Autor Thema: Lichtblicke in den USA  (Gelesen 309 mal)

ManOfConstantSorrow

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Lichtblicke in den USA
« am: 18:50:47 Sa. 16.Oktober 2021 »
Bei den USA fällt einem fast nur Schlimmes ein. Imperialismus, Waffenfanatismus, Opioid-Epidemie, Rassismus.

Es gibt aber auch vorbildliches:
Black lives Matter.
Die radikale Infragestellung der Polizei und des Knastsystems.
Die Kämpfe der prekären Beschäften wie
-Hotel- und Putzkräfte
-zur Erhöhung des Mindestlohns
-Fastfood Beschäftigte

Jetzt gibt es eine Streikwelle, die sich gewaschen hat.

"Strikeoctober"

Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kuddel

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Re: Lichtblicke in den USA
« Antwort #1 am: 13:30:28 Di. 19.Oktober 2021 »
Zitat
Kellogg's-Streik: Arbeiter der Cerealienfabrik kämpfen für höhere Löhne für alle Beschäftigten angesichts steigender Umsätze
Die Beschäftigten des Müsliriesen Kellogg's arbeiten regelmäßig 12-16-Stunden-Schichten an sieben Tagen in der Woche. Jetzt, da die Verbrauchernachfrage steigt, streiken sie gegen ein ausbeuterisches zweistufiges Beschäftigungssystem, das verhindert, dass alle Beschäftigten davon profitieren.
https://therealnews.com/kelloggs-strike-cereal-plant-workers-fight-to-raise-the-floor-for-all-employees-as-sales-soar

Kuddel

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Re: Lichtblicke in den USA
« Antwort #2 am: 14:54:55 Fr. 22.Oktober 2021 »

Kuddel

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Re: Lichtblicke in den USA
« Antwort #3 am: 11:02:45 Di. 26.Oktober 2021 »
Die Streikwelle scheint ein echtes Massenphänomen zu sein. Jetzt berichtet die "Teenvogue" in den USA:

Zitat
St. Vincent’s Nurses Are on Strike — This Is What It’s Like for Their Kids
“There’s a fair amount of courage and honor that goes into making that decision.”
https://www.teenvogue.com/story/st-vincent-hospital-strike-children

Kuddel

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Re: Lichtblicke in den USA
« Antwort #4 am: 07:59:16 So. 31.Oktober 2021 »
Erst Teenvogue, dann deutsche Mainstreammedien. In letzteren gibt es wohl das geringste Interesse an so etwas. Die Streikwelle ist wohl zu groß, um sie weiter zu ignorieren.

Zitat
Aufstand der Arbeiterinnen und Arbeiter in den USA
Herbst der Unzufriedenen
US-Präsident Joe Biden hat eine Stärkung der Gewerkschaften in Amerika versprochen. Passiert ist bislang wenig. Nun helfen sich die Arbeiter selbst – mit einer Streikwelle im Land.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/striketober-aufstand-der-arbeiterinnen-und-arbeiter-in-den-usa-a-ea4bb95d-323a-49fc-9cfd-40340546f267

Hat man von den Amis wohl kaum erwartet.
Da sieht man wieder, daß sich politische Entwicklungen auch in Sprüngen vollziehen können, auch wenn sich seit Jahrzehnten wenig bewegt hat.

Den Menschen geht es ernsthaft schlecht und sie haben gemerkt, daß die Wahlen daran nichts geändert haben. Nach dem Bösewicht Donald Trump nun die Lichtgestalt Joe Biden, aber nichts wurde besser.

Vielleicht gibt es auch hier ein Aha-Erlebnis, wenn die jung-dynamisch-innovative Ampel für uns keine Verbesserung gegen die Merkeldiktatur bringt. Aber da steht erstmal der DGB im Weg.


Tiefrot

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Re: Lichtblicke in den USA
« Antwort #5 am: 12:47:29 So. 31.Oktober 2021 »
Der DGB wird sich nicht ändern, "verdient" der sich doch an den Folgen der Agenda 2010
(eigene Leihbuden etc.) dumm und dämlich. Ihre eigentliche Aufgabe nehmen die schon lange nicht mehr wahr.  >:(
Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
Verbietet die BILD und schaltet Facebook ab !

ManOfConstantSorrow

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Re: Lichtblicke in den USA
« Antwort #6 am: 09:42:56 Fr. 05.November 2021 »
Bergarbeiter protestieren heute Morgen vor dem BlackRock-Gebäude. Die Bergarbeiter aus Alabama streiken seit 7 Monaten. BlackRock ist ein Investor in der Warrior Met Coal Mine, gegen die sie streiken. Sechs Mitglieder der Gewerkschaftsführung wurden wegen zivilen Ungehorsams verhaftet.

