Freenet in Kiel: Peinlicher KN-Kommentar vom 27.11.

Begonnen von DeppVomDienst, 02:36:53 Di. 02.Dezember 2003

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DeppVomDienst

[Techi-Admin, 11.3.04] Die Rechtsabteilung der Freenet-AG hat den verantwortlichen Admin am 11.3. freundlicherweise darauf hingewiesen, dass in diesem Thread laut freenet rechtswidrige und geschäftsschädigende Äußerungen getätigt wurden und auf eine gerichtliche Klärung verwiesen, falls die genannten Äußerungen nicht bis zum 12.3. mittags gelöscht sind. Diese gerichtliche Klärung wird nicht notwendig sein, denn SÄMTLICHE von der Freenet AG explizit genannten Äußerungen haben wir wie gefordert gelöscht und überdies durch geschäftsfördernde Aussagen ersetzt (im Text fett rot markiert)


[Ergänzung: Dieser Thread ist vor drei Monaten gestartet worden. Die beschriebenen Zustände im Kieler Freenet Call-Center haben sich bis auf den heutigen Tag nicht geändert. Wer etwas Zeit zum Lesen hat, wird auch erfahren, wie die Vorgeschichte der aktuellen Zensur-Meldung zu Freenet auf Heise.de aussieht. Ich wünsche Euch/Ihnen einen spannenden Einblick hinter die Kulissen eines deutschen New-Economy-"Vorzeigeunternehmens"!

"DeppVomDienst", 1.3.03
]

[Startbeitrag vom 2.12.03]
Da prangte es am letzten Donnerstag auf der Titelseite der KN: Endlich mal eine gute Nachricht für Kiel, "Call-Center will in Kiel expandieren"! Doch bei einem Blick ins Kleingedruckte spricht die KN von einem Haken. Der Haken ist allerdings nicht der, den die KN ihren Lesern weismachen will; der Haken heißt Freenet und die dortigen Arbeitsbedingungen. Und für den Kommentar auf Seite 2 schämt man sich geradezu für den verantwortlichen Redakteur: So nah am Niveau der BILD-Zeitung lässt einen die KN daran verzweifeln, das Monopol für die lokale Berichterstattung in Kiel zu haben.

Doch eines nach dem anderen:
Auf der Titelseite der KN darf sich das Freenet-Callcenter darüber ausheulen, dass man ja gerne expandieren würde, aber leider, leider wäre nicht genug qualifiziertes Personal zu finden. Man habe in "Zusammenarbeit mit Arbeitsamt, Hochschulen und Zeitarbeitsfirmen [Alpha Zeitarbeit Kiel, by the way]" nicht genügend Personal gefunden. Und viele Kandidaten würden "ganz offen" sagen, dass sie lieber Arbeitslosengeld beziehen würden.

Jaja, wirklich schlimm, es kommen die Tränen!

Schlimm allerdings ist tatsächlich, was Freenet an lächerlichen Löhnen für üble Arbeit bezahlt:
Mein letzter Stand ist, dass ein Grundlohn von 5 Euros bezahlt wird. Ein Euro bekommt man mehr, wenn man in einem Monat keine Fehlzeiten hatte. Und dann gibt es noch leistungsbezogene Prämien. Und hier lohnt es sich  nun, einmal genauer zu schauen, was überhaupt die Arbeit bei Freenet beinhaltet.

Ein (echtes!) Fallbeispiel: An einem der letzten Arbeitstage im Mobilcom-Callcenter (praktisch der gleiche Laden) füllte ich bei einer Spätschicht aus Langeweile ein Preisrätsel auf freenet.de aus und hinterließ meine Handy-Nummer. Ein paar tage nun, nachdem ich dort gefeuert wurde (Umstände sind in einem anderen Thread nachzulesen   http://www.chefduzen.de/viewtopic.php?t=129) rief mich nun jemand von Freenet an und meinte, dass ich bei dem Gewinnspiel immer noch gut im Rennen sei (hatte das mittlerweile natürlich schon total verdrängt) und man aber auch einmal nachfragen wolle, ob ich schon Zeitschriften abonniert habe.
Kurzum: Freenet hat eine Kooperation mit dem Bauer-Verlag, um Abonnenten zu werben und Freenet setzt wirklich alles daran, um an Telefonnummern zu kommen, um Leuten Abonnements aufzuquasseln. Die Agents dort haben konkrete Vorgaben, wieviel Abos vermittelt werden sollen - quer durch alle Abteilungen. So passiert es also, dass jemand Einwahlprobleme hat und bei einer 1,24 Euro/Minute-Hotline anruft und auf Kosten des Kunden dieser noch Abos aufgequatscht bekommen soll. Es werden dann total hanebüchene Stories erzählt: "Oh, Herr XY, ich sehe gerade, dass sie schon ein Jahr Kunde bei uns sind. Dann haben Sie ja ein besonderes Anrecht auf ein besonderes Dankeschön-Angebot von uns ... darf Sie ein Kollege von mir zurückrufen?" Ich betone: Dies sind die Standart-Lügen quasi im Originalton, die den Agents beigebracht werden.

Von den Abovermittlungen sind auch die oben erwähnten Prämien abhängig. Als wenn dies nicht schon Druck genug wäre, dass die Agents ihren Dritte-Welt-Lohn durch permanente Lügengeschichten aufbessern müssen; nein, es gibt dann noch die Quotenvorgaben, d.h. wer nicht aufdringlich genug war,  bekommt den Zeitvertrag (erst 2 Monate, dann 6 Monate) nicht verlängert. Eine gute Bekannte von mir erfuhr drei Tage vor Ende des zweiten Vertrages, dass sie gehen muss. Da sie nur acht Monate bei Freenet beschäftigt war, hatte sie auch keinerlei Anspruch auf Arbeitslosengeld und fand sich folglich auf dem Sozialamt wieder.

Freenet: Normal ist das nicht!

Ich hörte kürzlich, dass es mittlerweile bei freenet einen "Betriebsrat" geben soll; bis dahin hatte der Büdelsdorfer Mobilcom-Betriebsrat ein Übergangsmandat und somit waren die dortigen Betriebsvereinbarungen (auch laut Kieler Arbeitsgerichtsurteil) für die Freenet-Mitarbeiter gültig. Die Lohnerhöhungen und die Anwesenheitsprämien, die laut Arbeitsgericht im Call-Center auf den Grundlohn von 7,67 Euro (im Mobilcom-Callcenter-Bereich) zugesprochen wurden, wurden bei Freenet niemals umgesetzt und sollten somit einklagbar sein. Wirklich interessant, sollte der neue Freenet-Call-Center-Betriebsrat sich damit einverstanden erklären, dass unterhalb des jahrenlangen Lohnes im Mobilcom-Bereich gearbeitet wird. Um es zu rekapitulieren: Die vorherige Anwesenheitsprämie wurde auf einen Grundlohn von 7,67 Euro bezahlt, jetzt ist es ein Euro bei Grundlohn 5 Euro.

