
Kein Fussbreit den Faschisten!

MfG

BGS
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 21:59:53 Mo. 27.August 2018
Zitat
Antifaschismus - Der inszenierte „Volkszorn“ - dreiste Faschisten-Provokation in Chemnitz

In der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 26. August, kam es in Chemnitz am Rande des Stadtfestes zum 875.Jahrestag der Stadtgründung zu einer Messerstecherei, bei der ein Mann getötet und zwei weitere Menschen verletzt wurden. So weit, so schlecht. Die Hintergründe der Bluttat liegen bislang im Dunkeln, ebenso, wer für die Tat verantwortlich ist.

Quelle: https://www.rf-news.de/2018/kw35/der-kalkulierte-volkszorn-dreiste-faschisten-provokation-in-chemnitz (https://www.rf-news.de/2018/kw35/der-kalkulierte-volkszorn-dreiste-faschisten-provokation-in-chemnitz)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Fritz Linow am 22:19:13 Mo. 27.August 2018
Zu den Strukturen zwischen Nazis/NSU und Fußball in Chemnitz:

Zitat
Pogromstimmung in Karl-Marx-Stadt
Rechtsradikale marschieren in Chemnitz auf und machen Jagd auf Migranten und Migrantinnen. Die Drahtzieher sind Anhänger des Chemnitzer FC. Deren Geschichte reicht weit zurück.
(...)
https://www.11freunde.de/artikel/rechte-fans-beim-chemnitzer-fc (https://www.11freunde.de/artikel/rechte-fans-beim-chemnitzer-fc)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Schluepferstuermer am 06:47:02 Di. 28.August 2018
CSU-Koalition mit AfD? Unmut über Erlanger Initiative wächst
http://www.nordbayern.de/region/csu-koalition-mit-afd-unmut-uber-erlanger-initiative-wachst-1.8000641 (http://www.nordbayern.de/region/csu-koalition-mit-afd-unmut-uber-erlanger-initiative-wachst-1.8000641)


So fängts an.  kotz
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 17:16:28 Di. 28.August 2018
Zitat
Chemnitz - Staatsorgane geben dem rechten Mob Spielraum

Die folgende Korrespondenz aus Chemnitz vom gestrigen 27. August schildert, wie die anwesenden „Sicherheitskräfte“ einem rechten Mob aus faschistischen Hooligans Spielraum zum Angriff auf Antifaschisten lassen.

Quelle: https://www.rf-news.de/2018/kw35/chemnitz-ist-antifaschistisch-doch-die-staatsorgane-geben-dem-rechten-mob-spielraum (https://www.rf-news.de/2018/kw35/chemnitz-ist-antifaschistisch-doch-die-staatsorgane-geben-dem-rechten-mob-spielraum)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 17:28:44 Di. 28.August 2018
Zitat
die anwesenden „Sicherheitskräfte“ einem rechten Mob aus faschistischen Hooligans Spielraum zum Angriff auf Antifaschisten lassen
Genau das habe ich selbst einmal erlebt.
Es war, als Faschos sich in Flensburg trafen, um Führers Geburtstag zu feiern.
Als die Nazis uns angreifen wollten, wurden sie von der Polizei begleitet in U-Formation, also Polizeischutz hinten und an den Flanken und nach vorn offen für den Angriff auf die Antifaschisten.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 22:39:17 Di. 28.August 2018
Zitat
„Kein Platz für Hetzjagden auf Ausländer“

Chemnitz/Berlin/Dresden. Kanzlerin Angela Merkel hat nach den erneuten Protesten in Chemnitz bekräftigt, in einem Rechtsstaat sei kein Platz für Hetzjagden auf Ausländer. Der sächsische Ministerpräsident kündigte ein entschiedenes Vorgehen gegen Stimmungsmache im Internet an.

Quelle: https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/%e2%80%9ekein-platz-f%c3%bcr-hetzjagden-auf-ausl%c3%a4nder%e2%80%9c/ar-BBMy4hd?ocid=sf (https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/%e2%80%9ekein-platz-f%c3%bcr-hetzjagden-auf-ausl%c3%a4nder%e2%80%9c/ar-BBMy4hd?ocid=sf)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Fritz Linow am 23:24:06 Di. 28.August 2018
Chemnitzer Polizei „ignorierte“ Warnungen und Haftbefehl wird geleaked.
https://www.tagesschau.de/inland/chemnitz-messerangriff-ausschreitungen-101.html (https://www.tagesschau.de/inland/chemnitz-messerangriff-ausschreitungen-101.html)

Erstaunlich ist eigentlich bloß, dass die gute Zusammenarbeit mal zur Abwechslung an die Öffentlichkeit kommt. Kleine Köpfe werden rollen, Dumpfnazis stehen im Fokus, faschistische Funktionseliten dürfen weitermachen.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 11:38:09 Mi. 29.August 2018
Wer sich mit der Rolle rechter Organisationen und Strömungen ein wenig beschäftigt hat, dürfte sich wenig gewundert haben über die Vorfälle in Chemnitz. Die Wirtschaft braucht die Spaltung der Klasse und Rassismus ist ein gut funktionerendes Mittel zu diesem Zweck. Die herrschende Klasse scheint den Glauben daran verloren zu haben, daß die bürgerliche Demokratie das beste System zum Erhalt ihrer Macht ist. Es darf gern autoritärer sein und selbst eine neue Form des Faschismus scheint für sie eine Option zu sein.

Der Staat dient der Durchsetzung der Interessen der herrschenden Klasse. Rechte Organisationen und deren Fußtruppen machen die Schmutzarbeit, der Staat hält ihnen den Rücken frei. Rechtsrockkonzerte sind die wichtigsten Veranstaltungen zur Anwerbung, Propaganda und des Fundraisings der rechtsradikalen Szene. Sie werden von Gerichten und Polizei geschützt.

Selbst bürgerliche Medien beschreiben diese Politik recht gut:
Zitat
Politiker, die die Augen vor rechter Hetze verschließen und mit der Angst vor Migration Stimmung machen
Süddeutsche

Zitat
Das strukturelle Problem, (...) wurde bereits in der Ära Biedenkopf geschaffen, als jede Entwicklung einer extremen Rechten im Land systematisch geleugnet wurde.
Zeit

Zitat
So wie auch ein Teil der etablierten Politik seit Jahren über dieses Thema diskutiert, spielt er (...) den Kräften in die Hände, die in Chemnitz und anderswo ihr Unwesen treiben.
Süddeutsche

Zitat
Die Parteinahme der Dresdner Polizisten für einen "Lügenpresse"-Schreier geschah mit verblüffender Selbstverständlichkeit.
Zeit

Zitat
...dass rechtsextreme Hooligans an gesellschaftlichem Einfluss gewinnen. Sie fühlen sich vom Rechtsruck der letzten Jahre motiviert.
Zeit

Zitat
die AfD nahezu unverhohlen Verständnis für die Angreifer signalisiert und diese damit indirekt bestärkt
Süddeutsche

Zitat
Der Aufmarsch von Chemnitz kam nicht unerwartet.
Zeit

Zitat
Zu wenig Einsatzkräfte vor Ort, kein Einschreiten trotz Straftaten.
FR

Zitat
Rechte zeigen den Hitlergruß direkt vor Polizisten.
FR

Zitat
Was am Montag in Chemnitz geschah, kam also nicht so unerwartet wie jetzt dargestellt. Viele Beobachter der rechten Szene haben früh davor gewarnt.
Zeit

Zitat
Am zweiten Abend in Folge war die Polizei in Chemnitz offensichtlich nicht in der Lage, gut organisierte braune Horden in die Schranken zu weisen
FR

Zitat
Die Bundesbereitschaftspolizei, die bei solchen Großlagen und bei über mehrere Bundesländer anreisenden Teilnehmern in der Regel hinzugezogen wird, war nicht vor Ort.
FR

Zitat
Das Zusammenspiel zwischen rechtem Demonstranten und staatlicher Instanz funktionierte.
Zeit

Zitat
Der AfD-Politiker Björn Höcke schreibt offen, dass er in der Wut der Bevölkerung ebenso wie in den frustrierten Teilen des Sicherheitsapparates die Stützen seiner nationalen Revolution sieht. So kommt ihm der Mob von Chemnitz ebenso zugute wie das Verhalten der Dresdner Beamten gegenüber der Presse. Sie alle schaffen den Ausnahmezustand, den sie als Normalzustand herbeisehnen.
Zeit

Zitat
In Sachsen erweisen sich Dinge als gesellschaftliche Realität, die man aus jedem Drehbuchmanuskript als zu klischeehaft streichen würde. Längst dient dort der illiberale Staat ungarischen Zuschnitts als Leitstern, der die kritische Öffentlichkeit bekämpft und den Mob ermächtigt. Er entsteht im Zusammenspiel zwischen wutschnaubender Basis und dem Versagen von Politik wie Exekutive.
Zeit

All das ist nicht neu.
"1986 starteten die Unionsparteien CDU und CSU eine Kampagne gegen einen Missbrauch des Asylrechts, die maßgeblich von der Bild-Zeitung und der Welt am Sonntag mitgetragen und später als eine der schärfsten, polemischsten und folgenreichsten Auseinandersetzungen der deutschen Nachkriegsgeschichte bewertet wurde. Politikern und Medien wird vorgeworfen, durch die zum Teil populistische Asyldebatte die Stimmung gegen Ausländer angeheizt zu haben. Nach der Wiedervereinigung wurde die Asyldebatte von einer Welle rassistisch motivierter, vornehmlich gegen Asylbewerber gerichteter Gewalttaten wie den Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen begleitet." https://de.wikipedia.org/wiki/Asyldebatte

Daß der gegen die Presse pöbelnde Pegida Demonstrant sich als LKA Mitarbeiter entpuppte, erinnert an die Verquickung staatlicher Stellen und dem NSU Terror.

Während die rechtsradikale Szene bundesweit rund 7000 "Kameraden" mobilisierte, wurden Polizeikräfte bewußt nicht überregional zusammengezogen. Auch die lokalen Polizeieinheiten gingen nicht gemäß ihrer Möglichkeiten vor, sondern ließen dem rechten Mob auch da freie Hand, wo sie hätten einschreiten können.

Genau dieses Vorgehen gab es 1992 in Rostock Lichtenhagen. Es ist eine Kopie des gleichen Musters 1:1.

All das sind keine Versehen, keine Fehler oder unglückliche Umstände.
Es handelt sich um bewußtes staatliches Vorgehen zur Stärkung rechtsextremer Tendenzen.  
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 16:45:31 Mi. 29.August 2018
Zitat
Wie Deutschland Arbeitslosigkeit in Europa produziert

23.08.2018 | 9 Min. | Verfügbar bis 23.08.2019 | Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg

Deutschland ist nicht ohne Grund als "oberlehrerhaft" verschrien. Gerne erklären wir dem Rest der Welt, dass er sich an Verträge zu halten hat. Dabei ist gerade Deutschland ein "Weltmeister" im Regel-Brechen. Statt, wie bei der Einführung des Euro vereinbart, für stabiles Lohnwachstum und Inflation entsprechend der Produktivitätsentwicklung zu sorgen, spart und geizt Deutschland, wo es nur geht. Die Folge: deutsche Produkte sind gut - und vor allem preiswert. Ausländische Anbieter, wie französische Autozulieferer setzt das noch mehr unter Druck. Niedrige Mindestlöhne und zu geringe staatliche Investitionen hierzulande kosten dort Arbeitsplätze. Die Zeche zahlen deutsche Niedriglöhner und ein wachsendes Arbeitslosenheer in anderen EU-Ländern.
Quelle: RBB (https://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste-vom-23-08-2018/wie-deutschland-arbeitslosigkeit-in-europa-produziert.html)

ARD-Mediathek Kontraste (https://www.ardmediathek.de/tv/Kontraste/Wie-Deutschland-Arbeitslosigkeit-in-Euro/Das-Erste/Video?bcastId=431796&documentId=55379468)

Via NDS (https://www.nachdenkseiten.de/?p=45745#h02)

HTML5: https://rbbmediapmdp-a.akamaihd.net/content/9c/84/9c84de3d-5740-4070-9bc3-e4c136e24e26/d378ea5c-c6a2-4701-825e-b445187445c6_1800k.mp4 (https://rbbmediapmdp-a.akamaihd.net/content/9c/84/9c84de3d-5740-4070-9bc3-e4c136e24e26/d378ea5c-c6a2-4701-825e-b445187445c6_1800k.mp4)

Wie gehabt, aber man schlägt lieber auf Asylanten ein statt auf unsere Staatsverweser ((https://www.cosgan.de/images/smilie/froehlich/a010.gif) Strombolli) von CDU/CSU/SPD/FDP/Grüne/AfD/Realolinke. Produziertes Elend das seine Wut an denjenigen auslässt die gar nichts damit zu tun haben, im Gegenteil die sehr oft selbst Leidtragende des deutschen Erfolges sind.
Das ist gerade keine Entschuldigung für den aufkeimenden Nationalismus, der ist egal wie er gedreht und gewendet wird komplett Sinnfrei.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: admin am 19:43:34 Mi. 29.August 2018
(http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2018/08/hillig.jpg)

Daniel Hillig: Das Opfer von Chemnitz,
deutsch-kubanischer Antifaschist.

Den Rechten ist das ohnehin egal, Hauptsache Mob. Den Linken kann das nicht egal sein


Informationen über Daniel Hillig, das Opfer der Messerstecher von Chemnitz, sind auch in der linken Berichterstattung – in der bürgerlichen ohnehin – weitgehend „untergegangen“. Dass der Mob wegen des Todes eines antifaschistischen Deutsch-Kubaners rast, zeigt ja nur, dass er keinen Grund, sondern nur einen Anlass braucht. Erstaunlich genug, dass die bürgerlichen Medien ausnahmsweise in der Nennung der Herkunft zurückhaltend sind. Viel wichtiger: Es wäre ein linkes Anliegen gewesen, das Opfer öffentlich zu ehren, was bestenfalls am Rande geschah. Warum? Weil die Täter wohl Flüchtlinge waren? Seit wann sind alle Flüchtlinge „nett“? Müssen sie auch nicht sein, das Recht auf Asyl, das zu Recht viele verteidigen, gilt für alle.

