Autor Thema: Abschiebung  (Gelesen 198347 mal)

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Re: Abschiebung
« Antwort #780 am: 18:21:27 Sa. 07.August 2021 »
Zitat
ABSCHIEBETERROR - Alassa Mfouapon soll innerhalb einer Woche Deutschland verlassen

Alassa Mfouapon, mutiger und bundesweit bekannter Flüchtlingsaktivist gegen die Rechtsentwicklung und Bundessprecher der Organisation „Freundeskreis Flüchtlingssolidarität“, bekam am 6. August vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Aufforderung: Er möge sich innerhalb einer Woche nach Kamerun begeben, sonst wird er dorthin abgeschoben. Sein Antrag auf Asyl sei „offensichtlich unbegründet“.

Das ist umso empörender, als die Zahl der neuen Asylanträge im letzten Jahr deutlich gesunken ist und die Ausgaben zur Unterstützung von Asylbewerbern auf den niedrigsten Stand seit 2016 zurückgingen.

Gleichzeitig wachsen Terror und Chaos in den Ländern, aus denen die meisten Menschen fliehen müssen. So sind in Afghanistan aktuell bereits 270.000 auf der Flucht vor den Taliban - nachdem dort 20 Jahre lang NATO-Truppen einen „Kampf gegen den Terrorismus“ geführt haben. Alle zehn Minuten stirbt in Afghanistan eine Zivilistin oder ein Zivilist bei Anschlägen. Allein zwischen Mai und Juni wurden rund 2.500 Zivilistinnen und Zivilisten verletzt oder getötet – so viele wie nie seit Beginn der UN-Aufzeichnungen 2009.

Seehofer will weiter nach Afghanistan abschieben
Dennoch werden die Abschiebungen nach Afghanistan fortgesetzt. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) fragt demagogisch: "Wie will man denn verantworten, dass Straftäter nicht mehr in ihr Heimatland zurückgeführt werden können?“ Damit stempelt er sämtliche Flüchtlinge, die abgeschoben werden sollen, zu Kriminellen ab.

Der Abschiebeterror konzentriert sich in Wirklichkeit vor allem auf kämpferische Kräfte und Flüchtlinge aus Afrika, deren Herkunftsländer generell für "sicher" erklärt werden. Allein in Gelsenkirchen sind gegenwärtig fünf Aktivisten der kämpferischen Flüchtlingsbewegung akut von Abschiebung bedroht.

"Selbstverständlich werden wir das nicht hinnehmen"
Rechtsanwalt Frank Jasenski zum Vorgehen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge gegen Alassa Mfouapon: „Das ist im juristischen Sinne die weitestgehende Form der Ablehnung auf Asyl. Das Bundesamt stellt sich hier auf den Standpunkt, die von Alassa Mfouapon angegebenen berechtigten Asylgründe seien nicht glaubwürdig. Selbstverständlich werden wir das nicht hinnehmen und alle rechtlichen Schritte ergreifen. Wir werden Klage dagegen erheben und zusätzlich den Antrag stellen, dass er in Deutschland bleiben kann, bis abschließend im Sinne seines Asylrechts entschieden ist.“

Wirklich „unglaubwürdig“, besser gesagt demagogisch gelogen ist es, wenn das der Bundesregierung unterstehende Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit dem Leitmotto titelt „Den Menschen im Blick - Sicherheit geben.“

Erneuter Versuch eines politischen Exempels
Der deutsche Imperialismus übernimmt derzeit eine Vorreiterrolle bei der reaktionären Flüchtlingspolitik und aggressiven Außenpolitik innerhalb der EU. Dafür steht unter anderem, dass mit der Fregatte "Bayern" erstmals ein deutsches Kriegsschiff zu einer Mission in den Indischen und Pazifischen Ozean geschickt wurde. Und dazu wird auch die Rechtsentwicklung in Deutschland verschärft.