Ich habe vollstes Verständnis, dass wirklich nur Studenten, die mit einer gewissen "Blödheit" und moralischen Hemdsärmeligkeit beschlagen sind, solche Arbeit zu solchen Bedingungen annehmen. Und mein Respekt an diejenigen, die trotz Arbeitslosigkeit und daraus resultierender finanzieller probleme solche Jobs nicht annehmen!

Eine ganz andere Geschichte ist allerdings der unsägliche KN-Kommentar vom Donnerstag:


Zitat[...] Dennoch ist es erstaunlich, dass der Internet-Anbieter freenet derart große Probleme hat, genügend Personal zu finden [...]. Mehr als 15000 Männer und Frauen sind in der Landeshauptstadt erwerbslos gemeldet. Da müsste es doch möglich sein, auf der Stelle 200 Männer und Frauen zu finden, die redegewandt, spontan und lernbereit genug sind, um telefonisch die Kunden des zweitgrößten deutschen Internetanbieters zu betreuen.
Das dies nicht so ist, scheint zunächst das alte Vorurteil zu bestätigen: "Die Arbeitslosen" sind offenbar nicht stark genug, sich für einen Job zu engagieren. Natürlich ist das Quatsch.
Doch der Fall Freenet zeigt einmal mehr, dass die Überwindung der Massenarbeitslosigkeit in Deutschland bislang an den Rahmenbedingungen scheitert: Der finanzielle Anreiz, aus der Erwerbslosigkeit in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis zu wechseln, ist schlicht nicht groß genug. Die Bundesregierung will diesen Webfehler des Sozialstaates [Hervorhebung von mir] korrigieren - und wird dafür von breiten Wählerschichten gnadenlos abgestraft [...]

Wie wäre es damit, die KN für schlampig recherchierte Hofberichterstattung abzustrafen? Und der sogenannte Webfehler ist, dass sich das Arbeitslosengeld nicht nach freenet-Löhnen richtet? Ganz nebenbei: Warum hat die KN (obwohl die Informationen vorlagen) eigentlich niemals über die Vorgänge im Mobilcom-Callcenter berichtet (sondern nur der Gegenwind). Ist das keine Meldung, dass dort die Agents jahrelang vorsätzlich um Löhne betrogen wurden und dass beim Kieler Arbeitsgericht knapp 40 Verfahren anhängig sind (und möglicherweise weitere 60 dort noch eingehen werden)?

Und abschließend: Würde der verantwortliche Redakteur, der sicherlich nach Tarif arbeitet und eventuell IG-Medien-Mitglied ist, zu solchen Bedingungen arbeiten?
Manchen Leuten wünscht man wirklich die Arbeitslosigkeit an den Hals ....


P.S.: Nachdem ich dem jovialen Freenet-Agent am Telefon erklärte, dass ich überhaupt kein Geld für ein Abo hätte, da ich gerade arbeitslos geworden sei, ließ dieser dann von mir ab und meinte dann, dass sie sich melden würden wegen des Gewinns, da ja noch nichts verloren sei und das Spiel noch laufen würde. Ich warte bis heute noch auf den Anruf, der mir ein Hotel-Wochenende in den Schweizer Alpen beschert ....

Ernie

Ich hab jetz mehrfach die Story gehört, daß man bei freenet 5 EUR die Std. vedient (und wenn man sich als richtiges Arschloch entpuppt und am Headset Kunden Sachen verkauft, die sie garnicht haben wollen, dann könnte man schon auf satte 8 EUR kommen.

Ich hielt das für so haarstäubend, daß ich es kaum glauben mochte. Heute war ich zufällig am Rondel und vor dem Freenet-Gebäude standen ein paar Mädels und rauchten. Ich dachte, die machen Pause und man kann mal fragen, ob´s wirklich so übel ist. Auf meine Frage stand den Planschkühen die Panik ins Gesicht geschrieben. Man beantworte keine Frage auf der Straße und warum ich das denn wissen wolle. Ich sagte ich hätte was von üblen Arbeitsbedingungen gehört. "Nein, ich bin völlig zufrieden. Sonst würde ich hier ja nicht arbeiten!" Man sah ihnen die Dämlichkeit förmlich an und ich bin mir sicher, daß es dort noch übler zugeht, als ich vermutet hab. Es gibt Menschen, die sind dankbar sich ausbeuten zu lassen. Dummheit will bestraft sein!

DeppVomDienst

Ach ja, apropos rauchen: Die Raucherpausen werden natürlich nicht bezahlt ... wer das "Ausstempeln" vergißt, bekommt auf den Deckel. Die sogenannten Bildschirmarbeitspausen(*) gibt es dort auch nicht ... das war auch im Mobilcom-Bereich so.

(*) Bei Arbeitsplätzen mit überwiegender Arbeit am Bildschirm hat der Arbeitgeber dafür Sorge zu tragen, dass die Bildschirmarbeit entweder durch andere Arbeiten regelmäßig unterbrochen wird (z.B. i.d.R etwa 10 Minuten pro Stunde). Wenn dieses nicht möglich ist, müssen (bezahlte!) Arbeitspausen eingelegt werden. Bei Freenet (wen wunderts!) ist die Arbeit zu 100% am Bildschirm, Pausen gibt es keine (nur unbezahlt).

admin

Das Freenet-Forum erfreut sich hier bei CHEFDUZEN besonderer Beliebtheit.

Bloß wegen der wenigen Flyer, die wir in der Stadt verklebt haben?

Wahrscheinlich eher, weil es so manch üble Erfahrung mit dem Unternehmen gibt und Leute jetzt versuchen im Internet ein wenig schlau zu machen...

Aber einfach nur lesen hilft wenig! Schreibt hier selbst Beiträge, wenn ihr Erfahrung mit Freenet-Jobs habt oder auch nur vom Arbeitsamt zum Vorstellungsgespräch gewungen wurdet. Wir warten auf Eure Postings!!!

gast

:lol:  Also ehrlich geasgt möchte ich bezweifeln, dass sich "dumme" Studenten unwissentlich in dieses Angestelltenverhältnis bei Freenet begeben. Vielmehr haben diese noch Ehrgeiz genug sich auch neuen Herausforderungen zu stellen und sind nicht schon in ihrer Entwicklung stagniert.
Das die Prämiezahlungen leistungsorientierte Zahlungen sind, heißt ja nicht, dass man nicht dazu kommen kann diese in Anspruch zu nehmen. Wer aber nicht in der Lage ist diese Ziele zu erreichen, scheint sowieso für die heutige Arbeitswelt nicht geschaffen zu sein und sollte vielleicht mal darüber nachsinnen, ob seine Arbeitseinstellungen in der heutigen Zeit noch Aktualität besitzen. Denn wenn man anfängt einen Arbeitsplatz an der Einteilung der Raucherpausen zu messen, dann ist es ja kein Wunder, dass man noch kein Job hat.
Ehrlich gesagt scheint dieser Thread, beziehungsweise diese ganze Seite nicht mehr als eine pseudo Entschuldigung für persönliches Versagen und pure Faulheit zu sein.