Ist dies dieselbe – völlig unangebrachte – Vorsicht, wie beispielsweise dann, wenn man keine Kritik am Ditib-Verband und dessen Finanzierung durch die BRD äußern will, obwohl dessen Praxis und die entsprechende finanzielle Ausstattung nur eines bedeutet: Rechte Mobilisierung (für Kriegsführung  gegen Kurden beispielsweise). Für alle solchen Ereignisse und Entwicklungen, die einfache politische Schemen aufsprengen, kann doch nicht „vornehme Zurückhaltung“ gelten, sondern nur der eben auch keinesfalls national begrenzte Kampf gegen die Rechten auf und aus der ganzen Welt. Ganz zu schweigen davon, dass eine massive Ehrung im konkreten Fall dem Mob etwas Wind aus den Segeln genommen hätte.

http://www.labournet.de/?p=136763 (http://www.labournet.de/?p=136763)

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Fritz Linow am 22:26:50 Mi. 29.August 2018
Zum Verhalten der Polizei in Chemnitz:
Zitat
(…)
Man kann darüber streiten, ob die von Malchow geforderte Aufstockung der Polizeien um 20 000 Beamte überzogen ist. Zumal Bund und Länder ja gerade im Bundestagswahlkampf eine Verstärkung um 15 000 Stellen und eine verbesserte Ausrüstung versprochen haben. Das braucht Zeit. Zudem sollte das Argument Personalnot nicht als Ausrede für - aus welchem Grund auch immer angewandte - falsche Einsatztaktiken missbraucht werden.
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1098849.sachsen-polizei-als-risiko-fuer-recht-und-sicherheit.html (https://www.neues-deutschland.de/artikel/1098849.sachsen-polizei-als-risiko-fuer-recht-und-sicherheit.html)

Ergänzend ein Auszug aus der aktuellen Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft kritischer Polizistinnen und Polizisten:
Zitat
Eine Polizei in dieser Verfassung, diesem status quo, ist zu noch weit Schlimmeren fähig. Die dazu notwendigen Führungspersönlichkeiten sind vorhanden. Die Geisteshaltung auch. Wenn jetzt – wie unsinnigerweise im bundesweiten Konsens aller Parteien angedroht – weitere 15.000 PolizeibeamtInnen ausgebildet werden sollen, dann werden diese von keinem anderen Geist und Selbstverständnis ausgehen als die KollegInnen, die derzeit für „Sicherheit und Ordnung“ sorgen.

Wir haben mehrfach darauf hingewiesen, dass 15.000 Polizeistellen locker erarbeitet werden könnten, wenn endlich polizeifremde Tätigkeiten aus den Aufgabenbereichen entfernt würden und Polizeibe-amtInnen effizient eingesetzt würden. Grüne wie Linke sind bei diesen Forderungen nach mehr Polizei sogar vorneweg. Die wissen noch gar nicht, was das für sie zukünftig bedeutet, was auf gerade sie zukommen wird.
https://www.kritische-polizisten.de/2018/08/chemnitz/ (https://www.kritische-polizisten.de/2018/08/chemnitz/)

Ich kann die Kritischen Polizisten nicht so richtig einschätzen, da wird aber wenigstens gesagt, dass es ein strukturelles Problem ist, das auch viele andere Bereiche durchzieht.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 08:36:40 Do. 30.August 2018
Ich kann die Kritischen Polizisten nicht so richtig einschätzen.

Ich habe mich mit ihnen nur am Rande beschäftigt und war mir auch etwas unsicher. Ein Bekannter hat sich mit ihnen mehr auseinandergesetzt und hält sie für ernstzunehmen und wichtig. Sie stellen wohl ein derart großes Problem für die herrschenden rechten Polizeistrukturen dar, daß der Apparat kein Mittel ausließ, gegen die seine Kritiker vorzugehen. Dem Gründungsmitglied Thomas Wüppesahl wurde Versuch der Beteiligung an einem Überfall auf einen Geldtransport  und einem Raubmord untergeschoben.

"Die Bundesarbeitsgemeinschaft kritischer Polizistinnen und Polizisten (Hamburger Signal), auch „Die Kritischen“ oder „BAG“, ist ein von Polizeibeamten gegründeter Berufsverband. Er setzt seine Schwerpunkte auf Themen wie Menschenrechte und Bürgerrechte insbesondere im Bereich des Polizeidienstes in der Bundesrepublik Deutschland. ...die Gleichheit aller und die Gleichberechtigung, den Schutz von Minderheiten und die Solidarität der Menschen gegen ihre Vernichtung und gegen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen fördern. Sie strebt eine Demokratisierung der Polizei im Innen- und Außenverhältnis und deren Transparenz für die Öffentlichkeit ebenso an wie die Zusammenarbeit mit anderen im Polizeidienst Tätigen und ihren Organisationen."

https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesarbeitsgemeinschaft_kritischer_Polizistinnen_und_Polizisten
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 11:45:56 Do. 30.August 2018
Zitat
Die demokratische Kultur im Freistaat dürfte sich von diesem Schock nur schwer erholen; nicht auszuschließen, dass ihr die Ereignisse von Chemnitz den Todesstoss versetzt haben. Doch auch für die demokratische Kultur in Nichtsachsen-Deutschland bedeutet der gestrige Tag eine Zäsur – einen GAU, von den sich aktuell nur schwer sagen lässt, wie weitgehend er die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Parameter im Land verändern wird.
https://www.freitag.de/autoren/maennlicherlinker/nach-chemnitz (https://www.freitag.de/autoren/maennlicherlinker/nach-chemnitz)

"demokratische Kultur"!?!?
Wir leben in dem stampfenden, alles niedermangelnden Strom der wirtschaftlichen Zwänge, in der Alternativlosigkeit der herrschenden Politik.
Was sich in Medien und Politik abspielt, ist nur ein dümmliches Geplänkel, mit dem den Menschen etwas von demokratischen Entscheidungen vorgaukeln will.

Das verbreitete Lebensgefühl ist das der absoluten Hoffnungslosigkeit und der Unveränderlichkeit der Verhältnisse. Den Faschisten ist es gelungen, dieses Gefühl zu sprengen. Sie haben nun Risse in der betonierten Alternativlosigkeit entstehen lassen. Sie umgibt die Frühlingsluft eines Systemwechsels, sie machen einen Umsturz der Verhältnisse denkbar. Sie haben bewiesen, daß ihre Parolen und die Menschen auf der Straße für einen Schockzustand und ein Ende der "Alternativlosigkeit" sorgen können.

Wir kriegen gerade die Quittung für das Versagen der Linken.
Den Rechten ist es gelungen, sich zur wütenden Vorhut des kleinen Mannes aufzuspielen, was nicht weiter von der Realität entfernt sein könnte. Sie sind die brutale Vorhut des Kapitals. Sie stehen auf Seiten der Umweltzerstörer, sie verleugnen den Klimawandel und organisieren Angriffe auf Umweltschützer.  Sie sind gegen Arbeiterrechte, sie greifen Maidemos und Gewerkschafter physisch an. Sie wollen Kritik an den herrschenden Verhältnisse unterbinden und hinter ihren "Lügenpresse" Brüllereien steckt der Wunsch nach medialer Gleichschaltung und sie schlagen bereits Journalisten zusammen. In Chemnitz arbeiteten Journalsten mit Helmen und Schutzwesten.
Zitat
"Wenn man sich [den Umfang der Einschüchterungen] jeden Tag bewusst machen würde, würde man diesen Job nicht mehr machen.  
Christian Fuchs, "Die Zeit" https://www.deutschlandfunkkultur.de/die-bedrohte-art-journalisten-im-fadenkreuz.1264.de.html?dram:article_id=421695 (https://www.deutschlandfunkkultur.de/die-bedrohte-art-journalisten-im-fadenkreuz.1264.de.html?dram:article_id=421695)

Die Rechten sind keineswegs Interessenvertreter der kleinen Leute.
Sie sind auch nicht Gegner herrschender kapitalistischer Verhältnisse. Sie kommen den Interessen des Kapitals entgegen, indem sie die Reste von demokratischen Verhältnissen und kritischer Öffentlichkeit ausmerzen wollen. Teile der staatlichen Strukturen stehen einer solchen Entwicklung wohlgesonnen gegenüber:
Zitat
...einer Polizeistrategie, die kaum noch verhehlen will, dass es ihr angelegen ist, den Aktionsradius des rechten Mobs nach Kräften auszudehnen.
(ebenfals aus dem ganz oben zitierten Freitag Artikel)

Der Erfolg der Faschisten liegt darin, daß Sie sich zu den einfachen Menschen begeben, ihnen zuhören und ihre Sprache sprechen. Sie wissen von der Bedeutung dieser Leute und gehen entsprechend mit ihnen um. Die Menschen, die sich von der Politik entmündigt sehen und von der Wirtschaft abgehängt, danken es ihnen. Sie fühlen sich ernstgenommen und glauben Vertreter ihrer Interessen gefunden zu haben.

Die Linke ist weit entfernt von ihnen. Sie interessieren sich eher für sich selbst und nicht für Arbeiter oder das einfache Volk.

Die Linkspartei hat mehr Interesse an Regierungsbeteilungen und ist beschäftigt mit dem Gerangel um Posten und Pöstchen.

Die linke Bewegung hat auch keinerlei Interesse an der Klasse und meint selbst die Änderung der Verhältnisse durchsetzen zu können. Der bürgerliche Teil der Bewegung macht Großdemos, mit denen man vom Staat eine Änderung der Haltung zu TTIP oder der Energie- oder Agrapolitik erhofft und die Linksradikalen glauben, mit Konfrontationen mit der Polizei andere gesellschaftliche Verhältnisse zu erreichen.

Arbeiter sind ein blinder Fleck in der Vorstellungswelt der Linken. Oder man hat die merkwürdigsten Vorstellungen von ihnen. Man hält sie gern für unpolitisch, dumm, sexistisch und rassistisch. Damit stehen sie eher auf der "Gegenseite". Für den gemeinen Proll hat man nur Verachtung übrig. Man mag selbst ökonomisch schlechter gestellt sein in prekärsten Jobs, doch man fühlt sich überlegen gegenüber den Prolls, weil man sich irgendwie moralischer glaubt, seine Sprache gendert und in Outfit und Musikgeschmack einfach mehr Stil zeigt.

Die einfachen Leute können mit solch einer Linken nichts anfangen. Diese Linke bietet den Menschen weder Hilfe bei ihren täglichen Problemen noch eine gangbare Alternative zu den herrschenden Verhältnissen.

Die Rechte bietet zumindest den Rausch des politischen Umsturzes und die Verheißung, sich an all denen zu rächen, die man schon immer scheiße fand. Daß am Ende noch schlimmere Verhältnisse dabei herauskommen, als die, die wir jetzt haben, interessiert nicht.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rappelkistenrebell am 17:53:15 Do. 30.August 2018
CHEMNITZ
Staatsmacht lässt braunen Mob toben – antifaschistischer Widerstand herausgefordert

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) besucht heute Chemnitz. Am Nachmittag lädt er zum "Sachsengespräch" und möchte, dass auch "wütende Bürger" kommen und über "ihre Sorgen sprechen". Was meint er damit? Dass Flüchtlinge für Armut und Wohnungsnot verantwortlich gemacht, die Menschen gespalten werden sollen? Auf eine klare Verurteilung der faschistischen Ausschreitungen und das völlige Versagen des Staatsapparats wartet man vergebens.

Von Landesleitungen Ost und Thüringen der MLPD
Donnerstag,  30.08.2018,  16:00 Uhr

(http://up.picr.de/33696909bn.jpg)
Eine Beleidigung des kommunistischen Freiheitsideals: Faschistische Mahnwache vor dem Marx-Monument in Chemnitz (foto: twitter)

Bis heute ist das Motiv des Messermords an Daniel Hillig am vergangenen Wochenende unklar.  Die "Trauer" des rechten Mobs und seiner Stichwortgeber ist pure Heuchelei - nach Trauermärschen sehen die Faschisten-Demos auch nicht aus. Genossen der MLPD unter den Gegendemonstranten berichten von einer aggressiven Stimmung, die von den Faschisten ausgeht. Fakt ist, dass die Situation vor allem dafür benutzt wird, um Vorurteile zu schüren und die Massen zu spalten.

Schnittstellen zwischen Faschisten und Teilen des Staatsapparats
Dass es zahlreiche Schnittstellen zwischen Faschisten und Teilen des Staatsapparats gibt, ist spätestens seit „NSU“, „Pegida" etc. bekannt. Auch der letzte Montag wird als Tag in die Geschichte eingehen, an dem die Polizei es darauf anlegte, den Mob gewähren zu lassen. Anders als die Polizei stellten sich mutig 1.500 Antifaschisten völlig berechtigt dem faschistischen Aufmarsch in den Weg.

 Chemnitzerinnen und Chemnitzer, die daran teilnahmen, waren in der Minderheit. Sie sind beeinflusst von monatelange gezielten Hetze seitens der AfD, aber auch der Regierung, allen voran Innenminister Horst Seehofer,weiter Teile der bürgerlicher Politik und vieler Medien: Flüchtlinge seien für ein riesiges Anwachsen der Kriminalität verantwortlich. „Man könne sich nirgends mehr sicher fühlen“, wird als dumpfes Gefühl gesät.

 So auch vom ZDF-Journalist Klaus Cleber. Statt der faktenlosen Angstmache Argumente entgegenzusetzen, verharmlost er die faschistischen Demos und rechtfertigt sie. So im Heute Journal am 27. August als er behauptet, "dass viele, die in den Demos mitgelaufen sind, nicht unbedingt Rechtsradikale sind, aber doch tatsächlich das Gefühl haben: ‚Man muss mal auf die Straße gehen, um dafür zu sorgen, dass der Staat die Bürger schützt.'“

Flüchtlinge nicht krimineller als andere
Das aktuelle Rote Fahne Magazin kommt aufgrund der offiziellen Kriminalstatistik 2017 zu einem ganz anderen Ergebnis: Riesig angestiegen ist vor allem die Wirtschaftskriminalität um 28,7 Prozent. Dafür zeichnen vor allem Konzerne wie VW und andere verantwortlich. Asylbewerber werden im Durchschnitt nicht häufiger straffällig als Deutsche oder andere Migranten. Die einzige Ausnahmen sind Verstöße gegen die reaktionären Aufenthaltsbestimmungen. Solche "Taten" können aber auch nur Asylbewerber begehen.

 Insgesamt wird nur ein kleiner Teil der Straftaten von Flüchtlingen begangen und sie sind ebenso Opfer von Straftaten. So verdoppelte sich zum Beispiel 2017 die Zahl von Verstößen gegen die sexuelle Selbstbestimmung von Flüchtlingen bzw. Asylbewerberinnen mit mindestens einem tatverdächtigen Deutschen gegenüber dem Vorjahr - eine Schlagzeile war das Cleber und Co bisher nicht wert.