Im Fall Alassa Mfouapon geht es auch um ein erneutes politisches Exempel. Denn er repräsentiert seit Jahren den mutigen, aktiven und erfolgreichen Kampf gegen diese Rechtsentwicklung und die reaktionäre Flüchtlingspolitik:

• Alassa Mfouapon fördert die Selbstorganisation der Flüchtlinge: Im Mai 2018 wurde er Sprecher der Flüchtlinge der Landeserstaufnahmestelle (LEA) in Ellwangen. Ausgehend von dem illegalen, martialischen Polizeieinsatz in Ellwangen am 3. Mai 2018 als Reaktion auf die ebenso solidarische wie friedliche Verhinderung der Abschiebung eines togolesischen Freundes, entwickelte sich im Verlauf des Jahres 2018 die Selbstorganisation der Flüchtlinge und ihrer demokratischen Unterstützerinnen und Unterstützer. Eine Inhaftierungs- und Prozesswelle gegen angebliche Rädelsführer wurde losgetreten. Mit der Abschiebung des Aktivisten und "Leaders" vieler Flüchtlinge in Ellwangen am 20. Juni 2018 nach Italien sollte ein Exempel statuiert werden. Für den Kampf um seine Rückkehr, demokratische Behandlung und sein Asyl entstand der Freundeskreis Alassa & Friends.
• Alassa Mfouapon steht dafür, mutig die politisch Verantwortlichen anzugreifen: Für die Herrschenden atemberaubend, reichte er doch tatsächlich Klage gegen den Polizeieinsatz in Ellwangen ein – und gewann dabei auch noch in wichtigen Teilen. Am 18.2.21 stellte das Verwaltungsgericht Stuttgart fest: Die im Zusammenhang mit dem Sturm der Polizei auf die LEA am frühen Morgen des 3. Mai 2018 ergriffenen Polizeimaßnahmen waren unverhältnismäßig und damit rechtswidrig.
• Alassa Mfouapon nimmt sich der Lebensverhältnisse der Flüchtlinge an: Er klagt weiter für die Anerkennung der von Flüchtlingen bewohnten Zimmer in Sammelunterkünften als Wohnungen. Die Verweigerung davon ist rassistische Behandlung von Flüchtlingen als Menschen zweiter oder dritter Klasse.
• Alassa Mfouapon kämpft gegen diskriminierende und kriminalisierende Medienhetze: Zu seiner legalen Wiedereinreise im Dezember 2018 nach der Abschiebung nach Italien entfachte insbesondere die BILD-Zeitung im Verbund mit der AfD eine bundesweite Hetzkampagne gegen ihn. Er kämpfte und klagte dagegen – und gewann auch hier!
• Alassa Mfouapon steht nicht zuletzt für die Stärkung des organisierten Zusammenhalts: Aus dem Freundeskreis "Alassa & Friends" wurde mittlerweile der Freundeskreis Flüchtlingssolidarität in der internationalen Solidaritäts- und Hilforganisation Solidarität International (SI). Er findet große Beachtung und Unterstützung bei demokratisch und fortschrittlich gesinnten Menschen, aber auch in deutschen und internationalen Medien, und brachte - zum Teil länderübergreifende - Protestbewegungen hervor.

Wer einen von uns angreift, greift uns alle an
So ist hier mit der demokratischen Selbstorganisation von Geflüchteten in Deutschland, im engen Schulterschluss mit demokratischen und revolutionären Kräften in Deutschland eine Speerspitze und ein direkter Gegenpol zur reaktionären Flüchtlingspolitik von Bundesregierung und EU und ihrer Rechtsentwicklung entstanden.

Die erneute und verschärfte Abschiebungsanordnung gegen Alassa Mfouapon legt sich mit dieser gesamten Bewegung an – was sie sicher auch entsprechend beantworten wird. Solidarität und breiter Protest sind das Gebot der Stunde. Wer einen von uns angreift, greift uns alle an!