MFG  
                   ~ Blambf~

..übrigens kein Freenet Mitarbeiter :lol:

admin

:lol:  Einige Zugriffe von heute morgen, während "Gast" postete:

62.104.214.81
descr: freenet Cityline GmbH
descr: Willstaetterstrasse 13
descr: 40549 Duesseldorf

62.104.128.78
Cityline-Patt-NET
descr: freenet CityLINE GmbH
descr: Hollerstrasse 126
descr: 24782 Buedelsdorf

62.104.247.74  
FREENET-AG
descr: freenet.de AG
descr: Deelboegenkamp 4c
descr: 22297 Hamburg

Zitat..übrigens kein Freenet Mitarbeiter

Leute, könnt Ihr Euch nicht ein bißchen mehr Mühe geben? Es gibt doch genug Anonymisierungs-Proxies im Internet!


P.S.: Nervös geworden? Kann ich verstehen ... :lol:

DeppVomDienst

Lieber Gast (oder sollte ich lieber "Ex-Kollege" zu Dir sagen?),

ich fand Dein Posting so süß und als Versuch ja auch nicht schlecht, so dass ich Dir zu Ehren eine meiner "Mitarbeiter des Monats"- Urkunden aus dem Call Center als Avater eingerichtet habe. Ich wurde übrigens nicht mehr Mitarbeiter des Monats und habe auch keine Reise-Prämien (die wohl von vodafone bezahlt waren?) mehr bekommen, als ich in Solidarität mit Kollegen, die wegen Betriebsratsaktivitäten von der Geschäftsleitung unter Druck gesetzt wurden, bei verdi eingetreten bin und mir mit über 100 (tatsächlich nicht blöden!) Kolleginnen und Kollegen einen Anwalt genommen habe, um mit diesen zusammen die Arbeitsbedingungen im Call-Center zu verbessern (die damals noch über dem jetzigen Standart bei Freenet lagen).


ZitatAlso ehrlich geasgt möchte ich bezweifeln, dass sich "dumme" Studenten unwissentlich in dieses Angestelltenverhältnis bei Freenet begeben. Vielmehr haben diese noch Ehrgeiz genug sich auch neuen Herausforderungen zu stellen und sind nicht schon in ihrer Entwicklung stagniert.
[...]Wer aber nicht in der Lage ist diese Ziele zu erreichen, scheint sowieso für die heutige Arbeitswelt nicht geschaffen zu sein und sollte vielleicht mal darüber nachsinnen, ob seine Arbeitseinstellungen in der heutigen Zeit noch Aktualität besitzen. Denn wenn man anfängt einen Arbeitsplatz an der Einteilung der Raucherpausen zu messen, dann ist es ja kein Wunder, dass man noch kein Job hat.
Ehrlich gesagt scheint dieser Thread, beziehungsweise diese ganze Seite nicht mehr als eine pseudo Entschuldigung für persönliches Versagen und pure Faulheit zu sein.


Danke für die "Blumen", lieber "Gast". Ich bin übrigens mittlerweile selbständig und kann über Arbeit nicht klagen.
Nicht spekulieren möchte ich allerdings darüber, welches Körperteil Deines Vorgesetzten Du am häufigsten zu sehen bekommst.

ManOfConstantSorrow

Auf welches Niveau ist die Diskussion denn hier gesunken?
Zitat...eine pseudo Entschuldigung für persönliches Versagen und pure Faulheit zu sein.  
ZitatDanke für die "Blumen", lieber "Gast". Ich bin übrigens mittlerweile selbständig und kann über Arbeit nicht klagen.

Wollen wir hier einen Wettbewerb machen, wer denn am tüchtigsten ist?

Jeder normale Mensch träumt von Urlaub oder vom reich sein, denn dann braucht man nichtmehr zu buckeln.

Ich bin alles andere als stolz darauf, daß ich ziemlich knüppeln muß um ein nichteinmal pralles Einkommen zu haben. Es ist eher ein Armutszeugnis.

In den 80er Jahren konnte man sofort nach der Schule Arbeitlosengeld beantragen (ohne auch nur einen einzigen Tag gearbeitet zu haben) und das war höher, als der freenet-lohn heute. Man brauchte maximal 2x im Jahr zum Arbeitsamt und man wurde nicht zu irgendwelchen Jobs gezwungen.

Im letzten Jahrzehnt hat sich das Bruttosozialprodukt sogar noch verdoppelt, wärend es mit unseren Bedingungen steil bergab ging. Und das nur deshalb, weil wir verlernt haben einen vernünftigen Teil des gesellschaftlichen Reichtums für uns einzufordern.

Es hat schon immer Sklaven gegeben, die ihren Massa lieben und nach mehr Peitschenhieben flehen...

Alle anderen sollten aber nicht in den Konkurenzkampf treten, wer fleißiger ist und für die Witschschaft damit noch interessanter...
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

DeppVomDienst

ZitatWollen wir hier einen Wettbewerb machen, wer denn am tüchtigsten ist?

Nö, nicht die Bohne; ich werde hier sicherlich nicht einer ewiggestrigen Ideologie das Wort reden, die Menschen aufgrund ihrer ökonomischen Leistungsbereitschaft und -fähigkeit selektiert.
Es ist nur so, dass dieser Trottel ("Gast") mir einfach wie bestellt vor die Flinte gelaufen war und ich einfach nicht anders konnte, als abzudrücken ...

Aber, ManOfConstantSorrow, vielleicht kann ich ja Deine schlechte Laune mit einem Witz vertreiben?
Du kennst doch bestimmt noch diesen bis Ende der 80er Jahre aktuellen Witz:

"Was ist  der kürzeste Witz der Welt?
Antwort: Ein albanischer Tourist"

Das Witz-Update für Dezember 2003 geht so:

"Was ist der kürzeste Witz der Welt?
Antwort: Weihnachtsgeld bei Freenet"

ManOfConstantSorrow

Innerhalb einer Woche haben ca. 200 Leute auf dem Freenetforum reingeschaut. Es sah ganz so aus, als hätte Chefduzen da in ein Wespennest gestochen.

Freenet ist nicht das einzige Callcenter in Kiel und wahrscheinlich gibt es sogar noch üblere. Aber es ist schon erstaunlich, wie mit Niedriglöhnen und einer Behandlung, die menschlich einfach nicht in Ordnung ist, einfach durchgekommen wird.

Es ist schon ein Hammer, wie unsicher die Mitarbeiter sind, viele sind einfach jung und unerfahren und wissen nicht, daß es auch anders geht. Einige sind froh überhaupt was gegen ernste Geldsorgen zu tun.

Aber solche Bedingungen werden noch schlimmer solange sich alle das gefallen lassen. Wir sind alle keine Helden, aber mal ein kleines Posting über den Frust hätt ich schon erwartet. Und einen ersten Schritt sollte man schon mal tun. Ich empfehle einfach auf ein Bier am So 14.12.     (20°°) in den Irish Pub zum Chefduzen Stammtisch zu kommen.

Cheers!
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Gast

Moin.