 Insgesamt wurden 2017 aber zehn Prozent weniger Straftaten erfasst als im Vorjahr. Einen derart starken Rückgang bei der Kriminalität hat es seit fast 25 Jahren nicht gegeben. Die ganze Debatte um "Sicherheit" und die Nationalitäten von Tätern oder Tatverdächtigen seitens  die Herrschenden zielt vor allem darauf, die Bevölkerung in Deutschland zu spalten und ultrareaktionäre und faschistische Kräfte zu stärken.

AfD-Brandstifter
 „Wenn eine solche Tötungstat passiert, ist es normal, dass Menschen ausrasten“, sagte AfD-Chef Gauland am Mittwoch der „Welt“. Er stärkte auch dem AfD-Bundestagsabgeordneten Markus Frohnmaier den Rücken. Frohnmaier hatte via Twitter geschrieben: „Heute ist es Bürgerpflicht, die todbringende 'Messermigration' zu stoppen!“.

 Diesen Brandstiftern folgen Taten: Ein 33-jähriger Eritreer wurde heute in Sondershausen (Thüringen) mit Schlägen und Tritten gegen den Kopf schwer verletzt worden. Zeugen zufolge fielen rassistische Sprüche. Ein Zuwanderer wurde in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) rassistisch beschimpft und mit einer Eisenkette krankenhausreif geprügelt.

Keine spontane Proteste
In Chemnitz hat sich nicht „spontan“ die Bevölkerung versammelt, berichtete Rote Fahne News bereits am Montag. Hier kam ein Apparat in Gang, der gezielt Falschmeldungen über angeblich kriminelle Ausländer streut, bewusst solche Vorfälle für die eigenen braunen Ziele missbraucht und in der Lage war, innerhalb einer kurzen Zeit seine Anhängerschaft unter den Augen der Polizei zu mobilisieren.

 Faschisten und Hooligans reisten aus Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen an. Außerdem dabei Faschisten des „Dritten Weg aus Bayern“ und bekannte Faschisten Tommy Frenck aus ThüringenTony Gentsch, Michel Fischer (Die Rechte), David Köckert (Ex-Thügida) und Patrick Schröder wurden gesehen. Offenbar haben die Faschisten auf so einen Anlass nur gewartet, um bundesweit zu mobilisieren.

 Die bundesweite Mobilisierung zum Aufmarsch am Montag kann dem Staatsapparat nicht entgangen sein. Inzwischen wurde bekannt, dass der "Verfassungsschutz" bereits am Mittag über überregionale Mobilisierung Bescheid wusste. Eine Frau aus Chemnitz sagte heute im ARD-Morgenmagazin: "Also das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, wie die in so kurzer Zeit in Tausenden hierher gekommen sein sollen, unbemerkt. So viele Zugverbindungen gibt es doch gar nicht."

 Tatsächlich hat der sächsische Inlandsgeheimdienst in einem "Lagebericht" die Polizei in Chemnitz und weitere sächsische  Polizeibehörden darüber informiert, dass aus ganz Sachsen und anderen Bundesländern viel mehr "Rechtsextremisten", Hooligans, rechte Kampfsportler und weitere Angehörige der faschistischen Szene nach Chemnitz kommen würden als für den Aufmarsch angemeldet gewesen waren. Da stellt sich doch unweigerlich die Frage: Woher wusste der Inlandsgeheimdienst das? Und warum hat die Polizei nicht reagiert?

Antifaschisten wieder klar in der Mehrheit
Bei den folgenden Demonstrationen im Verlaufe der nächsten Tage, hatte sich das Gewicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aber wieder auf die gewohnten Seiten verlagert. Zu faschistischen Kundgebungen am Dienstag kamen nicht mehr als 100 Teilnehmer. Dem stand jeweils ein Vielfaches an Antifaschisten gegenüber.

(http://up.picr.de/33696983wl.jpg)
Hundert Antifaschisten aus Leipzig kommen am 27. August am Hauptbahnhof an (foto:twitter)

Ministerpräsident Kretschmer muss zurücktreten!
Seit der Wiedervereinigung berichten Antifaschisten, dass antifaschistische Arbeit in Sachsen extrem erschwert wird und die CDU-Landesregierungen eher damit beschäftigt sind, linke Aktivisten zu verfolgen, während das Treiben von Faschisten und AfD-Leuten in den Staatsorganen heruntergespielt wird. Bis zu 25 Prozent AfD-Anhänger werden im Polizeiapparat vermutet. In manchen Revieren und Einheiten bilden sie gar die Mehrheit. Ein Ministerpräsident, der diese Zustände bewusst mitträgt, muss zurücktreten!

MLPD positioniert sich klar
So wie bei „Dresden Nazifrei“ oder den Aktivitäten in Themar oder jetzt Mattstedt muss auch in Chemnitz eine breite antifaschistische Aktionseinheit aufgebaut und gestärkt werden. Die MLPD setzt sich in ihrer Kleinarbeit in den Betrieben und Wohngebieten massenhaft mit den Menschen auseinander. Sie widerlegt dabei die Hetze der AfD aber auch Vorbehalte und hilft damit fertig zu werden.  Sie stärkt eine proletarisch-internationalistische Denkweise und fördert gleichzeitig den aktiven Widerstand auf der Straße. Am Samstag rufen verschiedene antifaschistische Gruppen zu Gegenaktivitäten auf. Für Montag ist ein großes Konzert am „Nischel“ u.a. mit den Toten Hosen, Kraftclub und Feine Sahne Fischfilet geplant.

 Andrew Schlüter, Landesvorsitzender der MLPD Ost heute zu Rote Fahne News: "Die einhelligen Aussagen von Medien und bürgerlichen Politikern, dass Sachsen rechts wäre, ist reine Spurenverwischung. Das war hier doch kein Volkszorn, sondern eine organisierte Aktion, die auf solch einen Anlass vorbereitet war. Faschistoide bis hin zu faschistischen Kräften konnten sich mit Hitlergruß und Angriffen auf offener Straße auf Menschen anderer Nationalität austoben Im Fahrwasser der Rechtsentwicklung der Regierung und der medialen Aufwertung der AfD als angebliche Prostestpartei trauen sie sich auf die Straße. Wir werden beweisen, dass in Chemnitz das antifaschistische Bewusstsein tief verwurzelt und vorhanden ist.
Daher wird der Landesverband Ost mit Freunden und Kräften des Internationalistischen Bündnis am kommenden Samstag verschiedene Aktionen durchführen:

 Ab 10 Uhr werden in Chemnitz (Straße der Nationen/vor dem Roten Turm) das Internationalistische Bündnis und MLPD/REBELL einen Aktionsstand durchführen mit offenem Mikrofon.
11 Uhr Kundgebung der Aktionseinheit zum Antikriegstag mit Ständen.
Um 13 Uhr findet dann eine breite antifaschistische Demonstration statt, an der wir uns beteiligen."
 

Die MLPD tritt für folgende Forderungen ein

 Kein Fußbreit den Faschisten!
Verbot aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda!
Stoppt die Rechtsentwicklung der Bundesregierung und Landesregierungen!
Hoch die internationale Solidarität!


Quelle

https://www.rf-news.de/2018/kw35/staatsmacht-laesst-braunen-mob-toben-antifaschistischer-widerstand-herausgefordert (https://www.rf-news.de/2018/kw35/staatsmacht-laesst-braunen-mob-toben-antifaschistischer-widerstand-herausgefordert)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 13:28:12 Sa. 01.September 2018
Das Problem ist, dass die Faschisten durch die Rechtsentwicklung in der Politik Oberwasser haben und solche Messerstechereien mit Todesfolge begierig aufgreifen. Bürgerliche Politiker und die Verwaltung genehmigen jeden Faschodrecksaufmarsch anstatt Veranstaltungen dieser Verbrecher konsequent zu verbieten. Das alles rächt sich jetzt.

Gehen wir das mal gedanklich durch.
Es werden ab morgen alle Nazi Demos verboten.
Welche Demos werden denn in 6 Monaten verboten???


Muss ich Dir jetzt ernsthaft den Unterschied zwischen einer Demonstration und einem Progrom erklären?
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 13:37:56 Sa. 01.September 2018
Ich kann die Kritischen Polizisten nicht so richtig einschätzen, da wird aber wenigstens gesagt, dass es ein strukturelles Problem ist, das auch viele andere Bereiche durchzieht.

Ich hab für die mal einen Bericht über erlebte Polizeigewalt geschrieben und in diesem Zusammenhang auch ein längeres Telefonat mit Thomas Wüppesahl geführt. Das war sehr angenehm.
Ich glaube aber, das die heute keinen besonders großen Einfluss mehr auf die PolizistInnen im aktiven Dienst haben.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 14:02:45 Sa. 01.September 2018
Kuddel:
Zitat
Die linke Bewegung hat auch keinerlei Interesse an der Klasse und meint selbst die Änderung der Verhältnisse durchsetzen zu können. Der bürgerliche Teil der Bewegung macht Großdemos, mit denen man vom Staat eine Änderung der Haltung zu TTIP oder der Energie- oder Agrapolitik erhofft und die Linksradikalen glauben, mit Konfrontationen mit der Polizei andere gesellschaftliche Verhältnisse zu erreichen.

Ich glaube, es gab in kaum einer Zeit in Deutschland mehr Interesse der linken Bewegungen an der Arbeiterklasse, als in den 1920/30er Jahren. Trotzdem sind die deutschen Arbeiter den Nazis 1933 scharenweise in die Arme gelaufen!
Das würde deiner These, lieber Kuddel, ein bißchen wiedersprechen. (Was nicht heißt, das sie falsch sein muss!)

Das die linke Bewegung (ich tue mich immer schwer eine deart heterogene Gruppe unter einen solchen Sammelbegriff zu fassen) keinerlei Interesse an der Klasse hat ist leider auch nur ein Teil der Wahrheit.
Ebenso hatte auch "die Arbeiterklasse" keinerlei Interesse an der linken Bewegung, zumindest soweit sie über das sozialdemokratisch- gutbürgerliche- Gartenzwergniveau hinaus ging.
Das ist natürlich grob pauschalisiert, weil es  in allen Gruppen auch Ausnahmen gab, aber so ganz von der Hand zu weisen ist das ja nicht!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Nikita am 14:49:33 Sa. 01.September 2018
Ich werde nie verstehen, was die Menschen so fremdenfeindlich indoktriniert hat, dass sie nur auf einen Anlass warten, um zum Mob zu werden.

(https://www.chefduzen.de/pix/geistige-brandstifter.jpg)

Quelle: Twitter

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 16:49:18 Sa. 01.September 2018
Zitat
Chemnitz - Hunderte demonstrieren für „Nazifrei“, Polizei erwartet Großeinsatz

In Chemnitz finden zahlreiche Demonstrationen statt. Für den Abend bereitet sich die Polizei auf einen Großeinsatz vor.

Quelle: https://www.welt.de/politik/article181385358/Chemnitz-Hunderte-demonstrieren-fuer-Nazifrei-Polizei-erwartet-Grosseinsatz.html (https://www.welt.de/politik/article181385358/Chemnitz-Hunderte-demonstrieren-fuer-Nazifrei-Polizei-erwartet-Grosseinsatz.html)

Zitat
Verfassungsschutz - Seehofer lehnt AfD-Beobachtung ab

Ist die AfD ein Fall für den Verfassungsschutz? Ja, meint eine Mehrheit der Deutschen einer Umfrage zufolge. Nein, sagt Innenminister Seehofer. Dafür fehle es an Gründen.

Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/seehofer-afd-103.html (https://www.tagesschau.de/inland/seehofer-afd-103.html)

Widerlicher faschistischer Mob in Chemnitz:

! No longer available (http://www.youtube.com/watch?v=GD_ZdP79O84#)

Zitat
Internationale Presseschau: "Ein gut organisierter rechtsradikaler Mob"

Auch internationale Medien greifen die Ausschreitungen in Chemnitz auf. Deutschland und speziell Sachsen kommen dabei nicht gut weg. Eine Presseschau

Quelle: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-08/internationale-presseschau-chemnitz-ausschreitungen-sachsen-rechtsextremismus (https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-08/internationale-presseschau-chemnitz-ausschreitungen-sachsen-rechtsextremismus)

Zitat
Berlin und Münster - Tausende demonstrieren gegen Rechtsextremismus

Nach den Krawallen in Chemnitz sind Tausende Menschen in Berlin und Münster auf die Straße gegangen, um ein Zeichen gegen Gewalt und Fremdenhass zu setzen.

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/berlin-und-muenster-tausende-demonstrieren-gegen-rechtsextremismus-a-1225834.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/berlin-und-muenster-tausende-demonstrieren-gegen-rechtsextremismus-a-1225834.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: BGS am 19:56:24 Sa. 01.September 2018
Das Video sagt einiges über die ... Situation in Doitschland. Rette sich, wer kann.
Leider war derartiges schon lange vorhersehbar.

MfG

BGS
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Fritz Linow am 23:37:55 Sa. 01.September 2018
Rudolf Rocker:
Zitat
Ich glaube, es gab in kaum einer Zeit in Deutschland mehr Interesse der linken Bewegungen an der Arbeiterklasse, als in den 1920/30er Jahren.

Linke Bewegungen können auch gerne mal aus der Arbeiterklasse heraus entstehen und nicht nur durch ein Interesse an ihr. Das wurde in den 20ern versemmelt und wiederholt sich heute wieder, weil es einen (teilweise) Interessenkonflikt zwischen linken Bewegungen und Arbeiterklasse gibt.

Zitat
Ebenso hatte auch "die Arbeiterklasse" keinerlei Interesse an der linken Bewegung, zumindest soweit sie über das sozialdemokratisch- gutbürgerliche- Gartenzwergniveau hinaus ging.

 Da fehlt wohl ein -nicht-? "Gartenzwergniveau" geht jedenfalls mal wieder zielsicher daran vorbei, etwas mit denjenigen gemein zu haben, die einen Gartenzwerg im Garten stehen haben. Inhaltlich verstehe ich das schon, halte es aber für arrogant.

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Schluepferstuermer am 08:06:08 So. 02.September 2018
Warum so viele vom Sofa nicht hochkommen, liegt teilweise, dass viele sich für Politik und Wirtschaft nicht interessieren.
Dann kommt die Bild und Facebook und verbreitet Schwachsinn.
"Ein Flüchtling bekommt 1600€/mtl. und ich?" oder "Die bekommen vom Staat 30.000€".
"Ein Flüchtling entführt ein Baby" ob es stimmt, oder nicht, egal.
Viele "glauben" diesen Schwachsinn, weil sie es nicht besser wissen.