Alassa Mfouapon erklärt dazu heute: „Die Ablehnung meines Asylantrags entspricht der Politik der Bundesregierung, alle Asylanträge von Flüchtlingen aus Afrika abzulehnen und diese wieder abzuschieben. Immer mit der Begründung, dass ihre Heimatländer 'sichere Herkunftsstaaten wären. Ich habe erst vor kurzem mit anderen Flüchtlingen aus Afrika gesprochen, die jetzt mit der gleichen Begründung abgeschoben werden sollen. Wenn Kamerun ein 'sicheres' Land wäre, warum würden die Menschen dann fliehen? Warum setzt sich jemand ins Boot über das Mittelmeer und riskiert sein Leben, wenn er in seinem Land 'sicher' leben kann? Erst vor einer Woche sind mehrere junge Flüchtlinge aus Kamerun in der Wüste gestorben, weil sie geflohen sind. Egal, aus welchen konkreten Gründen jemand flieht - alle haben ein Recht auf Flucht auf antifaschistischer Grundlage. Die Bundesregierung muss diese Asylentscheidungen revidieren und unseren Anträgen auf politisches Asyl zustimmen. Wir fordern die sofortige Aufnahme aller demokratisch gesinnten politischen Flüchtlinge!“

Schickt Protest- und Solidaritätserklärungen an den Freundeskreis Flüchtlingssolidarität (freundeskreisfluechtlingssolidaritaet@gmx.de) mit Kopie an Rote Fahne News (redaktion@rf-news.de)!

Spendet für die Arbeit des Freundeskreises Flüchtlingssolidarität in SI:

IBAN: DE86 5019 0000 6100 8005 84
BIC: FFVBDEFF
Stichwort: "Freundeskreis Flüchtlingssolidarität"

Quelle: https://www.rf-news.de/2021/kw31/erneuter-versuch-der-abschiebung-von-alassa-mfouapon-breiter-protest-gefordert
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Re: Abschiebung
« Antwort #781 am: 19:17:51 Di. 10.August 2021 »
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dagobert

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Re: Abschiebung
« Antwort #782 am: 16:22:37 Mi. 11.August 2021 »
Zitat
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) stoppt Abschiebung nach Afghanistan

Einem Antrag der Deserteurs- und Flüchtlingsberatung auf Erlassung einer vorläufigen Maßnahme wurde am 02.08.2021 durch den EGMR stattgegeben, um eine Verletzung der fundamentalen Grundrechte des Antragstellers (Art 3 EMRK) zu verhindern. Daher kommt dem Antragsteller vorläufiger Abschiebeschutz zu (s. § 50 Abs 3 FPG). Dem Vernehmen nach wurde auch eine für heute geplante Charter-Abschiebung nach Afghanistan abgesagt.

Aufgrund des Vormarsches der Taliban droht Rückkehrer_innen aktuell in Afghanistan die Gefahr von Menschenrechtsverletzungen. Bisher wurde durch die österreichischen Behörden regelmäßig argumentiert, dass Abgeschobene in den Städten Mazar-e Sharif oder Herat Zuflucht finden könnten. Diesbezüglich hat sich die Sicherheitslage seit Vormarsch der Taliban nun jedenfalls geändert und im Falle einer Abschiebung nach Afghanistan würde eine Verletzung von Art 3 EMRK drohen. Diesbezüglich ist hervorzuheben, dass für alle Menschen das absolute Verbot von Folter sowie von unmenschlicher und erniedrigender Behandlung gilt. Diese Fundamentalgarantie gilt selbstverständlich auch für Personen, die strafgerichtliche Verurteilungen aufweisen. Es darf nicht übersehen werden, dass die Menschenrechtskonvention eine Errungenschaft darstellt, die nach den Schrecken der Shoah und des zweiten Weltkrieges vereinbart wurde. Daher ist es unabdingbar, dass diese Rechte auch weiterhin hochgehalten werden.