Ich arbeite noch bei freenet, und ich kann die Arbeitsverhältnisse bestätigen, von denen die Rede war (sämtliche).  Ich (und die meisten meiner Kollegen) bin mir bewusst, dass ich ausgebeutet werde, und als eigentlich ehrlicher Mensch dazu gezwungen werde, den Kunden Lügen zu erzählen, und Scheisse, die freenet gebaut hat, schön zu reden.  Aber ich bin nicht "dumm", weil ich da jobbe und mich ausbeuten lasse. Und ebesowenig die anderen meiner Kollegen. Die Mehrzahl ist nun Mal Student (in meinem Fall ohne Bafög) und arbeitet da, weil momentan kaum was anderes zu bekommen ist. Zumindest ging es mir so.  Ich brauch das Geld, und ich hab keine Zeit mich neben meinem Studium um eine Verbesserung der Arbeitsverhältniss zu kümmern; ganz davon zu schweigen, dass ich bei Engagement in diese Richtung wahrscheinlich demnächst fliegen würde, was ich mir noch viel weniger leisten kann...

Also: Wer bei freenet arbeitet ist nicht dumm, sondern schlichtweg verzweifelt. Übrigens hab ich vorher eine Ausbildung abgeschlossen, und in dem Beruf keinen Job neben dem Studium gefunden...ich weiss, wie es ist unter normalen Bedingungen zu arbeiten, und daher passt es mir umso weniger bei freenet.
 :?
Wünsche einen schönen Tag!

DeppVomDienst

Moin Gast,

Du hast meiner Meinung nach recht, dass die meisten Studenten aus purer Verzweifelung bei Freenet arbeiten. Aber es scheint zur Zeit auch so, dass die Geschäftsleitung eine gewisse Panik ergriffen hat, weil nicht genügend Leute zu diesen Bedingungen arbeiten wollen.
Insofern, das ist die andere Seite der Medallie, hättet Ihr durchaus zur Zeit eine gute Position, wenn von Seite der Agents, Coaches und Hotlinebetreuer "was laufen" würde. Im Mobilcom-Callcenter wurde einem seinerzeit noch unverblümt gesagt, dass es ja genug Studenten in Kiel gebe, die den Job machen würden, wenn einem die Arbeitsbedingungen nicht passen.

Das ist natürlich alles einfacher gesagt als getan. Und dass neben Studium und Job kaum noch Zeit bleibt, sich darüber hinaus noch für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu engagieren, kann ich verstehen. Übrigens würde die Geschäftsleitung natürlich das Totschlagargument anführen, dass die Arbeit nach Meck-Pomm ausgegliedert werden müsste, wenn die Leute in Kiel aufmucken. Allerdings würde freenet das meiner Meinung nach sowieso tun, wenn sich dort die Löhne noch weiter drücken lassen und dort die Gewinnmarge höher ist und die Aktionäre noch mehr Geld scheffeln können. Und selbstverständlich würde Freenet imho ein Callcenter in die Karpaten setzen, wenns dort noch billiger geht. Und ich tippe mal, dass es auch schon Gedankenspiele gibt, ob nicht Agents als "Ich-Ags" o.ä. (schein-)selbständig völlig auf Provision arbeiten ... so läuft das z.B. in dem obskuren Protone-Callcenter an der Gablenzbrücke!

... : Aber!

Was ist das für ein Leben, in dem man es akzeptiert, als "Dummes Vieh" auf der kargen Weide des Bauern zu grasen um sich anschließend auf die Schlachtbank führen zu lassen, weil es eben keine andere Alternative zu geben scheint?
Das ist natürlich eine Frage der persönlichen Prioritäten, ob man einen eventuellen Mißerfolg in Kauf nehmen würde, damit man sich noch selbst im Spiegel betrachten mag.

Also: Es kann sich lohnen, sich mit Gleichgesinnten kurzzuschliessen (das muss ja nicht unbedingt über die Groupwise sein  :wink: ). Wir hatten ja im Mobilcom-Bereich ein passwortgeschütztes eigenes Forum und haben uns auch "mal so" zu Speis und Trank getroffen. Übrigens, auch wenn der Verein etwas schnarchig ist, ist es so oder so ein vernünftiger Schritt, verdi beizutreten, da man dann auch Rechtsschutz hat. Bei mir wars immerhin so, dass ich noch eine Abfindung eingeklagt bekommen habe, als ich gegen meine mit heisser Nadel gestrickte Kündigung vorging (immerhin 800 Euronen!).

Ach ja, wirklich eine Frage aus reinem Interesse: Was macht eigentlich der "Betriebsrat"? Ist das ein "Betriebsrat" wie bei der Mobilcom vor 2002, also ein verlängerter Arm der Geschäftsführung, oder was machen die?

Dir & dem Rest auch noch 'nen schönen Tag!
Der DeppVomDienst

Splöff

Unzufrieden sind mit Sicherheit die allermeisten, vom Agenten bis zum SV.

Die Agenten und Coaches sind doch überwiegend Studenten, die den Job nur für einen überschaubaren Zeitraum machen. Da nimmt man halt die eine oder andere oder auch mehr Unannehmlichkeiten in Kauf.

DeppVomDienst

ZitatMitbestimmungsrechte bei Bildschirmpausen

In manchen Fällen müssen die Betriebs- und Personalräte auf ihre Mitbestimmungsrechte auch bei der Ausgestaltung der Bildschirmpausen pochen. Nicht nur die Bildschirmarbeitsverordnung, auch mehrere Urteile unterstützen sie dabei:
In einer Entscheidung vom 2. April 1996 räumte das Bundesarbeitsgericht (BAG) dem Betriebsrat ausdrücklich das Recht ein, Pausen bei der Bildschirmarbeit durchzusetzen. Das BAG bezog sich dabei auf den § 87 Abs. 1 Nr. 7 Betriebsverfassungsgesetz, wonach der Betriebsrat im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften über den Gesundheitsschutz mitbestimmen kann. Frühere höchstrichterliche Urteile, die das verneinten, wies das Gericht ausdrücklich zurück (vgl. ausführlich: Arbeit & Ökologie-Briefe 9/1996, Seite 8 und 21/1996, Seite 13). Das Urteil ist auch in der genannten Handlungshilfe des Multimediabüros erläutert. Eine neue Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 8. Januar 2001 (Az. 6 P 6.00) - ausführlich beschrieben in der Zeitschrift "Der Personalrat" (4/2001) - stellt fest, dass Regelungen über die Gewährung bezahlter Kurzpausen bei Bildschirmarbeit im Sinne von § 5 BildscharbV als Maßnahme zur Verhütung von Gesundheitsschädigungen mitbestimmungspflichtig sind nach § 75 Abs. 3 Nr. 11 des Bundespersonalvertretungsgesetzes. Das Gericht gibt in diesem Zusammenhang wichtige Hinweise: Nach je 50-minütiger Arbeit sollen zehn Minuten Pause eingelegt werden. Nicht nur die Bildschirmarbeit, sondern jegliche Arbeit sollen dabei unterbrochen werden. Ein Zusammenziehen der Pausen ist nicht zulässig. Die Arbeit muss so bemessen werden, dass die Pausen auch genommen werden können!

Quelle: http://www.igmetall.de/gesundheit/arbeit_oekologie/01_08_02.html

Zitat5. Welche Rechtsfolgen ergeben sich bei Verstoß gegen wichtige Arbeitsschutzgesetze?