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Kuddel

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Re: Lichtblicke in den USA
« Antwort #7 am: 08:25:13 Mi. 10.November 2021 »
Zitat
Streikwelle in den USA
"Die Leute haben es einfach satt"

Trotz der Corona-Krise erzielen viele große Unternehmen in den USA Rekordprofite. Doch die Bezahlung für Arbeiter ist oft schlecht - das wollen viele nicht länger hinnehmen, sie streiken.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/usa-streikwelle-corona-pandemie-101.html

counselor

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Re: Lichtblicke in den USA
« Antwort #8 am: 14:07:21 Di. 04.Januar 2022 »
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

counselor

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Re: Lichtblicke in den USA
« Antwort #9 am: 22:18:19 Di. 11.Januar 2022 »
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tleary

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Re: Lichtblicke in den USA
« Antwort #10 am: 10:25:06 Mi. 12.Januar 2022 »
Wäre auch einmal interessant, was die Ziele dieser Streiks dann letztendlich sind. Ah, ja, was gefunden:
Zitat
Es geht um die Basics, sagt Dave. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit statt einer Zweiklassengesellschaft: "Das ist unfair, unethisch und einfach nicht richtig."

Schon wieder dieser Gender-Scheiss: "Gleich (mieser) Lohn derjenigen mit Schlitz wie die Beschäftigten mit Schniedel, lautet die Forderung. Statt einem wesentlich höheren Lohn für ALLE. Und das soll man dann supertoll finden, wie die Tagesschau es tut?

Denn gerade in den großen Konzernen macht der "ausbezahlte Lohn" an die Arbeiter gerade noch die Hälfte oder 2/3 der gesamten Wertschöpfung desjenigen aus. Da wären Lohnsteigerungen von 20 oder 30 % überhaupt kein Problem.
»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
(Autor unbekannt)

Kuddel

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Re: Lichtblicke in den USA
« Antwort #11 am: 11:49:26 Mi. 12.Januar 2022 »
Selber
Zitat
Gender-Scheiss
Nichts spricht gegen einen "wesentlich höheren Lohn für ALLE", doch dann bitteschon auf gleichem Niveau und nicht wieder 30% weniger für Frauen.

tleary

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Re: Lichtblicke in den USA
« Antwort #12 am: 12:31:19 Do. 13.Januar 2022 »
Jetzt gibt es eine Streikwelle, die sich gewaschen hat.
Wenn ich mir die obige Aufstellung betrachte und aufaddiere, komme ich da auf gerade einmal 120.000 Streikende US-weit. Bei einem Volk von 330 Mio. Menschen, davon sagen wir die Hälfte aktiv erwerbstätig, also 160 Mio., sind das auch nicht allzu viele. Gerade einmal 0,08 % der gesamten US-Arbeitnehmerschaft. Das wäre dann einer von 1.250 Arbeitnehmern. Oder in einem Großbetrieb mit sagen wir 10.000 Beschäftigten... ehm.... 8. :) - Unter "gewaschen" verstehe ich da schon was anderes.
»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
(Autor unbekannt)

Fritz Linow

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Re: Lichtblicke in den USA
« Antwort #13 am: 00:59:43 Fr. 14.Januar 2022 »
Jetzt gibt es eine Streikwelle, die sich gewaschen hat.
Wenn ich mir die obige Aufstellung betrachte und aufaddiere, komme ich da auf gerade einmal 120.000 Streikende US-weit. Bei einem Volk von 330 Mio. Menschen, davon sagen wir die Hälfte aktiv erwerbstätig, also 160 Mio., sind das auch nicht allzu viele. Gerade einmal 0,08 % der gesamten US-Arbeitnehmerschaft. Das wäre dann einer von 1.250 Arbeitnehmern. Oder in einem Großbetrieb mit sagen wir 10.000 Beschäftigten... ehm.... 8. :) - Unter "gewaschen" verstehe ich da schon was anderes.

Statistik will wohl durchdacht sein. Deine Rechnung mag zwar durchaus interessant sein, aber nicht aufschlussreich. Hast du Vergleichsdaten aus den letzten Jahren hinzugezogen? Hast du die verschiedenen Regionen und Betriebe berücksichtigt? usw.

Für einen Generalstreik ist die Anzahl der Streikenden zu wenig, aber darum geht es auch nicht. Neben all den jetzigen Streiks entwickelt sich anscheinend eine begrüßenswerte Scheißdraufmentalität, die genauso eine Gefahr für die Ordnung ist wie ein Streik. Nicht umsonst werden Quarantänezeiten überall verkürzt oder mit einem Federstrich kurzerhand die gesetzlichen Arbeitszeiten erhöht. Von den sozialpartnerschaftlichen Gewerkschaften hört man dagegen übrigens kaum Widerspruch.

An den keuschen Zahlen und Berechnungen einer Streikbeteiligung lässt sich wenig ableiten, noch weniger sollte man darüber die Nase rümpfen. Das Ding in den USA klingt schon gewaschen, es sei denn, man mag es nur porentief rein.