Im Hauptverfahren vor dem EGMR über die Menschenrechtsbeschwerde wird zu prüfen sein, ob Abschiebungen nach Afghanistan vor dem Hintergrund der Empfehlung des afghanischen Ministry of Refugees and Repatriation, Abschiebungen auszusetzen, zulässig sind, wobei insbesondere zu berücksichtigen ist, dass andere EU Staaten Abschiebungen nach Afghanistan bereits ausgesetzt haben. Zudem unterstützt auch Frontex Abschiebungen nach Afghanistan nicht mehr. Außerdem stellt sich die Frage, ob das österreichische Rechtsschutzsystem keine wirksame Beschwerdemöglichkeit bei fundamentalen Grundrechtsverletzungen im Sinne des Art 3 EMRK in Verbindung mit 13 EMRK vorsieht. Nach österreichischem Recht war im vorliegenden Fall nämlich kein Rechtsschutz gegen die Abschiebung zu erlangen, dies ist auch aus rechtsstaatlicher Sicht höchst bedenklich.
https://deserteursberatung.at/index.php/2021/08/03/der-europaeische-gerichtshof-fuer-menschenrechte-egmr-stoppt-abschiebung-nach-afghanistan/
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wenn wer ihn will, ihn auch am meisten spürt."
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Re: Abschiebung
« Antwort #783 am: 03:23:19 Do. 26.August 2021 »
Zitat
Nürnberg und anderswo: Rechtsgerichteter Arzt darf weiter für Ausländerbehörden arbeiten (August 2021)

Im Mai 2021 wurde bekannt, dass Dr. B., Allgemeinmediziner, der seit einigen Jahren für Ausländerbehörden, zum Beispiel die Zentrale Ausländerbehörde Oberfranken, gutachterlich tätig ist, Geflüchtete häufig gesund geschrieben und damit deren Abschiebung ermöglicht haben soll. Im Internet soll sich der Arzt des Öfteren geflüchtetenfeindlich und verschwörungsideologisch geäußert haben (wir berichteten).

br.de (25.8.21) schrieb nun, dass die zuständigen Behörden "die Vorwürfe für unbegründet erachten". Das bayerische Innenministerium habe verlauten lassen, dass der Arzt "für bayerische Ausländerbehörden stets korrekt gearbeitet habe", so br.de.

Weitere Einzelheiten sind dem verlinkten Zeitungsartikel zu entnehmen.

br.de ("Nach Überprüfung: Behörden dulden Verschwörungsmediziner", 25.8.21): hier klicken!

Quelle: https://www.nazistopp-nuernberg.de/
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Kuddel

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Re: Abschiebung
« Antwort #784 am: 19:45:10 Do. 26.August 2021 »
Zitat
Erfolg für #BanuMussBleiben: Protest verhindert Abschiebung in Nürnberg

Dr. Banu Büyükavci hatte während der Ermittlungen gegen sie nach Paragraph 129b Jahre in U-Haft verbracht. Ihr wurde Nähe zur – in Deutschland nicht verbotenen – TKP/ML vorgeworfen. Im Zuge dessen prüfte die Stadt Büyükavcis Ausweisung – nun hat der solidarische Protest für ihren Aufenthalt Erfolg.
https://perspektive-online.net/2021/08/erfolg-fuer-banumussbleiben-protest-verhindert-abschiebung-in-nuernberg/

Kuddel

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Re: Abschiebung
« Antwort #785 am: 09:12:27 Fr. 10.September 2021 »
Zitat
Innenpolitik
Zahl der Abschiebungen nimmt wieder zu

Allein nach Afghanistan wurden im ersten Halbjahr 140 Menschen abgeschoben. Unter den knapp 6000 Abgeschobenen waren 904 Minderjährige.
https://www.sueddeutsche.de/politik/abschiebung-afghanistan-1.5406447

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Re: Abschiebung
« Antwort #786 am: 12:16:27 Di. 14.September 2021 »
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Kuddel

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Re: Abschiebung
« Antwort #787 am: 09:21:49 So. 19.September 2021 »
Zitat
Abschiebung in Darmstadt: Geflüchteter springt aus dem Fenster

Aus Angst vor Abschiebung springt ein 35-jähriger Pakistani aus dem ersten Stock. Darmstadts Bürgermeisterin Akdeniz spricht von unerträglichen Umständen und fordert von der Bundesregierung klare Aufenthaltsbedingungen.