Wer gegen eine auf Grund des Arbeitsschutzgesetzes ergangene Verordnung (z.B. zur Arbeit an Bildschirmgeräten) verstößt oder einer Anordnung der Aufsichtsbehörden zuwiderhandelt, kann wegen einer Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld bis zu 10.000 bzw. 50.000 DM belegt werden. Bei wiederholtem Nichtbefolgen von Anordnungen oder der Gefährdung von Leben oder Gesundheit von Beschäftigten droht eine Freiheitsstrafe von einem Jahr oder Geldstrafe. Vollziehbare Anordnungen können sowohl gegen Arbeitgeber als auch gegen Beschäftigte ausgesprochen werden. Bei Nichtbeachtung von Unfallverhütungsvorschriften kann im Falle eines Arbeitsunfalls die Berufsgenossenschaft den Arbeitgeber zur Zahlung heranziehen. Weitere Rechtsfolgen ergeben sich aus den zahlreichen Einzelgesetzen zum Arbeitsschutz, z. B. dem Jugendarbeitsschutzgesetz und dem Mutterschutzgesetz.

Quelle:http://www.bips.uni-bremen.de/itb/teil_a.htm

Und nochmal die Frage: Was habt Ihr eigentlich für einen Betriebsrat? Was machen die?

ICEzW3RG

Moin Moin,
auch ich bin ein freenet.de Agent.
Und ich muss sagen, ich arbeite lieber unter den Bedingungen und verdiene das 3-fache meines Arbeitslosengeldes, als das ich Geld-Probleme habe und mir die Decke vor lauter Langeweile auf den Kopf fällt. Mir ist das ehrlich gesagt shice-egal, ob ich da irgendwelche Nummern sammel und die Kunden dann was angeboten bekommen. Die können doch NEIN sagen. Ist doch nicht mein Bier. Ich habe einen bezahlten Arbeitsplatz, der mir finanziell halbwegs den Arsch rettet, bis ich einen Job gefunden habe, der das fordert, für das ich meine Ausbildung gemacht habe (IT-Systemelektroniker).
Mir ist es shice egal, ob ich unbezahlte Raucherpausen habe. Ein guter Grund aufzuhören und noch mehr Kohle zu haben. Und ob ich nun zu Hause bis tief in die Nacht vorm Rechner hocke oder im FCC. Kein Unterschied, oder? Doch da ist einer::: beim FCC krieg ich Geld dafür.
Ich habe keine Ahnung wie Ihr alle Euer I-Net finanziert, aber ich gehe lieber einem geregeltem Leben nach als immer nur zu gammeln. Natürlich will ich nicht sagen, dass freenet.de eine End-Lösung ist, aber es ist eine gute Übergangslösung.
Soviel dazu... wer will schreibt ne mail an labern@my-zwerg.de

admin

ZitatOriginal von ICEzW3RG

Ich habe keine Ahnung wie Ihr alle Euer I-Net finanziert

Das ist schnell beantwortet:

Von einen edlen Spender, der selbst im IT-Bereich arbeitet und gut verdient, aber soviele Stunde bei der Maloche hängt, daß er kaum mehr was vom Leben hat und erst recht keine Zeit dafür hat, so ein Forum selbst zu betreuen...

DeppVomDienst

ZitatUnd ob ich nun zu Hause bis tief in die Nacht vorm Rechner hocke oder im FCC. Kein Unterschied, oder? Doch da ist einer::: beim FCC krieg ich Geld dafür.

Hi, ich fand gerade auf einer gewissen persönlichen Homepage in der Selbstbeschreibung den Text

Zitat"Als indoor-Beschäftigung habe ich den PC ;D
Da wird alles mit gemacht: gezockt, gecodet, musiziert oder einfach nur Musik gehört bzw. Karaoke gesungen."

Also, wenn Du dafür bei Freenet Deine Kohle bekommst: Hut ab! (ähem ... wie war das: Ihr sucht noch Leute? Und ist auf den PCs Duke Nukem drauf?)

MMMhhh, ich hab mir das jetzt mal alles durchgelesen.
Sitze auch bei freenet im CallCenter und finde es absolut lächerlich, dass Menschen, die früher einmal hier freiwillig gearbeitet haben, sich soooo darüber aufregen!!!

Ich bin auch Studentin und habe vorher ein Jahr bei Schuh Heinrich hier in Kiel gearbeitet.
Dort habe ich 6, 13 Euro verdient und kein bisschen mehr, egal, ob ich 8 Stunden gestanden habe, oder nicht.
Und auch im Einzelhandel musst du Kunden belügen, wenn du vernünftig verkaufen möchtest.
"Nein, ihre Füße sind nicht fett, nehmen Sie ruhig Größe 37!".
Bei absoluter Ehrlichkeit verlierst du auch so einen Job.
Ausserdem sind die Angebote an sich nicht so Scheiße, die dort vertickt werden.
Ablehnen kann jeder Kunde, und auch, wenn du darauf verzichtest die wütenden Mahnungskunden weiterzuleiten, bekommst du bei Freundlichkeit am Telefon eine ordentliche Quote. Bei 7, 67 kann man sich nicht beschweren, finde ich.

Ich weiß nicht, was der junge Herr damals für schüchterne Püppchen vorm Fcc getroffen hat, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass diese aus den schwer zu telefonierenden Support oder Billing-Hotlines kamen.

Und diese Gewinnspiel-Anrufe sind meines Wissens weitergeleitete Datensätze, die aber nicht vom fcc direkt abtelefoniert werden.

Ganztagsangestellte sind hier wirklich etwas angepisst. Krankheitsregelungen sind für sie nur Schikane, mit Kind hast du hier sowieso verloren.
Aber, wenn man bedenkt, dass eine ausgelernte Frisöse um die 700 bis 800  Euro verdient, und man hier bei gleicher Arbeitszeit auf 900 oder mehr kommt, naja . . . .

Ausserdem hast du als Student hier nur Rentenabzüge, wenn du über 400 Euro kommst, und sonst nichts, auch das ist woanders nicht so. Und nennt mir mal bitte einen Arbeitgeber in Kiel, bei dem du als Student so angenehm deine Schichten einteilen kannst.

So, Verwirrung sei zu entschuldigen, hab gestern so lange telefoniert . . .   8)

DeppVomDienst

ZitatUnd auch im Einzelhandel musst du Kunden belügen, wenn du vernünftig verkaufen möchtest.
"Nein, ihre Füße sind nicht fett, nehmen Sie ruhig Größe 37!".
Ok, der war gut ... :wink:

Die Provider-Schuh-Variante könnte vielleicht so lauten: "Ach, sie wußten garnicht, das sie einen Schuh-Vertrag für nicht-passende Schuhe mit automatischer Vertragsverlängerung abgeschlossen haben?" Ganz nebenbei: Laufen immer noch die Omis bei Euch auf, die an einem Glücksrad 60 Frei-Minuten "gewonnen" haben und erst beim Erhalt der Telefonrechnung merken, dass ihnen ein 01019-Mobilcom/freenet-Preselect-Vertrag untergeschoben wurde; Und müsst Ihr beim 100sten Anruf dieser Sorte immer noch ganz überrascht tun, als wenn Ihr diese Geschichte zum ersten Mal hören würdet? (Info:  General-Anzeiger Bonn).