Jeder der sagt, dass dies nicht stimmt, wird als blöd angesehen.
Habe es in der Arbeit (Zuverdienst) live miterlebt.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 08:31:40 So. 02.September 2018
Warum so viele vom Sofa nicht hochkommen, liegt teilweise, dass viele sich für Politik und Wirtschaft nicht interessieren.
Viele Leute erkennen zwar, dass es ein Problem (zB. Armut) gibt, suchen aber den individuellen Ausweg (Flaschensammeln). Sie erkennen nicht, dass das Problem Millionen andere betrifft und einer gesellschaftlichen Lösung bedarf, die zusammen mit den anderen Betroffenen erstritten werden muß.
Dann kommt die Bild und Facebook und verbreitet Schwachsinn.
"Ein Flüchtling bekommt 1600€/mtl. und ich?" oder "Die bekommen vom Staat 30.000€".
"Ein Flüchtling entführt ein Baby" ob es stimmt, oder nicht, egal.
Viele "glauben" diesen Schwachsinn, weil sie es nicht besser wissen.
Genau! Viele Leute glauben den Medien einfach alles. Dass die Medien die öffentliche Meinung zugunsten des Machterhalts des Kapitals manipulieren, haben sie nicht auf dem Schirm.

Einstweilen platzt der MoPo der Kragen mit den Faschos:
Zitat
Es reicht! Besorgte Bürger? Diese Biedermänner sind gefährlich!

Ein Mob aus Hooligans und Rechtsextremen jagt Menschen, die sie für Ausländer halten, durch die Straßen einer deutschen Großstadt. Ein Verbrechen ist geschehen, und die Tatverdächtigen sind Flüchtlinge. Die Polizei ist unterbesetzt und überfordert. Hitlergrüße, „Deutschland den Deutschen“, eine Pogromstimmung liegt in der Luft. Chemnitz, Sachsen, im Spätsommer 2018 ...

...Es sind Biedermänner, mit Kindern und breitbereiften Mittelklasseautos im Profil, sie posten unter ihren Namen und ungeniert. Es sind Frauen mit niedlichen Katzenbildern, die das „Gelump“ ertränken wollen und sich angeblich nachts nicht mehr auf die Straße trauen. In Orten, deren Namen ich noch nie gehört habe. Diese Leute haben keine Hemmung mehr. Ihre Profile kochen über vor Hass, aufgesammelt in stinkenden Quellen. Der Rechtsstaat zählt für diese Menschen nichts. Sie wollen nichts von Rechtsstaat hören, den sie als „Merkel-Diktatur“ bezeichnen. Sie träumen von Trump und Putin und bezeichnen die Kanzlerin als „Diktatorin“. Jeder, der für den Rechtsstaat eintritt, ist „linksversifft“. Der Hinweis auf „die Antifa“ kommt unvermittelt und ohne jeden Kontext. Die Antifa, „Zecke“ und wo genau war ich beim G-20-Gipfel in Hamburg?...

Quelle: https://www.mopo.de/news/politik-wirtschaft/es-reicht--besorgte-buerger--diese-biedermaenner-sind-gefaehrlich--31192832?dmcid=sm_fb# (https://www.mopo.de/news/politik-wirtschaft/es-reicht--besorgte-buerger--diese-biedermaenner-sind-gefaehrlich--31192832?dmcid=sm_fb#)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Schluepferstuermer am 09:12:39 So. 02.September 2018
Oder sie kaufen nur beim Discounter. Weil es ja dort billliger ist. Meinen sie.
Dass dies dem Discounter-Besitzer nützt, ist ihnen egal.

Es gibt einen einfachen Weg zu sparen: Einfach nicht soviel einkaufen, um. nicht viel wegschmeissen zu müssen.
Da wird man aber schief angesehen, wenn man dies sagt.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 12:17:58 So. 02.September 2018
Zitat
Verletzte und Straftaten – was am Samstag in Chemnitz geschah

Mindestens 8500 Menschen haben an Demonstrationen am Samstag in Chemnitz teilgenommen - begleitet von 1800 Polizisten.
Zwar gab es neun Verletzte und mehrere Straftaten, die große Eskalation blieb aber aus.
Es soll einen Angriff auf ein MDR-Team gegeben haben. Auch ein Afghane soll abseits der Demos attackiert worden sein.

Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/article181392090/Demonstrationen-in-Chemnitz-Verletzte-Straftaten-Bundespolizei.html (https://www.welt.de/politik/deutschland/article181392090/Demonstrationen-in-Chemnitz-Verletzte-Straftaten-Bundespolizei.html)

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 12:21:20 So. 02.September 2018
Zitat
Kampf gegen Rassismus
"Wir müssen vom Sofa hochkommen"

Außenminister Heiko Maas fordert die Deutschen zu mehr Einsatz gegen Rassismus auf. "Wir müssen vom Sofa hochkommen und den Mund aufmachen." Deutschland werde vom Ausland zu Recht kritisch beäugt.

 Bundesaußenminister Heiko Maas hat den Deutschen Bequemlichkeit im Kampf gegen Rassismus und bei der Verteidigung der Demokratie vorgeworfen. "Meine Generation hat Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie geschenkt bekommen. Wir mussten das nicht erkämpfen, nehmen es teilweise als zu selbstverständlich wahr. Es hat sich in unserer Gesellschaft leider eine Bequemlichkeit breit gemacht, die wir überwinden müssen", sagte Maas der "Bild am Sonntag".

Ende des "diskursiven Wachkomas"
...
...

Quelle: tagesschau (https://www.tagesschau.de/inland/maas-rassismus-101.html)

Oh, daß Werbeprospektchen Deutschland hat einen stinkenden Braunstich bekommen welcher sich im Ausland nicht so gut verkaufen lässt, mit unserer exportierten Arbeitslosigkeit inkl. Lohndruck haben sie aber immer noch kein Problem, da würde dem Herrn Minister ein "hochkommen" sicher nicht gefallen, dabei hängt das eine mit dem anderen zusammen*.

*Nein, es ist keine Entschuldigung für Rassismus!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 17:26:01 So. 02.September 2018
Zitat
Neonazis, Wutbürger, AfD-Wähler: Eine gefährliche Mischszene wächst heran - «Neonazistische Parolen werden heute von ganz normalen Bürgern mitgebrüllt»

Kaum eine kennt die rechte Szene in Deutschland so gut wie Andrea Röpke. Die Vorfälle in Chemnitz haben für sie eine neue Qualität. Im Interview erklärt sie wieso.

Quelle: https://www.watson.ch/international/interview/961234440--neonazistische-parolen-werden-heute-von-ganz-normalen-buergern-mitgebruellt- (https://www.watson.ch/international/interview/961234440--neonazistische-parolen-werden-heute-von-ganz-normalen-buergern-mitgebruellt-)

Zitat
Nürnberg: Kurzer Ausblick auf die Wochen vor der Landtagswahl in Bayern (September 2018)

Vergangenen Montag versuchten extrem Rechte in Nürnberg, die rassistische Hetzstimmung und die rechte Mobilisierungswelle in Chemnitz auf Nürnberg zu übertragen, zum Glück erfolglos (wir berichteten). Dennoch ist nicht auszuschließen, dass es weitere Versuche dieser Art geben wird. Die hiesigen Pegida-Protagonisten, Gernot Tegetmeyer, Michael Stützenberger und Riko K. sowie ein bekannter Neonazi aus unserer Region haben jedenfalls am gestrigen Samstag in Chemnitz beim so genannten "Trauermarsch" von AfD, Pegida und Pro Chemnitz aufgetankt. Dass sich an der "Trauer" erneut zahlreiche Neonazis und rechte Hooligans beteiligten und teilweise gewalttätig agierten, war vorherzusehen. Fotos zeigen zudem den symbolischen Schulterschluss zwischen AfD und Pegida: Neben Björn Höcke von der AfD stand in der ersten Reihe zeitweise Siegfried Däbritz von Pegida Dresden. Chemnitz zeigt: Die extreme Rechte rückt zusammen und nützt die dortige Massenmobilisierung als "Experimentierfeld für den Aufstand", wie das Magazin der rechte rand schrieb: hier klicken!

Was erwartet uns in den nächsten Wochen, in den Wochen vor der bayerischen Landtagswahl? Fest steht die Wahlkampfveranstaltung der AfD in der Meistersingerhalle am 29. September, fest steht auch der Auftritt von Pegida Nürnberg am 3. Oktober am Jakobsplatz und auf den Straßen der Stadt. Gegen beide rechte Veranstaltungen wird es natürlich Widerstand geben, selbstverständlich. Am Jakobsplatz präsentieren wir zusätzlich unser kritisches Kasperltheater gegen Pegida Nürnberg.

Quelle: https://www.nazistopp-nuernberg.de/ (https://www.nazistopp-nuernberg.de/)

Zitat
70 Nürnberger zeigen Flagge gegen Rechts

Rund 70 Personen haben in Nürnberg gegen eine spontane Kundgebung von 20 Rechtsextremisten demonstriert. Weil die Eilversammlung nicht angemeldet war, werde die Polizei nun gegen die Veranstalter vorgehen, sagte ein Polizeisprecher.

Quelle: https://www.br.de/nachrichten/bayern/70-nuernberger-zeigen-flagge-gegen-rechts,R1vxZDX (https://www.br.de/nachrichten/bayern/70-nuernberger-zeigen-flagge-gegen-rechts,R1vxZDX)

Zitat
Das Experimentierfeld für den Aufstand

von Ida Campe & Tim Mönch
Magazin "der rechte rand" Ausgabe 173 - Juli / August 2018 - OnlineOnly

#Chemnitz

An zwei aufeinanderfolgenden Tagen kam es in Chemnitz zu neonazistischen Ausschreitungen. Am Sonntag und am Montag reiste innerhalb kürzester Zeit eine vierstellige TeilnehmerInnenzahl an. Die erfolgreiche Mobilisierung zeigt, wie schnell durch den Einsatz von Social Media und unbestätigten Gerüchten ein hasserfüllter Mob zusammengetrommelt werden kann.

Quelle: https://www.der-rechte-rand.de/archive/3620/chemnitz-experimentierfeld-aufstand/ (https://www.der-rechte-rand.de/archive/3620/chemnitz-experimentierfeld-aufstand/)

Außerdem sind in N die Wahlplakate der AfD zur Landtagswahl in BY durch eine Zauberei im Straßengraben verschwunden.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 18:02:37 So. 02.September 2018
Rudolf Rocker:
Zitat
Ich glaube, es gab in kaum einer Zeit in Deutschland mehr Interesse der linken Bewegungen an der Arbeiterklasse, als in den 1920/30er Jahren.

Linke Bewegungen können auch gerne mal aus der Arbeiterklasse heraus entstehen und nicht nur durch ein Interesse an ihr. Das wurde in den 20ern versemmelt und wiederholt sich heute wieder, weil es einen (teilweise) Interessenkonflikt zwischen linken Bewegungen und Arbeiterklasse gibt.

Zitat
Ebenso hatte auch "die Arbeiterklasse" keinerlei Interesse an der linken Bewegung, zumindest soweit sie über das sozialdemokratisch- gutbürgerliche- Gartenzwergniveau hinaus ging.

 Da fehlt wohl ein -nicht-? "Gartenzwergniveau" geht jedenfalls mal wieder zielsicher daran vorbei, etwas mit denjenigen gemein zu haben, die einen Gartenzwerg im Garten stehen haben. Inhaltlich verstehe ich das schon, halte es aber für arrogant.

Ha, da hat sich der erste Gartenzwergbesitzer geoutet! ;D
Zitat
Linke Bewegungen können auch gerne mal aus der Arbeiterklasse heraus entstehen und nicht nur durch ein Interesse an ihr.
Ja, macht auch mehr Sinn, da authentischer!
"Es kann die Befreiung der Arbeiter nur das Werk der Arbeiter sein." schrieb ja schon Berthold Brecht und Hans Eisler vertonte es dann zu einem berühmten Lied.
Die Rechten haben es sich in dieser Hinsicht schon immer sehr einfach gemacht:
Sie haben den Linken den Vortritt gelassen und sich dann in aller Seelenruhe angeschaut, wie sie durchs Minenfeld latschen.
Und da es leider auch unter den Nazis Intellektuelle gibt und auch früher schon rechte think-tanks (wie man heute sagt) haben die fröhlich analysiert, was bei den Linken falsch gelaufen ist und was richtig.
Damit konnte man dann zielsicher durchs Minenfeld latschen, ohne eigene personelle Verluste, wärend die Linken sich im Streit darüber aufrieben welches nun der beste Weg aus dem Minenfeld ist. Da sie sich über die Richtung nicht einigen konnten wurden die Verluste immer größer und die Rechten gewannen immer mehr Einblick darüber wohin der Weg führt.
Am Ende noch ein einfaches Erklärungsmuster, eine kräftige Portion Nationalismus und einen Sündenbock (Damals: die Juden, heute: die Flüchtlinge)

Wenn man sich mal geleakte Strategiepapiere von rechten thinks tanks anguckt, wird man feststellen, das sie zu einem sehr großen Teil mit linker Literatur arbeiten!
Da ist von Karl Marx bis Ulrike Meinhof wirklich alles dabei!
Dazu kommen dann noch Überläufer wie Horst Mahler oder Jürgen Elsässer.

Oder um es noch weiter zu veranschaulichen:
Wir Linken sind ein bißchen so wie Indiana- Jones, der durch das Labyrint finden muss und die Nazis kommen dann hinterher und wollen den Goldschatz einsammeln!

Ich weiß, das ist jetzt alles arg vereinfacht dargestellt, aber ich hoffe ihr versteht ungefähr was ich meine?
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 20:06:22 So. 02.September 2018
Zitat
Angriffe in Chemnitz "Noch nie so viel Hass auf Medien erlebt"

Bei den Protesten in Chemnitz griffen Demonstranten immer wieder Journalisten an. Dabei wurden unter anderem Kameras zerstört. Einige Chefredakteure erhoben deshalb schwere Vorwürfe gegen die Polizei.

Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/chemnitz-uebergriffe-101.html (https://www.tagesschau.de/inland/chemnitz-uebergriffe-101.html)

Zitat
Wo steht der Staatsapparat?