Darmstadt – Aus Panik, abgeschoben zu werden, ist ein 35 Jahre alter Mann aus Pakistan aus dem Fenster einer Darmstädter Flüchtlingsunterkunft gesprungen. Bei dem Sturz aus dem ersten Stock habe er sich so schwer verletzt, dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, sagte Samar Khan vom Hilfsverein „Wir sind Pakistan“ der Frankfurter Rundschau. Der Mann soll stundenlang hinter dem Haus gelegen haben, bis eine Securitymitarbeiterin ihn entdeckte. „Er hatte totale Angst, als die Polizei kam, weil er dachte, sie wolle ihn abholen“, sagte Khan. Dabei habe der 35-Jährige eine Duldung. Die Polizei sei wegen eines anderen Pakistanis gekommen, den sie in die Abschiebehafteinrichtung in Darmstadt-Eberstadt bringen wollte.
https://www.fr.de/rhein-main/darmstadt/abschiebung-in-darmstadt-fluechtling-springt-aus-dem-fenster-90988815.html

Erinnert mich an Kemal Altun.
Zitat
Cemal Kemal Altun (* 13. April 1960 in Samsun, Türkei[1]; † 30. August 1983 in West-Berlin) war ein türkischer Asylbewerber in der Bundesrepublik Deutschland, der 1983 während des Abschiebeverfahrens im Zusammenhang mit der ihm drohenden Auslieferung an die türkische Militärdiktatur Suizid verübte, indem er aus dem sechsten Stock des Verwaltungsgerichts Berlin sprang.
https://de.wikipedia.org/wiki/Cemal_Kemal_Altun

Die Zeit schrieb:
Zitat
Kemal Altun
Ein Suizid, der etwas änderte
https://www.zeit.de/2018/30/kemal-altun-asylbewerber-abschiebung-angst-selbstmord

Da hat die Zeit wohl unrecht.

Das waren keine Einzelfälle:
Zitat
Folgen deutscher Asylpolitik
Einladung von der Diktatur
Zwei Asylsuchende in Berlin und Eberswalde haben sich das Leben genommen, wohl aus Angst vor Abschiebung. Initiativen kritisieren Anhörungspraxis.
https://taz.de/Folgen-deutscher-Asylpolitik/!5756929/


Kuddel

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Re: Abschiebung
« Antwort #788 am: 11:28:58 Di. 21.September 2021 »
Zitat
Abschiebung nach Afghanistan
Im Februar hat Hamburg ihn abgeschoben. Jetzt ist er tot
https://www.zeit.de/2021/35/abschiebung-afghanistan-fluechtlingspolitik-taliban

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Re: Abschiebung
« Antwort #789 am: 09:16:51 Mi. 10.November 2021 »
Zitat
"Es hat für alle Beteiligten nur Nachteile"

Nach fünf Jahren als Mitarbeiter einer Gärtnerei soll Riaz Khan nach Pakistan abgeschoben werden. Seine Chefin, Mitarbeiter und Politiker kämpfen um ihn. Doch bereits am Donnerstag geht sein Flug.
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/parsdorf-pakistan-gaertner-abschiebung-auslaenderbehoerde-1.5459660

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Re: Abschiebung
« Antwort #790 am: 13:45:48 Do. 02.Dezember 2021 »
Zitat
Abschiebung
Zivilcourage auf sächsisch: Wie aus Wut Engagement wird

