Autor Thema: Arbeitsmigranten in der deutschen Industrie: Schlachthöfe im Oldenburger Land  (Gelesen 869 mal)

baladu

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Veranstaltung in Hamburg:

Arbeitsmigranten in der deutschen Industrie -  Schlachthöfe im Oldenburger Münsterland

Im August 1973 streikten die türkischen Bandarbeiter bei Ford in Köln – Sinnbild für den Kampf einer Generation von MigrantInnen in der deutschen Großindustrie, gegen Niedriglöhne, Arbeitshetze und ein Regime, das sich auch bis auf ihre Unterkünfte erstreckte.
Die Unternehmer hatten Angst, dass ihnen der ganze Laden um die Ohren fliegt; die Wohnheime wurden aufgelöst, die Großfabriken mit der Zeit zerlegt und verteilt.

40 Jahre später: Alte Kasernen als Massenunterkünfte für ost­europäische ArbeiterInnen. Mafiaschläger als zeitgemäßer Werksschutz. Fabriken mit 70% »Fremdarbeitern«, wie die deutsche Presse wieder ganz unbefangen schreibt.
Werften, Autozulieferer, vor allem aber steht die Fleisch- und andere Lebensmittel­industrie seit Monaten zunehmend im Fokus der Medien. Bislang vor allem aus Empörung und Mitleid seitens der »Zivilgesellschaft«. Gibt es auch schon unmittelbaren Widerstand der ArbeiterInnen selber?

Ein Genosse aus Oldenburg berichtet von den Erfahrungen und Ergebnissen einer mehrmonatigen Recherche in der BRD seitens einer Mitstreiterin von La Confédération Paysanne (einer franzö­sischen Gewerkschaft für eine bäuer­liche Landwirtschaft und die Vertei­digung der LandarbeiterInnen) über die Ausbeutung von vor allem südost­europäischen ArbeiterInnen in der Fleischindustrie im Oldenburger Münsterland


Dienstag, 22.10.2013 um 19 Uhr
Centro Sociale, Sternstr. 2 (nahe U-Bahnhof Feldstr.)


Wildcat-Diskussionskreis
wildkatzen-nord@mail36.net

ManOfConstantSorrow

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Zitat
Corona-Ausbruch bei Tönnies
400 Infektionen in Fleischfabrik

Nach 400 neuen Corona-Infektionen bei Tönnies wird die Schlachtung in Rheda-Wiedenbrück gestoppt. 400 Testergebnisse stehen aus.
https://www.tagesschau.de/regional/nordrheinwestfalen/toennies-fleischfabrik-corona-101.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kuddel

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  • Fischkopp
"Im Rahmen der Ermittlungen stieß der Zoll auf die Schein-Werkverträge der Bulgar:innen. Die waren zwar auf dem Papier als Werk­ver­trags­ar­bei­te­r:in­nen eingesetzt, tatsächlich arbeiteten sie aber genau wie alle anderen Leih­ar­bei­te­r:in­nen auch: Sie stempelten für die gleichen Schichten ein und aus, wurden im selben EDV-Programm des Betriebes erfasst und nahmen von den gleichen Vorgesetzten Anweisungen entgegen. Mit dem kleinen Unterschied, dass sie für ihre Akkordarbeit drei bis vier Euro pro Stunde bekamen, während es bei den anderen zwölf Euro brutto waren."

Zitat
Rechtsstreit um Schlachthof Geestland
Richter wollen Vermögen einziehen

Nach der Ausbeutung von Arbeitern vor über zehn Jahren soll Geestland hinterzogene Sozialleistungen zurückzahlen. Ist das juristisch durchsetzbar?
https://taz.de/Rechtsstreit-um-Schlachthof-Geestland/!5754817/

Ich weiß zwar schon länger, daß die taz ein Kackblatt ist, aber ich ärgere mich immer wieder aufs Neue.

Wie kann man nur schreiben, "Ist das juristisch durchsetzbar?"?
Wer sich nur Ansatzweise mit den herrschenden Verhältnissen beschäftigt hat weiß, daß man nicht auf die Klassenjustiz bauen sollte. Mehr Sinn hätte die Formulierung gehabt, "Jetzt müssen Proteste öffentlichen Druck erzeugen!"