"Die Polizei kratzte in der BRD alle noch verfügbaren Beamten, Wasserwerfer, Räumpanzer, Reiterstaffeln zusammen", berichet ein Korrespondent aus Chemnitz. "Das Zweitliga-Spiel Dresden-Hamburg wurde deswegen abgesagt. Wer dachte, es ginge der Polizei darum, die faschistischen Umtriebe zu verhindern, wurde eines Besseren belehrt. Zu spüren bekamen den Polizeieinsatz vor allem Antifaschisten. Einige Hundert Antifaschisten wurden gehindert, vom Bahnhof zur Kundgebung zu kommen. Mehrere Hundert über Stunden eingekesselt. Trotzdem gelang die Blockade, die AfD-Demo musste aufgelöst werden.

Quelle: https://www.rf-news.de/2018/kw35/wachsende-beteiligung-und-grosses-beduerfnis-nach-klarheit-und-position (https://www.rf-news.de/2018/kw35/wachsende-beteiligung-und-grosses-beduerfnis-nach-klarheit-und-position)

Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 16:56:12 Di. 04.September 2018
Eine beeindruckende Reaktion:

Werder Bremen zu Gast in Frankfurt.

(https://abload.de/img/werderl6ip5.jpg)

Choreographie der Ultras im Fanblock:

CHEMNITZ - LICHTENHAGEN - HOYERSWERDA - CONNEWITZ - HEIDENAU
DER NAZIMOB WUETET, DER STAAT SPIELT MIT.
DEUTSCHLAND, DU MIESES STUECK SCHEISZE!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 18:35:58 Di. 04.September 2018
Zitat
Weckruf aus Chemnitz

Berlin (kobinet) Hiphop, Punk und Rock auf der Bühne. Zehntausende sangen und tanzten mit. Das Konzert heute in Chemnitz unter dem Motto "Wir sind mehr" war ein Weckruf an Politik und Gesellschaft, Rechtspopulisten und Neonazis nicht länger die Straße zu überlassen. Behinderte Menschen waren dabei, ob direkt in Chemnitz oder am Radio oder im Livestream.

Quelle: https://kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/38623/Weckruf-aus-Chemnitz.htm (https://kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/38623/Weckruf-aus-Chemnitz.htm)

Chemnitz gegen Rechts: Zehntausende bei „Wir sind mehr“-Konzert
! No longer available (http://www.youtube.com/watch?v=PbWKdw4-COI#)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Onkel Tom am 11:44:21 Mi. 05.September 2018
...
Wenn man sich mal geleakte Strategiepapiere von rechten thinks tanks anguckt, wird man feststellen, das sie zu einem sehr großen Teil mit linker Literatur arbeiten!
Da ist von Karl Marx bis Ulrike Meinhof wirklich alles dabei!
Dazu kommen dann noch Überläufer wie Horst Mahler oder Jürgen Elsässer.

Oder um es noch weiter zu veranschaulichen:
Wir Linken sind ein bißchen so wie Indiana- Jones, der durch das Labyrint finden muss und die Nazis kommen dann hinterher und wollen den Goldschatz einsammeln!

Ich weiß, das ist jetzt alles arg vereinfacht dargestellt, aber ich hoffe ihr versteht ungefähr was ich meine?


Ja, das hast Du sehr gut und verständlich erläutert..

So wechselten die Springerstiefelträger in weißen Schnürsenkeln zu Tarnkappennazis
oder tüteten sich in Nadelstreifen ein..

Besonders abartig finde ich, das sich Leute aus dem linken Spektrum von Leuten wie
Elsässer was ins "Ohr flüstern" lassen und nicht nur in seinem Boot springen, sondern
sich anbei auch noch toll darin finden, solch Fraktionen erzählen, welch Erfahrungen
sie früher gesammelt haben..
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 12:23:34 Mi. 05.September 2018
Zitat
Regierungserklärung nach Chemnitz:
"Es gab keinen Mob, es gab keine Hetzjagd, es gab keine Pogrome"

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer kritisiert in einer Rede nach den Ausschreitungen in Chemnitz die Berichterstattung darüber.
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-09/regierungserklaerung-chemnitz-sachsen-michael-kretschmer (https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-09/regierungserklaerung-chemnitz-sachsen-michael-kretschmer)

Schon klar. Es gibt keine Nazis in Sachsen (https://www.youtube.com/watch?v=OzB7SKJIwhM).
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: CubanNecktie am 17:29:20 Mi. 05.September 2018
Stimmt, in Sachsen gibts keine Nazis - die Bezeichnung Faschisten ist treffender ... (siehe OffTopic - Streit der Begriffe - http://www.chefduzen.de/index.php?topic=329428.0 (http://www.chefduzen.de/index.php?topic=329428.0)) und Sachsen hat viele Faschisten, leider sind aber auch andere Bundesländer betroffen.  


Unbedingt mal anschauen, da wird mir echt Bange
https://www.youtube.com/watch?v=GD_ZdP79O84 (https://www.youtube.com/watch?v=GD_ZdP79O84)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 02:35:53 Do. 06.September 2018
Zitat
Seehofer laut Medienberichten: "Mutter aller Probleme ist die Migration"

Zu den Vorfällen in Chemnitz schwieg Horst Seehofer lange. Auf einer CSU-Tagung erklärt sich der Innenminister nun - und verteidigt laut Medienberichten die Demonstranten.

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/horst-seehofer-laut-medienberichten-mutter-aller-probleme-ist-die-migration-a-1226724.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/horst-seehofer-laut-medienberichten-mutter-aller-probleme-ist-die-migration-a-1226724.html)

Seehofer ist und bleibt ein ultrareaktionärer rechter Politiker.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 10:03:31 Do. 06.September 2018
Und sie wittern Morgenluft durch den AfD-Erfolg.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Schluepferstuermer am 07:43:54 Fr. 07.September 2018
Der erMäßigte behaupet in Bild das Video von der Hetzjagd ist gefällscht.

Sarkasmus
Klar, auch die Hitler-Grüße gab es nicht. Auch eine Demo von Assos₣ürDoofe, Pegida usw. gab es nicht
Alles nur Erfindung

Vorgester hat sich auch der Alpentaliban (Drehdoofer) gemeldet
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 09:08:59 Fr. 07.September 2018
Fuck.
Erst eine Wiederholung des Rostock-Lichtenhagen Konzepts und jetzt noch das ganze Geschehen zu verleugnen und Zeifel an der Echtheit eines Beweisvideos zu äußern, ist unglaublich:
Zitat
Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, bezweifelt, dass es Hetzjagden während der Demonstrationen in Chemnitz gegeben hat. "Die Skepsis gegenüber den Medienberichten zu rechtsextremistischen Hetzjagden in Chemnitz wird von mir geteilt", sagte Maaßen der Bild-Zeitung. Dem Verfassungsschutz lägen keine Informationen darüber vor, dass solche Hetzjagden stattgefunden hätten.

"Nach meiner vorsichtigen Bewertung sprechen gute Gründe dafür, dass es sich um eine gezielte Falschinformation handelt, um möglicherweise die Öffentlichkeit von dem Mord in Chemnitz abzulenken", sagte der Verfassungsschutzpräsident. Das Video, das Jagdszenen auf Menschen mit Migrationshintergrund in Chemnitz zeigen soll, sieht Maaßen mit Skepsis. "Es liegen keine Belege dafür vor, dass das im Internet kursierende Video zu diesem angeblichen Vorfall authentisch ist."
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-09/verfassungsschutz-hans-georg-maassen-chemnitz-hetzjagd (https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-09/verfassungsschutz-hans-georg-maassen-chemnitz-hetzjagd)

Und Seehofer beschreibt sich als Teil der faschistischen Bewegung:
Zitat
Ich wäre als Bürger in Chemnitz auf die Straße gegangen

Es handelt sich hier weder um braune Stimmtische, noch um Hinterzimmer der AfD, wo diese Dinge gesagt worden sind.

Es handelt sich um führende Köpfe im Staatsapparat und sie haben sich bewußt der Presse gegenüber geäußert.
Der Staat und dessen Strukturen geben keinen Schutz vor einem aufkommenden Faschismus. Im Gegenteil, der Rechtsruck wird von Teilen dieses Systems vorangetrieben.

Es könnte nicht gruseliger sein.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Nikita am 10:37:18 Fr. 07.September 2018
Die AfD ruft auch gegen Gegendemonstranten zum Kampf auf.

Zitat
Hintergrund sind nach Informationen aus Kreisen des Verfassungsschutzes mehrere Vorfälle und Entwicklungen der vergangenen Monate. So beispielsweise das sogenannte Kyffhäusertreffen, das führende AfD-Funktionäre aus Thüringen und Sachsen-Anhalt organisieren. Der thüringische AfD-Spitzenfunktionär Björn Höcke hatte dort erklärt, es sei die "Zeit des Wolfes" gekommen. Wenn eine AfD-Demo behindert werde, würde der Polizei fortan fünf Minuten Zeit gegeben, danach werde die Demo beendet und 1000 "Patrioten" würden im Rücken der Gegendemonstranten auftauchen.
...

Zitat
Bereits zuvor hatte Höcke die Bundespolizei aufgefordert, ihren Vorgesetzten nicht mehr zu folgen, mit der Drohung, dass sie nach der Machtübernahme "des Volkes" zur Rechenschaft gezogen werden würden.

https://www.tagesschau.de/inland/afd-verfassungsschutz-113.html (https://www.tagesschau.de/inland/afd-verfassungsschutz-113.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 11:26:33 Fr. 07.September 2018
Die wittern wirklich Morgenluft.
Sie bereiten den Umsturz vor.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 15:20:25 Fr. 07.September 2018
Ja, wir erleben eine Rechtsentwicklung, die von den herrschenden Kreisen gewollt ist.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 15:25:04 Sa. 08.September 2018
Zitat
Videos aus Chemnitz - Keine Indizien für Fälschung

Der Chef des Verfassungsschutzes hat die Vermutung geäußert, ein Video aus Chemnitz sei eine gezielte Fälschung. Beweise nennt Maaßen keine. Für ein Fake liegen keine Indizien vor. Inzwischen tauchte ein zweites Video auf.

Quelle: http://faktenfinder.tagesschau.de/inland/maasen-video-chemnitz-101.html (http://faktenfinder.tagesschau.de/inland/maasen-video-chemnitz-101.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 10:04:00 So. 09.September 2018
Was wir hier erleben ist meiner Meinung nach nicht anderes als ein Schulterschluss vom rechten Rand der Union bis hin zu neofaschistischen Hooligans.
Das ist der NPD und den Republikanern in den 90ern nicht gelungen.
Das Verhalten von Seehofer, Maaßen, Dobrindt usw. ist ein klares Signal an die AfD: Wir sind auf eurer Seite.
Wirklich gruselige Zeiten, die da auf uns zukommen!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 18:05:27 So. 09.September 2018
Zitat
Sachsen-Anhalt: Ein Toter nach Streit zwischen Deutschen und Afghanen

Ein junger Deutscher soll in Sachsen-Anhalt von einem oder mehreren Afghanen getötet worden sein. Offenbar kam es zuvor zu einem heftigen Streit zwischen zwei Gruppen. Die Polizei ermittelt.

Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/article181471236/Streit-zwischen-Deutschen-und-Afghanen-eskaliert-ein-Mensch-stirbt.html (https://www.welt.de/politik/deutschland/article181471236/Streit-zwischen-Deutschen-und-Afghanen-eskaliert-ein-Mensch-stirbt.html)

Die AfD ruft zu "Mahnwachen" auf.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 18:25:36 So. 09.September 2018
Das kann ja heiter werden.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 03:03:58 Mo. 10.September 2018
Zitat
Kundgebung in Köthen: Kein zweites Chemnitz, vorerst

Nach dem Tod eines Deutschen in Köthen rufen rechte Gruppen zu einem "Trauermarsch" auf, rund 2500 Menschen kommen. Krawalle wie in Chemnitz bleiben aus. Doch die Rhetorik wird heftig.

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/kundgebung-von-rechten-in-koethen-kein-zweites-chemnitz-vorerst-a-1227283.html (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/kundgebung-von-rechten-in-koethen-kein-zweites-chemnitz-vorerst-a-1227283.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 18:14:04 Mo. 10.September 2018
https://www.stern.de/neon/wilde-welt/gesellschaft/koethen--thuegida-chef-spricht-vom--rassenkrieg-gegen-das-deutsche-volk--8351268.html (https://www.stern.de/neon/wilde-welt/gesellschaft/koethen--thuegida-chef-spricht-vom--rassenkrieg-gegen-das-deutsche-volk--8351268.html)

Ich kann diese ganze Scheiße nicht mehr hören, man sei "besorgt" oder "verunsichert" und wolle deshalb doch nicht in die rechte Ecke gestellt werden.
Wer auf Veranstaltungen von Faschisten geht, mit ihnen gemeinsam demonstriert und ihrer Hetze applaudiert, der ist faschistisch und hat sich selbst rechts eingeordnet.

Ich habe dafür nicht das geringste Verständnis!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 16:53:50 Mi. 12.September 2018
Zitat
Auseinandersetzung im Zug - Schock in der S-Bahn Torgau-Leipzig: Fahrgäste zittern vor zehn Prüglern

In einer S-Bahn von Torgau nach Leipzig haben sich am Sonnabend Männer Schlägereien geliefert. Gegen mehrere Personen wird wegen Landfriedensbruch ermittelt. Jetzt berichtet ein Augenzeuge von schlimmen Szenen, Angst der Fahrgäste und dass sie mehr als eine Stunde auf die Polizei warten mussten...

...Der Grünen-Politiker regte nach dem Vorfall an - von dem andere Augenzeugen berichten, dass es sich um Täter aus der rechten Szene handeln soll - mehr Personal bei Volksfesten und an Bahnsteigen präsent zu haben und ein Auge auf gewaltbereite Gruppen bei Volksfesten zu haben, eventuell Platzverweise zu erteilen. Auf alle Fälle sollten Bahn und Polizei aus Sicht von Günther bei großen Festen Personal haben, das in kritischen Situationen schneller reagieren könnte...

Quelle: https://www.mdr.de/sachsen/leipzig/delitzsch-eilenburg-torgau/augenzeuge-schlaegerei-s-bahn-torgau-eilenburg-100.html (https://www.mdr.de/sachsen/leipzig/delitzsch-eilenburg-torgau/augenzeuge-schlaegerei-s-bahn-torgau-eilenburg-100.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: BGS am 21:41:04 Mi. 12.September 2018
Glaubt man etwa im Ernst, dass ausgerechnet sogenannte "Wachdienste" gegen die braunen Widerlinge ein probates Mittel seien?