Als eine Familie aus Pirna abgeschoben wird, beginnt die Nachbarschaft zu protestieren. So lange, bis Eltern und Kinder tatsächlich zurückkommen dürfen.
https://www.fr.de/zukunft/storys/migration/bring-back-our-neighbours-zivilcourage-pirna-sachsen-wie-aus-wut-engagement-wird-91125161.html

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Re: Abschiebung
« Antwort #791 am: 15:18:10 Mi. 15.Dezember 2021 »
Zitat
Die »Rückführungsoffensive« gibt es schon längst – und das bedeutet sie
Neben einigen positiven Aspekten kündigt der Koalitionsvertrag auch eine »Rückführungsoffensive« an. Doch die gibt es schon längst. Anstatt die vielen Gesetzesverschärfungen der letzten Jahre zurückzudrehen, soll die harte Abschiebepolitik also auch unter der Ampel weitergehen.
https://www.proasyl.de/news/die-rueckfuehrungsoffensive-gibt-es-schon-laengst-und-das-bedeutet-sie/

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Re: Abschiebung
« Antwort #792 am: 13:15:43 Mi. 29.Dezember 2021 »
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Re: Abschiebung
« Antwort #793 am: 09:02:14 Fr. 28.Januar 2022 »
Das muß man sich mal reinziehen:

Zitat
Der zurückgekehrte Geflüchtete Serif Akbulut soll 23 000 Euro für Haft und Charterflug zahlen. Der hessische Flüchtlingsrat und Pro Asyl kritisieren die Regelung und das Vorgehen.

Lautes Klopfen an der Tür. Ich bin mitten in der Nacht aufgewacht. Aufmachen! Polizei!“ So erinnert sich Serif Akbulut an den ersten Versuch im Juli 2006, ihn nach acht Jahren in Deutschland mit einem Linienflug in die Türkei abzuschieben. Dorthin, wo der in Schlüchtern lebende Kurde mit politischer Verfolgung rechnen musste. Er wehrt sich, woraufhin der Pilot ihn nicht mitnimmt und die Polizei den damals 20-Jährigen verhaftet. Es folgen zwei weitere Versuche, bei denen er sich erfolgreich weigert. Nach zwei Monaten Haft wird Akbulut gefesselt und in einen Privatjet gesetzt, mit mehreren Beamten. „Heute hast du keine Chance“, hätten sie gesagt.

Mittlerweile lebt der Geflüchtete wieder in Hessen – nach einer dramatischen Flucht, bei der er fast ertrunken wäre, und einigen Jahren in Belgien. Hier erhielt Akbulut über seine Frau eine Aufenthaltserlaubnis, dann die belgische Staatsbürgerschaft und somit das Recht, sich in der EU aufzuhalten. Doch eine Forderung der Ausländerbehörde des Main-Kinzig-Kreises belastet ihn erheblich: Akbulut, der für seine Familie und seine Mutter sorgt, soll für die Haft und Abschiebung vor gut 15 Jahren 23 000 Euro bezahlen.
https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/hessen-hohe-schulden-durch-abschiebung-91265297.html

Kuddel

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Re: Abschiebung
« Antwort #794 am: 09:54:40 Fr. 25.Februar 2022 »
Ich halte es für wichtig darauf hinzuweisen, daß Proteste im Zusammenhang mit Gefüchteten und Arbeitsmigranten nicht nur von Unterstützern kommt, sondern die Migranten selbst kämpfen.

Zitat
Demonstration von Flüchtlingen
"Sie haben uns alle Möglichkeiten genommen"



Der Tag, an dem alles begann: Am 18. Oktober demonstrierten die Geflüchteten aus Sierra Leone erstmals.

Seit fast vier Monaten protestieren Geflüchtete aus Sierra Leone für eine Bleibeperspektive. Mitten in der Stadt, die meiste Zeit davon ohne Dach über dem Kopf. Und die Behörden? Die erhöhen den Druck.