Autor Thema: pillen für Kinder  (Gelesen 8508 mal)

Troll

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Re:pillen für Kinder
« Antwort #15 am: 17:28:19 Di. 20.Mai 2014 »
Zitat
Pillen für die Psyche
Werden unsere Kinder krank gemacht?

Angelina ist zehn Jahre alt und bekommt zum Frühstück eine Pille gegen ADHS, das sogenannte Zappelphilipp-Syndrom. Ohne Medikamente käme sie nicht zurecht, erklärt ihre alleinerziehende Mutter. „Mir ist wichtiger, dass mein Kind einen guten Abschluss hat, einen guten Start ins Leben.“ Viele Eltern fühlen sich unter Druck gesetzt, fürchten um die Zukunftsperspektiven ihrer Kinder.

Der Film zeigt, wie die Pharmaindustrie von diesen Ängsten profitiert. Sie hat ihre neue Zielgruppe, die Kinder und Jugendlichen, fest im Griff. Die sind heute angeblich schon krank, wenn sie zu zappelig, zu laut oder auch zu still sind. Gegen all das gibt es Pillen.

Ein Milliardengeschäft auf Kosten der Kinder? Die ZDFzoom-Dokumentation geht der Frage nach, warum immer häufiger Ärzte Psychopharmaka an Kinder verschreiben und warum auch Schulen und Familien sich darauf einlassen, die Kinder mit Psychopillen ruhig zu stellen.
....

Quelle: ZDF-Zoom

ZDF - ZDFzoom: Pillen für die Psyche




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Re: pillen für Kinder
« Antwort #16 am: 12:57:10 Sa. 23.Mai 2020 »
Zitat
"Die Kinder werden zum Problem erklärt"
Die Entwicklungspsychologin Laura Batstra fordert ein Umdenken über ADHS

Laura Batstra ist Assoziierte Professorin für Heilpädagogik(...). 2012 erschien ihr erstes Buch mit dem provokanten Titel (auf Niederländisch): "Wie beugt man ADHS vor? Indem man es nicht diagnostiziert."
https://www.heise.de/tp/features/Die-Kinder-werden-zum-Problem-erklaert-4666851.html

Zitat
"Inzwischen kritisieren auch immer mehr Psychiater die Leistungsgesellschaft"

Der Titel "Medikamente und Gesellschaft" bringt es eigentlich schon auf den Punkt. Man stellte erst einmal fest, dass sich die Verschreibungszahlen für ADHS-Medikamente innerhalb von zehn Jahren vervierfacht hatten und dass es dafür keine schlüssige Erklärung im Verhalten der Kinder gab. Demgegenüber verwies man auf die steigenden Ansprüche in der Leistungsgesellschaft und auch die abnehmende Intoleranz der Menschen untereinander.
https://www.heise.de/tp/features/Inzwischen-kritisieren-auch-immer-mehr-Psychiater-die-Leistungsgesellschaft-4666857.html