MfG

BGS
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 09:56:30 Do. 13.September 2018
Aber klar, die kennen sich schließlich damit aus.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 22:59:48 Do. 13.September 2018
Zitat
Nürnberg, 29. September: Es reicht jetzt wirklich! Nieder mit der rechten Hetze! Auf zum Protest gegen die AfD an der Meistersingerhalle! (September 2018)

Gegen die "Große Wahlkampfveranstaltung" der AfD in der Nürnberger Meistersingerhalle am 29. September wird es großen Protest geben:

    11.30 Uhr: Demo ab NSU-Tatort Siemensstraße / Ecke Gyulaer Straße (südlicher Maffeiplatz)
    12.30 Uhr: Kundgebung an der Meistersingerhalle
    14 Uhr: Kulturprogramm "Tatort Meistersingerhalle" mit Matthias Egersdörfer, Bird Berlin und weiteren KünstlerInnen

Zum Protest ruft das Bündnis "Nürnberg gegen die AfD" auf. Im Internet findet man eine Facebook-Seite des Bündnisses. Vorgeschlagener Hashtag für Facebook, Twitter & Co.: #nbgggafd

Das Nürnberger Bündnis Nazistopp mobilisiert wie weitere Initiativen selbstverständlich zur Gegenveranstaltung und beteiligt sich an der Vorbereitung.

Weiter Informationen folgen!

Quelle: https://www.nazistopp-nuernberg.de/ (https://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 21:41:04 Fr. 14.September 2018
Zitat
Polizei will gegen rechte Bürgerwehren in Nürnberg vorgehen

Die NPD wirbt in einem Youtube-Video für von Rechten garantierte "Schutzzonen" in Nürnberg. Die Polizei prüft, ob sich die Partei mit der Propaganda-Aktion strafbar gemacht hat. Von Max Muth

Quelle: https://www.br.de/nachrichten/bayern/polizei-will-gegen-rechte-buergerwehren-in-nuernberg-vorgehen,R3dL6oR (https://www.br.de/nachrichten/bayern/polizei-will-gegen-rechte-buergerwehren-in-nuernberg-vorgehen,R3dL6oR)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Nikita am 16:40:39 Sa. 15.September 2018
Thilo Sarrazins neuestes Hetzwerk ist dann mal wieder Nummer 1 bei den Spiegel Hardcover Fachbüchern.

"Feindliche Übernahme:  Wie der Islam den Fortschrift behindert und die Gesellschaft bedroht."

Wer über den Rotz informiert sein möchte, ohne das Buch zu unterstützen, findet es beim Warez-Portal seiner Wahl.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 06:02:15 So. 16.September 2018
Zitat
Fremdenfeindliche Beschimpfungen Iraner verletzt, "Bürgerwehr"-Mitglieder in Chemnitz festgenommen

In Chemnitz ist am Freitagabend ein junger Iraner verletzt worden. Er und seine Bekannten waren auf der Schlossteichinsel unterwegs, als sie von einer Gruppe angegriffen und fremdenfeindlich beschimpft wurden. Kurz zuvor gaben sich die Angreifer vor Geburtstagsgesellschaft als "Bürgerwehr" aus und verlangten die Ausweise.

Quelle: https://www.mdr.de/sachsen/chemnitz/chemnitz-stollberg/ausschreitungen-chemnitz-100.html (https://www.mdr.de/sachsen/chemnitz/chemnitz-stollberg/ausschreitungen-chemnitz-100.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Schluepferstuermer am 08:18:51 So. 16.September 2018
@Nikita
Dann kann man behaupten, dass jmd. Scheiße in der Hand hält.  ;D

Wahnsinn. Diese Idioten spielen sich auf und haben (wie ich gerade im Radio hörte) mit den AssisFürDoofe die stärkste Žustimmung in Ostdeutschland (berichtet die Bild). Vor der cDU.
  kotz kotz kotz

Der Pessimist sagt, schlimmer gehts nimmer. Kommt der Optimist und sagt, oh doch

Wie kommt dies her? Ein Teil ist Nazi. Dann sinđ Protestwähler (die Hirn ausgeschaltet haben) und Faule (die lieber konsumieren und sich durch Dummfon und Quatschsendungen) abhalten lassen, z.B. auf eine Demo gegen Rechts zu gehen.
Was sind ein paar Tausend, gegen Millionen (wieviel Einwohner hat Ostdeutschland?)?

Keine Angst, die Wirtschaft hüpft auf einen neuen Wirt. Ob Demokratisch oder Braun.
Auch die Politik (cXU, sPD, FDP, Grüne), ist verwandlungsfähig.

Bin ich Froh, dass ich schon so alt und krank bin. Denn ich bekomme von der Scheiße in ein paar Jahren dann nichts mehr mit.
Die Jüngeren und Gesunden aber schon.
Ich kann nur informieren. Man kann es annehmen oder nicht.

Viele werden sich im TV, Zeitungen und Stammtischen, beschweren über die Demonstranten im Haburger Forst und wollen diese gerne weg. Die glauben eher RWE (Prestigeobjekt), dass Kohle notwendig ist. Informieren sich über speicherbare Energie (in Asien) nicht und dass alleine durch Sonne und Wind, die Energieversorgung erreicht wird. Auch Stromsparen ist möglich.
Aber Hauptsache herumbrüllen (gegen Linke).

Braune zieht es zu Braun hin.  ;D
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 09:48:47 So. 23.September 2018
Zitat
Erneut tausende Menschen bei Demos in Chemnitz

In Chemnitz haben sich am Freitagabend erneut tausende Menschen an Demonstrationen beteiligt. Rund 2.000 folgten nach Schätzungen der Polizei einem Aufruf der rechten Bürgerbewegung Pro Chemnitz. Die Menge protestierte gegen Ausländerkriminalität und die Asylpolitik der Bundesregierung. Ein Sprecher von Pro Chemnitz distanzierte sich von der Bürgerwehr, die vergangene Woche am Schloßteich Deutsche und Ausländer kontrolliert und bedroht hatte. Gleichzeitig wurde dazu aufgerufen, "Bürgerstreifen" zu gründen. Für Interessenten wurde eine Handynummer durchgesagt.

Quelle: https://www.radiochemnitz.de/beitrag/erneut-tausende-menschen-bei-demos-in-chemnitz-554642/ (https://www.radiochemnitz.de/beitrag/erneut-tausende-menschen-bei-demos-in-chemnitz-554642/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 12:19:36 Do. 27.September 2018
Hier mal ausnahmsweise ein Lob für ein bürgerliches Medium.
Der Tagesspiegel hat (in Zusammenarbeit mit zeitonline) eine wichtige Recherchearbeit geleistet und eine beeindruckende Opferliste zusammengestellt und den zahllosen Opfern ein Gesicht mit einem Stück ihrer Lebensgeschichte gegeben.

https://www.tagesspiegel.de/politik/interaktive-karte-todesopfer-rechter-gewalt-in-deutschland-seit-der-wiedervereinigung/23117414.html (https://www.tagesspiegel.de/politik/interaktive-karte-todesopfer-rechter-gewalt-in-deutschland-seit-der-wiedervereinigung/23117414.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 10:32:32 Mi. 10.Oktober 2018
Zitat
GoHo: Erneut rechte Bürgerwehr in Nürnberg gesichtet

Mehrere Hinweise über die Schutzzonen-Streife gingen bei Polizei ein - 09.10.2018 05:35 Uhr

NÜRNBERG - Schon wieder ist in der Stadt eine Gruppe gesichtet worden, die sich als Bürgerwehr ausgibt: Eine sogenannte Schutzzonen-Streife marschierte mit Warnwesten und Propaganda-Flyern durch den Stadtteil Gostenhof.

Quelle: http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/goho-erneut-rechte-burgerwehr-in-nurnberg-gesichtet-1.8166907 (http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/goho-erneut-rechte-burgerwehr-in-nurnberg-gesichtet-1.8166907)

Zitat
Schutzzone: Die Pseudo-NPD-Bürgerwehr marschiert wieder durch Nürnberg

Vor gut einem Monat wurde die Nürnberger Stadtgesellschaft auf ein neues Projekt der rechtsextremen Partei NPD aufmerksam. Mit einem martialischen Video kündigten sie an fortan „Schutzzonen“ in Nürnberg errichten zu wollen und als Bürgerwehr zu patrouillieren. Gestern waren sie nun wieder unterwegs, wir bringen euch Details und Hintergründe.

Quelle: http://radio-z.net/de/programmkalender/gesellschaft-beitraege/politik-beitraege/topic/298977-schutzzone-die-pseudo-npd-buergerwehr-marschiert-wieder-durch-nuernberg.html (http://radio-z.net/de/programmkalender/gesellschaft-beitraege/politik-beitraege/topic/298977-schutzzone-die-pseudo-npd-buergerwehr-marschiert-wieder-durch-nuernberg.html)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Onkel Tom am 14:18:15 Mi. 10.Oktober 2018
Der Weg zu 33 wird immer schneller.. ECHT ÄTZEND  X(
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 20:22:30 Mi. 07.November 2018
Zitat
Rassismus: Kölner bricht Ausbildung bei der Polizei ab

   - Rassistische Äußerungen während Polizei-Ausbildung in Sachsen
   - Azubi veröffentlicht fremdenfeindliche Chat-Protokolle
   - Polizei Sachsen nimmt Kritik sehr ernst

Quelle: https://www1.wdr.de/nachrichten/rassismus-polizei-ausbildung-100.html
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 19:23:58 Do. 22.November 2018
Zitat
Nürnberg, 1.12. und 9.12.: Extrem rechte Mobilisierungswelle erfordert Widerstand! (November 2018)

- aktualisiert -
Die extrem Rechten haben wieder ein neues Mobilisierungthema entdeckt: Den so genannten Migrationspakt. Wie die Pawlowschen Hunde reagieren sie auf Worte wie "Migration" mit Internethetze und Straßenmobilisierungen.

Zunächst, nämlich am 1. Dezember, haben wir es mit einer Initiative namens "Wir" zu tun, die beim Stand der Dinge einen veritablen Marsch von Fürth nach Nürnberg plant. Nach ersten Erkenntnissen entstammen einige AktivistInnen der rechtsesoterischen Szene rund um die "Montagsmahnwachen". Das Ganze soll um 10 Uhr in Fürth auf der Freiheit starten und über die Fürther Straße nach Nürnberg zum Plärrer gehen. Dort soll ab ca. 16 Uhr eine Abschlusskundgebung stattfinden.

Am 9. Dezember ab 13 Uhr wiederum belästigt uns Pegida Nürnberg mit dem selben Thema auf dem Aufseßplatz. Deplante Demoroute: Aufseßplatz - Breitscheidstraße - Pillenreutherstraße - Celtisstraße - Paradiesstraße - Alexanderstraße - Landgrabenstraße - Gugelstraße - Schuckertstraße - Maffeiplatz - Pillenreutherstraße - Breitscheidstraße - Aufseßplatz.

Wegstrecken und weitere Details können sich noch ändern. Wir halten euch auf dem Laufenden und wir sagen wie immer: Empört euch!

Quelle: https://www.nazistopp-nuernberg.de/ (https://www.nazistopp-nuernberg.de/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 09:46:54 Fr. 23.November 2018
Ist das gruselig!:
(https://s15.directupload.net/images/181122/xtvd9omd.jpg)


Die taz dazu. (http://www.taz.de/!5551018/)
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: dejavu am 13:03:19 Fr. 23.November 2018
(https://img.zeit.de/politik/ausland/2016-06/syrien-aleppo/wide__750x422__mobile)
Klappt bestimmt prima.
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 13:27:22 Fr. 23.November 2018
Prima Idee vom Horschti!
Titel: Re:Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 13:26:37 Mo. 26.November 2018




(https://scontent-ber1-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/46712301_974988449352961_2093081891421814784_o.jpg?_nc_cat=104&_nc_ht=scontent-ber1-1.xx&oh=2c9ed32bb885a0fa4fac105648f63b57&oe=5CAC0CD0)


(https://scontent-ber1-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/46526050_974988382686301_4740490099064569856_o.jpg?_nc_cat=100&_nc_ht=scontent-ber1-1.xx&oh=cd87e90c26e9a3aa9efd29287513b457&oe=5CAD3D80)
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 22:03:10 Mi. 23.Januar 2019
Zitat
Fürth, 1. Februar: Gegen Pegida auf die Straße! (Januar 2019)

Am 1. Februar belästigt uns die Hetztruppe von Pegida Nürnberg wieder, diesmal in der Nachbarstadt Fürth. Unter dem Motto "Kopftuch ab" soll offensichtlich eine Bresche für die Befreiung der Frau geschlagen werden, wirklich sehr witzig. Genauso glaubhaft wäre, wenn sich die Waffenfabrik Diehl an die Spitze einer weltweiten Friedensbewegung setzen würde. Aber Neualt-Rechte versuchen nicht erst seit gestern, Aktionsfelder ihrer politischen GegnerInnen zu besetzen.

Das Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus wird für Freitag, den 1. Februar eine Gegenveranstaltung vorbereiten (Beginn 18.30 Uhr, vor dem Rathaus). Kommt alle!

In welchem Milieu sich die Aktiven des Pegida-"Mutterschiffs" Dresden bewegen, ist an dieser Stelle noch einmal hervorzuheben. So nahm Siegfried Däbritz, einer der Pegida-Hauptredner und in der Vergangenheit mehrfach zu Gast bei Pegida Nürnberg, bereits im Oktober 2014 an dem teilweise gewalttätig verlaufenen Aufmarsch der "Hooligans gegen Salafisten" in Köln teil. Däbritz wie auch Wolfgang Taufkirch, der ebenfalls bei Pegida Nürnberg sprach, wurden neben Ex-AfDlern und Neonazis im Januar beim Neujahrsempfang der rechten AfD-Abspaltung "Aufbruch deutscher Patrioten" (AdP) von André Poggenburg gesehen. Mit einem Wort: Das Mutterschiff ist offensichtlich genauso extrem rechts wie die paar Rettungsboote im Westen.

Quelle: https://www.nazistopp-nuernberg.de/
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 21:10:28 So. 10.Februar 2019
Zitat
Partei "Der III. Weg" - Neonazis bieten Hausaufgabenhilfe im sächsischen Plauen

Die rechtsextreme Partei "Der III. Weg" gibt in Plauen Nachhilfestunden für Schüler. Der Oberbürgermeister sieht keine Handhabe dagegen.