Zitatfinde es absolut lächerlich, dass Menschen, die früher einmal hier freiwillig gearbeitet haben, sich soooo darüber aufregen!!!

Siehe ein vorheriges Posting von mir: Habe nicht bei freenet gearbeitet, sondern zu etwas besseren Bedingungen bei der Mobilcom und habe mir mit über 100 weiteren Agents zusammen einen Anwalt genommen, während ich dort noch arbeitete. By the way: Einer Eurer Abteilungsleiter fand es nicht wirklich witzig, als ich ihn bei einer Raucherpause zur Beförderung mit den Worten beglückwünschte: "Na HSV (Name geändert), Du bist jetzt sozusagen Chef einer telefonischen Drückerkolonne geworden?" (Wirklich nicht gegen Dich persönlich, "HSV" ... :wink: ). Ich sehe mich wirklich nicht in der Rolle des verkrachten Ex-Mitarbeiters, der aus sicherer Distanz nun plötzlich  seine Pfeile abschiesst ....

Aber in der Tat rege ich mich darüber auf, dass Leute "freiwillig" (das Wort mag ich kaum in den Mund nehmen, auch angesichts vorheriger resignativer Posts) auf Geld verzichten, Ihre stinknormalen Rechte nicht einfordern und ein Laden, an dem sich die Aktionäre gerade dumm und dämlich verdienen,  auf dem Rücken der studentischen Belegschaft wirtschaftet und sich dann noch darüber ausheult, dass nicht genug Leute bereit sind, zu solchen Bedingungen zu arbeiten (siehe KN-Artikel, der ursprüngliche Aufhänger dieses Threads).

ZitatAusserdem hast du als Student hier nur Rentenabzüge, wenn du über 400 Euro kommst, und sonst nichts, auch das ist woanders nicht so.
Das ist der Normalfall bei 400-Euro Jobs (BfA)

ZitatAber, wenn man bedenkt, dass eine ausgelernte Frisöse um die 700 bis 800 Euro verdient, und man hier bei gleicher Arbeitszeit auf 900 oder mehr kommt, naja . . . .

Naja . . . .

ZitatNeben einer Grundvergütung kommt es teilweise zur Zahlung von Zulagen und Sonderzahlungen wie 13. Monatsgehalt, Urlaubsgeld und Vermögenswirksame Leistungen. Es treten regionale und branchenabhängige Einkommensunterschiede auf.

Bei der Tätigkeit als Friseur/in im Angestelltenverhältnis kann es beispielsweise bei einer 39-Stunden-Woche zu einer tariflichen Grundvergütung von  1.256 Euro im Monat kommen.
Quelle: http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/F/B9010103einkommen_t.html)

Eine Sache muss ich noch nachschieben, auch um die Sache mit den "blöden Studenten" geradezurücken: Selbstverständlich handelt es sich bei einer CallCenter-Tätigkeit um eine physisch und psychisch anspruchsvolleren Job als z.B. in einer Putzkolonne. Und er sollte auch dementsprechend entlohnt werden. Ich habe allerdings Mitte der 90er in einer Putzkolonne als Student besser verdient ...
Es liegt an Euch, etwas an diesem Missverhältnis zu ändern!

Zu guter Letzt (nochmal): Was macht der Betriebsrat in Bezug auf die Einhaltung von Arbeitsschutzgesetzen?

DeppVomDienst

ZitatUnd nennt mir mal bitte einen Arbeitgeber in Kiel, bei dem du als Student so angenehm deine Schichten einteilen kannst.
Helpline?

Gastvoneinpaarpostsvorher

Der Betriebsrat...mhm...ja....das hab ich mich auch neulich gefragt, als ich die plötzliche Ruhe nach einem vorher mehrere Stunden anhaltenden Kundenansturm genoss, und ein Ex-HB (jetzt Betriebsrat) Kontrollgänge gemacht hat, ob wir Supporter auch ja schön ebound machen...btw sind im ebound grade über 200 Mails, und es werden trotzdem keine ebound-Schichten angeboten. ich bin relativ fix in der Bearbeitung von Mails und würde das als nette Abwechslung zum "Wolf-telefonieren" sehen.

Naja. :? Ich muss nachher 6 Stunden wieder ran...vielleicht frag ich da mal, was der Betriebsrat bisher gemacht hat, ausser das Rauchverbot im Haus durchzusetzen und die Leute nach draussen zu verbannen. :roll:  Wenn ich dazu zeit habe, versteht sich. Was eher unwahrscheinlich ist....

Ich habe übrigens in einem anderen callcenter (Anzeigenaufnahme, hat aber leider das Callcenter in Kiel zugemacht), 8/Std. bekommen, immer freien Kaffee (echten!, kein Automatengesöff!) und die Möglichkeit, mir ne Stulle zu schmieren, ausserdem Weihnachtsgeld (sogar als ich erst ein paar Monate da war), und eine viertel Stunde bezahlte Pause; bei Arbeitszeiten zwischen 8-20h. Na, da geht man dann doch gerne hin, und reisst sich dann auch mal für den netten Arbeitgeber den A... auf ohne zu plärren. Hach, war das schöön....seufz... :cry:

DeppVomDienst

Schon die heute neu erschienene c't, Rubrik "Vorsicht Kunde", gelesen?

Diese Freenet-PR-Katastrophe wäre vielleicht zu vermeiden gewesen, wenn sich zufriedene, motivierte Mitarbeiter für den netten Arbeitgeber "den A... aufgerissen" hätten, wie es der Vorredner so schön ausdrückte.
Aber was soll man schon erwarten, wenn bei einer unterbezahlten "Service"-Hotline der Schwerpunkt beim Verkaufen liegt ...

P.S.: Ich bin nicht "Renate F."!

Splöff

:roll:
Crosselings sollen wir ja machen, aber die Einträge innerhalb von Sekunden erledigen. Sonst klingelt das Telefon und man lauscht der Stimme der HBin : was machst Du?? Du bist so lange auf Nacharbeit!!!.

Da macht auch (oder gerade) der Betriebsrat keine Ausnahme!!!!

DeppVomDienst

Ich bin gerade von einem Kollegen angemorst worden, ob ich den c't-Artikel nicht einscannen könnte, weil er die c't nicht hat.

Voíla!
Zitataus: c't 26/03

Georg Schnurer

Umzug mit Folgen
Doppelte Rechnung nach Rufnummerwechsel

Wer einen Umzug plant, tut gut daran, seinen Internet-Provider rechtzeitig über den Orts- und Rufnummerwechsel zu informieren - doch was tun, wenn der die Umzugsmeldung nicht zur Kenntnis nimmt?
Renate F. war seit geraumer Zeit zufriedene Kundin des Internet-Providers Freenet. Als Vielsurferin nutzt sie den so genannten Power-Tarif für 0,99 Cent pro Surf-Minute statt 2,505 Cent im Call-by-Call-Standardtarif. Bestandteil des Power-Tarifs ist die Mindestabnahme von 20 Stunden pro Monat. Deren Gegenwert in Höhe von 11,88 Euro bucht Freenet Monat Monat von ihrem Konto ab.
Im Januar dieses Jahres stand der Umzug von Marktoffingen nach Bopfingen an. Da Renate F. die alte Telefonnummer nicht mitnehmen konnte, informierte sie Freenet über den umzugsbedingten Rufnummernwechsel. Sie füllte das dafür vorgesehene Formular auf der Freenet-Website aus und schickte es, wie von Freenet verlangt, per Fax (01 90-75 08 00, 1,24 Euro/ Minute) am 16. Januar an das Unternehmen.
Fortan - so glaubte sie jedenfalls - surfte sie auch mit der neuen Rufnummer zum günstigen Power-Tarif. Die Mindestgebühr von 11,88 Euro wurde auch weiterhin von ihrem Konto abgebucht, doch auf der Telefonrechnung für Februar tauchten nun  auf einmal zusätzliche Surfkosten  für 499 Minuten zum Standardtarif auf. Telefonisch wies sie Freenet darauf hin, dass da wohl etwas schief gelaufen sei. Die Dame am anderen Ende der Leitung versprach, sich um die Angelegenheit zu kümmern. Damit, so hoffte Renate F., werde sich die Geschichte aufklären.

Doppelt berechnet

Mit der nächsten Rechnung kam es noch dicker: Dieses Mal berechnete Freenet 606 Minuten zum teuren Standardtarif und buchte zusätzlich die Gebühr für 20 Stunden Mindestabnahme im Power-Tarif ab. Renate F. telefonierte erneut mit der Rechnungsstelle des Providers, doch nichts geschah. Fortan berechnete ihr Freenet Monat für Monat doppelte Gebühren. Ende Juli platzte Renate F. der Kragen; sie forderte den Provider per Einschreiben auf, endlich die Änderung der Rufnummer durchzuführen und ihr zumindest die überzahlte Gebühr für den Power-Tarif zu erstatten.
Doch auch auf diese Beschwerde reagierte Freenet nicht, sondern buchte weiterhin monatlich 11,88 Euro Mindestgebühr vom Konto der Kundin ab und berechnete zusätzlich die angefallenen Surf-Stunden zum teuren Standardtarif. Die bereits bezahlten 20 Freistunden wurden dabei nicht einmal abgezogen.
Weitere Telefonate folgten, doch nichts geschah. Also schickte Renate F. am 31. Oktober ein weiteres Einschreiben und drohte mit der Einschaltung eines Rechtsanwalts - mittlerweile hatte der Provider gut 414 Euro kassiert, obwohl ihm lediglich 147,60 Euro zugestanden hätten.

Abgespeist

Die Drohung mit dem Anwalt brachte etwas Bewegung in die Sache: Der Provider entschuldigte sich für die Panne und versprach die Gutschrift von 94,82 Euro. Dieses Guthaben, so schrieb Freenet ohne nähere Erläuterung, ergebe sich aus einer Neuberechnung der Verbindungsgebühren für die Zeit vom 3. August bis zum 28. September. Dass Renate F. sich bereits am 16. Januar per Fax umgemeldet hatte, blieb offenbar unbeachtet.
Doch nicht einmal die minimale Ersatzleistung erreichte das Konto der Kundin. Dort trudelte am 17. November zwar eine Gutschrift von Freenet ein, doch die bezog sich auf eine andere Kundennummer und war mit 93,64 Euro geringer als versprochen. Alle Versuche von Renate F., Freenet dazu zu bewegen, ihr wenigstens die zu viel abgebuchten Gebühren für den Power-Tarif zu erstatten, blieben ohne Erfolg. Also bat sie die c't-Redaktion um Hilfe.
Wir ließen uns die Rechnungsunterlagen und den Ummeldebeleg zusenden und errechneten ein Guthaben in Höhe von 267,13 Euro, angesichts dessen auch die in Aussicht gestellte Erstattung von 94 Euro nicht angemessen erscheint.

Nachgefragt

Auf den Fall angesprochen, teilte uns die Freenet-Pressesprecherin Elke Rüther mit, dass trotz gründlicher Prüfung kein Eingang des von der Kundin beschriebenen Auftrags vom 16. Januar 2003 verzeichnet werden könne. Zudem habe diese trotz Aufforderung keinen entsprechenden Nachweis vorgelegt - dies bestreitet Renate F. allerdings vehement.
Aus Kulanz und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht, so die Sprecherin weiter, werde Freenet allerdings die unter der alten Rufnummer berechnete monatliche Mindestabnahme erstatten, da die Kundin diese aufgrund des Rufnummerntausches nicht nutzen konnte. Außerdem werde Freenet, wie von der Kundin gewünscht, für die bei der neuen Rufnummer anfallenden Internet-Minuten den "freenet PowerTarif" berechnen.
"Wir möchten an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen, dass es immer wieder vorkommen kann, dass Dokumente auf dem Versandweg verloren gehen - egal ob es sich hierbei um ein Fax oder einen Brief handelt. Daher raten wir jedem Kunden, immer entsprechende Kopien und Nachweise vorzuhalten", schrieb uns die Pressesprecherin außerdem. Diesem Rat können wir uns nur anschließen, auch wenn das Renate F. nicht geholfen hat. Bei Tarif-, Rufnummern oder Wohnungswechsel-Aufträgen empfehlen wir, nach einer Woche zu prüfen, ob diese auch ausgeführt wurden. Bestehen Zweifel, so sollte man unverzüglich per Einschreiben mit Rückschein reklamieren.                (gs)

PS @Spargel: Ich bin offensichtlich zu blöde, die "Post-reply"-Funktion dieses Forums bei den "Messages" richtig zu bedienen ... Auf diesem Wege: beste Grüsse

ManOfConstantSorrow

Danke Gastvoneinpaarpostsvorher, danke!

Ich wollte mir schon die Pulsadern aufmachen. Sollte es denn doch noch Hoffnung für die Menscheit geben??? Ich wußte ja, daß überall Menschen verarscht werden, aber wieviele sich auch hingebungsvoll verarschen lassen, das hätt ich nicht geglaubt.
ZitatUnd ob ich nun zu Hause bis tief in die Nacht vorm Rechner hocke oder im FCC.
Wow!

Viele die im FCC arbeiten sind jung, unerfahren und unsicher. OK, ich hab mir auch Sachen wärend der Lehre gefallen lassen, die nicht hätten sein müssen. Aber irgendwann gibt´s den Tropfen, der das Faß zum Überlaufen bringt! Es ist auch schon etwas her, daß ich einen Job zu vernünftigen Bedingungen hatte. Ich mache gute Miene zum bösen Spiel und warte darauf zurückschlagen zu können (und sei es nur aus persönlicher Rache) oder zumindest einen Abflug zu machen. Sich aber Scheiße schönzureden  
Zitataber ich gehe lieber einem geregeltem Leben nach als immer nur zu gammeln  
ist absolut würdelos!