Quelle: https://www.tagesspiegel.de/politik/partei-der-iii-weg-neonazis-bieten-hausaufgabenhilfe-im-saechsischen-plauen/23962342.html
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 11:30:59 So. 24.März 2019
Zitat
„Neger, Neger, Neger“: Eklat um rassistische Beleidigungen bei Länderspiel

Düsseldorf/Wolfsburg Ein Journalist berichtet bei Facebook davon, was er als normaler Zuschauer beim Spiel der deutschen Nationalmannschaft erlebt hat: übelste rassistische Beleidigungen. Schließlich fließen Tränen.

Quelle: https://rp-online.de/sport/fussball/nationalmannschaft-fans-sollen-leroy-sane-rassistisch-beleidigt-haben_aid-37595689
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Tina74 am 11:07:29 Mo. 25.März 2019
Deutschland hat aus seiner Geschichte gelernt. die meisten deutschen sind nicht rassistisch.
doch institutioneller Rassismus ist nach wie vor vorhanden
Behörden Polizei Ämter dort gibt es viel Rassismus. das fängt schon beim bewerbungsverfahren an
alle geben sich tolerant und tun so als hätte jeder die selben Chancen. doch das ist Unsinn
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 11:12:04 Mo. 25.März 2019
Thema sind nicht die Nicht-Rassisten sondern die Rassisten! Ein aufrechnen ist Quatsch zugunsten der Rassisten.
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 11:15:22 Mo. 25.März 2019
Deutschland hat aus seiner Geschichte gelernt.

Deutschland ist ein Land. Ein Land kann nicht "lernen".
Es haben auch nicht alle Menschen im Land das gleiche Weltbild.
Es gibt hier Menschen, die weigern sich aus der Geschichte zu lernen, es gibt Rassisten und überzeugte Nazis.

Von daher ist deine Aussage Unsinn.
Man kann nicht alle Menschen in D freisprechen, weil Deutschland "gelernt" hat...
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Tina74 am 11:24:00 Mo. 25.März 2019
Deutschland hat aus seiner Geschichte gelernt.

Deutschland ist ein Land. Ein Land kann nicht "lernen".
Es haben auch nicht alle Menschen im Land das gleiche Weltbild.
Es gibt hier Menschen, die weigern sich aus der Geschichte zu lernen, es gibt Rassisten und überzeugte Nazis.

Von daher ist deine Aussage Unsinn.
Man kann nicht alle Menschen in D freisprechen, weil Deutschland gelernt hat...

es hat bis 2017 gedauert bis wieder rassisten es in das Parlament geschafft haben. im restlichen europa sieht es anders aus

Die meisten deutschen haben gelernt..... AFD ist derzeit so bei 11-12 prozent. dennoch zu viel
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Fritz Linow am 11:28:19 Mo. 25.März 2019
(...)

es hat bis 2017 gedauert bis wieder rassisten es in das Parlament geschafft haben. im restlichen europa sieht es anders aus

Die meisten deutschen haben gelernt..... AFD ist derzeit so bei 11-12 prozent. dennoch zu viel

Mach dich noch mal mit der Geschichte des deutschen Parlamentarismus vertraut und auch mit den Wurzeln einiger etablierter Parteien.
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 11:31:55 Mo. 25.März 2019
Du schmeißt hier mit Welterklärungen um dich, die so nicht haltbar sind.
In den Länderparlamenten saßen schon lange zuvor NPD, DVU oder Republikaner.
In den "Volksparteien" gab und gibt es Rassisten.
Zitat
Die meisten deutschen haben
Blabla.

Du lenkst von der Auseinandersetzung mit dieser beschissenen Ideologie und deren Anhängern ab.
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Tina74 am 11:34:35 Mo. 25.März 2019
Du schmeißt hier mit Welterklärungen um dich, die so nicht haltbar sind.
In den Länderparlamenten saßen schon lange zuvor NPD, DVU oder Republikaner.
In den "Volksparteien" gab und gibt es Rassisten.
Zitat
Die meisten deutschen haben
Blabla.

Du lenkst von der Auseinandersetzung mit dieser beschissenen Ideologie und deren Anhängern ab.


ich meinte doch mit dem Parlament Bundestag

Rechter als CDU war da nie jemand drin...
selbst die Republikaner und AFD(2013) haben es nicht geschafft damals
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 11:37:59 Mo. 25.März 2019
Es sitzen Rassisten im Bundestag so lange es ihn gibt.

Hör endlich mit der scheiß Relativierung auf!
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 13:02:34 Mo. 25.März 2019
Zitat
Deutschland hat aus seiner Geschichte gelernt
Echt? Und warum hat dann die AfD bei der Bundestagswahl 2017 12,6% bekommen? (Von Landtagswahlen will ich mal gar nicht reden)
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 16:18:18 Mo. 25.März 2019
Die AfD macht den Faschismus gerade salonfähig. Die Hemmschwelle, rechts zu wählen, ist erheblich gesunken. Trotzdem glaube ich nicht, dass sich sowas wie der Hitler-Faschismus wiederholen wird, weil viele Menschen aktiv gegen diese faschistische Strömung kämpfen. AfD, Pegida und Co klappern laut, sind aber nicht in der Mehrheit. Wir müssen der AfD ihr Image als Protestpartei der kleinen Leute herunterreißen.
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 16:30:56 Mo. 25.März 2019
Zitat
Trotzdem glaube ich nicht, dass sich sowas wie der Hitler-Faschismus wiederholen wird, weil viele Menschen aktiv gegen diese faschistische Strömung kämpfen.
Das war aber bis 1933 auch nicht anders. Und da gab es noch kommunistische und anarchistische "Massenbewegungen".
Will sagen: Vor 1933 waren sicher nicht weniger Menschen als heute gegen den Faschismus aktiv.
 Nein, ein Hitler- Faschismus wird sich sicherlich nicht wiederholen, mindestens weil, wie allgemein bekannt, die dumme Sau tod ist! ;D
Aber Faschismus hat ja auch mehr als nur eine Facette.
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Tina74 am 16:54:51 Mo. 25.März 2019
Zitat
Trotzdem glaube ich nicht, dass sich sowas wie der Hitler-Faschismus wiederholen wird, weil viele Menschen aktiv gegen diese faschistische Strömung kämpfen.
Das war aber bis 1933 auch nicht anders. Und da gab es noch kommunistische und anarchistische "Massenbewegungen".
Will sagen: Vor 1933 waren sicher nicht weniger Menschen als heute gegen den Faschismus aktiv.
 Nein, ein Hitler- Faschismus wird sich sicherlich nicht wiederholen, mindestens weil, wie allgemein bekannt, die dumme Sau tod ist! ;D
Aber Faschismus hat ja auch mehr als nur eine Facette.


AFD ist ein instrument der Elite um TEILE UND HERRSCHE zu betreiben... Man recherchiere mal über die Hintergründe und Lebensläufe der Leute..

dennoch sehr gefährlich....

Die 12,7 Prozent wurden durch die Flüchtlingskrise erreicht... Und dank den Medien
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 17:32:55 Mo. 25.März 2019
Das sind sie wieder die Eliten! Wer soll das sein "die Eliten"? Die "jüdische Weltverschwörung"?
Soros, die FED, die Ostküste wollen mit Hilfe der Antfa GmbH die weiße, arische Rasse ausrotten...blablabla!
Scheint direkt aus dem von Kuddel heute verlinkten ZEIT- Artikel gesprungen zu sein:
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-03/christchurch-rechtsterrorismus-rechtsextremismus/komplettansicht
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: NachbarArsch am 17:43:33 Mo. 25.März 2019

AFD ist ein instrument der Elite um TEILE UND HERRSCHE zu betreiben... Man recherchiere mal über die Hintergründe und Lebensläufe der Leute..


Das ist ja zunächst mal bei allen Parteien so. Auf der einen Seite wird gelobt das menschen sich einmischen und auf der anderen seite werden sie kriminalisiert. "Verständliche Forderungen ... aber...."
Eliten und Profiteure haben auch ein eigens Interesse ganz nach oben zu kommen, Erfolg zu haben und ihre Weltsicht und Ausbeutmöglichkeiten durchzusetzen. AFD Leute haben nicht nur ein extrem reaktionäres Weltbild, das sie anderen aufdrücken wollen, sondern mehr noch als Unionspolitiker ein völkisches Verständnis und Weltsicht. Das ist das extrem gefährliche...
Es ist kein zufall das schießbefehl und KZs von AfD Spitzenpolitikern in egal welchen Zusammenhang benannt werden, weil weite Teile genau das toll finden. Für sie stellt das eine Emanizipation des Volkes da, das ja sonst nur ahnungsloses und naives Opfer wäre.

Nein die AFD ist nicht nur... Sie ist ein wiederlicher Faschohaufen, der mit wiederlichen Thesen und framing Leute sammeln will. Besonders scheisse derzeit ist, dass alle Parteien sich unter druck gesetzt sehen und nicht etwa ihre Politik ändern (die wird schon lange immer repressiver, neoliberaler und ausbeuterischer gegen Mensch und Natur), sondern auf die selbe Weise versuchen Leute und Zustimmung abzugreifen. Dabei verstärken sie die Framingbemühungen der AFD und leisten mächtig Wahlkampfhilfe.
Naja und das medien möglichst viel billige scheisse publizieren ist jetzt nicht so neu. Hauptsache billig Klicks produzieren, denn darauf kommt es am ende an. Ich glaub ja Pornhub ist der besser Spiegel.
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: NachbarArsch am 17:50:33 Mo. 25.März 2019
Das sind sie wieder die Eliten! Wer soll das sein "die Eliten"? Die "jüdische Weltverschwörung"?
Soros, die FED, die Ostküste wollen mit Hilfe der Antfa GmbH die weiße, arische Rasse ausrotten...blablabla!
Scheint direkt aus dem von Kuddel heute verlinkten ZEIT- Artikel gesprungen zu sein:
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-03/christchurch-rechtsterrorismus-rechtsextremismus/komplettansicht

Ah ja, die AFD als Werkzeug der jüdischen Weltverschwörung? Da haben wirs ja mal wieder, diese Juden. Hitler war wahrscheinlich auch Jude, genau wie der ganze Rest der NSDAP. Diese hinterhältigen. Nenene , armes deutschland; wieder nur ein Opfer... gott sei dank, dann können wir uns ja guten Gewissens gegen den Rest der Menscheit verteidigen.
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 18:17:11 Mo. 25.März 2019
Die "Herrschenden" ist vielleicht ein besserer Begriff als "Eliten", es wird ein wenig greifbarer.
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 18:21:21 Mo. 25.März 2019
Und wer sind die Herrschenden? Pitt und Patt aus´m Hallenbad? Meine Mutter? Micky Mouse?
Es gibt keine die Herrschenden! Es gibt tausende, abertausende verschiedene Interessengruppen auf dieser Welt, die Versuchen in den für sie wichtigen Bereichen Einfluss auf Personen zu nehmen, von denen sie glauben, das sie wichtig sein könnten.
Beispiel: Deutsche Automobilindustrie ----> Scheuer
Es gibt Interessengruppen die auf nationaler und internationaler Ebene zusammenarbeiten oder gegeneinander und nächste Woche umgekehrt, gradeso wie es ihren Interessen entspricht.
Genausooft wie sie Erfolg haben fallen sie damit aber auch auf die Fresse!
Nochmal in der Kurzfassung: Es gibt keinen Masterplan! Es gibt keine weltumspannende Organisation, die irgendwelche Fäden zieht! Es gibt keine einfachen Erklärungsmuster für komplizierte Vorgänge auf dieser Welt! Es gibt keine die Eliten, keine die Herrschenden, es gibt drölfzichtausend Hansel die sich für die Elite halten, aber sich untereinander nicht die Butter auf dem Brot gönnen. Der Artikel die impliziert eine ominöse "Weltmacht" oder "Organisation" die hinter allem steht und "die Welt lenken"!
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 18:28:44 Mo. 25.März 2019
Ahja alles läuft selbständig vor sich hin, also irgend etwas wie die unsichtbare Hand des Marktes, keine Herrschenden weit und breit.
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Fritz Linow am 23:40:32 Mo. 25.März 2019
Und ich dachte schon, es sei ein Klassenkonflikt.
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 09:48:44 Di. 26.März 2019
Und ich dachte schon, es sei ein Klassenkonflikt.
Ja, aber genausowenig wie es die Arbeiter gibt, gibt es die Herrschenden!
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 10:25:53 Di. 26.März 2019
Ok, seid ihr euch sicher mit den Klassen, ohne herrschende, ohne Arbeitende, für mich riecht das eher streng nach oben wie unten, links wie rechts, alles schön verschwurbelt, wir sollten ganz dringend Definitionen festlegen, so für den allgemeinen Sprachgebrauch, mir gefällt nämlich nicht ggf. in Ecken aufzuwachen wo ich nicht nachvollziehen kann wie ich dort gelandet bin.
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 15:15:17 Di. 26.März 2019
Zitat
mir gefällt nämlich nicht ggf. in Ecken aufzuwachen wo ich nicht nachvollziehen kann wie ich dort gelandet bin.
Das kenne ich. Da müssen die mir irgendwas ins Bier gemischt haben!  ;D
Spaß beiseite: Die Rechten bedienen sich, um ihre Ideologie aufzuhübschen, auch gerne bei linken Theorien und modifizieren sie mehr oder weniger damit es passt.
Daher ist es schon so, das die Grenzen scheinbar verschwimmen. Man muss dann schon genauer hinsehen, um zu erkennen worum es eigentlich geht.
Wenn Rechte von "Eliten" sprechen, meinen sie damit etwas anderes als Linke. Für Rechte ist das eher ein ominöses Feindbild, verstrickt in einem weltumspannenden Netzwerk, das es zu bekämpfen gilt. Oft wird es dann als Synonym für die "jüdische Weltverschwörung" benutzt.
Zum anderen gibt es Rechte, die ganz bewusst an einer Querfront arbeiten.
Dazu Wikipedia:
Zitat
Heute werden Querfront-Bestrebungen besonders im deutschen Rechtspopulismus sichtbar. Dazu zählt der Sozialwissenschaftler Wolfgang Storz die Zeitschrift Compact von Jürgen Elsässer seit 2010, das Internetportal KenFM von Ken Jebsen seit 2011, die Partei Alternative für Deutschland seit 2013, die Mahnwachen für den Frieden, das islamfeindliche Demonstrationsbündnis Pegida und dessen regionale Ableger (wie z. B. Legida in Leipzig) seit 2014. Kennzeichnend für diese neue Querfront seien eine leistungsfähige eigenständige Gegenöffentlichkeit und einfache populistische Fronten: „Volk gegen Eliten, Wahrheit gegen Lügenpresse“. Die Anhänger dieses Netzwerks bejahen laut Umfragen zwar die Idee der Demokratie, schenken den demokratischen Institutionen jedoch fast gar kein Vertrauen.[19] Zu diesem Netzwerk gehört auch der ehemalige Deutsche-Burschenschaft-Sprecher Michael Vogt, der mit eigenen Internetmedien und Kongressen unter dem Motto Quer-Denken Verschwörungstheorien verbreitet. Er behauptet etwa, die USA hätten die Massenflucht aus Kriegsgebieten gezielt zur Zerstörung des als Blutsgemeinschaft verstandenen deutschen Volkes in Gang gesetzt.[20]