Und: Bei dem Traumjob verdient man nicht nur Topgehälter und wird menschlich völlig korrekt behandelt, sondern man bringt auch anderen Menschen Glück. Und wenn man dieses Glück anderen Menschen gibt, tut man dies nichteinmal als ein Priester (der dies ja berufsmäßig tut), nein, dieses Glück kommt ganz spontan auch noch direkt dem Hamburger Super-Provider zugute. Supertoll!!!

Icezwerg, auch shice-egal nen Job als KZ-Wächter zu machen solange es ein paar Euro dafür gibt und man nicht zuhaus rumgammeln mußt? Es ist auch nicht immer völlig egal, wie man sich nun persönlich verhält oder entscheidet. Zumal dann nicht, wenn es Folgen für andere hat. Ich war schon beeindruckt, daß letzte Woche bei Daimler Benz 12000 Arbeiter die Arbeit niedergelegt haben für den Erhalt der Tarifautonomie. Davon haben sie selbst überhauptnix. Sie haben sich für diejenigen eingesetzt, die in kleineren Betrieben nicht so leicht ihre Bedingungen verbessern (oder zumindest erhalten) können. Wer über seinen kleinen persönlichen Tellerrand nicht hinausschauen kann, arbeitet auch als Lohndrücker oder Streikbrecher. So funktioniert der Strudel nach unten.

Ich will hier nicht schlaumeiern, ich frag mich aber die ganze Zeit, wie es möglich ist, daß Freenet mit so billigen Tricks durchkommt. Die Rahmenbedingungen sind doch hervorragend sich das nicht länger gefallen zu lassen:

Das FCC-Kiel sucht händeringend weiteres Personal.

Freenet unterschreitet sogar gesetzliche Mindeststandart, was die Arbeitsbedingungen (wie bezahlte Pausen für Bildschirmarbeit) angeht.

Man arbeitet eh nur für begrenzte Zeit bein FCC, bzw. findet zu so schlechten Bedingungen sowieso jederzeit auch was anderes, hat also beim besten Willen nichts zu verlieren!


Also, was is jetzt???
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

DeppVomDienst

Sorgenmann, über Dein Post bin ich z.T. nicht gerade glücklich, was die Wortwahl in Bezug auf den "Icezwerg" angeht. Der Junge war vorher bei den Arcor-Drückern (siehe "Drückerkolonnen") und hat offensichtlich nach zwei Tagen dort von selbst das Handtuch geworfen. Wenn Du Dir mal seine Homepage anguckst, das der Kerl mit 23 Jahren schon ein Blag mit durchfüttert und das mit dem eher "freenet-freundlichen" Post von der Studentin ("mit Kind hast Du hier sowieso verloren") in Beziehung setzt, sehe ich da eher eine echte menschliche Tragik, fehlendes Selbstwertgefühl und Verzweiflung und muss da auch nicht in dieser Form nachtreten, sondern habe da eher ein gewisses Mitgefühl ...

Gast von neulich

Da kann ich dem Vorschreiber nur Recht geben: man sollte unbedingt vermeiden, die Angestellten von freenet zu diskreditieren. Der Fehler liegt eindeutig nicht auf der Seite der Mitarbeiter (selbst wenn diese zu freenet stehen!!!)


Ist es nicht traurig, dass man seine Identität geheim halten muss???

ManOfConstantSorrow

Okay,okay!
Aber ich find´s echt zum verzweifeln. Etwas mehr Mut wäre schon geboten.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ich

Hallo,
habe auch bis vor kurzem da gearbeitet.
Mir hat sich jetzt was besseres geboten (gehaltsmäßig).

Wie heisst´s doch immer so schön "festhalten und weitersuchen".

Ich glaube, dass ich dort nicht der einzigste war, der nach diesem Schema gedacht hat.

Man muss doch heute froh sein, wenn man überhaupt was findet.
Und es gibt noch viel schlimmere Jobs, als bei freenet (z.B. diese Zeitarbeitsklitschen). Im Gegensatz zu einer Zeitarbeitsfirma wusste man bei freenet, was man arbeitet und wo man arbeitet. Bei den Zeitklitschen musst Du immer damit rechnen, morgen hier und morgen dort zu arbeiten. Mal als Klomann, mal als Kassierer an irgendeiner schmuddeligen Supermarktkasse. Mal in Kiel und mal in RD, FL oder noch weiter weg. Fahrgeld = 0 oder viel zu wenig. Da bringt es einem dann auch nichts wenn man mehr Stundenlohn hat. Der bleibt auf der Autobahn.


Und nach einer gerade abgeschlossenen Ausbildung findet man doch heute ohne Berufserfahrung nix.
Freenet kam da gerade recht. Keine Zeugnisse, keine dummen Fragen nach Berufserfahrung.
Bischen gearbeitet, was dazugelernt und bessere Aussichten dadurch eventuell eine "bessere" Arbeit zu bekommen, was jetzt auch geklappt hat. :wink:

DeppVomDienst

ZitatIch glaube, dass ich dort nicht der einzigste war, der nach diesem Schema gedacht hat.
Bestätigung. Hatte eigentlich seinerzeit auch nur vor, vielleicht 2 Monate zur Überbrückung bei der Mobilcom zu arbeiten.

Um einmal den Thread aus meiner Sicht zusammenzufassen:
- Bis auf zwei Stimmen (das "Fake-Posting" und der "Icezwerg")  ist mehr oder weniger bestätigt worden, dass das akute Mitarbeiterproblem wohl kaum durch einen "Webfehler des Sozialstaates" (KN) zu Stande kommt, sondern durch die schlechten Arbeitsbedingungen bei freenet hausgemacht ist. Darauf aufbauend finde ich es voll gerechtfertigt, Eurem Arbeitgeber dafür kräftig einen vor den Latz zu geben, sich so erbärmlich via KN aus dem Fenster gelehnt zu haben.
- Der Betriebsrat scheint, wenn ich die Andeutungen richtig interpretiere, eine sehr dubiose Rolle zu spielen. Aufgabe des Betriebsrates wäre, auf die Einhaltung arbeitsmedizinischer Standards (und der nicht grundlosen gesetzlichen Mindesstandards) zu achten und für Verbesserungen der Arbeitsbedingungen zu sorgen. Dazu noch eine Nachfrage: Gemäß Eurer Betriebsgröße (siehe Betriebsverfassungsgesetz) sollte es bei Euch zwei freigestellte BR-Mitglieder geben. Ist es so, dass bei Euch freigestellte Betriebsratsmitglieder die Kontrollgänge machen?!?
- Das "moralische" Problem, Leute, die einem eigentlich nichts getan haben, standardmäßig anzulügen, wird unterschiedlich gravierend eingeschätzt, wobei ich persönlich sehr gut verstehen kann, dass es genug Leute gibt, die sich weigern, solche Arbeit zu machen.
- Das Freenet-Callcenter wird durchweg als vorübergehendes Übel betrachtet, das man in Kauf nimmt (mal vom "Fake-Posting" abgesehen) und nicht als Arbeitgeber, der eine langfristige Perspektive darstellt und für den man sich hochmotiviert "den A... aufreisst"

Sind wir uns soweit einig?

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