Die Ziele dieser „Querfront“ formulierte Jürgen Elsässer in der Erstausgabe von Compact wie folgt: Man wolle eine „Volksfront“ aus der Gesamtbevölkerung aufbauen, damit diese die fehlende Souveränität erkämpfe. Die Linke müsse mit der Rechten einen „offenen Dialog“ führen und umgekehrt, um „Dogmen“ zu überwinden und „Tabus“ zu brechen und so einen gemeinsamen „Widerstand“ gegen jene Mächte zu ermöglichen, die das deutsche Volk beherrschten. Als Beispiel für einen solchen Tabubruch verwies Elsässer auf den Sozialdemokraten Thilo Sarrazin (Deutschland schafft sich ab). Die herrschenden Fremdmächte verortet er im Sinne des sekundären Antisemitismus bei den angeblich vom Zionismus bestimmten USA und dem dort beheimateten, angeblich von wenigen Personen gelenkten Kapital der „Ostküste“. Damit versucht er Compact als wesentliches „alternatives Medium“ gegen die Mainstreammedien für den deutschen Rechtspopulismus zu etablieren.[21] Laut Patrick Gensing benutzen deutsche Rechtspopulisten auch soziale Netzwerke verstärkt dazu, um die politische Debatte zu verrohen, Gewaltaufrufe und Verachtung für Minderheiten weit über die eigene Anhängerschaft hinaus zu verbreiten. Ziel dieser Querfront-Propaganda sei ein enges Bündnis mit dem von Putin beherrschten Russland, um ein autoritäres nationalistisches System durchzusetzen.[22]
https://de.wikipedia.org/wiki/Querfront#Rechtspopulismus

Ich würde da gerne noch mehr zu schreiben, krieg das aber grade psychisch nicht auf die Reihe, längere Texte zu verfassen!
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 17:40:34 Di. 26.März 2019
Wenn Rechte von "Eliten" sprechen, meinen sie damit etwas anderes als Linke. Für Rechte ist das eher ein ominöses Feindbild, verstrickt in einem weltumspannenden Netzwerk, das es zu bekämpfen gilt. Oft wird es dann als Synonym für die "jüdische Weltverschwörung" benutzt.
Und Linke meinen mit "Herrschenden" eine soziale Klasse, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie das Eigentum an den Produktionsmittel innehat (herrschende Klasse). Diese herrschende Klasse hat den Rest der Gesellschaft unterworfen und beutet die Arbeiter und Angestellten aus (beherrschte Klasse bzw "Arbeiterklasse").
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 18:09:55 Di. 26.März 2019
Damit kann ich leben, ich möchte den Begriff Eliten und/oder Herrschende nur ungern aus meinem Sprachgebrauch streichen, rechte Mißbrauchen gerne Begriffe und biegen sie in ihrem Sinn um, mich kotzt das an, am Ende haben die mich unter gebuttert.
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Rudolf Rocker am 20:11:07 Di. 26.März 2019
Danke counselor! Genauso meinte ich das!
Das ist eine sehr schöne Definition!

Damit kann ich leben, ich möchte den Begriff Eliten und/oder Herrschende nur ungern aus meinem Sprachgebrauch streichen, rechte Mißbrauchen gerne Begriffe und biegen sie in ihrem Sinn um, mich kotzt das an, am Ende haben die mich unter gebuttert.
Die machen sich ganz bewusst linke Begriffe und Themen zu eigen.
Kapitalismuskritik gab es nicht nur von Marx, sondern auch von Gottfried Feder (das war der mit dem „raffendem“ und „schaffendem“ Kapital). Und aus dem Sozialismus machten die Nazis den Nationalsozialismus.
Das zieht sich dann bis heute durch zu den "Autonomen Nationalisten"
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 15:27:12 Fr. 12.April 2019
Zitat
Anastasia-Bewegung in Brandenburg - Rechte Siedler hinter Hippie-Fassade

Die Anhänger der Anastasia-Bewegung gründen Siedlungen und verbreiten rassistische und antisemitische Ideologie – auch in Brandenburg, wie eine Recherche des ARD-Politikmagazins Kontraste zeigt.

Quelle: https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/04/brandenburg-rechte-siedler-gemeinschaft-anastasia-grabow-liepe.html
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Schluepferstuermer am 15:38:19 Fr. 12.April 2019
Rechte sind ähnlich wie Chamäleons. Nehmen einiges vom Gegner mit und münzen es um.
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 09:49:04 Do. 25.April 2019
Zitat
Studie zu Rechtspopulismus
Jeder zweite Deutsche negativ gegen Asylsuchende eingestellt

Jeder zweite Befragte einer aktuellen Studie hegt negative Einstellungen gegenüber Asylsuchenden, annähernd jeder Zweite glaubt an Verschwörungen. Mit Blick auf die politischen Orientierungen zeigt sich dabei eine Tendenz.


Rechtspopulistische Einstellungen sind laut einer aktuellen Erhebung nach wie vor Teil der deutschen Gesellschaft. Mit 21 Prozent neigt jede fünfte befragte Person deutlich zu rechtspopulistischen Meinungen, ergab die Studie „Verlorene Mitte – Feindselige Zustände“ der Friedrich-Ebert-Stiftung, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article192427319/Rechtspopulismus-Jeder-zweite-Deutsche-negativ-gegen-Asylsuchende-eingestellt.html

Dies Tendenzen wären ohne die Asozialen Medien gar nicht denkbar. Facebook, youtube und Co. tragen aktiv zur Meinungsbildung teil, es werden bestimmte Tendenzen hervorgehoben und befeuert und auch multipliziert durch Bots. Es handelt sich keineswegs um offene Plattformen, die nur die technische Grundlage zur neutralen Weiterverbreitung von Meldungen und Meinungen bieten, so wie sie eintreffen. Die benutzten Algorithmen werden als "Betriebsgeheimnisse" streng gehütet. Man sollte sich aber schonmal dem dem Gedanken befassen, daß in den Führungsetagen der Techkonzerne mehr Politik gemacht wird, als in den Parlamenten der sogenannten freien demokratischen Gesellschaften.
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 19:07:42 Do. 02.Mai 2019
Zitat
1. Mai in Plauen: Warum Stadt und Polizei den Kampf gegen Rechtsextreme endlich ernst nehmen müssen

Mehrere Hundert uniformierte Rechtsextreme marschierten auf der 1. Mai-Demo der Kleinstpartei Der Dritte Weg im sächsischen Plauen. Alles durch die Auflagen der Stadt gedeckt – und genau das ist das Problem. Ein Kommentar

Quelle: https://ze.tt/1-mai-in-plauen-warum-stadt-und-polizei-den-kampf-gegen-rechtsextreme-endlich-ernst-nehmen-sollten/

Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Kuddel am 07:50:05 Fr. 03.Mai 2019
"Ernst nehmen" tun die Bullen die Faschisten. Sie sehen in ihnen Verbündete.
Es ist gruselig zu sehen, wie staatliche Institutionen den Aufstieg faschistische Kräfte ermöglichen.
Der Aufmarsch der Rechtsextremen wurde offiziell genehmigt. Die Genehmigung enthielt sogar das Abbrennen von Pyrotechnik.

Die Polizei trat als Schutztruppe des faschistischen Aufmarschs im Stil der 30 Jehre auf:
https://youtu.be/OEZCQhCqusk

Ein paar weitere Bilder von dem Auftritt der Nazis:
https://youtu.be/k1EouHYISVw
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 21:55:42 Mo. 13.Mai 2019
Zitat
Rechtsextremisten kontrollieren immer mehr Immobilien in Deutschland

Rechter Freiraum auf eigener Scholle: Immer mehr Gebäude und Grundstücke in Deutschland befinden sich in der Hand von Rechtsextremisten. In Bayern bauten zwei NPD-Politiker ihre Häuser mit Hilfe öffentlicher Fördergelder um. Und in Thüringen serviert ein Neonazi „Führerschnitzel“ für 8,88 Euro.

Quelle: https://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Lagebild-der-Bundesregierung-Die-Immobilien-der-Rechtsextremisten
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: counselor am 16:12:09 Fr. 17.Mai 2019
Zitat
19 Verletzte bei Protesten gegen Naziaufmarsch in Pforzheim: Roter Teppich für Neonazis

 Pforzheim. In der Innenstadt von Pforzheim im Nordwesten Baden-Württembergs demonstrierten am Samstag, 11. Mai, 1500 Menschen gegen einen Aufmarsch der neonazistischen Kleinpartei „Die Rechte“ mit rund 90 Neonazis, die offen dem Nationalsozialismus huldigen und seine Rückkehr in Deutschland fordern durften. Sie brüllten durch leere Straßen „Deutschland den Deutschen, kriminelle Ausländer raus – und die anderen auch. Nationaler Sozialismus jetzt“. Gegen den Naziaufmarsch  waren direkte Proteste in Hör- und Sichtweite nicht möglich, weil die Polizei den Versammlungsort der Hitler-Getreuen am Hauptbahnhof und vor allem deren Demoroute in der östlichen Innenstadt hermetisch und weiträumig abschirmte.

Quelle: http://www.beobachternews.de/2019/05/17/roter-teppich-fuer-neonazis/
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: admin am 10:25:59 Do. 30.Mai 2019
Ein Kommentar unter dem chefduzen-Youtubevideo https://youtu.be/u8-n_n6EJ-c

Zitat
Konrad Povac

Eher ein pseudo-linkes Forum, man darf keine echte Kritik geben wie das Wagenknecht bei der Linkspartei gemacht hat - Beispiel Migration da gibt es kein Pardonn - manchmal werden Beiträge aus dem Zusammenhang definiert und genommen und man wird sofort gesperrt.

Es ist mir öfter aufgefallen, daß Leute sich bei ihren rassistischen Aussagen auf Sarah Wagenknecht berufen. Sie hat argumentativ die Bresche geschlagen, daß man sich als "Linker" auch für Abschottung und gegen Migration ausprechen darf.

Wir unterscheiden, bzw. bewerten Menschen nicht nach ihrer Herkunft und treten für ein besseres Leben aller ein. chefduzen.de hat da eine eindeutige Haltung.
Zitat
Beispiel Migration da gibt es kein Pardonn

Damit wäre alles wieder in den Zusammenhang definiert. :P
Admin
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 11:11:23 Do. 30.Mai 2019
Migration zur Beseitigung von Fachkräftemangel, wegen Niedriglöhnermangel oder als  "Konkurrenz belebt den Sklavenmarkt" ist Scheiße, und so sehe ich auch Wagenknechts bisherige Äusserungen, sie richten sich gegen die Migration für eine seltsame Bedarfsdeckung, und da bin ich bei ihr, so etwas darf kein Grund sein für eine Art akzeptierte Einwanderung die man ansonsten strikt ablehnt.
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: admin am 12:30:24 Do. 30.Mai 2019
...Einwanderung die man ansonsten strikt ablehnt.

Habe ich dich richtig verstanden?

Du lehnst Einwanderung strikt ab?

Menschen haben sich schon immer über diesen Globus bewegt, aus Neugier, aus Abenteuerlust, auf der Suche nch einem besseren Leben, auf der Flucht vor Not und Elend.

Nationen und Grenzen sind menschgemacht und dienen eher den Interessen der Herrschenden.

Das freie Sich-Bewegen von Menschen aus dem Westen mit Geld wurde noch nie ernsthaft kritisiert und ich würde es auch nicht tun. Ich bin nur der Meinung: Gleiches Recht für alle! Die Grenzen dienen nur der Abschottung vor den Armen.

Die Welt ist voll mit deutschen Touristen, mit Rentnern, die sich in Spanien fest niedergelassen haben, mit Alten, die in Osteuropa oder Ostasien kostengünstig gepflegt werden. In jedem Land gibt es Horden von Expads, von Leuten, die als Wirtschafts- oder Politikberater oder als Ingenieure deutscher Konzerne unterwegs sind. Es ist völlig egal wie arm oder autoritär das jeweilige Land sein mag. Für sie sind die Grenzen offen. Für die Armen aber nicht.

Migration bringt Probleme? Njein. Die Probleme sind schon längst da. Es ist die Ungerechtigkeit, die Armut, die ungerechte Verteilung. Wir wollen sie nicht sehen und ziehen es vor, die Menschen verrecken und schlagen sich gegenseitig die Schädel ein, irgendwo weit weg, nur bitte nicht bei uns. Bleibt doch bitte auf den anderen Kontinenten, dann sehen wir das Elend nicht, an dem auch wir mit der global agieren Wirtschaft (und Waffenindustrie) mit schuldig sind.

Ich verteidige das Recht auf offene Grenzen auch zu dem Preis, daß wir alle unser Leben radikal ändern müssen.
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 14:43:26 Do. 30.Mai 2019
Quatsch, ich meinte den Umgang unserer Regierung mit Einwanderung, die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen (zynisch Mittelmeer), die Wirtschaft sagt den Bedarf an und schon gehen Grenzen für die Erwünschten auf und ggf. wieder zu, Rückführung staatlich gesponsert.
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: admin am 15:26:38 Do. 30.Mai 2019
Ich hatte nachgefragt und wollte dir nichts unterstellen.
Es handelt sich durch die momentane Migrationspolitik um eine wirklich dramatische Situation und mich erinnert die Auslese von Menschen anhand ihrer Arbeitsfähigkeit an KZ Rampen an die aktuellen Konzepte der "gesteuerten Migration".
Ich bin da sehr empfindlich und entsetzt ob der Äußerungen von Sarah Wagenknecht und ihrer Auswirkungen.
Titel: Re: Rassismus in Deutschland
Beitrag von: Troll am 17:32:43 Do. 30.Mai 2019
Versteh ich, Rassismus kommt immer öfters so unterschwellig, nebenbei daher, zur Zeit empfinde ich es allgemein als Brandgefährlich.
Und Wagenknecht traue ich keine Fremdenfeindlichkeit zu, aber seit dem Interview in der Zeit mit der Petry ist Wagenknechts Rassismus amtlich.